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Calypso

PFS´Dreaming of Revenge - Hengst - 4 Punkte ○

Im Besitz seit November 2017

PFS´Dreaming of Revenge - Hengst - 4 Punkte ○
Calypso, 21 Dez. 2020
Stelli, Friese und AliciaFarina gefällt das.
    • Calypso
      Alte Pflegeberichte
      Abschied nehmen - mit Freude!

      Was für ein herrlicher Morgen das doch war: die Sonne schien und versprach schon jetzt, die Welt wieder in einen überdimensionierten Backofen zu verwandeln. Ausserdem war kein Wölckchen am Himmel zu sehen, bloss ein paar Kondensstreifen von Flugzeugen. Noch waren die Temperaturen erträglich, aber ich hatte vorsorglich schonmal mein Trägertop und möglichst kurze Hosen angezogen. In die Reithosen musste ich heute zum Glück erst gegen Abend schlüpfen. Wir hatten aufgrund der Sommerhitze den ganzen Tagesverlauf etwas umgestellt, sodass so viele Pferde wie möglich frühmorgens oder abends bewegt wurden. Durch den Tag hindurch waren sie entweder auf der Weide, wo sie sich bevorzugt im Schatten der Bäume aufhielten, oder in den kühlen Ställen. Die Pfleger mussten abends nun länger arbeiten, dafür hatten sie am frühen Nachmittag jeweils Siesta. Die meisten gingen während dieser Zeit in Birmingham oder am Fluss baden. Heute brauchte ich jedoch noch mindestens zwei Leute hier, die mir dabei helfen mussten, die Abholung der Fohlen zu koordinieren. Denn heute war der letzte Tag, den sie mit ihren Müttern verbringen würden. Wir hatten sie ausreichend darauf vorbereitet und immer wieder für kurze Zeit als Fohlengruppe auf die Weide gelassen, um mit den Müttern zu arbeiten. Mittlerweile konnten eigentlich alle problemlos über eine Stunde alleine bleiben. Auch hatten wir das Wegführen des Fohlens von der Stute und die Halfterführigkeit geübt. Doch blieben sie auch ruhig, wenn sie merkten, dass ihre Mütter diesmal nicht mehr zurückkehren würden? Ich war gespannt. Im kleinen Hallenrestaurant war eine kleine Versammlung einberufen worden, um zu bestimmen, wer heute hier bleiben musste. "Ich finde, die Offenstallpfleger dürfen das unter sich ausmachen", verkündete Jonas schelmisch grinsend. Lewis verteidigte sich mit verschränkten Armen. "Halt halt, nicht so schnell - schliesslich sind auch Fohlen von 'euren' Vollblütern dabei!" Ich mischte mich ein: "Wir beziehen hier alle mit ein, der Fairness wegen. Ich weiss, es ist heiss und ihr wollt heute Nachmittag ausfliegen, aber denkt daran dass wir einen guten Eindruck hinterlassen müssen und auch, dass ihr die Fohlen heute das letzte mal seht. Ich schlage vor, dass wir Lose ziehen." "Abgelehnt - dann müsste ja zuerst noch jemand die Lose schreiben. Ich finde wir können das auch auf die klassische Art mit Schere-Stein-Papier machen", meinte Jonas. Ich nickte. "Meinetwegen", murrte Lewis und tippte April und Linda auf die Stirn. "Ihr zwei fangt an. Hier drüben beginnen Lisa und Rosie." Er teilte alle in Zweierteams ein und liess sie gegeneinander antreten. Danach wiederholten wir das Ganze mit den Verlierern. Am Ende traten Elliot und Parker, und auf der anderen Seite Lewis und David gegeneinander an. Parker und Lewis verloren. Jonas klopfte Lewis mit gespieltem Mitleid aber triumphierender Miene auf die Schulter. "Ich richte der hübschen Dame vom Eisstand einen Gruss aus." Ich sah die beiden Stirnrunzelnd an und schüttelte schmunzelnd den Kopf.

      Lily war gar nicht so unzufrieden mit ihrem Los - sie erklärte mir beim Verlassen der Halle, dass sie heute ohnehin nicht ins Wasser gegangen wäre. Wir schlenderten zum Hauptstall und holten Putzzeug aus der Sattelkammer, um die Fohlen nochmal schick für ihre Besitzer zu machen. Hierbei halfen die anderen Pfleger auch noch mit - jedenfalls die, die nicht gerade Boxen Misteten. Ich begab mich mit den Putzsachen zum Nebenstall und holte danach Gianna und Dreaming of Revenge von der Weide. Der kleine Criollohengst stolzierte übermütig neben seiner Mutter her und wollte auch mal abbiegen, weshalb ich eine Weile brauchte, bis ich die beiden beim Nebenstall angebunden hatte. Man merkte, dass er so langsam selbstständiger wurde und die Welt entdecken wollte. "Und genau das wirst du heute", murmelte ich liebevoll. Ich begann, Revenge mit einem Gummistriegel am Widerrist zu massieren, was er ausgesprochen toll fand. Er verdrehte seinen ganzen Hals und spitzte die Lippen. Gianna döste währenddessen entspannt. Ich entstaubte das Fohlenfell mit der Bürste und putzte dabei auch den Bauch und die Innenseiten der Beine, welche ja oftmals empfindliche Stellen waren. Der kleine Hengst stampfte, als wollte er eine Fliege verscheuchen, aber er liess mich machen. zufrieden bürstete ich auch den Kopf. Keines der Fohlen war kopfscheu, denn wir hatten ausgiebig geübt, dass sie sich überall anfassen liessen. Ausserdem hatte Lily sie so oft geknuddelt, dass sie wohl nichts mehr beeindrucken konnte. Ich bürstete auch spielerisch die wolligen Ohren, wobei Revenge dann doch den Kopf etwas schüttelte. Ich machte solange weiter, bis er still hielt und lobte ihn dann. Seine hübschen blauen Augen glänzten im Licht der Morgensonne. Ich versuchte mir vorzustellen, wie der Hengst später mal aussehen würde. Bestimmt wird er ein richtiger Hingucker, wie sein Vater, überlegte ich lächelnd. Auch das Hufegeben klappte beinahe auf Anhieb. Revenge verlagerte zwar aus Gleichgewichtsgründen noch das Gewicht gegen mich, aber das meinte er ja nicht böse. Ich stützte ihn daher so gut ich konnte, um ihm Sicherheit zu vermitteln. Hinten hob er seine Füsse bereits viel sicherer. Das weiche Langhaar bürstete ich nur mit einer Wurzelbürste rasch durch, denn viel zum Kämmen war noch nicht da.

      Als ich mit Revenge fertig war, sah ich mich bei den anderen Pflegern um, ob sie noch Hilfe benötigten. Die meisten waren fertig, nur bei Savory Blossom fuhr ich noch rasch mit der Bürste durchs Langhaar. Das farbige Stutfohlen wurde dann auch als erstes geholt. Hunter Crowley hatte aber auch den kürzesten Weg, glaubte ich zumindest. Er schüttelte mit fröhlich die Hand - offenbar hatte er mit grosser Vorfreude auf den heutigen Tag gewartet. Ich liess ihn Savory das Halfter gleich selbst anziehen und sie auch selbst zum Parkplatz führen, wo der Anhänger wartete. Um die kleine Stute etwas zu beruhigen hatte ich Blüte mitgeführt. Nun schoben Parker und Hunter Savory in den Anhänger, wo bereits ein Pony stand, das Hunter wie empfohlen mitgebracht hatte. So musste das Fohlen nicht alleine reisen und auch das Einsteigen wurde einfacher. Trotzdem versuchte Savory natürlich ein zwei mal rückwärts zurück zu Blütenzauber zu gelangen. Mit vereinten Kräften schafften es die beiden, das Fohlen neben dem Pony festzubinden und die Klappe zu schliessen. Die kleine rief etwas verunsichert, als sie bemerkte, dass ihre Mutter weggebracht wurde. Auch Blütenzauber wieherte nach ihrem Fohlen, folgte mir aber brav zurück in ihre Box. Sie hatte das ganze Theater ja schon ein paarmal durchgemacht. Dann wünschten wir den beiden eine gute Reise und verabschiedeten uns, damit Hunter rasch nachhause fahren und Savory nicht zu viel Stress entwickeln konnte. Ich sah dem Transporter schon etwas wehmütig hinterher, aber Loslassen gehörte nunmal auch zum Züchten. Ich freute mich schon darauf, in Zukunft von unserem Nachwuchs zu hören.

      Noch am Vormittag wurden Gamble Away und Empire of Irony von Juli Mayers und Elisa Cranfield abgeholt. Die beiden hatten eine sehr lange Reise vor sich – den ganzen Weg nach Kanada. Ich hoffte sehr, dass die beiden den Flug unbeschadet überstehen würden, denn das war natürlich schon etwas krass für ein frisch abgesetztes Fohlen. Andererseits konnten sie zu zweit reisen, was wohl einiges erleichterte und ihnen Sicherheit gab. Ich half auch hier beim Verladen und kraulte beide Fohlen zum Abschied. „In Kanada gibt es riesige Weiden“, flüsterte ich Gamby ins Ohr und streichelte dem kleinen Hengst liebevoll über die Nüstern. Er wird bestimmt einmal ein grosses Rennpferd, oder sonst erfolgreich. Ich wünschte allen vieren einen guten Heimflug und winkte; halb glücklich, halb traurig.

      Endlich war es Zeit für’s Mittagessen. Die Pfleger assen noch alle hier, doch um halb zwei Uhr verschwanden sie ins Schwimmbad. Ich hatte mir ein Sandwich gebastelt und genoss es nun, während ich durch die Ställe schlenderte und die Pferde eifersüchtig machte. Wir hatten die Mütter wieder in ihre Boxen gebracht und Daydream of Money und Dreaming of Revenge zusammen auf die Weide gestellt, sodass sie bereits von ihnen getrennt waren aber trotzdem noch beieinander bleiben konnten. Ich stand beim Zaun und beobachtete die beide. Nur die beiden Minifohlen waren noch bei den anderen Minis, aus Sicherheitsgründen. Money rief die ganze Zeit nach Noir. Ein bisschen Leid tat mir das schon, aber da musste sie jetzt durch. Sie würde auf dem Gestüt Milky Way sicherlich viele neue Welsh-Freunde finden. Gerade als ich wieder zum Hauptstall hoch schlendern wollte, fuhr Maren Tucholsky, eine meiner Lieblingstierärztinnen, auf den Parkplatz. Ich begrüsste sie formell mit „Guten Tag Miss Tucholsky, ihr Fohlen wartet bereits ungeduldig auf sie“, und führte sie zu den Minis. Ursprünglich hatte Annabell Schmiedemann das Fohlen ersteigert, es danach aber wohl aus Platzgründen an Maren abgetreten. Ich hatte nichts dagegen gehabt, weil ich die Tierärztin mittlerweile sehr gut kannte und sicher sein konnte, dass die Kleine bei ihr ein ausgezeichnetes Zuhause hatte. Arctic Alinghi stand zuhinterst neben Alufolie und sah uns zuerst nur skeptisch an. Als sie merkte, dass wir mit dem Halfter auf sie zu steuerten, wollte sie flüchten, als ahnte sie, was als nächstes kommen würde. Doch weit kam sie nicht: Ich schnitt dem langbeinigen Jungspund den Weg ab und hielt sie fest, während Maren ihr das Halfter überzog. „Habt ihr das nicht geübt?“, fragte sie erstaunt. Ich erklärte beschämt: „Doch, sogar ziemlich oft. Aber hier lief halt schon den ganzen Morgen ziemlich viel und es wurde auch reichlich gewiehert - daher sind alle Pferde im Moment etwas nervös.“ Ich hätte das Fohlen wohl notfalls sogar hochtragen können, denn es war kaum grösser als ein durchschnittlicher Hund. Aber stattdessen zogen wir sie hinterher zum Anhänger. „Hast du an ein Beistellpony gedacht?“, fragte ich vorsorglich. „Jap, ich habe Silverlight dabei.“ Ich spähte in den Transporter und entdeckte eine Falabella Stute. „Na da ist Alinghi ja in bester Gesellschaft!“ Ich verabschiedete mich auch von Alu’s Fohlen, dann musste ich mich um schon um die nächsten kümmern. Zum Glück war noch Parker da, die Kira Esenbeck bereits empfangen hatte. Ich folgte den beiden und sagte hallo, dann fingen wir Money ein. Revenge protestierte lautstark, als ihm seine Freundin auch noch weggenommen wurde. Lewis blieb bei ihm, um ihn etwas zu beschäftigen. Aber viel brachte es wohl nicht, denn wir hörten das Rufen vom Parkplatz aus immer noch. Zum Glück liess Lea Stanfort nicht mehr lange auf sich warten und kam kurz nachdem Kira gegangen war. Sie beruhigte Revenge so gut es ging und ich liess sie ihn selbst zum Transporter führen. Wie ein Musterschüler stieg der aufgeregte Criollo ein. Er war wohl so damit beschäftigt nach seiner Mutter Ausschau zu halten, dass er gar nicht merkte, dass er die Rampe hoch lief. Wir schlossen die Klappen, bevor er recht wusste wie ihm geschah. Ich verabschiedete mich von Lea und wünschte auch ihr eine sichere Heimreise.

      Ich konnte es kaum fassen, dass nun schon fast alle weg waren. Nur Cookie war noch übrig. „Wo bleibt Cata?“, fragte nun auch Parker besorgt. Ich versuchte ihr anzurufen, aber niemand nahm ab. „Wir warten einfach ab. Irgendwann meldet sie sich bestimmt“, beschloss ich. „Ich hoffe nur, es ist ihr nichts passiert“, murmelte ich jedoch gegen Abend, als sie immer noch nichts von sich hören gelassen hatte. So blieb Cookie eben erstmal noch auf Pineforest Stable.
      [by Occulta, 11'514 Zeichen]

      Alltag
      "Guten Morgen zusammen!", pfiff ich in die Stallgasse. Einige Pferde hörte auf am Stroh zu knabbern und blickten mir über der Tür entgegen. Ich streichelte einige Nasen und ging sofort in die Futterkammer, bevor die Meute noch laut wurde. Jedes Pferd hatte seinen Eimer, in dem ich am Abend das Morgenfutter vorbereitet hatte. In Windeseile kippte ich jedem Pferd seinen Eimer in die Futterkrippe und trank meinen Kaffee zu Ende, während ich im Stall stand und den Kaugeräuschen lauschte.
      Ich ging zurück ins Haus und erledigte einige Hausarbeiten die anfielen. Nach einer Stunde zog es mich wieder zurück in den Stall. Es hatte angefangen zu schneien! 'Vielleicht sollte ich langsam mal weihnachtlich dekorieren', überlegte ich. Seitdem ich mich von Ben getrennt hatte, war alles sehr trostlos. Ich beschloss den Jungs eine kleine Freunde zu machen und führte nacheinander Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes, Cylon Blue, Dreaming of Revenge, Chestnut's Bailey und Oaklands Cloudbreaker auf den großen Springplatz. Ich hatte so großes Glück, dass sich meine Jungs zusammen so gut verstanden, selten kam es schwere Zankereien. Etwa zehn Minuten schaute ich der Gruppe beim Toben durch den immer stärker einsetzenden Schneefall, es war so schön anzusehen! Zurück im Stall mistete ich die Boxen, das wärmte auf und stimmte mich in so gute Stimmung, dass ich anfing Melodien zu summen. Anschließend kamen alle in ihren Gruppen auf den Paddock, es schneite immer noch und der Hof war bereits weiß.
      Eigentlich wollte ich heute reiten, doch angesichts des Wetters beschloss ich, meine Mädels ebenfalls nur laufen zu lassen. Und so kamen Soul Dance, My sweet little Secret, Motte, Laheeb al Amara, Annakiya und Osita auch auf den Platz und tobten wild durcheinander auf dem verschneiten Sand. Die Pferde machten auch hier keinen Unterschied zwischen klein oder groß, ich hatte einfach tolle Pferde. Leider musste ich mich wegen zeitlicher Gründe bald von einigen Trennen, eine zweite Hand fehlte dringend am Hof und ich kann alleine einiger Ziele nicht mehr umsetzen. Ich mistete die Boxen der Stuten und brachte sie dann auch raus auf die Weiden. Nachdem ich das Futter für den Abend gerichtet hatte, ging es zurück an den warmen Kamin; die Zukunft musste geplant werden.
      Ab in den Urlaub!
      "Morgen gehts los!", rief ich freudig ins Telefon. Meine Freundin erzählte mir nun schon zum dritten Mal, wie neidisch sie auf meine Tour ist. Ich legte auf und machte mich bis Juli das letzte Mal auf den Weg in den Stall.

      In der Futterkammer kontrollierte ich die Futterlisten für meine Abwesenheit und mischte das Abendfutter. Wie sehr ich meine Tiere doch trotzdem vermissen werde!
      Da ich daheim noch mit Packen beschäftigt war, wollte ich alle in Gruppen laufen lassen. Ich begann mit der Stutengruppe. Von der Koppel holte ich Osita, Soul Dance, Annakiya und My sweet little Secret. In der Halle konnten sich alle austoben, Osita und Soul Dance tobten wie immer wild umher. Ich schaute gerne zu, ließ die Gruppe jedoch alleine in der Halle und machte ihre Boxen fertig. Danach durfte alle in den Stall zurück.
      Als nächstes kamen die beiden Fohlen Motte und Dreaming of Revenge an die Reihe. Die zwei Jungspunde verstanden sich gut und teilten sich auch einen Paddock zusammen. Die beiden ließ ich jedoch nicht alleine in der Halle sondern spielte etwas mit. Danach schauten sie mir aufmerksam zu, wie ich ihr Zuhause wieder schön sauber machte.
      Danach kam die erste Hengstgruppe an die Reihe. Chestnut's Bayile, Oaklands Cloudbreaker, Yorick Halsnaes und Kvets Halsnaes. Die vier Männer konnte man alleine lassen und so durften sie sich austoben und ich konnte mit der Stallarbeit weiter machen.
      Zum Schluss war die zweite Hengstgruppe an der Reihe. Meine Urlaubsvertretung hatte bereits die restlichen Pferde reingeholt und so holte ich Cylon Blue, Ezio Auditore da Firenze und I'm an Albatraoz dran. Nachdem auch deren Boxen gesäubert waren und alle wieder im Stall standen; verteilte ich unter grummelnden Pferden das Abendheu sowie individuelles Zusatzfutter. Ich ließ mir viel Zeit und steckte jedem Pferd noch einen Apfel oder eine Karotte zu und knuddelte jedes Einzelne.
      Bis bald!
    • Calypso
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      November 2017 - 3763 Zeichen


      Bei uns in Wales zog langsam der Winter ein. Jetzt Ende November wurde es immer kühler und feuchter. Schnee gab es noch keinen, aber das war in unserer Region an der Küste eher selten der Fall das wirklich eine weiße Schneedecke zum Schneemann bauen einlud. Es war 7.30 Uhr und heute war ich mit dran zum ausmisten, da ein Pfleger aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. Ich begann mit Mit meinen Hengsten und brachte sie auf ihre Winterkoppel. Die große Sommerkoppel war jetzt geschlossen und damit meine Jungs natürlich viel Bewegungsdrang hatten, bekamen sie eine extra Winterkoppel und den großen „Matsch“ Paddock gab es ja auch noch. Ich holte mir zuerst Companero und Fantasio und brachte die beiden nach draußen. Danach noch Kantarro, Fame, Chulo, Kajano und el Alba Ardiente. Ich war stolz darauf das ich meine Hengste zusammen in einer Junggesellen Herde halten konnte. Das Thema Hengsthaltung war immer noch sehr umstritten und ich hielt absolut nichts von Einzelhaft. Getrennt von den Stuten klappte das sehr gut und die Hengste hatten sowieso alle ein wunderbares Sozialverhalten, wie ich fand. Mein jüngster und neuester Hengst, PFS Dreaming of Revenge, wurde noch langsam an die anderen gewöhnt. Er stand im Nachbarpaddock während die anderen auf der Koppel waren und so konnten sie sich mit Sicherheitsabstand beschnuppern und kennenlernen. Aber auch das lief bis jetzt so gut das ich ihn wohl bald in die Herde lassen würde.

      Nach den Hengsten waren die Criollo Stuten an der Reihe. Auch sie hatten ein Winterdomizil bekommen und liefen zu viert brav am Strick neben mir her. Ashitaka, Caresse, Fermina und Sabandija warteten geduldig bis ich alle Stricke entfernt hatte und trotteten los um sich ein schönes Plätzchen zu suchen. Ashitaka fing gleich an sich zu wälzen und in kürzester Zeit war nicht mehr viel von der Rappstute zu erkennen. Ich hätte ihnen gerne länger zugesehen, aber die Arbeit machte sich nicht von alleine. Um kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit ausmisten und neu einstreuen und musste jetzt nur noch zu meinen Offenstallpferden. Als ich an den Zaun heran trat und nach den Pferden pfiff, kam der kleine Maverick sofort angetrabt und reckte mir seinen Kopf entgegen. „Na du kleine Maus!“ ich kraulte ihn hinter den Ohren und da kam auch schon seine Mama Argo mit an den Zaun. Ich holte dann die Schubkarre und begann auch den Offenstall abzumisten. Löwenherz, auch ein Neuankömmling bei uns, stand etwas abseits und beobachtete mich interessiert. Er wurde gut aufgenommen in der kleinen Herde und machte sich gut. Aber trotzdem blieb er noch auf sicheren Abstand, er hatte schon viel mitgemacht in seinem Leben. Die Noriker Stute Rhoda lag im Unterstand im Stroh und machte keinerlei Anstalten sich zu bewegen, sodass ich misten konnte. „Auf geht’s Fräulein, hoch mit dir!“ spornte ich sie an und tippte sie etwas energischer am Po an. Irgendwann stand sie dann auch auf, schüttelte sich und lief von Dannen. Als ich auch hier endlich fertig war und noch eine ordentliche Portion Heu verteilt hatte, versuchte ich mich ein wenig Löwenherz zu nähern. Ich bedrängte ihn nicht, hielt meine Hand ihm entgegen und wartete darauf das er einen Schritt auf mich zu machte. Er war schon sehr interessiert und ließ sich dann auch von mir streicheln, aber auf schnellere unbedachte Bewegungen meinerseits reagierte er schreckhaft und ergriff die Flucht. Ich ließ es für heute sein und war sowieso schon sehr stolz das er sich in der kurzen Zeit doch sichtlich wohl hier fühlte, in seiner neuen Herde. Bevor ich ging kuschelte ich noch ein wenig mit Norisk, der es sichtlich genoss! Im Kopf ging ich schon wieder ein paar Termine durch und plante den Tag. Vielleicht hätte ich heute auch endlich mal wieder Zeit für einen Ausritt. Mal sehen.

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      3898 Zeichen by Calypso - 24.03.2018
      So langsam zog auch bei uns der Frühling ein. An ein paar Tagen hatten wir schon richtig schöne 13 Grad erreicht und trocken war es auch endlich. Es war Mittag und ich gab gerade zwei Mädchen auf Argo und Rhoda Reitunterricht. Beide zogen, unabhängig voneinander, im Trab ihre Runden. „Rhoda darf ruhig flotter laufen, musst nicht so zaghaft mit ihr sein! Und Argo nicht zu fest halten. Auch mal locker lassen......ja und wieder annehmen, locker lassen. Ich weiß heute ist sie spritzig, aber du machst das gut!“ Nach weiteren 15 Minuten war die Stunde beendet und die beiden ließen die Pferde noch am langen Zügel über den Platz schreiten. „Ihr zwei kommt ja jetzt allein zurecht oder? Ihr könnt dann absatteln, den beiden noch Futter geben und einfach wieder in den Offenstall stellen.“ Die Mädchen nickten und ich verließ zufrieden den Reitplatz, da kamen schon die nächsten um die Ecke die was von mir wollten. „Hey Veronica!“ grüßte mich mein Stallhelfer Harry und hatte seine Tochter Lilly im Schlepptau „Harry! Hallo Lilly“ grüßte ich sie zurück und lächelte. „Lilly ist heute zu Besuch und da wollten wir fragen ob wir uns eins der Pferde ausleihen dürfen für einen Spazierritt?“ fragte Harry. Ich musste nicht lange überlegen, Harry war sehr verantwortungsbewusst und ich vertraute ihm meine Pferde gerne an. „Natürlich, nehmt euch einfach Sabandija.“ Harry nickte und bedankte sich bei mir, Lilly strahlte übers ganze Gesicht, sodass ich auch grinsen musste. Nun machte ich mich daran den Pferden ihr Mittagessen zu geben, mein Verlobter Luke und Emilia halfen mit. Ich war beim Offenstall und hiefte das Heu aus dem Schubkarren und verteilte alles im Unterstand. Dawn und Time in a Bottle kamen sofort angetrabt und inspizierten alles. Es machte mich so glücklich das die beiden von Tag zu Tag zutraulicher wurden und ihren Platz hier gefunden hatten. Maverick und Horik kamen auch dazu und Norisk und Löwenherz blieben erst noch in ihrer Ecke stehen und beobachteten alles. Die zwei waren, seit Löwenherz bei uns eingezogen ist, fast unzertrennlich und ich hatte das Gefühl das Norisk dem Tinker eine gewisse Sicherheit gab. Nach ein paar Streicheleinheiten mit jedem machte ich mich weiter an die Arbeit. Ich brachte die Stuten Fermina und Ashitaka noch für ein paar Stunden auf die Weide und machte das selbe dann mit den Hengsten Chulo, Fantasio, Companero, PFS Dreaming of Revenge, El alba Ardiente und Kantarro. Als Luke mich dabei sah rief er mir zu „Vroni, Fame kannst du drinnen lassen, den nehme ich gleich für´s Training!“ ich nickte und setzte meinen Weg fort. Nachdem ich die Wassertröge auf den Weiden kontrolliert und aufgefüllt hatte, ging ich ins Haus und setzte mich an den PC. Ich war seit einiger Zeit in Kontakt mit einer jungen Dame, Mareth Lindström aus Schweden. Ich war auf sie aufmerksam geworden da sie eine Anzeige nach einem robusten Freizeitpony geschaltet hatte. Ich musste sofort an Horik denken, auch wenn ich ihn selbst erst wieder seit ein paar Monaten besaß, aber bei mir war seine Zukunft recht ungewiss. Es stellte sich schon die Frage ob er Hengst bleiben konnte oder wo ich ihn einsetzen sollte. Ich hatte viel zu tun mit der Criollo Zucht und einige Jungpferde deren Ausbildung im Vordergrund stand. Ich konnte mir Horik sehr gut im wilden Skandinavien vorstellen und vorallem das er ein treuer Freizeitkumpel werden könnte. Ich hatte der Familie Lindström schon einige Bilder und Videos von ihm geschickt und bald wollte Mareth nach Wales kommen um ihn sich anzusehen. Ich war gespannt und schrieb ihr eine E-Mail mit möglichen Terminen. Gegen Nachmittag sah ich Luke dann beim Training mit Fame zu, bis Jasmine kam und mich daran erinnerte das gleich eine kleine Gruppe von Kindern kommen würde und sie die zwei Fohlen El alba Ardiente und PFS Dreaming of Revenge bräuchte. Ich willigte ein und ging im Kopf schon wieder weitere Planungen durch.

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      2883 Zeichen by Calypso - 16.09.2018
      „Was für ein schöner Herbsttag“ „Ja, da haben wir wirklich Glück gehabt mit dem Wetter.“ entgegnete Jasmine und führte Löwenherz und Argo zum Putzplatz. Ich hatte Rhoda und Sabandija am Strick und führte sie zu den anderen. Jasmine übernahm heute für mich den Sonntagsausritt mit drei Kindern aus dem Dorf. Das veranstalteten wir fast jeden Sonntag wenn das Wetter passte. „Okay ich glaube die Kinder kommen gerade, du kommst jetzt alleine klar oder?“ Jasmine nickte und nahm die Kinder in Empfang. Ich vertraute ihr voll und ganz und konnte mich so meiner Arbeit widmen. Ich holte mit der Schubkarre Heu und verteilte dieses im Offenstall. Sogleich kam Maverick angelaufen und ich guckte mich nach Dawn um. Sie war weit und breit nicht zu sehen, hm komisch ich hatte gar nicht mitbekommen das sie jemand heraus geholt hatte. Das ließ mir keine Ruhe und ich sah mich auf dem Hof um. Jasmine sattelte gerade, mit den Kindern, die Pferde und Harrison kam aus dem Hengststall heraus. „Hey Harry, hast du Dawn gesehen? Sie war nicht im Offenstall.“ den Kopf schüttelnd kratzte Harry sich am Kopf „Nein, ich war die ganze Zeit beim ausmisten.“ „Okay, trotzdem danke.“ ich lief weiter meine Runde und kam zum Roundpen, wo ich eine mir wohl bekannte Stimme vernahm. Ich sah Luke mit der Mustangstute und war erleichtert. Er stand in der Mitte, seinen rechten Arm ausgestreckt und etwas in geduckter Haltung. Dawn kam langsam auf ihn zu und stupste ihn mit den Nüstern an der Hand an. Das war ihre Erlaubnis sie streicheln zu dürfen, und das tat Luke auch. Danach zogen die beiden ihre Kreise und Wendungen und Dawn folgte ihm, ohne Seil oder Hilfsmittel. Sie machte sich von Tag zu Tag besser, vertraute immer mehr und ich war guter Dinge das dieses Pferd ein treuer Wegbegleiter werden konnte. Ich ließ sie weiter arbeiten und beschloss mit Fermina zu arbeiten. Die Criollo Stute stand mit den anderen Stuten bereits auf der Koppel. Nachdem ich sie geputzt und gesattelt hatte, ging ich mit ihr in die Halle und wir trainierten gute 40 Minuten. Fermina war gut drauf und arbeite super mit. Ich war stolz auf meine junge Stute. Als sie versorgt war, ging ich ins Haus und machte etwas Büroarbeit. Kurze Zeit später sah ich durchs Fenster Jasmine mit der Ausreitgruppe zurück kommen. Alle sahen zufrieden aus, die Pferde, die Kinder und Jasmine auch. Ich ging derweil alle E-Mails durch, schaute nach zukünftigen Turnierstarts und organisierte alles was in nächster Zeit anstand.
      Gegen späten Nachmittag holten wir dann die Pferde von den Koppeln. Luke und Harry gingen zu den Hengsten und holten Companero, Kantarro, Fantasio, Fame, Norisk, Time in a Bottle, Colorido, El Alba Ardiente, Chulo und PFS Dreaming of Revenge. Ich holte inzwischen noch Ashitaka und Rovina. Dann machten wir zusammen das Futter fertig und gaben es allen Pferden. Somit ging wieder ein Tag auf unserem Hof zuende.​
    • Calypso
      5637 Zeichen by Calypso - 20.01.2019
      Veronika & Luke
      Ein ganz gewöhnlicher Tag auf dem Rook´s Bay Stable. Es war Mittag und wir hatten das morgendliche Ausmisten und Füttern schon hinter uns. Die Pferde waren alle auf ihren Weiden und es kehrte etwas Ruhe ein. Ich war noch am überlegen mit welchem Pferd ich heute trainieren sollte und ging im Kopf den Tagesablauf durch. Jasmine hatte heute glaub ich eine Reitstunde und ich müsste Luke noch fragen was er heute vor hatte. Das Wetter war heute beständig, kalt aber immerhin nicht mehr so stürmisch wie in den letzten Tagen. Vielleicht könnte ich auch ausreiten gehen. „Hallo Veronika“ der gute alte Frank kam aus seinem Truck gestiegen.“Hallo Frank, ich habe heute gar nicht mit dir gerechnet.“ entgegnete ich. Frank kratzte sich am Kopf „Ach ich wollte nochmal nach der einen Boxentür schauen die klemmt und außerdem hat Elizabeth mir einen Rumkuchen für euch mitgegeben.“ Dankend nahm ich ihn entgegen und lächelte „Sag ihr vielen lieben Dank, wir alle lieben diesen Kuchen! Gut, ich bringe ihn mal ins Haus, wenn du irgendwas brauchst sag bescheid, ja?“ Frank nickte und machte sich an die Arbeit. Ich brachte den Kuchen in die Küche und schrieb eine kleine Notiz dazu, das sich jeder gerne nehmen dürfte. Draußen auf dem Hof traf ich auf Luke und er machte den Vorschlag ausreiten zu gehen. Ich überlegte erst hin und her, eigentlich wollte ich doch mit dem Training von Kantarro anfangen. „Nehmen wir ihn doch einfach als Handpferd mit.“ schlug Luke vor. Gar keine schlecht Idee, dachte ich und gemeinsam holten wir die Pferde. Mein Mann holte sich Norikerhengst Thorin und ich nahm Chulo und Kantarro mit. Wir mussten nur ein wenig über ihr Fell striegeln und konnten sogleich aufsatteln. Wir waren zwei Stunden unterwegs. Sogar eine kurze Galoppstrecke konnten wir bewältigen, Kantarro war sehr brav als Handpferd und auch Chulo war äußerst artig, wie immer im Gelände. Luke war auch ganz begeistert von Thorin. Er hatte ihn bis jetzt noch nie geritten.

      Jasmine
      „Serena du holst dir heute Rhoda, Will du hast Löwenherz und Phoebe Lamiro.“ die drei Kinder wuselten umher, holten Putzsachen und Halfter und gingen zum Offenstall um die Pferde zu holen, die ich ihnen zugeteilt hatte. Dies war schon meine Fortgeschrittene Gruppe und so musste ich nicht mehr all zu viel helfen. Wir gingen auf den Reitplatz und die Kinder stiegen auf. Die ersten 15 Minuten wurden zum aufwärmen genutzt und ich baute einen kleinen Trailparcour auf. Ich brachte viel Abwechslung in meine Reitstunden, das war mir wichtig. Nach ein paar Trabrunden erklärte ich ihnen den Parcour und jeder durfte ihn nacheinander absolvieren. Dabei gab ich Hilfestellungen und Tipps. Rhoda war wieder sehr faul heute, aber Serena wurde immer besser im sich durchsetzen und ich hatte das Gefühl das die beiden gut zusammen passten. Nach 60 Minuten war die Stunde vorbei und meine Reitschüler sattelten ihre Pferde ab und versorgten sie. Als sie später von ihren Eltern abgeholt wurden, beschloss ich noch etwas mit Zenja zu arbeiten. Die Stute sollte auch mal im Schulbetrieb und vielleicht sogar zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Ich holte sie, putzte sie und ging mit ihr in den Roundpen. Dort machte ich Freiarbeit mit ihr, die grundlegenden Dinge, Vertrauen aufbauen. Sie sollte das arbeiten mit dem Menschen als spaßig empfinden und freiwillig mitarbeiten. Nach 25 Minuten ließ ich es gut sein und war sehr stolz auf die Stute.

      Veronika & Luke
      Wir kamen zum Hof zurück und brachten unsere drei Hengste zurück auf die Weiden. Ein zwei Stunden konnten sie noch draußen herum tollen. Ich sah Jasmine mit Zenja aus dem Roundpen kommen „Jasmine, wenn du fertig bist komm doch mit ins Haus, dann trinken wir bisschen Kaffee und essen Kuchen.“ „Ja gerne, ich komme gleich.“ antwortete die junge Frau und Luke und Ich gingen schon mal rein. Emilia war auch wieder Zuhause und gemeinsam genossen wir den Rumkuchen von Frank´s Frau. Wir erzählten uns Neuigkeiten, planten die nächsten Tage durch und ließen es uns gut gehen. Gegen 17 Uhr machten wir uns wieder an die Arbeit. Die Pferde mussten rein geholt werden. Harry war nun auch da, er hatte heute den halben Tag frei um bei seiner Tochter zu sein. Jasmine und Ich gingen zu den Stutenweiden und nahmen jeweils zwei Pferde. Jasmine nahm Fermina und Ashitaka ans Halfter und ich Sabandija und die kleine Rovina. Als nächstes holten wir noch Adrenaline und Princess Mononoke, die noch abgetrennt von den anderen standen und langsam aneinander gewöhnt wurden. Zum Glück gab es auch keine Zickereien in den Boxen. Die beiden Männer hatten sich in der Zwischenzeit um die Hengste gekümmert. Diese rein zu holen war etwas einfacher, da die Weiden direkt am Stallgebäude grenzten. Man musste nur den Weg zu den Koppeln absperren mit einem E-Zaun Band, die große Stalltür öffnen und schauen das sonst alle geschlossen sind. Dann die Weidezäune öffnen und die Hengste rein treiben. Sie wussten von selbst schon gut genug wo ihre Boxen waren und gingen sofort hinein um zu fressen. Thorin, Norisk und Fame waren meistens die ersten die sich sofort in Bewegung setzten. Gefolgt von Kantarro, Fantasio, Chulo und Companéro. El Alba Ardiente, PFS Dreaming of Revenge, Maverick, Colorido und Time in a Bottle ließen sich immer etwas Zeit bis der erste Ansturm vorbei war. Schließlich verschlossen wir alle Boxentüren und Harry ging nochmal zum Offenstall um dort zu gucken ob alles in Ordnung war. Dort war es bereits ruhig. Dawn, Lamiro und Zenja knabberten am Heu, Löwenherz lag im Unterstand und auch Rhoda war völlig entspannt. So neigte sich ein weiterer Tag, auf dem Rook´s Bay Stable, dem Ende zu.

      2204 Zeichen by Calypso - 06.07.2019
      Der Sommer hat auch bei uns Einzug gehalten, zwar nicht so heiß wie in anderen Regionen, aber das brauchten wir auch gar nicht. Wir verbrachten viel Zeit mit der Ausbildung unserer Jungpferde, Reitunterricht und kurze Ferienprogramme für Kinder. Früh am Morgen ging ich meine Kontrollrunde über die Koppeln. Jetzt wo es so warm war, blieben die Hengste auch Nachts draußen. Diesmal waren sie weit hinten, sodass ich sie kaum sehen konnte. Ich lief also die Koppel ab, kontrollierte die Zäune und sah ob es den Pferden gut ging. Colorido, el Alba Ardiente und PFS Dreaming of Revenge lagen im Gras und dösten noch vor sich hin. Fame, Fantasio, Kantarro, Companero und Chulo standen verstreut herum und grasten. Kantarro kam zu mir angetrabt und holte sich seine Streicheleinheiten ab. Als ich fertig war ging ich zu den Stutenställen rüber und Luke kam mir entgegen „Lust auf einen Ausritt?“ fragte er und zog mich zu sich. „Du weißt doch das wir noch so viel zu erledigen haben. Ich muss noch....“ zählte ich auf aber Luke unterbrach mich „Nein nein nein, DU musst jetzt nur mit mir ausreiten. Komm schon, die anderen Sachen können jetzt mal kurz warten!“ er gab mir einen Kuss. Ich seufzte und lächelte ihn an „Na gut, aber nur einen kurzen Ausritt.“ er nickte und grinste dabei verschmitzt. Ich sagte ihm das ich mich schnell umziehen würde und er holte bereits die Pferde. Als ich zurück kam standen Princess Mononoke und Adrenaline bereit. Nachdem wir sie gesattelt hatten ritten wir los. Es war ein sehr schöner Ausritt und ich brauchte die Auszeit auch mal. In letzter Zeit war einfach so viel los, man ritt am Tag mehrere Pferde, gab Unterricht und machte etliche Telefonate. Aber sich wirklich mal wieder selbst entspannt in den Sattel zu setzen und einfach das Leben zu genießen war selten. Ich war meinem Mann sehr dankbar das er mich überredet hatte. Auch Princess Mononoke und Adrenaline gefiel die Abwechslung und beide hatten an diesem Tag viel Power. Nach 1 ½ Stunden kamen wir wieder zurück und versorgten die Pferde. Sabandija, Rovina, ZW Ashitaka und Fermina kamen sofort angaloppiert als wir die zwei zu ihnen zurück brachten. Den Rest des Tages erledigten wir unsere ganzen Aufgaben.

      Dezember 2019 - 2497 Zeichen von Calypso
      Weihnachten stand vor der Tür und es gab noch so viel vorzubereiten. Luke und Harry stellten gerade auf dem Hof einen Tannenbaum auf und Jasmine war mit einer Reitgruppe auf dem Sprung zum Ausreiten. Wie ich sehen konnte hatte sie Löwenherz, Zenja, Cherry Blossom und Dawn als Handpferd dabei. Die Mustangstute machte sich gut und wurde immer souveräner und entspannter. Das freute mich sehr, doch leider hatte ich mich dazu entschlossen sie zu verkaufen. Ich wollte mich mehr auf die Criollozucht konzentrieren und das nahm sehr viel Zeit in Anspruch und Dawn braucht einen Besitzer der sich voll und ganz auf sie konzentriert und dem sie vertrauen kann. Ich hatte dazu leider keine Zeit. Aber in der Zeit wo sie bei uns war hat sie sich extrem positiv entwickelt.
      Ich lief über den Hof und raus zu den Hengstkoppeln. Wir hatten jetzt die ganz große offen und die Hengste genossen es zu spielen und zu toben. Auch mein Connemara Hengst Maverick hatte sich bei den Criollo Hengsten gut eingelebt. Genauso wie mein Neuzugang Coreando. Ich sah ihnen einen Weile zu. Colorido, el Alba Ardiente und PFS Dreaming of Revenge spielten ausgelassen, stiegen und bockten herum, aber alles aus Spielerei. Fame, Fantasio und Companero knabberten am Gras herum und Kantarro wälzte sich mehrere Male. Chulo kam tatsächlich an den Zaun und holte sich Streicheleinheiten ab, obwohl er nicht die Art von Pferd war der die Zuneigung des Menschen sonderlich genoss. Aber umso mehr freute es mich.

      Als ich wieder zum Hof zurück kam, stand der Tannenbaum bereits und Luke machte die Lichterkette dran. „Sieht doch schon gut aus.“ meinte ich und blieb kurz stehen um es genauer zu betrachten. „Wenigstens ein bisschen Weihnachtsfeeling wenn wir schon keinen Schnee kriegen.“ scherzte Luke und kam auf seiner Leiter runter um mich zu küssen. „Wer braucht schon Schnee. Weihnachten mit Nebel und viel Regen hat doch auch was.“ ich lächelte verschmitzt und blieb noch eine Weile in Luke´s Armen. „Ich hole jetzt noch Äste und Zweige für die Stuten zum knabbern. Wir sehen uns dann drin.“ dann ging ich zum Traktor und fuhr mit dem Hänger zur Stutenkoppel. Dort angekommen zog ich die Äste auf die Koppel und schon kamen Princess Mononoke, Sabandija, Adrenaline und Rovina angetrabt um zu sehen was ich da mache. ZW Ashitaka und Fermina kamen kurze Zeit später auch näher heran und fingen gleich an an den Ästen zu knabbern. Sie bekamen alle ein paar Streicheleinheiten von mir bis ich wieder weiter an meine Arbeit musste.

      Juni 2020
      Bei uns auf dem Hof lief alles seinen gewohnten Gang. Um 7.30 Uhr fingen wir an die Pferde raus auf die Koppeln zu bringen. Angefangen bei den Hengsten Drømmer Om Død, Chulo, Coreando, Colorido, El Alba Ardiente, Fame, Fantasio, PFS Dreaming of Revenge, Kantarro und Companero. Bei den Hengsten ging es sehr einfach, da wir einfach den direkten Weg zu ihren Koppeln mit einem Absperrband absperrten und sie alle selbst raus laufen ließen. Das funktionierte schon immer sehr gut. Die Stuten mussten wir separat auf die Koppel führen. Erst nahm ich Moon Kiddy und Princess Mononoke mit und Luke nahm Sabandija und Adrenaline. Zu guter Letzt holte ich noch Fermina, Rovina und ZW´s Ashitaka. Dann ging es weiter mit Boxen und Paddocks misten und Heu auffüllen. Bis 11 Uhr schafften wir es mit allem fertig zu werden, setzten uns nochmal mit einem Kaffee raus auf den Hof und besprachen den restlichen Tag. Es gab schließlich immer was zu tun!

      November 2020
      Weihnachten stand vor der Tür und es gab noch viel zu erledigen auf dem Hof. Die Pferde waren auf ihre Winterkoppeln umgezogen und waren bereits so plüschig wie Teddybären. Unsere sieben Stuten Fermina, Rovina, Sabandija, Princess Mononoke, ZW Ashitaka, Adrenaline und Moon Kiddy warteten schon am Koppeleingang auf mich, denn jeden Tag gab es zusätzlich noch Heu auf die Koppel. Ich kam mit meiner großen Schubkarre mit einem Berg von Heu angefahren und öffnete das Tor. Adrenaline kam sofort angetrabt und bediente sich bereits von der Schubkarre. „Moment, Moment, gleich kriegt ihr es“ lachte ich und kippte meinen Heuhaufen auf den Boden. Teils waren die Koppeln schon abgefressen oder das alte Gras schmeckte ihnen nicht mehr so gut. Nach kurzen Streicheleinheiten mit Rovina und Princess Mononoke schnappte ich mir wieder meine Schubkarre und fuhr zurück zum Haupthof. Dort schnappte ich mir den Traktor mit dem Wasserfass und fuhr auf die Koppeln um die Bottiche wieder aufzufüllen. Als ich bei den Hengsten war, tobten und spielten sie gerade wild herum. Companero, Kantarro, Fantasio und Fame jagten sich über die weitläufige Koppel, galoppierten hin und her und machten Bocksprünge. El Alba Ardiente und Coreando stiegen sich spielerisch an und versuchten den jeweils anderen in den Mähnenkamm zu zwicken. Der noch junge Hengst PFS Dreaming of Revenge stieg sofort mit drauf ein und trabte in hengstlicher Manier zu den beiden. Colorido, Drommer om Dod und Chulo beobachteten das Geschehen, doch mir war klar das Chulo sich gleich noch mit anschließen würde. Er ließ keinen Machtkampf aus und musste immer gleich sein Revier markieren. Zum Glück aber alles noch spielerisch ohne ernsthafte Verletzungen. Ich war froh das unsere Hengste im Herdenverband leben konnten. Den Rest des Tages verbrachte ich damit mit Tannenzweigen und Lichterketten den Hof weihnachtlich zu dekorieren.​
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  • Album:
    Rook´s Bay Stable - Criollozucht
    Hochgeladen von:
    Calypso
    Datum:
    21 Dez. 2020
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  • PFS' Dreaming of Revenge

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Rufname: Dreamy
    Geburtsdatum/Alter: März 2016, 4 Jahre
    Geschlecht: Hengst


    Stammbaum
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    aus der: Gianna ~ von: Drommer Om Dod
    aus der: ✗ ~ von: ✗ | aus der: Ink and Feathers ~ von: Slush


    Exterieur
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    Größe: 145 cm
    Rasse: Criollo
    Fellfarbe: Buckskin splash overo
    Gencode: Ee, Aa, Crcr, Splspl



    Interieur
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    Charakter




    Beschreibung
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    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯




    Vorgeschichte
    PFS' Dreaming of Revenge kommt von der Pineforest Stable Zucht



    Zuchtinfos
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    Gekört/Gekrönt:
    Vorgesehen für die Zucht:
    Leihmutterschaft/Deckaxe:

    Abstammung: 4
    Schleifen: 0
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 0
    Zubehör: 0
    Gesamt: 4

    Nachkommen


    ///

    Besitzer: Calypso
    Vorbesitzer: Pepe
    VKR/Ersteller: Occulta (verfallen)
    Aktueller Wert: 800 Joellen

    Trainingsstände
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Fohlen ABC ✓ | Eingeritten ✗ | Eingefahren ✗


    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✓| Rückwärtsrichten ✗ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✓
    Abstand halten ✓ | Wenden + Handwechsel ✓ | Abruf ✓

    Freiheitsdressur/Zirzensik
    Kompliment ✗ | Knien ✗ | Spanischer Schritt ✗| Piaffe ✗
    Passage ✗ | Steigen ✗ | Sitzen ✗ | Liegen ✗


    Reitpferde-Ausbildung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Dressur:
    Galopprennen:
    Springen:
    Military:
    Fahren:
    Distanz:
    Western:

    PotentialAufstieg durch Turnier | Training • nicht weiter gefördert


    Erfolge
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    Gesundheit
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    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch:
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    Akute Krankheit/en: ✗
    Chronische Krankheit/en: ✗
    Erbkrankheit/en: ✗



    Hufe/Beschlag

    Beschlag Vorne:
    Beschlag Hinten: