sadasha

Reverence

Reverence
sadasha, 9 Sep. 2018
Flair und adoptedfox gefällt das.
    • sadasha
      [​IMG]
      12. September 2018 | 9.308 Zeichen von sadasha

      Isaac | Mit einem bestimmten Ruck zog ich Pitch näher an mich heran, der heute Morgen permanent an der Leine zog. „Heel!“, korrigierte ich ihn nachdrücklich und wandte meinen Blick dafür kurz von den Zäunen der Weiden des Hofes ab, die wir gemeinsam kontrollierten. Ich markierte mir Stellen, die repariert werden mussten, auf einem Lageplan. Heute würden sämtliche Reparaturen rund um die Stutenweide erledigt werden, denn heute kam Essence of Life auf den Hof. Die Zeit dafür war knapp, aber da wir nur wenige Leute auf dem Hof waren mussten diese Arbeiten zwischengeschoben werden, wo es nur möglich war. Nach ein paar Minuten Ruhe zog Pitch abermals wie ein Weltmeister. „Heel.“, wiederholte ich und zog den schwarzen Rüden, als er meine Befehle ignorierte wieder zu mir. „Spinnst du? Ich kann dich nicht loslassen, wer weiß wo du dann hinrennst!“ Aus mir sprach die schiere Verzweiflung, da Pitch mich einfach nicht verstand oder verstehen wollte. Seufzend nahm ich seine Leine kürzer um ihn besser im Griff zu haben und ignorierte sein Ziehen fortan um mit dem Ablaufen der Weide fertig zu werden. Der Blick auf das Haupthaus versetzte mir einen Stich ins Herz. Seit einigen Tagen war es nicht mehr so bewohnt wie üblich. Traurig ließ ich Pitch wieder lang und brachte ihn zurück ins Haus um ihn einzuschließen. Langsam und nachdenklich schlenderte ich zum Schuppen um mir Werkzeug, eine neue Planke und etwas Draht zu holen. Bei der Gelegenheit stellte auch gleich den Strom am Weidezaun aus, damit ich bei der Arbeit keine gewischt bekam. Dann ging ich wieder zu den Weiden. Die Sonne kroch langsam aber stetig über die den Hof umgebenden Wälder, während ich die markierten Missstände des Zaunes wieder glatt bügelte. Als ich nach drei Stunden fertig war und zurück zum Stall ging waren die Stallhilfen, Jockeys und Abby schon da, arbeiteten mit den ersten Pferden und brachten den Stall auf Vordermann. Im Haupthaus traf ich auf die Claytons. Elise sah mich besorgt an „War der Hund denn noch nicht draußen?“, fragte sie und zeigte auf Pitch, der mich aufgeregt begrüßte und sich vor mir langstreckte. Ich seufzte. „Der war mit mir draußen, aber ich lasse ihn nicht von der Leine. Das ist mir zu riskant.“ Mrs Clayton nickte verständnisvoll. „Er ist so nervös. Ich weiß nicht was ich machen soll.“ Entschuldigend hob ich die Hände. „Wir können nur hoffen, dass hier bald wieder der normale Alltag Einzug findet.“, beteuerte ich. „Ich kann mich leider nicht kümmern. Jeden Moment kommt ein neues Pferd auf den Hof, das ich dann zuerst versorgen muss und danach muss ich mich den Turnierpferden zuwenden.“ Abermals seufzte ich und schlug die Lider nieder. Elise legte mir eine Hand auf die Schulter, was ich ihr hoch anrechnete, da ich gut zwei Köpfe größer war als sie. Sanft lächelte ich zurück, als ich ihren beschwichtigenden Blick sah.

      Die Ankunft von Hunters neuem Pferd verzögerte sich etwas, sodass ich noch Zeit fand Rouge Trap, Fantastic Sonata und Golden Sugar auf ihre Weiden zu bringen. Gerade als ich zurück auf den Hof kam hörte ich Motorgeräusche. Da war sie also. Eine helle Fuchsscheckstute die mit rotierenden Ohren die neue Gegend erkundete, schon während wir sie vom Hänger luden. Sie war sehr lebhaft und wir hatten fast schon Schwierigkeiten sie auf der Rampe zu halten. Doch wir schafften das Abladen unfallfrei. Elise nahm die Papiere entgegen und brachte sie ins Haus um sie auf Hunters Schreibtisch abzulegen. Den finanziellen Part hatte Hunter zum Glück schon im Voraus geklärt. Wir gaben dem Fahrer dennoch ein angemessenes Trinkgeld, ehe er sich wieder auf den Heimweg machte. Nach dem Rundgang über das Gelände hatte ich Essence of Life wieder beruhigt und lief brav neben mir her. Ich brachte sie nun in ihre frisch eingerichtete Box und ging dann meiner üblichen Arbeit wieder nach. Zwischendrin rief ich Hunter an um ihn darüber in Kenntnis zu setzen, dass Alles gut verlaufen war.

      Einige Wochen später…

      Hunter | Wieder zu Hause konnte ich schon sehen, dass sich meine neue Stute gut eingelebt hatte. Isaac hatte ich sehr bemüht sie in den Hofalltag zu integrieren und sich mit ihr zu beschäftigen, wenn gleich sein Tag dadurch noch stressiger wurde. Auch um Pitch hatte er sich großartig gekümmert. In der ersten Zeit nach meiner Heimkehr wurde auch ich mit umsorgt, bis ich wieder auf die Beine kam und eigenständig kleinere Arbeiten übernehmen konnte. Auf einer Auktion hatte ich ein Fohlen erstanden. Framed in Fantasy aus einer ganz wunderbaren Anpaarung, die mir viel versprach. Der kleine Hengst würde sich als zukünftiges Springpferd gut machen. Doch jetzt war er noch viel zu klein. Er mischt im Moment die etwas träge Hester ordentlich auf. Ebenfalls auf dieser Auktion sah ich einen Schimmelhengst, dessen Blick mich direkt ins Herz getroffen hatte. Er hieß Reverence. Kein Rennpferd. Das zeigte auch sein im Vergleich massiger Körperbau sehr deutlich. In meinen Augen ein Allrounder. Ausgebildet war er jedoch besonders im Springreiten. Ich hatte noch ein paar Tage Bedenkzeit ehe ich mich entscheiden müsste ob ich den Hengst kaufen wollte oder nicht. Doch es sah Alls danach aus, als würde ich ihn nicht ablehnen können. Ich besprach Szenarien mit meinem Team und überprüfte auch die finanzielle Lage mehrfach. Käthe war sowieso überzeugt davon, dass das Bear Brook EC mehr Hengste durchaus vertragen würde. Das einzige Problem an der Sache wäre die Weidensituation. Es war jetzt schon etwas kompliziert die Pferde alle konfliktfrei zu sortieren. Immer wieder gerieten Hengste aneinander und es musste sich eine Lösung überlegt werden. „Je mehr Hengste, desto mehr Probleme.“ Das waren die Worte meines Vaters dazu. Recht unbeteiligt hatte er das erwähnt, doch sie regten mich einmal mehr zum Nachdenken an. Meine Mutter versuchte mir gut zuzureden. „Du findest eine Lösung.“, sagte sie und legte mir tröstend eine Hand auf.

      Am nächsten Tag rief ich gleich nach der täglichen Weidenkontrolle beim Verkäufer an. r schlug mir vor den Hengst zur Probe zu reiten, was ich natürlich nicht ablehnen wollte. Ich gab Elise Bescheid, der Rest des Teams war in seine Arbeit versunken und sollte nicht gestört werden. Dann packte ich Pitch ins Auto und machte mich auf den Weg. Der Hof lag quasi um die Ecke und ich wurde freundlich begrüßt, als ich aus dem Wagen stieg. „Hier entlang.“ Reverence sah aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Als ich sein helles Fell anfasste war es, als würde man ein Plüschtier streicheln. „Wir haben ihn heute Morgen gebadet.“, erklärte der Verkäufer schmunzelnd. Das einzige was das Bild etwas trübte, war ein zerpflückter Führstrick. Reverence‘ Verkäufer folgte meinem Blick. „Aah, ja. Entschuldigen sie den Strick. Sie müssen wissen: Reverence hat Stricke und Zügel zum Fressen gern, wann man ihn damit alleine lässt.“, meinte er zwinkernd und klopfte dem Hengst auf die Schulter. Der kleine Mann sattelte und zäumte den Schimmel. Ich folgte auf den Reitplatz wo ich aufstieg. Der Platz war nass vom Regen der letzten Tage und Reverence bewegte sich gleich beim Aufsteigen vorwärts. „Etwas, an dem wir arbeiten müssen.“, murmelte ich und setzte meinen zweiten Fuß in den Steigbügel. Ich nahm die Zügel etwas auf und ritt ihn einige Runden in Schritt und Trab warm. Abgesehen davon, dass der Schimmel unglaublich unruhig war und ein ruhiges Schrittlaufen oder Stehen nicht fehlerfrei abzurufen war, ließ er sich ordentlich reiten. Es gab durchaus unruhigere Kandidaten in meinem Stall. Er wirkte sogar sehr faul auf mich, da man ihm immer wieder bewusst machen musste, dass er gerade zu arbeiten hatte. Besonders im Galopp wurde deutlich, dass Reverence ein Springpferd war. Mit meinem Bein jedoch wollte ich das nicht testen. Leichttraben und Galopp reichten schon um mir schmerzhaft klar zu machen, dass ich eigentlich noch nicht wieder im Sattel sitzen sollte. Ich ließ Reverence in Trab und Schritt abkühlen und stieg dann wieder ab. Die ersten Schritte hinkte ich leicht, doch der weiche Boden war viel angenehmer als das Sitzen im Sattel. „Hat das geholfen bei ihrer Entscheidung? Ich kann auch gerne noch ein paar Sprünge aufbauen.“, schlug der Verkäufer vor. Ich wank dankend ab. „Er gefällt mir.“, erklärte ich und musterte den Hengst noch einmal gründlich. Seine Hufe und Beine waren vom sumpfigen Sand bedeckt, doch seine Augen strahlten. Es wirkte fast als sei er froh mit der Arbeit fertig zu sein. Ich seufzte und ging noch einmal in Gedanken meine Pläne durch. Dann hielt ich dem Verkäufer meine Hand hin. Seine Augen weiteten sich in Erstaunen, bevor er mit strahlendem Lächeln einschlug. „Sie werden es nicht bereuen. Er hat Charakter!“ Ich lachte rau. „Das hab ich gemerkt!“ – „Wann wollen sie –„, er sah kurz zu meinem Wagen in dem Pitch geduldig wartete, „ich kann ihnen gerne meinen Hänger ausleihen.“ Ich schüttelte noch immer lächelnd den Kopf. „Schon gut.“, erklärte ich. „Ich komme in zwei Stunden vorbei, wenn es ihnen nichts ausmacht?“ Der Verkäufer nickte glücklich und brachte Reverence zurück zum Putzplatz um ihn abzusatteln. Bevor ich fuhr klärten wir das vertragliche und ich gab ihm eine Anzahlung. Am Ende des Tages hatte ich einen stattlichen Schimmelhengst auf dem Bear Brook EC und konnte es kaum erwarten Käthe davon zu berichten und mir eine Schelle abzuholen dafür, dass ich trotz Verletzung im Sattel saß.
    • Samarti
      [​IMG]
      31. Oktober 2018 | 21.393 Zeichen von Samarti
      WHT Ausbildungsbetrieb | Springtraining Stufe E - A

      Lang war es her, dass ich meine Füße auf britischen Boden gesetzt hatte. Diesen Monat, kurz vor Halloween, sollte es mich aber nochmal hierher verschlagen. Ehrlich gesagt war ich mehr als froh darüber, denn in Kanada war es jetzt schon eisig kalt – da kam mir etwas wärmeres Wetter gerade recht, auch wenn es nur wenige Grad waren.
      Als ich aus dem Flugzeug trat, bereute ich diesen Gedanken fast direkt danach, denn irgendwie war es zu Hause doch gefühlt wärmer. Dort schien noch die Sonne, während mir hier Windböen um die Ohren knallten, dass ich glaubte, mir würden diese gleich abfallen. Wenigstens war es einigermaßen trocken. Dennoch schien es vor kurzem geregnet zu haben, denn der Asphaltboden war stellenweise noch dunkler gefärbt und hie und da tummelten sich einige kleine Pfützen.
      Ich hielt Ausschau nach dem Taxi, welches mich zum Bear Brook EC bringen sollte. Die Gegend, in der das Gestüt lag, war mir nicht gänzlich unbekannt; ich war mit Matthew schon ein paar Mal in Boston gewesen. Hunter Crowley hatte ich aber bisher noch nie auf seinem Gestüt selbst angetroffen. Wir kannten uns bereits, nicht zuletzt, weil Accomplishment aus seiner Zucht stammte. Aber auch vorher hatte ich schon ein paar seiner Pferde trainiert.

      Auf dem Gestüt angekommen, staunte ich, wie riesig das Gestüt war. Eigentlich sollte mich die Größe der Anlage nicht wundern, besonders nicht, dass ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder eine Rennbahn erblicken konnte, wenn auch nur aus der Ferne. Was für ein absurder Gedanke, einer Zucht, die sich besonders auf Englische Vollblüter konzentriert hatte, keine Rennbahn zuzutrauen. Viel konnte ich von dieser zwar nicht erkennen, weil ich erst einmal am Haupthaus vorbei musste, aber ich würde bestimmt genug Zeit haben, das Gelände zu erkunden.
      Ich hatte mich diesmal dafür entschieden, die Pferde nicht nach Kanada einfliegen zu lassen – ich war für das Training von drei Pferden hergekommen und hatte momentan keine anderen Trainingspferde im Stall, weshalb ich genauso gut mal wieder einen Abstecher nach England machen konnte. Offensichtlich bot Hunter Crowleys Gestüt mir mindestens dieselben Möglichkeiten wie das Townsend Acres, wenn nicht sogar noch mehr.
      So, wie ich dort stand und staunte, musste ich ziemlich verloren gewirkt haben, denn schon wenige Zeit später wurde ich von einer netten Frau begrüßt, die mich sofort ins Haus dirigierte und mir mein Zimmer zeigte. Man hatte mir ein Zimmer angeboten, und obwohl ich zuvor bereits nach einem Hotel geschaut hatte, lehnte ich das Angebot nicht ab. Immerhin war ich faul und wollte mir den Arbeitsweg so kurz wie möglich gestalten.
      Die Frau stellte sich als Elise Clayton vor, weshalb ich lächeln musste, hatte ich als Kind doch immer gern das A am Ende meines Namens in ein E verwandelt.
      Sie erklärte mir kurz, dass ich mich ruhig einmal einrichten sollte und sie Hunter Bescheid geben würde, dass ich angekommen wäre. Dankend lächelte ich sie erneut an und machte mich dann daran, meine Sachen auszuräumen, während sie mich allein ließ.

      Ein wenig später, als ich mir gerade das Gestüt auf einem Alleingang ansehen wollte, fing Hunter Crowley mich ab. Wir sprachen wahrscheinlich gerade ausnahmsweise mehr miteinander als sonst, waren wir doch eigentlich beide recht schweigsam, aber durch die vielen Informationen, die er mir über seine drei Schützlinge mitgeben wollte, bekam man auch ihn zum Reden. Man konnte von seiner sonstigen Stille denken, was man wollte, aber ein Herz für Pferde hatte der Mann definitiv. Dadurch, dass er mir so viel von Tank, Mephisto und Reverence erzählte, wurde das anfängliche Eis zwar nicht ganz gebrochen, aber ein Teil davon schmolz auf jeden Fall weg. Es fiel uns beiden leichter, zu kommunizieren, wenn wir über Pferde sprechen konnten. Hunter erkundigte sich auch nach Accomplishment. Das war ein Thema, bei dem mich nichts mehr stoppen konnte.
      Der Gestütsinhaber führte mich auf der Anlage herum und stellte mich auch den drei Pferden vor, für die ich hergekommen war. Tank war ein fast zwei Meter großes Shire Horse und seine Hufe waren bestimmt größer als mein gesamter Kopf. Der Rappe sah eindrucksvoll aus mit dem glänzenden Fell und dem langen, aber außerordentlich gepflegten Langhaar und ich freute mich wirklich auf die Zeit mit ihm. Das letzte Pferd dieser Größe, das ich trainiert hatte, war Albus von Abajo gewesen. Und das war auch schon wieder fast fünf Jahre her. Dementsprechend hoffte ich, dass sie hier eine Aufstiegshilfe für mich haben würden, denn sonst würde das Training bereits daran scheitern.
      Mephisto war ein Gypsy Vanner und sah aus wie ein Märchenpferd. Das helle, gescheckte Fell und seidige Langhaar war verantwortlich für diesen ersten Eindruck, aber das dunkel umrandete blaue Auge war auch nicht gerade unschuldig.
      Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn als Tinker bezeichnen dürfte oder ob man da in genauso ein Fettnäpfen treten würde, wenn man Isländer als Ponys bezeichnete, also entschied ich mich dafür, der Einfachheit halber bei Gypsy Vanner zu bleiben. So war ich definitiv auf der sicheren Seite.
      Zu guter Letzt lernte ich den Schimmelhengst Reverence kennen. Hatte ich zuerst ein hibbeliges, übersensibles Vollblut erwartet, so wurde ich eines Besseren belehrt. Reverence kümmerte sich kaum um uns, als wir vor seiner Box standen, stattdessen drehte er sich wahrscheinlich nur um, um zu sehen, ob ihm jemand ein Leckerli zustecken würde.
      „Freu dich nicht zu früh“, murmelte Hunter. „So gelassen ist er unter dem Sattel nicht.“ Das wusste ich. Der Mann hatte mir vorher schon einige Informationen zukommen lassen, und daher wusste ich auch, dass Reverence beim Reiten Probleme mit dem Stillstehen hatte und gerne mal etwas zappelte. Das kannte ich von vielen Springpferden im Parcours, aber normalerweise konnte man auch mit zu heißen Pferden gut umgehen, aber bei ihm war es wohl nicht nur beim Anblick eines Hindernisses so. Deshalb war ich gespannt, wie der Schimmel und ich miteinander zurechtkommen würden.
      Auch Pitch, dem Hofhund, begegneten wir auf unserem Rundgang. Der war aber gerade viel zu sehr mit einem Knochen beschäftigt, als dass er sich groß um mich kümmerte. Stattdessen warf er mir einen skeptischen Seitenblick zu und entschied sich dann wohl dafür, dass er mich später mal genauer unter die Lupe nehmen müsste.

      Abends fiel ich todmüde in mein Bett. Morgen würde ich mit dem Training der Pferde beginnen, dafür musste ich fit sein – drei Pferde an einem Tag wären mehr, als ich die ganzen letzten Monate gemacht hatte. Hoffentlich machten meine Muskeln das mit und straften mich nicht den Tag darauf mit fiesem Muskelkater.

      Ich hatte mich dazu entschieden, mit Mephistos Training zu beginnen. Es wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee, sich auf eine Abfolge festzulegen und die dann beizubehalten, und deshalb wollte ich mit Mephisto anfangen. Er war ein absolut ruhiger und ausgeglichener Hengst, auch unter dem Sattel. Und außerdem war er keine zwei Meter groß, also ein ganz netter Einstieg.
      Von Hunter hatte ich den Auftrag bekommen, den Scheckhengst in Dressur auf L-Niveau zu trainieren.
      Heute ging es allerdings sowieso erst einmal darum, sich besser kennenzulernen und für mich war es auch eine gute Gelegenheit, um selbst zu erfahren, wo Mephistos Stärken und Schwächen lagen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass er ein kleiner Träumer war. Eigentlich war er sehr vorbildlich unter dem Sattel und versuchte, mir alles recht zu machen, trotzdem war er ab und zu noch etwas unkonzentriert und ließ sich schnell ablenken. Er war aber eines dieser Pferde, das man dann schnell wieder zu sich holen konnte. Mephisto schaltete nicht auf Durchzug, sondern war wieder ganz bei der Sache, wenn man kurz auf sich aufmerksam machte. Alles in allem war er sehr angenehm zu arbeiten, weshalb ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Training mit ihm große Probleme machen würde. Stattdessen glaubte ich daran, dass Mephisto, der ein sehr schneller und eifriger Lerner war, wahrscheinlich als erstes das Trainingsziel erreicht haben würde.
      Die nächsten Wochen beschäftigte ich mich zuerst viel mit der Festigung der Grundlagen, also besonders auch der Lektionen und Figuren der A-Dressur, damit diese wirklich einwandfrei saßen. Der Gypsy Vanner-Hengst aber machte mir schnell deutlich, dass das kaum von Nöten war. Bis auf einige kleine Ungereimtheiten lief alles wie am Schnürchen, deshalb konnten wir schnell auf die neuen Sachen, die es zu lernen galt, umsteigen.
      In der Klasse L kamen einige neue Figuren hinzu, dazu zählten acht Meter-Volten im Galopp, halbe Volte links und halbe Volte rechts, aus der Ecke kehrt mit ebenfalls acht Metern Durchmesser sowie der Wechsel durch die halbe Bahn und der Wechsel durch die Länge der Bahn. Außerdem sollten die Pferde ein einer L-Dressur den versammelten Trab und den versammelten Galopp beherrschen. Als Lektionen kamen der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung hinzu.
      Wir begannen mit den Bahnfiguren, denn die waren meistens das, was am einfachsten zu erarbeiten war. Um durch die halbe oder die Länge der Bahn zu wechseln, war meistens nicht sonderlich viel notwendig. Stattdessen brauchte man nur ein Pferd, das gut mitarbeitete und das war dann bereits die halbe Miete. Ich hatte bisher kein Pferd erlebt, das nicht wusste, was ich von ihm wollte, wenn ich durch die halbe Bahn wechseln wollte. Dementsprechend waren die schnell abgehakt und wir fuhren mit den Voltenfiguren fort. Mephisto hatte den acht Meter Durchmesser bei den Volten im Galopp schnell raus. Obwohl wir uns langsam heranarbeiteten musste, war er doch recht wendig und schien kaum bis gar keine Probleme damit zu haben. Genauso verhielt es sich, wenn wir aus der Ecke kehrt machten. Auch das lief einwandfrei ab.
      Obwohl wir uns gerade zu Beginn auf die Figuren konzentrierten, baute ich doch schon immer mal wieder erste Anfänge für die Lektionen mit ein, gerade, um das Training abwechslungsreicher und nicht so eintönig zu gestalten. So übten wir die Hinterhandwendung, indem ich zwei Stangen im 90°-Winkel auf den Boden legte, die als Begrenzung dienen sollten. Dann ritt ich Mephisto auf die Mittellinie und wendete aus dem Schritt heraus, um danach in die Ecke hineinzureiten. Der Hengst sollte sich so um das innere Hinterbein drehen, was zwar anfangs ein paar Holprigkeiten mit sich brachte, aber nicht lange dauerte, bis der Palominoschecke das ganze Theater auch ohne Stangen beherrschte und die Hinterhandwendung einigermaßen saß. Natürlich vertieften wir alle Lektionen während des gesamten Trainings immer mal wieder, bis sie wirklich perfekt ausgeführt wurden, aber ein weiter Weg war das längst nicht mehr.
      Immer mal wieder brachten wir Anfänge für die beiden versammelten Gangarten ein. Im versammelten Trab sind erhabenere Tritte das Ziel, ohne dass das Pferd an Fleiß oder Schwung verliert. Hierzu war es notwendig, dass Mephisto die großen Gelenke der Hinterhand deutlicher beugte und den Raum der Tritte verkürzte, sodass die Hinterhand in die Spur der Vorhand fußte. Grundsätzlich konnte jedes Pferd das lernen, und auch Mephisto hatte den Dreh schnell raus.
      Je weiter das Training fortschritt, desto mehr brachten wir auch die Kurzkehrt und den Außengalopp mit ein. Wir machten relativ große Sprünge, was Mephistos Training betraf, dennoch war alles noch im Rahmen und ich achtete darauf, dass ich den Hengst nicht überforderte.

      Jedes Mal, wenn ich mit Mephistos Training für den Tag fertig war, wandte ich mich Reverence zu. Der achtjährige Vollbluthengst sollte im Springen auf A-Niveau trainiert werden. Ich lernte schnell, was Hunter damit meinte, dass der Hengst unter dem Sattel nicht so gelassen war, denn der Schimmel wollte einfach nicht stillhalten. Ob er nun ein wenig zappelte, nicht auf der Stelle stehen konnte oder versuchte, auf den Zügeln zu kauen, wenn ich diese durchhingen ließ – irgendwas wollte er immer finden, mit dem er sich beschäftigen konnte. Deshalb musste ich seine Beschäftigung sein, sodass er gar nicht mehr auf die Idee kommen sollte, sich so viel auf Unbedeutendes zu konzentrieren. Im E-Parcours, den ich mit ihm durchgeritten war, hatte er sich beinahe voll und ganz auf die Sprünge konzentriert, weshalb ich fix verstanden hatte, dass ich ihn nur dazu bringen musste, seine Aufmerksamkeit auf die Arbeit zu lenken. Vielleicht würde sich immer noch etwas von seinem Zappeln im Training wiederfinden, aber irgendwo hatte ja jedes Pferd seine Macken. Wäre ja auch langweilig, wenn nicht.
      Genauso schnell merkte ich aber auch, dass Reverence im Springen wirklich Potenzial besaß. Er erinnerte mich insgeheim an Sterling, einen Schimmel aus der Vollblut-Serie, die ich damals gern gelesen hatte. Sterling war zwar von der Rennbahn gekommen, was bei Reverence nicht zutraf, aber sie beide machten sich ausgezeichnet im Parcours. Auch, wenn der Hengst manchmal etwas zu viel Motivation brauchte, um sich für das Training aufzuraffen, so machte er doch ganz gut mit.
      Mit ihm hatte ich, nachdem ich Hunter danach gefragt hatte, auch viel Zeit im Gelände verbracht. Springpferde brauchten Ausdauer, Kraft und allgemeine Kondition, die man besonders im unebenen Gelände gut trainieren konnte. Den ein oder anderen Natursprung nahmen wir dann natürlich auch mit.
      Trotzdem baute ich auch viele Cavalettisprünge in unsere Routine ein. Auch Trabstangen waren oft Teil unseres Trainings, bevor es wirklich an die höheren Sprünge ging. Im A-Springen durften die Hindernisse bis zu 110 Zentimeter hoch sein, in die Weite durften sie bis 125 Zentimeter gehen. Das war ein relativ großer Sprung im Vergleich zum E-Parcours. Aus diesem Grund legte ich viel Wert darauf, Reverences Kraft zu verbessern. Er wusste ja schon, worum es ging: Nämlich darum, die Hindernisse zu übersprüngen. Seine Bascule über dem Sprung war gut, er machte sich schön rund und zog nicht so komisch die Beine hinterher, wie ich es schon bei anderen Pferden gesehen hatte.
      Im Parcours im Freien würden ihn auf einem A-Turnier mindestens sieben Hindernisse erwarten; in der Halle lag das Minimum bei sechs Hindernissen pro Parcours. Darum brachte ich so früh wie möglich und nötig zumindest diese Hindernisse ein, häufig sogar noch ein oder zwei mehr, denn so konnte ich weiterhin die Ausdauer des Hengstes trainieren.
      Ab und zu war es wirklich anstrengend, mit Reverence zu arbeiten, wenn er wieder eine Extraportion Ansporn brauchte, um seine Leistung zu erbringen. Dennoch arbeitete er nicht gegen mich, wenn er dann arbeitete, sondern mit mir und das war ein ganz entscheidender Punkt. Grundsätzlich war auch er relativ pflegeleicht, wenn auch ein wenig speziell.
      Durch unsere häufigen Geländeritte stieg seine Kondition sehr schnell, er baute gut Muskeln auf und konnte dies auch im Parcours deutlich zeigen. Nach einer relativ kurzen Zeitspanne konnten wir problemlos einen A-Parcours durchspringen, ohne dass wir großen Herausforderungen gegenüberstanden. Dadurch, dass er zum Glück nicht zu heiß war, wenn er einen Sprung erblickte, ließ er sich gut kontrollieren und hatte man ihn erst einmal motiviert, war er ein Traum von Springpferd auf dem Platz.

      Tank war der letzte in der Reihe, nicht nur aus dem Grund, dass ich mich erst einmal aufgewärmt haben wollte, um mich an so ein Koloss zu gewöhnen. Außerdem war er sanftmütig, fleißig und von allen dreien am angenehmsten zu sitzen, weshalb ich mich jedes Mal auf unsere Trainingseinheit freute. Es war eine Kunst, auf ihm aufzusteigen, hatte ich doch teilweise die Aufstiegshilfe vergessen und musste rumturnen, bis ich die Hoffnung aufgab und sie mir letztendlich doch holte. Mit meinen weniger als 170 Zentimetern Körpergröße konnte ich einfach nicht auf ein dreißig Zentimeter größeres Pferd aufsteigen. Immer, wenn ich neben dem Rapphengst stand, fühlte ich mich, als würde ich gegen eine schwarze Wand starren, weil ich es nicht gewohnt war, nicht über einen Pferderücken herübersehen zu können.
      Ich lernte den Hengst schnell zu schätzen und zu mögen. Er war wirklich brav, stets gehorsam und ich hatte keinerlei Ausfälle von ihm erleben dürfen. Auch Stuten schaute er zwar gern hinterher und wurde etwas unruhig, dennoch ließ er sich auch dann immer gut kontrollieren und händeln. Es wäre wohl auch mein Todesurteil gewesen, wenn dem nicht der Fall gewesen wäre.
      Aber darin lag auch die erste Schwierigkeit des Trainings: Aufgrund seiner Größe und des stämmigen Körperbaus hatte Tank oft Probleme mit engeren Wendungen. In der Klasse A gab es davon glücklicherweise noch nicht allzu viele, aber spätestens die Galoppvolten, die ich mit Mephisto geübt hatte, würden viel Training und Zeit in Anspruch nehmen. Denen mussten wir uns aber bisher noch nicht widmen, also konnte ich mich voll und ganz auf die jetzigen Aufgaben konzentrieren.
      Als Figuren kamen Schlangenlinien mit vier Bögen und zehn Meter-Volten im Trab hinzu. In der Klasse E musste das Pferd schon den Mittelschritt, Arbeitstrab und Arbeitsgalopp beherrschen – für A brauchte man dann ebenfalls den Mitteltrab, der häufig im Leichttrab durchgeführt wurde, und den Mittelgalopp.
      Es gab außerdem eine ganze Handvoll Lektionen dazu: das Viereck verkleinern und vergrößern, der einfache Galoppwechsel, die Zügel aus der Hand kauen lassen und das Rückwärtsrichten. All diese würden wir in der nächsten Zeit in Angriff nehmen. Zuerst allerdings konzentrierten wir uns auf das Training allgemein, um Tank ein wenig wendiger zu machen und die Schlangenlinien problemlos durchführen zu können. Dann liefen auch die zehn Meter-Volten völlig ohne Schwierigkeiten ab. Schon zu Beginn arbeiteten wir am Mitteltrab und am Mittelgalopp, also einfach den raumgreifenden Tempi. Der Shire Horse Hengst arbeitete ausgezeichnet mit und wollte es mir immer recht machen, auch wenn er hin und wieder Probleme damit hatte, etwas zu verstehen. Er brauchte bei einigen Dingen ein wenig länger als andere Pferde, um sie wirklich zu lernen, aber wir hatten ja auch alle Zeit der Welt und standen nicht unter Zeitdruck, irgendetwas möglichst schnell zu erledigen, weshalb ich Tank zu nichts drängte.
      Nach einer Weile nahm ich die ersten Lektionen mit ins Training, wir begannen mit dem einfachen Galoppwechsel. Hierzu galoppierte ich Tank an, parierte ihn dann in den Schritt durch und anschließend galoppierten wir nach drei bis vier Schritten wieder an. Während der Schrittphase stellte ich das Kaltblut um, indem ich eine halbe Parade gab und zeitgleich den äußeren Schenkel ein wenig zurücknahm. Außerdem schob ich meine Hüfte nach vorn, um das Gewicht zu verlagern, und gab mit dem neuen inneren Zügel nach, sodass Tank die Hand wechselte. Er verstand irgendwann, worauf ich hinauswollte und führte die Lektion mit den Schritten dazwischen fehlerfrei aus, weshalb wir die Anzahl der Schritte immer weiter verringern konnten, bis das Durchparieren komplett wegfiel.
      Um das Viereck zu verkleinern und zu vergrößern, musste Tank das Schenkelweichen beherrschen, was allerdings nicht zu einhundert Prozent saß, weshalb ich auch dies noch mit ihm erarbeitete. Dazu bat ich Hunter, mir vom Boden aus ein wenig Hilfe zu leisten, zumindest für den Anfang. Hunter tippte den Hengst dann mit der Gerte an, sodass er einen Schritt zur Seite ging. Sobald er das tat, wurde Tank ausgiebig gelobt. Wir verringerten Hunters Einfluss immer weiter, bis es schließlich reichte, dass ich den Rappen mit dem Schenkel antippte, damit er zur Seite ausweichte. Damit konnten wir dann auch die entsprechende Lektion ausführen und von der Liste abhaken.
      Zu guter Letzt ließ ich Tank die Zügel aus der Hand kauen. Dazu ließ ich den äußeren Zügel etwas strammer als den inneren, damit ich noch eine Verbindung zum Pferdemaul hatte, und gab immer wieder halbe Paraden, damit Tank sich fallen ließ. Sobald er verstanden hatte, was ich meinte, und das auch ausführte, gab ich meine Hände nach vorn, damit das Riesenpferd sich entsprechend dehnen konnte. Es war grundsätzlich keine sonderlich schwierige Lektion, wenn der Vierbeiner einmal verstanden hatte, was von ihm verlangt wurde, und obwohl der Hengst etwas Zeit brauchte, um das auszuarbeiten, so lief es danach doch wie geschmiert.

      Es war eine ganze Weile vergangen, seit ich auf dem Bear Brook EC angekommen war, aber irgendwann endete jede Zeit und so war es für mich Zeit, Abschied zu nehmen, als ich das Training der Pferde erfolgreich für beendet erklärt hatte. Alle drei waren relativ problemlos gewesen und hatten größtenteils gut mitgearbeitet, auch wenn gerade Reverence dabei ab und zu einige Schwierigkeiten gehabt hatte. Dennoch war ich mehr als zufrieden mit dem Endergebnis und konnte dem Gestütsinhaber dann stolz verkünden, dass der Auftrag erledigt war. Hunter wollte sich natürlich noch selbst überzeugen, deshalb hatte ich ihn zur letzten Trainingseinheit eines jeden seiner drei Schützlinge mitgenommen und nochmal im Detail erklärt, wie alles gelaufen war, was einige Hindernisse gewesen waren und was besonders gut geklappt hatte. Hunter schien zufrieden, was nach einigen Absprachen und dem Packen meines Koffers für mich die Heimreise bedeutete. Ich wurde genauso herzlich verabschiedet wie vor einiger Zeit begrüßt, und fast bedauerte ich es, das Gestüt verlassen zu müssen, aber ich freute mich mindestens doppelt so sehr auf Townsend Acres und meine kleinen Reitponys, für die ich zumindest keine Aufstiegshilfe benötigte.
      sadasha gefällt das.
    • sadasha
      [​IMG]
      01. November 2018 | von sadasha
      Schnelle Pflege für alle Pferde

      Nachdem ich endlich vom Arzt das Go bekommen habe meine Pferde wieder zum teil selbst zu versorgen, machte ich mich heute früh gleich auf in den Stall um bei der Fütterung auszuhelfen. Ich fing bei meinen Zuchtstuten an um sie als erste auf ihre Weide bringen zu können. LMR Lady Luna, PFS' Savory Blossom und Scarlet in Birth streckten schon neugierig die Köpfe aus der Box, als sie den Fuggerwagen hörte. Slap Happy kam erst zur Tür, als ich bereits vor ihr stand. Als Boxennachbarin wurde dann auch Mikado neugierig. Riven in a Dream war noch im Halbschlaf und musste erstmal aufstehen, als sie das Futter hörte. Ich versuchte noch ein Foto davon zu machen, wie sie in ihrer Box lag, doch ich war zu langsam und erwischte sie mitten in der Bewegung. Die Dunkelheit gab dann den Rest dazu, das Bild war komplett verschwommen. Als nächstes waren Moulan, Blütenzauber und Bear Totem's Denali an der Reihe. Die Vollblut Zuchtstuten waren damit fertig. Nach der Fütterung kamen sie auf ihre Weide. Jetzt waren Tainted Whiz Gun, Verdine und Happy Fantasy bereit für ihr Frühstück. Die bunte Truppe stand nicht mit den Zuchtstuten auf einer Weide. Sie hatte ein eigenes Weideplätzchen und war so harmonisch, dass ich sie gar nicht in die große Herde werfen wollte. Die "Youngsters" hingegen schon. CHH' Classic Spring, PFS' Storm Cat, Rouge Trap, Fantastic Sonata und Essence of Life konnten sich schonmal daran gewöhnen mit tragenden Stuten und Fohlen umzugehen. Sie waren meine Anwärter. Die Jährlingsstuten Little Miss Backyard, Stars of Magic und What Rainbow standen zusammen mit Hester auf einer Weide weiter weg von ihren Mutterstuten. Das Absetzen hatten sie bereits hinter sich, doch ehe sie wieder zu den Großen kommen, würde noch etwas Zeit versteichen. Framed in Fantasy, mein neuster Zuwachs stand zusammen mit Braddock 'The Parrot', Niffler und Benji auf einer Weide, da ich aktuell keine Hengstfohlen außer ihm auf dem Hof hatte. Als die Fütterung der Stuten durch war öffnete ich die Paddockboxen der Hengste. Dabei ließ ich zuerst die älteren Hengste raus. Ehrengold und Mr. Raw Depression und danach Reverence. Zuletzt kamen Raving Hope Slayer und PFS Strolch auf ihre Paddocks.
      Mirko hatte sich in der Zwischenzeit um den zweiten Stalltrakt gekümmert und Xana, Stonery, Venetia, Felan, Magical Touch, Delmara, Iseabail, Lady Lyneth Bowen und Uschi komplett versorgt. Beth war noch dabei die Kaltbluthengste raus zu bringen. Maeyr, Schneemann und Mister Blockhead hatte ich schon draußen gesehen. Tank, Buck or Two, Thomas, Vikar und Mephisto standen noch in ihren Boxen. Ich hatte noch zwanzig Minuten Zeit um eine Box fertig zu machen für den heutigen Neuankömmling. Ramira, eine Tinkerstute, die auch Kerry gut gefallen wird. Sie war charakterlich einwandfrei und genoß bislang ein sehr liebevolles zu Hause in dem sie ordentlich in der Freiarbeit gefördert wurde. Für ein Therapiepferd exzellente Voraussetzungen. Nach der langen Reise aus Deutschland würde sie erstmal Ruhe brauchen. Ich streute deshalb so ein, dass sie es gemütlich hatte. Futter würde sie Portionsweise mitbringen, sodass ich mir darum vorerst keine Gedanken machen musste. Futterumstellungen hatte ich nun schon zu genüge umgesetzt und auch Ramira wird damit sicher gut zurecht kommen, sobald ich damit beginne. Ich legte ein paar saftige Möhren in den Futterkrug und öffnete das Fenster zum Innenhof. Damit war ich mit meinem Tagesplan fertig.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Bear Brook EC
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    9 Sep. 2018
    Klicks:
    106
    Kommentare:
    3

    EXIF Data

    File Size:
    108 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]
    Hengst
    27. Februar | 8 Jahre
    Rasse Englisches Vollbut
    Stockmaß/Endmaß 163cm
    Fellfarbe Schimmel
    Geno unbekannt

    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    [​IMG]
    Charaktereigenschaften
    etwas faul, unruhig, gutherzig

    Vorgeschichte
    Der hübsche Hengst wurde auf einem Sportpferdegestüt gezogen und entsprechend ausgebildet. Er hat noch nie eine Rennbahn gesehen, macht sich aber großartig als Springpferd.

    Beschreibung
    Reverence macht immer das, was man von ihm verlangt. Mehr aber auch nicht. Man muss ihn zu jeder Leistung antreiben und motivieren. Unterm Sattel verhält er sich allgemein unruhig. Stillstehen fällt dem Hengst schwer und hat er die Gelegenheit dazu beginnt er auf den Zügeln oder am Strick zu kauen. Im Umgang an der Hand ist er aber sehr unkompliziert. Er lässt sich stets brav aufzäumen und auch das Putzszenario ist für ihn wenig spannend (es sei denn der Strick ist in Reichweite). Auch der Weidegang ist für ihn sehr unspektakulär. So unruhig er beim Reiten sein mag, hier zeigt er sich sehr verhalten. Man sieht ihn nie wild umherspringen oder Faxen machen. Sobald er draußen ist, ist das einzige was ihn kümmert die saftige Wiese unter ihm.


    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    [​IMG]
    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI**
    Eventing (British Eventing, national): BE80(T) BE90 BE100 BE100Plus Novice


    Distanz E A
    Distanzritte: EL EVG1

    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    [​IMG]
    Offiziell
    keine

    Inoffiziell

    keine

    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    [​IMG]
    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 0
    HS 0
    TA 0
    Trainer 1
    Zubehör 0
    Gesamt 1


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller Nuray

    Nachkommen
    keine

    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


    ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund