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Flair

Natsu Dragneel

Natsu Dragneelvon: Never cry Wolfvon: Howling Wolfaus der: Jolie Filleaus der: Romanticavon: Puzzleaus der: Bon VoyageAbstammung:Natsu Dragneel ist eine gewagte Kreuzung aus zwei Rassen, welche für den Sport gezogen werden. Mit der wunderbaren väterlichen Veranlagerung in einem kompakten Körper verpackt, gilt der Hengst als äußerste Extravaganz. Dies gilt in erster Linie für den Springsport. Auch wenn der Bunte zwischen anderen Pferden klein und unscheinbar wirkt, sollte er niemals unterschätzt werden. Für die Rassezucht der Reitponys ist er vermutlich eher ungeeignet, da er deutlich über dem Maß ist. Demnach werden seine Fohlen abhängig der hinzugepaarten Stute ebentuell über das Endmaß von 148cm wachsen. Jedoch ist er ein perfekter Veredler jeder Rasse.Grunddaten:Rasse: Trakehner x DRPGeburtsjahr: 2012Geschlecht: HengstStockmaß: 1,57Farbe: BraunscheckeAbzeichen: 4x Stiefel, breite BlesseBesitzer: flairiErsteller/Züchter: flairiVKR: flairiCharakter:"Natsu ist in der Tat ein überdimensionales Pony. Er ist frech, verspielt und sehr eigenwillig. Mit seiner aufgeweckten Art zieht er die Aufmerksamkeit stets auf sich, sei es in der Prüfung, auf dem Abreitplatz oder auf der Weide - egal wo, er ist eine richtige Bühnensau und liebt es, im Mittelpunkt zu stehen. Natsu ist der ehrgeizige Typ von Pferd. Auch wenn er durch sein unglaubliches Temperament nicht leicht zu händeln ist, hat er immer den Willen zum Erfolg. Allerdings kann er so hitzig werden, dass man als Reiter im Parcours oder im Viereck sehr darauf achten muss, ihn durch die Lektionen zu dirigieren, da er durch seinen Hitzkopf oft dazu neigt, Fehler zu machen oder sich beim Springen gar überschätzt.""[...]'wilde Mischung!' - wie konnte dieser Moderator nur..! Im nächsten Moment musste ich schmunzeln, weil Natsu eigentlich tatsächlich eine wilde Mischung ist, allerdings eine Mischung aus Feuerstuhl und Folterstuhl."Ausbildungstand:Dressur: ESpringen: AGelände: EDistanz: ARennen: LWestern: EFahren: ESchwerpunktdisziplinen:Springen, GeländeEignung:Springen, Gelände, Dressur, RennenZuchtdaten:Zur Zucht zugelassen: jaGewinner der [HK 464] Hengste mit hellem Langhaar Gencode: EE Aa ToToErbkrankheiten: Natsu ist frei von allen getesteten Erbkrankheiten.Vererbung: Natsu ist homozygot auf das Tobiano-Gen, somit wird jedes seiner Fohlen garantiert bunt werden: Er ist ein Farbvererber. Außerdem ist er homozygot dominant auf das Extension, sodass keines seiner Fohlen ein Fuchs sein wird.Nachkommen:Natsu's Little HarleyTurnier- und Zuchterfolge:1. des 194. Distanzturniers2. des 282. Springturniers3. des 271.Galopprennen3. des 277.Galopprennen

Natsu Dragneel
Flair, 4 Juli 2014
    • Flair
      Sammelbericht [August]
      by Cascar
      09.08.14

      Gestern Abend, relativ spät, hatte ich einen Anruf von Flairi erhalten. Sie bat mich, am folgenden Tag mal bei ihren Schützlingen vorbeizuschauen und außerdem für einen Hengst eine Stufenerhöhung vorzunehmen. Natürlich sagte ich zu; es war eine prima Gelegenheit, neue Pferde und Leute kennenzulernen.

      Heute stieg ich nun also halb sieben aus dem Bett, frühstückte eilig und warf mich in Schale. Der Tag würde mächtig lang und anstrengend werden.
      Kurz vor acht traf ich bei der Auftraggeberin ein, stellte nachsichtig mein Rad ab und begab mich zum Stall. Die Tür war noch zu, doch die Hofbesitzerin trat zu mir, begrüßte mich, schloss darauf auf und erklärte mir alles, was ich wissen musste. Demnach hing in der Sattelkammer eine Futterliste. Ich grübelte schon über so einiges, als sich die Liebe wieder verabschiedete und drei Minuten später aus dem Tor fuhr. Ich seufzte und betrat das Gebäude.
      Drinnen war es dunkel. Die Geräusche und der Duft der Pferde umfing mich, ich machte Licht. Es waren sechs Hühs und alle warteten darauf, dass ich fütterte und ausmistete. Es wurde also Zeit, dass ich zu arbeiten begann.
      Unter den Boxen verteilte ich ausreichend Heu, außerdem fand ich die von Flairi beschriebene Futterliste und konnte erfolgreich Kraftfutter bereitstellen. Als nächstes machte ich mich ans putzen. Mein erster Kandidat, besser Kandidatin, war Pia Facette. Ich beschränkte mich auf Pia. Die Stute konnte ich durch leises reden auf mich einstellen und problemlos in der Box putzen. Erfreulich und einfach. Zum Schluss klopfte ich ihre Schulter und machte zwei Schritte zum nächsten Pferd. Burnin' Nero. Hengst. Hübscher Hengst. Ich lächelte unwillkürlich, als er neugierig die Ohren aufstellte und den Hals wölbte. »Jaah, glaub mir, ich will zu dir!«, sagte ich und machte mich an die Arbeit. Auch er war hinsichtlich des Putzens unkompliziert und schien die Prozedur zu genießen.
      Und weiter ging's. Nächster Kandidat? Connerie. Noch so ein lieber Hengst. Er betrachtete mich schon mit einem so... Leuchtend-freundlichen Blick. Zum dahinschmelzen. »Mensch, was hat Flairi denn da für Pferde!?«, fragte ich den Dunkelbraunen, als ich den zweiten Hinterhuf ausgekratzt hatte. »Unglaublich.«
      An diesem Tag, um zehn Uhr dreißig, lernte ich Natsu Dragneel kennen. Der Jungspund war schon etwas aufgeweckter und außerdem der erste, den ich auf der Stallgasse anband. Da er immer mal wieder seinen Körper herumschwenkte, sah ich hier deutlich bessere Ausweichmöglichkeiten. Unabhängig davon sollte ich den Schecken im Springen trainieren. Den Körperbau dafür hatte er auf alle Fälle, den Ehrgeiz wohl auch. Letztendlich konnte ich auch diesen Kerl nur lobend in die Box zurückbringen, gleichzeitig lernte ich die absolut liebenswürdige Ponystute Happy kennen. Obwohl sie so klein war und ich in zehn Minuten mit dem Putzen hätte durch sein können, verbrachte ich die bisher meiste Zeit mit ihr. Eben weil sie so einnehmend war. Und weil Mähne und Schweif dazu einluden, verlesen zu werden. Aber unser Kaffeekränzchen musste beendet werden, da noch ein Pferd auf seine Pflege wartete. Lord of the Rings stellte sich mir als umgänglicher, aber ein wenig ungeduldiger Hengst vor. Er begann beispielsweise zu scharren, als ich seine Mähne entfitzte. Abschrecken ließ ich mich nicht und irgendwie entspannte sich der Hübsche dann auch.
      Als ich nun mit allen Pferden durch war, war es zwölf Uhr. Die Pferde brachte ich in Zweierteams auf die Weide, worauf ich darauf achtete, temperamentvoll mit ruhig zu kombinieren. Im Anschluss gönnte ich mir eine Pause, bevor ich den halben Nachmittag mit dem Ausmisten der Boxen zu zubrachte. An Einstreu geizte ich natürlich nicht und ich hoffe, die Hottas schätzten das, als ich sie gegen 17:00 wieder hereinholte.
      Flairi sah ich an diesem Tag nicht mehr, aber Natsus Stufenerhöhung würde mich ja schon bald wieder hierher führen...
    • Flair
      HK für besondere Fellfarben - Die Kür
      by flairi 10.08.14

      Natsu konnte et kaum Abwarten. Gespannt stehen wir auf dem Abreiteplatz und warten darauf, dass unser Aufruf durch den Lautsprecher ertönt. Natsu ist in Bestform, dennoch konnte ich schon viele weitere wunderschöne Hengste ausmachen, die heute an der Körung teilnehmen. "Bei dem nächsten vorgeführten Hengst handelt es sich um eine wilde Mischung aus Trakehner und Reitpony, beeindruckende Abstammung mit viel Pfiff und interessanter Farbgebung. Der dreijährige Natsu Dragneel, geritten von flairi!" Ich bin stinksauer - "wilde Mischung!" - wie konnte dieser Moderator nur..! Im nächsten Moment musste ich schmunzeln, weil Natsu eigentlich tatsächlich eine wilde Mischung ist, allerdings eine Mischung aus Feuerstuhl und Folterstuhl. Ich nehme meine Zügel auf, schnalze, und ließ mich von dem bunten Hengst in die Halle tragen. Die Zuschauer applaudieren kurz, bis ich bei X halte und die Richter grüße. Die Glocke ertönt und ich lege meinen rechten Schenkel zurück und übe mit links leichten Druck aus. Natsu springt im Linksgalopp an, wie ein Schaukelpferd. Ich lasse ihn im versammelten Galopp auf dem Zirkel gehen, danach verstärke ich an der langen Seite seinen Galoppsprung, sodass die Richter seinen Mittelgalopp beurteilen können. Bei erreichen der kurzen Seite nehme ich meinen Feuerwerkskörper wieder ein wenig zurück, doch der Bunte hat nun Blut geleckt und will weiterhin vorwärts. Er schlug kurz mit dem Kopf. Die Kurzs Seite nutze ich intensiv um ihn wieder zurück zu holen, kann ihn dann auch parieren und wechsele im Trab durch die ganze Bahn. Ich lasse ihn eine Runde im Arbeitstrab gehen. Ein weiteres Mal gebe ich die Galopphilfe, und zirkelte im Arbeitsgalopp direkt bei den Richtern. Ich lasse ihn nun ganze bahn gehen, pariere ihn an der Mitte der langen Seite ab, sodass ich ihn in einer leichten Versammlung ritt. Mitte der Kurzen Seite pariere ich den Hengst dann durch zum Trab, wechsele dann ein weiteres Mal durch die ganze Bahn, wobei ich ihn die Tritte verlängern lasse. Als ich wieder auf dem Hufschlag ankomme, nehme ich ihn Sachte zurück und kam damit sofort durch, er scheint sich also wieder etwas beruhigt zu haben. Ich pariere ihn zum Schritt durch, nehme ihn insgesamt etwas mehr zusammen und ritt ein Kehr aus der nächsten Ecke. Dabei lasse ich seinen Schenkel bis zum Erreichen des Hufschlages weichen. Er fußt gut seitwärts, geh nicht zu steil und sein Hals ist schön gerade gerichtet. Zufrieden schmatzt Natsu auf seinem Gebiss herum. Beim Erreichen des Hufschlags lasse ich ihn länger treten. In der Ecke galoppiere ich ihn im versammelten Galopp an - nun, wo ich fast fertig war mit meiner Kür, schien der Hengst sich wunderbar zu konzentrieren.. typisch. Ich halte Natsu auf der Mittellinie, sitze bei X tief ein und halte ihn aus dem versammelten Galopp, grüße zum Abschied und zur Vollendung der Kür die Richter und ernte kurzen Applaus vom Publikum. Am langen Zügel verlasse ich die Halle, während Natsu die Aufmerksamkeit der Menschen genießt.
    • Cascar
      Stufenerhöhung Springen (E/A)
      Einziger Bericht | (c) Cascar

      Heute fand ich den Weg zu Flairi schon besser und die Pferde im Stall hoben auch direkt den Kopf, als ich eintrat. Einschließlich mein heutiger Partner, Natsu, den ich im Springen trainieren sollte. Gefüttert waren die Pferde schon und als ich Sattel- und Putzzeug holte, traf ich auch meine Arbeitgeberin. Wir stellten kurz klar, wie die Erhöhung ablaufen sollte und sie verschwand Richtung Platz, um alles vorzubereiten.
      Ich machte mich indes daran, den Schecken vom Dreck zu befreien und ein wenig zu motivieren. Aber das war nicht nötig, wie sich bald herausstellte. Schon beim ablongieren auf dem Reitplatz strotzte der Liebe vor Energie und Ehrgeiz. Kombiniert mit Gebuckel und dem Kram.
      Sobald ich auf dem Hengst saß, legte sich das ein wenig und er lief, zumindest im Schritt und Trab, richtig lieb. Im Galopp schmiss er erstmal Hufe und Kopf in die Luft; ich ließ ihn gewähren und nahm ihn nach zwei Minuten sacht auf. Nun starteten wir direkt zum ersten E. Das klappte, den folgenden Sprung überflogen wir schräg, dann wurde mal gerissen. Bisher war der Kleine mächtig unkonzentriert und ich murmelte ein raues »Konzentration!«. Er merkte wohl, dass ich es ernst meinte, denn zumindest ein Ohr richtete sich nach hinten und er verlangsamte den Galopp. Von da an klappten die E's - nach einer halben Stunde wagte ich mich an das erste A. Der Schecke nahm die Hufe nun angemessen hoch und riss nicht. Auch wenn sich das im Laufe des Trainings noch änderte. Ich stellte fest, dass er sich manchmal überschätze, aber auch aus seinen Fehlern lernte. Den Qualifikationsparcours sprangen wir nach zwei Stunden zum ersten Mal fehlerfrei, aber noch zu langsam. Dafür war mein Hotta jetzt richtig warm und hatte sich an die Höhe gewöhnt. Mit anderen Worten: die volle Leistung erbrachten wir im nächsten Durchgang, worauf ich durchparierte und Natsu überschwänglich lobte. Sein Sprungvermögen war ganz große Kopfsache, aber als ich wieder mit beiden Füßen auf dem Boden stand und die Zügel übergeben hatte, versprach ich Flairi, den Lieben weiterzutrainieren. Daraufhin verabschiedete ich mich und verließ beschwingten Schrittes den Hof.

      2139 Zeichen // zeichenzähler.de // Formatierung folgt!!
    • Rasha
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      Auf den heutigen Tag war ich sehr gespannt. Ich sollte bei Flairi den Hengst Natus Dragneel versorgen. Flairi hatte ihn als „eher ungestümen Typ“ beschrieben. Solche Pferde fand ich sehr spannend, hatte ich doch nicht zuletzt auch einige sehr spezielle Vertreter zu Hause auf meinem Hof.

      Auf dem Hof wurde ich bereits von Flairi erwartet: „Hallo, schön, dass du so pünktlich bist. Unser Putzplatz ist um die Ecke, dort wartet Natsu auch bereits. Er benötigt heute eine Barhufbehandlung.“ „Hallo, alles klar. Dann mache ich mich fertig und komme zu euch“, antwortete ich. Ich ging zu meinem Wagen, zog mir meine Arbeitskleidung an und nahm das Werkzeug heraus. Dann ging ich zum Putzplatz.

      Dort stand Natsu – naja „stand“ ist vielleicht zu viel gesagt, eher tänzelte der Hengst ungeduldig hin und her. Zunächst begrüßte ich ihn mit einem Apfelstückchen, welches er sofort annahm. Neugierig schnupperte er an mir und sog den Geruch meiner Lederschürze auf. Diese roch nach vielen Pferden, die ich bereits vor ihm versorgt hatte. Aufgeregt blähte er die Nüstern und wölbte stolz seinen Hals.

      Zunächst nahm ich den Hufkratzer und kratzte seine Hufe aus. Dabei verschaffte ich mir auch einen ersten Blick über den Hufzustand. „Die Hufe sind in recht gutem Zustand. Ich denke, da muss ich nicht so viel dran machen“, erklärte ich Flairi.
      Dann holte ich das Hufmesser aus meiner Tasche und begann damit, das lose Sohlenhorn zu entfernen. Dies dauerte dem Hengst teilweise etwas zu lange und er begann wieder mit dem Tänzeln. Flairi hatte alle Hände voll zu tun, ihn zum ruhigen Stehen zu animieren. Doch dann war auch das geschafft.

      Nun holte ich den Hufbock heran und stellte ihn neben Natsu. Der neugierige Hengst stupste mit der Nase dagegen und fand Gefallen daran, mit dem Hufbock zu spielen. „Nein, so ist das aber nicht gedacht, mein Junge!“, sagte ich zu ihm und stellte seinen Vorderhuf darauf, um ihn in Form zu raspeln. Das Raspeln dauerte etwas länger, da Natsu seine Hufe immer wieder vom Bock zog. Doch dann war es endlich geschafft.

      „Wie neu!“, sagte ich grinsend zu Flairi, welche auch sichtlich geschafft war. Sie brachte den ungestümen Hengst zurück auf die Koppel, während ich mein Werkzeug wieder ins Auto räumte. Dann erledigten wir noch das Geschäftliche. Ich dankte ihr für den Auftrag und machte mich auf den Weg nach Hause.

      [2345 Zeichen, lettercount.com, Text: Rasha]
    • Eowin
      Tierarztbericht für Natsu Dragneel

      By Eowin | 20.08.2014
      Ich starrte aus dem Fenster und beobachtete, wie ein Regentropfen nach dem anderen dagegen prasselte. Langsam rann das Wasser an der Scheibe entlang und obwohl es noch Nachmittag war, war es unendlich dunkel draußen, fast so, als wäre es Nacht. Resigniert stellte ich fest: Es würde jetzt bald Herbst werden.
      Plötzlich klingelte mein Handy und ich wurde schlagartig aus meinen Tagträumen gerissen. Rasch nahm ich ab und meldete mich. Es war Flair, die sich vergewissern wollte, ob es bei dem heutigen Termin bliebe. Ich versicherte ihr, dass ich nur noch ein paar Dinge zusammenpacken müsse und mich dann direkt auf den Weg machen würde.
      „Danke! Er braucht für die Hengstkörung noch seinen Gesundheitscheck“, merkte sie an.
      Als ich aufgelegt hatte, machte ich mich direkt daran, meinen Kram zusammen zu packen. Es würden Gentests und ein TÜV anstehen, sodass ich auch die Röhrchen für die Proben, einen Edding, das mobile Röntgengerät, Knetgummi sowie die Bleischürzen mitnehmen musste.
      Impfstoffe und Wurmkur hatte ich noch im Wagen, sodass ich mich nach rund einer Viertelstunde auf den Weg machen konnte.

      Der Weg war etwas beschwerlich – zwischendurch hatte es so stark angefangen zu regnen, dass ich selbst auf der Autobahn nur 70 Stundenkilometer fahren konnte.
      Dementsprechend war ich etwas genervt, als ich bei Flair auf den Hof kam, meine Stimmung hellte sich jedoch auf, als Flair bereits mit einem Handtuch bewaffnet im Stall auf mich wartete. Sie hatte bereits damit gerechnet, dass ich klatsch nass sein würde, wenn ich den Weg vom Auto in den Stall bestritten hatte.
      Dankend nahm ich an und rieb mir mein Gesicht so trocken, dass mir nicht mehr ständig etwas an die Wimpern tropfte. Dann wandte ich mich dem kleinen Hengst zu.
      Ich beäugte ihn, wie er mich beäugte. „Was ist das für ein Mix?“, fragte ich, als ich feststellte, dass er höchstens noch in das niederländische Ponymaß passen würde.
      „Reitpony mal Trakehner“, klärte Flair mich auf und ich nickte erkennend.
      Dann begann ich mit meiner Arbeit.
      Schnell merkte ich, dass er kein Pferd war, das es mir stets recht machen wollte. Eigentlich war er ohnehin recht undankbar zu behandeln: Schon, als ich seine Schleimhäute und Zähne kontrollieren wollte, holte er nach mir aus und wollte beißen. Als ich es so hinbekommen habe, bissfrei in sein Maul zu schauen und sogar mit meinem Finger hinein zu gehen, um zu testen, wie lange das Blut brauchte um nach leichtem Druck wieder in das Gewebe zurück zu fließen, hampelte er herum und klemmte mit aller Kraft die Lippen an die Zähne.
      Insgesamt stand er sehr wenig still, so manches Mal musste ich schon in den ersten Minuten in harsch zurechtweisen, damit er mich nicht an die Wand drückte und so manches Mal dachte ich, er raubt mir gleich den letzten Nerv, weil er so energisch mit dem linken Vorderbein gescharrt hat, dass man sogar eine Linie an der Wand vor ihm erkannte.
      „Ist der bei der Arbeit auch so?“, entfuhr es mir, denn ich war nach kurzer Zeit schon etwas genervt von ihm.
      „Na ja, einen Anfänger würde ich da nicht drauf lassen“, meinte Flair.
      „Hab ich mir gedacht“, erwiderte ich grummelnd.
      Also achtete ich stets darauf, wo er sein Maul und seine Füße hatte und machte meine Arbeit so nach und nach weiter. Wenn ich die Kopfpartie erst einmal fertig hätte, würde alles einfacher werden, war ich mir sicher.
      Nun überprüfte ich die Nüstern und Augen auf Ausfluss und kontrollierte mit Hilfe meiner Kopflampe den Pupillenreflex. So weit war alles in Ordnung, sodass ich mich an den Körper machen konnte.
      Vorsichtig tastete ich die Muskeln und Gelenke ab, suchte nach warmen Stellen oder Knoten in der Muskulatur, doch ich konnte nichts finden. Da er noch so jung war, kontrollierte ich auch sofort, ob beide Hoden abgestiegen waren und sich in Größe und Form gleichen. Hier war alles in Ordnung, aber von der Größe her hätte ich vermutet, dass er schon einmal gedeckt hätte.
      Zu guter Letzt kontrollierte ich die Hufe mittels einer speziellen Zange, ob es irgendwo schmerzempfindliche Stellen gab. Auch hier war alles in Ordnung, sodass wir weiter machen konnten.
      Ich bat Flair mir tragen zu helfen und dann wuchteten wir – mit dem Hintergrundgeräusch des Kratzens von Natsu – das Röntgengerät, Knetgummi und die Bleischürzen aus dem Auto. In meine Hosentasche stecke ich mir rasch ein Röhrchen für die Proben und den Edding und dann hatte ich auch schon so lange gebraucht, dass wir das Wasser wieder vom Kopf lief wie bei einem Wasserfall.
      „Himmel, ist es schlechtes Wetter!“, beschwerte ich mich und nahm direkt den ersten Huf von Natsu hoch.
      Es brauchte ein paar Anläufe, bis er ihn still genug hielt, dass ich die Zwischenräume neben dem Strahl ausreichend mit rosarotem Knetgummi vollstopfen konnte.
      „Wozu das Play-Dooh?“, fragte Flair neugierig nach, während ich ihr eine Bleischürze hinhielt.
      Während ich erklärte, machte ich mir selbst eine Schürze um die Hüften und schob die kleine Rampe näher zu Natsu.
      „Ohne das Knetgummi sieht man auf den Bildern Strahl- und Hufbein nicht so deutlich. Und das gute von Play-Dooh deswegen, weil das günstige nicht im Huf kleben bleibt.“
      Flair nickte verstehend, dann half sie mir die Hufkante von Natsu auf die Rampe zu bugsieren. Während sie dann versuchte, dass er ruhig und artig so darauf stehen blieb, rückte ich das Röntgengerät zurecht und wartete auf einen ruhigen Moment, um eine gescheite Aufnahme zu bekommen.
      Es dauerte ein bisschen, aber schließlich bekam ich es bei allen vier Hufen hin.
      Anschließend folgten noch die Gelenke der Beine, die Sattellage und die Halswirbel. Natsu war wirklich unglaublich nervenaufreibend und ich musste kein Pferdeflüsterer sein, um zu verstehen, dass ihm alles lieber war, was mit Bewegung zu tun hatte.
      Als die Bilder im Kasten waren, rupfte ich ihm einige Haare mitsamt Wurzel für den Gentest aus. Er war nicht begeistert und zuckte bei jedem Haar deutlich weg, um mich danach mit einem tödlichen Blick zu bedenken, doch schnell war eine ausreichende Anzahl im Röhrchen verschwunden. Dieses beschriftete ich mit seinem Namen und dem, was zu tun war.
      Nun machte ich die Impfungen für den Kleinen fertig. Ich ließ mir von Flair sagen, dass er gegen Tetanus und Tollwut geimpft werden solle.
      „Nicht gegen Influenza und Herpes? Sicher? Influenza wird oft vorausgesetzt und Herpes ist sehr sinnvoll, wenn er oft den Stall wechselt, zum Beispiel für Turniere“, erklärte ich. Flair verneinte und meinte, dass sie sich sonst nochmals melden würde.
      Also zog ich die Spritzen mit den Impfstoffen gegen Tetanus und Tollwut auf, tauschte die Nadel, desinfizierte die potentielle Einstichstelle mit einem Alkohol-Tupfer und injizierte ihm die Flüssigkeit. So zumindest der Plan.
      Als die Nadel seine Haut durchstach, zuckte er heftig zusammen und sprang zur Seite. Rasch drückte ich durch, sodass ich zumindest eine von zwei Impfungen hinter mir hatte.
      Flair beruhigte ihn wieder und ich stellte mich mit Impfung Nummero Dos in die Startlöcher. Rasch stach ich in seinen Muskel und spritzte ihn, während er wieder zusammen zuckte und mir dieses Mal, frech wie er nun einmal war, von hinten in den Popo biss. Aus Reflex haute ich ihm einen gegen die Nase. Er starrte mich verwirrt an, begann dann aber zu kauen und blieb urplötzlich ruhig stehen.
      „Aua!“, stellte ich fest und rieb missmutig mein Hinterteil – die nächsten zwei Wochen würde ich bestimmt nicht sitzen können.
      Ich war froh, als wir das geschafft hatten. Nun hörte ich mit dem Stethoskop noch Lunge, Herz und Darm ab und notierte Puls und Atemfrequenz.
      Dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach draußen, wo ich die Beugeprobe durchführte.
      Dafür klemmte ich einen Huf nach dem anderen so nah es ging an das Bein, wartete eine halbe Minute und ließ Flair mit ihm dann direkt lostraben, nach einem guten Stück im Trab eine enge Wendung vollführen und dann geradeaus wieder zu mir zurück traben.
      Die Beugeprobe fiel auf allen vier Beinen negativ aus, sodass wir uns sorglos auf den Weg in die Reithalle machen konnten, wo der Belastungstest anstand.
      Mittlerweile waren wir triefnass, alle drei, aber die Beugeprobe musste auf hartem Boden gemacht werden und anders wäre nicht genug Platz für die Wendung gewesen.
      In der Halle angekommen bat ich Flair, Natsu zehn Minuten flott im Trab und Galopp zu longieren. Währenddessen machte ich mir Notizen für die Bewertung von Gangbild und Exterieur.
      Nach Ablaufen der Zeit, holte sie den Hengst nochmals zu mir und ich hörte ihn erneut ab, kontrollierte die Veränderung von Puls und Atemfrequenz und schaute nach, ob er für die gegebene Anstrengung in korrektem Maße Schweiß bildete.
      „So, so weit ist alles in Ordnung und vom Gesamtbild her würde ich sagen, der ist fit wie ein Turnschuh! Abwarten, was die Röntgenbilder und der Gentest zu dieser Vermutung sagen.
      So, zunächst zu seinem Exterieur. Er hat einen sehr kurzen Rücken mit wenig Rist, mündend in eine wohlgeformte, breite Kruppe. Sein Hals ist etwas zu hoch angesetzt und er hat wenig Ganaschenfreiheit. Die angenehm schräge Schulter dürfte gute Bewegungen ermöglichen, die Beine sind korrekt gestellt, nur hinten steht er etwas steil und vorne links musst du beim Hufschmied darauf achten lassen, dass sich das nicht zum Bockhuf entwickelt“, erklärte ich und fuhr dann fort: „Bei der Bewegung muss man klar den Galopp heraus heben. Dieser ist deutlich bergauf gesprungen und ohne Zweifel auch die Gangart, die ihm am meisten Freude macht. Hier zeigte er ab und an eine Tendenz zum Viertakt, da sollte beim Training unbedingt vermehrt drauf geachtet werden. Im Schritt tritt er etwas kurz, den würde ich persönlich als durchschnittlich bezeichnen. Der Trab wiederum zeigt viel Schwung und die Tendenz, zu eilen. Wenn man sein Temperament in den Griff bekommt, wird er hier mit Sicherheit auch noch etwas an Gang hinzu gewinnen, da kann man denke ich viel heraus reiten.“
      Flair nickte und ich hatte das Gefühl, dass sie mit etwas vergleichbarem schon gerechnet hatte.
      „Dann bin ich auch schon fertig!“, lachte ich und verabschiedete mich von den beiden, bevor ich mich – zugegeben ziemlich erschöpft – auf den Weg nach Hause mache.

      Ergebnis des TÜV von Natsu:
      Natsu zeigt im Sprunggelenk eine kleine Verknöcherung. Diese schränkt ihn jedoch nicht ein und muss auch nicht behoben werden.
      Röntgenklasse II

      Ergebnisse des Gentests (Farbtest):
      EE Aa ToTo
      Natsu ist homozygot auf das Tobiano-Gen, somit wird jedes seiner Fohlen garantiert bunt werden: Er ist ein Farbvererber. Außerdem ist er homozygot dominant auf das Extension, sodass keines seiner Fohlen ein Fuchs sein wird.

      Ergebnisse des Gentests (Erbkrankheiten):
      Natsu ist frei von allen getesteten Erbkrankheiten.

      10650 (es muss nur die angegebene Maximalzahl der Zeichen bezahlt werden)
    • Veija
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      Springen A auf L
      Heute war ich auf dem Weg zu flairi, um ihren DRP-Hengst Natsu Dragneel zu trainieren. Sie hatte mir dabei freigestellt, welche Diziplin ich wählen durfte. Ich sollte ihn einfach darin fördern, worin er gut war. Aufgrund seiner Abstammung, die ich mir vorweg schon einmal angeschaut hatte, würde ich ihn ein wenig hüpfen lassen. Das förderte nicht nur ihn, sondern auch mich, damit ich endlich mit dem Springen weiterkam.
      Ich war doch recht schnell auf flairis Hof. Geschickt parkte ich mein Auto, ehe sie schon aus dem Haus gestürmt kam und mich überschwänglich umarmte. "Hey", begrüßten wir uns, ehe sie mir den Hof zeigte und wir schließlich zu Natsu gingen. "Der hat es faustdick hinter den Ohren", warnte sie mich lachend, doch ich wank flink ab. "Bin schon einige hitzige Pferde geritten, habe auch selbst einige", antwortete ich ihr, ehe ich den Hengst aus der Box nahm, anband und anfing zu putzen. Flairi ging derweil nach ihren anderen Pferden schauen.
      Ich war recht schnell fertig mit Putzen, weshalb ich ihm seinen Springsattel auf den Rücken legte, ihm die Trense anzog und noch die Longe mit in die Halle nahm. Zur Zeit sprang er A-Niveau, doch da war bestimmt noch M-Niveau drin. Zumindest hoffte ich das. In der Halle waren noch keine Sprünge aufgebaut, weshalb ich ihn ausgelassen longieren konnte. Das war eine Sache für sich, denn der aufgeweckte Hengst rannte wie ein Verrückter im Kreis und bekam sich gar nicht mehr ein. Als ich ihn dann doch irgendwann ein wenig runtergeregelt hatte, lief er schön artig an der Longe. Nun war es Zeit ein paar Hindernisse aufzubauen. Dafür band ich ihn am Eingang an und stellte ein paar E und A Sprünge auf, ehe ich wieder zu ihm ging und mich in den Sattel schwang. Ich ritt ihn zunächst ganze und halbe Bahnen auf jeder Hand und in allen drei Gangarten, ehe ich die ersten E Sprünge nahm und sogleich über die A Sprünge ging. Er machte seine Sache wirklich gut, nur war er viel zu schnell und wollte viel zu früh abspringen, weshalb ich anfangen musste ihn vorne sehr früh zu riegeln, damit er überhaupt Ansätze machte, auf meine Hilfen zu reagieren. Bei den L Sprüngen, die ich in der Zwischenzeit aufgebaut hatte, riss er eine Stange nach der Nächsten. Ich überlegte kurz und galoppierte ihn dann an einen einfachen Steilsprung so langsam wie möglich heran, so dass er nicht die Chance hatte zu springen. Ich gab ihm hierzu auch keine Hilfen, so dass er vor dem Hinderniss stehen bleiben musste, wenn er es nicht umrennen wollte. Ich lies ihm jedoch kaum Zeit zum nachdenken sondern drehte ihn schnellstmöglich um, galoppierte zurück und ritt nun ein wenig schneller auf den Sprung zu, so dass er locker springen konnte. Siehe da: er reagierte nun feiner auf meine Hilfen und flog über den Sprung. Nachdem er nun begriffen hatte, wie er auf die Hilfen zu reagieren hatte, konnte ich flairi dazuholen, damit sie ihn ritt. Sie merkte sofort, dass er ein wenig mehr auf die Hilfen reagierte und auch langsamer an die Sprünge heranging.
      Ich war zufrieden, sie war zufrieden und das Pferd lief ordentlich. Also alles wie es sein sollte. Ich verabschiedete mich von ihr und lies sie weiter trainieren, ehe ich meine Sachen packte und mich auf den Heimweg machte.
      3219 Zeichen, by Veija
    • Flair
      Der Winter steht vor der Tür [Sammelbericht]
      by flairi│ 9. Dezember 2014

      Mit eisigem Atem öffnete ich die schwere Stalltür. Irgendeins der Schaniere müsste dringend mal wieder geölt werden. Insgesamt schauten mich 16 Pferde und Ponyköpfe erwartungsvoll an - schließlich war es Zeit für das Frühstück. Auf dem Weg zur Futterkammer tätschelte ich kurz Conneries Kopf. "Du bekommst gleich deine Portion, mein Guter", murmelte ich. Ich schnappte mir den Futterwagen und stellte noch einen Eimer mit Pellets auf den Berg von Quetschgerste in dem Wagen. Natsu prügelte wild gegen seine Boxentür. Er stand im Gang recht weit hinten und wird ziemlich schnell gierig, wenn er mitbekommt, dass die Pferde vorn schon ihr Futter bekommen. Ich sollte ihn dringen mal umstellen, sonst wird er mir sicherlich eines Tages noch die Box zerlegen. Abgesehen von seinem Radau lief die Fütterung gut. Alle Pferde kauten genüsslich ihre Portionen. Ich schaute kurz Prüfend nach oben. Das Dach scheint wirklich wieder in Ordnung zu sein.
      Nachdem ich auf das heruntergekommene Green Hills zurückkehrte, musste sich tatsächlich dringend etwas tun. Die Gebäude waren nicht mehr besonders instand, die Reithalle sogar einsturzgefährdet. Allerdings stand für mich kein Umzug zur Option - Ich liebte diesen Ort zu sehr und es hingen zu viele Erinnerungen daran. Die Handwerker haben bis zum heutigen Tag gute Arbeit geleistet, und mein Portmonee ist auch nur noch halb so dick wie zuvor. Das Gelände und der Hof sind auf jeden Fall noch ausbaufähig, aber die wichtigsten Teile - wie zum Beispiel der Stall - sind wieder voll funktionsfähig.
      In einer halben Stunde würde ich die Pferde auf die Weide bringen, bis dahin wollte ich mir erst einmal mein Frühstück fertig machen. Ich stapfte zum Gutshaus und beobachtete den Himmel. Keine Wolke zu sehen, eisiger Ostwind wehte um meine Ohren. Ich zog mir meine Mütze weiter über den Kopf.. Wann wohl der erste Schnee fallen würde?
      Im späten Nachmittag waren alle Arbeiten erledigt. Die Pferde standen gut eingepackt auf der Weide und ich konnte in Ruhe die Hausarbeiten erledigen. Im Gutshaus sah es noch etwas chaotisch aus. Quasi als wäre ich erst gestern wieder eingezogen - tatsächlich ist das aber schon 4 Monate her. Ich beschloss einige Zimmer aufzuräumen und in der Küche klar Schiff zu schaffen. Ich hasse diese Arbeiten, da bin ich doch lieber draußen im Schlamm unterwegs und stelle Zäune auf. Aber was will man machen? Auch das muss erledigt werden. Nach einer halben Ewigkeit wollte ich mich selbst Belohnen. Ich zog meine Reithose an, vorsichtshalber mit einer Leggins darunter, und machte mich auf den Weg zur Weide. Ich holte Warrior am Halfter und brachte ihn in den Stall. Ein kleiner Ausritt würde sicherlich nicht schaden. Ich putzte den schneeweißen Schimmelhengst kurz über, auch wenn sich unter der Winterdecke kaum Dreck angesammelt hat. Ich legte ihm seinen Sattel auf und Trenste ihn. auf eine Abschwitzdecke verzichtete ich vorsichtshalber nicht, ich wollte sowieso nur eine kleine Runde im Schritt gehen. Draußen saß ich auf und freute mich auf den Ritt in der Kälte. Warrior schien sich ebenfalls zu freuen. Er schnaubte vergnügt, als es losging. Der Schimmelhengst ist wahrlich ein wundervolles Pferd. Ich war sehr froh darüber, dass er wieder Zuhause ist.
      Nach etwa 45 Minuten kehrten wir auf den Hof zurück. Mittlerweile war es 16.30 und stockduster. Wie sehr ich den Winter doch hasse. Ich ritt gleich bis in den Stall und saß dort ab. Trotz der Leggins war ich ganz schön durchgeforen und war zwischenzeitlich echt neidisch auf Warriors Abschwitzdecke. Ich saß ab, wobei mir ein kurzer Schmerz durch meine verfrorenen Füße fuhr. Ich glaube ich erwähnte schon, wie sehr ich den Winter hasse? Warrior war zufrieden. Ich stellte ihn in seine Box und realisierte, dass Natsu, Pia, Excaliber und Kirito auch schon in den Boxen standen. "Wunderbar", dachte ich. Die vier wurden also auch gearbeitet heute. Ich besuchte kurz noch Natsu in seiner Box und musterte ihn. Er hat sich in den letzten Tagen wirklich gut gemacht. Dann holte anschließend die restlichen Pferde wieder rein. Kronos stand schon am Tor, er hatte vermutlich auch die Nase voll von der Kälte. Pünktlich zu 18.00 standen alle Pferde wieder an Ort und Stelle und ich verteilte das Abendessen. Natsu randalierte wieder wie verrückt, als ich vorne die Scheffeln in die Tröge schüttete. Daran wird sich wohl nie etwas ändern.
    • Flair
      Erste Vorbereitungen [Sammelbericht]
      by flairi│ 6. Februar 2015

      Auf dem Hof herrscht das reinste Chaos: Überall laufen Handwerker und Helfer herum, und obendrein ist es auch noch saumäßig kalt. Ich fröstelte und zog mir Meine Ärmel bis über die Hände. "Könnten Sie sich auch nochmal ganz schnell eine meiner Boxentüren anschauen? Ich habe da einen Kerl der ständig wütend wird und in der Box etwas... randaliert." Der Handwerker nickt, ich habe es aber kaum mitbekommen. In Gedanken bin ich längst bei Natsu, ich muss ihn dringend woanders hinstellen, sonst wird er mir den Stall noch zerlegen. Ich folge dem Handwerker in den Stall und werde von einem Herzerwärmenden Wiehern meiner Lieblinge begrüßt. "Diese hier?", fragt der Handwerker und deutete auf die sichtlich geschundene Box von Natsu. "Ja.. Genau die müsste einmal wieder auf Vordermann gebracht werden." Ich hole Natsu nach draußen und er macht sich an die Arbeit. "Kommen Sie klar?", frage ich vorsichtshalber. "Ja natürlich, mittlerweile weiß ich ja, wo ich suchen muss, wenn ich etwas benötige." Ich gehe mit Natsu am Strick nach draußen und mache einen Spaziergang über den Hof. Am 1.2. wird mein unbewohnter Teil des Hofes bezogen, und am 6.2. findet die Eröffnung der Hengststation statt. Peinlich, ich habe bis zu diesem Termin nur drei Hengste im Angebot, eigentlich wollte ich Kronos längst mit dabei haben - Aber deswegen jetzt einen Rückzieher zu machen wäre äußerst umprofessionell, also werde ich bis dahin wohl das Beste aus der Sache machen. Immerhin wird nach der heutigen Aktion alles Tip-Top aussehen! Die Vorbereitungen für das Turnier sind auch schon getroffen, und heute morgen kamen per Post auch schon die Schleifchen an, welche für die die Gewinner der jeweiligen Prüfungen vorhergesehen sind. Dadurch, dass ich noch Kontakt zu einigen Sponsoren von damals habe, ist der Gewinnerpreis glücklicherweise recht hoch gesetzt, sodass hoffentlich viele Teilnehmer am 6.2. auf Green Hills eintreffen werden. Natsu schnaubt vergnügt und holt mich aus meinen Gedanken zurück zum heutigen Tag. Ich wuschle ihm lachend durch seine kurze Mähne. Es beginnt zu schneien, was mein Pferd höchst erfreut. Interessiert prustet er die Schneeflocken vor seiner Nase weg und erfreut sich darüber, wie sie durch die Luft gewirbelt werden. Natsu ist ein echter Schatz. ich freute mich schon, seine Fohlen auf unterschiedlichsten Höfen besuchen zu können und ihren Werdegang zu verfolgen. Als ich mit Nastu wieder vor dem Stall ankomme, ist der Mann immernoch damit beschäftigt, die Tür vernünftig hinzubekommen. Also bringe ich Natsu auf die Weide, in der Hoffnung, dass er sich nicht sonderlich an dem frisch gestrichenen Zaun interessiert. Als ich ihm das Halfter abnehme, dreht er sich auf dem Absatz um und rast bis zum anderen Ende der weitläufigen Weide, um dann mit dem Neuschnee zu spielen. Ich glaube, wegen des Zaunes muss ich mir keine Gedanken machen. Auf dem Weg zum Gutshaus fällt mir ein, dass ich noch unbedingt die Anmeldung für das Turnier online stellen muss.
      In der Küche pelle ich mich aus meiner Kleidung und setze erst einmal einen Kaffee auf. Die Internetseite war schnell aktualisiert. Ich checke noch schnell meine Mails und registriere eine neue aus Kanada. Gespannt klicke ich auf "öffnen" und lese den Inhalt. Der Einzug am 1.2. wird klappen! Zur Feier des Tages öffne ich einen Wein und stoße mit mir selbst an. Das wird eine abgefahrene Woche, auf jeden Fall!
    • Flair
      Endlich Sommer [Sammel-, Kurzbericht]
      by flairi│ 19. Juni 2015

      Langsam wurde es wieder wärmer und die ersten Stechmücken ärgern die Pferde auf der Weide. Es ist noch früh, halb 6 am morgen und trotz allem war mir beim füttern wahnsinnig heiß geworden. Das Thermometer in der Stallgasse zeigt schon jetzt 20° an. Heute wird es also wohl wahnsinnig heiß werden. Natsu polterte gegen seine Boxentür. Er machte mich so langsam aber sicher verrückt damit. Ich griff nach einem Halfter, ging zu seiner Box und holte ihn nach draußen - einfach nur um dem gepolter ein Ende zu machen. Touchi lag noch in seiner Box herum, der Rest der Mannschaft guckte noch recht schläfrig drein. War halt wieder nur der eine kleine Rabauke der hier Terror machte. Also schnell auf die Weide mit dem Störenfried. Ich stellte danach auch noch Pia, Connerie, Kronos, Davino, Kirito, Warrior, Bloody. Tsuki, Exi, Enjoy, Raggie, Happe, Fee und Nero nach draußen. bei dem Wetter sollte wirklich keiner in der Box bleiben. Ich setzte mich zum frühstücken nach draußen und beobachtete, wie auf meinem Hof einfach nichts passierte. Abgesehen davon, dass sich ab und an die Pferde anzecken, war es still. Herrlich. Gegen 9 trudelten die ersten Reiter ein. Zum ersten man in diesem Jahr war ich froh, selbst nichts tun zu müssen und den anderen bei der Arbeit zu zusehen zu können.
    • Flair
      Winterstimmung [Sammelbericht]
      by flairi│ 19. Juni 2015

      Auf Green Hills war es sehr ruhig geworden. Mit der Hengststation ging es nicht so gut voran wie ich es mir vorgestellt hatte. In weniger zeit gab es neben einigen Turniersiegen eher weniger Erfolgserlebnisse. Ich ging über den Hof und schaute kurz prüfend zur Weide, ob noch alle Pferde da waren, wo sie hingehörten. Bereits in ihre Winterdecken gepackt spielten Natsu und Tsuki miteinander, während Connerie, Davino und Kronos im Hinteren Teil der Wiese die letzten Grashalme vom Boden trennten. Excaliber und Bloody waren auf Streife und gingen zusammen im Schritt den Zaun am Waldrand entlang. Es war schon recht kahl geworden und vor dem Weidetor aufgrund des Betriebs davor und dahinter auch schon ziemlich matschig. Meine beiden Schimmel Kirito und Warrior standen nah am Tor, aber nicht im Matsch. Vermutlich hatten die beiden keine Lust mehr, draußen zu sein, aber um auch nur einen Fuß in den Schlamm zu setzen, dafür waren sich die Herrschaften dann doch zu fein. Bei ihrem bedröppeltem Anblick musste ich lächeln und beschloss wenigstens Kirito von seinen Qualen zu befreien. Ich holte sein Halfter und sein Strick aus dem Stall, wo mich Sickness, Touchi, Pia, Nero, Enjoy und Blue Rag freundlich begrüßten. Nach meinem Ausritt mit Kirito würde ich die Pferde die jetzt im Stall waren auch noch auf die Weide bringen. Ich schnappte mir sein Halfter, ging wieder nach draußen in die Kälte und schnappte mir den großen Apfelschimmel. Er stapfte zufrieden los, Warrior wollte direkt mit in den Stall kommen, aber ich ließ ihn noch auf der Weide stehen. Er sollte noch ein wenig den Auslauf genießen, obwohl ich befürchtete, dass er weiterhin vor dem Tor auf seine Abholung wartete. Im Stall band ich Kirito an, befreite ihn von seiner Winterdecke und striegelte sein graues Fell. Als ich fertig war sattelte und trenste ich ihn. Er machte absolut keine Probleme, stand still und genoss die Zuwendung. Als ich fertig war führte ich ihn nach draußen, gurtete nach und saß auf. Er schnaubte zufrieden und marschierte eilig los. Er freute sich wohl genau so sehr auf die kleine Runde wie ich. Ich ritt angesichts der Temperaturen eine ganze Weile Schritt, gurtete nach 15 Minuten ca noch einmal nach und fing dann an etwas zu traben. Kirito kaute eifrig auf seinem Gebiss und ging schwungvoll vorwärts. Ich musste ihn etwas zurückhalten, weil er in letzter Zeit auch im Trainig dazu neigte, sich etwas zu überennen. Als wir auf einem breiteren Samdweg angelangt sind, ließ ich ihn angaloppieren. Der kalte Wind bließ mir ins Gesicht, Kirito schnaubte erfreut über das Tempo und galoppierte wie ein Uhrwerk über den Sand. Meine Nase begann zu laufen, ich nahm die Zügel kurz in eine Hand und wischte mir mein Gesicht mit dem Ärmel ab. Etwas ekelig, aber ich hatte echt keine Tempos dabei. Außerdem wollte ich Kirito nur ungern durchparieren, er machte das gerade so vernünftig. Als das Ende des Weges in Sicht war, parierte ich ihn wieder durch. Ich ritt Richtung Wald, trabte zwischendurch noch einige Male. Kirito war nun auch etwas konzentrierter und rannte im Trab nicht mehr so sehr davon. Nach einer ausgiebigen Runde schlug ich den Weg zurück zum Hof ein. Die lange Allee ritt ich noch im Schritt und ließ die Zügel lang. Kirito streckte sich und Schnaubte zufrieden. Zuhause angekommen sattelte ich ihn ab und bschloss ihm gleich wieder seine Winterdecke über zu legen, da er kaum geschwitzt hatte. Ich brachte ihn zurück in seine Box, wo er sich gleich über das frische Stroh hermachte und sich großzügig an der Tränke bediente. Jetzt tauschte ich die Truppen auf der Weide aus und holte ein Pferd nach dem anderen rein. Natürlich fing ich mit Warrior an, denn der stand noch immer vor dem Tor und wollte ganz dringend rein in den Stall. Er war absolut kein Fan vom Winter befürchtete ich.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Flair
    Datum:
    4 Juli 2014
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