Zion

Morian | HMJ 6345

4 Punkte (Körung) | (c) Canyon | HMJ: 100 PKt

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Morian | HMJ 6345
Zion, 7 Okt. 2019
Veija, Canyon und Wolfszeit gefällt das.
    • Zion

      Le Royal Danois
      “Ey du Schlafmütze!...hallo?...mach doch endlich auf!”, hörte ich, noch schlaftrunken, Joris grölen. Demotiviert schob ich meinen Organträger zur Tür und öffnete sie zögerlich. “Was äh willst du denn? Noch nicht genug Pferdescheiße geschaufelt?”, begrüßte ich unseren Azubi und der Sarkasmus triefte förmlich aus mir. Joris, der eine Backpfeife imitierte, bekam einen Lachanfall und feixte “Man bist du ein Morgenmensch. Schon vergessen unsere neue Stute kommt heute!”. Erst jetzt wurde mir klar, dass es bereits um zwölf war und wir tatsächlich ein Pferd erwarteten. Just in dem Moment knallte ich ihm die Tür vor dem Kopf zu, steckte mir die Zahnbürste in den Mund, zottelte währenddessen die Klamotten über und kochte Kaffee um richtig wach zu werden. Willow und Finley waren beim Türöffnen rausgeschlüpft. Hinter mir fing es plötzlich an zu schnurren und ein gewisser Theodore forderte sein Futter ein. Während ich das Trockenfutter in die Napf kippte und die Zahnpasta ausspuckte, klingelte auch noch mein Handy. “...äh hallo?”, fragte ich in den Hörer - es war Peter, der mich informierte, dass soeben unsere Stute angekommen war. Mit dem kleckernden Kaffeebecher stolperte ich aus der Wohnung und runter zur Hofeinfahrt.

      “Guten Morgen, Sonnenschein”, begrüßte mich Val mit einem Zwinkern. Im Gegenzug kniff ich ihr in die Hüfte, sodass sie quiekend einen Satz zur Seite machte. Der Rest des Teams schaute uns belustigt an und dachte sich wahrscheinlich seinen Teil. Ich meine wir beide sind single und etwas necken schadet ja nie. Sobald die Hängerklappe geöffnet worden war, konzentrierten sich alle auf das Punktetier. Der Spediteur übergab mir die Papiere der äußerst attraktiven Knabstrupper Stute, während Val sie auslud. Die Stute stupste neugierig alle des Teams an und fing an die Kleidung anzuknabbern und abzulecken. “Ah du bist wohl eher der orale Typ”, entgegnete Val und alle prusteten los. “ Das ist Fortun, neunjährig und schon relativ weit ausgebildet und wie ihr seht ausgeschlossen und hübsch. Val sie kommt in deine Obhut, wenn du magst.”, erklärte ich der Gruppe und Valeria nickte kräftig, um meine Frage zu beantworten. “Was Fortun? Sie sehen aus Keks”, unterbrach Alexie die kurze Ruhe und löste somit wieder einen Lacher in der Gruppe aus. “Na gut, dann bist du eben Cookie”, konterte Val und tätschelte den Hals der Fuchstigerstute.

      Um sich einzugewöhnen, bekam Cookie eine Paddockbox neben Valquiria und sie verstanden sich auf anhieb.


      Zwei Tage später...

      Es war einer der wenigen Tage, an denen ich pünktlich, wenn auch nur aufgrund des Weckers, aufstand. Der Flug nach Kanada zur Auslosung der Pferde des Horsemakeovers stand bevor. Fliegen gehörte noch nie zu meinen liebsten Tätigkeiten, weshalb ich schon vor Nervosität nicht schlafen konnte. Während ich meine letzten Sachen packte, vernahm ich ein leises Klopfen an meiner Tür und ging zur Tür hinüber. “Val, was machst du denn um diese Uhrzeit hier?”, fragte ich verwirrt und etwas benommen von der Müdigkeit. Ohne zu antworten schlüpfte sie an mir vorbei in die Wohnung. Anscheinend verlegen zupfte sie sich an ihrem Pullover rum und senkte den Blick zum Boden. “Ich… ähh….du… Ich hab hier was für dich”, stammelte sie kurz angebunden und drücke es mir ohne den Blick zu heben in die Hand. “Es ist gegen deine Flugangst… ich dachte es könnte helfen”, fuhr sie langsam fort. Aus der zusammengeknüllten Tüte schaute ein kleines Plüschtier, eine Zeitschrift und eine Packung mit Tabletten. Da dieses Verlegene und das Necken zwischen uns beiden schon über Monate anhielt, packte ich die Tüte beiseite und machte langsam ein paar Schritte auf sie zu. Bevor sie irgendwas sagen konnte, presste ich meine Lippen auf ihre und zog sie an mich ran. Sie erwiderte den Kuss und gab sich meiner Umarmung hin. Um einer unangenehmen Situation vorzubeugen ließ ich sie langsam los, holte meine Tasche, Vals Tüte und meinen Autoschlüssel. Valeria stand immer noch verwirrt inmitten meiner Wohnung, doch bevor ich aus der Wohnung ging drückte ich ihr einen Kuss auf die Wange und sagte “Ciao, Süße”. Meine nicht pferdigen Haustieren werden derweil von allen anderen versorgt, vermissen werde ich sie definitiv. Minuten später saß ich in meinem Ram, um zum Flughafen zu fahren.

      Während das Flugzeug auf der Startbahn beschleunigte, schmiss ich mir zwei Tabletten ein und drücke das Plüschtier fest in meiner Hand.
      Etwas benommen fischte ich mein Handy aus der Tasche und versuchte mich durch den Flughafen zu navigieren. Ich fand auch eine Nachricht von Caleb auf meinem Handy, der mir die Adresse seiner Ranch schickte.
      Als endlich mein Koffer auf dem Band zu sehen war, schnappte ich ihn mir und suchte schnellstmöglich die Taxihaltestelle. Kurzerhand war mein Gepäck im Kofferraum verstaut und der Taxifahrer hatte die Adresse in sein Navi eingegeben. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließ mich der Fahrer an der Einfahrt zur Ranch raus. Schon während der Fahrt war mir Kanadas Schönheit aufgefallen, doch Calebs Ranch war der Wahnsinn. Kurz nach meiner Ankunft wurde ich auch schon von Caleb und Octavia begrüßt, meine Wenigkeit allerdings war mehr auf die Lospferde gespannt. “Na weißt du schon, welches zu dir gehört?”, fragte Caleb neugierig. Ich muss so verwirrt und überfordert geguckt haben, sodass er sogleich hinzu fügte “Check deine Mails, Mann”. Ich lachte auf und ärgerte ich mich über meine gewohnte Verpeiltheit. Trotz der schlechten Internetverbindung aktualisierte sich meine Mailapp und schon wurde mir die eine langersehnte Mail angezeigt. “Und was ist?”, fragte Caleb mindestens genauso neugierig wie ich. “Einen wunderschönen Frederiksborger Hengst mit außergewöhnlicher Blesse und einer tollen Fuchsfarbe!”, quietschte ich wie ein kleines Mädchen. Caleb und Octavia nickten zustimmend und signalisierten mir, ihnen zu folgen. Während ich den beiden schnellen Schrittes folgte, schaute ich mir die Ranch an: ein großer Reitplatz, ein Roundpen und eine tolle riesige Reithalle. Es war noch morgens, weshalb sich der Nebel noch nicht gelichtet hatte und sich magisch über die Felder zog. Mir fielen große überdachte Boxen auf und angrenzende kleine Weidestücke. Außerdem bemerkte ich die unterschiedlichsten Pferde und tatsächlich auch Ponys. “Here we go”, sagte Caleb lässig und zeigte auf ein Weidestück mit einem abgemagerten, aber hübschen Fuchs, der sich gerade wälzte. Ich war sofort gefesselt von dieser momentan kraftlosen Kreatur. Kurzerhand zückte ich mein Handy und machte ein Bild von ihm, während er aufstand und sich schüttelte. Trotz der Zeitverschiebung antworteten fast alle in unserer “Unser Leben ist ein Ponyhof”- Gruppe, alle außer Val. Wahrscheinlich schlief sie, hoffentlich. Mir kribbelten die Finger und ich konnte es kaum erwarten, den jungen Hengst kennenzulernen. Also stellte ich mich vorerst an den Weiderand, um seinen persönlichen sicheren Ort nicht zu stören. Auf mein “Hey, Hübscher”, reagierte er nur mit einem kurzen Heben des Kopfes. Was hatte ich auch erwartet? Auch weitere Versuche wie schnalzen, rufen oder einladenden Gesten waren sinnlos. Es war mir schon fast peinlich, dass ich keine Aufmerksamkeit von HMJ 6345, so wurde er in der Mail bezeichnet, bekam. Typisch vernachlässigtes Barockpferd dachte ich im Stillen, denn es war nicht verwunderlich, dass er kein Bock auf Menschen hatte, nachdem er Ewigkeiten keine Aufmerksamkeit bekommen hatte und so nachtragend wurde. Ohne wirklich nachzudenken stieg ich durch den Weidezaun und trat ihm direkt gegenüber. Ich versuchte möglichst defensiv auszusehen und selbst ruhig und furchtlos zu sein. Tatsächlich nahm mich der Hengst war und trottete langsam auf mich zu, im gleichen Zuge weichte ich nach hinten und streckte ihm meine Hand entgegen. Je näher er zu mir kam, desto mehr gingen seine Ohren nach hinten. Gedankenlos hockte ich mich auf den Boden, was man normalerweise nicht machen sollte, aber es schien zu helfen, denn seine Ohren schnellten nach vorne und er beschnupperte meinen ganzen Körper. “Guter Junge” flüsterte ich langsam und begann seinen Hals zu streicheln, wenn auch nur für einen kurzen Moment, aber der Grundstein war gelegt. Um seine Bereitschaft nicht zu überstrapazieren, zog ich mich auch recht schnell wieder zurück. Im Stillen dachte ich an die kommende Zeit mit ihm, wie es ihm auf unserem Hof in Deutschland gefallen würde und wie er sich entwickeln würde.

      „Und hat er schon einen Namen?“, fragte Caleb und riss mich aus meinen Tagträumen. Jetzt wo er fragte, strömten tausende Namen in meinen Kopf: Erasmus, Absalon, Aegir, Balger...Aber irgendwie passte keiner der Namen. Dank Google fand ich eine Seite, auf der die Zuchtgeschichte der Frederiksborger verzeichnet war und dort schaute ich mir die Urururururahnen, sozusagen die Stammväter dieser Rasse an und der Name “Morian” sprang mir sofort ins Auge. Euphorisch stupste ich Caleb an und sagte “Morian, er ist etwas besonderes, also wird er den Namen eines Stammvaters seiner Rasse tragen. Tja dann ist das wohl Morian.” Caleb grinste und ging danach weg, um seinen Aufgaben auf der Ranch nachzukommen. Ebenso erfreut teilte ich unserer Whatsapp Gruppe den Namen des Neulings mit. Da die Farbe seines Langhaars recht orangestichig war, kam Alex auf die Idee ihn “Kürbispony” zu nennen, aber dies sorgte nur für einen Lacher von allen anderen und für einen neuen Spitznamen für Morian.

      Am nächsten Tag

      Ich war so aufgeregt und konnte es kaum abwarten mit dem Kürbispony zu arbeiten. Statt zu frühstücken, trank ich einen schwarzen Kaffee, dessen Sorte mir sehr gefiel, und machte mich mit einem Knotenhalfter zu Morians Box. Eine Möhre durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war durchaus möglich, dass ich zu euphorisch an die ganze Sache heranging und vielleicht zu viel auf einmal wollte, doch davon ließ ich mich nicht beirren. Diesmal schien Mo mich direkt wahrzunehmen und kam neugierig an die Boxentür. “Guten Morgen, Großer”, begrüßte ich den dunklen Fuchs und hielt ihm vorsichtig die Möhre hin, die er nach kurzem Zögern genüsslich annahm. Langsam öffnete ich die Tür und stellte ich mich zu ihm und begann vorsichtig seinen Körper abzustreichen, also zumindest den vorderen Teil und anschließend soweit er mich ließ. “Gut, Morian”, lobte ich den scheuen Hengst. Er trug bereits ein pfirsichfarbenes Halfter, welches ich vorsichtig öffnete und über die Ohren gleiten ließ. Ohne sein Kopf loszulassen, zottelte ich das zusammengeknüllte Knotenhalfter aus meiner großen Jackentasche und legte es ihm behutsam an, um mich gleich danach von ihm zu entfernen und ihm seinen Freiraum zu gewähren. Da ich mit dem “richtigen” Training noch warten wollte, bis unser gegenseitiges Vertrauen etwas gewachsen ist, entschied ich mich ihn auf sein Weidestück zu führen und ihn dort zu beobachten. Führen gehört zu den ersten Lektionen, die wir erarbeiten müssen, da er entweder anfängt zu traben und mich wegzudrängeln oder demütig mit angelegten Ohren widerwillig hinter mir her trottet.
      Trotz der Kälte genoss ich die Gegenwart Morians und die Minuten strichen ins Land.

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    • Zion
      Erste Trainingseinheit
      “So Knotenhalfter, dicker Strick und einen Touchstick, äh ne ohne Stick, den kennt er ja noch gar nicht.”, redete ich mit mir selbst, während ich meine, beziehungsweise die mir zur Verfügung gestellten, Utensilien zusammen suchte. Um ehrlich zu sein, wurde mit dem Horsemakeover ein Traum für mich wahr, da ich immer davon geträumt hatte ein rohes Pferd auszubilden, was kein Fohlen mehr ist und vielleicht aus schlechten Verhältnissen kommt oder eine zweite Chance verdient. Meiner Überlegung ein Knotenhalfter zu benutzen sprach nur der Sicherheitsaspekt etwas dagegen und deshalb baute ich eine Art Karabiner ein, damit im Falle des Falles das Halfter kaputt gehen würde, ohne dass Morian sein Genick oder die Nase bricht. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich den starken Herbstregen und bereute meine Entscheidung keine Regenjacke mit nach Kanada zu nehmen - wie dumm. Da Morian das grüne Knoti bereits trug, schnappte ich mir nur den Strick, zog meine Boots an und stapfte durch den Regen bis hin zu Mos Box. Zu meinem Erstaunen stand er im Regen und ließ sich davon nicht stören. Als er mein Näherkommen bemerkt hatte, riss er seinen Kopf hoch und richtete die Ohren nach vorne. Zur Begrüßung stupste er mich an suchte meine Taschen gleich nach einer Möhre ab. “Hey Hübscher, tut mir leid die habe ich heute vergessen.”, beantwortete ich seine indirekte Frage. Fast schon eingeschnappt wendete er sich ab, doch ich hielt ihn auf und befestigte den Strick an seinem Halfter. Zu meinem Erstaunen machte er keine Anstalten und verhielt sich kooperativ. Um Mo nicht mit einer neuen Umgebung zu konfrontieren, führte ich ihn stattdessen auf sein Weidestück. Das Führen allerdings war wieder eine kleine Katastrophe, denn er preschte vor und drehte sich auf der Weide und schaute mich erwartungsvoll an. Während ich meine Hand drückte, da sie vom losreißen etwas wund geworden war, fragte ich “Dein Scheißernst, Großer? Zufrieden schnaubte er und steckte genüsslich den Kopf ins Gras. Mein Motto für seine Ausbildung war ‘Beziehung statt Erziehung’, also versuchte ich zuerst seine und meine Körpersprache auf eine Ebene zu bringen. Also begab ich mich zu seiner Hinterhand und machte mich groß und streckte sanft meinen Arm aus. Das intelligente Kürbispony spürte meine Energie sofort und drehte sein Hinterteil weg. Um ihn zu loben tätschelte ich seinen Hals und zog mich vorerst zurück. Im zweiten Anlauf nahm ich erneut den Strick auf und wedelte damit etwas und Morian wich zurück. Es faszinierte mich schon immer, wie sehr Pferde auf Körpersprache ansprangen, doch das war magisch, er ist fast unberührt und bringt mir trotzdem so viel Respekt entgegen, das bewundere ich sehr. Im nächsten Zuge trat ich selbst ein paar Schritte rückwärts und wartete auf seine Reaktion, statt auf mich zuzukommen scharrte er zuerst und fing förmlich an zu spielen, sodass ich lachen musste. “Tja wohl doch noch ein Kind, was Morian?”, fragte ich rhetorisch. Um die heutige Lektion zu beenden, versuchte ich ihn erneut in der Hinterhand zu verschieben, was wie erwartet gut klappte. Da ich mir vorgenommen hatte mit ganz kleinen Lektionen zu beginnen, hörte ich auf schon auf, hakte den Strick aus und streichelte ihn zum Abschied.
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    • Zion
      Guten Flug mit Air - Morian
      Es war einer der letzten Tage in Kanada für mich und Morian HMJ 6345, meine Aufregung stieg mit jedem Tag, denn ich befürchtete, dass er nach der Reise verändert sein würde. In den letzten paar Trainingseinheiten, hatten wir gelernt aufeinander zu achten und dass Mo Berührungen am ganzen Körper zulässt, dabei war noch lange nicht an Hufe geben zu denken. Wieder mit dem Strick ausgestattet wanderte ich zu den Boxen der Makeover Pferde und hatte diesmal auch wieder eine Möhre dabei. Das Kürbispony schien sogar zu grummeln, als es mich wahrnahm. ich brach ein Stück der Möhre ab und hielt es ihm auf der flachen Hand hin und er nahm es genüsslich an. Sein Fell war ziemlich struppig und dreckig, weshalb ich mich entschied ihn erstmals zu putzen. Ich hielt Mo eine Wurzelbürste hin und ließ sie ihn betrachten und beschnuppern. Als Ich langsam anfang zu bürsten verspannte er sich und schien äußerst misstrauisch und als ich schließlich an der Bauchgegend angekommen war, schnappte er nach mir und vor Schreck ließ ich die Bürste fallen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. “Was denn los Junge?”, fragte ich besorgt und wollte mir garnicht vorstellen, was die kranken Typen der Mafia mit den Pferden angestellt hatten. Es war nicht einfach ein Schnappen was ein Pferd zeigte, wenn ihm etwas nicht passte, es war ein verängstigtes Selbstschutz - Schnappen, was mich sehr stutzen ließ. Also anstatt weiter zu putzen strich ich stattdessen seinen kompletten Körper mit langen sanften Strichen ab, was ihm sichtlich zu gefallen schien, denn er entspannte sich erstmals richtig in meiner Gegenwart. Nach gut einer halben Stunde befestigte ich den Strick an seinem Halfter und führte ihn langsam aus seiner Box und ging diesmal nicht zur Weide, sondern zum Reitplatz. Seltsamerweise war Morian nicht so schreckhaft wie erwartet, denn er hielt zwar an und schaute sich glotzig um, aber er sprang mir nicht auf die Füßen oder ähnliches. Da er viel zu sehr mit der Umgebung beschäftigt war, stellte er sich diesmal beim Führen recht okay an, was meine wunden Hände ebenfalls freute, doch sobald wir auf dem Platz angekommen waren, drehte sich der Spieß um. Mir fiel der tiefe Sand des Platzes auf, denn wir zuHause hatten ganz normalen “Dressurboden” und keinen Reiningboden. Ich weiß nicht, ob Mo sich erschrocken hatte oder was auch immer, aber er riss sich los und galoppierte wie ein verrückter los und machte einen Bocksprung nach dem anderen. Zwar tat meine Hand wieder etwas weh, doch ich verstand warum er es tat. Er freute sich richtig laufen zu können, kein Wunder, denn während der Mafiazeit hatte er keine Gelegenheit. Nachdem er sich ausgepowert hatte, schaubte er tief und pumpte förmlich. Kurz darauf legte er sich hin und wälzte sich unbeschämt. “Morian, komm her!”, rief ich ihm zu und lockerte meine Körperhaltung, tatsächlich trabte er in meine Richtung, aber driftete kurz vor mir ab und stolzierte im schönsten Trab an der Bande lang. Erneut lachte ich auf und bewunderte dieses Pferd, welches zwar dünn und muskellos war und sich doch zu präsentieren wusste.

      Nachdem Mo sich etwas beruhigt hatte, pfiff ich bis er mir seine Aufmerksamkeit schenkte und langsam auf mich zu trottete. “Soo ist’s gut Großer”, lobte ich ihn mit tiefer, sanfter Stimme. Ich richtete mich langsam auf und ging seitlich auf ihn zu, um ihn zu streicheln. Einen Moment später griff ich nach dem Strick und forderte Morian auf, mir zu folgen und ging einfach voraus. Eigentlich hatte ich mit Trotz oder lospreschen gerechnet, aber stattdessen folgte er mir willig und schien sich ausnahmsweise einmal zu benehmen. Wir gingen wahllos über den Platz und mit einem tiefen Ausatmen leitete ich einen Halt ein und streckte meinen Arm seitlich aus, um dem Kürbis zu zeigen, dass er anhalten solle. “Gut gemacht!”, lobte ich ihn freudig und streichelte über seine Nüstern. Diese Übung wiederholten wir noch ein paar mal, bis ich mich entschlossen hatte diese Lektion zu beenden. Tatsächlich glaubte ich, dass wir mit dieser Lektion einen kleinen Durchbruch geschafft hatten und freute mich riesig über Mos Bereitschaft mit mir zu arbeiten. Auch der Weg zurück zur Box lief deutlich besser. In der Box verabschiedete ich mich mit ein paar Streichlern und begab mich zufrieden und erschöpft zum Haus zurück. “Na aber putzen müssen wir bald mal Dicker”, sagte ich zum Abschluss.

      Im Haus unterhielt ich mich noch mit ein paar anderen Teilnehmern des Makeovers und es war äußerst interessant zu erfahren, was die anderen Pferde für Persönlichkeiten hatten. Die Rassenvielfalt reichte von Highland Pony, über einen Vollblutaraber bis hin zum Kabardiner. Tatsächlich erkannte ich auch ein paar bekannte Gesichter: Cooper Chattahoochee, Caleb o’Dell natürlich und Fay Temiz.

      Eigentlich würde ich hier gern noch die Zeit mit Morian verbringen, aber die eine Woche ist nun vorbei. Meine Hoffnung lag darin, dass Mo sich in Deutschland schnell einleben wird und sein bisher aufgebautes Vertrauen zu mir beibehalten wird. “ Es hat mich gefreut euch alle kennenzulernen und wünsche euch viel Erfolg und natürlich Spaß bei der weiteren Arbeit mit den Pferden!”, verkündigte ich zum Abschied von allen und zog mich schließlich in mein Zimmer zurück. Plötzlich vibrierte mein Handy in der Hosentasche und ich fischte es hektisch heraus. Der Name “Valeria” erschien auf dem Display. “Ähh hey?”, fragte ich schüchtern. “Du ähm ich naja...Ich vermisse dich und freue mich auf deine Rückkehr.”, entgegnete sie hastig. Mir wurde seltsam warm ums Herz, was für ein seltsames Gefühl, aber es freute mich sehr ihre Stimme zu hören. “...ja ich vermisse dich auch. Auf dem Hof alles klar?”, setzte ich das Gespräch fort. Im selben Moment schlug ich meine Hand gegen die Stirn, du Idiot! Das Einzige was mir bei einem intimen Gespräch mit der wundervollsten Frau einfällt, ist die Frage wie es auf dem Hof läuft. Val schien genauso verwirrt und faselte irgendwas von den Pferden. “Sorry Val, ich bin… ach keine Ahnung ich wusste nicht was ich sagen sollte und ja.”, versuchte ich die Situation zu retten. Aus dem Hörer ertönte die schönste Lache, die ich je von Val gehört hatte. “Schon okay Collin, ich wollte eigentlich auch nur deine Stimme hören, egal was du gesagt hättest.”, beendete sie die peinliche Situation. Nach einer halben Stunden beendeten wir unser gespräch und sie wünschte mir eine gute Nacht.

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    • Zion
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      Prophylaxe | HMJ 6345 | Morain | 03.11.2019
      Einige Monate nachdem das „Horse Makeover Event“ startete erreichten mich die ersten Aufträge von Eventpferden. An diesem Morgen war es in Kanada immer noch kalt. Für Liav war alles geplant und Komplikationen mit ihr hatten wir derzeit auch nicht. Sie hatte sich sehr gut eingelebt und nimmt die Behandlungen und Übungen sehr gut an. Auch ihr Gemütszustand hat sich etwas entspannt, was auch an der Mobilität zu sehen ist.

      Ich war froh das ich ein Dokumentierfanatiker bin, denn somit hatte ich schriftliche und zwischendrin auch visuelle Beweise für Verbesserungen. Auch Verschlechterungen konnten somit schnell identifiziert werden.

      Ich las einige Aufträge, bearbeitete einige geschäftliche Sachen für CHH und beschäftigte mich dann mit der Planung für den Besuch im nordöstlichen Deutschland. Auftraggeber war Collin Jones. Sein Hof befindet sich in Brandenburg. Ich grübelte „War ich jemals dort?“ fragte ich mich selbst. Gedanklich verneinte ich die Frage an mich selbst und machte mich in das Klinikgebäude auf, um den Koffer zu packen. Danach hackte ich meine Packliste ab und meldete alle Utensilien und Medikamente an, die am Flughafen angemeldet werden müssen. Am Abend dann erhielt ich meine Buchungsbestätigung für den Flug zwei Tage später.

      Brandenburg besaß glücklicherweise einen eigenen Flughafen „Berlin Brandenburg“. Somit war die Anreiseplanung zur Abwechslung relativ einfach. Auch mein Hotel lag nicht weit vom Auftraggeber entfernt. Nach der Ankunft informierte ich Collin Jones über mein Eintreffen und wir einigten uns auf einen Termin zwei Tage später, sodass ich mich an die Zeitumstellung gewöhnen konnte. Viel brachte dies jedoch nicht, am Termin war ich immer noch verdammt müde. Jedoch legte sich dies während ich mit dem Leihauto zum Hof fuhr.

      Die Begrüßung war sehr freundlich und angenehm. Hatte ich um ehrlich zu sein von Deutschen nicht erwartet. Ich verstand mich gut mit Collin und zunächst tauschten wir uns über das Event bei einer Tasse Kaffee aus. Wir redeten über andere Teilnehmer, über die Schicksale der Pferde und über die Bilder und Neuigkeiten, die auf der Internetseite des Veranstalters von den Pferden hochgeladen werden. Dann kam Collin zu HMJ 6345, mittlerweile Morain genannt. Es ist ein Hengst der Rasse „Fredericksborger“, die vor allem in Dänemark verbreitet sind. Ursprünglich stammt die Rasse von spanischen Pferden und war an der Entstehung des Knabstuppers beteiligt.

      Nach dem entspannten Gespräch führte mich Collin dann zu Morain. „Anfassen geht eigentlich. Ich weiß nur nicht so recht wie er auf fremde reagiert. Zudem gehe ich davon aus das er noch nie beim Tierarzt war“ sagte Collin als ich den Stall betritt. Ich näherte mich vorsichtig und blieb erstmal einige Minuten stehen damit das Tier den ersten Schritt machen konnte. Die Schulung für psychisch erkrankte Pferde vor kurzem kam mir somit auch nicht nur bei Liav zu Gute. Der Hengst nahm meine Anwesenheit gut an und lies sich von mit ebenfalls anfassen und betasten. Ich nutzte die Atmosphäre und Begutachtete den Körper und die Extremitäten. „Traurigerweise besitzt er ähnliche Narben wie Liav“. Ich seufzte. Die weitere Begutachtung verlief gut und ich hatte keine Auffälligkeiten gefunden, die man hätte, Behandeln müssen. Auch die Ohren, Nüstern und Hufen waren frei von jeglicher Spur einer Infektion oder Ähnlichem. Ich kontrollierte die Vitalzeichen, wie Herzfrequenz, Atmung, Temperatur und Puls. Auch diese lagen alle im Normbereich. „Nun, grundsätzlich kommt jetzt die Immunisierung. Ich fange aber mit der Entwurmung an“. Ich lobte den Fuchs, der dieses dankend annahm und auch auf ein leckeres Stück Apfel wartete. „Hier“ lachte ich und hab es ihm. Fröhlich kaute er darauf herum. Die Wurmkur fand er hingegen nicht so großartig. Hier musste ich mit der Technik des Schluckreflexes arbeiten, was letztendlich dann auch gut funktionierte. Zuletzt kam die Immunisierung. Vorsichtshalber hielt Collin seinen Schützling am Kopf fest und ich stellte mich in eine Position, in der ich Sicher war und schnell aus der Box herauskam, falls die Stimmung umschlug. Im Endeffekt war dies eine gute Idee. „Es tut mir so leid. Das kann ich leider nur so angenehm wie möglich machen“. Der Hengst schien sich nach einiger Zeit und gutem Zureden wieder beruhigen zu lassen. Damit wir nicht im schlechten auseinander gehen hatte ich ihm erneut ein Stück Apfel angeboten, welches er vorsichtig nahm.
      Zufrieden verließ ich mit Collin den Stall, verabschiedete mich und begab mich zurück ins Hotel, um den Tag danach dann meine Heimreise anzutreten.
      [3.858 Z. | Ohne Leerzeichen | by Cooper
    • Zion
      Hufschmiedebericht „Swedish Steel – Nordische Hufeisen und mehr“ für Morian HMJ 6345
      5543 Zeichen mit Leerzeichen by Laraya13


      Bjorn Haraldsson |

      Heute führte mich ein Auftrag wieder in das Flugzeug aber diesesmal nach Deutschland. Mein Flug ging von Edmonton YEG nach Berlin Tegel, leider aber auch ziemlich umständlich. Gerade wartete ich in Seattle nach 3 Stunden Aufenthalt auf meinen Anschluss nach Frankfurt am Main. Nach dem Check-In für den nächsten Flug, für den nun endlich der Einstieg angekündigt wurde, verabschiedete ich mich von meinem Gepäck und ging zum Flieger, wo ich zu meinem Sitzplatz der Buissnes-Class gelotst wurde. Wenn ich schon mal 10 Stunden am Stück fliegen muss, kann ich es mir ja auch gut gehen lassen. Der Flieger hob pünktlich um 18:05 ab und ich bestellte mir etwas zu essen und schleif sonst den ganzen Flug über. Nachdem ich in Frankfurt gelandet war, lief ich ein wenig durch diesen riesigen Flughafen und staunte nicht schlecht, als ich las das der Flughafen ein EIGENER Stadtteil der Stadt Frankfurt am Main ist.. „Die Deutschen sind komisch.“, murmelte ich vor mich hin und setzte mich in ein Café, wo ich die nächste Stunde Aufenthalt überbrückte. 15:55 landete ich endlich in Berlin Tegel und wurde von Collin Jones empfangen und zu seinem Gestüt Forest Creek gefahren. Wir unterhielten uns ein wenig über den langen Flug und waren ziemlich schnell schon da. Ich zog mein Schmiedeequipment hinter mir her und folgte ihm zu Morian. „Ihr habt auf eurem Hof auch ein Pferd des Makeovers?“, fragte mich Collin und ich nickte zustimmend. „Ja, Liam hat den schwarzen Kabardiner Pilgrim gezogen. Ein toller Bursche mit einem sehr interessantem Gemüt.. und das erste Pferd was ich kenne, welches Birnen frisst.“, erklärte ich kurz und Collin lachte laut. „Birnen?“ - „Birnen, jep.“

      Wir standen nun am Putzplatz und ich räumte schon mal alles zurecht, während Collin Morian holte. Ich schaute gleich auf die Hufe und nickte für mich mit dem Kopf, hielt dem Hengst dann meine Hand kurz hin und ein Stück Apfel. „Na, du bist aber ein schöner Fuchs.“, begrüßte ich den Hengst, welcher das Apfelstück mampfte und sah auf die Hufe. „Läuft gut. Nicht wirklich zu lang dafür, das die ganzen Pferde laaange niemanden an den Hufen gesehen hatten. Scheint festes Horn zu sein. Vorne Links die Stellung geht aber ziemlich nach innen – da muss ich mal gucken.“, quasselte ich Hufschmiedetypisch Collin zu, welcher Morian anband und mir aber aufmerksam folgte. Ich strick an dem ersten Vorderbein herunter und sah mir den Huf an, fühlte und klopfte gegen den Strahl und lobte das Pony. „Na so prima kannst du Hufe geben? Sehr schön“, lobte ich beide von den Forest Creek und Schnitt den Huf aus, raspelte den Huf wieder in eine anständige Form, setzte das Bein ab und kraulte den Hengst kurz am Widerrist. Dann nahm ich mir den Hinterhuf vor, welcher ebenfalls tadellos war und auch nur ein wenig geschnitten sowie geraspelt werden musste. Nun kam ich an dem Vorderbein an, wo mir diese leichte Fehlstellung des Hornes aufgefallen war. Präzise sah ich mir den Huf an und grübelte, guckte, klopfte. „Und? Ist es was schlimmes?“, fragte Collin mich leicht beunruhigt und ich sah ihn an, setzte den Huf erstmal ab. „Das Horn wächst sehr nach innen, wenn du verstehst. Er dreht das Bein ebenso beim Laufen ziemlich rein, ich röntge das einfach mal. Kann von einer alten Verletzung kommen – die Bilder gehen aufs Haus, fürs Makeover-Tierchen. Zieh dir das an und halt das mal.“, sagte ich und gab ihn eine Beinschürze sowie eine Art Mini-Wand. Dann zog ich meine Röntgensachen an und schoss von dem Bein und Huf ein paar Bilder. „Gut, du kannst den Fuchs stehen lassen. Wir müssen erstmal rein an einem Computer..“, sagte ich und zog den Stick vom Gerät. „Hier im Stallbüro ist einer, da können wir die Bilder begutachten.“, sagte Collin und ich folgte ihm ins Büro.
      15 Minuten später
      „Siehst du, eine alte Verletzung. Kein Bruch, aber irgendwas war mal am Knochen.“, sagte ich und zeigte Collin die Veränderung am Fesselträger. „Nix schlimmes, er lahmt nicht beim laufen. Wie ist sein Gang bei der Arbeit und auf der Koppel? „ - „Normal, hat noch nie gelahmt bis jetzt. Tickt auch nicht und hättest du vorhin das auch nicht erwähnt, wäre es uns weiterhin nicht aufgefallen..“, antwortete Herr Jones etwas peinlich berührt und ich winkte ab. „Dann ist es nix schlimmes. Ich bring den Huf wieder in Stellung und dann schauen wir mal, wie es sich entwickelt. Glaube aber nicht, das Morian Eisen braucht.“, laberte ich mal wieder wie ein echter Hufschmied und wir gingen zu Morian zurück, welcher ruhig dastand und aufmerksam zu uns guckte, als wir wiederkamen. Ich nahm mir den Huf und Schnitt innen etwas mehr weg, raspelte den Huf in eine passende Form und sah mir alles nochmal an. „Ja, das passt so. Führ ihn mir mal im Schritt vor.“, sagte ich zu Collin und er band den Fuchsfarbenen Hengst ab, lief mit ihm die Stallgasse auf und Nieder und ich nickte, zeigte den Daumen nach oben. „Stell den guten weg, alles prima so.“, rief ich und Morian durfte zurück zum leckeren Heu, während ich alles zusammen packte und das herumliegende Horn zusammenfegte. „Ein Hufschmied welcher selbst seinen Arbeitsplatz fegt?“, hörte ich skeptisch von Collin und nickte. „Jup, hab immer einen Besen dabei.“, sagte ich und wir lachten beide kurz. „Kaffee und Kuchen?“ wurde ich gefragt und nickte eifrig, während ich mein Equipment zusammenpackte. „Da sagt ein Haraldsson nie nein!“, lachte ich und ging mit Collin ins Haus, wo wir noch in Ruhe uns über Deutschland, Kanada und das Makeover unterhielten ehe ich ins Hotel gefahren wurde und bis zu meinem Flug am nächsten Morgen schlief.
    • Zion

      It rains cats and dogs
      Regen, Regen und nochmals Regen. Andere Menschen scheinen ihn zu verabscheuen, warum gerade ich in dieser Hinsicht ein Kind geblieben bin, weiß ich auch nicht. Unser Hof gleicht eher einer Outdoor-Therme, als einem Reiterhof. Morian HMJ 6345 hatte sich mittlerweile sehr gut hier in Deutschland und im Offenstall eingelebt. Val und Fortun standen am Anfang ihrer Beziehung und fingen wie Morian und ich praktisch bei null an. Hachja Val… ob wir nun eine Beziehung führten oder nicht - keine Ahnung - spielte momentan auch keine Rolle, da es sich gut so anfühlt, wie es ist (warum muss man denn auch allem einen Titel und eine Schublade verpassen?). Mein Seelenpferd Valquiria kommt momentan leider wenig zur Geltung und genießt momentan eine “Wir reiten nur aus und schmusen” Pause. Auch Alexie und Mayor Jetsetter Oak ließen sich mit dem Training viel Zeit und verloren sich stundenlang im bunt gefärbten Wald. Außerdem stand Joris kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung und steckte zusammen mit Peter vollkommen in der Prüfungsvorbereitung, weshalb er Xinu momentan spazieren führte oder irgendwelchen Halligalli veranstaltete. Die Einzige, die momentan entspannt war, ist Jing, denn mit Wild Cherrys Ausbildung ist sie schon weit vorangeschritten, zudem er bereits gekört ist; momentan erarbeiten sie ein paar Zirkuslektionen. Die Letzte im Bund, Flo, hatte zwei Wochen bei ihrer Familie in Kolumbien verbracht und kam mit reichlich Bräune zurück ins Kalte Deutschland. I’m a Playboy schöpfte in dieser Zeit neue Kraft, um nun das Training wieder aufzunehmen.


      POV: Collin

      Zu meiner Überraschung regnete es heute nicht und die Sonne kam zwischen der dichten Wolkendecke hervor, dadurch hob sich meine Laune erheblich. Es war noch recht früh, weshalb ich mich in die Küche begab, Kaffee aufsetzte, den drei Plüschmonstern Futter vor die Nase setzte, mir eine Scheibe Brot toastete und einige interessante Berichte online las. Der Trugschluss, dass Sonne gleich Wärme bedeute, bestätigte sich mir auf dem Weg nach draußen, denn so schnell ich rausgelaufen war, war ich auch wieder in der Wohnung, um eine extra Schicht Klamotten anzuziehen. Meine kleinen Streuner liefen bereits freudig über den Hof und zupften die Grashalme mit den Tautropfen ab. Mein Weg führte mich in den Stall und zur Sattelkammer, wo mir Alexie über den Weg lief, der gerade dabei war die Pferd e zu füttern. “Einen Wunderschönen!” - “dir ebenfalls einen guten Morgen”, erwiderte ich und plante den Tagesablauf mit ihm. Zuallererst steht Morian, wie immer, auf dem Plan; die weitere Überlegung war einen gemeinsamen Ausritt zu unternehmen. Bevor ich mich zu Mo begab, stellte ich alle Utensilien an den Putzplatz. “Moooo!” Großer, komm!”, rief ich über den Zaun hinweg und tatsächlich schoss ganz hinten im Offenstall ein fuchsfarbener Kopf nach oben und bewegete sich langsam auf mich zu. Um Gottes Willen bloß nicht zu viel Begeisterung - eingebildetes Barockpferd dachte ich im Stillen. Um den Vorgang etwas zu beschleunigen, lief ich ihm entgegen und schnappte ihn auf halber Strecke. Wie üblich forderte er seine Belohnung für Kommen ein und knabberte das Apfelstück aus meiner Hand und schien sich damit zufrieden zu geben. Das Training bestand momentan hauptsächlich aus Vertrauensaufbau, Gymnastizierung und longieren. Aufgrund seiner geringen Körpermasse, hatte ich mich entschieden ihn leicht einzudecken für diese Saison. Am Putzplatz nahm ich die leichte verschmutze Decke ab und wechselte zur Abschwitzdecke, die uns Vriska geschenkt hatte. Mittlerweile hatten wir auch schon Besuch vom Hufschmied und vom Tierarzt, was er bestens über sich ergehen lassen hat. Seit der Futterumstellung hatte Mo gut zugenommen und wieder Glanz ins Fell bekommen - Raufutter stand natürlich an erster Stelle, aber das getreidefreie Kräutermüsli in Kombination mit Mash und Leinöl bekam ihm äußerst gut. Zu meinem Erstaunen ist er ruhiger geworden und lässt sich solide auch von anderen Führen, sowie am ganzen Körper anfassen. Nach der kleinen Putzroutine, startete ich das Kürbispony zu massieren, um sowohl seine, als auch meine Muskeln aufzuwärmen. Kurz darauf machten wir uns mit dem Kappzaum bewaffnet auf den Weg zur Halle. Mein Plan für heute war es ihm den Sattel mit Schabracke aufzulegen und ihn generell damit vertraut zu machen.

      Nach ein paar Runden aufwärmen ohnen weiteres Zubehör parierte ich ihn durch, um den Sattel aufzulegen. “So Junge, dann wollen wir mal.”, presste ich zwischen den Zähnen hervor und überlegte, ob ich das sagte, um mich zu beruhigen oder ihn vorzubereiten. Mit der Schabracke hatten wir schon des Öfteren gearbeitet, weshalb er mit dieser Situation sehr sicher und selbstbewusst umging. Ich gliederte unsere Einheit wie immer in kleine Einheiten mit vielen Pausen und lobte ihn ausgiebig. Die Longe hatte ich zwar in der Hand, aber so locker, dass er die Möglichkeit hatte “nein” zu sagen und einfach wegzuspringen oder zu weichen. “Prima Großer! Nun der Sattel.”, erklärte ich ihm und nahm das anscheinend gruselige schwarze Ding in den Hand. Reflexartig legte er die Ohren an und beschnupperte skeptisch den Sattel. Sein Blick sagte “Was zur Hölle ist das für ein Monster, welches du mir da vor die Nase hälst?”. Ich wartete einige Momente, ehe ich den Sattel sanft auf seinen Rücken packte. Um Morian nicht zu überfordern ließ ich den Gurt weg und strich ihm lobend über den Hals und hielt ihm ein weiteres Apfelstück vor die Nase. Etwas eingeschnappt zögerte er dramatisch und langte danach zu, was mich zum Lachen brachte. Um sein Gleichgewicht zu schulen und um ihn an diese fremde Situation zu gewöhnen, führte ich ihn durch die Halle. “Seeehr gut!”, lobte ich Mo, der zufrieden schnaubte. Meine Idee für die Anwendung eines Gurtes war, einen weichen Lammfellgurt mit großer Fläche zu nehmen, um Gurtzwang bestmöglich zu verhindern und Druckpunkte zu vermeiden. Nach einer kurzen Verschnaufpause befestigte ich den Gurt am Sattel und schnallte ihn locker fest. Erstaunlicherweise schien ihn der Gurt nicht zu stören, aber das Rumkrabbeln unter seinem Bauch schon, denn durch eine schnelle Kopfbewegung drohte er an zu schnappen. Wieder lief ich mit ihm in der Halle rum, bis ich ihn letztendlich wieder auf den Kreis zum Longieren schickte. Morian schien irgendwie anders und passend zu meinem komischen Bauchgefühl startete er los und buckelte, bis ich ihn etwas beruhigen konnte. Danach trabte er einfach, zwar wie eine Giraffe, aber zumindest nicht wie eine angestochene Wildsau. Ich konnte die heutige Lektion nicht ohne ein positives Erlebnis beenden, da er sonst dem Sattel den Mittelfinger zeigen würde und mir wahrscheinlich auch. Also ließ ich ihn einfach laufen und tatsächlich entspannte er sich langsam und ließ den Kopf endlich fallen und dan dem Punkt ließ ich ihn zum Schritt kommen und lobte ausgiebig. “So ist’s gut! Prima Morian!”, bekräftigte ich den jungen Hengst. Nach dem Cool-Down nahm ich sofort Sattel und Schabracke und legte ihm die Abschwitzdecke auf. “Na das ging doch eigentlich Dicker.”, neckte ich den Kürbis. Ein kurzer blick auf meine Uhr sagte mir, dass schon ein gutes Stück Zeit vergangen war. “Guten Morgen, Süßer!”, trällerte Valeria und erschreckte mich fast zu Tode, was zu einem kleinen Satz von Morian führte. “Oh sorry Mo!”, fuhr sie rasch fort und strich ihm beruhigend über den Kopf und drückte mir fast zeitgleich einen Kuss auf den Mund. Meine Wangen färbten sich rot und ein breites Lächeln breitete sich in meinem Gesicht aus. So schlenderten wir zu dritt zum Putzplatz zurück. “Soll ich schon mal sein Mash aufsetzen?”, hakte Val nach. Ohne sofort zu antworten, zog ich sie an mich heran und drückte ihr einen fetten Kuss auf die Wange, was sie zum kichern brachte. “Ja, gern.”, hauchte ich in ihr Ohr. Etwas verdattert machte sie auf den Hacken kehrt und verschwand im Stall. In der Zwischenzeit kuschelte ich mit Mo und bürstete sein Fell noch einmal grob mit der Wurzelbürste ab. Es waren circa zehn Minuten vergangen, bis Val mit Prada und einer Futterschale auftauchte. Mein Blick wanderte zu ihrem Chihuahua, der einen kleinen Mantel trug. Unwillkürlich musste ich lachen “Dein Ernst?”, - “Jaa, sie friert sonst”, protestierte Val. Bevor ich zu Wort kam, stupste Mo Valeria an, da er sein Mash verlangte. Lachend stellte sie es ihm vor die Nase. Anschließend legte ich Mo seine richtige Decke auf und brachte ihn zum Offenstall.


      Als ich wieder den Stall betrat, stand die ganze Mannschaft versammelt vor mir und schaute mich erwartungsvoll an. “Was ist? Habe ich irgendwo Mash zu kleben?”, fragte ich verwirrt. Kurz darauf vernahm ich ein kleines Wiehern und konnte mir denken, was los wahr. Joris führte ein kleines Plüschfohlen hinter seinem Rücken hervor. Jing schien sehr von ihr angetan zu sein, was mich in meiner Entscheidung noch mehr bestärkte. “Haha achso...darf ich vorstellen? Das ist die kleine Edda, eine einjährige Irish Cob Stute, die nun Jing gehört”, verkündigte ich. Wie erwartet quikte Jingyu und umarmte mich stürmisch, während alle anfingen zu lachen. “Naja ich dachte mir, da Jei schon sehr weit ist, könntest du etwas zum neuanfangen gebrauchen.”, erklärte ich. Die kleine Asiatin bedankte sich tausend mal und knuddelte die kleine Edda ausgiebig und verschwand schon kurz darauf mit ihr.


      “So Chef was ist der Plan?”, fragte Peter. Trotz der noch frühen Stunde (naja gut es war bestimmt schon zwölf), waren alle Aufgaben erledigt und das Futter für den Abend vorbereitet. “Naja das Sattelzeug…” - “verschaukel nicht uns!”, protestierte Alex, der immer noch in Inversionen sprach. “Ach Mist, ihr habt mich durchschaut! Ich wollte einen gemeinsamen Ausritt bei dem tollen Wetter unternehmen.”,schlug ich der Gruppe vor und alle nickten oder stimmten mit einem “Klar, gern” zu.

      “Na liebste Quira, was macht die Kunst?”, fragte ich meine italienische Stute. Valquiria brummelte fröhlich und schmiegte sich an mich. Bevor die anderen ihre Pferde geholt hatten, verbrachte ich meine Zeit damit, meine Süße zu verwöhnen und ihre Mähne zu flechten. Alexie war bereits am Putzen von Sky, während Flo noch mit Babyboy herumblödelte. Tatsächlich konnte auch Jing sich von Edda trennen und machte ihren Jei fertig, genau wie Joris Xin mit einer gebisslosen Trense und einem Reitpad ausstattete. Der Eyecatcher des gesamten Ausrittes wird natürlich Cookie sein, die mit ihren Punkten einfach süß aussah und irgendwie super zu Val passte. Niemand schien so richtig Lust auf herausgeputze schicki micki Pferde zu haben, weshalb sich viele für ein Reitpad entschieden. Für meine Quira hatte ich statt dem üblichen Bosal auch nur ein Knoti gewählt, aber zusätzlich mit dem weichen Vaquerosattel. Im Endeffekt waren die verschiedensten gebisslosen Trensen herausgekramt und angezogen. “Na sind alle fertig ?”, hakte ich nach und erhielt von allen Seiten Zustimmung. Manchen würden sagen, dass es unverantwortlich wäre mit Hengsten und Stuten auszureiten, aber außer Jei hat keiner von ihnen gedeckt und die Stuten sind im Moment nicht rossig.

      Während alle dabei waren aufzusteigen, pfiff mit beiden Fingern im Mund, um Willow und Finley darauf aufmerksam zu machen, dass sie zu mir kommen sollten. Ein Augenschlag später kam Finley auch schon angerannt und Willow trottete langsam hinterher. Prada war in Vals Jacke eingekuschelt und freute sich über die Sicht von oben. Die Tete bildete Joris mit Xinu, da er oft ausreiten ging und eine Route im Kopf hatte. Unser Weg führte kurz nach Verlassen des Hofes in den wundervoll gefärbten Wald. Die beiden großen Hunde rannten durch Laubhaufen und spielten Fange mit uns. “Na Süße, die Aufmerksamkeit gefällt dir hum?”, flüsterte ich zu Valquiria, die wirklich zufrieden schien. Die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume führten, verliehen dem Wald einen goldigen Schimmer - es war atemberaubend. Die anderen schienen ebenfalls begeistert zu sein, besonders Flo “Si, das ist wirklich wunderschön, in Kolumbien gibt es das gar nicht.”

      Da wir uns für einen entspannten Ausritt entschieden hatten, gab es nur kurze Trab- und eine Galoppstrecken, in der Val einhändig ritt, um Prada festzuhalten. Ohne zu übertreiben, aber dieser Ausritt war einfach Balsam für die Seele. In letzter Zeit hatte ich mir sehr viele Gedanken zu den Pferden und meinen Mitarbeiter gemacht und feilte bereits an den Weihnachtsgeschenken. Und eine Sache konnte ich nicht verheimlichen: “Okay eigentlich wollte ich es euch nicht erzählen, aber nun gut. Es wird demnächst noch ein Pferd einziehen, etwas dezent kräftigeres aus Skandinavien”, verriet ich, ohne zu sagen, dass es eine Überraschung für Joris zu seiner abgeschlossenen Prüfung sein würde. Auf die neugierigen Fragen gab schwammige, lapidare Antworten, um die Spannung zu erhalten.

      Im weiteren Verlauf des Ausrittes erzählten wir uns von den verschiedenen Weihnachtstraditionen in den unterschiedlichen Traditionen. Die Zeit verflog geradezu, denn als wir zurück auf den Hof kamen, dämmerte es bereits. Alle brachten ihre Pferde sozusagen ins Bett und gaben ihnen ihr wohlverdientes Abendbrot. “Es war mir eine Freude Leute! Aber jetzt ab ins Warme, ich koche”, verkündigte ich fröhlich. “Mit anderen Worten du willst uns vergiften?”, konterte Peter, der gerade aus dem Stallbüro kam.
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    • Zion


      Geschenke vor Weihnachten?
      POV: Joris

      Oh Fuck! Scheiße, ich werde es eh nicht schaffen. Die Enttäuschung kann ich keinem zumuten, Collin und das ganze Team haben so viel Mühe in meine Ausbildung gesteckt und ich liebe unseren Hof. Fuck!

      Es war der Tag meiner Abschlussprüfung und somit auch das Ende meine Ausbildung zum Pferdewirt. Die Zeit des Lernes war so intensiv, dass ich nicht einmal dazu kam, Xinu genügend auszulasten und diese Zeit wäre verschwendet, wenn ich die Prüfung verkacke.

      Um mich abzulenken und weil ich nicht wirklich schlafen konnte, hatte ich bereits um sechs den Stall ausgemistet und ging in Gedanken den Stoff und mögliche Aufgaben durch. “Der frühe Vogel fängt den Wurm, oder was treibst du hier?”, fragte eine bekannte, raue Stimme. Peter. “Ich bin ehrlich gesagt sehr aufgeregt und konnte nicht schlafen.”, gestand ich peinlich berührt. Auch wenn Peter es nur gut meinte, aber ich konnte seinen Worten nicht folgen und nickte höflich lächelnd. Anscheinend schien er es zu merken und wünschte mir nur noch Glück und steckte den Kopf in seine Arbeit. Bevor ich mich auf den Weg machte, stattete ich meinem Friesenhengst Xinu noch einen Besuch ab und fand in seiner Nähe etwas Entspannung. “Ach Dicker, ich hoffe ich bekomme die Prüfung gebacken.”, seufzte ich und vergrub meinen Kopf in seiner Mähne. Mir blieb nicht mehr allzu viel Zeit, weshalb ich Xin noch etwas kuschelte und dann in meinem alten Golf stieg und zur Prüfung fuhr.


      POV: Collin

      etwas später am Tag

      “Gut so Mo!”, lobte ich den fuchsfarbenen Hengst und löste ihn aus der Stellung. Morian HMJ 6345 und ich wiederholten in der heutigen Lektion die Basics, mit denen wir begonnen hatten, aber diesmal mit Kappzaum. Einfache und dennoch wichtige Sachen wie Innenstellung, Anhalten, Antreten und Rückwärtsrichten und aufgrund seiner ungestümen Art, war dies auch regelmäßig notwendig. Um wie immer mit einem guten Ergebnis aufzuhören, beendete ich die zwanzigminütige Lektion und führte den dänischen Hengst zum Stall.

      “Hast du Joris schon gesehen?”, fragte mich Flo. - ”Nein, ich hoffe er schafft es.” Tatsächlich war unser Azubi noch nicht zurück und ich dachte im Stillen an unsere nordische Überraschung, in die ich den Rest vom Team bereits eingeweiht hatte. Ein junger norwegischer Hengst war in der Zwischenzeit angekommen und mit einer roten Schleife versehen und stand vorerst in einer Box, um sich von der langen Reise zu erholen. Tyr, benannt nach dem Gott des Krieges der nordischen Mythologie, war ein wunderschöner und aufmerksamer Buckskin Hengst, der das Nachwuchspferd für Joris werden sollte und somit auch ein Geschenk für den Abschluss seiner Ausbildung. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch etwas Angst, dass er es nicht schaffen würde, da er vorher schon so nervös war und er am Boden zerstört wäre. Erst durch Morian, der den Kopf von seinem Mash hochriss, signalisierte mir, dass sich eine Person näherte - Joris. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, um ihn nicht gleich zu überrumpeln. Er schien geknickt und enttäuscht zu sein, also machte ich schon ein paar Schritte auf ihn zu und wollte zum trösten ansetzen, doch schlagartig änderte sich seine Miene. “VERARSCHT!”, brüllte er fasst und setzte erneut an “Ey Collin, ich habe es geschafft! Ich hab’s gebacken bekommen. Oh mein Gott, ich bin nun ein gelernte Pferdewirt!” Val, Flo, Alexie, Peter und Jing waren mittlerweile dazugestoßen und umarmten ihn alle der Reihe nach. “Ich bin so stolz auf dich, Jojo!”, lobte ich unseren Ex-Azubi und neuen Pferdewirt. Ohne ihn aufhalten zu können, stürmte er in den Stall, um Xinu davon zu berichten. Etwa fünf Minuten später kam er verwirrt aus der Stallgasse. “Was ist das für ein neues Pferd neben Xinu? Collin, du hast doch deine und beschwerst dich immer, dass du so wenig Zeit hast.”, entgegnete er. “Tyr oder einfach Tiu ist auch nicht mein Hengst, ist dir die Schleife etwas nicht ausgefallen?”, neckte ich Joris. “Aha und für wen dann?”, sein Interesse an diesem Pferd war nicht zu übersehen. “Du Dummerchen!”, antwortete Val und klopfte ihm kindisch auf den Kopf und zeigte danach auf ihn. “Wie was für mich? Quatsch, leck mich doch wie geil!” - “Naja Xinu ist ja nur bedingt für höhere Lektionen geeignet und schon Sachen wie Piaffe sind schwierig durch seine ehemalige Verletzung. Deshalb ist der hübsche Buckskin nun dein Nachwuchspferd.”, erklärte ich ihm freudig. Er machte fast einen Satz in die Luft und kam auf mich zugerannt und umarmte mich stürmisch. Ich habe noch nie in so kurzer Zeit so oft das Wort Danke gehört.

      Den Rest des Tages verbrachten wir mit Feiern und Freunden - natürlich nur mit alkoholfreien Getränken.


      Am nächsten Tag

      POV: Joris

      Aufgrund eines kleinen Katers verzichtete ich heute auf das Reiten und entschied mich stattdessen dazu, mit meinem neuen Wegbegleiter Tyr eine Runde spazieren zu gehen. Da es bereits gegen zwölf war, hatten wir unsere Stallarbeiten schon erledigt. Außerdem hatte ich überlegt Collin meinen Dank durch kleine Gesten ansatzweise zu zeigen und für heute hatte ich die Idee, dass wir gemeinsam mit Tiu und Morian spazieren könnten. Auf der Stallgasse lief ich ihm über den Weg. “Hey Collin, hast du Lust mit Morian mit spazieren zu kommen?” - “Klar gern, aber meinst du nicht, dass es unpraktisch wäre mit zwei eher unerfahrenen ins unbekannte Gelände zu gehen?” Er hatte recht, setzte aber zum nächsten Satz an. “Lass uns doch zusätzlich Xinu mitnehmen, der ist sehr erfahren.” Ich stimmte seiner Idee zu und begann meine zwei Pferde vorzubereiten, während Collin Mo aus dem Offenstall holte.

      to be continued
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    • Zion

      Einreiten durch Vriska von Atomics Valley
      Morian ist nun seit 3 Monaten ein Teil vom Forest Creek und soll nun langsam angeritten werden. Collin hat bereits mit ihm die wichtigsten Dinge geübt, wie am Halfter laufen, Putzen und auch schon longieren. Der Hengst zeigt sich engagiert und hat schon gut an Muskeln aufgebaut, wenn ich an die Ankunft von ihm denke.
      “Guten Morgen”, begrüße ich Collin, der gerade die Boxen sauber macht.
      “Naaa, Mo steht draußen auf dem Paddock und wartet bereits.”, sagt er und reicht mir ein Halfter mit Strick.
      Ich gehe raus und begrüße auch den Hengst, der noch etwas scheu wirkt aber dennoch interessiert ist. Vorsichtig laufe ich auf ihn zu und streichle Vorsicht über über seinen Hals. Zufrieden senkt er seinen Kopf und ich lege ihm das Halfter an. Gemeinsam gehen wir in die Stallgasse und machen ihn für die ersten Übungen fertig. Dann rufe ich Collin und wir gehen zusammen auf den Reitplatz. Da er sich noch unsicher ist, möchten wir den Hengst gemeinsam einreiten. Ich komme regelmäßig vorbei und korrigiere bzw. mache selbst was mit Mo. Heute fangen wir mit einfachen Sachen an. Als erstes Nachgeben durchs Genick, Rückwärtsrichten und die Anfänge von Seitengängen. Am Ende noch einfaches Longieren mit Stangen und viel Trab Arbeit. Dann übergebe ich Collin sein Hengst, um einmal drüber zu gucken, wie er das macht. Sieht gut aus und damit beenden wir die Einheit für heute. Die nächsten Wochen verfeinern wir noch alles bis es dann mit den nächsten Übungen weiter geht.

      Nach fünf Wochen ist Morian soweit und wir machen weiter mit Biegungen. Mo ist im Verlauf schon viel lockerer geworden, auch das Zusatzfutter bewirkt Wunder. Collin hat den Hengst bereits fertig gemacht und wartet auf dem Platz auf mich. Zum Warm werden wiederholen wir das Nachgeben und Rückwärtsrichten. Danach darf er sich etwas locker laufen. Schon nach wenigen Runden biegt er sich besser und lässt sich langsam auf die Hinterhand fallen. Genau das wollten wir. Morian soll sich mehr auf seine Hinterhand stützen und sich selbst halten können. Momentan fällt er noch ziemlich auf sein Vorderhand. Collin hat bereits mit ihm geübt, dass er ihm nach läuft, wenn er rückwärts läuft. Darauf bauen wir auf. Erst Rückwärtsrichten dann los traben. Noch fällt es ihm schwer doch das wird besser. Damit beenden wir heute und machen die nächsten Tage weiter.

      Collin erzählt mir, dass Valeria und er nun schon weiter gemacht haben mit Mo. In der Bodenarbeit ist er sehr sicher und stützt sich mittlerweile auf der Hinterhand. Den Sattel durfte Morian auch schon kennenlernen und ich soll heute die ersten Reiterübungen machen. Deswegen mache ich den Hengst fertig und mache den Sattel zunächst sehr locker um Satteldruck zu vermeiden. Morian ist etwas unsicher und wartet trotzdem ab.

      Auf dem Platz logiere ich ihn erst am Kappzaum, also wie immer. Vorher habe ich ihn nochmal nach gegurtet. Ich übergeben Collin den Strick und steige vorsichtig mit einem Holzhocker auf und schwinge mich sanft auf den Rücken. Damit Morian HMJ 6345 sich sicherer fühlte blieb Collin vor ihm stehen und streichelte seinen Kopf. Der junge Hengst spannte sich zwar an, aber blieb gelassen. "Sehr gut Großer!", lobte ich ihn und ließ ihn sich erstmal entspannen. Tatsächlich war er im Vergleich zu meinen Isis recht groß. Nach einer entspannten Runde im Schritt mit Collin dabei, stellte dieser sich an den Zaum und beobachtete unsere Arbeit. Am langen Zügel bestritten wir unsere Runden und zu meinem Erstaunen war Mo sehr konzentriert und bemüht alles richtig zu machen. Wie bei jedem Pferd, was angeritten wird, fehlte auch dem Kürbis die Balance, aber das wird sich mit dem Training legen. Für die erste Reiteinheit beließen wir es beim Schritt und ein paar Tritten rückwärts und beendeten die Lektion. Bevor ich vorsichtig vom Rücken glitt, gab ich Mo ein kleines Stück Möhre.
      "Na da kann ich ja stolz auf meinen Schützling sein!", feixte Collin mit dem stolzesten Grinsen, das ich je gesehen habe. Aber er hatte recht, im Verhältnis zu den schlechten Erfahrungen, die er gemacht hatte, war er der angenehmste Partner beim Einreiten, den ich je hatte. "Nun ich denke mit ihm werden wir weit kommen. Er gefällt mir.", antwortete ich.
      Gemeinsam gingen wir zurück zum Stall und ich übergab Collin seinen Hengst.
      (c) Mohikanerin
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  • Album:
    °Collins Pferde
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    Zion
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    7 Okt. 2019
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  • [​IMG]
    Morian
    (Mo | Kürbispony)

    Punktestand: 100
    Bewegung(+Halfter) | Pflegebericht (über 10k Zeichen) | Bewegung (+Reiter & Knoti) | Bewegung (+Knoti) | Pflegebericht ( ca 3300 Zeichen) |Pflegebericht (6400 Zeichen) | Bewegung (mehr als 2 Zubi) | TA Bericht durch Cooper | HS Bericht durch Laraya13 | Bewegung (2 Zubi) | Pflegebericht (13275 Zeichen) | Bewegung (3 Zubi) | Portrait von Canyon (7) | Pflegebericht (5585 Zeichen) | Bewegung (mehr als 2 Zubi + Reiter = 8 pkt) | Bewegung von Canyon <3 (4pkt) | Einreitbericht (Mohi - 4) | Turnierteilnahmen (4 Stk) | Portrait (7)

    Abstammung

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    Von ubk

    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Aus der ubk

    Von ubk Aus der ubk


    Exterieur

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Hengst

    *2014
    Rasse: Fredericksborger
    Stockmaß: 1,65m
    Deckhaar: Fuchs
    Abzeichen: unregelmäßige Blesse


    Beschreibung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen

    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam

    Intelligent ●●●●● Unintelligent

    Sozial ●●●●● Unsozial

    Begabt ●●●●● Unbegabt

    Ruhig●●● Nervös

    Loyal ●●●●● Untreu

    Gutmütig ●●●●● aufgeregt

    Nervenstark ●●●●● Scheu

    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    Morians Charakter ist momentan noch nicht zu beurteilen. Der hübsche Däne stammt aus der Auflösung einer illegalen Pferdemafia und ist mäßig sozialisiert, scheu und erst recht nicht angeritten. Wir werden ihn im Rahmen des Horsemakeover ausbilden und pflegen
    This horse is an Executive: It is a very forceful, decisive individual. It develops its decisions based on gut feelings, and can rush into situations unprepared. It loves getting clipped, 37) Has no knowledge of personal space, Ow, my foot!



    Besitzer: Zion (Collin Jones)

    VKR/Ersteller: Canyon

    im Besitz seit: Oktober 2019

    Kaufpreis: x


    Qualifizierungen

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleifenaufstieg (kein Aufstieg durch Schleifen!) Trainingsaufstieg


    Dressur E

    Western E

    Springen E

    Military E

    Galopprennen E

    Distanz E



    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯




    Zuchtverband

    -


    Ausbildung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Fohlen ABC X | Eingeritten X | Eingefahren x


    Spring- und Dressurpferdeausbildung

    Einreiten X | Hindernisgewöhnung X | Stangenarbeit X | Gelassenheitstraining x


    Abstammung: 0

    Schleifen: 0

    HS: 0

    TA: 0

    Trainer: 0

    Zubehör: 0

    Gesamt: 0


    Zucht

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleife

    HK/SK


    Gencode: --

    Zur Zucht zugelassen: Nein

    Eingetragene Zucht: --


    Nachkommen

    -


    Gesundheit

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    gechippt [] zuletzt kontrolliert []


    Gesamteindruck: fit

    Aktue Krankheit/en: x

    Chronische Krankheit/en: x

    Erbkrankheit/en: x


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

    Ausgeschnitten/Korrigiert:

    Hufbeschaffenheit: robust, fest

    Hufkrankheit/en: x


    Beschlag vorne: x

    Beschlag hinten: x


    Zubehör

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    PNG | Puzzle PNG| JPG