1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Friese

Nightstorm

KWPN I Hengst I 11 Punkte + 2 TA + 2 HS + 2 Bewegung = 17 Punkte

Nightstorm
Friese, 10 Juni 2019
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 24. Mai 2016
      Heute kam mein neuer Hengst an. Er trug den kraftvollen Namen Nightstorm und laut den Vorbesitzern, war er auch genauso wild. Des Weiteren wurde mir bereits erklärt, dass er relativ ruppig war. Ich selbst hatte den Hengst noch nicht kennenlernen dürfen. Mir wurde nur nach meiner Heimkehr aus Kanada erklärt, dass wir ein neues Pferd bekommen würden. Simon hatte ihn für die Zucht ausgesucht. Ich seufzte leise, während ich die neue Box einstreute und er kam zu mir. „ Was ist denn?“ fragte er dann. Er hatte die Box neben mir gemacht und stand nun hinter mir. „ Nichts“ meinte ich nur knapp und machte dann weiter. Ich hörte wie der Hänger auf den Hof fuhr und in ihm ein Pferd laut wieherte. Das musste er sein. Wir gingen nach draußen und ich begrüßte die vorherigen Besitzer. Ich hatte mit ihnen gestern noch telefoniert und war relativ froh, dass ich sie nun auch persönlich kennenlernen durfte. Gemeinsam luden wir den Hengst aus und ich klopfte den Hals des Hengstes. „ Ein wirklich hübsches Tier hast du dir da ausgesucht“ meinte ich dann zu Simon, welcher kurz lächelte und mir dann den Hengst abnahm. „ Ich könnt jetzt ja noch alles Wichtige klären“ meinte er und fügte hinzu, dass er den Hengst nun auf die Weide bringen würde, damit er die anderen schon mal ein bisschen beschnuppern konnte. Ich ging mit den Besitzern in das Büro, wo wir alles Formale klärten. Dann fuhren sie von unserem Hof und ich ging wieder nach draußen. Dort sah ich den Hengsten beim Kennenlernen zu. Bis jetzt war der einzige, der ordentlich auf die Tube drückte Nightstorm. Er trabte mit aufgerissenen Augen und gestelltem Schweif auf und ab. Mir war eigentlich auch schon klar, dass er der Leithengst meiner vier Anwärter werden würde. Das merkte man schon an seinem Charakter und Chester und Spat Split und White waren dafür einfach zu ruhig. San Diago und er könnten vielleicht ein paar Probleme miteinander haben, aber da hoffte ich einfach auf seine liebevolle Art. Ich ging wieder in den Stall und streute dort die Boxen fertig ein. Dann füllte ich den Hengsten noch ihr Futter auf und ging wieder nach draußen. Für San Diago hieß es nun noch ein bisschen arbeiten. Er durfte im Gelände unter mir arbeiten. Ich klopfte im sanft seinen Hals und fing dann an ihn zu putzen. Simon würde noch ein Auge über die anderen drei draußen haben. Ich holte Sannys Sattelzeug und platzierte es auf ihm. Als ich damit fertig war, ging ich mit ihm nach draußen und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ließ die Zügel lange und ritt ihn auf einen unserer Geländewege. Dort ritt ich ihn erst mal ausgiebig warm. Auf einer Stecke trieb ich ihn dann in den Galopp und ließ ihm hierbei die Zügel lange. Der Hengst schoss nur so nach vorne und er schien sich tierisch zu freuen, dass es heute nicht arbeiten sonder fetzen hieß. Ich nahm den Hengst nach einem gewissen Stück wieder zurück und wendete ihn dann ab. Ich ließ ihn auf eine unserer Geländestrecken laufen. Dort sprang ich ihn über ein paar Hindernisse und klopfte dann ausgiebig seinen Hals. Ich ließ ihm auf dem Heimweg die Zügel wirklich länger und dabei ein bisschen abschnauben. Ich gähnte kurz müde, wobei ich genau wusste, dass meine anderen Hengste bald wieder nach drinnen mussten. Ich klopfte seinen Hals ein letztes Mal und stieg dann von seinem Rücken. Wir gingen in den Stall. Dort sattelte und trenste ich ihn ab. Ich klopfte nochmal seinen Hals und brachte ihn in die Box. Ich räumte das Sattelzeug auf und gab ihm dann sein Fressen. Ich ging wieder nach draußen und holte von dort Chester. Ich klopfte auch seinen Hals und brachte ihn dann zu San Diago. Er bekam auch etwas zu fressen und ich ging ein weiteres Mal nach draußen. Von dort holte ich mir Spat Split and White. Auch er durfte nun wieder in seine Box und etwas fressen. Es fehlte nur noch unser kleiner Macho. Dieser machte auf der Weide auch schon wieder ordentlich lärm. Ich holte ihn von dort und brachte ihn dann in seine neue Box. Nervös lief er in dieser auf und ab und schnaubte dann genervt ab. Ich gab ihm sein Fressen und nachdem er damit fertig war, riss er den Kopf wieder hoch und lief wieder gestresst auf und ab. Ich schaute nochmal nach allen Pferden und streckte mich schließlich müde.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 25. Mai 2016
      [​IMG]
      Heute stand ein Training im eigenen Stall an, jedoch nicht auf einem meiner Pferde. Es handelte sich um einen der wunderschönen, großen Rappen von Zasa. Um es genau zu sagen um Calle Cool. Er sollte im Springen von A auf L trainiert werden. Dadurch, dass ich dies erst vor wenigen Tagen erst gemacht hatte, konnte ich mich noch an alles genau erinnern und musste mich nicht erst nochmal genauer einlesen. Ich baute die Hindernisse auf A-Höhe auf und ging dann wieder zum Offenstall. Ich suchte nach dem Hengst und konnte ihn nicht finden. Ich ging zum Putzplatz, denn ich hatte so eine grobe Vermutung. Dort stand dann auch ein bereits gesattelter Hengst vor mir. Ich lächelte. Simon hatte mir mal wieder tatkräftig unter die Arme gegriffen. Ich war ihm echt dankbar, dass er mir immer wieder half. Ich klopfte den Hals des Hengstes und führte ihn dann nach draußen. Ich zog meinen Helm auf und stieg in der Halle auf seinen Rücken. Sanft klopfte ich seinen Hals noch ein weiteres Mal und ritt ihn dann warm. Danach zeigte ich ihm die Sprünge nochmal genauer und ließ ihn an ihnen vorbeilaufen. Sanft klopfte ich seinen Hals und ließ ihn dann angaloppieren. Ich ließ ihn erst mal in Ruhe an den Sprüngen vorbei galoppieren und nahm dann zum weiteren Dehnen ein kleines Cavaletti. Der Hengst sprang über das Hindernis und buckelte danach kurz. „ Calle!“ ermahnte ich ihn laut. Der Hengst legte die Ohren kurz an und schnaubte genervt ab. Er schüttelte den Kopf und trat dann nochmal aus. Ich setzte mich tiefer in seinen Sattel und trieb ihn weiter nach vorne. Nun ließ ich ihn auf ein höheres Hindernis zugehen. Ich merkte wie er sich überlegte, ob er verweigern sollte oder nicht und trieb ihn darauf weiter nach vorne. Ihm schien das gar nicht zu passen und er riss kurz entnervt seinen Kopf nach oben. Er merkte, dass es nichts brachte und sprang über das Hindernis. Unser Training erzog sich insgesamt über eine Stunde. Hierbei handelte es sich aber nur um eine halbe Stunde springen. Der Rest war für ordentliches Warm- und Abreiten erforderlich gewesen. Das Training war sehr anstrengend gewesen, da der Hund nicht wirklich mitmachen wollte und mir war klar, dass es mit meinem zweiten Pferd auch nicht besser werden würde. Ich sattelte und trenste Calle Cool ab und putzte ihn dann nochmal. Noch komplett genervt brachte ich ihn auf die Weide und holte von einer der Weiden neben an Nightstorm, welcher noch alleine stehen musste. Heute war das erste Mal, dass ich ihn reiten wollte. Ich putzte ihn vor der Box und holte dann das Sattelzeug aus der Box. Ich legte die Satteldecke vorsichtig auf seinen Rücken und schon waren die Ohren tief im Genick. Dann legte ich den Sattel auf die Decke und er drehte mit einem bösen Blick den Kopf zu mir. Na das konnte ja jetzt spaßig werden! Ich trenste den Hengst und führte ihn dann auf den kleineren Platz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn dann erst mal ausgiebig warm. Die Vorbesitzer hatten gesagt, dass er auf einem soliden E-Niveau sein sowohl in der Dressur als auch im Springen. Ich wollte ihn heute erst mal ein bisschen normal reiten und dann in den nächsten Tagen trainieren. Nachdem er warm war, trabte und galoppierte ich ihn dann auch. Das reiten war etwas anstrengender als ich mir vorher vorgestellt hatte. Mir war ja klar gewesen, dass es nicht leicht war, aber so arg war mir nicht klar gewesen. Der Hengst hatte immer wieder den Kopf nach oben gerissen und gebuckelt. Ich ließ ihm nach dem Reiten die Zügel lang und stieg dann von seinem Rücken. Zum trocken werden, führte ich den Hengst. Ich wollte ihn nicht noch weiter aufregen, was das reiten ja scheinbar gerade ausgelöst hatte. Ich brachte den Hengst wieder in seine Box und räumte dann alles auf. Am Abend sprach ich noch mit Zasa, wegen dem heutigen Training mit Calle Cool. Im Bett erklärte ich Simon genaueres über Nightstorm. Erschöpft von dem anstrengenden Tag schlief ich ein.

      Am nächsten Tag bestand mein Training mit Nightstorm in einem kurzen Geländeausritt und mit Calle Cool wollte ich die Stangen ein bisschen höher legen. Ich putzte beide Pferde vor dem jeweiligen Training und ließ mir dann den ganzen Tag nur für sie Zeit. Simon und Zasa übernahmen die Versorgung meiner anderen Pferde und ich war ihnen dafür echt dankbar. Heute lief das Training mit beiden um einiges besser. Calle machte konzentrierter mit und Nightstorm riss nicht die ganze Zeit seinen Kopf nach oben. Ich putzte die beiden Hengste nach ihrem jeweiligen Training und klopfte danach den Hengsten die Hälse. Die zwei durften heute noch auf die Weide und abends holte ich Calle nochmal von der Weide. Um seine Ausdauer ein bisschen zu stärken ging ich mit ihm auch nochmal eine Runde ins Gelände. Ich ging die Strecke in die Berge, damit wir über ein paar Hügel reiten konnten. Dies stärkte seine Hinterhandmuskeln, welche für das Springen äußerst wichtig war. Ich klopfte seinen Hals nach der Schritt- und Trabrunde. Danach gab es noch für meine zwei Trainingspferde ihr Kraftfutter und schließlich durften sie für heute ruhen. Ich ging nach drinnen und markierte mir auf den Trainingsplänen in unterschiedlichen Farben die unterschiedlichen Einheiten. Für morgen stand ein kleiner Parcours mit Nightstorm an und ein weiterer höherer Parcours mit Calle Cool.

      Unser Training war die nächsten Tage relativ abwechslungsreich. Sowohl mit Calle Cool als auch mit Nightstorm. Am Ende konnte Nightstorm ohne weitere Probleme die A-Parcours gehen und Calle den L-Parcours. „ Wollen wir die beiden vielleicht einmal synchronspringen?“ fragte Simon mich und ich konnte bei diesem Angebot ja nur noch zustimmen. Wir bauten den Parcours auf, diesen jedoch nur in A-Höhe, und putzten dann die Pferde. Wir platzierten das Sattelzeug auf den Rücken und Simon stieg draußen auf Nightstorm. Ich gab ihm seinen Helm und stieg auf Calle Cools Rücken. Ein weiteres Mal streckte ich mich und nebeneinander ritten wir die Pferde warm. Wir ließen die beiden an den Sprüngen schnüffeln und sowohl ich als auch Simon nahmen die Zügel auf. Wir trabten ein bisschen nebeneinander und galoppierten die Hengste dann auch nebeneinander. Nach und nach ritten wir über die Sprünge, wobei der erste noch nicht ganz so synchron war wie der letzte. Nachdem Training brachten wir die beiden auf die Weiden und räumten alles auf. Wir füllten die Heunetzte auf und das Kraftfutter. Ich kontrollierte beide Tränken und ich fegte noch die Stallgasse. Simon hängte im Haupthaus die Trainingspläne ab. Diese legte er zu den Akten ab und kam dann wieder nach draußen. Wir holten die zwei Hengste wieder rein und ließen sie in Ruhe fressen.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 30. Juni 2016
      Nightstorm Dressur L auf M; Bellami Dressur A auf L; Kahlua Dressur A auf L


      „ Jetzt reiß dich doch verdammt nochmal zusammen!“ brüllte ich. Nightstorm buckelte schon die ganze Zeit wieder über den Platz. Genervt nahm ich die Zügel ein bisschen kürzer und saß dann tiefer. Er bockte nochmal kurz und ich legte die Schenkel an seinen Bauch. Die Ohren hatte er im Nacken angelegt. Ich parierte ihn zum Stand. Er trat einmal wiederwillig auf. Ich trieb ihn wieder an. Das Training heute war mehr wie nur anstrengend und die Art meines Hengstes nervte mich ohne Ende. Ich parierte ihn schließlich wieder durch und stieg dann von seinem Rücken. Ganz geschlagen würde ich mich jedoch nicht geben. Ich nahm die Longe, welche ich vorsichtshalber am Rand platziert hatte und hackte sie ein. Dann ließ ich ihn gleich mal antraben. Dies wurde wieder mit einem heftigen Buckeln beantwortet. Ich schickte ihn jedoch einfach weiter nach vorne. Er warf den Kopf noch ein letztes Mal nach oben undberuhigte sich dann wieder ein bisschen. Ich ließ ihn die Hand wechseln und dann auf der anderenHand traben. Nachdem wir unserDominanzproblem wieder einbisschen geklärt hatten verließ ich den Platz. Eigentlich sollte das heute das erste Training für seine Dressurerhöhung werden. Er war jedoch anderer Meinung gewesen. Ich brachte ihn wieder in den Stall und stellte ihn dort in seine Box. Dann gab ich ihm ein bisschen Heu und kontrollierte die Tränke. Mein nächster Weg führte zu Bellami. Ich holte die heute scheinbar gut gelaunte Stute aus ihrer Box und klopfte dann ihren braunen Hals. „ Gutes Mädchen“ meinte ich und band sie vor ihrer Box an. Der Striegel flog wenige Minuten später nur so über ihr Fell und ich konnte danach den Sattel und die Trense auf ihr platzieren. Ich ging mit ihr zum Platz und stieg dort auf ihren Rücken. Sie schnaubte kurz ab und so konnte ich nun in aller Ruhe reiten. Als erstes ritt ich sie warm und klopfte dann nochmal ihren Hals. Ich zog den Sattelgurt fest und schon konnte das Training richtig beginnen. Bellami war bereits sehr erfolgreich und hatte einige Trainingseinheiten hinter sich, somit war sie dies bereits gewohnt und machte meistens brav mit. Ich nahm die Zügel ein Stückchen kürzer und übte dann die Aufgaben der A-Dressur. Bellami führte jeder der von ihr verlangten Übung vorbildlich durch und so konnte ich die leichteren Bestandteile der L-Dressur jetzt schon üben. Ich klopfte sanft ihren Hals und ließ dann die Zügel lang. Nachdem Abreiten führte ich sie nochmal in den Stall. Ich verstaute ihr Zubehör in der Sattelkammer und brachte sie dann wieder nach draußen auf die Weide. Die Stute fing sofort an zu grasen und ich konnte wieder nach drinnengehen. Ich holte als nächstes Kahlua aus ihrer Box. Auch mit ihr stand noch ein Dressurtraining an. Ich putzte sie und holte dann auch ihr Sattelzeug aus der Kammer. Dieses verschnallte ich dann ordnungsgemäß auf ihr und führte sie dann nach draußen. Ich stieg auf den Rücken meiner Apfelschimmelstute und ritt auch sie dann warm. Nachdem dies geschehen war, übte ich mit ihr auch die Aufgaben der A-Dressur. Auch sie machte für ihre Verhältnisse sehr gut mit. Somit hatte ich also zwei meiner Pferd gut trainieren können und naja… Ich klopfte den Hals meiner Stute nachdem ich ein paar der L-Übungen gemacht hatte. Ich ließ ihr die Zügel lang und ritt sie in aller Ruhe ab. Auch sie durfte wieder auf die Weide und ihr Zubehör verstaute ich genauso im Schrank. Dann kehrte ich noch die Stallgasse und prüfte die Tränken. Ich füllte das Kraftfutter und Heu bei den ganzen Pferden auf. Danach ging ich wieder nach drinnen und machte mir und den anderen etwas zum Abendessen.

      Am nächsten Morgen begann ich wieder mit dem Training mit Nightstorm. Doch dieses Mal wollte ich gleich vom Boden aus anfangen. Ich holte ihn gleich mit seinem Knotenhalfter aus der Box und putzte ihn dann. Gemeinsam gingen wir zur Halle und ich machte dort ein paar Vertrauensübungen mit ihm und weitere Bodenarbeit. Heute war er um einiges besser drauf als gestern. Ich klopfte nach der Arbeit seinen Hals und brachte ihn dann auf die Weide. Als nächstes holte wieder eine meiner beiden Stute. Kahlua. Ich putzte sie und klopfte dann ihren Hals. Ich holte ihren Sattel und richtete sie dann für das Training her.

      Die nächsten Tage verliefen nicht sonderlich anders als die bereits davor. Nightstorm verhielt sich jedoch immer wieder ein bisschen idiotisch und so brauchte bei ihm dieStufenerhöhung länger als bei den anderen beiden. Die Stuten hatten viel besser mitgemacht und so war die Erhöhung nun schon nahe daran wirklich perfekt ausgeführt zu werden. Ich stellte auch für sie ein Zertifikat aus und legte es in die jeweilige Akte der Pferde. Dann ging ich nochmal mit Simon in den Stall und ließ ihn alle drei nochmal auf meine Anweisungen hin reiten. Dies war mir sehr wichtig, da ich dann sehen konnte ob sie auch auf andereSignale als auf meine hörten.
    • Friese
      [​IMG]
      Canyon - 21. August 2016
      [​IMG]
      Military A - L | 7385 Zeichen
      Heute war ich auf den Weg zu einer guten Bekannten namens Elena Delgardo. Sie hatte mich darum gebeten, eines ihrer Pferde im Military zu fördern und so hatte ich eine kleine Lücke in meinem sowieso schon vollen Terminkalender für sie gesucht. Ein Wochenende hatte ich frei bekommen und dieses wollte ich nun auf dem Gestüt von Elena verbringen. Leider war das Gestüt gerade dabei umzuziehen,w eswegen Elena nicht selbst vor Ort sein konnte, sondern nur einer ihrer Freunde Simon.
      Freundlich wurde ich von diesem begrüßt und auch sogleich zu dem Hengst geführt, welcher überaus hübsch und stattlich war. Ich freute mich bereits jetzt auf unser gemeinsames Training.
      Mein Plan sah vor, dass ich mit Nightstorm in den nächsten drei Tagen jeden Tag eine der drei Disziplinen trainieren würde, die im Military so wichtig waren. Bereits heute würde ich mit der Dressur anfangen, morgen dann mit dem Springen weiter machen und am Sonntag, kurz vor meiner Abreise, das Training mit einem Geländeritt beenden.
      Nachdem mir Simon alles wichtige gezeigt udn erklärt hatte, holte ich den großen Hengst aus seiner Box und putzte ihn im warmen Nachmittagslicht gründlich, bevor ich ihm den Dressursattel auf den Rücken legte und ihn zur Reithalle führte.
      Simon hatte diese extra für uns reserviert, sodass wir ungestört arbeiten konnten. Nightstorm lief in der Dressur bereits auf M, ich würde mit ihm heute allerdings nur die L-Dressur üben, da ich ihn im Military nur auf L aufstufen sollte.
      Nach einer ausreichenden Erwärmung begann ich ihn alles abzufragen, was er wissen sollte. Begonnen bei einfacheren Bahnfiguren wie den verschiedenen Volten und allen Schlangenlinien, bis hin zu den Galoppwechseln und der Kehrtwende auf der Hinterhand. Ich merkte natürlich, dass NIghtstorm schon viel mehr wusste und konnte, blieb aber hartnäckig und versuchte alle Lektionen aus der L-Dressur zu verfeinern bis jede von ihnen perfekt saß.
      Schnell hatte ich gemerkt, dass Nightstorm nicht gerade ein geduldiger und lieber Hengst war. Lief es nicht so wie er wollte, dann buckelte er auch gerne mal kurz oder machte genau das Gegenteil von dem, was ich ihm sagte. Es brauchte jedoch nicht lange, um ihm zu zeigen, wer hier der Chef war und das war definitiv ich und nicht er.
      Bei den Gangarten überraschte er mich mit seiner Eleganz und seiner Anmut und es dauerte nicht lange, bis er perfekt im versammelten Trab und Galopp lief. Das Training beendete ich bereits nach einer Stunde. Nightstorm hatte, abgesehen von kleinen Bockattacken, stets gut mitgearbeitet und mir sein Können bewiesen. Ich war gespannt, was mich morgen beim Springen erwarten würde.
      *
      Am nächsten Morgen, die Sonne versteckte sich noch hinter einer dicken Wolkenwand, war ich einer der ersten im Stall. Ich hatte mich dazu entschieden, die morgendliche Kühle auf dem Springplatz zu nutzen. Diesmal sattelte ich Nightstorm mit seiner Springausrüstung und führte ihn dann zu dem großen Springplatz, auf welchem Simon und ich gestern Abend noch zusammen einen Hindernisparcour aufgebaut hatten, welcher den Anforderungen eines L-Springens entsprach.
      Ich ließ mir auch heute wieder Zeit mit dem Erwärmen, führte ihn erstmal an allen Hindernissen vorbei, bevor ich aufstieg und ihn erst im Schritt und dann im Trab ein paar Erwärmungsübungen machen ließ.
      Die Hindernisse waren nicht höher als 1,15 m und da Nightstorm auch schon höhere überwunden haben muss, würde das für ihn bestimmt kein Problem werden. Nachdem Nighstorm ordentlich erwärmt war, ließ ich ihn antraben und versuchte den Parcours erst einmal im Trab. Schritt für Schritt tastete ich mich mit ihm an die verschiedenen Sprünge heran, wiederholte die meisten davon nochmal, bis er nicht nur die dreifache Kombination, als auch den Trippelbarren und den Oxer mühelos überwunden hatte. Bei einem kleinen Steilsprung verbrauchte ich etwas mehr Zeit, da weder ich noch Nighstorm den richtigen Absprungpunkt fanden.
      Als es im Trab alles funktioniert hatte, ging ich in den Galopp über. Eine Runde ließ ich ihn noch eingaloppieren, nahm dann aber den Parcours in Angriff. Insgesamt hatte ich acht Hindernisse aufgebaut, wovon es eine zweifache und eine dreifache Kombination gab. Im Galopp funktionierte es sogar noch besser. Nightstorm ging das Ganze mit noch mehr Energie und Kraft an und so schwebte das große Pferd nur so über die kleinen Hindernisse. Auch der Steilsprung war plötzlich kein Problem mehr, sodass wir noch ein bisschen an kleineren Feinheiten übten, bevor wir für heute das Training dabei beließen und ich Nightstorm zurück in den Stall brachte.
      *
      Der letzte Tag brach an und das mit einem wolkenverhangenen Himmel der nichts Gutes bedeuten konnte. Heute war die Geländestrecke an der Reihe, welche bestimmt vom Regen der letzten Tage nur so durchnässt war. Nachdem Nightstorm fertig gesattelt war, ritt ich ihn auf dem Weg zur Geländestrecke ordentlich war, sodass ich dann gleich starten konnte, was ich auch tat. Gestern Abend hatte ich mir die Strecke noch genau eingeprägt und ich war jetzt gespannt, was Nighstorm daraus machen würde.
      Ruhig galoppierte ich an, ließ ihn dann mit der Zeit schneller werden. Das erste Hindernis kam erst einige Meter nach dem Start, sodass wir viel Zeit hatten uns darauf vorzubereiten. Auf ebener Strecke überwanden wir eine kleine Steinmauer, natürlich problemlos, bevor nach einer Linkskurve ein kleines Wasser vor uns auftauchte, allerdings erstmal noch ohne einen Sprung, damit sich Nightstorm an das Gefühl des kalten Wassers an seinen Beinen gewöhnen konnte. Gleich danach folgte ein kleiner Sprung über eine Hecke, bevor sich vor uns eine weite Galoppstrecke auftat. Zwei kleine und sehr einfach zu springende Füllsprünge waren für uns nicht weiter schwer zu schaffen.
      Das nächste Hindernis war sehr interessant und ich sah wie Nightstorm erst etwas verwirrt blickte, als er Holzpilze aus dem Boden sprießen sah. Trotzdem überwand er auch diese. Nach einem Rechtsbogen tauchte vor uns ein kleiner Schrägsprung auf und danach gleich ein hübsche gestalteter Sprung aus einem schräg gewachsenen Ast, nach welchem die Strecke steil abfiel und kurz darauf wieder anstieg.
      Wir verließen nun das bequeme Gras und galoppierten einen Schotterweg entlang, welcher jedoch nicht allzu lang war. Diesen verließen wir kurz darauf wieder und eine kleine Hecke tauchte vor uns auf, nach welcher sofort das zweite Wasser folgte. Im Wasser war diesmal ein kleiner Baumstumpf, welchen Nighstorm problemlos überwand.
      Das nächste Hindernis war definitiv das Schwierigste von allen. Ein Grabenaufsprung auf einen Wall, bevor es steil nach oben ging. Ich nahm es Nightstorm also nicht übel, dass er die ersten beiden Male verweigerte und erst beim dritten Versuch sich traute, über den Graben auf den Wall zu springen. Diesmal war seine Puste alle, denn den Wall hinauf schaffte er nur mit Ach und Krach. Ich akzeptierte es jedoch so und trieb ihn nun wieder schneller auf das letzte Hindernis zu. Auch diese Hecke überwanden wir mit Bravour, sodass ich Nighstorm danach ausgaloppieren ließ und dann von ihm abstieg.
      Zurück im Stall wurden wir schon von Simon erwartetet, welche bereits alles für uns vorbereitet hatte. Nachdem der Hengst ausreichend versorgt war, berichtete ich Simon vom erfolgreichen Training, verabschiedete mich dann von ihm.
      Nightstorm hatte das Militarytraining bestanden und durfte von nun an auf Stufe L laufen.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 25. August 2016
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.

      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese & Sevannie - 24. Oktober 2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 30. November 2016
      Veronica - Dressur A -> L; Hermann - Distanz L -> M; Götterdämmerung - Distanz L -> M
      Vision - Dressur E -> A; Nightstorm - Springen L -> M; Underground - Springen A -> L

      Das gute an meinem neuen Auftrag war, dass die Pferde keine Eingewöhnungsphase brauchte. Schließlich handelte nur um Pferde von meinem eigenen Hof. Drei von ihnen gehörte Joyce und drei mir. In der Zeit in welcher ich die Pferde trainieren würde, würden die anderen meine Aufgaben auf dem Hof übernehme.

      Ein weiterer Vorteil war, dass die anderen mir auch beim Fertigmachen der Pferde halfen, da sie ja sowieso vor Ort waren. „ Kannst du mir vielleicht Veronica gleich fertig machen? Ich bringe in der Zwischenzeit mal die anderen Trainingspferde nach draußen“ meinte ich zu Simon und er holte die Stute aus ihrer Box. Danach band er sie vor dieser an und putzte sie. Ich führte in der Zwischenzeit Nightstorm, Vision und Underground auf die kleinen Weiden. Danach holte ich Götterdämmerung und Hermann. Auch sie kamen auf die kleinen vorderen Weiden. Ich wollte später nicht wieder über die ganz großen stiefeln müssen. Ich klopfte Veronica den Hals als ich wieder im Stall ankam. Simon hatte sie schon komplett fertig gesattelt und getrenst. Ich bedankte mich bei ihm und ging dann mit der Stute in die Halle. Unser Platz war aufgrund des häufigen Regens der letzten Tage total nass. Wieder mal gut, dass wir so einen guten Stall gefunden hatte, welcher auch alles zu bieten hatte, was das Herz begehrte. Hin und wieder hob Veronica ihren Kopf, doch alles in allem war sie sehr ruhig. Die Pferde waren mittlerweile zum Glück alle gut auf dem Hof angekommen. In der Halle stieg ich auf ihren Rücken und wärmte sie in aller Ruhe auf. Nachdem ich damit fertig war, fragte ich ihren derzeitigen Stand ab. Klar, ich hatte Joyce sie immer wieder reiten sehen, aber selber auf einem Pferd zu sitzen war doch nochmal was anderes und man musste sich immer wieder umstellen. Nachdem ich ihren aktuellen Stand einschätzen konnte, ließ ich ihr die Zügel wieder lang und ritt sie ab. In meinem Kopf legte ich für die Stute bereits den Trainingsplan an. Ich stieg von ihrem Rücken und ging mit ihr in den Stall. Dort band ich sie an und putzte sie nochmal. Simon brachte sie auf die Weide und ich ging ins Haupthaus. Dort erstellte ich den ersten Trainingsplan und hing ihn im Büro auf. Als nächstes würde einer meiner Hengste an der Reihe kommen. Im Stall wartete bereits Nightstorm auf mich. Simon hatte ihn komplett fertig gemacht und baute nun den Parcours in der Halle auf. Ich klopfte Nighty den Hals und bedankte mich schließlich bei Simon. Dieser ging wieder in den Stall um die Boxen sauber zu machen. Ich stieg auf Nightstorms Rücken und ritt ihn dann in aller Ruhe warm. Danach klopfte ich ein weiteres Mal seinen Hals und nahm die Zügel ein bisschen kürzer. Ich ritt ihn erst im Schritt in aller Ruhe an den Hindernissen vorbei und trabte dann an. Ein paar Bahnfiguren mussten auch noch sein, damit er auch endgültig richtig warm war. Bevor ich ihn springen würde, galoppierte ich ihn noch auf jeder Hand eine Runde und galoppierte ihn dann auf das erste Hindernis zu. Mit Hilfe der richtigen Hilfen fand er den rechten Absprungzeitpunkt und glitt über das Hindernis. Dadurch, dass er mein eigenes Pferd war und ich ihn schon besser kannte, konnte ich bei ihm gleich mit dem Training starten. Die Höhe war zwischen der bereits bekannten und der neuen Höhe M. Ich klopfte ihm immer wieder seinen Hals und übte weiter mit ihm die Höhe. Das Training mit ihm würde somit auch schneller beendet sein, als das mit Joyce Pferd. Ich klopfte ihm nach dem Training den Hals ausgiebig und ließ ihm dann die Zügel warm. Nachdem er trocken war, brachte ich ihn auf die Weide und räumt sein Zubehör auf. Kurz sah ich zu Simon und den anderen. Sie waren in einem der Offenställe und fütterten gerade die Pferde. Ich griff ihnen noch ein bisschen unter die Arme und holte mir dann Vision. Der Schimmel war noch nicht sonderlich lange bei uns, aber trotzdem hatte er sich schon sehr gut eingelebt und das Training musste auch mal sein. Ich putzte ihn bis sein Fell glänzte und holte dann noch Sattel und Trense. Beides platzierte ich auf seinem Rücken. Simon hatte in der Zwischenzeit bereits die Hindernisse aufgeräumt und so konnte ich mit Vision nun ein bisschen an seinen Dressurkenntnissen feilen. Ich stieg in der Halle auf seinen Rücken und ritt ihn warm. Nachdem er soweit war lobte ich ihn und nahm die Zügel auf. Ich ritt ihn in den Trab und versuchte dann gleich mit ihm den Mitteltrab. Ich lobte ihn ein weiteres Mal, obwohl er sich noch sehr schwer tat die Hilfen zu verstehen und anzunehmen. Dennoch versuchte es sehr angestrengt. Hier würde heute auch das Hauptaugenmerk liegen. Ich trainierte eine halbe Stunde mit ihm und ritt ihn dann wieder ab. Ich klopfte seinen Hals und brachte ihn wieder auf die Weide. Hier durfte er den restlichen Abend noch entspannen und ich klopfte ihm ein weiteres Mal den Hals. Der Hengst tobte ein bisschen über die Weide und fing dann an zu grasen. Auf dem Weg zurück zum Stall nahm ich mir Underground mit. Ich putzte ihn und machte ihn dann zum Reiten fertig. Dies würde ich noch übernehmen, während Simon die Pferde für das Distanztraining fertig machte. Es war immer gut, wenn zwei Pferde mit der gleichen Disziplin auch die gleiche Erhöhung hatten, weil dann konnte man sie einfacher zusammen trainieren. Ich klopfte Undergrounds Hals als ich auf seinen muskulösen Rücken stieg. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und dann ging es auch schon los mit dem Training. Die Hindernisse waren bereits auf seiner alten Höhe aufgebaut und ich ritt ihn in aller Ruhe über diese. Linus hatte mir ein bisschen zugeschaut und baute nun die Hindernisse auf das Endmaß der Stufe A. Dies war mein Hengst eigentlich auch schon öfter gesprungen, aber wir hatten in letzter Zeit nicht mehr sonderlich aktiv trainiert und so riss er anfangs hin und wieder eine Stange. Dies war nicht sonderlich schlimm, wir übten ja schließlich nur. Linus legte die Stangen immer wieder hoch und sowohl der vorletzte als auch letzte Durchgang waren fehlerfrei. Ich lobte ihn ausgiebig und ritt ihn dann in aller Ruhe am langen Zügel ab. Er streckte sich immer wieder und schnaubte hab. Simon hatte inzwischen Hermann und Götterdämmerdämmerung geputzt, gesattelt und warmgeführt. Linus übernahm Underground und machte ihn dann im Stall wieder für die Weide fertig. Ich hatte ihm gesagt, er solle dem Braunen eine Decke anziehen, da er doch ein bisschen geschwitzt hatte und wir mittlerweile doch schon November hatten. Simon und ich ritten gemeinsam auf den Kaltblütern zur Distanzstrecke. Hierbei wurden sie gleich noch ein bisschen warmer und wir konnten die normale Strecke eines Distanzrittes auf L-Niveau beginnen. Wir gingen natürlich immer nur die Hälfte der eigentlichen Strecke in die eine Richtung, die andere Hälfte war dann unser Heimweg. Als wir auf unseren Distanzstrecke ankam, stellte ich die Stoppuhr auf meinem Handy an. Wir trabten beide an und schon ging das Training los. Die Strecke wurde anfangs überwiegend im Trab geritten. Hierfür brauchten die Pferde einiges an Kondition. Immer wieder lobte ich Götterdämmerung, auf welchem ich saß. Die beiden machten wirklich super mit und ich freute mich schon mit ihnen und Simon gemeinsam zu trainieren. An der Markierung drehten wir um und ritten zurück zum Hof. Am Ende der Distanzstrecke schaute ich auf mein Handy und stoppte die Zeit. Es war im vorgebenden Rahmen, aber keine Topzeit. Wir hatten es heute aber auch langsamer angehen lassen und das Tempo würde gemeinsam mit der Strecke im Laufe des Trainings erhöht werden. Ich brachte gemeinsam mit Simon die Pferde in den Stall und klopfte dann den Hals der beiden Pferde.

      Ich stellte gemeinsam mit Joyce und Simon den Trainingsplan auf. Diesen hingen wir gemeinsam auf und jeder Ordner bekam einen Trainingsplan, damit man auch noch in einem Jahr alles nachvollziehen konnte. Nachdem dies erledigt war, kochten wir noch gemeinsam und danach ging es noch duschen. Schließlich viel ich tot müde ins Bett.

      Die nächsten Tage über wurde der Trainingsplan komplett eingehalten. Die Pferde machten sehr gut mit und ich war sehr zufrieden mit ihren Fortschritten. Hin und wieder gab es ein paar Probleme mit Underground und Nightstorm, aber das war mir von Anfang an klar gewesen. Die endgültigen Stufenerhöhungen kamen mit dem Ende der zweiten Woche immer näher. In zirka einer halben Woche würden die sechs ihre neue Stufe erreichen und dann danach auf dieser weitergefördert werden. Ich trainierte gemeinsam mit Simon die Tage über und wir konnten von Tag zu Tag mehr vom Trainingsplan abhacken.

      Nach zweieinhalb Wochen waren alle sechs auf der neuen Stufe. Das letzte Training wurde per Video aufgenommen und jedes Video wurde auf eine extra CD gebrannt. Die jeweilige CD wurde dann in die Ordner der Pferde abgelegt. Gemeinsam mit dem Trainingsplan und der Bemerkung zum Training. Ich hatte alles sehr ausführlich dokumentiert und kümmerte mich nun um weitere Büroarbeiten.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 09. Februar 2017
      Mein Weg führte mich heute in den Stall zu meinen zukünftigen Zuchtpferden. Ich hatte endlich mal wieder richtig Zeit und konnte mich so um alle meine Pferde kümmern. Zu mindestens konnte ich es endlich mal versuchen. Als erstes holte ich Vision und Classic Cinnamoon aus den Boxen. Ich lobte die beiden und brachte sie dann auf die Weide. Ich ging wieder in den Stall und holte als nächstes Underground und Nightstorm aus den Boxen. Auch sie durften auf die Weide. Wir hatten eine wunderschöne große Weide, auf welcher alle unsere Hengste zusammen standen. Dies klappte nur, da sie sich gut aus dem Weg gehen konnten, aber für Turniere und Hengstkörungen war das wahnsinnig praktisch. Ich holte als nächstes Spat Split and White und Chester. Die beiden waren bereits mit uns auf den Hof gezogen und kannten das System der großen Weide, daher bereits schon gut. Die Hengste mussten unter sich alles ausmachen. Hierbei konnte es auch schon mal brutaler werden, aber auch das half ihnen, wenn sie mal verkauft werden sollten und in einen neuen Stall kommen sollten. Jeder kannte seinen Platz in der Gruppe und zweifelte diesen auch nur selten an. Die letzten beiden Hengste waren Louis und The Circle of Unbroken. Sie waren beide schon zur Zucht zugelassen, aber im Moment gab es noch keine wirkliche Verwendung für sie. Ich ging wieder in den Stall und holte Spotted Face aus ihrer Box. Gemeinsam mit ihr und Bellami ging ich zur Stutenweide. Ich ließ die beiden laufen. Auch die Stuten teilten sich alle zusammen eine Weide. Kahlua und Kentucky Bourbon durften auch auf die Weide und freuten sich auch darüber. Royal Kiss und Anouk waren die nächsten, welche auf die Weide durften. Ich klopfte ihnen den Hals und holte schließlich Schwalbenfeder. Sie stand noch ganz alleine im Stall und wartete schon sehnsüchtig auf mich. Ich holte sie und stellte sie zu den anderen.
      Als nächstes holte ich Vision wieder nach drinnen und putzte ihn. Ich klopfte ihm den Hengst und holte dann seinen Sattel und seine Trense. Gemeinsam mit den Gamaschen platzierte ich alles auf dem Hengst. Ich klopfte ihm nochmal den Hals und ging schließlich mit ihm zum Platz. Dort stieg ich auf seinen Rücken und ritt ihn in aller Ruhe warm. Ich ließ ihm den Zügel lang und nachdem er entspannt lief und warm war, nahm ich sie langsam auf. Ich klopfte seinen Hals und begann dann damit die Aufgaben für das nächste Dressurturnier zu üben. Nach einer halben Stunde ritt ich ihn ab. Er kaute mir brav den Zügel aus der Hand und ich brachte ihn zurück auf die Weide. Simon hatte in der Zwischenzeit Classic Cinnamon, Underground und Chester reingeholt. Louis, Simon und ich wollten ausreiten gehen. Die drei Pferde waren fertig für den Ausritt und wir konnten vor dem Stall auf die Rücken von ihnen steigen. Ich klopfte den Hals von Underground und sah dann zu den beiden. „ Können wir?“ fragte ich und die beiden nickten. Wir ritten los und der Ausritt dauerte eine Stunde und wir brachten danach alle drei wieder auf die Weide. Ich holte als nächstes Schwalbenfeder von der Stutenkoppel und klopfte ihr den Hals. Sie würde heute jedoch nur ein bisschen in die Führanlage kommen. Für alle Pferde reichte die Zeit dann doch nicht. Ihr würden Anouk, Spat Split and White, Royal Kiss und Kentucky Bourbon Gesellschaft leisten. Ich stellte alle in die Führanlage und schielt sie dann ein. Danach holte ich Nightstorm von der Weide und putzte ihn. Ich hatte das Programm der Führanlage so eingestellt, dass die Pferde eine halbe Stunde auf beiden Händen arbeiten mussten. Nach der halben Stunde würde Simon sie rausholen und in ihre sauberen Boxen bringen. Um diese hatten sich zum Glück er und Louis gekümmert. Ich klopfte Nightstorm den Hals als ich auf seine Rücken stieg und ritt ihn dann warm. Ich nahm die Zügel auf und ging dann mit ihm den Parcours für das nächste Springturnier. Nachdem dieser sicher klappt, brachte ich ihn wieder in den Stall. Sein Heu stand schon bereit und er stürzte sich auf dieses. Ich holte Kahlua, Louis und Spotted Face nach drinnen. Die drei mussten heute nicht mehr arbeiten sondern wurden nur noch geputzt. Sie bekamen etwas zu fressen und durften dann alle entspannen. Ich fegte die Stallgasse noch sauber. Dann ging ich mit den anderen nach drinnen und wir begannen zu kochen.
    • Friese
      [​IMG]
      Friese - 16. Juni 2017

      Troubel auf Jasmund:
      Das erste dreiviertel Jahr auf Jasmund war vergangen wie im Flug und ich wusste gar nicht so genau wo die Zeit schon wieder hin war. Seit unserem Umzug war einiges geschehen. Es waren zum einen viele Pferde eingezogen, zum anderen hatte ich viel mit meinem Trainingshof zu tun gehabt. Somit hatten Simon und Linus überwiegend um meine Pferde kümmern müssen. Ich hoffte, dass sich das die nächsten Wochen ein bisschen ändern würde. Klar war ich froh, dass ich Aufträge hatte, denn so kamen Joellen für den Hof herein. Heute hatte ich mir jedoch Zeit genommen, denn es würden zwei neue Pferde ankommen. Sie kamen gemeinsam von einem Hof und waren sehr gute Freunde. Ich hatte mich sofort in beide verliebt und gleich war mir klar gewesen, dass sie bei mir einziehen mussten. Heute war der große Tag endlich gekommen und ich hatte bereits alles hergerichtet. Obwohl in den letzten Monaten so viele Pferde bei uns eingezogen waren, war ich immer nervös wie beim ersten Pferd. Ich hatte mich in die Rasse Lewitzer verliebt, als ich mir die zwei angeschaut hatte. Auf dem Hof waren noch mehr Ponys untergebracht gewesen und mir war klar gewesen, dass die beiden nicht die einzigen zwei Vertreter der Rasse bleiben würden. Ich war so nervös wie seit langem nicht mehr bei der Ankunft eines Pferde, aber das lag wahrscheinlich daran, dass ich die Ponys, mit den Namen Vermillion und Shades of Gray, einzig und alleine für mich und nicht für die Zucht gekauft hatte. Das war für mich doch nochmal etwas anderes. Der Hänger rollte auf den Hof und die ehemalige Besitzerin half mir dabei die beiden Schecken auszuladen. Sie würden erst in den Boxen im Trainings- und Tierarztstall untergebracht werden. Hier hatte ich einen extra Quarantäne und konnte sich in Ruhe an den neuen Hof gewöhnen. Beide bekamen ein Heunetz und durften noch auf ihren angrenzenden Paddock. Für mich würde der Tag nun stressig weiter gehen, denn auch die anderen Pferde wollten gepflegt und eigentlich auch noch geritten werden. Ich war echt froh, dass Simon und Linus sich eigentlich immer um den Offenstall und Aktivstall kümmerten. Die beiden wollten sich heute dem Training mit unseren beiden Barockpintos beschäftigen. Sie wollten alles Grundlegende trainieren. Als ich in die Halle kam, waren sie schon voll und ganz am Üben. Simon hatte Erbeerflavour übernommen und Linus nahm sich Averything Black vor. Die beiden Fohlen schien das Training sehr zu interessieren und sie hatten wohl sehr großen Spaß daran. Bei mir ging der Spaß jetzt damit weiter, dass ich alle Pferde auf die Weide brachte. Als erstes durfte die Hengstgruppe raus. Diese wurde angeführt von meinen beiden schwierigsten Hengsten, Underground und Nightstorm. Nachdem sie auf der Weide waren, kam der nächste dran. Mein eigentlich sehr geliebter Schimmel Vision. Mit ihm hatte ich heute auch einiges zu kämpfen und ich beschloss jetzt schon, dass ich später die Hengstkette mitnehmen würde. Die nächsten beiden waren wieder ruhiger, aber genau das war auch klar gewesen. Chester und Spat Split and White waren einfach zwei brave Herzchen. Bei den nächsten beiden war ich mir noch nicht so sicher wie es klappen würde. Sie waren noch nicht lang auf unserem Hof und so viel mir die Einschätzung oft noch schwer. Zudem war Jupiter gegenüber fremden Leuten eh immer sehr speziell und wir hatten anfangs deshalb schon ein paar Probleme gehabt. Der andere war Whiskey und ich wusste von Anfang an, dass er nicht gerade der einfachste Hengst war. Nun fehlten nur noch drei meiner Hengste. Das ständige Laufen hatte mich ganz schön durstig gemacht und so nahm ich jetzt einen großen Schluck Wasser. Danach holte ich Louis und Finn aus ihren Boxen und brachte sie auf die Koppel. Als letzter stieß Hollywood Dragon zu der Gruppe und ich konnte anfangen die Stuten auf die Weide zu bringen. Auch das würde wieder einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Ich fing dieses Mal nicht mit den anspruchsvollsten Pferden an, sondern von hinten nach vorne. Wir hatten die neusten Pferde immer in den hintersten Boxen und die Pferde, welche wir schon lange hier hatten, in den vordersten. Somit war das erste Pferde Fireball und mit ihr Ghost’s Phenomena. Sie begannen auch gleich zu grasen und ich schaute nicht weiter nach ihnen. Ich warf jedoch einen Blick über die Hengstweide. Eigentlich war mal der Plan gewesen kleine Gruppen zu machen oder sie alleine zu stellen, aber so waren die Hengste einfach besser sozialisiert und sie waren ja alle fast gleichstark. Zu den Stuten würden jetzt noch Pennyroyal und Schwalbenfeder kommen. Mit 19 Stallpferden, welche auf die Weide wollten, dann hatte man schon gut was zu tun. Simon und Linus hatten mir mitgeteilt, dass sie Easy Going und Gabriella spazieren gehen würden. Dies hatte ich natürlich dankend angenommen. Warum auch nicht? Die Pferde würden ein bisschen was anderes sehen als den Stall. Ich holte noch Royal Kiss und Kentucky Bourbon aus den Boxen und brachte sie zu den anderen vier auf die Weide. Es fehlten nur noch zwei Stuten und ich war damit endlich fertig. Ich brachte Kahlua und Bellami auf die Weide und ging nach drinnen. In diesem Moment kamen auch meine beiden männlichen Unterstützer wieder zurück. Simon brachte die zwei Stuten in den Aktivstall und Linus schnappte sich gleich eine Mistgabel. Gemeinsam machten wir mit Simons Unterstützung die 19 Boxen sauber. Die zwei streuten sie alleine ein und ich schaute nach meinen neuen Ponys. Sie bekamen noch ein bisschen Müsli und schienen beide schon ruhiger geworden zu sein. Ich verbrachte noch ein bisschen Zeit mit ihnen und schon war wieder ein Tag vorbei. Morgen würden die Ponys auch kurz auf die Weide dürfen.

      Am nächsten Morgen begann ich mit dem Offenstall und machte diesen sauber. Ich füllte die Heunetze der Hengste und dann die der Stuten. Nachdem sie alle ein bisschen gefressen hatten, holte ich Classic Cinnamon und putzte ihn. Danach sattelte und trenste ich ihn. Ich klopfte seinen Hals und ging gemeinsam mit ihm zum Platz, wo ich auf seinen Rücken stieg. In aller Ruhe ritt ich den Hengst warm und übte danach ein paar Bahnfiguren mit ihm. Ich wollte nochmal abfragen was noch alles bei ihm so klappte, da wir bald mal wieder auf einem Turnier starten wollten. Nach dem Training brachte ich ihn wieder zu den anderen in den Offenstall. Ich klopfte ihm den Hals und holte dann The Circle of Unbroken, Zokni und Galawayn nach draußen. Ich putzte alle und klopfte ihnen die Hälse. Zusammen mit Simon und Linus machte ich die drei fertig. Ich stieg auf Circles Rücken, Simon auf Galawayns und Linus auf Zoknis. Gemeinsam gingen wir eine kleine Runde ins Gelände. Sie sollten nur ein bisschen geritten werden, damit sie nicht nur auf der Koppel des Offenstalls standen. Ich brachte dir drei nach unserer Rückkehr wieder nach draußen, während Simon und Linus das Zubehör aufräumten. Meine Aufmerksamkeit galt nun wieder meinen beiden neuen Hengsten. Ich halfterte sie und brachte sie danach auf die kleine abgetrennte Koppel, des Trainingsstalles. Sie lag nicht direkt in der Nähe unserer anderen Koppeln und so konnten sie sich in aller Ruhe umschauen. Ich wollte, dass sie sich erst mal noch weiter an den neuen Hof gewöhnen konnten. Sie durften das schöne Wetter draußen noch genießen und ich machte mich wieder daran mit den Pferden aus dem Offenstall zu arbeiten. Für die Arbeit mit allen Pferden würde es sicher nicht reichen und so beschloss ich, dass ich die Ponys, Overo und Almost Illegal, nur putzen wollte. Den Hengstoffenstall hatte ich somit schon so gut wie fertig. Es fehlten nur noch General Jack, San Diago, Fame und Hall of Fame. Fame putzte ich auch nur, während ich San Diago danach noch longierte. Hall of Fame und General Jack trainierte ich danach noch. Die Hengste machten auch beide gut mit und so konnte ich glücklich absteigen. Der Stutenoffenstall bestand zum Glück nur aus drei Pferden und so war mein Soll für heute nun wirklich bald erledigt. Linus und Simon holten in der Zwischenzeit bereits wieder die Pferde rein, welche im Haupttrakt standen. Ich holte mir noch River’s Batida de Coco und ging mit ihr eine große Runde spazieren. Ich klopfte ihr den Hals und brachte sie danach wieder zurück in den Offenstall. Face Down und Cup Cake hatten heute nochmal Pause. Ich fütterte nochmal beide Offenställe, sowohl den der Hengste, als auch den der Stuten. Ich brachte Vermillion und Shades of Grey wieder nach drinnen und auch sie bekamen noch ihre Ration. Um den Haupttrakt kümmerten sich wieder Simon und Linus. Ich freute mich, dass ich nun in aller Ruhe essen konnte und mich danach noch in meine Badewanne zu hocken. Des Weiteren war ich mehr als froh, dass ich jetzt dann ins Bett konnte.
    • Friese
      [​IMG]
      Veija - 09. Dezember 2017
      Dragons Heartbreaker, Snap Cat, Xanti, Didga, Boston, Shades of Grey, Vermillion, Easy Going, Spat Split and White, Finn, Pennyroyal, River’s Batida de Coco, Averything Black, Erdbeerflavour, Vision, Classic Cinnamon, Gabriella, PFS’ Stormer’s Victory, Underground, Nightstorm, Kahula, Cup Cake, Bellami, Circle of Unbroken, Sweet Poison, Love Me Lara, Legacy of Gold, Inspiration, Schwalbenfeder, General’s Coming Home, Zokni, Kentucky Bourbon, Paintball Gun, Avalon-Fiffenity, Roses are Red, Northern Dancer, Chester, Hall of Fame, Face Down, Louis, San Diago, General Jack, Galawayn, A Rose from Nevada, Fireball, Ghost’s Phenomena, Hollywood Dragon, Anouk, Royal Kiss, Overo, Almost Illegal



      Elena hatte gerade viel damit zu tun die Fotos für die Inserate der Pferde zu machen, welche sie nun verkaufen wollte und so war ich bereit sie zu besuchen. Sie war schließlich auch oft für uns dagewesen. Des Weiteren wollte heute noch ein Interessent kommen und sich Overo und Almost Illegal anschauen. Ich brachte die anderen Pferde nach draußen und machte gemeinsam mit Joyce die Boxen sauber. Danach richtete ich noch das Futter her. Elena kam mir relativ schweigsam entgegen und auf meine kurze Frage, bekam ich keine Antwort. Dies verstand ich auch. Bei ihr ging es gerade einfach drunter und drüber. Sie musste einiges im Stall ordnen und auch der Verkauf ihrer geliebten Pferde machte ihr ganz schön zu schaffen. Deshalb wollte ich ihr wenigstens das Nötigste abnehmen.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Verkauf
    Hochgeladen von:
    Friese
    Datum:
    10 Juni 2019
    Klicks:
    343
    Kommentare:
    20
  • [​IMG]
    Von
    unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    [​IMG]
    Rasse: KWPN (Niederländisches Warmblut)[100%]
    Geburtsdatum: 15.03.2009
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 169 cm
    Fellfarbe: Brauner
    Kopfabzeichen: Laterne
    Beinabzeichen: vorne, links: weißer Fuß
    vorne, rechts: halbweißer Fuß
    hinten, links: weißer Fuß
    hinten, rechts: weiße Fessel


    [​IMG]
    Nightstorm ist ein charakterstarker Hengst. Kuscheln steht nicht ganz auf seiner Liste der Lieblingsbeschäftigungen, genauso wenig mag er Kinder. Wenn man ihm jedoch mal klar gemacht hat, wer der Chef ist dann läuft er meistens relativ lieb. Hier und da buckelt und steigt er schon mal, aber im großen und ganzen ist der Hengst gegenüber Menschen nicht aggressiv.

    [​IMG]
    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: Jackie
    Pferdewert: //

    [​IMG]
    Springen: M
    Western: E
    Dressur: S
    Military: M
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E

    [​IMG]
    Springen:
    368. Springturnier
    [​IMG]

    Dressur:
    362. Dressurturnier; 367.Dressurturnier; 374. Dressurturnier; 410. Dressurturnier
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    Military:

    244. Militaryturnier; 311. Militaryturnier
    [​IMG][​IMG]

    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren ✔
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    Öffentlicher HG
    Zerstückelte PNG
    PNG