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Gwen

Neelix

Lewitzer ♂

Tags:
Neelix
Gwen, 17 Nov. 2016
Cascar und Zaii gefällt das.
    • Gwen
      Leben auf Green Hills und Echo Forest Stable

      Pflegebericht 06.03.2016 - Cooper Chattahoochee zu Besuch auf Green Hills
      © Cooper
      Es war eine Zeit lang her, als ich von Flair hörte, dennoch rief sie mich vor einigen Tagen an und bat mich darum mich darum nach ihren Pferde zu sehen, da sie beruflich im Moment sehr viel zu tun hatte. Sie war eine sehr gute Freundin und hatten auch des öfteren zusammen gearbeitet, also war das für mich keine Frage. Ich reiste kurzerhand nach Green Hills und traf dort einige Mitarbeiter an und stellte mich vor. Dann erstellten wir einen Plan, wie wir all die Pferde verpflegen und Bewegen wollten. Ich kümmerte mich drei weise um die Säuberung der Pferde, die Mitarbeiter ritten sie, stellten sie in den Selbsttrainer oder bewegten sie anderweitig. Zuerst waren Tabasco, ein neuer Hengst von Flair, Neelix und Nacorde dran. Ich putze sie ausgiebig und schaute auch nach den Vitalzeichen sowie auch nach anderen Auffälligkeiten, das war ein kleines Geschenk an Flair. Dann gab ich die Pferde an die Mitarbeiter weiter. Als nächstes dran waren Losin' Touch, Tsuki Akari und Down with Sickness. "Eigenartige Namen und eine Rassenvielfalt wie nirgends anders" sagte ich zu mir selbst und lachte. Ich versorgte die drei und machte dann weiter mit Enjoy it, Excaliber und Bloody Autumn. Bloody war ein sehr toller Vollblüter, seine Fellfarbe war einfach aber trotzdem irgendwo spezielle. Als ich auch mit ihnen die Verpflegung beendet hatte und die Mitarbeiter diese zur Bewegung holten, holte ich die nächsten Pferde aus der Box. Sie hießen, El Davino, Kronos und Warrior. Es war so toll mich um Davino und Warrior zu kümmern, ich war ein richtige Fan von den Beiden, vor allem von Warrior. Die medizinische Untersuchung war bei allen positiv Aufgefallen, alle waren also gesundheitlich in einem guten Zustand. Es waren noch vier Pferde übrig, die ich ebenfalls im gleichen Schlag dann abhackte. Kirito, ein Trakehner, genieste die Aufmerksamkeit und wollte gar nicht mehr weg, trotz unangenehmen Untersuchungen. So erging es warscheinlich allen Pferden, nur sie zeigten es nicht so. Weiter machte ich mit einem Trakehner, DRP-Mix. "Also echt, was ist das denn für eine Mischung" verdutzt schaute im auf Natsu Dragneel's Boxenschild. "Na, du bist ja mal einer". Ich holte ihn hinaus und verpflegte, wie untersuchte ihn. Kurz nachdem Nastu für den Selbsttrainer abgeholt wurde, holte ich Connerie raus. Erneut ein Vollblüter. Ein wunderschöner, rappbrauner, Vollblüter. Ich ließ mir mit ihm unbewusst etwas länger Zeit, denn er war auch charakterlich ein sehr tolles Pferd. Dann kam ein Mitarbeiter um mit ihm auf die Rennbahn zu gehen. Burnin' Nero war der letzte Hengst. Der Rappe schindete Eindruck und auch er war charakterlich toll. In der Zwischenzeit rief auch Flair an. Sie frug wie es lief. "Gut" erwiderte ich. "Du hast echt, tolle Pferde" sagte ich und legte dann nachdem wir alles besprochen hatten auf. Alle Weidepferde wurden nun gepflegt, bewegt und auch medizinisch Begutachtet, jetzt waren noch die Stuten dran.

      Zuerst dran waren Yuno, eine Trakehnerstute. The Run and Go, Deutsches Reitpony und Oricono Flow, eine Hannoveranerstute. Alle drei Stuten putze ich ausgiebig und unterzog ihnen eine medizinische Untersuchung. Auch bei ihnen gab es keine Auffälligkeiten und konnten von den Mitarbeitern gepflegt werden. Die letzten zwei waren Blue Rag und Pia Facette, zwei wunderschöne Stuten. Auch mit ihnen verbrachte ich einige Zeit, indem ich sie putze, untersuchte und auch noch ein wenig kuschelte. "Sind wir durch?" frug ich. "Allerdings". Freudig schaute ich auf die Uhr. Ich hatte sage und schreibe einen ganzen Arbeitstag von acht Stunden für die ganzen Pferde gebraucht. Dennoch fühlte es sich gut an Flair was gutes getan zu haben. Ich bedankte mich bei ihren Mitarbeitern für ihre Hilfe und reiste zurück nach Kanada.

      Pflegebericht 21.10.2016 - Einkehr in ein neues Heim
      © sweetvelvetrose
      Hi ich bin Nancy Wizzard , ich bin jung und voller taten Drang
      Meine Eltern sind beide super Verdiener und ermöglichen es mir mit einem großen Startkapital meinen Traum von einer eigenen Zucht zu verwirklichen.
      Ich habe mich den Warmblütern verschrieben doch einen gute Freundin von mir die Jani Redinsch musste leider auf Grund ihrer Drillings Geburt alle Pferde abgeben ein Paar werde ich bei mir behalten allen Voran ihr geliebter Duke er wird bei mir die Hengste in Schach alten und Magical Touch die Tinker Stute wird das Start Tier für meine Freizeitpony Tinker Zucht.
      Aktuell Wächst meine kleine Herde um jeden Tag etwas mehr angefangen hat es mit Incendio dann folgte recht schnell die nicht einfache Schimmel Stute Lamira und auch von Cassidy der Jung Stute von Jani erhoffte ich mir Einigens hatte sie doch einen berühmten Vater den Icebreaker der leider Tragisch ums Leben kam.
      Meinen neueste Errungenschaft war Imaginary der große dunkel Schimmel Hengst hatte viel Potnezial und schicke Gänge aber die Sprung Kraft war genial so würde ich ihn auf jedenfalls im Springen Fördern.
      Neelix der Pony Hengst steht aktuell als Gast Pferd einer Freundin in unserem Verband und das Shetty Casanova leistet ihm Gesellschaft.

      Neben den Pferden gehört noch jede Menge Personal und Freunde zu mir und meinem noch kleinen Hof.
      Lee Freeman jüngerer Bruder von Tom Freigeist etwas abgedreht aber ein ehrlicher Mensch hat einen Hang zu Drogen aller Art. Hilft im Stall. (19 Jahre führt sich aber zum Teil auf wie 16)
      Tom Freeman um 7 Jahre älterer Bruder von Lee er ist der Ruhe Pol auf dem Hof und kümmert sich um die Finanzen. Wohnen beide in getrennten Wohnungen auf dem Hof Leitet die Springstunden ( 26)
      May Lieb Trainerin und Reitlehrerin etwas Ruppig in ihrer Art aber meist am Lachen wenn sie dies mal nicht tut sollte man sie besser meiden. Seit 17 Jahren Glücklich mit Sven Lieb verheiratet hat 2 nun erwachsene Kinder. (geschätzt sie will es nie zugeben 45)
      Biene Hampton eigentlich aus Deutschland stammend heiratet früh einen Mike Hampton leider ergab das Schicksal ein anderes er ging ihr fremd und sie ließ sich scheiden seitdem ist sie sehr esoterisch angehaucht und macht einen Ausbildung zur Geistheilerin oder dem waren Titel Heilpraktikerin sowohl für Mensch als auch für Tier. 32 Jahre Sie wohnt im Nachbardorf hat hier aber auch ein eigenes Gästezimmer und vermutlich zukünftig auch ihre Praxis auf dem Hof (vorausgesetzte sie schafft die Ausbildung)
      Sergej aushilfst Kraft aus Polen ist immer ein halbes Jahr da und wechselt sich dann mit Paolo ab der dann für ein halbes Jahr tat Kräftig im Stall für Ordnung sorgt, können das wichtigste in Deutsch leben in den kleinen Mietwohnungen am Hengst Stall.

      So viel dazu heute würde ich endlich zum Reiten kommen nach den der Hof hergerichtet war und die Zäune neu aufgestellt die Dächer neu gedeckt und die Plätze und die Reit Halle neuen Sand erhalten haben.
      Ich holte heute zuerst die Tinkerstute raus und würde mit ihr einen Runde die neue Umgebung erkunden.
      Gesagt getan die kleinen war schnell fertig gemacht und gestattet und dann ging es los erst lange grade dann Berg rauf oben angekommen konnte ich einen unheimlich schönen Blick auf meinem Hof werfen – ja das war meiner und würde hoffentlich bald bis über die vielen Berge hier bekannt und geschätzt sein.
      Nach einer guten Stunde war ich wieder Zurück machte die Isabellstute fertig und stellte sie zu den andern auf die Herbstweide.
    • Gwen
      Pflegebericht 29.11.2016 - Ankunft

      Heute war ein großer Tag und deshalb wurde ich ausnahmsweise auch vor meinem Wecker wach und hüpfte dann schon aufgeregt in der Küche herum, als Ciaran aufstand. Er kommentierte das nur mit einem Seufzen und gönnte sich erst einmal seine Tasse Kaffee, vorher war dieser Mensch nämlich nicht ansprechbar. So viel zum Thema, dass ich ein totaler Morgenmuffel war, ja ja…
      Bereits vor einem Monat waren wir auf Neelix gestoßen. Er war ein auffälliger Lewitzerhengst und ich hatte ihn direkt in mein Herz geschlossen. Schon jetzt sah ich ihn in schicker Ausrüstung durch den Geländeparcours flitzen und natürlich saß ich oben drauf. Mit seinem 145cm Stockmaß war er leider nicht der Größte, was mir Zwerg allerdings wenig ausmachte. Nur Ciaran war nicht so angetan, aber damit musste er leben.
      Vier Wochen hatte er aus Gründen der Sicherheit in Quarantäne verweilen müssen, ehe er nach Kanada einreisen durfte. Aber heute war es so weit. Gestern war er in Winnipeg auf dem Flughafen angekommen und heute würde er bei uns ankommen. Dieses Mal hatte ich keine Kosten für die Reise gescheut und so wurde uns das Pferd auch bis vor die Haustür gebracht.
      Das war bei dem momentanen Wetter sicherlich auch nicht das schlechteste. Momentan wechselte Kanada zwischen stürmisch-matschigem Herbstwetter und den ersten schneereichen Vorboten des Winters. Keine schöne Zeit für lange Fahrten, die durften da ruhig andere übernehmen. Also frühstückte ich nun erst einmal in aller Ruhe, beziehungsweise so ruhig es eben ging.
      Danach ging es hinaus in den Stall um die täglich anstehenden Arbeiten zu erledigen und für Neelix schon eine Box herzurichten. „Er braucht noch einen Spitznamen!“, meinte ich grübelnd und knuffte Ciaran im Vorbeigehen in die Seite, damit er mir zuhörte. „Äh, du bist da besser drin als ich“, murmelte er und schob die letzte Karre Mist aus dem Stall. Als er wiederkam, lauerte ich ihm bereits auf und hüpfte dann fröhlich auf und ab: „Wir rufen ihn Nyx!“ – „Wie die Marke?“ – „Als ob du die kennst!“
      Die Diskussion über Make-Up, bei welchem Ciaran eindeutig mehr Input besaß als ich, wurde unterbrochen, als draußen jemand hupte. Neelix war da! Ich lief schnell aus dem Stall, begrüßte den Fahrer und fackelte nicht lange, ehe ich alle Unterlagen unterschrieb und gemeinsam mit Ciaran den Hengst auslud.
      Der Fahrer kontrollierte noch einmal alles und verabschiedete sich dann. Ich stand mit einem breiten Grinsen auf meinem Hof und neben mir am Strick Neelix, welcher neugierig die Nase in die Luft reckte und sich sein neues Heim anschaute. Er stieß auch ein verhaltenes Wiehern aus, bekam aber keine Antwort. Vermutlich wurde er bei der nicht vorhandenen Lautstärke auch nicht gehört.
      Ich überlegte kurz, brachte ihn dann aber doch erst einmal auf die Weide hinter dem Stall, wo er sich in Ruhe austoben konnte und sich erst einmal beruhigen durfte. Für heute stand er alleine, ehe ich ihn ab Morgen neben die anderen Hengste stellen und dann langsam eingliedern würde. Vermutlich würde es mit ihm sehr unproblematisch werden, denn bisher war er wirklich super brav.
      Er bekam von mir zur Begrüßung noch einige Möhren und einen Apfel, ehe ich ihn noch ein Weilchen beobachtete und mich dann meinen anderen Pferden widmete, die auch gerne noch bewegt werden wollten. Neelix würde sich nun erst einmal in Ruhe eingewöhnen dürfen, ehe wir ganz in Ruhe mit dem Training anfangen würden.
    • Gwen
      Pflegebericht 24.12.2016 - Weihnachten!

      Ungeduldig tippte ich mit der Fußspitze auf den Boden. „Wo bleiben die denn?“, murrte ich leise und warf einen kurzen Seitenblick auf Neelix, welcher dösend neben mir im Stall stand. Eigentlich hatten wir uns alle zu einem Weihnachtsausritt verabredet, aber so wie es aussah, verspäteten sie sich. Oder war ich zu früh?
      Dieses Jahr hatte ich die Strecke ausgesucht und ich hoffte, dass wir uns nicht verreiten würden. Zwar schien die Sonne und der Himmel war strahlend blau, aber die Temperaturen waren dennoch frostig. Deshalb war ich auch sehr dick angezogen und hoffte, nicht zu erfrieren.
      Das hatte sich wohl auch Elena gedacht, denn sie sah heute doppelt so dick aus wie sonst. Nicht, dass es komisch ausgesehen hätte – endlich sah die Blondine mal aus wie ein normaler Mensch. Während sie stolz auf ihrem Schimmel Flavor Of The Month saß, ritt neben ihr Nate auf Kalzifer her.
      „Nate hat eine Wette verloren, deshalb darf er nun mit und irgendwer muss ja mein Pferd mit nach Hause nehmen, wenn ich länger bei dir bleibe“, meinte sie erklärend. Ich nickte nur und ignorierte Nates leidenden Blick. Es war sicherlich eine fiese Wette gewesen, aber hätte ja auch nicht einschlagen müssen.
      Als nächstes trudelte Jojo ein und präsentierte und ihren neuesten Schatz: Ares. Ein brauner Warmbluthengst, der edel daher geschritten kam. „Bla bla bla, das ist alles meine gute Zucht!“, meinte Elena knapp und Jojo verdrehte nur die Augen. Außer Eli schien heute niemand sonderlich gesprächig zu sein.
      Das änderte sich jedoch schlagartig, als Elisa und Zai eintrafen. Beide auf einem kleineren Rappen, leider schienen sich Levi und Eisvogel aber nicht sonderlich zu verstehen und die Reiterinnen hatten gerade die Diskussion, welcher Hengst schuld wäre. Elena wollte schon ihre Meinung äußern, als ich die Diskussion knapp im Keim erstickte und alle zum losreiten bat.
      Wie bereits bekannt wurde es im Winter schneller dunkel und wenn wir nun noch länger bräuchten, würden wir mit Laternen oder Taschenlampen reiten müssen. „Eine coole Idee! Ein Mitternachtsausritt!“, kommentierte Zai meine sarkastische Anmerkung direkt. Oh weh und dann am besten noch mit mindestens 5 Tequila intus…
      Der Ausritt wurde dafür aber wie erwartet lustig und entspannt. Wie immer gab es viel zu erzählen, besonders Quatsch und es wurde auch ausgiebig über Outfits diskutiert. Nicht nur für den Reiter, sondern auch fürs Pferd. Elena hielt zudem einen ausführlichen Vortrag darüber, wie ungemein wichtig es doch wäre, dass beide Outfits zueinander stimmig wären.
      „Und genau deshalb kleidest ja auch immer du uns ein“, meinte Jojo grinsend und Elena nickte nur wissend. Inzwischen kamen wir schon wieder bei mir zu Hause an. Wir waren gut zwei Stunden unterwegs gewesen und ein wenig durchgefroren. Da Elena ihren Hengst direkt Nate in die Hand drückte, machte sie uns liebenswürdiger Weise einen Tee, während der Rest noch seine Pferde versorgen und in die Boxen stellen musste.
      Dann verkrümelten wir uns schnell in mein warmes Wohnzimmer, wo schon ein vorgeheizter Ofen auf uns wartete. Davor lagen bereits Shiva und Ivy, welche auch direkt von meinen Freundinnen in die Mangel genommen wurde. Das schien beide Vierbeiner aber nicht zu stören.
      Während sich alle aufwärmten, machte ich den Punsch fertig und bereitete das Raclette vor. „Ih, Raclette!“, kommentierte Eli, deren Geschmack das nicht zu sein schien. „Ja ja, für dich gibt’s extra Fleischfondue“, meinte ich knapp und baute beides auf. Ich hatte alles schon heute Morgen vorbereitet und so konnten wir direkt loslegen.
      Knapp eine Stunde später lagen wir alle voll auf dem Sofa oder den Sesseln und jammerten darüber, dass wir zu viel gegessen hatten. „Wieso unterschätzt man das auch immer so?“, jammerte ich theatralisch.
      „Zeit für die Geschenke!“, quietschte dann Zai und ich starrte sie entgeistert an. Als dann tatsächlich alle was hatten, blickte ich traurig in die Runde. „Toll, dieses Jahr schenkt ihr alle was, nur ich nicht!“, jammerte ich traurig, bekam dann aber erst einmal drei Geschenke gereicht.
      Zai überzeugte ja mit ihrer kreativen Idee, uns ein Einhornspucke-Duschgel zu schenken. Von Eli gab es verdammt leckere Gummibärchen, während Jojo auf Nagellack und gesunde Snacks gesetzt hatte. Und Elisa punktete mit ulkigen, aber verdammt süßen Geschenken. Für Shiva und Ivy war natürlich auch was dabei gewesen.
      Nun kaute Shiva zufrieden auf einem Kauknochen, während Ivy mit einer Zuckerstange spielte. Gut, eigentlich war alles für den Hund gewesen, aber als Katze nahm man sich halt einfach das, was man wollte. Nachdem ich lange eine Schnute gezogen hatte, kramte ich hinter dem Sofa und zog grinsend einen Beutel hervor.
      „Hab doch was für euch!“, meinte ich fröhlich und verteilte eingepackte Geschenke. Allen hatte ich ein eingerahmtes Bild geschenkt. Es zeigte jeweils ein Pferd des Beschenkten und die Freude war mehr als groß. „Hätte mich auch gewundert, wenn Gwen ein Weihnachten ohne Schenken überstanden hätte“, lachte Eli fröhlich und schenkte uns allen noch einmal Punsch nach.
    • Gwen
      Pflegebericht 04.01.2017 - Springtraining

      Düdüm, düdüm, düdüm. Konzentriert ging ich in Neelix‘ Bewegungen mit, während ich die Galoppsprünge bis zum nächsten Hindernis zählte. Ein leises Schnalzen, eine feine Hilfe und der Absprung saß. Sauber kamen wir über das Hindernis, ich achtete besonders darauf, meine Hände gut vorzugeben, ehe wir auch schon wieder landeten – im korrekten Galopp.
      Nun kam eine scharfe Kurve, welche ich mit Absicht in den Parcours integriert hatte. Sitzen, sitzen, sitzen, schalt‘ mein Kopf, damit ich Neelix in der Kurve beisammenhielt, er mir nicht auseinanderfiel und aus dem Takt kam. Das folgende Hindernis kam nämlich schnell und es war eine Zweier-Kombination, also mussten wir nach der Kurve mehr als korrekt hineinkommen, um auch das zweite Hindernis fehlerfrei zu schaffen.
      Im Kopf folgte ich unserem Takt und achtete mit Argusaugen darauf, dass Neelix immer gleichmäßig weiter galoppierte. Die Hindernisse befanden sich nur auf E-Höhe, denn heute lag mir der Takt und die Flüssigkeit des Durchlaufs im Fokus. Neelix kaute, wollte anziehen, als der Oxer näherkam, doch ich reagierte mit halben Paraden und einen leisen „Hooola“.
      Noch drei Galoppsprünge ließ ich Neelix danach in unserem Takt konzentriert weiter galoppieren, ehe ich ihn die Zügel aus der Hand kauen ließ und zum Trab durch parierte. Während ich leichttrabte, lobte ich ihn ausgiebig, er hatte es heute wirklich gut gemacht und war motiviert bei der Sache gewesen.
      Schon als ich das erste Mal nur ein Bild von Neelix gesehen hatte, wusste ich, dass das Pony ein großes Potenzial im Springen barg und ich behielt Recht. Es schmückten bereits einige Schleifen seine Wand. Auch wenn nur von kleineren Hallenturnieren, Neelix konnte sich eindeutig gegen (vor allem körperlich) größere Konkurrenz behaupten.
      Nach einigen Runden im leichten Trab auf beiden Händen parierte ich zum Schritt durch und ritt Neelix ab. Kurz darauf warf ich ihm die Abschwitzdecke über und als er entspannt atmete, verließen wir die Halle. Im Stall band ich ihn am Putzplatz an, um ihn abzusatteln und abzutrensen. Zufrieden gähnte Neelix, nachdem das Gebiss weg war.
      Er hatte gut geschwitzt trotz der Tatsache, dass er geschoren war. Dementsprechend warf ich ihm seine Abschwitzdecke über. Aus Gründen seiner Süßheit hatten Eli und ich es uns nicht nehmen lassen, den Hengst mit gewissen Teilen einer gewissen süßen Markenkollektion einzudecken. Also stand er da nun mit seiner gepunkteten Decke und zerkaute soeben eine Karotte.
      Nachdem er mit seinem Belohnungssnack fertig war, stellte ich ihn unter unser Solarium. Wie dankbar ich für diese Investition war, welche sich schon mehr als bezahlt gemacht hatte. Während er dastand, bekam er auch sein Kraftfutter – so einen Luxus hätte man als Reiter ja manchmal auch gerne.
      In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um das Sattelzeug. Zugegebenermaßen hatten auch hier Eli und ich uns nicht zurückhalten können. Ich hatte mich für einen Prestige Sattel entschieden, genauer gesagt für den Roma Jump und dazu passend ein Micklem – Sonderanfertigung, damit es auch farblich gescheit zum Sattel passte.
      Nachdem alles ordnungsgemäß sauber im Spind verstaut war, war auch Neelix mit seiner Sonderbehandlung fertig und ich konnte ihn abholen. Kurze Kontrolle ob er auch überall trocken war und dann bürstete ich noch einmal kurz über das Fell, ehe es für den Hengst schon wieder hinaus auf die Weide ging.
      Nach langem hin und her hatte ich ihm auch eine dünne Weidedecke draufgepackt, da ich lieber auf Nummer sicherging, wenn er jetzt aus dem warmen Stall nach dem Training wieder hinausging. Stören tat sie ihn nicht, als er im Stechtrab auf die große Weide entschwand, dabei kurz Memo anzickte und dann noch einige Sprünge losließ.
      Bisher fiel es meinem Neuling noch schwer, sich in die Gruppe zu integrieren, mal war er den anderen gut gesinnt, mal war er eine richtige Zicke – aber ich war mir sicher, dass sich das auch noch geben würde, zumal keiner der anderen Hengste auf seine Piekereien einging.
    • Gwen
      Pflegebericht 28.02.2017 - Bilanz ziehen

      Total gejetlagt saß ich an unserem Küchentisch und starrte müde aus dem Fenster. Mein Studium neigte sich dem Ende zu, doch vorher hatte es noch ein Pflichtpraktikum von mir gefordert. Natürlich hatte ich es nicht eingesehen, den gesamten Monat wo anders zu verbringen und so war ich stattdessen immer für das Wochenende nach Hause gekommen.
      Ciaran hätte den Hof sicherlich auch problemlos ohne mich geschmissen, aber das hatte ich nicht einsehen wollen. Die Rechnung bekam ich jetzt. Gestern war mein letzter Arbeitstag gewesen und nun saß ich hier an einem Dienstagmorgen und wusste gar nicht mehr, wohin mit mir. Von einem Jetlag konnte man theoretisch nicht sprechen und trotzdem fühlte es sich so an.
      Jetlag kombiniert mit einem dreitägigen Saufgelage, so fühlte ich mich und trotz Aspirin und Kaffee (dabei trank ich nie Kaffee!), fühlte ich mich total fertig und wäre sicherlich auf der Stelle wieder ins Bett gekippt, wenn ich mir nicht fest vorgenommen hätte, heute noch etwas Sinnvolles zu meinen Pferden beizutragen.
      Ciaran und ich hatten viel zu besprechen, aber vorher mussten die Pferde gefüttert und dann auf die Weiden gebracht werden. Während Ciaran das Frühstück in den Boxen verteilte, begann ich bereits, den Teil unserer Pferde einzudecken, die wetterbedingt eine Decke benötigten. Ehe ich damit durch war, waren die ersten auch schon fertig.
      Morgens ging es bei uns immer Schlag auf Schlag, damit die Pferde möglichst den gesamten Tag auf den Weiden genießen konnten. Danach stand für uns das Ausmisten der Boxen an, ebenso mussten die Heunetze aufgefüllt und die Stallgasse gekehrt werden. Als wir danach fertig waren, war ich eindeutig bereit fürs Bett.
      Ciaran wollte mit Kedves heute ein wenig Dressurarbeit machen und danach noch Papermoon’s Yakari longieren. Ich verzog mich für die Zeit ins Arbeitszimmer, um schon einmal zu strukturieren, welche Pferde heute alle besprochen werden mussten, immerhin wurde es höchste Zeit, aus dem alten Jahr Bilanz zu ziehen und zu schauen, was für 2017 geplant war.
      Ciaran hatte beide Hengste bewegt und warf sich dann zufrieden in den Sessel gegenüber mir. Ich musterte ihn kurz abschätzend, immerhin warf er sich mit Stallsachen auf meinen teuren Sessel, aber ich hielt den Mund, so war das nun einmal auf einem Pferdehof. Stattdessen schlug ich Hefter Nummer eins auf.
      Ciaran entdeckte sofort den Namen und wie aus einem Mund sagten wir „Neelix“. Ich nickte nur kurz und ging die momentanen Aktivitäten unseres Lewitzerhengstes durch. Neelix war erst seit Ende November bei uns, aber zeigte unglaubliche Leistungen. Wir hatten ihn gefühlt bei allen Hallenturnieren im Winter starten lassen und immer brachte er eine Schleife mit nach Hause.
      Er war im Moment auch wirklich in Topform und so plante ich, ihn demnächst an einer Leistungsprüfung teilnehmen zu lassen. Die Qualitäten, um zur Zucht zugelassen zu werden, hatte er auf jeden Fall. Auch Ciaran stimmte mir zu und wir planten direkt den verstärkten Trainingsplan des Hengstes bis Mitte März, denn da fanden bereits die ersten Hengstkörungen statt.
      Nach unserem kleinen Wunderkind war Ginny My Love an der Reihe. Mit der Paintstute ließen wir es bisher ruhig angehen. Wir schätzten Ginny beide so ein, dass sie zwar sehr gerne gefiel und sich alle Mühe gab, aber genau deshalb auch nicht überfordert werden sollte. Hier und da schickten wir sie bereits auf kleinere Turniere zur Gewöhnung. Momentan startete sie da neben Dressurturnieren auch bei Hunter Under Saddle und Hunter Hack, da wir nicht planten, sie in beiden Reitdisziplinen auszubilden, so dass wir beim englischen Sattel blieben.
      Zu unserer Enttäuschung fand sie bei den Westerndisziplinen bisher mehr Zustimmung. Es war aber auch wirklich schwer, Ginny versammelt und dennoch durchlässig zu bekommen. Sie neigte immer schnell dazu, auseinanderzufallen und Elena hatte sich auch bereits über ihren langen Hals echauffiert und ich konnte es ihr nicht einmal verübeln.
      Aber noch war Ginny ja nicht lange unter dem Sattel und die richtige Turniersaison würde ja erst beginnen, ich war mir also sicher, dass wir aus der Scheckstute noch ein gutes Dressurpferd hinbekommen würden. Einig waren Ciaran und ich uns aber auf jeden Fall dabei, mit ihr viel Stangenarbeit zu machen und sie auch vermehrt an die Longe zu nehmen, um an ihren Gängen zu arbeiten.
      Ich grübelte kurz, wer als nächstes ganz oben auf der Liste stand, doch Ciaran übernahm direkt: „Pinero und Sinfonie“ und ich musste nicken. Beide Knabstrupper wurden dieses Jahr vier und wir planten, sie in diesem Frühjahr anzureiten und auf die nächste Saison vorzubereiten. Ich war sehr gespannt auf die beiden. Zwar waren sie sehr bunt, aber Elena hatte auf Sportlichkeit und Leistung gezüchtet, also müssten die beiden eigentlich ideal für unsere Vorhaben sein.
      Mein kleiner Liebling Nuriya wurde dieses Jahr erst zwei Jahre alt, hatte also noch alle Zeit der Welt. Momentan beschäftigte ich sie regelmäßig mit dem Fohlen-ABC und wollte demnächst mit regelmäßigen Spaziergängen und Schrecktraining anfangen. Das machten wir zwar regelmäßig, aber nun konnte es auch langsam mehr in Richtung Extreme Trail gehen.
      Außerdem wollte ich schon allmählich bei ihr mit der Bodenarbeit beginnen, zunächst nur die leichten Sachen, aber wenn sie drei werden würde, würde es schon mit dem Longieren und dem Vorbereiten auf das Einreiten weitergehen, so viel Zeit blieb uns also nicht.
      „Hast du eigentlich mal wieder was von Andvari gehört?“, fragte Ciaran neugierig und auch ich musste gerade an unseren ehemaligen Haflingerhengst denken. „Hm, ehrlich gesagt nein, ich schreib der guten Frau heute Abend mal noch eine Mail“, meinte ich fröhlich und kritzelte die Notiz auf meine kleine To Do Liste.
      Als nächstes war Ohnezahn an der Reihe. Obwohl er nun schon am längsten zum Stall gehörte, rückte er gerne in den Hintergrund. Lange hatte er seine Vergangenheit aufarbeiten müssen, aber wir waren auf einen sehr guten Weg. Den Winter über hatte ich mich nun vermehrt seinem Training gewidmet und auch Ciaran stempelte ihn nun so ab, dass er demnächst schon einige kleine Turniere mitgehen könnte.
      Somit waren alle aktuellen Pferde schon abgehakt. Der Rest war bereits für die Zucht zugelassen, aktiv in seinem Training drin und würde bald wieder Turniere laufen. Dieses Jahr wollte Ciaran vermehrt mit Fagy und Dead Memories Turniere gehen, er hatte ja an den beiden einen Narren gefressen.
      Ich hatte mir wiederum vorgenommen, die Halbgeschwister Minou und Moon’s Wishing Well in Richtung Distanz zu fördern und auch mich darin weiterzubilden. Das hatte ich bisher immer brav vor mich hergeschoben, aber 2017 schien mir dafür eigentlich ein ganz gutes Jahr zu sein. „Von Wish erwartet dieses Jahr auch eine Stute ein Fohlen“, klärte ich Ciaran auf, der zur Zeit des Decksprungs noch gar nicht hier gearbeitet hatte.
      Die Besitzerin von Argo, der trächtigen Stute, würde mich benachrichtigen, sobald das Fohlen das Licht der Welt erblickt hätte. Ich war ja sehr gespannt, immerhin würde es Wishs erstes Fohlen werden. Generell verlieh ich meine Pferde sehr ungern, weil ich mir nie sicher war, was aus den Nachkommen werden würde.
      So war Nayala bisher auch die einzige gekrönte Stute aus meinem Stall, die ein Fohlen verzeichnen konnte und Nuriya stand ja, wie bekannt, bei uns mit im gleichen Stall. Von Tawny Bawny und Ameya plante ich aber auch irgendwann mal ein Fohlen zu ziehen, die dann aber auch für den eigenen Stall bestimmt wären und nicht für außerhalb.
      Bei Minnie Maus war ich mir da noch etwas unsicher, da mir die Stute doch noch recht jung war und ich sie teilweise gerne einmal vergaß und sie so pro forma mitlief. Das Gleiche galt indirekt für Arriba, wobei ich auch einfach nichts mit einem zweiten Criollo anfangen konnte. Ich liebte Arriba, weil sie so ein Charakterpferd war und deshalb stand sie auch noch bei uns. Und außerdem war es auch mal schön, ein Pferd zu haben, auf das man alles und jeden setzen konnte.
      Deshalb hatte sich Ciaran für unseren jetzigen Ausritt auch Arriba ausgesucht, während ich mir meinen geliebten Altair schnappte, die beiden wollten nämlich auch noch bewegt werden und ein Ausritt bei dem schönen Wetter war sicherlich gut für meine Kopfschmerzen.
    • Gwen
      Pflegebericht 12.03.2017 - 488. Hengstkörung

      Es war März und schon standen die ersten Hengstkörungen aus. Zu unserem Glück kam Neelix durch die Anmeldung und so waren wir heute alle etwas früher wach als sonst, damit wir einen guten Platz auf dem Turniergelände erhielten und bestens vorbereitet waren, wenn es ernsthaft losging.
      Momentan war ich mit Neelix noch auf dem Abreiteplatz unterwegs und wärmte ihn auf. Wir hatten inzwischen alle Grundgangarten auf jeder Hand durch und da wurden wir auch schon aufgerufen. Ich parierte zum Schritt durch und lotste Neelix Richtung Halleneingang. Man wurde immer etwas eher aufgerufen, so dass wir noch einen Moment vor der Halle warteten und unseren Vorreiter vorbei ließen.
      Dann nahm ich die Zügel auf, gab Neelix leichten Schenkeldruck und der Hengst trabte an. Ich versammelte ihn etwas als wir in die Halle und dann in das Dressurviereck einritten. Es ging direkt in Richtung X, wo wir geschlossen durch parierten und ich die Richter herzlich grüßte. Dann nahm ich die Zügel wieder auf und ließ meinen Hengst wieder antraben.
      Wir begannen auf der linken Hand, wo ich zuerst eine ganze Bahn trabte, ehe ich auf den Zirkel ging und Neelix die Galopphilfe gab. Sauber sprang er genau bei A an und galoppierte schwungvoll vorwärts. Er hatte ein gutes Grundtempo und sprang schön durch. Man merkte ihm zwischenzeitlich sein Springpferdedasein an, so dass ich ihn etwas zügeln musste. Ebenso musste ich den Übergang zum Trab und dann zum Schritt gut vorbereiten, damit Neelix auch sauber reagierte.
      Im Schritt gab ich ihm etwas mehr Zügel hin, forderte dafür aber auch vermehrt das Untertreten mit der Hinterhand. Uns blieben hier nur wenige Minuten zur Präsentation des Hengstes und die sollten gut genutzt sein. Ich nahm langsam die Zügel wieder auf und schickte Neelix in den Trab. Wir wechselten durch die ganze Bahn und ich forderte von Neelix den verstärkten Trab.
      Kurz vor dem Wechselpunkt nahm ich ihn wieder zurück, flüsterte kurz lobende Worte und ging dann mit ihm im Trab erneut auf den Zirkel. Wir waren auf der rechten Hand angekommen und nach einer Runde Trab gab ich die Galopphilfe. Diesmal ging es ganze Bahn, auch wenn ich Neelix etwas mehr zurückhalten musste als auf dem Zirkel. Abwechslung war aber immer gut und er reagierte auch sofort auf meine Paraden.
      Wir parierten wieder zum Trab durch und dann zum Schritt. Eine lange Seite forderte ich von Neelix einen fleißigen, aber nicht zu eiligen Schritt, bevor wir ein letztes Mal antrabten und noch einmal ganze Bahn gingen. Dann bogen wir auf die Mittellinie ab und ritten geradewegs zu X. Dort hielten wir geschlossen an und ich verabschiedete mich von den Richtern.
      Danach fiel die gesamte Anspannung ab, ich gab Neelix die Zügel hin und lobte ihn ausgiebig. Am langen Zügel im Schritt verließen wir die Halle und Neelix schnaubte zufrieden ab. Trotz des Applaus und des Lärms blieb mein Hengst seelenruhig und ohne Zwischenfälle verließen wir die Halle. Draußen ritt ich Neelix in aller Ruhe ab und wir warteten auf die Note.
    • Eddi
      Tierarztbesuch 12.03.2017 - Pferdepraxis Sapala

      Momentan konnte ich mich vor Aufträgen kaum retten und so war ich bereits früh wieder unterwegs, um meinem vollen Terminplaner Folge zu leisten. Heute ging es auf die Nahanni Rivers Ranch zu Gwendolyn Campbell. Wie sie mir bereits am Telefon gesagt hatte, plante sie, einen ihrer Hengste demnächst auf einer Körung vorzustellen und vorher musste dieser natürlich noch untersucht werden.
      Ich begrüßte Gwendolyn herzlich und dann gingen wir gemeinsam in den Stall, wo Neelix bereits angebunden am Putzplatz auf uns wartete. Zu meiner Freude handelte es sich bei ihm um einen Lewitzer. Neelix war sechs Jahre alt und ein schicker Porzellanschecke, der sich sehen lassen konnte.
      Man sah ihm schon von Weiten an, dass er momentan gut im Training stand und bestens auf seine Leistungsprüfung vorbereitet wurde. Dennoch bat ich Gwendolyn, mir ihren Hengst einmal im Schritt und einmal im Trab die Stallgasse entlang zu führen, damit ich seinen Bewegungsablauf begutachten konnte.
      Seine Gänge waren taktklar und er schwang gut durch den gesamten Körper mit. Gwendolyn lobte ihn kurz und band ihn wieder am Putzplatz an. Dort warf ich einen Blick in Ohren, Augen und Maul. Alles war in Ordnung und seine Zähne sahen auch bestens aus.
      Als nächstes hörte ich Herz und Lunge ab und kontrollierte die Werte vom Puls und der Körpertemperatur. Auch hier war alles im grünen Bereich und ich nickte zufrieden. Nun tastete ich noch die Wirbelsäule und die Beine ab, aber Neelix reagierte nirgendwo empfindlich. Alles war tiptop und er konnte geimpft und entwurmt werden.
      Vier Spritzen gab es für den kleinen Ponyhengst. Wir begannen mit Influenza und Herpes und dann folgten noch Tetanus und Tollwut. Brav hielt Neelix die Spritzen aus und schluckte abschließend auch noch die Wurmkur ohne Probleme. Dafür wurde er auch von mir ausgiebig gelobt.
      Gwendolyn brachte ihren Hengst zurück in die Box und ich erneuerte in der Zwischenzeit seinen Impfpass. Außerdem unterschrieb ich Gwendolyn noch das Gesundheitszertifikat für die Teilnahme an der Körung. Danach waren wir auch schon fertig und ich verabschiedete mich, bevor ich mich auf den Heimweg machte.
    • Zaii
      Hufschmiedbesuch 16.03.2017 - Crescent Acres Farriery

      „Gwen“, quietschte Zai neben mir vergnügt. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, mich zu meinem Termin bei Gwendolyn zu begleiten. Ihrer Erzählung nach hatten sich die beiden nämlich schon „Eeeeeewigkeiten“ nicht mehr gesehen (merke: Letzte Woche = eine Ewigkeit her).
      Mit schmerzverzerrtem Gesicht, rieb ich mir das linke Ohr, was meine Chefin aber nicht wahrnahm, da sie ihre Freundin bereits in eine herzliche Umarmung gezogen hatte, die diese nach einem perplexen Moment lachend erwiderte. Danach war dann auch ich an der Reihe und Gwen zeigte mir ihren Lewitzerhengst Neelix. Der Porzellanschecke blickte uns neugierig aus seiner Box entgegen und ließ sich bereitwillig von allen mit Streicheleinheiten verwöhnen, ehe ich seine Besitzerin bat, ihn mir in Schritt und Trab vorzuführen. Die Gänge waren klar und zeigten keine Auffälligkeiten, also konnte ich mit meiner Arbeit anfangen.
      Während ich mir die Schürze umband und damit begann, Neelix‘ alte Eisen zu lösen, schickte ich Zai zu meinem Auto, damit sie den mobilen Ofen herbringen sollte. „So.. schwer“, stöhnte sie, als sie das Gerät mit rotem Gesicht zu mir gebracht hatte. „Oder du einfach nur zu schwach“, antwortete ich mit einer hochgezogenen Augenbraue, woraufhin Zai schmollend die Unterlippe schürzte, während Gwen sich das Lachen verkneifen musste.
      Schnell waren die alten Eisen unten und ich konnte die Hufe ausschneiden und plan für die neuen Eisen raspeln. Gwen stand am Kopf ihres Lewitzers und redete ihm gut zu. Der Hengst hielt brav still, zuckte bei zu lauten Geräuschen aber ab und zu zusammen und war auch mir gegenüber vorsichtiger geworden, als er seine Box verlassen sollte.
      Mit Hilfe seiner Eisen hatte ich schnell die richtige Größe für Neelix‘ neues Schuhwerk gefunden und während das erste bereits im Ofen erhitzt wurde, bat Gwen mich um Stollen. Ich willigte ein, ehe ich das erste Eisen anpasste. Neelix ließ mich mit angelegten Ohren gewähren und Gwen lobte ihn dafür ausgiebig. Nach dem Aufbrennen und Ablöschen ließ ich Zai, die sich in der Zwischenzeit zu Wish vezogen hatte („Der ist nicht so gemein zu mir wie du!“), den Bohrer holen. Also eigentlich waren es drei Bohrer, bis sie den richtigen brachte, aber wir wollen mal nicht so sein.
      Schnell waren die Löcher gebohrt und so konnte das erste Eisen bereits angebracht werden. Nachdem die Nägel gebogen und abgeknipst waren, suchte ich mir Vierkantstollen (das wollte ich Zai nicht auch noch zumuten) heraus und drehte sie probehalber ein. Neelix sah etwas irritiert zu seinem Huf hinab, als er ihn aufstellte. Gwen sollte die Stollen zur Probe ebenfalls raus-, wieder rein- und danach wieder rausdrehen, ehe ich mich dem nächsten Huf zuwandte.
      Mit der Zeit ließ Neelix mich immer bereitwilliger machen und reagiert beim Aufbrennen des letzten Eisens nicht mal mehr auf den Geruch. So konnte ich meine Arbeit ohne Unterbrechungen zu Ende bringen und schleimte mich im Anschluss bei Neelix mit einem Stück Möhre ein, welches er mit vorsichtigen Bewegungen seiner Lippen aufnahm. Ich ließ mir erneut die Gänge zeigen; Neelix lief zwar momentan ein bisschen wie auf rohen Eiern, das sollte sich aber zeitnah legen. Ich bat Gwen, mich nach dem ersten Training mit Stollen zu informieren, ob alles wie gewünscht funktionierte. Während Zai mein Werkzeug aufräumte („Den Ofen darfst du diesmal selbst schleppen!“), suchte ich Gwen noch genügend Vierkantstollen heraus, sodass sie auch Ersatz haben würde, falls sich einmal einer der Stollen unterwegs lösen sollte.
      Nach einem kleinen Plausch verabschiedeten wir uns dann von Gwen und traten den sehr kurzen Heimweg an. Kaum hatte ich den Motor angelassen, bekam ich auch schon einen unangenehmen Fausthieb auf meine rechte Schulter. „Dafür, dass du so gemein zu mir warst“, erklärte sie und wir wussten beide, dass dieses Hin und Her damit noch nicht vorbei war.
    • Gwen
      Pflegebericht 01.04.2017 - Ab ins Gelände

      „Sag mal, willst du hier wohnen?“, fragte Elisa lachend, als sie auf Chesmu angeritten kam. „Ne Begrüßung fände ich ja besser“, grinste ich sie an und streckte ihr die Zunge raus. Mit einer Parade gab ich Neelix zu verstehen, dass er neben Chesmu anhalten sollte, was auch erstaunlich gut klappte. Mein Lewitzerhengst war eine willkommene Abwechslung im Gelände, denn er hörte auf meine Hilfen.
      „Man muss die Zeit zwischen arschkalt und sauwarm ja schließlich nutzen“, erklärte ich streng und ließ Nyx wieder antraben. Elisa folgte meinem Beispiel und lenkte Chessi neben uns. Gemeinsam drehten wir eine Runde um die Wiese, ehe wir angaloppierten. Eine schöne Übung für die Hengste, denn die meisten Pferde waren nicht besonders davon begeistert, wenn sie nebeneinander laufen mussten.
      Die zweite Runde beendet, steuerte Elisa dann den kleinen Baumstamm an, welcher zu den Aufwärmungshindernissen gehörte. Ich ritt mit Nyx eine Volte und folgte ihr dann im sicheren Abstand. So sprangen wir unsere Hengste in aller Ruhe warm. Bei den gruseligeren Hindernissen ließ Elisa uns den Vortritt, denn im Gegensatz zum Jungspund Chessi hatte mein Hengst schon mehr Erfahrung.
      So durchritten wir heute das Wasser auch erst einmal im Schritt und Chessi klebte brav am gefleckten Hinterteil von Nyx. Aber immerhin traute er sich. Sollte ja Pferde geben, die wasserscheu waren und damit allerhand Trainer zur Weißglut trieben, aber ich wollte natürlich keine Namen nennen.
      Stattdessen besprach ich mich mit Elisa, welche Runde wir springen wollten. Wir entschieden unsere wir die B-Route. Hindernistechnisch war sie nicht besonders anspruchsvoll, jedoch war sie recht lang und gespickt mit einigen Hügeln und schärferen Kurven. Ganz gut für die beiden Ponys.
      „Du reitest als erste“, meinte Elisa knapp und ließ mir den Vortritt, nahm aber schon einmal die Zügel kürzer, denn Chessi würde es nicht okay finden, warten zu müssen, obwohl Nyx losgaloppierte. Ich nickte nur kurz und gab dann die Galopphilfe. Der Lewitzer reagierte sofort und galoppierte ruhig an.
      Die ersten drei Hindernisse waren nicht der Rede wert und dienten erst einmal dem Reinkommen. Danach folgte jedoch schon der erste Hügel auf dessen Spitze sich ein Baumstamm befand und es danach direkt wieder abwärtsging. Ich zügelte deshalb Nyx etwas, da der Abstieg immer etwas unerwartet kam.
      Nach dem Hindernis ging es direkt hinein in den Wald. Ich liebte ja die Waldböden und die stumpfen Hufgeräusche, die die galoppierenden Hengste hinterließen. Im Wald erwartete uns zum einen eine gute Galoppstrecke und zum anderen einige hinterlistige Kurven mit niedrigen, aber fiesen Hindernissen.
      Zum einen kamen diese meist unerwartet und waren zum anderen extra so gestellt, dass Pferde gut ausbrechen konnte. Man muss ja alles bedenken bei seiner eigenen Trainingsstrecke. Dahingehend war die Reiterei ja sowieso witzig, immerhin machte man es sich da gerne unnötig schwerer.
      Chessi schoss auch einmal an einem Hindernis vorbei, beziehungsweise versuchte es, kam aber nicht weit, denn Elisa war sofort mit den Hilfen dran, ritt eine Volte und schob den zögernden Hengst förmlich über das Hindernis und das durfte er dann gleich noch ein zweites Mal springen.
      Nachdem wir den Parcours gesprungen waren, widmeten wir uns heute noch dem bergauf und bergab galoppieren. Das forderte immer unglaublich viel Koordination von den Pferden und war außerdem kraftzehrend. So waren beide Hengste danach auch gut gearbeitet und wir machten uns jeweils wieder auf den Heimweg.
      Zu Hause sattelte ich Neelix ab und weil die Sonne schien und es für Anfang April sehr warm war, spritzte ich ihm direkt noch die Beine ab. Danach bekam er noch sein Müsli, ehe er auch schon zurück auf die Weide durfte. Ich hatte nun stattdessen die Ehre, unsere Ausrüstung vom Dreck zu befreien, ehe ich mit allem fertig war.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.05.2017 - Geländetraining

      „Waah Clyde! Pass doch auf!“, stöhnte ich erschrocken, als mich der halbwüchsige Dalmatiner von hinten rempelte und beinahe umwarf. Er jagte gerade Shiva hinterher, die anscheinend nur in Ruhe ihre Kaustange fressen wollte. „Clyde! Hierher!“, pfiff ich ihn zurück und baute mich mahnend auf, als er kurz überlegte, einfach weiter zu rennen.
      Etwas unmotiviert kam er zu mir zurück getrottet und setzte sich vor mich hin. Ich lobte ihn, forderte noch einmal Platz und spendierte ihn dann ein eigenes Stück Rinderpansen. Und so motivierte man seinen Hund am besten, dass es sich immer lohnte, auf das Frauchen zu hören.
      Nachdem der Jungspund beschäftigt war, konnte ich mich meiner eigentlichen Aufgabe widmen, immerhin wollten die Pferde trainiert werden, bevor es unnötig warm wurde. Gemeinsam mit Ciaran würde es heute auf die Geländestrecke gehen. Ich holte uns Neelix und Ceredwen von der Weide und begann dann schon einmal, meinen Lewitzerhengst fertig zu machen.
      Kurze Zeit später erschien auch Ciaran und putzte Ceredwen. Wir waren schnell fertig, schwangen uns in die Sättel und ritten hinüber zur Geländestrecke. Auf dem Weg kam uns Elena auf Accomplishment entgegen, sehr zur Verwunderung von Ciaran.
      „Ach, das weißt du ja noch gar nicht, aber Elena hat entschieden, ihr Hobby endlich zum Beruf zu machen“, feixte ich fröhlich. Tatsächlich waren es eigentlich eher Colin und Nate, die nun offiziell auch als Bereiter für fremde Pferde arbeiteten, aber Elena ließ sich das nicht nehmen.
      Ciaran tat das Ganze mit einem Schulterzucken ab und meinte, es wäre ihm egal, so lange ich ihn nicht mit reinziehen würde. Stattdessen wärmten wir dann die Pferde auf und sprangen ein wenig. Neelix war heute sehr ruhig unterwegs und so konnte ich jedes Hindernis schön taxieren und ein bisschen an den Übergängen arbeiten.
      Bei Ciaran sah man deutlich den Willen für die kommenden Turniere und Ceredwen musste ordentlich arbeiten. Aber es zahlte sich aus, die Stute war schon wesentlich sicherer im Gelände und sprang alles mit sauberer Manier. Während Ciaran sich besonders um ihre Springausbildung kümmerte, kam die Stute bei mir zwei- bis dreimal die Woche unter den Dressursattel.
      Auch Neelix war eher der Springer und selten fürs Viereck zu begeistern. Aber da zu meiner Philosophie gehörte, dass eine gesunde Dressurausbildung das A und O für alle weiteren Disziplinen war, kamen auch unsere Springer nicht darum, sondern wurden umso mehr in allen Sparten gefördert.
      Nyx und Ceredwen waren dann für heute aber auch fertig und wir ritten sie ab, ehe wir nach Hause ritten. Dort versorgten wir beide Pferde und sie durfte zurück auf die Weide. Während Ciaran eine Pause einlegte, sammelte ich mir Moon’s Wishing Well und Minou von den Weiden ein.
      Nacheinander putzte ich die Connemaras und sattelte dann Wish. Minou würde ich als Handpferd nehmen und so gingen wir gemeinsam eine ausgiebige Runde ins Gelände. Da es sich bei beiden um ausgebildete Distanzpferde handelte, konnte man sich schon denken, dass wir nicht nur gemütlich durch den Wald zuckelten, sondern durchaus etwas für die Ausdauer taten.
      Und da war es gar nicht mal so leicht, die beiden Pferde mehr oder weniger an ihre Grenzen zu bringen. Natürlich waren total fertige Pferde nicht mein Ziel, aber man konnte Wish und Minou auch schnell unterfordern und so baute ich ausgiebige Trab- und Galoppstrecken ein, damit sie beiden gut beschäftigt waren.
      Zu Hause gab es dann für beide direkt eine Abkühlung, denn inzwischen war es warm genug, um zumindest schon die Beine abspritzen zu können. Es gab auch direkt ein bisschen Kraftfutter für beide, ehe sie gut getrocknet wieder zurück auf die Weiden durften.
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  • Album:
    Oststallungen
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    17 Nov. 2016
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  • Rufname: Nyx
    Geburtsjahr: 2011


    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Porzellanschecke
    Stockmaß: 145cm

    Beschreibung:
    Neelix ist ein typischer Ponyhengst: Gewitzt, mutig und sehr präsent.
    Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen und lässt sich gerne Verwöhnen. Unterm Sattel
    sowie im Umgang ist er sehr Vorsichtig und eher zurückhaltend, andere Pferde hingegen
    weist er oft zurück, er macht sich nur selten Freunde auf der Weide, daher kommt er nur
    mit wenigen Pferden gut aus. Sein Talent liegt in jedem Fall beim Springen - Er hat eine
    gute Sprungtechnik und ist im Parcours gut zu händeln.

    Ersteller: sweetvelvetrose
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: sweetvelvetrose

    Dressur A - Springen S - Military S* - Distanz L

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