1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Eddi

Pinocchio

Gegangen im Sommer 2014

Pinocchio
Eddi, 10 Aug. 2013
    • Eddi
      11.08.2013 - Ein Haflinger!
      Nach der Teambesprechung zog ich mich mit meinen Cappuccino erst einmal auf die Couch zurück und schnappte mir meinen Laptop. Leise seufzte ich, denn Jackie verkaufte momentan einen ihrer Haflinger. Zum einen hatte ich schon lange einen Haflinger haben wollen, zum anderen war dieser ein Sohn von Samie und Nachtigall! Ich hatte es schon gegenüber den anderen angesprochen und eigentlich nur positive Resonanz bekommen, so dass ich jetzt zum Handy griff und Jackie anrief. Wir machten direkt für heute Nachmittag eine Besichtigung mit Probereiten aus. Ich lächelte zufrieden und klappte den Laptop zu. Bis zum Nachmittag war noch ein wenig Zeit, so dass ich mit im Stall half. Gegen drei Uhr machte ich los und kam eine Stunde später auf dem Heartland Gestüt an. Ich liebte Jackies Hof, auf welchen sie sich vor allem der Zucht von Haflingern widmete. Fröhlich begrüßte mich Jackie und führte mich direkt in den Stall, wo der Hengst schon wartete. Jackie erzählte mir, dass er Pinocchio heiße und etwas über sein angenehmes Gemüt, seine Abstammung und die hoffentlichen Potenziale. Wir machten ihn gemeinsam fertig und gingen dann auf den Platz. Zu Beginn longierte Jackie ihn, damit ich die Gänge sehen konnte, dann schwang ich mich in den Sattel und testete ihn in allen Gangarten aus. Der Hengst lief traumhaft, auch wenn wir uns erst einmal aneinander gewöhnen mussten. Nachdem wir ihn wieder abgesattelt hatten, unterschrieb ich den Kaufvertrag und nahm ihn direkt mit. Bei uns zu Hause erwartete uns schon ein Willkommenskomitee, denn alle waren neugierig auf den Neuzugang. Dieser nahm alles entspannt hin und musterte seine neue Umgebung. „Ach Gottchen, dass ist ja ein Sonnenschein!“ schwärmte Mia. „Und ganz bestimmt der absolute Dressurcrack.“ lachte Theodor, nichts ging über seine Vollblüter, weshalb er gerne über die restlichen Rassen herfiel. Ich führte ihn ein wenig umher und brachte ihn dann auf eine kleinere Weide. „Für heute hat er Ruhe, aber ab Morgen geht die Arbeit los.“ lächelte ich zufrieden und gab dem Hengst noch einen Apfel als Willkommensgeschenk. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, denn das Springtraining stand an.
    • Eddi
      25.09.2013 - Aufschub-Syndrom
      An diesem Morgen fiel ich mehr oder weniger aus dem Bett, denn meine Motivation hatte heute ihren Tiefpunkt erreicht. Heute war der 25.09. und das hieß, dass ich mit den Abrechnungen für diesen Monat beginnen musste und darauf hatte ich so gar keine Lust. Unten in der Küche saß schon die Hälfte meines Teams am Frühstückstisch, also gesellte ich mich still dazu. Alle hatten gute Laune und die wirkte sich ansteckend auf mich aus. Bestens gelaunt lief ich dann in den Stall und half mit bei der Fütterung und dem Pferde rausbringen. Danach konnte ich mich leider nicht mehr drücken und machte mich auf den Weg in mein Büro. Dort beschäftigte ich mich mit meinem Schreibkram, hatte aber schon nach einer Stunde keine Lust mehr. Also schaute ich lieber überall mal vorbei. Im Stall herrschte gerade Hochbetrieb, da so eben Mias Reitschüler eingetroffen waren. Ich beschloss schon einmal in die Halle zu schauen, denn nachher würde ich sie dort bestimmt auch antreffen. In der Halle arbeitete Judi gerade mit Smooth'n Angel, sie schien sie das erste Mal zu reiten, denn die beiden hatten einige Probleme. Ich kannte die freche Stute inzwischen gut genug und gab ihrer Reiterin einige Tipps, so dass das Endergebnis dann besser aussah. Dann mussten die beiden die Halle aber auch schon verlassen, denn Mia kam. Heute war ihre Reitgruppe groß, denn es waren fünf Reiter! Sie hatte die Hengste gewählt, denn ich entdeckte Lucane, BonnyBoy, Diggin in the Dirth, Vertigo und Pinocchio. Ich wollte der Reitstunde ein Weilchen beiwohnen. Nach dem Warmreiten begann Mia mit dem Abteilungsreiten und forderte von ihren Reitern und Pferden alles. Zu meiner Zufriedenheit kamen die jungen Schüler äußerst gut mit den Pferden aus und Mia achtete auf jeden noch so kleinen Fehler, so dass die Pferde ordentlich geritten wurden. Nach einer halben Stunde verließ ich die bunte Gruppe und machte mich wieder in den Stall. Dort kam mir Tom grinsend mit zwei gesattelten Pferden entgegen. „Lust auf einen kleinen Ausritt?“ lächelte er und hielt mir die Zügel von Zarin hin, während er Romance an der Hand behielt. Ich wollte eigentlich verneinen, aber eine Entscheidung blieb mir verwährt. Vorsichtig schwang ich mich stattdessen in Zarins Sattel, Tom tat es mir gleich. Die beiden Hengste waren noch nicht allzu lange unter dem Sattel, machten sich aber richtig gut. Und sie liebten Ausritte über alles! Nach dem anfänglichen gemütlichen Schritt durch den Wald, wurde die Hengste an der Küste richtig munter. Wir hatten zu tun, im langsamen Tempo die Klippen hinabzusteigen. Unten am Strand konnte die beiden Jungspunde niemand mehr halten und wir ließen sie gewähren. Im vollen Tempo preschten sie den verlassenen Strand entlang und zeigten ihre Rennpferdqualitäten. Tom und ich hatten einen riesigen Spaß, denn trotz ihrem ständigen Unsinn im Kopf, konnte man den beiden Kerlen vollkommen vertrauen. Auf dem Rückweg kamen wir am Reitplatz vorbei, wo Tamzin gerade mit unserem Elitehengst Auftakt sprang. Wir hielten kurz an, damit ich mir ein Bild von dem Training machen konnte. Denn zu meinen Aufgaben gehörte es auch, zu kontrollieren, dass mein Team ordentlich mit den Pferden umging. Aber ich wusste eigentlich bei allen, dass ich ihnen vertrauen konnte. Auch Tamzin machte ihre Aufgabe super. Gemeinsam mit Tom sattelte ich die Hengste ab und brachte sie auf die Weide. Da gerade die Halle leer war, schnappte ich mir flott unseren Neuling Carachillo und sattelte ihn geschwind auf. Ich hatte ihn schon gestern unterm Sattel testen wollen, es aber leider nicht geschafft. Nun hatte ich wieder die Gelegenheit dazu und diesmal nutzte ich sie. Der junge Hengst hatte traumhafte Gänge und ließ sich einfach toll reiten. Nach einer Stunde mussten wir leider aus der Halle raus, da schon Mias zweite Reitgruppe da war. Diesmal waren die Stuten an der Reihe, es handelte sich um Morning Star, Nightfly und Animby. Die drei Reiterinnen schienen noch recht jung, dafür besaßen sie aber wirklich Talent. Ich brachte Carachillo wieder auf seine Weide und überprüfte, ob alle Ponys ihre Bewegung bekommen hatten. Den einzigen, den ich heute noch nicht gesehen hatte war Absinth. Aber als ich gerade von der Weide zurück zum Stall lief, hörte ich Meg. Sie arbeitete mit dem Junghengst im Longierzirkel. Der Schecke machte sich wunderbar. Das Training konnte sich echt sehen lassen. Da nun jedoch alles geschafft war, machte ich mich schweren Herzens wieder in mein Büro und setzte mich an den vollen Schreibtisch, die Arbeit würde sich nicht von selbst machen.
    • Eddi
      28.10.2013 - Ausritt
      "Auf, auf! Schnappt euch die Schermaschinen und Pferde und los gehts." Heute stand wieder ein anstrengender Akt an, denn die Sportponys mussten dringend geschoren werden, denn schon jetzt war unser Solarium permanent in Benutzung, damit das Winterfell der Pferde schnell wieder trocknete. Meine Helfer waren Meg und Tom, zu dritt würden wir es schon schaffen, außerdem besaßen wir nur drei Schermaschinen, was meiner Meinung auch reichte. Wir wollten mit den Ladys anfangen, also auf zur Stutenweide. Ich pfiff kurz und halfterte dann drei der Mädels auf. Meg drückte ich den Strick von Nightfly in die Hand, Tom durfte sich mit Morning Sun beschäftigen und ich nahm mir die wunderschöne Animby. Am Putzplatz banden wir sie nebeneinander an und überlegte kurz. "Bei allen drei Damen reicht eine Streifenschur, mehr brauchen sie erst einmal nicht." Sollten sie trotz der Schur immer noch schwitzen, würde noch mehr abkönnen, doch nun wurde das Muster grob mit Kreide vorgezeichnet. Schon schalteten wir die Maschinen ein und los gings. Animby fand die Maschine zwar gruselig, hielt aber bevorzugt still und ich lobte sie auch immer ausgiebig. Nightfly machte Meg keine Probleme, sondern stand brav da und döste vor sich hin. Nur Sunny war wieder stur wie eh und je, zappelte unentwegt, bis sie sich von Tom eine fing. Danach war erst einmal Ruhe im Schacht und Madame benahm sich. So waren wir recht schnell fertig und putzten die Stuten gründlich, um die Fellreste zu entfernen. Während Tom und Meg die Stuten wegbrachten, kehrte ich die Fellhaufen zusammen und säuberte kurz die Maschinen. Die anderen beiden brachten derweil die nächsten Kandidaten mit. Dabei handelte es sich um Auftakt, BonnyBoy und Vertigo. Alle drei wurden komplett geschoren, denn sie würden den Winter über ordentlich trainiert werden. Ich kümmerte mich um den Schecken und beeilte mich extra, denn als ich fertig war, kam Tamzin, um Vertigo abzuholen und für das Springtraining fertig zu machen. Auch BonnyBoy musste mit und wurde von Judi geritten. Nur Auftakt durfte wieder auf die Weide. Inzwischen war es Mittag und wir sollten uns beeilen. Die letzten drei waren Allelujah, Lucane und Carachillo. Denn auch die drei brauchten dringend eine Schur, wobei eine Streifenschur reichte. Nachdem mit den beiden fertig waren, wollten wir uns ein wenig entspannen. "Ein Ausritt?" lächelte ich und die anderen beiden nickten begeistert. Ich schnappte mir Zarin, Tom holte sich Romance und Meg durfte Pinocchio reiten. Wir machten die drei Hengste fertig und genossen dann das wenigstens trockene Herbstwetter, während wir ausritten.
    • Mongofisch
      06.11.2013 - Hufschmied Mongofisch
      Nachdem ich einen Anruf von Eddi erhalten hatte, machte ich mich direkt auf den Weg zu ihr. Sie berichtete mir am Telefon, dass sich ihr Hengst Pinocchio wahrscheinlich vertreten hatte, bat mich allerdings, dass ich mir das einmal anschaute. Und das tat ich nun auch.
      Nach kurzer Zeit kam ich auf dem großzügigen Gestüt an, wo Eddi schon mit dem Hengst auf mich wartete.
      Nachdem ich mein Auto geparkt hatte, stieg ich aus und schnappte mir mein Werkzeug. Gut gelaunt schlenderte ich zu Eddi rüber. „Hallo!“ begrüßte ich sie freundlich und streckte ihr meine Hand entgegen. Sie nahm diese und begrüßte mich mit einem Lächeln. „Ich mach erstmal die Hufe schön und dann gucken wir, was mit ihm los ist, ja?“ schlug ich vor. Eddi bejahte und ich fing an.
      Bevor ich mit dem Ausschneiden begann, kratzte ich den Huf ordentlich aus, dabei achtete ich vor allem darauf, ob kleine Steinchen oder sowas Ähnliches auf den Boden fielen. Dem war aber nicht so, also griff ich mir mein Hufmesser und schnitt das überschüssige Horn ab. Auch dabei fiel mir nichts Besorgniserregendes auf, also feielte ich den Huf mit der Raspel rund. Dann machte ich mich an den ersten Hinterhuf. Hier wiederholte ich die Arbeitsschritte und auch der Huf sah gut aus. Als ich beim zweiten Vorderhuf das Horn ausgeschnitten hatte, kam ein kleiner, dunkler Bluterguss zum Vorschein. „Na, das könnte ja schon der Übeltäter sein“, sagte ich zu Eddi, die gespannt zuschaute. Ich feilte den Huf rund und machte dann noch schnell den letzten Huf.
      Nun wendete ich mich Eddi zu: „Du hast es ja eben gesehen, am linken Vorderhuf hat er einen kleinen Bluterguss. Das kann durchaus mal auf der Weide passieren, wenn er auf einen Stein tritt. Das ist aber auch nicht weiter schlimm. Er wird noch etwa 2 oder 3 Tage Schmerzen haben, danach sollte es besser werden. Solange er noch lahm ist, solltest du ihm Ruhe geben, auf die Weide darf er aber. Wenn die Lahmheit in ein paar Tagen nicht weg ist, rate ich dir, einen Tierarzt um Rat zu fragen, dann könnte es auch etwas tiefgründigeres sein, aber ich denke, in ein paar Tagen wird er wieder normal Laufen.“ Eddi hörte gespannt und besorgt zugleich zu, dann sagte sie: „Puh, da bin ich ja froh, ich hoffe es ist nur der Bluterguss der ihn belastet.“ - „Ich hoffe mit dir,“ sagte ich lachend und klopfte ihr aufmunternd auf die Schulter. „Es ist wirklich nicht so schlimm.“
      Eddi bedankte sich erleichtert und wir verabschiedeten uns. Dann machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause.
      © Mongofisch
    • Eddi
      22.12.2013 - Weihnachtliche Vorbereitungen
      „Kann jemand die Leiter festhalten?“ fragte Tom und wagte sich vorsichtig nach oben, denn er wollte endlich die blöden Girlanden im Stall befestigen. Die Idee, das ganze Gestüt weihnachtlich zu schmücken war von mir gekommen und bisher gefiel es mir äußerst gut! An der Spitze des Stalldaches hing ein roter Stern und auch von innen sollte er schön aussehen. Natürlich hatte ich mein ganzes Team mit einbezogen und nun hatten alle zu tun, damit fertig zu werden. Ich half auch fleißig mit, musste mich aber auch darum kümmern, vor Neujahr nun noch alles fertig zu bekommen, denn die Listen der Pferde musste ich dringend erneuern. Wer wann zum Tierarzt musste, wann welches Turnier gewesen war und und und... Auch die Pläne für kommendes Jahr mussten geschmiedet werden, doch erst einmal kümmerte ich mich gemeinsam mit Talulah um den Stall. Zuerst brachten wir alle auf die Weide, so schnappte ich mir Pajero und Alazar, während sie Sonja und Mokka nahm. Meg half uns direkt mit uns holte die unruhige Brumbystute Lonely aus ihrer Box. Sie machte allerdings so ein Theater wegen dem Weihnachtsschmuck, dass sie Tom beinahe von der Leiter warf. Wir waren froh, als sie sicher auf ihrer Weide stand. Dann holten wir noch Serafino, Ejadon und Dr. Insektor aus dem Stall. Danach konnten wir uns an die Stallarbeit machen. Dass überließ ich Talulah und Meg, während ich mir Mia schnappte und mich um die Sportponys kümmerte, welche auch noch auf die Weiden wollten. Ich nahm mir Alice und Animby, die beiden Schwestern, um sie auf ihre Weide zu bringen. Danach kam Mia mit Nightfly und Morning Sun und schon standen alle Stuten auf der Weide. Nun holte ich mir Auftakt und BonnyBoy, meine beiden schicken Welshhengste, beide gekört und mit hohen Punkten prämiert. Besonders auf Auftakt war ich stolz, dass er in meinem Stall stand. Gleiches galt aber auch für Zarin und Romance, meine beiden Lieblinge, die zwar immer Theater machten, aber mir trotzdem jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Danach holten wir noch die Hengste Allelujah und Vertigo, welche ich übernahm, während Mia sich Lucane und Carachillo schnappte. „Irgendwie werden es auch nicht weniger Pferde.“ lachte sie und schnappte sich ihren Liebling, nämlich unseren Haflinger Pinocchio. Ich holte noch die beiden Jungspunde Absinth und Diggin in the Dirth aus dem Stall und schon waren wir fertig. Nun hieß es ran an die Stallarbeit!
    • Eddi
      24.02.2014 - Unerwarteter Ausritt
      „Guten Morgen!“ rief ich lächelnd und trat auf die Stallgasse. Ich versuchte alle meine Zweifel beiseite zu schieben und voller Motivation an die Tat zu schreiten, doch das würde schwer werden. Mia lag mit der Grippe zu Hause im Bett und nun musste ich ihren Reitunterricht übernehmen, da alle anderen zu viel zu tun hatten. Auf so einem großen Gestüt konnte ich es mir aber auch nicht leisten, den Unterricht ausfallen zu lassen, außerdem wären die Mädels und Jungs dann sicherlich traurig gewesen. Zum Glück hatte mir Mia eine Liste mit den eingeteilten Paaren gegeben, denn bei der Pferdewahl hätte ich sicherlich ins Fettnäpfchen gegriffen. Ich hatte heute fünf Reitschüler, was mir schon wieder genug war. „Maria, du reitest Lucane. Tim? Du darfst Pinocchio holen. Cindy reitet Foxglove und Isabelle schnappt sich Nightfly. Und Philipp, du reitet Diggin' in the Dirth.“ meinte ich lächelnd und schickte die Schüler an die Arbeit. Bei uns mussten sie die Pferde selbst von der Weide holen und auch selbst fertig machen. Um ein wenig Abwechslung in den Unterricht zu bringen, plante ich heute einen Ausritt, so entging dem Makel meiner fehlenden Ausbildung zur Reitlehrerin, außerdem wollte ich Mia nicht in ihre Arbeit fuschen. Um die Gruppe ohne Probleme anführen zu können, holte ich mir Taktlos von der Weide. Der Pinto begrüßte mich offenherzig und schien sich zu freuen, etwas zu tun zu bekommen. Innerhalb kürzester Zeit war der Putzplatz mit den sechs Pferden voll und alle putzten fleißig. Nach zwanzig Minuten schwang das ganze Geschehen um und alle liefen in die Sattelkammer, um das Sattelzeug holen zu gehen und die Pferde fertig zu machen. Nachdem alle fertig waren, ließ ich sie auf den Hof treten, dort standen sie nun in Reih und Glied. Ich ging die Reihe durch und kontrollierte das Zaumzeug und den Sattel, denn alles sollte ordentlich sitzen. Danach hieß es noch einmal nachgurten und dann ab in den Sattel. Als alle fertig waren, ritt ich an die Spitze und führte die Gruppe an. Ich wählte den Weg durch den Wald zur Küste, meine absolute Lieblingsstrecke. Außerdem hatten wir heute richtiges Glück mit dem Wetter, denn die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau. Lächelnd betrachtete ich in weiter Entfernung eine Herde Rehe, welche friedlich grasten und sich von unserer Pferdegruppe nicht stören ließen. Um meine Schüler nicht zu langweilen, trabte ich schon nach kurzer Zeit an und so kamen wir auch flott voran. Den ersten Galopp tätigten wir auch noch auf dem weichen Waldboden, ehe wir schon der Küste nahe waren. Salziger Wind stieß uns entgegen und kündigte die großen Wellen an. Im Schritt ritten wir den Pfad zum Strand hinunter und die Augen der Reiter hinter mir wurden immer größer. Die Pferde schienen auch ihren Spaß zu haben, denn sie blähten die Nüstern und atmeten die salzige Meeresluft ein. „Wenn wir jetzt galoppieren, müsst ihr keine Reihenfolge mehr einhalten, aber bitte achtet auf die anderen und sobald ihr merkt, dass ihr die Kontrolle verlieren könntet, zügelt euer Pferd. In das seichte Wasser dürft ihr, aber nicht zu weit, ich will niemanden vor dem Ertrinken retten, außerdem ist es noch eiskalt. Ansonsten wünsche ich euch und den Pferden jetzt einfach viel Spaß, ich warte dort vorne auf euch.“ meinte ich lachend und gab Taktlos die Zügel. Mit einem Quieker sprang er an und war sogleich auf und davon. Auch wenn er nur 1.43m groß war, war er einer der Schnellsten bei uns und das zeigte er nur zu gerne. Ich hörte die Hufen der anderen hinter uns und genoss einfach das herrliche Wetter. Das hier war Mias Fortgeschrittenengruppe, weshalb ich mir keine Gedanken machte, dass jemand stürzte und selbst wenn, der Sand war dafür verhältnismäßig angenehm. Ein Blick nach hinten ließ meine Bedenken vollkommen verschwinden. Alle hatten riesigen Spaß und genossen den Ritt einfach nur. Der Strand zog sich in die Länge und als ich Taktlos zum Schritt durchparierte und wendete, sah ich den großen Abstand, den wir geschaffen hatten. Ich hielt die Hand in die Luft, um zu zeigen, bis wohin sie ihre Pferde durchparieren sollten. Schnell waren wir wieder alle beisammen und erklimmten die Klippen, um wieder auf den Heimweg zu kommen. Hinter mir schwärmten die Reiter und ich war froh, dass es allen gefallen hatte. Als wir wieder auf dem Hof waren, waren die Pferde auch wieder trocken und nachdem sie versorgt waren, durften sie wieder auf die Weiden. Ich brachte noch Taktlos weg, ehe ich die Reitschüler verabschiedete und von einer grinsenden Judy empfangen wurde. „Ich würde sagen, Mia wird dir eine Standpredigt halten, aber ihnen hat es gefallen.“ Ich stimmte in ihr Lachen ein und ging mit ihr zu den Weiden.
    • Eddi
      22.04.2014 - Frühjahrsputz
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Jackie
      22.07.2014 - Tierarztuntersuchung
      „Da sage ich nicht nein.“ meinte ich lächelnd. Amy war auf der Suche nach Zuchtmitgliedern für ihre Haflingerzucht gewesen, damit sie allmählich wieder auf Touren kommen konnte. Als Tierärztin war ich im Team gerne gesehen und freute mich auch, mit dieser tollen Rasse arbeiten zu dürfen. Heute stand deshalb ein großer Besuch auf ihrem Gestüt an, es würden allerhand Patienten auf mich warten und der Tag würde lang werden.​
      Amy nahm mich kurz nach neun herzlich in Empfang und wir machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Dort wartete Ty bereits mit dem ersten Patienten. „Na dann wollen wir mal.“ meinte ich grinsend und begrüßte Amys liebsten Figaro. Misstrauisch hielt er still, während ich mit der Untersuchung begann. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, um die Farbe der Schleimhäute zu kontrollieren. Danach hörte ich Herz, Lunge und Darm ab, ehe ich mich noch entlang der Wirbelsäule tastete, um eventuell Verspannungen zu entdecken. Zum Schluss kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und dann konnten wir impfen.​
      Ein Blick in Figaros Impfpass reichte, um zu sehen, dass alle Impfungen mal wieder von Nöten waren. Es gab vier Spritzen, denn er musste gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden. Danach verabreichte ich ihm noch die Wurmkur und dann gab es noch die Augen- und Zahnkontrolle. Figaros Zähne sahen wunderbar gesund aus und auch seine Augen funktionieren einwandfrei.​
      Direkt auf Figaro folgte Amys zweiter Zuchthengst Samy. Auch ihn untersuchte ich erst einmal grundlegend. Hörte und tastete ihn ab, ehe ich auch noch seine Körpertemperatur kontrollierte. „Wunderbar.“ meinte ich lächelnd zu Amy und schaute in den Impfpass. Für Samy standen nur Influenza und Herpes an, genauso wie die Wurmkur. Umso schneller waren wir mit ihm fertig.​
      Die Zuchtstute Little Baby mochte mich von Anfang an nicht und ließ die Untersuchung nur ungern über sich ergehen. Nur musste ich ihr sogar die Maulsperre einsetzen, denn die Kleine litt an Zahnschmerzen. An diesem Tag würde sie wohl keinem Menschen mehr wohlgesonnen sein. Nachdem sie geimpft und entwurmt war, ging es direkt weiter. Ich durfte Money in a Bank begrüßen und machte mich direkt an die Arbeit. Auch sie wurde abgehört und abgetastet, wobei ich eine kleine Verspannung in ihrer Hüfte entdeckte, welche aber schnell eingerenkt werden konnte. Dann gab es noch die Impfungen und die Wurmkur und gut war.​
      „Och, das ist ja eine Hübsche!“ meinte ich schwärmend, als Amy gerade mit Nachtigall um die Ecke kam. Diese Haflingerstute hatte es mir einfach angetan, sie war ein Träumchen! Auch bei der Untersuchung war sie wunderbar lieb und ließ sich ohne Probleme abhören und abtasten. Dann gab es noch zwei Spritzen und eine Wurmkur und fertig war die Kleine. Nun stand ein schöner Hengst vor mir, wie Amy meinte, war er aber leider noch nicht gekört, was ich wirklich schade fand, denn er war ein toller Kerl. Auch vom Charakter her ließ er sich wunderbar handeln und wir waren schnell mit ihm fertig.​
      Amsterdam Girl, eine wirklich bezaubernde Stute, mochte mich aber leider nicht sonderlich. Die Untersuchung war ohne Probleme gelaufen, aber dann als wir impfen wollten, sprang sie von einer Seite zur anderen. Auch die Wurmkur nahm sie nur sehr ungern an. Meike war da geduldiger und ruhiger und hatte die unangenehme Prozedur schneller hinter sich als ihre Vorgängern. Nach dem Haufen Pferden brachte uns Amy erst einmal eine Tasse Kaffee und wir machten eine kleine Pause, damit wir kurz durchatmen konnten. Weiter ging es mit Nordstern und es war wirklich schade, dass diese Stute noch nicht gekrönt war. „Na das wird noch.“ meinte ich lächelnd. Trotz der vielen ungekörten, hatte Amy aber auch schon allerhand Zuchtstuten auf ihrem Gestüt.​
      Danach war Surburb Lights an der Reihe. Ich untersuchte sie gründlich, hörte und tastete sie ab. Danach gab es die Spritzen und die Wurmkur und dann durfte die kleine Stute wieder gehen. Sternensinger war der nächste, der Kleine litt an einer Bindehautentzündung, weshalb ich ihn genauer unter die Lupe nahm. „Na, das sieht aber schon wieder viel besser aus.“ meinte ich lächelnd, denn das Auge war kaum noch gerötet. „In ein paar Tagen kann er wieder unter Fliegenmaske unterwegs sein.“ meinte ich lächelnd und stülpte ihm die Maske wieder über.​
      Danach kam Sunshine Shadow, welcher an Nesselfieber erkrankt gewesen war. Ich konnte Amy grünes Licht geben, denn es sah alles wieder gut aus. Nun kamen erst einmal zwei Zwerge, welche Ty extra gemeinsam holte, damit sie ihren Tierarztbesuch besser überstanden. Mirabella hatte ein wenig Angst vor, hielt aber tapfer durch. Picola hingegen wollte mich sogar zwicken, die kleine freche Lady! Aber das half ihr auch nichts, die Impfungen gab es trotzdem. Die beiden nächsten, Golden Diamond und Bonito kannte ich schon lange. Damals hatten sie in der Zucht von Janina und mir gestanden, bis wir sie zu Amy geschickt hatten. Beide hielten die Untersuchung gut aus und schon waren wir fertig.​
      Der Name der nächsten Patientin war ein wahrer Zungenbrecher: L'Ombre de la Lune. Die Kleine hielt tapfer still und so war sie ihrem Nachfolger Jargo einiges voraus, denn der machte während des Impfens wirklichen Stress. Umso dankbarer war ich dann über Abajo und Windsor, welche sich beide ohne Probleme impfen und entwurmen ließen. „Brave Jungs.“ meinte ich lächelnd, als auch der letzte im Bunde, Schattenfalter, sich ohne Probleme hatte impfen lassen. „So das wärs!“ meinte ich erleichtert zu Amy und sie nickte. „Oh ja.“ meinte sie lachend. Ich musste mich jetzt auf den Weg zu Riley machen, denn dort wollten noch zwei weitere Haflinger versorgt werden.​
      5641 Zeichen​
    • Jackie
      22.07.2014 - Hufschmiedkontrolle
      "Ok ich bin bereit, wir können loslegen!", ich sah zu Amy rüber, welche nacheinander die Haflinger holen sollte. Als erstes war unser Liebling Figaro dran. "Ausschneiden, Raspeln, neuer Beschlag.", ich nickte konzentriert, ließ mir den Hengst vor der Schmiede festbinden und griff zu der Zange. Währenddessen holte meine Freundin Samie. "Wie weit bist du ?", fragte sie mich mit einem Schmunzeln. "Geraspelt und ausgeschnitten, bräuchte noch die Eisen." - "Mach Sprungeisen drauf". Ich nickte, griff zu den Eisen um es heiß zu machen und anzupassen, damit ich es endlich annageln konnte. Gleicher Vorgang bei Samie, nur mit Sliding Eisen. "Little Baby's Hufe müssen nur geraspelt und ausgeschnitten werden", sagte Amy als sie die beiden Hengste wegbrachte und die Stute holte. Das raspeln ging schnell, so schnell das Amy gar nicht mit Money in a Bank hinterher kam. Sie grinste blöd als ich sie auffordernd ansah "Na los! Hop Hop!", schnell waren Moneys Hufe nacheinander auf den Hufbock gehoben, um sie schließlich zu feilen. "Ty, nimm bitte auch Huföl, ihre Hufe haben schon risse" - "Ja mache ich". Nachdem die Hufe eingepinselt waren, war Nachtigall an der Reihe. Amy brachte mir allerdings auch den Haflingerhengst Askan hinterher. Ich korrigierte und beschlug die Hufe der beiden Pferde, damit Amy sie wieder in die Box bringen konnte. "Nun ?" - "Amsterdam Girl". Ich folgte ihr damit es etwas schneller ging. Amy führte Amsterdam Girl und Suburb am Strick, ich die beiden Fohlen Mirabella und Picola. So konnte ich schnell Girlys und Lights Hufe ausschneiden, raspeln und anschließend ordentlich beschlagen. Ich schaute etwas geschwitzt auf die Uhr. "Wir müssen uns beeilen, wenn wir nachher noch bei Eddi vorbei schauen wollen" - "Kann ich irgendwie helfen ?", nachdenklich starrte ich sie an. "Ja, klar! Du kannst schon mal die mobile Schmiede zum Tor fahren.", so machte sich Amy auf dem Weg zum Tor, während ich die Hufe der Fohlen kürzte und korrigierte. "Das macht ihr super !"​
      Ich brachte die Haflinger wieder weg um 2 neue zu holen. Golden Diamond und Bonito. Zwei Zuchtpferde. Ich griff mir am Kopf und atmete angespannt aus. "Wir haben echt eine Menge Pferde", Amy grinste mich bloß an, als sie aus dem Wagen stieg. "Beschlag die beiden ok?" - "Ja, muss nur noch die Hufe kürzen. Die sind viel zu lang". Amy nickte. Nahm mir bereits Diamond ab um mir L'Ombre de la Lune zu holen. "Wie viele kommen denn noch ?", fragte ich ein wenig verzweifelt, da die Zeit rannte. "Nur noch 4 von uns, danach müssen wir zu Eddi fahren". ​
      Gegen 18 Uhr war ich mit Mrs. Pretty, Jargo, Abajo und Windsor endlich fertig."Los jetzt, ab zu Eddi!", ich scheuchte Amy in den Wagen, gab ihr einen flüchtigen Kuss und fuhr mit 80 Sachen die Straße entlang. Es dauerte eine Gute Weile bis wir auf Eddis Hof angekommen waren. "Schön dich zu sehen!", begrüßte Eddi mich, als ich ausstieg. "Ich habe Pinocchio bereits rausgeholt.", ich nickte dankbar. "Hoffe die Fahrt war nicht so anstrengend." - einen Blick auf meine Uhr und ich musste feststellen das 2 gute Stunden um waren. "Es geht schon" Amy lief zum Hengst um ihn rüber zu holen, meine Knochen waren bereits im Ruhemodus, denn ich spürte meine Beine nicht mehr. Als Ich Pinocchio sah, gab es eine Menge zu tun. Kürzen, korrigieren, ausschneiden, Raspeln, Huföl, Beschlag. Aber immerhin waren wir nun fertig.​
      So konnte ich gegen Mitternacht mit Amy schlafen gehen.​
      3412 Zeichen ​
    • Eddi
      29.07.2014 - Neuer Stall, wir kommen!
      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    10 Aug. 2013
    Klicks:
    924
    Kommentare:
    11
  • Name: Pinocchio
    geboren: 2008

    aus: Nachtigall
    von: Samie

    Rasse: Haflinger
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Lichtfuchs
    Stockmaß: 148 cm

    Beschreibung:
    Pino ist ein außergewöhnlicher Hengst.Wenn er gerade mal keine Lust zu etwas hat, benimmt er sich wie ein Clown.Sei es auf der Bahn, oder auf der Weide.Er lässt dann seine Ohren spielen und macht komische Bewegungen mit seinen Maul.Trotz dem Spökis (?), lernt Pinocchio relativ schnell und zu dem auch noch gut.

    Ersteller: Chequi
    Besitzer: Edfriend
    Vorkaufsrecht: verfallen

    Dressur - E
    _________________