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Jackie

Pferdeschau - Februar 2017

Anmeldeinformationen in der Beschreibung

Pferdeschau - Februar 2017
Jackie, 30 Jan. 2017
Rinnaja gefällt das.
    • Occulta
      Username: Occulta
      Pferdename + Link: tc Miss Moneypenny
      Züchter / Ersteller: Tassila
      Zubehörbilder ?* https://www.joelle.de/media/spind-von-miss-moneypenny.34961/

      Training:
      [​IMG] E-A

      Es war nun vier Wochen her, seit die Nachwuchsvollblüter vorsichtig angeritten worden waren. Sie kannten kaum mehr als das alle drei Gangarten unter dem Reiter, wobei gerade das Galoppieren den meisten die grössten Schwierigkeiten bereitete – jedenfalls in der Halle, wo sie immer wieder Kurven machen mussten. Heute wurden sie von den Kurven erlöst, jedenfalls von den engen. Denn heute durften Merino, Simba Twist, Miss Moneypenny, Riven in a Dream, Primo Victoria und der Neuling Cryptic Spots zum allerersten Mal auf die Rennbahn. „So eine ausgewogene Gruppe hatten wir schon lange nicht mehr“, scherzte Jonas. „Drei Hengste, drei Stuten und alle auf exakt demselben Niveau.“ Ich stimmte ihm fröhlich zu und schob Pennys Box auf. Die Schimmelstute begrüsste mich mit ihrer weichen rosa Schnauze und versuchte, am Reissverschluss meiner Jacke zu zupfen. Ich schob sie sanft beiseite und streifte ihr das violette Halfter über, dann führte ich sie durch die Stallgasse zu den Anbindestellen. Jonas half mir beim Anbinden, doch anschliessend verschwand er nach draussen, um im Nordstall die Trackponys Calico und Dod bereit zu machen. Neben Penny und mich gesellten sich Quinn mit Primo und Parker mit Riven. Wir legten mit dem Putzen der drei los und plauderten dabei über die Sieger der letzten Rennen. Ich konnte mir ein Gähnen nicht verkneifen, denn es war erst halb sechs Uhr und draussen noch stockfinster. Wir beeilten uns mit dem Putzen, denn wir wollten die Geduld der Youngsters nicht schon jetzt strapazieren. Ausserdem hatten wir einen strengen Zeitplan für heute, denn nach dem Mittag standen eine Fohlenschau, ein Halterwettbewerb und ein Springturnier an. Deshalb fand das Training heute auch wieder so früh am Morgen statt, obwohl es im Winter normalerweise keine Rolle spielte. Auch Primo war noch müde: die Stute gähnte herzhaft, während Quinn ihre Schulter massierte. Ich bürstete rasch noch Pennys Schweif, dann war sie bereit zum Satteln. Ich holte den etwas schwereren Trainingssattel und die sonstige Ausrüstung aus der Kammer. Zuerst legte ich ein polsterndes Pad auf, dann die eigentliche Satteldecke und schliesslich den Sattel. Das ganze fixierte ich mit dem Lammfell-Gurt, damit auch bestimmt nichts zwickte. Penny trampelte ungeduldig herum und ich hatte meine liebe Mühe, ihr die Bandagen anständig anzuziehen. Auf die wollte ich aber im Moment noch nicht verzichten, denn bei jungen, unbalancierten Pferden war die Gefahr zu gross, dass sie sich im Renngalopp verschätzten und sich selbst in die vorderen Sehnen traten. Beinverletzungen wollte man im Rennsport um jeden Preis vermeiden. Wir führten die fertig gesattelten Jungstuten nach draussen, wo die gleichaltrigen Jungs bereits warteten. Ajith und Oliver halfen den Jockeys und mir beim Aufsteigen. Danach ritten wir alle hintereinander zur Bahn. Die Trackponys, Calico und Dod, stiessen beim Nordstall zu uns. Merino tänzelte bereits aufgeregt, weil er offenbar dachte, wir gingen wieder ins Gelände. Aber wir bogen stattdessen auf den Galoppweg und trabten uns dort warm. Darren und Dod bildeten die Spitze, Jonas und Calico das Schlusslicht. Dazwischen trabten die jungen Pferde fleissig hintereinander und orientierten sich stark an der Gruppe. Das war in diesem Alter auch noch vollkommen erwünscht. Riven fand die über uns dunkel in die Höhe ragenden Tannen etwas gruselig, denn sie lief mit verklemmtem Schweif vor mir und Penny. Merino und Cryptic gerieten jetzt schon aneinander, denn der freche Merino versuchte immer wieder, nahe genug an das gepunktete Hinterteil seines Vordermanns zu kommen, um hineinzukneifen. Cryptic schlug als Antwort missmutig mit dem Schweif und bedeutete dem Frechdachs auf Abstand zu bleiben. Simba arbeitete heute sehr still mit. Er schien sich nicht besonders für die anderen Pferde um ihn herum zu interessieren, und da Merino zu weit von ihm weg war, konzentrierte er sich vollkommen auf April, die ihn ritt. Er trat sogar etwas ans Gebiss, wenn auch nicht konstant, da ihm dazu schlichtweg noch die Muskeln und die Balance fehlten. Zufrieden drehte ich den Kopf wieder nach vorne um mich auf mein eigenes Reittier zu konzentrieren. Ich spielte etwas mit den Zügeln und lud Penny ein, ebenfalls den Kopf etwas runter zu nehmen. Sobald sie im Genick nachgab, lobte ich sie durch rasches Überstreichen. So beschäftigte ich sie immer wieder etwas, während wir eine ganze Runde trabten. Danach ritten wir im Schritt zur Bahn. Heute waren die absoluten Basics gefragt: Betreten der Startbox, ein/zwei erste Starts und zuletzt ein erstes, kurzes Galopptraining. Ajith und Oliver warteten bereits auf uns. Wir ritten vor der Startmaschine eine Volte. Ajith und Oliver pickten einen nach dem anderen heraus und führten uns zügig auf die Boxen zu. Je rascher und entschlossener das ganze von statten ging, desto weniger zögerten auch die Pferde. Sie standen quasi drinnen, bevor sie richtig darüber nachdenken konnten. So erging es auch Penny und mir. Hinter uns schloss Ajith die Klappen, gerade rechtzeitig, bevor Penny den Rückwärtsgang einzulegen versuchte. Ajith drückte dagegen und ich trieb sie wieder vor, dann versuchte ich sie dort zu halten, bis alle drin waren. Sobald die letzte Klappe zuging, lief Oliver zum Auslöser und liess die Startmaschine aufschnappen. Natürlich wussten die jungen Vollblüter noch nicht, was sie zu tun hatten, also trieben wir sie energisch an und gaben ihnen die Zügel frei, um ihnen das Vorwärtsgehen schmackhaft zu machen. Die Reaktionsgeschwindigkeit war auch nach dem dritten Versuch noch bescheiden, aber immerhin kamen die meisten jetzt schon ein paar Sekunden nach dem Öffnen im Trab oder sogar Galopp, in Merino und Cryptics Fall, davon. Nach dem dritten Start trieben wir alle Pferde direkt weiter in den Galopp. Wir blieben dicht beieinander und strebten ein einheitliches Grundtempo an, auch um den Gehorsam zu schulen. Auf den letzten 200 Metern trieben wir sie nochmal etwas an, sodass wir diese in 15 Sekunden schafften. Dies würden wir nun die nächsten fünf Wochen lang widerholen und perfektionieren, bevor der nächste Schritt angegangen werden konnte. Die Trackponys kamen uns entgegen und begleiteten uns im Trab von der Bahn zurück zum Stall. Die jungen Pferde hatten bereits nach diesem bescheidenen Traning stark geschwitzt und saugten Luft durch die weit geöffneten Nüstern ein, was aufgrund der schlechten Kondition ganz normal war. Dies galt es in nächster Zeit deutlich zu verbessern. Doch jetzt war erstmal Feierabend für die Jungspunde. Für uns Pfleger hingegen hatte der Tag erst begonnen.
      30 Nov. 2016

      Username: Occulta
      Pferdename + Link: scs Bluebell
      Züchter / Ersteller: Delilah
      Zubehörbilder ?* https://www.joelle.de/media/spind-von-bluebell.28598/

      Training:
      Gwen [​IMG]
      Dressur E-A
      scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, scs Sugar and Sweets

      Momentan hatte ich drei neue Schützlinge. Eigentlich hatte ich mich ihnen schon länger annehmen wollen, aber wie es nun einmal für das Leben typisch war, war etwas dazwischen gekommen und ich hatte die drei vollkommen vergessen. Erst kürzlich war ich dann beim Aufräumen wieder auf die Unterlagen der drei Reitponys gestoßen und mich hatte direkt mein schlechtes Gewissen ereilt. Innerhalb einer Woche hatte ich mich dann mit Occulta Smith in Verbindung gesetzt und schon meine Reise nach England geplant. Nun war es so weit: die zweite Hälfte des Aprils würde ich auf den Pine Forest Stables verbringen!
      Ich hatte es für die drei jungen Pferde angenehmer gefunden, wenn sie zu Hause bleiben durften und so war es auch für mich einfacher zu koordinieren, denn so konnte ich mich vollkommen auf die drei Vierbeiner konzentrieren. Ich würde als Trainerin tätig sein und ich war schon sehr gespannt. Die Stuten waren noch verhältnismäßig frisch unter dem Sattel, aber gerade mit Jungpferden machte es ungemein viel Spaß zu arbeiten! Und genau darauf freute ich mich jetzt schon.
      Kurz nach Mittag kam ich auf dem Flughafen an und nachdem ich endlich im Besitz meiner Koffer war, konnte ich mich auch auf die Suche nach meiner Fahrgelegenheit machen. Occulta hatte mir geschrieben, dass ihre Reitlehrerin Lisa mich abholen wollen würde und altmodisch wie damals mit einem Namensschild auf mich warten würde. Leider war sie nicht die einzige, die diese glorreiche Idee besessen hatte und so war der Empfangsbereich übersäht mit Menschen und Namensschildern.
      Ich besann mich darauf, dass Lisa wahrscheinlich, wie üblich für eine Reitlehrerin, in Reithosen herumwandern würde und damit war sie hier auf jeden Fall die einzige. Und tatsächlich! Als ich meine Aufmerksamkeit den Kleidungen widmete, entdeckte ich sie schneller als gedacht. Grinsend nahm sie mich in Empfang und befreite mich dann direkt aus den Menschenmassen. Die Fahrt zum Gestüt dauerte ein Weilchen, aber da wir beide pferdevernarrt waren, hatten wir uns genug zu erzählen.
      Auf dem Gestüt wurde ich dann auch herzlich von Occulta in Empfang genommen, die hatte im Schlepptau einen großen und schneeweißen Vollblüter, welcher ihr wie ein kleiner Hund brav folgte. Lisa übernahm dennoch weiterhin die Aufgabe, mich einzuweisen. Sie zeigte mir als erstes grob das gesamte Gestüt und dann mein Gästezimmer. Dort lagen auch ein Plan des Gestüts auf dem Tisch und einige Hinweise, so dass ich mich doch recht gut zurecht finden sollte. „Ich bringe dir gleich noch etwas zu Essen, denn Mittag gab es schon“, meinte Lisa grinsend. „Aber gewöhne dich nicht daran!“, mahnte sie lachend.
      Ein paar Minuten später stand vor mir ein Teller mit aufgewärmten Spaghetti, dankend nahm ich den entgegen und stillte erst einmal meinen Hunger. Dann gönnte ich mir eine Dusche, um erst einmal wieder etwas wacher zu werden, mit diesen Jetlags war echt nicht zu spaßen, aber ich wollte auf keinen Fall einen halben Tag vergeuden! Stattdessen wollte ich heute schon meine drei Schützlinge kennenlernen.
      Als Hilfe wurde mir dafür Rosie zur Seite gestellt. Die Pflegerin mit der roten Feuermähne war entgegen ihres Aussehens relativ ruhig, aber nach einer Weile verstanden wir uns ganz gut und sprachen auch fröhlich miteinander. Sie zeigte mir die Boxen, Weiden und Spinde meiner drei Schützlinge, damit ich das auch später finden würde. Dann holte sie gemeinsam mit mir Bluebell und Blue Lady Liquor von der Weide. Das waren die ersten beiden im Bunde. Ich übernahm Bluebell beim Putzen und Rosie kümmerte sich um Lychee, so wurde der Roanschecke gerufen.
      Rosie konnte mir viel über den Charakter und Ausbildungsstand der beiden erzählen, so dass ich schnell ein ausgiebiges Bild von den Reitponystuten bekam. Dann gingen wir gemeinsam eine Runde spazieren und ich erfuhr noch allerhand mehr. Blue war sehr verschmust, offen und freundlich. Sie mochte anscheinend die Arbeit mit dem Menschen, aber ich merkte auch, dass ihr sehr schnell langweilig werden konnte und das zeigte sie dann auch. Lychee war genauso aufmerksam und verspielt, konnte damit ihre Menschen aber auch ganz schnell nerven, wenn sie schlichtweg zu aufdringlich wurde. Also mussten beide Stuten auf jeden Fall immer sinnvoll beschäftigt werden.
      Nachdem die beiden wieder auf der Weide standen, musste mich Rosie leider verlassen, die versprach mir aber, mir ab und an immer einmal zur Seite zu stehen, wenn ich Hilfe brauchte und das Angebot nahm ich natürlich gerne an. Stattdessen holte ich mir nun Sugar and Sweets von der Weide. Das war die dritte Stute im Bunde und die, die es mir wohl am meisten angetan hatte. Sie war eher die ruhige von den dreien und manchmal auch eher vorsichtig und umsichtig. Natürlich konnte sie auch zickig werden und das zeigte sie mir direkt, als wir durch die Stallgasse zum Putzplatz liefen und an einem Pferd vorbeikamen, was sie anscheinend gar nicht leiden konnte.
      Aber sonst war sie wirklich ein Sonnenschein, sie war weder aufdringlich noch nervend, sondern stets aufmerksam, aber eher still. Ich entschied sie heute noch zu longieren, zumal der Longierzirkel sowieso gerade frei geworden war. Dank Rosies vorherigen Rundgang fand ich auch ohne Probleme den Kappzaum und die Longe und schon konnte es losgehen.
      Sweets arbeitete aufmerksam und neugierig mit und schien sehr motiviert zu sein. Ihre Gänge waren wirklich schön und sie besaß schon eine sehr gute Selbsthaltung. Sie schien generell körperlich schon etwas weiter zu sein, als ihre beiden anderen Kumpanen. Dennoch war auch für sie das Training anstrengend und nach zwanzig Minuten beendete ich die Arbeit.
      Am Abend saß ich alleine in meinem Zimmer und vor mir lagen drei noch weiße Blätter. Ich wollte die Trainingspläne für die drei Stuten gestalten und nach zwei Stunden waren diese dann auch vollkommen ausdetailliert und mein Aufenthalt vollkommen ausgeplant. Natürlich ließ ich mir auch nicht die Gelegenheit entgegen, ab und an die Ruhetage der Stuten alle auf einen Tag zu legen, an welchem ich einige Sehenswürdigkeiten von England besichtigen konnte, aber sonst drehte sich alles nur um die drei Schecken.

      Am nächsten Morgen am Frühstückstisch weihte ich auch direkt Occulta in meine Pläne ein und sie schien sichtlich angetan zu sein. Ihr gefiel es, dass die drei Stuten ein wenig mehr Aufmerksamkeit erhielten und besonders in ihrer Ausbildung gefördert wurden. Pine Forest hatte den Fokus vor allem auf Vollblüter gelegt und so kamen ab und an die anderen Vierbeiner etwas zu kurz, zumindest was die weiterführende und intensive Ausbildung betraf. Dementsprechend hatte ich auch freie Hand und viel Zeit für die drei, da sie nirgendwo zwingend gebraucht wurden, was auf jeden Fall auch sehr angenehm sein konnte. Und heute wollte ich damit direkt loslegen.
      Im Stall herrschte schon reges Treiben, denn die Vollblüter wurden schon wesentlich früher trainiert. So war der Stall auch bereits gemistet und meine drei Schützlinge standen schon auf der Weide. Witzigerweise waren sie auch Weidengenossen und so hatte ich immer recht kurze Wege. Ich lehnte mich an den Zaun und genoss die warme Frühlingssonne. Heute war ein herrlicher Tag und die Sonne ließ das grüne England direkt noch schöner erscheinen. Aufmerksam ließ ich meinen Blick über die drei grasenden Stuten schweifen.
      Anfangen wollte ich heute mit Bluebell, dementsprechend war auch sie die erste, die ich heute von der Weide holte. Brav und gutgelaunt folgte mir die junge Stute in den Stall, wo ich sie gründlich putzte und mithilfe von Rosie dann auch sattelte. Dann entschied ich mich dafür, auf den Außenplatz zu gehen, damit wir die Sonne genießen konnten. Anfangs waren wir da sogar alleine, während ich Bluebell warmritt und ein wenig herumtestete.
      Das war für mich auch tausendmal angenehmer, als mit Argusaugen beobachtet zu werden und so fanden wir beiden schneller als gedacht zueinander. Natürlich nahm ich mir direkt von Anfang an vor, Bluebell immer ausgiebig zu beschäftigen und Abwechslung in das Training zu bringen. Die Stute war schon recht weit in der Ausbildung und die Grundlagen des E-Niveaus saßen. Dementsprechend baute ich stattdessen allmählich ihre Selbsthaltung und die Anlehnung aus.
      Das sah in etwa so aus, dass ich sie immer etwa fünf bis zehn Minuten in Anlehnung ritt, ehe ich sie abstrecken und entspannen ließ. Es war eine gute Übung und Bluebell verstand schnell das Prinzip. Motiviert und locker arbeitete sie mit und so beendete ich zufrieden unsere erste Trainingseinheit. Als Belohnung ritten wir eine kleine Schrittrunde über den Hof, ehe ich Bluebell versorgte und mich direkt der nächsten Stute annahm: Lychee.
      Sie schien heute nicht gar so motiviert zu sein und wirkte schon am Putzplatz etwas genervt, während ich sie putzte und sattelte. Dementsprechend machte ich vor dem Reiten erst einmal ein paar Bodenarbeitsübungen mit ihr, um ihre Aufmerksamkeit und Motivation zu fördern. Das gelang mir auch recht gut und schon bald war Lychee wieder besser drauf und ich konnte mich auf ihrem Rücken schwingen.
      Eigentlich erarbeitete ich auch mit ihr das Gleiche, nur dass Lychee auf der rechten Hand ein wenig mehr Probleme im Galopp mit der Balance hatte. Dementsprechend merkte ich mir direkt, was wir bei der kommenden Longiereinheit besonders üben würden. Das gehörte nämlich auch zu meinen Trainingsplänen, denn ich wollte die Stuten nicht nur reiten, sondern auch vom Boden aus arbeiten. Was sie da lernten, konnten sie unter dem Sattel direkt viel besser umsetzen.
      Dieses Phänomen hatte ich bereits öfters erlebt und in der Ausbildung von jungen Pferden bewährte es sich schlichtweg immer wieder. Nach der Einheit heute wusste ich auch, wo bei Lychee ihre Schwächen und Stärken lagen und wie ich diese fördern beziehungsweise nutzen konnte.
      Nach der Roanstute gab es erst einmal Mittagessen und entgegen meiner Vermutung hatte ich einen Bärenhunger. Außerdem konnte ich mich so direkt mit den anderen über die Fortschritte der Stuten austauschen und bekam noch den ein oder anderen guten Tipp.
      Nach dem Mittagessen war nun noch Sweets an der Reihe. Auch sie putzte und sattelte ich in aller Ruhe und ging dann mit ihr auf den Platz. Dort herrschte inzwischen mehr Betrieb, denn außer mir ritten inzwischen auch zwei weitere Reiter dort. Die Sonne zog einfach jeden nach draußen.
      Auch mit Sweets arbeitete ich mit den Wechseln zwischen Anlehnung und Dehnung, was auch ihr ganz gut gelang. Manchmal wies Sweets aber noch leichte Probleme in den engeren Wendungen auf, denn dann fehlte die aktive Hinterhand und Sweets kam nicht hinterher.
      Schnell legte ich auch darauf den Fokus und siehe da, nach einigen aufbauenden Übungen klappte es immer besser und so lernte ich auch Sweets immer besser kennen. Auch sie durfte dann noch eine Schrittrunde ins Gelände, ehe es wieder auf die Weide ging.
      Am Abend schmerzte mir dann mein gesamter Nacken und Occulta bedachte mich beim Abendessen mit einem breiten Grinsen. Da den ganzen Tag die Sonne geschienen hatte, hatte ich mir einen krebsroten Sonnenbrand geholt, denn an das Eincremen hatte ich natürlich nicht gedacht. Den Abend verbrachte ich also mit Kühlen und ich wusste, was ich die kommenden zwei Wochen nicht noch einmal vergessen würde.

      Das Training mit den Stuten lief einwandfrei. Nach den ersten drei Tagen hatten wir uns wirklich gut aneinander gewöhnt und ab sofort arbeitete ich die Stuten jeweils zweimal am Tag. Eine Einheit ritt ich immer, die zweite wurde vom Boden aus gemacht. Dabei ging ich auch einmal mit ihnen Spazieren oder machte nur lockere Bodenarbeit, denn die drei sollten schließlich nicht den Spaß an der Arbeit verlieren.
      Dennoch ging auch das Training unter dem Sattel gut voran und nachdem die Grundlagen fest saßen und alle drei Stuten allmählich richtig schön ausbalanciert waren, wollte ich mich mit den Anforderungen des A-Niveaus beschäftigen. Perfekt ausgebildet würden sie nach meinem Aufenthalt nicht sein, aber ich war mir sicher, dass ich allerhand reißen konnte, zumal viele Anforderungen nicht groß von den Grundlagen abwichen.
      Sweets lernte beinahe am schnellsten und hatte schon nach kurzer Zeit die Seitengänge beinahe perfekt drauf. Ab und an lief sie noch über die Schulter hinweg, aber ihre Hinterhand trat aktiv unter und ihre Stellung war konstant. Lychee hatte mit den Seitengängen ein wenig Probleme, dafür war sie aber absolut talentiert was die Verstärkungen der Gangarten anging und flog regelrecht durch das Viereck. Bluebell war generell sehr feinfühlig und viele Übungen klappten nach kurzer Zeit bereits mit den kleinsten Hilfen.
      Besonders die Kehrtwendung und das Rückwärtsrichten machten mit Bluebell enormen Spaß, denn das leichte Aufnehmen der Zügel und das Anlegen des Schenkels reichten und schon reagierte die junge Stute. Es war einfach herrlich!
      Am Ende meines Aufenthaltes war ich mir sicher, dass die drei Stute locker eine A-Dressur packen würden, wenn es auch vielleicht noch nicht für den ersten Platz reichen würde, auf das Treppchen würden sie es locker schaffen. Die Übungen saßen. Sowohl einzeln als auch zusammen in einer Kür. Testweise hatte ich die Stuten auch öfters einmal von den anderen Reitern reiten lassen, zumal ich ja dann sowieso nicht mehr da war.
      Und das klappte besser als gedacht! Auch Occulta war sichtlich zufrieden mit meiner Arbeit und auch stolz auf ihre Stuten. Das, was sie da im Viereck sah, gefiel ihr sichtlich und das sagte sie auch offen. Ein Lob von der Besitzerin war immer das Beste, was man bekommen konnte und si war ich mir sicher, dass ich meine Arbeit hier gut gemacht hatte.
      Nach zwei Wochen verließ ich Pine Forest wieder und stieg in die Maschine nach Hause, denn auch dort würde weitere Arbeit auf mich warten und wer weiß, vielleicht würde ich ja mal wieder nach England kommen?
      19 Apr. 2015

      Gwen [​IMG]
      Springen E-A
      scs Bluebell, River's Blue Lady Liquor, scs Sugar and Sweets

      Wie schon letzten Monat widmete ich auch im Mai wieder die letzte Woche für eine Reise nach England. Erneut sollte es auf die Pine Forest Stables gehen, um meine drei Schützlinge zu besuchen. Der Flug war ganz angenehm, einen dezenten Jetlag hatte ich aber dennoch.
      Dementsprechend war ich heilfroh, als ich endlich Occulta auf dem Flughafen fand und wir uns auf den Weg zum Gestüt machten. Dort würde nämlich ein schönes warmes Gästezimmer auf mich warten. Ich freute mich jetzt besonders auf eine heiße Dusche und das Bett.
      Ich war extra so geflogen, dass ich abends ankam, denn mit einem halben Tag hätte ich sowieso nichts mehr anfangen können. Die drei Jungstuten kannte ich bereits und sie waren auch bisher gut im Training.
      Ich hatte bei meiner letzten Abreise für alle drei einen Trainingsplan ausgearbeitet, welcher sicherlich auch vorbildlich befolgt worden war, so dass die letzte Maiwoche reichen sollte. Nun musste ich mich aber erst einmal dringend ausruhen, die kommenden Tage würden hart werden.
      Da Pine Forest vor allem ein Vollblutgestüt war, ging es hier früh los. Bereits um fünf konnte man draußen Stimmen und Hufgeklapper hören, die Vollblüter gingen für die erste Trainingseinheit auf die Bahn. Sicherlich war auch Occulta schon unterwegs.
      Ich gönnte mir zumindest Schlaf bis sechs Uhr, ehe auch ich mich aus der kuscheligen Decke erhob und das Bad aufsuchte. Eine Stunde später hatte ich auch fertig gefrühstückt und machte mich auf den Weg in den Stall.
      Da ich im Gegensatz zum Rest des PFS-Teams mit drei Berittpferden eher mager ausgestattet war, half ich täglich noch mit bei der Stallarbeit aus. Für mich war es nichts Neues, da ich meine eigene Ranch mit zwanzig Pferden auch tagtäglich selber machte und so vergingen die Tage beinahe noch schneller.
      Die Pläne für die Reitponys hatte ich bereits zu Hause angefertigt und so ging es heute auch direkt los. Diesen Monat stand Springen auf dem Plan, erst einmal die Grundlagen bis zum A-Niveau und dann würden wir den jungen Stuten wieder eine Pause gönnen.
      Beginnen tat ich diesmal mit Sugar and Sweets. Ich holte mir die Scheckstute von der Weide und putzte sie gründlich. Für heute wollte ich vom Boden aus beginnen, also stattete ich sie mit Kappzaum und Longe aus und machte mich auf den Weg in die Halle. Die war um die Uhrzeit sogar noch frei und so wärmte ich Sugar erst einmal auf, ehe wir dann mit Trabstangen und Cavalettis arbeiteten.
      Die Stute sollte ein Gefühl für die Stangen bekommen, für Höhen und Abstände. Sugar lernte auch recht zügig und war die ganze Zeit aufmerksam mit dabei, so dass wir nach einer halben Stunde das doch recht schweißtreibende Training beenden konnten.
      Vor dem Mittagessen wollte ich noch Lychee schaffen, also versorgte ich Sugar zügig und holte die zweite Stute in den Stall. Sie erwartete heute die gleiche Trainingseinheit und sie machte sich fast so gut wie Sugar. Einwandfrei überwand sie Trabstangen und Cavaletti, die beiden ersten qualifizierten sich auf jeden Fall schon einmal für den morgigen Tag.
      Nachdem Lychee wieder auf der Weide stand, gab es erst einmal Mittagessen. Eine der wenigen Zeiten, wo man fast das gesamte Team antraf. Danach waren aber direkt wieder alle über das gesamte Gelände verstreut. Ich hingegen legte eine kurze Büropause ein und arbeitete an meinen Unterlagen, eh die dritte Stute rief.
      Bluebell war die dritte im Bunde und nachdem wir uns fertig gemacht und aufgewärmt hatten, zeigte sich sehr schnell ihre Leidenschaft fürs Springen. Sie liebte es sichtlich und vergaß oftmals sogar die Diskussionen mit mir. Mit Bluebell überschritt ich sogar ein bisschen unser Zeitlimit, aber sie war so motiviert dabei, dass ich das nutzen wollte.

      Am kommenden Tag stand für die Vierbeiner Freispringen auf dem Plan. Ich wollte die frisch eingerittenen Pferde nicht direkt mit dem Reitergewicht über dem Spring belasten, sie sollten das ruhig erst einmal selber auf die Reihe bekommen.
      Da Lychee und Sugar am Vormittag noch einen Hufschmiedtermin hatten, kümmerte ich mich erst einmal nur um Bluebell. Die war dafür wieder Feuer und Flamme, vielleicht ein bisschen zu sehr. Manchmal jagte sie auf die Hindernisse zu, so dass ich Angst hatte, sie könnte das Springen vergessen. Aber immer drückte sie sich kurz vorher mit enormer Wucht ab und flog über die kleinen Hindernisse hinweg.
      Am Nachmittag waren dann die anderen beiden dran, aber auch einzeln und nacheinander. Zuerst kümmerte ich mich um Lychee und dann um Sugar. Lychee überwand die Hindernisse in einer Seelenruhe, sie sprang immer sehr bedacht aber gleichzeitig selbstbewusst.
      Sugar war da wesentlich vorsichtiger und testete erst einmal aus, wie sich die Hindernisse am besten nehmen ließen. Schnell hatte sie aber auch ihre Technik heraus und sprang genauso entspannt und ruhig wie die anderen.
      Wie immer lernten die Stuten schneller als gedacht. Neben meinen Trainingseinheiten wurden sie weiterhin täglich geritten und so konnte ich bei den nächsten Schritten auch gut Zeit sparen, denn ich agierte nun als Reitlehrerin beziehungsweise Trainerin vom Boden.
      So bekam ich zum einen alle drei Stuten in einer Stunde unter und konnte das Ganze vom Boden aus beobachten.
      In der ersten Stunde nahmen wir einfach nur Trabstangen und Cavaletti dazu. Mir war es besonders wichtig, dass die Stuten lernten, trotz der Hindernisse ihre Balance und ihren Takt beizubehalten. Dies verhinderte Unkonzentriertheit und Stolpern.
      Zwei Tage lang trainierten wir nur mit den kleinen Hindernissen und dem Freispringen, dann entschied ich, dass ich mich selber wieder in den Sattel schwang und die ersten richtigen Hindernisse nehmen wollte.
      Während das mit Lychee und Sugar ganz problemlos ging und die beiden nur ab und an ein wenig überzeugt werden mussten, war es mit Bluebell echt nervig. Madame war der Meinung das Training besser zu kennen als ich und diskutierte gerne.
      Bei ihr legte ich das Augenmerk schnell auf das kontrollierte Anreiten, denn sie schoss zu gerne einfach mal los. Einige Trabstangen vor den Hindernissen minderten dann ihren Trieb und sie lernte sich zu konzentrieren.
      Wenn sie das nicht getan hätte, hätte sie bei den späteren und höheren Hindernissen ernsthafte Probleme bekommen.
      Da wir dieses Mal nur bis zum A-Niveau trainierten, waren die Stuten auch recht schnell so weit. Lychee war ein wahres Verlasspferd im Parcours, man konnte ihr schon jetzt blind vertrauen, denn sie sprang immer ruhig und sicher.
      Sugar musste man manchmal noch etwas motivieren und der Reiter musste sicher wussten, was er tat und was er wollte, dann machte auch die Stute selbstbewusst mit. Und Bluebell, die war eben Bluebell. Feurig und selbstbewusst wie immer.
      Sie hätte den Parcours mit Sicherheit auch ohne Reiter absolviert. Bei ihr hieß es also, ein wenig das Feuer zu mindern und ihre Energie zu bündeln und positiv einzusetzen. Bei Zeitspringen würde sie aber garantiert eine verdammt gute Figur machen und auch die Höhe war kein Problem, nur der Stil war jetzt noch nicht sonderlich ausgereift und perfekt.
      Die Grundlagen des A-Levels hatten alle drei am Ende meines Aufenthalts aber erreicht. Den letzten Nachmittag widmete ich mich den fortlaufenden Trainingsplänen für die drei Ponys, welche ich dann auch Occulta aushändigte und noch einige Tipps mit hinzufügte.
      Am kommenden Morgen war es dann auch wieder Zeit für mich abzureisen und ich machte mich nach dem doch erholsamen Englandaufenthalt wieder auf den Heimweg ins gute alte Kanada.
      27 Mai 2015

      Occulta [​IMG] Dressur A-L

      Ich trommelte an diesem Morgen gleich nach dem Frühstück Lisa und Lewis zusammen, denn wir wollten unsere Reitponystuten wie jeden Dienstag ein wenig mit Dressur ärgern. Bluebell, Sugar and Sweets und Blue Lady Liquor waren rasch vom Heu weggeholt und vor dem Nebenstall angebunden. Das eigentliche Putzen hingegen dauerte wesentlich länger, denn die drei hatten es wiedermal gut gemeint mit dem Matsch. Nach einer Viertelstunde liess ich entmutigt die Bürste sinken und rieb mir den schmerzenden Arm. „Ich hab morgen definitiv Muskelkater“, jammerte auch Lisa. Nur Lewis war schon fast fertig und zuckte mit den Schultern. „We’re fine, aren’t we, Sugar?“ spottete er und kraulte grinsend Sweets. Meine Bluebell kaute unterdessen gelangweilt am Strick. „Du brauchst gar nicht so zu tun, bist selber schuld“, murmelte ich und raffte mich zu den letzten Bürstenstrichen auf. Endlich konnten wir alle satteln, zäumen und aufsteigen. Wir ritten gemeinsam über den Kiesweg zur Halle und wärmten die drei auf, ehe wir mit der ersten richtigen Lektion begannen. Da Lychee schon eine Stufe weiter ausgebildet war, übte sie statt versammeltem Trab den verstärkten Trab. Sie war noch zu hektisch; Lisa musste sie gut spannen, damit sie die Energie in die Beine und nicht ins Tempo steckte. Als zweites übte sie den starken Schritt, weil es grad so schön passte, Lewis und ich versuchten uns währenddessen an den Kehrtwendungen. Dann wurde es richtig heiss in der Halle: Die Galopparbeit war dran. Wir übten den versammelten Galopp, was nicht gerade leicht war, weil Lychee dauernd im verstärkten Galopp an uns vorbeibretterte. Im Aussengalopp um die Kurve zu flitzen war aber auch kein Problem für Bluebell und Sweets. Wir reduzierten das Tempo allesamt wieder ein wenig, damit Lewis und ich einfache Galoppwechsel üben konnten. Lisa nutzte dies um das Anhalten aus dem Galopp zu versuchen. Danach machten wir alle eine Pause und liessen die drei kurz strecken. Zuletzt übte Lisa mit Lychee die Seitwärtsgänge, während Sweets und Bluebell nochmal im versammelten Trab auf die Schlangenlinien mussten. Dann liessen wir die drei austraben.
      8 Dez. 2015

      Gwen [​IMG]
      Springen A-L

      Heute würde ich zwei altbekannte Gesichter wiedersehen. Lange war es her, dass ich regelmäßig auf dem Gestüt Pineforest unterwegs gewesen war und nun schickte mit Occulta ihre beiden jungen Reitponystuten nach Kanada. Dabei handelte es sich um Sugar and Sweets und Bluebell. Ich kannte die beiden sehr gut, hatte sie damals regelmäßig trainiert.
      Wie erfuhr, war die ehemals dritte im Bunde nun schon verkauft und hatte einen tollen neuen Besitzer gefunden und so hatte ich diesen Monat nur zwei Berittpferde. Nichtsdestotrotz würde ich alle Hände voll zu tun haben und war auf jeden Fall gut beschäftigt.
      Gegen Nachmittag sollten die beiden bei mir ankommen. Occulta hatte einen ihrer Pfleger mit auf die Reise geschickt und als der Transporter bei uns auf der Ranch ankam, wurde ich auch zuerst von ihm begrüßt. Gemeinsam luden wir danach die Stuten aus und dann ihre Ausrüstung. Als dann alles verpackt war, verabschiedete er sich und machte sich auf den Heimweg.
      Sweets und Blue standen gemeinsam auf ihrer neuen Weide und vertraten sich die Beine. Für heute hatten sie erst einmal frei und durften hier in Kanada ankommen. Ab Morgen würden wir dann beginnen. Wie auch meine anderen Pferde würden sie die Nacht im Stall verbringen und die restliche Zeit des Tages draußen auf ihrer großen Weide.

      Am kommenden Morgen band ich die beiden Stuten direkt in meine tägliche Routine mit ein und das klappte auch sehr gut. Nachdem dann alle Pferde versorgt waren und ich die Stallarbeit hinter mich gebracht hatte, holte ich mir zuallererst Sweets von der Weide in den Stall.
      Vorbildlich folgte sie mir und stand auch am Putzplatz brav still. In aller Ruhe putzte ich sie und machte mich wieder mit ihr bekannt. Sweets war für ihren vorbildlichen Charakter bekannt. Diese Stute machte eigentlich so gut wie nie Probleme, wenn man ihrer Ausbildung behutsam und ruhig umging.
      Die beiden Reitponys waren für die Weiterbildung im Springen bei mir. Ziel war das L-Niveau und ich war mir sicher, dass das keine Probleme machen würde. Sweets hatte sowieso großes Talent im Springen und war stets sehr motiviert. Auch heute sollte sie mich nicht enttäuschen:
      Wir gingen in die Halle und nach den zehn Minuten Schritt am Anfang, wärmte ich sie in aller Ruhe auf und gymnastizierte sie ordentlich. Sweets lief, ebenso wie Blue, bereits auf gutem A-Niveau und da setzten wir heute an. Aufgebaut hatte ich einen A-Parcours mit L-Elementen. Generell wollte ich erst einmal schauen, wie sich die Stute unter dem Sattel und im Parcours bisher machte.
      Sweets war recht sicher, aber wenn sie etwas nicht kannte, zögerte sie sehr stark. Ich musste sie teilweise arg zum Springen motivieren, aber das würde sich machen lassen. Abgesehen von dem etwas fehlenden Selbstvertrauen, sahen Technik und Können bei Sweets sehr gut aus und deshalb beendete ich die Stunde auch etwas eher.
      Zum Abreiten ging es noch eine Schrittrunde ins Gelände, ehe Sweets nach dem Training auch noch abgeduscht wurde. Erst nachdem ich sie mit dem Schweißmesser abgestrichen hatte, ging es zurück auf die Weide. Da nahm ich mir auch direkt Blue mit, denn diese war als nächstes an der Reihe.
      Auch sie war im Umgang ein wahrer Engel und so waren Putzen und Satteln kein Problem. In der Halle wärmte ich sie dann genauso auf wie ihre Vorgängerin. Im Gegensatz zu Sweets besaß Blue genügend Selbstvertrauen, um auch mal anzuzeigen, wenn ihr etwas nicht passte. Mit beiden Stuten musste man also sensibel umgehen.
      Mit Blue sprang ich auch einen A-Parcours und es lief sehr gut. Leider wurde sie vor dem Hindernis gerne mal schneller – teilweise zu schnell, als dass man den Absprung hätte richtig koordinieren können. Bei den kleinen Höhen rettete sich Blue noch gut mit ihrem Springtalent, aber sobald es höher werden würde, würde ihr das Probleme machen.
      Also hatte ich bei beiden genügend zu tun, woran ich arbeiten musste. Auch mit Blue ging es zum Abkühlen noch im Schritt raus, ehe sie abgeduscht wurde. Danach durfte auch sie zurück auf die Weide und ich machte mich daran, die Trainingspläne für die beiden Pferde zu erstellen.

      Die kommenden Wochen waren wir schwer beschäftigt, denn ich bewegte die beiden Pferde zweimal am Tag. Einmal ritt ich und das zweite Mal longierte ich oft oder machte Bodenarbeit oder Schrecktraining. Alles förderte das Können im Parcours, denn je sicherer die beiden Stuten in jeder Situation waren, desto problemloser würden Hindernisse und Turniere werden.
      Bei der Höhe machte ich mir sowohl bei Sweets als auch bei Blue keine Gedanken. L war nichts Besonderes für beide, sie hatten auf jeden Fall Talent für mehr, dementsprechend klappte das problemlos. Stattdessen arbeitete ich an der Technik und ließ viel Stangenarbeit einfließen.
      Diese ließ Blue konzentrierter und ruhiger werden, während sie Sweets mehr Vertrauen gab. Am Ende der zwei Wochen Training konnten sich beide wirklich sehen lassen. Denn sie sprangen einen L-Parcours wirklich einwandfrei durch. Keine Steher, keine runterfallenden Stangen. Sie konnten sich wirklich sehen lassen.
      Ich war sehr zufrieden mit meiner Arbeit, wobei mir beide Stuten mit ihrer soliden Grundausbildung und ihrem Springtalent auch sehr entgegen gekommen waren. Vieles hatte schon beim ersten Mal geklappt und auch lerntechnisch waren Blue und Sweets definitiv nicht hinterher.
      So konnte ich schon bald mit Occulta die Abreise besprechen und eines Morgens ging es für die beiden Reitponys wieder auf die lange Reise zurück nach England. Sie wurden früh abgeholt und verladen, so dass sie unbesorgt ankommen würden.
      28 Juni 2016

      Occulta [​IMG]L-M

      Nun da das Galopptraining vorbei war, konnte ich mich der Jungpferdeausbildung widmen. Für Parányi, Bluebell, Sweets und Echo stand eine Springstunde an. Lisa, Jonas, Darren und ich Sattelten die vier Pferde, dann führten wir alle in die Halle, wo David und Elliot uns einen kleinen Parcours gestellt hatten. Zunächst wurde eingewärmt in allen drei Gangarten. Anschliessend übersprangen wir ein paar einzelne Hindernisse, darunter auch einen für die Pferde anscheinend sehr bedrohlichen Oxer. Später stellten wir fest, dass nicht der Oxer das Problem war, sondern die Babymaus, die davor im Sand umhertapste; unschlüssig, wo sie sich in der grossen Halle verstecken sollte. Ich grummelte „Where are the damn cats if you need them?“ Darren sah mich entsetzt an und meinte „Occu you’re cruel! Look at these cute little ears!“ Ich rollte seufzend meine Augen. “It may be cute, but it obviously scared Echo to death, so there must be something evil about this little creature, right?” “Well you know – horses don’t need a reason”, mischte sich Elliot lachend ein.

      Nachdem das Maus-Problem beseitigt (eingefangen und aus Mitleid vor die Hallentür gesetzt) war, konnte die Stunde normal fortgesetzt werden. Wir ritten nun mehrere Hindernisse nacheinander und schliesslich den gesamten Parcours. Bluebell musste zweimal antreten, weil sie beim ersten mal zwei Stangen runterschmiss. Elliot lehrte Darren, dass er sie besser zusammenhalten musste, damit sie nicht nachlässig wurde, danach klappte es. Parányi war mal wieder etwas eigenwillig. Sie erinnerte mich in solchen Momenten stark an ihren Vater, dessen Sportkarriere ich stets interessiert verfolgt hatte. Auch er war nicht gerade für super Mitarbeit und Gehorsam bekannt, aber dafür für seine Leistung. Wenn sie wenigstens genauso viel davon geerbt hatte, war ich ganz zufrieden. Das schwarze Fell hatte sie jedenfalls auch bekommen. Sie stand immer mal wieder hin oder zog am Hindernis vorbei, bis Jonas die Beine auf Elliots Anweisung hin besser dran behielt und die Stute so mehr einrahmte. Sweets war zuckersüss wie immer. Sie machte ohne zu mucken ihren Job, trug Lisa zuverlässig durch den Parcours und bereitete ihrer Reiterin grosse Freude. So unterschiedlich sie auch waren – ich war mit allen Jungspunden zufrieden und freute mich auf die Zukunft mit ihnen.
      31 Juli 2016

      Gwen [​IMG]
      Military E-A

      Gähnend blickte ich in meine leere Tasse. Heute hatte ich mir zum Morgen einen starken Cappuccino gegönnt, aber nach der Tasse war ich trotzdem noch müde, nicht einmal das Radio half mir auf die Beine. Es war allerdings bereits sechs Uhr und ich musste langsam los. Ich war extra früher aufgestanden, weil ich heute ein Berittpferd vom Flughafen abholen würde.
      Bluebell hatte eine lange Reise hinter sich, denn sie kam aus England vom Pineforest Stable. Anlässlich des diesjährigen Jolympias hatte Occulta Smith von uns einen Gutschein erhalten. Aus technischen und organisatorischen Gründen hatte das große Turnier leider nicht stattfinden können. Occulta war jedoch schon früher angereist und hatte allerhand Mühen auf sich genommen, die wir nun gerne entschädigen wollten.
      Und die Entschädigung betraf nun Bluebell, welche für ein paar Wochen zu mir ins Training geschickt werden sollte. Occulta wollte den Rest des Sommers direkt noch einmal dafür nutzen, ihr Pferd im Gelände weiterzubilden, also würde für Bluebell bei uns Geländespringen auf dem Plan stehen, dafür musste sie nun aber erst einmal herkommen.
      Am Flughafen lief alles erstaunlich schnell und pünktlich ab. Bluebell war schon durch die tierärztliche Untersuchung als ich kam und konnte direkt verladen werden, nachdem ich entsprechende Papiere unterschrieben hatte und dann ging es auch schon wieder zu uns nach Hause.
      Dort lud ich Bluebell aus und ließ sie direkt auf ihre kleinere Weide neben meinen Stuten. Sie würde den ersten Tag frei haben und sich ausruhen dürfen. So konnte sie auch direkt unseren Tagesablauf kennenlernen und Morgen würde es dann losgehen.

      Bluebell war mir keine Unbekannte, ich hatte sie schon öfters unter dem Sattel gehabt. Nichtsdestotrotz ging ich es ruhig an und ritt sie die ersten paar Tage normal auf dem Platz. Meist mit viel Gymnastizierung durch Cavalettis und Stangen, aber auch teils schon kleine Sprünge. Bluebell sprang theoretisch schon bis M-Niveau. Ihres jungen Alters geschuldet, blieb Occulta aber bevorzugt auf A.
      Aber dennoch hatte Bluebell im Springen schon sehr viel Erfahrung und ich würde darin nicht mehr sonderlich viel Zeit investieren müssen. So ging es nach unserer kleinen Kennlernphase direkt ins Gelände. Erst einmal nur in Form von Ausritten, wobei ich hier schon viel Konditions- und Krafttraining einfließen ließ.
      Bluebell war alles in allem eine sehr liebe und gelehrige Stute. Manchmal kam es zu unterschiedlichen Meinungen, aber mit Ruhe und Geduld konnte ich Bluebell schnell auf meine Seite bringen. Die erste Woche ging es also größtenteils nur in Gelände und erst danach durfte Bluebell unsere Geländestrecke kennenlernen.
      Diese splittete sich auf in die richtige Strecke, welche auch durch den Wald verlief, besaß aber davor auch eine große Wiese, auf welcher sich gefühlt jede Art an Hindernis finden ließ, so dass man alles wunderbar selbst trainieren konnte.
      Wir begannen jedoch mit dem Gelände an sich: Kuhlen, Hügel, Auf- und Absprünge. Ebenso das Wasser. Bluebell wurde also erst einmal an die Grundlagen gewöhnt, ehe es überhaupt an das Springen ging. Auch Gräben, Baumstämme und Co durfte sie sich alles einmal in Ruhe und vom Boden aus anschauen.
      Erst nachdem Bluebell bei nichts mehr guckig war, begann ich das Springen. Erst einmal die niedrigsten und einfachsten Hindernisse. Bluebell musste lernen, worauf es im Gelände ankam, denn bisher waren noch nicht alle Hindernisse mit einer hohen Sicherheitsklasse ausgestattet, so dass viele noch unnachgiebig waren.
      Ebenso übten wir enge Wendungen und das schräge Anreiten von Hindernissen. Im Gelände ging es weniger um die Höhe als um die Technik, sicher durch den Parcours zu kommen. Bluebell war teilweise sehr stürmisch und übersprang sich gerne, obwohl sie diese Kraft lieber in die Galoppstrecken investieren sollte.
      So baute ich nach und vor Sprüngen immer lange Strecken ein, brachte Bluebell von dem Gedanken Springen ab, ehe das nächste Hindernis folgte. So lernte sie auch, sich länger zu konzentrieren und nicht abzuschalten, sobald kein Hindernis mehr in der Nähe war.
      Allmählich verbesserte sich ihre Kondition und Konzentration und ich begann, täglich unterschiedliche Strecken zu springen. Da es mir weniger um die Höhe ging, behielten wir vorerst die einfachen Hindernisse bei, zumal Bluebell meist eh sehr viel Luft ließ und sehr hoch sprang.

      Bluebell machte sich sehr gut. Sie war nun schon locker zwei Wochen bei uns in Kanada und strotzte inzwischen nur so vor Energie und Kraft. „Was das Geländetraining aus Pferden macht“, murmelte ich grinsend.
      Unsere letzte Woche begann und so ging es nun auf A-Höhe im Gelände. Bluebell war inzwischen bestens vorbereitet und in den Grundlagen gesichert, so dass ich mir eigentlich keine Gedanken machte, als ich heute die Stute sattelte und dann warmritt.
      Tatsächlich enttäuschte mich Bluebell nicht: Wir durchsprangen heute zum ersten Mal einen A-Parcours mit verhältnismäßig leichten Terrain und sie bewältigte es mit Bravour. Im Verlauf der Woche erhöhte ich den Schwierigkeitsgrad und als ich mir sicher war, dass Bluebell locker jedes A-Springen bewältigen würde, rief ich Occulta an.
      Schon ein paar Tage später stand für Bluebell die Heimreise an. Ich knuddelte die süße Reitponystute noch einmal ordentlich, ehe ich sie auf den Hänger führte und noch einmal kontrollierte, ob alles eingepackt war. Dann machte sie sich mit einem Pfleger von PFS auf den Heimweg.
      27 Aug. 2016

      Occulta [​IMG] Military A-L

      Auch ein Militarytraining stand heute Vormittag an. Doch nach dem Galoppieren mit den Jungpferden wollten wir uns alle erstmal einen Tee gönnen. Wir versammelten uns in der Reiterstube und besprachen den weiteren Tagesablauf. Ich nippte entspannt an meiner Tasse und lehnte mich an Jonas. Er würde zum Militarytraining nicht mitkommen, weil er in der Zwischenzeit hier auf dem Hof zu tun hatte. Aber ich war sowieso nicht der Typ Frau, die ständig an ihrem Liebhaber kleben musste. Solange ich wusste, dass wir abends Zeit für uns hatten, war alles in bester Ordnung.

      Wenig später putzten wir die Pferde und trafen uns im Inneren der Ovalbahn, dem hauseigenen kleinen Geländeparcours. Es waren zwar nur wenige bescheidene Hindernisse hier, aber das reichte für unser Vorhaben, nämlich ein paar der Vollblüter ans Geländespringen zu gewöhnen. Ich ritt natürlich wieder auf Framed in History, der an mir hängte wie eine Klette. Er war total zufrieden und wackelte mit den Ohren, sobald ich aufstieg und losritt. „Wenn du nur bei den anderen Pflegern auch so brav laufen würdest“, murmelte ich kopfschüttelnd. Ausser Frame waren auch Coulee, Cabinet of Caligari, Kaythara, Captured in Time, Sympathy of the Devil und Cassiopeia dabei. Ausserdem hatten sich David, Lisa und Thomas mit Bluebell, Sugar and Sweets und Parányi dazugeschlichen. So waren es ganz schön viele Pferde für den kleinen Parcours, aber mit etwas Management durch Oliver kamen wir aneinander vorbei. Zunächst wärmten wir uns alle ein, wobei die Jockeys mit den Vollblütern Olivers Anweisungen folgten und die anderen drei ihr eigenes Programm abspulten. „Occu hands up, you’re holding them too deep“, erinnerte der Trainer mich, als ich gerade kleine Volten ritt. Frame gab sofort im Genick nach und wurde ganz leicht. Ich lächelte vergnügt über den Eifer des Hengstes und lobte ihn. Als die Aufwärmphase durch war, übersprangen wir ein paar leichte Hindernisse. Zunächst einzelne, und gegen Schluss des halbstündigen Trainings einen einfachen Parcours aus fünf Hindernissen. Frame zögerte ab und zu, aber sobald ich ihm nochmals durch Schenkeldruck versicherte, dass er auf dem richtigen Weg war, sprang er jeweils mutig über die Naturhindernisse hinweg. Devil hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Charly beim Wassergraben, ging aber nach zwei Versuchen wiederwillig doch hindurch. Cassy wurde im Verlaufe des Trainings ziemlich heiss und Rita musste sie gut zusammenhalten, damit sie nicht zu flach über die Hindernisse kam. Coulee schien das Springen ebenfalls zu gefallen, jedenfalls machte sie einen Fahnenschweif und hielt die Ohren stets nach vorne gerichtet, ausser wenn sie gerade absprang; dann klappte sie sie konzentriert nach hinten. Caligari und Kaythara wussten beide nicht so recht, was sie von dem Busch-Hindernis halten sollten. Caligari verweigerte sogar einmal, was aber laut Oliver einzig und allein Parkers Fehler gewesen war. Die beiden Reitponys hielten sich übrigens auch nicht schlecht unter ihren ganzen langbeinigen Kollegen. Bluebell und Sweets flitzten wendig und geschickt um die Kurven und galoppierten uns ordentlich um die Ohren. Parányi und Tom übten an schwierigeren Hindernissen, denn die schwarze Stute war bereits fortgeschritten im Geländespringen. Einmal streifte Frame mit den Vorderbeinen den Baumstamm – ein Zeichen für mich, dass er langsam müde wurde. Zum Glück hatte ich ihm die besonders gut schützenden Geländegamaschen angezogen. Ich machte also nur noch ein paar letzte Sprünge, bevor ich es gut sein liess. Am Ende lobte ich ihn ausgiebig und liess ihn am langen Zügel austraben. Es war ein erfolgreiches, Unfallfreies Training gewesen.
      30 Nov. 2016
    • sadasha
      Username: sadasha
      Pferdename + Link: LMR Lady Luna
      Züchter / Ersteller: Lake Mountain Ranch (Rinnaja + Wolfzeit) / Rinnaja
      Zubehörbilder ?*
    • Ofagwa
      Username: Ofagwa
      Pferdename + Link: tc Amor Casdove
      Züchter / Ersteller: tc Performance / Tassila ( ehemals Huhn )
      Zubehörbilder ?*

      Im Stecki :
      https://www.joelle.de/media/tc-amor-casdove.47464/
      Training (4):
      Springtraining E auf A
      c Ofagwa

      Heute ging es für mich zu einem meinem eigenen Sprösslinge, denn der relativ neue Amor musste so langsam auch mal in die harte Schule eingewiesen werden. Tjark hatte mir den Falb Hengst bereits gesattelt und ich musste ihn mir nur noch mit auf den Platz nehmen, wo ich direkt Aufstieg. Nun ging es erstmals im Schritt um die Hindernisse, Amor war ein guter Springer, nur leider bis lang noch nicht gefördert worden. Ich nahm die Zügel etwas mehr auf und begann um die Hindernisse herum zu traben, so konnte er sie auch gleich alles ansehen und brauchte später auch sicherlich keine Faxen machen weil ihm eine Stange zu hellrot war. "Super ", lobte ich, denn Amor reagierte sofort auf die, wirklich leichte, Galopphilfe. Wieder arbeitete ich ihn zunächst etwas Dressurmäßig damit er sich in gewohnter Art lockern konnte. Ehe wir das erste Hindernis nahmen, ließ ich ihn erst mal über Kavalettis springen, auch damit er wieder rein kam. Nun nahm ich den ersten E Sprung, welchen er mit großer Freude nahm. Nach diesem Sprung wurde der Vollblüter direkt hitzig, merkbar machte es ihm Spaß. Die weiteren Kreuze und Steil in der E Höhe nahm er als wären es Bodenstangen, Talent hatte er ja. Nun ritt ich auf einen "Graben" zu, Amor schaute zunächst doof drein eher er verstand, dass es auch solche Hindernisse gab. "Klaaassseee", lobte ich und steuerte direkt einen Oxer der Klasse A an. "Hopp", ermutigte ich ihn, während er absprang. "Super Amor", lobte ich und ließ ihm die Zügel hin. Hier wurden wir morgen weiter machen .

      Dressurtraining E auf A
      c Ofagwa

      Heute ging es mit Amor auf den Dressurplatz, um die Lektionen der A Dressur zu festigen. " Und Weeeiter", befahl ich dem Hengst während ich ihn Schulterherrein schickte. Amor machte sich gut, doch er war zu schnell und konnte sich noch nicht ausbalancieren. Ich treib ihn etwas ehe er in den Trab fiel," Klaassee", sagte ich lang gezogen, denn er Junge Hengst nahm den Kopf artig gen Boden und began somit sich über den Rücken zu dehnen. Langsam began er überzutreten und ich hörte im takt ein klacken, er ließ sich los und trabte artig vorran, ehe ich auf den Zirkel abwand. Amor began sich zu dehnen, doch auf der Rechten Hand war er immer noch etwas steif. Im Galopp versuchte ich den Falbhengst dann etwas seitwärts zu schicken, was recht gut klappte. Marcus sah zu, und sagte ich könne aufhören, denn er hätte das A Niveau.

      Dressurtraining A auf L
      C Ofagwa

      An diesem Tag hatte ich nicht nur mit Pauli Unterricht, nein auch Amor musste sich nochmal präsentieren und unter Marcus strenger Regie laufen. " Dann zeig mal was er drauf hat ", sagte Marcus und stellte sich an die Bande. Amor war bereits warm und somit konnte ich direkt durchstarten. Ich begann auf der rechten Hand, man merke, dass Amor wesentlich mehr Spaß an der Dressurarbeit hatte als Pauli, obwohl er auch nicht schlecht im Springen war. Ich trabte an und gab Amor eine kleine Parade, damit er sich nicht so hängen lies, sofort reagierte der Falbscheckhengst auf die Parade und lief sehr schön am Zügel. Ich drückte mein Inneres Bein mehr an seinen Bauch, sofort ging er in die Biegung, ich war etwas erstaunt, denn er lief tatsächlich sehr gut an diesem Tag, das lag wahrscheinlich am Vorführeffekt, denn letzte Woche hatte ich noch über ihn gemeckert. Es dauerte nicht lange ehe ich ihn leicht, sprich ein zwei Schritte, in die Traversale laufen ließ. " suuuper ", lobte ich und war etwas verwundert, dass Marcus sich bis jetzt noch nicht gemeldet hatte. Ich wechselte etwas verunsichert die Hand und trabte wieder an, auch hier ging ich zunächst auf den Zirkel und stellte ihn dann mehr nach Innen. Ich galoppierte an und zeigte noch ein paar Runden unser können, denn Marcus sagte immer noch nichts. Ich ritt zu ihm hin, " so schlecht das du sprachlos bist? ", fragte ich und hielt vor ihm an, " Nein im Gegenteil, ich habe nichts zu meckern, dir Stufe L habt ihr ", sagte er und ich viel Amor Freude strahlend um den Hals..


      Militarytraining E auf A
      C Ofagwa

      Heute ging es mit Amor auf den neuen Geländeplatz, den wir in dem Wald am Hof aufgebaut hatten. Der Platz war auf einer, durch ihre Hügel, selten benutzen Koppel erbaut worden, und wir hatten direkt noch ein paar Sprünge im Wald aufgebaut. Marcus wollte unserem Dressur Ass mal beibringen was Dreck so Ist.
      Marcus dass auf Paulchen, meinem tollen Military Pferd und machte vor sodass ich mit Amor nachmachen konnte. Zunächst ritt ich etwas umher, damit der Falbschecke sich alles ansehen konnte. Ein Sprung ging Berg ab und danach direkt in einen kleinen Teich. "Na komm ", sagte ich und lies Amor ein paar mal durch das Wasser laufen, damit es sich gleich nicht total erschreckt. Also ging es los, bergab musste ich den jungen Hengst etwas zurück halten, und dann ging es über unseren ersten kleinen Baumstamm, ehe er mit den Vorderhufen im Wasser landete. Sofort bockte er los und ich hatte meine Mühe mich vor lauter lachen fest zu halten. " er hat lust ", sagte Marcus und galoppierte mit Paulchen los, ich immer hinterher und versuchte eben die selben hindernisse mit Amor zu nehmen, der sichtlich Spaß an dieser neuen Disziplin gefunden hatte.
      " Feiner Kerl ", lobte ich Amor und nahm nun auch die Strecke im Wald und Angriff, zumindest nur die Hindernisse, die wir hin bekommen konnten.
      " Das sieht sehr gut aus! Ich glaube fast, dass er auch schon höher könnte. Aber da machen wir nächste Woche weiter. " sagte Marcus, somit hatte klein Amor nun Stuffe A erreicht.
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  • Album:
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    Datum:
    30 Jan. 2017
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  • Willkommen zur Pferdeschau - Februar 2017

    Die Pferdeschau dient euren ungekörten Pferden und Zuchtpferden dazu, Erfahrung zu sammeln. Ihr könnt eure Pferde auswerten lassen um zu erfahren, welche Richtnote sie nach der Körung mit dem jetzigen Trainingsstand bekommen würden. Die Noten werden nicht vermerkt, ihr erhaltet auch keine Auszeichnung. Eine Teilnahmeschleife mit geringem Wert gibt es dennoch für die besten fünf Pferde. Gekörte Pferde sind hier nicht zugelassen. Eine Auszeichnung gibt es für das beste Zuchtpferd: Bedingung: Euer Pferd muss einer Zucht angehören / aus einer Zucht stammen. D.h. Eltern müssen vorhanden sein und die Zucht muss einen Namen haben. Z.B. Heartandfarm oder Briar Cliff Stable. Da ich zu beschäftigt bin, gibt es nach dem Wettbewerb Grafiken um sich ein Teilnahmebild zu kreieren. Danke für euer Verständnis ♥

    Teilnahmegebühr: 10 Joellen
    Anmeldefrist: 28.02.2016

    - Nur ungekörte Pferde / Zuchtanwärter sind erlaubt
    - Für jemand anderen Anmelden ist erlaubt
    - max. 2 Pferde pro User
    - Auszeichnung: Bestes Zuchtpferd (Zucht und Elternpaar muss existieren)


    => Das Teilnahmegeld fließt direkt in die Spendenkasse für die VEA
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    Die Pferde die bei der letzten Leistungsschau teilgenommen haben, dürfen dieses Mal nicht teilnehmen. Das Auswertungssystem findest du in der Quelle.
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    Woher bekomme ich Bonuspunkte ?
    Bonuspunkte bekommst du für das Trainieren deines Pferdes (keine TBs zum erhöhen der Qualifikation), sollte dein Pferd Vorfahren haben die über den Großeltern hinwegreichen, wenn die Eltern deines Fohlens erfolgreich sind (NEU), wenn du Zubehör auf dem dein Pferd abgebildet ist mit dem Namen deines Pferdes #Taggst, für Auszeichnungen der letzten Schau, für SW- oder FS Schleifen. Mehr dazu...

    Wichtig!: Die Eltern müssen im Steckbrief verlinkt werden, Ausbildungen in der Zuchtverbands-Quelle vermerkt, sowie die ausgezeichnete Pflege. Aber auch Zubehörbilder müssen getaggt werden. Oder per Link in der Anmeldung aufgezählt werden. Deutlich doppeltes Zubehör wird nicht gezählt