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Sammy

Reminiscent Inspiration

Hannoveraner | Stute | gekrönt | DR: S (2) | SPR: S (1) | MIL: A (1)

Reminiscent Inspiration
Sammy, 16 März 2021
Zion, Mohikanerin und Snoopy gefällt das.
    • Sammy
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      Infinia kommt an!
      15. August 2013
      "Hey Sammy! Ima Banana Split bekommt gerade ihr Fohlen! Wenn du dich beeilst schaffst du es vielleicht noch!", rief Stelli aufgeregt ins Telefon. Sofort zog ich mir meine warme Jacke über und sprang in mein Auto, um die kurze Strecke zu Stelli's Hof zu fahren. Vor einigen Monaten hatte ich sie gebeten ein Fohlen aus ihrer Hannoveranerstute Ima Banana Split ziehen zu dürfen und von Elii hatte ich die Erlaubnis bekommen, ihren Schimmelhengst Flavour of the Month als Vater zu nehmen. Nun erhoffte ich mir ein talentiertes Fohlen, wobei ich insgeheim auf ein Stütchen hoffte, da ich bereits zwei Hannoveranerhengste besaß.
      Schon ca zehn Minuten später kam ich auf Stelli's Hof an. Ich rannte in den Stall, wobei ich meine Schritte natürlich verlangsamte und zur Abfohlbox schlich, als ich den Stall erreichte. Stelli saß auf der anderen Seite der Stallgasse und winkte mich zu sicher heran. In der Hand hielt sie eine Videokamera.
      "Hey! Es müsste jeden Moment soweit sein!", flüsterte sie.
      Und tatsächlich, in der nächsten Minute lief ein letztes Mal ein Beben durch Ima Banana Split und ein kleines, nasses Fohlen plumpste ins Stroh. Wir betraten so leise wie möglich die Box und während Stelli Ima streichelte und lobte bewunderte ich das Fohlen. Welche Farbe es hatte konnte man nicht sagen, da das Fell noch so nass war, doch ich war mir sowieso schon ziemlich sicher, dass das Kleine später Schimmel werden würde. Da reckte Ima sich vorsichtig und stand dann etwas wackelig auf. Als die Nabenschnur durchgerissen war, tunkten Stelli und ich den Stumpf mit Iod und trockneten das Fohlen ab. "Es ist ein Stütchen!", sagte ich verzückt.
      Schließlich ließen wir Mutter und Kind alleine in der Box und sahen uns noch die ersten Aufstehversuche der Kleinen an, bis sie begann zu trinken. Dann verabschiedete ich mich von Stelli und machte mit ihr aus, dass ich später wiederkommen würde, um meine Kleine zu besuchen.

      ***

      Ein paar Monate später war es endlich soweit: heute würde mein Stutfohlen zu mir ziehen. Ich war fast täglich bei Stelli gewesen und hatte jeden Entwicklungsschritt meiner Kleinen mitverfolgt. Reminiscent Inspiration, wie ich sie getauft hatte war zu einem wunderschönen Fohlen herangewachsen. Bei ihren Gängen ging mir als Dressurliebhaberin das Herz auf und auch sonst eroberte Inspiration die Herzen im Sturm. Vor einigen Tagen hatten wir sie schließlich von ihrer Mutter entwöhnt und beschlossen, dass es nun auch soweit war, dass sie umziehen konnte. Ich hatte bereits die Box neben meiner Trakehnerjungstute Mahira hergerichtet, wobei ich noch auf der Suche nach einem zweiten Hannoveranerstutfohlen in Inspiration's Alter war, damit meine kleine Maus eine anständige Spielkameradin hatte. Kurz darauf hörte ich Stelli's Hänger in der Einfahrt und rannte ihr entgegen. Dann übernahm ich gleich Inspiration und streichelte dem Fohlen beruhigend über den feinen Kopf. "Schon gut Mädchen, mich kennst du ja und ich verspreche dir, dass es dir hier gefallen wird!", sagte ich liebevoll, während ich das aufgeregte Tierchen die Rampe hinunter führte. Inspiration vertraute mir eigentlich vorbehaltlos, da sie mich schon so lange kannte und ich viel Wert darauf gelegt hatte, sie so oft wie möglich zu sehen. Nun führte ich sie in ihre Box, setzte mich dann in eine Ecke und begann zu lesen. Schon kurz darauf ließ sich Inspiration neben mir ins Stroh fallen, legte den Kopf auf mein Bein und war ein paar Minuten später eingeschlafen. Ich war wirklich stolz darauf ein neues, so viel versprechendes Fohlen in meinem Stall zu haben und freute mich schon sehr auf die Arbeit mit meiner Kleinen..
    • Sammy
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      Monatsbericht - Trakehner & Hannoveraner
      30. August 2013
      ~ Mahira, Unannounced Pleasure & Reminiscent Inspiration ~
      Fröhlich vor mich hinsummend betrat ich den Stall meiner Hannoveraner und Trakehner. Meine Fohlen durften sich heute bei diesem schönen Wetter auf den Koppeln austoben und hatten somit nicht viel zu tun. Zuerst schnappte ich mir Mahira, putzte die bereits gekrönte Scheckstute gründlich und brachte sie dann auf die Fohlen- beziehungsweise Jungstutenweide, auf der schon Rafinesse und Darling standen. Rafinesse begrüßte ihre Freundin wie immer überschwänglich und dann lieferten sich meine beiden Schätze ein Rennen über die Koppel. Die zwei waren zusammen aufgewachsen, beinahe gleichzeitig gekrönt worden und würden nun bald zusammen eingeritten werden. Die drei anderen Stütchen hatten da noch einen weiteren Weg vor sich...
      Zurück im Stall schnappte ich mir mein neues Stütchen Unannounced Pleasure und meine zweite Hannoveranerstute Reminiscent Inspiration. Die zwei waren noch sehr jung und ich begann gerade mit dem Fohlen ABC. Sie waren seit ihrem ersten Tag hier bereits dickste Freundinnen und hingen immer zusammen, wenn dies möglich war. Ich putzte die Kleinen langsam und hob auch schon einmal ihre Hufe hoch, damit sie sich daran gewöhnen konnten. Dann brachte ich sie zu den anderen auf die Weide.

      ~ Levistino ~
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Erst vor kurzem hatte er im Springen die Klasse M erreicht und momentan wurde er von seiner Trainerin IceLandGirl auch in der Dressur gefördert. Nun wollte ich mal sehen, was mein Baby im Springen so alles gelernt hatte. Ich putzte das schimmernde Fell des Hengstes, sattelte ihn flott auf und führte ihn anschließend auf meinen Springplatz. Levistino spitzte seine feinen Ohren und legte ein bisschen zu. Der schöne Hengst sprang für sein Leben gerne und meist musste man ihn sogar etwas zurückhalten, damit er sich nicht übernahm. Ich gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Levi schlug mit dem Kopf, blieb aber an Ort und Stelle. Ich brachte allen meinen Pferden bei, dass es überhaupt nichts brachte, wenn sie beim Aufsteigen herumhampelten oder losliefen, bevor ich das Kommando dazu gab. Dies hatte auch der feurige Hengst mittlerweile begriffen. Ich wärmte Levi zuerst ordentlich im Schritt, Trab und schließlich auch im Galopp auf, bevor ich auf das erste Hindernis zusteuerte. Ich hatte absichtlich ein paar A, L und zwei M Sprünge aufgebaut, damit sich Levi ein bisschen einspringen konnte. Der Hengst nahm die Hindernisse wie gewohnt als wären sie Luft, doch was mir ganz stark auffiel, war dass er nicht mehr so heftig anzog, wenn es auf einen Sprung zu ging. Im Stillen dankte ich IceLandGirl für die tolle Arbeit, die sie mit dem Hengst geleistet hatte. Nach einer guten Dreiviertel Stunde, ritt ich Levi trocken und stieg mehr als zufrieden aus dem Sattel. Der junge Hengst hatte sich wirklich gemacht und ich war schon sehr gespannt auf seine Nachkommen.

      ~ Samiyah & Angels Fall First ~
      Meine beiden wunderschönen und gekrönten Stuten Samiyah und Angels Fall First hatten heute frei. Sami hatte erst vor kurzem ihre SK gewonnen und sich deshalb eine Pause verdient und Angel war längere Zeit verletzt gewesen. Ich holte die beiden Schönheiten nacheinander aus ihren Boxen, putzte ihr seidiges Fell und brachte sie anschließend auf die Koppel zu Cookie, Fatimah, Mizzi, Misery, History, Dorina und Benjilala. Sami bahnte sich sofort mit flach angelegten Ohren ihren Weg und stellte sich in die Mitte der Koppel. Angel als ihre neue beste Freundin gesellte sich etwas langsamer neben sie. Ich lächelte und ging zurück in den Stall, um mich um meine beiden Hannoveranerhengste zu kümmern.

      ~ Branagorn & Black Soul~
      Meine beiden gekörten Hannoveranerhengste hatten heute ebenfalls frei. Soul erholte sich von einer Sehnenverletzung und Branagorn von einer Erkältung. Ich nahm einen nach dem anderen aus der Box, putzte sie flott über, kratzte die Hufe aus und verlaß die Schweife. Branagorn durfte dann zu Ojos Azules, Intolerable Life und Fair Prince, während Black Soul auf einen kleinen Sandpaddock kam. Zum einen war er nämlich sehr hengstig und hätte die anderen wohl in ihre Einzelteile zerlegt, zum anderen sollte er aber auch noch nicht zu sehr toben. Ich sah meinem Hübschen noch ein Weilchen zu, dann ging ich ins Haus um mich um meine Bedürfnisse zu kümmern...
    • Sammy
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      Monatsbericht - Trakehner & Hannoveraner
      27. September 2013
      Samiyah
      Fröstelnd zog ich die Schultern hoch, als ich den Stall meiner Trakehner und Hannoveraner betrat. Mich hatte wohl irgendeine böse Sommergrippe erwischt und zu allem Übel war der Himmel heute grau und wolkenverhangen. Ich wollte einfach noch nicht einsehen, dass der Herbst schon bald wieder da war! Im Stall angekommen, begrüßte ich meine neue Pflegerin, die gerade dabei war, die Boxen auszumisten. Ich klopfte Samiyah meiner gekrönten Trakehnerstute den Hals, während sie ihre weichen Nüstern unter meinen Arm steckte. "Anna, ich nehme Sami gleich mit, nur damit du dich nicht wunderst!", rief ich dem rothaarigen Mädchen zu und band meinen Schatz los. Dann führte ich Sami zum Putzplatz und machte sie flott reitfertig. Die junge Stute hatte ja bereits erfolgreich eine Körung bestritten, doch ich hatte vor sie auch vermehrt auf Turnieren und Schönheitswettbewerben vorzustellen - da musste sie natürlich top fit sein. Zudem ging Samiyah in Dressur nun bereits Klasse L und ich hatte vor zwei Tagen eine Trainerin damit beauftragt, sie auf die Klasse M zu trainieren. Immerhin wollte ich meine Zucht neu aufbauen und meinen zukünftigen Kunden nur die best ausgebildetsten und erfolgreichsten Pferde präsentieren.
      Ich klopfte Sami den samtweichen Hals und führte sie in meine Reithalle. Dort schloss ich erleichtert die Türe, stellte Sami auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Mein Stütchen stand brav da und wartete auf mein nächstes Kommando. "Heute wollen wir ein bisschen springen mein Schatz! Dressurtraining bekommst du in letzter Zeit ja mehr als genug!", sagte ich liebevoll, während Sami neugierig die bunten Hindernisse um uns herum beäugte. Sie waren alle sehr niedrig, höchstens 70cm, doch ich wollte mich mit Sami ja auch nur langsam an das Springen herantasten, denn noch stand ihre Dressurausbildung im Vordergrund. Ich wärmte Samiyah ordentlich auf und galoppierte sie dann um die Hindernisse herum ab. Die Stute ging wie gewohnt eifrig vorwärts und war schön an meine Hilfen gestellt. Ich parierte sie wieder zum Trab durch und ließ sie ein paar Mal über Trabstangen und Cavaletti gehen, um sie zu gymnastizieren und auf die Sprünge vorzubereiten. Dann ritt ich das erste Hindernis an. Ich hatte in einigem Abstand davor eine Stange gelegt, damit Sami nicht zu heiß wurde. Es klappte hervorragend und mein goldenes Stütchen sprang wie ein Gummiball über die Hindernisse, als wären diese überhaupt nicht vorhanden. Als ich schließlich einmal den ganzen Parcours gesprungen war, parierte ich Sami durch, ritt sie trocken und versorgte sie anschließend liebevoll.

      Levistino
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Mit dem hübschen würde ich heute ein wenig Dressurtraining machen, da er - im Gegensatz zu Samiyah - in letzter Zeit im Springen ausgebildet worden war. Ich putzte Levistino nur kurz über, da er bereits sauber war, kratzte die Hufe aus und verlas seinen Schweif. Dann bandagierte ich ihn und legte ihm Sattel und Zaumzeug an. Levi schlug ungeduldig mit dem Kopf - er hatte es immer eilig los zu kommen. Ich beruhigte ihn und führte ihn dann zur Reithalle. Die Hindernisse hatte ich bereits zusammen mit einem meiner Pfleger abgebaut. Ich hatte das Gefühl, dass Levistino ein wenig enttäuscht war. Der imposante Hengst sprang für sein Leben gern, doch da Dressur erstens sehr wichtig und er zweitens auch noch sehr begabt war, musste er da eben ab und an durch.
      "Mach dir nichts draus. Die nächsten Trainingsstunden werden sich hauptsächlich um Dressurlektionen drehen mein Hübscher!", sagte ich lachend zu ihm, während ich mich in den Sattel schwang. Levistino schlug mit dem Kopf, bekam sich dann jedoch recht schnell wieder ein. Ich klopfte ihm den grauen Hals und würmte ihn ordentlich auf. Anschließend übte ich Schenkelweichen, Rückwärtsrichten und noch ein paar andere Lektionen, bevor ich den Hengst schließlich schon ziemlich geschafft trocken ritt und fertig machte.

      Reminiscent Inspiration & Unannounced Pleasure
      Als Levistino ruhig auf seiner saftigen Koppel stand, widmete ich mich den Stutfohlen Inspiration und Pleasure. Die beiden waren schon ein ganzes Stück gewachsen. Beide würden morgen an einer Fohlenschau teilnehmen, weshalb ich sie nur putzen und dann auf die Weide lassen würde. Ihre Kür hatten beide schon perfekt drauf, weshalb ich nicht noch einmal mit ihnen zu trainieren brauchte. Ich holte die aufgeweckten Stutfohlen aus ihren Boxen, putzte sie gemeinsam und brachte sie dann auf die Koppel, auf der schon Everybody's Darling graste. Die junge Fuchsstute hob nicht einmal den Kopf, als die beiden die Koppel betraten. Ab morgen wollte ich die kleine New Forest Stute in die große Herde eingliedern, vielleicht würde sie dort endlich einen Freund finden...

      Mahira, Angels Fall First, Black Soul & Branagorn
      Als letztes waren Black Soul, Branagorn, Angels Fall First und Mahira an der Reihe. Alle vier hatte ich die letzten Tage ausgiebig gearbeitet, weshalb sie heute frei hatten. Mahira machte schon sehr große Fortschritte beim reiten und ich war unglaublich stolz auf meine Süße. Angel, Soul und Branagorn dagegen wollte ich demnächst ebenfalls ins Training schicken und auch wieder aktiver mit ihnen an Turnieren teilnehmen. Immerhin hatte ich ja vor bald eine Elitezucht zu eröffnen und auch wenn ich wusste, dass meine Pferde durchaus das Potenzial dazu hatten, bedeutete das noch sehr viel Arbeit. Ich holte zuerst meine junge Fuchsscheckstute aus ihrer Box, putzte sie gründlich und ließ sie dann auf die Weide. Mahira lief vorsichtig auf die Gruppe Stuten zu, die bereits da standen. Bisher war die Stute ja nur mit Rafinesse und später noch mit Inspiration, Darling und Pleasure zusammen gestanden, doch ich hatte beschlossen, sie nun endlich in die Stutenherde einzugliedern. Dort standen nun Cuchara, History, Dorina, Fatimah, Misery, Benjilala, Mizzi, Samiyah und Rafinesse und starrten dem Neuankömmling entgegen. Schließlich stieß Rafinesse ein lautes Wiehern aus und trabte ihrer Freundin entgegen. Wenn meine beiden Hannoveranerfohlen ausgewachsen waren, würde ich die Gruppe wohl wieder aufteilen und musste dann schauen, was ich mit Mahira und Rafinesse anstellte, da die beiden sich so gut verstanden. Dann ertönte auch schon Samiyah's herausforderndes Wiehern und meine Schönheit kam im Galopp auf Mahira zu geprescht. Rafinesse machte sofort Platz, sie hatte die Eingliederung in die Herde schon hinter sich. Bisher war immer meine temperamentvolle Andalusierstute Cuchara die Chefin der Herde gewesen, doch die selbstbewusste Samiyah hatte ihr diesen Posten schnell streitig gemacht. Nun war ich etwas gespannt, wie Mahira reagieren würde. Sami giftete die neue Stute nun mit flach angelegten Ohren an. "Samiyah. Stell dich nicht so an. So siehst du überhaupt nicht mehr hübsch aus!", tadelte ich meine Cremello Stute. Die ließ sich davon jedoch ausnahmsweise nicht beeindrucken und spielte sich weiter vor Mahira auf. Die junge Scheckstute legte die Ohren zunächst ebenfalls flach an den Kopf und ich dachte schon, die beiden würden nun richtig anfangen zu streiten, da legte Mahira den Rückwärtsgang ein und bewegte sich von der Stute weg. Ich seufzte erleichtert, als Sami daraufhin ihr Gehabe etwas zurückfuhr und wieder an ihren Lieblingsplatz zum Grasen ging. Das war ja nochmal gut gegangen.
      Also holte ich als nächstes meine Hannoveranerstute Angels Fall First, Sami's neue Freundin. Die nun neunjährige Stute war die Einzige, die Sami in ihrer unmittelbaren Nähe duldete und so ging Angel auch geradewegs auf sie zu und stellte sich dicht neben die Cremellodame, um zu grasen. Ich schüttelte lachend den Kopf und machte mich daran, auch Black Soul und Branagorn hinaus zu lassen. Zuerst nahm ich den stürmischen Rapphengst, putzte ihn und brachte ihn anschließend auf seine Hengstkoppel. Branagorn hingegen durfte zu den verträglicheren Hengsten. Orfino, Jojo, Life und Prince begrüßten den Hengst mit einem freundlichen Brummeln.
    • Sammy
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      Monatsbericht - Überflieger
      28. November 2013
      Samiyah, Wild Lady Roxanne, Angels Fall First & Levistino
      "Mann so ein Sauwetter", murrte ich, als ich meinen großen Stall betrat. Sofort wandten sich mir die Köpfe meiner neun Warmblüter zu. Ich ging von Box zu Box, strich jedem von ihnen sanft über den Kopf und machte mich dann daran das Kraftfutter abzumessen. In den anderen Ställen hatte ich das bereits erledigt und gleich würden meine Pfleger mit der Fütterung beginnen. Die Einteilung des Kraftfutters übernahm ich jedoch immer selbst. Es war bereits halb acht Uhr morgens und immer noch stockdunkel. Bald würden die Pferde nur noch ein paar Stunden am Tag hinaus dürfen. Ich hatte noch absolut keine Lust auf Winter, aber machen konnte ich da ja sowieso nichts.
      Während meine Pfleger nun unter dem lauten Gewieher der Pferde mit dem Füttern begannen, setzte ich mich in mein Büro und erledigte den Papierkram für heute. Ich ordnete die Mappe meiner neuen Zuchtstute Wild Lady Roxanne ein, trug sie in den Terminkalender für Tierarzt und Hufschmiedbesuch mit ein und beschäftigte mich dann mit den Pferden, die ich verkaufen wollte. Candle in the Wind und Autumm Hurrycane mussten erst noch mehr trainiert werden, bevor ich sie weggeben wollte, aber meine gekrönte Quarter Horse Stute American Baby hätte eigentlich ein zuhause verdient, in dem sie richtig zum Einsatz kam. Ich beschloss Monsterflosse zu fragen, ob sie Interesse an ihr hätte.
      Ca eine halbe Stunde später trat ich wieder auf die Stallgasse und ging als erstes zu Samiyah. Mit der schönen Stute war ich erst gestern auf einem Schönheitswettbewerb gewesen, daher hatte sie heute frei. Ich holte die Cremellodame aus der Box, putzte sie, legte ihr die Weidedecke auf und führte sie hinaus auf eine der Stutenkoppeln. Dort machte Sami mir wie immer zuerst klar, dass sie ja wohl die schönste Stute auf der ganzen Welt war, indem sie mit schwebenden Tritten um die Koppel trabte, zu mir zurückkam und ihren Kopf an meinen Arm drückte. Ich strich ihr liebevoll den Schopf aus der Stirn und küsste sie dann auf die weichen Nüstern. "Du bekommst heute noch eine neue Stute in deine Herde..Ich hoffe nur, du benimmst dich!", warnte ich Sami vor, denn die junge Stute wollte in der Herde immer der Boss sein und legte sich mit jedem an, der ihr in die Quere kommen wollte.
      Wieder im Stall widmete ich mich nun zuerst meinem Trakehnerhengst Levistino. Der Hübsche war die letzte Zeit ziemlich gefordert worden und durfte deshalb heute einen Tag auf der Weide genießen. Ich holte den hübschen Hengst aus seiner Box, bürstete sein grau geäpfeltes Fell, kratzte die Hufe aus, verlas Mähne und Schweif und legte auch ihm die dicke Weidedecke auf. Auch Levistino drehte erst einmal ein paar Runden um seine kleine Hengstkoppel, bevor ich zufrieden mit Grasen begann. Ich lächelte und begann dann, mich mit meinem Neuzugang zu beschäftigen.
      Nun durfte meine Hannoveranerstute Angels Fall First ebenfalls hinaus. Sie war Sami's beste Freundin und ich hoffte, dass die zickige Cremellostute sich nicht ganz zu sehr aufregen würde, wenn Angel dabei war. Also putzte ich die Falbscheckin flott, befestigte ihre Decke und brachte sie zur Weide.
      Die wunderschöne Rappstute Wild Lady Roxanne sah mich aufmerksam an, als ich ihre Box betrat. Die 10-jährige Stute war recht temperamentvoll und ich war gespannt, wie sie mit meinem Wildfang Samiyah zurechtkommen würde. Nachdem ich die Schönheit geputzt hatte, führte ich sie hinaus auf den Hof. Lady Roxanne tänzelte neben mir her und ihre Muskeln spielten unter der Decke. Ich klopfte ihr den lackschwarzen Hals und hakte dann den Führstrick aus, bevor ich das Tor zur Weide schloss. Die letzten zwei Tage war Roxanne in einem abgezäunten Stück neben der Stutenkoppel hinausgekommen, doch ich fand es wurde Zeit, dass ich sie in die Herde integrierte.
      Sobald Roxanne die Koppel betrat und ich hinter dem Zaun war, flog Sami's edler Kopf nach oben und sie sah für einen Moment aus, wie eine gegossene Statue. In der nächsten Sekunde stürzte sie los und kam schlitternd, mit angelegten Ohren und gebleckten Zähnen vor Roxanne zum stehen. Die legte ebenfalls die Ohren flach an den Kopf und giftete Sami an. Oh oh.
      Mittlerweile hatten die Pfleger die anderen Stuten aus der Herde - also Paradieses Rafinesse, Mizzi, Cuchara, American Baby, Benjilala und Salwa auf die Koppel gebracht. Cookie, die sonst immer mit Sami stritt, hielt sich heute angesichts der aufgebrachten Stute zurück. Die Stuten trotteten ein Stück abseits, dann sahen sie den beiden Streithähnen zu. Sami ging nun zum Angriff über und ging mit blitzenden Zähnen auf Roxanne los. Ich hätte mir am liebsten die Augen zugehalten, als Roxanne ihrerseits keinen Millimeter zurückwich.
      Vorsichtshalber hatte ich Matt, einen der Hengstpfleger gebeten hierzubleiben, falls wir eingreifen mussten. Die beiden Stuten jagten sich eine ganze Weile lang, doch schließlich gab Roxanne auf. Sie senkte den Kopf und ließ sich von Sami in eine Ecke der Koppel treiben. Sami trabte mit hoch erhobenem Kopf zu 'ihrer' Herde zurück und wälzte sich dann zufrieden.
      "Mann ich glaube die hätte eigentlich ein Hengst werden sollen!", sagte Matt mit hochgezogenen Augenbrauen. Ich lächelte und ging wieder an die Arbeit. Sami war schon wirklich außergewöhnlich..aber genau das machte meine Pferde ja so einzigartig und wundervoll.

      Unannounced Pleasure & Reminiscent Inspiration
      Als nächstes waren meine beiden Hannoveranerfohlen Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration an der Reihe. Die zwei hübschen Stütchen würden heute ein kleines Führtraining bekommen, mehr wollte ich jedoch nicht mit ihnen machen.
      Also holte ich beide zusammen aus ihren Boxen und putzte erst Inspiration, dann Pleasure. Die zwei hatten mittlerweile schon gelernt, dass sie ruhig stehen bleiben mussten, gaben alle vier Hufe und ließen sich von mir ihre Mäulchen öffnen, was ich fürs spätere trensen übte. Als die zwei Fohlen glänzten legte ich auch ihnen die Decken auf, band sie los und begann beide um den Hof zu führen. Dabei wechselte ich ab und zu die Seiten, machte Handwechsel, lief enge Wendungen oder auch an potenziell gefährlichen Dingen vorbei. Da die beiden Fohlen super mitarbeiteten, konnte ich das Training bald wieder beenden und ließ sie auf die Fohlenkoppel zu Mississle und Everybody's Darling.

      Mahira
      Nun war meine Jungstute Mahira an der Reihe. Ich hatte sie erst seit kurzem unter dem Sattel, doch sie machte rießige Fortschritte. Heute wollte ich den ersten Galopp mit ihr versuchen. Um Mahira darauf vorzubereiten hatte ich in den letzten Wochen viel Cavaletti-Arbeit mit ihr gemacht und sie bei der Bodenarbeit immer mal wieder engere Wendungen galoppieren lassen. Nun war ich sehr gespannt, wie sich meine Hübsche heute anstellen würde. Ich holte die hübsche Scheckstute aus ihrer Box, band sie auf der Stallgasse an und begann mit gleichmäßigen, kraftvollen Strichen ihr Fell zu bürsten. Mahira stupste mich leicht an und ich fuhr ihr zärtlich über das schöne Gesicht. Wir hatten schon so viel zusammen erlebt und ich freute mich bereits wahnsinnig auf die erste Turniere, die wir miteinander bestreiten würden.
      Nachdem Mahira's rötliches Fell glänzte, Mähne und Schweif gekämmt und ihre Hufe ausgekratzt waren, sattelte ich die Jungstute flott auf. Dann machten wir uns auf den Weg zur Reithalle. Mahira tänzelte neben mir her und schlug mit dem hübschen Kopf. Ich lachte: "Jaja ist gut, ich weiß du freust dich aufs Training!" Die junge Stute besaß eine menge Temperament, dies lenkte sie jedoch meist in positive Bahnen, zum Beispiel indem sie immer mit Eifer und Freude bei der Arbeit war.
      Ich stellte Mahira auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Mahira hatte seit der ersten Trainingsstunde gelernt, dass sie stehen bleiben musste, mich ich ihr das Signal zum antreten gab. Und auch wenn sie anfangs noch manchmal versucht hatte, auf eigene Faust loszulaufen, hatte sie das recht schnell wieder aufgegeben. Die Jungstute hasste nämlich nichts mehr als eine Lektion immer und immer wieder zu wiederholen und genau das musste sie tun, wenn sie sich von der Stelle rührte.
      Ich ordnete die Zügel, setzte mich im Sattel zurecht und ließ die Stute durch einen leichten Schenkeldruck im Schritt antreten. Dann klopfte ich ihr lobend den Hals und begann sie erst im Schritt und dann auch im Trab aufzuwärmen.
      Nachdem wir ein bisschen gearbeitet hatten, stellte ich mich am Anfang der langen Seite in die Bügel, schnalzte mit der Zunge und gab Mahira die Galopphilfen. Da Mahira sehr gut auf Stimmkommandos reagierte, verstärkte ich meine Hilfen damit noch zusätzlich und tatsächlich galoppierte meine Jungstute an. Ich durchritt die Ecken sehr flach, da Mahira bei ihrem ersten Galopp mit Reiter wahrscheinlich schon genug zu tun hatte. Nach etwa eineinhalb Runden parierte ich Mahira durch, lobte sie und wiederholte das Ganze auf der anderen Hand. Nun machte sich die ganze Boden- und Cavalettiarbeit bezahlt. Mahira schien weniger Gleichgewichtsprobleme zu haben, als ich erwartet hatte und so beendete ich das Training mit einem sehr guten Gefühl und einer zufriedenen Stute neben mir. Ich steckte Mahira noch eine Karotte zu, dann durfte auch sie zu Roxanne, Sami und den anderen auf die Koppel. Wie erwartet ging Mahira sofort mit angelegten Ohren auf die neue Stute zu, doch Wild Lady Roxanne schien für heute die Nase voll zu haben. Sie stieg und streckte sich zu voller Größe, dann jagte sie die junge Mahira ans andere Ende der Koppel, giftete sie noch einmal an und graste dann friedlich weiter. Mahira schien ein wenig verdutzt, dass sie so schnell vertrieben worden war und ich war mir ziemlich sicher, dass sie es bald wieder versuchen würde. Aber erst einmal schien auf der Stutenkoppel Ruhe zu herrschen...

      Black Soul & Branagorn
      "Salut Eddi, na wie gehts?", fragte ich meine gute Freundin Edfriend, als sie leise summend in meinen Stall kam. Wir waren wiedereinmal zum ausreiten verabredet und ich hatte unsere beiden Pferde Branagorn und Black Soul bereits gesattelt und gezäumt. Der wunderschöne Blickfang Branagorn war ein eher ruhiger Hengst und vor allem im Gelände verlässlich, während der lackschwarze Black Soul Ausritte geradezu verabscheute. Da er aber großes Potenzial zum Militarypferd hatte, wollte ich ihm das Gelände näher bringen. Deshalb hatten Eddi und ich beschlossen jetzt ab und an mit den beiden Hengsten hinaus zu gehen.
      Ich band Soul los und führte ihn hinter Eddi auf den Hof hinaus. Dort gurtete ich nach und schwang mich leichtfüßig in den Sattel.
      Wir ritten die beiden Hengste im Schritt vom Hof und bogen Richtung Feldweg ab. Dort war es für Soul vielleicht weniger unheimlich als wenn wir gleich in den Wald geritten wären.
      Dennoch drehte der Hengst nervös die Ohren in alle Richtungen und verspannte sich, sobald wir den Hof verließen.
      Ich redete beruhigend auf ihn ein, klopfte ihm den Hals und versuchte meine Ruhe auf den ängstlichen Hengst zu übertragen. Im Springen und in der Dressur schlug sich Soul ausgezeichnet, doch solange er seine Angst vor dem Gelände und vor allem auch vor dem Hänger nicht überwand, konnten wir natürlich nicht an Turnieren teilnehmen. Da bald auch mein Umzug anstand, wurde dies langsam zum handfesten Problem, weil abgeben konnte ich meine schwarze Schönheit nicht.
      Branagorn war das genaue Gegenteil von Soul - der gescheckte Hengst schritt mit aufgestellten Ohren eifrig dahin und Eddi konnte sogar die Zügel lang lassen. Soul's Gehabe interessierte Branagorn kein Stück weit. Die Hannoveranerstute Angels Fall First war eine Mischung aus den beiden, deshalb würden sie sicherlich einmal tolle Fohlen zur Welt bringen.
      In diesem Moment machte Black Soul einen Satz, legte die Ohren flach an den schönen Kopf und starrte nach vorn. Auch Branagorn blickte aufmerksam in die Richtung. Im selben Moment kamen zwei Radfahrer um die Kurve. Branagorn ruckte nur kurz mit dem Kopf, Black Soul dagegen stieg in die Luft und bockte, nachdem er wieder alle Viere auf dem Boden hatte.
      Ich nahm schnell die Zügel an, versuchte mich tief in den Sattel zu setzen und riss mein Kinn nach oben. Solange Soul es nicht schaffte, mich nach vorn zu werfen, hatte er kaum eine Chance mich aus dem Sattel zu werfen.
      Als der schwarze Hengst sich endlich wieder soweit beruhigte, dass er nur noch auf der Stelle tänzelte, war ich ziemlich k.o.
      "Oh mann der hat vielleicht gebuckelt. Alles okay mit dir?", erkundigte sich Eddi besorgt. Ich nickte.
      "Lass uns zurück reiten und sehen, dass wenigstens das gut klappt. Und das nächste Mal versuchen wir, Branagorn als Führpferd einzusetzen, vielleicht läuft Black Soul so besser...."
      Eddi nickte und wir wendeten die Hengste, um zum Hof zu reiten. Black Soul spielte sich immer noch wahnsinnig auf und ich war unglaublich erleichtert, als wir meinen Dressurplatz erreichten. Dort arbeiteten wir die Hengste noch etwa eine halbe Stunde, bevor wir sie ordentlich versorgten und uns dann zu Kaffee und Plätzchen ins Haus setzten.
    • Sammy
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      Umzugsgedanken & Planen, planen, planen!
      10. April 2014
      Umzugsgedanken…
      Aufgeregt und voller Vorfreude stieg ich aus dem Flugzeug, lief zum Kofferband und lud so schnell ich konnte meine Tasche ab. Anschließend ging ich nach draußen und atmete die kühle Luft des Londoner Flughafens ein. Jetzt im Januar war es noch ziemlich frisch. Ich sucht mir ein Taxi und nannte dem Fahrer mein Ziel: ein kleines Hotel in Winchester. Von dort aus wollte ich endlich meine Suche starten – die Suche nach meinem neuen Gestüt.
      Ich hatte mir schon vor einiger Zeit überlegt umzuziehen und zunächst hatte es mich nach Kentucky in die USA gezogen. Nach reiflicher Überlegung war mir dieser Plan jedoch zu gewagt. Amerika war einfach zu weit weg, diese lange Reise wollte ich meinen Pferden nicht antun. Zudem wären auch die Umzugskosten kaum zu stämmen, da ich ja auch den neuen Hof noch bezahlen musste. Nicht zuletzt wäre ich auch völlig ab vom Schuss gewesen und hätte all meine Freunde zurückgelassen. England jedoch lag nicht ganz so sehr aus der Welt und gab auch ein schönes Plätzchen für einen Kurzurlaub ab. Ich hatte auch schon mit einigen Leuten telefoniert, die Gestüte und Höfe zu verkaufen hatten und erhoffte mir von diesen Besuchen natürlich viel. Ich hatte ein ganz genau festgelegtes Budget, welches für den Kauf, eventuelle Renovierungen und Umbauten reichen musste. Den Rest brauchte ich dann für den Umzug und natürlich die tierärztliche Versorgung meiner Pferde. Ich hatte eine ganze Weile gebraucht, um endlich eine Woche zu finden, in der ich nach England fliegen konnte. Zu Hause war momentan schrecklich viel los. Für Wüstentänzer und Melody’s Girl standen nächste Woche Körungen an, Unannounced Pleasure, San Salvador und Reminiscent Inspiration sollten auf Fohlenschauen gehen und natürlich waren viele meiner Pferde für die laufenden Turniere gemeldet. Gott sei Dank hatten sich einige meiner Freunde bereit erklärt, sich diese eine Woche um meine 73 Pferde zu kümmern. Drei davon würde ich auf alle Fälle verkaufen, bei zweien war ich mir noch nicht sicher. Der Rest jedoch durfte bleiben und würde meine Zucht begründen. Früher mit Rawwrrr hatte ich nur New Forest Ponies gezüchtet. Nun wollte ich neben meinen geliebten New Forests jedoch auch Araber, Englische Vollblüter, Trakehner, Hannoveraner, Holsteiner, Isländer, Deutsche Reitponies, Welsh As, Welsh Bs, Andalusier, Lusitanos, Saddlebreds und Barockpintos züchten, sodass ich insgesamt auf 14 Rassen kam. Desweiteren überlegte ich mir auch Quarter Horses und Paints in die Zucht mit aufzunehmen. Dafür hatte ich schon zwei Stuten: einmal meine American Baby, die schon gekört war und dann noch My Golden Heart, eine junge und sehr viel versprechende Paint Horse Stute. Mit diesen beiden Rassen könnte ich auch die Westernreiter abdecken, was mir sicherlich eine etwas größere Kundschaft einbrachte. Sonst waren meine Pferde nämlich bis auf zwei Ausnahmen englisch geritten und ausgebildet.
      Neben der Zucht hatte ich außerdem vor, auch meinen Ausbildungsbetrieb , die Hollybrook Stud Training Stables weiterzuführen. Dies würde allerdings von da an auf meinem Gestüt stattfinden, da ich dann hoffentlich die richtige Anlage dafür bieten konnte.
      Der Taxifahrer hielt vor einem kleinen, aber netten Hotel. Ich bezahlte, stieg aus und checkte schnell ein. In zwei Stunden hatte ich bereits meinen ersten Termin. Solange wollte ich schon einmal auspacken und mich im Internet nach weiteren Angeboten schlau machen.
      Bisher hatte ich vier hoffnungs erweckende Termine, doch ich rechnete eigentlich damit, mir noch mehr Anwesen ansehen zu können. In England gab es eine Vielzahl wunderschöner, alter Höfe, Villen, Schlösser – viele waren jedoch zu teuer oder standen unter Denkmalschutz. Daher war ich umso gespannter, was mir meine Besichtigungen bringen würden.
      Zwei Stunden später hatte ich bereits vier weitere Besichtigungstermine rund um Winchester vereinbart und außerdem für Freitag einen Ausflug in den New Forest Nationalpark geplant. Vier Tage würden mir mit Sicherheit reichen, um ein passendes Gestüt zu finden.
      Mein erstes Ziel lag zwischen Winchester und Stonehenge. Ich hatte mir für diese Woche ein Auto mit Navi gemietet und fand den Hof so auch recht schnell. Es war ein nettes Anwesen, mit einem modernen Stallgebäude und einem schönen Garten. Für mich jedoch viel zu klein und vor allem auch völlig überteuert. Dies lag wohl an der Nähe zu Stonehenge, da der Ort natürlich viele Touristen anlockte. Ich verabschiedete mich schon sehr schnell wieder von der Frau und besichtigte Stonehenge, um mir die Zeit totzuschlagen.
      Mein nächster – und für heute auch letzter – Termin war nahe bei Southampton. Ich fuhr eine kurze Auffahrt hinauf und wurde prompt von einer molligen jungen Frau begrüßt. Sie führte mich über den Hof und erzählte, dass sie das gute Stück geerbt hatte, aber eher ein Stadtmensch war. Der Hof besaß ein paar wirklich schöne Gebäude und sah auch ordentlich gepflegt aus. Renovierungsarbeiten würden hier wohl kaum anfallen. Ich vereinbarte mit der Frau, dass ich mich bis Ende dieser Woche wieder bei ihr melden würde und versicherte ihr, dass ich auf jeden Fall Interesse hatte. Billig war der Hof zwar nicht, aber für das was geboten wurde auf jeden Fall angemessen…
      Die Tage vergingen und viel zu schnell war es Freitag geworden. Ich hatte mir nun vierzehn Höfe angesehen und bereits morgen früh würde ich wieder nach Deutschland fliegen. Nun hatte ich vier Höfe ausgewählt, die in Betracht kommen würden. Keine Frage, es waren alles sehr schöne Anwesen, nur so wirklich „klick“ gemacht, hatte es bei keinem von ihnen. Es fehlte einfach das Gefühl, das perfekte neue Zuhause gefunden zu haben. Ich packte gerade meine Sachen und richtete mir dann belegte Brötchen und etwas zu trinken für meinen Ausflug in den New Forest Nationalpark.
      Von dort stammten meine beiden Gründerponies Caspar und Precious Scream ab. Somit hatten auch ihre Nachkommen Caradoc, Cheeky Jot, Valentine, Casanova, Classic Moment, Nymphomaniac Fantasia und Fairy Bluebird Vorfahren in England. Als ich fertig war, trat ich aus dem Hotel, setzte mich in mein Auto und fuhr los.
      Als ich einige Zeit später schließlich endlich in Tiptoe, einem kleinen Dorf im New Forest ankam, blickte ich mich überwältigt um. Diese Landschaft hier war einfach wunderschön. Ich kaufte mir noch eine Karte der näheren Umgebung und zog dann los, immer faszinierter von der Natur um mich herum. Wohin man auch blickte, waren Wiesen, rießige Bäume, idyllische Waldwege, Brücken und Lichtungen zu sehen. Ab und an stieß man auf ein winziges Dorf, dass aussah als wäre es dem Mittelalter entflohen. Als ich gerade die Dorfstraße entlanglief, kamen mir plötzlich zwei Ponies entgegen. Da die Menschen sie überhaupt nicht beachteten, fragte ich einen Mann danach. Dieser antwortete grinsend: „Ach sie sind Touristin, ja? In diesen Teil des Waldes verirren sich eher weniger Leute..Die Ponies gehören einer Familie aus dem Dorf. Das weiß jeder und deshalb dürfen sie frei herumlaufen. Sie entfernen sich auch nie weiter als ein paar hundert Meter und kommen, sobald man sie ruft.“ Ich bedankte mich und sah staunend den beiden Ponies hinterher. Kurz darauf befand ich mich wieder im Wald und genoss die Ruhe, als ich plötzlich ein weiteres Pony auf mich zugaloppieren sah. Erst dachte ich, das wäre ebenfalls in Ordnung so, doch dann hörte ich eine Kinderstimme rufen. Ich holte schnell ein Stück Zucker aus meiner Tasche und hielt es dem Pony hin. Dieses hob den Kopf, fiel in den Schritt und nahm mir vorsichtig den Leckerbissen ab. Ich griff schnell nach der Mähne des Ponies und wartete auf den kleinen Jungen, der mir mit hochrotem Kopf entgegengerannt kam.
      „Danke, dass sie Funny eingefangen haben! Das ist schon das dritte Mal in dieser Woche, dass sie ausgebüxt ist. Mein Opa wäre sehr wütend geworden, wenn ich sie diesmal nicht gefunden hätte.“
      „Ach kein Problem, das hab ich doch gern gemacht. Wohnt ihr hier in der Nähe?“, fragte ich den Jungen.
      Der antwortete: „Ja noch. Aber wahrscheinlich nicht mehr lange. Mein Opa hat nicht genug Geld um so ein rießiges Grundstück in Schuss zu halten, sagt er. Ich mache jetzt bei ihm Ferien und meine Mama hilft ihm all seine Sachen zu packen. Aber niemand will den Hof kaufen. Und weil Opa jetzt immer so schlechte Laune hat, spricht er die ganze Zeit davon, Funny zu verkaufen! Dabei hab ich sie doch so lieb!“
      Ich sah den Jungen ein wenig entgeistert an. So einen Gefühlsausbruch hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Dann fragte ich: „Dein Opa hat einen Hof zu verkaufen sagst du? Mein du du könntest mich mal zu ihm bringen? Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einem schönen Grundstück für mein neues Gestüt.“
      „Wirklich? Oh das wäre ja schön! Obwohl. Sie sehen so nett aus, da gefällt ihnen der Hof bestimmt nicht. Bisher sind alle netten Leute schnell wieder gegangen und die blöden, hochnäsigen wollten alles abreißen und irgendwelche blöden Hotels darauf bauen.“
      Ich lief neben dem Jungen her und unterhielt mich solange mit ihm über sein Pony. Die kleine Stute war ein New Forest Pony-Mix und ziemlich dick. Er erzählte mir, dass er versuchte, sie auf Diät zu setzen, doch Funny lief einfach immer wieder davon und schlug sich irgendwo anders den Bauch voll.
      So verging die Zeit recht schnell und ein rießiges, schmiedeisernes Tor kam in Sicht. Ich schluckte. Das sah irgendwie ziemlich beklemmend aus. Wir traten durch das Tor und gingen auf ein recht großes, jedoch ziemlich verfallenes Herrenhaus zu. Obwohl der Hof auf den ersten Blick recht verwahrlost wirkte, verliebte ich mich sofort in diesen Ort. Ich wusste nicht wieso, doch ich fühlte mich hier auf Anhieb richtig wohl. Eine wütende Stimme riss mich aus meinen Träumereien: „Wo zum Geier kommst du her? Wir warten mit dem Tee auf dich! Sag bloß das verflixte Tier ist dir schon wieder abgehauen? Deine Mutter hat sich Sorgen gemacht! Und wer ist überhaupt diese Frau?“
      Dann sagte der ältere Mann freundlich zu mir: „Hat er sie etwa belästigt Madam?“
      „Oh nein nein im Gegenteil. Er sagte mir, dass sie einen Hof zu verkaufen haben und zufälligerweise bin ich zur Zeit auf der Suche nach einem. Ich habe mir auch bereits 14 Höfe angesehen, aber wirklich das Passende war nicht dabei.“, erwiderte ich schnell.
      „Timm? Los gib mir das Pony und geh dann zu deiner Mutter. Ich werde die Dame über den Hof führen.“ Mit diesen Worten nahm der Mann dem Jungen Funny’s Strick aus der Hand und ging mit dem Pony los.
      „Also ich weiß nicht was sie führ Ansprüche haben, aber wie sie sehen ist der Hof nicht mehr das, was er einmal war. Früher war dies ein Herrenhaus mit wunderbaren Ställen und einem rießigen Park. Nun..naja das sehen sie ja selbst. Also. Was haben sie denn mit dem Hof vor?“, fragte er.
      „Ich habe 74 Pferde, mit denen ich mir eine erfolgreiche Zucht aufbauen möchte. Außerdem leite ich einen Trainings- und Ausbildungsbetrieb den ich hier gerne weiterführen möchte. Daher suche ich ein Anwesen das ausreichend Platz für ein großes Haus, Top moderne Ställe für ca 100 Pferde, Trainingsanlagen und Weiden bietet. Schöne Ausreitmöglichkeiten wären ebenfalls von Vorteil.“, antwortete ich, wie aus der Pistole geschossen.
      „Aha“, meinte der Alte „Naja wenn ich ehrlich bin, sind die ganzen Gebäude die hier stehen nicht mehr zu gebrauchen. Sie sind alt, morsch, viel zu klein und dunkel. Die Zäune , die den Hof umgeben sind ebenfalls größtenteils kaputt. Das einzige, was mit ein wenig Aufwand wieder in Stand gesetzt werden könnte, wäre das Haupthaus. So viel zu den Nachteilen des Hofs.“, er sah mich erwartungsvoll an, als würde er damit rechnen, dass ich sofort reiß aus nehmen würde. Als ich jedoch nichts sagte, fuhr er fort: „Die Vorzüge des Anwesens liegen sicherlich zum einen in seiner Größe. Ich werde gleich den Wagen holen, wenn wir Funny weggebracht haben, denn zu Fuß schaffe ich das nicht mehr. Es grenzt westlich direkt an den Wald und im Osten an die Heiden. Im Norden liegt in ca fünf Minuten Entfernung das Dorf Sway. Ein sehr hübscher Ort übrigens. Dorthin werde ich ziehen, wenn ich den Hof verkauft habe. Meine Tochter und ihr Mann haben mir netterweise ein Zimmer in ihrem Haus angeboten. Wo war ich jetzt noch gleich stehen geblieben? Ach ja. Im Süden liegen vor allem Felder und Wiesen und außerdem die Bundesstraße. Von dort aus gelangen sie nach etwa fünf Milen nach Milford on Sea, welches direkt am Ärmelkanal liegt. Platz und Ausreitmöglichkeiten hätten sie hier auf jeden Fall mehr als genug.“, schloss er seinen Bericht. Ich hatte aufmerksam zugehört und schwärmte immer mehr für den idyllisch gelegenen Hof. Da auch die Anbindung zur Schnellstraße gut war und Sway einen Bahnhof besaß, wäre mein Gestüt auch sehr leicht erreichbar, was mir sehr wichtig war.
      „Also ich muss sagen, das hört sich alles nicht schlecht an. Könnten wir vielleicht einmal über das ganze Anwesen fahren?“, bat ich den Mann. Dieser nickte und stellte Funny auf eine kleine, mit Stromzaun umsteckte Weide. Dann knipste er kopfschüttelnd den Strom an. „Der Junge ist wirklich unmöglich. Wundert mich nicht, dass das kleine Biest immer abhaut, wenn nie Strom auf dem Zaun ist. Ich lächelte in mich hinein und wir gingen zu einem alten Auto. Ich war recht froh, mal aus der Kälte rauszukommen und wäre gleichzeitig am liebsten draußen geblieben, um mir alles ganz genau anzusehen. Der alte Mann fuhr zunächst um das Herrenhaus herum und dann in weiten Bögen über das Anwesen. Es waren kaum Gebäude zu sehen, eigentlich nur kaputte Zaune und Wiesen. Außerdem lief ein schmaler Bach durch das Anwesen. Es war weitgehend flach, nur hier und da erhob sich ein Hügelchen aus dem Boden. Um den gesamten Hof lief eine halb zerfallene Steinmauer und dahinter konnte man bereits Einblicke in die darumliegenden Wälder und Felder bekommen. Auch wenn dieser Hof unglaublich arbeitsintensiv war, ich hatte mich hoffnungslos verliebt. Der Platz war ausreichend, um einen rießigen Stall, viele großzügige Koppeln, Reitplätze, eine Halle, eine Rennbahn und noch mehr aufzubauen. Die Möglichkeiten hier waren schier unbegrenzt.
      Als wir schließlich wieder vor dem Haupthaus standen, kamen bereits Timm und seine Mutter hinaus und sahen mich gespannt an. Auch der alte Mann schien zu warten, dass ich etwas sagte.
      „Wie viel hätten sie denn gerne für das Anwesen?“, fragte ich dann.
      „Sie..Sie wollen es nehmen? Ich meine, sie kaufen es und bauen dann hier ihr Gestüt?“, stammelte der alte Mann und ich hatte schon ein bisschen Angst, dass er gleich umfallen würde.
      „Naja , ich hätte auf jeden Fall großes Interesse. Aber das kommt natürlich auf den Preis an. Hier ist so viel Instand zu setzen und ich habe leider auch nicht alles Geld der Welt zur Verfügung.“
      „Das verlangt ja auch kein Mensch! Meine Notlösung, dieser reiche Schnösel, der hier ein Hotel bauen wollte, hat mir 200ts Joellen geboten. Er meinte, wenn ich diese Woche noch einwillige und sofort hier verschwinde, verdoppelt er sein Gebot sogar noch.“
      Ich sah meinen Traumhof in Gedanken bereits zerplatzen. So viel war einfach nicht drin, wenn ich die ganzen Renovierungsarbeiten und Materialkosten einrechnete. Dies wollte ich dem Mann gerade mitteilen, als er fort fuhr: „Mir geht es aber nicht darum, dieses Anwesen möglichst teuer zu verkaufen. Ich möchte jemanden, der es zu schätzen weiß und gut damit umgeht. Der Schnösel hätte alles platt gemacht und überall hässliche Betonkästen hingestellt. Das möchte ich aber nicht. Mir gefällt die Idee hier bald ein Gestüt zu haben, viel viel besser. Daher würde ich ihnen anbieten, dass sie mir 20ts Joellen für das Grundstück zahlen und dann hier das schönste Gestüt in der Gegend aufbauen!“
      „Ja! Und wenn sie hier sind, um die Bauarbeiten zu überwachen, können Sie gerne bei meiner Familie unterkommen. Wir haben ein großes Haus mit Gästezimmer, nur fünf Minuten von hier entfernt!“, setzte seine Tochter hinzu. Timm strahlte mit den beiden Älteren um die Wette.
      Ich schaute die drei völlig fassungslos an. 20ts war für so ein rießiges Anwesen eigentlich nichts. Schon fast geschenkt. Ich nickte glücklich und ging mit den dreien ins Haus, um sofort den Kaufvertrag zu unterschreiben. Der alte Mann ließ auch sofort einen Notar kommen, der uns das Ganze beglaubigte und dann gehörte das Grundstück tatsächlich mir. Ich konnte es kaum glauben.
      „Miss? Wenn sie doch hier einen Trainingshof aufmachen, darf ich dann ab und zu mit Funny kommen? Sie ist manchmal soo störrisch. Ein bisschen Training würde ihr sicherlich nicht schaden!“, fragte Timm mich leise. Ich wollte gerade antworten, da viel sein Großvater mir ins Wort:
      „Also Timm was erlaubst du dir? Bitte Madam, hören sie einfach nicht auf ihn. Ach so eine Sache noch, würde es sie stören, wenn ich erst morgen ausziehe? Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich nun so schnell einen passenden Käufer finden würde.“
      „Aber natürlich! Ich fliege morgen früh zurück nach Deutschland. Dort werde ich dann erst einmal alles regeln und komme in frühestens zwei Wochen zurück. Also lassen sie sich ruhig Zeit. Und Timm – wenn ich Zeit habe, darfst du gern mit Funny herüber kommen. Weißt du, ich habe auch New Forests. Zwei davon stammen sogar von hier.“
      Ich verabschiedete mich fröhlich von den drei Leuten, nahm einen Bus zu meinem Auto und fuhr dann nach Winchester zurück, wo ich das Auto wegbrachte, meine Sachen packte und schnell den anderen vier Hofbesitzern absagte.
      Am nächsten Morgen um sieben saß ich bereits im Flugzeug nach Deutschland und konnte es kaum erwarten, meinen Freunden von dem Hof zu erzählen und alles haarklein zu planen…

      Planen, planen und nochmals planen!
      Kaum war ich wieder Zuhause angekommen, rief ich sofort Edfriend an, um ihr die tollen Neuigkeiten mitzuteilen. Sie sagte mir außerdem zu, mir zu helfen wo sie nur konnte. Ich erzählte ihr alles was ich bisher über den Hof wusste. Der alte Mann, Mister Bane, hatte mir inzwischen die früheren Baupläne, sowie Lagepläne und genaue Auflistungen über den Hof zukommen lassen, so dass meiner Organisation eigentlich nichts mehr im Wege stand. Nachdem Eddi und ich uns für nächste Woche verabredet hatten, lief ich hinaus auf den Hof, um Immanuel zu finden. Ihm gehörte der Stall, indem ich 27 meiner Pferde untergebracht hatte. Nämlich meine 17 New Forest Ponies und meine Hannoveraner, Holsteiner und Trakehner. Er erließ mir einen Teil der Stallmiete, dafür dass ich seinen Schülern Unterricht gab oder auch Vorführungen mit meinen Pferden ritt.
      Bei Klaus, der einen Stall ca 6 Kilometer von hier entfernt besaß, hatte ich meine englischen und arabischen Vollblüter, also 21 Pferde untergestellt. Ihm half ich beim Trainieren und Korrigieren seiner Privatpferde und stellte sie ab und an auch auf Turnieren vor.
      Die restlichen 26 Pferde standen 20 Kilometer entfernt, auf einem recht großen Zuchtgestüt. Auch hier half ich wo ich nur konnte, um meine Stallmiete so gering wie möglich zu halten. Auch wenn ich Immanuel und Klaus mittlerweile sehr lieb gewonnen hatte, war ich doch unglaublich froh, bald endlich wieder mein eigenes Gestüt zu leiten. Es war einfach nicht dasselbe, ‚nur‘ ein Einsteller zu sein und außerdem waren die Stallmieten trotz meiner tatkräftigen Mithilfe immer noch horrend.
      Ich teilte also allen dreien mit, dass ich mir einen eigenen Hof gekauft hatte und diesen in nächster Zeit in Stand setzen würde. Immanuel und Klaus sicherten mir zu, beim Transport der Pferde zu helfen und meinten außerdem, sie würden mir die Kündigungsfrist erlassen, damit ich mir um das genaue Umzugsdatum keine Sorgen machen musste. Sollte ein Monat angebrochen werden, würden sie die Kosten einfach anteilig berechnen. Nicht so hingegen Herr Kramer, dem das Zuchtgestüt gehörte. Er verlangte sofortige Auskunft darüber, wann ich umziehen wollte, bestand auf einer fristgerechten Kündigung und meinte außerdem hämisch grinsend, dass ich natürlich die gesamte Monatsmiete zu zahlen hätte, wenn ich erst einen Tag später als geplant den Stall verließ. Ich seufzte resigniert. Der Kerl hatte über 250 Boxen auf seinem Gestüt und über die Hälfte davon stand leer. Aber natürlich konnte er ja nicht wissen, wann genau er die Boxen meiner 26 Pferde brauchen würde!
      Nun gut, das musste ich eben in meiner Planung berücksichtigen. Dann mussten die Pferde, die bei ihm standen, eben zuerst umziehen. Ich fertigte Tabellen an, in die ich all meine Pferde eintrug. Dann überlegte ich: Wir waren vier Leute, die mitfahren würden. Immanuel und Klaus besaßen je einen dieser rießigen Pferdetransporter, in denen man bis zu 10 Pferden transportieren konnte. Eddi und ich hatten beide einen Vierer-Hänger. Somit könnten wir pro Fahrt 28 Pferde nach England bringen. Das wiederum bedeutete dreimal England und wieder zurück. Das war natürlich eine große Belastung, vor allem da Immanuel, Eddi und Klaus ja ihre eigenen Gestüte zu führen hatten. Ich beschloss, einmal bei Herrn Kramer nachzufragen, ob ich seinen großen Pferde-LKW mieten konnte und vielleicht einen seiner Stallburschen als Fahrer. Da wir sowieso zeitversetzt fahren würden und die Fähren nach England jede Stunde ablegten, sollte das kein Problem werden. Die erste Fahrt würde auf jeden Fall ich machen und Eddi sollte das Schlusslicht bilden. So war ich bei der Ankunft der Pferde bereits da und Eddi konnte das Verladen gut im Auge behalten. Außer mir kannte sie meine Pferde immerhin am besten. Ich griff sofort zum Hörer und rief im Büro von Herr Kramer an.
      „Na haben Sie jetzt endlich einen Kündigungstermin für mich?“, bellte er ins Telefon.
      Ich verkniff mir einen bissigen Kommentar und fragte so höflich wie möglich: „Nein, leider noch nicht. Ich muss erst mit den Bauunternehmen reden. Aber ich wollte Sie fragen, ob ich mir ihren großen Pferde-LKW für zwei Fahrten ausleihen könnte? Und vielleicht einen Pfleger der ihn fährt? Selbstverständlich bezahle ich Ihnen auch etwas.“
      Herr Kramer lachte: „Na von mir aus können Sie das tun. Ich möchte für jede Fahrt 1000 Joellen. Zusätzlich zu der Tagespauschale von 500 Joellen. Ach und natürlich müssen sie mir meine Stallkraft ersetzen. Macht noch einmal 1000 Joellen pro Tag.“
      Ich schluckte, konnte meine Wut jedoch nicht völlig unterdrücken: „Sie verlangen von mir 8000 Joellen, dafür dass ich ihren Hänger für eineinhalb Tage miete?“
      „Ja. Wenn sie das nicht möchten, suchen sie sich jemand anderen, auf Wiederhören.“, damit verabschiedete sich der widerliche Kerl und legte einfach auf. Nun gut, ich würde erst einmal mit Immanuel, Klaus und Eddi reden, bevor ich mir überlegte einen Transportverleih zu kontaktieren. Wobei der garantiert immer noch günstiger war, als das Angebot von Herrn Kramer.
      Eine halbe Stunde später saß ich wieder vor meiner Tabelle. Alle drei hatten zugesagt, zu jeder Fahrt mitzukommen, sie würden aber am Tag darauf auch wieder nach Deutschland fahren. Ich war wirklich gerührt von ihrer Hilfsbereitschaft.
      Wenn wir bei den ersten beiden Fahrten alle Transporter voll machten, waren bereits 56 Pferde in England. So könnte ich dann schon dort bleiben, um alles zu regeln und die Pferde zu versorgen. Die restlichen 17 Pferde konnte man dann anders verteilen. Klaus konnte zu Hause bleiben und noch mit nach Immanuels Pferden sehen. Immanuel dagegen würde noch einen Vierer-Hänger an seinen LKW koppeln und Eddi wiederum mit ihrem Vierer-Hänger das Schlusslicht bilden. Immanuel sagte, er würde nicht so gerne mit zwei Anhängern fahren, doch für das eine Mal konnte er eine Ausnahme machen. Nun galt es nur noch zu überlegen, welche Pferde in welchem Transport mitfahren sollten.
      Ich beschloss meine Sensibelchen auf der zweiten Fahrt mitzunehmen. So hatten sie mich die ganze Zeit um sich und sahen bei ihrer Ankunft auch schon ein paar vertraute Gesichter wieder.
      Dazu zählten: Hollybrook’s Cheeky Jot, Hollybrook’s Bloody Valentine, Naboo, Isola delle Pirateria, Walk of Fame, Precious Scream, Wüstentänzer, Sahira, Adina De Ra’idah, Samiyah, Mahira, Cuchara und Black Soul. Also war noch Platz für 15 Pferde. Ich beschloss die Hengste in einen der großen Hänger zu stecken, damit ich zu den nervösen Kerlen auch noch ein paar ruhige stellen konnte. Also brauchte ich noch sechs Hengste. Ich entschied mich für Orfino, Khamar al Sanaa, Branagorn, Warrior, Ghostbuster und Juego. Damit war einer der LKW’s belegt.
      Die acht Stuten wollte ich dagegen aufteilen. Zwei sollten je in einen der Vierer-Hänger und die restlichen Vier kamen in den zweiten LKW. Ich würde Isola delle Pirateria, Adina De Ra’idah, Magical Moment und Thousand Sunny in meinen Hänger nehmen. Eddi bekam Sahira, Precious Scream, Melody’s Girl und Rose de Soleil. In den zweiten LKW kamen demnach Naboo, Walk of Fame, Samiyah, Mahira, Golden Flair, Fairylike Facility, Aimiliani, Cuchara, Angels Fall First und Wild Lady Roxanne. Zufrieden mit meiner Einteilung harkte ich die Pferde in meiner Tabelle ab und widmete mich den anderen beiden Fahrten. Meine Fohlen kamen auf jeden Fall in die letzte Fuhre. Und in der ersten sollten möglichst viele Pferde vom Gestüt von Herr Kramer mitfahren.
      Wieder begann ich aufzuteilen: Bei Kramer im Gestüt standen 26 Pferde. Cuchara und Juego würden allerdings erst in der zweiten Woche nachkommen, die konnte ich dann solange bei Immanuel unterbringen. Blieben 22 Pferde für die erste Fahrt, um bei Kramer die Boxen frei zu räumen. Die Fohlen Mississle und San Salvador würde ich bereits vorher abholen und zu Immanuel stellen.
      Es waren genau 10 Hengste, die ich alle zusammen in einen der großen LKWs stecken wollte. Somit wären Candle in the Wind, Laruna, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead versorgt. Die 14 Stuten würde ich auf den zweiten LKW und auf einen der Hänger verteilen, sodas noch ein Hänger blieb, in den ich Hengste laden konnte. In den Vierer-Hänger sollten Fatimah, Dark Misery, Paradises Rafinesse und Mizzi. Den LKW würden dann My Golden Heart, American Baby, Benjilala, Salwa, Dorina, Cinnemont’s History, Little Big Girl und Kolibri belegen. Außerdem sollten ihnen Haadeh und Little Miss Sunshine Gesellschaft leisten. In den Vierer-Hänger würde ich Levistino, Fantastic Fly, Caradoc und Caspar stellen. Somit waren die Pferde für die zweite Fahrt ebenfalls aufgeteilt.
      Fehlten nur noch die 18 Pferde für die letzte Fahrt. 9 von ihnen waren Fohlen – 6 Stutfohlen und 3 Hengstfohlen. Meine insgesamt fünf Hengste sollten zusammen mit den Stutfohlen in den großen Hänger. Somit wurde der LKW von Tschiwabschischi, El Racino, San Salvador, Hollybrook’s Casanova, Hollybrook’s Classic Moment und den Stutfohlen Reminiscent Inspiration, Unannounced Pleasure, Backup, Mississle und Ravenback belegt. In Eddi’s Hänger würden Everybody’s Darling, Hollybrook’s I Love You My Dear, Sharley und Bittersweet mitfahren. Der Hänger, der an den LKW gekoppelt wurde, würde somit von Fallen Immortaliny, Ace of Spades, Black Pearl und Pirate Island belegt werden.
      Aufatmend machte ich mir eine Tasse Tee und überdachte meine Aufteilung dann noch eine Weile. Im Großen und Ganzen war ich aber ziemlich zufrieden. Nun musste ich noch mit Immanuel abklären, dass Cookie, Juego, Mississle und San Salvador für eine Weile in seinem Stall unterkommen sollten, damit ich die Boxen bei Herr Kramer alle zusammen kündigen konnte. Immanuel erklärte sich sofort einverstanden und so konnte ich diesen Punkt auf meiner Liste auch abhaken. Nun ging es an den aufwändigeren Teil: Ich musste mir überlegen, wie mein Gestüt aussehen sollte, das Ganze mit Architekten abklären und natürlich Baufirmen beauftragen, damit die Renovierung schon bald beginnen konnte.
    • Sammy
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      Endlich im neuen Heim
      20. September 2014
      Fahrt 1
      Aufgeregt wälzte ich mich in meinem Bett herum. Seitdem ich mein neues Gestüt gekauft hatte, war inzwischen ein halbes Jahr vergangen und heute würden wir endlich die erste Fuhre mit Pferden nach England bringen. Die zweite Fuhre folgte dann am nächsten Wochenende und mit dieser würde auch ich endgültig nach England ziehen. Während dieser einen Woche vor dem Umzug würden sich Mr. Bane, Liz und Tim um meine Pferde kümmern, Eddi, Immanuel und Klaus übernahmen dann die Pflege für die Woche nach meinem Umzug. Außerdem hatte ich für den nächsten Tag fünf Vorstellungsgespräche anstehen, immerhin brauchte ich Personal um mein Gestüt zu versorgen.
      Obwohl es erst halb vier Uhr morgens war, stand ich schließlich auf, duschte mich und schlüpfte in meine Stallklamotten. Dann ging ich in die Sattelkammer und kontrollierte noch einmal, ob ich auch nichts vergessen hatte. Das Zubehör der Pferde, die diese Woche mitkamen war bereits fein säuberlich verstaut, nur die Halfter, Transportdecken und Gamaschen lagen noch draußen.
      Ich legte mir einen Stapel Zubehör über den Arm und hängte alles ordentlich vor die Box des jeweiligen Pferdes. Anschließend begann ich damit meine Pferde zu putzen.
      Ich begann mit Fatimah und Dark Misery. Anschließend waren Mizzi und Paradises Rafinesse an der Reihe. Das waren die vier Stuten die als erstes mit mir mitkommen würden. Ich war gerade mit Rafinesse fertig, als Eddis fröhliche Stimme die morgendliche Stille zerriss.
      "Wusste ich doch, dass du auch nicht mehr schlafen kannst! Ich bin schon mit dem Hänger da, wen soll ich putzen?"
      "Oh hi Eddi, wie schön, dass du schon da bist! Übernimmst du die Pferde, die bei Immanuel mitfahren? Das wären Candle in the Wind, Dream of Wyoming, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead. Dann würde ich mit den Stuten anfangen, die in Klaus' LKW kommen.", bat ich meine Freundin.
      Die nickte, schnappte sich einen Putzkoffer und legte sofort los.
      Ich dagegen begann mit My Golden Heart, die kürzlich gekrönt worden war, und machte dann mit American Baby, Benjilala, Salwa, Dorina, Cinnemont's History, Little Big Girl, Kolibri, Haadeh und Little Miss Sunshine weiter. Als Eddi und ich fertig waren, war es auch Zeit, die erste Fuhre transportfertig zu machen. Also legten wir Fatimah, Misery, Rafinesse und Mizzi Transportdecken und Gamaschen an und führten die vier in meinen Hänger. Der war bereits vorbereitet: Die Heunetze waren gefüllt und das Zubehör war sicher verstaut. Auch mein Auto war rappelvoll beladen mit den ersten Klamottenkisten und sonstigem Kram, den ich flott brauchte.
      Nachdem wir die Pferde noch einmal kontrolliert hatten, ging ich mit Eddi noch einmal den Ablauf durch:
      "Also zwei Stunden nachdem ich los gefahren bin, sollte sich Immanuel mit den zehn Hengsten auf den Weg machen. Eine Stunde später kommt dann Klaus mit den Stuten und du bildest dann wieder eine Stunde später die Nachhut mit Levistino, Fantastic Fly, BMs Caradoc und Caspar, ja? Die Tickets hast alle du, vergiss also nicht, sie Immanuel und Klaus zu geben. Ich freue mich schon schrecklich darauf, dass du mein Gestüt kennen lernst, bis später dann!", ratterte ich hinunter, setzte mich hinters Steuer und fuhr los in Richtung Frankreich.
      Als ich endlich am Hafen ankam, stand die Fähre nach England schon bereit und ich konnte sofort mit dem Hänger darauf fahren. Dann verzog ich mich in den Hänger, um nach den Pferden zu sehen. Meine vier Stuten reckten zwar aufgeregt die Hälse, blieben aber verhältnismäßig ruhig, sodass ich als das Schiff ablegte ein wenig an Deck ging. Dort holte ich mir etwas zu Essen und stellte mich an die Reling, um ein wenig über die letzten Wochen nachzudenken.
      Ich war ständig zwischen Deutschland und England hin und her gereist, um möglichst viele der Arbeiten auf dem Hof zu überwachen. Zuallererst hatten wir die ganzen zerfallenen Gebäude abreißen und den Müll vom Grundstück entfernen lassen. Gleich im Anschluss begannen die Bauarbeiten an der Mauer, die das Grundstück umgab, immerhin sollte sie auch die Hengstkoppeln und die Gemeinschaftskoppeln an ihrer Außenseite begrenzen und musste deshalb so früh wie möglich fertig gestellt werden. Das Streichen der Mauer hatten dann Tim, Liz und ich übernommen, wobei wir literweise wetterfeste, weiße Farbe verbraucht hatten.
      Im Anschluss daran hatte endlich der Bau des rießigen Stalles begonnen. Ich hatte sehr lange mit meinem Architekten darüber gesessen, bis ich endlich zufrieden gewesen war. Und das Endergebnis konnte sich mehr als nur sehen lassen: In dem Stall war Platz für insgesamt 100 Pferde samt deren Ausrüstung. Außerdem befand sich eine große Futterkammer für das Kraftfutter darin.
      Der Stall war hufeisenförmig angelegt und hatte drei Eingänge. Der Haupttrakt, sowie die linke Seite sollte meine Stuten beherbergen. Im linken Teil gab es zudem einen extra abgetrennten Trakt für die werdenden Mütter und die frischgebackenen Mütter mit ihren Fohlen. Im Haupttrakt befanden sich zusätzlich zwei Eckboxen, die doppelt so groß waren, wie die normalen und gegenüber der Boxenseite befanden sich Futter- und Sattelkammer. Jede Box maß 4x3,5 Meter, besaß eine gerundete Front mit goldenem Namensschild und Halfterhalter und ließ zudem Kontakt zu den Nachbarpferden zu, da die Wände keine Gitterstäbe besaßen. Außerdem waren es alles Außenboxen, an die jeweils ein Paddock angeschlossen war. In der Mitte des Stallkomplexes war mein Putz- und Waschplatz angelegt worden. Er bot genügend Platz und war überdacht, sodass die Pferde auch bei schlechterem Wetter dort fertig gemacht werden konnten.
      Direkt hinter dem Stalltrakt lag die Gemeinschaftskoppel der Hengste, auf der all meine verträglichen Hengste zusammen stehen durften. Daneben folgten dann drei Koppeln für meine Stuten.
      Rechts neben dem Stallgebäude gelangte man zu den einzelnen Hengstkoppeln. Hier würden die Hengste stehen, die sich überhaupt nicht mit anderen verstanden, bzw die, die nur mit einem anderen Hengst auskamen.
      Das Zentrum meines Gestüts war nach wie vor das Haupthaus. Dieses hatten wir auch nicht abgerissen, sondern wunderschön restauriert, was dem alten Mr. Bane unglaublich glücklich gemacht hatte. Er hatte mir erzählt, dass seine Familie schon seit Generationen hier gelebt hatte und es ihn sehr stolz machte, dass der Hof endlich wieder gepflegt wurde.
      Mein Haus war umgeben von einem großzügigen Garten. Darum herum trafen sich sämtliche Wege des Gestüts. Direkt hinter dem Haus lag die Fohlenkoppel, damit ich meine kleinen Schätze auch aus dem Büro heraus im Auge behalten konnte.
      Auf der anderen Seite des Gestüts befanden sich die modernen Trainingseinrichtungen. Der erste Weg führte zum überdachten Longierzirkel und zum Schwimmbad, der zweite zur Grasrennbahn, die auf einer Seite komplett von Tribünen umgeben war, der dritte zur großen Reithalle mit direkt anschließendem Außenplatz und der letzte schließlich zu den Dressur- und Springplätzen. Auch hier waren zwei große Tribünen aufgestellt, da ich vorhatte des öfteren Turniere auf meinem Hof abzuhalten.
      Neben den ganzen Einrichtungen für die Pferde befanden sich aber auch ein Geräteschuppen, sowie ein schönes Gästehaus auf dem Hof. In dem Gästehaus sollte auch mein zukünftiges Personal wohnen und ich hoffte sehr, dass es allen gefallen würde. Der Parkplatz befand sich direkt an der Außenmauer des Gestüts, lediglich in Notfällen wollte ich Autos und Hänger auf meinem Hof haben.
      Gedankenverloren riss ich mich von der Reling los und stieg wieder hinab, um nach meinen Pferden zu sehen. Eigentlich müssten wir auch gleich ankommen.
      Und tatsächlich legten wir eine Viertelstunde später in Dover an. Ich startete den Motor und fuhr langsam von der Fähre. Bisher war alles großartig gelaufen. Auch die vier Pferde hatten die ca. 1 1/2 Stunden auf der Fähre gut überstanden. Insgesamt hatten wir nun bereits etwa acht Stunden Fahrt hinter uns und mussten noch knapp drei Stunden weiter fahren, bis wir endlich auf dem Gestüt angelangt waren. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass wir gut im Plan lagen und das Gestüt etwa um vier Uhr Nachmittags erreichen würden. Das hieß, dass alle Pferde bis sieben Uhr angekommen sein müssten, wenn alles gut lief.
      Wie bisher kam ich gut voran und erreichte um Viertel nach vier mein neues Zuhause. Das Tor stand offen, sodass ich gleich auf den Parkplatz fahren konnte. Ich stellte mich ganz nach hinten, da Immanuel und Klaus sehr viel mehr Sachen in ihren LKWs hatten, die wir zum Stall schleppen mussten.
      Ich stieg aus und streckte mich glücklich. Endlich war ich daheim. Plötzlich riss mich eine kleine Gestalt fast von den Füßen.
      "Tim! Was machst du denn da?", schimpfte gleich darauf Liz und lächelte mich entschuldigend an.
      "Wir haben schon Heu und Stroh vor die Ställe gebracht, du musst uns nur noch sagen, welche Boxen wir fertig machen sollen." Ich lächelte sie dankbar an.
      "Moment ich schaue schnell auf meinen Plan.", antwortete ich und kramte in meiner Handtasche herum.
      "Also Paradises Rafinesse und Mizzi kommen in die ersten beiden Boxen im linken Trakt auf der rechten Seite. Dark Misery und Fatimah bekommen die dritte und vierte Box von rechts im Haupttrakt.
      "Alles klar, gib uns ne Viertelstunde, dann können sie rein", meinte Liz und joggte mit Tim los, um die Boxen vorzubereiten.
      In dem Moment kam Mr. Bane um die Ecke und blieb erwartungsvoll vor dem Hänger stehen.
      "Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt ihre ganzen Pferde zu sehen, nachdem sie so von allen geschwärmt haben!", sagte er lächelnd.
      Ich öffnete die Rampe und führte als erstes Mizzi heraus. Die hübsche Fuchsstute sah sich neugierig um, blieb aber ruhig. Nachdem ich sie am Hänger festgemacht hatte, durfte auch Rafinesse hinaus. Meine erst kürzlich eingerittene Jungstute war schon um einiges nervöser als ihre Freundin. Sie blähte aufgeregt die Nüstern und sah sich mit spielenden Ohren um. Danach waren Dark Misery und Fatimah an der Reihe. Die Isländer ließen sich brav aus dem Hänger führen und drehten ihre flauschigen Ohren in alle Richtungen, um so viel wie möglich mitzubekommen.
      "Sehr schöne Tiere, die Sie da haben Miss Sammy. Wie viele kommen denn heute noch an?", fragte Mr. Bane.
      "Insgesamt 24. Die nächsten müssten auch in einer Dreiviertelstunde ankommen, wenn alles gut läuft. Bis dahin sollten wir die Boxen vorbereitet haben, denn die Hengste sind meistens etwas ungeduldiger als meine Stuten", sagte ich zu ihm.
      Kaum hatten wir meinen vier Stuten die Transportsachen abgenommen, kamen auch schon Liz und Tim zurück und sagten, dass wir die Pferde nun in den Stall bringen konnten.
      "Darf ich auch eine nehmen?", fragte Tim mit leuchtenden Augen. Ich nickte lächelnd und drückte ihm Fatimah's Strick in die Hand. Die Isistute war brav und Tim würde sicherlich mit ihr klarkommen. Liz übernahm Mizzi, Mr. Bane die etwas schwierigere Misery und ich band Rafinesse los. Wir liefen an dem Springbrunnen vorbei, den die Pferde erst kurz ängstlich ansahen und von da aus direkt auf das Stallgebäude zu. Ich lief mit Liz in den linken Stutentrakt, während Liz und Tim die Isländer im Haupttrakt in ihre Boxen führten.
      "So, lasst uns schnell die Sachen ausladen und dann sollten wir die restlichen Boxen herrichten, denn meine drei Freunde kommen dann im Abstand von nur einer Stunde hier an.", berichtete ich den anderen.
      Zuerst machten wir die Boxen für Candle in the Wind, Dream of Wyoming, Ojos Azules, Someone, Slaters Secret, Pierre, Fair Prince, Intolerable Life, Daemon und Hollywood Undead fertig. Als auch die restlichen vierzehn Boxen eingestreut waren, kontrollierten wir die Tränken und hängten Heunetze in jeder Box auf.
      Kurz darauf war ein Hupen zu hören und wir rannten zum Parkplatz um Immanuel zu begrüßen.
      Der Gestütsbesitzer sah recht müde aus, lächelte aber beim Aussteigen.
      "Es ist alles gut gegangen, die Pferde waren auch recht ruhig, nur Someone, Wyoming und Daemon musste ich ein Beruhigungsmittel geben, als wir mit der Fähre abgelegt haben.
      Er half mir dabei die Hängerklappe zu öffnen und führte dann sofort Fair Prince und Intolerable Life aus dem Hänger. Ich folgte ihm und band Hollywood Undead los, um Tim dessen Führstrick in die Hand zu drücken. Liz übernahm Pierre, Mr. Bane Daemon und ich holte Someone aus dem Hänger. Der Cremellohengst hatte weit aufgerissene Augen und sah sich nervös um. Als wir am Springbrunnen vorbeikamen, sträubten sich Daemon und Someone, doch sobald wir den ruhigen Hengststalltrakt betraten, begannen sie sich abzuregen.
      "Pierre kommt auf die rechte Seite in die zweite Box vor dem Durchgang zu den Stuten. Someone stelle ich direkt daneben. Intolerable Life soll auf die linke Seite in die sechste Box vom Stutendurchgang, Fair Prince daneben und Daemon stellen wir neben Prince. Ach so Tim, Hollywood Undead bekommt die Box neben Daemon.", ratterte ich herunter.
      Gleich darauf waren wir wieder beim Hänger. Tim durfte Ojos Azules nehmen, was dem Jungen ein Leuchten in die Augen zauberte. Liz übernahm Candle in The Wind, Mr. Bane Slaters Secret und ich band Dream of Wyoming los. Immanuel trug schon einmal einen Teil der Ausrüstung in die Sattelkammer.
      "Candle in the Wind kommt neben Intolerable Life, Jojo neben Pierre, Secret soll neben Someone und Wyoming kommt zwei Boxen weiter.", sagte ich wieder, während ich meinen Appaloosa in seine Box führte. Der Hengst drehte sich mit schiefgelegten Ohren im Kreis und entdeckte dann sein Heunetz. Das beschäftigte meine Hengste fürs erste.
      Nachdem wir auch die Ausrüstung der Pferde verstaut hatten, luden wir mein Auto aus, richteten unser Luftmatratzen - Lager für die Nacht und räumten meine Lebensmittel in den Kühlschrank.
      Dann gingen wir hinaus und warteten auf Klaus.
      Der kam auch kurz darauf angefahren und streckte sich erst einmal ausgiebig.
      Er übergab mir die Führstricke von My Golden Heart und American Baby, übergab Tim Cinnemont's History und Liz Dorina, drückte Mr. Bane die Führstricke von Little Big Girl und Kolibri in die Hand, Immanuel Benjilala und Salwa und führte zuletzt meine Araberdamen Haadeh und Little Miss Sunshine aus dem Hänger.
      Zwischendurch pfiff er beim Anblick meines neuen Gestüts immer wieder durch die Zähne.
      "Meine Güte Sammy, du hast dir hier echt was tolles aufgebaut! Ich bin gespannt wie deine Zucht laufen wird."
      Vor dem Stall teilte ich die Pferde gleich auf. Benjilala und Salwa kommen in den kleinen Stutentrakt neben Mizzi. My Golden Heart und American Baby ziehen in die Boxen auf der linken Seite und zwar in die vierte und fünfte vom Durchgang gezählt. Little Big Girl und Kolibri beziehen im Haupttrakt die Randboxen rechts und zwar die erste und zweite vom Hengstdurchgang aus. History und Dorina kommen in die ersten Boxen von rechts aus. Haadeh bezieht die dritte Box links vom Eingang im Haupttrakt und Little Miss Sunshine die zweite."
      Als alle Stuten gut versorgt waren, atmete ich erleichtert auf. Wir versorgten auch nun die Ausrüstung und begannen dann mit der Abendfütterung. Kurz darauf traf Eddi mit den letzten vier Hengsten für heute ein. Diesmal bat ich Liz, Tim und Mr. Bane das Sattelzeug zu nehmen, da diese vier Hengste doch ein wenig eigen waren. Eddi übernahm Caradoc, Immanuel Caspar, Klaus Levistino und ich meinen frisch gekörten Hengst Fantastic Fly.
      "So. Die vier kommen natürlich alle in den Hengsttrakt. Levistino bekommt die sechste Box auf der rechten Seite, Fly die daneben. Caradoc zieht auf die linke Seite in die fünfte Box und Caspar in die sechste. Und außerdem darf ich nun endlich verkünden: Das wars für heute, ich bestellte uns jetzt Pizza. Wer möchte noch?"
      Diese Ansage wurde mit zustimmendem Jubel aufgenommen und so machten wir uns gleich darauf auf, um den Lieferservice anzurufen. Bis dahin erntete ich weiterhin viele Komplimente für meinen wunderschönen Hof und meine noch schöneren Pferde. Ich war unglaublich froh, dass die erste Fahrt so gut geklappt hat und hoffte, dass die beiden ausstehenden auch reibungslos verliefen.

      Am nächsten Morgen verabschiedeten sich Eddi, Immanuel und Klaus schon sehr früh wieder. Ich wünschte meinen Freunden eine gute Heimfahrt und teilte ihnen mit, dass ich am Dienstag wieder zurückfahren würde.
      Dann räumte ich ein wenig im Haus auf, putzte meinen Pferdehänger und wartete dann vor meinem Haus auf die Bewerber.
      Insgesamt hatte ich zehn Termine vereinbart und Kandidat Nr 1 müsste in wenigen Minuten auftauchen.
      Tatsächlich tauchte kurz darauf ein großer, blonder junger Mann auf. Zu meiner Verwunderung kam ihm jedoch noch ein zweiter mit roten Haaren hinterer. Ich stand auf und ging auf die beiden zu.
      "Guten Tag! Willkommen auf Hollybrook! Ich nehme an, einer von Ihnen ist Samuel?", fragte ich neugierig.
      Der Blonde errötete ein wenig und meinte lächelnd: "Ja das bin ich, wir hatten telefoniert. Es tut mir sehr Leid, wenn ich Sie verwirre, aber Donald hier ist ein sehr guter Freund und kann wunderbar mit Pferden umgehen. Er hat nur leider vor kurzem seine Stelle verloren und deshalb dachte ich, sie könnten sich vielleicht einmal von ihm überzeugen?"
      Ich musterte Donald. Er war recht kräftig gebaut und machte einen netten Eindruck.
      "Na klar. Ich würde sagen, wir gehen mal zu den Ställen, dann kann ich mich mal von eurem Umgang mit den Pferden überzeugen. Ihr dürft euch nur nicht wunder, die Guten hatten gestern eine sehr lange Fahrt und sind deshalb heute vielleicht ein wenig gereizt."
      Die zwei Männer folgten mir und ich verfolgte aus den Augenwinkeln wie sie sich staunend das Stallgebäude ansahen.
      "Ich würde sagen, wir fangen bei den Hengsten an.", sagte ich, während ich die Tür zum Hengsttrakt öffnete.
      Sofort erschallte lautes Gewieher und den Neuankömmlingen wurden zwölf Köpfe entgegen gereckt. Nur Daemon und Dream of Wyoming kamen nicht an die Türen.
      "Ich würde sagen ihr holt jetzt Levistino und Fantastic Fly aus ihren Boxen, führt sie nach draußen auf den Putzplatz und macht die zwei dann sauber.", wies ich die beiden an und zeigte ihnen die Hengste.
      Samuel nahm meinen hübschen Schimmel, Donald halfterte Fantastic Fly auf. Die beiden großen Hengste waren zwar im Grunde brav, hatten allerdings auch eine gehörige Portion Temperament.
      Als erstes sah ich mir an, wie die beiden die Hengste anbanden. Dabei punkteten sie schon damit, dass sie mit den Tieren redeten und sie nicht direkt nebeneinander stellten.
      Auch beim Putzen gingen sie sorgfältig vor und Donald schaffte es, Fly innerhalb einer Bestzeit zu beruhigen, als der junge Hengst sich mal wieder unnötig aufregte.
      Auf die Fragen der beiden meinte ich: "Levistino ist ein achtjähriger Trakehner, Fly ist ein Holsteiner und erst vier. Beide sind bereits gekört und ich lege sehr viel Wert auf eine gute Ausbildung. So werde ich auch meinen Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, sobald hier alles fertig ist. Es würde übrigens auch mit zu den Aufgaben der Pfleger gehören, ab und an beim Training der Pferde zu helfen. Aber das kommt nach und nach, da ich natürlich nicht jeden auf den Rücken meiner Pferde lasse."
      Die beiden nickten und führten ihre Hengste dann zu den Koppeln. Die beiden mussten zu meinem Leidwesen auf Einzelkoppeln, da sie sehr ausgeprägte Hengstmanieren hatten und sofort auf die anderen Tiere losgegangen wären.
      Ich bedankte mich bei den beiden Männern und versprach, mich noch am selben Abend bei ihnen zu melden.
      Kaum dass die beiden weg waren, kam auch schon die nächste Kandidatin.
      Am Ende des Tages hatte ich ohne Mühe sechs junge Leute ausgewählt. Außer Samuel und Donald würden Patrick, Brian, Anna und Meg bei mir anfangen. Arbeitsbeginn war der nächste Sonntag und alle sechs freuten sich schon sehr auf die Arbeit.
      Donald, Samuel, Brian und Meg würden außerdem bei mir auf dem Gestüt wohnen.
      Ich war sehr zufrieden mit dem Tag und fiel hundemüde auf meine Luftmatratze.
      Am nächsten Morgen holte ich Liz ab und fuhr mit ihr zu einem großen Möbelhaus. Samuel und Donald verdienten sich ein wenig Geld dazu, indem sie die Zimmer in dem Gästehaus strichen. Wir würden die Wohnungen der Mitarbeiter alle identisch einrichten, ein kleines Bad und eine Küchenzeile waren bereits vorhanden. Die Zimmer für die Gäste hatten ebenfalls ein Bad, jedoch keine Küche.
      Liz und ich verbrachten den ganzen Tag in dem Möbelhaus. Neben der Einrichtung für das Gäste- und Personalhaus kauften wir auch gleich meine neuen Möbel. Dann vereinbarten wir mit dem netten Herrn an der Information , dass die Möbel nächsten Samstag geliefert und auch gleich in die entsprechenden Räume gebracht werden sollten. Also würde ich bereits am Freitag mit den nächsten Pferden wieder herfahren.
      Nachdem ich meine Pferde versorgt und Liz und Tim die Futterpläne ausgehändigte hatte, ging ich schlafen, um am nächsten Morgen gut ausgeruht nach Deutschland fahren zu können.

      ~*~

      Fahrt 2
      In der darauffolgenden Woche packte ich mein letztes Hab und gut in Kisten, auch das Sattelzeug der verbliebenen Pferde sammelte ich bereits zusammen.
      Als der Freitag schließlich gekommen war, fing ich meine beiden jungen Ragdolls ein, schob sie in ihren Transportkorb und ging dann hinaus, um mich zu verabschieden und Isola della Pirateria, Adina de Ra'idah, Magical Moment und Thousand Sunny einzuladen.
      Eddi bekam von mir sämtliche Dokumente für die anderen Pferde, sowie die Verladungs- und Abfahrtspläne.
      Dann verabschiedete ich mich von meiner besten Freundin und nahm ihr das Versprechen ab, sich am Sonntag vor der Abfahrt noch einmal kurz zu melden.
      Bis zur Fähre lief alles wunderbar, doch als das Schiff ablegte, wurden Isola und Adina sehr unruhig. Also verabschiedete ich mich von dem Gedanken, die Überfahrt an Deck zu verbringen und öffnete die Vordertür des Hängers, um meine Stuten zu beruhigen.
      In diesem Moment rauschte mir etwas grau-weißes entgegen und ein aufgeregtes: "Finn, aus!", schallte durch die Schiffsgarage.
      Ich sah mich einem äußerst hübschen Australian Shepherd gegenüber, der mit eingeklemmten Schwanz versuchte, an mir vorbeizukommen.
      Gleich darauf kam mir ein großer, muskulöser Typ mit schwarzen Haaren und unglaublich grünen Augen entgegen und nahm den Hund mit hochrotem Kopf von mir weg.
      "Das tut mir wirklich sehr Leid, eigentlich ist Finn gut erzogen, aber er hasst die Überfahrt nach England...", begann er seine Entschuldigung.
      "Ach das macht doch nichts! Ich habe auch ein paar Vierbeiner dabei, die nicht ganz so begeistert sind.", sagte ich lachend.
      "Ja das dachte ich mir schon. Die machen ja nen ganz schönen Radau. Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich Ihnen ein wenig Gesellschaft leisten würde? Es ist so unglaublich langweilig alleine.", fragte er mit seinem unglaublich süßen englischen Akzent.
      Ich stimmte freudig zu und so setzten wir uns samt Finn in den Vorraum meines Hängers. In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass der nette Typ Kevin hieß, er Familie in Deutschland hatte, aber in Oxford studierte.
      "Und du eröffnest also ein Gestüt?", fragte er mit leuchtenden Augen nach.
      "Ja, dieses Wochenende kommt das zweite Drittel meiner Pferde nach England. Und nächste Woche hab ich dann wenn alles gut geht, alle drüben. Kannst du reiten?", antwortete ich.
      "Naja, ich hab es mal gelernt, aber wirklich gut bin ich glaube ich nicht... Du könntest es mir ja beibringen", meinte er grinsend.
      Ich schluckte und wurde mir zum ersten Mal der Nähe bewusst, die mittlerweile zwischen uns herrschte. Ich errötete und sah lächelnd zu ihm auf.
      Er wurde nun ebenfalls rot und stammelte: "Das war nur ein Scherz, keine Sorge!"
      Ich lächelte tapfer weiter, war aber insgeheim etwas enttäuscht. Mir war schon lange kein so netter Kerl wie Kevin mehr begegnet. Aber wie es aussah, würde ich ihn wohl nicht wieder sehen.
      Kurz darauf legten wir an und ich verabschiedete mich wehmütig von Kevin. Er hatte nicht einmal nach meiner Handynummer gefragt.
      Ich seufzte und machte mich auf, um den letzten Streckenabschnitt zu bewältigen.
      Auf dem Gestüt angekommen, wurde ich wieder von Liz und Tim erwartet. Heute war das Wetter nicht so toll, daher war Mr. Bane zu Hause geblieben, da sein Rheuma ihm Probleme bereitete.
      Ich führte Magical Moment aus dem Hänger und freute mich über die staunenden "Ohs" und "Ahs" von Tim und seiner Mutter. Meine Elitestute sorgte einfach immer für Bewunderung.
      Ich drückte Tim ihren Führstrick in die Hand und grinste, als er vor stolz einen ganz roten Kopf bekam.
      "Liz würdest du kurz hierblieben? Isola und Adina sind beide ein wenig schwierig, ich kann nicht beide zusammen nehmen, aber auch keine von ihnen alleine lassen.", bat ich meine neue Freundin. Liz nickte und ich führte Isola della Pirateria aus dem Hänger. Die junge Rappstute tänzelte mit aufgerissenen Augen neben mir her und drängte sich eng an Magical Moment.
      Vor dem Springbrunnen rammte sie die Hufe in den Boden und quiekte erschrocken.
      "Tim? Dreh Magic mal um und warte dann kurz auf uns!", rief ich dem Jungen hinterher, da Magic natürlich ohne Probleme am Brunnen vorbei ging. Nach einigen Überredungsversuchen bewegte sich Isola schließlich im Stechtrab an dem Brunnen vorbei. Wir banden die beiden am Putzplatz fest und nahmen ihnen die Ausrüstung ab. Tim und Liz hatten die vier Boxen bereits eingestreut, weshalb ich Tim auch nicht sagen musste, wohin die Stuten kamen.
      Ich wurde von freudigem Wiehern begrüßt und Isola entspannte sich sofort ein wenig. Magical Moment bezog die Box im Haupttrakt direkt rechts neben der Stalltür. Isola kam in die dritte Box daneben. Als ich mich versichert hatte, dass die Rappstute keinen Unsinn anstellen würde, joggten wir zurück zu Liz. Diesmal bekam sie den Strick von Thousand Sunny, ich übernahm Adina De Ra'idah und Tim trug schon einmal einen Teil der Ausrüstung zum Stall.
      Auch Adina zickte am Brunnen ein wenig herum, doch als sie das Wiehern von Little Miss Sunshine hörte war sie kaum noch zu halten. Wir nahmen auch den beiden die Ausrüstung ab und führten sie in ihre Boxen.
      Nachdem dann auch die ganzen Zubehörkisten verräumt waren, machten wir uns im Haus an die Arbeit. Morgen sollten schließlich die ganzen Möbel geliefert werden und zwar samt der rießigen Küche für mein Haus.
      Daher besorgten wir uns Wandfarben und strichen die Wände meines Hauses.

      Am nächsten Morgen stand ich bereits sehr früh auf und wartete auf meine Möbel. Um kurz nach acht fuhr bereits der rießige Laster vor und vier Männer sprangen heraus. Zwei von Ihnen kümmerten sich um meine Küche, die anderen begannen damit die Möbel ins Gästehaus zu bringen. Kurz darauf tauchte auch Liz auf und half mir alles zu koordinieren. Nachdem die Männer alle Möbel in die jeweiligen Zimmer gebracht hatten, fuhren sie wieder ab, während ihre beiden Kollegen die Küche anschlossen und aufbauten. Ich verzog mich währenddessen mit Liz in mein Schlafzimmer und wir verbrachten die nächsten Stunden damit mein Bett, den Kleiderschrank und die Badezimmermöbel aufzubauen.
      Anschließend gönnten wir uns eine Pause, verabschiedeten die beiden Handwerker und begrüßten dafür den Elektriker, der sämtliche Lampen in meinem und im Gästehaus anschließend sollte.
      Liz und ich verzogen uns mit dem Mann zusammen in die Personalwohnungen, die über den Garagen für Kutschen und Sulkys standen.
      Dort bauten wir jeweils ein Bett, einen Schrank, einen Spiegelschrank im Bad, einen Schreibtisch, einen Nachttisch, ein Bücherregal und eine Kommode auf. Die Küchenzeilen samt Hängeschränken waren bereits aufgebaut und auch die Badezimmer inklusive Waschmaschine waren bereits fertig.
      Wir schlossen unsere Arbeit in den Zimmer ab, indem wir die Vorhangstangen mit Vorhängen aufhängten, die Betten bezogen und in drei der Zimmer eine Schale mit Süßem stellten.
      "Puh das wars für heute. Ich fahre dich schnell nach Hause, du ziehst dich um und dann gehen wir essen, was hälst du davon?", fragte ich Liz. Die nickte fröhlich und machte noch einen kurzen Abstecher mit in mein Haus, um meine zwei süßen Kätzchen zu knuddeln.

      Der nächste Morgen begann genauso früh wie der Samstag. Wieder kamen Liz und Tim, um mir zu helfen. Zu allererst waren natürlich die Pferde an der Reihe. Wir versorgten die Pferde, die bisher hier standen und streuten dann 24 weitere Boxen ein.
      Gleich darauf machten wir uns daran, mein Haus weiter einzurichten. Wir bauten die restlichen Möbel in der Küche auf, danach war das große Esszimmer an der Reihe. Immerhin sollte es hier irgendwann einmal sehr gesellig zugehen, da ich nicht nur mein Personal des öfteren hier haben wollte, sondern natürlich auch meine Gäste bewirten musste.
      Als wir schließlich schon recht müde das Werkzeug verräumten, hörte ich die Stimmen meiner neuen Mitarbeiter. Ich hatte sie gebeten so rechtzeitig zu kommen, dass sie beim Ausladen der Pferde helfen konnten.
      Kurz darauf fuhr auch schon Immanuel auf den Parkplatz.
      "Immanuel nimmst du Black Soul? Er kommt in den Hengsttrakt, rechte Seite in die zweite Box links von Fly. Samuel, Donald nehmt ihr Wüstentänzer und Khamar al Sanaa. Die beiden kommen auch auf die rechte Seite in die ersten Boxen vom Eingang weg. Patrick du übernimmst Branagorn. Er kommt zwischen Fantastic Fly und Black Soul. Brian dir gebe ich Ghostbuster. Er kommt neben Wüstentänzer. Liz, Tim? Ihr übernehmt Orfino und Juego. Orfino kommt rechts neben Caradoc, Juego zwischen Caspar und Hollywood Undead. Bleiben noch Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Cheeky Jot und Hollybrook's Bloody Valentine. Valentine nehme ich. Anna du übernimmst Nova und Meg du hast die Ehre meinen Liebling Cheeky zu führen. Cheeky kommt in die erste Box auf der linken Seite, Valentine daneben und Nova neben Valentine."
      Nachdem wir alles verräumt hatten, atmeten wir erleichtert durch und ich schickte Immanuel ins Haus, damit er sich ausruhen konnte. Mein Freund wollte nämlich noch an diesem Abend wieder nach Hause fahren.
      Kurz darauf traf dann auch schon Klaus mit den Stuten ein. Wieder ratterte ich los:
      "Samuel, Donald euch gebe ich Samiyah und Mahira. Samiyah kommt in den Haupttrakt auf die linke Seite , in die erste Box an der Seite. Mahira steht direkt daneben. Brian du nimmst Wild Lady Roxanne. Sie soll neben Mahira. Liz und Tim ihr bekommt Golden Flair und Fairylike Facility. Anna du gehst gleich mit Aimiliani mit und Meg du nimmst Naboo. Die kommt neben Magical Moment, Aimiliani neben Isola, Facility zwei Boxen rechts von Thousand Sunny und Golden Flair zwei Boxen von Facilty weg. Patrick du nimmst Angels Fall First, Klaus geht gleich mit Cuchara mit und ich schnappe mir Walk of Fame. Angel kommt rechts neben My Golden Heart, Cuchara neben Salwa und Fame stelle ich zwischen Thousand Sunny und Fairylike Facility."
      Ich atmete tief durch als wir auch hier alles erledigt hatte und zeigte Samuel, Donald und Meg ihre neuen Wohnungen. Die drei waren restlos begeistert und bedankten sich überschwänglich. Anschließend schickte ich sie nach Hause und Klaus in mein Haus, da wir mit den vier Stuten die Eddi mitbrachte auch alleine fertig wurden.
      Als Eddi schließlich ankam übernahmen Liz und Tim Melody's Girl und Rose de Soleil, während Eddi und ich uns mit Precious Scream und Sahira abmühten. Meine Araberstute kam in die Box neben Little Miss Sunshine, Scream durfte zwischen Facility und Flair ziehen, Soleil kam rechts neben Adina und Melody links neben Adina.
      Ich kontrollierte gerade noch einmal alles, als Eddi grinsend auf mich zu kam.
      "Du vor dem Gestütseingang steht ein mega süßer Typ, der nach dir gefragt hat. Hast du vielleicht vergessen mir was zu erzählen?", fragte sie mich neckisch.
      "Ich hab keine Ahnung wer das sein könnte. Vielleicht noch ein Bewerber für einen Job...", meinte ich Schulter zuckend und ging zum Tor.
      Dort traf mich jedoch fast der Schlag, denn der mega süße Typ war kein anderer als Kevin!
      Er bemerkte meinen überraschten Blick und lief knallrot an.
      "Also ich muss dir was gestehen. Ich hätte mich Ohrfeigen können, dass ich dich nicht nach deiner Adresse oder wenigstens deiner Handynummer gefragt habe und deshalb bin ich dir am Freitag einfach hinter her gefahren, bis ich ungefähr wusste, wo du hinwillst. Ich war aber zu feige, dich da schon anzusprechen.
      Aber jetzt bin ich da und deshalb: Hättest du Lust nächsten Freitag mit mir Essen zu gehen?", ratterte er hinunter.
      Ich konnte mein Glück kaum fassen und nickte ihm strahlend zu.
      "Oh okay, das ist ja toll! Also..ich denke du hast zu tun und ich muss heute auch wieder zurück nach Oxford, aber ich freue mich schon sehr auf Freitag. Ach ja und hier, meine Nummer!", meinte Kevin, stieg in sein Auto und brauste davon.
      Eddi grinste übers ganze Gesicht und löcherte mich bis tief in die Nacht mit Fragen. Mein Umzug nach England lief wirklich besser, als ich es mir jemals erträumt hätte....

      ~*~

      Fahrt 3
      Endlich war der Tag gekommen, an dem der Rest meiner Pferde ankommen sollte. In der letzten Woche hatte ich mein Personal eingearbeitet, mein Haus eingerichtet und war nun daran, Charme in meinen Hof zu bekommen. Und natürlich hatte ich mich am Freitag mit Kevin getroffen. Seitdem telefonierten wir jeden Tag mindestens zwei Stunden und er hatte versprochen, das nächste Wochenende ganz hier zu verbringen.
      Ich stand bereits vor dem Tor und wartete auf Immanuel, der ja diesmal mit vierzehn Pferden ankommen würde. Auch meine Mitarbeiter, sowie Liz, Mr. Bane und Tim waren hier, um zu helfen.
      Als der rießige Transporter schließlich ankam, verteilte ich sofort wieder die Pferde.
      Immanuel übernahm Tschiwabschischi, Samuel El Racino, Donald San Salvador und Brian Classic Moment. Tschiwi kam neben Ghostbuster, Racino zwischen Tschiwi und Levistino, San Salvador zog zwischen Slaters Secret und Wyoming und Classic Moment kam auf die gegenüberliegende Seite neben Candle in the Wind.
      Liz schnappte Unannounced Pleasure, in die sie sich sofort verliebte, Tim nahm Reminiscent Inspiration, Anna übergab ich Levistino's Hope und Meg nahm Mississle. Für Patrick und mich blieben nun nur noch Backup und Ravenback.
      Die beiden Vollblutfohlen bezogen die Boxen ganz rechts im Haupttrakt. Mississle kam neben Little Big Girl, Inspiration und Pleasure kamen in den rechten Stutentrakt auf die rechte Seite direkt an den Durchgang und Hope auf die gegenüberliegende Seite neben Cuchara.
      Im zweiten Hänger warteten nun noch Ace of Spades, Black Pearl, Pirate Island und Fallen Immortaliny. Fallen durfte zwei Boxen rechts von Soleil stehen, Black Pearl neben Ravenback, Island neben Pearl und Spades zwischen Island und Melody.
      Kaum eine Stunde später war auch Eddi mit der letzten Fuhre da.
      Sie transportierte Everybody's Darling, die zwischen Naboo und Isola stand, Barakah al Sanaa, die die Box neben Hope bezog, Sharley und Bittersweet. Die beiden Araberdamen durften die Boxen rechts und links von Fallen Immortaliny ihr neues heim nennen.
      Ich atmete erleichtert durch Es hatte alles geklappt und endlich hatte ich alle Pferde sowie auch die ganze Ausrüstung hier. Ich kochte für meine Gäste ein feines Essen und lud sie dann alle ein, in ein paar Wochen zur Eröffnungsparty herzukommen.
      Endlich konnte ich meinen Lebenstraum verwirklichen!
    • Sammy
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      Trainingstag mit Unannounced Pleasure & Reminiscent Inspiration
      17. Oktober 2014
      "Hallo ihr beiden Hübschen!", säuselte ich, als ich die Koppel betrat, auf der meine beiden Jungstuten Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration standen. Für Oktober war es noch recht warm und die jungen Pferde meines Gestüts tollten miteinander über die weitläufigen Wiesen.
      Für Pleasure und Inspiration wurde es nun jedoch allmählich Zeit, mit dem etwas ernsteren Training zu beginnen, da ich die beiden über den Winter gerne schonend anreiten würde.
      Seit ich nach England gezogen war, hatte ich nun auch endlich wieder genug Platz und Zeit mich meinen Pferden ausgiebigst zu widmen.
      Ich halfterte Pleasure und Inspiration auf und führte die beiden Stuten von der Koppel. Die zwei hingen seit ihrer ersten Begegnung aneinander, weshalb es auch überhaupt kein Problem war, sie zusammen zu führen beziehungsweise zu trainieren.
      Ich führte sie an meinem Haupthaus vorbei zum Reitplatz, schloss sorgfältig das Gatter hinter mir und hakte dann die Führstricke von den Halftern los.
      Auf mein aufforderndes Schnalzen hin, stoben die beiden Stuten los und galoppierten über den Platz.
      Beide waren in den letzten Monaten viel gewachsen und bei Reminiscent Inspiration überwogen allmählich die weißen Haare.
      Heute wollte ich noch einmal alle Grundlagen abfragen, bevor es dann ab nächster Woche regelmäßig ins Gelände ging, um langsam die Muskulatur der beiden aufzubauen. Schließlich wollte ich, dass sie bestmöglich auf ihre erste Erfahrung unter dem Sattel vorbereitet waren.
      Ich beschloss mit Pleasure anzufangen und rief beide Stuten mit einem hohen Pfiff zu mir. Als beide sofort artig auf mich zugetrabt kamen, steckte ich ihnen ein Leckerchen zu und schickte Inspiration dann wieder weg, während ich mein langes Bodenarbeitsseil an Pleasure`s Halfter befestigte. Die junge Stute drehte suchend den Kopf nach ihrer Freundin, doch ich konnte sie schnell wieder auf mich aufmerksam machen, indem ich leicht am Seil wackelte.
      Auf einem so großen Gestüt wie dem meinen, war immer etwas los, deshalb war es für mich sehr wichtig, dass die Pferde trotz eventueller Ablenkungen auf mich hörten.
      Ich schickte Pleasure auf einen Zirkel und ließ die Scheckstute im Schritt um mich herum laufen. Schließlich wendete ich sie rein über meine Körpersprache und holte sie dann wieder zu mir hier. Auch das Rückwärtsrichten klappte noch super.
      Inspiration besah sich das Ganze vom anderen Ende des Reitplatzes, war dann jedoch viel faszinierter von Levistino, der gerade im Dressurviereck gearbeitet wurde.
      Ich holte Pleasure wieder zu mir, löste den Strick und wiederholte die Übungen nun ohne Seil. Pleasure reagierte gut, auch das antraben und angaloppieren klappten hervorragend. Ich holte sie ein letztes Mal zu mir, belohnte sie mit Streicheleinheiten und einem Leckerli und rief dann Reminiscent Inspiration zu mir, während ich Pleasure weg schickte.
      Die junge Stute galoppierte sofort ebenfalls zum anderen Ende des Platzes, um den Platz ihrer Freundin einzunehmen.
      Inspiration war heute bei weitem nicht so gut drauf, wie ihre Freundin. Sie war unkonzentriert und achtete mehr auf Pleasure als auf mich. Also beließ ich es bei der Schimmelstute bei der Arbeit am Seil, ließ sie viele Tempowechsel und Handwechsel durchführen, schickte sie rückwärts, seitwärts und vorwärts, um sie zu beschäftigen. Nach und nach gab Inspiration nach und begann auf mich zu hören.
      Da mir dies als Erfolg für einen Tag genügte, lobte ich die Jungstute, gab auch ihr ein Leckerli und rief Unannounced Pleasure wieder zu mir.
      Dann führte ich beide Stuten zu dem Putzplatz, band sie fest und begann Pleasure`s geschecktes Fell zu bürsten. Kurz darauf kam Meg, eine meiner Pflegerinnen aus dem Stall und übernahm Inspiration. Sie war so etwas wie die Fohlenmama auf meinem Gestüt und ich mochte ihren Umgang mit den Pferden sehr.
      Nachdem beide Stuten sauber waren, kamen sie in den Stall, da gleich die Abendfütterung beginnen würde.
      Trotz einiger Schwierigkeiten hatten beide gut mitgearbeitet und ich freute mich schon sehr auf das weitere Training mit ihnen.
    • Sammy
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      Dressur Klasse E-A
      29. November 2014
      „Steh!“, sagte ich bestimmt, während ich meiner jungen Hannoveranerstute die Hufe auskratzte. Reminiscent Inspiration besaß eine sehr vielversprechende Abstammung und ich setzte große Hoffnungen in die Stute. Mit ihrem Training standen wir noch recht weit am Anfang, doch ich hatte Inspiration bereits auf zwei kleinen Vereinsturnieren starten lassen und sie hatte sehr gut abgeschnitten. Nun war jedoch erst einmal ihre Dressurausbildung an der Reihe. Die schöne Hannoveranerstute besaß nämlich wunderbare, ausdrucksstarke Gänge, die ihr bei Turnieren sicherlich viele Punkte einbringen würden.
      Ich setzte Inspiration`s Huf ab, bandagierte noch flott die Beine der Stute und sattelte sie anschließend auf. Inspiration war zusammen mit Unannounced Pleasure zu mir gekommen, doch die Schimmelstute war in ihrer Entwicklung sehr viel weiter, als die Falbscheckin. Daher wurde Pleasure erst eingeritten, während ich Inspiration schon mit halbem Auge auf einen Stutbuchwettbewerb vorbereitete. Ich band die Stute los und führte sie aus dem Stall hinaus in die eisige Kälte. Es war schon Abend und in einer Stunde würden meine Pfleger mit der Fütterung beginnen. Bis dahin sollten wir unser Training allerdings auch beendet haben.
      In der Halle angekommen, stellte ich Inspiration auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Das Stillstehen-Üben hatte mich bei der quirligen Jungstute Stunden gekostet, daher lobte ich sie nun ausgiebig. Anschließend ließ ich Inspiration mit einem leichten Schenkeldruck antreten und ritt die Stute im Schritt um die Bahn, um ihre Muskeln langsam aufzuwärmen. Das war bei dieser klirrenden Kälte Ende November besonders wichtig. Als ich schließlich antrabte, merkte ich Inspiration`s ungezügelte Energie unter mir. Die Pferde konnten momentan nicht auf die Koppeln, da diese unter dem Schnee vollkommen vereist waren und der Paddock reichte für ein Pferd wie Inspiration bei weitem nicht. Mittlerweile hatte ich schon einen Plan erstellt, damit die Pferde auf dem Sandplatz ein wenig laufen konnten, doch auch hier war die Bewegung mit den Möglichkeiten des Sommers natürlich nicht zu vergleichen. Ich nahm die Zügel etwas kürzer und ritt Inspiration in flottem Trab um die Bahn, wendete dann ab um Zirkel, Schlangelinien und Volten zu reiten. Auch die Übergänge klappten gut, wobei ich tatsächlich das Gefühl hatte, auf einem Pulverfass zu sitzen, dass jederzeit in die Luft gehen konnte. Ich stellte Inspiration leicht nach innen, drückte das innere Bein an und legte das äußere eine Handbreit hinter den Gurt, um sie anzugaloppieren. Sofort sprang die Stute in den Galopp, riss den Kopf hoch und wurde mit jedem Sprung schneller. Ich war darauf gefasst gewesen und gab Inspiration mehrere halbe Paraden, bis sie in einem annehmbaren Tempo ging. „Zum Glück bist du so vorhersehbar, meine Süße.“, sagte ich leise zu der Stute, die nun gesittet wie eh und je um die Bahn galoppierte. Ich wechselte die Hand, galoppierte meine Stute auch dort kurz ab und widmete mich dann unserer ersten Aufgabe heute: den Schritt-Galopp-Übergängen. Vom Schritt in den Galopp bekam ich Reminiscent Inspiration ohne jegliche Probleme. Vom Galopp zum Schritt sträubte die junge Stute sich ersteinmal, da sie nach dem Galopp meist zuerst in ein Art Renntrab fiel, um mich so richtig durchzuschütteln. Nach und nach wurde mein Hannoveranerstütchen jedoch ruhiger und fiel irgendwann vom Galopp brav in den Schritt. Ich lobte die Schimmelstute und wiederholte das Ganze auch auf der anderen Hand, auf der es erstaunlicherweise sehr viel schneller klappte.
      Als nächstes stand das Rückwärtsrichten auf unserem Programm. Diese Lektion kannte Inspiration bereits von der Bodenarbeit, weshalb auch sie kein allzu großes Problem darstellen sollte. Ich parierte Inspiration bei A zum Halten durch, hob mich leicht aus dem Sattel und ließ die Zügel anstehen. Dabei gab ich Inspiration das Kommando: „Back!“. Die Stute zögerte kurz, trat dann jedoch einen Tritt zurück und als ich sie lobte folgten flott der zweite und der dritte, bis sie schließlich eine Pferdelänge nach hinten gewichen war. Inspiration war einfach ein unglaublich intelligentes Pferd, auch wenn genau das sie oft recht schwierig machte. Ich strich ihr lobend über den grau geäpfelten Hals und gönnte ihr dann eine kurze Verschnaufpause, bevor es an die letzten beiden Lektionen ging. Zuerst widmeten wir uns dem Viereck verkleinern und vergrößern. Dazu ritt ich Inspiration tief in die zweite Ecke der kurzen Seite und stellte sie schon dort nach außen, um direkt nach der Ecke mit dem äußeren Schenkel vorwärts seitwärts zu treiben und den inneren verwahrend hinter den Gurt zu legen. So bewegten wir uns im Seitwärtsgang bis eine Pferdelänge vor E. Hier richtete ich Inspiration geradeaus, ließ sie zwei Pferdelängen gehen und stellte sie dann wieder um, um zurück zur Bande zu weichen. Die Lektion klappte eigentlich auf Anhieb und das auf beiden Händen, weshalb ich sie nur noch ein einziges Mal wiederholte. Nun fehlte nur noch die Vorhandwendung. Dazu ritt ich mit Inspiration auf den zweiten Hufschlag und parierte die junge Stute dort zum Halten durch. Nun stellte ich sie leicht nach außen, trieb mit dem äußeren Schenkel seitwärts und fing mit dem inneren die Bewegung ab. Dabei ritt ich jeden Tritt heraus, damit sich die schöne Stute nicht einfach herumwarf, solange bis wir die geforderten 180° erreicht hatten. Danach ließ ich die Zügel lang und lobte Inspiration immer wieder, während ich sie trocken ritt.
    • Sammy
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      Dressur Klasse A-L
      17. Dezember 2014
      „Sammy! Donald hat schon wieder alle Plätzchen gegessen! Dabei hattest du ihm doch gesagt, dass er nur die von seinem Teller nehmen soll!“, ereiferte sich Samuel aufgebracht. Ich schaute mit großen Augen unter Reminiscent Inspiration`s Bauch hindurch und begann bei Samuel`s rotem Gesicht lauthals zu lachen. Auch Meg, die in der Box nebenan bei Unannounced Pleasure war, fiel prustend mit ein.
      „Samuel, wirklich? Du regst dich so auf wegen ein paar Plätzchen?“, fragte sie kichernd. Der Junge verzog schmollend den Mund und antwortete: „Die sind eben lecker. Und außerdem geht es hier ums Prinzip!“
      Ich schüttelte den Kopf, drückte Samuel meinen Striegel in die Hand und lief immer noch lachend aus dem Stall hinaus. Keine zehn Minuten später kehrte ich schon wieder mit einer großen Tüte Plätzchen zurück, nahm Samuel beim Arm, steckte die Tüte unter einen alten Sattel und zwinkerte ihm zu: „Verrate es einfach keinem, dann kann Donald sie dir von jetzt an auch nicht mehr wegessen!“ Samuel strahlte und ich konnte mich wieder daran machen, Inspiration fertig zu putzen. Immerhin hatte ich vor, die junge Stute heute in der Dressur auf L-Niveau zu trainieren und das würde sicherlich einiges an Zeit kosten. So kurz vor Weihnachten hatten wir sowieso sehr viel zu tun, da Patrick und Anna ab dem zwanzigsten Dezember eine Woche frei hatten. Brian, Meg, Donald und Samuel dagegen wohnten so weit von ihren Familien entfernt, dass sie beschlossen hatten, Weihnachten auf meinem Gestüt zu verbringen. Das freute mich natürlich sehr, da ich so nicht alleine war und mir über die Feiertage auch keine Aushilfen für den Stall suchen musste. Ich fuhr ein letztes Mal mit einem weichen Lappen über Inspiration`s Fell, bandagierte die schlanken Beine der Stute, sattelte sie auf und legte dann sorgfältig die Fleecedecke wieder über ihren Rücken. Draußen war es so kalt, dass schon der Weg zur Reithalle die reinste Tortur war. Ich ging so schnell ich konnte und zog in der Reithalle angekommen, erleichtert die große Tür hinter mir zu, bevor ich meine Stute auf der Mittellinie aufstellte und mich in den Sattel schwang. Dann wärmte ich Inspiration im Schritt auf, legte die Fleecedecke auf der Bande ab und trabte an. Wieder spürte ich die Energie, die in der Stute schlummerte, doch mittlerweile ließ Inspiration sich recht gut händeln und ich konnte ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken, was mich natürlich wahnsinnig freute. Als Inspiration gut warm war, konnte ich mit der ersten Lektion, dem einfachen Galoppwechsel beginnen. Dazu ritt ich mit der Stute im Galopp auf dem Zirkel, parierte kurz vor X zum Schritt durch, ließ die Stute drei dritte vorwärts gehen, stellte sie währenddessen um und galoppierte erneut auf der anderen Hand an. Den Schritt-Galopp-Übergang hatte ich mit der Stute ja bereits für Klasse A erarbeiten müssen, sodass wir nun die beiden Übergänge nur noch aneinander hängen mussten. Ich wiederholte den Wechsel ein paar Mal, dann konnte ich auch schon mit dem Außengalopp weitermachen. Dazu ritt ich mit Reminiscent Inspiration im Handgalopp einfache Schlangenlinien, da die Stute somit in der Wendungen bereits im Kontergalopp lief. Den Bogen der Schlangenlinie zog ich anschließend immer mehr in die Länge. Erst danach wechselte ich mit meiner Stute durch die ganze Bahn, achtete darauf bei Erreichen des Hufschlags extra ruhig zu sitzen und ließ sie eine Runde im Außengalopp um die Bahn fegen. Nachdem wir diese Übung auch auf der anderen Hand wiederholt hatten, war es an der Zeit das direkte Anspringen im Außengalopp aus dem Trab heraus zu üben. Ich stellte Reminiscent Inspiration also leicht nach außen, drückte das äußere Bein an und legte das innere verwahrend eine Handbreit hinter den Gurt. Die Stute sprang zweimal im Handgalopp an, dann verstand sie jedoch und der Außengalopp klappte einwandfrei. „Sehr gut meine Hübsche, jetzt sind wir schon wieder zur Hälfte durch!“, lobte ich meine Stute stolz, während ich sie zum Schritt durchparierte. Anschließend ritt ich die lange Seite entlang und wendete für den Anfang einer Volte ab. Nun musste ich Inspiration nur noch mehr in die Biegung hineinführen und sie dann Tritt für Tritt herumtreiben. Ich ließ Inspiration auch immer maximal drei Tritte auf einmal wenden, um die Stute nicht dazu zu animieren, sich einfach nur herumzuwerfen. Nach und nach schafften wir die 180°. Ich gönnte der Hannoveranerstute eine Pause und erarbeitete die Kurzkehrt danach auch ohne die anfängliche Volte. Fehlte nur noch die Hinterhandwendung, die auf der Kurzkehrt aufbaute. Ich ritt mit Reminiscent Inspiration auf den zweiten Hufschlag und parierte dort zum Halten durch. Anschließend gab ich Inspiration dieselben Hilfen, wie auch schon bei der Kurzkehrt, nur dass ich die Lektion diesmal mit einer ganzen Parade beendete. Das Ganze wiederholte ich selbstverständlich auch auf der anderen Hand, bevor ich die Zügel lang ließ, mir die Abschwitzdecke von der Bande schnappte und sie umsichtig über die Kruppe meines Pferdes legte. Nachdem ich die Hannoveranerstute einige Runden im Schritt trocken geritten hatte, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, führte Inspiration zum Stall und umsorgte sie dort liebevoll. Soeben hatte mein Schatz den Aufstieg in die Klasse L der Dressur mit Bravour gemeistert!
    • Sammy
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      Springen Klasse E-A
      31. Januar 2015
      "Jetzt komm schon Mäuschen, auf geht`s!", sagte ich zu meiner schicken Apfelschimmelstute Reminiscent Inspiration. Heute stand unser Training für den Aufstieg in Klasse A des Springreitens auf dem Programm und da es so kalt war, würde ich das Training in der Reithalle abhalten. Mein Hannoveranerstütchen störte sich jedoch herzlich wenig an der eisigen Kälte, sondern tänzelte prustend über den gestreuten Weg, nur um alle paar Meter stehen zu bleiben und den Schnee anzuschnauben. Man könnte ja meinen, Inspiration hätte sich nach den ganzen Monaten an den Schnee gewöhnt, doch anscheinend hatte die junge Stute heute morgen einfach keine Lust aufs Training. Als wir endlich in der Halle angelangt waren, hatte ich plötzlich wieder Inspiration`s ungeteilte Aufmerksamkeit. Die Stute war ein Springcrack und liebte alles, worüber sie springen durfte. Dafür hatte ich nun ein paar Schwierigkeiten, die dressurmäßig gut ausgebildete Stute ruhig zu halten. Inspiration tänzelte auf der Stelle, schlug mit dem Kopf und lief sofort in Richtung des ersten Hindernisses, als ich im Sattel saß. "Nein, meine Hübsche. So haben wir nicht gewettet.", sagte ich streng, parierte Inspiration wieder zum Halten durch und ließ sie solange stehen, bis sie auf mich hörte. Den Parcours hatte ich bereits früh am Morgen aufgebaut, doch erst einmal würde ich Inspiration gut aufwärmen. Mit einem leichten Schenkeldruck ließ ich die große Stute antreten und ließ mich von ihren langen Schritten um die Bahn tragen. Nachdem ich Inspiration auf beiden Händen im Schritt bewegt hatte, legte ich ihre Abschwitzdecke, die sie bis jetzt noch angehabt hatte, über die Bande und trabte an. Reminiscent Inspiration hatte einen wunderbar schwungvollen Trab, den jedoch nicht jeder sitzen konnte. Meg und Brian zum Beispiel machten es schon hervorragend, Donald und Samuel dagegen hatten echte Schwierigkeiten, die Stute im Trab zu arbeiten. Ich hob mich locker im Takt aus dem Sattel, ritt Volten, Schlangenlinien und Zirkel - immer um die Hindernisse herum. Infinia- wie ich Inspiration auch nannte - war nun mit ihrer ganzen Konzentration bei mir. Die intelligente Stute wusste ganz genau, dass sie nicht springen durfte, bevor ich mit ihrer Gehorsamkeit nicht zufrieden war. Als ich Infinia schließlich angaloppierte, sprang die Stute sofort brav an, zog jedoch auf das nächstgelegene Hindernis zu. "Nein, Süße. So immer noch nicht.", sagte ich grinsend, wendete die eifrige Hannoveranerstute wieder ab und galoppierte auf dem Mittelzirkel. Mit einem einfachen Wechsel gingen wir auf die andere Hand und dann endlich, nahm ich das erste Hindernis des Parcours in Angriff. Ich hatte sechs Hindernisse aufgebaut, darunter zwei zweifache Kombinationen. Die maximale Sprunghöhe betrug 1,10 Meter, die maximale Sprungweite 1,25 Meter. Ich passte den richtigen Absprungpunkt ab und wir flogen über den ersten Steilsprung. Gleich darauf sahen wir vor uns einen Oxer aufragen, doch auch der stellte für meine begabte Stute kein Problem dar. Vor der nun folgenden Kombination musste ich Infinia ziemlich abbremsen, da mein Stütchen dazu neigte, durch den Parcours zu fegen, als wäre dies ein Wettrennen. Leider verschätzte sie sich dabei noch oft, was den Abstand anging. Mit der entsprechenden Routine würde sich dieses Problem sicherlich irgendwann von selbst erledigen, aber noch musste ich sehr viel auf sie einwirken. Wir setzten über den Steilsprung, machten zwei weitere Galoppsprünge und flogen anschließend über den Oxer. Soweit so gut, die Hälfte des Parcours war geschafft. Sprung vier war eine bunt gestrichene Tripplebarre, doch auch über sie setzte Inspiration mit Leichtigkeit hinweg. Ich liebte es einfach, mit der jungen Stute zu springen, da man ihr die Begeisterung wirklich anmerkte. Es war ein herrliches Gefühl. In der zweiten Kombination wurde es kurz ein wenig brenzlig, da wir sehr dicht an den zweiten Sprung herankamen, doch Inspiration hatte so eine gewaltige Sprungkraft, dass sie sich fast senkrecht in die Luft abstieß und wir gerade noch über den Steilsprung kamen. Trotzdem - in höheren Lektionen hätten wir hier zumindest eine gefallene Stange kassiert, in Klasse A konnte man einen solchen Fehler mit etwas Glück und einem begabten Pferd noch ausgleichen. Nun lag als letzter Sprung nur noch eine knallrot bemalte Mauer vor uns und als wir darüber hinweg waren, hatte ich fast das Gefühl, dass Infinia den Parcours am liebsten noch ein zweites Mal gesprungen wäre. "Süße, das reicht für heute. Du warst wirklich unglaublich und hast den Aufstieg in die Klasse A locker geschafft. Ich bin so gespannt, wie weit du es noch bringst!", sagte ich tröstend zu der Stute, parierte sie mit etwas Mühe zum Schritt durch und ritt sie am langen Zügel trocken. Dann versorgte ich sie in aller Ruhe, bestimmt konnten wir schon bald mit dem nächsten Stufentraining beginnen....
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  • Album:
    Überflieger
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    16 März 2021
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Reminiscent Inspiration
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    Spitzname: Infinia
    [engl.: "Nostalgische Inspiration"]

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Flavor of the Month
    V: For Given
    M: Pentana

    Aus der: Ima Banana Split
    V: ?
    M: ?


    --------------------------------------------------

    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 02. August 2013
    Stockmaß: 1,72 m
    Fellfarbe: Rappschimmel
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: 4x hochweiß gestiefelt

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Reminiscent Inspiration war bereits ein ausgesprochen vielversprechendes Fohlen. Das zierliche, aber recht große Rappfohlen bestach von Beginn an mit einem schönen Exterieur und herausragenden Bewegungen, vor allem im Trab.

    Auch heute noch ist Inspiration ziemlich eigensinnig und will in der Herde immer der Chef sein. Die ungezügelte Energie, die in der Stute schlummert, stammt wohl von ihrem Vater, Flavor of the Month.
    Inspiration braucht eine sehr einfühlsame Bezugsperson, die ihr Zeit lässt Dinge zu lernen und anzunehmen, da die junge Stute zwar sehr schlau ist, jedoch eine Weile braucht, um einzusehen, warum sie etwas genau auf die vorgegebene Weise tun soll.
    Auf jeden Fall bringt Inspiration mit bester Abstammung und interessantem Charakter alles mit, um einmal ein erfolgreiches Sport- und Zuchtpferd zu werden.

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    Besitzer: Sammy
    Ersteller: Mohikanerin
    Vkr: Mohikanerin

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    S
    Springen: S
    Military: A
    Fahren: M

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    SK[435] Stuten auf L-Niveau
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    317. DR | 322. DR
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    334. SPR
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    217. MIL
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    2. SynFA
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Ja
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///


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    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG
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