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sadasha

Punchdrunk | DRP - Canyon

Punchdrunk | DRP - Canyon
sadasha, 24 Feb. 2019
    • sadasha
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      20. Mai 2017 | 1944 Zeichen von sadasha

      Typisch englisches Wetter. Doch wenigstens war es nicht mehr ganz so kalt. Der Regen ist nur ganz seicht und so zog ich heute nur eine Sweatjacke über. Im ersten Moment war das doch etwas frisch, doch sobald ich gleich ans arbeiten käme, würde es mir schon warm genug werden. Eve und Nicholas waren noch nicht wach. Emma hingegen schon. Die 38 jährige saß am Frühstückstisch und las die Tageszeitung. „Und irgendwas Interessantes?“ fragte ich beiläufig, während ich mir eine Tasse Tee machte. Emma fing an ein wenig plaudern. Irgendwann kamen Eve und Nicholas dazu und gemeinsam gingen wir in den Stall um die Pferde zu füttern und sie anschließend auf die Weiden zu bringen. Ich begann bei den Stuten. Where’s Sleep, Cozy Blanket, Rising Star und Forestfire standen gemeinsam auf einer Weide. Die Stuten kannten mittlerweile den Weg, den sie laufen mussten und so öffnete ich nur die jeweiligen Boxen und die Pferde gingen selbtständig auf die Weide. Hinter ihnen schloss ich dann das Tor. Eve hatte Animus Peredur und Rabano auf die Bachelorweide gebracht und Punchdrunk auf den Putzplatz gestellt um ihn fertig zu machen. Ihr Bruder hingegen war mit Injaki schon soweit durch. Der Criollo Hengst war erst seit Kurzem bei uns und ist Nicholas erstes Pferd. Bisher machte er sich gut, in ein paar Wochen würden die beiden bestimmt mit dem Training beginnen und sich auf das ein oder andere Turnier vorbereiten. Ich hatte jetzt erstmal kein Pferd zu reiten. Stattdessen lief ich die Weiden ab und kontrollierte die Zäune. Auch nach giftigen Kräutern auf den Wiesen hielt ich Ausschau, damit ich sie schnellstmöglich entfernen konnte. Erst am Nachmittag fand ich Zeit zum Reiten. Emma gab mir eine Unterrichtsstunde auf Rising Star. Ich war zwar eine gute Reiterin, doch vier Augen sehen mehr als zwei. Das war schon immer so. Am Abend bekamen die Pferde ihre zweite Futterration, bevor wir den Stall dicht machten und uns ebenfalls zurückzogen.


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      11. Oktober 2017 | 4152 Zeichen von sadasha

      “Soooophia?!” rief Nicholas vom Ende der Stallgasse. Ein wenig genervt drehte ich mich zu ihm um und wollte ihm gerade etwas entgegnen, als er einfach weiter sprach. “Injaki ist heute irre gut drauf. Lust auf einen Ausritt? Eve kommt auch mit.” er zeigte auf die Wand rechts von ihm, in deren Richtung auch die Weiden lagen. “Können wir machen. Wen nimmt Eve denn mit?” wollte ich wissen und nahm mir den nächsten Huf von Skadi zur Hand. Eigentlich war es eine schande mit ihr heute auszureiten. Immerhin hatte ich sie gerade eben erst richtig sauber bekommen und das Wetter draußen war eher minder gut. Nach dem Ausritt würde ihr Behang wieder voller Dreck kleben und wenn es nur der Behang war, dann hätte ich noch Glück gehabt. “Sie will Amador ausreiten, der hat sich ja ganz gut gemacht mittlerweile.” Ein betretenes Schweigen sagte alles, was ich von dieser Idee hielt. Nichts Gutes. Natürlich hatte Amador eine rapide aufwärts gehende Entwicklung hinter sich, seit er hier ist. Aber ich hielt ihn noch nicht bereit fürs Gelände. “Eve weiß schon was sie macht. Vertrau ihr.” sagte Nicholas schließlich, der meine Gedanken erraten hatte. “Davon abhalten kann ich sie sowieso nicht.” meinte ich patzig und kratzte nun den letzten von Skadis Hufen aus. Eine halbe Stunde später waren wir alle bereit und saßen in unseren Sätteln. Immer wieder warf ich einen besorgten Blick auf Eve und Amador, doch die beiden ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Amador versuchte zwar ab und an seine Energie durch leichtes tänzeln abzuladen, doch Eve hatte ihn gut im Griff. Injaki und Skadi verhielten sich von Natur aus ruhiger. Der Ausritt verlief wider meiner Erwartungen recht ereignislos. Amador hatte genug Möglichkeiten sich kontrolliert auszupowern und wirkte gegen Ende des Ausritts sogar recht ausgeglichen, wenn das bei ihm denn möglich war. Er schien sogar den Regen zu genießen, der jetzt aus Kübeln auf uns herabgoss. Bei den beiden Schimmeln schimmerte nun die dunkle Haut durch das weiße Fell und Injaki glänzte was das Zeug hält. Begeistert war er allerdings nicht vom kühlen Nass. Im Gegenteil. Der Criollo war froh, als er in seine warme Box entlassen wurde. Nach dem Ausritt sprach ich noch einmal mit Eve und lobte sie für ihre gute Arbeit mit dem Schimmelhengst. Doch sie war noch immer etwas eingeschnappt, weil ich ihr nicht von Anfang an vertraut hatte. Irgendwie war heute der Wurm drin. Ich beließ es dabei, da ich den Streit nicht noch mehr aufbauschen wollte. Stumm nahm ich mir Where’s Sleep aus der Box, während Nicholas Lucero und Eve Punchdrunk fertig machten. Da es regnete blieb uns nur noch die Reithalle als trockener und sicherer Trainingsort. Hier trafen wir auf Emma, die ihren Friesenhengst Filou Farrigé Etoile Filante longierte. Sie begrüßte uns freudig, merkte jedoch sofort dass die Stimmung angeschlagen war und beließ es dabei. Als sie mit Filou fertig war machte sie Rising Star fertig und ich nahm schließlich noch Cozy Blanket in die Reithalle, als Sleepy wieder in ihrer Box stand. Die beiden Geschwister kümmerten sich derweil um die Jungpferde. Nacheinander beschäftigten sie Animus Peredur, Rabano und Forestfire. Sie arbeiteten am Fohlen ABC und bei den beiden älteren auch schon an den Vorbereitungen für’s Longieren. Erst am Abend sprach ich Eve noch einmal an um den kleinen Konflikt von heute morgen zu klären. “Es tut mir wirklich leid.” beteuerte ich und sah sie reumütig an. “Pass beim nächsten mal einfach auf… Ich bin genauso erwachsen wie du und du solltest wissen, dass ich weder mich noch meine Mitmenschen leichtsinnig in Gefahr bringen würde.” - “Du hast recht, ich hab nicht nachgedacht.” Noch einmal sah mich Eve prüfend an, bevor sie anfing zu lächeln. “Okay, Schwamm drüber…” Wir unterhielten uns noch einige Minuten lang begeistert darüber wie gut sich vor allem Amador entwickelt hatte. Aber auch die anderen Pferde aus Kalifornien schienen mit dem nassen Klima Englands besser zurecht zu kommen. Emma hatte auch noch ein paar lobende Worte für uns übrig, bevor sich das Team auflöste und ich am Ende alleine auf dem Sofa saß und ein Buch zur Hand nahm um den Tag ausklingen zu lassen.


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      14. Februar 2018 | 6582 Zeichen von sadasha

      “Punchdrunk sieht gut aus, Eve!” lobte ich meine Freundin, während ich mit der gesattelten Where’s Sleep den Reitplatz betrat. Tatsächlich hatte sich der Reitponyhengst super entwickelt und es würde bald Zeit werden ihn auf Turnieren vorzustellen. “Hast du schon etwas von Emma gehört? Ich mache mir Sorgen. Sie meinte zwar es sei nur ein Routineeingriff, aber…” Ich stieg auf und sah zu Eve rüber, die Punchdrunk durchparierte. Betreten schüttelte sie den Kopf. “Sie hat sich noch nicht gemeldet, aber ich weiß was du meinst. Sie tut immer so als nehme sie es auf die leichte Schulter, aber eigentlich trifft es sie jedes mal wie ein Schlag ins Gesicht. Hoffen wir das Beste!” Ich nickte und fasste den Entschluss nach getaner Arbeit ins Krankenhaus zu fahren und nach ihr zu sehen. Wir hatten Emma so viel zu verdanken, vielleicht war es ein kleines “Lift me Up” für sie, wenn sie ein freundliches Gesicht sah, das nicht gerade zur Familie gehörte. Die nächste Stunde jedoch konzentrierte ich mich auf die Stute die ich gerade unterm Sattel hatte. Where’s Sleep hatte sich zu einem echten Dressurcrack entwickelt, was bei den Friesen Sporthorses trotz der barocken Abstammung nicht selbstverständlich war. Die Talente waren da sehr weiter verstreut und wenn ich Pech gehabt hätte, dann hätte sie es in der Dressur, in meinem Bereich, nicht weit gebracht und ich hätte umdisponieren müssen. Worst Case wäre gewesen, wenn sie Talent im Westernsport gezeigt hätte unter Eve oder Nicholas. Doch das Alles sind nur Hirngespinste, die zu meinem Glück nicht eingetreten sind. Miss Monstermähne ist in der Dressur goldrichtig. Auch heute zeigte sie wieder was sie gelernt hatte und machte mich damit unfassbar glücklich. Eve war mit Punchdrunk durch und beschäftigte sich nun mit den beiden Junghengsten Rabano und Animus Peredur. Ich war Nicholas sehr dankbar, dass er sich mit meiner Forestfire dazugestellte. So hatten die Babys ihre Spielstunde und ich konnte nach Sleepyhead mit meinen Großen weitermachen. Cozy Blanket und Skadi schmiss ich nur auf die Weide. Die zwei hatten heute frei. Rising Star jedoch putzte ich gründlich und sattelte sie danach für einen Ausritt. “Warte auf mich.” raunte Nicholas rüber, als ich gerade aufsitzen wollte. Er hatte Lucero gerade fertig geputzt und musste nur noch satteln.

      Zurück von unserem Ausritt machten wir eine ausgiebige Mittagspause und kochten unsere Suppe vom Vortag noch einmal auf. “Wer muss denn heute noch bewegt werden?” fragte Nicholas, der den Überblick mal wieder verloren hatte. Eve rollte genervt mit den Augen. “Na… denk doch mal nach wen wir heute schon dran hatten. Dann kannst du per Ausschlussverfahren herausfinden, wer noch gemacht werden muss. Ganz einfach. Soll ich es dir vormachen?” - “Wenn du noch ein Wort sagst…” Eve lachte gehässig, während Nicholas hilfesuchend zu mir rüber sah. Doch ich zog nur den Kopf zwischen die Schultern. “Deine Schwester, nicht meine! Komm alleine klar.” Als Eve sich wieder gefangen hatte fragte sie: “Und Bruderherz, weißt du jetzt wen wir machen müssen.” Nicholas sah sie verdutzt an. Er hatte keine Zeit gehabt groß nachzudenken, Eve plapperte sofort weiter: “Ach Bruder… Wir machen jetzt erstmal Filou Farrigé Etoile Filante, weil Emma nicht da ist er aber tägliche Betüddelung gewöhnt ist. Dann schnappst du dir Injaki und ich mir Amador. Das wars. Was machst du mit deinem freien Nachmittag, Sophia?” Ich schluckte hastig den Löffel Suppe herunter, den ich mir gerade erst in den Mund geschoben hatte. “Ich wollte Emma besuchen.” Die Stimmung kippte spürbar. Die Geschwister warfen sich betrübte Blicke zu. “Grüß sie von uns und sag ihr, dass wir sie vermissen.” Sanft lächelnd garantierte ich ihnen die Grüße außerordentlich auszurichten und stand dann auf. “Den Abwasch mache ich noch, bevor ich gehe. Dann könnt ihr gleich wieder zu den Pferden.” Freudig sprangen die Zwei auf und gingen dankbar lächelnd nach Draußen.

      Alle Pflichten erledigt fuhr ich ins Krankenhaus und fragte an der Rezeption nach Emma. Ein gutes Zeichen war wohl, dass sie auf Normalstation lag und nicht mehr in der Totalüberwachungszone, wie ich sie immer nannte. Ein wenig zaghaft klopfte ich an und trat ein, nachdem ein ebenso zaghaftes “Herein” zu hören war. Emma sah furchtbar zerknittert aus, die Frage wie es ihr wohl ging verkniff ich mir daher. Stattdessen nahm ich sie vorsichtig in den Arm und richtete ihr die Grüße von Eve und Nicholas aus und zeigte ihr ein brandaktuelles Foto von Eve und Emmas Hengst Filou. Glücklich, aber auch mit Wehmut betrachtete sie es und bedankte sich. “Die OP verlief gut. Ihr habt mich in ein, maximal zwei Wochen zurück.” Sie deutete mir an die Akte am Fußende des Bettes hervorzuholen. “Schau dir die Bilder an. Dann siehst du womit ich tagtäglich zu kämpfen hab.” Die Röntgenbilder zeigten ihre Apparaturen in Hüfte und Knien. “Du bist ein Cybot. Ich wusste es!” meinte ich scherzhaft in der Hoffnung, dass sie es nicht falsch verstand. Emma lachte und mir fiel ein Stein vom Herzen. Zufrieden grinste ich und packte die Bilder wieder weg. “Das ist nicht so toll wie es klingt. Um ehrlich zu sein ist das sogar ziemlich schmerzhaft. Würde ich keinem empfehlen.” meinte sie ebenfalls grinsend. “Wir machen uns alle schreckliche Sorgen. Wo hast du denn dein Telefon?” fragte ich nun wieder mit ernster Miene. Emma zeigte auf das Schränkchen neben sich. “Da drin, aber ich hab mein Ladekabel vergessen. Der Akku ist leer. Wenn du mir also einen riesen Gefallen tun möchtest...” Sie lächelte mich bittend an. “Mein Mann kam noch nicht dazu.”
      Ich machte mich also auf den Weg um Emma ein Ladekabel zu besorgen. Als ich zurückkam und Emma ihr Handy endlich wieder anmachen konnte ging zuerst einmal sämtliche Nachrichten durch, klärte ein paar besorgte Freunde auf und fand schließlich etwas, was sie mir gleich zeigte. “Oh schau mal, Sophia! Schau doch mal, das wäre etwas für dich.” Sie gab mir das Telefon und ich warf einen Blick darauf. Geöffnet war die Verkaufsanzeige eines Barockpintostutfohlens. Ihr Name war Arcane und sie hatte eine ähnlich nostalgische Abstammung wie meine anderen Pferde. Dressurbegabung war ihr praktisch in die wiege gelegt. Ganz nebenbei war sie wunderbar gescheckt. “Ich wusste sie gefällt dir! Die hat mir Anja gesendet. Du solltest sie dir wenigstens ansehen. Wenn nicht für dich, mach es für mich.” - “Gut. Versprochen, Emma.” Ich wollte heute nicht mit ihr diskutieren, das war ihr Glück. Denn eigentlich hatte ich in nächster nicht vor weitere Pferde auf den Hof zu holen. Doch Arcane wäre eine wunderbare Ausnahme.



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      19. Juni 2018 | 3330 Zeichen von adoptedfox

      Käthe | Einige Monate waren seit meinem letzten Besuch auf den Gwynedd Stables verstrichen und ich freute mich schon darauf, alte Bekannte wiederzusehen. Ich ließ das Fenster einen Spalt herunter und sog die frische Luft ein. Vielleicht bildete ich es mir ein, aber ich meinte die Meeresluft riechen zu können. Als ich das Gelände der Gwynedd Stables erreichte stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz ab und widmete mich direkt der Arbeit. Ich nahm mir eine der Schubkarren und eine Mistgabel um die Weiden und Offenställe zu säubern, bevor ich die Pferde nach draußen bringen würde. Schon jetzt erwärmte die Sonne die Luft und wäre die leichte Brise nicht, wäre es unerträglich stickig. Nachdem ich auch die Tränken auf ihre Funktion überprüft hatte ging ich in den Stall um die ersten beiden Fohlen nach draußen zu bringen. Ich nahm zwei Halfter und zog sie nacheinander Doo Wop und Arcane an um sie nach draußen zu bringen. Brav ließen die beiden sich führen und warteten geduldig ab, bis die Stricke gelöst waren, bevor sie miteinander zu spielen begannen und in rasantem Tempo davon zogen. Ich beobachtete sie einen Moment, bevor ich wieder in den Stall ging und auch Rabano und Forestfire beim wilden Spiel teilhaben durften. Auf dem Weg zurück in den Stall wieherte der Hengst Amador durchdringend und begann mit seinem Huf gegen die Boxentür zu schlagen. “Hörst du auf!” mahnte ich ihn und schob ihn zurück in seine Box, damit ich ihm ein Halfter überziehen konnte. Amador schien heute nicht gut drauf zu sein und so entschloss ich mit ihm in die Reithalle zu gehen um ihn frei laufen zu lassen. In der Halle angekommen nahm ich mir eine der Longierpeitschen und stellte den unruhigen Hengst auf, damit ich ihm in Ruhe den Strick abnehmen konnte. Sofort lief er tief schnaubend im Trab auf der Bahn und buckelte ein paar Mal. In sicherem Abstand lief ich hinter ihm her und trieb ihn vorwärts wenn er versuchte die Richtung zu wechseln. Nach zirka 20 Minuten schien er sich beruhigt zu haben und kam sogar zu mir um sich eine Belohnung abzuholen. Da ich keine Leckerchen einstecken hatte klopfte ich ihm den Hals und kraulte ihn an der Brust. Da er bereits bei mir war befestigte ich den Strick wieder am Halfter und brachte ihn auf die Weide neben denen die Fohlen standen. Nacheinander holte ich nun auch Filou Farriagé Etoile Filante und Animus Peredur. Während ich die beiden StutenWhere’s Sleep und Cozy Blanket auf die Weide brachte, kam Sophia Finch, die Inhaberin der Gwynedd Stables und gab mir Bescheid, dass ich Skadi in der Box lassen sollte, da sie sie später reiten wollen würde. Ich nickte zustimmend und holte Piroschka und Rising Star. Die drei verbleibenden Hengste Punchdrunk, Injaki und Lucero brachte ich in den Offenstall damit es auf der Weide keine Komplikationen geben würde. Da sich alle Pferde zufrieden draußen befanden begann ich damit die Boxen auszumisten und für den Abend frisch einzustreuen. Bevor ich mich wieder auf den Weg nach Hause machte schaute ich noch einmal nach den Pferden. Am liebsten würde ich einmal für 1-2 Tage hierher kommen um einen langen Ausritt am Strand zu genießen. Doch das musste erst einmal warten, da genug andere Arbeiten am Hof anstanden. Ich verabschiedete mich von Sophia Finch die gerade dabei war Skadi zu putzen und stieg in den Wagen um nach Hause zu fahren.


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      04. November 2018 | von sadasha
      Schnelle Pflege für Alle Pferde

      "Man was für ein Scheißwetter!", fluchte Nicholas, der gerade mit Injaki von einem Ausritt zurück auf den Hof kam. Er hatte heute Vormittag schon Lucero und Doo Wop bewegt und dabei Glück gehabt nicht nass zu werden. Nun hatte er es jedoch gewagt ins Gelände zu gehen mit seinem Criollohengst und bekam gleich die Klatsche für diesen Leichtsinn. Beide waren bis auf die Knochen durchnässt und froren sichtlich. "Tja Brüderchen, du solltest dir vielleicht einen Regenmantel anziehen, wenn du bei diesen Wetterprognosen draußen arbeiten möchtest." Eve zog die Schultern hoch und ging dann mit Punchdrunk in den Stall. Der Ponyhengst hatte gerade gearbeitet, würde jetzt noch sein Mash bekommen und hätte dann den Rest des Tages frei. Eve war auch schon seit heute Vormittag auf dem Hof und hatte sich um Amador und Piroschka gekümmert. Die beiden Hengstfohlen Animus Peredur und Rabano waren zuletzt an der Reihe, denn da war sie nicht so sehr auf gutes Wetter angewiesen. Emma beschlagnahmte schon den ganzen Tag eine Hälfte der Halle. Sie arbeitete vom Boden aus mit Filou Farrigé Etoile Filante, ihr Friesenhengst, ihr ganzer Stolz. Und ich, ich hatte heute ausgeschlafen. Hatte bislang nur ein Pferd fertig gemacht und das war Where's Sleep. Gerade führte ich Forestfire quer durch den Regen, da sie dieses Wetter hasste und sich immer wieder anstellte durch Regen zu laufen. Also übten wir. Erst als sie ruhig neben mir lief belohnte ich sie und beendete ihre Einheit für heute. Auch Arcane bekam dieses Regentraining heute zu spüren, sie jedoch war etwas umgänglicher und lief von Beginn an neben mir her, wie an jedem anderen Tag. Emma kam zwischendurch zu mir und fragte ob ich Hilfe bräuchte. Ich bat sie deshalb sich um Skadi zu kümmern. Dann konnte ich nach meinen Fohlen Rising Star und Cozy Blanket gespaßen und wäre dann fertig. Gesagt, getan. Am Abend hatten wir Alle unsere Portion Regenwasser abbekommen und freuten uns auf eine heiße Gemüsesuppe. Wir besprachen die nächsten Trainingseinheiten und überlegten ob wir nicht im kommenden Jahr wieder in die Turniersaison einsteigen wollten. Fest legten wir das jedoch nicht. Vor allem Eve und Emma waren von der Idee nicht überzeugt und so vertagten wir die im Moment recht aussichtlose Diskussion auf spätere Tage.
    • sadasha
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      06. März 2019 | von sadasha


      Eine entspannte Zeit war es aktuell auf dem Caenheide Gestüt. Die Turniersaison war vorbei und würde erst in ein paar Monaten wieder beginnen, keine Stute war für das kommende Jahr gedeckt und so bestand die tägliche Arbeit darin den Betrieb in Stand zu halten. Ein wenig auf den Kopf stellte uns das ganze nur die Ankunft gleich zwei neuer Schützlinge. Darlington, war eine besondere Trakehner Stute aus Irland, die wir durch Zufall beim Stöbern durch Verkaufsanzeigen gefunden hatten. Jeune Mariée hingegen war Franziskas wahr gewordener Traum eines bunten Trakehnerfohlens. Die beiden Stuten kamen in der gleichen Woche, nur wenige Tage versetzt auf dem Hof an und lebten sich derzeit ein. Die Quarantäne Zeit war bald vorüber und dann würde kein Zaun mehr bei der Kontaktaufnahme mit den Koppelfreunden stören. Franziska verbrachte viel Zeit damit ihr Stutfohlen einfach nur zu beobachten, das Fohlen ABC abzufragen. Immer wieder erinnerte ich sie daran, dass es auch noch andere Pferde auf dem Gestüt gab, die sich über ihre Zuneigung freuen würden. So widmete sie sich auch den anderen Jungpferden. Devotion, General und Pensive Cuddlepot waren bald bereit für die ersten Schritte in Richtung Beritt. Es war erschreckend wie groß die drei nun schon waren. Phoebe gesattelt und beritten zu sehen, brachte uns jedes Mal ins Staunen. Extra Sugar war da noch eine ganze Ecke kleiner, verspielter und unberechenbarer. Die Jüngste auf dem Gestüt, neben Marie. Gedankenversunken stand ich neben May Bee und verlas ihren dichten Schweif. Meine Frau konnte ich durch das offene Stallfenster bespitzeln. Sie lief draußen hin und her um die Koppeln ohne automatische tränken mit Wasser zu versorgen. Als ich meine Stute fertig geputzt und schon aufgesattelt hatte kam Franziska auf die Stallgasse und sah mich mit weitem Blick an. „Was ist los?“, fragte ich, unsicher darüber was sie wohl schockierte. Sie hob eine Hand um mir Einhalt zu gebieten. „Warte einen Moment, ich komme mit S'Cada mit!“ Hektisch wandte sie sich um und entspannte sich just in dem Moment, als sie sah, dass S'Cada mit Abschwitzdecke in ihrer Box stand. Das Putzen würde so ein wenig schneller gehen. Lächelnd beobachtete ich das Prozedere und kraulte May Bee an Hals und Schulter. Irgendwann fand ich genau den Punkt, der die Fuchsstute dazu brauchte sich lang zu strecken, den Kopf zu senken und das Gesicht zu einer lustigen Grimasse zu verziehen. Als sie dann auch noch anfing zu stöhnen lachte ich und hörte kurz auf. Enttäuscht wandte May Bee den Kopf zu mir um. Auch Franziska hielt kurz inne, ging dann jedoch in die Sattelkammer. Keine zehn Minuten später ritten wir uns in der Halle warm. Wir blieben nicht lange hier. Kaum waren die beiden Stuten warm ging es raus ins Gelände. Wir ritten bis hoch zum Wald und suchten die Wege aus, die noch trocken genug waren, damit wir das Tempo ab und an erhöhen konnten. Für S'Cada und May Bee war das am Ende des Ritts eine gelungene Trainingseinheit. Wir bewegten den Rest des Tages noch Vakany und Corde de la cerise. Die übrigen Pferde hatten heute frei und würden morgen bewegt werden. Wir ließen den Abend mit einem gemeinsamen Essen ausklingen und gingen dann ins Bett.
      Der nächste Morgen begann mit viel Sonne und entsprechend guter Laune. „Hengsttag.“, beschloss Franzi beim Frühstück. „Erst der Senior?“, schlug sie vor und funkelte mich begeistert an. Ich nickte und bereitete mich in Gedanken auf eine Springstunde mit
      Red Diamond vor. Er war der älteste Hengst auf dem Hof und lief keine Wettbewerbe mehr. Ab und an gab es noch Interessenten für einen Natursprung, doch er hatten hier ein weitestgehend ruhiges Leben und durfte bei uns bleiben, bis es irgendwann zu Ende geht. Nach dem Senior schnappten wir uns Cadeau und Ostid OC. Die zwei ritten wir in der Reithalle, wo wir abermals auf unsere Trainer trafen. Deo Volente und Sacred Assault wurden von ihnen gerade gearbeitet. Die Hengste verstanden sich nur minder gut und wir gingen uns so gut es ging aus dem Weg. Alltag im Umgang mit Hengsten, sie mussten trotzdem lernen auch bei Anwesenheit anderer Pferde, egal welchen Geschlechts, bei der Sache zu bleiben und ihren Job zu machen. Auch Focus war davon nicht ausgenommen, wenngleich er noch so jung war, dass wir nicht allzu viel erwarteten. Überraschender Weise arbeiteten heute vor allem diese beiden besonders fleißig mit und ließen sich nicht irritieren. Wir machten nach den eher eintönigen Trainingseinheiten auf Halle und Platz einen gemeinsamen Ausritt mit Thaurissan und Golden Samurai. Zwei Hengste, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir genossen die warme Sonne auf unseren Gesichtern und setzten nicht viel daran die Pferde zum arbeiten zu bekommen. Der leichte Wind machte den fast schon frühlingshaften Tag perfekt. Zumindest solange, bis sich unter die rauschenden Geräusche der Umgebung auch ein klägliches Jammern mischte. „Hörst du das?“, flüsterte Franziska und sah mich mit besorgter Miene an. Wir hielten die Hengste an und versuchten das Klagen zu orten. „Da!“, rief Franziska und deutete auf den Feldgraben. Ein sich bewegendes Bündel lag dort im Dreck. Wir stiegen ab und nahmen die Pferde mit, die uns nur unsicher folgten. Das Bündel war eine Leinentasche. Darin wuselten drei kleine Katzen. „Wer tut so etwas?“, fragte Franziska enttäuscht und nahm die Kätzchen eins nach dem anderen hoch. Sie waren dreckig und verschnupft. „Leg sie zurück in die Tasche, dann können wir sie einfacher transportieren.“, bestimmte ich und Franziska folgte meinem Rat. Wir machten uns sofort auf den Heimweg. Samurai war zum Glück ein wenig entspannter als Thaurissan, was das merkwürdige Bündel betraf. Ruhig ließ er sich führen und schnupperte ab und an an den Kätzchen, wenn sie besonders laut Maunzten. Mein brauner Hengst hingegen spielte sich ab und an so sehr auf, dass ich lieber ein paar Meter hinter meiner Frau ging. Ich konnte es dem Hengst nicht verübeln. Es sah merkwürdig aus, wenn sich die Katzen in dem Beutel hin und her bewegten, das könnte auch ein besonders agiles Alien sein! Zu Hause angekommen legten wir die Katzen in einem Wäschekorb ab und sattelten unsere Pferde ab und brachten sie in ihre Boxen. Erst dann schickte ich Franziska los mit den Katzen zum Tierarzt zu gehen und danach ins Tierheim. Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit um Punchdrunk, Emrys und Thornheart. Die drei Reitponyhengste ritt ich nicht, ich steckte sie in die Führanlage und blieb dann mit meiner Frau über das Smartphone in Kontakt. Sie war so aufgeregt, schaltete sofort Anzeigen im Internet ob jemand die Katzen vermisste. Doch es war unter diesen Umständen recht eindeutig, dass die Katzen ungewollt waren. Man hatte sie ausgesetzt. Immer wieder fragte Franziska was für Menschen so eine Tat vollbrachten, wohlwissend, dass die Kätzchen auch hätten sterben könnten. Sie vergoss in der Nacht einige Tränen darüber und dachte sich viel zu sehr in die Materie hinein. Tröstend streichelte ich ihr über den Rücken und sagte gar nichts dazu. Egal was ich gesagt hätte, es wäre nicht richtig gewesen oder hätte die bösen Gedanken nur vertieft. „Ich möchte sie alle behalten, wenn sie überleben.“, beschloss Franzi. Auch das ließ ich unkommentiert. Wir würden noch genug Zeit haben diese Überlegung zu diskutieren, doch jetzt war dafür der falsche Zeitpunkt. Ich kümmerte mich am Tag darum meine Frau mit Arbeit abzulenken. Ich suchte für sie die Ponys aus, mit denen sie arbeiten sollte und ritt selbst ein paar der Großpferde. Am Ende waren Hibiskus, Pleasing und Eismärchen von ihr beschäftigt worden. Ich hingegen hatte mich um Stracciatella, Aphedril und Thavila gekümmert. Die Trainer hatten Arcany am Morgen gearbeitet. Nachmittags hatten sie dann Estrada Dourada und Senda Oscura rausgenommen. Die beiden Morganstuten waren auch für sie eine Herausforderung und Spaß zugleich. Wir hatten ihnen beigebracht wie sie mit ihrer zusätzlichen Gangart zu reiten waren und sie nutzten jede freie Minute um mit ihnen zu üben. Franzi und ich verbrachten den Nachmittag damit uns um die Kätzchen zu kümmern. „Das ist eine prima Vorbereitung auf eigene Kinder.“ Franziska schmunzelte und lächelte mich vielsagend an. „Ich dachte die Pferde sind unsere Kinder, reicht das nicht?“, fragte ich feixend. Ich sah ihr an, dass sie überlegte eine Diskussion zu starten, doch sie ließ es bleiben. Es hätte die Stimmung zu sehr gedrückt und deshalb bin ich ihr dankbar. Sie ließ mir die Zeit, die ich brauchte. Eigene Kinder waren ein großer Schritt, vor Allem wenn man nebenbei einen Betrieb führen musste. Konnten wir das überhaupt stemmen? Zeitlich? Vielleicht irgendwann, doch nicht jetzt, nicht in nächster Zukunft. Wenn mehr Personal da ist, die Einnahmen stabil sind. Kurz: Wenn der Betrieb auf einer stabilen Basis steht.
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  • Album:
    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    24 Feb. 2019
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    Hengst
    26. Januar | 4 Jahre
    Rasse Deutsches Reitpony
    Stockmaß/Endmaß 143cm
    Fellfarbe Rappschecke
    Geno EE aa nTo nSPL

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    Charaktereigenschaften
    Aufmerksam, Freundlich, Unruhig, Gelehrig

    Vorgeschichte
    Der Scheckhengst wurde auf dem Bear Brook EC als Springpony gezogen und sollte auch als solches verkauft werden. Tatsächlich hat Punchdrunk ein gutes Springvermögen auf der Freispringstrecke. Doch Eve Owen hatte andere Pläne. Sie wollte den Hengst Western ausbilden lassen. Doch es fehlte immer die Zeit, sodass Punchdrunk als Vierjähriger an das Caenheide Gestüt nach Deutschland verkauft und dort Englisch ausgebildet wurde.

    Beschreibung
    Geduld ist nicht die Stärke dieses Ponyhengstes. Er ist sehr aufmerksam und freundlich, wird aber schnell unruhig, dauert eine Aufgabe zu lange. Wie seine Mutter ist auch er recht schnell überfordert und muss sich in der Ruhe erst üben. Beschäftigt man ihn ist er ein sehr gelehriger und souveräner Partner.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L

    Lektionen der Dressur: E A L


    Springen E A L M
    Show Jumping: E A* A** L M*

    Military E A L M

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI***


    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4


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    Offiziell
    keine

    Inoffiziell

    keine

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    Von PFS' Heart of Ocean
    Von Donut Aus der Ocean Water
    Von Douglas Aus der unbekannt | Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Iceflower

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    Körpunkte
    Abstammung 4
    Schleifen 0
    HS 0
    TA 0
    Trainer 0
    Zubehör 0
    Gesamt 4


    Schleife
    HK

    Eingetragene Zucht Caenheide
    Züchter/Herkunft Bear Brook EC
    Besitzer sadasha
    VKR/Ersteller Canyon

    Information zur Genetik
    To ist an E gekuppert. Das heißt Tobiano Nachzucht erbt von Punchdrunk xE xa xTo.
    x steht hierbei für den Genpool der Mutter, der natürlich variieren kann.


    Nachkommen
    keine


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    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund