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Pharlap

Perfect Noblesse

Fohlen - Stute

Perfect Noblesse
Pharlap, 19 Dez. 2013
Cooper gefällt das.
    • Pharlap
      Perfekt Noblesse Zubehör

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      Frühlingsstimmung
      Wie ich den Frühling liebte! Als ich heute Morgen um 7 Uhr das Haus verliess zwitscherten schon die Vögel und der Himmel war in hübsches Rosa getaucht. Ich lächelte und zog meine pinke Jacke an, auf deren Rücken Rosenhof stand. Mein Vater war schon im Stall und mistete die Boxen aus. Der Stall hatte 40 Boxen mit Paddocks davon waren aber nur gut die Hälfte besetzt. Er hatte bereits Moulans, Morengos und Efeus Box ausgemistet. „Ich hole das Müsli für die Pferde“, rief ich und machte mich auf zur Futterkammer. Die Pferde fingen unruhig an zu scharren in freudiger Erwartung auf das Frühstück. Ich gab jedem seine Portion bestehend aus Mineral- und Kraftfutter. Dann verteilte ich noch etwas Heu. Die grössere Portion würden die Pferde allerdings erst auf dem Paddock kriegen.
      Ich schaute auf meine Uhr und stellte fest dass ich mich beeilen musste, denn in einer knappen halben Stunde kam meine Trainerin. Ich hatte mit Opium Dressurtraining in der Halle. Ich sattelte den 10 Jahre alten Braunen und machte mich auf den Weg zur Halle. Ich wärmte ihn im Schritt und Trab auf. Dann kam auch schon meine Trainerin. Mit Opium befand ich mich momentan auf A Niveau aber wir wollten dieses Jahr endlich L starten.
      Nach dem Training sattelte ich Opium ab und brachte ihn auf seinen Paddock.
      Danach sattelte ich Efeu und ging mit ihr auf den Springplatz wir mussten trainieren für die anstehenden Vielseitigkeitsturniere. Vor dem Mittagessen ritt ich noch mit Vai Alida aus. John und Melissa zwei Jockeys, welche auch im Stall halfen hatten am Morgen mit Morengo, Moulan, Black Dragon und Vai Alida gearbeitet.
      Nach dem gemeinsamen Mittagessen holte ich Pharlap und Shihan von ihrem gemeinsamen Padock und ritt mit Shihan als Handpferd aus. Race is Hope durfte auf die Rennbahn und die Westernpferde Chaira, Morrigan und Cazador bekamen Besuch von unserer Westerntrainerin die, die drei zweimal pro Woche auf die Wettkämpfe vorbereitet. Saphira, Far Cry, Elanor und Angels Kiss durften heute den Tag auf der Weide geniessen. Als Zuchtstuten wurden sie nur noch leicht Dressurmässig gearbeitet oder ausgeritten.
      Am Abend holten wir zuerst alle Pferde herein, dann fütterten wir sie und am Schluss äppelten wir noch die Paddocks ab.​
    • Pharlap
      Die Fohlenshow

      Es war gerade erst 7.00 Uhr morgens als ich die Kleine Noblesse und ihre Mutter Far Cry auf den Hänger lud und in Begleitung von Melissa zur Fohlenshow fuhr. Es würde ein langer Tag werden, aber ich war voller Vorfreude. Gestern hatte ich Far Cry und Perfekt Noblesse gewaschen und eingeflochten.
      Nun standen wir vor dem Platz auf dem die Fohlenshow stattfand. Ich bewunderte meine zwei Stuten, welche die gleichen Halfter trugen. Melissa hielt Noblesse. Die Kleine hatte die Augen weit aufgerissen und beobachtete aufgeregt das Geschehen. Ihre Mutter dagegen war sehr ruhig. Dann wurden wir aufgerufen. „Viel Glück“, wünschte mir Melissa und löste den Strick von Noblesse. Ich führte meine zwei Pferde auf den Platz. Vor den Richtern hielt ich an. Noblesse blieb ruhig neben ihrer Mutter stehen so wie wir es geübt hatten. Dann stellte ich meine zwei Pferde vor: „ Das ist Perfekt Noblesse. Sie ist eine reinrassige Englische Vollblutstute. Ihr Vater ist Race is Hope, dessen Vater der berühmte Cataract und dessen Mutter die Elitezuchtstute Saphira. Ihre Mutter ist Far Cry welche vor allem durch ihre Farbe eine Rarität in der Vollblutzucht ist. Alle ihre Vorfahren sowie viele verwandte Pferde sind sehr erfolgreich in Galopprennen.“ Die Richter gingen um das Fohlen herum und machten sich Notizen. Sie redeten leise mit einander und nickten immer wieder zustimmend. Leider konnte ich kein Wort verstehen. Dann wurden wir aufgefordert vor zu laufen. Ich drehte zuerst eine Runde in Schritt dann Trabte ich an. Ich rannte so schnell ich konnte, damit meine zwei Pferde richtig ausgreifend Traben mussten. Far Cry folgte mir brav an der Hand. Da sie schon mehrere Fohlen hatte kannte sie das Vortraben bei solchen Shows schon. Perfekt Noblesse Trabte zuerst brav neben uns her. Dann fand sie das Ganze plötzlich ziemlich lustig und fing an zu galoppieren. Schliesslich wollte sie ihre Mutter überholen. Ich lächelte. Die Kleine war nun einmal ein Vollblut und diese bevorzugten bekanntlich den Galopp. Noblesse kam immer mehr in Fahrt so dass sie anfing Luftsprünge zu vollführen. Ich bremste Far Cry allmählich ab und blieb dann ziemlich ausser Atem stehen. Noblesse galoppierte noch weiter, als sie dann aber merkte, dass wir angehalten hatten, bremste auch sie langsam ab. Mit hoch erhobenem Kopf trabte sie am Richter Tisch vorbei und schwebte dann auf mich zu. Dann machte sie kurz vor uns eine Vollbremsung. Ich sah sie etwas verdutzt an, doch dann musste ich lächeln. Die Kleine hatte eine richtige Show abgezogen und sie sah mich an als wäre das ihre volle Absicht gewesen. Ich klopfte ihr liebevoll den Hals und ging zurück zum Richtertisch.
      „Vielen Dank, sie können nun gehen“, sagte der eine Richter und lächelte. Ich verabschiedete mich höflich und verliess mit meinen zwei Damen den Platz. Dabei strahlte ich bis über beide Ohren. Ich war sehr zufrieden. Melissa kam auf mich zu gelaufen und nahm Noblesse. Nicht dass die Kleine plötzlich noch auf falsche Ideen kam und davon lief.
    • Pharlap
      Tierarztbesuch
      Heute war ein besonderer Tag! Eigentlich hatte ich mit dem Gestüt schon genug zu tun, da ich aber ein abgeschlossenes Studium in Tiermedizin hatte und dieses Wissen nicht verlieren möchte, arbeite ich während drei Tagen je halbtags in der Tierklinik Rosenhof. Diese lag praktischerweise auf dem Hof. Am Montag, Mittwoch und Donnerstagmorgen war ich also als Tierärztin unterwegs. Diesmal waren aber nicht externe Patienten auf dem Programm, sondern meine eigenen Pferde. Ich packte 21 Wurmkuren und Impfungen in meine Arzt Tasche und machte mich auf den Weg zum Stall. Heute hatten John und mein Vater die Pferde absichtlich in ihren Boxen gelassen. Ich begann zuerst im Stallteil der Sportpferde. Zuerst war Moulan an der Reihe. Da ich meine Pferde täglich sah, ritt und putze wusste ich sehr gut um ihre Gesundheit, so das ich sie nicht durchchecken musste. Als nächstes Zeit bei einer Hengstkörung starten so das ich mir ihn genauer ansah. Er war fit, frass gut und verhielt sich normal. Beim impfen war er ganz brav und auch die Wurmkur nahm er ohne grosses Theater an. Ich klopfte ihm lobend den Hals und ging zu Efeu die in der benachbarten Box untergebracht war. Die junge, auffällige Stute war meine Hoffnung für den Busch. Ich hoffte mit ihr Platzierungen in der Vielseitigkeit sammeln zu können. Ich impfte und entwurmte sie und ging dann zum nächsten Pferd. Opium war heute etwas Nervös. Der Braune stampfte ungeduldig als ich seine Box betrat. Ich lächelte und hielt ihm um ihn abzulenken ein Leckerli hin. Dann war es auch schon vorbei. Ich schloss die Boxentür hinter mir, dann war Fada Fid an der Reihe. Auch sie war ruck zuck fertig, so das Vai Alida dran war. Die junge Stute mochte weder Spritzen noch Wurmkuren. Also band ich sie an und gab ihr zur Beschäftigung etwas Müsli. Als ich sie impfte schlug sie mit dem Schweif und schnappte in die Luft. Ich lobte sie und löste den Strick. Dann folgten noch Black Dragon und die kleine Noblesse.
      Als ich im ersten Stalltrakt fertig war, half ich Melissa die Pferde auf ihre Paddocks zu bringen. Anschliessend waren die Zuchtpferde an der Reihe.
      Als erstes kümmerte ich mich um Phar Lap. Der grosse Fuchswallach war einer meiner Lieblinge. Ich hatte ihn schon sehr lange. Wir waren ein echtes Team und hatten schon viel miteinander erreicht. Er liess die Prozedur brav über sich ergehen. Als nächstes war eine von Phar Laps Stuten an der Reihe. Saphira war eine meiner besten Zuchtstuten, auch sie war sehr umgänglich und liess sich impfen und entwurmen. Nun war Shihan an der Reihe. Der Schimmel war eines der schwierigsten Pferde auf dem Hof. Er liess sich nur von mir reiten und ich war die einzige der er komplett vertraute. Ich legte ihm das Halfter und gab ihm Äpfel und Möhren dann impfte ich ihn so schnell ich konnte. Er wich ängstlich zur Seite und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich redete beruhigend auf ihn ein und gab ihm noch mehr Leckereien dann gab ich ihm noch schnell die Wurmkur. Ich entschuldigte mich mit meinem Angsthasen und streichelte ihn. Ich hatte ziemlich viel Zeit mit Shihan verbracht so dass ich mich nun ein bisschen beeilen musste. Als nächstes impfte ich Far Cry, Angels Kiss und Race is Hope. Dann waren Rubina und Beck an der Reihe. Im Eiltempo impfte ich noch Elanor und Requiem. Requiem hatte ein ebensolches Schicksal wie Shihan erlitten. Irgendwie hatte ich ein Händchen für solche Pferde. Requiem war zudem Shihans Sohn. War so etwas Schicksal? Nun waren noch meine drei amerikaner an der Reihe. Die drei Westernpferde hatte ich von Edfriend erhalten. Ich mochte die drei auch wenn ich eigentlich mehr die Dressurreiterin war. Eddie hatte mir die drei geschenkt und als Gegenleistung würde ich sie nie mehr verkaufen.
      So, nun war es also wieder einmal für ein halbes Jahr geschaft. Ich half John noch die Zuchtpferde raus zu bringen dann machte ich mich noch schnell auf dem Weg zum nächsten Kunden.
    • Pharlap
      Grosse Pläne
      Letzte Woche bekam ich von Eowin und Ravenna einen Anruf. Eowin war die Präsidentin von EC und Ravenna war ebenfalls sehr engagiert in der Reitsport Szene. Sie wollten alle Reitvereine unter einem Dachverband zusammen bringen. Ich war zuerst etwas misstrauisch liess mich dann aber mitreisen. Ich würde also wieder den Joelle Galopp auf die Beine stemmen und Ravenna würde mir dabei helfen. Zusätzlich beschloss ich den Fahrsport ebenfalls noch zu übernehmen und Ravenna würde sich um das Distanzreiten und Eowin um die Englische Reitweise kümmern.
      Ich ging also in mein Büro und setzte alle Hebel in Bewegung um dem Joelle Galopp in kürzester Zeit wieder zu altem Glanz zu verhelfen. In letzter Zeit hatte ich meine private Rennpferdezucht sowieso zurück geschraubt und war auch Turniermässig weniger aktiv gewesen. Nun wollte ich vermehrt meine Energie in das neue Projekt stecken.
      Nach einigen Anrufen und einiger interessanten Diskussionen war es auch schon Mittag. Ich verliess das Büro und ging zum Stall. Dort half ich John bei der Mittagsfütterung. „Reitest du am Nachmittag Black und Morengo auf der Bahn?“ fragte mich John. „Jap, ich denke ich werde sie heute einige Runden locker Traben und dann Intervallsprints machen um an der Geschwindigkeit zu arbeiten“, antwortete ich und streichelte meinen Liebling Morengo. Dann lief ich rüber zur Tafel und studierte das heutige Programm. „Du reitest in diesem Fall Black und Moulan und Melissa wird sich um Refren, Fada und Opium kümmern“, sagte ich und half dann John weiter mit dem verteilen des Heus. Da es seit Tagen regnete blieben die Pferden in ihren Paddockboxen. Das bedeutete mehr Arbeit für uns, war aber besser für die hügeligen Weiden und die Pferde die dort leicht ausrutschen und sich verletzen konnten.
      Ich beobachtete John bei der Arbeit . Er war arbeite zügig und sorgfältig. Die Pferde mochten ihn sehr und er hatte sich vom Stallburschen zu einem begnadeten Jockey hochgearbeitet. Er trug Jeans und ein T-Shirt. Sein Haar war kurz geschnitten und Dunkelbraun. Wieso war mir eigentlich nie aufgefallen wie gut er aussah? „Du, John, willst du nach dem Training mit mir ausreiten? Efeu braucht noch etwas Bewegung und du kannst einen der Hengste reiten“, fragte ich und sah ihn an.
      „Du willst bei dem Wetter ausreiten?! Du bist aber schon ein bischen verrückt?“, sagte er grinsend. Ich lächelte und nickte. „Gut, ich nehme dann aber Race“, sagte er. John mochte Herausforderungen und der dunkle Hengst war voller unkontrollierter Energie. Ich wusste das er fasziniert von dem Tier war und er wusste es mit Pferden wie Race umzugehen.
      Als wir mit dem Füttern fertig waren gingen wir ins Haus. Meine Mutter hatte für alle gekocht und rief uns zu wir sollen doch schon einmal Platz nehmen. Alle Angestellten des Gestüts Rosenhofs assen bei uns Zuhause. Kaum hatten wir uns hingesetzte kamen auch schon mein Vater und Melissa zu Tür herein spaziert. Mein Bruder folgte ihnen.
      Nach dem Essen ritten wir die uns zugeteilten Pferde. Mein Bruder wollte einen kaputten Zaum reparieren und mein Vater fuhr ins Dorf um Kraftfutter zu kaufen.
      Das Training der einzelnen Pferde lief gut und ich war zufrieden. Danach sattelte ich Efeu und John Race. "Ich habe mir überlegt alle Zuchtpferde auf Carente auszuschreiben", erzählte ich John als wir aufstiegen und im Schritt gemütlich los ritten. "Dann würden die Pferde mehr gesehen werden und das würde sicherlich zusätzliche Einnahmen bringen." John nichte und sagte dass, das sich gut anhören würde. "Aber nun lass uns auch mal über was nicht geschäftliches reden", schlug John grinsend vor. Ich musste ebenfalls grinsen. Er hatte rehct ich dachte ständig nur an den Stall und die Pferde. Aber sonst existierte auch kaum etwas in meinem Leben. "Gut, über was willst du sonst reden?" fragte ich neugierig. "Über dich ...", sagte John ernst lächelte dabei aber. Ich schluckte. Was sollte das jetzt wieder heissen? "ÄHM, okay?"
      "Willst du mir morgen abend ausgehen?" fragte John weiter und in seinem Blick lag etwas herrausforderndes. Ich sah ihn etwas überrascht an. Mit JOhn ausgehen? Meinte er das wirklich ernst? ich mochte John, aber er arbeite für meine Familie und ich hatte deswegen nie mehr als einen Freund ihn ihm gesehen. "Ist das ein Date?", fragte ich vorsichtig. "Kommt darauf an wie du es betrachtest. Nun sag schon Ja!"
      Also willigte ich ein. Nach unserem Gespräch galoppierten wir noch eine Runde durchs Gelände. Danach tratten wir den Heimweg an um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Wir sattelten Efeu und Race ab und stellten sie shconmal in ihre Boxen. Mein Vater hatte schon Requiem und Beck von der Hengstweide geholt. Ich half ihm anschliessend Pharlap und Shihan hinein zu holen. Johnund Melissa führten die stuten hinein. Anschliessend verteilte ich an alle ihr KraftFutter und die anderen verteilen das Heu. Dann fegte ich noch mit Melissa die Stallgassen und ich erzählte ihr von John. Ich hatte ein Date! Man war das aufregend :)
    • Eddi
      Gekonntes Einspringen

      Es war bereits nach 17 Uhr als mich plötzlich ein wichtiger Anruf ereilte. „Eddi? Oh Eddi! Gott sei Dank! Endlich erreiche ich jemanden!“, ertönte eine erleichterte Stimme. „Ich bins! Fiona! Du kannst dich nicht zufällig die kommenden drei Tage um meine Pferde kümmern? Ich hatte einen bösen Unfall und liege im Krankenhaus und Melissa schafft das nicht alleine!“, erzählte Fiona mir die Kurzfassung und natürlich sagte ich sofort zu! Nachdem ich aufgelegt hatte, scheuchte ich Ethan und Kat auf, damit sie sich um unsere Vierbeiner kümmern würden, während ich mich bereits warm einpackte und dann ins Auto stieg, um mich auf den Weg zum Rosenhof.
      Eine Stunde später war ich auch dort und fand eine definitiv gestresste Melissa. Na ja, eigentlich war sie mit den Nerven schon am Ende. „Ich schaffe das einfach nicht!“, stöhnte sie und schüttelte den Kopf. Ich munterte sie auf und gönnte ihr eine kurze Pause, ehe wir die letzten Boxen im Stall misteten und frisch einstreuten. Zu zweit ging das natürlich definitiv schneller von der Hand, aber mit den Pferden würden wir noch die Hände voll zu tun haben! „Also ich habe heute nicht annähernd alle geschafft. Alleine ist das fast unmöglich!“, erklärte sie mir und zählte dann, was sie geschafft hatte.
      Das Stutfohlen Perfect Noblesse hatte seine tägliche Portion Erziehung erhalten. Danach hatte sie Citation und Dahiba longiert, ehe sie noch Refren geritten war. „Ich dachte ja, ich schaffe alle…“, murmelte sie, während sie mir zwei Halfter zuwarf, doch dann schüttelte sie nur den Kopf. Draußen war es bereits fast dunkel, dabei mussten noch alle Pferde in den Stall. Die kamen dafür aber auch direkt freiwillig zu uns. Ich holte Black Dragon und Fada Fid von ihren Paddocks in den Stall, während Melissa die beiden Stuten Vai Alida und Moulan einfing. Dann waren noch Morengo, Efeu und Opium an der Reihe.
      Während wir zu den weiter entfernten Weiden liefen, erzählte Melissa weiter. „Ich bin dann mit Cazador ausgeritten und hatte Morrigan als Handpferd. Eigentlich wollte ich mit Chaira auch eine Runde drehen, aber die muss heute eine Auseinandersetzung mit Elanor gehabt haben, weil sie ein wenig lahmte“, das überprüften wir direkt, aber auf dem Weg zum Stall lief Chaira wieder viel klarer, trotzdem zickten sich die beiden Stuten weiterhin an. Ich führte Rubina und Angels Kiss und die beiden wollten sich dann tatsächlich auch noch zoffen! Umso froher war ich, als die dann in ihren Boxen standen. Melissa bereitete dann bereits das Abendbrot für die Pferde vor, während ich die Hengste Requiem und Race is Hope in den Stall holte.

      Auch Saphira und Far Cry folgten mir brav und ließen sich dann ihr Futter schmecken. Shihan hingegen machte ein riesiges Theater, weil er mich nicht kannte und lief mit mindestens einem Meter Abstand neben mir. Dafür begrüßte mich Pharlap mit einem Wiehern, der Hengst war einfach ein Engel! Plötzlich ertönte ein leises Wiehern und beinahe hätte ich die kleine Becks Experience vergessen! Als dann auch der Zwerg im Stall stand, half ich Melissa noch bei der restlichen Fütterung und dann hatten wir es geschafft. Nun machten wir uns an die Planung für den morgigen Tagesablauf und das Training.
    • Canyon
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      15. Dezember 15 | 10077 Zeichen

      Und mal wieder wollte ich einer Freundin einen Besuch abstatten, welche dringend übers Wochenende Hilfe brauchte. Diesmal ging es auf den Rosenhof, was für mich bedeutete: Fliegen.
      Früher, dachte ich, als ich meinen Koffer die Treppen am Flughafen hinunter schliff, wollte ich immer fliegen. Dieser Wunsch war mir aber erst mit sechzehn erfüllt wurden und nun ist es gar nichts besonderes mehr. Eigentlich schade.
      Ich hatte mich mal wieder dazu bereit erklärt die Pferde zu versorgen, da die gesamte Mannschaft bei einem Turnier teilnehmen wollte.
      Klar, ich freute mich drauf, aber aufgeregt und vielleicht etwas ängstlich was mich erwarten würde, war ich schon.
      Wie immer fuhr ich vom Bahnhof mit dem Taxi zu dem Hof, zu dem Rosenhof, wie er genannt wurde. Mir wurde gesagt, dass er recht groß war und viele Boxen besaß, zum Glück musste ich mich nur um einen Teil der Pferde kümmern und das würde schon anstrengend genug werden!
      Während der Fahrt zum Hof drehte der Taxifahrer das Radio so laut auf, dass ich fast einen Ohrschaden bekam. Eigentlich hatte ich ja nichts gegen laute Musik, aber diese, die noch nicht mal eine Melodie besaß, konnte ich nicht ab.
      Ich startete also super in den Tag!
      Das einzige was ich wirklich genoss war die Kälte. Klar, das mochte jetzt komisch sein, aber ich lebte nun weit im Süden und die Adventszeit ohne Schnee, das passte einfach nicht.
      Schnee lag zwar auch hier noch nicht, aber jedenfalls war es weit unter 10° und das war Rekord für mich!
      Sobald das Taxi auf dem Parkplatz anhielt, bezahlte ich den Fahrer, sprang sofort aus dem Wagen und schnappte mir meinen Rucksack. Dann lief ich zur Stallanlage, wo mir schon ein freundlich lächelnder Mann entgegen kam.
      Im Gehen versuchte ich mir meine Winterjacke anzuziehen, allerdings war mir die wohl schon zu klein geworden, denn ich bekam sie vorne nicht mehr zu und die Ärmel gingen mir kaum noch bis zu den Handgelenken.
      Na super, dann durfte ich die nächsten Tage wohl frieren.
      Ich nahm es zurück, was ich gerade über die Kälte gesagt hatte. So toll war sie nun auch wieder nicht.
      Ich stellte meinen Koffer irgendwo in einer Ecke ab und folgte dem Mann dann in die Stallanlage, in welcher mich schon der gewohnte Duft nach Pferd, Schweiß und Stroh entgegen kam.
      Der Mann zeigte mir die Pferde, welche ich morgen alleine versorgen sollte und erklärte mir wo was war und wer was bekam.
      Dann versorgten wir zusammen diese Pferde, damit ich morgen alles richtig machte.
      Bereits hier fand ich ein paar besonders tolle, bei welchen ich mich gleich noch mehr auf Morgen freute.
      Da ich heute schon den ganzen Tag unterwegs gewesen war, ging ich heute recht früh ins Bett. Ich hatte ein kleines Gästezimmer mit Bett bekommen, in welchem ich das Wochenende wohnen dufte. Es war sehr gemütlich und nachdem ich mir eine Scheibe Toastbrot reingedrückt hatte, fiel ich in mein Bett und schlief, bis am nächsten Morgen der Wecker klingelte, durch.

      „Blöder Wecker!“, knurrte ich und ließ meine Hand auf den Nachttisch neben mir fallen. Unerwarteterweise war dort kein Nachtisch und erst nach einigen Sekunden klingelte es in meinem Kopf. Ich war ja gar nicht zu Hause und da stand der Wecker natürlich auch nicht an erwarteter Stelle.
      Noch etwas sehr träge und müde, schleppte ich mich aus dem Bett, zog mich an und kochte mir einen Kaffee, das Wichtigste bei mir am Morgen.
      Dann ging ich, mit drei Pullis, einem Schal, Mütze und Handschuhen, hinaus in die morgendliche Kälte, welche mir alles gefrieren ließ.
      Zum Glück war es im Stall wärmer und mir wurde gleich wieder etwas wohler.
      Alle Pferde schienen schon gefüttert wurden zu sein und so musste ich sie nur noch nach draußen bringen und dann die Boxen ausmisten.
      Meiner Gewohnheit nach, ging ich erstmal jede Box ab, schaute mir das Pferd genau an und entschied dann, mit wem ich anfangen würde.
      Das waren heute zwei Hengste. Pharlap und Shihan, ein Englisches Vollblut und ein Araber, welche unzertrennlich miteinander befreundet waren und so zusammen auf die Koppel kamen.
      Ich betrat zu erst die Box von Pharlap. Mir wurde gesagt, dass er ein bekanntes Rennpferd sei, obwohl ich zugeben musste, noch nie etwas von ihm gehört zu haben.
      Das lag aber wohl eher daran, dass ich in der Rennszene noch nie aktiv war und so auch keine Ahnung von guten oder bekannten Hengsten hatte.
      Ich legte dem hübschen Fuchs sein Halfter an und legte den Strick erstmal über seinen Rücken. Die Tür der Box ließ ich leicht angelehnt, als ich auch schnell seinen Freund Shihan fertig machte.
      Soweit ich wusste, war der Araber sehr schreckhaft und ängstlich und ich ließ mir extra viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen.
      Dann führte ich ihn aus der Box, schnappte mir Pharlap von nebenan und brachte die beiden über den frostigen Hof in Richtung ihrer Koppel.
      Dort entließ ich sie in die Freiheit und beide galoppierten glücklich ans andere Ende, wo sie dann zusammen stehen blieben.
      Die restlichen Hengste brachte ich nur auf ihre Paddocks.
      Ich fing mit Requiem an, einem Araber und Rappen. Er tänzelte auf dem Weg zum Paddock ungeduldig neben mir her und ich musste alle Mühe aufwenden, um ihn wohlbehalten zum Ziel zu bringen. Zu ihm stellte ich noch den kleinen Beck's Experience, welcher sich genauso wie sein Kollege über die frische Luft freute.
      Danach kam ein weiteres Vollblut. Ein hübscher Schimmel namens Morengo, welchen ich sofort ins Herz schloss.
      Bei ihm verlief alles viel ruhiger und ich konnte sogar etwas mit ihm arbeiten, auf der kurzen Strecke.
      Der dritte Hengst hieß Sterrenhof's Opium. Bei ihm brauchte ich mal wieder etwas länger, denn auf halber Strecke entschied er sich dafür, stehen zu bleiben, den Kopf nach unten zu reißen und das trockene Gras zu fressen, welches am Wegesrand wuchs. Ich brauchte meine ganze Überredungskunst, bis ich ihn wieder auf meiner Höhe hatte.
      Der nächste Hengst war Black Dragon. Er stand erst recht ruhig in seiner Box, wurde jedoch temperamentvoller, als es darum ging, ihn auf sein Paddock zu verfrachten. Er schien noch recht jung zu sein, sein Alter fand ich allerdings nirgends. Zu ihm stellte ich noch das Englische Vollblut Citation, welches auch noch nicht allzu alt zu sein schien.
      Ich beobachtete sie noch eine Weile, allerdings schienen sie sich gut zu vertragen.
      Nach all den Hengsten kamen noch die Stuten auf eine gemeinsame große Weide.
      Zu erst schnappte ich mir dir junge Perfect Noblesse, zusammen mit Vai Alida, welche mir beide brav zur Koppel folgten.
      Zum Schluss brachte ich noch die Stute Efeu und ihre Freundin Saphira zu den anderen beiden Stuten auf die Koppel, wo sie sich genüsslich ich im Schlamm wälzten. Efeu hatte es mir mit ihrer besonderen Zeichnung sehr angetan und ich beobachtete die vier noch einen Moment, bevor mich wieder auf den Weg zum Stall begab.
      Den restlichen Vormittag verbrachte ich damit, die Boxen übergründlich zu reinigen, um ja keinen Fehler einzugehen. Box für Box holte ich die Hinterlassenschaften der Pferd aus dem Stroh, brachte sie zum Misthaufen und streute neu ein. Die ganze Zeit über, hatte ich meine Kopfhörer im Ohr und zog mir winterliche Musik rein, denn immerhin war bald Weihnachten.
      Am Nachmittag entschloss ich mich dafür, mich nochmal ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen, denn die nächste Nacht würde wieder nicht sehr lang werden, da mein Flieger bereits in morgendlicher Frühe starten würde.

      Die Mittagspause tat mir sehr gut und ich merkte, wie ich mit neuer Kraft und Energie. am späteren Nachmittag wieder das Stallgebäude betrat. Da die Boxen ja bereits sauber waren, entschloss ich mich dafür die Stallgasse zu kehren.
      Also machte ich mich auf die Suche nach einem Besen, was tatsächlich zeitaufwändiger war als ich zu Anfang dachte!
      Irgendwo, weiß gar nicht mehr wo, fand ich eine Besenkammer und darin da war doch dann tatsächlich der lang gesuchte Besen.
      Die Gasse war fast schneller gekehrt als der Besen gefunden und so hatte ich immer noch Zeit, bis die Pferde wieder von der Koppel rein mussten.
      Zu erst entschied ich mich dafür, den Stuten einen Besuch abzustatten und die Koppel etwas abzuäppeln. Bei der Gelegenheit schnappte ich mir gleich noch meinen Fotoapparat. Man konnte ja nie wissen, ob sich nicht eine Gelegenheit ergab, ein schönes Bild zu schießen.
      Dies war leider nicht der Fall, da sich alle Stuten sehr dazu gezwungen sahen, mir ständig zu folgen und zu schauen, was ich hier denn so trieb.
      Als ich auch damit fertig war, holte ich die Stuten gleich mit rein.
      Ich fing wieder bei den beiden jüngsten an, dann kamen die älteren.
      Auch alle Hengste waren innerhalb einer halben Stunde wieder wohlbehalten zurück im Stall und stürzten sich auf das Futter, welches ich ihnen zubereitete.
      Ich verweilte noch eine ganze Zeit vor den Boxen der Pferde, bevor ich mich, wegen Kälte und Dunkelheit, wieder ins Haus begab.
      Dort setzte ich mich noch etwas vor meinen Laptop, bevor ich auch diesen schloss und mich in mein Bett verkrümelte.
      Schnell war ich eingeschlafen, schliff auch die Nacht mehr als ruhig durch und erwachte erst am nächsten Morgen, als mein Wecker, schon wieder dieser blöder Wecker, mich aus meinen Träumen riss.
      Wie immer noch vollkommen müde, zog ich mich an, kehrte mein Gastzimmer nochmal und rief mir dann ein Taxi.
      Als dieses, zehn Minuten später, auf den Hof einfuhr, schnappte ich mir meinen schweren Koffer, von dem Inhalt hatte ich nicht mehr als ein Zehntel gebraucht, und lief über den Hof zu dem kleinen Taxi.

      Als ich in den Flieger stieg und einen letzten Blick auf das Land warf, flog eine Schneeflocke gegen die Scheibe meines Fensters. Ich konnte es kaum fassen, es schneite wirklich!
      Immer mehr weiße Flocken glitten vom Himmel herab und ließe sich sanft überall nieder.
      Kindisch presste ich mein Gesicht gegen die Fensterscheibe und genoss jede Schneeflocke herab segelte.
      Als das Flugzeug startete, hatte sich schon eine leichte weiße Schicht auf den ganzen Flughafen gelegt und fast war ich traurig, dass mich der Flieger nach Südfrankreich bringen würde und nicht in verschneite Landschaften.
      Als das Flugzeug die dicke Wolkenschicht durchbrach, war über mir nur noch blauer Himmel und der Schnee schon längst Vergangenheit.
    • Pharlap
      Frühlingsgefühle
      "Pharlap! Shihan!", rief ich und lief lachend zur Koppel. Die beiden Hengste waren seit Jahren unzertrennlich und waren immer zu zweit auf der Weide und Boxennachbarn. Beide kamen gemählich an den Zaun gelaufen und freuten sich über die Apfel die ich ihnen brachte. Die zwei waren meine Lieblingspferde. Pharlap war ein sehr erfolgreiches Rennpferd gewesen und nun der gutmütigste meiner Deckhengste. Shihan war für mich ein ganz aussergewöhnliches Pferd, zuerst wollte ihn niemand und er landete beim TSV, nun war er ein echtes Prachtexemplar. Der graue Hengst war sehr ängstlich und geriet schnell in Panik. Solange Pharlap da war, blieb er aber ruhig und war gut händelbar. "Geniesst das schöne Wetter!", sagte ich zu den beiden und lief weiter zu den Stallungen. Auch nachdem Pharlap kein aktives Rennpferd mehr war, ritt ich noch Rennen. Ich hatte ein paar Nachkommen von ihm und Race is Hope die ich nun trainierte. Citation war einer davon. Ihn ritt ich heute auf der Bahn und er entwickelte sich prächtig. Wir galoppierten einige Runden danach beendete ich das Training und er durfte auf die Weide. Anschliessend waren Vai Alida und Black Dragon an der Reihe. Mehr Rennpferde gab es im Moment leider nicht auf dem Rosenhof. Ich bin allerdings sehr stolz, das alle drei von meinen ehemaligen Rennpferden abstammen. Vai Alida konnte es kaum erwarten nach draussen zu kommen. Sie liebte es zu rennen. Black Dragon war noch stürmischer als die kleine Stute. John mein Pferdepfleger ritt ihn. Er war ein grossartiger Reiter und seit Jahren hier auf dem Rosenhof. Er hatte mir oft beigestanden und aus der Patsche geholfen. "Ich bin froh das du Dragon behalten hast und natürlich noch froher das du wieder zurück auf dem Hof bist", sagte John und lächelte. Ich hatte den Hof im Herbst verlassen und war durch ganz Europa gereist. Ich hatte alte Freunde besucht und viele verschiedene Pferde geritten. Ich war gegangen um neue Erfahrungen zu sammeln und um zu lernen. Nun war ich zurück und hatte wieder neue Pläne. Der Rosenhof sollte so erfolgreich werden wie damals Gestüt Galoppewunder. Im Moment hatten wir jede menge leerer Boxen, aber diese sollten sich bald wieder füllen. "Ich habe grosse Pläne", sagte ich zu John und tätschelte Alidas Hals. Wir erreichten die Galopprennbahn und begannen mit dem Training.

      Nach dem Morgentraining sattelten wir die beiden Pferde ab und fütterten sie. Die zwei würden erst nach dem sie ihren Hafer gefressen hatten, auf ihre Paddocks kommen. In der zwischen zeit brachten wir Efeu, Requiem, Opium und Morengo auf die Weide.

      "Das wird wohl Morengos letztes Jahr auf der Rennbahn", sagte ich und seufzte ich wehmütig. Der Hengst war immerhin schon sechs Jährig. "Es werden neue Rennpferde kommen die in seine Fussstapfen treten", sagte John. "Da hast du recht. Trotzdem werde ich es vermissen in fliegen zu sehen," sagte ich. John sah mich lächelnd an und schloss die letzte Boxentür. Wir waren fertig mit ausmisten. Es waren aber auch nur noch 11 Pferde. Er kam auf mich zu legte mir den Arm um die Schulter und meinte:" Ach Mimi, es gibt doch noch soo viele tolle Pferde!" Ich sah ihn an un musste lächeln. Was würde ich bloss ohne ihn tun?

      Im Verlauf des Nachmittags ritt ich noch Efeu und Opium auf dem Dressurplatz. Abends brachten wir alle Pferde in ihre Boxen und fütterten sie. Perfect Nobless das letzte Fohlen aus der Zucht entwickelte sich prächtig. Saphira war hochtragend von Pharlap und würde in den nächsten Wochen fohlen. ​
    • Pharlap
      Schneller als der Wind

      Pflegebericht für alle Pferde des Rosenhofs

      Schon um fünf Uhr morgen herrschte auf dem Rosenhof reger Betrieb. In einem Rennstall wurden die Rennpferde noch vor dem Frühstück trainiert. Ich trug bereits meinen Helm und meine Schutzweste, als ich auf der grossen Tafel am Eingang des Stalls mit Kreide das heutige Training plante. Ausserdem durfte ich nicht vergessen, das drei neue Pferde heute ankamen. Ich hatte die drei von einer alten Freundin geschenkt bekommen. Hidden-Flyer und Exciting Force waren schon als Fohlen bei mir gewesen und ich freute mich riesig die beiden wieder zu sehen. Horror Destiny kannte ich noch nicht, aber ihr Vater war Pharlap und deswegen hatte ich sie, ohne mir sie vorher anzusehen, auch genommen.
      Nachdem ich mit der Planung fertig war und John mitgeteilt hatte, das er heute Black Dragon, Citation und Race is Hope reiten würde, ging ich zu Vai Alidas Box. Die kleine Stute war hier geboren und ich war mächtig stolz auf sie. Ich würde heute sie und Morengo auf der Bahn reiten. Ausserdem würde ich am Nachmittag noch mit meinen beiden Warmblütern Efeu und Opium trainieren. Nachdem ich Alida gesattelt hatte, half mir John in den Sattelt. "Du hast einen echten Knackarsch", neckte er mich und grinste. "John, ich bin dein Boss", sagte ich gespielt empört und lächelte. Ich musste mir allmählich eingestehen das ich John ziemlich gern hatte. Wir hatten letztes Wochenende ein Date gehabt und es war einfach richtig toll gewesen. Nachdem er auch auf sein Pferd gestiegen war, er ritt als erstes Black Dragon, ritten wir zur Bahn.

      Beim heutigen Training war wirklich die Post abgegangen. Vai Alida und Dragon waren wahnsinnig schnell gewesen und beide hatten sich richtig angestrengt. Auch das Training mit Morengo und Race war super. Die zwei Hengste waren Schulter an Schulter über die Bahn geflogen. Beide waren zwar für den Rennsport nicht mehr die allerjüngsten, aber sie waren sehr erfahren und zeigten seit Jahren gute Leistungen. Ausserdem war Race noch im Deckeinsatz und Morengo wurde auf seine Körung vorbereitet.

      Zurück im Stall kriegten die vier Rennpferde von meinem Vater ihr Kraftfutter und Heu. Die Rennpferde wurden erst um elf Uhr auf ihre Paddocks und Weiden gebracht. Dafür durften sie aber dann länger draussen bleiben, als die Sport und Zuchtpferde die bereits um neun Uhr raus durften.

      Nachdem John mit Citation von der Rennbahn zurück waren. Frühstückten wir gemeinsam in der Sattelkammer. John war richtig gut drauf und erzählte mir von den grossen Galopprennbahnen dieser Welt. Er war schon überall Rennen geritten. In Dubai, Melbourne, Kentucky und noch an vielen anderen Orten war er Rennen geritten. Ich hörte ihm gerne zu und dachte mir wie glücklich wir uns schätzen konnten einen solchen brillianten Jockey zu haben.

      Nachdem Frühstück misteten wir zu dritt die Boxen aus und als wir um zehn Uhr fertig waren mit der Stallarbeit. Anschliessend erledigte den Bürokram. Nach dem Mittagessen ritt ich dann meine zwei Schätze Opium und Efeu. Die Zwei vielen auf zwischen all diesen Rennpferden, aber ich hatte nun mal eine Schwäche fürs Spring- und Dressurreiten.

      Um die Zuchtpferde Pharlap, Shihan, Saphira und Reqiuem kümmerte sich mein Vater. Nadeln in Dir hatte heute Frei und kam nur in die Führanlage.

      Am späten Abend als dann alle Pferde versorgt waren, fuhr endlich der LKW mit den Neuankömmlingen auf den Hof. Ich war so aufgeregt als die drei Prachtexemplare ausgeladen wurden und bedankte mich tausend mal bei Eddi. Diese drei Vollblüter waren Blitzschnell und würden mir viele Schleifen nach Hause bringen.
    • Occulta
      Verschoben am 15.01.2017
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Pharlap
    Datum:
    19 Dez. 2013
    Klicks:
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    Kommentare:
    9
  • Perfekt Noblesse

    Vater: Race is Hope
    Grossvater: Cataract
    Urgrossvater: Shirocco XX
    Urgrossmutter: Nushin
    Grossmutter: Saphira

    Mutter: Far Cry
    Von: Faszination
    Aus der: Fantastic Sweetness

    Alter: 3
    Geburtsjahr: 2013
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Brauner
    Stockmass: 159 cm

    Charakter: sensibel, dominant, ehrgeizig, bewegungsfreudig

    Beschreibung: Noblesse ist eine kleine, zierliche EVB Stute. Ihre Urgrossmutter Nushin gewann das Mayflower Derby. Ihr Grossvater Cataract war ein Rappe und eine echte Schönheit. Er gewann mehrere Schönheitswettbewerbe. Ihre Grossmutter Saphira war auf verschiedensten Turnieren erfolgreich. Noblesses Vater Race is Hope steht ebenfalls auf dem Rosenhof und ist der ganze Stolz des Gestüts. Ihre Mutter Far Cry ist eine wunderschöne Palominostute.

    Geschichte: Perfect Noblesse wurde auf dem Rosenhof geboren und wuchs dort auf. Sie verbrachte ihr Leben bis zu ihrem 2. Geburtstag auf der Weide. Anschliessend wurde mit ihrem Training zum Rennpferd begonnen. Als zweijährige startete sie noch nicht bei Rennen, da sie leider recht klein war. 2016 wird sie zum ersten mal bei Galopprennen starten.

    Ersteller: miimichelle
    VKR: miimichelle
    Besitzer: miimichelle

    Qualifikationen:
    Galopprennen Klasse: E

    Schleifen:

    Punkte: 6