sadasha

PFS' Heart of Ocean

Decktaxe: 500 J.

PFS' Heart of Ocean
sadasha, 31 Dez. 2015
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    • sadasha

      Nicht datierte oder alte Pflege-, Tierarzt und Hufschmiede-Berichte

      Sein Leben bei Eddi
      Ankunft

      Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, was mich geritten hatte, dass ich die Stute unbedingt kaufen wollte. Als ich dann aber auf Allys kleinen Gestüt ankam und die junge Criollostute vor mir stand, war mir plötzlich wieder klar, warum ich sie hatte kaufen wollen. Chepi hieß sie, was so viel bedeutete wie Elfe und so war sie auch. Für einen Criollo war sie verhältnismäßig zart und schlank gebaut, aber das Ganze war gepaart mit einem großen Selbstbewusstsein und einer Robustheit, die man nur bei Criollos vorfand.
      Lächelnd gesellte ich mich zu Ally an die Bande, während Chepi in der Halle longiert wurde. Danach wurde sie mir vorgeritten und dann durfte ich mir selbst noch ein Bild von ihr machen. Schnell stand fest: Chepi würde mitkommen. Ich unterschrieb den Kaufvertrag, erhielt die Papiere und lud Chepi kurzerhand ein. Lächelnd verabschiedete ich mich von Ally und machte mich auf den Nachhauseweg – eigentlich.
      Während ich die große Straße entlang fuhr und darauf achtete, mit dem Hänger bei dem Schnee nicht zu schnell zu fahren, klingelte mein Handy. Da ich immer noch keine Freisprechanlage besaß, fuhr ich rechts an den Rand und hielt an. Kat’s Name erschien auf den Display und ich musste einen genervten Seufzer unterdrücken. „Was gibt’s?“, meldete ich mich, vielleicht sogar etwas zu schroff, denn Kat schwieg einen Moment.
      „Na ja, du hast doch deine Welshzucht und hier wird eine recht hübsche Welshstute namens Strigoi verkauft, für nur 2000.“, erzählte sie und ich ließ mir direkt die Adresse geben. Strigoi war mir ein Name, ich hatte die Stute schon des Öfteren auf Wettbewerben gesehen. Zugegeben, sonderlich erfolgreich war sie bisher nicht gewesen, aber vielleicht änderte sich das ja noch. Sie stand bei Sunny und zu meiner Freude lag das direkt auf meinem Weg, also machten wir einen kleinen Abstecher.
      Sunny war sichtlich überrascht, aber auch erfreut über meinen Besuch. Es dauerte gar nicht lange und der Kauf war besiegelt. Ich lud Strigoi direkt mit in den Hänger und sie schien sich ausnahmsweise mal ganz gut mit Chepi zu verstehen. Also fuhr ich nun mit zwei Pferden nach Hause. Dort lud ich die beiden Stuten aus und ließ sie erst einmal auf eine unserer kleineren Weiden, damit sie sich austoben konnten. Währenddessen richtete ich im kleinen Stall zwei Boxen her und nachdem ich eine SMS gelesen hatte, direkt noch zwei weitere. Unerwarteter Weise kamen die beiden Reitponhengte von Elena heute bereits in Kanada an und würden in zwei bis drei Stunden hier eintrudeln.
      Während ich am Abend bereits das Heu bei den Offenställen verteilte, kam der große Transporter angefahren. Es war bereits stockduster und die einzige Lichtquelle war der große Scheinwerfer über der Stalltür. In diesem Licht unterschrieb ich die Papiere und lud die beiden Hengste aus. Es handelte sich um Heart of Ocean und Touchdown. Beide waren wirklich schöne Tiere und würden sich sicherlich gut bei uns machen. Ich brachte sie in ihren Boxen und versorgte auch sie ausgiebig, denn sie hatten eine lange und anstrengende Fahrt hinter sich.
      Training

      „Leute? Das Teil habe ich nicht umsonst „Trainingsstall“ getauft“, seufzte ich und schaute Kat und Ethan genervt an. Ich gebe ja zu, ein richtiger Stall war unsere Ranch nicht, aber trotzdem sollten die Stuten und Hengste auf die Leistungsprüfungen vorbereitet werden! Und was ich am wenigsten leiden konnte, waren Menschen, die sich mit mir um die Bedeutung eines blöden Wortes stritten, anstatt einfach ihre Arbeit zu machen.
      Ich beendete diese Diskussion einfach, indem ich ihnen wortlos den Rücken zukehrte, ein Halfter schnappte und nach draußen verschwand. Der Tag hatte eindeutig zu wenig Stunden ich und ich wollte diese zumindest ein wenig nutzen. Als erste sollte Animby an der Reihe sein. Die junge Stute hatte ich in letzter Zeit arg vernachlässigt, dementsprechend wurde es wieder Zeit, mit ihr zu arbeiten. Doch erst einmal putzte und sattelte ich sie ausgiebig.
      Dann gingen wir in die Halle, wo ich sie aufwärmte und mich dann in den Sattel schwang. Wir trainierten die Grundlagen, übten bessere Gangwechsel, das Anhalten und Antraben. Animby lernte schnell und gab sich alle Mühe und wenn sie mich nicht verstand, gab sie mir das vorsichtig zu verstehen und so konnte ich es ihr noch einmal in Ruhe erklären. Zufrieden beendete ich dann die Stunde und versorgte Animby.
      Nun holte ich erst Sir Benny Miles und dann Deadly Ambition von der Weide, um beide im Stall anzubinden. Kat sollte Miles ordentlich putzen, ihm dann die Transportdecke und die Gamaschen anlegen. Das Gleiche tat ich auch mit Ambition, während Ethan für uns den Hänger vorbereitete und vor den Stall fuhr. Dann lud ich die beiden Vollblüter ein und wir machten uns auf die fast einstündige Fahrt zur nächstgelegenen Rennbahn.
      Dort luden wir beide Pferde aus, gönnten ihnen eine kurze Pause, ehe sie auch schon vorbereitet wurden. Ich hatte nur einen Jockey engagiert, denn die Stute würde ich selbst reiten. Vorsichtig legte ich Deadly Ambition den Trainingssattel auf und machte sie fertig. Danach half Ethan mir hinauf und ich ritt sie auf der Ovalbahn warm. Der Jockey, Joe, ritt des Öfteren Pferde für mich und verstand sich sofort mit Miles.
      Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, ritten wir die Pferde nebeneinander im leichten Galopp und als wir den 800er Pfosten erreichten, ließen wir ihnen mehr Freiraum. Deadly Ambition hatte schon die ganze Zeit widerwillig das Tempo zurückgehalten und stob nun sofort los. Miles ließ sich das aber nicht zweimal sagen und jagte direkt hinterher. Meine Stute konnte sehr gut beschleunigen, aber ihr fehlte es noch an Ausdauer und Erfahrung, die Miles hingegen in Massen besaß.
      Dementsprechend endete das Rennen äußerst interessant Kopf an Kopf und wir verloren nur knapp. Beide Zeiten waren aber ideal und so machten wir uns zufrieden auf den Heimweg. Dort wurden die Vollblüter von Kat versorgt, während ich mir bereits The Unwritten Performance fertig machte und mit der Stute in die Halle ging. Ich wärmte sie ausgiebig auf und dann widmeten wir uns der Stangenarbeit, damit ich ihre Hinterhand besser aktivieren konnte. Außerdem sollte Unwritten mehr auf ihre Beine achten und diese besser koordinieren, denn manchmal stolperte die Stute tatsächlich über ihre eigenen Hufe.
      Danach waren die beiden neuen Lewitzer an der Reihe, welche eigentlich wirklich noch aufgebaut werden mussten, Dementsprechend longierte ich Sikari ausgiebig und nahm auch die Stangen hinzu um die Stute aufzulockern. Danach schwang ich mich noch in Cheveyos Sattel und wärmte ihn erst einmal ausgiebig für unsere Dressurarbeit auf. Mit diesem Schecken zu arbeiten war ein Traum und ich war überglücklich, dass er in meinem Stall stand und ich mit ihm arbeiten durfte.
      Das Gleiche galt für den Oldenburger Café au Lait. Der heute allerdings für Ethans Reitunterricht herhalten musste. Ethan konnte reiten, aber nicht besonders gut. Aber Café war das perfekte Pferd für ihn und die beiden lernten gemeinsam ziemlich schnell, so dass auch die heutige Stunde schon wesentlich besser aussah als die letzten, dafür dann aber Pferd und Reiter auch echt k.o. waren. Während Ethan seinen geliebten Warmblüter versorgte, holte ich Talya aus der Box.
      Ich liebte diese kleine Lewitzerstute abgöttisch und hätte mir kein besseres Fohlen aus Fiorina vorstellen können als sie. Talya war aufmerksam, liebenswürdig und lernte dermaßen schnell, dass ich mich jetzt schon auf die Zeit freute, wenn sie selber als Zuchtstute agieren würde. Heute stand für meine Hübsche aber nur ein lockeres Longentraining an, da wir die letzten beiden Tage unter dem Sattel gearbeitet hatten und sich ihre Muskeln natürlich nicht überarbeiten sollten. Dennoch machte Talya wie immer motiviert mit und hatte sich so ihren morgigen freien Tag schnell verdient.
      Stirnrunzelnd holte ich Ehawee von der Weide und putzte die Traberstute in aller Ruhe. Dann massierte ich sie ausgiebig und löste die eine oder andere Verspannung der Stute, ehe ich sie seufzend betrachtete. Ich fand Ehawee wundervoll, aber ich konnte mich noch nicht so ganz entscheiden, in welche Richtung ich die Stute nun fördern wollte. Dementsprechend sattelte ich sie heute und arbeitete nur die Grundlagen heraus, um zu schauen, was Ehawee alles konnte und wo es noch fehlte. Tatsächlich schien die Stuteeine große Begabung für die Dressur zu haben und das würde ich weiterhin im Auge behalten.
      Dressur war ein tolles Stichwort für Touchdown! Der siebenjährige Hengst hasste die Dressur, denn sie bedeutete Arbeit. Er war jetzt schon ein wahres Talent darin, sich jeglichen Mühen zu entziehen und momentan arbeitete ich daran, dass so gut wie möglich zu vermeiden, auch wenn das leider gar nicht so leicht war, wie gehofft. Ganz im Gegensatz dazu stand Heart of Ocean. Dieser Reitponyhengst war jedem Reiter eine pure Freude. Auch heute zeigte er sich wieder von der besten Seite und arbeitete motiviert mit, so dass ich ihn nach einer Stunde zufrieden auf die Weide entließ.
      Als letztes stattete ich den neusten Pferden einen kurzen Besuch ab. Die Criollostute Chepi nahm ich auf einen kleinen Spaziergang mit, um ihr die Ranch zu zeigen und ihr ein wenig Abwechslung zu verschaffen, ansonsten hatte sie aber ein wenig Ruhezeit. Danach holte ich mir Strigoi und putzte die Stute ausgiebig, ließ sie kurz in der Halle toben und brachte sie dann wieder zurück. Die Welshstute sollte mich erst einmal kennenlernen dürfen, ehe sie irgendwas machen musste. Und gleiches galt auch für Hugo Boss, auch wenn es mich schon jetzt in den Fingern juckte, mit dem Reitponyhengst zu arbeiten und am liebsten hätte ich ihn schon auf einer Körung vorgestellt, aber mein Herz sagte mir, dass das einfach noch zu früh war und so wollte ich noch ein wenig abwarten, ehe dann wirklich für ihn die Zeit kommen würde.
      Danach begrüßte ich meinen neugierige Rappstute Fariyah Amazir. Momentan stand die Stute sehr gut im Training und ich wartete schon ungeduldig auf die Gelegenheit, sie endlich auf eine Leistungsprüfung schicken zu dürfen, aber momentan gab es nichts für uns. Außerdem hatte ich bereits einen eventuell neuen Platz für die Stute gefunden und hoffte heimlich, dass sie es tatsächlich in die Furiosozucht des Gut Sanssouci schaffen würde...
      Die letzte die heute versorgte war Acacia. Ich hatte sie von Soso zurück gekauft und nun stand meine Schwere Warmblutstute wieder bei mir in den vier Wänden. Ich putzte sie ausgiebig und zeigte ihr während ein bisschen Bodenarbeit die neue Halle. Noch hatte Acacia sich noch nicht so wirklich eingelebt, aber es wurde langsam, natürlich wollte ich der Stute aber auch genügend Zeit lassen und so brachte ich sie danach wieder zurück in ihre Box. Alle Pferde bekamen noch ihr abendliches Futter, ehe auch ich müde in mein Haus verschwand, duschte und mich dann auf die Couch bequemte.

      •••

      Pflege vom 10.07.2015 von Samarti
      Eine Cocktailbar in Form eines Hofes
      „Wie viele Getränke willst du noch kaufen?“ Elena stemmte abwartend die Hände in die Hüften und zog skeptisch die Augenbrauen in die Höhe. Dabei schenkte sie mir einen dieser „Ich erwarte eine Antwort, sonst überrumple ich dich bald im Schlaf – mit einem Messer“-Blicke.
      Auch Gwen gesellte sich dazu. „Echt jetzt! Multivitaminsaft, Sambuca, Cardillac, der eigentlich ohne R geschrieben werden sollte, um ein Getränk zu sein, und Bacardi, jetzt sogar das hier … Was haben wir denn da noch zu befürchten?!“
      „Ach“, winkte Jojo nur ab, „Elisa hat die letzten Alkoholiker auch schnell wieder abgeschoben. Die hier wird bestimmt auch nicht lange bleiben.“ Zweifelnd wackelte sie mit ihren Augenbrauen und brachte uns somit dazu, ihr Augenbrauenspiel fasziniert zu beobachten, ehe wir uns davon losreißen konnten.
      „LONG ISLAND ICE TEA IST ALKOHOLISCH?!“, kreischte Gwen plötzlich auf und warf mir einen dieser Blicke zu, mit denen sie mich schon ständig strafte, wenn ich mit einer Flasche Tequila vor ihrem Gesicht herumwedelte.
      „Ja, Gwen. Da ist Rum, Wodka, Gin, Triple Sec Curacacacacaoaco und sogar Tequila drin! Also dir sollte es schmecken“, erklang es dann von Elena und ihre Stimme war ausnahmsweise sogar nur ein leises Piepsen, fast ängstlich, Gwen würde ihr gleich an die Kehle springen. So abwegig war die Vorstellung allerdings gar nicht.

      Long Island Icetea und Liberté's Nessaja hatten heute tatsächlich auf mein Gestüt gefunden. Es handelte sich hierbei um zwei junge Reitponydamen, die eine vier-, die andere dreijährig. Icetea würde ich zunächst einmal einreiten müssen, bevor wir irgendetwas mit ihr in Angriff nahmen. Eddi hatte zwar berichtet, dass damit angefangen worden war, allerdings war sie in der Ausbildung noch nicht sonderlich weit fortgeschritten und so hatten wir noch einen langen Weg vor uns.
      Nessaja hingegen war im Juni erst drei Jahre alt geworden, demnach hatte das Pony noch eine ganze Weile Pause vor sich, ehe wir mit dem Beritt wirklich beginnen würden. Die kleine hatte noch jede Menge Zeit, die wir ihr auch liebend gern lassen würden.
      Es war jedoch nicht zu übersehen, mit welchen Herzchenaugen Jojo die beiden schon betrachtete. Kein Wunder – sie kannte sowohl Nessi, die aus ihrer ehemaligen Zucht stammte, als auch Icetea noch von früher. Und immer, wenn sie solche Vierbeiner wiedersah, kam sie nicht mehr aus dem Staunen heraus. Genau, wie es bei Vendetta der Fall war. Ich glaube noch immer, dass sie sie manchmal gern behalten hätte, aber hey, manchmal wünschte ich mir auch Capulet zurück – trotzdem war ich für meinen Teil mit dem Tausch mehr als zufrieden. Mit Vendetta könnte es nämlich momentan nicht besser laufen, die Fuchsstute stand gut im Training, konnte Fortschritte aufweisen und arbeitete vorbildlich mit.

      Allerdings waren die zwei Ponystuten nicht die einzigen Vierbeiner, die heute in Kanada antrafen. Ally hatte mich darum gebeten, ihr ihren neu erworbenen Reitponyhengst PFS' Heart of Ocean mitzubringen, da ich sowieso auf dem Weg zum Flughafen war. Auch er stammte von Eddis Ranch in Wyoming, weshalb alle drei gemeinsam den Flug angetreten hatten.
      Momentan stand der bunte Hengst also neben mir und begutachtete das Gestüt. Die zwei Stuten hatte er kaum beachtet, stattdessen betrachtete er eher mich und den Anhänger, aus dem er zwar vorhin herausgeführt worden war, in den er aber gleich wieder einsteigen müsste.
      Ich war erleichtert, als er das tat, ohne großartig zu murren.

      „ALLYYY“, rief ich lautstark durchs Haus, nachdem ich Heart of Ocean in die erstbeste freie, eingestreute Box verfrachtet hatte und mich nun auf die Suche nach besagter Person begab.
      „Allyyyhyhyhyhyyyy“, säuselte ich und streunte durch die verschiedenen Räume, nur um Ally dann auf dem Sofa vorzufinden: schnarchend, sabbernd und mit allen Vieren von sich gestreckt. Auf dem Tisch standen einige 0,33 Liter Flaschen Cola, einige leer, andere weniger leer. Der Fernseher war an und am Laptop angeschlossen, dessen Monitor allerdings schwarz war. Auf dem Bildschirm des Fernsehers sah man gerade einen Hai, der von einem Wasserdino zerfleischt wurde. Jurassic World.
      Ich seufzte auf, griff nach einer ungeöffneten Flasche und bewältigte dieses Problem mithilfe eines Flaschenöffners, ehe ich mich auf das Sofa fallen ließ und mich zurücklehnte. „Ach Ally“, setzte ich an, „du sollst deine Filme doch nicht immer illegal online schauen.“ Trotzdem ließ ich mich noch tiefer in die Sitzpolster des Sofas sinken und nahm hin und wieder einen Schluck aus der Colaflasche, ehe ich mich voll und ganz dem Bild auf dem Fernseher widmete.


      Dressur E-A 30. Dezember 2015
      Heart of Ocean A-Dressur

      Der Wagen legte sich gefährlich in die Kurve der Einfahrt, die so versteckt lag, dass ich fast daran vorbei gefahren war. Hunters Gestüt, welches erst frisch bezogen wurde, war einfach gehalten und besaß nur das Nötigste. Ein Parkplatz war aber vorhanden, und mit einer kleinen Reisetasche stieg ich aus. Da die Haustür nur angelehnt war, stellte ich die Tasche ab und lief auf den Stall zu, der sich gleich hier befand, und fand Hunter auf dem Innenhof beim Fegen. Er wirkte sehr konzentriert und so merkte er nicht wie ich ihm den Besen aus der Hand nahm und ihn küsste. "Morgen, Hunter." Verdutzt blickte er mich an und wollte sogleich wieder fegen, aber ich hielt die Hand noch weiter weg. "Nicht sehr gesprächig, wie?" Kichernd reichte ich ihm den Besen. "Warum bist du hier?", brummte Hunter und folgte mir dann in den Stall, aus dem ich Heart of Ocean holte und den jungen Hengst bürstete. "Du hast vor einem Monat einen Auftrag bei mir gegeben, und ich konnte jetzt erst kommen.", antwortete ich und kratzte noch die Hufe des Ponys aus. Der Mann brummte nur ein wenig. Heart of Ocean wurde aufgesattelt, dann führte ich ihn auf den Dressurplatz, halb versteckt unter den Bäumen. Hunter fegte weiter emsig den Vorplatz des Stalles; von Steven hatte ich bis jetzt gar nichts gesehen.
      *
      Vier Stunden später trabte Ray flüssig unter mir. Obwohl das Pony am Morgen schon genug Herausforderung war, freute ich mich auf den Vollbluthengst, der mich schon länger kannte und dementsprechend auch seine Begrüßung einforderte. Da es nieselte, wurde das Dressurtraining in die Halle verlagert, und es war kühler als erwartet. Der Hengst aber war fix genug, sodass die Überprüfungsstunde schnell vonstatten ging. Auch mit Cadiz, dem Letzten im Bunde, vollzog ich eine Überprüfung, und begann daraufhin direkt mit seinem Training. Über die Tage hinweg lernte ich auch Steven kennen, der eher desinteressiert bei meinem M-Dressurvorgang zuschaute. Der Trakehner kam bei den Bahnfiguren gut mit, blieb aber unruhig, sobald andere Stuten die Halle betraten. Mit dem Trio zu arbeiten, war herausfordernd; denn jeder war anders geeicht und so auch reaktionsfreudiger oder auch nicht. Schon am letzten Trainingstag saß sogar Hunter mit auf Ray, ich auf Cadiz. Heart of Ocean hatte seit gestern 'frei' von seinem Training, denn die A-Qualifikation war ein Leichtes; lediglich die L- bzw. M-Quali hatte es in sich; und so war ich froh, dass Hunter mir dabei unterstützend unter die Arme gegriffen hatte.

      Heart of Ocean hat erfolgreich die A-Dressur bestanden.
      Mr Raw Depression hat erfolgreich die L-Dressur bestanden.
      Cadiz hat erfolgreich die M-Dressur bestanden.
      by Catalina

    • sadasha
      23.12.2015
      Kleiner Lagebericht

      Meine Dressurausbildung bei Catalina Dixon ist beendet und es gibt vieles zu erzählen. Schönes, aber auch nicht so Schönes... Ein halbes Jahr lang war ich die meiste Zeit in der UK, kam nur für wichtige Termine nach Deutschland wie zum Beispiel Slap Happys Zuchtzulassung. Vor zwei Monaten ist in meiner Abwesenheit etwas Furchtbares passiert. Jill hatte einen Hirnschlag und ist kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Ich war nicht da. Ich bin natürlich sofort nach Deutschland zurückgekehrt, zum einen um Jill zu beerdigen und zum anderen um die Arbeit auf dem Bear Brook EC weiterzuführen. Meine Eltern sind zur Unterstützung aus England hergekommen und haben mir ein ultimatives Angebot gemacht den alten Hof von ihnen zu übernehmen und den in Deutschland zu verkaufen. Nach einigem Hin und Her habe ich das Angebot angenommen und sind wir seit einer Woche in England. Mit Jills Tod habe ich auch wieder angefangen zu rauchen, was die schlechten Nachrichten abschließt. Es gibt aber auch schöne Neuigkeiten. Wir haben einen Reitponyhengst gekauft, Heart of Ocean ist sein Name. Sehr angenehmer Charakter. Für Princess Sansa haben wir auch endlich jemanden gefunden. Da ich von jetzt an viel unterwegs sein werde habe ich Unterstützung für den Hof gesucht und einen Westernfreak gefunden. Steven ist Mitte 30 und der einzige der mit Princess Sansa wirklich zurecht kommt. Außerdem hilft er bei den täglichen Stallarbeiten. Er gehört jetzt fest zum Team und ist mit nach England gezogen.

      Neben unseren Pferden stehen hier auch noch zwei alte Vollblüter meiner Eltern, die euch später noch vorstellen werde. Iceflower, Princess und Bear Totem's Denali sind zur Zeit bei Jackie im Kürprogramm. Cadiz und Mr. Raw Depression gehen stark auf ihre Körung zu oh und Ray möchte ich zudem im Military weiterbilden lassen um mit ihm im Turniersport aktiv zu werden. Was ich selbst erst vor ein paar Tagen erfahren habe ist, dass Jill Slap Happy hat decken lassen, von Lamperd. Das Fohlen müsste im frühen Sommer nächsten Jahres zur Welt kommen. Der einzige zu dem es nichts Neues zu sagen gibt ist Race of Hope, der dunkle Vollbluthengst wird liebevoll von seiner Reitbeteiligung umsorgt und genießt noch die Ruhe vor dem Sturm, bis die Zucht in Gang kommt. Heute widme ich mich speziell Ocean, dem neuen Reitponyhengst. All die Tage hatte ich noch keine Zeit gehabt ihn unter die Lupe zu nehmen. Meine Eltern waren begeistert von ihm, weshalb ich mich davon heute selbst überzeugen wollte. Mit seinen 147cm war er ein recht großes Reitpony. Ich war erstaunt wie selbstverständlich er sich von der Wiede führen und putzen ließ. Da war ich anderes gewohnt von unseren Schützlingen. Auch beim reiten zeigte er sich mehr als vorbildlich. Das Talent für Dressur und Springen spürte ich sofort und testete seine Grenzen. Nach gut einer Stunde war ich mit ihm fertig und stellte ihn recht zufrieden zurück auf die Weide. Er würde mit Sicherheit noch eine große Rolle in der Ponyzucht spielen, wenn er mal soweit ist.
    • sadasha
      27.01.2016
      Nicht viel Neues

      Es hat sich so viel getan auf dem Gestüt in England. Die Trakehner abgegeben habe ich kurz darauf zwei der Reitponys von Catalina übernommen. Beide schon zur Zucht zugelassen, ein Hengst und eine Stute. Pendragon und Arcany, ich kannte sie bereits von meinen Aufenthalten auf ihrem Gestüt und hatte Pendragon sogar einmal unterm Sattel. Außerdem habe ich euch den einzigen Wallach hier noch garnicht vorgestellt. Samson. Er ist ein Tinkerwallach und ein Allroundtalent. Ursprünglich Western eingeritten und in frühen Jahren auch eingefahren wurde er später auch in die englische Reitweise eingeführt. Er hat mich 'früher' viel begleitet und stets treue Dienste erwiesen. Meine Eltern haben auch heute noch viel Spaß an ihm, er wird hauptsächlich gefahren und als Besucher-Pferd genutzt. Heute kam ein neues Pferd auf dem Hof an, eine Vollblutstute: Chuckling Dancing Mess. Jill hätte sie nicht gemocht. Leicht rosa gesprenkelte Haut um Augen und Maul, fast weißes Langhaar und eine golden glänzende Grundfarbe. Nicht gerade pflegeleicht, aber das würden wir schon hinkriegen. Sie hat einen guten Charakter. Sehr aufgedreht, sehr intelligent, sehr schnell. Für ein englisches Vollblut großartig. Meine Eltern sind begeistert von ihr. Steven hat seine Zweifel. Er hat es gerne pflegeleicht, genau wie Jill. Ja, besonders darf es sein, aber nicht pflegeintensiv. Wahrscheinlich ist das auch der Grund für Jill's Liebe zu braunen Pferden in sämtlichen Schattierungen. Pendragon hätte sie geliebt ja... Oh wenn sie gewusst hätte wie toll Mr. Raw Depression sich auf der Körung gemacht hat.
      Gedankenversunken saß ich im Auto, auf dem Weg Ausrüstung für die neuen Pferde zu besorgen. Vor allem an Ponysachen fehlte es auf dem Gestüt. Erst am späten Nachmittag kehrte ich wieder zu Hause ein. Steven hatte Pendragon bereits bewegt, es war seltsam ihn als Westernreiter in einem englischen Sattel zu sehen, aber er hatte sichtlich Spaß daran etwas Abwechslung in seinen Alltag zu bringen und Neues zu lernen. Ein guter Mann. Ein Glücksgriff.
      Mit mir war gegenwärtig nicht viel anzufangen. Die Anprobe der neuen Reitsachen überließ ich so Jamie, eine junge Frau, die sich seit ein paar Wochen um die Ponys kümmerte. Sie ließ sich dabei von meinen Eltern fernsteuern. Sie studiert zur Zeit Tiermedizin. Dass sie sich so diktieren ließ verwunderte mich jedes mal. Während sie Arcany die mitgebrachten Sachen vorstellte ging ich zur Box von Missy, wie ich die neue Vollblutstute nannte. Mit wachen Augen sah sie mich an. Ich hob die Boxentüre zur Seite und trat ein, streichte über die weichen Nüstern, das seidige Fell am Hals. Diese Fellfarbe brachte ein sehr leichtes, dünnes Fell mit sich. Jetzt im Sommer war das kein Problem. Aber an kühleren Tagen wird sie eine Decke brauchen. Ich glaube nicht, dass sie ein ordentliches Winterfell entwickeln wird. Vorsichtig halfterte ich die Stute auf und brachte sie auf eine leere weide, damit sie rennen konnte. Es war schön ihr dabei zuzusehen. Eine Viertelstunde lang stand ich da und beobachtete sie beim Spinnen. Dann ging ich zurück zum Stall, die Boxen waren nun alle leer. Die Pferde versorgt.
      Am nächsten Tag stand ich früh auf, schlang ein schnelles Frühstück herunter, mistete gemeinsam mit Steven die Boxen und brachte dann Race is Hope und CHH' Lamperd zur Rennbahn. Wieder auf dem Hof kümmerte ich mich um Slap Happy, die nun hochtragend war. Lange konnte es nicht mehr dauern bis ihr Fohlen kam. Wir hatten bereits einen Interessenten für das Fohlen, der es rassegerecht aufziehen würde. Steven hatte sich nach der Stallarbeit Princess Sansa geholt und so beschloss ich mit Bear Totem's Denali auszureiten. Sie hatte sich toll entwickelt und schon einige Turniererfolge eingeholt. In Deutschland war sie immer eher das graue Mäuschen, das niemand beachtete. Hier in England war man begeistert von ihr. Braune Pferde sah man hier zu Hauf, aber ein Blue Roan Vollblut war etwas besonderes. Auf Ausritten mit ihr wurde man ständig angesprochen, was für ein tolles Pferd sie doch sei. Ja das war sie auch, die ausgeglichenste Vollblutstute im Stall. Ausgeglichener als Slap Happy. Jamie war mittlerweile auch eingetroffen und kümmerte sich um Arcany, Pendragon, Iceflower und PFS' Heart of Ocean. Damit war sie den ganzen Tag beschäftigt. Jedes mal wenn ich sie traf, hatte sie ein anderes Pony zwischen. Nach der Mittagspause hatte ich nur noch Mr. Raw Depression vor mir. Auch mit ihm ging es ins Gelände, allerdings nicht für einen Ausritt. Wir trainierten fürs Military. Gut eine Stunde hatte ich ihn zwischen, bis ich ihn auf die Weide entließ, Samson im Vorbeigehen grüßte und schließlich die beiden Renner von ihrem Training abholte und ebenfalls verabschiedete. Feierabend! Seit Wochen hatte ich nichts mehr von Catalina gehört. Nichtmal ein „Hallo.“ schrieb sie mir. Langsam hatte ich die Vermutung, dass etwas nicht stimmte. Abermals versuchte ich sie telefonisch zu erreichen, doch wieder hob niemand ab. Wieder ging ein Tag zu Ende ohne nennenswerte Veränderungen.
    • sadasha
      06.03.2016
      Das erste Fohlen

      Es ist gerade einmal zwei Wochen her, das ich mit zwei meiner Pferde in Kanada war. Zwei Wochen und es wahr keine leichte Zeit dort. Immer wieder nahm ich Kontakt zu meinen Eltern in England auf um zu hören wie es Slap Happy ging. Die hoch tragende Vollblutstute machte sich prächtig. Erst als ich heim kam fing sie an schwierig zu werden. Sie war unerfahren, launisch. Schon zwei Tage vor dem eigentlichen Abfohlen verbrachte ich die meiste Zeit an ihrer extra großen Abfohlbox. Immer wieder dachte ich es sei gleich so weit. Miss Chattahoochee stand mir dabei zur Seite und mit ihrer Hilfe brachte Slap Happy nach zwei unendlich langen Tagen ohne Schlaf ein im ersten Augenblick sehr zerbrechlich wirkendes Rappfohlen zur Welt. Es war eine Stute, fast gänzlich schwarz und zierlich gebaut. Nach ein paar unbeholfenen Aufstehversuchen stand sie auf ihren unendlich langen Stelzen und suchte instinktiv den Weg zur Milch. „Na das sieht doch großartig aus.“ sagte ich mehr als stolz. Es dauerte fast zwei Stunden, bis ich mich abwenden konnte und der Schlaf mich nun doch übermannte.
      Cooper Chattahoochee begleitete uns durch die erste Zeit und führte alle wichtigen Fohlenuntersuchungen und -impfungen selbst durch. Es stand schon während Slap Happys Tragezeit fest, dass sie allergrößtes Interesse an diesem Fohlen hätte. Immerhin ist es der erste Nachkomme ihres ehemaligen Hengstes CHH' Lamperd, der nun in meinem Besitz war. Dass es dann auch noch eine lackschwarze Stute war, war es komplett um sie geschehen. Ich muss gestehen, dass auch ich überwältigt war von der Eleganz die dieses junge Pferd mit sich brachte und es war faszinierend die Entwicklung beobachten zu können. Es war immer wieder etwas ganz Besonderes. Man kann sich einfach nicht satt sehen an überheblichen Luftsprüngen, abgedrehten Spurts und liebevollen Schmuseeinheiten zwischen Fohlen und Stute. Ein halbes Jahr lang konnten die beiden ihre Zweisamkeit genießen, bis die kleine Stute, die wir Glamour of Death tauften, absetzten.
      Es war herzzerreißend wie die beiden nacheinander riefen und ich war mir sicher man würde uns der Tierquälerei beschulden, hätten wir direkte Nachbarn.
      Eine Woche dauerte es bis beide sich beruhigten und unabhängig voneinander wurden. Erst jetzt rief ich Miss Chattahoochee wieder nach England für den letzten Aufenthalt auf dem Bear Brook EC. Dieses mal nahm sie Glamour mit zu sich nach Hause. „Auf eine vielversprechende, erfolgreiche und lehrreiche Zukunft!“ verabschiedete ich mich und fuhr ein letztes mal durch die seidige, schwarze Mähne des sichtlich gewachsenen Fohlens. Zusammen mit einem hochwertigen Lederhalfter, einem dazu passenden Strick, den Papieren und ein paar Fotos, die wir in der letzten Zeit aufgenommen hatten, verließen Cooper und Glamour den Hof.
      „Eigentlich hätte ich Cooper ja aus Kanada direkt mitnehmen können nach England.“ dachte ich im Nachhinein.

      Neben Slap Happys Fohlen gab es außerdem zwei neue Errungenschaften für die Zucht. Mr. Raw Depression hatte seine Zuchtpapiere endlich bekommen und Bear Totem's Denali war aus Kanada zurückgekehrt und nun ebenfalls zur Zucht zugelassen. „Dann ist es ja nur noch Chuckling Dancing Mess bei den Vollblütern oder?“ merkte Steven an und ich nickte zufrieden. „Nur noch Missy, dann steht unser Zuchtstamm.“ Zu schade, dass der Kontakt zu Catalina noch immer unterbrochen war. Mittlerweile erreichte ich sie nicht mal mehr telefonisch. Sie war wie vom Erdboden verschluckt. Ein halbes Jahr Funkstille und ich dachte immer noch tagtäglich an unsere Zeit auf ihrem Hof. Wenngleich ich mich immer mehr damit abfand, dass dieses Kapitel wohl einen Haken bekommen kann, war es doch nicht einfach sie aus den Gedanken zu verdrängen. Die letzte Zeit hatte mich die Arbeit rund um das Fohlen abgelenkt. Jetzt, wo das wegfiel, wurde ich wieder ruhiger. Besonders meiner Mutter fiel das auf, doch ich tat es wie immer ab und trainierte stattdessen die Pferde. Neben Missy waren ja auch die Ponys noch da. Jamie kümmerte sich zwar super um das Training von Arcany, Pendragon und Heart of Ocean und Iceflower und Princess Sansa waren weiterhin in Kanada im Training, aber ich wollte mich ab und an selbst vom aktuellen Trainingsstand überzeugen.Zusammen mit Jamie schaffte ich es am Tag über die Hälfte der Pferde zu bewegen. Dabei ritt sie stets auf dem alten Samson und ich nahm Mr. Raw Depression oder Bear Totem's Denali. Auch für Jamie war die Geburt des Fohlens sehr lehrreich. Sie hatte noch nie die Möglichkeit so hautnah dabei zu sein und für sie als angehende Tierärztin gab es wohl kein besseres Lehrbuch als die Praxis selbst.
    • Cooper
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      Tierärztliche Untersuchung, Immunisierung| Pferde des BearBrook ec
      Mein nächster Auftrag führte mich nach England, Lincolnshire, um genau zu sein. Mein Auftraggeber, Hunter Crowley. Wir waren relativ gute Bekannte und unsere Gestüte arbeiteten des öfteren zusammen. Er hatte damals Lamperd gekauft und das erste Nachkommen sollte meins sein. Und das war es auch. Vor einem halben Jahr war ich schon mal dort, um mich um die Geburt von dem Fohlen zu kümmern und natürlich um Slap Happy. Die Geburt dauerte anstrengende und schlafraubende zwei Tage, jedoch ohne Komplikationen. Ich hatte der trächtigen Stute damals einige Schmerzmittel gegeben und führte eine direkte Nachuntersuchung durch. Da es ihr erstes Fohlen war, war es normal das sie zuerst etwas apathisch benahm. Aber als sie ihr kleine kleine Prinzessin sah, war auch dieser Teil des 'Schocks' schnell vergessen. Es war immer wieder wundervoll bei einer Geburt dabei zu sein, jedoch war es diesmal was überaus besonderes gewesen. Da ich einige Tage auf BearBrook ec verbrachte konnte ich auch sofort eine neugeborene Untersuchung durchführen, mit allen wichtigsten Tests, sowie Immunisierungen. Ich konnte bei dieser Untersuchung bei der kleinen Rappstute keine negativen Auffälligkeiten finden und auch die Immunisierungen vertrug sie prächtig. Auch Slap Happy kümmerte sich wunderbar um ih Fohlen, was nicht immer selbstverständlich war, vor allem bei Vollblütern. Nach den schönen Tagen verschwand ich nochmal in den Hintergrund und lies die getaufte 'Glamour of Death' Fohlen sein.

      Dieses mal aber kam ich aber um die kleine ab zu holen und um mich um die anderen Pferde zu kümmern, es standen nämlich Immunisierungen und Grunduntersuchungen an. Als ich ankam wurde ich zuerst sehr nett begrüßt und wir schauten selbstverständlich erstmal nach Glamour. "Sie ist so wunderschön, das haben Slap Happy und Lamperd toll gemacht" lächelte ich. "Alllerdings" erwiederte Hunter und führte mich dann in den geräumigen aber gemütlichen Stall. Zuerst kümmerte ich mich um einen Wallach namens Samson. "Meine Güte, ist der Fluffig". Hunter lachte. Ich begrüßte den stämmigen Kerl und unterzog ihm erstmal die Vitalzeichenkontrolle, dann folgte die Abtastung des Körpers und die Untersuchung der Reflexe. "Alles supi". Dann spritze ich ihm noch die Immunisierungen für das halbe Jahr. Ich hatte das Gefühl das er es noch nicht mal spürte dass da grade etwas pickste. Nur ein regelrechtes Muskelzucken lies mich denken das er doch, ganz vielleicht, was verspürt hatte. Was er nicht mochte war die Wurmkur, aber wer mag die auch, egal wie viel süße Sachen man dazu gibt, es schmeckt für Pferde einfach widerlich. Weiter ging es nach der Belohnung mit Chuckling Dancing Mess. "Was ein Name". Hunter war inzwischen Slap Happy und ihr Fohlen von der Weide holen. Ich wiederholte den Vorgang den ich bei Samson machte bei der Vollblutstute und kam dann zu Slap Happy. "Hallo süße" sagte ich und sie schnaubte mich erstmal an. Sie fand es nicht so toll das ich in die Box von ihr und ihrem Kind kam, konnte sich dann aber doch damit abfinden. Auch hier untersuchte ich die Vitalzeichen beider Stuten und schaute nach weitern Auffälligkeiten. bei Glamour schaute ich nochmal besonders hin und unterzog ihr auch einige Tests die führ Fohlen wichtig sind, sowie Beugproben, abtasten der Muskeln und Knochen etc. "Alles perfekt, Glamour wird dem Namen Vollblut sehr gerecht". Glamour war nun alt genug für die Fohlenlähmungimpfung und auch Slap Happy's Immunierungen, sowie Wurmkur, frischte ich auch. Ich lobte die Beiden und kam dann zu einer besonders schönen Stute, Bear Totem's Denali, bekannt aus dem Grund, dass sie unglaublich viele Erfolge zu bieten hatte. Es war mir wirklich eine Ehre sie behandeln zu dürfen und danach ging es zu Mr.Raw.Depression. Beides waren wundervolle Pferde, und auch hier war nach der Untersuchung keinerlei negativen Aspekte zu finden, dennoch war es mit den Immunisierungen und den Wurmkuren nicht sehr leicht. "Was will man bei Vollblütern auch anderes erwarten" sagte Hunter. "Allerdings" lachte ich. Simon war in Kanada geblieben und kümmerte sich dort um alles. Er war ein wenig eifersüchtig das ich alleine gefahren war. Er wusste das Hunter ein gut aussehender Kerl ist und sein Anwesen sowie der Besitz von bedeutungsvollen Vollblütern und die enge Zusammenarbeit, machte ihm es ja nicht leichter. Aber sie verstanden sich das letzte mal aber sogar sehr gut und Simon wusste auch das ich in dieser Hinsicht niemals an sowas denken würde, das tat ich auch nicht. Hunter war einfach, ein guter Kerl. Jetz kam ich zu Lamperd. "Ohwww...Hallo mein süßer" sagte ich und umarmte ihn. Etwas verwirrt schaute der Hengst mich an, beugte sich aber dann nach unten und begrüßte mich mit einem lauten Schnauben. Er hatte sich prächtig entwickelt. Ich wiederholte den gleiche Prozess bei dem Overo Hengst und landete dann bei den Deutschen Reitponys. Die erste war Arcany. Diese kannte ich auch, dennoch nur vom Namen. Dann zu, Princess Sansa, Iceflower, Pendragon und PFS' Heart of Ocean. Bei allen schaute ich nach den Vitalzeichen, tastete den Körper ab, Kontrollierte extra Reflexe, Ohren, Nüstern, Schleimhäute und Mundbereich und unterzog ihnen die Immunisierungen sowie Wurmkuren. "So, ich hab euch genug gequält". Ich konnte alle Pferde ausgiebig belohnen und Hunter war um zwanzig Äpfel ärmer. "Erstmal Pause" sagte er und wir verschwanden ins Gutshaus.


      Im Gutshaus erledigten wir einigen Papierkram, inklusive des Kaufvertrags von Glamour of Death. "Wir haben acht Uhr, ich glaube langsam wird es Zeit sie fertig zu machen". Etwas traurig schaute mich Hunter an und nickte. Wir bereiteten alles vor und ich kontrollierte nochmal ob mit Glamour alles stimmte. Wir versuchten ihr es so angenehm wie möglich zu machen, dennoch war es logisch das die kleine Angst hatte. Ich hatte zum glück ein kleines Team dabei, die sich um das fachliche kümmerten, somit konnte ich mich um das Stutfohlen kümmern.
      "Auf eine vielversprechende, erfolgreiche und lehrreiche Zukunft" sagte Hunter und verabschiedete uns.
    • sadasha
      10. März 2016
      Zeit für eine neue Aufgabe

      Nach dem Stress der letzten Wochen kehrte etwas Ruhe ins Hofleben zurück. Slap Happy machte sich immer besser im Training und mit Ocean hatten sich Steven und Gine rumzuschlagen. Seit dem Trainingsaufenthalt in Kanada war er nicht mehr derselbe. Würde sich sein Verhalten nicht bessern, würde ich wohl demnächst Cooper noch einmal beauftragen müssen. Im Grunde eine gute Gelegenheit um zu hören wie sich Slap Happy's Kind so macht. In meiner Freizeit beschäftigte ich mich aktuell viel mit den einheimischen Pferderassen und ihren Zuchten. Shetlandponys, Irish Sporthorses, Hunter, Gypsies. Die Vollblüter waren mir ja bereits mehr als vertraut. Seit ich Samson jeden Tag sehe spiele ich tatsächlich mit dem Gedanken mich mehr für diese Rasse einzusetzen. Um sie zu züchten würde die Zeit fehlen. Allein die Vollblut und Reitponyzucht ist schon sehr zeitintensiv in ihren Nachforschungen. Außerdem werden Tinker in großem Stil an jeder Ecke gezüchtet und am Ende landen sie als zweitklassige Unterrichtspferde in europäischen Reitschulen. Mein Ziel wird es sein Tinkern, in denen ich Potential sehe, die Möglichkeit zu geben ihr Talent zu beweisen um dann in eine bessere Zukunft zu gehen.
      Eine Woche Urlaub nahm ich mir um mich auf den Auktionen, Märkten und Shows umzusehen und die Umstände waren teilweise katastrophal. Massen von Pferden und Ponys wurden teilweise ohne groß nachzudenken auf enge Marktplätze getrieben um sie in aller Hektik kurz zu „reiten“ und dann möglichst günstig abzugeben. Kein schönes Schauspiel und auch nichts, was ich unterstützen wollte. Meine Reise führte mich schließlich zu einer Pferdemesse auf der verschiedene Rassen vorgestellt und auch verkauft wurden, auf diversen Reitplätzen gab es Shows und Workshops zu bestaunen. Mich zog es zu den Verkäufen. Gut ein Dutzend Tinker standen hier zum Verkauf. Teilweise aus Zuchten, teilweise aus privater Hand. Verschiedenste Farben und Alterklassen waren vertreten. Angetan hat es mir ein Braunschecke, ein Hengst. Er erinnerte mich vom Gemüt her sehr an Samson. Sehr freundlich und aufgeschlossen und gut gebaut war er auch noch. So viel Fell! Mit „Areion“ hatte er auch noch einen wahrhaft göttlichen Namen. Ohne zu zögern erkundigte ich mich nach Infos zu seiner Herkunft und recht bald war klar, dass Areion mit nach Lincolnshire kommen würde.
      „Noch ein Tinker?!“ klagte meine Mutter, als ich den Hengst, der gut 10cm kleiner als Samson war, aus dem Hänger lud. Ohne Worte lächelte ich meine Mutter an, die ihr „Glück“ noch immer nicht fassen konnte. „Du hast doch schon einen Tinker, was willst du mit noch einem?“ - „Mom, Areion wird hier nicht groß auffallen. Er bleibt auch nur solange hier, bis ich ihm eine etwas bessere Ausbildung verschafft habe und ihn dann in verantwortungsvolle Hände geben kann.“ Immer noch missmutig trat meine Mutter an die Fellkugel heran. „Du willst ihn also wieder verkaufen?“ fragte sie ungläubig, während sie mit den Händen durch die dichte lange Mähne fuhr und schließlich den Hals des Hengstes kraulte. „Ja, sobald ich denke, dass er dazu bereit ist.“ gab ich zurück, wobei ich selber noch nicht recht glauben wollte, dass ich dieses Prachtexemplar irgendwann abgeben könnte. „Er hat was besseres verdient, als in irgendeinem 0-8-15 Schulbetrieb zu landen.“ Meine Mutter nickte. „Du bist erwachsen, du weißt was du machst.“ Mit diesen Worten klopfte sie ein letztes mal sanft den kräftigen Hengsthals und schlurfte dann in ihren Badelatschen in Richtung Weiden davon.
      Areion brachte ich erstmal für ein paar Minuten auf einen der Hengstpaddocks, wo er sich alleine austoben konnte. Er stand zuvor mehrere Stunden im Hänger und war froh sich einmal auszulassen. Anschließend machte ich ihn Boxfertig und ließ ihn für den Rest des Tages in Ruhe. Die nächsten Tage kümmerte ich mich um künftige Termine für Areion. Er sollte im Fahren und später auch im Western weitergebildet werden und auch ein Tierarzt-Check-Up war nötig.
    • Jackie
      10. März 2016
      Dressurtraining A-L

      "Willkommen auf Briar Ridge", sagte Vel Stanton mit ihrem niemals endenden Lächeln. Dabei bildeten sich richtige Grübchen in ihrem Gesicht von denen Ashley meinen könnte, sie hätten niemals existiert. "Eh ja vielen Dank. Miss Stanton ? Ich muss aber leider wieder gehen, ich wollte ihnen nur die Pferde vorbei bringen", Hunter Crowley war etwas in Eile. "Ich habe noch nicht eingecheckt", sagte er ziemlich nervös und spielte dabei immer wieder mit seinen Fingern an seiner Jacke. Vel, schien begriffen zu haben, sie nickte und hob ihre Augenbrauen in die Höhe. "Können sie sich nur eben eine Minute Zeit nehmen ? Sie müssen noch die Papiere unterschreiben, danach kümmern sich unsere Trainer um ihre Beiden.", er nickte und folgte Vel ins Büro. In der Stallgasse hantierte währenddessen Ashley mit Redneck (Darly Gone Mad). "Ashley lass das Pferd in Ruhe ! Es wird dich noch verletzen", schimpfte Vel ihr hinterher. "Aber Mum!", Ashley sah das Vollblut etwas enttäuscht an "Meine Mutter hat doch gar keine Ahnung von dir". Liebevoll streichelte sie Rednecks Gesicht, es war untypisch für ihn, dass er sich anfassen ließ. "Nun aber zu ihnen", sprach Vel zu Hunter. "Hier steht ihr Wohnort, dort der Name ihrer Pferde sowie sonstige Informationen. Sie müssen nur noch unterschreiben. Bear Brook EC in Lincolnshire stimmt aber oder?"
      "Ja alles richtig", hektisch unterschrieb Hunter den Trainingsvertrag. "Sehr gut. Kommen sie wirklich von so weit her ?"
      "Ja, jetzt muss ich aber los!", glatt stieß Hunter den Stuhl beim aufstehen um, so eilig hatte er es. Vel blickte den jungen Burschen verwundert hinterher und folgte ihm im schnellen Schritt. "Bis bald!", Hunter warf ihr noch ein letztes Lächeln zu und stieg in seinen Wagen um sich auf zum Hotel zu machen. Nun waren die Pferde an der Reihe. Vel teilte Rick McSullen den Auftrag zu, welcher Thomas befahl die Pferde zu versorgen. Morgen sollten sie dann trainiert werden.
      *
      Am nächsten Morgen übernahm Jarret den zierlichen Rapproan Hengst, Heart of Ocean. Er holte das bereits gesattelte Pferd aus der Box, um ihn in der Halle warm zu reiten. Dabei fasste Jarret die Zügel kurz, sodass Ocean wenig Halsfreiheit hatte. Nach 10 Minuten gab Jarret dem Hengst die Haken um anzutraben. Da Ocean bereits einige Lektionen aus der A Dressur kannte, fehlte nicht mehr viel was dem Pferd beigebracht werden musste. Jarret ritt an F vorbei zu A und wechselte bei K durch die halbe Bahn, bei B angekommen ritt er schließlich wieder auf dem Hufschlag weiter. Nun musste Ocean das gleiche Spektakel auf der anderen Hand bewältigen, also ritt Jarret zunächst nach E um von dort aus in einem Bogen nach A zu reiten, nun konnte er an K vorbei Richtung H reiten. Im Trab ritt er zunächst auf den Hufschlag bis nach M um erneut durch die halbe Bahn zu wechseln. Bei E machte er zunächst halt. Auf Dauer wurde Ocean das Gebiss jedoch zu unangenehm, er schüttelte den Kopf und versuchte die Zügel los zu reißen, Jarret jedoch blieb hart und zog die Zügel bloß noch straffer an. Ocean begann zu quietschen und versuchte den Kopf nach unten zu reißen, da gab Jarret ihm die Gerte und trieb ihn in kleinen 8-Meter Volten. Ocean gab nach und beruhigte sich. Als nächstes galoppierte Jarret Ocean an. Nach einem Zirkel parierte er Ocean wieder in den Schritt durch und galoppierte ihn nach vier Schritten auf der neuen Hand wieder an. Ocean jedoch stockte etwas, darum wollte Jarret die Übung wiederholen. Er parierte Ocean durch, gab ihn nach drei Schritten eine halbe Parade und gab mit dem neuen inneren Zügel nach. Ocean galoppierte an. Nun gab er dem Hengst eine Parade und setzte sich tief in den Sattel, schloss dann seine Fäußte und spannte seinen Oberschenkel an, Jarret gab nach und trieb Ocean wieder an. "Perfekt", sagte er nüchtern und fuhr das Training fort indem er im versammelten Trab das Viereck verkleinerte und wieder vergrößerte. Zu guter letzt hielt er Ocean an und ließ ihm die Zügel aus der Hand kauen, dann stieg Jarret ab um Ocean an Thomas zu übergeben. "Bitte", sagte er kühl und drückte dem Pfleger die Zügel in die Hand. Thomas betrachtete den hübschen Hengst und rieb seine Stirn. "Mensch du schwitzt ja richtig", schnell brachte er den Rapproan in den Stall um ihn abzusatteln und ihm eine Decke aufzulegen damit er nicht krank wurde. "Jarret kann ein richtiges Arschloch sein oder ?", Thomas seufzte und verweilte eine Weile bei Hunters Pferd.
      *
      Nun war Sven damit beschäftigt Missy (Chuckling Dancing Mess) zu trainieren. Sie war mit der Dressur noch gar nicht vertraut, weshalb ihr Trainingsprogramm relativ klein ausfallen würde. Zunächst ritt Sven in die Reithalle ein und gurtete Missys Sattel nach. Schließlich trieb er die Vollblutstute an, sodass sie im Mittelschritt durch die ganze Bahn ging. Sven hielt die Zügel angenehm locker und achtete auf Missys Körpersprache. Zunächst ritt Sven nach C, auf den Zirkelpunkt bei M über X und schließlich zum Zirkelpunkt H. Erneut ritt Sven eine ganze Bahn, daraufhin trieb er Missy an um auf der linken Hand leichtzutraben. Nun ritt er in Schlangenlinien durch die ganze Bahn. Von A nach K, vorbei am Zirkelpunkt nach B und schließlich vom Zirkelpunkt von H nach C. Seine Hände lagen dabei konstant und ruhig am Hals der Stute. Nachdem Missy zehn Minuten lang getrabt wurde, gab er eine Parade und galoppierte Missy an. In Missy wurden Instinkte ausgelöst die sie dazu verleiten wollten schneller zu laufen, Sven jedoch hielt sie im Zaum, sodass sie in einem angenehmen Arbeitstrab auf der linken Hand lief. Nun wollte Sven die Seiten tauschen, also wechselte er durch die ganze Bahn und galoppierte auf der rechten Hand einen großen Zirkel. "Klopf Klopf", rief auf einmal eine sanfte Frauenstimme. Nein es war nicht Ashley. Sven drehte sich um und blickte zur Bande. Dort stand Judy, welche ihn temperamentvoll anlächelte. "Kann ich dir einen Ratschlag geben ?", sie lächelte.
      "Was denn ?" Sven zog ein wenig an den Zügeln bis Missy, wenn auch widerwillig stehen blieb. "Die Stute braucht etwas zu tun. Ich würd mit ihr Stangenarbeit machen, dann ist sie konzentrierter als wenn sie lächerliche Hufschlagfiguren laufen muss.", nun betrat Judy die Halle und nahm sich die ersten Holzstangen von der Wand. "Ich leg dir welche hin", sie schleppte die schwere Stange in die Mitte der Halle und holte 4 weitere. Dann klopfte sie sich die Hände ab und stellte sich an die Hallenwand. "So, dann reit mal im Trab über die Stangen". Sven taxierte die Holzbalken an und ließ Missy schnellen Schrittes drüber traben. PLONG. Die Stute stolperte über das Holz und schlürfte zurück auf den Hufschlag. "Guck. Sie ist gar nicht ganz bei Sache. Also noch mal". Erneut taxierte Sven die Stangen an. "Treib sie ein wenig", Missys Kopf schnellte hoch als Sven ihr etwas in den Bauch drückte. Schnell hob sie die Hufe weiter an und trabte diesmal etwas ordentlicher über die Stangen. "Das sieht schon besser aus Sven, allerdings war es nicht perfekt. Versuchs noch mal". Sven steuerte erneut auf die Stangen zu. Diesmal blieb die Stute konzentriert und trabte sauber über die Stangen hinweg. "Perfekt. Als Abschluss des Tages galoppier mit ihr über die Stangen. Aber warte, ich muss einen größeren Abstand legen". Bis Judy fertig war, ritt Sven die Stute im Galopp auf den Zirkel. Nun galoppierte er direkt auf die Stangen zu, allerdings in einem Mittelgalopp. Missy berührte einige Stangen, wurde kurz darauf aber direkt konzentrierter. Nach einem zweiten Anlauf, berührte sie nur noch eine Stange. "Gut. Ich möchte jetzt 5 Runden auf den Zirkel sehen, ohne dass du, bzw. das Pferd die Stangen berührt. Sven schwitzte bereits, ritt auf den Zirkel und über die Stangen hinweg. Nun war keine Zeit zum ausruhen, Sven musste erneut auf den Zirkel reiten um über die Stangen zu galoppieren. Nach den weiteren Versuchen konnte Sven endlich in den Schritt und auf die ganze Bahn reiten. Er ließ die Zügel locker, klopfte Missys Hals und lehnte sich erleichtert in den Sattel. "Man bist du eine Mimose", scherzte Judy und warf ihm einen neckenden Blick rüber. "Hey, kannst du mir mal die Decke rüberreichen?"
      "Ist dir kalt?", Judy lachte laut. "Natürlich nicht, aber das Pferd dampft" Sven konnte ein Männer-Kichern dennoch nicht unterdrücken. Er nahm ihr dankbar die Decke entgegen und deckte das Vollblut beim Trockenreiten ein. Es war als würde alle Last von Missy fallen, ein lautes Furzgeräusch ertönte, gefolgt von einem großen Apfelhaufen. "Mach ich schon", sagte Judy amüsiert und bewegte sich zum Mistboy. "Danke". Nach einigen Minuten stieg Sven vom Pferd und führte es in den Stall. Den Rest übernahm Thomas.
      *
      Als Thomas am nächsten Tag den Stallrundgang machte, bekam er einen Schrecken als er Ocean erblickte. Er stand an der hintersten Ecke der Box mit angelehnten Ohren und aufgerollten (?) Augen. "Hey alles gut", sagte Thomas mit einer sanften, leisen Stimme. Bei den Klang seiner Stimme, richtete Ocean seine Ohren wieder auf, blieb dennoch weiterhin hinten in der Box stehen. Eigentlich sollte Ocean in kürze von Jarret geritten werden. Also wartete Thomas einfach auf den Trainer und fütterte in der Zeit die anderen Pferde. Als Jarret reindonnerte und Ocean aus der Box führen wollte, sah er, dass das Pferd nicht gesattelt war. Wütend brüllte er durch die Stallgasse "WARUM IST ER NICHT GESATTELT ?" Thomas lief schnell zu ihm und versuchte ihm den Zustand des Pferdes zu erklären. "Hör mal! Das ist mir Scheiß egal! Deine Aufgabe ist es die Pferde vor dem Training zu satteln! Ansonsten siehste dich auf der Straße wieder". Das hat gesessen, Thomas blickte verschämt zu Boden. Er hielt es nicht für richtig das Pferd in solch einem Zustand zu reiten, geschweige denn überhaupt zu satteln. Aber was sollte er bloß tun, er konnte doch nicht gefeuert werden. Also ging er schnellen Schritts in die Sattelkammer um alles nötige zu holen. Ocean zu satteln war jedoch mehr als eine Herausforderung. Der Hengst wusste genau was geschehen wird und drehte sich ständig weg. Das er Thomas nicht angriff war schon ein Wunder. Als Thomas es jedoch geschafft hatte die Trense und den Sattel anzulegen, dampfte Jarret wütend davon. Thomas konnte ihm nicht folgen da er zuerst seine Arbeit zu ende machen musste. Also beeilte er sich mit seinen Verpflichtungen und betrat Augenblicklich die Halle um Jarret beim Training zu zusehen. Was er jedoch sah war mehr als nur erschreckend. Jarret riss an den Zügeln, hielt sie unangenehm kurz sodass Ocean keine Freiheit mehr hatte. Die Dressurlektionen beherrschte er zwar nun - aber Thomas bezweifelte, dass er sich in Zukunft gut reiten lassen würde. Zwischendurch tat Ocean sogar den ein oder anderen Buckler, Jarret jedoch gab ihm einen Hieb mit der Gerte und anschließend einige Volten um das Pferd wieder zu beruhigen. "Was wird bloß Hunter sagen", murmelte Thomas enttäuscht. Er ging noch mal zurück in den Stall um dem Pferd eine Decke zu holen wenn es vom 'Training' wieder kam. Dann brachte er den völlig verstörten Ocean eingedeckt in die Box. Thomas blieb etwas länger als nötig in der Box "Oh mein armer armer Junge. Was soll ich denn bloß tun. Es tut mir so Leid!" Das Training mit Missy hingegen verlief gut. Sven hatte die Stute gut unter Kontrolle und konnte ihr Temperament zum Vorteil nutzen.
      *
      Hunter bekam nach eineinhalb Wochen einen Anruf. Ocean und Missy seien soweit. Also fuhr Hunter nach GreenBriar Ridge. "Hallo", Vel lächelte ihn begeistert an. "Schön dass es so schnell ging", sagte Hunter etwas verunsichert. "Thomas verlädt die Pferde jetzt in den Hänger, wenn sie wollen können sie in der Zeit einen Kaffee trinken"
      "Oh nein Mrs. Stanton! Ich helfe Thomas, sind ja schließlich meine Pferde" - "Ok", Vels Lächeln verflog und sie blickte verunsichert in den Stall. Offensichtlich hatte Hunter dies mitbekommen denn er fragte "Ist etwas?", als er das schrille wiehern seines Pferdes hörte. Langsam und zögerlich betrat er den Stall um zu sehen was vorgefallen war. Ocean bäumte sich mehrfach auf, versuchte sich zu wehren und weigerte sich einen Schritt weiter zu gehen. Hunters Herz wäre beinahe in die Hose gerutscht als er sein Pferd erblickte. Schnell lief er auf Ocean zu "Ruhig mein Junge", erst als Ocean mit allen Vieren auf den Boden stand, blickte er zu Thomas und sagte wütend "Was habt ihr mit meinem Pferd gemacht!?", Thomas kamen beinahe die Tränen. Er war doch unschuldig. Er wollte Jarret doch immer wieder davon abhalten. Schnell klärte er die Situation auf, enttäuscht streichelte Hunter sein Pferd. "Oh mein Junge. Wie konnt ich denn nur ahnen". Thomas führte in der Zwischenzeit Missy in den Hänger, wartete vor dem schließen noch auf Hunter, der sein Pferd beruhigt hatte und zu der Stute stellte. "Hunter es tut mir wirklich Leid. Jarret kann reiten, hat aber absolut kein Feingefühl was die Pferde betrifft", Hunter antwortete nichts darauf, sondern stieg stumm in den Wagen. Mit dieser jämmerlichen Verabschiedung fuhr er schließlich zurück nach England.​
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    • sadasha
      07. Mai 2016
      Hufschmiede Glorieas
      Großauftrag für 13 Pferde
      Heute kam der erste Großauftrag von einem Mister Crowley. Er hatte 13 Pferde die einen Hufschmied bräuchten. Gestern erst rief er mich aus England an und fragte ob ich kurzfristig kommen könnte. Darum machte ich mich am Abend noch auf den Weg nach England. Ich flog mit der letzten Maschine, in England hatte ich einen netten Kollegen der mir sein gut ausgerüstetes Mobile Hufschmiedwerkstadt lieh. Ich musste nur die Materialien die ich benötigte ersetzen, aber das war vollkommen okay.
      Mein Flug war okay, und holte um 6:30 das versprochene Hufschmiedauto und fuhr dann direkt zu mstr.Crowley. Ich war leicht aufgeregt, denn ich wusste nicht, wie er reagieren würde, wenn plötzlich eine Frau vor ihm stehen würde. Der Beruf ist sehr männerlastig. Ich kam gegen 7:30 an und wurde von einem charmanten gut aussehenden Hunter Crowley.
      Nach unserer kleinen vorstellungsrunde begann ich zuerst mit Heart of Ocean. „ Er ist seit neuestem schwierig mit fremden Menschen, hatte was Schlechtes erlebt. Hab aber leider keine Zeit um dabei zu sein!“ hörte ich noch die neben Info von Hunter. „ Keine Sorge, ich krieg das hin!“ sagte ich und beschloss mit dem schwierigsten anzufangen. Ich baute alles auf und holte mir dann den Rapproanhengst Heart of Ocean.
      Schon in der Box kam er mit angelegten Ohren auf mich zu, doch ich bemerkte natürlich dass er zwei seiner Beine nie richtig belastete. „ Na was hast du für ein Problem süßer!“ redete ich ruhig auf ihn ein. Geduldig wartete ich ab bis er sich beruhigte und legte gekonnt sein halfter auf. „Na komm mal mit! Lass mich das Ansehen!“ ich tat so als würde Ocean mich verstehen und lief zu meinem Arbeitsplatz. Nun vom ersten Blick sahen die Hufen zwar gepflegt aus, aber ziemlich abgenützt aus.
      Ich hob das linke Vorderbein und schaute es mir genauer an. Bald entdeckte ich die stelle die sich entzündet hat und eine Quetschung. „Er hat eine Pododermatitis, das ist eine Huflederhaut Entzündung, dies kann viele Ursachen haben, matschiges Paddock, Dreck, falsche Pflege der hufe, zu langes Reiten auf hartem Untergrund und vieles mehr. Sie sollten ihn jetzt ein paar Tage schonen, am besten kein Training bis es wieder verheilt ist, das ist schmerzhaft, sollte er immer noch schmerz anzeigen, würde ich empfehlen einen Ta für einen Schmerzspritze zu rufen. Bei gründlicher Pflege und Reinigung, sollte das in ein paar Tagen verheilt sein. 2x täglich das Bein 10 Minuten lang mit kaltem Wasser kühlen.!“ Sagte ich zu einem Stallburschen Dieser verzog die Mine leicht sagte aber dann dass er das weiterleiten würde. Ich kürzte dann die restlichen hufen, und entlies Ocean in seine Box und holte mir das nächste Pferd. Diesmal war es ein Tinkerwallach namens Samson. Ich kontrollierte zuerst seine hufe. Diese waren in Ordnung, nun raspelte ich sie etwas kürzer und hinten sollten sie Allu eisen bekommen. Da er viel auf harten untergründen gefahren wird, würde ich für ein Stolleneisen entscheiden, da kann man wenn nötig noch 2-4 Stifte reindrehen, damit das Rutschgefahr verringert wird. Also suchte ich seine Größe heraus und begann mich an die Arbeit Den Ofen schon angeschmissen suchte ich die Größe von Samson. Nun legte ich die Eisen eine Weile in den 100 Grad heißen Ofen, und als diese dann soweit waren hielt ich es an Samsons Huf. Es qualmte und das verbrannte Horn stank bestialisch. Samson stand still und so ging meine Arbeit sehr schnell voran, der letzte Nagel sitzt und ich betrachtete Samson noch einmal. Ich hatte noch nie einen Auftrag bekommen, die Pferde hinten zu beschlagen. Nach langen eigenen Recherchen fand ich heraus, dass es einige aber jedoch wenige Pferde gab die von hinten beschlagen wurden, deshalb war es für mich dann nicht mehr so abstrakt. Nun fettete ich noch die Hufen von Samson ein und konnte mich dem nächsten Pferd widmen.
      Als nächstes kam eine chuckling dancing mess, Missy wie sie von allen genannt wurde, war eine goldfarbende Englisches Vollblut. Da sie Barhuferin war, musste ich keine Eisen vorbereiten. Ich ließ mir die Stute vorlaufen und entdeckte keine Fehlstellung. Sie waren etwas zu lang, aber das war kein Problem. Ich fing mit dem ersten Bein an und arbeitete ruhig weiter nach hinten. Missy hielt brav still und ich lobte die 6 jährige Stute. Die Hufzustand waren sehr gut. Wenn der Abnützung so bleibt bräuchte sie nicht beschlagen werden zu mindestens jetzt nicht. Nach ca. 20 Minuten war ich auch mit ihr fertig und als nächstes kam Slap Happy. Die junge Vollblutstute raubte mir den Atem. Ich hatte sie auf einer Stutkörung gesehen und nun stand sie da und sollten die hufen gemacht bekommen. Ich strich der hübschen stute übers Fell und schaute mir ihre Hufen an. Sie waren in Ordnung etwas lang, aber das war bei Mutterstuten häufiger der Fall, da das Fohlen aber bereits abgesetzt wurde, bekam happy nun ihre Maniküre. Happy ließ sich das nur wiederwillig gefallen. „ Normalerweise ist sie nicht so“ meinte Hunter zu mir. Ich erklärte ihm dass die meisten Pferde nach der Geburt ihres erstens Fohlens ihre Charaktereigenschaften verbessern oder gar verschlechtern können. Und das es für mich kein Problem war. Nun war auch Happy fertig und sie konnte wieder in ihre Box. Nun kam einer der Stallburschen mit einem schönen AraberHengst. Auch ihn ließ ich Vortraben und beobachtete genau wie er läuft. Mit hocherhobenen Hauptes und Schweifes präsentierte sich der Braunschecke. Er wusste wie. „ Das ist Majd, ein aus Saudi-Arabien gezogener 2 Jähriger Araberhengst!“ erzählte mir hunter stolz. „ Das soll ein Hengst sein?“ fragte ich etwas ironisch gemeint, denn der Hengst stand gelassen still da obwohl gerade eine sichtlich rossige stute vorbeigeführt wurde. Nun hob ich seinen ersten Vorderhuf und sah mir es genau an. „ Die hufen sind etwas trocken, fett müsste reichen!“. Gab ich neben bei meine Meinung kund. Seine Hufen waren sonst sehr gut gepflegt, ich musste auch nicht viel wegnehmen. Ich arbeitete routiniert meine Arbeit und da der Hengst so brav stand waren wir auch schnell fertig. Und das für einen 2 jährigen. „ Wie machst du das? Hast du Tipps?!“. In meiner Karriere als Schmiedin lernte ich einige 2 jährige kennen die nicht so artig still standen. „ Er liebt Pfefferminze! Ich hoffe du hast welche!“ bemerkte hunter grinsend als er sah das ich ihn loben wollte. Natürlich hatte ich welche dabei. Mjad nahm das Leckerli an und kaute zufrieden und genüsslich rum nun konnte er wieder in seine Box. Nun kam eine DRP Stute namens Eismärchen.“ Sie ist von Geburt an auf einem Auge Blind!“ erklärte mir Hunter. Ich ließ sie mir kurz Vortraben und sah dass alles in Ordnung war. „ Also mit den Hufen hat sie nichts! Gut gewachsen, richtige Stellung, jetzt nur noch 1-2 cm wegnehmen und dann ist sie da wieder fit!“ lächelte ich. Gesagt getan. Ich machte mich ans Werk. „ Nach der Stute trinken wir einen Kaffee!“ sagte Hunter und grinste mich an. Ich sah kurz auf die Uhr, ich war schon, 3h am Werk, wie die Zeit verging. Eismärchen stand brav da und knabberte hin und da mein Hosenbund an. Endlich kam ich am letzten huf an und hunter ging in die Küche um den Kaffee aufzusetzen. Nun da Eismärchen fertig war, wusch ich mir die Hände und ging in die Küche. Dankend nahm ich die heiße Tasse Kaffee entgegen. „ Du Joicy, was ich….. fragen wollte, Bildest du auch aus? Würdest du mich als Lehrling nehmen?!“ fragte mich Hunter. Ich blickte kurz auf nahm einen Schluck meines Milchkaffees und setzte diese ab. „ Ja ich darf ausbilden, und eigentlich arbeite ich gerne alleine, ich wurde schon zu oft enttäuscht, du setzt da viel Herzblut rein, um dann von anderen gehört zu kriegen wie streng oder scheiße ich sei!“ Kurze Pause. „ Aber wenn du wirklich willst und du dich einen Monat ins Zeugs legst dann würde ich nochmal eine Ausnahme machen. „ Ich werde dich nicht enttäuschen!“ sagte mir hunter. „ Na dann legst du mit dem Rest hier mit an! Sagte ich und Stand auf als nächstes kam die tragende Bear Totem's Denali an die Reihe. Ich ließ mir die Stute Vortraben. „ Was siehst du?!“ fragte ich meinen neuen lehring. „ Das sie Risse im huf hat? Und einen B..Bockhuf?!“ kam zur Antwort. Das war recht gut, denn genau das gleiche hatte ich auch festgestellt. „ Die risse sind nicht schlimm mit einer speziellen Knetmasse kleben wir diese zu nachdem wir sie ausgeschnitten haben!“ erklärte ich. Sorgfältig machte ich den ersten Vorderhuf und den Hinterhuf, zeigte hunter wie das ging, und die zweite Seite machte er mit meiner Hilfe. Beim ausschneiden stellte er sich etwas tollpatschig an und schnitt sich mit dem Hufmesser in den Handballen, wie man sowas schaffte wusste ich nicht. Nun da hunter sich verletzt hatte schaute er einfach zu und ich machte Denali fertig. Dann drückte ich die Knetmasse ein und fettete die hufen ein. Nun kam der englische Vollbluthengst Mr. Raw Depression an der Reihe. Seine Hufen waren in Ordnung, ich musste nur einige ausgefranste stellen korregieren und fette auch diese ein. Der Hengst war atemberaubend, ob er wohl auf meine gekehrte Trakehners tute Musical Star sollte wäre wirklich eine Überlegung wert. Nun nachdem Raw brav war bekam er ein Leckerli und nun kamen wir zum vorletzten Pferd CHH' Lamperd. Von ihm hatte Vorbesitzer des Gestütes Van Helsing ein Nachkommen aus Star gezogen. Und es war eine gute Entscheidung. Der kleine entwickelte sich prächtig. Auch lamperd´s hufen waren schnell gemacht und so kamen wir zum letzten Pferd einen Tinkerhengst namens Areion. Auch er sollte hinten allu eisen bekommen. Hunter wärmte den Ofen auf. Ich erklärte ihm warum ich gerne heiß beschlage. „ Es gibt zwei verschiedene Beschlag Arten. Kalt beschlag verwendet man häufiger bei Isländern oder jungen Pferden, oder auch welche die Rauch und Feuer nicht abkönnen, hat einen Nachteil, wenn du den huf ausschneidest, entstehen kleine Luftbläschen und diese bleiben auch beim kaltbeschlag bestehen, und so fällt das eisen schneller ab. Beim heißbeschag, macht man das eisen zuerst heiß, ca. 70-100 Grad, legt es auf das Horn, das eisen brennt sich in den huf ein und verschließt diese Bläschen, und so verlieren die Pferde weniger die eisen!“ nun schnitt ich die hufen aus, und hunter gab mir von Anhieb an, die richtige Größe des Eisens. „ Ein Naturtalent!“ lachte ich. Es machte mehr Spaß wenn man zu zweit ist das musste ich eingestehen. Um 16:15 war ich mit dem letzten Bein fertig. Und so konnte ich mich auf dem Weg nachhause machen.

      10.457 Zeichen | by Elsaria | Hufschmiede Glorieas
    • Samanta
      18. Mai 2016
      Trainingsbericht "Military von E auf A"

      "Hier", Allison reichte mir das Telefon. Bevor ich fragen konnte, wer denn dran war, war sie auch schon wieder verschwunden. "Hallo, Thomsen am Apparat."
      "Hunter Crowley hier. Könnten Sie vorbeikommen?"
      "Sehr gerne, wenn Sie mir auch sagen wohin und wofür", gab ich zur Antwort. "Bear Brook EC in Lincolnshire. Wir haben hier ein Pferd, das trainiert werden müsste. Kaum Vertrauen zu fremden Menschen, beißt, steigt, buckelt, aber man hat mir gesagt, Sie kämen auch damit klar."
      "Das ist richtig." Ich schlug schon mal meinen Kalender auf. Lincolnshire war nur eine Stunde von Stoke Goldington enfernt, aber wenn es sich um ein Pferd mit wenig Vertrauen handelte, dann wollte ich so viel Zeit wie möglich mit meinem Trainingspartner verbringen. "Ich könnte in einer Woche bei Ihnen sein."
      "Gut, dann bis dann." Bevor ich nach der genauen Adresse fragen konnte, hatte Hunter bereits aufgelegt. Ich seufzte und recherchierte im Internet. Ich wurde fündig und fragte mich was für einen netten Zeitgenossen ich mir da wohl angelacht hatte. Eine Woche später machte ich mich auf den Weg nach Lincolnshire. Ungefähr eine Stunde später war ich angekommen und stieg aus. "Nette Gegend", sagte ich und sah mich um. Niemand zu sehen. Ich wollte auch nicht einfach auf fremdes Gelände gehen, weshalb ich erstmal ziemlich planlos in der Gegend rumstand. Schließlich entdeckte mich ein junger Mann mit langen Haaren, die ebenso wie der Bart ein bisschen Pflege dringend nötig gehabt hätten. Nett sah er aber aus. "Hallo, ich bin Sam..."
      "Kommen Sie." Okay. Ich folgte ihm also. Er zeigte mir zuerst mein Zimmer,wo ich meinen Koffer abstellte und brachte mich dann zu PFS' Heart of Ocean. "Das wäre dann Ocean. Falls sie Hilfe brauchen, dann wenden Sie sich an mich." Ich nickte und bedankte mich, kurz bevor er auch schon verschwunden war. Ich wendete mich also Ocean zu und streckte ihm meine Hand hin. Der Hengst beäugte mich misstrauisch und drückte sich in die hintere Ecke. Das würde wohl noch eine Weile dauern. Ich schob vorsichtig die Boxentür auf und setzte mich dann in die Box. Ocean beäugte mich weiterhin. Als ich mich nicht rührte, begann er langsam wieder zu fressen, war aber immer mit einem Ohr bei mir. Er näherte sich mir an diesem Tag nicht, schien aber mit der Zeit etwas entspannter geworden zu sein. Hunter bekam ich an diesem Tag nicht mehr zu Gesicht. Die nächsten Tage verbrachte ich stundenlang in der Box des Hengstes. Ocean entspannte sich jeden Tag ein bisschen mehr und nach einer Woche schnupperte er das erste Mal an mir. Trotzdem dauerte es noch fast zwei Wochen, bis ich den Hengst das erste Mal putzen und noch ein paar weitere Tage, bis ich mit ihm spazieren gehen konnte. Als ich ihn die ersten Male putzte, versuchte er regelmäßig nach mir zu beißen. Ich unterband das energisch, achtete aber darauf, dass ich das sowieso schon brüchige Vertrauen nicht zerstörte. Ich nahm mir viel Zeit, um das Vertrauen des hübschen Hengstes zu gewinnen. Hunter sah ich zwischendurch mal, aber viel redeten wir nicht. Er erkundigte sich immer mal, wie es voranging und ob ich Hilfe brauchte, aber bisher kam ich noch gut alleine klar. "Ich denke in einer Woche kann ich mit dem richtigen Training anfangen." Er schien soweit zufrieden zu sein. Genau wusste ich das aber nicht, denn wie bereits festgestellt, war er nicht besonders mitteilsam. Eine Woche später hatte der Hengst sich einigermaßen an mich gewöhnt, sodass ich es wagte, ihn das erste Mal zu reiten. Ich sattelte und trenste ihn, führte ihn dann in die Halle und gurtete nach. Erstmal longierte ich Ocean, bevor ich es schließlich wagte, ihn auch zu reiten. Bei Pferden, bei denen ich mir einfach noch unsicher war, machte ich das gerne, um zu sehen, wie sie an der Longe waren. Es klappte gut und so stieg ich ein paar Minuten später auch schon auf. Zunächst war Ocean sehr angespannt und als ich versuchte ihn anzutreiben, ging er hoch. Ich hatte mich so etwas gerechnet, sodass ich nicht aus dem Sattel geworfen wurde, aber angenehm war es nicht. Ich trieb erneut und nach einigen energischen Treibern, ging der Hengst wieder runter und machte einen gewaltigen Satz inklusive Buckler nach vorne. "Ist ja gut, mein Junge", sagte ich sanft, als er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. "Wir müssen uns wohl aneinander gewöhnen, hm?" Ich strich ihm vorsichtig über den Hals und beließ es für heute bei einigen Schrittrunden. Die nächsten Tage arbeitete ich daran, dass der Hengst mich und meine Hilfen kennen lernte. Immer wieder buckelte er los oder stieg und ein paar Mal hob es mich auch aus dem Sattel, aber ich stieg immer wieder auf und nach einiger Zeit wurde offenbar, dass er mir langsam vertraute. Das Beißen hatte er fast vollständig eingestellt, ebenso wie das Steigen. Zwischendurch setzte er nochmal mit einem Buckler ein, aber ansonsten schien er mir soweit zu vertrauen, dass ich ihn im Schritt und Trab reiten konnte. Der Galopp war noch etwas holprig, aber auch das würden wir in den Griff bekommen. Gerade hatte es mich mal wieder aus dem Sattel gehauen, als Hunter die Halle betrat. "Alles klar bei Ihnen?" Ich nickte und sagte:"Ja, wir gewöhnen uns langsam aneinander." Lächelnd klopfte ich mir den Staub von den Klamotten und stieg erneut auf. "So ists gut, mein Junge." Ich hatte festgestellt, dass es ihn beruhigte, wenn ich mit ihm redete und so tat ich das. Schließlich waren wir soweit, dass ich Schritt, Trab und Galopp mit ihm gehen konnte, ohne dass er mich absetzte. Also fragte ich Hunter, ob er mir beim Springen helfen würde. Er stimmte zu, erklärte mir aber, dass er nicht lange Zeit hatte. Das war grundsätzlich kein Problem. Wir trainierten eine Stunde. Eine Woche später war ich bereit den ersten Tag mit ihm ausreiten zu gehen. Ocean vertraute mir schon viel mehr, als am Anfang und der Ausritt gelang - bis auf einen Buckler - wirklich gut. "Gut gemacht, mein Süßer." Ich brachte ihn zurück in seine Box. Die nächsten Tage ritt ich immer mal wieder mit ihm aus und trainierte springen mit ihm. Schließlich hatte ich das Gefühl, dass wir bereit für unseren ersten Militarypacours waren. Dazu wollte ich aber Hunter dabei haben. Bloß zur Sicherheit. "Was muss ich tun, um Sie davon zu überzeugen, mit mir zum Militarytraining zu gehen?"
      "Gar nichts. Ich komme auch so mit. " Ich nickte und schweigend machten wir uns auf den Weg. Ocean war zunächst etwas nervös, aber mit der Zeit beruhigte er sich und als ich begann mit ihm zu reden, schien alles wieder in Ordnung zu sein. "Er mag es offensichtlich, wenn man mit ihm redet. Das ist mir aufgefallen." Hunter schwieg. Das war offenbar nicht so seine Stärke, aber vielleicht würde er ja bei dem Hengst eine Ausnahme machen. Schließlich waren wir da und ich sah mich erstmal ein bisschen mit Ocean um. Ich entschied, dass wir zunächst die Einsteigerstrecke gehen würden. Eineinhalb Wochen trainierte ich mit Ocean auf dieser Strecke, bevor wir den ersten A-Sprung mit einbauten. Der Hengst war konzentriert und trotz unserer Anfangsschwierigkeiten fühlte ich mich sicher mit ihm. Hunter hatte uns in den ersten Tagen begleitet, aber mittlerweile traute ich mich auch alleine mit dem Hengst, sodass er nicht mehr dabei sein musste. Ab und an sah er aber doch mal rein und fragte nach dem Trainingsstand. "Noch zwei Wochen, dann müssten wir fertig sein." Er nickte, beobachtete uns beim Training. Ich sollte Recht behalten. Zwei Wochen später war der Hengst sicher im Pacours. Die Grundlage war gelegt, auch wenn es eine schwere Geburt gewesen war. Es hatte Spaß gemacht. Ich liebte ja sowieso Herausforderungen. Trotzdem blieb ich noch einen weiteren Tag, um mit dem Hengst zu trainieren, bevor ich Hunter und ihn in den Pacours schickte. Er war ein unglaublich mutiger Reiter und Ocean vertraute ihm so sehr, dass ich ja schon fast neidisch auf die beiden war. Das nannte ich mal ein Team. "Unglaublich",sagte ich, als die beiden zurück waren. "Das war großartig. Bei Ihnen mache ich mir überhaupt keine Gedanken." Er hätte dem Hengst ebenso das beibringen können, was ich ihm mühsam beigebracht hatte, aber vielleicht gerade das der Grund, dass er sich für einen externen Trainer entschieden hatte. "Auf Wiedersehen, Ms. Thomsen."
      "Bitte, nennen Sie mich doch Samanta." Er nickte. "Hunter." Das wusste ich. Es war nicht gerade eine freundschaftliche Beziehung, die ich zu ihm pflegte, aber ich wollte es wenigstens versuchen. "Viel Erfolg mit Ocean." Ich winkte zum Abschied, bekam ein knappes Nicken, aber das war sicherlich schon mehr, als es anderen vergönnt war. Nachdem ich um die Ecke gebogen war, schaltete ich das Radio ein und sang lautstark mit. Zwei Stunden später - ich hatte eine kurze Pause eingelegt - war ich wieder zu Hause, umschwärmt von meinem Team. Wie hatte ich sie doch alle vermisst. Endlich wieder die gewohnte Lautstärke um mich herum, wobei ich ihnen nach einigen Stunden androhte, dass ich wieder fahren würde, wenn sie nicht mal die Klappe hielten. Heimat, die hatte ich hier definitiv gefunden.
      © Samanta | 8993 Zeichen
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    • sadasha
      21. Mai 2016
      Ein derber Rückschlag

      Im Grunde wusste ich ja schon, dass es mit Catalina jetzt schwieriger werden würde. Jetzt wo sie schwer krank war. Jetzt wo ich von ihrem Seitensprung wusste. Aber der Anruf den ich gestern bekam, gerade als ich mit dem Beschlagen eines Pferdes fertig war, riss mich vollends aus der Fassung, die ich mir so hart erarbeitet hatte die letzten Wochen. „Deine Freundin ist gestorben, Hunter. Willst du nicht herkommen? Die Ärzte geben uns keine Details.“ hieß es da und die Worte schallten noch so deutlich in meinem Kopf, dass sie mich abermals betäubten, wenn ich nur daran dachte. Zum Glück saß ich, sodass mir das flaue Gefühl, dass sich nun auftat, egal sein konnte. Umkippen konnte ich nicht und in der Sitztasche vor mir waren Beutel für den Fall der Fälle, dass ich mich übergeben müsste. Dann die Ansage der Crew, dass wir in wenigen Momenten landen würden. Da ich mich nicht abgeschnallt hatte über den kurzen Flug von Deutschland nach England, kümmerte mich das monotone Gerede nicht.

      Eine halbe Stunde später war ich in Phase Zwei, auf dem Weg zurück in die Heimat: Lincolnshire. Die Zugverbindungen waren so grottenschlecht und über alle Maße überteuert, dass ich mir den Luxus ein Taxi zu nehmen gönnte. Der Taxifahrer warf immer mal einen verunsicherten bis besorgten Blick zur Seite und sprach mich, als das Navi die Ankunft in 5 Minuten ankündigte, doch noch an: „Sir, ist alles in Ordnung? Sie wirken bedrückt.“ fragte er höflich und wusste das sehr zu schätzen. Ich schenkte ihm zur Besänftigung ein kleines Lächeln. „Alles okay. Tut mir leid, dass ich so schweigsam bin.“ Den Rest der Fahrt redete mein Fahrer ununterbrochen. Es beruhigte ihn sichtlich und so war ich ihm nicht böse, auch wenn ich ihm nicht wirklich zuhörte. Ich dachte an Nichts. Zumindest versuchte ich das. Die Leere, die seit dem Anruf in mir herrschte breitete sich in solchen Momenten schneller aus als normal. Dann endlich sah ich die Einfahrt meines Hofes. Höflich wie ich war bedankte ich mich für das Gespräch, gab ein gutes Trinkgeld und stieg aus.

      Auf dem Hof wirkte ein reges Treiben. Dass hier zwei Personen fehlten würde man nicht bemerken, wüsste man es nicht. Gine und Isaac hatten ihre Meute im Griff. Ruby war gerade mit Denali und ihrem Fohlen, dass ich dank meiner Abwesenheit verpasst hatte, auf dem Springplatz beschäftigt. „Hey Honey!“ - „Mom.“ Meine Mutter schnellte mit erhobenen Armen zu mir um mich direkt in den Arm zu nehmen. So fest, dass ich diese Liebkosung abbrach. „Ist gut.“ Besorgt sah sie mich an. Das tat heute jeder.
      Aber die Tatsache außer Acht gelassen, dass ich ein unfassbar schlechtes Gewissen gegenüber Catalina hatte, der ich nicht zur Seite stand in ihren letzten Stunden, ging es mir gut. Ich war nicht mal traurig. Natürlich auch nicht glücklich, ich fühlte einfach... Nichts. „Komm rein, ich hab Essen gemacht. Du hast wieder abgenommen!“ Wieder warf sie einen besorgten Blick auf mich, diesmal musterte sie mich kurz von oben nach unten. Ich ließ mich ins Haus bugsieren, wo mein Vater gerade fertig mit dem Essen war. „Gut dich zu sehen, Junge!“ Ich nickte. Meine Eltern waren überfürsorglich. Sie hatten ihre Gründe, aber im Moment hielt ich das für unnötig. Noch bevor ich saß, hatte meine Mutter mir einen Teller fertig gemacht und vor die Nase geschoben. Nach Essen war mir nicht zu Mute und so stocherte ich lediglich ein wenig herum, bis meine Mutter mir nach einer halben Stunde den Teller wieder abnahm und ihn so verpackte, dass ich ihn mir sollte ich doch Hunger bekommen, wieder warm machen konnte. „Was willst du jetzt machen?“ fragte mein Vater schließlich und unterbrach damit die herrliche Stille der letzten vierzig Minuten. „Ins Krankenhaus fahren.“ Mit den Worten stand ich auf und warf einen Blick aus dem Fenster. Es war trocken und noch immer hell draußen. Zwar kündigte sich schon lange der Herbst an, so war es dennoch noch nicht zu spät das Motorrad zu nehmen. Sowohl mein Vater, als auch meine Mutter sahen mich entsetzt an, als ich mich wieder zu ihnen wandte. „Was?“ fragte ich verwirrt und verließ das Zimmer ohne eine Antwort abzuwarten. „Fahr vorsichtig!“ rief mir Mutter hinterher.
      Auf dem Weg nach draußen schnappte ich Schlüssel, Jacke, Handschuhe und Helm vom Flur auf und machte mich vor meiner Maschine fertig.

      Etwa zwanzig Minuten später stand ich an der Rezeption im Krankenhaus. „Ich würde gerne mehr über Miss Dixon's Tod erfahren. Ich bin- ...ich war war ihr Partner.“ Die Frau musterte mich kurz, war einen Blick auf ihren Bildschirm und tippte irgendwas in ihre Tastatur. „Tut mir leid, ich darf Ihnen keine Auskunft geben. Nur Familienangehörige.“ Ich brummte unzufrieden. „Wo finde ich ihren Arzt?“ Die Dame sah mich vielsagend an. „Aber Sir. Haben sie Kontaktdaten von Miss Dixons Angehörigen?“ Einen Moment lang spielte ich mit dem Gedanken die Gelegenheit auszunutzen. Sie bekommt Kontaktdaten, ich bekomme Antwort auf meine Frage. Dabei hatte ich nicht mal Kontaktdaten. Darüber hatten wir nie gesprochen. „Konnten Sie niemanden erreichen?“ fragte ich entgegen meines Planes. Die Dame nickte eifrig. „Doch doch, ein paar haben wir erreicht. Aber man weiß ja nie.“ Merkwürdige Antwort. Dann sah ich den Arzt vorbeilaufen, von dem ich wusste, dass er Catalina behandelt hatte. Ich lief ihm hinterher und hielt ihn schließlich an. „Dr. bitte, einen Moment nur.“ bat ich und er hielt inne. „Was genau ist mit Miss Dixon passiert? Sie wissen schon, die schwer CF kranke Frau?“ Der Mann seufzte und sah mich durchdringend an. „Erstens, darf ich Ihnen dazu nichts sagen, außer dass sie gestorben ist. Zweitens, sollten Sie es vielleicht bei den Angehörigen versuchen. Sie sind wohl im Hotel gleich gegenüber, hab ich gehört. Und Drittens, sollten sie dringend schlafen, sie sehen nicht mehr gesund aus.“ Wieder einer dieser besorgten Blicke. „Danke.“ sagte ich und lächelte nun tatsächlich, ganz ehrlich. Endlich eine gute Nachricht. Als wäre ich dabei einen Termin zu verpassen, rannte ich den kompletten Weg aus dem Krankenhaus und orientierte mich dann kurz um das Hotel ausfindig zu machen. Es gab nur eines hier und so ging ich zu Fuß rüber und fragte nach Dixon. Man leitete mich weiter und schließlich stand ich vor drei Personen, die mich ein wenig misstrauisch ansahen. „Hi.“ unangenehmer konnte diese Situation kaum sein. „Sie sind Verwandte von Catalina Dixon?“ fragte ich zögerlich und bekam ein ebenso zögerliches Nicken zurück. „Und wer sind sie?“ fragte der einzige Mann in der Runde. „Hunter Crowley.“ sprudelte es aus mir heraus. „Ehm, Catalina's Freund.“ fügte ich schnell hinzu, als eine der Frauen eine Augenbraue hob. Jetzt schienen sie etwas mit mir anfangen zu können, was nicht hieß, dass sie offener wurden. „Gut, chrm... Ich wollte auch nur fragen wann ihre Beerdigung ist.“ log ich und bekam prompt eine Antwort, bevor sich alle drei wieder abwandten. Unzufrieden mit diesem Resultat verließ ich das Hotel wieder und fuhr zurück nach Hause um dort gleich müde ins Bett zu fallen.

      „AUFSTEHEN!! Aufstehen, aufstehen, Auuuufsteheeen!“ jemand rüttelte mich grob wach und hielt mir schließlich seine eiskalten Finger an die Wange. „Los jetzt, mach dich fertig!“ Gine... Wiederwillig richtete ich mich auf. „Was ist denn los?!“ - „Slap Happy's Fohlen kommt, das willst du ja wohl nicht verpassen oder?“ Sofort war ich hellwach. Nein, ihr Fohlen wollte ich unter keinen Umständen verpassen! Schneller als Gine gucken konnte war ich angezogen und lief runter in den Stall. Tatsächlich, meine braune Stute lief in ihrer Box Runden und sah immer wieder zu ihrem Bauch. „Geh noch nicht rein.“ riet Gine mir und so wartete ich geduldig vor der Box, bis Slap Happy sich den Wehen ergab und zu Boden sank. Gerade als ich die Boxentüre aufschieben wollte griff Gine erneut ein: „Warte noch, es kann sein, dass sie sich nochmal umentscheidet.“ ernst sah sie mich ab und nahm meine Hände von der Türe. 'Umentscheidet'... sowas macht meine Slap Happy nicht... Nie. „Siehst du!“ - Verdammt! Für einen kurzen Moment hatte ich tatsächlich geglaubt meine Stute in diesem Punkt zu kennen. Die große Braune stand wieder, den Kopf gesenkt, als würde sie überlegen was sie nun tun sollte. Ein zwei Schritte ging sie nach vorne und sank dann wieder zu Boden. Einige Minutenlang lag sie komplett auf der Seite, bis sie sich noch einmal halb aufrichtete um zu ihrem Bauch zu sehen. „Gut, wir können jetzt rein. Sie wird denke ich nicht mehr aufstehen.“ - Gine schob die Türe auf - „Kann ich helfen?“ der irische Akzent verriet mir, dass Isaac gleich hinter mir stand. „Vielleicht.“ sagte Gine knapp und prüfte fachmännisch die Lage. Dafür, dass sie sonst immer sehr aufdringlich und kommunikativ war, war sie jetzt ausgesprochen ruhig und professionell. Isaac und ich kamen in die Box und schoben die Türe zu. Ohne überhaupt zu fragen schritt ich zum Kopf meiner Stute, hockte mich hin und fing an sie zu kraulen. Am Hals, an den Ohren und schließlich strich ich mit der flachen Hand über ihr hübsches Gesicht. Isaac sah sich die Lage von hinten. „Also in Irland... Da machen wir das anders.“ fing er lachend an zu erzählen um die Spannung zu nehmen. „Da kommen die tragenden Stuten auf die Weide un-“ - „Halt-die-Klappe!“ fauchte Gine ihn an. „Da kommt es!“ Ein breites Grinsen schlich sich auf ihre Lippen und als es ihr möglich war griff sie beherzt die Füße des kleinen Pferdes und erleichterte meiner Stute so das Abfohlen. „Es liegt super, sie macht das toll!“ - „Ist ja auch nicht ihr Erstes...“ brummte ich; zu leise, um von den beiden gehört zu werden. Es vergingen gefühlte Stunden bis das Fohlen mit einem letzten Schub den Mutterleib vollends verlassen hatte. Es war durch und durch braun, ein Hinterhuf erstrahlte aber in hellem Beige und etwas versetzt von der Mitte der Stirn fanden sich ein paar einzelne weiße Härchen. Es war ein Hengstfohlen, das ich mir schöner nicht hätte erträumen können. „Der dunkelt bestimmt noch nach, wenn er wächst. Die paar weißen Haare kannst du dir abschminken.“ fachsimpelte Isaac. „Das verwächst sich alles und der Huf dunkelt auch nach.“ Gine war dem groß gewachsenen Iren einen abwertenden Blick zu. „Er ist gut wie er ist. Hör auf ihn schlecht zu machen.“ Ich grinste. Auch Isaac lachte, was er aber im Grunde immer tat. „Sie hat recht.“ griff ich ein, bevor die beiden sich in eine Diskussion reiten konnten wie ein altes Ehepaar. „Er ist gut. Punkt.“ Ich stand auf und streckte mich ausgiebig. Slap Happy blieb noch einige Minuten liegen und solange wachte Gine über sie und das Hengstfohlen. „Isaac, an die Arbeit. Gine fällt für die nächsten stunden aus, sie muss die zwei im Auge behalten, damit nichts schief geht.“ - „Oh du reitest also auch mal wieder eines deiner Pferde?“ - „Fang bloß nicht an wie Steven mein Freund.“ ich schmunzelte. Isaac lachte wieder und legte mir brüderlich eine seiner großen Hände auf die Schulter. „Niemals, mein Hübscher.“ Verwirrt sah ich ihn an und bekam einen verruchten Blick als Antwort. Da ich nicht schwul war, wirkte das nicht und so räusperte ich mich und warf einen kurzen Blick auf die Boxenschilder. „Guuut... Isaac, kannst du die western gerittenen übernehmen?“ - er nickte - „Ich mache dann Pendragon, Ocean, Eismärchen...“ Isaac ließ einen verträumten Seufzer los „...und Ray. Alles Okay?“ prüfend blickte ich ihn an. Der Ire nickte und wirkte als hätte er irgendwelche Drogen genommen. „Dann los.“ mit den Worten drehte ich mich um. Missy, Lamperd und Majd waren seit ein paar Stunden auf der Galopprennbahn eines Bekannten. Princess Sansa und Iceflower waren wie schon seit Monaten auf Trainingsurlaub, bis sie ihre Zuchtzulassung bekommen. Die übrigen Stuten, also Denali und Arcany, hatten noch ihr Fohlen bei Fuß und standen mit eben diesen und Savory Blossom auf der größten Weide, die wir bieten konnten. Das heute kurz gehaltene Training mit den Pferden tat gut und bis zum Abend hatte ich vergessen, warum ich überhaupt hier war. Erst als ich auf Mr. Raw Depression saß, ihm die Zügel lang ließ und meine Gedanken abschweiften kam mir Catalina's Tod wieder in den Sinn. In fünf Tagen ist die Beerdigung. Dann würde noch einmal ihre Verwandten treffen, die nicht sonderlich überzeugt von mir waren. Sollte ich mir das wirklich antun? Immerhin hatte auch das Verhältnis zu Catalina am Ende einen Knacks. Nein. Sie hatte es verdient, dass ich ihr die letzte Ehre erweise, egal was sie getan oder nicht getan hatte. Wer weiß schon, was wirklich passiert ist.

      Gedankenverloren stieg ich ab und führte Ray auf die Stallgasse, sattelte ihn langsam ab und stand dann wie paralysiert da und starrte seine Beine an, die eben noch Bandagen trugen. Wo waren die hin? „Hey, hast du schon ein Namen für Slap Happy's Hengstfohlen?“ jemand schlug mir unwirsch die Hand auf den Rücken, sodass ich jäh aus meiner Trance erwachte und hochschrak. „Woah, ich wollte dich nicht erschrecken, sry.“ Isaac sah mich stirnrunzelnd an. „Also?“ Seine Gesichtszüge lockerten sich und es bildte sich ein erwartungsvolles Grinsen. Lachte er denn wirklich immer? „Nein, ich hab mir da noch keine Gedanken zu gemacht.“ gab ich zur Antwort und sah in die Bandagentasche, wo jemand feinsäuberlich die Bandagen verstaut hatte. „Warst du das?“ Isaac nickte eifrig. „Danke.“ ich lächelte und packte zu guter Letzt Bandagentasche, Trense und Putzkiste auf einmal um sie in die Sattelkammer zu bringen. Als ich wieder kam stand nur noch Isaac auf der Stallgasse. „Bist du mit deinen Kandidaten durch oder wieso nimmst du mir meine Arbeit weg?“ ich schmunzelte, er sollte sich nicht angegriffen fühlen. „Ach weißt du...“ fing er an und legte mir abermals einen Arm um die Schultern, was mir ein unangenehmes Gefühl einbrachte. „Ich dachte mir, etwas Unterstützung und Aufmerksamkeit, würde dir heute nicht schaden. Als Gine vorbeikam und ein gelachtes „Na ihr zwei Süßen?“ in den Raum warf löste ich mich aus Isaac's Griff und machte mich auf ins Haupthaus um mit meinen Eltern die nächsten Tage zu besprechen. Ich würde nach Catalina's Beerdigung wieder abreisen. Noch ein Jahr Ausbildung in der deutschen Eifel hatte ich vor mir, bis ich wieder endgültig nach England zurückkehren konnte. Die wenigen Tage zu Hause wollte ich dann wenigstens sinnvoll nutzen. „Die Jenkins Brüder aus Kalifornien haben sich gemeldet, sie wollten dich sprechen?“ fragte meine Mutter mehr als dass sie es sagte. „Haben sie gesagt, was sie wollen?“ fragte ich zurück und sie schüttelte den Kopf. „Gut, dann war es sicher nichts Wichtiges.“ Die beiden hatten immer irgendwelche Probleme mit denen ich nichts zu tun haben wollte. Hätte ich ihnen mal nie die Trakehner verkauft... Dann hätte ich heute meine Ruhe. Ich ließ den Tag mit einer Zigarette und meinem Skizzenbuch ausklingen. Ich zeichnete Nonsense... Nichts Nennenswertes, nicht mal etwas, das mit dem Tag heute zu tun hatte. Alles in mir versuchte im Moment auszublenden, was in Wirklichkeit geschehen war. Das machte diese Zeit erträglicher. Die nächsten Tage würde ich viel mit den frisch weitergebildeten Pferden arbeiten. Würde die Zuchtplanungen für nächstes Jahr erledigen und Namen für die drei aktuellen Fohlen finden. Vielleicht fand sich sogar schon ein Interessent für das Reitpony Stutefohlen? Jedenfalls plante ich so, dass zwischen der Arbeit kaum Pausen lagen in denen ich zu viel nachdenken konnte. So zumindest die Strategie.

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  • Album:
    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    31 Dez. 2015
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  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von Donut
    Von Douglas Aus der unbekannt


    Aus der Ocean Water

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst
    2010 | 7 Jahre
    Rasse:
    Deutsches Reitpony
    Stockmaß/Endmaß: 147cm
    Gewicht: 363kg
    Fellfarbe: Black Varnish Roan Blanket
    Geno: Ee aa nLp pP²

    Interieur + Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Ruhig
    Verhalten auf der Weide: Neutral


    Charaktereigenschaften:
    Unausgeglichen,
    Aufmerksam, Ruhig, Nervös, Gutmütig


    Nach einer missratenen Trainingseinheit ist Ocean's sonst sehr ruhiges Gemüt aus dem Gleichgewicht geraten. Der hübsche Hengst ist nun schreckhaft im Umgang mit Menschen und lässt sich nur mit sehr viel Ruhe und Sanftmut wieder einigermaßen händeln. Er ist aber immer noch sehr aufmerksam und gelehrig, sodass er sich nach einiger Zeit wieder an die Menschen gewöhnt, denen er vertrauen kann. Für diese Menschen ist er dann auch sehr verlässlich.
    Beschreibung
    Heart of Ocean weist einen schönen Stammbaum auf, aus welchem sich auch sein Talent in Dressur und Springen zurückführen lässt.
    Seit dem Unglückstag in Kanada benötigt Ocean eine besonders ruhige Hand und viel Aufmerksamkeit im Trainings, sowie im alltäglichen Umgang. Das Vertrauen in Menschen muss sich langsam wieder erarbeitet werden. Es ist nicht daran zu denken jemals wieder Kinder oder unerfahrene Reiter an diesen Hengst heranzulassen, da er sich bis heute gegen einige der Standardhilfen wehrt und dann den Kopf hochreißt, buckelt, steigt oder wenn er einen besonders schlechten Tag hat, auch nach Menschen schnappt.​

    Geschichte

    Geboren auf den Pine Forest Stables wurde Ocean als Jungpferd verkauft. Bei diesen Besitzern verbrachte der Rapproan seine Jungpferdezeit und wurde nach bestem Wissen und Gewissen aufgezogen und ausgebildet. Schließlich fand er über einen Privatverkauf zum Bear Brook EC wo er weiter gefördert und gefordert wird um später einmal ein einer Zuchtzulassung teilnehmen zu können. Das bisher einschneidenste Erlebnis, das Ocean bis heute prägt, ist eine missratene Trainingseinheit in Kanada. Er wurde falsch trainiert und hat damit sein Vertrauen in fremde Personen vollends verloren.​


    Unterbringung: Offenstall mit Niffler
    Einstreu: Stroh
    Futtersorte: 1 Schippe Hafer, 1 Schippe Müsli + Heu
    Fütterungszeiten: morgens, abends


    Besitzer: sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller: Occulta (VKR verfallen)


    Qualifizierungen + Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M


    Springen E A L M
    Show Jumping: E A* A** L M*

    Military E A L
    Eventing (British Eventing, national): BE80(T) BE90 BE100

    Distanz E A
    Distanzritte: EL EVG1

    Fahren E A L
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -

    GHP - Prüfungen
    -

    Ausbildung + Zuchtdaten
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm:
    3 2 1

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✔ | Rückwärtsrichten ✔ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✔
    Abstand halten ✔ | Wenden + Handwechsel ✔ | Abruf ✔

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Kompliment x | Knien x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Rückwärtsrichten x | Spanischer Schritt x | Spanischer Trab x
    Passage x | Piaffe x | Seitengänge x | Traversalen x | Fliegender Wechsel x | Pirouette x
    Steigen (undefiniert) x | Levade x | Pesade x | Ballotade x | Croupade x
    Kapriole x | Courbette x | Lancade x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    [​IMG]
    HK 485

    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Bear Brook EC
    Züchter/Herkunft: x


    Nachkommen
    x

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    Chipnummer: x
    zuletzt kontrolliert []

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung
    (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck: gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: fest
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: ja
    Beschlag hinten: ja


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offizieller HG | Puzzle-PNG