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Juliette

*Sahnebonbon ♥ P.R.E

_______________________________________« S A H N E B O N B O N »___________________________Aus der; PablaVon; Nothing Else MattersGeschwister: //Halbgeschwister: //Nachkommen: Twilight PhoenixGeschlecht: StuteRasse: Pura Raza EspañolaGeburtsdatum: 02.03.2005Geburtsort: Andalusien___________________________E x t e r i e u r Besitzer: JulietteVorbesitzer: ToffifeeErsteller: SaleraVorkaufsrecht: //Fellfarbe: CremelloStockmaß: 1.62mKopfabzeichen: //Beinabzeichen: //Augenfarbe: dunkelbraunGesundheit: Sehr Gut - GesundBesonderes: FarbeSeltenheitsgrad: eher seltenCharakter: Vertrauensvoll, jedoch manchmal ZickigEignung: Dressur & ShowDie vertrauenswürdige Stute mit seltener Fellfarbe hat einen starken Schritt.Im Sattel ist die junge Andalusierstute fest, aber auch ohne Sattel vertrauensvoll.Sie zeigt viel Engangment in der Dressur, liebt das Gelände. Das Springen hat es ihr nichtangetan, obwohl es ihr auch gefällt.Sie ist reitschultauglich, jedoch nicht das perfekte für Anfänger.Zitat UnbekanntSahnebonbon ist eine wahre Stute; immer sehr schlagfertig und launisch, jedoch mit gutemHerzen und dazu bereit, mit ihrem Reiter, wenn er ihr Vertrauen hat, weit zu gehen. Manchmalist es ihr jedoch nicht danach, und dann ist sie immer schwierig. Für Anfänger ist siedementsprechend nicht geeignet.Zitat Juliette___________________________Q u a l i f i k a t i o n e n &'nd E r f o l g efett = erreichte QualifikationEingeritten: JaGekört/Gekrönt: JaGalopprennen: # # # # # #..........Western: # # # # # # .........Springen: # # # # # # .............Military:# # # # # # ............Dressur: # # # # # # .............Distanz: # # # # # # .............Fahren: # # # # # #Gewinnerin der SK 415

*Sahnebonbon ♥ P.R.E
Juliette, 7 Nov. 2010
    • Juliette
      [quote name='Toffifee' date='30 December 2008 - 05:00 PM']
      [quote name='Toffifee' date='Dec 7 2008, 07:21 PM']Ankunft von Sahnebonbon

      Im Internet hatte ich eine Stellenanzeige gelesen:

      Verkaufe junge, dressurtalentierte Andalusierstute.
      Billig abzugeben, vielleicht auch zu tauschen.
      Seltene Fellfarbe! Cremello.

      Ich schrieb den Besitzer sofort an, und sie kam auch sofort. Es war niemand anderes als Salera. Ich begrüßte sie und wir gingen durch den Stall. Salera schüttelte immer wieder den Kopf.
      Doch als wir an Pevelin's Box ankamen, blitzten ihre Augen auf. "Tauscht du den gegen die Stute?" fragte sie begeistert. Ich dachte scharf nach. Sollte ich es wirklich tun?

      "Viel Spaß mit Sahnebonbon!" rief Salera noch, dann fuhr sie auch schon davon. Nun stand ich da mit meiner neuen Stute. Pevelin fuhr in sein gemütliches neues Heim. Ich führte Sahnebonbon in ihre neue Box neben Ákafi. "So, Süße, leb dich gut ein!" flüsterte ich ihr ins Ohr.
      Kurz darauf verließ ich glücklich den Stall.[/quote]


      [quote name='mari' date='Dec 10 2008, 03:17 PM']
      Tierarztbesuch bei Sahnebonbon
      Endlich! Heute hatte ich meinen ersten Auftrag in meiner Tierklinik. Es war ein Hausbesuch, ich sollte eine Andalusierstute durchchecken und impfen. Also fuhr ich mit meiner Tasche bewaffnet zu Toffifee's Stall, die mir den Auftrag gegeben hatte. Sie hatte Sahnebonbon schon aus dem Stall geführt und angebunden. Eine wunderschöne Stute! Man sah sofort, dass man sie gut pflegte. Dennoch machte ich den normalen Check, also Fiebermessen, Abtasten und Puls & Atmung testen. Als ich dann schließlich feststellte, dass alles okay war, holte ich die erste Spritze heraus. Sahnebonbon zuckte gleich zusammen, jedoch beruhigte ich sie mit einem Leckerli. Sie tänzelte total nervös herum! Ich fragte Toffifee, ob sie nicht einen Büschel Heu holen könne. Sie ging sofort los. Jedoch konnten wir sie dadurch auch nur kurz ablenken, dass reichte mir aber um den ersten Stich zu wagen. Bei den anderen Impfungen konnte ich sie dann beruhigen und überzeugen, dass alles nicht so schlimm war. Am Schluss gab ich ihr noch ein Leckerli und einen Klaps auf den Hals, dann fuhr ich. Ich gab Toffifee noch durch, dass sie mir bitte 70 Joellen überweisen soll und ich gab ihr den fertig ausgestellten Impfpass. Danach fuhr ich zurück in die Klinik.
      [​IMG]
      [/quote]


      [quote name='Edfriend' date='Dec 12 2008, 08:27 PM']
      Blue Moon Stable Hufschmied

      Ich fuhr zu Toffifees Stall. Dort sollte ich 3 Pferde durchchecken. Zuerst ging es zu der Stute Sahnebonbon. Ich machte ihr das Halfter um und befestigte den Strick. Nun führte ich sie aus der Box und band sie am Putzplatz an. Ich schnappte mir einen Hufkratzer und kratzte alle vier Hufen gründlich aus. Auf dem hof führte ich sie einmal im Schritt udn einmal im Trab. Die Hufe waren aber trocken und fest. Nun holte ich mein Pflegespray und sprühte die Hufe ein. Ich fette sie auch ein. Als alles in Ordnung war gingen wir zum nächsten Pferd.​
      [/quote]


      [quote name='Toffifee' date='Dec 28 2008, 03:05 PM']Sahne's Versuch an der BSK

      Der Text:
      Ich steige auf. Sahnebonbon ist ungewohnt nervös, und ich streichle ihren Hals. „Ruhig, meine Süße, gleich geht’s los“ flüstere ich, da werden wir auch schon aufgerufen. Ich treibe Sahne an und im Trab geht’s in die Halle. Ich treibe mit meinen Schenkeln und Sahne geht auf den Hufschlag. Eine ganze Bahn, dann wende ich zur Mitte ab, auf X zu. Sahnebonbon wird langsamer und hält bei X ab. Ich grüße die Richter und gebe Schenkeldruck. Sahne trottet los, gemächlich. Ich wende auf die rechte Hand ab und gebe, sobald ich an der nächsten langen Seite bin, Druck. Sahne trabt an. Ich gebe die Hilfen, und Sahne zeigt zuerst den Starken Trab, dann die Passage. Ich wende sie auf den Zirkel ab und gebe die Galopphilfe. Ruhig galoppiert Sahne einen zweiten Zirkel, und ich wende sie zu den Hindernissen. Als erstes steuere ich die Tripple Barre an. Sahne springt, ohne große Anstrengung, über das Hindernis. Dann wende ich sie auf den Oxer zu, der auch keine großen Probleme zeigt. Der Wassergraben ist der nächste: Sahne wird sich strecken müssen, um ihn zu überwältigen. Doch Sahne galoppiert gelangweilt auf den Graben zu, springt ab. Es platscht nichts, es bleibt fast alles trocken!
      Ich wende auf X ab und pariere Sahne durch. Dann gebe ich die Hilfe, und Sahne zeigt die Piaffe.
      Dann gebe ich erneut Hilfen, rede etwas auf Sahne ein, und Sahne zeigt das Kompliment! Sie richtet sich wieder auf, und ich kann mich von den Richtern verabschieden. Ich trabe Sahne an und trabe aus der Halle.[/quote]
      [/quote]


      [quote name='Toffifee' date='14 February 2009 - 04:49 PM']
      Pflegebericht für die Zuchtpferde der Zucht Obstkorb


      Gut gelaunt stapfte ich zur Zucht. Es schneite wieder, und der Schnee am Boden nahm immer mehr zu. Ich zog das Tor auf und stapfte frohen Willens auf die Ställe zu. Calina wieherte mir schon sehnlich zu, und ich verschnelte meine Schritte. Auch Star guckte jetzt über die halbe Boxentür zu mir und schnaubte mir zu. Ich ging in den Stall, der Saphira und mir gehörte. Love is Wicked und Fengari dösten in ihren Boxen, als ich das Futter vorbeibrachte. Milka Luflee holte ich von der Weide, sie hatte dort mit Saphira of Eragon verbracht. Saphira verbrachte die meisten Nächte im Winter bei Milka, die beiden mochten sich.
      Als ich dann mit dem Füttern fertig war, schob ich jeden Pferd noch eine Banane in den Futtertrog, als Vitaminspritze.

      Ich nahm mir Star, Milka und Capri und steckte sie für 10 Minuten in die Laufmaschine hinter dem Stall. Dann wechselte ich mit Love is Wicked, Fengari und Demonic aus.
      Ich warf Star eine Decke über ihren Rücken und führte sie wieder in die Box. Calina machte auf sich aufmerksam, und ich kümmerte mich eine Weile um sie.
      Als Saphira kam, nahm sie ihre Pferde erstmals aus der Laufmaschine und machte sie trocken. "Ausreiten?" fragte sie grinsend und nahm sich Asu. Ich machte Calina fertig und stieg auf. Im Schritt ritten wir los, die Zucht lag schon bald hinter uns. Biene und Replay hüpften neben uns her, und wir trabten an. Replay hielt fleißig mit, auch Biene war nicht lahm. Die Scheckstute machte auf sich aufmerksam, während sie sich im Schnee wälzte. Replay machte ihr nach, und bald waren unsere Shettys Schimmel. Calina sah sie aufmerksam an, während Asu freudig quietsche und hinter den galoppierenden Shettys herjagte. Auch Calina war bald nicht mehr zu halten und galoppierte über die verschneiten wiesen.

      Nach eineinhalb Stunden trafen wir wieder in der Zucht ein und machten die Pferde fertig. Ich brachte Calina wieder in die Box neben Star und kümmerte mich noch etwas um Sahnebonbon. Ich putzte ihr Fell gründlich und kämmte ihre lange Mähne bis zum Umfallen. Dann brachte ich Milka in ihre Box, nahm Saphira of Eragon und Saphira und verließ die Zucht für heute.
      [/quote]


      [quote name='Toffifee' date='24 February 2009 - 08:45 PM']
      Pflegebericht für alle Pferde:



      Heute nahm ich mir den ganzen Tag frei für meine Pferde. Ich arbeitete mich um halb sechs aus dem Bett und sofort in den Stall. Während die Pferde frühstückten, nahm ich mir eine klitzekleine Auszeit und aß mein Frühstück. Danach ging es gleich wieder an die Arbeit.
      Um halb zehn kamen die ersten Reitschüler und bis dahin sollten die Boxen tipp topp sein. Also schnappte ich mir die Mistgabel und die Schubkarre und machte mich an die Arbeit.

      Nach fast 2 Stunden war die erste Stallebene fertig. Ich sah auf die Uhr. Es war viertel neun, und ich musste mich sputen. Oben waren es wenig Boxen, aber ich schaffte es nicht. „Hallo, Toffi!“ rief es schon von der ersten Stallebene hinauf. Ich rutschte schnell die Rampe hinunter, dann begrüßte ich Caro und Sarah. Die beiden wollten Anmut und Snickers reiten, und gab ihnen die Halfter. „Ich muss schnell machen, Boxen ausmisten“ sagte ich dann knapp und rannte die Rampe wieder hinauf. Zack zack machte ich die Boxen und sah die Zwillinge Caro und Sarah dann schon aus der Auffahrt reiten. Ich winkte ihnen hinterher, doch sie sahen mich nicht mehr. Ich stellte die Mistgabel weg und packte meine Reitstiefeln. Jetzt begann ein bisschen Spaß!
      Ich nahm mir Zauberfee und putzte sie erstmals gründlichst. Dann holte ich ihren Sattel und schloss sorgfältig den Sattelgurt, der mit weißen Lammfell bezogen war. Dann holte ich ihre mexikanische Trense und zäumte sie auf. „Toffi?“ hallte es durch den Stall bis zum Putzplatz. Ich stöhnte. „Ja? Ich bin auf dem Putzplatz!“ Es dauerte eine Weile, dann guckte Ami um die Ecke. Ich grinste und begrüßte sie. „Was machst du denn hier?“ fragte ich sie überrascht. Sie grinste nur, dann strich sie Zauberfee über das saubere Fell. „Eigentlich wollte ich nur nach Kasimir schauen, aber jetzt, wo Zauberfee gesattelt ist...“ sie sah mich mit einem Schmollmund an. Ich musste lachen und erst als ich mich annähernd beruhigt hatte, konnte ich sagen: „Gut, dann schnapp dir ne Reitkappe und schwing dich aufs Ross!“ Ami nahm Zauberfees Zügel und führte sie in die Halle. Da fiel mir noch eine Arbeit ein: die Sattelkammern sahen wieder aus wie im Schweinestall! Also setzte ich mich daran und machte die Sättel sauber.
      „Toffi?“ Ich stöhnte. Nicht schon wieder! Ich überlegte, wer es sein könnte, dann sah ich Fratzii. „Du?“ schrie ich und begrüßte sie stürmisch. „Ich dachte, du wärst Ski fahren!“ Fratzii schüttelte den Kopf. „Erst morgen. Ich wollt dir einfach ein bisschen unter die Arme greifen“, sie lächelte , „wen soll ich bewegen?“ Ich bließ die Backen auf. „Wie wärs mit...Toffifee! Der Gute braucht Bewegung!“ Fratzii nickte und machte sich in der Sattelkammer der oberen Stallebene das Halfter zu holen. Ich grinste und nahm den Sattel wieder auf.

      Endlich war ich fertig mit beiden Sattelkammern und Caro und Sarah waren auch zurückgekehrt. Ami trainierte noch fleißig in der Halle, und Fratzii ritt noch immer aus. Da ich nichts zu tun hatte holte ich mir Saphira of Eragon von der Weide und putzte sie. Auch ihre lange Mähne vergaß ich nicht, und bald sah ihr Fell und Langhaar aus, wie flüssige Seide. „Komm, Saphira“ sagte ich leise und führte sie hinter die Reithalle. Der Schnee lag immer noch wie Kristall auf dem Gras, und ich ließ Saphira stehen. Ihre lange Mähne wehte im leichten Winterwind, und sie reckte stolz den Kopf. Ich lockte sie etwas, damit sie hersah, doch Saphira ließ sich nicht beirren. Also drückte ich ab, als sie im Profil stand. Ich zuckte mit den Achseln. Wenigstens ein Foto. Ich führte Saphira wieder zurück auf die Weide und ließ sie rumtoben.
      Die Arbeit rief, und ich sah ein paar Reitschüler die Auffahrt hinaufgehen. Ich lächelte und begrüßte sie. Dann wies ich ihnen erstmals Pferde zu, die sie zu versorgen hatten. Ami ritt mit Zauberfee aus der Halle und machte sie fertig. Ich machte inzwischen die Halle reitstundentauglich und als die Mädchen fertig waren, führten sie Mellamo, Lisa, Fire Kiss und Black Point in die Halle. „Aufgesessen“ sagte ich, als die Pferde standen und die Sattelgurte nachgegurtet waren. Bei Black Point und Fire Kiss half ich, doch 19kissy95 und Lisa kamen gut auf Mellamo und Lisa. Als dann alle saßen lies ich die Pferde antreten. „Abteilung bilden: Fire Kiss, Black Point, Lisa und dann Mellamo!“ gab ich das Kommando, und sofort bildete sich die Abteilung. Ich gab Bahnanweisungen, und bald ließ ich die Truppe antraben. Es klappte problemlos, bis Mellamo sich dachte, er müsse Hengstmanieren zeigen. Er blieb einfach stehen und legte die Ohren an, während die anderen weitertrabten. „Weiter mit dem Mellamo!“ riet ich 19kissy95. Sie trieb wie verrückt, Mellamo ging nur mit hocherhobenen Kopf und flachen Ohren rückwärts. Die Abteilung ritt an ihm vorbei, 19kissy95 trieb weiter, doch sie erlangte das Gegenteil. Plötzlich schoss Mellamo los, 19kissy95 hing an der Seite des Sattels. Doch sie blieb ruhig und biss die Zähne zusammen. Ich reagierte sofort und ließ die Abteilung aufmarschieren und riet der Reiterin, sich in den Sand fallen zu lassen. Sie tat es, und 19kissy95 rollte sich sofort ab. Ich lobte sie, dann wollte ich den rasenden Mellamo einfangen. Ich stellte mich in die Bahn, in der er galoppierte. Er galoppierte erst auf mich zu, dann verlangsamte er sich. Er trabte nur noch, dann blieb er ganz stehen. Ich nahm die Zügel und saß auf. „Ich regle das mal schnell, ja?“ sagte ich zu den Reiterinnen, die immer noch auf der Mittellinie standen. 19kissy95 stand zwischen Lisa und Black Point, lachte aber. Ich gab starke Hilfen und saß erstmal im Trab aus. Dann gab ich eine Galopphilfe, die Melli erstmal nicht annahm. Ich gab stärker und nahm die Gerte dazu, und er sprang an. Jedoch wie ein Rennpferd, also parierte ich ihn erstmal durch. Wieder angaloppiert. Immer, wenn Mellamo zu schnell wurde, wurde er durchpariert. Dann fing es wieder von vorne an.
      Nach 10 Minuten wurde Mellamo gefügiger und galoppierte ruhig. Ich brachte ihn sogar ins Genick, was sonst fast unmöglich war. 19kissy95 sah mich mit großen Augen an, als ich vor ihr stoppte. Sie stieg gleich wieder auf und ich ließ die Abteilung wieder antreten.

      Nach der Reitstunde, die Mädchen waren schon weg, brachte ich die Pferde auf ihre Weiden zurück. Ich machte die Sättel kurz sauber, dann sah ich die Einfahrt hinunter. Es war jetzt halb 3 und ich brauchte dringend mal einen kleinen Ausritt.
      Da kamen die Reitschüler schon! Es waren wieder vier Mädels: rawwrrr, Edfriend, Bekki und Cheval. Ich begrüßte sie und teilte ihnen schon mal Pferde zu: rawwrrr bekam Maya, Edfriend ritt Night Shine, Bekki machte sich Saphira of Eragon fertig und Cheval setze ich auf Stacena. Selbst nehme ich mir meine bockige Muemmi, die inzwischen eingeritten ist und reite an der Tete. Rawwrr und Edfriend reiten hinter mir, Cheval und Bekki dahinter. Es wird ein lustiger Ausritt, der mit ein paar Witzen beginnt, dann mit Peinlichkeiten ändert. Wir reiten über die Felder und Wiesen, galoppieren dann am Strand entlang und reiten dann zurück zum Hof.

      „Danke, das ihr da wart!“ rufe ich den vieren noch nach, als sie lachend den Hof verlassen. Paradise will auch noch kommen und Sahnebonbon bewegen, dann fällt es mir ein: Paradise! Sie wartet bestimmt schon vor der Zucht! Und Saf auch! Schnell springe ich ins Auto und fahre in die Zucht Obstkorb. Zum Glück, noch keiner da! Ich gehe schon mal auf die Weiden, auf denen die Zuchtpferde ruhen. Calina und Star kommen sofort an den Zaun und genießen die Streicheleinheiten, die ich ihnen biete. Dann höre ich das Tor knarren und sehe um die Ecke. „Hi, Para!“ rufe ich und komme ihr entgegen. „Hol dir gleich Sahnebonbon, ich warte noch auf Saf“ erkläre ich ihr, dann bringe ich immer drei Zuchtpferde in die Laufmaschine, wo sie erstmal laufen.
      Erst als nur noch 2 Pferde übrig sind, Calina und Love is Wicked, kommt Saf. „Wie gerufen“ lache ich und begrüße sie. Dann machen wir beide die Pferde fertig und steigen auf. „Hopp, Calina!“ rufe ich und lasse Calina auf einer weichen Waldlichtung angaloppieren. Wicked galoppiert sofort hinterher, und es wird ein toller Ausritt.

      Danach machen wir die Pferde wieder fertig und ich fahre nach Hause.
      Jetzt fehlen nur noch die Fohlen. Sie bekommen alle einen Knuddler und ihr Futter, dann gehe ich ins Haus.
      [/quote]


      [quote name='Toffifee' date='10 August 2009 - 03:36 PM']
      [Pflegebericht für Sahnebonbon, Capriciasso, Place Royal, Anmut, Hot n Cold& Milka]​

      Abendfütterung im Zuchtstall



      Gemütlich schlenderte ich aus der Futterkammer, mit zwei Eimern bewaffnet. Es war Zeit für die Abendfütterung. Ich pfiff kurz, dann öffnete ich die erste Box. Capriciasso, der Apfelschimmel, sah gierig auf sein Fressen. "Jaa, das schmeckt dir, ich weiß" sagte ich und grinste. Gedankenverloren streichelte ich ihn, dann zog ich die Boxentür wieder zu und ging in die nächste Box. Sahnebonbon wieherte freudig. Bevor sie aß, musste ich ihre Mähne zu einem kleinen Zopf zusammenbinden, sonst hinge ihre Mähne im Müsli. "So, jetzt" sagte ich und stellte ihr den Eimer hin. Sofort begann sie zu fressen. Dann ging ich in die Box meiner Isländerstute Milka Luflee. Sie stand noch auf dem Paddock und ließ sich die Sonne auf den Rücken scheinen. Leise stellte ich ihr den Eimer hin.
      Anmut schüttelte den Kopf und scharrte mit dem Huf. "Neiin, wir wollen doch nicht anfangen, zu betteln?" sagte ich grinsend und stellte auch ihr den Eimer hin. Die graue stürzte sich auf das Fressen. Place Royal, mein schönster und einzigster gekörter Warmbluthengst, sah mich mit seinem Fischauge an. "Jaa, Süßer" sagte ich und öffnete die Boxentür. Der Hengst ging ein paar Schritte nach hinten und als der Eimer stand, senkte er den Kopf und ging langsam auf das Abendessen zu.
      Last but not least kam Hot n Cold dran. Meine Rappstute wieherte freudig und bließ mir ihren warmen Atem ins Gesicht. "Abendessen" sagte ich und stellte ihr den Eimer hin. Hotti ging langsam darauf los, fraß aber schnell auf.
      Dann sammelte ich noch alle Eimer ein (Milka hatte sich dazu gewendet, die Sonne Sonne sein zu lassen und ihr Abendessen zu fressen) und verließ den Zuchtstall. ​

      [/quote]


      [quote name='Eowin' date='07 October 2009 - 07:48 PM']
      Dressurtraining mit Sahnebonbon: E-A

      Nachdem ich mit dem Training von Calina auf dem Hof Topflappens fertig war, widmete ich mich dem Dressurtraining mit Sahnebonbon, kurz: Sahne.
      Während ich eine kurze Pause nach dem Springen einlegte und etwas Wasser trank, holte Topflappen die Andalusierstute von der Weide und machte sie freundlicherweise für mich fertig, wofür ich mich nachher bedankte.
      Als sie so weit kam, führte sie sie zu mir, ich übernahm und ging mit der Stute in das Dressurviereck. Ich stieg auf und ritt sie im Schritt warm. Schon ziemlich bald merkte ich ihr größtes Problem: Sie ließ sich ziemlich schlecht v/a reiten. Und als ich dann versuchte, sie durchs Genick zu stellen, bemerkte ich, dass sie auch das nicht freiwillig tat. Doch damit hatte ich bereits einiges an Erfahrung. Als sie warm war und ich sie einige Runden getrabt hatte, begann ich, extrem viel Stangenarbeit zu machen. Ich spielte mit den Zügeln und trieb, war permanent bei ihr, lenkte jede einzelne Bewegung, auch wenn sie versuchte, sich da leicht gegen zu wehren. Und irgendwann, etwa nach einer Viertelstunde sagte es Klick und die Stute ging am Zügel. Ich lobte sie mit einem knappen Wort und begann dann, mich den eigentlichen Bestandteilen einer A Dressur zuzuwenden. Ich begann mit dem Mitteltrab, der im Vergleich zu der Anlehnung erstaunlich schnell klappte. Ich galoppierte an und trieb sie nach zwei Runden in den Mitteltrab. Sie erhielt eine gute Rahmenerweiterung und erledigte ihre Aufgabe sehr gut. Ich parierte sie durch zum Schritt und übte Schenkelweichen mit ihr. Das machte sie nahezu perfekt. Des Weiteren bemerkte ich, dass sie durch die Seitengänge erheblich lockerer im Genick wurde. Das war auszunutzen. Nach den Schenkelweichen ging sie schon viel lockerer an die Anlehnung. Der Rest war einfach nur noch Übungssache. Ich übte alles noch einige Male durch und ritt einige Bahnfiguren mit ihr, um zu sehen, wie sie sich biegen ließ. Alles klappte sehr gut, sodass ich sie Schritt gehen ließ und trocken ritt. Dann übergab ich sie Topflappen und verließ für heute den Hof.

      Sahnebonbon hat in der Dressur ein A Niveau erreicht.

      Bitte 50 Joellen an Eowin überweisen.
      [/quote]


      [quote name='Toffifee' date='15 October 2009 - 07:32 PM']

      Ein Winter, ääh Herbsttag
      Pflegebericht für alle Pferde


      Gähnend streckte ich mich und schlug die Bettdecke zurück. Ein weiterer Tag ging an und ich kurbelte das Rollo hoch. Es war noch dunkel, aber der Himmel wurde schon heller. Es war dreiviertel sechs und ich schleppte mich ins Bad. Mika und Mikas Mum, genannt M&M, lagen in ihren Körben im Wohnzimmer immer noch schnarchend.
      Langsam spitzelte die Sonne heraus und ich drückte mir meine Honigsemmel noch schnell in den Mund. Als ich hinuntergeschluckt hatte, pfiff ich kurz und sofort kamen meine zwei Australian Shepherds angerannt. M&M hatte sich gut eingelebt und sah Mika wie ihre Schwester. „Kommt!“ rief ich kurz und stellte meine Sachen wieder an ihre Plätze in der Küche. Dann schlüpfte ich in meine Stallchucks und sprang auf den Hof. Gerade wollte ich die Haustür zumachen, als mir ein Zettel auffiel:
      Töff :*
      Es tut mir leid,
      aber ich werde das Joelletal
      verlassen. Kümmere dich bitte
      gut um Blaze, Asu, Tempi, Maya,
      Animby und Make me Wonder.
      Wir sehen uns noch in Skype und ICQ ;)
      Lieb dich so :************** und noch viel
      Mehr,
      deine Saf
    • Juliette
      [quote name='Toffifee' date='25 August 2010 - 10:20 AM']
      Liebeswirrwarr

      „Tut mir Leid, Manuel. Du denkst nicht wirklich, dass ich dich allein mit den Kindern lassen will?“ Ich lächelte versöhnlich. „Außerdem tut das Charteaux auch gut. Einfach mal ein bisschen fetzen. Ich kümmer mich derweil um die Ponys.“
      Verlegen strich sich mein Pfleger durch die Haare und setzte seine Sonnenbrille kurz ab. Neben ihm stand der gesattelte Charteaux, dösend. „Komm schon, sei nicht albern.“ Seine Stimme war fest und entschlossen. „Ich kann die Kiddis auch handeln. Und Charteaux…kennt sich hier noch nicht so gut aus. Wie ich.“ Ein Grinsen erschien auf seinen Lippen.
      Ich merkte, wie meine innerliche Mauer brach. „Nein. Nein, nein, nein. Manu, du schnappst dir jetzt Charteaux und dann will ich dich mindestens eine Stunde lang nicht sehen.“ Der Boss in mir brach durch, doch ich lächelte sofort wieder. „Alles klar?“
      Manu war baff. Er setzte seine Pilotenbrille wieder auf und stieg in den Sattel. „Okay, Chef. Bis in einer Stunde.“ sagte er, sichtlich verwirrt, und ließ Charteaux los gehen. Der Scheckhengst ging prustend los.
      Kurz sammelte ich meine Gedanken. Gut, Manuel war ich „los“. Der Pfleger war mir in der kurzen Zeit, die er hier war, schon echt ans Herz gewachsen. Vielleicht würde er ja in die günstige Pflegerwohnung neben dem Stall ziehen. Vielleicht. Dann würde er ein Tor aufstellen und mich zum Fußballspielen einladen. Hm, und ich würde natürlich kein einziges Mal treffen – kein Wunder, er hatte einen Reflex. Den Reflex, den Ball immer zu fangen, egal, aus welcher Position.
      Ich schüttelte den Kopf. Nein, das war der Pfleger Manuel mit den blonden Haaren, den hellbraunen Strähnen und dem unwiderstehlichen Lächeln. Er hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Nationaltorwart, aber nur äußerlich. Ich kannte Manuel Neuer zwar nicht, aber mein Manu war bestimmt von Grund auf anders. Total. Absolut. Absolut zum Schwärmen.
      Zum zehnten Mal erwischte ich mich, wie ich mit verträumter Miene Charteaux und Manu nachstarrte. Nachdem ich den Kopf geschüttelt hatte, sah ich zur Zuchtweide.
      Es würde noch ein wenig dauern, bis meine Reiterferienkinder kamen, da konnte ich noch ein wenig ‚Spaߒ mit meinen zur Zucht zugelassenen Ponys haben.
      Als erstes kam mir die stechend braunrote Farbe von Blaze vor die Linse. Er stand bereits am Zaun und döste, ruhig. Neben ihm, ebenfalls die Augen geschlossen, lehnte Victim. „Na, ihr beiden Faulpelze?“ flüsterte ich zärtlich und strich über die zarten Nüstern der Hengste. Sie öffneten beide ihre braunen Augen und folgten mir zum Gatter. Ich konnte mit den beiden Kumpels ja ein wenig Bodenarbeit machen.
      Nachdem der Rappe und der Braune geputzt waren, führte ich sie beide an ihren neuen Knotenhalftern auf den Reitplatz. Sie sprangen herum, jagten sich und buckelten wild, während ich versuchte, außerhalb ihres Spielbereiches Trabstangen auf den Boden zu legen. Daneben auf dem dritten Hufschlag legte ich eine blaue Plane aus und nochmal daneben lagen eine Reihe Reifen.
      Mit einem Pfiff schossen die Köpfe der zwei Hengste in die Höhe, die Ohren waren gespitzt. „Blaze, komm her!“ rief ich und klatschte kurz in die Hände. Der Braune löste sich von Victim und trabte auf mich zu.
      Rasch hakte ich einen Strick an sein Halfter, damit er nicht die Fliege machen konnte. Er sollte sich nicht vor der Bodenarbeit drücken. Aber die rotweißen Stangen lachten ihn an, da konnte er gar nicht widerstehen. Er trabte schon fast vor mir, euphorisch, mit gespitzten Ohren. Er wäre weiter die Bahn getrabt, wenn ich ihn nicht zurück genommen hätte. Jetzt war schließlich die Plane dran.
      Unbeirrt blieb Blaze auf der Mitte der blauen Plane stehen, senkte seinen Kopf und betrachtete die knisternde Plane. Dann sah er wieder mich an und trabte geschmeidig darüber. Kein Problem eben für meinen Checker.
      Als er mit angezogenen Beinen über die Reifen stolzierte, machte ich ihm den Führstrick wieder ab. Wie ein geölter Blitz schoss er zu Victim, der aber kurz darauf zu mir galoppiert kam.
      Victim war jedoch etwas zurückhaltender als Blaze. Er trabte schön an meiner Seite über die Stangen und blieb danach unschlüssig stehen. Als er die Plane sah, versteinerte der sonst so mutige Rappe.
      „Komm, Vicci“ sagte ich leise und melodisch und zupfte am Führstrick, doch Victim machte keinen Mucks. Er starrte mit entsetzen Blick auf die Plane. Ein Plan musste her.
      Es half auch nicht weiter, als ich mich auf die Plane legte und hin- und herrollte. Auch mit Leckerlis machte Vicci nur einen unschlüssigen Schritt auf mich zu, dann blieb er gespannt stehen. Da musste also Blaze helfen.
      Er blieb schnaubend neben mir stehen und ließ sich auf die Plane führen. Unter seinen Hufen knisterte sie ein wenig, was Vicci noch weiter zurückschreckte.
      Okay, der Plan war schief gelaufen. Jetzt musste ein Neuer her. Da fiel mir ein – hatten Blaze und nicht einmal Zirkustricks geübt?
      „Blaze, lay“ sagte ich leise und zeigte mit einem Leckerli auf die Plane. „Lay“ war das Schlüsselwort zu „Leg dich hin.“ Und Blaze verstand. In Zeitlupe legte er sich auf die blaue Plane, die dadurch noch mehr knisterte. Aber Victim kam zwei Schritte näher, die Nüstern auf dem Boden. Er zeigte Interesse.
      Blaze stand wieder auf und ging ein paar Schritte rückwärts, während Victim unsicher Huf vor Huf setzte, bis es unter ihm knisterte. Und er blieb mitten auf der Plane stehen.
      Mit neuem Mut folgte er Blaze dann über die Reifen, die der erfahrene Braune souverän ein zweites Mal durchlief.
      „Fein habt ihr das heute gemacht“ sagte ich, lächelte und steckte Blaze nochmal ein Stück Brot zu. Victim kaute bereits auf einem harten Stück herum. Sie waren fein geputzt, jetzt kamen sie auf die Weide. Und ich war im Stress.
      Meine nächsten Opfer waren Place Royal und Sandro. Longieren würde wohl reichen, reiten wollte ich lieber nicht probieren. Sandro arbeitete gekonnt mit, während Place Royal trotz Gummiausbinder den Kopf hochbrachte und wie ein aufgescheuchtes Huhn im Longierzirkel stakste. Die Ausbinder wollte ich nicht enger schnallen, das wäre dann doch ein wenig too much.
      Gerade schimpfte ich vor mich hin, als ich Hufschläge hörte. Wahrscheinlich würden ein paar der Tiere den kleinen Steinweg zu den Offenställen krabbeln. Ich machte mir also keine Sorgen.
      Mit Place war ich schon fast wieder fertig, als ich das Schlagen der Tür hörte. „Da hab ich wohl mal wieder nicht richtig zugemacht“ kommentierte ich es nur und seufzte.

      Das leise Knarren des Gatters des Longierzirkels, welches hinter mir zugezogen wurde, ignorierte ich einfach. Oder ich hörte es nicht.
      Aber was ich und Place Royal hörten war nicht wirklich schön anzuhören. Meinen Hengst hatte ich wieder nach draußen auf den Hufschlag gescheucht, als ich unmittelbar hinter mir einen tiefen Atemzug hörte. Kurz darauf berührten mich eisige Finger, die doch irgendwie sanft waren. Und dann schrie ich, wie ich noch nie geschrieen hatte. „AH! Hilfe!“
      Place stieg einige Zentimeter, während die eisigen Finger meine Arme umschlossen. Von hinten kam nur belustigtes, unterdrücktes Kichern. Der Griff wurde verstärkt, als ich mich wehrte und versuchte, umzudrehen.
      „Chill mal“ ertönte eine bekannte, weiche Stimme und wieder kicherte es. Er. Er…
      Ich streckte meinen Kopf nach oben und sah einen jungen Mann, der grinste. Wie ein Honigkuchenpferd. Und die Sonnenbrille saß locker auf den Haaren.
      „Du bist es.“ stellte ich tonlos fest und sah wieder zu Place, der sich inzwischen beruhigt hatte. Meine Stimme war monoton, ich wollte das Herzklopfen unterdrücken.
      Mein Pfleger fand das wohl ganz komisch. „Ja, ich bin es. Und wie ich weg war, hast du hier die Pferde verrückt gemacht?“
      Ein wenig taute ich auf. „Du hast mich erschreckt! Was kann ich dafür?“ rechtfertigte ich mich und drehte mich um. Er hatte den Griff gelockert und sah mir jetzt lächelnd in die Augen. Aber kein freches, spitzbübisches Lächeln. Ein…sanftes Lächeln.
      Für ein paar Minuten verlor ich mich in seinen grünblauen Augen, dann schlug ich die Augen nieder. „D-darf ich wieder weiter longieren?“
      Manuels Lächeln wurde breiter. „Wenn du mir versprichst, dass du Place gerecht behandelst…?“
      Empörung stand mir ins Gesicht geschrieben. „Ich behandle ihn gerecht!“ Doch Manuel ließ nicht mit sich reden. „Soll ich dir es zeigen?“
      „Nein“ sagte ich entschlossen, doch da hatte er mit seinen eisigen Finger schon die Longe übernommen. Wehren? Unmöglich.
      Ich stand nur neben meinem Pfleger und sah ihm zu, wie er Place Royal longierte. Und siehe da, der Hengst nahm wirklich den Kopf nach unten und kaute auf einem imaginären Gebiss.
      „Wow.“ Es war ehrlich gemeint.
      Manuel lächelte wieder frech. „Dankeschön, Chef. Und jetzt?“ Er machte Anstalten, zu salutieren, doch ich drückte lachend seinen Arm hinunter. „Lass es. Jetzt bringen wir Place zurück zu Sandro. Der müsste jetzt auch gefressen haben.“
      „Ein kleiner Gourmet?“ Die Augen meines Pflegers blitzten und er schob die Sonnenbrille auf die Nase. „Klein ist untertrieben. Der hat schon mal eine halbe Stunde für ein normales Mash gebraucht“ stöhnte ich gespielt mit den Nerven am Ende auf und lehnte mich unwillkürlich an Manus Schulter – er wich nicht zurück.
      Erst, als Place mich anstupste, war ich wieder in der Realität. Manuel hatte sich nicht bewegt, er starrte nur ins Leere. Unentschlossen hatte er den Arm gehoben, um ihn um meine Schultern zu legen. Jetzt streifte er verkrampft mein T-Shirt. „Tut mir leid.“ stammelte er, als ich mich erschrocken um blickte. Er passte auf, dass ich nicht umfiel, aber ging ein paar Schritte zur Seite. Place stupste mich wieder an. „Ich ähm…ich…ich…“ fing ich an, brach dann jedoch ab. Manuel sah in die Ferne, das Gesicht von mir abgewandt. Ich starrte auf meine Stiefelspitzen. „Ich mach Place fertig.“ flüsterte ich so leise, dass es nicht einmal der Hengst hörte, der direkt neben mir stand.
      Stillschweigend machte ich also den Glanzrappen fertig und führte ihn mit Sandro auf die Weide. Manuel stand nicht mehr im Longierzirkel, er war…verschwunden. Irgendwo hin.
      Super gemacht. Jetzt hatte ich ihn verschreckt.
      In manchen Filmen werden die Personen doppelt gezeigt. Die eine macht wie normal weiter, während die andere Person ihr über die Schulter sieht und sich denkt: Verdammt, warum kann ich nichts dagegen tun? Die arbeitende Gestalt hält darauf inne und macht mit etwas anderem weiter.
      Nun, so eine Szene hätte ich mir vorhin gewünscht. Dann hätte ich jetzt gebraucht. Eine kleine Stimme, die mir sagt, dass eine Beziehung zwischen Chef und Angestellten nie gut werden könnte. Und vor allem, wenn der Chef selbst nicht weiß, was er will.
      Ich hatte mich auf die Zuchtweide gekauert und starrte vor mich hin. Nichts spürte ich. Genau so, wie ich es wollte. Ich wollte hier draußen, wenn es sein musste, verrecken.
      Creepi graste vor mir, daneben Sahnebonbon. Beide wirkten zufrieden.
      Aber das war das einzige, was ich sah. Weiß und cremiges Weiß, darunter grün. Mehr nicht. Ich spürte nicht, wie Wind aufkam. Ich sah nicht, wie der Himmel sich verdüsterte. Erst, als die Pferde sich verzogen hatten und ich merkte, wie meine Haut unter dem T-Shirt durchnässt war, wusste ich, dass es regnete, wenn nicht sogar gewitterte.
      Aber das war gut so.
      Mein Blick wurde leerer, ich zog die Knie an und starrte weiter vor mich hin. Das nächste, was ich hörte, war Rauschen, bis es von einer warmen Stimme durchschnitten wurde.
      „Warum liegst du denn hier draußen?!“
      Meine Augen glitten über das Gras zum Zaun. Nasse Chucks, eine Buggy-Jeans und ein ebenso nasses T-Shirt wie meines.
      „W-was m-m-machst d-du denn-n-n h-h-h-h-hier?“ stotterte ich und sah mit leeren Augen in das entsetzte Gesicht meines Pflegers. Er selbst war klatschnass, warum auch immer. Mit einer irren Schnelligkeit, so dachte ich, war bei mir und sein Gesicht erfüllte mein Sehfeld. „Geht’s dir gut? Fühlst du dich schlapp? Krank?“ fragte Manuel und seine grünblauen Augen sahen besorgt aus.
      „M-m-m-mir geht’s gut“ stotterte ich wieder und Kälte durchfuhr mich. „I-i-ich will hier bleiben.“
      „Wenn die Ferienkinder kommen? Du spinnst doch.“ Seine Stimme hörte sich entschlossen an. Etwas unsicher sah er zu Boden und ich fand mich schon bald über dem Boden wieder. Ich schwebte.
      „Lass mich zurück!“ rief ich hysterisch und strampelte in Manus Armen. Er lächelte leicht und verstärkte den Griff um meine Beine noch mehr. „Lass mich bitte gehen“ versuchte ich es dann nett, doch Manuel war damit beschäftigt, die Wohnungstür aufzukriegen. Sanft legte er mich auf die Couch und holte eine Decke.
      „Ich würde dir auch trockene Sachen anziehen, aber naja.“ Auch mein Pfleger wirkte nervös. Unsicher setzte er sich in den Sessel gegenüber mir und betrachtete mich. Ich fühlte mich etwas schwach, aber mehr nicht. „Manuel?“
      „Ja?“ Sofort rutschte er an die Kante des Sessels.
      „Kannst du schnell kommen?“
      Er sprang auf und war in der nächsten Sekunde schon neben mir. „Was ist?“
      Kurz bestand Blickkontakt, wir unterhielten uns nur mit den Augen. Seine grünblauen Edelsteine funkelten, er wollte also auch. Kurz schluckte ich, dann kam sein Gesicht immer näher. Er hatte die Augen halb geschlossen, der Rest seines Blickes war auf meinen Mund fixiert. Sein Gesicht war nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt, ich spürte seinen ruhigen, aber doch irgendwie hektischen Atem.
      Unsere Lippen waren nur noch zwei Zentimeter getrennt, nur noch zwei kleine Zentimeter – da dudelte mein Handy auf der Couchlehne los.
      Mit einem tiefen Seufzen sank Manu auf die Fersen zurück und stützte dann kurz das Gesicht in die Hände. Etwas verwirrt griff ich nach dem Handy.
      „Hallo?“
      „Toffi? Hier ist Bekki!“ Die fröhliche Stimme meiner Freundin hellte meine Miene wieder auf, während ich Manu kurz musterte. Ein kleines bisschen Mitgefühl und Trauer lag in meinem Blick.
      „Hey, Bekki. Was ist los?“ fragte ich und räusperte mich. Meine Augen waren immer noch an den unbewegten, jungen Mann am Boden geheftet.
      „Ach, nichts. Ich wollte dir nur sagen, dass Icetea bereit zum abholen wäre.“ Bekki lachte hell auf und meine Arme wurden steif. „Heißt…?“ Ich spürte, wie meine Stimme brüchig wurde und meine Augen flogen schnell auf die Decke. Manuel hatte sich bewegt und stand auf. Er zeigte auf die Tür und formte mit leisen Bewegungen die Worte: „Bin draußen und kümmere mich um die Pferde.“
      Mit einem Seufzen hörte ich Bekkis ‚Befehl’ zu. „Das heißt, du kommst jetzt sofort zu mir und holst Icetea ab. Sie wartet schon. Und außerdem brauchst du gar nicht so zu seufzen, klar?“ Der Klang ihrer Worte war immer noch liebevoll und belustigt gemeint. Sie schaffte es wirklich, mir jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. „Wegen dir habe ich nicht geseufzt.“ entschuldigte ich mich. „Wegen…etwas anderem.“ Mein Blick wanderte wieder zur Tür, die Manu sorgfältig geschlossen hatte.
      „Ah ja.“ Bekki dachte nach. „Naja, wir sehen uns dann. Bis später!“
      Dann hatte sie aufgelegt. Das Telefon glitt wieder auf den Beistelltisch und ich sah kurz aus dem Fenster. Toll, das Wetter hatte wieder umgeschlagen. Strahlender Sonnenschein.
      Die Schwäche fiel von mir ab und ich legte die rote Decke wieder zusammen. Bevor ich zu Bekki ging wollte ich noch duschen. Und dann, wenn ich wieder da war, musste ich mich bei Manuel entschuldigen.
      Das warme Wasser tat wirklich gut und für ein paar Minuten vergaß ich das Theater von vorhin. Ich zog trockene Sachen an, föhnte meine Haare und schlüpfte dann in meine Stallschuhe – Chucks.
      Long Island Icetea wartete jetzt auf mich. Sie wurde auf Arijas Gestüt geboren, zu Bekki gebracht und jetzt kam sie zu mir. Eine ganz schöne Reise, die die Kleine schon zurückgelegt hatte. Aber ich freute mich wirklich total auf die kleine dunkelbraune Stute.
      Etwas apathisch setzte ich mich ins Auto und fuhr mit starrem Blick und starrem Lächeln vom Hof.
      „Hallo, Toffi“ Bekki lächelte mich schief an, neben ihr stand ein neugierig dreinblickendes Fohlen. Unwillkürlich erwiderte ich das Lächeln. „Hallo, Bekki.“
      Und dann lagen wir uns lachend in den Armen.
      „Schön, dass du wieder da bist“ sagte Bekki gepresst an mein Ohr und dann lösten wir uns voneinander. Das Fohlen hatte uns wieder nur angesehen. „Icetea? Sag ‚Hallo’ zu deiner neuen Futterfrau“ Meine Freundin wirkte feierlich und übergab mir leicht wie eine Feder den blauweißen Strick.
      „Schalke“ bemerkte ich mit einem schiefen Grinsen und wog den Strick etwas in der Hand. Bekki sah mich fragend an und strich nebenbei das krause, weiche Fell des Fohlens. Dann fiel ein Blick auf ihre Uhr. „Oh nein! Mist. Tut mir leid, Toffi, aber…“
      Ich musste lachen. „Ja, ja, ich geh schon. Wir sehen uns oder telefonieren, oder?“ Mit einem leichten Zug folgte mir das Fohlen und prustete Bekki tröstend zu. Als würde es sich verabschieden und sich bedanken.
      Verladen ließ sich Icetea problemlos, sie stöberte sofort durch die leichte Strohschicht am Boden.
      Mit einem Knuddeln verabschiedete ich mich von Bekki und stieg dann ins Auto. Sofort wurde ich wieder apathisch.
      Fast zeitgleich erreichten mich zwei SMS. Eine von Channi02 und eine von Elle, ich konnte meine zwei Hengste abholen.
      Als ich wieder auf meinen Parkplatz parkte musste ich mich sehr an die SMS erinnern. Ich wusste, dass ich sie gelesen hatte, auch ungefähr den Inhalt. Aber trotzdem…war mein Gedächtnis irgendwie leer.
      Der Hof war wie leer gefegt. Der Boden war wieder trocken, die Sonne schien heiß und unerbärmlich herab.
      Icetea folgte mir auf die Stutenkoppel, als wäre sie hier schon immer gewesen. Mit einem kurzen Wiehern begrüßte sie alle und stürmte sofort auf den ängstlichen Cresant Moon los. Später wollte ich mit ihn noch ein bisschen ans Halfter gewöhnen.
      Wie programmiert baute ich die Mittelwand in den Hänger, stieg wieder ins Auto und machte mich sofort auf den Weg zu Elles Gestüt. Sie war wieder nicht da, hinterließ mir aber eine Nachricht:
      Vans wartet auf dem Paddock. Die Sachen sind in der Sattelkammer, wünsche dir viel Spaß mit dem Schönen! 
      Okay, das Pony stand also auf dem Paddock – wirklich schwer ihn zu finden war es nicht. Er streckte mir sofort den Kopf entgegen, in der Hoffnung, etwas Leckeres zu bekommen. „Hallo, Vans“ lächelte ich und strich dem Hengst sanft über die Blesse. Der Name gefiel mir, meine Lieblingsmarke war eben Vans off the wall.
      Ohne Probleme ließ sich der Hengst aufhalftern und auch ohne Zicken verladen. Vans hatte nur das Heunetz gesehen, dann war er fast in den Hänger gesprungen.
      Elle und Channi02 wohnten ziemlich in der Nähe. Aber auch die Besitzerin des Grauens war nicht da. Nur wieder ein Zettel:
      Hallo, Toffi.
      Barquillero Mojito steht in seiner Box. Nimm dir am besten eine Gerte mit rein, sonst kommst du nicht unbeschadet wieder raus. Seine Sachen stehen davor.
      Channi
      Also wieder Pony holen? Seufzend griff ich mir eine Gerte, die an der Wand hing, und öffnete die große Box, an deren Tür in einer großen Schrift Barquillero Mojito prangte. Ich wurde schon gewarnt, der Hengst sei ein wenig stürmisch, aber eigentlich war ich das gewohnt.
      Die Gerte lag aufrecht in meiner Hand, als ich die Tür zurück schob und selbstbewusst ins Stroh trat. Ein wunderschöner Hengst stand in einer Ecke, kauend, er hatte gedöst. Sein Blick war jetzt wach, sein Kopf erhoben. Und er hatte ein Ohr angelegt und das andere gespitzt, als wäre er sich nicht sicher, ob ich im Gutes oder Böses tun wollte. Unentschlossen.
      Langsam kramte ich in meiner Tasche nach Leckerlis. Mojito machte einen langen Hals und ging ein paar Schritte auf mich zu. Die Ohren zuckten nach vorne und nach hinten. Ein Lächeln schob sich auf mein Gesicht, die Gerte versteckte ich hinter dem Rücken. Ein wenig Vertrauen lag in Mojitos hübschem Gesicht und entschlossen fasste ich nach dem schwarzen Halfter, welches er trug. Erst schüttelte der Hengst den Kopf, dann folgte er mir jedoch.
      Vor der Box lag ein weißer Strick, wahrscheinlich für das Pony. Zögernd hob ich ihn auf. War er wirklich für Mojito? Doch dann schüttelte ich den Kopf. Klar gehörte er ihm. Die Sachen von ihm lagen alle vor der Box, sowie der Strick. Es war seiner.
      Vorm Verladen machte ich mir jedoch noch Sorgen. Würde er einfach so in den Hänger spazieren? Sollte er erstmal Vans kennen lernen?
      Letzteres schien mir sinnvoll. Während Mojito graste, lud ich den Fuchshengst aus und führte ihn an den Grasstreifen.
      Barquilleros Kopf schoss in die Höhe, seine Ohren waren flach angelegt. Vans hingegen blieb cool. Er schnaubte gelassen und senkte dann seinen Kopf ins Gras. Der Graue gegenüber dem Fuchs sah diesen nur ungläubig an, dann entspannte sich seine Haltung und er graste ruhig.
      Zehn Minuten später verlud ich die beiden, die sich inzwischen über die Trennwand beknabberten, und fuhr zurück.

      Kurz warf ich einen Blick auf die Uhr. Es war gerade mal kurz nach zwei, die Ferienkinder kamen erst in zwei Stunden. Dann musste ich jetzt die Pferde weiter verpflegen. Allein.
      Sollte ich gleich mit Cresant Moon anfangen?
      Doch ich entschied mich nicht dafür. Die Kiddis liebten es, beim Training mit Fohlen zuzusehen. Aber It’s the CSI Girl und Dahiba, mit den beiden konnte ich wirklich etwas machen. Einen kleinen Spaziergang?
      Doch die beiden Stuten schienen nicht sehr angetan von der Idee. Sie legten die Ohren an, als ich mit ihren Halftern und Stricken die Weide betrat. Das konnte ja heikel werden.
      Letztendlich ließen sich aber beide einfangen und zur Weide bringen. Dahiba kaute noch auf einem letzten Grasbüschel, bevor ich sie anband. „Mit dir fange ich gleich mal an“ meinte ich leicht lächelnd und holte ihre Putzbox. Dahiba war dreckiger als CSI.
      Nach zehn Minuten Dauerstriegeln war ich selbst von Kopf bis Fuß dreckig und staubig. Das Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen und dann zu einem hellen Lachen. Dahiba sah mich unverständlich an und prustete, als wolle sie sagen: „Was ist denn mit dir los?“
      Die Beine waren jedoch noch unsäglich dreckig. Ob die Schimmelstute wollte oder nicht, jetzt musste erstmal der Dreck abgewaschen werden. Dahiba tänzelte schon unruhig, als ich den Schlauch holte. „Ruhig, meine Süße“ sagte ich leise und stellte den Schlauch auf einen sanften Strahl ein. Das Wasser war kühl, perfekt für den heißen Tag.
      Nach dem Waschen war ich zum Glück wieder einigermaßen sauber, aber nass. Zum Glück war CSI nicht ganz so dreckig. Nach allein zehn Minuten war sie fertig und es konnte losgehen.
      Die Stricke hingen ein wenig durch als wir durch den Wald streiften. Die beiden Stuten gingen ruhig neben mir her, sie freuten sich in Gedanken schon auf die Wiese. Da durften sie dann nämlich grasen und ein wenig rennen.
      Als wir aus dem Wald traten, blinzelte ich kurz. Die Sonne blendete ungeheuerlich, man konnte kaum glauben, dass es vor zwei Stunden noch geschüttet hatte.
      Bald schon hatten wir die Wiese erreicht. Dahiba und CSI grasten friedlich neben mir, während ich im Gras lag und die Augen schloss. So konnte man das Leben genießen.
      Als ich in keiner weiten Ferne Hufetrappeln hörte riss ich die Augen auf. Hatte ich das Gatter richtig verschlossen?
      Das Geräusch lenkte meinen Verstand zu einer weißen Stute, darauf galoppierte ein junger Mann. Manuel war mit Creepin Up The Backstairs ausgeritten. Okay, dann konnte ich später noch mit den anderen etwas machen.
      „So, meine Süßen. Wir packen es.“ verkündete ich zwei Minuten darauf und rappelte mich aus dem Gras. Etwas beleidigt folgten mir die zwei Stuten dann wieder nach Hause.
      Als nächstes…vielleicht einfach einen Schlag Zuchtpferde laufen lassen? Die Kinder kamen bald, ich musste noch ein paar Ponys fertig machen…Stress pur.
      Sweet Death, Dancer in the Moonlight und Parlay konnte ich ja noch laufen lassen. Sweet war mir als Kinderpferd ein wenig zu hinterlistig, vielleicht würde ich jemand wirklich erfahrenen auf sie setzen. Mal sehen.
      Mit einem Schwung Pferde machte ich mich also auf zum Reitplatz und ließ die drei Hengste und die Stute los. Die viertel Stunde, in denen die Pferde auf dem Platz rasten, konnte ich einen ungewollten Deckakt verhindern. Die Hengste bockten eh immer an der Spitze, es gab also keine Probleme.

      „Zwei vor vier. Okay, ruhig bleiben. Sie tun dir nichts“ redete ich mir ein als ich mir fünf Halfter holte. Die Kinder kamen gleich, Manuel war immer noch verschwunden, obwohl Creepi auf der Weide graste. Die Halfter waren für Star, Charteaux, Spirit und Capriciasso. Es kamen zwar fünf Kinder, aber beim letzten Kind musste ich sehen, ob ich sie auf Sweet setzte oder nicht. Das fünfte Halfter war also eher noch unentschlossen.
      Die ersten Autos bogen um die Ecke und ich half den zwei Mädchen, die sich als Sara und Lisa vorstellten, ihre Koffer in das große Fünferzimmer zu schleifen. „In zehn Minuten treffen wir uns draußen auf dem Hof, dann teil ich euch ein wenig ein und später dürft ihr auch noch zusehen, wie ich mit meinen zwei Fohlen arbeite.“ Dazu noch ein Lächeln und die zwei zehnjährigen Mädchen waren Feuer und Flamme.
      Das nächste Mädchen, das kam, trug den Namen Jessica und war elf Jahre alt. Auch ihr half ich den Koffer hoch zu schleppen und erklärte ihr den vereinbarten Treffpunkt. Dann lief ich wieder hinunter.
      Sara, Lisa und Jessica waren pünktlich in Reiterklamotten auf dem Hof und hörten mir zu, als ich ihnen erklärte, wie es hier ablief. „Frühstück gibt es ab halb acht, aufstehen dürft ihr wann ihr wollt. Um halb elf ist die erste Reitstunde, Mittagessen ist um eins und am Nachmittag reiten wir dann entweder um drei oder um vier. Und…“
      Ich musste unterbrechen, da ein schwarzer BMW um die Ecke fuhr. Darin saßen eine versteifte Mutter im Chanelkostüm und einem strengen Haarknoten mit ihrer Tochter. Die letzte im Bunde, Marie.
      Die Mutter begrüßte mich förmlich und war dann auch wieder abgereist, was mir eigentlich ganz genehm war. Eine angeregte Unterhaltung mit dieser Dame wollte ich weitgehend umgehen.
      Als Maries Sachen verstaut waren, trafen wir uns wieder auf dem Hof. „Also nochmal für alle: Frühstück steht in der Küche – die zeige ich euch noch später – ab halb acht. Aufstehen dürft ihr, wann ihr wollt, aber um halb elf ist die erste Reitstunde. Halb eins gibt’s Mittagessen, Mittagsruhe ist bis zwei. Um drei ist dann die nächste Reitstunde, danach helft ihr mir ein wenig bei den Pferden und im Stall. Um halb sieben gibt es Abendessen und dann werden die Pferde in den Stall gebracht. Wenn wir damit fertig sind, dürft ihr fernsehen oder machen, was ihr wollt. Noch Fragen?“ Aufmerksam sah ich in die Runde. Keine Hand meldete sich, also konnten wir ja mal die Reitkünste der Mädchen testen. „Wie lange reitet ihr denn alle schon?“ fragte ich und umgriff die Halfter stärker.
      Wie sich herausstellte ritt Jessica am längsten und hatte die meiste Erfahrung mit Pferden. „Dann reitest du Sweet Death. Die Schimmelponystute da hinten.“ Kurz drückte ich dem blonden Mädchen das blaue Nylonhalfter in die Hand und schickte sie schon mal auf die Koppel.
      Lisa war die kleinste und zierlichste, sie würde heute also erstmal Spirit reiten. Marie und Sara teilte ich für Baghira und Charteaux ein. Gewissenhaft machten alle ihre Pferde fertig und führten sie dann zum Reitplatz.
      Die Sonne stand schon tiefer und neigte sich immer näher an den Horizont heran, als wir auf den Platz marschierten. Niemand hatte große Probleme beim Aufsteigen und auch im Schritt ging alles gut. Jessica und Sweet Death kamen im Moment noch unglaublich gut aus, die Schimmelstute trottete brav hinter Charteaux her. Auch im Trab klappte alles noch; Baghira an der Tête raste ein wenig, aber Charteaux und Sara hefteten sich im richtigen Abstand an Baghis „Fersen“. Sweet Death hatte zuerst wenig Begeisterung gezeigt, hatte den Kopf nach unten gerissen, doch Jessica brachte es zustande, die Stute nicht buckeln zu lassen. Geschlagen trabte Sweet Death jetzt einen Zirkel. Lisa und Spirit verstanden sich bereits perfekt und das kleine Mädchen konnte den sonst so sturen Wallach allein auf dem oberen Zirkel traben.
      Einen Galopp ließ ich sie noch nicht machen, trotz Hundeblicken und Schmolllippen. „Lernt die Ponys erstmal kennen. Morgen dürft ihr dann vielleicht.“ versprach ich und ließ die Truppe Mädels abreiten.
      Nachdem die Pferde und Ponys auf der Koppel waren schnappte ich mir zwei kleine Halfter. „Jetzt arbeite ich ein wenig mit Cresant Moon und Feuervogel. Wenn ihr wollt, dürft ihr zusehen.“ schlug ich vor und schwang meine Beine über den Zaun. Erstmal war Feuervogel dran. Der kleine Hengst war schon ans Halfter gewöhnt, dann würde ich heute ein wenig Longenarbeit machen, bzw. ihn an die Longe gewöhnen.
      Der Palomino stakste freudig auf mich zu, er hatte gerade mit Icetea gespielt. Gemütlich folgte er mir von der Weide und ließ sich erstmal von den Mädchen betüddeln. Er war nicht arg dreckig, ich musste also nur ein bisschen über ihn drüberputzen.
      Vor der zusammengerollten Longe hatte er also schon mal keine Angst. Auch nicht, als ich sie ihn in das Halfter hakte. Er folgte mir widerstandslos zum Longierzirkel, kein Bocken oder andere Unarten.
      Die Longierpeitsche hatte ich, nachdem Feuervogel sie ohne Interesse beschnuppert hatte, hingelegt und mich neben ihn gestellt. Er sollte die grundlegenden Kommandos mit mir lernen.
      „Scheeritt“ sagte ich leise und ging im normalen Tempo vorwärts. Feuervogel zuckte nicht mit der Wimper und folgte mir. Als ich mich immer weiter in die Mitte stellte blieb er einige Male stehen, doch als ich ein wenig auf der Stelle lief, ging er weiter.
      Nach zehn Minuten stand ich in der Mitte und trieb den kleinen Hengst weiter mit dem ‚Zauberwort’. Ein Ohr hatte er halb zu mir gedreht, das andere gespitzt nach vorne gerichtet. „Das reicht.“ beschloss ich und hielt Feuervogel mit „Brr!“ an.
      Wenig später tollte er wieder auf der Weide. „Dann gehen wir jetzt zu Cresant Moon.“ Die Mädchen folgten mir schweigend und ein überzeugtes „Oh, wie süüüüß!“ entfuhr ihnen, als sie den White Splashed – Hengst sahen. Cresant sprang sofort einen Schritt zurück und versteckte sich hinter Hot n Cold, seiner Mutter. Diese stupste ihn auffordernd an und kam an den Zaun, auf der Suche nach Leckereien.
      Lisa, Jessica, Marie und Sara blieben am Zaun und kraulten die Rappstute. Ihre Blicke waren aber an Cresant Moon und mich gerichtet.
      „Hallo, mein Kleiner“ flüsterte ich zärtlich und streckte meine Hand aus. Das Vertrauen zwischen dem Fohlen und mir war schon viel stärker, er ließ sich jetzt sogar schon leicht von mir streicheln.
      Langsam zog ich das weiße Fohlenhalfter hinter dem Rücken hervor. Cresant beschnupperte es eingehend, ging immer wieder ein paar Schritte zurück, nur um wenig später das weiße Nylonding wieder zu beschnuppern. „Magst du’s mal anziehen? Steht dir bestimmt ganz ausgezeichnet“ meinte ich grinsend und hob das Halfter leicht zum Kopf des Hengstfohlens. Erst zuckte sein Kopf zur Seite und er stieß ein helles Wiehern zum Kopf seiner Mutter aus. Diese schenkte ihm nur einen aufmunternden Schnauber, dann ließ sie sich weiter von den Mädels streicheln.
      „Bleib ganz ruhig. Es tut nicht weh“ Meine Stimme war leise und beruhigend als ich das Halfter sanft über den kleinen Kopf des Hengstfohlens zog. Cresant sog die Luft scharf ein, blieb aber stehen und ließ mich das Halfter verschnallen und anpassen. Als ich mich aus der Hocke erhob und die Zuchtweide wieder verließ fing er an, über die Weide zu bocken und stolz zu wiehern. Als wolle er sagen: „Guckt mal, jetzt habe ich auch so ein Ding!“
      „Kommt, Mädels. Jetzt gibt’s Essen und danach bringen wir die Pferde in die Boxen.“ rief ich den Kindern bei der Rappstute zu und machte mich schon mal auf den Weg zum Haus.

      Jessica, Sara, Lisa und Marie hatten sich gerade vor den Fernseher gehockt, um Galileo zu sehen, also konnte ich die Pferde alleine in ihren Stall bringen.
      Es sah wieder nach Regen aus, also sollten alle Pferde in die Boxen.
      Gerade, als ich nach den ersten Halftern greifen wollte, sah ich mir den Boden überrascht an. Kein einziges Halfter lag mehr auf der Hengstweide! Auf der Stutenweide war es genau dasselbe, alle Stallpferde waren weg. Auch die Zuchtpferde waren nicht mehr auf ihren Koppeln.
      Verwundert öffnete ich die Stalltür – und sah Manu, wie er gerade das letzte Pferd fütterte. Als er mich bemerkte lief er rot an und fing an zu stammeln. „Ehm…ich hab die Pferde schon mal rein gebracht…“ Er sah genauso verdattert aus wie ich.
      „Okay…danke.“ bedankte ich mich und trat einen Schritt auf die Stallgasse. Die Stalltür schlug zu und Manuel sah erst hinter mich, dann fiel sein Blick auf mich.
      Wir näherten uns und die grünblauen Edelsteine waren auf mein Gesicht fixiert. Seine Lippen waren halb geöffnet, er nahm meinen Kopf sanft in die Hände. Als ich die warmen, weichen Lippen auf meinen spürte, schloss ich die Augen und genoss den Moment einfach.
      Nach einer halben Ewigkeit lösten wir uns voneinander. „Es tut…“ setzte mein Pfleger an, doch ich hielt ihm den Zeigefinger vor den Mund. „Nichts da.“ Dann entzog ich mich sanft aus seiner Umarmung. „Jetzt ist aber Schluss. Gute Nacht“ verabschiedete ich mich und drehte mich mit einem sanften Lächeln um. Ich spürte seinen fragenden Blick im Rücken, aber sah ihn nicht mehr an.
      Als ich gerade abwusch und Mika, Cassey und M&M ihr Futter fraßen, hörte ich, wie draußen ein Motor angelassen wurde. Wenig später fuhr ein im kalten Mondlicht schwarzer BMW vom Hof. Manuels Auto.

      [/quote]

      [quote name='Toffifee' date='21 July 2010 - 01:53 PM']
      Der neue Pfleger - Prominenter Besuch?!


      „Die Engländer, die ham Humor…“ Mein Handy trällerte vor sich hin. Oh Gott, ich liebte dieses Lied. Wir hatten zwar ‚nur’ die goldene Ananas geholt, doch diese WM war einfach traumhaft.
      Ich merkte gar nicht, wie das Lied aufhörte und fünf Minuten später wieder anfing, vor sich hin zu spielen.
      Versunken in den Gesang und den Text merkte ich, dass das ‚Gimme Hope Joachim’ mein Klingelton war.
      Schnell rappelte ich mich auf und drückte auf den grünen Hörer. „Ja, hallo?“
      Ein kurzes Knacken kam in der anderen Leitung. „Hallo? Bin ich hier beim Gestüt Liberté?“
      „Ja, wie kann ich helfen?“ Oh man, wie hörte sich das nur am anderen Ende an? Wahrscheinlich ziemlich vergnügt, denn mein Gesprächspartner gluckste vor sich hin. Als er sich wieder gefangen hatte, antwortete er. „Ich rufe wegen dem Posten als freier Pfleger an. Sie haben ja etwas im Dorf angepinnt.“
      Ich nickte. „Ja, habe ich. Wollen Sie einfach mal vorbei kommen? Heute Nachmittag?“
      Der Mann am anderen Ende schien ebenfalls zu nicken. „Alles klar. Bis dann!“
      Das Freizeichen ertönte und ich nahm das Handy vom Ohr. Yeah, heute Nachmittag hatte ich vielleicht schon einen Pfleger!
      Lächelnd nippte ich an meinem Eistee. Wenigstens war es ein paar Grad niedriger – aber trotzdem noch viel zu heiß.

      Wir hatten gar nicht ausgemacht, wann er kommen wollte. Also saß ich bereits um halb zwei auf der Treppe und spielte mit Mika, M&M und Cassey Stöckchen.
      Ein paar Minuten später bog bereits ein blauer VW auf meinen Parkplatz und ausstieg – ein Double.
      Von wem?
      Dem wohl tollsten Torwart, den ich bisher gesehen hatte.
      Blonde Haare mit dunklen Strähnen, eine große Sonnenbrille und ziemlich durchtrainiert. Dazu noch riesig…waah!
      Erst jetzt klappte ich vor Scham meinen Mund zu. Man starrte Leute, die einen nicht kannten, nicht an. Warum konnte ich mir das nie merken?!
      Überrascht sprang ich auf und pfiff meine drei Shepherds zurück, als sie den Neuankömmling begrüßten. „Ähm, hallo“ sagte ich leise und reichte dem Riese die Hand.
      Er lächelte. „Hallo“ Nachdem er meine Hand geschüttelt hatte, nahm er lässig seine Sonnenbrille herunter. Waah, ich sterbe! Diese blauen Augen!
      Nicht umkippen, nicht umkippen…rief ich mir ins Gedächtnis und atmete tief durch. „Ähm, ja“ stotterte ich und grinste verlegen. Was sollte man denn da noch groß sagen.
      Doch der durchtrainierte, junge Mann schien meine Gedanken zu erraten. „Nein, ich heiße nur wie er“ Dann grinste er.
      „Okay, dann weiß ich schon mal deinen Namen…oh, ist es okay, dass wir Du sagen? Ist hier üblich…nicht so wie auf einem hochmodernen Dressurgestüt.“
      Manuel nickte. „Also, ich bin Manuel. Deinen Namen müsste ich nur noch erfahren…“
      „Nenn’ mich einfach Jojo, da höre ich am meisten drauf. Aber ich hätte gesagt, wir schauen erstmal, wie sehr du dich mit Pferden auskennst“
      „Alles okay. Ich bin mit Pferden aufgewachsen, hab die letzten Jahre in einem Dressurstall geholfen. Da hat es mir aber nicht so gefallen – hat sich wie Arbeit angefühlt“ lachte er und folgte mir dann leise zu den Weiden.

      „Nimm dir das blaue Halfter da unten und fang den großen Rappen ein, das wäre dann der Auftakt.“ sagte ich und wies auf Elegance, die uns neugierig beäugte.
      Entschlossen nahm der Blonde das Halfter, schwang sich über den Zaun und lief dann zielsicher auf Eli zu, die ihm freundlich entgegenblickte. Ohne große Hektik legte er der braven Stute das Halfter an und führte sie über die große Weide.
      Als er neben mir hielt, nickte ich. „Okay, das war schon mal gut. Dann lass sie jetzt wieder frei und hol dir auf der Weide da drüben das schwarze Lederhalfter und den Fuchs mit dem weißen Bein.“ wies ich Manuel an und zeigte auf Cabaniro. Er graste gerade, ein Moment, in dem es echt eine Herausforderung war, ihn zum Hof zu bewegen. Mal sehen, wie Manuel sich schlug.
      Selbstsicher ging er auf den Hengst zu, das Halfter locker in der Hand. Es schwenkte leicht hin und her, Manuel wirkte überhaupt nicht nervös. Argwöhnisch wurde er von Caba beobachtet, doch der Junghengst machte keinerlei Anstalten, den Kopf aus dem leckeren Grün zu heben.
      Manuel wirkte immer noch ziemlich selbstsicher und dominant. Das würde Cabaniro sicher nicht auf sich sitzen lassen, auch bei mir versuchte er, den Macho zu spielen. Mal sehen, was Manuel als nächste machte.
      Er ließ seine dominante Maske nicht fallen, griff unter Cabaniros Hals und stemmte ihn ein wenig hoch, worauf Cabaniro beleidigt den Kopf hochwarf, um ihn zwei Sekunden später wieder ins Gras zu stecken. Doch der neue Pfleger ließ es nicht zu. Sicher packte er Cabaniros Kopf und zog ihm das Halfter über den Kopf. Der Hengst versuchte, nach Manuel zu schnappen, doch dafür bekam er nur ein paar Klapse.
      Schließlich folgte der kleine Hengst dem großen Blonden freiwillig von der Weide – wenn auch nicht begeistert.
      „Na, wie war ich?“ fragte Manuel und lächelte. „Der Kleine ist ein ganz schöner Brocken. Flegelalter?“
      Ich grinste zurück. „Ja, ist gerade hineingekommen. Aber, wenn du ihn schon am Strick hast“, Kurz deutete ich auf den Putzplatz, „kannst du ihn gerne putzen. Auf, auf, ich hole mir auch ein Pferd.“
      Schnell ging ich zur Hengstweide, nahm mir Victims Halfter und band ihn dann neben Cabaniro an. Einträchtig putzten wir die beiden Pferde und holten dann die Sättel. „Wir gehen erstmal auf den Platz. Wenn ich nämlich mal nicht da bin, musst du die Pferde bewegen, okay?“
      Manuel nickte grinsend. „Okay. Aber ich soll wohl nicht alle heute reiten, oder…?“ fragte er beängstigt und hielt mit seinem Bürstenstrich inne.
      Ich lachte. „Nein, natürlich nicht. Du musst dann nur noch jemanden longieren, dann kann ich ja sehen, ob du geeignet bist oder nicht“ fügte ich hinzu und fing dann an, Victims Hufe auszukratzen. Ab und zu spickte ich mal zu Manuel rüber, der perfekt mit Cabaniro auskam. Nicht ein einziges Mal versuchte der junge Hengst, den neuen Pfleger zu beißen, er tänzelte nicht einmal. Victim war natürlich die Ruhe selbst, auch, als es ans Satteln und Trensen ging. Der Braune neben ihm machte jedoch ein paar Mätzchen, Manuel hatte sie aber im Griff. Er war sogar – ohne einen einzigen Fehler – eher mit dem Satteln fertig als ich.
      „Tzz, bloß, weil du ein paar Muckis hast“ murmelte ich gespielt beleidigt, bewunderte seine starken Arme jedoch. Naja, wenn man im Tor stand…
      Mist! Nein, er ist es nicht, du bildest dir alles bloß ein! Er ist kein Torwart. Er ist Pferdepfleger.
      Manuel lächelte. „Das ist einfach die Übung. Aber“ Er sah Victim prüfend an. „bist du dann auch mal fertig?“
      Ich nickte und zog den Sattelgurt nochmal nach. Langsam ließ ich die Steigbügel hinunter und stieg dann in den Sattel. „Ja, guck doch. Ich bin schon lange fertig!“ scherzte ich, nahm die Zügel leicht auf und ließ Victim vorwärts gehen.
      Schweigend ritten wir den Weg entlang, ich beobachtete jeden Schenkeldruck von Manuel. Er hatte seine Sonnenbrille wieder aufgesetzt und sah konzentriert nach vorne. Mit offenem Mund musste ich ihn anstarren, ich konnte nicht anders.
      Gespielt genervt sah Manuel mich an. „Kannst du nicht mal aufhören?“ Dann grinste er.
      „Ähm…Sorry, aber das ist kaum zu unterdrücken“ meinte ich peinlich berührt und hielt Vicci dann an. „Nachgurten und danach traben? Der Weg ist jetzt schön breit“ Manuel nickte und mit einer Parade standen die zwei Hengste einträchtig nebeneinander.
      Als die Gurte fest waren, setzte ich mich zurecht und nahm die Zügel weiter auf. Jetzt hatte ich eine stetige Verbindung zu Victims Maul.
      Mit einem weichen Schenkeldruck trabte der Rappe unter mir an und streckte seinen Hals. Er lief v/a, also perfekt.
      Auch Cabaniro trabte, sogar ziemlich ruhig. Allerdings sah er ziemlich gehalten aus, obwohl die Zügel locker waren. Manuel trieb auch genug, aber Cabaniro verarschte ihn. Und zwar ziemlich.
      Fragend sah mich Manuel an. „Du kannst eigentlich nicht viel machen. Vielleicht stärker treiben, wenn’s gar nicht geht, einmal angaloppieren. Da streckt sich das Baby von alleine“
      Manuel nickte und trieb ein wenig energischer – nichts. Immer noch ging Cabaniro sehr gehalten, also gab es keine andere Lösung. Der neue Pfleger ließ die Zügel locker und gab die Galopphilfe.
      Victim wollte natürlich auch, doch ich ließ Cabaniro vorbeipreschen und hielt meinen Hengst im Zaum. Genervt schüttelte er den Kopf, blieb aber in einem ruhigen Tempo. Dumpf hörte man die Hufschläge auf dem Feldweg, auch, wenn Caba und Manuel nicht mehr zu sehen waren. Aber soviel Vertrauen setzte ich in den jungen Mann, dass er, sobald Cabaniro wieder normal ging, ihn durchparierte.
      Tatsächlich. Als ich einen kleinen Bodenwall hinunter ritt, warteten Manuel und der Hengst unter ihm schon. Cabaniro kaute ungeduldig auf dem Gebiss. Jetzt gehörte er Manuel, nur noch ihm.
      Gespielt neidisch sah ich die beiden an. „Hey, das ist mein Pferd! Es soll dich bitteschön abbuckeln!“ meinte ich und grinste dann.
      Manuel sah mich erst ein wenig verwirrt an, dann kapierte er. „Reiten wir weiter?“

      Nach einem kurzen Schrittstück folgte nochmal Trab, dann kamen wir auf unsere Galoppstrecke. Die zwei Hengste wurden sichtlich unruhig, jetzt wollten sie abgehen. „So. Traust du dir einen Galopp auf dem Teufelpferd zu?“ fragte ich den Mann neben mir, ein Funken Ernst war sogar dabei. Doch Manuel nickte. „Klar. So schlimm wird er ja nicht sein, oder?“ antwortete er und lächelte in den Himmel.
      „Okay, dann…“ begann ich, doch Cabaniro sprang neben mir schon an, aber gewollt. Er drehte die Ohren zurück, hörte auf die kleinste Parade, die er von dem Reiter auf sich erhielt. Faszinierend sah ich den beiden zu, dann reagierte ich und gab Victim die Galopphilfe. „Na komm!“
      Die Galoppstrecke war viel zu schnell zu Ende. Im Schritt ritten Manuel und ich zurück und machten die Pferde fertig.
      „Na, hat es dir gefallen?“ fragte ich und brachte Victims Sattel zurück in die Kammer. Manuel folgte mir. „Ja, war total schön. Cabaniro ist echt toll“ schwärmte er. Okay, er hatte schon mal einen Liebling.
      „Jetzt musst du noch dein Longiervermögen zeigen“ sagte ich zu dem Pfleger, als wir Cabaniro und Vicci zurück zur Weide brachten. Für die nächste Aufgabe musste ich erstmal ein Pferd finden…und schon war die Suche vorbei.
      Manuel folgte mir zur Stutenweide. „Hier, die Halfter. Und hol den Schimmel und den Dunkelfuchs“ wies ich ihn an und zeigte auf Dahiba und CSI Girl.
      Ein paar Minuten später kam er mit den beiden wieder. „Beide longieren?“ fragte er verwirrt, doch ich schüttelte den Kopf. „Du nimmst Dahiba“ sagte ich und zeigte auf den Schimmel.
      Wir putzten die beiden schweigend, und während Manuel mit Dahiba zum Longierzirkel marschierte, ließ ich CSI Girl ein wenig laufen.
      Dahiba war im Gegensatz zu Cabaniro ziemlich leicht zu handhaben. Manuel hatte keine Probleme, er ging einen kleinen Kreis, um im Trab mit der Jungstute mitzukommen. Dahiba hörte auf die kleinste Hilfe, die von der Seite Manuels kam, und Manuel stellte sich extra auf die junge Schimmelstute ein. Er hatte ein prima Händchen für Jungpferde.
      Nach guten zwanzig Minuten führte er Dahiba zum Putzplatz zurück und ich fing CSI ein. Die Stute folgte mir ein wenig wehmütig, dann begrüßte sie ihre beste Freundin neugierig.

      „Okay, das war es dann für heute“ meinte ich, als wir die beiden jungen Stuten zurück gebracht und den Putzplatz gekehrt hatten.
      Manuel sah mich entsetzt an. „Was? Schon?“
      Ich nickte. „Ja, aber morgen kannst du gerne wieder kommen. Also, fühle dich angestellt“ grinste ich und lehnte mich auf die oberste Stange des Stutenzauns.
      Der neue Pfleger grinste. „Dankeschön, ‚Chef’. Morgen wieder?“
      Ich nickte. „Morgen um halb acht, okay?“
      Manuel nickte, dann winkte er. „Bis morgen!“

      Ich sah dem VW hinterher, bis er bestimmt in der Wohnung von Manuel angekommen war, dann stupste mich jemand an. Rasch wirbelte ich herum und sah in Baghiras aufgeweckte Augen. „Willst du ein wenig rennen?“ fragte ich sie und kraulte sie hinter den Ohren. Genüsslich streckte sich die Mixstute, sie liebte es, gekrault zu werden, heute Mrgen war ich noch mit ihr über die gemähten Stoppelfelder gefetzt.
      Die Wärme klang ab und Sweet Death trabte aus dem Unterstand. Hinter hier kam Eli herausgetrottet, die beiden mochten die Hitze überhaupt nicht.
      Die Zuchtstuten dagegen standen eng beieinander. Neben der trächtigen Vanilla Twilight stand die Oma des Fohlens, Star. Creepin Up The Backstairs und Sahnebonbon grasten fast direkt daneben. Aber warte…fehlte da nicht jemand?
      Ja, der kleine Rappe fehlte – Hot n Cold. Und auch ihr Fohlen, Cresant Moon, vermisste ich auf der Weide. Er war vor wenigen Tagen geimpft worden und somit für die weite Welt bereit gemacht. Also durfte er später auch noch zu Valentine’s Candy Fireflies, seiner kleinen Freundin aus dem Stall.
      Auf der Hengstweide war genauso wenig Action. Buddy graste neben seinem Kumpel Spirit, Cabaniro, Sandro und Blaze dösten unter dem großen Apfelbaum und Victim, Parlay, Capriciasso, Dancer in the Moonlight und Place Royal hatten sich in den großen Unterstand verkrochen. Faulpelze.
      Die Stalluhr zeigte bereits halb fünf, ich hatte den ganzen Nachmittag mit Manuel verbracht. Jetzt musste alles ziemlich schnell gehen.
      Hot n Cold stand in der Box und döste vor sich hin, während Cresant Moon versuchte, es seiner Mutter gleich zu tun.
      Ein wenig hektisch betrat ich die Box, worauf das kleine Hengstfohlen zurückschreckte. „Tut mir Leid, Kleiner“ entschuldigte ich mich und ging langsam in die Knie. Meine Hand streckte sich vorsichtig nach der zierlichen Schulter des Fohlens. Er zuckte kurz zusammen, dann ließ er die Berührung zu. Noch lief er hinter seiner Mutter her, doch in ein paar Wochen wollte ich mit der Halftergewöhnung beginnen.
      Also halfterte ich Hot n Cold auf und führte sie aus dem Stall. Cresant Moon folgte ihr ruhig, erst, als wir durch die Stalltür gingen, wurde er unruhig. Er hatte den sicheren Stall noch nicht verlassen, war immer nur auf dem Paddock geblieben. Und jetzt ging es nach draußen.
      Hotti fühlte die Unruhe ihres Sohnes und drehte sich schützend zu ihm um. Leise blies sie ihn ins Gesicht, dann lief sie neben mir her.
      Cresant bekam Mut und stolzierte hinter dem Rappen her. Auf der Stutenweide angekommen, hakte ich den Führstrick von Hottis Halfter und klapste ihr dann leicht auf die Kruppe. Die Stute verstand sofort und trabte ein paar Schritte auf die Herde zu, Moon immer dicht hinter ihr. Er musste zwar ganz schön schnell traben, um seiner Mutter hinterher zu kommen, aber schließlich wurde er von den ganzen Stuten beschnuppert.
      Ängstlich drückte sich das Hengstfohlen an seine Mutter und wieherte leise, doch Hotti stupste ihn kurz zärtlich an. Der White Splashed nahm das als Aufforderung und reckte den Hals, um Baghira abzuschnuppern.
      Ich lächelte, er war also doch nicht so schreckhaft, wie in der Box. Leise drehte ich mich um und ging ins Haus, um zu essen.

      Die Sonne sank bereits gen Horizont, als ich um halb zehn noch einmal aus dem Haus trat, um alle Pferde in ihre Boxen zu bringen. Die Zuchtpferde blieben auf den Weiden.
      Cresant Moon wirkte, als ich Hot n Cold zurück in die Box führte, ziemlich selbstbewusst, er sah sich sogar meine Schuhe von selbst an. Lächelnd brachte ich den kleinen Hengst zusammen mit seiner Mama in die Box, die beiden waren die letzten. „Gute Nacht, meine Hübschen“ flüsterte ich und setzte das Gitter vor die offenen Stalltüren. Morgen wartete schon der nächste warme Tag auf uns, die Nacht würde auch nicht kalt werden.
      [/quote]

      [quote name='Toffifee' date='04 July 2010 - 02:47 PM']
      Pflegebericht für alle Pferde.

      Das Fohlen


      Unruhig fuhr ich mir durch das Haar. „Wo bleibt sie bloß?!“ flüsterte ich wütend vor mich hin und sah dann wieder auf die Uhr. Else war schon über zehn Minuten zu spät.
      Die Sonne neigte sich langsam zum Horizont, dabei war es schon halb acht. Und es war heiß. Immer noch.
      Hot n Cold ließ sich die Sonne auf den Rücken und auf ihren dicken Bauch scheinen. Heute Nacht sollte es kommen, das kleine Fohlen. Das vielleicht letzte Fohlen von meinem alten Capriciasso. Nein, er lag nicht im Sterben, sondern er war einfach ein älterer Deckhengst.

      Endlich hörte ich bekanntes Hufgetrappel und schon bog ein Mädchen auf einer großen Braunschimmelstute um die Ecke. Die Stute blickte sich neugierig um, atmete etwas schwer, genauso wie ihre Reiterin.
      „Da seid ihr ja!“ rief ich und schon war mein Ärger verflogen. Als die Stute meine Stimme hörte, brummelte sie leise, lief aber nicht von selbst zu mir. Sie wartete geduldig auf die Hilfen der Reiterin.
      Else grinste. „Keinen Stress. Baghira meinte nur, sie müsse ein paar Mal Buckeln auf der Galoppstrecke. Ich glaube, sie mag mich nicht“ Else zweifelte daran nicht, dass sah man ihr an.
      Energisch schüttelte ich den Kopf. „Nein, sie hasst dich nicht. Das letzte Mal, als sie so richtig abgehen durfte, war vor einer Woche – und meine Rennsemmel braucht viel Rennen“ Ich senkte kurz den Blick. „Und das hat sie leider nicht gekriegt“ Entschuldigend klopfte ich Baghira den Hals. „Tut mir leid, meine Liebe. Aber mit Else hat es Spaß gemacht, oder?“
      Zur Bekräftigung schnaubte die Arabermixstute in meine Handfläche und wartete still, bis ihre Reiterin abgestiegen war. Else führte Baghira zum Putzplatz, trenste und sattelte sie ab und machte sich dann ans Putzen.
      Kurz überlegte ich. „Sind jetzt auch wirklich alle Pferde verpflegt?“ Else nickte und fing an, das verschwitzte Fell der Stute abzuspritzen. „Ja. Dahiba und It’s the CSI Girl waren im Longierzirkel, mit Sweet Death und Cheeky Sweetness waren wir im Gelände. Take A Bow durfte Freispringen“, Else schien zu überlegen.
      „Spirit und Buddy? Mit denen sind wir doch zum See gegangen, oder?“ fragte ich leise und lachte. „Mein Gott, ich sollte mich schämen. Ich weiß nicht mal, was ich mit meinen Pferden gemacht habe.“
      Else stimmte in mein Lachen mit ein. „Ach, du musstest in letzter Zeit so viel für die Schule machen…wahrscheinlich spukt dir das Simple Past noch im Kopf herum, oder?“
      „Kann sein. Aber vor allem das Past Progressive. Was oder Were plus Verb im Infinitiv und dann noch die –ing-form. Else, ich könnte sterben!“
      Theatralisch stützte ich mich an Baghira ab und brach über ihr zusammen. Von Else kam nur leises Glucksen. „Naja, wenigstens weißt du das“ beschwichtigte sie mich und kratzte dem Braunschimmel die Hufe aus.
      Langsam kam es mir wieder. „Mit Elegance haben wir eine Longierstunde gemacht. Und mit Candy Fireflies haben wir ein wenig gespielt – richtig, oder?“
      Else streckte sich. „Ja – und ich werde morgen so einen Muskelkater haben, dass ich mich kaum rühren kann.“ Grinsend verstaute sie den Hufauskratzer in der Putzbox und holte dann einen Eimer Wasser für Baghira.
      Auf einmal wurde ich bleich. „Wir haben Cabaniro vergessen! Und die Zuchtpferde!“
      Else sah mich kurz skeptisch an. „Die Zuchtpferde haben heute eine Pause gekriegt, das hast du selbst gesagt. Und zum Reiten ist es noch nicht zu spät“ Dann wandte sie sich wieder der Stute zu.
      Mhm, eigentlich…entschlossen stapfte ich auf die Hengstweide zu. Der große Hengst mit dem stechendroten Fell stand sogar – ausnahmsweise – am Zaun. Seit er wusste, dass er ein großes Pferd war, führte er sich manchmal auf wie ein Prinz. Wie hatte meine alte Reitlehrerin früher einmal gesagt? Er ist im Flegelalter.
      Treuherzig sah mir der junge Hengst entgegen. „Na, wie willst du dich heute wieder aufführen?“ fragte ich und grinste. Gerade sah er mich so an, als ob ich spinnen würde. „Ich weiß ganz genau, dass du später irgendetwas machen wirst. Und nicht, weil der Sattel dir nicht passt“ Flüsternd streifte ich ihm das Halfter über und führte ihn weg von seinen Freunden. Take A Bow wieherte ihm leise nach. Er kam in ein paar Wochen oder Tagen zu meiner Freundin Edfriend, sie hatte für den Kleinen eine bessere Verwendung – schließlich wollte ich fast ganz auf Deutsche Reitponys umsteigen.
      Als wir am Putzplatz Else und Baghira begegneten, tänzelte Cabaniro wie wild hin und her. Oh mein Gott, eine Stute!
      Baghira interessierte der „pubertierende“ Hengst gar nicht, sie lief gelassen an ihm entlang. Caba drehte sich halb zu ihr und wieherte dunkel. „Jetzt hör doch mal auf!“ sagte ich scharf und führte ihn an den Anbindebalken.
      Mit Striegel, Kardätsche und grober Bürste bearbeite ich das Fell des Rotbraunen. Auch sein Langhaar brachte ich mit einem Mähnenkamm und meinen Fingern wieder in Ordnung. Cabaniro sah mir beim Hufeauskratzen neugierig zu, schnaubte dann und fing an, zu dösen.
      Still und rasch sattelte ich meinen Hengst, holte seine Trense und weckte ihn auf. Verschlafen sah mich Caba an und drehte sofort seinen Kopf weg, als er die Trense erblickte. „Ach komm“ lachte ich und drehte seinen Kopf wieder zu mir. Caba gab sich geschlagen, ließ sich das Halfter über den Kopf streifen und machte bereitwillig das Maul auf.
      Aufgetrenst und gesattelt führte ich ihn auf den Reitplatz. Das Top klebte mir zwar schon am Rücken, aber für eine Stunde würde ich ja nicht gleich in Wasser aufgehen.
      Cabaniro war mit Antifliegenspray besprüht, also gingen die ganzen Vieher auf mich. „Das nächste Mal schmier ich mich aus ein“ meinte ich brummelnd, stieg nach dem Nachgurten auf und sah Caba an. Seit dem letzten Mal, als ich ihn geritten hatte, hatte er sich ganz schön verändert.
      Sonst war er immer los geschossen, wenn ich den Fuß im Steigbügel hatte. Dann wartete er nicht auf meine Hilfen, sondern schoss, sobald ich die Zügel etwas nachgefasst hatte, los. „Super“ lobte ich und klopfte leicht den Hals des Hengstes. Ich spannte mein Kreuz an, gab leichten Schenkeldruck und er ging los. Zwar etwas unsicher, sonst hatte ich immer mit den Schenkeln getrieben, aber er ging los.
      Die Zügel hielt ich beim Aufwärmen noch locker in der Faust, nach und nach nahm ich sie immer mehr auf und hielt Cabaniro schließlich an. Er reagierte sofort auf meine Hilfen und wartete, bis ich den Gurt nachgezogen hatte.
      Nach einem Zirkel im Schritt spielte ich ein wenig mit dem Zügel und trieb ihn mit der Hüfte energischer. Dazu kamen ein paar mal meine tickende Fersen, aber erst, als ich deutliche Hilfen gab, trabte Cabaniro an. Von selbst verlängerte er seine Schritte und ich spürte, wie er deutlich lockerer wurde.
      Wir trabten über ein paar Stangen, Cabaniro bog sich immer mehr auf einer Volte oder einem Zirkel. Auch sah er sich nicht mehr in der Gegend um, sondern hörte auf eine feine Hilfe.

      Galopp machte ich heute nicht, vielleicht, wenn es wieder etwas kühler wurde. Ich ritt Cabaniro ab, lockerte den Sattelgurt und ging dann zum Putzplatz.
      Else biss gerade von einem Apfel ab und sofort bettelte Cabaniro. „Wie war er?“ fragte sie mit vollem Mund, was Cabaniro verrückt machte.
      Ich klopfte ihm schnell an die Schulter. „Super, echt. Er ging total weich und super an den Hilfen“ teilte ich mit und machte mich dann ans Absatteln. Freundlicherweise half mir Else und ich konnte Cabaniro danach noch schnell abspritzen.
      Im Moment war er mit Take A Bow und den Zuchthengsten alleine auf der Koppel. Alle anderen Pferde standen noch in den Boxen, damit es nicht so heiß wurde.
      Als auch die Stallpferde vergnüglich grasten, schob ich Else ins Haus. „Jetzt gibt’s Essen.“ Das war eine klare Ansage, ich hatte Kohldampf.

      -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-


      „Hast du die Decke?“ flüsterte ich und senkte den Strahl der Taschenlampe ein wenig. „Check“ wisperte Else und zeigte mir die strahlend grünen Decken, die man im Mondlicht noch ein wenig sah. „Okay“, sagte ich, „dann lass uns mal dem Fohlen helfen“
      Wir schlichen über den Hof zum Stall. Hot n Cold stand ganz alleine dösend in ihrer Box, die anderen Pferde schliefen auf der Weide.
      Sogar im dämmrigen Licht sah man, dass die Reitponystute schwer atmete. „Ich glaube, es geht gleich los“ flüsterte Else, als wir es uns in der Nebenbox gemütlich machten.
      Tatsächlich; Hotti wurde unruhiger, legte sich hin, stand wieder auf, lief auf den Paddock und wieder herein. Als sie schließlich gar nicht mehr aufstand, nippte ich an meinem Kaffee. „Zuschauen wäre doof. Warten wir einfach, bis es da ist“ wisperte ich leise und schloss die Augen. In ein paar Minuten würde ein neues Fohlen auf dem Hof leben. Ein kleines Stütchen oder ein kleines Hengstchen…

      „Wach auf!“
      Ich brummelte und drehte mich auf die Seite. „Es ist bestimmt erst halb sieben.“ murrte ich.
      „Nein, Toffi. Komm, steh auf!“ Ich öffnete ein Auge und sah, Else, die mich wild schüttelte. „Warum? Ohne Grund verlasse ich mein Bett nicht!“
      „Du hast einen guten Grund, nämlich einen Splashed White!“
      Splashed White? Sofort setzte ich mich auf. Erst jetzt erkannte ich meine Umgebung. Der Stall, eine saubere Box, eine aufgeregte Else. „Da, jetzt guck doch mal!“
      Schnell sprang ich auf und ignorierte das leichte Schwindelgefühl. In der Nachbarbox lag eine Rappstute, neben ihm ein braunes Fohlen mit einem weißen Kopf und vier weißen Beinen. Stolz leckte die Mutter ihr Kind ab, dann stellte sie sich auf die Beine.
      Hot n Cold sah ihr Kleines herausfordernd an und fing an, das Heu aus dem Heunetz zu zupfen.
      Das Fohlen streckte den Hals und wieherte seiner Mutter hinterher. Langsam richtete es seine Vorderbeine auf, danach die Hinterbeine – und plumpste wieder ins Stroh.
      Ganze fünf Anläufe brauchte das Kleine, dann stand es. Wackelig, aber die Welt von oben war anscheinend ganz schön spannend.
      Die ersten Schritte zur Mama waren ziemlich staksig, aber es lief. Nachdem das Fohlen getrunken hatte und sich wieder ins Stroh gelegt hatte, betrat ich die Box. Hotti sah mich argwöhnisch an, aber ich klopfte ihr zuverlässig den Hals. „Keine Angst, ich tu’ euch nichts“ flüsterte und warf einen kurzen Blick auf das Fohlen. Dann drückte ich Hot n Cold einen Kuss zwischen die Nüstern und stapfte zurück zu Else.
      „Ein kleiner Hengst“ sagte ich lächelnd und umarmte meine Freundin. „Toll. Wie willst du ihn nennen?“ Else befreite sich aus meiner Umarmung.
      Ich zuckte mit den Schultern. „Werde ich mir überlegen, wenn ich ausgeschlafen habe. Willst du noch bleiben?“
      Else nickte und wir machten es uns in der Box gemütlich. Sofort waren wir eingeschlafen.


      -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-

      „Na, Schlafmütze?“ sagte ich lachend und legte meine Decke zusammen. Else öffnete zaghaft ihre Augen, schloss sie sofort wieder und drehte sich um. „Lass mich“ brummelte sie und schlief weiter.
      Ich zuckte die Schultern. „Okay, dann hol ich mal die Pferde rein. In einer halben Stunde mache ich Frühstück. Achja“ Grinsend drehte ich mich zu meiner schlafenden Freundin zu. „Der Hengst hat einen Namen.“
      Else schreckte auf. „Welchen?“
      Ich grinste. „Cresant Moon. Ich mag den Namen irgendwie.“ Dann drehte ich mich wieder um und ging kurz an der Box vorbei. Das Fohlen scheute sofort zurück, Hotti blieb gelassen stehen.

      Als alle Pferde in ihren frisch ausgemisteten Boxen standen (Else war aufgestanden und hatte sich nützlich gemacht), kramte ich mein Handy heraus und wählte die Nummer des Tierarztes. Schließlich brauchte der kleine Hengst noch eine Untersuchung.
      Ich seufzte. Besetzt. Dann müsste ich es eben später nochmal versuchen. Bestimmt hatte einer der Tierärzte in der Gegend einmal Zeit, ein kleines Fohlen zu impfen.

      -*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-

      „Die Zuchtpferde kriegen heute auch Pause“ sagte ich leise und setzte mich auf den Zaun der Stutenweide. Vor zwei Tagen hatte ich den ganzen Tag mit ihnen verbracht, zwei Tage bekamen sie Pause.
      Vanilla Twilight graste seelenruhig neben Star, ihrer Mutter. Sahnebonbon und Paradise Creepin Up The Backstairs ließen sich die Sonne auf den Rücken scheinen.
      Bei den Hengsten ging es auch ganz ruhig zu. Dancer in the Moonlight, Parlay und Capriciasso dösten unter einem Apfelbaum, Blaze, Sandro, Victim und Place Royal grasten verstreut über die Weide.
      Die Hitze kroch aus ihren Startlöchern und ich sprang vom Zaun. Else verabschiedete sich und ich sah nochmal in den Stall. Cresant Moon lag flach im Stroh, während Hotti schützend neben ihm stand.
      „Bis später“ verabschiedete ich mich und ging ins Haus, um meinen Bikini anzuziehen. Ich wollte unbedingt braun werden, wenigstens diesen Sommer.
      [/quote]

      [quote name='T
    • Shanon28
      TA Bericht für die pferde von Juliette

      Heute sollte ich die Pferde von Juliette Impfen und Durchchecken. Als ich zu ihr in den stall kam begrüßte sie mich schon mit einem freundlichen lächeln was zum zurück lächeln animierte =). Ich stellte mich bei ihr vor und sie erzählte mir dann was zu tun ist. Nach dem wir alles soweit abgesprochen hatten brachte sie mic zu den pferden die ich behandeln sollte. Als aller erstes war Sahnebonbon dran. Die stute kam mir schon mit einem eifrige wiehern entgegen und juliette holte sie von der weide und führte sie in den stall. Als sie sie angebunden hatte hörte ich sie zunächst mit meinem stetoskop ab um zu schauen ob lungen und blutwege frei waren. hHier konnte ich nichts finden sie war kern gesund was das anging. Danach prüfen ich noch augen nüstern und den rest des körpers auf wunden ab und auch hier konnte ich ein positives ergebnis feststellen. Danach ging ich zu meinem auto und zog eine spritze mit dem impfstoff auf und sezte sie dann in eine kleine hautfalte am hals. Sie machte hierbei keinerlei anstalten und fing danach an zu scharen. Sie bekam von mir noch ein leckerchen ich klopfte sie und bat dann juliette das nächste pferd von der weide zu holen. ​
    • Juliette
      Ein Tag mit Schnee

      Schlaftrunken versetzte ich dem Wecker mit meiner Linken einen Schlag, damit er endlich Ruhe gab und mich schlafen liess. Doch schon nach wenigen Minuten trällerte das fürchterliche Ding erneuert und ich zwang mich, auf die Beine zu kommen.
      Zunächst streckte ich mich und überlegte mir, ob ich nicht vielleicht doch krank werden sollte, als mein Blick zum Fenster wanderte – draussen lag zwanzig Zentimeter Schnee. Ich versicherte mich, dass ich auch wirklich wach war, ehe ich nach unten lief und mir eine Tasse Kaffee machte. Schnee… das könnte spannend werden.
      Kaum hatte ich den Stall betreten, wiehere mir Socke wieder eifrig zu. Ihr Atem zeichnete sich in der kalten Luft ab, als ich lächelnd zu der Stute lief. Eifrig streckte und wand die sich, um mir ihren Kopf über die Box Türe zuzuwenden. Grinsend strich ich ihr durchs Fell, ehe ich meine ganzen kleinen Fütterte.
      Zunächst brachte ich die Stuten und Fohlen auf die Weide, wo Sorraya wie üblich mit Lies herumtobte. Mir fiel auf, wie viel die beiden doch gewachsen waren. Sorrayas Mähne wölbte sich bereits auf ihrem Hals, die junge Stute würde schon bald eine… Junge Stute halt sein. Und auch Lies machte sich prächtig, die meisten seiner Ängste waren verblasst und auch schien ihm Sorraya zutiefst ans Herz gewachsen. Es tat mir jetzt schon weh, dass ich die beiden irgendwann trennen musste, oder Lies kastrieren.
      Noisette stand zusammen mit Princesa und Sahnebonbon am Rande der Koppel, wo sie sich gegenseitig kraulten. Die Stutentruppe schien sich prächtig zu verstehen, nur war mir aufgefallen, dass sich Princesa und Caramel C viel aus dem Weg gingen. Caramel stand einige Meter entfernt bei Candy. Die beiden gruben im Schnee nach ein paar Grashalmen, als Lies im Gras ausrutschte und einen kleinen Krach auslöste, so dass die gesamte Stutenkoppel zu ihm blickte. Aber er preschte gleich weiter hinter Sorraya her, also liess ich beruhigt wieder den Blick schweifen. Caramel und Princesa musste ich beobachten, zunächst mieden sie sich nur etwas, aber ich wollte nicht, dass eine Rivalität entstand. Ich würde mit den Zweien ein bisschen trainieren müssen, so dass auch sie sich aneinander gewöhnen konnten.
      Auf der Hengstweide war weniger los, Anuschka und Alazan teilten sie sich. Dank Anuschkas Grösse hatte Alazan, der sonst so übereifrige und Machtbesessene Hengst, die Position des Rappen schnell akzeptiert. Während Anuschka vergnügt unter dem kahlen Apfelbaum Stand, lief Alazan eifrige um die Koppel, um den Stuten zu wiehern, in der Hoffnung, eine könne ihn vielleicht hören.
      Ich mistete die Boxen aus und sorgte dafür, dass das Material aufgeräumt war. Danach holte ich die Truppe wieder von der Weide und ritt mit Alazan aus, der kaum darauf warten konnte, durch den Wald zu traben. Jedoch war der Schnee momentan noch zu gefährlich, da man die Wege noch nicht mit Salzbestreuen konnte. Und da ich mit ihm am Kompliment üben wollte, verbrachten wir den Heutigen Tag wieder in der Halle.
      Darauf holte ich mir Sorraya, die auch schon bald eingeritten werden konnte, wie mir erneuert auffiel. Ich liess sie in der Halle umherpreschen und mir wurde bestätigt, dass sie die Gänge und Kommandos beherrschte.
      Gegen Abend lief ich schliesslich erneuert die Boxen ab, um zu sehen, dass alle ihre Pflege erhalten hatten. Ich war mit allen Ausgeritten, teilweise nur kurz, aber jeder hatte seine Portion Bewegung erhalten.
      Und so hatten wir unseren ersten Tag bei Schnee wunderbar überwunden und freuten uns alle gemeinsam auf die Schneefeier, die wir schon bald planten.
    • Juliette
      Ein harter Arbeitstag

      Es war ein kühler Samstagmorgen, und doch fiel es mir ungeheuer Leicht, mich aus meinem Bett zu begeben. Ich hatte mir eine neue Stereoanlage vor einigen tagen gegönnt, die mich mit einem Lied von den Dixie Chicks weckte, was in Kombination zu viel morgendlichem Kaffee sehr gut für mich funktionierte. Trotzdem hätte ich mich fast zu sehr zurückgelehnt und wäre zu späht gekommen.
      Ich schluckte, packte meine silberne Thermoskanne, aus der der verlockende Duft von weiterem Kaffee drang, ehe ich meine Jacke und die Bommelmütze anzog, die meine Mutter für mich gestrickt hatte. Ich fühlte mich gerüstet, wie ein Eisbär unter einem Dicken Fell, und doch kippte ich fast um, als mich der Eisige Wind draußen erreichte. Zu allem Überfluss regnete es, und dichter Nebel verdüsterte meine kleine Veranda. Hach, wie sehr ich den Winter doch liebte!

      Trotzdem riss ich mich zusammen, und stapfte zum Hof. Vieles stand kreuz und quer, Teile der Sattelkammer war bereits in Kisten verladen und auch hatte ich eine leere Box als vorübergehendes Atelier für meine Entwürfe missbraucht, da ich momentan keine Zeit hatte, die neue Kollektion anständig in einem Büro zu erarbeiten. Zudem stand mein Atelier noch nicht mal…
      Als erstes lief ich den Gang hinunter, warf einen kurzen Blick in die Boxen und Prüfte, dass grob alles Stimmte. Dann sah ich zum Futter- & Arbeitsplan, wo ich den Heutigen Ablauf notiert hatte. Lies wurde mit dem üblichen Fohlenfutter versorgt, Sorrayas bestand größtenteils aus Jungpferdefutter. Die Kleine konnte man kaum noch Fohlen nennen! Anmutig war sie herangewachsen, und trotz der Ähnlichkeit mit Noisette sah man stark den Hannoveraner in ihr. Die Stuten bekam allesamt ihr gewöhnliches Futter und etwas Kraftfutter, je nach Vorhaben für den Tag. Auch die Hengste wurden versorgt, wie es sich gehörte. Und während die Truppe fleißig ihre Mahlzeit einnahm, checkte ich nochmals die Zeit, bei der ich Hot n’ Cold abholen sollte. Zeitmäßig sollte ich gut durchkommen.
      Nach einigen Minuten herrschte wieder Ruhe. Die Truppe war fertig.
      Ich sammelte alle Eimer wieder ein, und holte mir Alazan. Zunächst führte ich ihn in die Sattelkammer, wo ich mich an seinem Fell zu schaffen machte, seine Hufe auskratzte und seinen Schweif sortierte. Ich holte seine Dressurausrüstung und legte sie ihm auf, er giftete etwas, doch es hielt sich in Grenzen. Darauf führte ich ihn in die Halle, um das Leder vor dem Regen zu schützen. Erst ein paar Runden schritt, dann einige im Leichttrab und schließlich ein paar Minuten Galopp, um den Hengst etwas warm zu bekommen. Dann ging ich an das Richtige Dressurtraining, welches ich eine Ganze Stunde mit ihm ausführte, ehe seine Nerven etwas nachließen. Ich putzte ihn darauf Gründlich und brachte ich zurück in seine Box.
      Als nächstes holte ich Lies. Der kleine Hengst hatte ein paar Tage weniger gefressen, und ich machte mir sorgen. Ich holte ihn in die Sattelkammer, wo ich ihn kurz pflegte und darauf ein paar Checks machte. Jedoch schien er in Ordnung, aber ich würde trotzdem zur Vorsorge für den kommenden Tag einen Termin bei einem Tierarzt machen.
      Ich brachte Lies in die Halle wie zuvor Alazan und ließ ihn an der langen Leine laufen. Ich übte die Groben Gangarten mit ihm, Und gegen Schluss des Trainings holte ich den großen Ball, mit dem er so gerne Spielte. Er jagte dem Orangen Ball nach, und sobald ich ihn anstieß, so dass er in seine Richtung prallte, hüpfte der Kleine erschrocken weg. Aber schon kurz darauf war er wieder mit Vollgas hinter dem Ball her.
      Sorraya hatte schlechte Laune.
      Sie zickte, schon bei der Säuberung, und das Training fiel ihr übersaus schwer. Es verärgerte mich, und doch wusste ich, dass es nichts brachte. Also spielte ich mit, und nach einer weile gab sie nach. Die Stute war wirklich prächtig gewachsen, und vielleicht könnte man sie schon bald wirklich erwachsen nennen. Auch bemerkte ich, dass sie Lies gegenüber Anders war, und ich hatte entschieden, die beiden bald auseinanderzunehmen, so schwer es mir fällt.
      Für Noisette baute ich einige Sprünge auf. Es hatte zu regnen aufgehört, also konnten wir raus auf den Springplatz. Ein Nebel hing noch immer über uns, doch kämpfte die Sonne. Vielleicht könnte ich sogar mit jemandem Ausreiten.
      Noisette machte gute Fortschritte beim Springen. Die Stute war noch Jung und zur Spanischen Dressur geboren, doch war ich von ihren Springkünsten vom ersten Tag an beeindruckt, und sie machte unglaubliche Fortschritte. Sie schien besserer Laune als ihre Halbschwester, und ich genoss die kleine Übung mit ihr.
      Candy war wieder bester Laune, ebenso wie Caramel C. Ich machte einen kleinen Spaziergang mit den beiden, hinüber zum Wald und entlang des Baches, der stark gestiegen war, eine Schlaufe über die Lichtung und auf der anderen Bachseite zurück. Für kurze Zeit hatten wir sogar Sonnenlicht, aber das konnte ich kaum genießen. Denn ein kleiner Hund hatte angefangen, die beiden Stuten anzukläffen, und ich hatte alle Hände damit beschäftigt, die Stuten ruhig zu halten. Caramel wäre fast weggeprescht, sie hatte die Ohren angelegt und tänzelte nervös, doch da war der Hundebesitzer schon zur Stelle und entschuldigte sich peinlich berührt. Danach war alles gut gelaufen. Zuhause ließ ich sie auf die Weide, ehe ich mich dem Rest der Truppe widmete.
      Mit Princesa machte ich einen Ausritt.
      Jedoch nicht zum Wald wie mit Caramel und Candy, sondern in die entgegen gesetzte Richtung über die Felder und Wiesen. Zunächst trabten wir ein bisschen auf dem unbefestigten Weg, dann galoppierten wir ein Weilchen. Ich wollte an Princesas Tempo arbeiten, da das das war, dass ihr an den Turnieren immer schwer fiel. Nachdem wir bei der Gablung ankamen, bogen wir links ab um in einem schönen Halbkreis hinüber zum Bach zu gelangen, um mein Gestüt herum. Dann folgten wir der Strasse, ehe wir Müde zuhause ankamen. Ich putzte die Stute Gründlich, ehe sie zu den anderen Stuten auf die Weide durfte. Auch Noisette und die Fohlen holte ich, damit sie auf die Weide konnten.
      Mit Sahnebonbon ging ich, wie mit Alazan, in die Halle um einige Dressurübungen zu machen. Am Spanischen Schritt musste man noch arbeiten, ebenso wie an der Piaffe. Ansonsten machte sie sich gut und mir fiel nur wieder verstärkt auf, wie weit sie es als Showpferd schaffen würde.
      Mit Anuschka übte ich das Fahren. Ich schnallte den Hengst an seine Kutsche, und führte ihn an der Landstrasse entlang. Nach dem Training pflegte ich ihn gründlich, was mich auch einiges an Mühe kostete, denn er hatte sich in irgendetwas gewälzt, was nicht gerade gut roch. Harz klebte außerdem an seiner Schulter.
      Mit Tovero auszureiten war wieder einmal so prächtig wie immer; einfach unnatürlich schön. Der Hengst hatte Gänge, die an Perfektion grenzten, und sein Gehorsam schien unendlich. Wie Delilah diesen Hengst so gut ausgebildet hat, das werde ich wohl nie Wissen.
      Dann kümmerte ich mich um Askana, den Neuankömmling im Stall. Sie war wirklich schön, und doch musste ich zunächst Vertrauen zu ihr aufbauen. Ich setzte mich zu ihr in die Box, mit nur einem Apfel bewaffnet. Sie war sehr neugierig und wollte unbedingt den Apfel, also dauerte es nicht lange, bis sie an mir zu zupfen begann. Ich gab ihn ihr, und sie schien noch immer gelassen mir gegenüber, also wagte ich einen ersten Ritt mit ihr, hinaus, um das Gestüt, an den Weiden entlang. Sie musste ihre neue Heimat kennenlernen, und sie schien sehr anpassungswillig.
      Gegen Abend setzte ich mich Erschöpft in Sockes Box. Die Stute kam, knuffte an meiner Jacke und schien irgendwie zu grinsen. Lachend öffnete ich das Tor und lief mit ihr in die Halle, wo ich auch sie mit dem Ball spielen ließ, Was war sie nur für ein Kindskopf!

      Nachdem auch Socke ihre Ration an Bewegung bekommen hatte, fuhr ich mit einer Karte und mehr Kaffee nach Norden, zu Toffifee’s Gestüt. Heute würde ich Hot n’ Cold abholen! [folgt]​
    • Juliette
      Vorfreude und Frühsommertage
      Pflegerbicht für alle Pferde

      Die Tage waren verstrichen wie Wellen im Meer; zeitlos rauschten sie an einem vorbei, bis man sich ihn ihnen verlor und vergas, wie viele schon an einem vorbei waren.
      Ich dachte viel an das Meer, an die Zeit; an alles Ungreifbare und alles Formlose. Ungreifbar, aber doch irgendwo das einzige, woran wir uns festhalten konnten, nicht?
      Der Wecker schrillte. Ich könnte kotzen.
      Es war Sonntagmorgen, die Vögel zwitscherten friedlich und aufmunternd, und doch donnerte ich nur blind meine Hand auf das Nachttischen mit dem quengelnden Wecker, schlug zuerst beinahe die
      Lampe auf den Boden und erwischte dann die “Sleep”-Taste. Nicht gerade graziös, muss ich gestehen, aber ich darf zu meiner Verteidigung sagen dass es sieben am Morgen war. Und, kaum hatte ich
      mich wieder in Position gerollt, quiekte der Wecker wieder. Konnte dass überhaupt sein? Das musste ein Fehler sein, ich hatte das erste mal nicht getroffen. Also, wieder blind die Hand aus den
      Federn strecken und die geliebte “Sleep”-Taste drücken. Und beim dritten mal halt noch mal, ich schaff’s eh nicht aus den Federn! Beim vierten mal begleitete mein Blick die Hand auf ihrem Gang
      zum quiekenden Wecker, worauf gleich der Schock folgte: 7:20 Uhr. Verdammt, jetzt musste ich aber Vollgas geben! Sofort flog die Decke zur Seite und ich richtete mich hastig auf, wobei ich
      schon wieder beinahe die Lampe umschmiss, und als ich in der Türe ankam musste ich trotzdem innehalten. Ich war zu schnell gewesen, jetzt wurde mir erstmal schwarz vor Augen. Knappe zwei Sekunden
      gönnte ich meinem übermüdeten Körper, ehe ich die Treppen hinunter eilte, in die Küche. Schnell meine Magnesium-Tabletten Schlucken, eine Schüssel “Froot-Loops” und die Thermoskanne mit einem
      halben Liter bestem Kaffee füllen, und mein Tag konnte starten.

      Natürlich sprang auch der Wagen nicht an. Ich rüttelte an der Gangschaltung und am Schlüssel, wollte beinahe verzweifelt aussteigen und wieder ins Bett hüpfen, da wollte der alte Volvo doch noch.
      Erleichtert trat ich in die Pedale und fuhr um die Ecke Richtung Wald. Ich hatte Naddie gesagt, dass ich heute wieder einmal kommen würde. Sie tat mir leid. Ich hatte viel mit meiner Ausbildung
      am Hut und hatte in letzter Zeit viel mit Daniel und Jasmin unternommen. Sie, und auch die Pferde, waren ziemlich zu kurz gekommen. Auch unsere Zucht stand irgendwo im Nirgendwo. Zur Zeit war es
      gerade einmal ein geteilter Hof. Aber sie arbeitete fleißig an der Eröffnung.
      Zunächst sorgte ich dafür, dass die gesamte Mannschaft Futter erhielt. Und dann wurden sie auch allesamt auf die Weide gebracht, während ich die Boxen ausmistete. Mit Askana, Princesa und Candy
      machte ich Dressur und Springübungen am Vormittag. Sie stellten sich alle gut an, Candy war etwas zickig aber dafür brach sie beinahe ihren eigenen Rekord beim letzten durchlauf, und Askanas
      Leistungen steigerten sich sichtlich, Sie hatte ein gewisses Talent. Princesa ließ sich sehr durch die anderen Pferde ablenken, sie war unkonzentriert, aber gegen Ende der Übung steigerte sie sich,
      Danach packte ich mir Hot n’ Cold und arbeitete an einigen Vertrauensübungen an der Longe mit ihr, Ich hatte sie noch nicht lange, aber sie war mir schon sehr ans Herz gewachsen. Mit Tovero und
      Alazan eilte ich noch ein paar mal die Rennstrecke hinauf und hinab, beide stellten sich sehr gut an. Vor allem an Tovero konnte man wirklich nichts aussetzten. Darauf gönnte ich mir eine Pause
      und setzte mich neben die Weide, um mein Sandwich zu essen und meinen Kaffee zu trinken. Das Wetter hatte etwas zugemacht, aber es sah so aus als ob es noch eine gute Stunde nicht regnen würde.
      Also packte ich mir Noisette und Caramel C, und ritt mit den beiden Stuten beim Bach aus. Mit Sahnebonbon arbeitete ich an der Spanischen Dressur, an ihren Gängen und der Gehorsam. Sie arbeitete
      wirklich gut, es schien ihr Tag zu sein. Mit Sorraya und Lies machte ich einige Spielerische Lernübungen, mit Bällen und Longieren. Ich hatte sie von einer Freundin empfohlen bekommen, und die
      Übungen waren wirklich klasse! Schlussendlich ging ich mit Socke spazieren. Ich erzählte der Stute begeistert von meinen Erlebnissen, von Dani und meinem Festival-Vorhaben nächste Woche. Es war
      eine schöne Zeit, und auch der nieselregen konnte mich nicht von meiner Tollen Laune runter bringen!​
    • Chequille
      Kurzer Besuch bei Lie

      Durch Zufall war ich bei Lie vorbei gekommen und hatte gesehen, dass die Pferde schon länger nicht mehr gepflegt worden waren. Ich schaute mich kurz bei ihr um und rief ihren Namen, doch niemand meldete sich. Da mir die Pferde leid taten, und ich nicht wollte, dass man sie Lie wegnahm, erlaubte ich es mir, den Voerbeinern etwas Gutes zu tun.
      Als erstes holte ich die drei Fohlen von der Weide, Farinesse Fara, Lies und Sorraya. Alle drei machten einen munteren Eindruck und schienen sich über meinen Besuch zu freuen. Nacheinander putzte ich sie und brachte sie dann in die Longierhalle, wo sie miteinander spielten und sich an einem kaputten Ball, den ich in einer Ecke gefunden hatte, erfreuten. Als sie sich ausgetobt hatten, brachte ich sie zurück zur Koppel, um mich als nächstes Socke, einem wunderschönen Shetlandpony zu kümmern. Auch die kleine Stute putzte ich, was sie sihtlich genoss. Dann machte ich einen kurzen Spaziergang mit ihr und kuschelte noch eine ganze Weile mit dem schmusebedürftigen Palomino. Solche Zärtlichkeiten hatte sie wohl vermisst!
      Nachdem ich Socke fertig gepflegt hatte, ging ich zu Noisette über. Nach der Fellpflege ließ ich sie in die Halle, wo sich ihr feuriges Temperament bemerkbar machte. Während sich die Braune austobte, fuhr ich mit Alazan fort, zumindest versuchte ich es. Er erwies sich als ziemlich stur und hatte scheinbar keine Lust, sich einfangen zu lassen. Schulterzuckend überlies ich ihn sich selbst und wandte mich Candy zu. Die Spanierin schien eine echte Frohnatur zu sein, mit ihren Spßen und Streichen brachte sie mich ständig zum Lachen. Es macht richtig Spaß, mit der Gescheckten umzugehen.
      Als nächstes brachte ich Candy, sowie Noisette auf die Koppel zurück und schaute mir Sahnebonbon, Princesa und Tovero genauer an. Alle Drei schienen fit zu sein und erfreuten sich bester Gesundheit. Ich steckte ihnen jeweils ein Leckerchen zu, tätschelte sie und begab mich dann zu Askana und Anuschka, die mich die ganze Zeit aufmerksam beobachtet hatten. Der große Rapphengst Anuschka blieb ruhig stehen, Askana hingegen legte misstrauisch die Ohren an und suchte das Weite. Soweit ich gesehen hatte, war aber alles okay mit ihr, sodass ich sie in Ruhe ließ. Das Shire Horse hingegen hatte eine kleine Schürfwunde am Bein. Ich holte ihn von der Koppel, putzte ihn und säuberte die Verletzung. Es war zum Glück nur oberflächlich, kaum mehr als etwas abgeschürftes Fell. Ich musste mir also keine Sorgen machen und konnte Anuschka guten Gewissens wieder auf die Koppel bringen.
      Jetzt erst viel mir Caramel C auf, eine Tochter meines Calibans. Sie stand ganz in der Nähe und schaute mich mit wachem Blick an. Freudig überrascht ging ich zu ihr und streichelte sie. Viel Ähnlichkeit hatte sie nicht mit ihrem Vater, aber dennoch war sie wunderschön. Ich begutachtete sie und gab ihr dann ein Leckerchen, ehe ich mich zum letzten Pferd, Hot n' Cold begab.
      Die kleine Reitponystute hatte mich sofort in ihren Bann gezogen. Das schwarze Pony machte einen freundlichen, aber etwas traurigen Eindruck. Ich nahm sie also mit zum Putzplatz und putzte sie ausgiebig, bis sie wieder richtig glänzte. Dann machten wir noch einen kleinen Spaziergang mit anschließenden Schmuseeinheiten. Als wir fertig waren, machte die junge Stute schon einen besseren Eindruck.
      Zufrieden, aber auch ziemlich geschafft, verabschiedete ich mich dann von der Herde. Ich hinterließ Lie einen Zettel mit meiner Telefonnummer und einem kurzen Text, dann machte ich mich auf den Heimweg.
    • Juliette
      Pflegebericht

      Ich war lange Zeit fort gewesen, hatte mich meiner Ausbildung widmen müssen. Zu dieser Zeit hatten viele Helfer sich um meine Pferde gekümmert; Mutter, Naddie, Chequi und einige anderen. Trotzdem muss ich gestehen, dass das Talent meiner Vierbeiner nicht genug gefördert wurde, weshalb ich ihnen versprach, dass dieses kommende Quartal unser Hof zu blühen beginnen würde. Wir waren alle etwas eingerostet, und doch lag Tau uns Staub lieblich auf den Stallungen, der Frost klebte an den Fenstern und feine, verkümmerte Blätter verwehten im Wind. Es war ein friedlicher Anblick, trotz allem. Ich freute mich auf einen Tag von guter Arbeit & Fleiß. Langsam schwang ich die großen Türen auf, schloss sie aber auch gleich wieder, damit es in den Stallungen warm blieb. Als erstes widmete ich mich meinen Fohlen, Lies, Sorraya und Farinesse. Ich holte einen nach dem anderen in die Haupthalle, in der wir spielerische Übungen ausführten. Einerseits ein Einlaufen mit Bällen, dann eine Longenübung und Sorraya bewältigte sogar einige Hindernisse. Himmel, war sie gewachsen!
      Mit Noisette und Caramel C führte ich einige Dressurübungen ebenfalls an der Longe aus, die die Stuten gut meisterten. Sie waren offensichtlich etwas eingerostet. Princesa, Candy und Askana ritt ich nacheinander aus, am Bach entlang durch den Wald. Es war ziemlich frostig, man konnte den Atem der Stuten gut sehen, als wir Müde & erschöpft zurückkehrten. Danach gönnte ich mir zur Ruhe eine Tasse Tee neben der Box von Socke. Die Gute schnupperte erfreut, mich wiederzusehen. Sie schaffte es sogar, mir mein Buch aus der Tasche zu stibitzen; Die Leiden des jungen Werthers von Goethe, das ich für die Schule las. Ich konnte es ihr jedoch wieder entwenden, bevor es auf dem Boden verteilt wurde. Mit Hot and Cold und Sahnebonbon machte ich leichte Bodenarbeit und danach einige schlichte Dressurübungen, die sie sehr genossen. Alazan und Tovero widmete ich viel Zeit in der Grossen Halle und übte einige komplexe Übungen der Spanischen Dressur. Vor allem Alazan war eingerostet, doch Tovero blieb der unglaubliche Hengst, wie immer. Zu guter letzt ritt ich noch mit dem Guten Anuschka zum Waldrand und den Wiesen, die er sehr gern hatte. Jedoch musste man immer ein Auge auf dem Dickerchen behalten, damit er sich nicht das Bäuchlein vollschlug.
      Zuhause brachte ich alle mit Decken auf die Weide und kümmerte mich um sämtliche Boxen. Als diese alle Blitzblank waren, schnappte ich mir noch Socke und ging mit ihr Spatzieren, sehr lange sogar, bis es dunkel wurde. Ich brachte alle in ihre Boxen, checkte Wasser und verteilte noch die eine oder andere Karotte, ehe ich mich selbst erschöpft ins Bett legte.
    • Juliette
      Pflegebericht

      Es war mal wieder an der Zeit, mich um meine Pferde zu kümmern. Es war eine lange Nacht gewesen gestern, ich war mit Freunden aus, und deshalb wünschte ich mir selbst nur den Tod, als am Morgen der Wecker rasselte. Ich grummelte, drehte mich, ehe ich an meine hungrigen Tierchen dachte. Schnell drehte ich mich, hüpfte aus dem Bett und in meine Kleider. Ich entschied mich für luftige Goa-Hosen & ein schlichtes Tanktop, packte eine Tüte Äpfel auf dem weg und ass dabei selber einen.
      Im Stall wand ich mich zuerst an meine Socke, die schon eifrig wartete. Ich öffnete ihre Box und liess sie mir zusehen, wärend ich die anderen Fütterte. Heute war training angesagt! Als erstes knüpfte ich mir meine Fohlen vor, Lies & Farinesse Fara. In einem Spielerischen Parkour wollte ich ihre Ausdauer und ihr Geschick fördern. Lies war gross geworden, der Quarter Horse Hengst weiste schon wirklich erwachsene Züge auf. Schon bald würde ich ihn einreiten lassen.
      Als nächstes nahm ich Sorraya und Noisette, die ich beide in der Halle etwas springen liess. Sorraya trainierte gerne mit ihrer grossen Schwester. Alazan nahm ich auf einen Ausritt durch den Wald, solange es noch nicht eisig war konnten wir hier noch etwas Galloppieren. Candy und Sahnebonbon führte ich spatzieren, da diese vom Vortag noch erschöpft waren. Ich hatte sie da stark gefördert. Princesa führte ich nur zur Weide, da sie eine leichte erkältung hatte und ich mich später um sie kümmern wollte. Anuschka und Tovero brachte ich auf die Hengstweide, wo sie etwas grasen konnten. Für Caramel C und Askana war ein kleiner Ausdauerparkour gedacht, den die beiden gerne machten. Hot n‘ Cold, Rainbow Dash und Her Bones in The Sand liess ich ebenfalls zusammen auf die Weide, da Gracie für die beiden ein Programm geplant hatte, das mit unserer Zucht zu tun hatte. Zum Schluss machte ich noch einen kleinen Ausflug über die Wiesen mit Long Way Around, den ich auch bald wieder Fördern wollte. Als es dunkel wurde, mistete ich sämtliche Boxen aus und brachte alle Tiere zurück in ihre Ställe. Was für ein Tag!
    • Juliette
      Vorübergehender Pflegebericht

      Es war schon eine wirkliche Zeit her, dass ich das letzte Mal in meinem Stall richtig aktiv war. Klar, ich hatte dafür gesorgt, dass es meinen Lieben gut ging, aber viel Energie hatte ich ihnen nicht geopfert. Aber dies lag natürlich auch auf der Hand, denn ich musste mich meiner Ausbildung und Kunst zuwenden. Ich hatte meinen Pferden Portraits und Skizzen gegönnt, und gemerkt, dass das Motiv der Rosses noch bei meinen Fähigkeiten lag.
      Als erstes Widmete ich mich Socke, Noisette und Sorraya. Die drei Stuten führte ich spazieren und liess sie später auf die Weide. Sie genossen meine Aufmerksamkeit sehr. Diese drei waren die ersten auf meinem Gestüt, und schon seit Jahren sind sie ein Teil meines Hofs. Lies, Alazan, Tovero und Anuschka brachte ich auf die Hengstweide, wo sie etwas Toben und grasen konnten. Candy, Princesca, Sahnebonbon und Caramel C führte ich nacheinander in die Halle, um mit ihnen einige Dressurübungen zu machen, da es draussen noch regnete. Das Wetter ärgerte mich enorm, doch wusste ich dass es am Wochenende schön werden sollte. Askana, Hot n’ Cold, Rainbow Dash und Her Bones In The Sand ritt ich aus, ebenso wie Long Way Around, als das Wetter etwas auf machte. Der Boden war matschig, trotzdem hatten wir grossen Spass. Mit Farinesse Fara machte ich einige Spielübungen, ehe ich mich verabschiedete und nach hause ging.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Juliette
    Datum:
    7 Nov. 2010
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