Gwen

Prismatic

New Forest Pony ♂

Tags:
Prismatic
Gwen, 4 Apr. 2017
Occulta, Samarti, Jeanne und 2 anderen gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 07.04.2017 - Zwei neue Schönheiten

      Es war ein grauer und verregneter Morgen und dennoch wurde ich bereits fünf Minuten vor meinem Wecker wach und sprang motiviert aus dem Bett. Es folgte mein üblicher Gang ins Bad, ehe ich mir wahllos Hose und T-Shirt aus dem Schrank kramte und dann hinunter in die Küche hüpfte.
      Dort machte ich mir ein kleines Frühstück und füllte auch schon einmal Ivy’s Napf auf. Wie immer dachte die Katze gar nicht daran, schon das warme Bett zu verlassen, aber wenn sie dann mal aufstand, dann wollte sie auch ihr Futter haben und da ihr Napf sowieso weiter oben stand, kam auch nur sie dran.
      Dafür füllte ich auch direkt die Näpfe der Hunde. Shiva schlief immer mit bei Ciaran und da Clyde die Labradorhündin liebte, hatte er sich dazu gesellt. Großes Glück für mich, denn so musste ich mir mein Bett nur mit einer kleinen Katze teilen und nicht mit großen Hunden. Dementsprechend standen aber die Hunde auch erst mit Ciaran auf.

      Ich war in der Zwischenzeit schon im Stall unterwegs, denn heute erwartete ich zwei neue Schätze. Von beiden war ich absolut begeistert und sie waren auch der Grund, weshalb ich trotz des miesen Wetters fröhlich umhersprang.
      Zum einen würden wir die Jährlingshengst Prismatic wieder auf unserem Hof begrüßen dürfen. Wieder, weil er seine Wurzeln hier hatte. Er war ein Fohlen aus Minnie Maus und von Papermoon’s Yakari vom letzten Jahr. Nach seinem Absetzen hatte ich ihn für ein halbes Jahr auf eine Weide mit Gleichaltrigen geschickt, da wir zu dem Zeitpunkt keine passenden Weidegenossen für ihn gehabt hätten.
      Nun sollte er aber zurückkommen und ich freute mich schon riesig, denn er war ein wirklicher Prachtkerl. Neben Prismatic würde heute aber auch noch eine Stute einziehen. Auch ein New Forest Pony, auf welches ich aber eher durch Zufall gestoßen war. Sie hatte keine großartig bekannte Abstammung, besaß dafür aber bereits Turniererfolge, war charakterlich einwandfrei und auch einfach ein schönes Pferd.
      Snow White Cassedy hieß die Schimmelstute, welche jeden schnell um den Finger wickelte. Sie war momentan sechs Jahre alt und ich plante natürlich, sie nun direkt in die Turniersaison zu schicken und eventuell dieses Jahr noch zu prämieren.
      Mit ihren Vorbesitzern hatte ich bereits alles abgesprochen und so stand die Stute momentan auch gut im Training, an welches wir bei uns direkt weiter anknüpfen würden. Sicherlich würde sie dahingehend keine Probleme machen. Generell war ich mir sicher, dass sich unser kleines Schneewittchen schnell einleben würde.

      Als erstes traf Prismatic bei uns ein. Ich begrüßte den Fahrer nur knapp, denn ich wollte den Hengst direkt ausladen. Er war in real beinahe noch schöner als auf den Fotos. Also wenn man von seiner überbauten Gruppe und der generell fohlenhaften Unförmigkeit absah. Aber er hatte eine tolle Farbe und generell war Pria ein sehr charismatischer Hengst.
      Ich dankte dem Fahrer und führte dann Pria auf die kleinere Weide neben dem Stall. Dort gesellte sich auch Ciaran mit Regenschirm zu uns. Er musterte den Hengst ein wenig und nickte dann. „Der war auf jeden Fall ne gute Entscheidung“, meinte er. Ich widersprach ihm nicht, immerhin war ich total begeistert von dem Jährling.
      Länger anschmachten konnte ich ihn jedoch nicht, denn da fuhr schon der zweite Transporter auf den Hof. Jetzt würde noch Cassis kommen. Während ich alle Formalitäten mit dem Fahrer durchging, lud Ciaran die Stute direkt aus und führte sie ein wenig über den Hof.
      Für sie hatten wir ein kleines Stück der Stutenweide abgeteilt, da sowohl sie als auch unsere Herde bei Eingewöhnungen immer sehr problemlos waren. Als erstes waren natürlich alle aufgeregt und die ersten Kontakte über den Zaun hinweg waren unterlegt von Quietschen und Prusten, aber es kehrte schnell Ruhe ein.
      Cassis war eine wirklich tolle Stute, das konnte auch Ciaran nicht leugnen, wobei ihm meine New Forest Ponys immer zu klein waren, aber selbst schuld, wenn man so groß war. Mit meinen 1,63m passten die Ponys immer perfekt zu mir und für Ciaran hatten wir ja die Großpferde. Zwei neue Pferde mehr für mich!
    • Gwen
      Pflegebericht 19.05.2017 - Kleiner Streber

      „Na ich bin ja mal gespannt wie lange du das durchhalten willst“, meinte Ciaran nur fröhlich grinsend, als ich keuchend vor ihm anhielt. Ich kam gerade von meiner morgendlichen Laufrunde wieder und war gerade gar nicht in der Stimmung für blöde Kommentare. „Du hättest in der Zeit ja auch schon einmal was Sinnvolles machen können“, meinte ich nur knapp und verschwand ins Haus, um zu duschen und mich umzuziehen.
      Eigentlich eine recht sinnlose Aktion, denn zehn Minuten später kam ich im Stall an und half Ciaran beim Herausbringen der Pferde. Die Wärme erreichte nun auch langsam Kanada und so waren wir darauf bedacht, die Pferde immer möglichst früh schon auf die Weiden zu bringen. Dennoch standen sie über Nacht in den Boxen, da mir das bei unserer Abgeschiedenheit in der Wildnis einfach lieber war.
      Heute musterte ich besonders aufmerksam Snow White Cassedy. Sie war erst knapp einen Monat bei uns und nun langsam in die Herde integriert worden. Am Anfang hatte es tatsächlich einige Auseinandersetzungen gegeben, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Inzwischen war die Rangordnung aber geklärt und die Stuten kamen sich nicht mehr in die Quere.
      Auch heute wirkte das Herdenbild ruhig und entspannt und jeder wusste von Anfang an, wo sein Platz war. So konnte ich die Stuten zufrieden alleine lassen. Stattdessen nahm ich Ciaran unseren jungen Prismatic ab, den er gerade auf die Weide bringen wollte. Ich hingegen wollte mit Pria direkt noch ein bisschen arbeiten, ehe er rausdurfte.
      Der Jährling war ein Vorbildshengst, der seinesgleichen suchte. Brav folgte er mir in den Stall, wo ich ihn am Putzplatz anband. Brav ließ er sich putzen, Mähne und Schweif kämmen und gab alle Hufe anstandslos. Obwohl er das erste Jahr seines Lebens nur auf einer Weide mit Gleichaltrigen verbracht hatte, war das Fohlen ABC kein Problem gewesen.
      Stattdessen liebte Pria die Aufmerksamkeit die er bekam und lernte unglaublich schnell. Auch solche Sachen wie Mähnen- oder Fliegenspray waren kein Problem. Wir hatten in letzter Zeit auch häufig mit ihm Schrecktraining gemacht, einfach, um ihn schon in jungen Jahren abzuhärten und er hatte die Aufgaben schnell und erfolgreich bestanden.
      „Du kleiner Überflieger“, meinte ich nur grinsend und band Pria los. Wir gingen eine kleine Runde um den Hof zum Spazieren und danach noch auf den Platz. Bei Prias Lernwillen übten wir jetzt schon so einfache Sachen wie die Stimmkommandos, Rückwärtsrichten und einfache Seitengänge. Heute wagte ich es auch das erste Mal, mit ihm ein bisschen Richtung Freiarbeit zu machen, so dass ich das Halfter komplett abnahm.
      Durch die vorherigen Übungen war Pria voll bei mir und arbeitete super mit, ich konnte ihn sogar einmal zum Angaloppieren motivieren. „Hallo? Denkst du daran, wie jung du noch bist?“, fragte ich grinsend, lobte den kleinen Hengst und entließ ihn aus der Arbeit. Brav ließ er sich aufhalftern und auf die Weide bringen.
      Dort erwartete uns schon Ciaran. „Er lernt so schnell“, jammerte ich ihm direkt die Ohren voll, aber auch Ciaran musterte den dunklen Hengst aufmerksam. Wir liebten Pria schon jetzt dafür, aber es eben auch echt anstrengend, ihn vor sich selbst zu schützen, wenn er eben zu viel auf einmal wollte.
      Damit hätte ich auch nie gerechnet, ein Pferd mit solchen „Problemen“ zu besitzen. Aber das war immerhin leichter als so manch anderer verrückter Vierbeiner mit Wehwehchen.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.06.2017 - Fohlen sein

      Momentan saß ich an der Abschlussarbeit meines Studiums, denn diesen Sommer hatte das letzte Semester begonnen und das Ende nahte. Zugegebenermaßen war ich recht froh darüber, denn das Fernstudium hatte doch allerhand Zeit gefressen, aber eine zweite berufliche Absicherung schien mir auch jetzt noch klug und nun war es bald geschafft.
      Nur leider saß ich deshalb momentan mehr am PC als dass ich draußen bei den Pferden war und so war ich doch etwas froh, mich damals für Ciaran entschieden zu haben, welcher mir momentan viel Arbeit abnahm. Nichtsdestotrotz ließ ich mir meine tägliche Portion Stall nicht nehmen und arbeitete deshalb dann gerne auch abends etwas länger an meiner Arbeit, wenn es sein musste.
      Momentan hatten wir angenehmes Wetter mit um die 20°C und Sonnenschein. Da es aber auch regelmäßig regnete, war es bei uns grün wie eh und je. Doch vor dem Stall kam die Büroarbeit, denn Mails mussten beantwortet werden und die Turnieranmeldungen sollten auch noch raus. Dinge, die ich nicht gern tat.
      Aber immerhin war bei den Mails auch mal Gutes dabei, denn Occulta Smith hatte mir neue Bilder von PFS‘ Disparo de Fiasco geschickt. Vor einem Monat waren wir in England auf der Auktion von Pineforest gewesen, wo ich mich in den kleinen Criollohengst verliebt hatte.
      Tja und wie es nun einmal sein sollte, gehörte er nun mir. Bis August würde er noch auf PFS bleiben, dort abgesetzt werden und dann die Reise nach Kanada antreten. Da wir erst letzten Monat dort gewesen waren, begnügte ich mich momentan mit Bildern und wollte erst im Juli zu Besuch kommen. Wir hatten also auch noch genügend Zeit für die Planung seines Umzugs.
      Viel komplizierter gestalteten sich hingegen die Turniermeldungen für den kommenden Monat. Momentan lag mein Fokus auf Snow White Cassedy und Ohnezahn, denn die beiden führte ich gerade mehr oder weniger in den Turniersport ein, weshalb es mir ein großes Anliegen war, dass die beiden auf Turnieren starteten, die für sie angemessen waren.
      Bei meinen Turnier-Oldies wie Moon’s Wishing Well oder Altair machte ich mir da weniger Gedanken, sie waren schon unglaublich routiniert und hatten definitiv zur Genüge ihren Spaß am Reisen. Bei Ceredwen überlegte ich auch kurz, ließ aber die restlichen Wochenenden des Junis aus, denn die Stute sollte auf ihre Prämierung vorbereitet werden.
      Ciaran riss mich aus meinen Gedanken und zog mich mit in den Stall, dort warteten bereits zwei gesattelte Pferde auf uns: Shenandoah und Neelix. Und wenn ich mich nicht täuschte, sahen beide mit Springsattel, Gamaschen und Vorderzeug sehr stark nach Geländespringen aus.
      „Komm! Es wird mal wieder Zeit!“, meinte Ciaran grinsend und drückte mir die Zügel von Shanti in die Hände. Ich schaute ihn grinsend an, „Ich weiß das echt zu schätzen, aber ich nehme auch gerne Neelix“, meinte ich lachend und wir tauschten die Pferde.
      Mit seinen über 1,80m sah Ciaran auf unseren Sportponys meist etwas sehr ulkig aus und gerade im Gelände musste es dann ja doch nicht sein und da ich unseren Lewitzerhengst auch sehr gerne ritt, war das kein Problem. Es war natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht, ob man nun auf einem Pony saß oder die große Vollblutstute ritt, aber als Besitzer von beiden Pferden konnte man das doch gut verkraften.
      Wir wärmten die Pferde in aller Ruhe auf und machten uns auf den Weg zur Geländestrecke. Wir entschieden uns heute für die Route B, etwas anspruchsvoll, aber dennoch nicht zu fordernd, denn so hochkonzentriert konnte ich momentan gar nicht sein.
      Ciaran ritt voraus, ich zählte brav bis 30, ehe Neelix und ich uns auch auf den Weg machten. Der Hengst galoppierte klar und ruhig unter mir und nahm sie Hindernisse immer sehr weich und im Galoppsprung, ohne mich auch nur annähernd aus dem Sattel zu werfen.
      Auf der langen Galoppstrecke legten wir auch etwas zu und doch ließ sich Neelix wieder gut zurücknehmen, als es den Berg hinauf und wieder hinabging. Am Ende der Strecke trafen wir auch wieder auf Ciaran, der mich fröhlich angrinste. Es gab doch wirklich nichts Schöneres als Geländespringen!
      Zu Hause bekamen die beiden Pferde zur Belohnung auch eine erfrischende Dusche, ehe sie zurück auf die Weide durften. Ciaran und ich widmeten uns in der Zeit der Stallarbeit. „Und wie läuft es mit Kedves und Ginny My Love?“, fragte ich neugierig, denn die beiden war Ciaran heute schon geritten.
      Kedves mochte er total, die beiden passten einfach unglaublich gut zueinander und dementsprechend gut verlief auch immer das Training. Ginny war hingegen heute wohl etwas anstrengend gewesen, da sie im Moment rosste und sie machte einem dann das Leben wirklich nicht leicht.
      Nach kurzer Absprache holte Ciaran Sinfonie von der Weide, während ich meinen beiden Jungpferden einen kleinen Besuch abstattete. Nuriya und Prismatic wurden von Tag zu Tag schöner. Besonders der braune Junghengst machte sich wirklich toll, ich hatte zwar gehofft, dass seine Eltern mir ein schönes Fohlen bringen würden, aber mit ihm hatte ich doch nicht gerechnet.
      Für Pria stand eventuell demnächst auch noch eine Fohlenschau auf dem Plan, aber ob sich der Stress bei den momentanen Wertungen lohnte, war noch fraglich. Nuriya hingegen genoss ihre freie Zeit, denn mehr als ab und an ein wenig Arbeit an den Grundlagen, stand für sie nichts weiter an.
      Also kehrte ich in den Stall zurück und machte gemeinsam mit Ciaran unsere Stute Sinfonie fertig. Seit kurzem war sie unter dem Sattel und nun langsam begannen wir mit dem richtigen Training. Deshalb waren wir heute auch zu zweit, weil Sinfonie heute das erste Mal Stangen unter dem Reiter kennenlernen würde.
      Ciaran ritt sie heute, während ich fleißig auf- und umbaute und den beiden Tipps gab. Sinfonie war immer noch so zart besaitet wie damals und man musste sie teilweise wirklich mit Samthandschuhen anfassen. Ich wusste auch, dass Ciaran sie nicht gar so gerne ritt und er lieber Pinero bevorzugte. Ich liebte Sinfonie und besonders ihre weichen Gänge waren einfach ein Traum.
      Damit die Stute aber auch ein Gefühl für andere Reiter bekam, musste nun einmal Ciaran herhalten. Für ihr erstes Mal machte sie es heute aber auch wirklich mehr als gut und hatte dann auch schnell ihren Feierabend verdient.
      Ich nahm sie danach nur zu gern Ciaran ab und machte sie selbst fertig. Ein bisschen Schmusen mit dem eigenen Pferd hatte schon was. Ciaran hingegen widmete sich Pinero, welcher heute longiert werden sollte. Er brachte mir auch direkt Dead Memories mit, für welchen das Gleiche auf dem Plan stand.
      Da wir gerne auch mit der ganzen Bahn arbeiteten, nahm Ciaran sich den Reitplatz und ich ging in die Halle, so störten wir uns nicht gegenseitig. Das war im Sommer echt ganz angenehm, wenn man nicht permanent aufeinander hockte, sondern jeder sein eigenes Viereck zur Verfügung hatte.
      Auch mit den beiden Pferden fertig, schaute ich kurz auf unsere Liste im Stall. „Ich würde mir mal Ohnezahn und Minou für einen Ausritt stibitzen. Elena ist heute aus England zurückgekommen und ich dachte mir, ich lade sie zu einem kleinen Ausritt ein“, meinte ich fröhlich und Ciaran nickte nur, ehe er selbst auf die Liste schaute.
      Ameya und Nayala hatten heute frei, so dass er auch nur noch Fagy und Tawny Bawny bewegen musste und dann für heute fertig war. Wir waren dementsprechend wirklich gut im Zeitplan gewesen, aber wenn ich pünktlich auf Sanssouci ankommen wollte, musste ich nun schnell die Ponys holen und fertigmachen.
      Unglaublich, wie sich Ohnezahn gemacht hatte, seitdem er unter dem Sattel war, das Training machte doch nochmal allerhand aus. Das erzählte mir auch Elena erstaunt, die den Schimmel ja nun wirklich selten zu Gesicht bekam. „Ihn erkennt man kaum wieder!“, meinte sie staunend, als sie sich in Minous Sattel schwang.
      Ich grinste sie fröhlich an, immerhin freuten mich solche Komplimente. Danach berichtete ich ihr von den Fortschritten ihrer Nachkommen, die ja bei mir im Stall doch ganz gut vertreten waren, ehe sie selbst alles von ihrem Urlaub erzählen musste.
    • Gwen
      Pflegebericht 10.07.2017 - Die Familie zu Besuch

      „Heeey! Da seid ihr ja!“, rief ich freudig über den Hof und lief zu dem Jeep, der soeben vor unserem Stall geparkt hatte. Meine Familie war zu Besuch und ich freute mich riesig! „Hey Mum! Hey Kathy!“, begrüßte ich beide und umarmte sie. Eine Woche wollten sie auf der Ranch zu Besuch sein, ehe es für sie zurück in die Stadt gehen würde.
      Letzten Sommer waren sie nach Winnipeg gezogen. Kathy für ihr Studium umgezogen und meine Mutti hatte in Winnipeg ihr eigenes Café eröffnet, aus welchem allmählich eine richtige Café-Kette wurde. „Ciaran? Das ist Kathlyn, meine Schwester und meine Mutter“, stellte ich alle einander vor.
      „Freut mich Sie kennenzulernen Ms. Campbell!“, bei den förmlichen Begrüßungen konnte ich nur die Augen verdrehen. „Nenne mich ruhig Jocelyn“, meinte meine Mutti lachend und machte sich dann daran, die Koffer aus dem Auto zu holen.
      Ciaran half ihr beim hineintragen und während ich den beiden zweifelnd nachschaute, knuffte Kathy mich in die Seite. „Du hast mir gar nicht erzählt, dass an unserer Stelle der heiße Typ hier eingezogen ist!“, meinte sie begeistert und grinste schelmisch. Kleine Schwestern waren doch immer ätzend!

      Für den Nachmittag hatten wir einen Familienritt geplant. Aber natürlich mussten die beiden Gäste erst einmal die Ranch unter die Lupe nehmen und schauen, wer so gegangen war und wer dafür neu war. „Oh wie schön ist der denn?“, quietschte Kathy und deutete auf Prismatic.
      Theoretisch freute man sich über so ein Kompliment für die eigene Nachzucht, bei Kathy viel es aber eher in die Kategorie der kurzanhaltenden Begeisterung für Pferde, denn mit denen hatte sie nie viel am Hut gehabt.
      Mum nahm derweil alles andere genauer unter die Lupe, schaute, was wir an Haus und Stall gemacht hatten und lobte mich für die Idee mit dem Solarium. Tatsächlich hätte ich gedacht, sie wäre wehmütiger, wenn sie wieder auf ihrer ehemaligen Ranch wäre, aber so langsam wurde ich den Gedanken nicht mehr los, dass sie damals eher meinen Traum als ihren verwirklicht hatte…
      „Hallo Tawny!!“, tönte es einige Minuten später aus dem Stall. Unsere Palominostute war schon immer das Lieblingspferd von Kathy gewesen. Zugegebenermaßen passte sie auch am besten zu meiner doch eher mädchenhaft fokussierten Schwester.
      Mum würde Ginny My Love reiten und ich Ameya. So machten wir gemeinsam unsere Stuten fertig und ritten dann los. Ich hatte eine große Runde gewählt, bei welcher wir an einem schönen See vorbeikamen und auch nette Galoppstrecken dabei hätten.
      Meine Mutti fühlte sich auf der Westernstute sichtlich wohl und war mehr als zufrieden. Kathy plapperte die gesamte Zeit etwas von ihrem Studium und war total angetan. Auch wenn ich mit dem wenigsten was anfangen konnte, freute ich mich, dass sie das richtige für sich gefunden hatte.
      Auch Mum schien sichtlich glücklich mit ihren Geschäften zu sein und so lief in unserer Familie doch auch alles wie es sein sollte. Als wir wieder am Stall ankamen, versorgten wir die Pferde und während Kathy direkt unter die Dusche sprang, machten Mum und ich alles für das Grillen fertig. Am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows ließen wir dann gemeinsam den Tag ausklingen.
    • Gwen
      Pflegebericht 28.08.2017 - Ein neuer Freund

      Selten war ich so aufgeregt wie heute. Während ich zu Hause geblieben war, um alles vorzubereiten, hatte sich Ciaran auf eine wichtige Mission gemacht und würde in spätestens zehn Minuten wieder da sein. Heute hatte ich eine neue Box hergerichtet und vorhin schon einmal Prismatic von der Weide geholt.
      Da ich wie immer viel zu pünktlich gewesen war, hatte ich den Junghengst gründlich geputzt und betüddelt und ein paar Führübungen auf dem Hof gemacht. Nun warteten wir beide am Putzplatz, Prismatic döste vor sich hin und ich war zum Zerreißen gespannt.
      Bis endlich der Jeep mit Hänger auf den Hof fuhr und ich kurz aufjauchzte und damit Prismatic aus seinem Mittagsschlaf riss. „Dein neuer Freund kommt!“, grinste ich und das Grinsen wurde immer breiter. Grund hierfür war, dass ich in ein paar Minuten den ersten Nachkommen von Ohnezahn begrüßen würde!
      Ich hätte nie gedacht, dass ich mich über so etwas so freuen könnte, aber das Fohlen seines Lieblingspferdes zu bekommen, war doch noch einmal auf einem ganz anderen Niveau angesiedelt. Nachdem Ohnezahn nun auch offiziell zur Zucht zugelassen worden war, war auch sein Sohn von wirklich guter Abstammung.
      Er hörte auf den Namen Ohnegleichen, welchem er in Nichts nachstand. Ciaran hatte bereits vor dem Stall geparkt und öffnete soeben die Laderampe, um dann den jungen Palomino vom Hänger zu führen. Ohnegleichen war tatsächlich besonders, denn trotz seines jungen Alters besaß er bereits Bend-or-spots, welche sich über seinen gesamten Körper verteilten.
      Auch sah man ihm nur zu deutlich die Mama an: Tawny. Ich hätte mir keine schönere Kreuzung vorstellen können, als unsere liebenswerte Tawny und mein großgeschätzter Ohnezahn. Nun hatte ich Ohnegleichen zuletzt zur Entwöhnung über die Sommermonate in eine Jungpferdeherde gesteckt, da er doch bezüglich seiner Mama sehr unruhig bei uns gewesen war.
      Gelohnt hatte es sich, denn er war nun genauso ruhig und gefasst wie Prismatic. Dieser stand nun mit gespitzten Ohren neben mir und starrte das neue Pferd an, bis sich ein klangvolles Wiehern von ihm über den gesamten Hof erhob und mir beinahe das Gehör zerstörte, weil er direkt neben mir stand.
      Ohnegleichen war da nicht so direkt und brummelte nur vorsichtig zurück.
      Ich band Prismatic los und wir ließen die Junghengste ein wenig näher zusammen und sich beschnuppern. Danach gingen wir eine kleine Runde um den Hof, ehe wir die beiden gemeinsam auf eine der kleineren Weiden hinter dem Stall ließen.
      Prismatic war in unserer jungen Herde der Chef, dementsprechend sollte er den Neuling auch als erstes kennenlernen und so dann in die Herde einbinden. Erstaunlicherweise verstanden sich die beiden nach kurzem Quietschen auch wirklich gut und trabten gemeinsam über die Weide.
      Für die Junghengstherde sah es auch verdammt gut aus, denn neben Prismatic und Ohnegleichen würde Anfang September noch das Zuchtfohlen aus England zu uns ziehen: PFS‘ Disparo de Fiasco. Und aus Norwegen erwartete uns noch Stolen Dance, der Trakehner, welchen ich erst diesen Monat besichtigt hatte.
      Die vier Junghengste waren alle etwa im gleichen Alter und würden sich hoffentlich wunderbar verstehen und voneinander lernen, ehe sie dann zu den richtigen Hengsten kommen würden. Doch vorerst reichte es mir, wenn sich die beiden New Forest Ponys verstehen würden.
      „Ich erahne, dass dahinter ein Plan steckt“, murmelte Ciaran und musterte mich kurz. „Wer ist für wen gedacht?“, fragte er neugierig und ich überlegte kurz, ob ich ihn noch auf die Folter spannen sollte. Ehe er dann aber mit dem nervigen Raten anfangen würde, gab ich klein bei. „Prismatic und Nuriya und Ohnegleichen und Arce“, meinte ich fröhlich und musterte weiterhin stolz meine Nachzuchten.
    • Gwen
      Pflegebericht 25.09.2017 - Der Herbst kommt

      Es war September. Draußen war es bewölkt und diesig, denn der Morgennebel senkte sich nun allmählich als Nieselregen auf den Boden herab. Und ich war müde. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal vor null Uhr ins Bett gegangen war und in Ruhe ausgeschlafen hatte. Momentan konnte ich mir diesen Luxus zumindest nicht leisten.
      Ciaran war aktuell nicht da. Er stellte für das Gestüt seines Vaters Sportpferde auf großen Auktionen in Europa vor. Ich hatte ihn regelrecht gedrängt, dieses großartige Angebot anzunehmen, aber ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend es war, hier alles alleine zu managen.
      Natürlich kümmerte sich Ciaran auch darum, direkt uns bekannter zu machen und hielt nach Pferden Ausschau. Einige Anzeigen hatte er mir auch bereits geschickt, aber momentan wollte ich unseren Stall vorzugsweise so klein halten wie er war.
      Aus diesem Grund hatte uns auch kürzlich Ginny My Love verlassen. Die Stute war ein tolles Pferd und hatte mir unglaublich viel Spaß gemacht, aber sie war und blieb ein westerngezogenes Pferd und dementsprechend kam es so wie es kommen musste: Für einen guten Preis zog Ginny auf eine Westernranch.

      Der Herbst hatte uns endgültig eingeholt und die Bäume verloren allmählich ihre Blätter. Erschreckend wie schnell es immer ging und schon vermisste man den warmen Sommer. Der Fokus lag ab jetzt auf den Nachwuchspferden, welche im Winter immer in den Vordergrund rückten. Die Jungspunde durften noch ein wenig Fohlen sein, während unsere „Oldies“ ihre wohlverdiente Winterpause erhielten, was Turniere und Ähnliches betraf.
      Sinfonie würde den Winter über weiterhin an kleineren Turnieren teilnehmen. Der Stute fehlte es generell noch an Routine und nichts war dafür besser geeignet, als die kleinen Vereinsturniere, die im Winter stattfanden. Auch Pinero sollte bald Turnierluft schnuppern und sich langsam an die Atmosphäre gewöhnen dürfen.
      Back to Business würde hingegen weiterhin aktiv im Training stehen, denn für ihn stand in geraumer Zeit seine Körung an und dafür sollte der Reitponyhengst fit sein. Dementsprechend würde auch er im Winter Turniere gehen. Ähnliches galt auch für Snow White Cassedy, wobei deren Stutenprämierung bereits für Oktober geplant sein würde.

      Und der Rest wurde über den Winter über fit gehalten und würde dann im Frühjahr wieder aktiv in den Turniersport starten. Unsere Jüngsten hatten auch viel frei im Winter, denn wir hatten mit den Großen genug zu tun.
      Außerdem würde sich dort erst einmal genug Aufregung auftun, wenn Ende des Monats die zwei neuen Hengstfohlen einziehen würden. Ich hoffte einfach, dass Ohnegleichen und Prismatic die beiden Neuankömmlinge freundlich aufnehmen würden. Aber eigentlich machte ich mir dahingehend keine Sorgen.
      Nuriya und Hollybrook’s Arce würden den Winter über noch zu zweit stehen und dann gegen Frühjahr in die große Stutenherde wechseln. Das würde auch noch interessant werden. Um Arce machte ich mir da keine Sorgen, sie war sehr problemlos. Aber Nuriya kam ab und an schon sehr nach ihrer Mutter und das schrie dann doch förmlich nach Zickenkrieg und Machtspielchen.

      Momentan verfolgte ich einen strengen Tagesablauf, um alle Pferde unter den Hut zu bekommen. Das war tatsächlich nicht so einfach, wenn man alleine war. Immerhin gestaltete es sich schon schwer, wenn man zu zweit war. Aber man tat ja schließlich sein Bestes.
      Ein bisschen mehr Freizeit gab es deshalb vor allem für Altair, Tawny Bawny und Ameya. Das waren so die drei Kandidaten, welche auch mal zwei Tage Pause am Stück vertrugen. Am wichtigsten war immer die Bewegung von Shenandoah und Ceredwen. Da kam bei beiden definitiv der Blutanteil durch, bei der einen mehr, bei der anderen weniger.
      Neelix behielt ich auch immer im Blick. Der Lewitzer war ein toller Hengst, aber er musste gearbeitet und beschäftigt werden, sonst kam der sture Ponykopf durch und das war definitiv kein Spaß. Aber immerhin war es immer wieder eine Freude, den Schecken zu reiten. Er blieb dahingehend definitiv eines meiner Lieblingspferde.
      Gleiches galt für Ohnezahn, der ja sowieso eine leichte Sonderstellung einnahm und auch wenn wir ab und an mal nur spazieren gingen oder nur Bodenarbeit machten, beschäftigte ich ihn immer seine sechs Tage die Woche. Bei ihm fand ich das besonders wichtig.

      Schwer tat ich mich hingegen mit den Furiosos. Seitdem es Ciaran gab, übernahm er beinahe immer Kedves und Fagy, weil er eher der Typ für Großpferde war und man gewöhnte sich diese Routine dann wirklich an. Dementsprechend war es für mich eine große Abwechslung, die beiden wieder mal zu reiten und zu arbeiten.
      Aber ich konnte mich nicht beschweren, denn Ciarans Arbeit war wirklich gut und beide Pferde waren in Topform. Das Gleiche galt für Dead Memories, der wiederum eher meiner Obhut unterlag, denn ich liebte den Reitponyhengst noch wie am ersten Tag.
      Memo legte auch jedes Mal aufs Neue eine unglaubliche Ruhe und Zuverlässigkeit an den Tag, so dass es nie einen Moment gab, wo ich keine Lust auf den Rotfalben gehabt hätte. Dank sei solchen Pferden, denn umso leichter fiel einem dann die Arbeit mit Kandidaten wie Nayala.
      Eigentlich hatte ich gehofft, dass ihr Temperament irgendwann mit der Zeit nachlassen würde. Pustekuchen. Für ein New Forest Pony total untypisch strotzte Nayala immer noch vor Stolz und Zickigkeit. Und so langsam gab ich es auf, zu hoffen, dass sie das irgendwann ablegen würde.
      Deshalb war die Arbeit mit Nayala immer ein bisschen wie Roulette. Man wusste nie mit welcher Stimmung Nayala nun ankommen würde und wie das Training verlief. Aber gut, so etwas konnte man auch als positive Eigenschaft ansehen.
      So lange das Wetter noch hielt, würde ich die Stute auf jeden Fall noch viel im Gelände auspowern und beschäftigen, denn erfahrungsgemäß machte sie dort am liebsten mit. Heute hatte ich auf jeden Fall noch alle Hände voll zu tun. Aber nachdem nun alle Pferde auf den Weiden standen und die Boxen gemacht waren, ging ich erstmal wieder ins Haus und gönnte mir mein Frühstück und eine heiße Tasse Cappuccino. Auch in so einer schweren Zeit wurde ich nicht zum Kaffeetrinker und den Geruch von Ciarans Kaffeemaschine vermisste ich auch als einziges gar nicht.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.10.2017 - Langer Tag

      Der Tag startete grau und diesig, so dass es mir wirklich schwerfiel, mich aus dem warmen Bett zu bewegen und mich auf den Weg ins kalte Bad zu machen. Seufzend machte ich mich dort fertig und schlüpfte danach in meine Stallsachen. Umso glücklicher war ich, als ich unten in der Küche ankam und sah, dass Ciaran bereits das Frühstück machte.
      Ich fütterte in der Zwischenzeit unsere Katze Ivy und die beiden Hunde Shiva und Clyde. Der junge Dalmatinerrüde war mittlerweile gut in die Höhe geschossen und machte Shiva langsam größentechnisch Konkurrenz. Nur im Gegensatz zu der schwarzen Labradorhündin war er immer noch ein halbes Hemd.
      Der Morgen startete schweigend, denn sowohl Ciaran als auch ich waren eher Morgenmuffel und ganz und gar nicht gesprächig. Aber es funktionierte auch ohne Worte ganz gut und gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg in den Stall. Die Hunde und Katze warteten auch schon darauf, dass es rausging, wobei sich Ivy an der Haustür kurzerhand dagegen entschied, als ihr der kalte Herbstwind entgegen geweht kam.
      Während die Hunde ihre täglichen Rituale durchführten, verschwanden wir im Stall und fütterten die Pferde, ehe diese nacheinander auf die Weide durften und wir uns um das Misten der Boxen kümmerten. So wurde man auf jeden Fall munter und warm wurde einem auch.
      So waren wir dann bestens vorbereitet, um erneut zu den Weiden zu laufen und die Pferde zu holen, mit denen wir heute arbeiten wollten. Ciaran war etwas fixer als ich. Er sammelte sich Dead Memories und Back To Business ein und lief wieder hoch zum Stall.
      Ich wollte vorher noch kurz bei den Jungpferden vorbeischauen. Gerade jetzt in der Herbstzeit betüddelten wir diese noch einmal regelmäßiger, ehe der Fokus im Winter dann vermehrt auf den Großen lag.
      Die Gruppe hatte wirklich gut zueinander gefunden und stand zufrieden grasend auf der Weide. Die ersten Spielereien waren vorhin schon von Statten gegangen, als wir sie rausgeschafft hatten. Jetzt probierte es Prismatic gerade noch einmal bei PFS‘ Disparo de Fiasco, der aber gerade nicht so viel Lust zu haben schien.
      Also verzog sich Pria recht schnell wieder und versuchte es bei Ohnegleichen. Der ging sofort darauf ein und ein paar Sekunden später fegten meine Ponyfohlen einmal quer über die Weide, stiegen und kappelten sich. Es war immer herrlich, ihnen dabei zuzuschauen.
      Und auch wenn man hätte meinen können, dass es bei den Mädels anders aussehen würde, machten Hollybrook’s Arce und Nuriya genauso viel Quatsch. Die beiden standen ihres Alters wegen allerdings schon mit in der großen Gruppe der Stuten, aber ich wollte dort jetzt sowieso hin, also konnte ich meine beiden Jungstuten auch noch kurz begrüßen.
      Nuriya würde nun bald drei Jahre alt werden und das sah man ihr langsam auch an. Das Gleiche galt für Arce, wobei ich hoffte, dass die Stute nicht gar so schnell ausschimmeln würde, da durfte sie sich ruhig noch etwas Zeit lassen.
      Die beiden standen gerade nebeneinander, schauten aber neugierig in meine Richtung, als ich in ihre Richtung gestiefelt kam. Eigentlich wollte ich jetzt aber Snow White Cassedy und Ameya einsammeln. Ich halfterte die beiden Stuten auf und machte mich mit ihnen zurück auf den Weg in den Stall.
      Dort war Ciaran schon dabei, seine beiden Hengste zu putzen. Dead Memories stand am Putzplatz, während Back to Business bereits geputzt war und gerade ein wenig unter dem Solarium entspannen durfte.
      Aus dem Grund ging ich vorzugsweise an den anderen Putzplatz, nahm aber Ciaran etwas Arbeit ab, indem ich ihn Memo die Stalldecke überwarf und den Hengst noch einmal in die Box packte, denn zuerst würde Ness an der Reihe sein, welcher nun auch schon gesattelt wurde.
      Aktuell stand der Reitponyhengst sehr viel im Training, denn im kommenden Monat wollten wir ihn auf einer Hengstkörung vorstellen und dementsprechend sollte er sich von seiner besten Seite präsentieren.
      Ich putzte auch fix beide Stuten und packte dann Ameya in die Box, bevor ich Cassis sattelte. Auch die Schimmelstute hatte nächsten Monat ihren großen Tag, aber wir waren sehr optimistisch, dass sie ohne großartige Probleme bestehen würde. Nichtsdestotrotz musste auch sie in Topform sein.
      So ging ich mit ihr erst einmal eine kleine Runde um den Hof, um sie bei den herbstlichen Temperaturen gut aufzuwärmen. Dann gingen wir auf den Platz, wo ich sie noch in allen Gangarten warmritt und dann einige Lektionen auf L-Niveau abfragte. Vor allem arbeiteten wir momentan aber an den Grundlagen, denn die waren es, die auf der Prämierung gesehen wollen würden.
      Das hieß Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Cassis machte ihre Sache heute einwandfrei und nachdem ich sie abgeritten hatte, brachte ich sie zurück in den Stall, wo ich sie unters Solarium packte.
      Ich war eher fertig als Ciaran, der noch eine kleine Runde mit dem Hengst ins Gelände ging. Deshalb konnte ich direkt Ameya fertigmachen und Ciaran würde sich dann um Cassis kümmern. Ameya wollte ich heute nur longieren, baute dafür aber auch Stangen und Gassen auf, denn Kopfarbeit war ja bekanntlich auch sehr wichtig.
      Die Stute machte auch wirklich fleißig mit, auch wenn man sie am Anfang etwas sehr motivieren musste. Wir arbeiteten viel an der Geraderichtung, damit sie auf dem Zirkel nicht mehr auf die innere Schulter fiel. Das wurde auch zunehmend besser, ebenso ihre Selbsthaltung. Der Kopf schliff weder irgendwo auf dem Boden, noch war sie eine Giraffe.
      Umso effektiver waren dann die zwanzig Minuten Arbeit, aus welchen Ameya auch sichtlich verschwitzt herausging und sich erstmal noch ausgiebig in der Halle wälzen durfte, eh ich sie als nächste unters Solarium packte und so in der Halle Platz machte für Ciaran.
      Nachdem die Stute wieder auf der Weide stand, holte ich Kedves und Ceredwen und band beide am Putzplatz an. Nacheinander putzte ich sie und sattelte sie dann auch, so dass ich pünktlich fertig war, als auch Ciaran wiederkam.
      Wir wollten gemeinsam eine Runde ins Gelände gehen. Das Wetter hatte sich zwar nicht unbedingt gebessert, aber zumindest regnete es auch nicht mehr. Von daher konnten wir uns nicht beklagen. Clyde und Shiva begleiteten uns und so würden die Hunde auch schon ihre große Runde für heute wett haben.
      Es war auch ein sehr netter Ausritt, eher auf Entspannung und frische Luft ausgelegt, als auf Arbeit. Das brauchten die Pferde auch mal, besonders die beiden unter uns, die sehr oft auf Turnieren unterwegs waren. Dementsprechend zufrieden waren sie dann auch, als wir wieder am Stall ankamen.
      Wir versorgten beide Pferde und brachten sie zurück auf die Weiden, ehe es direkt weiterging. Zu zweit mit so vielen Pferden war doch ein ganzes Stück Arbeit und manchmal fragte ich mich, ob ein weiterer Bereiter nicht doch ganz schlau wäre.
      Ich kümmerte mich heute noch um unsere beiden jungen Knabstrupper Sinfonie und Pinero. Mit ersterer machte ich nur etwas entspannte Bodenarbeit, um ihr Abwechslung und Kopfarbeit zu geben. Mit der Bodenarbeit konnte man gut die Aufmerksamkeit und Konzentration schulen und gerade bei Sinfonie war das sehr wichtig.
      So fühlte sich die Stute nicht mehr so schnell bei allem überfordert und wurde generell im gesamten Umgang entspannter und ruhiger. Außerdem machte es ihr nebenher auch sichtlich Spaß. Pinero longierte ich heute hingegen und arbeitete wieder viel an Takt und Losgelassenheit.
      Das wurde bei dem jungen Hengst auch immer besser und ich war sehr zufrieden. Noch lief er eher weniger unter dem Sattel, meist nur ein- bis zweimal die Woche. Aber er zeigte sich sehr souverän. Da er kürzlich noch einmal einen starken Wachstumsschub gehabt hatte, ließen wir ihm etwas mehr Zeit, so dass sich sein Körper an die neuen Gegebenheiten gewöhnen konnte.
      Ciaran hatte es sich in der Zwischenzeit leicht gemacht, sich Tawny Bawny und Nayala geschnappt und war eine Runde spazieren gegangen. Aus dem Grund holte ich mir Altair von der Weide, putzte kurz drüber, trenste ihn und schwang mich dann ohne Sattel auf seinen Rücken, um Ciaran entgegen zu reiten.
      Er war tatsächlich eine riesige Runde gegangen und es dauerte gut eine Viertelstunde bis wir die drei einholten. Das war dann gepaart mit riesigem Begrüßungswiehern und die Hunde hatte ich natürlich auch dabei, war ja nicht so, als dass wir uns nicht den gesamten Tag sahen, da musste erst einmal so ein Theater gemacht werden.
      Gemeinsam machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, so dass auch Altair für heute etwas lockere Bewegung bekommen hatte. Wir versorgten die drei letzten Pferde noch und danach war es auch schon geschafft. Während Ciaran sich in die Küche begab, um etwas Essbares zu zaubern, machte ich im Stall bereits alles für den Abend fertig, so dass die Pferde dann nur noch in die Boxen müssten und sonst alles schon erledigt war.
      So hatten wir heute den Tag doch schnell rumbekommen und sogar noch etwas freie Zeit behalten.
    • Gwen
      Pflegebericht 30.11.2017 - Welcome back!

      Altair - Ameya - Ceredwen - Dead Memories - Fagy - Hollybrook’s Arce - Kedves - Nayala - Neelix - Nuriya - Ohnegleichen - Ohnezahn - PFS‘ Disparo de Fiasco - Pinero - Prismatic - Shenandoah - Sinfonie - Snow White Cassedy - Stolen Dance - Tawny Bawny

      Es war ein kalter, bewölkter Novembermorgen. Ich saß in meine Decke gekuschelt auf dem Sofa und trank meinen heißen Tee. Etwas belustigt beobachtete ich das Schauspiel, welches sich draußen im Garten abspielte. Ivy versuchte so leise wie möglich durch den Schnee zu stapfen, um sich an einen Spatzen anzuschleichen. Aber wie zu erwarten misslang ihr Versuch und der kleine Vogel entwischte ihr.
      Der Frust stand meiner grauen Katze sichtlich ins Gesicht geschrieben und sie schlich in Richtung Terrassentür zurück. Seit einigen Tagen schneite es bei uns und inzwischen war alles mit einer weißen Puderschicht bedeckt. Ivy wusste noch nicht so recht, ob sie die neue Wetterlage gut oder schlecht finden sollte.
      Ciaran war wie jeden Morgen um diese Uhrzeit seine Runde laufen und hatte heute auch die beiden Hunde mitgenommen. Dementsprechend konnte ich es mir noch ein wenig mit Ivy auf dem Sofa vor dem Kamin gemütlich machen, bevor der Tag endgültig beginnen würde.
      Momentan fühlte ich mich noch recht gerädert, denn die letzten Wochen hatte ich in Winnipeg bei meiner Familie verbracht. Leider nicht aus Spaß, sondern aus Zwecken des reinen Lernens, denn mein Studium hatte sich der finalen Phase zugeneigt und die Abschlussprüfung hatte angestanden.
      Seit gestern war der Spuk offiziell vorbei und ich hielt nun mein endgültiges Zeugnis in Händen. Gefeiert hatten das meine Familie und Freunde mehr als ich, denn nach den Wochen reinen Paukens und dem beinahe Nervenzusammenbruch vor den großen Prüfungen war ich einfach nur noch ein Wrack gewesen.
      Seit gestern war ich wieder hier und kam so langsam in meinen gewohnten Rhythmus zurück. Ich war mehr als froh, endlich wieder zu Hause sein zu dürfen und dementsprechend genoss ich das. Auch wenn ich Ciaran wirklich dankbar gewesen war, dass er sich in der Zeit komplett um den Hof gekümmert hatte.
      Dank ihm war ich nun offiziell eine Tierheilpraktikerin mit Schwerpunkt auf Pferden. In Verbindung mit meiner Arbeit als Trainerin erschien mir damals dieses Studium die beste Wahl und so erging es mir heute noch. Ich hoffte, dadurch insbesondere den sogenannten Problempferden auch auf anderem Wege helfen zu können.

      Dick eingepackt verließ ich das Haus und machte mich auf den Weg hinüber zu den Stallungen. Es schneite immer noch leise vor sich hin und obwohl es kalt war, freute ich mich über das Knirschen unter meinen Füßen und die Schneeflocken, die sich auf meiner Kleidung sammelten.
      Als ich die Stalltür öffnete, schlug mir der geliebte Geruch von Pferden und Heu entgegen. Ich begrüßte alle mit einem herzlichen und doch ruhigen „Guten Morgen!“ und bekam von hier und da sogar Resonanz. Der eine brummelte mir entgegen, der andere erhob sich vielleicht auch erst aus seinem Strohbett.
      Mein erster Weg führte mich direkt in die Futterkammer, wo ich fünf Futterschüsseln nebeneinander stapelte und begann, das jeweilige Frühstück zusammenzumischen. Dann landeten diese Schüsseln übereinander in der Schubkarre und die nächsten folgten. Für knapp zwanzig Pferde war es so immer ganz gut machbar und irgendwann kannte man den Essensplan seiner Pferde besser als den eigenen.
      Nacheinander bekamen alle Pferde ihr Frühstück und nach ein paar Minuten hörte man es überall sichtlich zufrieden futtern. Ich räumte alles wieder auf und warf schon einmal die ersten Heu- und Strohbündel vom Dachboden in den Stallgang, wo ich sie ordentlich aufstapelte.
      Danach waren auch schon die ersten Pferde fertig, welche ich aufhalfterte und immer zu zweit, manchmal auch zu dritt, zu den Weiden führte. Dort machte ich sowohl Strick als auch Halfter ab und entließ die Vierbeiner nach draußen. Der ein oder andere trug auch eine Winterdecke, denn wir hatten dieses Jahr wieder teilweise die Pferde geschoren.
      Außerdem waren nicht alle Pferde die eisigen Temperaturen Kanadas gewöhnt, so dass man stets mit Bedacht schauen musste, wer eventuell fror und so die Unterstützung einer Decke benötigte. Nachdem alle Pferde draußen auf den Weiden standen, kam auch Ciaran in den Stall. Ich hatte bereits einige Heunetze gefüllt und half ihm, diese auf den Weiden zu verteilen. Auch im Winter standen unsere Pferde den gesamten Tag über auf der Weide, aber sie mussten zugefüttert werden. Und damit uns das Heu nicht nachts gefror und kaputtging, gab es für die Weide Halterungen, an welche man jeweils vier Heunetze befestigen konnte.
      So hatten wir eine gut kontrollierbare und schnell abnehmbare Menge an Heu, die wir je nach Bedarf auffüllen konnten. Ciaran machte noch die letzten Weiden fertig, während ich bereits mit dem Misten der Boxen begann. Da wir jeden Tag misteten und die Pferde nur die Nacht in den Boxen verbrachten, waren wir immer recht schnell fertig.
      Abschließend wurden die Boxen frisch eingestreut und ich füllte die Heunetze für die Nacht auf. Außerdem kontrollierte ich alle Tränken auf ihre Funktion und machte mich dann daran, schon einmal die Futterschüsseln für heute Abend vorzubereiten. Umso schneller ging es dann abends.
      Nachdem die Stallgasse gekehrt war und alles fertig war, brauchte ich doch erst einmal eine Pause und verzog mich zurück ins Wohnhaus. Bei den Temperaturen fror man dann doch schneller ein als sonst, besonders, wenn man dieses Klima drei Wochen lang nicht mehr gehabt hatte. Also wurde es Zeit, das wieder zu ändern.
    • Gwen
      Pflegebericht 25.12.2017 - Feiertage

      Die Weihnachtsfeiertage gemeinsam mit der Familie zu verbringen gehörte mit zu den schönsten Dingen an Weihnachten. Nichtsdestotrotz gab es da noch den Stall und die Pferde. Da Ciaran bis Neujahr zu Hause blieb, war ich so lange alleine mit unseren Pferden. Stören tat mich das aber nicht. In dieser Zeit minimierte ich einfach die Trainingspläne und fokussierte mich auf das Wichtige.
      Hilfe im Stall bekam ich trotzdem, denn als ich mich heute Morgen warm einpackte, stand bereits Kathy an der Tür und wartete auf mich. Ich musste ein wenig schmunzeln, denn damals hatte sie sich nie um die Stallarbeit gerissen und war immer froh gewesen, dass wir das unter uns dreien aufgeteilt hatten und sie nur zwei Tage die Woche hatte machen müssen.
      Heute wirkte sie so, als wäre sie sogar ganz glücklich darüber, endlich mal wieder anpacken zu dürfen. Wir fütterten gemeinsam die Pferde und brachten sie dann nacheinander hinaus. Danach misteten wir die Boxen und richteten schon einmal das Futter und das Heu für heute Abend her. "Irgendwie habe ich das vermisst", meinte Kathy lachend, während sie das letzte Heunetz auffüllte und ich schon die Stallgasse kehrte.
      "Oh und besonders deine Neuen gefallen mir! Stolen Dance und Ohnegleichen. Ich kann nicht fassen, dass Ohnezahn einen Sohn bekommen hat!", meinte sie fröhlich. Wir brachten noch neue Heunetze hinaus auf die Weiden und verweilt ein wenig bei der Weide der Junghengste. Dort standen neben ihren beiden Lieblingen noch PFS' Disparo de Fiasco und Prismatic.
      Die Junghengste erwarteten uns schon und stürzten sich dann direkt auf das neue Heu. Bei den beiden Jungstuten Nuriya und Hollybrook's Arce ging das wesentlich gesitteter zu. Nächstes Jahr wollte ich die beiden dann in die große Stutenherde integrieren. Aber das würde noch etwas Zeit haben. Nun stand erst einmal unser jährlicher Familien-Weihnachtsausritt an!
    • Gwen
      Pflegebericht 26.01.2018 - Schrecktraining

      Es war ein kalter und recht düsterer Wintermorgen. Leichte Nebelschwaden zogen über die verschneiten Wiesen und die Sonne wollte sich noch nicht so recht blicken lassen. Selbst als die Stallarbeit erledigt und alle Pferde versorgt waren, wirkte der Tag noch so dunkel wie in den frühen Stunden. Seufzend lehnte ich an der Stalltür und blickte gen Himmel. Solche Tage motivierten nicht unbedingt.
      Dabei stand heute mal wieder Zeit für die Fohlen auf den Plan. Zwei feste Tage in der Woche planten wir für unsere Jüngsten ein. Den Rest der Woche hatten sie Ruhe und durften Fohlen sein. Wie sich das Training an dem Tag jedoch gestaltete, war immer sehr flexibel. Meistens arbeiteten Ciaran und ich aber zusammen und so waren wir immer recht schnell mit den kleinen Vierbeinern durch.
      Heute begannen wir mit Nuriya und Hollybrook's Arce. Die beiden Stutfohlen waren schon etwas älter und beherrschten bereits relativ gut die Grundlagen des Fohlen ABCs. Hier und da wurden die Benimmregeln gerne mal ignoriert, aber im Großen und Ganzen waren beide sehr vorbildliche Schülerinnen. Wir holten die beiden Hübschen von der Weide und banden sie am Putzplatz an.
      Ciaran putzte Arce, während ich Nuriya machte. Die beiden hatten ganz schön viel Winterplüsch und wirkten so direkt noch viel größer. Nachdem beide geputzt waren, gingen wir eine Runde spazieren. Die Strecke fiel heute nicht so lang aus wie sonst, denn bei diesem diesigen Wetter wollten wir nicht zu lange unterwegs sein. Die beiden Stutfohlen benahmen sich aber einwandfrei und bekamen als Belohnung danach im Stall noch Möhren als Leckerlis, ehe es wieder auf die Weide ging.
      Als nächstes waren PFS' Disparo de Fiasco und Stolen Dance an der Reihe. Die beiden Hengstfohlen stammten aus guten Zuchten und waren noch nicht lange bei uns. Beide stammten erst vom letzten Jahr und dementsprechend steckten wir bei ihnen noch in der grundlegenden Erziehung. Gemeinsam gingen wir mit beiden in die Halle, wo wir in aller Ruhe die einfachen Dinge des Umgangs übten. Die beiden Fohlen sollten lernen, sich überall berühren zu lassen, die Hufe zu geben und sich ohne Probleme das Halfter auf- und abmachen zu lassen.
      Als wir das alles durchgegangen waren, hingen wir noch einfache Führübungen dran. Einfach nur das neben dem Menschen her laufen im Schritt und auch anhalten, wenn wir es taten. Das reichte für unsere Jüngsten dann aber auch schon. Es gab ein Leckerli für jeden und dann durften sie zurück auf die Weide. Ciaran brachte die beiden alleine weg und holte dann auch selber Ohnegleichen und Prismatic.
      Ich baute in der Zwischenzeit ein paar Spielereien in der Halle auf: Slalom, Tonnen, eine Plane und unseren Gymnastikball kramte ich auch hervor. Für unsere älteren Hengstfohlen hieß es heute nämlich Schrecktraining. Die beiden Jungs waren relativ selbstbewusst und neugierig, was sicherlich auch ihrem Alter geschuldet war. Also hieß es Abwechslung.
      Gemeinsam lernten wir zu Beginn alles erst einmal kennen und sie durften in Ruhe schauen und schnuppern. Dann ging es durch den Slalom oder um die Tonnen und so konnte man direkt das richtige Führen noch etwas einbauen und üben. Besonders spannend war immer die Plane, das darüber laufen oder auch, dass man die Plane über die Fohlen legen konnte.
      Nach anfänglicher Skepsis funktionierte das sowohl bei Ohnegleichen als auch bei Prismatic. Danach spielten wir noch mit dem Gymnastikball, worauf beide sichtlich Lust hatten. Nach einer abschließenden und gelungenen Übung lobten wir beide ausgiebig und ließen sie noch ein wenig frei durch die Halle laufen. Pria warf sich direkt hin und wälzte sich erst einmal ausgiebig, während Ohnegleichen noch einmal die Plane begutachtete.
      Danach sammelten wir beide auf Zuruf wieder ein und brachten sie zurück auf die Weide zu den anderen Hengstfohlen. Dafür, dass der Morgen so düster begonnen hatte, hatte das Training mit unseren Jüngsten dann doch echt Spaß gemacht. Es war immer schön den Pferden beim Wachsen zuzuschauen und sie direkt selbst formen zu können. Gerade die Forests waren wichtig für unsere Zucht und ich war schon gespannt auf die nächste Generation, auch wenn das wohl noch etwas warten würde.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Nachwuchs
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    4 Apr. 2017
    Klicks:
    592
    Kommentare:
    22

    EXIF Data

    File Size:
    325,7 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Rufname: Pria
    Geburtsjahr: April 2016

    Von: Papermoon's Yakari
    Aus der: Minnie Maus

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Dunkelbrauner
    Stockmaß: im Wachstum

    Beschreibung:
    Prismatic ist ein Hengst, der bereits in jungen Jahren mit raumgreifenden, elastischen Gängen und einer guten Portion Selbstbewusstsein überzeugt. Von seinen Eltern erbte er ein zuverlässiges, ausgeglichenes Temperament und ein korrektes Exterieur. Bei kleinen Aufgaben zeigt sich Prismatic jetzt schon sehr aufmerksam und kooperationsbereit. Der junge Hengst ist ein wahres Energiebündel und möchte gerne vielseitig beschäftigt und gefördert werden. Da er auch gute Ansätze beim Springen zeigt, wird er später sicherlich ein begabter Allrounder, der sich sowohl in der Dressur als auch im Springen sehen lassen kann. Prismatic zeigt jetzt schon, dass aus ihm später ein erfolgreiches Sport- und Zuchtpony werden wird.

    Ersteller: Elii
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Elii

    Prismatic ist noch nicht eingeritten.


    Offizieller Hintergrund