Rajandra

Obscured by Clouds ♣

Obscured by Clouds ♣Rufname: Cloudy ; ObiGeburtsdatum: *06.02.2009Stockmaß: 1,59 mFellfarbe: MausgrauAbzeichen: Stern; Schnippe ; v.links halbweißer FußGesundheit: gesund und gepflegtMutter: Give me Hope | Englisches VollblutVater: Fearless Bastrilo | Englisches VollblutRasse: Englisches VollblutGeschlecht: StuteGekört: neinNachkommen: ///Obscured by Clouds zeigt schon in ihren jungen Jahren eine gewisse Routine am Sprung und in der Dressur. So gibt sie jedem die Sicherheit, das zu schaffen was man will. Die großrahmige und ungewöhnlich schöne Stute, liebt es ihre Nase überall rein zu stecken was sie von ihrer Mutter hat, ständig möchte sie in irgendwelchen Taschen verschwinden nur um festzustellen, dass dort doch nichts drin ist. Beim Arbeiten ist wie ausgewechselt, da wird die quierlige Stute zu einem Arbeitstier. Cloudy zeigt sich stehts kooperativ und möchte lernen. Sie reagiert feinfühlig auf jeden Reiter, was sie aber nicht leiden kann ist eine zu starre Hand, da sie sehr leichtrittig ist und daher sehr empfindlich im Maul.Besitzer: RajandraErsteller / Züchter: RoBabeRoVKR: RoBabeRoVerkäuflich: NeinKaufpreis: 45 000 JQualifikationenGalopprennen Klasse: LWestern Klasse: ESpring Klasse: EMilitary Klasse: EDressur Klasse: LDistanz Klasse: EFahren Klasse: EEignung: Dressur; Springen; Military & GalopprennenErfolge:1.Platz 255. Dressurturnier2.Platz 236. Dressurturnier2.Platz 251. Galopprennen1.Platz 256. GalopprennenPNG - DateiBitte keine Kommentare!Nur Pflegeberichte, sowie Tierarzt- und Hufschmiedberichte!

Obscured by Clouds ♣
Rajandra, 15 Okt. 2012
    • Rajandra
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      1.Pflegebericht - Ankunft von Obscured by Clouds, The Post War Dream, Candy and a Current Bun & Have a Cigar​

      Aufgeregt zog ich mir schnell meine dicken Socken über und schlüpfte in meine Stallschuhe, dann nahm ich meinen Schlüssel vom Schlüsselbrett und ging nach draußen. Es war ziemlich kalt geworden in den letzten Tagen, allerdings brachen schon einige Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Die Haustür fiel hinter mir ins Schloss und ich stiefelte los in den Stall, wo ich meine Lieblinge mit einem frohen 'Guten Morgen' begrüßte. Schnell stapfte ich in die Futterkammer und zog die Karre heraus. Ein schnaufen und leises wiehern ging durch den Stall und ich fütterte alle Pferde. Danach öffnete ich ihnen die Türen zu den Paddocks, damit sie raus konnten. Da ich letzte Woche einige sehr gute Pferde erstanden hatte sollte ich sie heute abholen, dazu musste ich aber ersteinmal ihre Boxen vorbereiten. Von den 20 Boxen im Hauptstall waren bloß 12 belegt, da ich vier neue Pferde erwartete streute ich diese auch ein und legte in jede Box einige Rippen Heu. Dann kontrollierte ich noch ob die Tränken funktionierten. Da es diese einwandfrei taten klopfte ich an mir haftendes Heu und Stroh ab. Heute musste ich wohl mit dem großen Trasporter fahren, da ich die vier leider nicht in einen Hänger bekam. 'Bis nachher, meine Süßen', verabschiedete ich mich von den anderen und lief zur Scheune in der der Transporter untergestellt war. Nachdem ich ihn herausgefahren, nocheinmal gecheckt und mit Heunetzen ausgestattet hatte konnte es losgehen. Die Fahrt bis zu RoBabeRo's Stall dauerte circa eine dreiviertelstunde. Auf dem Hof angekommen wurde ich freundlich empfangen. Wir unterhielten und noch einige Zeit bei einem Kaffe über die Pferde und gingen dann in den Stall um die Pferde verladefertig zu machen. Wir fingen mit den zwei Stuten an. Ich holte Obscured by Clouds, eine bildhübsche Englische Vollblutstute aus den Box und band sie an. Die muskelbepackte Mausgraue untersuchte mich und meine Taschen ersteinmal neugierig nach Leckerlies und gab erst auf, als ich ihren zierlichen Kopf vorsichtig beiseite schob und ihr versicherte, dass sie nichts finden würde. RoBabeRo hatte in de Zwischenzeit Candy and a Current Bun, eine Quarterhorsestute in schicker Jacke aus der Box geholt und angebunden. Wir kratzen beiden die Hufe aus und legten ihnen Fesselkopfgamaschen und Hufglocken an. Beide ließen die Prozedur artig über sich ergehen und wir führten sie zum Transporter in den sie beide bereitwillig einstiegen. Nachdem die zwei festgebunden und sicher verstaut auf dem Hänger standen gingen wir meine zwei neuen Hengste vorbereiten. Ich führte Have a Cigar aus der Box , der ersteinmal über die Kante der Boxentür stolperte, weil er wieder durch die Gegend geschaut hatte anstatt auf mich und seinen Weg zu achten. Ich beruhigte ihn und band ihn an. Der gescheckte Mustang blieb lieb stehen als ich ihm sein Transportoutfit anlegte, doch RoBabeRo hatte etwas mit meinem Englischen Vollbluthengst zu kämpfen. The Post War Dream kam von der Rennbahn direkt zu ihr und war noch etwas misstrauisch anderen gegenüber, darum hampelte er etwas herum. Nachdem der Rappe auch startklar war luden wir auch die beiden auf. Have a Cigar folgte mir brav, auch wenn ihm der Transporter etwas unheimlich zu sein schien. Post War tänzelte erst etwas aufgeregt drumherum, aber als RoBabeRo ihm einige Möhrenstückchen anbot, und wir ihn mir ganz viel Geduld die Rampe hochschoben lies auch er sich brav verladen. Wir schlossen alle Klappen und ich bedankte mich nocheinmal bei Babe. Das geschäftliche hatten wir schon geregelt so verabschiedeten wir uns und ich stieg in den Transporter. Als ich vom Hof fuhr winkte ich ihr nocheimal, dann zog sich die Dreiviertelstunde fahrt ziemlich, da ich etwas im Stau stand. Endlich Zuhause angekommen parkte ich und lud einen nach dem anderen ab. Nachdem alle vier in der passenden Box standen und zufrieden ihr Heu mümmelten beschloss ich den Transporter zu säubern und ihn wieder in der Scheune zu parken. Danach ging ich wieder ins Wohnhaus um einen Tee zu trinken.​
    • Rajandra
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      Eilig zog ich meine gefütterten Schuhe an und schlüpfte in die Jacke. Es war Heilig Abend und eisig kalt. Für Weihnachten hatte ich mir Schnee gewünscht und diesen auch bekommen. Nachdem ich die Bescherung und das Weihnachtsessen im engsten Kreis hinter mich gebracht hatte saßen alle im Wohnzimmer vor dem Kamin beisammen. Eine letzte Kontrollrunde wollte ich heut Abend noch drehen und alle Tor verschließen, bevor wir zu Bett gingen. Schnell wickelte ich mir den Schal um, trat heraus und ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen. Zuerst verschloss ich das Hoftor und machte mich dann auf den Weg in den Stall. Bubis Wiehern erklang, als ich den Stall betrat und ein kleines gedämmtes Licht anschaltete. Seine Box war die erste auf der rechten Seite und ich streichelte liebevoll seine Nase. Die anderen Pferde streckten mir entweder die Köpfe entgegen oder knabberten weiter am Heu. Jedes der Pferde bekam noch einen Weihnachtsapfel von mir bevor ich die Stallgasse verlassen wollte. Die kleine Uhr schlug gerade Mitternacht, als ich aus dem Stall gehen wollte. Verwundert drehte ich mich um. Ich lächelte den vielen zufriedenen Köpfen nocheinmal zu und wollte grade das Licht erlöschen, als es mir so vorkam, als würden die Pferde reden. In einigen der Weihnachtsgeschichten hieß es, dass um Punkt Mitternacht die Stimmen der Tiere erklingen konnten, solang man sie wirklich zu vernehmen mochte. Unsinn! So lansam wirst du schon verrückt, dachte ich. Langsam ging ich nocheinmal die Boxenreihe entlang und schaute in jede Box doch mir viel nichts Merkwürdiges auf. Als ich bei Seference Surprime und Atraxe vorbeikam hörte ich schonwieder eine Stimme, diesmal war es eine andere. Verwundert schaute ich die zwei Stuten an. "Aber das kann doch nicht…“ murmelte ich fassungslos. "Und ob. Du wirst nicht verrückt, glaub mir", schallte es leise aus der großen Fohlenbox, in der Ceredwen, Little Askim, Ravallo und seit neustem ein kleiner Falbhengst namens Piccobello standen. Ihn hatte ich heute von RoBabeRo zu Weihnachten geschenkt bekommen. "Kann ich vielleicht noch einen Apfel haben?", fragte Petes Peppermill und auch Na'im schloss sich seiner Nachfrage an. Wie benebelt verteilte ich also noch eine Runde Äpfel an alle. "Ich schlage vor, jeder darf einen Satz sagen, warum er dich liebt und dann einen, was er sich wünscht!", sagte Post War. "Okay, ja, einverstanden.", erwiderte ich bloß und die Pferde begannen vorn. "Ich liebe dich weil du immer mit mir schmust und dir Zeit nimmst. Und ich wünsche mir mehr Zeit für Ausritte und Spiele.", wisperte Bubi. Andächtig nickte ich. "Du bist immer sehr geduldig und wir möchten mehr Action!", klang es aus Seferences und Atraxes Boxen. Ich lachte nochimmer ungläubig, was hier grad geschah und gab das Wort weiter an Pete, der die Ausritte genoss und länger gestriegelt werden wollte und an Origini, die es toll fand, dass ich ins Training so viel Abwechslung brachte und sich einen bisschen mehr Ruhe wünschte. Die Fohlen waren bis auf ein paar mehr Leckerlis wunschlos glücklich. Auch Rubicon und die drei Mustangs Aerion, Throw a Diva und Have a Cigar waren bescheiden. Sie wünschten sich mehr Streicheleinheiten und lobten die langen Weidezeiten. "Mir gefällt das Training sehr, aber auf der Weide ist es mir echt zu kalt.", lachte die Quarterstute Candy and A Current Bun. "Dein Einfühlungsvermögen ist toll und wir wünschen uns mehr Turniere und du kannst uns ruhig ein wenig mehr fordern." Post War Dream und Obscured by Clouds waren sich da einig. Die zwei Araber Na'im und Farasha langweilten sich ebenfalls manchmal, fanden das Training aber immer gut auf alle zugeschnitten. "Ich hab euch echt lieb, aber ich kann nochimmer nicht glauben, dass das grade passiert!", stotterte ich vor mich hin. Bubi stupste mich vorsichtig an. Ich küsste ihn auf die Nüstern und strich ihm über den hübschen Kopf. Es war Punkt ein Uhr und nun war nichts mehr zu hören. Alles war still, bis auf einige Tritte und zufriedenes kauen. Das kann nicht sein, dachte ich erneut und sank sanft ins Heu. Eine Weile saß ich noch so dort und dachte über das nach, was gerade passiert war. Ein kleines Weihnachtswunder. "Ich liebe euch, meine Süßen! Schlaft gut.", verabschiedete ich mich sprachlos, löschte das Licht und schloss die Türe. Dann schlenderte ich zurück zum Haus, wo ebenfalls grad die letzten Lichter gelöscht wurden.​
    • Rajandra
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      2.Pflegebericht - Dressurtraining mit Caro​
      Für heute hatte ich mir etwas besonderes überlegt, da eine gute Freundin Carolin zu besuch war. Wir hatten beide das Reiten in die Wiege gelegt bekommen und uns auch so kennengelernt. Nachdem unser Tag mit einem ausgewogenem Frühstück begonnen hatte waren wir nun dabei meine zwei Vollblüter zu putzen. Ich striegelte Dreami und sie Cloudy, denn Post War Dream war mit Fremden immer etwas vorsichtig, ganz im gegenteil zu meiner Obscured by Clouds. Die Stute war immer neugierig, egal um wen es sich handelte. Als beide sauber waren gingen wir das Sattelzeug und Gamaschen aus der Sattelkammer holen und legten alles an. Nun ging es ab in die Reithalle, denn wir nahmen heute zusammen eine Dressurstunde. Motiviert führten wir einige Runden, gurteten dann nach, stellten die Bügel ein uns saßen auf. Carolin und ich ritten die zwei Vollblüter selbstständig warm und trabten schon bald an. Post War lief heute schön locker und streckte sich in der Lösungsphase gut. Wir arbeiteten heute etwas verschärft an der Anlehnung und Übergängen, vorallem Trab - Halt - Trab Übergänge, die Carolin und Obscured by Clouds auch gut gelangen. Im Galopp hatte sie einige Schwierigkeiten die junge Stute gesetzt zu galoppieren, doch mit etwas Hilfe meiner Reitlehrerin klappte auch das problemlos. Auch bei Dreami war der Galopp heute mehr als gut, nachdem wir beiden jeweils einige Male eine A-Dressur Aufgabe durchgeritten waren,erst einzelne Teile, schließlich auch ganz, kauten beide Pferde im Trab schön die Zügel aus den Hand und streckten sich vorwärts abwärts. Ich achtete besonders darauf, dass auch die Hinterhand seinen Teil dazu beitrug und nach getaner Arbeit parierten wir wieder in den Schritt durch. Tratschend ritten wir die Zwei trocken und marschierten danach in der Mitte auf. Dort lobten wir Obscured by Clouds und Post War Dream nochmal ausgiebig und stiegen dann ab. Anschließend gingen wir wieder in die Stallgasse und verpflegten die Pferde. Beide bekamen nach einer zweiten Bürst und Streicheleinheit die Decken an und wurden zurück in die Boxen entlassen. Dort bekamen sie einige Möhren und wir räumten noch das Sattelzeug weg und die Stallgasse auf bevor wir uns an die weitere Stallarbeit machten.​
    • Rajandra
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      3.Pflegebericht - Versorgung der Pferde​

      Endlich wieder Wochenende! Die Sonne stand schon hoch am Himmel, was mir sagte, dass dies ein schöner Tag werden sollte. Schnell stand ich auf, duschte, frühstückte und zog dann meine Reitsachen an, und rannte rüber zu den Pferden. Ich nahm mir vor heute alle Pferde zu bewegen. Ich ging also in die Sattlkammer und stellte mich vor die Halfterhaken. Ich entschied mich zuerst Seference Surprime und Atraxe zu putzen. Gesagt, Getan. Nachdem alle beide geputz waren, brachte ich sie nacheinander in die Führanlage, wo sie sich bewegen konnten. Ich stellte ein, dass sie sich ca. 1 Stunde bewegen sollten, im Schritt und Trab auf beiden Händen. Nachdem dort alles geklärt war ging ich weiter zu meinen zwei Freizeitpferden Pete's Peppermill und Origini. Auch die beiden putzte ich, aber ich sattelte und trenste Origini, bevor ich den beiden Gamaschen und Streichkappen anlegte. Dann drehte ich eine recht flotte Runde im Gelände mit dem Wallach Pete als Handpferd. Pete und Origini verstanden sich gut, so war es kein Problem die zwei so zu bewegen, da sie in etwa auch das gleiche Tempo hatten. Wir galoppierten langsam das Feld entlang und trabten viel. Zu schnell waren wir wieder auf dem Hof, wo ich die beiden versorgte und sie auf den Paddock entließ. Anschließend holte ich Seference Surpime und Atraxe aus der Führmaschine, zog ihnen die Regendecken an und stellte auch sie auf den Paddock. Als nächstes war Rubicon dran. Der Braune folgte mir auch brav aus seiner Box. Da er beim Putzen sehr hektisch und enegiegeladen war, machte ich die Prozedur so kurz wie möglich, und striegelte nur die wichtigsten Stellen ausgiebig.Dann sattelte und trenste ich ihn, und marschierte mit ihm schnurstracks in die Reithalle. Dort stieg ich auf, und ritt ihn erstmal im Schritt warm, anschließend trabte, und galoppierte ich ihn, und schließlich übte ich auch noch ein paar Seitengänge und schwierige Übergänge mit ihm. Nach gelungenem Training lobte ich den Braunen und ritt trocken. Anschließend versorgte ich Rubicon und brachte ihn mit Regendecke auf den Paddock. Bubi schaute aus Box freundlich zu mir herüber, und so beschloss ich ihn als nächstes zu holen. Da er morgens schon geputzt worden war und er nicht sehr dreckig war ging ich nur einmal grob über sein Fell und legte ihm einen Halsring an. Dann ging ich mit ihm in die Reithalle, wo ich aufstieg und ihn etwas mit Halsring ritt. Er reagierte sehr fein, und ich konnte auch etwas höhere Dressurlektionen abrufen, sodass ich schließlich noch etwas mit ihm um ein nahegelgenes Feld ausritt. Auch hier benahm sich mein Herzchen gut und zurück am Stall bekam auch er seine Decke an und wurde auf den Paddock neben Rubicon entlassen, bevor ich den Vollbluthengst The Post War Dream holte. Ich ging mit ihm zum Roundpen, und machte etwas Freiheitsdressur mit ihm, und machte Bodenarbeit zur Abwechslung seines Alltags, er machte alles gut mit, nur bei den Planen war er erst etwas irritiert, ließ sich aber am Ende auch gut darüber dirigieren. Ich machte auch ein paar Dressurlektionen vom Boden aus, und ging anschließend noch etwas mit ihm spazieren. Dann kam er ebenfalls auf den Paddock und ich ging zurück zum Stall. Dort traf ich eine Freundin von mir, die gerade ihr Pferd putze und mich fragte, ob ich Lust hätte mit ihr eine kleine Runde im Wald zu drehen. Ich antwortete:“ Ja klar, warum nicht? Ich denke ich werde Obscured by Clouds reiten und Farasha als Handpferd mitnehmen, die verstehen sich ja alle gut!“, antwortete ich lächelnd und Sie erwiderte. „Ja, mach das, das wird bestimmt spaßig. Soll ich auch noch ein Pferd von dir als Handpferd mitnehmen, damit es bewegt wird?“. Ich überlegte kurz, und sagte schließlich: „Das ist eine gute Idee, kannst du Throw a Diva mitnehmen?“,sie bejahte sofort, und wir putzen die Pferde. Dann sattelten wir beide unsere Reitpferde, und legten auch den Handpferden Gamaschen und Streichkappen an, damit sie sich im unebenen Gelände nicht verletzten. Als wir aufstiegen wollte Farasha erst loslaufen, ließ sich aber doch recht gut von mir kontrollieren. Fröhlich quatschend ritten wir los, in einen Ausritt, der sehr schnell, lustig und auch etwas kaotisch werden sollte. Wir hatten viel Spaß und die Pferde liefen wirklich brav, einfach toll! Zurück am Hof bedankte ich mich, bei meiner Freundin, dass sie ein Handpferd mitgenommen hatte, und sie meinte: „Gerne, immer wieder, es war super! Kann ich sonst noch was für dich tun?". Ich sagte ihr, dass alles bis auf die restlichen Pferde bewegen erledigt wäre, und ich das schon schaffen würde. Danach versorgten wir noch die 4 Pferde, die sich den Paddock danach auch absolut verdient hatten. Meine zwei Mustanghengste Aerion und Have a Cigar waren gestern auf Turnier gewesen und hatten sich heute einen freien Tag mehr als verdient, also verfrachtete ich auch diese zwei mit einer Regendecke aufs Paddock. Anscheinend hatten die Zwei trotzdem noch sehr viel Energie, denn sie sprangen wie die wilden auf und ab. Anschließend ging ich Interstellar Overdrive , der aussah wie ein kleines Drecksschweinchen. Ich holte sein Halfter, und ging zu seiner Box. Er stand brav still, während ich ihn aufhalfterte und anschließend auch putze. Es dauerte gefühlte Stunden, bis er wieder halbwegs ansehnlich aussah. Doch meine Arbeit hatte sich gelohnt, ein großer Mistfelck war komplett verschwunden, und halbwegs zufrieden mit seinem Aussehen ging ich mit ihm zum Laufband, wo ich ihn raufführte, ihn festband, und schließlich das Laufband anstelle. Er war diese Prozedur gewöhnt und ging sofort frischen Schrittes los, als das Laufband anfing sich zu bewegen. Der Hengst hatte die vergangenen Tage gut gearbeitet und war sehr belastet worden, deswegen sollte er heute nur etwas auf das Laufband. Ich brachte alle Halfter die noch überall rumflogen zurück, blieb auf dem Weg ein paarmal stehen und ging in die Boxen meiner baldigen Zuchtstuten Your Possible Pasts, On the Turning Away, und Wearing the Inside Out vorbei, um alle zu streicheln und ihnen etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Außerdem bekamen diese Pferde alle ihr Heunetzte mit frischem Futter aufgefüllt, und ich reinigte ihre Tränken. Auf einmal hörte ich das Piepen des Laufbands, das mir signalisierte, dass Interstellar Overdrive nun genug gelaufen war, und ich runterholen konnte. Ich entließ Männi in seine Box wo ich ihm noch ein paar Leckerli und eine Möhre gab, bevor ich ihn alleine ließ und zum nächsten Pferd lief. Ich wollte nun mit Na'im in die Halle gehen, eigentlich hatte ich geplant mit ihm etwas Schrecktraining bei einem Spaziergang zu machen, da es aber nun regnete, verwarf ich diesen Plan, und konzentriere mich darauf ihn in seiner Box sauber zu bekommen. Nachdem mir das gut gelungen war sattelte ich ihn mit einer neuen Schabracke als Unterlage, und den neuen, passenden Bandagen dazu. Mir gefielen die neuen Sachen sehr gut an ihm, und ich war stolz darauf mal wieder den richtigen Riecher bei der Auswahl von neuen Sachen gehabt zu haben. Stolz über sein Aussehen also ging ich mit ihm zur Reithalle, den unüberdachten Weg trippelte ich mit ihm, und er folgte mir brav am durchhängendem Zügel im Trab. In der Halle angekommen schwang ich mich auf seinen Rücken und begann ihn warm zu reiten. Er war sehr angenehm zu reiten, er reagierte gut auf meine Schenkelhilfen, und war die ganze Zeit aufmerksam, und hat auch noch neure Lektionen gut gemeistert. Zum Lob sprang ich am Ende noch etwas mit ihm, was ihm immer sehr viel Freude bereitet. Dann war er aber auch viel geschwitzt, weswegen ich ihn noch trockenritt, und ihn dann in den Stall zurück brachte. Dort nahm ich ihm die ganze Reitausrüstung ab, rieb ihn mit frischem Stroh trocken und gab ihn sein Futter, dann legte ich ihn noch seine Abschwitzdecke an, auf den Paddock kam er heute lieber nicht, so geschwitzt wie er war wollte ich keine Erkältung riskieren. Die letzte im Bilde war Candy and a Currant Bun, die ich am Halfter longieren wollte. Ich holte sie aus der Box und putzte sie ein wenig, danach legte ich Gamaschen und Knotenhalfter an und wir gingen in die Halle. Erst machten wir einige Führübungen, dann lies ich die Stute in allen Gangarten um mich herum laufen und achtete genau darauf, dass sie auf meine Stimmkomandos hörte. Dies tat sie meist brav, und wenn nicht, übten wir es so lange bis es klappte. Am Ende machte sie einen guten Job und ich holte sie wieder zu mir. Einige Runden führte ich noch Schritt, dann ging es wieder auf die Stallgasse. Dort machte ich die Gamaschen ab, legte ihr eine Regendecke an und auch sie durfte jetzt aufs Paddock. Die Fohlen Ceredwen, Little Askim, Ravallo, Piccobello und Burnin Malcolm besuchte ich heute nur auf der Weide. Die fünf standen alle im Unterstand und kauten an ihrem Heu. Die Heuraufen füllte ich auch noch auf und kontrollierte die Tränken, die einwandfrei funktionierten und dann bekam jedes der Fohlen seine Streicheleinheiten. Dabei konnte ich sie praktischerweise auch auf Verletzungen untersuchen und ein bisschen Hufe geben mit ihnen üben. Nachdem ich damit fertig war räumte ich die Stallgasse auf und alles übrige Zeug weg. Die Stallgasse kehrte ich und ordnete dann noch die Sattelkammer. Jetzt hatte ich mir ersteinmal eine Pause verdient und ging zurück ins Wohnhaus. Nachdem ich meine Stallsachen von mir geschmissen hatte kochte ich mir einen Tee und setzte mich aufs Sofa um etwas Fernsehn zu schauen. Später erwartete ich noch einige neue Pferde und musste die Pferde noch reinholen und füttern, doch das hatte noch Zeit, also lehnte ich mich zurück und schlürfte meinen Tee.​
    • Rajandra
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      4.Pflegebericht - Arbeit an der Longe​

      Sanft streichelte ich Cloudys weiche Nase. Die Mausgraue stand still und ließ sich beim Putzen von mir verwöhnen. Nachdem ich ihr Fell schon komplett gesäubert hatte und auch ihr Langhaar gebürstet war machte ich die Beine nocheinmal sauber und kratzte Hufe aus. Dann legte ich der Stute Gamaschen, Longiergurt mit Ausbindern und Trense an. Die Longe hakte ich in die Gebissringe ein und führte Cloudy zum Aufwärmen einmal um den See. Brav folgte mir das Englische Vollblut und wir liefen dann zum Platz, dort ließ ich sie ersteinmal locker ohne Ausbinder um mich herum Schritt gehen und Traben auf beiden Händen. Nachdem Cloudy dies auf beiden Händen gemacht hatte ließ ich sie anhalten und band sie aus. So longierte ich über den ganzen Platz in allen drei Gangarten und lies sie oft die Hand wechseln. Zum lockern übte ich auch viele Übergänge mit ihr. Vom Schritt zum Trab, zurück in den Schritt, Halten, Vom Trab in den Galopp und umgekehrt. Da Obscured by Clouds gut auf Stimmkommandos hörte klappten die Übergänge sehr gut. Auch Tempiwechsel innerhalb einer Gangart übten wir auf dem Mittelzirkel und nach einer guten halben Stunde nahm ich ihr die Ausbinder wieder ab und ließ sie nocheinmal locker vorwärts abwärts auf beiden Händen um mich herum traben. Cloudy schnaubte zufrieden und ich ließ sie dann in den Schritt fallen. Zum Entspannen ging es nun wieder eine Runde zu Fuß um den See und dann wieder in die Stallgasse. Dort bekam sie ein Leckerlie und ich nahm ihr Trense, Longiergurt und Gamaschen wieder ab. Die Hufe kontrollierte ich auch nocheinmal und entließ Cloudy dann wieder in ihre Paddockbox. Die Stute schaute mich zufrieden an und knabberte dann weiter an ihrem Heu, also ging ich die Sachen wegräumen.​
    • Rajandra
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      5.Pflegebericht - Springtraining mit Stelli​
      Nachdem ich meine zwei Araber Farasha und Na'im longiert hatte musste ich mich ein wenig beeilen, denn Stelli und ich hatten gleich Springstunde. Zum Glück hatte sie Post War Dream und Obscured by Clouds schon reingeholt und so gingen wir zusammen Putzzeug und Sattelzeug holen. Nachdem wir die beiden auf der Stallgasse angebunden hatten putzten wir beide gründlich. Nachdem auch das Langhaar und die Hufe sauber waren legten wir Gamaschen und dann das Sattelzeug an. "Ich glaub Simon ist schon in der Reithalle und hat die Sprünge aufgebaut.", sagte Stelli als sie Obscured by Clouds umdrehte und sich auf den Weg zur Halle machte. Nickend folgte ich ihr und in der Halle angekommen begrüßte uns unser Reitlehrer Simon auch schon. "Ihr könnt dann aufsteigen und selbstständig warmreiten. Ich muss noch kurz zum Auto.", sagte er und verschwand aus der Halle. Also gurtete ich nach und saß auf Post War Dream auf. Der Vollblüter ging in einem fleißigen Schritt seine Runden am langen Zügel. Cloudy war etwas aufmüpfig und aufgedreht und so hatte Stelli alle Hand zutun. "Weis sie ruhig mal in die Schranken, die benimmt sich jetzt nur so wegen den Sprüngen.", sagte ich und schließlich benahm sich die Mausgraue auch halbwegs bis Stelli aufgesessen war. Nachdem wir genug Schritt geritten waren am langen Zügel lockerten wir unsere Pferde auf beiden Händen in allen drei Gangarten. Als Simon zurück kam schickte er uns ersteinmal über die Trabstangen. "Einfach weiter gradeaus reiten, alsob auf dem Boden nichts läge.", sagte er und lobte mich als Post War routiniert über die Stangen trabte. "Ihr könnt auch von der anderen Hand kommen.", schallte es durch die Halle. Stelli hatte einige Schwierigkeiten, da Obscured by Clouds sehr aufgedreht über die Stangen bretterte, allerdings bekam sie das schnell in den Griff. Als es dann ans erste Kreuz ging war sie heilfroh, denn die Vollblutstute sprang wie eine eins. Postelchen hatte beim ersten mal etwas geschlafen und die Stange berührt, aus Ärger über sich selbst schmiss er danach etwas den Hintern hoch. Nach ein paar Kreuzen von jeder Seite aus Trab und Galopp ging es an einzelne Steilsprünge sowie Oxer und dann auch an den Parcours. Erst ein kleiner Steil von 1m zum Anfang dann einen etwas höheren Oxer, einen kleinen aus zwei Kreuzen bestehenden In-Out, danach weiter in eine Distanz mit 4 Galoppsprüngen. Diese bestand aus zwei Steilsprüngen der Höhe 1,25m und darauf folgend einen kleineren Steil von 1m und zum Schluss noch eine Kombination aus Steil und Oxer mit einem Galoppsprung dazwischen, auf der der Aussprung nocheinmal auf einer Höhe von 1,30m stand. Ersteinmal sprangen wir die ersten drei Hindernisse am Stück. Sowohl Stelli als auch ich zwei mal. Beide Pferde machten dies sehr souverän, weshalb wir dann auf den ganzen Parcours losgelassen wurden. Stelli begann mit Obscured by Clouds. Da die Stute sich nun eingesprungen hatte stand sie gut an den Hilfen und lies sich feinstens aufnehmen oder darauf zu reiten. Die zwei meisterten den Parcours in einem schönen Grundtempo und hatten keinen Fehler, die Stute hatte lediglich eine Stange des zweiten Hindernisses berührt, jedoch war sie liegen geblieben. "Sehr gut ihr Zwei! Wenn du nochmal willst dann parier in den Schritt, wenn nicht kannst du sie noch etwas in Dehnungshaltung traben und dann Schluss machen.", lobte Simon und da Stelli zufrieden war tat sie letzteres. Nun war ich mit Post War an der Reihe. Ruhig ritten wir die Hindernisse an und überwanden sie alle. In der Distanz hatte ich ihn etwas zu sehr vorwärts geritten, so hatte er dort den zweiten Sprung gerissen und zum nächsten Hindernis waren wir dann auch unpassend gekommen. Die Kombi hatte ich dann aber schön angeritten, trotzdem probierten wir es nach einem Lob nochmal. "Etwas mehr sitzen. Einfach abwarten, nicht schon in Gedanken drüber sein.", wies mich Simon vor dem Oxer an. Wir überwanden ihn fehlerfrei und es ging weiter, In-Out, dann die Distanz, die diesmal auch fehlerfrei klappte. Noch den Steil und nun die letzte Kombination. "Seeeehr gut gemacht ihr zwei!", rief Simon. "Schluss für heute." Ich klopfte den Rappe ausgiebig und ritt ihn dann noch im Trab auf beiden Händen entspannt vorwärts abwärts bevor ich ihn in den Schritt fallen lies. "Gut geritten!", lobte ich Stelli, die grade abgestiegen war und die Steigbügel hochschob. "Dankeschön, hat echt Spaß gemacht.", sagte sie und klopfte Cloudy. Sie verließ die Halle und ich ritt Post War noch trocken. Danach stieg ich ebenfalls ab und wir gingen zurück in die Stallgasse. Stelli hatte die Mausgraue bereits versorgt und die Sachen weggeräumt. Das gleiche tat ich auch mit Post War. Nachdem ich ihm das Sattelzeug abgenommen hatte und nocheinmal übergeputzt hatte durfte er zurück in die Box. Beide Pferde bekamen noch ein paar Möhren und ich ging die Sachen wegräumen und die Stallgasse kehren.​
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      Tierarztbesuch bei Rajandra
      Vor einiger Zeit hatte mich Jual, eine alte Freundin von mir, angerufen und mich darum gebeten, bei ihrer Klinik etwas nachzuhelfen. Natürlich war ich sofort einverstanden gewesen, als ich erfuhr, dass die Klinik sich auf Pferde spezialisiert hatte. Nach der Schule hatte ich nämlich Tiermedizin studiert und abgeschlossen, was sich jetzt also auszahlte. Heute bekam ich dann auch sofort den ersten Auftrag, während ich in der Klinik aufräumte.
      "Hallo, hier Tierklinik International Health, was kann ich für sie tun?", fragte ich in den Höhrer, ein Lächeln auf den Lippen. "Hallo! Meine beiden Pferde The Post War Dream und Obscured by Clouds würden sich über eine allgemeine Untersuchung, eine Wurmkur und eine komplette Impfung freuen, und die Zähne sollen auch kontrolliert werden." Schnell war der Termin ausgemacht und so setzte ich mich in den riesigen Van, nachdem ich alle nötigen Mittel zusammengepackt hatte, und gab die Adresse des Hofes in das Navi ein. Nach einer viertel Stunde kam ich auch an und wurde von Rajandra begrüßt, die die beiden Pferde schon beim Putzplatz angebunden hatte. Ich schwang den riesigen Koffer aus dem Kofferraum, stapfte zu dem schwarzen Hengst, der als erstes überprüft werden sollte, und stellte dort den Metallkoffer ab. Ich streichelte ihn erst ein bisschen und massierte seinen Hals, damit er Vertrauen zu mir fasste, und begann mit meiner Arbeit. Mit dem Stetoskop hörte ich seinen regelmäßigen Herzschlag ab, tastete Beine und Bauch ab und kontrollierte Augen, Nüstern und überprüfte, ob er Fieber hatte. Alles sah gesund aus und war auch gesund, also fuhr ich mit den Impfungen fort - Erst füllte ich die Flüssigkeit in eine saubere Spritze, ließ Post War Dream diese kurz beschnüffeln und führte die Spritze dann an seinem Hals hinein. Der Rappe zuckte kurz zusammen, ließ es aber über sich ergehen und anschließend verabreichte ich ihm die Wurmkur, ehe ich sein Maul öffnete und die Zähne kontrollierte. Ich entdeckte eine Kante an seinen vorderen Zähnen, holte die Raspel und rundete den Zahn vorsichtig ab und als ich auch sein Zahnfleisch abtastete und sich alles als gesund erwies ließ ich ihn sein Maul schließen.
      Dann ging ich mit dem Koffer zu Obscured by Clouds, die schon ungeduldig wartete, und arbeitete mit ihr auch die Liste ab: Ohren, Nüstern, Fieber, Herzschlag, Bauch, Beine. Auch bei ihr war alles gesund und als ich in ihr Maul sah, um die Zähne zu kontrollieren, waren alle schön abgerundet und keine Entzündung an dem Zahnfleisch war zu sehen. Dann bekam auch sie ihre Wurmkur und alle Impfungen, ehe ich beiden Pferden einen halben Apfel zum Fressen gab, da die Untersuchung ziemlich schnell und ohne Probleme verlaufen war. Dann erinnerte ich Rajandra noch daran, dass ich die Impfungen bald auffrischen musste, und fuhr zurück in die Klinik.
      2.814 Zeichen © by Nes
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      6.Pflegebericht - Entspannter Weidetag​
      Nachdem die letzte Woche ziemlich stressig gewesen war, und alle Pferde täglich gearbeitet hatten, beschloss ich heute den Tag etwas ruhiger anzugehen und den meisten Pferden heute einen Weidetag zu gönnen. Ich trank noch schnell in ein paar zügigen Schlucken meinen Kaffee aus und zog mir dann meine dicke Winterjacke über bevor ich das Haus verließ. Sofort schlug mir die eisige Kälte ins Gesicht und ich beschloss mich zu beeilen und die Pferde schnell auf die Koppeln zu bringen, um möglichst schnell wieder in den warmen Stall zu kommen. Zuerst schnappte ich mir in der Sattelkammer die Halfter von den beiden Hannoveranerstuten Seference Suprime und Atraxe. Beiden kratzte ich in der Box schnell die Hufe aus, zog ihnen eine warme Thermodecke an und legte ihnen zum Schluss noch ein paar Springglocken an, dann ging ich mit ihnen aus dem Stall hinaus in die Kälte. Den Stuten machte das Wetter nichts aus, sodass sie kurz nachdem ich ihnen auf der Koppel die Halfter ausgezogen hatte, sofort buckelnd losrannten. Leise musste ich Lachen und schaute den beiden noch ein wenig zu, ehe ich wieder in den Stall ging und The Post War Dream, Obscured by Clouds und Late Night Tales holte. Auch ihnen kratzte ich wieder die Hufe aus, legte ihnen die Glocken an und deckte sie warm ein, dann ging es für die drei auf die Koppel. Ungeduldig scharrte Clouds, als ich das Koppeltor öffnete. Kaum hatte ich ihren Strick gelöst rannte sie auch schon im Renntempo davon und genoss ihre Freiheit. Die anderen beiden folgten auf der gegenüberliegenden Hengstwiese, weil Obscured immernoch aufgeregt rumhüpfte waren die zwei Hengste auch ungeduldig. Während ich das Gatter öffnete und sie zu mir umdrehte löste ich die Stricke und sie trabten beide befreit über die Wiese. Die Halfter hängte ich an den Haken ans Tor, so musste ich sie später beim Reinbringen nicht mehr suchen. Die nächsten Pferde waren Na’im, Farasha, Bubi, Rubicon und Pete’s Peppermill. Zuerst kratzte ich einem nach dem anderen die Hufe aus, kramte dann aus der Sattelkammer für jeden seine passende Decke raus und legte sie ihnen an. Dann schnappte ich mir Na’im, Bubi und Pete und führte die drei zuerst auf die Koppel. Anschließend brachte ich Rubicon zu den Hengsten und Farasha zu Obscured auf die Stutenweide. Die Hengste widmeten sich eher dem Gras, anstatt zu spielen, lediglich Na’im versuchte einmal die anderen Pferde zum Spielen zu animieren, hatte jedoch keinen Erfolg. Wieder im Stall machte ich Dante und Rabbani fertig für die Koppel, dann brachte ich auch die beiden hinaus. Aus dem Turnierpferdestall fehlten nun nur noch Svea, Fanja und Ravallo. Ravallo wollte ich jedoch heute noch etwas reiten, da der Hengst schon am vorigen Tag frei gehabt hatte. Ich brachte also noch schnell die beiden Stuten hinaus, nachdem ich ihnen die Hufe ausgekratzt hatte, sie neu eingedeckt hatte und ihnen Glocken angezogen hatte. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu Ravallo, der wiehernd in seiner Paddockbox umher lief, da er nun der einzige im ganzen Stall war. Als er meine Stimme hörte beruhigte er sich jedoch schnell wieder und stand brav still während ich ihm seine Decke auszog und anfing ihn gründlich zu säubern. Zuerst entfernte ich den groben Schmutz mit der Wurzelbürste aus seinem Fell, anschließend nahm ich mir eine Kardätsche und bürstete auch den Staub aus. Die Hufe kratzte ich gründlich mit dem Hufkratzer aus, bevor ich als letzten Schritt Mähne und Schweif verlas. Dann lief ich schnell in die Sattelkammer und holte von dort Ravallo’s Trense, seine Gamaschen sowie seinen Sattel. Alles legte ich ihm vorsichtig an und ging dann mit ihm in die nahe gelegene Reithalle. Dort angekommen schloss ich schnell wieder das Tor hinter mir um nicht zu viel kalte Luft hinein zu lassen und stieg dann auf. Der erst frisch angerittene Hengst stand noch immer etwas unruhig beim Aufsteigen, ließ mich jedoch gewähren und beruhigte sich beim Schritt reiten auch langsam wieder. Nach zwei Runden außen herum fing ich an einen Zirkel zu reiten, wobei er erst etwas unsicher seitwärts lief, bevor er nachgab, sich bog und den Zirkel brav lief. Ich lobte ihn sofort und machte weiter mit großen Wendungen. Nachdem dieses wieder gefestigt war fing ich an zu traben. Hierbei ließ ich meine Zügel noch halblang und verlangte nur Zirkel als Hufschlagfiguren von ihm, alles weitere würde ihn zu sehr aus dem Gleichgewicht bringen. Ravallo lief jedoch ganz artig und gab sein Bestes. Zum Abschluss dieser Reiteinheit wollte ich ihn heute zum ersten Mal angaloppieren. Sanft saß ich aus und trieb Ravallo weiter bis er – erst etwas unsicher – in den Galopp fiel. Sofort lobte ich ihn und hörte nach einer halben Runde überglücklich auf. Ich trabte ihn noch zwei Runden am komplett hingegeben Zügel ehe ich ihn zum Schritt durchparierte, abstieg und ihn trocken führte. Anschließend ging ich mit ihm zurück in den Stall, wo ich ihm sein Sattelzeug abnahm, ihm eine Abschwitzdecke überwarf und sein Kraftfutter gab, welches er sich redlich verdient hatte. Dann ging es auch für ihn auf die Koppeln. Ich stellte ihn zu Dante und Rabbani, die sich über den Neuzuwachs freuten und wieder anfingen zu spielen. Nun hatte ich den ersten Stall komplett versorgt und schaute auf die Uhr. Mit Erschrecken stellte ich fest, dass Stelli in einer halben Stunde schon zum Ausritt kommen würde. Ich schnappte mir schnell Candy and a Current Bun, Your Possible Pasts und Throw a Diva, band die drei nebeneinander an, kratzte ihnen die Hufe aus und zog allen dreien eine warm Decke an. Schnell waren die drei auf der Wiese und versorgt und ich ging weiter zu On the Turning Away und Wearing the Inside Out. Während ich bei Inside gerade die Hufe auskratzte, hörte ich auf einmal Stellis Stimme von hinten, die mich begrüßte. Ich kratzte noch schnell den Huf fertig aus und umarmte sie dann zur Begrüßung. Stelli bot mir ihre Hilfe beim Hinausbringen der Pferde an, was sehr hilfreich war, angesichts der vielen Pferde die noch auf die Koppeln mussten. Wir teilten uns die Arbeit auf, sodass Stelli die beiden eindeckte während ich noch Turning’s Hufe auskratzte, dann brachten wir die beiden hinaus. Anschließend holten Stelli und ich Chapter 24, Alans Psychodelic Breakfast, Elasso, und The Blister Exists. Schnell hatten wir die vier Hengste versorgt und hinausgebracht. Ich bedankte mich bei Stelli und fragte sie, wen sie nun gerne reiten würde. Sie antwortete mir, dass sie gerne mal die noch recht neue Stute Shattered Glass selber reiten würde, da ich in meinen Erzählungen immer von ihr geschwärmt hatte. Lachend gab ich ihr das Halfter und holte mir dann Interstellar Overdrives Halfter. Da beide mit einer leichten Übergangsdecke in der sauberen Paddockbox gestanden hatten, waren wir zügig mit dem Putzen fertig und befanden und schon kurz darauf beim Satteln. Stelli fand schnell Shattered’s Sattel sowie ihre Trense und rüstete die Stute für den Ausritt aus. Auch ich hatte Männi komplett geputzt und legte ihm nun vorsichtig den Sattel auf bevor ich sorgfältig den Sattelgurt zuzog. Anschließend trenste ich schnell und legte ihm ein Paar Gamaschen an. Auch Stelli hatte fertig gesattelt sodass wir uns in den Sattel schwangen und uns auf den Weg in Richtung Wald machten. Die Paint Horses waren beide gut drauf und gingen flott vorwärts, sodass wir sie anfangs ziemlich zügeln mussten, damit sie im Schritt blieben. Bald schon kam jedoch die erste Trabstrecke in Sicht und die Zwei beruhigten sich während dem flotten Trab am hingegebenen Zügel etwas. Nach weiteren Trabeinheiten kamen wir schließlich zu der ersten Galoppstrecke. Als ich Stelli gerade fragte, ob sie fertig zum galoppieren war schoss Männi unter mir auch schon im Renngalopp los und auch Shattered folgte ihm geschwind. Wir lachten beide und genossen den kühlen Wind, der in unser Gesicht peitschte während die Pferde sich ein Kopf an Kopf rennen lieferten. Am Ende gewann Shattered mit einem knappen Vorsprung und ließe sich auch nur wiederwillig bremsen, dennoch strahlte Stelli übers ganze Gesicht ung schwärmte von der Stute. Wir trabten und galoppierten noch einige Male bevor wir im gemütlichen Schritt zurück zum Hof ritten und dort die beiden versorgten und anschließend zusammen auf die Koppeln brachten. Leider musste Stelli dann schon wegen einiger Tierarzttermine schon wieder fahren, sodass wir uns trennen mussten. Ich gönnte mir nun auch eine kleine Pause und trank einen Kaffee im Haus bevor ich wieder hinaus ging und die beiden Hengste Mejorano und Aerion holte. Rano war erst vor Kurzem angekommen, verstand sich aber auf Anhieb gut mit dem Mustanghengst Rio, sodass ich die beiden heute zum ersten Mal zusammen laufen lassen wollte, in der Hoffnung, dass beide etwas miteinander spielen würden. Zuerst jedoch musste ich beide putzen, was jedoch wie zuvor mit Stelli recht schnell ging und die meiste Arbeit eigentlich aus dem Hufe auskratzten und dem Langhaar verlesen bestand. Als ich beide fertig geputzt hatte lief ich in die Sattelkammer wo ich für beide jeweils ein paar Springglocken holte und sie ihnen anlegte, dann ging ich mit ihnen hinüber zu der Halle. Drinnen machte ich sie los und beobachtete erst mal ihre Reaktionen. Beide quietschten sich etwas an, tobten aber kurz später schon ausgelassen zusammen in der Halle herum. Nach einer guten halben Stunde, in der ich das Spiel der beiden Hengste beobachtet hatte, fing ich beide wieder ein und brachte sie zurück in die Boxen, wo ich ihnen ihre Decken wieder anlegte und ihnen etwas Futter brachte. Nun musste ich noch alle Pferde von den Koppeln wieder hinein holen, bevor die kalte Nacht hinein brechen würde. Ich beeilte mich und hatte nach gut einer Stunde endlich alle Pferde zurück in den Stall gebracht und umgedeckt sowie Hufe ausgekratzt. Ermüdet ging ich nun in das Wohnhaus wo ich noch Abendessen kochte und auf Stelli wartete um mit ihr gemeinsam zu essen.​
    • Eselchen
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      Dieses Mal verschlug es mich auf den Hof von Rajandra. Sie hatte mich vor einigen Tagen gebeten drei ihrer Pferde zu untersuchen und zu impfen. Auch die Zähne sollte ich mir anschauen und bei Bedarf raspeln.
      „Hey, Jamie!“, begrüßte mich eine sanfte und freundliche Frauenstimme.
      „Hallöchen, Rajandra! Wie geht es dir?“, grüßte ich zurück und lächelte ihr entgegen. Ich hatte gerade den Stall betreten, wo ich bereits von der Hofbesitzerin und einem schicken Grauschecken erwartet wurde.
      „Gut und dir?“, antwortete sie und ging zu Ravallo, um seine Schulter zu kraulen.
      „Auch! Endlich ist der Weihnachtsstress vorbei.“, sagte ich erleichtert und näherte mich dem jungen Hengst. Behutsam stellte ich mein Köfferchen und eine zusätzliche Tasche an der Wand ab, ehe ich mich zu Rajandra gesellte und Ravallo meine Hand entgegenstreckte, um mich mit ihm bekannt zu machen. Der hübsche Hengst beschnupperte diese dann zaghaft und nahm meinen Geruch auf.
      „Eigentlich müsstest du mich ja noch kennen.“, witzelte ich und begann dann damit, seinen Hals zu streicheln.
      So vergingen einige Minuten und Ravallo entspannte sich sichtlich.
      „Dann wollen wir doch mal mit der Arbeit anfangen.“, sagte ich mehr oder weniger zu mir selbst und entfernte mich dann etwas von Ravallo und seiner Besitzerin, um den äußeren Eindruck des Pferdes festzuhalten:
      Der Hengst sah gepflegt aus und stand gut im Futter. Er sah noch recht schlaksig aus, was aber bei seinem Alter völlig in Ordnung war. Sein Fell glänzte, ebenso wie sein Langhaar. Seine Beine zeigten keine Macken und die Hufe sahen auch gepflegt aus. Vollendend war auch der Blick des Hengstes klar und aufmerksam.
      „Auf den ersten Blick sieht der Kleine schon mal super aus.“, sagte ich zufrieden und ging zu meinem Köfferchen, um mein Stethoskop herauszukramen. Damit ging ich dann auf die linke Seite des jungen Pferdes und horchte dessen Herz und Lunge ab. Beides hörte sich klar und kräftig an.
      Nun trat ich zu Ravallos Kopf und schaute mir die Schleimhäute der Augen und der Nüstern, sowie die Maulschleimhaut an. Allesamt hatten sie eine gesunde Färbung und auch die Kapillarfüllzeit sprach zu meiner vollsten Zufriedenheit.
      „Der Kleine ist in einem seht guten Zustand.“, teilte ich Rajandra mit und legte dann mein Stethoskop wieder in mein Köfferchen, ehe ich dann die Impfungen vorbereitete, welche auch schon wenige Minuten später im Kreislauf des Pferdes waren.
      „Fast fertig. Jetzt noch kurz die Zähne anschauen und dann kann der Kleine schon wieder in seine Box.“, sagte ich Rajandra und lächelte.
      Aus meinem Auto hatte ich die Maulsperre mitgebracht, welche jetzt zum Einsatz kam. Zunächst zeigte ich Ravallo das Monstrum. Er beschnupperte es zunächst ausgiebig und beknabberte dann etwas meinen Arm, was mir zeigte, dass er im Moment keine Angst vor ihr hatte.
      „So Ravallo – das ist genauso wie eine Trense. Bitte einmal das Maul aufmachen.“, sagte ich freundlich und zog ihm die Maulsperre über, nachdem ich den Strick vom Halfter gelöst hatte.
      Ravallo kaute verwirrt auf den Schienen herum und hob seinen Kopf an, was mich aber nicht daran hinderte, die Maulsperre richtig zu verschnallen. Als sie dann richtig saß und Ravallo ruhig stand, öffnete ich sein Maul behutsam Stück für Stück, bis es weit genug geöffnet war, als dass ich einen Blick auf seine noch kaum abgenutzten und gesunden Zähne werfen konnte. Ich fühlte kurz noch die Backenzähne nach scharfen Kanten ab, ehe ich die Maulsperre schon wieder lockerte und schließlich lobend von Ravallos Kopf zog.
      „Das hast du super gemacht.“, sagte ich liebevoll zu dem Hengst und streichelte seinen Hals. „Seine Zähne sind völlig in Ordnung. Keine auffälligen Verfärbungen oder scharfen Kanten. Der Kleine kann wieder in seine Box.“
      Als nächstes war Obscured by Clouds an der Reihe. Die hübsche Stute folgte ihrer Besitzerin mit gespitzten Ohren und ließ sich ohne Mucken anbinden.
      Zunächst machte ich mich ein wenig mit ihr bekannt – ließ sie an mir schnuppern und stellte dann auch sofort fest, dass ihre Leidenschaft darin lag, meine Taschen nach Leckereien zu durchsuchen.
      „Hey Hübsche – jetzt gibt’s keine Leckerchen!“, tadelte ich sie spaßhaft und ging einige Schritte zurück.
      Auf den ersten Blick sah die Stute super aus. Sie stand gut im Futter und Training, schaute insgesamt gepflegt und munter aus. Ihr Blick war wach und interessiert und sie verhielt sich neugierig.
      „Bis jetzt kann ich nicht meckern.“, sagte ich leise und ging dann wieder zu der freundlichen Stute, um die Schleimhäute näher anzusehen. Die Prozedur ließ Cloudi brav über sich ergehen und ich konnte feststellen, dass Alles von einem guten Zustand sprach.
      Als nächstes fuhr ich mit den Händen die Beine der Stute ab und schließlich ging ich zu meinem Köfferchen, um mein Stethoskop herauszuholen. Bevor ich dann die Atmung und das Herz von Obi abhörte, ließ ich sie einige Momente lang an dem Ding schnuppern.
      Wenige Minuten später konnte ich zufrieden die Impfungen vorbereiten. Obscured by Clouds war in einem super Zustand und ich brauchte nur wenige Sekunden um die Impfungen in ihren Kreislauf zu bringen.
      „So – das war auch schon das gröbste. Jetzt noch kurz die Zähne anschauen und dann kann die Kleine schon wieder in ihre Box.“, sagte ich freundlich zu Rajandra und räumte die Spritzen weg.
      Mit der Maulsperre ging ich dann wenige Sekunden später wieder zu Obi. Wieder ließ ich dem Pferd ein wenig Zeit, um das Monstrum zu untersuchen und als ungefährlich einzustufen.
      Die neugierige Stute war nicht sonderlich beeindruckt und ich konnte sie ihr ohne Probleme anlegen.
      Auch als ich ihr Maul mit der Sperre recht weit öffnete, blieb sie stehen. Zwar war sie an sich nicht ganz so begeistert von der Sache, aber sie war gut erzogen.
      „Dann wollen wir doch mal deine Zähnchen näher unter die Lupe nehmen.“, sagte ich liebevoll zu der Stute und nahm mir eine Taschenlampe. Mit gezieltem Griff hielt ich dann noch die Zunge zu Seite und konnte keine allzu auffälligen Verfärbungen erkennen. Nun fühlte ich vorsichtig die Backenzähne der Stute ab und entdeckte einige scharfe Kanten.
      „Da sind einige, kleine, scharfe Kanten.“, sagte ich zu Rajandra und ging zu meinem Köfferchen, aus dem ich eine Raspel holte.
      Wieder bei Obi angekommen fackelte ich nicht lange und schliff die Kanten ab. Das Pferd war wirklich super erzogen und blieb still stehen.
      „So das war’s auch schon wieder. Die Kleine kann wieder in ihre Box.“, sagte ich zufrieden und nahm ihr die Maulsperre ab.
      Als letztes war The Post War Dream an der Reihe. Der wunderschöne Rappe war etwas schüchtern, aber an sich ruhig. Rajandra band ihn an und streichelte ihn dann stolz.
      „Hey, du hübscher.“, sagte ich liebevoll und ging zu dem Hengst, um ihm meine Hand hinzuhalten. Zaghaft schnupperte er an mir, ließ dann aber wieder von mir ab.
      „Bist du ein kleines Sensibelchen?“, fragte ich gespielt beleidigt und ging dann wieder einige Schritte zurück.
      The Post War Dream sah, ebenso wie die beiden vorigen Kandidaten, super aus: Sein Körperbau war top, er sah sehr gepflegt aus, hatte einen wachen Blick und auch sonst fiel mir nichts negativ auf.
      Vorsichtig ging ich wieder zum Kopf des Pferdes und streichelte dann vorsichtig seinen Hals. Postelchen spannte sich sichtlich an, blieb aber stehen.
      Stück für Stück wanderte meine Hand hinauf zu seinem Kopf und schließlich konnte ich die Schleimhäute des schüchternen Hengstes ansehen. Sie waren völlig in Ordnung und auch die Kapillarfüllzeit der Maulschleimhaut, sprach von einem guten Zustand.
      Bevor ich die Impfungen vorbereitete, hörte ich noch Herz und Lunge ab, welche meinen positiven Eindruck noch verstärkten.
      „So Mäuschen – das piekst jetzt einmal.“, warnte ich den Hengst und seine Besitzerin freundlich und verabreichte dem Pferd dann die Impfdosen.
      „Schon fertig.“, sagte ich, als ich fertig war und lobte den Hengst dann ausgiebig. Die ganze Zeit über war er still stehen geblieben und hatte die Prozedur über sich ergehen lassen.
      Als ich ihm dann die Maulsperre anlegte, blieb The Post War Dream vorbildlich stehen. Er war zwar sichtlich angespannt, aber dennoch brav. Wie eben bei Obscured by Clouds sah ich mir zunächst die Färbung der Zähne an und tastete dann die Backenzähne nach scharfen Kanten ab.
      Mir fielen weder scharfe Kanten, noch Verfärbungen auf und so konnte der bildhübsche Hengst schon nach kurzer Zeit wieder in seine Box.
      „Das war doch super. Alles tip top.“, sagte ich zufrieden und räumte meine Sachen auf. „Ich suche dir eben die Wurmkuren heraus. Die gibst du deinen Mäusen bitte in sechs bis sieben Tagen. Wenn du die Paste nicht so in die Mäuler gestopft bekommst, kannst du die zur Not auch über ein Brötchen oder einen ausgehölten Apfel verfüttern. Hauptsache ist, dass das Zeug rein geht.“
      Nachdem ich Rajandra dann die Wurmkuren gegeben und mein Zeug geschnappt hatte, machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause.
      8.880 Zeichen (c) Trostpferd
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    • Veija
      Hufschmiedbesuch Musta Kyyneleet
      bei The Post War Dream, Obscured by Clouds, Ceredwen, Little Askim, Picobello, Burnin' Malcolm, My sweet little Secret, Crest und Ilviny

      Kaum war ich auf der Autobahn, da bekam ich einen Anruf von Rajandra. Ich solle doch bitte zu ihr kommen. 9 Pferde brauchten eine Kontrolle und ihnen mussten die Hufe ausgeschnitten werden und nochmal 2 von diesen brauchten neue Eisen. Bei ihr angekommen, schmiss ich schonmal den Ofen an. Denn als erstes waren die beiden Pferde dran, die ich beschlagen musste.

      Zu erst fing ich mit The Post War Dream an, dem ich die alten Eisen entfernte und meine Zange zückte und anfing den Tragrand abzuknipsen. Als ich damit fertig war, machte ich den Probeschnitt, ehe ich die überschüssige Hornsohle herausschnitt. Als ich damit fertig war, betrachtete ich mir noch den Strahl und korrigierte ein wenig mit dem Messer. Zum Schluss raspelte ich mit der groben Raspel einmal alle harten Kanten ab, ehe ich mit der feinen Raspel noch einmal drüber ging. Das selbe Spiel wiederholte ich bei den restlichen 3 Hufen. Fertig war das erste Pferd auch schon.- fast. Ich passte die Hufeisen an und nagelte die leichten Aluminiumhufeisen. Jetzt war ich fertig und Rajandra konnte Obscured by Clouds holen gehen. Auch bei ihm entfernte ich zu erst die alten Hufeisen. Dann schnappte ich mir wieder die Zange und knipste den Tragrand ab. Als nächste schnitt ich einmal mit de Messer am Huf entlang, um den Probeschnitt gemacht zu haben. Als ich damit fertig wat, schnitt ich die überschüssige Hornsohle heraus, ehe ich mir noch den Strahl anschaute und ihn mit dem Messer korrigierte. Zum Schluss raspelte ich mit der groben Raspel einmal alle harten Kanten ab, ehe ich mit der feinen Raspel noch einmal drüber ging und die Kanten feiner machte. Das ganze wiederholte ich mit den restlichen 3 Hufen. Als ich damit fertig war, passte ich die Hufeisen für den Hengst an und nagelte sie fest. Nun waren die beiden großen Pferde fertig, die Fohlen würden nicht so lange dauern, da ich bei Fohlen nie viel an den Hufen schnitt.

      Als erstes von den kleinen Pferden war Ilviny dran. Die neugierige Stute beschnupperte mich aufmerksam, während ich ihr Hufen auskratzte und sorgfältig kontrollierte. Das Ausschneiden bei ihr dauerte wirklich nicht lange, da sie sehr brav war und wirklich stillhielt. Zum Schluss gab ich ihr noch ein Leckerli, ehe Rajandra sie wegbrachte und mit Ceredwen wiederkam. Auch bei ihr verlief alles nach Plan, weshalb ich ihr rasch ein Leckerli geben konnte und Rajandra sie wieder wegbrachte. Ich wischte mir einmal kurz mit dem Ärmel über die Stirn. Es war schon ein anstrengender Beruf, den ich nicht mehr sonderlich lange ausüben würde. Little Askim, Piccobello, Burnin' Malcolm und auch My sweet little Secret benahmen sich sehr anständig dafür, dass sie zum ersten Mal beim Hufschmied waren. Das lag auch daran, weil ich wirklich vorsichtig mit den Tieren umging und jede meiner Bewegungen mit Bedacht ausübte, um die Tiere nicht zu verschrecken. Als ich schließlich fertig mit allen Pferden war, nahm ich mein Zeug, räumte alles ins Auto ein und verabschiedete mich von Rajandra.
      © Veija
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Rajandra
    Datum:
    15 Okt. 2012
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