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Mohikanerin

Ruvik

Kladruber | Hengst | Ungekört | (c) Maleen

Ruvik
Mohikanerin, 18 Feb. 2020
    • Mohikanerin
      Ruviks Geschichte | 1. April 2015

      Schon seit dem er 'denken' kann, lebt Ruvik in einem Zirkus. Angefangen hat alles als er 3 Jahre wurden. Nach dem in den Jahren zuvor schon einfache Grundübungen zur Halfterführigkeit gemacht wurden, musste er jetzt Anfangen die andern Übungen zu lernen. Die ganzen Trainings waren nicht immer sehr liebevoll oder sanft. Viel wurde mit Peitsche und Stock gelernt. Doch sein Trainer merkte sofort, dass Ruvik so nicht mitarbeitete, egal wie viele Schläge es gab. Schließlich wurde er an den Abdecker verkauft als 'Nicht ausbildbares Zirkuspferd'. Schlau wie der Schlachter war, fragte er einige Zirkusse an, da Ruvik eigentlich ein tolles Pferd war. Schon nach wenigen Tagen meldete sich jemand und der Hengst wurde abgeholt. Es war einer, der einen kleinen Zirkus besaß. Ruvik stand mit noch zwei weiteren Pferden in einem etwas zuklein geratenen Paddock, angebunden.
      Nach einem Jahr hatte der Hengst schon viele Lektionen drauf. Er lernt schnell, wenn man richtig mit ihm umgeht. Jetzt wird er eingeritten. Dafür kam extra jemand, der sich mit sowas auskennt. Die nächsten Jahre fühlte sich Ruvik sehr wohl bis die Polizei kam. Der Zirkus soll wohl Drogen schmuggeln. Wieder landete er beim Abdecker. Eine kleine Familie hat ihn dort abgekauft. Ruvik wurde zum Kinderpony, doch was soll das? Er konnte nie laute Geräusche ab und das wurde nun zum Verhängnis. Die Kinder waren immer sehr laut und warfen mit Bällen gegen ihn. Irgendwann kam der Tag und Ruvik war nicht mehr zu halten. Er wurde Aggressiv und kam weg.
      Heute ist Ruvik 7 Jahre geworden und lebt wieder in einem kleinen Zirkus. Diesmal ist er in Polen. Die kleine Familie kommt gut ihm klar und nutzt ihn für die Show. Er tritt mit dem Clown auf. Da sie aber mit dem Zwischenfall vertraut sind, ging es an das Training, dass er sich an laute Geräusche und ähnliches Gewöhnt. Schon 4 Wochen später konnte er auftreten gehen. Zusammen mit Pieré hat er eine gute Zeit und der Zirkus nimmt gutes Geld ein. Die meisten Shows sind ausverkauft. Doch dann das: Der Zirkus muss aufhören. Die Artisten sind alle ziemlich alt geworden und wollen nicht mehr weiter machen. Doch da in dem Pferd soviel steckt, wird er verkauft. Nun kommen wir ins Spiel.
      Über einige Kontakte erfahren wir von dem Hengst und das er einem Kladruber ziemlich ähnlich sieht. Also mache ich mich auf dem Weg und gucke ihn mir an. Zur Not habe ich direkt den Hänger mitgenommen. Da steht er dann vor mir, ein junger Hengst mit guten Muskeln. Doch irgendwas stört an ihm. Er guckt nicht ganz Fit. Das Fell ist stöbe und glanzlos, trotzdem entscheide ich mich ihn mitzunehmen. Die Fahrt verläuft reibungslos und ansonsten ist alles gut. Am Hof stelle ich ihn in einen Paddock und packe etwas Heu dazu. Er soll sich nun etwas eingewöhnen und geht es an das Training. Er soll zur Körung.

      © Mohikanerin (Vriska) | 2860 Zeichen

    • Mohikanerin
      Pflegebericht | 8. Juli 2015

      Der junge Hengst steht regungslos in seiner Box und wartet auf nichts. Er guckt mich erwartungsvoll an, aber was soll ich schon groß mit ihm machen? Draußen ist es sehr warm und der Platz ist nicht bereitbar.
      Etwas später entscheide ich mich dafür, ihn wenigsten zu putzen und etwas herum zulaufen. Freundlich begrüßt er mich, als ich ihm das Halfter umlege und dann gehe ich mit Ruvik zum Anbinder vor dem Stall. Ungeduldig wartet er darauf, laufen zu dürfen. Nun gut, ich putze den Hengst und lege ihm dann eine Trense ran und befestige Beinschutz. Langsam führe ich ihn zum Zelt. Aufgeregt tippelt er neben mir her und scheint sich zu freuen. Im Zelt schwinkt er mit dem Kopf herum und galoppiert herum. In der Zeit setze ich mich an den Rand und beobachte ihn.
      Plötzlich fassen zwei Hände von hinten auf meine Schultern – Thor. „Du wurdest mal wieder angerufen“, berichtet er mir. Ich nicke nur gucke wieder zum Pferd. „Es scheint wichtig zu sein“, fügt er noch hinzu. Doch ich zucke nur mit den Schultern und gehe zu Ruvik, der wieder mal sehr Erwartungsvoll guckt. Einige Übungen wiederhole ich mit ihm wie Kompliment und Ja-Nein Sagen. Ohne Probleme spielt er mit und ich lasse ihn anschließend noch etwas laufen. „Er will was mit dir besprechen“, murmelt Thor. „Jetzt lass mich mit Georgio in Ruhe“, sage ich nun etwas laute und auf Ruvik reagiert. Erschrocken bleibt er stehen und legt die Ohren an. „Alles gut, lauf weiter“, sage ich zu ihm und lächle dann. Der Hengst tut dies dann auch. Er ist mehr Hund als Pferd habe ich das Gefühl.
      Nach einiger Zeit, geht Thor auch wieder und ich bringe den Hengst zurück in seine Box. Draßen sind 29°C und Ruvik schwitzt ziemlich, doch er versteht sich nicht so gut mit dem Wasserschlauch, weshalb ich ihn direkt in die Box stelle. Ein Glück ist im Stall durch zug.

      © Mohikanerin (Vriska) | 1497 Zeichen

    • Mohikanerin
      Das Ende ist der Anfang | 14. August 2015

      Thor verlässt heute wieder Deutschland. Die Zeit ging einfach viel zu schnell vorbei, also müssen wir heute noch etwas Zeit verbringen. Für mich begann der Tag mit dem Schimmelchen und ging dann weiter mit dem letzten gemeinsamen Frühstück.
      Zusammen mit Thor gehe ich in den Stall und wir holen die beiden Jungepferde – Héla und Devil warten bereits. Rasch machen wir die kleinen Pferdchen fertig und gehen dann los Richtung See. Es ist erst 10 Uhr, aber trotzdem herrscht schon so eine Hitze, dass es fast unmöglich ist, etwas zu unternehmen. Die Jungpferde sind nun ein ein halb Jahre alt und gehören normalerweise auf die Weide. Doch die Möglichkeit gibt es nicht, zu mindesten nicht jetzt. Draußen ist es zu heiß für die kleinen und erst recht das Wasser ist knapp geworden. Als wir angekommen sind, gehen wir langsam zum Wasser. Etwas skeptisch guckt Devil das Wasser an, aber ist zu neugierig um zurück zu weichen. Da sieht es mit Héla anderes aus. Thor kämpft etwas mit der Stute, aber man kann sie nicht zu ihrem Glück zwingen. Doch schon nach wenigen Minuten weckt sich auch ihre Neugier. Bis zum Bauch steht das Jungpferd im Wasser und planscht etwas. Devil hat sich bereits gewälzt und schwimmt etwas mit mir. Es ist komisch, aber mal was neues. Als dann auch ihr Interesse irgendwann abklingt, gehen wir zurück zum Hof. Die beiden Pferde kommen zurück in die Box.
      „Wir müssen noch sauber machen“, sage ich dann zu Thor, als wir am Stall sind. „Ich weiß“, antwortet er und wirkt sehr in Gedanken versunken. Ich gehe wieder und hole eine Schubkarre aus dem Roundpen. Vorübergehend ist das nämlich unsere Rumpelkammer. „Los geht’s.“, sage ich und reiche ihm einen Strick. Wir sind nur in Stall 2. Aus der ersten Box holt Thor Ruvik raus. Der Hengst ist etwas übermütig und wirkt nicht sehr gewollt aus dem Paddock zu kommen. Notwendigerweise nimmt er sich die Hengstkette zur Hilfe und führt ihn durch den Stall, während ich sauber mache. Da wir so schon geübt sind, geht es weiter mit Pferd zwei. Er stellt den Hengst zurück und dann geht es weiter. Zwei Paddockboxen weiter steht dann auch Loki, der auch nicht gerade einfach ist. Wiedermal holt Thor das Pferd auf der Box und führt ihn durch den Stall. Ich laufe den Paddock ab und belade die Schubkarre. Mir fällt auf, dass der Hengst kaum was frisst, weil das ganze Heu hier noch liegt und auch schon etwas schimmelt. Ich leere die Schubkarre am Traktor aus und belade die Karre neu. Thor läuft noch mit dem Hengst Runden, was nicht sehr angenehm ist, weil Loki sich andauernd aufbäumen will und somit ausbrechen möchte. Doch mehr Möglichkeit als Hengstkette gibt es nicht. Doch dann ist es endlich geschafft – die Box von Loki ist sauber. Entspannt stellt er sich wieder hin und knuspert im Stroh. „Wir müssen ihn beobachten“, sage ich nur und gehe weiter. „Wir? Du!“, antwortet er und holt Willa aus der Box. „Bitte pass auf“, befehle ich ihm. Thor nickt und führt die Stute vorsichtig aus der Box. Mein Pferd ist mir ziemlich wichtig und ich möchte nicht, dass irgendwas passiert. Thor geht mit Willa raus und lässt sie etwas am Grass knabbern, während ich ihren Paddock sauber mache. Ich muss ein paar mal hin und her laufen und dann ist auch schon wieder alles rein. „Sie kann wieder rein“, rufe ich ihm zu und er bringt mein Stütchen wieder rein. Mir wird langsam warm, aber Thor ist zu langsam für so etwas. Er holt die kleine Narnia heraus und geht durch den Stall. Ich betrete die Box und mache sauber. Es geht schneller als bei den anderen Pferden, da sie nicht so große Häufchen macht. Thor gibt der Stute noch ihr Kraftfutter und bringe den Inhalt der Schubkarre zum Traktor. Dann geht es weiter. Er stellt die kleine Stute wieder in den Box und holt Little Sister aus der Box. Etwas unerwartet guckt sie uns an und folgt dann Thor problemlos. Zwischendurch hat die Stute Phasen, in denen es nicht Möglich ist, irgendwas mit ihr zu tun, ohne die Hengstkette zu befestigen. Schnell mache ich ihren Paddock sauber und bringe dann mal wieder den Inhalt weg. Durch das Stroh ist die Schubkarre schnell voll. Leider ist das Wetter für solche Arbeit nicht so angenehm, aber die Arbeiter haben alle frei. Ich kann einfach nicht organisieren. Thor bringt auch die Lewitzer Stute wieder in die Box, die dann ihn noch angiftet. Ich gebe ihr einen Klaps auf die Schnauze und dann geht es zum anderen Stall. „Kannst du das schnell machen?“, frage ich Thor und trinke einen großen Schluck aus meiner Wasserflasche. „Selbstverständlich“, antwortet er und nimmt die Karre mit. Ich gehe ihm nach. Aus der ersten Box hole ich Nico und gehe mit ihm aus den Rasen, dass er etwas fressen kann. Ausserdem haben die Pferde in dem Stall keinen Auslauf, also muss er sich auch mal ein paar Meter bewegen. Ich laufe dann noch mit ihm ein Stück über den Hof und dann ist Thor auch schon fertig. Nico darf zurück in seine Box. Weiter geht es mit Ghosts, der direkt neben seinen Bruder steht. Der Hengst hat es mir echt angetan, aber ich habe kaum Zeit, um etwas mit ihm zu machen, dass heißt, ich muss mir mehr Zeit nehmen! Doch wenn ich jetzt wieder komplett alleine bin, wird das schwer. Ghosts darf noch ein paar Minuten auf den Rasen und Thor ruft mich wieder herein. Im Moment ist die Mittagssonne da, die das arbeiten nicht leichter macht. Doch lieber so, als wenn über all Schnee liegt. Vorsichtig führe ich Felix aus seiner Box und wir gehen ein Stück über den Hof. Der Hengst ist etwas angespannt. Ihm tut der Stall nicht gut, aber heute Nacht kann er wieder auf die Weide. Einige der Pferde sind gerne drin, doch zu diesen zählt er nicht. Felix ist sonst ein sehr aktives Pferd, aber nicht oft merkt man das. Mit ihm ist Arbeiten immer ziemlich kompliziert – alles mit Felix ist kompliziert. Also führe ich ihn noch ein paar Meter und dann ist Thor auch schon fertig. Der Hengst winkt mit dem Kopf und ich nehme Drachentöter aus seinem Bereich. Er guckt mich etwas geschockt an, aber das kenne ich bereits von ihm. Dieser Hengst ist super, doch auch er kann mal anderes sein – jeder hat diese Tage einmal. Heute ist so einer. Drachen guckt die ganze Zeit um sich und kann nicht mal ein Stück ordentlich laufen. Dazu kommt, dass er sogar Angst hat vor den Geräuschen, die Thor im Stall macht, obwohl wir eine Runde über den Parkplatz laufen. Dann geht es nach weniger Zeit, aber der Drache kommt wieder in sein Reich. Nun kommt noch Ragnaröks Box an die Reihe. Der Hengst ist leicht zu führen und ich kann ihm am Strick fressen lassen. Er guckt nicht mal um sich, sondern frisst einfach nur. Doch das ist im Moment auch das einfachste. Thor läuft immer wieder hin und her um die Karre aus zu leeren, weil es nicht möglich ist, mit dem Traktor bze Lader in den Stall zu fahren – Tor ist zu schmal, die Gassen würden locker passen. Aber dann geht es auch schon weiter. Ragnarök darf zurück und als nächstes kommt dann Aqua raus, die bereits in der Box wartet. Als wir draußen sind, klingelt mein Handy. Ich kann noch recht zeitig rangehen – Ilja. „Аддо!“, begrüße ich ihn. „Bleibt es bei heute Abend mit dem Treffen?“, fragt er direkt mit seinem Russischen Akzent. „Sicher“, beantworte ich ihm seine Frage und verabschiede mich dann. Eigentlich habe ich gar keine Lust, aber irgendwie freue ich nicht trotzdem. Besonders, weil ich dann heute nicht den ganzen Abend alleine bin. In wenigsten Stunden muss Thor zum Flughafen. Schnell bringe ich wieder Aqua in ihre Box und hole dann Saints Row aus ihrer Box. Die Stute ist völlig durchgeschwitzt und das erste was ich tue, ist sie in unter den Schlauch zu stellen. Glücklicherweise hat sie damit kein Problem. Anschließend kann sie noch etwas am Gras zuppeln und muss dann wieder in die Box. Als nächstes wartet bereits Pögn, die auch in letzter Zeit viel zu kurz kommt. Doch irgendwann wird sich das schon ändern. Die Stute ist auch ziemlich nass und darf unter den Schlauch. Leider hat sie damit ein Problem und springt immer wieder vor dem Wasser weg, aber dafür habe ich jetzt nicht so viel Zeit, also gehe ich noch eine Runde über den Parkplatz und die Stute kann wieder in die Box. Nur noch drei und wir sind fertig. Ich wechsle mich wieder mit Thor ab. Während er Duse heraus holt, fange ich an das Stroh in die Karre zu machen. Er geht mit der schwarzen Stute nach draußen und lässt sie fressen, während ich mich noch in der Box aufhalte. Das gute an dem Stall ist: Altbau! Es ist immer kühl, trotzdem schwitzen die Pferde. Thor bringt die Stute wieder rein und sagt mir, dass sie auch heute Nacht mit raus muss. Duse ist ziemlich hibbelig und das ist sie sonst nie. Das vorletzte Pferd holt Thor aus dem Stall. Es ist Totbringer. Das Schimmelchen durfte heute schon arbeiten, aber trotzdem muss ihre Box noch sauber gemacht werden. Ich betrete mit der Schubkarre die Box und lege das ganze Stroh und Heu in die Karre. Als dann der Dreck raus ist, mache ich neues Zeug rein – fertig. Thor bringt die Stute wieder rein und holt Luna aus ihrer Box. Die bunte Kladruber Stute ist ein tolles Pferd, aber leider so standard. Mit ihr kann man viel machen, aber trotzdem ist es keine Herausforderung. Doch ich brauche manchmal sowas am Abend, außerdem ist sie super für mein Zirkusprogramm. Die beiden gehen raus auf den Parkplatz, dass die Stute etwas laufen kann. Ich mache neben bei rasch sauber und bringe den Mist auf den Lader. Kurz lässt Thor Luna fressen und bringt sie dann rein. Ich fahre den Mist weg – fertig.

      © Mohikanerin (Vriska) | 9247 Zeichen

    • Mohikanerin
      Pflegebericht | 19. März 2016

      Die Sonne scheint in unser Wohnzimmer und entspannt sitzen wir am Frühstückstisch. Nora isst genüßlich ihr Brötchen und wir unterhalten uns nett. Auch Percy spricht mit.
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      Neugierig steht Dáti am Zaun und beobachtet uns dabei, wie wir die Paddocks abäppeln. Alle helfen mit, sogar Emma und Percy. Jedes Pferd hat seinen eigenen Eimer, in dem wir für jeden schon Futter vorbereitet haben. Heute bekommt die Kleine Reitunterricht und wir arbeiten weiter mit ungerittenen Pferden.
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      “Mama, ich habe Topa schon geputzt und gesattelt, wir könnten los.”, sagt Emma und guckt mich mit ihren großen grünen Augen an. Ich nicke und wir laufen zum Reitplatz, der sich etwas weiter weg vom Stall befindet. An den Bäumen bilden sich langsam Knospen und das Wetter wird auch langsam besser. Der Frühling rollt schon langsam voran. “Dann gurte noch mal nach und dann kannst du aufsteigen.”, sage ich zu Emma, diese dann auch bereits anfängt. “Erst mal warm reiten, da brauchst du mich nicht.” Lächelnd guckt sie zu mir und treibt die Stute vorwärt. Topa kennt Emma nun schon eine Weile und die beiden Weiber sind ein gutes Team. Demnächst werden die Beiden sich auf einem Turnier vorstellen können, doch dafür muss Emma noch eine Weile. “So, du kannst jetzt die Zügel etwas mehr aufnehmen und einige Bahnfiguren reiten. Achte darauf, dass du nicht nach vorne kippst und Topa schneller wird. Die Figuren müssen sauber und genau geritten sein.”, erzähle ich Emma. Zielstrebig setzt sie das gesagte in Tat um.
      “Nicht so unkordiniert leichttraben. Wenn du es nicht schaffst, sitz aus!”, rufe ich Emma zu, die wie ein Hase die ganze Zeit in Topas Rücken fällt. “So ist es schon besser”, lobe ich. Ausgesessen trabt die Stute viel besser und Emma kann sich auf den Rest ihres Körper konzentrieren. Immer wieder korrigiert sie ihre Füße und auch ihre Handhaltung.
      “Heute wart ihr wieder super”, lobe ich die Mädchen am Anbinder. Emma füttert Topa gerade, die eine Abschwitzdecke drauf hat. “Können wir bald dann mal auf’s Turnier, Mama”, fragt sie. Ich nicke mal wieder. “Wenn sie aufgegessen hat, bringe sie bitte wieder auf die Weide. Ich mache jetzt was mit Héla.”, sage ich zu ihr und gehe auf den Paddock um Héla zu holen.
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      Die Jungstute soll langsam sich an longieren und putzen gewöhnen, da sie bald angeritten werden soll. In ihr schlummert viel Potenzial, was wir ausnutzen wollen. Neugierig guckt sie mich bereits an und kommt einige Schritte auf mich zu, als ich ihren Namen sage, kommt sie komplett zu mir. Langsam und vorsichtig lege ich ihr das Halfter um und gehe zum Anbinder. Emma hat bereits Topa weggebracht und ist zusammen mit Percy ins Haus gegangen. Wahrscheinlich machen die beiden jetzt Hausaufgaben. Ilja ist mit Ruvik beschäftigt, der die ganze Zeit auf dem Paddock herum trabt und nicht aufgehalftert werden will. “Nur Geduld, irgendwann ist er Müde.”, rufe ich ihm zu. Mit einer Grimasse antwortet er mir nur und ich binde Héla an. Ruhig kann sie bereits stehen, was ein großer Vorteil ist. Aus den Putzkoffer hole ich eine Bürste, um den Schmutz und die lockeren Haare zu entfernen. Im Moment haaren alle Pferde wie verrückt, dass wir uns bald ein Pullover daraus machen könnten. Als die Scheckstute einigermaßen sauber ist, gehe ich zusammen mit ihr ins Roundpen, dass sie sich etwas auspowern kann, obwohl sie dafür gar nicht der Typ Pferd ist. Trotzdem hüpft sie etwas wild herum und kommt dann wieder zu mir. Ich treibe die Stute mit der Peitsche nach draußen.
      Nach einigen Runden laufen und traben, sind wir schon fertig, da sie nicht richtig arbeiten soll, sondern sich daran gewöhnen kann. Am Anbinder bekommt sie ihr fressen und darf dann wieder zu ihren Mädels.
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      “Soll ich dir helfen?”, frage ich meinen Mann, der noch immer mit Ruvik kämpft. “Ja, bitte”, antwortet er leicht erschöpft. “Du hast ihn dir ausgesucht.” Langsam gehe ich auf den Hengst zu, der nervös etwas am Gras zupft. Er atmet ziemlich schnell, da er die ganze Zeit herum gerannt ist. Vorsichtig lege ich ihm das Halfter um und das Pferd selbstist sehr überrascht darüber und läuft erst mal nicht weiter. “War das für dich so schwer?”, frage ich ihn scherzhaft. Er wirft mir einen bösen Blick zu und läuft mit dem Hengst zum Anbinder. Ich beobachte die Beiden, Ruvik möchte wie immer nicht Stillstehen und spielt zappel Phillip. Nach dem das Pferd einigermaßen sauber ist, geht er mit ihm ins Roundpen, um etwas mit ihm zu arbeiten.
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      Ich hole mir Willa von der Koppel, die erst mal etwas geputzt wird. Die Stute ist ziemlich fett geworden und muss erst mal wieder Musklen aufbauen. Sie war die Einzige, die Pause über den Winter hatte. Neugierig guckt sie mir hinterher, als ich die Bürste aus dem Koffer hole. Noch etwas putze ich sie und gebe ihr das Fressen. Auch Ilja gibt Ruvik sein Fressen. “Wollen wir gleich noch ausreiten?”, frage ich ihn. Ilja nickt. “Gut, dann nehme ich Thögn”, antworte ich.
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      Die beiden Isländer stehen ruhig am Anbinder und wir putzen sie. Aus der Sattelkammer hole ich Thögns Sattel und Zaumzeug. “Und wie weit bist du?”, fragt Ilja. “Fast fertig”; antworte ich ihm. Zusammen laufen wir ein Stück vom Anbinder weg und steigen auf. Der Weg geht gerade aus Richtung Wald. Die Pferde sind entspannt und unterhalten uns etwas. “Müssen wir nicht noch Einkaufen?”, fragt Ilja. “Ja, naja. Du kannst ja nach her mit Emma einkaufen gehen und ich warte mit Percy zu hause.”, antworte ich. “Willst du nicht? Ich muss heute Abend noch Arbeiten gehen.”, sagt Ilja. “Okay, dann fahre ich einkaufen. Gehst du dann wenigsten mit Elsa gassi?”, erwidere ich. “Emma freut sich bestimmt, wenn sie gehen darf mit Percy” - Langsam tölten wir durch den Wald und Dáti ist etwas zickig heute. Ilja muss ziemlich mit dem Hengst kämpfen, dass er nicht mit ihm wegrennt. “Wollen wir wieder langsam?”, frage ich ilja und bremse meine Stute. Thögn ist sofort im Schritt. “Piep, Piep, Piep”, laut ertönt Iljas Pieper im Wald. In seinem Gesicht sehe die Wut aufsteigen. Gemeinsam drehen wir die Pferde um und reiten zum Hof zurück.
      Ich füttere Dáti und auch Thögn, während Ilja zum Haus läuft und sich umziehen geht. “Sir”, grüßt Percy ihn. “Kannst du mir meine Arbeitskleidung her holen.”, antwortet Ilja. “Selbstverständlich.”, erwidert Percy.
      Die Isländer kommen zurück auf ihren Paddock. In den nächsten Tagen kommen die Pferde langsam auf die Weide.
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      “Emma willst du mir bei Voodoo helfen”, frage ich meine Tochter, als ich kurz im Haus bin. “Jaaaa”, freut sie sich. “Ma’me, wollen sie ein Glas Wasser?”, fragt Percy, der gerade das Geschirr abwäscht. “Gern”, antworte ich und er reicht mir das Glas. Dann geht es auch schon wieder nach hinten zu den Pferden. “Wenn du möchtest, kannst du ihn holen gehen”, biete ich Emma an. Erfreut nimmt sie das Halfter entgegen und läuft zum Paddock auf dem Voodoo steht. Gemeinsam kommen die beiden Kleinen wieder zum Anbinder. “Mittlerweile läuft er ohne treiben los”, sagt Emma zu mir. Ich nicke zustimmend. “Dann putzen wir ihn mal und ich gehe anschließend mit ihm ins Roundpen.”, sage ich und wir fangen kann.
      Im Roundpen habe ich ihn etwas laufen lassen und seine Aufmerksamkeit gestärkt durch kleine Spielerein. Voodoo arbeitet gerne und auch viel. Zufrieden laufen wir wieder zum Haus. “Vielleicht zieht bald ein neues Pferd ein”

      © Mohikanerin (Vriska) | 7260 Zeichen

    • Mohikanerin
      Pflegebericht | 14. Mai 2016

      Der nächste Tag hat schon sehr aufregend begonnen. Emma liegt krank im Bett und kann (oder will) nicht in die Schule. Also bin ich mit ihr zum Kinderarzt - Bronchitis. Super, jetzt wo das Wetter schön ist. Percy kümmert sich um die Kleine.

      Ilja und ich stehen am Sandweg und warten auf Andrei. Am Horizont sehen wir bereits ein kleines grünes Auto kommen - das wird er sein. "Guten Tag", grossen wir ihn. "Ich habe leider nicht mehr so viel Zeit. Einer unserer Artisten ist krank geworden und kann deshalb nicht auftreten. Wir telefonieren bereits die ganze Zeit herum, ob jemand Einspringen kann", erzählt Andrei gestresst. Der Weg zu den Paddocks ist nicht weit, da steht dann auch schon Ruvik, der uns wiehrend begrüßt. "Da ist der Hengst", zeige ich dem Zirkusdirektor. Ilja geht aus der Sattelkammer ein Halfter holen. "Die Farbe sieht schon mal Cool aus, jetzt möchte ich noch wissen, wie er sich mit den Aufgaben anstellt.", antwort er. Zu dritt stehen wir auf dem Reitplatz. Ruvik ist etwas aufgeregt und tänzelt auf der Stelle herum.

      Einige Zeit später hat sich der Mann aus dem Zirkus entschieden - er würde ihn gerne mit auf Tour nehmen. Als Endgeld reiten sie ihn für uns ein. "Freut mich, wir kommen nächste Woche mal zu ihrer Show", sagt Ilja. "Ach ja, ich wollte ihnen noch Tickets geben. Wie viele brauchen sie?", fragt Andrei. "4, wenn wir unseren Hausrobo mitbringen können", antworte ich. Belustigt nickt Andrei und gibt uns die Tickets. "Nach her kommen ein paar Artisten und holen ihn ab", sagt er noch und steigt ins Auto.

      Gespannt schauen wir dem Auto nach. „Einfacher als gedacht“, sagt Ilja noch, Zusammen gehen wir ins Haus um den Rest der Familie das Geschehnis zu erzählen. Plötzlich geht es Emma wieder ganz gut – Kinder – und freut sich auch sehr. Percy freut sich viel mehr da drüber, dass er mitkommen darf und soll. „Ich gehe jetzt Mökkur holen“, sage ich noch und gehe aus dem Haus.



      Störrisch steht Mökkur vor der Brücke und bewegt sich kein Stück mehr vorwärts. "Jetzt komm'!", bettel ich den Hengst an, doch der sucht nur nach Gras. Ich führe ihn noch einmal nach hinten und wende ihn dann. Unser Wundfarbenhengst soll langsam ein geritten werden, dass wir ihn für die geplante Zucht verwenden können. Ilja ist derweil mit Dáti auf der Ovalbahn und übt ein wenig für die kommenden Turniere. Geschafft! Mökkur und ich befinden uns auf der anderen Seite der Brücke. Leicht verwirrt guckt er mich an und denkt wahrscheinlich: 'Was den mit der falsch' und die Nachbarn wahrscheinlich auch. Zusammen laufen wir hoch in den Stall. Die Stuten begrüßen den Hengst und auch die wenigen Hengste schauen neugierig nach dem Neuen. Aufgeregt tippelt er fast auf der Stelle und versucht immer wieder loszurennen. Vorerst stelle ich den Windfarben auf den Reitplatz, dass er sich etwas entspannen kann.

      © Mohikanerin | 2830 Zeichen

    • Mohikanerin
      Pflegebericht | 15. Januar 2017

      Mein Weg führte mich heute nach Idaho auf das Gestüt Atomics Valley. Schon lange hatte ich Fiona nicht mehr besucht, aber dieses Mal war ich sowieso auf dem Weg zu Vriska Isaac. Fiona lebte seit einiger Zeit mit ihren Pferden auf ihrem großzügig angelegten Gestüt und es waren bereits einige Monate vergangen seitdem ich sie das letzte Mal besucht hatte. Trotzdem fand ich den Weg recht schnell und auch Fiona erwartete mich bereits. Wir waren alte Bekannte, wenn man es so bezeichnen wollte, hatten ab und zu mal regen Kontakt und hörten uns dann längere Zeit nicht mehr. Aber heute ging es ja um Vriskas Pferde.
      Fiona war so nett mir meine kleine hübsch eingerichtete Gästewohnung zu zeigen und da Vriska im Moment nicht auffindbar war, zeigte sie mir auch noch einmal die Stallanlagen. Als ich das Gefühl hatte nun wieder einen Überblick über den ganzen Hof zu haben, fanden auch endlich Vriskas und mein Weg zu einander, sodass sie mir endlich die letzten paar Kleinigkeiten erklären konnte, bevor ich endlich anfing. Vriska brauchte meine Hilfe für die Beschäftigung der Pferde, da auch hier auf dem Gestüt die Krankheitwelle viele überrollt hatte und die Pferde wegen des Weihnachts- und Neujahrstresses etwas "vernachlässigt" wurden waren. Für heute sah es meine Aufgabe also vor, ein paar der Hengste zu longieren. Vriska gab mir eine Liste mit den Namen und ließ mich dann allein.
      Der erste Name auf der Liste war Hákur. Ein junger und aufmerksamer Isländer mit hübscher, aber typischer Farbe. Er brauchte einige Zeit, bis er sich an mich gewöhnt hatte, dann verlief das Training aber ohne Probleme. Gründlich putzte ich ihn danach ab und widmete mich dem nächsten Pferd. Ruvik. Auch er war nicht gerade aufgeschlossen mir gegenüber und ständig hatte ich das Gefühl, dass er mich anschaute, nicht so recht wissend, was er von mir halten sollte. Die Arbeit tat ihm allerdings gut und ich merkte, wie er immer entspannter mir gegenüber wurde.
      Nun folgte noch Drachentöter, ein Azteca, bevor auch ich mir eine kleine Ruhepause gönnte.
      Nach meiner Pause fand ich diesmal Vriska sehr schnell und sie gab mir noch die Aufgabe, die junge Woodstock Lady zu longieren. Für sie nahm ich mir besonders viel Zeit. Sie war noch sehr unerfahren und kannte bis jetzt erst wenige Lektionen an der Longe, weswegen ich versuchte ihr dort ein bisschen etwas beizubringen.
      Den Abend verbrachte ich bei Fiona, zog ihn allerdings nicht allzu sehr in die Länge, da es am nächsten Morgen früh weiterging.

      Für heute stand als erstes ein kleiner Ausritt an, damit auch die Stuten etwas Bewegung bekamen. Vriska teilte mir Topas' Comtesse zu, während sie selber die Isländerstute Thögn. Ich war froh endlich mal ein Pferd reiten zu dürfen, welches mich von Anfang an mochte, denn die kleine Topas schien ziemlich zutraulich und freundlich zu sein und so freute ich mich gleich noch viel mehr auf den Ausritt.
      Das ganze wurde dann allerdings etwas komplizierter als gedacht, da ich an meine Seite noch zwei kleine Jungpferde bekam, welche meine ganze Aufmerksamkeit erforderten. Zum Glück waren es zwei Stuten, Elfa und Héla, mit zwei wunderschönen Namen. Vriska selbst nahm die beiden Junghengste Gösli und Voodoozirkus.
      Dir Natur rund um das Gestüt war einzigartig, auch wenn ich davon leider nicht allzu viel mitbekam. Multitaskingfähig schien ich wohl nicht zu sein. Im Gegenteil zu mir saß Vriska vollkommen entspannt auf Thögn, links und rechts einen Führstrick und schien die ganze Macht der Natur auf sich wirken zu lassen.
      Nach einer Stunde Ausritt war ich ziemlich platt, doch auch ziemlich gerührt von Idahos Landschaft. Am Ende war es für mich doch ein sehr gelungener Ausritt gewesen und gelernt habe ich definitiv auch etwas.
      Nachdem alle Fohlen und auch die beiden Stuten abgeputzt wieder zurück auf ihre Weiden durften, gab mir Vriska noch die leichte Aufgabe, mit der kleinen Songbird, einem Shetlandponyfohlen, spazieren zu gehen. Zusammen mit Songbird ließ ich so den Tag noch ruhig ausklingen und fiel am Abend glücklich in mein Gästebett.
      Bereits am nächsten Morgen ging es für mich wieder zurück in Richtung Heimat, auch wenn ich mir sicher war, dass ich Fiona, Vriska und ihre Pferde bald mal wieder besuchen kommen würde.

      © Canyon (Ray) | 4228 Zeichen

    • Mohikanerin
      Klappe Eins - Ankunft | 30. August 2017
      Yuva | Atom Bomb | Gnani | Milska | Kisshimbye | Aska | Willa | Ruvik | Voodoozirkus | St.Pauli's Amnesia

      "Der Transporter ist auf dem Weg", sagt Vater beim Frühstück. Aufgeregt gucke ich zu ihm und frage: "Weisst du schon wann die Pferde da sind?"
      "In einer Stunde ungefähr"
      "Sind die Boxen schon fertig"
      "Ja, selbstverständlich. Die Pferde kommen aber erst mal die Weiden."
      "Okay gut", antworte ich und beiße vom Brötchen ab. Nach dem Frühstück renne ich nach oben in meine Wohnung und zieh mich um. Alle sagen immer, dass Frauen es schwierig haben Kleidung heraus zu suchen, aber was ist mit mir? Ich kann mich auch nie entscheiden. Doch es wird wieder die schwarze Hose mit einem grünen Tshirt heute. Ich guck noch mal die Uhr - die Pferde müssten kommen.
      "Sie sind da", ruft Mutti hoch. Sofort stürme ich die Treppe runter. "Bitte hohl noch Tyrell und Ilja aus ihren Zimmern", fügt sie hinzu und gehe mehr Brüder holen. "Die Pferde sind da, kommt bitte", sage ich höflich und renne dann raus.
      Der Transporter steht bereits auf der Hauptstraße und die Klappe geht runter. Vater und Ilja holen zwei Stuten aus dem Hänger. "Das sind Yuva und Kiss. Du weißt wo sie hinkommen", sagt Vater und mir werden beide Stuten in die Hand gedrückt. Beide sind deutlich erschöpft vom Transport dennoch ziemlich neugierig, wo sie sind. Ich laufe die Straße entlang und stelle die Stuten zu Bomb auf die Weide, die bereits interessiert am Zaun steht. "Das sind deine beiden neuen Mitbewohner", sage ich zu Bomb und streichle ihr über die Schnauze. Wie Stuten nunmal sind wird erst mal gequietscht aber das war es dann auch. Jede geht in eine andere Ecke und zupft am Gras. Ich guck noch mal zurück als ich zum Transporter zurück gehe. Tyrell, mein ältester Bruder, hat bereits einen gescheckten Hengst an der Hand. Er wirkt ziemlich aufgedreht und unentspannt. "Ruvik kommt nach hinten auf die letzte Koppel. Normalerweise steht er nachts auf der Weide, hat der Vorbesitzer gesagt", erzählt Papa meinem Bruder. Dieser führt das Pferd auf die Weide. "Ilja du nimmst die beiden Isländerstuten und bringst sie auf die Ponyweide.", befehlt Vater und drückt ihm Aska und Willa in die Hand. Die Stuten sehen etwas herunter gekommen aus, aber das wird schnell wieder was. "Bruce, jetzt komm her und steh nicht nur herum. Das ist Gnani. Er kommt auf die Koppel neben Ruvik.", erklärt er mir und drückt mir einen kräftigen Schecken in die Hand. Zufrieden schnaubt er und folgt mir. Obwohl unser Hof riesig ist, sind die Wege übersichtlich und fühlen sich nicht weit an, was wohl davon kommt, dass ich hier aufgewachsen bin, naja zu mindestens halb. Vor drei Jahren bin ich erst aus dem Internat wieder gekommen und kurz danach ist mein Wallach gestorben. Bis heute habe ich keinen Ersatz für ihn gefunden. Im Internet suche ich regelmäßig nach einem Pferd, dass mit ihm verwand ist.
      Wie man sich Hengst vorstellt rennt Gnani auf der Weide herum, ziemlich edel ist es schon. Vater meinte sogar, dass er Revaal kann und Yuva auch. Das wird noch interessant mit den neuen Pferden. In der Zeit als ich Gnani weggebracht habe, hat Mutter bereits Voodoo, ein Isländer Mix Hengst auf die andere Ponyweide gebracht. Der ist noch ziemlich Jung, aber ich soll in Einreiten, das wird lustig. Schließlich bin ich ziemlich groß und für Ilja wäre es einfacher. Er ist erst 16 Jahre und nicht so ein Riese wie ich.
      "So das waren alle", sagt Vater und schließt den Transporter.
      "In den nächsten Wochen werden noch einige Pferde mehr folgen. Und Du, Bruce, musst dir noch ein neues Turnierpferd aussuchen."
      "Ich finde aber kein Ersatz für Raven"
      "Dann reitest du halt irgendwas. Ist mir egal, wir haben nicht umsonst so viel Geld ausgegeben für dein Talent. Deine Brüder stellen sich nicht so an wie du. Tyrell wird mit Ruvik arbeiten und Ilja mit den beiden Marwaris."
      "Okay, ich find schon was.", antworte ich unterwürfig.

      Am nächsten Tag haben sich die Pferde bereits an die neue Heimat gewöhnt. Es ist 8 Uhr und auf dem Hof ist schon wieder der Alltag eingekehrt- Hektik und Stress. Für mich stehen erst mal die Fohlen auf dem Plan, da ich nicht zum Roanoak Stables muss. Auf der Fohlenweide stehen drei Stuten - Takada, Milli und Amnesia. Milska steht bereits etwas länger hier und ist nur ein Einsteller Jährling. Sie ist bereits ein Jahr alt und ein Isländer. Man sieht bereits das sie mal Hell werden möchte. Neugierig kommt sie zum Zaun. "Na du", begrüße ich Sie und steige durch den Zaun. Auch Takada kommt mit Amnesia neugierig zu uns. Alle drei begrüße ich und kontrolliere ob alles gut ist. Amnesia ist jetzt schon zwei Wochen alt und gibt ihr bestes. Zu dem testet sie regelmäßig, ob wirklich Strom auf dem Zaun ist. Die nächsten Tage geht es zur Fohlenschau mit ihr und Vater ist bereits aufgeregt, was wir uns da gezogen haben. Später möchte er mit ihr aufs Turnier. Wir haben lange nach einem Hengst gesucht, den wir als Vater haben wollen. Es wurde dann zu einem, der über dritten Grad mit Raven verwand ist. Vielleicht wird sie mal wie er. Während ich mal wieder in Gedanken versunken bin, zupft Milli an meiner Hose herum. "Hör auf" sage ich zu ihr und sie guckt mich mit ihren großen Kulleraugen an. Niedlich ist sie ja schon.
      Jetzt muss noch ein paar Pferde reiten. Als erstes geht es zum vierten Stall, in dem die Großen stehen. Mutti ist bereits mit Kiss auf dem Reitplatz. In ihrer Kindheit ist sie immer Western geritten und als sie die Paint Stute im Internet gefunden hat, musste sie sie einfach haben. Ewig saß sie davor nicht mehr im Sattel, ich staune, dass sie überhaupt nach ihrem Unfall wieder auf dem Pferd sitzt. Sie ist nämlich mit Raven ausgeritten, er ist gestolpert und Mutti lag unter ihm. Raven musste eingeschläfert werden und sie lag lange im Krankenhaus. Ich bin froh, dass sie ihre Angst überwunden hat. Zur gleichen Zeit ist Vater auf dem Springplatz mit meinen Brüdern und beschäftigt sich mit Bomb. Aber mit wem soll ich arbeiten? Schließlich will Ilja mit den Marwaris arbeiten. Nun gut, dann halt Isländer. Eigentlich fühle ich mich immer schlecht, wenn ich auf den Kleinen reite, aber es ist schon was besonderes. Aus der Sattelkammer im Ponystall hole ich Askas Halfter und geh die Stute von der Weide holen. Etwas ungläubig guckt sie mich an, aber Akzeptiert, dass sie mit kommen soll. Am Anbinder schubst sie alles um, was ihr in den Weg kommt und versucht die Aufmerksamkeit von mir zu bekommen. Doch mir ist das egal und ich putze die Stute weiter.
      Wir waren eine kurze Runde im Gelände, dass ich die Stute erst mal nur kennenlerne und Isländer sind schon was ganz anderes als meine großen Holsteiner.
      Mit Willa gehe ich auf dem Hof noch auf den Platz und Voodoo longiere ich im Roundpen.

      "Wie war es heute für euch?", fragt Vater neugierig.
      "Es geht", antworte ich und meine Brüder schielen erschöpft zu mir.
      "Morgen kommen noch mal Pferde", sagt er und verlässt den Tisch. Alle seufzten und verlassen ebenfalls den Tisch. Morgen müssen wir wieder alle früh raus.

      © Mohikanerin (Bruce) | 6879 Zeichen

    • Mohikanerin
      Weihnachten auf Atomics Valley | 3. Januar 2018
      St.Pauli‘s Amnesia | Voodoozirkus | Ruvik | Willa | Aska | Kisshimbye | Milska | Gnani | Krít | Yuva | Atom Bomb | Blossi | Capital | Topa‘s Comtesse | Þögn | Songbird | Litfari | Nautilus | Mademoiselle | Ryuk | Hnakki van Ghosts | Snúra | Kempa | Skjanni vom Helstorf Moor | Kvest Halsnaes | Overo | Almost Illegal | Hvitasunna van Frelsi | Eimyja | Tvífarí van Frelsi | River‘s Fjörgyn | Wild Reflex | Layers of Fear

      Weihnachten, alle Kinder freuen sich auf diese Zeit. Es gibt Geschenke und der Kapitalismus schlägt mit allen Kapiteln zu. Bei uns in der Familie gibt es schon lange nicht mehr solche Dinge, höchstens eine Aufmerksamkeit. Dieses Jahr bin ich nach langer Zeit wieder zu Hause, da ich nun das Internat abgeschlossen habe und arbeite. Viel hat sich geändert, sowohl positiv als auch negativ. Trotzdem empfand ich das Jahr als sehr angenehm.
      Die komplette Familie packt heute mit an, denn wir haben viel vor. Mittlerweile sind es sehr viele Pferde geworden und wir haben uns vorgenommen alle etwas anders zu Weiden bzw unterzubringen. Über Nacht kommen nur noch die Hengste in die Boxen, aber auch nicht alle. Die Stuten stehen die meiste Zeit auf den Paddocks.
      Wir sitzen gemeinsam um 5:30 Uhr am Tisch und frühstücken, da um 6:10 Uhr der Stalldienst beginnt. Auch wenn wir ziemlich wohlhabend sind, beschäftigen wir nur einige Stallhilfen, zwischendurch hatten wir auch schon Praktikanten und Ferienjobber. Wir besprechen was heute auf dem Plan steht. Auf dem ersten Paddock stehen drei Isländer Stuten Sunna, Eimyja und Fjörgyn. Die Drei sind neu und passen vom Charakter gut zusammen. Die anderen Isi Stuten Kempa, Snúra, Willa, Aska und Krít stehen auf dem zweiten Paddock neben den drei Stuten. So haben sie Kontakt zueinander, aber können sich nicht in die Flicken bekommen. Auf Paddock drei stehen unsere Isländer Hengste, bei denen es bisher noch nie Probleme gab auch wenn eine Stute rossig war. Das sind Blossi, Hnakki, Tví, Lifarí und Voodoo. Der vierte Paddock ist leer. Unsere beiden Shetlandponys stehen normalerweise auf sechs und sieben, doch da sie nur zwei sind mit unterschiedlichen Geschlechtern, kommen sie mit den Isländern zusammen. Dann sind noch Paddock neun und zehn besetzt. Auf der Neuen stehen die anderen Hengste Kvest, unser Norweger für den wir noch ein Mädchen besorgen, Overo, ein Welsh B Mix, mit seinem besten Freund Illegal, ebenfalls ein Mix, und Gnani, der Marwari. Auf dem zehnten Paddock steht Comtesse, die Lewitzer, Yuva, die Marwari, und meine Sportstute Bomb. Ruvik, unserer gestörter Kladruber steht den ganzen Tag auf einer unseren kleineren Weiden, die wir in der Mitte nochmal geteilt haben. Zwischendurch stellen ihn um oder auf der anderen Zaunseite Gnani dazu, weil wir versuchen wollen ihn ganz langsam in die Herde einzugliedern, bisher ohne sichtlichen Erfolg. Dann haben wir noch unseren beiden Fohlenkoppeln, einmal Weide vier, auf der Amnesia, Songbird und Milska stehen, und Weide fünf, auf der Skjanni, Nautilus und dann auch Codsworth stehen. Der Vollblut Hengst kommt die Tage, sowie eine weitere Isländerstute, von der ich so gut wie nichts weiss. Auf der monatlichen Stallbesprechung wurde nur gesagt, dass eine dazu kommt. Wahrscheinlich ist das wieder ein Trick von meinem Vater. Zu dem haben wir noch eine Überraschung für Mama geplant, da unsere Paint Stute nun woanders steht.
      Tyrell hat sich schon lange einen Vollblut gewünscht und gefunden im Internet. Codsworth ist noch ziemlich Jung, doch normalerweise wird er in dem Alter bereits eingeritten, doch wir alle sind uns noch nicht sicher, ob das so gut wäre mit eineinhalb Jahren. Da ich ihn nur von Bildern kenne, kann ich es schlecht beurteilen, doch das wird besprochen, wenn er da ist. Zu dem haben wir noch eine Ältere Stute gefunden, von der nichts weiss. Wild Reflex ist bereits erfolgreich auf rennen gewesen. Er selbst, kann sie nur Minimal trainieren, weil er viel zu groß ist. Aber wir suchen jemanden, der dann sie auf Turnieren reitet.
      „Es soll heute schneien“, erzählt meine Mutter erfreut und wir rollen mit den Augen. Schnee sieht zwar schön aus, aber ist einfach nur lästig. Wir müssen alle Wege streuen und die Paddocks sind so eklig matschig sowie die Reitplätze. Somit geht nur die Halle. Da wir keine Einsteller haben, stellt es auch nur Minimal ein Problem dar, doch trotzdem reite ich lieber draußen.
      Nachdem wir die Boxen der Hengste sauber gemacht hatten, machte ich mich mit dem Fahrrad auf dem Weg zu Vriska, die heute noch mal Reitunterricht bekommt. Es war wohl nicht die beste Idee das Fahrrad zu nehmen. Doch ich kam heil an und sie wartete bereits auf mich. Der Hengst war bereits gesattelt und ich kontrollierte noch mal alles. Dann konnten wir loslegen. Zusammen gingen wir auf den matschigen Reitplatz und stellte mich an den Rand. Der Schnee stürmte und die Sicht war ziemlich eingeschränkt, weshalb wir nur im Schritt heute was machen. Ich zeigte ihr einiges, was man auch bei solchem Wetter machen kann zB. Stellungsübungen oder Aufmerksamkeit. Das Wetter wurde immer schlimmer und wir entschieden uns, einen anderen Tag nochmal zu Üben. Wir stellen den Hengst zurück und fahre wieder nach Hause.
      ___

      Eine Woche ist vergangen und das Land ist mit Schnee bedeckt. Heute habe ich keinen Stalldienst, weshalb ich mich vollkommen um die Pferde kümmern kann.
      Als erstes hole ich mir Aska von der Weide, Ilja Fjörgyn und Tyrell Kvest. Wir gehen ausreiten, da der Schnee sehr fest ist. Im Wald herrscht Ruhe und nur die Geräusche der Pferde sind zu hören.
      Wir kommen zurück und meine Brüder müssen zurück an die Arbeit. Ich hingegen mache weiter mit den Pferden. Krít, Willa, Litfari und Voodoo haben zur Zeit Winterpause, weshalb ich mir Snúra von der Weide hole. Wir gehen in die Reithalle und dort arbeite ich mit ihr an ihrer Konzentration und noch wichtiger an der Aufmerksamkeit. Wichtig ist, dass sie eine bessere Stellung bekommt und besser Mitarbeiter.
      Anschließend mache ich eine Kontrollrunde über den Hof zusammen mit Snúra. Die Fohlen toben zufrieden über die Weide.
      Während ich schon mit dem nächsten Pferd, Thögn, beschäftigt bin, macht Ilja etwas Bodenarbeit mit Comtesse und Tyrell ist Ausreiten mit Atom Bomb. Mein Mutti ist mit ausreiten auf Yuva.
      ___

      Morgen ist Silvester doch wir haben Glück, da unser Hof so gesehen völlig im Wald liegt, aber auch nur, weil mein Großvater damals das umliegende Land gekauft hat nach dem Krieg. Es war alles zerstört und er hat den Hof größer und besser aufgebaut. Doch es gibt immer etwas, dass erneuert werden muss.
      Ruvik, ein Pferd von Ilja, hat sich mittlerweile eingelebt und wir wollen heute das erste mal etwas mit ihm machen. Langsam betritt er die Weide und macht den Strick an sein Halfter. Etwas störrisch will er auf der Weide bleiben, doch nach ein paar Leckerlis folgt er. Wir gehen zu dritt in die Reithalle, in der wir bereits alles aufgestellt haben. Es liegen einige Standen da, Cavalettis und Pylonen. Ilja möchte mit Ruvik freiarbeiten, da er bereits Clickern kennt. Der Hengst kommt aus dem Zirkus und hat negative Erfahrungen gemacht, weshalb Ruvik erst das Vertrauen schaffen muss. Doch Ilja ist sehr geduldig und möchte den Hengst später mal reiten. Ich beobachte nur das Geschehen. Neugierig stupst Ruvik Ilja an und versucht Leckerlis zu bekommen, doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
      Als sie fertig sind, verlasse ich die beiden und gehe zu unseren Zuchtisländern. Die Hengste stehen auf der Koppel und spielen miteinander im Schnee. Mutti ist auf Fear zusammen mit Vater auf Gnani ausreiten.
      Am Ende des Tages haben wir alle einige Pferde bewegt und alles nach Plan geschafft. Das neue Jahr kann kommen und die neuen Pferde!

      © Mohikanerin | 7265 Zeichen

    • Mohikanerin
      Viel zu Warm! | 3. Juli 2018
      Vinkona frá Sólin | Totbringer | River’s Fjörgyn | Aqua | Þögn | Yuva | Ylfa | Willa | Wild Reflex | Topa’s Comtesse | Snúra | Snuff | Saints Row | Mademoiselle | Layers of Fear | Krít | Kempa | Eimyja | Blávör | Atom Bomb | Aska | Maekja van Ghosts
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Blossi | Voodoozirkus | Tesla | Skrýmir | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Litfari | Gnani | Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Flic Flac’s Milano | Capital | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Almost Illegal
      Tvífarí van Frelsi | St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Milska | Lu’lu’a | Hvítsunna van Frelsi | Feuergeist di Royal Peerage


      Erstes Semester geschafft, stelle ich erfolgreich fest. Endlich etwas Zeit für die Pferde. Nach dem Horror Winter und Frühling ist plötzlich dermaßen warm, das es auch kaum auszuhalten ist. Doch die Jungs brauchen meine Hilfe. Zuhause angekommen schnappe ich mir direkt das Fahrrad und los geht’s zum Hof.

      “Guten Morgen”, begrüße Familie Earle am Tisch im Wohnhaus.

      “So früh haben wir gar nicht mit dir gerechnet”, antwortet Karola überrascht.

      “Setz’ dich doch erst mal, der Kaffee ist noch warm”, fügt sie hinzu.

      Ich setze mich und alle zusammen besprechen wir den Tagesplan. Heute kommen die ersten Feriengäste mit insgesamt 5 Kindern, die wir heute bespaßen müssen. Aber zu erst gehe ich zu den Jungpferden auf der Weide gucken und anschließend zu den Zuchtstuten.


      Neugierig kommen Tví, Skjanni, Loui und Lu an den Zaun. Ich weiss gar nicht zu wem ich zuerst soll. Doch es gibt eine logische Reihenfolge - der Älteste zuerst. Allen vier Jungs geht es prächtig. Demnächst kommt auch Tví mit nach oben an den Hof und ich arbeite ihn gemeinsam mit Bruce an.


      Nun geht es zu den Stuten, auch sie gucken bereits sehnsüchtig zu mir: Amnesia, Bird, Milska, Sunna und Feuergeist. Ich war besonders aufgeregt Amnesia wieder zu sehen. Die kleine hatte es mir besonders angetan und jedes Wiedersehen sorgte für Freude. Auch Milska hat sich prächtig entwickelt. Sunna kommt demnächst zusammen mit Tví an den Hof. Feuergeist ist noch neu hier und lebt sich gerade in die Truppe ein.


      Die letzte Station waren die Zuchtstuten. Auf der Weide standen Aqua, Vinkona, Tot und Fjörgyn. Die vier Stuten verbrachten den ganzen Tag mit fressen und schlafen. Bald kommen die Fohlen und wir freuen uns schon sehr.


      “Ich hab mir schon überlegt wen für die Kinder nehmen. Es werden Comtesse, Kempa, Aska, Overo und Illegal. Während wir die Pferde fertig machen, fängst du schon mal mit den Paddocks an”, sagt Bruce und geht mit seinen Brüdern die Pferde holen.


      Also schnappe ich mir die Schubkarre und gehe auf die Stutenpaddocks. Gelangweilt stehen sie alle herum, da sie gerade von den Weiden kommen und sehr erschöpft sind. Zu allen gehe ich kurz hin streiche Ihnen über den Kopf oder Hals. Gerne würde ich mehr Zeit für sie mitbringen aber ich muss denen Jungs heute viel Arbeit abnehmen, da seine Eltern auch kaum Zeit haben.


      Dann geht es auch schon weiter bei den Hengsten. Dort ist es etwas komplizierter, weil es viel mehr Paddocks sind und Neugier oft alles übertrifft.

      Nach insgesamt sechs Stunden war ich auf dem Hof fertig und auch mit mir selbst.


      “Warum machen wir das alles eigentlich?”, fragte Tyrell rhetorisch. Wir alle zucken mit den Schultern. Gemeinsam lassen wir noch den Abend ausklingen mit ein paar Getränken und einem kleinen Feier am Häuschen. Mal sehen was der morgige Tag bringt.

      © Mohikanerin | 2800 Zeichen
    • Mohikanerin
      Frühlingsbeginn | 22. Februar 2019
      Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Krít | Kempa | Aqua
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Alvari
      Þögn | Snúra | Saints Row | Aska | Ylfa | Trú fra Frelsi | Snotra | Maekja van Ghosts | Eimyja | Blávör
      Wild Reflex | Yuva | Topa’s Comtesse | Tamana | Snuff | Mademoiselle | Layers of Fear | Kisshimbye | Jule | Friede sei mit dir | Atom Bomb
      Voodoozirkus | Litfari | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Skrýmir | Glanni frá glæsileika eyjarinnar
      Tesla | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Gnani | Flic Flac’s Milano | Amjad Amir | Almost Illegal | Absolutely Right
      Tvífarí van Frelsi | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Lu'lu'a | Hawking von Atomic
      St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Milska | Feuergeist di Royal Peerage


      Der Frühling beginnt schon langsam und das Ende Februar. An den Bäumen sind die ersten Knospen und Krokusse habe ich auch schon am Weidezaun erblicken können.
      Die erste Kontrolle ist bei den Stuten draussen auf den Weiden: Willa, Vinkona, Tot, Fjörgyn, Krít, Kempa und Aqua. Die sieben Stuten haben schon kleine Frühlingsgefühle und freuen sich über meinen Besuch. Aufgeregt kommen sie angetrabt, teilweise auch im Galopp, und schnauben mich begrüßend an. Als sie merken, dass ich keine Leckerlis habe, rennen sie wieder weiter und scheinen alle sehr gesund. Ich werfe noch einige Möhren auf die Koppel und dann geht es weiter.
      Da die Paddocks gerade renoviert werde und die Hengste aktuell nicht auf die Weide können, stehen sie noch in der Box. Erst nach her ist der übergangs Paddock fertig. Kvest, Hnakki, Capital, Blossi und Alvari stehen im Stall und suchen im Stroh nach Ähren. Ich fülle bei allen das Heu noch mal auf und verlasse den Stall wieder. Nachher werde ich noch Helfen sie auf die Paddocks zu bringen.
      Der nächste Besuch ist auf dem ersten Stuten Paddock. Dort stehen Ylfa, Snotra, Eimyja, Blávör und Aska. Die fünf Stuten sind eher rangniedrig und konnten sich in der anderen Herde nicht durchsetzen. Jetzt zusammen vertragen sie sich prächtig. Ich hole eine Schubkarre Pferdeäppel und fülle das Heu auf. Im Anschluss öffne ich die Weide und die Stuten dürfen für einige Stunden raus. Die Männer haben die anderen Stute von der Weide geholt und gehe zu ihnen auf den Paddock.
      Thögn, Snúra, Saint, Maekja und Trú schlendern langsam zum Tor, als ich mit der Schubkarre komme. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt. Auch hier hole ich eine Schubkarre herunter und fülle das Heu nach. Mit einigen Rangeleien werden sie sich der Reihenfolge an den Heuraufen klar und fangen an zu knabbern.
      Dann sind die Männer auch schon bei den Großen Pferden und machen ebenfalls sauber. Wie immer komme ich dazu und helfe. Als wir fertig sind gucken wir uns alle die Tiere noch einmal an. Reflex, Yuva, Comtesse, Tamana, Snuff, Mademoiselle, Fear, Kiss, Jule (die neu in der Truppe ist), Friede sei mit mir und Bomb. Natürlich stehen die beiden Shettys nicht bei den großen, aber trotzdem geniessen sie den Besuch! Allen geht es gut und wir gehen zu den Hengsten.
      Die Isländer Hengste sind alle soweit für die Körung und wir gehen mit den Pferden noch mal die Prüfung durch und stimmen die Kleinigkeiten ab. Voodoo, Litfari sind als erstes dran, danach folgen Blaer, Glanni und Skrýmir. Die drei sind nämlich noch nicht so weit. Besonders Glanni ist noch ziemlich vorsichtig und unsicher unter dem Sattel.
      Auch die Großen bekommen noch etwas Aufmerksamkeit. Ich hole Milano und Ryuk von dem Paddock und longiere sie im Round Pen. Tesla und Gnani sind im Moment erkältet und stehen deshalb in Quarantäne. Ruvik steht wie immer in der Box und möchte mit keinem Menschen etwas zu tun haben, obwohl ich mit ihm schon ein Stückchen weiter gekommen bin und die Box betreten kann, ohne das er mich angreift. Overo, Illegal, Right, Party und Amir stehen auf den Weiden. Die beiden Welsh Ponys spielen, hingegen die anderen den Kopf ins Gras stecken, auch wenn es nicht mehr viel gibt.
      Das gemeinsame Mittagessen haben wir beendet und es geht wieder an die Arbeit. Wir fahren noch zu den Jungpferden. Als erstes zu den Jungs. Tri und Nautilus sind mittlerweile ziemlich alt und könnten schon zum Hof, um ein Reitpferd zu werden. Leidere fehlt uns allen noch die Zeit, Jungpferde einzureiten. Deshalb dürfen sie noch weiter Pferd sein. Skjanni, Lu und Hawking sind noch nicht so weit, aber wachsen wohl auf. Allen Pferden geht es gut und wir fahren weiter zur Stutenweide.
      Schon als sie das Auto hören, kommen Amnesia, Bird, Milska und Feuergeist zum Zaun. Auch hier sind drei Pferde bei, die eigentlich unter den Sattel gehören. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Truppe so bleibt, ist Feuergeist. Sie hätte keinen Anschluss mehr und scheint sich auch nur mit den drei zu verstehen. Wir hatten sie bereits in einer Jungstutengruppe bei Freunden, aber dort fühlte sie sich nicht wohl und kam nicht ans Futter. Hoffentlich kommen bald neue Fohlen, damit die aktuelle Generation sich weiter entwickeln kann.
      Der Abend ist angerückt und nach einem derart erfolgreichen Tag fällt es mir nicht schwer schnell einzuschlafen.

      © Mohikanerin | 4317 Zeichen
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  • Album:
    LDS - Weitere
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    Mohikanerin
    Datum:
    18 Feb. 2020
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  • Zuchtname: Ruvik
    Rufname: -

    Aus der: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    Den: Unbekannt
    Mutter: Unbekannt Vater: Unbekannt
    ____________________________________

    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Kladruber
    Geburtsdatum: 10. März 2008
    Farbe: Braunschecke Splash
    Abzeichen: Scheckungsbedingt (Kopf und Beine)
    Stockmaß: 167 cm

    Charakter:
    Ruvik ist ein sehr hektisches Pferd, dass nicht mit Artgenossen klar kommt. Deswegen ist es am besten für ihn, allein zu stehen. Ihm reicht der Kontakt über den Zaun. Dem Menschen gegenüber ist er mittlerweise neugierig und freundlich. Es war ein langer Weg für das ehemalige Zirkuspferd. Bisher ist er noch immer ungeritten und kennt nur Bodenarbeit.
    ____________________________________

    Gencode: EE Aa nT nSpl
    Zuchtzulassung: Nein
    Gesamtnote: -
    Nachkommen: -

    [Schleife]
    Prüfung
    ____________________________________

    Dressur: E / M
    Springen: E / L
    Military: -
    Fahren: -
    Rennen: -
    Gangreiten: -
    Western: E / A
    Distanz: E / M

    Gänge: 3

    ____________________________________

    Besitzer: Mohikanerin
    Zucht: Unbekannt
    VKR: Maleen
    Ersteller: Maleen
    Punkte: 0
    ____________________________________

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