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AngieMaus

Red Star - Kabardiner

Red Star - Kabardiner
AngieMaus, 7 Jan. 2015
    • AngieMaus
      Neue Pferde auf dem Hof
      Wir waren jetzt seit einer Woche auf unserem neuen Hof in Frankreich, und haben so langsam einen "normalen" Rhythmus gefunden. Aber heute stand eine weiteres Ereignis bevor. Ich bekomme heute 2 neue Pferde!
      Durch Zufall habe ich die Anzeige entdeckt und gleich geschrieben. Und nun bin ich Besitzerin von 2 Kabardinern! Nun ja...nur dass die Pferde noch nicht kamen. Aber heute habe ich die Rückmeldung bekommen, dass sie um 15 Uhr kommen müssten.
      Zusammen mit Fiona richtete ich die Boxen ein und füllte gutes Futter in den Trog. Ungeduldig lief ich auf dem Hof umher, ohne das Tor aus den Augen zu verlieren. Meine Armbanduhr zeigte 15:06 an.
      "Warum müssen die immer zu spät kommen?", fragte ich Fiona aufgebracht.
      "Jetzt bleib mal ganz ruhig. Vielleicht stehen sie ja im Stau oder vor der Ampel. Ich bin mir sicher, dass sie jeden Moment kommen!", antwortete sie.
      Endlich um 15:38 kam endlich der Transporter auf den Hof gefahren. Fiona kümmerte sich um die Bezahlung, während ich nervös auf den Hänger zuging. Ich hätte in die Luft springen können, als ich die beiden aus dem Hänger laufen sah. Golden Sunlight und Red Star, so hießen die beiden, waren Kabardiner und echt besonders. Mein Herz hüpfte und ich nahm beide gleichzeitig am Strick. Die Stute war sehr zögerlich, deshalb gab ich ihr vorsichtig ein Leckerli, dass sie genüsslich verschlang. Der Hengst war sehr offen und ließ sich sofort streicheln und verwöhnen. Zuerst putzte ich die beiden gründlich und streichelte sie leicht. Bei Sunny war ich vorsichtiger, da ich wusste, dass sie Fremden gegenüber schüchtern und auch zickig werden kann.
      Frisch geputzt brachte ich beide in die Box. Schweren Herzens gibg ich wieder ins Haus, aber trotzdem überglücklich über unseren Neuzugang...
    • AngieMaus
      Ruhiges Kennenlernen
      Immer noch stürmte es draußen und meiner Meinung nach regnete es. Ich hörte den Regen sanft auf das Stalldach prasseln. Irgendwie war das sehr beruhigend und ich wollte einfach hier verweilen.
      Mein neuer Hengst Red Star wieherte mir zu und ich beschloss, mich zu ihm zu setzen. Er reckte mir neugierig den Kopf zu und fraß dankend sein Leckerli. Ich kraulte seinen Hals und redete mit ihm. Obwohl wir uns erst seit ein paar Tagen kannten, ließ er sich schon streicheln.
      E stupste mich an und sah mich mit seinen niedlichen Knopfaugen an. Ich lachte und holte mein letztes Stück Karotte aus meiner Manteltasche. Gierig verschlang er es.
      "Jetzt habe ich aber nichts mehr für dich.", sagte ich ihm liebevoll.
      Er sah mich an und schien zu verstehen. Ich klopfte ihm sanft auf den Hals. Der Wind pfiff durch das Unterholz und die Bäume vor dem Fenster wackelten. Ich legte meinen Kopf vorsichtig an seinen Hals und wartete seine Reaktion ab.
      Manche Pferde sind bei so etwas noch zu schüchtern und weichen dann zurück. Aber Red Star blieb ruhig stehen und atmete ruhig. Es war wunderschön und ich hätte noch unendlich lang dort stehen können.
      Jedoch merkte ich, dass etwas an meinem Mantel herumzuppelt und nahm den Kopf wieder nach oben. Red Star suchte in meiner Tasche nach meinen Leckerlis. Ich wies ihn konsequent aber liebevoll zurück. Schließlich sollte er ja auch nicht verwöhnt werden.
      Ich brachte ihm noch Futter und überprüfte den Wasserstand in seinem Trog.
      Danach verabschiedete ich mich von ihm und ging hinaus...
    • AngieMaus
      Longenübung
      Der Morgen war kalt und grau und ich saß in unserer neuen Küche. Fiona lag noch im Bett, weil sie gestern sehr spät ins Bett gegangen ist. Ich hingegen bin mehr oder weniger hellwach.Mein Cappuccino war noch heiß und stand vor mir auf dem Tisch.
      Eine Viertelstunde später ging ich nach draußen und holte die Schubkarre. Nachdem ich die Pferde auf die Koppel gebracht hatte, mistete ich alle Boxen aus und befüllte sie mit neuem Stroh, Futter und Wasser. Fiona kam um 9:12 auch endlich raus und sah mich schuldbewusst an.
      "Tut mir Leid, ich habe verschlafen, aber...", sagte sie.
      "Ist ja nicht schlimm. Also die Pferde sind auf der Koppel, aber ich möchte mich jetzt meinen Neuzugängen widmen.", unterbrach ich sie.
      Sie nickte und begab sich in die Sattelkammer, um aufzuräumen. Langsam lief ich zur Koppel und suchte Red Star. Er stand nicht weit weg von mir. Jedoch etwas abseits von den anderen, älteren Hengsten. Auch Midnight war unter ihnen und graste friedlich. Ich lief am Zaun entlang und rief Red Star. Er hob den Kopf und sah in meine Richtung, bewegte sich aber nicht. Ich schlüpfte unter den Zaun hindurch und ging langsam auf ihn zu. Seine Ohren waren neugierig zu mir und er kam mir vorsichtig entgegen. Als er vor mir stand, legte ich meine Hand an seinen Hals und sprach leise mit ihm.
      Ich beeilte mich, damit Midnight nicht bemerkte, dass ich nicht mit ihm wegging. Leider war es zwecklos, denn er kam bereits auf uns zugetrabt. Es fiel mir schwer ihn weg zuscheuchen, weil er mir richtig ans Herz gewachsen war. Trotzdem tat ich es, wodurch er mich verwirrt ansah. Ich drehte mich um und ging.
      Am Anbinder putzte ich ihn schnell über und legte ihm den Longiergurt an. Er war das gewöhnt, sodass mir das keine weiteren Probleme bereitete. In der Halle war er leicht nervös, weshalb ich ihn mit meiner Stimme beruhigte. Dann machte ich ihm die Longe an und ging in die Mitte. Er folgte mir, ließ sich aber schwer nach außen treiben. Die Peitsche wollte ich nicht nehmen, da ich seine Reaktion nicht abschätzen kann.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit war er auf meiner gewünschten Position und es konnte losgehen. Zuerst gab ich ihm das Stimmkommando „Sche-ritt“ und er gehorchte. Jedoch war er relativ schnell, weshalb ich ihn zügeln musste. Nach ein paar Runden versuchte ich ihn antraben zu lassen, was nicht so einfach war. Immer wieder musste ich ihn mit meiner Stimme treiben, bis er endlich tat, was ich von ihm wollte.
      Nach dem Handwechsel wiederholte ich dies. Glücklicherweise ging es nun schneller, sodass ich nach insgesamt 30 Minuten zufrieden aufhören konnte. Er wurde ordentlich belohnt und gründlich geputzt.
      Zum Schluss kam er auf wieder auf die Hengstkoppel. Zufrieden lies ich ihn grasen...
    • AngieMaus
      Cavalettisprünge
      Bei der Hengstkoppel war ordentlich was los, denn Red Star und Midnight galoppierten über die Koppel. Es sah wirklich cool aus, da hinter den beiden die Sonne stand. Man spürte das Vibrieren des Bodens und den Takt ihrer Huftritte. Es sah aus, als ob sich die beiden ein Wettrennen lieferten.
      Midnight war klar im Vorteil und Red Star hing ein wenig zurück. Doch schnell war er auch, dass lässt sich keinesfalls bestreiten.
      Ich sprang etwas ungelenk über den Zaun und gesellte mich zu Golden River, dem Pferd von Fiona.
      Midnight und Red Star waren offenbar fertig mit ihrem Wettrennen und kamen auf uns zu. Ich muss zugeben, es ist unangenehm, wenn Pferde auf einen zu galoppieren, aber ich wusste, dass sie mich nicht umrennen würden.
      Midnight wurde immer langsamer und hielt kurz vor mir an. Ich streichelte seinen Hals und wartete auf Red Star. Auch er hielt vor mir und stellte sich neben Midnight Surprise.
      Dann nahm ich Red Star beim Halfter und führte ihn zum Tor, während Midnight und Golden River uns folgten. Ich beeilte mich und zod Red Star schnell hinaus und schloss das Tor vor Midnight's Nase.
      "Ich komm gleich zu dir!"; versicherte ich ihm und drehte mit Red Star ab.
      Auf dem Weg zur Halle kam mir Fiona mit Fatinah entgegen, die bei Red Star's Anblick kurz die Ohren anlegte.
      "Hey Angie, also ich bin mit Fatinah jetzt fertig. Die Cavaletti's habe ich für dich stehenlassen!" sagte sie mir.
      "Okay danke. Und wie lief es mit ihr? Hat sie es gemeistert?", fragte ich noch schnell.
      "Ja, wie immer. Sie könnte es auch locker höher schaffen!", antwortete sie stolz.
      Dann gingen wir in verschiedene Richtungen, ich in die Halle und sie zur Koppel. Die Tür unserer Reithalle ging schwer auf, weshalb ich den Strick zwischen meine Beine klemmte. Nach einigen Rucken hatte ich sie endlich auf bekommen und trat hinein.
      Drinnen waren einige Cavaletti's aufgebaut und ich parierte ihn zum Trab durch. Zuerst liefen wir außen entlang, um Red Star ein wenig aufzuwärmen. Ich wurde immer ein wenig schneller und wechselte dann die Hand, damit er nicht nur einseitig aufgewärmt war.
      Dann begab ich mich zur Mitte und lief mit ihm den Parcours ab. Im Schritt durfte er rüberlaufen, um erstmal ein Gefühl dafür zu bekommen.
      Nach drei Runden auf jeder Hand ließ ich ihn im Trab darüber laufen, aber noch nicht springen. Er fand das einfach, das bemerkte man. Deshalb entschloss ich ihn auch galoppieren zu lassen.
      Es war sehr anstrengend für mich mit ihm Schritt zu halten, aber trotzdem tat ich es. Er sprang gut, aber er war definitiv kein Springpferd, da er größere Höhen wahrscheinlich nicht schaffen würde.
      Nachdem wir fertig waren, schwitzte ich und er schnaufte. Lobend klopfte ich auf seinen Hals und gab ihm ein Leckerli. Er hatte das erstaunlich gut gemeistert und ich war stolz auf ihn.
      Beim Putzen stand er still und entspannt da. Ich kraulte ihn noch ein wenig bevor wir wieder zur Koppel gingen. Ich begleitete ihn und stellte mich zu den Pferden...
    • AngieMaus
      Streicheleinheiten
      Nachdem Midnight endlich verstanden hatte, dass ich jetzt keine Zeit für ihn habe, konnte ich zu meinem nächsten Hengst gehen: Red Star. Er stand etwas abseits der Gruppe und graste das saftige Heu. Erst als ich neben ihm stand bemerkte er, dass ich wiedergekommen war und richtete seinen Blick auf mich.
      Ich kniete mich zu ihm und flüsterte ihm zu: "Na mein Lieber, erkennst du mich noch?" Seine Ohren drehten sich neugierig zu mir, aber trotzdem graste er noch.
      "He Red Star, komm schon. Wir haben uns jetzt so lange nicht gesehen und.." Plötzlich drehte er sich zu mir um und hob den Kopf. Ich sah ihm ganz tief in die Augen und begann seinen Hals zu streicheln. Er genoss es und seine Unterlippe zitterte. Ich lachte und kraulte weiter bis Midnight und ein paar Andere zu uns kamen. Da Red Star relativ niedrig in der Rangfolge ist, senkt er den Kopf und geht ein paar Schritte weg. Verärgert über Midnight scheuchte ich die anderen Pferde weg und ging wieder zu Red Star. "Immer dieses Machoverhalten. Sowas mag ich gar nicht!", sagte ich zu ihm und streichelte tröstend seinen Kopf.
      Zusammen gingen wir zum Anbindeplatz, wo ich auch endlich Fiona fand. Sie war gerade dabei Fatinah zu bürsten und wir unterhielten uns ein wenig über die Geschehnisse der letzten Wochen.
      Während Fatinah voller Energie herumtänzelte und nicht stehen wollte war Star ganz gechillt und ließ sich von mir verwöhnen. Um die Durchblutung zu fördern machte ich noch eine leichte Massage. Danach streichelte ich ihn wieder ausgiebig, weil er mir Leid tat. Ich weiß aus Erfahrung, dass die Rangkämpfe nicht so schlimm sind, wie sie einem Menschen vielleicht erscheinen, aber trotzdem kann ich das Rumgezicke untereinander nicht ausstehen.
      Deswegen verwöhne ich Rangniedrige Pferde mehr als andere, weil sie beispielsweise keinen Partner zur Fellpflege haben.
      Nach ungefähr einer halben Stunde brachte ich Red Star wieder auf seine Koppel, wo er gemütlich zu einer Stelle mit schönem Gras trabte, an der die Anderen noch nicht waren...
    • AngieMaus
      Normaler Tag...oder auch nicht
      Die Hitze der vergangenen Tage ist nun endlich ein wenig vergangen und auf unserem Hof kehrte allmählich wieder der Alltag ein. An diesem Morgen war es draußen recht kühl, weshalb ich mir eine Jacke überwarf und den Hof betrat. Um 7 Uhr morgens war noch nicht viel los und ich machte mich erst mal an die Arbeit.
      Zuerst brachte ich Milki und Sunny auf die Koppel, wo sie gemütlich anfingen zu grasen. Als nächstes kamen Midnight und Zero dran, weil sich keiner von beiden so richtig mit Red Star verstand. Ich fand das schade, da sie sich eigentlich recht ähnlich sind. Zero wollte sich nicht so recht an meinem und Midnights Tempo halten und bockte ein paar Mal. Seufzend zog ich ihn vorsichtig, aber bestimmt weiter. Als wir auf der Koppel ankamen, stupste Zero mich kurz an, was ich aber ignorierte.
      Zuletzt holte ich noch Red Star aus seiner Box, der noch sehr verschlafen schien. Er trottete neben mir her. Ich stupste ihn leicht an und fragte ihn, was los sei. Zu schade, dass er nicht reden kann. Bevor ich ihn auf die Koppel ließ, sah ich ihn mir genauer an. Es fehlte ihm nichts, er war einfach nur nicht so gut drauf.
      Das Ausmisten der Boxen war ich mittlerweile schon gewöhnt und es ging schon recht flott voran. Fiona & Ich teilten uns glücklicherweise die Arbeit und wenn einer mal nicht konnte, übernahm der andere. Das ist viel praktischer, als manche denken. Das Beste war immer das Auffüllen der Boxen mit Stroh, auch wenn ich und Fiona dann meist Niesattacken bekamen.

      Am Nachmittag stand heute nichts an also konnte ich in Ruhe zu meinen Pferden gehen und gucken, was wir heute tun wollen. Ich ging gemütlichen Schrittes zur Hengst- und Wallachkoppel und beobachtete unsere Pferde beim Grasen und Herumtollen. Zero Gravity war zum Glück nicht das einzige Jungpferd dort, denn sonst wäre es ihm bestimmt zu langweilig. Midnight stand zusammen mit einigen aus der Herde und döste in der wärmenden Sonne. Ich sah jedes meiner Pferde, bis auf Red Star. Ich stieg über den Zaun um nach ihm zu sehen. Schließlich fand ich ihm etwas abseits der Koppel unter einem der Bäume. Ich näherte mich von der Seite, aber er bemerkte mich erst, als ich neben ihm stand.
      Er hob den kopf und schnaubte fröhlich. Ich streichelte ihn ausgiebig und zog ein selbstgebackenes Leckerli von Fiona aus meiner Tasche. Er schnupperte daran, unsicher ob er es essen solle, nahm es mir aber dann doch vorsichtig aus der Hand. "Nicht deine Geschmacksrichtung, oder?", fragte ich ihn lächelnd und klopfte auf seinen Hals. Als er aufgefressen hatte, ging ich zu seinem Rücken und legte beide Hände drauf. Seine Ohren zuckten zu mir und er drehte leicht den Kopf. Ich hüpfte auf und ab und beobachtete seine Reaktion. Er blieb ganz ruhig stehen und sah mich an.
      Deswegen versuchte ich nun ein bisschen mehr. Ich stütze mich leicht auf seinen Rücken, um zu sehen, ob er ohne Sattel zu reiten wäre. Mehr schlecht als recht stieg ich also auf, und wartete einen Moment. Ich sah wie er neugierig auf einen Befehl von mir wartet. Ich drückte meine Waden leicht gegen seinen Bauch und er lief ordentlich im Schritt. Soweit, so gut
      So liefen wir über die Koppel und die Anderen sahen neugierig zu uns. Auch wenn ich ein wenig wackelig dort oben saß, weil es sehr rutsch, es war einfach schön, weil es ein viel intensiveres Gefühl als beim reiten mit Sattel ist.
      Wir ritten gerade an einer kleinen Gruppe von Pferden vorbei, als Red Star seine Ohren anlegte, aber das galt nicht mir sondern Midnight, der gerade auf uns zu kam. Ich versuchte ihn wegzuscheuchen, aber ich rutschte ab und landete im Dreck. Red Star erschrak und machte einen Satz nach vorn. Meine Schulter tat weh, aber es war nichts Schlimmeres. Ich sah Fiona, die Red Star beruhigte und dann in meine Richtung kam.
      "Was ist denn passiert?", fragte sie entsetzt.
      "Ich bin von Star gefallen, weil Midnight ärgern wollte und...", erzählte ich ihr.
      Nachdem ich ihr die kleine Story erzählt hatte und ihr tausend Mal versicherte, dass es mir gut geht, ging sie wieder zurück. Red Star graste ein paar Meter weiter weg und ich ging langsam auf ihn zu. Er schien nicht nachtragend und hatte diesen kleinen Fehler anscheinend schon wieder vergessen
      Ich verließ die Koppel und ging erst mal ins Haus, um meine Schulter zu kühlen...
    • AngieMaus
      Umzug nach Vermont
      Hope of Joy, Elysion, Midnight Surprise, Sisika, Zero Gravity, Choovio, Milkchocolate, Red Star, Golden Sunlight, Dyani

      Auf dem ganzen Hof standen Taschen, Kartons und Säcke, die voll mit unseren Habseligkeiten beladen sind. Es hatte sich in der letzten Zeit eine Menge angehäuft und das musst nun alles mit.
      Wohin? Nun wir ziehen mal wieder um in das ferne Vermont, ein US-Bundesstaat an der kanadischen Grenze. Diese Entscheidung ist relativ spontan gefallen worden, obwohl wir schon länger mit dem Gedanken gespielt haben. Irgendwie bleiben wir nie lang an einem Ort, es zieht uns immer weiter zu immer fremder werdenden Orten. Aber Vermont soll nun unsere Endgültige Heimat bleiben, falls wir es dort aushalten sollten. Fiona ist schon vor ein paar Tagen dort hingeflogen, um sich den Hof anzusehen, den wir beziehen werden. Ihr hat es so sehr gefallen, dass sie mich mit ihrer Freude angesteckt hat und wir das Anwesen vor wenigen Tagen gekauft haben. Es war nicht gerade billig, Vermonts Grundstückspreise sind enorm hoch, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
      Trotz der Vorfreude kam ein komisches Gefühl in mir hoch, als ich die ganzen Kisten stehen sehe. Ich lief zur Kontrolle nochmal durch unser schönes Haus, was nun vollkommen leer ist bis auf ein paar Möbel, die wir nicht mehr brauchten. Es wirkte so verlassen, obwohl wir bis heute noch darin gelebt hatten. Seufzend setzte ich mich auf meinen Hocker an der Küchentheke und schlürfte meinen Kaffee. Die leere Tasse spülte ich aus und räumte sie mit Zeitungspapier umhüllt in den Karton auf dem Hof. Als die Möbelpacker kamen luden Fiona und ich alle unser Hab & Gut in den Wagen, so vorsichtig wie möglich, denn sie hatten eine lange Schiffsfahrt vor sich und sollten nicht schon vorher kaputt gehen.
      Der Hof war leer und das einzige, was an unser Leben erinnerte war das Wiehern der Pferde, die noch keine Ahnung davon hatten was auf sie zu kam. Die Pferdetransporter kamen im richtigen Moment und parkten unsere komplette Einfahrt zu. Wir machten einen Plan und liefen in den Stall um die ersten Pferde fertigzumachen und einzuladen.
      Ich nahm Elysion und Midnight an ihren Stricken und führte sie hinaus, wo die Sonne gerade schön hinter den Bäumen aufging. Die beiden waren voller Elan und würden wahrscheinlich nach Ankunft in unserem neuen Heim erst mal auf der Wiese herumtollen. Ich übergab sie schweren Herzens einem der Fahrer, der sie, nachdem ich beide nochmal gestreichelt hatte,einlud. Das ganze wiederholte sich noch gefühlte 100 Mal, denn ich musste noch Red Star & Goldi, Dyani & Choovio, Zero Gavity & Milki und letzendlich Sisika & Hope of Joy in den Wagen bekommen. Glücklicherweise ging das mehr oder weniger ohne Probleme vonstatten, außer das Zero Gravity ein wenig gebockt hat als er in das Fahrzeug musste. Auch wenn das keine schweißtreibende Arbeit gewesen war, war ich danach vollkommen außer Puste und setzte mich erst einmal auf den Boden.
      Nach einer weiteren Stunde war auch Fiona mit ihren Pferden durch und die Transporterluken wurden geschlossen. Wir standen beide Seite an Seite als die Transporter abfuhren und sich auf den Weg in das neue Leben machten.
      "Ich hoffe so sehr, dass unsere Schätze heil ankommen.", sagte ich zu Fiona als die Transporter außer Sichtweite waren.
      "Und ich erst!", antwortete sie angespannt.
      Wir holten unsere Koffer und fuhren zusammen zum Flughafen, wo wir noch 2 Stunden auf unseren Flug warten mussten. Die Zeit verging unendlich langsam und wir fanden einfach keine Ruhe. Auch im Flugzeug konnte ich während des Fluges kaum schlafen und schaute mir Filme auf Englisch an. Meine Gedanken kreisten die ganze zeit um meine Pferde und ich sorgte mich wahnsinnig. Sie würden erst einige Tage später ankommen, und das hoffentlich gesund.

      Die ersten Tage im neuen Heim waren geplagt von möbilieren und saubermachen. Wir hatten nichts anderes zu tun gehabt, da unsere Pferde erst heute ankommen würden. Aber ruhig ist es auf dem Hof trotzdem nicht, denn meine kleine Hündin Luna ist auch dabei. Sie war nach dem Flug etwas verängstig, aber als wir hier ankamen hat sie sich sofort freudig umgeschaut und ihr neuestes Kuschelbett in Beschlag genommen. Aber Vermont ist wirklich toll, besonders zu dieser Jahreszeit, dem Herbst. All die Blätter färben sich und es entsteht eine wunderschöne, bunte Landschaft. Das Wetter ist ganz angenehm, zumindest momentan. Wenn unsere Pferde da sind mache ich erst mal einen Ausritt um die Landschaft zu bewundern. Die Boxen haben wir alle schon fertig mit frischem Stroh aufgefüllt und es gibt eine große Portion Futter für jeden. Jetzt fehlen also nur noch die Pferdchen.
      Und diese kamen am späten Nachmittag an, gerade als wir unseren Kuchen verspeisen wollten. Fiona und ich sind sofort aufgesprungen und haben alles stehen gelassen. Aus den Transportern drang Wiehern und Gestampfe und mein Herz war erfreut und ängstlich zugleich.
      Wie wir beim Ausladen feststellten ist die Fahrt ohne Probleme verlaufen und alle Pferde sind wohlauf. Die meisten sind müde, andere total aufgedreht. Diese haben wir auf die Weide gebracht, wo sie neugierig alles erkundeten und später ebenfalls in die Box gebracht wurden. Überglücklich ging ich zu jedem einzelnen meiner Pferde und streichelte sie ausgiebig.
      Nun beginnt unser neues Leben in Vermont!
    • Eddi
      Verschoben am 05.04.2016
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    AngieMaus
    Datum:
    7 Jan. 2015
    Klicks:
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    Kommentare:
    8
  • [​IMG]
    Name: Red Star
    Spitzname: Star
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Kabardiner
    Geburtstag 2006
    Alter: 9 Jahre
    Stockmaß: 1,56
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    Mutter: Unbekannt
    Vater: unbekannt
    Geschwister: Unbekannt
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    Fellfarbe: Fuchs
    Mahne: Weiß
    Schweif: Weiß
    Abzeichen: -
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    Springen:E
    Millitary:E
    Dressur:E
    Distanz:E
    Western:E
    Galopp:E
    Fahren: E
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    Noch keine
    Erfolge
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    Red Star ist ein charmanter Hengst, der jeden um den Finger wickelt. Er zeigt keinerlei Hengstmanieren, was sehr ungewöhnlich ist. Jeder, der diesen Gentleman kennen lernt, ist ihm sofort verfallen. Er ist sehr aufgeweckt, wird aber nie wild. Außerdem ist er sehr trittsicher, was man auf seine Rasse zurückschließen kann. Unterm Sattel ist er sehr sensibel und reagiert auf kleinste Hilfen
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    Gekört/Gekrönt:Nein Vorgesehen für die Zucht: Ja Nachkommen: Nein
    Zu verkaufen
    : Nein
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    Besitzer/Besitzerin: AngieMaus
    Ersteller/Erstellerin:
    BellaS
    Vorkaufsrecht:
    BellaS
    Reitbeteiligung: Nein
    Tierarzt:Nein
    Hufschmied: Nein
    Steckbrief: by Wolfszeit