1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Möhrchen

Royal Disturbance | Mangalarga Marchador | Stute

|8 Punkte (12 inkl. HS- und TA-Bericht)

Royal Disturbance | Mangalarga Marchador | Stute
Möhrchen, 19 Jan. 2017
Dir, sadasha und Sosox3 gefällt das.
    • Möhrchen
      Alte Pflege- und Trainingsberichte
      Dir gefällt das.
    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Royal Disturbance &
      Pflegebericht | Haru


      Am Samstag stand ich ganz früh auf, denn es war ein besonderer Tag. Obwohl ich eigentlich auf der Suche nach einem zweiten Hengst als Freund für Haru gewesen war, hatte ich mich in eine wunderschöne Roan-Stute verliebt, die heute auf meinem Hof einziehen sollte. Die Suche nach einem zweiten Hengst musste also weiter gehen und nun brauchte ich auch noch eine Freundin für die neue Stute. Aber ich hatte sie einfach nicht aus meinem Kopf bekommen und musste sie einfach kaufen.

      Als es draußen hell wurde, zog ich meine dicksten Stallsachen an und ging hinaus. Ich begrüßte Haru mit einer Möhre und kraulte ihm die Stirn. Der Hengst war selbst noch nichtmal eine Woche bei mir und war noch in der Eingewöhnungsphase. Ich war in den letzten Tagen viel mit ihm spazieren gegangen, geritten war ich ihn aber noch nicht.

      Ich schnappte mir eine Schubkarre und fing an, den Paddock sauber zu machen. Da Haru noch alleine stand, war es zum Glück noch nicht viel Arbeit. Ich fegte die befestigten Flächen, sammelte die Äppel von der Sandfläche, die glücklicherweise so trocken war, dass sie nicht hart gefroren war. Dann kontrollierte ich die Tränke und füllte in der Heukammer ein neues Heunetz, dass ich ihm in seine Raufe hängte.

      Eine Weile blieb ich noch bei ihm auf dem Paddock stehen, dann holte ich sein Halfter und nahm ihn mit auf den Putzplatz. Beim Putzen war er schon die Ruhe selbst, diesen Teil des Hofes kannte er schon gut. Ich putzte den Staub aus seinem Fell, kämmte seine Mähne und seinen Schweif und kratzte seine Hufe aus. Dann löste ich den Strick und ging eine kleine Runde mit ich spazieren. Einmal über den Hof, an meinem Haus vorbei und ein Stück die kleine Straße hinunter. Haru war ein wenig aufgeregt, schnaubte ab und zu und schaute sich mit geblähten Nüstern und gespitzten Ohren um. Aber er war sehr auf mich konzentriert und artig.

      Wieder auf dem Hof angekommen, entschied ich mich, ihn noch eine Weile auf den Reitplatz laufen zu lassen. Ich machte ihn los und nahm mir eine Gerte. Diese brauchte ich jedoch gar nicht, denn Haru fing von sich aus an zu toben. Ich wunderte mich immer wieder, wieso Pferde, die sich den ganzen Tag im Offenstall frei bewegen konnten, immer so viel Spaß am Freilaufen auf dem Platz hatten...

      Nach einer halben Stunde legte ich Haru eine Abschwitzdecke über und brachte ihn damit zurück auf seinen Paddock. Er machte sich sofort an seinem Heu zu schaffen und wirkte sehr zufrieden.

      Ich machte nun meinen Hänger fertig, streute ihn mit Spänen ein und hängte ein Heunetz hinein. Dann holte ich meine Sachen aus dem Haus und machte mich auf den Weg zu sadasha...




      ... 4 Stunden später rollte ich mit dem Hänger wieder auf den Hof. Haru wieherte, als er über den Hof bemerkte, dass ich diesmal nicht alleine kam. Royal wieherte aus dem Hänger zurück. Zu schade, dass ich die beiden nicht zusammen stellen konnte... Ich merkte mal wieder, dass ich mich wirklich zeitig um Pferdegesellschaft für beide kümmern musste.

      Ich ließ die Klappe hinunter und band Royal los. Als ich die Stange löste, stürmte sie rückwärts vom Hänger und ich konnte mir gerade noch ihren Strick schnappen. Die wunderschöne Stute war sehr aufgeregt, was ja auch verständlich war. Ich würde ihr erstmal eine Zeit Ruhe gönnen, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen konnte. So hatte ich es bei Haru auch gemacht und es hatte gut funktioniert: Er wurde von Tag zu Tag ruhiger.

      Ich führte Royal über den Hof Richtung Paddock Trail. Sie hatte als erstes die Ehre, diesen tollen Offenstall zu beziehen, auf den ich mächtig stolz war. Ich hatte mir besonders Mühe dabei gegeben und hoffte, dass es ihr genauso gut gefallen würde wie mir. Neben der Liegehalle führte ich sie hinein, schloss das Tor und machte ihr das Halfter ab. Sie trabte schwungvoll weg, wieherte und lief am Zaun hin und her. Wenn sie wüsste, wie viel Platz sie hier noch zu entdecken hatte. Bereits am Vortag hatte ich alle Futterstellen mit Heu gefüllt, sie sollte sich schließlich wie zu Hause fühlen.

      Ich stand noch sehr lange am Zaun und beobachtete sie. Von Minute zu Minute verliebte ich mich mehr in sie. Auch, wenn ich etwas komplett anderes gesucht hatte, war sie einfach ein Traum und ich war trotz allem Schwierigkeiten froh, dass ich diesmal auf mein Herz und nicht auf meinen Verstand gehört hatte ...

      |19.01.2017 ©Möhrchen
    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance
      |01.02.2017 ©Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance

      Als ich mit dem Hänger wieder auf den Hof fuhr, musste ich ein paar mal tief ein und aus atmen, um mich selbst zu beruhigen. Ich hatte einen wunderschönen Spanierhengst auf dem Hänger, mein neues Pferd Fenicio. Und damit nicht genug: heute würden auch noch drei neue Stuten auf der Stardust Ranch ankommen. Ich konnte es kaum glauben, wie schnell das alles ging, gerade noch hatte Haru als erstes Pferd seinen Offenstall bezogen, und so langsam wurde es jetzt schon richtig voll auf dem Hof.

      Fenicio stand ganz ruhig und ich war froh, als ich endlich auf den Parkplatz fuhr und ihn nach der langen Fahrt endlich befreien konnte. Ich ließ die Klappe hinunter und löste die Stange. Vorsichtig kam Fenicio rückwärts aus dem Hänger und schaute sich mit geblähten Nüstern um. Aus beiden Richtungen kam sofort Gewieher, Namica lief aufgeregt am Zaun auf und ab. „Ihr bekommt nachher neue Freund“, sagte ich grinsend zu ihr und führte Fenicio über den Hof in Richtung der Hengstoffenställe. Ich hatte mich dafür entschieden, ihn im zweiten Offenstall einzustellen und nicht zu den beiden anderen Hengsten. Callimero konnte manchmal etwas frech sein und dafür reichte der Platz in der Liegehalle für ein so großes Pferd wie Fenicio nicht aus. Aber er konnte die anderen ja jederzeit über den Zaun sehen und beschnuppern und sicherlich würde er auch bald noch einen Kumpel bekommen. Ich hatte bereits alles vorbereitet, die Tränke in Betrieb genommen und ihm genügend frisches Heu in die Raufe gelegt. Auf dem Paddock löste ich den Strick und Fenicio blieb erstmal bei mir stehen. Es war erstaunlich, wie entspannt er trotz der unbekannten Umgebung war.

      Ich machte mich an die Arbeit, holte mir eine Schubkarre und fing an, den Paddock von Haru und Callimero zu säubern. Während die Schubkarre sich füllte, machten meine drei Hengste über den Zaun Bekanntschaft miteinander. Haru spielte sich ein bisschen auf und ließ den wilden Hengst raushängen, aber im Großen und Ganzen lief alles sehr friedlich ab.
      Als ich fertig war, holte ich noch eine große Portion Heu für die Raufe und hängte ein zusätzliches Heunetz ans Tor.

      Anschließend machte ich mich auf den Weg über den Hof zum Paddock Trail. Namica stand dösend in der Sonne und Royal fraß an der Heuraufe. Das Abäppeln des Paddock Trails nahm immer ziemlich viel Zeit in Anspruch, aber zum Glück hatten die beiden Stuten ihre Lieblingsstellen, sodass ich nicht den ganzen Trail abgehen musste. Ich mistete die Liegehallen aus, fegte das alte Heu um die Heuraufen zusammen und füllte Raufen und Netze mit neuem Heu. Mit Blick auf die neuen Pferde hängte ich noch einige Heunetz extra auf, vielleicht konnte ich so ein bisschen Stress verhindern.

      Schon bald hörte ich einen Transporter auf den Hof fahren. Rinnaja war so nett, mir meine drei neuen Pferde auf den Hof zu bringen, denn mein Hänger war nur für zwei Pferde ausgelegt, sodass ich zweimal hätte fahren müssen. So hatte sie sich von einer Freundin einen großen Transporter geliehen und brachte die Pferde auf meinen Hof. Ich lief auf sie zu und begrüßte sie. Zusammen ließen wir die Rampe hinunter und luden die Pferde aus. Als erstes schnappte ich mir Nocciolas Strick. Die kleine Shettystute blies sich ordentlich auf und tänzelte wie ein wilder Hengst neben mir her. Zum Glück war sie so klein, dass ich sie trotzdem einigermaßen locker halten konnte. Rinnaja lud die junge Vollblutstute Happy Fantasy ab, die ebenfalls ziemlich aufgeregt war. Sie war wirklich ein Eyecatcher mit ihrem hellen Punkten und ich hatte mich beim Anschauen auf den ersten Blick in sie verliebt. Wir banden die beiden Stuten kurz an und holten die dritte Stute aus dem Transporter, Baileys. Sie war eine ganz besondere Herausforderung und ich war mir noch nicht sicher, ob ich die Entscheidung zu ihrem Kauf nicht noch bereuen würde... Sie kannte fast nichts und hielt nicht das Geringste von Menschen.

      Damit ich sie überhaupt jemals wieder eingefangen kriegen würde, hatte ich mich dazu entschieden, die beiden Shettys erstmal im kleinen Offenstall am Stutenstall unterzubringen. Im großen Paddock Trail wären die Kleinen wahrscheinlich auf und davon...

      Wir näherten uns der kleinen gescheckten Stute und ernteten sofort vernichtende Blicke. Nocciola war schon nicht ganz einfach, aber Baileys war nochmal eine ganz andere Nummer. Als ich den Strick lösen wollte, schnappte sie nach mir und verfehlte nur knapp meinen Arm. Wiederwillig folgte sie mir die Rampe hinunter und versuchte immer wieder, sich loszureißen. Führen war für sie anscheinend ein Fremdwort. Rinnaja folgte mir mit Nocciola und so erreichten wir schließlich den kleinen Offenstall. Wir ließen die beiden Stuten hinauf, die sofort anfingen, sich zu kabbeln. Aber sie kannten sich bereits und so konnten wir uns gleich wieder auf den Weg zu Happy Fantasy machen, die immer noch am Anbinder stand. Namica und Royal drängelten sich schon ganz gespannt am Zaun. Rinnaja verscheuchte sie kurz vom Tor und ich führte Happy schnell hinauf und löste den Strick. Sofort preschte sie los, die anderen beiden hinterher. Es ganz Gequietsche und Bocksprünge, aber das war ganz normal. Happy war eine temperamentvolle junge Stute und musste erstmal in der neuen Herde ihre Grenzen austesten.

      Rinnaja musste wieder los und so half ich ihr beim säubern des Hängers und verabschiedete mich dann dankend von ihr. Sie überreichte mich noch die Papiere der Stuten und die Kopien der Kaufverträge, dann rollte sie vom Hof.

      Ich blieb noch eine Weile bei den Stuten am Zaun stehen und beobachtete sie. Sie schienen sich noch nicht ganz grün zu sein, immer wieder legte eine die Ohren an und verscheuchte eine andere. Aber sie verletzten sich nicht ernsthaft, es waren nur Drohgebärden.

      Also machte ich mich mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zum Hengstoffenstall und holte Haru. Ich band ihn am Anbinder an, holte seine Putztasche und bürstete sein dickes Winterfell. Dann holte ich den Longiergurt und meine Doppellonge aus der Sattelkammer und legte in Haru auf. Ich zog ihm einen Kappzaum an und machte mich mit ihm auf den Weg zum Reitplatz. Vom Rand holte ich einige Stangen und verteilte sie auf dem Reitplatz, während Haru mir an der durchhängenden Longe entspannt folgte....

      ... es wurde eine sehr gute Longeneinheit, Haru ging sehr fleißig und motiviert vorwärts, ließ nach einiger Zeit den Hals fallen und schnaubte entspannt ab. Ich machte viele Handwechsel, ließ ihn viel über die Stangen traben und ließ ihn sich richtig auspowern. Er wollte arbeiten, das merkte man richtig, und ich hoffte wirklich, dass ich nach dem ganzen Stress und den vielen neuen Pferden bald endlich mehr Zeit haben würde, um meine Pferde richtig zu arbeiten.

      Nach einer halben Stunde wurde er sichtlich müde und wesentlich langsamer. Ich parierte ihn durch zum Schritt und ließ ihn noch einige lockere Runden im Schritt gehen. Dann führte ich ihn zurück zum Anbinder, tauschte den Longiergurt gegen seine Abschwitzdecke und brachte ihn zurück zu seinem Kumpel auf den Paddock.
      Nun ging ich zurück zu den Stuten, die sich sichtlich beruhigt hatten. Ich beobachtete sie noch eine Weile, aber es sah schon ziemlich ruhig aus. Happy durfte zwar noch nicht in die Liegehalle, aber es war nicht zu kalt draußen und in den kleinen Unterstand kam sie hin und wieder hinein. Genug Heustellen hatte ich ja zum Glück geschaffen, sodass sie sich nicht um das Heu kloppen mussten.

      Todmüde, aber glücklich fiel an diesem Abend ins Bett. Langsam wurde mein Hof echt richtig voll und ich freute mich sehr auf die Arbeit mit meinen Pferden, wenn endlich etwas Ruhe auf dem Hof einkehrte. Dann könnte ich auch bald wieder richtig Reiten und meine tollen Pferde auf Turnieren vorstellen.
    • Möhrchen
      [​IMG]
      4230 Wörter/ 25.970 Zeichen - (c)FrauHolle


      Mittwoch - Anreisetag:
      Der erste Hänger rollte auf den Hof. Ich erkannte meine Schwester sofort, denn sie winkte mir freundlich aus ihrem Auto zu. Ich begrüßte sie mit einer herzlichen Umarmung, denn wir hatten uns nun schon länger nicht mehr gesehen. Dabei hatte sie ihre Stute Royal Disturbance, die sich neugierig umdrehte, als wir die Hängerklappe herunter ließen. Jessica führte sie aus dem Hänger und Royal guckte sich aufgeregt um. Meine beiden Hengste Lumikello und Fallen Godness kamen an den Zaun und beäugten begeistert die wunderschöne Stute.
      Gestern hatte ich liebevoll alles für meine Gastpferde vorbereitet. Für Royal und Ingénue hatte ich jeweils eine frisch renovierte Box bereitet, sauberes Stroh verteilt, die Tränken kontrolliert und jedem Pferd einen riesen Haufen Heu hingelegt.
      Den Offenstall hatte ich für Pallaton und Dragon’s Heartbreaker zurecht gemacht. Die Badewanne war mit Wasser gefüllt, der Unterstand mit frischem Stroh ausgelegt und die Heuraufe hatte ich mit saftigem Heu gefüllt.
      Voller Vorfreude erwartete ich am Mittwochnachmittag meine Gäste und freute mich sehr, als meine Schwester als ersten ankam, was auch kein Wunder war, denn sie hatte den kürzesten Weg. Ich zeigte meiner Schwester die Box für Royal und die Stute bezog ihre neue Unterkunft. Nachdem sie sich umgeguckt hatte, machte sich zufrieden ans Heu.
      Ich hatte es mir gerade mir meiner Schwester auf der Bank vor dem Aktivstall gemütlich gemacht, da rollte das nächste Auto auf den Hof. Es war Jan van de Berg, der mit seinem Friesenhengst Dragon‘s Heartbreaker aus der Niederlande anreiste. Ich stellte mich vor und hieß Jan herzlich auf meinem Hof willkommen. Nachdem Jan sich auch bei Jessica vorstellte, holten wir Heartbreaker aus dem Hänger. Stürmisch lief er rückwärts aus dem Hänger und wieherte aufgeregt den anderen Pferden, die am Zaun standen, entgegen. Heartbreaker war ein wunderschöner Hengst und ich verliebte mich sofort in seine blauen Augen. Ich ging voran und Jan folgte mir mit seinem Hengst in den Offenstall. Der Friese war in der neuen Umgebung noch ziemlich aufgeregt, aber er wurde mit der Zeit schnell ruhiger.
      Ich zeigte meinen beiden Gästen den Hof. „Der Agilityplatz ist ja richtig cool“, Jessica war begeistert. Jan hielt sich hingegen sehr zurück und lief eher ruhig mit uns über den Hof, was allerdings bei uns beiden Quasselstrippen auch kein Wunder war.
      Ich zeigte den beiden das Reiterstübchen, wo ich ihnen etwas zu trinken anbot, bevor wir anfingen, uns über meine Pläne für die nächsten Tage zu unterhalten.
      Kurz vor 18 Uhr trudelte Fiona O’Brien auf meinem Hof ein. Sie war mit dem Wallach Pallaton, der für die nächsten Tage zusammen mit Heartbreaker wohnen durfte, extra für meinen Kurs aus Norwegen angereist. Wir stellten Pallaton zu dem Hengst und die beiden fingen an sich zu beschnuppern. Die Zusammenführung lief relativ kurz und schmerzlos ab, da Pallaton sich schnell unterordnete. Fiona hatte ihren Australien Shepherd Finley dabei, der mich und die anderen wild begrüßte.
      Auch Fiona durfte erst einmal den Hof kennenlernen, bevor wir uns alle zusammen gemütlich ins Reiterstübchen setzten und auf Leticia warteten.
      Gegen 20 Uhr sah ich durchs Fenster des Reiterstübchens die Scheinwerfer eines Autos und wir gingen alle gemeinsam raus auf den Hof. Leticia Weidner hatte mit ihrer Criollo Stute Ingénue den weiten Weg aus Frankreich nach Norddeutschland auf sich genommen, um an meinem Kurs teilzunehmen. Jan und ich öffneten die Hängerklappe und Leticia führte ihre Stute rückwärts aus dem Hänger. Genau wie Royal, fand Ingénue einen Platz in einer der Paddockboxen. Wir stellten sie in die Box neben Royal und die beiden Stuten beschnupperten sich. Leticia erzählte noch kurz von der Fahrt, bevor wir uns für Morgen um neun Uhr zum ersten Training verabredeten.


      Donnerstag:
      Als ich gegen halb neun in den Stall fuhr, war bereits einiges los. Jessica war dabei, ihre Stute am Putzplatz zu putzen und quatschte nebenbei mit Fiona, die mit ihren braunen, schulterlangen Haaren rumspielte. Auch Jan hatte sich mit Heartbreaker an den Putzplatz begeben und kämmte in Ruhe den Schweif seines Friesens. Leticia hatte sich eine Schubkarre geschnappt und war gerade dabei, die Box von Ingénue auszumisten, als ich in den Stall kam.
      Alle Pferde hatten die Nacht gut überstanden und waren bereit fürs Training. Nachdem auch Fiona und Leticia ihre Pferde fertig gemacht hatten, starteten wir unsere erste Trainingseinheit auf dem großen Reitplatz.
      Erst einmal wollte ich die Paare besser kennenlernen. Ich gab meinen Schülern die Aufgabe, mit ihren Pferden zu arbeiten. Von der Mitte aus nahm ich die vier genauestens unter die Lupe. Während Jan und Heartbreaker mit der Arbeit vom Boden aus noch etwas Schwierigkeiten hatten, waren Leticia und Ingénue schon ein eingespieltes Team. Auch Jessica hatte ihre Stute erst vor kurzem gekauft und war noch etwas unsicher, auch wenn Royal sehr aufmerksam mitmachte. Begeistert sah ich zu, wie Fiona mir ein paar Seitengänge mit Pallaton zeigte.
      Nach knappen 15 Minuten hatte ich einen ersten Eindruck meiner neuen Schüler und wir konnten mit der ersten Übung beginnen. Die leichtesten Übungen waren wohl das „Nein“ sagen und das Küsschen geben. Ich ließ die Kursteilnehmer entscheiden, mit welcher Übung sie anfangen wollten und erklärte deshalb beide Übungen. Ich lieh mir Pallaton aus und zeigte, wie man einem Pferd das „Nein“ sagen beibringen konnte. Auch das Küsschen geben machte ich mit Pallaton mit Hilfe von Leckerlies vor. Danach schickte ich die vier wieder an die Arbeit und jeder probierte eine Übung mit seinem Pferd aus.
      Meine Schwester hatte sich das Küsschen geben vorgenommen und animierte Royal mit einem Leckerli in der Hand dazu, die Nase in Jessicas Gesicht zu drücken. Jessica ging gut an die Sache ran, deshalb ließ ich die beiden ohne ein Kommentar weiter üben und ging zu Jan.
      „Na wie läufts?“, fragte ich ihn. Er war noch etwas überfordert mit dem Umsetzen der Übungen und ich zeigte ihm noch einmal, wie er vorgehen musste. Er hatte sich für das „Nein“ sagen entschieden, denn Küsschen geben war nicht wirklich sein Ding. Schritt für Schritt erarbeiteten wir zusammen den ersten Trick und Jan wurde immer lockerer. Heartbreaker erleichterte Jan die Arbeit, indem er sehr aufmerksam mitarbeitete. Ich ließ Jan alleine weiter üben und machte mich auf den Weg zu Leticia. Sie hatte noch keinerlei Erfahrungen in der Zirzensik aber stellte sich wirklich gut an. Auf Kommando schüttelte Ingénue ihren Kopf. „Wow, super! Das ging ja schnell. Wenn das „Nein“ sagen soweit klappt und du einen Abschluss findest, kannst du Ingénue gerne wegbringen. Ich glaube es reicht für die erste Trainingseinheit“, schlug ich vor. Leticia suchte nach einem schönen Abschluss und ging dann vom Platz. Auch Jessica war schon ziemlich weit und Royal drückte ihr stolz die Nase in ihr Gesicht. Jessica und Leticia stellten ihre beiden Stuten auf die große Wiese, denn da konnten sie sich vor dem nächsten Training heute Nachmittag ordentlich auspowern.
      Ich ging zu Fiona, die ich bis jetzt etwas unbeachtete gelassen hatte. Ihr Wallach Pallaton war ein echter Schatz und auch wenn er etwas Zeit zum Lernen brauchte, machte er gut mit. Fiona konnte meine Erklärungen gut umsetzten und ich war begeistert, mit welcher Ruhe die doch so temperamentvolle und chaotische Fiona mit ihrem Pferd arbeitete. Ich lobte die beiden und ließ sie noch etwas alleine am Küsschen geben üben.
      Jan war mit seinem Heartbreaker schon ein ganzes Stück weiter gekommen. Es war noch nicht perfekt aber der Hengst zeigte erste Ansätze zum Kopfschütteln. „Du kannst heute Nachmittag weiter üben. Gönn euch beiden erst einmal eine Pause“, sagte ich zu Jan.
      Ich brachte zusammen mit Fiona und Jan die Pferde in den Offenstall, bevor ich allen Kursteilnehmern im Reiterstübchen etwas zu trinken und ein paar Kekse anbot.

      Um 15:30 Uhr versammelten wir uns alle wieder auf dem Platz. Während Jan und Fiona noch an der Lektion von heute Morgen übten, erklärte ich Jessica und Leticia den Spanischen Gruß. „Ihr nehmt eure Gerte und tippt eure Pferde damit an das linke Vorderbein. Sobald die Pferde das Bein leicht anheben, lobt ihr es. Nach und nach versucht ihr, dass eure Pferde das Bein immer höher nehmen. Probiert es erstmal und helft euch gegenseitig, falls etwas nicht klappt“, erklärte ich den beiden.
      Fiona übte noch knappe 10 Minuten am „Nein“ sagen, bevor sie sich zu den anderen Mädels gesellte, dir ihr den Spanischen Gruß erklärten. Auch Jan war in den ersten 15 Minuten sehr weit gekommen und das „Nein“ sagen klappte inzwischen wunderbar. Da er immer noch recht unsicher war, beschloss ich, mit ihm den Slalom mit ihm zu üben. Ich baute vier Hütchen in einer Reihe auf und gab Jan die einfache Aufgabe, sein Pferd im Schritt um die Hütchen zu führen. „Na das klappt doch schon mal ganz gut“, lobte ich ihn, „ als nächstes versuchst du, links an den Hütchen vorbei zu gehen, während Heartbreaker weiter Slalom geht“. Ich zeigte ihm, was ich meine und ließ ihn dann in Ruhe mit seinem Hengst üben.
      Die Mädels waren fleißig am üben. Während Royal ihren Huf nur wenige Zentimeter vom Boden abhob, war Leticia mit Ingénue schon ziemlich weit. „Ihr könnt gerne auch andere Übungen machen. Geht zwischendurch eine Runde um den Platz, richtet eure Pferde rückwärts und festigt das „Nein“ sagen, beziehungsweise das Küsschen geben. Ihr müsst eure Pferde beschäftigen, damit sie sich nicht langweilen“, erklärte ich meinen Schülern.
      In der Zwischenzeit hatte Jan fleißig weitergeübt und zeigte mir stolz, was er jetzt schon konnte. Er ging links an den Hütchen vorbei und führte Heartbreaker abwechselnd links und rechts um die Hütchen. Ich gab ihm einen Tipp: „Versuch mal, deinem Pferd mit deinem Finger den Weg zu zeigen. Das Ziel ist es, den Strick irgendwann abmachen zu können. Deshalb musst du jetzt schon versuchen, den Strick so wenig wie möglich zu nutzen. Setzte deinen Körper ein und zeige mit dem Finger dorthin, wo du hinmöchtest. Und vergiss nicht, Heartbreaker immer ordentlich zu loben. Immer lieber einmal zu viel als zu wenig.“
      „Feierabend für heute“, rief ich nach weiteren 10 Minuten Training über den Platz. „Versucht, einen schönen Abschluss zu finden und bringt eure Pferde dann ins Bett“.
      Zusammen mit Jan und Fiona brachte ich den Offenstall auf Vordermann. Während ich die Tränke mit frischem Wasser füllte, stopften die anderen beiden zwei Heunetzte. Erschöpft unterhielt ich mich noch mit meinen Schülern über den ersten Tag, bevor wir uns für Morgen verabredeten.


      Freitag
      Das Wetter war wunderschön. Es hatte lange nicht geregnet, sodass es auf dem Agilityplatz nicht rutschig war. Deshalb konnte das Training heute dort stattfinden und bevor die vier sich an die Arbeit machten, erklärte ich noch einige Dinge: „Ihr könnt gerne alle Hindernisse mit eurem Pferd ausprobieren. Vergesst nicht, die Übungen von gestern zwischendurch immer wieder durchzuführen und denkt immer an ausreichend Belohnung. Nacheinander könnt ihr zu mir zum Podest kommen und ich helfe euch, eure Pferde aufs Podest zu kriegen. Wenn ihr Hilfe braucht oder eine Frage habt, könnt ihr jederzeit Bescheid sagen“.

      Jeder ging in eine andere Richtung und probierte die vielen Hindernisse auf dem Platz aus. Fiona blieb als erstes bei mir und wir versuchten zusammen, Pallaton aufs Podest zu kriegen. Ganz ohne Probleme stieg der Wallach mit seinen Vorderbeinen auf den großen Treckerreifen, auf den ich einen Boden gebaut hatte. Pallaton war wirklich ein Verlasspferd und hatte keinerlei Probleme, unbekannte Hindernisse zu überwinden.
      Als nächstes versuchte Jan, Heartbreaker aufs Podest zu bekommen. Heartbreaker war am Anfang nicht sehr begeistert von der Idee, aber ließ sich schließlich davon überzeugen. Mutig stellte er sich mit allem Vieren auf das wackelige Podest. Jan lobte begeistert seinen Hengst und machte sich dann wieder an die anderen Hindernisse.
      Auch Royal hatte eher weniger Probleme mit dem Podest. Jessica schaffte es mit ihren Überredungskünsten, die Stute aufs Podest zu locken. Das Arbeiten auf dem Agilityplatz gestaltete sich dennoch etwas schwierig, da Royal etwas verfressen war und ständig das frische Gras auf dem Platz vernaschen wollte. Jessica übte weiter den Spanischen Gruß und ich machte mich mit Leticia und Ingénue ans Podest. Ingénue zeigte sich etwas unsicher doch Leticia zeigte der Stute, dass sie keine Angst haben muss. Die beiden waren wirklich ein gutes Team und Leticia arbeitete sehr ruhig mit ihrer Stute. Ihr war froh, dass sich alle Pferde aufs Podest getraut haben.
      „Na alles gut bei dir?“, fragte ich Jan. Während Jessica und Fiona weiter den Spanischen Gruß übten, arbeitete Jan mit seinem Hengst an den Stangen. „Versuch mal, Heartbreaker vorwärts in das Stangen „U“ herein zu führen und rückwärts wieder aus zu parken“, schlug ich vor. Jan gab sich wirklich Mühe und als es einigermaßen klappte, brachten wir die Pferde auf die Weide, beziehungsweise in den Offenstall.
      Das wunderschöne Wetter lockte uns in der Mittagspause an den Strand zu einem Spaziergang, während wir den Pferden eine Pause gönnten. Ich zeigte den Kursteilnehmern den Weg zum Strand und durch Zufall war gerade Ebbe. Kurzerhand zogen wir unsere Schuhe aus und gingen mit unseren nackten Füßen im Watt entlang. Ich führte viele interessante Gespräche mit den anderen und konnte alle viel besser kennenlernen. Auch untereinander verstanden die anderen sich immer besser. Selbst Jan wurde zwischen uns vier Frauen immer lockerer und alberte mit Fiona rum.
      Finley, der Rüde von Fiona, tobte wild am Strand rum. Fiona hatte ihn zum Kurs mitgebracht und Finley freute sich über die Weiten des Strandes.

      Am Nachmittag fand das Training wieder auf dem großen Reitplatz statt. Ich baute für Jan erneut die Hütchen auf und er übte weiter am Slalom. Pallaton und Ingénue hatten den Spanischen Gruß mittlerweile wirklich gut verstanden und auch Jessica war mit ihrer Stute auf dem richtigen Weg. Ich zeigte Leticia und Fiona, wie sie zum Spanischen Gruß übergehen konnten: „Ich führt euer Pferd in einem langsamen Schritt neben euch her. Mit der linken Hand haltet ihr den Strick, mit der rechten Hand tippt ihr eure Pferde mit der Gerte wie beim Spanischen Gruß an. Wichtig ist, dass die Pferde nicht stehen bleiben sondern immer weiter gehen. Es ist egal, ob sie am Anfang nur jeden dritten Schritt ihr Bein hochnehmen, das wird von Mal zu Mal immer besser“. Ich ließ die beiden wieder alleine üben und nachdem ich zu Jessica sagte, sie solle Royal ab und zu eine Pause gönnen, damit sie nicht überfordert ist, ging ich wieder zu Jan.
      Heartbreaker hatte das Prinzip des Slaloms gut verstanden und ohne Ankündigung machte ich den Strick von seinem Halfter. Jan guckte mich erschrocken an. „Versuchs doch mal. Einfach probieren. Wenn es nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm. Denk immer daran, die Richtung ganz genau mit deinem Finger anzuzeigen“, motivierte ich Jan.
      Unsicher startete er einen ersten Versuch. Auch wenn Heartbreaker die Hälfte der Hütchen umgestoßen hatte, war er die ganze Zeit bei Jan geblieben und war ihm gefolgt. „Siehst du, klappt doch schon ganz gut! Mach kurz etwas anderes, damit er auf andere Gedanken kommt und versuche es dann einfach noch einmal.
      Die Mädels waren schon weit gekommen. Besonders Leticia überraschte mich, denn auch wenn Ingénue manchmal vergaß, ihre Hinterbeine mitzunehmen, war sie ein echter Streber. Auch Jessica hatte sich inzwischen an den Spanischen Schritt gemacht und Royal zeigte erste Ansätze. „Wenn ihr einen guten Abschluss findet, könnt ihr Feierabend machen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag“, sagte ich zu meinen Schülern.
      Ich schaute noch einmal nach Jan, der sehr motiviert mit Heartbreaker übte. Während Leticia und Fiona ihre Pferde schon wegbrachten, ließ ich Jessica und Jan noch etwas weiter üben. „Ich glaube, für heute bin ich erstmal zufrieden. Wir üben Morgen weiter“, grinste Jan mich an. Auch Jessica beließ es mit den Ansätzen zum Spanischen Schritt und brachte Royal in die Box.


      Samstag
      Die Hälfte des Kurses war um und ich war wirklich sehr zufrieden mit der Arbeit meiner Schüler. Heute lag der Schwerpunkt auf dem Plié und auf dem Kompliment, denn alle hatten sich diese Übungen gewünscht. Ich schnappte mir Pallaton und zeigte, wie man beim Plié vorgehen musste, bevor ich die anderen ausprobieren ließ. „Schick sie am besten vorher ein Stück zurück“, sagte ich zu Leticia, „dann steht sie fester auf den Hinterbeinen und es ist leichter für sie, das Gewicht auf die Hinterbeine zu verlagern und sich nach hinten zu strecken.
      Royal zeigte sich heute als echte Musterschülerin und hatte das Plié als erstes verstanden. Ich zeigte meiner Schwester, wie sie mit dem Kompliment anfangen konnte und schaute danach nach Jan. Auch Jan war schon ziemlich weit mit seinem Hengst und ich gab ihm noch schnell ein paar Tipps, wie er es noch besser hinbekommen konnte. Als Heartbreaker das Plié fast perfekt beherrschte, machte ich mich zusammen mit Jan an den Spanischen Gruß, denn während die anderen ihren Pferden das schon beigebracht hatten, hatte er seinem Hengst den Slalom beigebracht. Der Friesenmix hatte keine Probleme damit, sein Bein in die Luft zu strecken und verstand den Spanischen Gruß in Rekordzeit. Heute war er wirklich ein kleiner Streber und im Gegensatz zu den letzten Tagen kam Jan wirklich gut voran. „Schicke ihn noch ein paar Mal im Slalom um die Hütchen und gönne Heartbreaker dann seine verdiente Pause, denn er hat wirklich gut mitgemacht heute“, sagte ich zu Jan.
      Auch Ingénue hatte das Plié mittlerweile drauf und Jessica hatte Leticia erklärt, wie sie an das Kompliment rangehen musste. Die Kursteilnehmer waren alle sehr hilfsbereit und halfen sich gegenseitig, was mich wirklich sehr freute, denn ich konnte nicht für vier Leute gleichzeitig da sein. Fiona hatte noch etwas Schwierigkeiten mit ihrem Wallach, denn er fand das Plié eher langweilig. „Mach kurz was anderes mit ihm, dann kommt er auf andere Gedanken. In ungefähr fünf Minuten probieren wir es nochmal zusammen“, baute ich Fiona auf, die etwas deprimiert war. Während Fiona noch einmal den Spanischen Schritt und das Küsschen geben übte, schaute ich nach Jessica und Leticia, die beide am Kompliment arbeiteten. „Wenn ihr einen guten Zeitpunkt findet, könnt ihr eure Stuten für die Mittagspause auf die Weide bringe“, sagte ich zu den beiden. Royal und Ingénue wohnten für den Kurs jeweils in einer Box und durften sich deshalb jeden Tag auf der Wiese austoben.
      Nun konnte ich in Ruhe mit Fiona und Pallaton arbeiten, denn alle anderen hatten ihre Pferde bereits weggebracht und wärmten sich im Reiterstübchen auf. „Nicht verzweifeln, das kriegen wir jetzt auch noch hin“, sagte ich zu Fiona. Wir fingen noch einmal von vorne an und Fiona gab ihrem Wallach ein paar Leckerlies zwischen den Vorderbeinen. Schritt für Schritt erarbeiteten wir zusammen das Plié. Nach fast 15 Minuten hatten wir es endlich geschafft und Fiona brachte ihn erleichtert in den Offenstall.

      Nach der Mittagspause trafen wir uns alle wieder auf dem Agilityplatz. Fiona und Leticia waren zusammen mit Finley über eine Stunde am Strand gewesen und Jan, Jessica und ich hatten es uns im Reiterstübchen gemütlich gemacht.
      Mit neuer Kraft starten wir die Trainingseinheit und jeder machte sich an seine Baustelle. Fiona übte weiterhin das Plié mit Pallaton und ging nach ungefähr 10 Minuten zum Kompliment über, was ich ihr genau erklärte.
      Jan war mit voller Motivation dabei, seinem Hengst aus dem Spanischen Gruß den Spanischen Schritt beizubringen und hatte sich dazu in eine ruhige Ecke auf dem riesigen Platz verzogen.
      Leticia und Ingénue übten abwechselnd das Kompliment und den Spanischen Schritt und erkundigten zwischendurch die vielen Hindernisse auf dem Agilityplatz.
      Mit Jessica und Royal machte ich mich ans Knien. Das Kompliment klappte inzwischen wunderbar und Royal zeigte sich seit gestern als Musterschülerin. Zuerst brachten wir ihr bei, das Bein auf Kommando nach hinten anzuwinkeln. Das kleine Streberpony hatte das Prinzip schnell verstanden und aus dem Kompliment versuchten wir, sie zum Knien zu bringen. Royal verstand überhaupt nicht, was wir von ihr wollten und sprang verwirrt auf. In aller Ruhe versuchte Jessica es immer wieder, doch kam nicht wirklich voran. „Ich würde sagen, wir lassen das heute. Morgen versuchst du es mit neuer Energie einfach nochmal. Ich glaube, heute hat es keinen Sinn mehr“, sagte ich zu meiner Schwester.
      Wir beendeten das Training für heute. Jessica war mit dem Knien nicht wirklich weit gekommen, aber die anderen waren dafür umso produktiver gewesen: Ingénue hatte das Kompliment und den Spanischen Gruß nach diesem Training perfekt drauf, Pallaton zeigte stolz das Plié und war auf einem guten Weg zum Kompliment und auch Jan führte mir mit Heartbreaker stolz den Spanischen Schritt vor.


      Sonntag
      Der letzte Kurstag brach an und wir machten uns auf zu der vorletzten Trainingseinheit. Bevor wir uns heute Nachmittag mit den Pferden zum Strand machen wollten, übten wir heute Vormittag auf dem großen Reitplatz.
      Jessica hatte sich heute das Ziel gesetzt, Royal zum Knien zu bringen, Fiona und Jan hatten sich für den letzten Tag das Flehmen ausgesucht und Leticia wollte sich ans „Dreh dich“ machen. Da alle Kursteilnehme für ihre Übung meine Hilfe brauchten, wiederholten Fiona, Leticia und Jan erst einmal die Übungen der letzten Tage, während ich mit Jessica bei Royal half. Gestern hatte Royal etwas Schwierigkeiten mit dem Knien, also starteten wir heute einen ganz neuen Versuch. Wir brauchten zusammen fast 15 Minuten, bis wir Royal zum hinknien überreden konnten. Stolz lobte Jessica ihre Stute und ich ließ die beiden alleine weiter üben.
      Ich trommelte Jan und Fiona zusammen, die in der Zwischenzeit fleißig an den restlichen Lektionen geübt hatten. Ich erklärte ihnen, wie sie ihre Pferde zum Flehmen bringen konnten. Pallaton hatte die Übung in Windeseile verstanden und auch Heartbreaker stellte sich gar nicht mal so schlecht an.
      Das Drehen brachten wir Ingénue mit Hilfe einer Longe bei. Leticia ging einmal um ihr Pferd und legte die Longe um den Popo von Ingénue. Sie überlegte sich ein Kommando zum Drehen und während sie ihr Kommando sagte, zog sie leicht an der Longe. Die Stute folgte der Longe und drehte sich einmal um die eigene Achse. „Super! Jetzt musst du versuchen, die Longe immer weniger einzusetzen. Glaub mir, irgendwann klappt es ohne“, motivierte ich Leticia.
      „Das möchte ich auch können“, meine Schwester stand hinter mir. Sie hatte sich schon am ersten Tag gewünscht, ihrer Royal das Drehen beizubringen. Ich holte eine zweite Longe und auch Jessica fing an zu üben.
      Jan und Fiona waren beide weit gekommen und hatten fast ohne meine Hilfe ihren beiden Pferden das Flehmen beigebracht und ich schickte die vier in die Mittagspause.
      Auch Jessica und Leticia wurden immer besser und brachten ihre Pferde kurz darauf auch weg.

      Das letzte Training sollte etwas ganz Besonderes sein. Gegen 15 Uhren brachen wir alle zusammen zum Strand auf. Fünf Menschen, vier Pferde und ein Hund wanderten in einer Reihe den kleinen Weg zum Strand entlang. Wir liefen über den Deich und kamen am Strand an. Bevor wir am Strand arbeiten wollten, zeigten wir den Pferden erst einmal das Wasser.
      Finley sprang glücklich in der Nordsee herum, während die Pferde alle etwas skeptisch waren und sich die Sache mit genügend Sicherheitsabstand anguckten. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich das erste Pferd ins Wasser traute. Es war Pallaton, der eigentlich vor nichts Angst hatte. Er zeigte den anderen, dass das Wasser nichts Böses ist und kaum war er ungefähr bis zur Fessel drin, trauten sich auch die anderen. Wir hatten fast eine Stunde am Wasser verbracht, als wir uns wieder in den weichen Sand begaben. Meine vier Schüler fingen an mit ihren Pferden zu arbeiten. Die Sonne kam langsam raus und es war wunderschön anzusehen, wie die acht sich in den letzten Tagen entwickelt hatten. Trotz neuer Umgebung arbeiteten die Pferde aufmerksam mit. Auch hier am Strand war es möglich, alle Lektionen abzurufen.
      Nach einer weiteren Stunde Training waren alle Pferde total kaputt und die Konzentration ließ nach. Wir hatten keine neuen Übungen mehr angefangen, sondern hatten alle Lektionen der letzten Tage wiederholt. Alles, was ich meinen Kursteilnehmern in den letzten Tagen beigebracht hatte klappte, bis auf das Knien bei Royal. Doch das würde meine Schwester mit viel Geduld auch noch zu Hause hinbekommen. Das Training am Strand hatte die vielen und anstrengenden Stunden der letzten Tage noch einmal abgerundet und wir hatten einen schönen Abschluss.
      Zufrieden brachten wir die Pferde ein letztes Mal in die Boxen und in den Offenstall.
      Zum Abschluss machten wir einen gemütlichen Abend im Reiterstübchen. Wir knabberten Chips und tranken Cola und ich gab letzte Tipps für das weitere Training zu Hause. Bis ein Uhr nachts quatschten wir im Reiterstübchen, dann beendet wir unsere nette Runde denn Morgen stand für alle eine lange Heimreise an.


      Montag – Abreisetag
      Etwas traurig schaute ich zu, wie der erste Hänger vom Hof rollte. Schon um kurz vor sechs hatte Leticia sich mit Ingénue auf den Weg nach Hause gemacht.
      Auch Fiona machte sich kurz darauf mit Hund und Pferd auf den Weg nach Norwegen, denn sie hatte eine weite Reise vor sich. Jan kam mit seinem Hengst aus den Niederlanden und auch er machte sich früh am Morgen auf den Heimweg. Meine Schwester hatte es nicht so weit und half mir deshalb noch, die beiden Boxen wieder leer zu machen. Gegen 10 Uhr fuhr auch sie mit Royal vom Hof.
      So viele Gäste hatte ich noch nie auf meinem Hof und ich würde den Trubel bestimmt etwas vermissen, auch wenn ich die Stille immer sehr genoss. Ich machte mich daran, den Offenstall abzuäppeln und das Reiterstübchen aufzuräumen.
      Der Kurs hatte mir total Spaß gemacht und ich nahm mir vor, auf jeden Fall öfter einen Kurs auf meinem Hof anzubieten.
    • Möhrchen
      Pflegebericht für meine Stuten | Royal Disturbance, Namica und Happy Fantasy
      |21.01.2017 ©Möhrchen (5.244 Zeichen; 904 Wörter)

      An einem sonnigen Morgen machte ich mich gut gelaunt auf den Weg zu meinen Pferden. Ich hatte mir für heute viel vorgenommen und wollte alle mal wieder richtig arbeiten. Den Anfang machten meine Stuten vom Paddock Trail. Ich ging in die Sattelkammer und legte mir am Putzplatz Putzzeug, Kappzaum, Longiergurt und zwei Longen bereit und machte mich dann mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zum Trail.

      Zum Glück stand Royal ganz weit vorne, sodass ich nicht lange laufen musste. Ich zog ihr das Halfter an und führte sie zum Putzplatz. Ihre Freundin Namica wieherte uns hinterher, als wir den Paddock verließen. Am Putzplatz band ich Royal an und fing an, ihr graues Fell zu bürsten. Sie war ziemlich staubig und hatte überall Dreckkrusten. Ich war eine ganze Weile beschäftigt, bis sie wieder sauber war. Anschließend legte ich ihr eine Schabracke und den Longiergurt auf und zog ihn locker an. Ich tauschte das Halfter gegen ihren Kappzaum und machte mich dann mit meiner Stute auf den Weg zum Reitplatz. Ich ließ Royal kurz frei und verteilte ein paar Stangen auf dem Platz.

      Dann fing ich sie wieder ein, und fing an, sie im Schritt aufzuwärmen. Ich ging viel mit und ließ sie viel ganze Bahn laufen. Zwischendurch baute ich einige Kurven ein und ließ sie auch schon mal einige Runden locker über die Stangen gehen. Sie war entspannt und zog artig ihre Runden.

      Nach einer Weile ließ ich sie antraben und sie setzte sich schwungvoll in Bewegung. Teilweise gab es bei ihr noch ein kleines Durcheinander mit den Gängen, da sie gerne mal Tölt und Trab mischte. Ich schickte sie also flott vorwärts und sie trabte taktklar und fleißig vorwärts.

      Sie flog nahezu über die Stangen und streckte den Hals schön nach unten. Ich war sehr zufrieden mit ihr. Im Galopp gab sie ein bisschen Gas, ließ sich aber die ganze Zeit über händeln und schnaubte danach zufrieden ab. Ich ließ sie noch einige Übergänge gehen und beendete dann nach einer halben Stunde mehr als zufrieden die Einheit. Ich führte Royal zurück an den Putzplatz, nahm ihr das Equipment ab und bürstete noch einmal über die Gurtlage. Dann entließ ich sie wieder zurück zu ihren Freundinnen auf den Trail.

      Anschließend nahm ich gleich Namica mit auf den Putzplatz. Sie war ein wenig frech drauf und zwickte mich beim Putzen immer mal wieder in meine Jacke. Wir hatten uns in der letzten Zeit schon sehr gut angefreundet und ich freute mich jedes Mal, mit ihr arbeiten zu können. Als ich fertig mit putzen war, holte ich Schabracke und Sattel und legte es ihr auf. Beim Gurten war sie dagegen ganz artig und stand wie eine eins an ihrem Platz. Ich zog den Gurt an und tauschte das Halfter gegen meine Gebisslose Trense. Dann setzte ich mir meinen Helm auf und führte Namica zum Reitplatz.

      Ich führte sie eine Runde außen herum und ließ sie dann neben der Aufstieghilfe stehen. Sie drehte sich zweimal weg, ich korrigierte sie und beim dritten Mal ließ sie mich brav aufsteigen. Ich ritt sie einige Runden am lockeren Zügel außen herum und ließ sie schön vorwärts gehen. Sie guckte ein wenig in der Gegend herum und war sehr fleißig unterwegs, aber sie reagierte gut auf meine leichten Hilfen und ließ sie butterweich lenken. Am Anfang hatten wir viele Probleme gehabt, aber mittlerweile wusste ich, wie ich mit der sensiblen Stute umgehen musste.

      Im Trab ließ ich sie am langen Zügel einige Runden drehen, dann nahm ich die Zügel langsam auf, und stellte sie ein bisschen an den Zügel. Ich ritt viele gebogene Linien, stellte und bog sie und ließ sie fleißig über die Stangen traben. Dasselbe wiederholte ich im Galopp. Sie war sehr konzentriert bei der Sache, hob schön den Rücken und ließ den Hals fallen. Ich ließ sie viel vorwärts abwärts gehen und trabte zum großen Teil leicht.

      Nach einer halben Stunde ließ ich die Zügel lang und kraulte ihr den Hals. Sie hatte ein bisschen geschwitzt, daher legte ich ihr eine Abschwitzdecke über die Kruppe und ritt sie noch eine Weile im Schritt. Danach brachte ich sie zurück auf den Paddock und nahm Happy Fantasy mit.

      Mit ihr hatte ich in der letzten Zeit viel gearbeitet und wir waren uns noch nicht ganz einig. Aber sie war ja auch noch nicht lange hier und auch nicht ganz einfach. Ich ging mit ihr direkt auf den Reitplatz und fing an, mit ihr Führübungen zu machen. Ein paar Mal stürmte sie los, wollte an mir vorbei rennen oder rempelte mich an. Ich blieb ruhig, aber bestimmt, und lobte sie, wenn sie brav neben mir ging. Ich machte verschiedene Übungen mit ihr: Antraben an der Hand, Seitengänge am Zaun entlang und übte auch ein paar Tricks. Sie war häufig etwas stürmisch, aber sehr bemüht. Ich machte nur knappe 20 Minuten, denn länger konnte sie sich noch nicht konzentrieren.

      Als ich sie wieder zurück auf den Paddock gebracht hatte, schnappte ich mir eine Schubkarre und fing an, den Trail zu säubern. Es dauerte seine Zeit, da die Fläche so weitläufig war, aber am Ende war alles wieder sauber. Ich kontrollierte die Tränke und die Zäune und füllte alle Raufen und Netze mit neuem Heu, dann hatte ich es für heute geschafft. Ich blieb noch eine Weile am Zaun stehen und beobachtete die drei Mädels, die sich gierig über das frische Heu her machten...
    • Möhrchen
      Ankunft von Liara | Pflegebericht für meine Stuten Royal Disturbance, Namica, Happy Fantasy und Samira
      |18.03.2017 ©Möhrchen

      Heute herrschte wieder große Aufregung auf meinem Hof, denn ich erwartete eine neue Stute. Ich hatte ihre Anzeige vor wenigen Tagen durch Zufall gefunden und mich auf der Stelle verliebt. Nachdem ich sie gestern persönlich kennen gelernt hatte war ich Feuer und Flamme und konnte es kaum noch erwarten, dass sie endlich ankam. Ihre Vorbesitzerin brachte sie zu mir, also hatte ich noch genug Zeit, alles vorzubereiten.

      Ich schnappte mir also eine Schubkarre, einen Besen und eine Schaufel und machte mich auf den Weg zum Paddock Trail. Namica erwartete mich schon am Tor und ich nahm mir ein bisschen Zeit, um ausgiebig mit ihr zu schmusen. Dann machte ich mich an die Arbeit, säuberte den großen Paddock, mistete die Liegebereiche aus und füllte alle Raufen mit reichlich frischem Heu. Dann kontrollierte ich nochmal beide Tränken und nahm dann Samira mit zum Putzplatz. Bis zu Liaras Ankunft hatte ich noch ein bisschen Zeit, also wollte ich die Zeit noch ein bisschen nutzen, um mit meiner jüngsten Stute zu arbeiten.

      Beim Putzen stand Samira sehr brav, denn das hatten wir bereits viel geübt. Ich schnappte mir einen langen Strick und ging mit Samira auf den Platz. Seit unserem Kurs bei meiner Schwester auf der Küstenranch hatten wir sehr viel Spaß an Zirkuslektionen und üben zu Hause fleißig weiter.
      Ich führte sie eine Weile über den Platz und fragte anhalten, losgehen und rückwärts gehen ab. Samira war sehr aufmerksam bei der Sache. Am langen Strick schickte ich sie um mich herum und sie ging artig von mir weg. In dieser Position ließ ich sie auch ein paar Runden traben, was sie ebenfalls erstaunlich artig machte.

      Anschließend widmete ich mich noch kurz den Zirkuslektionen. Ich fragte zuerst einige Tricks ab, die sie schon kannte. Flehmen, Drehen, sowie der spanische Schritt saßen noch sehr gut. Beim nein sagen hatte sie am Anfang einige Probleme, dann wusste sie aber auch wieder, was ich von ihr wollte. Für heute hatte ich mir das Küsschen geben vorgenommen, also zeigte ich mit einem Leckerli in der Hand auf meinen Mund und Samira drückte sofort ihre Nase in mein Gesicht. Ich lobte sie und gab ihr das Leckerli. Das ganze musste ich nur wenige Male wiederholen und schon hatte sie es begriffen und gab auf Kommando Küsschen. Ich lobte sie und kraulte sie noch eine Weile, dann brachte ich sie zufrieden zurück auf den Paddock.

      Happy Fantasy und Royal ließ ich heute nur kurz auf dem Platz laufen. Sie sollten noch ein bisschen Energie loswerden, bevor ich die Neue in die Herde warf. Ich stellte also zwei Cavaletti auf dem Platz auf und ließ die beiden Stuten frei. Ich brauchte sie nichtmal zu treiben, denn Happy preschte sofort los und Royal folgte ihr bockend. Ich dirigierte sie lediglich einige Male über die Sprünge, denn sie hatten so viel Spaß, dass ich meine Peitsche überhaupt nicht brauchte. Am Ende musste ich die beiden fast bremsen. Happy warf sich noch einmal genüsslich in den Sand und wälzte sich ausgiebig. Da hörte ich auch schon ein Auto auf den Hof fahren und mein Herz machte einen Sprung. Schnell brachte ich Happy und Royal zurück auf den Paddock und lief zum Parkplatz.

      Wir begrüßten uns und ließen dann die Hängerklappe hinunter. Ihre Vorbesitzerin löste die Stange, während ich zu Liara nach vorne ging und ihren Strick löste. Ich begrüßte die süße Stute liebevoll und sie drückte ihre Nase an meinen Arm. Sie war wirklich wunderschön und ich war so glücklich, dass sie jetzt hier war.

      Ich führte sie rückwärts von der Rampe und sie schaute sich schnaubend und mit aufgestelltem Schweif auf dem Hof um. Namica wieherte von der einen, Callimero von der anderen Seite. Liara fing ein bisschen an zu tänzeln, also machte ich mich lieber schnell auf den Weg zum Paddock. Ich scheuchte die anderen Mädels vom Tor weg und ließ Liara dann hinauf. Sie drehte erstmal eine Runde im Galopp, der Rest der Herde hinterher. Dann wurde sie langsamer und ließ sich beschnuppern. Es gab ein bisschen gequietsche und gezicke, aber schon nach kurzer Zeit hatten sie sich wieder beruhigt und Namica zog sich als erste wieder an die euraufe zurück.

      Liaras Vorbesitzerin musste sich wieder auf den Rückweg machen, also begleitete ich sie zu ihrem Auto. Sie übergab mir noch die Papiere und bat mich, sie mit Neuigkeiten zu versorgen. Dann fuhr sie vom Hof und ich machte mich wieder auf den Weg zurück zum Paddock, um die Mädels noch ein bisschen zu beobachten.
    • Möhrchen
      „Das Team der Stardust Ranch wächst“ – Pflegebericht für alle Pferde
      |07.04.2017 ©Möhrchen (8.643 Zeichen; 1.449 Wörter)

      Viel zu früh wälzte ich mich schon im Bett umher. Da ich eh nicht mehr schlafen konnte, machte ich mich schon um kurz vor 6 auf den Weg nach draußen. Ich schnappte mir eine Schubkarre und machte mich daran, den Paddock Trail abzuäppeln. Heute war ein großer Tag für die Stardust Ranch und es war in den letzten Tagen alles so schnell gegangen, dass ich es selbst noch nicht richtig glauben konnte. Vor einigen Wochen hatte meine Freundin Zoey mich angerufen, die ich noch aus dem Studium kannte und danach leider ein wenig aus den Augen verloren hatte. Sie kam aus England und war damals zum Studieren nach Deutschland gekommen. Seit unserem Abschluss lebte sie wieder in England. Wir hatten die folgenden Tage viel geschrieben und telefoniert und ich hatte ihr natürlich viel von der Stardust Ranch erzählt. Irgendwann hatten wir angefangen, einen Plan zu spinnen, denn sowohl Zoey als auch ihre große Schwester Carina träumten schon lange davon, sich den Traum vom eigenen Stall zu erfüllen.
      Lange Rede, kurzer Sinn, nur wenige Wochen später war es beschlossen: Zoey würde samt ihrer Schwester und deren kleiner Tochter Emma auf die Stardust Ranch ziehen. Das Haus war sowieso viel zu groß für mich alleine und ich hatte es satt, den Großteil der Zeit alleine auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Ich freute mich sehr darauf, mir meinen Hof, die Pferde und auch die Arbeit mit zwei weiteren Mädels zu teilen.

      Vor zwei Wochen waren die beiden für 4 Tage zu Besuch gewesen. Emma konnte noch nicht dabei sein und blieb bei ihrem Vater, aber die Schwestern waren total begeistert. Wir ritten zusammen aus und ich zeigte ihnen den Hof, es war, als hätten wir uns schon immer gekannt. Und noch etwas hatte mich sehr gefreut: Fenicio, mit dem ich auch nach Monaten noch immer nicht richtig warm geworden war, hatte in Carina wohl endlich seinen Menschen gefunden. Ich hatte ihn ihr für einen Ausritt gegeben und die beiden hatten sich auf Anhieb perfekt verstanden. Er konnte also auf der Stardust Ranch bleiben und Carina würde ihn übernehmen. Das schien die perfekte Lösung für alle zu sein.

      Ich grinste vor mich hin, während ich den Paddock Trail abäppelte. Es klang einfach alles zu perfekt. Liara stieß mich von hinten an und ich drehte mich um, um der rotbraunen Stute die Stirn zu kraulen. Aber sie wollte gar nicht gekrault werden, stattdessen schnappte sie sich meinen Äppelboy am Griff und schleuderte ihn durch die Gegend. Ich musste lachen und nahm ihn ihr wieder weg. „Hey, du kleine Hexe.“, lachte ich „Gib den wieder her!“.

      Langsam arbeitete ich mich weiter vor, leerte die Schubkarre auf dem Misthaufen aus, füllte alle Heuraufen auf und kontrollierte Zäune und Tränken. Dann öffnete ich eins der Tore zu einem Weidestück, denn die Stuten durften seit wenigen Tagen endlich wieder stundenweise auf die Weide. Samira und Happy Fantasy stürmten sofort los und rannten buckelnd über die Wiese. Namica, Royal Disturbance, Donatella und Nökkvadís folgten in etwas ruhigerem Tempo, machten sich aber auch sofort über das frische Gras her.

      Als alles erledigt war, fuhr ich mit der Karre rüber zum Stall und säuberte den Offenstall von Nocciola und Baileys. Die beiden waren mal wieder dabei, sich zu streiten und ich hörte nur ein lautes quietschen hinter mir. Baileys machte sich mit angelegten Ohren aus dem Staub, während Nocciola sich mir langsam näherte. Aus der zickigen Stute war langsam ein aufmerksames Pony geworden, das sogar ab und zu meine Nähe suchte. Ich zerzauste ihren Schopf und sie ließ es brav geschehen. Bei Baileys brauchte ich das gar nicht erst zu versuchen, die ließ sich freiwillig kaum berühren...

      Als der kleine Offenstall fertig war, ging ich erst einmal ins Haus zum Frühstücken. Als ich gerade dabei war, meine Küche aufzuräumen, klingelte mein Handy. „Zoey“, rief ich ins Telefon. „Wir sind jetzt in Deutschland angekommen“, sagte sie und ich konnte ihre Aufregung quasi durchs Telefon hören. Im Hintergrund hörte ich Emma plappern. „Wir brauchen noch etwa zwei bis zweieinhalb Stunden, dann sind wir da“. „Sehr gut, ich freue mich total!“ „Wir uns auch, wir können es kaum erwarten. Und die Kleine hört gar nicht mehr auf, von Ponys zu quatschen“, Zoey lachte. „Dann noch eine gute Fahrt, fahrt vorsichtig!“

      Ich vertrieb mir den Rest der Zeit damit, noch einmal durch die Wohnung im ersten Stock zu gehen, in die die beiden einziehen sollten. Aber eigentlich hatte ich sie bereits komplett eingerichtet und zigmal kontrolliert, sodass ich mich darauf beschränkte, die Vorhänge glatt zu streichen und die Fenster ein Stückchen zu öffnen.

      Ich ging also wieder raus, schnappte mir Haru und ging mit ihm auf den Reitplatz. Ich verteilte ein paar Stangen auf dem Platz und ließ ihn nur mit Halfter ein paar Runden an der Longe joggen. Im Trab und auch im Galopp dirigierte ich ihn in verschiedenen Reihenfolgen über die Stangen und er war sehr motiviert bei der Sache. Ein paar Mal schummelte er sich an den Stangen vorbei, aber die meiste Zeit folgte er brav meinen Anweisungen. Am Schluss der Einheit übte ich noch einmal die Bergziege, die er vor wenigen Tagen mit meiner Schwester geübt hatte. Er hatte sie noch nicht verlernt, es war zwar noch nicht perfekt, aber es sah schon ganz gut aus.

      Als ich Haru wieder zurück auf seinen Paddock gebracht hatte, entschied ich mich spontan, noch eine kurze Runde mit Calli zu drehen. Nur mit Halfter schwang ich mich auf seinen Rücken und drehte eine entspannte Runde um die Galoppbahn. Eigentlich war ich ein bisschen zu groß für ihn, aber für ab und zu mal war es gerade noch okay. Wir legten sogar einen kurzen Galopp ein, bevor ich gemütlich zurück zum Offenstall ritt und ihn wieder auf den Paddock stellte. Ich blieb noch eine Weile am Zaun stehen und beobachtete meine Hengste. Haru hatte sich in die Sonne gestellt und döste mit aufgestelltem Huf. Callimero wälzte sich erstmal genüsslich und schlenderte dann zurück zur Heuraufe. Gegenüber kraulten sich Fenicio und Elliot gegenseitig am Widerrist. Auch Elliot hatte sich auf Anhieb mit Carina verstanden und wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er ein Schulpferd für Carinas Reitschule werden sollte. Obwohl er ein Hengst war, war er sehr anständig und ein echtes Verlasspferd, ich war mir sicher, dass er in der neuen Aufgabe aufgehen würde.

      Während ich noch meinen Gedanken nachhing, hörte ich es auf der Straße laut hupen. Haru schreckte aus seinem Mittagsschlaf hoch und spitze gespannt die Ohren. Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte zum Parkplatz. Dort angekommen hatte Carina bereits ihr knallrotes Auto abgestellt und Zoey war bereits vom Beifahrersitz gesprungen. Eigentlich hatte ich mich noch umziehen wollen, aber das war mir jetzt auch egal. Ich fiel erst Zoey, dann Carina um den Hals: „Willkommen zu Hause!“. Carina öffnete die Autotür und ließ Emma hinaus. Endlich konnte ich auch das kleinste Mitglied unserer neuen Mädels-WG kennen lernen. Mit großen Kulleraugen schaute Emma sich auf dem Hof um. „Hallo kleine Maus“, sagte ich zu ihr und sie strahlte mich an. Für sie war es anscheinend das Größte, jetzt mit so vielen Pferden und Ponys zusammen zu leben.

      Zuerst machten wir einen Rundgang über den Hof und zeigten Emma die Pferde. Carina wollte als erstes zu Fenicio und der Schimmelhengst wieherte sogar, als er sie sah. Mir ging das Herz auf, als sie ihm um den Hals fiel und er sich sichtlich freute. So gerne hatte ich ihm genau das geben wollen, aber irgendwie passte es einfach nicht zwischen uns. Umso besser, dass er jetzt seinen Menschen gefunden hatte, ohne sein Zuhause verlassen zu müssen.

      Wir führten Emma über den ganzen Hof. Sie war natürlich besonders begeistert von Nocciola und Baileys, wobei gerade die beiden die letzten waren, die ich auf ein Kind loslassen würde. Aber auch Donatella fand sie toll, und bei ihr konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass sie Emma problemlos auf sich reiten lassen würde. Aber nicht mehr heute, wir hatten ja jetzt ganz viel Zeit.

      Wir räumten alle Koffer und Taschen aus dem Auto und leerten auch den Anhänger. Als wir alle Sachen in die Wohnung geräumt hatten, trafen wir uns in meiner Küche und kochten zusammen. Bei Auflauf und Sekt (und Limonade für die Kleine) ließen wir den Abend ausklingen und stießen auf unsere neue WG an. Carina brachte Emma ins Bett und setzte sich dann wieder zu uns. Wir quatschten noch bis tief in die Nacht, bevor sich die Schwestern verabschiedeten und ins Bett gingen. Ich freute mich schon sehr auf den nächsten Tag und konnte es kaum erwarten. Es war ein sehr gutes Gefühl, endlich nicht mehr alleine im Haus zu schlafen.
    • Möhrchen
      Der Umzug – Pflegebericht für alle Pferde
      |12.05.2017 ©Möhrchen (7942 Zeichen, 1309 Wörter)

      Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich durch meine Wohnung. Ich war einfach so aufgeregt, dass ich nicht wusste, wohin mit mir. In der letzten Zeit hatte sich so einiges geändert in meinem Leben und heute war es endlich so weit: ich würde die Stardust Ranch verlassen.

      Mein Freund und ich hatten genug von unserer Fernbeziehung und hatten schon lange gesponnen, endlich zusammen zu ziehen. Er wollte allerdings auf keinen Fall seinen Job aufgeben und ich wollte nicht mehr ohne eigenen Hof leben. Schon fast 1,5 Jahre waren wir ziemlich unzufrieden mit der Situation, denn seine Besuche am Wochenende waren einfach viel zu kurz und ich konnte meinen Hof nur selten verlassen.

      Vor 3 Wochen hatte er ganz aufgeregt bei mir angerufen und erzählt, dass nur wenige Kilometer von seiner Wohnung entfernt ein Gestüt zum Verkauf stand... Zuerst war es nur eine Idee, aber spätestens, als wir dort waren, um es uns anzuschauen, war es um mich geschehen. Er kündigte seine Wohnung, ich regelte alles auf der Ranch und fing an zu planen.

      ~

      Und nun war es so weit: Zwischen riesigen Kartonstapeln, Sätteln und Möbeln stand ich mitten auf dem Hof. Vor Aufregung knabberte ich an meinen Fingernägeln. Die Organisation des Transports war ziemlich kompliziert gewesen und ich hoffte einfach nur, dass alles wie geplant klappen würde. Wir hatten uns für heute einen großen Transporter mit Platz für 10 Pferde gemietet. Mein Freund wollte mit seinem 6er-Trasporter kommen und einige Pferde holen und ich hatte bereits meinen Hänger vorbereitet. So hoffte ich, dass wir alle 18 Pferde heil auf den neuen Hof kriegen würden.

      ~

      Wenige Stunden später war der Kartonstapel auf dem Hof verschwunden, denn ein Möbelwagen hatte meine Möbel und sonstigen Sachen bereits abgeholt. Nun waren die Pferde an der Reihe und ich machte mich daran, die ersten Pferde für den großen Transporter vorzubereiten. Mein Freund musste noch arbeiten und würde daher erst in einigen Stunden da sein.

      Ich holte nacheinander Liara, Samira, Namica, Happy Fantasy, Narla, Donatella, Nökkvadís und Royal vom Trail und band die 8 Stuten am Putzplatz an. Ich bürstete sie alle kurz über, eine Decke brauchten sie nicht, da es ein ziemlich milder Tag war. Ich holte meine große Kiste mit Transportgamaschen aus der Sattelkammer und suchte für jedes Pferd sie richtige Größe heraus. Ich hatte in den letzten Wochen so einige Paare kaufen müssen, denn auf einen Transport von allen Pferden gleichzeitig war ich nicht vorbereitet.

      Als ich für jeden ein paar gefunden hatte, machte ich mich ans anziehen. „Soll ich dir helfen?“, fragte Zoey, die gerade aus dem Haus kam. Ihre Schwester und sie würden auf der Stardust Ranch bleiben, was mich sehr glücklich machte. Denn mein Herz hing doch an diesem Hof und mir fiel es schwer, ihn zu verlassen. Während wir die ersten Pferde anzogen, fuhr der Transporter auf den Hof.

      Der Fahrer war sehr nett und ich führte Royal zuerst auf den Hänger. Ich band sie ganz hinten an und schloss die erste Klappe. Während Zoey nach und nach den Pferden die Gamaschen anlegte, führte ich eins nach dem anderen die Rampe hinauf. Happy Fantasy stürmte in ihrer üblichen Art wie eine Verrückte die Rampe hinauf. Die anderen Stuten waren artig, nur bei Liara und Samira brauchte es ein bisschen Überredungskunst. Aber sie waren ja auch noch jung und hatten noch keinen großen Transporter gesehen.

      Nach kurzer Zeit waren alle Pferde auf dem Transporter und knabberten an ihren Heunetzen. Der Fahrer verabschiedete sich und wir vereinbarten, dass er die Pferde auf dem neuen Hof so lange im Hänger ließ, bis mein Freund und ich auch angekommen waren. Dann rollte der LKW vom Hof und ich konnte nur noch die Daumen drücken, dass alles gut gehen würde.

      Als mein Freund endlich ankam, luden wir noch meine restlichen Sachen in mein Auto, stellten Nicciola, Baileys, Callimero, Caillou und Elliot in den 6er- Transporter und ich verlud Haru und Fenicio in meinen Hänger. Nun waren alle Pferde verpackt, das Sattelzeug verstaut und alle meine Sachen im Auto. Unglaublich, wie viele Sachen ich eigentlich hatte, sowas fiel mir meistens erst bei einem Umzug auf.

      ~

      Und dann war es soweit: ich fiel zuerst Zoey, dann Carina und auch Emma um den Hals. Unsere gemeinsame Zeit auf der Stardust Ranch war viel zu kurz gewesen, aber ich freute mich so sehr auf den Neuanfang mit meinem Freund, dass mir der Abschied nicht so furchtbar schwer fiel. Und es ging ja auch nicht allzu weit weg, ich würde die drei auf jeden Fall besuchen. Ich gab meinem Freund einen Kuss zum Abschied und er fuhr mit dem Transporter vom Hof. Mit Tränen in den Augen stieg ich schließlich ins Auto und startete den Motor: Auf in ein neues Leben!
      ~

      Fenicio und Haru standen super ruhig auf den Hänger und die Fahrt verging wie im Flug. Schon 3 Stunden später tauchte endlich unsere neue Heimat am Horizont auf. Einen Namen hatte mein neuer Hof noch nicht, aber der würde mir sicherlich bald einfallen. Auf jeden Fall war er wesentlich größer als die Stardust Ranch und lag nur 30 Reitminuten von der Nordsee und wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt.

      Als ich auf den Parkplatz fuhr, kribbelte es im ganzen Körper. Der große LKW stand bereits auf dem großzügigen Hof. Da ich schon im Voraus geplant hatte, welches Pferd in welche Box einziehen sollte und wer sich mit wem verstand, wusste ich genau, wer wohin sollte. Ich bestand darauf, jedes Pferd selbst aus dem Hänger zu holen. Als erstes zog Liara zusammen mit Samira, Namica und Royal in den größeren der beiden Paddocktrails ein. Ich kontrollierte allen Pferden die Beine auf Verletzungen und nahm ihnen die Gamaschen ab. Liara und Samira lieferten sich erstmal ein Wettrennen auf der neuen Trailstrecke, während Royal und Namica es ein bisschen ruhiger angehen ließen und sich erstmal alles in Ruhe anschauten. Ich hatte allerdings nicht viel Zeit, ihnen zu zusehen, denn ich wollte die anderen Pferde so schnell wie möglich aus den Hängern befreien.
      Haru und Fenicio bezogen zwei Paddockboxen mit riesigem eigenen Auslauf im südlichen Stall. Sie liefen aufgeregt schnaubend alles ab und Haru sprang auf dem großen Auslauf buckelnd in die Luft.
      Als nächstes bezogen Nocciola und Baileys einen kleinen Offenstall am Nordstall, der extra den kleinsten vorbehalten war. Zum Glück waren sie so klein und hatten daher etwas weniger Kraft, denn die beiden wehrten sich wie immer gegen alles, was ich von ihnen wollte. Nocciola hatte sich in der Hinsicht schon etwas gebessert, aber Baileys war nach wie vor eine Katastrophe im Umgang. Mit ihr musste ich unbedingt mehr üben, sobald ich jetzt nach dem Umzugsstress mehr Zeit hatte.
      Donatella, Narla, Nökkvadís und Happy Fantasy bezogen jeweils eine große Paddockbox im Nordstall. Ab morgen sollten sie tagsüber zusammen auf der Weide stehen und nachts die Ruhe in ihren Paddockboxen genießen. Bei ihnen ging der Umzug relativ ruhig von statten, keiner der vier Damen regte sich übermäßig auf. Nökkvadís hatte allerdings eine kleine blutige Schramme am Bein, die ich sofort mit etwas Salbe behandelte.
      Als letztes zogen die drei Ponyhengste Callimero, Caillou und Elliot in ihre Männer-WG im Offenstalltrakt ein. Sie benahmen sich, als hätten sie nie wo anders gestanden und schienen auch die Fahrt bestens überstanden zu haben.

      Als alle Pferde ausgeladen waren, verabschiedeten wir den Fahrer, der sich nun wieder auf den Rückweg machen konnte. Unsere eigenen Fahrzeuge übernahm mein Freund, er säuberte sie und parkte sie auf dem Parkplatz. Währenddessen hatte ich noch viel zu tun: ich verteilte Heu an alle Pferde und schaute bei allen noch einmal vorbei.

      ~

      Erst spät am Abend hatte ich Zeit, meinen eignen Kram notdürftig auszupacken. Zum Glück hatte mein Freund schon im Vorfeld die meisten Möbel aufgebaut. Gegen Mitternacht machte ich noch eine letzte Runde durch alle Ställe, dann fiel ich todmüde ins Bett. Unsere erste Nacht auf UNSEREM eigenen Hof...!
    • Möhrchen
      Reiterspiele | Ostereiersuche
      |(c)Möhrchen, April 2017

      „Kannst du nicht einmal kurz still halten?“ Ich war gerade dabei, die Mähne meiner Stute zu entwirren, die ich liebevoll Diva nannte. Sie machte sich in der Zeit an ihrem Strick zu schaffen, den ich am Anbindebalken fest geknotet hatte, wodurch sie so sehr mit dem Kopf wackelte, dass mir die verknoteten Strähnen ins Gesicht flogen. Ich schickte sie ein paar Schritte zurück und machte mich daran, ihre Mähne in viele kleine Zöpfe zu flechten und diese mit kleinen bunten Mähnengummis zu fixieren.

      Wenig später war es geschafft: „Jetzt bist du fertig, ich hole schnell den Sattel“ Ich verschwand in der Sattelkammer und suchte alles nötige zusammen. Als ich zurück zum Putzplatz kam, musste ich erstmal seufzen: Diva hatte in der Zeit die gesamte Putzbox ausgeräumt und sämtliche Bürsten auf dem Platz verteilt.

      Ich legte den Sattel ab und beseitigte erst einmal das Chaos auf dem Hof. Diva schaute mich dabei an, als wäre sie stolz auf ihre Heldentat. Als ich alles wieder eingeräumt und den Putzkasten in sichere Entfernung gestellt hatte, nahm ich endlich den Sattel und legte ihn Diva auf den Rücken. Extra für die heutige Rallye hatte ich eine hellgrüne Schabracke mit einem bunten Osterei zum aufnähen verziert und freute mich nun darauf, diese endlich benutzen zu können. Sie sah toll aus unter dem Sattel und passte perfekt zu den bunten Gamaschen, die ich Diva jetzt anlegte. Ich schnappte mir die Trense, meinen Helm und meinen Rucksack und ging dann mit ihr zum Parkplatz. Sie marschierte ohne Probleme auf den Hänger und ich konnte die Klappe schließen. Dann setzte ich mich in mein Auto und fuhr los, denn wir waren schon ein wenig spät dran.

      Eine halbe Stunde später kamen wir auf einem Parkplatz am Wald an, dem Treffpunkt der heutigen Rallye. Es waren zwei Zelte aufgebaut und dazwischen tummelten sich schon viele Reiter mit ihren Pferden. Viele waren bunt geschmückt, trugen hübsche Frisuren oder waren sogar angemalt. Ich parkte mein Auto und stieg aus. Auf der Suche nach der Anmeldung lief ich über den Platz und entdeckte sie schließlich im kleineren der beiden Zelte. Ich stellte mich hinter die beiden Mädchen, die bereits dort warteten und wenig später hielt ich meine Startnummer in der Hand. Im zweiten Zelt gab es Kaffee und Kuchen und viele Zuschauer und Angehörige der Teilnehmer hatten es sich dort bereits gemütlich gemacht.

      Ich ging zurück zu meinem Hänger, führte Diva hinaus, tauschte ihr Halfter gegen die Trense und pinnte unsere Startnummer an die unbedruckte Seite der Schabracke. Gestartet wurde in Fünfergruppen und die ersten Reiter versammelten sich bereits an der Startlinie. Ich verzog mich noch eine Weile an den Rand des Platzes und ließ Diva dort grasen. Zum Glück ritten wir gebisslos, sodass sie auch getrenst noch gut fressen konnte.

      „Gruppe 3 bitte aufsitzen und an der Startlinie sammeln!“, schallte es aus den Lautsprechern. Ich zog Diva vom Gras weg. „Auf geht’s, genug gefuttert“. Ich zog die Bügel hinunter und schwang mich in den Sattel. Am Start hatten sich bereits drei Reiter mit ihren Pferden versammelt: eine junge Frau, die auf einem sportlichen Reitpony ritt und ihre kleine Tochter auf einem kleinen gescheckten Shetty als Handpferd dabei hatte, sowie eine Frau in meinem Alter auf einem großen dunkelbraunen Warmblut. Ich gesellte mich zu ihnen und gemeinsam warteten wir auf den letzten Teilnehmer unserer Gruppe. Schließlich kam ein Mädchen mit roten Zöpfen und Sommersprossen mit ihrem Fjordpferd am Zügel an den Start gehetzt, setzte sich ihre Kappe auf und schwang sich auf ihr Pferd. Nun konnte es losgehen.

      Als wir alle bereit waren, gab der junge Mann am Start den Startschuss und wir ritten los. Die Frau auf dem Warmblut schoss sofort im Galopp los und ich fragte mich noch, wie sie in diesem Tempo ein Osterei finden wollte. Die Mutter mit ihrer Tochter bog nach rechts ab und das Mädchen mit dem Norweger im gemütlichen Schritt nach links. Ich entschied mich für die goldene Mitte und ritt geradeaus in den Wald hinein. Das Waldstück, in dem die Rallye stattfand war mit einem bunten Band abgesperrt worden, innerhalb dieses Waldstückes konnten überall Eier versteckt sein. Ich hatte mir also vorher an der Anmeldung den Wegplan angeschaut und mir einen Handzettel mitgenommen und hatte daher einen ungefähren Plan, wie ich die Wege abreiten wollte. Insgesamt hatten wir eine Stunde Zeit, bis wir wieder im Ziel sein mussten. Ich trabte Diva an und ließ ihr die Zügel lang. Sie sollte selbst auf den Weg achten, damit ich die Augen nach den Eiern aufhalten konnte. Sie trabte frisch voran und senkte den Kopf, um sich besser ausbalancieren zu können. Es ging leicht bergauf und bergab und schon nach dem ersten Hügel entdeckte ich etwas Buntes im Baum. In einer Astgabel war ein kleines Nest angebracht, in dem ein buntes Osterei lag. Ich brauchte nicht einmal absteigen, denn das Ei lag in perfekter Höhe, sodass ich es vom Pferd aus einsammeln und in meinem Rücksack verstauen konnte. Schnell trabte ich Diva wieder an, wir wollten schließlich keine Zeit verlieren.

      An der nächsten Abbiegung bog ich nach links ab und kam auf einen langen geraden Weg. Am Ende des Weges sah ich ein dunkles Pferd, das den unseren Weg kreuzte, wahrscheinlich eines aus einer der anderen Startgruppen. Mitten auf dem Weg lag ein umgekippter Baum und nach kurzer Betrachtung entschied ich mich dazu, einfach drüber zu springen, anstatt den langen Weg außen herum zu nehmen. Diva nahm den Sprung mit Leichtigkeit und schnaubte anschließend zufrieden ab. Wir trabten weiter den Weg entlang und schon entdeckte ich das nächste Osterei hinter einem Stein im Moos. Ich rutschte von Divas Rücken, sammelte das Ei ein und schwang mich von dem Stein aus wieder in den Sattel. Und schon ging es weiter...

      ... als die Hälfte der Zeit um war, hatte ich bereits sechs Eier in meinem Rucksack. Ich schaute noch einmal kurz auf den Wegplan und ritt dann weiter in den Wald hinein. Ich war gut in der Zeit und gespannt, wie viele Eier wir noch finden würden. An der nächsten Weggabelung stieß ein bekanntes Gesicht zu uns: das Sommersprossen-Mädchen mit dem Fjordpferd. Diva tänzelte ein wenig, als sie die anderen sah, ließ sich aber schnell wieder beruhigen. „Das seid ihr ja wieder“, grinste sie. Sie fragte, wie viele Eier ich schon hatte, aber ich verriet es ihr nicht. Es sollte ja schließlich spannend bleiben. An der nächsten Möglichkeit trennten wir uns wieder, nicht, dass wir uns noch um das nächste Ei kloppen mussten... Ich ritt links entlang und sie rechts, was auch eine sehr gute Entscheidung war, denn nur wenige Meter weiter lag ein weiteres Ei in einem niedrigen Busch. Ich musste wieder absteigen, um es einzusammeln, aber wenig später waren wir wieder auf Kurs.

      Wir durchquerten einen Graben, der ziemlich steile Abhänge hatte, aber zum Glück kein Wasser führte und sprangen über zwei dicke Baumstämme, die quer über dem Weg lagen.
      Langsam wurde die Zeit knapp und ich ritt in Richtung Ziel. Ich hatte jetzt noch etwas über 10 Minuten Zeit, das sollte für den Rückweg eigentlich reichen. In entspanntem Trab steuerten wir auf das Ziel zu und fanden auf dem Weg dorthin sogar noch zwei weitere Eier. Hinter einem dichten Gebüsch kam plötzlich ein Bach zum Vorschein. Ich schaute noch einmal auf meinen Plan, aber es war eindeutig: wir mussten den Bach durchqueren. Diva stellte die Ohren auf, ich parierte sie durch zum Schritt und steuerte bestimmt auf den Bach zu. Es ging ein wenig bergab, bis es ins flachte Wasser ging. Diva lief mit ausgestrecktem Hals bis kurz vor das Wasser, blieb dann stehen und legte den Rückwärtsgang ein. Ich trieb sie erneut an, aber sie warf sich zurück und schnaufte. Ich ließ sie stehen und gucken, dann versuchte ich es erneut: Sie setzte einen Huf ins Wasser, dann ging es wieder rückwärts.

      Es dauerte eine ganze Weile, und ich hatte mich schon fast damit abgefunden, wegen Zeitüberschreitung disqualifiziert zu werden. Doch plötzlich setzte Diva einen weiteren Huf ins Wasser und hüpfte dann mit zwei mehr oder weniger eleganten Sprüngen durch den schmalen Bach. Ich lobte sie ausgiebig und trieb sie dann sofort wieder an. Ein Blick auf meine Uhr beunruhigte mich noch mehr: wir hatten nur noch 3 Minuten Zeit! Und ich war mir nicht mal ganz sicher, wie weit es noch bis ins Ziel war. Ich galoppierte Diva an und feuerte sie mit meiner Stimme an. Sie gab ordentlich Gas, zum Glück war der Boden hier sehr gerade und eben. Ich stellte mich in die Bügel und machte mich ganz klein. Schon hinter der nächsten Ecke kam die Ziellinie in Sicht. Ich trieb Diva noch einmal zum Vollgas an und schoss unter Applaus der Zuschauer über die Linie. Schnell lenkte ich in eine Volte und hielt Diva so an. „War ich noch in der Zeit?“, keuchte ich und der junge Mann am Ziel grinste und nickte „Aber ganz knapp...“. Erleichtert klopfte ich Diva den Hals und schwang mich aus dem Sattel. Ich ging mit ihr zu einem der vorbereiteten Wassertröge und ließ sie dort etwas trinken. Dann stellte ich sie wieder in meinen Hänger, wo noch ein prall gefülltes Heunetz auf sie wartete. Während sie sich darüber her machte, ging ich mit meinem Beutel zur Anmeldung und gab dort meine Eier ab. Nun hieß es warten, bis auch die letzten Starter im Ziel ankamen und abwarten, wie viele Eier die Konkurrenten gefunden hatten...
    • Möhrchen
      Pflegebericht | Namica und Royal Disturbance
      ©Möhrchen, 08.07.2017

      Der Stress der Hengstkörung war vorbei und ich konzentrierte mich nun wieder auf das Training meiner beiden Marchador Stuten, die die nächsten Kandidaten für die Stutbuchwettberwerbe waren. Beide hatten in den letzten Monaten schon einige Schleifen sammeln können und machten sich sehr gut. Es würde nicht mehr lange dauern, dann waren sie soweit und ich konnte sie zur Krönung vorstellen.

      Als erste nahm ich mir heute Namica vor. Ich wollte mit ihr auf dem Platz Dressur reiten und noch ein wenig am Tölt feilen, denn die Unterscheidung von Tölt und Trab fiel ihr von Zeit zu Zeit immer noch schwer. Ich holte sie vom Paddock, putzte sie und legte ihr den Sattel auf. Sie war ruhig und artig, langsam wusste ich, wie ich mit ihr umgehen musste und konnte sie recht gut einschätzen. Ich holte meinen Helm und stieg auf, dann stieg ich auf und ritt Richtung Reitplatz.

      Irgendwie war im heutigen Training der Wurm drin. Namica gab sich zwar Mühe, aber irgendwie war ich nicht recht bei der Sache und war nicht zufrieden. Nach 20 Minuten entschied ich mich, das Training nach draußen auf die Galoppbahn zu verlegen. Es hatte ja keinen Sinn, unfair zu werden, obwohl sie sich bemühte. Wir ritten über den Hof zur Galoppbahn um die Weide. Kaum angekommen, galoppierte ich sie an und drehte eine ganze Runde im frischen Galopp. Namica liebte es und gab Gas, dass mir die Haare nur so um die Ohren flogen. Nach dem ausgedehnten Galopp übten wir wie geplant noch etwas am Übergang vom Trab zum Tölt, was hier draußen wesentlich besser klappte als in der Bahn. Eine halbe Stunde später ritt ich sehr zufrieden mit mir und meiner Stute zurück zum Putzplatz und rutschte aus dem Sattel. Ich sattelte Namica ab, gab ihr ihr Zusatzfutter und stellte sie dann zurück zu ihren Freundinnen auf den Paddocktrail.

      Auf dem Rückweg nahm ich gleich Royal mit und band sie ebenfalls am Putzplatz an. Da heute nicht so ganz mein Tag zu sein schien, entschied ich mich, eine Runde ins Gelände zu reiten. Royal schien heute ziemlich aufgeweckt zu sein, sie hatte ja auch länger nichts gemacht. Ich sattelte sie, zog meinen Helm an und ritt los in den Wald.
      Wir ritten eine gute Stunde kreuz und quer durch den Wald, galoppierten lange und viel und Royal konnte sich mal richtig austoben. Sie ließ sich immer händeln, auch noch in hohem Tempo, deshalb hatte ich keine Sorge, sie im Gelände auch mal richtig rennen zu lassen. Ich ließ sie auch über drei kleine Baumstämme springen, was ihr sehr viel Spaß machte. Den Rückweg legten wir im gemütliche Tölt zurück, Royal war nun total entspannt und so konnte ich einfach die Natur genießen und mich tragen lassen.

      Zurück am Hof sattelte ich sie fix ab, duschte die geschwitzten Stellen kurz ab und stellte sie dann zurück. Anschließend machte ich mich an die Stallarbeit im Paddock Trail. Während die Stuten ihr frisches Heu genossen, äppelte ich die Fläche ab und fegte die Unterstände aus. Dann war auch für mich endlich Feierabend und ich machte mich auf den Weg ins Haus.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    19 Jan. 2017
    Klicks:
    1.191
    Kommentare:
    13

    EXIF Data

    File Size:
    155,2 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Royal Disturbance

    [​IMG]

    Unterbringung: Paddock Trail
    Haltungsform: Offenstall
    Besitzer: Jessica
    Privat-/Schulpferd: Privatpferd


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯


    Alter: 11.03. | 6 Jahre
    Geschlecht: Stute

    Stammbaum
    aus der: unb. ~ von: unb.

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Exterieur
    Größe: 163cm
    Rasse: Mangalarga Marchador
    Fellfarbe: Blue Roan Tobiano
    Geno: Ee/aa/RnTo
    Abzeichen: ✘

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Interieur
    ruhig, aber dominant - gewillt

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Beschreibung
    Royal Disturbance ist für das ungeübte Auge eine unscheinbare, gelassene Stute mit einer außergewöhnlichen Fellzeichnung. Die Stute ist aber eine geborene Anführerin und Mutterstute, auch wenn beides bei ihr noch nie vorgefallen ist. Der ausgeglichene Charakter steht ihrer Dressur- und Gangausbildung nicht im Weg, denn im Gegensatz zu ihrer dominanten - aber nicht aggressiven - Art und Weise verliert sie diese Eigenschaften bei der Arbeit scheinbar und ist ein kleines Streberstütchen, was jedoch auch darin ausarten kann, dass ihr starker Wille schwer unterbunden werden kann; so kommt es, dass sie nach einem Ausritt oder einer einfachen Reitstunde völlig erschöpft sein kann. Aber die Blue Roan Stute lässt sich davon nicht unterkriegen und würde alles für Brot und eine große Menge Untertanen tun - eine königliche Hoheit eben.

    Geschichte



    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Qualifikationen & Erfolge

    Dressur: E A L M S
    Springen: E A L M S
    Military: E A L M S
    Distanz: E A L M S

    Fahren: E A L M S
    Mehrgang: E A L M S
    Western: E A L M S
    Potential Aufstieg durch Turnier | Training

    Gangveranlagung
    Tölt


    Erfolge

    [​IMG] [​IMG] [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    ~ 1. Platz 82. Gangturnier ~
    ~ 2. Platz 84. Gangturnier ~
    ~ 2. Platz 282. Fahrturnier ~
    ~ 1. Platz 300. Fahrturnier ~
    ~ 1. Platz 400. Springturnier ~
    ~ 3. Platz 109. Gangturnier ~
    ~ 1. Platz 286. Distanzturnier ~
    ~ 3. Platz 114. Gangturnier ~

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Ausbildung & Zuchtdaten

    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen

    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen

    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen

    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    ( ) Knien

    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom

    Teppich ausrollen
    Drehen


    Gekört/Gekrönt: ✘
    Vorgesehen für die Zucht: ✘

    Besitzer: Möhrchen
    Im Besitz seit: 19.01.2017
    Vorbesitzer: sadasha
    VKR/Ersteller: sadasha

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Unterbringung
    Stutenoffenstall (Paddock Trail)

    Zusatzfutter: Mineralfutter


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Gesundheit
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Akute Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x​

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG-Datei
    Puzzle-PNG