Sammy

Pashmina

Berber | Stute | 5 Pkt. || DR: E (0) | SPR: A (1) | DI: E (0)

Pashmina
Sammy, 21 Okt. 2019
adoptedfox und Bracelet gefällt das.
    • Sammy
      Berichte aus Pashmina's Fohlenzeit bei Catalina & Arktiswolf
      September 2015 - Januar 2019
      Der Esel ist los - 11. September 2015 | von Catalina
      Es regnete in der Halle. Pardon, die Beregnungsanlage leistete volle Arbeit. Es war staubig wie in einer Wüste, und Clarence sorgte für die korrekte Nutzung der Anlage. Währenddessen lief ich zu den Weiden und schaute mit Stolz über die Pferde, die mir nun lieb und teuer geworden sind. Vor allem über das neueste Mitglied der Berberzucht war ich stolz. Pashmina, oder auch Pasha genannt, zeigte schon in ihrem jungen Alter ein gutes Exterieur, dumm nur, dass ich nicht zu ihr durch kam. Trotzdem hatte sie bei den Spaziergängen und Longiereinheiten recht viel Spaß und zeigte ihre Fohlenseite von der schönsten Schokosahnenseite. Sie zeigte ihre Liebe dem Galopp gegenüber in übermütigen Hopsern und wieherte glücklich. Plötzlich hörte ich von außen ein protestierendes Wiehern, ein Scheppern und ein verzweifelter Schrei. "Catalina!" Sofort band ich Pasha an der Halle an und rannte auf die Hengstweide. "Wie zur Hölle?" Der Zaun war kaputt. Pünktchen und Corry grasten am Weg, während Benny eher verwirrt auf der Weide stand. "Wo ist Dante?"
      Der Esel stand an der Halle. Anscheinend hatte er in Pashmina eine lustige Kumpanin gefunden. Rasch scheuchte ich ihn auf den Paddock zu den anderen Hengsten. Tja, das war's dann wohl für heute!

      Little Miss Universe versus Toretto Hill - 16. Oktober 2015 | von Catalina
      Es war kurz nach sechs Uhr. Frisch angezogen war ich gewappnet für den heutigen Tag. Aus der Küche entstieg ein himmlischer Duft, eine Kombination aus gebratenem Speck und Quittenmarmelade. Maxine, die stets gut gelaunte Köchin und Reiterin, hatte ein Frühstück daher gezaubert, dass einem Königsmahl gleichte.
      Die Olsens lebten nun seit drei Monaten hier. Fast zeitgleich war auch Clark ausgezogen. Es gab noch sehr viele Veränderungen und Schicksalsschläge. Benedick war seinem hohen Alter und den Auswirkungen seiner Kolik erlegen, und auch Fire's Grace hatte das Zeitliche gesegnet. Äußerst betrübt hatte ich fast alle Pflichten vernachlässigt, bis Danielle ordentlich auf den Putz gehauen hatte.
      Maxine und August waren die Oberhäupter der Olsens. Die beiden waren äußerst liebenswürdig, flexibel, hatten aber auch ihren eigenen Kopf. Während August sich auf die Berber fixierte, wollte Maxine sich einfach um alle Pferde kümmern. Collin und Danielle waren noch Schüler. Collin hatte Interesse am Westernreiten, Danielle wollte mir unbedingt meine DRPs abluchsen. Kein Wunder; Arcany und Pendragon haben es ihr angetan. Nur von dem sieben Jahre alten Mick konnte man nichts erwarten. Die Pferde waren einfach zu groß.
      Schon um sieben Uhr standen alle auf ihren zugehörigen Weiden. Collin und August wurden mit der unseligen Aufgabe beauftragt, die Boxen sowie den Stalltrakt zu putzen. Maxine kümmerte sich um die Futter- und die Sattelkammern. Und währenddessen packte ich mit Danielle eine Tasche für das Wochenende. In der Nähe gab es eine Ausstellung einer für mich sehr interessanten Ponyrasse. Pony of the Americas hieß die noch junge Rasse. Danielle, Maxine, Mick und ich wollten daher nach Cardiff fahren. Gut, Cardiff war nicht unbedingt 'in der Nähe', aber nach Amerika fliegen? Kam für mich nicht in Frage.
      „Kann ich dann ein Pony kriegen?“ Dani schwärmte seit Tagen von der sehr hübschen und vielfältigen Rasse. Mit einem kleinen Lachen zuckte ich mit den Schultern. „Wenn du dann das Futter und den Tierarzt selber bezahlst, werde ich sehen, was sich machen lässt.“ Ihre grauen Augen strahlten förmlich, als sie von ihrem zukünftigen POA träumte und sich ausmalte, mit ihm (oder ihr?) Turniere zu gewinnen.
      Tigrotto und Mick waren ein Traumpaar. Zu schade, dass der Junge irgendwie Angst vor ihr hatte. Aber wie er auf ihr ritt war einfach nur göttlich. Wie ein zu klein geratener Prinz saß er auf dem Longierpad und hielt sich an dem -gurt fest. August strahlte, als er mit der Stute und seinem Jüngsten im Schlepptau über den Platz stoppelte. „Oh nein, ich glaube, so wird das nichts.“, gibbelte Maxine. Die Französin aus Lyon hielt sich den Bauch und schaute teils verwundert, teils bewundernd ihren Sohn an, der mit einem glücklichen Lachen auf der AMH-Stute herumhüpfte. „Aber so kann Tigrotto sich an das Gewicht von Kindern gewöhnen.“ „Aber nicht mit Mick!“, gestand Collin sich ein. Der war etwas verstroht und hustete. Brüderlich legte er einen Arm auf Danis Schulter, die diesen sofort herunterschob. „So, wenn Tigrotto bewegt wird, möchte ich mit Danielle gerne die Ponys unterhalten. Collin kann auf Corry ein bisschen Dressurarbeit leisten und Maxine-“ Maxine wusste Bescheid. Die Dame kam mit Pünktchen und Pashmina gut klar.
      Danielle und ich machten Arcany und Steelheart für einen kleinen Ausritt in die Wälder bereit. Die Füchsinnen verstanden sich prächtig. Während des Sattelns unterhielten sie sich lautstark und stubsten sich an. „Worauf musst du achten, wenn du mit Steel arbeitest?“ „Konkretes und langsames Befehlegeben. Es lieber ruhiger angehen lassen, damit sich keiner überanstrengt.“, berichtete sie und band ihre langen Haare geschickt zusammen. Manchmal konnte man regelrecht auf die 15jährige eifersüchtig sein. Nicht nur auf ihr Haar, sondern auch auf ihre Naivität, die sie doch häufig an den Tag legte. Wie zum Beispiel vor einer Woche, als sie achtkantig von Pünktchen abgeworfen wurde. Der gute Herr ließ sich von nicht jedem unterbuttern. Die beiden Ponystuten hingegen waren brav wie Lämmer, als wir im Trab an die viereinviertel Kilometer hinter uns brachten und gelegentlich für Fotos anhielten.
      „So, und jetzt?“ Ich nahm mich der beiden Stuten an und schickte Dani los zu Pendragon. Gemeinsam mit Collin auf Corry Cracker gab ich ihnen eine kleine Reitstunde. Corry wirkte sehr ehrgeizig, seinen Mitstreiter zu übertrumpfen. Das artete etwas aus, sodass ich wohl oder übel mit ihm über den Platz ging, Seite an Seite. „Wenn er sowas noch mal abzieht greifst du die Zügel auf und treibst ihn voran, verstanden?“, rief ich Collin zu, der mit angestrengtem Gesichtsausdruck nickte und dann verbissen dreinblickte. Die restliche Stunde verlief sehr gut, auch der Galopp saß wie angegossen. Auch wenn Collin ein wenig im Sattel hüpfte...
      Monster Delusion durfte nur leicht vom Boden aus bewegt werden. Seine Fesseln waren dick und glühten wie Feuer. Doch nach einer halben Stunde vermehrt im Schritt konnte er im Trainingsstall seine Box mit Paddock beziehen. Direkt neben Pünktchen. Der hübsche Knabstrupper hatte erste Erfolge in der Dressur und auch auf Turnieren erlangt und bewies Köpfchen, wenn es um das Abluchsen von Naschereien ging. Leider bekam ich in der letzten Zeit häufiger Anfragen, den Hengst zu verkaufen. Zuerst war ich entrüstet, doch nach und nach schickte ich einfach eine simple Ablehnung, niemals würde ich den Onkel verkaufen wollen! Onkelchen triezte mich gerade. Für ihn ging es auf das Wasserlaufband. Nachdem er sich aus unerfindlichen Gründen die Fesselgelenke aufgekratzt hatte – die Weide war giftpflanzen- und distelfrei, sorgte die therapeutische Maßnahme für eine Leistungssteigerung. Er wirkte allgemein fitter und schien Spaß am Laufen im nassen Element zu haben, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass er immer noch angeschlagen war.
      Pashmina stieg konzentriert über einige Stoffstangen. Genauso konzentriert blicke Maxine drein, als diese das Berberfohlen über die Hindernisse geleitete, manchmal das Stutfohlen antrieb oder lenkte. „Und?“, mit den Armen verschränkt auf der Bande, wollte ich die alles entscheidende Antwort haben. „Nö. Bei mir klappts auch nicht so ganz.“, erwiderte die Französin. Schade, dass Pasha keine Seelenverwandte in ihr gefunden hatte. In wem könnte der passende Reiter für das Fohlen stecken? Das plagte mir so manche Bauchschmerzen. „Kannst du mir dann noch bei Daryl helfen?“

      Passend zum Start der sechsten Staffel The Walking Dead vergangenen Montag hatte der Vollbluthengst benannt nach einem der Hauptdarsteller sich doch noch an mich und August gewöhnt. Daryl sorgte auch so schon genug für Aufregung. Er ließ sich mittlerweile auch reiten – ohne Gerte oder andere Pferde in der näheren Umgebung, aber es klappte immerhin. Einen passenden Sattel gab es für den feinen Herren nicht. Ein Reitpad und ein modifiziertes gebissloses Zaumzeug taten es aber, und man konnte an der Vertrauensbasis anfangen. Die bestand hauptsächlich aus ganzen Runden und einigen Zirkeln. Zu viel Einwirkung auf das Maul fand er nämlich auch nicht so töfte; der Kopf wurde hoch gerissen und man blieb direkt stehen und verweigerte jegliches Weitergehen. Doch mit gutem Zureden und Pfefferminze schaffte man es bei ihm eine vernünftige und sogar ansehbare Runde im Trab hervorzuzaubern.
      Genauso zauberhaft war das Zusammenspiel zwischen Aldaire und seinem weiblichen Partner in Crime Numidia – ein Herz und eine Seele. Die beiden schmusten am Putzplatz miteinander herum, umgarnten sich und brummelten sich verliebt an. Aus den beiden würden wunderbare Fohlen entspringen, mit genauso sahnebonbonfarbenen Augen und dem verträumten Blick. Im Round Pen an der Doppellonge zeigten sie, aus was für einem Holz sie geschnitzt waren. Was Holz angeht kenne ich mich ja nicht aus, aber bei ihnen war es etwas Edles, Standhaftes und Biegsames. So etwas wie Bambus, nur nicht...in..grün...Der raumgreifende Trab und die schwungvollen Bewegungen wahrten das Antlitz meines stolzen Paares, und jetzt verstand ich, warum diese Rasse mit den Arabischen Vollblütern gekreuzt wurden, um neue, genauso edle Rassen hervorzubringen. Als sie angaloppierten, stürmten sie praktisch durch den Sand, als wären sie in ihrem Heimatland Marokko und nicht in England, wo die feine britische Art existierte. Mehr als nur zufrieden mit der Leistung meiner Pferde gab ich dem inneren Druck nach, mit der Tasche zum Auto zu gehen. Ein finaler Abschiedsgruß und -kuss von meinen Schätzen – und ab ging es nach Cardiff!

      European Ponys Of The Americas Association – Cardiff 12th to 15th October 2015
      Mehrere der rot-weiß gefärbten Banner mit der schwarzen Aufschrift wiesen uns auf dem Eventgelände den Weg. Mit unseren Weekcards hatten wir Zugang zu sämtlichen Shows und Vorstellungen. Auch an einigen Auktionen und Verkäufen konnten wir teilnehmen. Danielle und Mick machten sich zu den Kinderaktionne auf, während Maxine und ich uns die Informationsstände unter die Lupe nahmen.
      Mit einer erfolgreichen Züchterin aus Texas geriet ich in ein sehr schönes Gespräch über den Nutzen von POA's. „Mir ist es bei ihnen nicht unbedingt um das Fell wichtig. Klar, die permanent papers sind ein Muss, aber ich weiß nicht, wie groß die Kriebelmückenpopulation bei uns ist.“, erklärte ich der Züchterin. „In England, Richtung Küste hin ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Hier im Inland würde ich nicht unbedingt halten wollen.“ Die Frau erzählte uns von der Plage aus 2013, in der sie fast zehn Tiere einschläfern lassen mussten. Zwar reagierten sie nur allergisch, aber ihre Jungstuten hatten einen allergischen Schock erlitten, der sie für die Zucht und die Nutzung als Reitponys unnütz machte. Es klang brutal, aber das Geschäft mit und um das Pferd war in Amerika und England so brandaktuell wie das Flüchtlingsdilemma in Deutschland, Österreich und Co. „Es ist halt leider so, dass hier in England kein Verband für unsere Ponys existiert. Registrierte Tiere gibt es leider keine.“, sagte die Frau mit traurigem Lächeln. Registriert bedeutete prämiert oder gekört, und 'normale' Ponys gab es nur an die zwanzig. Schließlich musste jedes eingebrachte Tier von einem fremden Kontinent eingetragen werden. „Ich will Sie nicht bedrängen, die Zucht hier zu mobilisieren, aber bedenken Sie nur: in Deutschland gibt es 350 Ponys of the Americas! Und alle im Zuchtverband, das ist eine der höchsten nicht amerikanischen Zahlen weltweit!“, sie grinste triumphal. Ich lächelte eher bedeckt, als sie mir weitere Zahlen und Fakten vorlegte und dann noch auf ihre Verkaufsaktion heute Nachmittag hinwies. Ich bedankte mich, aber insgeheim überlegte ich es mir doch noch drölfmal, dort wirklich ein oder zwei Ponys zu erstehen.
      „Guck mal, die Fohlen!“ Wie Kinder zur Weihnachtszeit strahlten Mick und Dani. Und wirklich; die Fohlen, die auf ihrer kleinen Weide standen und toll herumspielten wollte ich mich am liebsten dem Drang hingeben mich zu ihnen zu setzen und sie zu knuddeln. Unauffällig beugte ich mich zu Maxine vor und wisperte ihr ins Ohr: „Ich denke, so ein Pärchen wäre doch gar nicht so schlecht, oder?“, doch die machte nur schnell pschhh!
      „Wirklich?!“ Mick gab Dani ein Babyhighfive und lachte glücklich. „Oh je, was habe ich nur angestellt?“, fragte ich hypothetisch, als die Kinder mich von einem Halter zum nächsten zogen, auf der Suche nach dem perfekten Paar.
      *„Little Miss Universe!“ - „Nein, Toretto Hill!“ „LITTLE MISS UNIVERSE!“ „NEIN, TORETT-“ Rasch mutete ich die Kinder mit einer Hand auf ihren Mündern. „Ruhe! Die Armen sind doch schon total verängstigt!“ Das war eine Lüge. Die beiden Kinder fanden die beiden Ponys total spannend. Little Miss Universe, eine braune Stute mit Spotted Blanket hatte einen sehr lieben, schüchternen Blick drauf, der zusammen mit Toretto Hill, einem Grauschecken, einfach nur wundervoll aussah. Toretto wirke schon eher wie ein wacher und neugieriger Hengst, der ohne Scheu von Mick gekrault wurde.
      Später, am Ende des Tages, ließ ich mir heimlich die Nummer der Besitzerin geben, um über das Paar zu verhandeln.

      Januar 2016 | von Eddi
      „Cassandra?“, tönte eine neugierige Stimme durch den Stall. Es war erst kurz nach sieben, doch im Stall herrschte schon reger Betrieb, immerhin wollten unsere liebsten Vierbeiner versorgt werden. „Cassandra! Du solltest mich doch wachmachen, ich wollte dir so gerne helfen!“, jammerte Ailsa vorwurfsvoll. Das rothaarige Mädchen stand in der Tür der Futterkammer und hatte die Hände in die Hüfte gestemmt.
      „Ich dachte, wenigstens sonntags solltest du ausschlafen dürfen! Die morgendlichen Arbeiten schaffen Justin und ich auch alleine“, meinte ich lachend, reichte Ailsa aber bereits zwei Futtereimer, denn von der Arbeit würde ich sie sowieso nicht abhalten können. Insgeheim hoffte ich noch immer, dass sie sich für die Ausbildung zur Pferdewirtin entschied, denn sie war wie geschaffen dafür, doch bisher hatte sie uns noch keine Antwort gegeben, was ich auch durchaus verstehen konnte, denn es war eine schwerwiegende Entscheidung.
      Zusammen fütterten wir die Pferde und sammelten dann alle leeren Eimer wieder ein, um sie abzuwaschen und wieder in die Futterkammer zu bringen. Dann stand auch Justin schon im Stall, wenn auch sehr unausgeschlafen und gähnend. Zu dritt waren die Pferde dann auch schnell auf die Weiden gebracht und schon hatten wir gar nicht mehr viel zu tun, es mussten nur noch die Boxen gemistet werden.
      Auch das ging wirklich fix, wenn man so viele fleißige, helfende Hände hatte. Ich war Ailsas Großeltern dankbar darüber, dass sie ihre Enkelin nach Schottland gebracht hatten, es schien so, als gehöre sie schon immer mit zur Burg.
      Nachdem alle Stallarbeiten verrichtet waren, ging es erst einmal zum Frühstück. Es war immer schön, als kleine Runde am Tisch zu sitzen und während des Essens grob den Tag zu planen. Da Wochenende war, war Ailsa auch den kompletten Tag über da und würde überall helfen wollen. Ich sagte da natürlich nicht nein, sondern hatte sie auch schon eingeplant.
      Unser Tag begann deshalb mit einem Ausritt mit Phex und dem neusten Hengst Fürst van Maximilian. Da Ailsa und Phex wirklich toll harmonierten, stand es gar nicht zur Debatte, wen sie bekam. Ich hingegen würde mich unserem Neuzugang widmen. Maximilian war an sich ein freundlicher und ruhiger Hengst, deshalb machte ich mir gar nicht so viele Sorgen.
      Gemeinsam holten wir die Hengste von der Weide, um sie dann im Stall zu putzen. Gut eine halbe Stunde waren wir dann bereit. Ich hatte mir bereits gestern Abend eine neue Strecke zurechtgelegt, welche ich heute gerne probieren wollte, den Hengsten würde sie sicherlich Spaß machen.
      Doch des ab und an durchwachsenen Wetters gingen wir regelmäßig mit den Pferden ins Gelände. Es war wichtig für die Jungspunde, damit sie genügend Abwechslung und Bewegung erhielten. Das Resultat waren, selbst im Winter, arbeitswillige und ausgeglichene Pferde und das galt auch für Phex und Maximilian.
      Mit Ailsa konnte man schön ausreiten. Sie unterhielt sich gerne, hatte aber auch nichts gegen ein angenehmes Schweigen, während man die Natur genoss. Ab und an beobachtete ich das Pferdepaar neben mir und war mehr als zufrieden mit dem, was ich sah. Ailsa war eine kluge und einfühlsame Reiterin, genau richtig für Phex.
      Der Ausritt war dementsprechend sehr entspannt und lief nach Plan ab. Die Hengste hatten genügend Bewegung gehabt, aber durch unsere lange Schrittphase am Ende waren sie auch schon wieder so gut wie trocken, als wir die Burg erreichten. So mussten sie nur noch abgesattelt und abgebürstet werden, ehe sie zurück auf die Weide durften.
      „Wie kommst du eigentlich mit Grace voran?“, fragte ich Ailsa neugierig, während wir das Sattelzeug säuberten und es dann wieder ordnungsgemäß verstauten. Die junge Barockstute namens Graceful Eclipse gehörte seit Ende Dezember offiziell Ailsa und bisher machte sie ihre Arbeit mit der Dreijährigen mehr als gut.
      „Wir machen viel Bodenarbeit und Spaziergänge. Grace macht das Spaß und sie blüht richtig auf!“, erzählte sie begeistert. Ich bot ihr an, heute bei unserem Hängertraining teilzunehmen. Dies sollte vor allem für unsere kleine Pashmina sein, aber Grace würde eine kleine Auffrischung sicherlich auch nicht schaden und so verabredeten wir uns kurz nach Mittag in der Halle.
      Dort erwartete mich dann auch direkt eine etwas aufgeregte Ailsa. Man merkte, dass sie ab und an noch unsicher in dem war, was sie tat, doch ich versuchte sie bestmöglich zu motivieren und zu untersützen, denn sie machte alles richtig.
      Sie hatte Grace schon mit ein paar Bodenarbeitsübungen aufgeweckt, so dass wir direkt loslegen konnten. Justin hatte uns den Hänger in die Halle gefahren und die beiden jungen Stuten durften sich das seltsame Gefährt nun erst einmal in aller Ruhe von außen ansehen und es auch beschnuppern.
      Pashmina schien gar keine Angst vor dem großen Ungeheuer zu haben und auch Grace blieb vollkommen entspannt. „Oh, ich glaube das wird heute eine kurze Lehrstunde“, meinte ich lachend und reichte Ailsa meinen Führstrick, damit ich in Ruhe die Laderampe herunterlassen konnte.
      Anfangs waren die Stuten beim Anblick des großen schwarzen Lochs ein wenig unsicher, aber ein Justin mit Möhrchen in der Hand ermutigte sie schnell, die ersten Schritte in den Hänger zu machen. Grace machte dabei den Anfang und schneller als gedacht stand die Stute im Hänger und schien zufrieden. Auch das Ausladen klappte wunderbar.
      Nun war Pashmina an der Reihe und auch sie erledigte ihre Aufgabe wunderbar, lächelnd lobte ich sie ausgiebig. Jede Stute stieg noch dreimal ein und wieder aus und dann beendeten wir das Training auch schon. Beide bekamen zur Belohnung noch ein paar Möhren und dann ging es für sie zurück auf die Weiden.
      Da ich Ailsa vor einiger Zeit angeboten hatte, sie ab und an auch ein wenig zu trainieren, war sie kurz darauf damit beschäftigt, Leitz zu putzen und zu satteln, während ich in der Halle einen einfachen Springparcours aufbaute.
      Nachdem das Reiterpaar ordentlich aufgewärmt war, machten wir zuerst ein paar Koordinationsübungen mit Trabstangen und Cavaletti, ehe es wirklich an den Parcours ging. Heute arbeiteten wir vor allem an Ailsas Haltung und Einwirkung. Es waren vor allem Feinheiten, denn das rothaarige Mädchen machte sich mehr als gut.
      Das Training verlief einwandfrei und beide waren danach sichtlich verschwitzt und müde, also hatte ich meine Aufgabe als Trainerin gut erfüllt. Ailsa ritt Leitz noch trocken und ich musste ihre Großeltern für die Wahl des Pferdes loben, die beiden passten wie die Faust aufs Auge.
      „Ich wollte nachher noch einmal in die Stadt fahren, wenn du magst, nehme ich dich mit!“, bot ich Ailsa an, als ich sie im Stall noch einmal traf, nachdem sie Leitz zurück auf die Weide gebracht hatte. Begeistert stimmte sie zu, sie war genauso gerne in den Reiterläden unterwegs wie ich. „Gut, 16 Uhr mach ich los, sei dann einfach auf dem Hof“, gab ich ihr noch lächelnd Bescheid, ehe ich meinen Weg ins Büro antrat.

      18. Juli 2016 | von Arktiswolf
      Liebes Tagebuch
      Oftmals frage ich mich ja "Worauf hast du dich da nur eingelassen?"
      Jeden Morgen stehe ich schlaftrunken auf, wackel in das Badezimmer und mache mich Stallfertig. Denn vor der schule kommt das Füttern meiner fünf Pferde.
      Ja Fünf... Cassandra hat mir alle Vierbeiner um die ich mich erst einmel "kümmern" sollte, einfach so überschrieben. Nunja. Zwei davon gehörten eh schon mir und die Anderen konnte man fast genauso gut dazu zählen da ich die Einzige war die sich um sie kümmern durfte.
      Inzwischen habe ich auch meine Ausbildung zur Pferdefachwirtin begonnen. ich hätte nie gedacht das mein Hobby einmal zum Beruf wird. Jeden Tag Pferde. Von Morgends bis Abends. Die Tage werden dadurch zwar länger und die Nächte kürzer, mein Konto hungert oft an der grenze zur Leere, aber wenn ich in den Stall komme, ist es alles wie weggeblasen wenn ich in die Augen meiner Lieblinge schauen darf.
      Pashmina ist eine richtig freche Göre. Aber ich kann ihr kaum böse sein. Sie ist noch die Kleinste in meiner kleinen Pferdefamilie. Das Nesthäckchen. Viel kann ich mit ihr noch nicht machen aber das was geht, da bin ich ganz zufrieden mit. Die hufe gibt sie schon ohne zu murren und putzen ist auch kein Problem. Nur was sie so irgendwie nicht leiden kann ist das Halfter und das Führen. aber auch da sind wir auf den guten Weg. Sie hat ja noch Zeit und bis es mehr Arbeit mit oihr wird, kuschel ich einfach so lange wir möglich mit ihr und genieße ihre Gesellschaft auf der Weide. naja. Eigendlich ist es umgekehrt. Sie ist auf der Weide und ich... ach egal. Ich liebe die kleine Diva.
      Craceful Eclipse macht sich hervorragend. Sie ist so süß und unheimlich anhänglich. Sie lernt schnell und doch muss ich aufpassen sie nicht zu überfordern. Ihre Grundausbildung ist so gut wie abgeschlossen und bald darf sie sich an die nächsten Schritte gewöhnen. Sattel und de Zaum. Ich kann es kaum erwarten und habe ein gutes Gefühl bei ihr.

      Wenn ich sie putze und danach bewege ist es fast das sie es kaum abwarten kann auf den Trainingsplatz zu kommen. aber sie hat auch ihre zickigen Tage. Aber wer hat es nicht? Dann wird einmal zurück gezickt und halt mal nicht so viel gemacht.
      Aber immer wenn ich sie sehe komme ich ins Schwärmen. aus ihr wird bestimmt ein tolles Stütchen. Aber auch das sagt wohl Jeder von seinem "Baby" oder?
      Phex mausert sich von Tag zu Tag. Ein Energiebündel ohne Gleichen. Das fängt schon beim herausholen aus der Box und beim holen zum Training an. er scheint es kaum erwarten zu können etwas zu machen und geht mir manchesmal doch ein wenig auf die Nerven. Aber er meint es nie böse und das bekommt man wohl auch nie weg. Dafür ist er sehr händelbar und wenn man weiß wie er tickt ist das Ganze gar nicht mehr so schlimm. Viele die uns nicht kennen schimpfen immer was für ein ungezogenes Pferd er doch ist. So hektisch, hibbelig und undiszipliniert. Aber wenn wir ihnen zeigen was wir auf dem Distanzfeld drauf haben, dann stehen die Münder offen: Denn da ist Phex ein wahrer Gott. Er weiß genau was ich von ihm will und macht fast alles schon alleine. danach ist er das braveste Pferd was man sich wünschen kann und die Leute halten sich mit ihren Äußerungen zurück. Tja. Nicht jeder ist perfekt aber solange man weiß wie es läuft ist alles gut. ich arbeite gerne mit meinem grauen Ungetüm. Wir haben und prima aneinander gewöhnt und wenn Phex ein Mensch äwre, wäre er wohl mein bester Freund. Vielleicht würde ich ihn sogar heiraten?.. nein das geht mir dann doch zu weit.. Komische Gedanken wenn man spät Abends in sein Tagebuch schreibt.
      Fürst van Maximilian ist da doch ganz anders. Das krasse Gegenteil vom feurigem Phex. Aber das finde ich das Gute fdaran. Wenn man seine Pferde kennt dann kann man die Reihenfolge in der man sich um sie kümmert so einteilen, das man zum einen etwas hat um sich aus zu Powern aber es danach doch ganz gemütlich angehen kann. Max ist so ein Kandidat. Er kann zwar auch anderes aber er hält dann doch eher die Waage.

      Auch mit ihm arbeite ich sehr gerne. Hier kann ich meine kreative Ader ausleben und mich selbst auch besser kennen lernen. Im Dressurviereck ist es dann doch mal wieder ganz was Anderes als auf dem Feld. Diszipiln und Ordnung in ganz anderen Maßstäben.
      wenn ich mir mAx vornehme ist es wie eine andere Welt. Vorallem wenn es nach Phex passiert. Alles wirkt ein wenig langsamer. Ich kann es schwer in Worte fassen aber es ist komischerweise ein gutes aber auch ein lustiges Gefühl und machnmal gar nicht so leich selbst herunter zu kommen.
      Soll aber nicht heißen das Max zum einschlafen ist. Denn er kann auch anderes und ist nicht ganz ohne wenn er seine fünf Minuten hat. Also ist trotzallem immer Vorsicht geboten und ich kleines Mädchen muss stehts wachsam sein. Aber das muss man ja eh.
      Leitz ist dahingegen wirklich mein Ruhepol. Mit ihm gehe ich nur noch kleine Tuniere und ansonsten dümpeln wir als Freizeitreiter durch das Gelände. Wenn ich merke das ihm etwas zu fehlen scheint, dann gehe ich mit dem altem Herren wirklich auch mal auf den Platz aber ansonsten halte ich es für besser ihm langsam seinen Lebendsabend zu gönnen. Er ist das erste Pferd das ich bekommen habe und ich liebe ihn. Dennoch muss ich mir immer wieder vor Augen halten das er nicht mehr der Jüngste ist und es bald heißt Abschied zu nehmen. Er ist ein wundervoller Kamerad und so lieb. Ich werde ihn vermissen wenn er eines Tages über die Regenbogenbrücke geht.
      Aber im Moment ist er noch weit davon entfernt. Er genießt seine Tage als Opa und ist immernoch fit wie ein junges Fohlen. Ziemlich lustig wenn er das dann auch mal zeigt und versucht mit den Jungspunden auf der Wiese mit zu halten. Aber er schaffte es auch denen zu zeigen was ein alter Mann noch so drauf hat.
      Ich habe ihn gerne um mic und tütel mit ihm rum.
      Im großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich für mich das große Los gezogen habe. Ich bin von meinen Großeltern in die Burg zu Dante, Cassandra und ihren Leuten gezogen und lebe nun dort. Oft reite ich rüber zumeinen Großeltern und gehe sie natürlich besuchen. ich hab sie unheimlich lieb und ich verdanke ihnen so viel. Manchmal vermisse ich meine Eltern ganz schön, aber ich sage mir immer das sie dennoch bei mir sind. Das hilft dann ein wenig. Und ich strenge mich an damit sie stolz auf mich sein können wenn sie noch hier wären.
      Das Leben auf der Burg ist was schönes und etwas was ich mir nie ertäumt hätte. Ich möchte das auch nicht mehr missen. Schottland ist ein so schönes Land. Die Leute sind unheimlich nett. Die Landschaft ist traumhaft auf jede erdenkliche Weise. Und was kann es schöneres geben als das alles direkt vor dem Fenster zu haben?
      Nun mein Tagebuch wird es aber höchste Zeit für mich. der Wecker klingelt früh und ein weiterer aufregender Tag erwartet mich.
      Bis zum nächsten Mal....

      17. Januar 2017 | von Arktiswolf
      Tagebucheintrag

      Warme Schockolade, eine dicke Decke und ein Kamin in dem ein gemütliches, warmes Feuer knistert. Was will man an einem Winterabend in den Highlands mehr.
      Meine Arbeit auf dem Hof ist beendet und ich bin frisch geduscht und sitze nun hier in menem großem Sessel und lasse den Tag Revue passieren.
      Es ist schon wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Knapp über einem Jahr lebe ich schon in meiner neuen Heimat und bin umgeben von dem was mir am Herzen liegt.
      Oftmals muss ich noch an Ma und Pa denken. Aber es ist schon gar nicht mehr so schlimm wie vor einem Jahr. Ich vermisse sie oft, aber ich tue es nun mit einem weniger schmerzhaftem Gefühl. Das Leben geht weiter und sie hätten nicht gewollt das ich mich daran zugrunde gehen lasse.
      Viel haben mir Casandra und ihre Leute hier geholfen. Sie sind wirklich nett und ich denke ich kann sagen, dass sie soetwas wie meine Familie sind. Genau wie meine vierbeinigen Schätze unten im Stall.
      Pashmina hat sich richtig gemausert. Zwischendurch ist sie zwar immernoch etwas frech aber mit Begeisterung wächst sie an den kleinen Aufgaben die ich mit ihr mache.
      Sogar das Führen klappt nun sehr gut. Wenn man bedenkt wie sie sich vor einiger Zeit noch dagegen gewehrt hat, hat sie sich ganz schön gemacht. Sogar spazieren gehen wir mittlerweile. Oftmals nehme ich mir die Zeit und gehe mit ihr runter an das Ufer des Loch Awe. Von da aus hat man einen wunderschönen Anblick auf Kilchurn Castle wo ich leben darf. Ich liebe den Anblick der alten Burgmauern und am See ist es so wunderbar ruhig. Ich glaube auch das Pashmina es in vollen Zügen genießt. Ich habe statt einem Führstrick immer eine Longe dabei an der ich sie grasen lasse. So wie sie sich dort benimmt, glaube ich das der Strick gar nicht nötig ist. Sie macht nie Anstalten davon zu laufen. Bleibt immer in meiner Nähe und erschrickt auch kaum wenn mal ein Wasservogel auffliegt. Gerade in den Morgenstunden wenn der Nebel über das Wasser zieht hat das Ganze etwas magisches. Ich bin nicht wirklich Abergläubisch wie meine Großeltern oder Vorfahren, aber manchmal kommt es mir vor als wäre an den Erzählungen in den schottischen Legenden was wahres drann.
      Craceful Eclipse ist ein Engel. mein Herz schmilzt jedesmal dahin wen ich mit ihr arbeite. Ich muss sagen das ich mir wirklich viel Zeit nehme wenn ich mich mit ihr beschäftige. Sie arbeitet wunderbar mit und saugt alles Neue förmlich in sich auf. Ich hatte es sogar mal gewagt ihr probehalber einen Sattel aufzulegen. Einen leichten den wir immer zum anreiten von Jungpferden nehmen damit sie sich an das Gefühl gewöhnen da da etwas auf ihrem Rücken liegt. Zunächst blieb sie stocksteif stehen und ich werde ihren Blick nie vergessen. Man sah ihr deutlich an das sie in dem Augenblick schlichtweg überfordert war. Ich hatte sie dann gelobt und das fremde Ding von ihrem Rücken genommen.
      beim zweiten Mal an einem anderem Tag, zeigte sie zu Beginn genau die selbe Reaktion. Doch das legte sich langsam und ist sogar ein paar Schritte mit mir gegangen. So ganz geheuer war es ihr aber doch nicht, da sie versucht hat sich irgendwie unter dem Gewicht wegzuducken. Das sah schon ein wenig komisch aus. Wir lassen ihr immer etwas Zeit zwischen den Tagen. Demnächst probieren wir es noch einmal um sie nach und nach daran zu gewöhnen. Einreiten wird sie dann aber wohl Jemand anderes, hatte Casandra gesagt. Nicht das sie es mir nicht zutrauen würde, aber sie haben das schon immer von Anderen machen lassen. Ich werde aber auf jeden Fall dabei sein. Das lasse ich mir nicht nehmen.
      Phex ist eine wahre Sportskanone und kaum klein zu kriegen. Ich weiß nicht wo er die Energie hernimmt. Ich glaube die schottische Luft tut ihm nicht gut oder seine Vorfahren stammen von Kobolden ab. Aber ich bin sehr stolz auf ihn. Bzw uns. In der letzten Zeit hat er sich wirklich gut gemacht und man merkt das er richtig viel Spaß an seinem Leben hat. wir haben zwar auch mal unsere Tage wo wir uns nicht einig werden, aber ich vergleiche das oft mit kleinen Streitigkeiten unter Freunden. Sie halten nie lange an und man vergibt einander. Einmal ist er wirklich krank geworden. Hatte auf der Weide etwas gefressen was ihm nicht wirklich bekommen ist. Dabei gehen wir regelmäßig die Weiden ab um etwaige giftige Pflanzen auszureißen. Keinen blassen Schimmer wie das passiert ist. ich weiß nur noch wie krank vor Sorge ich war. Auch wenn es nur eine leichte Kolik war die er gut weg gesteckt hatte. Ich habe auf jeden Fall bei ihm in der Box übernachtet bis er wieder auf den Beinen war und gesund.
      Cassandra und Dante meinten das ich mir viel zu viele Sorgen mache. Aber ich glaube ich kann nicht anders. Ich habe inzwischen Erfahrung wie es ist etwas zu verlieren was einem wichtig ist. Ich glaube ich werde immer etwas überempfindlich sein was das angeht. Aber zum Glück ist nix weiter passiert und es ist ja nun auch schon etwas länger her.
      Inzwischen ist Phex wieder ganz der Alte und ein Energiebündel nach wie vor.
      Fürst van Maximilian hat nach wie vor die Ruhe weg abgesehen von den kleineren Spinnereien zwischendurch. Aber die bekomme ich mitlerweile gut in den Griff. Ab und an gehen wir kleine Tuniere mit. Weniger mit Erfolg aber das macht mir nichts. Ich kann zwar auch sehr ergeizig sein und habe auch Kampfgeist aber nein... Wenn ich mich von vornherein darauf einstelle es einfach ruhig anzugehen dann macht mir ein letzter Platz auch nichts. Und trotzallem macht es Max sogar Spaß. Ich glaube er liebt es all die anderen, fremden Pferde um sich zu haben. Die fremde Umgebung sich anzusehen oder die andere Luft einzuatmen. Ich weiß nicht genau was ich davon halten soll aber es ist so. Auf auswärtigen Plätzen ist er so anders das ich es nicht genau erklären kann. Auch als würde er das Puplikum lieben. Auch wenn es sich nicht wirklich für ihn interessiert.
      Max kann zwischendurch recht hibbelig sein. Vorallem dann wenn er eigendlich gerade was ganz anderes tun will als ich. Wenn ich nach links will und er aber lieber nach rechts, kommt es schon mal vor das wir den einen oder anderen K(r)ampf miteinander haben. Scherzeshalber wird schon gemunkelt das er in Wahrheit eine zickige Stute ist die wiedermal ihre Rosse hat. Manchmal könnte ich dem zustimmen. Er kann wirklich sehr zickig sein wenn er seinen Sturkopf durchsetzen will. Keine Ahnung was ihn dann dazu treibt aber es sieht nie bösartig aus. eher wie ein kleines Kind das seinen willen nicht bekommt. Im Nachhinein schon ein wenig zum schmunzeln.
      Leitz ist nahezu im Ruhestand. Tuniere läuft er noch wie ein Profi aber ich mache es auch nur der Abwechslung wegen und auch nur soweit wie ich es ihm zumuten kann. Und er macht es gerne. Ein Profi halt der es genießt auch mal rauszukommen unter andere Pferde.
      Ansonsten unternehmen wir ausgedehnte Auflüge in die weiten Schottlands. Die liebt er genau wie ich. Wenn es passt dann machen wir sogar zwei bis drei Tagesausflüge. zwar nicht immer alleine aber wenn genieße ich die Ruhe. Nur das Pferd und ich und die wunderschöne Natur. Es gibt soviel ws ich über Schottland noch nicht weiß, aber wenn ich draußen bin fühle ich mich so als wäre es nie anders gewesen das ich hier hin gehöre. Es mag kitschig klingen. Aber ich glaube daran das an den ganzen Legenden was wahres drann ist. Wenn man da draußen unterwegs ist kann man nicht anders als so zu denken. Es ist einfach überall um einen herum.
      Ich bin mir auch sicher das die Pferde das spüren.
      Nicht nur Leitz ist draußen irgendwie anders. es ist, als ob die Tiere von einer tiefen Ruhe erfüllt werden. Zumindest kommt es mir oft so vor.
      Meine Großeltern würden da sofort zustimmen. Aber ich behalte das lieber für mich. Andere leute könnten vielleicht denken ich wäre nicht ganz richtig im Oberstübchen.
      Mit Opa Leitz kann ich darüber reden. Er schnaubt dann nur und wirkt zufrieden. Das ist mir das wichtigste und ich liebe es.
      Der Holsteiner war das erste Pferd was ich bekommen habe. Und ich liebe ihn und seine Art. Er ist irgendwie, wie wirklich so ein alter Mann der einem lächelnd zu hört und zwischendurch verständnissvoll mit dem Kopf nickt während man ihm etwas erzählt. Und das kann noch so ein Blödsinn sein, es interessiert ihn nicht sondern hört einfach nur zu und man fühlt sich auf Anhieb geborgen.
      Wenn ich das hier so lese merke ich wie ich wieder ganz sentimental werde. Und was ich noch im Ganzem sehe ist, das ich meine Pferde liebe und alle auf dem Hof hier. ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Und ich bin gespannt was auf mich zukommen wird.

      16. Juli 2017 | von Arktiswolf
      Heute hatte ich nicht so viel Zeit um mich um meine Pflegekinder zu kümmern.
      Im Moment muss ich sehr viel lernen und habe schon ein schlechtes Gewissen das meine Lieblinge zu kurz kommen könnten. Aber die Leute um mich herum sind so nett und hilfbereit das ich mir keine Sorgen machen brauche.
      Heute am Sonntag habe ich mir mal von all der Arbeit um mich herum frei genommen um wenigstens ein wenig bei meinen Pferden sein zu können. zum glück sieht es bald wieder anders aus... Das hoffe ich zumindest.
      Leitz geht es nach seiner Erkältung einigermaßen besser. Aber immerhin ist er aus dem gröbstem schon raus. Aber ich habe denoch ein kritisches Auge auf den alten Mann. Er ist halt nicht mehr der Jüngste.
      Darum habe ich ihn heute nur auf der Weide besucht und ihn ausgiebig betütelt und ich denke es hat ihm sehr gefallen.
      Fürst van Maximilian kam ebenfalls gleich vorbei um mich zu begrüßen und durfte ein paar von den Möhren abbekommen die ich Leitz mitgebracht hatte. Und wo er schon einmal da war habe ich ihn auch gleich mit den mitgebrachten Bürsten gestriegelt und verhätschelt.
      Anschließend stattete ich meinem grauem Ungetüm Phex einen Besuch ab. Doch der Unhold hatte nur Augen für die neuen Stuten auf der gegenüberliegenden Weide. Also begnügte ich mich damit ihm eine Weile zu zusehen wie er sich da aufplusterte und auch mal seine eleganten Gänge vorführte... Angeber. Aber es war schön zu sehen das es ihm gut ging. Erst als ich ging hörte ich von hinten galoppierende Hufe die immer näher kamen. Der Herr hatte mich also doch wahrgenommen und fragte sich nun bestimmt wohin ich doch nun wieder gehen wollte. Es hatte den Anschein als wollte er dann doch mitgenommen werden um etwas zu unternehmen.
      nach einigem hin und her in meinem Kopf, entschied ich mich mit ihm wenigstens einen kleinen Ausritt zu unternehmen. Und diese Entscheidung bereute ich keinesfalls.
      Danach ging ich zu meinen beiden Mädels Pashmina und Graceful Eclipse die sich in letzter Zeit wahrlich gemacht hatten.
      Pashmina entwickelte sich zu einer wahren Augenweide, denn ihr Fell wurde langsam immer heller und zeigte schon deutlich was für ein prächtiger Schimmel das kleine Berberstütchen werden würde.
      Graceful war auch schon eine richtige Dame geworden und konnte es kaum abwarten sie bald selbst mal zu reiten. im Moment übernahm das noch ein Bereiter da ich keine Zeit hatte. wieder so ein Punkt der mich selbst nervte. Aber da konnte man jetzt auch nichts drann ändern.
      Ich nahm die Beiden gleich mit zusammen in die Halle und lies sie ein wenig laufen damit sie sich mal richtig bewegten und nicht nur steif auf der Weide standen. Danch durften die beiden Stuten sich bei einer ausgedehnten Pflegeeinheit meinerseits entspannen und verwöhnen lassen.
      Als letztes fuhr ich mit dem wagen zum benachbartem Ort der ein paar Kilometer weiter von der Burg entfernt lag um mir Exciting Force anzusehen. da wir ja schon seit seiner Ankunft festgestellt hatten das er nicht bleiben konnte da keine Möglichkeiten für ein Vollblut seiner Art gegeben waren, hatten wir ihn zu einem befreundeten Stall gestellt der über eine kleine Rennbahn verfügte. Dort konnte Exciting Force seine Bestimmung finden.
      Normalerweise fuhr ich immer hin um mit ihm zu trainieren aber mit der Zeit merkte ich das ich nicht für den Rennsport gemacht war. Also übernahm dies ein Profi und ich durfte mich anderweitig um den hübschen Hengst kümmern. Es machte auch einfach zu viel Spaß zu sehen wie der junge Kerl sich entwickelte und er schien Freude am laufen zu haben.
      Heute hatte auch er seinen freien Tag also begnügte ich mich damit mit ihm eine Runde spazieren zu gehen und mich so mit ihm zu beschäftigen. Auch wenn ich ihn nicht ritt so hatte ich doch das Bedürfniss mich wenigstens so um ihn zu kümmern. Ich fand ihn schon bei seiner Ankunft einfach toll. Aber ich wusste das es nicht immer so bleiben würde. Nur zum betüteln konnte ich nicht einfach raus fahren.
      als es langsam Abend wurde verabschiedete ich mich von ihm und fuhr dann auch nach Hause.

      15. Januar 2018 | von Arktiswolf
      Heute gibt es kaum etwas zu berichten.
      Die letzten Monate sind wie im Fluge vergangen und das neue Jahr hat angefangen.
      Die Fohlen Pashmina und Graceful Eclipse sind längst keine mehr und werden weiter darauf vorbereitet einen Reiter zu tragen.
      Wir lassen uns mit ihnen ganz besonders viel Zeit.
      Leitz ist mittlerweile im Ruhestand und darf sich auf der Koppel wohl fühlen. Ich mache nur noch gemütliche Ausritte mit dem altem Herren.
      Dafür dürfen Phex und Fürst van Maximilian sich unterm Sattel "austoben". Auch da gehen wir das Ganze mit den Tunieren ruhig an und haben einfach nur Spaß daran teilzunehmen.
      Exiting Force macht sich auch prächtig. In dem Galoppstall in dem er ja nun steht blüht er richtig auf. Ich fahre fast jeden Tag mal rüber um nach ihm zu sehen. Er ist ein schöner, kräftiger Hengst geworden und es geht im gut. Das ist die Hauptsache.
      Die letzten Tage waren wirklich sehr verregnet und an Ausritte oder ähnliches draußen war nicht zu denken. Man hat den Pferden angemerkt das ihnen das Wetter auch langsam auf´s Gemüt schlug.
      Umso mehr haben sich Pferd und Reiter heute gefreut, das endlich mal die Sonne heraus kam und ein wenig Farbe in den tristen Altag brachte.
      Ich habe mir jedes meiner Schützlinge geschnappt und erst einmal das Geläde unsicher gemacht. Eine schöne Abwechslung zu den letzten Tagen in der Halle.
      Dennoch wurden sie wieder eingedeckt auf die Weide geschickt nachdem wir fertig waren. Die undankbaren Temperaturen in diesem Monat waren kaum einzuschätzen.
      Ich hoffe es wird bald wieder besser werden.

      15. Juli 2018 | von Arktiswolf
      Wieder ist ein halbes Jahr um und es ist so viel passiert.
      Pashmina und Gracefill Eclipse haben sich prächtig entwickelt.
      Beide laufen nun unterm Sattel und werden zwischendurch noch von einer Bereiterin gearbeitet. Als Korrektur nebenher, damit auch mal ein Anderer einen Blick auf die Zwei Jungpferde hat.
      Man selbst versteift mit der Zeit doch ein wenig. Auch reite ich zwischendurch andere Pferde um eben dies zu verhindern.
      Auf dem Hof haben wir ja genügend Tiere die Bewegung brauchen.
      An Pashmina kann ich mich garnicht genug satt sehen. Ihr Fell wird immer heller und ich bin sicher in ein paar Jahren ist es richtig schön schneeweiß.
      Auch hat sich ihr Körper gut entwickelt und wird bestimmt irgendwann einmal genauso hübsche Fohlen zur Welt bringen, sollte ich jemals ein Fohlen aus ihr ziehen.
      Neulich haben wir eine Pause von etwa einen monat gemacht. Und statt dem täglichem Training gab es viel öfters mal Ausritte ins Gelände oder Bodenarbeit. Wie ich das sehe, hat die junge Stute daran unheimlich viel Spaß.
      Gracefull ist da allerdings anders. Sie ist unheimlich ergeizig geworden und hat eher an Dressurlektionen ihren Spaß. Je mehr desto besser. So ein arbeitswilliges Tier habe ich noch nie gesehen.
      Dennoch gehe ich oft mit ihr spazieren. Das mag sie am liebsten. Wenn ich sie ausreite dann steht sie immer unter Strom und will etwas machen. Verrückte Nudel.
      Neulich war ich auf der Rennbahn und habe Exciting Force besucht. Mein kleiner Renner hat sich ebenfalls gut entwickelt.
      Er ist sogar schon seine ersten Rennen gelaufen, aber für einen Sieg hatte es noch nicht gereicht. Aber mich stört das nicht.
      Da ich ihn nicht reiten kann weil ich mit einem Vollblut wie ihn nicht umgehen kann, begnüge ich mich damit, mich mit ihm anderweitig zu beschäftigen. Zum Beispiel haben wir die Bodenarbeit für uns entdeckt. Eine schöne Abwechslung für ihn neben dem Rennen.
      Auch mag er sehr sehr gerne geputzt und geschmust werden: Spaziergänge liebt er auch. Vor allem wenn es an den See geht. Davon kann er gar nicht genug bekommen.
      Mit Phex und Fürst van Maximilian gibt es zur Zeit auch keine Klagen. Vor ein paar Monaten hatte Phex eine Kolik und musste eine Zeitlang Ruhe haben. Aber nun geht es ihm wieder besser und wir haben langsam wieder mit dem Training begonnen.
      Damit ich mehr Zeit habe, gehe ich solange auch auf keine Tuniere mehr und der Maximilian wird nur noch Freizeitmäßig geritten. Mit kleinen Trainingseinlagen damit er nichts verlernt.
      Aber der gutmütige Herr verlernt so schnell nichst.
      Allgemein mache ich im Moment besonders viel mit meinen Pferden in der Freizeit. Trotzdem achte ich darauf das sie ihr Ruhepausen bekommen. Die brauche ich nämlich auch, ansonsten brauche ich gar nicht mehr schlafen gehen.
      Einzig Leitz darf nun seine Ruheabend genießen.
      Der alte Herr hat es sich verdient und verbringt seine Tage auf der Offenstallweide. Ab und an beschäftige ich mich mit ihm damit auch er mal Abwechslung hat. Viele Spaziergänge an den See oder durch die Highlands. Kleine Spielchen damit er sein Köpfchen auch mal anstrengen muss. Aber keine körperlichen und schweren Dinge. Er soll nun seinen Frieden haben und einfach Alt werden.
      Und ich bin für jeden Tag dankbar den ich noch mit ihm erleben darf.

      15. Januar 2019 | von Arktiswolf
      Wieder ist ein halbes Jahr vergangen und Weihnachten sowie Neujahr liegen hinter uns.
      Es war sehr stressig gewesen in der letzten Zeit: Neue Pferde kamen, Alte, fertig ausgebildete wurden verkauft, das Weihnachsturntier musste ausgerichtet werden und die Ausbildung der Jungpferde war fast jedenTag an erster Stelle.
      Und ich? Ich mittendrinn.
      Ich kann mir keinen Tag mehr ohne all das hier vorstellen. Ich liebe dieses Leben: Auch wenn es sehr oft sehr anstrengend sein kann.
      Leitz darf nun seinen Lebendsabend auf der Koppel verbringen.
      Vor ein paar Monaten kam er als Deckhengst zum einsatz. Ein hübsches Stütchen, welches auf den Namen Balboa getauft wurde.
      Wenn es Leitz interessieren würde, wäre er bestimmt sehr stolz auf seinen Sprössling.
      Ab und an nehme ich den alten Herren an die Leine und gehe mit ihm lange spazieren. Ihm gefältt das und er genießt unsere Ausflüge sehr. Das merkt man.
      Fürst van Maxililian sowie Phex sind richtige Sportskanonen geworden.
      Immernoch mit Feuereifer dabei.
      Wir gewinnen natürlich nicht jedes Mal, aber sind auch nicht immer die Letzten.
      Ich für meinen Teil bin mit unseren Erfolgen durchaus zufrieden. Immerhin repräsentieren wir auch den ganzen Hof und locken neue Interessenten an. Denn auch andere Pferde werden auf Turnieren vorgestellt, wo sie wesentlich mehr abräumen als meine 2 Pappenheimer.
      Phex selbst ist im Moment noch außer Gefecht. Er hatte sich beim letzten Turnier zwar nur leicht verletzt, aber das sollte er erst einmal auskurieren.
      Langsam ist wieder alles verheilt und wir haben das Training nach und nach wieder aufgenommen. Blöd eigentlich. Dabei hatte er erst vor kurzem eine Zwangspause wegen einer Kolik und nun das. Aber was will man machen...
      Maxilimian hingehend ist mitten drinn und ich behaupte mal das er immer noch Spaß am Training und an den Turnieren hat. Aber auch an langen, entspannende Ausflüge.
      Neulich erst waren wir mit vielen Anderen von unserem Gestüt ganze drei TAge unterwegs. Das hat einen riesen Spaß gemacht. Es kamen auch alle wieder gesund und munter zu Hause an.
      Exciting Force Läuft derzeit ein Rennen nach dem anderen: Allerdings unter kritischem Auge des Rennstallbesitzers.
      Und unter meinen natürlich: Immerhin soll er nicht verheitzt werden.
      Aber hier habe ich nicht so die Angst davor. Sie gehen gut mit ihm um und er hat tatsächlich Spaß an der Sache. Ich war mir ja nicht so sicher ob es gut für ihn ist. Aber er macht es soweit tatsächlich freiwillig. Er kennt es zwar auch nicht anders, aber wenn er keinen Bock darauf hätte, würde man ihm das anmerken.
      Neulich hat er sogar gewonnen. Ein kleines Rennen nur, aber immerhin. Das war toll mit anzusehen: Und als Besitzerin fühlt man sich dann schon sehr besonders.
      Bodenarbeit findet er übrigends immer noch sehr klasse.
      Pashmina und Gracefill Eclipse. Meine beiden Gracien entwickeln sich weiterhin sehr gut.
      Wir sind nun gut im Training und es macht immer noch viel Spaß. Auch wenn es anstrengend ist. Aber ich mag die Abwechslung.
      Im Grunde fehlt nur noch Western in meinem Berreich... Spaß. Das wird sonst wirklich viel zu viel. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe.
      Pashmina ist jetzt im Winter zwar wieder dunkler geworden, aber ich wette wenn das Winterfell abgeworfen ist, dann ist sie wieder ein ticken heller. Ich bin sehr gespant wie weiß sie werden wird.
      Die beiden Damen machen sich prächtig in der Dressur. Noch gehen wir die kleinen Aufgaben durch. Aber ich kann sie mir auch sehr gut im Barock vorstellen.
      aber as hat natürlich noch Zeit. Und die geht bekanntlich wie im Fuge vorbei.
    • Sammy
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      Neuankömmlinge
      von Eddi
      19. Juni 2019

      Ich musste schlucken, als ich Graceful Eclipse und Pashmina über die Weide toben sah. Die beiden Jungstuten hatten einer sehr guten Freundin gehört. Ailsa. Und ich war immer so neidisch auf ihr Gehöft gewesen, eine alte Burg und ihre schönen Pferde. Vor Monaten erreichte mich dann plötzlich die unschönste Nachricht überhaupt: Sie hatte einen schweren Unfall gehabt und lag im Koma. Da ich sie oft besucht hatte, die Pferde kannte und ihr stets meine Hilfe angeboten hatte, nahm ich ihre Vierbeiner an mich. Ich hoffte immer noch, sie würde sich bald wieder so weit erholen, dass sie erneut ihre Schützlinge zurücknehmen könnte. Aktuell war alles noch unklar und ich konnte nichts tun, als abzuwarten. Also schob ich den Gedanken beiseite und machte weiter mit dem Befüllen der Heunetze.
      Mittlerweile standen die Jungpferde wieder auf den Sommerweiden. Dennoch hatten sie dort neben den Unterständen die Möglichkeit von Heu. Allerhand nutzten dies auch, so dass es sich immer lohnte, die Netze zu füllen. Danach würde ich noch die Unterstände misten, die Tränken kontrollieren und ein paar neue Äste auf den Koppeln verteilen. Meistens sammelte ich dafür Weide, die liebten die Pferde und für die Jungspunde war es eine tolle Beschäftigung.
      Bei den Mädels war es heute ruhig. Merida und Maelis standen weit abseits und dahinter sah ich Lady Fox und Korah grasen. Auch Nabiri, Acariya und Herbstmond konnte ich ausmachen und war erstaunt wie toll sich meine Jungstuten aktuell machten. Sie sahen einfach top aus. Die Junghengste standen weiter entfernt auf einer anderen Koppel und momentan hatten wir auch gar nicht mehr so viele. Neben Cover the Moon und Paddington gehörten nur noch Feuerdrache und Applaus zu dem kleinen Grüppchen, aber sie passten einwandfrei zusammen und es gab selten Streit.
      Nachdem ich mich um die Jungpferde gekümmert hatte, war es mittlerweile neun Uhr und so langsam wurde die Sonne immer wärmer, doch ich hatte noch allerhand zu tun, bevor ich mich in meine wohlverdiente Mittagspause begeben könnte.
    • Sammy
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      Neues Jahr, neues Glück?!
      09. Januar 2020
      Gähnend rollte ich mich herum und schlug auf meinen Wecker, um den nervtötenden Piepston auszustellen. Das blöde Ding hatte seit Neustem eine Macke und schaltete automatisch auf diesen Ton um, anstatt mir meine geliebte Aufwachmusik zu gönnen. Es war Anfang Januar und heute hatte ich mir einen trainingsfreien Tag eingeplant. Auf meinem Programm standen heute diverse Planungen für das Jahr und vielleicht der ein oder andere entspannte Ausritt in das herrlich schneebedeckte Gelände, rund um mein Gestüt. Meine englischen Vollblüter hatten heute Morgen frei, daher konnte ich es mir erlauben, länger im Bett zu bleiben. Die Morgenfütterung bekamen meine Angestellten auch ohne mich hin. Ich drehte mich auf den Bauch, legte den Kopf auf die Arme und ließ das letzte Jahr Revue passieren. Es war einiges vorgefallen. Gutes, wie Schlechtes. Das nun kommende Jahrzehnt war das wohl Entscheidendste meines Lebens. Würde ich den richtigen Mann finden? Würde ich Kinder haben? Wie entwickelte sich das Gestüt und vor allem die Zucht? Würden all meine Verkaufspferde ein schönes Zuhause finden? Und ganz aktuell: Wie würde meine schöne Trakehnerstute HMJ 7786 Elfentanz beim Abschlusswettbewerb des Horse Makovers abschneiden? Letzteres war für meine Zukunft als Trainerin natürlich enorm wichtig. Wer sich in diesem Wettbewerb platzierte, würde mit Sicherheit auch in Zukunft genügend Aufträge bekommen. Und auch die Prestige für mein Gestüt wäre enorm. Allerdings zweifelte ich in letzter Zeit daran, ob mein großes Gestüt der richtige Ort für eine sensible Stute wie Elfentanz war. Ich liebte das Stütchen und sie liebte mich, doch ich war mir nicht sicher, ob sie hier wirklich jemals zur Ruhe kommen konnte. Anderen Pferden gegenüber war Elfentanz noch immer sehr scheu und zurückhaltend und gerade von Hengsten hielt sie überhaupt nichts. Auf Springturnieren glänzte mein Makeoverpferdchen absolut, bei der Dressur gingen ihr noch zu sehr die Nerven durch. Daher hatte ich mich auch gegen die Teilnahme an einem Stutbuchwettbewerb entschieden. Es war einfach noch zu früh. Dafür stand mit meinem Elfentanz bereits morgen das Abschlusstraining für den Aufstieg in die Klasse L der Dressur an. Im Training machte sich Elfentanz ganz wunderbar. Sie war intelligent, arbeitete immer fleißig mit und wollte unbedingt gefallen. Zumal ihre Grundgangarten ein echter Traum jedes Dressurreiters waren. Dennoch - momentan spielte ich mit dem Gedanken, die schöne Stute nach dem Wettbewerb an jemanden zu verkaufen, der einen kleineren Hof sein eigen nannte. Oder jemanden, der noch gar kein Pferd hatte und Elfentanz in einem kleinen, ruhigen Pensionsstall unterbringen konnte. Allein der Gedanke mich von dem jungen Pferd zu trennen, bereitete mir Bauchschmerzen, doch ich wollte, dass es Elfentanz an nichts fehlte. Ich seufzte und schlug die Bettdecke zurück. Dann schüttelte ich den Kopf, um den traurigen Gedanken zu vertreiben. Diese Entscheidung musste ich noch nicht jetzt fällen. Elfentanz hatte in den letzten drei Monaten so viele Fortschritte gemacht, vielleicht lernte sie ja noch, mit dem Trubel der mit einem Gestüt wie meinem nun einmal einherging, umzugehen. Ich sprang unter die Dusche, kuschelte mich in meinen Lieblingspulli und eine Leggins und ging hinunter in die Küche. Dort bereitete ich mir ein leckeres Frühstück bestehend aus Obstsalat, Latte Macchiato und Naturjoghurt zu und setzte mich in mein Wohnzimmer auf die Couch. Dort stand schon mein Laptop bereit. Außerdem bedeckten diverse Blätter meinen Wohnzimmertisch. Unter anderem waren das die Baupläne für mein Gestüt. Der Umsatz im letzten Jahr war - vor allem durch meinen Trainingsbetrieb - ziemlich gut gewesen, daher hatte ich mich entschieden, in neue Anlagen zu investieren. Die ein oder andere davon würde mir mit Sicherheit noch mehr Trainingspferde einbringen und auch das Training mit meinen eigenen Vierbeinern erleichtern.
      Die erste und wichtigste Veränderung war ein Umbau der Stallungen. Da ich mich von vielen Pferden trennte, hatte ich für diese Maßnahme endlich den benötigten Platz. Stuten- und Hengsttrakt würden zukünftig komplett voneinander getrennt sein. Der gesamte Hengsttrakt wurde abgerissen, der Stutentrakt blieb bis auf vier neue Putzboxen mit Rotlichtanlagen so wie er war. Direkt an den Stutentrakt sollte eine Reithalle angebaut werden. Vom Stutentrakt aus, kam man in der Mitte der langen Seite in die Halle hinein. An die kurze Seite bei A sollte es einen zweiten Ausgang geben, der direkt an den Hengsttrakt anschloss. So mussten wir bei Regen, Unwetter und im Winter nicht immer über die gesamte Anlage laufen, um mit den Pferden zu trainieren. Weiterhin sollte es auf dieser Seite meines Gestüts einen kleinen Außenreitplatz und einen weiteren überdachten Roundpen geben. Die Anlagen auf der anderen Seite würden immer noch meine Haupttrainingsorte sein, doch gerade wenn ich einmal Events auf meinem Gestüt veranstaltete, gestaltete sich das alltägliche Training meiner Pferde eher schwierig. Auf diese Art und Weise konnte ich den Weg, der zu Koppeln und Stallungen führte einfach absperren und meine Pferde und Pfleger hätten ihre Ruhe. Die zweite große Neuerung war ein Pferdeschwimmbad. Ich besaß viele Sportpferde, die außerhalb der Wintermonate mehr als zwölf Stunden auf den weitläufigen Koppeln verbrachten. Da waren Verletzungen leider keine Seltenheit. Ganz davon abgesehen, war Schwimmtraining eine hervorragende Methode, um Muskeln aufzubauen. Gerade bei Jungpferden, um sie auf das Einreiten vorzubereiten, aber auch bei Sportpferden, die nach einer Verletzung wieder antrainiert werden sollten. Das Schwimmbad kostete mich fast so viel, wie meine großzügige Reithalle, doch es war schon lange mein Traum gewesen, eine solche Anlage mein Eigen nennen zu dürfen. Die vorerst letzte Neuerung war mein ganzer Stolz, da mir nicht bekannt war, dass es in der näheren und ferneren Umgebung eine solche Anlage gab. Das Training meiner Rennpferde hatte mich in diesem Winter vor größte Herausforderungen gestellt, da die Bahn zur Zeit unmöglich zu benutzen war - trotz dem Spezialboden auf meiner Sandbahn. Deshalb hatte ich beschlossen, eine Indoor-Rennbahn zu errichten. Sie würde die Sandbahn ersetzen. Damit war sie zwar ein wenig kleiner, als meine normale Grasrennbahn, doch ich konnte meine Vollbüter im Winter genauso trainieren, wie im Sommer. Früher hatte ich mit den Vollblütern im Winter einfach andere Trainingsschwerpunkte bearbeitet, zum Beispiel hatten vermehrt Bodenarbeit, Spaziergänge und Dressur auf dem Plan gestanden. Doch seit Successful Dream im Training war, klappte das nicht mehr so wirklich. Die junge Stute wurde fürchterlich unleidig, wenn sie nicht richtig rennen durfte. Und das war bei dieser Witterung nunmal weder im Gelände noch auf der Bahn möglich. Daher hatte das junge Vollblut des Öfteren versucht, in der Halle durchzustarten, was beinahe damit geendet hätte, dass wir beide in der Bande hingen. Seit letztem Jahr hatte ich nun ein weiteres Pferd, das so tickte - Little Miss Backyard. Die wunderschöne Scheckstute war beinahe noch eigensinniger als Dreamy und machte das Training zwar interessant, aber auch ein wenig anstrengend. Die beiden Stuten waren im Moment reine Pulverfässer und das wollte ich im nächsten Winter unbedingt vermeiden. Die Investition, die ich für diese Rennbahn war enorm, doch ich hoffte, damit auch ein wenig Geld reinholen zu können. In den USA flog man seine Rennpferde oft in wärmere Staaten, um sie auch im Winter starten zu lassen. Ich bot nun mit meiner Rennbahn englischen Trainern die Möglichkeit, dasselbe hier zu tun. Außerdem würde ich benachbarten Höfen anbieten, ihre Pferde im Winter entweder bei mir einzustellen oder zum Training herzufahren. Das würde natürlich auch wieder Einnahmen bringen. Die Indoor-Rennbahn würde eine bewegliche Startbox und diverse Tribünen besitzen. Außerdem sollte es Kameras geben, um das Training seines Tieres aufzuzeichnen und zu analysieren. Wenn all diese Vorhaben erst einmal in die Tat umgesetzt waren, würde mein Gestüt definitiv eines der bestausgestattetsten in ganz England sein.
      Ich lächelte bei dem Gedanken daran und klappte dann meinen Laptop auf, um den Fohlenkalender zu öffnen. Im letzten Jahr hatte ich mir endlich meinen Traum erfüllt und zwei Stuten von meinem Spitzenhengst Levistino decken lassen. Der Trakehner war der erste und noch immer einzige Gewinner von Jolympia und darauf war ich mächtig stolz. Die Entscheidung darüber, welche meiner Stuten ich von Levistino decken lassen sollte, war mir absolut nicht leicht gefallen. Die beiden Stuten, auf die meine Wahl gefallen war, waren meine Cremellostute Samiyah und meine Chestnut-Frame-Overo Stute Mahira. Beide hatten eine sehr gute Abstammung und bereits einige Schleifen eingeheimst. Außerdem erhoffte ich mir durch ihre Fellfärbung interessante Farben für die beiden Fohlen. Weiterhin war mein absoluter Liebling - Levistino's Enkelin Leveneza trächtig von meinem Trakehnerhengst Cadeau. Ihr Fohlen würde als deutsches Sportpferd eingetragen werden und hoffentlich die Talente seiner Eltern erben. Und dann war da natürlich noch Corde de la Cerise. Occulta hatte die schöne Stute im letzten Jahr von Levistino decken lassen, was bedeutete, dass ich noch ein reinrassiges Trakehnerbaby erwartete. Auch meine beiden Hannoveranerstuten Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration waren hochträchtig. Während Reminiscent Inspiration von meinem Hannoveranerhengst Incendio gedeckt worden war, hatte ich bei Pleasure meine erste Vollblut-Warmblut-Paarung vorgenommen. Die wunderschöne Buckskin-Tobiano Stute war trächtig von meinem erfolgreichen Vollbluthengst Pawaneeh, der durch seine hervorragende Abstammung glänzte. Auf dieses Fohlen war ich besonders gespannt.
      Aber natürlich würde ich auch einige reinrassige Englische Vollblutfohlen bekommen. Meine Stute Backup war ebenfalls trächtig von Pawaneeh und meine geliebte Kazumi Princess El Assuad, der Nachkomme der berühmten Khiara El Assuad, war trächtig von meinem Rapphengst El Racino. Dies bedeutete, dass hoffentlich bald acht niedliche Pferdebabys meinen Hof bevölkern würden. Die Termine waren von Ende Januar bis Mitte März angesetzt und ich war sehr gespannt, ob meine Stuten sich daran halten würden. Ich checkte die Termine für die Kontrolluntersuchungen der Stuten und nahm mir vor, gleich heute nach den Abfohlboxen zu sehen. Man konnte ja nie wissen, ob eine der Stuten auf die Idee kam, ihr Baby früher auf die Welt zu bringen. Eigentlich hätte ich auch Successful Dream gerne decken lassen, doch die Stute war mir noch zu unausgelastet, um Mama zu werden. Vielleicht würde sie im nächsten Jahr ihr erstes Fohlen bekommen. Ich träumte noch eine Weile vor mich hin und stellte mir die acht niedlichsten Pferdebabys vor, die meine Fantasie hervorbringen konnte. Insgeheim träumte ich ja von einem Silver Buckskin aus der Anpaarung von Levistino mit Samiyah, doch diese Chance war extrem gering. Außerdem wollte ich mit den Fohlen Geld verdienen, was bedeutete, dass ich sie verkaufen musste. Und das würde mir auch schon ohne außergewöhnliche Fellfarben schwer genug fallen...

      ~*~

      "Sammy?! Sagmal, kommst du heute auch mal noch nach draußen? Ich hab Holly und Elfentanz gesattelt. Komm schon, wir wollten doch ins Gelände!", weckte mich Edward, indem er an meine Haustür hämmerte. Ich schreckte von der Couch hoch und wankte zur Tür. Mist, da war ich doch einfach wieder eingeschlafen. Ich rieb mir die Augen und öffnete die Tür. Edward strahlte mich an und zog dann die Augenbrauen hoch. "Ähm Sammy, du hast da Tinte im Gesicht, weißt du?", grinste er. Ich wurde rot. "Ich hab über Fohlennamen nachgedacht und muss dabei eingeschlafen sein.", gab ich zu. Edward rollte nur die Augen. "Reitest du so aus? Ich meine, Elfentanz lässt dich sicherlich auch in dem Aufzug auf ihren Rücken, aber ich stelle mir das doch ein bisschen kalt vor.", zog er mich auf. Nun war es an mir, die Augen zu verdrehen. "Gib mir zwei Minuten, ich komme gleich.", rief ich, während ich schon auf dem Weg nach oben war.
      Kurz darauf stand ich dick eingepackt neben meinem Elfenpferd. Die junge braune Stute schnoberte mich liebevoll ab, als ich behutsam nachgurtete und ihr über den inzwischen recht muskulösen Hals strich. Edward saß bereits auf meiner Trakehnerstute Hollywood Undead II, die zu Elfentanz bester Freundin geworden war. "Wenn du dann mit deinem Liebesgeflüster fertig bist, könnten wir vielleicht los? Ich friere ja schon auf Holly fest.", maulte Edward gespielt genervt. Ich rollte nur mit den Augen, schwang mich auf Elfentanz' Rücken und ließ die Stute sofort antreten. Holly trabte ruckartig an, um zu uns aufzuschließen, was Edward unsanft durchrüttelte. "Blöde Kuh!", schmollte der, aber ich lachte nur. Edward's Eltern hatten Geld wie Heu, hatten ihn aber rausgeschmissen, weil er seinen Job in einem renommierten Stall hingeworfen hatte. Ich hatte den jungen Mann kennengelernt, als ich Elfentanz nach Hause gebracht hatte und ihm angeboten, auf meinem Gestüt mitzuarbeiten und dafür kostenlos hier zu wohnen. Mittlerweile war Edward mein bester Freund. Dass er schwul war erleichterte die ganze Sache, denn alle Mädchen, die ich kannte, verknallten sich sofort in den gut aussehenden Mann. Wir ritten vom Hof in Richtung Heide. Dort war ich im Winter nicht allzu oft, da man aufgrund der Witterung meist nur im Schritt reiten konnte, doch heute stand sowieso nur ein gemütlicher Spazierritt auf dem Plan. Elfentanz schritt ruhig vorneweg und ich konnte kaum glauben, welch große Fortschritte die Stute in den letzten drei Monaten gemacht hatte. Sie war so sehr über sich hinausgewachsen, wie es ich niemals erwartet hätte. Als ein Vögelchen aus einem Gebüsch flog, zuckte Elfentanz kurz zusammen und richtete beide Öhrchen nach hinten, um auf mich zu lauschen. Ich klopfte ihr beruhigend den Hals und es ging weiter. Früher wäre die sensible Stute in solchen Momenten völlig ausgeflippt. Wenn sie so weitermachte, wurde sie noch zum echten Verlasspferd. Das wäre bei ihrer Vergangenheit ein richtiges Wunder.
      Nach fast zwei Stunden kehrten wir auf das Gestüt zurück und versorgten Holly und Elfentanz umsichtig. Die zwei durften gemeinsam auf einen der größeren Paddocks, während ich mal einen Rundgang durch meine Stallungen machte. Heute begann ich im Hengsttrakt. Levistino und Cadeau waren gerade mit Samuel und Donald draußen im Gelände. Brian arbeitete mit seinem Liebling Amayyas in der Halle an ein wenig Bodenarbeit und Patrick ging mit Incendio spazieren. Somit waren die ersten beiden Hengste, die ich begrüßte, der Holsteiner Fantastic Fly und das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice. Ich strich beiden über die samtenen Mäuler und ging dann weiter. Pawaneeh und El Racino standen gemeinsam mit Ojos Azules und Negresco auf der Koppel. Die vier Hengste verstanden sich recht gut und ich war sehr froh, dass Racino endlich Artgenossen gefunden hatte, mit denen er auskam. Weiter ging es zu Damon's Dynamo, Khamar al Sanaa und Shamal. Letzterer war heute so liebesbedürftig, dass er mich am liebsten gar nicht mehr gehen lassen wollte. "Heute Nachmittag mache ich auch mit dir einen schönen langen Ausritt, versprochen, mein Hübscher!", tröstete ich ihn, als ich meinen Rundgang fortsetzte. Die Ponyhengste Roi du Soleil, Hollybrook's Cheeky Jot, Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather und GE's Ljósfari begrüßten mich ausgelassen. Auch bei PFS' Artic Alinghi verbrachte ich ein wenig Zeit. Das süße Miniature Horse war mittlerweile fast ausgewachsen und versprach ein wunderschöner Hengst zu werden. In diesem Frühjahr würde ich bei ihm mit dem Dressurtraining beginnen und ihn dann langsam auf eine passende Hengstkörung vorbereiten. Die beiden Westernhengste Dissident Hawk und Golden Indian Summer standen ruhig gemeinsam auf ihrem Paddock und beobachteten das Treiben um sich herum. Im Frühjahr würden sie alle in provisorische Stallungen umziehen, damit der Stall umgebaut werden konnte. Doch noch hatten sie ihre wunderschönen Boxen mit den dazugehörigen Paddocks. Ich blickte mich ein letztes Mal im Hengststall um und ging dann weiter zu den Stuten. Dort begann ich bei den Westernpferden. Meine Criollo's PFS' Devil in Prada und Arriba schmusten ein wenig mit mir, während meine Paint Horse Stute My Golden Heart mich völlig ignorierte. Die schöne Stute war sehr aufmerksamkeitsbedürftig und scheinbar hatte ich ihr in letzter Zeit zu wenig davon gewidmet. The Morticains Daughter und Your possible Pasts standen zur Zeit sehr gut im Training und auch mein Nachwuchspferdchen Grace's Cookie 'n Cream machte sich gut. Die Welsh D Stute PFS' Daydream of Money war nun auch allmählich so weit, angeritten zu werden und ich war sehr gespannt darauf, ob sie so gut zu Roi du Soleil passen würde, wie ich mir das vorstellte. Meine beiden absoluten Lieblinge bei den Stuten waren aber das Trakehnerfohlen Jeune Mariée, die zu einer wunderschönen, eleganten Stute heranwuchs und mein Araberfohlen PFS' Isis. Im Grunde liebte ich sie jedoch alle. Picturesque Diova war wunderschön geworden und auch PFS' Beck's Little Diva und PFS' Glenn's Cookie brachten meine Augen zum leuchten. Beide hatten sich zu einmalig schönen Ponys entwickelt und würden meine kleine Nebenzucht um ein Vielfaches bereichern. Ich ging weiter und erreichte mein neuestes Pferd - Pashmina. Sie sollte die Partnerin für meinen Berber Amayyas sein und ich konnte noch immer kaum glauben, dass die edle Stute endlich mir gehörte. Als ich die Box von Where's Sleep erreichte, war ich nicht überrascht, die schöne Stute mit dem traumhaften Langhaar drinnen vorzufinden, während die meisten anderen Pferde den Nachmittag auf ihren Paddocks verbrachten. Sleepy wurde nicht gerne nass oder dreckig und hielt sich im Winter daher lieber drinnen auf, als draußen herumzutollen. Das war für mich völlig in Ordnung, Hauptsache war, dass die Stute die Möglichkeit bekam, nach draußen zu gehen. Meine Traberstuten Rainbow und Ehawee standen gemeinsam auf einem Paddock, da sie ziemlich unzertrennlich waren. Erst vor kurzem hatte ich entschieden, die beiden doch erst einmal zu behalten. Irgendwie träumte ich eben doch von zwei reinrassigen Dynamo-Fohlen. Cuchara tollte draußen herum und schenkte mir daher weniger Beachtung, aber dafür kamen meine beiden Araberstuten Saddy und My lovely Horror Kid sofort herein, als sie mich kommen hörten. Auch meine Ponys freuten mich, dass ich sie besuchte - obwohl ich das ja jeden Tag tat. Rosewell legte mir den Kopf auf die Schulter und Magical Moment drückte mir ihren Kopf gegen die Brust. Das hatte das wunderschöne Tier schon getan, als sie zu mir auf den Hof gezogen war und seitdem war es ihr Markenzeichen. Allerdings hatte sich mein Goldpferdchen vor zwei Wochen verletzt, weshalb sie nicht mit den anderen Ponies hinaus auf die kleine Koppel durfte. Dort standen also im Moment nur Naboo, Fairylike Facility, Aimiliani, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Porcelain Doll und Miniature America's Narnia. Meine englischen Vollblutstuten standen dafür alle in ihren Boxen, beziehungsweise auf den Paddocks. Princess und Backup würden demnächst in den Abfohltrakt umziehen, damit sie mehr Ruhe hatten. Für Dreamy, Kagami El Assuad, Ace of Spades, Success Story xx, Pirate's Pride, Bearing Spots, PFS' Storm Cat und Little Miss Backyard ging es dagegen mit dem gewohnten Training weiter. Die letzten drei sollten auch gleich Anfang des Jahres bei einem Suttbuchwettbewerb mitmischen, den sie sicherlich erfolgreich absolvieren würden. Nun fehlten nur noch meine heißgeliebten Warmblüter. Natürlich machte ich erst Halt bei meinen hochträchtigen Stuten Corde de la Cerise, Unannounced Pleasure, Samiyah, Mahira, Reminiscent Inspiration und Leveneza. Auch diese sechs Stuten würden demnächst umziehen, damit sie ihre Ruhe hatten. Lamira, Cassidy, Wild Lady Roxanne, Coeur de Lilith und Hollywood Undead II sollten dagegen weiterhin bei den Winterturnieren um den Sieg kämpfen. Vor allem auf Lilith war ich unsagbar stolz. Ihr erstes Fohlen konnte ich kaum erwarten, doch das war frühstens nächstes Jahr soweit, da die junge Stute erst vor kurzem gekrönt worden war. Ich ging weiter und öffnete die Tür zum Abfohltrakt. Alle acht Boxen waren bereits vorbereitet und dick eingestreut. Außerdem war die Wächter-Kammer geputzt und aufgeräumt. So nannten wir das kleine Zimmer, in dem in der heißen Phase immer einer von uns schlafen würde, um die Stuten zu beobachten, ohne sie zu stören. Ich lächelte. Meine Mitarbeiter hatten an alles gedacht und alles vorbereitet, bevor ich auch nur ein Wort sagen musste. Was konnte man sich als Arbeitgeber schon mehr wünschen?
      Als letztes machte ich einen Abstecher zu meinen Verkaufspferden. Auch wenn ich sie verkaufte, bedeuteten sie mir unglaublich viel. Daher tat ich mich bei manchen auch recht schwer, einen Besitzer auszuwählen. Dennoch hatten mich im letzten Jahr einige Pferde verlassen. Noch hier waren aber Hollybrook's Barakah al Sanaa, Candle in the Wind, Girlie, Apaches Tomahawk, Hollybrook's Tiny Girl, Hollybrook's Fairy Bluebird, Hollybrook's Zarin, Cirilla, Middle Ages, Ivory, Wannabe, Pangäa, Chaira, Napayné, Glammy, Eddi's Dead Pop Romance, Dream of Wyoming, BB's Harmony, Wüstentänzer, Juego, Pirate Island, American Baby, Hollywood Undead, Kolibri, Dorina, Branagorn, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Bloody Valentine, BMs Caradoc, Black Soul, Angels Fall First, Someone, Mizzi, Pierre, Salwa, Sharley, Little Miss Sunshine, Golden Flair, Precious Scream und Adina De Ra'idah. Dieses Jahr mussten sie unbedingt einen geeigneten Platz finden, denn ich brauchte den Platz für meine Zucht und die neuen Fohlen...
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  • Album:
    Trainingsstall
    Hochgeladen von:
    Sammy
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    21 Okt. 2019
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    400px
     

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  • Pashmina
    --------------------------------------------------

    Spitzname: ?

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Gwynbleidd
    V: Zarin
    M: Sheza
    Aus der: Pangäa
    V: ?
    M: ?

    --------------------------------------------------

    Rasse: Berber
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 01. November 2014
    Stockmaß/Endmaß: 1,60 m
    Fellfarbe: Schimmel
    Kopfabzeichen: Blesse
    Beinabzeichen: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Wenn Pashmina beim Rufen auf der Weide nicht sofort angetrabt kommt, heißt das nicht, dass sie nicht hören will oder einfach nur kein Interesse hat. Pashmina scheint auch sonst wie in ihrer eigenen Welt versunken, sei es beim Putzen, Füttern oder beim täglichen Spaziergang. Pashmina ist, wie manche sagen würden, einem schlafenden Drachen (in guter Form) gleich, der erst dann erwacht, wenn die Person mit ihr arbeitet, die für sie 'geschaffen' ist. In ihrem Ruhemodus tut sie aber nicht dumm oder ignorant; sie zeigt ihr komplettes Potenzial nur mit ihrem Gefährten oder auf der Weide, auf der sie am liebsten herum tobt.
    Pashmina wird nun schonend eingeritten und danach auf den ersten Turnieren vorgestellt. Später soll sie die Showpferde Hollybrook's ergänzen.

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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Eddi
    Ersteller: kira
    Vkr: Arktiswolf

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    E
    Springen: A
    Distanz: E

    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~
    571. SPR
    [​IMG]
    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Punkte: 5
    (2 Eltern, 2 Großeltern, 1 Schleife)
    --------------------------------------------------
    Hintergrund by Samarti! ♥
    Offizieller HG