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Zion

Scoubidou | EVB | ♂

© Ofagwa (VKr erloschen) | ? Körpunkte

Scoubidou | EVB | ♂
Zion, 21 Okt. 2016
    • Zion

      Alte Berichte Teil 1
      Oktober 2014, by Cooper
      Ankommen von Scoubidou


      Ich erheilt früh am Morgen eine Nachricht von Ranjit. Es sollte ein neuer Hengst auf meinen Hof kommen Scoubidou, er stammte von Ofagwa, jedoch wurde er in letzer Zeit von Besitzer zu Besitzer geschickt, da er ein etwas schwierigeres Pferd war. Scoubi ist ein kleiner Teufel, wie man mir berichtete, er beißt tritt und lässt allgemein Menschen und Tiere schwer an ihn ran, für Ranjit war es wohl eher eine Wohltat ihr endlich an jemanden abgeben zu können der sich wirklich gut um ihn kümmern konnte, um somit etwas Huffnung für den kleinen zu schöpfen. Ich hatte schon Tage bevor er kam eine der abgelegenen Boxen fertig gemacht im Hengststall. Er sollte nicht direkt neben den anderen Pferden stehen, da die Verletzungsgefahr zu hoch war wenn sie sich in die Haare kriegen sollten, aber ganz alleine auch wieder nicht. Also schaute ich das links und recht neben ihm einfach eine Box frei war, so konnte er sich an die Situation gewöhnen. Es war dann endlich soweit und Ranjit kam mit den Hänger auf meinem Hof an. Glücklicherweise hatte ich genug Platz, somit Scoubi sich erstmal austoben konnte, denn Hänger fahren gehörte ebenfalls nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Mit viel Geduld und Mühe holten wir Scoubidou unbesehrt aus dem Hänger, da hatten wir den Vorteil meiner Ausbilderkentnissen. "Na, ruhig kleiner, du bist jetzt endlich angekommen" sagte ich und führte mit Ranjit den hibbligen hengst in seine Box wo er estmal zur ruhe kommen durfte. "Keine Sorge, du bleibst jetz hier, du musst nie weider weg" sagte ich sanft und gab dem rotbraunen erstmal etwas zu Fressen. Ich klärte die ganzen Geschäftlichen Sachen mit Ranjit, tauschten die wichtigsten Informationen aus und sie übergab mir dann die Papiere von Scoubi. "Ich bin froh das er endlich ein sicheres Zuhause bekommen hat" sagte sie und veraschiedete sich dann. Es war eins schöner Tag, ich konnte es kaum erwaten mir Scoubi zu arbeiten. Obwohl er noch eine Menge lernen muss glaub ich dan den Junhengst.

      Datum unbekannt

      by handshake
      Gewöhnungen an Menschen und Halfter


      Vor Wochen schon bat mich Cooper, dass ich mal mit ihrem Hengst Scoubi arbeiten sollte. Bis jetzt war die Zeit knapp, denn auch mein Hof stand in den Startlöchern und ich musste zusehen, meine eigenen Pferde auf Trab zu halten. Doch heute sollte es endlich so weit sein.
      Ein grauer Schleier zog sich über den Himmel und die Sonnenstrahlen schafften ihren Weg nicht durch die Wolken – Herbst. Und auch kein schöner, sondern ein ekliger, dunkler, nasser Herbst. Auf der Fahrt zu Cooper’s Hof dachte ich über ihre Worte bezüglich Scoubi nach. Er soll recht ängstlich und scheu sein, keinen Funken Vertrauen zu Menschen haben und diese auch meiden. Das wird ganz schön viel Arbeit sein, aber ich mache sie gerne, den Pferden zu liebe. Denn kein Wesen kann etwas dafür, dass es von anderen schlecht behandelt wird. Ich nenne es schlechte Vergangenheit, andere Schicksal. Auf Cooper’s Hof angekommen stratzte ich direkt in die Stallgasse. Mittlerweile kannte ich mich bei ihr aus, denn ihre Fohlen durfte ich auch ausbilden. Beim vorbei gehen verteilte ich ein paar süße Möhrchen an die Kleinen, während ich Scoubis Halfter und Strick suchte, um anschließend mit beidem bewaffnet die Weide aufzusuchen. Von weitem konnte man Scoubi schon erkennen, denn er hatte wirklich eine wunderschöne Fellzeichnung. Na gut, er war normal braun. Aber ein schönes braun, so ein warmes braun, was man von netten, süßen Pferden kennt, die einem ohne alles stundenlang hinterherlaufen. Umso trauriger, dass Scoubi wohl nur schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Von weitem sah der Hengst mich und drehte auf der Stelle um, um an das andere Ende der Weide zu gelangen. Das sollte ein wirklich großes Stück Arbeit werden. Ich schnappte mir ein paar Leckerlies und begrüßte die anderen Pferde, während ich Scoubi im Auge behielt. Er rannte unruhig hin und her und wagte es nicht eine Sekunde, mich aus dem Auge zu lassen. Umso nervöser wurde er, als ich beschloss, mich ausgiebig mit den anderen Pferden zu beschäftigen, einfach um ihm zu zeigen, dass ich nichts Böses tue und die anderen Pferden mir ebenso vertrauen wie er mir vertrauen kann. Mittlerweile war eine Stunde vergangen und der einzige Fortschritt, den ich verzeichnen konnte, bestand darin, dass Scoubi nun nicht mehr auf und ab lief, sondern grasend in der hintersten Ecke stand. Ich fasste meinen Mut zusammen und ging langsam auf ihn zu. Er hob den Kopf und legte die Ohren an, blieb jedoch stehen. Mit langsamen Schritten ging ich auf ihn zu, redete mit einem ruhigen Ton und versuchte alle drei Schritte stehen zu bleiben. Kurz bevor ich direkt vor ihm stand, sah es so aus, als würde er weglaufen, doch Scoubi blieb weiterhin skeptisch stehen und drohte mir. Nun standen wir da, direkt voreinander. Dreißig Centimeter trennten uns und er konnte abhauen, es war genug Platz da. Doch Scoubi blieb stehen und gab nach kurzer Zeit auch auf seine Ohren anzulehnen, vielleicht auch wegen der Leckerchen, die ich hervorzog. Ich zeigte sie ihm und machte keine Anstalten zu ihm zu gehen, er sollte zu mir kommen. Und das geschah auch. Der kleine hatte wohl eine Vorliebe für Bananen-Honig Riegel, das musste ich mir auf jedenfall merken. Sanft berührte ich seine Nase und Scoubi blieb weiterhin stehen, diesmal mit neugierigem Blick. Es war ein wirkliches Erfolgserlebnis ihn so zu sehen und ich strahlte über beide Ohren, als ich ihm das zweite Leckerli gab. Das Halfter würde ich für heute lassen, er sollte sich erst an mich gewöhnen, bevor ich ihm die Möglichkeit nehme, wegzulaufen. So verbrachten Scoubi und ich noch den gesamten Abend gemeinsam auf der Weide. Er zuckt zwar ab und an zusammen oder wurde nervös, lief jedoch nicht mehr weg. Er fing sogar an mich zu beschnuppern, doch wenn ich mich bewegte, zuckte er zusammen und ging einen Schritt zurück.
      Ich fragte mich, was wohl mit ihm passiert ist...



      by Zion
      Trainingsstall "Caballos Alma"
      Scoubi lernt Respekt


      Tag 1:
      Heute fuhr ich zu meinem ersten Kunden, ein EVB Hengst namens Scoubidou. Cooper hatte mich über ihn informiert, anscheinend war es ein Fehler ihn nicht schon früher auszubilden, aber Cooper hattte ihn schon so bekommen. Nun als ich ankam war es frisch draußen. Cooper wies mich gleich zu dem Problemkindchen. Sie machte sich danach gleich aus dem Staub und ließ mich mit ihm alleine. Ich merkte das hier eine unangeneme Atmosphäre da war. Scoubi legte die Ohren an ehe ich in die Box ging. "Ruhig Junge ich tu dir nichts!",versuchte ich vergebens ihn zu beruhigen. Bei einem Seminar hatte ich aufgeschnappt, dass man bei Problempferden auch mal streng sein muss und das war ich jetzt auch. Heute war sein Halfter schon drauf. Ich griff energisch danach und hakte den Strick ein. Schon als ich ihn aus der Box führte bockte er. "Hör gefälligst auf!", ermahnte ich ihn. ich beachtete ihn garnicht, somit zeigte ich ihm das es mir nichts ausmacht. Scoubi war wie verdattert.
      Für einen kurzen Moment war er brav und ließ sich bis zum Anbindeplatz führen. Doch beim putzen ging es weiter. Er schnabbte und drehte sich weg. Mit Mühe putzte ich ihn. Schnell holte ich ein Rope. Wir gingen in die Reithalle. Ich schloss die Türen und hakte seinen Strick aus. Sofort rannte er los wie ein Gummi den man schnippste. Nach jedem Galoppsprung buckelte er. Jetzt grenste ich seinen Raum in einen Kreis ein. Nun scheuchte ich ihn mit dem Rope.
      Mit meiner Körperhaltung zeigte ich ihm ~bleib weg~. Aber jetzt entspannte ich mich und drehte mich zur Seite. Scoubi kam auf mich zu und stupste mich an, damit zeigte ich ihm ~alles wieder gut~.
      Dann klopfte ich ihm den Hals. Ich beschloss dass wir für heute aufhören. Im Stall putzte ich ihn und legte die Weidedecke auf und schickte ihn auf die Weide, damit er sich auspowern kann.
      Cooper war so gastfreundlich und ließ mich bei ihr übernachten.

      Tag 2:
      "Guten morgen es gibt Frühstück!", sagte Cooper. ich nickte und zog mich an und ging frühstücken. Heute wollte ich das gleiche in grün mit Scoubi machen, nur Cooper versucht sich heute.
      Wir gingen gemeinsam in den Stall mit seinem Halfter.
      Kurz erklärte ich Cüp was sie machen solle. In meiner Begleitung, ging Cooper in die Box und legte ohne zögern energisch das Halfter an. Das Problem ist bzw. war, dass alle großen respekt vor ihm hatten und dass zeigte Scoubi das er sowas machen konnte. Ich lobte die beiden. Nun gingen wir mit ihm zu Putzplatz.
      Auch hier lief es recht gut, doch als ich kurz zum Klo ging und zurück kam hatte Cooper drei Meter abstand von Scoubi. Sie erklärte mir das er sie versucht hätte zu beißen. Ich holte schnell das Rope und wir führten ihn in die Reithalle. Dort zeigte ich Cooper was sie zu tun hat und tada es klappte, Scoubi hatte nun Respekt vor Cooper.
      Natürlich war es noch nicht geschafft, denn Cooper muss ihn selbst noch weiter trainieren. Ich hakte eine Longe in Scoubis Halfter ein.
      Von Peitschen halte ich nicht all zu viel, deswegen arbeitete ich ohne mit ihm. Nach diesem heutigen Tag sagte ich Cooper das sie ab heute täglich mit ihm üben müsse, bis er wirklich auf sie hört. Mein letzter Satz war sehr ernst und deutlich: " Mache nichts mit Gewalt, sonst wir er dir nie gehorchen!". Sie bedankte sich und ich fuhr nach Hause.

      Nach einigen Wochen...
      Heute besuchte ich Cooper und Scoubi wieder. Die beiden waren bereits in der Reithalle und trainierten. Ich spürte das Scoubi sich geändert hatte und dass er nicht mehr angespannt wirkte.
      Heute wollte ich Cooper noch eine Art zeigen wie sie Scoubi auch dauerhaft entspannt halten könne. Der Trick "ein Knotenhalfter".
      Denn wenn man ein paar Elemente aus dem Westernreiten übernimmt, kann manches einfacher werden.
      Wir probierten es einfach mal. Mit Erfolg er ließ es sich gefalle und schien glücklich. "Du übst auf jeden Fall weiter mit ihm. Sei wie die Mutter die ihr Kind erzieht, man kann nicht immer nett sein, aber auch nicht böse ! Wenn er versucht dich zu beißen ignoriere ihn und wenn er etwas gut macht loben nicht vergessen. Wir hören uns!",sagte ich zu Cooper und verabschiedete ich mich. Sie bedankte sich bei mir und und dann fuhr ich nach Hause.


      Trainingsstall "Caballos Alma":
      Weiterführung vom letzten Training


      Wiederkommen:
      In dem letzten Training übten wir das Putzten und das Halftern.
      Das lief soweit schon sehr gut und heute wollten wir weiter machen.
      Schon früh am morgen fuhr ich zu Coopers Hof bzw. Gestüt. Nach einer guten Reise, kam ich an. Ich stieg aus und Cooper kam auf mich zu und sagte: "Hey wollen wir gleich in den Stall gehen?".
      "Na Klar wie läuft es denn so?", antwortete ich. Cooper erzählte mir alles und mir schien das Scoubi sich besserte. Sie zeigte mir gleich wie gut das Halftern und das Führen klappt, denn sie ging alleine in die Box und holte ihn problemlos raus. Cooper putzte ihn ebenfalls problemlos und ich verspürte stolz. Heute hatte sie mich gebeten ihn noch weiterzubilden, weil das longieren noch nicht so gut klappte und das sie ihn führen kann ohne irgendwelche Zickereien.
      Also fingen wir damit an, dass wir bzw. Cooper ihn in der Halle führt und beweist das sie der Boss ist. In der Reithalle stellte ich mich in die Mitte, um alles erklären zu können. "So Cooper dann fangen wir mal an! Du läufst erstmal ganz normal mit Scoubi im Schritt. Dann hälst einfach mal an und zeigst ihm das er stehen bleiben soll. Achte darauf das du immer in der höhe seines Auges läufst und das er dich nicht überholt und alles in Ruhe, wenn etwas schief geht ist es so dann nicht aufregen!", erklärte ich Cooper.
      Sie nickte und fing an. "Fiona was soll ich machen wenn er antraben will?", fragte sie mich und ich antwortete: "Wenn du merkst er wird zu schnell wendest du ab, aber immer von dir weg niemals das Pferd zu dir hinziehen, sonst könnte es passieren das Scoubi immer dichter kommt und dir dann auf den Fuß tritt.!.
      "Ok dann an die Arbeit!", erwiederte Cooper. Anfangs war es ein Gewirr von versuchen, doch nach einer halben Stunde wurde es besser und besser. Ich war richtig stolz auf die beiden.
      Nach der heutigen Arbeit machten wir schluss und wollten morgen weitermachen. Wir versorgten nach Scoubi noch die anderen Pferde und gingen dann ins Haus. Es gab noch Abendbrot, dann gingen wir ins Bett.

      Am nächsten Tag:
      So gegen sieben wurde ich von dem Wiehern eines Pferdes geweckt, kurz darauf machte ich mich fertig und ging runter.
      Keiner war dar, nur ein Zettel von Cooper, das sie schon draußen sei und ich nach dem Frühstück raus kommen solle. Das Frühstück war echt lecker. Danach ging ich raus zum Anbindeplatz, wo Cooper bereits Scoubi putzte. Ich hatte schon überlegt ein zweites Pferd dazu zu nehmne, weil es ja bekannt ist das man von anderen lernt. Cooper empfahl mit Sajé, denn sie war zwar temperamentvoll, aber dennoch lieb und hörig. Ich holte sie schnell und putzte sie, dann gingen Cooper und ich mit Sajé und Scoubi in die Reithalle.
      Dort machten wir das gleiche wie gestern, aber nicht die ganze Zeit. Ich führte Sajé im Schritt und die anderen beiden folgten. Cooper machte sich echt gut mit Scoubi. Nun ging es an das führen im Trab. Scoubi war heute sehr lernwillig und ich hatte das Gefühl das es ihm sogar Spaß mache. Ebenfalls Saje, die auch prima mitmachte. Jetzt holte ich schnell eine Longe und ich brachte Sajé wieder in den Stall. Dann machten wir weiter, Cooper hakte die Longe im Halfter ein. "So nun geht es an das kontrollierte laufen. Du macht im Prinzip das gleiche wie gestern nur das du ihm an der Longe hast. Durch deine Körpersprache zeigst du ihm ob er sich dir nähern darf oder nicht, aber erstmal soll er von dir weg!", erkläre ich ihr. "Ok wir probieren es!", sagte Cooper mit einer ausdruckvollen Stimme. Im Schritt klappte es noch nicht so gut, doch im Trab wure es besser und besser und besser. Ab und zu gab ich Cooper noch ein paar Tipps und danach klappte alles gut.
      Morgen kommt die große Herausforderung, denn wir wollen einen Ausflug ins grüne mit ihm machen. Wir putzten Scoubi und brachten ihn wieder in den Stall. Cooper hatte ihn auch ausgiebig gelobt, denn er hatte heute gutes Leistungen erbracht. Heute fiel ich ins Bett obwohl ich nicht viel gemacht hatte.

      Der letzte Tag (die Herausforderung):
      Heute war ich schon früh wach und ging gleich raus in den Stall, dort suchte ich ein bisschen was zusammen. "Morgen du bist ja schon früh auf den Beinen.", sagte Cooper zu mir die inzwischen neben mir stand. Gleich holte sie Scoubi raus und putzte ihn, dann holte sie eine Ausreitdecke, weil es draußen frisch war. Danach ging es auch schon los. Mit dem Führen klappte es jetzt schon, aber wie er sich im Gelände macht. Cooper war etwas nervös, doch ich beruhigte sie. Wir gingen ruhig im Schritt vom Hof. Für den Ausflug hatten wir eine halbe Stunde eingeplant. Als erstes ging es in richtung Wald, bis jetzt machte sich Scoubi gut und stellte keine Zicken an. Doch im Wald flog ein Vogel plötzlich weg und er erschreckte sich kurz, aber er beruhigte sich auch genau so schnell. "Fiona ich danke dir, es war früher nicht möglich mit ihm einen Ausflug zu machen, ohne eine Bisswunde zu haben. Danke vielmals!", sagte Cooper während wir auf einen Sandweg bogen.
      "Ich habe dir eigendlich nur Tipps gegeben den rest hast du selber hinbekommen.", antwortete ich ihr. Sie grinste . Cooper klopfte Scoubi den Hals, weil er wirklich gechillt war und nicht zickte. Wir waren schon auf dem Weg vor dem Hof, als Scoubi antrabte, doch Cooper wendete ihn ab so wie ich es ihr gezeigt hatte und Scoubi parierte durch. Ich war soooo stolz auf die beiden, weil sie sich wirklich bemüht hatten alles richtig zu machen und es auch geschafft hatten. Auf dem Hof versorgten wir Scoubi und brachten ihn in den Stall und gaben ihm noch Leckerlis. Cooper umarmte mich und sagte Danke. Ich sagte ihr das sie es sehr gut gemacht hatte und wenn sie am Ball bleib wird Scoubi zum Schmusepony. Dann verabschiedete ich mich und fuhr nach hause mit einem guten Gewissen.

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      Dezember 2014, by Cooper
      Nikolausüberraschung



      Ich war schon um sechs Uhr auf den Beinen, am heutigen Nikolaustag. Es war kaum was los auf meinem Hof, doch ich musste hinunter, die Pferde füttern und verpflegen, ich hatte meinen Stallhelfern für heute Frei gegeben. Gut gelaunt, nachdem Frühstück ging ich hinunter. Als ich die Tür aufmachte schoss mir ein kalter Wind durch die Haare und an meinen Hals. "Sehr kalt geworden" sagte ich zu mir selbst als ich mich schüttelte. Keine zwei Minuten später war ich dennoch im warmen Stutenstall angekommen. Alle warteten sehnsüchtig auf ihr Frühstück, das ich ab Abend vorbereitet hatte, einige bekamen speziell angemischtes Futter und einige normale Pellets und Haferflocken. Nachdem ich alle sichtlich zufriedenstellte ging ich rüber in den Hengststall und wiederholte den Vorgang. Nachdem zog ich mich in mein Haus zurück wo ich schnell einen Tee trank und eine Stunde vergingen ließ. Ich stellte die bestimmten Weidepferde auf die Weide mit gepolsterten Decke, die anderen Band ich im Stall an. Dann fing ich an zu misten. Das Radio ließ Weihnachtslieder spielen und mir gab es einen Ohrwum von We wish you a Merry Christmas. Ich sang fröhlich die Lieder mit und verbrachte einige Stunden mit den sauber machen der Ställe, aber für meine Lieblinge tut man ja alles, dachte ich mir. Als ich endlich fertig war holte ich die Pferde wieder von der Weide und stellte auch die Pferde die in der Stallgasse standen wieder in die Box. Einige Pferde schauten mich nervös an, da sie es nicht kennen so kurz auf der Weide zu sein, oder eben auch garnicht. "Sorry meine kleinen, heute ist es einfach zu kalt, da hilft selbst eine Decke nicht" sagte ich und hatte eher Sorgen das sie mir auf eisigen Stellen ausrutschten. Dennoch waren sie glücklich über die warme, gemachte Box und mein kleines Nikolausgeschenk, für jeden zwei Äpfel und ein selbst gemachten Pferdekeks. Zufrieden über die ruhe und die Stimmung im Stall lief ich zurück ins Haus wo aber noch mehr Arbeit auf mich wartete

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      Januar 2015, by Cooper
      Pflegebericht


      Heute war ein besonderer Tag. Heute wollte ich alle meinen Pferden einen besuch abstatten, das hieß Putzen, knuddeln und Bewegen. Zur Unterstützung hatte ich heute meinen Freund Simon, der immernoch am grübeln war ob er auf meinen Hof ziehen soll, dann Jojodie zu besuch auf Chattahoochee Hill's war, sowie Stefanie, die mit ihrer Vollblutstute Sympathy ebenfalls auf meinem Hof zu besuch war. Alle zusammen saßen wir am diesen Morgen am Frühstückstisch und besprachen wie wir das heute alles machen. Mein allgemeines Personal hatte ich einen Tag frei gegeben, den sie wirklich verdient hatten. "Also, erstmal alle Füttern. Dann kommen nur Truth, Smel, Sajé, Scoubi und Seattle auf die Weide. Bei den anderen ist das mit zu gefährlich" sagte ich. Anschließend gingen wir zusammen raus und erledigten erstmal dass. Nachdem die bestimmten Pferde ihr Frühstück genießen durften kamen sie auf die Weide. Truth undSmel nahm ich, Simon nahm Sajé, da sie am liebsten war und Jojo nahm Scoubi, sie war immerhin Trainerin und konnte somit Scoubisicher auf die Weide führen, auch wenn er mal wieder Faxen machte. Wir trafen uns nach dem langen Weg wieder im Stutenstall und holten zusammen Quiet, Cryfirra und Sekuoia aus der Box. Neugierig schauten sie uns an. Die drei waren schön aufgereiht in der Stallgasse angebunden und warteten. Simon ließ ich zu Seattle Slew, da er den Junghengst beäugelte und ihn interessant fand. Außnahmsweise durfte er mit Seattle zum Stutenstall kommen und ihn auch dort anbinden, jedoch an einer Box wo keine Stute drin stand und weit genug von den anderen drei Stuten entfernt. Allerdings waren alle Stuten aufgeregt und schnupperten in Seattle's Richtung. Simon hatte den Putzkasten von Seattle mitgenommen und find ihn schonmal an langsam und behutsam zu striegeln. "So Männerkontakt tut ihm glaub ich auch mal gut" lachte ich als Seattle so ruhig wie nie zuvor in Simons Händen stand. "Schön" sagte ich glücklich und fing nun auch an Cryfirra zu striegeln, Jojo nahm Sekuoia und Stefanie war zufrieden mit der keksfleckigen Stute. Mit Cry hatte ich heute ein wenig zu kämpfen, ihre zickige Laune konnte man kaum übersehen. Sie drängelte, kratze die Hufe und schnappte ab und zu auch mal als ich ihren Bauch striegelte. "Also, ne, so mach ich das nich mit" sagte ich und legte den Striegel hin und ging erstmal für einige Minuten weg. Cry war klar das sie sich falsch benommen hatte und konnte jetz erstmal zuschauen wie die anderen um sie herum geputzt werden, denn sie liebte es verwöhnt zu werden, jedoch mit so einem Verhalten geht das schlecht. Quiet war wie immer sehr schüchtern und ließ sich ohne weiteres von Stefanie putzen. Auch Jojo hatte mit Sekuoia keine Probleme, dies lag aber daran das Sekuoia eine ausgelassene Stute war und dadurch viel gelassener wirkt und Seattle war immernoch mit Simon genug beschäftig, obwohl sie schon mit dem putzen fertig waren. Als Cryfirra genug 'gelitten' hatte kam ich zurück. Mit Freude in den Augen sah sie mich an und ich konnte ohne weiteren Vorfälle auch Cryfirra gründlich putzen. Simon wusste nicht wirklich wie man Reitet, konnte jedoch mit der Longe schon umgehen, also schickte ich ihn mit Seattle in die kleine Reithalle. "Du kannst ihn auch ohne Trense longieren, er ist einfach zu händeln" sagte ich in der Reithalle als die anderen auf die Stuten aufpassten. Ich zeigte ihm noch welche Hilfen er nutzen sollte falls Seattle wieder anfing das Gleichgewicht oder das Rythmusgefühl zu verlieren und ließ ihn dann mit dem braunen nach einiger Beobachtungszeit alleine. "Du schaffst das schon" sagte ich laut. lächelte und lief zurück zu den Stuten und zu Stefanie und Jojo. Die beiden hatten die Vollblutstuten schon gesattelt und getrenst. "Ihr wolltet reiten?" sagte ich verwundert. "Was heißt reiten, wir dachten wir drehen ein paar Runden auf der Rennbahn mit ihnen, das ist wesentlich besser für sie als nur eine halbe Stunde Longieren" sagte Jojo. Ich lachte "Ja, ich weiß, nur können wir das nicht mit jeden Pferden machen, leider. Aber sie bekommen ja genug Auslauf, sowie Bewegung. Dann geht ihr mal ich Longiere dann Cryfirra". Und schon waren die beiden mit den zwei Stuten auf der kleinen Rennbahn verschwunden. In der Zwischenzeit longierte ich Cryfirra, die sich gut anstellte, jedoch nach einiger Zeit keine Lust mehr hatte und ich sie dann auch ließ. "So kleine, da hast du deine gemütliche Box wieder" sagte ich und streichelte die Jährlingstute über den Kopf. Ich nahm Sacramento aus der Box und lief mit ihm über den Hof bis zum Stutenstall. Dort bindete ich ihn in der Stallgasse an und holte Phaeleh raus, die ich einige Boxen weiter stellte. Diese beiden konnte ich gut und schnell putzen. Sie waren kaum dreckig und auch teilweise pflegeleichter wie die anderen Pferde. "Man Pheleh, du bist so groß gworden" sagte ich als ich die schöne Stute putzte. Dann kamen auch schon Jojo und Sefanie mit den Pferden zurück. Sie machten sie Boxfertig und nahmen sich Sacramento und Phaeleh mit. Diese beiden longierten sie und kamen dann zurück, während ich mit in dieser Zeit eine Pause gönnte und Simon zurück holte. Wir machten Seattle fertig und stellten auch ihn wieder in die Box. Das nächste liebste Pferd was ich besaß war Sajé, dieses durfte sich Simon ebenfalls schnappen und das wiederholen was er mit Seattle gemacht hatte. Es macht ihm Spaß, jedoch sah man es ihm an der Seattle es ihm mehr angetan hatte. Stefanie nahm sich die beiden Marwarifohlen und kümmerte sich um diese. Sie putzte sie und ging dann mit ihnen in die kleine Halle zum spielen. Jojo nahm sich Aszu und ich Scoubi. Dieser hatte in letzter Zeit unglaublich viel gelernt und ich konnte ihn fast problemlos putzen ohne hinterher Bisswunden zu haben. Jojo staunte und war froh das er sich gebessert hatte. "Ihr habt ja nicht an ihn geglaubt. Ich hab ja gesagt aus ihm kann noch was werden" sage ich stolz und wir liefen mit den geputzen Hengsten auf den großen Platz wo wir beide Longierten. Mit Scoubi war dies nicht so einfach, jedoch kontrollierbar. Aszu konnte wieder nicht genug haben und Jojo drehte mit ihm noch eine Runde auf der kleinen Rennbahn und ich brachte Scoubi wieder sicher auf die Weide. Auch Simon brauchte in der gleichen Zeit Sajé wieder auf ihre Wiede. "Macht Spaß, oder?" frug ich ihn. Er lachte und wir gingen gemeinsam in den Hengststall wo wir Odyn und Lamperd raus holten. Diese beiden putzen wir gemeinsam und er lernte mit temperamentvolleren Pferde um zu gehen, war er sehr gut konnte. Auch Stefanie brachte nach einiger Zeit die Marwarifohlen wieder in ihre Box und berichtete mir von der wertvollen Spielzeit. Glücklich darüber das die beiden Fortschirtte machten frug ich sie ob sie Odyn longieren würde, was sie gern machte. Mit Lamperd ging ich selbst mit Simon hinaus und gab Simon ein wenig 'unterricht' im longieren. Jojo brachte auch schließlich Aszu in seine Box und gesellte sich zu uns. Doch nicht lange und sie schnappte sich das nächte Jungpferd Taliah. Diese putze sie und ging auch mit ihr in die Halle um einige Sachen zu üben. Lamperd und Simon hatten die Unterrichtsstunde überstanden und Lamperd brachten wir wieder in die Box. Jetzt waren wieder zwei Zicken dran Nyander und Felicita. In der Zeit wo wir die beiden Stuten putzen war Stefanie fertig mit Odyn und frug eifrig nach dem nächsten Pferd. "Gern darfst du Birdcatcher und Amirah nehmen. Die beiden sind sehr unkompliziert" sagte ich und glücklich mit ihrem Auftrag holte sie die Stuten raus, putze sie und ging mit den beiden in die Halle. "Dann sind wir ja fast schon durch" sagte ich glücklich zu Simon, als wir Nyander und Felicita longierten. Jojo brachte Taliah wieder in den warmen Stall und berichtete mir vor ihrer Arbeit mit ihr, als ich mit Simon, Nyander und Felicita wieder in den Stall leifen. "Schön zu hören. Jedes Pferd macht in letzter Zeit große Fortschritte, freut mich" sagte ich und auch Stefanie gesellte sich nachdem sie die Stuten sicher untergebracht hatte zu uns in die Stallgassenecke an der Heizung. "Na, das war dann wohl Heute ein voller Erfolg" sagte ich glücklich. "Ihr seid die besten, ich bin froh das ihr da gewesen seit um mir so unter sie Arme zu greifen" sagte ich und umarmte sie. Leider musste ich mich von Jojo und Stefanie verabschieden, denn beide mussten heute wieder nach hause fahren. "War super, wir können uns ja alle nochmal treffen" sagte Jojo. "Aber dann auch für einen Ausritt" sagte Stefanie. Ich lachte. "Aufjedenfall" und dann fuhren die Beiden vom Hof. Simon schaute mich leibevoll an. "Baby, ich liebe dich. Ich glaube wirklich ich zieh zu dir auf deinen Hof. Es ist wirklich toll und ich kann mir das gut Vorstellen, vor allem mit dir" sagte er und überglücklich stürzte ich mich in seine Arme.
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      Juni 2015, by Veija
      Thunderstorm? Are you kidding?!



      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.

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      Juli 2015, by Veija
      Destiny



      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.
    • Zion

      Alte Berichte Teil 2
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      Oktober 2015, by Veija
      by Veija
      the prisoners



      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.

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      April 2016, by Veija
      Hitzige Vollblüter


      “Lass… das… doch… mal sein!”, zischte ich meine Stute Nadel in Dir an, als ich sie und Versatilely Gold auf die Koppel brachte. Erstere hatte wohl einen ziemlich miesen Tag und war wirklich ätzend. Normalerweise war sie die Ruhe selbst, doch das ständige rumstehen machte ihr zu schaffen. Als die beiden auf der Koppel angekommen waren und ich die Halfter von ihren Köpfen nahm, sprangen beide Vollblüter mit großen Bocksprüngen von mir weg. “Bekloppte Nüsse…”, murmelte ich, ehe ich Bellamy und Svejn dabei zuschaute, wie sie den Paddock der Jungpferde abäpfelten. Svejn warf Seitenblicke zu Octavia, die sich mit Alexis unterhielt, Bellamy warf Seitenblicke zu Svejn. Ich pfiff einmal laut. Sofort hoben alle die Köpfe und schauten zu mir. Mein fragender Blick galt jedoch einzig und allein Svejn. Langsam senkten sich die Köpfe der anderen wieder, da es nicht um sie ging. Svejn schien zu verstehen was ich meinte und nickte mit leicht geröteten Backen, als Bellamys Blick zwischen mir, Svejn und seiner Schwester hin und her wechselte. Nach einem letzten Blick zu mir machte er sich wieder an die Arbeit. “Octavia und Alexis helft bitte Bellamy”, erklärte ich den beiden Schnattertanten, ehe ich weiter zu Svejn und Bellamy ging. “Und du kommst mit”, sprach ich grinsend und deutete auf Svejn. Dieser nickte nur und folgte mir. “Lust auf einen Ausritt?”, fragte ich lächelnd und ging mit ihm zum Vollblütertrackt. “Ich hol schnell Alfi”, antwortete er, doch ich packte ihn am Arm und zog ihn mit vor die Box von Zuckerschock, meiner blauäugigen Rappscheckstute. “Die reitest du, oder…”, murmelte ich und zog ihn mit vor die Box meiner geliebten Priamos Ruffia Kincsem: “Die.” “Ich nehm Zuckerschock”, murmelte er und sah mich zwanghaft lächelnd an. “Zucker ist normalerweise eine ganz brave, du musst nur sattelfest sein, was du ja aber auch bist”, meinte ich lächelnd. “Erst müssen jedoch Nyanda, Scoubidou, Chocolate Dream und Westeen Dancer raus, hilfst du mir?” “Klar.”
      Innerhalb von 10 Minuten waren die Pferde auf der Koppel, so dass wir uns Zucker und Pria fertig machen konnten. “Wir gehen mit den beiden vorher noch auf den Platz, nicht dass die uns im Gelände explodieren”, erklärte ich Svejn und klopfte Prias Hals. Sie zuckte schon verräterisch mit den Ohren.
      Schweigend machten wir die Pferde fertig, ehe wir zusammen auf den Platz gingen. Dort gurtete ich nach und wollte mich auf Pria setzen. Die Stute sprang mir jedoch vor der Nase weg und zog mich einige Meter hinterher. “Pria”, zischte ich laut und warf einen Bick zu Zucker und Svejn, von denen mich einer doofer als der andere anschaute. Ich verzog meinen Mund und machte die Zügel der Trense auf einer Seite los, ehe ich sie in einem kleinen Kreis um mich herum schickte. Sie trabte angestrengt ihre Runden. “Was machst du da?”, kam es irgendwann verständnislos von Svejn, der noch immer wie angewurzelt auf einer Stelle stand. “Das hat mir mein Trainer mal gezeigt….”, sagte ich mit schnalzgeräuschen, die jedoch nicht an Svejn, sondern an Pria gerichtet waren. “Wenn es mal schnell gehen muss.. So merken die Pferde auch, dass der Mensch sich zu helfen weiß und so ein Verhalten nicht durchgehen lässt.. Klar, Pria ist noch ein Jungpferd, aber sie soll sich benehmen”, erklärte ich und zeigte dann auf Zucker. “Pass mit ihr auch auf, die tut heute nur auf lieb”, gab ich ihm einen Rat und hielt meine Roanstute an, um die Zügel wieder zu befestigen und dann aufzusteigen. “ Na geht doch”, murmelte ich und trieb Pria an. Kurz darauf hörte ich etwas auf dem Boden aufschlagen. Ich konnte jedoch nicht gucken, da ich genug mit meinem hüpfenden Jungspund zu tun hatte. Erst als Pria wieder stand sah ich, wie Svejn sich vom Boden aufrappelte. Ich schluckte. “Geht's? Zucker du dumme Kuh”, fauchte ich sie an und fing sie zusammen mit Pria ein. Nun stand Svejn wieder. “Das war nicht ihre Schuld, ich war ihr wohl zu hektisch…”, murmelte Svejn und kratzte sich den Kopf. Nun hielt ich Zucker fest und Svejn stieg auf. “Die werden sich gleich freuen wenn die im Gelände galoppieren dürfen”, lachte ich und zeigte auf Zucker. “Die kann jetzt ruhig bisschen nachdenken, reite ein paar Dressurfiguren mit ihr, die ist dabei ganz schön schlau wenn sie will”, rief ich Svejn und wendete Pria auf der Hinterhand- das konnten sie fast alle. Nach einer guten Dreiviertel Stunde ohne weitere verletzte ging es in Richtung Gelände. “Sobald wir über die Straße sind, können wir nebeneinander reiten”, sagte ich lächelnd und erklärte ihm ein paar der Abzweigungen und wo sie hinführten. “Und wie sieht das mit aufheizen aus? Galoppierst du immer?”, fragte mich Svejn irgendwann. “Nein.. Ich halte nichts von aufheizen. Wir haben weder Galopp, noch Trabstreckeb. Er traben und galoppieren immer an verschiedenen Stellen an. So werden die Pferde nicht ungeduldig. Manchmal reiten wir auch nur Schritt, oder mit den Quartern auch mal nur Trab, damit die Pleasurepferde langsam traben lernen, apropos, hättest du Interesse mal ein paar der Quarter zu reiten und die Westernreitweise näher kennen zu lernen?”, fragte ich und sah lächelnd zu ihm rüber. “Sehr gern sogar, vielleicht stellen wir Thjalfe auch mal gemeinsam um...so richtig hat er ja keine Reitweise in der er ausgebildet wurde.”, erklärte er mir dann. “Ha, das wäre ja cool”, sagte ich und trabte Pria nun langsam an, als wir eine schöne gerade Strecke fanden. Auch Zucker trabte schön an. Nach einer Weile parierte ich wieder durch und wir drehten um, für mehr war leider keine Zeit. Wir quatschten noch eine Weile über belanglose Dinge, ehe wir wieder am Hof ankamen und die Pferde fertig für die Koppel machen. “Hilfst du mir noch gerade Nyanda und Scoubidou raus zu bringen?” “Sicher”, sagte er und wir brachten die beiden raus, ehe mich Chocolate Dream traurig ansah. Auch Western Dancer stand noch im Stall. “Wieso stehen die nicht draußen?”, fragte ich Bellamy leicht angesäuert. “Die stehen nicht auf dem Plan…”, murmelte er verlegen und reichte mir seinen Plan. “Hm….Die stehen hier wirklich nicht. Schreib dir beide für neun Uhr morgens, und sechs Uhr abends drauf, bitte, danke.”, dirigierte ich und sah dann auf die Uhr. “Zeit fürs Mittagessen!”

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      September 2016, by Veija
      One Mile


      Bellamy
      “Habt ihr schon gehört, Verena fährt jetzt voll auf Vollblüter ab und will sich zwei neue kaufen, zu den paar, die sie schon hat.”, sagte ich zu Murphy und meiner Schwester Octavia. Letzterer sah man an, dass sie sich riesig darüber freute. “Und wo will sie die herbekommen?”, fragte sie mich. “Sie hat was von Auktionsrennen gesagt, Drama Queen und Turf Runner heißen die beiden, starten in Calgary am Samstag in Rennen 3 und 5. Kommen beide von einer so genannten Davis Farm.”, erklärte ich ihnen und schwieg dann kurz, als Svejn den Stall betrat. Naja, eher berollte, denn er saß noch immer ab und zu in seinem elektrischen Rollstuhl. “Worüber habt ihr geredet?”, fragte er mich und ich lächelte kurz. Ich wusste, dass er im Moment nicht ganz so gut auf mich zu sprechen war, weshalb ich ihm einfach die Wahrheit erzählte. “Hab mitbekommen, dass Verena sich zwei neue Vollblüter anschaffen will, Turf Runner und Drama Queen heißen die beiden. Laufen am Samstag in Calgary in einem Verkaufsrennen.”, erklärte ich ihm. “Noch mehr Pferde?”, sagte er und rollte mit den Augen. “Ja, aber sie will ja auch fast 40 Pferde verkaufen.” “Auch Vollblüter?” “Nein.” “Hm.” Gespräch beendet, Svejn rollte davon. Oh je, da war wohl jemand schon wieder sauer oder enttäuscht, dass er nicht von allem was hier abging wusste. Ich machte mir jedoch nichts weiter draus, denn ich hatte Pferde zu versorgen. In den letzten Wochen hatte ich ein paar neue Schützlinge zugeteilt bekommen, darunter zum Beispiel Wildfire. Der Hengst war nun 3 jährig und sollte eingeritten werden. Eigentlich wurden die Vollblüter ja schon mit zwei geritten, aber unsere Chefin hatte so viel mit den Westernpferden zu tun gehabt, dass für die Vollblüter weniger Zeit da gewesen war, obwohl die Tiere eigentlich mehr Zeit benötigten, als die Westernpferde. So kam es, dass ich die Box eines völlig verzogenen dreijährigen mistete, der sich nichtmal ordentlich führen ließ. “Du bist ein dummer Sturkopf Wildfire, damit du das weißt!”, fluchte ich und zog ihn unsanft hinter mit her. Mittlerweile wurde er mit Kette über der Nase geführt, da er immer hengstiger wurde. Früher, so hatte Verena mir erzählt, wäre an sowas nicht zu denken gewesen. Aber heute… heute war alles anders.
      Der letzte Satz ließ mich schmunzeln. Was hätte ich nur gemacht, wenn ich nicht auf diese Ranch gekommen wäre? Vermutlich nicht viel. Ich hätte meine Strafe im Gefängnis abgesessen und würde nun wieder klauen, aber die Pferde veränderten mich. Doch nicht nur mich, auch Octavia, Finn und Murphy kamen mir verändert vor, sogar reifer. Doch um nicht vom sturen Esel abzulenken: welcher sich mehr als doof anstellte, neben mir her zu gehen. Ich sollte beim Einreiten helfen. Zwar hatte ich schon ein paar Reitstunden auf Thjalfe hinter mir, doch ein Vollblut zu reiten war da eine ganz andere Sache.
      Endlich hatten wir die Koppel erreicht und ich konnte den Gummiball hüpfen lassen. Er nahm mich beim Wort und machte einen riesen Buckler, ehe er im gestreckten Galopp vor mir flüchtete. Gott sei Dank hatte ich daran gedacht, ihm Gamaschen und Sprungglocken anzuziehen, sonst hätte Verena mich vermutlich einmal in der Mitte durchgeschnitten, sollte sich der Hengst durch meine Dummheit verletzt haben. Genau wusste ich nicht, warum sie so an dem Pferd hing, doch es war so und niemand konnte etwas daran ändern.
      Etwas genervt ging ich also zurück zu Wildfires Box und fing an diese zu misten und neu zu streuen. Seit neustem benutzte Verena kein Stoh mehr, sondern Pellets. Ich war kein großer Fan davon, aber was man nicht alles tat, wenn man nur ein Angestellter ohne richtige eigene Meinung war. Nachdem ich also den Sack Pellets ausgeschüttet hatte, füllte ich Wildfires Heunetz auf, gab ihm ein wenig Kraftfutter in seinen Trog und schaute, ob mit dem Tränkbecken alles in Ordnung war. Als alles ok war wandte ich mich dem nächsten Pferd zu, welches im Gegensatz zu Wildfire ein wahrer Schatz war. Chocolate Dream hieß der Achal Tekkiner Hengst, der mir sehr ans Herz gewachsen war. Laut Verena hatte er einmal die Gips Reminder Ranch verlassen, war jedoch nach circa einem Jahr wieder hier gelandet und würde die Ranch nie wieder verlassen- mir war das recht, der Hengst war einfach einsame spitze. “Hallo Schokobär.”, begrüßte ich den Hengst lächelnd und strich ihm über den Kopf. Choco senkte Besagten und ließ sich durch den Schopf wuscheln. Ich zog ihm ebenfalls Gamaschen an, ehe ich ihn raus auf die Koppel brachte. Er machte nicht so einen Zirkus wie Wildfire, wusste sich wirklich an der Hand zu benehmen, was mich freute. Ich hatte nicht so viel Erfahrung mit Pferden, als dass ich ein herumtänzelndes, beklopptes Pferd führen konnte, ohne selbst über den Haufen gerannt zu werden.
      Als Choco auf der Koppel war schnappte ich mir noch Nyanda und Scoubidou, deren Besitzerin sich nicht mehr blicken ließ. Schon eine ganze Weile standen die beiden bei uns, wobei Nyanda wirklich talentiert im Rennsport war, Scoubidou dagegen war einfach ein wenig verhaltensgestört, er stand eigentlich einfach nur rum, obwohl er ein sehr hübscher Hengst war. Nachdem die beiden dann auch auf der Koppel waren machte ich mich daran die Boxen zu misten. Zu erst die von Choco, wobei ich seine Box nur abänpfeln musste, weil er erst vor zwei Tagen neue Pellets bekommen hatte. Das Heubetz füllte ich auf, Kraftfutter gab es in einen Eimer und dann war ich auch schon fertig mit seiner Box. Es folgte noch die Box von Nyanda und dann war ich auch schon fertig. Scoubidou stand immer auf einem Paddock, er hasste die Box. Was würde das wohl werden, wenn er erst mal in eine Startbox rein müsste?

      Octavia
      Etwas wehleidig hatte ich die Unterhaltung zwischen Bellamy und Svejn beobachtet, jedoch konnte ich nichts daran ändern, weshalb ich meiner Wege ging und freudig im Stall umher huschte. Verena hatte mir die Verantwortung über Priamos Ruffia Kincsem, Firewalker, Stiffler und Zuckerschock übertragen, über die ich mehr als froh war. Die vier waren einfach klasse Pferde, mit denen man super arbeiten konnte.
      Heute Morgen waren sie nicht auf der Rennbahn gewesen, da die Vollblüter heute Pause hatten und dementsprechend früh auf die Koppel kommen konnten. So schnappte ich mir Pria, legte ihr Gamaschen und Sprungglocken an und ließ sie noch in der Box stehen, bis ich Zucker fertig hatte. Auch ihr legte ich Bein- & Hufschutz an, ehe ich mit den beiden raus auf die Koppel ging. Auch Stiffler und Firewalker hatte ich fertig gemacht und raus gebracht, ehe ich anfing die vier Boxen zu misten, die Heunetze zu füllen, das Kraftfutter zu verteilen und nach dem Wasser zu schauen. Als das geschafft war machte ich eine kleine Pause, in dem ich mich auf den Zaun setzte und zu den grasenden Pferden rüber schaute. Shiryo und Daryl gone Mad standen beide noch im Stall, obwohl Verena sich darum kümmern wollte. Ich ließ die beiden Pferde aber auch stehen, denn das letzte was ich wollte, war Streit mit Verena darüber, ob sie nun die Pferde raus stellte oder ein Mitarbeiter.

      Caleb
      Murrend machte ich mich auf den Weg in den Vollblütertrakt. Eigentlich zog mich gar nichts zu diesen Pferden hier, aber Verena hatte mich abdegradiert, dass ich doch bitte Shiryo und Daryl gone Mad auf die Koppel stellen sollte. Ausgerechnet letzteren konnte ich absolut nicht leiden, denn Redneck war einfach ein nerviges Pferd, bei dem ich noch immer nicht verstehen konnte, warum Verena ihn gekauft hatte. Doch das war nicht mein Problem, ich kümmerte mich um die Westernpferde und ließ die Vollblüter Vollblüter sein- naja, bis auf heute. Ich schnappte mir zu erst die Stute Shiryo, die von allen nur Shio genannt wurde und legte ihr Gamaschen an, ehe ich sie auf die Koppel brachte. Dann schnappte ich mir Daryl, was leichter gesagt, als getan war. Der Hengst hasste mich abgrundtief und zog dauernd seine Beine weg. Nicht nur einmal ermahnte ich ihn mit meiner Stimme und klatschte ihm dann eine, bis ich die Beinschoner drauf hatte und das nervige Bündel über die Koppel fegte. Zurück im Stall traf ich auf Octavia. “Wo ist Verena eigentlich?”, fragte sie mich, als ob ich auf alles eine Antwort wüsste. “Keine Ahnung.”, damit war das Gespräch beendet und ich kümmerte mich darum, die Boxen aus zu misten, ehe ich die Heunetze auffüllte und das Kraftfutter verteilte.
      Als ich dann wieder ins Haus gehen wollte, sah ich Bellamy und Wildfire im Round Pen- Bellamy schien ziemlich verzweifelt zu sein, weshalb ich zu ihm rüber ging und ihm helfen wollte. “Wo liegt das Problem?”, fragte ich ausgesprochen freundlich und bekam auch ein knappes Lächeln geschenkt. “Der kommt dauernd nach innen und will mich über den Haufen rennen…”, erklärte er mir. “Halt die Peitsche an seine Schulter, wenn er nach innen kommt wackel damit und sonst berühr ihn, bis er wieder nach außen geht. Wenn das noch immer nichts hilft, schlag zu.”, sagte ich schulterzuckend und sah ihm eine Weile zu. Bellamy lernte schnell, das musste man ihm lassen. Es dauerte nicht lange, da lief Wildfire in schönen großen Kreisen um Bellamy herum. “Wenn du die Seite wechseln willst, halt ihn an, stell dich vor ihn, tausch die Hand, in der du die Peitsche hast und schnalz. Normalerweise weicht er dann deinem Druck und geht in die andere Richtung.”; erklärte ich ihm und schaute ihm zu. Als alles klappte machte ich mich auf den Weg ins Haus, jedoch nicht, ohne Bellamy vorher noch einen Rat zu geben. “Lass ihn nicht zu lange laufen, geht auf die Gelenke. Nehm ihn lieber an die Hand und geh ein Stück spazieren, aber verlass den Hof nicht, der kann dir schnell abhauen.”, sagte ich lachend und verschwand dann wirklich im Haus, wo ich auf Verena traf.
      “Ich dachte du hast zu tun?” “Hab ich auch, gleich kommt Semetti mit Raised from Hell und Wolfs Bane. Face Down und Cup Cake kommen auch gleich noch.” “Und die hast du alle gekauft?”, fragte ich sie mit hochgezogenen Augenbrauen. “Himmel, nein. Raised from Hell habe ich zurück gekauft, der Rest kommt nur zum Training. Zwei Pferde einreiten, eins in Distanz trainieren. Bei dem einen Pferd kannst du mir beim Einreiten helfen. Cup Cake ist eine Paint x Appaloosastute, die wir Western einreiten sollen. Am besten bis Samstag.”, sagte sie und sah mich an. Ich schüttelte nur den Kopf. “Wir haben heute Sonntag, das ist nicht viel Zeit.” “Du schaffst das.”, lachte sie und ging ihrer Wege. Ich schaute kurz auf mein Handy und trug mir das Pferd ein. Noch mehr Arbeit.

      Verena
      Es dauerte nicht lange, da fuhr Smetti auf den Hof. Viel hatten wir nicht zu reden, denn er war ja auch zum arbeiten hier und nicht zum quatschen. Wolfs Bane luden wir zusammen aus, um Raised from Hell kümmerte ich mich alleine. Die Stute kam wieder auf die große Koppel und wurde sofort von den anderen Pferden empfangen- Pferde vergaßen nicht.
      Nach einer Weile kamen dann auch Cup Cake und Face Down, welche ich auch in den Stall stellte und dem Fahrer ein Trinkgeld gab, ehe ich Elena anrief und ihr sagte, dass ihre Pferde wohlbehalten angekommen waren. Dann fing ich auch schon mit dem Training an. Face Down wurde geputzt und gesattelt und ich ging für gute zwei Stunden ins Gelände, um ihre Kondition zu testen. Die war ganz ordentlich, so dass wir auf dem Rückweg fast nur trabten oder galoppierten. Wieder am Hof angekommen stellte ich sie wieder in die Box und schnappte mir Wolfs Bane, die ich ein wenig longierte. Sie kannte das schon alles, weshalb ich sofort mit dem Sattel anfangen konnte. Ich zeigte ihr die Satteldecke und legte sie auf ihren Rücken. Das machte ihr gar nichts aus, weshalb sofort der Sattel folgte. Ich zeigte ihn ihr, legte ihn dann auf den Rücken und machte vorsichtig den Sattelgurt zu. Die Steigbügel hatte ich hoch gemacht, so dass sie nicht an ihren Bauch schlagen konnten. Dann schickte ich sie wieder von mir weg. Nach ein paar Bucklern war das jedoch auch getan- sie gewöhnte sich wirklich schnell daran, so dass ich ihn heute schon ein Loch enger schnallte. Sofort plusterte sie sich auf, doch nach ein paar Runden an der Longe gab sich das. Dann machte ich auch schon Schluss für heute und ging zu Bellamy, der das selbe mit Wildfire versuchte. Nicht nur einmal flog der Sattel durch die Luft. “Ich wüsste mal gerne, was er hat. Tierarzt war letztens erst da, im Rücken hat er nichts. Ich kann mir aber nicht leisten, ihn nochmal auf die Koppel zu stellen- so schwer es mir fällt, entweder das klappt bald, oder er muss weg.”, sagte ich und schaute in das geschockte Gesicht von Bellamy. So kannte er mich gar nicht. Ich zuckte nur mit den Schultern und ging dann ins Haus, von wo aus ich ihn ein wenig weiter beobachten konnte. Er schlug sich gut und wollte einfach nicht aufgeben. Sowas liebte ich ja, Kampfgeist.
      Am nächsten Morgen war ich schon früh auf den Beinen, weil ich nicht nur Caleb beim Einreiten von Cup Cake helfen, sondern auch meine Pferde trainieren wollte. Caleb war noch früher auf den Beinen als ich und hatte es sogar schon geschafft, einen Sattel auf die Stute zu legen. Westernpferde waren da meistens viel robuster als englische Pferde, vielleicht weil sie manchmal viel zu grob angepackt wurden, so dass sie einfach schon im jungen Alter abgestumpft waren. Kurz seufzte ich. “Du scheinst ja keine Hilfe zu brauchen, machst du das Selbe wie hier nachher auch mit Wolf’s Bane, nur in Englischmontur? Dann geh ich ins Gelände..” “Wird gemacht, Chef.”, sagte er ausnahmsweise sehr hilfsbereit, ehe ich in den Stall ging und mir Face Down schnappte. Face Down war wirklich eines meiner Lieblingspferde von Friese, sollte sie die Stute jemals verkaufen, konnte sie sich sicher sein, dass ich alles dafür tun würde, sie auf meine Ranch zu nehmen.
      Nachdem ich sie also geputzt und gesattelt hatte gingen wir ins Gelände, wo wir heute ein wenig schneller unterwegs waren als gestern. Ich trieb die Stute zu langen Trabstrecken an, was auch für mich sehr anstrengend war, doch wenn wir immer wieder galoppierten, war das schon okay. Ich würde Face Down auch jetzt schon als fertig abstempeln, lediglich ein paar kürzere, aber schnellere Distanzen wollte ich noch mit ihr gehen, bevor sie wieder abgeholt werden würde.
      Wieder auf der Ranch angekommen war Caleb gerade dabei, mit Wolfs Bane Aufsteigübungen zu machen. “Ich bin begeistert, das Pferd hier lernt so unglaublich schnell!”, sagte er und ich lächelte. Das hörte man doch gerne! Schon am zweiten Tag saß Caleb auf dem Pferd- er war gerade komplett aufgestiegen, und wurde nicht abgeworfen. Er ritt ein paar Runden im Kreis und stieg dann wieder ab.
      In den nächsten Tagen ritt ich jeden Tag mit Face Down aus, beließ es bei der gleichen Strecke, legte sie aber immer flotter zurück. Talentiert war die Stute, das musste man ihr lassen.
      Auch Cup Cake konnte Caleb immer besser reiten und lenken. Wolfs Bane machte auch riesige Fortschritte, so dass alle Pferde schon am Freitag wieder abgeholt werden konnten. Wir verabschiedeten Smetti ganz herzlich und wünschten ihm eine gute Heimfahrt- ebenfalls wünschten wir ihm viel Glück mit seinem neuen Pferd! Sympathy for the Devil hatte auf jeden Fall ein gutes Zuhause gefunden, was mich ungmein freute.
      Nun war der Tag des Auktionsrennens gekommen.
      “Na macht schon.”, drängte ich meine Mitarbeiter und schob sie voran- naja nur verbal. “Rennen 3 und 5 Leute, ich will mir Drama Baby und Turf Runner vorher noch ansehen!”, fluchte ich und hüpfte von einem auf das andere Bein. Es wurde gerade das zweite Rennen ausgerufen, so dass ich mich beeilen musste, um auf die beiden Pferde, die ich kaufen wollte, zu bieten. Auf beide Pferde setzte ich je 9.000 Dollar, mit der Hoffnung, dass das reichen würde, denn ich wollte sie beide unbedingt haben. Dann startete auch schon Rennen 3!
      “Los schnell, vorne an die Bande zu den Bildschirmen!”, sagte ich etwas lauter, ehe wir uns an die Rail, wie man es so schön sagte, vor quetschten. Kris Furillo würde Drama Baby in Rennen 3 und auch Turf Runner in Rennen 5 reiten, also konnten wir gespannt sein.
      Die Boxen öffneten sich und die Pferde schossen nach vorne! Schon nach ein paar Metern zeigte sich, was für ein riesen Potenzial Drama Baby hatte! Sie setzte sich sofort von den anderen ab und gewann die Spitze für sich! Zwar war das hier ein Verkaufsrennen, die Pferde waren alle nicht so sonderlich gut, aber Drama schien doch das gewisse etwas zu einem Rennpferd zu haben, denn sie schoss mit 140 sec. als erste ins Ziel! “Wow, habt ihr das gesehen?! Wie genial ist sie bitte!”, sagte ich und quetschte mich dann durch die Menge, um zum Wettbüro zu gehen und zu erfahren, wer die Stute bekommen würde. Tatsächlich waren wir die glücklichen “Gewinner” und konnten unser Pferd Nummer 1 verladen. Etwas wehmütig schaute Dramas Jockey ihr hinterher, verzog sich dann aber sogleich wieder. “Ist gut Mädchen, ganz brav”, beruhigte ich sie und lud sie zusammen mit Caleb ein, ehe wir uns Turf Runner im Showring ansahen. “Auch ein tolles Tier, findest du nicht?”, fragte ich Caleb und er nickte. Dann gingen wir zur Bahn und gesellten uns zu Svejn, Bellamy und Octavia- der Rest war auf der Ranch geblieben, denn dort mussten auch Pferde versorgt werden.
      Die Startboxen flogen für das fünfte Rennen auf, Turf Runner kam gar nicht gut weg. “Oh man, lauf doch!”, fluchte ich beinahe und man konnte sehen, wie er mit jedem Galoppsrpung aufholte! Auch er flog als erster ins Ziel, mit einer Zeit von 150 sec.! 10 sec. langsamer als Drama Baby, aber die Pferde waren ja auch erst 3 Jahre alt.
      Voller Erwartung lief ich zum Wettbüro und wartete mit den anderen Interessenten darauf, dass verkündet wurde, wer das Pferd ersteigert hatte. “Verena O’Connor, Gips Reminder Ranch”, tönte es dann durch den Lautsprecher und ich klatschte mir einmal in die Hände, denn unser Tag hier in Calgary war ein voller Erfolg gewesen! Ich übergab das Geld und ging dann zu den Ställen, um mein Eigentum abzuholen, ehe mich Kris Furillo abfing, die Jockette von Drama Baby und Turf Runner. “Hallo, ich bin Kris Furillo. Ich weiß, dass sowas nicht wirklich angebracht ist, aber ich hänge wirklich sehr an Drama Baby und auch an Turf Runner und würde ihnen anbieten, die beiden umsonst für sie zu trainieren- hauptsache ich kann in ihrer Nähe bleiben.”, sagte sie und schluckte dann, ehe sie bestohlen von dem einen auf den anderen Fuß trat. “Wie viele Rennen haben sie denn schon gewonnen?” “Mit diesen beiden hier sind es 51, ich bin also ein richtiger Jockey.”, erklärte sie mir. “Und dann wollen sie umsonst reiten?” “Ja, die beiden Pferde bedeuten mir sehr viel.”, erklärte sie dann. “Da haben sie aber Glück, dass ich solche Mensch- Pferdbeziehungen schätze. Sie dürfen bei mir arbeiten, vorher möchte ich sie aber noch reiten sehen. Dann können wir gerne über eine Bezahlung sprechen- umsonst muss niemand für mich arbeiten.”, erklärte ich ihr und sie sah mich verdattert an. “Ich.. wow.. Ich muss gleich noch das 9. und 11. Rennen reiten, dann gehöre ich ganz ihnen.” “Verena. Sag bitte Verena zu mir.”, meinte ich lächelnd und schüttelte ihr die Hand, ehe ich mir Turf Runner holen ging und zusammen mit meinen Angestellten in den Trailer stellte. “Ich habe eben nicht nur zwei Pferde gekauft, sondern noch gratis einen Jockey dazu bekommen.”, verkündete ich die Neuigkeit und sah in verdutzte Gesichter. “Die Jockette der beiden Pferde, die hier im Trailer stehen will kostenlos für mich arbeiten, hängt wohl sehr an den Pferden. Fahrt die Pferde schon mal heim, ich komme schon irgendwie nach Hause.”, erklärte ich ihnen, winkte zum Abschied und setzte mich dann auf die Tribüne. Auch Rennen 9 und 11 gewann Kris, wenn auch nur knapp. Talent hatte sie schon, das musste man ihr lassen.
      Nach ihren Rennen ging ich zu den Boxen, um mich ein wenig mit ihr zu unterhalten. Wir redeten eine ganze Weile und vereinbarten dann, dass sie am nächsten Morgen zu uns kommen und vorreiten würde.
      So kam es dann auch, dass sie am nächsten Morgen schon recht früh bei uns ankam. Ich hatte gerade die Boxen von Drag me to Hell, Supernova, Sacramento XX, Golden Ebano und Nyanda fertig gemacht und die Pferde auf die Koppel gebracht.
      “Guten Morgen Kris”, sagte ich freundlich und schaute lächelnd zu ihr. “Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass du Turf Runner oder Drama Baby reiten sollst, aber die sind gestern erst ein Rennen gelaufen. Du kannst Supernova starten, ich selbst reite Drag me to Hell. Beide waren jetzt in der Zucht und müssen wieder auftrainiert werden. Wir reiten sie eine halbe Runde im lockeren Galopp, traben bis zum Anfang und machen dann einen fliegenden Start. 5 Furlongs reiten wir nur, lass sie nicht alles geben, sie werden ja gerade erst wieder antrainiert.”, erklärte ich und sie nickte. “Alles klar.”, antwortete sie mir und wir schnappten und Hell und Nova, welche ich fälschlicherweise eben auf die Koppel gestellte hatte. Wir putzten und sattelten die Pferde und ich winkte Bellamy hinzu, damit er uns mit den Pferden half. Wir gingen zusammen auf die Bahn, Bellamy gab und Starthilfe und dann galoppierten wir eine halbe Runde, trabten bis zum Start und sahen zu Bellamy, der das Startzeichen gab. Beide Pferde schossen nach vorne und man merkte wirklich, dass sie sehr eingerostet waren. Nova zog an Hell vorbei, ich konnte aber auch nicht mehr aufholen, so dass Nova und Kris ins Ziel schossen, ehe wir die Pferde über den Rest der Bahn ausgaloppieren ließen, bevor wir zu Bellamy gingen. “Nova hatte eine Zeit von 59 sec. und Hell von 105 sec.”, erklärte er. “Guter Ritt.”, sagte ich zu Kris und gemeinsam brachten wir die Pferde in den Stall, um sie fertig für die Koppel zu machen. Wir machten noch einen kurzen Abstecher bei Drama und Turf, die sich sofort freuten, als sie Kris sahen. Ich lächelte. “Wir suchen auch noch einen neuen Trainer für die Vollblüter, hättest du da jemanden?” “Pablo Betard.”, sagte sie wie aus der Pistole geschossen und streichelte Dramas Kopf. Pablo Betard…

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      Oktober 2016, by Veija
      Auftakt in ein neues Leben


      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.

      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.
    • Zion
      Kurzes Update
      Buskerud – Norwegen
      Die einst kleine süße Ranch hatte sich zu einem relativ großen Reitstall entwickelt, allerdings ist dieser alte Charme erhalten geblieben. Wie jeden Morgen begannen Malte und ich mit der Stallarbeit. Vorher wurde die Pferde auf ihre Weiden gebracht und sie schienen sich sehr über den dicken Schnee zu freuen. „Malte, fährst du heute die Schubkarre?“, fragte ich. Er nickte genervt. Die klirrende Kälte machte uns nichts aus. Also begannen wir mit der Stallarbeit und arbeiteten uns durch die Boxen. Währenddessen unterhielten wir uns über die Zukunftsplanung und überlegten wie wir unser Training aufstellten. Wir kamen zum Entschluss, dass wir eine Reitschule aufmachen wollte, aber wann, das stand noch in den Sternen. Nachdem die Boxen blitzsauber waren und die Sonne durch die dicken Wolken gekommen war, entschloss ich mich dazu auszureiten und Malte schloss sich an. Zusammen machten wir Braddock und Oslogi fertig und stiegen auf. Die Ponys stapften schnaufend durch den Schnee und der warme Atem stieg in Nebelschwaben nach oben. „Na Lust auf ein kleines Wettrennen?“, stachelte Malte mich an. Ohne eine Antwort trieb ich Braddock an und ging vorerst in Führung. Doch diese Rechnung hatte ich ohne den sturen Braddock gemacht, denn der blieb schnurstracks stehen und katapultierte mich fast aus dem Sattel. Malte, der nun zu lachen begann, gewann das Rennen.

      Sandpoint – Idaho

      Nach dem ganzen durcheinander mit dem Verkauf der Ranch, dem Umzug und allem Drum und Dran war viel Zeit vergangen und es gab Höhen und Tiefen. Die Fohlen entwickelten sich prächtig und die anderen Pferde kamen auch super miteinander klar. Auch wir hatten uns hier auf Atomics Valley gut eingelebt und waren mehr als zufrieden. Mein kleiner Finley war mittlerweile schon ein Jahr alt und ist mein treuer Begleiter. Da Vriska im Moment eher wenig Zeit hat, habe ich ihr angeboten, ihre Painthorse Stute mitzuversorgen. Am Morgen brachten Scott, Lucy und ich brachten zuerst Kisshimbye, Aiyana, Havanna Girl, Magnificent Crow, Heretic Anthem, Pallaton, Spezial Luna Zip und Ginger Rose auf die eine Weide. Anschließend führten wir Mayor Jetsetter Oak, Chapter 24 und GH’s Acapulco Gold auf die Hengstweide. Heute hatten die Pferde ihren freien Tag und durften über die verschneiten Weiden tollen und einfach nur Pferd sein.

      Buskerud – Norwegen

      Als wir wieder zurück auf dem Hof waren, begrüßten uns Charly und Nico, die anscheinend gerade auf dem Weg zu den Weiden waren. Da Malte und ich im Moment nichts zu tun hatten, setzten wir uns an die Planung für die Reitschule und zählten die Pferde auf, die auf alle Fälle dazugehören werden. „Also die Ponys auf alle Fälle!“, sagte Malte. Ich zählte meine Ponys zusammen … Bixs, Bella Donna O Sole Mio (unsere beiden Neuzugänge), Glamour’s Rubina, Blazing Flame, Belle, Hendersin und Braddock. „Mhh ich glaube, Jupiter kommt auch dazu, hier hat er einfach zu wenig Verwendung“, warf ich ein. Malte stimmte zu und machte eine Liste mit allen Pferden.
      Nachdem unsere freie Zeit vorbei war, beschäftigten wir die anderen Pferde. Da ich meinen ganzen Pferden nicht mehr gerecht wurde, habe ich mir Reitbeteiligungen angeschafft, die mir so ziemlich bei allem helfen. Reitbeteiligungen sind eventuell das falsche Wort, da eine Person gleich mehrere Pferde versorgt und reitet. Angefangen bei den Vollblütern, um Sir Benny Miles kümmere ich mich höchstpersönlich, da er der Liebling von meiner Cousine Fiona ist. Die anderen also Ramazotti, Darjeeling, Stiffler, Scoubi, Nyanda, Drama Baby, Firewalker und Sir Golden Mile waren unter der Obhut von Liz Larson. Liz ist eine Powerfrau, die weiß wie man mit temperamentvollen Vollblütern umgeht. Sie ist gerade 20 Jahre jung und auf dem Weg Trainerin zu werden und hilft bei uns aus. Sie hat meistens rosa oder blaue Haare die ihr bis zur Schulter reichen. Ihre Augen sind eisblau und wie bereits gesagt ist sie eine Powerfrau mit Willensstärke. Für die Friesen, also Filou, Nienke, Modjo, Batman und Xinu übernahm ich selbstverständlich die Pflege. Die Ponys teilten wir uns immer unterschiedlich auf und in der Reitschule hatte sie ja dann genug Abwechslung. Sacarina und Strolch wurden ebenfalls von uns allen versorgt wie Scion und die anderen Fohlen auch. Harvey, Solsikke und Golden Comet standen unter meiner Obhut und der von James Gordon. Der Engländer hat eine Springkarriere hinter sich und suchte nun Abwechslung und Entspannung hier bei uns in Norwegen. Bevor White Face verkauft wurde, wurde er von Malte gepflegt und geritten.
      Am frühen Abend entschieden wir uns für eine Kutschfahrt mit den Friesen, da Nienke rossig war und es so für eine Kutschfahrt mit Hengsten eher ungünstig war, spannten wir das erste Mal Filou an. Nach anfänglichen Zickerein lief alles einwandfrei und Malte, Charly, Nico, Bart und ich als Kutscher verbrachten einen schönen Abend im Winterwonderland von Norwegen.
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  • Album:
    LDS - Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Zion
    Datum:
    21 Okt. 2016
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    EXIF Data

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  • [​IMG]
    Scoubidou
    (Scoubi)

    Abstammung
    von: ubk
    von: ubk | aus der: ubk

    aus der: ubk
    von: ubk | aus der: ubk

    Grunddaten
    Namensbedeutung: Feuerläufer
    Geburtstag: 21.02.2011 (5 Jahre)
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Englisches Vollblut
    Stockmaß: 1,59 m
    Fellfarbe: Rotbraun
    Abzeichen: Flocke. hi.re. weiße Krone

    Gesundheit: sehr gut
    letzter Hufschmiedbesuch: //
    letzter Tierarztbesuch: //

    Reiter: Petyr Holmqvist
    auf Weide mit: den anderen Hengsten

    Beschreibung
    kompliziert | teuflisch | mistrauisch

    Scoubi ist laut seiner zahlreichen Vorbesitzer ein richtiger kleiner Teufel, kaum zu glauben bei dem niedlichen Namen. Der Rotbraune lässt kaum einen, beziehungsweise keinen an sich heran und wurde schon mit seinen jungen Jahren als Problempferd eingestuft. Der Junghengst beißt all zu gern und hat kaum Erziehung genossen, da viele keine Zeit für ihr hatten, geschweige denn die Nerven dafür. Verständlicherweise ist Scoubi Menschen sehr distanziert und scheut jede Annäherungsversuche. Jedoch ist er ziemlich neugierig und den Vorteil kann man sich zu nutze machen. Viele Besitzer und Trainer vor mir haben die Hoffnung bei Scoubi schon längst aufgegeben, was ich nicht wahrhaben will und allen zeigen möchte das in dem 'Teufelskerl' was richtig gutes steckt.
    Besonderen Respekt zeigt er vor sisch schnell bewegenden Sachen, Reitzubehör und engen Räumen, weshalb Boxenhaltung schier unmöglich ist.



    Zuchtdaten
    gekört|gekrönt: Nein
    zur Zucht vorgesehen: Ja
    Nachkommen: Keine
    Gencode: --

    Besitzerlegende
    Besitzer: Zion
    Vorbesitzer: Veija,Cooper
    Ersteller: Ofagwa
    VKR: erloschen

    in meinem Besitz seit: 21. Oktober 2016
    Kaufpreis: 100j
    zu verkaufen: Nein

    Qualifikationen
    Englisch | Western

    ✓ Eingeritten
    ✗ Eingefahren
    ✓ Halfter und Decke vertraut
    ✓ Hängerläufig
    ✓ Longiert
    ✓ Schmiedefromm
    X Hindernisvertraut

    Galopprennen: E
    Western: E
    Springen: E
    Military: E
    Dressur: E
    Distanz: E
    Fahren: E


    Schritt | --
    Trab | --
    Galopp | --


    Erfolge
    --

    Zubehör
    offizieller HG | PNG | Puzzle PNG