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Rhapsody

Sally *

Welshpony – im Besitz seit 04/2021 –

Tags:
Sally *
Rhapsody, 25 Apr. 2021
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      1/19

      Dressurtraining E-A
      unbk. -- unbk.

      "S-W-R-3", ich sollte mir wirklich mal einen neuen Radiowecker anschaffen. "lalalalaaaaa...", ich stöhnte und vergrub den Kopf in meinem warmen Kissen. Jeden Morgen der gleiche Mist. Doch trotzdem war ich froh das ich meinen verlässigen Wecker hatte denn sonst würde ich immer verschlafen und hätte dann nicht mehr genug Zeit um meine Reitbeteildigungen und um meine pferde zu pflegen.... Ich seufzte ergeben als die ersten Takte einses Liedes anfingen was ich gar nicht leiden konnte. Schnell schob ich meine Bettdecke zurück und stakste durch mein dunkler Fenster zu meinem Regal auf der meine Sterioanlage, samt intregrierten Wecker standen. Ich blinzelte in die grelle Anzeige der Anlage und schaltete sie aus. Endlich Ruhe, zufrieden torkelte ich zu meiner Zimmertür und stolperte doch glatt über meine hingepfefferte Reithose von gestern. Ich fluchte leise und rappelte mich wieder auf dann schaltete ich das Licht ein. Es blendete mich und ich seufzte schon wieder. Gähnend trat ich aus meinem Zimmer in den Flur und war überrascht meine Mutter nicht wie sonst dort anzutreffen. Doch das machte mir nichts aus, so hatte ich wenigstens noch ein paar Minuten Ruhe. Ich schlich am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei ins Badezimmer und verschloss hinter mir leise die Tür. Dann zog ich mich flott aus und stieg in unsere große Dusche. ich leiß mir etwas kaltes Wasser über den Rücken laufen und dann wieder warmes zum waschen und Haare einshampoonieren. Nachdem ich fertig war und mich wieder abgespült hatte stieg ich aus der Dusche und tropfte den agnzen Boden voll. Hoffentlich merkte das meine Mutter nicht bis es wieder getrocknet war... Schnell rettete ich mich auf den Teppich, der etwas Näse besser vertragen konnte als der Rest des Bodens und rubelte mich trocken. Dann föhnte ich meine Haare und zog mir meine neue Reithose an die ich mir gestern gekauft hatte, aber da noch nicht angezogen hatte. Sie war beige mit braun und stand mir wirklich gut. Dazu hatte ich mir auch noch einen schönen, warmen Pullover in Braun gekauft plus ein beigefarbenes Halfter für meine neuen Rb´s und einen Strick. Ich war stolz das ich mein Geld so gut genutz hatte und bereute den Kauf gar nicht. Als ich fertig war mich anzuziehen ging ich hinunter in die Küche. Meine Eltern waren nun auch schon aufgestanden und saßen schon am Frühstückstisch. "Guten Morgen, Schatz!", murmelte meine Mutter müde und mein Vater gähnte etwas unverständliches. "Morgen! Habt ihr gut geschlafen?", fragte ich und setzte mich auf meiunen Platz. Ich nahm mir eine Brotscheibe und griff nach dem Käse. "Ja, es war himmlisch..", nuschelte meine Mutter und bis in ihr Marmeladenbrot. "Mom, kannst du mich heute wieder zu Ivi´s Hof bringen? Bitte!", fragte ich und sah sie bittend an. "Natürlich, kein Problem!", antwortete sie und ich biss zufrieden in mein Brot. Nachdem ich ein wenig gegessen hatte machte ich mich auf in den Flur und suchte meine Stiefel und meine Reitkappe heraus. Dann nahm ich mir noch meine kurze Gerte, die ich eigentlich immer nur zur Drohung dabei hatte, und die Putzsachen pus den neuen Strick samt Halfter. Als ich in die Stiefel geschlüpft war und meine Reitkappe schonmal aufgezogen hatte ging ich hinaus. Es war kalt, doch zum Glück regnete es nicht. Ich war erleichtert und stieg schonmal ins Auto. Nach wenigen Minuten kam auch meine Mutter und wir fuhrend schweigend los. Nach eine Weile sagte ich: "Ist es ok wenn ich bis 6.00Uhr bleibe? Ich wollte Ivi´s Stute Sally heute zum erstenmal richtig trainieren." "Ist okay, Schätzchen, ich hole dich dann ab", sagte sie und lächelte. ich lächelte zurück: "Danke". Danach war es wieder still. Auf dem Hof angekommen verabschiedete ich mich und ging in den warmen Stall, wo die wunderschöne Stute Sally stand die ich heute von Dressur Klasse E auf A trainieren sollte... Ich war schon aufgeregt denn ich war mir sicher das es viel Spaß machen würde mit der klugen Stute zu arbeiten und mich mit ihr noch etwas mehr anzufreunden... Im Stall schaute ich mcih suchend um. Wo war die wunderschöne Stute, die ich gestern zum ersten Mal besucht hatte?! Zuerst fielen mir ein schicker Hengst und ein Fallabella ins Auge. Ich schaute mich weiter um, denn ich wusste genau das Sally eine Welsh Stute war. Am Ende der Stallgasse erschien plötzlich ein edler Pferdekopf über einer Boxentür. Der Kopf war schokoladenbraun, edel geformt und die Augen glühten wie Rohdiamanten, sie waren groß und rund und hatten etwas temperamentvolles an sich. Über eins der Augen fiel nun eine Haarsträhne von feinstem braunen Langhaar, als die Stute mir den Kopf zu wandte und mich an starrte. Sie schien egar nicht misstraurisch zu sein, sie hatte mich ja schon gestern kennengelernt. Ich blieb erstmal still stehen um sie nicht zu beunruhigen und langsam stellten sich die Ohren der Stute ein wenig nach vorne und die Stute beobachtete mich. Ich griff langsam in meine Tasche um sie durch eine zu schnelle Bewegung nicht zu verschrecken und holte ein Apfelleckerlie harraus. Sallyguckte mich aufmerksam an und ich bemerkte eine Spur von hungriger Gier auf das leckerlie in ihrem immer noch neugierigen Blick. "Na komm schon", sagte ich leise und streckte meine Hand mit dem Leckerlie aus. "Ich tu dir schon nichts!" Nach einer Weile, in der Sally da stand wie eine Statue, streckte sie vorsichtig den Hals und nahm das Leckerlie mit samt weichen Lippen von meine flachen Handfläche. Ich lächelte dann ging ich langsam einen Schritt näher und streichelte der Stute über ihr weiches, braunes Fell das matt glänzte. Sie blieb ganz ruhig und betrachtete mich aus den Augenwinkeln, während sie genüßlich das Apfelleckerlie verspeiste... Ich streichelte sie noch eine Weile sanft und schließlich hatte ich das Gefühl das sie mir nun wieder vollends vertraute und ich betrat ihre geräumige Box. Dort streifte ich ihr mein neues Halfter über und hakte den Strick ein. Sally folgte mir brav auf den Stallgang, wo ich sie locker anband und wartete bis ich meine Putzkiste geholt hatte und den Striegel herrausgenommen hatte. Langsam fing ich an sein samtenes Fell in kreisenden Bewegungen zu massieren und zu säubern. Es war überhaupt nicht schmutzig was mich freute doch ich machte es trotzdem, damit Sally und ich uns besser kennen lernen konnten... Nachdem ich ihr Fell massiert und selbst den feinsten Staub entfernt hatte, kratzte ich ihre Hufe aus und stellte fest das sie gut erzogen war und auf Befehl ihre zierlichen Hufe anhob. Ich lobte sie und fettete sie dann auch noch einmal gründlich ein, dann nahm ich mir einen Kamm und kämmte kurz ihre lange seidene Mähne. Als ich mit meiner Putzprozedur fertig war, ging ich in die Sattelkammer die neben Sally´s Box lag und holte ihren Dressursattel und ihre Trense. Sally blieb ruhig stehen während ich ihr den Sattel auf legte und den Gurt festzurrte, danach Legte ich ihr ihre Trense an und verschloss alle Riemen. Als die Stute fertig war, zog ich mir meine Reitkappe auf und griff nach der Gerte, doch ich stellte sie gleich wieder weg, als ich merkte wie Sally sie verabscheute. Es würde wohl auch so klappen... Ich führte Sally hinaus aus dem Stall, hinüber zur Halle und führte sie dort in die Mitte. Wir waren ganz alleine in der großen Halle, das war gut, dann konnten wir uns viel besser konzentrieren... Ich zog die Bügel hinunter und stellte sie mir in die richtige Länge ein, dann gurtete ich noch einmal nach und schwang mich dann mit viel Schwung in Sally´s bequemen Sattel und sie schritt auch sofort los. Ich ließ erstmal die Zügellang und ließ sie im Schritt durch die Halle schreiten, damit sie sich zum Anfang schonmal strecken konnte. Nach ein paar Runden spürte ich das sich Sally entspannt hatte und sie nun locker und flüßig ging. Ich trabte sie an, sie hatte weiche, bequeme Schritt die weit ausholend waren. Ich genoß es auf seinem Rücken zu sitzen und ritt ein paar Bahnfiguren mit Sally. Dann verstärkte ich ihren Trab und versammelte und dann ließ ich sie auch mal galoppieren und verbesserte sie sofort als sie auf der falschen Hand ansprang. Nach ein paar Runden Galopp ritt ich eine Vorderhand- und eine Hinterhandwendug, und eine Passage sowie eine Traversalle. Alles war kein problem und ich wusste sofort das Sally bestanden hatte. Sie hatte alles was man zur Dressur Lektion A brauchte und ich war stolz auf sie. Ich ritt sie noch ein wenig zum Spaß, und dann ritt ich sie im Schritt trocken. Als ich merkte das Sally nicht mehr so schwitze und ich genug Runden im Schritt geritten war, ritt ich mit ihr auf die Mittellinie und hielt sie dort an, dann schwang mich aus dem Sattel und lobte sie. Ich brachte sie erschöpft wieder in Ivi´s Stall und nahm ihr Sattel und Trense ab, dann brachte ich ihr noch etwas Heu und frisches Wasser und rubbelte sie noch kurz etwas mit Stroh trocken. Nachdem ich noch eine Weile mit ihr geschmust hatte verabschiedete ich mich dann leicht traurig und ließ mich von meiner Mutter abholen um nach hause zu fahren...
      Sally hat erfolgreich Dressur Stufe A erreicht
      Herzlichen Glückwunsch!
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Meine Teilnahme an der [BSK 272] für Ponys unter 1,35 m mit Sally
      16. November 2009 -- Ivi.Kiwi

      Heute wollte ich mit meiner Welsh Stute Sally an einem Stutbuchwettbewerb teilnehmen. Ich ritt sie gerade auf dem Abreiteplatz warm, während ich darauf wartete aufgerufen zu werden. Nach etwa zehn Minuten war es dann soweit. "Und nun Ivi.Kiwi auf Sallly einer 9 Jah...." Ich hörte gar nicht mehr zu, was der Sprecher sonst noch sagte, sondern ritt im Arbeitstrab in die Halle ein und konzentrierte mich ganz darauf was zu tun war. Bei X parierte ich Sally durch. Sie blieb sofort aus dem Trab heraus stehen und kaute zufrieden auf ihrem Gebiss herum. Ich sollte nun etwas über sie erzählen. Ich hoffte, dass Sally nicht zu ungeduldig wurde, wenn sie jetzt ein paar Minuten still stehen musste. Ich begann zu erzählen: "Das ist Sally. Sie ist eine 9 Jahre alte Welsh Ponystute der Sektion B. Sie ist aus der Dornröschen, von Sandro. Sie hat einen Stockmaß vom 1,28 m. Vom Charakter her ist sie etwas eigenwillig, arbeitet bei einem einfühlsamen aber konsequenten Reiter gut mit. Ihre Stärken liegen auf jeden Fall in der Dressur, Springen ist überhaupt nicht ihr Ding. Sie lebt ganz nach dem Motto: Warum drüber, wenn es auch dran vorbei geht?! Ich habe Sally aus dem TSV geholt." Sally begann schon sich zu langweilen und schüttelte den Kopf. Ich ließ sie im Trab wieder losgehen und Schlagartig war sie wieder aufmerksam und schien entschlossen auf jede noch so kleine Hilfe zu warten. Ich ging auf den Hufschlag. Als wir bei E angekommen waren, galopierte ich an und ging mit Sally auf den Zirkel. Sie stellte sich schön nach innen. Bei A parierte ich die zierliche braune Stute wieder zum Trab, verstärkte ihn und wechselte durch die Diagonale. Sally kaute weiter auf ihrem Gebiss herum und reagierte heute sehr gut auf die Hilfen. Bei B galoppierten wir wieder an. Ich ritt eine Mittelvolte und verstärrkte dort Sallys Galopp. Bei C parierte ich Sally zum Schritt. Der Übergang war etwas holprig, aber es konnte ja nicht alles perfekt laufen. Nun wechselten wir im starken Schritt ein weiteres mal durch die Diagonale. Dann trabte Sally wieder an und ich ritt auf die Mittellinie. Bei X parierte ich Sally durch. Nun mussten wir mal wieder ein Kunststückchen vorführen. Ich ließ Sally einmal steigen. Dieses Kunststück beherrschte sie ganz gut. Wir hatten jetzt alles unsere Aufgaben erfüllt, also grüßte ich die Richter und ritt am langen Zügel aus der Halle. Währenddessen lobte ich Sally für ihre gute Leistung.
    • Rhapsody
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      Ankunft neuer Pferde
      28. November 2014 -- Eddi

      Gestüt Hayes End, Wyoming

      Mein gesamter Bestand basierte eigentlich auf Spontankäufen, ohne dass ich wirklich etwas suchte. Auch heute hatte ich wieder meine Finger im Spiel, als wir uns mit einem großen Hänger auf den Weg zum Gestüt Federsee machten. Diesmal wollte ich mir einen Warmbluthengst anschauen, einen Oldenburger. Er stand schon länger zum Verkauf und ich hatte lange gezögert, mich nun aber doch dafür entschieden, ihn mir zumindest anzuschauen. Maren begrüßte uns eine halbe Stunde später herzlich und zeigte uns direkt den großrahmigen Hengst. Ich musterte ihn eingiebig, schaute zu, wie er sich während des Umgangs machte, ehe er mir vorlongiert wurde. Dann wurde er gesattelt und Maren ritt ihn mir vor. Café au Lait – so hieß der Hübsche – verhielt sich in jeder Situation vorbildlich und auch unter dem Sattel war er einwandfrei. Nach Marens Vorstellung schwang auch ich mich nochmal in den Sattel und schnell stand fest, dieser Hengst würde bei uns einziehen. Den Kauf wickelten wir direkt ab und luden den Hübschen dann ein. Einen TÜV benötigten wir nicht mehr, sowohl Maren als auch ich waren Tierärzte und ein die Dokumente lagen alle aktuell vor. Es ging ohne große Pause weiter zu Salera, wo wir nur kurz stoppten. Der Kauf von den beiden Ponys hatte ich schon vor zwei Wochen getätigt, jetzt hieß es nur noch, die Ponys abzuholen. Wir verluden Sally und Occani in den Trailer und verabschiedeten uns dann direkt wieder. Geschwind machten wir uns auf den Heimweg. Dort durfte erst der Hengst seinen Paddock erkunden, ehe wir die beiden Stuten gemeinsam auf eine der kleineren Weiden ließen, damit sie sich die Beine vertreten durften. Die kommenden Tage würden sich die drei erst einmal in aller Ruhe eingewöhnen dürfen, ehe es dann an das Training gehen würde.
    • Rhapsody
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      Normaler Alltag
      08. Februar 2015 -- Eddi

      Gestüt Hayes End, Wyoming
      Seufzend goss ich mir noch eine Tasse Kaffee ein. Es war kurz nach sieben und ich war leider so gar nicht motiviert, raus zu den Pferden in den Schnee zu stapfen. Nach der dritten Tasse Kaffee raffte ich mich dann aber doch an, packte mich warm in Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe ein und öffnete die Haustür. Ein kalter Wind blies mir entgegen und das obwohl der Himmel klar war und wahrscheinlich schon bald die Sonne aufgehen würde. Müde stapfte ich in Richtung Stutenstall, während ich meine Mütze tiefer ins Gesicht zog. In Wyoming war man ziemlich schnell alleine, wenn man niemanden hatte, der mit bei einem wohnte. Gerade im Winter und im tiefsten Schnee verirrte sich eher weniger jemand hierher.
      Ich öffnete die Tür des Stalls und schlüpfte hinein, um sie dann schnell wieder hinter mir zu schließen. Im Stall war es noch stockduster, so dass ich den Lichtschalter erst suchen musste, ehe ich ihn benutzen konnte. Die Stuten schienen auch noch größtenteils zu schlafen, denn viele lagen noch in das warme Stroh gekuschelt in ihren Boxen. Nur Alice war schon auf den Beinen und brummelte mir leise entgegen. Lächelnd begrüßte ich sie mit einigen Streicheleinheiten und setzte dann den Weg zur Futterkammer fort. Dort stellte ich mir die fünf Futtereimer auf und füllte sie je nach dem Futterplan der jeweiligen Stute.
      Das Geräusch von Müsli was ich in die Eimer schüttete, schien auch die anderen Stuten zu wecken, denn als ich die Futterkammer verließ, starrten mich fünf neugierige Ponyköpfe an. Lächelnd verteilte ich das Futter in den jeweiligen Boxen und räumte dann die Eimer wieder weg. Während die Stuten als frühstückten, wollte ich bei den Jungpferden nach dem Rechten schauen. Nandalee und Applaus waren jetzt seit längerem abgesetzt und da sie den schon älteren Trüffel an der Seite hatten, schienen sie den Aufenthalt in dem kleinen Nebenstall ohne die Mamas gut zu verkraften. Natürlich wollten auch die drei ihr Frühstück haben und so versorgte ich auch meine Zwerge.
      Während die Pferde in den Stallungen fraßen, schnappte ich mir die Schubkarre und lud vier Heubündel darauf, um diese hinaus zum Offenstall der Hengste zu fahren. Allmählich wurde es auch heller und so sahen mich die Hengste schon von weiten. Innerhalb von Sekunden hatten sie sich alle am Gatter versammelt. „Zurück!“, mahnte ich streng und sofort machten alle vier Hengste Platz und ließen mich durch. Während ich das Heu verteilte, durfte auch noch nicht gefressen werden, denn ich wollte nicht umgerannt werden. Die Hengste hielten sich an meine Regeln und warteten geduldig ab, bis ich das Futter in den großen Raufen verteilt hatte, dann machte ich ihnen mit einer einladenden Geste Platz und sofort stürmten sie zum Heu. Nur Auftakt, mein ältester, hatte es nicht so eilig, sondern holte sich erst einmal in aller Ruhe einige Streicheleinheiten ab.
      Danach ging es zurück zu den Stuten, die inzwischen mit fressen fertig waren. Nacheinander halfterte ich sie auf und legte die Führstricke über ihre Hälse. Dann holte ich als erstes Napayné aus ihrer Box und nach und nach die anderen. Vorbildlich liefen die fünf Stuten nebeneinander neben mir her zu ihrer großen Weide, nahe des Waldes. Kurz wurden die Hengste aufmerksam, wandten sich dann aber doch lieber wieder ihrem Frühstück zu. Die Stuten warteten vorbildlich, bis ich allen das Halfter abgenommen hatte und dann schossen sie auch schon quer durch den Schnee. Nun hieß es auch noch bei ihnen die Heuraufen füllen. Danach hielt ich gleich bei der kleineren Weide der Jährlinge an und füllte auch dort schon die Raufen. Dann konnte ich auch schon meine drei Kleinen aus dem Stall holen und zur Weide bringen.
      Leider besaßen die Raufbolde nicht annähernd solch eine Manier wie die Stuten und gerade Nandalee hatte es mit den beiden Kerlen nicht leicht. „Noch ein Jahr und du darfst mit zu den Großen.“, meinte ich lachend zu ihr und löste das Halfter. Gemeinsam jagten die drei über die Weide, wobei Nani schnell ruhiger wurde und den Weg zur Heuraufe suchte. Die beiden Jungs kämpften noch spielerlisch miteinander und genossen sichtlich den kalten Februarmorgen. Zu meinem Glück kam auch die Sonne raus, so dass auch ich langsam wieder auftaute, zum Glück, denn nun war die Stallarbeit an der Reihe! Ich begann mit den acht Boxen in den Ställen, ehe ich auch noch den Offenstall der Hengste abmistete und den Unterstand frisch einstreute. Dann war das wichtigste erledigt und ich konnte erst einmal eine Pause einlegen.
      Wieder aufgewärmt und gestärkt schlüpfte ich in meine dicken Reitsachen und verließ wieder das Haus. Heute war BonnyBoy mein erstes Opfer. Momentan war der Rappe immer etwas zu kurz gekommen und deshalb wollte ich ihm heute besonders viel Zeit widmen. Gemeinsam wanderten wir über den Hof zum Stall, wo ich Bonny anband und gründlich putzte. Danach sattelte ich ihn und ging dann gemeinsam mit ihm zur Halle. Erst einmal wärmten wir uns mit einigen Runden zu Fuß auf, ehe ich mich in den Sattel schwang und leichte Übungen im Schritt ritt. Später nahm ich den Trab und auch den Galopp dazu, machte aber nicht zu viel, da Bonny mit seinem dicken Winterfell nicht arg schwitzen sollte. Danach brauchte er dann trotzdem die Abschwitzdecke, welche ich ihm zum trocken reiten direkt überwarf. Da er nach einer halben Stunde immer noch nicht ganz trocken war, kam er mit Decke zurück auf den Paddock, die würde ich ihm dann später abnehmen.
      Nun schnappte ich mir erst einmal Single Malt. Bei dem Perlino hatte ich relativ viel zu putzen, denn er hatte sich, trotz Schnee!, mal wieder mit Mistflecken eingesaut. „Ach Maltie!“, seufzte ich, als er nach einer halben Stunde immer noch aussah wie ein Ferkel. Ich gab es schnell auf und sattelte ihn dann stattdessen, warf ihm noch die Abschwitzdecke über und marschierte los. Auch für Maltie stand heute etwas Hallenarbeit auf dem Plan, nur dass ich mit ihm vor allem auch mit Trabstangen und Cavaletti arbeitete. Der helle Hengst sollte demnächst wieder auf Turniere geschickt werden und sollte deswegen fit sein. Nach der anstrengenden Stunde ritt ich ihn ordentlich trocken und stellte ihn dann noch für eine halbe Stunde in den Stall, wo er sich aufwärmen konnte und sein Mash futtern durfte.
      Nachdem Maltie wieder auf der Weide stand und ich Bonny die Decke abgenommen hatte, holte ich noch Fürst der Finsternis vom Paddock. Der dunkle Hengst hatte heute frei und sollte nur ein kleines Wellnessprogramm genießen. Ich putzte Fürsti ausgiebig, warf ihm dann seine Back on Track Decke über und machte mit ihm einen kleinen Spaziergang durch unseren nahegelegenen Wald. Damit ihm nicht langweilig wurde, machten wir zwischendurch auch mal die eine oder andere Übung aus der Bodenarbeit. Auch Auftakt bekam heute nur ein ausgiebig Putzprogramm und wurde von mir dann noch zwanzig Minuten locker longiert. Er war in letzter Zeit viel unterwegs gewesen und hatte sich deshalb auch eine Pause verdient.
      Nach den Hengsten waren noch die Stuten dran. Da ich aber sicherlich nicht alle schaffen würden, hatten Alice und Napayné heute frei. Mit den beiden hatte ich sowieso erst gestern ziemlich ausgiebig gearbeitet, wahrscheinlich hatten sie also eh keine Lust. Stattdessen holte ich mir Nesquik und Sally von der Weide, putzte die beiden gründlich und sattelte dann Sally auf. Nesquik bekam stattdessen ihr Knotenhalfter um, denn sie würde als Handpferd mitkommen. Wir machten einen schönen winterlichen Ausritt (wobei ich vom Schnee langsam echt genug hatte…) und als wir wieder da waren, bekamen die beiden Stuten auch eine ordentliche Portion warmes Mash als Belohnung, während ich meinen Tee trank.
      Nachdem die beiden Stuten noch mit Decken wieder auf der Weide standen, schnappte ich mir zu guter letzt die junge Herbsttraum. Die Stute musste noch öfter und aktiver beschäftigt werden. Das hieß nicht zwingend harte Arbeit, sondern eher Arbeit für ihr Köpfchen. Deshalb putzte ich sie ordentlich und legte ihr dann ihr Knotenhalfter um. Gemeinsam betraten wir die Halle, wo ich mit ihr erst einmal wieder die Grundlagen des Führens durchging, ehe wir einfach Horsemanshipaufgaben bewältigten. Herbsttraum war ein totaler Fan davon und ihr machte das einfach unglaublich Spaß. Dementsprechend beendeten wir das Training dann nur aus dem Grund, dass ich vollkommen durchgefroren war.
      Außerdem hatte ich noch allerhand zu tun, während Herbsttraum wieder auf der Weide stand, brachte ich die drei Teenies schon wieder in den Stall und fütterte sie und machte auch schon das Abendbrot für die Stuten fertig, die bald wieder in den Stall kommen würden, denn es dämmerte bereits und wurde schon arg kälter. Doch erst bekamen die Hengste alle noch ihr Müsli. Vorbildlich fraß jeder aus seiner eigenen Schüssel und klaute niemanden etwas. So geregelt lief es nur bei meinen vier Jungs hab. Dann gab es noch die ordentliche Portion Heu für die Nacht und die Kerle waren schon einmal versorgt. Die Stuten marschierten dann auch noch brav hinter mir her in den Stall, wo ja schließlich schon ihr Futter auf sie wartete und dann konnte ich mich guten Gewissens mit einer heißen Schokolade vor den Fernseher setzen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Pflegebericht
      Juli 2015 -- Eddi

      Das kleine Gestüt Hayes End lag einfach traumhaft. Fernab von allen anderen Unsinn und die Welshs fühlten sich dort auch sichtlich wohl, genauso wie ich. Inzwischen standen die Vierbeiner ganztäglich auf den Weiden, auch nachts. Das hieß für mich weniger Arbeit, denn weder Stall noch Offenstall mussten abgemistet werden und auch das Füttern fiel weg. Stattdessen musste ich nur jede Woche den Wasserkanister neu auffüllen und täglich Wasser und Heu auf der Weide kontrollieren.
      Damit begann auch heute wieder mein Tag und ich begann unten bei den Stuten im Wäldchen. Nandalee war inzwischen zwei Jahre alt und durfte nun mit zu den Stuten, während die beiden Hengste Applaus und He’s called Trüffel bei den Hengsten verweilten. Dementsprechend gab es momentan gar keine Zwerge mehr bei uns, aber das würde sich bald ändern. Herbsttraum sollte demnächst abfohlen und sogar bei Sally war es fast schon so weit. Dementsprechend sahen die beiden Stuten aber auch aus: kugelrund.
      Lächelnd begrüßte ich meine sechs Stuten alle nacheinander. Sally und Herbsttraum hatten jetzt schon seit einigen Wochen komplett frei, wenn dann putzte ich sie nur noch und selbst die Spaziergänge ließ ich immer öfter weg. Aber mit dem Rest hatte ich ja trotzdem genug zu tun. Heute wollte ich Alice von Landwein und Nesquik reiten, Napayné wollte ich longieren und mit Nandalee begann ich allmählich mit der Erweiterung des Fohlen-ABCs.
      Doch vorher musste ich hoch zu den Hengsten und dafür machte ich mir Nesquik fertig. Die Scheckstute war schnell geputzt und gesattelt und sie wusste ziemlich genau, wo wir hin wollten. Brav und geduldig trottete sie den Berg hoch, hinauf zu den Hengstweiden. Wir brauchten eine halbe Stunde, dann konnte ich Nesquik in den kleinen Paddock stellen, den ich extra gebaut hatte, damit die Stute etwas entfernt von den Hengsten blieb.
      Den Rest lief ich und schon kam ich auf der riesigen Weide an. Erste Kontrolle galt den beiden Wasserstellen. Eine musste nachgefüllt werden, ansonsten war alles in Ordnung. Die Heunetze im Unterstand waren nicht angerührt, aber kein Wunder bei dem tollen Berggras, was die Hengste hier hatten.
      Die hatten mich inzwischen auch bemerkt und innerhalb von Minuten scharrten sie sich um mich. Ich begrüßte alle einzeln und halfterte dann BonnyBoy und Auftakt auf. Die beiden würde ich mit runter nehmen, um sie zu reiten, der Rest hatte heute frei. Mit Applaus hatte ich in letzter Zeit oft das Fohlen-ABC trainiert und jetzt hatte er sich erst einmal eine Auszeit verdient. Trüffel würde sowieso bald regelmäßig an der Reihe sein, denn schon bald begann für ihn das Leben als Reitpony.
      Single Malt und Fürst der Finsternis hatten heute frei, sie waren erst gestern an der Reihe gewesen. Also packte ich mir die beiden anderen und machte mich auf den Rückweg zu Nesquik. Die war wie immer: hengstabweisend und zu lachen hatten die Kerle auch nichts. So kam ich auch sicher wieder unten auf dem Gestüt an.
      Die Hengste packte ich in den Offenstall und Nesquik versorgte ich erst einmal. Danach ritt ich Alice auf dem Platz und die braune Stute machte heute wirklich toll mit. Mir war es sichtlich schwer gefallen, wen meiner beiden Braunen ich dieses Jahr hatte decken lassen wollen: Alice oder Sally. Doch dann hatte ich mich für zweitere entschieden, weil Sally bisher noch kein einziges Fohlen gehabt hatte. Bisher bereute ich diese Entscheidung auch nicht.
      Alice stand wieder versorgt und zufrieden auf der Weide und ich holte BonnyBoy aus dem Offenstall, putzte ihn gründlich und ritt ihn dann. Der Rappe hatte ganz schön zugenommen, obwohl ich ihn jeden zweiten Tag ritt. Manchmal fragte ich mich wie gut die Sommerweiden wirklich für die Vierbeiner waren.
      Auftakt war schlank und rank wie immer und machte seine Aufgabe sündhaft gut, motiviert arbeitete er mit und nach einer Stunde waren wir zwar beide fertig mit der Welt, aber glücklich. Für Auftakt und Bonny ging es nun wieder hoch in die Berge. Ich ritt hochwärts Auftakt und runterwärts lief ich, war auf jeden Fall angenehmer als der Aufstieg.
      Nun stand nur noch Nandalee auf meinem Plan. Die kleine Stute hatte sich ganz schön viel von ihrer Mama abgeschaut, was die Zickigkeit betraf. Deshalb musste ich auch so regelmäßig mit ihr arbeiten. Auch heute übten wir wieder das Putzen und Führen. Allmählich sah man auch, dass Nandalee ausschimmelte. Ich war auf jeden Fall schon gespannt, wie sie später aussehen würde. Für heute durfte sie dann aber erst einmal zurück auf die Weide und hatte es geschafft.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      6/19

      So viele Helfer
      30. Dezember 2015 -- kira

      Croccantino, Butterblume, Verdine, Roi du Soleil, Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe

      Es war schon Winter, aber zu meiner Freude erinnerte das Wetter einen noch eher an laue Herbsttage. Somit wehte mir auch kein eisiger, schneidender Wind entgegen, als ich aus dem großzügig gebauten Einfamilienhaus trat. Seit kurzem hatten wir zwei Wohnungen in unserem Haus abgetrennt, aus vorher mehr oder weniger genutzen Räumen. Weniger, musste ich eingestehen. Und Lars hatte schon Pläne für weitere Wohnungen. Nicht das er neuerdings sich als Vermieter versuchte, nein, wir hatten nun Angestellte. Wie merkwürdig das klingt. Ich hatte mich immer alleine um meine Pferde, meinen Hof gekümmert. Aber nun war ich doch glücklich über Lars rationale Denkweise, denn inzwischen war die Größe des Hofes und Menge der Tiere nur noch schwer alleine zu bewältigen. Und somit hatten sich jetzt Peter, alteingesessener Pferdewirt, und Alexandra, welche bisher im Beritt und Reitunterricht tätig gewesen war, aber sich hier auch um die Pflege kümmern würde, dort einquartiert. Bisher verstand ich mich mit beiden recht gut, aber was konnte man schon nach so kurzer Zeit sagen.

      Alex kam grade aus der Tür hinter mir, „Ausnahmsweise kein Regen.“ Nickend stimmte ich ihr zu, denn es war zwar immer noch recht mild, aber wir hatten einige Tage des Dauerregens erlebt. „Ich hoffe der Boden ist nicht mehr so schlammig, ich wollte heute mit Blümchen eine Trainingseinheit im Gelände absolvieren.“, auf diese Idee war ich gekommen nachdem Cata mal wieder da gewesen war. Denn momentan schien Butterblume wohl eine Blockade, mental gesehen, zu haben. Denn trotz Talent und Können hatte sie nun beim Springen Schwierigkeiten. Im Gelände, kleine Hindernisse und Motivation durch andere Pferde(ich hatte Lars dazu verdonnert mir Gesellschaft zu leisten und eine Freundin würde auch mitkommen), hoffte ich würde sie den Spaß bei der Sache wieder finden und über ihren Schatten springen und letzteres wohl auch wortwörtlich. Alex nickte verstehend. „Du bewegst am besten heute erstmal die Zuchtstuten.“, teilte ich ihr mit. Wiederum nickte sie und verschwand Richtung der Besagten.

      Zu den Zuchtstuten zählten alle meine prämierten Stuten, welche zumeist gerade tragend waren und somit nur für einige Zeit aufs Paddock gelassen werden mussten oder für einige Runden in die Führmaschiene kamen. Zum Glück konnte man die Paddocks wieder nutzen. Schweigsames Mädchen, dachte ich noch kopfschüttelnd und machte mich Richtung Nebenstall auf, denn erst würde ich mich heute noch um meinen liebsten Croccantino kümmern. Auf dem Weg zu dessen Box kam ich an Peter vorbei, welcher eifrig, aber dennoch irgendwie gemütlich, dabei war die Boxen zu misten. „Morgen, Frau Esenbeck!“, grüßte er mich. „Morgen Peter, schon so weit?“ „Ja man muss doch anpacken!“ Lächelnd reichte ich ihm den Stroballen, welcher vor der Box lag. Er hat trotz der frühen Stunde schon gute Arbeit geleistet. „Machst du gleich mal Pause und teilst die Morgenrationen aus?“, fragte ich ihn. „Ist schon in Arbeit!“, kam die Antwort, die von der Tonlage nicht hätte passender für so einen alten, bodenstämmigen Mann hätte sein können.

      Mit dem gesattelten Croccantino machte ich mich Richtung Halle auf. Die Reitplätze sahen noch zu unfreundlich aus, auch wenn die Sonne sich gerade durch die Wolkendecke gekämpft hatte. Wenn es so bliebe würde der Ausritt heute schön werden. Croc war derzeit in allen wichtigen Sparten auf L Stand und hatte beste Aussichten ein top Sport- und Zuchtpferd zu werden. Die Körung hatte er zu meiner großen Freude erfolgreich absolviert und würde nun im nächsten Frühjahr mit 5 Jahren bei den Großen anfangen mit zu mischen. Eine lockere Stunde hatte ich angesetzt und so ließ ich ihn nach einer Aufwärmphase ruhig antraben. Mittlerweile war er recht routiniert unter dem Sattel und wundervoll feinfühlig. Nach einigen einfachen Übergängen war der Gute auch munter bei der Sache dabei . Wir nahmen Galopp – Schritt Übergänge hinzu und nachdem er diese talentiert meisterte wagte ich mich auch an den Halt aus dem Galopp. Zu meiner Freude schaffte er es nach ein paar Anläufen. Zwar schien er mir etwas nervös, dass ich etwas von ihm forderte, was er noch nicht kannte, und der Halt war noch ein wenig ruckelig. Dennoch machte er seine Sache super und schien aufmerksam dabei zu sein. Seine Ohren schlackerten etwas hin und her aufmerksam was als nächstes folgen würde. Fröhlich klopfte ich ihm den Hals. Im weiteren Verlauf fragte ich nur bekannte Lektionen ab. Etwas Außengalopp, Kehrtwendungen und das Vergrößern und Verkleinern des Viereckes. An der Bande lag die Abschwitzdecke bereit, welche ich nach dem Training mit Schwung über den Pferderücken schmiss.

      Als Croc wieder in seiner Box stand, nun auch verspätet sein Müsli mampfend und ich aus der Box trat kam eine grinsende Gestalt die Stallgasse entlang auf mich zu. Mit lauter Stimme trällerte sie mir fröhlich entgegen: „Da versteckst du dich also! Wie geht’s dir? Hier findet man ja niemanden ohne GPS-Gerät und Lageplan!“ Ebenfalls grinsend trat ich ihr entgegen:“Louisa! Schön dich zu sehen! Gut, ich hab viel zu tun, aber das macht mich ja alles nur glücklich. Hast du Lars schon begrüßt?“ Besagter kam in diesem Moment um die Ecke, lächelte und beantwortete meine Frage: „Noch nicht, aber das holen wir schon nach! Na kleine Schwester? Gut hergefunden?“ Er umarmte Louisa herzlich, welche darauf im Anschluss mir in die Arme fiel. Als sie von mir abließ schaute mich meine Freundin und jündere Schwester meines festen Freundes an: „Wie ich dich kenne hast du schon was geplant oder?“ „Wir gehen ausreiten, das schöne Wetter muss man doch nutzen!“ „Dann geh ich mich mal grade umziehen, okay?“ „Mach das! Mich hat sie auch noch zum Ausritt abkommandiert.“, Lars klopfte seiner Schwester auf die Schulter. „Als ob du was dagegen hättest!“, meinte diese keck und verschwand richtung Stalltür. „Ich steh nicht so auf Kaffeklatsch !“, rief Lars Louisa noch hinter her. Danach verschwand auch er um Roi du Soleil fertig zu machen. Ich selber wandte mich Butterblume zu, als ich mit dieser ferig war, ging ich nach Louisa schauen, welche bei Verdine zugange war. „Diese hier ist aber neu, oder?“ „Ja, ich dachte mir sie passt zu dir! Lieb ist sie … und sie springt nicht gerne!“, kicherte ich wofür ich eine rausgestreckte Zunge erntete. „Aber gut, dass ich nicht springen muss.“, meinte Louisa sanft lächelnd. Als ich mir sicher war das Louisa problemlos mit Verdine klar kam, die Stute schien meine Freundin zu mögen, wurde diese doch sachte angestupst, ging ich auf die Suche nach Alex.

      „Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens und Siana?“,zählte ich alle auf, man konnte ja nicht wissen ob schon alle Pferde im Petto hatte. „Ja, alle bewegt und wieder glücklich und sauber in der Box!“, meinte sie lächelnd. Ich musste auch grinsen: “Sehr schön! Ich bin jetzt mit Lars und seiner Schwester auf Butterblümchen, Verdine und Roi im Gelände. Du kannst ja noch Drachenlady zusammen mit De Luxe aufs Paddock bringen und White Dance und Juwel der Stille reiten, was du mit den beiden genau machst kannst du dir aussuchen!“ „Mir fällt schon was ein!“

      Das Gelände schien wie gedacht eine positive Wirkung auf Blümchen zu haben. Motiviert lief sie an der Spitze auch wenn Roi immer wieder versuchte sich vor zu drängeln. Darauf hin beschlossen wir ihn ans Ende zu verbannen. Lars war ganz froh nach hinten etwas Platz zu haben, denn der Hengst schien es heute echt hinter den Ohren zu haben und machte Lars das leben schwer. Währenddessen genossen Louisa und ich vor ihm den Ausritt und Verdine und Butterblümchen schienen sich zusammen stark gegenüber dem hinter ihnen randalierendem Hengst zu fühlen. Mit Verdine hatte ich das Richtige Pferd für Louisa ausgesucht, die Stute war brav zu bewegen, wenn auch etwas ängstlich, doch damit konnte meine Freundin umgehen. Als wir eine Strecke erreichten, welche von einigen kleineren Hindernissen gesäumt wurde gingen wir in den Galopp. Die ersten Sprünge ließen wir noch aus, doch dann merkte ich wie Blümchen unter mir zappelig wurde und den an ihr vorbei ziehenden Hürden nachschielte. Louisa und Lars würden nicht Springen, dazu war Roi zu aufgekratzt heute. Louisa und Verdine waren sich einstimmig sicher, dass der Ausritt ohne Sprünge spaßiger sei. Somit lenkte ich vor dem nächsten Baumstamm alleine ab und ging auf die Nebenspur des Waldweges. Gekonnt zog Blümchen an, taxierte und übersprang sorgenfrei das kleine Hinderniss. Neben uns galoppierten die zwei anderen Paare. Vorne ruhig Verdine, hinten zwei etwas muffelige Männer.

      Als wir wieder am Hof ankamen war Roi doch endlich mal zu ruhe gekommen und Lars konnte grade verschnaufen. Aber dieses Glück währte nicht lange, schon fing der Hengst wieder an zu blödeln. Etwas missmutig saß Lars ab und verschwand, sich im gehen eine Gerte und Longe greifend Richtung Halle. „Da wird jetzt aber einer Ärger bekommen.“ „Das ist der Doofe selber Schuld, soll er doch Lars nicht so ärgern!“, meinte ich schmunzelnd. „Aber lustig wars auch irgendwie“, gedankenverloren streichelte Louisa Verdine, welche das sichtlich genoss. Als ich absaß betrachtete ich Butterblümchen, welche endlich wieder eine Freude an den Tag gelegt hatte beim Springen, wie früher. Vielleicht ist sie noch nicht reif für Tuniere? Louisa verschwand ebenso wie ich in einen der Stalltrakte und das Pfderd abzusattel und zu putzen. Später würden wir uns noch alle im Haus wieder sehen, wo sie für die Dauer ihres Aufenthaltes ein Gästezimmer mit Bad bezogen hatte. Ich freute mich jedes Mal wieder wenn eine meiner Freundinnen für einige Zeit zu Besuch kam.
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      Reitunterricht
      30. Juni 2016 -- kira

      Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe, Butterblume, Croccantino, Fairy Tale, Baroness of the Guard

      Der Sommer ließ dieses Jahr auf sich warten, auch wenn man hier auf dem Gestüt in mancher Hinsicht darüber eher froh war. Nicht nass geschwitzt nach dem Reiten, keine nervigen Horden von Fliegen und Bremsen – dafür ab mieses Wetter und Massen an Mücken. „Mist!“, missmutig schlug ich auf eine dieser Plagen, welche sich gemütlich auf meinem Ar niedergelassen hatte um mich dann zu stechen. „Schon wieder?“ Lars und ich waren zusammen zu einem morgendlichen Ausritt mit Croccantino und Butterblume aufgebrochen. Lars hielt sich wacker auf dem hochmotivierten Hengst, während ich eher die größeren Schwierigkeiten hatte. Zwar hatte sich Butterblumes Verhalten im Gelände schon deutlich verbessert in den letzten Wochen, dennoch war sie immer noch gefährlich. Aus diesem Grund trug auch ich, ein völliger Reitwesten-Hasser, eine dieser steifen Dinger. Noch war es ruhig unter mir und mit energischen Hilfen ließ sich die Stute ruhig halten.

      Als wir zum Stall zurück kamen war ich einerseits froh drum, andererseits hätte ich noch Stunden zusammen mit meinem Freund und den Pferden durch den Wald dümpeln können. Nun gut ich war völlig zerstochen trotz Insektenspray und Butterblume nach einer erwarteten Panikattacke nass geschwitzt, aber ich war oben geblieben und sie hatte sich wieder beruhigt. Wie sensibel nur ein Pferd sein kann. Der Absturz einer Trainerin hatte sie sehr mitgenommen, weshalb das Gelände immer noch schwer war bei Blümchen. Croc sah im Gegensatz dazu aus als hätte er nichts gemacht. „Ich bring Croc noch auf das Paddock!“, rief mir Lars zu schon auf dem Weg dahin. Als ich Richtung Anbindeplatz ging sah ich auch Peter schon geschäftig die Boxen misten, während mir Marion entgegenkam. Links und rechts die Welsh Stuten Lillifee, Star und Vanity, während dessen Fohlen hinterher sprangen. Die Gruppe bewegte sich gemütlich durch die Stallgasse hinaus Richtung Weiden. Butterblue und ich konnten unseren Weg fortsetzen. Hier im Stall war sie wie immer das liebste und süßeste Stütchen überhaupt, auch etwas schreckhaft, aber nicht so panisch wie im Gelände. Nachdem ich Blümchen abgesattelt und Abgeduscht hatte stellt ich die Stute unter das Solarium zu trocknen. Auch ihre Muskulatur konnte das zum entspannen gebrauchen.

      Währenddessen machte ich mich auf den Weg White Dance zu holen. Ich hatte recht gehabt, denn die Stute sah mal wieder eher braun als cremellofarben aus. So hatte ich nun genügend Zeit dies wieder zu korrigieren, denn meine Reitkinder würden erst in einer Stunde fertig auf den Ponys sitzen. Die Stunde würde ich von White Dance aus halten, was aber kein Problem darstellte, da die drei Mädels mit 12, 13 und 10 Jahren schon gute Reiterinnen waren. Heute war Dressur angesagt.

      Butterblümchen stand völlig entspannt da als ich mit White Dance eintraf, etwas verschlafen blinzelte sie mir entgegen, entschied aber dann das alles okay sei und döste weiter. Bevor ich mich ans säubern der Welsh Stute machte, checkte ich nochmal die Tafel für die Reitschüler. Marie auf Drachenlady, Vera auf Juwel der Stille und Annalena auf De Luxe – das sollte hinhauen. Auch wenn die 12 Jährige Vera lieber Drachenlady ritt, so war doch sinnvoller das die 10 Jährige und Körperlich kleinste der drei Mädchen auch das kleinste Pony ritt. Und Vera würde es auch mal gut tun ein Pferd zu reiten was sie etwas mehr fordern würde als Drachenlady es tat.

      Während ich die schmutz Flecken von White Dance schrubbte, sah ich durch das Fenster abwechselnd Marion und Alex, welche wohl beschlossen hatte Marion zu helfen, die Zuchtstuten samt Fohlen vorbei führen. Alle nicht tragenden Stuten ohne Fohlen kamen erst in die Führmaschine und danach dann mit den anderen Zuchtstuten auf die Weide. Erst kamen Angel´s Kiss, Nesquik, Sally und Alice von Landwein vorbei. Danach folgten die beiden Pflegerinnen mit Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu und Antigone, deren freches Palomino Sabino Stutfohlen seinen ganz eigenen Weg zu laufen schien, denn 2 Minuten nachdem die Stuten schon vorbei waren düste es noch quietschend im Hof herum. Mit den letzten Stuten Siana und Knives and Pens ließ sich aber auch dieser kleine Wirbelwind mit einfangen und wurde dann weniger erfreut von beiden Seiten am Halfter hinterher gezogen.

      Schließlich war White Dance auch fertig und während diese unter dem Solarium trocknete, brachte ich Butterblume in ihre Box. Danach ging ich noch kurz bei meinen Reitmädchen vorbei schauen, ob auch alle ihr Pony samt Zubehör gefunden hatten. „Wie läuft’s bei euch? Alles gut?“, rief ich ihnen zu. „Hallo!“ „Ja!“ „Supi!“ Kam es mir entgegen, die Mädels waren fleißig die Pferde am fertig machen. Marie kam mir entgegen mit Sattelzeug, „Ist das hier richtig für Drachenlady?“. „Ja“, lächelte ich sie an und schon hüpfte sie zu dem Fuchspony zurück. „Ich seh euch in 20 Minuten in der Halle! Und die Pferde aufgewärmt!“, sagte ich in die Runde und ging zurück zu meiner Stute, die inzwischen trocken war.

      White Dance kam in die Führmaschine, während ich ihr Sattelzeug raussuchte, dann hatte ich es wen sie fertig aufgewärmt war schneller. In Reitkleidung lief ich sowieso schon den ganzen Tag herum. Währenddessen lief ich mit einem Heuballen zu einem der etwas abseits der Stallgebäude gelegenen Paddocks mit großem Laufstall. Draußen standen grade meine kleine Zuchtbereicherung Fairy Tale, ein buntes Welsh B Stutfohlen aus diesem Jahr, und Baroness of the Guard aus 2014. Nessi war ein Fellpony und entwickelte sich immer mehr zu eine echten Pferd. Ich schmiss den Heuballen in die überdachte Raufe und schon wurde es auch im Laufstall unruhig. Ich hatte keine Zeit mehr die Fohlen und Jungpferde zu beobachten die nun hinaus kamen, denn ich wollte als Reitlehrerin nicht zu meiner eigenen Stunde zu spät kommen.

      Die Mädels saßen vorbildlich schon auf ihren Ponys, welche auch schon eingelaufen aussahen. So schwang ich mich auch direkt auf meine Stute ehe ich begann. Erst wurde Leichtgetrabt, die Mädels sollten möglichst viele Schritt-Trab Übergänge und anders herum einbauen. „Nicht in den Ecken Vera! So kann das nur unschön werden!“ „Annalena geh mal auf den Zirkel im Schritt, wenn die Luxi dir so weg rennt kann das nicht vernünftig werden! Kommt erst mal zur Ruhe!“ White Dance Ohren schwangen neugierig hin und her, das hatte sie so auch noch nicht erlebt. Dennoch arbeitete sie willig mit. Danach befassten wir uns mit dem Aussitzen, gingen Schlangenlinie und übten den Halt auf X. Marie hatte noch etwas Schwierigkeiten, hüpfte sie doch im Ponytrab noch recht unruhig auf ihrem kleinen Pferd. „Marie wenn du nicht mehr kannst darfst du zwischendurch auch leichttraben.“ Ein Nicken kam mir entgegen. Zum Ende hin durften alle nacheinander noch Galoppiren auf beiden Händen was bis auf die üblichen Fehler klappt, alle Ponys galoppierten brav und keiner ging durch. Nach dem Abreiten mussten die Mädchen ihre Ponys wieder versorgen, aber das wussten und konnten sie auch. Ich versorgte ebenso meine Stute ehe ich nochmal nach meinen Reitkindern schaute. Für mich war es eine neue Erfahrung zu unterrichten, aber es gefiel mir bisher gut. Die Idee hatte Lars gehabt, sowohl um noch etwas Geld einzubringen, die Ponys zu bewegen und Werbung für unser Gestüt zu machen, denn wir verkauften ja schließlich zum Teil zukünftige Kinderponys.
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      Pflegebericht
      30. Dezember 2016 -- kira

      Etwas außer Atem öffnete ich das Tor der Koppel. Ich hatte es leider mal wieder eilig und so war ich zur Stutenweide in Gesellschaft von Jascha gejoggt. Die Halfter der Stuten hingen a Zaun und so schnappte ich mir flott die von Lillifee, Star, Vanity und Draculas Wife. Nach einigem Gebrassel hatte ich auch schließlich alle vier Stuten auf der schlammigen Weide erwischt. Da die Zuchtstuten eh keine Eisen trugen hatte diese auch wenig Probleme sich auf dem aufgeweichten Boden zu bewegen, ich im Gegensatz rutschte nur so vor mich hin. Nachdem ich das Gatter endlich wieder verschlossen hatte ging es im Vergleich zum Hinweg recht gemütlich zurück. Denn auch wenn die Stuten gerne auf der Weide waren, so gab es doch im Stall ihr abendliches Futter. Einzig die kleine Zicke Lillifee drängelte, doch gegen das noch nicht mal 1,30 große Pony konnte ich mich doch recht locker behaupten. Jascha hatte ich inzwischen aus dem Blick verloren, aber er würde schon wieder auftauchen. Kurz vor dem Stall kam mir Alex entgegen:“ Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Happy Steffi und Nosferatu hab ich schon reingebracht. Soll ich die Cobs auch noch holen?“ Unsere eigentliche Pflegerin der Zuchtstuten war momentan krank so lief auf dem Hof alles etwas drunter und drüber, aber da alle mitanpackten ließ essich doch bewerkstelligen. „Ja, das wäre gut!“ Auf der Weide warteten noch Knives and Pens und Siana, ich selber hatte keine Zeit die beiden rein zu holen. Die neue Welsh Cob Stute Argenté Noir war noch nicht in die ganze Zuchtstutenherde integriert, sodass sie heute im Stall geblieben war, abgesehen von etwas Freilaufen in der Halle. Sie war erst vor Kurzen zusammen mit einem Cob Hengst aus England bei mir eingetroffen, wo sie vorher auf dem Pineforrest-Gestüt gelebt hatte. Als sie mir angeboten wurde war ich ziemlich begeistert gewesen, da sie nicht nur optisch sondern auch mit ihren Leistungen überzeugen konnte, auch wenn sie etwas eigenwillig sein konnte.

      Nachdem die Pony Stuten glücklich ihr Futter mümmelten schaute ich noch einmal nach Antigone. Die Fellpony Stute war schon mittags rein gestellt worden, nachdem sie ausgerutscht war und daraufhin leicht lahmte. Doch nachdem ich sie kurz in der Halle laufen lief konnte ich sie beruhigter wieder in die Box bringen. Ein Tierarzt schien nicht notwendig. Zwar hatte sie ein paar Schrammen an der Hinterhand, aber es zeigte sich keine Schwellung und das Lahmen war auch schon deutlich zurück gegangen. Die Schrammen wurden einfach aus der Stallapotheke behandelt und die Stute weiterhin genau beobachtet um wenn nötig doch sofort einen Tierarzt hinzu zu ziehen.

      Zuletzt hatte ich noch zwei Pferde zu longieren. Dunkel war es schon lange, so war ich Glücklich mit Croccantino in die hell ausgeleuchtete Halle zu können. Der Hengst war im ersten Moment etwas irritiert, denn trotz seines jungen Alters stand äußerst selten Longieren auf dem Trainingsplan. Dennoch wusste er noch genau was von ihm verlangt wurde. Nachdem er kurz seine schlimmen 5 Minuten gehabt hatte lief er brav und gleichmäßig im Zirkel. Zu einer Trainingseinheit unter dem Sattel fehlte die Zeit. Nach etwa 20minuten ging es auch wieder zum Stall, wo der Hengst wieder in seine Box kam. Die Abschwitzdecke durfte er erst noch anbehalten. Diese würde ich später gegen seine normale Stalldecke tauschen.

      Das zweite Pferd, welches ich longierte war Drachenlady. Sie gehörte zu meinen langjährigsten Pferden und war für ihr Alter von 11 Jahren erst in verhältnismäßig tiefen Klassen unterwegs. Doch das wollten wir langsam ändern und sie vielleicht doch einmal als eine unserer Zuchtstuten begrüßen können. So war sie inzwischen regelmäßig im Training und auch öfter mal an der Longe. Das Longieren mit der Kleinen Stute verlief wie gehabt problemlos, war sie doch ein Seelchen von Pony, weshalb ich sie auch gerne in Reitstunden einsetzte.

      Als ich zum Haus schlurfte wartete Jascha schon vor der Tür: „Naa, wo hast du dich denn rumgetrieben?“ Der mittlerweile nicht mehr wirklich kleine Hund wedelte begeistert aufgrund der Aufmerksamkeit mit dem Schwanz. Sobald die Tür einen Spalt offen war flitzte er in sein Körbchen und ich musste jetzt auch endlich ins Bett, da ich am nächsten Tag sonst nicht frühgenug aus diesem raus kam.
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      Kostümparty für die einen, Arbeit für die anderen
      13. Juni 2017 -- Canyon

      "Das ist doch albern."
      "Nein, das ist niedlich."
      "Haha." Sie lachte trocken und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. "Und ich bin der Weihnachtsmann."
      "Da bist du aber nicht sehr glaubwürdig!" Diesmal blickte er gespielt abschätzig vom Pferd aus auf seine Freundin herab, streckte ihr dann jedoch als Zeichen eines Scherzes die Zunge raus.
      "Ich bin ohne Kostüm genauso glaubwürdig wie du es mit Kostüm bist, das habe ich versucht dir damit verständlich zu machen!" Sie versuchte sich aus dieser Lage wieder zu befreien, da ihr jedoch nichts passendes einfiel, verschränkte sie die Arme und schaute absichtlich in eine andere Richtung.
      "Bekomme ich nun trotz des oberniedlichen Hasenkostüms eine Aufmunterung? Immerhin bin ich hier, um die Ehre unseres Gestüts zu verteidigen!"
      "In einem Hasenkostüm!?" Entsetzt blickte sie ihn wieder an. "Du ziehst unsere Ehre in den Dreck!"
      "Weißt du was mir gerade einfällt? Ich weiß noch was "Ehre" auf Russisch heißt!"
      Diesmal musste sie lachen und als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken, lächelte sie liebevoll. "Ich gebe es zu, es ist wirklich niedlich!"
      "Sagte ich doch!" Seine Brust schwoll an und er grinste schon wieder.
      "Jaja...", nuschelte sie. "Wir sehen uns nachher, holst du mich ab?"
      "Immer doch, Liebling, immer doch!"

      Die Kostümparty auf dem Gestüt Milky Way war eine der bekanntesten weit und breit. Viele Besucher kamen mit und ohne Pferd, doch waren sie stets verkleidet, wie es die Regeln besagten. Die einzige, welche heute nicht in eine, lächerlichen oder gruseligen Kostüm steckte, war-
      "Charlotte von Eylenstein." Freundlich streckte sie ihre Hand aus und ergriff die des Mannes. "Peter", meinte dieser nur. Charly tat es gut, nach so langer Zeit wieder ihre Muttersprache sprechen zu können. Fast hatte sie das Gefühl, sie verlernt zu haben. Es lähmte ihr die Zunge und die Wörter, welche sie so viele Jahre lang Tag für Tag gebraucht hatte, schienen hinter all den anderen Dingen in ihrem Kopf verschwunden zu sein. Deswegen nickte sie nur kurz und lächelte zögerlich.
      "Hat dir Kira bereits eine Einführung gegeben?"
      "Nur ganz kurz." Meinte sie. "Das Nötigste eben."
      Peter brummte. "Ok, dann komm mit."
      Der morgendliche Schein der Sonne kroch erst langsam über die Spitzen der hügeligen Landschaft und ließ das Gestüt trotzt des warmen Sommers noch kühl und leer erscheinen. Einige Autos besiedelten schon den Parkplatz und bis zum Nachmittag würden es noch einige mehr werden. Kira hatte sich wie immer jede Menge Mühe für ihre reichlichen Gäste gegeben, Nico freute sich jetzt auf die Mahlzeiten - er mochte deutsches Essen.
      Peter verlor nicht viele weitere Worte, sondern teilte Charly einige Pferde im Hengststall zu, drückte ihr einen Futterplan in die Hand und sie versuchte ihr bestes, das ihr fremde Fütterungsprinzip in die Tat umzusetzen.
      "Ponys, Ponys, Ponys-" murmelte sie und fuhr mit dem Finger die Liste herab. Es waren einige Tiere zu füttern und die Zeit drängte. Die meisten Pferden mussten auf den Weiden sein, bevor der Ansturm an Gästen auf das Gestüt drängte.
      Sie begann, wie man meisten begann. Ganz vorne am Anfang. Obwohl sie unter zeitlicher Anspannung stand, nahm sie sich für jedes Pferd kurz Zeit. Admiral war also der erste, bei welchem sie die Tränke kontrollierte und Heu nachfüllte. Danach folgten viele weitere Ponys: Coco's Landzauber, Armani, Golden Pirate, A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Daydreaming Sorrow, Legacy of Gold, Look At My Hair und Frisco. Sie war reichlich überrascht, dass der größte Teil der kleinen Pferde erfolgreich gekört war.
      Die Hengste würden heute jedoch drinnen bleiben. Zu viele fremde Pferde waren unterwegs, sodass Charly nach getaner Arbeit bei den Hengsten zu den Stuten ging. Hier lernte sie Alexandra kennen. Diese war ein paar Jahre jünger als sie, aber Charly mochte ihr nettes Lächeln und die beiden Frauen verstanden sich, ohne viel von einander zu wissen. Was Pferde und ein kleines Lächeln bewirken konnten, dachte Charly und griff das Halfter an der ersten Box. Alexandra und Peter hatten bereits die Stuten gefüttert, sodass diese nun auf die Weiden sollten. "Imma zwe auf einma'", hatte Peter gesagt, während Charly nur verständnislos geschaut und Alexandra gelacht hatte. Peter hatte erst nicht gewusst, was er getan hatte, lachte dann jedoch auch, als er es verstand.
      Lilifee und Star hießen die ersten beiden Stuten. Charly mochte einfallslose Namen nicht, verzieh es den beiden jedoch durch ihr hübsches Aussehen sehr schnell. Peter griff sich Vanity und Angel's Kiss, während Alexandra Nesquik und Sally nahm. Die Ponys kannten den Weg schon fast selbst und weit war er auch nicht, sodass nach kurzer Zeit auch Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Argenté Noir, Knives and Pens, Siana und Antigone auf der Weide waren. Peter klopfte sich zufrieden die Händen an der Hose ab. "Jut, dann geht jetzt ener zu den Trainingspferden und die anderen beiden zum Nebenstall. Alex machst du dat? Ich nehme Charly mit, schicke sie dir jedoch, sobald wir fertig sind." Die beiden Frauen nickten zustimmend und machten sich auf den Weg zu den jeweiligen Pferden.
      Die sieben Trainingspferde standen nicht weit abseits. Auch sie mussten gefüttert und anschließend auf die Weide gebracht werden. Wieder gab es für sie einen Futterplan, während Peter das von ihr vorbereitete Futter zu den Pferden brachte.
      "Das ist für Viona und das ist für Nandalee", sagte sie und deutete auf zwei Eimer. "Als nächstes kommen dann Drachenlady und-", sie stockte, "-Wie konntest du nur?" Zweifelnd blickte sie zu Peter auf. "Heißt der wirklich so?" Peter nickte und griff stumm zu den Eimern, während Charly sich kurz lachend schüttelte. Gerade habe ich mich noch über die Namen beschwert, dachte sie, aber jetzt-.
      Zum Schluss kamen nur noch I like it, Club can't handel me und Roi du Soleil und auch diese kamen, nachdem sie genüsslich aufgefressen hatten auf die Weide.
      "Geh' du jetz ma zu Alexandra, ich mache die Boxen hier alleine." Charly nickte und machte sich auf den Weg zum Nebenstall, welche gerade einen unglaublich niedlichen Miniatur Hengst namens Umpalumpa den Schweif kämmte.
      "Ah sehr gut! Dich könnte ich jetzt gut gebrauchen! Du musst mir mal mit Croccantino und ZM's Zanaro helfen, ich würde die beiden gerne in die Führanlage bringen." Sie drückte Charly den jungen Vollblut Hengst Zanaro in die Hände, während sie selbst Croc nahm. "Nachher kommen auch noch Butterblume und Lady Moon, aber die will ich nicht zur gleichen Zeit-" Sie brach ab, denn aus einer der benachbarten Boxen drang ein lautes klagendes Wiehern. "Das ist Stromer's Painting Gold, die mag es nicht, wenn man sie alleine lässt. Vielleicht nehme ich sie nachher mit in die Führanlage." Sie verließ den Stall und Charly folgte ihr. "Aber erst nach dem Mittagessen, logischerweise." Fügte sie noch hinzu.

      Der Nachmittag war erstaunlich Pferdeleer. Nur hin und wieder wurden ein paar Pferde in die Führanlage gebracht und nach kurzer Zeit wieder abgeholt. Ansonsten machte Charly genau die Arbeit, welche sie von Zuhause gewöhnt war. Boxen sauber machen und Weiden abäppeln.
      "Ach wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn es auch Pferdetoiletten mit Spülung gäbe." Meinte sie am späten Abend zu ihrem Freund. Ihre Arbeitskleidung hatte reichlich gelitten und ihre Haare waren von Staub und Dreck überzogen. Nico derweilen saß immer noch im blauen Hasenkostüm auf einer der Partybänke und hielt eine Flasche Bier in der Hand. Als Charly diese erblickte, seufzte sie. "Sage nicht, dass ich nun auch noch Autofahren muss!"
      "Keine Angst Schatz, ich habe erfolgreich unsere Ehre verteidigt und eines der beliebten Gästezimmer ergattert!" Seine Brust schwoll vor Stolz.
      "Hoffentlich hast du auch etwas Werbung für unser Gestüt gemacht, das war schließlich deine Aufgabe."
      "Natürlich! Was denkst du denn von mir?" Empört richtete er sich auf. "Dass ich ein Taugenichts bin oder was?"
      Charly hustete. "Ach nö nö, quatsch!" Sie hustete wieder.
      "Glaube mir, die werden uns in Scharen besuchen kommen! Wenn ich eines bin, dann überzeugend und weißt du was? Ich habe noch einen Meilenstein heute erreicht!" Zweifelnd blickte Charly auf. "Lass dich überraschen Hase, lass dich überraschen."
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      10/19

      Ankuft der Welshs
      28. Juli 2017 -- Eddi

      Die letzten Tage hatte ich viel zu planen gehabt. Über ein paar Umwege hatte ich erfahren, dass Kira ihre Zucht stark verkleinerte und mich sofort gemeldet, meine damaligen Vierbeiner wieder zurück zu mir zu holen. Dabei handelte es sich um sechs Welsh Ponys, welche ich damals an die Zucht gegeben hatte und eines meiner damaligen Zuchtfohlen. Und heute sollten die sieben Pferde bei uns ankommen.
      Tami und ich waren schon fleißig dabei, die Boxen herzurichten, denn die ersten Nächte wollte ich die Neulinge gerne im Box haben, ehe sie dann in aller Ruhe in die großen Herden eingegliedert werden würden und danach den kompletten Sommer auf den Weiden sein dürften. Zu zweit hatten wir die Boxen schnell vorbereitet und kümmerten uns derweil noch um die einzelnen Weiden. Da sich die Pferde untereinander kannten, bekamen die vier Stuten die Weide direkt am Stall, während die vier Hengste auf die Weide hinter den Springplatz konnten.
      Es dauerte nicht gar so lange und wir hörten die Transporter auf den Hof fahren. Alexa und Tassilo waren auch bereits da und so warteten wir auf unsere Neuankömmlinge. Der Fahrer war relativ in Eile, so dass er mich nur knapp begrüßte und mir dann die Papiere zum unterschreiben hinlegte. Ich nickte, setzte meine Unterschrift darunter und dann kümmerten wir uns um das Ausladen der Pferde.
      Zuerst waren die Hengste an der Reihe und da wir zu viert waren, ging das problemlos auf. Tami nahm Auftakt an sich, während Alexa als nächstes BonnyBoy auslud. Tassilo nahm dann Single Malt und ich holte als letzten Fürst der Finsternis aus dem Transporter. Kurz durften sich die Hengste den Hof anschauen, ehe wir sie direkt auf ihre neue Weide brachten, wo sie sich die Beine vertreten konnten.
      Wir befreiten sie von Transportgamaschen und Decken, ehe sie auch schon entschwinden durften und wir uns den Stuten widmeten. Auch hier ging es wunderbar auf: Tami nahm Nesquik, Alexa schnappte sich Sally und so holte Tassilo Alice von Landwein aus dem Hänger, während ich Nandalee aus dem Transporter führte. Der Fahrer verabschiedete sich direkt, sobald die Pferde draußen waren und entschwand.
      So konnten wir aber immerhin in aller Ruhe die Stuten auf ihre neue Weide bringen. Bei den Damen ging es auch wesentlich ruhiger zu und sie schauten sich erst einmal ihre neue Umgebung an. "Wow, Nandalee hat sich gemacht!", meinte Tami staunend. Alle kannten sie noch als das kleine schwarze Fohlen von früher, aber inzwischen war sie komplett ausgeschimmelt und sah wirklich mehr als toll aus.
      Ich war selber sehr stolz, auch wenn bei ihrem Anblick ein bisschen die Traurigkeit mitschwang, dass ihre Mutter, Napayné, nicht mehr bei uns stand. Bei meiner Verkleinerung damals, hatte ich sie an meine beste Freundin Sammy gegeben. Dort ging es der Stute auch hervorragend, aber nichtsdestotrotz vermisste ich sie gerade jetzt mehr als gedacht. Aber immerhin stand Nandalee ihrer Mutter in nichts nach, die beiden waren tolle Pferde und Nani hatte wirklich das Beste geerbt.
      Die Neulinge durften nun erst einmal ankommen, ehe wir am Nachmittag mit den beiden Gruppen jeweils einen kleinen Spaziergang über den Hof machen würden, auch um zu sehen, ob alles in Ordnung waren. Und dann würden sie die Nacht in Ruhe im Stall verbringen. Ich überlegte auch, ob ich sie in den kleineren Gruppen ließ und gar nicht erst großartig eingliederte. Genug Weiden für den Sommer hatten wir eigentlich. Aber darüber könnte ich noch in Ruhe entscheiden.
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  • Album:
    1 | von Waldorf
    Hochgeladen von:
    Rhapsody
    Datum:
    25 Apr. 2021
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  • Sally


    PEDIGREE
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    von: Sandro

    von: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Dornröschen

    von: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: unbekannt

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Welsh Pony Sek. B
    21 Jahre

    128 cm
    Brauner
    h.r. weißes Fessel

    Sally ist eine zickige kleine Ponystute, die genau weiß, wie man seinen Reiter an der Nase herum führen kann. Sally braucht einen sehr konsequenten aber sehr einfühlsamen Reiter. Sallys stärken liegen in der Dressur. Auf Turnieren gibt sie alles. Hat sie allerdings mal wieder nur Unsinn im Kopf, kann man nur versuchen, dass es nicht ganz so schlimm wird. Springen ist gar nicht Sallys Ding. Sie lebt nach dem Motto "Warum drüber wenns auch dran vorbei geht?".


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren
    Englisch geritten


    Dressur L


    ERFOLGE

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    Turniere
    125. Dressurturnier


    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    BSK 272 Ponys unter 1.35


    Leihmutterschaft:
    Genotyp:
    Nachkommen:

    Sacre Fleur (v. unbk.) – *2015, gelöscht


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Ivi.Kiwi
    VKR: erloschen