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Rhapsody

Nesquik *

Welshpony – im Besitz seit 04/2021 –

Nesquik *
Rhapsody, 25 Apr. 2021
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Die Basse-Normandie
      01. Juli 2013 -- Eddi

      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
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      Stutenkrönung
      02. Juli 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      „Kommen wir nun zu unserer nächsten Teilnehmern! Eddi mit Nesquik!“ hallte es über den riesigen Turnierplatz. Ich atmete tief ein und wieder aus, denn schon kurz nach dem Warmreiten waren wir nun also an der Reihe. Vor uns verließ soeben noch die Vorreiterin die Halle, als wir in den Trab übergingen und uns auf den Weg machten. So ritten wir in die Halle ein, geradewegs zu X. Mit einer leichten Parade brachte ich Nessi zum geschlossenen Stand und grüßte die Richter mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Um uns herum waren die Tribünen voller Menschen und ich spürte die leichte Anspannung meiner jungen Stute, welche sich unsicher umschaute. Um ihr mehr Vertrauen zu geben, ritt ich dominant im Trab los und bog auf die linke Hand ab. Wir ritten erst einmal eine ganze Bahn, damit sich Nessi an die neue Atmosphäre gewöhnen konnte und ich merkte, wie sie sich allmählich wieder entspannte. Danach gingen wir auf den Zirkel und galoppierten an. Eine Runde galoppierte Nessi schön gleichmäßig, bis wir wieder auf die ganze Bahn wechselten. Sie war wieder ganz sie selbst und galoppiert schwungvoll und überzeugend. Kurz vor der Ecke parierte ich Nessi erst zum Trab und dann zum Schritt durch, so dass ich während unserem Wechsel durch die Länge der Bahn die Zügel ein wenig nachgeben konnte. Nessi streckte sich wunderbar und trat kräftig unter, so dass ich sie leicht lobte. Wir hatten lange auf diese eine Prüfung hingearbeitet und hofften auf einen Sieg. Am Wechselpunkt angekommen stellte ich Nessi um und ging auf die rechte Hand. Auch hier mussten wir alle Gangarten aufweisen, so dass ich erst im Schritt eine einfache Schlangenlinie ritt, ehe wir erneut antrabten. Wie immer reagierte meine Stute äußerst feinfühlig auf jede noch so kleine Hilfe, welche ich ihr gab, so dass wir bei genau bei A angaloppieren konnten und die ganze Bahn ritten. Trotz der Verlockung hielt sich Nessi zurück und blieb in einem flotten und doch ruhigen Arbeitstempo. Nun hielten wir schon auf das erste Hindernis zu, welches zwei Helfer kürzlich aufgebaut hatten. Nessi sprang liebend gerne. Ich merkte wie sie leicht anzog und mit einem butterweichen Satz hatten wir das erste Hindernis erfolgreich bewältigt. Nachdem das geschafft war, ritt ich eine Kehrtvolte mit einem einfach Galoppwechsel. Erneut überwanden wir das Hindernis im Galopp und wieder zeigte Nessi eine einmalige Springmanier. Ich lobte sie kurz und parierte zum Trab durch. Wir gingen auf die ganze Bahn und ich verlängerte Nessis Schritte, bevor wir bei A auf die Mittellinie abbogen. Leicht nahm ich meine Stute wieder zurück, so dass wir eine Pferdelänge hinter X zum Stand durch parierten. Ein sanftes Zupfen am Zügel und eine deutliche Gewichtshilfe, schon ging Nessie fließend drei Schritte rückwärts und blieb geschlossen genau auf X stehen. Mit einem glücklichen Lächeln verabschiedete ich mich von den Richtern und im Schritt am langen Zügel verließen wir unter Applaus die Halle. Draußen warteten wir gespannt auf das Ergebnis.
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      Tierarztbericht
      04. Juli 2013 -- NeverTheLess

      Heute sollte ich mit zwei Stuten von Edfriend einen Ultraschall durchführen. Napayné und Nesquik erwarteten schon länger ihre Fohlen und nun, eine Woche vor dem geplanten Abfohlen, sollte man bestimmen, ob es Stute oder Hengst wird. Edfriend führte pünktlich am vereinbarten Termin die beiden Stuten in die Klinik und brachte sie sofort in den Raum mit dem Anbindepfosten, einem großen Regal mit Medizin und einem Schreibtisch mit vielen Schreibunterlagen und einem Computer. Ich band beide Stuten an und holte einen ungefähr 3 Zentimeter langen Stock, an dem ich den Schallkopf befestigt hatte. Diesen führte ich dann erst bei Nesquik ein und am Computer konnte man ein klares Bild von einem gesundem Hengstfohlen erkennen. Ich zeigte Edfriend den Kopf, die Beine und die Wirbelsäule, die man klar erkennen konnte. Das Hengstfohlen war in der perfekten Lage für die Geburt und ich schätzte, dass es nur noch 4 bis 5 Tage dauern würde, bis die ersten Wehen kamen. Ich wiederholte die ganze Prozedur auch noch mit Napayné, diesmal konnte man aber ein wunderschönes Stutfohlen erkennen, das noch etwas schief lag. Daher würde es noch etwas länger dauern, bis die Wehen kamen, da sich das Fohlen noch leicht drehen musste. Man konnte hier aber den schönen Kopf klar erkennen, wie es die Augen fest zu drückte und die Ohren flach angelegte. Ich lächelte bei diesem Anblick und lobte beide Stuten, nachdem ich den Stab wieder entfernt hatte. Edfriend war anscheinend vollkommen zufrieden mit den Ergebnissen und führte die beiden Stuten mit einem Lächeln auf dem Gesicht wieder zum Hänger, wo ich mich von ihr verabschiedete.
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      Bewegung für die kugelrunden Mädels
      12. Juli 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      Momentan standen zwei der Ponystuten unter besonderer Aufsicht und ich schaute täglich mindestens dreimal vorbei, um mich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war. Napayné und Nesquik würden in Kürze jeweils ihr erstes Fohlen ans Licht der Welt bringen und ich war jetzt schon total aufgeregt. Gott sei Dank hatten wir hier in Frankreich schnell eine super Tierärztin gefunden, so dass ich keine Sorge haben brauchte, dass Quall sich verspäten könnte, wenn ich sie mitten in der Nacht anrufen würde. Meine junge Pflegerin Meg kümmert sich momentan fürsorglich um Nay, so dass mir Zeit für Nessy blieb. Die wunderschön gescheckte Welshsdame war erst seit Kurzen gekrönt wurden und ich freute mich schon riesig auf ihr Fohlen. Als ich am Zaun ihrer Weide stand, graste die friedlich mit den anderen Stuten im Schatten der Bäume. „Nessy!“ rief ich und pfiff einmal kurz. Sofort schossen sämtliche Pferdeköpfe in die Luft und blickten mir neugierig entgegen. Ich sprang über den Zaun und lief Nessy entgegen, die sich schon auf dem Weg zu mir machte. „Hallo meine Schöne.“ lächelte ich und kraulte ihre Stirn, während sie meinen mitgebrachten Apfel verspeiste. Ich halfterte sie auf und führte sie von der Weide zum Putzplatz. Dort begann ich sie gründlich zu massieren, kümmerte mich aber auch um ihr Aussehen. Ebenso fettete ich ihre Hufen ein und nutzte meine freie Zeit für einen Wellnesstag. Nachdem wir fertig waren, band ich Madame los und ging mit ihr ein wenig spazieren. Dabei tat ich es Meg gleich und ging in Richtung Küste. Das war das Schönste an Arromanches-les-Bains, das Meer! Ein Traum und die Pferde liebten es auch. Es dauerte nicht lange, bis uns die Meeresluft entgegen blies. Nessy blähte die Nüstern und schien tief einzuatmen. Ich wanderte mit ihr den Pfad zum Strand hinunter und lief mit ihr durch das flache Wasser. Nessy liebte das Wasser und spielte nur zu gern darin herum. Was sie aber auch toll fand, war das Wälzen im Sand, deshalb hatte ich einen langen Strick gewählt, sodass sie sich nun genüsslich niederlassen konnte, ohne dass sie mir den Strick aus der Hand riss. Als sie wieder stand schüttelte sie sich ausgiebig und prustete den Sand aus ihren Nüstern. Es war immer wieder herrlich anzusehen, wie trächtige Stuten ihre Bäucher umherwälzten. Wir gingen nochmal zum Wasser, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. Ich wollte Nessy nicht zu lange strapazieren, denn sie brauchte neben der leichten Bewegung vor allem viel Ruhe. Wieder auf der Weide, wurde sie kurz von den anderen begrüßt, ehe sie sich alle wieder ihrer Tätigkeit des Grasens zuwanden. Auch Nay schien es gut zu gehen, so dass ich mich beruhigt anderen Dingen zuwenden konnte. Doch vorher wollte ich Nessys kugelrunden Bauch noch für das Album festhalten. „Nessy! Schau mal!“ rief ich fröhlich und drückte auf den Auslöser meines Handys. Glücklich mit dem Foto, machte ich mich auf den Weg. Ich wollte Theodor unbedingt nach den Fortschritten der Vollblüter fragen und ihm die frohe Kunde überbringen, dass wir bald einen Neuankömmling haben würden.
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      Tierarztbericht
      12. Juli 2013 -- NeverTheLess

      Edfriend wurde langsam meine Stammkundin. Schon drei mal gab sie Aufträge in meiner Tierklinik und ich war sehr froh darüber, dass sie meine Arbeit anscheinend bevorzugte. Heute kamen zwei Fohlen bei ihr auf die Welt: Ich hatte einige Monate zuvor einen Ultraschall bei den beiden Stuten, Napayné und Nesquik, gemacht und heute sollten die beiden abfohlen. Bei Napayné hatten bereits die Wehen eingesetzt und obwohl es Nachts war, machte ich mich sofort auf den Weg. Im Stall hörte man schon das nervöse Tuscheln von verschiedenen Stimmen und als ich eintrat, wurde ich herzlichst von Edfriend begrüßt. Napayné lag auf dem weichen Einstreu in ihrer Box und ihr Atem bebte. Ich betrat die Box und strich ihr ein paar Mal über den Bauch. Sie beschnupperte meine Hand, ließ ihren Kopf jedoch wieder sofort fallen, als das Fohlen sich langsam seinen Weg aus der Gebärmutter bahnte. Soweit schien alles gut zu gehen, das Fohlen war in der perfekten Position, um geboren zu werden und auch Napayné ging es bestens. Ich trat zurück und gab der Stute kurz ihre Ruhe, und als der verklebte Kopf des Fohlens heraus lugte, konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Ich entfernte die Gebärmutter vom Fohlen, sodass es seine ersten Atemzüge machen konnte, ließ Napayné aber die restliche Arbeit machen, da es schien, als würde sie keine Hilfe gebrauchen. Schnell war das Fohlen geboren und Napayné leckte es sorgfältig ab, um das Blut anzuregen und es trocken zu kriegen. Ich streichelte das dunkle Fohlen, welches mich mit seinen bernsteinfarbenen Augen ansah wie ein Hundewelpe. Edfriend saß neben Napayné und streichelte die Stute, die sich langsam erhob und ihr Fohlen anstupste, um es ebenfalls zum aufstehen zu animieren. Da das Fohlen anscheinend keine Probleme hatte, sich auf den dürren Beinen zu halten, begann ich sofort mit der Untersuchung des Fohlens. Ich tastete es vorsichtig ab, hörte sein Herzschlag und impfte es schließlich. Da es noch halb benommen war, zuckte sie nur kurz bei der Impfung zusammen, machte sonst aber keine Anstalten. Da Nesquik sich noch Zeit mit dem Abfohlen ließ, sagte ich Edfriend, sie solle anrufen, sobald die Wehen begannen. Ich strich Nesquik kurz über den kugelrunden Bauch, dann begab ich mich in Richtung Parkplatz, als Edfriend leise meinen Namen rief. Nesquiks Wehen hatten plötzlich angefangen. Lachend nahm ich meinen Koffer wieder aus dem Kofferraum, schloss das Auto ab und ging zurück zum Stall, diesmal in Nesquiks Box. Napayné, deren Box in der Nähe von der der Stute stand, wieherte der Fuchsschecken-Stute zu, ehe sie sich ihrem eigenen Fohlen widmete. Nesquiks Bauch bebte und ihr kompletter Körper pulsierte. Ich strich ihr kurz über den Hals und flüsterte ihr beruhigend zu. Langsam ließ sich die Stute ins Einstreu gleiten und legte ihre Ohren flach an den Nacken, als die Wehen wieder begannen. Es verging ungefähr eine halbe Stunde, bis Nesquik plötzlich wieherte und uns somit ein Zeichen gab, dass das Fohlen bald kommen würde. Ich beruhigte die Stute und als die Vorderbeine des Fohlens zu sehen waren, musste ich mit anpacken, da Nesquik kaum Kraft mehr hatte. Ich entfernte die Gebärmutter, dann zog ich an den Vorderbeinen, bis das Fohlen letztendlich neben seiner Mutter lag. Ich entfernte die Gebärmutter, dann ließ ich Nesquik aufstehen und das Fohlen ablecken. Edfriend grinste mich an, denn es war ein kleines Wunder, dass die beiden Fohlen in ein und derselben Nacht geboren waren, wie zwei Zwillinge, die sich kaum mehr unterscheiden könnten, denn das Fohlen von Nesquik war braun, das Fohlen von Napayné war ein Rappschimmel, so vermutete ich, wobei es auch ein normaler Rappe sein könnte; Das Fell des Fohlens war zu dunkel, um es jetzt in dieser Nacht deuten zu können. Ich wiederholte die Untersuchung und die Impfung auch bei Nesquiks Fohlen, dann ging ich aus dem Stall, dies mal aber zum letzten Mal für diese Nacht - es sei denn es gab Probleme mit den Fohlen, dann könnte Edfriend mich immer erreichen. Später erfuhr ich, das Napaynés Fohlen Nandalee heißen würde und Nesquiks Fohlen Applaus.
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      Ein verschlafener Morgen
      13. Juli 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      Gähnend stand ich auf und schleppte mich ins Bad. Die letzte Nacht war anstrengend gewesen, da Napayné und Nesquik beide ihre Fohlen zur Welt gebracht hatten. Deshalb hatte ich allen Beteiligten aus meinem Team angeboten, heute auszuschlafen, da wir erst gegen drei Uhr zu Bett gegangen waren. Meine Sorge ließ mich jedoch nicht ausschlafen, so dass ich um sieben schon wieder auf den Beinen war. Beide Stuten waren zum ersten Mal Mama geworden und somit konnte einiges passieren. Wahrscheinlich machte ich mir unnötig Sorgen und unser Stallmeister Carter war sowieso schon im Stall unterwegs und würde alles kontrollieren, dennoch wollte ich mein Gewissen beruhigen und mich selbst über das Wohl der vier Ponys vergewissern. Flott sprang ich in meine Stallsachen und lief hinaus auf den Hof. Kühle Luft schlug mir entgegen und ich schnappte mir noch schnell meine Fleece-Jacke, da es kälter war, als gedacht. Die beiden Stuten standen am Ende der Stallgasse in zwei größeren Boxen. Nay lag noch neben ihrem Fohlen Nandalee im Stroh und schlief, als ich angeschlichen kam. Auch Nessy's Fohlen Applaus hatte sich eingemümmelt und schien sogar zu schnarchen. Nessy selbst stand daneben und kaute genüsslich auf dem Heu herum, welches Carter den Stuten schon gebracht hatte. Ich begrüßte sie mit einigen flüsternden Worten und kraulte ihre Stirn, als sie mich begrüßte. Auch Nay blickte kurz auf, schien es aber nicht für nötig zu finden, aufzustehen. Ich musterte zufrieden die beiden Fohlen. Sie waren jeweils etwas ganz Besonderes geworden. Nay's Fohlen würde zu 99% später ausschimmeln, auch wenn ihr Fell jetzt noch pechschwarz war. Doch die Schimmelgeneration in Napayné's Pedigree setzte sich schon seit Jahrhunderten durch. Nesquik's Fohlen überraschte mich immer noch. Beide Elternteile verfügten über ein großes weiße Kopfabzeichen und auch einige andere Abzeichen, doch das kleine Hengstfohlen besaß lediglich einen Keilstern und eine kleine Schnippe. Dennoch erinnerte sein feiner Kopf und der neugierige Blick direkt an seine Mutter. Nandalee war mehr oder weniger leider total nach ihrer Mutter gekommen, was den Charakter betraf. Schon gestern war sie so dreist gewesen und hätte beinahe Quall, unsere Tierärztin, ins Bein gebissen. Ihre Erziehung würde ein hartes Stück Arbeit werden. Doch ich war froh, die beiden hier so putz“munter“ zu sehen und wandte mich wieder zum Gehen. Carter war gerade dabei die anderen Pferde auf die Weide zu bringen, so dass ich ihn helfen konnte. Auch er berichtete mir, dass die Nacht und den Morgen über bei den beiden Stuten alles in Ordnung gewesen war.
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      Erster Weidegang
      06. August 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      „Guten Morgen Carter!“ grüßte ich unseren Stallmeister, als ich den Stall betrat. „Wahrlich ein guter Morgen, Frau Canary.“ lächelte er mich an und ich schüttelte nur lachend den Kopf. Wenn er mich ärgern wollte, dann nannte er mich beim Nachnamen, denn er wusste genau, wie wenig ich das mochte. „Eddi? Dürfen heute die Fohlen das erste Mal raus?“ fragte mich unsere jüngste Pflegerin Meg, die plötzlich neben mir auftauchte. „Genau das hatte ich gerade vor.“ grinste ich und reichte ihr das Halfter von Nesquik. Um die zickige Napayné wollte ich mich lieber selbst kümmern. Wir halfterten die beiden Stuten auf und führten sie aus den Boxen. Carter lief vor uns, um uns im Notfall helfen zu können, außerdem öffnete er uns die Türen. „Nani!“ knurrte ich, als sich Nays Fohlen schon wieder aus dem Staub machte. Sofort blieb die kleine Rappstute stehen und schaute mich vorwurfsvoll an. Sie war schon jetzt genauso wie ihre Mama, kam aber letzten Endes zurück. Nessi und ihr Sohn Applaus waren vollkommen anders, die Ruhe selbst und stets ein Vorbild. Ich war froh, als die vier endlich auf der für sie vorgesehenen Weide standen. Sie war eine unserer kleinsten und dennoch noch riesig. Besaß aber einige Obstbäume die wunderbaren Schatten spendeten und sie lag am nächsten am Stall. Zu dritt standen wir nun am Zaun und beobachteten die Stuten und ihre Fohlen. Nessi und Nay schienen froh zu sein, sich endlich wieder die Beine richtig vertreten zu dürfen. Wir hatten sie in den letzten Tagen zwar im Stall hin und her geführt, aber ich hatte die Fohlen noch ein wenig im kühlen Gebäude stehen lassen wollen, ehe sie in die Sommerhitze rausdurften. „Ich bin auch dafür, dass wir sie gegen Mittag wieder reinholen, wenn es heute wieder so extrem warm würde.“ sagte ich zu Carter und er nickte. Aber auch den Fohlen schien die neue Erfahrung Spaß zu machen. Nani galoppierte neben ihrer Mutter umher, während Applaus sich lieber umschaute, einem Schmetterling hinterjagte und sich mit dem Geheimnis des Grases auseinandersetzte. „Er ist so süß!“ quietschte Meg neben mir und letztendlich hatte sie auch vollkommen Recht. Aber auch Nani war einfach eine Schönheit und ihre Gänge waren jetzt schon fantastisch. Ich war froh, diese beiden Fohlen dieses Jahr gezogen zu haben. Sie würden äußerst vielversprechend werden, dass wusste ich jetzt schon. „Na dann, die anderen Pferde warten, also los!“ grinste ich, doch Meg wollte noch schnell ein Foto von den beiden Fohlen machen. „Sie sind viel zu toll.“ lächelte sie glücklich. Seitdem sie mit auf dem Gestüt Fauconnerie arbeitete, war sie richtig aufgegangen und hatte endlich auch ein Selbstbewusstsein entwickelt. „Keine Sorge, vielleicht wirst du irgendwann mal auf einem der beiden sitzen.“ lachte ich fröhlich.
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      Kalter, ungemütlicher Tag

      02. September 2013 -- Eddi

      Der Tag war diesig und verregnet, hinzukam ein kalter wehender Wind, weshalb ich entschieden hatte, die Stuten und ihre jungen Fohlen heute im Stall zu lassen. Ich wollte die beiden zwar nicht verhätscheln, aber hier oben an der Küste konnte man sich schnell eine Erkältung zuziehen. Gerade die beiden Zwerge mussten noch gut umsorgt werden. Stattdessen stattete ich heute beiden Stuten einen Besuch ab, halfterte sie auf und führte sie samt Fohlen in die Halle. Dort ließ ich die vier Chaoten rennen. Applaus und Nandalee schienen täglich 3cm zu wachsen, zumindest kam es mir so vor. Nesquik und Napayné gelangen auch allmählich wieder zu ihrer normalen Figur zurück, auch wenn ich mich noch zu gut an den kugelrunden Bauch erinnern konnte, den die beiden Stuten vor nicht allzu langer Zeit noch gehabt hatten. Nani war wie immer aufgeweckt und neugierig, während Applaus sich in aller Ruhe die Halle anschaute. Die beiden Stuten wälzten sich gleich zu Beginn ausgiebig, ehe sie sich im Galopp ihre Beine vertraten, dass schien beiden gut zu tun. Ich beobachtete die vier Schönheiten ein Weilchen, ehe Tom kam. Gemeinsam brachten wir sie zurück zum Stall und begann dort die Welshs gründlich zu putzen, damit sie wieder richtig schick aussahen. Dann bekamen allesamt eine Decke auf und wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Dort war es wegen dem Blätterwerk über uns noch kühler, so dass wir als Heimweg dann doch bevorzugt an der Küste entlangliefen. Doch auch dort war es nicht angenehmer. Tom und ich schauten uns kurz an, ehe wir gemeinsam beschlossen so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Im Stall kamen die Stuten und Fohlen wieder in ihre beiden großen Boxen und bekamen ein wenig warmes Mash zu futtern. Ich schmuste noch jeweils ein Weilchen mit jedem, ehe ich mit an die tägliche Arbeit machte, welche auf mich im Büro wartete.
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      Das erste Mal führen
      27. Oktober 2013 -- Eddi

      „Ihr wachst so schnell!“ lachte ich fröhlich, als ich Applaus und Nandalee besuchte. Noch teilten sie ihre Boxen mit ihren Mamas, weshalb die vier auch jeweils Doppelboxen hatten. Das würde über den Winter auch noch so bleiben, dennoch wurde es allmählich Zeit, dass die beiden sich an Halfter und Strick gewöhnten, denn bald stand schon der nächste Tierarztbesuch an und dafür sollten die Kleinen vorbereitet sein. Helfen wollte mir Judi, denn unsere Vielseitigkeitsreiterin hatte sich in die beiden Zwerge verliebt. „Kümmerst du dich um Nesquik und Applaus?“ fragte ich lachend und überreichte ihr das neue Halfter für den kleinen Hengst. Ich nahm mir dafür Nandalee vor, ihr Halfter war rot, während Applaus' gelb war. Als erstes halfterten wir die Stuten auf und dann bemühte ich mich Nani zu überzeugen, mich mit dem Halfter an sie heranzulassen. Während Applaus bereits fertig war, kämpfte ich immer noch mit dem kleinen Rappstütchen. Erst nach vielen Bestechungen schaffte ich es endlich, dass sie sich aufhalftern ließ. Als erstes sollte Judi mit Nessy und ihrem Sohn auf die Stallgasse, ich folgte dann mit meinen beiden. Wie erwartet war Applaus vollkommen unbeeindruckt von der ganzen Sache, es schien ihm sogar gut zu gefallen, dass er jetzt solche Aufmerksamkeit bekam. Nani hingegen zappelte die ganze Zeit und konnte den Kopf nicht still halten, sie wollte unbedingt das Halfter los werden. Ich seufzte, dass würde noch ein langer und harter Weg werden, sie war genauso wie ihre Mutter und daran würde sich auch so schnell nichts ändern. Deshalb war ich froh, als wir dann endlich die Weide erreichten. Als erstes nahm ich diesmal Nani da Halfter an und dann ihrer Mutter. Judi tat es mir gleich und als alle ihre Halfter los waren, trabten sie davon. Nani und Applaus begannen direkt miteinander zu spielen und jagten über die Weide. Auch Nay und Nessy trabten ein wenig nebeneinander her, ehe sie mit grasen begannen. Judi und ich brachten die Halfter weg, ehe wir uns um die Boxen kümmern, denn die Fohlen wühlten immer das gesamte Stroh um und hinterließen innerhalb nur einer Nacht eine unglaubliche Sauerei.
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      Hufschmiedbericht
      02. November 2013 -- Mongofisch

      Heute hatte ich wieder einen Termin bei Eddi. Es ging um ihre beiden Stuten Nesquik und Napayné, die beide jeweils ein Fohlen bei Fuß hatten. Ich verstaute mein Werkzeug im Kofferraum, setzte mich hinters Lenkrad und fuhr los. Auf der Fahrt schaltete ich immer wieder den Radiosender um, nichts gefiel mir heute, sodass ich schließlich den Aus-Knopf betätigte. Mir kam die Strecke elendig lang vor, doch dann hatte ich es geschafft. Ich parkte mein Auto und stieg aus: „Hallo Eddi!“ Sie wartete schon auf mich. Wir unterhielten uns kurz und sie erklärte mir, dass die Hufe der beiden Großen deutlich zu lang waren und die Fohlen ihren ersten Termin beim Hufschmied hatten, um alles einmal kennen zu lernen. Sie sollten weniger ernsthaft behandelt werden, mehr war es Eddi wichtig, dass die Fohlen den Hufschmied als etwas positives kennen lernen würden.
      Nachdem wir das geklärt hatten, gingen wir zusammen zur Weide und halfterten die beiden Mutterstuten auf. Die beiden Fohlen folgten ihren Müttern zum Anbindeplatz, kamen immer wieder neugierig in meine Nähe, trauten sich aber nie ganz heran. Ich nahm es den Kleinen aber auch nicht übel, ich war immerhin total fremd. Wir machten die Stuten fest und um mich mit den Fohlen etwas vertraut zu machen, kramte ich ein paar Leckerlis aus meiner Tasche. Die beiden wurden sofort aufmerksam und kamen neugierig näher, als ich ihnen die Hand mit den Leckerlis entgegen streckte. Applaus, das Fohlen von Nesquik traute sich als erster nahe genug ran, um sich eines der Leckerlis zu schnappen. Und nun traute sich auch Nandalee, sie wollte schließlich nicht, das ihr alle Leckerlis weggeschnappt wurden.
      Nachdem sich die beiden Fohlen einigermaßen an mich gewöhnt hatten, holte ich mein Werkzeug aus dem Auto und legte es mir zurecht. Die beiden Großen standen die ganze Zeit über brav und geduldig da und warteten auf ihre Hufbehandlung. Ich begann mit der Schimmelstute Napayné und hob ihren ersten Huf an. Eddi hatte nicht übertrieben: Es war allerhöchste Zeit, dass ich vorbei gekommen war. Die Hufe waren schon arg lang. Ich griff zum Hufmesser und schnitt damit ordentlich viel Horn ab. Nandalee tänzelte aufgeregt und neugierig zugleich um ihre Mutter. Sie blieb neben mir stehen, als ich dabei war, die Hufe von Napayné mit der Raspel wieder in eine schön Form zu bringen. Ich schaute zu ihr auf und streckte ihr die Raspel entgegen. Sie schnupperte kurz daran, hatte dann aber schon wieder aufmerksam beobachtet, wie ich ein weiteres Leckerli aus meiner Tasche zauberte. Ich steckte es ihr zu und fuhr mit dem Hinterhuf von Napayné fort.
      Als auch der letzte Huf wieder ordentlich in Form gebracht war, bekamen Napayné und ihr Stutfohlen jeweils noch ein Leckerli und ich widmete mich Nesquik mit ihrem Fohlen Applaus.
      Die Hufe der zweiten Mama waren nicht so lang wie die von Napayné, aber trotzdem mussten sie ein ganzen Stück kürzer. Zuerst jedoch wendete ich mich Applaus zu. Er betrachtete ausgiebig die Raspel, die ich ihm hinhielt. Aber wirklich was anfangen konnte er damit nicht. Also suchte ich auch für ihn ein Leckerli aus der Tasche und gab es ihm. Dann nahm ich mein Hufmesser und begann mit dem ersten Huf von Nesquik. Ich schnitt das überschüssige Horn ab und korrigierte anschließend mit der Raspel. Dabei wurde ich nicht nur von Applaus, sondern auch von Nandalee aufmerksam beobachtet. Jetzt konzentrierte ich mich aber erstmal nur auf meine Arbeit. Der zweite Huf war schnell gekürzt und korrigiert. Ich klopfte der braven Nesquik lobend auf die Kruppe und befasste mich dann mit den letzten beiden Hufen. Auch die waren schnell erledigt.
      Nun schenkte ich den Fohlen wieder meine Aufmerksamheit. Ich holte aus dem Auto ein paar Hufeisen und zeigte diese den Beiden. Interessiert beschnupperten sie die Eisen. Als ich leise zwei Eisen aufeinander schlug, wichen beide Fohlen zwar erst zurück, verstanden aber schnell, dass von den silbernen Dingern keine Gefahr ausging.
      Bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte, bekamen alle vier Pferde von ein Leckerli von mir. Ich verabschiedete mich von Eddi und fuhr dann langsam vom Hof.
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    1 | von Waldorf
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    25 Apr. 2021
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    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Welsh Pony Sek. B
    14 Jahre

    132 cm
    Fuchs Tobiano

    Nesquik ist ein kleines Springtalent und ein geeignetes Kinderpony. Ihre Geduld und Gelassenheit sind Gold wert, besondersbei der Arbeit mit Reitschülern. Trotzdem ist diese Stute sehr sensibel und schnell zu verschrecken.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren
    Englisch geritten


    Dressur A – Springen A


    ERFOLGE

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    Turniere
    184. Springturnier

    179. Dressurturnier

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    SK 404 Bunte Welshponys


    Leihmutterschaft:
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    Applaus (v. Auftakt) – *2013


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
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    VKR: erloschen