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Möhrchen

River's Haru | DRP x Isländer | Hengst *gekört*

|16 Punkte (18 inkl. TA-Bericht)

River's Haru | DRP x Isländer | Hengst *gekört*
Möhrchen, 15 Jan. 2017
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    • Möhrchen
      Alte Pflege-/ Trainings- und Tierarztberichte
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    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Haru
      Schon viel zu früh wälzte ich mich im Bett hin und her. Draußen war es noch dunkel, aber ich konnte einfach nicht mehr einschlafen. Der Wecker zeigte 5:47. Seufzend schlug ich die Decke zurück und stand auf. Ich war immer noch müde, aber ich war viel zu aufgeregt um weiter schlafen zu können. Ich hatte mir endlich meinen größten Traum erfüllt: ein eigener kleiner Stall und heute würde mein erstes Pferd einziehen.
      Ich ging in die Küche und machte mir erst einmal einen Kaffee, Hunger hatte ich vor Aufregung keinen.
      Um halb 7 ging ich hinaus auf den Hof. Ich hatte alles vorbereitet und alles sah noch so ordentlich aus. Hoffentlich würde das nicht mehr lange so bleiben. Ich holte mir eine Schubkarre, lud sie voll Heu und füllte die Heuraufe auf dem Paddock mit Heu. Ich spannte ein Netz darüber, testete dann im Unterstand die Tränke. Sie lief einwandfrei. In der Sattelkammer traf ich noch letzte Vorbereitungen, um mir die Zeit zu vertreiben. Ich schraubte den Sattelhalter an die Wand, befestigte einige Regale in einem der großen Sattelschränke. Ich freute mich so sehr darauf, den Stall nach dem langen Umbau bald endlich mit Leben zu füllen.

      Gegen 13:00 hörte ich endlich ein Auto auf den Hof rollen. Ich rannte nach vorne und sah AliciaFarina schon aus dem Auto steigen. Ich begrüßte sie und wir öffneten zusammen die Hängerklappe. "Er war ein bisschen aufgeregt auf der Fahrt, aber zum Glück sind wir gut angekommen", sagte sie. Haru schaute mich skeptisch an, als ich zu ihm in den Hänger stieg. Er hatte ein bisschen geschwitzt und schaute nicht gerade entspannt. Ich redete beruhigend mit ihm, tätschelte ihm den Hals und führte ihn dann langsam rückwärts vom Hänger. Er stellte den Schweif auf, schnaubte und tänzelte aufgeregt neben mir her. "Ich bringe ihn erstmal auf den Paddock", rief ich Alicia zu und machte mich auf den Weg. Dort angekommen machte ich seinen Strick los und ließ in erstmal ankommen. Alicia war uns gefolgt und stellte sich zu uns an den Zaun. Sie gab mir noch ein paar Tipps und erzählte mir eine Weile von ihm. Ich versprach ihr, ihr regelmäßig zu berichten, wie er sich machte, sie übergab mir die Papiere und sein Zubehör und machte sich auf den Heiweg, als es schon zu dämmern begann. Ich blieb noch lange am Zaun stehen und beobachtete Haru. Den ersten Tag sollte er ganz für sich haben, morgen würde ich ihn dann ein wenig putzen und ihm den Hof zeigen. Nach einigen Stunden lief er nicht mehr so viel herum, sondern fing an, an der Heuraufe zu entspannen. Ich ging zwischendurch ins Haus und wärmte mich auf, aber später am Abend schaute ich noch einmal nach meinem Neuankömmling. Er stand mittlerweile im Unterstand und döste. Beruhigt ging ich hinein und freute mich jetzt schon auf morgen.

      | (c) Möhrchen
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    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Royal Disturbance &
      Pflegebericht | Haru
      Am Samstag stand ich ganz früh auf, denn es war ein besonderer Tag. Obwohl ich eigentlich auf der Suche nach einem zweiten Hengst als Freund für Haru gewesen war, hatte ich mich in eine wunderschöne Roan-Stute verliebt, die heute auf meinem Hof einziehen sollte. Die Suche nach einem zweiten Hengst musste also weiter gehen und nun brauchte ich auch noch eine Freundin für die neue Stute. Aber ich hatte sie einfach nicht aus meinem Kopf bekommen und musste sie einfach kaufen.

      Als es draußen hell wurde, zog ich meine dicksten Stallsachen an und ging hinaus. Ich begrüßte Haru mit einer Möhre und kraulte ihm die Stirn. Der Hengst war selbst noch nichtmal eine Woche bei mir und war noch in der Eingewöhnungsphase. Ich war in den letzten Tagen viel mit ihm spazieren gegangen, geritten war ich ihn aber noch nicht.

      Ich schnappte mir eine Schubkarre und fing an, den Paddock sauber zu machen. Da Haru noch alleine stand, war es zum Glück noch nicht viel Arbeit. Ich fegte die befestigten Flächen, sammelte die Äppel von der Sandfläche, die glücklicherweise so trocken war, dass sie nicht hart gefroren war. Dann kontrollierte ich die Tränke und füllte in der Heukammer ein neues Heunetz, dass ich ihm in seine Raufe hängte.

      Eine Weile blieb ich noch bei ihm auf dem Paddock stehen, dann holte ich sein Halfter und nahm ihn mit auf den Putzplatz. Beim Putzen war er schon die Ruhe selbst, diesen Teil des Hofes kannte er schon gut. Ich putzte den Staub aus seinem Fell, kämmte seine Mähne und seinen Schweif und kratzte seine Hufe aus. Dann löste ich den Strick und ging eine kleine Runde mit ich spazieren. Einmal über den Hof, an meinem Haus vorbei und ein Stück die kleine Straße hinunter. Haru war ein wenig aufgeregt, schnaubte ab und zu und schaute sich mit geblähten Nüstern und gespitzten Ohren um. Aber er war sehr auf mich konzentriert und artig.

      Wieder auf dem Hof angekommen, entschied ich mich, ihn noch eine Weile auf den Reitplatz laufen zu lassen. Ich machte ihn los und nahm mir eine Gerte. Diese brauchte ich jedoch gar nicht, denn Haru fing von sich aus an zu toben. Ich wunderte mich immer wieder, wieso Pferde, die sich den ganzen Tag im Offenstall frei bewegen konnten, immer so viel Spaß am Freilaufen auf dem Platz hatten...

      Nach einer halben Stunde legte ich Haru eine Abschwitzdecke über und brachte ihn damit zurück auf seinen Paddock. Er machte sich sofort an seinem Heu zu schaffen und wirkte sehr zufrieden.

      Ich machte nun meinen Hänger fertig, streute ihn mit Spänen ein und hängte ein Heunetz hinein. Dann holte ich meine Sachen aus dem Haus und machte mich auf den Weg zu sadasha...




      ... 4 Stunden später rollte ich mit dem Hänger wieder auf den Hof. Haru wieherte, als er über den Hof bemerkte, dass ich diesmal nicht alleine kam. Royal wieherte aus dem Hänger zurück. Zu schade, dass ich die beiden nicht zusammen stellen konnte... Ich merkte mal wieder, dass ich mich wirklich zeitig um Pferdegesellschaft für beide kümmern musste.

      Ich ließ die Klappe hinunter und band Royal los. Als ich die Stange löste, stürmte sie rückwärts vom Hänger und ich konnte mir gerade noch ihren Strick schnappen. Die wunderschöne Stute war sehr aufgeregt, was ja auch verständlich war. Ich würde ihr erstmal eine Zeit Ruhe gönnen, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen konnte. So hatte ich es bei Haru auch gemacht und es hatte gut funktioniert: Er wurde von Tag zu Tag ruhiger.

      Ich führte Royal über den Hof Richtung Paddock Trail. Sie hatte als erstes die Ehre, diesen tollen Offenstall zu beziehen, auf den ich mächtig stolz war. Ich hatte mir besonders Mühe dabei gegeben und hoffte, dass es ihr genauso gut gefallen würde wie mir. Neben der Liegehalle führte ich sie hinein, schloss das Tor und machte ihr das Halfter ab. Sie trabte schwungvoll weg, wieherte und lief am Zaun hin und her. Wenn sie wüsste, wie viel Platz sie hier noch zu entdecken hatte. Bereits am Vortag hatte ich alle Futterstellen mit Heu gefüllt, sie sollte sich schließlich wie zu Hause fühlen.

      Ich stand noch sehr lange am Zaun und beobachtete sie. Von Minute zu Minute verliebte ich mich mehr in sie. Auch, wenn ich etwas komplett anderes gesucht hatte, war sie einfach ein Traum und ich war trotz allem Schwierigkeiten froh, dass ich diesmal auf mein Herz und nicht auf meinen Verstand gehört hatte ...

      |19.01.2017 ©Möhrchen
    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance
      |01.02.2017 ©Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance

      Als ich mit dem Hänger wieder auf den Hof fuhr, musste ich ein paar mal tief ein und aus atmen, um mich selbst zu beruhigen. Ich hatte einen wunderschönen Spanierhengst auf dem Hänger, mein neues Pferd Fenicio. Und damit nicht genug: heute würden auch noch drei neue Stuten auf der Stardust Ranch ankommen. Ich konnte es kaum glauben, wie schnell das alles ging, gerade noch hatte Haru als erstes Pferd seinen Offenstall bezogen, und so langsam wurde es jetzt schon richtig voll auf dem Hof.

      Fenicio stand ganz ruhig und ich war froh, als ich endlich auf den Parkplatz fuhr und ihn nach der langen Fahrt endlich befreien konnte. Ich ließ die Klappe hinunter und löste die Stange. Vorsichtig kam Fenicio rückwärts aus dem Hänger und schaute sich mit geblähten Nüstern um. Aus beiden Richtungen kam sofort Gewieher, Namica lief aufgeregt am Zaun auf und ab. „Ihr bekommt nachher neue Freund“, sagte ich grinsend zu ihr und führte Fenicio über den Hof in Richtung der Hengstoffenställe. Ich hatte mich dafür entschieden, ihn im zweiten Offenstall einzustellen und nicht zu den beiden anderen Hengsten. Callimero konnte manchmal etwas frech sein und dafür reichte der Platz in der Liegehalle für ein so großes Pferd wie Fenicio nicht aus. Aber er konnte die anderen ja jederzeit über den Zaun sehen und beschnuppern und sicherlich würde er auch bald noch einen Kumpel bekommen. Ich hatte bereits alles vorbereitet, die Tränke in Betrieb genommen und ihm genügend frisches Heu in die Raufe gelegt. Auf dem Paddock löste ich den Strick und Fenicio blieb erstmal bei mir stehen. Es war erstaunlich, wie entspannt er trotz der unbekannten Umgebung war.

      Ich machte mich an die Arbeit, holte mir eine Schubkarre und fing an, den Paddock von Haru und Callimero zu säubern. Während die Schubkarre sich füllte, machten meine drei Hengste über den Zaun Bekanntschaft miteinander. Haru spielte sich ein bisschen auf und ließ den wilden Hengst raushängen, aber im Großen und Ganzen lief alles sehr friedlich ab.
      Als ich fertig war, holte ich noch eine große Portion Heu für die Raufe und hängte ein zusätzliches Heunetz ans Tor.

      Anschließend machte ich mich auf den Weg über den Hof zum Paddock Trail. Namica stand dösend in der Sonne und Royal fraß an der Heuraufe. Das Abäppeln des Paddock Trails nahm immer ziemlich viel Zeit in Anspruch, aber zum Glück hatten die beiden Stuten ihre Lieblingsstellen, sodass ich nicht den ganzen Trail abgehen musste. Ich mistete die Liegehallen aus, fegte das alte Heu um die Heuraufen zusammen und füllte Raufen und Netze mit neuem Heu. Mit Blick auf die neuen Pferde hängte ich noch einige Heunetz extra auf, vielleicht konnte ich so ein bisschen Stress verhindern.

      Schon bald hörte ich einen Transporter auf den Hof fahren. Rinnaja war so nett, mir meine drei neuen Pferde auf den Hof zu bringen, denn mein Hänger war nur für zwei Pferde ausgelegt, sodass ich zweimal hätte fahren müssen. So hatte sie sich von einer Freundin einen großen Transporter geliehen und brachte die Pferde auf meinen Hof. Ich lief auf sie zu und begrüßte sie. Zusammen ließen wir die Rampe hinunter und luden die Pferde aus. Als erstes schnappte ich mir Nocciolas Strick. Die kleine Shettystute blies sich ordentlich auf und tänzelte wie ein wilder Hengst neben mir her. Zum Glück war sie so klein, dass ich sie trotzdem einigermaßen locker halten konnte. Rinnaja lud die junge Vollblutstute Happy Fantasy ab, die ebenfalls ziemlich aufgeregt war. Sie war wirklich ein Eyecatcher mit ihrem hellen Punkten und ich hatte mich beim Anschauen auf den ersten Blick in sie verliebt. Wir banden die beiden Stuten kurz an und holten die dritte Stute aus dem Transporter, Baileys. Sie war eine ganz besondere Herausforderung und ich war mir noch nicht sicher, ob ich die Entscheidung zu ihrem Kauf nicht noch bereuen würde... Sie kannte fast nichts und hielt nicht das Geringste von Menschen.

      Damit ich sie überhaupt jemals wieder eingefangen kriegen würde, hatte ich mich dazu entschieden, die beiden Shettys erstmal im kleinen Offenstall am Stutenstall unterzubringen. Im großen Paddock Trail wären die Kleinen wahrscheinlich auf und davon...

      Wir näherten uns der kleinen gescheckten Stute und ernteten sofort vernichtende Blicke. Nocciola war schon nicht ganz einfach, aber Baileys war nochmal eine ganz andere Nummer. Als ich den Strick lösen wollte, schnappte sie nach mir und verfehlte nur knapp meinen Arm. Wiederwillig folgte sie mir die Rampe hinunter und versuchte immer wieder, sich loszureißen. Führen war für sie anscheinend ein Fremdwort. Rinnaja folgte mir mit Nocciola und so erreichten wir schließlich den kleinen Offenstall. Wir ließen die beiden Stuten hinauf, die sofort anfingen, sich zu kabbeln. Aber sie kannten sich bereits und so konnten wir uns gleich wieder auf den Weg zu Happy Fantasy machen, die immer noch am Anbinder stand. Namica und Royal drängelten sich schon ganz gespannt am Zaun. Rinnaja verscheuchte sie kurz vom Tor und ich führte Happy schnell hinauf und löste den Strick. Sofort preschte sie los, die anderen beiden hinterher. Es ganz Gequietsche und Bocksprünge, aber das war ganz normal. Happy war eine temperamentvolle junge Stute und musste erstmal in der neuen Herde ihre Grenzen austesten.

      Rinnaja musste wieder los und so half ich ihr beim säubern des Hängers und verabschiedete mich dann dankend von ihr. Sie überreichte mich noch die Papiere der Stuten und die Kopien der Kaufverträge, dann rollte sie vom Hof.

      Ich blieb noch eine Weile bei den Stuten am Zaun stehen und beobachtete sie. Sie schienen sich noch nicht ganz grün zu sein, immer wieder legte eine die Ohren an und verscheuchte eine andere. Aber sie verletzten sich nicht ernsthaft, es waren nur Drohgebärden.

      Also machte ich mich mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zum Hengstoffenstall und holte Haru. Ich band ihn am Anbinder an, holte seine Putztasche und bürstete sein dickes Winterfell. Dann holte ich den Longiergurt und meine Doppellonge aus der Sattelkammer und legte in Haru auf. Ich zog ihm einen Kappzaum an und machte mich mit ihm auf den Weg zum Reitplatz. Vom Rand holte ich einige Stangen und verteilte sie auf dem Reitplatz, während Haru mir an der durchhängenden Longe entspannt folgte....

      ... es wurde eine sehr gute Longeneinheit, Haru ging sehr fleißig und motiviert vorwärts, ließ nach einiger Zeit den Hals fallen und schnaubte entspannt ab. Ich machte viele Handwechsel, ließ ihn viel über die Stangen traben und ließ ihn sich richtig auspowern. Er wollte arbeiten, das merkte man richtig, und ich hoffte wirklich, dass ich nach dem ganzen Stress und den vielen neuen Pferden bald endlich mehr Zeit haben würde, um meine Pferde richtig zu arbeiten.

      Nach einer halben Stunde wurde er sichtlich müde und wesentlich langsamer. Ich parierte ihn durch zum Schritt und ließ ihn noch einige lockere Runden im Schritt gehen. Dann führte ich ihn zurück zum Anbinder, tauschte den Longiergurt gegen seine Abschwitzdecke und brachte ihn zurück zu seinem Kumpel auf den Paddock.
      Nun ging ich zurück zu den Stuten, die sich sichtlich beruhigt hatten. Ich beobachtete sie noch eine Weile, aber es sah schon ziemlich ruhig aus. Happy durfte zwar noch nicht in die Liegehalle, aber es war nicht zu kalt draußen und in den kleinen Unterstand kam sie hin und wieder hinein. Genug Heustellen hatte ich ja zum Glück geschaffen, sodass sie sich nicht um das Heu kloppen mussten.

      Todmüde, aber glücklich fiel an diesem Abend ins Bett. Langsam wurde mein Hof echt richtig voll und ich freute mich sehr auf die Arbeit mit meinen Pferden, wenn endlich etwas Ruhe auf dem Hof einkehrte. Dann könnte ich auch bald wieder richtig Reiten und meine tollen Pferde auf Turnieren vorstellen.
    • Möhrchen
      Strandritt mit Haru und Lumikello
      |02.03.2017 ©Möhrchen/ FrauHolle ( 8.092 Zeichen; 1.349 Wörter)

      Frau Holle:
      Zusammen brachten Jessi und ich Lamiro zurück in den Offenstall. Vier Tage Kurs waren vorbei und wir hatten uns eine Belohnung verdient. Seit Tagen freuten wir uns auf unseren gemeinsamen Strandritt mit Lumikello und Haru und meine Schwester wurde von Tag zu Tag aufgeregter, denn ihr Hengst Haru war noch nie zuvor am Strand gewesen. Jessi machte sich auf den Weg zur Weide, um Haru zu holen und ich holte Lumi aus dem Aktivstall. Gemeinsam fingen wir an, unsere Pferde zu putzen. Lumi war in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen, denn ich war mit meinem Kurs ziemlich eingespannt gewesen. Dementsprechend sah er auch aus und ich hatte Mühe, ihm die dicken Dreckklumpen aus Mähne und Schweif zu bürsten.


      Möhrchen:
      Haru hatte die Tage während des Kurses auf einer Weide verbracht und auf diesen Ausritt gewartet. Ich war ziemlich aufgeregt, denn mein letzter Strandritt war schon ein paar Jahre her. Damals war ich noch auf den Schulpferden eines Ferienhofes geritten und nun war es soweit: der erste Strandritt mit meinem eigenen Pferd. Haru war dagegen die Ruhe selbst, obwohl er die letzten vier Tage Pause gehabt hatte. Er stand entspannt neben Lumi am Anbinder und döste in der Sonne. Zum Glück hatten wir uns einen sonnigen Tag ausgesucht.


      Als wir die Pferde fertig geputzt hatten, holte ich meinen Sattel, den ich über die Kurstage in meinem Anhänger gelagert hatte. Auch Denise war schon am Satteln. Ich legte Haru den Sattel auf und zog den Gurt locker an. Er ließ es brav geschehen. Mal sehen, ob er auch noch am Strand so ruhig bleiben würde... Wir trensten unsere Ponys auf und führten sie auf den Reitplatz, wo eine Aufstiegshilfe bereit stand. Ich zog meine Kappe fest und schon konnte das Abenteuer losgehen...

      Frau Holle:
      Ich ritt mit Lumi voran und Jessi und Haru folgten uns. Der Strand war direkt an meinem Hof und ein kleiner privater Weg führte uns über den Deich direkt ans Meer. Ich stellte mich bergauf leicht in die Bügel. Vom Deich aus konnten wir direkt aufs Wasser gucken. Haru stellte gespannt seine Ohren auf. Wir blieben ein wenig auf dem Deich stehen und ließen Haru die Wellen beobachten, bevor wir den Deich herunter ritten. Wir ritten durch den weichen Sand bis zum Wasser. Lumi war die Ruhe selbst. Obwohl er selber erst zwei Mal am Strand gewesen war, benahm er sich wie ein Profi und ging als Vorbild voran. Haru hingegen waren die Wellen noch nicht ganz geheuer. Jessi ließ sie Zügel lang und Haru wagte sich ein Stück weiter zum Wasser. Als eine große Welle genau vor uns an den Strand rollte, wich Haru erschrocken zurück. Jessi kraulte ihm beruhigend den Hals und sprach ihm Mut zu. Wir ritten ein Stück im Schritt am Wasser entlang. Während Haru neben dem Wasser im Sand lief, stapfte Lumi im flachen Wasser neben Haru her.



      Möhrchen:
      Langsam fiel die Anspannung ein wenig von mir ab. Haru war zwar etwas angespannt und schaute sich neugierig um, aber er war händelbar und schien keine Panik zu haben. Lumi dagegen war voll in seinem Element und stapfte durch das Wasser, das ihm bis an die Sprunggelenke reichte. Ich lenkte Haru ein bisschen in Richtung Wasser und wollte ihn ermutigen, auch zumindest mit den Hufen ins Wasser zu gehen. Er tastete sich vorsichtig Schritt für Schritt vor und ich ließ ihm die Zügel lang, damit er in Ruhe schauen konnte. Eine Welle kam auf ihn zu und klatschte gegen seine Hufe. Er riss erschrocken den Kopf hoch, fuhr auf den Hinterhufen herum und stand schnaubend einige Meter vom Wasser weg. Ich hatte Mühe, mich im Sattel zu halten, da ich auf so einen plötzlichen Satz nicht vorbereitet war. Aber es ging alles gut und ich tätschelte Haru beruhigend den Hals. Lumi schaute uns währenddessen von Wasser aus an, als könnte er gar nicht verstehen, was Harus Problem war. Er planschte vergnügt mit den Vorderbeinen im tiefen Wasser und meine Schwester hatte schon ganz nasse Flecken auf der Hose.
      Wir ritten eine Weile weiter am Wasser lang und ich ließ Haru zwei Meter vom Meer entfernt auf dem Sand gehen. Wenn er beim ersten Mal nicht planschen wollte, war das ja auch nicht schlimm. Wir würden bestimmt nochmal die Gelegenheit bekommen, am Strand zu reiten.
      Denise und Lumi kamen wieder aus dem Wasser zu uns und ich reihte mich hinter ihr ein. Gemeinsam trabten wir an und Haru flog schwungvoll durch den weichen Sand.


      Frau Holle:
      Lumi und Haru waren fleißig unterwegs, denn sie hatten die letzten Tage nichts gemacht und es hatte sich viel überschüssige Energie angesammelt. Ich ließ die Zügel etwas länger, denn ich konnte Lumi vertrauen und er war stets gut händelbar. Wir parierten wieder durch zum Schritt und lobten unsere Pferde. Haru war nach dem Trab deutlich ruhiger und schnaubte zufrieden ab. Auch Jessi saß deutlich entspannter im Sattel. Wir gönnten uns und den Pferden eine kleine Verschnaufpause, bevor wir wieder antrabten. „Na, Lust auf einen kleinen Galopp?“, schrie ich rüber zu Jessi. Durch den Wind konnte ich sie nicht ganz deutlich verstehen aber ich sah, wie sie etwas zögerlich mit dem Kopf nickte. Ich gab die Galopphilfe und ging in den leichten Sitz. Haru preschte los und machte einen kleinen Bocksprung, bevor er im vollen Galopp an uns vorbei rauschte. Meine Schwester hatte sich gut gehalten und versuchte, Haru zurück zu halten. „Lass ihn laufen, irgendwann wird er langsamer“, schrie ich ihr lachend zu und trieb Lumi noch etwas vorwärts. „Los Lumi, hinterher!“, feuerte ich ihn an. Haru war inzwischen in einen flotten aber gleichmäßigen Galopp verfallen und auch meine Schwester war bequem in den leichten Sitz gegangen. Lumi war schon ziemlich am schnaufen und Haru wurde mit der Zeit immer langsamer. Schließlich schaffte meine Schwester es, ihren Hengst durchzuparieren und wir trabten noch ein kleines Stück entspannt leicht, bevor wir in den Schritt übergingen. Die Pferde waren klitsch nass geschwitzt und schnauften um die Wette.


      Möhrchen:
      Als wir wieder kurz vor der Düne waren, über die wir gekommen waren, startete ich noch einen Versuch und lenkte Haru in Richtung Wasser. Er spitzte die Ohren und ging dann wie selbstverständlich ein paar Schritte in die flache Nordsee. Ich klopfte ihm begeistert den Hals. Er stand mit allen vier Hufen im Wasser und beobachtete mit gesenktem Kopf die Wellen, die um seine Hufe schwappten, als hätte er nie etwas anderes getan. Dann fing er an mit dem Huf im Wasser herum zu stampfen, sodass das Wasser in alle Richtungen spritzte. Ich kraulte ihm begeistert den Widerrist. Damit hatte er den Tag vollkommen perfekt gemacht.
      Wir ritten im Schritt am langen Zügel zurück zur Düne. Dabei quatschten wir ausgelassen über unseren Ritt und die Pferde schnaubten zufrieden und streckten ihre Hälse. Der Rückweg verlief ruhig und schon erreichten wir wieder die Küstenranch. Ich war noch völlig geflasht von dem Gefühl, am Strand entlang zu galoppieren. Der Tag war genau so gelaufen, wie ich es mir erträumt hatte. Wir banden die Pferde an und nahmen ihnen Sättel und Trensen ab. Schnell legten wir ihnen ihre Abschwitzdecken auf, denn sie waren ziemlich nass geschwitzt.
      Denise brachte Lumi erstmal zurück auf seinen Paddock, die Decke wollte sie ihm später wieder abnehmen. Ich streute meinen Hänger mit etwas Späne ein, verstaute Sättel, Trensen und Decken wieder in der Sattelkammer und führte Haru dann hinauf. Er lief wie selbstverständlich die Rampe hinauf, verladen war für ihn kein Problem. Dann holte ich Samira aus ihrer Paddockbox und führte sie ebenfalls in den Hänger. Sie zögerte kurz, folgte mir aber dann artig auf den Hänger. Zum Glück war Haru kein bisschen hengstig, sodass es kein Problem war, die beiden zusammen auf dem Hänger zu transportieren.
      Ich umarmte meine Schwester zum Abschied. „Danke, für die tollen Tage und den tollen Ausritt, das müssen wir unbedingt bald wiederholen.“, schwärmte ich. „Namica will bestimmt auch mal an den Strand...“. Wir drückten uns noch einmal, dann stieg ich in mein Auto und Denise winkte uns zum Abschied noch hinterher, bis wir um die erste Ecke verschwunden waren.
    • Möhrchen
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      - Hufschmiedbericht -

      Möhrchen mit River´s Haru

      Barhufpaket

      Bürokratie über Bürokratie. Die Leitung eines Rettungshofs und einer Schmiede gestaltete sich schwerer als ich es angenommen hatte, doch Fayenne erleichterte mir die Arbeit etwas, auch wenn sie es mir nicht wirklich leicht machte. Während ich gerade eines der neuen Formulare unterschrieb, klingelte das Telefon der Schmiede. RACHEL, stand es in Großbuchstaben auf dem Bildschirm und ich seufzte, ging aber dennoch ran. “Ja?” “Wir haben ein neues Angebot und eine neue Preisliste, falls du es noch nicht gesehen hattest.” Ich konnte ihr Grinsen im Inneren meines Kopfes schon fast sehen. “Mhm, was gibts denn? Warum hast du mir nicht einfach eine E-Mail geschrieben. Ich hab noch viel Bürokram zu machen…”, auch wenn ich abweisender zu ihr war, als ich es wollte oder gar vorhatte. Fayenne würde sie am liebsten umbringen, wenn sie wüsste, dass wir noch einen guten Draht hatten. “Ich wurde eben von einer Pferdebesitzerin aus Deutschland angerufen, dass sie gerne das Barhufpaket für ihren Mixhengst haben möchte. Da du ja näher an Deutschland wohnst, als wir, übergebe ich dir jetzt den Auftrag. Die Besitzerin des Aufragspferdes River’s Haru heißt Jessica und die Stardust Ranch liegt in Deutschland. Ich geb dir gleich die Koordinaten dazu.” “Alles klar, ich mach mich gleich auf den Weg, ciao”, sagte ich und legte auf. Ich schaute mir noch einmal die nächsten Dokumente an und überschlug einmal kurz die Zeit, die ich dafür noch brauchen würde. Ach egal, das mach ich später. Ich packte meinen Wagen und rief bei Jessica, sie sollte Haru in 3 Stunden bereit für mich stellen, damit ich ihm die Hufe kürzen konnte.

      Ich fand mich sogar etwas früher auf dem Hofgelände der Stardust Ranch wieder und bereitete meine Werkzeuge für den Hengst vor. Es dauerte nicht lange und ich wurde von Jessica in Empfang genommen und zu Haru geführt. Der Dunkelfuchs mit der hellen Mähne schaute mich aufmerksam, jedoch nicht nervös, an. Ich machte mich kurz mit ihm vertraut und schon führte Jessica, nachdem sie die Hufe ausgekratzt hatte, vom Offenstall runter und führte ihn auf meine Bitte vor. Ich nickte, mein geschultes Auge hatte genug gesehen. “Er hat ja schon etwas längere Hufe, wissen Sie denn wie lange der Hufschmied nicht da war?”, fragte ich vielleicht etwas zu barsch und sah sie schlucken. “Nein, ich besitze ihn noch nicht so lange”, sagte sie und ich nickte. “Ich schau mir seine Hufe mal an”, sagte ich und strich dem Hengst erstmal über die Schulter und ließ meine Hand dann runter zur Fessel runter gleiten. Haru hob sofort den Huf und ich schaute mir ihn an. Genauso ging ich mit den restlichen Hufen vor und fand vorne rechts einen Kronentritt. “Er hat hier vorne einen Kronentritt. Die Hornproduktion der Glasurschicht ist dadurch gestört und erhält so diesen Baumrindenhuf. Das sind hier diese Wellen”, zeigte ich ihr und erklärte ihr, dass es durch gewisse Ursachen entstehen konnte und am besten von einem Tierarzt behandelt werden sollte, bevor es sich zu einer Saumbandentzündung kommen konnte, die weitaus verheerende Folgen haben könnte. “Ich säubere und desinfiziere die Wunde jetzt, das sollte bis sie verheilt ist. Da sie nicht wirklich groß und tief war, wird es wohl nur drei oder vier Tage dauern bis die Wunde weg ist.” Ich säuberte die Wunde und begann dann mit dem Ausschneiden. Angefangen mit dem freischneiden der Strahlfurchen und schnitt im Anschluss nur das nötigste vom Strahlkeil aus. Haru blieb währenddessen ruhig und Jessica, seine Besitzerin, hielt mir die Hufe hoch. Dann kürzte ich die Eckstreben der Hufe und schnitt die Hufsohle weg. Mit dem Hufmesser machte ich dann einen Kontrollschnitt. Es musste einiges weg, das war schon zu Beginn klar. Ich kürzte ihm die Trachten mit der Hauklinge und dem Schlegel und raspelte dann die Hufe im. Mit der Feile machte ich den Feinschliff und lobte den ruhigen aufmerksamen Hengst für die Kooperation. “So, ich stelle dann die Rechnung aus. Ich würde ihn den heutigen Tag noch schonen, damit er sich einlaufen kann. Er wird etwas fühlig sein, aufgrund der Langen Hufe die er vorher hatte”, informierte ich sie und gab ihr die Rechnung einen Moment später. Auch sie als Besitzerin hatte gute Arbeit geleistet in dem sie die Hufe aufgehalten hatte.
    • FrauHolle
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      04.04.2017 | (c)FrauHolle | Dressur E -> A


      Ich schnappte mir meinen Rucksack und knallte die Kofferraumklappe zu. Während ich Richtung Wohnhaus schlenderte, verstaute ich meinen Autoschlüssel im vorderen Fach meines Rucksackes und holte meine Sonnbrille hervor. Das Wetter war wunderschön und obwohl es noch früh am Morgen war, brannte mir bereits die Sonne ins Gesicht. Ich drückte auf die Klingel, die links neben der Haustür hing. Kurze Zeit später öffnete Jessi mir dir Tür. Mit zerzausten Haaren, Schlafklamotten und einem Tee in der Hand begrüßte sie mich. Es war Sonntag und Jessi hatte sich auf einen gemütlichen Morgen gefreut. So früh hatte sie mit mir nicht gerechnet. Während meine Schwester sich im Bad fertig machte, machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Knappe 20 Minuten später hatte Jessi sich Stallklamotten angezogen und ihre Haare zu einem langen Zopf geflochten. "Ich bin bereit", Jessi war voller Tatendrang. Gemeinsam gingen wir raus auf den Hof und begrüßten die Pferde. Die Stuten dösten in der Morgensonne, doch als wir um die Ecke kamen, schauten sie uns neugierig entgegen. "Hier scheint alles in Ordnung zu sein", sagte Jessi zu mir. Am Stallgebäude, wo Baileys und Nocciola standen, vorbei, schlenderten wir zu den beiden Hengstoffenställen. Callimero hatte sich gemütlich in die Sonne gelegt und auch Haru genoss die warmen Sonnenstrahlen auf seinem Fell. "Jetzt ist Schluss mit Entspannung", rief ich den beiden zu. Wir schnappten uns die Halfter und öffneten das Tor vom Offenstall. Zögerlich stand Callimero auf und auch Haru setzte sich in Bewegung. Wir führten die beiden Hengste zum Putzplatz und Jessi holte die Putzkisten aus der Sattelkammer. Nach einer guten halben Stunde waren die Ponys blitzblank und wir holten gemeinsam die Sättel und die Trensen.
      "Soll ich gegenhalten?", fragte Jessi mich, als ich mich in den Sattel schwingen wollte. Als wir beide auf den Pferden saßen, ritten wir nebeneinander los. Locker liefen Haru und Callimero im Schritt am langen Zügel und wir unterhielten uns, was genau ich mit Haru üben sollte. Nachdem die Pferde warm waren, gurteten wir noch einmal nach und trabten dann an. Ich nahm die Zügel etwas auf und fing an, viele Wendungen zu reiten. Haru war ein typisches Gangpferd. Da ich noch nie eines geritten war, hatte ich ziemliche Probleme damit, seine Gänge auseinander zu halten. Ich versuchte, ihn mit vielen Übergängen und klaren Hilfen in einen flüssigen und eindeutigen Trab zu bekommen. Für eine A-Dressur war die klare Trennung der Gänge sehr wichtig und daran mussten wir dringend arbeiten. 20 Minuten lang machten wir Trabarbeit. Neben vielen Übergängen und Handwechseln standen auch Rückwärtsrichten, Halten und Zügel aus der Hand kauen lassen auf dem Trainingsplan. Die letzten 10 Minuten machten wir Galopparbeit, bevor ich in ein entspanntes Leichttraben ging und schließlich trocken ritt. Meine Schwester hatte währenddessen mit Callimero geübt und ritt nun völlig durchgeschwitzt neben mir her. "Na wie war's?", fragte sie neugierig. "Haru muss lernen dem Reiter besser zuzuhören. Die Hilfen müssen präziser sein, ich hänge bei ihm viel zu sehr am Zügel. Ich werde es morgen mal mit dem Halsring probieren, um in etwas feiner zu kriegen", erklärte ich ihr.
      Am Nachmittag hatte meine Schwester noch einiges auf dem Hof zu tun und während sie sich um die Sauberkeit der Offenställe kümmerte, wollte ich mit Haru ein bisschen Bodenarbeit machen. Jessi hatte sich gewünscht, dass Haru den Trick "Bergziege" lernt und genau daran wollten wir uns heute machen. Mit meiner Gerte brachte ich Haru dazu, seine Hinterbeine immer näher an die Vorderbeine zu stellen. Das hörte sich einfach ein, doch in der Praxis sah die Sache ganz anders aus. Für Haru war diese Lektion äußerst kompliziert, doch mit viel Geduld kamen wir in kleinen Schritten voran. Zur Hilfe stellte ich Haru zwischen zwei Stangen, die ich, je näher er mit den Beinen zusammen stand, weiter zusammenschob. Diese Übung erfordert viel Konzentration, weshalb wir nach einer halben Stunde Feierabend machten.
      Die Nacht hatte ich auf dem Sofa meiner Schwester verbracht. Mit leichten Rückenschmerzen startete ich in den Tag. Da Jessi heute Vormittag zu einem Auftrag fahren musste, machte ich mich alleine an das Training mit Haru. Mit einem Halsring im Gepäck machte ich mich zusammen mit Haru auf den Weg zum Reitplatz. Weil Haru den Halsring bis jetzt noch nicht kannte, wollte ich zuerst mit Halsring und Trense arbeiten. Schon beim Warmreiten setzte ich nach und nach den Halsring ein. Die ersten 10 Minuten lenkte ich ihn sowohl mit Halsring, als auch mit den Zügel, wobei ich besonders darauf achtete, mit Gewichtshilfen zu arbeiten. Auch wenn Haru und ich uns noch einige Male uneinig waren, wurden wir immer besser und Haru lernte, wir er die Hilfen mit dem Halsring zu verstehen hat. Genau wie im Schritt, versuchte ich auch im Trab, die Zügel immer weniger, und den Halsring immer mehr einzusetzen. Durch viele Wendungen und Übergängen wurde Haru mit der Zeit immer weicher und achtete auf meine Hilfen. Zufrieden kraulte ich ihm den Hals. Da ich mich sicher auf Haru fühlte, beschloss ich kurzerhand, die Trense abzumachen. Nur mit Halsring ritt ich zuerst ein paar Runden Schritt, bevor ich antrabte. Für Haru war dieses Gefühl neu und ich merkte, dass er sich erst daran gewöhnen musste. Unsere Lenkung klappte an manchen Stellen noch nicht ganz so gut, dafür machten wir große Fortschritte in den Übergängen und Tempounterschieden in den einzelnen Gangarten. Auch die einzelnen Gänge konnten wir erstaunlich gut trennen. Nach einer guten Stunde waren sowohl Haru, als auch ich völlig durchgeschwitzt und ich brachte Haru zufrieden zurück zu seinem Freund Callimero.
      Meine Schwester war von ihrem Patienten noch nicht wieder zurück, also übernahm ich heute die anstehenden Hofarbeiten. Auf der Stardust Ranch kannte ich mich inzwischen ziemlich gut aus und ich wusste genau, wo ich die Schubkarre und die Harke finden konnte. Knappe zwei Stunden äppelte ich die Paddocks ab, stopfte Heunetzte und füllte Tränken. Nachdem ich mich kurze Zeit auf der Bank ausgeruht hatte, schnappte ich mir erneut Haru und übte mit ihm weiter an der Bergziege. Genau als ich fertig war, hörte ich ein Auto auf den Parkplatz rollen. Es war das Auto meiner Schwester, die kurz darauf die Autotür öffnete. Ich brachte Haru zurück in den Offenstall und Jessi und ich machten es uns im Haus gemütlich.
      Einen letzten Tag wollte ich mit Haru verbringen. Da ich mich am Nachmittag auf den Weg nach Hause machen wollte, musste sowohl Bodenarbeit, als auch Dressurtraining am Vormittag stattfinden. Gegen 9 Uhr stand ich mit Haru auf dem Reitplatz und übte mit ihm ein letztes Mal die Bergziege. Wir waren auf einem ziemlich guten Weg und der Hengst wurde immer besser. Meine Schwester stand begeistert am Zaun und guckte zu, was wir in den letzten beiden Tagen geschafft hatten. Ich zeigte ihr genau, wie ich Haru diesen Trick beigebracht hatte und erklärte ihr, wie sie mit ihm weiter üben konnte: "Auch wenn das schon ziemlich gut aussieht, musst die dringend weiter mit ihm üben. Im Moment fällt Haru diese Ungewohnte Haltung noch ziemlich schwer, aber wenn du weiter machst, wird es ihm schon bald leichter fallen".
      Am Putzplatz sattelte ich Haru und machte mich daraufhin wieder auf den Weg zum Reitplatz. Jessi wollte uns heute ganz genau beim Training zugucken und ich erklärte ihr, während ich ritt, einige Sachen, damit sie bald an einer A-Dressur teilnehmen konnte. Am Anfang ritt ich Haru mit Halsring und Jessi war begeistert, wie gut die Kommunikation zwischen uns klappte. "Siehst du? Eigentlich braucht man gar keine Trense zum reiten. Wenn du mit Trense reitest, denk immer daran und setzte diese so wenig wie möglich ein". Nach guten 20 Minuten trenste ich Haru auf und wir ritten weitere 30 Minuten mit Trense, denn schließlich konnte Jessi beim Turnier nicht mit Halsring reiten. Auf dem Plan stand ein vielseitiges Programm. wobei ich besonders auf die Präzision meiner Hilfen achtete. Völlig erschöpft hielt ich neben meiner Schwester an. Auch Haru war ganz schön am Schnaufen. "Ich glaube, ich kann euch mit einem guten Gewissen aufs Turnier lassen", sagte ich zu Jessi. Nachdem ich Haru versorgt hatte, packte ich meine Sachen zusammen, verabschiedete mich von meiner Schwester und machte mich schließlich auf den Rückweg, denn zu Hause wartete nach den drei Tagen viel Arbeit auf mich.
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    • Möhrchen
      „Das Team der Stardust Ranch wächst“ – Pflegebericht für alle Pferde
      |07.04.2017 ©Möhrchen (8.643 Zeichen; 1.449 Wörter)

      Viel zu früh wälzte ich mich schon im Bett umher. Da ich eh nicht mehr schlafen konnte, machte ich mich schon um kurz vor 6 auf den Weg nach draußen. Ich schnappte mir eine Schubkarre und machte mich daran, den Paddock Trail abzuäppeln. Heute war ein großer Tag für die Stardust Ranch und es war in den letzten Tagen alles so schnell gegangen, dass ich es selbst noch nicht richtig glauben konnte. Vor einigen Wochen hatte meine Freundin Zoey mich angerufen, die ich noch aus dem Studium kannte und danach leider ein wenig aus den Augen verloren hatte. Sie kam aus England und war damals zum Studieren nach Deutschland gekommen. Seit unserem Abschluss lebte sie wieder in England. Wir hatten die folgenden Tage viel geschrieben und telefoniert und ich hatte ihr natürlich viel von der Stardust Ranch erzählt. Irgendwann hatten wir angefangen, einen Plan zu spinnen, denn sowohl Zoey als auch ihre große Schwester Carina träumten schon lange davon, sich den Traum vom eigenen Stall zu erfüllen.
      Lange Rede, kurzer Sinn, nur wenige Wochen später war es beschlossen: Zoey würde samt ihrer Schwester und deren kleiner Tochter Emma auf die Stardust Ranch ziehen. Das Haus war sowieso viel zu groß für mich alleine und ich hatte es satt, den Großteil der Zeit alleine auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Ich freute mich sehr darauf, mir meinen Hof, die Pferde und auch die Arbeit mit zwei weiteren Mädels zu teilen.

      Vor zwei Wochen waren die beiden für 4 Tage zu Besuch gewesen. Emma konnte noch nicht dabei sein und blieb bei ihrem Vater, aber die Schwestern waren total begeistert. Wir ritten zusammen aus und ich zeigte ihnen den Hof, es war, als hätten wir uns schon immer gekannt. Und noch etwas hatte mich sehr gefreut: Fenicio, mit dem ich auch nach Monaten noch immer nicht richtig warm geworden war, hatte in Carina wohl endlich seinen Menschen gefunden. Ich hatte ihn ihr für einen Ausritt gegeben und die beiden hatten sich auf Anhieb perfekt verstanden. Er konnte also auf der Stardust Ranch bleiben und Carina würde ihn übernehmen. Das schien die perfekte Lösung für alle zu sein.

      Ich grinste vor mich hin, während ich den Paddock Trail abäppelte. Es klang einfach alles zu perfekt. Liara stieß mich von hinten an und ich drehte mich um, um der rotbraunen Stute die Stirn zu kraulen. Aber sie wollte gar nicht gekrault werden, stattdessen schnappte sie sich meinen Äppelboy am Griff und schleuderte ihn durch die Gegend. Ich musste lachen und nahm ihn ihr wieder weg. „Hey, du kleine Hexe.“, lachte ich „Gib den wieder her!“.

      Langsam arbeitete ich mich weiter vor, leerte die Schubkarre auf dem Misthaufen aus, füllte alle Heuraufen auf und kontrollierte Zäune und Tränken. Dann öffnete ich eins der Tore zu einem Weidestück, denn die Stuten durften seit wenigen Tagen endlich wieder stundenweise auf die Weide. Samira und Happy Fantasy stürmten sofort los und rannten buckelnd über die Wiese. Namica, Royal Disturbance, Donatella und Nökkvadís folgten in etwas ruhigerem Tempo, machten sich aber auch sofort über das frische Gras her.

      Als alles erledigt war, fuhr ich mit der Karre rüber zum Stall und säuberte den Offenstall von Nocciola und Baileys. Die beiden waren mal wieder dabei, sich zu streiten und ich hörte nur ein lautes quietschen hinter mir. Baileys machte sich mit angelegten Ohren aus dem Staub, während Nocciola sich mir langsam näherte. Aus der zickigen Stute war langsam ein aufmerksames Pony geworden, das sogar ab und zu meine Nähe suchte. Ich zerzauste ihren Schopf und sie ließ es brav geschehen. Bei Baileys brauchte ich das gar nicht erst zu versuchen, die ließ sich freiwillig kaum berühren...

      Als der kleine Offenstall fertig war, ging ich erst einmal ins Haus zum Frühstücken. Als ich gerade dabei war, meine Küche aufzuräumen, klingelte mein Handy. „Zoey“, rief ich ins Telefon. „Wir sind jetzt in Deutschland angekommen“, sagte sie und ich konnte ihre Aufregung quasi durchs Telefon hören. Im Hintergrund hörte ich Emma plappern. „Wir brauchen noch etwa zwei bis zweieinhalb Stunden, dann sind wir da“. „Sehr gut, ich freue mich total!“ „Wir uns auch, wir können es kaum erwarten. Und die Kleine hört gar nicht mehr auf, von Ponys zu quatschen“, Zoey lachte. „Dann noch eine gute Fahrt, fahrt vorsichtig!“

      Ich vertrieb mir den Rest der Zeit damit, noch einmal durch die Wohnung im ersten Stock zu gehen, in die die beiden einziehen sollten. Aber eigentlich hatte ich sie bereits komplett eingerichtet und zigmal kontrolliert, sodass ich mich darauf beschränkte, die Vorhänge glatt zu streichen und die Fenster ein Stückchen zu öffnen.

      Ich ging also wieder raus, schnappte mir Haru und ging mit ihm auf den Reitplatz. Ich verteilte ein paar Stangen auf dem Platz und ließ ihn nur mit Halfter ein paar Runden an der Longe joggen. Im Trab und auch im Galopp dirigierte ich ihn in verschiedenen Reihenfolgen über die Stangen und er war sehr motiviert bei der Sache. Ein paar Mal schummelte er sich an den Stangen vorbei, aber die meiste Zeit folgte er brav meinen Anweisungen. Am Schluss der Einheit übte ich noch einmal die Bergziege, die er vor wenigen Tagen mit meiner Schwester geübt hatte. Er hatte sie noch nicht verlernt, es war zwar noch nicht perfekt, aber es sah schon ganz gut aus.

      Als ich Haru wieder zurück auf seinen Paddock gebracht hatte, entschied ich mich spontan, noch eine kurze Runde mit Calli zu drehen. Nur mit Halfter schwang ich mich auf seinen Rücken und drehte eine entspannte Runde um die Galoppbahn. Eigentlich war ich ein bisschen zu groß für ihn, aber für ab und zu mal war es gerade noch okay. Wir legten sogar einen kurzen Galopp ein, bevor ich gemütlich zurück zum Offenstall ritt und ihn wieder auf den Paddock stellte. Ich blieb noch eine Weile am Zaun stehen und beobachtete meine Hengste. Haru hatte sich in die Sonne gestellt und döste mit aufgestelltem Huf. Callimero wälzte sich erstmal genüsslich und schlenderte dann zurück zur Heuraufe. Gegenüber kraulten sich Fenicio und Elliot gegenseitig am Widerrist. Auch Elliot hatte sich auf Anhieb mit Carina verstanden und wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er ein Schulpferd für Carinas Reitschule werden sollte. Obwohl er ein Hengst war, war er sehr anständig und ein echtes Verlasspferd, ich war mir sicher, dass er in der neuen Aufgabe aufgehen würde.

      Während ich noch meinen Gedanken nachhing, hörte ich es auf der Straße laut hupen. Haru schreckte aus seinem Mittagsschlaf hoch und spitze gespannt die Ohren. Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte zum Parkplatz. Dort angekommen hatte Carina bereits ihr knallrotes Auto abgestellt und Zoey war bereits vom Beifahrersitz gesprungen. Eigentlich hatte ich mich noch umziehen wollen, aber das war mir jetzt auch egal. Ich fiel erst Zoey, dann Carina um den Hals: „Willkommen zu Hause!“. Carina öffnete die Autotür und ließ Emma hinaus. Endlich konnte ich auch das kleinste Mitglied unserer neuen Mädels-WG kennen lernen. Mit großen Kulleraugen schaute Emma sich auf dem Hof um. „Hallo kleine Maus“, sagte ich zu ihr und sie strahlte mich an. Für sie war es anscheinend das Größte, jetzt mit so vielen Pferden und Ponys zusammen zu leben.

      Zuerst machten wir einen Rundgang über den Hof und zeigten Emma die Pferde. Carina wollte als erstes zu Fenicio und der Schimmelhengst wieherte sogar, als er sie sah. Mir ging das Herz auf, als sie ihm um den Hals fiel und er sich sichtlich freute. So gerne hatte ich ihm genau das geben wollen, aber irgendwie passte es einfach nicht zwischen uns. Umso besser, dass er jetzt seinen Menschen gefunden hatte, ohne sein Zuhause verlassen zu müssen.

      Wir führten Emma über den ganzen Hof. Sie war natürlich besonders begeistert von Nocciola und Baileys, wobei gerade die beiden die letzten waren, die ich auf ein Kind loslassen würde. Aber auch Donatella fand sie toll, und bei ihr konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass sie Emma problemlos auf sich reiten lassen würde. Aber nicht mehr heute, wir hatten ja jetzt ganz viel Zeit.

      Wir räumten alle Koffer und Taschen aus dem Auto und leerten auch den Anhänger. Als wir alle Sachen in die Wohnung geräumt hatten, trafen wir uns in meiner Küche und kochten zusammen. Bei Auflauf und Sekt (und Limonade für die Kleine) ließen wir den Abend ausklingen und stießen auf unsere neue WG an. Carina brachte Emma ins Bett und setzte sich dann wieder zu uns. Wir quatschten noch bis tief in die Nacht, bevor sich die Schwestern verabschiedeten und ins Bett gingen. Ich freute mich schon sehr auf den nächsten Tag und konnte es kaum erwarten. Es war ein sehr gutes Gefühl, endlich nicht mehr alleine im Haus zu schlafen.
    • Möhrchen
      Der Umzug – Pflegebericht für alle Pferde
      |12.05.2017 ©Möhrchen (7942 Zeichen, 1309 Wörter)

      Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich durch meine Wohnung. Ich war einfach so aufgeregt, dass ich nicht wusste, wohin mit mir. In der letzten Zeit hatte sich so einiges geändert in meinem Leben und heute war es endlich so weit: ich würde die Stardust Ranch verlassen.

      Mein Freund und ich hatten genug von unserer Fernbeziehung und hatten schon lange gesponnen, endlich zusammen zu ziehen. Er wollte allerdings auf keinen Fall seinen Job aufgeben und ich wollte nicht mehr ohne eigenen Hof leben. Schon fast 1,5 Jahre waren wir ziemlich unzufrieden mit der Situation, denn seine Besuche am Wochenende waren einfach viel zu kurz und ich konnte meinen Hof nur selten verlassen.

      Vor 3 Wochen hatte er ganz aufgeregt bei mir angerufen und erzählt, dass nur wenige Kilometer von seiner Wohnung entfernt ein Gestüt zum Verkauf stand... Zuerst war es nur eine Idee, aber spätestens, als wir dort waren, um es uns anzuschauen, war es um mich geschehen. Er kündigte seine Wohnung, ich regelte alles auf der Ranch und fing an zu planen.

      ~

      Und nun war es so weit: Zwischen riesigen Kartonstapeln, Sätteln und Möbeln stand ich mitten auf dem Hof. Vor Aufregung knabberte ich an meinen Fingernägeln. Die Organisation des Transports war ziemlich kompliziert gewesen und ich hoffte einfach nur, dass alles wie geplant klappen würde. Wir hatten uns für heute einen großen Transporter mit Platz für 10 Pferde gemietet. Mein Freund wollte mit seinem 6er-Trasporter kommen und einige Pferde holen und ich hatte bereits meinen Hänger vorbereitet. So hoffte ich, dass wir alle 18 Pferde heil auf den neuen Hof kriegen würden.

      ~

      Wenige Stunden später war der Kartonstapel auf dem Hof verschwunden, denn ein Möbelwagen hatte meine Möbel und sonstigen Sachen bereits abgeholt. Nun waren die Pferde an der Reihe und ich machte mich daran, die ersten Pferde für den großen Transporter vorzubereiten. Mein Freund musste noch arbeiten und würde daher erst in einigen Stunden da sein.

      Ich holte nacheinander Liara, Samira, Namica, Happy Fantasy, Narla, Donatella, Nökkvadís und Royal vom Trail und band die 8 Stuten am Putzplatz an. Ich bürstete sie alle kurz über, eine Decke brauchten sie nicht, da es ein ziemlich milder Tag war. Ich holte meine große Kiste mit Transportgamaschen aus der Sattelkammer und suchte für jedes Pferd sie richtige Größe heraus. Ich hatte in den letzten Wochen so einige Paare kaufen müssen, denn auf einen Transport von allen Pferden gleichzeitig war ich nicht vorbereitet.

      Als ich für jeden ein paar gefunden hatte, machte ich mich ans anziehen. „Soll ich dir helfen?“, fragte Zoey, die gerade aus dem Haus kam. Ihre Schwester und sie würden auf der Stardust Ranch bleiben, was mich sehr glücklich machte. Denn mein Herz hing doch an diesem Hof und mir fiel es schwer, ihn zu verlassen. Während wir die ersten Pferde anzogen, fuhr der Transporter auf den Hof.

      Der Fahrer war sehr nett und ich führte Royal zuerst auf den Hänger. Ich band sie ganz hinten an und schloss die erste Klappe. Während Zoey nach und nach den Pferden die Gamaschen anlegte, führte ich eins nach dem anderen die Rampe hinauf. Happy Fantasy stürmte in ihrer üblichen Art wie eine Verrückte die Rampe hinauf. Die anderen Stuten waren artig, nur bei Liara und Samira brauchte es ein bisschen Überredungskunst. Aber sie waren ja auch noch jung und hatten noch keinen großen Transporter gesehen.

      Nach kurzer Zeit waren alle Pferde auf dem Transporter und knabberten an ihren Heunetzen. Der Fahrer verabschiedete sich und wir vereinbarten, dass er die Pferde auf dem neuen Hof so lange im Hänger ließ, bis mein Freund und ich auch angekommen waren. Dann rollte der LKW vom Hof und ich konnte nur noch die Daumen drücken, dass alles gut gehen würde.

      Als mein Freund endlich ankam, luden wir noch meine restlichen Sachen in mein Auto, stellten Nicciola, Baileys, Callimero, Caillou und Elliot in den 6er- Transporter und ich verlud Haru und Fenicio in meinen Hänger. Nun waren alle Pferde verpackt, das Sattelzeug verstaut und alle meine Sachen im Auto. Unglaublich, wie viele Sachen ich eigentlich hatte, sowas fiel mir meistens erst bei einem Umzug auf.

      ~

      Und dann war es soweit: ich fiel zuerst Zoey, dann Carina und auch Emma um den Hals. Unsere gemeinsame Zeit auf der Stardust Ranch war viel zu kurz gewesen, aber ich freute mich so sehr auf den Neuanfang mit meinem Freund, dass mir der Abschied nicht so furchtbar schwer fiel. Und es ging ja auch nicht allzu weit weg, ich würde die drei auf jeden Fall besuchen. Ich gab meinem Freund einen Kuss zum Abschied und er fuhr mit dem Transporter vom Hof. Mit Tränen in den Augen stieg ich schließlich ins Auto und startete den Motor: Auf in ein neues Leben!
      ~

      Fenicio und Haru standen super ruhig auf den Hänger und die Fahrt verging wie im Flug. Schon 3 Stunden später tauchte endlich unsere neue Heimat am Horizont auf. Einen Namen hatte mein neuer Hof noch nicht, aber der würde mir sicherlich bald einfallen. Auf jeden Fall war er wesentlich größer als die Stardust Ranch und lag nur 30 Reitminuten von der Nordsee und wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt.

      Als ich auf den Parkplatz fuhr, kribbelte es im ganzen Körper. Der große LKW stand bereits auf dem großzügigen Hof. Da ich schon im Voraus geplant hatte, welches Pferd in welche Box einziehen sollte und wer sich mit wem verstand, wusste ich genau, wer wohin sollte. Ich bestand darauf, jedes Pferd selbst aus dem Hänger zu holen. Als erstes zog Liara zusammen mit Samira, Namica und Royal in den größeren der beiden Paddocktrails ein. Ich kontrollierte allen Pferden die Beine auf Verletzungen und nahm ihnen die Gamaschen ab. Liara und Samira lieferten sich erstmal ein Wettrennen auf der neuen Trailstrecke, während Royal und Namica es ein bisschen ruhiger angehen ließen und sich erstmal alles in Ruhe anschauten. Ich hatte allerdings nicht viel Zeit, ihnen zu zusehen, denn ich wollte die anderen Pferde so schnell wie möglich aus den Hängern befreien.
      Haru und Fenicio bezogen zwei Paddockboxen mit riesigem eigenen Auslauf im südlichen Stall. Sie liefen aufgeregt schnaubend alles ab und Haru sprang auf dem großen Auslauf buckelnd in die Luft.
      Als nächstes bezogen Nocciola und Baileys einen kleinen Offenstall am Nordstall, der extra den kleinsten vorbehalten war. Zum Glück waren sie so klein und hatten daher etwas weniger Kraft, denn die beiden wehrten sich wie immer gegen alles, was ich von ihnen wollte. Nocciola hatte sich in der Hinsicht schon etwas gebessert, aber Baileys war nach wie vor eine Katastrophe im Umgang. Mit ihr musste ich unbedingt mehr üben, sobald ich jetzt nach dem Umzugsstress mehr Zeit hatte.
      Donatella, Narla, Nökkvadís und Happy Fantasy bezogen jeweils eine große Paddockbox im Nordstall. Ab morgen sollten sie tagsüber zusammen auf der Weide stehen und nachts die Ruhe in ihren Paddockboxen genießen. Bei ihnen ging der Umzug relativ ruhig von statten, keiner der vier Damen regte sich übermäßig auf. Nökkvadís hatte allerdings eine kleine blutige Schramme am Bein, die ich sofort mit etwas Salbe behandelte.
      Als letztes zogen die drei Ponyhengste Callimero, Caillou und Elliot in ihre Männer-WG im Offenstalltrakt ein. Sie benahmen sich, als hätten sie nie wo anders gestanden und schienen auch die Fahrt bestens überstanden zu haben.

      Als alle Pferde ausgeladen waren, verabschiedeten wir den Fahrer, der sich nun wieder auf den Rückweg machen konnte. Unsere eigenen Fahrzeuge übernahm mein Freund, er säuberte sie und parkte sie auf dem Parkplatz. Währenddessen hatte ich noch viel zu tun: ich verteilte Heu an alle Pferde und schaute bei allen noch einmal vorbei.

      ~

      Erst spät am Abend hatte ich Zeit, meinen eignen Kram notdürftig auszupacken. Zum Glück hatte mein Freund schon im Vorfeld die meisten Möbel aufgebaut. Gegen Mitternacht machte ich noch eine letzte Runde durch alle Ställe, dann fiel ich todmüde ins Bett. Unsere erste Nacht auf UNSEREM eigenen Hof...!
    • Möhrchen
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      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | River’s Haru

      |07.07.2017 ©Möhrchen ( 1.491 Zeichen, 238 Wörter)

      Langsam wurde es ernst: nach langer Vorarbeit wollte ich Haru endlich bei der Körung vorstellen. Er war nun so weit, hatte schon einige Turniere in verschiedenen Disziplin für sich entscheiden können. Heute wollte ich ihn einmal durchchecken, denn für die Körung brauchte er ein aktuelles Attest, dass er gesund war.

      Seine Bewegungen brauchte ich mir nicht mehr anschauen, die kannte ich aus der täglichen Arbeit mit ihm. Ich schaute mir also seine Augen, Ohren und Nüstern an, kontrollierte seine Zähne und Schleimhäute. Es sah alles wunderbar aus und Haru ließ mich ohne Probleme alles untersuchen.

      Mit dem Stethoskop hörte ich mir seinen Bauch, seine Lunge und sein Herz an. Auch hier: alles völlig normal. Auch seine Temperatur war normal, obwohl er das Fieberthermometer nicht ganz so lustig fand.

      Ich hob seine Hufe einzeln an, kontrollierte seine Gelenke und schaute, ob er irgendwo Schmerzen hatte. Das war aber nicht der Fall, auch am Rücken nicht. Insgesamt war ich wirklich zufrieden mit meinem Hengst. Noch dazu sah er toll aus: er hatte glänzendes Fell und einen wachen, stolzen Ausdruck. Ich freute mich sehr darauf, ihn endlich den Richtern vorstellen zu können und war sehr gespannt auf das Urteil. Ich kontrollierte noch seinen Impfstatus in seinem Pass, dann stellte ich ihm das nötige Attest aus. Jetzt stand uns nichts mehr im Weg: wir waren bereit!
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    15 Jan. 2017
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  • River's Haru

    [​IMG]
    Unterbringung: Hengstoffenstall #1
    Haltungsform: Offenstall
    Besitzer: Jessica
    Privat-/Schulpferd: Privatpferd


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Abstammung

    Von: Hell in a Cell
    Aus der: Radetta


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Exterieur

    Hengst
    Pony
    *2012
    (5 Jahre)
    Rasse: DRP x Isländer
    Stockmaß: 156cm
    Farbe: Dunkelfuchs m. heller Mähne und Spins


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Interieur & Beschreibung

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Haru ist ein neugieriger und aufgeweckter Hengst, der lernwillig und fleißig mitarbeitet. Auf der Weide ist er sehr spielerisch und geht den anderen Pferden gerne auf die Nerven. Im Umgang mit Menschen ist er ziemlich unvorsichtig und temperamentvoll, liebt es aber, neue Dinge zu lernen und zu arbeiten.


    Beschreibung
    Haru wurde für den Pferdesport gezüchtet, soll später aber auch als Deckhengst arbeiten. Er zeigt jetzt schon viel Potential im Springen, in der Dressur wird er aber auch genutzt werden, da er schwungvolle Gänge hat. Durch seinen Isländeranteil wird er später eventuell auch den Tölt erlernen.



    Besitzer: Möhrchen
    Vorbesitzer: Alicia Farina
    Züchter: Van Ghosts
    VKR/Ersteller: Mohikanerin
    Reitbeteiligung: /
    im Besitz seit: 15.01.2017
    Zu verkaufen: Nein
    Kaufpreis: /
    Bei Abgabe zurück an: AliciaFarina


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    Qualifizierungen & Erfolge

    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Aufstieg durch: Turniersieg | Training

    Gangveranlagung
    Tölt
    aber nicht für hohe Klassen geeignet (nicht ausgeprägt genug)

    Erfolge

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    ~ 2. Platz - 55. Gangturnier ~
    ~ 1. Platz - 394. Springturnier ~
    ~ 2. Platz 364. Galopprennen ~
    ~ 3. Platz 375. Westernturnier ~
    ~ 2. Platz 377. Westernturnier ~
    ~ 3. Platz 112. Gangturnier ~
    ~ 1. Platz 113. Gangturnier ~
    ~ 3. Platz 312. Fahrturnier ~
    ~ 2. Platz 304. Militaryturnier ~
    ~ 2. Platz 408. Dressurturnier ~


    Zur Zucht zugelassen: Ja
    [​IMG]
    [HK 491] Turnierpferde
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -




    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Ausbildung & Zuchtdaten

    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen

    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen
    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen
    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    Knien
    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom
    Teppich ausrollen
    Drehen




    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG-Datei
    Puzzle-PNG
    Haru als Fohlen
    Haru beim Toben
    Haru bei der Sattelanprobe
    Haru beim Eintölten
    Haru bei seiner Ankunft