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Sosox3

Rhoda | 13 Punkte

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Rhoda | 13 Punkte
Sosox3, 5 Apr. 2020
Mohikanerin und Wolfszeit gefällt das.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Januar 2017
      Januar 2017 - 4748 Zeichen - Ein Ausritt an den Strand
      „Kann ich Argo wieder haben? Ich mag sie sooo gern und du hast auch gesagt das wir gut zusammen passen! Ja? Darf ich?“ schmunzelnd lief ich mit der kleinen Molly über den Hof zu den Stallungen. Molly war 8 Jahre alt und gehörte praktisch schon zum Hofinventar, wenn man es so nennen wollte. Heute hatte ich mit ihr und noch zwei anderen Mädchen einen Ausritt geplant, da heute endlich mal ein regenfreier Tag war. Zu dieser Jahreszeit ist Wales eher ungemütlich, windig und kalt und eigentlich regnet es so gut wie immer, außer heute! „Dann hole sie doch schon mal. Die anderen beiden werden auch bald kommen.“ antwortete ich dem auf und ab hüpfenden Mädchen, das sogleich ein jubelndes „Jaaa!“ raus rief. Sie ist immer so süß wenn sie sich freut, dachte ich mir und machte mich auf den Weg um Rhoda und Caresse zu holen. Als ich mit den beiden Stuten in die Stallgasse kam zum putzen, stand Molly mit meinem Connemarapony Argo schon längst da und bearbeitete ihr Fell. In dem Moment kamen auch Grace und Amy. Grace kannte ich schon, sie war 14 Jahre alt und nahm bei uns regelmäßig Reitunterricht. Amy, eine Freundin von Grace, kannte ich zwar noch nicht aber ich wusste das sie reiterfahren war und uns heute gerne mal begleiten wollte auf einem Ausritt. „ Hallo ihr zwei! Grace du kannst dir Norisk schnappen und für dich Amy hab ich hier Caresse. Eine ganz liebe Criollostute.“ erklärte ich und machte mich dann daran meine Rhoda zu putzen. Amy und Caresse wurden schnell warm miteinander und bei Grace und Norisk hatte ich sowieso keine Bedenken. Nach einer halben Stunde waren alle gesattelt und getrenst. Argo bekam noch eine Ausreitdecke drauf, da sie geschoren war, und dann konnten wir alle aufsteigen. „Alle dick angezogen? Es wird windig!“ fragte ich in die Runde, was mit einem Kopfnicken beantwortet wurde. „Na dann mal los.“ Ich hatte vor Richtung Broad Haven zu reiten und dort mit den Mädels an den Strand zu gehen, da waren wir schon lange nicht mehr. Zuerst führte uns unser Weg über eine asphaltierte Straße, neben uns weite Wiesen, ab und an ein einzelner Hof oder ein paar Wohnhäuser. Das Wetter war kühl und grau, aber im Gegensatz zu den letzten Wochen wirklich angenehm. Molly plapperte während des ganzen Ritt´s und ließ uns an ihrem Pferdewissen teilhaben „Wusstet ihr das es bei Friesen nur Rappen gibt? Und das Shire Horse ist das größte Pferd das es gibt, und....“ wir hatten es bestimmt schon zum tausendsten mal gehört, aber taten weiterhin überrascht und interessiert und konnten uns das ein oder andere Grinsen nicht verkneifen. Nach ein paar Trabeinheiten erkundigte ich mich bei Amy ob bei ihr und Caresse alles gut lief und sie zufrieden war. „Alles super!“ gab sie mir zur Antwort und ich drehte mich zufrieden wieder nach vorne. Das schätzte ich an meinen Pferden so, dass ich fast jeden drauf setzen konnte ohne Angst haben zu müssen das sie irgendeinen Unsinn machen. Schon bald kamen wir in der Kleinstadt an und mussten noch ein Stück durch den Ort reiten. Die Pferde waren das gewohnt und ihnen machten Lärm, Menschen und Autos nichts mehr aus. „Gehen wir an den Strand?“ „Ja. Hier musst du dann Norisk bisschen zurück halten, manchmal wird er übermütig.“ erklärte ich Amy und wir bogen zum Strand ein. Dieser war fast menschenleer, außer ein paar Hundebesitzer und einzelne Spaziergänger, und Touristen verschlug es hier her seltener. „Wenn wir gleich galoppieren bleiben wir hintereinander und auf Caresse einfach schön locker sitzen, sie galoppiert eh sehr geschmeidig“ erklärte ich und trabte dann locker an. Ich wollte kein Wettrennen oder unkontrolliertes dahin preschen, dafür waren mir Molly und Amy noch zu unerfahren. Der Wind blies uns um die Ohren und die Pferdehufe hinterließen ihre Spuren im Sand. Meine Norikerstute Rhoda war heute überraschend motiviert und legte einen fleißigen Galopp an den Tag. Ich drehte mich einmal um um nach dem rechten zu sehen, aber das was ich sah gefiel mir sehr gut. Als der Strandabschnitt sich dem Ende neigte hob ich meine Hand als Zeichen zum durchparieren. Die Pferde schnaubten und die Reiter hatten sichtlich Spaß daran gehabt und tätschelten die Pferdehälse. Ich lächelte in die Runde und zusammen schlugen wir den Heimweg ein. Nach einer Stunde kamen wir, etwas fröstelnd, wieder auf dem Hof an. Meine langjährige Freundin und Hofpartnerin Emilia empfing uns besprach mit mir ein paar Dinge die anstanden und erledigt werden mussten. Die drei Mädels sattelten derweil ab und versorgten die Pferde. „Ich flechte Argo noch Zöpfchen ein, damit die Mähne nicht so dreckig wird.“ meinte Molly und organisierte sich bei mir ein paar Mähnengummis. Zum Schluss bekamen alle in ihren Boxen noch eine Portion Obst und Möhren und ich verabschiedete die Mädels.
    • Sosox3
      Trainingsbericht
      März 2017
      Zirzensik Kurs März 2017 - (c)FrauHolle

      Mittwoch (Anreisetag)
      Ich wuchtete das frische Stroh aus der Schubkarre. Seit heute Morgen war ich nun dabei, alles für meine Gäste herzurichten. Ich verteilte das Stroh in den Boxen, kontrollierte alle Tränken und stopfte Heunetze. Selbst das Reiterstübchen hatte ich auf Vordermann gebracht: Die Bänke und Tische waren abgewischt, die Heizung aufgedreht und der Kühlschrank war mit reichlich Getränken und Snacks für zwischendurch gefüllt. Ich freute mich riesig auf meine Gäste, denn immer wenn ich einen Kurs auf meinem Hof veranstaltete, kam viel mehr Leben auf meinen Hof. Ich fegte gerade noch einmal durch die Stallgasse, als ich plötzlich das erste Auto auf die Ranch fahren hörte. Ich stellte meinen Besen zur Seite und eilte nach draußen. Mit wilden Handbewegungen zeigte ich der Fahrerin, wo sie ihr Auto und den Hänger am besten hinstellen konnte, denn es würden noch vier weitere Autos samt Hänger kommen und der Platz auf meiner Ranch war sehr begrenzt. „Hey, ich bin Veronika“, sie war aus dem Auto gestiegen und streckte mir freundlich ihre Hand entgegen. Ich stellte mich kurz vor uns fragte schließlich: „Wie war die Anreise? Hat alles geklappt?“. Veronika erzählte mir von ihrer weiten Anreise aus Wales, während wir gemeinsam die Hängerklappe öffneten. Rhoda stand total entspannt auf dem Hänger und ließ sich ruhig von Veronika rückwärts aus dem Hänger führen und ich zeigte den beiden Rhodas Box. Nachdem die Stute sich zufrieden ans Heunetz gestellt hatte, packten wir Veronikas Kofferraum aus. „Wow das ist ja mal ein Eimer“, ich hielt einen riesen großen Eimer mit bunten Leckerlies in der Hand. „Ohne die geht es bei Rhoda gar nicht. Glaub mir, das wirst du auch spätestens morgen feststellen“, Veronika lachte herzlich. Gerade als wir ihre Sachen in die Sattelkammer bringen wollten, rollte ein weiteres Auto auf meinen Hof. Es war Elisa, die mit ihrer Stute aus Kanada angereist war. Elisa war mir sofort sympathisch und auch ihr Pferd war eine liebe, neugierige Stute. Etwas zurückhaltend schnüffelte sie an meiner Jackentasche und ich rückte ein Willkommensleckerli heraus. Auch Beverly durfte in den nächsten Tagen in einer großen Paddockbox leben. Als wir alle Sachen, und alle Pferde, untergebracht hatten, setzten wir uns gemütlich ins Reiterstübchen und ich bat Elisa und Veronika etwas zu trinken an.
      Wir drei verstanden uns sofort. Veronika erzählte viel von ihrem Hof in Wales, den sie sich vor kurzem aufgebaut hatte. Auch Elisa erzählte uns von ihrer täglichen Arbeit.
      Wir waren total ins Gespräch vertieft, als ich zwei Scheinwerfer durch die Scheibe des Reiterstübchens sah. Auch Bellamy hatte den weiten Weg aus Kanada auf sich genommen, um an meinem Kurs teilzunehmen. Mit seinem dunklen Wuschelkopf stieg er aus dem Auto und begrüßte die drei Mädels, die vor ihm standen. Bellamy führte seinen Paint Horse Hengst aus dem Hänger, nachdem Veronika und ich ihm die Hängerklappe geöffnet hatten. Gun and Slide ging in aller Ruhe aus dem Hänger und guckte sich erst einmal neugierig um. Liebevoll tätschelte Bellamy seinem Pferd über die Nüstern und brachte ihn schließlich in die Box. Ich glaube, Bellamy war ein bisschen überfordert, als wir drei Mädels anfingen, ihn mit Fragen zu bombardieren. Doch Bellamy kam nicht wirklich dazu, viel zu erzählen, denn schon kurz darauf rollte Nancy auf den Hof. Ihr Tinkerhengst Rainy Afternoon bekam die Box neben Gun and Slide. Neugierig beschnupperten sich die beiden Hengste über die Wand und wir beobachteten noch einen Moment, wie die beiden sich kennenlernten. Jetzt fehlte nur noch meine Schwester Jessica. War ja klar, die, die am nächsten dran wohnt, kommt als letztes. Ich brach mit Nancy, Bellamy, Veronika und Elisa zu einem Hofrundgang auf. Wir schlenderten vom Aktivstall zum Hengstoffenstall, machten einen kleinen Abstecher zum Longierzirkel und gingen schließlich zum kleinen Platz, an den direkt die Halle anschließt. Am Reiterstübchen und an der Miniranch vorbei, gingen wir zum Agilityplatz. Wir liefen ein kleines Stück den Deich hoch und guckten uns von dort aus das Wasser an. „Ich liiiiiebe das Meer“, schwärmte Nancy. Wir gingen den Deich wieder herunter, an der Miniranch vorbei und schließlich zum großen Platz und zur Longierhalle. Gerade als wir die Runde beendet hatten, fuhr ein letztes Auto auf meinen Hof. Ich erkannte sofort das Auto meiner Schwester und lief ihr grinsend entgegen. Jessi hatte zwei Pferde dabei: Mit Samira wollte sie an dem Kurs teilnehmen und mit ihrem Hengst Haru hatten wir für nächsten Montag einen schönen Strandritt geplant. Haru durfte seinen Urlaub die nächsten Tage auf der großen Wiese verbringen und Samira kam zu den anderen in den Stall. Es war schon spät und nachdem Jessi sich bei allen vorgestellt hatten, verabredeten wir uns für Morgen und gingen ins Bett.


      Donnerstag
      Die Laune war bestens, das Wetter war wunderschön und die Kursteilnehmer freuten sich auf das erste Training. Wir putzen die Pferde und machten uns alle zusammen auf den Weg zum großen Reitplatz. „Jetzt könnt ihr erstmal alleine arbeiten, damit ich sehe, wie ihr mit euren Pferden zurechtkommt. Macht die Pferde warm und lenkt die Aufmerksamkeit auf euch“, erklärte ich den anderen. Die Teilnehmer verteilten sich auf dem Platz und fingen mit der Bodenarbeit an. Ich nahm jedes Paar genau unter die Lupe und machte mir ein Bild, auf welchem Stand sie waren. Während manche schon Seitengänge vom Boden aus zeigten, hatten andere Probleme, ihr Pferd rückwärts zu richten. Nach einer knappen viertel Stunde trommelte ich meine Schüler wieder zusammen, denn ich hatte mir von jedem einen ersten Eindruck verschafft. „Ich zeige euch nun die erste Übung. Die ist ziemlich einfach und ich denke, ihr werdet die heute alle hinkriegen“, erzählte ich. Ich zeigte mit Gun and Slide, wie man einem Pferd das „Nein“ sagen beibringen kann. Jeder suchte sich eine ruhige Ecke und fing an, das „Nein“ sagen zu üben, während ich bei jedem nacheinander vorbeischaute und Tipps gab. Beverly war die erste, die den Trick verstanden hatte. Begeistert klopfte Elisa ihr den Hals. Jessi hingegen hatte noch ein wenig Schwierigkeiten. „Du musst die Belohnung präziser, im richtigen Augenblick, geben“, gab ich ihr als Tipp. Veronika und Bellary waren auf einem guten Weg und auch Nancy arbeitete sehr gut mit ihrem Pferd. Nach einer dreiviertel Stunde beendeten wir die erste Trainingseinheit und machten es uns zur Mittagspause im Reiterstübchen gemütlich.

      Während Nancy und Veronika gegen 13 Uhr zu einem Spaziergang am Strand aufgebrochen waren, hatte ich die vielen Fragen von Jessi, Bellamy und Elisa beantwortet und einiges über die Zirzensik erzählt. Gegen 15:30 Uhr versammelten wir uns alle wieder auf dem Platz. „Jetzt kann jeder individuell arbeiten. Ich denke Übungen wie Kompliment, Spanischer Gruß oder Flehmen wären für den Anfang geeignet. Ihr könnt euch eine Übung aussuchen und ich komme rum, um euch zu helfen“, sagte ich zu meinem Schülern, „bis dahin könnt ihr natürlich nochmal das Nein sagen üben“.
      Nancy hatte sich für das Kompliment entschieden, denn sie wollte ihrem Pferd unbedingt das Liegen beibringen. Deshalb übte sie zuerst das Kompliment, danach das Knien und daraus konnte sie dann das Liegen erarbeiten. Nancy hatte sich ein ziemlich großes Ziel gesetzt, aber ich mochte motivierte Schüler. Ich zeigte ihr genau, wie sie beim Kompliment vorgehen musste und ließ sie dann alleine üben. „Wenn du meine Hilfe brauchst kannst du jederzeit Bescheid sagen“, sagte ich ihr, während ich zu Bellamy ging. Er hatte in der Zwischenzeit weiter am „Nein“ sagen gearbeitet und hörte mir nun gespannt zu, als ich ihm erklärte, wie er beim Flehmen vorgehen musste. Von Bellamy war ich wirklich begeistert, denn er arbeitete sehr ruhig, aber konsequent. Als auch er auf dem richtigen Weg war, ging ich zu meiner Schwester. Sie hatte schon ein bisschen Erfahrung mit der Zirzensik, da sie mir schon öfter beim Training zugeguckt hatte, und war schon fleißig dabei, Samira den Spanischen Gruß beizubringen. Ich gab ihr noch kurz einen Verbesserungsvorschlag, bevor ich mich auf den Weg zu Veronika machte. Auch sie hatte sich, genau wie Jessi, für den Spanischen Gruß entschieden und ich machte den Vorschlag, dass die beiden zusammen üben könnten. „Wenn einer Hilfe braucht, versucht euch erst gegenseitig zu helfen. Ansonsten bin ich jederzeit für euch da“, sagte ich zu Jessi und Veronika. Elisa hatte sich gewünscht, Beverly beizubringen, einen Teppich auszurollen. Ich holte einen kleinen Teppich aus der Halle und zeigte Elisa, wie sie vorgehen musste. Jeder war beschäftigt und ich ging herum und half den anderen bei Problemen und Fragen. Alles war perfekt: Die Sonne lachte, die Pferde waren motiviert und alle Teilnehmer waren fleißig am üben. Wir beendeten das Training mit viel neuem Wissen und freuten uns schon riesig auf den morgigen Tag.


      Freitag
      „Heute findet das Training auf dem Agilityplatz statt“, rief ich über den ganzen Hof, denn die Meute hatte sich zum Putzen auf dem Hof verteilt. Knappe 20 Minuten später standen alle auf dem Grasplatz bereit. Ich erzählte den Plan für das heutige Training: „Ihr könnt gerne alle Hindernisse, die ihr hier seht, ausprobieren. Lasst eure Pferde immer ganz viel Zeit zum Gucken und lasst es ruhiger angehen. Ihr solltet auf jeden Fall alle das Podest ausprobieren. Ich stehe euch gerne bei Fragen zur Seite“. Veronika blieb als erstes beim Podest und versuchte, Rhoda davon zu überzeugen, auf das Podest zu steigen. Es dauerte einige Zeit aber schließlich stand Rhoda mit beiden Vorderbeinen auf dem Podest. „Super!“, lobte ich die beiden, „jetzt kannst du weiter am Spanischen Gruß üben oder die anderen Hindernisse ausprobieren. Später kommst du dann nochmal zum Podest und versuchst es erneut“. Auch Jessica hatte Samira schnell überzeugt und klopfte ihrer Stute zufrieden den Hals. Bellamy hingegen wurde mit der Zeit etwas sauer, denn Gun and Slide wollte nicht auf das Podest und stand stur vor Bellamy. „Mach einfach 10 oder 15 Minuten etwas anderes und versuche es dann in einem neuen Anlauf nochmal“, ich versuchte, Bellamy wieder ein bisschen zu beruhigen. Elisa schaffte es sofort, ihre Beverly aufs Podest zu kriegen und konnte sich kurz darauf wieder an die anderen Hindernisse machen. Nun war Nancy an der Reihe und lockte Rainy mit einem Leckerli in der Hand aufs Podest. Es dauerte zwar einige Zeit, aber Nancy blieb geduldig und schaffte es schließlich. Während die anderen ihre Pferde in die Pause brachten, blieb ich noch kurz mit Bellamy und Gun and Slide auf dem Platz und versuchte es noch einmal mit dem Podest. „Du darfst nur nicht die Geduld verlieren“, sagte ich zu ihm. Ich half ein bisschen nach und zum Glück stand Gun and Slide am Ende mit seinen Vorderbeinen auf dem Podest. Erleichtert brachte Bellamy seinen Hengst in die Box und wir machten es uns im Reiterstübchen gemütlich, tranken Tee, aßen Kekse und quatschten bis der Arzt kommt.

      Heute Nachmittag trafen wir uns wieder auf dem großen Reitplatz. Nancy machte sich daran, das Kompliment weiter zu üben. Für Elisa hatte ich den Teppich bereit gelegt und auch sie machte sich an die Arbeit. Jessica und Veronika hatten große Fortschritte im Spanischen Gruß gemacht und Samira und Rhoda waren höchst konzentriert bei der Sache. Während die Mädels fleißig am üben waren, ging ich noch einmal mit Bellamy und Gun and Slide zum Podest. Mit viel Ruhe und Geduld schafften wir es ein weiteres Mal und Gun and Slide stand brav auf dem Podest.
      „Kommt mal bitte kurz zusammen“, schrie ich über den Platz. Ich wollte meinen Schülern erzählen, wie sie ihren Pferden das Drehen beibringen können. „Ihr nehmt eure Gerte, stellt euch auf die linke Seite und tippt mit der Gerte die rechte Seite eures Pferdes an“, zum Vorführen hatte ich mir Samira ausgeliehen. Jeder probierte, meine Worte umzusetzen und schon bald sah ich die ersten drehenden Pferde.
      Für heute war ich zufrieden mit den Leistungen von Mensch und Pferd. „Feierabend“, rief ich über den Platz und die fünf führten ihre Pferde in die Boxen.

      Samstag
      Der Himmel hatte sich leicht zugezogen, aber zum Glück regnete es nicht und wir konnten trotzdem draußen trainieren. Das Kompliment klappte bei Nancy und Rainy inzwischen wunderbar und heute zeigte ich ihr, wie sie nun zum Knien übergehen konnte. Meine Schwester übte noch weiter am Drehen, denn das klappte noch nicht einwandfrei. Veronika hatte sich gewünscht, Rhoda das Plié beizubringen und diesen Wunsch wollte ich ihr natürlich erfüllen. Ich erklärte ihr ganz genau, wie sie vorgehen musste: „Wenn du Rhoda vorher ein Stück nach hinten schickst, stehen ihre Hinterbeine weiter von den Vorderbeinen entfernt und es ist leichter für sie, das Gewicht zu verlagern und sich auszubalancieren. Das ist genau wie bei uns Menschen: Wenn wir breitbeiniger stehen, haben wir einen viel festeren und sichereren Stand, als wenn wir mit den Füßen zusammen stehen“. Veronika nickte und machte sich an die Arbeit.
      hatte inzwischen am Drehen und am Teppich ausrollen gefeilt und war nun gespannt auf die nächste Übung. Ich zeigte ihr das Küsschen geben und Elisa war völlig begeistert von der Übung und wollte diese ihrem Pferd unbedingt beibringen. Bellamy war ein letztes Mal zum Podest gegangen und kam mit einem Grinsen auf dem Gesicht zurück auf den Reitplatz. „Klappt einwandfrei“, er strahlte bis zu beiden Ohren. Er sollte sich als nächsten daran machen, Gun and Slide das Teppich ausrollen beizubringen. In aller Ruhe erklärte ich ihm die Übung. Meine Schwester war inzwischen ziemlich zufrieden mit dem Drehen und ich zeigte ihr die nächste Übung: Das Flehmen.
      Zufrieden beendeten alle Kursteilnehmer die Trainingseinheit und gingen in die wohl verdiente Mittagspause.

      Mit neuer Energie starteten wir am Nachmittag das Training. Für Nancy war dies ein ganz besonderes Training, denn sie schaffte es nach kurzer Zeit, Rainy zum Knien zu bringen. In ihrem Gesicht machte sich ein stolzes Grinsen breit und Nancy kraulte ihrem Hengst zufrieden den Hals. Ich ging zu Bellamy, der mich heute ziemlich überraschte. Wie selbstverständlich gab er Gun and Slide das Kommando und der Hengst rollte den kompletten Teppich aus, ohne einmal zu zögern. „Wow, wie hast du das denn so schnell hinbekommen?“, fragte ich ihn begeistert. „Ich glaube, diese Übung gefällt ihm“, lachte Bellamy. Ich schickte ihn zu Veronika, die gerade dabei war, am Plié den Feinschliff vorzunehmen. Veronika erklärte Bellamy, wie er das Plié üben konnte und Bellamy befolgte Veronikas Anweisungen. Ich ging zu Jessica, denn für sie stand heute der Spanische Schritt an. „Du stellst dich neben dein Pferd. Am besten gehst du erst einmal an der Bande entlang, das ist am Anfang einfacher. Dann tippst du abwechselnd das linke und das rechte Bein an. Die Koordination der Beine ist für die Pferde meist sehr schwierig, deshalb ist er sehr wichtig, dass du genau im richtigen Moment belohnst“, erklärte ichmeiner Schwester.
      Elisa zeigte ich heute den Spanischen Gruß, den sie ihrem Pferd unbedingt noch beibringen wollte. Möglichst genau versuchte ich ihr, den Spanischen Gruß zu erklären und sie machte sich daraufhin an die Arbeit. Nancy war total begeistert, dass Rainy nun das Knien konnte und war vor lauter Euphorie nicht mehr zu stoppen. „Jetzt kannst du mit ihm üben, dass er auf Antippen der Hinterbeine seine Beine einknickt. Wenn er das beherrscht, kannst du versuchen, ihn aus dem Knien zum Liegen zu bringen“, mit diesen Worten hatte ich Nancy noch mehr motiviert und sie fing sofort an, auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

      Sonntag
      Der letzte Tag stand an. Heute Nachmittag wollten wir alle gemeinsam an den Strand und dort trainieren. Ich wünschte Nancy so sehr, dass sie Rainy heute zum Liegen bringen würde, denn dafür war sie schon fleißig am üben. Veronika hatte sich für den letzten Tag das Küsschen geben vorgenommen und war dabei, Rhoda zu überzeugen, ihre Nase in Veronikas Gesicht zu drücken. Alle fünf Teilnehmer waren wirklich sehr selbstständig und so war immer jeder, auch ohne Anweisungen von mir, beschäftigt. Bellamy, der schon große Fortschritte beim Plié gemacht hatte, hatte sich für den letzten Tag, genau wie Veronika, das Küsschen geben vorgenommen. Auch ihm zeigte ich, wie er ans Küsschen geben rangehen musste. Jessica hatte sich für heute keine neue Übung vorgenommen, sondern wollte an den bisherigen Lektionen feilen, was ich sehr vernünftig fand. Ich gab ihr noch ein paar Tipps zum Drehen und zum Spanischen Schritt, bevor ich sie alleine weiter üben ließ. Elisa hatte sich für den Schluss noch eine leichtere Übung ausgesucht, um die Zeit bei mir noch möglichst effektiv zu nutzen, Beverly allerdings nicht zu überfordern. Mit einem Leckerli in der Hand zeigte ich ihr, wie das Flehmen funktionierte.
      Nach einer guten Stunde beendete ich das Training. Alle waren zufrieden…Außer Nancy, die Rainy etwas enttäuscht zurück in den Stall brachte. „Heute Nachmittag am Strand, in der neuen Umgebung, schaffen wir es eh nicht, ihn zum Liegen zu bringen“, sagte Nancy traurig zu mir. „Selbst wenn, dann kannst du zu Hause immer noch weiter üben“, munterte ich sie auf. Nancy und ich gingen zu den anderen, die schon im Stübchen auf uns warteten, denn wir wollten unsere letzte gemeinsame Mittagspause zusammen verbringen.

      Gegen 15 Uhr standen alle auf dem Hof bereit und freuten sich riesig auf das Training am Strand. Veronika ging mit Rhoda voran, die anderen folgten ihr in einer langen Kolonne.
      Gemeinsam liefen wir den Deich hinauf, auf dem einige Pferde stehen blieben und sich die Nordsee anguckten. Durch den weichen Sand stapften wir bis zum Wasser. Auch wenn die Pferde alle etwas aufgeregt waren und sich nervös in der neuen Umgebung umsahen, waren alle artig und folgten ihren Besitzern. Beverly, die schon mit den Hufen im flachen Wasser stand, wich erschrocken zurück, als eine Welle an ihre Beine klatschte. Die beiden Hengste standen noch etwas weiter vom Wasser weg und beobachteten skeptisch, wie die Stuten sich nach und nach ins Wasser trauten. Samira stampfte mit ihrem Huf im Wasser herum und machte die anderen um sich herum ziemlich nass. Auch Rhoda hatte sich ins Wasser getraut und stand nun, etwas unbegeisterter als die anderen, im Wasser und guckte Veronika fragend an. Sie ging mit ihm ein Stückchen am Strand entlang und übte im Wasser den Spanischen Gruß, sodass er ordentlich spritze. Inzwischen hatten sich auch Rainy und Gun and Slide weiter ans Wasser getraut und streckten neugierig die Nase ins kühle Nass. Wir hatten ziemlich Glück mit dem Wetter, denn es war keine einzige Wolke am Himmel zu sehen und die Sonne strahlte mit meinen Kursteilnehmern um die Wette.
      Über zwei Stunden verbrachten wir am Strand. Jeder festigte noch einmal alle Lektionen der letzten Tage, die Pferde plantschten um die Wette und wir gingen noch ein kleines Stück, am Wasser entlang, spazieren. Der perfekte Abschluss stellte der Sonnenuntergang dar, der sich wunderschön am Himmel zeigte. Unser Ausflug zum Strand war wirklich ein schöner Abschluss gewesen und Pferde, sowie Menschen, beendeten diesen Kurs mit einem tollen Erlebnis und sehr guter Laune. Nachdem die Sonne fast untergegangen war, machten wir uns auf den Weg über den Deich zurück zum Hof.
      „Nancy, komm noch mal kurz mit“, flüsterte ich ihr zu. Ich ging mit Nancy und Rainy auf den großen Reitplatz, während die anderen ihre Pferde ein letztes Mal in die Boxen brachten. Nancy war immer noch enttäuscht, dass sie es nicht schaffte, ihren Rainy zum Liegen zu bringen und ich hoffte so sehr, dass wir es heute noch schaffen werden. „Komm, versuche es doch nochmal“, machte ich ihr Mut. Nancy versuchte es immer und immer wieder, doch ihre Motivation ließ nach. Wir wollten gerade aufgeben, als es endlich geschehen war: Etwas zögerlich knickte Rainy aus dem Knien mit den Hinterbeinen ein und legte sich vor Nancy ab. Für einen Moment bleib Nancys Herz stehen, denn sie einfach nur überglücklich. Auch ich war nun sehr erleichtert, denn Nancy würde so mit einem Strahlen auf dem Gesicht nach Hause fahren. Nancy schob alle Leckerlies in Rainy rein, die sie noch in der Jackentasche hatte, bevor Rainy wieder aufstand. „Danke!“, sie fiel mir glücklich um den Hals. „Dafür nicht“, sagte ich zu ihr, „ich habe ja gesagt wir schaffen das noch“. Die anderen hatten ihre Pferde weggebracht, standen begeistert am Zaun und freuten sich für Nancy.
      Damit war der letzte Tag einfach nur perfekt gelaufen und wir setzten uns alle zusammen ein letztes Mal ins Reiterstübchen, wo wir bis tief in die Nacht saßen und quatschten.

      Montag – Abreisetag
      Der Kurs war vorbei und alle, außer meine Schwester, waren dabei, ihre Sache in ihrem Auto zu verstauen. Bellamy war der erste, der sich auf den Weg nach Hause machte. „Vielen Dank für alles! Der Kurs war wirklich sehr lehrreich gewesen. Wir kommen gerne wieder“, Bellamy verabschiedete erst die anderen, und dann mich.
      Auch Elisa machte sich schon früh am Morgen auf den Weg nach Hause. „Toller Hof und ein toller Kurs. Gerne wieder!“, sagte Elisa zu mir und umarmte mich zum Abschied.
      Kurz darauf fuhren auch Nancy und Veronika mit ihren Pferden vom Hof. Etwas traurig war ich ja schon, auch wenn ich die Ruhe auf meinem Hof immer genoss. Aber meine Schwester blieb mir ja noch einen Tag länger erhalten und ich freute mich riesig auf unseren gemeinsamen Strandritt
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Juli 2017
      Juli 2017 - 2660 Zeichen - Morgendliche Routine

      Wir hatten Ende Juli und das Thermometer schaffte nicht die 20 Grad Marke. Die letzten Tage hatte es auch viel geregnet und alles war matschig und irgendwie ungemütlich. Wenigstens schafften es heute ein paar einzelne Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke durchzubrechen. Ich zog mir meine Softshelljacke und die Gummistiefel über und machte mich auf den Weg zu meinen Lieblingen im Offenstall. Die Schubkarre und der Mistboy standen schon bereit und so konnte ich loslegen. Als ich das Gatter hinter mir schloss, kamen sogleich Rhoda, Argo und der kleine Maverick in meine Richtung. „Gibt noch nichts für euch, erst muss sauber gemacht werden.“ ich schob die Schubkarre zum Unterstand der Pferde und fing dort mit dem Misten an. Norisk lag dort im Heu und ließ sich nicht stören als ich neben ihm das schaufeln anfing. Maverick hatte das Interesse an mir verloren und scheuchte die große Noriker Stute Rhoda etwas umher. Maverick war in letzter Zeit viel gewachsen und hatte sich allgemein gut entwickelt. Er war jetzt 7 Monate alt und allmählich konnten wir uns schon Gedanken über das Absetzen machen. Als ich im Unterstand soweit fertig war, schob ich die Mistkarre weiter und arbeitete den kompletten Paddock ab. Argo holte sich zwischendurch ein paar Streicheleinheiten von mir ab und auch Norsik hatte sich aus seiner bequemen Position erhoben und versuchte nun mit der Nase unterm Zaun an das Gras zu kommen. „Hallo Veronika!“ riefen zwei Mädchenstimmen im Takt. Ich drehte mich um und winkte ihnen zu „Hallo ihr Zwei. Habt ihr nichts zu tun?“ scherzte ich und sah die beiden an. Die beiden 13 jährigen Mädchen waren aus dem Nachbarort und kamen oft vorbei um kleinere Arbeiten zu erledigen, sie machten das unheimlich gerne. „Dürfen wir Rhoda putzen?“ fragte die eine und die andere hatte sich sogleich ein Halfter geschnappt. Ich musste grinsen und mein Blick viel auf die Stute. Ja, sie hatte die letzten Regentage gut ausgenutzt um sich so richtig einzusauen. Ich nickte und die Mädels kamen herein und nahmen Rhoda mit. Ich war auch soweit fertig und brachte die Schubkarre zum Misthaufen, wo ich sie sogleich leerte. Dann holte ich Heu und verteilte dieses im Offenstall. Argo und Norsik stürzten sich gleich darauf und ich kuschelte noch etwas mit Maverick. Mittlerweile hatte er verstanden was Respekt bedeutete und war zum Menschen nicht mehr so ungestüm wie anfangs. Als ich mit allem fertig war, schaute ich noch kurz bei den Mädchen vorbei ob alles gut lief mit Rhoda. Die Stute sah mittlerweile schon wieder wie ein Pferd aus und die beiden freuten sich wie Schneekönige als ich sie lobte und meinte, Rhoda hätte noch nie besser ausgesehen. Calipso
    • Sosox3
      Pflegebericht
      November 2017
      November 2017 - 3763 Zeichen

      Bei uns in Wales zog langsam der Winter ein. Jetzt Ende November wurde es immer kühler und feuchter. Schnee gab es noch keinen, aber das war in unserer Region an der Küste eher selten der Fall das wirklich eine weiße Schneedecke zum Schneemann bauen einlud. Es war 7.30 Uhr und heute war ich mit dran zum ausmisten, da ein Pfleger aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Ich begann mit Mit meinen Hengsten und brachte sie auf ihre Winterkoppel. Die große Sommerkoppel war jetzt geschlossen und damit meine Jungs natürlich viel Bewegungsdrang hatten, bekamen sie eine extra Winterkoppel und den großen „Matsch“ Paddock gab es ja auch noch. Ich holte mir zuerst Companero und Fantasio und brachte die beiden nach draußen. Danach noch Kantarro, Fame, Chulo, Kajano und el Alba Ardiente. Ich war stolz darauf das ich meine Hengste zusammen in einer Junggesellen Herde halten konnte. Das Thema Hengsthaltung war immer noch sehr umstritten und ich hielt absolut nichts von Einzelhaft. Getrennt von den Stuten klappte das sehr gut und die Hengste hatten sowieso alle ein wunderbares Sozialverhalten, wie ich fand. Mein jüngster und neuester Hengst, PFS Dreaming of Revenge, wurde noch langsam an die anderen gewöhnt. Er stand im Nachbarpaddock während die anderen auf der Koppel waren und so konnten sie sich mit Sicherheitsabstand beschnuppern und kennenlernen. Aber auch das lief bis jetzt so gut das ich ihn wohl bald in die Herde lassen würde.

      Nach den Hengsten waren die Criollo Stuten an der Reihe. Auch sie hatten ein Winterdomizil bekommen und liefen zu viert brav am Strick neben mir her. Ashitaka, Caresse, Fermina und Sabandija warteten geduldig bis ich alle Stricke entfernt hatte und trotteten los um sich ein schönes Plätzchen zu suchen. Ashitaka fing gleich an sich zu wälzen und in kürzester Zeit war nicht mehr viel von der Rappstute zu erkennen. Ich hätte ihnen gerne länger zugesehen, aber die Arbeit machte sich nicht von alleine. Um kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit ausmisten und neu einstreuen und musste jetzt nur noch zu meinen Offenstallpferden. Als ich an den Zaun heran trat und nach den Pferden pfiff, kam der kleine Maverick sofort angetrabt und reckte mir seinen Kopf entgegen. „Na du kleine Maus!“ ich kraulte ihn hinter den Ohren und da kam auch schon seine Mama Argo mit an den Zaun. Ich holte dann die Schubkarre und begann auch den Offenstall abzumisten. Löwenherz, auch ein Neuankömmling bei uns, stand etwas abseits und beobachtete mich interessiert. Er wurde gut aufgenommen in der kleinen Herde und machte sich gut. Aber trotzdem blieb er noch auf sicheren Abstand, er hatte schon viel mitgemacht in seinem Leben. Die Noriker Stute Rhoda lag im Unterstand im Stroh und machte keinerlei Anstalten sich zu bewegen, sodass ich misten konnte. „Auf geht’s Fräulein, hoch mit dir!“ spornte ich sie an und tippte sie etwas energischer am Po an. Irgendwann stand sie dann auch auf, schüttelte sich und lief von Dannen. Als ich auch hier endlich fertig war und noch eine ordentliche Portion Heu verteilt hatte, versuchte ich mich ein wenig Löwenherz zu nähern. Ich bedrängte ihn nicht, hielt meine Hand ihm entgegen und wartete darauf das er einen Schritt auf mich zu machte. Er war schon sehr interessiert und ließ sich dann auch von mir streicheln, aber auf schnellere unbedachte Bewegungen meinerseits reagierte er schreckhaft und ergriff die Flucht. Ich ließ es für heute sein und war sowieso schon sehr stolz das er sich in der kurzen Zeit doch sichtlich wohl hier fühlte, in seiner neuen Herde. Bevor ich ging kuschelte ich noch ein wenig mit Norisk, der es sichtlich genoss! Im Kopf ging ich schon wieder ein paar Termine durch und plante den Tag. Vielleicht hätte ich heute auch endlich mal wieder Zeit für einen Ausritt. Mal sehen. Calipso
    • Sosox3
      Pflegebericht
      März 2018
      3898 Zeichen by Calypso - 24.03.2018

      So langsam zog auch bei uns der Frühling ein. An ein paar Tagen hatten wir schon richtig schöne 13 Grad erreicht und trocken war es auch endlich. Es war Mittag und ich gab gerade zwei Mädchen auf Argo und Rhoda Reitunterricht. Beide zogen, unabhängig voneinander, im Trab ihre Runden. „Rhoda darf ruhig flotter laufen, musst nicht so zaghaft mit ihr sein! Und Argo nicht zu fest halten. Auch mal locker lassen......ja und wieder annehmen, locker lassen. Ich weiß heute ist sie spritzig, aber du machst das gut!“ Nach weiteren 15 Minuten war die Stunde beendet und die beiden ließen die Pferde noch am langen Zügel über den Platz schreiten. „Ihr zwei kommt ja jetzt allein zurecht oder? Ihr könnt dann absatteln, den beiden noch Futter geben und einfach wieder in den Offenstall stellen.“ Die Mädchen nickten und ich verließ zufrieden den Reitplatz, da kamen schon die nächsten um die Ecke die was von mir wollten. „Hey Veronica!“ grüßte mich mein Stallhelfer Harry und hatte seine Tochter Lilly im Schlepptau „Harry! Hallo Lilly“ grüßte ich sie zurück und lächelte. „Lilly ist heute zu Besuch und da wollten wir fragen ob wir uns eins der Pferde ausleihen dürfen für einen Spazierritt?“ fragte Harry. Ich musste nicht lange überlegen, Harry war sehr verantwortungsbewusst und ich vertraute ihm meine Pferde gerne an. „Natürlich, nehmt euch einfach Sabandija.“ Harry nickte und bedankte sich bei mir, Lilly strahlte übers ganze Gesicht, sodass ich auch grinsen musste. Nun machte ich mich daran den Pferden ihr Mittagessen zu geben, mein Verlobter Luke und Emilia halfen mit. Ich war beim Offenstall und hiefte das Heu aus dem Schubkarren und verteilte alles im Unterstand. Dawn und Time in a Bottle kamen sofort angetrabt und inspizierten alles. Es machte mich so glücklich das die beiden von Tag zu Tag zutraulicher wurden und ihren Platz hier gefunden hatten. Maverick und Horik kamen auch dazu und Norisk und Löwenherz blieben erst noch in ihrer Ecke stehen und beobachteten alles. Die zwei waren, seit Löwenherz bei uns eingezogen ist, fast unzertrennlich und ich hatte das Gefühl das Norisk dem Tinker eine gewisse Sicherheit gab. Nach ein paar Streicheleinheiten mit jedem machte ich mich weiter an die Arbeit. Ich brachte die Stuten Fermina und Ashitaka noch für ein paar Stunden auf die Weide und machte das selbe dann mit den Hengsten Chulo, Fantasio, Companero, PFS Dreaming of Revenge, El alba Ardiente und Kantarro. Als Luke mich dabei sah rief er mir zu „Vroni, Fame kannst du drinnen lassen, den nehme ich gleich für´s Training!“ ich nickte und setzte meinen Weg fort. Nachdem ich die Wassertröge auf den Weiden kontrolliert und aufgefüllt hatte, ging ich ins Haus und setzte mich an den PC. Ich war seit einiger Zeit in Kontakt mit einer jungen Dame, Mareth Lindström aus Schweden. Ich war auf sie aufmerksam geworden da sie eine Anzeige nach einem robusten Freizeitpony geschaltet hatte. Ich musste sofort an Horik denken, auch wenn ich ihn selbst erst wieder seit ein paar Monaten besaß, aber bei mir war seine Zukunft recht ungewiss. Es stellte sich schon die Frage ob er Hengst bleiben konnte oder wo ich ihn einsetzen sollte. Ich hatte viel zu tun mit der Criollo Zucht und einige Jungpferde deren Ausbildung im Vordergrund stand. Ich konnte mir Horik sehr gut im wilden Skandinavien vorstellen und vorallem das er ein treuer Freizeitkumpel werden könnte. Ich hatte der Familie Lindström schon einige Bilder und Videos von ihm geschickt und bald wollte Mareth nach Wales kommen um ihn sich anzusehen. Ich war gespannt und schrieb ihr eine E-Mail mit möglichen Terminen. Gegen Nachmittag sah ich Luke dann beim Training mit Fame zu, bis Jasmine kam und mich daran erinnerte das gleich eine kleine Gruppe von Kindern kommen würde und sie die zwei Fohlen El alba Ardiente und PFS Dreaming of Revenge bräuchte. Ich willigte ein und ging im Kopf schon wieder weitere Planungen durch.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      September 2018
      2883 Zeichen by Calypso - 16.09.2018

      „Was für ein schöner Herbsttag“ „Ja, da haben wir wirklich Glück gehabt mit dem Wetter.“ entgegnete Jasmine und führte Löwenherz und Argo zum Putzplatz. Ich hatte Rhoda und Sabandija am Strick und führte sie zu den anderen. Jasmine übernahm heute für mich den Sonntagsausritt mit drei Kindern aus dem Dorf. Das veranstalteten wir fast jeden Sonntag wenn das Wetter passte. „Okay ich glaube die Kinder kommen gerade, du kommst jetzt alleine klar oder?“ Jasmine nickte und nahm die Kinder in Empfang. Ich vertraute ihr voll und ganz und konnte mich so meiner Arbeit widmen. Ich holte mit der Schubkarre Heu und verteilte dieses im Offenstall. Sogleich kam Maverick angelaufen und ich guckte mich nach Dawn um. Sie war weit und breit nicht zu sehen, hm komisch ich hatte gar nicht mitbekommen das sie jemand heraus geholt hatte. Das ließ mir keine Ruhe und ich sah mich auf dem Hof um. Jasmine sattelte gerade, mit den Kindern, die Pferde und Harrison kam aus dem Hengststall heraus. „Hey Harry, hast du Dawn gesehen? Sie war nicht im Offenstall.“ den Kopf schüttelnd kratzte Harry sich am Kopf „Nein, ich war die ganze Zeit beim ausmisten.“ „Okay, trotzdem danke.“ ich lief weiter meine Runde und kam zum Roundpen, wo ich eine mir wohl bekannte Stimme vernahm. Ich sah Luke mit der Mustangstute und war erleichtert. Er stand in der Mitte, seinen rechten Arm ausgestreckt und etwas in geduckter Haltung. Dawn kam langsam auf ihn zu und stupste ihn mit den Nüstern an der Hand an. Das war ihre Erlaubnis sie streicheln zu dürfen, und das tat Luke auch. Danach zogen die beiden ihre Kreise und Wendungen und Dawn folgte ihm, ohne Seil oder Hilfsmittel. Sie machte sich von Tag zu Tag besser, vertraute immer mehr und ich war guter Dinge das dieses Pferd ein treuer Wegbegleiter werden konnte. Ich ließ sie weiter arbeiten und beschloss mit Fermina zu arbeiten. Die Criollo Stute stand mit den anderen Stuten bereits auf der Koppel. Nachdem ich sie geputzt und gesattelt hatte, ging ich mit ihr in die Halle und wir trainierten gute 40 Minuten. Fermina war gut drauf und arbeite super mit. Ich war stolz auf meine junge Stute. Als sie versorgt war, ging ich ins Haus und machte etwas Büroarbeit. Kurze Zeit später sah ich durchs Fenster Jasmine mit der Ausreitgruppe zurück kommen. Alle sahen zufrieden aus, die Pferde, die Kinder und Jasmine auch. Ich ging derweil alle E-Mails durch, schaute nach zukünftigen Turnierstarts und organisierte alles was in nächster Zeit anstand.
      Gegen späten Nachmittag holten wir dann die Pferde von den Koppeln. Luke und Harry gingen zu den Hengsten und holten Companero, Kantarro, Fantasio, Fame, Norisk, Time in a Bottle, Colorido, El Alba Ardiente, Chulo und PFS Dreaming of Revenge. Ich holte inzwischen noch Ashitaka und Rovina. Dann machten wir zusammen das Futter fertig und gaben es allen Pferden. Somit ging wieder ein Tag auf unserem Hof zuende.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Januar 2019
      5637 Zeichen by Calypso - 20.01.2019

      Veronika & Luke
      Ein ganz gewöhnlicher Tag auf dem Rook´s Bay Stable. Es war Mittag und wir hatten das morgendliche Ausmisten und Füttern schon hinter uns. Die Pferde waren alle auf ihren Weiden und es kehrte etwas Ruhe ein. Ich war noch am überlegen mit welchem Pferd ich heute trainieren sollte und ging im Kopf den Tagesablauf durch. Jasmine hatte heute glaub ich eine Reitstunde und ich müsste Luke noch fragen was er heute vor hatte. Das Wetter war heute beständig, kalt aber immerhin nicht mehr so stürmisch wie in den letzten Tagen. Vielleicht könnte ich auch ausreiten gehen. „Hallo Veronika“ der gute alte Frank kam aus seinem Truck gestiegen.“Hallo Frank, ich habe heute gar nicht mit dir gerechnet.“ entgegnete ich. Frank kratzte sich am Kopf „Ach ich wollte nochmal nach der einen Boxentür schauen die klemmt und außerdem hat Elizabeth mir einen Rumkuchen für euch mitgegeben.“ Dankend nahm ich ihn entgegen und lächelte „Sag ihr vielen lieben Dank, wir alle lieben diesen Kuchen! Gut, ich bringe ihn mal ins Haus, wenn du irgendwas brauchst sag bescheid, ja?“ Frank nickte und machte sich an die Arbeit. Ich brachte den Kuchen in die Küche und schrieb eine kleine Notiz dazu, das sich jeder gerne nehmen dürfte. Draußen auf dem Hof traf ich auf Luke und er machte den Vorschlag ausreiten zu gehen. Ich überlegte erst hin und her, eigentlich wollte ich doch mit dem Training von Kantarro anfangen. „Nehmen wir ihn doch einfach als Handpferd mit.“ schlug Luke vor. Gar keine schlecht Idee, dachte ich und gemeinsam holten wir die Pferde. Mein Mann holte sich Norikerhengst Thorin und ich nahm Chulo und Kantarro mit. Wir mussten nur ein wenig über ihr Fell striegeln und konnten sogleich aufsatteln. Wir waren zwei Stunden unterwegs. Sogar eine kurze Galoppstrecke konnten wir bewältigen, Kantarro war sehr brav als Handpferd und auch Chulo war äußerst artig, wie immer im Gelände. Luke war auch ganz begeistert von Thorin. Er hatte ihn bis jetzt noch nie geritten.

      Jasmine
      „Serena du holst dir heute Rhoda, Will du hast Löwenherz und Phoebe Lamiro.“ die drei Kinder wuselten umher, holten Putzsachen und Halfter und gingen zum Offenstall um die Pferde zu holen, die ich ihnen zugeteilt hatte. Dies war schon meine Fortgeschrittene Gruppe und so musste ich nicht mehr all zu viel helfen. Wir gingen auf den Reitplatz und die Kinder stiegen auf. Die ersten 15 Minuten wurden zum aufwärmen genutzt und ich baute einen kleinen Trailparcour auf. Ich brachte viel Abwechslung in meine Reitstunden, das war mir wichtig. Nach ein paar Trabrunden erklärte ich ihnen den Parcour und jeder durfte ihn nacheinander absolvieren. Dabei gab ich Hilfestellungen und Tipps. Rhoda war wieder sehr faul heute, aber Serena wurde immer besser im sich durchsetzen und ich hatte das Gefühl das die beiden gut zusammen passten. Nach 60 Minuten war die Stunde vorbei und meine Reitschüler sattelten ihre Pferde ab und versorgten sie. Als sie später von ihren Eltern abgeholt wurden, beschloss ich noch etwas mit Zenja zu arbeiten. Die Stute sollte auch mal im Schulbetrieb und vielleicht sogar zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Ich holte sie, putzte sie und ging mit ihr in den Roundpen. Dort machte ich Freiarbeit mit ihr, die grundlegenden Dinge, Vertrauen aufbauen. Sie sollte das arbeiten mit dem Menschen als spaßig empfinden und freiwillig mitarbeiten. Nach 25 Minuten ließ ich es gut sein und war sehr stolz auf die Stute.

      Veronika & Luke
      Wir kamen zum Hof zurück und brachten unsere drei Hengste zurück auf die Weiden. Ein zwei Stunden konnten sie noch draußen herum tollen. Ich sah Jasmine mit Zenja aus dem Roundpen kommen „Jasmine, wenn du fertig bist komm doch mit ins Haus, dann trinken wir bisschen Kaffee und essen Kuchen.“ „Ja gerne, ich komme gleich.“ antwortete die junge Frau und Luke und Ich gingen schon mal rein. Emilia war auch wieder Zuhause und gemeinsam genossen wir den Rumkuchen von Frank´s Frau. Wir erzählten uns Neuigkeiten, planten die nächsten Tage durch und ließen es uns gut gehen. Gegen 17 Uhr machten wir uns wieder an die Arbeit. Die Pferde mussten rein geholt werden. Harry war nun auch da, er hatte heute den halben Tag frei um bei seiner Tochter zu sein. Jasmine und Ich gingen zu den Stutenweiden und nahmen jeweils zwei Pferde. Jasmine nahm Fermina und Ashitaka ans Halfter und ich Sabandija und die kleine Rovina. Als nächstes holten wir noch Adrenaline und Princess Mononoke, die noch abgetrennt von den anderen standen und langsam aneinander gewöhnt wurden. Zum Glück gab es auch keine Zickereien in den Boxen. Die beiden Männer hatten sich in der Zwischenzeit um die Hengste gekümmert. Diese rein zu holen war etwas einfacher, da die Weiden direkt am Stallgebäude grenzten. Man musste nur den Weg zu den Koppeln absperren mit einem E-Zaun Band, die große Stalltür öffnen und schauen das sonst alle geschlossen sind. Dann die Weidezäune öffnen und die Hengste rein treiben. Sie wussten von selbst schon gut genug wo ihre Boxen waren und gingen sofort hinein um zu fressen. Thorin, Norisk und Fame waren meistens die ersten die sich sofort in Bewegung setzten. Gefolgt von Kantarro, Fantasio, Chulo und Companéro. El Alba Ardiente, PFS Dreaming of Revenge, Maverick, Colorido und Time in a Bottle ließen sich immer etwas Zeit bis der erste Ansturm vorbei war. Schließlich verschlossen wir alle Boxentüren und Harry ging nochmal zum Offenstall um dort zu gucken ob alles in Ordnung war. Dort war es bereits ruhig. Dawn, Lamiro und Zenja knabberten am Heu, Löwenherz lag im Unterstand und auch Rhoda war völlig entspannt. So neigte sich ein weiterer Tag, auf dem Rook´s Bay Stable, dem Ende zu.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Juni 2019
      P A N D O R A . S T A B L E
      Sammelpflegebericht

      Es war ein entspannter Morgen und die Sonne erweckte ganz vorsichtig mit ihren warmen das Leben auf dem Hof. Castiel und Rhoda wurden schon früh aus ihren Boxen geholt, gestriegelt und ausgeführt. Humbert, das kleine Hengstfohlen, graste friedlich auf seiner Weide. Für ihn stand heute wieder Fohlentraining auf dem Plan. Das Halfter hatte er schon angenehmen und auch das Führen klappte schon sehr gut. Zum Training wurde er am Putzplatz angebunden und erst einmal gründlich gestriegelt. Später wurden auch seine Hufe einer nach dem anderen angehoben und er gab sich dem hin. Später ging man mit ihm noch eine schöne entspannende Runde spazieren, durch die friedlichen, koreanischen Felder. Zu Mittag kam er dann wieder auf die Weide, wo er von dort aus das Training von Castiel und Rhoda beobachten konnte. Castiel wurde für das nächste große Dressurturnier trainiert, genauso wie Rhoda. Die beiden machten in den letzten Wochen gute Fortschritte und hatten sich ihre Belohnung am Abend sichtlich verdient.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      September 2019
      P A N D O R A . S T A B L E
      Sammelpflegebericht

      Es war ein entspannter Morgen und die Sonne erweckte ganz vorsichtig mit ihren warmen das Leben auf dem Hof. Castiel und Rhoda wurden schon früh aus ihren Boxen geholt, gestriegelt und ausgeführt. Humbert, das kleine Hengstfohlen, graste friedlich auf seiner Weide. Für ihn stand heute wieder Fohlentraining auf dem Plan. Das Halfter hatte er schon angenehmen und auch das Führen klappte schon sehr gut. Zum Training wurde er am Putzplatz angebunden und erst einmal gründlich gestriegelt. Später wurden auch seine Hufe einer nach dem anderen angehoben und er gab sich dem hin. Später ging man mit ihm noch eine schöne entspannende Runde spazieren, durch die friedlichen, koreanischen Felder. Zu Mittag kam er dann wieder auf die Weide, wo er von dort aus das Training von Castiel und Rhoda beobachten konnte. Castiel wurde für das nächste große Dressurturnier trainiert, genauso wie Rhoda. Die beiden machten in den letzten Wochen gute Fortschritte und hatten sich ihre Belohnung am Abend sichtlich verdient.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      März 2020
      P A N D O R A . S T A B L E
      kurzer Sammepflegebericht

      An einem wieder regnerischen Tag, ging Elizabeth in den Stall um sich um ihre beiden Pferde zu kümmern. Der Regen prasselte auf sie nieder und nässte ihr ganzes Haar. Was für ein blödes Wetter heute, dachte sie sich wieder. Es regnet schon seit Tagen, ich will wieder Sonne. Im Stall angekommen, begrüßte sie Rhoda, Castiel und Humbert von Gikkingen freundlich und streichelte ihre Nüstern. Sie holte die beiden Großen aus ihren Boxen und striegelte sie einmal gründlich, bevor sie sie auf die Weide brachte, um sich dann um Humbert zu kümmern. Der Kleine machte sich wirklich gut und wurde beim Putzen immer geduldiger. Nur das Hufe heben mag er noch nicht so gerne. Doch das übten sie fleißig weiter. Nachdem sie Humbert versorgt hatte, trainierte Rhoda und Castiel jeweils noch eine Runde in der Reithalle, bevor auch sie ihren freien Tag auf der Weide bekamen, nachdem es endlich aufgehört hatte zu regnen.
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  • Album:
    RS Zuchtanwärter
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    Sosox3
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    5 Apr. 2020
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  • Rhoda
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Abstammung

    Von Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt

    Aus der Unbekannt
    Von Unbekannt Aus der Unbekannt


    Exterieur

    Noriker
    00.00.2010| Stute| 158cm

    Black Leopard | Tigerschecke
    EᴰEᴰ aa LPlp PATN²patn²

    Interieur

    Mit ihren knapp 6 Jahren hat Rhoda so viel Stumpfsinn, wie ein Pferd das 20 Jahre im Schulbetrieb lief. Die Stute ist jedoch fast unverbraucht. Sie ist schlichtweg faul. Trotzdem hat sie ein gutes Herz und zeigt sich bei ordentlich Motivation als treuer Begleiter in jeder Situation. Rhoda hinterfragt nie und vertraut ihrem Menschen blind. Sie braucht jemanden, der ihr zeigt dass Arbeit Spaß macht und sich lohnt, dann kann auch sie es über den Schulbetrieb hinaus zu ein paar Erfolgen bringen. Rhoda ist voll beschlagen und lieb es dem Hufschmied seine Arbeit (im wahrsten Sinne des Wortes) schwerer zu machen als nötig.
    Rhoda wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Tigerscheck-Noriker, doch in ihr steckt mehr als das. Durch einige Gentests wurde herausgefunden, dass sie die schwarze Grundfarbe so dominant trägt, dass sie sich immer durchsetzen wird. Ganz ähnlich wie bei Friesen. Das macht sie für Züchter, die das Agouti Gen gerne ausschließen würden (vllt. aus rein subjektiven, ästhetischen Gründen?) sehr interessant.
    Die hübsche Noriker Stute ist sowohl eingefahren, als auch eingeritten. In recht jungem Alter hatte es außerdem irgendjemand geschafft sie ein wenig in die Bodenarbeit einzuführen und ihr zusätzlich den spanischen Schritt beizubringen, dessen Tritt sie gerne zum Betteln missbraucht. Sie hat sowohl ein englisches, als auch ein Western-Reitset, läuft aber unter dem Westernsattel wesentlich besser.
    Rhoda kommt aus dem Norden Deutschlands, ja fast schon Dänemark. Sie entstammt einer Linie ausschließlich schwarzer Noriker, wo auf väterlicher Seite auch das Tigerscheckgen vermittelt wurde. Die Farbe stand jedoch nie im Vordergrund. Es war eine Leistungszucht, die es sich als Ziel gesetzt hat möglichst ruhige und soziale Pferde heranzuzüchten, die dennoch gut arbeiten können. Leider fällt Rhoda im letzten Punkt raus.


    Besitzer: Jack Baldwin (29)
    Züchter: Unbekannt, Norddeutschland
    VKR/Ersteller: sadasha
    Kaufpreis: 400 Joellen

    Karriere

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    Platzierungen 3/5/5
    Trainingsstatus inaktiv
    Registriert in -

    Dressur E A L M S
    Springen E A L M S
    Distanz E A L M S


    Klasse E
    385. Distanzturnier, 3. Platz
    541. Springturnier, 1. Platz
    541. Dressurturnier, 3. Platz
    542. Dressurturnier, 3. Platz
    453. Distanzturnier, 2. Platz
    492. Westernturnier, 1. Platz
    489. Fahrturnier, 1. Platz
    470. Distanzturnier, 2. Platz
    470. Distanzturnier, 2. Platz
    492. Fahrturnier, 3. Platz
    494. Fahrturnier, 2. Platz


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -
    Zuchtinformation


    Zuchtverfügbarkeit [​IMG] Geschlossen [​IMG]
    Zuchtbedingungen:
    Nur offen für Deutsche Warmblüter
    Hengste müssen mind. im L Dressur platziert erreicht haben
    Name des Fohlens muss bei Stutfohlen den Anfangsbuchstaben der Mutter erhalten
    Decktaxe: -

    Nachkommen:
    1.
    2.
    3.
    4.
    5.

    Bilder

    PNG | Puzzel PNG |Offizieller Hintergrund