Mohikanerin

Saints Row

Aegidienberger | Stute | Ungekört | (c) Kirbeeh

Saints Row
Mohikanerin, 7 Dez. 2019
Rinnaja, Calypso und Wolfszeit gefällt das.
    • Mohikanerin
      Dressur A zu L | 7. September 2015

      Tschechien. Das Nachbarland Deutschlands war eine Hochburg der östlichen Kultur. Wobei östlich hierbei osteuropäisch bedeutete. Nach meinem Abschied der Legacy of Scotland hatte es mich schnell nach Südengland verschlagen. Um genauer zu sein, war der Auftrag von Vina Ernadottir mein erster einziger Auftrag seit über drei Jahren. Ich schätzte die Einsamkeit, die es mit sich zog, ebenso wie Clark. Der hatte nun auch eine Reihe von Aufträgen an Land gezogen.

      Hingegen der Annahme, das Wetter in Prag sei miserabel bis nicht mehr ertragbar blitzte die Sonne gelegentlich durch das Wolkenfeld, als ich aus der Hauptstadt in den zwölften Bezirk fuhr. Die Straßennamen waren für mich unaussprechbar; deutsche Namen gab es selten bis gar nicht. Aber schon nach einer halben Stunde Autofahrt hatte mein Navi mich sicher zum Nationalgestüt gebracht. Das 54 Hektar große Grundstück war bis in den letzten Quadratmeter optimiert für die Zucht und das Training von Mehrgangpferden wie Isländer und Aegidienberger. Saints Row gehörte zur letzteren Rasse. Mir gingen sekündlich die Augen über, als ich die einfache Auffahrt hochfuhr und meinen Wagen auf dem Parkplatz verfrachtete. Mein einwöchiger Aufenthalt hatte mir sogar eine Stube auf dem Hof erlaubt, sodass ich nicht von Prag aus hierher fahren musste. Die äußerst schöne und farbenprächtige Begrünung (gemeint waren die Garten- und Weganlagen) sorgte für ein angenehmes Klima, dass durch die Sonnenstrahlung noch verstärkt wurde. Dadurch ging ich hochmotiviert in den Stalltrakt.
      Saint blickte mich neugierig an. Ich war immer noch geflasht von dem topmodernen Gebäude. Die äußerst hübsche Scheckstute wurde von mir auf den Putzplatz vor den Stallungen geführt und ordentlich gebürstet. Durch die weiße Farbgebung vor allem an der Hinterhand, am Bauch und am vorderen Teil ihres Körpers waren auch nur kleine Schmutzpartikel gut zu sehen. Daher dauerte das Putzen auch länger als zehn Minuten. Und mit der aufgesattelten Stute bewegte ich mich über den kleinen Platz direkt auf das schräg gegenüberliegende Gebäude. So eine Reithalle hatte ich noch nie gesehen. Erstaunt war ich auch, als mir eine hübsche Mixhündin zwischen den Beinen herumlief und einmal leise bellte. Saint blieb ruhig, als die Hündin, die wohl zum Teil ein Australian Shepherd war, schnurstracks zum Stall trippelte und dort verschwand. Achselzuckend führte ich die Aegidienbergerin zu der Anlage und gurtete nach.

      Eine angenehme Wärme lag in der Halle, als wir aufgewärmt waren. So viele Eindrücke, die ich hier schon binnen einer Stunde gesammelt hatte. Vina hatte mir von all den kleinen Details des Gestüts erzählt, ebenfalls von der Möglichkeit, Musik hier abzuspielen. Doch davon wollte ich erst später Gebrauch nehmen. Für die Abfragung ihrer jetzigen Fähigkeiten war das sicher nicht nötig. Im lockeren Trab gingen wir viele Biegungen und Wendungen, auch recht kleine, die besonders als Volten durchgehen konnten. Nach einem Zirkel setzten wir sofort im Galopp durch die Halle. Eigentlich ein No-Go bei einer Dressur, aber es machte einfach Spaß. Und etwas Dampf abzulassen schien der Dame auch gutzutun. Wenige Minuten später war sie leichter auszusitzen und wir machten eine Schrittpause. Im ersten Stock gab es eine hochwertige Reiterlounge. Ich erkannte Vina und eine weitere Frau, die uns zu sahen. Ich winkte ihnen zu, ehe ich meinen Blick wieder geradeaus richtete. Mit den zwei Augenpaaren im Rücken straffte sich dieser automatisch, als wir einen Bahnwechsel durchführten und in etwa bei X wieder antrabten. Ich stellte die Zügel weiter auf, stand langsamer im Sattel und konzentrierte mich auf die Gänge der Stute.

      Schon zwei Tage später durften wir beide in den Genuss der beheizten Halle kommen. Es regnete fürchterlich und ausnahmsweise durfte Valkýra, die Mixhündin, oben im Privatbereich zuschauen. Im Stall war es ihr wohl zu ungemütlich. Vina stand in der Mitte der Halle, und schaute mir genau bei der Arbeit mit Saint zu. "Gibs zu, du bist froh um die warme Reithalle!", wollte Vina neckisch wissen. Bei ihr hörte man den isländischen Slang noch ganz leicht heraus, als sie kurz nach meiner Bejahung auflachte und mir dann die Weste abnahm. Die Scheckstute wirkte zerstreut. Lag es am Regen, dass sie sich schon beim Abwenden auf den Zirkel im Leichttrab so leicht ablenken ließ? Beispielsweise als Valkýra einmal aufbellte? Es war nicht laut; durch das Glas kam es eher gedämpft hier unten an, aber die Ohrenspitzen der Stute zuckten einmal simultan mit ihrem Kopf zur Ursache, ehe sie dann wieder auf die Bande blicke. Stirnrunzelnd erinnerte ich sie mit den Fersen daran, dass sie jetzt arbeiten sollte und tickte sie an der kurzen Bahnseite mit der Gerte an. Sie wurde wacher, als wir eine Schlangenlinie gingen. "Vina? Kannst du Musik anmachen? Irgendetwas, dass den Regen übertüncht?" Es dauerte ca drei Minuten, bis klassische Musik durch die Halle dudelte. "Heyden.", merkte die Isländerin an. Ich nickte nur, als wir nach der Schlangenlinie bei C eine kleine Volte und anschließend einen Zirkel gingen. Um sie dann auf die Arbeit im Galopp vorzubereiten gab es nun einige Runden ohne Bahnfiguren im Wechsel Leichttrab-Starktrab. Anschließend äppelte sie, und dann ging es im Schritt weiter. Der Regen und die Hündin schienen sie nicht mehr so abzulenken. Erleichtert blickte ich über meine Schulter. Vina stand nun etwas abseits von X und schaute zu uns herüber. Bei B trabten wir an. Ich saß direkt aus und gab ihr die Hilfen, die sie brauchte. Mit einem Schnauben setzte sie los. Ich zügelte sie schon nach wenigen Schritten, damit wir kontrolliert den Zirkel reiten konnten. Eine durchaus positive Überraschung war, dass sie schon automatisch den Kopf in die Biegung legte und ich so nur die Schulter vorlegen und die Hände am Widerrist halten musste. "Weiter, na los!", spornte Vina uns an. Mit einem teils verkniffenen Lächeln trieb ich sie vom Zirkel herunter und gab ihr noch einmal die Sporen, als wir die zweite Ecke schafften. Wir beendeten die Runde und blieben noch im Leichttrab. Abschließend durfte sie auf die Weide. Es regnete noch immer, aber dafür durfte sie sich ausgiebig austoben.

      Schon am nächsten Morgen zahlte sich die Arbeit von gestern aus. Wobei sich bei mir ein stechender Rücken bemerkbar machte, weshalb ich jetzt am frühen Morgen – okay, es war acht Uhr – die Stute im Round Pen aufwärmte für die anschließende Bodenarbeit. Ich war neugierig, ob wir zumindest die Bahnfiguren im Schritt schon schafften. Dafür hatte ich ja jetzt die Longe, um sie etwas anzufixen, wobei es im Sattel deutlich leichter war, Leicht- von Mitteltrab zu unterscheiden. Jetzt aber gab Saint ihr Bestes, um meinen Angaben Folge zu leisten. Ich war sehr erfreut, dass die Stute nur so strotzte, mit mir mitzukommen. Auch als wir die Seite wechselten, tat sie ihr Möglichstes, um richtig zu laufen.
      So motiviert war sie an den Langzügeln auch. Sie schaffte es mit einer Ruhe und Galanz, die Figuren zu gehen, sodass sie sogar aufhörte, die Ohren aufzustellen, sobald ich ihr zu nahe kam. Denn das Thema Langzügel war für sie wohl neu. Lobend brachte ich sie auf ihre Weide, auf der sie sich für einige Stunden ausruhen konnte, bevor wir am Abend weiter machten.

      *

      Es war der letzte Tag. Zum Abschluss hatte ich vorgeschlagen, mit Saint eine kleine 'Kür' zu reiten. Vina hatte natürlich nichts dagegen. Bei warmen 22 Grad standen wir vor dem Stall und machten gemeinsam die Stute fertig. Statt eines Dressursattels legte ich einfach nur ein Pad auf ihren Rücken. Auch Valkýra war mit von der Partie. Die hübsche Hündin lief aufgeregt neben ihrer Besitzerin her, und bellte. Die Scheckstute wurde noch aufgetrenst, dann führte ich sie zum Reitplatz. Von hier aus konnte ich auf das Zirkuszelt, die Reithalle und auch auf die Weiden blicken. Wehmütig wieherte Saints Row, als sie ihre Kameraden auf der Weide sah. Es nützte alles nichts, wir wollten ja unsere Fortschritte zeigen. Mit einem beinahe leeren Blick ließ sich Saint den Nasenriemen korrigieren, dann schwang ich mich auf ihren Rücken und fing mit dem Warmreiten an. Dabei legte ich Wert auf die Tempowechsel, die in der L-Dressur verlangt wurden. Dabei gab es vor allem im Trab viele Tempi, die gemeistert werden mussten. Meiner Meinung nach hatte Saints Row dies geschafft. Als wir bei A anhielten, hob ich die Hand. Aus dem Stand trabten wir an. Ich achtete auf ein gleichmäßiges Aufsitzen meinerseits und eine lockere Hand, damit die Zügel nachgegeben werden konnten. In der Ecke bei C angekommen, trieb ich sie etwas mehr an, damit wir auf dem Zirkel schneller gingen. Stetig drückte ich beim Sitzen die Waden an den Bauch, und schnalzte leise. Eigentlich unnötig, aber dank der Arbeit mit meinen Pferden hatte sich das so eingeschlichen. Nach einer Runde gingen wir ganzer Bahn und legten noch eine Schlangenlinie obendrauf. Der Bogen bei E verlief dabei etwas eckig, was aber nicht weiter schlimm war. Die Übergänge so schnell aneinander zu legen war doch tricky, und doch klappte es recht gut. Nach einem Bahnwechsel galoppierten wir direkt an. Das schien doch mehr Saints Metier zu sein. Sie gab die Vorderhand gestreckt nach vorne und schnaubte laut, als wir erneut auf den Zirkel abbogen. Wir führten einen Zirkelwechsel vor und parierten direkt in den Trab durch. Die Stute stolperte einmal, warf den Kopf zur Seite als Valkýra bellte und ritt eine mittelgroße Volte bei E, als wir auf dem Hufschlag wieder ankamen. "Super gemacht!", lobten wir beide daraufhin die junge Stute. Die schien sich damit zu brüskieren und warf sich in Position, als wir sie streichelten, ihr die Nüstern kraulten oder auch die Flanke klopften. Und ich?, schien Valkýra vorwurfsvoll zu sagen, als sie sich winselnd vor uns nieder ließ. Heimlich steckte ich ihr ein Stück Möhre zu. "Ist gesund für die Zähne.", rechtfertigte ich mich schulterzuckend. Die Isländerin winkte lachend ab, während wir uns auf den Weg zum Stall machten.
      Saints Row hat erfolgreich das L-Niveau der Dressur erreicht.

      © Catalina | 10034 Zeichen

    • Mohikanerin
      Hufschmied | 12. September 2015

      TNoch am selben Abend flog ich von England nach Tscheschien zu Vina und ihrer Aegidienbergerstute Saints Row. Was ich bisher wusste war, das sie an sich gut mitarbeitete, aber manchmal ihren Dickkopf versuchte durchzusetzen. Gefragt wurde nach einem neuen Beschlag mit Stollen und diese hatte ich mitgebracht.
      Nachdem ich auf dem Haof ankam, schaute ich mich zunächst einmal um. Tscheschien war für mich absolutes Neuland. In jeder Hinsicht. Vina kam mir auch schon direkt mit einer Scheckstute entgegen, welche mich vollkommen beeindruckte. Mit welch einer Lässigkeit sie am Strick neben ihrer Besitzerin lief, verblüffte mich schon ein wenig. Wir begrüßten uns beide und ich hielt der Stute meine Hand hin, welche sie auch gleich beschnupperte. Mir gefiel es, dass sie Neugierde zeigte und ich erkundigte mich noch rasch ob ich meinen Auftrag richtig vernommen hatte und so war es auch. Zunächst entfernte ich ihr erstmal die alten Hufeisen und Hufnägel ehe ich ihr die Hufe ordentlich säuberte. Dann erhitzte ich den Ofen und währendessen quatschten Vina und ich über unsere Zuchten und dann konnte ich auch schon die Hufeisen anpassen, wobei nicht viel gemacht werden musste. Saints Row verhielt sich bemerkenswert ruhig und ich konnte ihr nacheinander die Eisen aufnageln. Als sie nun beschlagen war, ließ ich sie mir vorführen und sie lief taktklar. Ich lobte sie und gab ihr ein Stück Möhre, Vina gab ich in der Zwischenzeit die Stollen in einer Tüte, sodass sie sie bei Gebrauch einfach eindrehen konnte. Da ich fertig war, verabschiedete ich mich von ihr und ihrem Gestüt und stellte eine Rechnung aus.

      © Sosox3 | 1637 Zeichen

    • Mohikanerin
      Dressur L zu M | 24. Oktober 2015

      Ich war gerade dabei, meinen geliebten Gipsy abzureiten, als mein Handy klingelte. "Whoa", sagte ich und legte die Zügel ab, während Gipsy sich neugierig umschaute. "Verena O'Connor, Gips Reminder Ranch?", fragte ich in den Hörer und erkannte sofort die Stimme von Vina. "Hallo Verena, Vina hier. Ich hätte da einen Auftrag für dich...", sagte sie und ich nickte, bis mir einfiel, dass sie mich ja nicht sehen konnte. "Äh ja klar, worum gehts denn?", fragte ich dann. "Um Saints Row, meine Aegidienbergerstute. Könntest du sie in Dressur von L auf M bringen?" "Eigentlich kein Problem, aber bei M hören meine Fähigkeiten dann auch auf.", sagte ich lachend und stieg dann von Gipsy ab, ehe ich ihn Alexis in die Hand drückte. "Absatteln, Decke rauf und auf die Koppel", wies ich sie an, ehe ich auf die Antwort von Vina wartete. "Ja, das reicht mir. Wann kannst du da sein?", fragte sie dann und ich schaute auf die Uhr. "In einer guten Stunde könnte ich im Flieger sitzen", erklärte ich und Vina bejahte dies. "Aber mach dich auf eine Kontrolle gefasst. Hier herrscht zur Zeit Krieg und Pferde sind sehr wichtig...", sagte sie dann etwas leiser. "Wie, Kontrolle?" "Ja eine Sicherheitskontrolle. Also pass ein bisschen auf, was du mitbringst.." "Oh man..", sagte ich. "Ich hoffe, es ist nicht so schlimm und euch gehts gut?", fügte ich dann bei. "Ja.. uns gehts gut, deshalb ja auch die Kontrollen." "Na gut, bis nachher Vina", sagte ich dann lächelnd und legte auf. Nun überlegte ich, wen ich mitholen konnte, ehe ich mich für Riley entschied. Er hatte selbst einen Isländer aus Vinas Zucht und konnte mir vielleicht zur Hand gehen, wenn ich mit dem Pony oder besser Kleinpferd nicht zurecht kam. "Riiiiley", rief ich einmal laut und schon steckte er den Kopf aus einer Box, die er gerade mistete. "Lust auf einen Trip nach Tschechien?", fragte ich ihn und sah, wie entsetzt er mich anschaute. "Ähm.. ja!", sagte er lachend. "Gut, du hast eine dreiviertel Stunde dich zu duschen und die Sachen zu packen. Wir werden vom Geheimdienst kontrolliert, es herrscht Krieg in Tschechien. Achte also darauf, was du einpackst", sagte ich meinem schwulen Mitarbeiter und blickte in ein entsetztes Gesicht. "Na zieh nicht so eine Miene und komm", erwiderte ich, drehte mich auf dem Absatz um, um auch duschen und mich fertig machen zu gehen. Nachdem sich alle kurz im Wohnzimmer versammelt hatten, erklärte ich den Ablauf der nächsten Tage und fuhr dann mit Riley zum Flughafen. Wir waren recht schnell im Flieger und wahnsinnig schnell in Tschechien. Lag aber vielleicht auch daran, dass ich die ganze Zeit geschlafen hatte. Dort angekommen, schnappten wir uns den Leihwagen und fuhren zu Vina, wo wir wirklich kontrolliert wurden. Missmutig betrachtete ich die Frau und den Mann, die uns abtasteten und auf schlechtem Englisch ausfragten. Als sie auch unser Gepäck durchstöbert hatten und mir beinahe meine Shampoo nicht mehr zurückgeben wollten, kam Vina endlich. Sie redete etwas mit den beiden auf einer Sprache, die ich noch nie gehört hatte. Vermutlich tschechisch. Dann endlich durften wir durch. "Hallo Vina", sagte ich lachend und wir fuhren zusammen auf ihren Hof, wo sie uns zwei Gästezimmer zuteilte.
      Nachdem wir ausgepackt hatten, zeigte sie uns kurz ihren Hof und ihre Stute Saints Row. "Gibst nicht ein Spiel, was so heißt?", fragte ich sie lachend und strich der wunderschönen Stute über den Hals. "Na dann wollen wir mal", sagte ich und holte die Stute aus der Box, um sie am Putzplatz anzubinden und mit Riley gründlich zu putzen. "Saints Row ist eine wirklich liebe Stute, die versucht, es jedem Reiter recht zu machen", erklärte Vina uns dann. "Oh das ist gut. Bis jetzt bin ich nur Dickkopfponys geritten", sagte ich lachend und fing an, die Stute zu satteln. "Ich longiere sie im Round Pen kurz ab", meinte ich dann und schickte Riley los, um Longe und Peitsche zu holen. Damit bewaffnet, und natürlich mit Saints Row, ging es zum Round Pen, wo ich sie im Schritt und Trab ablongierte. Zum Schluss galoppierte sie noch ein paar Runden auf beiden Händen, ehe wir auf den Dressurplatz gingen und ich nachgurtete. Danach stieg ich auf. Riley war mit Vina verschwunden, da er die anderen Pferde sehen wollte, allen voran ihre Isländer. Mit Saints Row ging ich zunächst ein paar ganze Bahnen im Schritt und Trab auf beiden Händen, ehe ich mit den ersten Übungen anfing. Wir wiederholten die "Mittelgänge" sowie versammelter Trab und Galopp, aber auch Arbeitstrab und Arbeitsgalopp. Zu meinem Glück hatte die Stute keine Probleme mit dem Traben, wie ich es von meinem Isländer Skrudur kannte, der sogar von Vina stammte. Nun übten wir das Halten aus den verschiedenen Gangarten und die Übergänge, die die Stute wirklich sauber ritt. Nach dem Auffrischen der L Lektionen ging es an die M Lektionen. Zunächst übte ich mit ihr das Halten aus dem Galopp sowie starker Schritt, starker Trab und starker Galopp. Sauber lief die schicke Stute vor sich hin und war noch immer fleißig bei der Sache. Nun war es eigentlich gar nicht mehr viel, was wir üben mussten. Schulterherein, Traversale, Travers, fliegender Galoppwechsel und Überstreichen im Mittelgalopp, dann wäre sie auf M. Schulterherein und Traversale sowie Travers lernte sie wirklich wahnsinnig schnell. Beim fliegenden Galoppwechsel hatten wir doch etwas mehr zum Kauen, da die Stute Probleme mit dem Umspringen hatte. Doch auch das bekamen wir hin. Das Überstreichen im Mittelgalopp war dann kein Problem mehr..
      Als ich fertig mit dem Training war, kam Riley über beide Ohren strahlend zu mir und Saints Row. "Vina hat so tolle Pferde! Hast du dir mal Ghosts angesehen, wow!! Und auch Dáti und Devil in Prada. Sollte sie die drei mal weggeben, haben wir neue Isländer auf dem Hof!", schwärmte er und ich rollte mit den Augen. Ja, Isländer, die er haben wollte und ich trainieren musste, obwohl ich keine Ahnung vom Gangreiten hatte. Nun kam Vina wieder zu uns. "So, wir sind dann wieder weg. Hatte gedacht wir müssten länger bleiben, aber deine Stute ist so talentiert, dass das heutige Training voll ausreicht, wenn du dran bleibst", erklärte ich ihr lächelnd und drückte ihr die Stute in die Hand, ehe wir uns wieder auf die Heimreise machten.

      © Veija | 6207 Zeichen

    • Mohikanerin
      Besuch alter Bekannter | 14. Januar 2018
      Aqua | Saints Row | Totbringer | Skrýmir | Flic Flac's Milano

      Nun stand ich da, der Schnee tobte um mich herum und zusehen war auch nicht viel. Doch ich hatte ein Ziel. Tief im Wald einige Dorfe weiter werden zwei Weiden, auf denen Pferde standen, die für die Besitzer uninteressant geworden sind und ich habe Interesse an einigen. Neben den Isländern, habe ich ein Auge auf Aegidienberger geworfen, die zur Hälfte oder je nach Prozentsatz Isländer in sich haben und Paso Peruano. Sie sind deutlich größer als meine Teddys.


      Aqua, eine ältere Tobiano Stute kommt neugierig zu mir. Ein paar andere Stuten kommen zu mir, die aber kategorisch von ihr verscheucht werden. „Na du Zicke“, begrüße ich die Rappscheckin. Der Schneefall ist geringfügig weniger geworden und ich beschließe die Stute ein wenig zu beschäftigen. Die aktuelle Besitzerin teilte mir mit, dass reiten wohl eher schwierig wäre, da sie nicht nur eine reine Katastrophe ist, sondern auch mittlerweile mit den Gelenken hat. Im Turniersport wurde sie regelrecht verheizt, doch als Zuchtstute macht Aqua ihre Arbeit gut und deshalb bietet sich das an. Die Gelenke sind nicht besser geworden, aber haben sich auch nicht verschlechtern durch Fohlen gebären, also alles gut. Ich hole sie von der Weide und gehe mit ihr eine kleine Runde durch den Wald, da der Schnee mittlerweile sehr hoch ist, muss sich ziemlich die Beine heben, was Aqua nur zu gute kommt. Zwischen den Bäumen ist der Schneefall deutlich geringer, da die Baumkronen das meiste Abhalten. Immer mal wieder fällt dann etwas herunter und Aqua schaut sich etwas hektisch um, nach dem sie abrupt stehen geblieben ist. Jedes Mal beruhige ich sie minimal und setze dann den Weg fort. Schon nach 20 Minuten sind wir zurück an der Weide und die Sicht hat sich wieder verschlechtert. Ich öffne das Tor und bringe die Alte auf die Weide. Leicht gestresst schaut sie sich um und als das Halfter ab ist, dreht sie sich um 180 grad um und rennt los wie ein Rennpferd. Alt ist sie, aber rennen kann Aqua wie ein junger Gott.


      Saints Row, die Splash Tobiano Stute war als nächstes dran. Da ich wusste, dass sie im Wald nicht so gerne Unterwegs ist, kontrollierte ich zunächst ihren Körper auf der Weide und putze sie. Neugierig guckt sie mich an und guckt, dass ich tue. Saints Row ist eine Aegidienberger Stute und nicht die einzige davon auf der Weide. Sie genießt es förmlich von mit gebürstet zu werden. Die Pferde auf den beiden Weiden leben Halbwild, sehen zwar dem öfteren Menschen, aber nur selten kommt jemand auf die Wiese, weshalb wir umzingelt sind von anderen Vierbeinern. Noch immer ist der Schneefall stark und ich sehe nur auf höchstens 10 Meter was, allerdings kann ich mich auch verschätzen. Ich entscheide mich noch eine kleine Runde mit ihr zu laufen, aber eher Richtung Straße als durch den Wald. Erst sträubt sie sich etwas, doch dann folgt Saint mir. Ich lobe sie und wir beginnen die Runde. An der Straße ist die Sicht noch schlechter, aber die Stute ist sicherer und ich möchte nicht riskieren, dass sie abhaut oder sowas ähnliches. Autos fahren ihr so gut wie nie lang seit dem die Umgebungsstrasse gebaut, was ein Glück für alle ist. Ich biete mit der Scheckstute wieder rechts in den Wald ein und schon nach weiteren Metern sind wir an der Weide zurück. Noch ein Leckerchen gebe ich ihr und dann darf sie wieder zurück auf die Weide, dort giftet sie zunächst etwas herum und geht dann ihren Weg alleine weiter. Saints Row ist eine faszinierende Stute, die auf der Weide ziemlich an Gewicht zugenommen hat. Doch jetzt besonders im Winter könnte ich höchstens in der Halle mit ihr arbeiten, doch die aktuellen Besitzer entscheiden erst noch, ob wir die Pferde aufnehmen dürfen. Deshalb bin ich heute hier und lerne die Pferde näher kennen.


      Als nächstes ist die Schimmel Aegidienberger Stute Totbringer dran, die einen deutlich schöneren Namen verdient hat. Sie ist sehr zurück gezogen und kommt nicht mal gucken, als ich auf der Weide bin. Vorsichtig nähere ich mich ihr und versuche erst mal ihr Vertrauen zu schaffen, doch wenn ich einen Schritt auf die zu mache, geht die Stute zwei zurück. Totbringer wirkt sehr gestresst und eher abgeneigt mit zu kommen, weshalb meine Herausforderung nun ist ihr das Halfter umzumachen, damit ich sie untersuchen kann. Das Wetter ist noch immer so schlecht und nervig wie vorher, also seit dem ich die Pferde besuche. Auch wenn die Stute scheu ist, gibt es etwas, dem sie nicht Wiederstehen kann - Leckerchen. Da geht es wohl allen so, auch mir. Eine Tüte Chips und mein Leben ist besser. Das erste mal richtet Tot ihre Ohren nach vorn und ihre Körperhaltung verändert sich ins positive, sie wirkt viel aufgeschlossener und interessiert. Einige Schritte macht sie nach vorn und diesmal gehe ich zurück, um ihr Freiraum zu lassen. Die Stute achtet sehr auf Bewegungen und Kleinigkeiten. Mit ihr wird man wohl sehr gut frei Arbeiten können. Langsam kommen wir uns näher und sie frisst das Leckerli von meiner Hand. Wieder gebe ich ihr Freiraum und nach weiteren Minuten ist so weit, dass ich an sie heran treten darf. Ich streiche ihr langsam über den Hals und bemerke die völlig zerzauste Mähne. Totbringer wird hier wohl schon ziemlich lange stehen ohne Kontakt gehabt zu haben, zu Menschen. Auch wenn sie mir noch nicht voll vertraut, kann ihre Beine anfassen. Ich gebe der Stute noch ein Leckerchen und gebe ihr wieder Raum. Sie schnaubt zufrieden ab und geht weg.


      Mein letzter Gang ist zu den Hengsten bei denen ich Skrýmir und Milano besuche. Der Aegidienberger Hengst ist ziemlich groß und für mich wohl das perfekte Pferd. Auch er kommt interessiert auf mich zu. Freundlich begrüße ich ihn und lege ihm das Halfter um. Zuerst putze ich den Hengst. Wie auch bei Totbringer ist sein Langhaar völlig zerzaust, doch im Unterschied zu ihr hat er viel mehr und sein Schweif schleift schon auf dem Boden mit. Der Besitzer meinte, dass der Hengst sehr ruhig ist und entscheide mich dazu mit ihm eine Runde durch den Wald zu reiten. Sattelzeug brauche dafür nicht. Ich führe ihn von der Weide und mache aus dem Strick Zügel. Dann schwinge ich mich auf den Hengst. Kurz zuckt Skrýmir doch schnaubt dann direkt ab. Ich lobe ihn und treibe ihn. Er soll wohl nur angeritten sein, obwohl er schon 7 Jahre ist. Leider hatte der Besitzer nie Zeit dazu mit ihm weiter zuarbeiten, doch wenn Glück habe, wird dass ja was und er kann bei uns unter meiner Leitung noch einiges Lernen. Ich mache den Strick locker und der Hengst streckt entspannt seinen Hals und läuft flott vorwärts. Noch immer ist der Schneefall stark und die Sicht eingeschränkt, weshalb ich ihn immer wieder abbremse. Ich weiss nämlich auch nicht, was unter dem Schnee lauert. Es könnte plötzlich eine gefrorene Pfütze oder ähnliches drunter sein, doch wir haben Glück. Mach 20 Minuten sind wir wieder am Hof und er war sehr entspannt. Ich steige ab und stelle ihn zurück zu den anderen Jungs. Er bekommt noch ein paar Leckerchen und läuft dann weg. Im Schnee wälzt er sich noch. Skrýmir scheint die Runde sehr genossen zu haben. Auch der Schnee sagt ihm sehr zu.


      Zu guter letzt ist der kleine Mann dran, Flic Flac‘s Milano ist jünger Shetty Hengst. Er ist nun 4 Jahre und benimmt sich gar nicht. Auf der Weide kommt er auf mich zu galoppiert und bremst nur kurz vor mir ab. Freundlich begrüße ich den Hengst und lege ihm das kleine Halfter um. Nervös schüttelt Milano mit dem Kopf und ist ziemlich störrisch. Das Halfter gefällt ihm nicht, aber er kennt es auch eigentlich nicht. Ruhig putze ich den kleinen Hengst über und kontrolliere die Beine. Mit ihm ist alles gut und wir gehen ebenfalls eine eine Runde durch den Wald. Mittlerweile ist der Schneefall weniger geworden und man deutlich weiter gucken, doch jetzt bin ich völlig durch gefroren. Der Hengst scheint das Wetter zu genießen, aber trotzdem tippelt er unzufrieden neben mir her und schnappt mir immer wieder in den Mantel. Ich schubse ihn bei Seite doch er lässt nicht locker. Mir fällt auf, dass er völlig überfordert ist und arbeiten möchte, was leider nur beschränkt möglich ist. Der Schnee macht ihm ziemlichen Spaß und immer wieder galoppiert er kurz an. Milano ist sehr stürmig und möchte so gern mehr laufen, aber mir ist so kalt, dass ich nur eine kleine Runde mit ihm gehe. Doch als wir zurück an der Weide sind, möchte Milano auch nicht auf die Koppel raus. Letztendlich schiebe ich ihn von hinten an, dass er rauf geht. Ich verabschiede mich von dem kleinen Hengst und gebe ihm noch ein Leckerchen. Er rennt los und Dann begebe ich mich zurück nach Hause. Dort trinke ich erst mal einen warmen Tee.

      © Mohikanerin | 8552 Zeichen

    • Mohikanerin
      Viel zu Warm! | 3. Juli 2018
      Vinkona frá Sólin | Totbringer | River’s Fjörgyn | Aqua | Þögn | Yuva | Ylfa | Willa | Wild Reflex | Topa’s Comtesse | Snúra | Snuff | Saints Row | Mademoiselle | Layers of Fear | Krít | Kempa | Eimyja | Blávör | Atom Bomb | Aska | Maekja van Ghosts
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Blossi | Voodoozirkus | Tesla | Skrýmir | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Litfari | Gnani | Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Flic Flac’s Milano | Capital | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Almost Illegal
      Tvífarí van Frelsi | St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Milska | Lu’lu’a | Hvítsunna van Frelsi | Feuergeist di Royal Peerage


      Erstes Semester geschafft, stelle ich erfolgreich fest. Endlich etwas Zeit für die Pferde. Nach dem Horror Winter und Frühling ist plötzlich dermaßen warm, das es auch kaum auszuhalten ist. Doch die Jungs brauchen meine Hilfe. Zuhause angekommen schnappe ich mir direkt das Fahrrad und los geht’s zum Hof.

      “Guten Morgen”, begrüße Familie Earle am Tisch im Wohnhaus.

      “So früh haben wir gar nicht mit dir gerechnet”, antwortet Karola überrascht.

      “Setz’ dich doch erst mal, der Kaffee ist noch warm”, fügt sie hinzu.

      Ich setze mich und alle zusammen besprechen wir den Tagesplan. Heute kommen die ersten Feriengäste mit insgesamt 5 Kindern, die wir heute bespaßen müssen. Aber zu erst gehe ich zu den Jungpferden auf der Weide gucken und anschließend zu den Zuchtstuten.


      Neugierig kommen Tví, Skjanni, Loui und Lu an den Zaun. Ich weiss gar nicht zu wem ich zuerst soll. Doch es gibt eine logische Reihenfolge - der Älteste zuerst. Allen vier Jungs geht es prächtig. Demnächst kommt auch Tví mit nach oben an den Hof und ich arbeite ihn gemeinsam mit Bruce an.


      Nun geht es zu den Stuten, auch sie gucken bereits sehnsüchtig zu mir: Amnesia, Bird, Milska, Sunna und Feuergeist. Ich war besonders aufgeregt Amnesia wieder zu sehen. Die kleine hatte es mir besonders angetan und jedes Wiedersehen sorgte für Freude. Auch Milska hat sich prächtig entwickelt. Sunna kommt demnächst zusammen mit Tví an den Hof. Feuergeist ist noch neu hier und lebt sich gerade in die Truppe ein.


      Die letzte Station waren die Zuchtstuten. Auf der Weide standen Aqua, Vinkona, Tot und Fjörgyn. Die vier Stuten verbrachten den ganzen Tag mit fressen und schlafen. Bald kommen die Fohlen und wir freuen uns schon sehr.


      “Ich hab mir schon überlegt wen für die Kinder nehmen. Es werden Comtesse, Kempa, Aska, Overo und Illegal. Während wir die Pferde fertig machen, fängst du schon mal mit den Paddocks an”, sagt Bruce und geht mit seinen Brüdern die Pferde holen.


      Also schnappe ich mir die Schubkarre und gehe auf die Stutenpaddocks. Gelangweilt stehen sie alle herum, da sie gerade von den Weiden kommen und sehr erschöpft sind. Zu allen gehe ich kurz hin streiche Ihnen über den Kopf oder Hals. Gerne würde ich mehr Zeit für sie mitbringen aber ich muss denen Jungs heute viel Arbeit abnehmen, da seine Eltern auch kaum Zeit haben.


      Dann geht es auch schon weiter bei den Hengsten. Dort ist es etwas komplizierter, weil es viel mehr Paddocks sind und Neugier oft alles übertrifft.

      Nach insgesamt sechs Stunden war ich auf dem Hof fertig und auch mit mir selbst.


      “Warum machen wir das alles eigentlich?”, fragte Tyrell rhetorisch. Wir alle zucken mit den Schultern. Gemeinsam lassen wir noch den Abend ausklingen mit ein paar Getränken und einem kleinen Feier am Häuschen. Mal sehen was der morgige Tag bringt.

      © Mohikanerin | 2800 Zeichen
    • Mohikanerin
      Frühlingsbeginn | 22. Februar 2019
      Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Krít | Kempa | Aqua
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Alvari
      Þögn | Snúra | Saints Row | Aska | Ylfa | Trú fra Frelsi | Snotra | Maekja van Ghosts | Eimyja | Blávör
      Wild Reflex | Yuva | Topa’s Comtesse | Tamana | Snuff | Mademoiselle | Layers of Fear | Kisshimbye | Jule | Friede sei mit dir | Atom Bomb
      Voodoozirkus | Litfari | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Skrýmir | Glanni frá glæsileika eyjarinnar
      Tesla | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Gnani | Flic Flac’s Milano | Amjad Amir | Almost Illegal | Absolutely Right
      Tvífarí van Frelsi | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Lu'lu'a | Hawking von Atomic
      St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Milska | Feuergeist di Royal Peerage


      Der Frühling beginnt schon langsam und das Ende Februar. An den Bäumen sind die ersten Knospen und Krokusse habe ich auch schon am Weidezaun erblicken können.
      Die erste Kontrolle ist bei den Stuten draussen auf den Weiden: Willa, Vinkona, Tot, Fjörgyn, Krít, Kempa und Aqua. Die sieben Stuten haben schon kleine Frühlingsgefühle und freuen sich über meinen Besuch. Aufgeregt kommen sie angetrabt, teilweise auch im Galopp, und schnauben mich begrüßend an. Als sie merken, dass ich keine Leckerlis habe, rennen sie wieder weiter und scheinen alle sehr gesund. Ich werfe noch einige Möhren auf die Koppel und dann geht es weiter.
      Da die Paddocks gerade renoviert werde und die Hengste aktuell nicht auf die Weide können, stehen sie noch in der Box. Erst nach her ist der übergangs Paddock fertig. Kvest, Hnakki, Capital, Blossi und Alvari stehen im Stall und suchen im Stroh nach Ähren. Ich fülle bei allen das Heu noch mal auf und verlasse den Stall wieder. Nachher werde ich noch Helfen sie auf die Paddocks zu bringen.
      Der nächste Besuch ist auf dem ersten Stuten Paddock. Dort stehen Ylfa, Snotra, Eimyja, Blávör und Aska. Die fünf Stuten sind eher rangniedrig und konnten sich in der anderen Herde nicht durchsetzen. Jetzt zusammen vertragen sie sich prächtig. Ich hole eine Schubkarre Pferdeäppel und fülle das Heu auf. Im Anschluss öffne ich die Weide und die Stuten dürfen für einige Stunden raus. Die Männer haben die anderen Stute von der Weide geholt und gehe zu ihnen auf den Paddock.
      Thögn, Snúra, Saint, Maekja und Trú schlendern langsam zum Tor, als ich mit der Schubkarre komme. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt. Auch hier hole ich eine Schubkarre herunter und fülle das Heu nach. Mit einigen Rangeleien werden sie sich der Reihenfolge an den Heuraufen klar und fangen an zu knabbern.
      Dann sind die Männer auch schon bei den Großen Pferden und machen ebenfalls sauber. Wie immer komme ich dazu und helfe. Als wir fertig sind gucken wir uns alle die Tiere noch einmal an. Reflex, Yuva, Comtesse, Tamana, Snuff, Mademoiselle, Fear, Kiss, Jule (die neu in der Truppe ist), Friede sei mit mir und Bomb. Natürlich stehen die beiden Shettys nicht bei den großen, aber trotzdem geniessen sie den Besuch! Allen geht es gut und wir gehen zu den Hengsten.
      Die Isländer Hengste sind alle soweit für die Körung und wir gehen mit den Pferden noch mal die Prüfung durch und stimmen die Kleinigkeiten ab. Voodoo, Litfari sind als erstes dran, danach folgen Blaer, Glanni und Skrýmir. Die drei sind nämlich noch nicht so weit. Besonders Glanni ist noch ziemlich vorsichtig und unsicher unter dem Sattel.
      Auch die Großen bekommen noch etwas Aufmerksamkeit. Ich hole Milano und Ryuk von dem Paddock und longiere sie im Round Pen. Tesla und Gnani sind im Moment erkältet und stehen deshalb in Quarantäne. Ruvik steht wie immer in der Box und möchte mit keinem Menschen etwas zu tun haben, obwohl ich mit ihm schon ein Stückchen weiter gekommen bin und die Box betreten kann, ohne das er mich angreift. Overo, Illegal, Right, Party und Amir stehen auf den Weiden. Die beiden Welsh Ponys spielen, hingegen die anderen den Kopf ins Gras stecken, auch wenn es nicht mehr viel gibt.
      Das gemeinsame Mittagessen haben wir beendet und es geht wieder an die Arbeit. Wir fahren noch zu den Jungpferden. Als erstes zu den Jungs. Tri und Nautilus sind mittlerweile ziemlich alt und könnten schon zum Hof, um ein Reitpferd zu werden. Leidere fehlt uns allen noch die Zeit, Jungpferde einzureiten. Deshalb dürfen sie noch weiter Pferd sein. Skjanni, Lu und Hawking sind noch nicht so weit, aber wachsen wohl auf. Allen Pferden geht es gut und wir fahren weiter zur Stutenweide.
      Schon als sie das Auto hören, kommen Amnesia, Bird, Milska und Feuergeist zum Zaun. Auch hier sind drei Pferde bei, die eigentlich unter den Sattel gehören. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Truppe so bleibt, ist Feuergeist. Sie hätte keinen Anschluss mehr und scheint sich auch nur mit den drei zu verstehen. Wir hatten sie bereits in einer Jungstutengruppe bei Freunden, aber dort fühlte sie sich nicht wohl und kam nicht ans Futter. Hoffentlich kommen bald neue Fohlen, damit die aktuelle Generation sich weiter entwickeln kann.
      Der Abend ist angerückt und nach einem derart erfolgreichen Tag fällt es mir nicht schwer schnell einzuschlafen.

      © Mohikanerin | 4317 Zeichen
    • Mohikanerin
      Zu Besuch auf Atomics Valley | 1. September 2019
      Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Saints Row | Alvari | Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Kvest Halsnaes | Krít | Kempa | Aqua | Þögn | Wild Reflex | Voodoozirkus | Snúra | Litfari | Blaer frá glaesileika eyjarinnar | St Pauli's Amnesia | Songbird | Nautilus | Milska | Lu'lu'a | Hawking von Atomic | Feuergeist di Royal Peerage | Aska | Yuva | Ylfa | Tesla | Tamana | Snotra | Ruvik | Overo | Maekja van Ghosts | Kissimbye | Jule | Gnani | Glanni frá glaesileika eyjrarinnar | Friede sei mit dir | Blávör | Almost illegal | Absolutely Right


      Da demnächst ein Hengst der Familie Earle meine Stute Drafna decken sollte, machte ich mich auf den Weg nach Atomics Valley, denn ich wollte mir die in Frage kommenden Hengste in Natur ansehen. Auf dem Hof angekommen wurde ich begrüßt, da aber niemand Zeit hatte mich herum zu führen durfte ich alleine den Hof erkunden. Zuerst beobachtete ich wie einige Pferde, unter anderem auch die Hengste für die ich mich interessiere für die Arbeit vorbereitet wurden. Im Umgang schienen sie absolut problemlos zu sein. Hnakki van Ghosts, Capital, Blossi, Saints Row und Alvari wurden nun geritten. Für die gekörten Hengste ging es auf die Ovalbahn oder auf den Platz für Dressurliche Arbeit. Ich ließ die Mitarbeiter in Ruhe warmreiten und besuchte währenddessen Willa, Vinkona frá Sólin, Totbringer, River's Fjörgyn, Kvest Halsnaes, Krít, Kempa, Aqua, Þögn, Wild Reflex, Voodoozirkus, Snúra, Litfari, Blaer frá glaesileika eyjarinnar, St Pauli's Amnesia, Songbird, Nautilus, Milska, Lu'lu'a, Hawking von Atomic, Feuergeist di Royal Peerage, Aska, Yuva, Ylfa, Tesla, Tamana, Snotra, Ruvik, Overo, Maekja van Ghosts, Kissimbye, Jule, Gnani, Glanni frá glaesileika eyjrarinnar, Friede sei mit dir, Blávör, Almost illegal und Absolutely Right auf ihren Weiden. Sie waren logischerweise nach Geschlechtern getrennt, aber auch nach Aufgabenbereich. Die Stuten und Hengste die auf die Körung vorbereitet wurden standen in ihren großen und lichtdurchfluteten Boxen, die Stuten die bereits gekört waren standen teilweise mit Fohlen bei Fuß oder ziemlich dickem Bauch auf den umliegenden Wiesen. Alle Pferde waren in einem tadellosen Zustand, also machte ich mich wieder auf den Weg zu den Hengsten um mir dort ein weiteres Bild von ihnen zu machen.
      Am Ende des Tages schwankte meine Entscheidung zwischen Hnakki van Ghosts und Capital, die Gestütsleitung half mir bei der Entscheidung und sie fiel auf Hnakki, er würde also der Vater des ersten Fohlens von meiner Drafna werden.

      © AliciaFarina | 1992 Zeichen
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  • Album:
    AV - Isländer
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    7 Dez. 2019
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  • Zuchtname: Saints Row
    Rufname: Saint (Seyn)

    Aus der: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    Den: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    ____________________________________

    Geschlecht: Stute
    Rasse: Aegidienberger
    Geburtsdatum: 23. August 2003
    Farbe: Braunschecke Splash
    Abzeichen: Scheckungsbedingt (Kopf und Beine)
    Stockmaß: 152 cm

    Charakter:
    Saint ist eine aktive und sehr wertvolle Stute. Sie arbeitet stehts mit und tut was sie kann. Am liebsten ist sie alleine. Ansonsten ist etwas störisch und möchte auch manchmal den Kopf durchsetzen. Ansonsten kann man gut mit ihr arbeiten, da sie schnell lernt. Die Stute ist eine Genetikbombe und macht fast alles immer perfekt. Durch die Farbe, den Gängen und der Grösse fällt sie besonders auf. Saint ist immer für die Ovalbahn zu haben, aber geht nicht so gerne in den Wald.
    ____________________________________

    Gencode: EE AA nT SplSpl
    Zuchtzulassung: Nein
    Gesamtnote: -
    Nachkommen: -

    [Schleife]
    Prüfung
    ____________________________________

    Dressur: M / L
    Springen: E / E
    Military: -
    Fahren: -
    Rennen: E / E
    Gangreiten: M / S
    Western: -
    Distanz: E / E

    Gänge: 5

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    244. Dressurturnier (13.10.2013)

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    2. Gangturnier (01.02.2014)
    8. Gangturnier (05.06.2014)
    60. Gangturnier (27.01.2016)
    174. Gangturnier (24.03.2018)

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    5. Gangturnier (14.04.2014)
    19. Gangturnier (04.04.2015)
    193. Gangturnier (01.09.2018)
    204. Gangturnier (25.11.2018)
    ____________________________________

    Besitzer: Mohikanerin
    Zucht: Unbekannt, Dänemark
    VKR: Kirbeeh
    Ersteller: Kirbeeh
    Punkte: 12 (+2 Bewegung)
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