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Rhapsody

Nandalee

Welshpony – im Besitz seit 04/2021 –

Nandalee
Rhapsody, 25 Apr. 2021
Mohikanerin gefällt das.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Tierarztbericht
      12. Juli 2013 -- NeverTheLess

      Edfriend wurde langsam meine Stammkundin. Schon drei mal gab sie Aufträge in meiner Tierklinik und ich war sehr froh darüber, dass sie meine Arbeit anscheinend bevorzugte. Heute kamen zwei Fohlen bei ihr auf die Welt: Ich hatte einige Monate zuvor einen Ultraschall bei den beiden Stuten, Napayné und Nesquik, gemacht und heute sollten die beiden abfohlen. Bei Napayné hatten bereits die Wehen eingesetzt und obwohl es Nachts war, machte ich mich sofort auf den Weg. Im Stall hörte man schon das nervöse Tuscheln von verschiedenen Stimmen und als ich eintrat, wurde ich herzlichst von Edfriend begrüßt. Napayné lag auf dem weichen Einstreu in ihrer Box und ihr Atem bebte. Ich betrat die Box und strich ihr ein paar Mal über den Bauch. Sie beschnupperte meine Hand, ließ ihren Kopf jedoch wieder sofort fallen, als das Fohlen sich langsam seinen Weg aus der Gebärmutter bahnte. Soweit schien alles gut zu gehen, das Fohlen war in der perfekten Position, um geboren zu werden und auch Napayné ging es bestens. Ich trat zurück und gab der Stute kurz ihre Ruhe, und als der verklebte Kopf des Fohlens heraus lugte, konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Ich entfernte die Gebärmutter vom Fohlen, sodass es seine ersten Atemzüge machen konnte, ließ Napayné aber die restliche Arbeit machen, da es schien, als würde sie keine Hilfe gebrauchen. Schnell war das Fohlen geboren und Napayné leckte es sorgfältig ab, um das Blut anzuregen und es trocken zu kriegen. Ich streichelte das dunkle Fohlen, welches mich mit seinen bernsteinfarbenen Augen ansah wie ein Hundewelpe. Edfriend saß neben Napayné und streichelte die Stute, die sich langsam erhob und ihr Fohlen anstupste, um es ebenfalls zum aufstehen zu animieren. Da das Fohlen anscheinend keine Probleme hatte, sich auf den dürren Beinen zu halten, begann ich sofort mit der Untersuchung des Fohlens. Ich tastete es vorsichtig ab, hörte sein Herzschlag und impfte es schließlich. Da es noch halb benommen war, zuckte sie nur kurz bei der Impfung zusammen, machte sonst aber keine Anstalten. Da Nesquik sich noch Zeit mit dem Abfohlen ließ, sagte ich Edfriend, sie solle anrufen, sobald die Wehen begannen. Ich strich Nesquik kurz über den kugelrunden Bauch, dann begab ich mich in Richtung Parkplatz, als Edfriend leise meinen Namen rief. Nesquiks Wehen hatten plötzlich angefangen. Lachend nahm ich meinen Koffer wieder aus dem Kofferraum, schloss das Auto ab und ging zurück zum Stall, diesmal in Nesquiks Box. Napayné, deren Box in der Nähe von der der Stute stand, wieherte der Fuchsschecken-Stute zu, ehe sie sich ihrem eigenen Fohlen widmete. Nesquiks Bauch bebte und ihr kompletter Körper pulsierte. Ich strich ihr kurz über den Hals und flüsterte ihr beruhigend zu. Langsam ließ sich die Stute ins Einstreu gleiten und legte ihre Ohren flach an den Nacken, als die Wehen wieder begannen. Es verging ungefähr eine halbe Stunde, bis Nesquik plötzlich wieherte und uns somit ein Zeichen gab, dass das Fohlen bald kommen würde. Ich beruhigte die Stute und als die Vorderbeine des Fohlens zu sehen waren, musste ich mit anpacken, da Nesquik kaum Kraft mehr hatte. Ich entfernte die Gebärmutter, dann zog ich an den Vorderbeinen, bis das Fohlen letztendlich neben seiner Mutter lag. Ich entfernte die Gebärmutter, dann ließ ich Nesquik aufstehen und das Fohlen ablecken. Edfriend grinste mich an, denn es war ein kleines Wunder, dass die beiden Fohlen in ein und derselben Nacht geboren waren, wie zwei Zwillinge, die sich kaum mehr unterscheiden könnten, denn das Fohlen von Nesquik war braun, das Fohlen von Napayné war ein Rappschimmel, so vermutete ich, wobei es auch ein normaler Rappe sein könnte; Das Fell des Fohlens war zu dunkel, um es jetzt in dieser Nacht deuten zu können. Ich wiederholte die Untersuchung und die Impfung auch bei Nesquiks Fohlen, dann ging ich aus dem Stall, dies mal aber zum letzten Mal für diese Nacht - es sei denn es gab Probleme mit den Fohlen, dann könnte Edfriend mich immer erreichen. Später erfuhr ich, das Napaynés Fohlen Nandalee heißen würde und Nesquiks Fohlen Applaus.
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      Alte Pflegeberichte
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      Ein verschlafener Morgen
      13. Juli 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      Gähnend stand ich auf und schleppte mich ins Bad. Die letzte Nacht war anstrengend gewesen, da Napayné und Nesquik beide ihre Fohlen zur Welt gebracht hatten. Deshalb hatte ich allen Beteiligten aus meinem Team angeboten, heute auszuschlafen, da wir erst gegen drei Uhr zu Bett gegangen waren. Meine Sorge ließ mich jedoch nicht ausschlafen, so dass ich um sieben schon wieder auf den Beinen war. Beide Stuten waren zum ersten Mal Mama geworden und somit konnte einiges passieren. Wahrscheinlich machte ich mir unnötig Sorgen und unser Stallmeister Carter war sowieso schon im Stall unterwegs und würde alles kontrollieren, dennoch wollte ich mein Gewissen beruhigen und mich selbst über das Wohl der vier Ponys vergewissern. Flott sprang ich in meine Stallsachen und lief hinaus auf den Hof. Kühle Luft schlug mir entgegen und ich schnappte mir noch schnell meine Fleece-Jacke, da es kälter war, als gedacht. Die beiden Stuten standen am Ende der Stallgasse in zwei größeren Boxen. Nay lag noch neben ihrem Fohlen Nandalee im Stroh und schlief, als ich angeschlichen kam. Auch Nessy's Fohlen Applaus hatte sich eingemümmelt und schien sogar zu schnarchen. Nessy selbst stand daneben und kaute genüsslich auf dem Heu herum, welches Carter den Stuten schon gebracht hatte. Ich begrüßte sie mit einigen flüsternden Worten und kraulte ihre Stirn, als sie mich begrüßte. Auch Nay blickte kurz auf, schien es aber nicht für nötig zu finden, aufzustehen. Ich musterte zufrieden die beiden Fohlen. Sie waren jeweils etwas ganz Besonderes geworden. Nay's Fohlen würde zu 99% später ausschimmeln, auch wenn ihr Fell jetzt noch pechschwarz war. Doch die Schimmelgeneration in Napayné's Pedigree setzte sich schon seit Jahrhunderten durch. Nesquik's Fohlen überraschte mich immer noch. Beide Elternteile verfügten über ein großes weiße Kopfabzeichen und auch einige andere Abzeichen, doch das kleine Hengstfohlen besaß lediglich einen Keilstern und eine kleine Schnippe. Dennoch erinnerte sein feiner Kopf und der neugierige Blick direkt an seine Mutter. Nandalee war mehr oder weniger leider total nach ihrer Mutter gekommen, was den Charakter betraf. Schon gestern war sie so dreist gewesen und hätte beinahe Quall, unsere Tierärztin, ins Bein gebissen. Ihre Erziehung würde ein hartes Stück Arbeit werden. Doch ich war froh, die beiden hier so putz“munter“ zu sehen und wandte mich wieder zum Gehen. Carter war gerade dabei die anderen Pferde auf die Weide zu bringen, so dass ich ihn helfen konnte. Auch er berichtete mir, dass die Nacht und den Morgen über bei den beiden Stuten alles in Ordnung gewesen war.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Erster Weidegang
      06. August 2013 -- Eddi

      - Aus der Sicht von Eddi -
      „Guten Morgen Carter!“ grüßte ich unseren Stallmeister, als ich den Stall betrat. „Wahrlich ein guter Morgen, Frau Canary.“ lächelte er mich an und ich schüttelte nur lachend den Kopf. Wenn er mich ärgern wollte, dann nannte er mich beim Nachnamen, denn er wusste genau, wie wenig ich das mochte. „Eddi? Dürfen heute die Fohlen das erste Mal raus?“ fragte mich unsere jüngste Pflegerin Meg, die plötzlich neben mir auftauchte. „Genau das hatte ich gerade vor.“ grinste ich und reichte ihr das Halfter von Nesquik. Um die zickige Napayné wollte ich mich lieber selbst kümmern. Wir halfterten die beiden Stuten auf und führten sie aus den Boxen. Carter lief vor uns, um uns im Notfall helfen zu können, außerdem öffnete er uns die Türen. „Nani!“ knurrte ich, als sich Nays Fohlen schon wieder aus dem Staub machte. Sofort blieb die kleine Rappstute stehen und schaute mich vorwurfsvoll an. Sie war schon jetzt genauso wie ihre Mama, kam aber letzten Endes zurück. Nessi und ihr Sohn Applaus waren vollkommen anders, die Ruhe selbst und stets ein Vorbild. Ich war froh, als die vier endlich auf der für sie vorgesehenen Weide standen. Sie war eine unserer kleinsten und dennoch noch riesig. Besaß aber einige Obstbäume die wunderbaren Schatten spendeten und sie lag am nächsten am Stall. Zu dritt standen wir nun am Zaun und beobachteten die Stuten und ihre Fohlen. Nessi und Nay schienen froh zu sein, sich endlich wieder die Beine richtig vertreten zu dürfen. Wir hatten sie in den letzten Tagen zwar im Stall hin und her geführt, aber ich hatte die Fohlen noch ein wenig im kühlen Gebäude stehen lassen wollen, ehe sie in die Sommerhitze rausdurften. „Ich bin auch dafür, dass wir sie gegen Mittag wieder reinholen, wenn es heute wieder so extrem warm würde.“ sagte ich zu Carter und er nickte. Aber auch den Fohlen schien die neue Erfahrung Spaß zu machen. Nani galoppierte neben ihrer Mutter umher, während Applaus sich lieber umschaute, einem Schmetterling hinterjagte und sich mit dem Geheimnis des Grases auseinandersetzte. „Er ist so süß!“ quietschte Meg neben mir und letztendlich hatte sie auch vollkommen Recht. Aber auch Nani war einfach eine Schönheit und ihre Gänge waren jetzt schon fantastisch. Ich war froh, diese beiden Fohlen dieses Jahr gezogen zu haben. Sie würden äußerst vielversprechend werden, dass wusste ich jetzt schon. „Na dann, die anderen Pferde warten, also los!“ grinste ich, doch Meg wollte noch schnell ein Foto von den beiden Fohlen machen. „Sie sind viel zu toll.“ lächelte sie glücklich. Seitdem sie mit auf dem Gestüt Fauconnerie arbeitete, war sie richtig aufgegangen und hatte endlich auch ein Selbstbewusstsein entwickelt. „Keine Sorge, vielleicht wirst du irgendwann mal auf einem der beiden sitzen.“ lachte ich fröhlich.
    • Rhapsody
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      Kalter, ungemütlicher Tag

      02. September 2013 -- Eddi

      Der Tag war diesig und verregnet, hinzukam ein kalter wehender Wind, weshalb ich entschieden hatte, die Stuten und ihre jungen Fohlen heute im Stall zu lassen. Ich wollte die beiden zwar nicht verhätscheln, aber hier oben an der Küste konnte man sich schnell eine Erkältung zuziehen. Gerade die beiden Zwerge mussten noch gut umsorgt werden. Stattdessen stattete ich heute beiden Stuten einen Besuch ab, halfterte sie auf und führte sie samt Fohlen in die Halle. Dort ließ ich die vier Chaoten rennen. Applaus und Nandalee schienen täglich 3cm zu wachsen, zumindest kam es mir so vor. Nesquik und Napayné gelangen auch allmählich wieder zu ihrer normalen Figur zurück, auch wenn ich mich noch zu gut an den kugelrunden Bauch erinnern konnte, den die beiden Stuten vor nicht allzu langer Zeit noch gehabt hatten. Nani war wie immer aufgeweckt und neugierig, während Applaus sich in aller Ruhe die Halle anschaute. Die beiden Stuten wälzten sich gleich zu Beginn ausgiebig, ehe sie sich im Galopp ihre Beine vertraten, dass schien beiden gut zu tun. Ich beobachtete die vier Schönheiten ein Weilchen, ehe Tom kam. Gemeinsam brachten wir sie zurück zum Stall und begann dort die Welshs gründlich zu putzen, damit sie wieder richtig schick aussahen. Dann bekamen allesamt eine Decke auf und wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Dort war es wegen dem Blätterwerk über uns noch kühler, so dass wir als Heimweg dann doch bevorzugt an der Küste entlangliefen. Doch auch dort war es nicht angenehmer. Tom und ich schauten uns kurz an, ehe wir gemeinsam beschlossen so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Im Stall kamen die Stuten und Fohlen wieder in ihre beiden großen Boxen und bekamen ein wenig warmes Mash zu futtern. Ich schmuste noch jeweils ein Weilchen mit jedem, ehe ich mit an die tägliche Arbeit machte, welche auf mich im Büro wartete.
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      Alte Pflegeberichte
      5/30

      Das erste Mal führen
      27. Oktober 2013 -- Eddi

      „Ihr wachst so schnell!“ lachte ich fröhlich, als ich Applaus und Nandalee besuchte. Noch teilten sie ihre Boxen mit ihren Mamas, weshalb die vier auch jeweils Doppelboxen hatten. Das würde über den Winter auch noch so bleiben, dennoch wurde es allmählich Zeit, dass die beiden sich an Halfter und Strick gewöhnten, denn bald stand schon der nächste Tierarztbesuch an und dafür sollten die Kleinen vorbereitet sein. Helfen wollte mir Judi, denn unsere Vielseitigkeitsreiterin hatte sich in die beiden Zwerge verliebt. „Kümmerst du dich um Nesquik und Applaus?“ fragte ich lachend und überreichte ihr das neue Halfter für den kleinen Hengst. Ich nahm mir dafür Nandalee vor, ihr Halfter war rot, während Applaus' gelb war. Als erstes halfterten wir die Stuten auf und dann bemühte ich mich Nani zu überzeugen, mich mit dem Halfter an sie heranzulassen. Während Applaus bereits fertig war, kämpfte ich immer noch mit dem kleinen Rappstütchen. Erst nach vielen Bestechungen schaffte ich es endlich, dass sie sich aufhalftern ließ. Als erstes sollte Judi mit Nessy und ihrem Sohn auf die Stallgasse, ich folgte dann mit meinen beiden. Wie erwartet war Applaus vollkommen unbeeindruckt von der ganzen Sache, es schien ihm sogar gut zu gefallen, dass er jetzt solche Aufmerksamkeit bekam. Nani hingegen zappelte die ganze Zeit und konnte den Kopf nicht still halten, sie wollte unbedingt das Halfter los werden. Ich seufzte, dass würde noch ein langer und harter Weg werden, sie war genauso wie ihre Mutter und daran würde sich auch so schnell nichts ändern. Deshalb war ich froh, als wir dann endlich die Weide erreichten. Als erstes nahm ich diesmal Nani da Halfter an und dann ihrer Mutter. Judi tat es mir gleich und als alle ihre Halfter los waren, trabten sie davon. Nani und Applaus begannen direkt miteinander zu spielen und jagten über die Weide. Auch Nay und Nessy trabten ein wenig nebeneinander her, ehe sie mit grasen begannen. Judi und ich brachten die Halfter weg, ehe wir uns um die Boxen kümmern, denn die Fohlen wühlten immer das gesamte Stroh um und hinterließen innerhalb nur einer Nacht eine unglaubliche Sauerei.
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      6/30

      Hufschmiedbericht
      02. November 2013 -- Mongofisch

      Heute hatte ich wieder einen Termin bei Eddi. Es ging um ihre beiden Stuten Nesquik und Napayné, die beide jeweils ein Fohlen bei Fuß hatten. Ich verstaute mein Werkzeug im Kofferraum, setzte mich hinters Lenkrad und fuhr los. Auf der Fahrt schaltete ich immer wieder den Radiosender um, nichts gefiel mir heute, sodass ich schließlich den Aus-Knopf betätigte. Mir kam die Strecke elendig lang vor, doch dann hatte ich es geschafft. Ich parkte mein Auto und stieg aus: „Hallo Eddi!“ Sie wartete schon auf mich. Wir unterhielten uns kurz und sie erklärte mir, dass die Hufe der beiden Großen deutlich zu lang waren und die Fohlen ihren ersten Termin beim Hufschmied hatten, um alles einmal kennen zu lernen. Sie sollten weniger ernsthaft behandelt werden, mehr war es Eddi wichtig, dass die Fohlen den Hufschmied als etwas positives kennen lernen würden.
      Nachdem wir das geklärt hatten, gingen wir zusammen zur Weide und halfterten die beiden Mutterstuten auf. Die beiden Fohlen folgten ihren Müttern zum Anbindeplatz, kamen immer wieder neugierig in meine Nähe, trauten sich aber nie ganz heran. Ich nahm es den Kleinen aber auch nicht übel, ich war immerhin total fremd. Wir machten die Stuten fest und um mich mit den Fohlen etwas vertraut zu machen, kramte ich ein paar Leckerlis aus meiner Tasche. Die beiden wurden sofort aufmerksam und kamen neugierig näher, als ich ihnen die Hand mit den Leckerlis entgegen streckte. Applaus, das Fohlen von Nesquik traute sich als erster nahe genug ran, um sich eines der Leckerlis zu schnappen. Und nun traute sich auch Nandalee, sie wollte schließlich nicht, das ihr alle Leckerlis weggeschnappt wurden.
      Nachdem sich die beiden Fohlen einigermaßen an mich gewöhnt hatten, holte ich mein Werkzeug aus dem Auto und legte es mir zurecht. Die beiden Großen standen die ganze Zeit über brav und geduldig da und warteten auf ihre Hufbehandlung. Ich begann mit der Schimmelstute Napayné und hob ihren ersten Huf an. Eddi hatte nicht übertrieben: Es war allerhöchste Zeit, dass ich vorbei gekommen war. Die Hufe waren schon arg lang. Ich griff zum Hufmesser und schnitt damit ordentlich viel Horn ab. Nandalee tänzelte aufgeregt und neugierig zugleich um ihre Mutter. Sie blieb neben mir stehen, als ich dabei war, die Hufe von Napayné mit der Raspel wieder in eine schön Form zu bringen. Ich schaute zu ihr auf und streckte ihr die Raspel entgegen. Sie schnupperte kurz daran, hatte dann aber schon wieder aufmerksam beobachtet, wie ich ein weiteres Leckerli aus meiner Tasche zauberte. Ich steckte es ihr zu und fuhr mit dem Hinterhuf von Napayné fort.
      Als auch der letzte Huf wieder ordentlich in Form gebracht war, bekamen Napayné und ihr Stutfohlen jeweils noch ein Leckerli und ich widmete mich Nesquik mit ihrem Fohlen Applaus.
      Die Hufe der zweiten Mama waren nicht so lang wie die von Napayné, aber trotzdem mussten sie ein ganzen Stück kürzer. Zuerst jedoch wendete ich mich Applaus zu. Er betrachtete ausgiebig die Raspel, die ich ihm hinhielt. Aber wirklich was anfangen konnte er damit nicht. Also suchte ich auch für ihn ein Leckerli aus der Tasche und gab es ihm. Dann nahm ich mein Hufmesser und begann mit dem ersten Huf von Nesquik. Ich schnitt das überschüssige Horn ab und korrigierte anschließend mit der Raspel. Dabei wurde ich nicht nur von Applaus, sondern auch von Nandalee aufmerksam beobachtet. Jetzt konzentrierte ich mich aber erstmal nur auf meine Arbeit. Der zweite Huf war schnell gekürzt und korrigiert. Ich klopfte der braven Nesquik lobend auf die Kruppe und befasste mich dann mit den letzten beiden Hufen. Auch die waren schnell erledigt.
      Nun schenkte ich den Fohlen wieder meine Aufmerksamheit. Ich holte aus dem Auto ein paar Hufeisen und zeigte diese den Beiden. Interessiert beschnupperten sie die Eisen. Als ich leise zwei Eisen aufeinander schlug, wichen beide Fohlen zwar erst zurück, verstanden aber schnell, dass von den silbernen Dingern keine Gefahr ausging.
      Bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte, bekamen alle vier Pferde von ein Leckerli von mir. Ich verabschiedete mich von Eddi und fuhr dann langsam vom Hof.
    • Rhapsody
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      7/30

      Tierarztbesuch
      21. November 2013 -- Stelli

      Edriend hatte mich gebeten nach ihren drei Stuten und dem kleinen Hengst zu sehen. Ich sah in meinen Terminkalender 'Komplettimpfung, kleines Blutbild, Entwurmen und Chippen bei den Fohlen'. Ich setzte mich in meinen Wagen und machte mich auf den Weg zu meiner Kundin.
      Edfriend erwartete mich bereits und führte mich zu ihren Pferden. "Können wir mit Napayné und Nandalee beginnen?" fragte sie mich. "Natürlich!", antwortete ich freundlich. Das Fohlen war noch bei der Mutterstute und schaute mich groß an, als es zusammen mit der Mutter herausgebracht wurde. Edfriend band ihre Schimmelstute in der Stallgasse fest und ich konnte mich an die Arbeit machen. "Schöne Stute!", stellte ich fest und streichelte ihr über den Hals. Rasch holte ich aus dem Auto Nadel, Tupfer und Röhrchen für die Blutabnahmen der beiden Stuten. Mit den in Jod getränkten Tupfer reinigte ich Napaynés Hals, wo ich gleich Blut abnehmen würde. Mit einer gekonnten Bewegung stach ich in die Vene und ließ das Blut in das Röhrchen laufen. Nach 2 Röhrchen zog ich die Nadel heraus und lobte die Schimmelstute. "Braves Mädchen!". Anschließend machte ich direkt mit der Blutabnahme des Fohlens weiter, welches erstaunlicherweise recht still hielt. Die Röhrchen brachte ich an mein Auto in die Kühlbox und brachte direkt den Impfstoff mit. Rasch waren die zwei Ponys geimpft. Ich entsorgte Nadeln und Ampullen und holte die Wurmkuren aus meiner Tasche heraus. Napayné und Nandalee waren wenig begeistert von der hellen Paste, die ich ihnen ins Maul spritzte, aber sie ließen die Prozedur brav über sich ergehen. Nun kam der wohl blödeste Teil für Napaynés Fohlen: das Chippen. Ich rasierte vorsichtig ein Stück am oberen Teil des Halses weg und reinigte die kahle Stelle gründlich um Infektionen zu vermeiden. Edfriend stand am Kopf der jungen Stute und beruhigte sie. Ich setzte den Chip in die dicke Kanüle und injizierte dem Fohlen seine neue Erkennungsnummer. Nandalee zuckte kurz, blieb aber sonst still. "Feine Maus!", sagte ich und klopfte ihren Hals. Ich prüfte nach dem Chippen mit dem Erkennungsgerät, ob der Chip gut saß. Es piepte, zeigte mir ihre Nummer und ich war zufrieden. Edfriend brachte die beiden zurück in ihre Box und wir gingen zu den nächsten Pferden..
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      Kurzer Besuch
      22. Dezember 2013 -- Eddi

      Es dämmerte bereits und unsere Lichterketten leuchteten schon erwartungsvoll. Ich war schon total kaputt, doch immer noch standen einige Besuche an. Der Tag zog sich heute einfach nur endlos in die Länge und ich war froh, wenn ich heute Abend geduscht auf meiner Couch sitzen würde, mit einer heißen Schokolade in der Hand und dann in Ruhe einen Film schauen könnte. Doch vorher musste ich noch zu Nesquik und Napayné. Meg hatte mir die beiden Stuten bereits reingeholt und vor der Box angebunden. Gemeinsam mit meiner Praktikantin putzte ich die beiden Welshs und ignorierte die aufgedrehten Fohlen, welche fröhlich um uns umhersprangen. Nandalee und Applaus wuchsen unglaublich schnell und dementsprechend aktiv waren sie auch. Gemeinsam mit ihrem Müttern standen sie ab früh um sieben auf der Weide und dennoch war ihnen das nicht genug. Doch auch sie mussten geputzt werden, wenn auch mit eindeutigem Widerwillen, welchen ich aber beflissentlich ignorierte. Erst als sie auch sauber waren, durften die Stuten mit Fohlen in die Boxen. Dann kümmerten Meg und ich uns noch um das Futter, damit sie gründlich versorgt waren. „Aber ansonsten ist bei ihnen alles okay?“ fragte ich Meg unter dessen Obhut die Mutterstuten mit Fohlen standen. Sie nickte und erzählte mir wie aktiv die beiden Kleinen waren, was sie Mamas aber nicht zu stören schien. Für Morgen plante ich einen kleinen Spaziergang mit den Zwergen, denn an das Halfter waren sie schon gewöhnt. Außerdem würden die Mütter bald wieder mit dem Training anfangen dürfen, aber erst im neuen Jahr. Ich machte mich allmählich auf dem Weg zum Haus, damit ich endlich unter meine heiße Dusche kam.
    • Rhapsody
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      9/30

      Frühjahrsputz
      22. April 2014 -- Eddi

      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      10/30

      Umbau
      29. Juli 2014 -- Eddi

      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh ‚Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.
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    1 | von Waldorf
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    Rhapsody
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    25 Apr. 2021
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  • Nandalee
    ”Lee”


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    von: BonnyBoy

    von: Wunschträumer

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    aus der: unbekannt

    aus der: Herbstgold

    von: Somewhere over the Rainbow
    aus der: Himmelfahrt

    aus der: Napayné

    von: Wheemhoeven's Palisander

    von: unbekannt
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    aus der: Chivisâ

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Welsh Pony Sek. B
    8 Jahre

    139 cm
    Schimmel

    Diese Jungstute zeichnet sich durch sehr gute Bewegungen aus, welche bereits jetzt schon die Richter überzeugen können. Nandalee ist die erfolgreiche Anpaarung von dem sportlichen Hengst BonnyBoy und der leichttrittigen Napayné. Schon jetzt zeigt die Stute raumgreifende Gänge auf, eine Augenweite für jeden Turnierplatz. Dennoch darf man sich von der kleinen Schönheit nicht täuschen lassen, sie ist genauso wie ihre Mutter. Nandalee macht einem gerne mal das Leben dank ihrer fehlenden Manieren schwer. Sie liebt es, Grenzen auszutesten und sowohl Menschen als auch anderen Tieren zur Weißglut zu treiben. Es wird noch ein langer Weg, bis Nandalee das Benehmen einer jungen Dame besitzen wird.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren
    Englisch geritten


    Dressur E – Springen E


    ERFOLGE

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    Turniere


    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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