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Sammy

Porcelain Doll

American Miniature Horse | Stute | gekrönt || DR: S* (0) | FA: S*** (4)

Porcelain Doll
Sammy, 1 Jan. 2019
    • Sammy
      [​IMG]
      Berichte aus Dolly's Zeit bei Kira
      Hoch und Tief
      Pflegebericht
      Der Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich vielleicht mal etwas in die Pötte kommen sollte. Schnaufend befreite ich mich aus der Umarmung. Lars brummelte. Vorsichtig rutschte ich zur Bettkante und schlüpfte mit meinen nackten Füßen in meine Pantoffeln. Es war kalt im Zimmer, bloß schnell in die Küche. Ich reckte mich noch, um mich wieder bewegen zu können und stupste meinen Freund leicht an „Wir müssen aufstehen Lars. Ich bin schon mal unten.“ „Hmmhh..“, er drehte sich rum. Mit einem leichten grinsen und kopfschüttelnd bewegte ich mich die Treppe runter. In der Küche angekommen deckte ich den Tisch, nicht sehr viel Aufwand bei zwei Personen. Grade fertig mit decken tauchte auch Lars auf. „Schon fertig?“ Ich nickte. „Morgen erstmal, ne?“, meinte ich dann grinsend. Ein Lachen konnte er sich nicht verkneifen. „Guten Morgen mein Schatz“, ein Kuss folgte. Am Frühstückstisch würde der Schlachtplan für den heutigen Tag folgen. Ich setzte mich schon mal und begann mein Brötchen fertig zu machen, während Lars sich noch Kaffee kochte. Brrr.. Kaffee – nicht so meins – mit meinem Kakao war ich sehr glücklich. Einen kräftigen Bissen nahm ich von meinem Käsebrötchen, während Lars sich setzte. „So. Was steht heut an? Die Kleinen kommen heute, oder?“ Ich nickte, denn ich war immer noch mit meinem Käsebrötchen beschäftigt. „ Ist alles dafür schon fertig?“ Noch am kauen nickte ich, aber hob die Hand um ihm zu verdeutlichen, dass ich dazu noch etwas sagen wollte. Der letzte Bissen war runtergeschluckt: „ Prinzipiell schon, die kommen doch zu Gracie in den kleinen Laufstall.“ „Meinst du das geht gut?“ Die Kleinen waren nicht nur vom Alter klein, was Grace auch war, sondern wirklich klein. Zwei Miniature Horses. Und Grace war normal groß. „Hoffe ich doch.“ „Okay.“, meinte er nickend. Wir Frühstückten zu Ende ehe wir uns fertig anzogen und auch schon nach draußen verschwanden um das Tageswerk zu beginnen.

      Als wir vor der Tür standen genoss ich es einen Augenblick mein Gesicht der Sonne entgegen zu strecken, die letzte Zeit hatte es viel geregnet, richtiges Winterwetter hatte es diesen Winter bisher kaum gegeben, dennoch war es kalt und ekelhaft gewesen. Dann folgte ich Lars zu den Ställen. Er hatte schon begonnen den Pferden ihr Frühstück zu geben. „Stutenstall ist fertig, ich mach jetzt die Hengste.“ „Gut, dann nehm ich was übrig bleibt.“, meinte ich und schnappte mir einen Futterwagen, womit ich mich aus dem Hauptstall, welcher die Zuchthengste und Anwärter beherbergte, auf dem Weg zu einem der Nebengebäude machte. Hier waren die Pferde und Ponys untergebracht, welche nicht eine unserer Hauptzuchtlinien waren. Also eher die Hobby Pferde. Nacheinander bekamen Davour, Valentine´s Candy Fireflies, Flaschenzieherin, Rumpelstielzchen, Pancake Killer und Umpalumpa ihr Futter. Ebenso wie die Araber, gekört und ungekört, Asfari Sharin, Laheeb al Amara, Eisenmann und Famiah und meine Berber Stute Pangäa, die auch hier untergebracht waren, da sie nur eine Nebenzucht waren. Am Ende des Gebäudes befand sich der Jungpferde Laufstall, in welchen heute die beiden neuen Jährlinge einziehen sollten. Eigentlich schon anderthalb, bald zwei. Am Tor stand Graceful Eclipse. „Na Gracie?“, begrüßte ich die Stute. Das große Mädchen steckte mir freundlich ihren Kopf entgegen, sodass ich sie krabbelte während ich ihr Futter in die Raufe schüttete. Auch hier kontrollierte ich routinemäßig die Tränke und nahm mir kurz die Zeit die Stute in Augenschein zu nehmen, aber wie immer war alles in Ordnung. Glücklich klopfte ich Grace den Hals, worauf hin sie mich an stupste. So ein freundliches Pferd hatte ich selten erlebt und mit Spannung wartete ich darauf wie sie sich unterm Sattel und bei sonstiger Arbeit machen würde. Sie war echt ein Herzenspferd. Aber weiter ging es, also wieder in den Hauptstall und den Futterwagen weggebracht und neu aufgefüllt. Beim Verrichten davon kam ich bei All Pride vorbei, im Gegensatz zu sonst kam er nicht zur Boxentür um sich ein Leckerchen zu egammeln. Noch so eines meiner Lieblingspferde, auch wenn er jetzt wohl noch faul im Stroh lag. Generell haben wir viele wundervolle Pferde. Was würde ich nur ohne sie machen? Und ohne Lars? Aber sie sind alle hier. Glücklich machte ich weiter. Vom Heuboden schmiss ich einen kleinen Quarder Stroh runter und transportierte ihn mit einer Schubkarre zum Hänger. Eine neue Schubkarre könnten wir mal gebrauchen, diese hier war etwas schrottig. Aber es reichte, ich und das Stroh kamen beim kleinen Hänger an, wo ich eine Schicht drin verteilte. Der Hänger war eigentlich ein Schafhänger. Aber wofür den riesen Häger mitnehmen, dieser war für zwei so winzige Pferdchen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren. Würde Lars fahren? Das müsste ich ihn noch fragen. Aber so oder so würde ich auf jeden Fall mit zum Abholen. Mit dem restlichen Stroh ging ich zurück zum Hauptstall. Eigentlich könnte ich es auch im Stutenstall verteilen. Wieso nicht? Die würden sich freuen. Also nahm ich einen kleinen Umweg und brachte das restliche Stroh zu den Stuten. Das ganze wurde im Laufstallverteilt, wo die Zuchtstuen standen. Nosferatu, Draculas Wife, Star, Happy Steffi, Siana, Knifes and Pens, Antigone, Vanity und Lillifee freuten sich drüber und ein Großteil stürzte sich sofort drauf. Vanity zickte etwas herum doch Siana bot ihr direkt Einhalt. Dennoch musste ich lachen als Knive lieber reißaus nahm und sich mit etwas Stroh davon machte. Frisches Stroh war recht beliebt, Heu und Kraftfutter oder Frischfutter natürlich mehr, aber momentan gab es für die Zuchtstuten fast nur Heu. Ein paar Zusätze gabs dennoch, für die Entwicklung der Fohlen. Aber es passt so. Es gab immer gesunde kräftige Fohlen. Und ab Frühjahr sind sie ja auch draußen. Nach kurzen Recken nahm ich die Schubkarre wieder auf und ging an den Einzelboxen der ungekörten Stuten, sie standen alle noch im Training, Wie konntest du nur, Drachenlady, I like it, De Luxe, White Dance, Snow Whites Beauty und Juwel der Stille vorbei. Einige neugierige Nasen reckten sich mir entgegen, aber es gab keine Leckerchen. Like versuchte es mit quitschen und empörten treten gegen die Boxentür. „Hör auf du Zicke! Ich hab nichts!“, vesuchte ich ihr klar zu machen. Zufrieden war sie dennoch nicht, sie warf mir einen trotzigen Blick zu. Einfach ignorieren, sie war eben so. Eine der kleinen Stalldiven.

      Grade als ich die Schubkarre abstellte kam Lars an: „Kommst du gleich mal?“ Er machte so ein besorgt-wichtiges Gesicht. Nickend fragte ich: „ Klar, was ist denn?“ „Gleich. Ich muss wieder zu Dracula.“ Schon war er wieder verschwunden. Anscheinend hat er Dracula bewegt. Gut, dann muss ich das nicht mehr machen, der Kerl war auch heute mit Training dran. Worums aber geht..? Hoffentlich ist nichts mit Dracula passiert. Sorgen breiteten sich aus. Das Zurecht legen des Sattelzeuges der Pferde die heute geritten werden sollten müsste warten, erstmal würde ich nach schauen was los ist.
      Lars war grade Dracula am abbürsten. Dee hatte ordentlich geschwitzt sah ansonsten aber quitsch lebendig aus und hibbelte wie immer ein bisschen herum und machte uns das Leben schwer. „HEY!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken auf. Lars verpasste Dee einen kräftigen Klaps. „Er hat mich gezwickt.“, entschuldigte er sich und verzog das Gesicht. „Frechdachs. Aber er ist dennoch gut.“ „ Ich hab ihn mal ein bisschen gefordert, Medy hat gute Arbeit geleistet, der geht ne super L Dressur mitlerweile.“ „Wir könnten sie ja nochmal kommen lassen oder meinst du er wäre mit mehr Überfordert?“, fragte ich nachdenklich und kam naher um den Ponyhengst zu krabbeln. Dee ließ mal seine hengstige Seite fallen und drückte sich meiner Hand entgegen. „was du nur immer mit den Pferden machst!“, meinte Lars lächelnd. Dees Lippe zuckte, der Mascho genoss es sichtlich. „Achja und wir können ja mal mit Medy telefonieren was sie dazu meint.“, er schwieg kurz, setzte an etwas zu sagen, aber überlegte es sich doch anders. Nach einem Moment der Stille und einem Stirnrunzeln von mir kam er doch noch zu Punkt: „Ich glaub Pride geht’s nicht so gut.“ Nein! Ich verkrampfe leicht, „ Könnte ne Kolik sein.“ Dracula wurde unruhig, ich hatte unbewusst aufgehört ihn zu krabbeln. Meine Hand hing nur noch angespannt an seinem Hals, ich nahm sie weg. „Es ist noch nicht so schlimm. Ich hab den Tierarzt vorhin schon angerufen er kommt nachher.“ Ich nickte. „Magst du nach ihm schauen? „, fragte er sanft und legte mir seine Hand auf die Schulter. „Du kannst am besten mit ihm. Ich kümmer mich hier um den Rest. „Ja“, kam es leicht krazig aus meinem Mund. Er schenkte mir einen mitleidigen Blick, denn er wusste wie viel mir Pride bedeutete. Dann nahm er Dracula um diesen wieder in seine Box zu bringen. Also auf zu Pride. Wird schon nicht so schlimm sein. Warum hab ich das nicht gemerkt heute Morgen als er nicht raus geschaut hat! Ich hätte nach ihm schauen sollen.
      So schnell war ich noch nie bei einer Box gewesen. Vorsichtig lugte ich durch das Boxen Gitter. Da lag er im Stroh. Zumindest wälzt er sich nicht. Schwitzig sah er aus und er blähte auch die Nüsten. „Hallo Kleiner!“, begrüßte ich ihn leise und schob den Riegel zu Seite um einzutreten. Prides Blick wanderte zu mir. Langsam ging ich zu ihm hin und hockte mich neben ihn. Er legte mir pracktisch seinen Kopf in den Schoß, mir kamen beinahe die Tränen. Ich streifte ihm sein Halfter über und stand dann auf. „Komm! Hoch!“, versuchte ich ihn zum Aufstehen zu bewegen. Schnaufend kam er hoch. Zumindest das Geschafft. Er spannt den Bauch. Jetzt mal ein bisschen Bewegung, dass hilft. Hoffentlich kommt der Arzt bald. Mit einem sanften zupfen am Strick brachte ich ihn dazu mir zu folgen. Aus der Box raus, er sah nicht gut aus. Die Tränke hatte aber funktioniert, also lag es nicht daran. Erstmal würden wir ein paar Runden drehen.
      Es dauerte bis der Tierarzt kam. In der Zwischenzeit war ich mit Pride Runde um Runde gegangen und hatte immer wieder versucht ihm etwas Wasser anzubieten – bisher ohne Erfolg. Lars schaute auch immer wieder vorbei: „Wie geht’s ihm?“ „Nicht so gut.“ „Wenn du was brauchst sag mir Bescheid. Ich hab mein Handy dabei.“ „Klar“, meinte ich und schenkte ihm ein Lächeln. „Looki ist jetzt auch bewegt. Ich war eben mit ihm in der Halle und bin ein bisschen gesprungen..“, er hielt inne und grinste mich leicht an, „.. es war intressant, aber ich glaube nicht das er ein großes Springpferd wird. Cavalettis schafft er aber.“ Lars zwinkerte mir zu. Bei dieser Vorstellung wie er Looki wohl mit großem Aufwand zum Springen gebracht haben musste musste ich lachen. „Überlass das besser uns.“, ich schaute etwas wehleidig zu Pride. Er und ich – das war ein Team – wir waren beide unglaublich springbegeistert und kamen super miteinander aus. Aber ans Springen war momentan nicht im Entferntesten zu denken. „Ich bring jetzt erstmal die Zuchthengste in die Führmaschiene und dann reit ich noch Club.“ Ich nickte. Dann waren zumindest schon mal Admiral, Frisco, Coco´s Landzauber, Legacy of Gold, Golden Pirate, A le Hop und Club Can´t Handle Me bewegt.
      Endlich traf der Tierarzt ein. Ein schaute sich Pride genau an, tastet ihn ab. Drückte hier und da. Armer Kerl, er hatte echt Schmerzen. Und jetzt drückt der Arzt auch noch an ihm rum. Beruhigend streichelte ich ihn. „Also „, setzte der Tierarzt an, „ es ist wie sie dachten eine Kolik. Das Führen war schon eine gute Maßnahme, ebenso wie das Anbieten von Wasser. Ich werde ihm jetzt eine Krampflösende Spritze geben und ein Schmerzmittel.“ Den Strick fest in der Hand streichelte ich Pride und redete mit ihm um ihm abzulenken: „Schau her Junge! Alles wird gut. Hhmm? Ja, mein lieber Pride.“ Der Arzt setzte die Spritzen geschickt und Pride blieb brav. Er war aber auch fertig. “ Sie können ihn dann wieder in die Box stellen. Achten Sie darauf ob er trinkt. Aber er sollte erstmal noch nichts fressen. Wenn es sich bessert kann er wieder kleine Portionen Heu bekommen, was dann langsam gesteigert werden kann. Wenn es aber nicht besser wird sollten sie mich nochmal Kontaktieren, aber ich denke hiermit sollte es getan sein.“, wies der Arzt mich an. „Okay alles klar.“, ich verabschiedete mich mit einem Händeschütteln und brachte Pride etwas erleichtert in seine Box zurück. Dort räumte ich alle Futter Reste raus und stellte ihm zusätzlich zur Tränke einen Eimer mit lauwarmen, frischen Wasser in die Futterraufe. Es schien ihm schon jetzt etwas besser zu gehen. Zumindest steht er und ist nicht mehr schwitzig.
      Nach kurzem Tätscheln ließ ich ihn dann alleine, mein Magen grummelte schon seit geraumer Zeit und es waren noch andere Pferde um die ich mich heute kümmern müsste. Und die zwei Neuen! Erschrocken schaute ich auf meine Uhr. Vier Uhr. Mist. Eigentlich hätte ich vor einer halben Stunde bei der Züchterin sein sollen. Hastig zog ich mein Handy aus der Hosentasche – kein verpasster Anruf. Also machte ich mich auf die Suche nach Lars. Wie es schien hatte er inzwischen schon alle Hengst wieder in ihre Boxen gebracht, denn die Führmaschine war leer. Als ich die Futter- und Sattelkammer betrat bemerkte ich eine Notiz am Brett
      ‚Bin die Kleinen abholen. Hoffe du bist nicht sauer, dass du nicht mit bist ;)
      Lars‘
      Glückgehabt, es wäre mir sehr unangenehm gewesen, wenn niemand pünktlich dar gewesen wäre. Und ich war nicht sauer. Auch wenn ich natürlich schon sehr gerne mitgekommen wäre. Hatte er gut gemacht. Aber ich sehe die Kleinen ja nachher. Motte und Porcelain Doll. Beim Überprüfen der Tabelle stellte ich auch fest das Lars auch anscheinend noch unseren alten Herren Wild Dream geritten war, so hatte ich jetzt eigentlich nur noch ein Pferd heute zu reiten. Bei übriger Zeit würde natürlich sich auch keines der restlichen Pferde dagegen wehren, aber es gab immer einige „Pflicht“-Pferde, danach kamen die Optionen. Aber erstmal ging ich jetzt ins Haus. In der Küche stellte ich auch fest, dass Lars sogar gekocht hatte. Wie ich ihn liebe! Er hatte heute echt gerackert.
      Nach dem Essen ging ich wieder gestärkt erstmal nach Pride schauen, ich erwischte ihn grade mit dem Maul im Wassereimer. Erleichtert seuftze ich, worauf hin er seine Nase hob und ans Gitter presste. „Nein, Pride du kriegst nichts. Du willst doch wieder Gesund werden.“, wähnte ich. Weil ich ihn aber nicht so stehen lassen wollte kraulte ich ihn, es schien ihm schon deutlich besser zu gehen. Wie schön! Ich merkte wie ich deutlich entspannter wurde. So und jetzt kommt der Spaßige Teil des heutigen Tages.
      Roi du Soleil stand schon ungeduldig an seiner Boxen Tür, er war noch ziemlich neu doch hatte er sich schnell eingelebt und wartete nun jeden Tag auf seine Beschäftigung. "Hey du!", begrüßte ich den hübschen Hengst. Roi stampfte mit dem Huf auf und nachdem ich ihm diese ausgekratzt hatte und ihn mit Halfter am Strick aus der Box führte schien er fast etwas beleidigt. Armer Kerl, musste er heute so lange warten bis er dran war. Sonst war er früher.. Also schnell geputzt bis das rote Fell in der restlichen winterlichen Sonne funkelte und dann den Sattel drauf gepackt. Schnell flitze ich noch in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen und nahm dabei wieder die halbe Tür mit "Autsch!" "Was für´n Mist!", fluchend ging ich wieder zu Roi zurück, darauf bedacht nicht weitere Ecken mit zu nehmen, der blaue Fleck würde nun reichen. Relativ flott war der Kerl gesattelt und als würde er sich bedanken wollen, dass er jetzt endlich seine heiß ersehnte Bewegung bekäme, stupste er mich sanft an. Lächelnd krabbelte ich ihn zwischen den Ohren. Brav folgte er mir zum Reitplatz, das Wetter war heute wirklich gnädig, blauer Himmel und Sonne. Naja kalt war es immer noch. Und feucht. Vom ganzen Regen. Aber was sollte man erwarten? Mit dem was man hat sollte man sich zufrieden geben und sich freuen. Ich öffnete unter einiger Anstrengung das Tor, da müsste man noch mal was dran machen, es funktionierte nicht mehr ganz so wie es sollte. Darum war ich froh als ich es wieder geschlossen hatte und im weiß umzäunten Reitplatz stand. Roi war hibbelig, das merkte ich schon beim aufsteigen. "Hey!", stehen bleiben war wohl nicht drin.. Schnell schwang ich mich hoch und ihn dann, er war einfach losgelaufen, anzuhalten und rückwärts wieder zum Ursprungsort zurück zu kehren. Dort ließ ich ihn erstmal stehen. Passte ihm natürlich nicht und er schlug mit dem Kopf. "Selber Schuld, wer sich bewegen will muss dennoch auf mich hören.", meinte ich etwas genervt. Als er es dann doch schaffte ruhig zu stehen durfte er dann endlich auch gehen. Im Schritt ging es einige Minuten über den Platz bis Roi gut aufgewärmt war. Dann sollte er traben. Die nächste Hürde an diesem Tag. Lief heut nichts wie es sollte? Sanft berührte ich seine Flanke und Roi preschte los als würde er ein Rennen laufen. Ein Galopprennen. Gegen die Schnellsten. Und er hält mit. "Hör auf!", schnauzte ich ihn an. Ein paar sehr eindeutliche Paraden und Volten ließen ihn zu seinem Glück wieder langsamer werden. So geht man nicht mit mir als reiter um. Hatte er jetzt gemerkt, würde er, hoffte ich für ihn, nicht nochmal machen. "Nächstes mal wirst du vorher longiert!", meinte ich zu ihm. "Was?", kam es zurück. Verwirrt schaute ich mich um und entdeckte Lars am Zaun, der musste natürlich lachen, ich schien wohl recht verdutzt zu schaune. Ich manovrierte Roi im lockeren Trab zu Zaun und ließ ihn dort anhalten. Na bitte, ging doch. Er stand ruhig. "Dachtest du dein Pferd spricht mit dir?", meinte Lars schmunzelnd. "Ich war mir nicht ganz sicher und habe schon an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt!", erwiederte ich lachend. "Wo sind denn die Kleinen?" "Ordentlich verstaut im Stall. Alles super gelaufen, sind brav in den Hänger und haben es sich dort bequem gemacht. Zwei ganz süße sind das!" "Super! Ich schau sie mir an, wenn wir hier fertig sind." "Lass dir Zeit mit Roi die Kleinen rennen schon nicht weg!", meinte Lars frech. Ich zog eine Schnute, doch musste dann lächeln, er kannte mich einfach zu gut. "Jaja." Also widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder Roi. Erst lobte ich ihn natürlich, dass er so lange brav und ruhig gestanden hatte. Da hatte es wohl klick gemacht wer das sagen hatte. Als ich antrabte meinte Lars noch:"Ich mach schon mal die Abendrunde." Ich nickte nur. Ich hatte gar nicht wirklich wahrgenommen das es schon recht düster wurde, aber der Tag würde bald zuende sein. Roi stellte sich beim restlichen Reiten vorbildlich an, er arbeitete toll mit und bot sich von selber an. Fleißiger Junge! Als ich schließlich beendete schien er mit sich selbst sehr zufrieden zu sein und sich, zum Glück, gut ausgepowert zu haben. Ich würde mit Lars besprechen ein Paddock an seine Box zu Bauen, denn umziehen lassen wollte ich ihn nicht. Dort wo er momentan stand stand er eigentlich gut. Umzüge waren immer so große Pferde hin und her Schieberreien. Denn es konnte ja uch nicht jeder überall stehen. Also wäre ein neues Paddock die simpelste Möglichkeit. Klar, es müsste auch noch ein Durchgang nach Außengebaut werden, aber hey! Wofür hatte man einen handwerklich begabten Freund? Als Roi wieder in seiner Box stand könnte ich gar nicht schnell genug Sattel und Putzzeug wegräumen. Beinahe vergaß ich zu kehren. Doch der drohend in der Stall Gasse stehende Besen erinnerte mich daran. Seuftzend nahm ich ihn und beseitigte den Dreck vor Rois Box. Schließlich konnte ich mich doch endlich in Richtung Laufstall auf machen, auf dem Weg kam mir Lars entgegen. "Sie stehen doch im Laufstall?" "Ja, ich hab ihnen aber erstmal ein eigenes Stück abgetrennt, dass sie nicht sofort zu Gracie müssen." Ich nickte. "Bin gleich auch mit Füttern fertig. Dann geh ich rein. Pride geht es übrigens schon eindeutig besser." Erleichtert lächelte ich, er war mein Liebling, ohne ihn.. ich wollte es mir gar nicht vorstellen. Lars und meine Wege gingen wieder auseinander, ich betrat das Gebäude in welchem sich der Laufstall befand. Dunkelheit empfing mich. Licht an. Da standen sie.. zusammen gekuschelt bei Gracie. Absperren hatte wohl nichts gebracht. Motte und Porcelain Doll hatten sich einfach durch den sorgfältig aufgestellten Zaun gequetsch, wie war auch mir ein Rätsel. Verschlafen blintzelten mir drei Augenpaare entgegen. Lars hatte recht, sie würden mir nicht weglaufen, daher beschloss ich den dreien ihre ruhe zu lassen. Für die beiden Minis war der Tag schon aufregend genug gewesen. Lich aus und wieder raus. Lars war warscheinlich schon fertig. Auf dem Weg zum Haus ging ich nochmal bei Pride vorbei. Ruhig lag er im Stroh. Als ich langsam den Riegel aufschob und zu ihm rein ging, reckte er mir den Kopf entgegen und blieb völlig entspannt liegen. Vor seinem Bauch ließ ich mich nieder und lehnte mich gegen ihn, seinen Kopf legte er mir nun fast in den Schoß. Die Ruhe die er ausstrahlte ging auch direkt auf mich über. Nach diesem stressigen und aufregenden Tag könnte ich endlich wieder durchatmen. Vertrauensvoll ließ er sich von mir umarmen und krabbeln. Wir beide, das war was. Ich liebte diese Momente, die einem beinahe verzaubert vorkamen, etwas unreal, aber dennoch wundevoll. Ich strich noch einige male über sein braunes, weiches Ponyfell, bevor ich auf stand, aus der Box ging und mich, wieder etwas unbefangener, zum Haus und zu Lars aufmachte.

      Ein bisschen schlauer
      Pflegebericht

      Früh am morgen riss mich mein Handy aus dem Schlaf. Was?
      'Pony abholen! <3'
      Etwas verwirrt wischte ich über den Touchscreen. Noch war mir der Sinn dieses Weckers nicht eingefallen, während ich aber brav ins Badezimmer tapste. Langsam legte sich der Schleier der Nacht von meinem Geist und es viel mir wieder ein. Croc würde bald am Flughafen ankommen! Der Hannoveraner Hengst war nun schon zum vierten Mal von Catalina Dixon trainiert worden. Diesmal war er aber dafür nach Schottland geflogen. Eine gute Übung. So talentiert wie sich mein Großer zeigte würde er öfter fliegen müssen, auch hatte ich ihn wieder in die Hände der Trainerin geben wollen, welche ihn schon gut kannte und welche ich auch kannte. Croc sollte keine schlimmen Erfahrungen machen müssen.
      *
      Der Hänger war ebenso wie die Box fertig gemacht. Grade als ich angehängt hatte und es mir auf meinem Sitz bequem machen wollte fiel mir noch was ein. Die Kleinen können schon raus! Es sollte heute, wie auch die letzten Tage, schrecklich heiß werden. Da kamen die Pferde raus auf die Koppel, auch wenn es im Hauptstall schön kühl war. Das gute alte Gemäuer bringts wirklich. Aber da stehen ja nicht alle. Flink huschte ich noch einmal aus dem Wagen und eilte zu einem der großen Laufställe. Nachdem ich den Riegel zur seite geschoben hatte stämmte ich mich mit aller Kraft gegen das Schiebetor - Warum waren die Dinger so groß? Das brauchen noch nichtmal 2 Meter Pferde! - und stämmte es auf. Es dauerte keine Minute bis die drei Junghengste Pancake Killer, Valentine´s Candy Fireflies und ZM´s Zanaro, um sie auch mal beim vollem Namen zu nennen, verstanden hatten was passiert war und an mir vorbei auf die Koppel rauschten. Dicht gefolgt natürlich von den beiden Mini Hengsten Rumpelstielzchen und Umpalumpa. Ich eilte auf die andere Seite der Halle um dort das zweite Tor zu öffnen. Es befanden sich nämlich zwei Laufställe in dem großen gemauerten Gebäude. Nachdem auch die beiden zweijährigen Stuten Graceful Eclipse, Foggy Dew und die Miniatur Horse Fohlen Motte und Porcelain Doll an mir vorbei gedüst waren - natürlich auf eine andere Koppel, ich war ja nicht leichtsinnig - eilte ich zum Auto zurück. Jetzt aber ran halten! Bald ist Croc da!
      *
      Tief einatmen. Alles hatte geklappt, das Pony war wohlbehalten im Hänger, ich brauchte mich nicht mehr stressen. Etwas spät war ich gewesen, aber noch passend. Beim Zoll gab es keine Probleme. So glatt wie es eigentlich immer laufen sollte. Ich konnte mich also auf den Heimweg machen. Mein Handy schnappte ich mir bevor ich los fuhr aus der Halterung und wählte eine der wenigen Nummern die ich auswendig konnte. Wenn der die Nummer wechselt.. "Hey Lars!", begrüßte ich meinen Freund,"Croc ist wieder da und sieht auch schon viel schlauer aus!" Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen und auch am anderen Ende der Leitung war ein kurzes Prusten zu hören. "Dann kann der Hufschmied also weiterhin heute abend an ihn ran?", hakte Lars nach. "Ich denke schon, er macht einen fitten Eindruck!" "Sehr gut, dann sehn wir uns nachher!" "Bis dann!"

      *
      Croccantino war flott übergeputz. Jetzt wendete ich mich Dracula zu, der sollte schließlich auch keinen schlechten Eindruck bei der Hufschmiedin hinterlassen. Ich hatte eben erfahren, dass eine Frau kommen würde, aber es war mir prinzipiell egal. Haupsache sie verpfuscht nichts. Croc und Dracula sollten bald einige Prüfungen laufen, unter anderem auch unter den Augen einer Körkommission. Ich hoffte die beiden dieses Jahr noch zu Zuchthengsten machen zu können. Bei Dracula wurde es langsam Zeit. Er hatte sich über die Jahre gut entwickelt. Als er jung war hätte ich ihn auch nicht gekört. Gedanken verloren kratzte ich Dees Hufe aus und striegelte sein Fell, der oft sonst aufmüpfige Hengst stand ruhig und gelassen da. Ob das am Alter liegt oder ist ihm nur zu warm? Croccantino hingegen würde man meiner Meinung nach in jedem Alter kören können, also hatte ich mich entschieden es jetzt zu tun. Vor einem Jahr hatte mir ein Bekannte schon vorgeschlagen ihn an der Hand kören zu lassen. Doch das wollte ich dem damals knapp drei Jährigen nicht zumuten. Er sollte erst seine Ausbildung in Ruhe angehen könne und ein gesundes Selbstbewusst sein entwickeln. Außerdem war so eine Sattelkörung eine bessere Werbung, man sah nicht nur das mögliche Potenzial, sondern direkt die Qualitäten des Pferdes unter dem Sattel. Natürlich alles noch ausbaufähig und auch hier sprach man von Potenzial, aber auf einer ganz anderen Stufe als beim Vorstellen an der Hand, wie ich fand.
      *
      "Ein Jeep kommt!" Ich hatte Croc und Dee schon angebunden, bereit die Hufe gemacht zu bekommen. "Danke! Bestimmt die Hufschmiedin." Einen Moment überlegte ich. "Lars kannst du schonmal die andern Pferde rein bringen? Ich helf dir dann, wenn ich hier fertig bin." "Klar, hatte ich auch schon vor .. mir von dir helfen zu lassen!", er grinste verschmitzt. "Hey!", ich kniff ihn in die Seite. "Ruuuhig! Ruhig Blut Brauner!", neckte er mich. Mit Grimasse schüttelte ich den Kopf und streckte ihm die Zunge raus. Wir beide mussten grinsen. Schnell gab ich ihm noch einen Kuss und er streifte kurz meinen Arm, dann musste ich aber los.
      *
      Müde fiel ich ins Bett. Der heutige Tag war anstrengend gewesen. Wie immer eigentlich. Doch es war mein Traum. Der Hof. Die Pferde. Die Arbeit. Und Lars. Er machte sich grad noch Bettfertig im Badezimmer. Ich war wirklich glücklich. Wie könnte es noch besser werden? Beim Abendessen hatten wir die Pläne für Rois Paddock ausarbeitet. Der Hengst sollte schon seit einiger Zeit eines an seine Box bekommen um 24 Stunden lang seinen Bewegungsdrang ausleben zu können. Materialien hatten wir auch direkt bestellt, wenn alles gut ging konnten wir in einer Woche anfangen. Lars kam ins Bett gekrochen: "Na? Auch so müde wie ich?" Seufzend nickte ich und kuschelte mich an ihn. Glück konnte man wirklich nicht kaufen, man fand es in den Menschen um sich herum. Und den Vierbeinern - pardon - Vierhufern.

      Nikolaus
      Pflegebericht

      ZM´s Zanaro, Realités, Umpalumpa, Rumpelstielzchen, Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur, I like It, Baroness of the Guard, Motte, Porcelain Doll, Valentine´s Candy Fireflies

      „Hast du alles beisammen?“ „Ic h denke schon! – Aber viel kann ich ja nicht vergessen er wird ja nicht geritten!“, antwortet ich meinem Freund während ich das Heunetz in den Hänger brachte und an der linken Innenseite befestigte. Auf die rechte Seite legte ich auf den Boden ein kleines Häufchen Heu. Die Anstandsdame durfte heute Realités spielen, ein kleiner Falabella Hengst. Mit seinen gestandenen 10 Jahren fuhr er problemlos Hänger und sollte ZM´s Zanaro wärend der Fahrt beschäftigen und ruhig halten. Auch wenn Zanaro den Hänger schon kannte, wollte ich den Junghengst nicht alleine zu seiner ersten Prüfung fahren lassen. „Alles fertig ..“, ich schlüpfte aus dem Hänger,“.. der Kleine kann jetzt rein.“ Mein Freund führte nickend Realités in den Hänger, auf die rechte Seite natürlich. Als Zanaro dann auch im Hänger stand konnt es los gehen. „Tschüss, bis später! Ich ruf dich an!“ Schnell drückte ich Lars einen Kuss auf die Lippen und verschwand im Auto.

      Die Fahrt verlief ruhig und so erwarteten mich als ich den Hänger öffnete zwei entspannte Pferde. Bis zum Start hatte ich noch etwas Zeit, deshalb ging ich mich erstmal umschauen. Nach meiner Streiftour über den fremden Hof kletterte ich in den Hänger. „Bald geht’s los.“, flüsterte ich Zanaro zu. Rückwerts ließ er sich aus dem Hänger bugsieren und trottete ein Stückchen davon weg. Zum anbinden gab es eine Stange, welche an der Seite des Hängers befestigt werden konnte. Zanaros Fell war zwar schon sauber, doch in seiner Mähne hatten sich nun wieder einige Heuhalme verfangen. Wie der Hengst es immer schaffte aus sich wieder so ein verwildert aussehendes Tier zu machen war mir ein Rätsel. Erstmal würde ich ihn aber von den Halmen in seinem Haar befreien.

      Langsam würde es dunkel und als Zanaro und ich an der Reihe waren war so gut wie jegliches Tageslicht gewichen. Zanaro und ich nahmen am Nikolaustag an einem Reiterspiel teil. Mit "Nikolausritt" war es betitelt, Ich würde Zanaro aber führend durch die Spiele bringen, denn der Junghengst hatte bisher keinen Menschen auf seinem Rücken getragen. Als ich die Ausschreibung gelesen hatte dachte ich mir, dass dies eine gute Gelegenheit sei eines meiner ungerittenen Jungpferde an eine Atmosphäre zu gewöhnen die wohl einem Turnier ähneln würde. Viele Pferde und viele Menschen, aber wahrscheinlich nicht ganz so hektisch. Ich hatte mich nicht getäuscht, relativ ruhig ging ein Paar nach dem andern an den Start. Die Veranstalter hatten sich eine Reihe kleiner Aufgaben ausgedacht, welche alle weihnachtlich angehaucht in die Jahreszeit passten. Am Zaun des Platzes beobachtete ich einige andere Starter, während ich Naro am Hals krabbelte, was er sichtlich genoss. Zu meinem Erstaunen hatte der Hengst bisher nur vorbildliche Manieren an den Tag gelegt. Und so konnte ich ruhig mit einem gelassenen Pferd in die Aufgaben starten. Erst durchquerten wir eine Allee aus Menschen, die Laternen in ihren Händen erleuchteten die Nacht. Neugierig beäugte Naro sie, folgte mir aber brav. Danach kam ein Stangenquadrat. Problemlos ließ Zanaro sich hinein führen, Stangen kannte er, als Pferd welches freudig beim Freispringen mitmachte. Nun sollte eine Kehrtwende folgen, dabei sollte ich aber Vorsicht walten lassen, ich sah die leichte Spannung in dem Hengst. Darauf bedacht Zanaro keinen Anlass zum Sprung über eine der Stangen zu geben hob ich sanft die eine Hand und drehte ihn langsam rum. Zu unserm Glück gelang das Werk und als wir die Stangen wieder verließen war Naro wieder völlig entspannt. "Guter Junge!" Tätschelnd blieb ich stehen, nach kurzen zögern folgte Naro meinem Beispiel. Langsam hatte es angefangen zu schneien und feiner Schnee rieselte sanft auf uns hinunter, die Tannenbäume, welche für weitere Aufgaben bereit standen, sammelten die weißen Wasserkristalle auf ihren Nadeln. "Bleib stehen Kleiner!", eindringlich sah ich den Hengst an, der nun wohl aus seiner Ruhe aufgewacht schien und mich frech anschaute. Neben einer Kiste voller Weihnachtschmuck lag eine rot-weiße Decke und eine Weihnachtsmütze... für Pferde! Ich musste grinsen, gilt dürfte ich das gute Stück später ja sogar behalten. Gefallen würde mir das auf jeden Fall. Die Mütze schnappte ich mir zuerst. Sie Zanaro anzuziehen stellte sich als etwas schwieriger heraus als gedacht, zu begeistert war er von dem Bommel der Weihnachtsmütze. Als ich es endlich geschafft hatte war er immer noch hin und weg. Mit Kopfnicken brachte er den Bommel dazu auf seinem Nasenrücken auf und ab zu hüpfen und zugleich versuchte er diesen mit seiner Lippe zu erhaschen. Die Zuschauer und Helfer amüsierte es genauso wie mich, dem leichten Gekicher im Hintergrund zu entnehmen. Grinsend ließ ich den Hengst stehen der völlig mit sich selbst beschäftigt war und holte die Decke welche ich ihm dann überzog, verwundert schaute er sich um und vergaß seinen Bommel. Mit fertig geschmücktem Pferd holte ich mir eine Laterne ab. Im Joggen wollte ich nun einen Slalom aus kleinen Tannen durchqueren. Als letztes müsste ich nämlich auf Zeit einen Tannenbaum schmücken und darauf wollte ich Zanaro schon etwas einstimmen. Brav trabte er neben mir her als wir durch die Bäume joggten. Im Licht meiner Laterne glitzerte die dünne Schneeschicht auf den benadelten Ästen. Beim letzen Baum wollte der Hengst zur Seite weichen aber ein kurzer Ruck am Strick ließen ihn seinen jugendlichen Trotz vergessen. Zufrieden klopfte ich seinen Hals wofür er mir seine Nase an meiner Weste abwischte. Kopfschüttelnd steuerte ich die große Tanne an die nun vor uns stand. So, dass es nicht beim schmücken störte, stand ein kleiner Tisch mit einer Stoppuhr daneben. 60 Sekunden, dann sollte der Baum geschmückt sein. Noch ein tiefer Atemzug, ein prüfender Blick auf den Baum und ich startet die Stoppuhr und rannte los. Zanaro etwas erschrocken rauschte kurz an mir vorbei, fand sich aber wieder. Bei der Kiste angekommen schnappte ich mir zielstrebig die dicken Lamettaketten in rot und Gold. Drapierte sie um Zanaros Hals und füllte zudem meine Arme gut mit silbrigweißen Kugeln. Während ich nach der schnell gerannten Strecke zielstrebig um den Baum schritt und die Kugeln, so gut es ging, gleichmäßig verteilte, trottete Zanaro etwas erstaunt neben mir her. Das Lametta hatte sich zum Glück nicht verhäddert, sodass ich dieses von Zanaro Wickeln und dann um den Baum Schlingen konnte. 10 Sekunden. Schnell rannte ich noch einmal zu der Kiste. War da nicht noch eine schöne Spitze gewesen? Ja! Ich schnappte mir das schöne Stück und hechtete, von einem etwas aufgedrehten Zanaro gefolgt, zurück. In letzter Sekunde schaffte ich es noch diese auf das Haupt des Nadlebaumes zu setzen. "Ufff..", etwas außer Atem tätschelte ich Naro. Glücklich betrachtete ich den Baum, welcher gar nichtmal so schlecht aussah. Vielleicht sollte ich dieses Jahr die Tannen auf unserem Hof auch so schmücken? Zeitsparend war es auf jeden Fall.

      Als wir schließlich die Platzierung hinter uns gebracht hatten konnte ich wieder glücklich den Hengst in den Hänger schieben und uns auf den Nachhause Weg machen. Mit Lars hatte ich schon telefoniert und von Zanaros vorbildlichem Benehmen berichtet. Grinsend schaute ich auf rot-weiße Bommelmütze, welche auf dem Beifahrersitz lag.

      Mitten auf dem Hof kam das Auto zum halten, während der Fahrt hatte es zwar aufgehört zu schneien - insgeheim war ich darüber recht glücklich gewesen, ich wollte nicht noch im Graben landen - aber der Hof war noch überall von einer feinen Schneeschicht bedeckt. Als ich ausstieg kam mir Alex entgegen, welche anscheinend einige Stuten noch von ihrem Paddock holte. In ihrere Hand erkannte ich die Halfter von I like it, Snow Whites Beauty und Wie konntest du nur. Während ich die Hängerklappe öffnete und Zanaro aus dem Hänger treten ließ brachte sie eine nach der anderen Fellpony Stute in den Stall. Der Haupstall der Stuten wär direkt am großen Innenhof gelegen.Zanaro konnte so wie er war in die Box gebracht werden, dank Realités hatte er die Fahrt ruhig über sich ergehen lassen. Der Kleine Ponymann wartete brav im Hänger und ich brachte ihn zu seiner Doppelbox mit Paddock, wo ihn schon seine Kumpel Umpalumpa und Rumpelstielzchen erwartete. Umpa reckte seine kleine Naser über den Boxenrand, während Rumpi hinter ihn von einer Seite zur anderen tippekte. Mit etwas Mühe bekam ich Realités zu ihnen hinein gepackt. Sogleich beschnüffelten sich die drei und quitschten zur Begrüßung. Ich gab mir noch einen Moment Zeit die Szene zu betrachten ehe ich mich darum kümmerte den Hänger zu säubern und an seinen Platz zu stellen.

      Motte und Porcelain Doll hatten Baroness of the Guard freundlich in ihrer Fohlenbande aufgenommen. Die Jährlings Stuten gingen nun schon völlig vertraut miteinander um, auch wenn es dennoch großes Gerangel gab als ich ihnen einige Lagen Heu in den Laufstall schmiss. Zuletzt schaute ich noch bei Valentine´s Candy Fireflies vorbei. Alex hatte ich schon vor einiger Zeit in ihre Wohnung verschwinden sehen und auch unser anderer Angestellter würde schon in seinem Wohnbereich sein. Lars schätzte ich auch schon im Haus, auch wenn er mit ziemlicher Sicherheit noch beschäftigt war, mit Finanzen, Anzeigen, Tunierergebnissen; er fand immer eine Beschäftigung oder etwas, was noch erledigt werden musste. Seuftzend schüttete ich dem Hengst neben mir, welcher schon danach geierte, die halbe Flasche Malzbier in den Trog. Die halbe Abendration, welche er meist übrig ließ, sog die trübe Flüssigkeit sofort auf. Seit Vally Malzbier bekam war sein Fell, aber auch seine Hufe, glänzender und gesünder geworden. Er war auch inzwischen aus dem Wachstumsschub raus und fing langsam an wieder Pferd zu werden, anstelle eines dünnen großen Lulatsches. Außerdem schmeckte es ihm auch vorzüglich und für mich war es ein Genuss dem schmatzenden und schlabbernden Pferd zuzusehen. Vally klopfte ich kurz auf den Hals, was ihn aber reichlich wenig intressierte, dann machte ich mich auf Richtung Haus.

      Mit vollem Hänger - Fohlenschau
      FS & Pflegebericht

      Mit vollem Hänger war ich dieses mal angereist, denn ich hatte direkt vor zwei Fohlen auf dieser Fohlenschau vorzustellen. Lars würde mir dabei helfen, denn unglücklicherweise lagen die Vorstellungen meiner beiden AMH Stutfohlen direkt hintereinander. Somit hatte ich mich entschieden, dass ich Motte begleiten würde. Mein Freund würde das andere Fohlen vorstellen. Kann auch nicht schaden, wenn er das mal macht. Motte stand etwas unruhig neben mir, denn auch wenn sie schon eine Schlife erfogreich nach Hause gebracht hatte, war sie immernoch bei so vielen Pferden und Menschen leicht zu ängstigen. Ich wiederstand dem Drang das arme Fohlen auf den Arm zu nehmen, was Gewichtstechnisch kein Problem gewesen wäre. Lars tauchte mit Dolly auf und sgleich entspannte sich Motte und hatte nur noch Augen für ihre Spielgefährtin, welche sie keck zwickte. Quitschend hüpften sie neben Lars und mir, soweit die Stricke es zu ließen, hin und her. Einige finstere Blicke trafen uns, ich vesuchte Mottes Aufmerksamkit zu erlangen, damit die beiden nicht so einen Tumult machten, aber dazu war kaum Zeit, denn schon war sie an der Reihe. Vom vorangegangenen Spiel noch abgelenkt, hüpfte das Fohlen neben mir in die Halle und zeigte sich dieses mal fröhlich und gar nicht veränstigt wie noch einige Augenblicke zuvor. Ich grüßte die Richter, als das anfängliche Klatschen des Publikums erloschen war. Motte war etwas ruhiger geworden, denn das Tosen vieler Hände ging nicht ohne Folgen an ihr vorbei. Dennoch knabberte sie verspielt, wie es ihre Art war, am Strick, während ich sie Aufstellte. Zu den Richtern natürlich offen blieb das Fohlen lange genug stehen, als dass sie ordentlich bewertet werden konnte. Danach präsentierte ich ihren Schritt und Trab am Strick auf beiden Händen. Führen ließ sich das anhängliche Fohlen problem los. Als ich sie vom Strick los machte um ihren Galopp zu präsentieren stand sie erst etwas verloren vor mir und auf scheuchende Armbewegungen meinerseits schlug sie nur unruhig mit dem Kopf und verdrehte die Augen, bewegte sich aber nicht vom Fleck. War ja mal wieder klar.. kleines Angsthäschen.. Also nahm ich sie seuftzend wieder an den Strick, die prüfenden Blicke der Richter auf mir. Zu meinem Glück fiel das Miniatur Horse schon bei langsamen Laufen meinerseits in den Galopp, sodass ich ohne größere Anstrengung auch diesen auf beiden Händen präsentieren konnt. Als ich das Zeichen der Richter vernahm, ging ich wieder in ein geruhsameres Tempo und verabschiedete mich von diesen.
      "Viel Erfolg, Lars!", raunte ich meinem Freund zu, welcher mit Porcelain Doll, ebenfalls ein AMH Stütchen, nun dran war. Während die Richter sich grade noch auf den nächsten Starter, meine Dolly mit Lars, vorbereiteten, hatte ich grade genügend Zeit mir einen Platz auf der Tribüne zu suchen. Mit samt meines eben vorgestellten Fohlens ließ ich mich auf einen Sitz in den vorderen Reihen nieder. Denn Zeit sie noch weg zu bringen hatte ich nicht und alleine wollte ich sie sowie so nicht lassen. Hoffentlich schmeißt uns nur niemand raus. Lars betrat grade die Halle und das Publikum klatschte zur Begrüßung. Ich nahm Motte auf meinen Schoß, welche sich sofort wie ein kleiner ängstlicher Hund einkuschelte. Um mich herum sah ich einige Intressierte und auch amüsierte Gesichter, selber musste ich auch schmunzeln. Ich konzentrierte mich wieder auf Lars, denn dashalb saß ich ja hier und nicht um mit meinem Mini-Pony Fohlen zu kuscheln. Er schien etwas nervös, wa mich erstaunte war er doch sonst die Ruhe weg und selbstbewusst wie sonstwas. Aber öffentlich Auftritte mag er nicht oder Rampenlicht.. Dolly neben ihm schien das wenig zu intressieren, stolzierte sie doch erobenen Schweifchens neben ihm her. Das Fohlen hatte daheim auch schon eine Schleife hängen, welche sie problemlos ergattert hatte. Im gegensatz zu Motte und auch zu ihrem Vorführer Lars. Der grüßte nun die Richter und versuchte dann Dolly aufzustellen. Da die Stute dies inzwischen problemlos konnte gelang es ihm auch relativ schnell, als er mit schnipsen der Finger ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein für uns Zuschauer kaum merkliches Zeichen und es kam wieder bewegung in die beiden. Dolly war ein wundervoll proportional wachsendes Fohlen, bisher hatte sie noch zu keiner Zeit merkwürdig wie manch andere Fohlen ausgesehen. Im lockeren Schritt setzte Dolly ihren Weg neben Lars fort, welhcer nun auch etwas gelassener wirkte. Als sie bei mir vorbei kamen schenkte ich ihm ein Lächeln. Er lächelte zurück, was aber in einen erstaunten und dann amüsierten Gesichtsausdruck wechselte, als er Motte entdeckte. Das Fohlen war mittlerweile auf meinem Schoß eingenickt. Lars riss sich sichtlich wieder los schien aber nun voller Elan zu sein, präsentierte problem los noch den Schritt auf der anderen Hand und den federnden Trab auf beiden. Zum Galopp nahm auch er den Strick ab, so hatte wir vorher den Ablauf besprochen, und brachte Dolly leicht mir einem schnalzen in Bewegung. Übermütig preschte diese zur anderen Hallenseite, kam dort mit kurzen Kaninchengehoppel zum Stehen, schnaubte und galoppierte mit wehender Fahne zurück. Nach einigen Runden hatten die Richter genug gesehen und Lars fing das Fohlen mit einem Leckerlie ein. Als er sich verabschiedete und Richtung Ausgang ging, stand auch ich auf und verließ die Halle, um ihn zu dieser gelungenen Vorstellung zu beglückwünschen. Motte behielt ich im Arm, war sie doch grade so schön ruhig und ich mochte es auch das kleine Fohlen im Arm zu halten.
      Für ein Schleifchen hatte es dieses Mal leider bei beiden nicht gereicht, dennoch war ich stolz auf die Leistung der beiden kleinen Stütchen und wir fuhren so zufrieden, wenn auch ohne Erfolg, nachhause wo die beiden kleinen Ponys erstmal ihre Ruhe bekamen.

      Junge alte Hasen - Fohlenschau
      FS & Pflegebericht

      Die beiden Jungstuten mit denen ich heute die Fohlenschau bestreiten wollte waren beide schon sowas wie alte Hasen auf dem Gebiet. Beide hatten auch schon ein Schleifchen nachhause bringen können und so gingen wie ergeizig zu jeder Schau. Erst war meine kleine Motte dran, das eher schüchterne Stütchen hatte sich inzwischen an di Schau Atmosphäre gewöhnt und stand somit nun relativ gelassen, dennoch immer ein Auge auf mich werfend, an den Hänger gebunden. Währenddessen striegelte ich noch einmal flott die zweite Stute, Porcelain Doll, über, ehe ich diese am Hänger ließ um mit Motte richtung Halle zu gehen. Bald würden die Vorstellungen auch wieder draußen stattfinden, denn inzwischen war das Frühjahr in seiner vollen Blüte. An der Halle angekommen mussten wir nicht lange warten ehe wir drann waren. Wie immer wenn ich mit zwei Pferden unterwegs war hatte ich darauf geachtet die Starts dieser beiden möglichst weit auseinander zu legen damit keine Hektik oder Zeitnot entstand. Ruhig führte ich Motte an der Führkette, welche in ihr schwarzes Ledershowhalfter eingeklinkt war, in die Halle. Auf Motte konnte ich mich verlassen, vom Wesen her war sie ein ruhiges und zurückhaltendes Tier, welches in diese ihr schon bekannten Situation brav sein würde. Erst grüßte ich die Richter ehe ich flott Aufstellung annahm und Mottes Exterieur von beiden Seiten vorführte. Immer schön zu den Richtern geöffnet verstand Motte was von ihr verlangt wurde und reckte graziös ihren dünnen langen American Miniature Horse Hals. Nach der Beurteilung des Exterieurs kamen die Gangarten dran. Da ich nicht die Mutterstute des Fohlens besaß musste dieses alleine laufen. Erst am Halfter sowaohl Schritt und Trab auf beiden Händen, was wundervoll klappte. Immer musste ich aber darauf achten, dass das kleine Pferd neben mir fast langsamer war als ich und wir somit nicht über das Ziel hinausschossen. Nach ihrem federnden Trab und taktreinen Schritt kam der Galopp. Dazu ließ ich das Pony von der Führkette und trieb Motte mit schnalzen in den Galopp. Auf Stimme hörte sie schon sehr gut und so konnte ich ihren Galopp auf beiden Händen zeigen, nachdem ich sie zum umdrehen brachte, indem ich mich ihr in den Weg stellte. Als ich die Stute wieder eingefangen hatte verabschiedete ich mich von den Richtern und steckte Motte als wir das Hallentor durchschritten hatten ein Leckerchen zu, sie hatte ihre Sache wie erwartet gut gemacht.
      Nachdem ich gemütlich mit Motte zum Hänger zurückgeschlendert war, kontrollierte ich mit einem Blick auf die Uhr meines Handys ob wir noch in der Zeit lagen. Erleichtert merkte ich das ich noch genügend Zeit hatte. Als ich somit Motte versorgt und wieder im Hänger verstaut hatte klinkte ich den Strick aus dem Halfter von Porcelain Doll und wechselte dieses durch das Showhalfter, welches auch Motte vor einigen Minuten getragen hatte. Beiden Stütchen passte es hervorragend und betonte die feinen Gesichtzzüge der Fohlen, welche von der Eleganz und Feingliedrigkeit fast wie geschrumpfte Araber Pferde aussahen. Mit einem aufmunternden Schnalzen setzte sich Dolly neben mir in Bewegung, auch wenn es ein leichtes gewesen wäre das schmale Tier hinter mir her zu ziehen. Doch ich wollte mich nicht anfangen auf einen Machtkampf mit diesem ab und an trotzigen kleinen Wesen einzulassen, denn sonst wäre die Fohlenschau sicher gelaufen. An der Halle angekommen mussten wir im Vergleich zu meinem Start mit Motte etwas warten. Dolly vertrieb sich die Zeit damit neugierig ihre Umgebung zu mustern, ihre Ohren pendelten fröhlich hin und her. Als wir nun dran waren musste ich sie aber zur Aufmerksamkeit rufe. Auch dieses mal grüßte ich erst die Richter, man wollte doch einen guten Eindruck hinterlassen, denn diese würde das Fohlen bewerten. Dann kam auch direkt im Anschluss wieder die Exterieurbewertung. Auch Dolly machte sich gut, wenn sie nun auch nicht ihr Hälschen so schön reckte wie Motte zuvor, dennoch fand ich konnte sich auch ihr Hals, wie der Rest von ihr, sehen lassen. Beide Fohlen bestachen zusätzlich auch mit ihrer hübschen Färbung, welche aber leider nicht einfloss. Im Anschluss trabte ich Dolly an der Führkette vor und zeigte dann von beiden Seiten ihren Schritt. gelassen und fröhlich hüpfte das Fohlen neben mir her. Nachdem die Richter mir mit einem Nicken zu verstehen gaben, dass sie genug gesehen hatten ließ ich dieses Miniature Horse von der Kette. Flink schoss Dolly nachvorne ehe ich sie auch nur aufmuntern konnte, nach dem sie eine Runde buckelnd und quitschend hinter sich hatte, ich nur grinsend daneben stand, wurde sie ruhiger. In diesem Tempo konnte ihr Galopp besser bewertet werden. Nach dem Handwechsel in dieser Gangart sammelte ich das Stütchen wieder ein und verabschiedete mich. Auch Dolly bekam eine Belohnung und ich machte mich zum Hänger auf und hoffte auf das beste Ergebniss.

      Fast nur ein Pony-Tag
      Pflegebericht

      Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur, I like It, Realités, Umpalumpa, Rumpelstielzchen, Motte, Porcelain Doll, Lady Moon
      Heute war wieder eine der Reitstunden, noch hatte ich mich nicht ganz daran gewöhnt, abr dennoch machte es mir viel Spaß. Nachdem ich beim Füttern der Pferde geholfen hatte sezte ich mich an die Tafel für die heutige Stunde. Snow Whites Beauty, Wie konntest du nur und I like It sollten heut in dr Stunde laufen, schnell schrieb ich die Namen der Kinder daneben, den ich hatte noch einiges vor.

      Erst stand eine Trainingseinheit mit meinen drei kleinsten Hengsten auf dem Programm. Alex hatte die drei schon in die Laufmaschine gesteckt, so musste ich Realités, Umpalumpa und Rumpelstielzchen nur dort raus holen und konnte schon starten. Meine Freundin Louisa würde mir helfen, seit ihr Freund Schluss gemacht hatte, wohnte sie hier auf dem Gestüut und lenkte sich mit der Arbeit mit den Pferden bisher gut ab.

      „Hey! Alles klar?“ „Ja“, grinste Louisa mir entgegen und präsentierte mir die aufgebauten Sprünge. An der einen Wand der Halle stand eine kleine Sprungreihe aus einen Einsprung und einem Oxer mit vorgelegter Stange – natürlich alles der Größe der Ponys angemessen.

      In der Mitte der Halle waren einige Steilsprünge verschiedener Höhe aufgebaut. Abwechselnt ließen wir die drei Hengst durch die Reihe springen. Umpa zeigte sich höchst motiviert, kannte auch im Vergleich zu den anderen beiden schon höhere Sprünge, aber sein Talent war das Springen dann doch nicht. Rumpestielzchen hatte es natürlich vergleichsweise leicht, denn mit 98cm überragte er die andern beiden Zwerge um einiges. Aber für seine Größe und Ausbildungsstand schlug sich der 11 jährige Realités am besten. Der gekörte Hengst zeigte eben das Potential, welches wohl auch die Körrichter in im gesehen hatten. Mit schönem Bewegungsablauf sprang er mit genügnd Schwung über die Hindernisse.

      Nach der Reihe ließen wir alle drei noch an der Hand die einzelnen Sprünge überwinden. Auf Turnieren würde es auch so sein, dass sie nur einen immr höher werdenden Steilsprung überwinden mussten. Aber noch könnten sie nicht perfekt Abstand und Höhe einschätzen, weshab wir alle nach einigen gelungenen Sprüngen wieder in den Stall brachten.

      Meine Reitkinder kamen grade an als ich mit einer winzigen Trense mich Richtung der Jungpferde auf machte. Die Reitstunde würde vom Boden aus gehalten werden, denn heute hatte ich nicht die Zeit noch ein Pferd vorher fertig zu machen.

      Am Laufstall mit Paddock angekommen, entdeckte ich nach einiger Zeit die gesuchten Ponys. Motte und Porcelain Doll waren inzwischen drei Jahre alt und so solltn sie nun mal eine Trense samt Gebiss kennen lernen. Auch wenn die Stuten mit einem erwarteten Endmaß unter 70cm nicht geritten werden würden, so war es doch sinnvoll für spätere Shows, Prüfungen und wenn sie in die Zucht gingen.
    • Sammy
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      Dolly's Ankunft auf Hollybrook!
      20. Dezember 2016
    • Sammy
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      Ein neues Jahr beginnt!
      12. Januar 2017
      Fröhlich vor mich hinpfeifend hängte ich die letzte blau glitzernde Christbaumkugel an meinen Baum und trat dann einen Schritt zurück, um mein Werk zu bewundern. Die rießige Tanne machte sich toll in meinem Wohnzimmer mit den hohen, stuckverzierten Decken und ich konnte den Weihnachtsabend kaum noch erwarten. Meine Familie würde aus Deutschland herkommen und natürlich hatte ich auch Meg, Brian, Samuel und Donald wieder eingeladen. Meg würde diesmal allerdings in die USA zu ihrer Familie fliegen. Die drei Jungs blieben wie auch die Jahre zuvor bei mir auf dem Gestüt. Patrick hatte es nicht weit, sodass er bei sich zu Hause das Fest verbrachte. In zwei Tagen war endlich Weihnachten und ich steckte noch mitten in den Vorbereitungen. Plätzchen hatte ich bereits gebacken - überall im Stall standen Dosen mit den den süß duftenden Leckereien, von denen sich vor allem die Jungs bedienten. Meg musste nach eigener Aussage auf ihre Figur achten und ich backte sehr viel lieber als die Kekse am Ende auch zu essen. Mein Haus war nun endlich festlich geschmückt und in allen Bäumen und Büschen des Gestüts hingen wunderschöne Lichterketten. Auch die Turniersaison hatte ich vor einer Woche für beendet erklärt. Im Januar ging es dann frisch und munter weiter. Ich riss mich vom Anblick meines Bäumchens los, schnappte mir seufzend meine Jacke und die Autoschlüssel und machte mich ans Einkaufen. Normalerweise kochte ich überhaupt nicht gerne, doch dieses Jahr wollte ich eine Ausnahme machen. Immerhin kam meine Familie zum allerersten Mal auf mein Gestüt, da sollte alles perfekt sein. Auch die Gästezimmer hatte ich bereits hergerichtet, nur die Betten mussten noch bezogen werden.

      ~*~

      "Ich wünsche dir einen guten Flug meine Liebe, meld dich bei mir, wenn du gut angekommen bist, ja? Und lass dich nicht ärgern!", sagte ich ein wenig wehmütig zu Meg, als ich sie am nächsten Tag verabschiedete. "Mache ich. Und falls ich es nicht aushalte, kann ich früher zurückkommen, oder?", fragte sie. Ich grinste nur und drückte sie an mich. Dann winkte ich ihr hinterher, während sie durch die Kontrolle ging und aus meinem Sichtfeld verschwand. Es würde seltsam sein, das erste Weihnachtsfest ohne sie zu verbringen. Ich fuhr zurück zum Gestüt, wo gerade das Heu angeliefert wurde. Die Jungs hievten die Ballen mit hochroten Gesichtern auf Karren, um sie zur Scheune zu bringen. "Das Futter ist schon da und verräumt, Sammy!", informierte Brian mich, bevor er sich dem nächsten Ballen zuwandte. Ich zeigte ihm den erhobenen Daumen und trollte mich in mein Büro. Es gab doch noch ein paar Formalitäten, die ich vor den Feiertagen erledigen wollte. Aber Hauptsache für die Pferde war gesorgt. Mississle und Shamal waren letzte Woche beide gekört worden und ich musste die Akten noch aktualisieren und die Eintragung ins Zuchtregister veranlassen. Außerdem hatte ich zwei Fohlenschauen gefunden, auf der ich meine beiden jüngsten Lieblinge Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream vorstellen wollte. Dies alles erledigte ich zuerst, dann ging ich ins Haus um schon einmal das Dessert für den morgigen Abend vorzubereiten, Betten zu beziehen und ein letztes Mal das Haus zu kontrollieren. In dieser Nacht tat ich mich mit dem Einschlafen doch recht schwer, da ich ziemlich aufgeregt war, was meine Familie zu meinem Herzstück sagen würde.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich trotz der bescheidenen Nacht vor allen anderen auf den Beinen, schlüpfte in meine wintertauglichen Stallklamotten und stapfte durch den frisch gefallenen Schnee hinüber zu den Stallungen. Ich schaltete die Notbeleuchtung aus und das Licht ein, drehte es jedoch ein wenig herunter. Dann begann ich mit der Morgenfütterung. Am Weihnachtsmorgen übernahm ich diese immer selbst und genoss dabei die Ruhe und das Zusammsein mit meinen geliebten Vierbeinern. Ich maß das Kraftfutter ab und stellte zehn Eimer in eine Schubkarre. Wie üblich begann ich bei den Stuten, da die Tür zum Hengsttrakt geschlossen war und sie daher nicht so viel mitbekamen wie meine Damen. Im Stuten-Fohlentrakt angekommen, fütterte ich zuerst Success Story xx und Kagami el Assuad. Ich schlüpfte auch in die Boxen und kraulte meinen Pferden liebevoll die schlanken Hälse. Selbstverständlich widmete ich mich auch den erst wenige Tage alten Bewohnern von Hollybrook Stud: Den beiden wunderschönen Englischen Vollblutmädchen Successful Dream und Kazumi Princess el Assuad. Die zwei entwickelten sich einfach prächtig und ich hatte das Gefühl, dass sie mit jedem Tag noch hübscher wurden. Dennoch riss ich mich ein paar Augenblicke später von den Pferdebabys los. Immerhin warteten auch die anderen Stallbewohner auf ihr Frühstück. Die nächsten Eimer Futter verteilte ich an meine hochtalentierte Andalusierstute Cuchara, die hübsche Barockpintostute Benjilala und die grauschimmernde Lusitanostute Salwa. Die drei restlichen Futterrationen gingen an die Saddlebredstuten Shekitt Quinn, Paradises Rafinesse und Mizzi. Alle drei waren gekrönt und wurden vor allem im Gangreiten auf Turnieren vorgestellt. Während nun langsam schon der Tumult begann, musste ich erst einmal zurück in die Futterkammer, um die nächsten zehn Eimer zu richten. Weiter ging es mit meinen Westernpferden. Wie üblich bekamen zuerst meine beiden geliebten Paints My Golden Heart und The Morticains Daughter ihre Ration, gleich darauf die Quarter Horses Your possible Pasts, American Baby und BB's Harmony und zum Schluss die Appaloosadame Apaches Tomahawk, die ich von meiner besten Freundin Eddi geschenkt bekommen hatte und die beiden Criollos Girlie und Charia. Nun waren die Fohlen beziehungsweise Jungpferde an der Reihe. Die letzten beiden Eimer bekamen die Lewitzer Rosewell und Panta Rhei. Auch die zwei hatte ich von Eddi und sie waren mittlerweile beide langsam bereit zum Einreiten. Beide sollten später im Vielseitigkeitssport gehen und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sie sich entwickeln würden. Panta Rhei würde demnächst auch in den Hengsttrakt umziehen. Er würde zusammen mit dem Isländerhengst Ljósfari seine Jungpferdezeit genießen dürfen. Nach einem weiteren Gang in die Futterkammer bekamen auch das Paintstütchen Grace's Cookie'n'Cream, Ljósfari, die Welsh Ds Siberia und Shawnée, die Criollo Jungstute Devil in Prada und die American Miniature Horses Porcelain Doll und Ala' Forza ihr Frühstück. Gerade auf Cookie war ich sehr neugierig, da das Stutfohlen schon durch seine außergewöhnliche Fellfärbung ins Auge fiel. Die drei übrigen Eimer gingen an die noch ungekörten Miniature Horse Stuten Miniature America's Narnia und Hollybrook's Tiny Girl und die erst kürzlich gekrönte Welsh A Stute Mississle. Little Big Girl, die neben Missy untergebracht war, trat gegen ihre Boxentür, doch sie musste sich gedulden, bis ich die nächsten Futterrationen eingefüllt hatte. Danach waren auch die Welsh B Stuten Napayné und Kolibri an der Reihe, die aber geduldig auf ihr Frühstück gewartet hatten. Weiter ging es mit den drei Traberstuten Middle Ages, Ehawee und Rainbow. Gerade Letztere machte immer einen höllischen Aufstand, wenn es um ihr Futter ging und ich war jedesmal froh, wenn sie "abgefertigt" war. Die letzten vier Eimer gingen an die Trakehnerstuten Mahiraund Samiyah und die Hannoveranerstuten Reminiscent Inspiration und Unannounced Pleasure. Inspiration und Pleasure hatten in diesem Jahr nach ihren frühen Krönungen eine lange Turnierpause einlegen dürfen, da ich sie in diesem Alter auf keinen Fall überfordern wollte, doch 2017 wollte ich sie wieder auf Englands Turnierplätze loslassen. Beide waren extrem talentiert, sodass man gut aufpassen musste, es nicht zu schnell anzugehen. Dafür hatte ich mich in diesem Jahr um die Förderung meiner dritten Hannoveranerstute - der Falbscheckin Angels Fall First konzentriert, die nun auch den ersten Eimer der nächsten Fuhre bekam. Das talentierte Stütchen hatte die viele Aufmerksamkeit sichtlich genossen und sich wunderbar entwickelt. Sie zählte nun zu den erfolgreichsten Pferden in meinem Stall. Von den Warmblütern fehlten nun nur noch die Holsteinerstute Wild Lady Roxanne und das gescheckte deutsche Reitpferd Glammy. Ich lief die Stallgasse weiter zu den englischen Vollblutstuten. Da Kagami und Story im Fohlentrakt standen, blieben hier nur noch Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry. Gerade Backup entwickelte sich wahnsinnig gut, weshalb ich in diesem Jahr auch davon abgesehen hatte, sie decken zu lassen. Ich wollte sie nicht in ihrer Hochphase stören. Far Cry wiederum war mittlerweile bereit zum Verkauf, doch ich hatte noch keinen geeigneten Käufer ausfindig gemacht, dem ich die Stute anvertrauen wollte. Erschrocken fuhr ich zusammen, als mich die samtene Nase meiner Achal Tekkinerstute Ivory anstupste. Flott fütterte ich das elegante Stütchen und gab auch den Berberstuten Pangäa und Cirillaihre Rationen. Mutter und Tochter verstanden sich ausnehmend gut, weshalb ich sie auch nebeneinander stehen ließ. Gleich nachdem ich die nächste Karre mit Kraftfutter geholt hatte, widmete ich mich meinen Araberstuten Sahira, My lovely Horror Kid - die Anfang nächsten Jahres bei einer Krönung mitmischen sollte, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Sharley, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Adina de Ra'idah und Melody's Girl. Ich liebte die feingliedrigen Stütchen und freute mich schon sehr auf die zukünftigen Fohlen mit meinen nicht minder talentierten Hengsten. Fehlten nur noch die restlichen Ponies, bevor ich auch meine Hengste versorgen konnte. Das Herzstück meiner alten Zucht - meine New Forest Ponies waren als nächstes dran. Ich begann mit der wunderschönen Magical Moment, machte mit der frisch gekrönten Hollybrook's Fairy Bluebird weiter und ging dann die Stallgasse entlang, vorbei an Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair und Walk of Fame. Die nächste Fuhre teilte ich auf Precious Scream, die Deutschen Reitponies Dorina und Cinnemont's History, sowie die Isländer Fatimah und Dark Misery auf. Ich wischte mir über die Stirn und atmete einmal tief durch, bevor ich mit dem Hengsttrakt weiter machte. Diese schöne Tradition hatte begonnen, als ich nur zwei Pferde besessen hatte, mit inzwischen 117 Tieren war das doch schon etwas anstrengender. Dennoch machte ich mich gleich darauf wieder an die Arbeit. Als erstes bekamen meine edlen Araberhengste Khamar al Sanaa, Shamal und Wüstentänzer ihr Futter. Danach waren der Achal Tekkiner Candle in the Wind und der Berber Amayyas dran. Da ich mit dem Beginn der Fütterung sofort einen Tumult bei meinen Hengsten auslöste, sauste ich gleich darauf in die Futterkammer und machte bei den New Forest Ponyhengsten Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc und Orfino weiter. Gleich darauf waren auch mein Starhengst Levistino, die Hannoveranerhengste Branagorn und Black Soul, das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice und der Holsteiner Fantastic Fly versorgt. Auch die englischen Vollblüter Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino und Pawaneeh stürzten sich gierig auf ihr Futter. Dagegen ging mein Liebling, der Traberhengst Damon's Dynamo mit schierer Eleganz an die Morgenroutine heran. Meine Ballettänzer - die Pferde die hauptsächlich auf die Dressur spezialisiert waren, waren ebenfalls richtige Gentleman. Dies waren die Andalusier Negresco und Ojos Azules, die Barockpintos Slaters Secret und San Salvador und der Lusitano Pierre. Bei meinen Gangpferden war das Benehmen schon gemischter: Der Saddlebredhengst Someonestürzte sich gierig auf den Trog, kaum dass ich das Futter eingeschüttet hatte, während GH's Safriko und der Paso Fino Wannabe höflich warteten. Auch die Isländer Fair Prince und Intolerable Life zeigten sich von ihrer guten Seite und ich wuschelte ihnen fröhlich durch die dichten Mähnen. Fehlten nur noch die Ponyhengste Juego, Hollywood Undead und der kürzlich gekörte Minihengst Darkwood's Storm Dancing Feather, sowie die Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador. Kaum hatte ich den letzten Futtereimer verräumt, kamen Brian, Donald, Patrick und Samuel durch die Stalltür. Obwohl sie meine Tradition mittlerweile kannten, staunten sie nicht schlecht, dass alle Pferde bereits eifrig am Kauen waren. Sie schnappten sich sofort Mistgabeln und begannen damit die Boxen herzurichten. Mittags durften die Pferde dann hinaus auf die Paddocks, doch ich ging zurück ins Haus, stellte mich unter die Dusche und wartete dann auf die Ankunft meiner Familie. Sie kamen tatsächlich pünktlich und ich ging mit einem leicht nervösen Lächeln hinaus um sie zu begrüßen. Meine Mutter, Tante und Oma sahen sich begeistert um, während mein Onkel etwas fehl am Platz wirkte. Auch mein jüngerer Bruder schien noch nicht zu wissen, ob seine Entscheidung mitgekommen zu sein so gut war. Doch meine Cousine sah aus, als hättte man sie gerade kopfüber in einen Haufen Kuhmist gestippt. Ich unterdrückte den Impuls die Augen zu verdrehen und führte meine Familie in mein Haus. Dort zeigte ich ihnen zuallererst ihre Zimmer. Meine Cousine teilte sich ihres mit meiner Tante, meine Oma mit meiner Mutter, mein Onkel hatte sein eigenes Zimmer und mein Bruder schlief auf der Couch. Ich ließ ihnen ein wenig Zeit und ging zurück in den Stall, um dort noch einmal alles zu kontrollieren, bevor ich mich ans kochen machen würde. Im Stall griff ich Donald, Brian und Samuel unter die Arme, da inzwischen auch Patrick nach Hause gefahren war. Wir rückten Stalldecken zurecht, schlossen die Türen zu den Paddocks, kontrollierten die Tränken und bereiteten die Abendfütterung vor, damit die Jungs es später leichter hatten. Irgendwann tauchte mein kleiner Bruder hinter mir auf und fragte: "Was machst du da? Sind das alles deine?" Mit großen Augen sah er sich um und ich lächelte stolz. "Jap, alles meine. Ich finde auch, dass wir morgen mal einen kleinen Ausritt machen sollten. Komm mal mit.", schlug ich vor und führte ihn hinüber in den Hengsttrakt. Dafür, dass er neun Jahre jünger war als ich, war er mittlerweile einen Kopf größer und brauchte dementsprechend auch ein großes Pferd. Außerdem wusste ich, dass er Pferde mochte, aber Angst hatte für mädchenhaft gehalten zu werden, wenn er reiten ging. Ich blieb vor der Box meines Hannoveranerhengstes Branagorn stehen und öffnete die Tür. Sofort streckte der große Leopardenschecke uns seinen hübschen Kopf entgegen und schnoberte an den Taschen meines Bruders. Der streichelte dem Hengst vorsichtig übers Maul. "Leon, das ist Branagorn. Ich denke, dass du ihn reiten könntest. Er ist zwar ein Hengst, aber ganz brav.", sagte ich. Großspurig lächelnd stimmte Leon zu. Ich legte ihm einen Arm um die Schulter und führte ihn zurück zum Haus.

      ~*~

      Das gesellige Essen am heiligen Abend war wunderbar gewesen und fast alle hatten sich prächtig verstanden. Die Ausnahme war natürlich wieder einmal meine Cousine gewesen. Sie hatte die ganze Zeit eine missbilligende Miene aufgesetzt und jegliche Unterhaltungsversuche der Jungs ignoriert. Dennoch hatte ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen. Auch der erste Weihnachtsfeiertag begann herrlich. Der Himmel war stahlblau, über Nacht hatte es nochmals geschneit und bis auf meine Oma und meinen Onkel wollten alle auf den Ausritt mitkommen. Das hatte mich allerdings ein wenig überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass meine Cousine uns begleiten würde. Nun war ich schon eine Stunde vor meinen Mitreitern im Stall, um Pferde auszuwählen und mit dem Putzen zu beginnen. Leon setzte ich wie versprochen auf Branagorn. Meine Tante sollte den pechschwarzen Andalusierhengst Ojos Azules reiten, meine Mutter Pierre, meine Cousine bekam Cazador und ich selbst würde Damon's Dynamo ein wenig Auslauf verschaffen. Alle fünf Pferde waren sehr verträglich, sodass ich sie alle nebeneinander auf der Stallgasse anbinden konnte. Mein kleiner Bruder kam in den Stall und ich gab ihm das Putzzeug für Branagorn, während ich die anderen vier Hengste fertig machte. Gerade als ich Branagorn den Sattel auflegte, kamen auch die anderen durch die Stallgasse geschlendert. Ich stellte jeden neben sein Pferd und machte mich ans auftrensen. Dann führte ich Dynamo hinaus, band ihn draußen am Halfter fest und half den anderen. Meine Mum durfte zuerst aufsitzen und streichelte begeistert Pierre's schlanken Hals. Auch meine Tante war mit meiner Wahl vollauf zufrieden, nur meine Cousine rümpfte wiederum die Nase. "Warum muss ich in so einem komischen Sattel reiten?", fragte sie hochnäßig und deutete auf Cazador's Westernsattel. "Weil Cazador ein Westernpferd und auch westernmäßig ausgebildet ist. Außerdem hast du dadrin einen sichereren Sitz, als im Vielseitigkeitssattel. Unsere Mütter hatten früher ein Pony und Leon habe ich selbst schon Reitstunden gegeben, also bist du die einzige, die noch keine Erfahrung hat. Cazador wird dir gefallen, keine Sorge.", sagte ich und musste mich sehr zusammenreißen, um meinen ungeduldigen Ton zu unterdrücken. Ich half meiner Cousine in den Sattel und führte Cazador neben Pierre und Jojo, die brav auf die Kommandos ihrer Reiter warteten. Nun trat ich neben meinen kleinen Bruder, der plötzlich recht beklommen wirkte. "Was ist denn los?", fragte ich mit gesenkter Stimme. Er schluckte und meinte: "Branagorn ist doch ziemlich groß. Bist du sicher, dass er mich nicht einfach abwirft?" Ich lächelte: "Ganz sicher. Branagorn ist das liebste Pferd hier, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht." Leon nickte und ich half ihm in den Sattel. Unsicher nahm er die Zügel auf und zog sie zu eng. Vorsichtig verlängerte ich sie ein wenig und strich Branagorn lobend über den Hals. In diesem Moment kamen auch Donald und Samuel auf Negresco und Hollybrook's Zarin aus dem Stall. Sie würden uns begleiten, während Brian mit Black Soul ein wenig Dressurarbeit machte. Der ruhige Mann hatte es lieber, wenn er den Hof für sich hatte, um mit dem stürmischen schwarzen Hengst zu arbeiten. Ich selbst schwang mich auf Dynamo's Rücken, schickte Donald vor und reihte mich selbst neben meinem kleinen Bruder ein. Samuel ritt neben meiner Mutter und meine Cousine neben meiner Tante. Kaum waren wir vom Hof runter, wurde Leon's Haltung entspannter. Ich grinste. Offenbar hatte er schon verstanden, dass der Hannoveranerhengst tatsächlich brav war. Dynamo schritt eifrig aus und ich musste den energiegeladenen Traber ein wenig zurück halten, damit er meine Cousine auf Cazador nicht überholte. Als wir an einen ebenen Feldweg kamen, der schneebedeckt war, schlug ich vor ein Stück zu galoppieren. Meine Mutter und meine Tante winkten ab, doch mein Bruder und meine Cousine wollten mitmachen. Also ließ ich Donald und Samuel zurück, damit sie Jojo und Pierre daran hindern konnten uns hinterherzustürmen. Die Hengste waren zwar brav, aber das war doch eine sehr große Versuchung. Unterdessen erklärte ich meinen beiden Mitreitern, was sie zu beachten hatten und ritt zum Anfang der Galoppstrecke. Ich wartete bis die beiden bereit waren und galoppierte Dynamo mit einem Schenkeldruck und leisem Zungenschnalzen an. Branagorn fiel ebenfalls sofort in seinen wunderbaren, raumgreifenden Galopp, während Cazador eher eine Art Stechtrab zeigte. Meine Cousine hatte die Zügel viel zu eng angezogen und hinderte den Schecken am galoppieren. Ich hielt Dynamo zurück, bis ich gleich auf mit ihr war und rief: "Lass die Zügel locker, sonst kann er nicht laufen!" Sie gehorchte Augen rollend und sofort galoppierte der Criollohengst an. Im Stillen dankte ich ihm für seine Geduld und trieb Dynamo wieder ein wenig vorwärts. Als das Ende der Galoppstrecke in Sicht kam, setzte ich mich vor Branagorn und Cazador und parierte durch. Aus Gewohnheit taten es die anderen beiden Hengste dem schönen Braunen gleich und verlangsamten das Temp ebenfalls. Nun warteten wir auf die Nachzügler. Meine Cousine starrte mit verbissener Mühe in den Schnee - sie hatte ihr braves Reitpferd nicht einmal gelobt. Ich lenkte Dynamo neben Cazador und klopfte dem Schecken den Hals. "Was soll denn das? Er hat nicht gehorcht!", schnappte meine Cousine. Ich biss mir auf die Zunge, doch da kamen schon Donald, Samuel und unsere Mütter an. "Konnte er ja nicht, so eng wie du die Zügel gehalten hast.", bemerkte meine Mutter in ihrer direkten Art. Meine Cousine starrte zu Boden und sagte kein Wort mehr. Ich schüttelte über so viel Uneinsichtigkeit den Kopf, beschloss jedoch mir davon die Laune nicht verderben zu lassen. Als sie die Zügel jedoch wieder so sehr anzog, dass Cazador sein Maul aufriss, nahm ich ihr die Zügel aus der Hand und gab sie Donald auf Zarin als Handpferd. Sie protestierte zwar, merkte aber schnell, dass nicht einmal ihre Mutter auf ihrer Seite war.
      Als wir wieder auf dem Gestüt waren, machte Donald noch schnell ein Familienfoto, dann versorgten wir die Pferde. Auch Leon, meine Tante und meine Mutter halfen mit, nur meine Cousine zog sich ins Haus zurück.

      ~*~

      Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und schon war der Tag gekommen, an dem meine Familie wieder abreiste. Mit meiner Mutter und meinem kleinen Bruder hatte ich viel Zeit bei den Fohlen verbracht, vor allem natürlich bei Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream. Ein wenig traurig war ich zugegebenermaßen schon, doch auf der anderen Seite war ich auch über alle Maßen froh, dass ich meine Cousine jetzt wieder für eine Weile los war. Sie war einfach ein unglaublich anstrengender Mensch. Es waren keine zwei Stunden vergangen, nachdem meine Familie abgereist war, als mein Handy klingelte. Eine Sekunde lang blieb mir der Mund offen stehen, denn Meg's Nummer wurde mir angezeigt. Hastig nahm ich ab. "S..S..Sammy?", krächzte eine verheulte Meg durch das Telefon. "Meg! Was ist denn los?", fragte ich alamiert. "Ich bin am Flughafen, kannst du mich morgen abholen? Ich weiß, es ist Silvester, aber....", schluchzte sie. "Natürlich hole ich dich, schreib mir einfach nur wann, ja? Aber was ist denn passiert?" "Ach, ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber es waren alle einfach furchtbar. Ich halte es keinen Tag länger mehr hier aus. Aber ich muss jetzt Schluss machen, sonst wird die Telefonrechnung unbezahlbar." Ich seufzte: "Okay, Süße. Aber halt die Ohren steif, morgen bist du wieder daheim."

      ~*~

      Nervös trommelte ich mit den Fingern auf die Armlehne des Stuhls, auf dem ich saß. Es war bereits vier Uhr nachmittags und ich saß am Flughafen und wartete auf Meg. Eigentlich hatten Donald und Samuel mitkommen wollen, doch ich hatte sie überredet bei den Pferden zu bleiben. Am Silvesterabend wollte ich unbedingt Leute auf dem Gestüt haben. Das Essen war bereits vorbereitet, fehlte nur noch Meg. Endlich kam die Durchsage für ihren Flug. Ich suchte das Kofferband auf dem ihr Gepäck ankommen würde und schloss sie schon ein paar Minuten später in die Arme. Ihr Gesicht war rot und verquollen, doch ich wollte sie hier am Flughafen nicht ausfragen. Als wir im Auto saßen, brach es jedoch wie von selbst aus Meg hervor: "Meine Mutter hat die ganze Zeit nur gestichelt, dass ihre jüngste Tochter ja so gar nichts auf die Reihe bekommt. Immerhin haben Terry und Rima schon Kinder und Jonathan ist Anwalt. Als ich ankam hat sie meine gesamten Klamotten in die Waschmaschine gekippt, weil sie meinte die stinken nach 'diesen widerlichen Viechern mit denen ich mich ja permanent umgebe' und das würde sie nicht aushalten. Meine Geschwister haben vorgestern sogar einen Teil meiner Kleider verbrannt und meinten ich solle mir doch mal was anständiges kaufen, da ich sie so nur beschämen würde. Aber mein Vater war am Schlimmsten. Er hat kein Wort mit mir geredet, hat einfach so getan, als wäre ich überhaupt nicht da. Er hat mir zu Weihnachten nichtmal was eingeschenkt und die Pute einfach direkt an Jonathan weitergereicht." Nun liefen Meg regelrächte Tränenbäche über die Wange. Ich setzte den Blinker, fuhr links ran und nahm sie in den Arm. Ich hatte gewusst, dass Meg aus einer sehr wohlhabenden amerikanischen Familie stammte, die mit ihrem Berufswunsch überhaupt nicht einverstanden war, doch als die Nachricht ihrer Mutter eingetroffen war, dass sie sie über Weihnachten gerne bei sich haben wollte, hatte ich doch Hoffnung gehabt. Dass diese angebliche Familie die herzensgute Meg nun so gequält hatte, machte mich rasend. Ich fuhr erst weiter, als Meg sich ein wenig beruhigt hatte.
      Eine Stunde später fuhr ich durch das Tor meines Gestüts und sofort kamen die Jungs angerannt, um Meg zu begrüßen. Alle nahmen sie fest in den Arm und Donald trug sofort ihren Koffer hinüber zu den Personalwohnungen. "Siehst du Meg, du hast doch eine Familie - hier bei uns!", flüsterte ich ihr ins Ohr und das erste Mal an diesem Abend sah ich sie lächeln. Ich führte sie ins Haus und bat sie einen Moment zu warten. Dann reichte ich ihr einen schmalen Umschlag und ein in seidenpapier eingewickeltes Päckchen. Sie riss den Umschlag zuerst auf und starrte mich mit großen Augen an. "Ist gestern gekommen, ich wollte es dir aber lieber persönlich überreichen!", sagte ich lächelnd. "Meine Assistenztrainerlizenz.... du hast mir ja gar nicht gesagt, dass du sie schon beantragt hast!", sagte Meg fassungslos. "Ich weiß, aber du bist soweit. Und ich wollte dich überraschen. Aber jetzt mach mal dein Weihnachtsgeschenk auf!", forderte ich sie grinsend auf. Innerhalb von zwei Sekunden war das Papier aufgerissen und zum Vorschein kam ein Seidenblouson in royalblau und gold - den neuen Hollybrook-Farben. Dabei waren auch lederne Handschuhe und ein Helmüberzug in den selben Farben. Nun stand Meg's Mund endgültig offen. "Das.. was... oh wow.", stammelte sie. "Ich möchte, dass du endlich richtig für Hollybrook reitest und dass das auch jeder sehen kann. Du musst doch absolut super aussehen, wenn du Kazumi Princess und Successful Dream in ihren ersten Rennen reitest oder?" Meg flog mir um den Hals und schluchzte erneut hemmungslos. So waren die Jungs ein wenig fassungslos, als sie die Küche betraten, doch sie fingen sich schnell wieder und stiegen einfach in das Gruppenkuscheln ein.
      Wir verbrachten ein wunderschönes Essen, erfreuten uns an dem rießigen Feuerwer, dass hier auf dem Land in alle Richtungen meilenweit zu sehen war und gingen anschließend zu den Pferden um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich wusste einfach, dass dieses Jahr noch besser werden würde als das letzte. Immerhin hatte ich die tollsten Pferde und das tollste Team, das man sich nur wünschen konnte!
    • Sammy
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      Sommerhitze
      13. Juli 2017
      Gähnend betrat ich die Stallungen und fing gemeinsam mit meinen Mitarbeitern an die Pferde auf die Koppeln zu bringen. Wir führten Levistino, Branagorn, Black Soul, Fantastic Fly und Pride and Prejudice auf die Weiden. Meg und Brian kümmerten sich solange um Glammy, Wild Lady Roxanne, Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration und Angels Fall First. Weiter ging es bei den Englischen Vollblütern. Meine wundervollen Rennpferde durften diesen schönen Sonnentag natürlich auch draußen verbringen. Wir holten Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino, Pawaneeh, Success Story xx mit Successful Dream, Kagami El Assuad mit Kazumi Princess El Assuad, Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry aus ihren Boxen und führten sie hinaus. Gleich darauf folgten meine Wüstentänzer Amayyas, Pangäa, Cirilla, Ivory, Candle in the Wind, Khamar al Sanaa, Shamal, Wüstentänzer, Sahira, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Bittersweet, Sharley, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Als das geschafft war holten wir meine Baletttänzer nach draußen - also die Warmblütern, deren Ausbildungsschwerpunkt in der Dressur lag. Das waren Negresco, Ojos Azules, Cuchara, Slaters Secret, San Salvador, Benjilala, Pierre und Salwa. Anschließend folgten die Bewegungskünstler Damon's Dynamo, Rainbow, Ehawee, Middle Ages, GH's Safriko, Mizzi, Someone, Paradises Raffinesse, Shekitt Quinn, Wannabe, Fair Prince, Intolerable Life, Fatimah und Dark Misery. Gleich darauf kamen die ganz kleinen: Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Juego, Mississle, Little Big Girl, Hollywood Undead, Kolibri und Napayné. Fehlten nur noch drei Sparten. Als erstes waren meine Westernpferde an der Reihe. Das waren Arriba, Dissident Hawk, The Morticains Daugther, My Golden Heart, Golden Indian Summer, American Baby, Girlie, Cazador, BB's Harmony, My possible Pasts, Chaira, Dream of Wyoming und Apaches Tomahawk. Danach folgten meine Vielseitigkeitsponys Panta Rhei, Rosewell, Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, BMs Caradoc, Orfino, Hollybrook's Zarin, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Aimiliani, Naboo, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Daemon, Dorina, Cinnemont's History und Eddi's Dead Pop Romance. Nun fehlten nur noch die Pferde, die noch nicht gekört waren. Das waren Ma Belle apasionada, Porcelain Doll, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie, Grace's Cookie 'n Cream, GE's Ljosfari, Siberia, Shawnée und Devil in Prada. Sie alle durften diesen herrlichen Tag draußen verbringen und hatten somit frei. Meine Mitarbeiter und ich machten uns dagegen an die Stallarbeit...
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur E-A
      15. Juli 2017
      Im Stalltrakt meiner Pferde angekommen, knuddelte ich erst einmal jedes einzelne von ihnen. Dann holte ich die American Miniature Horse Stute Porcelain Doll aus ihrer Box, band sie auf der Stallgasse an und begann damit, ihr auffällig geschecktes Fell zu putzen. Ich hatte heute schon einige erfolgreiche Trainingseinheiten absolviert und hoffte, dass die A-Dressur mit Dolly ebenso glatt laufen würde. Damit würde das Stütchen nämlich ihren ersten Stufenaufstieg packen. Nachdem Dolly's Fell glänzte, bandagierte ich die schlanken Beine der kleinen Stute, legte ihr den Longiergurt an und trenste sie auf. Dann führte ich sie über den Hof zum Reitplatz. Ich wärmte die Stute erst einmal an der normalen Longe im Schritt und Trab auf. Nachdem ich mein Stütchen auf beiden Händen auch kurz hatte galoppieren lassen, begann das eigentliche Training. Dazu schnallte ich die Langzügel in die Trense und machte mich an die Arbeit. Für den Aufstieg in Klasse A standen das Rückwärtsrichten, die Vorhandwendung, Viereck verkleinern und vergrößern, sowie die Schritt-Galopp-Übergänge auf dem Programm. Letztere hatten wir bereits an der Longe erarbeitet, sodass ich sie nun nur noch kurz wiederholen musste. Das Viereck verkleinern und vergrößern begannen wir zunächst im Schritt, bis es schließlich auch im Trab auf beiden Händen funktionierte. Auch die Vorhandwendung saß recht schnell. Nun ging ich hinter Dolly im Schritt um die Bahn, parierte sie schließlich zum Halten durch und richtete die junge Stute noch eine Pferdelänge rückwärts. Dann hatten wir unser Pensum für heute auch schon erreicht – ich konnte kaum glauben , wie gut das heute geklappt hatte! Dolly konnte jetzt auf A-Niveau in der Dressur starten und ich war sehr stolz auf mein Mini-Pferdchen. Die winzigen Tierchen hatten es mir einfach angetan und ich träumte schon von dem ersten Fohlen aus Dolly und meinem Hengst Rumpelstielzchen.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur A-L
      01. August 2017
      "Fertig Meg?", rief ich um die Ecke der Stallgasse herum nach meiner Angestellten. Wobei Meg natürlich wesentlich mehr war als nur das. In den letzten Jahren war sie mir eine wunderbare Freundin geworden, auf die ich nicht mehr verzichten wollte. Wie schon so oft, würden wir heute mit zweien meiner Pferde ein Stufentraining absolvieren. Diesmal ging es um den Aufstieg in Klasse L der Dressur und es handelte sich um die Hannoveranerstute Lamira, die noch nicht allzu lange auf meinem Gestüt wohnte und die American Miniature Horse Stute Porcelain Doll, die ich bereits seit ihrem Fohlenalter besaß. Dolly wurde selbstredend nur vom Boden aus trainiert, was Meg freudig übernommen hatte. Ich dagegen kümmerte mich um die feurige Lamira. Sie hatte ich zusammen mit dem Hannoveranerhengst Incendio von Nancy Wizzard übernehmen dürfen, nachdem ich mich bereits um ihren Beritt gekümmert hatte. Lamira stand geputzt und gesattelt in der Putzbox und wartete ungeduldig darauf, dass wir endlich loslegten. Ich streifte Lamira das Halfter ab und führte die schlanke Schimmelstute hinaus auf den Hof. Der Sommer hatte uns noch immer voll im Griff, daher absolvierten wir das Training mit den Pferden nur früh am Morgen und gegen Abend. Lamira und Dolly fielen in letztere Kategorie und so war ich schon einigermaßen geschafft von dem hinter mir liegenden Tag. Meg dagegen hüpfte energiegeladen wie eh und je neben Dolly aus dem Stall und strahlte mich an. Mir war absolut schleierhaft, wie jemand, der vor fünf Uhr morgens aufstand, gute zwölf Stunden später immer noch herumspringen konnte, wie ein junges Fohlen. Doch wie üblich war Meg's Laune ansteckend. Wir führten die beiden Stuten zum Außenplatz, der an die Reithalle angrenzte. Auf dem Dressurplatz arbeitete Brian gerade mit seinem Lieblingshengst Black Soul und in der Halle vergnügte Samuel und Donald sich mit den Jungpferden GE's Ljósfari und PFS' Devil in Prada. Die Stimmung auf dem Gestüt war gut, die Vögel zwitscherten und die Blumen dufteten. Ein herrlicher Tag, der gleich noch einen viel herrlicheren Ausgang bekommen würde. Ich stellte Lamira auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich anschließend in den Sattel. Die junge Stute hatte mittlerweile gelernt, still stehen zu bleiben, doch leicht fiel ihr das immer noch nicht. Also ließ ich das Schimmelchen nicht lange warten und ritt Lamira im Schritt an. Kurz darauf trabten wir bereits um die Bahn. Meg wärmte Dolly an der Longe auf und wechselte nach der Aufwärmarbeit auf Langzügel. Damit war die junge Scheckstute nämlich ausgebildet worden bzw. wurde es noch immer. Jeder für sich fragten wir nun die verlangten Lektionen für den Aufstieg in Klasse L der Dressur ab. Das waren der Außengalopp, die Kurzkehrt, die Hinterhandwendung und der einfache Galoppwechsel. Lamira und Porcelain Doll machten ihre Sache beide ganz ausgezeichnet, sodass wir das Training schon bald für beendet erklären konnten. Wir umsorgten unsere Stuten liebevoll und entließen sie dann in den wohlverdienten Feierabend auf die Koppel. Während ich die Stufenerhöhung in die Papiere der beiden Pferde eintrug, schenkte Meg uns selbstgemachten Eistee ein und gab Eiswürfel ins Glas. Damit setzten wir uns vor die Fohlenkoppel und betrachteten Kagami und Story mit ihren beiden Fohlen. So ließ sich das Leben genießen.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur L-M
      13. September 2017
      "Sie sind doch soweit oder?", fragte Meg mich mit einem leichten Zittern in der Stimme, als wir die Stuten Lamira und Porcelain Doll über den Hof führten. Der heftige Wind zerrte an unseren Haaren und zerzauste die Mähnen der Pferde. Lamira und Dolly waren auch nicht gerade begeistert von dem Wetter. Sie stämmten sich mit angelegten Ohren gegen den Wind und die Hannoveranerstute Lamira sprang bei jedem Geräusch senkrecht in die Luft. "Aber natürlich sind sie soweit. Du hast Dolly doch selbst trainiert und ihre Fortschritte live miterlebt. Woher auf einmal die Zweifel? Vertraust du unserer Diva etwa nicht?", fragte ich gespielt vorwurfsvoll zurück. Meg war noch nie ganz alleine mit dem Training eines Pferdes beauftragt gewesen und für Dolly und Lamira ging es heute immerhin schon um den Aufstieg in Klasse M der Dressur. Vom Anfängertraining waren wir längst entfernt. Aber Meg hatte große Fortschritte beim Training der Pferde gemacht und mir schon mehr als genug assistiert, sodass ich beschlossen hatte, ihr das Training von Dolly gänzlich zu überlassen, was die Dressur anging. Später beim Fahren würde ich sie dann wieder anleiten, da dies nicht Meg's Paradedisziplin war. In der Halle angekommen, schloss ich erleichtert die Türen hinter uns. Nachdem uns der Sommer fast gegrillt hatte, war nun das für England typische Herbstwetter eingetroffen und ich wusste schon beinahe nicht mehr, wie die Sonne eigentlich aussah. Na gut, vielleicht war das auch ein wenig übertrieben. Dennoch konnten einem der ewige Wind und der ständige Regen ganz schön aufs Gemüt schlagen. Ich gurtete nach und schwang mich auf Lamira's Rücken. Aufgrund von Dolly's Größe arbeitete Meg natürlich vom Boden aus mit der Stute. Das tat der Performance der beiden aber keinen Abbruch. Wenn Dolly irgendwann einmal soweit war, wollte ich, dass Meg sie beim Stutbuchwettbewerb vorstellte. Immerhin war Dolly ihr erstes komplett alleine ausgebildetes Pferd und Meg machte ihre Sache toll. Das Absetzen meiner beiden Vollblutfohlen Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream hatte Meg ziemlich mitgenommen, da sie sehr an den Fohlen und ihren Müttern hing, zumal Kagami sich noch immer aufführte, wie eine Furie. Doch inzwischen hatte die sonst immer so fröhliche Meg ihr Lachen wieder gefunden. Nachdem Dolly und Lamira ordentlich aufgewärmt waren und sich durch den ein oder anderen Bocksprung auch schon ein wenig ausgepowert hatten, begann das eigentliche Abschlusstraining. Wir hatten in den letzten Wochen den Halt aus dem Galopp und den fliegenden Galoppwechsel geübt und perfektioniert. Schwerpunkt des Trainings waren jedoch in Klasse M die Seitengänge. Namentlich das Schulterherein, der Travers, der Renvers, die Traversalverschiebung und die halbe Pirouette im versammelten Schritt. All diese schwierigen Lektionen beherrschten meine beiden geliebten Stuten mittlerweile aus dem FF, sodass ich nicht überrascht war, als Meg und ich mit Lamira und Porcelain Doll das Stufentraining erfolgreich beendeten. Nun ging ihre Dressurausbildung langsam aufs Ende zu und damit auch die gemeinsame Zeit auf dem Platz. Für Lamira ging es nämlich bald auf dem Springparcours weiter, während ich Dolly im Fahren ausbilden wollte. Nun durften die beiden jedoch erst einmal stolz auf ihre hervorragende Leistung sein und ihren restlichen freien Tag genießen.
    • Sammy
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      Es wird kalt auf Hollybrook!
      30. Oktober 2017
      Bibbernd zog ich meine gefütterte Stalljacke enger um meine Schultern, als mir beim Verlassen des Hauses ein eisiger Wind entgegen schlug. Mittlerweile war es Ende Oktober und der schöne Sommer war endgültig vorüber. Letzte Woche hatte es angeblich noch zwei sonnige Tage gegeben, doch nun regnete es seit Tagen beinahe ununterbrochen. Die Koppeln waren reine Schlammwiesen und meinen Pferden schlug das Wetter ebenfalls auf die Laune. Dazu kam, dass ich in den letzten Monaten sehr viel unterwegs gewesen war. Erst vor zwei Stunden war ich aus dem Flieger gestiegen und mich nach kurzem Überlegen entschlossen, zuerst meine Lieblinge zu besuchen. Meine Mitarbeiter hatten zwar die Pflege und das Training der Pferde übernommen, doch weiter ausgebildet hatten sie sie selbstverständlich nicht. Sie hatten lediglich den Auftrag bekommen, sie in Form zu halten und alte Lektionen zu festigen, sowie die Gehorsamkeit und Beweglichkeit zu schulen. Ich hoffte, dass ich nun auf den Winter hin wieder mehr Zeit auf meinem geliebten englischen Gestüt verbringen konnte, um meine Pferde während der Turnierpause weiter auszubilden. Auch die Arbeit mit den Fohlen würde dann an vorderster Stelle stehen. Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream wurden bald ein Jahr alt und auch die beiden Pineforest Stable Fohlen PFS' Isis und PFS' Beck's Little Diva hatten ihr erstes Lebensjahr bald hinter sich. Devil in Prada, Shawnée und Siberia durften Anfang des Jahres unter den Sattel und auch für Ljósfari wurde es demnächst ernst. Grace's Cookie n' Cream, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie und PFS' Daydream of Money mussten auf ihre ersten Fohlenschauen vorbereitet werden und meine kleine Porcelain Doll gewann hoffentlich ihre zweite. Ansonsten mussten selbstverständlich die Anwärter Ma Belle apasionada, Lamira, Incendio und Roi du Soleil für ihre Körungen bzw. Stutbuchwettbewerbe trainiert werden.
      In diesem Moment wurde ich unsanft aus meinen Überlegungen geholt, als mich ein besonders heftiger Windstoß beinahe von den Füßen riss. Ich biss die Zähne zusammen und legte den Rest zum Stall im Laufschritt zurück. Drinnen wurde ich wie gewohnt von warmer Luft und vielstimmigem Gebrummel empfangen. Glücklich schloss ich die Augen und so den herrlichen Stallgeruch ein, der mir entgegenschlug. Bei all dem Stress in letzter Zeit war es einfach herrlich, mal wieder einen ganzen Morgen in aller frühe mit meinen geliebten Vierbeinern zu verbringen. Mein erster Weg führte mich heute zu meinen Vielseitigkeitschampions. Levistino drückte liebevoll sein weiches Maul in meine Hand und ich kraulte ihm seine Stirn und strich seinen langen weißen Schopf aus seinem Gesicht. Gleich darauf wechselte ich zu meinem Holsteinerhengst Fantastic Fly, der mich erst einmal ein paar Sekunden lang ignorierte. Dann hielt der schöne Fuchs es jedoch nicht länger aus und empfing mich mit einem leisen Brummeln. Auch das deutsche Reitpferd Pride and Prejudice ließ sich erst ein wenig betteln. Einige meiner Pferde waren extrem eigen und das zeigte sich eben, wenn ich einmal nicht so viel Zeit für sie hatte wie sonst immer. Nachdem ich auch mit meinen Hannoveranerhengsten Black Soul, Incendio und Branagorn gekuschelt hatte, waren meine Vollbluthengste an der Reihe. Da waren die englischen Vollblüter Ghostbuster, Pawaneeh, Tschiwabschischi und El Racino, der Achal Tekkiner Candle in the Wind, der Berber Amayyas, die Araber Khamar al Sanaa, Wüstentänzer und mein Nachwuchstalent Shamal. Sie alle bekamen eine extra Portion Streicheleinheiten und vor allem bei dem schönen Araberschimmel Khamar entschuldigte ich mich. Der Hengst war schon lange Zeit bei mir und hatte einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Weiter ging es mit den Andalusiern Negresco und Ojos Azules, den Barockpintos Slaters Secret und San Salvador, dem Lusitano Pierre, dem Traber Damon's Dynamo, den Saddlebreds GH's Safriko und Someone, dem Paso Fino Wannabe und den Isländern Fair Prince und Intolerable Life. Als ich gerade durch die dicke Mähne des Rappschecken fuhr, stieß mein Liebling bei den Ponys - Hollybrook's Cheeky Jot - ein entrüstetes Wiehern aus. Der schöne Hengst hasste es, ignoriert zu werden und anscheinend hatte ich mir für seinen Geschmack mit den anderen zu viel Zeit gelassen. Also wandte ich mich dem schönen Hengstchen zu und schlang ihm die Arme um den kräftigen Hals. Meine Mitarbeiter hatten wirklich ganze Arbeit geleistet, meine Pferde sahen wunderbar aus. Nach Cheeky war sein Sohn Hollybrook's Casanova an der Reihe, dann Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc, Orfino, Panta Rhei, der Neuzugang Roi du Soleil, Eddi's Dead Pop Romance und Daemon. Als nächstes wurde meinen Minis Aufmerksamkeit zuteil. Die Miniature Hengste Rumpelstielzchen und Darkwood's Storm Dancing Feather waren als erstes dran, dann ging es mit Juego und Hollywood Undead weiter. Nachdem ich auch meine Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador geknuddelt hatte, bekamen meine Schätze ihr Frühstück.
      Da ich bei den Hengsten mit den Westernstars aufgehört hatte, waren die Stuten unter ihnen nun als erstes an der Reihe. Ich besuchte die Criollos Chaira, Arriba und Girlie, dannach Apaches Tomahawk, American Baby, BB's Harmony, Your possible Pasts, My Golden Heart und The Morticains Daughter. Auch die Minis des Hofes, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Mississle, Little Big Girl, Napayné und Kolibri bekamen ihre Streicheleinheiten. Die Traber Rainbow, Ehawee und Middle Ages interessierten sich herzlich wenig für mich, sondern eher für die Möhren, die ich ihnen zusteckte. Meine Saddlebred Stute Shekitt Quinn genoss die Aufmerksamkeit dafür umso mehr. Genauso wie Paradises Rafinesse, Mizzi, Ma Belle apasionada und die Isländer Fatimah und Dark Misery. Gleich im Anschluss daran ging ich weiter zu Cuchara, Benjilala, Salwa, Pangäa, Cirilla, Ivory, Sahiar, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Sharley, Bittersweet, Little Miss Sunshine, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Nun fehlten nur noch die Ponys, die Englischen Vollblüter und meine Militarypferde. Erstere waren gleich an der Reihe. Rosewell, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Dorina und Cinnemont's History freuten sich sichtlich über die Aufmerksamkeit. Vor allem Isola, Darling und Fame bekamen nicht so viele Streicheleinheiten, wenn ich nicht da war. Aber auch die Vollblüter, um die sich vor allem Meg heiß und innig kümmerte, freuten sich über meine Anwesenheit. Backup, Success Story xx mit ihrem Fohlen Successful Dream, Kagami el Assuad mit Kazumi Princess El Assuad an ihrer Seite, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry bekamen alle eine kurze Rückenmassage, bevor ich weiter zu meinen Warmblütern ging. Der Neuzugang Lamira war zuerst dran, dann folgte die Leitstute Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration, Angels Fall First, Wild Lady Roxanne und Glammy. Nachdem ich all meine Stuten gefüttert hatte, setzte ich mich bei Everybody's Darling in die Box und döste ein wenig neben dem Fuchsstütchen. Geweckt wurde ich vom spitzen Schrei meiner Freundin und Angestellten Meg, die mich als erstes entdeckt hatte. "Du kommst mitten in der Nacht zurück und hast dann nichts besseres zu tun als die Pferde zu füttern? Du hättest mich wecken können!", beschwerte sie sich. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht mehr lohnt, ins Bett zu gehen. Außerdem musste ich doch meine Babys begrüßen! Und jetzt erzähl mir alles. Jedes Detail, ich muss alles wissen.", wies ich Meg grinsend an.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Dressur M-S
      31. Oktober 2017
      "Oh wie ich mich auf die Party heute Abend freue!", strahlte ich, als ich meine Hannoveranerstute Lamira zum heutigen Training aus dem Stall führte. Auf dem Plan stand der Stufenaufstieg in Klasse S der Dressur und ich war unglaublich stolz auf die schöne Stute. Nebenbei hatten wir auch schon einmal mit dem Springtraining begonnen, da ich Lamira zum Vielseitigkeitspferd machen wollte. Die Veranlagung dafür hatte die agile Stute definitiv. Neben mir führte Meg die Miniature Horse Stute Porcelain Doll, die heute ebenfalls ihren Stufenaufstieg absolvieren sollte. Anders als für Lamira würde es für Dolly jedoch mit Fahrtraining weitergehen, bei dem ich Meg dann auch wieder zur Seite stehen würde. Dennoch sollte die junge Frau das Training führen und Dolly wenn es soweit war auch selbst beim Stutbuchwettbewerb vorstellen. Meg war völlig aus dem Häuschen gewesen, als ich ihr von dieser Neuigkeit erzählt hatte. Bisher hatte ich meine Pferde immer alle selbst vorgestellt, oder sie meiner guten Freundin Eddi überlassen. Der 31. Oktober war genauso, wie man sich das von einem englischen Halloween erwartet. Der Himmel war stahlgrau, es windete und überall flogen orange-rote Blätter herum. Heute Abend würde ich mit Meg ins Dorf fahren, wo praktisch für das gesamte Dorf eine einzige große Party geschmissen wurde. Donald und Samuel übernahmen die Aufsicht über das Gestüt, Brian hatte frei, blieb aber ebenfalls dort. Der stille junge Mann machte sich nicht viel aus Partys. Patrick war zu seiner Familie nach Hause gefahren und würde erst Mitte nächster Woche zurückkommen. Als ich in Lamira's Sattel saß, ritt ich die Stute im Schritt und Trab auf beiden Händen warm. Lamira war immer noch extrem stürmisch und sehr eigen, doch in der Dressur glänzte sie einfach. Die Stute liebte es, sich zu präsentieren und tanzte regelrecht durchs Viereck. Diese vollendete Eleganz und Grazie fehlte Dolly, die manchmal etwas zu stürmisch und tollpatschig war, doch auch die junge Porzellanscheckin konnte sich absolut sehen lassen. Mein Gemecker hatte inzwischen ein sehr hohes Niveau erreicht. Ich rechnete damit, dass beide Pferde in spätestens zwei Jahren zuchtfähig waren. Lamira holte mich mit einem unwirschen Kopfschütteln zurück in die Wirklichkeit und ich konzentrierte mich auf das Training, während Meg mit Dolly am Langzügel trainierte. Auf dem Plan stand zunächst die Schaukel. Bei der Schaukel ging es darum, die Pferde aus dem Rückwärtsrichten heraus direkt wieder im Schritt antreten zu lassen. Die Übergänge sollten dabei jeweils so fließend wie möglich ablaufen. Das hatte uns sehr viel Arbeit gekostet, doch die jetzige Wiederholung zeigte uns, dass die Stuten soweit waren. Auch die Traversale im Galopp klappte mehr als nur zufriedenstellend. Nachdem auch Passage und Piaffe abgehakt waren, konnte ich nicht widerstehen und fiel Lamira um den Hals, woraufhin die Stute einen Satz machte und in den Galopp fiel. Lachend parierte ich sie wieder durch und streckte Meg die Zunge heraus, die vor lauter Lachen schon Tränen in den Augen stehen hatte. "Naja, wenigstens wissen wir, dass Lamira nicht so auf Liebesbezeugungen steht.", japste sie.
    • Sammy
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      Trainingsbericht Fahren E-A
      02. November 2017
      "Oh verdammt ist das wieder kalt heute!", sagte ich bibbernd zu meiner Angestellten Meg. Die nickte nur und zog sich ihren Schal bis knapp unter die Augen. Als wir in den großen Stallungen angekommen waren, schloss ich die Tore hinter uns und atmete erleichtert aus. "Zum Glück findet das Fahrtraining für Klasse A ausschließlich in der Halle statt! Wir wären sonst wahrscheinlich auf dem Kutschbock festgefroren!", sagte Meg fröhlich. Diesmal nickte ich zustimmend, während ich im Kopf schon das heutige Trainingsprogramm durchging. Nun stand das Fahrtraining auf Klasse A mit meiner Miniature Horse Stute Porcelain Doll an. Dolly ging in der Dressur bereits solides S-Niveau, sodass es nun endlich an der Zeit für eine neue Disziplin war. Dolly hatte natürlich nie in ihrem Leben einen Reiter getragen, denn sogar die winzige Meg war zu groß für die Feenpferdchen. Selbstverständlich war Dolly mittlerweile eingefahren und lief sowohl vor dem Ein- als auch vor dem Zweispänner eine gute E-Aufgabe im Dressurfahren. Als das Stütchen auf Hochglanz poliert war, legten wir ihr Gamaschen an und führten sie hinaus in die beißende Kälte. Dort erwartete uns Donald mit der leichten Kutsche, um uns beim Anschirren zu helfen. Umsichtig legte ich zwei Fleecedecken auf den Rücken des Stütchens und machte sie am Geschirr fest. So ausgerüstet schauten wir zu, dass wir so schnell wie irgendwie möglich in die Reithalle kamen, um wenigstens vor dem Wind sicher zu sein. Ich war dank der fürchterlichen Kälte sogar am überlegen, ob ich im nächsten Jahr nicht eine Heizung in Reit- und Longierhalle installieren lassen würde. Ich schloss die Bandentür und gesellte mich dann zu Meg und Dolly. Wir setzten uns beide auf den Kutschbock und ich fuhr Dolly im Schritt an. Die Decke nahm ich ihr erst ab, bevor ich sie antraben ließ und Meg und ich wickelten uns dankbar darin ein. Wir wiederholten nun Lektionen aus Klasse E des Dressurfahrens. Das waren zum Beispiel der Zirkel im Gebrauchstrab, die Schritt-Trab-Übergänge, der Wechsel durch die ganze Bahn, absolutes Stillstehen und Tritte verlängern. Für mein Dressurpferdchen im Miniaturformat waren diese Aufgaben an sich schon längst kein Problem mehr, doch vor der Kutsche war es doch noch einmal etwas anderes, daher war ich auch umso gespannter, wie sie sich heute schlagen würde. Für den Aufstieg in Klasse A mussten wir die Kehrtvolte, die halbe Volte, die Kehrtwendung, das Rückwärtsrichten, den halben Mittelzirkel und einfache Schlangenlinien erarbeiten. Den Galopp hingegen brauchte man beim Dressurfahren so gut wie nie, daher ließ ich ihn im Training für Klasse A ganz weg. Er wurde erst nach dem Aufstieg in Klasse L relevant, da danach das Geländefahren an der Reihe war. Ich fuhr Dolly durch all die verschiedenen Aufgaben und stellte mit Freuden fest, dass sie sich wirklich hervorragend machte. Beim Rückwärtsrichten gab es noch einige kleinere Schwierigkeiten, aber alles andere lief glatt.
      So konnte ich schon bald darauf vom Kutschbock springen und die Kegel fürs Hindernisfahren aufstellen. In Klasse A standen diese 40-50 cm weiter auseinander als die Kutsche breit war - natürlich würde sich dieser Abstand mit jedem Stufenaufstieg verringern. Für Klasse A wurde lediglich das Durchfahren einzelner Kegelpaare sowie der einfachen Schlangenlinie verlangt. Wir begannen im Schritt und übten solange, bis wir uns schlussendlich im Trab durch die Kegelpaare bewegen konnten. Ich parierte mein Porzellanpüppchen zum Schritt durch, lobte es ausgiebig und erklärte das heutige Stufentraining für beendet.
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  • Album:
    Feenpferdchen
    Hochgeladen von:
    Sammy
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    1 Jan. 2019
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  • Porcelain Doll
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    Spitzname: Dolly
    [engl.: "Porzellanpuppe"]

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    ~ Abstammung ~
    Von: LM Hawks Stand out Loud

    V: LM Robin Hawk
    M: LK Loudly Queen
    Aus der: Hollybrook's Tiny Girl
    V: Glenns Caress
    M: Alufolie

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    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 14. März 2014
    Stockmaß: 0,65m
    Fellfarbe: Palomino Tobiano
    Gencode: ee aa Crcr nTo
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: v.l. hochweiß gestiefelt

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Porcelain Doll ist unglaublich verspielt, sie hat eine Menge Energie und hüpft am liebsten quietschend den ganzen Tag herum. Auch wurde Dolly viel Selbstbewusstsein mitgegeben, sie lässt sich nicht so leicht einschüchtern und weiß wo sie steht, zieht das durch, was sie machen möchte. Dennoch ist sie sensibel und braucht somit einen vorsichtigen und sanften Umgang, der aber auch konsequent ist.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Kira
    Ersteller: Kira
    Vkr: Kira

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur: S*
    Fahren: S***

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    ~ Schleifen ~
    SK[464] - Alle Stuten
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    Gewinnerin der [FS 231] Palominos und Cremellos/Perlinos
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    3. Platz beim 418. Fahrturnier
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    3. Platz beim 15. Synchronfahren
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    2. Platz beim 16. Synchronfahren (1. Auslosung)
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    1. Platz beim 16. Synchronfahren (2. Auslosung)
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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen: ///


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    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG