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Sosox3

Riverside | Englisches Vollblut

Körpunkte: 9 | Turnierpferd - Stallwechsel

Riverside | Englisches Vollblut
Sosox3, 28 Aug. 2016
Cooper, Rinnaja und Bracelet gefällt das.
    • Sosox3
      1. Pflegebericht - August 2013
      Monsterflosse
      03.08.2013 - 22:56 Uhr



      Es geht voran


      'Uaaaaa!', gähnte ich. Der Wecker hatte gerade geklingelt und wollte mich auffordern, aufzustehen. Was er aber nie schaffte. Also schlug ich einmal fest auf seine Oberseite und er gab sich geschlagen. Die Ruhe hielt jedoch nicht lang, denn schon hörte ich Hundekrallen auf Laminat klackern. Coletto drückte sich einmal kräftig ab und landete direkt auf mir. Lachend kraulte ich ihm die Ohren und empfang auch gleich Krümel. Nach ein paar Schmuseminuten bequemte ich mich dann doch mal aus dem Bett, richtete das Essen für Hund und Katze an, duschte, zog meine Pferdeklamotten an und schlang mein Frühstück in mich hinein. Heute würde ein einigermaßen entspannter Tag werden - keine großen Ausflüge, nur Pferdepflege und ein wenig Reiten. Und natürlich den neuen Reitplatz einweihen. Dachte ich zumindest.
      Gemütlich schlug ich die Anzeigenseite der Zeitung auf und entdeckte drei Anzeigen von Freundinnen. Sweetvelvetrose wollte ihren Bestand ein wenig verkleinern, Sammy gab einen Quarter Pony Hengst ab und mKay verkaufte einen Shettyhengst und ein Reitpony. Das Reitpony lag nicht in meinem Interessenbereich, aber da ich mit einem Shettyhengst in der Zucht nicht weit kommen würde und Sweetvelvetrose einige Paint Horses besaß, beschloss ich, den beiden einen kleinen Besuch abzustatten.
      Noch dazu fielen mir Anzeigen über zwei Paint-Hengste und ein Quarter Pony auf. Ich beschloss, mir auch die beiden mal anzusehen. Vielleicht würde der Tag doch nicht so ruhig werden.

      Doch erstmal packte ich Coletto ins Auto und war schon bald bei den Pferden.
      Dort ließ ich ihn von der Leine, er blieb eh immer in meiner Nähe, und versorgte die Pferde mit frischem Trinkwasser und Heu. Schon bald kam Thomas um die Ecke und wir machten uns daran, die Pferde zu trainieren. Das Fohlen-ABC saß bei Dakini, Outlaw, Whiskey und Present schon, Bonsaj, Lady Äppel, Sorrows und Morning hatten Reitbeteiligungen und Delite, Grace, Sensation und Nevaeh hatten Ruhetag, also entschieden wir uns, mit Mausi und Kristy zu beginnen. Da Thomas mit Kristy seine lieben Probleme hatte, schnappte er sich Mausi.
      Es dauerte ein wenig bis ich Kristy eingefangen hatte und Thomas war schon längst mit Mausi fertig, deshalb kam ich ein wenig nach ihm auf den Reitplatz. Als ich mich aufs Pferd schwang, ritt Thomas direkt neben mich und wir wärmten die beiden Stuten auf. 'Ach Monster?' - 'Hm?' - 'Ich habe für heute ein paar kleine Westernreiter eingeladen....ich hoffe das war okay? Ich dachte, ich könnte vielleicht schonmal die Shettys leihen...' Ich lächelte. 'Klar darfst du das, so hatten wir das vereinbart. Für größere Westernreiter dürftest du dir auch gerne mal die Grace, Mausi, Nevaeh, Abigail und Gisela leihen, und bei besonders talentierten gerne auch die anderen' Er lächelte. 'Danke, ich schnapp mir dann die Gisela, wenn wir ausreiten wollen - dann bin ich nicht so ganz viel über den Kleinen' Er lachte herzlich.
      Wir trabten noch ein bisschen und begannen mit einfacheren Figuren. Beide Pferde waren noch relativ untrainiert für ihr Potenzial und so begannen wir, den beiden Rückwärtsrichten und Schenkelweichen beizubringen und korrigierten uns gegenseitig.
      Nach ein paar geglückten Versuchen beschlossen wir, dass das genug für heute war, brachten die beiden zum Putzplatz, entfernten Zaumzeug, putzten sie und entließen sie in die Freiheit.
      Dann schnappte ich mir Bloody und Thomas sich Rebel. Die beiden waren schon weiter, also war unser Training mit den beiden insgesamt rasanter, aber auch anstrengender.
      Nachdem wir die beiden trainiert hatten, schnappte ich mir As War Fades und Thomas widmete sich der Horde Kinder, die gerade auf den Hof spaziert kamen. Er zeigte ihnen kurz alles und ging dann zur Weide - mittlerweile hatte ich Ass schon wieder auf die Weide gebracht, begrüßte die Kinder ebenfalls und half, die Halfter auszuteilen. Beim Putzen und Satteln half ich noch dabei, die Kinder einzuweisen und zu beaufsichtigen. Es war wirklich schön zu sehen, wie liebevoll die Kinder mit den Ponys umgingen, und wie brav die Ponys waren.
      Den Reitunterricht musste Thomas dann aber alleine schmeißen. Wir waren noch kurz auf dem Platz, ich mit Abigail, aber dann musste ich gehen, um mir einige Verkaufspferde anzugucken und Thomas hatte sich bereits Gisela geschnappt, um mit den Kindern einen kleinen Ausritt zu wagen.

      Da es doch einige Pferde zum Anschauen waren, machte ich mich gleich mit dem großen Trailer auf den Weg. Ich plante schnell, in welcher Reihenfolge ich fahre, und fuhr dann los - natürlich auch mit Coletto auf dem Beifahrersitz.
      Mein erster Weg führte mich zu sweet. Da sie nicht zu sehen war, ging ich gleich zur Weide mit den Verkaufspferden. Mein Blick fiel auf einer Braunscheckstute mit langem Langhaar - Ice Coffee hieß sie, ich kannte die Stute bereits. Sweet kam um die Ecke und begrüßte mich. 'Du möchtest Ice Coffee verkaufen?', fragte ich und sie nickte. Kurz danach wusste ich so ziemlich alles, was es über Ice zu Wissen gab, und wir vereinbarten einen kurzen Proberitt mit Ausritt. Da Ice Coffee anscheinend nichts gegen Hunde hatte, ließ ich Coletto gleich nebenher laufen. Die Stute gefiel mir, auch wenn sie ab und zu scheute. Aber Colettos und meine selbstsichere Ausstrahlung beruhigte sie schnell wieder - was für mich hieß, dass sich daran arbeiten ließe. Auch war sie noch unbeholfen und nicht ganz ausbalanciert, allerdings kann mal von einer dreijährigen Stute auch keine Wunder erwarten. Da wir gut miteinander klar kamen, unterschrieb ich auch sofort den Kaufvertrag, als wir wieder zurück auf dem Hof waren. 'Ich wollte mir noch ein paar andere Pferde angucken - ich komme zurück, um sie abzuholen, okay?' - 'Klar', lächelte Sweet und ich sprang mit Coletto ins Auto und wir machten uns auf dem Weg zu der Quarter Pony-Stute.
      Auch diese ritt ich Probe und entschied, sie zu kaufen. Written In The Stars würde einge gute Ergänzung für Zucht und Reitschule sein.
      Danach ging es zu einem der Painthengste, Als ich auf den Hof fuhr, wurde gerade ein Graufalbscheck-Wallach über den Hof vorbei an einer offensichtlich rossigen Stute geführt, der mir auch sehr gefiel - jedoch hatte ich keinen Platz für einen Wallach, für den Reitunterricht hatte ich bereits genug Stuten und der restliche Platz war für weitere Zuchtpferde reserviert, also schlug ich ihn mir bereits aus dem Kopf. Als ich ausstieg - Coletto blieb dieses Mal im Auto, weil ich den Hof nicht kannte - wurde ich auch bereits von dem Mann mit dem Wallach am Halfter begrüßt. 'Hallo', lächelte er freundlich, 'ich bin Matthew Moore, Chef und Besitzer hier. Kann ich ihnen helfen?' Ich war froh, gleich den zu treffen, den ich suchte. 'Hallo, ich bin Monsterflosse. Ja, ich habe ihre Anzeige gesehen und wollte mir ihren Hengst angucken, 'Dissident Aggressor' heißt er glaube ich' Herr Moore lächelte breiter. 'Der steht direkt neben mir.' Mir fiel die Kinnlade runter. Hengst? So ruhig? Neben rossiger Stute? Nun lachte er. 'Ja, das denken viele, Hengstmanieren hat er wirklich nicht. Wenn sie wollen, können sie ihn gerne mal nehmen und zum Putzplatz bringen, der ist gleich dort drüben. Dann können Sie ihn mal putzen, satteln und Probereiten, meinetwegen können Sie auch ins Gelände mit ihm.' Dankbar erwiderte ich sein Lächeln und übernahm den prächtigen Hengst. Beim Putzen blieb er vollkommen ruhig und genoss, und auch beim Satteln stand er wie eine 1. Ich freute mich schon aufs Probereiten - und das überzeugte mich entgültig. Dieser Hengst was so ruhig und hatte so ein Potenzial - er war perfekt für die Zucht und als Sportpferd für mich! Ich erkundigte mich nach dem Kaufpreis, handelte ein wenig und unterschrieb letzten Endes den Kaufvertrag. 'Kümmern Sie sich bitte gut um ihn, er ist meine eigene Aufzucht', seufzte Herr Moore. 'Ich werde mein bestes geben und Sie werden mit Sicherheit von uns hören', beruhigte ich ihn und sprang ins Auto, um zu Sammy zu fahren.
      Dort lief es dann auch ähnlich. Auch Absolute Zero, so hieß der Quarter Pony-Hengst, hatte unheimliches Potenzial und ich unterschrieb den Kaufvertrag. So fuhr ich auch weiter zu mKay, um mir ihren Shettyhengst anzusehen - Down Under hieß er, war ein Braunschecke und würde sich damit farblich super zu den Paints und Quarter Ponys gesellen. Auch bei ihm unterschrieb ich schnell den Kaufvertrag und lud den kleinen Hengst auch sofort ein, schließlich war er das letzte Pferd, was ich mir angucken wollte.
      Ich fuhr die Route zurück und lud bei Sammy auch Zero ein. Bei Herrn Moore wollte ich Aggressor abholen. Doch als ich ankam, sah Herr Moore ziemlich fertig aus. 'Was ist passiert? Ist was mit Aggressor?' Er schüttelte den Kopf. 'Nein, nicht mit Aggressor...ich hatte nur einen kleinen Streit mit meiner Frau... Ich frage nur ungern, aber hätten sie nicht zufällig Interesse an einem zweiten Hengst? Peckinpah heißt er...ich möchte ihn eigentlich nicht behalten, aber wir können ihn uns nicht leisten...da er aus unserer Zucht stammt und zu nah mit den meisten Stuten verwandt ist, können wir ihn nicht zur Zucht nutzen und so zum Spaß...ich wünschte es ginge, ich hänge so sehr an ihm, aber es geht einfach nicht mehr..und bei ihnen hätte er es sicher gut..' Er sah zu Boden und ich überlegte. 'Eigentlich habe ich schon mehr als genug Zuchthengste...aber vielleicht zeigen sie ihn mir einfach mal, dann überleg ich es mir vielleicht noch anders.' Er lächtelte leicht und ging Richtung Stall - ich folgte ihm. Er holte schnell ein Halfter aus der Sattelkammer und ging dann zu einer Box, in der ein Cremello stand. Moment mal...er war gar kein Cremello! Ganz leicht sah man eine hübsche Overoscheckung, die auch seinen Kopf wie in Farbe getaucht aussehen ließ, in seinem sonst hell fliegenschimmelfarbenen Fell. Er erinnerte mich ein wenig an Vanillecreme mit Sahne.
      Als Herr Moore ihn raussah, durfte ich einen doch relativ schlank gebauten, aber dennoch gut bemuskelten, schönen Paint Horse-Hengst begutachten. 'Er hat einen hohen Vollblutanteil, deswegen ist er relativ leicht gebaut. Sieht man auch gut an seinem feinen Kopf', mit den Worten strich er dem Hengst traurig über die Nüstern. Kurz darauf übergab er mir den Strick.
      Beim Putzen blieb Peckinpah ruhig, er genoss es, besonders, als ich seine wunderschöne, reinweiße Mähne enthedderte. Der Sattel passte ihm nicht richtig, dennoch ließ er ihn sich ohne Widerstand auflegen.
      Auch unter dem Sattel war er sehr begabt und ruhig. Selbst als Coletto aus dem Trailer ausbrach, quer über den Reitplatz stürmte und vor mir aufs Pferd sprang (anscheinend hatte er Sehnsucht), zeigte er keine Anzeichen von Angst, was mich sehr beeindruckte. Für den Geländeritt war leider keine Zeit mehr, da ich ja bereits andere Pferde im Trailer hatte, aber meine Entscheidung war bereits gefällt - ich würde ihn kaufen. So unterschrieb ich auch schnell den Kaufvertrag und lud ihn ein. Danach ging es noch schnell bei Sweet vorbei, um Ice einzuladen.

      Zu Hause ließ ich alle Pferde aus und brachte sie auf die Weide - glücklicher Weise vertrugen auch sie sich auf Anhieb mit meiner mittlerweile verdammt großen Herde. Thomas kam gerade um die Ecke, um meinen Fang zu bewundern, als mein Telefon klingelte. Meine ehemalige Zuchtpartnerin, als Green Hills noch stand, Flair, war dran. Sie klang aufgeregt. 'Monster...züchtest du noch Vollblüter?' Ich blieb ruhig, um sie zu beruhigen. 'Was ist los?' - 'Es gab einen Brand bei mir und ich muss alle Pferde irgendwo unterbringen...ich möchte sie auch nicht mehr, so leid es mir tut, ich kann es nicht...' 'Oh Gott', hauchte ich. 'Kannst du sie vielleicht nehmen?' Ich überlegte kurz und sah mich um. Ich hatte noch eine freie Weide mit Offenstall, beides sollte eigentlich genug Platz für alle Pferde bieten - zumindest vorrübergehend. 'Thomas, hast du deinen Pferdeauflieger noch?' Er nickte. 'Wieso?' - 'In meinen Trailer passen nur 5 Pferde, das reicht nicht.' Er machte große Augen. 'Ich erklärs dir später. Flair? Ich bereite alles vor und komme dann gleich vorbei.' - 'Okay', meinte sie etwas ruhiger und verabschiedete sich. 'Thomas, Flair hatte einen Brand. Sie kann und möchte ihre Pferde nicht mehr halten und hat mich gebeten, sie zu mir zu nehmen. Lass uns eben auf der Weide neben dem See den Stall einstreuen und den Zaun kontrollieren und dann...könntest du mir mit deinem Auflieger helfen, alle rüber zu bringen?' Er nickte leicht schockiert und machte sich sofort auf den Weg zur Weide. Ich schnappte mir noch schnell so viele Ballen Stroh wie ich tragen könnte und folgte ihm.
      Wir streuten eilig den Stall ein, füllten Wasser in die Tröge und gingen den Zaun ab. Zum Glück war er unbeschädigt. 'Fahr schonmal vor, ich hole meinen Trailer und komme dann nach', schlug Thomas vor. Sofort ging ich zu meinem Trailer.
      Schon bald kam ich bei Flair an, die mich aufgebracht erwartete. Nach und nach luden wir die ersten fünf Pferde - die Stuten Ace Of Spades, Black Pearl, Pirate Island, Blue Rag und Pia Facette - in meinen Trailer. Kurz darauf kam Thomas mit seinem Auflieger, in den wir die Hegste luden - El Davino, Warrior, Tschiwabschischi, El Racino, Baceno, Bloody Autumn, Magic Attack, Lord Of The Rings, Riverside, Desperados und Shyguy waren nun sicher verstaut. Auch die Sättel, Trensen, Bandagen, Gamaschen, Halfter und Decken verteilten wir auf Trailer, Auflieger und Fahrerhaus, was ein wenig Packtalent erforderte, das weder Flair noch ich hatten, doch zum Glück hatten wir Thomas.
      Bevor wir losfuhren, ging ich noch einmal durch Trailer und Auflieger und kontrollierte die Pferde. Einige kannte ich noch aus der Zeit, in der Flair und ich zusammen züchteten, El Racino war sogar eins unserer gezüchteten Pferde. Ich wurde ein wenig wehmutig, hatte jedoch nicht großartig Zeit zur Wehmut, denn wir mussten dringend los - wir wollten nicht unbedingt bis spät in die Nacht Pferde ausladen.
      Als wir wieder bei mir ankamen, parkten wir mitten auf dem Weg und fingen an, die gestressten Pferde auszuladen. Wir hatten bei manchen Pferden unsere liebe Mühe und wurden neugierig von meiner bestehenden Herde beäugt, letztenendes standen aber alle Vollblüter und Holsteiner auf der Weide. Thomas und ich lehnten uns an den Zaun und beobachteten, wie die Pferde die neue Weide erkundeten. Sie war ein wenig zu klein für alle. 'Und was hast du jetzt mit denen vor?', fragte Thomas. Ich seufzte. 'Ein paar werde ich vielleicht behalten...aber alle kann ich nicht behalten. Ich denke mal, ich rufe morgen mal Edfriend an, ob sie nicht eventuell Interesse an ein paar Pferden hätte. Sammy vielleicht auch noch. Und dann...mal sehen.' El Davino kam vorsichtig angetapst. Ich strich ihm über seine hübsche Blesse. 'Ich glaube, dich werde ich behalten. Ein wenig hast du mir ja gefehlt, seitdem Green Hills nicht mehr existiert, Süßer. Aber ich weiß noch nicht, was ich mit deinen Freunden mache.' Er schnaubte.
      Thomas ging und ich blieb noch ein wenig, beobachtete die Pferde im Sonnenuntergang und machte mich schließlich zusammen mit Coletto auf den Weg nach Hause.
      Dort kritzelte und codete ich noch einige Ideen für die Website für die neue Zucht und fiel dann erschöpft ins Bett.

      Am nächsten Tag machte ich mich bereits früh auf den Weg zu den Pferden, selbst Coletto war noch nicht ganz wach. Thomas brauchte heute so ziemlich alle Pferde für seinen Reitunterricht, dieses Mal waren unter seinen Schülern auch ältere, fortgeschrittene Reiter, und auch um den Rest meiner Pferde würde er sich kümmern, sodass ich mich voll und ganz um den Verbleib der Vollblüter kümmern konnte.
      Über Nacht hatte ich bereits beschlossen, dass ich noch einen zweiten Hengst behalten konnte, mehr aber nicht.
      Als ich am Gatter stand, hatten sich die Voll- und Warmblüter schon deutlich beruhigt. Flair hatte mir per Mail ein paar Informationen über die Vollblüter geschickt und in Frage kamen Ghostbuster und Bloody Autumn. Vielleicht war dies nicht der richtige Zeitpunkt für einen Proberitt, aber etwas anderes blieb mir nicht übrig, also schnappte ich mir ein Halfter und holte zuerst den Schimmelhengst von der Weide, putzte und sattelte ihn.
      Auf dem Platz war ich als einziger Englischreiter unter vielen Westernreitern heute der Außenseiter. Ich war froh, dass ich die englische Reitweise nicht verlernt hatte. Ghostbuster war mit Sicherheit ein sehr lieber, talentierter Hengst, aber ich wollte auch Autumn noch ausprobieren. Also brachte ich Ghost zurück auf die Weide und brachte seinen Sattel zurück. In der provisorischen Sattelkammer betrachtete ich Autumns Sattel eine Weile. Ein sehr hochwertiger, schöner Dressursattel, besonders weiches Leder, atemberaubende Qualität. Ich griff jedoch zuerst zum Halfter neben ihm, um mir dieses mal den gestiefelten Dunkelfuchs zu holen.
      Bereits am Putzplatz erwies er sich als nervös und temperamentvoll, und das war er auch unterm Sattel. Aber ich fühlte mich sofort wohl. Seine Gänge waren atemberaubend, ich hatte Mühe, auszusitzen, ich spürte sein ganzes Temperament und seine ganze Stärke unter mir. Selbst die anwesenden Westernreiter, die gerade Unterricht nahmen, schenkten uns beeindruckte Blicke. Meine Entscheidung war gefallen.
      Ich putzte den Hengst noch schnell und brachte ihn zurück auf die Weide, wo er freudig von Davino begrüßt wurde, um schnell zwei Anrufe zu tätigen. 'Hallo?', schallte es durch den Hörer. 'Eddi? Ich bins, Monster...' Ich schilderte ihr mein Problem genauestens. 'Ich suche noch ein oder zwei Vollblüter für meine Herde...kann ich nachher mal vorbei kommen?' - 'Klar', willigte ich ein und verabschiedete mich.
      Nun rief ich bei Sammy an. Auch ihr schilderte ich mein Problem, woraufhin sie vorbeikommen wollte.
      Eddi und Sammy kamen ungefähr zur gleichen Zeit vorbei und sahen sich die Pferde an. Kurz besprachen wir, wer Interesse an wem hatte, und die beiden verschwanden auf den Platz, zum Probereiten. Am Schluss stand fest: Eddi würde Ace Of Spades und Lord Of The Rings nehmen und Sammy würde mir mit Pirate Island, Black Pearl, Warrior, El Racino, Ghostbuster und Tschiwabschischi ebenfalls einige abnehmen. Wir einigten uns darauf, dass die beiden die Pferde die nächsten Tage direkt abholten, damit sie nicht noch mehr Stress wegen des geringen Platzes und mangelnder Auslastung aufgrund meines Zeitmangels hatten.

      Auch an diesem Tag fiel ich erschöpft ins Bett und schlief sofort ein, sodass ich gar nicht merkte, dass ich schon bald einen Hund und eine Katze im Bett hatte...
    • Sosox3
      2. Pflegebericht - Februar 2014
      Monsterflosse
      20.02.2014 - 10:50 Uhr


      Pflegebericht
      Seufzend saß ich im Auto. Mir wurde alles zu viel, so schön diese Landschaft auch war, ich konnte sie einfach nicht mehr sehen. Es war ewig her, dass ich verreist war.
      An der Weide erwartete mich bereits Thomas, er hatte bereits einen Ausritt mit den seinen kleinsten Reitschülern auf Nevaeh, Gisela, Taciturn, Lady Gina, Rebellious Dots, Sternenblick und Avero gewagt und brachte gerade Goodbye Graceful auf die Weide. 'So spät heute?', neckte er mich. Ich nickte nur und wandte mich einer meiner Neuankömmlinge Ensnare The Sun zu. 'Wollen wir mal prüfem. pn Sunny und Lovely Summertime das Gelände hier gefällt? Wir könnten Outlaw Torn, Scream Aim Fire und Dakan El Assuad mitnehmen, dann lernen die drei auch gleich was kennen.' Mir gefiel sein Vorschlag und so schnappte ich mir Sunnys Halfter, putzte und sattelte sie, während Thomas das gleiche bei Summer tat, Danach legten wir Outlaw, Fire und Dakan die Halfter an, jedoch ohne Führstrick, sie würden wohl von sich aus folgen.
      Als wir uns in den Sattel schwangen, waren Sunny und Summer angesichts der neuen Umgebung noch etwas nervös, beruhigten sich aber schnell. Die beiden Stuten schienen sich prächtig zu verstehen und die Fohlen liefen uns brav hinterher, als wir unsere Runde durch den Wald und um den See drehten. Als wir wieder an der Weide ankamen, entließen wir die fünf wieder in die Freiheit. Ich schaute Thomas an. 'Plan für heute?', fragte ich. Er überlegte kurz. 'Ich habe bereits mit As War Fades und Aggressor gearbeitet, Samarti hat sich heute um Bloody Autumn gekümmert, er ist also auch schon gelaufen. Riverside und El Davino könnten einen Ruhetag gebrauchen, ebenso wie Peckinpah, er hat gestern gut mitgearbeitet. Blue Rag kränkelt ein wenig und Abigail hat einen schlechten Tag, sodass sie heute vielleicht auch besser auf der Weide bleibt. Bleiben also noch Kristy Killings, The Morticians Daughter und Ghost Of The Midwinter Fires. Du siehst heute nicht wirklich fit aus, also - ich kümmere mich um Mausi und Kristy und du arbeitest mit Ghosti und gönnst dir dann ein wenig Ruhe?' Sah man mir das so an? Ich willigte ein und schnappte mir das größte Halfter im Stall, um ein wenig mit Ghosti zu arbeiten. Der junge Hengt war noch komplett roh, er kannte zwar das Fohlen-ABC und folgte auch willig, die Arbeit auf dem Platz war ihm jedoch noch gänzlich fremd.
      Freundlich begrüßte mich der Hengst auf der Weide und ich legte ihm sein Halfter an, um ihn auf den Platz zu bringen. Dort hakte ich erst einmal den Führstrick aus und ließ ihn laufen, während ich eine Art Round Pen improvisierte. Ghosti schnupperte neugierig an der Longe, die ich mittlerweile als Untenrstützung zu uns geholt hatte. Ich hakte sie jedoch nicht in sein Halfter, sondern nutzte sie als Unterstützung, um ihn zum Laufen zu bewegen. Schnell hatte er verstanden was ich von ihm wollte, und lief unbeeindruckt im Schritt um mich herum. Ich baute ein wenig mehr Druck auf und rief 'Teeerab!' Ghosti war erst irritiert, fing dann aber an zu traben und senkte bald entspannd den Kopf. 'Braaav', lobte ich. Selbst den Richtungswechsel verstand er schnell - das sollte genug für heute sein. Ich hakte den Führstrick wieder in Ghostis Halfter und brachte ihn zurück auf die Weide.
      Dort begegnete ich Thomas mit Kristy. 'Sag mal Larissa, hast du schonmal an Urlaub gedacht? Irgendwo in ein anderes Land? Spanien vielleicht? Oder sogar Amerika, da kannst du gleich was über Paints erfahren?' Erstaunt sah ich ihn an. 'Sehe ich so fertig aus?' Er lachte ohne meine Frage zu beantworten. 'Geh nach Hause, gönn dir Zeit mit Coletto und Krümmel und informier dich mal ein bisschen, ich glaube, eine Reise täte dir mal gut, mal ein anderes Umfeld, weg von hier. Ich schmeiß das schon. Und wenn du wegfährst, kümmere ich mich schon um den Hof, die Pferde und gerne auch um Krümmel und Coletto. Ich hab ja jetzut notfalls auch Reitschüler, die ich versklaven kann.' Das brachte tatsächlich auch mich zum lachen. Ich verabschiedete mich und fuhr nach Hause.
      Nach einem ausgiebigen Waldspaziergang mit Coletto setzte ich mich vor meinen Computer. Coletto machte es sich neben mir, Krümel auf mir gemütlich. Ich startete meine Suche nach geeigneten Reisezielen, fand jedoch nur wenig Begeisterung für Spanien, Italien & Co. Amerika würde mich schon irgendwo interessieren - aber so ganz das Wahre war das auch nicht. Da kamen mir diese wunderschönen, goldglänzenden Pferde in den Kopf, die Achal Tekkiner, wie Edfriend einige besaß. Ihr Alazar war einfach wundervoll! Ich googlete ein wenig und fand einige Gestüte in Russland, Afghanistan und der Mongolei, bei denen mich ein Besuch reizen würde. Entscheiden wollte ich mich jedoch noch nicht. Da es mittlerweile spät geworden war, schaltete ich meinen Computer aus und legte mich ins Bett.
    • Sosox3
      3. Pflegebericht - Juli 2014
      Sammy
      18.07.2014 - 19:25 Uhr


      Besuch bei Monsterflosse!

      Unbroken Soul of A Rebel, As War Fades, Dissident Aggressor, El Davino, Bloody Autumn, Riverside, Pekinpah, Sternenblick, Avero, Ghost of the Midwinter Fires

      Rebellious Dots, Outlaw Torn, The Morticians Daughter, Kristy Killings, Goodbye Graceful, Nevaeh, Gisela, Abigail, Blue Rag, Ensnare the Sun, Scream Aim Fire, Taciturn, Dakan el Assuad, Lovely Summertime, Lady Gina

      Spoiler

      Leise vor mich hinsummend, fuhr ich auf Monsterflosse's Hof und stellte mein Auto ab. Ich hatte meiner Freundin versprochen, mich heute um ihre Pferde zu kümmern. Es war erst kurz nach sieben Uhr morgens. Da ich sehr viel vor mir hatte, hatte ich es für klüger gehalten, gleich morgens mit der Arbeit zu beginnen. Durch meine vielen Trainingseinheiten mit As War Fades kannte ich mich bereits gut auf dem Hof aus und steuerte zielstrebig auf den Hengststall zu. Dort wurde ich bereits mit ungeduldigem Scharren und hungrigem Wiehern begrüßt.
      "Ja, ja ist schon gut, bin ja schon dabei ihr Hübschen!", rief ich fröhlich und ging in die Futterkammer, wo ich anhand des Futterplans jedem Hengst sein Frühstück zusammen stellte.
      Dann stellte ich die Eimer übereinander in eine Schubkarre und lief die Stallgasse hinunter. Ich beschloss bei Monsters Neuzugang, dem Tinkerhengst Ghost of the Midwinter Fires anzufangen. Der wunderhübsche Schecke starrte mich auffordernd an und machte dann brav Platz, während ich sein Futter in die Krippe kippte. Während Ghost gierig zu fressen begann, wurden die anderen Hengste wieder unruhig. Ich blieb vor As War Fades' Box stehen und sah den Paint Horse Hengst tadelnd an. "Na na, was ist denn das für ein Benehmen, hm? Wenn die Jungspunde nicht warten können okay, aber du?"
      Dann lächelte ich, gab dem schönen Hengst sein Futter und strich ihm sanft den blonden Schopf aus der Stirn. Weiter ging es mit den beiden Shetland Ponies Avero und Sternenblick. Die Zwerge fielen regelrecht über ihr Futter her und beachteten mich nicht weiter. Auch Monster's Vollblut Hengste Bloody Autumn, Riverside und El Davino waren schnell versorgt. Letzterer war der Vater meines Rapphengstes El Racino und ich konnte es kaum glauben, wie ähnlich sich die beiden charakterlich waren.
      Zuletzt blieben nur noch Pekinpah, Dissident Aggressor und Unbroken Soul of A Rebel. Ich begann mit dem braun weiß gescheckten Paint Hengst Rebel und streichelte ihm sanft über die strahlend weiße Blesse. Der Grullo Tobiano Dissident Aggressor schmuste sogar ein wenig mit mir, bevor er sich würdevoll seinem Futter zuwandte und Pekinpah hatte es mir sowieso angetan. Der Porzellanschecke gehörte zu meinen Lieblingen unter Monster's Pferden und ich hoffte sehr, ihn eines Tages trainieren zu dürfen.
      Nachdem ich die Schubkarre wieder weggebracht hatte, ging ich hinüber in den Stutenstall, um auch den Damen des Hofes ihr Frühstück zuzubereiten.

      Hier bekamen als erstes die Shetlandpony Damen ihr Kraftfutter. Das waren die süße Rebellious Dots, Taciturn und Lady Gina. Die drei Zwerge machten sich genau wie ihre männlichen Freunde gierig über das Futter her, während die anderen Stuten lauthals protestierten. Als nächstes kümmerte ich mich um Monster's Quarter Ponies, Gisela, Nevaeh und Scream Aim Fire. Alle drei warteten brav ab, bis das Futter in ihren Krippen war und begannen erst zu fressen, als ich ihre Boxen wieder verlassen hatte. Danach war Kristy Killings an der Reihe. Die hübsche Stute hatte ich bereits im Western trainiert und sollte sie demnächst auch noch höher ausbilden. Nachdem nun auch die Fohlen Dakan El Assuad - ein Halbbruder meiner Ravenback - und der kleine Paint Hengst Outlaw Torn versorgt waren, kümmerte ich mich um die Englische Vollblut Stute Blue Rag und anschließend um ihre Boxennachbarin Lovely Summertime. Dann waren Ensnare the Sun und Abigail an der Reihe, bevor es zuletzt zu Goodbye Graceful und The Morticians Daughter ging. Nachdem ich auch hier Schubkarre und Eimer ausgewaschen hatte, war eine angenehme Ruhe eingekehrt, in der nur das beruhigende Kauen der Pferde zu hören war. Ich schnappte mir einen Besen und begann draußen den Hof zu fegen. Anschließend äppelte ich die weitläufigen Weiden ab.

      Nachdem auch das geschafft war, ging ich zurück in den Hengststall und stellte zufrieden fest, dass die schönen Tiere mittlerweile aufgegessen hatten. Also holte ich einen nach dem anderen aus seiner Box und stellte sie auf die Paddocks. Da ich nicht wusste, welche Hengste sich gut verstanden, ging ich lieber kein Risiko ein. Anschließend durften auch die Stuten nach draußen. Hier wählte ich eine der größten Koppeln und führte die Stuten immer zu zweit hinaus. Nachdem ich mich eine Weile lang vergewissert hatten, dass sie keinen Blödsinn anstellten, kehrte ich in den Stall zurück und machte mich daran, alle Boxen auszumisten.
      Zwischendurch gönnte ich mir immer wieder kleinere Pausen und als ich schließlich die letzte volle Schubkarre auf dem Misthaufen ausleerte, atmete ich erleichtert auf. Das war ganz schön anstrengend gewesen. Nun war es auch höchste Zeit, den Stall fertig zu richten, da ich die Pferde ja auch wieder hinein holen musste. Also schmiss ich in jede Box einen großen Haufen Heu, kontrollierte die Tränken und fegte anschließend die Stallgassen. Dann bewaffnete ich mich mit Putzzeug und begann die Stuten herein zu holen. Als ich alle bis auf Kristy Killings und Ensnare the Sun im Stall hatte, begann es bereits langsam zu dämmern. Ich gähnte, holte die beiden Stuten von der Koppel, putzte sie flott über und brachte sie dann in den Stall. Fehlten nur noch die zehn Hengste. Auch sie führte ich wieder einzeln zum Putzplatz, säuberte Hufe und Fell, verlas die Schweife und kämmte die Mähnen. Dann durften die Guten zu ihrem Abendessen in den erleuchteten Stall.

      Zum Abschluss kontrollierte ich noch einmal ob alle Boxen richtig verschlossen waren, löschte das Licht in den Ställen und machte mich auf den Heimweg. Demnächst würde ich wiederkommen, um das eine oder andere der Pferde ein wenig zu bewegen...
    • Sosox3
      4. Pflegebericht - Dezember 2014
      [Friese Pflegebericht:

      Ein weiteres Mal machte ich mich auf den Weg in meinen eigen Stall. Heute ging es in den Vollblütertrakt zu Wild Reflex, Classic Gold, Ice Black, Norther Dancer, Walking The Damon, Pride, Riverside, Rosenprinz, Khaleb und Dashing Blade. Meine Vollblüter waren zur Zeit eindeutig zu kurz gekommen. Ich stellte die Pferde erstmal auf die Weiden und mistete dann die Boxen aus. Ich streute sie neu ein und richtete dann das Futter. Danach holte ich Rosenprinz, Ice Black und Riverside in den Stall. Dort wartete bereit Joyce und Rachel auf mich. Ich hab jeder ein Pferd und begann dann meinen Rappen Ice Black zu putzen. Wir wollten heute zusammen auf die Rennbahn gehen und die drei testen. Dort angekommen, stiegen wir auf und ritten an den Start. Das Rennen zwischen den drei Hengsten war bis zum Schluss spannend und es hatte nur knapp Joyce auf Rosenprinz gesiegt. Ice Black und Riverside waren die meiste Zeit gleich auf. Die beiden satteleten am Hof alle drei Pferde ab, sodass ich die Fohlen gleich reinholen konnte. Ich putze sie und wir gingen mit ihnen spazieren. Die Hengste hatten wir wieder in ihre Boxen gebracht. Nach dem Spaziergang holten wir Wild Reflex, Classic Gold, Dashing Blade und Walking The Damon rein. Wir putzen die Pferde und sattelten dann alle. Dann stieg ich auf Dashing Blade, Joyce auf Wild Reflex und Rachel auf Walking The Damon. Classic Gold war mein Handpferd. Wir machten einen größeren Ausritt. Am Hof angekommen versorgten wir alle Pferde mit ihrem Futter und fuhren dann heim./spoiler]
    • Sosox3
      5. Pflegebericht - März 2015
      Eddi Pflegebericht:

      Heute machte ich mal einen kurzen Abstecher zu Elena. Lange war ich nicht mehr bei ihr gewesen und war deshalb recht neugierig, was sich alles auf der Last Base Ranch getan hatte. Elena war gerade bei der Morgenfütterung im Vollblutstall, als ich kam. Ich begrüßte kurz Riverside und Classic Gold, welche beide neugierig den Kopf über die Boxentür streckten und auf ihr Futter warteten. Elena begrüßte mich kurz und reichte mir direkt vier Eimer. Also durfte ich Northern Dancer, Wild Reflex, Prides Heart and Perfektion und Ice Black füttern. Da alle Pferde gut erzogen waren, wichen sie zurück als ich die Box betraten und warteten geduldig mit dem Fressen bis ich gegangen war. "Schön, dass du mir hilfst!", meinte Elena grinsend und fütterte noch fix Rosenprinz und Walking the Damon. Danach waren alle fertig und wir konnten uns für einen kleinen Plausch eine Pause gönnen. Ich erkundigte mich über Coulee, welche noch bis vor kurzem bei uns gestanden hatte und Friese zeigte sie mir direkt. Zufrieden futternd stand die Scheckstute in ihrer Box und ließ sich auch nicht von ihrer zickigen Boxennachbarin Dashin Blade stören. Dann erzählte mir Elena noch von dem letzten Training, bei welchem Coulee die beiden Hengste Brookton und Magic Attack verwundert am Start hatte stehen lassen und alleine davon gesaust war. Grinsend hörte ich ihr zu, während wir uns auf dem Weg zum nächsten Stall machten.
    • Sosox3
      6. Pflegebericht - September 2015
      Friese - 23. September 2015
      Umweiden oder auch: Wer keine Arbeit hat macht sich eben welche!

      Ich führte The Circle of Unbroken neben Hall of Fame über die Stallgasse. Ich hatte die Lichter schon sehr früh heute angemacht und war nun schon mit meiner Arbeit in vollem Gange. Verschlafen schlürfte Rachel neben der fitten Joyce zu mir in den Stall. Beide sahen mich sahen mich total geschockt an. „Guten Morgen“ meinte ich dann fröhlich zu den zweien. „ Du meintest ja gestern du willst die Pferde umstellen, aber wir haben jetzt acht. Warum bist DU da schon wach?“ fragte mich Joyce lachend. Die zwei sahen sich um und staunten dann noch mehr. Ich hatte alle Boxenschilder bereits an die neue Box gehängt und den Großteil von unseren Pferden auf die Weide gebracht. Sie sahen sich weiter um. „ Wo sind denn die anderen Pferde?“ Ich ging an ihnen vorbei und meinte dann „ Draußen auf den Koppeln. Simon hat mir geholfen“ Dieser war mittlerweile jedoch duschen, weil er zu seiner Freundin fahren wollte. Meine zwei Freundinnen folgten mir nach draußen. Gemeinsam standen wir an der Weide der Hengste und sprachen weiter drüber ab, welches Pferd wo stehen würde. „ Wir sollten uns auch nochmal über die nächsten Turniere und die weitere Planung der Zucht unterhalten“ sagte ich mit ein bisschen Nachdruck in der Stimme. Wir kamen mit allem sehr gut voran seitdem wir auf dem neuen Hof waren. In kurzer Zeit hatten wir viele Zuchtpferde begrüßen dürfen und auch selbst ein paar gekört bekommen. „ Was muss heute noch alles gemacht werden?“ fragte Joyce und riss mich mal wieder aus meinen Gedanken. Rachel erklärte, dass sie mit ein paar ihrer Pferde für das nächste Turnier trainieren wollte. Ich stimmte ihr zu und gemeinsam gingen wir wieder in den Stall. Das Ausmisten war schnell erledigt, da wir drei gut zusammen halfen und schon ein eingespieltes Team waren was die Aufgaben anging. Joyce mistete, ich fuhr den Mist weg und brachte dann neues Heu und Rachel verteilte es in den Boxen. So waren bei uns immer mindestens zwei Schubkarren in Gebrauch und man hörte zwischen durch ein Knallen oder Knarren. „ Wir sollten die letzten schönen Tage eigentlich noch nutzen bevor es dann Winter wird. Das Sattelzeug einiger Pferde müsste nämlich auch mal gefettet werden“ meinte sie dann und ich nickte kurz. Ich stand auf dem Gang und bohrte die letzten Namensschilder an die Boxen während die anderen das Futter richteten. „Mal schauen wie die Hengste ihre neue Boxenordnung so finden. Auf den Koppeln stelle ich sie auch gleich noch in andere Gruppen. Ich wollte nur, dass sie erstmal noch ein bisschen entspannen können.“ Mit diesen Worten ging ich aus dem Stall und zu meinen Hengsten. Ich hatte bereits eine der leeren großen Koppel in kleinere unterteilt, da die Gruppen nun überschaubarer werden sollten und nicht mehr alle 18 Hengste zusammen stehen sollten. Als erstes holte ich Circle und Hall von der großen Weide und ging mit ihnen zu den vier abgegrenzten Stücken. Gemeinsam stellte ich sie auf die erste, welche auf der linken Seite lag. Zwischen den vier Stücken hatte ich ein Stück frei gelassen, damit ich sie zwischen durch führen konnte. Ich lobte die zwei und ging dann wieder zur Weide. Von dieser holte ich San Diago und Coming Home. Sie stellte ich zu den anderen zweien. Ich musste nicht damit rechnen, dass es zu arge Kämpfe gab, da sie ihre Rangfolge untereinander schon ausgemacht hatten. Der ein oder andere würde die Rangfolge durch die neuen Gruppen vielleicht in Frage stellen, aber auch dies würde sich bald geregelt haben. Im Gedanken holte ich Hrafn von der großen Weide. Ihn brachte ich auf die kleinste der vier Weiden. Fahd und Mökkur folgten Hengst und irgendwie tat der Araber mir schon leid, dass er mit zwei Fohlen auf einer Weide stand. Ich hatte es mir auch lange überlegt, dennoch war ich zum Entschluss gekommen, dass es für ihn so am besten war. Er hatte sich in der Gruppe zwischen den anderen Hengsten nicht sonderlich wohl gefühlt, da er doch wahnsinnig sensibel war. Ich war der Meinung, dass deswegen der schüchterne Mökkur zu ihm passte. Als nächstes holte ich meinen schwarzen Berber. Ich brachte ihn auf seine neue Weide, welche neben der meiner anderen vier Hengste lag. „ Brav Ameer“ meinte ich zu ihm und ging dann wieder auf die große Weide zurück. Riverside und Rosenprinz holte ich zu ihm auf die Weide und ging ein weiteres Mal zurück. Müde streckte ich mich. Auf der Weide angekommen, klinkte ich den Strick in das Halfter meines Hengstes. Ich führte Lambardo zu den dreien auf die Weide. Bis jetzt waren alle noch ruhig und ich musste mir noch keine Sorgen machen, dass etwas passiert. Die letzte Weide war am schwierigsten. Sie war auch die größte mit 5 Pferden. Ich holt Flopp oder Hopp wieder von der Weide und stellte ihn dann auf die große abgetrennte Weide. Nun waren es nicht mehr viele Pferde, welche auf die Weide mussten. Während ich wieder an der alten Weide ankam, hörte ich schon ein paar laute Wieherer. Mit Dashing Blade an der Hand ging ich wieder zu den neuen abgetrennten Stücken. Dort sah ich wie sich Circle und Sanny stritten. Die beiden machten anscheinend gerade ihre neue Rangfolge aus. Ich war mir ganz sicher, dass Circle sich nicht einfach so von ihm unterdrücken lassen würde. Ich brachte Dashing auf die Weide zu Flopp oder Hopp. Dann sah ich kurz nach den zwei Streithähnen und den anderen Koppeln. Ich ließ die zwei einfach ihren Kampf selbst austragen und ging dann wieder zu der großen Weide. Von dort holte ich Magic Attack und Ice Black. Auch sie kamen auf die größte der vier Weiden. Bei ihnen blieb ich kurz stehen. Ice Black legte seine Ohren tief in den Nacken und ging so auf die anderen zu. Er wollte anscheinend seine Position in der Herde klar stellen und nicht wieder im Mittelfeld der Herde sein. Bis jetzt war aber der eigentliche Chef der Herde auf der Weide. Ich holte Brookton von der Koppel. Er war der vorletzte der Gruppe und bei ihm hatte ich mir eigentlich keine Sorgen. Zwei Hengste fehlten insgesamt noch. Diese holte ich auch zusammen. Walking the Damon stellte ich zu der einen Gruppe und Galawayn zu der ersten Gruppe. Zwischen Circle und Sanny wurde es nun auch schon ruhiger und ich machte mir keine Sorgen, dass es zwischen den beiden nicht klappte. Als ich mich umdrehte sah ich wie Damon auf Ice Black zuging. Er schnappte nach ihm und beide galoppierten über die Weide. Immer wieder buckelte Ice Black nach ihm. Ich seufzte kurz und ging dann in das Haupthaus. Die anderen zweien saßen dort bereits auch schon. „ Ich war gerade mit Café Latte beim trainieren. Er hat so toll mitgemacht“ erzählte uns Joyce und Rachel fügte hinzu, dass sie es gesehen hatte, als sie mit Zot auf dem Platz war. Die zwei hatten anscheinend schon mehr erledigt wie heute. „ Ich muss morgen die Hengst dann genauer anschauen und die Wunden versorgen. Soll ich mich um eines eurer Pferde dann auch noch kümmern und untersuchen?“ sagte ich zu den zweien. Rachel antwortete mir, dass sie ihre selbst erst ein bisschen angeschaut hatte und keiner was hatte. Joyce fügte hinzu, dass sie morgen mithelfen würde und ihre Pferde auch gleich anschauen würde. Ich lächelte und nickte dann. „Ich schau mal schnell nach den Stuten und hol sie dann auch schon rein“ meinte ich und stand dann auf. Bei den Stuten war alles in Ordnung. Mein erster Weg wieder in den Stall war mit Face Down und Gabi, welche nebeneinander in den ersten zwei Boxen standen. Ich ging wieder raus und holte Cup Cake und Easy Going. Ich ging mit ihnen rein und stellte sie gegenüber den anderen zwei Westernpferden. Ihnen folgten Spotted Face, Luna, Hollywood Undead und Kristy Killings. Ich ging ein weiteres Mal auf die Weide und holte meine Englische Vollblutdame Coulee. Die Stute folgte mir lieb und schnaubte auch lieb ab. Die nächsten waren Shay Petit und Lysanne. Sie folgten auch lieb und ich brachte sie in ihre neuen Boxen. Ich empfand die neue Stallordnung und Boxenordnung als viel besser. Die letzten zwei die noch in ihre Boxen mussten waren Prides Heart and Perfektion und Northern Dancer. Sie kamen in die letzten zwei Boxen auf der rechten Seite. Bis die zwei dann verstaut waren hatte der Großteil meiner Stuten schon gefressen. Ruhig kehrte ich den Gang draußen. Nun waren die Hengste an der Reihe. Bei ihnen war es die ganze Zeit ruhig gewesen während ich die Stuten in den Stall gebracht hatte. Als erstes brachte ich Mökkur und Hrafn in ihre Boxen. Ihnen folgte in die dritte Box des Hengstkomplexes mein Araber Fahd. Somit war die erste Koppel schon leer. Die zweite Koppel war auch mit zwei Gängen leer, da ich beim ersten Mal Riverside und Rosenprinz in ihre Boxen führen konnte und dann Lambardo und Ameer. Sie standen den anderen drei Hengsten gegenüber. Die nächste Weide war nun die schwierigste. Ich holte als erstes die zwei Kämpfer rein. Walking the Damon und Ice Black hatten beide ihre Ohren tief in den Nacken gelegt und ich führte den einen auf die rechte Seite und schließlich den anderen auf die linke. Schnell ging ich wieder nach draußen, da es langsam dunkel wurde. Ich holte Dashing Blade und Magic Attack rein und stellte sie beide auf die linke Seite. Brookton und Flopp oder Hopp nahmen den Platz ihnen gegenüber an. Müde gähnte ich und war froh, dass es jetzt nur noch 5 Hengste waren. Als erstes holte ich Galawayn und San Diago herein. Der eine kam auf die rechte Seite und der andere auf die linke. Die zwei fraßen wie die anderen und ich holte meine letzten drei Hengste rein. Diese drei nahm ich auf einmal mit rein. Circle und Coming Home kamen auf die linke Seite. Der letzte war dann Hall of Fame, welcher auf die rechte Seite kam. Auch die Hengste hatten schon gefressen und so fegte ich nur noch schnell. Dann ging ich ins Haus und duschte.
    • Sosox3
      7. Pflegebericht - März 2016
      Auch zu Meinem Neuannkömmling ging es heute. Ebenso aber zu Riverside. Zusammen hatte sie heute das Renntraining bestritten und hatten sich noch einen Spaziergang erarbeitet. Wir putzten die beiden noch ein mal und nahmen sie dann mit. Beide liefen brav neben uns her und genossen den Spaziergang ebenso wie wir.
    • Sosox3
      8. Pflegebericht - Juni 2016
      Leben auf Briar Cliff!

      Juni 2016

      Es tat mir leid um die Pferde, die ich im Moment verkaufte. Schließlich handelte es sich dabei nicht nur um eines oder zwei, es waren gar ein dutzend. Aber wo sollte ich auch hin mit ihnen. Ich wollte mich mehr um meine Zucht und meine Hufschmiede kümmern. Dazu kam noch hinzu, dass in der letzten Zeit vermehrt Veränderungen eintraten, welche mein Leben auf den Kopf stellten. Zum einen hatte ich mich noch dazu entschieden Barockpinto’s zu züchten, damit auch Rising Star ihr Potenzial an ihre Nachkommen weitergeben konnte und mich diese Rasse auch einfach bezauberte. Ihr Gang, ihr Aussehen und die Eigenschaften sprachen mich an. Und zum anderen kam meine Cousine Valerie zu uns aufs Gestüt für ein Auslandsjahr und ich hatte ihr gleich ein Pferd zugeteilt, nämlichRiverside, welcher ein junger, freundlicher Hengst war, in den sie sich sowieso direkt verliebt hatte als ich einen Rundgang mit ihr machte, bei dem ich ihr alles und jeden vorstellte. Sogar unsere meist besuchtesten Läden, damit sie wussten, dass ich sie geschickt hatte um Besorgungen anzustellen.

      Bereits vier Pferde hatten unser Gestüt allein aus meinem Besitz verlassen und auch Cooper reduzierte etwas. Manu und ich hatten wieder ein wenig Kontakt, doch eine Beziehung eingehen wollte ich mit ihm nicht mehr. Denn ich hatte nun Interesse an einem anderen Menschen. Lucas. Ein großgewachsener, gutaussehender junger Mann mit braunem Undercut und athletischem Körperbau. Bemuskelt aber eher athletisch als muskulös. Er kam aus Österreich und war wie ich, halb Albaner und so war Gastfreundschaft an erster Stelle. Ich kannte es noch von Zuhause bei Oma. Der Besuch lud sich selbst ein und ich konnte Kaffee kochen und die Gäste bedienen. Natürlich musste auch der ganze Kühlschrank präsentiert werden, ob die Gäste es aßen oder nicht, das war den Gastgebern egal. Typisch Oma halt…

      Ich schwelgte wieder in Erinnerungen, wie in letzter Zeit öfter. Mit 27° war es heute bei uns in Senneville recht warm und die Pferde verbrachten den ganzen Tag auf der Weide und wurden nur zum Dienst ihrer Freizeit beraubt.

      Es war noch früh am Morgen und ich stellte bis auf Calorro und Rising Star alle auf die Weide, denn die beiden standen momentan sowieso hauptsächlich auf der Weide, es sei denn es zog ein Gewitter auf. Doch für die nächsten Wochen war gutes Wetter gemeldet, also sah ich recht zuversichtlich in die Zukunft. Ich schaute bei den beiden kurz vorbei. Calorro sollte sich erst einmal nur an den Menschen gewöhnen und sich das Halfter überziehen lassen. Ich war froh, dass er nicht so aufmüpfig war, wie manch anderes Hengstfohlen. Mein Paradebeispiel dabei war der kleine Shettyhengst Rohdiamant. Der kleine Mann war jetzt bereits 2 Jahre alt und schaffte es verdammt oft aus zu brechen und die Umgebung unsicher zu machen. Ich musste ihn noch ein wenig besser erziehen, er durfte uns nicht in Mist reinreiten und Ärger in der Nachbarschaft machen. Ich schaute auf der Jungpferdeweide nach dem Rechten und gab ihnen neues Heu und auch das Wasser füllte ich nach. Wolfs Bane stand mit ihren sechs Jahren noch immer dabei und war ein ziemlicher Nachzügler im Gegensatz zu den meisten anderen Vollblütern, die bereits mit 2-3 Jahren angeritten wurden und schon ihrer Karriere als Rennpferd nachgehen durften. Bane verlor erst jetzt nach und nach ihr Babyface und reifte allmählich an. Ich hatte mit ihr schon das Anlongieren gemeistert und auch im Schritt konnte ich sie mittlerweile Problemlos longieren und über Stangen ging sie auch schon sicher. Dies war auch heute mein Hauptgedanke bei der Arbeit mit der Stute. Ich nahm mir ihr Halfter aus meinem Hummer und schnappte sie mir gleich, ehe ich sie zum Stall führte. Nächsten Monat würde sie in den Stalltrakt wechseln zu meinen anderen Stuten. Denn in näherer Zukunft stand bei ihr das Einreiten an, welches mir verdammt wichtig war, damit sie langsam in den Reitsport geführt wurde. Der heutige Plan mit ihr war longieren im Schritt und ein paar Übungen im Trab mit einzubauen. An Stangenarbeit hatte ich sie bisher in den schnelleren Gangarten nicht geführt, doch das sollte die nächste Stufe vor dem Galopp sein. Heute machte sie sehr gut mit und strengte sich gut an. Beim Schritt half ich ihr noch ein wenig unter zu treten und der Trab gestaltete sich noch als etwas holpriger als gedacht. Aber alles in allem verlief das Training mit ihr gut.

      Meine Pferdepflegerin Abby putzte derzeit Pegaeae, meine noch erst 2-Jährige KWPN-Stute, die Cooper mir zum Einzug geschenkt hatte. Sie war eine wahre Energiebombe und stand kaum still beim Putzen. Beim Spazieren gehen gab sie sich aber ruhig und neugierig und hielt sich an den von ihrer Bezugsperson angegebenen Abstand. Sie war sehr, sehr lernwillig versuchte aber öfter am Menschen zu knabbern, was wir unterbanden. Sie sollte sich das gar nicht erst angewöhnen. Mit ihr waren wir aber noch nicht so weit was die Erziehung betraf. Wir übten mit ihr am Fohlen ABC wo es nur langsam voranging, doch es haperte meist an Abby’s Konsequenz. Sie ging heute mit der Jungstute eine Runde Spazieren. Ich kam in der Zwischenzeit mit Wolfs Bane wieder zurück zur Weide und schnappte mir Rohdiamant. Der Schlingel hatte sich um gut 180° gedreht und wurde immer verspielter. Er blühte richtig auf mit Calorro, wobei Rising Star sich noch nicht so begeistert zeigte, wenn der Junghengst mit dem Fohlen rumtobte. Sie hatte momentan noch mit ihren Hormonen zu kämpfen, so schien es zumindest. An einem Tag war sie nett und schmusig und am nächsten Tag der Teufel in Person. Sie machte Nephilim schon fast Konkurrenz. Wobei er in letzter Zeit immer weniger seine Böse Seite zeigte und sich sehr gut unter dem Reiter machte. Im Moment war er auch unter dem Reiter sehr lernwillig und umgänglich und nicht teilweise das größte Arschloch der Welt. Rohdiamant ließ sich auch gleich aufhalftern und folgte mir auf Schritt und Tritt. Am Stall angekommen, band ich ihn an und putzte ihn ausgiebig. Er verlor noch immer sein Winterfell und ich könnte schwören, dass ich daraus einen Pullover stricken könnte. Er wurde von Monat zu Monat heller und man erkannte nun gleich, dass er ein Porzellanschecke wurde. Ich hatte den kleinen Racker gleich ins Herz geschlossen, als ich ihn zum Ersten Mal gesehen hatte. Beim Hufe geben fehlte uns noch ein wenig Übung aber auch hier wurde es von Tag zu Tag besser. Der Junghengst verstand unsere Aufforderungen immer besser und das Spazieren auf neuen Wegen, war nun keine Seltenheit mehr. Und auch heute ging er brav neben mir am Strick und hielt sich an mein Tempo ohne schneller zu werden. Hier und da hoppelten noch ein paar Kaninchen und wir trafen auch Rehe an, die er aber als uninteressant deklarierte. Mir gefiel seine Art immer mehr. Keine Spur mehr von dem scheuen Junghengst. Er kam sichtlich in die Pubertät.

      Als wir den Spaziergang beendet hatten, kam er wieder auf die Weide und ich füllte dort die Heuraufe und schaute nach ob die Tränken funktionierte und säuberte diese ein Wenig. Abmisten würde Abby heute Abend erst, denn die Hitze war unerträglich. Auch Maekja wurde langsam an die Aufgaben als Reitpferd gewöhnt und machte sich prächtig. Ab und an zeigte sie sich noch immer ängstlich, aber das würde sich bestimmt noch ändern, schließlich war sie erst 5 geworden dieses Jahr und hatte nur hier und da ein wenig Schrecktraining gemacht.
    • Sosox3
      1. Trainingsbericht - August 2016
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      Dressur E - A | 3989 Zeichen | (c) Canyon
      Heute machte ich mich, ganz kurzfristig, auf den Weg zu Rachel Wincox. Sie hatte mich darum gebeten eines ihrer Vollblüter etwas in der Dressur zu fördern und so hatte ich zugesagt, ein Wochenende zu ihr zu kommen. Auf meinem Trainingsplan stand ein junges Vollblut namens Riverside, welches ich auf die Stufe A erhöhen sollte. Nachdem mich Rachel begrüßt hatte, zeigte sie mir das Gestüt und das hübsche Pferde und ließ mich dann allein.
      Ich erkannte Riverside auf den ersten Blick als einen unkomplizierten Hengst, welcher sich schnell auf mich einließ und so sattelte ich ihn und ging mit ihm in die Halle um den ersten Schritt zu wagen.
      Nach dem Nachgurten saß ich auf und ritt den großen Hengst mit viel Zeit warm, bevor ich die richtige Arbeit begann. Damit ich wusste was der Hengst bereits alles konnte, fragte ich ihn als Erstes die wichtigsten Lektionen aus der E-Dressur ab, welcher er bereits beherrschen sollte. Als das geschehen war, der Hengst hatte mich schnell davon überzeugt, dass er A-tauglich war, ging es an das richtige Training. Für heute hatte ich mir vorgenommen, mich erstmal nur mit den Bahnfiguren und der Hälfte der geforderten Lektionen zu beschäftigen. Nachdem ich einfach im Schritt mit der 10m Volte, den Schlangenlinien mit vier Bögen und durch die Länge der Bahn wechseln angefangen hatte, versuchte ich die drei neuen Bahnfiguren auch im Trab. Den Galopp hob ich mir noch für später auf und machte dann weiter mit ein paar einfacheren Lektionen. Ich merkte deutlich, wie viel Spaß Riverside an allem hatte und, dass ihm das lockere Training mit mir Freude bereitete. Nachdem ich mit ihm versucht hatte das Viereck verkleinern und vergrößern zu erlernen, gab ich ihm eine kurze Entspannungspause und ließ ihn am langen Zügel zwei Runden galoppieren, bevor ich die Zügel wieder aufnahm und, weil es gerade so gut passte, mit dem Übergang vom Schritt in den Galopp weitermachte.
      Nachdem auch dieser saß, übte ich noch etwas die Genauigkeit der Bahnfiguren und diese dann auch noch im Galopp, was genauso gut klappte wie im Schritt und im Trab.
      Als Abschluss zeigte ich dann River auch noch die beiden letzten Lektionen für heute: Das Rückwärtsrichten und das Zügel aus der Hand kauen lassen. Letzteres fiel ihm sehr leicht, während das Rückwärtsrichten für ihn am Anfang ein Problem war, sich dann jedoch schnell legte, nachdem er Vertrauen gefasst hatte. Danach entließ ich ihn in seinen Feierabend.

      Am nächsten und letzten Tag wiederholten wir am Anfang alles im Schnelldurchlauf, was ich ihm gestern beigebracht hatte und nahmen uns dann die letzten Lektionen vor. Heute fing ich mit River bei den beiden neuen Gangarten an: Dem Mitteltrab und dem Mittelgalopp. Den Mittelschritt kannte der Hengst schon, jedenfalls ein Anfang.
      River war sehr Gangbegabt, weswegen bereits nach kurzer Zeit beides gut klappte, sodass ich mich den restlichen Lektionen widmete. Als Erstes fing ich mit dem Überstreichen im Galopp an. Da der Galopp bei River aber schon von vornherein seine Lieblingsgangart war, bemühte er sich bei dieser Lektion doppelt so viel, als sonst auch schon. Danach folgte nur noch die Kehrtwende auf der Vorderhand, welche dem Hengst ganz schön zu schaffen machte. Immer wieder stolperte er über seine eigenen langen Beine, sodass wir heute noch kein perfektes Ergebnis erzielten. Trotzdem war es ein Grundstein und so beließ ich es auch dabei.
      Zum Schluss ritt ich mit Riverside noch eine kleine ausgedachte Kür und achtete nochmal auf die Genauigkeit von jedem Schritt von River. Seine Konzentration lag jedoch trotz des anstrengenden Trainings ganz bei mir und so klappte alles wie am Schnürchen Dafür, dass er das meiste erst gelernt hatte, war es sogar fast perfekt. Das ein oder andere Mal haperte es noch an der Umsetzung, aber ein Gefühl für die Lektionen war da und das reichte mir.
      Ich teilte Rachel also mit, dass ihr Hengst nun erfolgreich die Aufstufung zu Stufe A bestanden hatte und verabschiedete mich von ihr und ihrem Pferd.
    • Sosox3
      9. Pflegebericht - September 2016
      September 2016

      Ankunft in Mazedonien

      „Alle angekommen?“, fragte ich Abby, die sich den Schweiß von der Stirn wisch. „Ich glaube schon.“ Sie seufzte kurz auf. „Also Silberstern, Magic Attack und Riverside stehen gemeinsam auf einer Weide, Meister Propper steht zusammen mit Dash und Cleavant auf einer Weide. Die Stuten habe ich erst einmal in einen Offenstall gepackt bis ich die Boxen allesamt auf Vordermann gebracht hat. Sind alle noch ziemlich eingestaubt…“ „Ist kein Problem, ich schau mich kurz nach Rising Star und Calorro um, die scheint das ganze etwas mitgenommen zu haben“, murmelte ich und seufzte ebenfalls. Ich war selber noch nicht zu 100% bei der Sache und schleppte mich eher zum Offenstall, den sie momentan beherbergten, bis ich Calorro so langsam von ihr absetzen wollte und auch konnte. Wenigstens ein paar Tage sollte sie bei den anderen Stuten pausieren. Im Oktober würde ich dann ihr Training wieder langsam anpassen und Kondition aufbauen. Aber das Ganze war erst einmal in Planung. Zunächst müsste ich sie ein wenig alleine rausführen und ihn langsam abgewöhnen. Doch dafür hatten wir ja genügend Zeit. In der letzten Woche hatten wir, also Smetti, Valerie, Abby und ich, uns schon mit unseren beiden neuen KWPN-Hengsten Achter Tag und Lost Boy bekannt gemacht. Beide waren im Training ziemlich erfolgreich und hatten bereits einige Schleifen ergattern können. Die Stimme meines Freundes riss mich aus meinen Tagträumen und brachte mich geradewegs wieder zur Realität. Da stand ich gerade, am Offenstall. Meine Stute grasend und Calorro etwas abseits und versuchte irgendwas anzustellen. „Schatz!“, mein Blick suchte eifrig die Gegend um mich herum ab und sah den jungen großgewachsenen Mann auf mich zu laufen. „Hmm“, ein wenig versunken war ich vielleicht doch noch. „Was ist?“ „Ich habe gerade einige Aufträge im Ausland bekommen. Ich werde wohl heute Abend schon nach Deutschland, morgen geht mein Weg dann nach Norwegen und zu guter Letzt noch zu Schmiedemanns nach Dänemark. Sollte dann noch ein Auftrag anfallen, werde ich diesen auch noch erledigen.“ Ich nickte nur. Und wieder war er für einige Zeit im Ausland. Und ich führte mein Gestüt alleine. Es wurde allmählich Zeit für weitere Mitarbeiter. Wenn Smetti da war, konnte er mir bei einigen Pferden helfen, doch ich war dabei, mein eigenes kleines Gestüt zu einem großen aufzubauen. Da brauchte ich sowohl neue Bereiter als auch neue Stallburschen, Abby würde das alleine auf lange Zeit nicht schaffen. „Okey, aber tu mir den Gefallen und sag mir Bescheid in welchem Land du angekommen bist und wann du zum nächsten fliegst. Ich möchte nur wissen ob es dir gut geht“, wand ich ein und sah ihm in seine dunkelbraunen Augen. „Werde ich machen“, murmelte er und gab mir einen Kuss. „Ich mach mich jetzt auf den Weg meine Sachen zu packen, der Flieger geht in 2 Stunden. „Ich muss mich um meine Pferde kümmern, heute kommt ein Fohlen an. Tut mir leid“, wurde ich immer leiser und mein Blick richtete sich gen Boden. „Hey, ich weiß, dass heute Nanook kommt, es ist nicht schlimm. Ich komme schon aus“, er hob meinen Kopf hoch und nahm mich in den Arm. „Ich liebe dich“, er erwiderte es und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich muss nun los“, murmelte er und wand sich nun vor mir ab. „Ich nehme Rising Star mit Calorro gerade mal mit, warte bitte“, rief ich ihm nach und wie erhofft blieb er stehen. „Komm ich helfe dir gerade noch“, entschied er sich dann doch um und nahm sich Calorro zur Brust, der sich prächtig entwickelt hatte und nun in die Höhe wuchs. Er ließ sich auch brav aufhalftern, neben dem Menschen hatte er aber noch einiges zu lernen. „Wohin soll Calorro denn?“, fragte er kurz angebunden. Ich hatte ihn verletzt. „Er soll auf das abgeteilte Stück auf der Fohlenwiese zu Rohdiamant. Wenn später Nanook kommt, können die drei sich erst mal kennen lernen, wenn Calle sich dann ein wenig ablenkt, kann ich ihn schneller und besser absetzen. Ich wollte Rising Star gerade nur ein wenig longieren, vorher halt putzen, aber sonst, keine lange Prozedur heute.“ Er nickte und nahm den Junghengst mit zu den anderen Fohlen. Rohdiamant freute sich immer tierisch wenn Calle mit ihm auf das abgeteilte Stück kam. Seit Calorro’s Geburt war Rohdiamant immer wieder auf der Weide mit den Zuchtstuten gewesen und beide hatten sich von Anfang an gut verstanden. Die beiden waren wie Brüder und würde ich die beiden jemals verkaufen, dann auch nur zusammen. Während Smetti gerade noch Calle auf die Jungpferdeweide führte, band ich Rising Star in der Stallgasse an und machte mich auf den Weg in unsere neue Sattelkammer um mir aus ihrem Spind ihre Putzsachen zu greifen und zu ihr zurück zu stapfen. Ein lautes Wiehern durchklang unseren Großen Stalltrakt und ich zog gleich wieder ein Gesicht. „Aua“, murmelte ich nur und ging weiter zu der bunten Stute. Ich hatte mir nicht nur ihre Putzsachen gepackt, sondern auch gleich die Longe, den Kappzaum und auch die Longiergurt und auch die Türkise Longierunterlage.

      Ihr neues Set stand ihr ausgesprochen gut, die ersten Runden lief sie ziemlich vorhandlastig und so legte ich auch ein paar Stangen aus, damit sie wieder reinkam und ihre Hufe hob und ebenso gut untertrat. Nach ein paar Minuten aufwärmen, ließ ich sie antraben. Nach ein paar Runden begann sie auch schon zu schwitzen. „Mein Gott, Mädchen bist du eingerostet. Morgen setz ich mich mal wieder auf dich“, grinste ich und gab ihr ein Signal um wieder in den Schritt zu wechseln. Ich riskierte einen Blick auf die Uhr und bemerkte das wir schon länger am Arbeiten waren als geplant und so machte ich sie von der Longe und nahm ihr den Longiergurt ab, damit sie sich noch Wälzen konnte. „Rachel? Darf ich Mars auf einem Ausritt reiten? Val wollte mit Cleavant mit“, rief mir Abby entgegen. „Mach den fertig, ich komm auch eine Runde mit, ich muss nur noch Rising Star und Calorro in den zweiten Offenstall bringen und dann mach ich Magic Attack fertig.“ Ich beeilte mich extra und war froh, dass ich es auf die Schnelle noch geschafft hatte und saß nun auf dem Rücken des Schabracktigers. Der sensible Hengst machte uns heute beim Ausritt das Leben zur Hölle. „Lass uns mal ein kleines Rennen bis da oben zum Haus machen“, schlug ich vor und die beiden stimmten ein. Im vollen Galopp sprintete Magic Attack vor, Mars hinter uns und zum Schluss Cleavant. Doch nach und nach nahm das Schlusslicht auf und zog uns fast ab, doch wir blieben beim ersten Platz. „Das war unfair…“, murmelte Abby. „Ich hatte mit Mars voll viel zu tun. Der hat andauernd gebuckelt…“ „Du wolltest ihn reiten“, lachte meine Cousine und ich schmunzelte. Ihr könnt gerne noch ein wenig weiter ich muss zurück. Nanook und Arza kommen heute an.“

      Ich wusste noch nicht genau, ob ich Arza in den Offenstall stellen würde, oder ob sie doch in die Box sollte. Momentan war der Stall nämlich noch ziemlich leer. Nach einigen hin und her, teilte ich ihr einen Teil des Offenstalls zu und sah auf die Uhr. In ca. einer Stunde müssten die beiden ankommen. Also könnte ich gerade noch schnell Balerinë die Hufe kürzen. Seitdem sie bei uns stand hatte sie noch keinen Hufschmied gesehen und so programmierte ich mich schon mal auf ein Spektakel ein. Es fing auch schon damit an, dass sie stehen blieb, als ich sie in die Schmiede führen wollte, da Mars und Cleavant gerade um die Ecke kamen. „Beeilt euch, ich will der die Hufe raspeln!“, rief ich den beiden Mädchen zu und versuchte Balerinë weiter in das Gebäude mit der hohen Decke zu befördern. „Machen wir“, sagte Val und trieb Cleavant auch gleich in den Trab. Mars war wieder fast eingeschlafen und brauchte eine Minute bis er seinen Hintern in Gang setzte. Als die dann weg waren, ging Balerinë auch in die Schmiede rein und spitzte ihre kleinen feinen Öhrchen. Die Neugierde war ihr fast ins Gesicht geschrieben und sie tapste langsam zu dem Anbindeplatz, wo ich sie dann auch festmachte. Sie reagierte ziemlich unruhig und so begann ich langsam mit meiner Kontrolle der Hufe. Sie waren definitiv zu lang geworden und ich schaute mich nach Fehlstellungen um. Hinten rechts wurde ich auch fündig: Sie lief ein wenig nach innen und so begann ich dann auch mit dem Ausschneiden. Abby kam dann kurz zu mir rein und sagte mir, dass wir einen Käufer für Silberstern und Wolfs Bane haben würden. Der Betrieb, der die junge Stute eingeritten hatte, hatte sein Interesse bekundet und ich hatte eingestimmt. Für 13.000 würden die beiden vom Hof gehen und in eine Vollblüterzucht gehen. Das beste was den beiden passieren konnte.

      Bali zappelte ganz schön, also machte ich extra vorsichtig und war echt froh, als ich mit der Zappelkönigin fertig war und ich sie schnell wieder in den Offenstall stellte. Gerade als ich den Zaun hinter uns schloss und durch die Litzen schlüpfte, hörte ich das Rattern eines Anhängers auf dem Hof. Das müssten die beiden sein, dachte ich und beeilte mich zum Parkplatz. Abby und Val waren bereits am Parkplatz und staunten über den großen Transporter, genauso wie ich und seufzte kurz. Also waren nicht nur Arza und Nanook angekommen, sondern auch noch Zafinaah und White Boy. Es war schade um Zafinaah, dass sich die Araberzucht Fearie Hills schloss und ich sie wieder zurückkaufen musste. Aber durch ihre ruhige und ehrgeizige Art war sie super im Schulbetrieb einzusetzen und ich würde nächstes Jahr wohl ein Fohlen aus ihr züchten. Aber auch nur, wenn sich der passende Hengst finden würde. „Die beiden hier sind zusätzlich am Flughafen für Sie angekommen.“ Der ältere Mann sprach albanisch mit mir, was ich sowohl fließend verstand, als auch sprach. Abby hingegen sah mich nur verwirrt an. „Alles klar“, ich wand mich zu meinen zwei Helfern und teilte Abby Zafinaah und Arza zu und Val sollte White Boy nehmen, während ich mich um den kleinsten Schützling kümmerte. Nanook hatte ich schon mehrmals im Auge gehabt, ihn jedoch nie kaufen können. Jetzt war er bei mir und sollte erst später mit 5 eingeritten werden. Ponies waren ja eher die Spätzünder. Den Weg zur Weide benahm das Fohlen sich anständig, schaute nur oft in der ungewohnten Umgebung um. Die heutige Nacht würde er zusammen mit Rohdiamant und Calle stehen. Morgen wohl nur mit Rohdiamant. Er würde das wohl gut überleben. Ich riskierte noch einmal einen Blick auf mein Handy. Ich musste noch Bonbone und Deila bewegen… „Abby, wen musst du noch laut Plan machen?“, fragte ich sobald die junge Dame abnahm. „Ich muss noch Lost Boy und Riverside machen, dann habe ich Feierabend.“ „Alles klar, dann geh mit Lost Boy auf den Springplatz. Dann bin ich Bonbone in der Halle ein wenig am Üben“, sagte ich und war auch schon auf dem Weg zum Offenstall. Bohne wieherte wieder unaufhaltsam und ich verdrehte wieder die Augen. Irgendwann wird die schon noch aufhören andauernd zu wiehern…Hoffentlich. „Ruf nicht, sondern komm her!“, lächelte ich und hakte den Strick ein. Immerhin folgte sie mir jetzt ruhig und ich hatte beim Putzen immer weniger Probleme, auch wenn sie es immer noch nicht wirklich mochte. Immerhin blieb sie beim Satteln dafür ruhig. Sie folgte mir artig in die Halle, in der ich schließlich nachgurtete und in der Mitte dann aufstieg und meine ersten Runden im Schritt ging. Als sie dann auch ein wenig im Trab aufgewärmt war parierte ich sie wieder durch. Gerade der Mittelschritt fiel ihr noch etwas schwer, ebenso das verkleinern und auch vergrößern des Vierecks. Deshalb übten wir es heute noch einmal besonders. Während dem Abreiten machte ich mir über Deila Gedanken. Sie stieg hier und da noch immer und hatte seit diesem Monat auch eine neue Reitbeteiligung, welche sie 2-3 Mal die Woche unterm Sattel bewegte. Heute nahm ich sie jedoch nur an die Longe. Ich rief kurz Val an um zu fragen, ob sie mir Deila rasch fertigmachte und ob Abby Lost Boy nun schon gesprungen hatte und bejahte beides. Somit stieg ich ab und kratzte Bonbone vor der Halle die Hufe aus. Dann durfte sie wieder in den Offenstall und schickte die anderen Pferde wieder hin und her, so wie es ihr passte. Leitstute halt. Nur Azra stand neugierig auf ihrem Teil und sah sich Bonbone’s Machtgehabe nur interessiert an. „Zicke“, murmelte ich und trank einen Schluck Wasser aus meiner Plastikflasche. Nur noch Deila, dann bin ich heute fertig und kann ins Bett, dachte ich einen Moment nach und sehnte mich nach meinem Bett, ehe ich in die Realität zurückkam und zu Deila in den Stall ging. Mit ihr kam ich noch nicht so richtig klar und es würde sich erst später rausstellen ob sie überhaupt für die Zucht taugen würde. Das einzige, was sie dafür momentan interessant machte, war ihre auffällige Farbe und das Potenzial, das in ihr steckte mehr nicht. Ihr Charakter machte es immernoch ziemlich schwer sie zu händeln und einige Bereiter trauten sich die immer öfter steigende Stute zu reiten. Ich musste was dagegen tun, denn gegenhalten brachte mittlerweile nichts mehr und sie wandte noch mehr Kraft gegen den Menschen an, als vorher. Ich hatte jedoch von einer Methode mit einem rohen Ei gehört, welche ich wohl beim nächsten Ritt wohl mal versuchen. Neben dem Reiter stieg sie nämlich nicht. Die Boxentür quietschte während ich mir Deila genau anschaute und sie einen Moment lang musterte. Mit gespitzten Ohren kam sie auf mich zu. Ein leises Grummeln folgte und ich zwang mich zu einem Lächeln. Unser Sorgenkind. Vielleicht würde es ja noch was werden, vielleicht aber auch nicht und dann würde sie auf die Gnadenweide kommen. Ich hoffte es nicht. Ich gab ihr noch ein paar Monate, vielleicht würde sie weniger steigen, vielleicht wäre sie auf der Weide besser aufgehoben. Ich stülpte ihr Halfter über ihren großen Kopf und nahm sie dann aus ihrer Box. Ich putzte sie etwas länger als gedacht und legte auch ihr dann ihr Longierzubehör an. Immerhin blieb sie artig unangebunden in der Stallgasse stehen, im Gegensatz zu unserem neuen Criollohengst Injaki, der gleich alles erkundet und danach etwas schwieriger zu finden ist. Ich nahm noch ihre Gamaschen aus der Sattelkammer und legte ihr diese dann an um sie auf den Round Pen zu führen. Hinter mir schloss ich die Tür und merkte wie sich Deila anspannte. „Ist gut, Große“, sagte ich in einem ruhigen Ton und begab mich in die Mitte um Deila im Schritt aufzuwärmen. Sie stand gestern und hatte einen Ruhetag auf der Weide genossen, dafür stand heute ausgiebig Training auf dem Stundenplan. Vorhin hatte Abby noch ein paar Stangen auf den Boden gelegt, bevor sie Riverside auf dem Springplatz über einen E-Parcours brachte. Weiter war sie leider noch nicht gekommen und für Unterricht hatte ich momentan noch wenig Zeit. Wenn Val soweit wäre, könnte ich sie wenigstens so zusammen unterrichten. Aber langsam langsam brachte sie es sich selbst bei. Mittlerweile trabte Deila schon ein paar Ründchen und ich vermutete einen guten Tag. Ich trieb sie also ein wenig mehr, wodurch sie ihre Beine noch ein wenig mehr hob und so ihre Trabschritte ein wenig verstärkte. Als ich damit zufrieden war, trieb ich sie in den Galopp und sie schnaubte artig ab. Ich lobte sie verbal und ließ sie ein wenig Schritt gehen. Sie war brav gewesen und so kramte ich ein Leckerli aus meiner Hosentasche. „Braves Mädchen“, lobte ich sie und sie nahm das Leckerli verfressen aus meiner Hand. Da es nun nachts kühler wurde legte ich ihr im Stall eine Abschwitzdecke an und rief Val und Abby an, dass wie heute noch etwas für kommende Woche zu klären hatten. Denn ich hatte Val mit Cleavant an einem Basis- und Reitpass angemeldet, damit sie selbst auch sicherer wurde.
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Sosox3
    Datum:
    28 Aug. 2016
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  • Abstammung
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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst
    **.04.2008
    (6 Jahre gealtert)
    Rasse: Englisches Vollblut
    Stockmaß: 169cm
    Deckhaar: Blue Roan Tobiano
    Abzeichen: Keilstern


    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●● Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös

    Loyal ●● Untreu
    Gutmütig
    ●●● Boshaft

    Nervenstark●●● Scheu
    Temperamentvoll
    ●●●● Faul


    Riverside ist ein junger und ziemlich unerfahrener Hengst. Sein Exterieur und Interieur ist sehr rasseuntypisch; trotz seines Alters geht er locker an neue Aufgaben heran. Man könnte ihn praktisch als 'zuversichtlichen Optimisten' bezeichnen. Bei seinen Gängen, insbesondere im Galopp, zeigt er eine hohe Knieaktion. Unterm Sattel erweist er sich als kooperativ, aufmerksam und arbeitsfroh; er hat beste Vorraussetzungen für ein sehr gutes Sportpferd mit Zukunft.

    Unterbringung: Box im Schulpferdestall

    Futtersorte: Heu, Hafer & Pellets
    Weidepartner: Cleavant 'Mad Eyes', Magic Attack, White Boy


    Besitzer: Sosox3 (Rachel Wincox)
    VKR/Ersteller: flair


    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M


    Springen E A L
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L

    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Galopprennen E A L M
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750, 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m

    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4

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    58. Galopprennen, 1. Platz
    349. Dressurturnier, 2. Platz
    341. Galopprennen, 2. Platz
    345. Galopprennen, 2. Platz
    255. Militaryturnier, 1. Platz
    Klasse L
    368. Galoppturnier, 1. Platz


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -


    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Fohlen ABC ✔| Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung ✔ | Stangenarbeit ✔ | Gelassenheitstraining x

    Dressurpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Stangenarbeit ✔ | Gelassenheitstraining x

    Rennpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung ✔ | Startboxgewöhnung ✔| Gelassenheitstraining x



    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife
    HK/SK

    Gencode: unbekannt
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -


    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung
    (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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