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Eddi

Possy Pleasure Mainstream ♚ Rhapsody

Trakehner ♀ gekrönt

Possy Pleasure Mainstream ♚ Rhapsody
Eddi, 21 Aug. 2017
Zaii und Elii gefällt das.
    • Eddi
      [​IMG]
      Ehemalige Berichte
      Ankommensbericht & Kennen lernen mit dem Weidepartner
      Heute war es soweit ich bekam mein zweites Fohlen, diesmal war es ein wirklich vielseitiges Warmblutfohlen, das ich so bald es erwachsen ist, Western und Englisch geritten werden sollte. Damit die kleine Stute auch bei meiner zukünftigen Zucht-Vorstellung eine Rolle spielen würde.
      ich lächelte in mich hinein und wählte die Nummer von Calypso, ehe ich sie anrief und ihr Bescheid gab, sie könne Possy bringen. Sie stimmte zu und och legte auf, damit ich mich um Joker kümmern könne.
      Beim Fohlenstall angekommen ging ich gleich zu seiner Box und holte ihn hinaus und führte ihn zum Putzplatz, wo ich ihn festband und mir sein Putzkasten holte. Daraufhin nahm ich mir den Striegel aus der Putzbox und begann ihn gründlich zu säubern. Bald war sein Schwarz-Weiß-Geschecktes Fell wieder im neuen Glanz erstrahlt und ich legte den Striegel und die Kardätschte weg und nahm mir den Kamm heraus. Sofort begann ich ihr Langhaar zu kämmen und war in kürze fertig. Dann säuberte ich vorsichtig seine Hufe, die er schon lieb hob und täschelte seinen Hals, ehe ich auch diese Sachen weglegte. Daraufhin nahm ich mir seine Weidendecke und legte sie ihm an, im nächsten Moment führte ich ihn auf die Koppel und machte sein Halfter ab, das ich ans Gatter hängte.
      Im nächsten Moment rollte ein dunkler Geländewagen auf den Hof und ich ging zufrieden auf den nun stehenden Wagen zu. Lächelnd grüßten wir uns und ich besprach mit Calypso noch einiges, ehe wir uns verabschiedeten und ich die nun draußen stehende Possy auf die Weide brachte.
      Neugierig folgte Joker's Blick der jungen Stute. Ich lächelte angespannt, ehe ich beobachtete wie Joker neugierig die Stute musterte und langsam näher kam und sie beschnupperte. Angespannt blickte ich zu den beiden und wartete. Nach ein paar Minuten quietschten die Beiden und trabten nebeneinander über die weide. Ein Stein fiel mir vom herzen. Sie vertrugen sich anscheinend!

      Tierarztbericht

      Vor einigen Tagen hatte ich meinen Traum erfüllt und meine Tierklinik eröffnet. Natürlich waren die ersten Tage hektisch und voller Stress, aber jetzt war die Klinik endlich blitzblank, geordnet und bereit zum Nutzen. Ich hatte mich auf Pferde spezialisiert, kontrollierte aber auch Kleintiere und Haustiere. Heute kam der erste Auftrag von Samsisam, die auf ihrem Hof nicht weit entfernt lebte. Ich machte mich sofort auf den Weg und nach ungefähr einer viertel Stunde kam ich an. Samsisam wartete dort schon mit den Pferden, die ich untersuchen sollte: Joker's Jackpot, ein Rappschecken-Fohlen, Possy Pleasure Mainstream, ein Fuchsschecken-Fohlen und Spencer, ein Tigerschecken-Shetland Pony. Ich begrüßte Samsisam und machte mich dann an die Arbeit. Ich sollte sie komplett impfen, entwurmen, ihre Zähne kontrollieren und sie detailliert untersuchen. Zuerst holte ich die drei Spritzen und füllte sie mit dem Impfstoff. Erst ging ich zu Joker's Jackpot, der mir neugierig seine Nase zustreckte und mich beschnüffelte. Da er damit beschäftigt war, sich ein Leckerli aus meiner Hosentasche zu fischen, nutzte ich den Moment und impfte ihn. Er zuckte kurz zusammen, als ich die Spritze in eine kleine Falte an seinem Hals einführte, bemerkte aber sonst nichts. Zum Lob gab ich ihm dann das Leckerli, welches er versucht hatte, zu klauen. Dann ging es zu Possy Pleasure Mainstream. Sie legte sofort die Ohren an, da sie den Geruch, der aus meinem Koffer kam, bemerkte, und sie zickte die ganze Zeit herum. Samsisam gab ihr eine Karotte, damit sie beschäftigt war, aber es war dennoch etwas schwierig, sie zu impfen, weil sie ihren Hals immer wieder wölbte. Schließlich schaffte ich es dann doch und ich konnte zu Spencer gehen. Spencer war auf den ersten Blick eher ruhig, doch als ich die Spritze holte, tänzelte er sofort herum und zuckte immer wieder zurück, wenn ich die Spritze auf ihn zu bewegte. Samsisam streichelte ihn und da er kurz abgelenkt war konnte ich ihn schnell impfen. Es ging etwas Impfstoff daneben, aber das machte nichts aus, da es nur ein paar Tropfen waren. Ich lobte Spencer und gab auch ihm ein Leckerli. Dann holte ich drei Häufchen Heu und zerbrach darüber eine Tablette Wurmkur. Das war der einfachste Weg, den Pferden die Wurmkur zu verabreichen. Alle drei fraßen das Heu genüsslich, nur bei Possy Pleasure Mainstream musste ich noch ein Leckerli dazulegen, damit sie das Heu fraß. Dann holte ich eine Feile, die extra für Pferdezähne gemacht war, und ging zu Spencer. Ich schob ihm einen Daumen in die Mundspalte und er öffnete sein Maul. Alle Zähne waren gesund, wiesen kein Karies auf und waren abgeschliffen. Das Zahnfleisch war ebenfalls gesund und hatte keine Entzündungen. Ich ließ ihn sein Maul wieder schließen und lobte das Shetty, ehe ich zu Joker's Jackpot ging und auch sein Maul öffnete. Es waren einige Zähne zu eckig, daher nahm ich die Feile und schliff sie ab. Joker's Jackpot tänzelte dabei einige Schritte zurück, war sonst aber ruhig. Dann ging ich zu Possy Pleasure Mainstream, die mal wieder Anstalten machte. Mit Hilfe von Samsisam schaffte ich es dann aber, ihr Maul zu öffnen, und alles war gesund. Ich tastete das Zahnfleisch ab und es war weich und rosa. Ich schob meinen Daumen aus ihrem Mund heraus und lobte die Fuchsschecken-Stute, die mich etwas beleidigt ansah. Lachend holte ich dann mein Stetoskop und hörte bei allen drei Pferden den Herzschlag ab. Bei allen war er regelmäßig, nur Possy Pleasure Mainsteams Puls war etwas erhöht, was aber an ihrer Nervösität lag. Ich holte dann meine Handschuhe und tastete Joker's Jackpots Muskeln ab. Seine Sehnen an den Beinen waren etwas angespannt, aber als ich ihn herumführte lahmte er nicht. Daher war es anscheinend nur Muskelkater und ich sagte Samsisam, er sollte etwas geschont werden. Dann untersuchte ich seine Augen und Ohren und alles schien gesund. Ich lobte ihn und ging dann zu Spencer, bei dem ich das gleiche machte. Auch bei ihm war alles gesund und auch seine Sehnen und Muskeln waren sehr entspannt. Bei Possy Pleasure Mainstream konnte ich nicht alles abtasten, aber ihre Beine waren entspannt, ihr Bauch war nicht verkrampft und ihre Augen und Ohren waren gesund. Ich gab allen drei Pferden ein Leckerli und füllte den Impfpass aus, übergab ihm Samsisam und verabschiedete mich, ehe ich nach Hause fuhr.

      Der erste Showtag mit Possy
      Früh war ich aufgestanden um alles herzurichten. Ungeduld trieb mich in den Stall und ließ mich in Kürze bei Possy's Box stehen bleiben. ,,Na dann mal los!´´, antwortete ich grinsend und führte die verschlafene Stute hinaus. Durch unser Frühes Training, was ich heute auch wieder machte, schaffte ich es das sie wenigstens etwas auf mich hörte. Nachdem ich sie nun etwas trainiert hatte, führte ich sie zum Putzplatz und band sie an. Sofort holte ich ihr Putzzeug und striegelte nochmals über ihr geschecktes Fell, flechtete ihr Zöpfe ins Haar und musste Lachen, als sie sich immer wehrte. Schlussendlich legte ich ihr Transportsachen an und machte ihr Hellblaues Halfter ran und führte sie in den Hänger. Dann kam auch schon meine Mutter und wir fuhren los. Es dauerte nicht lange und wir kamen an einen großen Hof an, wo einiges los war. Lächelnd stieg ich aus, als wir einen Parkplatz gefunden hatten. Dann lud ich Possy aus und legte ihr die Sachen ab. Dann machten wir uns auf den Weg zur Halle, in Kürze nahm meine Mutter Platz und ich stand im Vorderraum.

      Hochnäsig reckte Possy ihren Hals und wieherte laut und zickig auf. Ungeduldig zerrte sie an der Führleine und tänzelte herum. ,,Mrs Possy! Benehmen sie sich mal!´´, knurrte ich mit tiefer Stimme aus meinen Munde. Die Scheckenstute reckte ihren Hals und ließ ihre Augen angespannt aufblitzen. Ein Knarren ertönte tiefgründig vor uns und die Tore der Halle öffneten sich mächtig. Possy's Augen blitzen wieder auf und sie blickte das andere Fohlen mit Verachtung an. Mit einen kleinen Ruck am Führstrick setzen wir uns in Bewegung und meine Warmblutstute wölbte elegant den Hals. Sie ließ ihre noch so kleinen Muskeln spielen und trabte mit eleganten und weitgreifenden Tritten in die Halle an und stellte sich provozierend in der Mitte hin.
      Mit einen sanften Nicken grüßte ich die Richter und blickte kurz zu meiner Stute, die neugierig aber auch Hochnäsig um sich blickte. Sie sah wunderschön aus, trotz ihrer Arroganten Ausstrahlung. Man musste schon sagen, sie war wirklich eine schöne Stute und strahlte Selbstbewusstsein und Eleganz aus. Schmunzelnd setzten wir uns wieder in Bewegung und ich führte die Stute auf den Zirkel. Mit gesunden und eleganten Bewegungen des ganzen Körpers gingen wir eine Runde, wechselten durch den Zirkel und trabten an. Im schnellen Trab stolzierte die Stute neben mir und reckte elegant den Kopf hoch, ihr Kopf in die Höh gestreckt und der Hals leicht gewölbt. Ich verlangsamte mein Tempo und spürte auch bei Possy, wie sie langsamer wurde und in einen schnellen Schritt von der Acht ging. Glücklich legte ich meine Hand auf ihren hals und lobte sie, während ich ihr ein kleines Leckerli zusteckte. Komisch brav ging Possy am Strick und blieb stehen wenn ich stehen blieb, also führte ich sie auf die Ganze Bahn und verschnellerte meine Schritte und führte schlussendlich eine galoppierende Stute neben mir in der ganzen Bahn. Raumgreifende Schritte machte die Warmblut Stute, die schon knappe 1,30 m erreicht hatte. Sie buckelte mal ab und zu und schnaubte lauthals auf, während ihr Hals weiter gewölbt war. Ich hatte leichte Schwierigkeiten sie an der Hand durch zu parieren, aber es gelang mir nach einer Halben Bahnrunde. Die junge Stute schnaubte genervt auf und zog am Strick, mit einen kleinen Ruck meiner Hand, benahm sie sich wieder etwas und ein zwei kleine Hindernisse wurden aufgebaut. Staub aufwirbelnd führte ich Possy in die Mitte und hakte den Strick aus, schnalzte und die Schecken Stute war weggejagt. Stolz machte sie ihre Runden und sprang knapp ein halben Meter über das Hindernis drüber. Kurz beobachtete ich das tobende Fohlen und begann ein paar Worte zu fassen: ,,Possy Plesure Mainstream sollte gewinnen, da sie trotz ihres schweren Charakters, ein Traumpferd ist. Sie ist ein wahres Talent, was man an ihren Eltern sehen kann. Ysun und Red Diamond so sind die Namen ihrer Eltern. Sie haben schon etliche Schleifen erworben und das Talent bei Possy wiedergespiegelt. Sie hat das Talent verschiedenes zu bewältigen, groß raus zu kommen und durch ihre wundervollen Gänge jeden zu verzaubern. Nachkommen könnten genauso talentiert werden wie Sie. Dem jeweiligen Besitzer wird ein Gewinner unterm Sattel haben, der trotz des schweren Charakters ein freund werden kann.´´So schnell war ich mit meiner Gewinner Aussage fertig und pfiff, wobei die Stute nach einer Runde wilden Galopps hertrabte und sie stolz und hochnäsig auf stellte. Zufrieden mit unserer heutigen Leistung lobte ich Possy und hakte den Strick ein. Dann verabschiedete ich mich und wir verließen im Trab die Halle. Draußen angekommen lobte ich die zickige Stute und führte sie zurück zum Hänger. Und gab ihr Futter, nun mussten wir nur noch auf das Ergebnis warten, was super ausging.

      16.10.2013
      Sammelbericht für Samsisam: Code of Mystic Girl, Joker's Jackpot, Possy Pleasure Mainstream, River's Baghira, Shamal & Sheregi
      Heute wollte ich Samsisam ein wenig mit ihren Fohlen helfen; Sie war eine gute Freundin von mir und als ich erfuhr, dass sie einen Hof hatte, wollte ich sie natürlich sofort besuchen gehen. Also hatte ich mich schon früh auf den Weg gemacht und war circa um zehn Uhr angekommen, wurde von Samsisam herzlichst begrüßt und wir holten alle Fohlen von der Weide.
      "Du kannst erst einmal Joker nehmen und ihn auf dem Platz laufen lassen, danach kannst du ein bisschen Schrecktraining machen, wenn das okay für dich ist?", fragte Samsisam mich, während wir die Fohlen in die Boxen brachten. Ich nickte natürlich, holte das neue Halfter von dem Scheckfohlen und führte ihn zu dem riesigen Reitplatz. "Tob dich aus!", flüsterte ich ihm zu, als ich den Strick entfernte, und obwohl ich dachte, er würde nur umhergehen und alles beschnuppern, weil er seine Energie auf der Weide ausgelassen hatte, raste er los und stieg und buckelte, bis er nach einer viertel Stunde langsam seine Energie verlor und nur noch im Schritt herumlief. Ich fing ihn leicht ein, band ihn an einem festen Pfosten an und putzte ihn, bevor ich mit dem Schrecktraining anfing. Erst holte ich eine Tüte, die er allerdings nur beschnüffelte und dann kaum Angst zeigte, dann kam der Regenschirm. Ich machte ihn vorsichtig auf und Joker zuckte kurz zusammen, beschnüffelte den Schirm ausgiebig und als ich ihn wieder öffnete, wollte er sich vom Strick losreißen. Ich lobte ihn, ging einige Meter von ihm weg und machte dem Schirm dort wieder auf. Er wurde wesentlich ruhiger und ich machte mit jeder Minute einen Schritt auf ihn zu, bis ich den Regenschirm neben ihm öffnen konnte. Das machte ich auch von hinten und von vorne, lobte ihn dann ausdrücklich und ließ ihn noch ein wenig über die Stangen traben, die wahrscheinlich vom vorherigen Training nicht weggeräumt wurden, ehe ich mir das nächste Fohlen vornahm: Baghira. Sie hatte eine traumhafte Fellfarbe, erwies sich beim Aufhalftern und Putzen allerdings als etwas schwieriger als erwartet. Sie zickte mich an, versuchte, nach mir zu schnappen und riss sich einmal sogar fast vom Strick, als ich sie zum Platz führte. Auf dem Platz ließ ich sie auch noch einmal laufen, fing sie wieder ein und ging dann in einen nahe gelegenen Wald. Sie haute mir nur einmal fast ab, als ein Vogel neben ihr hoch flog, war sonst aber ruhig und sah ihre Umgebung neugierig an. Als wir wieder zurück am Hof waren, brachte ich sie wieder auf die Weide und nahm mir als nächstes Shamal vor. Er war beim Aufhalftern und Putzen ziemlich ruhig, als ich ihn aber laufen ließ buckelte und stieg er mehrmals hintereinander und das mehr als eine halbe Stunde lang, bis er sich beruhigte und sich wieder einfangen ließ. Ich machte ein kleines Führtraining mit ihm, indem ich den Strick an seinem Halfter zu einem Zügel machte und das rückwärts gehen mit ihm übte, bis er nur noch ein kleinen Zupf brauchte, um nach hinten zu gehen. Dann übte ich das seitwärts gehen und antreiben, was sich allerdings als leicht erwies, und brachte auch ihn auf die Weide, bis ich mir Possy Pleasure Mainstream vornahm. Sie war nicht sehr leicht zu handeln und der Spaziergang auf dem Feld war auch nicht sehr ruhig, da sie mir zweimal entwischte, um das saftige Gras zu fressen, und immer hochnäsig nach vorne stapfte. Auch sie kam nach dem Spaziergang auf die Weide und holte Code of Mystic Girl aus ihrer Box. Auch sie durfte einen Spaziergang genießen, allerdings als Schrecktraining mehr auf Landstraßen. Vor einem Traktor hatte sie allerdings weniger Angst als vor den Kühen, die auf einer Weide neben uns gemütlich grasten. Ich brachte nach dem Schrecktraining ebenfalls auf die Weide und stellte fest, dass die Fohlenboxen leer waren, also machte ich mich ans Ausmisten. Erst wurde das dreckige Stroh entfernt, dann wurde die Box ausgespült und nach einstündigem Trocknen wurde frisches Stroh eingefüllt. Auch die Trüge wurden sauber gemacht und neu aufgefüllt und als Samsisam um 19 Uhr in den Stall kam unterhielten wir uns noch ein wenig über die Fohlen und andere Dinge, ehe ich um 20 Uhr nach Hause ging.

      Sammelpflegi Raised from Hell, Code, Joker, Possy, Baghira
      Besuch bei Samsisam


      Heute besuchte ich Samsisam, sie hatte heute viel zu tun und hatte mich gefragt ob ich ihr etwas Arbeit abnehmen könnte. Da meine Mitarbeiter und ich uns bereit um meine Pferde gekümmert hatten sagte ich ihr zu. Ich fuhr direkt nach meiner letzten Reitstunde los und kam nach kurzer Zeit an. Samsi erwartete mich und zeigte mir um wen ich mich kümmern durfte. Ich entschied mich dazu als erstes mit river's Baghira zu arbeiten , die Junge Stute ließ sich gut führen. Ich band sie am Putzplatz an, dann holte ich ihren Putzkasten und putzte sie. Dann ging ich mit ihr in das Round Pen. Im Roundpen ließ ich Baghira laufen und ließ sie auf beiden Händen in allen Gangarten laufen. Da sie sehr lieb war hörte ich auf als sie brav um mich herum trabte und auf meine Hilfen reagierte. Ich fing sie ein und brachte sie auf die Weide. Anschließend holte ich Possy Pleasure Mainstream, die junge Paint Stute folgte mir brav. Wie zuvor schon Baghira führte ich sie zum Putzplatz, dort putzte ich sie. Als sie sauber war ging ich mit ihr eine kleine Runde spazieren. Possy lief brav neben mir am langen Strick, ich ging die Hausrunde. Auf unserem Weg verlief ein schmaler Bachlauf, Possy stapfte tapfer nach mir hindurch, auch als ich sie neben mir traben versuchte sie nicht zu überholen. Nach kurzer Zeit waren wir auch schon wieder auf dem Hof angekommen. Ich brachte Possy auf die Weide und holte Code of Mystic Girl. Code band ich, nachdem ich sie von der Wiese geholt hatte und in den Stall zum Putzplatz gebracht hatte, an und putzte sie, sie war von oben bis unten voll mit getrocknetem Schlamm, daher gab ich nach kurzer Zeit auf und kratzte nur ihre Hufe aus. Dann holte ich eine Longe aus der Sattelkammer und hakte sie in ihr Halfter ein. Danach führte ich sie in die Halle, in der Halle ließ ich sie um mich herum laufen. Code lief im Schritt in einem großen Kreis um mich herum. Sie kannte das Longieren bereits und daher hatte ich keine Probleme und sie hörte auf alle meine Kommandos. Auch im Trab und Galopp hörte Code auf mich, sodass ich ganz entspannt in der Mitte stehen konnte. Als ich sie auf beiden Händen in allen drei Gangarten gearbeitet hatte ließ ich sie im Schritt abkühlen. Dann brachte ich sie zurück auf die Jungpferdewiese. Nun holte ich Possy und Baghira vom Paddock und brachte sie zurück. Nun holte ich Joker's Jackpot von der Wiese und band ihn in der Reithalle an. Nachdem ich Samsi gefragt hatte welches ihrer Pferde ich als Reitpferd für das Handpferdereiten nutzen kann sagte sie das ich Raised from Hell nehmen kann. Also holte ich Raised und band sie neben Jack an. Ich putzte beide über und sattelte anschließend Raised. Der schwere Westernsattel sah sehr bequem aus und anschließend trenste ich sie auch. Dann führte ich beide nach draußen, vor der Halle band ich Jack an und ritt kurz etwas auf Raised damit ich wusste wie sie bisher geritten war. Ich kam gut mit ihr klar sodass ich dann Jack löste und in Richtung Hausroute ritt. Raised ging entspannt am langen Zügel unter mir, Jack prustete aufgeregt aber da Raised ruhig war beruhigte er sich wieder. Die Strecke teilte sich in zwei Teile und ich bog rechts ab, nach einigen Metern kreutze ein schmaler Bachlauf unseren Weg, Raised ging entspannt hindurch und blieb in der Mitte stehen, Jack streubte sich aber da Raised in dem Wasser stand und es ihr nichts ausmachte folgte er uns ins Wasser. Auf dem restlichen Weg trabten wir einmal kurz und Jack lief brav neben mir her. Wieder am Hof angekommen brachte ich als erstes Jack auf die Wiese. Dann sattelte ich Raised in Ruhe ab und brachte sie zurück auf die Wiese. Zum Schluss verabschiedete ich mich von Samsisam und fuhr wieder nach Hause.
      3706 Zeichen by AliciaFarina

      23.01.2014
      Nur Blödsinn im Kopf die jungen Herrschaften!
      Ein warmer Wintertag in der Woche regte an sich mit den Fohlen zu Beschäftigen. Lächelnd stupste iich maxi an und zerrte ihn zum Frühstück. ,,Du hilfst mir heute die Rabauken einzufangen und sie zu säubern. Sie waren nun schon ein paar Tage auf der Weide und haben sich schön eingesaut!, grinste ich als ich an das Bild dachte, wie sie da so unschuldig bis über beide Ohren verdreckt da standen. Ein Lächeln huschte auf meine Lippen und Maxi antwortete: ,,Klar kein Problem, mach ich doch gerne.´´. Wieder wusste ich warum ich diesen Kerl liebte, er ist immer für mich da und hilft mir jederzeit. ,,Danke!´´, sagte ich zufrieden und gab ihn einen Kuss auf die Lippen, ehe ich mich schon mal anzog und Maxi dann nach kam.
      Nun gingen wir Beide los Richtung der großen Fohlenweide und sahen alle 8 Beisammen stehen. ,,Hja die sind ja wirklich sauber!´´, meinte ich ironisch und lachte ehe ich ein Bild von den vier Reitponys schoss, die gemütlich beisammen standen und uns nur unschuldig anblickten. Auch die anderen vier blieben nicht unbemerkt und Maxi schoss eines von den restlichen Ponys, wo der kleinste unser jüngster, namens Àrtali war. ,,Let's Go! Lass uns die 8 Rabauken einfangen!´´, meinte ich lachend und wir stiegen über den Zaun, wo schon die ersten 2 Hengstchen flohen und wir mit Glück uns Possy und Rando schnappen konnten. Zwar waren wir leicht vollgespritzt worden von den anderen beiden aber gut, solange wir wenigstens zwei von ihnen hatten. Etwas bockig folgte mir Possy und zerrte am Strick. ,,Madam! Benimm dich doch mal!´´, mahnte ich die Trakhenerstute an und sah zu Maxi und Rando. Rando trottete seelenruhig neben dem Jungen her und zeigte keinerlei Spinnereien, was mich erleichterte und es leichter machte sie anzubinden. Beim Putzplatz angekommen banden wir die zwei Warmblüter an und machten uns auf den Weg zur Weide. Dort standen nun nur noch vorne zwei abwartende Ponys. Einer von ihnen war Sheregi und der andere Don. Erleichtert das wir die Beiden auch gemütlich von der Weide holen konnten, freuten wir uns noch gar nicht auf den Stress mit den anderen. Ich sah zu ihnen, ehe ich Sheregi langsam rausführte und er brav und etwas schüchtern neben mir ging. Als kurz was umfiel erschrak der Kleine, und ich umarmte ihn liebevoll: ,,Ist gut!´´, er beruhigte sich wieder und stupste mich dann vorsichtig an, ehe ich lächelte und ihn weiterführte. ,,Alles okey bei dir und Don, Schatz?´´, fragte ich Maxi und er nickte, ehe wir die beiden Reitponys neben den anderen anbanden. ,,So dann mal zu den nächsten!´´, meinte ich seufzend und Maxi folgte mir nickend. ,,Das wird ein Spaß, zum Glück habe ich mir nicht so neue Sachen angezogen!´´, meinte er breit grinsend und ich lachte: ,,Ja aufjeden, weil das kann jetzt ne schöne Schlammparty werden!´´, antwortete ich grinsend, aber dennoch auch unfroh darüber. Doch es musste ja sein, also wanderten wir auf die schlammige Weide und schlichen an die Fohlen ran, zum Glück hörten sie uns nicht und wir konnten ganz flottÁrtali und Code schnappen und sie auch zum Putzplatz brachten. Ártali bockte etwas, doch chillte sogleich als er draußen war. Code, die nun schon eine hübsche Jungstute war, hatte sich schnell gefangen und ging brav an Maxi's Hand. Als die beiden rappen mit Scheckungen angebunden waren, kamen nun die letzen beiden. ,,Das kann mal was werden, du kennst Baghira und Joker, die sind schlimm!´´, meinte ich fast hoffnungslos aber motiviert. Als wir die beiden dann schon erblickten, stiegen wir über den Zaun und liefen auf sie zu. Es wurde nun eine Verfolgungsjagd, eine ziemlich Dreckige... ,,Schnell! Lauf dahin, dort kommt Baghira!´´, rief ich und jagte von der anderen Seite auf sie zu, sie war nun in einen Eck. Wir hatten sie schon fast, doch plötzlich, da nahm sie den Weg zwischen uns durch und wir wollten hinter her und Nein! Zu Spät. Wir lagen mit der vorderen Seite im Schlamm: Ihhhhh!´´, rief ich und raffte mich flott auf, ehe ich mir leicht den Schlamm wegputzte: ,,Wenigstens ist mein Gesicht heil, Hahahaha wie du aussiehst!´´, musste ich Lachen und bekam gleich einen Kommentar von Maxi: ,,Aber du"!´´, meinte er und ich lachte und gab ihm grinsend einen Kuss, ehe ich ihm auf half und wir unsere Jagd auf die Fohlen fort setzten. Nachdem wir die Fuchscheckenstute erneut in die Ecke gedrängt hatten, war es zu spät für sie und Baghirawar schon mal gefangen. Joker, der anscheinend keinen Spaß mehr daran fand rumzuwetzen kam nun auch her und ließ sich mitnehmen: ,,Du bist ja auch am schlimmsten mein Heer, ich glaube ich werde euch zu dreckigen oder fast alle eher mit warmen Wasser waschen.´´, meinte ich grinsend zu den Fohlen und natürlich Maxi. Dann brachten wir sie von der schlammigen Weide und schlossen das Tor hinter uns zu, ehe wir die beiden Schmutzigen Ponys auch zu den anderen brachten und sie festbanden. Schon standen die dreckigen Fohlen der Reihe nach vor uns und wir beschlossen, das ich immer eines der Fohlen gründlich wusch und Maxi sie einigermaßen trocken rubbelte und wir sie dann samt warmer Stalldecke in die Box brachten. ,,Dan können wir ja los legen!´´, grinste ich zu meinen Freund und schnappte mir erstmal die die am längsten gewartet hatten und das war fürs Erste der kleine dreckige Rapphengst Rando. ,,Hol mir bitte schon mal das Pferde Shampoo und die Stalldecken der Fohlen! Ich geh schon mal hinter mit Rando.´´, sprach ich zu Maxi, ehe er Ruckzuck verschwand und ich in der kleinen hellen Kabine ankam und Rando festband. Dann war auch schon mein Freund angekommen und das Wasser warm. ,,So mein Kleiner nicht erschrecken!´´, meinte ich zu dem Rappen, der sich nichts daraus machte als das warme Wasser über ihn lief und er schon mal etwas nass wurde. Nun legte ich den Duschkopf zur Seite und nahm das Shampoo und einen Schwamm und begann den kleinen Kerl gründlich zu reinigen und staunte jetzt schon bei dem Dreck... ,,Aiaiaiai.´´, meinte ich und shampoonierte ihn gründlich weiter ein, dann war ich soweit fertig und nahm den Duschkopf, ehe ich den ganzen Schaum aus dem Fohlen spülte und erleichtert war, endlich war sein rappschwarzes Fell wieder zu erkennen. So hing ich den Duschkopf wieder zurück, band Rando ab und übergab das Hengstfohlen Maxi, der sogleich begann ihn trocken zu rubbeln.
      Schon war ich auf den Weg zu dem nächsten Kanidaten, wohl eher Kanidatin. Possy blickte mir neugierig entgegen und ich schüttelte nur den Kopf, da ihre Scheckung gar nicht mehr zu sehen war. Nun band ich die Stute ab und führte sie zum Waschplatz, wo Maxi immer noch Rando trocknete. ,,Musst aber nicht ganz trocken machen gel?´´, sagte ich zu dem blonden Herren, der nickte und Rando weiter trocknete. ,,Ach wenn du so lieb bist, kannst du ja auch gleich die Hufe der Fohlen dann auskratzen und ihr langhaar etwas kämmen. ,,kein Problem!´´, antwortete er und ich lächelte: ,,Danke Schatz!´´, grinste ich und widmete meine Aufmerksamkeit wieder Possy, die schon ungeduldig hin und her tänzelte. ,,Jaja du kleine Wasserratte, wirst ja gleich sauber!´´, lachte ich und täschelte den schlammigen Hals. dann begann ich das Fohlen erstmal nass zu machen, wo jetzt schon braunes Wasser runterlief und ich nur den Kopf schüttelte. Als nun die Fuchscheckenstute auch mal komplett nass war, nahm ich mir das Shampoo zur Hand und fing an die Kleine ein zu shampoonieren. der Schaum war eher braun als weiß... Als sie rundum aussah wie ein brauner Pudel, nahm ich mir wieder den Duschkopf zur Hand und begann ihr das Shampoo vom Fell zu entfernen. So jetzt siehst du auch wieder gut aus!´´, grinste ich und knutsche die nasse Fohlenstirn, ehe ich zu maxi sah, der schon bereit stand und Possy entgegen nahm. Dann sah ich Rando entspannt an der Seite stehen und lächelte zufrieden, dann holte ich mir auch schon das nächste dreckige Fohlen.
      Nun war das kleine Sorgenkind Sheregi dran, der aber nicht mehr so mager aussah, wie ich ihn gerettet habe. Er entwickelte sich prächtig zu einen jungen Kerl. Brav und immer etwas schüchtern trottete der Kleine mir nach und machte erstmal große Augen, als er die Dusch sah: ,,Hoffentlich hast du keine Angst vor Wasser Sheri!´´, meinte ich zu dem Fohlen, der mich nur treudoof anblickte und ich grinste. ,,na dann, tolle Antwort!´´, grinste ich und nahm den Duschkopf, ehe ich vorsichtig begann ihn mit dem Wasser zu nässen. Er zuckte nur kurz, doch kriegte sich schnell wieder gefangen und genoss das warme Nass auf seinen Fell, dass den ganzen Schlamm herunter wusch. So kamen auch schon seine Grasflecken im Schimmelfell zur Erscheinung. ,,Mann ich will gar nicht erst wissen was ihr auf der Weide alles getrieben habt!´´, meinte ich laut und leicht aufgeregt und vernahm von hinten ein Lachen, das nur Maxi sein konnte. ,,Du mich auch!´´, antwortete ich nur eiskalt aber grinste dann. Dann nahm ich mir das Shampoo zur Hand und legte den Duschkopf zur Seite und fing an den kleinen Hengst einzuschäumen. Er genoss anscheinend diese Berührungen, da er sich völlig entspannte, was ich zum erstmal sah und mich nur noch Lächeln ließ: ,,Schau mal Maxi der Kleine scheint sich wohl zu fühlen.´´, meinte ich grinsend zu Maxi und auch er lächelte. Den Sheregi war unser kleines Sorgenkind, was viel Liebe und Pflege gebrauchte. Durch die ganzen Gedanken, hatte ich ganz vergessen, das ich schon fertig war und ihn nun abspülen konnte, was ich sogleich auch tat. Schon war er wieder blitzblank sauber und wieder der Alte. Ich sah zu Maxi der gerade Possy's Langhaar kämmte, ihr die Decke anlegte und sie dann anband. Ich grinste und gab ihn das Scheckfohlen ehe ich auch schon wieder zum Putzplatz verschwand.
      Nun war mein Fuchsfohlen Don an, der mich rotzfrech anblickte und mich kneifen wollte. ,,Ey Kleiner, Benimm dich!´´, mahnte ich das Hengstfohlen an und führte ihn dann zum Waschplatz, wo ich zu Maxi sah, der immer noch Sheri trocknete und dann zu Don sah, der mich neugierig anblickte und sich brav, was ein Wunder war, anbinden ließ. Dann nahm ich mir auch schon den Duschkopf und machte das dreckige Hengstfohlen soweit sauber. Mal wieder war es dreckiges Wasser und ein paar Klumpen fielen ab, doch mehr auch nicht, Don war wortwörtlich über beide Ohren komplett verdreckt. ,,Ich hoffe mal du bist hier der dreckigste!´´, meinte ich und begann schon das Fohlen ein zu shampoonieren. Er blickte nur lässig und kaum interessiert nach vorne und genoss das Waschen. Als auch bei ihm das ganze Fell eingeschäumt war, konnte ich ihn wieder abbrausen und war erleichtert als der ganze Schmutz beseitigt war und ich den kleinen Kerl Maxi übergeben konnte. Der grinste nur und ich rollte mit den Augen und sah zu den drei schon sauberen Fohlen, die gemütlich etwas dösten. Für sie war es zu Ende, auf mich warteten noch vier Fohlen.
      Da startete es auch schon mit den Kleinsten und jüngsten der Runde. Liebevoll blickte mir Ártali entgegen und schnaubte kurz zur Begrüßung. Ich schmunzelte und führte das Isländerfohlen zum Waschplatz und band ihn sogleich fest. Dies war das erste mal das er gewaschen wurde, sofern er dies nicht schon bei Vepr's Hof erlebt hatte. Er musterte neugierig das Ding und beobachtete es genau, als Wasser raus kam zuckte er, aber hatte dann keine Angst als das Wasser über ihn floss. Zwar hörte er nach hinten, aber war noch nicht ganz ruhig. Als soweit alles grobe weg war, machte ich mit dem Einshampoonieren und mal wieder war alles braun, nur nicht so stark wie bei den anderen, es hielt sich in Grenzen. Der Kleine war bald komplett weiß und schaumig, sodass ich mir wieder den Duschkopf nahm und ihn gründlich ab brauste. Er entspannte sich nun mehr und guckte neugierig auf den Schaum, ehe er fertig war und ich ihn dem wartenden Maxi gab. Der sogleich anfing mit den trocken rubbeln.
      Derweil machte ich mich auf den Weg zurück, um den nächsten Hengst wieder zu reinigen.
      Code meine wunderschöne Jungstute, war die nächste, sie war noch erträglich vom Schmutz. Sie blickte mir glücklich entgegen und stupste mich an. ich kraulte ihr kurz über die Stirn und führte sie dann auch zum Waschplatz, wo die nun Große Stute sich freiwillig hinstellte und sogar ohne Strick oder angebunden zu sein da stand. Sie entspannte sich sofort als ich ihr Fell mit dem warmen Wasser nass machte und schon das erste schmutzige Wasser ablief und bald nichts mehr kam und ich den Duschkopf weglegte und mal wieder von der Stute angestupst wurde. ,,Ja meine kleine Maus!´´, lächelte ich und kraulte ihre Schnute, ehe ich mir das Shampoo schnappte und die Warmblutstute damit einschäumte und dies länger dauerte, da sie ja schön größer war als die anderen. Doch bald war das Rappenfell verschwunden und sie war ein großer Pudel mit schwarzen Kopf. Ich grinste bei dem Gedanken und sah zu Maxi, der gerade die Mähne von Ártali gekämmt hatte und ihn zu den anderen stellte: ,,Guck mal ein Riesenpudel!´´, lachte ich und musste noch mehr Grinsen, als Code zu Maxi hinter blickte und den Kopf schief legte. Maxi musste auch Lachen und als Code mich verwundert anblickte, meinte ich, während ich über ihre Stirn strich. ,,Du siehst einfach lustig aus!´´, grinste ich und nahm mir dann den Duschkopf und wusch ihr das Shampoo aus dem Fell. ,,Na also!´´, grinste ich und sie strahlte wundervoll. Als ich sie dann Maxi übergab, wollte sie mir schon nach gehen, doch maxi hielt sie fest und die Stute sah mir nach. ,,Keine Angst!´´, grinste ich und sprach die beruhigenden Worte zu ihr, ehe ich um die Kurve verschwand und das vorletzte Fohlen holte.
      Nun war eine der Rabauken dran, die weg rannten. Baghira sah mich nur voll brav an und ich grinste nur und band sie ab, ehe ich sie zum Waschplatz brachte und erstmal anband. Dort blieb sie still stehen und ich schüttelte den Kopf. Dann blickte ich zu Maxi, der es ebenfalls tat. Ja die kleine war schon ne ziemlich harte Nuss heute und jetzt stand sie hier so treudoof da. Wir grinsten und ich begann dann den ganzen Schlamm von der Stute runter zu waschen, bis großartig kaum mehr was kam und ich den Duschkopf weglegte und nach dem Shampoo griff. Dann begann ich auch schön gründlich das Pony einzuschäumen, bis man kaum was mehr was von dem Pony sah und ich das ganze Shampoo wieder raus wusch und die nun saubere Baghira an Maxi weiter gab und mir Joker holte.
      Als der kleine Rappschecke Joker, dann vor mir stand rümpfte ich die Nase und band ihn ab, ehe ich den Hengst zum Putzplatz führte und wieder so ein angeblich braves Pony hatte. Ich grinste nur und sah zu meinen Freund der momentan die kleine Zicke trocken rubbelte und ich dann einfach mal mit dem Hengsten anfing: ,,Das wird lustig.´´, seufzte ich und wusch in den groben Schmutz aus dem Fell, nur noch erkannte man kein wirkliches Weiß. das könnte sich ja noch ändern nach dem guten Shampoo, wo ich auch schon begann Jackpot einzuschäumen und ihn nach einer Weile rund herum ordentlich in Schaum geschlossen hatte. Der Schecke entspannte sich nur und chillte eine Runde. Ich lächelte und nahm mir wieder dern Duschkopf, wo ich sogleich begann ihn abzubrausen und überrascht war. Der Hengst, war vielleicht nicht strahlend weiß und schwarz, aber das weiß sah soweit gut aus.
      Nun endlich hatte ich es geschafft und übergab das Fohlen Maxi: ,,Ich bringe die anderen derweil in ihre frischen Boxen, während du dich um Joker kümmerst!´´, meinte ich lächelnd und ging zu Possy und Rando, die ich abband und beide neben mir her in den Stall führte. es fing an zu schneien und ich war erleichtert die Fohlen heute geholt zu haben und nicht erst Morgen, sonst wäre es schlimmer gewesen mit dem Dreck. Als wir den Jungpferdestall erreichten, ging ich zu den Boxen und brachte zuerst Possy in ihre Box und nahm ihr das halfter ab, ehe ich die Box schloss und zu Rando's ging, wo ich den rappen auch gleich verschwinden ließ und zurück zu Maxi ging und die nächsten Ponys nahm, Don und Sheregi, brav folgten mir die Hengste zum Stall und wurden auch vom Schnee überrascht und waren froh als sie in ihren Boxen standen und ich ihre Halfter draußen an hing. Maxi war mittlerweile fertig und stand mit Joker und River bereit da, ehe ich mir Ártali und Code schnappte und wir die restlichen Jünglinge in ihre Boxen brachten. Zufrieden entfernen wir die ganzen Sachen die wir hatten gebraucht und verräumten sie. dann sahen wir wie die Kleinen alle zufrieden über ihr Essen herfielen und somit gingen wir aus dem Fohlenstall und schlossen die Türe hinter uns, ehe wir uns erstmal frisch anzogen, duschten und dann aufs Sofa setzten und einen Film sahen.
      [16451.Zeichen]

      Sammelpflegebericht von den Fohlen

      Nun waren die Kleinen aus dem Stall dran und ich ging zum Fohlenstall wo ich auch schon von vielen jungen Gewieher begrüßt wurde. Mit einem Lächeln machte ich mich jedoch gleich an die Arbeit.
      Zuerst war der kleine Hengst Ártali van Ghosts dran, den ich aus der Box holte und anband. dann begann ich auch schon mit der Arbeit und holte Striegel sowie Kardätsche. Gründlich befreite ich sein Fell; Von Winterfell, Schmutz und Staub. Als dies endlich erledigt war, nahm ich mir den Hufkratzer zur Hand und hob jedes seiner Beine vorsichtig hoch und beseitige Steine sowie Staub. Dann war ich auch schon fertig damit und nahm mir den Kamm zur Hand, ehe ich gründlich sein Langhaar durchkämmte und danach alles wieder in die Putzbox legte. Dann nahm ich mir die Longiersachen und ging zum Round Pen, wo ich den Isländerhengst etwas longierte und dann zurück ins eine Box brachte.
      Jetzt kam meine 'Bunte Stute' dran, so wie ich sie immer lieblich nannte. Liebevoll strich ich über ihre Stirn und legte ihr dann das Halfter an, um sie aus der Box zu holen. Als sie draußen stand, band ich sie fest und nahm mir die Fellpflegeutensilien heraus und begann die Stute von all dem überflüssigen Fell zu befreien und hatte dies nach einer ganzen halben Stunde geschafft, sodass ich mit der Hufpflege fortsetzen konnte. Brav hob sie jedes Huf und ich konnte diese schnell und gründlich von Dreck befreien, ehe ich auch schon mit dem Langhaar weitermachte. Auch dieses war in Kürze wieder gründlich durch und glänzte seidig. Nun machte ich auch ihr das Longierset ran und brachte sie zum Roundpen. Dort begann ich sie ein paar Runden drehen zu lassen und ging dann alle Gangarten durch. Nach einer Weile beschloss ich mit longieren Schluss zu machen, um die Kleine wieder in die Box zu bringen. Schon waren wir wieder im Stall und ich legte ihre Ausrüstung ab und legte sie zur nächsten Box, ehe ich Bateau in ihre Box zurück brachte.
      Nun war die Jährlingstute Code of Mystic Girl dran, also grüßte ich sie liebevoll und legte ihr das Halfter an, ehe ich sie aus der Box holte und anband. Dann begann ich mit der Fellpflege und säuberte sie gründlich mit Kardätsche und Striegel, bis auch ihr Winterfell Geschichte war. Nun hob ich alle ihre vier Hufen an und säuberte diese gründlich. Nun machte ich mich an die Arbeit ihr Langhaar gründlich durchzukämmen. Schon war auch sie schön herausgeputzt und ich konnte mit dem Longieren weiter machen. Schnell war das Set an der Stute befestigt und ich brachte sie zum Round Pen, wo ich auch schon mit dem Longieren begann. Wir probierten alle Gänge durch und die Stute bewies wie immer schöne Gänge und eine tolle Ausstrahlung, dies erfüllte mich mit Stolz und ich trainierte sie weiter. Nach einer Weile hatten sich ihre Gänge weiter entwickelt und sie lief wundervoll wie ein Engel. Lächelnd verlangsamte ich ihre Geschwindigkeit, sodass sie in Ruhe die Runden trottete und dann her kam und sich streicheln ließ. Nun brachte ich sie wieder zurück in den Stall, nahm ihre Ausrüstung ab und stellte sie in ihre Box.
      Nun kam mein Fuchsreitpony Don dran und ich grüßte ihn lächelnd, ehe ich das Halfter vom Haken nahm und es ihm anlegte. Dann führte ich den Fuchshengst aus der Box heraus und band ihn draußen an. Nun begann die Fellpflege und ich nahm mir Kardätsche und Striegel zur Hand. Gründlich beseitigte ich überflüssiges Fell und entfernte den Schmutz sowie Staub, bis Don endgültig strahlte und sauber war. Nun nahm ich mir den Hufkratzer zur Hand und hob seine vier Hufe nach einander und säuberte sie gründlich. Als ich dies erledigt hatte, kümmerte ich mich um sein kurzes Langhaar, bis auch dieses fertig war. Nun legte ich ihm das Longierset an und ging zum Round Pen. Dort longierte ich den kleinen Don und war überrascht das sich seine Gänge um einiges verbessert hatten, daher brauchten wir nicht lange weiter trainieren und ich konnte ihn zurück zum Stall bringen. Dort legte ich seine Ausrüstung ab und brachte ihn in seine Box.
      Nun kam Joker's Pokerface dran und ich holte denn Rappschecken aus seiner Box. Daraufhin nahm ich mir Striegel und Kardätsche und begann sein Winterfell zu entfernen, bis auch sein Fell wieder glänzte und ich die Hufe anhob und diese mit den Hufkratzer säuberte. Dann nahm ich den Kamm heraus und kämmte seine Mähne. Nun war er sauber und ich legte ihm die Longiersachen an, ehe ich den Schecken zum Round Pen führte und mit dem longieren begann. Er hatte schöne Gänge entwickelt und wir longierten noch ein bisschen, bis ich beschloss aufzuhören und ihn zurück zum Stall brachte, dort angekommen nahm ich ihm die Ausrüstung ab und stellte ihn in seine Box.
      Die nächste Jungstute kam dran. Possy meine hübsche Trakhenerstute war nun dran und ich holte die Stute samt Halfter aus der Box, ehe ich den Striegel, sowie Kardätsche aus der Putzbox holte und begann ihr Fell zu säubern, bald lag all das Winterfell am Boden und ich nahm mir den Hufkratzer aus der Box und begann ihre vier Hufe gründlich zu säubern und mit dem Langhaar fortsetzte. Gründlich kämmte ich dieses durch und konnte ihr nun die Longierausrüstung anlegen. Als diese dran war ging ich zum Round Pen und longierte sie etwas, dann brachte ich sie zurück in ihre Box.
      Nun kam Rando an die Reihe. Ich holte den Hannoveranerhengst aus seiner Box und band ihn fest. Dann schnappte ich mir Kardätschte und Striegel von der Putzbox und begann mit der Fellpflege. Gründlich entfernte ich sein Winterfell und bürstete sein Fell seidig glänzend. Nun nahm ich mir den Hufkratzer und begann seine Hufe zu säubern, brav machte er mit und ich konnte flott mit der Langhaarpflege weiter machen. Als sein Langhaar endlich gekämmt war, machte ich auch ihm die Longierausrüstung ran und brachte ihn zum Round Pen. Dort longierte ich den Rappen und bemerkte, das er genauso tolle Gänge wie sein Vater hatte. Zufrieden mit seiner Leistung übte ich noch ein paar Gangwechsel und dann machte ich für heute Schluss. Schon brachte ich Rando zurück zum Stall und machte ihn die Longiersachen ab, ehe auch er in seiner Box verschwand.
      Nun kam der letze der Runde dran und ich holte den kleinen Sheregi aus der Box. Draußen band ich ihn fest und begann ihn zu putzen. Gründlich striegelte ich ihn und war nach einer Weile endlich fertig. Dann nahm ich mir den Hufkratzer zur Hand und begann seine vier Hufe gründlich zu säubern. Als dies getan war, nahm ich mir den Kamm und kämmte seine wilde Mähne durch, wie auch den Schweif. Nun hatte ich ihn komplett sauber bekommen und legte ihm die Longierausrüsting ran, ehe wir im Round Pen verschwanden. Dann longierte ich ihn ein wenig und machte bald Schluss, da er soweit gut in Form war. Nun brachte ich ihn zurück in den Stall, machte die Ausrüstung ab und stellte ihn in seine Box.
      Endlich hatte ich die Fohlen geschafft und ging ins Haus wo ich mit Maxi noch einen Film anschaute.
      [6851.Zeichen]

      Sammelpflegi - Stuten
      Früh stand ich auf um mich um die ganzen Stuten zu kümmern. Flott stand ich in der großen Stallgasse und holte mir den ersten Kandidat hinaus.
      Schon begann ich Arcanys Fell gründlich zu striegeln und hatte die Hufe genauso schnell gesäubert und die Mähne frisch gekämmt. Also legte ich ihre Ausrüstung an und drehte eine Runde auf den Reitplatz, ehe ich zurückkehrte und die Ausrüstung abnahm, denn Stall mistete und Arcany zurück in die Box stellte.
      Nun war Code of Mystic Girl an der Reihe und ich holte den dunkle Stute aus der Box, ehe ich ihr Fell striegelte, die Hufe säuberte und das Langhaar kämmte. Schon war sie sauber und ich mistete ihre Box, ehe ich sie mit der Longe ausrüstete und ebenfalls etwas auf dem Platz bewegte. Als auch sie etwas Bewegung bekommen hatte, nahm ich ihr die Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Nun kam Frejka an die Reihe und ich begann sie ebenfalls gründlich zu striegeln, das Langhaar zu kämmen und die Hufe auszukratzen. Dann mistete ich ihre Box, legte ihre Ausrüstung an und bewegte sie auf der Rennbahn in Tölt, sowie Pass und den anderen Ganarten. Als sie genug Bewegung hatte, legte ich ihree Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Nun kam La Bella Goia an der Reihe und ich striegelte sie gründlich, säuberte ihre Hufe, kämmte ihr Langhaar und mistete ihre Stallbox. Dann legte ich ihre Ausrüstung an bewegte sie auf dem Reitplatz und brachte sie anschließend, mit abgelegter Ausrüstung, in die Box.
      Nayeli war die fünfte Stute und ich begann sie gründlich zu striegeln, ihre Hufe zu säubern und ihr Langhaar zu kämmen, ehe ich den Stall mistete und ihr ihre Ausrüstung anlegte. Nun bewegte ich die Hackneystute auf den Reitplatz und führte sie nach dem Training zurück zum Stall, wo ich ihre Ausrüstung ab nahm und sie in die Box stellte.
      Jetzt kam Oricono Flow an die Reihe und ich begann die dunkle Stute ordentlich zu striegeln, ehe ich ihre Hufe auszukratzte und ihr Langhaar gründlich kämmte und anschließend ihre Box mistete. Dann legte ich ihre Dressuraustrüstung an und bewegte sie auf dem Reitplatz und brachte ihn anschließend wieder in die frisch gemistete Box.
      Die Vorletzte war dran und ich führte Possy Pleasure Mainstream aus der Box. Dann begann ich ihre Fuchsiges Fell zu striegeln, die Hufe zu säubern und das lange Langhaar zu kämmen, ehe ich die Box mistete und der Trakhenerstute ein Halfter ran machte. Dann bewegte ich sie etwas auf dem Platz, übte ein paar Vertrauensübungen und brachte sie anschließend wieder in die Box.
      Nun war die letzte in der Runde an die Reihe und ich holte die Englische Vollblutstute, namens Sympathy of the Devil aus der Box. Draußen angekommen begann ich gründlich ihr Fell zu striegeln, die Hufe zu säubern, das Langhaar zu kämmen und anschließend den Stall zu misten. Dann legte ich ihre Ausrüstung an und bewegte sie ein paar Runden auf der Rennstrecke, wo sie wieder Höchstleistungen bewies. Nach dem Training nahm ich ihre Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Fertig waren die Damen.
      3006. Zeichen

      Ausbildungsbetrieb Gestüt Federsee Einreiten von Possy
      1/10 Einreiten von Possy


      Nun hatte ich endlich zeit mich um mein Neues Ausbildungspferd Possy zu kümmern. Stefanie ihre Besitzerin erzählte mir das Possy zickig sein kann. Dies bewies die junge Stute schon beim aufs Paddock bringen ihre Launen gezeigt. Heute ging es ihr an den „Kragen“ wie man so schön sagt.
      Als ich auf dem Weg zu ihr war traf ich meine Zuchtpartnerin Eowin, ich bat sie mich an die longe zu nehmen. Sattel Trense und longieren kannte diese Stute bereits. Eowin erklärte sich bereit und sagte mir das sie in der Halle auf uns Warten würde. Ich simste nur kurz Stefanie, das wir heute mit Possy anfangen würden. Also holte ich die Fuchsscheckstute aus ihrer Box und striegelte sie über. Schon da bemerkte ich ihre Laune. Das kann ja heiter werden! Mehrmals ermahnte ich sie und legte nun den Sattel auf. Zäumte sie auf und machte mich fertig. Da ich nicht genau wusste wie sie drauf war, zog ich meine sicherheitweste fürsorglich an und meinen Helm, auch wenn es mich beides behindert zu mindestens hatte ich das Gefühl dabei. In der halle übergab ich sie Eowin sie longierte sie zuerst ohne Reiter ,weil ich schnell aufs die Toilette musste und meine Reithandschuhe vergessen hatte. Ich holte diese zog mich an und erkundigte mich bei Eowin wie sie sich benahm, doch ihre Mimik verriet mir deutlich das es wohl nicht brav gewesen sein konnte. „ Du willst da jetzt wirklich rauf?!“ fragte sie mich. „Natürlich, irgendwann müssen wir damit anfangen. Wenn es dir zu viel wird, Reis halt an der longe, das teil fliegt sofort ab, ohne ihr im Maul wehzutun!“. Ich hatte extra eine longe so präpariert das es im notfalls, die longe weggerissen wird. Nun war ich bereit und stieg auf die Junge stute auf. Sie tänzelte und legte bedrohlich die Ohren an. Ich ließ mich davon nicht beeindrucken. Ich legte vorsichtig meine Schenkel an ihren Körper und schon preschte die stute los, buckelte und versuchte alles um mich los zu werden. Die erste zeit schliff sie sogar Eowin mit. Nach dem ihr ihr zugerufen hatte das sie die longe wegmachen sollte. Ich hatte ordentlich zu tun. Einmal konnte ich ihren Hasen hacken nicht sitzen und flog runter. Possy galoppierte wild durch die Halle. Eowin kam erschrocken auf mich zu gerannt. „ Hast du dir was getan?!“ rief sie. „ Nein nein mir geht’s gut!“ sagte ich und stand auf. Ich klopfte den Sand heraus und fing die stute ein. Ich beruhigte die Stute und stieg nochmal auf. Nun lief sie zwar zornig und zickig unter mir aber dennoch ruhig. Hin und da machte sie Anstalten wieder die gleiche Show abzulegen wie vorhin, doch ich trieb sie entschlossen einfach weiter. Als sie brav weiter lief lobte ich die Stute sehr. Als sie einige runden nun im Schritt gelaufen ist lobte ich sie und beendete das Training für heute. Morgen würde es weiter gehen.

      Pflegi - Stuten

      Heute war ein besonderer Tag, da ich mich um die Stuten von Snoopy kümmern durfte. Ich kam in den Stall und die erste, die mir in den Blick fiel, war Arcany. Ich holte ihren Putzkasten und nahm sie aus der Box. Fix putzte ich ihr Fell, kratzte ihr die Hufe aus und bürstete Mähne und Schweif. Als sie sauber war, holte ich ihren Sattel und ihre Trense und machte sie fertig. Ich ging mit ihr auf das Dressurviereck und ritt ein paar Runden mit ihr. Sie war zwar brav, aber nicht wirklich motiviert zu arbeiten. Nach etwa einer halben Stunde ritt ich sie dann trocken und brachte sie zurück. Erst nahm ich ihr alle Sachen wieder ab, dann machte ich noch schnell die Box sauber, legte ihr eine Portion Heu hinein und tat ein wenig Kraftfutter in den Trog. Nun konnte sie auch hinein und fing gleich an zu fressen.
      Als zweites war Code of Mystic Girl an der Reihe. Auch sie holte ich aus ihrer Box und putzte sie erst einmal. Nachdem ich sie fertig geputzt hatte, die Hufe ausgekratzt und die Mähne gekämmt waren, holte ich ihren Springsattel und ihre Trense. Ich legte ihr beides an und ging mit ihr auf den Springplatz. Die Sprünge stellte ich alle auf E-Höhe und ritt sie erst einmal warm. Wir ritten die Sprünge in verschieden Reihenfolgen an und Code war fleißig dabei. Durch regelmäßiges Abschnauben, machte sie deutlich, dass sie Spaß an der Arbeit hatte. Als sie dann langsam müde wurde, ritt ich sie nur noch trocken und ging dann wieder zu ihrer Box. Ich zog ihr alles aus und putzte sie noch einmal über. Danach machte ich noch ihre Box sauber und tat ihr Heu und Kraftfutter hinein. Sobald Code in ihrer Box war, fing sie zufrieden an zu fressen.
      Nun war Frejka an der Reihe. Ich holte sie aus der Box, putzte sie, kratzte ihre Hufe aus und kämmte ihr Langhaar. Dann holte ich Sattel und Trense und ging mit ihr auf die Ovalbahn. Zu Anfang war sie kaum zu bremsen und flitzte nur so im Kreis umher, doch nach einer Weile hatten wir uns ganz gut arrangiert und sie ließ sie anständig kontrollieren. So machten wir immer wieder Gangarten- und Tempowechsel bis sie locker wurde und richtig schön angenehm lief. Am Ende ritt ich sie in Ruhe trocken und brachte sie dann wieder zurück zu Box. Ich zog ihr alles aus und machte auch ihre Box noch sauber und tat Heu und Kraftfutter hinein. Zufrieden schnaubend machte sie sich über ihr Futter her.
      Nach Frejka war Glammy dran. Ich putzte sie, machte ihre Hufe sauber und kämmte Mähne und Schweif. Danach legte ich ihr ihr Westernzubehör an und ging mit ihr auf den Platz. Sie war sehr fleißig und man konnte mit ihr jede Lektion sehr exakt reiten. Es machte richtig Spaß mit ihr zu arbeiten und so machten wir auch etwas länger als ursprünglich geplant. Nachdem ich sie trocken geritten hatte, ging es wieder zu ihrer Box. Ich sattelte und trenste sie ab und machte ihre Box sauber, abschließen kam noch Heu und Kraftfutter hinein, damit sie schön fressen konnte. Mit einem letzten Krauler verabschiedete ich mich und ging weiter.
      Als nächstes war La Bella Goia an der Reihe. Nachdem ich sie geputzt hatte und ihr die Hufe ausgekratzt und die Mähne gekämmt hatte, legte ich ihr Sattel und Zaumzeug an und ging mit ihr auf den Springplatz. Für sie stellte ich die Sprünge alle eine Nummer höher. Ich ritt sie erst warm, um danach die Sprünge in verschiedenen Reihenfolgen anzureiten. Sie war sehr ehrgeizig und sprang sehr energisch. Nur einmal nahm sie eine Stange mit. Nach getaner Arbeit ritt ich sie in Ruhe trocken. Danach nahm ich ihr alles ab und brachte sie zurück in ihre Box, die ich zuvor noch sauber machte und Heu und Kraftfutter hinein tat.
      Folgend war Oricono Flow dran. Ich putzte sie, kratzte ihr die Hufe aus und kämmte ihr ihr Langhaar. Danach sattelte und trenste ich sie und ging mit ihr auf das Dressurviereck. Doch ritt ich sie erst einmal locker um dann alle möglichen Lektionen zu reiten. Sie reagierte sehr sensibel auf die Hilfen und es gab im Grunde nichts, was sie nicht konnte. Um so mehr Spaß machte die Arbeit mit ihr. Da sie im Grunde unermüdlich war, hörte ich nach einer Weile auf, obwohl sie noch nicht ansatzweise erschöpft war. Ich ritt sie in Ruhe trocken und brachte sie wieder zu ihrer Box. Dort nahm ich ihr alles ab und machte noch eben die Box sauber. Nachdem ich ihr Heu und Futter hinein getan hatte, stellte ich sie in die Box.
      Als Vorletzte war Possy Pleasure Mainstream an der Reihe. Sie wollte ich nur longieren, da sie wohl einen ziemlichem Dickkopf haben konnte und sie noch nicht ausreichend kannte. Also putzte ich ihr Fell, kratzte ihr die Hufe aus und kämmte ihr ihr Langhaar. Danach legte ihr ihr den Longiergurt an und trenste sie auf. Wir gingen auf den Longierzirkel und ich ließ sie erst einmal ein wenig im Schritt gehen. Als ich sie dann schneller laufen ließ, buckelte sie erst einmal los. Aber nach einer Weile merkte sie, dass sie damit bei mir nicht weit kam und wurde friedlicher. Ich konnte sie schön locker longieren und ließ sie am Ende noch ein wenig im Schritt gehen. Nach getaner Arbeit brachte ich sie dann wieder zur Box und nahm ihr alles ab. Ich machte die Box sauber, tat Heu und Futter hinein und stellte Possy wieder rein.
      Als Letzte ist Sympathy of the Devil dran. Auch sie putzte ich schnell über, machte ihre Hufe sauber und kämmte ihr Mähne und Schweif. Danach bekam sie ihr Rennoutfit an und wir gingen auf die Ovalbahn. Ich wärmte sie erst ein wenig auf, bevor wir mit dem Galoppieren anfingen. Man merkte sofort welchen Spaß sie hatte. Sie flitzte nur so über die Ovalbahn. Nach einer Weile war sie aber sehr erschöpft und so ritt ich sie nur noch trocken und brachte sie dann wieder zu ihrer Box. Dort nahm ich ihr alles ab und machte die Box sauber. Nachdem ich ihr ein wenig Heu und Futter hinein getan hatte, konnte sie dann auch rein.
      Ein letztes Mal ließ ich meinen Blick durch die Stallgasse schweifen und machte mich dann auf den Weg nach Hause.
      5892. Zeichen - by Sunnyyy

      Sammelpflegebericht - Privatpferde

      Aufmerksam beobachtete ich die vorbeiziehenden Wolken. Es war früh um acht und ich stand im Stau. Seufzend zückte ich mein Handy und schrieb Stefanie eine SMS, dass es wohl oder übel später werden würde. "Kein Problem, ich füttere schon mal die Pferde und mach dann los. LG Steffi", kam als SMS zurück.
      Nach einer halben Stunde war ich dann tatsächlich endlich auf dem Gestüt angekommen und eilte in den Stall. Bei dem schönen Wetter konnten die Pferde es gar nicht erwarten, auf die Weide zu kommen. Also halfterte ich sie nacheinander auf und brachte sie raus. Während die Vierbeiner fröhlich über die Weide jagten, kümmerte ich mich um die Stallarbeit. Zuerst wurde ausgemistet, dann eingestreut. Über zwei Stunden verbrachte ich damit, ehe ich mit der Arbeit mit den Pferden beginnen konnte.
      Es waren allerhand Pferde für einen Tag, weshalb ich mich viel auf Bodenarbeit berufen wollte, statt stundenlang durchs Gelände zu torkeln, das würde ich mir für den Abschluss aufheben. Als erstes war der Hengst Arcado an der Reihe. Ich holte de frechen Norweger von der Weide, putzte ihn gründlich und longierte ihn dann circa 20 Minuten. So richtig bei der Sache war er ja nicht, aber zumindest arbeitete er körperlich ganz gut mit. Danach führte ich ihn mit Abschwitzdecke in Ruhe trocken, ehe er wieder raus durfte.
      Danach war Frejka an der Reihe. Mit Isländern hatte ich kaum Erfahrung und vermied es auch tunlichst, sie zu reiten, denn ihr 5. Gang war mir einfach nicht geheuer. Stattdessen putzte ich Frejka gründlich und ging dann in die Halle. Dort massierte ich sie ein Weilchen, ehe ich einige Dehnübungen mit ihr durchnahm. Ich wollte die Stute vom Huf bis zur Schwanzspitze entspannen und das gelang mir auch nach einiger Zeit. Danach war Frejka viel beweglicher und motivierter.
      Das reichte aber für sie auch und so war Golden Ebano an der Reihe. Er hatte damals mal auf meinem Gestüt gestanden, weshalb ich mich nicht scheute, ihn zu reiten. Also putzte und sattelte ich den großen Vollblüter und marschierte zur Halle. Ebano war sehr aufmerksam bei der Arbeit dabei und wir trainierten vor allem die Wechsel zwischen den Gangarten, um dem ganzen noch ein wenig mehr Eleganz zu verleihen. Danach war er recht verschwitzt, so dass ich ihn erstmal mit Decke in die Box stellte.
      Mit dem jungen Foresthengst Papermoon's Yakari wollte ich nur eine Runde spazieren gehen. Dennoch putzte ich ihn gründlich vorher. Während des Spaziergangs fragte ich auch das ein oder andere aus der Bodenarbeit ab. Das Gleiche tat ich auch mit Possy Pleasure Mainstream. So dass auch wir beide recht schnell fertig waren. Sir Henry war noch recht jung und so entschied ich mich für das Longieren, denn ich wollte bei ihm nichts falsch machen. Die Trainingseinheit lief einwandfrei ab und wir beide waren danach sehr zufrieden.
      Mit dem kleinen Hengst Spencer übte ich ein wenig Langzügelarbeit. Der Hengst schien darin auch schon etwas Erfahrung zu haben und war voller Motivation dabei. Mehr Arbeit hatte ich danach mit Sympathy of the Devil. Die Vollblutstute schien Fremden gegenüber nicht sonderlich motiviert zu sein, so dass wir es bei einem Spaziergangn beließen. Für das Gleiche entschied ich mich bei Zanyah, auch wenn die Araberstute mir wesentlich neugieriger entgegen trat.
      Als Abschluss des Tages machte ich noch einen schönen Ausritt mit Small Joker. Danach kamen alle Pferde in den Stall, es wurde gefüttert und dann fuhr ich auch schon todmüde nach Hause.
      [3461.Zeichen]

      Großer Bericht für die Privatpferde

      Endlich mal ein schöner Tag, da hatte das Abendrot von gestern wohl Glück gebracht. Weshalb wir wohl heute mal draußen trainieren könnten, aber nur wenn die Plätze nicht mit Pfützen voll waren. Maxi und ich entschieden uns Heute mal dafür, das er die Männer übernahm und ich die Frauen.
      Somit holte er sich als erstes Arcado den Norwegerhengst des Stalles und ich nahm mir die Isländerstute Frejka zur Hand. Dann begannen wir die Beiden erstmal gründlich sauber zu striegeln. Arcado hatte sich wohl in der Dreckpfütze gestern gewälzt, aber Frejka war relativ sauber, hatte nur ein paar größere Dreckige Flecken, zwar keine Ahnung wie sie das hinbekommen hatte, aber was solls, sie mussten beide sauber gemacht werden, was auch seine Zeit brauchte, zumindestens bei Arcado und Maxi. Also brauchten die noch etwas länger, weshalb ich nun erstmal Frejkas Hufe säuberte, die wohl das dreckigste am ganzen Pferd waren, wie die junge Stute nur das schafft, wunderte mich. Doch ich machte mir nicht weiter groß darüber den Kopf und putzte sie weiter, ehe ich ihr Langhaar kämmte und ihre Ausrüstung dann anlegte. ,,Ich geh schon mal vor!", sagte ich zu meinen Freund und er nickte mir entgegen, während ich mich auf den Weg zum Reitplatz machte. Dieser war glücklicherweise heute ma trocken geblieben, bei den ganzen Regenfällen in der letzten Zeit. Was mich ziemlich wunderte, aber auch irgendwie glücklich machte, somit stieg ich auf und begann die junge Stute warm zu reiten. Brav trabte der Isländer seine Runden und hielt kurz inne, als Maxi auf Arcados Rücken zu un stieß. ,,Ah auch schon da!", grinste ich und er lachte: ,,Jaa endlich!" Dann ritt er den Ponyhengst schließlich ebenfalls warm und wir trainierten zusammen etwas auf dem Platz. Also übten wir alle Bahnfiguren gründlich durch und lobten die beiden Pferde, als sie ihre Arbeit heute ordentlich durchführten. Deshalb stiegen wir ab und führten die Beiden zurück zum Stall, wo wir den Beiden die Ausrüstung abnahmen und in ihre frisch gemisteten Boxen stellten, wo sie sofort ihr leckeres Hafer fraßen.
      Dann holten wir uns die nächsten zwei Pferde, diese waren Compañero und Mikado. Mikado würde ich nur Longieren, da sie noch nicht eingeritten war. Und Maxi trainierte heute Nero im Westernreiten, bzw. machte ein paar typische Übungen mit dem bunten Criollohengst. Doch davor mussten wir sie natürlich putzten, was bei Beiden heute nicht sehr lange dauern würde, da sie kaum dreckig waren. Also schnappte ich mir den Striegel aus Mikados Putzkasten und säuberte gründlich ihr Roanfell. Maxi striegelte Neros Fell ebenso lange wie ich Mikados, weshalb wir Beide gleichzeitig mit den Hufe säubern anfingen. Dreckig waren diese nicht sehr stark, was uns beruhigte, da sie sich somit keine Verletzungen einfangen würden. Als die hufe sauber waren, kam das Langhaar und ich kämmte nicht lange an Mikado's Haaren, da sie eh recht kurze hatte und nur der Schweif etwas mehr Arbeit verlangte. Bei Maxi brauchte es auch nicht viel Zeit, denn er war schon beim Satteln, was bei Mikado noch nicht der Fall war, da sie noch nicht eingeritten war und deshalb nur Longieren angesagt war. Also legte ich ihr alles dafür an und führte sie dann Maxi hinterher, wo ich sie dann auf den Platz longierte. Maxi trainierte währenddessen mit Companero einige Westernlektionen und meisterte diese sehr gut. Dies machte mich sehr stolz und ich lobte ihn ab und zu, doch konzentrierte mich hauptsächlich auf Mikado. Wir trainierten noch eine ganze Weile, bis ich die Vollblutstute an der Leine Schritt laufen ließ und dann zurück zum Stall führte. Dort legte ich ihr alles ab und brachte sie in ihre Box. Maxi hatte Nero auch schon in die Bpx gebracht, weshalb wir gleich mit den nächsten zwei Pferden weiter machten.
      Diese waren die Trakehner Bijou und Possy Pleasure Mainstream. Ich nahm die junge zickige Dame und Maxi nahm den selten farbigen Bijou. Also holten wir sie aus den Boxen heraus und begannen ihr Fell zu striegeln. Bei dem Hengst dauerte es etwas länger, da er ja hell war, bei Possy hatte ich nur Probleme bei den weißen Fell. Doch Beide brauchten wir dann doch nicht so lang und hatten die beiden Pferde sauber gestriegelt, ehe wir mit den Hufe säubern weiter machten und am Ende dann das Langhaar kämmten. Dann legten wir Beiden die Springausrüstung an, brauchten etwas beim festschnallen, hatten dann aber umso schneller die Trensen dran, sodass wir schneller zum Springplatz gehen konnten. Dort stiegen wir Beide auf die Rücken der Pferde, anders gesagt in den Sattel und drehten ein paar Bahnrunden, um die Pferde warm zu bekommen. Dann begann das Training und wir übten fleißig einige Sprünge und merkten das die Beiden mittlerweile höher waren als früher, sie trauten sich schon höhere Sprünge zu machen, obwohl sie soweit noch nicht ausgebildet waren. Also trainierten wir noch eine Weile mit den beiden Warmblütern und machten dann bald Schluss und führten sie zurück zu den Ställen. Dort angekommen legten wir ihre Ausrüstung ab und stellten sie in ihre Boxen, wo sie sich gleich entspannten und genüsslich ihre Mahlzeit zu sich nahmen.
      Weiter ging es und wir schnappten uns diesmal einmal die Vollblutstute Sympathy of the Devil und einmal den Isländerhengst Ártali van Ghosts, der ebenfalls noch nicht eingeritten war. Also war diesmal Maximilian mit dem Longieren an der Reihe und ich mit den normalen Training. Doch davor, wie bei allen Pferden zuvor, war die Pflege an der reihe. Somit schnappten wir uns die Striegel und kümmerten uns um das Pferdefell. Devil war ziemlich dreckig aber der junge Ártali nicht. Doch was solls, gepflegt werden mussten Beide, also machten wir uns an die Arbeit. Gründlich säuberte ich ihr Fell und blickte ab und zu, zu Maxi der mittlerweile schon beim Hufe säubern war. Dies hatte ich auch bald erreicht und säuberte mittlerweile Devil's Hufe und war bald beim Langhaar, wo ich nun mit Maxi gleich auf war. Dann wurden wir gleichzeitig fertig und legten den Pferden die passende Ausrüstung an. Devil bekam die Vielseitigkeitsausrüstung dran und wurde heute auf Bahnfiguren trainiert, also führte ich die junge Stute zum Platz und stieg auf. Dann ritt ich sie warm und begann mit den Training. Während ich mit dem Training beschäftigt war, kümmerte sich mein Freund ums Longieren mit Ártali. Bald neigte es sich aber dem Ende zu und wir brachten beide Pferde zurück zum Stall, nahmen ihnen die Ausrüstung ab und stellten sie in ihre Boxen.
      Dann kam der Letzte der Runde dran, der kleine Shettyhengst Spencer, mit dem ich heute Kunststücke üben wollte, doch davor war auch hier die übliche Pferdepflege an der Reihe. Also nahm ich mir den Striegel zur Hand, säuberte sein buntes Fell und machte dann mit den Hufen weiter. Diese säuberte ich gründlich, bis sie wieder in Ordnung waren und ich seine wilde Mähne bändigen musste. Also kämmte ich diese und machte dann mit dem Schweif weiter, ehe ich ihn zum Reitplatz führte und mit kleinen Kunststücken anfing. Diese stuften sich dann immer Höher bis ich ein paar Neue probierte und bald aufhörte, da es sich wieder zuzog. Daraufhin führte ich den kleinen Frechdachs zurück in seine Box und machte für heute Schluss...
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    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      Ankunft
      "Herzlich Willkommen!", rief ich lächelnd in den Hänger und half der Stute dann behutsam heraus. Gerade war sie angekommen: Possy Pleasure Mainstream. Eine reinrassige Trakehnerstute mit erstklassiger Abstammung und dazu auch noch ein wahrer Hingucker, denn bei Possy handelte es sich um eine wunderschöne Fuchsscheckin.
      Lange hatte ich jetzt nach dem passenden Gegenstück für meinen geliebten Cover the Sun gesucht und ich war fest der Meinung, in Possy genau die richtige Stute für ihn gefunden zu haben. Zwar war er fast zwanzig Zentimeter größer und auch locker breiter, aber dennoch fand ich schon jetzt, dass die beiden zusammen passten wie der Deckel auf den Topf.
      Aufgeregt schaute Possy sich um und schien es gar nicht fassen zu können, dass sie nun plötzlich woanders war. Dementsprechend gab sie ein lautes Wiehern von sich und schaute recht verunsichert, als ihr mindestens vier Pferde antworteten. Lächelnd führte ich sie zur Beruhigung zwei Runden über den Hof, ehe wir uns auf den Weg zum Stall machten, denn dort wartete auf Possy eine frische Box mit Heu.
      Die ersten fünf Minuten hatte sie dringenden Bewegungsdrang und lief in der Box umher und dann hinaus auf den Paddock und wieder rein. Während sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnte, verschwand ich in der Futterkammer und bereitete ihr eine Portion Mash mit Äpfeln und Möhren vor. Darüber schien sich Possy auch sichtlich zu freuen und ich schoss ein kleines Bildchen von der zufriedenen Stute. Das schickte ich mitsamt einer kleinen Nachricht an ihre Vorbesitzerin Stefanie, damit diese sich sicher sein konnte, dass es Possy bestens ging und sie die Fahrt gut überstanden hatte.
      Allmählich schien sich Possy auch zu beruhigen und ich leistete ihr noch ein Weilchen Gesellschaft, aber dann kamen auch allmählich die anderen Vierbeiner für die Abendfütterung in den Stall und schon gab es für Possy neue Dinge zu schauen und sie hatte gar keine Zeit mehr, sich mit mir zu beschäftigen, lächelnd verließ ich sie und wünschte ihr eine ruhige erste Nacht im neuen Heim.

      Pflegebericht - Dezember 2015
      Weihnachten!
      Pünktlich sieben Uhr morgens trällerte mein Wecker „Shake up the happiness, wake up the happiness…“ und versetzte mich zurück in das Gefühl der letzten Tage. Vor kurzem waren wir umgezogen und hatten es Anfang Dezember dann endlich geschafft, dass alle Pferde auf das neue Gestüt zogen und nun stand mir ein Neubeginn vor. Nochmal von vorne, aber es fühlte sich richtig und gut an.
      Seit Tagen verbrachten nun ich und die Pfleger vor allem auch Zeit damit, alles weihnachtlich zu schmücken, denn am 23. Dezember würden wir unsere Weihnachtsfeier haben und bis da waren es nun nur noch knapp vierundzwanzig Stunden, in denen allerhand geschafft werden musste. Die Pferde hatten zwischenzeitlich ein wenig Pause gehabt, denn ich hatte mich erst einmal ordnen müssen.
      Da das Gestüt aber über genügend Weiden verfügte, verbrachten sie ihre freie Zeit eben dort. Da der Winter momentan auch gar kein Winter war, konnten sie auch ungestört über die fast schon zu grünen Wiesen toben und ich musste ein wenig aufpassen, dass sie mir nichts zerstörten, aber so lange es trocken blieb, war alles gut. Tatsächlich war es dieses Jahr wirklich kein Winter. Stattdessen hatten wir täglich um die 15 Grad und Sonnenschein, es war eher wie Frühling.
      Dementsprechend fiel es alle Beteiligten schwer, sich wirklich in ein Winterfeeling zu versetzen, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig, wenn in zwei Tagen Weihnachten sein würde. An sich hatte ich an dem Tag meinem ganzen Personal frei geben wollen, aber sie wollten zumindest bis Mittag noch ihren Dienst verrichten und mich bei der großen Anzahl an Pferden unterstützen. Dafür dankte ich ihnen sehr und am morgigen Abend würde jeder noch eine kleine Überraschung von mir erhalten.
      Doch nun musste ich mich erst einmal aus dem Bett schälen und mich allmählich fertig machen, denn die Pferde warteten schon auf ihr Frühstück und dann wollten sie auch schon hinaus auf die Weide. Bisher hatte ich nicht viel Personal, weshalb ich selbst noch kräftig mit anpackte. Jeder hatte eine bestimmte Aufgabe verteilt bekommen, weshalb sie Pferde schon gefüttert waren, als ich angezogen und gefrühstückt in den Stall trat. Stattdessen ging es nun auf die Weide. Immer mit zwei Pferden verließ ich den Stall und brachte sie auf ihre bestimmte Weide. Um dem Personal einen Leitfaden zu geben, hing zum einen im Stall ein großer Plan und zum anderen stand sowohl an den Boxen als auch an den Weiden, wer wo hingehörte. So konnte ich mir sicher sein, dass alle Pferde dorthin kamen, wo hin sie sollten.
      Die Fohlen waren heute wieder besonders aufgeregt, für sie konnte es nie schnell genug nach draußen gehen. Besonders Hidden Flyer und Exciting Force waren immer sehr stürmisch. Die beiden Vollblutfohlen waren noch nicht sonderlich lange in meinem Besitz, weshalb ich sie bisher nur schwer einschätzen konnte, aber ich gab mir Mühe und so langsam kam ich dahinter. Zumindest rissen sie sich inzwischen nicht mehr samt Halfter und Strick los, sondern warteten, bis ich diese entfernt hatten.
      Heute sollte ein normaler Alltag anstehen, trotz der Tatsache, dass der 22. Dezember war, hatten wir noch genügend Anmeldungen für unsere heutigen Reitstunden. Eine würde ich halten, die andere würde auf das Konto einer mobilen Reitlehrerin gehen. Doch vorher wollte ich das sonnige Wetter für einen Ausritt nutzen. Leider fand sich spontan kein Mitreiter, weshalb ich entschied, mich selbst auf Deep Silent Complete zu schwingen und Come Whatever May als Handpferd zu nehmen.
      Die beiden Warmblutstuten kannten sich schon lange und kamen sehr gut miteinander aus, es würde also ein ruhiger und entspannter Ausritt werden, so etwas hatte mir gefehlt! Danach konnte ich dann guten Gewissens in den Tag starten. Tatsächlich waren wir auch nur eineinhalb Stunden unterwegs und nachdem beide Stuten gut versorgt wieder auf der Weide standen, erwarteten mich schon die Reitstunden.
      Die erste Reitstunde hatte etwas eher begonnen, da die Reitlehrerin heute Nachmittag noch woanders hin musste. In ihr liefen nur Herbsttraum und Hugo Boss. Beide unter sehr erfahrenen und talentierten Nachwuchsreitern, welche eine wirklich gute Figur auf den Ponys machten und den Unterricht der Reitlehrerin befürwortete ich auch sehr. Meine Reitstunde würde für fünf Reiter sein, es war ausnahmsweise Abteilungsreiten, was ich ungern machte, aber es konnte auch Spaß machen.
      Ich muss ehrlich sein, die Lewitzer setzte ich an liebsten in den Reitstunden ein. Immerhin züchtete ich sie als talentierte Sportponys für Kinder und Jugendliche. Dementsprechend besaßen sie auch einen ruhigen und rücksichtsvollen Charakter, waren aber denn wirklich talentiert. Das war auch der Grund, weshalb ich für meine Reitstunde Donatella, Elliot, They call her Fiorina, Talya und Carachillo ausgesucht hatte. Schnell waren die Pferde verteilt und die Reiter damit beschäftigt, sie vorzubereiten, denn das musste man bei uns noch alleine machen. Sie hatten dafür gut eine halbe Stunde, je nachdem ob sie eher oder später kamen. Pünktlich um zwölf startete dann meine Reitstunde. Ich ließ sie die Pferde erst einmal aufwärmen und gab den ein oder anderen schon ein paar Tipps. Wir wechselten immer zwischen Abteilungsreiten und freiem Reiten, bei zweiteren nahm ich sie mir auch gerne mal einzeln auf dem Zirkel vor. Es lief wirklich gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, danach schon heiser zu sein, aber was tat man nicht für die Jugend!
      Auch das Versorgen der Pferde beobachtete ich aufmerksam und war erst zufrieden, als es sowohl den Pferden als auch der Ausrüstung wirklich gut ging. Einer meiner Reiter schien gerade im Stress zu sein, denn ich fing ihm auf den Hof ab, wo er im fliegenden Wechsel von einem Pferd aufs andere sprang. Gerade kam er mit Scheherazade vom Distanztraining zurück und war nun schon auf halben Weg, um mit Cual Maniaca die nächste Runde anzutreten. Deshalb nahm ich ihm ein wenig Arbeit ab und führte meine braune Araberstute trocken, ehe ich sie noch abbürstete und dann auf die Weide brachte. Scheherazade barg sehr viel Potenzial, doch bisher hatte es sich noch nicht wirklich entfaltet. Leider.
      Da der morgige Tag gefüllt sein würde mit dem Programm unseres Weihnachtsfestes, hatte ich spontan eine Longenstunde doch noch auf heute geschoben. Das Pferd dafür war Kürbis, sie war ideal für die kleine Sechsjährige, welche uns hoffentlich öfters besuchen würde. Gemeinsam machten wir das Pferd fertig. Das Mädchen war sehr wissbegierig und scheute sich auch nicht, direkt nachzufragen. Heute machten wir an der Longe nur leichte Übungen, um ihre Balance und Konzentration zu stärken. Abschließend durfte sie noch ein paar Runden traben, ehe ich sie noch eine Runde um den Hof führte und dann war auch schon Schluss. Ohne Protest ging das zwar auch nicht, aber kommende Woche würde sie ja schon wieder da sein.
      Das Reitschulgeschäft konnte ganz lukrativ sein und ohne würde ich kurz über lang nicht auskommen, wiederum war mir aber das Wohl meiner Pferde wichtig und so basierte mein Prinzip darauf, dass auf jede Reitstunde mindestens zwei Korrekturstunden kamen und ein Pferd nie wirklich öfters als ein bis zweimal in der Woche lief. So dringend nötig hatten wir das Geld dann auch wieder nicht.
      Für den heutigen Nachmittag stand aber noch allerhand an. Ich wollte zumindest auch ein wenig mit helfen und es gab das ein oder andere Pferd, was wirklich nur ich ritt. Das war aus Prinzip Pajero. Den Schecken hatte ich schon, seitdem er ein Fohlen war, weshalb wir eine enge Bindung zueinander hatten. Für heute hatte ich mal wieder ein wenig Geländetraining eingeplant, das liebte er ja abgöttisch und besonders talentiert war er auch.
      Nach Pajero wartete schon mein zweiter Liebling: Thorondor. Jahrelang war ich seine Reitbeteiligung gewesen, dann war er in meinen Besitz gewandert und nun stand der wunderschöne Rappe bei mir im Stall und ging meinem Personal auf den Keks, denn er hatte einen sehr speziellen Charakter. Doch die Freiarbeit machte mit ihm tierisch Spaß und jeder bewunderte den Ausdruck und die Motivation des Pferdes, während wir über den Reitplatz tobten, es war wie immer sehr erleichternd.
      Für den heutigen Tag stand noch ein Springtraining mit Classic Gold an und eine Kutschfahrt mit Little Chocolate Chip. Danach telefonierte ich noch mit Occulta, welche momentan Naimibia als Leihstute für ein Fohlen besaß, schon bald würde meine hübsche Stute zurückkehren, da Occulta gerade dabei war, das Fohlen abzusetzen. Es war ein Traum von Reitpony geworden und wurde schon jetzt (zurecht) bewundert.
      Am kommenden Tag stand die Weihnachtsfeier an. Da diese pünktlich 13 Uhr beginnen sollte hieß es, den restlichen Kram schon vorher fertig zu machen und das war allerhand. Zum einen ritt ich vorher noch Allelujah, denn der hatte sich inzwischen seinen Ruf bei meinen Reitern gemacht und wurde tunlichst gemieden, weshalb ich die einzige war, die ihn vor allem gerne ritt. Danach longierte ich noch meinen Zwerg Hoppla, damit der kleine Kerl über den Winter weg nicht zu kräftig wurde und als letztes ließ ich noch einmal allen Stress von mir abfallen, während ich mit Albertino eine gemütliche Runde ins Gelände ging.
      Und dann ging schon unser Programm los! Beginnen tat das Ganze mit einem Führzügelwettbewerb. Endlich hatten wir eine Beschäftigung für unsere Zwerge gefunden. Werina und Mondscheinsonate liefen auch öfters als Gespann vor der Kutsche, aber Window blieb da immer ein wenig alleine im Nichtstun. Führzügelwettbewerbe und das Training mit den Zwergen machte ihm hingegen riesigen Spaß und unsere kleine Flauschkugel nahm tatsächlich ein wenig ab!
      Occani und Heartbreaker brauchten ein wenig mehr Beschäftigung. Zwar waren beide super kinderlieb und sehr geduldig, aber man sah ihnen doch an, dass es ihnen wesentlich mehr Spaß machte, gefordert zu werden. Sei es nun in der Dressur, im Springen oder im Gelände. Die beiden Welshs waren einfach für alles zu haben.
      Aus diesem Grunde hatten wir angeboten, die ein oder anderen kleinen Reiterinnen darauf vorzubereiten und alle waren wie verrückt gewesen. Es gab natürlich Schleifchen zu gewinnen und für jeden einen Nikolausstiefel mit Leckereien, so dass niemand leer ausging. Das Publikum hatte auch sichtlich Spaß! Danach sollten die Großen zeigen, was sie konnten, denn nun kam eine Hengstquadrille!
      „Bei der Auswahl der Pferde für die Hengstquadrille hatte ich lange mit mir gehapert, denn diese Pferde repräsentierten das Gestüt und sollten auch potenzielle Züchter anlocken. Also hatte ich versucht, so viel wie möglich mit einzubringen: Pawaneeh als Vertreter unserer Vollblüter, Cover the Sun lief als Sportpferd mit, Aristo zeigte die barocke Seite des Gestüts und zu guter hatte ich mich noch für Dissident Aggressor entschieden.
      Ich hatte alles dabei haben wollen und es war mir gelungen! Ich selbst saß auf Dissident Aggressor und jedes Pferd zeigte eine besondere Lektion, so dass Dissi und ich einen Spin zeigten, Aristo die Piaffe, Cover the Sun eine Pirouette und Pawaneeh überzeugte mit seinen Seitengängen. Der Applaus sprach auf jeden Fall für sich!
      Da ich wusste, wie beliebt es bei kleinen Kindern war, boten wir eine Art Ponyreiten an. Es waren immer größere Spaziergänge in das umliegende Gelände, circa eine Viertelstunde, bei welcher die Kinder geführt wurden. Dafür hatte ich Milka Luflee, Hyreygur, Varulv und Cheveyo ausgewählt, allesamt waren Hingucker aber totenbrav und das war das Wichtigste.
      Die Weihnachtsfeier war toll und alle hatten viel Spaß. Gegen 18 Uhr verließen allmählich alle das Gestüt und mit meinen engsten Leuten machte ich noch einen nächtlichen Ausritt bei Vollmond. Gut, nächtlich war übertrieben, aber 19 Uhr war es eben schon stockduster. Wir waren zu viert unterwegs und ritten unsere ruhigen Westernstuten: Kisshimbye, Like Honey and Milk, Ice Coffee und Apache’s Tomahawk. Schöner konnte man es nicht haben. Der Abend endete mit einer Weihnachtsfeier mit einem reichen Büffet und einer Dankesrede samt Geschenken für alle. Dann rückte auch der 24. Schon näher und ich würde allerhand zu tun haben.
      Wirklich viel Zeit hatte ich nicht, ich wollte alles schaffen, aber auch pünktlich 18 Uhr zu Hause sein, das hieß, dass spätestens halb fünf alles geschafft sein musste. Aus diesem Grund stand ich heute wesentlich eher auf, um nach der Fütterung direkt Khiara El Assuad, Golden Ebano und CH’S Sun is Shining in die Führmaschine zu packen.
      Während die drei beschäftigt waren, longierte ich meinen Junghengst Altyn, welcher sich momentan mehr als gut machte und mit dem ich wirklich zufrieden war. Dann widmete ich meine Aufmerksamkeit meinem Neuzugang Cola, welcher immer noch ein wenig in sich gekehrt war, was ich versuchte, mit Bodenarbeit aufzulockern. Wir machten Fortschritte, allerdings eben nur kleine. Da ich heute noch meinen Pferden etwas Gutes tun wollte, ritt ich noch Feuervogel und Morning Sun. Ich wusste, dass die beiden Reitponys sonst vor Langeweile vergingen.
      Da ich noch ein wenig Hilfe von meinem Personal am Morgen hatte, waren auch Lila Wolken, Possy Pleasure Mainstream und Sika bereits bewegt. Für Autumn Leave in the Sky und Dr. Insektor hatte sich auch noch jemand gefunden und so hatte ich doch schon fast meine Liste geschafft. Es war bereits früher Nachmittag, als ich noch zu einem Ausritt mit Flintstone und Schneeleopard aufbrach.
      Danach machte ich alles für den Abend bereit, denn die Pferde bekamen jeweils eine Extraportion Möhren, weil Weihnachten war. Dann ging ich zu meiner Kontrollrunde in den Fohlenstall. Amadahy, Frozen Bubble, Korah, Nabiri, Panta Rhei und Roswell vertraten stolz meine Lewitzerzucht. Es waren allesamt herrliche Nachkommen, auf welche ich mehr als stolz sein konnte.
      Auch über meine Welshponys konnte ich mich nicht beklagen. Acariya wurde von Tag zu Tag schöner, Sacre Fleur langsam immer selbstbewusster und zu Herbstmond brauchte ich nichts sagen, die wurde eh von alles und jedem geliebt und das zurecht! Shawnée und Siberia waren ja damals mehr Zufall gewesen, dennoch wollte ich die beiden Welsh Ds nicht mehr missen und auch heute bekamen sie wieder ihre Portion Knuddeln.
      Vor den Boxen von CH’s Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird blieb ich etwas länger stehen. Beide waren nun langsam bereit für den nächsten Schritt in ihr Dasein als Reitpferd, nur ich zögerte noch ein wenig, ich wollte ihnen so viel Zeit wie möglich geben. Das Gleiche galt für Tiny Girl, doch mein AMH unterschätzte ich zu gerne und wenn ich das tat, zeigte sie es mir auch deutlich.
      Der Tag neigte sich dem Ende und halb fünf standen alle Pferde in frisch gemachten Boxen, mit ihrer Ladung Heu für die Nacht. So konnte ich guten Gewissens duschen und mich umziehen, um dann pünktlich auf den Familienfest zu erscheinen.
      Von meiner Familie konnte kaum einer nachvollziehen, dass ich meine Feiertage mit den Pferden verbrachte, statt mit der Familie, obwohl ich zu jeder Feier trotzdem pünktlich kam, dennoch standen die Vierbeiner an erster Stelle. Diesen Morgen arbeitete ich ein wenig mit den Junghengst Abendprinz und Cruel Twist of Fate. Danach war HGT’s Unitato an der Reihe und dann noch Outlaw Torn. Die Jungpferde brauchten allerhand Beschäftigung, doch ich kam momentan kaum hinterher.
      Deshalb hatte Prazzy’s Goldbell allerhand Flausen im Kopf, genauso wie Paddington und gemeinsam machten sie nur Unsinn! War ich da immer froh über Caruso, der sich nichts anmerken ließ und ein Engel war. Am Ende meines Fohlenrundgangs betüddelte ich noch ein wenig Mon petit écrou, ehe ich mich an die richtige Arbeit machte.
      Vertigo, Caillou und Piccolos Blaze mussten geritten werden. Calimero II sollte noch longiert werden und dann wollte ich zumindest noch mit Joyce oder Sika eine Runde ins Gelände, für die Jungstuten war diese Erfahrung mehr als wichtig. Die restlichen würde ich auf die kommenden Feiertage schieben müssen, denn heute Nachmittag stand bereits die nächste Familienbevölkerung statt.
      Während dieser plante ich aber nur die kommenden Tage. Am morgigen Tag sah ich mich früh mit Amazed Marlin ausreiten, ehe ich gemeinsam mit Hákur neue Lektionen in Angriff nahm. Dann würde ich HGT’s End of Day longieren und an seinen Rückenmuskeln arbeiten, ehe ich etwas bodenarbeitstechnisches mit Fandango machen wollte.
      Am 27. Dezember ging es dann gemeinsam mit drei Freundinnen ins Gelände. Ich selbst ritt Quintesse, während ich den Rest auf Caribic Sue, Freeway und Walking in the Air verfrachtet hatte und dann stand tatsächlich schon fast 2016 vor der Tür! Ich würde Zarin und Golden Ebano ihre homöopathischen Tropfen am 31. Geben müssen, damit sie nicht vollkommen explodierten, wenn dann überall das Feuerwerk losging.
      Zum Glück bestand mein Stall größtenteils aus Pferden, denen das egal war .Call me a Twist und Bandit war das schnuppe, die würde auch neben einem Feuerwerk herlaufen. Morrigan war da nicht viel anders, nur He’s called Trüffel konnte ich da nicht so gut einschätzen, aber das würde sich noch zeigen, nun musste ich erst einmal diese Familienfeier hinter mich bringen!

      Pflegebericht - April 2016
      Kurz nach Neujahr hatte unser Umzug stattgefunden, so dass wir nun seit fast vier Monaten in Holland lebten. Wie ich es bereits gewohnt war, zog sich alles unglaublich. Es hatte gut zwei Monate gedauert, bis alle Pferde umgezogen waren und ein festes Team hatte ich auch noch nicht, da war ich noch fleißig auf der Suche, aber trotzdem kehrte allmählich eine Routine ein. Und ich liebte unser Gestüt. Den Namen hatte ich so übernommen und so lebten wir nun auf Gestüt Sapala.
      Es lag zwischen Wäldern und Wiesen, ziemlich im Abseits und stellte eine herrliche Anlage da. Das wichtigste war zu Hauf vorhanden: Weiden. Zudem besaßen wir zwei Reitplätze und zwei Hallen plus weitere Trainingsmöglichkeiten wie eine Führanlage und zwei Longierzirkel. Und natürlich gigantische Stallungen, was für uns nun mehr als nötig war. Ganz nebenbei war ich ja in mein Wohnhaus verliebt, hier konnte man sich wohlfühlen!
      Den Pferden gefiel es auch, das spürte man deutlich und das Gelände war auch einfach mehr als idyllisch, denn außer unseren Heuwiesen gab es rundum kaum etwas anderes als Felder, Wiesen und Wälder. Ich war endlich in meinem Traumzuhause angekommen und wenn man sich etwas mehr Zeit nahm, war man mit einem halbstündigen Ritt auch direkt am Meer. Wir befanden uns im Friesland, genauer gesagt in Aurich und ziemlich nah an der Küste.
      Die frische Meeresluft tat allen gut und momentan arbeitete ich auch eine lange Liste an Bewerbungen ab, denn wir waren begehrter als gedacht. Nun war schon April 2016 und wie immer erfasste mich die Frühjahrsputz-Laune. Es gab schließlich immer etwas zu tun und es gab auch noch genug Kisten, die noch ungeöffnet irgendwo standen. Besonders in den Sattelkammern hatte ich bisher nur das Nötigste untergebracht, meine Pferde hatten zu viel Kram!
      Die waren momentan übrigens alle in ihrer Schonfrist. Der Umzug war auch für die kräftezehrend gewesen, aber glücklich waren wir alle. Außer ich in dem Moment, denn gerade klingelte mein Wecker – 5 Uhr in der Früh. Bisher sah es an Mitarbeitern noch mager aus, dementsprechend musste ich selber kräftig mit anpacken was Fütterung, Rausbringen und Misten betraf. Dazu kamen der Papierkram und die Vorstellungsgespräche und so bekam ich kaum noch die Gelegenheit zum Reiten.
      Angezogen, frisch gemacht und gefrühstückt tauchte ich im Stall auf und grüßte knapp die anderen Pfleger, die bereits angetanzt waren. Es war kurz nach sechs und draußen tatsächlich schon hell. Oh ich freute mich so auf den Sommer! Dann würden die Pferde auch 24 Stunden auf den Weiden stehen und wir hätten ein bisschen Arbeit weniger. Aber wirklich nur ein bisschen, denn im Sommer wollte ich alle wieder in Höchstform sehen – mich eingeschlossen.
      Füttern und Rausbringen fraß Zeit. Nachdem dann auch gemistet war, war es schon fast 10 Uhr und ich würde mich für das nächste Vorstellungsgespräch fertig machen müssen. Leider überzeugte mich der Herr um die 30 Jahre weder im Gespräch noch auf dem Pferd. Als Dressurtrainer hatte er sich beworben, weshalb ich ihm für den Proberitt Aristo ausgesucht hatte, einer unserer Dressurässer. Doch sein „Was, ein Barockpferd?“ hatte mich eigentlich direkt abgeschreckt und so hatte ich zwar ein freundliches „Ich melde mich noch einmal bei Ihnen“ herausgebracht, war aber erleichtert, als er weg war.
      Stattdessen ging der Stress direkt weiter, denn heute sollten einige neue Pferde kommen. Ich war dafür bekannt, regelmäßig aufzustocken und da meine liebe Freundin Julie aus privaten Gründen ihren Hof auflöste, kamen einige Pferde aus Schottland zu uns. Zum einen Van Deyk, ein toller Trakehnerhengst mit großem Potenzial, auf dessen Dasein ich mich schon jetzt freute. Des weiteren Ayumi, ein tolles Fohlen aus der Zucht von Siobhan, was mit einer tollen Abstammung daher kam. Dann noch Key, eine Vollblutstute, welche ich noch aus meiner Nasty Past Zeit kannte. Und als letztes was ganz witziges: Ridcully, ein American Miniature Horse. Er sollte das Gegenstück zu meiner Hollybrook’s Tiny Girl werden und dementsprechend war er sofort eingezogen.
      Heute tanzten die drei an, doch während ich noch gut eine Stunde Zeit hatte, schaute ich bei den ehemaligen Neuzugängen an. Die beiden Vollblutfohen Hidden Flyer und Exciting Force waren mir sehr schnell ans Herz gewachsen und entwickelten sich prächtig, ich hatte mich in beide wirklich verguckt. Da wir ja ein riesiges Gestüt hatten, kamen auch Anfang des Jahres zwei Reitponys zurück. Elisa hatte leider verkleinert und so kehrten Never look back und Raunchy’s Limited zurück. Hatte ich sie noch als zerzauste Jungpferde nach Townsend Acres gegeben, kamen sie nun als schicke Turnierponys zurück. Elisa verstand eindeutig etwas von ihrer Rasse und ihrem Geschäft.
      Dementsprechend hatte sie sich auch über Absinth’s erfolgreiche Körung gefreut und war sich sicher, dass Allelujah und Morning Sun genauso schnell ihre Punkte sammeln würden. Ich hatte da ja noch allerhand zu tun, denn sie waren nicht die einzigen Pferde, die in eine Körung geschickt werden sollten. Priorität hatte auch immer noch Feuervogel, den hätte mir Elisa sicherlich auch trotz Verkleinerung aus den Händen gerissen. Selbst bei unserem zerstruppelten Neuzugang Cola hatte sie bei ihrem Besuch (natürlich hatte sie ihre beiden Schätze eigens vorbei bringen müssen) neugierig begutachtet. Sie sah das Potenzial, was hinter dem vernachlässigten Pferd steckte. Wir beide kannten Cola schon sehr lange vom Sehen und Hören. Ich musste auch sagen, dass er sich wirklich ganz gut machte, genauso wie seine Leidensgenossin Autumn Leave in the Sky. Beide stammten aus schlechter Haltung und wurden bei uns nun wieder aufgebaut.
      Bei ihrem Besuch hatte Elisa natürlich meine Reitponys auf den Kopf gestellt. Paddington hatte sie unbedingt einen Besuch abstatten müssen und gestaunt, wie schnell der kleine Kerl wuchs. Mit Hugo Boss und Carachillo hatten wir einen entspannten Ausritt gemacht und ausgiebig geplappert, so wie es sich für zwei Frauen gehörte, ehe sie auch noch ihren Senf zu Naimibia und Sika gegeben hatte.
      Naimibia war schon gekört und bereits von ein paar Fohlen stolze Mutter, bei Sika sah ich das ja noch nicht so, doch Elisa ermunterte mich und sah die Rappscheckstute auch schon gekört. Während ich so schön in Gedanken schwelgte, kam der Transporter an und die neuen Pferde mussten versorgt und ausgeladen werden.
      Während Van Deyk erst einmal seine Box mit Paddock bezog, wollte ich Ridcully und das Stutfohlen direkt vergesellschaften. Auf einer kleineren Weide traf Ridcully auf Heartbreaker. Mein Welshhengst war der Chef unserer Zwergengruppe und wenn er Ridcully akzeptierte, würde das auch der Rest tun. Der Rest, das waren Window und Hoppla auch beide problemlos und so stand Ridcully eine halbe Stunde später bei unseren Zwergenhengsten und genoss das herrliche Wetter.
      Ayumi sollte heute nur auf CH’s Destiny Horror und Mon petit écrou treffen. Beides eher ruhigere und ältere Jungpferde und dementsprechend perfekt geeignet und siehe da, es klappte wirklich gut und auch das Fohlen war untergebracht. Um auch Van Deyk noch etwas Abwechslung zu bieten, ging ich mit dem Schecken eine kleine Runde über das Gestüt und kennte ihn etwas lernen.
      So wirklich zum Frühjahrsputz kam ich heute ja nicht, denn es standen noch zwei Schnupperstunden an. Ich hatte entschieden, im kleinen Rahmen gutes Reiten anzubieten und nutzte die Chance einer Ponyschule, um meine Zwerge unter einen Deckel zu bekommen. Da die Ponyhengste heute aber schon genug Aktion hatten, waren die Mädels an der Reihe.
      Tatsächlich hatte sich sogar jemand für Little Chocolate Chip gefunden. Ein kleines dreijähriges Mädchen schwärmte von Ponys und ihre Mutti schien selbst pferdevernarrt zu sein und so kamen sie heute mal zu Besuch. Auch Mondscheinsonate, Occani und Werina waren heute an der Reihe. Alle Kinder waren unter 10 Jahre und bekamen beim Putzen und Satteln die Unterstützung von mir und ihren Eltern (zumeist die Mütter). Als alle fertig waren, gingen wir auf den Reitplatz, wo wir erst ein kleines bisschen Theorie paukten und es dann endlich in den Sattel ging und wir die ersten kleinen Runden drehten und auch allerhand Übungen machten. Die Ponyschule war eine schöne Idee, aber ich brauchte auf jeden Fall Helfer. Zum Glück waren es heute nur Schnupperstunden, aber Kinder und Eltern waren mehr als begeistert und so war auch ich glücklich. Zweiteres war eine Reitstunde für Fortgeschrittene und unter 18-Jährige. Altersbeschränkungen waren mir an sich egal, aber für das Klima in der Stunde war so etwas doch immer sehr angenehm und die Erwachsenen waren auch immer lieber unter sich. Als Schulpferde hatten sich bereits damals unsere Lewitzer bewährt und auch heute wählte ich fünf von ihnen. Cheveyo, Donatella, They call her Fiorina, Piccolo’s Blaze und Elliot. Die Mädels waren begeistert von ihren Schecken und auch davon, dass man bei uns die Pferde selbst holte und fertig machte.
      Natürlich kontrollierte ich alles und gab Tipps, aber sie machten das wirklich gut. Auch im Viereck konnten sich die fünf Reiterinnen sehen lassen. Natürlich hatten sie ihre Fehler und Probleme, aber genau deshalb kamen sie ja zu uns. Anscheinend kamen diese Schnupperstunden mehr als gut an und während die Mädels quatschend abritten, baute ich meine Geschäftsidee aus, indem ich auch Reitstunden für reine Jungsgruppen und Senioren anbieten wollte. Alles Gruppen, die man so anlocken konnte.
      Mein Prinzip war lediglich, dass für das Pferd pro Reitstunde mind. zwei Korrekturstunden kamen, so dass einerseits sehr gute Schulpferde vorhanden waren, aber eben auch diese nicht überstrapaziert worden. Also würde sich das Pensum auch mehr als Gering halten. Nachdem alle Pferde versorgt waren, ging ich Lewitzerliste kurz durch:
      Vertigo wollte ich im Turniersport, so fiel er als Reitpferd für Schüler weg und bei Talya war ich mir auch nicht sicher, ob es das Richtige war. Genauso wie bei Elliot. Er hatte seine Sache heute gut gemacht, aber ich glaube, Caillou konnte ich mir da besser vorstellen. Und Amazed Marlin ließ ich bisher auch lieber außen vor, sie sollte sich auf ihre Krönung konzentrieren.
      Zum Glück hatten die Fohlen nicht solche Probleme. Sowohl Amadahy, Frozen Bubble, Nabiri und Rosewell als auch die beiden Hengstfohlen Panta Rhei und Calimero II tobten mit dem Rest zufrieden über die Weiden. Aber irgendwann würde auch für sie der Ernst des Pferdelebens kommen. Obwohl, sie hatte noch Zeit.
      Den Nachmittag verbrauchte ich im Büro und plante für die Fohlen. Das machte ich gerne und es war auch nötig, denn so erinnerte ich mich wieder daran, dass ich einige „Fohlen“ hatte, die schon längst nicht mehr so klein waren wie ich dachte, sondern schon mehr als bereit. Hollybrook’s Fairy Bluebird war eine tolle Ponystute geworden, nun bald sechs Jahre, hatte bisher aber noch keinen Reiter gesehen.
      Das Gleiche galt für Prazzy’s Goldbell, dabei wollte ich meinen geliebten Pajero-Sohn gerne langsam unter dem Sattel sehen, er würde seinem Vater alle Ehre machen! Apropos, einen Ausritt mit Pajero würde ich mir heute Abend noch gönnen müssen, zum Glück blieb es immer länger hell. Ach, ich war doch ganz froh, den Winter hinter mir zu haben, auch wenn der Sommer sicherlich wieder heiß werden würde.
      Bei Outlaw Torn war ich mir bezüglich der Ausbildung sehr unschlüssig. Er war bald vier und schon sehr weit, eben weil das bei Paint Horses so gehandhabt wurde, aber genau deshalb wollte ich ihm Zeit lassen und es war ja nicht so, als wäre das Reiten für ihn essentiell wichtig. Das sahen HGT’s Unitato und Cruel Twist of Fate nicht anders und so ließ ich meinen Westernpferden gerne mehr Zeit.
      Und dann gab es da noch meine Welshnachkommen. Alle behalten, nachdem die ältere Generation verkauft worden war. Herbstmond und Acariya waren bisher immer noch meine Favoriten, aber auch Sacre Fleur liebte ich, ebenso wie Shawnée und Sibiria, auch wenn ich nicht recht wusste, was ich mit zwei Welsh D Stuten anfangen sollte, aber irgendwas würde sich schon finden.
      Dann gab es da nur noch Abendprinz und Caruso. Zwei Fohlen sondergleichen, die ich beide sehr liebte. Geplant war in weiter Zukunft ein Fohlen aus Fairy von Zarin, welches als Gegenstück für Caruso dienen sollte, aber im Gegensatz zu Zarin war Fairy noch nicht gekört.
      Und dann hatte ich mich in die Araber verguckt, neben Abendprinz gab es bisher zwei Stuten: Scheherazade und CH’s Sun is Shining. Zwei wunderbare Tiere und eine sogar schön gekrönt. Aus der Zucht meiner besten Freundin Sammy würde mich auch noch ein wahrer Wüstenstürmer erwarten, aber bisher war er noch nicht so weit, ich freute mich aber schon auf ihn.
      Den heutigen Abend verbrachte ich zu meiner Freude dann doch noch auf den Pferd und erkundete mit Pajero die neuen Wege rund um das Gestüt und freute mich natürlich riesig, denn es war so toll! Irgendwann mussten wir einen großen Ritt ans Meer machen, aus unserer Frankreich-Zeit wusste ich, wie sehr Pajero das liebte.
      Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und wieder war viel los, wie eigentlich jeden Tag auf dem Gestüt. Zur Abwechslung beschäftigte ich am Morgen aber erst einmal Thorondor mit viel Bodenarbeit, damit mein Berber nicht verrückt wurde, denn nur Weide war für ihn einfach gar nichts und so war er einer der wenigen, die mich mindestens fünfmal die Woche zu Gesicht bekamen.
      Ach und die Führanlage hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Spätestens als sie Pawaneeh und Golden Ebano die nötige Bewegung verschaffte. Bei Classic Gold und Khiara El Assuad war die aber noch wichtiger. Die Vollblüter wären mir sonst explodiert. Wer witzigerweise auch richtig Gefallen daran fand, war Freeway, unsere Tinkerstute. Eigentlich ein Pferd, was ich nie in die Führanlage gepackt hätte, aber sie liebte es. Heute war mal wieder Bewegungstag, gestern hatte ich ja Pause gehabt. Am Morgen longierte ich Deep Silent Complete und Herbsttraum, ehe ich mit Come Whatever May auf den Springplatz ging. Flott weiter ging es mit einem Ausritt: Apaches Tomahawk als Reitpferd und Caribic Sue als Handpferd. Was die Bewegung betraf, kamen mir die Schnupperstunden recht. Heute war wieder eine und so waren Kürbis, Lila Wolken, Milka Luflee, Walking in the Air und Quintesse beschäftigt und ich auch.
      Danach hätte ich zu gerne eine Pause gehabt, raffte mich aber noch auf Like Honey and Milk zu longieren. Ihre Vorbesitzerin war immer sehr hinterher, dass es der Stute gut ging und so kam sie auch jetzt definitiv nicht zu kurz. Eine Pause stand an und die genoss ich auch wirklich, denn heute Abend hatte ich etwas Besonderes für meine treuen Pfleger geplant. Bisher dachten sie, sie würden zu einer Besprechung antanzen müssen, dementsprechend ahnten sie nichts. Doch als es dann so weit war, eröffnete ich ihnen einen Ausritt an den Strand und alle waren begeistert. Wir waren zu elft, also eine ziemlich große Mannschaft, die gute und ruhige Pferde benötigte. Guten Gewissens hatte ich mir direkt Schneeleopard rausgepickt und dann die beiden Westernstuten Ice Coffee und Kisshimbye. Flintstone und Joyce kamen auch zum Einsatz. Die Hälfte war abgedeckt. Für mich hatte ich Fandango rausgesucht, mein kleiner Sonderling im Stall und so fehlten nur noch fünf Pferde und wir waren vollständig. Call me a Twist und Dissident Aggressor waren sowas von mit dabei und dann nahm ich noch Bandit und Albertino mit. Als letztes hatte Varulv die Ehre und so ging es gefühlt auf einen Riesen-Ausritt, den alle Beteiligten sehr genossen, denn am Strand erwartete uns auch noch ein Lagerfeuer. Obwohl ich weder trank noch irgendwas desgleichen tat, fühlte ich mich am nächsten Morgen verkatert. Ein langer Ritt plus ein langer Abend waren nichts für jemanden, dessen Wecker fünf Uhr morgens klingelte und so kam ich auch fast zu spät zum Proberitt meiner eventuellen neuen Reitlehrerin. Diese hatte ich auf Altyn gesetzt, was etwas fies war, aber mir dann auch direkt zeigte, dass sie die richtige war, denn mein junger Hengst lief unter ihr wirklich traumhaft, nachdem sie zusammengefunden hatten.
      Halb dösend bespaßte ich nach diesem Erfolg Cover the Sun im Longierzirkel mit etwas Stangenarbeit. Die nutzte ich kurz darauf auch noch einmal mit Possy Pleasure Mainstream, um Rücken- und Bauchmuskeln zu aktivieren. Eigentlich war meine Liste heute mehr als lang, aber aus privaten Gründen bekamen Hákur und HGT’s End of Day frei, so dass ich nur mit Dr. Insektor ins Dressurtraining musste und danach eine Pause im Gelände mit Cual Maniaca einlegte.
      „Ich bewundere dich für dein Durchhaltevermögen!“, hörte ich dann am Telefon, als ich mit meiner Mutti bezüglich meines Geburtstags Ende April sprach, denn ich lud sie nach Holland ein. Und bisher waren sie nicht abgeneigt. Währenddessen ließ ich He’s called Trüffel und Hýreygur freispringen, aber trotz maximaler 50cm war zweiterer einfach nicht begabt.
      Mein Abend endete wieder mal auf dem Pferderücken, nämlich auf Morrigans, welcher mich entspannt gen Gestüt trug, nachdem wir einmal über die schöne Waldwiese gejagt waren und nun genüsslich entspannt in unseren Feierabend spazierten.

      Heute kamen zwei Pferde zurück auf die Ranch, da Eddi ihren Bestand verkleinern musste, fragte sie mich ob ich nicht Ebsano und Possy wieder übernehme würde. Natürlich konnte ich bei den beiden nicht nein sagen, Possy war ja schon seit Fohle auf bei mir und Ebano der gute EVB-Hengst gehörte einfach dazu. Wir hatten nur den Rückkaufpreis verhandelt und dann auch schon alles mit den Abholen geklärt und war auch bald aufgebrochen um sie abzuholen. Dadurch das Possy zur Zeit nicht rossig war, konnte ich die beiden ohne Probleme zusammen transportieren. Also fuhr ich mit meinen Gatten auf den Hof und begannen bei Eddi dann die Pferde einluden und uns dann wieder auf den Weg machten, wir mussten eine weite Strecke zurück legen, konnte aber dann mit ruhigen gewissen die Pferde auf die Weide lassen.

      Stuten - 29.07.2016
      Before the Dawn, Code of Mystic Girl, La Bella Goia, Mikado, Possy Pleasure Mainstream, Sayidah
      Mal wieder musste ich mich um die Stuten der Ranch kümmern, und begannen tat ich mit meiner süßen Before the Dawn. Ich holte sie sogleich aus ihrer Box und band sie fest, dann mistete ich ihre dreckige Box, als diese wieder sauber war holte ich mit der Schubkarre frisches Stroh und legte es hinein. Nun war ihre Box wieder sauber und ich wandte mich wieder zurück an die braune Stute. Diese beschnupperte meine Hand und ließ mich dann weiter gemütlich das Fell striegeln. Bald war es wieder strahlend schön und ich verlas die Mähne, ehe ich das restliche Langhaar gründlich durchkämmte und und die Hufe gründlich säuberte. Als sie nun endlich richtig sauber war, legte ich der Stute ihre Ausrüstung an und brachte sie auf den Reitplatz. Dort begann ich sie etwas aufzuwärmen. Als sie warm genug war, begann ich mit dem Dressurreiten und führte verschiedene Bahnfiguren durch. Wir trainierten gemütlich auf dem Platz und machten bald Schluss, dann brachte ich die Reitponystute in ihre Box.
      Code war dran, ich holte das Warmblut aus der Box und mistete diese, bis sie sauber war und legte dann neues Stroh rein. Dann begann ich das dunkle Fell mit dem Striegel zu säubern, zufrieden mit dem nun sauberen Fell, schnappte ich mir ihren Kamm und begann die Mähne gründlich zu säubern. Nachdem die Stute oberflächlich wieder sauber war, ging ich zu den Hufen und kratze, sowie putzte diese aus. Als sie nun komplett sauber war, machte ich weiter mit dem aufsatteln. Als Code bereit stand, stieg ich auf und begann sie auf dem Reitplatz zu bewegen. Wir trainierten verschiednene Figuren und Biegungen und waren bald soweit, das ich sie trocken ritt und nach dem absatteln auf die Weide brachte.
      Goia die älteste vom Hof, durfte heute einen kleinen Ausritt genießen, also hatte ich sie schon gestern vorbereitet. Somit legte ich ihr liebevoll den Sattel auf den Rücken und begann sie warm zu reiten. Als sie warm genug war, bewegten wir uns auf den Feldweg zu und drehten die große Runde um den Hof. Die junge Stute hatte dieses Jahr ihr letztes Fohlen geworfen und durfte nun ihren Ruhestand genießen. Wir kamen bald zurück am Hof an und ich sattelte die Rappstute ab. Sie war schon ein Herzchen, doch wollte ich ihr wohl wo anderes ihren Ruhestand gönnen. Ich brachte si nun erstmal auf die Weide zu Dawn, die sich super mit der Dame verstand.
      Mikado die kleine Rennsemmel des Hofes, ein Goldstück, ich liebte dieses Tierchen, es war so hübsch und lieb zugleich, ein wahrer Goldschatz.Ich holte die Dame nun erstmal aus der Box, band sie fest und mistete die Box aus. Sie durfte heute nämlich ein wenig auf der Bahn rennen, also schnappte ich mir das Putzzeug und reinigte ihr Fell, sowie Hufe, die Mähne wurde nur gründlich durchgekämmt. Dann kam der Sattel drauf und die Trense ran, dann übergab ich sie Loona, denn sie kümmerte sich heute um die junge Galopperin.
      Possy war ein Schätzchen, nur passte leider gar nicht bei uns rein. Mir viel es dennoch sehr schwer sie wieder abgeben zu müssen, da ich sie schon seit klein auf kenne aber es war besser so, als das sie nicht gut genug gefördert wird. Doch heute kümmerte nur ich mich um sie, holte Possy aus der Box und band sie fest. Der Stall wurde gemistet und dann säuberte ich ihr Fell, kämmte die Mähne und säuberte die Hufe. Nachdem die Fucchsschecking sauber war, kam sie an die Longe, dort wurde sie im Roundpen erstmal bewegt, den hierbei blieb es diesen Tag. Wir waren bald fertig und ich konnte den Trakehner auf die Weide bringen. Das was ich wollte haben wir erreicht.
      Sayidah, um die kleine kümmerte sich heute Maxi, er mistete ihre Box und säuberte dann die Stute. Ich beobachtete ihn zufrieden dabei und brachte dann ihn mit Pferd zum Platz, dort gab ich ihm ein paar Anweisungen und schaute zu. Er übte ein paar Sprünge und Bahnfiguren und konzentrierte sich gut. Lächelnd nahm ich ihm dann den Schecken ab und brachte sie nach dem ablegen der Ausrüstung auf die Weide.
      Später holte ich wieder alle Pferde rein und fegte die Stallgasse.

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      (c) Muemmi | 6399 Zeichen | 08.11.2016

      - Springreiten -
      Possy Pleasure Mainstream (S -> S*)
      Fleming (M -> S)
      Mon Amie (S -> S*)


      Heute hatte ich ziemlich viel zu tun. Es standen drei Pferde für die Ausbildung auf den Plan und ich hatte mit der Klasse S, bzw. deren Teilbereiche, mittlerweile richtige Spitzenpferde unter mir. Da Fleming aus den Dreien noch der war, der von der Klasse M auf S wechseln würde, sprang ich mich mit ihm als Trainerin warm. Er war genauso fleißig wie beim letzten Mal und arbeite gut mit, auch wenn er doch noch etwas übermütig war. Auch bei diesem Training peilte Fleming ersteinmal alle Hindernisse zu hoch ein. Er merkte langsam, dass es hier nicht mehr um Klasse A oder L ging, sondern er jetzt bei den ganz Großen angekommen war. Dennoch schaffte er sie verhältnismäßig mit einer solchen Leichtigkeit, dass es mich, Luisa Goeke, die beste Springreiterin auf dem Hof, fast aus dem Sattel katapultierte. Ich war schlicht und ergreifend nicht darauf gefasst gewesen! Willi stand am Hallentor und lachte sofort los, als ich verdutzt schaute und dann fluchte. "Von wegen Einspringen!" Fleming spitzte die Ohren und buckelte leicht, ich fing ihn wieder ein und trainierte ihn gut eine Stunde. Fleming versorgte ich noch selbst, während Mia, meine zweite Hilfe in Sachen Ausbildung, schon Possy warmritt. Die Scheckenstute war mein ganzer Stolz der neuen Pferde, ich konnte mich gar nicht genug an ihr satt sehen. Sie hatte schon auf ihrem vorherigen Hof eine unglaublich gute Ausbildung genossen. Sie stand bereits in der Klasse S und hatte schon einige Schleifen abgeräumt. Als ich mit Fleming fertig war, ging ich in die Halle und übernahm Possy von Mia. "Ich geh nochmal durch den Stall, dann mach ich Mittagessen!" meinte sie, drückte mir die Zügel in die Hand und lächelte. "Das wäre super, wenn du mir eine Stunde gibst, bin ich da und helfe beim Hinrichten." "Ok, bis später!" "Vergiss Willi nicht! Der fährt draußen den Mist zusammen!" rief ich noch, sie gab mir einen Daumen nach oben und war schon aus der Halle. Fest im Sattel sitzend, ritt ich Mainstream an. Sie war vom Gang her ganz anders als Fleming, geschmeidiger und feiner auf die Hilfen. Ich musste bei ihr nicht so sehr aufpassen, ob wir richtig absprangen oder nicht. Sie hatte schon so viel Erfahrung, dass sie die Hindernisse richtig anpeilte, hob aber die Beine nicht immer sauber. Wir fegten in der ersten Runde zwei Stangen ab, bevor wir die dritte und vierte Runde perfekt und ohne Fehler meisterten. Es dauert Anfangs immer, bis sich neuer Reiter und Pferd verstehen. Mainstream würde neben ihrer Ausbildung und Teilnahme an Springturnieren in der oberen Liga auch die Zucht etwas aufwerten. Ich hatte schon öfter Ysun-Pferde unter dem Sattel, aber ganz sicher keine Red Diamond - Kombination dieser Linie. Hier war nicht mein Hannoveraner gemeint, sondern der Scheckentrakehner von Stelli, den ich schon vor Jahren für seine Springkünste und seine Farbvererbung vergöttert habe. Und jetzt hatte ich eine direkte Nachfahrin, eine schön gemusterte, talentierte, feinrittige Trakehnerstute. Loben klopfte ich ihr den Hals und ritt sie ab. Mainstream stellte ich trockengerieben und mit einer Decke in ihre Box, da es bis zum Mittagessen etwas knapp werden würde mit dem Duschen und Solarium. So würde sie morgen ihre Spezialbehandlung bekommen, um den eventuellen Muskelkater auszutreiben. Auf meinem Weg zum Haupthaus kam ich an Mon Amie vorbei. Die Holsteinerstute schnobberte mir entgegen, ich rieb ihr über den Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Nüstern. "Mit dir mache ich gleich weiter Süße, aber lass mich erstmal Mittag machen und meinen Rücken schonen." meinte ich, steckte ihr ein Leckerli zu und ging hinüber. Im Flur stolperte ich dann fast über Idefix, der auf seine alten Tage hin jetzt lieber mal die ein oder andere Stunde im Wohnzimmer blieb und auf seinem Knochen herum kaute. Ich kraulte ihn ausgiebig, bis Willi zur Tür herein kam und Mia aus der Küche rief. Mit dabei waren jetzt auch Tom, Susan, und Leo. Zusammen aßen wir so oft es ging Mittag, wenn nicht gerade Heuernte oder ein großes Turnier außerhalb war. Wir waren mittlerweile wie eine richtige Familie geworden.
      Nach dem Mittagessen ging ich mit Idefix über die Weiden und kontrollierte die Tränken und Zäune. Die Youngsters liefen neugierig neben mit her, immer auf Möhren und Äpfel aus. Aber heute bekamen sie nur Streicheleinheiten und mussten sich mit dem Heu zufrieden geben, dass sie heute morgen bekommen hatten. Ich lief mit meinem Jack Russel noch eine größere Runde, brachte ihn dann zurück zum Haupthaus und machte mich dann an die letzte Ausbildung. Mon Amie war schnell geputzt, gesattelt und getrenst. Langsam gingen wir hinüber zur Halle und ich schwang mich auf den Rücken der hübschen Stute. Die "Kleine" wie ich sie oft nannte, avancierte langsam zu meiner Lieblingsstute auf dem Hof und es machte mir wahnsinnigen Spaß, mit ihr zu arbeiten. Auch sie reagierte feiner auf die Hilfen, als mein spritziger Fleming, aber sie stand ihm in Eifer nichts nach. Sauber galoppierte sie unter mir dahin und nahm den ersten Sprung. Bei ihr fühlte ich mich richtig wohl und schaffte die erste Runde sofort fehlerfrei. Wir arbeiteten uns immer besser an die Sprünge heran und konnten in der Schnelligkeit drauflegen. Nach einer halben Stunde ritt ich sie dressurmäßig noch ab und ließ sie ordentlich dehnen. Dann stieg ich ab, lobte sie ausgiebig und führte sie über den Hof zurück. Während Mon Amie unter ihrer Decke trocknete, bürstete ich noch Mainstreams und Flemings Fell aus, warf ihnen eine andere Decke über und machte mich an den Stalldienst. Als dieser erledigt war, widmete ich mich mit derselben Prozedur noch einmal Mon Amie, fütterte die Pferde und ging nach getaner Arbeit ins Haupthaus. Nachdem ich geduscht war, Idefix sein Fresschen bekommen hatte und der Arbeitsplan für morgen mit allen anderen durchgesprochen war, setzte ich mich an meinen Schreibtisch und vermerkte folgende Fortschritte im Register:
      "Mon Amie war auf Stufe S* zugelassen, ebenso Your Red Possy Pleasure Mainstream. Fleming hatte die Stufe S erreicht. Gezeichnet: Luisa Goeke, Ausbilderin für Springreiten, Military, Dressur, Distanz und Einreiten, Sportpferdezentrum Naundorf, 8. November 2016"
      Zufrieden und müde schloss ich das schwere Buch, kraulte Idefix hinter den Ohren und stand auf. "Los Kleiner. Gönnen wir uns noch eine heiße Schokolade und ein Hundeleckerchen?" meinte ich, löschte das Licht und ging mit dem Rüden in die Hofküche.
    • Eddi
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      Ehemalige Berichte
      Pflegebericht Januar 2017
      © Muemmi | 22. Januar 2017 | 12971 Zeichen
      Der Himmel war dunkel und das Schneegestöber zuckerte die ganze Landschaft innerhalb von Minuten noch weiter ein, als eh schon. Wir hatten heute morgen erst geräumt, aber es lag jetzt schon am frühen Nachmittag 5cm frischer Schnee und das, obwohl die Naundorfgegend nicht wirklich für solches Wetter bekannt ist. Idefix war die letzten Wochen nicht mehr aus dem Haupthaus gekommen, der Kleine war mittlerweile alt geworden und folgte mir mit seinen 12 Jahren nicht mehr wirklich überall hin. Ich war ziemlich traurig, als mir die Tierärztin beim letzten Besuch riet, ihn zu schonen und nicht mehr unbeaufsichtigt über den Hof rennen zu lassen, da er mittlerweile immer schlechter sah und hörte. Und zusätzlich kamen jetzt die kalten Temperaturen, die seine Gesundheit stark forderten. So beschränkten sich unsere gemeinsamen Stunden immer mehr auf den Abend, in denen er sich zu mir ins Bett kuschelte und neben mir schlafen durfte. Ich wischte mir bei den Gedanken die feuchten Augen, räumte den Rest des Schnees auf die Seite und klopfte mir die Stiefel ab, bevor ich in die Stallungen ging. Es hatte sich in den letzten Wochen einiges getan, ich hatte ganz spontan die Leitung der Fahrturniere übernommen, obwohl ich davon am allerwenigsten Ahnung hatte. Das Sportzentrum richtete sie seit sieben Wochen unter der Leitung eines Freundes von Tom, meinem Bereiter in der hohen Dressur, aus. Aber der hatte mir nach der Auswertung bekannt gegeben, dass er das schon ab nächster Woche nicht mehr machen würde. Noch ein Punkt, der mich in die Mangel nahm. Sofort schrieb ich die Stelle offiziell aus, denn auch Mia, Susan und Leo waren in anderen Disziplinen ausgebildet. „Naja, dann können wir auch offiziell Fahren ausbilden!“ „Falls jemand die Vollzeitstelle so schnell antritt!“ meinte ich zu Leo, der ganz begeistert vom Fahren war. Wir hatten auch darüber gesprochen, ihn neben der Military auch dort ausbilden zu lassen. Ich war wirklich stolz auf meine beiden Azubis, die sich hier schon wie zu Hause fühlten und wirklich verlässlich waren. Ich konnte allen alles anvertrauen und war wirklich glücklich, dass sich Naundorf so entwickelt hatte. Die Pläne, nach England zu gehen, hatten sich immer mehr auf Eis gelegt, obwohl die Welsh-Pferde schon verkauft waren. Kira hatte sie schon vor Wochen auf dem Papier erworben, dennoch standen sie bis zum Frühjahr noch hier auf dem SPZ. Ich ging deswegen so oft ich noch konnte hinüber und streichelte der hübschen Scheckenstute Nikita, der hellen Seidenfell und der munteren Teutonia über die süßen Köpfe. Ich wurde ihnen einfach nicht mehr gerecht und hatte mich entschieden, die Zucht im Ganzen abzugeben. Das umfasste damit auch Haselnuss, Occani, Lara, Miro, Erdbeere, Bow und den talentierten Poison. Lediglich Lillifee, ein Stutfohlen aus der Lara würde bei mir bleiben. Sie stand derzeit mit Taciturn und Bifröst in einer Box. Letzterer war erst vor kurzem unerwartet zurück auf meinen Hof gekommen. Ich fütterte die Stuten, mistete den abgetrennten Offenstall und füllte die Heuraufen. Den Hengsten gab ich ebenfalls mehr Heu zu fressen, damit sie es warm hatten und streute frisch ein. Gerade als ich mit dem Kehren fertig war, klingelte mein Handy. Auf der anderen Seite der Leitung eine tiefe Männerstimme, zwar jung aber erfahren und sehr sympathisch. Ich konnte gar nicht sagen, wie froh ich war, als es um die ausgeschriebene Stelle ging. Er hatte sie von einem Bekannten Tom´s erfahren, der ebenfalls seine ehemaligen Arbeitskollegen über unsere Situation unterrichtet hatte. Er würde noch heute nach Naundorf für ein Gespräch kommen, sofern das so zeitig möglich wäre. Ich sagte sofort zu und machte ein Treffen für den späten Nachmittag aus. Immer noch ziemlich platt steckte ich das Handy wieder ein, lief weiter zu Taciturns Box und gab auch ihr und den beiden Babys zu fressen. Bifröst war langsam etwas aufmüpfig, ich musste ihn also bald trennen oder legen lassen. „Das entscheide ich beim nächsten Mal!“ flüsterte ich und strich ihm über die kurze Mähne. Ich bürstete Taciturns dicke Mähne, flocht sie im Zopf zusammen und kratzte ihr die Hufe aus. Sie hatte ebenfalls wöchentlich Starts bei den Fahrturnieren und bezauberte mich immer wieder aufs Neue, weswegen ich ihr genauso viel Aufmerksamkeit zukommen ließ, wie meinen Sportlern. Sie war auch eine der Einzigen, die mit mir kuschelte und immer wenn ich mich nicht gut fühlte, kam ich zu ihr und den beiden Zwergen. Sie würde immer die gute Seele von Naundorf bleiben. Nach einer halben Stunde strich ich ihr nochmal durch den Schopf, verließ die Box und lief hinüber ins Haupthaus. „Mia! Rate mal, wer uns heute Nachmittag besuchen kommt!“ rief ich meiner Vertreterin und besten Freundin zu. Sie konnte es auch nicht glauben, stieß Tom sofort darauf an, der vom Dressurtraining mit Reykja und Webster kam und war genauso glücklich wie ich. „Na, hoffentlich passt der dann auch hier rein!“ meinte Willi, der ebenfalls ins Haupthaus gekommen war und sich gerade den Schnee abklopfte. Mit Leo und Susan aßen wir dann zusammen zu Mittag, ich knuddelte ein wenig mit Idefix, bevor ich mich als Letzte fertig machte für den Kontrollgang. Susan, meine zweite Azubi jetzt im zweiten Lehrjahr, begleitete mich auf die Koppeln. Alle Hengste waren heute draußen, da es durch den Schneefall nicht so kalt war wie sonst. Fleming und Dante, meine zwei jüngsten Körsieger lieferten sich am Zaun ein Wettrennen, als sie uns kommen sahen und scheuchten den Rest der Gruppe mit Amor, Ehrengold, Red Diamond, Socke, Flemings Vater Ravallo, Rasputin, Weyganda, Checkpoint, Polarfuchs, Säufer, Butch und Zarin auf. Zarin war der Einzige, der nur hochsah, kurz mittrabte und sich dann zurück zum Heu verzog. „Den holen wir nach unserer Kontrolle rein, ich möchte ihn langsam an die Koppel und die Anstrengung gewöhnen. Ich bin mir da noch nicht so sicher.“ Susan nickte und stieg mit mir durch den Zaun. Der Berberfuchs war deutlich schlanker, als ich ihn von meinem Verkauf viele Jahre zuvor in Erinnerung hatte. Er war seit zwei Wochen auf meinem Hof und machte sich gut, aber war wie Starlight Express, der ebenfalls vor vielen Jahren vom Gestüt Ammersee aus verkauft wurde, ein Pflegefall geworden. Verwahrlost und hungernd hatte ich die beiden aufgenommen und aufgepeppelt. Der anfängliche Eindruck war aber schlimmer als befürchtet, auch der seelische Schaden schien sich jetzt schon langsam abzubauen. Der Shettyhengst war für die große Gruppe zu klein, weswegen er einen großen eigenen Paddock besaß und bei Thor, meinem Friesenfohlen stand. Susan und ich liefen die Sportlerweide ab, kontrollierten die Zäune, die Leitungen und die Wassertröge. Brav folgte der Berber Susan, als diese ihn mit Möhren und Äpfeln zu sich brachte und ihm den Führstrick anlegte. „Ich werde mich um die Fohlen kümmern, wenn ich eh schon rüber gehe!“ meinte sie und ich nickte. Gemeint war neben Thor auch die hübsche Meilenstein, die jetzt schon Susans Liebling war. Ich ließ sie diese so oft es ging mitversorgen und sie dankte es mir, indem sie auch ihre anderen Pflichten ernst nahm. Willi fuhr den Misthaufen gerade zusammen, als ich um den Trakt lief und mich zu den Stuten aufmachte. Skadi war im Schnee schwer zu erkennen und löste sich erst kurz vor ihrem Stop bei mir aus ihrem Umfeld. „Nana, was bist du heute schnell unterwegs!“ Ich klopfte ihr den Hals und drückte Zingaras Nase auf die Seite, die wie Yin und Yang immer an Skadi hing. „Meine zwei schönen Friesen...“ murmelte ich, Zingara immer noch suchend nach Leckerchen ihre Nüstern an meinen Taschen. „Jetzt lass das doch mal!“ lachte ich und ging ohne zu Zögern durch das Grüppchen, zu dem sich Mainstream, Seana und Davina gesellt hatten. Mon Amie, Lake, Amber, Caja, Sweety und Augen auf standen paarweise oder vereinzelt über die Weide verteilt und suchten unter der Decke aus Schnee und Eis etwas Gras. Reykja war wohl wie Webster von Tom im Stall gelassen worden, nachdem er mit ihnen trainiert hatte. Da fiel mir Elanor ein, eine weitere Scheckenstute, die Seana sehr ähnlich sah. Ich blickte mich nach ihr um und sah sie dann doch neben Amber stehen. Auf die hatte ich es abgesehen und holte mir Halfter und Strick, nachdem auch auf der Stutenweide alles in Ordnung war. Etwas zögerlich folgte sie mir in den Stall, unentschieden, ob sie lieber bei ihren Freundinnen auf der Weide in der Kälte bleiben wollte oder ob sie mit mir im Warmen arbeiten wollte. Durch das Hufgeklapper rief ich den letzten Vierbeiner auf meinem Hof auf den Plan. Tainted Love Toffifee, mein einziger gekrönter Quarterhengst auf dem SPZ stand in seiner Box und wartete auf seine neue Besitzerin. Auch er würde uns noch heute verlassen, weswegen ich ihn geputzt und hergerichtet in seiner Box gelassen hatte. Er sah neugierig über die Türe und beobachtete mich dabei, wie ich Amber von Schnee und Dreck befreite und sie anschließend sattelte und trenste. Ich wollte mit ihr regelmäßig trainieren und forderte sie immer wieder in der größeren Halle, die wir über die Wintermonate fürs Springtraining eingerichtet hatten. Nach ungefähr einer Stunde ritt ich sie ab und sah auf die Uhr. Das Treffen! Ich war knapp dran, führte Amber zurück in die Stallungen und kam an unserer Hoflichtung vorbei. Zwischen den Ästen der Hecken sah ich ein fremdes Auto parken, ein schwarzer, älterer Geländewagen. Ich hatte noch 10 Minuten, sattelte Amber ab und warf ihr die Abschwitzdecke über. Gerade als ich den Sattel in die Kammer gebracht hatte und zurück kam, stand ein Mann bei ihr, streichelte ihr den Hals und sah sie sich genau an. Ich hielt inne, betrachtete die Szene kurz und trat dann auf die beiden zu. „Kann ich Ihnen helfen?“ Lächelnd trat ich neben ihn, legte den Kopf schief – und erstarrte. Er lächelte ebenfalls, als er mich mit seinen hellen blauen Augen ansah und mir die Hand hinstreckte. „Sie müssen Frau Goeke sein, mein Name ist Lange, wir haben vorhin telefoniert.“ Seine Stimme passte so gar nicht zu ihm, er machte auf mich einen gemischten Eindruck – wahnsinnig jung und wahnsinnig erfahren zugleich und das, obwohl er ungefähr 10 Jahre älter war als ich. Nun wieder bei Sinnen, ergriff ich seine Hand. „Ja, bin ich, aber nenn mich Luisa. Wir duzen uns hier alle auf dem Hof.“ meinte ich. „Dave.“ er lächelte immer noch. „Hübsche Stute. Deine?“ „Ja, ich bilde hier die Springer aus. Tom ist für Dressur zuständig und bildet die Azubis Susan und Leo aus, die im Springen gehen, Leo vertieft in Military. Mia macht derzeit schwerpunktmäßig Distanz, hat aber auch die Zulassung in Dressur, was eher ihr Steckenpferd ist. Leider fehlt uns jetzt jemand fürs Fahren.“ Ich lächle wieder. „Und da komme ich ins Spiel?“ fragt er und lächelt zurück. „Richtig. Wenn du mich Amber noch schnell weg bringen lässt, dann zeige ich dir den Hof und du kannst mir mal ein wenig erzählen, was du bis jetzt so gemacht hast.“ Er nickt und ich führte meine Warmblutstute den Gang hinunter, bevor wir eine kurze Runde über das SPZ drehen und dann ins Haupthaus einkehren. Mia ist ebenso erstaunt und wirft mir eine eindeutige Geste zu, als sie Dave begrüßt und dann zum Stalldienst der Hengste hinüber geht. Wir betreten die Küche, in deren Ecke sich Idefix eingerollt hat. Er knurrt kurz, als er den Mann sieht. „Alles gut Idefix, braver Hund.“ meine ich, kraule ihn kurz hinter den Ohren und biete Dave etwas zu trinken an. „Unser Hofhund. Ist allerdings schon sehr alt, begleitet mich seit er ein Welpe war. Er sieht nur nicht mehr so gut, weswegen er jetzt die Küche hütet.“ Dave nickt nur stumm, nimmt die heiße Tasse Kaffee dankend an und berichtet mir, dass er seit längerem eine feste Stelle als Trainer sucht. „Hauptsächlich bin ich ebenfalls im Military unterwegs, ich würde als einzige Prämisse meine Hengste Medivh und Heros mitbringen wollen. Allerdings war mein Vater viel im Fahrsport tätig, weswegen meine Ausbildung dort fast besser ist.“ „Wegen den Pferden wäre das kein Problem, das SPZ hat genug Platz und auch Möglichkeiten, falls du sie weiter ausbilden möchtest. Es wäre nur recht schnell die Organisation der Fahrturniere zu stemmen.“ Er freute sich sichtlich, anscheinend hatte er bis jetzt Probleme mit diesem Wunsch. Ich sprach mit ihm die Details durch und bot ihm eine Probezeit von zwei Wochen an, die Dave glücklicherweise sofort annahm. Sollte sich die Zusammenarbeit danach als gut herausstellen, würde der Vertrag dauerhaft gültig. Ich gab ihm die Papiere mit, vereinbarte den ersten Arbeitstag für übermorgen und verabschiedete mich von ihm. Als sein Auto den Hof verließ, kam Mia zurück, stupste mich an und lachte. „Luisa, wenn du den nicht nimmst...“ „Hab ich schon, hat die Papiere mitgenommen!“ unterbrach ich sie und zwinkerte. „Endlich mal ein heißer Typ auf dem Hof!“ „Das hab ich gehört!“ Willi warf uns einen gespielt bösen Blick vom Traktor zu, von dem er gerade abstieg und das Hallentor schloß. Mia und ich lachten laut, nahmen Willi in den Arm und gingen zusammen ins Haupthaus zurück.

      Trainerbericht Springen | März 2017 | S* - S**


      Ich verzog das Gesicht, als der Wecker klingelte, aber nicht, weil ich aus dem Bett musste, sondern weil mich seit Tagen schlimme Halsschmerzen plagten. Irgendwas mit den Mandeln. Ich konnte kaum den Kaffee trinken, den ich auch für den Rest der Belegschaft frisch aufgebrüht hatte und auch die Stimme versagte ihren Dienst immer wieder. Ich schrieb mit Kreide die heutigen Aufgaben an die Tafel, als Willi zur Tür rein kam. „Morgen!“ meinte der in seinem muffeligen Ton, ich nickte ihm nur zu. „Immer noch Halsweh?“ meinte der dann doch mitfühlend und ich nickte noch einmal. Genau in dem Moment kam Dave zur Tür rein, der jetzt seit gut zwei Monaten hier arbeitete und diese Woche auf den Hof gezogen war. „Geht schon, danke“ krächzte ich und räumte den Frühstückstisch hin, während sich die beiden Männer an den Tisch setzten und über die Weiden sprachen. Allmählich kamen auch die anderen: Tom, Mia, Susan und Leo. Nachdem ich die erste heiße Tasse Kaffe intus hatte, konnte ich leichter reden und erklärte mit wenigen Worten die Aufgaben. Leo würde heute mit Willi die hinteren Weiden kontrollieren und ein altes Gatter neu einhängen, Mia und Susan würden sich um die Fohlen kümmern und sich dann den täglichen Aufgaben des Berittes annehmen. Dave würde mit mir und Willi vormittags im Stall klar Schiff machen, während sich Tom an die Büroarbeit machte. Nachmittags, wenn Willi mit Leo unterwegs wäre, würden wir uns um Spring- und Dressurtraining kümmern. „Tom übernimmt Webster und Reykja, die beiden müssen wir mal ein wenig pushen, damit in der Saison auch das Dressurstandbein stärker wird. Wir sind im Fahren und im Military sehr sehr gut, aber nur dafür ein Aushängeschild zu sein, öffnet uns zu wenige Tore in die S-Klassen.“ meinte ich ruhig und hustete dann doch. „Dave wird mir heute Mainstream und Amber abnehmen, für´s Springen bin ich die Woche noch nicht fit genug.“ Dave nickte und lächelte. Er hatte sich in meine Cremellostute regelrecht verliebt und träumte jetzt schon von ihren ersten Fohlen, am besten mit seinem frisch gekrönten Hengst Heros. „Ich selber werde Skadi in der Dressur fördern, sie ist noch sehr niedrigklassig und leicht zu reiten.“ meinte ich weiter und richtete das Wort eher an Tom. „Ist in Ordnung. Kommst du mit in den Stall?“ „Nachdem ich hier aufgeräumt und nach Idefix gesehen habe komme ich euch hinterher.“ Susan erzählte danach von ihren Prüfungen und wie es derzeit mit den Fohlen lief. Sie himmelte dabei heimlich Dave an, allen war ihre große Zuneigung zu ihm längst aufgefallen, vor allem Leo. Dave nickte nur, lächelte freundlich und klemmte sich dann den letzten Rest seines Honigbrotes in den Mund, bevor er das Kammerl verließ. „Man, Susan. Wegen dir kann Dave nichtmal in Ruhe frühstücken.“ meinte Willi dann ganz ungeniert. Leicht beleidigt, weil ihr Schwarm einfach so abgerauscht war, strich sie sich ihre Semmel. „Kümmer dich doch um dein Zeug Willi.“ erwiderte sie trotzig. „Schluss mit dem Kindergarten. Ihr kennt Dave doch, immer auf Achse.“ Tom. Er hatte es dick, wenn in der Früh schon Unfrieden auf den Hof kam. Dann wandte er sich an mich: „Lass stehen Luisa. Ich mach das schon. Geh rüber.“ Dankbar lächelte ich ihm zu und ging Dave hinterher in den Flur ins Hauptzimmer. Dort am Ofen hatte Idefix sein Körbchen. Er wurde in letzter Zeit immer schwächer, die letzten kalten Tage im Februar hatten ihm stark zugesetzt und er hatte sich trotz der ersten sommerlich, warmen Frühlingstage nicht wieder erholt. Der Tierarzt war letzte Woche hier und sehr deutlich: Wenn sich Idefix nicht in den nächsten Tagen deutlich erholen würde, sähe er keinen Ausweg mehr. Er war mittlerweile auch schon 12 Jahre alt, für einen Jack Russel eigentlich noch nicht sehr alt, allerdings war auch seine Mutter Paddi nur 10 Jahre alt geworden. Zu meinem Erstaunen saß Dave neben dem Körbchen und kraulte den weißen Rüden. „Er sieht besser aus. Schlapp und müde, aber deutlich besser.“ „Na mein Schatz, wie geht’s dir? Ja, komm her, lass ich in den Arm nehmen.“ flüsterte ich Idefix zu, der mir vorsichtig die rechte Backe ableckte, nachdem ich mich im Schneidersitz neben Dave gesetzt und meinen Hund auf den Schoß gezogen hatte. „Wenn du nur mal so mit mir reden würdest.“ scherzte Dave und streichelte Idefix über den Kopf. Ich zuckte innerlich zusammen. Solche Dinge sagte er mir in letzter Zeit häufiger. „Das ist nicht witzig Dave.“ sagte ich doch recht kühl und kraulte Idefix den Bauch. Der lag jetzt in meinem Schoß und schien sich wirklich langsam zu erholen. „Entschuldige.“ sagte der jetzt ernst, ein wenig Bedauern schwang in seiner Stimme mit. „Außerdem weißt du, dass das nicht geht.“ Ich hob Idefix wieder zurück in sein Körbchen und breitete die Decke über ihm aus. Er kuschelte sich ein und sah mich von unten mit runden Augen an. Ich streichelte nochmal über seinen Kopf, dann sah ich Dave an. Der hatte die Strin gerunzelt. „Ich würde mit Susan in Teufelsküche kommen.“ Da verdrehte er seine hübschen blauen Augen, die auch mich nicht ganz unberührt gelassen hatten, seit er vor einigen Wochen das erste Mal vor mir stand. „Ehrlich Dave, du musst Susan da mal klar sagen, dass es so nicht weiter geht. Tom ist grad nach deinem Abflug in die Presche gesprungen. Und ich möchte mich da nicht einmischen.“ Ich stand nun auf, er tat es mir nach. „Warum das?“ überging er meinen Tadel und sah mich auf einmal sehr durchdringend an. Ich schwieg zwei Sekunden, rührte keine Miene und meinte dann: „Klär das!“ Und grinste dann doch. „Ok, ist in Ordnung, ich rede später mit ihr.“ gab er dann lächelnd nach, sah dabei aber auch schuldbewusst auf den Boden. „Ciao Kleiner!“ zwinkerte ich Idefix zu und bat Dave dann, mir zu folgen. „Tom war so lieb, den Küchendienst zu übernehmen. Er war gestern lange fleißig, Bürokram wird heute kaum anfallen. Da hat er endlich genügend Zeit für Webster und Reki.“ „Letztere macht sich auch langsam richtig, richtig gut, ich hab ihm erst zugesehen, er hat ein Händchen, den Jungpferden die Lektionen schnell anzutrainieren.“ „Und sie sauber abrufen zu lassen und sie zu korrigieren. Ohne Tom wären wir wohl wirklich aufgeschmissen. Wir denken aber trotzdem darüber nach, einen zweiten Korrekturreiter einzustellen. Was meinst du?“ „Ich? Ich bin für Dressur nicht gut genug, um mir da eine Fachmeinung zu bilden. Aber einen Korrekturreiter mehr könnten wir gut brauchen.“ Susan kam genau in dem Moment hinter uns aus dem Haupthaus, auch sie hatte wohl ihr Frühstück schon beendet, dicht gefolgt von Leo und Willi. Als sie mich mit Dave zusammen sah, änderte sich kurz ihr Gesichtsausdruck. Ich hasste es, in diesem Drama Teil zu sein, obwohl ich mich nie direkt einmischte. Also schickte ich Dave mit einer direkten Anweisung sofort vor in den Stall und unsere Wege trennten sich. Ohne nochmal auf Susan einzugehen, machte ich mich an die Arbeit und fütterte die Pferde. Willi fuhr mit dem Traktor den Mist zusammen, während Leo und Dave das Ausmisten anfingen. Mia kam kurz vorbei und meinte, dass der Tierarzt angerufen hätte, dass er morgen nochmal nach Idefix sehen wollen würde. „Danke dir!“ Dann zog sie wieder von dannen, Susan hinterher. Als ich fertig mit Füttern, Heu geben, Putzen und Fegen war, holte ich Skadi und bürstete ihr schneeweißes Fell sauber und flocht ihr einen Bauernzopf in die Mähne. Sie sah damit immer recht hübsch aus. Dann sattelte ich sie und führte sie hinüber zum Platz. Dort war Tom mit Webster schon fleißig am Wiederholen der letzten Übungen, der Holsteinerhengst war wirklich ein Prachtkerl und tanzte unter Tom nur so dahin. Was ich im Springen und im Military gut konnte, hatte Tom in der Dressur perfektioniert. So ergänzte sich jeder auf dem Hof. „Sieht super aus!“ meinte ich, als er locker an mir vorbei galoppierte. Von der Stute ließ sich der Hengst nicht wirklich ablenken, Skadi stand auch ganz brav neben mir und ließ mich in Ruhe aufsteigen. Im versammelten Trab kam Webster erneut vorbei, ging dann wieder in den Mitteltrab und erneut in den Galopp. Die Hilfen von Tom waren kaum zu sehen. Ich ritt Skadi warm, bevor auch ich los legte und die einfachsten Sachen abfragte. Skadi würde heute von A auf E aufsteigen, Webster allerdings den großen Sprung von A nach L machen. Deswegen übernahm das Tom. Ich ritt also mit meiner leichten Erkältung heute nur einige wenige A-Aufgaben, die sich aus Mitteltrab und -galopp, Ganzen Bahnen, Zirkeln, Schlangenlinien und Volten zusammen setzten. Ich Leichttrabte und saß aus, hielt, wechselte den Zirkel, ritt Bögen und galoppierte wieder an. Ich liebte Skadis Galopp. Anfangs war die Stute wirklich schwierig, weil sie neu auf dem Hof war und mich noch nicht kannte. Auch bei Tom testete sie erst an, aber war dann wirklich sehr gelehrig und auch gut zu reiten. Sie war eigentlich nur unterfordert, denn als Warlander hatte sie eine kräftigere Statur und wurde meist als Kaltblutpferd gehalten, das eben nicht sehr viel spritzige Aufgaben brauchte. Skadi aber hatte Köpfchen. Der zwar ebenso intelligente Webster aber war anders. Der schwitzte mittlerweile ordentlich unter Tom, der dem Hengst viel abverlangte. Er war die Ruhe selbst und war auch gern dazu bereit, sich ausgiebig streicheln zu lassen. Er bettelte nie und war auch sonst sehr sozial. Allerdings hatte er sich sehr sehr schnell als Springer disqualifiziert, als klar wurde, dass wir ihn niemals über einen Wassergraben bringen würden. Davor hatte der Hengst nämlich ziemlichen Respekt. „So gar nicht seine Mutter Lacura...“ meinte ich damals trocken, die im vorherigen Leben wohl ein Fisch gewesen sein musste. Tom ritt gerade die letzte Runde ab und hielt auf das Gatter zu, als sich Dave zu uns gesellte. „Soll ich ihn dir abnehmen?“ meinte der, doch Tom winkte ab. „Lass mal. Ich hab heute nichtmehr viel zu tun. Und Reykja braucht nicht sehr lange, ich hab viel mit ihr gemacht letzte Woche. Aber danke.“ Dave sah Tom hinterher, der langsam am langen Zügel hinüber zu den Hauptstallungen ritt. „Du, Luisa. Mia würde Mainstream gerne im Training übernehmen wollen, bei den Fohlen ist alles klar und ihre Reitschülerin ist abgesprungen. Daher geht sie mit Susan zusammen trainieren in der Halle. Wäre das ok für dich?“ Als wenn der Tagesplan auch nur 3 Stunden so bleiben würde, wie man ihn aufgestellt hat. Auf einem Hof ändern sich dauernd zig Sachen an einem Tag, aber ich liebte Mia dafür, dass sie sofort zur Stelle war und den anderen die Arbeit abnahm. Zusätzlich war Susan fest eingebunden. „Ist gut. Und Amber?“ „Mach ich. Nach dem Mittag. Bist du fertig mit Skadi?“ Ich nickte. „Geht´s dir gut?“ fragte er dann vorsichtig, als ich nochmal hustete, nachdem ich abgestiegen war. „Ja. Ich würde mich nur Mittags gern eine Stunde hinlegen. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich bei Amber gerne zusehen.“ „Ob ich da noch ordentlich Springreiten kann,...“ murmelte er und mein Herz machte einen Satz. Schon die zweite Anmerkung heute. Derweil war Military Dave´s Fachgebiet. Amber hatte vor einigen Wochen die Klasse S im Springen erreicht und sahnte seither in den Turnieren eine Schleife nach der anderen ab. Nun würden wir die Stute ins Gelände lassen. Ich ließ auch das unkommentiert und führte die weiße Warlanderin hinüber den Stallungen. Dort half Dave mir ohne weitere Worte beim Absatteln und versorgen der Stute. Als er ihr abschließend liebevoll den Kopf streichelte, sah ich ihm einen unbeobachteten Moment lang zu. Mir war damals schon klar, dass er den Hof auf den Kopf stellen würde. Aber dass er auch mich so erwischen würde… als er sich zu mir her drehte, lächelte ich dann doch, was ihn jetzt verwundern ließ und meinte, dass ich hinüber gehen würde, um das Mittagessen zu kochen. „Ich fahre hinaus zu Willi und Leo. Denen helfen. Ich bring sie dann mit, wenn wir fertig sind.“ Er verließ den Stall, ohne mich noch einmal anzusehen. Jetzt war ich verwirrt. Ich ging hinüber und kochte Gratin. Mittags kamen dann auch alle, Mia erzählte mir vom Fortschritt mit Mainstream. Sie Stute war jetzt im Stande, Sprunghöhen von 1,50m hühelos zu nehmen. „Wir haben 10 Hindernisse aufgebaut, das mit dem Wassergraben haben wir mal wieder provisorisch gelöst. Aber sie macht das sehr sehr gut. Da sie ja schon in der Klasse S geht, war sie heute sehr gelehrig. Und die S* wird keine Schwierigkeit mehr sein.“ Ich war glücklich, dass das mit Mainstream so gut klappte und ich neben Amber jetzt auch eine weitere Stute hatte, die in der S -Klasse ging. Die Saison würde bestimmt die ein oder andere Schleife nach Naundorf bringen. „Ok, also ist das auch geschafft. Danke euch beiden!“ Ich lächelte und Susan schien das mit dem Frühstück schon wieder vergessen zu haben. Sie schien immer wie ausgewechselt, wenn sie bei den Fohlen war, ganz egal, was den restlichen Tag passierte. Ich musste zugeben, dass sie bei ihrer Hingabe für die Fohlen durchaus ein Händchen bewies und nun hatten wir ja mit unseren Neuankömmlingen und Babys so einige auf dem Hof. Wir aßen zusammen und dann ging es wieder auf den Hof. Leo begleitete Willi noch bei den Reparaturen und zog auch Susan mit ins Boot. Tom machte sich ans Training mit Reykja und wollte danach ins Büro gehen. „Ist in Ordnung, dieses Mal räume ich auf.“ versprach ich und fing an, abzuspülen. Dave blieb erst am Tisch sitzen und studierte die aktuellen Anmeldungen für die wöchentlichen Turniere. „Lass mich dir helfen, dann kannst du schlafen gehen und dich erholen. Ich melde für die Turniere diese Woche, danach mache ich Amber fertig. In zwei Stunden, wenn du zusehen willst, können wir uns auf dem Platz treffen.“ „Ist ok, danke Dir.“ Er stand jetzt an der Spüle und stellte die letzten Teller neben das Waschbecken. In mir schlug sich die Erschöpfung die Bahn und ich war wirklich dankbar. Ich legte das Spültuch neben Dave und berührte ihn mit der rechten Hand an der Schulter, als ich mich bedankte. Zu Müde, um noch genau auf ihn zu achten ging ich hinüber zu Idefix, nahm ihn auf den Arm und trug ihn nach oben. Dort kuschelte ich mich in sein Fell, streichelte ihn und schlief dann ein. In weiter Ferne hörte ich Dave das Geschirr verräumen, dann den Kaffee kochen, Willi war kurz im Haus und telefonierte, ich hörte Susan und Dave kurz miteinander reden, dann wieder Ruhe. Ich dämmerte so vor mich hin. Dann Geschirrklappern. Ich drehte mich um und auch Idefix spitzte müde die Ohren. „Luisa?“ flüsterte Dave vorsichtig, als er die Türe zu meinem Schlafzimmer aufdrückte. Meine Wohnung war für jeden meiner Angestellten offen, solange ich mich dort befand und die Haustüre offen stand. Eine Vereinbarung, die aber jeder nur im Notfall nutzte. Sie lag über den Gemeinschaftsräumen und dem Büro, direkt neben der von Tom. „Ich stell dir den Tee da hin, Honig ist auch dabei. Lass dir Zeit, ich telefoniere noch eben mit einem Veranstalter wegen dem Jubiläumsturnier, dann mache ich Amber fertig.“ „Ist die Zeit schon rum?“ murmelte ich und sah ihn müde an. „Du hast fast drei Stunden geschlafen.“ meinte er, lächelte und ging dann wieder. Was? Drei Stunden? Idefix schnarchte neben mir, ich versuchte ihn nicht zu wecken, als ich aufstand und mir meine warmen Reitsachen anzog. Nebenzu nippte ich am Fencheltee, den keiner außer mir auf dem Hof leiden konnte. Dann ging ich nach unten. Dave war schon weg, die Küche aufgeräumt, das Büro leer. Tom war also noch im Stall. Als ich durch die Gasse ging, führte er Reykja gerade aus dem Solarium. Auch sie hatte er ordentlich gefordert. Reki würde Webster dicht folgen in der Dressur und sollte mit ihrem Stammbaum zusätzlich ein kleines Juwel unseres Hofes werden. Sie war gerade 6 Jahre alt, genau richtig, um ordentlich mit dem Training anzufangen, was man ihr auch optisch ansah. Ihr Vater Red war immer ein Baby geblieben, Reki allerdings schlug voll nach Seana, auch wenn diese ihr keinerlei Scheckung mitgegeben hatte. An die Überraschung bei der Geburt kann ich mich heute noch erinnern. „Sie war heute wirklich sehr lieb, ist sie immer, aber sie macht Webster echte Konkurrenz. Ich würde sie die Woche bei der Dressur vorstellen, vielleicht haben wir ja Glück. Derzeit sind viele starke Newcomer in der Gegend.“ Tom warf Reki eine leicht verblasste, rote Fleecedecke über und wickelte ihr Bandagen, während er mir berichtete, was er heute mit Reykja alles gemacht hatte. Die Stute würde ab sofort in der L-Klasse gehen, genauso wie Webster. Ich hatte vollstes Vertrauen in Tom und freute mich, man sah ihm richtig an, dass er heute Spaß hatte. „Ich werde rüber zum Spielplatz gehen, Dave trainiert Amber heute das erste Mal im Gelände.“ Tom nickte, wenn die Rede vom ´Spielplatz´ war, dann war unser kleiner Parcour auf einer abseitigen Wiese gemeint, den wir extra für´s Military hergerichtet hatten. Der Begriff kam von Leo und Dave, der sich irgendwann bei uns eingebürgert hatte. Den Namen hatte der aber eigentlich gar nicht mehr verdient. Nicht wie zu Anfangs standen dort nur 8 Hürden, sondern mittlerweile über eine Sandfläche und den Teich erweitert ganze 25 Stück. Wir hatten vor vier Wochen ordentlich angepackt, Baumstämme gestapelt, Hecken gepflanzt und einen reitbaren Weg zum Teich hinunter angelegt. Das meiste stammte vom Gelände selbst, die Bäume waren Rückschnitte der umliegenden Birken und Kiefern. Ich schlich mich langsam zum größten dieser Baumstämme, die wir seither oft als Zuschauerplatz nutzten und lehnte mich halb an. Dave hatte mich noch nicht gesehen und jagte Amber über den Platz. Die Stute sah unter ihm so wahnsinnig beeindruckend und stark aus, irgendwie stimmte die Chemie zwischen den beiden. Dann setzte sie zum ersten Sprung an, schloss sauber ab, warf die Beine nach vorne und galoppierte wild schnaubend auf das nächste Hindernis zu. Dave ritt manchmal sehr riskant, was mir nicht immer gut gefiel, aber wenn er auf Amber saß, war er wie ausgewechselt. Er lobte ihr klopfend den Hals, als er immer noch unbemerkt in meiner Nähe vorbei kam. Nur Amber hatte mich gesehen und spitzte die Ohren, was auch Dave registrierte. Er sah sich nach dem Baumstamm um, ich winkte ihm und ging langsam in die Mitte des Platzes. Er nickte angestrengt, nahm die Zügel kürzer und ritt das nächste Hindernis an. Er brauchte zwei Sprünge, um wieder genauso gut zu reiten, wie in der ersten Runde – oder bildete ich mir das nur ein? „Sie kommt gut an den Sprung und landet auch sauber, nur die Höhe macht mir immer Sorgen. Und sie muss zügiger ins Wasser. Lass ihr mehr Platz vorne, das sah eben richtig gut aus Dave!“ Er sagte nichts, grinste und ließ sich ein paar Zentimeter Zügel aus den Händen ziehen. Amber schnaubte ab und setzte erneut an, wuchtete ihr und Dave´s Gewicht über den ersten Stamm, dann über den Absprung und hinunter zum Teich. Sie zögerte merklich, aber Dave ließ nicht locker und trieb sie abwärts. Mit einem mächtigen Satz brach sie die Oberfläche ein, die eben noch spiegelglatt gewesen war und preschte auf der anderen Seite hinaus. „Guuut! Super!“ rief ich lobend, mich so über den ersten Erfolg freuend, dass ich kurz meine kaputte Stimme vergaß. „Sehe, du hast den Tee getrunken!“ lachte Dave und trabte Amber kurz an, ritt einige Wendungen und ließ sie dann kurzzeitig Schritt gehen. „Haha.“ Ich grinste in den Boden. „Fühlst du dich besser?“ „Ja, aber immer noch starke Halsschmerzen. Evt. fahre ich morgen rüber zum Tom´s Mutter, die hat immer einen guten Rat.“ Ich lächelte und sah ihn jetzt direkt an. Da schnalzte er mit der Zunge und trieb Amber wieder zum Galopp. Gut eine Dreiviertel-Stunde ritt er Amber durch den Parcours, wechselte Ruhe- mit Trainingsphasen ab. Dann war auch hier endgültig Schluss. „Mach Feierabend!“ Ich hob die linke Hand und winkte, bevor ich hinüber in den Stall ging. Abendfütterung. Vorher drehte ich aber noch eine Runde zu den Fohlen und zu Taciturn. Die Shettystute war die Erzieherin in dem Babyhaufen aus Nachkommen meiner letzten Zuchtpferde des Gestütes Ammersee. Viele meiner alten Hasen waren jetzt in Ruhestand und auf der Gnadenweide. Dann ging es wirklich in den Hauptstall, füttern, misten, die restlichen Pferde von der Weide holen. Willi, Leo und Susan kamen von den Weiden. „Das Holztor draußen war doch maroder, als ich dachte. Wir haben ein neues gebaut, sind aber nicht ganz fertig geworden. Ich müsste morgen auch neue Aufhänger für die Angel holen. Ich bin eh in der Stadt. Die alten hat es bei dem Sturm so verbogen.“ berichtete mir Willi und ich schickte ihn und die Azubis in den Feierabend. „Ich krieg das hier hin, alles gut, Tom ist drin im Büro, sagt ihm, dass er ebenfalls Feierabend machen kann. Der Rest kann bis morgen warten.“ „Danke, schönen Feierabend!“ Leo und Susan machten sich auf den Heimweg, beide wohnten in der Nähe des Hofes und hatten über das Wochenende frei bekommen. „Ciao Dave, schönes Wochenende!“ „Ciao Leo, bleib sauber!“ lachte der und betrat mit Amber im Schlepptau die Gasse. Ich war schon am Fegen, als er den Sattel und das Zaumzeug in die Kammer trug. „Hier ist alles sauber, Licht ist aus. Ich geh rüber in den Hengststall und schau nochmal nach dem Rechten.“ „Ist ok, ich mache hier alles klar und geh dann rüber.“ „Ok, bis gleich.“ Ich fegte den Rest zusammen, löschte dann auch das Licht und ging in die Küche. Dort saß Tom und rauchte seine Feierabendpfeife. Wir redeten noch lange über die Fahrturniere und die Dressuren, die Erfolge und auch über den zweiten Korreturreiter, als Dave wenig später dazu kam. Als es auf 21:00 Uhr zu ging, verabschiedete ich mich von den beiden, die mir eine gute Nacht wünschten. Ich ging aber erst noch hinüber ins Büro. Das Hoftagebuch war aufgeschlagen und der Eintrag für heute von Tom schon gemacht. Er hatte den Alltag und die Reparaturen notiert, die Fortschritte der Trainingseinheiten und was die Azubis heute gemacht hatten. Für die Pferde stand notiert:
      „Trainingseinheiten in der Dressur: Webster von Weltstar von Niveau A auf Niveau L – erfolgreich abgeschlossen, Reykja aus der Seana von Red Diamond II von Niveau A auf Niveau L – erfolgreich abgeschlossen, Skadi vom Gestüt Helsing von Niveau E auf Niveau A – erfolgreich abgeschlossen, erstere beiden geritten von: Tom Weber, letztere von: Luisa Goeke, Trainingseinheiten im Springen: Red Possy Pleasure Mainstream aus der Ysun von Red Diamond von Niveau S* auf S** - erfolgreich abgeschlossen, geritten von: Mia Andalik, Trainingseinheiten im Military: Amber von Atlanta von Niveau L auf Niveau M – erfolgreich abgeschlossen, geritten von: Dave Lange. Unterzeichner: Tom Weber“
      Ich lächelte und klappte das Buch zu, löschte das Licht und ging dann nach oben. Für heute waren wir wirklich fleißig genug gewesen.

      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Aquentino, Amber und Your Red Possy Pleasure Mainstream
      |26.04.2017 ©Möhrchen ( 4.222 Zeichen, 683 Wörter)

      Ein ganz spontaner Termin führte mich heute auf das Gestüt Naundorf. Luisa Goeke hatte mich gebeten, drei ihrer Pferde vor der Vorstellung zur Körung durchzuchecken. Das Gestüt war gar nicht weit von meinem Hof entfernt, und so kam ich schnell und entspannt bei strahlendem Sonnenschein an.

      Luisa erwartete mich bereits am Putzplatz, wo sie schon den ersten Patienten angebunden hatte. Aquentino war ein wunderschöner Warmbluthengst, dessen Fell in der Sonne golden schimmerte. Ich hielt ihm meine Hand hin und er beschnupperte sie neugierig. Dann streichelte ich vorsichtig seine Stirn und warf dabei schonmal einen Blick auf seine Augen und Nüstern. Anschließend schaute ich mir seine Zähne und Schleimhäute an und tastete dann an seinem Hals entlang jeden einzelnen Wirbel ab. Er zeigte keinerlei Schmerzen und benahm sich sehr vorbildlich. Auch bei Abtasten des Rückens blieb er entspannt und zeigte keine Anzeichen von Schmerzen. Nacheinander hob ich seine Beine an und tastete seine Gelenke ab. Ich bat Luisa, ihn eine Runde über den Hof zu führen, damit ich mir seine Bewegungen anschauen konnte. Er lief flüssig und gleichmäßig hinter Luisa her, ich hatte nichts zu beanstanden. Zum Abschluss hörte ich noch sein Herz und seine Lunge ab. Auch hier: alles in bester Ordnung. „Bei ihm kann ich schon mal Entwarnung geben“, sagte ich zu Luisa „Der Kleine ist vollkommen fit.“ Zufrieden brachte sie ihn zurück auf die Wiese und ging dann auf die Stutenweide, um die zweite Kandidatin zu holen.

      Als sie mit Your Red Possy Pleasure Mainstream, die sie der Einfachheit halber Possy rief, auf mich zukam, schaute ich mir schon einmal ihre Bewegungen an. Sie lief sehr raumgreifend, und belastete dabei alle vier Beine gleichmäßig. Als sie bei mir angekommen waren und Possy am Putzplatz angebunden war, begrüßte ich die Feuerrote Stute. Im Gegensatz zu Aquentino legte sie sofort die Ohren an, als ich ihren Hals streichelte. Daher ging ich ein bisschen vorsichtiger vor, als ich mir ihre Augen, Ohren und Nüstern genau anschaute. Als ich ihr Maul ein wenig öffnen wollte, um mir ihre Zähne anzusehen, schnappte sie nach meiner Hand, die ich aber zum Glück noch rechtzeitig weg ziehen konnte. Beim zweiten Mal klappte es besser und mit ihren Zähnen war alles in Ordnung. Ich tastete ihre Hals- und Rückenwirbel nach und nach ab und achtete dabei auf ihre Reaktionen. Ihr Blick war zwar nicht gerade freundlich, aber sie stand still und ihr Rücken fühlte sich weich und gleichmäßig bemuskelt an. Auch die Beine zeigten keine Auffälligkeiten, außer dass sie versuchte, nach meinem Hintern zu schnappen, als ich ihr beim Hufe aufheben den Rücken zudrehte. Zum Schluss hörte ich mit meinem Stethoskop noch ihre Lunge und ihr Herz ab, aber es war alles in Ordnung. Luisa brachte Possy wieder zurück auf die Koppel und kam kurz darauf mit die letzte Patientin für heute.

      Amber war eine Cremello Stute und wirklich wunderschön. Als ich ihr meine Hand hinhielt, schnupperte sie freundlich daran und fing dann sogleich an, in meinen Taschen nach etwas Essbarem zu suchen. Ich kraulte ihr den Hals und sie schmiegte ihren Kopf an meinen Arm. Ich fing an, ihre Augen, Ohren und Nüstern zu untersuchen und schaute mir auch ihre Zähne an. Sie war sehr freundlich und ließ sich problemlos überall anfassen. Ich nahm nacheinander alle vier Hufe hoch und tastete ihre Gelenke ab. Sie beobachtete mich interessiert und gab artig die Hufe. Auch beim Abtasten der Hals- und Rückenwirbel war sie sehr artig und zeigte keinerlei Anzeichen von Schmerzen. Ich bat Luisa, sie eine Runde im Schritt und Trab über den Hof zu führen und dabei ein paar enge Wendungen einzubauen und Amber folgte ihr brav und aufmerksam. Ihre Bewegungen waren taktklar und flüssig, ich hatte nichts zu beanstanden. Zurück am Putzplatz hörte ich noch ihr Herz, ihre Lunge und ihren Bauch ab, was sich ebenfalls alles unauffällig anhörte.

      Während Luisa und Amber mich zurück zum Parkplatz begleiteten, wünschte ich ihr viel Glück für die anstehenden Körungen und machte mich dann auf den Weg nach Hause.


      Pflegebericht Juli 2017
      © Muemmi | 05. Juli 2017 | 15215 Zeichen
      Die letzten Gewitterwolken fingen an sich zu verziehen und die ersten Sonnenstrahlen blinzelten durch die Kronen der mittlerweile dicht bewachsenen Laubbäume. Die Wiesen schmatzen vor sich hin, während das Wasser im Boden versank, der sandige Schlamm klebte an Sockes Hufen, während ich ihn im Westernsattel den Weg an der Weide entlang ritt. Langsam, einen Schritt nach dem anderen setzte er einen Huf vor den nächsten. Die Luft war klar und kühl im Verhältnis zur schwülen Hitze, die die letzten Tage geherrscht hatte. Ich ließ die Zügel lang, wir hatten es nicht eilig. Die letzten Wochen und Tage waren ein einziges Auf und Ab gewesen. Allein darüber nachzudenken…
      Susan hatte den Ausbildungsplatz gewechselt und letztendlich mir die Schuld gegeben, dass sich ihre Situation so entwickelt hatte. Trotz der angespannten Lage ließ ich Tom unter der Hand einige Kontakte abfragen und der Wechsel ging geschäftlich gesehen für beide Seiten ohne weitere Blessuren aus. Sie würde ihre Prüfung zum selben Termin abschließen und nahe Leipzig, auf dem Hof, an den Tom sie vermittelt hatte, später weiter festangestellt arbeiten. Dave konnte mit der ganzen Situation, für die er sich irgendwie die Schuld gab, nicht umgehen und zog sich ebenfalls in Arbeit zurück. Mitte Mai reiste er für drei Wochen nach England und Schottland, was uns alle doch sehr überraschte. Als sich die Sache mit Susan merklich zuspitze, kam er zeitgleich in Kontakt mit einem führenden Kutschen-Hersteller und Züchter. Da die Verbindung nach England vor allem für unsere Sportpferdezucht sehr interessant sein könnte, willigten wir alle ein und ließen ihn fliegen. Die Verabschiedung zwischen ihm und mir war überraschend eisig. Von den Vertrautheiten seit seiner Einstellung mir gegenüber war nichts mehr übrig. Tom bemerkte es, blieb aber stumm.
      Und kaum war Dave weg, ging es auf dem Hof komplett drunter und drüber. Ohne seine Unterstützung war es für Leo und mich extrem schwer, die Fahrturniere ohne Probleme zu organisieren. Aber mit ein paar Blessuren schafften wir die Planung irgendwie, woran Leo auch weiter wuchs. Ich war stolz auf meinen Azubi, der jetzt so viele Aufgaben übernahm und das so kurz vor seiner Abschlussprüfung. Er muss gemerkt haben, wie sehr es mir zusetzte, dass ich als Betrieb einen Azubi verloren hatte, in den ich so viel Hoffnung gesetzt hatte. Ich ärgerte mich sogar eine ganze Zeit lang so dermaßen, dass ich verlauten ließ, erstmal keine Auszubildenen mehr aufzunehmen. Aber genau dann bewies sich Leo. Ich stellte ihn dann Nachmittags so gut es ging frei, damit er mit Webster für die Dressur und Springen üben konnte. Tom korrigierte ihn dabei, ich sah beim Springen immer wieder mal drüber, aber da dann nur noch Mia, Willi und ich für den Rest der anfallenden Arbeiten auf dem Hof waren, kam wirklich alles zu kurz. Da demnächst die Welshis vollständig vom Hof ziehen sollten und die Stallungen für Einsteller frei werden würden, richteten wir den Offenstall auf der alten Koppel her und stellten dort die Stuten unter, die Hengste kamen in einer Teilabtrennung zu den Zuchtpferden. Heros und Fleming machten sich Anfangs einen heiden Spaß daraus, die kleinen Ausgaben durch die Gegend zu scheuchen. Take a Bow, Miro, Landwein und Poison trabten den ganzen Nachmittag am Zaun entlang und buckelten vor sich hin, aber zum Abend hin waren die Jungs so erschöpft von der schwülen Hitze, die diese Tage in die Ebene drückte, dass sie am nächsten Tag müde vor sich hin dösten. Auch die Großen kamen tagsüber kaum auf die Koppel, erst Abends, als es deutlich milder war, standen sie am hinteren Ende des Geländes und grasten die zugesteckten Weideflächen ab. Als die Welshis aus dem Nebenstall ausgezogen waren, fingen wir an, die Sattelkammer dort auszumisten. Alle Schabracken, Sattel und Trensen, Putzkästen und sonstiges Zubehör, das an die neue Welshzüchterin gehen würde, putzten wir und lagerten wir im Haupthaus sorgfältig für den Umzug ein. Lediglich je drei Decken, Schabracken und gebrauchte Bandagensets für Taciturn, sowie das komplette Equipment für Occani zog in den Hauptstall um. Die Scheckstute würde als Gesellschafterin für Lillifee und die Fohlen doch vorerst auf dem Hof bleiben, aber auch im Ponyreitsport gefördert werden. Da sie auch noch sehr jung war, klappte die Eingliederung recht gut, sie behauptete sich aber als ehemaliges Herdenmitglied einer erfahrenen Pferdeherde aber gleich und mauserte sich recht fix an eine der höheren Ränge. Lediglich die resolute Meilenstein blieb davon unberührt und ließ sich nichts gefallen. Sie würde als fast Dreijährige bald unter den Sattel kommen und eingeritten werden. Ich hatte lange mit Tom und Mia geredet und unsere Zahlen überflogen. Wir standen durch die Pacht, Verkäufe und Trainingseinnahmen so gut da, dass wir uns mit zwei weiteren Mitarbeitern vergrößern könnten. Mia kümmerte sich diesmal um die Ausschreibung der Stellen, die Wohnungen wurden neu gestrichen und bezugsfertig gemacht, die im Haupthaus noch über waren. So ging der Mai um und es wurde Juni. In dieser Zeit arbeiteten wir uns alle schier zu Tode, ich war vier Tage auswärts und trainierte auf Abajo´s Hof ihre Pferde und übernahm dort ein Fohlen namens Picture of a Ghost. Allgemein vergrößerte sich nach der Auflösung der alten Zucht des Ammerseegestüts von damals die Zahl der Fohlen auf Naundorf deutlich. Der Decksprung von Mon Amie war geglückt, das Spektakel um Painted Blur war nach wie vor ein Highlight, das so schnell nicht vergessen werden würde. Ihr kugelrunder Bauch wurde immer dicker, bis sie in den letzten Maitagen einem kleinen Hengst das Leben schenkte. Er hatte von der Farbigkeit so gar nichts von seinem berühmten Uropa und auch Mon Amie behielt ihre Farbigkeitsvererbung für sich. Painted Minimalistic Art kam so vollkommen nach seinem Papa, war Schwarzbraun und hatte nur ganz wenige Abzeichen, was ihm seinen Namen verlieh. Und auch Mitte Juni kam ein lang ersehntes Wunschfohlen auf den Hof. Ein Hengst, auf den ich mich, neben Painted, ebenfalls besonders freute. Schwarzgold war sein Vater, ein Elitehengst, der auf Naundorf eine Zeit als Jungpferd verbracht hatte, bevor er an eine sehr alte Freundin von mir ging. Durch einen Verkauf eines Rasputin-Ravallo Fohlens, hatte ich eine Leihmutterschaft einer Co Pilot Tochter bekommen und Schwarzgold als Vater ergattern können. So bereicherte ab Mitte Juni Scamander unsere Babyherde und war mit seinem halben Jahr unglaublich niedlich anzusehen. Ich packte ihn mit Lillifee, Symphonie und Arcada auf eine Weide, die drei Mädels waren sehr lieb zu ihm und ließen seinen Trennungsschmerz von seiner Mama schnell vergessen. Mit der Zeit, wenn er kräftiger werden würde, würde ich die vier wieder zurück in die Gruppe der anderen Fohlen integrieren, die neben diesen aus Meilenstein, Capona, Thor und Elfenlied bestand. Painted blieb mit Mon Amie natürlich für die nächsten Monate erst einmal separat.
      Ich lächelte, als ich so an die Kleinen dachte, die mir meinen eigenen Kummer eine kurze Zeit lang nahmen und trieb Aquentino, der bei allen den Namen Socke trug und auch nie mehr anders gerufen wurde, in einen leichten Galopp. Freudig setzte er die Hufe voreinander und griff locker aus, schnaubte ab und spitzte die Ohren. Er hatte sichtlich Spaß und auch ich ließ einen Moment los. Nicht nur das Chaos und der Arbeitsstress auf dem Hof waren derzeit eine große, emotionale Belastung. Idefix hatte sich seit dem Winter erst noch sichtlich erholen können, allerdings wurde bei einigen Kontrollterminen, weil er mir sehr schlapp erschien, ein Tumor entdeckt, der zu unser aller Schreck nicht mehr operierbar war. Ich heulte mir an dem Abend schier die Augen aus dem Kopf, Mia war in dieser Zeit eine wahre Freundin und tröstete mich wie keine es hätte sonst können. Sie wusste, wie viel mir Idefix bedeutete und dass er der letzte, verbliebene Partner aus einer sehr alten Zeit war. Tom kümmerte sich ebenfalls liebevoll um mich und auch Leo und Willi erwiesen sich als echte Familie. Da Idefix nur oft müde war und sonst keine Schmerzen litt, bekam er vorerst Medikamente und würde noch eine ganze Weile unter uns bleiben, was den Schmerz, ihn zu verlieren, zwar nicht milderte, aber ertragbar machte. Ich verbrachte so viel Zeit wie möglich mit ihm, spielte mit ihm, streichelte ihn, hielt ihn im Arm. Er durfte auch ab diesem Tag auch in meinem Bett schlafen und wurde vom Rest auch sehr verwöhnt. Er schien seine Situation durchaus zu genießen und war recht glücklich – und so war ich es irgendwie auch.
      Ich parierte Socke durch und trabte am äußersten Rand unserer Weiden entlang. Der Dänenhengst streckte sich und verlangsamte immer mehr, bis ich ihn zum Schritt parierte und die Zügel wieder lang ließ. Nach einer guten Stunde war ich wieder auf dem Hof, sattelte den Hengst ab, striegelte Aquentino und führte ihn in seine Box. „Alles gut draußen?“ fragte Willi und ich nickte. Er schob die Mistkarre durch die Gasse und fing an bei Mainstream die Box zu säubern. Ich fing gegenüber an und kümmerte mich um Ambers Box. Mia gesellte sich dazu, Abendessen würde heute Tom machen, Leo war drüben bei den Welshis und kümmerte sich um die Stuten Seidenfell, Teutonia, Nikita, Lara und Haselnuss. „Ich würde nach dem Stalldienst gern noch eine Runde mit Aasiyah drehen.“ meinte sie und schwang in deren Box die Gabel. „Ich würd dich gern begleiten, wenn du nichts dagegen hast.“ tönte eine Stimme vom Gang her und wir drehten alle drei die Köpfe. Dave. Er stand einfach mitten im Stall, grinste und hielt sich für unwiderstehlich. Er hatte sich eigentlich erst für morgen Vormittag angekündigt. Der Satz, der mir durch den Kopf schoß war schneller draußen, als ich schauen konnte. Wegen ihm hatten wir die letzten Wochen so zu kämpfen, wegen ihm war alles drunter und drüber gegangen. „Nein, du übernimmst ihre Schicht. Du bist abgelöst Mia, sei so lieb und schau nach Leo, nimm ihn und Lake Mountain mit. Das hat er sich verdient.“ Dabei betonte ich ´übernimmt´ und sah dabei nur Dave an. Der war erstmal perplex, nahm dann aber die Mistgabel von Mia, die mittlerweile genauso verärgert war auf Dave und von dannen zog. Willi erklärte, dass er sich um die Hengste Medivh, Dante und Checkpoint kümmern würde. „Ich sehe später nach ihnen, danke Willi.“ meinte Dave jetzt kleinlaut, drehte sich von mir weg und mistete Cajas Box. Ich wechselte gegenüber zu der von Skadi und fragte dann in einem versucht weicheren Ton, während Dave direkt neben mir eine Gabel nach der anderen in die Karre warf, warum er heute schon hier sei und nicht, wie geplant, erst morgen. Er erzählte etwas von verbuchtem Flug und gewissen, privaten Geschehnissen in England. „Du scheinst dich ja nicht wirklich zu freuen.“ schloss er trocken, hielt inne und stütze sich auf die Gabel. „Wir sind in Arbeit abgesoffen, Dave.“ antwortete ich, sah ihn an und war jetzt wirklich verärgert. Was dachte er sich? Dass er sich nur 2x bei Tom meldet in den ganzen drei Wochen und dann einfach hier aufschlägt und alles völlig in Ordnung ist? Ich atmete durch und warf die letzte Gabel aus Skadis Box in die Karre. „Wir werden zur weiteren Unterstützung zwei weitere Angestellte einsetzen, Leo bekommt wegen seiner guten Leistungen eine Festanstellung und die Wohnung von Susan.“ Bei letzterem drehte ich mich um und sah ihn an. Er wirkte verletzt und merkte erst jetzt, wie sauer ich eigentlich war. „Wir sind in Arbeit abgesoffen, Dave.“Ich knallte ihm den Satz ohne große Emotion. Damit ging ich aus der Box, drehte die Karre und wollte los zum Misthaufen. „Das mit den Pferden hat geklappt.“ meinte er jetzt eisig. Natürlich. Er mauerte, zog sich zurück und war beleidigt. Ich hielt inne. „Wann sollen sie kommen?“ fragte ich jetzt, wieder die nüchterne Geschäftsfrau und Chefin, die ich eigentlich war. „Am Wochenende. Ich werde alles fertig machen, ich habe eben mit Tom gesprochen. Auch, was das Jubiläumsturnier angeht.“ Wenigstens darum musste ich mir keine Gedanken mehr machen. Eigentlich war Dave ganz in Ordnung und ein wahnsinnig guter Mitarbeiter. Wenn er denn kein Chaos gestiftet hätte, bei Susan – und mir. „Weiß er, dass du mitisst?“ fragte ich und rang mit doch ein leichtes Lächeln ab, streiten hasste ich wie die Pest und er würde dann viel eher wieder auf mich zukommen. Aber ich hatte mich geirrt. „Nein, ich werde heute auswärts essen. Ich bin morgen zum Frühdienst wieder da.“ Mir fror das Lächeln regelrecht ein, ich war aber recht schnell wieder Herr meiner Sinne und quittierte das nur mit einem „Ok, ist gut.“ Ich wollte die Karre gerade wieder anschieben, da meinte er, dass er von Tom auch das mit Idefix erfahren hatte. „Es tut mir ehrlich Leid, Luisa.“ „Lass gut sein. Ich will nicht drüber reden.“ So ließ ich ihn stehen.
      Es war still am Abendtisch, keiner sprach oder scherzte herum, wie es trotz dem ganzen Stress die letzten Tage der Fall war. Ruhig sprachen Tom und Mia mit uns anderen die Einstellung der neuen Leute ab und wir entschieden, dass wir alle zusammen die Leute sichtigen würden, damit sie auch auf den Hof passen würden. „Noch ein paar Frauen wären nett. Mia und Luisa seh ich ja kaum...“ witzelte Willi und lockerte damit dann doch die Stimmung. „Zarin geht’s übrigens wieder richtig gut, man sieht kaum mehr was, dass er mal kurz vorm Schlachter war.“ meinte er dann zu mir und ich nickte. Wenigstens dieses Sorgenkind hatte jetzt endlich die Kurve bekommen. „Wer weiß Willi, vielleicht geht er als Deckhengst doch noch auf Reisen. Aber jetzt peppeln wir ihn auch reiterlich erstmal wieder auf.“ „Wenn du magst, würde ich damit morgen gerne anfangen.“ Tom kam in letzter Zeit viel zu kurz, konnte kaum in den Sattel steigen und seiner Leidenschaft, der Dressur, nachgehen. „Ich glaube, das wäre das allerbeste, du hast ihn stärker unter Kontrolle. Und dann nimmst du dir den Rest des Tages frei, kümmer dich mal wieder um Reykja. Ich mag das morgen mit dem Büro. Brauch mal ne Pause.“ Er lächelte dankbar, er machte gerne Bürozeug, aber war auch gern draußen. Dann sprachen wir auch für die anderen die morgige Tagesplanung durch.
      Zwei Tage später wachte ich mit den ersten Sonnenstrahlen auf. Es war noch dämmrig, ich konnte gerade die Umrisse meines Zimmers erkennen. Heute sollten die beiden Pferde Solsikke und Candy Fireflies ankommen. Erstere, eine Knabstrupperstute, war mir unbekannt, Fireflies allerdings hatte ich vor Jahren schon mal als Fohlen auf einer Schau gesehen und ich war wirklich überrascht, als ich seinen Namen auf den Papieren entdeckte. Ich drehte mich nun vorsichtig um, damit ich Idefix nicht versehentlich weckte. Es wurde langsam immer heller und meine Befürchtung wurde mit jedem Lichtstrahl mehr Realität. Er hatte sich mit dem Rücken zu mir an mich gekuschelt, sein Kopf lag auf den Vorderpfoten, er hatte sich eingerollt und die Augen geschlossen. Ich streichelte ihm das weiche Fell, sein Körper war noch warm, aber viel kühler, als ich ihn über all die Jahre kannte. Auch hob und senkte sich sein Brustkorb nicht mehr, er schnarchte nicht mehr leise vor sich hin und schien doch so zufrieden wie ewig lange nicht mehr. „Mach´s gut mein Kleiner.“ flüsterte ich, drückte mein Gesicht in sein Fell und fing leise an zu weinen.

      Hufschmiedbericht 27. Juli 2017
      Neu Ausschneiden | 4x neuer Stahleisen Beschlag

      Heute stand ein Besuch bei einem ehemaligen Pferd an, ich war schon gespannt ob die Madam mich wieder erkannte. Mein Transporter rollte auch schon auf den Hof und parkte den mobilen Transporter beim Stallgebäude. Possy stand schon da und ich schaltete den Motor aus und stieg aus dem Wagen. Possy spitze sofort ihre Ohren und wieherte mir mit strahlenden Augen entgegen. ,,Hey Schöne!", grinste ich und schmiegte mich an sie, um ihren großen Schönen Kopf zu kraulen. Dann kam auch schon Muemmi um die Ecke. Sie grinst bei unseren Anblick und grüßt mich zufrieden, dann lass auch ich von ihr ab und kümmere mich um meine eigentliche Sache.
      Also beginne ich mit meiner Arbeit und beginne die ersten Nägel am Vorderbein aufzunieten und nun das alte Eisen mit der Zage zu entfernen. Muemmi hatte mir schon zwei Eimer hergestellt, einen mit Wasser und einen für die alten Eisen. Dann machte ich weiter und schnitt das alte und abgestorbene Horn mit dem Hufmesser weg. Als das Innen- und Außenhorn gemacht war, holte ich das erste Eisen aus dem Ofen und passte es an, es passte, also kühlte ich es ab und begann es mit den speziellen Nägeln zu befestigen. Am Ende bog ich die Nägel um und knipste überstehende Weg. Dann begradigte ich alles mit der Hufraspel und hatte das erste Eisen befestigt. Nun machte ich mit dem nächsten Eisen weiter und begann die alten Nägel aufzunieten, dann zog ich das Eisen mit der Zange ab und begann mit den Hufmesser das Innenhorn zu begradigen. Als es wieder in Ordnung war bockte ich Possy's Huf auf und begann das ungerade Außenhorn wegzuschneiden. Als dies passte, raspelte ich alles zurecht und nahm mir wieder ein glühendes Eisen. Als es zischte, merkte ich, dass es nicht passte und bearbeitete es nochmal mit dem Hammer am Amboss. Dann probierte ich es nochmal und konnte es als passend abstempeln. Also kühlte ich es im Wassereimer und begann es am Huf der Scheckenstute zu befestigen. Sie zuckte kaum einen Muskel und kaute gemütlich auf den Heu was ihr Muemmi gegeben hat. Ich widmete mich nun den Aufgaben wieder und nagelte das Eisen am Huf der Scheckendame fest. Dann bog ich die Nägel um, knipste überstehende Weg und glättete die Kanten mit der Feile. Dann stellte ich das zweite Bein ab und nahm dankend den Kaffee von Muemmi an. ,,Sie ist heute ja besonders brav!", grinste ich und sie fing an zum lachen, da sie das auch nicht oft kannte. Nachdem ich den Kaffee fertig getrunken hatte machte ich mit meiner Arbeit weiter, den Possy wartete bereits. Somit hob ich das erste Hinterbein an und begann die alten Nägel aufzunieten. Dann nahm ich das Eisen mit der Zange ab und warf es in den Eimer, dann begann auch schon das bearbeiten vom Innenhorn. Dieses schnitt ich sauber aus und entfernte alles, bis es weiß war, ehe ich ihr Hinterbein aufbockte, was sie anfangs nicht so toll fand aber sich durch Leckerlies bestechen lies. Somit konnte ich auch jetzt das überstehende Außenhorn begradigen. Dann begann ich mit dem Anpassen vom Eisen, hielt es ans Innenhuf ran und musste noch ein paar Änderungen an diesem machen. Somit bearbeitete ich das glühende Eisen und hielt es nochmal an. Nachdem ich es abgekühlt hatte, begann ich mit dem Festnageln und bog am Ende die überstehenden Nägel ein, knipste sie zurecht und raspelte dann über den Nieten und das Horn. Zufrieden stellte ich das dritte Huf ab und nahm mir das letzte vor. Hier zickte die feurige Stute etwas rum und es brauchte eine Weile bis ich ihr Bein fest im Griff hatte. Dann begann ich mit dem Aufnieten der Nägel und entfernte mit Ruhe das lose Eisen, welches wieder im Eimer landete und Muemmi diesen weg brachte. Mit dem Hufmesser in der Hand schnitt ich nun das Innenhorn wieder gründlich frei. Dann bockte ich ihr Huf auf und schnitt das ungerade überstehende Horn weg. Daraufhin raspelte ich die Ränder gerade und behandelte den Strahl mit etwas Salbe. ,,Hier musst du etwas aufpassen, da sich ihr Innenstrahl etwas entzündet hat. Sprich die nächsten zwei Tage einschmieren und ihr Huf schützen.", riet ich Muemmi die mir lächelnd zurück gab: ,,Mach ich! Die Stutenprämierung findet eh erst in einer Woche statt, bis dahin wird das heil sein!". Zustimmend nickte ich, bevor ich mir das letzte neue Eisen holte und dieses begann zu befestigen, den dieses passte sofort. Wie unterschiedlich nur Hufeisen sei können, grinste ich Gedankenverloren. Dann widmete ich mich wieder dem Eisen zu und schlug die Nägel ins Horn, ehe ich sie umbog, abknipste und sauber begradigte.
      ,,Erledigt! Bitte noch eine Runde im Schritt und Trab drehen und wir sind fertig!", lächelte ich und Muemmi tat diesem nach, die Scheckin zog ein Vorderbein noch nach, weswegen ich noch ein paar mal gegen das Eisen schlug und sie nochmal eine Runde drehen ließ. Diesmal passte es! Mit Daumen nach oben gab ich Muemmi an, dass es passte und sie strahlte über beide Ohren, brachte Possy in die Box und ging mit mir noch etwas über den Hof während wir uns über unsere zukünftigen Zuchtziele austauschten.
      4987. Zeichen | (c) Snoopy
    • Eddi
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      Ankunft
      01. September 2017
      Der Sommer machte es uns dieses Jahr wirklich nicht leicht. Er wechselte von unfassbar heißen Tagen zu komplett verregneten und kalten Tagen. Aus diesem Grund entschied ich, dass die Pferde schon jetzt bereits wieder die Nächte in ihren Boxen verbrachten, statt den gesamten Sommer auf den Weiden zu verbringen.
      So blieben sie über Nacht trocken und je nach der Wetterlage am nächsten Morgen, konnte man sie für die Weide direkt eindecken oder nicht. Heute war so ein Tag, wo wir alle Pferde mit Regendecken rausbrachte, denn es sollte den gesamten Tag über regnen.
      „Ich fass es nicht! Das kann doch nicht der gesamte Sommer gewesen sein?!“, seufzte Alexa, während sie die Jungpferde mit mir zur Weide führte. Auch ich war nicht sehr angetan von dem Wetter, besonders weil die Regenjacke nun schon so nass von außen war, dass sie gefühlt trotzdem an mir klebte.
      Immerhin einen Lichtblick gab es heute, denn wir erwarteten ein neues Pferd. Wobei neu hier vielleicht nicht ganz richtig war, denn Possy Pleasure Mainstream hatte schon einmal bei uns gelebt, bevor wir umgezogen waren. Nun war ich kürzlich auf eine Verkaufsanzeige von ihr gestoßen und hatte nicht nein sagen können.
      Ihre Abstammung war das perfekte Gegenstück zu unseren momentanen Trakehnern und ich wusste, dass die Stute auch ein sehr begabtes Sportpferd war. Also war mir die Entscheidung sehr leicht gefallen. Heute sollte sie bei uns ankommen, weshalb ich mich dann direkt daranmachte, eine neue Box für sie herzurichten.
      Da heute so miserables Wetter war und die Stute eine ellenlange Fahrt hinter sich hatte, erschien es mir klüger, sie für den Rest des Tages gleich in der Box stehen zu lassen. Durch den Paddock konnte sie trotzdem draußen stehen und hatte genug Bewegungsfreiraum.
      Der Fahrer, welcher sie brachte, hatte es auch sehr eilig, uns das Pferd auszuladen und bei dem blöden Wetter direkt wieder zu verschwinden. Ich führte die Stute in den Stall, wo ich ihr Transportgamaschen und Decke abnahm und die Decke gegen eine leichte Stalldecke tauschte.
      Damit die Stute nicht gleich auskühlte und sich so erstmal an das Klima gewöhnen konnte. Sie durfte sich jetzt erstmal in Ruhe eingewöhnen und ich würde sie am Nachmittag noch in der Halle longieren oder laufen lassen, damit sie Bewegung bekam, je nachdem wie die Stute Lust hatte.
    • Eddi
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      Herbst
      07. Oktober 2017
      „Ich war eigentlich ganz glücklich mit dem Sommer“, seufzte Tassilo, während er Maelis und Acariya aufhalfterte. Ich grinste nur in seine Richtung. Es war Oktober und der nass-kalte Herbst hatte uns erreicht. Dementsprechend standen die Pferde nicht mehr 24/7 auf den Weiden, sondern wurden morgens zwischen 8 bis 9 Uhr auf die Weiden gebracht und zwischen 17-18 Uhr wieder reingeholt.
      Das war natürlich für uns wesentlich mehr Arbeit, zumal nun wieder Boxen gemistet wurden, aber gerade für die Jungspunde war es so wesentlich besser. Aktuell hatte wir auch einigen Aufruhr in der kleinen Herde, denn Feuerdrache war kürzlich abgesetzt worden und machte doch recht viel Theater.
      Zum Glück hatte Cover the Moon noch ein paar Monate Zeit, so dass er noch gemeinsam mit Mama Sarabi über die Wiesen streifte und den Herbst genoss. Ich war mir aber bald sicher, dass er nicht so viele Probleme machen würde, wie sein baldiger Weidegenosse.
      Feuerdrache legte sich momentan sehr gerne mit Applaus und Paddington an, bekam aber von beiden älteren Junghengsten dann einige zurück. Ich hoffte einfach, dass sich das noch beruhigen würde. Wenigstens die Mädels waren problemlos. Korah, Herbstmond und Lady Fox ließen sich sogar zu dritt führen und schon waren alle Jungpferde draußen.
      Alexa und Tami hatten sich derweil um die Hengste gekümmert, so dass wir nun nur noch die Stuten rausbrachten. Während sich meine Mitarbeiter dann schon an die Arbeit machten, schaute ich nochmal kurz bei den Weiden vorbei.
      Zufrieden grasend standen am Zaun Alice von Landwein und Amadahy. Etwas weiter weg konnte ich die schneeweiße Nandalee sehen, die sich gerne mit zu Nesquik und Sally stellte. Manchmal irritierte es mich, dass die junge Stute, so die Nähe der älteren suchte, aber ich akzeptierte es.
      Raunchy’s Limited stand etwas abseits und wirkte auch etwas abwesend. Feuerdrache war ihr erstes Fohlen gewesen, dementsprechend nahm auch sie die Entwöhnung etwas mit. Unsere neue Stute Possy Pleasure Mainstream nutzte das aber direkt, um nicht gar so alleine stehen zu müssen.
      Bei den Hengsten sah es da hingegen heute wesentlich entspannter aus. Altyn, Dissident Aggressor, Nochnoi Dozor und Pajero standen zusammen in einem Pulk und grasten friedlich. Calimero II versuchte sich gerade wieder mit BonnyBoy oder Auftakt zu streiten, aber die beiden älteren ignorierten den Junghengst einfach. Erst mit HGT’s Unitato fand er jemanden, der mit ihm spielte.
      Ich zählte auch die Welshs nach, weit hinten standen noch Single Malt und Fürst der Finsternis. He’s called Trüffel stromerte irgendwo bei Dr. Insektor und Outlaw Torn mit herum. Die Welshs waren noch gar nicht so lange da, aber fühlten sich anscheinend sichtlich wohl, so sollte es doch sein.
      So konnte ich mich nun auch zufrieden der Stallarbeit widmen.
    • Eddi
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      Weihnachten!
      24. Dezember 2017
      Wieder war ein Jahr vorüber und Weihnachten stand vor der Tür. Da sowohl Alex, als auch Tami und ich total weihnachtsbegeistert waren, war das gesamte Gestüt rundum geschmückt. Zu unserer Freude hatten wir aktuell auch Schnee, so dass alles weiß und verschneit war. Heute war der 24. Dezember und wir hatten unseren alltäglichen Betrieb auf das Minimum runtergeschraubt, denn natürlich wollte ich meinem Team auch freie Tage gönnen. Aber wie es bei Pferdemenschen so war, tauchten sie trotzdem alle morgens im Stall auf und halfen bei den täglichen Arbeiten.
      Das bedeutete, alle Pferde wurden gefüttert, dann ging es raus auf die Weiden und die Boxen wurden gemistet. Abschließend wurde schon Futter und Heu für den Abend vorbereitet, ehe wir gemeinsam noch unseren weihnachtlichen Rundgang über die Weiden gingen und den Pferden Möhren vorbeibrachten, die wir auf den Weiden verteilten.
      Gerade im Schnee war es immer relativ amüsant, den Pferden bei der Suche zuzuschauen. Wir begannen bei den Jungpferden und dort hatte besonders Tassilo seinen Spaß. Paddington hatte schnell verstanden, dass Tassilo die Möhren etwas weiter warf und war schon ein Stück weiter getrabt, bevor die nächste Möhre durch die Luft flog. Unsere jüngsten, Cover the Moon und Feuerdrache, hielten sich da lieber etwas bedeckt und erschlichen sich durch Süßheit bei Tami ihre Möhren.
      Bei Alex sammelten sich auch bereits einige Jungpferde. Darunter auch unser noch recht frischer Neuzugang Merida, die sich aber schon bestens eingelebt hatte und sichtlich zufrieden mit ihrer Herde zu sein schien. Besonders gerne spielte sie mit Maelis und Acariya. Ich wurde gerade von Lady Fox angestupst, die Korah und Herbstmond zur Seite schob, um nun auch an ihre Möhren zu kommen. Die beiden Welshs Acariya und Applaus hielten sich etwas zurück und warteten einfach geduldig, bis Tassilo ihnen die Möhren vorbeibrachte.
      Bei den Hengsten war aktuell wesentlich mehr los. Calimero II und BonnyBoy jagten sich gerade gemeinsam über die Weide und stießen dabei beinahe mit Call me a Twist und Aristo zusammen, die eigentlich gerade im Schnee nach Gras stöberten und die jungen Hengste direkt zurechtwiesen. Den restlichen Teil ließ das bisher kalt, bis wir dazu kamen. Sofort hoben Pajero, Thorondor und Dr. Insektor den Kopf als sie mein Pfeifen hörten und kamen angetrabt. Man merkte, wer schon lange hier lebte.
      Cover the Sun, Altyn und Fiebertraum ließen sich direkt anstecken und kamen mit angerauscht. Durch die trabende Gruppe wurden auch die anderen aufmerksam und warum auch immer preschten Feuervogel und Outlaw Torn nebeneinander los und buckelten erst einmal wild über die verschneite Weide. Das waren eindeutig die Wintergefühle und die ergriffen auch HGT's Unitato und die beiden Shettys What does the Fox say und Erutan Wishes. Die waren ja sowieso für jeden Quatsch zu haben.
      Bis dann die Hengste bemerkten, dass es bei uns Möhren gab und schon standen sie in einem großen Kreis um uns herum und warteten ungeduldig auf das weihnachtliche Geschenk. Das war eigentlich vor allem dafür da, um bei allen Pferden nach den Rechten zu sehen. Aber anscheinend waren alle bei bester Gesundheit. Für die Möhren rissen sich dann sogar Auftakt und Dissident Aggressor von den Heunetzen los und kamen herübergeschlendert. Fürst der Finsternis und He's called Trüffel schlossen sich an. Die beiden hatten bisher relativ weit hinten gestanden und das Theater hier vorne geflissentlich ignoriert.
      Fehlte nur noch Single Malt, aber der kam nach einem Rufen auch sofort an und schon waren alle Hengste beisammen. Sie waren alle fit und dementsprechend konnten wir uns dann schon bald verabschiedeten und nun ging es nur noch zu den Stuten. Dort wurden wir schon von Walking in the Air, Sally und Teasie erwartet. Die ruhigeren Damen hielten sich gerne am Eingang auf, um auch ja alles mitzubekommen.
      Auch hier reichte ein Rufen und schon kamen Sarabi, Raunchy's Limited und Polka Dot um die Ecke gesaust. Und da sich die Gruppe in Bewegung setzte, kamen auch nach und nach die anderen. Erst Possy Pleasure Mainstream und Shattered Glass, dann aber auch noch Nesquik und Nandalee. Für den Rest mussten wir uns auf den hinteren Teil der Weide bewegen. Lila Wolken und Like Honey and Milk fanden das Heunetz zu nett, als dass sie sich bewegt hätten. Außerdem stromerte hier hinten auch noch Batida de Coco herum und Alice von Landwein und Amadahy spielten gerade miteinander, während Razita sich genüsslich wälzte.
      Auch sie war wie Merida noch relativ neu bei uns, hatte sich aber wirklich problemlos eingliedern lassen.
      Allen Pferden ging es bestens und so schickte ich mit etwas Nachdruck mein Team dann nach Hause zu ihren Familien. Vorher gab es für jeden von ihnen noch ein kleines Geschenk von mir, ehe ich sie dann endgültig verabschiedete und ihnen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschte. Die hatten sie sich definitiv verdient und die Pferde konnten auch mal ein paar Tage entspannen.
    • Eddi
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      Sommerweiden
      07. Juni 2018
      Hengste: Altyn, Aristo, Auftakt, BonnyBoy, Calimero II, Call me a Twist, Cover the Sun, Dissident Aggressor, Dr. Insektor, Erutan Wishes, Feuervogel, Fiebertraum, Fürst der Finsternis, He's called Trüffel, HGT's Unitato, Namour, Nochnoi Dozor, Outlaw Torn, Pajero, Single Malt, Thorondor, Varulv, Vertigo, What does the Fox say
      Stuten: Alice von Landwein, Amadahy, Batida de Coco, Das Kürbisvieh, Herbsttraum, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Naimibia, Nandalee, Nesquik, Polka Dot, Possy Pleasure Mainstream, Raunchy's Limited, Razita, Sally, Sarabi, Shattered Glass, Teasie, Walking in the Air
      Fohlen: Acariya, Applaus, Cover the Moon, Feuerdrache, Herbstmond, Korah, Lady Fox, Maelis, Merida, Paddington

      Der Sommer hatte uns mittlerweile vollständig erreicht. Nach einer längeren Anweidezeit dieses Jahr, waren nun seit kurzem die Sommerweiden eröffnet. Den Mai über hatten uns noch allerhand Unwetter und Stürme geplagt, doch mit denen schien endlich Schluss zu sein. In aller Ruhe hatten mein Team und ich die Sommerweiden vorbereitet und vorgestern die jeweiligen Herden auf die großen Stücke gelassen. Die ersten Tage hatten sie auch alle heil überstanden. Für uns hatte das bedeutet, die Ställe komplett zu misten und auch einmal ordentlich durchzuspülen. Nun fiel für uns viel Arbeit weg. Das Futter bekamen die Pferde nach der täglichen Arbeit und Heu stand ihnen trotz der Weiden permanent zur Verfügung. Jeden Morgen kontrollierte ich auf dem Pferderücken alle Zäune, ehe ich den Pferden auch einen Besuch abstattete und schaute, ob alles in Ordnung war.
    • Sissicat
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      Hufschmiedbesuch
      10. November 2018
      Mein Wecker klingelte und riss mich so aus meinem Schlaf. Ich streckte mich und rieb mir die Augen um in dem hellen Licht etwas sehen zu können. Dann blickte ich auf meinen Kalender, der neben meinem Wecker stand, und entdeckte so das ich heute einen neuen Auftrag hatte. "Gestüt Sapala",murmelte ich und sprang aus meinem Bett, schnell machte ich mich fertig und kontrollierte ob ich auch alles was ich für diesen Auftrag brauchen würde in meinem kleinen Truck hatte. Dannach stieg ich auch schon in den Wagen und fuhr los. Nach einiger Zeit kam ich endlich an und betrachtete die große Anlage, ich fuhr auf den Hof wo ich sogleich von der Hofbesitzerin begrüßt wurde. Ich kurpelte das Fenster herunter und sie erklärte mir wo ich parken und ausladen solle. So tat ich was sie gesagt hatte und sie holte meinen ersten Patienten, Altyn, einen schönen Achal Tekkiner Hengst. Ich streichelte den Falbhengst in seinem Gesicht und kraulte ihn kurz hinter den Ohren. "Dann fangen wir mal an.",lächelte ich und hob seinen linken Vorderhuf hoch. Meine Aufgaben waren heute bei allen 3 Pferden gleich, durchecken und raspeln/schneiden. Altyn hielt, zu meiner großen Freude, seine Bein ruhig wodurch ich entspannt und schnell arbeiten konnte. Jedoch schien der Hengst den Kübel mit Wasser sehr zu bewundern, welchen ich hinter mich gestellt hatte um meine Werkzeuge nach jedem Pferd reinigen zu können. Ich konnte leider nicht schnell genug reagieren, da hatte der Falbe schon mit seiner Schnauze den Eimer umgeworfen und meine Hose nass gespritzt. "Danke... es ist eh so heiß hier.",seufzte ich und stellte den Eimer mit dem Restwasser weiter weg. Nach einpaar Minuten waren wir dann fertig und Eddi entschuldigte sich für den Hengst und führte ihn weg. Ich lachte nur und wartete auf das nächste Pferd. Das nächste Pferd war eine schöne gescheckte Trekehner Stute namens Possy Pleasure Mainstream. Die Stute musterte mich misstrauisch und schien nicht begeistert zu sein, von mir gestreichelt zu werden. Trotzallem schien es ihr nichts auszumachen von mir ihre Hufe untersucht zu bekommen. Auch das raspeln und schneiden lies die Stute über sich ergehen, wobei Eddi aber die gesamte Zeit über bei ihrem Gesicht stand und sie streichelte. Nach dieser Arbeit streckte ich mir und wollte Possy zufrieden am Hals tätscheln, doch die Stute schnaubte drohend weshalb ich es einfach sein lies. Sie schien ein schwieriges Pferd zu sein, jedenfalls für Menschen die sie nicht kannte. Meine letzte Patientin war Razita, eine Hannoveraner Stute. Im gegensatz zu ihren beiden Vorgängern schien sie weder verspielt noch zickig zu sein, was mich aufatmen lies, immerhin zitterte ich bereits durch die Nässe meiner Hose. Bei Razita war meine Arbeit überraschend schnell erledigt worüber ich dankbar war. Ich tätschelte die Stute nocheinmal freundlich und half Eddi dabei die Stute zurück zu bringen. Dannach packte ich mein "Zeug" zusammen, verabschiedete mich und fuhr nachhause.
    • Eddi
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      Tierarztbesuch
      15. November 2018
      Es war immer ein wenig ungewohnt im eigenen Stall unterwegs zu sein, aber alles andere wäre auch unsinnig gewesen. Besonders für die kurzen Rundumchecks war das kein Problem. Wenn es aber um die Bestätigungen für die Körungen ging, wurde immer ein Kollege hinzugezogen. Mittlerweile hatte ich da auch zwei feste Tierärzte, die mir da gerne unter die Arme griffen. Heute ging es um Altyn, Possy Pleasure Mainstream und Razita. Alle drei sollten schon bald zu den Körungen geschickt werden und dementsprechend benötigten sie ihre Gesundheitszertifikate. Wir begannen mit dem Hengst und nachdem ich Altyn im Schritt und Trab vorgeführt hatte, er die Beugeprobe bestanden hatte, wurde er kurz untersucht. Nachdem alles in Ordnung war, erneuerten wir die nötigen Impfungen und es gab noch eine Wurmkur und schon war der erste fertig.
      Als zweites folgte also Possy Pleasure Mainstream und erneut handelten wir alle Punkte ab. Auch bei ihr war alles im grünen Bereich und ich konnte mich nicht beschweren. Da sie schon in kurzer Zeit auf Reisen gehen sollte, waren bei ihr bereits alles Impfungen erneuert und auch die Wurmkur war aktuell. Das Gleiche galt für Razita, denn es gab durchaus eine Frist, bis wann die Impfungen da sein mussten. Beide Stuten würden schon bald hoffentlich zur Zucht zugelassen werden. Auch Razita bestand die Untersuchung ohne Probleme.
      Ich schaffte die beiden Stuten wieder in die Boxen und bekam dann die Gesundheitszertifikate ausgestellt. Ich bedankte mich herzlich und unterhielt mich noch kurz, ehe sich der Tierarzt wieder auf den Heimweg machte.
    • Eddi
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      Erster Schnee
      21. November 2018
      Ich war noch nie wirklich ein Frühaufsteher gewesen und doch klingelte jeden Morgen spätestens sechs Uhr - meistens eher - mein Wecker. So auch heute. Seufzend stand ich auf, um ihn auszuschalten und mich dann auf den Weg ins Bad zu machen. Ich beeilte mich ein wenig, denn ich war etwas spät dran. Heute war ich mit dem morgendlichen Stalldienst an der Reihe, zusammen mit Alexa, wenn ich mich recht erinnerte. Also machte ich mir in der Küche noch fix einen Tee in meinen Thermobecher und lief dann hinaus in den Stall. Ein Lächeln stahl sich auf mein Gesicht, denn das Gestüt war bedeckt von einer feinen dünnen Schneeschicht. Die Nacht über hatte es also zum ersten Mal geschneit.
      Wie erwartet traf ich im Stall auch auf eine dick eingepackte Alexa, die sich bereits daran machte, Jungpferde und Hengste zu füttern. Ich übernahm hingegen die Stuten und nachdem alle zufrieden fraßen, machte ich den morgendlichen Kontrollgang und wechselte hier und da schon einmal die Decken. Wir hatten einige geschorene Pferde und gerade bei den jetzt kalten Temperaturen (teilweise hatten wir bereits tagsüber Minusgrade) waren die Decken einfach von Nöten. Besonders, wenn die Pferde von früh bis abends draußen standen und ein kalter Wind begleitete uns hier oben im Norden im Winter immer. Dementsprechend hatte selbst ich mich ganz schnell an eine Mütze gewöhnt, obwohl ich sonst nur sehr ungern Mützen getragen hatte.
      Morgens ging es ruckzuck. Die Pferde brauchten nicht lange fürs Frühstück und schon ging es im Zweier-Takt hinaus auf die Weiden. Aufgrund des dankbaren trocknen und sonnigen Herbstes hatten wir noch unsere Sommerweiden ein Stück weit länger nutzen und so die Winterweiden schonen können. Ab heute standen die Pferde aber offiziell wieder in den kleineren Gruppen auf den Winterweiden. Für Standardverhältnisse waren diesen Weiden immer noch gigantisch, aber dennoch nichts im Vergleich zu den Sommerweiden - die brauchten aber nun auch einmal ihre Pausen und konnten sich so über den Winter zur Genüge erholen.
      Im Stall gelassen hatte ich direkt Sarabi und Walking In The Air. Die beiden hatten heute Morgen Springtraining mit Tassilo und Alexa. Ich hingegen wollte Teasie ein wenig an die Longe nehmen und arbeiten. Doch vorher musste ich noch einmal kurz ins Büro, denn Possy Pleasure Mainstream und Razita sollten kommendes Wochenende auf eine Prämierung und ich musste noch die Anmeldungen durchgehen. Aus dem Grund hatten sie heute auch ihren freien Tag, denn momentan standen sie bald mehr im Training als der Rest unseres Stalles.
      Danach wandte ich mich aber auch schon meiner geliebten Araberstute zu. Teasie war ein wahres Goldstück und ich war sehr dankbar, sie in meinem Stall stehen zu haben. Mittlerweile bestand mein Stall sowieso nur aus Pferden, die für immer ihren Platz hier hätten. Lange Zeit hatten wir wesentlich mehr Vierbeiner gehabt, viele auch auf Durchreise - meist zum Training, ehe sie dann wieder verkauft wurden. Und dann gab es eben auch die Pferde, bei denen es nie hundertprozentig Klick gemacht hatte. Umso schöner das Gefühl, wenn man sich endlich auf jeden Vierbeiner konzentrieren und mit jedem auf einer tollen Ebene arbeiten konnte.
      Aufgrund ihrer Rasse schob Teasie nur sehr wenig Winterfell und war dementsprechend aber auch schon früh eingedeckt worden. Deshalb war ihr aber auch das Scheren erspart geblieben. Heute arbeiteten wir mal wieder am Kappzaum, eine Kombination aus Longieren und Handarbeit. Sie machte wirklich einwandfrei mit und ich konnte mich nicht beklagen. Inzwischen bewies sie eine wunderbare Selbsthaltung, war fleißig und stets kraftvoll bei der Arbeit. Auch das Springtraining lief gut und inzwischen war auch Tami am Stall angekommen.
      Sie folgte mir mit zur Weide, wo wir zunächst Teasie wegbrachten und dann Like Honey and Milk, Shattered Glass, Amadahy und Lila Wolken holten. Ein Ausritt zu viert stand an. Diese Zeit fand ich immer schön, denn es war absolut Quality Time mit dem Team und den Pferden. Ich ritt Amadahy, eine unserer jüngsten Stuten. Dementsprechend tat es ihr mehr als gut, mal wieder in einem Verband aus älteren und erfahrenen Stuten mitzulaufen. Sie war auch sehr entspannt und machte keinerlei Probleme. Hatte sie eigentlich auch noch nie. Stattdessen stand sie gut im Training und für 2019 war eventuell ihre Prämierung zur Zuchtstute geplant. Den Spaß hatten die anderen drei bereits hinter sich.
      Wieder am Stall angekommen und die Pferde bereits versorgt, verteilte sich das Team komplett und jeder ging seinen Aufgaben nach. Es war kurz vor Mittag und ich wollte gerne noch Raunchy's Limited reiten. Es stand mal wieder Dressur auf dem Plan und Gesellschaft bekamen wir von Tami mit Nandalee, die ein wenig Stangenarbeit machten. Bei einer Halle von 60x40m war das aber kein Problem. Soweit ich wusste, longierte Alexa gerade Naimibia und wollte danach noch Herbsttraum und Alice von Landwein bewegen. Tassilo hingegen hatte heute noch Das Kürbisvieh und Batida de Coco zu bewegen.
      Aufgrund seiner Größe war er nicht so der Fan von unseren kleineren Vierbeinern, verständlich, gehörte aber dennoch dazu. Aber ich hatte auch kein Problem, die Zwerge zu übernehmen und da Polka Dot heute frei hatte (aufgrund ihrer kürzlichen Reise nach Kanada), war nur noch My Hope Nymeria an der Reihe. Die hübsche, kleine Shettystute war noch vollkommen neu in unserem Stall. Durch Zufall hatte ich sie entdeckt und sie stammte von zwei unserer ehemaligen, bereits in Rente gegangenen, Zuchtpferde: Window und Mondscheinsonate. Im Gegensatz zu ihren ausgefallenen Eltern war sie eher schlicht geblieben, überzeugte aber durch einen wunderbaren Körperbau und Charakter. Sie war ein tolles Pferd und deshalb hatte ich keinen Moment gezögert sie zu kaufen.
      Heute machten wir ein wenig Langzügelarbeit, denn ich wollte sie bei Zeiten einfahren lassen und ein wenig Vorbereitung war sicherlich nicht verkehrt. Danach durfte sie auch direkt wieder auf die Weide. Da wir mittlerweile genug Zwerge hatten, standen die drei Damen Polka Dot, Coco und Nymeria zusammen auf einer kleineren Weide und so mussten wir auch nicht alle Zäune des Gestüts dreifach für Shettys sichern.
      Tami hatte in der Zwischenzeit ein wenig Bodenarbeit mit Sally gemacht und danach noch Nesquik longiert. Inzwischen war es 13 Uhr und Zeit für eine Mittagspause, aber wir waren bisher auch wirklich gut vorangekommen und siehe da, die Sonne beehrte uns auch und nahm leider auch den wenigen Schnee mit sich.

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  • Album:
    Habt Spaß <3
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    21 Aug. 2017
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  • Name: Possy Pleasure Mainstream
    geboren: 2010

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    Von: Red Diamond
    Aus der: Ysun

    von: Royal Champion aus der: Mon Cherie

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    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Fuchsschecke
    Stockmaß: 162 cm

    Beschreibung:

    Possy Pleasure Mainstream, oder einfach nur Possy, ist eine sehr aufgeweckte und zickige Stute, die gerne mit dem Feuer spielt.
    Somit sind verträumte Spaziergänge kaum möglich, dieses Pferd hat seinen eigenen Kopf und kann schnell sehr hochnäsig werden,
    was sich aber mehr zeigt unter anderen Pferden.
    Ihre Gänge hingegen sind ein wahrer Traum, doch man muss gut mit ihr arbeiten, das man sie auch trotz ihres Charakters dazu bringt ihr Potenzial zu zeigen.
    Possy benötigt viel Zuwendung, damit man irgendwann eine gute Stute unter sich hat,
    die dann durchaus auch ihre weiche Seite zeigt.


    Ersteller: Ivi.Kiwi
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: erloschen

    Springen S*** -- Fahren A -- Dressur A

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    [FS 212] Warmblüter
    1. Platz 333 Springturnier
    2. Platz 102. Synchronspringen
    2. Platz 121. Synchronspringen
    3. Platz 115. Synchronspringen
    2. Platz 8. Synchronfahren
    2. Platz 475. Dressurturnier
    1. Platz 476. Springturnier

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    Gekört: ja, [SK 461] Spring- und Distanzpferde

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    Nachkommen:

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