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Pepe

Osita // Deutsches Reitpony

Osita // Deutsches Reitpony
Pepe, 2 März 2015
    • Pepe
      Willkommen!
      Neuzugang in England
      Einige Wochen waren vergangen, wir hatten uns gut in England eingelebt. So kam es nun auch, dass wir drei Neuzugänge begrüßen durften.
      Osita, eine 5-jährige Reitponystute; Fajir El Assuad, ein 5-jähriger EVB-Hengst und Blossi, ein 5-jähriger Isländerhengst.
      Alle drei bekamen Innenboxen und bewohnten die ersten Tage zusammen einen geräumigen Paddock, die nächsten Tage wollte ich dann entscheiden, wer in welche Herde am besten passte.
      Osita war ein Geschenk von Ben gewesen. Frühmorgens überraschte er mich mit einem Frühstück und einem Foto, ich selbst hatte die Stute neulich auf einer Schau entdeckt und mich verliebt. Ben hatte sie mir wirklich gekauft! Seit dem ersten Tag an verbrachte ich viel Zeit mit der Stute, manchmal saß ich stundenlang in ihrer Box. Vor wenigen Tagen verließ die den Hof für ein Dressurtraining.
      Fajir El Assuad nahm sich Ben an. Der Hengst war nicht einfach, aber die beiden nähern sich langsam an.
      Und Blossi bekommt noch etwas Eingewöhnungszeit.
    • Pepe
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      „Wie geht es ihr?“, fragte mich Ben, als er mich in Osita’s Box fand. „Die Schwellung ist etwas zurückgegangen, vermutlich hat sie sich überlastet.“, antwortete ich ihm. „Sie bekommt heute Eisen, denke mal welche aus Aluminium, mal sehen wie sie danach läuft. Magst du mir helfen?“, Ben nickte und stiefelte los. Ich nahm den Strick in die Hand und die Reitponystute folgte mir hinaus auf die Stallgasse. Gedankenverloren bürstete ich kurz ihr Fell, die kleinen Staubpartikel tanzten in der warmen Frühlingssonne um die Wette. Mit einem „Fertig?“, brachte mich Ben wieder zurück in die Realität. Ich schmiss die Bürste zurück in die Kiste und sah ihn an. Ich wusste wie gestresst ich zur Zeit wirken musste. Ben griff zu Hufmesser und Feile, ich hob die Hufe der Stute, damit Ben arbeiten konnte. Wir schwiegen uns an und einige Minuten lang war nur das Schnauben und Kauen der Pferde zu hören. Manchmal verirrte sich auch eine junge Biene zu uns. „Welche Eisen magst du für sie nehmen?“, durchbrach Ben’s Stimme die Stille. „Wir probieren mal welche aus Aluminium.“, sagt ich und trat an den Kopf der Stute. Ich streichelte sie, Ben übernahm das Aufnageln der Eisen alleine. Osita benahm sich gut, nur vereinzelt zuckte sie kurz mit dem Bein, um dem Druck der Schläge auszuweichen. „Braves Mädchen!“, flüsterte ich ihr zu. Ben kürzte noch einige Nägel und feilte nach, dann hatte die Stute neue Schuhe und konnte in den nächsten Tage zeigen, wie gut oder schlecht sie damit zurecht kam.
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    • Vhioti
      ITS Canterbury Dressurausbildung
      Osita A-Dressur
      Nach dem fordernden Training mit Croc war nun eine kleine Ruhepause angesagt. Osita war eine bildhübsche DRP-Stute, die ebenfalls in der A-Dressur weitergebildet werden sollte. Da ich selber unter Rückenschmerzen leidete, konnte ich nur Bodenarbeit mit der Ponystute machen. Pepe hatte sie schon früh auf meinen Hof gebracht und wollte beim Training zusehen. Ositas Besitzerin stand neben dem Hänger und putzte rasch noch das Fell sauber und kratzte die Hufe aus, ehe die Stute an die Longe kam und mit gebührendem Abstand hinter mir herlief. "Hast du schon einmal Dressurlektionen vom Boden aus gegeben?", wollte nun Pepe wissen, als sie sich neben mich stellte und dann ihrer Stute beim Traben auf dem Zirkel zusah. "Ja. Meistens nur bis L-Dressur. Weil ich häufiger Rückenprobleme habe, hab ich gute Erfahrungen mit Bodenarbeit gesammelt." Da die Stute auch für Military geeignet war, wollte ich den Fokus auf Tempo- und Gangwechsel lenken, ehe ich mit Bahnfiguren weitermachen wollte. Osita trabte gelassen und ließ die Gelenke mitschwingen. Bei C galoppierte sie dann an, riß dabei den Kopf hoch und holte mit den Vorderbeinen aus, sodass der Bodenbelag – feine Hobelspäne und Sand – nur davonstob und eine feine Schicht Sand in der Luft hing. Etwas energisch zügelte ich den Jagdgalopp der Stute, indem ich zweimal an der Longe zupfte und sie somit ruhiger laufen ließ. Die zwei Runden, die sie galoppiert war, waren erst einmal genug, sodass sie weitertraben durfte und dann meinen Anweisungen – mal schneller oder gelassener zu traben – folgte, soweit sie konnte. Dann, bei C wieder angekommen, schnalzte ich einmal laut und ließ die kurze Peitsche durch die Luft knallen. Wiehernd fiel die Stute in den Galopp und drückte sich langsam nach draußen, sodass der Zirkel größer wurde und sich dementsprechend ihre Sprünge vergrößerten. "Macht Osita das häufiger? Den Zirkel vergrößern beziehungsweise sich gegen die Longe lehnen?" Pepe nickte. Dabei ließ sie ihre Augen nur auf ihrer Stute und sprach dann langsam, als müssten sich die Worte erst formen: "Osita ist eine kleine Richtigmacherin. Sie denkt, damit kommt sie schneller auf den Hufschlag und kann ganze Bahn galoppieren." "Das muss ich korrigieren. Beim Traben macht sie es nicht, also werde ich sie gleich in das Roundpen bringen. Da kann sie nicht ausweichen.", erklärte ich. Pepe nickte erneut und beobachtete, wie die Stute stehen blieb, nachdem die Peitsche vor sie gebracht wurde. Sorgsam begutachtete ich das Fell der grauen Maus. Sie schwitzte nur leicht. Heute abend würde es weitergehen, entschied ich, nachdem sie im Roundpen noch ein paar Runden galoppiert hätte.
      Im Roundpen angekommen, schloss ich das Gatter, entfernte die Longe und trieb die Stute auf den Hufschlag. Lustlos trottete sie vor sich hin, ihre Ohren aufmerksam aufgestellt, ehe sie schon beinahe begeistert vom Schritt zum Galopp wechselte. "Hey! Whoa, ruhig Mädchen!", rief ich und lief dabei immer seitlich versetzt zu der Stute, um sie nicht ständig gegen die – bei Pferde zumindest – brusthohe Bande bollern zu lassen. Nach einer Runde beruhigte sie sich wieder und spielte gut mit, hielt den Kopf relativ nah am Körper, wie man es von einer guten Dressurstute im Galopp erwartete. Da es jetzt keine Ausweichmöglichkeiten gab, wurde sie viel ruhiger und konzentrierte sich auf meine Befehle, die ich vom Boden aus gab.
      Am Abend...
      Nach einer genüsslichen Dusche und einem schönen Abendessen bereitete ich mich wieder auf Osita vor. Ich schnappte mir meinen Helm und Handschuhe, da es kälter wurde abends, und lief quer über den Hof zum Gästestall. Die Stute fraß in aller Seelenruhe und sah dabei zu, wie ich ihr Sattel- und Putzzeug holte und vor die Box stellte. Dann, als die Boxtür geöffnet wurde, ging sie mir bereits entgegen und drückte sanft ihren Kopf gegen meine Brust. Lächelnd streichelte ich sie und gab ihr ein halbes hartes Brötchen, bevor sie dann angebunden und gebürstet wurde. Da der Schweif beim letzten Training in der Halle arg mitgenommen wurde, flocht ich ihn zu einem kurzen Zopf und machte mich dann an die Hufe. Diese waren relativ sauber. Mit eisener Willenskraft hievte ich ihren Sattel hoch und ließ ihn auf ihren Rücken gleiten. Beim Gurten schüttelte sie den Kopf und tänzelte ein Stückchen zur Seite. Hatte ich ihn zu schnell oder stark zugezogen? Achselzuckend trenste ich die Stute auf, führte sie dann aus der Stallgasse in die frische Luft und saß an einer Holzbank auf. Ich brauchte ihr kaum Schenkel- oder Zügelhilfen zu geben. Sobald sie merkte, dass jemand auf ihrem Rücken saß und leicht die Zügel vorgab, lief sie in die vorher bestimmte Richtung.
      Trotz meiner Rückenschmerzen stellte sich Osita als ideales Reitpony dar. Beim Zirkeln machte sie gar keine Anstalten, ausbrechen zu wollen und vergrößerte ihn, wenn ich es wollte. Ihr inneres Auge schimmerte dabei, sodass ich bestätigt wurde, dass sie richtig gestellt wurde und in der nächsten Ecke bei A einen fließenden Galoppwechsel hinlegte. Wir gingen ganze Bahn und ich bremste sie bei der nächsten Runde bei E stark ab, sodass sie nun trabte und auf den Mittelzirkel lief. Direkt im Anschluss folgte ein Wechsel durch die halbe Bahn zu H, bei C stellte ich sie wieder um, sodass sie durch die Länge der Bahn lief und weiter ging es mit dem komplizierten Parcours. Bei A angekommen, liefen wir rechte Hand, eine Volte folgte bei E und bei B gab es auch noch eine, dieses Mal aber kleiner und runder. Mit dem Fokus auf Schlangenlinien – ob einfach oder durch die ganze Bahn war mir erst mal egal – gingen wir nun im Schritt und übten dieses Prozedere für eine Viertelstunde. Dann war auch für heute entgültig Schluss. Die gute Schülerin wurde nach dem Absatteln und Hufe auskratzen in den wohl verdienten Feierabend entlassen.
      Der nächste Morgen
      Der Hahn von gegenüber krähte laut. Viel zu laut. Es war gerade einmal fünf Uhr und gähnend streckte ich mich in einem Bauernbettchen. Im Gegensatz zu der restlichen Anlage war mein Häuschen eine richtige Bauernstube. Von meinem Fenster aus sah ich auf das Stück Grund neben mir. Mein Wunsch war es, es aufzukaufen und für die Reiter aufzubereiten. Doch zunächst musste ich wach werden.
      Genau eine dreiviertel Stunde später marschierte ich halbwegs wach zu meinem Stall, scheuchte die Pferde raus und ging dann zu Osita. Die hatte sich komplett eingesaut und wieherte keck, sobald sie mich sah. Also ging es auf den Hof, wo meine provisorische Pferdedusche installiert war, und wusch ihr Fell sanft aus. Ihr eigentlich hell schimmerndes Hauptfell war nun mit braunen und grünen Flecken besprenkelt. Mit einem weichen Schwamm, Pferdeshampoo und einer Wurzelbürste ging es an die Arbeit. Als das Fell eingeweicht und shampooniert war, rubbelte ich die dicksten Flecke auf und kratzte mit den Fingernägeln den Dreck der Weide raus. Die Wurzelbürste tat mir einen guten Dienst und nach zehn Minuten waren die groben Unreinheiten verschwunden. Mit der Pferdedusche wusch ich die erste Ladung Shampoo aus Ositas Fell. Der Strahl war auf mittelstark eingestellt und wurde weder auf Hals, Kopf noch auf die Beine gerichtet. Mit einer kleineren Wurzelbürste entfernte ich dann den restlichen Schmutz und ging mit einem großen Nemohandtuch über ihren nassen Körper. Dann ging es ab unter das Solarium für eine Viertelstunde, die Strahler wurden etwa zwei Handbreit von ihrem Körper aufgerichtet und das typische Summen begann. Da Osita keine Anstalten machte, bekam sie noch eine Möhre. Währenddessen machte ich den Vorplatz vor dem Stall sauber, wusch die Bürsten aus und stellte alles wieder in den Schrank. Dann setzte ich mich in das kleine Büro neben dem Reiterstübchen, oberhalb der Halle und las meine Post durch. Es gab noch Aufträge von Sevannie, ihre Stute Mistery sollte sehr gut behandelt werden beim Training; Bracelets Nightmare sollte eingefahren, Sevannies Get a Move sollte eine Lektion im Springen und Veijas Eldrian sollte eingeritten werden. In den nächsten zwei Wochen war ich also ausgebucht. Also stellte ich grobe Trainings- und Futterpläne auf, ehe mein Handy vibrierte. Osita war wohl fertig. In der Ecke des Privatstalls, der als Solarium genutzt wurde, war noch vieles ausbaufähig. Osita war fast trocken. Um sie nicht zu erkälten, legte ich eine Decke über ihren Körper und stellte sie in die Stallgasse. Fünf Minuten später kämmte ich ihren Behang, bürstete ihr Fell nochmal nach und sorgte dann für das Auskratzen ihrer Hufe. Kurz darauf ertönte die Dorfglocke – war es tatsächlich schon sieben Uhr? Sieben Uhr dreizig, um genau zu sein. Mit Schreck stellte ich fest, dass Pepe in einer halben Stunde da sein würde. Also ab auf die Stute und in die Halle geritten. Dort begannen wir mit Aufwärmtraining; Schritt-Trabwechsel, Trab-Schrittwechsel, Schlangenlinien und Zirkel. Als oben die Tür zum Reiterstübchen quietschte, wieherte Osita einmal laut und ich hörte ein Lachen. "Guten Morgen, Catalina. Morgen, meine Süße.", rief sie und winkte mir zu. Ich nickte nur herzlich und gab der DRP-Stute die Galopphilfen, die wir gestern bereits geübt hatten. Sodann galoppierten wir auf dem Zirkel, einmal, zweimal, dann dreimal, ehe die Stute schnaubend weitertrabte und mit Gelassenheit eine große Volte, und dann einen Bahnwechsel ritt.
      Am Ende der Trainingseinheit lobte ich sie ausführlich, umarmte sie von hier oben aus und gab die Stute dann an Pepe weiter, mit der Bitte, sie weiterhin trainieren zu lassen, da die Stute ein sehr großes Potential als Turnierpferd hatte.
      Osita hat mit großem Erfolg am A-Dressurtraining der ITS-Canterbury Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Eddi
      Clinic Caen
      Nach dem doch etwas anstrengenderen vorherigen Patienten bereitete ich mich nun auf einen eindeutig ruhigeren Zossen vor beziehungsweise auf eine Zossin. Es ging zu Lea auf das Gestüt Callisto. Ich war schon lange nicht mehr bei ihr gewesen und dementsprechend auch sehr gespannt auf ihre neue Stute, die sie erst vor kurzem erstanden hatte. Ich hatte die Anzeige selbst kurz im Internet gesehen und den Porzellanschecken bewundert, heute würde ich sie hautnah sehen dürfen.
      Ich kam leider mit etwas Verspätung auf dem Gestüt an, entschuldigte mich aber sofort bei Lea. „Puh! Tut mir leid! Aber mein vorheriger Patient war kein Spritzenfan“, erklärte ich Lea lachend und sie stimmte grinsend mit ein. Nach einem kurzen Small-Talk betraten wir den großen hellen Stall und Lea führte mich ohne große Umschwünge zu der Box von Osita. Die Reitponystute war auf jeden Fall tausendmal schöner als auf den Fotos und sie besaß einen super lieben und sanften Blick. „Oh, wenn die gekört ist, wird sie garantiert viele Nachkommen bekommen dürfen“, meinte ich grinsend zu Lea, welche Osita bereits aufhalfterte und sie nickte zustimmend.
      Zu Beginn führte Lea mir die Stute erst einmal die Stallgasse entlang, damit ich ihren Bewegungsapparat kontrollieren konnte. Dabei einmal einen Gang im Schritt und einen im Trab. Osita gab ihr Bestes und zeigte sehr gute Veranlagungen, sie war definitiv ein guter Kauf gewesen. Danach band Pepe sie mir am Putzplatz an und wir kleideten uns direkt in Bleischürzen, um die Röntgenaufnahmen mit dem mobilen Röntgengerät zu machen. Ich machte insgesamt welche von den Gelenken und dem Rücken. Das Entwickeln dauerte mich lange und fünf Minuten später konnten wir uns die Bilder am PC gemeinsam anschauen. Ositas Körperbau war einwandfrei und ich entdeckte keine Probleme.
      Dann kontrollierte ich ihre Augen und Zähne, was der Stute gar nicht gefiel, aber sie hielt geduldig und brav still. Dann horchte ich Herz, Lunge und Darm ab, ehe ich noch ihre Sehnen und Gelenke abfühlte. Zum Schluss kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und dann konnte ich auch schon in meinem Kopf ein Häkchen hinter Ositas Gesundheit machen.
      Lea gab mir den Impfpass und Osita hatte einiges nachzuholen. So impfte ich sie einmal komplett gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Osita war von vier Spritzen zwar gar nicht begeistert, aber da musste die Dame nun einmal durch. Nachdem das geschafft war, wurde sie auch direkt noch gechippt und entwurmt. Nach der Tortur wollte die Stute dann wirklich nur noch zurück in ihre Box und war froh, mich los zu sein. Ich verabschiedete mich grinsend von Lea und fuhr direkt weiter zum nächsten Kunden.
    • Vhioti
      UHAP Ocean Wave
      Ositas A-Springtraining
      Direkt nachdem ich bei Jual fertig war, vibrierte mein Handy. Leas Auftrag poppte in einer Statusmeldung auf. Mit einem grummeligen Magen saß ich im Flieger und direkt danach in meinem Wagen. Ich brauchte gut eine halbe Stunde zu unserem Gestüt. Dort lief ich Bella in die Arme. "Lea ist da. Osita soll doch trainiert werden." "Ich weiß. Ich ess nur kurz etwas.", erwiderte ich und schnappte mir aus der Küche ein Sandwich. Mampfend lief ich über den kleinen Hof zum Hauptstall. Neben den Trakten mit unseren Privat- und Bellas Schulpferden gab es auch hier den Gästetrakt für die Pferde, die hier trainiert werden sollten. Der Geruch von Pferdeäpfeln und Heu lag in der Luft, und sobald ich das Sandwich verschlungen hatte, sah ich auch Lea und ihre Stute Osita. "Guten Morgen.", begrüßten wir uns gleichzeitig und lachten. "Osita stand angebunden an ihrer Box und fraß Heu. Ich stellte sie kurz auf den Paddock und ging dann mit Lea nach draußen. "Da ich noch zwei andere Aufträge habe, die allerding ein wenig mehr Zeit haben, kann ich dir genau erklären, was ich vorhabe." Lea nickte. "Ich hatte ja schon einmal das Vergnügen, Osita zu trainieren. Zwar in Dressur, aber an ihrem Charakter hat sich ja wohl kaum was geändert. Heute gibt es nur lockeres Aufbautraining, dass heißt nichts über 60 cm. Morgen früh gibt es eine kleine Agility-Einheit. Das wird nützlich sein, wenn sie ab L oder M enge Kurven gehen und dann springen muss. Und nachmittags gibt es noch einmal richtiges Training. Übermorgen früh werde ich sie abfragen und dann kannst du sie auch abholen, Lea." Die junge Frau nickte erneut. Wir verabschiedeten uns mit einem Handschütteln, danach ging sie zu ihrem Wagen und fuhr los. Ich stand eine Weile da, machte mich dann auf zum Paddock. Osita und Laufey beknabberten sich gegenseitig. Die zarte Ponystute schnaubte dann, als ich sie halfterte und dann mit ihr auf den Putzplatz ging.
      Osita war dreckig. Sie hatte sich wohl in den ersten Minuten auf dem Paddock gut eingelebt. Kopfschüttelnd brachte ich die Graue auf Hochglanz und nickte dann Tabea zu. Die hatte sich meine Meyja 'ausgeborgt' und brachte sie nun zurück. "Kannst du danach die Fohlen pflegen?", die junge Frau bestätigte und sattelte Meyja ab. Ich tat das Gegenteil und zurrte dann den Sattelgurt bei Osita fest, streichelte Meyjas Hals und trenste dann das Pony auf. Ich band sie los und führte sie auf den Reitplatz. Bei knapp 20 Grad war es angenehm; Fliegen waren kaum unterwegs. Der Platz war bestückt mit einfachen Stangen und niedrigeren Hecken. Osita schnaubte, als ich die Ausbinder befestigte, die Steigbügel einstellte und dann aufsaß. Zuerst gingen wir auf den Hufschlag für ein paar Runden im Schritt, Trab und Galopp. Der Galopp wurde nur auf dem Zirkel geritten, damit wir direkt durchstarten konnten und über den Parcours springen konnten. Ositas zuvorkommender Charakter spielte wunderbar mit. Lediglich ihr Aufsetzen nach dem Sprung war etwas knapp. Das wollte ich morgen etwas üben. Für heute war es aber erst einmal genug. Nach dem letzten Sprung trabte sie locker zwischen den Hindernissen durch, ließ dabei auch den Kopf durchhängen und schüttelte sich gelegentlich. Als wir den Platz verließen, schloß ich das Gatter und trieb sie auf den Weg, der vom Hof einmal um ihn herumführte. Im flotten Trab mit einigen Galoppsequenzen kamen wir dann eine gute halbe Stunde später wieder auf dem Hof an. Genau rechtzeitig, denn Bella rief nach uns, es gäbe Abendessen. Also saß ich ab, sattelte und trenste die brave Stute ab und brachte sie kurzerhand auf den Paddock, wo sie sogleich zu Laufey lief und mit ihr spielte.
      Tag 2
      Nach dem Abendessen gestern und dem kleinen Frühstück heute morgen ging ich gut gelaunt auf den Paddock. Obwohl es gestern nach geregnet hatte und ich dementsprechend viele dreckige Pferde sah, war Osita nur an den Beinen schmutzig. In ihrem Schweif hingen einige Klumpen Matsch, aber die entfernte ich bereits hier mit meinen Fingern. Danach begrüßte ich sie vernünftig mit einer Möhre und einem Klopfer auf den Hals. Die Stute stubste mich verschmust an und schaute mir interessiert zu, während ich ihre Beine mit einem Schwamm, Wasser, Shampoo und einem Handtuch säuberte und sie dann sattelte.
      In der Halle standen horizontale Stangen, Hütchen und Tonnen, die für den heutigen Trainingsteil eine wichtige Rolle spielten. Argwöhnisch lief sie um die Gegenstände herum, stieß mit der Flanke mal gegen eine Tonne oder mit den Hufen gegen ein Hütchen, schreckte aber nicht zurück. Trotzdem zuckten ihre Muskeln unnatürlich oft, und um sie abzulenken trabten wir an, außen an den Gegenständen vorbei. Etwa drei Minuten später schien ihr Argwohn geschrumpft zu sein. Die Tonnen waren im Untergrund eingegraben, damit sie nicht so leicht umfielen. Sie standen in den Ecken in Paaren, um einen Gang zu simulieren. Trotz ihrer Unsicherheit klappten die Bahnwechsel im Schritt und auch im Trab. Lobend klopfte ich ihren Hals, gab die Zügel etwas weiter vor und visierte nach dem Gang bei M die Stangen auf der Mittellinie an. Das war ein Slalomkurs mit drei Stangen, die etwa drei Meter voneinander entfernt waren. Nach jedem Durchgang gab es einen Handwechsel, aber wir ritten immer von A an. Langsam gewöhnte sie sich daran. Daher saß ich ab, brachte die Dinge in die Scheune und lief zurück. Osita war einige Schritte gegangen und kratzte sich ihren Kopf an der Bande. Sobald ich auftauchte hob sie diesen, wieherte lautstark und ging auf mich zu. "Du hast ja gute Laune, was? Wie wär's mit einer Runde Galopp und dann Weide? Und dann machen wir mit dem Training weiter?", wisperte ich während ich mit meiner Hand über ihre Wange fuhr.
      Am Nachmittag regnete es. Stöhnend saß ich neben einem Haufen Papiere und Aufträge und sah auf die Uhr. Plötzlich trat eine nasse Tabea in die Küche und zog ihre Schuhe aus. "Du wolltest doch mit Osita trainieren?", fragte sie mit hochgezogener Braue. "Dazu muss ich erst einmal einen Parcours in der Halle aufbauen." "Warum bin ich wohl so nass?!", erwiderte sie schnaufend. "Danke danke danke, Tabi!", ich umarmte sie heftig. Den Papierkram könnte ich auch heute Abend erledigen. "Nichts zu danken.", murmelte sie etwas überrascht und entzog sich meiner Umarmung. Ohne weitere Worte lief ich nach draußen, durch den Regen auf den Stall zu. Osita war bereits geputzt und gesattelt. Ich dankte Tabea im Stillen und führte die bereit gemachte Stute unter die Überdachung, die zur Reithalle führte.
      Alles war aufgebaut. Die Hindernisse waren 1,10 m hoch. Also eine gute Grundlage, um zu trainieren. Vorerst gab es wie immer eine Runde mit Trab- und Galoppübergängen. Danach nahmen wir die Hindernisse im Anlauf. Die Ponystute gab sich Mühe, meinen Anforderungen zu folgen. Sie legte die Ohren an, als wir über die erste Kombination sprangen, streckte den Hals und preschte dann weiter, um über eine Hecke und anschließend eine Doppelstange zu gehen. Der Parcours war fordernd; aber genau richtig für die Ponystute, die mit Begeisterung dabei war und diesmal besser absprang und aufsetzte als gestern. Lag es daran, dass die Hindernisse höher waren? Nach der Doppelstange gab es ein Kreuzgatter und eine Hecke, und danach wieder die erste Kombination. Osita schüttelte den Kopf, zuckte dann unruhig mit den Ohren und ging dann wie gewünscht ganze Bahn auf zwei Doppelstangen zu. "Gut gemacht, Kleine!", rief ich und trieb sie weiter.
      Tag 3
      Das Training gestern Abend war gut abgelaufen. Als Entspannungskur gab es eine kleine Dusche und Massageeinheit danach und ein Pferdemüsli.
      Heute morgen ging es weiter. Lea war bereits auf dem Hof und feierte ihr Wiedersehen mit ihrer Deutschen Reitponystute. Ich stand neben ihr und schaute dabei zu, wie sie das Pony liebkoste. "Wenn du möchtest – kannst du sie selber reiten?" Lea schien unentschlossen. Dann zog sie eine Schnute. "Gerne doch!", erwiderte sie lachend und ging mit ihrer Stute auf den Platz.
      Osita hat erfolgreich am A-Springtraining der UHAP Ocean Wave Trainerin Catalina teilgenommen.
    • Pepe
      Rund-um-Pflege
      13.07.2015

      Mit der Umbenennung unseres Teilstückes des Hofes war auch wieder ein neuer Pflegetag nötig. Wärend Ben sich um den Stall, das Futter und die Stallarbeit kümmerte, erledigte ich die Pferde.
      Ich begann mit Annakiya, unserer Jährlingsstute. Wir hatten viel gearbeitet, Halfter und Hufe geben ging mittlerweile problemlos. Heute schnappte ich mir ihr neues Halfter und holte sie vom Paddock. Die kleine Stute war sehr pingelig und oftmals nur etwas staubig. Schnell war sie geutzt, die Hufe hatte sie heute morgen neu gefeilt bekommen. Neugierig schnupperte Anna an mir herum, wie immer erwartete sie ein Leckerchen. „Jetzt noch nicht, meine Süße!“, grinste ich und löste den Strick. Ich wollte heute etwas mit ihr spazieren gehen, manchmal war sie noch etwas ungestüm und ließ sich schwer bremsen. Mit spielenden Ohren verließen wir den Hof. Nach etwa einer Viertelstunde kamen wir beide entspannt am langen Strick zurück. Annakiya hatte erstmals nicht gezickt oder sonst irgendwelche Gespenster gehen. Ich war stolz auf die und brachte sie zu den anderen,die Ben gerade reinstellte, in den Stall.
      „Lässt du mir die Jungs grade noch draußen?“, bat ich Ben und schnappte mir einige Stricke. Kvest Halsnaes, Oaklands Cloudbreaker, Osita, Fajir El Assuad, Blettur und Soul Dance durften sich gemeinsam in der Halle austobene; die kleine Herde genoss diese Stunde einmal in der Woche sehr. Rangeleien gab es bisher noch keine, ausgelassen tobte und spielten sie immer miteinander.
      In der Zwischenzeit sattelte ich mir Cylon Blue und brachte den Hengst auf den Reitplatz, lange hatten wir nichts mehr getan. Ich stieg auf, gurtete nach und ritt los. Der Hengst war sehr sensibel, er ließ sich auch bisher nur von mir reiten. Etwas Druck im Zügel und der Trakehner kaute zufrieden auf seinem Gebiss.
      „Brauchst du Hilfe?“ ertönte es plötzlich am Zaun. Es war Ben, der zur untergehenden Sonne zeigte. Mist. Ich hatte ganz vergessen wie spät es schon war. „Kannst du Joy longieren? Nur bisschen in den Gangarten, das reicht schon…“, rief ich ihm zu.
      Zehn Minuten später kam Ben mit Hope of Joy auf den Reitplatz. Ich befand mich mit Blue bereits im lockeren Trab und versammelte ihn leicht. Ben schickte die Stute auf einen etwas kleineren Zirkel und begann mit ihr zu arbeiten. Während ich mit Cylon Blue zu Trab-Galopp-Übergängen anfing, gab ich Ben immer wieder mal ein paar Tipps. Die Stute lief nach kurzer Zeit sehr locker, Ben kam mit ihr auch mehr als gut zurecht, so unkompliziert wie sie war. Ich ließ Blue im Schritt am langen Zügel etwas entspannen, und ließ Ben mit Joy an der Longe galoppieren. Die Stute hatte etwas viel Energie, etwas musste ich meinen Hengst bremsen. „Okay, das ist gut so. Bringst du sie zurück und sammelst die anderen aus der Halle zusammen? Ich schwing mich noch kurz auf Yorick.“ Geschwind war Cylon Blue abgesattelt und versorgt.
      Yorick Halsnaes war erst seit wenigen Tagen aus dem Training zurück. Von der ersten Minute an hatte ich eine besondere Beziehung zu dem Junghengst. Er brummelte mir bereits entgegen und nahm das Gebiss sanft an. Ich führte das Fjord auf die Stallgasse, putzte mit einer Kardätsche kurz über und lief mit ihm zur Halle. Dort machte ich etwas lockere v/a-Arbeit, die letzten Tage hatte er sich wegen Muskelkaters kaum selbst bewegt, so wollte ich ihm etwas Lockerung verschaffen. Yorick schnaubte nach zehn Minuten im Trab locker ab und streckte sich. Ich klopfte ihn glücklich und drehte noch einige Schrittrunden durch die Halle. Zurück im Stall versorgte ich ihn und brachte ihn in seine Box für die Nacht.
      Ben hatte die Abendfütterug bereits vorbereitet und zu zweit war die letzte Arbeit des Tages schnell erledigt.​
    • Veija
      5. August 2015, by Veija
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      Osita Trail LK 3 auf LK 2, Cylon Blue Pleasure LK 4 auf LK 3

      Heute war ich auf dem Weg zu Pepe und ihrer Deutschen Reitponystute Osita, die ich in Trail trainieren sollte. Ebenso mit von der Patie war Cylon Blue, ein Trakehnerhengst, dem ich die Pleasure ein wenig näher bringen sollte. Zur Unterstützung hatte ich Aliena, meine Auszubildende, mitgebracht, damit sie mir ein wenig unter die Arme greifen konnte.
      Bei Pepe angekommen begrüßte wir sie kurz, ehe wir zu den Pferden gingen. Zu erst gingen wir zu Osita, halfterten sie auf, nahmen sie aus der Box und führten sie zum Putzplatz, wo mir mit dem Putzen anfingen. Osita war eine wirklich hübsche kleine Stute, die einen, wie wir in der Westernsprache immer sagten "will to please", also "den Willen zu gefallen" hat. Sie war ruhig, gelassen und ließ sich alles gefallen. "Das müsste sie mal an ein paar unserer Westernpferde weitergeben, nicht wahr?", fragte ich Aliena lachend und legte Osita dann das Pad auf den Rücken. Es folgte der Westernsattel, den Aliena festmachte während ich zwei Gamaschen für ihre Vorderbeine und die Trense holte.
      Fertig gesattelt gingen wir mit ihr in die Halle, wo ich mir ersteinmal einen Überblick über den Könnensstand der Stute verschaffen wollte. Da sie mittlerweile schon auf L- Niveau lief, musste sie ja einiges können. Ich gurtete nach und schwang mich in den Sattel, ehe ich sie eine gute Viertelstunde warm ritt und dann angaloppierte. Ich teste Schlangenlinien, Speed Control, Galoppwechsel, vereinzelt kleine Stops, Back Up, Spins und Seitwärtsgänge. All das beherrschte die kleine Stute sehr gut, auch wenn sie noch stark an den Hilfen hing, weil sie genau das machen wollte, was man von ihr verlangte. Ich klopfte ihren Hals und sah zu Aliena, die uns einen Parcours aufgebaut hatte. "Siehst du, wie sie an den Hilfen klebt? Als hätte sie Angst etwas falsch zu machen.. Da muss sie noch echt lernen freier zu gehen", sagte ich und nahm die Zügel, die ich vorher in beiden Händen hatte, in Eine. Sofort merkte ich, dass die Stute unsicherer wurde. Doch in der LK 2 durfte man nur noch einhändig reiten, weshalb die Stute das nunmal jetzt lernen musste. Um sie nicht ganz ins kalte Wasser zu werfen ging ich alle Übungen, die vorhin schon einmal durchgegangen war, noch einmal durch. Das Einzige was anders war: ich ritt sie mit einer Hand.
      Nach und nach gewöhnte sich die Stute jedoch daran, dass sie wirklich auf das Anlegen der Zügel an ihrem Hals achten musste, so dass die Spins wirklich gut klappten! Dann ging es mit dem eigentlichen Training los: wir überritten Stangen, die in verschiedenen Ausführungen auf dem Boden ausgelegt waren, gingen über eine Plane, die Aliena mit Wasser gefüllt hatte, durchquerten einen Flattervorhang und öffneten und schlossen ein Tor. Zum Schluss unserer Übungen streichelte ich ihr den Hals. "Braves Mädchen", sagte ich und stieg ab, damit Aliena aufsteigen konnte, um sie trocken zu reiten. Sie hatte schon angefangen die Stangen wieder wegzubringen, so dass ich nicht mehr viel zu tun hatte.
      Nun ging ich zu dem Trakehnerhengst Cylon Blue, den ich flink fertig machte und mit ihm in die Halle ging, die Aliena gerade mit der talentierten Stute verließ. Der Trakehnerhengst war erst in der LK 4, aber das sollte nichts heißen. Da Trakehner oft im Dressursport genutzt wurden, hatten sie von sich aus schon schöne, schwingende Gänge, weshalb sie für die Pleasure am Meisten geeignet waren. In der Halle gurtete ich also nach, ehe ich mich in den Sattel schwang und ihn ebenfalls gründlich warm ritt. Im Gegensatz zu Osita ritt ich keine Elemente aus der Reining, sondern dehnte ihn einfach im Schritt und Trab ordentlich durch, damit er schön locker für das weitere Training war.
      Eigentlich brauchte ich bei dem Trakehnerhengst nicht viel zu arbeiten. Er bat von sich aus schon schöne, langsame und schwungvolle Gänge an, so dass ich ihn nur grade halten musste und ihm erklären musste, auch auf kleinste Signale zu reagieren. Da er in der LK 3 noch mit zwei Händen geritten werden konnte, tat ich das natürlich auch und konnte ihm so mehr Sicherheit geben, da er auch noch ein wenig an den Hilfen klebte. Nach einer guten halben Stunde Training löste er sich jedoch immer mehr davon und galoppierte seineganzen Bahnen recht locker, so dass ich bald Schluss machen konnte. Aliena ritt ihn noch trocken und brachte ihn weg, so dass ich kurz mit Pepe reden konnte. "Beide Pferde kleben recht stark an den Hilfen, da musst du immer wieder dran bleiben und immer feiner reiten, damit die Pferde da locker lassen", erklärte ich ihr. "Also am Anfang starke Hilfen, dann immer weniger aber gezielter, verstehst du?", fragte ich sie lachend und kratzte mir fragend am Kopf. Als Pepe nickte, lächelte ich zufrieden, sammelte Aliena auf und wir fuhren wieder nach Hause.
    • Pepe
      Pflege - 06.01.2016
      Auf in's neue Jahr!

      "Guten Morgen!", rief Ben fröhlich aus der Küche. Ich brummelte zurück; wie konnte ein Mensch so früh morgens schon so fit sein? Bevor ich drüber nachdenken konnte, drückte er mir eine warme Tasse Kaffee in die Hand und gab mir einen Kuss. "Ich muss los.", flüsterte er und drehte sich um in Richtung Tür. Ben hatte seit einigen Wochen eine neue Arbeit in der Stadt und musste früh los, die Stallarbeit blieb komplett an mir alleine hängen. Ich nahm einen großen Schluck warmen Kaffees, stellte die Tasse auf den Tisch und griff nach meiner Jacke. Frühstück würde ich verschieben.
      Draußen war es kalt, aber geschneit hatte es bisher noch nicht. Im Stall wurde ich bereits erwartet und jeder meiner Fellnasen bekam sein Frühstück. Ich setzte mich in die Mitte des Stalls auf einen dort abgestellten Heuballen, schloss die Augen und genoss das friedliche Kauen der Tiere.
      Chestnut war natürlich als erstes fertig, steckte seinen kleinen Kopf über die Tür und krümelte die Stallgasse voll. Ich ging zu ihm und kraulte ihn am Ohr. „Lust was zu machen, Kleiner?“, raunte ich ihm zu und griff zum Halfter. Der Hengst trug eine leichte Stalldecke, so wie die meisten am Stall, war sehr praktisch kaum putzen zu müssen. Ich bürstete kurz mit der Kardätsche über, trenste ihn auf und wir gingen hinaus auf den Hof. Ich schwang mich ohne Sattel auf das Reitpony und wir verließen den Hof. Es war noch etwas neblig auf den Felder, wir beschränkten uns auf einen gemütlichen Schrittausritt. Bevor wir am Hof wieder eintrafen kam die Sonne heraus und tauchte die Welt in wundervolles Zauberlicht. Zurück auf dem Hof trenste ich Chestnut ab und brachte ihn so wie alle anderen auf den Paddock. Der Ausritt hatte mich hungrig gemacht und ich beschloss, erst gemütlich zu frühstücken, bevor es weiter ging.
      Nach dem Frühstück gab es heute Freilaufen in der Gruppe. Ich holte Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes und Soul Dance vom Paddock, putzte beide kurz über und brachte beide auf den Winterauslauf, den ich zum Toben mitbenutzte. Ein kurzer Blick in die Halle - sie war ebenfalls frei. Dort durften sich Annakiya, My Lovely Horror Kid und Laheeb al Amara austoben. Ich schaute den Stuten einige Minuten zu, wie sie ausgelassen durch die Halle rannten und miteinander spielten. Es war schön mit anzusehen, dass alle meine Pferde sich prima verstanden. In der Zeit in denen sich die beiden Gruppen austobten, mistete ich die Boxen und die Paddocks. Anschließend kamen alle 6 wieder zurück auf ihre Paddocks, Annakiya, Horror Kid und Laheeb bekamen ihre Decken auf, für das wenige Fell war es doch zu kalt.
      Auch die Hengste sollten heute nicht zu kurz kommen. Fajir el Assuad und Oaklands Cloudbreaker konnte ich gefahrenlos zusammen in der Halle laufen lassen, die beiden verstanden sich prima und rauften sich immer freundschaftlich, ohne aggressiv zu werden. Oak liebte es auch, den Vollblüter in sich rauszulassen, da war Fajir der ideale Spielgefährte.
      Osita hatte heute ihren freien Tag, ich putzte sie ausgiebig. Vor ein paar Tagen hatte sie eine leicht warme Sehne gehabt, sie lahmte aber nicht. Vermutlich hatte sie sich nur vertreten, aber ich wollte sicher gehen und sie keiner großen Belastung aussetzen.
      Cylon Blue war der letzte, der heute an die Reihe kam. Der Trakehnerhengst war seit einigen Tagen etwas ungeduldig, die Kälte ließ ihn immer etwas aktiver werden. Ich zog ihm die Stalldecke ab, putzte ihn und ging mit ihm in die Halle. Dort longierte ich ihn eine halbe Stunde, in einem flotten Mix aus Trab und Galopp, nachdem ich ihn im Schritt aufgewärmt hatte. Cylon buckelte im ersten Galopp ein paar Mal, das ließ ich ihm aber durchgehen, weil ich wusste, dass er es brauchte. Danach lief er flüssig und entspannt und ließ sich auch leicht biegen. Nachdem ich die Arbeit mit ihm beendet hatte, kam er mit Decke zurück auf seinen Paddock.

      Nachmittags traf ich mich mit einer Freundin, als Ben von der Arbeit nach Hause kam, half er mir bei der Abendfütterung und steckte einigen Pferden, mal wieder heimlich, eine Möhre zu.
      Ich war glücklich so wie unsere Situation momentan war und freute mich auf das neue Jahr.
    • Pepe
      Besuch von Canyon

      Zwei Tage vor Sommerbeginn! Ich seufzte tief, als ich daran denken musste. So schnell verging die Zeit!
      Da man leider mit einem eigenen Gestüt keine Ferien hatte, hatte ich mir etwas frei genommen und die tägliche Arbeit bei meinen Freunden und Gehilfen abgeladen, welche sich um alles kümmern würden, solange ich etwas in England verweilte.
      Ja genau, England. Ich hatte mich dafür entschieden, einen kleinen Abstecher zu einer Bekannten zu machen, welche etwas Hilfe auf ihrem Gestüt benötigte.Ich würde nicht lange bleiben, immerhin warteten zu Hause genug Arbeit auf mich, aber ein bisschen konnte ich meine Unterstützung ja anbieten.Ich fand auch einen verhältnismäßig billigen Flug, welcher mich in kurzer Zeit aus meinem geliebten Süden in den verregneten Norden brachte.Ich hatte nicht viel mitgenommen, immerhin würde ich gleich morgen früh den nächsten Flieger zurück nehmen.
      England, ich roch es schon, als ich aus dem Flieger stieg. Es hatte etwas ganz besonderes an sich und jetzt war die Stimmung hier noch wärmer.Das einzige, was mich störte, war, dass es unentwegt regnete! Vielleicht hatte ich mich bei meinem Ausflug für den Norden entschieden, weil ich gehofft hatte, dass ich dieses Jahr schon die erste Hitze erleben würde. Aber so wie es jetzt aussah, hatte ich mir dafür das falsche Land ausgesucht.
      Ein schwarzes Taxi mit einem ebenso trist dreinschauenden älterem Fahrer brachte mich vom Flughafen zu dem Gestüt, zu dem ich wollte.
      Ich wollte es schon immer mal besuchen und nun hatte ich die Chance ergriffen und es endlich mal getan.
      Als ich auf dem Gestütsgelände aus dem kleinen Wagen stieg, wurde ich sofort herzlich von Lea begrüßt, einer weit entfernten Bekannten.Sie schien sich wirklich darüber zu freuen, dass ich mir Zeit für sie und ihre Pferde nahm und zeigte mir sogleich mein kleines Gästezimmer, wo ich die heutige Nacht verbringen würde.
      „Möchtest du dich erst noch ein bisschen ausruhen, oder soll ich dir die Pferde zeigen?“, fragte sie mich, sobald ich meinen Rucksack auf mein Bett geworfen und meine Regenjacke heraus gekramt hatte. Warum die auch ganz unten drin war, vielleicht hatte ich gehofft, damit den Regen zu vertreiben?
      Meine Antwort darauf war eindeutig. „Pferde!“
      Immerhin war ich ja nicht hier um zu schlafen, sondern um die vielen tollen Pferde kennenzulernen, von denen ich schon so viel gehört hatte.Lea nahm mich also mit in den Stall, wo mich sofort der Duft von frischem Stroh und Heu umschwebte und ich mich gleich wie zu Hause fühlte.
      Das erste Pferde was mir gezeigt wurde, war Oaklands Cloudbreaker, welcher mir wohl bekannt war.
      Den Namen des Zuchthengstes hatte ich schon auf vielen Tafeln gesehen und es überraschte mich nicht, dass er noch viel schöner und stattlicher war, als ich gedacht hatte. Ich streichelte dem hübschen Araber das Gesicht, was ihm sichtlich zu gefallen schien.Lea stellte mir natürlich auch noch im Schnelldurchgang die anderen Zucht- und dann Privatpferde vor, wobei jeder schöner war als der andere.
      „Hilfst du mir, sie mit auf ihre Weiden zu bringen?“, fragte mich Lea, als wir die Vorstellungsrunde beendet hatten.
      Ich nickte freudig. „Klar! Deswegen bin ich ja hier!“
      „Ok, dann fangen wir am besten mit den Hengsten an, die warten schon ungeduldig.“
      Ich hatte sechs Hengste gezählt und diese brachten wir nun nach draußen. Wir fingen natürlich mit Oaklands Cloudbreaker an, dann kamen Cylon Blue, in welchen ich mich sofort wegen seiner besonderen Farbe verliebte, Kvest Halsnaes, Chestnut's Bailey, Yorick Halsnaes und zum Schluss Fajir El Assuad.
      Jeder von ihnen hatte etwas ganz besonderes an sich und es machte mir sichtlich Spaß, sie alle endlich mit all ihren Macken kennenzulernen. Die Hengste erfreuten sich, trotz des Dauerregens, an ihrer Freiheit und es war ein Genuss dabei zuzusehen, wie sie über die schlammige Erde galoppierten.
      Die Stuten, welche alle viel geduldiger gewartet hatten, mussten natürlich auch noch aus ihren Boxen auf die Weiden.
      Wir fingen hier mit Annakiya an, Oaks Tochter, welche ich zur Koppel bringen durfte. Dann folgten die restlichen Stuten: Osita, Laheeb al Amara, Soul Dance und My Lovely Horror Kid. Lea schien erstaunt, wie schnell wir alle auf ihren Weiden hatten und ich freute mich, hier aushelfen zu können.
      Als nächstes stand, wie wohl jeden Tag, das ausmisten auf dem Plan. Lea zeigte mir schnell die wichtigsten Dinge und die nächste Zeit verbrachten wir damit, in den geräumigen Boxen zu stehen und die Hinterlassenschaften der nach draußen zu befördern.
      Stetig prasselte der Regen immer noch auf das Dach und gab der Arbeit einen kaum merklichen Rhythmus. Als alle Boxen sauber waren, lud mich Lea ein, einen Tee mit ihnen zu trinken und natürlich stimmte ich freudig zu. Obwohl es nicht allzu kalt war, konnte ich eine Erwärmung echt gebrauchen. Die Pause tat echt gut und nachdem wir uns ordentlich erwärmt hatten, ging ich wieder mit Lea nach draußen.
      „Was steht nun an?“, fragte ich sie interessiert.
      „Ich hatte vor, etwas mit Cylon Blue in die Halle zu gehen. Vielleicht möchtest du uns ja dabei zu schauen?“
      „Gerne! Das klingt gut.“
      Zusammen holten wir den Hengst wieder von der Koppel, putzten und sattelten ihn anschließend. Dann führte Lea ihn in die Halle und ich ließ mich, eingehüllt in eine wollige Decke, am Rand nieder und schaute zu, wie die Frau mit viel Gefühl den Hengst durch die Gangarten führte. Es sah fantastisch aus uns fast hatte ich die Kälte schon aus meinen Gliedern verdrängt, als sie nach etwa einer Stunde Arbeit von dem Rücken des Hengstes abstieg.
      Schwerfällig stand ich von meinem Platz auf und folgte ihr in den Stall, wo wir zusammen den Hengst absattelten und überputzten, bevor wir ihn wieder in seine Box stellten. Mittlerweile war es später Nachmittag und somit auch schon dämmrig draußen, als wir auch die anderen Pferde wieder von ihren Weiden einsammelten und zurück in ihre Boxen brachten. Zusammen mit Lea bereitete ich für sie das Futter zu und verteilte es dann unter den wartenden Pferden. Die ursprüngliche Farbe vieler der Pferde war unter der dicken Schlammschicht kaum noch zu erkennen, was mir einige Mühe bereitete, allen das richtige Futter zu geben. Bei Oak war es nicht schwer. Der hübsche Hengst sah fast noch perfekt sauber aus, wo ich mich fragte, wie so etwas ging, da draußen das Wetter nicht gerade dazu einlud, sauber zu bleiben.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren, verzogen wir uns wieder nach drinnen, wo wir den Abend gemütlich zusammen vor dem Fernseher verbrachten und lustige Geschichten austauschten. Ich kam erst recht spät in Bett, was nicht gerade gut war, in Anbetracht dessen, dass mein Flug schon in früher Frühe zurück nach Hause ging.
      Mein Wecker schmiss mich noch lange vor dem hell werden aus meinem gemütlichen Gästebett und wohl oder übel musste ich wohl aufstehen und mich anziehen, bevor ich mir ein Taxi rief, welches mich zurück zum Bahnhof bringen würde. Ich verabschiedete mich von Lea und bedankte mich herzlich dafür, dass sie mich aufgenommen und liebevoll umsorgt hatte. Dann stieg ich, mit meinem Rucksack beladen, in ein weiteres schwarzes Taxi und fuhr Richtung Flughafen.
      (c) Canyon​
    • Pepe
      Alltag

      "Guten Morgen zusammen!", pfiff ich in die Stallgasse. Einige Pferde hörte auf am Stroh zu knabbern und blickten mir über der Tür entgegen. Ich streichelte einige Nasen und ging sofort in die Futterkammer, bevor die Meute noch laut wurde. Jedes Pferd hatte seinen Eimer, in dem ich am Abend das Morgenfutter vorbereitet hatte. In Windeseile kippte ich jedem Pferd seinen Eimer in die Futterkrippe und trank meinen Kaffee zu Ende, während ich im Stall stand und den Kaugeräuschen lauschte.
      Ich ging zurück ins Haus und erledigte einige Hausarbeiten die anfielen. Nach einer Stunde zog es mich wieder zurück in den Stall. Es hatte angefangen zu schneien! 'Vielleicht sollte ich langsam mal weihnachtlich dekorieren', überlegte ich. Seitdem ich mich von Ben getrennt hatte, war alles sehr trostlos. Ich beschloss den Jungs eine kleine Freunde zu machen und führte nacheinander Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes, Cylon Blue, Dreaming of Revenge, Chestnut's Bailey und Oaklands Cloudbreaker auf den großen Springplatz. Ich hatte so großes Glück, dass sich meine Jungs zusammen so gut verstanden, selten kam es schwere Zankereien. Etwa zehn Minuten schaute ich der Gruppe beim Toben durch den immer stärker einsetzenden Schneefall, es war so schön anzusehen! Zurück im Stall mistete ich die Boxen, das wärmte auf und stimmte mich in so gute Stimmung, dass ich anfing Melodien zu summen. Anschließend kamen alle in ihren Gruppen auf den Paddock, es schneite immer noch und der Hof war bereits weiß.
      Eigentlich wollte ich heute reiten, doch angesichts des Wetters beschloss ich, meine Mädels ebenfalls nur laufen zu lassen. Und so kamen Soul Dance, My sweet little Secret, Motte, Laheeb al Amara, Annakiya und Osita auch auf den Platz und tobten wild durcheinander auf dem verschneiten Sand. Die Pferde machten auch hier keinen Unterschied zwischen klein oder groß, ich hatte einfach tolle Pferde. Leider musste ich mich wegen zeitlicher Gründe bald von einigen Trennen, eine zweite Hand fehlte dringend am Hof und ich kann alleine einiger Ziele nicht mehr umsetzen. Ich mistete die Boxen der Stuten und brachte sie dann auch raus auf die Weiden. Nachdem ich das Futter für den Abend gerichtet hatte, ging es zurück an den warmen Kamin; die Zukunft musste geplant werden.​
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Pepe
    Datum:
    2 März 2015
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  • Osita
    'Prinzessin'
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    Vater » Carachillo
    VM » Cinnemont's History
    (Unique Affair x Hopeless)
    VV » ÉdC's Velino
    (Viktor(?) x Bon Voyage(?))

    Mutter » unbekannt
    MV » unbekannt
    VM » unbekannt

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    Rasse » Deutsches Reitpony
    Geschlecht » Stute ♀
    Geburtsdatum » 18.05.2009
    Stockmaß » 1,45 m
    Fellfarbe » Braunschimmel Overo / Porzellanschecke
    Langhaar » grau
    Abzeichen » breite Blesse

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    Charakter » motiviert, nervenstark, freundlich
    Beschreibung » Osita ist eine junge, liebevolle Stute, die alles gibt, um es ihrem Menschen recht zu machen. Sie fasst schnell Vertrauen und ist konzentriert bei der Arbeit. Eine Stute mit viel Potential!

    Eignung » Dressur / Springen / Military / Western / Fahren / Zucht

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    Zur Zucht zugelassen » ja

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    SK 430 Alle Rassen

    Decktaxe » nicht öffentlich
    Vererbung » noch nicht bekannt
    Nachkommen » keine

    Besitzer » Pepe
    In meinem Besitz seit dem » 02.03.2015
    Ersteller » kira
    VKR(lebenslang) » kira

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    Qualifikationen »
    Eingeritten » ja
    Eingefahren » ja

    Dressur M (max. S)
    Springen M (max. M)
    Military A (max. L)
    Western M (max. M)
    Distanz E (max. A)
    Fahren E (max. L)

    Zirzensik »Plié, Kompliment, Spanischer Schritt, Knien, Liegen, Tanzen, Podest, Freiarbeit

    Pfleger » /

    Erfolge »

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    2. Platz 284. Westernturnier