Cascar

Omega

Stute | Achal Tekkiner | * 17.04.2014 | im Besitz seit 08.01.2018 | gekrönt: nein | gechippt: ja | geimpft: nein | Decktaxe/Leihgebühr: - (6 Punkt + HS + TA + Bild)

Omega
Cascar, 8 Jan. 2018
Veija, Kathrin Pirett, Wolfszeit und 3 anderen gefällt das.
    • Cascar
      Ankunft von Omega
      [08.01.2018]

      Ich öffne vorsichtig und zusammen mit Cedric (!) (dass ich ihn mehr als fünf Meter an ein Pferd lasse, grenzt an ein Wunder!) die Rampe des Pferdehängers und zum Vorschein kommt ein durch und durch in Decken und Transportgamaschen gewickelter Pferdepopo. Es ist nur zu erahnen, dass das Pferd inmitten des Gewühles tatsächlich ein Falbe ist. Mir ist die Stute - das ist sie nämlich auch - jedenfalls schlagartig sympathisch, als sie leise wiehert. "Na hallo Du, ich freue mich auch sehr, dich kennen zu lernen." Omega heißt die Liebe und sie ist glatte vier Jahre alt. Vorsichtig bugsieren wir sie rückwärts aus dem Wagen und sobald sie mit allen Vieren auf sicheren Boden steht, schüttelt sie sich einmal kräftig. Ich lache leise redend darüber und streichle ihre abzeichenlose Stirn, während sie mir freundlich in das Gesicht pustet. Omega scheint erstaunlich entspannt und ruhig. Sie lässt sich problemlos zum Hauptstall führen; Stani, unser neuer Stallmitarbeiter, hat für sie eine der Boxen mit einer kleinen Weide fertig gemacht. Dort drinnen, während sie an einigen Möhren knabbert, nehme ich ihr auch Transportdecke und -gamaschen ab. Es dauert keine fünf Minuten und die Liebe ist einige Runden gelaufen und lag zweimal im Dreck, um sich zu wälzen. Ich mag die Kleine jetzt schon ziemlich.
      Zum Toben und Kennen lernen der anderen Stuten darf Omega dann im Übrigen auch noch auf die große Koppel. Dort lernt sie Devri kennen und VGold und mit beiden Stuten versteht sie sich auf Anhieb - sie sucht einfach keinen Streit. Mit Himmi und Co. werde ich sie aber erst im Laufe der nächsten Tage zusammen stellen - wenn sie sich entsprechend eingelebt hat.
    • Cascar
      Bericht
      [09.01.2018]

      Ich habe meinen Dad erfolgreich überredet, Omega - zumindest im Training - übernehmen zu dürfen. Die Frage, ob ich sie haben könne, ist eine ganz andere, die ich mich nicht so recht zu stellen traue. Nun leben Omega und ich also in einer Art Interessengemeinschaft. Eine Mädchen-WG.
      Im Kontext gesehen ist es keine große Sache, dass mein Dad sie mir überlässt. Das Stutentraining verfolgte er noch nie vordergründig. Alois ist schon immer der Meinung, dass Hengste schneller laufen, höher springen und sich besser präsentieren können, als Stuten. Meine Meinung ist, Stuten haben den stärkeren Charakter.
      Auf Omega jedenfalls trifft das definitiv zu. Die junge Stute wiehert auch heute - wobei ich sagen kann, dass sie fast jedem entgegenwiehert - und sie scheint sich außerordentlich zu freuen, dass ich sie zum Putzen mit auf den Hof nehme. Zumindest ist sie gleich ganz hibbelig.
      Während der Fellsäuberung und dem Hufe auskratzen muss ich dann auch viel mit ihr reden, um sie zum stillstehen zu bewegen. Ich entscheide mich auch vor einem Spaziergang über den Hof kurzerhand für das Roundpen. Zu unserem Glück ist es frei und ich klinke den Strick erstmal von Omegas Halfter ab. "Ich glaube, dein neuer Spitzname wird 'Oma'.", erkläre ich der Falbin mit gerunzelter Stirn, selbst entsetzt über meinen Vorschlag, während sie friedlich schnaubend Runden um mich trabt. Ihre Gänge sind ganz hervorragend, sie dehnt sich schön vorwärts abwärts und läuft allgemein souverän über den Rücken. Ich lobe sie ruhig, bis sie sich dazu entschließt, durchzuparieren und mit mir zusammen zu arbeiten.
      Wir machen erstmal ein bisschen grundlegendes Longieren. Dazu gehört auch, dass die Liebe auf meine Körpersprache achtet, das ist bei ihr noch ganz schön ausbaufähig. Dafür springt sie total auf die Bodenarbeit an - beim Friendly Game fängt sie zufrieden an zu dösen, kaut brav, als sie das Jojo Game versteht und hat kein Problem damit, dass ich sie am ganzen Körper abstreiche. Schließlich lasse ich Oma (das entlockt mir ein Grinsen) noch ein paar Runden auf jeder Hand galoppieren. Danach können wir dann endlich unseren Spaziergang über den Hof tätigen.
      Er führt uns an den Ställen entlang bis an die Straße und dann in umgekehrter Richtung zwischen den Weiden hindurch. Auf der Koppel mit VGold, Devri, Nelly und Blomi lasse ich die Liebe dann auch laufen. Ich bin mehr als zufrieden - nahezu begeistert! - mit dem Verlauf unseres ersten richtigen Kennenlernens!
    • Cascar
      Bericht
      [10.01.2018]

      "Da musst du jetzt einen kurzen Moment warten." - "Wie lange?" - "Zwanzig Minuten?" Ich rolle mit den Augen und lediglich Omegas Anwesenheit bewegt mich dazu, nicht sauer zu werden und stattdessen ruhig ihren weichen Hals zu streicheln. Cedric ist mit Klappstuhl im Roundpen und deshalb können wir da jetzt nicht hin. Ich wende meine Stute also und führe sie einmal quer über den Hof bis zum Reitplatz. Dort turnt sich Ann gerade mit Yacedor ein. Ich frage sie natürlich, bevor ich ihre Bahn kreuze, aber natürlich hat sie einen Zirkel frei. Besonders weil sie Omega noch nicht kennen gelernt hat.
      So macht erstmal jeder seine Arbeit: Ann arbeitet Yacedor, besonders unter dem Sattel, und ich führe Oma erst ein bisschen, dann geht es auf den Zirkel. Hier, auf dem Platz gibt es für sie viel Neues zu sehen und Gepir ist ein Pferd, dass sie noch nicht kennt. Das lässt sie ein Ohr ständig drehen. Dennoch - nach knapp zehn Minuten hat sie schon mehrmals geschnaubt und trabt - wie gestern - ganz friedlich und ausgeglichen. Selbst Ann legt eine Pause ein, weil die Stute das so gut macht. "Solide Basis, was?", grinst sie. Ich stimme ihr zu. "Warum bist du eigentlich nicht im Roundpen?", fragt sie weiter. "Frag nicht! Der war nämlich schon besetzt.", sage ich bissig. Ann lacht und wendet Yacedor ab. Nach noch einigen weiteren Runden in den verschiedenen Grundgangarten ist unser beider Training beendet. Ann lockert Gepirs Sattelgurt, während ich eine kauende Omega lobe. Wir gehen mit den Pferden den langen Weg zurück zum Hof - den um die Koppel mit dem Wäldchen - satteln unsere Pferde dann ab und sie dürfen mit der Abschwitzdecke in ihre jeweilige Box. Knappe dreißig Minuten später, die Ann und ich Stall ausmistend im Hauptstall verbringen, dürfen dann beide auch auf ihre Weide.
    • Cascar
      Bericht
      [11.01.2018]

      Draußen regnet es und es ist insgesamt nasskalt. Trotzdem steht Omega nicht in ihrer Box, sondern in Kazooms Regendecke gewickelt auf ihrer kleinen Weide. Dort grast sie und schaut leise wiehernd auf, als ich mit dem Halfter zu ihr trete. Ruhig und mit einigen Grashalmen aus dem Maul schauend lässt sie sich aufhalftern und mitnehmen. In der Stallgasse binde ich die Stute an und mustere sie aufmerksam. Die Decke war nicht meine Idee, aber sie ist zugegebenermaßen ziemlich gut. Übermorgen kommt sowie der Sattler und vielleicht nimmt er ja gleich Omas Maße für eine Regendecke mit auf. Ich nehme mir fest vor, daran zu denken, während ich Omega auskleide und zu putzen beginne. Sie steht zwar still, aber ihre Ohren spielen und ich weiß, dass sie schon wieder ganz schön viel Energie hat. Deswegen geht es auch mit (Distractions!) Kappzaum und Longe erneut in das Roundpen.
      Heute habe ich extra sichergestellt, dass wir es für uns haben und vorhin auch schon Trabstangen platziert - schließlich wollen wir ja auch mal etwas Neues machen. Außerdem gibt es in der Mitte des Kreises auch noch ein Stangen-L, in dessen Knick ich stehe und Omega im Schritt um mich herum schicke. Ich achte darauf, dass die Longe nicht so lang wird, dass sie die Trabstangen im Schritt mitnimmt und versuche sie, zügig vorwärts zu schicken ohne anzutraben.
      Omega ist nicht so konzentriert wie die letzten Tage, vielleicht liegt das am Regen, und ich beschließe schon da, dass wir das Stangen-L heute vielleicht noch nicht probieren. Dafür aber die Trabstangen, die Oma umso begeisterter absolviert. Sie hebt die zierlichen Hufe ganz hoch und schnaubt immer kurz danach. Abgesehen davon lasse ich die viele Gangartenübergänge laufen, um ihre Rückenmuskulatur weiter zu stärken. Sie wird zwar nur sehr widerwillig langsamer, tut aber stets, wie ihr geheißen. Einmal versuche ich sie auch, aus dem Schritt anzugaloppieren und das funktioniert natürlich ganz hervorragend. Ich lobe die Liebe überschwänglich und schicke sie dann noch einige weitere Runden im Trab und Galopp auf beiden Händen, um ihrem Bewegungsdrang gerecht zu werden. Ganz zum Schluss hole ich Omega dann zu mir in die Mitte und schicke sie mithilfe des leichten Schwenkens der Longe und einem Zungeschnalzen rückwärts. Das ist dann die gut gelungene letzte Aktion, mit der wir das heutige Training beenden. Ich bin zum wiederholten Mal zufrieden, muss Oma aber wieder für eine halbe Stunde wegen der Abschwitzdecke in ihrer Box einschließen, bevor sie mit VGold, Devri und Charelle auf die große Weide darf.
    • Cascar
      Bericht
      [12.01.2018]

      Heute ist es Nachmittag, ehe ich dazu komme, mich zu Omega auf die Weide zu gesellen. Es regnet immer noch und wieder ist die Stute gut eingekleidet, sodass lediglich Beine, Hals und Kopf nass werden. Es nieselt, weshalb sich Omas kurze Mähne kräuselt - sie sieht zum Anbeißen aus.
      Das ist ja auch gut so, denn heute steht gewissermaßen prominenter Besuch an: der Sattler. Besonders für zukünftige Turniere, aber auch für das Training braucht die Stute ja mindestens einen Sattel. In ihrem Fall handelt es sich sogar um zwei, einen leichten Westernsattel und einen Vielseitigkeitssattel. Beide sollen heute - neben einer eigene Regendecke - angepasst werden.
      Aus diesem Grund zieht es Omega und mich weniger auf den Reitplatz als vielmehr in den Stall. Der Mann unseres Vertrauens ist Mr. Marx, der sich mit allen Geräten, Probemodellen und einem Maßband schon auf der Stallgasse platziert hat. Als Oma und ich den Stall betreten, wiehern sämtliche Pferde, die gerade drin sind und meine Liebe wiehert zurück.
      Ich schüttle Mr. Marx die Hand und er schickt mich gleich ein paar Runden mit dem Pferd - ohne Decke - durch den Stall, damit er sich ein entsprechendes Bild machen kann: "Sie hat noch nicht viele Muskeln und ist allgemein sehr schmal. Ich drehe dir mal einen verstellbaren Sattel an, den Vielseitigkeitssattel passen wir dann später an … ?", schlägt er vor. Ich stimme zu. Für den Anfang können wir auch Dizzys Sattel nehmen.
      Mr. Marx ist geübt in seinem Handwerk und vermisst Omega zügig und ruhig. Nach knapp zehn Minuten hat er alles. "Welche Farbe darf's sein?", fragt er mich noch, bevor er geht. Ich entscheide mich für dunkelbraun, zumindest beim Westernsattel, und verabschiede mich herzlich.
      Oma indes hat schon ein bisschen Geduldsprobleme. Ich nehme sie deshalb noch mit in das Roundpen und longiere sie eine Weile, bevor ich sie wieder auf die Koppel schicke.
    • Cascar
      Bericht
      [25.01.2018]

      Mr. Marx taucht diesen Donnerstag erneut auf. Auf dem Arm trägt er Omegas neuen Westernsattel. Wir schütteln einander die Hände und machen uns dann auf den Weg zur Koppel, wo die Stute friedlich grast. "Oma!", rufe ich. Daraufhin hebt Omega den Kopf und wiehert zutraulich. Ich Geselle mich zu ihr und halftere sie auf, während Mr. Marx auf dem Weg am Zaun wartet. Kurz darauf befinden wir uns zu dritt genau da. Ich streichle Omegas Stirn, die ihrerseits mit halbgeschlossenen Augen kaut. Ein Ohr ist auf mich gerichtet, das andere auf den Sattler. Die schreckt ein bisschen zusammen, als der ihr schwungvoll den Sattel auflegt. Ich streichle Oma weiter und lausche Mr. Marx' Worten. "Der passt jetzt. Wir müssen uns nur noch über die Steigbügel und den Gurt unterhalten.", meint er. Ich entscheide mich für klassische Westernsteigbügel und einen Lammfellgurt - ganz im Interesse des Pferdes, denn Omegas Fell ist dünn und ihre Haut empfindlich. So ist auch das geklärt. Omega darf wieder auf die Weide und Mr. Marx knüpft den Sattel fertig zusammen. Schließlich überreicht er mir den und ich bedanke mich. Voller Vorfreude räume ich ihn in der Sattelkammer des Hauptstalls auf Omas bisher leeren Sattelbock. Jetzt kann ihr Training endlich auch geritten beginnen.
    • Cascar
      Bericht
      [26.01.2018]

      Omega freut sich augenscheinlich, dass ich sie von ihrer kleinen Koppel hole, denn sie wiehert zutraulich und kann ihren Kopf gar nicht schnell genug in das Halfter bekommen. "Na, zwei Tage nichts gemacht und schon unausgelastet?", frage ich sie und streichle ihren weichen Hals. Sie hat - mangels Winterfell - eine Decke auf dem Rücken, die ich ihr im Stall, zum Putzen abnehme. Oma ist zwar immer noch nicht die geduldigste, genießt das Putzen aber heute sichtlich. Ich lasse mir deshalb Zeit und hole dann erst ihr brandneues Pad samt Sattel und tausche das lilane Stallhafger gegen ein dunkelgrünes Knotenhalfter. Meines Wissens nach ist Omega nämlich noch nie mit Gebiss geritten worden.
      Die Stute lässt sich indes alles gefallen und folgt mir dann wach und eifrig zum Roundpen. Da benutze ich den sieben-Meter-Strick als Longe und lasse mein Liebe erstmal ein bisschen um mich Zirkeln. Oma läuft vorbildlich und schnaubt. Dann machen wir noch ein paar Gangartenwechsel für den Rücken und schließlich stelle ich die Steigbügel ein, gurte nach und knote den Strick zu Zügeln. Omega ist gleich ganz hibbelig und ich beruhige sie erstmal leise redend und streichelnd. Dann erst stelle ich meinen linken Fuß in den Steigbügel und schwinge mich in den Sattel. Er ist ganz bequem.
      Omega läuft da schonmal los. Ich lasse sie machen und finde erstmal den zweiten Steigbügel, dann halte ich sie mit einem deutlich "Woah". Das dauert eine Weile, aber schließlich steht mein Pferd. Dann gehen wir nochmal gewollt los und so beginnt unser gerittenes Training.
      Omega ist ein bisschen durch den Wind und verunsichert. Ich muss sie viel Treiben und loben, wir kommen kaum zu Volten und Seitenwechseln in den höheren Gangarten und ich bin schließlich sehr zufrieden mit den zwei ganzen Runden Galopp, die wir auf jeder Hand einmal geschafft haben. Ich belasse es dabei, lobe Oma und steige nach insgesamt 40 Minuten ab.

      Nach dem Reiten führe ich Omega noch eine Weile durch die Gegend, bevor ich sie mit ihrer Decke auf die Koppel bringe.
    • Cascar
      Bericht
      [30.01.2018]

      "Gott, was machst du denn da!?", frage ich völlig überrascht, während Omega mit mir hält und friedlich kaut. Die Frage ist an Paul gerichtet und der lächelt verlegen. "Das habe ich ihm beigebracht.", gibt er dann leise, aber stolz und mit leuchtenden Augen zu. Vor mir steht nichts geringeres als eine schwarz lackierte Kutsche, in der Hic Rhodus, hic salta!, Pauls Pferd eingespannt ist. Der Hengst kaut an seiner Kandarre und er trägt Scheuklappen. Dennoch scheint er entspannt und als Paul ihn vorwärts gehen lässt, tut er das ohne zu Mücken und mit vornehm gehobenem Schweif. "Du hast ihn eingefahren. Ganz alleine.", stelle ich verblüfft fest. "Was ist denn hier los?", schaltet sich da Oliver ein, der mit einer vollen Schubkarre gerade aus dem Hengststall aufgetaucht ist. "Schick.", sagt er dann nur grinsend und hält einen Daumen nach oben. "Wo hast du die Kutsche her?", frage ich dann weiter. "In Auckland geliehen.", gibt Paul bereitwillig zurück. "Wir sind die ganze Strecke erst geritten und dann gefahren.", fügt er mit unverhohlenem Stolz hinzu. Ich freue mich mit ihm, es ist schon fast ein bisschen unerträglich wie schön er da ist, so glücklich und ganz in seinem Element, die Haare vom Wind ein bisschen zerzaust. "Und wo wollt ihr jetzt hin?", frage ich und streichle gedankenverloren Omas Stirn. "Carina abholen.", nuschelt Paul und wird ein bisschen rot um die Nase. Das versetzt mir doch tatsächlich einen Stich. Ich kann gar nicht anders, als ihm viel Spaß zu wünschen ("Erfolg" lasse ich mal lieber weg) und gehe dann mit Omega in das Roundpen. Da habe ich ja mal wieder was zu verarbeiten.
    • Cascar
      Bericht
      [26.02.2018]

      Omega wartet auf der Koppel auf mich. Sie ist in eine warme Winterdecke gepackt und kann es - vermutlich weil ihr mollig warm ist - kaum erwarten, mit mir zu kommen. Ich begrüße sie und lache sogleich, weil Oma versucht, ihren Kopf selbst in das Halfter zu stecken, das mir über der Schulter hängt. "Ist ja gut, ich vergesse dich schon nicht.", beschwichtige ich sie und halftere Omega auf.
      Dann geht es zum Putzen und Satteln auf den Hof. Dort sind wir selbstverständlich nicht allein - Ewa und Stani säubern die Paddocks, Louis putzt Spotted Frischkäse und Cedric CH's Unglück. Insgesamt herrscht also ein reges Treiben, von dem sich Omega - wie ich stolz bemerke - so gar nicht beeindrucken lässt; die Stute tapert friedlich hinter mir her und lässt sich entspannt anbinden und säubern.
      Dann geht es endlich auf den Reitplatz. Hier sind wir in letzter Zeit öfter, obwohl die Boden- und Longenarbeit nach wie vor eine große Priorität hat. Trotzdem üben wir fleißig an einigen Trailhindernissen wie dem Stangen-L oder auch Slalom und das einhändige Reiten. Oma ist immer mit großer Begeisterung dabei und in den letzten Wochen auch schon um einiges sicherer unter dem Reiter geworden - für das Wochenende habe ich tatsächlich zusammen mit Olli eine Stufenerhöhung im Westernreiten geplant. Bis dahin üben wir - wie heute - weiterhin die Vorderhandwende und das rückwärtsgehen und außerdem das langsame galoppieren am lösen Zügel. Das fällt der Stute nämlich noch ganz schön schwer - sie findet ihre Mitte nicht immer gleich und kommt deshalb selten dazu, sich ordentlich zu versammeln. Da ist es nur gut, dass der Galopp nicht die Hauptlektion des Trails ist.
      Heute läuft das Training mal wieder ganz gut - Omega ist begeistert dabei und gibt sich stets Mühe. Natürlich klappt nicht alles reibungslos, aber das wird schon noch. Nach glatt einer Stunde steige ich von meinem Pferd und lobe es, bevor ich ihn Sattel und Trense abnehme und es einige Runden im Sand laufen und wälzen lasse. Ich würde Omega schon als sowas wie meinen Augenstern bezeichnen. Und der darf anschließend mit der Winterdecke natürlich wieder auf die Weide!
    • Cascar
      Stufenerhöhung Distanz (E/A)
      [09.04.2018]

      Die Sonne scheint, nicht zum ersten Mal dieses Jahr, aber es ist doch ein Anblick von seltener Schönheit. Es ist noch früh, gerade mal neun; die Pferde haben ihr Futter gegen sechs bekommen und warten ungeduldig in ihren Boxen auf sich vorfreuende Reiter wie mich.
      Und das tue ich tatsächlich. Heute findet der erste diesjährige Geländeritt statt, der erste große, der für die erfahrenen Distanzpferde wie Ashqar und Himmawallajugaga das Ankommen in der neuen Saison 2018 bedeutet, für die weniger Erfahrenen, die den Winter über aufgrund ihrer Turnierpause viel im Gelände gewesen sind, ist die heutige Runde bereits ein echtes Training, mit dem sie sich für Kurzstreckenläufe qualifizieren werden. Mit von der Partie sind neben Dads schwarz-weiß-gefleckter Hündin Kira Carina und Earl Grey's Darjeeling, Paul, Olli und CH's Unglück, außerdem ich mit Omega und Ann führt Gepir aus. Meinem Dad habe ich ausnahmsweise genehmigt, meinen Hengst zu reiten, sodass ich mich um die wesentlich jüngere Stute kümmern kann.
      Unser Gespann besteht also aus zwei erfahrenen und vier unerfahrenen Pferden. Trotzdem stehen die Pferde letztendlich alle nebeneinander am Anbindebalken – Hengste wie Stuten – und wir sind alle frohen Mutes, die Kälte lässt und zügig arbeiten und die Pferde hibbelig werden. Stani und Ewa misten in der Zwischenzeit schon die Boxen aus und bringen einige Pferde auf die Koppel. Mit zunehmender Tageslänge wird es auf dem Hof auch geschäftiger, als Louis und Cedrick eintreffen und beginnen, die Pferde zu bewegen. Letztendlich ist es zehn, als alle fertig sind, wir zum Warmwerden einige Runden über den Hof gehen und schließlich geschlossen nachgurten, aufsitzen und vom Hof reiten.
      Unsere Tour führt uns anfangs an der Straße entlang, die trotz ihrer Stadtnähe verlassen daliegt. Wir reiten landeinwärts, als eine große Kolone. Dad und Ashqar ganz vorne, Paul und Himmi ganz hinten. Omega unter mir läuft zügig, aber entspannt – nur einmal erschrickt sie sich vor einem Leguan im Gestrüpp und sie beginnt bald zu schwitzen, unter ihrem schweren Westernsattel.
      Auch Carina und Early haben ihre Mühe, als wir vom Weg abbiegen und einen recht steil ansteigenden Waldweg hinaufreiten. Die Stute schnauft, als wir oben ankommen, aber Carina ermutigt sie, fleißig weiterzugehen. So haben wohl alle ihre Probleme. Anns beginnen beim Durchqueren eines kleinen Flusses – letztendlich springt Gepir darüber, aus Angst, die Gruppe zu verlieren. Die einzigen neben Dad und Paul, die gar keine Probleme zu haben scheinen, sind Kira, der die Zunge fast bis zum Boden hängt, und Olli und Unglück. Oliver tut mir leid, weil sich gestern ein Käufer für seinen Hengst gefunden hat und er ihn deshalb schon heute Abend verabschieden wird. Gleichzeitig scheint er auch ein wenig befreit und locker, deswegen geht es Unglück unter ihm vermutlich auch so gut.
      Insgesamt ist die Stimmung also gelöst. Aller anderthalb Stunden machen wir zehn Minuten Pause, in denen die Vitalfunktionen der Pferde gemessen und in der Notizfunktion meines Handys festgehalten werden. So steht schon bald fest, dass Earlys und Omegas Kondition die schlechteste ist, aber das macht ja nichts. Wir schaffen es trotzdem alle, nach einer letzten, einstündigen Trabphase, zurück nach Hause und vom insgesamten Fitnessprofil steht es für mich außer Frage, dass die Pferde Anfängerdistanzen vielleicht nicht gewinnen, aber laufen können, ohne körperlich überlastet zu sein. Gegen 17:00 grasen unsere Schützlinge dann endlich friedlich auf der Weide und wir Reiter haben uns alle ein Bier verdient.
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  • Album:
    WCS - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    8 Jan. 2018
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    Zuchtname des Pferdes Omega
    Rufname Oma

    Besitzer Alois Roger Winterscape
    Reitweise Western
    Vorbesitzer nicht bekannt
    Vorkaufsrecht sadasha

    Tierarzt Eddi Caen
    Hufschmied Alois Roger Winterscape
    Ausbilder Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung Cascar Winterscape

    Stall Hauptstall
    Weide besitzt kleine Koppel an
    der Box; westlich des Gebäudes mit
    Versatilely Gold und Devrienterreuth
    Einstreu Stroh
    Futter Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen keine

    Omegas Spind folgt
    Portrait noch nicht vorhanden

    [​IMG]

    Von Lagunas AT
    Lucky Lars AT x Martha

    Aus der Oskaria
    This Is War x Orky

    Zur Zucht zugelassen
    Omega ist nicht zugelassen


    Züchter unbekannt
    Eingetragene Zucht ATBA
    (Akhal Teke Breeding Association)
    / WCS (Winterscape Stud)

    Gencode unbekannt
    Vererbung unbekannt
    Nachkommen keine

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    Geschlecht Stute
    Geburtsdatum 17.04.2014
    Rasse Achal Tekkiner
    Herkunft Ungarn

    Stockmaß 163 cm
    Art Pferd
    Typ Vollblut

    Fellfarbe Falbe
    Langhaar schwarzbraun
    Abzeichen keine
    Sonstige Erkennungsmerkmale
    Pferd komplett ohne Abzeichen;
    Dapples auf dem Fell

    [​IMG]

    ausgeglichen ◆◆◆◆ unausgeglichen
    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam
    introvertiert ◆◆◆ extrovertiert
    intelligent ◆ unintelligent
    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher
    temperamentvoll ◆◆◆ ruhig
    geduldig ◆◆ ungeduldig
    streitlustig ◆ friedlich
    freundlich ◆◆ bösartig
    arbeitsfreudig ◆◆◆ faul
    nervös ◆◆◆◆ beständig
    sozial ◆◆◆◆ unsozial
    naiv ◆ dominant
    loyal ◆◆ untreu

    -

    Charakterbeschreibung
    Omega ist eine junge, über und über liebenswerte Stute:
    Sie stammt aus einer verantwortungsvollen Tekkinerzucht in Ungarn, wurde dort sachte
    aufgezogen und entwöhnt und mit viel Bodenarbeit und Geduld an die Arbeit mit dem Menschen
    geführt. Daraus folgt aus, dass sie sehr sozial ist und den Kontakt zu anderen Lebewesen
    braucht - ihr ist es dabei einerlei, ob dieses Pferd, Mensch oder auch Hund ist.
    In der Herde bekleidet Omega dafür auch eher die niedrigeren Plätze. Sie mag wohl einfach
    keinen Streit und ist dafür umso anhänglicher gegenüber dem Menschen. Da sie mit den
    zweibeinigen Gesellen noch keine schlechten Erfahrungen gesammelt hat, ist für
    sie auch prinzipiell Jeder ein Freund. Das heißt auch: Man wird jeden Morgen,
    egal ob Bereiter, Stallknecht oder Reitschüler, mit einem
    herzlichen Wiehern begrüßt!

    Geschichte
    Wie oben erwähnt stammt Omega aus Ungarn und genoss eine ausgiebige Jugend.
    Damit ist sie allerdings mit ihren vier Jahren auch noch recht unerfahren unter dem Sattel.
    Umso lieber hat sie dafür die Bodenarbeit, die sie seit Jährlingsjahren kennt und die
    ihr stets Vertrauen und Sicherheit bietet. Verkauft wurde Omega vor ihrer Reise
    nach Neuseeland noch nicht; sie hat bisher auch an keinen
    Turnieren oder Shows teilgenommen.

    [​IMG]

    Eignung
    Vielseitigkeit, Western

    -

    Springen E A L

    Zeitspringen E A A* A** L
    Stilspringen E A A*

    Mächtigkeitsspringen keine Teilnahme

    Military E A L
    Geländestrecke CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI***

    Distanz E A L M S S*
    Distanzritte EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN*


    -

    Western E A L M S
    Western Pleasure LK5 LK4 LK3 LK2
    Reining LK5 LK4 LK3
    Trail LK5 LK4 LK3 LK2
    Cutting keine Teilnahme
    Barrel Racing keine Teilnahme
    Pole Bending keine Teilnahme
    Roping keine Teilnahme
    Hunter under Saddle LK5 LK4 LK3

    -

    Wendigkeit E A L M S

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen

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    Gewinnerin des RS72

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    1. Platz; 444. Westernturnier | 1. Platz; 345. Distanzturnier

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    Fohlen ABC absolviert
    Longiert absolviert
    Eingeritten absolviert
    Eingefahren nicht absolviert

    Beurteilung Omega kennt alle Lektionen
    grundlegend, ist aber unter dem Reiter noch recht unsicher.

    Gelassenheitstraining absolviert
    Hindernisgewöhnung absolviert
    Hängergewöhnung absolviert
    Startboxgewöhnung nicht absolviert

    Roundpen Omega beteiligt sich rege am Training
    und besonders ambitioniert an der Bodenarbeit
    Reitplatz/Reithalle Omega ist konzentriert, wenn auch
    deutlich sicherer in Begleitung anderer Pferde
    Gelände: Sie geht nur sehr ungern vorneweg,
    mag aber die Natur und schaut viel herum

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    Gechippt ja
    Geimpft nein
    Bekannte Krankheiten keine
    Anmerkungen Omega ist kerngesund,
    keine Beschwerden

    Hufzustand annehmbar
    Prüfstand überfällig
    Beschlag vorn keiner
    Beschlag hinten keiner
    Anmerkungen kleine, harte
    Hufe; nicht beschlagen