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Reverence

Reverence
sadasha, 9 Sep. 2018
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      12. September 2018 | 9.308 Zeichen von sadasha

      Isaac | Mit einem bestimmten Ruck zog ich Pitch näher an mich heran, der heute Morgen permanent an der Leine zog. „Heel!“, korrigierte ich ihn nachdrücklich und wandte meinen Blick dafür kurz von den Zäunen der Weiden des Hofes ab, die wir gemeinsam kontrollierten. Ich markierte mir Stellen, die repariert werden mussten, auf einem Lageplan. Heute würden sämtliche Reparaturen rund um die Stutenweide erledigt werden, denn heute kam Essence of Life auf den Hof. Die Zeit dafür war knapp, aber da wir nur wenige Leute auf dem Hof waren mussten diese Arbeiten zwischengeschoben werden, wo es nur möglich war. Nach ein paar Minuten Ruhe zog Pitch abermals wie ein Weltmeister. „Heel.“, wiederholte ich und zog den schwarzen Rüden, als er meine Befehle ignorierte wieder zu mir. „Spinnst du? Ich kann dich nicht loslassen, wer weiß wo du dann hinrennst!“ Aus mir sprach die schiere Verzweiflung, da Pitch mich einfach nicht verstand oder verstehen wollte. Seufzend nahm ich seine Leine kürzer um ihn besser im Griff zu haben und ignorierte sein Ziehen fortan um mit dem Ablaufen der Weide fertig zu werden. Der Blick auf das Haupthaus versetzte mir einen Stich ins Herz. Seit einigen Tagen war es nicht mehr so bewohnt wie üblich. Traurig ließ ich Pitch wieder lang und brachte ihn zurück ins Haus um ihn einzuschließen. Langsam und nachdenklich schlenderte ich zum Schuppen um mir Werkzeug, eine neue Planke und etwas Draht zu holen. Bei der Gelegenheit stellte auch gleich den Strom am Weidezaun aus, damit ich bei der Arbeit keine gewischt bekam. Dann ging ich wieder zu den Weiden. Die Sonne kroch langsam aber stetig über die den Hof umgebenden Wälder, während ich die markierten Missstände des Zaunes wieder glatt bügelte. Als ich nach drei Stunden fertig war und zurück zum Stall ging waren die Stallhilfen, Jockeys und Abby schon da, arbeiteten mit den ersten Pferden und brachten den Stall auf Vordermann. Im Haupthaus traf ich auf die Claytons. Elise sah mich besorgt an „War der Hund denn noch nicht draußen?“, fragte sie und zeigte auf Pitch, der mich aufgeregt begrüßte und sich vor mir langstreckte. Ich seufzte. „Der war mit mir draußen, aber ich lasse ihn nicht von der Leine. Das ist mir zu riskant.“ Mrs Clayton nickte verständnisvoll. „Er ist so nervös. Ich weiß nicht was ich machen soll.“ Entschuldigend hob ich die Hände. „Wir können nur hoffen, dass hier bald wieder der normale Alltag Einzug findet.“, beteuerte ich. „Ich kann mich leider nicht kümmern. Jeden Moment kommt ein neues Pferd auf den Hof, das ich dann zuerst versorgen muss und danach muss ich mich den Turnierpferden zuwenden.“ Abermals seufzte ich und schlug die Lider nieder. Elise legte mir eine Hand auf die Schulter, was ich ihr hoch anrechnete, da ich gut zwei Köpfe größer war als sie. Sanft lächelte ich zurück, als ich ihren beschwichtigenden Blick sah.

      Die Ankunft von Hunters neuem Pferd verzögerte sich etwas, sodass ich noch Zeit fand Rouge Trap, Fantastic Sonata und Golden Sugar auf ihre Weiden zu bringen. Gerade als ich zurück auf den Hof kam hörte ich Motorgeräusche. Da war sie also. Eine helle Fuchsscheckstute die mit rotierenden Ohren die neue Gegend erkundete, schon während wir sie vom Hänger luden. Sie war sehr lebhaft und wir hatten fast schon Schwierigkeiten sie auf der Rampe zu halten. Doch wir schafften das Abladen unfallfrei. Elise nahm die Papiere entgegen und brachte sie ins Haus um sie auf Hunters Schreibtisch abzulegen. Den finanziellen Part hatte Hunter zum Glück schon im Voraus geklärt. Wir gaben dem Fahrer dennoch ein angemessenes Trinkgeld, ehe er sich wieder auf den Heimweg machte. Nach dem Rundgang über das Gelände hatte ich Essence of Life wieder beruhigt und lief brav neben mir her. Ich brachte sie nun in ihre frisch eingerichtete Box und ging dann meiner üblichen Arbeit wieder nach. Zwischendrin rief ich Hunter an um ihn darüber in Kenntnis zu setzen, dass Alles gut verlaufen war.

      Einige Wochen später…

      Hunter | Wieder zu Hause konnte ich schon sehen, dass sich meine neue Stute gut eingelebt hatte. Isaac hatte ich sehr bemüht sie in den Hofalltag zu integrieren und sich mit ihr zu beschäftigen, wenn gleich sein Tag dadurch noch stressiger wurde. Auch um Pitch hatte er sich großartig gekümmert. In der ersten Zeit nach meiner Heimkehr wurde auch ich mit umsorgt, bis ich wieder auf die Beine kam und eigenständig kleinere Arbeiten übernehmen konnte. Auf einer Auktion hatte ich ein Fohlen erstanden. Framed in Fantasy aus einer ganz wunderbaren Anpaarung, die mir viel versprach. Der kleine Hengst würde sich als zukünftiges Springpferd gut machen. Doch jetzt war er noch viel zu klein. Er mischt im Moment die etwas träge Hester ordentlich auf. Ebenfalls auf dieser Auktion sah ich einen Schimmelhengst, dessen Blick mich direkt ins Herz getroffen hatte. Er hieß Reverence. Kein Rennpferd. Das zeigte auch sein im Vergleich massiger Körperbau sehr deutlich. In meinen Augen ein Allrounder. Ausgebildet war er jedoch besonders im Springreiten. Ich hatte noch ein paar Tage Bedenkzeit ehe ich mich entscheiden müsste ob ich den Hengst kaufen wollte oder nicht. Doch es sah Alls danach aus, als würde ich ihn nicht ablehnen können. Ich besprach Szenarien mit meinem Team und überprüfte auch die finanzielle Lage mehrfach. Käthe war sowieso überzeugt davon, dass das Bear Brook EC mehr Hengste durchaus vertragen würde. Das einzige Problem an der Sache wäre die Weidensituation. Es war jetzt schon etwas kompliziert die Pferde alle konfliktfrei zu sortieren. Immer wieder gerieten Hengste aneinander und es musste sich eine Lösung überlegt werden. „Je mehr Hengste, desto mehr Probleme.“ Das waren die Worte meines Vaters dazu. Recht unbeteiligt hatte er das erwähnt, doch sie regten mich einmal mehr zum Nachdenken an. Meine Mutter versuchte mir gut zuzureden. „Du findest eine Lösung.“, sagte sie und legte mir tröstend eine Hand auf.

      Am nächsten Tag rief ich gleich nach der täglichen Weidenkontrolle beim Verkäufer an. r schlug mir vor den Hengst zur Probe zu reiten, was ich natürlich nicht ablehnen wollte. Ich gab Elise Bescheid, der Rest des Teams war in seine Arbeit versunken und sollte nicht gestört werden. Dann packte ich Pitch ins Auto und machte mich auf den Weg. Der Hof lag quasi um die Ecke und ich wurde freundlich begrüßt, als ich aus dem Wagen stieg. „Hier entlang.“ Reverence sah aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Als ich sein helles Fell anfasste war es, als würde man ein Plüschtier streicheln. „Wir haben ihn heute Morgen gebadet.“, erklärte der Verkäufer schmunzelnd. Das einzige was das Bild etwas trübte, war ein zerpflückter Führstrick. Reverence‘ Verkäufer folgte meinem Blick. „Aah, ja. Entschuldigen sie den Strick. Sie müssen wissen: Reverence hat Stricke und Zügel zum Fressen gern, wann man ihn damit alleine lässt.“, meinte er zwinkernd und klopfte dem Hengst auf die Schulter. Der kleine Mann sattelte und zäumte den Schimmel. Ich folgte auf den Reitplatz wo ich aufstieg. Der Platz war nass vom Regen der letzten Tage und Reverence bewegte sich gleich beim Aufsteigen vorwärts. „Etwas, an dem wir arbeiten müssen.“, murmelte ich und setzte meinen zweiten Fuß in den Steigbügel. Ich nahm die Zügel etwas auf und ritt ihn einige Runden in Schritt und Trab warm. Abgesehen davon, dass der Schimmel unglaublich unruhig war und ein ruhiges Schrittlaufen oder Stehen nicht fehlerfrei abzurufen war, ließ er sich ordentlich reiten. Es gab durchaus unruhigere Kandidaten in meinem Stall. Er wirkte sogar sehr faul auf mich, da man ihm immer wieder bewusst machen musste, dass er gerade zu arbeiten hatte. Besonders im Galopp wurde deutlich, dass Reverence ein Springpferd war. Mit meinem Bein jedoch wollte ich das nicht testen. Leichttraben und Galopp reichten schon um mir schmerzhaft klar zu machen, dass ich eigentlich noch nicht wieder im Sattel sitzen sollte. Ich ließ Reverence in Trab und Schritt abkühlen und stieg dann wieder ab. Die ersten Schritte hinkte ich leicht, doch der weiche Boden war viel angenehmer als das Sitzen im Sattel. „Hat das geholfen bei ihrer Entscheidung? Ich kann auch gerne noch ein paar Sprünge aufbauen.“, schlug der Verkäufer vor. Ich wank dankend ab. „Er gefällt mir.“, erklärte ich und musterte den Hengst noch einmal gründlich. Seine Hufe und Beine waren vom sumpfigen Sand bedeckt, doch seine Augen strahlten. Es wirkte fast als sei er froh mit der Arbeit fertig zu sein. Ich seufzte und ging noch einmal in Gedanken meine Pläne durch. Dann hielt ich dem Verkäufer meine Hand hin. Seine Augen weiteten sich in Erstaunen, bevor er mit strahlendem Lächeln einschlug. „Sie werden es nicht bereuen. Er hat Charakter!“ Ich lachte rau. „Das hab ich gemerkt!“ – „Wann wollen sie –„, er sah kurz zu meinem Wagen in dem Pitch geduldig wartete, „ich kann ihnen gerne meinen Hänger ausleihen.“ Ich schüttelte noch immer lächelnd den Kopf. „Schon gut.“, erklärte ich. „Ich komme in zwei Stunden vorbei, wenn es ihnen nichts ausmacht?“ Der Verkäufer nickte glücklich und brachte Reverence zurück zum Putzplatz um ihn abzusatteln. Bevor ich fuhr klärten wir das vertragliche und ich gab ihm eine Anzahlung. Am Ende des Tages hatte ich einen stattlichen Schimmelhengst auf dem Bear Brook EC und konnte es kaum erwarten Käthe davon zu berichten und mir eine Schelle abzuholen dafür, dass ich trotz Verletzung im Sattel saß.
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  • Album:
    Bear Brook EC
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    9 Sep. 2018
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    Hengst
    27. Februar | 8 Jahre
    Rasse Englisches Vollbut
    Stockmaß/Endmaß 163cm
    Fellfarbe Schimmel
    Geno unbekannt

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    Charaktereigenschaften
    etwas faul, unruhig, gutherzig

    Vorgeschichte
    Der hübsche Hengst wurde auf einem Sportpferdegestüt gezogen und entsprechend ausgebildet. Er hat noch nie eine Rennbahn gesehen, macht sich aber großartig als Springpferd.

    Beschreibung
    Reverence macht immer das, was man von ihm verlangt. Mehr aber auch nicht. Man muss ihn zu jeder Leistung antreiben und motivieren. Unterm Sattel verhält er sich allgemein unruhig. Stillstehen fällt dem Hengst schwer und hat er die Gelegenheit dazu beginnt er auf den Zügeln oder am Strick zu kauen. Im Umgang an der Hand ist er aber sehr unkompliziert. Er lässt sich stets brav aufzäumen und auch das Putzszenario ist für ihn wenig spannend (es sei denn der Strick ist in Reichweite). Auch der Weidegang ist für ihn sehr unspektakulär. So unruhig er beim Reiten sein mag, hier zeigt er sich sehr verhalten. Man sieht ihn nie wild umherspringen oder Faxen machen. Sobald er draußen ist, ist das einzige was ihn kümmert die saftige Wiese unter ihm.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI**
    Eventing (British Eventing, national): BE80(T) BE90 BE100 BE100Plus Novice


    Distanz E A
    Distanzritte: EL EVG1

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    Offiziell
    keine

    Inoffiziell

    keine

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    Körpunkte
    Abstammung 0
    Schleifen 0
    HS 0
    TA 0
    Trainer 0
    Zubehör 0
    Gesamt 0


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller Nuray

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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