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Bracelet

Party Shaker ♥

Aristo x Forever Yours <3

Party Shaker ♥
Bracelet, 21 Okt. 2015
    • Bracelet
      Party Shakers Ankunft
      15. November 2013

      Eine Woche zuvor hatte ich bei einer Auktion einen wunderbaren Schecken ersteigert. Es war ein Trakehnerhengst der super in meine Zucht passte. Ich hatte den hübschen bereits ausführlich inspiziert und dann für ihn geboten. Erfolgreich. Er ging an mich. Nuray, seine Vorbesitzerin, verkaufte alle ihre Pferde und suchte wohl ein gutes Zuhause für ihn. Dieses sollte er bei mir auf dem Gestüt Burning Spring bekommen.
      In Gedanken versunken saß ich auf einer Bank neben dem Gestütshaus. Da kam auch schon ein großer Cheap samt Pferdeanhänger. Es war Nuray. Glücklich ging ich ihr entgegen und begrüßte sie. Sie öffnete den Pferdeanhänger und holte diesen wunderbaren 4jährigen Junghengst heraus. Er wölbte edel seinen Kopf und blähte hengstisch seinen Nüstern. Ich ging vorsichtig auf ihn zu und streichelte ihn zum ersten Mal. Er genoss es und ich wusste in jener Sekunde, dass er der Richtige für mich war. ,,Haha er mag dich.'',lachte Nuray als er mir das halbe Gesicht abschleckte. Ich lachte ebenfalls. Dann musste Nuray aber auch schon wieder los und ich blieb mit Party Shaker zurück.
      Als Nuray fuhr sah Party Shaker ihr nach. ,,Du Armer.. Aber du wirst dich bestimmt einleben mein Hübscher.'',sagte ich und strich ihm vorsichtig über die Ganasche. Der Trakehner-Pintohengst schien mir eine treue Seele zu sein. Auch wenn er erst 4 Jahre alt war sah ich in ihm großes Potenzial. Er würde, wenn er einmal groß ist, ein toller Zuchthengst werden. Und auch bei Tunieren würde er ein gutes Bild machen. ,,Party wir beiden werden noch viel erleben.'',sagte ich glücklich und schnaltzte mit der Zunge. Er spitzte seine Ohren und ich ging ein paar Meter. Dann drehte ich mich um. ,,Na? Kommst du?'' Als verstehe er mich folgte er mir plötzlich. Als wir an der Bank vorbei gingen konnte ich mir es nicht verkneifen mich auf seinen Rücken zu setzen. Zufällig hatte ich hier zuvor einen Halsring gefunden den ich ihm herauf gab. Ich wartete bis er daneben stand und kletterte dann auf die Bank und von da aus auf den Rücken des 1.68m großen Hengstes. Er ließ es brav zu.
      Ich gab ihm auch wenn ich wie immer zu weit hinten saß, wenn ich ohne Sattel ritt, Schenkeldruck und der hübsche reagierte super. Er ging im Schritt los. So gingen wir zusammen zum Stall, wo ich ihn putzte und noch eine schöne Zeit mit ihm hatte.​
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      Tierarztbesuch bei Party / by Tequila
      23. November 2013

      Ich war auf dem Weg zu Bracelet's Hof. Ich sollte hier heute eins ihrer Pferde untersuchen. Endlich erreichte ich den schönen Hof. Den Wagen hielt ich vor dem Stall und stieg schließlich aus. Ich sah mich kurz um als Bracelet schon mit einem hübschen Trakehner-Pinto-Mix aus dem Stall kam. Er wirkte gelassen, schaute aber neugierig als er mich erblickte. Ich ging den beiden entgegen. "Hallo" begrüßte ich Bracelet lächelnd und streichelte dann Party Shaker den Kopf. Er beschnupperte meine Hand und untersuchte meine Taschen nach etwas leckerem. Lachend schob ich seinen Kopf auf Seite. Er sollte untersucht werden und die Zähne gemacht bekommen. Ich begann damit seine Ohren, Augen und Nüstern zu untersuchen. Der Hengst blieb brav stehen, drehte aber immer wieder neugierig seinen Kopf zu mir. "Alles in Ordnung" meinte ich und sah kurz zu Bracelet die Party Shaker am Strick hielt. Ich holte schließlich das Stethoskop aus dem Wagen und hörte das Herz, die Lunge und den Magen des Hengstes ab. Auch hier war alles in Ordnung und ich tastete noch seine Beine und den Bauch ab. Party Shaker war zwar brav auch wenn er sich immer wieder nach mir umsah. Ich klopfte ihm kurz die Schulter und ließ Bracelet dann kurz mit ihm vortraben. Er fiel direkt in einen schönen, vielleicht etwas schnellen Trab. Allerdings konnte ich bei ihm keine Lahmheit feststellen. Nun holte ich die kleine Stirnlampe aus dem Wagen. Bracelet nahm seinen Kopf auf die Schulter, aber als ich versuchte sein Maul zu öffnen weigerte er sich. Da wir es so nicht hinbekamen holte ich schließlich die Maulsperre aus dem Wagen. Ich legte sie ihm an und begann dann seine Zähne zu untersuchen. Sie waren alle in Ordnung und er hatte auch keinen Zahnstein. Allerdings hatte er leichte Haken an den hinteren Zähnen. Ich holte die Raspel und schliff die Zähne wieder glatt. Nun nahm ich ihm die Sperre wieder ab und ich streichelte ihn und wandt mich dann an Bracelet. "Er ist topfit" sagte ich lächelnd und klopfte ihm die Schulter. Nun packte ich meine Sachen wieder zusammen und verabschiedete mich von den beiden und machte mich auf den Heimweg.​
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      Freispringen
      2. Januar 2014

      Ich kam schon am frühen Morgen auf das Gestüt. Für diesen Winter war heute ein sehr warmer Tag. Die Sonne stand hell am Himmel und der Thermometer zeigte mir 12 Crad an. Ich hatte zuvor schon angerufen, dass die Stallburschen bereits Party Shaker, Diarado, Deo Volente und Takada putzen sollen und sie dann in die Box stellen sollen.
      Als ich dann in den Stall kam standen Takada, Deo Voelente und Diarado schon fertig in ihren Boxen. Party Shaker stand in mitten zweier Boxen angebunden. Scheinbar brachte der Stallbursche nur noch schnell den Putzkasten weg und wollte ihn anschließend in die Box stellen.
      Es war relativ ruhig im Stall. Dies kam wahrscheinlich davon, dass trotz der beachtenden Größe des Stalles mit über 40 Boxen nur 4 Pferde im Stall standen. Reine Springer hatte ich nun einmal nicht so viele doch diese Vier hatten große Begabung und wurden ausschließich in Springen trainiert, wobei auch gelegentlich normal geritten wurde und auch hier und da ein Militarytunier bestritten wurde.
      Schon bald kam mir der Stallbursche entgegen und grüßte. Ich sagte, es sei nicht nötig Party noch einmal in die Box zu stellen und ich nähme ihn gleich mit. Dies tat ich. Ich nahm Party Shaker an den Strick auf meiner rechten Seite und De Volente auf die Andere. ,,Na dann gehen wir einmal vor.'',sagte ich und führte die Beiden auf den Außenplatz wo ich sie nebeneinander anband. Eine Pferdelänge dazwischen ließ ich frei. Dann holte ich auch Takada und Deo Volente. Diese band ich ebenfalls im selben Abstand an. Als sie da so standen viel mir auf, dass sie alle schwarz beziehungsweise schwarz-weiß waren. Ich musste kurz lachen.
      Daraufhin holte ich mir eine Absperrung und sperrte einen Teil des Platzes damit ab. Dann holte ich zwei Hindernisse herbei und die dazugehörigen Stangen. Das eine wurde ein kleiner Oxer und ziemlich am Anfang. Das Hintere hingegen war ein etwas anspruchsvolleres Hinderniss, da es mit knapp einem Meter Klasse A entsprach und Takada und Deo Volente erst E Hindernisse gewohnt waren. Aber sie waren bereits manchmal höher gesprungen somit sollte es klappen.
      Ich begann mit Diarado. Der schwarz glänzende Oldenburger maß ungefähr 1.70m und war bereits in Klasse E Zweitplatzierter. Nun trainierte er täglich mit Klasse A** Hindernissen. Ich führte ihn zur Absperrung und ehe ich den Anfang erreichte spitzte er bereits neugierig die Ohren. Ich ließ ihn vom Strick und der Hübsche sprintete los. Den ersten Oxer überrannte er beinahe. Beim Zweiten wurde er kurz langsamer und dann wieder schneller und flog regelrecht darüber. Er warf den Kopf hoch und schnaubte. Ich fing ihn wieder ein und ließ ihn noch zwei Mal durch den Pacour springen. Er genoss es und zeigte was er konnte. Als ich ihn wieder anband schnaubte er hengstsich und schien Takada beeindrucken zu wollen.
      Ich lachte und nahm gleich die einzige Stute zwischen meinen Hengsten mit. Sie ging erhobenen Kopfes brav neben mir her und spitzte die Ohren Richtung Parcour. Ich ließ die Scheckenstute vom Strick und auch sie galoppierte sofort an und sprang über den ersten Oxer. Bei dem Zweiten wurde sie langsamer und blieb stehen, sprang aber dennoch ab und darüber. Ich lobte sie und ließ sie noch zwei Mal springen. Diesmal klappte es bei allen zweien perfekt.
      Als Takada wieder angebunden war nahm ich Party Shaker dran. Er war A ebenfalls schon gewohnt und in E Drittplatziert. Ich ließ ihn vom Strick und ehe ich den Haken aushängte galoppierte er los und wurde vor dem ersten Oxer schneller. Er hielt das Tempo und wurde vor dem Zweiten noch schneller. Er sprang viel höher als er musste und buckelte danach. Ich lobte ihn und wiederholte das noch zwei Mal.
      Dann zu guter Letzt ließ ich auch Deo Volente springen. Der Lackschwarze Hengst war heute eher unmotiviert und wollte erst gar nicht loslaufen. Dann, beim zweiten Durchgang, verweigerte er das erste Hinderniss und drehte um. Er rannte mich fast um doch ich konnte ihn dazu bewegen nochmal umzudrehen. Danach rannte auch er fleißig los und übersprang die Hindernisse ausgezeichnet gut.
      Danach putzte ich die Vier noch und stellte sie auf die Weide. Dann ging ich.​
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      Frühlingsputzaktion
      29. März 2014

      Da nun der Frühling auf dem Gestüt einkehrt und alles rund um das Gestüt begann zu blühen, beschlossen ich und meine Mitarbeiter auf dem Gestüt eine Frühlingsputzaktion zu starten. So sollte auch das Gestüt wieder seinen alten Glanz finden und die Pferde für die kommende Turniersaison besonders herausgeputzt werden. Alle Mitarbeiter versicherten mir mitzuhelfen und so kam dann auch der 29. März.
      Ich kam schon um 6 Uhr auf das Gestüt und begrüßte meine Mitarbeiter. Zusammen saßen wir in der großen Gemeinschaftshalle des Gestütshauses und tranken Kaffee. Ich redete mit dem Trainer einer meiner Pferde und schlürfte gelegentlich an meiner Tasse. So verging die Zeit bis um halb 7 alle da waren.
      Dann ging es daran die Pferde auf die Koppeln zu bringen, die mitlerweile wunderschön grün waren. Sie hätten heute einen Ruhetag damit das Gestüt geputzt werden konnte und wurden anschließend auch herausgeputzt. In einem großen Schwall ging es in den Stall. Jeder schnappte sich ein oder zwei Pferde und führt sie auf die Weiden. Ich nahm Touchable, meine hübsche Apfelschimmelstute, und Donella, ebenfalls Apfelschimmel. Brav folgten sie mir und liefen dann munter auf der Koppel umher.
      Für uns ging es dann daran aus allen Boxen Heu, Stroh und co heraus zu nehmen und die Boxen mit Wasser abzuspritzen und die Gitterstäbe zu putzen. Auch die Halterungen für die Halfter und Decken wurden geputzt und ebenso die Stallgasse. In der Sattelkammer wurden alle Halterungen geputzt und die Sättel und Trensen poliert. Die Decken wurden alle gewaschen und die Halfter und Führstricke ebenfalls abgespült. Auch die Bandagen und alles andere an Ausrüstung wurde perfekt geputzt. Auch die Futtertröge, Wassertröge, Heukippen und Salzsteinhalterungen wurden wieder auf Hochglanz gebracht. Ich packte fleißig mit an und half auch die Halle neu einzustreuen und die Boxen mit Stroh wieder zu erneuern.
      Als dies alles geschafft war war es 5 Uhr nachmittags. Somit mussten wir die Pferde nun im letzten Licht putzen, aber da alle mithalfen klappte es super. Jedes Pferd, Pony und Fohlen wurde mit Glanzschampoo gewaschen, die Hufe wurden gesäubert und eingewachst und der Nüstern und die Maul und Augenpartie wurde mit Schwämmchen gesäubert. Als dies gemacht war wurden die Pferde wieder in ihre Boxen gebracht und wir genossen noch einen netten Abend zusammen.

      Der Herbst kommt
      26. September 2014

      Allmählich wurde es von Tag zu Tag kühler, was man auf dem gesamten Gestüt im eher nördlich, in Slowenien, gelegenen Gestüt immer mehr zu spüren bekam. Langsam begannen auch die Blätter sich rotbraun zu färben und Burning Spring wurde der ersten Silbe seines Namens immer gerechter.
      Der Herbst brachte allerdings mehr als bloß eine Jahreszeitenveränderung mit sich. Unter anderem verabschiedeten sich einige Trainer und Bereiter. An ihrer Stelle sollten bald einige andere nachrücken und auch das Gestüt sollte sich auf seine neuen Ziele vorbereiten. Abgesehen davon, das wir unsere hohen Standards beibehalten möchten, wollen wir uns immer mehr auf die Selektierung und Krönung von Pferden beschäftigen. Mir war bewusst, dass es mir nicht leicht fallen würde mich von Einigen zu trennen, dennoch sah ich ein, das dies die richtige Entscheidung wäre.
      Nun wollte ich mich aber einmal wieder vergewissern, dass es allen meinen Schützlingen gut ging. Also stand ich an jenem Tag ziemlich früh auf und ging nun, in einen warmen Mantel gehüllt, Richtung Stallungen.
      Als erstes ging ich in den Stall in dem meine dressurorientierten Pferdchen zu finden waren. Als ich hinein kam wurde gerade Sir Donnerhall in seiner Box geputzt. Der 1,73m große Hannoveraner stand wie immer ganz gelassen da und beäugte mich neugierig als ich den Stall betrat. Waldjunge stand in der Nebenbox und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Ich schnalzte mit der Zunge und sagte liebevoll seinen Namen. Anschließend gab ich ihm ein Leckerli und streichelte ihn ein wenig. Es war gerade halb 7 Uhr morgens und sein Bereiter kam erst gegen 8, weshalb er noch Zeit zum Entspannen hatte. Zuletzt geritten hatte ich den Hübschen vor etwar zwei Wochen, was allerdings bei den meisten Pferden der Fall war. Der Grund dafür war, dass er gerade mitten in seiner Ausbildung steckte, die jedes Pferd auf dem Gestüt genoss. Außerdem hatte ich leider nicht allzuviel Zeit all meine Pferde zu reiten. Insgesamt waren dies nämlich 24, zusammen mit 3 Fohlen. Dies war mitunter ein Grund weshalb ich leider einige der Süßen in liebevolle neue Hände vermitteln wollte. In Gedanken versunken hatte ich nun begonnen Waldjunge zu striegeln. Ich ließ mir Zeit und kratzte ihm auch die Hufe aus und kämmte seine Mähne und seinen Schweif. Er schnaubte genießend. Als ich dann fertig war ging ich auch zu Costas Box. Der hübsche Trakehner stand mit dem Po zu mir in seiner Box und fraß etwas Heu aus seinem Heunetz. ,,Costa.'',rief ich ihn, aber er drehte bloß ein Ohr in meine Richtung und reagierte sonst nicht. Ich öffnete die Boxtüre und setzte mich ins Stroh. Nun blickte er auf und drehte sich langsam zu mir um. Er betrachtete mich neugierig und ließ sich nun auch streicheln. ,,Braver Bub.'',sagte ich und gab ihm einen Kuss. Costa war eines der Pferde, welche ich mindestens einmal in zwei Tagen ritt. Mit ihm ging ich auch auf Turniere und wünschte mir, mit allen meinen Pferden so eine gute Beziehung zu haben wie zu ihm. Auch wenn er, wenn er fraß, nicht unbedingt gerne gestört wurde. ,,Na dann bringen wir dich mal auf die Weide.'',meinte ich und holte sein Halfter. Anschließend brachte ich ihn auf seine eigene Koppel, so wie sie jeder Hengst auf meinem Gestüt hatte. Mit den Worten ,,Heute hast du einmal einen Tag für dich.'' verabschiedete ich mich bei ihm und er galoppierte auf die Weide.
      Nun ging ich zu meinen vielseitigorientierten Pferden und/oder Freizeitpferden. Da sie alle erst gegen 11 gingen um ihr ''tägliches Fitnessprogramm'' zu absolvieren putzte ich jedes einzelne von ihnen und nahm mir viel Zeit für Streicheleinheiten. Zuerst putzte ich Love me tender; Anschließend Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS Je'taime, Black Pearl, Double Diamond, Deila, Golden Eye, Final Destination IV, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Als ich gerade meine hübsche Snow putzte, kam auch schon einer der Bereiter, der für Black Pearl und Double Diamonds zuständig war. Er grüßte freundlich und verschwand anschließend in der Sattelkammer um Sattel und Trense zu holen. Ich aber verabschiedete mich auch schon wieder bei meinen Pferden und verließ auch den 2. Stall.
      Im 3. standen nun meine springorientierten Pferden, welchen derzeit meine größte Aufmerksamkeit genossen. Deo Volente, HGT's Nightmare, Takada, Party Shaker und N'oubliez jamais ritt ich nämlich jeden Tag, wie auch meist Costa. Diese Pferde hatten heute einmal einen Ruhetag und durften den gesamten Tag auf der Koppel verbringen, wo ich sie auch gleich darauf hinbrachte. Diarado putzte ich daraufhin ganz in Ruhe und genoss die Zeit mit ihm. Anschließend holte ich Sattel und Zaumzeug sowie Gamaschen und Hufglocken. Danach ging ich ganz in Ruhe ausreiten.
      Nach einem schönen Tag auf meinem Gestüt ging ich nun am Abend ins Bett und freute mich schon auf die kommenden Tage.​
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      Stallrundgang
      26. Februar 2015

      Es war ein regnerischer Tag auf meinem Gestüt, als ich den monatlichen Stallrundgang machte. Leider hatte ich diesen schon im Vorhinein bekannt gegeben und konnte so den Tag nicht ändern, egal wie mies das Wetter heute zu scheinen schien.
      Ein Stallrundgang war immer viel Arbeit auf meinem Gestüt. Ich musste jeden einzelnen Trainer begutachten, wie er seine Arbeit machte und wie weit die Pferde beim jeweiligen Trainer bereits waren.
      Pünktlich um 7 Uhr morgens verließ ich mit einer vollen Thermoskanne, beziehungsweise diesen Coffee-to-Go Dingern, das Hauptgebäude. Es war relativ warm für Februar aber dennoch durchdrang die Nässe mich bis auf die Knochen und ich fror ein wenig. Dabei kramte ich, solange ich noch unter dem Dachvorsprung stand, nach meinem Plan.
      Der lautete für die Wintermonate wie folgend:
      6:30 Die Pferde bekommen ihre erste Futterration für den Tag
      7:00 Die ersten Trainer und Bereiter trafen am Gestüt ein, kontrollieren ihre Notizen und planen vorläufig das Training für den nächsten Tag, was sie später allerdings noch ändern können
      7:30 Die Stallburschen putzen die ersten Pferde
      8:15 Die ersten Pferde werden aufgesattelt
      8:30 Ab nun kommen die Pferde mit den späteren Trainingseinheiten nacheinander in die Schrittmaschine
      8:30 Die Bereiter bzw. Trainer übernehmen ihre Pferde und beginnen mit den vorgesehenen Trainigseinheiten.
      Okay, weiter las ich zugegeben erstmal nicht. ,,Hallo.'', grüße mich auch schon die bekannte Stimme einer meiner Trainer. Ich grüßte zurück und schlenderte dann gemütlich zum Fohlenstall.
      Dort kamen meine drei hübschen Hengstchen auch schon munter auf mich zugelaufen. Chestnut wieherte aufgeweckt, woraufhin Exciting Force und Hidden Flyer ebenfalls einstimmten. Ich streichelte sie liebevoll und verhätschelte sie. Als ich das nächste mal auf meine Armbanduhr sah, war es auch schon kurz vor halb 8, weshalb ich den Süßen eine letzte Streicheleinheit gab und dann auch schon wieder ging.
      Um exakt 7:29 kam ich bei den Springpferden an, beziehungsweise beim Springpferdestall. Ich ging hinein und sah meine süßen entspannt am Heu knabbern. Nur N'oubliez jamais stand mit gespitzten Öhrchen in seiner Box und beäugte mich. Seit er am 10. Juli zu mir gekommen war ritt ich den Hübschen jeden zweiten Tag selbst und beschäftigte mich intensiv mit ihm. Obwohl er ein Hengst mit großem Temperament war verhielt er sich mir gegenüber immer respektvoll und liebevoll. Erst neulich erzählte mir ein Stallbursche, dass er sich vom Strick gerissen hatte und weggelaufen war. Erst nach einer Stunde konnte man ihn wieder einfangen. Natürlich war dies nicht unbedingt was ich gerne hörte, aber er war, auch wenn man es ihm Äußerlich nicht anmerkte, gerade mal 4 Jahre alt und hatte einen riesigen Überschuss an Energie, was allerdings den Sport mit ihm, sollte es nicht gerade um Dressur gehen, sehr angenehm machte.
      Sein Wiehern riss mich aus den Gedanken, als der Stallbursche mit dem Putzzeug angerannt kam. Er grüßte mich freundlich und öffnete dann N'oubliez jamais Boxentüre. ,,Schnuller'', wie ich ihn liebevoll nannte, fand dies allerdings nicht so toll und hatte sich in die hinterste Ecke seiner Box gestellt. Er war nicht unbedingt ein Fand davon, dass er jeden 2. Tag zu den Pferden gehörte, die als erstes raus mussten.
      Er musste sich aber damit abfinden, da die Springpferde immer erst in die Halle mussten, um ihr tägliches Dressurtraining abzuschließen, ehe sie dann am Nachmittag Springtraining hatten und die Dressurpferde die Halle für sich hatten.
      Ehe ich mich versah hatte der Stallbursche Schnuller geschickt dessen Halfter angelegt und führte ihn nun zum Putzplatz. Er folgte nun brav und ich ging den beiden nach. Es hatte eben aufgehört zu regnen, also nutzten die Stallburschen den Putzplatz draußen, da der drinnen bloß 4-5 Plätze hatte. Draußen allerdings konnten Deo Volente, Diarado, Nightmare, Takada, Party Shaker und Schnuller nebeneinander stehen. Fleißig begannen meine 6 zuständigen Helfer die Pferde zu putzen. Gähnend sah ich dabei zu und plauderte ein wenig mit meinem Springtrainer, der früher als gedacht mit seinen Notizen fertig war. Wir verstanden uns sehr gut und auch er nützte jede freie Sekunde um bei den Pferden zu sein, welche auch eine sehr gute Bindung zu ihm hatten.
      Insgesamt hatte ich 2 Springtrainer. Einen, Georg Müller, für Deo, Takada und Diarado und einen, Ricardo Sanchez, mit dem ich gerade sprach, für Nighti, Schnuller und Party.
      So, nun ging es ans aufsatteln. Dabei sah ich wieder etwas genauer hin, da mir auffiel, dass Deo seine Trense in letzter Zeit so ungern annahm, wenn ich dies von ihm verlangte. Und da sah ich das Problem auch schon: Der Stallbursche zog erst ein Ohr hindurch, dann das andere und dabei riss er ihm kurzzeitig aber doch im Maul herum. Ich ging hinüber und erklärte ihm, dass es so viel besser funktionieren würde und nahm den Zaum wieder herunter. Einmal vorgezeigt, wieder herunter und von ihm nachgemacht und siehe da: Ging doch.
      Nachdem dies auch geschafft war kamen auch schon die 6 Bereiter, die ich für die 6 Pferde ausgesucht hatte.
      Chloé Perrez für Takada, Daniel Murphy für HGT's Nightmare, Lucia Sanchez, Ricardos Tochter, für Deo Volente, Tyler Woods für Party Shaker, Riley McCalley für Diarado und Franc Novak für N'oubliez jamais.
      Sie übernahmen die Pferde, grüßten freundlich und folgten mir und Ricardo in die größte Halle, auf dem Gestüt, die hauptsächlich für Dressur und Stangenarbeit genutzt wurde. Bei uns, ganz vorne ging Lucia. Sie redete etwas mit ihrem Vater, der allerdings nicht mehr ihr Trainer war, da sie beschlossen einmal andersherum zu trainieren. ,,Und wie läuft's so mit Deo?'', fragte ich schließlich. ,,Ganz gut.'', antwortete sie ,,Dressurtechnisch will er ja bekanntlich manchmal einfach nicht so ganz aber es wird besser. Im Springen ist er dann aber mit ganzem Herzen dabei und reagiert super auf meine Hilfen.'' Ich grinste: ,,Das freut mich'' und öffnete dann das Hallentor für meine Bereiter.
      Die beiden Trainer gingen hinein, ich blieb auf der Tribüne sitzen und verfolgte alles aus der ferne mit. Schnell waren sie alle zu Pferde und die Trainer legten brav zum Warmreiten die Decken auf. Es folgte eine Viertelstunde Schritt, was ich als sehr lange empfand, im Winter allerdings nicht schlecht. Die Pferde verhielten sich am langen Zügel sehr unauffällig. Dann nahmen sie langsam die Zügel auf und bald trabten die ersten drei Reiter, die bei Georg im Training waren an. Sie achteten dabei darauf, dass sie möglichst nicht in der Abteilung ritten sondern frei. Immer wieder ging ein Reiter auf den Zirkel und umrundete Georg, der Tipps gab. 5 Minuten später trabten auch die drei übrigen Reiter an. Ich sah amüsiert zu und beobachtete sie. Sie machten das toll und hatten die Pferde gut im Griff. Nur im Galopp gab es dann einmal eine etwas brenzliche Lage, als N'oubliez jamais und Deo Volente gleichzeitig an die lange Seite kamen und sich auf der anderen Hand begegneten. Irgendwie kam es dazu das das innere Pferd, Deo Volente, plötzlich nach innen ausweichen wollte und der trabenden Nightmare beinahe den Weg geschnitten hätte. Dies war allerdings nicht weiter schlimm und alle beruhigten sich wieder.
      Nach diesem Training besuchte ich auch die Dressurpferde Sir Donnerhall, Costa und Waldjunge.
      Sie freuten sich sehr mich zu sehen und ich half den Stallburschen etwas beim Putzen und sah mir anschließend auch ihr Training an, worüber ich sehr zufrieden war.
      Zu guter Letzt besuchte ich Love me Tender, Donella, Angels Kiss, Herbstblüte, BS' Je'taime, Black Pearl, Double Diamonds, Deila, Golden Eye, Final Destination, Wastl, Touchable, Pearl, Scarlet Sun und Ungezähmt Snow. Ich half, sie auf die Weide zu führen und sah bei einigen Trainingsdurchgängen im Geländeparcour und auf der Galoppstrecke an. Es war toll, zu sehen wie sie aufblühten, seit sie wieder mehr gefordert wurden, da sie eine Zeit lang ja ''nur'' meine Freizeitpferde waren, die fast den ganzen tag auf der Koppel standen und dann nur eine Stunde geritten wurden und dies meist nicht sehr kontrolliert, sondern auf ,,Ja, heute will ich das ernster nehmen, morgen nicht', wenn ich ehrlich war. Aber nun hatten sie wieder eine schöne Muskulatur aufgebaut und waren auch sonst top fit.
      Vor allem bei Donella merkte man, da sie nun viel mehr Spaß hatte, sie war immerhin ein Pferd das eine Herausforderung benötigte.
      Mit gutem Gewissen konnte ich Abends meinen monatlichen Stallrundgang beenden und war sehr zufrieden.​
    • Bracelet
      Das diesjährige, private Gestütstreffen
      17. Juli 2015

      Um die gute Arbeit unserer Trainer und Bereiter zu würdigen, beziehungsweise für etwas Spaß zu sorgen, finden nun jedes Jahr einige kleine Turnierchen statt, an denen nur die Pferde unseres Gestütes teilnehmen dürfen. Zusammen mit unseren Bereitern natürlich. Zu aller erst fanden die Wettbewerbe in der Sparte Dressur statt, anschließend ein Springparcours und zu guter Letzt eine kleine aber feine Geländestrecke. Bewertet wurde das ganze von mir und 2 weiteren Richtern, die sich die Zeit für mich genommen hatten.
      Entspannt machte ich mir noch einen Tee, ehe ich damit zu meinem Richtertisch ging. Nachdem ich vor Ort noch mit meinen beiden Kollegen gesprochen hatte, begann auch schon der Bewerb. Eine kleine Dressurpferde A, bei denen ausnahmsweise auch Pferde teilnehmen durften, welche ursprünglich nicht in dieser Klasse startberechtigt waren. Insgesamt nahmen 7 Pferde teil. Donella, Black Pearl, Scarlet Sun, Ungezähmt Snow, Sir Donnerhall, Waldjunge und Costa de la Bryere. Sie waren alle wirklich Spitze. Dennoch wurden einige Punkte mehr vergeben, da hier und da ein kleiner Fehler passierte, was vollkommen okay war. Ich war wirklich sehr stolz auf sie alle.
      Schon bald ging es an die Siegerehrung, an welcher alle Reiter teilnehmen durften und eine Ehrenrunde galoppieren durften. Die ersten 3 bekamen allerdings eine Medaillie als Ehrung und der Gewinner einen Gutschein für ein Reitgeschäft in der Nähe. Ich durfte aufrufen. Somit rief ich sie von hinten nach vorne auf. Die ersten 3 waren, um sie kurz noch einmal zu erwähnen, Sir Donnerhall und ex equo Costa de la Bryre. Platz 3 ging an Donella, meine zuckersüße, gekörte Reitponystute.
      Als nächstes auf dem Programm stand Springen. Teilnehmer waren N'oubliez Jamais, HGT's Nightmare, Party Shaker, Diarado, Takada und Deo Volente. N'oubliez Jamais' Reiter musste leider aufgeben, da ,,Schnuller'' mal wieder seinen Sturschädel durchsetzen musste und, nachdem er bereits am ersten Hinderniss verweigert hatte, seinen Reiter hochkant abwarf. Die übrigen Pferde blieben relaxt und die höchste Fehlerrate lag bei 1 Abwurf pro Pferd. Gewonnen hatte Nighti, welche fehlerfrei geblieben war und sich im Stechen gegen Diarado durchsetzen konnte. Takada belegte Platz 3.
      Dann war auch schon die Geländestrecke dran. Sie beinhaltete neben einigen Auf und Abgaloppaden über die hügelige Landschaft eine Wasserpassage und ein Abschließendes Springen in einem kleinen Springparcours. Teil nahmen N'oubliez Jamis, Deo Volente, Pearl, Final Destinatin IV, Wastl, Touchable, Golden Eye, Deila, Double Diamonds, Black Pearl, Herbstblüte, Angels Kiss, Love me Tender und BS' Je'taime. Diesmal gab eskeine Ausfälle und alle Pferde absolvierten gekonnt den Parcours. Wenn man Zeit und Fehlerpunkte zusammenzähltem kam man auf ein Ergebniss, das mich wirklich stolz machte. Die beste Zeit hatte Black Pearl, mein schwarzes Muskelparket. Er hatte sich seit er bei uns war enorm entwickelt und gewann nun somit diesen Bewerb. 2. wurde N'oubliez Jamais, welcher diesmal brav geblieben war, und 3. wurde Final Destination IV.
      Nachdem alle Sieger geehrt wurden und alles wieder abgebaut war, besuchte ich nun meine kleinen Fohlen, welche auf der Weide standen. Die 3 werdenden Hengste liefen sofort im Galopp auf mich zu. m schnellsten war Chestnut, der sich beinahe nicht vor dem Koppelzaun bremsen konnte. So tollpaytschig er war, man sah ihm sein Talent einfach an. Ich streichelte sanft seine Nase, bis auch Hidden Flyer und Exciting Force da waren und mich neugierig beäugte. Ich streichelte sie und genoss noch einen schönen Tag mit ihnen.​
    • Veija
      November 2015
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      Party Shaker Military E-A, Takada Military E-A, Golden Eye Military E-A

      Kaum war ich bei Samanta fertig, ging es auch schon zu Backfett, wie ich die junge Frau so gerne nannte. Gerade wurde mir bewusst, dass ich keine Ahnung hatte, wie sie wirklich hieß. "Seltsam...", murmelte ich und lenkte so die Blicke von Aaron und Alexis auf mich, die ich mit zu Backfett nahm, da ich drei Pferde zu trainieren hatte. "Was ist seltsam?", fragte mich Alexis und schaute kurz zu Aaron, der nur mit den Schultern zuckte. "Ach, ist egal, wir sind eh jetzt da", erklärte ich augenrollend und bog auf Backfetts Hof ab. Schnell hatten wir uns alle vom Wagen zum Stall begeben und betrachteten die Warmblüter. "Das ist deine Welt, nicht wahr Aaron?", sagte ich zu dem jungen Mann, der sich neugierig die ganzen Spring- & Dressurpferde anschaute. Auch ein paar Militarycracks waren unter ihnen, weshalb wir eigentlich hier waren. Ich zückte mein Handy und schaute auf meine Liste. "Also gut..", fing ich an. "Heute geht es um drei Pferde, dir wir in Military von E nach A bringen sollen. Angefangen mit Party Shaker, ein 6 Jähriger Rappscheckhengst. Backfett beschreibt ihn als wendig, schlau, neugierig aber auch sanft. Ich glaub der wäre was für dich Aaron", las ich vor. "Desweiteren haben wir Takada, die ich bei meinem letzten Besuch geritten habe. Sie ist eine 5 Jährige Rappscheckstute, die ich wohl selbst reiten werde, da sie an den Hindernissen sehr stürmisch ist... Zu guter Letzt haben wir hier Golden Eye, einen 12 Järhigen Dunhengst, der doch etwas schreckhaft ist, weshalb er eine stare Hand gebraucht. Alexis, bekommst du das hin?", fragte ich sie und überlegte kurz. "Wenn ich zwischen dem stürmischen und dem schreckhaften Pferd wählen muss, nehme ich das Schreckhafte", erklärte sie mir und zuckte kurz mit den Schultern. "Gut, alles geklärt, an die Arbeit", verkündete ich kurz und klatschte einmal in die Hände, weshalb ein Pferd hinter mir erschrocken einen Laut von sich gab. "Hier ist ja schon Golden Eye, Alexis. Bitte sehr", sagte ich und schüttelte lachend den Kopf, ehe ich mir Takada suchen ging und sie gründlich putzte. Nach dem Putzen sattelte ich sie, zog meine Schutzweste und meinen Helm an, ehe ich auf den Hof zu den beiden anderen ging, die schon fertig waren. "Also los", sagte ich, gurtete nach und stieg auf. Dann ging es ins Gelände. Wir wärmten die Pferde an der Strecke gründlich auf, ehe es an die Sprünge ging. Ganz vorne Aaron, dann Alexis und zum Schluss ich mit der einzigen Stute, damit die Hengste sich auf die Hindernisse konzentrierten. Glücklicherweise passierte unterwegs nichts außergewöhnliches. Alle Pferde machten sich super gut, sprangen fleißig und nur Takada verweigerte einmal einen Tiefsprung.
      Fertig mit dem Training ging es zurück zum Stall von Backfett, wo wir die Pferde fertig für die Box machten und kurz mit deren Besitzerin redeten. "Die drei waren große Klasse, hat alles super geklappt", sagte ich lachend. "Reite sie die nächsten Wochen ab und an durch den Parcours und du wirst sehen, dass es immer besser wird!", erklärte ich, ehe wir uns verabschiedeten und wieder nach Hause fuhren.
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      Vergesellschaftung auf der Weide - Na, wie machen sich meine Neuzugänge?
      26. Dezember 2015

      7 Uhr morgens. Gestüt Burning Spring. Eigentlich war es ein schneeloser, milder Wintertag wie jeder anderer. Doch für unser Team hier liefen ganz und gar nicht bloß gewöhnliche Vorbereitungen. Heute sollten nämlich unsere neuen Pferde endlich in die Herde eingegliedert werden.
      Bisher waren die Neuzugänge nämlich in 'Einzelhaft' gehalten worden, was die Weide betraf. Nun aber würden sie die Herde kennenlernen, was für alle Beteiligten eine große Sache war. Vor Allem bei der kleinen Junghengstherde, welche ein sehr ungewöhnliches Projekt für unsere bisherigen Verhältnisse waren. Denn die Hengste hatten früher alle ihre eigenen, aber kleineren Weiden. Da aber der Umzug nach Schweden bevor stand und wir dort auf eine große Koppel umsteigen wollten hatten wir vor einem Monat unsere Hengste zusammengelassen und wer hätte es gedacht? Sie verstanden sich. Ja klar, anfangs gab es einige Rangkämpfe, aber am Ende klappte das Ganze dann doch ganz gut.
      Nun war also auch die Zeit für Take my Hand, Batman's Rendezvous, I've got the moves like Jagger, Backfett und Bambina gekommen.
      Wir begannen bei den Stuten. In der kleinen aber feinen Herde waren neben Leitstute HGT's Nightmare Takada, Scarlet Sun, Deila, BS' Je'taime, Herbstblüte, Donella und Angels Kiss. Ich führte Handy neben mir und Jagger wurde von meinem Trainer geführt. Dann näherten wir uns der Koppel, wo die acht Stuten gerade rund um die Heuraufe, circa 20m entfernt, standen. Ich machte den Anfang und öffnete die Koppel. Dann ließ ich Handy vom Strick. Mein Trainer tat es mir gleich. Da sich Jagger und Handy bereits kannten standen sie erst zusammen abseits und verhielten sich unauffällig. Ruhe hatten sie jedoch nicht lange, da Nighti kurz darauf hinüber trabte. Daraufhin schnupperte sie an Handy, welche zurückschrak und wegsprung. Die nächsten Minuten lief die Herde um Handy herum; Handy vorn weg und die ganze Herde hinten her. Alle bis auf Donni. Diese hatte sich nämlich zu Jagger gesellt und schnuffelte diese nun auch schon freudig ab. Auch Jagger war nicht abgeneigt sondern freute sich über die neue Bekanntschaft.
      Nachdem wir uns vergewisserten, dass wieder etwas Ruhe eingekehrt war ging es zu den Hengsten. Diese waren momentan sehr weit weg, also außer Sichtweite. Dennoch holten wir Batman. Dieser war brav wie immer. Ließ sich artig auf die Koppel führen und stand brav da bis ich ihn abgehängt hatte. Dann ging er einige Schritte, ehe er bemerkte wie groß diese neue Wiese war und freudig einen Luftsprung machte und umhergaloppierte. Wiehernd. Woraufhin jemand erwiderte. Baty erstarrte. Etwas später stieß er ein eigenartig klingendes ,,Wüüühh?'' aus. Dann tauchte auch schon ein anderes Pferd auf der Bildfläche auf. Black Pearl. Er kam neugierig und begrüßte seinen neuen Kumpel.
      Etwas später folgten auch die anderen Hengste; Sir Donnerhall, Wastl, Golden Eye, Final Destination, Waldjunge, Seattle's GT'aime, N'oubliez jamais, Party Shaker, Deo Volente und Costa.
      Nachdem dies auch getan war ging es an die Fohlenweide, wo wir Bambina und Backfett mit Chestnut, Capri und Caddylack vergesellschaften.
      Alles in Allem klappte das Ganze super und ich konnte sie gutes Gewissens, ohne Bedenken nun zusammen mit den anderen auf die Koppel stellen. Das nannte ich mal einen gelungenen Tag.​
    • Canyon
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      Distanztraining E → A | 15.544 Zeichen | © Canyon
      8. Januar 2016

      Fröstelnd wickelte ich mir meinen neuen Schal, welchen ich mir extra für solche Reisen in kältere Gebiete gekauft hatte, enger um meinen Hals, als ich das Flughafengebäude verließ.
      Wie immer war ich nur mit meinem Rucksack ausgestattet, der war einfach praktischer, als ein eckiger Koffer.
      „Irgendwo muss hier doch ein Taxi sein!“ murmelte ich in meinen Schal und schaute mich fragend um.
      Unter einer Baumansammlung, welche natürlich in dieser Jahreszeit keine Blätter mehr trugen, standen mehrere silberne Autos. Vielleicht waren das ja Taxis?
      Als ich näher kam, bewahrheitete sich dieser Gedanke und glücklich, endlich wieder der Kälte zu entkommen, ließ ich mich in das erst beste fallen.
      „Zum Gestüt Burning Sping bitte!“ bat ich den Fahrer, welcher sogleich den Motor startete und in schnellem Tempo das Flughafengelände verließ.
      Im Innern des Autos war es tatsächlich war, warm und rauchig und nach bereits wenigen Minuten wünschte ich mir, nicht so voreilig gewesen zu sein und mich bewusst für ein Taxi entschieden zu haben.
      Tapfer hielt ich es jedoch durch, bis ich ein Schild entdecken konnte, auf dem ich Burning Spring entziffern konnte.
      „So, wir sin' da.“ nuschelte der Fahrer. „Ik bekom' dreißig Euro von Ihnen.“
      Hastig holte ich mein Portemonnaie aus meinem Rucksack und bezahlte dem Fahrer das gewünschte Geld, legte sogar noch etwas drauf, jedenfalls wollte ich so schnell wie möglich raus hier!
      Das Gestüt, auf dem ich heute als Trainerin unterwegs war, gefiel mir gleich auf Anhieb. Vielleicht lag es daran, dass ich es mir genauso vorgestellt hatte, wie es jetzt vor mir lag.
      Ich schaute mich so begeistert um, dass ich gar nicht merkte, wie meine Freundin Bracelet auf mich zu kam und mich herzlich begrüßte, bevor sie mich in eine gemütliche Küche schleifte und für uns einen Tee ansetzte.
      Während wir gut gelaunt am Tisch saßen und reichlich Zeit hatten, nutzten wir diese und Bracelet erzählte mir von den drei Pferden, wegen welchen ich heute hier war.
      „Master of Gold und Party Shaker müssen nur auf A gebracht werden“, erläuterte sie mir. „Takada läuft allerdings schon A, muss also auf L gebracht werden. Wäre das möglich?“
      „Klar, dafür bin ich ja immerhin hier! Ich würde sagen, dann fangen wir heute mit Goldi und Party an, morgen würde ich dann meine restliche Zeit dafür verwenden, Takada eine Stufe höher zu bringen. Ab in den Stall!“
      Der warme Tee hatte auf jeden Fall mich nochmal so richtig erwärmt und so starteten wir zu zweit mit den beiden Hengsten.
      Da es uns beiden eindeutig zu kalt draußen war und wir nachher sowieso noch einige Zeit dem Wetter ausgesetzt sein würden, putzten wir die beiden Trakehner in ihren Boxen.
      Ich hatte mich für Party entschieden, da es vielleicht besser wäre, wenn Goldi von seiner Besitzerin geritten wird, damit der noch recht neue Hengst sich an sie gewöhnt und natürlich sie auch an ihn.
      Als wir mit dem Putzen fertig waren, ging es ans Sattel und in dem Moment, als ich meinem Schecken die Trense über die Ohren ziehen wollte, fiel mir ein, was ich diesmal vergessen hatte.
      „Meine Handschuhe!“, rief ich entsetzt aus, denn die siebzehn Kilometer Route, welche ich mir heute zu recht gelegt hatte, würde ich ohne nicht schaffen. „Ich werde erfrieren!“
      „Ach quatsch!“ tönte es aus der Box neben mir. „Ich habe unzählige Handschuhe, kann dir nur nicht versprechen, dass ich ein gleiches Paar finde. Aber ohne Handschuhe lasse ich dich nicht aufs Pferd, nachher hast du blaue Finger und den Anblick will ich mir ersparen.“
      Erleichtert bedankte ich mich bei ihr und trenste nun befreit von den Sorgen Party.
      Als auch Bracelet fertig war, ließ sie ihren Hengst kurz in der Box stehen und holte für mich warme Handschuhe, in welchen ich sicherlich nicht frieren würde.
      Wir führten die beiden Hengste nach draußen an die frische Luft, in welcher unser aller Atem gefror.
      Mit meinem Rucksack, in dem alle wichtigen Utensilien für einen Distanzritt verpackt waren, bewaffnet, führten wir die beiden Pferde vom Gelände des Gestüts und schlugen einen kleinen Reitweg ein, welcher uns auf ein kleines Wäldchen zu führte.
      Nach einigen Minuten des Führens hielten wir an, gurteten nach und zogen uns dann in die Sättel, denn der Sinn eines Distanzritts bestand ja darin, zu reiten.
      Obwohl Party Shaker nicht der Kleinste war, überragte mich Bracelet auf dem großen Master of Gold mich um Meilen. Immer wenn ich sie ansprach, musste ich zu ihr auf schauen und das wurde mit der Zeit echt anstrengend.
      Gemütlich liefen wir über den gefrorenen Boden eine kleine Weile im Schritt und als ich befand, dass es nun gut war anzutraben, trabten wir an.
      In Party Shaker's Trab verliebte ich mich gleich nach den ersten Schritten und ich konnte es gar nicht erwarten, die nächsten 1 ½ Stunden auf ihm zu traben.
      Auch Bracelet neben mir schien vollkommen mit ihrem Hengst zufrieden und so konnte das Training ja nur ein Erfolg werden.
      Als der Pfad, welchem wir folgten, langsam aber stetig anstieg, gab ich Party das Zeichen zum angaloppieren und in einem gemächlichem Galopp ritten wir den Hügel hinauf. Da mir der Weg oben allerdings zu uneben war und ich nicht das Risiko eingehen wollte, auszurutschen, parierte ich sogleich wieder in den Schritt durch. Auf dem Ritt würden wir noch genügend Möglichkeiten haben, bei denen wir schneller reiten konnten.
      Wir folgten nun im entspannten, aber trotzdem treibenden Schritt einem kleinen Bach, welcher auch auf der Karte, die Bracelet mir vor dem Start gezeugt hatte, eingezeichnet gewesen war.
      Als wir an einer Kreuzung ankamen, hielt in meinen Schecken an und drehte mich im Sattel zu Bracelet um, welche die meiste Zeit hinter mir geritten war.
      „Weißt du wo wir lang müssen? Geradeaus oder nach links abbiegen?“ fragte ich sie.
      Bracelet schaute sich kurz um und schien zu überlegen. „Es geht beides. Der Weg-“, sie zeigte auf den Pfad, welcher geradeaus führte „-führt auch nach Hause, aber ich würde den Linken nehmen, da kommt bald eine tolle Galoppstrecke, da könnten wir galoppieren.“
      Ich nickte. „Gute Idee, dann nehmen wir diesen Weg.“ sagte ich. „Vorher machen wir aber noch eine kurze Pause, da können die Pferde etwas trinken und da nehme ich gleich die Pulsfrequenz.“
      Etwas weniger elegant schwang ich mich von meinem Pferd und kramte dann meinen Pulsmesser aus dem Rucksack. Während beide Pferde genüsslich das kühle Wasser aus dem Bach tranken, nutzte ich die Chance und nahm von beiden die Pulsfrequenz.
      „Ausgezeichnet, bei beiden! Aber wir waren gerade ja auch lange im Schritt unterwegs, mal schauen wie es nachher ist.“ sagte ich und war zufrieden mit den Messungen.
      Auch Bracelet und ich tranken noch einen Schluck von unserem mitgebrachten Trinken und stiegen dann wieder auf die beiden Hengste. Immerhin war es ein Distanztraining und kein gemütlicher Wanderritt.
      Ich sortierte meine Zügel und lenkte Party dann nach links, Bracelet folgte mir auf Goldi.
      Fast schien es, als hätten die Hengste unseren Worten gelauscht, denn beide wollten das Tempo rasant anziehen und ich musste meinen Party stark abbremsen.
      Als es gar nicht mehr ging, hielt ich an und bat Bracelet, mir nach hinten etwas Platz zu geben. Dann richtete ich den Schecken rückwärts, was ihm gar nicht zu gefallen schien.
      Nach drei Schritt ließ ich ihn nach vorne frei und versuchte weiter Schritt zu reiten. Es schien, als hätte er kein Bock auf eine weitere Rückwärtsrichtung und hielt sich nun besser an meine Tempovorgaben.
      Als wir die Galoppwiese erreichten, von welcher Bracelet gesprochen hatte, trabten wir an und gingen irgendwann in einen langsamen Galopp über.
      Bei Distanzritten war es immer wichtig, so wenig Kraft wie möglich zu verschwenden und trotzdem so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Ein gemächlicher Galopp oder Trab war da perfekt.
      Auch nach der Wiese bauten wir immer mehr Tempowechsel ein und so schafften wir es in der vorgesehenen Zeit wieder zurück auf dem Gestüt zu sein.
      Trotz einer warmen Mützen, einem Schal und dicken Handschuhen war auch mir kalt und ich freute mich auf einen weiteren heißen Tee im warmem.
      Doch zu erst müssten auch die beiden Hengste versorgt werden, welche reichlich geschwitzt hatten und auch froh schienen, endlich wieder zu Hause zu sein.
      Nachdem wir abgestiegen waren, holte ich wieder einen Pulsmesser aus dem Rucksack und nahm erneut die Werte ab.
      Wie erwartet waren sie um einiges gestiegen, lagen allerdings noch im grünen Bereich.
      "Und damit", sagte ich zu Bracelet "Haben die beiden eine Aufstufung zur Leistungsklasse A erfolgreich gemeistert!"
      Bracelet schien genauso zufrieden wie ich mit dem Training, denn erfreutes Lächeln lag auf unser beider Lippen.
      Zusammen brachten wir beide Hengste wieder zurück in ihre Boxen, wo wir sie absattelten, fleißig putzten und ihnen dann ihre warmen Decken überwarfen, damit sie sich nicht erkälteten.
      Mit schnellen Schritten verließen wir den Stall und ließen uns wenig später vor einer warmen Heizung nieder, wo wir uns, mit einer dampfenden Tasse in den Händen, aufwärmten.
      Das Training mit Takada verschob ich dann auf morgen Vormittag, heute war es dafür aber schon zu spät, denn wir wären sonst erst nach Einbruch der Dunkelheit zurück und das wollte ich uns nicht antun.
      Trotzdem wollte ich schon heute anfangen, Takada kennenzulernen und hatte mich deswegen dafür entschieden, sie etwas zu longieren.
      So konnte ich mich gleich auf sie einstellen und sie hatte bereits ein kleines Vortraining, bevor ich morgen mit ihr etwa 25 Kilometer gehen würde.
      Nachdem ich mich genügend aufgewärmt hatte, zog ich mich wieder warm an und gingen wieder hinaus in die eisige Kälte.
      Takada stand noch auf der Koppel und so mussten wir sie erst noch von dort holen.
      Auch diese Stute war ein Schecke und da ich schon immer eine schwäche für diese gefleckten Kuhtiere hatte, fand ich sie sofort bezaubernd.
      Um das gute Verhältnis jetzt schon aufzubauen, holte ich sie von der Weide und führte sie auch den Weg zurück zum Stall.
      Bracelet und ich putzten die zutrauliche Stute, legten ihr dann einen Kappzaum um und führten sie in die Halle.
      Schon bei ihren ersten Schritten auf dem Zirkel merkte ich, dass diese Stute viel Potenzial hatte.
      Von vornherein lief sie entspannt und ruhig und ich konnte es kaum abwarten, morgen auf ihr zu sitzen.
      Zusammen mit Bracelet longierte ich die Stute eine Stunde lang. Nach hinten hin verlängerte ich die Trab- und Galoppphasen und obwohl Takada zum Ende hin immer feuchter wurde, ließ sie sich die Erschöpfung kaum anmerken.
      „Eine tolle Stute!“ sagte ich am Ende der Stunde zu Bracelet. Auch sie schien sie sehr zu mögen und schien froh, dass ich sie auch mochte.
      Takada brachten wir wieder in den Stall, ließen sie jedoch gleich in ihrer Box, wo sie sich gierig auf das Wasser und das Heu stürzte.
      Da die Zeit bereits gekommen war, holten Bracelet und ich auch all die anderen Pferde von den Koppeln, welche die Nacht in ihren Boxen verbringen würden.
      Nachdem auch alle gefüttert waren, gingen wir zurück zum Haus und lümmelten uns wieder in eine warme Ecke.
      Den Abend verbrachten wir gemütlich vor dem Fernseher, mit einer Tiefkühlpizza auf dem Schoß.
      Bracelet hatte mir ein kleines Zimmer her gerichtet, in welchem ich schlafen würde. In mein Bett fiel ich erst recht spät und blöderweise schmiss mich mein Wecker schon früh am Morgen aus dem Bett. Ich hatte mir schon immer mal vorgenommen, das blöde Ding beim nächsten Mal einfach zu Hause zu vergessen!
      Nach dem Frühstück brachten Bracelet und ich wieder zusammen die Pferde auf die Weiden, nur Takada ließen wir in ihrer Box, was sie gar nicht gut fand.
      Gründlich putzte ich die hübsche Stute, bevor ich sie sattelte und mich wieder mit meinem Rucksack ausrüstete.
      Bracelet wünschte mir, bevor ich aufstieg, nochmal viel Glück und sah dabei vielleicht auch etwas besorgt aus, denn auf diesem längeren Ritt bei diesen Temperaturen konnte so einiges passieren.
      Dann ritt ich vom Gelände und schlug den Weg ein, den wir auch gestern bereits geritten waren.
      Da ich mich hier nicht so gut auskannte, war das die sicherste Variante. Takada lief schon eine Stufe höher als die beiden Hengste von gestern und so achtete ich bei ihr auf Dinge, welche wichtig waren.
      Wie auch bereits gestern, passte ich mein Tempo der Umgebung an. Steinige Wege, Straßen oder zu steile Berge ging ich im Schritt, auf offenem Gelände oder guten Wegen erhöhte ich das Tempo und ging hier viel Trab und an den passenden Stellen auch Galopp.
      Ich merkte gleich, dass Takada viele Eigenschaften hatte, welche sie zu einem guten Distanzpferd machten.
      In den schnelleren Gangarten war sie recht zügig unterwegs, achtete aber trotzdem auf mich, den Reiter.
      Sie besaß die Ausdauer, die Nervenstärke und die Umgänglichkeit und ich erlaubte auf ihr ein Training, was ich auf nicht allzu vielen Pferden bisher erlebt hatte.
      Der erste Teil blieb der Gleiche, doch an einer Kreuzung nahm ich einen anderen Pfad, da ja heute nochmal einige mehr Kilometer zu reiten waren.
      Takada schien Freude an dem Ritt zu haben, auch wenn ihre Kraft merklich schwand. Nach der Hälfte legte ich eine kleine Pause ein, um die Pulsfrequenz der Stute zu testen. Ich war zufrieden mit meinen Messungen, denn auch sie lag im grünen Bereich.
      Nach der Pause ging es weiter. Takada und ich waren gestärkt und nun genossen wir die Landschaft.
      Leere Felder, blattlose Bäume und ein kalter Wind, welcher uns ins Gesicht wehte.
      Takada hielt gut durch und als wir auf den letzten Kilometern waren, galoppierte ich mit ihr das letzte Mal, bevor ich sie in den Schritt durchparierte und die müde Stute am langen Zügel auf das Gestüt zuritt.
      Einige hundert Meter vor dem Tor stieg ich von ihrem Rücken. Auch meine Beine drohten einzuknicken und ich brauchte einige Sekunden, bis sie sich wieder an das Gefühl gewohnt hatten, ein großes Gewicht zu tragen.
      Ich führte die verschwitzte Stute die letzten Meter zum Gestüt und sobald wir auf dem Hof angekommen waren, nahm ich noch einmal ihre Pulswerte. Sie waren deutlich erhöht und ganz knapp lagen sie unter dem Vorschriftwert. Ich wartete noch einmal fünf Minuten und nahm dann erneut ihre Werte. Diesmal war ich mit ihnen zufrieden und so brachte ich die Stute in den Stall und dann in ihre Box.
      Sie schien überglücklich, endlich wieder da zu sein und auch ich musste zugeben, dass dieser Ritt bei diesem Wetter viel von mir abverlangt hatte.
      Schnell sattelte ich sie ab, putzte sie über und legte ihr eine Decke auf.
      So schnell wie ich konnte, ging ich zurück zum Haus, ich brauchte jetzt dringen eine weitere Tasse mit heißem Tee! Immerhin musste ich in zwei Stunden wieder am Flughafen sein.
      Meine Freundin Bracelet fand ich in der Küche, wo sie mich erleichtert begrüßte.
      Bei einer Tasse leckerem Bambustee berichtete ich ihr in Ruhe von dem Ritt und als sie hörte, dass alles sehr gut verlaufen war, schien sie sich stark zu freuen.
      „Ich darf dir hiermit verkünden, dass deine Takada nun offiziell auf Stufe L starten darf. Sie ist echt ein tolles Pferd und hat viel Potenzial.“ fügte ich zum Schluss noch hinzu, während ich mein Handy zückte und ein Taxi zum Hof rief.
      Meine Tasche war gepackt und ich selbst war erstaunt darüber, wie schnell die Zeit auf dem Gestüt Burning Spring vorbeigegangen war.
      Als ich das Taxi auf den Hof fahren sah, umarmte ich Bracelet ein letztes Mal. Ich bedankte mich überschwänglich für die nette Gastfreundschaft und sie bedankte sich bei mir für das gute Training, was mich mit stolz erfüllte.
      Dann ging ich hinaus, stieg in das Taxi und winkte Bracelet ein letztes Mal. Vielleicht hatte ihr mein Training ja gefallen und ich würde bald wieder kommen können.
      Bracelet, ihre Pferde und vorallem den heißen Tee würde ich vermissen.
      Bracelet gefällt das.
    • Canyon
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      Distanztraining A → L | 16.417 Zeichen | © Canyon
      31. März 2016

      Es war noch früh am Morgen, als Charly unseren kleinen Transporter von der Autobahn herunter lenkte und auf einen verlassenen Parkplatz abstellte. Ein stetiger leichter Nieselregen begleitete uns, seitdem wir die Grenze nach Slowenien überschritten hatten und so schaute Charly etwas enttäuscht rein, als sie die Fahrertür öffnete uns sich ihre Regenjacke überwarf.
      »Einmal, einmal bin ich in Slowenien und was ist, das Wetter spielt nicht mit. Wer weiß, wann ich das nächste Mal hier bin!» murrte sie grimmig, als sie zum Pferdeanhänger stapfte, der hinten an uns dran hing.
      Ich brauchte etwas länger, um ihr zu folgen, da ich mit meiner Regenjacke einen gefährlichen Kampf ausfochtete, da sie einfach nicht aus meinem, wie immer voll bepacktem, Rucksack heraus wollte. Als dies allerdings soweit war, beeilte ich mich zu Charly aufzuschließen, denn auch ich wollte unbedingt sehen, wie es meiner Stute ging.
      Winterzaubers hübscher Kopf streckte sich mir bereits aus der kleinen Tür entgegen. Ihre Nüstern blähte sich auf und versuchten die frische und feuchte Luft einzuatmen.
      »Wizza warte lieber noch und atme nicht die stinkende Autobahnluft ein, sobald wir bei Brace sind, hast du wieder frische Luft!« sagte ich zu ihr und streichelte den hübschen Kopf.
      »Sie scheint die lange Autofahrt echt entspannt zu sehen, ich kenne da einige Pferde, welche nicht so ruhig stehen würden.« meinte Charly anerkennend und griff nach einer Möhre in ihrer Jackentasche, welche sie Winterzauber hinhielt. Genüsslich griff die große Stute zu und kaute mit viel Schwung den Leckerbissen. Ich vermisste meinen Schützling jetzt schon, wusste jedoch, dass sie kein besseres neues zu Hause hätte finden können, als bei meiner Freundin Brace. Bei mir war die große Warmblutstute die einzige ihrer Rasse gewesen und hatte all ihre Weidegefährten um einige Zentimeter überragt, doch nun würde sie ihre Tage endlich mit gleichgesinnten verbringen können, auch wenn ich wusste, dass unsere Nelly und unsere Amie sie sehr vermissen würden.
      »Wie lange brauchen wir noch, bis wir bei Brace sind?« fragte mich Charly, als wir nach einer kleinen Pause wieder ins Auto einstiegen.
      »Nicht mehr lange, ich schätze mal, dass wir in einer dreiviertel Stunde bereits vor den Toren des Gestüts Burning Springs stehen.«

      Eigentlich war ich nicht die beste im Schätzen, aber heute hatte ich ausnahmsweise mal recht gehabt. Eine knappe dreiviertel Stunde später befuhren wir das Gestüt einer meiner besten Bekannten, welche mich natürlich bereits erwartete. Vor wenigen Minuten hatte ich ihr Bescheid gesagt, denn natürlich wollte sie uns empfangen.
      Zum Glück war das Wetter etwas besser geworden und obwohl der Himmel noch von einer dicken Schicht grauer Wolken verhangen war, kam kein Regen mehr herunter.
      »Mio! Schön dich endlich wieder zu sehen und du musst dann sicherlich Charly sein, oder?« begrüßte uns Brace so fröhlich wie eh und je. Nach einer kurzen Begrüßung beeilten wir uns, Winterzauber aus ihrer Box zu befreien. Wir waren lange unterwegs gewesen und obwohl sie genügen Wasser und Heu gehabt hatte, war sie natürlich erschöpft von der Anstrengung.
      Innerhalb weniger Minuten war meine, noch war sie meine, Trakehnerstute aus dem Anhänger und stand nun etwas überwältigt vor uns.
      Sie hatte eine dicke Decke auf ihrem Rücken, sowie neue Transportgamaschen an den Beinen, welche ich Brace gleich mitgeben wollte. Sie waren hellgrün, genauso wie die Decke und harmonierten perfekt zu ihrer hellbraunen Farbe. Flink hatten wir ihr diese abgenommen, denn jetzt war echt wichtig, dass sie etwas Freiraum bekam.
      Wir hatten uns dafür entschieden, ihr ein kleines Weidestück zu geben, auf welcher sie sich nach der langen Reise ausreichend bewegen konnte. Ich drückte Brace den Führstrick in die Hände, welche ihn sanft in die Hände nahm. Jetzt war wohl der Augenblick, in dem ich meine Stute nicht mehr 'meine' nennen konnte, doch dafür strahlte die glückliche Brace umso mehr.
      »Komm Winnie, ab geht es auf deine wohlverdiente Weide!« sagte Brace fröhlich und führte sie in Richtung einer kleinen geschützten Koppel. Als sie Winterzauber von ihrem Halfter befreite und diese wild buckelnd, plötzlich wieder voller Energie, davon galoppierte, rollte eine kleine Träne aus meinen Augen, das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht blieb jedoch erhalten. Bereits nach einigen Augenblicken hatte ich mich wieder gefasst, ich war mir sicher, dass meine Wizza hier ihr perfektes neues zu Hause gefunden hatte.

      Es war schon erstaunlich, was sich in den letzten Monaten so an Zubehör von Winterzauber angelagert hatte. Natürlich hatten wir alles mitgenommen, denn die Stute sollte sich so schnell und mit so vielen guten Erinnerungen wie möglich an ihre neue Heimat gewöhnen. Egal ob ihre Bürsten, Halfter, zig Decken und Sattelpads, alles hatte die Reise von Frankreich nach Slowenien angetreten und musste nun in der Sattelkammer von Brace verstaut werden. Selbst ich hätte nie gedacht, dass Wizza so viel hatte, aber nun, war es doch eine erstaunliche Menge.
      Nachdem auch dies geschehen war, besichtigten wir noch die neue Box von Winterzauber und ich musste gestehen, dass sich Brace echt verdammt viel Mühe gegeben hatte, sich bei ihr einzuschleimen.
      Die Stimmung war recht ausgelassen und meine traurigen Gedanken verschwanden so schnell, wie ich es gar nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich war ich ja nicht nur zum Spaß hier, dafür hätte sich die weite Reise übers Wochenende nicht gelohnt, sondern drei von Bracelets Pferden benötigten dringend mal wieder etwas Training.
      Batman's Rendezvous, Takada und Party Shaker sollten diesmal meine Patienten sein und während ich Takada und Party bereits beim letzten Mal trainiert hatte, war Batman noch ein Neuling für mich.
      Bereits am frühen Abend nahm ich mir die Zeit, alle drei der Reihe nach zu longieren. Ich zögerte es nicht unnötig in die Länge, denn ich wollte nur die drei Trakehner an meine Stimme gewöhnen und sie vielleicht etwas auf den morgigen Tag vorbereiten.

      Ein weiterer Vorteil, dass Charly mitgekommen war, lag darin, dass wir nun drei Reiter und drei Pferde waren. Sollte ich mich nicht verrechnet haben, so sollte das genau stimmen. Ein kleines Problem lag noch darin, dass alle drei Pferde auf eine andere Stufe gebracht werden sollten, aber das wollte ich damit lösen, dass zwei Pferde einfach eine kleinere Runde drehen würden. Da ich die Trainerin war, würde ich Takada reiten. Die hübsche Scheckenstute lief bereits auf L Niveau und hatte mich beim letzten Mal bereits hoch auf begeistert.
      Auch die anderen beiden Pferde waren schnell verteilt und da Party Shaker etwas mehr laufen musste als Baty, durfte Charly ihn reiten. Man merkte es Charly kaum an, aber sie freute sich riesig, die Landschaft von Slowenien endlich kennenzulernen.
      Wir starteten am nächsten Morgen, gleich nachdem wir zusammen alle Pferde versorgt hatten. Jeder von uns hatte einen Rucksack mit all den wichtigen Utensilien auf den Schultern und die drei Pferde waren gründlich geputzt und distanzmäßig ausgestattet. Auch das Wetter machte einigermaßen mit, es war zwar nicht übermäßig warm und auch der Himmel war von Wolken verhangen, allerdings wehte eine warme Briese über unsere Gesichter, welche den Distanzritt sicherlich noch schöner machen würde.
      Auch wenn ich schon einmal einen Geländeritt in Slowenien unternommen hatte, war Brace heute eine unserer wichtigsten Personen, denn natürlich kannte sie die Reitwege um ihr Gestüt herum und wusste genau, wo heute unser Weg entlang führen würde.
      Eine Erholungspause alle zehn Kilometer war bei mir der Durchschnitt und auch diesmal würden wir nach geeigneten Stellen Ausschau halten, an welchen wir kurz rasten konnten.
      »Seid ihr alle abflugbereit?« fragte ich in die kleine Runde, während ich bei meiner Takada noch einmal den Sattelsitz kontrollierte. Brace nickte aufgeregt, während Charly nur kurz knurrte. Sie hatte bereits schon einige Trainingseinheiten in der Distanz hinter sich und wusste bereits fast genauso viel wie ich, auch wenn sie offiziell keine Trainerin war.
      »Na dann lasst uns starten, bevor das Wetter noch wechselt!« sprach ich unseren Startsatz und zog mich auf Takada, während es mir Charly und Brace bei Party und Batman gleich taten.
      Den Ritt begannen wir mit einigen Lockerungs- und Erwärmungsübungen, welche wir gleich im Gelände durchführten. Für einen Distanzritt war es wichtig, dass die Pferde im Gelände die Ruhe behielten und vor nichts zurückschreckten, sei es ein Traktor, ein Hund oder eben nur etwas Dehnung, auch ohne den weichen Sand unter den Füßen.
      Wir wärmten unsere Pferde im gemütlichen Schritt etwas auf, bevor wir das Tempo etwas anzogen und sie stetig nach vorne trieben. Natürlich war Batman noch viel unerfahrener al die anderen beiden, jedoch kannte Brace ihren Hengst recht gut, weswegen sie die ihr zugeteilte Aufgabe gut meisterte Zwar musste Batman im gleiche Tempo wie die anderen Laufen, hatte dafür jedoch nur zwanzig Kilometer bis zum Ziel, ich und Takada hatten das Doppelte.
      Als wir etwas später antrabten, merkte ich sofort, dass Takada schnelle und fließende Gänge hatte und leicht auch auf unebenem Boden lief – Auf jeden Fall gute Voraussetzungen für ein gutes Distanzpferd. Außerdem hatte sie ja auch schon recht viel Training gehabt, weswegen das nur logisch war.
      Auch als ich uns die Aufgabe gab, etwas Slalom durch die Bäume zu laufen, um die Wendigkeit der Pferde zu testen, zeigten alle drei ihre Geschicklichkeit, jedoch stellten sich hier Party und Charly am besten an, denn sie schlängelten sich sogar durch die engsten Baumlücken, vor welchen Batman dann doch respektvoll Abstand hielt.
      Auf geeigneter Fläche galoppierten wir an und hielten das Tempo auch einige Zeit durch, auch wenn Takada etwas schneller als die anderen beiden war und wir so etwas vorritten.
      Vor unserer ersten Pause versuchten wir den Puls der Pferde wieder etwas zu senken, denn wenn bei einem richtigen Ritt der Puls höher als 64 war und sich nicht in bestimmter Zeit senkte, bestand die Möglichkeit, dass man disqualifiziert wurde.
      Die Pause legten wir dann an einem kleinen See ein, bei welchem wir jedoch darauf achteten, dass die Pferde nicht allzu lange mit den Füßen im Wasser waren, denn es war noch nicht so warm, dass es nicht schaden würde.
      Wir gaben ihnen fünf Minuten Ausruhzeit, in welcher wir alle etwas trinken konnte, bevor wir die Pulsmesser aus dem Rucksack kramten und jedem unserer Pferde die Werte abnahmen.
      Nachdem wir uns noch kurz eine Pause gegönnt hatten, schwangen wir uns wieder in die Sättel und setzten unseren Ritt fort. Mittlerweile konnte man gut erkennen, welches Pferd bereits im Distanzsport mehr trainiert wurde als andere, denn das verschwitzte Fell von Batman und das noch fast trockene von Takada waren ein himmelweiter Unterschied. Zum Glück verabschiedeten wir uns bereits kurze Zeit später schon von Brace, welche mit Batman nun einen anderen weg zurück nach Hause einschlagen würde, denn in diesem Tempo würde der junge Hengst bald zusammenklappen und das war ja nicht das Ziel des Trainings.
      An einer Kreuzung erklärte mir Brace noch einmal kurz den Weg, welchen wir zu reiten hatten, bevor wir uns gegenseitig noch Glück für den restlichen Ritt wünschten. Da Brace und Batman nun ihr eigenes Tempo reiten würden, konnten Charly und ich unser Durchschnittstempo nochmal etwas erhöhen, was natürlich bedeutete, dass wir noch mehr auf die Gesundheit der beiden Trakehner achten mussten.
      »Charly lass Party mal etwas mehr am langen Zügel laufen, ich weiß, dass kurze Zügel dir mehr Sicherheit geben, ist jedoch für Party sehr unangenehm und kontraproduktiv.« gab ich Charly einen Tipp, welche darauf nur wie immer kurz knurrte, aber trotzdem die Zügel langsam aus der Hand gleiten ließ.
      Party und Takada hatten beide ein gleiches Trabtempo gefunden, sodass wir gut nebeneinander reiten konnten, wenn es die Wege zuließen. Takadas Schritte waren etwas größer als die von Party, jedoch war Party gewändiger und lief etwas flacher, was natürlich beides so seine Vorteile hatte.
      Nach weiteren zehn Kilometern legte wir die nächste Pause ein, welche wir genauso aufbauten, wie die davor. Sollte alles gut verlaufen sein, musste Brace mittlerweile bereits wieder auf dem Gestüt zurück sein und Batman graste bereits gemütlich auf einer Weide.
      Nach der zweiten Pause verließ mich bereits auch schon Charly, bei welcher ich mir kaum Sorgen machte, dass sie den Weg nicht zurück nźum gestüt fand, denn ihr Orientierungssinn war einfach unschlagbar. Party hatte sich gut geschlagen und war stetig aufmerksam und ruhig geblieben und hatte sich nicht davon abschrecken lassen, etwas neues zu probieren.
      Mittlerweile hatten wir bereits über 25 Kilometer geschafft und obwohl das Tempo bereits recht hoch war, hielt Takada immer noch tapfer durch. Natürlich war nun auch bei ihr das Fell langsam verschwitzt, aber das war auch auf diesem Level noch vollkommen normal. Ich musste nur darauf achten, dass sie sich nicht überarbeitete.
      Fast so als hätte ich es voraus gesehen, wechselte das Wetter kurz darauf rasant. Wir waren bei warmen Temperaturen und einer milden Briese losgeritten und mittlerweile stürmte es regelrecht und dazu hatte es auch noch angefangen leicht zu hageln, auch wenn der Hagel bald durch den Regen wich. Innerhalb kurzer Zeit war ich trotz Regenmantel durchnässt und abgefroren, Takada jedoch schien der Wetterwechsel nichts auszumachen – Noch eine gute Eigenschaft eines Distanzpferdes, welches Takada besaß, denn das Pferd musste durch Wind, Regen und Schnee problemlos laufen können und das auch noch in unbekannten Gebieten und Strecken.
      Weiterhin machte ich aller 10 Kilometer an geeigneten Stellen Rast und achtete darauf, dass die verschwitzte Scheckstute genügend zu trinken bekam. Irgendwann sah ich bereits das Gestüt an einem Straßenschild ausgeschildert und auch Takada wusste, dass wir es gleich geschafft hatten. Ich als Trainerin war diese langen Ritte gewöhnt, doch die Stute unter mir kämpfte ganz schön auf den letzten Schritten.
      Sobald wir jedoch das Gestüt betreten hatten, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, legte der Stute den Sattel ab und eine Decke auf und brachte sie in die trockene und gemütliche Box, wo ich ihr gleich darauf die letzten Pulswerte nahm und diese notierte. Natürlich bekam die Stute gleich Möhren in den Mund gesteckt und etwas Heu und Kraftfutter zur Stärkung. Nachher würden wir sie noch zu den anderen nach draußen bringen, doch jetzt hatte sie sich eine kleine Ruhepause gegönnt.

      Brace und Charly fand ich im Wohnhaus sitzend, wo sie sich vor dem schlechten Wetter drückten und fröhlich über mir unbekannte Themen quatschten.
      »Na ihr's?« begrüßte ich die Beiden, bevor ich mich zu ihnen auf die Couch quetschte, um auch an dem Gespräch teilhaben zu können. »Habr ihr beide gut nach Hause gefunden?«
      Natürlich hatten sie, immerhin wohnte Brace hier und Charlys Orientierungssinn war weithin der Beste.
      Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Nachmittag, gingen, als der Regen endlich zu Ende war, raus zu den Pferden und ich genoss die letzte Chance, meine Wizza zu beobachten. Die hübsche Stute stand auf einer kleineren Weide neben den Stutenweiden und graste genüsslich vor sich hin. Trotzdem hob sie des öfteren ihren schicken Kopf in die Höhe und warf einen Blick zu den anderen.
      »Sie wird es gut bei dir haben«, sagte ich eher zu mir als zu Brace, welche neben mir stand.
      »Ja ich hoffe mal, dass ihr es bei mir genauso gut geht wie bei dir. Ich werde sie auf jeden Fall genauso gut behandeln wie du es getan hast.« antwortete mir Brace und ich nickte bedächtig. Ja, das würde sie bestimmt.

      Am späten Abend, als es bereits dunkel war, packten Charly und ich unseren Transporter, denn wir hatten uns dafür entschieden, über Nacht zu fahren, da die Autobahn da um einiges leerer sein würde. Mit Brace zusammen hatten wir noch die Pferde versorgt und zusammen etwas leckeres gekocht und nun war es auch für uns Zeit, wieder zurück nach Hause zu fahren.
      »Wir sehen uns hoffentlich bald wieder, oder?« fragte ich Brace, als ich sie zum Abschied ein letztes Mal drückte.
      »Natürlich werden wir das, da bin ich mir sicher.« Sie lächelte mich fröhlich an, bevor sie auch Charly umarmte.
      Nun war es wirklich Zeit für uns zum Gehen und Charly und ich stiegen in unser Auto, natürlich Charly am Steuer, ich konnte immer noch nicht fahren, um verließen das Gestüt und auch Winterzauber, welche hier hoffentlich ein neues Heim gefunden hatte.
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  • Album:
    DVTS' Hauptstallungen ♥
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    21 Okt. 2015
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  • Party Shaker
    Rufname: Party

    Vom: Aristo
    Aus der: Whiteleg
    Vom: Antares

    Aus der: Forever Yours
    Aus der: ubk.
    Vom: ubk.


    2009*
    Alter: 8 Jahre
    Stockmaß: 1.72 m
    Rasse: Trakehner x Pinto
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Rappschecke
    Abzeichen: Laterne

    Gesundheit: sehr gut

    Wesen: ~ wendig, schlau, neugierig, sanft ~
    Party Shaker ist ein typischer Junghengst. Er ist sehr neugierig und testet hier und da seine Grenzen aus. Er ist flink und wendig, sollte aber dennoch nicht überfordert werden und auch wenn er jung ist muss man ihm zeigen was er darf und was nicht. Schon früh zeigt er, dass er großen Spaß und großes Talent am Sprung hat.

    Besitzer: Bracelet
    Vorbesitzer: Nuray
    Vorvorbesitzer: Occulta
    Ersteller: Bekki/Penguin
    VKR: Bekki
    Verkäuflich: Nein

    Gekört: ja
    Vererbung-Farbcode: EeaanT oder EeaaTT
    *kann erst bei den ersten paar Fohlen eindeutig bestimmt werden
    Nachkommen: -

    Qualifikationen:
    Warmblutrennen Klasse: A
    Springen Klasse: S****
    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: L
    Fahren Klasse: A

    Erfolge:

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    ~ Drittplatzierter beim 262. Springturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 338. Dressurturnier ~
    ~ Zweitplatzierter beim 334. Galopprennen ~
    ~ Drittplatzierter beim 201. Synchronspringen ~
    ~ Gewinner des 434. Springturnier ~
    ~ Drittplatzierter beim 202. Synchronspringen ~
    ~ Zweitplatzierter beim 204. Synchronspringen ~

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    ~ Gewinner der 492. Hengstkörung ~

    Eignung: Springen
    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Nein
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