Sevannie

* Quintessa - Irish Tinker *

- Im Besitz seit 09.03.2015 -

* Quintessa - Irish Tinker *
Sevannie, 7 Okt. 2018
    • Sevannie
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      Joyce McConner hatte bei mir angefragt ob ich nicht ihrem Fohlen Quintessa das Fohlen-ABC beibringen könnte, da ich ihr kaum einen Wunsch ausschlagen konnte, sagte ich natürlich zu. Für ein Fohlen musste ich noch mehr Zeit mitbringen als bei Erwachsenen Pferden, da diese kleinen Dinger sich nicht lange konzentrieren konnten und sie leicht überfordert waren, wenn man zu viel auf einmal machte. Um das zu vermeiden hatte ich mehrere kleine Einheiten am Tag geplant um die Kleine optimal fit fürs Leben zu machen.
      Das Aufhalftern:
      Freudig stieg ich aus dem Auto, endlich Frühlingswetter. „Hi, Joyce. Ich hab extra den Sonnenschein mitgebracht.“ „Den kannst du mir gern jeden Tag mitbringen“, bekam ich auch gleich zur Antwort. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es auch gleich auf zur Koppel, auf der die kleine Tinkerstute stand. Joyce lockte sie zu uns heran und neugierig kam sie der Aufforderung nach um zu schauen was ihre Besitzerin von ihr wollte. Mir gegenüber war sie jedoch sehr zurückhaltend und schüchtern. Mit Leckerchen und Streicheleinheiten machten wir Quintessa mit ihren neuen Halfter bekannt, zunächst sollte sie es nur beschnuppern und sich damit streicheln lassen. Dabei machten wir uns Interessanter indem wir uns rechtzeitig von dem Stütchen entfernten, noch bevor es ihr zu langweilig wurde. Nach und nach nahm sie auch meine Anwesenheit nicht mehr so eng und ließ sich auch von mir betüddeln. Von Vertrauen konnte man aber noch nicht reden. „Das reicht für den Anfang, wir machen später eine weitere Lektion.“ Damit ließen wir Quintessa erst mal wieder weiter auf der Weide toben und entspannen. Über den Tag verteilt hatte die junge Tinkerstute so mehrere Trainingseinheiten und verbesserte sich bei jeder. Schon recht schnell akzeptierte sie das man sie mit diversen Sachen so gut wie überall streicheln konnte und die Nase steckte sie auch schon durch das Halfter. Beim Training am nächsten Tag erreichten wir dann unser erstes Ziel, dem anziehen des Halfters und Quintessa freute sich auf unsere „Spieleinheiten“ und taute immer mehr auf.
      Das Führen:
      „Auf zur nächsten Lektion. Hi, Joyce, wo finde ich meine kleine Schülerin?“ „Oh, da bist du ja schon. Sie steht noch in der Box.“ Also begab ich mich in den Stall zu Quintessa und machte sie mit dem Strick bekannt. Uninteressiert nahm sie diesen zur Kenntnis bis ich diesen dann auch ins Halfter einklinkte. Da hatte ich ihre Aufmerksamkeit sicher. Ganz behutsam übte ich mit ihr diesem Strick und damit auch mir zu folgen, vorerst in der Box. Die ersten Schritte klappten ganz gut, bis Misses testen wollte ob sie auch ihren eigenen Willen durchsetzten konnte. Spielerisch und mit viel Einfühlungsvermögen behauptete ich mich und sie hörte mit den Dummheiten auf. „So jetzt darf dich Joyce auf die Weide bringen, wir sehen uns Später wieder.“ Die Trainingseinheiten fanden wieder über den Tag verteilt statt, mit ausreichenden Ruhephasen dazwischen um das Tinkerchen nicht zu überfordern. Jeder Schritt wurde belohnt und mit jeder Übung funktionierte das Ganze immer besser. Ein, zwei Mal stieg Quintessa und ich nahm mich vor ihren Hufen in acht, sonst ignorierte ich dieses Verhalten. Schon am nächsten Tag ließ sich das Stütchen brav von der Box zur Weide und zurück führen, nebenbei begann ich ihr auch das Anbinden beizubringen, Anfangs nur ganz kurz. Auf dem Platz, der Weide oder bei kurzen Spaziergängen übten wir das ordentliche nebenher laufen, stehen bleiben und richten lassen. Sie musste auf Kommando zur Seite weichen oder zurück. Nach Fohlenmanier streubte sich Quintessa ab und an, ließ sich dabei aber zurechtweisen und händeln. So klappte das Führen recht gut. Die Trainingseinheiten zum Anbinden liefen Hand in Hand zusammen mit Joyce und wurden immer ein Stück verlängert. Mal in Zusammenhang mit der Fütterung, mal in Verbindung mit dem Putzen, denn das Berühren lassen hatte sie ja schon gelernt.
      Das Hufe geben:
      „Ha, ich habe dir die Sonne schon wieder mitgebracht!“ Lächelnd begrüßte ich Joyce. „Das stimmt nicht, die war schon die ganze Zeit hier. Übrigens die süße Tessa wartet schon auf dich.“ Also begab ich mich zur wartenden Stute. Brav ließ sie sich aufhalftern und zum Putzplatz bringen und dort anbinden. Neugierig sah mich das Stütchen an. Vorsichtig berührte und streichelte ich sie überall, strich dann am Vorderbein entlang in Richtung Huf, gab das Kommando „Huf“ und hebte diesen an. Beim ersten Versuch klappte es Überraschender Weise und ich lobte Quintessa überschwänglich und versuchte die Übung erneut. Mal klappte es und dann mal wieder nicht. Noch wusste das Tinkerchen nicht was ich von ihr wollte, doch nach einigen Durchgängen hatte es klick gemacht und sie hob ihren Huf ein Stück weit. Für den Anfang übten wir es nur an der Vorhand und beendeten die Übung rechtzeitig bevor Quintessa überfordert wurde. Auf der Weide durfte sie sich anschließend wieder austoben bis ich sie erneut zu einer Übungseinheit zu mir holte. Da wir die letzten Tage schon gute Vorarbeit geleistet hatten und ich mittlerweile das Vertrauen von Quintessa erlangt hatte war das Hufe geben gar keine so schwere Übung mehr für das Stütchen. Schon am nächsten Tag gab sie mir auf Kommando kurz ihre Vorderhufen in die Hand und ich konnte die Zeit verlängern und auch mal mit der Hufbürste kurz überbürsten. Auch die Hinterhufen waren keine große Sache, nur das Gleichgewicht konnte sie dort nicht so gut halten. Mit der Hilfe von Joyce war das Fohlen-ABC schnell gemeistert und die Lernwilligkeit der Tinkerstute tat ihr übriges.

      ITS Canterbury

      Quintessa, Admiral Wings und Belstaff

      "Natürlich helfe ich dir wieder, Joy! Ich komme am Besten zu euch rüber, damit ich die Hilfe von Tyler in Anspruch nehmen kann, sollte ich ihn mal brauchen.", antwortete ich auf Joys Frage. Wieder kam ein großer Auftrag rein. Das Geschäft brummte, aber besonders freute ich mich auf die Aufträge von Joy. Ihre Pferde waren mir immer recht schnell ans Herz gewachsen, daher sah ich kein Problem darin, zu ihr zu fahren um dann ihre Pferde zu trainieren.

      Der Weg zu Joys Hof war ohne Navi schnell hinter mir gebracht. Ich parkte meinen Wagen auf dem Gästeparkplatz, packte meine Taschen aus und ging dann direkt auf das Hauptgebäude zu. Dort befanden sich die Unterkünfte und ein Gemeinschaftsraum der Reiter und Pfleger. Auf dem Schwarzen Brett hing eine Notiz, die mich betraf: Catalinas Zimmer: 23 – Schlüssel bitte bei Tyler abholen! Großartig, jetzt musste ich ihn erst suchen. Vorerst aber brachte ich die Tasche vor meine verschlossene Zimmertür und machte mich dann auf dem Weg zu den Stallungen. Nach einigen Schritten blieb ich vor der Box eines Hannoveraners stehen. Der drehte sich passend um und ich erkannte: es war Belstaff, der von mir im Distanzrennen trainiert werden sollte. Automatisch streichelte ich seinen Kopf. Mein Zimmer konnte warten. "Cata!" Hinter mir stand Joy. Wir umarmten uns kurz, dann kam sie direkt zur Sache. "Ich hab den Schlüssel. Belstaff hast du ja bereits gefunden. Mit ihm kannst du ja anfangen, du weißt ja, wo die Galoppbahn ist." Ich nickte nur und brachte den Hengst aus seine Box. Nach einer gründlichen Putzeinheit sattelte ich ihn auf und führte ihn dann nach draußen. Die Sonne war bereits im vollen Wärmemodus, sodass ich direkt aufsetzen konnte und ihn zur Galoppbahn trieb.

      Es herrschte wenig Betrieb auf der gut zwei Kilometer langen Bahn. Sie ging einmal direkt um die große Reithalle und eine private Koppel vorbei. An der Startlinie gurtete ich einmal kurz nach. "Na, Lust auf Laufen?", sagte ich als ich mich vorgebeugt hatte, um seinen Hals vorne am Genick zu streicheln. Daraufhin schnaubte der Hengst nur. Dann gab ich ihm die Sporen und trieb ihn im Mitteltrab auf die Bahn. Um die Qualifikation zu erreichen, müssten wir mindestens sieben Mal die Linie überqueren. Theoretisch gesehen. Das schafften wir bestimmt in einer halben Stunde, wenn man die Galopp- und Schrittphasen mit einbezog. Eine Straße zog an der Bahn vorbei. Einige Autos fuhren daran vorbei, aber Belstaff spitzte nur die Ohren, achtete aber vorerst nur darauf, zu traben und meinen Anforderungen zu folgen. Als wir das zweite Mal die Bahnlinie erreichten, legten wir eine kurze Schrittpause ein, die etwa von der Linie bis zur Hälfte der ersten kleinen Strecke ging. Direkt danach saß ich tiefer als sonst und schnalzte laut mit der Zunge. Daraufhin galoppierte er direkt an. Das ging über die nächste lange Bahn, bis wir durchparierten.

      Innerhalb einer halben Stunde hatten wir die sieben Runden geschafft. Die letzten Meter bis zur Startlinie waren eine Mischung aus Trott und Trab, bis er schließlich stehen blieb und den Kopf hängen ließ. Lobend klopfte ich seinen Hals und schwang mich dann von seinem Rücken. Ich band die Steigbügel hoch, nahm die Zügel in die Hand und führte ihn dann auf den Putzplatz. Tyler war da. Er putzte Hermann und schob ihm dann ein Brötchen in das Maul. "Hi Tyler. Wie geht's dir?" "Hey Catalina. Mir geht's gut. Ziemlich viel Arbeit, aber was kann man dagegen sagen? Joy meinte, ich solle dir zur Hand gehen. Hermann muss gleich ins Dorf gehen, aber ich kann für dich Belstaff absatteln und so. Dann kannst du mit Admiral anfangen. So wie es aussieht-", er warf einen kurzen Blick auf die Uhr an der Stallwand, "-gibt es in einer Stunde den Gemüseauflauf von Joy. Darfst du nicht verpassen." Lachend gab ich dem Helfer die Zügel des Hannoveraners und machte mich dann auf zu den Weiden.

      Auch Admiral war ein Hannoveraner, ein Rappschecke, der sich nur zögerlich vor das Dressurviereck bringen ließ. Dort wurde er geputzt. Er war kaum dreckig. Bei den Dressurgamaschen war er etwas nervös, gab dann aber Ruhe und gewährte mir das Aufsatteln. "Wir machen jetzt etwas Unterricht, Admiral.", sagte ich ihm direkt ins Ohr und ritt mit ihm auf das Viereck. Ein paar Aufwärmbeugungen und Tempowechsel zum Warmwerden folgten. Der Hengst griff sehr weit nach vorne, sodass seine Schritte größer wurden. Dagegen stärkte ich den Griff um die Zügel, nahm eine größere Position im Sattel ein und zischte kurz mit der Zunge. Die Reaktion war wie erwartet. Anstatt die Beine vorzureißen, wurden die Schritte kleiner und präziser ausgeführt. "Brav, brav.", sagte ich und nahm die Zügel weiter auf. In der Ecke bei A galoppierten wir an. Dieses Mal legte er ein angemessenes Tempo an den Tag und zog zweieinhalb Bahnen später auf den zweiten Hufschlag, bis ich ihn abbremste und wir dann auf den Zirkel gingen. Im Leichttrab ging das Abfragen der einfachen Lektionen sehr flott vorbei. Danach legten wir eine lange Schrittpause ein. Dabei ließ ich die Beine locker am Bauch und gab ihm gewisse Anforderungen. Schlangenlinien, Hufschlagwechsel, Bahnwechsel, Zirkel – innerhalb von gut sieben Minuten gab ich ihm mit Schnalzen zu verstehen, dass wir im Trab weiterarbeiten sollten. Er hörte auf mich. Leichttrabend gingen wir wieder auf den Zirkel und machten dann auch die selben Übungen, die wir gerade gemacht hatten. Das verlief sehr gut. Kurz darauf ertönte ein Pfiff über das halbe Gelände. Sowohl Admiral als auch ich schauten in Tylers Richtung. "Essen ist in fünf Minuten fertig! Bring den Hengst kurz in seine Box!"

      *

      Mit vollem Bauch lief ich neben Joy in den Stall. Gemeinsam mit Mistery wollte sie bei uns auf dem Viereck trainieren. Sie brauchte aber länger beim Vorbereiten, da sie die Stute noch vom Paddock holen musste, Admiral stand seit gut zwanzig Minuten in seiner Box.
      Auf dem Dressurviereck machten Joy und Mistery sich warm, während Admiral und ich die ersten A-Lektionen durchgingen. Volten, Bögen auf der ganzen Bahn – das waren die Aufgaben der Dressur im A-Bereich. Die Sonne ging allmählich unter – hatten ich wirklich so lange hier gearbeitet? "Ich mache Admiral heute noch fertig. Morgen kommt ne Überprüfung und dann gehts weiter mit Quintessa, ja?" Joy zog im Mitteltrab an mir vorbei und hob nur die Hand, um mir zu zeigen, dass sie verstanden hatte. Die Volten gingen dem Hengst praktisch von der Hand. Im Prinzip waren sie ja auch nichts anderes als kleine Zirkel an den Seitenbahnen. Die Theorie im Trab war schwerer zu vollziehen. Auch hier lag das Problem daran, dass er die Form zu eirig gestaltete, aber irgendwann hatte auch er den Bogen raus.

      *

      Mistery und Admiral standen auf dem Putzplatz zusammen und schäkerten. Joy und ich hatten die Hannoveraner abgesattelt und kamen nun zurück. Es wurde gestupst und gewiehert. Mistery tänzelte kurz zur Seite. Das war unser Signal dafür, die Pferde auf die Weide zu bringen und den heutigen Tag zu beenden.

      Am nächsten Tag

      Admirals Training war beendet. Zum Schluss durfte er noch kurz galoppieren und sich dabei toll gebärden. Aber er buckelte nicht oder machte kleine Sprünge. Zufrieden mit der Arbeit saß ich ab, streichelte den Hengst noch einmal und steckte ihm eine halbe Möhre ins Maul als Belohnung. Der Hengst lief gehorsam neben mir her. Am Hengstpaddock machte ich ihn fertig und schickte ihn in die Freiheit.

      Mit dem Sattelzeug lief ich in die Sattelkammer, stellte es in Admirals Spind und machte mich auf den Weg zur Fohlenweide. Quintessa, ein Tinkerstutfohlen mit ausgeprägter Fellfarbe, ließ sich in aller Ruhe aufhalftern und drückte sich in meine Seite, als wir auf den Hof gingen.
      Joy hatte mir gesagt, dass Quin Probleme jediglich hatte, wenn es um Flatterbänder ging. Da aber das gesamte Paket abgefragt wurde, konnte ich fremde Menschen, Tiere und Geräusche abhaken. Draußen auf der Straße fuhr eine Karawane an Wagen vorbei mit einigem Getöse.
      Der Flatterbandrahmen war bereits aufgebaut. Er war breit genug, damit sogar Kaltblüter durchgehen konnten. Das Tinkerfohlen sträubte sich; die bunten Bänder, die sanft im Wind wehten und leise aneinander rieben, waren ihr wohl ein Graus. Also nahm ich die altbekannte Lernmethode; langsam in Kreisbewegungen auf die Flatterbänder zu gehen. Dieses Prozedere wiederholten wir zweimal, da sie nach dem ersten Mal sich weigerte, durch das Tor zu gehen. Aber auch nach dem zweiten Mal ging sie nur zögerlich darauf zu. "Komm, Quin, das schaffst du.", kraulend ging ich mit ihr weiter, bis sie dann nach weiteren Gewissenskämpfen über die kleine Planke stieg und dort dann nach oben in das bunte Farbenspiel der Sonne schaute und nach einem Stück Plastik schnappte. "Nicht fressen!", unterbrach ich sie lachend und zog sie von den Flatterbändern weg, bis sie ihnen nur wehmütig nachschaute.

      Quintessa, Admiral Wings und Belstaff haben erfolgreich am Training (Abschrecktraining Premium, Dressur, Distanz) der ITS Canterbury Trainerin Catalina teilgenommen.

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      Von einem kleinem Spaziergang...

      Nach längerer Zeit fand ich heute mal wieder einige freie Stunden für meine kleine Stute Quintessa. Ich wollte mit ihr etwas für die bevorstehenden Fohlenschauen üben, die morgen und übermorgen anstanden. Tyler sollte sich mit Götterdämmerung bei dem Spaziergang etwas dazu gesellen. Okay, wirklich üben wollte ich mit Tessa nicht, sie konnte schon sogut wie alles. Heute sollte eher ein kleiner Entspannungstag werden und das könnte man mit Götterdämmerung sicherlich verknüpfen. So lief ich fröhlich summend in den Stall hinein und zu der Box der einjährigen Stute. Ich schnappte mir ihr Halfter und halfterte sie auf. Die kleine Stute schien schon gespannt zu sein was sie heute erwartete, so führte ich sie hinaus auf den Putzplatz führte. Dort band ich die Stute an und streichelte sie eine kurze Zeit. Kurz darauf kam auch schon Tyler mit Götterdämmerung von den Weiden. ,,Guten Mittag, Mr. Thompson.'',lächelte ich und er nickte höflich zurück. ,,Guten Mittag, Mrs. McConnor.'',lächelte er ebenfalls, jedoch etwas verschmitzt. Was hatte er nun wieder geplant? ,,Bereit für einen wundervollen Nachmittag mit mir und dem Herrn?'',grinste er und sah zu mir, dann zu Quintessa. ,,Wir wollen die beiden nicht verkuppeln. Dafür ist sie noch etwas zu jung.'',lachte ich auf und schüttelte den Kopf. ,,Stimmt.'',meinte er dann und wir begannen kurz daraufhin schon mit dem Putzen. Nachdem wir fertig waren bekam Götterdämmerung noch seine Trense drauf, aus versicherungstechnischen Gründen und bei Quin blieb es das Halfter. ,,Was für einen Spitznamen könnte man ihm eigentlich geben?'',fragte ich Tyler welcher anfing zu grübeln. So hing er sich das Halfter von Götterdämmerung um und wir liefen los. ,,Naja wie wäre es mit.. Naja mit was einfachem wie.. ,,Dicker'' – oder eben ,,Dickerchen''? '',murmelte er und sah dann zu mir. ,,Nee. Das ist doch so langweilig. Ich hätte für ihn gerne etwas außergewöhnliches.'',murmelte ich und Ty zuckte mit den Schultern. ,,Keine Ahnung.. Ich lass mir was einfallen, ja?'',ich nickte daraufhin und die weiteren Minuten liefen wir schweigsam nebeneinander her. Die Pferde waren ruhig und genossen den Sparziergang sichtlich. Wir liefen über die Felder, durch den Wald und zurück dann wieder über die Felder. Insgesamt liefen wir gute zwei Stunden und redeten ab und an über manche Dinge, was ich derzeit geplant hätte und weiteres. Als wir am Hof wieder ankamen, brachte Tyler Götterdämmerung wieder auf die Koppel und ich übte mit der kleinen Tinkerstute noch etwas das Verbeugen im Roundpen. Nach und nach konnte sie das ganze schon immer besser auf Kommando. ,,Das sieht schon richtig klasse aus!'',meinte Tyler, wecher sich anscheinend angeschlichen hatte. ,,Danke.'',meinte ich und lobte Quin. ,,Magst du das bei den Fohlenschauen auch einsetzen?'' - ,,Bestimmt. Zu Anfang und zum Ende als Gruß.'',erklärte ich und er nickte. ,,Kommt bestimmt klasse an.'',meinte er nun überzeugt und ich schmunzelte. Ich brachte daraufhin dann Quin auch schon wieder auf ihre Weide, zu den Hannoveranerfohlen und Gino dem Norikerjährling. Bald müssten die ganzen ''Kleinen'' auch mal zu den Großen wechseln, denn so klein waren sie gar nicht mehr.

      Bracelet:
      Es war ein wunderschöner, sonniger Spätsommertag als ich auf Joyce McConners Gestüt ankam. Ich sollte mir heute ihre Fohlen ansehen, die wahrscheinlich allesamt noch keinen Hufschmied gesehen hatten. Umso wichtiger war es ihnen ein positives Bild des Ganzen zu vermitteln und somit auszuschließen, dass sie beim nächsten Mal Angst hatten und oder gar streikten.
      ,,Hallo.'',hörte ich auch schon eine Stimme aus dem Hintergrund sagen als ich meinen Hufschmiedkoffer aus dem Kofferraum meines Autos nahm. Es war Joyce. Sie begrüßte mich und erzählte mir dann während wir in den Stall gingen einiges über ihre kleinen Racker.
      Das erste Fohlen welches ich mir ansah war Pancake Killer. Bei diesem Namen ist man doch schon von Anfang an positiv gestimmt oder? Der junge Tinkerhengst beäugte mich neugierig während ich mich etwas mit ihm bekannt machte. Danach bat ich ihn um sein Bein, welches er nun brav gab und interessiert ein Öhrchen zu mir nach Hinten drehte. Es war alles in Ordnung. Nur ein bisschen Ausschneiden war nötig. Dabei machte ich einen kleinen Probeschnitt in die weiße Substanz des Hufes und wusste so, wie viel Horn ich wegnehmen konnte, was ich anschließend machte. Um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben schnitt ich auch seinen Strahl etwas in Form und damit waren die Hufe wieder in einem perfekten Zustand.
      Mein nächster Klient war der Braunschecke Tomenko. Auch er zeigte sich neugierig aber auch sehr kooperativ. Er hatte bei Joyce wohl eine sehr gute Kinderstube gehabt. Somit ließ er sich ganz problemlos durchchecken und stand auch beim Ausschneiden ganz ruhig und gelassen da. ,,Feiner Junge.'',lobte ich am Ende lächelnd und streichelte ihn ein bisschen.
      ,,Und das hier ist Soulmate's Death. Keine Sorge wegen dem Namen sie ist eine ganz Liebe.'',sagte Ms. McConner als sie mir ihr hübsches, schwarzes Stutfohlen zeigte. Die Kleine war schon in diesem jungen Alter ein wahres Prachtstück. Alleine wie sie sich bewegte, ihren Kopf trug und einen durch ihre großen, dunkeln Augen ansah. Ich ließ sie schnuppern und sich ein bisschen mit mir vertraut machen ehe ich auch ihre Hüfchen auf Fehlstellungen, Trockenheit und abnutzungsbedingte Mägel untersuchte. Nichts dergleichen. Nicht einmal ausschneiden war nötig.
      Als nächstes war ebenso ein hübscher schwarzer Hannoveraner an der Reihe. Es war echt unfassbar wie viele gut erzogene Fohlen Joyce hat. Denn auch er bewies sich als richtiger Gentleman; gab immer brav Bein und stand ganz ruhig da und ließ sich kontrollieren. Hufzustand 1A. ,,Seehr gut.'',stellte ich fest und lobte den Rappen nochmals liebevoll für sein gutes Mitarbeiten.
      Das nächste Hannofohlen stammte aus der selben Zucht wie eine meiner eigenen Stuten. HGT's Be my Sunshine war sein Name. Er war ein sehr hübsches, liebenswertes Fohlen das mich jedoch hier und da ein wenig veräppelte. Wenn ich um sein rechtes Vorderbein bat hob er zwar eines, aber das linke anstelle des rechten. Trotz dieser kleinen Barriere klappte es insgesamt betrachtet auch bei ihm sehr gut. Ein Ausschneiden oder eine Korrektur war auch bei ihm nicht notwendig.
      Nach diesem eher extrovertiertem Hengst folgte nun eine eher schüchterne Stute, dennoch ein wahres Goldstück - und ich rede hier nicht von ihrer tollen Fellfabre. Bajau. Man merkte sehr, dass sie sehr auf ihre Besitzerin bezogen war, was ich etwas zu meinem Vorteil nutzte indem ich Joyce dazu anstiftete ihr die Hufe geben zu lassen und ich dann drüber sah. Da sie aber alle in gutem Zustand waren durfte auch sie gleich wieder zurück an ihre ursprüngliche Tätigkeit.
      ,,Torte.'',rief Joyce lächelnd und schon kam ihr Stütchen zu uns. Sie schien kein Problem mit fremden Menschen zu haben, weshalb sie mich ebenso wie ihre Besitzerin interessiert abschnuffte. Dabei musste ich grinsen. Wie zuckersüß. Auch bei der Hufkontrolle zeigte sie sich herzig. Denn sie drehte immer wieder ihr Köpfchen weil sie gestreichelt werden wollte, auch während der Untersuchung. Und das vom Hufschmied. Grinsend brachte ich dennoch meine Arbeit zuende und schnitt ihre Hufe vorsichtig aus.
      Mein nächster Patient war ein hübscher Tigerschecke: Gino. Ihn schien das ganze wenig zu beeindrucken. Brav gab er seine Beine und kaute weiter an seinem Büschel Heu. Interessant fand ich bei ihm die Tatsache, dass seine hinteren Hufe nicht ausgeschnitten werden mussten und die Vorderen dafür umso mehr. Dies tat ich dann auch und entfernte das bereits etwas lose Horn seiner Sohle. Dann war er auch schon fertig.
      Danach war Quintessa dran. Sie bestand vom ersten Moment an darauf gestreichelt zu werden. Somit bekam sie erst eine lange Streicheleinheit ehe ich mich dann der Kontrolle ihrer Hufe widmete. Diese waren, wie nicht anders zu erwarten war, tip-top gepflegt und mussten nicht korrigiert oder ausgeschnitten werden.
      Ebenso schöne, gute Hufe hatte Krisu, die super brav mitmachte. Sie verstand schnell was ich von ihr wollte und tat dies auch vorbildlich. Sie zeigte sich sehr entspannt und als angenehmes Pferd für einen Hufschmied. ,,Sehr fein.'',sagte ich und gab ihr ein Leckerli, welches sie dankbar guckend annahm.
      Nach dieser braven Stute folgte ein kleiner Lausbub. Ramazotti Amaro zeigte sich nämlich stur. Wirklich gerne schien er nicht bei dem ganzen mitzumachen. Vor Allem das Stillstehen konnte er nicht wirklich leiden, tänzelte herum und legte sogar einmal die Öhrchen zurück. Joyce wies ihn daraufhin aber etwas zurecht woraufhin er dann braver war. Die Kontrolle verlief gut, mit dem Ergebnis, dass alles in Ordnung war. Lediglich ein wenig Ausschneiden hier und da und schon war alles 1a.
      Nach dieser etwas anstrengenderen Arbeit freute es mich sehr nun wieder mit einem sehr artigem Fohlen zu tuen zu haben. Millenium's Pride, ein ausgesprochen liebenswürdiger Hengst, schien nämlich alles zu tun um alle glücklich zu machen. Auch wenn er etwas zurückhaltend war vertraute er mir von Anfang an und zeigte sich die Kontrolle über außerordentlich kooperativ. ,,Braver Bub.''
      Als vorletztes Pferd kam Hero of Heaven dran, welcher anscheinend sehr interessiert an diese neue, nicht bekannte Situation war. Er schien sehr wissbegierig zu sein und guckte die gesamte Hufkontrolle lang genau zu was ich da tat. Mitgearbeitet wurde vorbildlich. Beim Hufe ausschneiden bekam er allerdings sehr große Augen meinem Hufmesser gegenüber. Er schien so etwas noch nie gesehen zu haben und dies sehr spannend zu finden. Ich musste die ganze Prozedur über grinsen. Was für ein süßes Fohlen.
      Und last but not least Dark sweet Temptation, welche aufgrund ihres hellen Deck und Langhaars eigentlich alles andere als dunkel war. Lediglich ihre kleinen Kulleraugen waren beinahe ganz schwarz. ,,Na Süße?'',sprach ich sie an und ließ etwas an mir schnuppern. Anschließend kontrollierte ich auch ihre Hufen und schnitt sie ein wenig aus.
      Danach war meine Arbeit getan und ich verabschiedete mich freundlich bei der strahlenden Joyce.

      Hofstory #2
      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.



      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte..

      20.310 Zeichen by Sevannie

      Friese:
      Heute machte ich mich wieder auf den Weg in unseren eigenen Stall. Ich wollte mich um Joyce Fohlen kümmern. Sie hatte gerade mit den erwachsenen viel zu viel zu tuen. Ich wollte die kleinen nur auf die Weide bringen. Spielen und so war nicht wirklich drinnen, denn auch ich musste mich um die großen Pferde kümmern. Ich holte als erstes Saevitia und Karl aus den Boxen. Ich brachte die Stute auf die eine Weide und den Hengst auf die andere. Ich klopfte sanft beide Hälse und ging wieder nach drinnen. Dort holte ich die zwei nächsten Pferde. Dieses Mal waren es ein Tinker und ein Noriker. Zwei Hengste. Einer hieß Tomenko und der andere Pancake Killer. Ich brachte die beiden Hengste auf die Weide zu Karl und ging ein weiteres Mal in den Stall. Dadurch, dass es nur wenige Fohlen waren, wäre ich auch bald fertig. Dann hieß es nur noch die Boxen ausmisten und mit den Großen trainieren. Nun kamen wieder zwei Stuten dran. Einmal Soulmate’s Death und Bajau, nachdem die beiden bei Saevitia auf der Weide waren, kamen wieder zwei Hengste an der Reihe. Dieses Mal Rando und HGT’s Be my Sunshine. Wir hatten wirklich ein paar sehr gute Nachkommen für unsere Zucht. Ich holte Torte und Quintessa aus ihren Boxen und ging dann auch mit ihnen auf die Weide. Ich klopfte den beiden die Hälse und ließ sie bei den anderen laufen. Ich schaute kurz nach allen und ging wieder in den Stall. Gino und Krisu folgten den anderen Fohlen und ich ließ sie dort in Ruhe fressen und laufen. Nun fehlten nur noch drei Fohlen. Diese würde ich auch auf einmal zu den Weiden bekommen. Dann erinnerte ich mich wieder daran, dass in unseren Nebenstall ja noch ein weiteres Fohlen stand, welches ich auch gleich mitnehmen konnte, also würde ich noch zweimal laufen müssen. Beim ersten Mal nahm ich Ramazotti Amaro und Millenium’s Pride mit nach draußen. Die beiden fingen an mit den anderen zu tollen und ich ging wieder nach drinnen und holte dann Dark Sweet Temptation und schlussendlich Velvedere. Die beiden begannen auch zu fressen und ich ging ein letztes Mal in den Fohlenstall. Dort mistete ich alle Boxen aus und streute sie neu ein. Ich kippte den Mist nach draußen auf den Haufen und ging dann zu Velvederes Box. Ich machte auch sie sauber und streute sie neu ein. Dann kippte ich auch diesen Mist auf den Haufen und schaute kurz nach den Pferden. Ich klopfte sanft die Hälse der umliegenden Pferde. Ich holte aus der Box im Hauptstall eines meiner Pferde. Um genau zu sein war es Chester. Mit ihm wollte ich heute schon mal anfangen für das M-Springen zu trainieren. Die nächsten Tage sollte er für diese Stufe trainieren. Heute stand das Prüfen des A-Standes an. Hierfür putzte ich ihn und ging führte ihn dann auf den Platz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn ausgiebig warm. Immer wieder klopfte ich seinen Hals und ließ ihn bevor ich das erste Mal sprang, die Sprünge abschnüffeln. Danach galoppierte ich ihn an und ließ ihn über alle Sprünge entspannt springen. Der Hengst machte brav mit und ich klopfte seinen Hals. Nach ein paar weiteren Sprüngen ließ ich die Zügel lang und ritt ihn dann ab. Danach brachte ich ihn wieder in seine Box und gab ihm sein Futter. Ich räumte seine Sachen auf, fegte die Stallgasse und holte dann die Fohlen nach drinnen. Auch für sie gab es noch ihr Fressen und ich wandte mich der Buchhaltung noch ein bisschen zu.

      24.10.2016
      Umzug Teil II

      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.
      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten

      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Friese

      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte

      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.

      Friese:
      24.04.2018
      Die Reise von Deutschland nach Russland

      Bericht für Augenblick, Time to go, Daling, A Brave Heart’s Freedom, Sharon IV, King of Night, Inspiration, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Shades of Grey, Vermillion, Boston, Paintball Gun, Xanti, Didga, Pennyroyal, Pandora II, Roses are red, Ramazotti Amaro, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Hermelin Jaela, Götterdämmerung, Pancake Killer, Geoffrey’s Brother, Hermann, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Bajau, Quintessa, Millenium’s Pride, Dark Sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin‘ Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie

      Es war alles vorbereitet. Sowohl in Deutschland, von wo unsere neuen Pferde kommen sollten, als auch hier in Russland. Die Pferde würden heute in die Hänger verladen werden und dann zu uns gefahren werden. Die Entscheidung die Pferde mit dem Hänger und nicht dem Flugzeug zu uns kommen zu lassen war eine einfache finanzielle Überlegung gewesen. Bei zirka 40 Pferden wäre das einfach viel zu teuer gewesen. So hatten wir einem Unternehmen den Auftrag über zwei LKW’s gegeben. Der eine Hänger würde die Stuten und Fohlen transportieren und der zweite die Hengste. Nachdem wir nicht vor Ort sein konnten beim Verladen hatten wir nachdringlich nach Fotos gefragt und dies wurde auch erfüllt. Auch das Unternehmen hatte sich bereit erklärt uns regelmäßig mit Fotos zu versorgen. Schließlich würde der Transport ja auch ein paar Tage dauern. Es handelte sich immerhin um rund 2.000 Kilometer. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend und somit war uns bereits klar, dass sie die Tage danach komplett auf den Koppeln verbringen durften. Wir waren schon sichtlich nervös, denn schließlich war der Kauf von 44 Pferden auch nicht einfach ein Pappenstiel und wenn etwas passierte, dann konnte es ganz schnell sehr teuer werden. Uns war die Gestütsauflösung ganz gelegen gekommen, denn so konnten wir relativ schnell unsere Zucht aufbauen.

      Nach mehreren Tagen kamen dann auch endlich unsere Pferde an. Die Briefe für jedes Pferd hatten die Fahrer dabei und wir unterschrieben nachdem wir jedes Pferd angeschaut hatten, dass alles in Ordnung war. Die Stuten kamen alle gemeinsam auf eine große Weide mit den Fohlen. Die Hengste teilten wir vorab in die Gruppen ein, in welchen sie auch auf dem vorherigen Hof gestanden waren. Gemeinsam verträumten wir noch das Zubehör und verstauten dann die Briefe und alles weitere der Pferde. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch und so wollten wir heute nur nochmal kurz schauen, ob soweit alle gut angekommen waren. Bis auf kleine Kratzer hier und da, war aber bei allen Pferden alles in bester Ordnung. Die nächsten Tag würden alles weitere mit sich bringen und ihnen noch zur Ruhephase dienen.
    • Sevannie
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      Sevannie - 21. Oktober 2018
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute war ich wieder unterwegs für mich und meine Freundin Friese. Es war noch recht früh am Morgen, also begann ich damit alle Pferde von dem Gestüt Newa zu füttern. Jeder bekam seine eigene Portion, welche extra für das Pferd berechnet wurde. Hier war der Hof sehr individuell gestaltet. Kein Pferd kam zu kurz und jedes der Pferde bekam seinen eigenen Trainings- und Futterplan. Nachdem alle Pferde fertig gefressen hatten brachte ich sie nach und nach auf die vorhergesehenen Weide. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, wie die Hengste ihre kleinen Machtkämpfe austrugen und dann sich doch lieber dem Gras mit frischem Tau widmeten. Ich grinste und machte mich in den leeren Stall zurück, ehe ich anfing die Boxen zu misten. Hierbei hatte ich Unterstützung von einigen Stallhelfern. Gegen Mittag waren wir auch schon fertig. Ich bereite die Boxen mit ihren Portion Heu für heute Abend vor.

      Gegen Abend brachte ich zusammen mit den Stallhelfern die Pferde wieder herein und wir fütterten ihre abendliche Portion. Die Pferde wurde von uns allesamt über den Tag bewegt, die einen weniger intensiv die anderen mehr. Manche kamen nur in die Führanlage andere wurden geritten oder longiert.
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  • Album:
    ~ Gestüt an der Newa ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    7 Okt. 2018
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    Von Qonquest of Paradise
    Von Quasimodo Aus der Paradise Cocktail

    Aus der
    Hermilin Jaela
    Von Finigan Aus der Tinkerbell

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    Rasse: Tinker
    Geburtsdatum: 24.03.2014
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 166 cm
    Fellfarbe: Fuchsschimmel
    Kopfabzeichen: //
    Beinabzeichen: //

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    Quintessa, auch Quin oder nur Tessa, ist ein ruhiges und gemütliches Fohlen, so kommt sie ganz nach ihrer Mama, jedoch wiederspricht sie sich auch gerne mal selbst denn es gibt Tage da hat die kleine Stute einen mächtigen Laufdrang und man könnte mit ihr den ganzen Tag Spazieren gehen und Abends wäre sie immer noch nicht müde. Auch stellte man früh fest das die fuchsige Stute auch sehr menschenbzeogen ist, sie ksuchelt viel und gerne und sucht auch immer die Nähe der Menschen, somit würde sie später sicherlich ein Reitpferd für Jedermann werden! Schlau und talentier ist die Kleine auch sehr, sie lernt gerne neue Dinge und diese lernt sie auch schnell!

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    Gekört/Gekrönt: Ja

    Vererbung:
    Farbe: ee Aa Gg
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: Waldvoegelchen
    Pferdewert: //

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    Springen: E
    Western: E
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E
    Gangreiten: E

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    [FS 238] Tinker und Tinkermixe
    [BFS 240] Alle Rassen
    Aufgrund 2 FS-Schleifen - gekrönt.

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten X
    Eingefahren X
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //