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Sammy

Samiyah

Trakehner | Stute | gekrönt | F ||DR: S (0) | SPR: A (1) | MIL: A (1)

Samiyah
Sammy, 27 Juni 2013
    • Sammy
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      Samiyah's Ankunft

      Ich unterdrückte ein tiefes Seufzen, als ich ins Stallbüro rannte. In letzter Zeit war hier die Hölle los. Ich hatte so viel mit dem Umbau meines Gestüts zu tun, dass ich kaum noch eine freie Minute hatte.
      "Hallo? Zuchtgestü...", setzte ich atemlos an.
      "Guten Tag. Ich habe gehört, dass sie sich eine neue Zucht aufbauen wollen und dafür noch Trakehnerstuten suchen. Ich denke ich hätte da etwas für sie.", unterbrach mich eine forsche Frauenstimme.
      Etwas verdutzt antwortete ich: "Okay! Ja das stimmt, ich suche tatsächlich noch Trakehnerstuten. Um was für eine Stute handelt es sich denn?"
      "Kommen sie einfach gleich vorbei, ich nehme an sie werden so etwa eine dreiviertel Stunde brauchen, wenn sie gleich losfahren. Und bringen sie einen Hänger mit. Beeilen sie sich, es ist dringend."
      Mann das wurde ja immer verwirrender! Ich ließ mir schnell die Adresse der Frau geben und sprang dann sofort in mein Auto, ohne auf das protestierende Gewieher von meinem Liebling Cheeky zu achten, den ich eigentlich gerade von der Weide holen wollte.
      Exakt eine dreiviertel Stunde später - die Frau hatte sich echt gut informiert- stand ich vor einem rießigen herrschaftlichen Haus. Kaum dass ich ausgestiegen war, flog auch schon die Haustüre auf und eine hübsche, elegant gekleidete Frau kam eilig auf mich zu.
      "Hallo. Ich bin Samira. Kommen sie, wir haben nicht viel Zeit. Ich bringe sie gleich zu der Stute!"
      Ich folgte ihr eilig und schon kurze Zeit später schnappte ich atemlos nach Luft.
      "Wow", war das einzige was ich herausbrachte. Vor mir stand eine wunderschöne, cremefarbene hochgewachsene Stute und sah mich aus strahlend blauen Augen forschend an.
      "Wow.", sagte ich nocheinmal "die ist einfach umwerfend!"
      Zum ersten Mal konnte ich ein Lächeln über das Gesicht der Frau huschen sehen.
      "Ja. Das ist Samiyah, mein absoluter Liebling. Kommen Sie, wir lassen sie kurz laufen, damit sie sich von ihren Gängen überzeugen können und solange werde ich ihnen etwas über sie erzählen."
      Also gingen wir mit Samiyah im Schlepptau zu einem kleinen, aber sehr ordentlichen Platz und Samira schnalzte einmal leise mit der Zunge, was die Stute dazu veranlasste in langen Sprüngen über den Platz zu jagen. Nach ein zwei Bucklern, fiel sie in den Trab und ich konnte mich kaum an den schönen, fließenden Bewegungen des Tieres sattsehen.
      "Also. Wie schon gesagt, das hier ist Samiyah, eine reinrassige Trakehnerstute. Und sie würde zum Verkauf stehen."
      "Hm sie gefällt mir wahnsinnig gut!", gab ich zu "aber warum soll das alles so schnell gehen? Warum sind sie so erpicht darauf sie loszuwerden?", wollte ich nun wissen.
      Die Frau errötete und senkte den Kopf: "Ja also Samiyah gehört meinem Vater. Aber ich habe sie aufgezogen. Jetzt möchte er all unsere Pferde an so einen seltsamen Kerl verkaufen, der seine Tiere zum einen als Gebährmaschinen einsetzt und zum anderen jeden Tag stundenlang für den Reitunterricht nutzt! Ich will auf keinen Fall, dass meine Samiyah so endet! Wenn ich sie Ihnen jetzt verkaufe und sie sie sofort mitnehmen, wird mein Vater nichts sagen. Ich kenne ihn. Aber bereits heute soll dieser Typ kommen, um die Pferde zu holen. Ich habe von ihrem tollen Gestüt gehört und fände es so toll, wenn sie Sami aufnehmen würden. Sie ist wirklich ein Schatz und ich bin so unglaublich traurig, dass ich sie nicht selbst behalten kann...Aber sie ist einfach zu schade, um als Freizeitpferd zu vergammeln..."
      Ich hörte atemlos zu. "Gott sei dank! Und ich dachte schon, die Kleine hätte irgendeine schlimme Krankheit oder sonst irgendwas, dass sie sie so unbedingt loshaben wollen! Ich würde sie auf jeden Fall zu mir nehmen! Samiyah ist genau das was ich gesucht habe."
      Samira lächelte mich erleichtert an und lief schnell ins Büro, damit wir den Papierkram sofort erledigen konnten. Zum Glück hatte ich ja meinen Hänger schon dabei gehabt.
      Als alles geklärt war, holte Samira Samiyah wieder vom Platz, legte der schönen Stute mit routinierten Griffen Transportdecke und -gamaschen an und führte sie dann auf den Hänger.
      Dann liebkoste sie Samiyah noch kurz und trat dann mit leicht wässrigen Augen an mich heran. "VIelen, vielen Dank! Ich bin mir sicher, dass mein Liebling es gut bei Ihnen haben wird!"
      "Natürlich, das verspreche ich Ihnen. Sie dürfen auch gerne jederzeit vorbeikommen!"
      Ich verabschiedete mich lächelnd und fuhr dann langsam die Auffahrt hinunter. In diesem Moment kam mir ein großer Transporter entgegen und die beiden Männer im Führerhaus sahen sich verwirrt an. Ich winkte fröhlich und machte dann, dass ich weg kam. Nicht dass der gute Herr es sich noch anders überlegte. Hoffentlich machte er Samira keine Schwierigkeiten. Aber immerhin hatte ich etwas mehr gezahlt, als sein komischer Freund, von dem her dürfte das wohl egal sein.

      Wieder zu Hause angekommen, ließ ich die Rampe hinunter und band meine neue Schönheit los. Die junge Stute sah sich mit gespitzten Ohren und weit geblähten Nüstern um und stieß dann ein helles Wiehern aus, dass wie immer sofort mehrstimmig beantwortet wurde. Nachdem ich ihr Decke und Gamaschen abgenommen hatte, hörte ich hinter mir ein erfreutes Quietschen.
      "Wusste ichs doch! Ich hab gesehen, dass dein Hänger weg ist, aber noch alle Pferde da, deshalb hab ich schonmal eine Box eingestreut! Mann das ist ja echt ein Prachtstück!"
      "Eddi! Mann hast du mich erschreckt!", sagte ich vorwurfsvoll, bevor ich zu grinsen begann. War ja klar, dass Eddi mit ihrem siebten Sinn wieder gespürt hatte, was ich gerade machte.
      Gemeinsam brachten wir Samiyah in ihre neue Box neben Mahira und anschließend lud ich Eddi zu einem gemeinsamen Ausritt ein, wozu sie gerne zustimmte.

    • Samanta
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      Trainingsbericht 1 "Dressur von E auf A"

      Sammy hatte mir wieder einen Auftrag erteilt.Dieses Mal sollte ich ihre Stute Samiyah trainieren.Es war schön auch mal wieder in niedrigeren Klassen zu trainieren,denn so rostete ich nicht ein und konnte mich auch ein wenig entspannen.Ich kam auf dem Gestüt an und machte mich auf die Suche nach der Stute.Schließlich entdeckte ich sie bei anderen Trakehnern und Hannoveranern und begrüßte die Stute freundlich.Sie schnupperte neugierig an meiner Hand und schien sich über die Aufmerksamkeit zu freuen.Auch als ich sie aufhalfterte,blieb sie entspannt und ließ sich brav von mir zum Putzplatz führen.Ich putzte sie dort erstmal ausgiebig und gründlich,bevor ich sie aufsattelte und trenste.Heute wollte ich sie kennen lernen und mir ein Bild von ihren Fähigkeiten machen.Vielleicht würde ich auch schon einige leichteren A-Lektionen mi ihr üben.Ich fand ihre Farbe unglaublich schön und auch ihre außergewöhnlichen Augen waren toll.Ein wirklich schickes Pferd.Sammy hatte mich bereits vorgewarnt,dass Samiyah zwar lernwillig war,aber auch gerne mal buckelte,wenn ihr etwas nicht passte.Damit kam ich klar.Was ich gar nicht leiden konnten,waren Pferde,die sich nicht kontrollieren ließen,denn das war mitunter sehr gefährlich.Nachdem ich sie aufgesattelt und getrenst hatte,führte ich sie in die Halle und gurtete nach,stieg dann auf.Ich ritt sie im Schritt an und merkte sofort,dass sie von Grund auf sehr brav war.Ich ritt sie auf beiden Händen ca. 10 Minuten im Schritt,bevor ich sie schließlich antrabte und ließ sie sowohl ganze Bahn,als auch auf dem Zirkel gehen,wechselte immer mal wieder die Hand,damit sie auf beiden Händen gut bewegt wurde.Schließlich parierte ich wieder zum Schritt durch und ritt mit ihr eine einfache Schlangenlinie.Das kannte sie wohl schon und auch das Schlangenlinien durch die Bahn in vier Bögen meisterte sie ohne Probleme.Ich trabte wieder an und versuchte mich an der 10 m Volte im Trab,was ein wenig schwerer war,als gedacht,aber nach einigen Übungsvolten,klappte es schon viel besser und ich lobte die Stute ausgiebig.Ich ritt wieder auf den Zirkel und galoppierte sie dann zur geschlossenen Zirkelseite hin an.Hier zeigte mir,das sie durchaus auch Temperament hatte und lüpfte ihren Po,sodass ich,wenn ich einen unstabilen Sitz gehabt hätte,sicher heruntergefallen wäre.So blieb ich jedoch sitzen und trieb sie weiter.Nicht umsonst sagte man: Dir treib ich schon das Buckeln aus.Das nahm ihr recht schnell den Wind aus den Segeln und ich konnte wieder gut mit ihr weiterarbeiten.Ich merkte,dass sie gerne gefordert wurde und so machte ich mich daran mit ihr das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen, zu üben.Rückwärtsrichten machte ich immer erst vom Boden aus,damit sie sich daran gewöhnen konnte und auch meine Hilfen besser verstand.Nachdem es am Boden gut geklappt hatte,stieg ich wieder auf und versuchte es auch von oben.Es dauerte ein wenig,bis sie verstand,was ich wollte,aber schließlich gelang es uns gut und ich lobte sie,widmete mich dann dem Zügel aus der Hand kauen lassen im Schritt und Trab.Im Schritt klappte es ganz gut,aber im Trab wurde sie zu Anfang noch etwas schnell.Mit der Zeit jedoch schaffte ich es,sie durch meine Hilfen weiter im ruhigen Arbeitstrab zu halten und lobte sie sanft.Ich widmete mich zum Schluss noch dem Mitteltrab und dem Mittelgalopp.Beides klappte nach einer gewissen Zeit schon recht gut und ich beschloss die beiden restlichen Lektionen morgen zu üben und auch die Gangarten und das heute gelernte noch ein wenig zu verfeinern.Schließlich ritt ich sie im Schritt am langen Zügel trocken.Danach brachte ich sie zurück zum Putzplatz,wo ich sie versorgte und wieder zurück in ihren Stall brachte.Dort gab ich ihr zur Belohnung noch ein Leckerli und kraulte sie eine ganze Weile,bevor ich mich auf den Nachhauseweg machte.

      by IceLandGirl 3825 Zeichen
    • Samanta
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      Trainingsbericht 2 "Dressur von E auf A"

      Heute war der zweite Trainingstag mit Samiyah und somit auch der letzte.Es war angenehm in den niedrigeren Klassen,dass man nicht so lange trainieren musste,da der Könnensstand sich nicht grundlegend unterschied und auch die Lektionen noch nicht so schwer waren,dass man sie nicht in zwei Tagen trainieren konnte.Heute würde ich die gestern gelernten Übungen, Gangarten und Hufschlagfiguren verfeinern und noch Viereck verkleinern und vergrößern und einfacher Galoppwechsel mit der hübschen Trakehner Stute üben. Bevor ich mich aber ans Training machte,ging ich natürlich wie immer zu ihr und kraulte sie erstmal,bevor ich sie aufhalfterte und dann mit ihr zum Putzplatz ging,wo ich sie gründlich und ausgiebig putzte.Sie genoss die Aufmerksamkeit,die ihr dadurch zuteil wurde und schloss die Augen.Ich schmunzelte.Sie war zwar sehr aufgeweckt,kein Wunder bei ihrer Jugendlichkeit,aber auch sehr verschmust und menschenbezogen.Das machte das Training immer deutlich einfacher.Nachdem ich sie gründlich geputzt hatte,sattelte und trenste ich sie auf und führte sie dann in die Halle,wo ich nachgurtete und dann aufstieg.Die Stute schien heute gut drauf zu sein,jedenfalls zog sie bereits im Schritt mächtig an und ich hatte zunächst alle Hände voll zu tun,um sie wieder runter zu bekommen.Mit der Zeit wurde sie aber gelassener und ich konnte sie anständig aufwärmen.Zunächst ritt ich mit ihr Arbeitsschritt,aber auch Mittelschritt,was sie beides schon gut beherrschte.Dann trabte ich an und ritt zunächst nur Arbeitstrab,um sie zu lockern,aber auch zu biegen und zu stellen,wobei ich unterschiedliche Bahnfiguren einbaute,wie z.B. auf dem Zirkel geritten,verschiedene Handwechsel und auch schon die 10 m Volte im Trab.Diese klappte dieses Mal schon viel besser und ich lobte sie dafür.Offensichtlich hatte sie sich das von gestern gemerkt.Es freute mich immer,wenn man seinen Erfolg selbst zu spüren bekam.Schließlich ritt ich sie im Mitteltrab,damit sie sich auch daran gewöhnen konnte und auch dies klappte schon gut.Auch der Galopp,sowohl Mittel- als auch Arbeitsgalopp klappte gut und ich lobte sie auch hierfür.Nun machte ich mich an das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen.Letzteres klappte dieses Mal auch schon sehr gut im Trab und ich war dankbar dafür.Auch das Rückwärtsrichten kam nicht zu kurz und ich lobte sie immer wieder für ihre tolle Mitarbeit.Nachdem ich alle gestern gelernten Lektionen und Hufschlagfiguren durchgegangen war,machte ich mich an den einfachen Galoppwechsel.Es war gar nicht so einfach,wie sich herausstellte,denn am Anfang versuchte sie mich mit leichten Bucklern und ab und zu auch ein paar härteren,aus dem Sattel zu befördern,sodass ich sie erstmal im Galopp abreiten musste,bis sie sich beruhigte und im ruhigen Arbeitsgalopp ging.Dann erst konnten wir uns an den einfachen Galoppwechsel machen.Sie hatte schon gleich Probleme damit vom Galopp in den Schritt zu gelangen und so musste ich das erstmal üben.Ich übte es zunächst ganze Bahn,damit sie genug Platz und Spielraum hatte und als das schließlich klappte,ging ich mit ihr auf den Zirkel.Auch hier übte ich es solange,bis es klappte und machte mich erst dann an das wieder angaloppieren auf der anderen Hand.Ich parierte aus dem Galopp zum Schritt durch und ging auf die andere Hand,galoppierte sie dann wieder auf der neuen Hand an,nachdem sie ihre drei Schritte im Schritt gemacht hatte.Natürlich klappte das nicht von Anfang an,aber schließlich klappte es doch und ich lobte sie.Sie hatte nun den einfachen Galoppwechsel gelernt.Natürlich müsste man weiter daran feilen,damit sie es nicht wieder verlernte,aber das traute ich ihrer Besitzerin schon zu.Nun fehlte nur noch das Viereck verkleinern und vergrößern.Bevor ich das jedoch mit ihr machte,testete ich erstmal,ob sie überhaupt Seitwärtsgänge beherrschte.Das tat sie und so machte ich mich dann an das Viereck verkleinern und vergrößern.Zu Anfang eierte sie noch ein wenig umher und verstand nicht so ganz,was ich von ihr wollte,aber mit der Zeit klappte es dann doch schon recht gut und ich lobte sie.Für heute hatte sie genug getan und so ritt ich sie im Schritt am langen Zügel trocken.Nachdem ich sie trocken geritten hatte,brachte ich sie zurück zum Putzplatz und versorgte sie dort.Dann brachte ich sie zurück in ihre Box.Ich schrieb die übliche Nachricht an ihre Besitzerin und überbrachte sie auch sofort:
      Hallo Sammy,
      dein Pferd Samiyah ist nun offiziell in der Klasse A der Dressur ausgebildet.Du kannst nun mit ihr in dieser Klasse starten.Bitte widme dich bei deinem weiteren Training doch dem einfachen Galoppwechsel und dem Viereck verkleinern und vergrößern,damit sie da in der Übung bleibt und es noch ein wenig verfeinert wird.Ansonsten wünsche ich euch beiden auch weiterhin viel Spaß und Erfolg.
      Liebe Grüße IceLandGirl
      Nachdem ich die Nachricht überbracht hatte,ging ich noch einmal zu Samiyah und gab der Stute zur Belohnung ein Leckerli.Dann machte ich mich auf den Nachhauseweg.

      by IceLandGirl 4977 Zeichen
    • Sammy
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      So mein Mädchen, langsam wirds ernst!

      "Brr, brr, brr", sagte ich immer wieder, während ich meine wunderschöne Trakehnerstute Samiyah Richtung Stall führte. Die junge Cremellodame war heute unglaublich hibbelig und dabei war doch heute unsere Generalprobe vor dem Stutbuchwettbewerb für Cremellos, Perlinos und Palominos, für den wir angemeldet waren!
      Über uns brauten sich dunkle Wolken zusammen, weshalb ich mir zumindest schonmal sicher war, dass unser Training in der Halle stattfinden würde. Vor einer Woche war IceLandGirl bei uns gewesen und hatte Samiyah in Dressur auf die Stufe A trainiert. Ich war total begeistert von der Trainerin und Samiyah war bereits das dritte meiner Pferde, welches sie betreute.
      Ich band Sami am Putzplatz an und fuhr langsam über ihr leuchtendes Fell.
      Morgen war es endlich soweit und ich war schon unglaublich aufgeregt! Erst gestern hatte ich mit meinem Trakehnerjährling Mahira erfolgreich an einer Fohlenschau teilgenommen und hatte sie für nächstes Wochenende bereits zu einer weiteren Schau gemeldet. Wenn Sami es nun auch noch schaffen würde, wäre das einfach genial.
      Ich hatte nicht vor, Samiyah heute auszupowern, aber ein bisschen Arbeit konnte der jungen Stute sicherlich nicht schaden.
      Nachdem ich sie gesattelt hatte, führte ich die neben mir hertänzelnde Samiyah in die Halle und verschloss sorgfältig die Türen hinter mir. Vorhin hatte ich noch kurz ein paar niedrige Hindernisse aufgebaut, da wir morgen auch würden Springen müssen und Sami darin noch nicht so viel Routine hatte.
      Sie beäugte die Hindernisse auch sogleich etwas misstrauisch und trat zur Seite als ich aufsteigen wollte.
      "Samiyah!", sagte ich ein wenig ärgerlich "Hör auf mit dem Gezappel, was soll denn das auf einmal?" Ich stellte sie wieder korrekt hin und diesmal blieb sie auch ruhig stehen - zumindest bis ich gerade mal so halb im Sattel saß. Seufzend , drehte ich sie, bis sie wieder in ihrer Ausgangsposition stand. Dieses Spiel wiederholten wir solange, bis Sami ruhig stehen blieb und auf mein Kommando wartete.
      "Na also, so ists fein", lobte ich die junge Stute. Dann brachte ich sie mit einem leichten Schenkeldruck zum antreten.
    • Sammy
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      Trakehner & Hannoveraner - Monatsbericht August 2013

      ~ Mahira, Unannounced Pleasure & Reminiscent Inspiration ~
      Fröhlich vor mich hinsummend betrat ich den Stall meiner Hannoveraner und Trakehner. Meine Fohlen durften sich heute bei diesem schönen Wetter auf den Koppeln austoben und hatten somit nicht viel zu tun. Zuerst schnappte ich mir Mahira, putzte die bereits gekrönte Scheckstute gründlich und brachte sie dann auf die Fohlen- beziehungsweise Jungstutenweide, auf der schon Rafinesse und Darling standen. Rafinesse begrüßte ihre Freundin wie immer überschwänglich und dann lieferten sich meine beiden Schätze ein Rennen über die Koppel. Die zwei waren zusammen aufgewachsen, beinahe gleichzeitig gekrönt worden und würden nun bald zusammen eingeritten werden. Die drei anderen Stütchen hatten da noch einen weiteren Weg vor sich...
      Zurück im Stall schnappte ich mir mein neues Stütchen Unannounced Pleasure und meine zweite Hannoveranerstute Reminiscent Inspiration. Die zwei waren noch sehr jung und ich begann gerade mit dem Fohlen ABC. Sie waren seit ihrem ersten Tag hier bereits dickste Freundinnen und hingen immer zusammen, wenn dies möglich war. Ich putzte die Kleinen langsam und hob auch schon einmal ihre Hufe hoch, damit sie sich daran gewöhnen konnten. Dann brachte ich sie zu den anderen auf die Weide.

      ~ Levistino ~
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Erst vor kurzem hatte er im Springen die Klasse M erreicht und momentan wurde er von seiner Trainerin IceLandGirl auch in der Dressur gefördert. Nun wollte ich mal sehen, was mein Baby im Springen so alles gelernt hatte. Ich putzte das schimmernde Fell des Hengstes, sattelte ihn flott auf und führte ihn anschließend auf meinen Springplatz. Levistino spitzte seine feinen Ohren und legte ein bisschen zu. Der schöne Hengst sprang für sein Leben gerne und meist musste man ihn sogar etwas zurückhalten, damit er sich nicht übernahm. Ich gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Levi schlug mit dem Kopf, blieb aber an Ort und Stelle. Ich brachte allen meinen Pferden bei, dass es überhaupt nichts brachte, wenn sie beim Aufsteigen herumhampelten oder losliefen, bevor ich das Kommando dazu gab. Dies hatte auch der feurige Hengst mittlerweile begriffen. Ich wärmte Levi zuerst ordentlich im Schritt, Trab und schließlich auch im Galopp auf, bevor ich auf das erste Hindernis zusteuerte. Ich hatte absichtlich ein paar A, L und zwei M Sprünge aufgebaut, damit sich Levi ein bisschen einspringen konnte. Der Hengst nahm die Hindernisse wie gewohnt als wären sie Luft, doch was mir ganz stark auffiel, war dass er nicht mehr so heftig anzog, wenn es auf einen Sprung zu ging. Im Stillen dankte ich IceLandGirl für die tolle Arbeit, die sie mit dem Hengst geleistet hatte. Nach einer guten Dreiviertel Stunde, ritt ich Levi trocken und stieg mehr als zufrieden aus dem Sattel. Der junge Hengst hatte sich wirklich gemacht und ich war schon sehr gespannt auf seine Nachkommen.

      ~ Samiyah & Angels Fall First ~
      Meine beiden wunderschönen und gekrönten Stuten Samiyah und Angels Fall First hatten heute frei. Sami hatte erst vor kurzem ihre SK gewonnen und sich deshalb eine Pause verdient und Angel war längere Zeit verletzt gewesen. Ich holte die beiden Schönheiten nacheinander aus ihren Boxen, putzte ihr seidiges Fell und brachte sie anschließend auf die Koppel zu Cookie, Fatimah, Mizzi, Misery, History, Dorina und Benjilala. Sami bahnte sich sofort mit flach angelegten Ohren ihren Weg und stellte sich in die Mitte der Koppel. Angel als ihre neue beste Freundin gesellte sich etwas langsamer neben sie. Ich lächelte und ging zurück in den Stall, um mich um meine beiden Hannoveranerhengste zu kümmern.

      ~ Branagorn & Black Soul~
      Meine beiden gekörten Hannoveranerhengste hatten heute ebenfalls frei. Soul erholte sich von einer Sehnenverletzung und Branagorn von einer Erkältung. Ich nahm einen nach dem anderen aus der Box, putzte sie flott über, kratzte die Hufe aus und verlaß die Schweife. Branagorn durfte dann zu Ojos Azules, Intolerable Life und Fair Prince, während Black Soul auf einen kleinen Sandpaddock kam. Zum einen war er nämlich sehr hengstig und hätte die anderen wohl in ihre Einzelteile zerlegt, zum anderen sollte er aber auch noch nicht zu sehr toben. Ich sah meinem Hübschen noch ein Weilchen zu, dann ging ich ins Haus um mich um meine Bedürfnisse zu kümmern...
    • NeverTheLess
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      Dressurtraining A-L mit Samiyah
      Schon seit klein auf hatte ich mir gewünscht, Pferde auszubilden. Damals hatte ich noch mit dem Reiten angefangen, meine ersten Runden im Galopp gedreht und das erste mal eine Gerte in der Hand gehalten, und jetzt? Mein Traum war endlich in Erfüllung gegangen und ich hatte ein kleines Gestüt gekauft, auf dem ich nun Pferde ausbildete. Meine erste Kundin war Samiyah, eine hübsche Trakehner-Stute, die ich von A auf L-Dressur bringen sollte. Ich machte mich sofort auf den Weg, Sammy, die Besitzerin, wartete schon mit der gesattelten Stute auf dem Dressurplatz. Ich führte sie zur Mitte, stieg auf und rutschte etwas im Sattel herum, ehe ich mit der Arbeit begann. Erst übte ich alle Gangarten mit ihr, die sie für die L-Dressur brauchte: Mittelschritt, Arbeitstrab, Mitteltrab, versammelter Trab, Arbeitsgalopp, Mittelgalopp und versammelter Galopp waren gut gemeistert. Nach einer halben Stunde übte ich dann die ersten Lektionen. Das Halten aus dem Schritt, Trab und Galopp konnte sie schon perfekt und dann übte ich noch die Übergänge der einzelnen Gangarten, darunter auch vom Schritt zum Galopp. Die Zügel auf der Hand kauen lassen war jedoch im Trab etwas schwieriger, doch nach einer halben Stunde schaffte ich fünf ganze Bahnen, ehe sie aufhörte, zu kauen. Der Außengalopp und der Außengalopp auf dem Zirkel funktionierte ebenfalls sehr gut und ich bestaunte Samiyah dafür, dass sie so ein gutes Taktgefühl hatte und sich anständig bog. Jedoch musste ich bei der nächsten Lektion, dem einfachem Galoppwechsel, erfahren, wieso Sammy mich ein wenig gewarnt hatte. Die Stute verlor sich im Gewirr ihrer Beine, stolperte nach vorne und buckelte eine Runde lang. In einer engen Volte beruhigte sie sich jedoch wieder und am langen Zügel ließ ich sie kurz im Schritt eine Bahn gehen, ehe ich mich wieder meiner Arbeit zuwendete. Bei dem Rückwärtsrichten musste ich Sammy darum beten, die Stute zu reiten, da sie kaum Vertrauen in mich hatte. Es funktionierte jedoch perfekt und wir wechselten wieder die Plätze. Das Viereck zu verkleinern und zu vergrößern sowie auf dem zweiten Hufschlag zu reiten brachte Samiyah auch hinter sich, und ich wollte den einfachen Galoppwechsel wieder ausprobieren. Diesmal blieb Samiyah im Takt und auch im Zirkel und auf den Schlangenlinien blieb sie konzentriert genug. Dann ging es an das Überstreichen im Trab und Galopp, Samiyah reagierte jedoch fein auf meine Schenkelhilfen und so war es einfach, sie auch im Trab und Galopp auf Zirkeln und Schlangenlinien zu reiten. Schließlich übten wir die Kurzkehrtwendung, die Samiyah perfekt meisterte, nur bei der Kehrtwendung auf Vor- und Hinterhand hatte sie eine Probleme. Dann ging es an die Bahnfiguren, die ich auch alle abklapperte, bis Samiyah anfing, zu schwitzen. Ich war ebenfalls ziemlich angestrengt, übte das letzte mal die Kehrtwendung auf Vor- und Hinterhand und den einfachen Galoppwechsel, ehe ich abstieg und Samiyah zu Sammy führte. "War ganz schön viel für einen Tag, aber sie hat alles verstanden und war auch ganz schön gut. Bis auf das kleine Bocken bei dem Galoppwechsel, aber das passiert jedem Pferd mal.", sagte ich, klopfte der hübsch gefärbten Trakehnerstute auf den Hals und beobachtete, wie Sammy sie abspritzte und auf die Weide brachte, ehe ich alles mit ihr klärte und dann zurück auf das Gestüt fuhr.
    • Sammy
      Trainingsbericht Dressur L-M (von NoraLeggins)

    • Sammy
      Trainingsbericht Dressur M-S (von NoraLeggins)

    • Sammy
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      Trakehner & Hannoveraner - Monatsbericht September 2013

      Samiyah
      Fröstelnd zog ich die Schultern hoch, als ich den Stall meiner Trakehner und Hannoveraner betrat. Mich hatte wohl irgendeine böse Sommergrippe erwischt und zu allem Übel war der Himmel heute grau und wolkenverhangen. Ich wollte einfach noch nicht einsehen, dass der Herbst schon bald wieder da war! Im Stall angekommen, begrüßte ich meine neue Pflegerin, die gerade dabei war, die Boxen auszumisten. Ich klopfte Samiyah meiner gekrönten Trakehnerstute den Hals, während sie ihre weichen Nüstern unter meinen Arm steckte. "Anna, ich nehme Sami gleich mit, nur damit du dich nicht wunderst!", rief ich dem rothaarigen Mädchen zu und band meinen Schatz los. Dann führte ich Sami zum Putzplatz und machte sie flott reitfertig. Die junge Stute hatte ja bereits erfolgreich eine Körung bestritten, doch ich hatte vor sie auch vermehrt auf Turnieren und Schönheitswettbewerben vorzustellen - da musste sie natürlich top fit sein. Zudem ging Samiyah in Dressur nun bereits Klasse L und ich hatte vor zwei Tagen eine Trainerin damit beauftragt, sie auf die Klasse M zu trainieren. Immerhin wollte ich meine Zucht neu aufbauen und meinen zukünftigen Kunden nur die best ausgebildetsten und erfolgreichsten Pferde präsentieren.
      Ich klopfte Sami den samtweichen Hals und führte sie in meine Reithalle. Dort schloss ich erleichtert die Türe, stellte Sami auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Mein Stütchen stand brav da und wartete auf mein nächstes Kommando. "Heute wollen wir ein bisschen springen mein Schatz! Dressurtraining bekommst du in letzter Zeit ja mehr als genug!", sagte ich liebevoll, während Sami neugierig die bunten Hindernisse um uns herum beäugte. Sie waren alle sehr niedrig, höchstens 70cm, doch ich wollte mich mit Sami ja auch nur langsam an das Springen herantasten, denn noch stand ihre Dressurausbildung im Vordergrund. Ich wärmte Samiyah ordentlich auf und galoppierte sie dann um die Hindernisse herum ab. Die Stute ging wie gewohnt eifrig vorwärts und war schön an meine Hilfen gestellt. Ich parierte sie wieder zum Trab durch und ließ sie ein paar Mal über Trabstangen und Cavaletti gehen, um sie zu gymnastizieren und auf die Sprünge vorzubereiten. Dann ritt ich das erste Hindernis an. Ich hatte in einigem Abstand davor eine Stange gelegt, damit Sami nicht zu heiß wurde. Es klappte hervorragend und mein goldenes Stütchen sprang wie ein Gummiball über die Hindernisse, als wären diese überhaupt nicht vorhanden. Als ich schließlich einmal den ganzen Parcours gesprungen war, parierte ich Sami durch, ritt sie trocken und versorgte sie anschließend liebevoll.

      Levistino
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Mit dem hübschen würde ich heute ein wenig Dressurtraining machen, da er - im Gegensatz zu Samiyah - in letzter Zeit im Springen ausgebildet worden war. Ich putzte Levistino nur kurz über, da er bereits sauber war, kratzte die Hufe aus und verlas seinen Schweif. Dann bandagierte ich ihn und legte ihm Sattel und Zaumzeug an. Levi schlug ungeduldig mit dem Kopf - er hatte es immer eilig los zu kommen. Ich beruhigte ihn und führte ihn dann zur Reithalle. Die Hindernisse hatte ich bereits zusammen mit einem meiner Pfleger abgebaut. Ich hatte das Gefühl, dass Levistino ein wenig enttäuscht war. Der imposante Hengst sprang für sein Leben gern, doch da Dressur erstens sehr wichtig und er zweitens auch noch sehr begabt war, musste er da eben ab und an durch.
      "Mach dir nichts draus. Die nächsten Trainingsstunden werden sich hauptsächlich um Dressurlektionen drehen mein Hübscher!", sagte ich lachend zu ihm, während ich mich in den Sattel schwang. Levistino schlug mit dem Kopf, bekam sich dann jedoch recht schnell wieder ein. Ich klopfte ihm den grauen Hals und würmte ihn ordentlich auf. Anschließend übte ich Schenkelweichen, Rückwärtsrichten und noch ein paar andere Lektionen, bevor ich den Hengst schließlich schon ziemlich geschafft trocken ritt und fertig machte.

      Reminiscent Inspiration & Unannounced Pleasure
      Als Levistino ruhig auf seiner saftigen Koppel stand, widmete ich mich den Stutfohlen Inspiration und Pleasure. Die beiden waren schon ein ganzes Stück gewachsen. Beide würden morgen an einer Fohlenschau teilnehmen, weshalb ich sie nur putzen und dann auf die Weide lassen würde. Ihre Kür hatten beide schon perfekt drauf, weshalb ich nicht noch einmal mit ihnen zu trainieren brauchte. Ich holte die aufgeweckten Stutfohlen aus ihren Boxen, putzte sie gemeinsam und brachte sie dann auf die Koppel, auf der schon Everybody's Darling graste. Die junge Fuchsstute hob nicht einmal den Kopf, als die beiden die Koppel betraten. Ab morgen wollte ich die kleine New Forest Stute in die große Herde eingliedern, vielleicht würde sie dort endlich einen Freund finden...

      Mahira, Angels Fall First, Black Soul & Branagorn
      Als letztes waren Black Soul, Branagorn, Angels Fall First und Mahira an der Reihe. Alle vier hatte ich die letzten Tage ausgiebig gearbeitet, weshalb sie heute frei hatten. Mahira machte schon sehr große Fortschritte beim reiten und ich war unglaublich stolz auf meine Süße. Angel, Soul und Branagorn dagegen wollte ich demnächst ebenfalls ins Training schicken und auch wieder aktiver mit ihnen an Turnieren teilnehmen. Immerhin hatte ich ja vor bald eine Elitezucht zu eröffnen und auch wenn ich wusste, dass meine Pferde durchaus das Potenzial dazu hatten, bedeutete das noch sehr viel Arbeit. Ich holte zuerst meine junge Fuchsscheckstute aus ihrer Box, putzte sie gründlich und ließ sie dann auf die Weide. Mahira lief vorsichtig auf die Gruppe Stuten zu, die bereits da standen. Bisher war die Stute ja nur mit Rafinesse und später noch mit Inspiration, Darling und Pleasure zusammen gestanden, doch ich hatte beschlossen, sie nun endlich in die Stutenherde einzugliedern. Dort standen nun Cuchara, History, Dorina, Fatimah, Misery, Benjilala, Mizzi, Samiyah und Rafinesse und starrten dem Neuankömmling entgegen. Schließlich stieß Rafinesse ein lautes Wiehern aus und trabte ihrer Freundin entgegen. Wenn meine beiden Hannoveranerfohlen ausgewachsen waren, würde ich die Gruppe wohl wieder aufteilen und musste dann schauen, was ich mit Mahira und Rafinesse anstellte, da die beiden sich so gut verstanden. Dann ertönte auch schon Samiyah's herausforderndes Wiehern und meine Schönheit kam im Galopp auf Mahira zu geprescht. Rafinesse machte sofort Platz, sie hatte die Eingliederung in die Herde schon hinter sich. Bisher war immer meine temperamentvolle Andalusierstute Cuchara die Chefin der Herde gewesen, doch die selbstbewusste Samiyah hatte ihr diesen Posten schnell streitig gemacht. Nun war ich etwas gespannt, wie Mahira reagieren würde. Sami giftete die neue Stute nun mit flach angelegten Ohren an. "Samiyah. Stell dich nicht so an. So siehst du überhaupt nicht mehr hübsch aus!", tadelte ich meine Cremello Stute. Die ließ sich davon jedoch ausnahmsweise nicht beeindrucken und spielte sich weiter vor Mahira auf. Die junge Scheckstute legte die Ohren zunächst ebenfalls flach an den Kopf und ich dachte schon, die beiden würden nun richtig anfangen zu streiten, da legte Mahira den Rückwärtsgang ein und bewegte sich von der Stute weg. Ich seufzte erleichtert, als Sami daraufhin ihr Gehabe etwas zurückfuhr und wieder an ihren Lieblingsplatz zum Grasen ging. Das war ja nochmal gut gegangen.
      Also holte ich als nächstes meine Hannoveranerstute Angels Fall First, Sami's neue Freundin. Die nun neunjährige Stute war die Einzige, die Sami in ihrer unmittelbaren Nähe duldete und so ging Angel auch geradewegs auf sie zu und stellte sich dicht neben die Cremellodame, um zu grasen. Ich schüttelte lachend den Kopf und machte mich daran, auch Black Soul und Branagorn hinaus zu lassen. Zuerst nahm ich den stürmischen Rapphengst, putzte ihn und brachte ihn anschließend auf seine Hengstkoppel. Branagorn hingegen durfte zu den verträglicheren Hengsten. Orfino, Jojo, Life und Prince begrüßten den Hengst mit einem freundlichen Brummeln.
    • Loulou
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      Ein Tag harter Arbeit.
      Schon früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zu meinem ersten Auftrag am heutigen Tag. Mein Weg führte mich zu Sammy's Zucht, in der einige Pferde auf mich warteten. Der heutige Tag hieß für mich 39 Pferde abzuhören, zu impfen und zu entwurmen. „Guten Morgen.“, begrüßte ich die junge Frau freundlich, die auf mich zukam, nachdem ich auf den Hof geparkt hatte. „Da haben wir ja heute eine Menge zu tun.“, schmunzelte ich, während wir zum Stall der New Forest Ponys gingen. „Vorausgesetzt, die Tiere sind nicht krank, impfe ich alle gegen Tetanus, Tollwut, Influenza und Herpes durch und gebe ihnen ihre Wurmkur.“, erklärte ich Sammy. Gesagt, getan. Ich betrat den angenehm warmen Stall, während sie sich daran machte, die restlichen Tiere in ihre Boxen zu bringen, wenn sie noch auf der Weide standen. Mit dem impfen würde ich beginnen, sobald sie wieder herein kam und wir zu zweit waren, doch bei 39 Tieren hatte ich noch genug vorzubereiten.
      Nach gut einer halben Stunde hatte ich in eine gelbe Plastikschale den fertigen Impfstoff in Einwegspritzen, auf deren Kanülen jedoch noch die Schutzkappen steckten gelegt und auch die Paste, die die Wurmkur mit Apfel Zimt Geschmack darstellte fertig. Just in diesem Moment schwang auch schon die Stalltür auf und die Sammy kam herein. „Gut, dann lass uns anfangen. Wenn es bei einem Pferd eine charakterliche Besonderheit gibt, die ich beachten muss, sag mir vorher bitte kurz Bescheid.“, gab ich ihr zu verstehen und lächelte leicht, ehe ich zu der ersten Box ging. Ein Pintaloosa Hengst blickte mich neugierig an und das Schild an der Boxentür verriet mir, dass es sich um Hollybrook's Cheeky Jot handelte. „Na du.“, begrüßte ich ihn und schlüpfte in die Box. Interessiert musterte das Tier mich und reckte mir vertrauensvoll den Hals entgegen, als würde er mich schon seit Ewigkeiten kennen. Ich streichelte ihm kurz den Hals, ehe ich das Stethoskop um meinem Hals nahm, um Herz und Lunge abzuhören. Er hatte weder Herzgeräusche, noch Husten oder ähnliches, so maß ich noch Fieber, um eine Infektion auszuschließen. Als alles kontrolliert war, bekam er die Spitze in den Hals, ehe ich die Hülse wieder auf die Kanüle steckte und sie in eine noch leere Box kam. „So großer, jetzt noch die Wurmkur und dann hast du es auch schon geschafft.“, murmelte ich, während ich den Hengst davon überzeugte, dich die große Plastikspritze ohne Kanüle ins Maul schieben zu lassen und den Inhalt runter zu schlucken. „So, damit hätten wir den ersten.“, murmelte ich, klopfte ihm den Hals und ging weiter zur nächsten Box, in welcher ein bildschönes Endmaßpony stand. Etwas ängstlich schien er mich zu betrachten, doch mit einer ruhigen Hand und etwas Geduld ließ er die Behandlung über sich ergehen und der Kasten mit den benutzten Einwegspritzen füllte sich um eine weitere. Ich achtete immer auf penible Sauberkeit und Genauigkeit, denn als Tierarzt durfte man sich keinen Fehler erlauben, wenn man weiterhin bestehen wollte. Der nächste Kandidat war Cardoc, welcher mich aus aufmerksamen Augen betrachtete. „Na komm Großer.“, murmelte ich und begann mit der Untersuchung. Auch er war gesund und ließ das Impfen über sich ergehen, doch als ich ihm die Spritze mit der Wurmkur in das Maul schieben wollte, legte er die Ohren an und riss den Kopf hoch. „Ganz ruhig.“, sagte ich tadelnd und umgriff seinen Nasenrücken, um seinen Kopf herab zu ziehen und mit ein bisschen Geschick war die Wurmkur in seinem Maul verschwunden. „Siehst du, ist doch gar nicht so schwer.“, grinste ich und klopfte ihm den Hals, um dann zur nächsten Box zu gehen. Sammy erleichterte mir meine Arbeit, in dem sie die Türen hinter mir wieder verschloss, die nächste öffnete und mir die Schalen mit den verschiedenen Sachen reichte. Nicht jeder Besitzer, bei dem ich war, so kooperativ und deshalb ging mir die Arbeit oft nur langsam von der Hand. Der nächste war Caspar, ein wunderschöner Scheckhengst. Doch er schien recht ängstlich zu sein, denn als ich die Box betrat und bei meiner Arbeit in einer wohl nach seinem Geschmack zu heftigen Bewegung die Hülle von der Kanüle löste, schrak er zusammen und kickte mit den Hinterhufen, wobei er scheppernd den Wassereimer traf. „Gaaaanz ruhig.“, murmelte ich und versuchte ihn gemeinsam mit Sammy zu beruhigen, was schließlich auch gelang und ich konnte meine Arbeit beenden. In der nächsten Box wartete Magical Moment nun auf mich. Eine bildhübsche Stute, welche vollkommen umgänglich die ganze Prozedur über sich ergehen ließ. Jedes von Sammys Pferden überraschte mich – sowohl im Interieur wie auch im Exterieur, doch die Stute in der nächsten Box toppte bisher alles. Thousand Sunny sah mir aus dunklen, großen Augen entgegen und begutachtete neugierig jede meiner Bewegungen. Nachdem sie grob durchgecheckt, geimpft und entwurmt war, klopfte ich ihr den Hals und widmete mich dem nächsten Pony. Naboo, wie die Stute hieß, schien ein wenig eigenwilliger zu sein und dies zeigte sie auch eindeutig. Es brauchte einiges an Geduld, bis auch sie fertig war und ich die Box verlassen konnte, doch waren mir willensstarke Pferde immer auf ihre eigene Art und Weise sehr sympathisch. Doch dieser Dickkopf sollte noch übertrumpft werden, als ich Isola della Piraterias Box betrat. Misstrauisch begutachtete mich die Stute, als ich begann, sie zu untersuchen. Grade klopfte ich ihr lobend des Hals, als sie eine überraschende und schnelle Bewegung machte und mich zwischen sich und der Wand der Box eingeklemmt hatte. „Wohaa.“, sagte ich mahnend und vertrieb sie energisch von mir. Seufzend klopfte ich mir den Schmutz von der Kleidung und noch ehe sie sich versah, hatte ich sie geimpft schaffte es auch, ihr die Wurmkur zu verabreichen. Mit angelegten Ohren verfolgte mich ihr Blick, als ich die Box verließ und zur nächsten ging. Mit leichtem Kopfschütteln, doch grinsend betrat ich Aimilianis Box und sie und auch Fairylike Facility in der nächsten waren deutlich umgänglicher und schnell geimpft und entwurmt. Nun verblieben noch drei Pferde in den Stallungn der New Forest Ponys. Die junge Stute mit der außergewöhnlichen Farbe – ein Silver Dapple Sooty Buckskin – Golden Flair war eines der zutraulichsten Tiere, die mir je begegnet waren und das obwohl ich vollkommen fremd für sie war. Sie schien die Aufmerksamkeit, die ihr zu Teil wurde, regelrecht zu genießen, ebenso wie Walk of Fame, die laut Sammy heute wohl einen guten Tag hatte. Nun war ich beim letzten Pony in diesem Stall angelangt: Precious Scream. Sie schien sich einen Spaß daraus zu machen, mich auf den Arm zu nehmen und auch wenn es anstrengend war, so war es doch recht amüsierend mit ihr. „So, fertig.“, lächelte ich zu Sammy. „In dem Stall sind alle wohl aus, geimpft und entwurmt. Dann würde ich sagen, kurze Pause und dann geht es bei den Vollblütern weiter.“, sagte ich und begann meine Sachen zusammen zu packen und in den nächsten Stall zu bringen, was mit Hilfe von Sammy recht schnell ging. Doch auch die Pause und das Käsesandwich, dass ich mir am Morgen geschmiert hatte, bekamen ihre Aufmerksamkeit und so war ich nach einer halben Stunde wieder im Stall bei den Arabern. „Dann wollen wir mal.“, seufzte ich und nahm die eintönige Arbeit wieder auf. Khamar al Sanaa, der erste Hengst, war ein unglaublich schickes Tier und man sah ihm seine Herkunft, von der Sammy berichtete durchaus an. Er arbeitete willig mit und so fand ich mich schnell bei Sahira wieder, eine schicke Mausfalbstute. „Na komm, meine Hübsche.“, sagte ich und begann bei ihr mit meiner Arbeit. Mit den Vollblütern war es doch etwas anderes, als mit den Dickköpfigen Ponys und einige Vorurteile trafen durchaus zu, wie ich schon mehrmals bei meiner Arbeit feststellen durfte. Ebenso schnell ging es bei Little Miss Sunshine und Bittersweet, nur Sharley schien ein wenig zu kränkeln. Doch gemeinsam mit Sammy, beschloss ich sie dennoch zu impfen, da es nicht weiter dramatisch zu sein schien, doch sollte sie sie die nächsten Tage ein wenig im Auge behalten. Recht schnell kamen wir in diesem Stall bei dem vorletzten Pferd Rose De Soleil
      an. Der recht dunkle Palominoschecke war definitiv eine gut zuhändelne Stute, nur Fallen Immortaliny fand Spaß daran, mir das Leben ein wenig schwerer zu gestalten. „So, dann wären wir hier auch durch.“, lächelte ich und blickte zu Sammy. „Als nächstes zu den Trakehnern und Hannoveranern, richtig?“ Sammy nickte und so machten wir uns auf den Weg in den nächsten Stall. Wow. Hier schienen wohl ihre Prachtstücke zu stehen, denn mir bot sich ein nicht zu verachtendes Bild an Pferden. Levistino war der erste, ein schicker Apfelschimmel mit ganz eigenem Kopf. Doch wusste ich nach jahrelanger Arbeit inzwischen ganz gut, wie ich mit solchen Pferden umzugehen hatte und ich hatte schon weitaus schlimmere Fälle unterbekommen, da war kein Tier aus diesem Stall nur annähernd schwierig. Auch Samiyah, die sich ganz nach ihrem Namen verhielt, war bald geimpft und entwurmt, sodass ich mich der schicken Stute Mahira widmen konnte. Die erst anderthalb Jahre Stute war jedoch sehr umgänglich, wie auch Branagorn, der Grey Spotted Leopard Hengst. Black Soul hingegen schien ein eher ängstliches Tier zu sein, was jedoch auch seinen Grund hatte, wie Sammy mir erzählte. Dennoch blieb er gerade wie eine Eins stehen, als ich ihn impfte und schließlich entwurmte. Nun kamen wir zur letzten Stute in diesem Stall, Angels Fall First. Ein interessanter Name, wie ich fand, doch war mir auch schon an Namen so einiges kreatives untergekommen. Wieder merkte ich, dass Sammy nicht nur auf Exterieur und Leistung züchtete, sondern all ihre Pferde auch sehr charakterstark waren. „Fertig.“, lächelte ich und streckte mich kurz. Wenn es schon so lang dauerte, alle Pferde durchzu checken und zu impfen beziehungsweise zu entwurmen, wie lange war Sammy wohl mit ihnen beschäftigt? Puh. Nun kamen wir zu den übriegen Ponys und Warmblütern und so langsam schwand meine Motivation. Cinnemont's History war die erste, eine sehr umgängliche Stute. Auch Ojos Azules war die Ruhe selbst, als ich meine Arbeit an ihm fortsetzte. Fair Prince, ein Isländer im Endmaß lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. Ich liebte isabellfarbende Pferde einfach und zudem war er noch sehr umgänglich, was die Arbeit doch etwas versüßte, ebenso wie die freundliche doch etwas schreckhafte Isländerstute Dark Misery. Noch zwei weitere Isländer - Intolerable Life und Fatimah – folgten, bis ich mit dieser Rasse durch war. Glücklicherweise war keines der Tiere krank oder anderweitig geschwächt, was einiges an Zeit sparte. Ich atmete tief durch und zwang mich zur Ruhe, damit sich meine langsam aufkeimende Nervosität nicht auf die Tiere übertrug. Nun war ich bei den Saddlebreds angelangt, drei an der Zahl. Die großen, schönen Tiere ließen die Prozedur willig über sich ergehen, der Hengst Someone, ebenso wie die beiden Stuten Paradises Rafinesse und Mizzi. „So, nur noch vier, dann sind wir durch.“, sagte ich zu Sammy und wir trugen die Kisten zur nächsten Box. Slaters Secret, ein schicker Barockpinto erwartete uns und rasch war er geimpft und entwurmt, ebenso wie die Barockpintostute Benjilala. Als vorletztes kamen wir zu dem Schabrackenfuchs Dorina. Sie war das perfekte Abbild eines Pferdes und es war schön, sie anzusehen, doch blieb dazu nicht allzu viel Zeit, denn draußen dämmerte es inzwischen. „So, du bist nun der letzte, Großer.“, sagte ich zu Daemon und begann damit, den Rapphengst zu untersuchen, um ihn daraufhin den Impfstoff zu spritzen und die Wurmkur zu verabreichen. Kurz klopfte ich ihm den Hals und seufzte zufrieden auf. „Fertig, Sammy.“, schmunzelte ich und verließ die letzte Box. Gemeinsam räumten wir den Geländewagen draußen auf dem Hof wieder ein, ich verabschiedete mich freundlich und schüttelte ihr die Hand. „Dann bis zum nächsten Mal.“, sagte ich, stieg in den Wagen und verließ den Hof, um mich auf dem Heimweg zu machen. Doch zu hause würde mich noch einiges an Aufräumarbeit und Papierkram erwarten.
      11958 Zeichen by Tikka

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  • Album:
    Überflieger
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    27 Juni 2013
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    Kommentare:
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  • Samiyah
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    ["erhöht/erhaben"]
    Spitzname: Sami


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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Pacey
    V: Possibility
    M: Daughter of Glory

    Aus der: Summer Wine
    V: ?
    M: ?


    --------------------------------------------------

    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 26. Juni 2010
    Stockmaß: 1.68 m
    Fellfarbe: Cremello
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen: v.r.: weiße Fessel, h.l.: weiße Fessel, h.r.: halbweiße Fessel

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Samiyah. Ihr Name bedeutet übersetzt "erhöht/erhaben" und genauso verhält sich die junge Stute auch. Sie ist sich ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung vollkommen bewusst und genießt jederlei Aufmerksamkeit in vollen Zügen.
    Samiyah ist recht aufgeweckt und hat ab und an auch nichts gegen einen kleinen Buckler einzuwenden. Gleichzeitig arbeitet sie allerdings immer eifrig mit und ist begierig darauf, etwas neues zu lernen.
    Neben Sami's Fellfarbe zieht sie die Leute auch mit ihren leuchtenden Augen, ihrem perfekten Exterieur und ihren wunderschönen Gängen in den Bann. Samiyah wird mit Sicherheit einmal ein großartiges Turnier- und Zuchtpferd - die Vorraussetzungen hierfür bringt sie mit bester Abstammung mit!
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: ///
    Ersteller: Sammy
    Vkr: ///

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S
    Springen: A
    Military: A​

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~

    Gewinnerin der [SK 404] Perlinos, Cremellos & Palominos
    3. Platz beim 166. Militaryturnier
    1. Platz beim 260. Springturnier

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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen:
    Vollgeeschwister:
    Pacco
    Persun