Eddi

Pajero ♛

Holsteiner ♂ gekört

Pajero ♛
Eddi, 25 Juni 2016
Rhapsody gefällt das.
    • Eddi
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      Die Basse-Normandie
      01. Juli 2013
      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
    • Eddi
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      Arbeit mit den Großen
      02. September 2013
      Gerade heute, wo ich zu gern unsere drei Neulinge einmal persönlich reiten wollte, regnete es ununterbrochen. Ich seufzte leise und zog meine Reitklamotten an. Unten in der Küche saßen schon alle am Tisch und frühstückten, ich gesellte mich still dazu. Nachdem ich mein Toast und den Cappuccino hinuntergeschlangen hatte, lief ich zum Flur, zog mir meine Stiefel an und eine Jacke drüber, ehe ich mich schon auf den Weg zum Stall machte. Carter und seine Stallleute hatten die Pferde schon auf die Weiden gebracht und kümmerten sich nun um den Stall. Ich hatte ihn schon gestern gebeten, die beiden Stuten Oricono Flow und Lonely White Horse in der Box zu lassen. Als erste holte ich mir die wunderschöne Rappstute aus der Box und band sie in der Stallgasse an, um sie gründlich zu putzen, nebenbei unterhielt ich mich mit Carter über die Pläne für den kommenden Monat. Schnell hatte ich die Stute aufgesattelt und führte sie durch den Regen zur Reithalle. Dort nahm ich ihr die Abschwitzdecke ab und passte die Steigbügel an, ehe ich nochmal nachgurtete und mich dann in den Sattel schwang. Im Schritt am langen Zügel drehten wir entspannt unsere Runden, um warm zu werden. Nach einer Weile nahm ich die Zügel auf, ritt Wendungen und Handwechsel, um die Stute aufmerksam zu machen. Erst nachdem sie in einer schönen, nicht übertriebenen Anlehnung lief, wechselte ich in den Trab. Dort ritt ich auch viele Wendungen und Handwechsel und beschäftigte die junge Stute vor allem mit vielen Bahnfiguren. Nach einer halben Stunde bekamen wir Besuch von Mia und Sonja, denn die beiden wollten auch in der Halle arbeiten. Oricono schien die neue Stute nicht zu stören, so dass ich zur Galopparbeit übergehen konnte und an der Sauberkeit ihres Taktes arbeitete. Nach einer Stunde ritt ich sie ab, während Mia gerade begann mit Sonja richtig zu arbeiten. Als ich gerade aus der Halle ritt, kam mir Tamzin auf Candle in the Wind entgegen. Ich nickte ihr kurz zu und machte dann meine Stute fertig. „Eddi? Soll ich Oricono rausbringen?“ fragte Meg neugierig, sie wollte einem immer helfen. Ich nickte ihr dankend zu und bat sie, direkt Serafino reinzubringen, damit er dann trocken wäre, wenn ich reiten wollte. Ich schnappte mir nun Lonely, die Brumbystute, welche noch nicht gar zu lange auf unserem Gestüt lebte. Ich hatte schon öfters mit ihr vom Boden aus gearbeitet, so dass sie mich inzwischen kannte und mir vertraute. Als ich sie geputzt und gesattelt hatte, brach draußen gerade einmal die Wolkendecke auf und die Sonne kämpfte sich durch. Ich nutzte das schöne Wetter und marschierte mit Lonely auf den Reitplatz. Dort trafen wir Judi mit Alazar, welche schon am Arbeiten waren. Ich ritt Lonely in aller Ruhe warm und testete danach alle drei Grundgangarten aus, fragte ein paar Bahnfiguren ab, wollte die Stute aber auch nicht überfordern. Oft lobte ich die Kleine, wenn sie etwas ordentlich machte, denn gerade in ihrem Alter brauchten die Pferde noch viel Bestätigung. Mit Lonely arbeitete ich nur leicht und hörte auch schon nach einer Dreiviertelstunde auf. Zudem zog sich der Himmel allmählich wieder zu. Mia hatte sich schnell Doc geschnappt, um mit ihm noch die letzten Sonnenstrahlen bei einem Ausritt zu genießen. Ich hoffte sehr, dass die beiden nicht nass werden würden. In aller Ruhe sattelte ich Lonely ab und brachte sie dann auf die Weide. Wie versprochen hatte Meg mir Serafino in den Stall geholt und der einsame Hengst brummelte mir schon aufmerksam zu. Ich begrüßte ihn und begann ihn flott fertig zu machen. Er war wahrlich eine Schönheit und konnte sich überall sehen lassen. Heute wollte ich ein wenig mit ihm springen. Begleiten würden mich Judi auf Pajero und Tamzin auf Ejadon. Zu dritt bauten wir den Parcours in der Halle auf und wärmten dann in aller Ruhe die Hengste auf, ehe wir mit dem Springen begannen. Pajero und Ejadon waren inzwischen routiniert, aber auch Serafino machte seine Sache äußerst gut. Ich lobte ihn oft und wir probten auch direkt das Syncrhonspringen mit Pajero, was ohne Probleme klappte. Danach unternahmen wir noch eine kleine Runde zum Abreiten um den Hof, ehe alle Hengste wieder auf ihre Weide durften. Während ich dann mit Mia den Plan für die morgigen Reitstunden besprach, beschäftigte sich Meg auf mein Geheiß noch mit der inzwischen großgewordenen Mokka und longierte die Schönheit ein wenig, damit auch unsere Braune ihre Bewegung bekam. Ich war froh, die Großen so schnell fertig gehabt zu haben, nun konnte ich mich den anderen Aufgaben zuwenden.
    • Eddi
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      Der Military-Parcours
      08. Oktober 2013
      „Entspann dich, Pajero.“ lachte ich fröhlich, als ich mich in seinen Sattel schwang und ihm beruhigend über den Hals strich. Wie immer war der Hengst äußerst aufgeweckt und wollte sofort loslegen. Doch ich zügelte ihn ein wenig und ritt ihn erst einmal in aller Ruhe warm. Wir wollten auf die Geländestrecke, doch ohne Erwärmung würde das nicht klappen. Den Anfang des Weges ritten wir im Schritt und damit sich mein Schecke beruhigte, baute ich Wendungen und Seitengänge ein, was auch äußerst gut klappte. Die andere Hälfte des Weges trabten wir, ehe wir auch noch ein kurzes Stück galoppierten, dann waren wir auch schon da. Pajero schnaubte aufgeregt und scharrte mit dem Huf, während ich mir den Plan des Parcours anschaute. Als ich fertig war, nahm ich die Zügel auf, ritt eine Volte im Trab und galoppierte dann an. Die ersten Hindernisse wollte ich in aller Ruhe nehmen, ohne jeglichen Stress. Das gelang uns auch richtig gut, so dass Baumstamm und Hecke kein Problem waren. Danach durfte Pajero mehr Power geben und preschte durch den bunt gesprenkelten Wald. Mit Leichtigkeit überwand er Hindernis für Hindernis und sogar der sonst so gefährliche Wassergraben war heute gar nicht so böse. Ich sah wie viel Spaß ihm das machte und nachdem wir den Anfängerparcours als Erwärmung bewältigt hatten, wählte ich die komplizierteste Strecke. Pajero war ein Ass im Springen und wollte gefördert werden und solange es noch schönes Wetter war, wollte ich die Parcours nutzen. Pajero wusste schon nach dem ersten Hindernis, welches er ein wenig schliff, dass dieser Parcours ernstzunehmender wäre und sprang dementsprechend auch ordentlicher. Dennoch behielt er ein flottes Tempo bei und wir jagten über die Hindernisse. Pajero hatte seinen Spaß und auch ich genoss es mal wieder, mit meiner Schönheit alleine unterwegs zu sein. Als wir das letzte Hindernis überwanden, galoppierte ich weiter und wir statteten unserer Lieblingslichtung einen Besuch ab. Dort verweilten wir ein wenig und machten Pause, ehe wir uns allmählich auf den Heimweg machten. In der Zeit ritt ich Pajero auch direkt trocken, so dass ich ihn zu Hause dann ohne Bedenken mit auf die Weide stellen konnte.
    • Eddi
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      Geländestrecke im Regen
      28. Oktober 2013
      "Es gibt Tage, da habe ich keine Lust." gähnte Mia müde, als wir gemeinsam an dem großen Frühstückstisch saßen. Ich schaute zustimmend aus dem Fenster, draußen fegte der Wind um die schon beinahe kahlen Bäume und aus dem Himmel ergoss sich eine wahre Sintflut. Das hieß, dass die Draußenarbeit gleich einmal wegfallen würde, außer unsere Jungs würden so stur sein und trotzdem auf ihr Militarytraining bestehen. Roy, Monte und Tom grinsten mich und Judi an. Wir seufzten, also würden wohl auch wir mit rausmüssen. "Ey, wir haben das so lange geplant! Außerdem sind wir nicht aus Zucker." zwinkerte mich Roy an und die anderen stimmten in sein Lachen ein. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, welche trotz des Wetters auf die Weiden wollten. Danach kümmerten wir uns flott um die Stallarbeit und misteten alle Boxen."Ich würde gerne vorher noch mit den jungen Mädels arbeiten, denn wenn ich pitschnass bin, habe ich keine Lust mehr." lächelte ich Tom an und schnappte ihm den Strick von Lonely White Horse aus der Hand. Die junge Brumbystute folgte mir mit zum Putzplatz, wo ich mir mit dem Putzen Zeit ließ, ehe wir in die Halle gingen. Sie hatte ihre Knotenhalfter auf und ich führte sie in großen Kreisen durch die Halle, um sie aufzuwärmen. Doch der Regen, welcher auf das Hallendach plätscherte, beunruhigte sie permanent. So wurde aus der Longierstunde eher ein Antischrecktraining, denn es lief daraus hinaus, dass ich versuchte, Lonely in aller Ruhe um mich herum laufen zu lassen und das wohlgemerkt im Schritt. Nach einer Viertelstunde war sie vollkommen verschwitzt, so dass ich sie in den Stall brachte und unter das Solarium stellte. Während sie trocknete holte ich mir Mokka. Sie putzte ich direkt nur und kontrollierte ihre Beine. Kürzlich war sie noch einmal ein großes Stück gewachsen und ich wollte schauen, ob alles okay war. Ansonsten bekam sie für heute frei, denn sie würde nicht anders wie Lonely reagieren, deshalb war Arbeiten für sie sinnlos. Gemeinsam mit der Brumbystute brachte ich sie raus auf ihre Weide. Dafür blieb mir nun Zeit für unseren Doc. Er war einer meiner liebsten Hengste und um ihn kümmerte generell nur ich mich, da er eine Bezugsperson brauchte. Inzwischen waren wir in der Dressur weit fortgeschritten und heute wollte ich mal wieder in wenig vom Boden aus machen. Also flott geputzt und das Kappzaum auf, ehe wir in die Halle gingen. Dem schicken Rappen machte das Unwetter nichts aus. Er konzentrierte sich vollkommen auf mich und ich konnte herrlich mit ihm arbeiten. Ich wollte heute wieder seine Hinterhand fördern und aktivieren, so dass es ihm leichter fiel, sich selbst zu tragen. Wir waren auch sehr erfolgreich und nach einer halben Stunde beide verschwitzt. "Wird Zeit, dass du geschoren wirst." lächelte ich und tätschelte ihm den Hals. Gemeinsam liefen wir durch den Regen und ich stellte ihn kurz unters Solarium, ehe er mit Regendecke auf seine Weide durfte. Nun stand unser Militaryritt an. Die anderen waren schon am Putzplatz und machten die Pferde fertig, also holte ich mir flott Pajero. Wie immer ritt natürlich ich den Falbschecken, welcher so stark auf mich fixiert war. Judi hatte sich Serafino ausgesucht, während Roy die junge Sonja ritt, bei beiden hatte ich keine Sorge, dass sie gut miteinander klar kommen würden. Monte ritt Ejadon und das, obwohl seine Leidenschaft eigentlich das Western war, aber so einen Ritt wollte auch er sich nicht entgehen lassen. Alazar wurde von Tom geritten, er mochte den Achal Tekkiner und umgekehrt. Flott machten wir die fünf Pferde fertig und schwangen uns dann in die Sättel. Im Regen ritten wir in den Wald, in welchem es ausgesprochen trocken aussah. Auch der erste Trab und Galopp bestätigten das. "Na dann!" lächelte ich und schickte Tom mit Alazar voraus, der Falbe kannte die Strecke bestens. Als zweites folgten Pajero und ich, hinter uns waren Roy und Sonja, ehe Judi und Monte folgten. Wir bestanden die Strecke ohne große Probleme, auch wenn Sonja einmal verweigert hatte und Pajero bei dem Wassergraben schon zu tun gehabt hatte, ordentlich zu landen. Gemeinsam ritten wir nach Hause, dort sattelten wir die Pferde ab und wuschen nacheinander die Beine und Bäuche sauber. Dann ging es hintereinander ins Solarium, ehe die Pferde in ihre Boxen durften. Nach dem Ritt ließ ich sie lieber mit Abschwitzdecke im Stall stehen. Dafür leisteten wir fünf Reiter ihnen Gesellschaft, als wir uns um die Ausrüstung kümmerten und diese vom Schlamm befreiten.
    • Eddi
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      Hufschmiede Happy Hooves
      03. November 2013 - von Pepe
      „Guten Morgen Edfriend!“ Heute war ich mal wieder zu Besuch bei Edfriend und ihren Pferden. Heute war der Hengst Pajero an der Reihe. Seine Besitzerin hatte ihn bereits draußen angebunden und seine Hufe gesäubert. Ich stellte meinen Koffer ab und trat neben das Pferd. „Hallo mein Schöner, heute wirst du von mir winterfest gemacht.“, raunte ich ihm zu und öffnete in einiger Entfernung zum Pferd meinen Arbeitskoffer. Mit Zange ging es zu dem Hengst und brav hob er seinen Huf an, sodass ich damit beginnen konnte, die alten Nägel zu lösen und vorsichtig das Hufeisen zu entfernen. Pajero war wohl heute etwas zu Scherzen aufgelegt und knabbert an meiner Jacke. Ich schon ihn sanft weg und ging zum linken Hinterhuf über. Auch hier entfernte ich Nägel und Eisen. Dabei bemerkte ich, dass wohl vor einiger Zeit etwas Horn vom Huf abgebrochen sein musste und dadurch der Huf schief weitergewachsen ist. „An dem Huf muss ich später noch einmal genauer arbeiten“, sagte ich eher zu mir selbst und entfernte von den restlichen zwei Pferdehufen die Eisen. Ich legte die Zange wieder weg und nahm die Feile aus meiner Tasche. Routiniert schnitt ich alle Hufe, außer den linken Hinterhuf, aus und feilte anschließend die Hufe glatt und eben. Dann ging es zu dem Problemhuf. Ich betrachtete zuerst Pajeros Stand mit etwas Abstand. Erleichtert stellte ich fest, dass nicht viel zu machen sei, lediglich musste der Huf schräg gekürzt werden und der Nachbarhuf angepasst werden. Ich ging an die Arbeit und kürzte zuerst den linken Hinterhuf und feilte ihn danach rund. Dann trat ich wieder einen Schritt zurück und kürzte nach Augenmaß das andere Hinterbein um wenige Zentimeter. „Führ ihn bitte mal kurz im Trab über den Hof“, bat ich Edfriend. Der Hengst lief klar und ohne Probleme. „Okay danke dir. Mit den Hufen ist ansonsten alles in Ordnung, es war nichts auffällig warm oder ähnliches. Gut gepflegt sehen sie aus.“ Edfriend freute sich über mein Lob und ich ging zu meinem Auto um den Ofen für die neuen Hufeisen vorzuwärmen. Wir unterhielten uns etwas über Pajero, während ich die Hufe des erfolgreichen Turnierpferdes ausmaß und mir aus meinem Wagen die benötigten Größen holte. Ich legte eins davon ins Feuer und wartete bis es glühte. Die Eisen schmiedete ich etwas enger, damit sie dem Mix passen würden. Das Aufbrennen interessierte den Hengst wenig, weißer Rauch stieg auf und ich nagelte das passende Eisen an Pajeros Huf. So waren alle vier Hufe nach einer Viertelstunde mit neuen Eisen bestückt. Edfriend stand an Pajeros Hals und redete mit ihm. Aus meinem Wagen holte ich nun noch Stollen, damit sollte der Kleine auf Gras und Schnee besseren Halt haben. Das Einsetzen und Festklopfen der Stollen war ebenso kein Problem wie das Beschlagen, nur gegen Ende bestaunte der Hengst eine Stute am Ende des Stalles. Als ich fertig war packte ich meine Sachen zusammen und verabschiedete ich mich von Edfriend und Pajero, ehe ich in meinen Wagen stieg und vom Hof fuhr.
    • Eddi
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      Weihnachtliche Vorbereitungen
      22. Dezember 2013
      „Kann jemand die Leiter festhalten?“ fragte Tom und wagte sich vorsichtig nach oben, denn er wollte endlich die blöden Girlanden im Stall befestigen. Die Idee, das ganze Gestüt weihnachtlich zu schmücken war von mir gekommen und bisher gefiel es mir äußerst gut! An der Spitze des Stalldaches hing ein roter Stern und auch von innen sollte er schön aussehen. Natürlich hatte ich mein ganzes Team mit einbezogen und nun hatten alle zu tun, damit fertig zu werden. Ich half auch fleißig mit, musste mich aber auch darum kümmern, vor Neujahr nun noch alles fertig zu bekommen, denn die Listen der Pferde musste ich dringend erneuern. Wer wann zum Tierarzt musste, wann welches Turnier gewesen war und und und... Auch die Pläne für kommendes Jahr mussten geschmiedet werden, doch erst einmal kümmerte ich mich gemeinsam mit Talulah um den Stall. Zuerst brachten wir alle auf die Weide, so schnappte ich mir Pajero und Alazar, während sie Sonja und Mokka nahm. Meg half uns direkt mit uns holte die unruhige Brumbystute Lonely aus ihrer Box. Sie machte allerdings so ein Theater wegen dem Weihnachtsschmuck, dass sie Tom beinahe von der Leiter warf. Wir waren froh, als sie sicher auf ihrer Weide stand. Dann holten wir noch Serafino, Ejadon und Dr. Insektor aus dem Stall. Danach konnten wir uns an die Stallarbeit machen. Dass überließ ich Talulah und Meg, während ich mir Mia schnappte und mich um die Sportponys kümmerte, welche auch noch auf die Weiden wollten. Ich nahm mir Alice und Animby, die beiden Schwestern, um sie auf ihre Weide zu bringen. Danach kam Mia mit Nightfly und Morning Sun und schon standen alle Stuten auf der Weide. Nun holte ich mir Auftakt und BonnyBoy, meine beiden schicken Welshhengste, beide gekört und mit hohen Punkten prämiert. Besonders auf Auftakt war ich stolz, dass er in meinem Stall stand. Gleiches galt aber auch für Zarin und Romance, meine beiden Lieblinge, die zwar immer Theater machten, aber mir trotzdem jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Danach holten wir noch die Hengste Allelujah und Vertigo, welche ich übernahm, während Mia sich Lucane und Carachillo schnappte. „Irgendwie werden es auch nicht weniger Pferde.“ lachte sie und schnappte sich ihren Liebling, nämlich unseren Haflinger Pinocchio. Ich holte noch die beiden Jungspunde Absinth und Diggin in the Dirth aus dem Stall und schon waren wir fertig. Nun hieß es ran an die Stallarbeit!
    • Eddi
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      Last Base Ranch
      31. Dezember 2013 - von Friese
      Vor ein paar Tagen hatte mich Edfriend gefragt, ob ich Zeit hatte zu ihr zu kommen und Admiral und Pajero impfen könnte und ihnen auch noch eine Wurmkur verpassen könnte. Bei unserem Telefonat meinte sie beide seien gesund und ich müsste sie nicht noch durchecken. Ich fuhr also in meine Tierklinik und packte dort alle nötigen Sachen für den Besuch. Dann lief ich zurück zu meinem Wagen und fuhr zu Edfriend. Mittlerweile war es hell draußen und ich hatte nur noch ein paar Minuten zu fahren bis zu ihrem Hof. Von weitem erkannte ich schon das große Gebäude und sah dann die Einfahrt. Ich bog ab und war in kurzer Zeit auf ihrem Hof. Ich stieg aus und lief auf die strahlende Eddi zu. „Hallo!“ meinte ich dann freundlich zu ihr und schüttelte ihr Hand. Sie führte mich in den Stall, wo bereits Admiral angebunden war. Ein kleiner Welsh A Hengst, welcher mir auf Anhieb gut gefiel. Ich begrüßte den kleinen und lobte ihn dann nochmal. „Ein hübsches Tier“ meinte ich und sah dann zu Eddi. Dann öffnete ich meinen Koffer und holte die Tetanus-, Influenza-, Herpes-, Pilzinfektion- und Tollwutspitzen und zoge sie nacheinander auf. Ich lobte den Hengst kurz, wobei er versuchte nach mir zu schnappen, und gab ihm dann die erste Spritze. Er zuckte knapp zusammen und ich gab ihm ein Leckerlie. Dann folgte eine Spritze nach der anderen, dabei legte er immer wieder frech die Ohren an und versuchte mich zu zwicken. Er blieb dabei sehr ruhig und ich lobte ihn nochmal. „Guter Junge“ sagte ich dann und strich ihm sanft über den Kopf. Dann gab ich ihm die Wurmkur für den heutigen Tag und reichte Eddi die Packung für die nächsten Tage. Zusammen brachten wir ihn in seine Box und holten dann Pajero aus seiner Box. Er drückte sanft gegen das Halfter, dennoch zeigte das deutlich den Charakter wie ihn mir Eddi beschrieben hatte. Laut ihr war er nämlich wild, frech und dominant. Ich lobte ihn und er drohte mir kurz. Dann zog ich auch die Spritzen für ihn auf und drückte sie ihm sanft unter die Haut. Er versuchte mich sanft weg zurücken und ich schob ihn zurück. Dann gab ich ihm ein Leckerlie und seine Wurmkur. Wie auch bei Admiral gab ich die Ration für die nächsten Tage an Eddi weiter. Ich lobte ihn und brachte ihn dann zusammen mit Eddi in seine Box. „ Du weißt ja das nötigste?“ fragte ich und sah sie an. Sie nickte und wir verabschiedeten uns. „Wenn du mal wieder einen Tierarzt brauchst oder die nächsten Tage etwas ist kannst du gerne anrufen“ meinte ich während ich in mein Auto stieg. Dann fuhr ich los und besuchte den nächsten Kunden.
    • Eddi
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      Treuer Gefährte
      20. März 2014
      Stirnrunzelnd schaute ich mich um, konnte meinen Schecken jedoch in keiner Ecke der Weide entdecken. „Pajero!“ rief ich noch einmal lautstark und plötzlich ertönte ein fröhliches Wiehern. Jedoch nicht von der Weide, sondern aus dem Wald dahinter. Alarmiert lief ich los bis zum anderen Ende der Weide und dort stand mein Falbschecke, mitten in den Bäumen, friedlich an deren Rinde knabbernd. „Pajero, der Zaun ist nicht aus Spaß da!“ stöhnte ich seufzend und halfterte ihn auf. Mühseliger Weise mussten wir nun um die gesamte Weide rundrum laufen, ehe wir zum Stall kamen. Dort band ich Pajero an und begann ihn gründlich zu putzen. Momentan verloren alle Pferde ihr Winterfell und wir hatten alle Hände voll zu tun. Pajero hatte sich nach seiner Aktion sowieso total eingeschweinst und sah aus wie das reinste Wildpferd. Seine Beine musste ich dann erst einmal abspritzen, um die Schlammkruste zu entfernen und seinen verklebten Schweif musste ich auch waschen. Umso länger zog sich die Putzprozedur, doch Pajero stand wie eine Eins und genoss meine Fürsorge. Lächelnd reichte ich ihm seine Karotte und zog ihm dann seine Westerntrense über. Draußen auf dem Hof führte ich ihn an einen Zaun und stieg mit dessen Hilfe auf den blanken Rücken meines Hengstes. Pajero war einer der Hengste, welcher schon seit Fohlenalter in meinem Besitz war und dem ich blind vertraute. Das gleiche Vertrauen brachte mir auch der Falbschecke entgegen und umso erfolgreicher waren wir auch auf Turnieren unterwegs. Nur wer ohne Angst und Zweifel sprang, konnte sein Ziel erreichen und das hatte Pajero mir schon zu Genüge gezeigt. Lächelnd trabten wir federnd den Waldweg entlang zu meinem geliebten Ort, der Küste. Dort konnten wir uns den frühlingshaften und warmen Wind ins Gesicht wehen lassen und genossen einfach die Stille des Augenblicks. Bis Pajero entschied, im gestreckten Galopp den Sandweg entlang zu preschen und ich ihn gewähren ließ. Es war einfach ein tolles Gefühl und ich war einfach nur so froh, ihn zu haben. Er war der Freund, welcher mich stets in der Not tröstete, zu welchem ich einfach immer gehen konnte. Doch auch uns holte der Alltag ein und irgendwann machten wir uns auf den Heimweg. Zuhause putzte ich ihn gründlich, er bekam sein warmes Mash, ehe er wieder auf seine Weide durfte. „Und diesmal bleibst du hier!“ meinte ich lächelnd und umarmte meine Schönheit noch einmal kurz, ehe er sich umdrehte und davon trabte.
    • Eddi
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      Frühjahrsputz
      22. April 2014
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Eddi
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      1. Flaggenrennen
      25. April 2009
      Pajero, also das wirst du auf alle Fälle schaffen! flüsterte ich meinen Holsteiner-Mix Hengst ins Ohr. Der brummelte nur zurück. Für ihn wäre das sicherlich kein Problem, sich elegant um die Flaggen und Halter zu winden. Aber ich musste ja die Flaggen holen und reinstecken. Ich hoffte sehr das wir gewinnen würden. Denn schon wieder war eine Woche lang hartes Training verstrichen und das war hartes Training und schon über nächste Woche würde das größte Springturnier was wir bis jetzt hatten sein. Ich war total aufgeregt, Pajero war ein super Kandidat und viele legten Wert auf den Neuen. Ich lehnte mich etwas nach vorne und schon gab der Richter den Startschuss. Wie ein Vollblut preschte Pajero aus der Box und raste auf die erst, die gelbe. Mit einer engen Umrundung schnappte ich mir die Flagge und es ging zum gelben Halter. Dort steckte ich die Flagge rein und wir schossen zur blauen Flagge. Diese schnappte ich mir auch wieder bei einer engen Umrundung und wir rasten zum richtigen Halter. Dann ging es zur grünen. Dabei schien Pajero aber zu stolpern! Kurz bangte ich um mein Pferd, doch der gab nicht auf. Schnell hatten wir den verloren Weg wieder aufgeholt und nun steckte auch die blaue wo sie hingehörte. Nun kam noch die Rote. Doch Pajero wurde immer schneller und fast hätte ich die Flagge nicht erwischt. Zum Glück ging als gut und wir rasten zum Halter. Dort steckte ich die Flagge rein und raste zur Ziellinie. Ich lobte meinen schnell atmenden Hengst und schaute zum letzten Flaggenhalter. Ich betete nur noch das er nicht umfiel! Wackel, wackel....Sekunden vergingen wie Minuten! Und dann! Er schwenkte noch einmal zur rechten Seite und ......... viel nicht um! Ich hätte am liebsten wie eine Bekloppte geschrien, aber ich ließ es. Stattdessen versorgte ich Pajero und wartete auf das Ergebnis.
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  • Album:
    Hengststall
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    Eddi
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    25 Juni 2016
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  • Name: Pajero
    Geboren: 2008
    __________________


    Von: Prince
    von: Pretty Handsome
    aus der: Fayou xx


    Aus der: Ividi
    von: Grey Storm
    aus der: Ivi

    __________________


    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Falbschecke
    Stockmaß: 175cm


    Beschreibung:
    Pajero ist ein überaus frecher und oftmals auch sehr dominanter Hengst, der dennoch jeden mit seinen traumhaften Gängen um den Finger wickelt. Er ist ein echter Hingucker, der besonders wegen seiner Farbe auf Turnieren immer auffällt. Der Hengst zeigt eine tolle Rittigkeit und schöne Ambitionen am Sprung, dennoch sollte man den jungen Kerl nie unterschätzen, denn seine wilde Seite ist jeder Zeit abrufbar und sofort zur Stelle, wenn es nicht nach seiner Nase geht.

    Ersteller: LeFay
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: LeFay


    Springen S* -- Dressur A -- Western S -- Fahren L -- Galopprennen L -- Wendigkeit L

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    1. Flaggenrennen
    2. Platz der 9. Hengst des Monats Wahl
    [BSW 135] Warmblüter
    [BSW 148] Mixe
    [RS 22] Schnitzeljagd

    3. Platz 87. Galopprennen
    1. Platz 121. Galopprennen
    1. Platz 99. Westernturnier
    3. Platz 115. Springturnier
    2. Platz 117. Springturnier
    2. Platz 37. Fahrturnier
    1. Platz 129. Springturnier
    1. Platz 139. Springturnier
    2. Platz 59. Fahrturnier
    2. Platz 120. Westernturnier
    1. Platz 124. Westernturnier
    3. Platz 133. Westernturnier
    2. Platz 234. Springturnier

    __________________


    Gekört: [HK] Falbschecken
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    Nachkommen:
    Prazzy's Goldbell (♂, 2011, aus der Beauty Love)
    Rockford (♂ 2012, aus der Rockabella)
    __________________
    Offizieller Hintergrund