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Friese

River Flows In You

Menorquiner I Stue I 7 Punkte Im Besitz seit April 2020

River Flows In You
Friese, 4 Apr. 2020
    • Friese
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      unbekannt - 15. März 2015
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      Nachdem ich Heute schon mehrere Pferde auf anderen Gestüten behandelt hatte, wollte ich mich zum Abend hin noch um River kümmern. Die Stute war schon längst überfällig, doch ihre starken Hufe schienen sich nicht daran zu stören, einzig der rechte Hinterhuf war etwas ausgebrochen. Zuerst holte ich die Stute von der Weide und band sie dann links und rechts in der Stallgasse an. "Na meine Hübsche, wie geht es dir Heute? Bereit für die Körung?", fragte ich, während ich meine Werkzeuge kontrollierte. Die Rappstute gähnte nur gelangweilt und schloss leicht die Augen, um vor sich hinzudösen. "Auch gut, dann rede ich halt mit mir selbst." Brummend machte ich mich dann an die Arbeit, hob ihren linken Vorderhuf auf meinen Oberschenkel und zwickte mit der Hufzange das zu lange Horn ab. Dann nahm ich das Hufmesser in die Hand und schnitt das abgestorbene Horn von der Sohle. Zu guter letzt fehlte noch der Feinschliff, deshalb griff ich zur Raspel und bearbeitete damit alle Ecken und Kanten, um eine schön glatte Fläche zu erhalten. Auch die anderen 3 Hufe bearbeitete ich auf die gleiche Weise und am Ende pinselte ich die Hufe noch mit Huffett ein, um für genügend Feuchtigkeit sorgen. "Jetzt bist du bereit.", grinste ich breit und räumte mein Werkzeug zurück in meinen Koffer. Natürlich durfte auch die Belohnung nicht fehlen, was auch River wusste und meine Taschen ungeduldig mit ihrem Mund anstubste. "Jaja, schon gut.", lächelte ich und gab ihr einen halben Apfel. Die andere Hälfte verspeiste ich selbst, als ich die Stute zurück auf die Weide brachte.
    • Friese
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      Vhioti - 17. März 2015
      ITS Canterbury
      River flows in you M-Dressur


      Direkt nachdem Bella mit Stássa vom Hof gefahren wurde, hupte schon das nächste Auto. Als ich nach draußen ging, musste ich zunächst blinzeln, da die Sonne die Wolken durchbrochen hatte. Auf dem Parkplatz stand nun Clarissas Wagen und Hänger. Sie winkte mir durch die Windschutzscheibe zu und stieg aus. Ohne ein weiteres Wort ging sie hinter ihren Wagen und führte eine Rappstute zu mir. Eine unglaublich hübsche Stute aus Spanien – eine PRM-Stute, um genauer zu sein – tänzelte etwas nervös auf dem Vorplatz. River sollte in der Dressur weitergebildet werden.

      Clarissa beobachtete jede meiner Streichbewegungen über Rivers Körper genau. Auch beim Hufekratzen und Behangflechten warf sie mir ein wachsames Auge zu. Schließlich half sie mir beim Satteln und Trensen, da die Stute sich von mir am Kopf nicht anfassen lassen wollte. Daher streichelte ich ihren Hals. Sie streckte ihren Hals aus und stubste mich an der Schulter an. Lächelnd klopfte ich ihren Hals und zog den Nasenriemen zurecht. Der war etwas schief. Dann aber führte ich die PRM-Stute auf den Reitplatz. Es war schon etwas wärmer, daher zog ich meine Jacke aus und saß auf.
      Auf dem Platz gab es erst einmal zehn Minuten Aufwärmtraining. Mehrere Schritt- und Tempowechsel erfolgen in schnellerer oder langsamerer Folge. Da River bereits ein gewisses Niveau gewöhnt war, setzte ich ihr gutes Können voraus. Mehr oder weniger spielend gab ich meine Hand vor, damit sie ihren Kopf ideal abnicken konnte und ließ sie einige Wendungen auf dem Zirkel reiten. Aus dem Zirkel wechseln, von dem Zirkel wechseln, Vergrößerungen und Verkleinerungen der Wende spielten nun eine Rolle, damit die Gelenke und Muskel gut aufgewärmt waren. Schließlich fragte ich einfache Lektionen ab. Schlangenlinien durch die ganze Bahn, Trabvolten, Kehrtwendungen – all das waren einfache Aufgaben, die die Stute gut umzusetzen verstand. Als wir bei C dann angaloppierten und dann auf dem Zirkel blieben, waren ihre Bewegungen ausgeglichen und ihr Atem ging in kurzen Stößen. Eine etwas schwierige Anforderung, die ich heute mit ihr machen wollte, war der Galoppwechsel während des Zirkelwechsels. Dabei musste man auf dem kleinen Stück zwischen den beiden Zirkeln durchparieren, um dann sofort weiter zu galoppieren. Da dies aber schwer zu meistern war, beließ ich es zunächst bei Galoppzirkeln.
      River ließ sich gut aussitzen und ihre Körperstellung in den Ecken war gut angeneigt, aber nicht zu sehr, sodass sie den Halt hätte verlieren können. Nach gut drei Runden auf dem Zirkel wechselten wir daraus auf den Zirkel bei A. Eine Umstellung wäre nicht nötig, da wir dann wieder wechselten und so mehrere Achten hintereinander ritten. Etwa vier Minuten später parierten wir durch, da ich die PRM-Stute nicht überfordern wollte.

      Im Schritt gingen wir ganze Bahn. Gelegentlich lobte ich sie, indem ich ihren Hals streichelte oder ihre Kehrseite klopfte. Wiehernd machte mich River dann darauf aufmerksam, weitermachen zu wollen. Gutmütig gab ich ihrem Wissensdrang nach und trieb die Stute an. Im Leichttrab saß ich an den jeweiligen kurzen Bahnseiten aus, an den langen machten wir dann einfache Schlangenlinien mit zwei oder nur einem Bogen. Bei E erfolgte eine Trabvolte, die wir häufiger wiederholten. Zum Abschluss für heute gingen wir wieder im Galopp auf dem Zirkel, parierten aber nach zwei Malen sofort durch und trabten dann weiter, ehe ich sie vor die Halle ritt und dort abstieg. Clarissa lief mir hinterher und hielt River fest, während ich die Steigbügel hochband und den Gurt lockerte. Auch beim kurzen Hufeauskratzen blieb sie noch stehen und streichelte die iberische Stute gedankenverloren. "Sie wird heute Abend noch etwas an der Longe trainiert. Morgen schließe ich das Training dann ab, da kannst du sie abholen."
      Clarissa nickte und folgte mir mit der Stute in den Stall. Dort erhielt sie eine Box und einen Spind. Als sie abgesattelt und abgetrenst wurde, rieb ich ihr Fell trocken und gab ihr einen Apfel. Der kleine Auslauf bat genug Platz, damit sie noch etwas laufen konnte, aber sie kam erst einmal in die Box zum Ausruhen.

      Clarissa sagte mir Auf Wiedersehen und ließ mich dann alleine, sodass ich ihre Sachen verstauen konnte und eine Portion Kraftfutter machen konnte. Die würde sie aber nach dem Longieren erhalten.

      Am Abend kam sie dann, nur am Halfter und mit Gamaschen, in die Rundhalle. Um mich kurz zufassen; wir übten mehrere Trab-Schritt-, Trab-Galopp- und Galopp-Schritt-Übergänge in verschiedenen Schnelligkeiten. Dabei stellte sich heraus, dass die Menorquinerstute auf genaue Anforderungen meiner Stimme, der Longe und der Kurzpeitsche wartete, da sie wohl alles nach meiner Zufriedenheit machen wollte. Das war sehr loblich, zumal ihre Mitteltrabübergänge zum Mittelgalopp immer etwas holprig waren. Anscheinend waren die Longenhilfen nicht gut genug, aber jedes Mal, wenn ich stärker damit zupfte, sprang sie kurz darauf in einen ordentlichen Galopp, den man in jeder höheren Dressur erwarten würde. Nach einem Handwechsel gingen wir durch die verschiedenen Tempowechsel bis mein Handy klingelte und sie im Schritt weitergehen durfte, bis ich das Telefonat beendet hatte. Nach meiner Ansicht war dies dann auch ausreichend für heute, sodass die Stute mit einer Möhre, ihrer Portion Futter und einem Klopfer auf die Flanke in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurde.

      Am nächsten Morgen

      ...sprang ich wie eine Sprungfeder aus dem Bett direkt unter die Dusche. Mit guter Laune ging ich direkt danach in den Privatstall, scheuchte die Pferde für die ersten Morgenstunden nach draußen und widmete mich dann River zu. Die war in ihrem Auslauf und begrüßte mich mit einem Schnauben. Ich kletterte durch das Gatter und führte sie am Kopf in ihre Box. Die musste ausgemistet werden, aber das würde noch warten müssen. Die leicht verdreckte Stute ging mit mir vor ihre Box, wurde angebunden und dann mit Wurzelbürste, Striegel und normaler Dickhaarbürste gebürstet und gestriegelt, sodass ihr Fell recht schnell sauber war und meine Arme bedeckt mit Staub, Dreck und Haaren. Unbedacht klopfte ich mir auf die Arme und kämmte dann mit meinen Fingern durch ihren Behang. Die Hufe wurden noch gesäubert, dann stellte ich sie auf den Vorplatz der Halle und verbrachte die nächsten zehn Minuten damit, die Box auszumisten und dann die Stute aufzusatteln. Beim Gurten wieherte sie einmal lautstark, gab aber dann Ruhe und folgte meinen Schenkelhilfen in die Halle.

      Das selbe Prozedere wie gestern fand statt. Schritt/Trabwechsel, Trab/Galopp- und Galopp/Schrittwechsel wurden geprobt, sowohl auf dem Zirkel auf der Mittellinie als auch auf der ganzen Bahn. Bei D und G standen Hütchen, die als Grenze des Mittelzirkels zu verstehen waren. Im Trab ging es sofort los. Mit leichten Handgesten – die Zügel waren gut aufgeschlossen und baten eine gute Verbindung zum Pferdemaul – steuerte ich sie jetzt immer weiter nach außen Richtung Hütchen. Das ging sowohl im Leicht- als auch im Mitteltrab richtig gut, sodass wir dann außerhalb der Hütchen auch einen Wechsel zum Galopp probierten. Da die Runden hierbei sehr groß waren, brauchten wir etwas Zeit, damit sie erstens ruhiger war und zweitens ich besser aussaß, um sie direkt an die Hüte lenken zu können. Vorsichtig platzierte die Rappstute ihre Hufe, um nicht zu stolpern oder zu weit nach vorne zu greifen, stieß aber ein Hütchen um und riß danach den Kopf hoch. Beruhigend streichelte ich ihren Widerrist, bis sich ihre Muskeln im Hals entspannten. Aufrechter im Sattel sitzend und mein Gewicht nach hinten verlagernd, brachte ich die Stute zu einem Stopp. Rasch stellte ich die Hütchen auf die Bande, schloß die zwei Tore und saß dann wieder auf. Jetzt gurtete ich nach und gab ihr anschließend die Sporen. Nicht im wörtlichen Sinne, ich drückte meine Fersen in ihren Bauch und stellte die Fäuste auf. Bei A trabten wir dann wieder an. Danach folgte eine einfache Schlangenlinie und eine Kehrtwende hinter H. Großzügig schneideten wir den Punkt G an und kamen direkt danach wieder auf den Hufschlag. Bei F erfolgte ein Wechsel durch die halbe Bahn und direkt danach in der ersten Ecke saß ich aus. Automatisch fiel die Rappstute in den Mittelgalopp und ging ganze Bahn, wie von mir gefordert.

      Anschließend gingen wir auf den Zirkel und wechselten beim nächsten Erreichen vor der Mittellinie. Dann ging es wieder auf die ganze Bahn, wo ich sie dann parieren ließ, damit wir gemächlich im Trab zwei Volten reiten konnten. Als ich dann bei der nächsten langen Seite auf den zweiten Hufschlag ging und mein Gewicht sowie meinen linken Schenkel nach außen drückte beziehungsweise verlagerte.

      Die Traversale war eine Dressurlektion, die jedes gute und gut ausgebildete Dressurpferd erarbeiten musste. Das Schwierige daran war, dass nur mit großem Vertrauen und leichten Befehlen diese 'Figur' geritten werden konnte. Daher ging ich vorsichtig um und sortierte die Zügel anders, sodass ihr Kopf langsamer nicken konnte und nach außen gerichtet wurde. Mit einem Schnalzen trabte sie dann langsam auf der Mittellinie, und ging dann auf den Hufschlag zu. Das typische seichte Wippen ihres Kopfes, dass man nicht direkt als Abnicken bezeichnen konnte, erfolgte und seitlich-vorwärts gerichtet erfolgte dann der Abschluss bei M. Ich lobte die Stute mit meiner Stimme, lenkte sie dann aber wieder bei C auf die Mittellinie und wiederholte diese Übung.
      River Flows In You war eine schnell lernende Stute mit gutem Potenzial. Die Traversale, die normalerweise eine Stunde mindestens in Anspruch nahm, ging bei ihr in einer guten halben Stunde vonstatten. Auch der fliehende Galoppwechsel auf den Zirkeln waren nach einer intensiven Viertelstunde gelernt und hoffentlich auch eingebrannt in dem Kopf der Stute.
      River Flows In You hat mit großem Erfolg am M-Dressurtraining der ITS Canterbury Trainerin Catalina teilgenommen. Es wird empfohlen, die Stute weiterhin zu trainieren, da ein großes Dressurpotenzial in ihr steckt.
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      Eddi - 07. April 2015
      "Oh Eddi, das ist mir jetzt beinahe unangenehm, aber würdest du ausnahmsweise einen Ausritt für mich übernehmen?", fragte mich Abajo heute Morgen am Frühstückstisch. "Ich könnte auch verstehen, wenn du keine Lust hast!", fügte sie sofort hinzu. Doch ich schüttelte nur lachend den Kopf. "Das mache ich gerne, wenn du mir sagst, welche Pferde und wo lang", meinte ich grinsend und so verbrachten wir den Vormittag mit der Planung der Runde. Es war ein bekannter Ritt und so sollte ich den Weg leicht finden, dennoch hatte ich eine Karte mit den und den Routenplaner meines Handys aktiviert. Und dann kamen auch schon die Gäste. Es war ein junges Paar, was Urlaub machte und deren weiblicher Part pferdevernarrt war. Mich setzte Abajo auf ihre Stute River Flows In You, denn diese hatte schon öfter Ausritte angeführt und würde das sicherlich auch mit mir souverän bewerkstelligen. Die junge Frau durfte die hübsche Morning Sun reiten und ihr etwas unsicherer Freund nahm auf der Haflingerdame Lana Platz. Ich war mir sicher, dass beide Ponys auf ihre Reiter aufpassen würden und nach anfänglicher Unsicherheit und Verschwiegenheit entwickelte sich der Ausritt dann doch zu einer fröhlichen Runde. Schnell hatten die beiden Gäste sich auf dem Pferderücken eingelebt und man kam auch direkt ins Gespräch. Manchmal blieb der Mann ein wenig außen vor, aber das Hauptthema waren nun einmal Pferde. Dennoch genoss auch er den Ausritt und wir hatten schließlich auch herrliches Frühlingswetter erwischt! So meisterte ich meine Aufgabe dann besser als gedacht und konnte am Abend zufrieden Abajo davon berichten, als diese von ihren Erledigungen wiederkam.
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      Abajo - 17. September 2015
      In letzter Zeit hatte ich meine Pferde etwas vernachlässigt, doch heute konnte ich meine Kleinen bei seiner Oma lassen und mich mal wieder voll um meine Vierbeiner kümmern. „Guten Morgen!“, rief ich fröhlich über den Hof und lief gleich zur Stutenweide. Miss Independent wieherte freudig und trabte gleich zu mir, auch Abbey hob den Kopf und blickte neugierig. Hinter Miss Independent trottete Picture of a Ghost hinterher, liebevoll „Pic“ genannt. „Na ihr 2? Lust auf einen Spaziergang?“ Ich legte Miss ein Halfter um und ging mit ihr von der Weide. Pic folgte ihr bereitwillig, auch wenn sie schon ein Jährling und etwas selbstständiger war. Sie hängte trotzdem noch an ihrer Mama. Gemeinsam gingen wir zum See hinunter und ich ließ die beiden ausgiebig im Wasser toben. Nach einer halben Stunde führte ich sie wieder zurück auf die Weide und holte River flows in you. Die Rappstute wurde in letzter Zeit von meiner Schwester bewegt, weshalb sie sich erst wieder an mich im Sattel gewöhnen musste. Ich ritt mit ihr im Viereck ein paar Übungen, erfreute mich an ihren starken Gängen und ließ sie auch noch über 2 Hindernisse springen. Für heute war das genug und ich lobte sie. Nachdem ich sie wieder abgesattelt und die Hufe ausgekratzt hatte, brachte ich sie zurück auf die Weide. Als nächstes wollte ich eine Ausfahrt mit der Kutsche machen. Ich holte meine beiden Riesen Albus und Abbey Dawn, putzte sie und spannte sie vor die Kutsche. „So ihr zwei, es ist etwas länger her, dass wir mit der Kutsche unterwegs waren. Ab heute wird aber wieder gearbeitet!“, bemerkte ich und trieb die beiden dann in einem gemütlichen Schritt vom Hof. Die beiden benahmen sich, als wären sie erst Gestern unterwegs gewesen und ich ließ sie auch im Trab vorwärtslaufen. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir zurück auf den Hof und ich versorgte die beiden Shire Horses, um mich dem nächsten Pferd zuwenden zu können. Aquito war leider ein Pferd, das sich ungern von Fremden reiten ließ, weshalb er in letzter Zeit nur longiert geworden war. Um ihn wieder etwas an mich zu gewöhnen, hielt ich an seinem Longier Trainingsplan fest und würde erst nächste Woche wieder in seinen Sattel steigen. Ich ließ ihn etliche Runden im Round Pen laufen, baute Richtungswechsel und Tempowechsel ein und nach einigen Minuten schien er sich wieder an mich gewöhnt zu haben. „Guter Junge!“ lobte ich ihn nach der letzten Runde Galopp und kraulte ihn hinter den Ohren. Nach einem Apfel als Nachspeise brachte ich ihn zurück auf die Koppel. Als letztes waren Elodin und Lana dran. Ich putzte die beiden, sattelte Elodin auf und nahm Lana als Handpferd mit auf einen Ausritt. In gemütlichem Tempo waren wir 50 Minuten unterwegs, ritten durch den Wald, am See vorbei und schließlich wieder zurück. Den beiden gab ich jeweils eine Apfelhälfte als Belohnung und nach dem Hufe Auskratzen brachte ich sie zu ihren Freunden auf die Weide. Nach diesem langen anstrengenden Tag tat mir der Hintern schon weh und ich war froh, als ich in Ruhe meinen Tee trinken konnte.
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      Canyon - 25. Januar 2016
      Was für ein Zufall es doch gewesen, war, dass ich zufällig in der Nähe unterwegs war, als Abajos Hilferuf zu mir durchdrang. Abajo brauchte mal wieder dringend Hilfe auf ihrem Gestüt, weil wegen der winterlichen Kälte ihr halbes Personal krank im Bett lag. Durch pures Glück war ich nur wenige Kilometer entfernt gewesen, um mir ein neues Pferd anzuschauen und hatte deswegen sofort zugesagt etwas zu helfen. Neue Höfe hatten mich schon immer interessiert, vorallem, weil ich immer etwas mitnahm, was ich bei meinem noch verbessern konnte. So wie ich das mitbekommen hatte, hatte Abajo sieben Pferde, welche ich heute mit versorgen sollte. Es gab also für uns beide reichlich zu tun. Ich hatte mir ein Taxi gerufen, welches mich zu der Adresse fuhr, die Abajo mir genannt hatte. Ich war gespannt, was mich erwarten würde und war positiv überrascht, als ich das Gestüt zum ersten Mal sah. Abajo erwartete mich bereits und half mir aus dem kleinen Wagen heraus. Bis jetzt kannten wir uns noch nicht, also nahmen wir uns kurz Zeit und stellten uns gegenseitig vor.
      »Hey, ich bin Mio!« begrüßte ich sie. »Ich hoffe, ich kann dir hier etwas helfen.«
      »Ich glaub schon. Jedes bisschen Hilfe kann ich heute brauchen.« antwortete sie mir und führte mich dann in Richtung Stall.
      Es war noch früh am Morgen, die Pferde standen also noch alle in ihren großzügigen Boxen und kauten zufrieden auf ihrem Heu. Zu erst zeigte sie mir ihre drei Hengste, bei welchen einer schöner war als der andere. Danach waren die vier Stuten dran, bei welchen mir vorallem eine Jungstute namens Picture of a Ghost gefiel.
      »Gefüttert sind sie schon. Sie müssen jetzt also nur raus auf die Koppeln und dann bräuchte ich etwas Hilfe beim Stall ausmisten.« erklärte mir Abajo. Ich nickte freudig und sogleich fingen wir an. Ich war ganz überrascht, als ich von Abajo den Shire Hengst Albus in die Hände gedrückt bekam, denn mit einer Größe von mehr als zwei Metern, war er eines der größten Pferde, die ich je gesehen hatte. Ich legte dem Riesen sein Halfter um, was mir viel Mühe abverlangte, und führte ihn dann aus seiner Box vor das Stallgebäude, wo mich bereits Abajo mit den anderen beiden erwartete. Das erste Pferd war eine mir noch unbekannte Rasse, ein Menorquiner, ein für mich Friesenähnliches Pferd, welches genau so rabenschwarz war. Abajo stellte ihn mir als Aquito vor und das Pferd zu ihrer Linken als Elodin. Auch Elodin gefiel mir auf Anhieb. Vorallem seine Mähne fiel mir gleich ins Auge, welche ein hübsches Zickzackmuster aufwies. Mit den drei Hengsten begaben wir uns zu einer nahe gelegenen Koppel, auf der wir die drei in die Freiheit entließen. Glücklich, endlich draußen zu sein, genossen sie die weitläufige und vom Regen nasse Koppel.
      Zurück im Stall stellte mir Abajo noch die vier Stuten vor. Eine davon schien sie besonders ins Herz geschlossen zu haben: Die braune Quarterstute Miss Independent. Stolz präsentierte sie mir auch ihr Fohlen, die Jungstute, welche mir vorhin schon so gefallen hatte. Natürlich lernte ich auch noch River Flows In You kennen, eine genauso schwarze Stute wie Aquito, denn sie gehörte der selben Rasse an wie er. Die letzte Stute hieß Abbey Down und war genauso wie Albus ein Shire Horse. Abbey war jedoch etwas kleiner, „nur“ 1,85 m groß und selbst das war für mich schon riesig! Auch diesmal nahm ich wieder den Shire und dazu noch River, welche zwar etwas kleiner war, aber trotzdem noch eine stattliche Größe hatte.
      Wir brachten die vier Stuten auf eine andere Weide, wo wir sie in die Freiheit entließen. Einen Augenblick schauten wir ihnen noch hinterher und genossen den Anblick von glücklichen Pferden, bevor wir uns dazu zwangen, zurück in den Stall zu gehen und mit der Stallarbeit anzufangen.
      Da wir zu zweit waren, ging das auch mehr als flott von dannen und innerhalb einer kurzen Zeit waren alle sieben Boxen mehr als sauber.
      Bevor ich mir ein Taxi rief, welches mich zum nächsten Flugplatz bringen würde, lud mich Abajo noch zu einem warmen Tee ein, welchen ich genüsslich im warmen schlürfen durfte. Aber auch ich musste meinen Flug zurück nach Hause schaffen und so rief ich mir, sobald die Zeit gekommen war, ein Taxi. Abajo verabschiedete sich bei mir und bedankte sich ausführlich für meine spontane Hilfe. Auch ich bedankte mich für den tollen Tag bei ihr und stieg dann in das müffelnde Taxi, welches mich in Richtung Flughafen bringen würde.
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      Eddi - 29. Juli 2016
      Diesen Sommer erwartete mich wieder die entspannte Reise auf die Okinawa Sunshine Ranch. Es war immer wieder schön, meiner guten Freundin Abajo einen Besuch abzustatten. Bei ihr hatte sich derweil viel verändert, denn die Familie war größer geworden und so blieb doch immer etwas weniger Zeit für die Pferde. Aus diesem Grunde würde ich meinen Urlaub direkt in Form von Arbeit im Stall begleichen und das war mir eigentlich auch mehr als recht. Doch nun hieß es erst einmal ankommen und die neusten Neuigkeiten bequatschen. Für diesen Abend hatte Abajo ihren kleinen Zwerg dann auch in die Obhut ihres Mannes gegeben und lud mich zu einem gemeinsamen Ausritt ein. Dafür nahmen wir uns die beiden größten im Stall: Abbey Dawn und Albus. Es war immer wieder so schön entspannt mit den Shire Horses, welche einen seelenruhig durch die wunderschöne Landschaft trugen. Als wir wieder da war, entließ ich Abajo recht schnell zu ihrer Familie und versprach ihr, mich um die Abendfütterung zu kümmern. Dabei lernte ich auch Miss Independents Fohlen Picture of a Ghost kennen. Ein wirklich süßes und hübsches Stutfohlen, welches mich neugierig abschnupperte und sich ein paar Streicheleinheiten abholte. Dann war auch für mich der Tag schon zu Ende und der nächste stand bereits in den Startlöchern. Da ging es auch früh für mich los, denn ich kümmerte mich um Stall und Pferde. Ich durfte Abajos neusten Vierbeiner kennenlernen: Elodin. Ein wirklich schöner Hengst, der auch wirklich brav war. Das Longieren machte er auf jeden Fall mehr als gut und ich lobte ihn nach der Arbeit ausgiebig. Danach stand etwas Dressurarbeit mit River Flows in you an. Einem Menorquiner lief man nicht täglich über den Weg und jedes Mal aufs Neue bestaunte ich die Rasse bei Abajo. Nach der Stunde Reiten erwartete mich erst einmal ein liebevoll von Abajo hergerichtetes Mittagessen, während welchem ich auch vom Morgen berichtete. Ich kannte Abajos Pferde bereits sehr gut, weshalb ich sie auch alle gut alleine arbeiten konnte. Am Nachmittag stand noch eine Stunde Bodenarbeit mit Aquito an. Der Hengst war sehr begabt was hohe Lektionen an der Hand betraf und ihn packte auch gern der Ehrgeiz. Beenden tat ich den Tag dann mit einem entspannten Spaziergang mit Miss Independent, ehe für mich auch schon das Touristenprogramm anstand, was Abajo extra für mich ausgearbeitet hatte.
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      Abajo - 28. Dezember 2016
      Voller Stolz und Zufriedenheit stand ich auf meinem Hof und überblickte diesen und den fleißigen Betrieb darauf. Einsteller eilten mit ihren Pferden herum, Reitschüler putzten die Pferde und die Stallarbeiter fuhren mit Schubkarren herum. Nun wollte ich aber endlich an die Arbeit gehen. Die Pferde waren schon geputzt - Reitschüler sind echt etwas wunderbares, vor allem wenn sie gerne extra Arbeit erledigen! - und gefüttert, weshalb ich sie nur noch bewegen musste. Einer fortgeschrittenen Reitschülerin erlaubte ich, mit Elodin auf einen Ausritt zu gehen und eine zweite und dritte Schülerin unterrichtete ich auf Miss Independent und Aquito, da sie demnächst auf ihnen eine Prüfung ablegen wollten. Da Elodin, Aquito und Miss somit schon bewegt wurden, musste ich mich nur noch um 5 andere Pferde kümmern. Mit Picture of a Ghost arbeitete ich vom Boden aus mit dem Führstrick und der Longe, um eine gewisse Vertrauensbasis zu schaffen. Die beiden großen Shire Horses Albus und Abbey Dawn spannte ich vor eine Kutsche, um einigen Touristen die schöne Gegend zu zeigen und als letzten Tagespunkt sattelte sie River flows in you, um mit ihr einige Dressurübungen am Platz zu machen. Nachdem alle meine Pferde versorgt waren, ging ich wieder in das Hauptgebäude, immerhin hatte ich noch viel Papierkram zu erledigen.
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      Muemmi - 13. Juni 2017
      Zu Besuch bei Abajo - Luisa Goeke vom SPZ Naundorf
      (c) Muemmi | 10.179 Zeichen


      Neben dem ganzen Chaos, das also die letzten Wochen auf meinem Hof herrschte, war ich froh, als mich ein Anruf einer alten Freundin erreichte. Abajo bat mich, sich um ihre Pferde zu kümmern. Sie selbst schaffte den Beritt nicht mehr, da sie mit ihrer Familie sehr eingespannt war und hatte ein schlechtes Gewissen, das sie ihren Lieblingen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenken konnte, wie noch zu damaligen Turnierzeiten. Wir waren früher sehr oft gemeinsam auf Turnieren und Veranstaltungen und ich sagte ihr sofort zu. Als wir wieder vollständig waren auf dem Hof, übergab ich Tom die Leitung und reiste für vier Tage ab auf den Hof von Abajo. Ich freute mich wahnsinnig, als ich sie nach ewig langer Zeit mal wieder in die Arme schließen konnte und war ganz verzückt von ihrem kleinen Kilian, der uns beide in den Stall begleitete und mit kleinen Fingerchen auf die Pferde zeigte. Ihr Hof war so ganz anders als meiner, viel kleiner, ruhiger und gemütlicher. Ich vermisste die Zeit, als ich nur Aquentino hatte, um wieder in den reinen Turniersport einzusteigen. Mittlerweile hatte sich das mit dem Sportpferdezentrum etwas arg gewandelt. Die beiden zeigten mir, wo alles zu finden war. Ich war glücklich, dass ich ganze vier Tage hatte, um alle Pferde ordentlich fördern zu können und nahm mir für den ersten Tag vor, alle ein wenig kennen zu lernen und mich um sie zu kümmern. „Ich habe dir das Gästezimmer hergerichtet. Komm, wir zeigen es dir.“ Kilian lachte und rannte vor uns her, während wir hinterhergingen und uns gegenseitig erzählten, was die letzten Jahre alles bei uns passiert war.

      Nachdem ich mich im Gästezimmer eingerichtet und mir meine Reitsachen angezogen hatte, tranken wir zusammen noch eine Tasse Tee und aßen ein paar Kekse. „So, dann mach ich mich mal an die Arbeit, was?“ Ich grinste und zwinkerte Kilian zu, der sich schüchtern hinter seiner Mama versteckte und dann doch lächelte. „Der ist so niedlich!“ meinte ich, winkte ihnen und ging hinüber zum Stall.

      In dem kleinen Trakt standen insgesamt sieben Pferde, sechs Ausgewachsene und eine Zweijährige. Ganz begeistert war ich von den beiden Menorquinern River Flows In You und Aquito, da ich die Rasse das erste Mal live zu sehen bekam. Ihr dunkles Fell schimmerte schön, aber ihre Mähnen waren etwas verwirrt. Ich machte mich also an meinen Plan und machte mich mit den Pferden vertraut. Ich holte erst River aus der Box und bestach die sieben Jahre alte Stute mit Leckerchen und Streicheleinheiten. Langsam bürstete ich ihr Fell, kämmte ihre Mähne und kratzte ihr die Hufe aus. Sie war geduldig und döste sogar etwas vor sich hin, als ich mich auf dem Putzplatz im Schatten vor dem Stall um sie kümmerte. Sie machte einen guten Eindruck und war sehr aufmerksam. Brav gab sie die Hufe und ließ sich diese auch etwas ausschneiden. Da es sehr heiß war heute, stellte ich sie zurück in ihre Box und würde sie, wie die anderen Pferde, erst Abends auf die Weide lassen. Als nächstes nahm ich mir Aquito vor. Obwohl hier ein imposanter Hengst vor mir stand, war er wirklich ausgesprochen lieb. Ich hielt dann aber kurz die Luft an, als ich sah, aus welcher Linie der hübsche Hengst stammte. Tatsächlich war der Vollbruder von Primus Odin. Für seine 13 Jahre sah er aus wie ein sechsjähriger, der gerade ausgewachsen war. Besonders faszinierten mich die blauen Augen, die er schloss, als ich ihm vorsichtig über die Stirn streichelte und ihn kraulte. Er ließ sich noch leichter putzen und umsorgen, als River und weckte jetzt schon meine Neugierde, wie er sich unter dem Sattel machen würde. Neben den zwei schwarzen Menorquins stand auch noch ein Shire Horse Pärchen im Stall. Ihre großen Köpfe ragten über die Box, als ich Aquito zurück in seine führte. Ihre Naben waren Abbey Dawn und Albus. Abbey kannte ich noch als Fohlen, da ihre Mama meine Tigra war, die auf meiner großen Gnadenweide ihren Lebensabend verbringen durfte. Mittlerweile war Abbey auch schon acht Jahre alt und zu einer hübschen Red Roan herangewachsen. Ihr mächtiges Langhaar rief auch nach etwas Aufmerksamkeit, weswegen ich sie ebenfalls hinausführte und auf den Abspritzplatz stellte. Sie schwitzte etwas unter dem Fell, weswegen ich sie vorsichtig kühl abspritzte und Schweif, sowie Mähne mit einem milden Shampoo wusch. Mit einem Schweißmesser zog ich das grobe Wasser aus und kämmte vorsichtig Mähne und Schweif mit einem grobzinkigen Kamm. Dann stellte ich sie auf den kleinen Paddock, der nur mit Gummimatten ausgelegt war und gab ihr etwas Heu zu fressen. So konnte ihr Fell trocknen, während ich Albus holte und das selbe mit ihm machte. Er war auch ein sehr lieber Riese, merkte aber, dass ich nicht seine Besitzerin war. Doch mit meinen kleinen Tricks und einem strengen Auftreten merkte er gleich, dass er das testen sein lassen kann und widmete sich lieber den Leckerchen, die er für artiges Verhalten abstaubte. Auch ihn stellte ich danach auf den Paddock und ließ ihn trocknen. Während das Shire Paar also draußen die Sonne und den leichten Wind genoss, holte ich Elodin. Der Norweger hatte ein hübsches Muster in die Mähne rasiert und erinnerte mich an die Kurzhaarfrisur, die Aquentino hatte, als ich ihn damals gekauft hatte. Ich merkte sofort, dass ihm wahnsinnig langweilig war in der Box und hatte so meine Schwierigkeiten mit ihm. Er tänzelte hin und her und warf mit dem Kopf. „Du bist also der Rabauke hier… Also schön, dann spinn dich erstmal aus.“ meinte ich, brach ab und ließ ihn auf dem Reitplatz laufen. Buckelnd machte er sich Luft und wieherte den beiden Großen zu, die ihre Köpfe hoben und sich dann wieder ihrem Heu widmeten. „Also schön, dann eben erst Independent“ dachte ich mir, grinste aber und halfterte die hübsche Quarterhorse Stute auf. Sie folgte mir anfangs eher zögerlich, ließ sich dann aber auch wie Aquito und River von mir putzen, streicheln und lieb umsorgen. Mit ihr war ich schnell fertig, brachte auch sie danach zurück in die Box neben der zweijährigen Stute Picture of a Ghost, die schon sehr glücklich darüber zu sein schien. „Bist du niedlich!“ Ich streichelte ihr ein paar Minuten den Kopf, dann ging ich wieder hinaus und sah nach dem kleinen Spinner. Er hatte sich immer noch nicht ganz beruhigt, brauchte wohl noch. Also lief ich hinüber zu Abbey, deren Fell und Mähne fast, aber noch nicht ganz trocken war. „Dann kümmer ich mich erst noch um das Fohli, bevor ich mich nochmal an Elodin wage, dann seid ihr wieder dran, ihr zwei Hübschen.“ Und so machte ich es auch. Als ich fast fertig war mit der kleinen Scheckenstute kam Abajo herum und sah nach dem rechten. „Klappt alles?“ fragte sie und sah kurz zu Elodin hinüber. Der hatte sich langsam ausgesponnen und graste unter dem Zaun hindurch die letzten Halme ab. „Äh ja, alles wirklich superliebe Tierchen. Auch den krieg ich noch in Griff.“ lachte ich und Abajo grinste mich an. Sie gab zu, dass er gern mal auch nen Reiter absetzt. „Na das soll er mal versuchen!“ „Achja, weil Ghost hier grade steht…“ Sie bat mich ohne große Umschweife darum, die Stute bei mir aufzunehmen, da sie sie ungern so ungefördert und sie um meine Chancen auf dem Hof wisse. Ich war etwas baff, war aber von der Kleinen ganz verzaubert. Ich nahm Abajo also genauso fix das Versprechen ab, mich um sie zu kümmern und sie zu fördern. Zusammen führten wir sie in die Box, ich holte Elodin und konnte ihn jetzt auch endlich in Ruhe putzen und die Mähne bürsten. Als er in der Box war, fing Abajo an, die Pferde zu füttern, bevor wir sie später auf die Weide bringen sollten und ich machte mich daran, bei Abbey und Albus die Mähnen noch in einen Bauernzopf einzuflechten, damit sie unter diesen nicht mehr so stark schwitzen konnten. Dann durften auch diese ihre Abendmahlzeit verputzen, bevor wir sie gemeinsam auf die Weide brachten. „Ich mach dann mal Abendessen, du kommst einfach rum, wenn du fertig bist. Ich muss nur zurück zu Kilian!“ „Ok, machen wir so, bis später!“ Ich lief zurück in den nun leeren Stall, mistete aus, putze die Tränken und füllte die Heuraufen für den nächsten Morgen. Dann kehrte ich noch die Stallgasse und lief gegen frühen Abend hinüber. Nach einer kurzen Dusche setzte ich mich zu Abajo, Kilian schlief schon, aß und sprach mit ihr durch, was sie sich für die nächsten Tage für ihre Pferde wünschte. Hauptsächlich sollte ich Dressur reiten und die Pferde auch mal wieder im Gelände bewegen. Nur Elodin ließ ich auch ein wenig im Military springen, der Hengst war über die Aufgabe sehr glücklich und war nach nur zwei Tagen deutlich gelassener und ausgeglichener. Ghost fing ich an zu longieren und sie weiter auszubilden, die beiden Shires nahm ich als Paar mit ins Gelände und ritt eine größere Distanz. Mit Miss Independent hatte ich neben Aquito aber den meisten Spaß. Ich war länger nicht mehr Western geritten, lernte also sowohl von als auch mit ihr. Sie war eine top ausgebildete Stute und zeigte sich auch in der Dressur als auch im Military wirklich wunderbar. Als ich sie am letzten Tag vom Platz ritt, sie absattelte und abspritzte, stand Abajo daneben und unterhielt sich noch mit mir über Ghosts Abstammung, da Independet ihre Mutter war. Tom sollte mich am späten Nachmittag mit dem Hänger abholen, wir würden Ghost gleich mitnehmen. Am Abend vorher hatten wir auch schriftlich alles klargemacht und ihre Sachen hergerichtet. Kilian stand jetzt neben uns und ließ sich von seiner Mama hochheben, damit er Miss Hals streichelt konnte.

      Nachdem Tom angekommen war und wir noch kurz bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen, verlud ich erst meine eigenen Habseligkeiten im Jeep und dann die von Ghost. Die Stute ließ sich ungewöhnlich leicht auf den Hänger führen, wieherte dann aber doch herzzerreißend, als sie merkte, dass ihre Mama ihr nicht folgen würde. „Sowas find ich bei uns auch immer ganz schlimm, wenn ein Fohlen geht, das auf dem SPZ aufgewachsen ist.“ erwiderte ich gedrückt und umarmte Abajo zum Abschied. „Bei dir hat sie es bestimmt gut und wenn sie erstmal in der Fohlenherde ist, wird sie die Langeweile hier ganz sicher nicht vermissen“ Tom und ich winkten Abajo und Kilian, bis nicht mehr in Sichtweite waren und traten zum Beginn der neuen Woche unsere Heimreise an.
    • Friese
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      Zaii - 22. Februar 2018
      "Hallo ihr Hübschen", begrüßte ich die Pferdeköpfe, die sich mir neugierig entgegenstreckten. Der schwarz-weiße Kopf eines Jungpferdes schob sich zwischen den anderen durch und schnupperte sanft mit der Lippe über meine dargebotene Hand. Schnell schlüpfte ich zwischen dem Zaun hindurch und war direkt von der kleinen Herde umringt. Ich kramte in meiner Jackentaschen nach den kleinen Stücken Möhre, die ich eingeschoben hatte und verteilte diese. "Nein, du hattest schon", ermahnte ich Picture of a Ghost. Die kleine Stute ließ sich von den älteren Herdenmitgliedern nicht beeindrucken, sondern beharrte auf ihren Platz direkt vor meinem Gesicht. Ihre Mutter, Miss Independent, hielt sich im Vergleich dazu mehr im Hintergrund und wartete geduldig, bis ich ihr ein Stück darbot. Voller Vorsicht nahm sie es dann auf und konnte es gerade noch so vor Abbey Dawn in Sicherheit bringen. Die große Stute überragte die anderen Damen deutlich, strahlte aber einfach nur unendliche Sanftheit aus und schien kaum aus der Ruhe zu bekommen zu sein. Auch ihr Warten belohnte ich mit einem Stück Möhre, genau so wie das von River Flows In You. Abajos Stuten schienen alle eine Engelsgeduld zu besitzen und dem war sich offensichtlich auch die Jüngste bewusst, denn diese schien sich noch immer im Fohlenschutz zu befinden und es machte den Eindruck, als könnte sie sich viel erlauben, bevor es den älteren zu viel wurde.
      Lachend schüttelte ich den Kopf, als Pixel ihre Lippen an meiner Seite entlang wandern ließ und schließlich bei meiner Tasche stoppte. "Ja, da ist noch mehr drin und nein, das ist nicht für dich", erklärte ich, ehe ich mich wieder durch den Zaun hindurch drückte, um einige Meter weiter zu gehen. Während mir Pixel und River noch folgten, schaute Miss mir nur hinterher und Abby hatte sich schon wieder dem dürren winterlichen Gras zugewandt.

      Auf der angrenzenden Weide wurde ich direkt mit einem leichten Schnauben von Aquito, einem schönen Rappen begrüßt. Während er mich genau beobachtete, kletterte ich auch hier zwischen dem Zaun hindurch, was auch Elodin auf uns aufmerksam machte. Beide Hengste nahmen meine dargebotenen Möhrenstücke sofort an, Aquito bekam daran anschließend direkt die angelegte Ohren des Fjords zu Gesicht, als er ihm zu nah kam. Während die beiden Hengste sich ein Duell zu liefern schienen, wer die Ohren weiter in der Mähne verstecken konnte und ich sicherheitshalber einige Meter Abstand nahm, näherte sich mir Albus. Ich musste den Kopf deutlich in den Nacken legen, den Alb war bestimmt das größte Pferd, das ich jemals gesehen hatte. Als er jedoch seinen Kopf senkte und sein Maul sanft in meiner Hand ablegte, erkannte man in ihm einen sanften Riesen, wie es auch schon bei Abby der Fall gewesen war. Schnell steckte ich ihm einige Stücke Möhre zu, ehe sich auch die anderen beiden Hengste wieder näherten. Ich verteilte in Windeseile meine restlichen Leckereien, dann brachte ich den Zaun wieder zwischen die Hengste und mich, denn offensichtlich hatte Alb entschieden, beim Duell der angelegten Ohren teilzunehmen. Dabei beließen die Hengste es aber auch und jeder verzog sich in eine andere Ecke, sodass ich guten Gewissens, an der Weide der Stuten vorbei, zurück zu meinem Auto gehen konnte.
    • Friese
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      Findu - 17. Juli 2018
      Pflegebericht für die Okinawa Sunshine Ranch



      Heute durfte ich einer Bekannten von mir aushelfen, ihre Pferde zu versorgen. Aufgrund privater Gründe hatte Abajo derzeit leider nicht die Möglichkeit, sich um ihre Lieblinge auf der Okinawa Sunshine Ranch zu kümmern. Da ich mit meinem kleinen aber feinen Gutshof noch nicht so viele Pferde zu versorgen hatte und das Crownfield Medical Center es mit der derzeitigen Auftragslage zu lies, hatte ich Abajo versprochen, mich um ihre Schätze zu kümmern.



      Deshalb stand ich heute in aller Frühe auf, versorgte meine eigenen Pferde und brachte diese auf die Koppel, anschließend schnappte ich mir die Hunde und machte mich auf den Weg zu Finn, um diese dort zu beherbergen. Nach einer Fahrt, bei der die Zeit wie im Flug verging, kam ich entspannt und voller Tatendrang auf dem Hof an. Ich stellte meinen VW Tiguan neben dem Stallgebäude ab und schaute nochmals kurz auf die schriftlichen Anweisungen welche Abajo mir hinterlassen hatte. Zuerst einmal sollte ich die 3 mir zugeteilten Pferde füttern, anschließend misten und zum Abschluss noch bewegen und ihnen wenigstens eine kurze Auszeit auf den Wiesen der Ranch gönnen. Ich begann also meine Aufgabe mit einem Gang zur Futterkammer. Dort angekommen fand ich eine Liste der Pferde mit einer Mengenangabe des benötigten Futters. Ich schnappte mir 3 Eimer und richtete jeweils das entsprechende Futter. Anschließend suchte ich in der Stallgasse die Pferde dazu auf. Zuerst landete das Futter von Elodin, einem schönen norwegischen Fjordpferd in dessen Trog. Anschließend durfte sich Aquito über sein Kraftfutter freuen. Zum Abschluss fütterte ich auch noch River flows in you, eine wunderschöne Rappstute. Als die Pferde mit Kraftfutter versorgt waren, schnappte ich mir eine Heugabel und schob jedem der 3 Schönheiten eine ordentliche Portion Heu zu. Danach räumte ich wieder alles zur Seite und beschloss einen kleinen Hofrundgang zu machen, damit die Pferde in aller Ruhe frühstücken konnten.

      Nach ca. einer halben Stunde beschloss ich, die Pferde zu misten. Ich schaute auf den Koppelplan, welchen Abajo mir freundlicherweise gefertigt hatte und brachte dann zuerst Elodin und Aquito auf die Weide, anschließend folgte River flows in you. Wieder im Stalltrakt angekommen, schnappte ich mir die erstbeste Mistgabel und eine Schubkarre und fing mit der ersten Box an. Nach 25 Minuten waren alle 3 Boxen von nassem Stroh und Pferdeäpfeln gesäubert. Ich belud die Schubkarre mit Stroh und streute in den nächsten 10 Minuten die 3 Boxen ein. Dann schnappte ich mir ein Halfter, nachdem die Schubkarre und die Mistgabel wieder an ihren Platz geräumt wurden und lief zu Elodin. Der schöne Fjordhengst lies mich erst 2-3-mal hin und herrennen, ehe er sich artig das Halfter aufziehen ließ. Brav trottete er neben mir zurück zum Stall, wo ich mir eine Longe und Gamaschen schnappte. Ich zog Elodin die Gamaschen an und tauschte den Strick am Halfter gegen die Longe ein. Dann führte unser Weg auf den Reitplatz. Dort longierte ich den Hengst ca. 30 Minuten locker im Schritt und Trab und einmal kurz Galopp auf jeder Hand. Am Ende der Einheit kraulte ich den Hengst und brachte ihn wieder auf die Koppel. Als nächstes folgte River flows in you. Die hübsche Stute bekam ebenfalls Gamaschen an, jedoch ließ ich die Stute in der Hale freilaufen, da die Sonne so langsam an Kraft zunahm und somit die Temperaturen nach oben kletterten. Die Stute bockte sich ordentlich aus und zeigte eindrucksvoll wie schön sie sich bewegen konnte. Als die Rappstute von sich aus meine Nähe suchte, fing ich sie wieder ein und brachte auch die wunderhübsche Menorquinstute zurück auf die Koppel. Zum Abschluss kam noch Aquito an die Reihe. Der Rapphengst mit den blauen Augen sah mich erst misstrauisch an, kam jedoch als ich ihm ein Leckerlie entgegenstreckte. Auch er lies sich gut halftern und kam nach einigen zögernden Schritten fleißig mit. Auch ihn ließ ich ihn der Halle laufen, nachdem ich ihm Gamaschen angezogen hatte. Er bockte weniger, dafür brauchte er deutlich länger bis das Signal zum Einfang durch ihn kam. Ich lobte den Hengst ausgiebig und brachte ihn direkt in die Box. Anschließend fand auch Elodin den Weg in die Box. Als die beiden Hengste in der Box waren, folgte noch River flows in you. Zum Abschied gab es für alle nochmals Kraftfutter und Heu. Danach machte ich mich auf den Heimweg.
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  • Album:
    Hilltop Stable
    Hochgeladen von:
    Friese
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    4 Apr. 2020
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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

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    Rasse: Menorquiner
    Geburtsdatum: **.05.2010
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 158 cm
    Fellfarbe: Rappe
    Kopfabzeichen: //
    Beinabzeichen: //

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    Die hübsche Stute River liebt es, über Felder zu galoppieren und dem Flüstern des Windes zu lauschen. In ihrer Herde zeigt sie sich immer gutmütig und geduldig gegenüber anderen. Auch wenn mal ein neues, junges Fohlen hinzukommt und sie dessen Spielereien ausgesetzt ist, tut sie das alles mit einem Prusten und kurzem Schweifpeitschen ab. Die Stute ist sehr gut in ihrer Herde integriert, hat aber zwei 'Freunde' mit denen sie am meisten Zeit verbringt, weshalb zu ahnen ist, dass sie sich später lieber auf einen Menschen statt auf mehrere konzentriert. Da sie eher langsam verzeiht und auf Ordnung und Gewohnheit in der Herde achtet, sollte man die Stute korrekt und vorsichtig ausbilden, um sie nicht zu verwirren oder zu überfordern. Wenn man das beachtet bekommt man sicherlich einen treuen Partner für's Leben und ein lernfähiges Reitpferd, das immer versuchen wird alles richtig zu machen.

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    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: Sweetvelvetrose
    Pferdewert: //

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    Springen: L
    Western: E
    Dressur: M
    Military: A
    Distanz: E
    Rennen: E

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    3. Platz 280. Dressurturnier
    2. Platz 200. Synchron-Militaryturnier
    2. Platz 70. Synchronspringen
    3. Platz 297. Springturnier
    2. Platz 303. Dressurturnier


    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren x
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x
    Nein sagen x | Slalom x | Podest x | Plié x
    Spanischer Gruß x | Flehmen x​