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Gwen

Nayala

New Forest Pony ♀

Tags:
Nayala
Gwen, 12 Aug. 2013
AliciaFarina und Elii gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 20.08.2013 - Das Goldpferd

      Ich wurde schon eine Stunde vor meinem Wecker wach und konnte dank meiner Halsschmerzen leider auch nicht mehr einschlafen. Also machte ich mich schon jetzt fertig und begann dann stattdessen unten in der Küche damit, Wasser aufzukochen, um mir eine Tasse Tee zu machen. Um guten Willen zu zeigen, deckte ich direkt den Tisch und fuhr dafür auch ein Lob von Mama ein, als diese eine halbe Stunde später in der Küche aufkreuzte. Auch Kathy kam irgendwann, allerdings total verschlafen. Sie schien gestern das Lernen für die Mathearbeit ernster genommen zu haben als gedacht. „Ich übernehm schnell den Stall.“ lächelte ich sie an und verschwand dann schon nach draußen. Eigentlich war heute Kathy dran, aber da ich schon fertig war, konnte ich das genauso gut machen. Auf dem Weg zum Bus bedankte sie sich dann noch einmal ausgiebig. Später in der Mittagspause saß ich gemeinsam mit meiner Freundin Amber an einem der Tische in der Mensa. Sie war heute äußerst schweigsam, aber ich ließ sie und aß erst einmal in Ruhe. Tatsächlich rückte sie einige Zeit später mit der Sprache heraus. „Du Gwen? Ihr habt doch eine schöne große Ranch, oder?“ fragte sie mich zögernd. Ich grinste sie an: „Also ich finde sie schon schön.“. Amber schwieg nochmals, ehe sie mit ihrem Problem anfing. „Meine Bekannte muss auch Geldgründen ihre Stute verkaufen. Sie ist noch recht jung, aber gut ausgebildet und, wenn ich es mir richtig gemerkt habe, ein New Forest. Ich dachte das wäre eventuell was für euch?“ fragte sie und blickte mich plötzlich neugierig an. Ich überlegte kurz und meinte dann, sie solle mir mal die Adresse und Telefonnummer aufschreiben, meine Mutti würde schon nicht nein sagen. Als ich Amber dann jedoch fragte, ob sie vielleicht mit zu der Besichtigung kommen wolle, verneinte sie. Wahrscheinlich würde ich es doch nicht mehr schaffen, Amber und Pferde aneinander zu gewöhnen.
      Eine Stunde später war ich auch schon wieder zu Hause und brachte direkt die frohe Kunde mit nach Hause. Mama war sofort von dem Tierchen angetan, denn ihrer Meinung nach konnte eine Stute mehr nicht schaden. Sie rief direkt bei der Nummer an und vereinbarte noch heute einen Termin. Kathy war auch sofort mit dabei. Gemeinsam erledigten wir deshalb umso schneller die Stallarbeit, damit wir dann losfahren konnten.Wir fuhren auf einen schönen Pensionshof, welcher riesig war. Dort trafen wir die Hofbesitzerin, welche uns die Stute vorstellte, da die eigentliche Besitzerin nicht kommen konnte. Die Kleine hörte auf den Namen Nayala und war ein Prachtstück von Pony. Kathy ließ es sich natürlich nicht nehmen, die Hübsche Probe zu reiten und selbst mir gefiel das Ergebnis äußerst gut. Meine Mutti vereinbarte einen weiteren Termin für Morgen und dann fuhren wir auch wieder nach Hause.
      „Kannst du dich heute um die Stallarbeit kümmern? Kathy und ich wollen in die Stadt und danach würden wir die Stute abholen.“ Ich drehte mich um und schaute meine Mutter vorwurfsvoll an. „Wir bringen dir auch was gegen deine Halsschmerzen mit.“ versuchte sie mich zu überreden. Was dann eher schaltete, war Kathys Versuch. „Bitte, Gwen! Die Stute ist ein Traum, aber wir sind leider nicht die einzigen Interessenten.“ Sofort machte es bei mir Klick und ich musste grinsen. Aus irgendeinem Grund hatte Amber viel an der Stute gelegen, also störte es mich nicht, wenn die Hübsche ihren Platz bei uns finden würde. „Na dann fahrt, aber beeilt euch, bevor ich hier eingehe.“ stöhnte ich und trank meine Tasse heißer Milch aus. Als sie weg waren, machte ich mich zu den Pferden auf. Eigentlich war ich zu dick angezogen, aber ich fror immer noch. Kathy hatte die Pferde schon gefüttert, so musste ich sie nur noch nacheinander auf die Weiden bringen. Als alle draußen standen, holte ich mir die Schubkarre und eine Mistgabel und begann die Boxen auszumisten. Wegen meiner Erkältung brauchte ich fast doppelt so lange, ehe ich wieder zum einstreuen kam. Ich machte überall noch Tränken und Tröge sauber und füllte die Heunetze auf. Zum Schluss kehrte ich die Stallgasse und setzte mich dann für eine Pause in unser Reiterstübchen. Was hier fehlte, waren ein oder zwei Stallkatzen und ein treuer Hund. Es dauerte nicht lange und ich hörte unser Auto auf den Hof fahren. Ich hatte Ohnezahn und Altair heute extra auf eine der anderen Weiden gestellt, damit unsere Hausweide frei für den Neuankömmling war. Kathy lud die Stute stolz aus. „Mission erfolgreich abgeschlossen.“ grinste sie glücklich. Die Stute glänzte in der Sonne wie ein polierter Goldbarren. Ich öffnete das Weidetor und Kathy entließ die Stute in die Freiheit. Übermütig galoppierte sie los und buckelte über die Wiese. Als Mama dann dazu kam, begann sie sich zu beruhigen und fing an zu grasen. „Ich find sie toll.“ lachte meine Mutti stolz und verschwand dann wieder ins Haus. „Tja, ein neuer Schützling in unser Obhut.“ grinste ich zufrieden.
    • Gwen
      Tierarztbesuch 04.09.2013 - Tierklinik Musta Kyyneleet
      © Tikka

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      Erst gestern hatte meine Praxis im neuen zu Hause eröffnet und schon hatte ich alle Hände voll zu tun. Ich saß im Jeep, auf dem Weg zu der ersten Pferdebesitzerin. Auch wenn sie mir inzwischen nicht mehr unbekannt war und ich sie auch sehr gern hatte, so war es der erste Besuch auf ihrem Hof. Dass dieser aus dem Grund heraus entstand, dass eines ihrer Pferde kränkelte, war zwar nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte, doch freute ich mich, Gwen bei der Gelegenheit einmal persönlich kennenzulernen. Ich wusste bereits, dass es sich um eine New Forest Pony Stute handelte, welche noch keinen Monat auf Gwen's Ranch in Kanada stand.
      Als ich schließlich ankam, stieg ich aus und begrüßte die Hofbesitzerin freundlich, ehe sie mich auch sogleich zu Nayala führte. Die junge Stute stand in ihrer Box und schaute neugierig die Stallgasse herab, als wir zu ihr gingen. „Na du.“, begrüßte ich sie und betrat die Box, während ich ihr kurz den Hals klopfte und jede hektische Bewegung vermied. Doch die Stute interessierte sich viel mehr für alles andere, als für den Fremden in ihrer Box. „Hältst du sie?“, fragte ich, während ich aus der schwarzen Tasche, die ich in der Hand trug ein Stethoskop heraus nahm, um die Atemwege des Pferdes abzuhören. „Es ist wichtig, dass sie keinen Husten oder ein anders geschwächtes Immunsystem hat, wenn wir impfen. Zwar achten da nicht alle Tierärzte drauf, doch ist es durchaus empfehlenswert.“, erklärte ich, ehe ich mich daran machte das Tier abzuhören. Zwar waren es meist nur einfache Informationen, die sich die meisten Pferdebesitzer denken konnten, vor allem wenn es nicht ihr erstes Pferd war, doch hatte ich es zur Angewohnheit werden lassen, jeden Schritt den ich tat zu erklären. „Bei ihr ist aber alles in Ordnung.“, erklärte ich, als ich meine Arbeit getan hatte und klopfte ihr den Hals. „Wir impfen jetzt gegen Tetanus und Influenza, gegen letzteres sollte zwei mal im Jahr geimpft werden, bei Tetanus ist einmal ausreichend, eventuell auch alle zwei Jahre.“, fuhr ich fort. „Da Kanada ein Land ist, wo die Tollwut noch nicht ausgerottet ist, ist es durchaus sinnvoll, auch dagegen zu impfen.“ kurz blickte ich fragend zu Gwen, welche jedoch verstanden zu haben schien. „Eine Herpesimpfung halten viele Tierärzte für wirkungslos, was ich jedoch anders sehe.“ Während ich sprach, zog ich den Impfstoff auf und klopfte den jungen Tier den Hals. „Nicht erschrecken mein Mädchen, das pikst jetzt einmal.“, sagte ich. Natürlich verstand sie meine Worte nicht als solche, doch zumindest mein bemüht beruhigender Tonfall entging den Tieren nicht. Doch Nayala schien sich nicht sonderlich daran zu stören, es wäre wohl kaum nötig gewesen, dass Gwen sie überhaupt am Halfter hielt. Nur selten kam ich zu Patienten, die alles so anstandslos über sich ergehen ließen, doch waren mir diese auch am liebsten. „So, jetzt bekommt sie noch eine Wurmkur, die wird ihr trotz Apfel-Zimt-Geschmack wohl nicht allzu sehr gefallen, aber wenn sie sich dabei auch so gut handhaben lässt, kannst du ihr die auch alle der Monate, also vier mal im Jahr, selbst geben.“, sagte ich zu Gwen, während ich die große Spritze aus meiner Tasche nahm, jedoch ohne Kanüle. Damit gab ich ihr die Paste in den Mund und wie erwartet war sie nur wenig begeistert davon und versuchte den Kopf hochzureißen, doch das ließen weder Gwen noch ich zu. „Und schon vorbei.“, lächelte ich. „Das bekommst du sicher auch hin, ich lass dir ein paar Einwegspritzen ohne Kanüle und etwas Paste da, auch für die anderen. Wenn du dann Weide und Boxen sauber hältst, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“, erklärte ich und strich dem Pony sanft über den Rücken. „Gut, dann hätten wir das so weit. Am Telefon meintest du noch, sie lahmt ein wenig?“, sprach ich dann das eigentliche Problem an, weswegen ich hier war. „Dann würde ich vorschlagen, du führst sie mal die Stallgasse auf und ab.“ Gesagt, getan. Es war wirklich kaum zu sehen, doch es war da. Sie belastete den linken Vorderhuf nicht vollständig, was man auch schon in der Box gesehen hatte, wenn man ein wenig drauf achtete. „Ich würde sagen, wir schauen uns mal das Bein an, es kann auf der Weide passiert sein, durch einen Tritt von anderen Pferden, oder beim Transport, aber das ist schon zu lange her und wäre dir früher aufgefallen. Wobei eine Verspannung der Rückenmuskulatur auch zu Lahmheit führen kann.“ Ich bedeutete Gwen die Stute wieder in die Box zu stellen und hockte mich nieder, um das Bein abzutasten. „Und so schnell lässt sich alles finden.“, meinte ich und winkte Gwen zu mir. „Schau hier, das Bein ist leicht geschwollen und warm, wenn du es abtastest. Dramatisch ist das nicht, gegen eine Wärme hilft als einfaches Hausmittel Speisequark und gegen die Prellung ein wenig Bewegung. Allerdings nur im Schritt und ohne Reiter. Du wirst selbst merken, wenn sie aufhört zu lahmen und das Bein voll belastet. Normalerweise geht das schnell wieder besser, nur wenn es sich entzündet, rufst du mich wieder.“ Ich richtete mich auf und klopfte mir das Stroh von der Hose. „So weit wäre meine Arbeit dann getan.“, lächelte ich. „Komm noch mit zum Auto, dann gebe ich dir die Wurmkur.“, fügte ich hinzu und verabschiedete mich kurz von der Stute, ehe ich mit Gwen zusammen den Stall verließ. Draußen zog ich rasch den Reißverschluss meiner Jacke zu, ehe ich nach der Paste kramte und sie der jungen Frau übergab. „Tschüss, hoffentlich muss ich nicht bald wieder kommen und wenn doch, aus einem anderen Grund.“, grinste ich und stieg mit diesen Worten ins Auto.
    • Gwen
      Pflegebericht 23.09.2013 - Schonfrist

      Als ich an den Zaun unserer Waldweide trat, hatte ich einen herrlichen Blick auf unsere drei Stuten. Allesamt grasten sie friedlich vor sich hin und genossen die Sonnenstrahlen, nachdem es die letzten Tage unerschütterlich geregnet hatte. „Nali!“ rief ich laut und sprang über den Zaun, um unsere kleine goldene Stute zu holen. Sie begrüßte mich mit einem leisen Brummeln und ließ sich ohne Probleme aufhalftern. Vorsichtig fuhr ich ihr Vorderbein herunter, welches immer noch leicht warm war. Erst kürzlich war unsere Tierärztin da gewesen und hatte in Erfahrung gebracht, dass sich Nali ein wenig zu sehr verspannt haben musste und dann hatte sie sich auch noch das Schienbein geprellt. Nun hieß es eine Woche Ruhe, was für unsere hyperaktive Maus jedoch beinahe unmöglich schien. Stallarrest hatten wir sofort flachfallen lassen, denn Nali wäre durchgedreht. Wenigstens benahm sie sich auf der Weide und schonte sich selbst, anstatt wie ein junges Kitz umher zu springen. Desto mehr begrüßte sie jedoch täglich meine Besuche, welche ihr wenigstens ein wenig Abwechslung verschafften. Gestern waren wir spazieren gewesen und heute wollte ich es mit ein wenig Bodenarbeit probieren. Doch zuerst putzte ich Nali gründlich und spritzte dann ihr Bein mit dem Wasserschlauch ab, um die alte Lage Quark abzuspülen und das Bein gleichzeitig zu kühlen. Solange wir arbeiten würden, würde ich es ab lassen und erst danach wieder etwas dran machen. Ich ging mit ihr auf den Reitplatz, um die frische Luft noch ein Weilchen genießen zu können. Zu Beginn klärte ich erst einmal die Rangfolge, indem ich sie einfach neben mir her führte, ab und an stehen blieb oder sie zurückrichtete. Danach ließ ich den Strick immer länger werden bis Nali mir ohne eine weitere Verbindung folgte. Natürlich bekam sie immer viele Leckerlies und ich lobte sie stets ausgiebig. Da sie sich nach einiger Zeit genug bewegt hatte, machte ich mit ihr ein paar Dehnübungen, indem sie ihre Vorderbeine heben sollte. Anfangs klappte das Ganze nicht so gut, aber von Mal zu Mal wurde es besser, bis es sich wirklich sehen lassen konnte. Nach einer halben Stunde beendete ich dann auch das Training, denn Nali sollte sich immer noch schonen. Außerdem begann es inzwischen zu dämmern. Kathy und Mama holten auch schon die Pferde von der Weide. Ich verpasste Nali in der Zeit wieder ihren Quarkverband, ehe sie in ihre Box durfte und ich mit der Abendfütterung begann.
    • Gwen
      Hufschmiedbesuch 13.10.2013 - Hufschmiede Ferro Di Cavallo
      © Zaii

      Wiehern schlug mir entgegen, während ich das Auto parkte. Als ich gerade meinen Koffer aus dem Auto nahm, trat mir Gwen aus dem Stall entgegen. Wir begrüßten uns, denn heute sollte ich mir die Hufe von zweien ihrer Pferde anschauen. Gwen nahm mir den Hufbock ab und auf dem Weg zum Stall erzählte sie mir von meinen zwei Kunden. Im Stall sahen uns bereits 8 Pferde entgegen, pardon, 6 Pferde und zwei Mäuler, welche noch nicht so richtig über die Boxentüren passten. Während ich mir kurz die beiden Haflingerfohlen ansah, halfterte Gwen bereits einen hübschen Mixhengst auf, Appolino. Ich stellte mich mit einem Leckerli vor, dann führte mir Gwen die Gänge des Fuchses auf dem Hof vor. Der Hengst lief taktklar und lahmfrei und während ich mir die Schürze umband, stellte Gwen Appolino vor dem Stall ab. Ich begann mit dem linken Vorderbein, wo mich Gwen darauf aufmerksam machte, dass Appolino schon einmal eine Sehnenentzündung erlitten hatte. Ich tastete das Bein ab, es war weder warm noch dick, ein Zeichen dafür, dass die Entzündung komplett verheilt war. Trotzdem wollte ich mir das Bein nach der Hufbehandlung nochmal ansehen. Zuerst säuberte ich Appolinos Huf, ehe ich damit begann, die Hufwand mittels Klinge und Schlageisen zu kürzen. Anschließend schnitt ich das Zerfallshorn aus der Sohle und raspelte den Huf gerade. Nachdem auch entstandene Ecken wieder ausgeglichen waren, nahm ich Appolinos Huf vom Hufbock und lobte den Zweijährigen, bevor ich mich dem nächsten Huf widmete. Gwen bemerkte während der Korrektur der Hinterhufe schmunzelnd, dass der Hengst einen seiner guten Tage hatte, denn Appolino machte keinerlei Probleme und ließ mich meine Arbeit schnell zu Ende bringen. Ich ließ mir nochmals die Gänge des Fuchses zeigen, immer noch schön klar und wie gemacht für die Dressur. Ich entließ Appolino in seine Box, er behielt aber sein Halfter auf, denn die Sehnenentzündung wollte ich mir zu Ende ansehen. Währenddessen führte Gwen bereits eine schicke New Forest Ponystute aus deren Box. Die junge Stute hatte den Kopf hoch erhoben und die aufmerksamen Augen musterten mich. Nayala, wie die Vierjährige hieß, stellte ihre Gänge nur zu gerne unter Beweis, man merkte ihr ihr Feuer in jeder Bewegung an. Wie Gwen mir erzählte war die junge Stute lernwillig, aber manchmal überdreht und dann ungeduldig. Vor allem, wenn sie ruhig stehen sollte. Lachend machte ich mich an die Arbeit, doch während ich die vorderen Hufe der Stute kürzte, ausschnitt und korrigierte ließ diese sich von Gwen ablenken und blieb brav und gelassen stehen. Erst bei den Hinterhufen dauerte es Nayala dann zu lange und so brauchten wir ein paar Versuche, bis der Huf auf dem Hufbock liegen blieb und ich die Klinge durch den Huf treiben konnte, ohne dass Gefahr bestand. Doch mit gutem Zureden, einer Runde über den Huf und Ruhe ließ Nayala mich schließlich machen. Ich beeilte mich so gut ich konnte und lobte die junge Stute, als ich meine Arbeit beendet hatte. Sie sollte mich schließlich in guter Erinnerung behalten. Abschließend ließ ich mir nochmal die Gänge zeigen, aber bis auf, dass sich der Bewegungsdrang anscheinend noch gesteigert hatte, hatte sich nichts verändert und so konnte Nayala wieder in ihre Box zurück – was ihr gar nicht passte. Doch bevor Gwen mit ihr arbeiten oder sie beschäftigen konnte, war nochmal Appolino dran. Der Mix brummelte Gwen vertrauensvoll entgegen, als diese seine Box erneut öffnete und ihn herausführte. Die beiden drehten ein paar Runden über den Hof, während ich das Bein beobachtete. Auch das erneute Abtasten brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Entzündung war vollständig abgeheilt und würde den jungen Hengst am hohen Springen hindern, doch das wusste Gwen bereits und mit seinen schönen Gängen war Appolino eh für die Dressur prädestiniert. Allseits zufrieden wurde der Fuchs zurück in seine Box gebracht, während ich bereits mein Werkzeug verstaute. Nachdem ich mich von Gwen verabschiedete hatte, stieg ich in das Auto und rollte vom Hof, Gwen machte sich währenddessen auf den Weg zu Nayalas Box, die schon lautstark wartete.
    • Gwen
      Pflegebericht 23.10.2013 - Thanks Giving

      Ein neuer Heimatsort bringt auch neue Gepflogenheiten mit sich, eine davon in Kanada ist das Thanks Giving Fest. Da wir dringend ein wenig unsere Kontakte pflegen mussten, lud Mama spontan die Eltern meiner Freundin Amber zu Thanks Giving zu uns ein. Ich hoffte inständig, dass dies kein spießiges Essen werden würde, aber dafür kam Amber mit und ich hatte sie schon gefragt, ob sie übernachten wollte. Somit würden wir den Abend mit Popcorn und lustigen Komödien verbringen. Ich kam gerade aus der Schule, doch ehe Amber und ihre Familie kommen würden, blieb mir noch genug Zeit, um eines der Pferde zu bewegen. Ich entschied mich für Nali, denn die Kleine hatte vor drei Tagen die Erlaubnis bekommen, endlich wieder ordentlich gearbeitet zu werden. Gemeinsam mit Ravi und Magic genoss die herbstlichen Sonnenstrahlen und ich musste sagen, dafür dass Ende Oktober war, war es wirklich verdammt warm. Leise pfiff ich, als ich mich gegen den Zaun lehnte, sofort kamen die drei Stuten neugierig an. Jeder gab ich ein Leckerli und halfterte dann Nali auf, um mit ihr in den Stall zu gehen. Die goldene Dame hatte sich inzwischen daran gewöhnt, auch einmal ohne die anderen beiden Mädels unterwegs zu sein und stand ganz brav am Putzplatz. Ich holte flott Putz- und Sattelzeug und fing dann an, die Stute schnell zu putzen. Man sah ihr an, dass es ihr wieder gut ging, denn sie war dreckiger denn je. Ich hatte zu tun, sie ordentlich sauber zu bekommen. Als das geschafft war, sattelte ich sie flott auf und räumte noch das restliche Putzzeug beiseite. „Reitplatz oder Halle?“ murmelte ich gedankenverloren und schaute Nali fragend an. Dann entschied ich mich aber für die Halle, obwohl es draußen in der Sonne sicherlich schöner gewesen wäre, aber der Sand des Reitplatzes war durch den Regen der vergangenen Tage gehärtet und ich wollte Nalis Bein noch schonen. Der Sand in der Halle war hingegen noch weich und unberührt und dank der großen Fenster konnten wir auch hier in der Sonne reiten. Ich gurtete nach und dehnte erst einmal Nalis Vorderbeine, bevor ich mich in den Sattel schwang. In aller Ruhe ritt ich sie im Schritt am langen Zügel warm, nach und nach nahmen wir dann auch Bahnfiguren hinzu, vor allem große gebogene Linien und Handwechsel. Nali lief wieder richtig klar, wenn auch deutlich aus dem Training. Nach einer Weile nahm ich die Zügel auf und arbeitete an Nalis Anlehnung. Die Stute hatte eindeutig eine ordentliche Grundausbildung hinter sich und nach einigen Diskussionen lief sie locker und entspannt. Wir nahmen auch den Trab hinzu und ich beschäftigte sie heute vor allem mit vielen Bahnfiguren und Seitengängen. Den Galopp ließ ich dafür noch links liegen, denn gar so sehr wollte ich ihr Bein noch nicht überstrapazieren. Zwar galoppierten wir auf jeder Hand zwei Runden, aber nur aus dem Grund, dass Nali sich noch ein wenig auspowern und lockern konnte. Sie verspannte sich während der Trabarbeit gerne, da waren Übergänge äußerst wichtig. Gerade arbeitete ich mit ihr am Viereck vergrößern und verkleinern, als die Hallentür vorsichtig geöffnet wurde. Ich lobte Nali und parierte zum Schritt durch, um den Neuankömmling hineinzulassen. Amber trat vorsichtig aus dem Schatten der Bande und begrüßte mich leise, sie wollte Nali nicht verschrecken. Ich ritt die Stute in aller Ruhe ab, denn dank ihrem beginnenden Winterfell schwitzte sie jetzt schon mächtig. „Vielleicht sollte ich sie doch mal scheren?“ fragte ich Amber und musterte eine zufriedene Nali, nachdem ich abgestiegen war und locker gegurtet hatte. Vorsichtig streichelte Amber der Ponystute den Hals und gemeinsam gingen wir dann zurück in den Stall. Flott machte ich Nali fertig, kehrte den Putzplatz und brachte dann die Stute wieder auf die Weide, während Amber mir angeboten hatte, Sattel- und Putzzeug wegzubringen. Als wir mit allem fertig waren, gingen wir ins Haus. Das Essen war noch nicht ganz fertig, also begrüßte ich kurz Ambers Eltern und ging schnell duschen. Zu meinem Glück schienen Ambers Eltern nichts gegen Pferde oder deren Geruch zu haben, auch wenn es meiner Mum ein wenig unangenehm war. Eine halbe Stunde später saßen wir dann alle am Essenstisch und genossen den gebratenen Truthahn, der tatsächlich, trotz der Kochkünste meiner Mutter, richtig gut schmeckte!
    • Gwen
      Pflegebericht 18.11.2013 - Unsere erste E-Dressur

      Ob das gut geht?, dachte ich mir unruhig, während Mama und ich versuchten, Nayala in den Hänger zu lotsen. Kathy stand mit einer Futterschüssel drin und lockte Nali so. Nach einer Weile ging sie dann auch ohne Probleme auf de Hänger. Glücklich schlossen wir schnell die Klappe und stiegen ins Auto, nun waren wir wirklich schon spät dran! Dabei war ich sowieso schon aufgeregt genug, denn heute wollte ich mit Nali unsere erste E-Dressur bestreiten. Das würde noch lustig werden, mit der kleinen hyperaktiven Stute. Ich hatte schon heute Morgen beim Frühstück keinen Bissen hinunter bekommen und das hatte sich bis jetzt noch nicht geändert. Nach knapp einer Stunde kamen wir auf dem Turniergelände an. Kathy sprang aus dem Auto und lief zur Meldestelle, um sich um unsere Startnummer und die Anmeldung zu kümmern. Ich lud gemeinsam mit Mama die junge Stute aus und machte sie direkt fertig. Nali war jetzt nicht mehr ganz so aufgeregt, sie schien während der Fahrt gedöst zu haben, denn sie sah ziemlich verschlafen aus. Als letzte löste ich den Schweifzopf und kämmte den nun schön gewellten Schweif nochmals durch. Kathy kam wieder und steckte Nali die Startnummer an. Danach machten wir uns schon auf den Weg zum Abreitplatz. Bisher hatte ich ein gutes Gefühl gehabt, doch schon beim ersten Antraben buckelte Nali und ich betete nur, dass ich wenigstens oben bleiben würde. Ich hatte zu tun, dass sie auf dem Abreitplatz ihre Power loswerden konnte, ohne die anderen Reiter zu behindern. Gott sei Dank wurde mir der hinterste Zirkel alleine überlassen und so konnte ich noch einmal ordentlich abgaloppieren, ehe wir auch schon aufgerufen wurden. „Das schaffst ihr!“ riefen Mama und Kathy ermutigend, als wir den Platz verließen. Das Dressurviereck war rege besucht, ganz anders, als bei meinen letzten Turnieren. Doch die Zuschauer und auch die Dekoration beruhigten Nali nicht gerade, um Gegenteil. Als ich bei X hielt, um die Richter zu grüßen, zappelte sie unruhig auf der Stelle. Ich nahm mir die Zeit, mich für ein paar Sekunden nur auf sie zu konzentrieren, auf sie einzureden und sie zu beruhigen. Als sie dann doch einmal ruhig stand, begann ich. Nali sprang sehr motiviert im Trab an, an den Übergängen würde es heute zumindest nicht scheitern. Zu meiner Verwunderung war sie trotz der Aufregung total feinfühlig, auch wenn ich eher auf einem Pulverfass als einem Pferd ritt. Dennoch zog ich unsere Kür durch, es gab hier dort einen Patzer, als Nali mal zur Seite sprang oder im Galopp buckelte. Doch ich versuchte das Ganze einfach so gut wie möglich auszubessern und am Ende kamen wir wieder wohlbehalten bei X an. Als wir das Viereck verließen, war Nali zwar verschwitzt, aber immer noch aufgeregt. Kathy warf ihr die Abschwitzdecke über und ich ritt sie ab, ehe sie in ihren Paddock durfte. Ich wollte nur noch meine Wertnote wissen, ehe wir fahren würden. Erstaunlicherweise erhielt ich eine 7.1, ein tolles Ergebnis für so einen Ritt. Zu einem größeren Erstaunen führte die Tatsache, dass wir es damit auf den dritten Platz geschafft hatten! So konnten wir uns heute sogar noch eine Schleife abholen. Die Richter lobten mich für meine einfühlsame Reitweise und Ausdauer, mit welcher ich dieses Turnier bestritten hatte. Außerdem war Nali anscheinend trotz der Aufregung richtig gut gelaufen! Ich war überglücklich und freute mich riesig, dass wir es dennoch geschafft hatten. Zu Hause gab es für Nali dann warmes Mash mit Möhrchen und Mineralbricks und als sie versorgt war, huschte ich erst einmal unter eine heiße Dusche.
    • Gwen
      Pflegebericht 16.12.2013 - Das Adventsturnier

      Wir standen sicherheitshalber wieder zwei Stunden früher auf, um auch wirklich pünktlich anzukommen. Deshalb war es gerade einmal früh Morgens um fünf, als Mama an meiner Tür klopfte und mich weckte. Müde stand ich auf und machte mich fertig, dann ging ich noch einmal kurz ins Bad, ehe ich mich auf den Weg nach unten machte. Dort packte Mama schon unseren Proviant ein, während ich schnell frühstückte. Danach machte ich mich direkt auf in den Stall, um mich dort flott um die Fütterung zu kümmern, ehe ich mein Zeug aus der Sattelkammer holte. Heute ging es mal wieder auf ein Turnier, aber diesmal ein Dressurturnier mit unserer jungen Nayala. Deshalb holte ich sie direkt nachdem sie mit ihrem Futter fertig war, aus der Box und begann sie gründlich zu putzen. Wir hatten sie kürzlich dann doch noch geschoren, weil sie einfach für das Training zu viel Winterpelz zugelegt hatte. Nun war unsere Stute halbnackt, aber immer noch glücklich. Allerdings trug sie nun rund um die Uhr ihre Decke und so packte ich sie auch für die Fahrt in eine warme und dicke Decke bevor ich dann noch ihre Transportgamaschen umbekam. Ich flocht noch ihren Schweif ein und dann wollten wir sie auch schon verladen. Zu unserer Enttäuschung lief das jedoch nicht so problemlos ab, wie wir es uns gedacht hatten. Wir brauchten über eine halbe Stunde, eh Madame dann endlich einmal auf dem Hänger stand. Dann verluden wir noch das Zubehör und machten uns endlich auf den Weg. Nach einer anstrengenden Fahrt kamen wir dann auch auf dem Turniergelände an und Mama kümmerte sich direkt um die Anmeldung. Ich machte derweil Nayala fertig, welche heute richtig entspannt war. Nachdem ich sie fertig hatte, kümmerte ich mich noch schnell um meine Sachen, ehe wir auf den Abreitplatz gingen. Mama steckte uns noch die Nummer an und schon konnten wir uns warmreiten. Nayala war heute richtig gut drauf und arbeitete einfach traumhaft mit. Wenn wir etwas Glück hatten würde das heute sehr erfolgreich werden. Nach einer Weile wurden wir aufgerufen und ritten in die Halle. Zu Beginn der Prüfung grüßte ich die Richter, ehe wir mit dem Ritt begannen. Es lief einfach spitze, denn Nayala zeigte heute wirklich was sie eigentlich draufhatte. Sie schwebte regelrecht durch das Viereck und war so motiviert, dass ich sie sogar ab und an zügeln musste, damit wir nicht gar zu flott wurden. Und trotz der Motivation hörte sie vorbildlich auf mich und ich konnte sie mit der kleinsten Hilfe regulieren. Als wir die Prüfung hinter uns hatten grinste ich über beide Ohren, denn endlich zeigte sich ein Lohn für das harte Training. Ich versorgte Nayala und stellte sie mit einer dicken Decke auf den Paddock, um die Auswertung abzuwarten. Irgendwann wurden alle Teilnehmer in die Halle gebeten und die Wertnoten wurden genannt. Nayala und ich erhielten eine 8.9! Und damit wurden wir sogar platziert, aber nicht nur dass, sondern wir wurden sogar die Ersten! Überglücklich fiel ich meiner Stute um den Hals, in gesitteten Tempo führten wir die Siegerrunde an, ehe wir uns mit einer wunderschönen Schleife auf den Heimweg machen konnten. „Ein voller Erfolg!“ lächelte ich überglücklich, nachdem Nayala versorgt im Hänger stand und ich neben Mama Platz genommen hatte. Nun konnten wir in aller Ruhe nach Hause fahren und unseren Advent genießen.
    • Gwen
      Hufschmiedbesuch 23.01.2014 - Hufschmied Mongofisch
      © Mongofisch

      Mit einem Lächeln fuhr ich die Einfahrt der Nahanni Rivers Ranch entlang und sah Gwen, mit welcher ich heute einen Termin hatte, bereits am Stall stehen. Sie schien mich zu erwarten und winkte mir freundlich zu, während ich meinen Wagen parkte und rasch ausstieg. „Hallo“, rief sie mir zu und kam im Eilschritt zu mir hinüber. „Soll ich dir bei irgendetwas tragen helfen?“ Ich lächelte kurz und sagte dann: „Nein nein, das schaffe ich, es ist ja heute nur eine Tasche.“ Gwen nickte, machte eine einladende Handbewegung und führte mich dann in den Stall. Vor einer der Boxen hielt sie an und erklärte: „Das ist Altair, der Hengst soll heute Beschlagen werden.“ „Ah, genau, dass hattest du erzählt“, nickte ich und betrachtete das Pony, während Gwen es aus seiner Box holte und davor anband. Mit einem Leckerli stellte ich mich Altair vor und klopfte ihm den Hals. „Dann wollen wir mal anfangen.“ Zunächst mussten die alten Hufeisen runter, wofür ich einen Hammer, sowie eine Zange verwendete. Es kostete mich einiges an Kraft, alle vier Eisen abzunehmen, schließlich war es aber geschafft und ich konnte mit dem Ausschneiden fortfahren. Altair zeigte sich sehr kooperativ und nahm den Huf manchmal schon hoch, bevor ich überhaupt danach gegriffen hatte. Mit dem Hufmesser kürzte ich alle vier Hufe, korrigierte den Strahl und raspelte zum Schluss mit der Raspel alles schön glatt und ordentlich. Nun war der Beschlag an der Reihe. Der Hengst bekam heute einen neuen Aluminiumbeschlag, welchen man kalt aufnagelte. Ich schätzte die Hufgröße des Hengstes ab und suchte vier passende Eisen raus. Zudem kamen auch noch die Stollen, welche nach Belieben an die Eisen geschraubt werden konnten. Auch während ich die Eisen an den Hufen befestigte, blieb Altair artig stehen, sodass es nicht lange dauerte, bis das Pony fertig beschlagen war und zurück in seine Box durfte. Zuvor gab ich ihm noch ein Leckerli als Belohnung und wartete dann auf das nächste Pferd. Gwen schlüpfte in eine der Boxen und kam mit einem weiteren New Forest Pony wieder raus. „Das ist Nayala, sie bekommt heute die Hufe nur ausgeschnitten.“ Ich nickte lächelnd, ließ die Stute ausgiebig meine Hand beschnuppern und betrachtete dann die Hufe: Sie sahen gut aus, waren in einer ordentlichen Form, nur die Länge störte mich, weshalb ich direkt den ersten Huf anhob und mit dem Hufmesser begann, das überschüssige Horn zu entfernen. Die Stute stand dabei brav still und ließ sich genüsslich von Gwen kraueln. Auch an den anderen drei Hufen schnitt ich das Horn kürzer und feilte anschließend die Hufwände glatt. „Geschafft“, grinste ich Nayala an und klopfte ihr liebevoll den Hals. Bevor Gwen sie wieder in ihre Box brachte, gab ich der Stute ein Leckerli und bereitete mich dann auf das letzte Pferd vor. Appollino, ein Fuchshengst, beäugte mich schon neugierig, während Gwen ihn anband und mir dann lächelnd die Arbeit überließ. Zuerst begrüßte ich den Hengst, indem ich ihm ein Leckerli gab und über seine Stirn strich. Nun wollte ich aber keine Zeit verlieren, also fing ich direkt mit dem Ausschneiden an. Ohne Probleme gab Appollino mir den ersten Huf und ließ mich das überschüssige Horn entfernen. Den Hufbock musterte der Hengst zunächst skeptisch, machte dann aber keine Anstalten, als ich seinen Huf darauf platzierte. Mit der Raspel feilte ich die Hufwand schön glatt und beseitigte eine kleine Ecke, die sich an der Innenseite des Hufes gebildet hatte. Nachdem auch die anderen drei Hufe versorgt waren, brachte Gwen Appollino zurück in eine Box, während ich mein Werkzeug zusammenpackte und dann mit Gwen zum Auto ging. Ich verstaute meine Sachen im Kofferraum, dann verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
    • Gwen
      Pflegebericht 26.01.2014 - Muskeltraining

      Obwohl es Sonntag war, war ich schon um acht auf den Beinen und im Haus unterwegs. Aus irgendeinem Grund konnte ich nicht mehr schlafen und so beschloss ich, schon einmal den Frühstückstisch zu decken. Meine Familie kam eine halbe Stunde später und gemeinsam frühstückten wir in aller Ruhe. Danach zog ich mich direkt an und machte mich auf den Weg zum Stall. Als ich das große Gebäude betrat, schauten mir schon einige Köpfe neugierig entgegen und warteten auf ihr Futter. Gemeinsam mit Kathy fütterte ich flott alle Pferde, ehe ich schon die Ausrüstung für Nayala fertig machte. Unsere hübsche Stute wurde langsam turnierbereit und war jetzt schon öfters unterwegs gewesen. Nun galt es aber auch, ihre Muskeln genau für diesen strengen Plan aufzubauen, weshalb heute Longieren anstand. Als sie mit ihrem Frühstück fertig war, holte ich sie aus der Box und band sie in der Stallgasse an. Ich nahm ihr ihre Stalldecke ab und begann sie zu putzen und gründlich sauber zu machen. Nayala war ganz lieb und benahm sich heute wunderbar. Nachdem sie fertig war, holte ich ihren Kappzaum und die Bandagen. Dann ging es auch schon in die Halle, wo ich Nayala erst einmal eine Weile umherführte, damit wir beide warm wurden. Dann dehnte ich zuvor ihre Beine, damit auch die Muskeln locker wurden und erst dann ließ ich sie im Kreis um mich herum laufen. Denn dann war sie wesentlich wärmer und lockerer und konnte sich schöner biegen und dehnen. Von Anfang an arbeitete sie heute wunderbar mit und war bei allen drei Gangarten bei der Sache. Ich korrigierte sie ab und an ihrer Biegung, denn ab und an kam sie noch in die Schräglage, doch das klärte sich immer wieder schnell. Um ihren Muskeln noch zu gute zu kommen, holte ich drei Trabstangen und ein Cavaletti. Zuerst lief sie auf beiden Händen stets nur über die Trabstangen, ehe ich diese mit dem Cavaletti kombinierte. Sie musste nun wesentlich aufmerksamer sein und konnte nicht mehr nach Lust und Laune vor sich hin trödeln. Irgendwann holte ich auch noch die bunten Schaumstoffrechtecke dazu, um für Nayala einen kleinen Spielplatz zu schaffen. Irgendwann nutzten wir sogar die gesamte Halle und der Stute schien es richtigen Spaß zu machen. Doch nach einer Dreiviertelstunde war Schluss, denn wir hatten sowieso schon überzogen. Deshalb warf ich ihr ihre Abschwitzdecke über und führte sie ein wenig in der Halle umher, damit sie trocken wurde. Erst dann kehrten wir in den Stall zurück, dort stellte ich sie in ihre Box und gab ihr ein paar Karotten. Während sie sich aufwärmte und trocknete, räumte ich die Halle auf und verstaute wieder alle Sachen im Schuppen. Erst dann holte ich Nayala aus ihrer Box und brachte sie auf ihre Weide. Dort wurde sie herzlich von Ravi und Magical Touch empfangen und tobte gemeinsam mit den anderen beiden durch den Schnee, ehe sie sich genüsslich wälzte. Ich ließ sie alleine und machte mich stattdessen daran, mit der Stallarbeit zu beginnen.
    • Gwen
      Pflegebericht 08.02.2014 - So schön kann es nur zu Hause sein

      Es war bereits später Nachmittag, als ich nach Hause zurückgekehrte. Anlässlich meiner Rückkehr nach Kanada hatte ich mich am darauffolgenden Tag direkt mit meiner besten Freundin Amber in der Stadt getroffen und dort den Tag mit ihr verbracht. In unserem geliebten Café hatte ich ihr bei einem Blaubeermuffin und einer heißen Schokolade meine ganzen Erlebnisse erzählt und auch von ihr viele neue Dinge erfahren. Schnell hatte sich herausgestellt, dass ich hier kaum etwas verpasst hatte. Die Schule begann erst wieder im März und so hatten alle beinahe zu viel Zeit. Nachdem ich Amber dann endlich dazu gebracht hatte, dass sie mich mal wieder auf Ranch besuchte, musste ich mich schon auf den Heimweg machen, denn ein weiterer Bus in meine Richtung würde nicht kommen. Zu Hause war es wie immer friedlich und still, aber bei den schönen Wetter wollte ich unbedingt noch etwas machen. Also lief ich durch den Schnee zum Stall und schnappte mir dort das Halfter von Nayala. Die Stute n standen momentan an der Weide gegenüber des Stalles, so dass ich schnell dort war und sie holen konnte. Zu meiner Freude schienen sich alle Pferde zu freuen, dass ich wieder da war. Besonders Nayala schien glücklich darüber zu sein und war im Moment immer sehr verschmust. Ich halfterte sie auf und marschierte dann mit ihr in den Stall, wo ich sie in der Stallgasse anband und flott das Putzzeug holte. Der Schnee war ein dankbarer Genosse, denn die Pferde hätten nicht sauberer sein können. So hatte ich Nayala auch schnell geputzt, kontrollierte nur noch einmal die Hufen und kämmte ihr Langhaar, ehe ich ihr Sattelzeug holte. Flott sattelte und trenste ich sie auf und dann führte ich sie aus dem Stall. Ich wollte unbedingt den Sonnenuntergang von meiner geliebten Stelle am See sehen, weshalb wir uns jetzt ein wenig beeilen mussten. Dennoch ging ich es ruhig an und wir ritten erst einmal ein Weilchen Schritt, damit Nayala warm wurde, ehe wir in den Trab wechselten. Mit ihrem gleichmäßigen Tempo kamen wir schnell voran und es dauerte nicht lange, bis wir die großen Ebenen erreicht hatten. Von dort aus konnte ich ungestört querfeldein galoppieren, denn die Bisons hielten sich momentan auf der anderen Seite der Hügel auf. Oben angekommen, parierte ich Nayala durch und sie hielt die Nüstern und den Wind und prustete erfreut. Alle Pferde liebten es, hier oben zu stehen und auf das Land unter sich herabschauen zu können. Dort begann auch wieder ein wunderbares Naturspektakel, denn als die Sonne sich von uns verabschiedete, übergoss sie die gesamte Schneelandschaft mit rot-goldenen Strahlen. Und ab dem Moment wusste ich, was ich auf Heartland so sehr vermisst hatte. Denn hier war man abseits von all den Problemen, hier war man einfach nur für sich und konnte in Ruhe das machen, was man wollte. Ich lächelte und strich Nayala sanft über den Hals, während wir den Sonnenuntergang noch ein Weilchen genossen. Doch irgendwann mussten wir uns auch verabschieden, dann in Finsternis wollte ich nicht nach Hause reiten, im Wald verritt man sich zu schnell. Hoch motiviert galoppierte Nayala auf meine Hilfe an und hüpfte sogar vorher leicht in die Luft. Sie schien sich wie ein kleines Wildpferd zu fühlen. Nach einer halben Stunde kamen wir wieder zu Hause an, wo im Stall bereits Licht brannte. Kathy und Mama hatten schon die Pferde reingebracht und fütterten gerade, als wir den Stall betraten. Sofort war Nayala hellwach und wollte so schnell wie möglich in ihre Box, um auch ihr Futter zu bekommen. So befreite ich sie flott von ihrem Sattelzeug und ließ sie in ihre Box, wo schon ihr Müsli auf sie wartete. Während sie fraß, brachte ich das Sattelzeug weg und putzte dann noch einmal kurz über Madame drüber, wegen ihrer Schur bekam sie auch ihre Stalldecke über, denn wenn wir konnten nicht die ganze Nacht heizen und irgendwann wurde es dann doch einmal kalt. Das gleiche machte ich auch mit Altair und sagte dann noch Ohnezahn gute Nacht, der aber immer noch keine Notiz von mir nahm und sich lieber abwand. Seufzend verließ ich den Stall und half Mama beim Abendessen.
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  • Album:
    Südstallungen
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    12 Aug. 2013
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  • Rufname: Nali
    Geburtsjahr: 2009

    Von: Sacramento
    Aus der: Neferet

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Buckskin
    Stockmaß: 1.41m


    Beschreibung:
    Nayala ist eine junge aufgeweckte Stute, welche sehr schnell lernt und versteht was man von ihr möchte. Dennoch muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Neues mit ihr macht, da sie dadurch schnell überfordert werden kann. Trotz ihren jungen Alters arbeitet sie stets fleißig und gerne mit, kann es aber gar nicht leiden, wenn nichts mit ihr gemacht wird. Dann wird sie aufgedreht und ist kaum noch zu halten vor lauter Bewegungsdrang.

    Nachkommen von Nayala sind Nuriya
    von Altair.


    Ersteller: Elii
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Elii


    Dressur S -- Springen S* -- Wendigkeit A -- Military A

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