1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Raven

Partytime-Criollo

[center][img]%20http://www.abload.de/img/lonewolfranchl5zo.png[/img] [url="http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=98897"][img]http://www.joelle.de/uploads/1293311596/gallery_10915_6570_1014.jpg[/img][/url] Partytime [img]http://www.abload.de/img/abstammung32or.png[/img] Von: Sugar Prince V:- M:- Aus: Palima V:- M:- Geb: 2005 Geschlecht: Stute Rasse: Criollo Größe: 1,39m Farbe: bay Abzeichen Kopf: breite durchgehende Blesse Abzeichen Beine: hinten rechts Stiefel, sonst überall halbweißer Fuß [img]%20http://www.abload.de/img/charakterl3ky.png[/img] Partytime ist einfach eine Könnerin. Immer eifrig bei der Sache und fordernd gegenüber ihrem Reiter. Die Stute kann viel und stellt so hohe Erwartungen an ihren Reiter. Nur wenn dieser ebenso gut ist wie sie, läuft Partytime zu Höchstformen auf und übertrifft nicht selten das was von ihr erwartet wird. Die Stute ist ein Pferd, das gefordert werden will und muss. Beschreibung:Partytime zeigt ausgesprochen viel Talent in allen Disziplinen, und ist ein perfektes Rundumpferd. Trotz den jungen Jahren ist sie schon gekrönt, und lernt sehr schnell in allen Disziplinen. Sie ist sehr talentiert. Ausserdem ist die Criollodame sehr aufgeweckt und lernwillig. Die Stute baut eine enge Bindung zu ihrem Besitzer auf. Partytime stammt aus einem erfolgreichen und gute Criollozuchtgestüt, daher hat sie gute Eltern. Von ihnen hat sie auch den Spaß am Rennen, was man im Military und im Galopprennen deutlich sieht. Außerdem liebt sie die Dressur, was sie von ihrer Mutter hat. [img]%20http://www.abload.de/img/qualifikationen85qo.png[/img] Gewinnerin des 118. Schönheitswettbewerbs Gewinnerin der 226. Stutenkrönung für Criollos 2. Gewinnerin der 20. Stute des Monats Wahl [Juni 2010] 5. Gewinnerin der 25. Stute des Moants Wahl [Novemeber 2010] [url="http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=98912"][img]http://www.joelle.de/uploads/1293311596/gallery_10915_6570_5338.jpg[/img][/url] Tuniersiege 23 Erfolg/e [url="http://www.joelle.de/index.php?app=gallery&module=images&img=98913"][img]http://www.joelle.de/uploads/1293311596/gallery_10915_6570_14683.jpg[/img][/url] 3. Platz 42. Galopprennen 2. Platz 41. Militarytunier 2. Platz 44. Militarytunier 3. Platz 60. Militarytunier 1. Platz 192.Dressurtunier 2. Platz 96. Distanzturnier 3. Platz 194.Galopprennen 2. Platz 196.Galopprennen 3. Platz E-Springen beim Vielseitigkeitstunier vom Gestüt Federsee 1. Platz 197.Galopprennen 1. Platz 99.Distanzturnier 2. Platz Eröffnungstunier Dressur der Zucht "The Single Malt's" Teilnahme Eröffnunsgtunier Springen der Zucht "The Single Malt's" 3. Platz 199. Dressurtunier 1. Platz 201. Westernturnier 3. Platz 200. Dressurturnier 3. Platz 17. Synchronspringen 1. Platz 119. Fahrturnier, 2. Auslosung 1. Platz 201. Westerntunier 2. Platz 120. Fahrtunier 1. Platz 123. Fahrturnier 2. Platz 118. Militaryturnier 2. Platz 207. Galopprennen Galopprennen Klasse: S* Western Klasse: L Spring Klasse: A Militairy Klasse: S Dressur Klasse: L Distanz Klasse: L Fahr Klasse: M [img]%20http://www.abload.de/img/nachkommenf2ch.png[/img] *keine Nachkommen* Besitzer: Raven Vorbesitzer: Faeis Vorvorbesitzer: Magic Vorvorvorbesitzer: Stelli Pferd erstellt von: Snoopy, umgemalt by Huhn Gesundheit: sehr gut Zubehör [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98899-showhalfter/"]Partytime mit Showhalfter![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98898-partytime-steigend/"]Partytime steigt![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98901-westernset/"]Partytime mit Westernset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98904-dressurset/"]Partytime mit Dressurset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98903-tunierset/"]Partytime mit Tunierset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98905-springset/"]Partytime mit Springset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98906-partytime-galoppiert/"]Partytime galoppiert![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98907-starker-trab/"]Partytime trabt stark![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98908-partytime-springt/"]Partytime beim Freispringen![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98909-transportset/"]Partytime mit Transportset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98910-vielseitigkeitsset/"]Partytime mit Vielseitigkeitsset![/url] [url="http://www.joelle.de/gallery/image/98911-weidedecke/"]Partytime mit Weidedecke![/url][/center] [center][URL=http://www.joelle.de/gallery/image/126391-partytime-auf-originalhintergrund/][IMG]http://www.joelle.de/uploads/gallery/album_6570/gallery_10915_6570_47306.jpg[/IMG][/URL][/center]

Partytime-Criollo
Raven, 25 Dez. 2010
    • Raven
      Schnell fuhr ich zum Hof. Eine ganze Woche war ich nicht dort gewesen und hatte mich während des Urlaubs von einer Freundlin vertreten lassen. Aber jetzt war ich endlich wieder hier. Mit einem Eimervoller Leckereien spurtete ich also zu den Boxen. Kleine und große Köpfe lugten mir entgegen und ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen. "Habt ihr mich ein wenig vermisst?" An der ersten Box machte ich Halt. Partytime. Die braune Stute war angekommen, als ich nicht da war. Soetwas mochte ich nicht unbedingt, doch in ihrem Fall war es unvermeidbar gewesen. Zielsicher schnappte ich mir ihr Halfter und eine Banane, dann önnfete ich die Boxentür. Die Stute sah mich neugierig an. Es war für mich immer wieder spannend, neue Pferde hier auf dem Hof zu haben. Ein neuer Charakter, sie waren alle so unterschiedlich.
      Mit flacher Hand bot ich Partytime die Banane an. Sie nahm sie gerne. Dann halfterte ich die Criollodame und es ging auf die Koppel mit uns. Der erste Eindruck war damit vorüber. Ich hoffte, dass die Stute mich mögen würde. Die anderen Pferde hatte sie in meiner Abwesenheit ja schon kennen gelernt. Mit Partytime würde ich heute noch nicht so viel Machen, desshalb ging ich nun nach einem Weidekameraden für sie Ausschau halten, während ich die Pferde bewegte. Malwieder verließ ich mich auf Caresse. Die erfahrene Zuchstute würde bei Partytime bleiben und ihr Gesellschaft leisten. Mit ihr war immerhin gewährleistet, dass die Pferde sich nicht ignorierten, sie aber auch keinen Streit begonnen.
      Royal Fairy würde ich heute longieren. Sie hatte sich im letzen Monat an die anderen Pferde gewöhnt und nun würde ich ihr die Halle zeigen. Wir mussten ja nichts überstürzen, desshalb legte ich ihr nach dem Putzen auch nur einen Longiergurt an Stelle eines Sattels auf. Während ich mit der Stute in die Halle ging, dachte ich darüber nach, wie viele Pferde ich heute noch bewegen musste. So kurz nach den Feiertagen hatte niemand helfen wollen. Sie genossen wohl die letzen freien Tage. Also longierte ich Royal Fairy und putzte Faith später ausgiebig. Die stille und verschmuste Stute genoss das am Meisten, desshalb entschied ich mich so.
      Die Aufgedrehteren würde ich in der Halle ein Wenig laufen lassen. Ich entschied mich hierbei für Flying Rock, meine Tänzerin, für Roanoke, die bei so einer Aktion nicht fehlen durfte, für Rose und auch für Jade. Sie war noch nicht oft mit den anderen in der Halle gelaufen und würde es genießen.
      Nachdem wir fals zwei Studen in der Halle verbracht hatten, lies ich die Stuten wiede auf die Koppel und ging zu Gemmycon. Er würde heute in der Führanlage etwas seine überschüssige Energie loswerden. Gemmy hatte den Tatendrang als Mustang einfach in den Genen. Fehlten nur noch Tahoma, Inocence und Girlie. Gerne wäre ich mit Girlie und Tahoma ins Gelände gegangen, doch Tahoma war nicht die Geselligste. Sie blieb lieber für sich, als würde ich sie nicht zwingen den ganzen Weg dicht an dicht mit der hibbeligen Girlie zu gehen. Tahoma bekam einen freien Tag und dafür nen Extraapfel.
      Mit Ino und Gierlie hatte ich ein Experiment vor. Ich hoffte von ganzen Herzen, dass es nichtin Chaos endete. Ich würde versuchen auf Girlie mit Ino als Handpferd ins Gelände zu gehen. Der Hengst kam mir immer so vor, als wolle er seine Kontrolle und Überlegtheit unter Beweis stellen. Jetzt sollte er seine Chance haben. und Girlie musste das mit dem Handpferd lernen. Sie sollte sich konzentrieren und ruhig gehorchen.
      Es klappte besser als erwartet. Derweiße Hengst stellte all sein Können unter Beweiß, indem er die quirlige Criollostute ignorierte und Girlie war so auf den Hengst an ihrer Seite fixiert, dass sie sich alles gefallen ließ.
      Am Ende des Tages waren also alle bewegt und zufrieden. Ich mistete noch einmal die Boxen und holte die Pferde dann rein. Anschließend gab es Futter und ich verabschiedete mich.
    • Raven
      Ein durchstrukturierter Tag

      Eilig lief ich zum Stall. Die letzen Wochen waren eine Tortur gewesen, jetzt war ich froh, endlich wieder für meine Pferde da sein zu können. Ich hatte viel arbeiten müssen und nebenbei noch mit der Schule zu tun, aber jetzt konnte ich all das hinter mir lassen, denn es hatte sich gelohnt. Wir würden erneut Zuwachs bekommen. Obwohl ich im Moment oft neue Pferde kaufte, hielt ich das nicht für grundsätzlich schlecht. Schließlich verbrachte ich im Vergleich zu anderen oft sogar mehr Zeit mit ihnen, als Menschen mit nur einem Pferd. Man musste das nur alles irgendwie menagen. Dank der neuen Führanlage und den großen Koppel, auf die ich so viel Wert gelegt hatte, stand meinem Glück nichts mehr im Wege. Also ging ich zu den Ställen wo schon die Köpfe meiner Lieben mit entgegenblickten. Das all morgendliche Programm nahm endlich wieder seinen Lauf.
      Zuerst würden alle auf die Koppel kommen. Anfangen tun wir mit Jade, ging ich im Kopf die Liste durch. Für sie hatte ich unter anderem den neuen Paint Horse Hengst Smooth'n Hill gekauft. Aber zu dem kam ich ja später noch. Ich begrüßte Jade und gab ihr eine Leckerei. Dann halfterte ich sie und holte sie aus der Box. Vor Caresses Box musste sie dann kurz angebunden warten, weil ich die mit Jade zusammen hochführen würde. Caresse merkte man fast garnicht, so ruhig und lieb war sie. Wie froh ich war, sie gekauft zu haben, dachte ich, während ich mit Jade und Caresse auch schon auf dem Weg zur Koppel war. Jetzt waren die nächsten an der Reihe. Tender Rose mein quirliges Mädchen würde ich nicht mit Girlie führen können. So wählte ich für sie Faith. Das zweite ruhige Glied in meiner Stutenherde. Damit die kleineren Koppeln sich erholen konnten, würde ich diesmal alle Stuten auf eine große Koppel bringen. Ich war mir sicher, dass das schon klappen würde. Nachdem Faith und Rose ebenfalls oben waren, holte ich Inocence alleine auf die Koppel etwas abseits und bedeutete ihm zu warten. Ich war nicht der Mensch, der Hengste akribisch von einander trennte. Gemmy und Inno waren zwar nicht die besten Freunde, aber ohne Stuten in der Nähe ging das mit den zwei besser, als alleine. Desshalb holte ich im Anschluss auch erstmal Gemmy auf die Weide zu Innocence. Hoffentlich würde Hill sich mit den beiden vertragen. Drei war ja bekanntlich einer zu viel. Oder ich musste noch einen Hengst dazukaufen. Schmunzelnd ging ich erneut zu den Boxen und halfterte Roanoke meine Diva und nach zögern auch Girlie. Die Stute benahm sich oft wie ein Fohlen und nervte Roanoke ab und zu, aber die musste das später bei eigenen Fohlen schließlich auch ertragen. Es klappte ganz gut, so konnte ich auch noch Rock die mürrische Einzelgängerin und Fairy, die um einiges größer war als die Criollostute zur großen Stutenkoppel bringen. Dann noch schnell Partytime begrüßen und zur Koppel bringen, und schon waren die Pferde vorerst zufrieden, sodass ich die Boxen misten konnte.
      Eine Box nach der anderen forderte immer und immer wieder die selben Abläufe. Zuerst mit Mistgabel alles dunkle und Pferdeäpfelähnliche in die Schubkarre verfrachten. Die dann an und zu ausleeren. Der Weg zum Misthaufen und zurück war noch das Lästigste. Dann mit frischer Einstreu zurück zu den Boxen und eine nach der anderen füllen. Schubkarre weg und verteilen. Dann noch Futter verteilen und fertig. Währendessen war meine Freundin auch angekommen. Sie half mir frendlicherweise. Ich gab ihr also zuerst Inocence mit ins Gelände. Gemmycon stellte ich in die Führanlage. So waren die beiden Hengste schonmal bewegt. Die Fohlen Ciara, Angel, Para und Haji durften dann auf ihre eigene keine Weide, die ich abgesteckt hatte. Während dem Misten hatte ich die vier jungen Stuten drin behalten, um sie an das Misten zu gewöhnen. Dann ging ich selbst hoch in die Halle und ritt Partytime. Die Stute war gut unter dem Sattel und wir waren recht lange in der Halle. Zwischendurch kam meine Freundin kurz vorbei. Sie war mit meinem Hengst zurück und hatte ihn nochmal auf die Koppel gestellt. Sie würde jetzt auch Gemmy zu ihm bringen und dann mir Rose in die Halle kommen. Gerade als sie das tat, ging ich um Partytime wegzubringen und Girlie und Caresse zu holen. Ich wollte die zwei an die Doppellonge gewöhnen, weil sie zusammen als Mutter und Tochter bestimmt ein herrliches Bild abgaben. Caresse würde schnell verstehen was ich von ihr wollte und es umsetzen. Der zweite Punkt würde bei der energiegeladenen Gierlie etwas dauern. Meine Freundin ging schließlich aus der Halle und stellte noch Rock und Tahoma in die Führanlage. Während ich an der Doppellonge mit Girlie und Caresse arbeitete, machte sie Fairy und Roanoke zum ausreiten fertig. Das würde unser Abschluss werden. Als ich also mit den zwei Tigern fertig war, durften auch sie nochmal auf die Koppel. Dann holte ich gerade Faith und Jade als Handpferd und es konnte losgehen. Im Gelände ritt ich Fairy, weil sie noch neuer war und nahm meine geliebte Jade an den Strick. Die Freundin begleitete mich auf Roanoke und mit Faith neben sich.
      Nach dem Ausritt lies ich meine Freundin noch Rock und Tahoma aus der Führanlage holen, dann dankte ich ihr tausendmal und verabschiedete mich. Jetzt nahm ich Roanoke und Fairy Sattel und Trense ab und brachte auch sie raus. Jade und Faith waren schneller fertig gewesen und desshald bereits auf der Weide. Während ich dann mit jedem meiner Fohlen einzeln in der Halle arbeitete, meist Longiertraining, hatten die erwachsenen Pferdis freie Zeit. Nach nochmal fast zwei Stunden war es Abend geworden und die Dämmerung brach herein. Ich würde eine Reitlehrerin engagieren müssen, damit durch die Reistunden die Pferde bewegt würden, schoss es mir durch den Kopf. Alle kamen in ihre gemisteten Boxen und hatten ihr Fressen vor sich. So konnte ich losfahren, um Smoothn abzuholen.
    • Raven
      Während ich so über die Zukunft meines Hofes nachdachte, trödelte ich über den Hof. Die Pferdchen hatte ich bereits gefüttert, wesshalb im Moment nichts zu tun war. Ich würde mich schließlich auch nicht freuen, wenn jemand mein Bett machen würde, während ich in ihm frühstücken wollte. Also erst warten, bevor ich mit dem Misten begann. Die Homepage meiner werdenden Zucht beschäftigte mich besonders. Momentan war sie etwas ins Stocken geraten, aber das würde werden. Hoffentlich würde sie auch Anklang finden. Naja, Hauptsache war es ja, dass die Fohlen leistungsstark waren und nicht rein als optischen Gründen gezüchtet wurden, oder gar aus Versehen. Alles andere würde sich ergeben. Ich musste mir nur den Kopf soweit freihalten. Da meine Zuchtpartnerin sich genau so reinzuhängen schien, würde das sicher toll werden.
      Aber mitlerweile hatten alle ihre Mahlzeiten beendet, sodass ich mit dem Misten beginnen konnte. Heute war es seit langem mal wieder ein wärmerer Tag. Aber vielleicht täuschte mich das auch nur, weil ich krank war und so wie so immer fror. Desshalb würde ich heute auch nicht so viel machen. Irgendwer hatte mal gemeint, mit Erkältung Sport zu machen ginge direkt aufs Herz. Dummerweise konnte ich das nie vergessen. Und Vorsicht war besser wie Nachsicht. Desshalb hatte ich der Frau vom Nachbarhof erlaubt, dass sie für ihre Reitschulkinder auch einige meiner Pferde nutzen durfte. Die Hengste sollten besser nicht unter Kindern ins Gelände, desshalb stellte ich Gemmy, Smoothn und Ino in die Führanlage. Die Hengstis brauchten einfach ihre Bewegung. Die Stuten konnte ich ja einfach auf die Weide stellen, zumindest einige. Der Nachbarhöflerin konnte ich Caresse mitgeben, auf die war immer Verlass. Jade war noch zu jung. Die würde auf die Koppel kommen. Rose war mir zu quirlig, Roanoke konnte höchstens vorn gehen. Rock konnte sie noch mitnehmen. Und vielleicht Taho. Weil ich mich auf fünf beschränken musste brachte ich schließlich Caresse, Faith, Taho, Rock und Girlie zum Putzplatz. Die Criollodamen waren auch nicht so groß. Das schuf vertrauen bei den Kindern. Fairy, Party, Roanoke, Rose und Jade nahm ich dann auf die Weide.
      Nachdem ich noch zugesehen hatte, wie die Kinder die Criollostuten putzen und zum Ausritt fertig machten und hier und da geholfen hatte, ging ich dann zur Weide. Die restlichen Stuten grasten friedlich. So konnte ich nochmal nach den Hengsten in der Führanlage sehen. Denen ging es soweit gut. Jeder benahm sich und alle waren fit. Also hatte ich eigentlich garnicht mehr so viel zu tun. Das war wanz ungewohnt und ich ätte auch lieber mehr getan, aber die Erkältung lies mir keine Wahl. Und eigentlich litten die Pferde ja auch nicht darunter. Also mistete ich noch die letzen Boxen. Dann noch Heu für alle und den Putzplatz fegen. Irgendwie musste ich ja die Zeit totschlagen. Dann kamen passender Weise die Criollostuten vom Ausritt zurück und ich schickte die Kinderchen die etwas in Verzug mit ihrer Zeit waren zurück nach drüben, um meine Damen selbst eine nach der anderen zu putzen. Alle Schätze waren irgendwann sauber. Dann durften auch die fünf auf die Weide zu den anderen. DIe große Weide war vom Grad her noch völlig in Ordnung, also konnten sie alle zusammen. Die Hengste durften dann auch auf ihre Koppel. Zum Glück vertrugen sie sich, da die Stuten weit genug entfernt waren. Aus den Augen aus dem Sinn. Ich leibe meine Hengste.
      Jetzt da alle auf der Koppel waren udn auch so alles geregelt war wurder ich nervös. Was sollte ich die ganze Zeit machen? Sonst verbrachte ich immer viel mehr Zeit im Stall. Aber heute war es ja wirklich alles erledigt.
      Die Fohlen Angel, Para, Ciara, Haji und Summer hatten ihre Sohlenwiese und waren in der Halle gewesen. Und mit Miguel war ich gestern auf der Hengstschau gewesen, die er leider knapp verloren hatte. Ich erinnerte mich noch gut an den Tag: Misstrauisch sah San Miguel in die Reithalle. Ich hatte für seine erste Schau extra eine kleine Schau ausgewählt. Nachdem die Lautsprecher unsere Namen angesagt hatten, lief ich los. Diese Kür begann mit einer Runde auf dem Hufschlag der ganzen Bahn. So konnte ich meinem Hengst all die Leute zeigen, die ihm zusehen würden. Solange sie auf ihren Plätzen blieben, würde er sie tolerieren. Solange ich nicht auf die Zuschauer einging, würde er es auch nicht tun. Damit der Silver Dapple Hengst sich den RIchtern zeigte, musste ich nicht viel tun. Er hatte trotz seiner Abneigung gegen alles Fremde vertraute er mir bedingungslos und fühlte sich stark. Er war nicht schutzlos. Bei A wendete ich dann auf die Mittellinie ab. Bei X hielten wir an. Nun kamen die Richter in die Halle um San Miguel zu begutachten. Er spitzte die ohren und stand geschlossen und aufmerksam. Ich entlastete ein Bein um ihm zu zeigen, dass ich entspannt in der Gegenwart der Richter war. Der Hengst blieb ruhig, während ich betete, dass sie mein noch immer im Bezug auf Fremde traumatisiertes Pferd nicht zu lange berührten. Doch es verlief alles ohne Komplikationen und schließlich konnten wir antraben und auf dem Zirkel bleiben. Durch die Bewegung beschäftigt entspannte sich Miguel. Danach wechselten wir durch den Zirkel. Als ich mich dem anderen Zirkel zuwandte, folgte mir der Hengst an meiner Seite. Er hatte nie vergessen, wie er meinen Körper lesen konnte. Als ich schneller lief, galoppierte er an. Wir blieben drei Runden auf den Zirkel. So, dass es nicht langweilig wurde und ich immernoch atmen konnte. Dann durfte ich wieder etwas langsamer laufen und im Trab wechselten wir durch die Diagonale. San Miguel wurde lockerer. Er glaubte wohl sicher sein zu können, dass die fremden Menschen dort blieben wo sie waren, dass sie nur gekommen waren, um ihm zuzusehen. Er schnaubte sogar, was er in Gegenwart Fremder normalerweise nicht tat. Bei C angekommen hielten wir dann auf dem Trab an. Weil wir die Abläufe der Schau geübt hatten, war Miguel darauf vorbereitet gewesen und hatte auf mein Zeichen gewartet. Im Schritt ging es dann rückwärts. Ich berührte sanfst seine Brust und er trat zurück. Das hatte eine Weile gebraucht, denn seit ich ihn wiederbekommen hatte, hatte er es nicht gerne, am Strick zurück zu gehen. Doch wir schafften fünf Schritte. Dann durfte er wieder antraben. Seine Muskeln lockerten sich. Wir hielten uns auf dem Zirkel. Jetzt durfte er das letzte Mal für heute galoppieren, also lies ich ihn. Er durfte wieder drei Runden galoppiren, dann parierte ich den Hengst zum Trab durch. Die Schau war so gut wie zuende und mein Schatz hatte sich gut geschlagen. Den Rest würden die Richter entscheiden. Wir parierten noch zum Schritt durch und gingen nebeneinander auf der Mittellinie auf X zu. Dort hielten wir an. Nun lag Miguels ganze Aufmerksamkeit auf mir. Ich grüßte die Richter und ging mit ihm im Schritt aus der Halle. Den Strick lies ich lang, während ich leise lobend zu ihm sprach.
      Naja, sein Tag würde auch noch kommen. Und verkaufen würde ich ihn vorerst nicht mehr. Der Arme würde bei mir bleiben.
    • Raven
      Nach der Fohlenschau, auf der ich mit Ciara und Paradise gewesen war, ging ich nun zu den Zuchtställen. Sie waren von dem Stallburschen, den ich eingestellt hatte, gemistet worden. Aber ich wollte einfach ein Auge darauf haben. Außerdem gab es noch genug anderes zu tun. So ging ich zuerst zur ersten Box. Dort stand Smooth'n Hill. Er war aus einer tolle Zucht gekommen und ich war immer noch stolz, dass ich ihn hatte zu mir nehmen dürfen. Jetzt streichelte ich die sanfte Nase des Hengstes. Dann gab ich ihm eine der mitgebrachten Karotten. Gehalftert führte ich meinen Schecken zum Putzplatz, wo er wartete, während ich seine Box frisch machte. Nachdem dort alles sauber war, natürlich hatte der Stallbursche mir nicht wirklich Arbeit übrig gelassen, eilte ich zu meinem Hengst zurück. Weil heute jedes der Pferde geritten werden sollte, ging ich mit Smooth'n in die Halle. Er war einen Reiter gewohnt, das merkte man. So ging ich mit ihm alle Gänge und unzählige Bahnfiguren durch, um ihn zu testen. Er schien werder besonders auf Dressur, noch auf Wesern fixiert zu sein. Das war eine gute Voraussetzung für ein Allroundpferd. Nach der Arbeit durfte Hill auf die Hengstkoppel. Zu ihm stellte ich Inocence und Gemmycon. Die beiden würde ich noch später reiten. Nun kamen auch die Reitschüler. Unsere neu eingestellte Reitlehrerin teilte ihnen Pferde aus einer Auswahl zu, die ich ihr gestellt hatte. Weil eines der Kinder, man musste eher Jugendlichen sagen, schon wirlich gut ritt und viel Zeit mitbrachte, durfte sie Partytime reiten. Ich ging mit Royal Fairy in die Halle. Die bezaubernde Stute sollte mal wieder richtig arbeiten. Es gab auch einige nicht zu hohe Hindernissen, die ich nutzte. Natürlich hatte ich die Stute zuerst ausgiebig geputzt. Das war alles neben dem Mädchen bei Partytime und die zwei Geschwistern geschehen, die ebenfalls ihre Pferde pflegten. Sie hatten Girlie und Faith bei sich. Das war nicht sehr verwunderlich. Die Stuten standen nebeneinander in den Boxen und vertrugen sich gut. In der Halle gab es wie erwartet also keine Probleme. Im Anschluss an ihre Reitstunden brachten die Geschwister ihre Stuten auf die Koppel. Ich schlug der Reiterin von Partytime in Anschluss an ihre Reitstunde vor, noch eine kurze Runde ins Gelände gehen. Die Reitlehrerin, mit der ich mich gut verstand, begleitete uns auf Tahoma. Die einzelgängerische Scheckstute drängelte nicht, sonderte sich aber unter den Hilfen der professionellen Reiterin auch nicht von Partytime und mir auf Fairy ab.
      Nach dem Ausritt im Gelände verabschiedete ich das Mädchen, das Party noch auf die Koppel zu den anderen Stuten brachte. Katrin, die Reitlehrerin ging mit Tahoma noch auf den Außenplatz. Das Wetter war um die Mittagszeit richtig schön geworden. Nachdem ich Fairy auf die Koppel direkt neben den anderen Stuten gebracht hatte, die würde sonst später zu voll, ging ich Roanoke holen. Sie würde nach der Arbeit dann zu Fairy auf die Koppel kommen und ihr Gesellschaft leisten. Roanoke war seit dem Winter nicht mehr draußen gewesen und tänzelte jetzt etwas unruhig herum. Die Anwesenheit von Tahoma beruhigte sie allerdings. Roanoke war ich ja immer etwas divahaft gewöhnt. Wir gingen über Stangen, die am Boden lagen und ich trainierte sie etwas auf Ausdauer, doch die hatte sie ganz offensichtlich nicht verloren, denn sie war immernoch genauso energiegeladen, nachdem wir lange galoppiert waren. Dann bereitete ich die Stute noch auf Schauen vor und führte sie etwas. Katrin hatte Roanoke zu Faith, Party und Girlie gebracht und war mitlerweile gegangen. Als ich nun auch Roanoke zur Koppel brachte und zu Fairy stellte, sah ich den Stallburschen herumlungern. "Hi Tom.", grüßte ich ihn. Er sah auf und hob die Hand kurz. Weil er unglücklich aussah, hakte ich nach und stellte fest, dass auch er gerne reiten würde. Das passte für mich ganz gut. So sparte ich mir seine Bezahlung, die eh nicht so hoch gewesen war, und er durfte dafür reiten. Zumindest sah so vorerst der Plan aus. Wenn er sich nicht benahm, würde ich ihn wohl ganz feuern, als ihn weiter zu meinen Tieren zu lassen.
      Für seinen ersten Ritt holte ich Inocence. Während ich mich um Tom kümmerte, konnte ich sowieso kein zweites Pferd bewegen, da konnte er auch den Hengst reiten. Ino war ja braver als manch eine meiner Stuten. Wir putzten ihn gemeinsam und ich erklärte Tom alles. Dann sattelten wir und gingen raus zum Platz. Dort halft ich meinem Stallburschen beim aufsteigen. Er war noch recht unbeholfen und sagte kaum etwas. Ao führte ich ihn einfach einige Runden im Schritt, dann nahm ich ihn an die Longe und lies ihn Übungen mit den Armen machen, sodass er ein Gefühl fürs Pferd bekam. Für heute reichte das, denn ich war ab jetzt alleine und musste noch die anderen Pferde bewegen. Tom war so lieb mir schonmal Tender Rose zu putzen. So konnte ich mit Ino ein wenig Springen. Für seine Größe tat er das ganz gut. Ino war einfach ein Charmeur und Streber. Eigentlich wäre als nächstes Gemmycon an der Reihe gewesen, doch dann hätte Hill alleine draußen gestanden, was ich nicht für ihn wollte. Überhaupt war es überraschen, wie gut sich die drei Hengste vertrugen. Natürlich wurde mal gerauft, aber es floss nie Blut. Plötzlich riss Tom mich aus den Gedanken. Er musste los und informierte mich, dass Rose gestriegelt und gesattelt auf mich wartete. Also brachte ich Ino schnell zu den anderen Jungs raus und setzte mich dann in den Sattel der hübschen Fuchsstute. Wenn ich mit ihr fertig war, musste ich nur noch drei Pferde bewegen. Aber da ich mir vorgenommen hatte, dass heute alle geriten werden würden, hielt ich mich auch daran. Mit Rose ging ich einfach ins Gelänge. Wir galoppierten über Felder und sprangen über umgestürzte Baumstämme. Durch und durch ausgelassen kehrten wir dann zurück auf den Hof. Sie durfte zu Raonoke und Fairy, ich durfte zu Gemmycon. Den putzte ich nun selbst und ging dann in die Halle, weil draußen Wolken die Sonne verdeckten. Im Schatten wurde es dann zu kalt. Wir trainierten ein paar schwierigere Übungen und ich ließ ihn arbeiten. Gemmy musste mehr Muskeln aufbauen. Im Moment glich sein Körperbeu eher dem einer Stute.
      Nach Gemmy, der wieder bei den Hengsten auf der Koppel stand ritt ich auch noch Caresse. Die erfahrene Stute musste nicht mehr so viel arbeiten. Sie war einfach die gute Seele im Stall. So war ich dann auch recht schnell bei Jade und lies Caresse mir den anderen Criollodamen grasen. Jade hatte in letzter Zeit recht wenig hart gearbeitet. Nun bekam sie erstmal Ausbinder drauf. So konnte ich mich ohne Sporen darauf konzentrieren, dass sie trotzdem fleißig ging. Am Ende war sie richtig geschwitzt, sodass ich sie in der Sattellage und an den Beinen abspritzte. Nach dem Abziehen durfte dann auch sie auf die Koppel. Weil die Criollos schon so viele waren, stellte ich Jade zu den Saddlebred Stuten. Dort war sie gut aufgehoben.
      Erst am Abend holte ich die Pferde wieder rein und brachte noch jedem sein Abendfutter. Dann verabschiedete ich mich von ihnen und ging.
    • Raven
      Heute ging ich wieder meine Lieblinge besuchen. Ich war extra früh aufgestanden, um mehr Zeit für die Bande zu haben. Da ich einige Pferde verkauft hatte, um mehr Zeit und Platz zu haben, hatte ich mich unbewusst auf das nahmende Schicksal vorbereitet. Gerade war ich einmal eine Runde von Box zu Box gegangen, als mich ein Anruf erschreckte. Verzweifelt kramte ich in meiner Tasche und Girlie, vor deren Box ich Halt gemacht hatte, stupste mich umgeduldig an. Sie vermutete wohl, dass ich eine Leckerei hervorholen würde. Trotz meiner Eile oder gerade desshalb fand ich mein Handy nicht rechtzeitig. Als ich es in der Tasche zu fallen bekam, hatte ich einen Anruf in Abwesendheit. Ich rief die mir bekannte Nummer zurück. Sofrt meldete sich am anderen ENde meine Freundin und schimpfte mich dafür, dass ich nicht eher hatte drangehen können. So erfuhr ich, dass in der Nähe von ihr ein Stütchen angeboten wurde. Ein Mustang-Quarter-Mix. Viel mehr konnte sie mir nicht sagen. Sofort schoss mir ein Name in den Kopf: Angel Eyes. Die Stute war mir schon auf mehreren Auktionen begegnet. Jedes Mal war ich zu diesem Zeitpunkt fast pleite oder hatte einfach nicht genug Platz auf den Hof. Aber jetzt hatte ich ja das neue Gehöft. Hier gab es locker Platz für 50 Pferde. Und durch den Verkauf der anderen und einiger Fohlen konnte ich mir nun die Stute leisten.
      Meine Freundin, die hinter meinem Schweigen eine schlechte Telefonverbindung vermutete, schrie mich wach. Erschrocken fuhr ich aus meinen Gedanken hoch und versicherte ihr, dass ich um die Mittagszeit da sein würde. Eher lies es sich leider nicht einrichten. Dann kam mir der Gedanke, dass es sich bei der Stute vielleicht garnicht um Angel handeln könnte. Doch nun war der Enfschluss gefasst. Ich eilte zu den Boxen. Dort traf ich schon Tom. Der Stallbursche musste mir helfen die Pferde auf die Weide zu bringen. Ich schnappte mir Gemmycon und zwang ihn, sich zu benehmen, während ich auf der anderen Seite Inocence führte. Nur dank der Geduld des Schimmels und seiner Erfahrung war das Möglich. Und also ich bereits zurück zu den Ställen eilte, um mir die nächsten Zwei zu schnappen, da kam mir Tom bereits mit Faith und Partytime entgegen. Ich folgte ihn kurz darauf mit Flying Rock und Caresse. Wir beließen es bei der üblichen Koppeleinteilung von Criollostuten, Hengsten und Saddlestütchen plus Jade. Auch für sie würde ein Quarter-Mix einen neunen Spielkamerad bedeuten. Aber nun musste ich erstmal noch Girlie und Tahoma rausschmeißen. Als ich weit genug entfernt war, holte Tom noch Smooth'n Hill als den letzten Hengst zur Koppel. Auf die Dauer musste ich mich wohl nach noch einem Hengst für die Koppel umsehen. Drei war immer einer zu viel. Vielleicht ein Criollohengst. Der würde gut züchterisch zu meinen ganzen Stuten passen, dachte ich. Aber jetzt erstmal noch die anderen Mädels raus, dann konnte ich im später planen. Royal Fairy und Tender Rose nahm ich noch, Tom kümmerte sich um Roanoke. So kam ich noch dazu meine Jade zum Putzplatz zu bringen.
      Da das neue Stütchen vor allem für sie eine Freundin abgeben sollte, so hatte ich mich entschlossen Jade mit in den Transporter zu nehmen. Jade kam nicht aus der Übung, was das Reisen anging und die Neue war nicht so alleine.
      Mit dem Putzkasten eilte ich zu Jade. In kreisenden Bewegungen striegelte ich ihr für einen Falben recht dunkles Fell. Zum Glück war der Fellwechsel jetzt fast vorbei. Das sparte einiges an Zeit. Nach dem Striegeln bürstete ich mit der weichen Bürste noch alte Haare und Staub aus Jades Fell. Dann kratzte ich ihre Hufe aus und legte der Stute die Transportgemaschen an. ANschließend reinigte ich nur mit den Schwämmchen ihr Gesicht und kämmte die wuschelige Mähne, die ich so liebte. Kurz ließ ich mich dazu hinreisen mein Gesicht an den Hals des Falben zu legen, den ich als so kleines Fohlen bekommen hatte. Dann riss ich mich zusammen und verlaß den Schweif, bovor es zum Pferdehänger ging. Jade ging brav hinein. So kannte ich mein Mädchen. Ich schwang mich ins Auto. Dann sah ich auf dem Hof Tom rumschlurfen und cih stieg noch einmal aus und eilte zu ihm. "Du mistest die Boxen bis ich dan bin, oder? Und kannst du für die Neue eine frische Box bei Jade in der Nähe einrichten? Das wäre super." Er nickte etwas lahm, doch ich musste mich jetzt beeilen. Es war ja noch garnicht sicher, ob ich die Stute überhaput bekommen würde.
      Doch das Schicksal war auf meiner Seite. Die Stute war nicht nur meine Angel Eyes, sondern ich durte sie auch noch kaufen. Das verlangte zwar, dass ich das Geld, das ich beim Verkauf der Pferde mühsam eingenommen hatte wieder uagab, aber das war es mir wert. Die braune Stute sollte nun endlich mir gehören. So bot ich mit, bis sich keiner mehr höher wagte und tauschte dann Papiere gegen Geld. Die Stute hatte erst ein Fohlen gehabt und war noch jung. Sie würde sicher ihr Geld wert sein, abgesehen davon, dass ich sie einfach wundervoll fand. Und dieser Wunder führte ich bald darauf zum Hänger. Es ging mit Angel und Jade in Richtung Heimat. Dort hatte Tom bereits die Boxen frisch gemacht. Bis jetzt war alles erstaunlich gut gelaufen. Nun konnte es so weitergehen. Erstmal stellte ich Angel Eyes in ihre Box und Jade in die daneben. Sie würde heute drinnen bleiden und der Braunen Gesellschaft leisten. Währenddessen ging für mich die Arbeit auf dem Hof weiter. Das letzte Mal hatte ich viel in der Halle gearbeitet, nun zog es mich nach draußen. Katrin half mir zum Glück wieder und ritt Gemmycon, während ich mit Roanoke und Royal Fairy am langen Zügel ins Gelände ging. Die beiden waren eine Temperamentvolle Mischung, so verlangte es mir nach dem Ausritt nach etwas Ruhe. Ich danke Katrin, dass sie Tender Rose und Faith für eine Reitstunden genommen hatte. Sie durfte mit unserem auch noch recht neuen Smooth'n Hill ins Gelände, weil ja nun Gemmy zurück bei Inocence auf der Koppel war. Danach würde Katrin aber gehen, was für mich noch einiges an Arbeit bedeutete. Ich ließ nacheinander Girlie, Tahoma, Caresse, Partytime und Flying Rock in der Halle freispringen. Das war die praktischste Lösung, denn alle waren lange nicht gesprungen und die Hindernisse musste ich nicht ständig verstellen, weil die Stuten alle ungefähr gleich hoch waren. Gerade Partytime sprang besonders gut. Im Anschluss ritt ich dann noch Inocence. Katrin war längst zuhause und Tom war gegangen, nachdem er den Pferden Futter in ihre Boxen gegeben hatte. Wenn ich sie später reinholte, war dann alles fertig für sie. mit Inocence wagte ich mich ebenfalls an die Hindernisse, die ich noch nicht abgebaut hatte. Er hatte mich nur noch zusätzlich zu tragen.
      Nach der Arbeit mit Ino holte ich dann zuerst die Fohlen von der Koppel. Rock'n'Roll Angel, Ciara la Perla, Burnin' Paradise, back in Summer und Hajira waren heute das erste Mal auf der größeren Koppel gewesen. Auch wonderful Sky war bei ihnen. Für sie war es überhaupt das erste Mal auf der Koppel.
      Ich holte alle Stuten und schließlich auch die Hengste rein. Dann sah ich nochmal nach Jade und der neuen Angel Eyes. Alles war soweit friedlich. Ich konnte mich verabschieden und gehen.
    • Raven
      Ein neues Konzept. Das war nötig, um auch weiterhin den Fortbestand meines Hofes zu sichern. Sicher, ich hatte ein großes Grundstück gekauft und mehr durch harte Arbeit und ein unverhofftes Erbe einen intakten Reitstall erworben. Aber das alles war nicht dauerhaft, wenn ich nicht hinter alles ein bestimmtes Regelwerk legte. Schon die letzen Wochen war mir immer wieder aufgefallen, dass die Pferde sehr unkoordiniert gearbeitet wurden. Ich kannte meine Tiere, hatte aber nicht die nötige Zeit um mich täglich um alle von ihnen zu kümmern. Die Leute die ich angestellt hatte, folgten jedoch nur ihren eigenen Vorstellungen und wussten oft einfach nicht, was der andere mit welchem Pferd tat. Ich hatte mir also die Einführung einer kleinen Liste überlegt. Dort wurde für jedes Pferd der jeweilige Arbeitsplan festgelegt.
      Bevor ich jedoch an diese Aufgabe ging, hatte ich noch andere zu erledigen. Weil es regnete, mussten die Pferde heute drinnen bleiben, so mistete ich eben in ihrem Beisein. Bis auf gewisse Spielkinder, wie Girlie, die die Schubkarre lieben gerne mit der Schnauze zu Fall brachten, war das auch kein Problem. Das Futter stellte ich für die Mittagsfütterung bereit. Nun ging es an die Arbeit. Ich begann mit einer meiner ersten Pferde, mit meiner ersten Zuchtstute Caresse, die bei mir ihr Gnadenbrot bekam. Die getupfte Maus stand in ihrer Box und wartete neugierig auf mich. Heute würde ich sie einfach mal ausgiebig putzen und ihr an sonsten einen ruhigen Tag gönnen. Also halfterte ich die Stute und führte sie zum Putzplatz, wo ich sie mit einem schnellen Knoten anband. Nachdem ich ihren Putzkoffer angeschleppt hatte, begann ich mit dem gründlichen Striegeln. Dann bürstete ich die losen Haare aus ihrem Fell und entfernte den letzten Staub. Ihre Hufe kratzte ich aus und fettete sie anschließend ein. Nun sah meine Süße wieder wie ein junger Engel aus. Ihre Mähne kämmte ich noch und schnitt sie etwas begradigend zurecht, sodass sie wieder richtig voll wirkte. Ich verlaß den Schweif und reinigte auch das Gesicht der Stute. Dann durfte sie wieder in ihre Box. Zum Glück musste sie auf dem Weg nicht durch den Regen. Schnell legte ich auch ihr Programm der nächsten Tage fest. Dann war meine kleine Jade an der Reihe. Sie würde für mich einfach immer die Kleine bleiben. Das war wie mit einem Kind. Ich hatte die Falbstute aufwachsen sehen und doch würde sie für mich wohl immer das samtige Baby bleiben, das sie war, als sie zu mir kam. Aber dieses Baby wollte nun geputzt werden. Dann ging es in die Halle mit uns. In letzten Springtunier hatte man uns bei den Anfängern den ersten Platz zugestanden. Nun mussten wir etwas trainieren, um mit den neuen Gegnern mithalten zu können. Wir gingen kleinere Hindernisse. Meine Hauptaufgabe bestand heute mit Jade darin, dass sie selbstsicher sprang und sich voll und ganz auf mich verließ. Ich wusste ja, dass sie gut sprang, was die Höhe betraf. So übten wir heute vor allem ungewöhnlich gefärbte Hindernisse und solche, durch die man nicht hindurch sehen konnte.
      Im Anschluss war Tender Rose dran. Auch sie putzte ich zuerst. Dann ging ich mit ihr zu meinem Zweispänner. Ich hatte eine mal wieder ganz neue Idee. Weil Inocence ja so tolerant war, was Stutengesellsvchaft anging, und weil er eingefahren war, wollte ich mit Rose und ihn ein paar Testrunden fahren. Die Fuchsstute hatte beim Vorbesitzer einige Fahrschleifen ergattert und hatte mich neugierig gemacht. Und es funktionierte tatsächlich mit den beiden. Ino ließ Rose weitgehend in Frieden und diese forderte den Hengst, indem sie jeden kleinsten Befehl meinerseits ausführte und ihn damit in Zugzwang versetzte. Auch mit Ino musste ich das Fahren umbedingt fortsetzten. Doch erstmal musste ich jetzt weiter zur nächsten Box. Roanoke, unsere Dressurmeisterin. Die Stute hatte in dieser Disziplien schon unzählige Schleifen gewonnen. Aber eben nur in der. Jetzt wollte ich sie vielseitiger machen. Dafür ging ich mit ihr erstmal entspannt ins Gelände. Die dunkle Sute mit dem hellen Langhaar war die Halle zu sehr gewöhnt. Nun musterte sie meinen Regenmantel skeptisch und wollte erst nicht hinaus in den Regen. Später machte ihr der Ausritt aber sichtlich Spaß und sie wollte schnell werden, als ich es zulassen konnte. Schließlich war Roanoke nasses Gras nicht gewöhnt und sollte unter keinen Unständen ausrutschen und fallen. Am Ende rubbelte ich sie noch sorgfältig trocken. So blieb Flying Rock der Regen erspart. Mir ihr ging ich dann wieder in die Halle. Ich hatte ihr nach dem Putzen Bandagen angelegt. Jetzt testete ich ihre Dressurkünste. Man war nur so stark, wie seine schwächste Stelle. Aber Als Criollo hatte Fly garnicht mal so schlechte Eigenschaften zur Dressur. Ich musste nur die richtigen Hilfen zur richtigen Zeit geben. Während ich das alles tat, kümmerte sich Katrin durch ihre Reitstunden um Tahoma, Girlie und Keep the Faith. Sie wurden von den Reitkindern auch geputzt, was mich ungemein entlastete. Während ich mit Gemmycon Ausdauer im Gelände trainierte, war Tom, der Stallknecht, bei Smootn'n Hill. Den Painthengst würde ich reiten, wenn die Reitschüler fort waren, damit wir die alle für uns alleine hatten. Royal Fairy darute dann Tom reiten. Im gab ich am Ende des Tages noch eine Reitstunde. Die hatte er sich nach der Arbeit auf dem Hof gewünscht und auch verdient. Fairy war nicht dumm, aber sie nutzte Toms Unkenntnis auch nicht aus, was sie zu einem guten Anfängerpferd machte.
      Für Partytime fand ich Zeit, während ich Tom unterrichtete. So konnte ich mich persönlich um mein wohl am besten ausgebildetes Pferd kümmern. Die Stute war einfach ien Talent in jeder Hinsich. Schlechte Reiter spürte man jedoch gleich, wenn man nach ihnen ritt, wesshalb ich bei Partytime immer besonders sorgfältig die Personen wählte, die sie reiten durften. Also machte ich das oft selbst, nicht weil ich mich für den besten Reiter unter der Sonne hielt, sondern weil ich immerhin wusste, dass ich nichts kaputtritt. Sonst überließ ich Party gerne Katrin als Reitlehrerin. Nach Partytime ging ich dann zu unserem Neuankömmling. Angel Eyes würde ich heute erstmal alles zeigen. So nahm ich die Mixstute an den Strick und führte sie erst durch die Halle und dort etwas herum, bis Angel alles in Ruhe beguckt hatte. Dann zeigte ich ihr die Boxen der anderen Pferde, indem ich sie dort vorbei führte, wobei ich die Hengstboxen natürlich ausließ. Dann zeigte ich Angel noch den Hof und ließ sie etwas am Rande des Hauptplatzes grasen. Mitlerweile hatte es aufgehört zu regnen und das Gras war nicht so nass. Weil San Miguel nun doch bei uns geblieben war, kümmerte ich mich besonders zeitintensiv um ihn. Der Hengst war mir wriklich ans Herz gewachsen und ich wollte ihn nicht einfach an jeden geben. Da war das Geld dann auch nebensächlich. Ich hatte ich zwar auf einer Auktion vorgestellt, doch der Trubel dort war nichts für meinen Hengst gewesen. So hatte ich ihn wieder mitgenommen. Heute ging es einfach entspannt ins Gelände. Bald würde ich anfangen, mit Miguel Tuniere zu gehen.
      Die Fohlen Ciara la Perla, Back in Summer, Hajira, Burnin' Paradise, Wonderful Sky und Rock'N'Roll Angel durften heute mal alle zusammen auf eine neue Koppel. Man konnte ihnen richtig ansehen, wie viel Spaß sie beim Erkunden der neuen Landschaft hatten. Doch ich ließ sie nicht zu lange dort, denn sie sollten nicht aus Langeweile an den noch feuchten Halmen knabbern und womöglich eine Kolik bekommen. Als ich fertig auf dem Hof war, war es trotzdem bereits dunkel geworden. Und das nach Sommerzeit. Ich verabschiedete mich schnell von meinen Pferden und verschwand dann im Auto.

      Zuchtpferdeübersicht:
      Caresse: ausgiebige Pflege - Ausritt - Waschtag
      Jade: Springtraining (Vertrauen und Selbstsicherheit) - Reitstunde - Springen (Technik)
      Tender Rose: Fahren mit Inocence vor'm Zweispänner - Ausflug zum See - Reitstunde
      Inocence - Fahren mit Tender Rose vor'm Zweispänner - Fahrübungen - Springen auf Leistung
      Flying Rock: Dressur - Reitstunde - längerer Geländeritt
      Tahoma: Reitstunde - Putzen - Ausdauertraining
      Keep the Faith: Reitstunde - Dressurlektion lernen - Westerneinführung
      Girlie: Reitstunde - Verladetraining - Longenarbeit
      Gemmycon: Ausdauertraining im Gelände - Bahnfiguren üben - Tunierübungen
      Smooth'n Hill: Western - Waschtag - Ausritt
      Parytime: Hallenarbeit - Beritt durch Katrin - Koppeltag
      Royal Fairy: Toms Reitstunde - Vertrauensübungen - Reitstunde
    • Raven
      Vorsichtig öffnete ich die Wagentür, um zu verhindern, dass diese mich erschlägt, während ich versuche zu meinen Pferden zu gelangen. Man sollte es nicht für möglich halten aber ich hatte wohl tatsächlich daraus gelernt, nachdem ich mehrere Male von eben dieser Tür getroffen worden bin, nur weil ich am Hang geparkt hatte. Eine Mischung aus vorsichtigem Öffnen und schnellerem Aussteigen verhindert Schlimmeres. So drückte ich schnell auf den Knopf mit dem verriegelten Schloss auf dem Autoschlüssel und stapfte dann zu meinen Lieben. Heute erwartete mich einiges an Arbeit. Wieder zwei Neuzugänge, immernoch hatte ich es nicht geschafft Verkaufsanzeigen aufzusetzen und Miguel hatte ich auch noch bei mir. Aber der Hengst hatte es auch verdient, nun besser behandelt zu werden. Im Vorbeigehen sah ich in seine Box. Um nicht ganz durcheinander zu kommen folgte ich der Liste, die ich mir geschrieben hatte. Also würde ich bei Caresse beginnen. Nachdem sie das letzte Mal gepflegt worden war, plante ich heute einen Ausritt mit der Stute. Schnell mistete ich ihre Box selbst und putzte die Tigerscheckstute. Dann holte ich einen bequemen Sattel und trenste sie. Schnell saß ich im Sattel und es konnte losgehen. Es hatte ein wenig geregnet, doch so war die Luft umso frischer und der Boden weder zu hart noch zu weich. Wir galoppierten sogar kurz, meist blieb es aber bei Schritt und Trab. Caresse nahm ich nach ihren vielen Fohlen nicht mehr zu hart dran. Beim Vorbesitzer war sie eine gefragte Zuchtstute gewesen. Nun plante ich für sie höchstens noch ein eiziges Fohlen. Nach einen wohl verdienten Pause.
      Nach dem Ausritt brachte ich Caresse zurück in die nun saubere Box. Die Nächste war Jade. Auch ihre Box mistete ich noch selbst. Wann wohl endlich Tom kam? Der Stallbursche hatte versprochen früh hier zu sein, um eher gehen zu dürfen. Aber das musste mich jetzt nicht kümmern. Jade wartete auch ihre Fellmassage. Ich putzte sie ausgiebig für die Reitstunde. Katrin wartete bereits auf ihre erste Schülerin. Mit ihr gemeinsam würde sie Jade dann auch satteln. So konnte ich weiter zu Tender Rose. Nachdem diese beim letzten Mal so brav neben dem engst Inocence vor der Kutsche gegangen war, hatte ich mir für heute etwas besonderes überlegt. Wir würden einen Ausflug zum See machen. Als ich Rose' Box mistete sah ich endlich Tom, der bei den anderen Pferden mit dem Misten begann. Gut, dann konnte ich mich auf Rose konzentrieren. Ich ritt sie im Trab zum See. Dort durfte sie sogar etwas Schwimmen. Mutig ließ sich die Fuchsstute ins Wasser reiten. Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich schwor mir, das mit anderen Pferden zu wiederholen. Auf dem Rückweg galoppierten wir noch eine ganze Weile und hatten beide unseren Spaß.
      Auf meinen Hengst Inocence higegen warteten weitere Fahrübungen. Das Fahren neben Rose war als Einstieg gedacht gewesen. So lernte er es kennen und hatte gleich eine positive Einstellung. Jetzt folgte die genaue Präzisierung der Befehle. Wir hatten nur die Halle für uns, was gut war. Die Rietstunde auf Rose war vorbei. Wir sahen sicher noch nicht professinell aus, aber Ino zeigte Potential und die Hoffnung später mal mit einem Vierspänner gezogen von Saddlebreds meine Zucht repräsentieren zu können, spornte mich an. Alleine zu fahren war natürlich noch etwas ganz anderes, als ein zweites Pferd neben sich zu haben, aber wir würden dran bleiben. Jetzt ging es erstmal zurück in die saubere Box. Bald musste es auch Futter geben. Nachdem Tom alle Boxen gemistet hatte, fing er mit dem Füttern an. Abends würde ich das übernehmen. Doch nun übernahm ich erstmal Flying Rock. Meine kleine Tänzerin musste unbedingt mal die Mähne geschnitten bekommen, doch das musste warten. Denn während ich noch am Putzen war tauchte bereits die Reitschülerin aus, die auf die Stute wartete. Das Mädchen war schon älter und erfahren, sodass ich ihr Fly überlassen konnte und gleich mit Tahoma weitermachen. Diese hatte die letzte Reitstunde mitgemacht und hatte sich heute mal eine Pause verdient. Ich putzte sie nur ausgiebig und stellte Taho dann wieder in ihre Box. So war sie augeruht für das Krafttraining in den nächsten Tagen. Die Pferde die nur geputzt wurden, stellte ich später mal kurz auf die Koppel.
      Keep the Faith hatte heute nicht so viel Glück. Die Stute war zwar ein Verlasspferd, ging aber in der Dressur nicht besonders weit. Nach dem Putzen ging ich zum Aufwärmen Bahnfiguren erst im Schritt, später auch im Trab mit der Stute. Dann begannen wir mit Seitengängen und Volten. Die Versammlungen wurden über die Zeit hinweg schon merklich besser. Das ließ mich hoffen. Natürliche erreichte man am ersten Tag keinen fliegenden Wechsel, aber gute Versammlungen und das Gewöhnen an Seitengänge war für heute genug. Am Ende waren wir beide geschwitzt, als ich Faith in ihre Box zurückbrachte. Dort wartete bereits ihr Futter auf sie. Nun war ich wieder mit meiner Zeit in Verzug. Glücklicherweise war Katrin noch da, sodass sie das Verladetraining mit Girlie für mich übernehmen konnte. Sie hatte mir versprochen, dass sie mir den Hänger bereitet, sodass ich später meine neue Stute abholen konnte. Auf die Reitlehrerin war einfach Verlass. Ich dankte ihr tausend Mal und huschte dann weiter zu Gemmycon. Da ich nun wieder die Halle für mich hatte, übten wir Bahnfiguren. Umso mehr der Hengst diese verinnerlichte, deso geschmeidiger verliefen die Übergänge auf einer Schau. Es wirkte alles leichter und flüssiger. Eigentlich war Gemmy darin schon gut, doch Bahnfiguren die man seltener ritt, wurden sichtlich aufgefrischt. Dann durfte auch er zurück in die Box. Langsam drängte die Zeit. Noch eine Stunde bis zum Abholtermit der Neuen. Smooth'n Hill hatte heute Waschtag. Bei dem Wetter war ich echt froh auf dem neuen Hof ein Solarium für die Pferde zu haben. So konnte ich den gescheckten Hengst in Ruhe und ohne Wasser von oben abspritzen, wobei ich bei den Beinen begann und mich langsam hocharbeitete. Anschließend zog ich sein Fell mit dem Schweißmesser ab und stellte ihn eine Weile ins Solarium. Katrin ging mit Partytime vorbei. Ich klatschte mir gegen den Kopf. Das hatte ich ganz vergessen. Der Beritt. Und ich hatte Katrin noch das Verladetraining machen lassen. Mist.
      Den trockenen Smoothn bugsierte ich zurück in seine Box. Er duftete nun herrlich nach Apfelshampoo. Dann ging ich zu Royal Fairy. Sie war bei den Reitschülern beliebt, wesshalb ich selten dazu kam, sie selbst zu reiten. Um nun das Vertrauen der hübschen Stute zu mir zu stärken machten wir einige Vertrauensübungen gemeinsam. Ich legte ihr beispielsweise meine Jacke über den Kopf und führte sie blind. Sie ließ sich rückwärsrichten und auch durch die Flatterbänder führen. Sie war wirklich geeinet für den Schulpferdebetrieb. Verlässlich war die trotzdem so aufgeweckte Stute, die manchmal etwas kindisch war, wirklich. Noch grinsend ging ich weiter zu Angel Eyes. Sie würde ich heute mitnehmen, wenn ich zu Grey Dream fuhr. Angel putzte ich gründlich bevor ich ihr das Transportset anlegte. Anschließend ging es in den Hänger mit ihr, wo Katrin schon ein Heunetz angebracht hatte. Nun ging die Fahr los. Angel benahm sich vorbildlich, nachdem sie beim Einsteigen in den Hänger schon ihre gesamte Energie aufgewendet hatte, um nicht hinein zu müssen. So kamen wir nur mit etwas Verspätung auch dem Hof meiner Freundin an. Sie hatte leider einfach kaum mehr Zeit und gab Grey lieber zu mir, als zu Unbekannten. Außerdem würde die Quarterstute gut in meine zukünftige Zucht passen. So bekam ich die Zuchpapiere, zahlte ihr einen Preis, der nicht so hoch war. Eben ein Freundschaftspreis. Dann ging es auch schon wieder nachhause. Ich holte zuerst Grey aus dem Hänger, da die bestimmt weniger zickig als Angel war und sie so garnicht erst die Chance bekam, deren Verhalten zu imitieren. Grey bekam eine frische Box mit extra dicker Einstreu und eine kleine Futterration. Angel durfte ebenfalls aus dem Hänger, was wesentlich schneller ging, als der Weg hinein. Jetzt war von den Zuchpferden nur noch Roanoke übrig. Die Sute benahm sich manchmal eher sie ein Vollblut, wesshalb sie nun das gleiche Gelassenheitstraining von mir aufgedrückt bekam, wie zuvor Fairy. Roanoke bestand alle Anforderungen an sie, wollte jedoch keine Jacke über ihrem Kopf. Mit Scheuklappen, die ihr ganz die Sicht nahmen, hatte sie kein Problem.Nur eben mit der Jacke, die zwar nicht raschelte, aber eben einfach eine Jacke war. So meine meine Diva nunmal. So kennen und so lieben wir sie. Als sie wieder in der Box war, ging ich zu den Stallpferden.
      Ciara la Perla und Hajira sollten gemeinsam an den Sattel gewöhnt werden. Mit der Longe waren die jungen Stuten mitlerweile vertraut. Aber zuerst putzte ich sie mal. Dann legte ich ihnen abwechselnd erst Trense und schließlich den Sattel auf. Vorher hatte ich nur die Satteldecke aufgelegt. Beide benahmen sich einigermaßen. Bei Hajira brauchte ich etwas länger als bei Ciara, obwohl ich mit Letzterer später angefangen hatte. Aber schließlich tollerierten beide Stuten die Ausrüstung auf ihrem Rücken, sodass sie zurück in die Box durften, wo ihr Futter auch auf sie wartete. Jetzt ging es noch eine Runde im Gelände Späzieren mit Back in Summer und Wonderful Sky. Die Stuten waren ungefähr gleichgroß und gut zu halten. Zumindest noch. Wegen des Regens gingen wir aber nicht zu lange. Nur mal frische Luft schnappen und das feuchte Gras unter den Hufen spüren. Eine kurze Strecke führte ich sie auch im Trab, damit sie es lernten. Rock'N'Roll Angel hatte danach die Halle für sich. Heute stand für die helle Scheckstute Führtraining auf der Liste ganz oben. So gingen wir immer weiter Runde für Runde und ich übte mit ihr auf meine Komandos langsamer oder schneller zu werden. Irgendwann ließ die Konzentration jedoch nach. Da ich eh noch Istania abholen musste, machten wir für heute Schluss. Burnin' Paradise war diejenige, die ich im Hänger mitnehmen wollte. Hängertraining gerade bei den Fohlen schadete ja nie. Ganz genau pünktlich waren wir bei Edfriend. Bupa blieb beduldig im Hänger, ließ aber ab und zu eine zartes Wiehern hören. Sie konnte da drinner schlecht nach draußen sahen, roch aber die anderen Pferde. Dann gab ich Edfriend das Geld und sie mir die Papiere. Ich bedankte mich nochmal schnell, aber dann drängte es mich zum Fohlen. Eigentlich war es ja eine junge Stute, eine Heranwachsende, aber wunderschön. Sie war bereit für den Transport und hatten sie recht schnell verladen. Es dauerte nicht lange bis zuhause. Mitlerweile dämmerte es draußen. Paradise Istania war der Name der Neuen und sie bekam die Box neben Bupa, weil die beiden sich zu verstehen schienen.
      Jetzt musste ich nur noch San Miguel longieren. Er sollte bald zu einem neuen Besitzer, aber vorher musste er wieder einigermaßen mit dem Alltäglichen zurechtkommen. So begann ich das Longentraining heute mit dem Hengst nochmal ganz von vorne. Anfangs versuchte er auszubrechen, preschte los, doch indem ich ruhig auf ihr einredete wurde es besser. Ab Ende des Tages lies sich Miguel wieder ruhig longieren. Er hatte den Hals und Kopf gesenkt und Schnaubte sogar leise. Glücklich stellte ich ihn in die Box zurüc und mistete und fütterte noch einmal alle Boxen, bevor ich mich verabschiedete. Dann ging ich, nach einem langen Tag im eigenen Stall.
    • Raven
      "Meine Mäuseee!". Zugegeben, es war eher ein leises Freuen und nicht herausgeschrieen, aber es genügte um die Köpfe eben dieser Mäuse in ihren Boxenfenstern erscheinen zu lassen. Hie und da wurde ich sogar mit einem Wiehern begrüßt. Dann machte ich mir kurz eine Liste im Kopf, was zuerst und was später gemacht werden sollte. Ich würde zuerst mal alle rausschmeißen. Heute brütete die Sonne unerträglich. Eigentlich seltsam, der Sommer war regnerisch und nicht wirklich warm gewesen und nun begann die Hitze, wo es schon fast Herbst sein sollte. So würde ich die Pferde heute nicht großartig bewegen, sondern sie nur auf die Koppeln bringen auf denen es auch ausreichend Schatten gab.
      Ich startete bei den Zuchtpferden. Die Criollodamen waren die Ersten in der Reihe. Ich halfterte Caresse und ihre Tochter Girlie. Dann führte ich zuerst Mutter, dann Tochter aus ihrer Box und wir gingen zu den neuen Koppeln. Die in der Sonne liegenden konnten sich nun erstmal ein wenig erholen; so schonte ich das Gras. Ich lies die Stricke ins Gras fallen und sah kurz zu den Tigerstuten, die sogleich zu grasen angefangen hatten. Dann machte ich mich auf den Weg und holte Flying Rock und Tahoma. Die beiden hatte ich gemeinsam gekauft. Ich wusste also, dass sie sich kannten und neben einander vertragen würden. Tahoma kam Rock erst ein bisschen zu nahe, sodass sich diese mit angelegten Ohren wehrte, dann war aber alles gut und ich brachte die zwei zu den Tigerschecken. Dann holte ich noch Partytime und Faith. Immer wenn ich die Criolloladies auf die Koppel brachte kamen mir zwei Gedanken. Zum einen freute ich mich, dass sie sich so gut vertrugen, zum anderen war ich traurig, dass ich immer noch keinen Hengst für sie gefunden hatte. Gut, sweet, meine Zuchtpartnerin hatte einen Hengst, aber der was der Vater vor beispielsweise Girlie. Da musste eine Lösung her. Unwillkürlich streiften meine Gedanken zu Sly. Die Stute hatte ich mehr oder weniger bereits als Erweiterung meiner Criollozucht gekauft und nun waren die Krönungsunterlagen unauffindbar. Ich war damit schon bei einigen Leuten gewesen und es sah so aus, als müsste ich die Stute an ihre Vorbesitzerin zurückgeben. Das würde mit dem bereits überwiesenen Geld blöd wirken.
      Jetzt sollten aber erstmal noch die Anderen raus. Royal Fairy und Roanoke konnten gemeinsam gehen. Die brachte ich nun auf die benachbarte Weide. Dann folgten noch Tender Rose und Jade, die ich einfach zu den drei großen Stuten stellte. Jetzt fehlten noch Angel Eyes und Grey Dream, für welche das heute der erste Weidebesuch sein würde. Desshalb brachte ich die beiden Stuten getrennt von einander auf die Koppel. Erst Angel, dann Grey. Und es verwirrte mich immer wieder, dass ich Angel Eyes sowie meine gescheckte Rock 'n' Roll Angel beide Angel rief. Aber das war nunmal so. Ich musste lachen. Grey Dream wartete neugierig in ihrer Box. Sie hatte das perfekte Wetter für den ersten Koppeltag erwischt. Das Halfter lies sie sich brav anziehen, neben mir lief sie auch relativ ruhig nur sehr aufmerksam, was ihre Umgebung betraf. Als ich sie zu den Saddles, Jade und Angel gelassen hatte, beobachtete ich die Reaktionen der Pferde auf einander. Sie schienen sich zumindest nicht gegen die Neue zu verschwören. Die hielt sich eher bedeckt. Während ich noch ein Auge auf die Truppe hatte, reinigte ich die meschanischen Tränken auf den Koppeln und kontrollierte ihre Funktionstüchtigkeit. Dann machte ich mich auf den Weg zu den Hengsten. Gemmycon war heute der Aufgedrehteste, desshalb entschied ich, ihn einzeln hoch zu führen. Das bedeutete dank der ungeraden Anzahl meiner Hengste keine Zeiteinbuße. Gemmycon musste sich mit einer etwas schattigeren Koppel abfinden als die Stuten, denn die Hengste waren einfach weniger, desshalb brauchten Letztere eben die größeren Koppeln. Schnell lief ich zurück um noch Inocence und Smooth'n Hill zu holen. Gemmy sollte nicht so lange alleine sein und die beiden Anderen wollten nun merklich nach draußen. Sie hatten immerhin mit ansehen müssen, wie alle anderen Pferde auf die Koppel geführt wurden, während sie in den Boxen warten mussten.
      Als dann endlich alle draußen waren begann ich mit den Boxen. Die wollten alle ausgemistet sein. Ich arbeitete mich Box für Box durch. Jedes Mal entfernte ich Pferdeäpfel und schmutziges Einstreu und brachte danach frisches Einstreu, sowie Heu. Füttern würde ich extra, wenn die Pferdchen in ihren Boxen zurück sind. Immerhin hatte ich durch den ruhigen Tag heute das Mittagsmisten gespart. Wegen der Hitze hatte ich jetzt nicht mehr so viel zu tun. So ging ich zu den Zuchtanwärtern. Die Koppeln waren ja nun belegt und die Koppeln in der knalligen Sonne wollte ich gerade den Jungpferden und Fohlen nicht zumuten. So spritzte ich allen der Reihe nach die Beine ab, um zumindest für etwas Abkühlung zu sorgen und mistete auch hier die Boxen. Istania war die Einzige, die ich ganz wusch. Sie würde heute das erste Mal mit mir auf eine Stutenschau gehen, bei der es eher um das Eingewöhnen als um das Gewinnen ging. Dank der Sonne brauchte ich mir ums Trocknen des Fells keine Gedanken zu machen. Aber das Abspritzen hatte nun doch länger gedauert als erwartet. Ich musste ja noch Umbriela und Velazquez abholen, meine beiden Neuankömmlinge. Also kümmerte ich mich noch schnell um die Fohlen Hajira, Ciara la Perla, Back in Summer und Wonderful Sky. Die neue kleine Tigerscheckstute Technicolour würde ich an einem anderen Tag das erste Mal mit Ruhe abspritzen. Solange ich ihre Reaktion nicht kannte, wollte ich kein Risiko eingehen und ihr Angst machen, um die ich mich dann nicht mehr ausreichend kümmern könnte, weil ich ja mit Istania auf die Stutenschau musste. Burnin' Paradise würde ich auch mitnehmen. Als Begleiterin für Istania. Die beiden ungefähr gleichaltrigen Stuten schmiss ich in Schale, dann ging es für sie auf die Stutenschau.
      Als wir wieder im Stall ankamen versorgte ich zuerst die beiden Saddlebred Stuten. Dann holte ich die Zuchtpferde von der Weide und fütterte. Da kam auch schon ein Transporter auf den Hof gefahren. Meine Freundin war so lieb gewesen, für mich Velazquez und Umbriela abzuholen. Die hübschen Tiere hatte ich vom gleichen Vorbesitzer und ich beabsichtigte auch sie nicht zu trennen. Ich half die Pferde in ihre Boxen zu bringen, die sauber waren und brachte etwas Heu zum Knabbern. Füttern würde ich nicht gleich, denn die Beiden sollten sich erst ein wenig vom Ortswechsel und der Anfahrt erholen. Ich dankte meiner Freundin und verabschiedete sie. Für Rock'N'Roll Angel tat es mir etwas leid, denn ich hatte heute mit ihr anfangen wollen sie zu longieren. Aber das nächste Mal würde das mit dem Wetter sicher passen.
      Ich mistete noch einmal und danach war es auch Zeit für die Abendfütterung. Ich sah nochmal nach meinen beiden Neuankömmlingen, dann war der heutige Tag, wohl auch wegen der brennenden Sonne, ohne viel Forderung an die Pferde vorbei. Aber jeder brauchte mal einen Tag. Ich machte mich auf den Heimweg.
    • Raven
      So schnell ich konnte rannte ich vom trockenen Inneren meines Autos zum überdachten Teil der Stallgasse. Die paar Sekunden hatte gereicht, um mich ordentlich zu durchnässen. Ich stubbelte mir etwas durh die Haare um sie nicht so angeklatscht wirken zu lassen und machte sie dann doch kurzerhand zu einem Zopf zusammen. Heute war wohl nicht der schönste Ausreitetag. Nichts desto trotz mussten die Pferdchen gearbeitet werden. Ich begann also wie immer vorne. Caresse wartete dösend in ihrer Box. Mit ihr wollte ich eigentich ins Gelände gehen, das konnte ich mir jetzt wohl abschminken. Ich führte die Stute zum trockenen Putzplatz und begann dort sie zu schrubben und zu pflegen. Die Boxen hatte heute alle Tom gemistet. Als ich mit Putzen fertig war, hatte es erfreuliche Weise aufgehört in Strömen zu schütten, es nieselte nur noch leicht. So wagte ich es, mit Caresse den Petonweg zu nehmen. Der war immerhin nicht rutschig und ihre vier Hufe waren zusätzlich zu ihrer Criollohärte noch beschlagen. Da würde nichts passieren. So machten wir einen gemütlichen Ausritt und mussten und nur zum Ende hin beeilen, als es zu Grollen begann und kutz auf den Donner auch Blite folgten. Die erfahrene Caresse hatte damit kein Problem, doch ich wusste um die Gefahr und kam so zu einen netten Galopp Richtung Heimat. Ich rubbelte Caresse noch etwas trocken, dann ging ich zu Jade. Die Stute hatte sich in den letzten Wochen prima gemacht. Sie wurde immer hübscher, man sah aber noch deutlich die Schlacksigkeit einer jungen Stute. Jade würde heute in die Reitstunde gehen. Das tat ihr gut, denn so lernte sie den Umgang mit Anfängern und Geduld, sowie Gehorsam. Ich sattelte und putzte die Scheckstute für die Reitschülerin, die noch so klein war, dass sie unmöglich an Jades Rücken kam. Dann führte ich die Stute in die Halle und übergab sie dort Katrin, der Reitlehrerin. Tender Rose hatte mehr unter den Wetter zu leiden. Mit ihr hatte ich zum See gewollt, doch Schwimmen war bei Gewitter undenkbar. Ich putzte sie erstmal und zog mir dann den Regenmantel über, der extra so konzipiert war, dass man damit nicht nur reiten, sondern auch den Sattel vor Wasser schützen konnte. Dann ritt ich mit Rose zum See und blieb dort bei dem Unterstand eine Weile mit ihr. Es hatte keinen Sinn, der Regen hörte und hörte ncht aus. Resigniert stieg ich also wieder in den Sattel und wir mchten uns auf den Heimweg. Nun war ich in Zeitverzug, wie so oft. Nach Rose war Inocence an der Reihe. Die Fahrübungen konnten wir auch in der Halle durchführen, sofern die frei war. Ich hatte gute Chancen, denn Jades Reitstunde war längst vorbei und die von Rock erst später. Also putzte ich auch Ino und zäumte ihn für's Fahren auf. Mit dem leichten Wagen der nur zwei Räder besaß und ohne Pferd vorne dran umkippte ging es in die große Halle. Dort übten wir vor allem das Reagieren auf meine Richtungs- und Tempokomandos. Wie sah es auch aus, wenn ich auf einem Tunier wie blöd an den Zügeln riss und die Peitsche schwang? Das wirkte mit zumindest unterstützenden Stimmkomandos viel harmonischer. Ino schlug sich gut, obwohl er heute etwas unkonzentriert zu sein schien. Solange er sich auf meine Befehle konzentrierte, sollte es mir Recht sein. Am Ende unseres Trainings konnte man einige nennenswerte Fortschritte erkennen. Erfreut fütterte ich dem edlen Hengst ein paar Möhren und stellte ihn dann in seine Box zurück. Dann ging ich zu Flying Rock. Sie war heute die Ablösung für Jade als Reitschulpferd. Die nicht so anspruchsvolle Arbeit förderte die Stuten auf eine andere, mentale Art. Rock hatte ich extra hübsch gemacht für die Kinder. Die Stute hatte ihr helleres Sommerfell nun voll ausgeprägt, beziehungsweise fehlte nun die dichte Unterwolle, wesshalb die weißen Haare deutlicher zu sehen waren. Ihre Mähne war etwas zerfranst und beansprucht, also schnitt ich sie gerade nach. Ich lies sie aber etwas länger als so, wie die Roanstute zu mir gekommen war. Damals hatte sie eine Stehmähne. Ich striegelte, bürstete und kratzte die Hufe aus. Als Flying Rock gerade fertig für die Reitstunde war, kamen die Reitschüler. Diesmal waren es zwei, doch mehr mutete ich meiner Stute nicht zu. Ich führte mein Tier noch in die Halle und nahm die Kinder mit. Die Kleinere der beiden Mädchen war schüchtern und sprach während den Weg nicht. Die andere stellte mir Fragen über Rock und war deutlich aufgeweckter.
      Nach Rock war Caresse an der Reihe. Sie würde ich heute mal ausgiebig Pflegen. Das hatte sie sich verdient. Außerdem war Taho die letzten Tage im Schulunterricht gegangen, wesshalb ich zu ihr weniger Kontakt als zu den anderen gehabt hatte. Das würden wir jetzt nachholen. Die gescheckte Stute hatte sich ebenfalls prächtig gemacht, seit sie bei mir war. Das stumpfe Fell war einem glänzenden Weiß und hübschen schwarzen Flecken gewichen. Ihr eines Auge war entzündet gewesen, doch auch das war nun abgeheilt. Die Mähne war voll nachgewachsen. Ich kämmte sie durch und verlaß den Schweif, den ich zur Arbeit etwas kürzer geschnitten hatte. Tahoma genoss die Zuwendung sichtlich. Ich steckte ihr ein Leckerli zu. Im Moment war das Wetter sogar wieder einigermaßen klar, doch ich traute dem ganzen nicht mehr. Ich führte Taho in ihre Box zurück und ging dann zu Keep the Faith. Mit ihr würde ich heute Dressurlektionen üben. Es war ja nur ein Pferd in der Halle und Rock würde nicht mehr die ganze Zeit oben bleiben. Ich beeilte mich mit Putzen und sattelte und trenste Faith. Dann führte ich die Scheckstute in die Halle. In meiner Erinner ung war es lange her, das ich sie geritten hatte. Nach der Aufwärmung gingen wir viele Übergämge. Ich achtete auf eine durchgehend leichte Anlehnung an den Zügel und gab Hilfen, auf die Faith mal ehr mal weniger reagierte. Mit den Seitengängen würde ich noch etwas warten. Ich nahm noch einige Volten ins Programm auf, die die Criollodame gerade durch ihren kurzen Rücken gut meisterte. Dann durfte sie Schritt gehen. Im Anschluss wartete Girlie auf mich. Das würde aber schnell gehen. Girlie hatte heuten ihren Ruhetag, nach dem Training von gestern und es stand für sie nur Verladeraining auf der Liste. So machte ich den Hänger bereit und führte die Stute in seine Nähe. Eigentlich gingen alle meine Pferde in Inhänger, abgesehen von Miguel vielleicht ab und an. Trotzdem übte ich mit Girlie das ruhige Hineingehen. Sie sollte nicht immer eine lange unbequeme Fahrt mit dem Eintreten verbinden. Diesmal wartete im Hänger immer nur eine Leckerei und anschließend durfte die Tigerscheckstute wieder rückwärts den Wagen verlassen. Das klappte unerwartet gut. Die Maus blieb ruhiger als sonst. So hatten wir es schnell vollendet und ich konnte mit Gemmycon weitermachen. Sicherheitshalber sah ich bei der Box von Rock vorbei, doch die war mitlerweile wieder abgesattelt und nicht mehr in die Halle. Ich hatte also die Halle für mich und Gemmy alleine. So hatte der Herr auch nicht, was ihn hätte von der Arbeit ablenken können. Wir übten nach den Putzen vor allem Bahnfiguren. Gemmy musste gerade durch die Länge der Bahn wechseln, durfte bei einer Volte nicht an Tempo verlieren. Für fliegende Wechsel war es mir noch zu früh mit ihm. Aber da ich im Anschluss wieder nicht viel Kraft brachte, konnte ich mich mit Gemmy richtig verausgaben. So bekamen wir beide neben dem Training in Bahnfiguren auch noch Kondition. Zufrieden mit seiner Arbeit brachte ich den Mustang dann zum Putzplatz. Dort entfernte ich seinen Sattel und Trense und führte ihn am Halfter in die Box.
      Smooth'n Hill war heute mit Waschen dran. Ich begann an den Beinen und arbeitete mich langsam immer höher. Erst als der Schecke ganz nass war und entspannt stand shampoonierte ich ihn ein. Ich hatte wieder das gutriechende Apfelshampoo gekauft und rieb ihn damit ein. Anschließend achtete ich darauf es gut zu entfernen. Auch sein Langhaar wusch ich. Dann zog ich das Paint Horse noch mit dem Schweißmesser ab udn stellte ihn kurz ins Solarium, wo er antrocknete. So kam er kann wohlduftend in seinen Stall zurück. Ich ärgerte mich nur etwas, dass ich seine frisch geölten Hufe vergessen hatte. Sie sammelten nun jegliche Einstreu und verklepten ekelhaft. Der Wirkung tat es so nicht viel Abbruch, doch mich ärgerte es etwas. Partytime bekam heute professionellen Beritt durch Katrin. Die Criollodame hatte ich mit Fähigkeiten auf hohem Niveau bekommen und plante das auch zu erhalten. Also Beritt. Den wenn jemand Reiten konnte, dann Katrin, als Reitlehrerin. Ich putzte sie noch gründlich und legte das Sattelzeug bereit. Katrin war kurz nach hause gefahren und hatte mich auf dem Handy angerufen. Sie würde gleich kommen und dann satteln. So musste die Braune nicht durchgehend den Sattel tragen. Trotzdem sah ich ab und zu bei ihr vorbei und ging nie zu weit weg. So hatte ich immer ein Auge auf das Tier, das ja immer noch ein Fluchttier war. Und wer konnte schon wissen was manchmal plötzlich alles gefährlich erschien.
      Weiter ging es mit Royal Fairy. "Vertrauensübungen" hatte ich mir notiert. Das war ja relativ offen gestaltbar. Also putzte ich erstmal ganz vertrauenserweckend. Fellpflege tat der Stute auch sichtlich gut. Als dann statt dem Sattel, den Fairy nicht so sehr schätzte, ein Apfel auf sie wartete, hatte ich die Dame ganz auf meiner Seite. Sie ging brav neben mir, der Strick hing locker durch. So marschierten wir in die Reithalle. Da war ja schließlich genug Platz für Party und Fairy. Ich hatte mir einige Dinge wie bunte Regenschirme, eine knittrige jacke und Flatterbänder mitgebracht und bereitgelegt. Fairy lies sich die Jacke relativ brav, aber mit erhobenem Kopf die Jacke über den Kopf legen. Die Flatterbänder nahm sie einfach nur zur Kenntnis. Das machte sie so gut, dass es mic selbst verwunderte. Aber den Regenschirm mochte Fairy nicht. Da war die Fee zum Hasenfuß und schleifte mich ein paar Schritte durch die Halle, bevon ich den Strick loslies und die Scheckstute bei Partytime Schutz suchte. Ich brachte sie mit etwas Zeitaufwand immerhin in die Nähe des aufgespannten Schirms und durfte ihn sogar bei ihr schließen und zum Putzplatz mitnehmen. Dann ging es auch für sie zurück in die Box. Mit Angel Eyes ging es ins Gelände. Es schien ja tatsächlich mal die Sonne. Voller Freude nutzte ich das auch gleich. Angel kannte hier noch kaum Wege, so hatte ich besonders viel Freude mir ihr. Der sanfte Galopp war wie ein Schaukelstuhl und die braune Mixstute vertraute ganz auf mich und meine Kommandos, vermutlich weil sie eben neu war. Ich zeigte ihr einen neuen Weg, wegen eines eventuellen Gewitters Bäume meidend. Am Ende schnaubte die Maus entspannt und senkte sogar den Kopf. Sie war ganz eindeutig öfter im Gelände gewesen mit dem Vorbesitzer. Oder sie hatte einfach Talent. Ich beschloss mit ihr bald mal ein Militairytunier zu gehen.
      Mit Grey Dream wollte ich eigentlich auf die Koppel, die die Stute ja noch garnicht kannte. Weil die aber nass war und ich wirklich keine Kolik riskieren wollte, ging es mit uns also lieber zum überdachten Waschplatz. Ich wusch die graue Stute ausgiebig und zeigte ihr danach noch das Solarium. Da hatte sie immerhin ein paar neue Eindrücke vom Hof. Viel mehr hatte ich dann nicht mehr mit ihr zu machen. Reiten und anderes vorschob ich auf nach der Koppel. Es sei denn es würde in en nächsten Tagen zu schneien beginnen. Dann konnte man nichts machen und Grey kam unter den Sattel. Grinsend brachte ich sie in die Box zurück und lief noch zu Roanoke. Heute war sie meine Letzte, denn die Stallpferdchen waren morgen an der Reihe. Ich putzte schnell, weil es schon zu dämmern begann und ging dann mit der dunklen Stute in die Reithalle. Dressurtraining. Ihre Bewegungen waren das größte Potenzial, das ich bei einer Stute ohne großartige Aufbildung kannte. Hohe raumgreifende Schritte, die sie unglaublich sauber setzte. Darauf, dass sie mit den Hinterhufen im Schritt den Abdruck der Vordehufe überschritt musste ich garnicht achten. Das tat sie immer. So ging ich mit ihr gleich zu den Seitengängen über. Zuerst nach außen gegen die Bande und später sogar nach innen gerichtet. Daran arbeiteten wir aber auch fast eine Stunde. Als ich der geschwitzten Stute am Putzplatz den Sattel abnahm war es bereits ganz dunkel. Ich rubbelte sie etwas mit Stroh trocken. Für eine Decke war es einfach zu warm. Dann verabschiedete ich mich bei allen. Zum Glück hatte Tom für mich gefüttert und später gemistet. Heute war die Zeit vergangen wie im Flug. Ich ging zum Wagen und fuhr erschöpft vom Hof.
    • Raven
      Ausritt mit den Reitkindern:

      Nachdem ich bereits ein paar meiner Pferde versorgt hatte, ging ich nun weiter. Die Criollopferdchen waren die Nächsten. Für die war heute etwas Besonderes geplant. Ich würde mit Katrin und einer Gruppe ausgewählter Reitkinder ins Gelände gehen und ein paar Stunden weg bleiben. Das war für die Pferde abwechslungsreich und spannend für die Kinder. Aber bevor Letztere eintrafen musste schon einiges getan sein. Die Mädchen putzten die Stuten zwar, taten aber sonst nicht sehr viel. Also begann ich die Stuten der Reihe nach zum Putzplatz zu bringen. Wir hatten heute acht Schülerinnen, was einiges abverlangte. Denn über die musste man ein Auge haben. Ich führte zuerst Partytime und Royal Fairy. Die ersten beiden Mädchen waren bereits da und begannen, die Stuten zu putzen. Während dessen ging ich zurück zu den Boxen und holte für die Nächsten. Girlie und Keep the Faith passten noch auf den Putzplatz, obwohl der eigentlich für drei Pferde ausgerichtet war. Aber die Stütchen kannten sich ja.
      Tahoma und Flying Rook band ich einfach vor ihren Boxen an. Mitlerweile waren auch die restlichen Kinder da und begannen mit dem Putzen. Katrin hatte ein Auge auf sie und half bei Fragen. So konnte ich noch Roanoke und Tender Rose aus ihren Boxen holen und dann auch noch Jade und Caresse, die heute vor Katrin und mit geritten würden. Ich freute mich richtig auf meine Jade. An ihr hing ich als erste Selbstaufzucht besonders. Katrin riss mich aus den Gedanken als sie mir anbot noch schnell die Boxen der Stuten zu misten, wenn ich dafür Caresse für sie mitputzte. Gesagt getan. Ich schnappte mir beide Putzkisten und begann die Hufe auszukratzen. Dann ließ ich aber das ständige hin und her gerenne und putzte erst Caresse ausgiebig, bevor ich zu Jade ging. Beide waren am Ende gestriegelt und gebürstet, hatten die Gesichter gewaschen und das Langhaar gekämmt beziehungsweise verlesen. Dann kam auch schon Katrin vom Ausmisten. Die Kinder hatten ebenfalls fertig geputzt und warteten bereits. Wir holten gemeinsam die Sättel und ich half wie auch Katrin erst den Mädchen beim Satteln, bevor wir uns um Jade und Caresse kümmerten. Bis auf Girlie, die heute absolut nicht das Maul für das Gebiss öffnen wollte, gab es keine Zwischenfälle.
      Anschließend ging es los. Alle stiegen auf. Katrin ritt an der Spitze, während ich als Letzte alles im Blick behielt. Also vorne Caresse, dahinter Roanoke, die wir bewusst hinter die Tigerscheckstute gepackt hatten damit sie sich im Tempo anpasste, danach Girlie, Flying Rook, Partytime, Royal Fairy. Dann tat sich da ab und an eine Lücke auf wenn Tahoma einen anderen Weg gehen wollte, wie wr das wollten. Nach ihr kamen dann noch Tender Rose und Keep the Faith. Ich konnte von hinten alles beobachten. Die Strecke hatten Katrin udn ich im Voraus abgeklärt, sodass sie nun nicht immer nach hinten schreien musste. Besser oder viel mehr angenehmen für die Pferde. Und auch für die Menschen natürlich. Wir ritten zuerst durch Felder. Später gelangten wir auf eine lange Gerade, die zwischenzeitlich an einigen Bäumen vorbei führten. Ansichtssache, ob das ein Wald war oder nicht. Es war gerade an der Grenze. Ab dort trabten wir die meiste Zeit. Nur für Kurven und an Straßen parierten wir die Pferde durch. Das Wetter meinte es gut mit uns und alle hatten Spaß. Obwohl wir ab und an angebettelt wurden gestatteten Katrin und ich den Galopp mit so einer großen Gruppe nicht. Auch weil wir die Pferde kannten, die sich eben nicht immer berechnen ließen.
      Zurück im Stall brachten alle das Sattelzeug zurück an seinen Platz. Die Mädchen brachten je ihr Pferd zurück in seine Box. So musste ich mich darum nicht mehr kümmern. Als die anderen bereits weg waren machte ich noch das Futter fertig und versorgte die Stuten. Ich hatte den Ausritt wirklich genossen. Das würde ich gerne öfter machen. Lächelnd verließ ich den Stall.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Raven
    Datum:
    25 Dez. 2010
    Klicks:
    892
    Kommentare:
    18