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Zion

>> Pallaton

in meinem Besitz seit dem 08.06.2016 | by Canyon | 8 Jahre

>> Pallaton
Zion, 6 Aug. 2016
Snoopy und Canyon gefällt das.
    • Zion
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      Sweet Home Idaho!

      © Zion | 6220 Zeichen (+ Leerzeichen)

      Sommer Spanien

      Immer wieder diese Vision, dieser Traum, dieser Albtraum!
      Meine Eltern waren tot, mausetot. Ein Autounfall, mein Leben war zerstört, Selbstmordgedanken verfolgten mich. Die zwei Personen die mir mein Leben geschenkt hatten und die wohl wichtigsten Personen in meinem Leben waren weg. Zu früh aus dem Leben gerissen.


      Nach circa einem Monat der Trauer, wagte ich es wieder auf ein Pferd zu steigen, um auf andere Gedanken zu kommen. Es war fatal gewesen dies zu tun. Man merkte mir die Unkonzentriertheit an, doch ich wollte nicht hören, stieg auf und bereute dies schon nach kurzer Zeit. Der junge Hengst, den ich ausbilden sollte, rannte los und fing an zu buckeln, sodass ich mich nicht mehr halten konnte und flog im hohen Bogen an den Zaunpfosten…
      Unweit von Málaga fand ich mich im Krankenhaus wieder – Schädelhirntrauma und ein gebrochener Arm. Zum Glück nur der Linke! Der Prozess der Heilung dauerte an. Während des Aufenthaltes im Krankenhaus, schrieb mir meine Tante Lucinda aus Idaho, meiner Heimat. Mal wieder brach ich in Tränen aus, zu Hause erinnerte mich an meine Eltern.

      My beloved Fiona,

      It acts to me so endlessly suffer with your parents! Where should I start? Oh my little girl I wished so much you would be here with me and the horses in Idaho then we could talk about everything and I show you the ranch! You have not seen the ranch already any more, since you were three years old. Hopefully you have recovered and come visit me with Havanna!

      See you soon my sweetness!

      In dear your aunt Luce!

      Nachdem ich wieder vollkommen gesund war, zumindest körperlich, waren die Koffer gepackt und ich flog zu Luce. Ach wie sehr ich sie doch vermisst habe und vor allem die wilden Pferde und die Ranch!

      Sommer Idaho

      Ich sah elendig aus, blasse Haut, platte Haare und schwach. Luce konnte mich nicht vom Flughafen abholen, weshalb ich ein Taxi nahm. Doch auf der Ranch rannte eine eher stärker gebaute Frau mit längeren, welligen braunen Haare auf mich zu und nahm mich fest in den Arm. Es war Luce ihr Geruch von süßen Blüten und Pferden war unverkennbar. Fast eine Minute lang hielten wir uns in dem Arm. „Oh dear Fiona! I missed you so much! Let me see well you are already twenty years old.“ flüsterte sie, während sie mich musterte und mir die Tränen aus dem Gesicht wischte. Erneut drückte ich meine Tante. In letzter Zeit hatte ich einfach nicht die Zeit gefunden sie zu besuchen, doch meine Eltern hatten mir immer Bilder von den Pferden geschickt. In diesem Moment hörte ich das Schlagen der Hufe auf dem Boden. Ruckartig drehte ich mich um und bestaunte diese kleine friedliche Herde. „Well Luce I’m glad to be here. I missed you and the ranch, everything!” Luce schmunzelte. In diesem Moment kam ein mittelgroßer Black Tri Aussi aus dem Haus gerannt und schmiegte sich bei mir an. „Hey little guy!“, sagte ich freudig zu dem Rüden. Meine Tante erklärte mir, dass dies Willow sei, ihr treuer Gefährte und ich erzählte ihr alles von meinem Blue Merle Welpen Finley und wie es den Pferden ging…
      Die Entscheidung stand fest! Ich musste zurück in meine Heimat. Zurück in die USA. Doch was war mit den Pferden und generell wie sollte alles ablaufen? Tausende Gedanken kreisten in meinem Kopf.

      Die Tage zogen durchs Land und ich verbrachte sie größtenteils mit dem Paint Wallach Pallaton. Ich verstand ihn und er mich. Vielleicht mag es komisch klingen, aber ich konnte ihm meine Sorgen anvertrauen! Auch Aiyana die Mustang Stute meiner Tante gewöhnte sich an mich.

      Eines schönen sonnigen nachmittags lag ich zwischen den Pferden auf der riesen Weide und schaute den Wolken zu. „Pay, schau mal dort! Siehst du den Hund oder ist es eine Schildkröte?“, er wieherte und ich legte mich anschließend auf seinen Rücken und er graste weiter. Ob Havanna auch wieder in ihre Heimat möchte? Zusammen mit Aiyana und den wilden Mustangs? Meine Gedankenüberschlugen sich erneut.

      „Sweetie? Sweeeeetie! Where are you?“, Luce rannte über die Ranch und rief nach mir, doch ich war gedankenversunken und hörte sie nicht. Luce seufzte. „Fiona I have a big surprise for you!” Erst jetzt hatte ich realisiert, dass sie neben mir stand. Ich sprang von Pallatons Rücken und schaute sie mit großen Augen an. „Really? I want to see the surprise!“ Luce legte einen Arm um mich und ging mit mir zu ihrem Auto. Ein alter Land Rover. Plötzlich war Luce weg und ich war total verwundert. Auf einmal sah ich sie mit einem etwas älteren Mann am Haus stehen, mit dem sie sich unterhielt. Später stellte sie ihn mir als Scott O’Dell vor, ihm gehöre auch Pallaton. Scott war sympathisch und man merkte ihm an, dass er Pferde liebte. Gemeinsam stiegen wir ins Auto und fuhren los. Komischerweise war ein Hänger am Auto und ich realisierte immer noch nicht was wir vorhatten. Wir kamen am Flughafen an. Immer mehr Fragen kreisten in meinem Kopf herum. „Darling come on!“, forderte Lucinda mich auf ihr zu folgen. Schnurstrags war dies getan. Wir liefen geradewegs auf einen Pferdehänger zu. Luce und Scott öffneten ihn und schickten mich vorne hinein. Mein Atem hielt an und meine Kinnlade fiel herunter. Diese beiden Pferde die mich mit ihren sanften Augen liebevoll anblickten, waren tatsächlich meine Havanna Girl und mein älterer Hengst GH’s Acapulcos Gold, den Mio mir geschenkt hatte, nachdem ich ihn ihr verkauft hatte. Ich rannte raus und umarmte Luce. Mir kamen die Tränen vor Freude. Sie sagte mir ich solle lieber Scott umarmen, da er die Pferde herbringen ließ. Ich schaute ihn mit großen Augen an und kurz darauf sclung ich meine Arme um ihn und sagte schluchzend „Thank you so much.“ Er grinste.
      Angekommen auf der Ranch schien die Überraschung noch nicht vorbei gewesen sein. Denn vor mir standen zwei Quarter Stuten namens Herectic Anthem und Freckles. Ich kam aus dem Weinen gar nicht mehr raus, denn ich war überwältigt.

      Nach und nach lebte ich mich in der Ranch ein und sogar mein kleiner Welpe Finley war nun bei mir und verstand sich blendet mit Willow. So langsam bewältigte ich die Sehnsucht nach meinen Eltern. Doch was würde aus meinen anderen Pferden werden? Petyr Holmqvist mein schwedischer Cousin, der mir schon immer geholfen hatte! Es war nur eine Frage der Zeit, bis alles geregelt war.
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    • Veija
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      August 2016, by Veija, 26770 Zeichen

      Horse & Dog Trail

      Teilnehmer:
      1. Fiona O'Brien mit Pallaton & Willow
      2. Jani mit Baraija & Tala
      3. Linn Petri mit Vidja & Flóki
      4. Alicia Grey mit Fina & Püppi
      5. Nicolaus du Martin mit Marid & Asuka

      Anfang August

      Leise trommelte ich auf dem großen Tisch in der Küche herum. Wir waren mittlerweile 13 Personen hier auf der Ranch und noch immer hatte jeder von uns eigentlich viel zu viel zu tun, weshalb ich mir nicht so ganz sicher war, wie meine neue Idee ankommen würde. Von der Ferienranch ganz zu schweigen, von der eigentlich nur Svejn etwas wusste. So langsam trudelten meine Mitarbeiter dann ein. Murphy, Finn, Bellamy und Octavia waren die ersten, denn die vier hingen immer gemeinsam auf dem Hof rum. Naja, so ganz stimmte das nicht, Finn und Murphy standen oft zusammen und Bellamy und O. Die ersten beiden beziehungsweise der erste, also Finn, würde uns bald verlassen. Murphy würde noch eine Weile bleiben.
      Nun kam Svejn angerollt und lächelte mir gequält zu. Seit seinem Reitunfall war er an den Rollstuhl gefesselt. Naja, nicht für immer, aber eine Weile. Aliena, Alexis und Aaron tauchten auf, Caleb und Amy Lee sowie Riley. Unser Neuzugang Nick ließ auf sich warten, aber er war auch eigentlich, so gemein es klang, nicht wirklich wichtig für mein Vorhaben. Wichtig waren lediglich Aliena und Caleb, wobei ich den Rest gerne dabei hatte, um ihnen zu erzählen, warum bald fremde Pferde, fremde Hunde und vor allem eine Hand voll fremder Leute auf der Ranch herumlief.
      "Da ihr nun alle da seit...", fing ich an und sah von Gesicht zu Gesicht. "Möchte ich sagen, dass hier bald ein Horse & Dog Trail stattfindet und sich sogar schon fünf Personen mitsamt ihren Pferden und Hunden angemeldet haben. Octavia war sofort Feuer und Flamme- leider war sie da die Einzige. "Boah das ist ja cool! Und die kommen dann alle mit ihren Hunden ? Ich liebe Hunde, das wird total toll! Darf ich helfen? Oh bitte lass mich dabei helfen!", quasselte sie doch Caleb unterbrach sie. "We... have a lot of work to manage.." "We have a lot of people who can manage..", sagte ich und lächelte ihn an. "Man Caleb, jetzt sei kein Spaßverderber!", sagte Octavia und schlug ihn gegen den Arm. Caleb konnte das ja mal gar nicht leiden und setzte an, sie zurück zu hauen- das war so seine Art. Doch nach einem kurzen Blick zu Bellamy, der Caleb ziemlich vielsagend anstarrte, ließ er den Quatsch bleiben. "Wir haben eine ganze Menge an Pferden, die für diese eine Woche aus dem Training genommen werden können und einfach ihr Leben als Pferd auf der Koppel genießen können. Mit dem Training hängen wir eh nach, diese Turniersaison können wir bis auf ein paar Pferde vergessen, also was solls?", meinte ich dann schulterzuckend. "Bin dabei.", sagten einige und nickten mir zu, ehe sie wieder ihrer Arbeit nachgingen. Nur Caleb blieb sitzen und starrte mich an. "You don't agree with anything I plan or do. Neighter with the prisoners or with this project." "I need to admit that this might be a good project. If you need help, I'll help you.", sagte er und verschwand dann auch- nur Svejn war noch da. Das sah ich allerdings erst, als ich mich geknickten Hauptes umdrehte, und den Raum verlassen wollte. "Eine schöne Idee ist es ja.", sagte er lächelnd und nahm meine Hand in die Seine. "Ich würde dir ja helfen.. aber..", sagte er und drehte sich mit dem Rollstuhl einmal im Kreis, nachdem er meine Hand losgelassen hatte. "Vielleicht kannst du mir doch helfen.", meinte ich lachend und küsste ihn kurz. "Wie?", wollte er neugierig wissen, doch ich zuckte nur die Schultern. Nächste Woche würden die Teilnehmer kommen, es war noch viel zu tun!

      Mitte August
      Eine Woche war jetzt vergangen und wir hatten es geschafft, alles rechtzeitig her zu richten. Die fünf Boxen waren mit frischem Stroh ausgestreut, die Gästezimmer waren sauber gemacht und ein wenig verziert worden und auch eine kleine Überraschung hatte ich mir ausgedacht, welche zudem ein wenig Werbung für die Gips Reminder Ranch sein würde. Ein richtiges Programm hatte ich nicht auf die Beine gestellt, denn es war mein erster Kurs und irgendwie hatte ich nicht so wirklich daran gedacht. Tja, würde schon schief gehen, denn ich hatte nun keine Zeit mehr und die ersten Gäste kamen schon!!
      Die erste Besucherin war Fiona O'Brien mit Paint Horse Pallaton und Australien Shephard Willow. Ich begrüßte sie ganz herzlich, ehe wir ihr Pferd ausluden und den schicken Wallach in seine Box brachten. Willow verstand sich sofort mit meinem Rottweilerrüden, so dass ich Fiona in aller Ruhe ihr Zimmer zeigen konnte. Sie war schon einige Male auf der Ranch zu Besuch gewesen, weshalb sie sich auf eigene Faust umsah. Um 13 Uhr solle sie mich bei der Halle treffen, dann würde es eine Überraschung geben.
      Unser nächster Gast war Jani mit ihrer Paint-Araberstute Baraija. Mit 92% Araberanteil war nicht mehr viel von dem Paint übrig geblieben, aber ich hoffte, dass diese 8% im Training doch durchschlagen würden, da Araber nicht gerade meine Lieblingspferde waren, weil sie mir einfach zu nervös waren. Vielleicht war das auch einfach nur ein Vorurteil gegenüber dieser Rasse und Jani und Baraija würden mir das Gegenteil beweisen. Ebenfalls dabei hatte Jani ihre Mini Australien Shephard Hündin Tala. Auch dieses Trio wurde von mir allerherzlichst empfangen. Zu erst luden wir die Araberstute aus, ehe wir sie in den Stall in ihre Box brachten. Dann folgte Jani's Zimmer. Ausnahmsweise durften die Hunde mit ins Haus, da ich keine ganze Meute von Hunden auf dem Hof herumlaufen haben wollte, da ja auch fremde Pferde hier waren. Nach dem Auspacken leitete ich Jani an Octavia weiter, die auch Fiona eingesammelt hatte, um den beiden dann nochmal eine Führung über den Hof zu geben.
      Ich wollte gerade nach Svejn sehen, als gleich zwei Trailer auf den Hof rollten. Seufzend lief ich die Treppe also wieder runter und auf den Hof, wo ich sofort ein Lächeln aufsetzte. Als erstes war Linn Petri auf den Hof gefahren. Mit an Bord war ihre Isländerstute Vidja und ihr Isländischer Schäferhund, der nur knappe 50cm und mich zunächst staunen ließ. "Der sieht aber lustig aus, für ein Schäferhund.", sagte ich und tätschelte seinen flauschigen Kopf. "Es ist ja auch ein Isländischer Schäferhund, die sehen ganz anders aus." "Ja, das seh ich.", sagte ich lachend und zeigte ihr dann, wo sie ihre Stute hinstellen konnte, ehe ich Bellamy dazu rief, der ihr dann gleich ihr Zimmer zeigte.
      Nun ging ich zu Alicia Grey, die auch schon ein paar Mal hier auf der Ranch gewesen war und Pferde trainiert hatte, deshalb hatte ich sie ihre Norwegerstute Fina alleine ausladen lassen. Dabei hatte sie ihren Hund Püppi, eine Mini Bullterrierhündin. Jani und Alicia waren die einzigen beiden, die neben dem Gruppentraining auch Einzeltraining bekommen würden, da ich ihre beiden Pferde in Trail aufstufen sollte.
      Kaum hatte ich auch Alicia ihr Zimmer gezeigt, so kam der letzte Teilnehmer auf den Hof gefahren. Der einzige Mann in unserer Runde, Nicolaus du Martin mit seinem Shagya Araberhengst Marid, der wohl alles andere als einfach war. Auch mit von der Partie war der Whippetrüde Asuka, welcher sich als wirklich gutherzig herausstellte. Nachdem also auch das letzte Pferd in der Box verstaut, alle Autos aus dem Weg gefahren und alle Zimmer bezogen waren, durften sich alle auf dem Hof umsehen oder etwas essen, was Alexis in der Küche gezaubert hatte. Auch die anderen Mitarbeiter fanden sich nach und nach in der Küche ein, wo wir über ein paar Themen plauderten, was jedoch dauernd von winselnden Hunden unterbrochen wurde. Mit 18 Leuten und 6 Hunden war das Haus wohl doch irgendwie zu klein, weshalb sich Caleb und Aliena sputen mussten, damit wir drei zusammen schon mal in den Stall vorgehen konnten. Doch davor machte ich noch eine kleine Ansage: "Hört mal kurz alle zu.", sagte ich laut und schaute zu, wie alle die Köpfe hoben, Gäste sowie Mitarbeiter. "Aliena, Caleb und ich gehen schon einmal vor in den Stall, um eine kleine Überraschung vorzubereiten. Ich treffe euch alle nicht wie vereinbart um 13 Uhr am Stall, sondern um 14 Uhr in der Halle. Die Hunde sind bitte an der Leine zu führen und werden euch später von meinen Mitarbeitern abgenommen, denn ihr werdet anders beschäftigt sein. Eure Pferde brauchen wir erst einmal nicht..", erklärte ich und wollte mich gerade umdrehen, um zu gehen, ehe mir noch etwas einfiel: "Achso, bitte bringt eure Reithelme mit in die Halle.", sagte ich und schaute mir ihre verdutzten Gesichter an. Ich konnte mir genau vorstellen, was sie dachten: Reithelme, ohne Pferde?
      Insgeheim lachte ich mir ja ins Fäustchen, ehe ich mit Aliena und Caleb in den Stall ging. "Also, was hast du vor?", fragte mich Aliena. "Damit sie ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, einen Trailparcours auf einem ausgebildeten Pferd zu reiten, werden wir jetzt 6 Pferde fertig machen, die wir gleich unter den Teilnehmern aufteilen.", erklärte ich und sah in das verdatterte Gesicht von Caleb. "6 Pferde?" "Eins für mich, einer muss ihnen ja zeigen, was sie machen sollen.", sagte ich lachend und betrachtete meine Pferde. Gar nicht so einfach, sechs davon aus zu wählen, doch meine Wahl fiel schließlich auf folgende 6 Pferde: Sympathy for the Devil, Annie get your Gun, Bella Dun Del Cielo, Cielos Double Dun It, Gun and Slide und Sheza bat Cat.
      Annie war im Trail auf LK 1, Pathy und Bella auf LK 3, Gipsy, Gun and Slide und Sheza auf LK 4. Ganz zufrieden war ich mit meiner Auswahl nicht, aber ich wollte nicht nur Pferde auf LK 4 anbieten, sondern auch bessere. Bella und Gipsy hatte ich gar nicht mit rein nehmen wollen, aber da so viele Pferde im Moment nicht im Training standen, mussten wir die Pferde holen, die gerade da waren. Wir machten die sechs Pferde fertig und brachten sie gesattelt nach und nach in die Halle, wo wir sie an der Bande anbanden. Wir bauten ein paar kleinere Hindernisse auf, 5 um genau zu sein, die meine Kursteilnehmer durchreiten konnten. Ich hatte bewusst Hindernisse aus einer Walk and Trot Beginner Klasse geholt, da die Aufgaben nachher mit den Hunden auch nur Leichte sein würden. Die erste Aufgabe bestand aus 6 Stangen, wenn man die Stangen anritt, trabte man zu erst über zwei Stangen, wendete nach rechts ab, trabte wieder über zwei Stangen, wendete erneut ab und übertrabte die letzten zwei Stangen. So lagen also zwei Stangen auf 3 Uhr, zwei auf 6 und zwei auf neun. Sie konnten zu erst im Schritt überritten werden und später im Trab. Das zweite Hindernis war einfach ein kleines Quadrat aus vier Stangen, in das man hineingehen und sich einmal um 360° drehen würde. Dann ritt man heraus, über drei Schrittstangen, bog links ab und trabte über drei Stangen, fertig war diese Station. Die nächste Station hatte, oh wunder, wieder etwas mit Stangen zu tun. Jetzt konnten meine Teilnehmer diese Übung im Schritt üben, in der Prüfung wurde sie jedoch im Trab geritten. Dabei lag eine Stange auf 2 Uhr, eine auf 9 und eine auf 4 Uhr, das war also ein wenig schwieriger, die Abstände genau einzuschätzen, als bei der anderen Stangenübung mit 6 statt 3 Stangen. Die nächste Übung war wahnsinnig einfach, zumindest für mich- für die Teilnehmer vermutlich nicht. Zwei Stangen lagen parallel nebeneinander, welche zu erst im Schritt durchritten werden mussten, bis man komplett durch die Stangen durch war, dann wurde rückwärts gerichtet. Das letzte Hindernis war ein einfaches Tor, welches jedoch kein Tor sondern ein Seil war, was man öffnen und schließen musste.
      Nach einem Blick auf die Uhr hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit, weshalb ich mir zusammen mit Aliena und Caleb jeweils ein Pferd schnappte und die Übungen schon einmal durchging. Nachdem wir alle fünf Übungen gemacht hatten, nahm sich jeder ein anderes Pferd und machte das nochmal. Wir banden die Pferde wieder fest und gingen nach draußen, um die Kursteilnehmer abzuholen. Octavia, Finn, Murphy und Bellamy übernahmen die Hunde und gingen schon mal vor in die Halle. "Da ihr nun alle da seit, möchte ich euch die Überraschung zeigen, kommt mit.", sagte ich lächelnd und zusammen gingen wir in die Reithalle, wo die sechs Pferde standen und uns neugierig ansahen. Doch nicht nur die Pferde schauten verdattert, als auf einmal so viele Leute in der Halle waren, auch meine Kursteilnehmer schauten verwundert, als sie meine Pferde da stehen sahen. "Damit ihr zu erst einmal ein Gefühl für die Aufgaben bekommt, reitet ihr heute nur meine Pferde. Zu erst ohne Hunde, dann später mit.", erklärte ich und sah in aufgeregte Gesichter. "Das sind ja Bella und Gipsy.", sagte Fiona begeistert und ging zu Gipsy rüber. "Ist eigentlich eine Premiere, dass jemand fremdes Bella oder Gipsy reiten darf.", lachte ich. "Also Annie get your Gun ist die braune Frame Overostute hier. Nicolas ich möchte, dass du sie reitest. Sie ist im Trail auf LK 1, testet ihre Reiter aber auch gerne aus, weshalb sie deinem Shagya Araberhengst sehr nahe kommt.", erklärte ich und sah zu, wie Nicolas seinen Helm anzog und der Stute über die Nase streichelte, ehe er aufstieg. "Reite sie ganz gemütlich im Schritt warm, lass sie nicht über die Hindernisse gehen, das kommt gleich.", erklärte ich und sah dann zu den anderen Teilnehmern.
      "Der Rosenschimmelhengst hier ist Sympathy for the Devil, Pathy genannt. Jani ich möchte, dass du ihn reitest, da er genau so eine treue Seele ist wie deine Baraija. Er ist im Trail auf LK 3. Reite ihn auch warm und bleib bitte noch von den Hindernissen weg. Bisschen aufpassen mit den Stuten, aber Pathy ist da ein ganz cooler, der macht nichts viel, sollte also kein Problem sein.", erklärte ich ihr und wandte mich dann an Fiona. "Ich möchte, dass du Gipsy reitest. Du müsstest ihn ja schon kennen, viel muss ich nicht erklären. Sei bei ihm aber vorsichtig im Maul.", erklärte ich ihr und sie stieg, über beide Ohren grinsend, auf. Ich selbst würde Bella reiten, weshalb noch Sheza und Gun and Slide übrig blieben. "Linn dir übergebe ich Sheza und Alicia du bekommst Gun and Slide. bei dem du ein bisschen mit den Stuten aufpassen musst. Ran an die Stangen.", sagte ich und nachdem alle aufgesessen und warm geritten hatten, fing ich an die Übungen zu erklären. "Hier vor mir liegen 6 Stangen, zwei auf 3 Uhr, zwei auf 6 Uhr und zwei auf 9 Uhr. Ich reite an und verlangsame mein Pferd vorher, damit sie sich die Stangen anschauen kann. Die guten Trail Pferde nehmen dann die Nase runter und schauen sich die Sache kurz an, ehe sie drüber gehen. Ihr dürft so langsam reiten wie ihr wollt, aber ihr dürft nicht stehen bleiben. Wenn das im Schritt geübt wurde, kann das im Trab geritten werden, so wie es bei der Prüfung auch gemacht werden muss.", erklärte ich meinen Teilnehmern, ehe es zum nächsten Hindernis ging. "Das hier ist ein Quadrat, in das ihr hineinreitet und euch einmal um 360° dreht, dann hinausreitet und über diese drei Stangen hier im Schritt geht. Ihr biegt nach links ab und trabt dann über die nächsten drei Stangen.", erklärte ich Hindernis Nummer 2. "Es wird sich die ganze Woche um diese fünf Hindernisse drehen, ärgert euch also nicht, wenn es heute noch nicht klappen will.", fügte ich aufmunternd bei und ritt zu Hindernis Nummer 3. "Hier liegt eine Stange auf 2 Uhr, eine auf 4 Uhr und eine auf 9 Uhr. Das Ganze wird im Trab geritten, ihr könnt beziehungsweise müsst es jedoch im Schritt üben, sonst kann das nicht klappen.", sagte ich und ritt auch dieses Hindernis einmal vor, ehe ich zu Nummer 4 überging. "Das hier ist einfach.", lachte ich und ging mit Bella einmal durch die parallel liegenden Stangen hindurch, stoppte und ritt rückwärts wieder raus. "Viel erklären muss ich hierzu nicht. Zum nächsten auch nicht.", sagte ich dann und führte ihnen das Tor vor. Ich lobte Bella für ihren fehlerfreien Ritt und gab sie Octavia, damit sie sie wegbringen konnte. "Jetzt seit ihr an der Reihe. Fiona und Gipsy Station 1, Jani und Pathy Station 2, Linn und Sheza Station 3, Alicia und Gun and Slide Station 4 und Nicolas und Anni Station 5."
      Es war ein wunderschöner Nachmittag, bei dem niemand zu kurz und alle auf ihre Kosten kamen. Nachdem alle ihre Station geübt hatten und es auch einigermaßen geklappt hatte, hatten wir die Hunde dazugenommen, jedoch immer nur einzeln, damit die Hunde auch wirklich bei ihren Besitzern blieben und es kein heilloses Durcheinander von Pfeifen und Stimmen gab. Alle hatten sich gut geschlagen, so dass wir die Pferde zusammen fertig für die Boxen gemacht hatten, ehe jeder sich um sein Pferd gekümmert hatte und wir nun gemütlich zu Abend aßen. "Morgen machen wir das Ganze mit euren Pferden.", prophezeite ich schon einmal. "Jedoch morgen komplett ohne Hunde. Heute habt ihr ja jeder nur eine Station geübt, morgen werden wir jeder jede Station reiten.", erklärte ich, ehe wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.
      Am nächsten Morgen waren alle Kursteilnehmer um 10 Uhr mit ihren Pferden in der Halle. Man sah müde Gesichter, aufgeregte Gesichter und dann war da Nicolas, der dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber trat. "Was ist los, Nicolas?", fragte ich ihn und verschränkte die Arme vor der Brust. "Marid ist kein Boxenpferd, er ist ziemlich blöd eben beim Satteln gewesen, weiß nicht ob er mich hier nicht gleich abbuckelt.", erklärte er mir und ich seufzte. "Sag sowas doch früher, er kann auf eine kleine Koppel. Octavia zeigt dir nachher den Weg.", sagte ich. "Möchtest du trotzdem diese Einheit mitreiten oder willst du lieber aussetzen?", fragte ich ihn. "Ich gehe lieber eine Runde ins Gelände mit ihm, heute Mittag bin ich wieder dabei." "Alles klar, reitet nicht zu weit weg, es gibt schon bald Mittagessen.", sagte ich freundlich und öffnete den beiden die Tür, damit sie nach draußen reiten konnten. Wieder bei den anderen angekommen schaute ich in die Runde. "Wer möchte anfangen?", fragte ich und Fiona schien darauf zu brennen, mit ihrem Paint Horse Wallach das Versuchskaninchen zu sein. "Station 1 hast du ja gestern schon mit Gipsy geübt, Pallaton scheint mir ein kluges Kerlchen zu sein, das sollte also kein Problem sein.", erklärte ich und sah ihr dabei zu, wie sie den Wallach langsam an die Stangen heran führte und sogar ohne eine der Stangen zu berühren hinüberritt. "Gut, versuch es mal im Trab.", erklärte ich und sah ihr zu. "Guuut! Der hat Talent, dein Kerlchen!", sagte ich und rief dann Jani und Baraija auf, die entgegen meiner Erwartungen wirklich eine ruhige Stute war, ganz anders, als die Araber, die ich sonst so kannte. "Reite langsam heran und lass sie dann gucken, bleib aber nicht stehen.", erklärte ich und sah den beiden zu, wie sie ihren ersten Versuch wagten. Die letzte Stange touchierte Baraija, aber das war nicht schlimm. "Nicht schlimm, dreh sie sofort herum und geh das Ganze von der anderen Seite.", erklärte ich ihr und sie nickte, wendete ihre Stute und überschritt die Stangen erneut. "Genau, super.", sagte ich und schaute dann zu Linn und Vidja, die als nächstes dran waren. Ich wusste, dass Isländer nicht sprangen, deshalb war ich mehr als gespannt, wie Vidja sich schlagen würde, doch die Stute machte einen guten Job und ließ sich von den bunten Stangen auf dem Boden nicht unterkriegen. "Super macht ihr das!", lobte ich die beiden. Heute gingen alle die Hindernisse nur im Schritt, damit die Pferde die Sachen kennenlernten. Heute Mittag würden einige schon traben. Alicia und Fina schlugen sich auch wirklich super, so dass die beiden auch die ersten waren, die das Quadrat ausprobieren durften. "Hierbei müsst ihr wirklich darauf achten, dass ihr die Pferde langsam dreht.", erklärte ich und sah Fina zu, wie sie sich abmühte, rum zu kommen. "Fina ist eben kein richtiges Westernpferd, die das kennen, sich so eng zu drehen. Aber keine Sorge Alicia, das kann sie lernen! Das ist wirklich kein Problem!", versicherte ich ihr, nachdem ihre Stute zum gefühlten hundertsten Mal aus dem Quadrat herausgestolpert war. "Das üben wir heute Abend nochmal." "Linn und Vidja sind die nächsten.", sagte ich und schaute den beiden zu. Vidja hatte es viel einfacher, da sie kleiner war und einen kürzeren Rücken als Fina hatte, so kam sie besser rum. "Gut, reicht schon.", sagte ich, nachdem sie auch über die Schrittstangen gegangen war. Jani und Baraija hatten keine Probleme, ebenso wenig wie Fiona und ihr Paint Wallach. Wir übten die anderen drei Stationen auch noch eine Weile, ehe die erste Einheit beendet war. Dann wurden die Pferde weggebracht und es ging zum Essen, wo auch Nicolas wieder zu uns stieß.
      Am Nachmittag waren dann alle fünf Teilnehmer wieder dabei. Die vier Teilnehmer, die heute morgen schon dabei gewesen waren, zeigte Nicolas und Marid, was sie gelernt hatten, so dass ich den Teilnehmern gespannt von der Bande aus zusehen konnte. Ab und an ging ich zu ihnen und half ihnen ein wenig. Bevor es wieder Abendessen gab, hatten alle Teilnehmer jede Station nochmal ausprobiert und wenigstens einen fehlerfreien Durchlauf gehabt. Ich hatte in dieser Einheit auch erfahren, dass Nicolas gar nicht Nicolas sondern Nicolaus hieß, peinlich, aber wenigstens zog sich das nicht durch die ganze Woche.
      Nach dem Abendessen fanden sich Alicia und Fina sowie Jani und Baraija wieder in der Halle ein. "Ihr vier habt euch wirklich schon super geschlagen, ich würde die beiden Pferde jetzt nur kurz selbst über die Hindernisse reiten und gegebenenfalls Korrektur reiten. Dann können sie auch schon in der LK 4, also in Klasse A starten.", erklärte ich und die beiden nickten. Ich schnappte mir zu erst Fina. Auf Alicias Hof hatte ich ihren Norweger Remi schon ein paar Mal geritten. Seit dem waren mir die Norweger ans Herz gewachsen, weshalb ich nicht aufgeben wollte, Fina im Quadrat drehen zu lassen. Ich stieg also nicht auf, sondern ging neben ihr her ins Viereck und lenkte sie dann im Kreis. Sie war auf der Hinterhand ziemlich flink, aber auf der Vorhand sehr schwerfällig, weshalb ich sie mit dem Fingernagel in die Schulter zwickte, damit sie aufpasste, was sie da vorne machte. Auf der einen Hand klappte das Ganze dann auch wirklich gut, auf der anderen nicht so gut. "Aber hast du gesehen Alicia, wie sie auf einmal die Vorhand einsetzen konnte, nachdem ich sie immer und immer wieder gezwickt habe, damit sie aufpasst?", sagte ich und sie nickte. Weh tat das der Stute natürlich nicht, es diente lediglich dazu, dass sie darauf achtete, wo sie ihre Beine hinsetzte. Ich probierte das drehen nun aus dem Sattel heraus und es sah schon viel besser aus, als heute morgen. Ich durchritt die anderen Hindernisse auch, bei denen es keine Probleme gab, ehe ich Alicia ihr Pferd in die Hand drückte. "Bitte das Quadrat probieren.", sagte ich und schnappte mir Baraija, stellte die Bügel ein und stieg dann auf. Der Stute merkte man ihren Paintanteil doch noch an, auch wenn es nur noch 8% waren. Leichtfüßig überschritt sie die Stangen. Lediglich am Tor hatte sie Probleme, einfach mal ihren Hintern still zu halten. Das konnte ich ihr aber auch nicht ausreden, weshalb ich einfach mein äußeres Bein die ganze Zeit an ihren Bauch hielt, damit sie am Tor stehen blieb. "Das wars eigentlich schon.", erklärte ich, nachdem ich auch die anderen Übungen mit der Stute geritten hatte. "Du noch einmal und dann ist Feierabend.", erklärte ich und schickte die beiden nachher zufrieden in den Stall, ehe Nicolaus mit dem gesattelten Marid in die Halle kam. "Darf ich vielleicht ein bisschen für mich üben? Das fuchst mich, dass ich heute morgen nicht mitmachen konnte...", gestand er mir kleinlaut. "Ich kann gerne hierbleiben und dir Tipps geben, wenn du möchtest. Ich kann aber auch gehen.", sagte ich nett und er schüttelte den Kopf. Er schien wohl in seinem Stolz geknickt. "Ich würde gerne alleine versuchen." "Gut, sag mir morgen früh vor dem Training wie es war und ob etwas nicht geklappt hat.", erklärte ich und ließ ihn dann alleine, ehe ich ins Haus und todmüde ins Bett fiel.
      Tag 3 und 4 waren weniger spektakulär, morgens waren jeweils Gruppenstunden, nachmittags Einzelstunden mit den Hunden, wobei diese eigentlich noch Nebensache waren. Spannend wurde es wieder am fünften und sechsten Tag, da wir nun die Hunde richtig mit einbanden. Bei der Station 1 musste der Hund auf der linken Seite neben dem Pferd herlaufen, aber ebenfalls über die Stangen gehen, weshalb wir am Morgen die ganzen Hindernisse mit den Hunden zu fuß durchschritten hatten, damit die Tiere langsam lernten, wo sie laufen mussten. Bei Station 2 war es egal, auf welcher Seite der Hund lief. Bei Station 3 sollte er rechts laufen. Bei Station 4 sollte er außerhalb der beiden Stangen beim Durchreiten mitlaufen. Dann sollte er sich ablegen und liegen bleiben, bis das Pferd wieder rückwärts aus den Stangen raus war. Bei dem Tor lag ein kleines Quadrat aus Stangen, wo der Hund abgelegt wurde, ehe das Tor durchritten und der Hund hinterher gerufen wurde. Besonders amüsant war der Ritt von Jani, Baraija und Tala, da die junge Hündin schier zu übereifrig war und Baraija dauernd vor die Hufe lief, was die Stute gar nicht so lustig fand. Mit viel Ruhe bekam das Trio jedoch den Parcours auf die Reihe. Asuka fand die kleine Pfütze- wie auch immer das Wasser in die Halle gekommen war, viel interessanter als das Training und wälzte sich zur Freude aller im Wasser, ehe ein völlig nasser und von oben bis unten sandfarbener Hund zu seinem Herrchen Nicolaus lief und sich neben ihm schüttelte. Marid erschreckte sich und machte einen Satz zur Seite, jedoch blieben alle unverletzt. Linn, Alicia und Fiona hatten keine Probleme mit ihren Hunden, auch wenn Fionas Pferd Pallaton so langsam schlapp machte. "Der hat Muskelkater, glaubst du mir das?", hatte ich dazu nur gesagt und lachend den Kopf geschüttelt.
      Der letzte Abend war doch recht amüsant und ging noch bis in die halbe Nacht, ehe am nächsten Morgen alle abreisten.
      Zu erst machte sich Jani mit ihrem Pferd Baraija und ihrem Hund Tala auf den Weg. Das Verladen verlief problemlos und ich wünschte den dreien eine gute Heimreise. Auch Linn und Alicia verschwanden relativ schnell und problemlos. Ihre Pferde ließen sich gut verladen und so winkte ich den Trailern noch hinterher, ehe ich zu Nicolaus, den ich noch immer die ganze Zeit versehentlich Nicolas nannte, ging. "Weißt du warum ich dich die ganze Zeit so nenne? Ich habe einen neuen Mitarbeiter der Nicholas.", sagte ich lachend und schaute ihm beim Verladen von Marid zu. Asuka half dabei kräftig, naja eher weniger, denn er bellte die ganze Zeit. Nach einer Weile und viel Geduld von Nicolas... Nicolaus' Seite, war das Pferd verladen und sie verließen den Hof.
      Fiona hatte mich gefragt, ob sie noch einen Tag bleiben und Gipsy nochmal reiten durfte. Widerwillig hatte ich zugestimmt und sie noch einen weiteren Tag hier behalten, bei dem sie Gipsy auf einem kleinen Ausritt reiten durfte, während ich mit Bella neben ihr her ritt. Als dann auch Fiona die Ranch verlassen hatte, viel ich erschöpft auf die Couch, von der mich Caleb unsanft runterschubste. "Was machst du da? Glaubst du die Boxen misten sich alleine?" Der Alltag konnte wieder beginnen.
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    • Zion

      Kurzes Update
      Buskerud – Norwegen
      Die einst kleine süße Ranch hatte sich zu einem relativ großen Reitstall entwickelt, allerdings ist dieser alte Charme erhalten geblieben. Wie jeden Morgen begannen Malte und ich mit der Stallarbeit. Vorher wurde die Pferde auf ihre Weiden gebracht und sie schienen sich sehr über den dicken Schnee zu freuen. „Malte, fährst du heute die Schubkarre?“, fragte ich. Er nickte genervt. Die klirrende Kälte machte uns nichts aus. Also begannen wir mit der Stallarbeit und arbeiteten uns durch die Boxen. Währenddessen unterhielten wir uns über die Zukunftsplanung und überlegten wie wir unser Training aufstellten. Wir kamen zum Entschluss, dass wir eine Reitschule aufmachen wollte, aber wann, das stand noch in den Sternen. Nachdem die Boxen blitzsauber waren und die Sonne durch die dicken Wolken gekommen war, entschloss ich mich dazu auszureiten und Malte schloss sich an. Zusammen machten wir Braddock und Oslogi fertig und stiegen auf. Die Ponys stapften schnaufend durch den Schnee und der warme Atem stieg in Nebelschwaben nach oben. „Na Lust auf ein kleines Wettrennen?“, stachelte Malte mich an. Ohne eine Antwort trieb ich Braddock an und ging vorerst in Führung. Doch diese Rechnung hatte ich ohne den sturen Braddock gemacht, denn der blieb schnurstracks stehen und katapultierte mich fast aus dem Sattel. Malte, der nun zu lachen begann, gewann das Rennen.

      Sandpoint – Idaho

      Nach dem ganzen durcheinander mit dem Verkauf der Ranch, dem Umzug und allem Drum und Dran war viel Zeit vergangen und es gab Höhen und Tiefen. Die Fohlen entwickelten sich prächtig und die anderen Pferde kamen auch super miteinander klar. Auch wir hatten uns hier auf Atomics Valley gut eingelebt und waren mehr als zufrieden. Mein kleiner Finley war mittlerweile schon ein Jahr alt und ist mein treuer Begleiter. Da Vriska im Moment eher wenig Zeit hat, habe ich ihr angeboten, ihre Painthorse Stute mitzuversorgen. Am Morgen brachten Scott, Lucy und ich brachten zuerst Kisshimbye, Aiyana, Havanna Girl, Magnificent Crow, Heretic Anthem, Pallaton, Spezial Luna Zip und Ginger Rose auf die eine Weide. Anschließend führten wir Mayor Jetsetter Oak, Chapter 24 und GH’s Acapulco Gold auf die Hengstweide. Heute hatten die Pferde ihren freien Tag und durften über die verschneiten Weiden tollen und einfach nur Pferd sein.

      Buskerud – Norwegen

      Als wir wieder zurück auf dem Hof waren, begrüßten uns Charly und Nico, die anscheinend gerade auf dem Weg zu den Weiden waren. Da Malte und ich im Moment nichts zu tun hatten, setzten wir uns an die Planung für die Reitschule und zählten die Pferde auf, die auf alle Fälle dazugehören werden. „Also die Ponys auf alle Fälle!“, sagte Malte. Ich zählte meine Ponys zusammen … Bixs, Bella Donna O Sole Mio (unsere beiden Neuzugänge), Glamour’s Rubina, Blazing Flame, Belle, Hendersin und Braddock. „Mhh ich glaube, Jupiter kommt auch dazu, hier hat er einfach zu wenig Verwendung“, warf ich ein. Malte stimmte zu und machte eine Liste mit allen Pferden.
      Nachdem unsere freie Zeit vorbei war, beschäftigten wir die anderen Pferde. Da ich meinen ganzen Pferden nicht mehr gerecht wurde, habe ich mir Reitbeteiligungen angeschafft, die mir so ziemlich bei allem helfen. Reitbeteiligungen sind eventuell das falsche Wort, da eine Person gleich mehrere Pferde versorgt und reitet. Angefangen bei den Vollblütern, um Sir Benny Miles kümmere ich mich höchstpersönlich, da er der Liebling von meiner Cousine Fiona ist. Die anderen also Ramazotti, Darjeeling, Stiffler, Scoubi, Nyanda, Drama Baby, Firewalker und Sir Golden Mile waren unter der Obhut von Liz Larson. Liz ist eine Powerfrau, die weiß wie man mit temperamentvollen Vollblütern umgeht. Sie ist gerade 20 Jahre jung und auf dem Weg Trainerin zu werden und hilft bei uns aus. Sie hat meistens rosa oder blaue Haare die ihr bis zur Schulter reichen. Ihre Augen sind eisblau und wie bereits gesagt ist sie eine Powerfrau mit Willensstärke. Für die Friesen, also Filou, Nienke, Modjo, Batman und Xinu übernahm ich selbstverständlich die Pflege. Die Ponys teilten wir uns immer unterschiedlich auf und in der Reitschule hatte sie ja dann genug Abwechslung. Sacarina und Strolch wurden ebenfalls von uns allen versorgt wie Scion und die anderen Fohlen auch. Harvey, Solsikke und Golden Comet standen unter meiner Obhut und der von James Gordon. Der Engländer hat eine Springkarriere hinter sich und suchte nun Abwechslung und Entspannung hier bei uns in Norwegen. Bevor White Face verkauft wurde, wurde er von Malte gepflegt und geritten.
      Am frühen Abend entschieden wir uns für eine Kutschfahrt mit den Friesen, da Nienke rossig war und es so für eine Kutschfahrt mit Hengsten eher ungünstig war, spannten wir das erste Mal Filou an. Nach anfänglichen Zickerein lief alles einwandfrei und Malte, Charly, Nico, Bart und ich als Kutscher verbrachten einen schönen Abend im Winterwonderland von Norwegen.
    • Zion

      Vorbereitungen auf den Umzug!
      Für mich als Langschläfer war es ungewohnt, dass der Wecker punkt sechs Uhr klingelte. Widerwillig kugelte ich aus dem Bett und schlurfte ins Bad der Dachbodenwohnung. Finley schlüpfte hinter mir ins Bad und sah mich mit seinen süßen blauen Kulleraugen an. “Na du Frühaufsteher!”, sagte ich und kraulte ihn hinter den Ohren. Nachdem ich halbwegs menschlich und nicht mehr wie ein Zombie aussah, begab ich mich samt Finley nach unten. Mehr als eine Banane und ein Glas Milch bekam ich nicht runter. Finley hingegen verschlang sein Futter innerhalb von Sekunden. Als wir aus dem Haus gingen, stand Petyr schon draußen und drückte mir die Mistgabel in die Hand. “ Na los die Pferden machen ihre Boxen leider nicht selbst sauber!”, sagte er lächelnd und verschwand im Stall. Murrend folgte ich ihm und begann die Boxen zu misten. Edda und Finley schlichen über den Hof und ärgerten höchstwahrscheinlich die Katzen.
      Stöhnend ließ ich die Mistgabel fallen und wischte symbolisch mit der Hand über die Stirn. “Ist das Prinzesschen etwas überanstrengt?”, feixte Petyr. “Haha witzig, naja bald bin ich ja hier weg, obwohl es hier wunderschön ist.”, erwiderte ich. “Wo soll's denn hingehen? Hast du nun einen Hof gefunden?” Ich nickte und erzählte ihm von dem Gestüt am Niederrhein in Deutschland.
      Nathan Scott leitete das Gestüt und ich hatte mich mit ihm in Verbindung gesetzt. Schnell war alles geregelt und ein Transportunternehmen gebucht. Bald würden wir umziehen…
      Imagine Dragons und Sacarina hatten sich mittlerweile angefreundet und spielten quicklebendig auf der Weide. Dank Charly und Niko kamen meine Pferde auf einem benachbarten Hof unter, da hier so spontan wie ich gekommen war kein Platz war. Sir Benny Miles war bereits zweimal Vater geworden und ich bin froh ihn damals von Eddi gekauft zu haben. Meine Privatpferde also Belle, Bixs, Bella Donna O Sole Mio, Mayor Jetsetter Oak, Havanna Girl, Heretic Anthem, Pallaton und Braddock ‘The Parrot’ befanden sich in einem Offenstall. Die Zuchthengste Batman, Tiago, Colorido, Descarado, Castiel, Wild Cherry, Modjo, Xinu und Filou Farrige Etoile Filante standen zusammen mit Sence of Humor in einem kleinen Stallgebäude mit Paddocks. Meine Stuten Adrenaline, Arquera, Flame, Nienke van de Flierthoeven und Esmeralda standen in einem separaten Stall.
      Bald werden wir nun umziehen, obwohl mir bei dem Gedanken etwas flau im Magen wird. Ich bin sehr gespannt wie es in Deutschland ist, obwohl ich die Sprache beherrsche, war ich bisher nur in Brandenburg bei der Familie gewesen.
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  • Album:
    LDS - Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Zion
    Datum:
    6 Aug. 2016
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    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Pallaton
    Wallach

    APH , *08.06
    Black Frame Overo, EEaanO
    159 cm

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    Pallaton, der Krieger in positiver Hinsicht, da er für seinen Menschen alles gibt und auch dafür Kämpft gemocht zu werden. Er liebt die Zuwendung von Menschen und kommt sehr gut mit Hunden klar. Er ist das geborene Ranchpferd, da er die Kühe zusammenhält, über alle Hindernisse und durchs Wasser geht. Er ist so eine treue Seele, wie man es sich kaum denken kann. Ein Ausritt mit ihm ist Entspannung pur, da er in jeder Situation ruhig bleibt. Lucinda liebt ihren Wallach sehr stark, obwohl Scott ihn reitet auch Fiona baut augenblicklich eine Bindung zu ihm auf.


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    ubk
    Vater | Mutter

    ubk
    Vater | Mutter

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    Nachkommen | Vater

    Schleife
    Körung

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    Springen: E
    Military: E
    Distanz: E
    Fahren: E
    Dressur: E
    Western: E
    Galopprennen: E


    Ganveranlagung 3 Gänge

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    Veranstaltung |




    Ausbildungsdaten
    Führen | Halfter | Anbinden | Putzen | Hufe Auskratzen
    Eingeritten | longieren | Bodenarbeit |

    Zirkuslektionen
    x |

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    Tierarzt | Unbekannt
    Influenza Ja
    Tetanus Ja
    Herpes Ja

    keine Beschwerden

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    Hufschmied | Unbekannt
    Hufeisen Nein

    keine Beschwerden

    ____________________________________
    Besitzerlegende
    Besitzer: Zion
    Vorbesitzer: --
    VKR/Ersteller: Canyon

    | folgt |

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