Elii

Paint It Black* -- Holsteiner

*2012, im Besitz seit 06. März 2017

Paint It Black* -- Holsteiner
Elii, 6 März 2017
Veija, Eddi, Rhapsody und 2 anderen gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 15. März 2017 - Ankunft
      3948 Zeichen

      Nate seufzte. Er seufzte nochmal. Ununterbrochen seufzte er, während er neben mir stand. Gut fünfzehn Minuten hielt ich es aus, dann ging ich ihn aber doch mit einem genervten „WAS?!“ an. Nate schaute mich kurz an und drehte seinen Kopf dann wieder langsam zum Fenster. Er seufzte und ich verabreichte ihm einen Schlag in den Nacken.

      Mit einem bösen Blick verließ ich das Haus, denn endlich war der lang ersehnte Transporter auf den Hof gefahren. Darin befand sich eines der beiden Pferde, die ich vor kurzem erstanden hatte. Wahrscheinlich war Nates Laune deswegen so… bescheiden, aber irgendwo musste ich ja mein Geld anlegen. Ihm hätte ein Extra auf Gehalt wahrscheinlich besser gefallen, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert. Schnell regelte ich das Nötige mit dem Fahrer und konnte dann Paint it Black, einen stattlichen Holsteiner Hengst ausladen. Er hatte schon einiges an Dressurerfahrung und ging die letzten zwei Jahre regelmäßig Turniere. Da er voll im Training steht, würden wir gleich daran anschließen können.

      Während ich ihn einige Runden auf dem Hof führte, kam Colin und begutachtete den Neuzugang. Er war sichtlich begeistert ein weiteres junges Pferd unter seine Fittiche zu bekommen, noch dazu so einen tollen Hengst. Anschließend durfte Paint it Black auf die Koppel, für das erste Mal allerdings noch in Gamaschen und Hufglocken eingepackt. Er trabte einige Runden und galoppierte auch kurz, bevor er sich an die Heuraufe stellte und zu Fressen begann. Ich schaute ihm noch eine Weile zu und ging dann wieder zurück zum Stall, da ich mich nun auf den Weg machen und das zweite Pferd abholen konnte. Ein Heunetz hing bereits in meinem Transporter, genauso wie Transportgamaschen und eine dicke Abschwitzdecke. Das passende Halfter kam gestern gerade noch rechtzeitig per Post, sodass Coleur du Deuil gleich in den Stallfarben transportiert werden konnte. Die Rappstute stand momentan noch in einem Stall der zweieinhalb Stunden entfernt war. Sie war ein Vielseitigkeitspferd durch und durch, allerdings nicht immer ganz einfach durch ihr Trakehnerblut. Nichtsdestotrotz hatte sie mich beim Probereiten überzeugen können.

      Für die Fahrt nahm ich Colin mit, sodass wir uns auch abwechseln konnten und niemand volle fünf Stunden fahren musste. Beim ersten Probereiten war er auch schon dabei gewesen und sollten wir beide nochmal eine Runde auf ihrem Rücken verbringen, um auch wirklich sicher sein zu können, dass es passte. Die Entscheidung war zwar schon gefallen, aber sicher ist sicher.

      Als wir ankamen, stand die Stute bereits gesattelt auf der Stallgasse und wartete artig. Nach einer kurzen Begrüßung stieg ich auch schon auf und ritt sie gemütlich warm. Der Springplatz war bereits aufgebaut und auch einen kurzen Abstecher auf die Geländestrecke sollte heute noch gemacht werden. Colin sah uns aufmerksam zu und wartete darauf, selbst aufsteigen zu dürfen. Wie schon das letzte Mal sprang Coleur du Deuil mit einer unglaublichen Leichtigkeit über die Hindernisse, auch wenn sie manchmal etwas stark anzog. Sie war zu bremsen, allerdings musste man sich ganz genau konzentrieren, damit die Stute nicht ihren eigenen Weg einschlug. Colin war genauso begeistert wie ich und ging mit ihr anschließend auf den Geländeplatz. Nach einigen Sprüngen war klar: Coleur du Deuil würde heute mit uns nach Hause gehen.

      Während Colin abritt, setzte ich mich mit den momentanen Besitzern in das Reiterstübchen und unterschrieb dort den Kaufvertrag.

      Nach einem Kaffee traten wir dann auch schon die Heimfahrt an. Die Stute ging problemlos auf den Hänger und stand die gesamte Fahrt ruhig, was ich über die Kamera beobachten konnte.

      Daheim angekommen führte ich auch sie einige Runden auf dem Hof und brachte sie dann auf die Koppel. Zwar würde es bald dunkel werden, aber den restlichen Tag durfte sie natürlich wie alle anderen draußen verbringen. In den nächsten Tagen würde auch die Eingliederung in die Herde stattfinden.
    • Elii
      Pflegebericht 24. März 2017 - Mounted Games
      4366 Zeichen

      Gwen strahlte, als wir ihr vom Abreiteplatz entgegenkamen. Sie freute sich immer besonders, wenn wir an den von ihr organisierten Reiterspielen teilnahmen und dank unserer Teammontur, war ihre Freude noch größer.

      Wir hatten uns für Painted Blur und Paint it Black entscheiden. Vater und Sohn waren in sonnengelbe Ausrüstung gehüllt und auch wir trugen das passende T-Shirt. Die beiden Hengste verstanden sich recht gut und standen brav nebeneinander, während wir auf unseren Start warteten.

      Als es endlich soweit war, ritten wir synchron im Schritt auf den Platz und warteten auf das Signal. Zuerst galt es einen Stangenslalom zu durchqueren und das so schnell wie möglich. Jojo legte mit Blurry einen Kaltstart hin und schlängelte sich gekonnt im Galopp um die Stangen. Paint sah mit gespitzten Ohren zu, machte aber immer wieder Andeutungen gleich los zu sprinten. Ich hielt ihn fest bis meine Partnerin schließlich zurück war, mich abklatschte und startete dann im gleichen Tempo los. Bei zwei der fünf Stangen war es etwas knapp, doch der junge Hengst leistete volle Arbeit im letzten Moment nicht zu berühren.

      Bei der zweiten Station hatte sich Gwen etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wir durften nun mit jeweils einem Bein in einen Kartoffelsack und zur Ziellinie hüpfen. Elegant wie eine Gazelle - Ach nein, das Tier mit dem Rüssel hieß anders – sprangen wir sogleich hinein und konnten nach kurzen Unstimmigkeiten gleichzeitig loshüpfen. Die beiden Hengste waren etwas verwirrt von dieser Konstellation, folgten uns aber brav hinterher.

      „Dass sollte verboten sein...“, murmelte Jojo genervt. Als Antwort darauf knuffte ich sie liebevoll in die Seite, was uns allerdings fast zum Sturz brachte. Nachdem ich einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten hatte, ging es für uns weiter und direkt ins Ziel. Unsere Zeit war damit aber weit unter der Durchschnittszeit.

      Während wir nun wieder aufstiegen, zeterte Jojo wild. Ich hatte sie im letzten Moment noch für dieses Event mehr oder weniger begeistern können und laut ihr hatte sie ja so viel Wichtigeres zu tun. Gwens große Kulleraugen hatten wahrscheinlich auch noch ihren Teil zur Überredung geleistet.

      Kurz sammelten wir uns, dann ging es schon mit der nächsten Aufgabe weiter. Es mussten Ringe aufgesammelt werden, die auf vier Slalomstangen platziert waren. Es schien, als wäre Gwen heute besonders kreativ gewesen und das Jojo dies nicht passte, brachte sie mit einem passenden Fluch zum Ausdruck. Bei der dritten Stange musste sie zweimal ran, denn sie hatte den Ring beim ersten Mal nicht zu fassen bekommen. Als sie zurück zur Startlinie kam, konnte ich los und die gleiche Aufgabe bestreiten. Dieses Mal klappte es problemlos, Paint it Black ließ sich bei den Stangen gut zurücknehmen, sodass ich die Ringe problemlos schnappen konnte. Ich konnte förmlich spüren wie Jojos Augen rollte, schließlich zeigte sich gerade der Sohn ihres Hengstes besser als dieser selbst und das passte ihrem Ego nicht so richtig.

      Schließlich war nur noch eine Aufgabe übrig, bei der vor allem Gleichgewicht gefragt war. Ich erinnerte mich kurz an die zwei Gläser Sekt und den Schluck Pfeffi, die wir auf dem Abreiteplatz gekippt hatten und Jojo anscheinend auch, wenn ich ihren begeisterten Gesichtsausdruck richtig deutete.

      Wieder hieß es absteigen und wieder fluchte Jojo. Doch tatsächlich meisterte sie ihre Aufgabe bravurös und hüpfte gekonnt von Eimer zu Eimer. Beim letzten setzte sie sogar noch eine Drehung obendrauf, was ihr einen extra Applaus einbrachte. Als sie sich zu mir umdrehte, hatte sie diesen fiesen Blick drauf. Wie als wollte sie, dass ich mit dem Gesicht im Sand landete.

      Ich atmete tief ein, klopfte noch einmal Paint it Blacks Hals, welcher zwangläufig mitmusste, und sprang dann auf den ersten Eimer. Um auf Nummer sicher zu gehen, wartete ich immer kurz, bevor ich weiter schritt, denn die Eimer wackelten hin und wieder doch ganz gut. Siegessicher sprang ich vom letzten Eimer und grinste Jojo blöd an. Leider hatte ich die Rechnung nicht mit Paint it Black gemacht, der letzten Endes den Eimer mit seiner Schnauze umwarf, was uns zum Glück aber nicht als Minuspunkt angerechnet wurde.

      „Das hat wirklich Spaß ge-“ „Nein, Elena. Nein, hat es nicht.“

      Jojo war fies, wie immer. Doch Gwen und ich wussten, dass es ihr tief im Innern doch Spaß gemacht hat, auch wenn sie das nicht zugeben wollte.
    • Elii
      Pflegebericht 07. April 2017 - Gangsterpaar auf der Flucht
      4319 Zeichen

      Nachdem es nun schon einige Zeit lang trocken geblieben war, wollte ich heute das erste Mal mit Couleur du Deuil auf die Geländestrecke. Die junge Stute hatte die Woche über mit Dressur- und Cavalettiarbeit verbracht, als Belohnung dürfte sie nun auch draußen Gas geben dürfen. Nate und Colin begleiteten mich ebenfalls, auf Császári und Flavor of the Week. Die beiden Hengste würden zu tun haben, um mit Dulli Schritt halten zu können, denn trotz ihres Alters verhielt sie sich im Gelände wie ein alter Hase.
      Die Pferde waren so gut wie fertig, also nahm ich schnell Paint it Black aus dem Solarium, um ihn auf die Koppel zu stellen. Der Hengst gähnte und steckte eines seiner Hinterbeine aus, bevor er sich dazu bewegen ließ mit zu folgen. Anscheinend war der Ausritt anstrengender als gedacht gewesen.
      Kurz vorm Koppeltor kamen uns zwei weiße Blitze entgegengerannt - wobei, da waren einige Punkte vorhanden. Sie stoppten vor mir und hüpften wild um mich herum, was Paint it Black gar nicht passte.
      Den Tumult hatten auch Ayumi und Yuki bemerkt und kamen in Windeseile vom Stall angeschossen. Die zwei fremden Hunde, allem Anschein nach Dalmatiner, freuten sich über ihre Spielpartner und auch meine Beiden freuten sich sichtlich.
      Da meinem Hengst das Ganze gar nicht packte, verfrachtete ich ihn schnell in die Koppel und rief dann Ayumi und Yuki zu mir. Wie geplant, folgten auch die anderen Zwei, welche ich am Halsband packen konnte. Dort befanden sich auch Marken, auf denen jeweils eine Telefonnummer stand.
      Bevor ich diese wählen konnte, kamen zwei bekannte Gestalten um die Ecke gestürmt und kamen vor mir wild schnaufend zum Stehen.
      „Sagt bloß, das sind eure..“, murmelte ich und deutete mit meinem Blick auf die Rabauken. Während Elisa nach Luft ringt und auf allen Vieren am Boden kniete, brachte Gwen ein gehauchtes „Jaaaa..“ Heraus, bevor sie sich wieder die Hand in die Hüfte stemmte und laut atmete. „Ihr wisst aber, dass es so etwas wie Leinen gibt?“, fragte ich weiter, was auch mit einem leichten Nicken bejaht wurde. Zumindest von Gwen, Elisa sah so aus, als würde sie gleich kollabieren.
      Da ich Mitleid und einen guten Tag hatte, gab ich meinen Nachbarinnen den Strick von Paint it Black mit, welchen sie ins eine Halsband einklinkten und am anderen festknoteten.
      Bevor die beiden davonschlichen, denn sie konnten nicht mehr schneller laufen, machten wir noch einen Termin für eine Welpenspielstunde aus, dann würden Bonnie und Clyde auch nicht mehr einfach so durch die Weltgeschichte toben.
      Ayumi und Yuki schauten ihren neugewonnenen Freunden noch eine Weile hinterher, bevor sie mir folgten. Die beiden Shibas würden die Zeit, die wir auf der Geländestrecke waren, im Haus verbringen. In der Hoffnung, dass Yuki nicht umdekorierten und alles möglich in ein Versteck bringen würde.
      Als das erledigt war, ging ich zum Stall, wo ich von meinen Mitarbeitern schon erwartet wurde. Schnell Trense ich Dulli auf und schwang mich dann samt Schutzweste auf ihren Rücken. Die Bügel stellte ich noch ein Stück kürzer bevor wir losritten.
      Auf dem Weg verkündigte ich noch die Neuigkeit, dass wir ab jetzt jeden Montag und Donnerstag eine Welpenspielstunde veranstalten würden, was zu mäßiger Begeisterung führte. Nate rollte mehrmals mit den Augen und schrieb sofort Matthew, um diesen zu informieren. Von Elisa wusste ich bereits, dass er einen Aufstand gemacht hatte, als sie mit den Welpen auf den Hof kam.
      Nach gut fünfzehn MInuten kamen wir bei der Geländestrecke an, und wärmten erst einmal im Trab und Galopp weiter auf. Heute wollten wir nur die Hindernisse auf dem Grasplatz nutzen und nicht die gesamte Strecke, um die Pferde erst wieder an die Naturhindernisse zu gewöhnen. Dulli, Császári und Weak waren gut drauf und gingen die Hindernisse in einem flotten Tempo an. Dulli setzte wie erwartet noch ein Stück drauf und sprang den Parcours um einiges schneller als die beiden Hengste. Es war schwer sie zurück zu nehmen, doch nach ein paar Durchläufen, klappte sogar das.

      Nach dem Training wurden alle Pferde gelobt und wir traten unseren Heimweg an. Es ging im gediegenen Schritt zurück, jedoch musste Dulli auch hier jederzeit die Nase vorn haben. Die Stute war wirklich einmalig, allerdings müsste man noch einiges an Arbeit investieren, bevor sie das perfekte Reitpferd darstellte.
    • Elii
      Trainingsbericht 30. Mai 2017 - Dressur E-A
      3040 Zeichen

      „Ganz der Papa!“, rief mir Jojo von der Seite zu, als ich auf Paint it Black im Mitteltrab durch die Diagonale jagte. Unser langes Training zeigte sich langsam deutlicher und er brachte endlich die gewünschte Schubkraft aus der Hinterhand. Lange schwankte er zwischen zu viel und zu wenig Schwung, doch mit viel Tempounterschiede und Stangenarbeit klappte es nun. Er kam deutlich aus der Schulter, streckte die Beine ordentliche, doch vergaß seine Hinterhand dabei nicht. Jojo sah uns schon eine Weile von der Bande aus zu und mimte den stolzen Besitzer, obwohl sie es ja gar nicht war. Ich ließ ihr den ihren Spaß und ritt unbeirrt weiter.

      Der Rapphengst war heute besonders konzentriert und konnte es gar nicht leiden, wenn ich mich jetzt Jojo zuwandte. Im Schritt hatten wir den Sprung von Arbeitstempo zu Mittelschritt bereits geschafft, der Galopp war ebenfalls auf dem besten Weg. Hierbei hatte er noch etwas Schwierigkeiten das Tempo beizubehalten. Auf der linken Hand klappte es schon einigermaßen, die Rechte bereitete schon mehr Probleme. Durch einen einfachen Galoppwechsel, welchen er einwandfrei beherrschte, war ich nun auf der rechten Hand und versuchte in den Mittelgalopp überzugehen. Kurz klappte es, dann fiel Paint it Black allerdings aus.

      Es folgte natürlich trotzdem ein Lob und ich parierte zum Schritt durch für eine Pause. Am langen Zügel drehte ich die Runde und übte so auch gleich das Zügel aus der Hand kauen lassen. Er ging etwas forsch an die Sache heran und zog mir die Zügel aus der Hand, weshalb ich es gleich nochmal versuchte.

      An guten Tagen klappte es, nur heute ging es dem jungen Hengst nicht schnell genug. Für heute lies ich das Training gut sein, ging noch zwei Schrittrunden und deutete dann auf das Tor, damit Jojo es mir öffnete. Ihre Mundwinkel zog sie dabei nach unten, wieder einmal hatte ich ihr nicht vorgeschlagen, sich auf den Sohnemann ihres Lieblingshengstes zu setzen. Und fragen wollte sie nicht. Ich seufzte, verdrehte die Augen und sah dann kurz zur Seite, bevor ich sie wieder ansah. „Willst du mit ihm eine Runde im Gelände drehen?“, fragte ich schließlich, was Jojo quietschen ließ.

      Schnell hüpfte ich vom Rücken, nahm meinen Helm ab und klatschte ihn Jojo auf den Kopf. Ausnahmsweise ließ ich sie nur in Stiefeletten reiten, fürs nächste Mal würde sie dann aber in ordentlicher Montur auftreten müssen.
      Als sie zurückkam verkündete sie mir freudig, dass der Rappe das Viereck auch im Gelände verkleinern und vergrößern könnte. Das war mir zwar klar, da ich hin und wieder die Dressur ins Gelände verschob, aber ausnahmsweise verkniff ich mein Kommentar. Sie hüpfte vom Rücken des Hannoveraners und sah neben ihm noch mehr wie ein Zwerg aus als ich. Durch das zunehmende Dressurtraining hatte er einiges an Breite zugelegt und war als Fünfjähriger bereits sehr gut bemuskelt.


      Die kommenden Wochen nutzte ich, um die Lektionen zu festigen und auszubauen, schließlich sollte er bei dem ein oder anderen Turnier gut abschneiden. Der Hof würde von ihm bestimmt würdig vertreten werden.
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    • Elii
      Pflegebericht 25. Juli 2017 - Büroarbeit
      2753 Zeichen

      Der Sommer war immer besonders stressig. Jedes Wochenende standen Turniere an, denn fast alle Pferde liefen in den unterschiedlichsten Klassen, was ein besonders gutes Zeitmanagment erforderte.
      Auch heute reichte es nur für einen kurzen Durchgang, da einiges an Bürokram anstand. Colin und Nate konzentrierten sich dafür auf das Training und waren gerade mit Coloured Belle und Golden Lights auf dem Springplatz. Danach sollten auch Dark Rubin, Colour GH’s Baila Conmigo und Long Island Icetea auf den Platz gehen. Der etwas mildere Tag heute sollte genutzt werden für Springgymnastik und Parcourspringen, je nachdem wie weit das jeweilige Pferd war.
      Poppysmic, Ékes und Tavasz hatten heute frei, genauso Kiss me Quick und Liscalina. Beides neue Stuten, die ich aus einer Insolvenz übernommen hatte. Auch Minstrel und Jacarta kamen auf diesem Weg zu uns, sowie Back to Business und die zwei Vierjährigen Dark Prince und Déchante. Da ich nicht alle behalten wollte und konnte, wurden die Pferde auf meine Freundinnen verteilt. Nur Jacarta und Minstrel würden letzten Endes bleiben.
      Da ich doch noch etwas Zeit hatte, drehte ich noch eine Runde bei den Koppeln. Am Morgen war alles noch etwas aufregender für die Pferde. Obwohl sie jeden Tag draußen standen, mussten vor allem die Hengste ihre Energie rauslassen. Cloud Nine und Clouded Sky galoppierten Seite an Seite über die Koppel, während Flavor of the Month und Flavor of the Weak bereits fertig waren mit Toben und sich eine schöne, braune Schicht aufgetragen haben. Mit dabei von der Vater-Sohn Partie waren auch Liberté’s Cresant Moon und Crescent Jewel und auch Csíny und Kalzifer standen in ihrer Nähe. Die vier grasten und sahen nur kurz hoch, als ich vorbei stiefelte.
      Die Büroarbeit sorgte nach drei Stunden doch für Kopfschmerzen, weshalb ich eine erneute Pause einlegte. Mittlerweile waren Colin und Nate mit Couleur du Deuil und Dark Chocolate aus dem Gelände zurück und berieten sich, welche Pferde als nächstes kamen. Die Wahl fiel schließlich auf Paint it Black und Császári. Für beide stand die Dressur heute an.
      Später würde wohl auch noch Romerico an die Longe kommen und ich reservierte mir Weltwunder für einen Ausritt. Dajeen hatte Glück und durfte heute freimachen.
      Bei meiner jetzigen Runde schaute ich noch bei den Kleinen vorbei. Millennium Falcon, Éllovas und Golden Cascade standen friedlich in ihrem Offenstall. Cover the Stars würde ich heute nicht besuchen. Da er momentan der einzige Junghengst war, stand er nicht am Hof.
      Seufzend schlappte ich schließlich zurück zum Haupthaus, um mich dort erneut vor meinen PC zu setzen. „Geh endlich! Du kannst morgen wieder mitmachen!“, rief mir Nate noch hinterher, was ich allerdings nur mit einem bösen Blick kommentierte.
    • Elii
      Trainingsbericht 27. Juli 2017 - Springen E-A
      3105 Zeichen

      Kurz vor einem ereignisreichen Turnierwochenende wollte ich mit Dark Chocolate noch einmal ein Trainingsspringen veranstalten. Paint it Black war auch dabei, auf ihm Nate. Colin würde sich ebenfalls zwanzig Minuten Zeit nehmen und uns die Hindernisse währenddessen etwas umbauen. Die beiden Fünfjährigen wurden in allen drei Gangarten warm gemacht, die ersten fünfzehn Minuten drehten wir wie immer im Gelände.
      „Ich finde, eine schlichtere Farbe würde ihm besser stehen“, beklagte sich Nate plötzlich aus dem Nichts heraus. „Wie bitte?!“, entgegnete ich und drehte meinen Kopf zu ihm. „Hellrot sieht ja wohl genial auf dunklen Pferden aus.“
      Nate verdrehte die Augen und machte mit einer Hand die Blablabla-Bewegung. Anscheinend konnte er sich nicht eingestehen, dass ich Recht hatte. Nur weil Rot nicht seine Lieblingsfarbe war, hieß das nicht, dass ich sie nicht auf meine Pferde legen konnte. Choc war heute in hellblau unterwegs, passend zum Rand der Schabracke waren die Gamaschen dunkelblau und die Hufglocken, mein ganzer Stolz, waren aus blauem Glitzer. Nate sollte sich wirklich nicht beschweren, denn Paint hatte ein schwarzes Gamaschenset, sowie schwarze Hufglocken an.
      Auch wenn der Hengst eigentlich etwas mehr vor der Kutsche gefordert werden und dort in die Dressur einsteigen sollte, so wollten wir einen guten Ausgleich schaffen und in so abwechslungsreich wie möglich trainieren.
      Hindernisse auf A-Höhe waren kein Problem für ihn, und auch für Choc war es ein leichtes über die Sprünge zu fliegen.
      Nate und ich sprangen abwechselnd und in unterschiedlicher Reihenfolge über die Hindernisse, immer darauf bedacht, dass die Pferde möglichst locker und sicher darüber sprangen, ohne dass das Tempo zu hoch wurde. Auch wenn es nicht gerade der Linie der Stute entsprach, war Choc unglaublich ruhig am Sprung und ließ sich problemlos arbeiten. Gerade an stressigen Tagen ritt ich sie besonders gern, da sie stets versuchte die Anweisungen sofort umzusetzen und einfach zu reiten war. Trotzdem wurde es mit ihr nicht langweilig, da man ihr Abwechslung bieten musste und sie gern neues lernte.
      Unsere Hindernisse waren alle um einen Meter hoch und variierten in der Weite sogar on 0,85 bis 1,25 m. Den sonst üblichen Wassergraben hatten wir heute nicht aufgebaut, schließlich sollte es nur ein leichtes Training für Choc werden. Die Stute hatte am Wochenende mehrere Prüfungen vor sich und sollte nicht zu ausgepowert werden. Auch Paint it Black stand ein ereignisreiches Wochenende bevor, allerdings würde er in einer Dressurprüfung vor der Kutsche laufen. Unsere acht Hindernisse hatten wir schnell mehrmals durch und beendeten das reine Springtraining auch schon nach 15 Minuten. Als Abschluss gab es nochmal alle Gangarten fleißig vorwärtsgeritten und mit Tempounterschieden, um die Pferde noch einmal aufzulockern. Die beiden nahmen es gut an und streckten sich toll nach unten. Auch das Schnauben kam nicht zu kurz, was uns auch verkündigte, dass es Zeit war aufzuhören.
      Es folgte wieder eine entspannte Runde im Schritt durchs Gelände, was die beiden Jungspunde natürlich sehr freute.
    • Elii
      Pflegebericht 19. November 2017 - Winterplanung
      4629 Zeichen

      Die Turniersaison war fast vorbei und die Pläne für das Wintertraining mussten erstellt werden. Ich saß mit einer großen Tasse Tee und einigen Keksen am Schreibtisch, vor mir der PC, mehrere Notizbücher und ein großer Block. Auch den Kalender an der Wand durfte ich nicht außer Acht lassen, denn selbst vor Jahresende standen noch einige Veranstaltungen außerhalb der Turniere an.

      Ich seufzte verzweifelt und ließ mich auf den Tisch fallen. „Ich will nicht meeeeeehr“, meckerte ich und vergrub meinen Kopf in meinen Armen. An meinem Bürofenster ritten gerade Colin und Nate auf Minstrel und Császári vorbei. Ich wäre auch viel lieber draußen, aber irgendjemand musste ja organisieren. Zwar würde ich mich später in den Rücken von Lichterloh schwingen und eine Runde ausreiten, aber bis dahin musste ich alle Trainingspläne abschließen. Die Fuchsstute befand sich momentan noch im Aufbau, welchen wir mit vielen Gängen im Gelände mischten.

      Momentan hasste ich meinen Chef-Posten. Es war so schön damals, mit gerade mal fünf Pferden, als man jeden Tag reiten konnte, ohne nebenbei noch drei Stunden im Büro zu sitzen. Momentan waren es sogar deutlich mehr, was mir nur noch mehr missfiel. Ich seufzte tief und arbeitete dann weiter. Gerade Dajeen und Weltwunder mussten im Winter ranklotzen, schließlich sollten sie in der nächsten Saison die Turnierplätze unsicher machten. Die zwei Jungstuten hatten dieses Jahr schon einige Turniere bestritten, sollten aber erst nächstes Jahr voll einsteigen. Couleur du Deuil hatte sich eine Pause verdient, nach einer anstrengenden ersten Saison. Den kompletten Dezember würde sie auf der Koppel verbringen und im Januar würden wir wieder mit leichtem Training beginnen. Bei Dark Chocolate sah es ähnlich aus, allerdings hatte sie nur zwei Wochen komplett frei und würde dann schon wieder Mitte Dezember mit leichtem Training anfangen. Dann würde es wieder gesteigert werden, sodass wir über den Winter einen Klassenanstieg erzielen konnten. Bei Paint it Black sollte ebenfalls einen Klassenanstieg schaffen und wurde dafür jetzt schon trainiert. Im Sommer war er eher weniger auf Turnieren unterwegs. Der kleine Crescent Jewel durfte diesen Winter komplett freimachen vom Training, schließlich würde er erst nächstes Jahr vier Jahre alt werden.


      Ich nahm einen großen Schluck aus meiner Tasse, stopfte einige Kekse in mich hinein und starrte dann gefühlte fünf Minuten gegen die Wand. Plötzlich ging die Tür auf und Nate kam hinein. „Meine Güte, bist du immer noch nicht fertig? Wie lange willst du denn mit der Planung verbringen?!“, schimpfte er genervt und machte besonders viel Lärm, während er den Kühlschrank öffnete. „Hetz. Mich. Nicht.“, sagte ich langsam und bestimmt, bevor ich meinen Kopf in meinen Armen auf dem Tisch vergrub. Ich spürte wie Nate die Augen verdrehte und verharrte in dieser Position, bis ich hörte, dass die Haustür erneut auf und zu ging. Long Island Icetea und Baila Conmigo würden im Winter eine Pause von der Kutsche machen und sich auf die Dressurarbeit unter dem Sattel konzentrieren. Ékes sollte über den Winter die Klasse S der Dressur erreichen, sodass wir in der nächsten Saison auch dort angreifen konnten.


      Langsam wurde ich immer müder, weshalb ich nur noch wenige Pferde planen würde, bevor ich mir mit Lichterloh eine Pause im Gelände gönnen würde.

      Dark Intention würde weiter im Springen trainiert werden, genauso Cresant Moon. Csíny und Kalzifer nutzen den Winter für die Dressuarbeit, ebenso Flavor oft he Month, welcher im Winter auch einen Klassenaufstieg erzielen sollte.

      Bei Romerico stand etwas mehr Arbeit an. Wir hatten über den Sommer das Anreiten abschließen können, nun mussten wir uns darauf konzentrieren, dass wir Normalität ins Training brachten. Er hatte immer noch seine Aussetzer und man musste in wie ein rohes Ei behandeln. Da er nächstes Jahr aber Turnierluft schnuppern sollte, mussten wir einiges als Arbeit hineinstecken.

      Schnell kritzelte ich die letzte Notiz in mein Notizbuch, klappte dann das Macbook zu und schaltete den Mac aus, bevor ich nach oben stürmte und mich in meine Reitklamotten warf. Gut gelaunt lief ich zur Koppel, bevor ich am Tor stand und fassungslos Lichterloh ansah. Augenscheinlich hatte sich ihre Decke gesprengt und nun stand sie, völlig verdreckt und in Fetzen wie Aschenputtel da und starrte mich an. Leider war ich keine gute Fee und konnte dies nicht mit einem Schwung meines Zauberstabs wieder richten.

      Anscheinend war es heute nicht mein Tag, aber ich ergab mich meinem Schicksal und verbrachte die nächste halbe Stunde mit Putzen, bevor ich dann endlich ins Gelände tingeln konnte.
    • Elii
      Pflegebericht 20. April 2018 - Frühling
      3098 Zeichen

      Rockford, Paint it Black, Real Steel, Romerico, Liberté’s Cresant Moon

      Show me Heaven, Lichterloh, Dark Chocolate, Long Island Icetea

      Dark Decission, Dark Intention, Cloud Nine, Burnin’ Diome, Flavor of the Weak, Flavor of the Month, Clouded Sky, Kalzifer, Csíny, Császári

      Colored Belle, Dark Jewel, Minstrel, Alors on Chante, Ékes, Colour GH’s Baila Conmigo, Rockabella, Golden Lights, Jacarta, Dark Rubin, Tavasz, Poppysmic

      Crescent Jewel, Golden Cascade, Dajeen, Weltwunder, Couleur du Deuil, Éllovas

      Abendsonne, Flavored Coffee, Darkest Hour, Clouded Mind, Cover the Stars, MIllenium Falcon


      Ich war unglaublich glücklich darüber, dass endlich der Frühling in Kanada angekommen war. Auch wenn ich morgens noch in Pulli und Jacke das Haus verließ und ich mich mit zunehmender Tageszeit weiter auszog, konnte es nichts an meiner guten Laune ändern.
      Mein erster Gang am Morgen war zu den Stuten mit ihren Fohlen. Alors, Golden, Rubina und Jacarta standen gemeinsam im Offenstall und passten in ihrer Mutter-Kind-WG gegenseitig auf die Kleinen auf. Rubina hatte ihr Fohlen Darko bei sich etwas mehr als einen Monat bei sich, doch schon jetzt ging er ihr gehörig auf die Nerven. Ihr kam es also ganz Recht, dass auch die anderen Stuten, und vor allem die Fohlen, mit ihrem Fuchshengst auskommen mussten. Mino, der Sonnenschein der WG wurde von jeder Stute nur zu gerne beaufsichtigt, hauptsächlich weil er fast immer schlief. Kaffee hatte in Sonne eine verbündete gefunden, sodass sie meist zusammen hinter Alors oder Golden standen.
      Nachdem die Kleinsten samt Muttis versorgt waren, begann das Training für den Rest der Mannschaft. Besonders auf Dulli, Eistee und Paint it Black hatte ich ein Auge, da diese Drei diesen Sommer auf die Körung sollten und bestmöglich darauf vorbereitet werden sollten. Doch auch bei den anderen konnte ich nicht weniger nachlässig sein. Mit Rockabella und Rockford verschlug es mich diesen Sommer auf jede Menge Working Equitation Turniere, auf denen ich mich nicht blamieren wollte. Mit zwei Warmblütern fiel man schnell auf unter den Spaniern und besonders, wenn man eigentlich in der Englisch-Szene bekannt war. Das letzte Wochenende war ich erneut auf einem Rinderkurs. Rockabella kannte die gehörnten Vierbeiner schon, für Rockford war es etwas ganz Neues. Doch der Buckskin Hengst schlug sich super und wurde vom Trainer mehrmals gelobt.
      Es war momentan sehr hektisch, doch ein Glück nahmen mir Colin und Nate sehr viel ab. An manchen Tagen sprang ich vom einen Pferd ab und saß direkt wieder auf dem Nächsten. Heute war es etwas ruhiger und ich konnte mich voll und ganz auf meine Pferde konzentrieren.
      Deci, Tiny, Wölckhen und Diome wurden von Nate am Vormittag übernommen, der Nachmittag gehörte Flavio, Waka und kleine Wolke.
      Colin kümmerte sich um Kalzifer, Csíny, Császári und Rando. Nachmittags waren dann noch Cressi, Baila und Minstrel an der Reihe.
      Für mich hieß das, dass ich am Morgen auf Heaven, Choc und Ékes saß und meinen Nachmittag mit Tavasz, Poppy, Belle und Jewel verbrachte. Nach dem Abendessen ging es noch eine Runde ins Gelände mit Dajeen und Weltwunder als Handpferd.
      Dieses Jahr würden viele Pferde die ersten Schritte ins Reitpferdeleben gehen, darunter Ducky, Éllovas und Falke. Crescent Jewel und Romerico würden weiter am verbessern des bereits gelernten Arbeiten und Stern genoss das letzte Jahr einer reinen Kindheit. Auch wenn diese Pferde noch nicht hauptberuflich Reitpferd waren, wurde ihr Alltag mehr und mehr davon übernommen und das reine Leben auf der Koppel näherte sich dem Ende. Einerseits war ich froh, wieder junge Pferde ausbilden zu dürfen, andererseits war es auf den alten Hasen um einiges entspannter.
    • Elii
      Trainingsbericht 23. August 2018 - Fahren E-A
      1612 Zeichen

      Paint it Black, den ich eigentlich für eine Dressurkarriere vorgesehen hatte, hatte sich mittlerweile voll und ganz für das Fahren entschieden. Während unter dem Sattel die Schleifen ausblieben, kommt er an der Kutsche nur selten ohne eine nach Hause. Trotz allem blieb das Training vielseitig, die Kutsche allein konnte die Gymnastizierung für seinen Rücken nicht bieten.
      Durch seine Dressurveranlagung war besonders das Dressurfahren sein Steckenpferd. Für seinen schwungvollen Trab auf der geraden Linie, meiner Parade ohne Widerstand und dem daraus resultierenden Halten wurden wir immer wieder gelobt. Auch das mit Ruhe, aber willige Antreten gab uns immer wieder Punkte. Der Hengst achtete auf jede kleine Parade die ich gab, brachte aber sehr viel schon selbst mit. In den Ecken bog er sich von allein und auch sonst musste ich nur Kleinigkeiten ausbessern.
      Momentan kamen die Turniere etwas kurz durch die anstehende Hengstparade und die sowieso immense Menge an Pferden die auf Turnieren vorgestellt werden sollten. Da Fahrturniere meist über mehrere Tage gingen, mussten diese zurzeit hinten anstehen. Trotz allem wurde ich nicht davon abgehalten, hin und wieder den Rapphengst anzuspannen. Gerade für die Hengstparade wollte ich natürlich dieses besondere Goldstück inmitten von Spring- und Dressurpferden zeigen. Auch wenn dies bedeutete, dass dafür zwei Stunden für ein Training draufgingen und ich diese Zeit abends nachholen musste.
      Auch heute war ich wieder äußerst zufrieden mit dem Hengst, gerade die Übergänge gelangen ihm außergewöhnlich gut und wir waren perfekt vorbereitet für die Parade.
    • Eddi
      Tierarztbericht 26.08.2018 - Pferdepraxis Sapala
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      Schon lange war ich nicht mehr auf Gut Sanssouci zugegen gewesen, doch heute führte mich mein Weg mal wieder hierher. Diesmal direkt für drei Pferde, die für die kommenden Körungen ihren TÜV benötigten. Kurz nachdem ich auf dem Hof geparkt hatte, wurde ich auch schon von Elena gefunden und begrüßt. Wir tauschten kurz Neuigkeiten aus, ehe wir auch schon im Stall ankamen. Dort hatte Elena für mich auch schon den ersten Patienten am Putzplatz angebunden.
      Es handelte sich um dunklen, großen Hengst Paint It Black. Tiefenentspannt stand er am Putzplatz und würdigte uns nur eines kurzen Blickes. Zunächst überprüfte ich den Allgemeinzustand des Hengstes. Dabei hörte ich Herz und Lunge ab, kontrollierte Haut und Fell und stellte ebenso Temperatur, Puls und Atemfrequenz fest. Bisher war alles im Normbereich.
      Also kontrollierte ich Augen, Atmung, Herz und Maul auf eventuelle Abweichungen, ehe ich Beine und Rücken des Pferdes abtastete. Nachdem das erledigt war, bat ich Elena, mir den Hengst vorzutraben. Erst auf gerader Strecke, danach auf einer engen Wendung. Im Anschluss musste Paint It Black noch die Beugeprobe über sich ergehen lassen, aber alles war einwandfrei - wie erwartet.
      Da Elena für die Körungen jedoch auf Nummer sicher gehen wollte, hatte mich heute mein mobiles Röntgengerät begleitet. Standard waren zehn Aufnahmen von den Beinen. Dabei lag der Fokus zunächst auf Huf und Fessel und dann noch die Sprunggelenke der Hinterbeine. Da Paint It Black vorbildlich stand, waren wir wirklich schnell mit dem Röntgen fertig und konnten mit den Impfungen weitermachen. Tetanus und Tollwut waren noch frisch und so musste der Hengst nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden. Abschließend bekam er noch die Wurmkur und war dann auch schon rundum fertig mit der Behandlung.
      Paint It Black durfte zurück auf die Weide und machte so Platz für den Ponyhengst Crescent Jewel. Ein schicker Brauner, welcher uns, oder eher mich, vorsichtig musterte. Auch bei ihm untersuchte ich zunächst den Allgemeinzustand und schaute, ob alles der Norm entsprach. Wie bereits sein Vorgänger war auch Crescent Jewel mehr als fit und im besten Zustand.
      Also konnten wir mit dem Röntgen weitermachen. Jedoch waren weder die Bleischürzen, noch das Röntgengerät beruhigend für den Hengst und so gewöhnten wir ihn erst einmal vorsichtig daran, ehe er ruhig stand und wir die Aufnahmen machen konnten. Nach kurzer Gewöhnung lief auch das problemlos ab und wir konnten mit der Arbeit fortfahren.
      Auch Crescent Jewel musste aktuell nur gegen Influenza und Herpes geimpft werden und bekam abschließend noch seine Wurmkur ins Maul, ehe auch er schon fertig mit allem war und uns verlassen durfte. So kamen wir schon beim letzten Pferd an: Couleur du Deuil. Man sah sofort, dass vor uns ein Trakehner stand, was eventuell auch an den weit geblähten Nüstern lag, als die Stute um die Ecke kam und gleich erst einmal Theater machen wollte.
      "Das ist ja mal sowas von dein Pferd", lachte ich Elena an und dann begannen wir auch schon mit der Untersuchung. Couleur du Deuil war zwar blütig durch und durch, aber benahm sich dennoch vorbildlich. Nur beim Vorführen kam das Blut ein wenig mehr durch, aber Elena wusste die schwarze Stute bestens zu händeln.
      So stand die Dame dann auch vorbildlich bei der Untersuchung und beim Röntgen und ich konnte meine Arbeit ohne Zwischenfälle erledigen. Ebenso zuckte sie bei den Impfungen nicht einmal mit der Wimper. Dabei mussten bei ihren neben Influenza und Herpes auch die etwas schmerzhaftere Tetanusimpfung erneuert werden.
      Auch Couleur du Deuil bekam zum Abschluss noch die Wurmkur und war dann fertig. Während Elena ihre Stute danach wegschaffte, erneuerte ich noch die drei Impfpässe und gab sie Elena zurück. "Die Röntgenergebnisse schicke ich dir spätestens übermorgen per Post zu. Aber ohne die Spannung zu nehmen vermute ich, dass alle drei sich in bester Verfassung befinden werden".
      Damit verabschiedete ich mich dann auch schon wieder von Elena und machte mich zufrieden auf den Weg zum Auto und damit auch in meine wohlverdiente Mittagspause.
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  • Album:
    1.4 Hengste im Sport
    Hochgeladen von:
    Elii
    Datum:
    6 März 2017
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    Rufname: //
    geboren: März 2012

    von: Painted Blur – Holsteiner
    von Place Royal, aus Calina
    von Prince, aus Wild Roxanne Lady | von Cadoc, aus Spring Break
    aus: Golden Lights – Westfale
    von Lord Wellington, aus Great Opportunity
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    Rasse: Holsteiner
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Rappe
    Stockmaß: 172 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Paint it Black ähnelt seinem Vater nicht nur optisch, sondern auch charakterlich. Er ist ein Dressurpferd durch und durch, dank der Mutterseite ist aber auch ein Sprung problemlos zu meistern.

    Der junge Hengst konzentriert sich immer zu hundert Prozent auf seinen Reiter und möchte dies auch im gleichen Zug zurück. Wer sich leicht ablenken lässt, sollte nicht auf dieses Pferd steigen. Aus der Ruhe lässt er sich nicht bringen, er bleibt selbst bei schwierigen Situationen standhaft und verlässt sich darauf, dass der Reiter die richtige Entscheidung trifft.

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    Erfolge

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    2. Platz 329. Fahrturnier
    1. Platz 374. Fahrturnier
    1. Platz 375. Fahrturnier
    2. Platz 376. Fahrturnier
    1. Platz 380. Fahrturnier
    1. Platz 383. Fahrturnier


    Springen A – Dressur A -- Fahren A

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    Gewinner HK 498

    Decktaxe: 135 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen: //

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    offizieller Hintergrund
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