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jojomaus

Regis Filia

Regis Filia
jojomaus, 15 Jan. 2014
    • jojomaus
      Veränderung
      ...​
      Mir ging ein Traum die letzte Zeit nicht mehr aus dem Kopf. Ich hätte gern ein eigenes Rennpferd, welches ich zum Training anderer mitnehmen und vielleicht sogar selber Reiten könnte. Ich stöberte also ziemlich häufig in den Verkaufsanzeigen herum, fand aber nichts wirklich passendes. Eine einjährige Schimmelstute hatte es mir angetan, aber diese müsste ja erst noch wachsen und ausgebildet werden und das ginge über Jahre. Ich hätte also immer noch kein Trainingspferd. Ich hatte also zwei Pferde im Kopf, das Einjährige und eine Stute mit einer ungewöhnlichen Färbung.
      Am Ende kaufte ich dann doch das "Fohlen" und auch sie sollte heute Abend zu mir kommen. Ich blieb auf dem Hof, lauschte dem Machogehabe von Phey und Genoss die sanfte Abenddämmerung, die so überhaupt nicht zu den Geräuschen passte. Und dann fuhr endlich ein Auto samt Pferdehänger zu uns auf den Hof. Lächelnd stieg eine Junge Frau aus und wir begrüßten uns Hände schüttelnd. "Da sind wir, es war doch eine etwas längere Fahrt als gedacht." Schnell war die Laderampe runter und das kleine Stütchen blickte uns nervös entgegen. Noch hatte sie keinen Namen, doch mir spukte schon einer im Kopf herum. Sie wurde etwas im Hof herum geführt, bis die kleine sich nach und nach entspannte. Die Besitzerin klärte mich noch ausführlich über das Stütchen auf. Sie ging Problemlos auf den Hänger, das wurde mehrfach geübt und heute bewiesen. Sie war anhänglich, Folgsam und ließ sich leicht führen, somit ist sie auch an den Halfter gewöhnt. Sie war Kontaktfreudig und liebte es mit anderen zu spielen, ist dabei aber nicht dominant. Alles in allem ein Pferdchen wie ich es mir gewünscht hatte, mit dem ich aber noch vieles erarbeiten und lernen musste. Als das Stütchen anfing die Umgebung neugierig zu beknabbern brachten wir sie schließlich in den Stall. Wiehernd begrüßte sie unsere Stuten und erhielt Antwort und betrat ihre neue Box, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. "Hiermit gebe ich dir den Namen Regis Filia." Und mit den Worten träufelte ich ihr etwas Wasser auf die Stirn, welches sie sofort wieder abschüttelte und sich dem Futter zu wand. Ich hoffte inständig, sie würde sich dem Namen nach entwickeln und eine vorbildliche Prinzessin werden.
    • jojomaus
      Schneegestöber
      Es schneite fürchterlich, als ich mit zügigem Schritt zur Futterkammer ging und mit der Morgenration der Pferde anschließend zum Stall eilte. Der Wind wehte mir hart die Flocken ins Gesicht. Im Stall war es mollig warm, es roch nach Pferden und Heu, man hörte die Tiere schnauben und grummeln. Kaum hatten sie mich bemerkt wurde es unruhig im Stall, ungeduldiges Wiehern und Stampfen. Mit routinierten Handgriffen verteilte ich jedem Pferd seine Ration und am Ende hörte man nur noch zufriedene Kaugeräusche. Während alle am Fressen waren, machte ich mich schon daran den gröbsten Mist aus den Boxen zu nehmen und neu Einzustreuen. Fertig mit der Arbeit, schaute ich kurz hinaus, es schneite immer noch, aber mir kam es weniger Windig vor.
      ...​

      Da es bis zum Mittag heftig schneite, ließ ich die Pferde im Stall und verdonnerte mich selber zur Hausarbeit und suchte nebenbei nach einer Möglichkeit trotz des Wetters meine Pferde trainieren zu können. Nach und nach ließ der Schnee dann doch nach. Die Pferde wollten nach dem längerem Stalltag beschäftigt werden. Als ich den Stall betrat wurde ich auch sogleich lautstark begrüßt.
      Vorerst brachte ich Jay´s Pferde auf die Koppel. Biene und Cetera stürmten auch sogleich freudig durch den noch unberührten Schnee. Schnell beeilte ich mich auch Hollywoods Lil Naomi und Panthera zu den beiden auf die Koppel zu bringen. Naomi darf vorerst doch noch bei uns bleiben, da die Käuferin abgesprungen war. Mich störte es nicht im geringstem, von mir aus darf die freundliche Quarter Horse Stute für immer bei uns bleiben. Als letztes brachte ich noch die kleine einjährige zu den großen Mädels hinaus. Sie wurde von allen recht freundlich in die Herdengemeinschaft auf genommen. Somit hatte ich ein Problem weniger.
      ...​
    • Sosox3
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      Hufschmiedbericht Regis Filia

      "Das ist Regis Filia, meine 1-jährige Schimmelstute. Ihr müssten die Hufe gekürzt und kontrolliert werden. Achja vielleicht sollte ich erwähnen das es Filia's erster Besuch vom Hufschmied ist und sie sehr neugierig ist", sagte Jojo mit einem Grinsen im Gesicht. "Das macht nichts. Neugierig sein darf sie", sagte ich lächelnd und hielt ihr meine Hand zum Beschnuppern hin. Filia wollte direkt reinbeißen und ich kicherte kurz herzerweichend, machte mich dann aber auf um ihre Hufe auszukratzen und sie gab mir auch brav ihre Hufe und ließ sich betüddeln zwischendurch. Dann sah ich mir die Hufe genauer an und sah das sie einen entzündeten Strahl vorne Rechts hatte. Es war zwar nur eine Kleine aber es war schon gut das ich heute gekommen war. "Filia hat eine leichte Entzündung, ich lass dir mal 'ne Salbe da, damit das Abheilt und die Entzündung raus wächst", sagte ich ihr und schnitt auch ihr die Hufe aus, wobei ihre etwas länger waren als bei der Trakehnerstute und sie hatte gute, für den Rennsport geeignete Hufe und ich war im gesamten mit beiden nach anderthalb Stunden fertig. "Tschüß", verabschiedete ich mich von ihr und gab ihr noch die Salbe ehe ich mich verabschiedete.
    • jojomaus
      Arbeitserleichterung
      Um mir ein wenig Unterstützung zu gewährleisten hatte Jay sich um Reitbeteiligungen für ihre Hottis gekümmert und ich muss ehrlich zu geben das es mir ganz gelegen kam. So blieb nicht immer die meiste Arbeit an mir hängen. Unter der Woche blieb die Stallarbeit und das Bewegen der Pferde aber doch oft genug bei mir, da Jay erst nach Feierabend ein wenig Zeit erübrigen konnte.
      Am frühen Morgen bekam jedes Pferd seine eigens auf ihm abgestimmte Portion, hierbei half mir Jay immer. Es war eine Routinearbeit, bei welcher jeder schon automatisch seine Handgriffe tätigte und wir ergänzten uns perfekt. Nachdem die Pferde gefressen hatten ging es meistens auf die jeweiligen Koppeln, je nachdem welches Trainingsprogramm auf der Tagesordnung stand. Außer unsere kränkelnden Pferde, welche entweder Stallruhe verordnet bekommen hatten oder durch Weideverbot mit dem Paddock vorlieb nehmen mussten.

      Filia durfte vorerst mit auf die Weide ihr Training würde erst Später auf dem Programm stehen.
      Erst sehr viel später hatte ich endlich Zeit für mein kleines Mädchen. Interessiert kam Filia auf mich zu als ich sie von der Koppel holen wollte. In der Gemeinschaft der anderen Stuten fühlte sie sich wohl und sicher und so war auch ich nicht beängstigend. Mit einem Leckerchen lockte ich sie weiter bis ich sie am Führstrick hatte. "So ich brauch nur das Prinzesschen, also macht mal Platz Mädels." Ich kämpfte mich an den anderen Stuten vorbei und führte Filia schließlich von der Weide zum Putzplatz. Dort absolvierte ich ein Berührungstraining mit ihr und übte anschließens noch das Hufe geben. Bei dieser Gelegenheit versorgte ich ihren rechten Vorderhuf auch wieder mit der Entzündungssalbe. Es klappte alles recht gut und meine kleine Stute sah danach auch wieder schön sauber aus. Auf dem danach folgendem Spaziergang wurde ein wenig Führ- und Gehorsamstraining absolviert und Filia zeigte wie gut sie bisher schon erzogen war, auch wenn das ein oder andere Fohlenspiel noch versucht wurde. Nach dem ganzen lernen brachte ich die kleine Vollblutstute wieder zurück auf die Koppel.
    • Eowin
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      Tierarztbericht für Regis Filia

      Pfeifend stieg ich aus dem Auto, schlug hinter mir sachte die Tür zu und trat in den Stall.
      Kaum durch die Tür, stolperte ich über einen Besen und schlug beinahe der Länge nach hin. Mit wedelnden Bewegungen der Arme erlangte ich im allerletzten Moment mein Gleichgewicht wieder, fluchte laut und machte einen Ausfallschritt.
      Als ich wieder aufblickte, sah ich Jojo vor mir stehen, die gellend lachte und sich sogleich entschuldigte, dass sie gerade den Besen dort liegen gelassen hatte. Sie hatte offenbar Probleme mit einem Jungpferd gehabt und Sieben Theis vergessen, dass es den Besen umgeworfen hatte.
      Nun erklärte sie mir rasch, was heute zu machen war. Sie erzählte, dass ihre Jungstute Regis Filia heute ihren ersten Tierarztbesuch hatte.
      „Ach, des Königs Tochter“, meinte ich, woraufhin sie offensichtlich überrascht war, dass ich die Übersetzung des Namens wusste. Rasch erklärte ich, dass ich lange Latein hatte.
      Nur ein paar Meter weiter stand die Schimmelstute bereits für mich bereit.
      Mit leiser Stimme begrüßte ich sie und klopfte ihr sachte den Hals, während sie mich aufmerksam und neugierig beschnüffelte.
      Anscheinend schien ich nicht so gruselig, sodass sie sogleich versuchte in mein T-Shirt zu beißen. Mit warnender Handbewegung hielt ich sie ab, dann machte ich mich an die Arbeit.
      Zunächst sah ich mir die Zähne an. Die Stellung war in Ordnung, es gab keine Harken und die Zahnung war altersgemäß. Hier hätte ich heute wenig zu tun.
      Ich lobte die Kleine dafür, dass sie alles so artig über sich ergehen ließ.
      Nun zog ich die Impfungen auf. Sie bekam ein Kombipräparat Influenza und Tetanus, alles andere war in ihrem Alter und in der Gegend noch nicht notwendig. Und so musste sie nur eine Spritze ertragen.
      Als ich mit der Nadel einstach, zuckte sie leicht zusammen und hüpfte mit der Vorhand ein Stück weit hoch, blieb aber artig und stieg nicht. Vorsichtig rieb ich, nachdem das Mittel in ihrem Körper war, mit dem Finger über die Einstichstelle.
      Dann konnte die Wurmkur folgen. Die Spritze war schnell auf ihr Gewicht eingestellt, dann spritzte ich ihr die Paste tief in den Schlund, sodass sie sogleich schluckte und danach leer kaute.
      Auch hier wehrte sie sich leicht, ließ es aber über sich ergehen. Und das leichte Kopfschütteln und zurückweichen konnte ich leicht ausgleichen.
      Ich lobte sie nochmals, indem ich ihr den Hals klopfte und vorsichtig durch die weiche Fohlenmähne fuhr.
      „Das war’s schon!“, meinte ich, dann verabschiedete ich mich von den beiden.
      „Und nicht wieder den Besen in der Tür vergessen!“, scherzte ich und lachte herzlich, bis ich wieder im Auto saß.

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    • jojomaus
      Ein Tag wie jeder anderer
      Gemeinsam mit Jay versorgten ich unsere Vierbeiner. Hand in Hand gingen die Arbeiten von statten und wir redeten nicht viel, so früh am morgen hatten wir dazu noch nicht viel Lust. Erst als es ans Misten ging waren wir soweit munter das Jay mir ihren Tagesplan mitteilte. Nach der Arbeit wollte sie mit Biene Dressur reiten und mit Cetera ein wenig springen. „Könntest du mir bitte einen geeigneten Parcours aufbauen? Das wäre echt lieb.“ Das war keine große Sache und ich versprach ihr mir was feines zu überlegen. Wir lagen gut in der Zeit und konnten daher den Pferden noch ein wenig beim fressen zu sehen als mich Jay auf etwas aufmerksam machte: „Nicht mehr lange und wir müssen unsere guten wieder an die Boxen gewöhnen. Es wird schon merklich kälter und nass ist es auch ständig.“

      Meine kleine Prinzessin sollte heute anlongiert werden. Ich holte sie also von der Weide und führte sie zum Putzplatz. Den Weg dahin nutzte ich als Führtraining. Die kleine sollte am lockerem Strick hinter mir her laufen und stehen bleiben wenn ich es tat. Meistens klappte es auch. Am Putzplatz band ich Regis Filia an und absolvierte ein Berührungstraining mit ihr. Anschließens übten wir noch das Hufe geben. Alles klappte zu meiner Zufriedenheit und ich lobte Filia noch einmal. „So jetzt kommt was neues, wir lernen heute das Longieren.“


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      Anlongieren​
      Ich holte mir Kappzaum, Longiergurt, Longe, Longierpeitsche und legte es in unserem Logierzirkel zurecht. Mit dem Kappzaum ging es zurück zu Filia. Ich machte sie mit dem neuen Zaum langsam und mit Leckerchen bekannt. Aufgeschlossen wie die junge Stute war nahm sie den Kappzaum auch ohne weiteres an. Dann ging es auch schon auf den Reitplatz, wo das nächste Neue auf die kleine Stute wartete. Der Longierplatz war mit farbigen, elastischen Bändern umsteckt, da nur ein einfacher Reitplatz zur Verfügung stand. Mit beruhigenden Worten führte ich Filia in den Kreis hinein und ließ sie erst einmal frei laufen, so konnte sie in Ruhe die neue Umgebung erkunden. Ich redete beruhigend auf sie ein und lobte sie für ruhiges und entspanntes Verhalten. Bei der Gelegenheit ließ ich sie auch den Longiergurt, Longe und Peitsche begutachten. Erst als die junge Vollblutstute wieder neugierig zu mir kam legte ich ihr den Longiergurt und die Longe an. Ich Lobte sie und führte sie dann auf dem Zirkel herum, erst auf der einen Hand und dann auf der anderen. Langsam vergrößerte ich den Abstand zu ihr, sagte "Scheeeritt" und trieb Filia immer wieder vorwärts wenn sie stehen blieb oder andere Faxen machte. Die Arbeit war gar nicht so leicht, da das Prinzesschen keinen Sinn darin verstand im Kreis zu laufen. Ich musste sie also noch einmal führen und das gleiche Spiel noch einmal Spielen. Sobald ich wir einen Zirkel hinbekamen lobte ich ausgiebig und wechselte die Hand. Wieder führte ich die kleine Stute ehe ich den Abstand verringerte bis wir einen Zirkel schafften. Lobend beendete ich die heutige Longiereinheit, bei der nächsten, so hoffte ich, würde es einfacher werden. Ich nahm der Kleinen den Gurt und die Longe ab und führte sie zur Koppel, dort nahm ich ihr dann noch den Kappzaum ab und entließ sie in den Feierabend.
    • jojomaus
      Bodenarbeit mit meiner Prinzessin
      Nach dem alle Pferde versorgt waren und ich nun etwas Luft hatte konnte ich mein Vorhaben in die Tat umsetzten. Ich wollte ein wenig Bodenarbeit mit meiner kleinen Prinzessin machen und hatte dazu mir schon ein bisschen was vorbereitet. Das Berührungstraining funktionierte schon extrem gut. Filia ließ sich von mir mit dem Strick an Kopf, Hals, Rücken, Kruppe, an den Seiten und sogar unter dem Bauch streicheln, auch die Beine waren kein Problem. Anfangs wich sie oft zurück oder ähnliches, doch sie lernte das sie ruhig stehen sollte. Wir lernten uns beide auf diesem Wege besser kennen und ich stellte fest das die kleine Vollblutstute an den Flanken herum sehr kitzelig war und am Halsansatz am liebsten gekrault wurde. Nachdem ich meine kleine also von der Weide geholt und sie grob über geputzt hatte ging es in die Reithalle, dort führte ich in der Mitte der Bahn noch einmal das Berührungstraining durch. Diesmal war Filia nicht angebunden und ich hielt den Strick auch nicht wie beim letzten Mal in der Hand. Nein, ich legte den Strick auf den Boden, so dass ich Notfalls mit dem Fuß darauf treten konnte. Neugierig sah mich mein kluges Stütchen an und hielt brav still während ich anfing sie überall anzufassen und zu streicheln. Für das brave stehen wurde sie auch prompt gelobt. Als ich aber nicht mehr in unmittelbarer Sichtweite war bewegte sie sich von mir weg. Schnell holte ich sie an Ort und stelle zurück und brav ließ sich Filia Positionieren und ich begann von neuem. Diesmal klappte alles und ich Versuchte das ganze noch einmal. Diesmal legte ich aber das Halfter um den Hals der Stute, um sie im Notfall noch unter Kontrolle zu haben. Das irritierte mein Prinzesschen etwas aber mit Geduld und Wiederholung klappte auch diese Übung. Danach holte ich meine Luftballons, welche ich an einer Gerte befestigt hatte und ließ sie Filia genau studieren. Danach bewegte ich sie vorsichtig hin und her, was meine Stute anfangs nicht behagte. Ängstlich wich sie vor den unbekannten Dingern zurück und ich musste sie wieder Positionieren und von vorne anfangen. Nach und Nach und auch mithilfe von viel Lob und Geduld konnte ich meine junge Vollblutstute sogar mit den Luftballons streicheln. Auch Flatterband und Plane lernte Filia heute kennen und wir schafften es sogar über die Plane drüber zu laufen. Nachdem diese Übungen trotz Denkpausen das Stütchen ziemlich angestrengt hatten machte ich dann auch Feierabend und ging noch einen kleinen Spaziergang mit damit sich Filia wieder entspannte. Anschließend wurde sie wieder auf die Weide gebracht.
    • Abajo
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      Heute war ich auf dem Weg zu Jojo, sie hatte bei mir eine Vollblutstute in Auftrag gegeben. „Hallo Jojo!“, rief ich ihr fröhlich zu, nachdem ich mein Auto auf ihrem Hof parkte und sie schon von weitem winken sah. Ich schnappte mir noch meinen Koffer und ging zu ihr, wo auch schon eine Schimmelstute stand, die mich neugierig beäugte. „Hallo Clarissa! Das hier ist Regis Filia, eine unserer Nachwuchsstuten.“, erklärte sie mir und ich verschaffte mir einen kurzen Gesamteindruck. „Könntest du sie bitte einmal den Weg rauf und runtertraben lassen?“, fragte ich und kurz darauf war Jojo auch schon mit ihr unterwegs und ich beurteilte die Hufe und den Gang der jungen Stute. „Alles okay, kannst sie wieder herbringen!“ Während ich mein Werkzeug herräumte, erzählte mir Jojo noch, dass die Stute vor einiger Zeit eine Hufentzündung hatte. Ich nickte dankend und stellte mich dann neben den linken Vorderhuf der Stute. Mit einem schnalzenden Geräusch und durch die Berührung meiner Hand bot sie mir schließlich ihren Huf an. Ich legte ihr Bein auf meinem Oberschenkel ab und inspizierte den Huf. Auf den ersten Blick schien der Huf in gutem Zustand zu sein, weshalb ich mich gleich an die Arbeit machte und die Hufwand mit einer Zange kürzte. Nachdem ich mit der Länge zufrieden war, bearbeitete ich den Strahl und die Hufsohle mit einem Hufmesser. Dabei achtete ich auch besonders darauf, ob unter den abgestorbenen Hufresten Anzeichen einer Entzündung zu finden waren. Da ich nichts finden konnte, war ich recht zufrieden und kümmerte mich dann nur noch um die Feinheiten: das Raspeln des Hufes, um Unebenheiten und schwarze Kanten zu glätten. Die Stute verhielt sich trotz ihres jungen Alters vorbildlich und ließ mich auch die anderen Hufe in Ruhe kürzen, ausschneiden und raspeln. Nachdem ich den letzten Huf vorsichtig absetzte, klopfte ich der Stute lobend den Hals. „Ihre Hufe sind sehr gut, Anzeichen einer Entzündung habe ich auch nicht gefunden. Dürfte also eine einmalige Sache gewesen sein.“, erläuterte ich Jojo. Diese bedankte sich noch herzlich und begleitete mich zurück zu meinem Auto. „Bis zum nächsten Mal!“, rief ich ihr noch zu, als ich mein Auto vom Hof rollen ließ.
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    • jojomaus
      Die Trense
      Dank der Bodenarbeit war aus Filia eine neugierige, aufgeschlossene und vor allem anhänglich, vertraute Jungstute geworden. Zeit sie langsam an die Trense zu gewöhnen. Auf Zuruf kam sie mir entgegen und ich konnte ihr das Halfter anlegen, den Strick einhaken und sie dann von der Weide führen. Folgsam, wie ich sie nicht anders kannte. Das Putzen genossen wir beide und zusammen zu schmusen kam auch nicht zu kurz. „Du bist so eine Süße. Bald fliegen wir zusammen. Aber noch muss ich Geduld haben.“ Ich kratzte sorgsam die Hufe aus und bepinselte sie anschließend mit Huffett ein. „So, jetzt schauen wir mal was ich Neues für dich habe.“ Ich zeigte ihr die Trense und ließ sie daran schnuppern. Danach stellte ich mich seitlich neben Filia und hielt ihr das Gebiss hin. Es war mit Bananenmus eingerieben um es ein wenig interessanter zu machen. Jedes belecken und beknabbern wurde von mir belohnt. Und ehe die junge Stute sich versah hatte sie das Gebiss im Maul, ich lobte sie und kraulte sie am Halsansatz, ihrer liebsten Kraulstelle. „Feines Mädchen.“ Das ganze wiederholte ich einige Male und Filia blieb die Ruhe selbst. „So das reicht fürs erste.“ Ich löste den Strick und führte sie vom Hof. „Ein Spaziergang hast du dir nun wirklich verdient.“ Wir gingen Richtug Wald um nicht nur die Sonne zu genießen sondern auch den kühlen Schatten. Auch wenn wir den Weg des öfteren schon gegangen waren war es immer wieder was schönes. Mindestens eine halbe Stunde waren wir noch unterwegs und genossen unsere Zweisamkeit. Sobald wir zurück auf dem Hof waren versuchte ich das Trensen gleich noch einige Male, dieses Mal schloss ich auch die Riemen. „Braves Mädchen.“ Ich musste ihr einfach einen Kuss auf die Nase drücken, so Stolz war ich. Anschließend brachte ich sie zurück auf die Weide.
    • jojomaus
      Sammelpflegebericht:
      Ein Pferdesamstag
      Gleich nach der morgentlichen Fütterung ging es ans tägliche Training. Es war Samstag und Jay würde sich heute bei uns einklinken, weswegen wir auch mit Hollywoods Lil Naomi und The Little Bit I Didn´t Lose anfangen wollten. Mit beiden ging es nach dem Putzen und Satteln auf den Platz um ein wenig Westerntraining zu veranstalten. Jay freute sich Naomi wieder einmal auspowern zu dürfen und selber wieder etwas im Western vorwärts zu kommen. Die Quarter Horse Stute war nämlich eine sehr gute Lehrerin. Ich konnte dagegen mit Little nicht ganz so sehr mithalten, da meine Kleine einfach noch nicht so Erfahren unterm Sattel war. Garry hatte sich indessen Sheregi geschnappt um ihn in der Halle an der Longe zu Arbeiten und ihn vorsichtig mit der Trense bekannt zu machen. Sobald Little nicht mehr so Aufnahmefähig war beendete ich das Training mit ihr und ließ Jay mit Naomi in Ruhe weiter arbeiten. Am Putzplatz traf ich Garry, welcher mit Sheregi ebenfalls fertig war. „Er hat sich eigentlich ganz gut angestellt. Beim nächsten Mal wird es dann noch besser laufen. Ich nehm gleich noch Joker's Jackpot mit in die Halle. Er ist bestimmt auch schon soweit.“ Ich war mit der Idee mehr wie einverstanden und nachdem ich abgesattelt hatte begaben wir uns zusammen zu den Weiden um beide Pferde zurück zu bringen. Ich schnappte mir Baby Doll Melody, Garry wie besprochen Joker und gemeinsam ging es zurück zum Putzplatz. Garry war recht schnell fertig mit dem Putzen und verschwand mit dem Junghengst in die Halle. Sobald ich mit meiner Appaloosastute fertig für meine geplante Westernstunde war, hatte Jay ihr Training beendet und bereitete Naomi nach. „Es war herrlich, sie ist so eine Süße. Anstrengend aber herrlich“, schwärmte sie mir vor. Jay würde als nächstes Flying Star für dieDressurarbeit zurecht machen und mir auf dem Platz Gesellschaft leisten. Während wir Mädels noch mitten im Training waren hatte Joker sich tapfer geschlagen mit dem Trensentrainig und durfte zurück auf die Weide. Als nächstes war Lulu mit dem Trensentraining dran, auch sie war nun soweit sich mit dem Erwachsen werden vertraut zu machen. Garry hatte ein Händchen für Jungpferde, daher überließ ich es ihm. Baby Doll war heute äußerst Motiviert und Leistungsbereit so dass ich mich an einer neuen Lektion wagen konnte, am Ende war ich mit uns beiden mehr wie zufrieden und bis Jay mit Flyings Training fertig war ritt ich sie im Schritt herum. Garry hatte in der Zwischenzeit Lulu zurück auf die Weide gebracht und sah den Rest der Zeit uns beim Training zu, da wir danach zusammen die Weiden kontrollieren und säubern wollten, zusammen ging diese Arbeit viel schneller und spaßiger vorüber. Nach einer anschließenden Frühstückspause, während der sich meine Schwester zu uns gesellte, konnte es im Tagesablauf auch schon weiter gehen. Für heute war ein gemeinsamer Ausritt geplant. Jay wollte Samantha übernehmen,Garryseinen Calvados, meine Schwester freute sich auf Apha FL Dashing und ich selber würde auf Ramazotti reiten. So ging es wieder auf die jeweiligen Weiden um die Pferde zu holen und anschließend für den Ritt vorzubereiten. Bei Zeiten waren wir soweit und stiegen in die Sättel. Es war zwar kalt aber die Sonne schien und lud uns ein zu einem tollen Ritt. Warm würde uns schon noch werden. Wir waren solange unterwegs bis uns der Hunger schließlich wieder nach Hause trieb, wir die Tiere versorgten, wieder auf die Weide brachten und dann gemeinsam ein spätes Mittag aßen. „So erzählt, was steht noch an? Ihr könnt beim Training bestimmt noch eine helfende Hand gebrauchen.“ Meine Schwester war noch immer voller Tatendrang und wir besprachen unseren weiteren Tagesablauf. Solange das Wetter noch so gut hielt sollte Der Physiker in Millitary gefördert werden, das würde Garry übernehmen und machte sich auch gleich ans Werk. Meiner Schwester übergab ich die Aufgabe des Longierens, darin war sie die beste. Ich erläuterte ihr kurz was ich für ein Training vorhatte und gab ihr die Trainingsbücher. Mit Clair De Lune sollte sie anfangen und sich dann auch mit Regis Filia und Miss Liddle Sunshine beschäftigen. In der Zeit in der die beiden ihre Pferde vorbereiteten baute ich zusammen mit Jay einen Springparcours auf und trennten unseren großen Reitplatz ab. Damit meine Schwester in rhe longieren konnte. Jay würde nun mit Rebellmouse springen und ich trainiere in der Halle French Lover in der Dressur. So waren wir vorerst alle beschäftigt. Mein kleiner frecher Camarguehengst machte sich heute ganz gut, auch wenn unsere Erfolge nur klein Ausfielen. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nachdem ich ihn nachbereitet hatte und er wieder auf der Weide herum tollen konnte war Panthera an der Reihe. Auch sie sollte in der Dressur gearbeitet werden. Während ich noch beschäftigt war beendete Jay das Springen, versorgte die Stute und räumte den Platz wieder auf. Meine Schwester hatte mittlerweile unsere kleine Prinzessin an der Longe und genoss es wieder einmal mit Pferden zu Arbeiten. Filia verhielt sich vorbildlich und zeigte in ihren jungen Jahren schon erstaunlich Gänge. Als ich mit Pan aus der Halle zurück kam um die Stute zu versorgen war mein Schwesterchen schon mit Liddle Sunshin am arbeiten, als auch Garry endlich wieder zurück kam mit einem sichtlich erschöpften Phey. Gemeinsam erledigten wir noch Hofarbeiten und versorgten die Tiere mit ihrer Abendration ehe wir uns auch um unser Essen kümmerten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    15 Jan. 2014
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  • Zu Deutsch : Prinzessin

    Rufname: Filia
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    Abstammung


    Von: Unbekannt
    Aus der: Unbekannt


    Grunddaten

    Rasse: Englisches Vollblut
    Rassetyp: Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Alter: 3 Jahre
    Stockmaß: im Wachstum
    Fellfarbe: Schimmel
    Abzeichen: Blesse, Vorne Rechts Krone und Hinten Socken


    Beschreibung

    Regis Filia ist ein aufgewecktes und rennbegeistertes Fohlen. Sie ist sehr freundlich zu allen anderen Lebewesen und zeigt wenig Scheu gegenüber Neues.

    Zuchtdaten

    Züchter: //
    Zur Zucht vorgesehen: Ja
    Gekört/ Gekrönt: Nein

    Besitzer: Jojomaus
    Ersteller/Vkr: Lynx


    Qualifikationen

    Eignung: Galopprennen

    Dressur: E A L M S S* S** S***

    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Erfolge

    Sonstiges

    HS-Besuch: war am 25.03.15
    Hufe: Barfuß

    TA-Besuch: war am 11.06.14
    (Zahnkontrolle, Impfung, Wurmkur)
    Gesundheit:

    Tierarzt: TA-Praxis zum Gestüt Federsee / Eowin

    Hufschmied: Sosox3, Hufschmiede zum Summersee