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Leaenna

Pitch Black Progress

[font=Book Antiqua][i][b][size=5]P[/size][color=#000080]itch[/color] [size=5]B[/size][color=#000080]lack[/color] [size=5]P[/size][color=#000080]rogress[/color][/b][/i][/font] [b]Mutter:[/b] [color=#000080]Symmetric[/color] [b]Vater:[/b] [color=#000080]Progressing the Apocalypse[/color] [b]Geburtsdatum:[/b] [color=#000080]2000[/color] [b]Geschlecht:[/b] [color=#000080]Stute[/color] [b]Rasse:[/b] [color=#000080]Welsh B[/color] [b]Fellfarbe:[/b] [color=#000080]Dunkelbraun[/color] [b]Charakter:[/b] [color=#000080]anhänglich, ehrgeizig, etwas scheu, ab und zu etwas biestig[/color] [b]Stockmaß:[/b] [color=#000080]1,34 m[/color] [b]Gesundheit:[/b] [color=#000080]Gut![/color] [b]Besitzer:[/b] [color=#000080]Payty[/color] [b]Ersteller:[/b][color=#000080] Ente[/color] [b]VKR:[/b] [color=#000080]Ente[/color] [font=Book Antiqua][size=4]Q[color=#000080]ualifikationen[/color]:[/size][/font] [b]Fahren:[/b] A [b]Dressur:[/b] E [b]Springen:[/b] A [b]Military:[/b] A [img]http://i41.tinypic.com/5vrhfn.jpg[/img] 110. Fahrturnier [url="http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=39104"][img]http://www.joelle.de/uploads/1234302890/gallery_5_4346_2328.gif[/img][/url] 15. Synchronspringturnier [img]http://i40.tinypic.com/1zxo18x.gif[/img] 3. Platz 114. Militaryturnier [font=Book Antiqua][size=4]B[color=#000080]eschreibung:[/color][/size][/font] Pitch ist eine sehr leistungswillige Stute, mit einer soliden Grundausbildung. Vorallem für den Kutschsport zeigt sie große Begeisterung und immer vollen Einsatz. Sie ist ziemlich anhänglich und braucht ihren Reiter auch gleichzeitig als Bezugsperson. Sie braucht einen Menschen den sie oft sieht, der ihr klare Anweisungen gibt und sich durchsetzen kann. Hat sie diese Bezugsperson nicht wird sie sehr scheu und unwillig. Auf der Weide ist Pitch ein Ruhepol. Sie fängt keinen Streit mit anderen Pferden an sondern ordnet sich unter. Im Umgang ist sie sehr einfach zu handhaben. Sie ist (mit Bezugsperson) Verlade und Schmiedesicher, hat nichts gegen Kinder und auch bei Hunden bleibt sie sehr gelassen. Ab und zu kann sie jedoch auch rumzicken, beim Fressen sollte man sie nicht stören, ausserdem ist sie kitzelig, es kann dann schonmal vorkommen das Pitch zuschnappt. [i][b]Letzter Tierarztbesuch:[/b][/i] Oktober 2010 [i]Befund:[/i] Erkältung [i]Behandlung:[/i] Augentropfen, Nüsternspülung [i][b]Letzter Schmiedebesuch:[/b][/i] Mai 2010 [i]Befund:[/i] / [i]Behandlung:[/i] Neuer Beschlag

Pitch Black Progress
Leaenna, 30 Okt. 2009
    • Leaenna
      Pitches Ankunft - Meine neue Freundin

      "Du. Bist. Soooo. Doof! Ich hab dich liiiieb!" Freudenstrahlend sah ich zu NorwegeerStar, während meine Finger durch Pitch Black Progresses dichte, seidige Mähne glitten. Ich selbst hatte einiges für die Welsh B Stute geboten, musste dann aber wegen Geldmangel in der Autkion zurücktreten - und nun stand die dunkelbraune Schönheit doch in meinem Stall! Oder eher gesagt, momentan, auf meiner Koppel.
      Sofort als ich sie das erste mal gesehen hatte, war ich von ihren ausdrucksvollen, hellwach schimmernden Augen begeistert gewesen, verliebt in dieses intelligente Wesen. Und dann...dann hatte Norwi, meine Norwi, sie mir tatsächlich ersteigert und geschenkt. "Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk!" meinte sie nun grinsend, und sah, sichtlich zufrieden mit der Welt, zu, wie ich Pitch knuddelte, und dann den Führstrick aus dem Halfter löste.
      Das Stütchen sah sich staunend um, schnupperte an mir und am Koppelzaun, an der Raufe, und wante sich schließlich dem Heu zu - wenn sie gekonnt hätte, sie hätte wohl mit den Schultern gezuckt.
      Ich war froh, dass sie keine Probleme mit dem Eingewöhnen zu haben schien und tätschelte ihr den Hals, worauf hin sie nun jedoch den Kopf leicht hochwarf und mich anquietschte. "Schon gut!", lachte ich, "Ich stör dich nicht länger beim Fressen!" Ich steckte noch ein Leckerlie zu, das sie mit weichen Lippen und schon wieder redlich zufrieden nahm, und verließ dann erstmal die Koppel, das Gatter hinter mir schließend.
      Froh lächelnd lehnte ich mich neben Norwi an den Zaun und wir beobachteten schweigend, wie Pitch schließlich in einen leichten Trab fiel und die Koppel einmal umrundete. Hier und da blieb sie stehen, sah sich um, schnupperte. Es bedurfte keiner Worte, meine Augen strahlten genug, schienen noch zu funkeln als die Dämmerung langsam über uns hereinbrach. Pitch Black Progress. Pitch. Meine Pitch.
      Etwa eine halbe Stunde später verabschiedete sich Norwi, ich drückte ie noch einmal dankend, ehe sie heimfuhr. Ich selbst ging zurück in den Stall und richtete der Kleinen eine frische Box her, bereitete ihr Futter, holte sie dann rein und auch dort zeigte sie keine Probleme. Skippy, meine andere Stute, streckte brummelnd den Kopf über die Boxentrennwand, und die beiden begrüßten sich. Wie schön, dass sie sich vertrugen!
      Ich war insgesamt erstaunt, wie willig sie sich zeigte, obwohl sie mich noch kaum kannte. Aber ich sah in ihren Augen, dass sie Vertrauen zu mir gefasst hatte, und das war das schönste Gefühl für mich. Eine neue Freundin gefunden zu haben.
    • Leaenna
      Weihnachtspflegi für die Pferde:

      Pitch Black Progress
      Hallelujah
      Scattered Dream
      Little Prince
      Bella Diva
      Skippy



      "Hey ihr Süßen!" strahlend realisierte ich, wie mir meine Pferde allesamt entgegenwieherten, als ich den weihnachtlich geschmückten Stall betrat. Der Duft von Tannennadeln und, aus dem Reiterstübchen wehend, Lebkuchengewürz, stieg mir entgegen, und ich atmete lächelnd tief ein.

      Besonders dass das Stütchen Pitch mir begrüßend entgegenbrummelte, als ich auf die Box zuging, freute mich sehr. In den letzten Tagen hatte sie großes Vertrauen zu mir gefasst, was mich sehr, sehr glücklich machte. Ich war zu ihrer Bezugsperson geworden, und nahm diese Aufgabe sehr ernst. Anhänglich, wie sie war, streckte sie sogleich den zierlichen Kopf über die Halbtür, als ich zuerst mit ihrem Putzkasten kam. Ich streichelte Pitch über den Hals und kraulte sie am Mähnenkamm, woraufhin sie den Kopf an mir rieb und genüsslich die Augen schloss.
      Flink huschte ich in ihre Box und schloss die Tür hinter mir, damit mein Stütchen nicht etwa auf die Idee kam, mir zu entwischen. Als ich anfangen wollte, sie zu putzen, beäugte sie mich noch misstrauisch, und ich hob warnend einen Finger. "Sei lieb, Pitch!" ermahnte ich sie und begann dann, ihr Fell aufzurauen. Immer wieder warf die Stute den Kopf hoch und schien zu protestieren, und als ich ihr gerade über die Kruppe fuhr, drehte sie den Kopf und biss mit angelegten Ohren nach mir. "Na!" rief ich halblaut und gab ihr im Affekt einen leichten Klaps - Erzeihung musste sein. Pitch schien demonstrativ zu schmollen, drehte sich um und wandte mir ihr Hinterteil zu. Ich seufzte und lief um sie herum, um mir nun gleich ihre andere Seite vorzunehmen. Schließlich, sie war nun brav gewesen, lobte ich sie ausgiebig und steckte ihr ein Leckerlie zu. Pitch schnupperte erst an meiner Hand, nahm die Leckerei dann vorsichtig und schnaubte schließlich, als wolle sie sagen, 'Nagut, weil du es bist'. "Kleine Zicke!" lachte ich nur und klopfte ihr den Hals, dann holte ich ihr Sattelzeug, beziehungsweise Trense und Longiergurt.
      Behutsam legte ich ihr selbigen an und zog ihn fest; wieder warf sie den Kopf hoch und legte die Ohren an, aber da ich mich nicht irritieren lies - das schien neu für sie zu sein - beruhigte sie sich bald. Ich lobte sie wieder und legte ihr dann auch noch die Trense an. Ein letztes Mal warf sie den Kopf hoch, was ich nur mit einem Kopfschütteln und dem gemurmel "Biest.." hinnahm, doch so groß, als dass dies ihr Maul für mich und die Trense unerreichbar machte, war sie nunmal einfach nicht.
      Schließlich hakte ich die Longe ein - endlich etwas, das ohne Komplikationen funktionierte - und führte das Stütchen auf den Platz. Der Schnee war hier schon komplett weggetrampelt, und nur noch einige schlammig Braune Matschreste erinnerten an die ehemals weiße Pracht. Mein Blick huschte sehnsüchtig zum Wald, wo alles noch weiß glitzerte; und in diesem Moment beschloss ich, heute noch in die Winterlandschaft auszureiten!
      Nun war aber erstmal Pitch Black Progress dran. Beim Longieren verhielt sie sich sehr vorbildlich. Nach dem Aufwärmen lies ich sie traben und immer wieder die Richtung wechseln. Damit ihr nicht langweilig wurde, und sie außerdem geschmeidiger ging, baute ich immer wieder Übergänge zum Schritt und zum Halten ein. Schließlich selbiges noch im Galopp. Der Schneematsch spritzte nur so unter ihren flinken kleinen Hufen!
      Wieder in der Box, nahm ich ihr all die Ausrüstung ab, und putzte die Stute dann noch einmal über. Ihre Beine und ihr Bauch waren komplett verdreckt von dem Dreck auf dem Reitplatz. Erstaunlicherweise hielt sie aber beim Putzen diesmal ganz still - was ich sofort glücklich mit einem Apfel und vielen Streicheleinheiten belohnte.
      Sie hatte nun endlich wirklich Vertrauen zu mir gefasst...ein schöneres Weihnachtsgeschenk hatte mir die Kleine Welshstute nicht machen können!


      Ein noch schöneres Weihnachtsgeschenk sollte mich nun jedoch draußen auf dem Hof erwarten. NorwegeerStar dort stehen zu sehen überraschte mich sehr, doch ich lies mich nicht lange ablenken und umarmte sie. "Frohe Weihnachten mein Hase!" lachte ich, doch sie grinste nur und meinte: "Ich bin hier, um dir dein Geschenk zu bringen!" Dann deutete sie nach hinten - und nun erst bemerkte ich den Pferdehänger. Ichs chob leicht die Augenbrauen zusammen, kein Pferdekopf lugte über die Halbtür; war er leer? Langsam ging ich hin und spähte in den Hänger - und das klassische Strahlen von Kinderaugen an Weihnachten spiegelte sich in meinem gesicht wieder! "Nein wie süüüüüß!" Dankbar fiel ich Norwi um den Hals, die glücklich schien, dass ich mich so freute. Doch dann beeilte mich lieber, das knuffige Falabellafohlen auszuladen. Staunend sah sich das Stütchen um , schnupperte an meiner Jacke und knabberte dann daran. Lachend drehte ich mich wieder zu Norwi. "Danke, danke, danke!" jauchzte ich freudig, ehe mir eine Frage einfiel, die ich mir schon die ganze Zeit hätte stellen müssen: "Wie heißt sie denn eigentlich?" - "Hallelujah!" rief meine beste Freundin lachend; das Fohlen brummelte aufmerksam, als sie ihren Namen hörte, und ihre zierlichen Öhrchen drehten sich in alle Richtungen, mit geblähten Nüstern und erhobenem Kopf begutachtete sie die fremde Umgebung neugierig. "Hallelujah.!" wiederholte ich glücklich lächelnd und strich ihr durch die struppige Mähne.
      "Oh - ich hab' gar keine vorbereitete Box!" fiel mir pötzlich ein, als ich Hallelujah gerade zum Stall führen wollte. Norwi winkte schmunzelnd ab und eilte voraus, um der Kleinen schnell ein Bettchen aus Heu vorzubereiten. Das Fohlen folgte mir mutig und zeigte keine Scheu, auch nicht, als Bella Diva den Kopf über die Boxentür streckte und sie mit angelegten Ohren anquietschte. Sogleich nachdem ich ihr das Halfter abgenommen und die Boxentür geschlossen hatte, lies sie sich - Wums! - in das Heu fallen und wälzte sich vergnügt. Das sah so niedlich aus, wie dieses winzige Wesen fast in dem Heuberg versank! Eine ganze Weile sahen wir ihr noch zu, und ich konnte gar nicht aufhören, mich immer wieder bei Norwi zu bedanken, bis diese sich schließlich verabschiedete. "Danke!" rief ich ihr noch einmal nach, als sie wieder wegfuhr, und winkte ihr, bis das Auto um die Straßenbiegung verschwunden war. Dann ging ich wieder in den Stall. Im Vorbeigehen steckte ich dem kleinen neuankömmling noch ein Leckerlie zu und Streichelte sie, dann ging ich an ihrer Box vorbei zu den nächsten beiden, die heute auf dem Plan standen;

      Meine beiden anderen Fohlen, die beiden Grauen Scattered Dream und Little Prince. Seit sie sich das erste mal gesehen hatten, waren die Kleinen beste Freunde.
      Zuerst griff ich nach Scatters Halfter, doch Prince sprang nebenan schon wild in seiner Box herum, wusste er doch scheinbar genau, dass ich gleich auch zu ihm kommen würde. Leise lachend trat ich zu Scatter. Sie war lange nicht so aufgedreht, und das erste, was sie tat, war, sich an mich zu schmiegen. Ich lies mich langsam neben der Kleinen in das Stroh auf die Knie sinken und knuddelte sie ausgiebig. Auch sie war mal, wie ich mich gerne erinnerte, ein Geschenk von Norwi gewesen. Und sie hatte sich so prächtig entwickelt. So tief in Gedanken versunken, bemerkte ich plötzlich, dass Scatter ihre Schnauze in meine Jackentasche geschoben hatte - in der ich die Leckerlies aufbewahrt hatte. "Oh, du Schelm!" lachte ich und schob sie leicht weg, sie jedoch, sich keiner Schuld bewusst, sprang auf die Füße und stupste mich neckend an. "Spielen willst du also, ja?" fragte ich grinsend und wedelte mit dem Halfter, und sie schnappte spielerisch danach. "Na, gleich kannst du dich austoben, komm her!" Sofort - und ich war mir sicher, sie hatte genau verstanden, was ich gesagt hatte - hielt die Stute in ihrem Spiel inne und lies sich von mir das Halfter anlegen. Ich hakte noch den Führstrick ein und holte sie dann somit aus der Box. Fröhlich tänzelnd lief sie neben mir her, und ich brachte sie zur Halle; nachdem ich gesehen hatte, wie Pitch nach den paar Runden longieren ausgesehen hatte, wollte ich meine Fohlen lieber nicht auf die noch schmuddeligere Weide lassen. Nun öffnete ich also das Hallentor und führte Scatter hinein, selbiges hinter mir wieder halb schließend. In der Mitte der Halle löste ich den Führstrick, ging dann wieder zum Tor und schlüpfte hindurch, um auch noch Prince zu holen. Während ich um die Ecke verschwand, sah ich noch, wie Scatter sich in Bewegung setzte, einige Schritte trabte, und sich dann in den warmen Sand fallen lies.

      Der Kleine Prinz indes benahm sich ganz unprinzenhaft. Er tobte in seiner Box herum und wieherte schrill, herrjeh, in dem Alter schon solche Hengstmanieren! Kopfschüttelnd schnappte ich sein Halfter und wagte mich todesmutig in die "Höhle des Löwen" - seine Box. "Ist gut jetzt, Prince, sei still!" ermahnte ich ihn halblaut, aber wenigstens war er so gut erzogen, als dass er auf mich hörte. Auf schmusen hatte er keine Lust, aber es lies sich das Halfter anlegen. Den Führstrick konnte ich auf die schnell nicht finden, so ein Mist, den hatte ich sicher noch an der Bande liegen..! Also schnappte ich ihn halt so am Halfter und komplimentierte ihn aus der Box. Wie ein geölter Blitz schoss der hengst sofort Richtung Halle. "Hola, hola mein Junge..." murmelte ich und lief, joggte halb, neben ihm her. WIeder öffnete ich die Hallentür und führte ihn hinein. Bei X drehte ich ihn um, dass er mit dem Kopf Richtung Tor stand. Dann erst lies ich ihn los. Im ersten Moment stand Prince ganz still, den Kopf hoch erhoben und die Ohren gespitzt. Erst als ich schon wieder draußen war und das Tor geschlossen hatte, drehte er sich auf dem Absatz rum und galoppierte an. Übermütig drehte er eine Runde, stoppte dann vor Scatter, stupste sie an, und die beiden verfielen in ein nur für sie verständliches Fangspiel.
      Ich holte mir eine Tasse Kaffee und einen Lebkuchen aus dem Reiterstübchen, mit dem ich mich dann an die bande setzte und die beiden Grauen Fellknäule (sie hatten sooo plüschiges Winterfell! ) beobachtete.
      Schließlich stellte ich die Fohlen zurück in ihre Boxen und die leere Tasse zurück in das Reiterstübchen. Mein Blick huschte nach draußen, wo es wieder zu schneien angefangen hatte.

      Mit einem leisen seufzen wandte ich mich dem nächsten Pferd zu...herrjeh, was eine Arbeit mit 10 Pferden, 6 von ihnen musste ich heute pflegen... Aber eigentlich war das winterliche Wetter ja wunderschön, und der Schnee machte die Atmosphäre perfekt. Wenn ich heute noch ausreiten wollte, musste ich allerdings bald los; es wurde ja schon früh dunkel! Da kam mir eine Idee; kurzerhand zückte ich mein Handy. "Norwi? Ich bin's nochmal. Magst du noch mit mir ausreiten...?"
      10 Minuten später kam sie also schon wieder, meine Norwi. In der Zeit hatte ich Bella Diva schon fertig gemacht. Auch sie war noch neu in meinem Stall, hatte sich aber schon gut eingewöhnt. Heute würde ich zum ersten mal mit ihr ins Gelände gehen, und sie deshalb nicht zu sehr fordern - galoppieren würden wir wegen der eventuellen Rutschgefahr aber sowieso nicht können. Praktisch, dass Norwi jetzt noch kam, so hatte ich gleich zwei Pferde gleichzeitig umsorgt.
      Bella war nicht schmutzig gewesen, obwohl sie auf dem Paddock gestanden hatte. Das war eine tolle Charaktereigenschaft von ihr; sie machte sich schlicht nicht schmutzig, als würde sie wert auf ihr Aussehen legen. Eine richtige Dame eben.
      Norwi gab ich wie beim letzten mal Skippy. Die Mustangstute hatte in ihrem Leben schlechte Erfahrungen gemacht und hegte nicht zu vielen Menschen Vertrauen. Genauer gesagt, nur zu zweien; ich war die eine. Norwi die andere. Und ich wusste, dass meine Freundin sehr gut mit der Stute umging und sie liebte wie ein eigenes Pferd.
      Nach dem Satteln und Trensen führten wir die beiden Stuten auf den Hof und saßen auf. In gemütlichem Schritt verließen wir den Hof und schlugen einen kleinen Waldweg ein. Der Schnee knirschte bei jedem Schritt unter den Pferdehufen und um uns herum glitzerte alles. Bella schien die frische Luft zu genießen, sie liefneben Skippy her und schnupperte aufgeregt, während die Rotgoldene den Kopf gesenkt hatte und gemütlich den Pfad entlangtrottete.
      Später trabten wir noch etwas, insgesamt war es ein wundervoller Ritt!
      Wieder zu Hause angekommen belohnten wir die Stuten mit einem Stück Apfel, und nachdem Norwi mir auch noch schnell geholfen hatte, alle zu füttern - anlässlich Weihnachten gab es für jedes Pferd noch einige Karotten - machte ich uns beiden einen heißen Kakao. Wir saßen gemütlich im Reiterstübchen und sahen den tanzenden Schneeflocken zu, bis sich die Dunkelheit über das Land legte. Es war ein anstrengender, aber wundervoller Tag gewesen.
    • Leaenna
      Ein schneller Pflegebericht für meine Lieblinge

      Leider war heute nicht wirklich die Zeit da, mich um alle meine Pferde zu sorgen - denn ich war in Eile, musste packen, und würde morgen mit der Schule wegfahren. Keinesfalls aber mochte ich wiederkommen und einen meiner Engel im Himmel wiederfinden, also sauste ich in letzter Minute doch noch einmal zum Stall.
      Die Pferde standen alle auf den Weiden, wo die Hengste gemütlich grasten, und den Wallach Campino sah ich aus der Ferne übermütig herumtollen; er schien Schneeflocken zu fangen, stellte ich grinsend fest. Zu gerne hätte ich ihm bei seinem Spiel zugesehen, aber dafür war nicht die Zeit. So mistete ich indes nämlich lieber schnell die Boxen aus; das ging flott, da es mitlerweile Routine geworden war. Dann gab ich ihnen allen Futter in ihre Raufen (welch Erholung wenn man dabei nicht fast die FInger von gierigen Pferdemäulern abgebissen bekam) und holte sie schließlich nacheinander rein.
      Low key little Lane, Crazy little thing called Love und Pjotr, die Hengste, vertrugen sich erstaunlich gut; wobei ich eigentlich erstaunt gewesen war, dass mein Wildfang Lane die beiden neuankömmlinge Love und Pjotr so gut aufgenommen hatte. Nun, der Chef war nach wie vor er. Die drei also fischte ich nacheinander von der Weide und führte sie in ihre Boxen. Dann folgte der gutmütige Campino, den ich leider in seinem Spiel unterbrechen musste, als ich ihn von der Wallachweide holte, und zuletzt schnappte ich Pitch's Zaum, mit dem bewaffnet ich zur Stutweide stapfte. Das wurde natürlich erstmal wieder ein Fangspiel...so war es immer: Pitch lies sich nicht schnappen, ehe ich nicht völlig ausgepowert war. Dann aber war sie lammfromm. Mitlerweile zumindest. Früher hatte die Stute noch große Scheu vor mir gezeigt, aber nun waren wir, zu meiner Freude, ein Team geworden.
      Schließlich hatte auch Pitch Black Progress erbarmt, sich aufhalftern zu lassen, und ich schlurfte keuchend zurück zum Stall, während
      die Kleine fröhlich neben mir her hüpfte.
      Wieder in den Boxen, stürzten sich fünf gierige Pferde auf ihr Abendbrot, und auch ich bekam langsam hunger, weshalb ich entschied, nach Hause zu fahren; zumal es bereits dunkel wurde. Ich steckte allen noch ein Leckerlie zu, was sie ob des Fressens jedoch kaum registrierten, dann machte ich mich auf den Heimweg.
      Bis in zwei Wochen, meine Lieben...
    • Leaenna
      Heute habe ich mit Pitch an einer Stutkrönung teilgenommen.

      ~*~

      [BSK 299] Paso-Fino's & Welsh-Pony's

      ~* Aufgaben *~

      - Reite im Versammeltem Trab in die Halle ein.
      - Bei X Halten, Richtergruß.
      - Erzählt etwas über euere Stute.
      - Lasst eure Stute begutachten.
      - Zeigt alle GGA euer Stute auf dem Mittelzirkel.
      - Zeigt drei Hohe Dressurlektionen.
      - Auf der rechten Hand angaloppieren.
      - Galopp verstärken.
      - In den Versammelten Trab wechseln.
      - Auf die Mittellinie abwenden.
      - Bei X Halten, Richtergruß.
      - Im lockeren Schritt aus der Halle (mit durchhängenden Zügeln).

      ~* Die Krönung *~


      Völlig gedankenversunken saß ich auf Pitch's Rücken und spielte mit den Fingern in der langen, seidigen Mähne meiner Stute.Der Aufruf, der vom Lautsprecher ausgehend über das Gelände hallte, riss mich so sehr aus meinem Traum, dass ich im ersten Moment fürchterlich zusammenzuckte; und Pitch unter mir auch."Payty mit Pitch Black Progress, bitte!" knarzte es und ich klopfte meiner Stute noch einmal beruhigend und entschuldigend für die Aufregung eben den Hals."Gib dein Bestes!" flüsterte ich - dann ging es los.
      Ich ritt Pitch im versammelten Trab an und wir betraten die Halle, umbei X erneut zu halten.Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen grüßte ich die Richter, die mich mit einem Nicken aufforderten, zu sprechen.
      "Meine Welsh B Stute Pitch Black Progress wurde 2000 geboren und ist nunmehr 10 Jahre alt.Pitch hat eine gute Grundausbildung genossen, ist sehr leistungswillig und zeigt vorallem sichtbare Freude am Lernen, sodass die Arbeit mit ihr viel Spaß macht.Sie ist sehr umgänglich, verträgt sich mit anderen Pferden, Tieren und Kindern und ist Verlade- und Schmiedesicher."
      Ich endete stolz und wartete nun geduldig, während die Richter aufstanden,in die Bahn traten und Pitch begutachteten. Es machte mich etwas nervös, dass sie dies stumm taten, andererseits war ich mir bewusst, dass sie sich erst ein Bild von allen anwesenden Stuten machen mussten. Insofern war ich nur erleichtert als sie sich endlich wieder auf ihre Plätze setzten.
      Ich ritt mein Pferd im Schritt an und ging, wie es vorgegeben war, auf den Mittelzirkel.Obwohl Pitch fleißig vorwärts ging, schien die Runde eine Ewigkeit zu dauern! Schließlich durfte ich antraben, zuletzte zeigte ich auch noch Pitchs quirligen Galopp; und die Beinchen der kleinen Stute flogen nur so durch die Luft! Drei Dressurlektionen waren nun gefragt, für die ich viel mit Pitch geübt hatte.Denn sie war zwar in der Dressur nicht untalentiert, doch hatte, bevor sie zu mir kam, nie höhere Lektionen gelernt.
      Ich parierte sie also zum Trab und ging ganze Bahn, um dann eine wunderschöne Traversale zu zeigen. Es klappte! Auch die Piaffe lief gut.Frohen Mutes gab ich letzendlich die Hilfen zum Kompliment - und Pitch stand.Trotzig stemmte sie die Beine in den Boden.Das allgemeine "oh" ließ meine Nervosität steigen."Das ist nicht der Moment, auszutesten, wer Ranghöher ist." knurrte ich, nur für Pitch hörbar.Die Kleine drehte ein Ohr in meine Richtung und noch einmal gab ich deutlich die Hilfen.Jetzt knickte sie das Bein ein und ging ins Kompliment.Die Zeit, sie mit einem erleichterten Lächeln zu loben, nahm ich mir.
      Auf der rechten Hand galoppierte ich neuerlich an.Pitch schien ihren Trotz überwunden zu haben und zeigte wieder den Ehrgeiz, den ich von ihr kannte und an ihr liebte.Ich verstärkte den Galopp noch, ehe ich schließlich zum versammelten Trab wechselte und auf die Mittellinie abwendete.Noch einmal Halten, noch einmal Grüßen - geschafft.Im Schritt wir die Halle wieder.
      So schlimm war's ja gar nicht gewesen.

      [3000 Zeichen/selbstgeschrieben]​
    • Leaenna
      Ausritt mit Pitch

      Die Sonne schien mir warm auf die Haut, die Vögel zwitscherten, alles schien perfekt.
      Ich saß bereits, mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen, auf Pitches Rücken, und
      meine Stute schnaubte zufrieden und graste. Um mich rum hantierten viele Leute, es herrschte geschäftiges Treiben auf dem Hof, doch ich hörte ihr Geschnatter nur wie durch eine dicke Wattewolke. Ich wollte mir den Tag nicht mit Arbeit vermiesen, hatte voller Vorfreude Pitch Black Progress gesattelt und wollte nun entspannt ausreiten - an diesem ersten wirklich warmen Tag im Frühling. Ich
      gab Pitch leichten Schenkeldruck, sie hob kauend den Kopf, drehte fragend ein Ohr in
      meine Richtung und trottete dann vom Hof. Am Anfang ging ich Schritt, der Weg fürhte mich durch Wiesen und Felder. Als wir in einen kleinen Wald ritten, trabte ich an. Hier war es kühler als in der prallen SOnne, aber durchaus angenehm.
      Plötzlich spitzte Pitch die Ohren und legte zu. Ich gab ihr Paraden un hielt sie zurück, soch dann sah auch ich den langen Ast, der über dem Weg lag. Den sollte aber mal schleunigst jemand wegräumen, sonst könnte etwas passieren! Für mich und meine kleine, quirlige Stuteb war das aber kein Hinderniss. Springen! Das liebte ich, und die stürmische Kleine unter mir auch. Sie sprang aus dem Trab ab, wunderbar, für einen Moment hatte ich das Gefühl zu Fliegen und hätte am liebsten vor Freunde laut ausgerufen - da landeten wir auch schon wieder. "Das war super, meine Süße!" strahlte ich, parierte die Stute nach einigen Galoppsprüngen zum Schritt durch und strich ihr über den Hals. Jetzt erstmal ein Päuschen - wir schwitzten beide schon!
      Pitch streckte sich gemütlich und schnaubte zufrieden, und ich nahm die Füße aus den Steigbügeln und ließ die Beine baumeln. So ließ es sich leben! Welch ein wunderschöner Sommerausritt.
      Nach einiger Zeit hob mein Pferd witternd die Nase. Erst wusste ich nicht, was sie gerochen hatte, und schnupperte selbst verwundert in die Luft, doch dann hörte ich es - das Rauschen eines Flusses! Die Kleine hatte das Wasser gerochen. Wir kamen an eine Brücke; doch sehr vertrauenserweckend sah
      die nicht gerade aus. Ich biss mir auf die Unterlippe, nahm die Zügel auf und ritt darauf zu. Sofort fing Pitch an zu tänzeln - sie hatte wohl meine Unsicherheit bemerkt. Eigentlich war sie kein Angsthase, das wusste ich, so atmete ich tief ein und aus und gab dann leichten schenkeldruck. Pitch legte die Ohren an und warf den Kopf hoch - Zicke! SIe trat auf die Brücke, das Holz knackte, die Stute stieg leicht, ich schlang die Arme um ihren Hals und dann preschte sie mit drei schnellen Galoppsprüngen über das morsche Gebilde. Mein Herz schoss mir in den Hals, setzte kurz aus, und schlug dann dort oben doppelt so schnell weiter. Mein Magen bewegte sich in die andere Richtung - Richtung Kniekehle. Und dann stand Pitch. Seelenruhig. Stand da, völlig gelassen, schüttelte einmal unwillig den Kopf, sodass ihre seidige Mähne nur so flog, und senkte dann das Maul in das saftige Gras.
      Ich selbst wartete erstmal, bis sich mein Herzschlag wieder beruhigt hatte. Dann nahm ich hastig die Füße wieder in die Steigbügel - das war ja gerade noch so gut gegangen, dass ich mich bei ihrem Gezicke gehalten hatte.
      Langsam ließ ich Pitch wieder antreten, im Schritt durch das hohe Gras, das mir hier bis zu den Knöcheln reichte und Pitches Beine verdeckte. Klonk, rausch, rausch, rausch, klonk, rausch, rausch, rausch, klonk,....- Was war das? Bei jedem Schritt rauschte das Gras unter den Hufen und an den zierlichen Beinen der Stute, aber dieses metallische Geräusch gleichzeitig...gefiel mir gar nicht. Ich parierte mein Pferd wieder zum Halten und stiag ab. Ich bückte mich in das hohe Gras, das mir unangenehm überall an der Haut stach, und griff nach Pitchs Huf. Sie hob ihn nicht. "Los, hopp!" murrte ich, Pitch hob das Bein, trat nach mir und stellte es wieder ab. "Zicke..." knurrte ich, aber hatte gesehen, dass an diesem Huf alles okay war. Gerade wollte ich nach dem Hinterhuf greifen, da lief Pitch einige Schritte nach vorne. Sofort sprang ich wieder auf und griff nach dem Zügel. "Och Piiiiitch, bleib stehen!" - das ganze hier war gerade echt nicht lustig! Irgendwie schaffte ich es doch, die anderen Hufe noch anzuheben, und dann entdeckte ich es - das Eisen an Pitches rechtem Hinterhuf hing nur noch an einem Nagel. Ich biss mir unsicher auf der Lippe herum, dann machte ich es kurzerhand ganz ab.
      Den Weg zurück mussten wir im Schritt zurücklegen. Und bald würde wohl mal ein Hufschmied kommen müssen. Wie ärgerlich!
    • Leaenna
      Pflegebericht

      Ja, ich war sauer, als ich heute zu Pitch kam - wenn auch nicht auf die Stute. Sie hatte beim Ausritt ein Eisen verloren, dafür konnte sie natürlich nichts, aber nun fand kein Hufschmied die Zeit, sie neu zu beschlagen. In der Zeit würde ich sie nicht wirklich reiten können...! So war das, kaum ließ man sich mal auf's Schicksal ein, steckte man bis zum Bauch in der Tinte!
      Trotzdem begrüßte ich das Stütchen mit lieben Worten und einem Leckerlie, und als sie freundlich den Kopf an meinem Bauch rieb und mich aus ihren klugen Augen ansah, verflog der Ärger schon wieder. "Na, dann machen wir heute mal einen Wellness-Tag, hm, meine Süße?" murmelte ich, halfterte Pitch auf und führte sie aus der Box.
      Leise vor mich hinsummend band ich sie draußen in der Sonne an. Pitch Black Progress drehte ein Ohr in meine Richtung und blickte mir fragend nach, als ich wieder verschwand. Noch fragender wurde ihr Blick, als ich nicht mit Sattel und Trense zurückkam, sondern mit den verschiedensten Putzuntensilien und einer Packung Gummibändchen. Nein, wie süß sie den Kopf schief legte!; "Was machst du da?", schien sie zu fragen.
      Während Pitch also sämtlichen Tratsch und Klatsch aus meinem Leben erzählt bekam, einschließlich der versauten Chemiearbeit, des misslungenen Physikprojekts, der egoistischen Mitschülerin, des neuen PC-Programmes für den Biounterricht und des Lobes meines Lehrers, wickelte ich den Schlauch ab und stellte das Wasser an.
      Erst quietschte sie empört auf, aber bald schien die Stute gefallen an dem angenehmen Nass gefunden zu haben. Sie schnappte und trat spielerisch nach dem Wasserstrahl; als ich dann das Pferdeshampoo einrieb aber hielt sie still und genoss die Massage. Nach dem Waschen zog ich ihr mit dem Schweißmesser das überschüssige Wasser aus dem nun herrlich glänzenden Fell, der Rest würde in der Sonne trocknen; hatten wir doch angenehme 25° Celsius heute. "Ach, wo bin ich nur mit meinen Gedanken..!" Ich schüttelte über mich selber lachend den Kopf und tänzelte noch einmal zurück ins Gebäude, um den Kamm zu holen.
      Als ich wiede herauskam, schob ich im ersten Moment ungeneigt die Augenbrauen zusammen, ehe ich die Person neben Pitch erkannte: Tyler! Der Stallbursche hockte halb auf dem Boden und strich der Stute über die Stirn. SIe hatte den Kopf auf seiner Schulter gebettet. Wie toll er mit Pferden umgehen konnte... sein Feingefühl im Umgang mit meinen Lieblingen ließ mich immer wieder Strahlen, und, ja, es lag auch so manches Mal Bewunderung in meinem Blick. Ty's Rabenschwarzes Haar fiel ihm seidig in die Stirn, seine grünen Augen funkelten, und... himmel! Patricia, konzentrier dich auf das Pferd! In meine beine kehrte Leben zurück; ich merkte jetzt erst, dass ich wie angewurzelt stehen geblieben war. "Hey Tyler, magst du mir helfen?" grinste ich und winkte mit dem Mähnenkamm. Er zuckte zusammen - hatte mich offenbar auch noch nicht bemerkt gehabt. Aber dann legte sich ein Lächeln auf seine Lippen und er nickte zögerlich. "Toll sieht sie aus" bemerkte er und stand auf. "Danke!"
      Ich stemmte grinsend die Hände in die Hüften. "Und wenn die Dame schon so eine herrlich lange Mähne hat, müssen wir damit auch unbedingt etwas machen... - kannst du Mähne einflechten, Ty?" Wieder nickte er. "Klar, ich..." - "Okay! Du machst ihre Mähne, ich den Schweif!" beschloss ich kurzerhand lachend. Ich schnappte mir einige der Gummis aus der Packung und wir beide machten uns ans Werk.
      Nach etwa 20 Minuten...sah Pitch einfach umwerfend aus! Ihr Fell war getrocknet und schimmerte im Licht, ich hatte ihren Schweif eingeflochten, und das Kunstwerk, das Tyler mit ihrer Mähne geschaffen hatte, war schon nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Zusammen fetteten wir ihr "zur Feier des Tages", wie Tyler grinsend meinte, die hufe ein, dann betrachteten wir stolz unser 'Werk'. "Wow" entfuhr es mir entzückt. "Das ist...ich...ich hol den Foto!"
      Pitch schnupperte neugierig an der Kamera, aber als sie sie schon absabbern wollte, trat ich schnell einen Schritt zurück. "Nichts da Prinzesschen!" lachte ich und steckte ihr zur Entschädigung ein Leckerchen zu. "Und jetzt - Cheeeeeese!" - Aber Pitch fand ein Blatt am Boden viel interessanter und machte keine Anstalten, in die Kamera zu gucken. Ich tat zutiefst beleigt. "Tyler" orderte ich mit schmollmund, "stell dich mal daneben, ja?" Dass er das wirklich machte, hatte ich nicht von dem schüchternen Kerl erwartet. Aber er nahm die Stute sanft am Halfter und ließ sie den Kopf nicht mehr senken. "Und Lächeln!" sagte ich - und er lächelte, und Pitch schien auch zu lächeln, wie sie mit wachen Augen dem Objektiv entgegenblickte.

      "Was gibt es eigentlich zu feiern?" Ich sah von meiner Kakaotasse auf, Tyler an. Er rührte gedaneknverloren in seiner, ehe er verwirrt den Kopf hob. "Mh?" - " 'Zur Feier des Tages', hast du gesagt. Was feiern wir?" Ich legte den Kopf schief und lächelte. Tyler zuckte die Schultern, sein Blick glitt durch das ganze Reiterstübchen, nur mich sah er nicht an. "Ich bin jetzt seit einem Jahr hier..." "Ja wirklich?" Ich strahlte. "Das ist wirklich ein grund! Auf dich!" Ich hob die dampfende Tasse und prostete dem Jungen zu. Und vielleicht sah ich ihn in dem Moment das erste mal wirklich lächeln - mit den Lippen, den Augen und dem ganzen Körper aufrichtig.

      Der Drucker surrte, dann spuckte er das Blatt aus. Ich schaltete den PC aus und nahm dann das Papier an mich. Für einen Moment saß ich einfach da, strahlend, und betrachtete die herausgeputzte Pitch mit dem lächelnden Kerl neben ihr - wer hübscher war, hätte ich nicht sagen können. Dann griff ich nach vier Reißzwecken. Heute hängt das Bild über meinem Bett.
    • darkie
      Hufschmiedbericht

      Als ich einen schönen morgen der anruf von Payty karm sagte ich "ich komme sofort".
      und als ich aufgelgt hatte machte ich mich dann auf denn weg.
      ich karm da an und würde auch schon sehr freundlich von Payty begrüßt .
      wir holten Pitch Black Progress von der weide und bannten die am putzplatz an.
      Ich holte mein Werkzeug und machte mich dann schon an die arbeit.
      Als ersten schaute ic mir den hinteren huf an und schaute ob er verletzt oder noch beschnieten werden muss.
      Aber nein es war gott sei dank alles in ordnung als holte ich ein neues eisen und passte es an es musste noch ein wenig geschlagen werden als packte ic es in den ofen und machte es heißt damit mann es besser schlagen kann als es dann entlich passte machte ich es mit spiezellen Nägeln an dem Huf fest.
      So die arbeit war erledigt wir brachten Pitch Black Progress wieder auf die weide und dann trank ich mit Payty noch einen kaffe und machte mich wieder auf denn weg


      [​IMG]
    • Leaenna
      Ente auf Low key little Lane
      Arktiswolf auf Like Rain in the Desert
      Manitou auf Irritable
      Tequilla auf Mulceo
      Nano auf Crazy Loop
      NorwegeerStar auf Schneeleopard
      Payty auf Pitch Black Progress


      Ausritt mit Freunden

      Was ein herrlicher Tag!
      Endlich hielt der Sommer Einzug. Schon am Morgen schoben sich sie Sonnenstrahlen keck durch die paar vereinzelten Schafswölkchen, die jedoch bald von der sanften, warmen Brise vertrieben wurden, und es versprach ein grandioser Sommertag zu werden. Perfekt für den geplanten Ausritt!
      Ich hatte einfach mal bei einigen Freunden und Bekannten nachgefragt und sie alle dazu eingeladen, doch zu mir zu kommen, um in der schönen Gegend hier einen Ritt zu unternehmen. Gerade half Norwi, die hier übernachtet hatte, mir, die letzten Pferde von den Weiden zu holen, und mein Stallbursche Tyler war, wie ich sah, mit dem Boxenausmisten fertig, da brummte auch schon der erste Automotor heran und erstarb dann auf dem Hof. Lane, den ich am Zügel hatte, riss den Kopf hoch, spitzte neugierig die Ohren, ging leicht auf die Hinterbeine hoch und wieherte lautstark; mit beruhigenden Worten brachte ich ihn jedoch wieder auf den "Boden der Tatsachen" zurück.
      Ente, die aus dem Wagen geklettert war, schien jedoch sofort Gefallen an dem ungestümen Hengst gefunden zu haben. "Kommt der auch mit auf den Ausritt?" war ihre Begrüßung und ich grinste. "Hey Ente. Du bist die erste, du hast freie Wahl." Norwi, die Irritable gerade in den Stall führte, stieß ein theatralisches Schnauben aus - aber sie konnte ja auch nicht wissen, dass ich für sie schon ein Pferd vorgesehen hatte.
      "Der ist ur cool" riss mich Ente aus meinen Gedanken. Mein Blick huschte wieder zu ihr, wie sie da stand, grinsend, und Lane hingebungsvoll den Schopf kraulte. Der Hengst beobachtete sie aus seinen klugen Augen lange - und schnappte dann nach ihr. "Lane, so benimmt man sich doch nicht Besuch gegenüber!" protestierte ich, aber er hatte Ente nicht erwischt. "Den würde ich gerne nehmen!" - interessantes Fable für die komplizierten Pferde.
      Arktiswolf und Nano kamen an, als wir anderen drei und gerade im Heu niedergelassen hatten und ich von der Ausrittstrecke erzählte. "...dann kommt eine echt schöne Galoppstrecke. Und wenn alle Mitreiter springsicher sind, können wir dann noch über einen Waldweg mit Naturhindernissen." - "Naturhindernisse?" Nano stand mit funkelnden Augen in der Tür, hinter ihr tauchte auch Wölfchens Blonder Haarschopf auf. "Hey ihr zwei" begrüßte ich die Neuankömmlinge und stand auf, um ihnen entgegenzugehen, jede kurz zu umarmen, "Seid ihr zusammen gekommen?" Zeit für eine Antwort blieb nicht, aber ich bekam dennoch bestätigt, dass ich recht hatte, denn neben Entes Wagen und einem Anderen parkte gerade ein drittes Auto; Tequilla und Manitou stiegen aus. Damit waren wir vollständig und ich lotste alle in die Stallungen.
      "Ente hat für sich schon Lane rausgepickt, und ich nehme Pitch, die ist ein bisschen kompliziert." Fakt war, ich war froh, ihr Vertrauen gewonnen zu haben. "Tequilla, dir würde ich gerne Mulceo geben." Ich deutete auf dessen Box, "Der ist gar nicht hengstig. Wallach trotz.." Nein, das sprechen wir jetzt nicht aus. Aber Tequilla hatte schon verstanden und nickte lachend. "Er ist wirklich hübsch. Ich nehm' ihn gerne." - "Und Nano, du...Nano?" Ich drehte mich verwirrt um die eigene Achse, um Nano dann da stehen zu sehen, völlig hin und weg von Crazy Loop. Der gutmütige Wallach hatte seinen Kopf auf ihrer Schulter abgelegt und ließ sich mit halb geschlossenen Augen kraulen. "Ich glaube, da haben sich zwei gefunden" stellte Arktiswolf grinsend fest, da hob Nano den Kopf und blickte sich um. "Mh?" - "Okay. Ich würde sagen, du nimmst Crazy Loop." - und da strahlte Nano.
      "Nun zu dir, Wölf; hättest du Lust, Rain zu reiten?" Arktiswolf, die ja, das wurde mir jetzt erst bewusst, zum ersten mal hier war, sah sich lächelnd um. "Wer ist denn Rain?" Ich schnalzte mit der Zunge und rief leise "Baumi!", da schoss der graue Kopf über die Boxenhalbtür und Rain schüttelte seine seidige, weiße Mähne. "Das ist Rain." grinste ich, und ein Blick in Wolfs Augen genügte, um zu wissen, dass ihr gefiel, was sie sah.
      "Manitou, die anderen Hengste bleiben zu Hause, dich nehm ich also gleich mit in den Stutentrakt, ich hab da jemanden, der dir gefallen könnte. Norwi" Meine Augen legten sich auf meine beste Freundin, die irgendwie leicht enttäuscht aussah. Ich vermutete, sie hätte gerne Rain genommen. "Du kommst jetzt mal mit." Kurzerhand schnappte ich meine Freundin bei der Hand und zog sie mit zu der letzten Box im Hengststall. "Ich hab mir gedacht, du kannst Leo nehmen." Als der Schecke seinen Namen hörte, brummelte er und schob uns seine weiche Nase entgegen. Norwis Augen wurden groß. "Der ist ja toll!" - "Ich sag dir, du wirst deinen Spaß haben den zu reiten" versicherte ich grinsend, "Er ist Tylers Goldstück." - "Tys..?" - "Er trainiert ihn." Ich drückte sanft Norwis Hand. "Nicht schmollen, ja?" - "Wieso denn schmollen? Das ist ja so cool..! Und Tyler hat nichts dagegen?" - "Hey" ich grinste, "Leo ist immernoch mein Pferd. Aber er hat echt viel aus ihm rausgeholt. Leopard reitet sich wunderbar." - "Pay, ich...danke." Norwi drücke mich kurz an sie, dann ließ ich sie beiden alleine. Ich freute mich, dass ich ihr einen Gefallen hatte tun können.
      Lachend hüpfte ich kurz darauf neben Manitou her. "Oki doki, und du kommst mit mir..! - Ihr könnt dann gerne putzen und so, das Zeug ist in der Sattelkammer und alles mit Namen versehen!" Ich deutete auf eine Tür, dann schnappte ich Manitou und wir liefen zu den Stuten. "Das ist Irritable." Wir blieben vor der Box der Stute stehen und ich sah, wie Manitou eine AUgenbraue hochzog. "Wird ein Spaß, die Mähne zu kämmen." Ich lachte leise. "Da hast du dann wenigstens genug Zeit, dich mit ihr anzufreunden. Zu Irri muss man erstmal Vertrauen aufbauen, dann ist sie aber eigentlich meistens sehr lieb." - "meistens. Soso." Manitou streichelte Irritable mit einem Lächeln auf den Lippen. "Ihr versteht euch bestimmt gut. Auch ihre Sachen sind mit Namen versehen. Ich bin da drüben bei der kleinen Stute."
      Dann war für eine Weile alles ruhig, während die Anderen die Pferde putzten und auch ich mich meiner Pitch widmete.

      Eine halbe Stunde später versammelten wir uns wieder auf dem Hof. Alle hatten sich offensichtlich mitlerweile mit 'ihren' Pferden angefreundet und ich war froh, nur in strahlende Gesichter zu blicken.
    • Leaenna
      Pflegebericht für Pitch - Kleine Zicken und Sanfte Riesen

      "Hey Kleine.." Ich blieb vor der Box stehen, streckte leicht die Hand aus und schon legte Pitch die Ohren an. Ein amüsiertes Grinsen huschte über meine Lippen und ich machte wieder einen Schritt zurück, das Stütchen widmete sich wieder ihrem Frühstück. Zicke.
      Auf dem Hof schlug eine Autotür zu. Hachja, Guten Morgen Raphael. Schön, dich wiederzusehen. Einen Moment lang lauschte ich mit gespitzten Ohren, doch... er kam nicht. Ich schob die Augenbrauen zusammen und lief, aufmerksam geworden, vor den Stall. Da stand er, eine Hand in der Tasche seiner schwarzen Jacke, in der anderen eine Zigarette, seelenruhig an die Wand gelehnt. "Rauchen verboten! Das hab ich dir gestern schon gesagt!" seufzte ich während ich mich ihm näherte, regelrecht vorsichtig - er könnte ja auf mich losgehen. Zutrauen würde ich es ihm. "Sorry." - Ich musste mich verhört haben. Er hatte sich nicht entschuldigt. Oder? Aber doch... er zog noch einmal an der Kippe, ließ sie dann fallen und trat drauf.
      "Okay." Ich holte tief Luft. "Heute möchte ich dir Pitch vorstellen. Komm...mal mit. Putzen." Kurze, knappe anweisungen geben, hatte ich mir vorgenommen, damit er gar nicht erst auf dumme Gedanken kam. Raphael dackelte wie ein Hundchen hinter mir her bis ich vor Pitches Box stehen blieb und ihm das Putzzeug in die Hand drückte. Er musterte den Striegel, dann Pitch - und prustete plötzlich los. "Alter, da kann ich ja mitlaufen! Auf das Minivieh soll ich mich setzen?" Ich spürte Wut in mir aufkochen, niemand beleidigte meine Pferde. "Nein" gab ich also bissig zurück, "Sollst du nicht. Du sollst sie nur putzen, okay? Ich...mach einfach!" - "Chill, Süße." Er bedachte mich mit einem langen Blick, unter dem mir die Knie ganz weich wurden. Sein Lächeln war zuckersüß. "Sag das doch einfach. Ich putz den schon." - "Sie. Sie ist eine Stute." wollte ich fauchen, aber meine Stimme klang schon wieder viel zu sanft. Unterdrückt. Verdammt, ich kuschte schon wieder vor dem Kerl. "In Ordnung. Dann putz ich halt sie." Seine schwarzen Augen schimmerten leicht, und ich musste mich krampfhaft von dem Anblick losreißen. Ich spürte Raphaels Hand über meine Seite gleiten, seine Finger kurz an meinem Hemdssaum nesteln, und ein nicht unangenehmer Schauer rann mir den Rücken hinab, ehe er in der Boc verschwand - und aufschrie. "Die hat mich gebissen!" Im ersten Momen war ich völlig perplex, dann aber beobachtete ich kichernd, wie Raphael sich kaum an die drohende Pitch herantraute. "Tja, mein Lieber." Ich lümmelte mich an die Tür und zwinkerte dem Großen schelmisch zu, "Nicht alle weiblichen Wesen sind dir willig. Längst nicht alle." Mit den Worten zog ich mein Shirt wieder gerade, das ein Stück hochgerutscht war.

      "Ich kann die doch aber echt nicht reiten..." Er kaute nachdenklich auf einem Zigarettenfilter herum, das schien sein Splien zu sein, wenn er schon nicht rauchen durfte hier. Ich schüttelte den Kopf und führte Pitch, anders als gestern, auf den Longierzirkel. "Sollst du auch nicht. Du longierst sie." Ich drückte Raphael die Longe der Stute in die Hand und lotste die Braune von der Mitte weg.
      Das Longieren lag ihm deutlich weniger als das Reiten selbst, das merkte ich sofort. Vielleicht war es, weil er so das Pferd nicht direkt bei sich, unter sich spüte, zumindes ging es mir so. Aber ob er für solch eine Assoziation überhaupt genug Menschlichkeit besaß, stellte ich insgeheim in Frage. "Nimm die Peitsche, wenn sie nicht laufen will!" half ich auf die Sprünge, als Pitch nur im Schritt herumzockelte und er sich vergeblich abmühte sie zum Traben zu bringen. Raphael ließ die Peitsche leicht die Hinterhand der Stute streifen, die empört quietschte und unwillig buckelnd angaloppierte. "Hoooo!" Ich griff ihm in die Longe und parierte Pitch durch. "Du sollst sie nicht damit hauen, es ist das Geräusch das sie laufen lässt!" erklärte ich und nahm ihm die Paitsche kurzerhand weg. "Pass auf, ich bringe sie zum Laufen, du hältst die Longe."

      Er hiel die Longe in der linken Hand, hatte den rechten Arm um mich gelegt und ich...wehrte mich nicht. Ich hoffte, dass die Peitsche in meiner Hand nicht sichtbar zitterte, alleine das Pochen meines Herzens musste man kilometerweit hören. "Okay, das...das reicht für heute" murmelte ich nach einiger Zeit, Trab und Galopprunden und dem schließlichen Trockenreiten, und er brachte Pitch zum Halten. Fast wiederwillig, wie ich mir selbst eingestehen musste, wandte ich ich aus seinem Griff und nahm die Stute bei der Trense. Ich klopfte ihr den Hals, sie hob den Knopf, schnoberte an mir und schien gar nicht zu verstehen, wieso ich ao aufgekratzt war. "Du hast das super gemacht" versicherte ich ihr, steckte ihr ein Leckerlie zu und da schien die Welt für Pitch wieder in Ordnung zu sein. Liebevoll schmiegte sie sich an meinen Arm, es hatte eetwas mutmachendes und ich war dem Stütchen wirklich dankbar.
      Ich wusste auch nicht, was mit mir los war, aber irgendwo genoss ich einfach die Aufmerksamkeit die Raphael mir schenkte. Mich beachteten die Jungs sonst nicht. Ich war einfach nicht die Sorte Mädchen, in die ein Junge sich verliebte. Verliebte... er war nicht verliebt, dessen war ich mir sicher. Er würde am nächsten Wochenende eine andere haben. - "Dann komm ich nächste Woche wieder." riss mich seine Stimme aus den Gedanken. "Du musst sie noch überputzen" antwortete ich nach schier endlosen Sekunden, die ich brauchte, um meine Gedanken zu sortieren. Er schnaubte und spuckte auf den Boden. "Ich hab das Vieh heute schonmal geputzt." Da war es wieder, das ignorante ******. Was hatte ich eigentlich erwartet? "Du putzt sie nochmal." Jetzt erst recht, Mistkerl. Jetzt schon aus Prinzip.

      "Jetzt aber wirklich bis nächste Woche." schmunzelte Raphael, packte das Putzzeug we und klopfte Pitch den Hals. Die zwei schienen sich zu verstehen, das wunderte mich. Pitch zeigte normalerweise wenig Vertrauen zu Fremden. Und auch Raphael war für mich in dem Moment ein Buch mit sieben Siegeln. Eben noch kratzbürstig, jetzt ein sanftes Lämmchen? Da stimmte doch nicht. "Oder...hast du heute Abend schon was vor?" Aha, da hatten wir`s ja. Aber nein, Junge, nicht mit mir. "Ja. Tut mir leid." - "Und morgen?" - "Ich werde immer etwas zu tun haben wenn du mich fragst." - "Es macht dich sexy, wenn du sich so sträubst." Ich blinzelte verwirrt und damit hatte er eigentlich schon gewonnen. Ich spürte seine Finger in meinem Nacken, dann seine Lippen auf meinen.
      Dann war er weg und ließ mich zurück, irgendwo zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. "Pitchi.." mit seinem Seufzen ließ ich mich neben das Stütchen ins Stroh sinken und nahm ihren plüschigen Kopf zwischen meine Hände, kraulte ihr hingebungsvoll den fülligen schwarzen Schopf. "Pitchi, Jungs sind etwas verdammt kompliziertes..!" Pitch brummelte.
    • Leaenna
      Ausritt mit Folgen - Pflegebericht für Pitch Black Progress und Your Sweety


      "Na, Kleine?" Ich kraulte Pitch Black Progress sanft am Schopf, die sofort drohend die
      Ohren anlegte und dann hinter mich schielte, als erwarte sie noch jemanden. Ich runzelte
      die Stirn, dann musste ich schmunzeln. "Nein, Raphael kommt heute nicht. Wir zwei haben
      mal wieder ein bisschen Zeit nur für uns, was sagst du?" - Da wusste ich noch nicht, dass
      ich Pitch damit anlog. In dem Moment hörte ich Schritte, die Stalltür; dann verstummten
      die Geräusche. Ich drehte mich um und wusste eigentlich schon, wen ich erblicken würde.
      "Guten Morgen, Tyler." Wieso fühlte ich mich so schuldig, wenn ich ihn ansah? Ich hatte
      ihm nichts getan, hatte nichts falsch gemacht. Tyler sah sich um, schien zu lauschen,
      schob die Augenbrauen zusammen. "Wo hast du deinen Macker gelassen?" Autsch, das saß.
      Erst Pitch, dann Ty - mussten alle so darauf rumhacken, oder kam es mir nur so vor?
      "Raphael kommt erst morgen wieder." erklärte ich, versuchte, so ruhig wie möglich zu
      bleiben. Bildete ich es mir nur so ein, oder schnaubte Tyler abfällig? Murmelte etwas,
      dass verdächtig nach "Dann kann der Spaß ja weitergehen" klang? Ich schluckte, fuhr mir
      mit den Fingern durch das dunkle Haar. "Die Reitschüler haben...auch abgesagt. Bewegst du
      also bitte Sweety?" Tyler nickte und lief an mir vorbei zu der Box des Stütchens; ohne
      mich eines weiteren Blickes zu würdigen. "Warte mal - Tyler?!" Er blieb stehen,
      stocksteif, mit dem Rücken zu mir. "Ja?" Plötzlich kam mir meine Idee ganz blöd vor...
      "Ich dachte... es ist heute so ein schwüler Tag. wir haben jetzt schon 38 Grad und da
      wäre eine Abkühlung auch für die Pferde gut.." - "Ich überforder sie schon nicht, keine
      Sorge, und abspritzen werde ich Sweety auch." Ich schüttelte den Kopf, obgleich er das
      nicht sehen konnte, sammelte meine Gedanken und holte tief Luft. "Nein." - "Nein?" Jetzt
      schien er verwirrt und drehte sich doch um, fragenden Blickes. "Nein", wiederholte ich,
      "Was ich dich fragen wollte, ist, ob wir nicht zum See reiten wollen." Ich konnte sehen,
      wie er gedanklich zusammenzuckte, sich jetzt schon schalt, dass das keine gute Idee war -
      konnte es in seinem Gesicht lesen wie in einem offenen Buch. Aber eines, so unfair und
      fies das vielleicht klang, wusste ich: Er würde nicht Nein sagen. Nicht zu dem Mädchen,
      das in der Hand hatte, ob er den Job behielt. "Okay..." brachte er hervor. Ich nickte
      langsam. "Okay." echote ich. "Dann...dann treffen wir uns in einer Viertelstunde
      draußen." Und das war ein Befehl.

      Schweigen.
      Alles wirkte so...unnatürlich still. Die Vögel zwitscherten, die Ponys unter uns
      schnaubten ab und an und ihre kleinen Hufe knirschten auf dem Kiesweg, und doch.. fehlte
      etwas. Nicht, dass Tyler sonst viel redete, aber es war ein anderes Schweigen als sonst.
      "Ty...? Tyler?" - "Ja?" Ich zuckte zusammen; hatte nicht gewusst, dass seine Stimme so
      eisig klingen konnte. "Ich,,, was ist los?" Wieder Schweigen. "Was soll denn sein?"
      brachte er dann hervor, ich konnte sehen, wie er geradeaus starrte nur um mich nicht
      anzusehen. "Naja, du.." redest nicht viel? Haha, guter Witz, "du wirkst irgendwie...
      sauer. Hab ich was falsch gemacht?" Tyler gab Sweety die Zügel nach, die den Kopf runter
      nahm und sich streckte. Er machte eine gute Figur auf dem Stütchen. Nun gut, Tyler machte
      eigentlich auf jedem Pferd eine gute Figur. Und da er kaum größer war als ich konnte er
      auch die Kleineren noch problemlos reiten. Sein Seufzen riss mich aus den Gedanken. Er
      schüttelte den Kopf, die schwarzen Haare fielen ihn in die Stirn wo ich kleine
      schweißperlen glitzern sah - auch mir war verdammt warm, aber bald würden wir den See
      erreichen. "Nein hast du nicht." murmelte er und jetzt hob er den Kopf und sah mich an,
      das Lächeln auf seinen Lippen ließ mein Herz hüpfen. Nein, nein, achwas, es war nur...nur
      die Erleichterung dass es nicht an mir lag, die mich mich so freuen ließ. Nicht mehr als
      das.
      Auch ich lächelte, deutete mit einem Kopfnicken voran. "Wer als erstes am See ist?"
      grinste ich, da nahm Ty die Zügel auch schon wieder auf, ich legte meine Beine an Pitches
      blanken Bauch, ritten wir doch beide ohne Sattel, und gleichzeitig schossen die
      Ponystuten los.
      "Erster!" riefen wir beide gleichzeitig und ich hob schützend eine hand vor die Augen,
      als die Pferde ins Wasser preschten sodass ich zu allen Seiten hochspritzte. Tyler glitt
      von Sweetys Rücken und nahm die Zügel über deren Kopf, hielt sie fest damit die Kleine
      sich nicht mit den Beinen darin verfing. Ich tat es ihm gleich, Pitch legte drohend die
      Ohren an, drohte dem Wasser und schnappte danach - um dann verwirrt wieder aufzublicken
      als sie nur ein nasses Maul bekam. Ich prustete vor Lachen, sah zu Tyler und fuhr dann
      einmal mit der flachen Hand über das Wasser, auf dass er eine Welle ins Gesicht bekam.
      Der Junge wirkte erst empört, doch dann schienen seine Augen regelrecht aufzuleuchten, er
      rächte sich mit einem Wasserschwall - und das ganze endete in einer genialen
      Wasserschlacht, selbst die Pferde hatten ihren Spaß am Planschen.

      Pitch scharrte auf einmal unruhig mit dem Huf im flachen Wasser und zog am Zügel. Ich strich mir
      eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht und drehte mich zu ihr um. "Was ist los, Süße?"
      fragte ich leise, beruhigend, doch erst jetzt fiel mir auf wie kalt und dunkel es
      plötzlich geworden war. Meine Augen huschten zu Tyler der gen Himmel sah und ich folgte
      seinem Blick. Es hatte sich zugezogen, dunkle Wolken standen drohend über uns, jetzt
      hörte ich auch das Donnergrollen in der Ferne - welches Pitch gleich wieder nervös
      schnauben und scharren ließ. "Ein Gewitter kommt..." murmelte ich, woraufhin ich ein
      leises "Blitzmerker" von Tyler erntete (das ich jedoch wohl eigentlich nicht hatte hören
      sollen, so wie er sich gleich wieder umsah als könnte ich ihm ja den Kopf abreißen) .
      "Wir müssen zurück" orderte ich, doch Tyler schüttelte den Kopf. "Wenn es uns auf offenem
      Feld erwischt.." Ich biss mir auf der Unterlippe herum und schwang mich dann auf Pitches
      Rücken; die Stute legte die Ohren an und tänzelte herum. "Dann suchen wir uns einen
      Unterschlupf." In dem Moment da ich Pitch leicht antrieb zuckte ein Blitz vom Himmel; die
      Stute wieherte schrill, schlug nach hinten aus und rannte dann panisch los noch ehe ich
      die Zügel richtig aufgenommen hatte. Mit einem erschrockenen Aufkeuchen krallte ich mich
      in ihrer langen, nun vom Wasser strähnigen Mähne fest und hatte nur eines im Sinn: Oben
      bleiben. Gerade setzte der Regen ein, von einer auf die andere Sekunde prasselten
      regelrechte Sturzbäche vom Himmel. Wieder blitzte es grell und Pitch Black Progress stieg
      - dann war da nur noch Schwärze um mich herum.

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      Was ich sah war eine Gestalt, mit zwei Pferden an der Hand und einem Häufchen Elend auf dem Arm, dass sich nicht regte. "Payty? Tyler? Seit ihr es..?!" es klang verzweifelt, einerseits betete ich, dass sie es waren.. andererseits wäre einer von beiden verletzt. Ich bekam keine Antwort, stürzte auf sie zu, was die Ponys noch mehr aufschreckte und.. erstarrte. "Pay...!" - "S-sie ist.. ohnmächtig.." murmelte der Junge, mit aufeinanderschlagenden Zähnen... er musste ja gleich zusammen brechen. "Warte ich.. ich nehm die Pferde.." murmelte ich, war mir sicher, dass er Payty nicht loslassen würde - man sah es ihm an.

      Pitch und Sweety waren klatschnass, tropften den gesamten Boden voll, während Tyler Payty im Heu betete, mit zwei Abschwitzdecken zu deckte und dann an ihrer Seite blieb. "Es wär' besser euch trocken zu kriegen.." murmelte ich, an die zwei Ponys gerichtet, die in der Stallgasse standen und vor sich hin tropften, während ich nun anfing mit Handtüchern das Fell trocken zu kriegen, sie nacheinander überputzte, Hufe auskratzte und ein weiteres mal mit trockenen Handtüchern trocken rubbelte - langsam aber sicher wurde sie.. nunja, nicht trocken, aber zumindest tropften sie nicht mehr. "Decken.. wir brauchen Decken..!" Tyler deutete nur auf die Sattelkammer - da wär' ich ja jetzt nicht drauf gekommen. In der Sattelkammer nahm ich, was am wärmsten Aussah, denn wenn die beiden jetzt noch krank würden.. einfach nicht dran denken.
      Als Pitch und Sweety schließlich in der Box standen, in aller Ruhe an ihrem Heu knabberten und allgemeine Ruhe einkehrte hörte ich eine leise Stimme.
      "Sie bewegt sich.. komm'... komm mal her.. bitte."[/quote]

      Ich blinzelte, öffnete langsam die Augen und fuhr mir müde mit der Hand über die Stirn.
      "Was'n los?" Tyler und...und Norwi? Sie beide standen über mich gebeugt und sahen
      furchtbar besorgt aus. Moment - wo war ich? Ich drehte den Kopf, sah mich um; der Stall.
      Ich war im Stall. Draußen hörte ich den Regen prasseln und den Donner grollen.

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      Sie lebt - das war mein erster Gedanke. "Hey... was.. was machst du denn für Sachen?" ich war... erleichtert, ja, dass war es. Und ich wollte nun wissen, was passiert war - so lange der schweigsame Junge der einzige gewesen war, der mir hätte antworten knnten hatte ich die brennenste aller Fragen unterdrückt. Denn.. ich wusste nichts, so rein gar nichts von dem was passiert war. Das meine Sache klatschnass waren und ich den Stall derweil genauso vollgetropft hatte wie die Ponys merkte ich nciht, viel zu groß die Freude, dass sie wieder 'da war'.[/quote]

      Ich setzte mich auf und spürte im selben Moment schon einen stützenden Arm um meine
      Schultern - Tyler. Ein dankbares Lächeln huschte über meine Lippen und ich bettete meine
      Finger auf den seinen, ehe ich zu Norwi sah. "Wir waren am See als das Gewitter kam...
      und Pitch hat Angst bekommen...nunja." Probehalber drehte ich die Schultern und den Kopf,
      würde sicher einige blaue Flecken bekommen, aber schlimm tat mir nichts weh.

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      "Wieso seid ihr denn nicht zurück gekommen..?" ich hatte das Unwetter schon einige Zeit vorher gesehen.. vielleicht waren sie ja zu beschäftigt gewesen, als das sie es gemerkt hatten, mh?! Hauptsache war jedoch, dass es Pay gut zu gehen schien, ebenso wie den Ponys. [/quote]

      "Es hätte uns sonst auf freiem Feld getroffen..." Das war Tyler. Ich nickte zustimmend
      und wollte etwas hinzufügen, doch als ich den Mund öffnete kam nur ein tiefes Gähnen aus
      meienr Kehle. Müde lehnte ich mich an den Jungen. "Wir wollten uns einen Unterschlupf
      suchen." erklärte ich nun doch, "aber Pitch schien die Idee nicht zu gefallen."

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      "Ja, das klingt nacht Pitch.." murmelte ich, lächelte sogar leicht.. es schien wirklich alles halb so schlimm zu Enden - und da schienen sich auch welche gesucht und gefunden zu haben. "Du solltest ins Bett - dich ausruhen und.. schlafen." schlug ich vor, denn sie sah trotz allem noch ziemlich mitgenommen aus.[/quote]

      "Die Pferde..?" Ich schob zweifelnd die Augenbrauen zusammen, denn dass es den Stuten gut
      ging war mir momentan mit das wichtigste. "Sie hat.." Tyler deutete mit einem ungefähren
      Handwink auf Norwi und beendete den Satz nicht, aber ich verstand schon. "Danke Norwi.
      Dann werd ich mich wohl wirklich lieber hinlegen." Mit einem müden, aber nicht
      unfreundlichen Augenzwinkern richtete ich mich auf und drückte meine Freundin kurz.

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      "Jetzt bin ich nass.." stellte ich fest, lachte dabei leise - denn das war ich auch schon vor ihrer Umarmung gewesen, wenn auch nur dadurch, dass ich durch den strömenden Regen gerannt war, da ich einen riesen Schreck bekommen hatte aber heey. "Ich... komm' dann morgen wieder, schau wie es dir geht, ja?!" Auch wenn sie jetzt nein sagen würde, würd eich morgen vor der Tür stehen. So, haha. [/quote]

      "Ich bitte drum...musst mich doch" hatschi! "gesund pflegen.." Eine hübsche Erkältung
      hatte ich mir da wohl geholt, klatschnass wie ich war. Die Halsschmerzen kündigten sich
      jetzt schon an. Tyler legte einen Arm um mich, half mir hoch, schweigend - wie immer.
      Aber...aber er war da. Für mich da. Und er hatte mich heim getragen, obwohl er dabei
      sicher fast zusammengebrochen war, war er doch nur ein paar Zentimeter größer als ich.
      "Komm... ich bring dich rein.." Na, er konnte ja doch reden. "Bis morgen dann, Norwi -
      und danke nochmal." wiederholte ich ehe ich von meinem Stallburschen sanft gen Stalltür
      geschoben wurde.

      [quote name='NorwegeerStar' date='02 August 2010 - 05:11 PM']
      Damit fuhr ich also nach Hause, mit der Gewissheit, dass ich gleich morgen früh wieder hier sein würde und der Aussicht doch etwas tun zu können - ja, ich langweilte mich schrecklich. "Bis morgen Spatz.."
      [/quote]
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  • Album:
    Ehemalige Pferde
    Hochgeladen von:
    Leaenna
    Datum:
    30 Okt. 2009
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