Samarti

Morengo, EVB

*2010, im Besitz seit dem 22.01.2017

Morengo, EVB
Samarti, 5 März 2017
    • Samarti
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      Morengos Geschichte
      von Pharlap, 4931 Zeichen
      Morengos Fohlenzeit: Niemand weiss wo der kleine Schimmel geboren wurde oder wem er gehörte bevor er zur Auktion kam. Weder sein Vater noch seine Mutter haben je ein einziges Rennen gerannt. Eins ist jedoch sicher! Morengos frühere Besitzer haben sich wundervoll um ihn gekümmert. Er lernte die Wörter Schmerzen und Angst nie kennen. Er wuchs fern ab von Stress und Leistungsdrang auf. Doch eines Tages kam auch für ihn die Zeit zu gehen und man verkaufte ihn an ein Auktionshaus.

      Morengos Leben als Jährling: Eigentlich war ich nur aus neugier zu einer der grossen Auktionshäuser gefahren an denen massenweise Pferde, Ponys und Fohlen versteigert wurden. Hier gab es alles vom wertvollem Sportpferd bis zum alten Pferd das wohl besser zu Abdecker käme. Als ich gerade gehen wollte hörte ich hinter mir ein leises wiehern. Ich drehte mich um und sah Morengo der mich mit seinen dunklen neugierigen Augen anstarrte. Ich ging zu ihm und klopfte ihm den Hals. Sofort viel mir das liebevolle Wesen des Pferdes auf und die Art wie er sich von den anderen Pferden unterschied. Während alle anderen nervös und aufgeregt waren war er die Ruhe selbst. Ich kaufte ihn mit dem Hintergrundgedanken ihn für den Reitunterricht zubrauchen. Doch dann sah ich wie er mit Pharlaps Sohn Red Terror um die Wette galoppierte und wie er in immer um eine halbe Länge schlug. Nun wusste ich was ich mit Morengo anfangen musste.

      Morengo als Zweijähriger: Als Morengo zwei Jahre alt war begann ich ihn anzureiten und dann für die ersten Rennen zu trainieren. Es gab keinen Moment während seiner Ausbildung in dem er mir nicht vertrauensvoll folgte oder Angst zeigte. Schon nach kurzer Zeit lief er auf der Bahn wie ein Champion jedenfalls wenn er allein war. Ich hatte mein Bedenken das er mit seiner liebevollen Art sich behaupten konnte oder das er ihm der nötige Siegerwillen fehlte. Doch mein Bedenken war Grundlos dieses Pferd kämpfte mit seiner ganzen Kraft gegen die anderen an. Ein Jockey der ihn bei seinem ersten Rennen ritt bei dem er schon siegte sagte:" Dieses Pferd gewinnt nicht mit den Beinen sondern mit dem Herzen, weil er jemanden von ganzem Herzen liebt und dieser Person danken will." Schon bald folgte ein weiterer Sieg. Ich wusste das dieses Pferd noch grosses leisten würde.

      Als dreijähriger: Morengo hatte sich zu dem entwickelt was ich ein perfektes Rennpferd nannte. Er war grösser und hatte eine gut entwickelte Muskulatur. Er befand sich nun Psychisch wie auch Physisch in Topform. Morengo war nun bereit die unbekannten kleinen Rennen hinter sich zu lassen und auf die Triple Crown Rennen hin zu arbeiten. Er wurde zum Star des ganzen Gestüts und ich wusste das jeder Jockey mich darum beneidete ihn im Training reiten zu können. Da ich noch zu jung war um am Rennen teil zu nehmen über nahm dies Mr. John Johnson. Er gehörte zu den bekanntesten Jockeys und die Besitzer stritten sich wortwörtlich um ihn. Er konnte sich die Pferde auswählen und musste nicht darauf warten ein Angebot zu bekommen. Galadriel trainierte Morengo von L zu S und half mir meine Technik und Haltung zu verbessern. Dann kam der grosse Tag. Der Tag im Mai an dem das Mayflower Derby statt fand. Ich war sichtlich aufgeregter als Morengo der stets in jeder Situation die Ruhe selbst war. In dem Moment als der leuchtend weise Hengst über die Ziellienie galoppierte, sprang ich auf und lief jubelnd zum Siegerring. Darauf folgte ein weiterer Sieg beim St. Leger. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Die ersten zwei Rennen der grössten Auszeichnung im Galoprennsport waren geschafft. Danach folgte ein Monat Pause für Morengo. Während dieser Zeit wurde er schonend trainiert um Verletzungen vor zubeugen. Dann folgte sein Comeback bei einem kleinen Fliegerrennen bei dem er leider von einer goldenen Stute geschlagen wurde. "Morengo du wirst deine Chance noch bekommen, kurze Distanzen sind nun mal nicht deine Stärke", sagte ich aufmunternd zu ihm. Das dritte Rennen stand bevor. Mit Herzklopfen sah ich ihm entgegen und konnte es kaum fassen als mein Hengst als erster über die Ziellinie galoppierte. Jubelnd sprangen wir alle in die Luft beglückwünschten und umarmten uns gegenseitig, alle konnten kaum fassen was passiert war! Morengo hatte die dreifache Krone gewonnen! Er gehörte damit zu den besten Rennpferden die es gab. Kurze Zeit später wurde der Hengst des Jahres gewählt. Morengo gewann den Titel und ich gehörte zu den glücklichsten Rennpferdebesitzern der Geschichte.

      Beschreibung: Morengo ist ein reinrassiger englischer Vollbluthengst. Über seine Eltern weiss niemand etwas. Darum wollte ihn als Fohlen niemand haben. Ich habe in auf einer Auktion gefunden und ihn für einen lächerlichen Preis ersteigert. Ich habe ihn trainiert und als er das erste mal über die Bahn galoppierte war klar das er das geborene Rennpferd ist. Schon bald lief er sein erstes Rennen und siegte. Das ist der Beginn einer langen und erfolgreichen Karriere.
    • Samarti
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      Vergangenheit
      11/2009 - 08/2013 | 16 Berichte
      Abschied
      11/2009, von Pharlap | 3176 Zeichen
      Gedankenverloren führte ich ein Pferd noch dem anderen auf die drei großen Transporter. Ich hatte die ganze Nacht gepackt, da ich eh keine Auge zu hätte drücken können. Denn Elisa hatte beschlossen, dass es besser wäre, wenn wir wieder alleine eine Zucht führen. Und da ich keinen Streit wollte, hatte ich wortlos mit packen begonnen. Und da stand ich nun vor den Hängern und ließ meinen blick über Gestüt Galoppwunder schweifen, das bald Gestüt Alpenblick heißen würde. " Lebe wohl Deutschland, lebe wohl Elisa, lebwohl Brownie, Jargo, Nacro und alle von euch die ich so lieb gewonnen habe. Tränen rannten über mein Gesicht als ich zu Pharlap in den Transporter kletterte. Dann begann die 7 stündige Fahrt nachhause in die Schweiz. Zurück zu meinen Eltern und Freunden, die ich dort zurückgelassen hatte.

      Langsam kam der Transporter zum stehen, ich wusste es wir waren zuhause. Dort wo ich immer hätte sein sollen, und doch hasste ich diesen Gedanken. Ich kletterte aus dem Transporter und betrachtete meine Heimat. Wo man auch hinsah, überall Berge, jede menge 4000m Berge, die den ganzen Sommer mit Schnee bedeckt waren und dann die Alpen, auf denen Kühe grasten, allerdings keine Milchkühe. Die Kühe die hier grasten waren alles schwarze Kampfkühe. Draußen auf dem Hof standen meine alten Freunde und meine Eltern. Alle schienen mir so fremd. Ich wurde von allen umarmt und geküsst, sie erzählten mir was ich verpasst hatte. Doch, ich bekam nichts mit. Ich wollte nur meine Pferde ausladen und dann mit Pharlap und Shihan ausreiten. Ich lud alle Pferde aus und brachte sie in ihre Boxen, dann fütterte ich sie und mistete die Boxen aus. Ich lehnte mich an Pharlaps Boxentür und beobachte ihn beim fressen. "Hey, was ist den mit dir los?" Michelé kam auf mich zu und umarmte mich. "Komm, wir reiten aus, das wird dich sicher aufheitern. Wow, hasst du dir tolle Pferde zugelegt während du weg warst, die muss ich lle mal reiten." Michelé lief auf Shihan zu und klopfte seinen Hals. "Darf ich ihn nehmen? Dann kannst du doch Pharlap nehmen." Ich wieder sprach nicht, da ich wusste, dass sie ein Händchen für Problempferde hat. Also sattelten wir in Windeseile Pharlap und Shihan. Und schon bald entfernten wir uns von den Ställen und galoppierten durch den Fluss aufwärts durch die Strömung. Plötzlich wurde mir klar, was ich die ganze Zeit vermisst hatte. Es waren die Wettrennen mit Michelé, die Springstunden und die Turniere und diese wunderschöne Landschaft. Später ritten wir durch den Wald und dann im Schritt den steilen Wanderweg zum großen Staudamm hoch, dem Sonnenuntergang entgegen.


      Am Abend hatte ich mich dann wieder halbwegs beruhigt, und versorgte gemeinsam mit Michelé die Pferde. Wir planten schon die nächste Springstunde und weitere Turniere. Gemeinsam saßen wir also dann in der Scheune und tranken Tee während dem wir uns unterhielten. "Weißt du, während dieser 2 Tage hatte ich eine Idee, ich möchte hier eine Rettungssttion für misshandelte Pferde wie Tempelritter und Shihan gründen und ihnen so eine Chance auf ein besseres Leben geben." "Das ist klasse, Michelle! Komm, wir fangen sofort an zu planen!" Michelé zog mich mit sich ...

      Weihnachtsvorbereitungen
      12/2009, von Pharlap | 1146 Zeichen
      Gut gelaunt lief ich über den Hof zu den Ställen. Obwohl es Dezember war schien die Sonne und es lag nirgends Schnee. Ich lief nachdem ich alle begrüsst hatte zur Futterkammer und bereite das Mash vor das es heute zu Mittag gab.Während dessen das Wasser kochte lief ich zur Sattelkammer und setzte mich auf ein Sofa. Konzentriert studiert ich meine Weihnachtsgeschenkliste und stellte fest, dass ich mich beeilen musste wenn ich noch rechtzeitig fertig werden wollte.
      Als Die Pferde ihr Mash gegessen hatten halfterte ich alle auf und führte sie auf die verschidennen Koppeln immer 5 Pferde pro WEide.
      Black Beauty, Diamantas, Soleil, Tempelritter,Avrita --> Stallpadock Östlich
      Magical Golden Dust, Morengo, Zafir, Lonley, Red Terror --> Stallpadock Westlich
      Moulan, Entreaty, Saphira, DisturbiaII , Talmih --> éstliche Stutenweide
      Lupine,Sterling Dream,Black Stream, Destiny, Facilyti --> Stutfohlenweide
      Orkan, Magic Image, Eclipse, --> Hengstfohlenweide
      Zuchtpferde--> Zuchtweide
      Am Abend holte ich alle herein zog jeden eine leichte Decke über und fütterte sie. Dann ging ich nachhause und kümmerte mich um meine Weihnachtsvorbereitungen.

      Stall- und Weidepflege
      nicht datiert, von Pharlap | 2121 Zeichen
      Heute war Putztag angesagt. Ich stand schon früh am morgen auf . Ich wollte heute alle Boxen komplett ausmisten und mit Wasser waschen. Dann wollte ich die Ausrüstung putzen und das Lederzeug fetten. Danach würde ich noch alle Koppeln säubern und wenn nötig die Zäune reparieren. Michèle und meine Eltern hatten sich bereiterklärt mir zuhelfen. Die Angestellten des Gestüts würden auch mithelfen. Ich und Michèle brachten zuerst die Stallpferde auf die Koppel. Ich nahm Shoo-In und Michèle nahm Lissy. Die beiden Fohlen freuten sich über das schöne Wetter und rannten sobald sie auf der Koppel waren um die Wette. Als nächstes nahm ich Diamantas. Michèle nahm Entreaty & Black stream. Diamantas alberte wie immer herum und die ausgeglichene Entreaty fing sofort friedlich an zugrasen. Als nächstes versuchte ich Lady auf eine kleine Koppel dierekt neben den stall zubringen. Die stute war sehr ängstlich und ich hatte grosse Mühe sie zuhalten Nun misteten wir alle Boxen aus und kehrten die Stallgasse. Dann putzten wir das Lederzeug der Stalpferde und kontrolierten die Ausrüstung der Pferde. Entreaty brauchte eine neue Satteldecke und die zwei Fohlen je ein neues Halfter. Ich notierte mir dieses auf eine Liste. Dann brachten wir die Pferde im Offenstall auf eine andere Koppel so das meine Eltern die Offenstalle ausmisten konnten. Talmih, Lissy, Moulan, Soleil, Destiny, Disturbia II und Avrita kamen auf die grosse Koppel für Stuten. Morengo, Red Terror, Wunders stern, Blue Moons Orkan, Zafir und Magic Image kamen auf die Hengstkoppel. Als alle auf den Koppel waren fetteten ich und Michèle ihr lederzeug und kontrolierten die Ausrüstung. Disturbia II brauchte neue Gamschen, Wunders Stern ein neues Zaumzeug, Avrita brachte ein neues Halfter, Talmih eine neue Winterdecke ... Ich notierte mir alles auf dem Notizblock und nahm mir vor mit Michelle die Sachen in den nächsten Tagen zubesorgen. Etwas später äppelten ich und Michèlke die Weide ab und kontrolierten die Zäune. Alle waen in guter verfassung und brauchten keine Reperatur. Am abend brachten wir wieder alle Pferde herain, fütterten und tränkten sie.

      Vorbereitung auf den Triple Crown
      nicht datiert, von Pharlap | 5065 Zeichen
      Die ganze Nacht ahtte ich damit verbarcht mich zu entscheiden welches Pferd ich am Mayflower Derby teilnehmen lassen wollte. Meine Entscheidung war nun gefallen nach vielem Zweifeln ahtte ich mich für Morengo entschieden. Der Hengst verfügte über die Notwendigen Qualitäten die er brauchte um zu Siegen, er ahtte auch schon bei ein paar Rennen bewiesen was für ein Tolles Rennpferd er war. Doch ich musste ihn so schnell wie möglich in Topform bringen.
      Ich verdoppelte seine Kraftfutterration und stellte mit meinem Trainer den apssenden Tagesablauf für Morengo zusammen.

      Montag
      5:00 Uhr: Solarium
      5:30 Uhr: Galopptraining über 1600 Meter (Boden Rasen)
      6:00 Uhr: Morgenfütterung (3 Kilo Heu, 3 Kilo Kraftfutter , Mineralsalze, Pelets )
      7:30 Uhr: Spaziergang
      8:30 Uhr: Laufband
      9:00 Uhr: Boxenruhe
      12:00 Uhr: Fütterung ( 2 Kilo Heu, Scheibe Stroh)
      13:00 Uhr: Schwimmen
      13:30 Uhr: Koppel
      18:00 Uhr: Abendfütterung


      Liebes Tagebuch
      Al sich am morgen aufstand war ich rannte ich voller Erwartungen zu den Ställen. Ich begrüsste Morengo fröhlich. Der Hengst sah mich etwas verschlafen an freute sich dann aber über die halbe Stunde die er unter dem Solarium verbringen konnte. Er döste friedlich und er über trug seine Ruhe und Gelassenheit regelrecht auf mich. Als ich ihn dann striegelte und sattelte schnaubte er zufrieden. Er war kaum zubremsen auf dem Weg zur Bahn. Dort warf mich unser Trainer Mr.Telfort auf Morengos Rücken und befahl mir einen Kilometer ihn warmzutraben und dann ihn zur Startbox zureiten. Während der Aufwärm runde konnte ich den Hengst akum bremsen vor bewegungsdrang. Ohne Probleme rückte er in die Starttbox und als die Glocke schrillte und die Türen aufflogen sprang er mit einem riesen Satz herraus. Er rannte. Ich spürte seine Bewegungen und hörte seinen Atem gehen.Trotz der Geschwindikeit hatte ich vole kontrolle über ihn nach 500 Mter rief ich leise "jetzt" Morengo streckte sich wurde imer schneller zufrüh erreichren wir das Ziel. Nach dem Training bekamm morengo sein Frühstück. Danach holte ich ihn um mit ihm spatzieren zugehen. Glücklich sah er sich die Umgebung an und zupfte ein paar Grasshalme.Nach dem Spatziergang stand Trainibg auf dem Laufband an. Hier kümmerten sich andere um ihn. Später holte ich ihn ab und barchte ihn in seine Box nach dem ich ihn versorgt hatte. Um Zwölf bekamm er sein Mittagessen ich ging ebenfalls essen. Am Nachmittag stand Schwimmen auf dem Stundenpaln. Morengo liebte Wassr und freute sich über die abkühlung. Danach durfte er als belohnung für seine harte Arbeit auf die Koppel. Am Abend ging ich mit einer Karotte zu Morengo. "Na Kleiner, auch wenn deine Abstammung keines Wegs bewundernswert ist hast du hete erstaunliches geleistet." ich klopfte ihn den Hals und agb ihm die Karotte. Dann bandagierte ich seine Beine und legte ihm eine Decke an. Ich lehte mich an ihn und spielte mit seiner Kurzen Mähne dann nach eingen Minuten seuftzte ich und sagte: "Schlaf gut Weisser. Morgen ist wieder ein langer Tag."


      Dienstag
      5:00 Uhr: Massage (T - Toch) unter dem Solarium + Bachblüten zur Beruhigung und Entspannung
      5:30 Uhr: Galopptraining über 1600 Meter (Boden Rasen)
      6:00 Uhr: Morgenfütterung (3 Kilo Heu, 3 Kilo Kraftfutter , Mineralsalze, Pelets )
      7:30 Uhr: Spaziergang
      8:30 Uhr: Laufband
      9:00 Uhr: Boxenruhe
      12:00 Uhr: Fütterung ( 2 Kilo Heu, Scheibe Stroh)
      13:00 Uhr: Schwimmen
      13:30 Uhr: Ausritt
      14:30 Uhr: Koppel
      18:00 Uhr: Abendfütterung

      Liebes Tagebuch
      Morengo bewiess am Dienstag beim Training Erstaunliches. Ich war sehr zufrieden mit ihm und es amchte Spass sich einmal persönlich um eines meiner Rennpferde zukümmern. In auf der Bah zureiten war wie fiegen wir wurden schon nach kurzer Zeit ein richtig gutes Team.
      Leider habe ich gerade nicht genug Zeit um mehr zu erzählen.


      Mittwoch
      5:00 Uhr: Solarium
      5:30 Uhr: Galopptraining über 1600 Meter (Boden Rasen)
      6:00 Uhr: Morgenfütterung (3 Kilo Heu, 3 Kilo Kraftfutter , Mineralsalze, Pelets, Bachblüten )
      7:30 Uhr: Spaziergang
      8:30 Uhr: Laufband
      9:00 Uhr: Boxenruhe
      12:00 Uhr: Fütterung ( 2 Kilo Heu, Scheibe Stroh)
      13:00 Uhr: Schwimmen
      13:30 Uhr: Koppel
      18:00 Uhr: Abendfütterung


      Liebes Tagebuch
      Die Bachblüten und die Massage schlagen wie gewünscht an, Morengo wirkt entspannt und ruhig. Das tägliche Trainng scheint ihm gut zu tun. Seine Zeit hat sich um 2 Sekunden gebessert , ich schaffe es nun mit genug Geduld alles aus im heraus zuholen. Die Distanz des Mayflower scheint ihm sehr gut zu liegen =)
      Ich will alles aber noch etwas genauer schildern. Morengo freute sich heute wie immer das er unters Solarium durfte und war unter dem Licht noch entspannter als sonst was ich nicht für möglich gehalten hätte, den ich dachte es geht nicht mehr etspannter. Als Die Startglocke beim Training läutete sprang der Hengst aus der Startbox und flog regelrecht davon. Morengos Stzärke ist seine Kondition aber es aht sich heraus gestelt das er auch einen aussergewöhnlichen Speed auf kurzen Strecken hat. Ich freue mich das ich ihn ausgewählt ahbe. Ich bin sicher ich werde es niemals bereuen =)
      Aber jetzt muss ich ins Bett.

      Donnerstag
      nicht datiert, von Pharlap | 835 Zeichen
      Ich war schon sehr früh wach da ich ein paar zweijährige im Training ritt. Die nächsten zwei Tage würde Morgngo in der Box verbringen. Schliesslich wollte ich kein müdes Pferd an den Start schicken. Da Morengo aber ein Pferd war das sich schnell lamgweilte wollte ich ihn etwas aus der Box holen und ein wenig spatzieren gehen. Ich Legte ihm Gamschen und eine Fliegendecke auf und schon marschierten wir aus dem Stall. Morengo sah die Gegend neugierig an. Nach einer halben Stunde führte ich ihn zurück zu den Ställen. Ich spritzte ihm die Beine ab und stellte ihn unters Solarium. Ich nahm ihm die Decke ab und Striegelte ihn bis sein Fell glänzte. Dann bandagierte ich seine Beine wieder ein und brachte ihn in seine Box.
      Am Aben sah ich nochmal nach ihm und liess ihn kurz in der Halle laufen. Dann hiess es für ihn schlafen gehen .

      Der Tag vor der Entscheidung
      nicht datiert, von Pharlap | 1974 Zeichen
      Es dämmerte gerade erst als ich mich auf den Weg zu Morengo machte. Ich hatte die ganze Nacht kaum geschlafen vor Aufregung. Ich ging dierekt zu Morengos Box. "Guten morgen mein schöner!" murmelte ich und klopfte ihm de Hals. Dann fürte ich ihn aus seiner Box. Ich barchte ihn zur Dusche. Dort Badagierte ich seine Beine ab und legte ihm die Decke ab. Dann putzte ich ihn kurz über. "Dann wollen wir dich mal auf hochgalnz bringen mein Süsser" sagte ich fröhlich. Vorsichtig spritzte ich ihm die Hufe ab um ihn an das warme Wasser zugewöhnen. Dann spritzte ich ihm die Beine ab und den restlichen körper ausser den Kopf. Morgengo war ganz brav. Nun schäumte ich sein Fell mit Extrashampoo für Schimmel ein. Nun wusch ich ihm die Seife aus dem Fell und wusch auch noch den Schweif und die Mähne. Dann rieb ich ihm den Kopf mit einem nassen Schwamm ab. Dann führte ich ihn unters Solarium damit er trocknen könnte und sich keine Erkältung holte. Während dessen flocht ich seine Mähne ein. Nach einer guten halben Stunde war Morengo trocken und seine Mähne war perfekt eingeflochten. Ich führte ihn in seine Box und brachte ihm sein Futter. Fröhlich stürzte er sich darauf. Ich lächelte und ging zur Sattelkammer. Ic schnappte mir Morengos Sattel und polierte ihn bis er glänzte dann kümmerte ich mich noch um seine Trense und die Bandagen. Nun packte ich alles in eine Tasche. Als nächstes suchte ich seine Papiere zusammen. Dann ging ich ins Haus um mein Jockeydress einzupacken und die Stiefel zupolieren. Dann ging ich wieder zu den Ställen. Ich masierte Morengo mit T - Toch. Nach einger Zeit scahute unser Trainer vorbei. "Kommst du nacher ins Büro ich möchte mit dir die Taktik für Morgen besprechen." sagte er und ging. Ich verabschiedete mich von dem Schimmel und ging ins Büro. Nach einer Stunde in der wir den kompletten Tagesablauf durchgekaut hatten vierliess ich das Büro. Ich sah noch einaml nach Morengo und checkte die Ausrüstung durch dann ging ich nachhause.
      Gesundheitsuntersuchung für Morengo
      nicht datiert, von Pharlap | 1488 Zeichen
      Das aller letzte Pferd erkannte ich sofort. Es war mein Morengo! Hingegen dem letzten Pferd war er die Ruhe selbst. Völig entspannt liess er sich anbinden. Ich kontrollierte seine Papiere und verglich die Nummer an der innenseite der Oberlippe mit der auf dem Papier. "Na Süsser, dann sehen wir aml ob du gesund bist." Ich streichelte seinen Hals. Dann sah ich mir seine Augen, Nüstern und Zähne an. Es war alles okay und ich holte mein Stetoskop. Vorsichtig hörte ich sein Herz, Lunge und Atmung ab. "Eine gesundes Herz und eine starke Lunge hast du Morengo" sagte ich und begann lächelnd seine Beine Nach schwellungen oder warmen Stellen abzutasten. konsentriert arbeitete ich mich bei jedem Bein von unten nach oben. Ich fand nichts verdächtiges und so witmete ich mich der Beugeprobe. Ich hob sein linkes Vorderbein hoch und zählte die Sekunden dann liess ich es los und ein Pfleger liess ihn die Stallgasse rauf und runter traben. Dies tat ich bei jedem Bein. Zufrieden notierte ich mir das der Schimmel gesund war. Ich machte das Impfmittel bereit. Als ich es ihn den Hals spritzte zuckte Morengo nur kaum merklich blieb aber ansonsten ruhig.
      Ich füllte alles nötige aus . Ein Pfleger wollte ihn schon heraus führen doch sagte:" Du aknnst gehen ich kümmere mich persönlich um ihn." Ich band Morengo los und barchte ich in seine Box dort bekamm er sein Abendessen welches er wie immer im Eiltempo verschlang. Ich alchte und gab ihm eine Karotte dann verabschiedete ich mich von ihm.

      Ein Sieg für Morengo
      nicht datiert, von Pharlap | 3601 Zeichen
      Vollkommen entspannt stand er da. Um ihn drohte die Spannung in der Luft zu explodieren. Pferde wieherten, stiegen und tänzelten aufgeregt. Man hörte Kinder schreien, die Rufe der Trainer und den Jubel des Publicums als ihre Favoriten in die Startbox rückten. Ohne Probleme rückte Morengo in die Startbox ein nachdem uns unser Trainer noch letzte Anweisungen gegeben hatte. Als Das letzte Pferd in der Startbox war bekammen wir ein Zeichen. Ich stellte mich in den Steigbügel auf und gab Morengo ein Zeichen das es gleich soweit war. Dann schallte die Glocke. Die Türen flogen auf und Morengo amchte einen riesen Satz anch vorn. Das Adrenalin schoss mir in die Adern. Ich lenkte Morengo dierekt an die Rails hinter Ehrengold. Morengo wollte Ehrengold überholen doch ich liess ihn nicht. er sollte seine Kräfte für den Schlussspurt schonen. Das donnern der Hufe verschlang alle anderen Geräuche. Ich spürte wie Morengo unter mir laufen wollte. Die anderen Jockeys versuchten einnen Platzt an den Rails zubekommen. Ich musste aufpassen das uns niemnad unseren Platzt wett amchte. Dann akmen wir in die erste Runde das Feld begann sich zu strecken. Morengo und ich waren an zweiter Stelle. Dann sah ich aus dem Blickwinkel das Wind of Sure gleich auf war mit Morengo und uns hinter Ehrenplatzt einschloss. Dicht hinter mir war Succes of Story und mit anderthalb Längen abstand lagen Dustin und Prides Perfection und zuallerhinterst Empire Stade of MInd. Wir waren eingeschlossen und hatten keine Chance zu überholen. Morengo wollte schneller werden doch ich hiel ihn mit allerkraft davon ab zu anh an Ehrengold ran zukommen. Dann als wir in die Zweite Kurze kammen fiel Wind of Sure zurück. Ich wendete Morengo von den innenRails weg und liess ihn etwas schneller werden. Wir näherten uns Ehrengold. Morengo wurde noch schneller bis er gleich auf mit Ehrengold war. Dann hielt ich ihn Zurück er sollte noch nicht in Führung gehen. "Morengo Kopf an Kopf mit Ehrengold! Wind of Sure dicht hinter Ehrengold an den Rails. WAs für ein sapnnnendes Rennen" rief der Kommentator. Nun kammen wir auf die Zielgerade. Ich trieb Morengo an. Der Hengst spitzte die Ohren und wurde schneller. Seine Galoppsprünge wurden länger. Ich versuchte mich so leicht wie möglich zu machen und beugte mich tief über ihn. Das gleichgewicht hielt ich nur auf den Fussballen balsiert. Ich hörte nur noch Morengos Atmen und die hufe der anderen Pferde. Morengo überholte Ehrengold und setzte sich vom Feld ab. Ich trieb ihn noch einmal an. Er wurde noch einmal schneller. Ich spürte die geballte Kraft des Hengstes. Dann sah ich nur noch die Zielgerade. Morengo hatte mit einer Länge Vorprung vor Wind of Sure gewonnen. Dieser ahtte Ehrengold mit eier Halben Länge Vorsprung geschlagen. Ich bremste Morengo. Er ging in einen Trabüber und schliesslich in den Schritt. Meine Eltern, mein Trainer Mr. Telfort und meine beste feundin michèle erreichten mich noch vor den Reportern. Ich sprang von Morengos Rücken und schlang die Arme um seinnen Schweisnassen Hals. Von überll her riefen mir die Reporter Fragen zu. Mein Vater legte Morengo seine Abschwitzdecke an und ein anderer Man legte ihm den Blumenkranz auf den Rücken. Ich wurde wieder auf den Rücken des Schimmels geworfen und mir wurde der gloden Glänzende Pokal in die Hand gedrückt. Dann blitzten die Kameras von überall her. Als ich später nach dem mOrengo eine Dusche bekommen hatte und ich seine Beine einbandagiert ahtte in seiner box sahs war ich einfach nur Glücklich. Noch zwei Siege und Morengo hatte die Dreifache Krone gewonnen. Dann gehörte er zu den ganz grossen!
      Galopprennen L-M
      nicht datiert, von Galadriel | 1966 Zeichen
      Heute kahm ich zu Pharlap um ihren Vollblut Hengst Morengo auszubilden.. Sie begrüßte mich freundlich und schon
      machten wir eine RUnde um den Hof und sie zeigt mir alles. Nun ging es in den Stall wo Morengo schon auf der Stallgasse auf uns wartete. Der Hengst wiehrte uns an und freute sich über miinen Besuch. Der Fuchs Hengst war mir sofort sympatisch und ich ging zu ihn und machte mich mit ihm vertraut. Jetzt machten Pharlap und ich uns an die arbeit. Gemeinsam putzten wir das Pderd und dan Sattelten und Trensten wir den zielstrebigen Hengst. Pharlap und ich unterhielten uns über die Galopprennen die wir schon gegangen waren und tauschten us aus. Während wir uns weiter unterhielten führte Pharlep Morengo raus und ich folte ihr. Ich setzte die Reitkappe auf und dan schwang ich mich auf den Schimmelhengst. Zusammen gingen wir dan im Schritt zur Bahn und ich ritt ihn erstmal warm. Nach einiger Zeit konnten wir dan das Trainijg beginnen und ich ging mit dem ruhigen Hengst in die Startbox. Es knallte und die Türen sprangen auf. Morengo rannte los und ich musste ihn nurnoch nach innen steuern. Nach einer Runde im Galopp stellte Pharlap dan Fest das Morengo schon besser Zeiten hatte. Jetzt vertieften wir das Training in den nächsten Tagen, indem ich Morengo auf dem Acker ritt oder durch den Wald galoppierte. AM besten fand er aber die Wassergrube, womit er aber anfänglich dich käpfen musste.
      Zwei Wochen später und nach harten Training waren wir dan soweit den zweiten test zu machen. Ich war angespannt und das Pferd merkte es mir an. Aber kein grund zur soge war da den Morengo konnte seine Zeit um serh viele Sekuden verbessern. EIne Woche später war dan das große Rennen für die Qualifikation der Klasse M. Pharlap ritt ihren Hengst und ich gab ihr vorher noch anweisungen. Das rennen war sehr gut. Pharlap und Morengo erzielten den 2 Platz und waren somit für die Klasse M Qualifiziert.

      Du darfst Morengo im Galopprennen jetzt auf M stellen.

      Galopprennen M-S
      nicht datiert, von Galadriel | 1802 Zeichen
      Drei Wochen nach dem Rennen rief mich Pharlap an das ihr Hengst jetzt erfolgreich in der Klasse M ginge und bald die Qualifikationsprüfung der Klasse S stadtfinden wird an der sie gerne teilnehmen würe, und bitette mich sie und ihr Pferd zu trainieren.
      Am nächsten tag fuhr ich also zu Pharlap und ihrem Hengst Morengo. Die beiden erwarteten mich schon bei meiner Ankunft. EIn kurzer Hände druck und dan schnappte ich mir die Kappe und schwang mich auf den ruhigen Hengst. Er freute sich schon aber wir musste ruhig anfangen daa er in letzter Zeit etwas beansprucht worden war. Aber im training merkte man nichts davon und auch in den nächsten Tagen nicht. Aber nach einer Woche dan war sein gelenk dick geworden und ich riet Pharlap das Pferd jeden Tag die Beine mit wasser zu kühlen und schroitt zu führen. Ich fuhr jeden Tag zu Pharlap um mich nach dem ergehen von Morengo zu erkundigen.
      Aber schon nach drei Tagen war es wieder besser und wir konnten wieder langsam anfangen. Nun lies ich Pharlap reiten, die längst nicht so viel erfahrung wie ich hatte aber ishc schon ganz gut im Galopprennsattel Zeigte. Nach weiteren Trainingseinheiten war dan der große Tag. Pharlap war ziemlich aufgeregt und ihr Hengst dafür ziemlich ruhig. Er schaute sich das Tuerniergeschenej an und sah seinen ernstfeind mit dem er laufen würde. Auch in der Box merkte man ihn an das er seinen feind hinter sich lassen will. Und dan das Startzeichen. Alle türen sprangen auf und Pharlap und Morengo rasten aus der Box nur so davon und ließen alle pferde hinter sich. In der Innenbahn käpfte sich aber dan der Feind von Morengo von hinten an hatte aber keine chanxe und Pharlap und ihr Hengst gewannen das Rennen und waren so für die Klasse S Qualifiziert

      Du darst Morengo nun für die Klasse S im Galopprennen einsetzen.

      Hufschmiedbesuch
      nicht datiert, von Hamsterlady | 10.695 Zeichen
      Ich musste zugeben, ich war ein wenig nervös. Aber natürlich freute ich mich auch darauf, endlich als Hufschmiedin mein eigenes Geld zu verdienen und ich hoffte, dass alles ganz gut klappen würde.
      Mein erster Auftrag fand heute bei Pharlap statt. Den Weg kannte ich schon, ich hatte bei ihr ja meinen Isländer-Hengst Son af Vinds abgeholt, den sie mir verkauft hatte, was auch ein Grund war, weswegen ich meine Sache heute besonders gut machen wollte. Ich kontrollierte zum vierten Mal heute mein Werkzeug und überzeugte mich davon, dass ich alles eingepackt hatte. Dann erst konnte ich ein wenig beruhigter in meinen Wagen steigen und losfahren.
      Es dauerte nicht einmal eine 3/4 Stunde, bis ich meinen Wagen auf Pharlaps Hof parken konnte und mein Zeug herausholte. Ich nahm einen Schluck aus meiner Wasserflasche und zwang mich erneut zur Ruhe. Während der Autofahrt hatte das ganz gut geklappt, aber jetzt, als ich merkte, dass es ernst wurde, kamen die Bauchschmerzen wieder.
      "Seltsam, dass ich Pharlap immer nur mit Bauchschmerzen besuche", überlegte ich und dann kam mich komischerweise ein Satz in den Sinn, den meine Mutter mir einmal gesagt hatte: " Wer doch nicht auch so ein nervöses Hemd, wie ich!". Tja, das war dann aber doch eingetreten.
      Ich riss mich zusammen und machte mich auf den Weg zum Büro, aber schon auf halber Strecke kam mir Pharlap mit Red Terror entgegen.
      "Hallo Pharlap!", rief ich ihr entgegen, als diese mich auch entdeckt hatte.
      "Hey Hamsterlady!", antwortete sie mir, "schön, dass du so pünktlich bist. Ähm ... Morengo steht schon angebunden auf dem Putzplatz. Wir können gemeinsam hingehen, wenn du willst. Es passen allerdings nicht alle Pferde gleichzeitig hin, ist das schlimm?"
      Das war kein Problem und ich sagte es ihr. Pharlap band Red Terror an und wollte gerade los, um das nächste Pferd zu holen. Dann fiel ihr allerdings glühend heiß etwas ein: "kann ich dir was zu Trinken anbieten? Kaffee?" - "Nein, danke, das geht schon. Ich brauche ja nicht soo lange", meinte ich und kramte in meinem Werkzeug nach der Zange. Pharlap ließ mich alleine, was mir ziemlich recht war, weil mich Zuschauer häufig sehr nervös machten. Noch nervöser, als ich es eh schon war.
      Mit einigen liebevollen Worten und einer kleinen Streicheleinheit begrüßte ich Morengo und versuchte ihm zu vermitteln, dass ich ihm nicht Böses wollte. Aber der Vollblut-Hengst war bekanntermaßen generell sehr ruhig und klemmte ich mir den ersten Huf zwischen die Knie und begann, mit der Zange die Nägel herauszuziehen. Das alte Eisen nahm ich dann einfach herunter und widmete mich den nächsten Huf. Auch von diesem wurde Nägeln und Eisen entfernt und nachdem auch die letzten beiden Hufe "barhuf" waren, nahm ich mir wieder den ersten vor. Ich legte die Zange wieder in den Korb und holte stattdessen eine Beschneidezange heraus, mit der ich den Huf für das neue Eisen formte. Danach schnitt ich mit einem Hufrinnmesser die Hufsohle aus und raspelte zum Schluss überstehende Reste und Unregelmäßigkeiten mit einem Raspel ab. Ich beruhigte mich. Ich konnte das, schließlich hatte ich es gelernt. Ich war sogar so in meine Arbeit vertieft gewesen, dass ich nich gemerkt hatte, dass Pharlap mit Vento wieder gekommen war und mir nun zuschaute. Das beunruhgite mich und ich überlegte, wie ich es meiner Auftraggeberin schonend beibringen sollte. Sollte überhaupt?
      Vorsichtig sah ich auf. "Ähm ...", begann ich, aber Pharlap schein schon zu verstehen.
      "Soll ich dir vielleicht doch einen Kaffee bringen?", fragte sie schmunzelnd und ich lächelte sie erleichtert an und stimmte dann zu.Sie verschwand und ich machte weiter.
      Kaltbeschlag war schon immer meine Stärke gewesen, obwohl ich mich gerade erst selbstständig gemacht hatte. Ich brauchte das Eisen also eigentlich nur noch aufzusetzen und an einigen Stellen nachzuraspeln und zu korrigieren, was mir keine Probleme bereitete. Mit einem Beschlaghammer nagelte ich anschließend die neuen Nägel in das neue Hufeisen. Nachdem dann auch noch die Nägel erneut abgefeilt wurden, betrachtete ich zufrieden Morengos Huf. Doch dann fiel mir ein, dass ich ja noch drei Hufe vor mir hatte und beeilte mich. Erneut nahm ich mir also die Beschneidezange vor und zwickte auch hier wieder den Huf in Form. Dann schnitt ich die Hufsohle aus und raspelte den Huf in Form.
      "Wie Maniküre!", schoss es mir in den Kopf und ich musste grinsen.
      Nun war wieder der Kaltbeschlag an der Reihe. Erneut passte das vorbereitete Eisen nach einigen Korrekturen durch die Raspel. Vorsichtig setzte Morengo seinen Huf auf den Boden und gerade, als ich mich dem nächsten Huf widmen wollte, kam meine Kaffeee. Ich hatte ihn schon fast vergessen. Nach einer kurzen Pause machte ich weiter und Pharlap verkrümelte sich. Ich war nun so gestärkt und ruhig, dass Morengo binnen 15 Minuten fertig war.
      Red Terror stand direkt neben Morengo und auch mit ihm machte ich mich zuerst vertraut. Der Vollblut-Hengst wiech ein wenig zurück, schaute mich aber eher schüchtern als ängstlich an. Als ich ihm über seine Nüstern streichelte, kam er mir entgegen und ich fand ihn unheimlich niedlich!
      Ich hob seinen rechten Vorderhuf noch und entfernte ihm zunächst wieder das alte Hufeisen. Nun ging das Ganze ziemlich schnell, denn die Routine sowie mein Arbeitseifer stellten sich ein. Zwischenzeitlich tauschte Pharlap Morengo durch Carousel aus und als ich auch Red Terrors Hufe fertig beschlagen hatte, waren nur ca. 40 Minuten vergangen.
      Mein Kaffee war nun kalt, aber ich trank ihn in einer kurzen Pause trotzdem aus. Dann raffte ich mich wieder auf und nahm mir nochmals die Zange zur Hand, um mich um Ventos Hufe zu kümmern. Als ich aber sah, dass seine Hufe sehr dreckig waren, nahm ich mir einen Hufkratzer aus meinem Korb und bürstete die Hufe zunächst aus. Dann kam die restliche Prozedur und langsam merkte ich, dass ich mental abschaltete. Ich konzentrierte mich natürlich noch auf meine Arbeit, aber dachte nicht mhr so viel darüber nach. Das war aber nur der Fall, weil meine Nervosität nun wirklich weg war.
      Obwohl Vento ziemlich dickköpfig war, gab es bei ihm keine Probleme und ich brauchte für ihn genauso lange, wie für Red Terror.
      Ächzend richtete ich mich auf und streckte mich. Das Bücken war schon ziemlich anstrengend, aber das war okay. Ich schaute auf meine Armbanduhr. Es war 20 vor 1 und langsam bekam ich Hunger. Seufzend ging ich auf Carousel zu. Der Rapp-Hengst, ebenfalls ein Vollblut, gefiel mir ebenfalls und als ich ihm über den Hals strich, blieb er ziemlich ruhig. Das hatte ich irgendwie nicht erwartet, denn er wirkte ziemlich wild.
      Ich griff nach seinem linken Vorderbein, doch mein Verdacht hatte sich bestätigt, so ruhig war Carousel nicht.
      "Holla, geht´s noch?!", schimpfte ich, "führ dich hier mal nicht so auf, Freundchen!Deine Hufeisen müssen erneuert werden und ich versuche schon, dir die Prozedur zu erleichtern, aber ein bisschen helfen musst du schon!".
      Ich verstärkte meinen Griff und als Carousel merkte, dass ich auch durchgreifen konnte, ließ er es über sich ergehen, dass ich ihm die Nägel aus der weißen Linie und aus dem Eisen seines Hufes zog, ihm die Hufe dann in Form knippste, ausschnitt und raspelte, sodass ich ihm dann die neuen Eisen auflegen und anpassen konnte.
      "Und, klappt alles so weit?", fragte mich Pharlap plötzlich hinter mir, ziemlich leise, als wolle sie mich nicht stören.
      "Ja, es geht, aber Carousel hat eben Mucken gemacht. Egal, ich bin ja gleich mit ihm fertig, nur noch ein Huf", ich drehte mich um und lächelte etwas matt, "Vento und Red Terror kannst du schon mal mitnehmen, wenn es dir nichts ausmacht".
      "Willst du nicht gleich mal was essen, Hamsterlady?", fragte mich Pharlap besorgt und ich musste ihr schon zustimmen. Wir vereinbarten, dass ich noch eben Carousel zu Ende machen sollte und dann würde ich in die Küche kommen, dort gäbe es noch Brötchen. Ich bestand aber darauf, das vom Preis abzuziehen, doch Pharlap ließ sich darauf nicht ein.
      Carousel rumorte und ich machte mich wieder an die Arbeit. Nach wenigen Minuten war ich fertig, aber unsicher, was ich mit dem Hengst nun machen sollte. Ich beschloss, ihn da stehen zu lassen und machte mich auf den Weg zur Hofküche.
      Das Brötchen, das ich verschlang, schmeckte köstlich und nach einer Viertelstunde ging ich zurück zum Putzplatz. Dort erwarteten mich Mystery, Lissy und Soleil. Ich wusste, dass Mystery etwas schwieriger war, deshalb fing ich mit ihr an, denn nun war ich ja noch satt. Tatsächlich zog sie mir mehrmals das Bain aus meiner Hand und da brachte es auch nichts, dass ich fester zupackte. Entnervt schlug ich den letzten Nagel ins letzte Eisen und raspelte ihn und die anderen Nägel glatt. Verärgert sah ich auf die Uhr und merkte, dass ich schon wieder über eien 3/4 Stunde gebraucht hatte. Ich beschloss, mich noch mehr zu konzentrieren, was bei Lissy allerdings schon wieder fast nicht möglich war, weil ich bei ihr das gleiche Problem wie bei Mystrey hatte. Normalerweise hatte ich eher einen Draht zu Stuten als zu Hengsten, aber bei Pharlaps Pferden ar das nicht der Fall.
      Froh darüber, mit den beiden fertig zu sein und in der Hoffnung, dass nun keine Schwierigkeiten mehr kommen würden, ging ich auf Soleil zu und als ich sie sah, beruhigte ich mich wieder. Sie war verschmust und irre lieb, was einem schon nach wenigen Augenblicken auffiel. Ausserdem gehörte sie einmal Edfriend, weshalb ich mich doppelt freute, denn Edfriend hatte oft tolle Pferde.
      Die Arbeit machte mir die nächste halbe Stunde auch total Spaß und ich glaube, dass Soleil zufrieden mit ihren neuen Hufeisen war, denn sie ging einige Schritt damit und kam mir vor, wie jemand, der im Schuhgeschäft ein bequemes und schönes Paar Schuhe gefunden hatte.
      Mit leicht schmerzenden Armen widmete ich meine Aufmerksamkeit nun dem letzten Pferd, einem Warmblut-Wallach namens Diamandtas.
      Der 17-Jährige machte mir die Arbeit zum Abschluss nochmals leicht, denn er war ruhig, ausgeglichen und lieb.
      Als ich fertig war, musste ich zugeben, etwas erleichtert und auch ein bisschen stolz zu sein, denn insgesamt hatte ich den Auftrag, für meine Verhältnisse, schnell geschafft. Pharlap lief auf mich zu, sie hatte gerade Soleil weggebracht und wohl geahnt, dass ich jetzt fertig war. Erneut bot sie mir einen Kaffee an und ich nahm nochmals gerne an. Dafür musste und wollte ich ihr aber helfen, Diamandtas auf die Weide zu bringen, was mir ein Vergnügen war.
      Es tat gut, etwas länger als 10 Minuten zu sitzen und ich hoffte, dass Pharlap zufrieden war.
      Nach einem gemütlichen Nachmittag packte ich meine Sachen zusammen und fuhr nach Hause.
      Dort duschte ich erst einmal und schmiss mich dann auf´s Sofa, unfähig, mich mit diesen Muskelschmerzen zu bewegen.

      Galopprennen S-S*
      nicht datiert, von Moibhi | 8531 Zeichen
      Wie gewohnt sprang ich morgens um 04:30 auf. Ich ging sofort in den Stall und brachte die Pferde in die Weidegebiete. Außerdem bereitete ich noch eine weitere Box vor, da heute ein richtiger Galopper zu uns kommen würde. Ich ging nach draußen und ging zu der kleinen Rennbahn. Ich schaute einmal kurz über die Bahn und ging dann wieder auf den Hof. Es blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Also nahm ich mir eine Pferdezeitschrift und blätterte lustlos durch die neuesten Trainingsmethoden. So gegen 06:00 hörte ich dann einen Wagen auf den Hof poltern. Es war Pharlap mit ihrem Hengst Morengo, der wie ich schnell bemerkte wirklich ein richtiger Hengst war. Pharlap und ich besprachen ein paar Formalitäten und es dauerte nicht lange, bis Morengo gesattelt, mit mir auf seinem Rücken, neben Pharlap zur kleinen Rennbahn ging. Es war eine neue Erfahrung für mich auf einem so weit ausgebildeten Galopprennpferd zu sitzen. Also lies ich es ruhig angehen und ritt erst einmal ein paar Runden im Schritt über die Bahn. Als ich noch einmal nach gegurtet hatte, lenkte ich Morengo in die Startbox. Er war völlig ruhig als ich ihn zurückhielt. Ich hatte Pharlap vorher gebeten den Hebel zum schließen und öffnen der Startboxen zu betätigen. Sie machte ihren Job sehr gut, und Morengo konnte ohne Probleme starten. Mir fiel direkt auf, dass Morengo sehr brav war. Ich hielt ihn eine runde mit Mühe im relativ langsamen Galopp. Da ich auch seine Ausdauer trainieren wollte, gab ich ihm nun dass Zeichen einmal alles zu geben. Ich schnalzte laut und trieb ihn mit den Waden an. Eine Gerte hatte ich nicht dabei. Nach drei Runden vollem Galopp wollte Morengo nicht mehr schnell laufen. Er wurde langsamer, was mir den Ansporn gab, ihm zu zeigen, wo die Grenzen liegen. Ich trieb ihn noch mehr an und er buckelte erst einmal kurz doch dann folgte er meinem Befehl und legte noch eine schöne Ehrenrunde hin. Ich lies ihn noch ein paar Minuten schritt gehen, bis ich mit Morengo die Bahn verließ. Er war erschöpft und war unaufmerksam. Er stolperte ein Mal leicht und ich stieg ab. Mir kam eine Idee. Ich würde ihm jetzt Kraftfutter und Heu geben, bis ich dann mit ihm einmal einen langen Ausritt machen würde.
      Während Morengo genüsslich den Hafer zermalmte, verabschiedete ich mich von Pharlap. Sie würde morgen Nachmittag wieder kommen, um Morengo wieder abzuholen.
      So gegen 15:00 machte ich mich mit Morengo auf den Weg. Nach dem wir den Wald erreicht hatten, trieb ich Morengo zum Trab an. Einen flotten Trab legte er gut hin, und ich genoss es richtig. Es war wundervoll, die Sonne schien leicht durch die Blätter und zeichnete lustige Kreaturen auf den Boden. Morengo schiene auch zu gefallen. Er trabte mit aufgerichteten Ohren, fleißig auf dem aus getrampeltem Pfad.
      Wir ritten an dem großen See vorbei und auf ihm entdeckte ich einen kleinen Entenschwarm. In dem Moment senkte Morengo den Kopf und versuchte zu grasen. Ich war überrascht, und trieb Morgengo etwas unsanft an. Ich hatte erwartet, dass er sofort losprescht, doch er nahm den Kopf hoch und war ein bisschen beleidigt.
      Wir kamen nun auf die Galoppstrecke, die zwischen zwei großen Feldern hindurch führte.
      Da ich mit Morengo noch ein bisschen die Reinheiten seines Galopps verbessern wollte, trieb ich ihn zu einem mittel – schnellem Galopp an.
      Es war berauschend zu sehen, wie der Boden unter einem vorbei flog und der Wind einem das Haar nach hinten wirbelte.
      Die Galoppstrecke hatten wir schnell hinter uns gelassen, und nun ritten wir wieder zu meinem Hof. Auf dem Weg dorthin, erschrak sich Morengo, weil ein Fasan ihm genau zwischen den Beinen hindurch flitzte. Es war nichts passiert, und so kamen wir heile und gut gelaunt wieder auf meinem Hof an.
      Ich stieg schnell ab, und führte Morengo auf den Putzplatz. Ich lockerte seinen Sattelgurt und nahm ihm die Trense ab. Dann streifte ich ihm sein Halfter über und legte den Sattel über die Anbindestange. Die Bandagen legte ich ebenfalls auf die Anbindestange, damit sie lüften konnten.
      Ich holte mir meinen Putzkasten aus der Sattelkammer und stellte ihn neben Morengo ab.
      Dann putze ich ihn schnell aber ordentlich, um ihn dann anschließend mit einer Portion Futter in die Box zu stellen, und dann die restlichen Stallarbeiten zu machen …
      Mein Wecker weckte mich gegen 04:30. Ich schwang mich aus meinem Bett und zog meine bequemen Reitsachen an. Ich machte mir einen Milchkaffee und ging damit in Richtung Stall. Im Stall stellte ich dann die Tasse ab, nahm mir einen Eimer und machte Morengo sein Futter. Dann ging ich zu ihm und kraulte erstmal seine weiche Nase, dessen edle Form bei dem sanften Morgenlicht wirklich wundervoll aussah. Ich riss mich von diesem einzigartigen Augenblick los und holte und gab Morengo sein Futter. Er kaute gierig und das genüssliche Mahlen klang wie Musik in meinen Ohren.
      Ich trank schnell meinen Kaffee und brachte die Tasse wieder in meine Küche. Dann ging ich zur Weide und äppelte schnell einmal ab. Als dies erledigt war, ging ich wieder in den Stall, und nahm mir Morengos Halfter mit einem Strick. Ich führte den noch etwas verschlafenen Hengst aus seiner Box und führte ihn auf den Putzplatz. Dann überprüfte ich seine Beine und holte meinen Putzkoffer aus der Sattelkammer.
      Zuerst nahm ich mir einen Gummistriegel und eine Kardätsche. Mit der linken Hand fuhr ich, in kreisenden Bewegungen über sein weißes Fell. Mit der Kardätsche bürstete ich den gelösten Staub heraus, sodass sein Fell anfing zu glänzen. Nach dem ich seine Hufe ausgekratzt, seine Mähne gekämmt und seinen Schweif verlesen hatte, nahm ich mir einen trockenen Schwamm und verlieh Morengos Fell einen unbeschreiblichen Glanz. Schnell brachte ich den Putzkoffer wieder in die Sattelkammer.
      Nach dem Morengo fertig gesattelt war, nahm ich mir meine Reitkappe und eine kurze Gerte. Ich schwang mich in seinen Sattel, und ritt ihn im Schritt zur kleinen Rennbahn.
      Dort angekommen, ritt ich ca. zehn Minuten im Schritt, bis ich dann in einem schönen Arbeitstrab die Runde abritt. Morengo war hibbelig, da er sonst nie so langsam über den trockenen Boden der Bahn lief. Wir kamen wieder an dem Tor vorbei und ich gurtete nach.
      Dann stellte ich mich mit Morengo vor die Startboxen, und wartete. Nun war er die ruhe selbst, denn er wusste, dass es gleich losgehen würde.
      In Gedanken zählte ich rückwärts: „Drei, Zwei, Eins!“.
      Ich drückte meine Waden an Morengos Bauch schob ihn mit meinem Becken nach vorn.
      Morengo machte einen Kickstart, was mich fast aus dem Gleichgewicht brachte, doch ich hielt mich oben. Morengo hatte die ersten drei Markierungen, im Schlaf hinter sich gelassen. Ich hielt ihn ein bisschen zurück, damit er am Ende seine beste Seite zeigen konnte. Der Boden huschte schnell unter uns hinweg. Morengo lief in einem ausgeglichenen Mittelgalopp, und so bestritten wir zwei Runden. Als die dritte Runde anfing, trieb ich Morengo weiter an. Er lief nun ihm gestreckten Galopp, und gab alles. Die Runde hatten wir schnell beendet, und Morengo ging langsam die Puste aus, doch er musste sich seine Kräfte von mir einteilen lassen. Ich zügelte ihn ein wenig und ließ ihn dann während der letzten Runde auslaufen. Ich ließ die Zügel etwas länger und ließ ihn jetzt das Tempo selbst bestimmen. Wir drehten noch ein paar Runden, bis er schließlich wieder einen ruhigen Puls und eine ruhige Atmung hatte.
      Ich war auch erschöpft, und so beschloss ich, gleich einmal zum See zu reiten und mit ihm zu schwimmen, wenn er sich trauen würde.
      Die Sonne schien erbarmungslos auf uns hinab, als wir uns gegen 16:00 dem großen See näherten. Ich hatte mir einen Badeanzug angezogen und saß auf Morengos blanken Rücken. Ich ließ Morengo die Zügel lang und wir kamen am Wasser zum stehen. Da ich nicht wusste, ob Morengo das Wasser mochte, stieg ich ab und führte ihn langsam ins das Knöchel - hohe Wasser. Er schnupperte interessiert an der Wasseroberfläche und ging dann noch weiter hinein. Ich genehmigte, und war sichtlich erleichtert, als er anfing im Wasser zu planschen.
      Ich schwang mich auf seinen Rücken. Da bemerkte ich, dass es bereits zu spät war, um schwimmen zu gehen.
      Also machte ich mich mit Morengo wieder auf den Weg.
      Auf meinem Hof angekommen, band ich ihn auf dem Putzplatz an, und legte ihm Transportsachen an. Dann suchte ich schnell seine restlichen Sachen zusammen, und stellte sie schon mal nach draußen. Ich war gerade fertig geworden, da kam auch schon Pharlap auf den Hof gefahren.
      Wir luden Morengo ein, verabschiedeten uns von einander und die Beiden verließen den Hof …

      Abschied - wenn Pferde gehen und Neue dazu kommen
      nicht datiert, von Pharlap | 2178 Zeichen
      Ich sass auf einem Koppelzaun und sah in die Ferne. Morengo grasste neben mir. Die Zügel lagen auf dem Boden und er würde trotzdem nicht weglaufen. Ich wra schon bevor der ganze rummel los ging los geritten. Mein Weg hatte mich über Koppeln, Wiesen udn schliesslich durch den Wald geführt. Dort war ich an der alten Gandenweide angekommen. Nun dachte ich über vieles nach. Heute werden Liyana udn bestla gehen. ach wie habe ich die zwei ins herz geschlossen und das obwohl ich wusste das sie eines tages gehen würden. Nach einigen Minuten des ncah denkens und der Ruhe stieg ich wieder auf mOrengos rücken und stiess ihm die fersen in die Seiten dann galoppierten wir dvaon zurück zu den Stallungen. Dort sprnag cih von Morengos Rücken und brachte ihn in den Stall. Dort verwischte ich schnell alle Spuren emines kleinen Ausflugs. Dann ging ich zum Offenstall. Ich fütterte die Jungepferde udn Fohlen und erneuerte das TRinkwasser. Auf der Weide standen (Black Dragon, Yoghurt, candian Dreamsong, Small Legend, Sahne Toffe, Caribics Love, Black Fantasy, Frye, Golden Apple, Pharlaps Prinzessin, Shoo - In, Destiny, Zafir, Blue Moons Orkan, Dissy, Balck Stream, Entreaty, Step to Future). Ich nahm Morengos Zügel in die Hand und steig auf. Dann ritten wir in wildem Galopp zurück zu den Ställen. In windes Eile sattelte ich Morengo ab und putzte ihn um alle Spuren zu verwischen. Dann nahm ich eine mistgabel zur Hnad und begann die bOxen auszu misten. (Im Trainingstall standen: Red Pepper Doom, Storms Ranson, Wunders Champion, Cramelbonbon, Carousel,Bestla, Liyana , Vento, Mystery xx, Lissy, Moulan, Morengo, Red Terror, Wunders Stern, Magic Image, Sterling Dream)

      Black Dragon wurde geboren, es war eine sehr anstrengende Geburt. Es ist nicht sicher ob er überlebt.
      Yoguhrt & Canadian Dreamsong erfreuên sich bester Gesundheit und geniessen die gemeinsmaen Koppeltage.
      Small Legend, Sahne Toffe, Caribics Love & Frye wachsen schnell und verbringen die warmen Herbstage wieder auf der Koppel im Wald.
      Black Fantasy hat sich zu einer echten Schönheit entwickelt, sie wird schon bald eingeritten werden können.
      Golden Appel hält die hErde auf Trab er wird ein echter Rennhafi

      Galopprennen S*-S**
      nicht datiert, von Killer | 874 Zeichen
      Nach langer Zeit kam ich wieder einmal auf Pharlaps Hof. Ich sollte ihren Hengst Morengo trainieren. Sie erwartete mich schon auf der Trainingsbahn. Der Hengst stand fertig gesattelt neben ihr und machte einen sehr ruhigen Eindruck. Ich sah ihn mir kurz an und half Pharlap dann auf den Rücken des Pferdes. Ich befahl ihr MOrengo im Trab und langsamen Galopp auf zu wärmen. Währenddessen beobachtete ich sie genau. Dann sollte der Schimmel eine halbe Meile locker galoppieren und dann anderthalbmeilen richtig Gas geben. Als der hengst in die Startbox eingerückt wa, schloss ich die Türen und machte mich zu meinem Platz am Rand der Bahn auf. Das Startsignal erklang und Morengo schoss aus der Box. Als sie die erste Halbemeile Hinter sich hatten begann ich die Zeit zu stoppen. Der Hengst war sehr schnell. Danach wurde er trocken geritten und zurück in den Stall gebracht.

      Von der Rennbahn in die Reithalle
      nicht datiert, von Pharlap | 2994 Zeichen
      Morengo stand wie versteinert neben mir. So ruhig wie immer beobachtete er das Geschehen um ihn herum. Morengo trug ein schwarzez Lederhalfter mit Silbernen Beschlägen auf dem sein Name stand, Er trug wie alle Rennpferde eine Führkette. Ich würde mOrengo vor führen da er nur Rennsattel und Rennbahn kannte und noch nie richtig in einer Reithalle geritten worden war. Das würde er erst in späteren Jahren lernen. Als eir auf gerufen wurden führte Ich Morengo hinein. Wir gingen einmal auf die ganze Bahn. Morengo sah sich neugierig um mit stolz erhobenem Kopf. Die Halle war sher gut gefüllt und die zUschauer sahen aufmersam zu. Bei A gingen wir auf die Mittellinie, bei X musste morengo anhalten. Beim führen war er ganz brav er war es gewöhnt vor rEnnen vorgeführt zu werden. Die rIchter sahen Morengo lange an und redeten leise mit ein ander. Als die rIchter ihn begutachtet hatten trabte ich mit Morengo auf dem Zirkel an. Ich musste rennen um mit seinen grossen schwebenden Tritten mit zu halten. Wir wechselten aus dem Zirkel. Hier lohnnt das regelmässige joggen sich wirklich, dachte ich und liess Morengo per Stimmhilfe angaloppieren. Morengo gehorchte brav. Der Sand spritzte durch die Halle.Wir hatten das galoppieren vorher geübt damit er nicht wie auf der wEide oder Bahn davon preschte. Mehr als drei runden im galopp mit rennen schaffte ich nicht. wir wurden langsamer udn parierten zum Trab durch. Dann wechselten wir durch die Diagonale. Bei C mussten wir anhalten. Die kleine Verschnaufpause kam mir gerade recht."Zurück!" sagte ich leise. Morengo ging willig Rückwärts. Ich lobte ihn mit der Stimme dann gings auch schon weiter. Auf dem Zirkel trabten wir an. MMorengo zeigte mit im Windwehendem Schweif seinen schwebenden Trab. Ich rannte neben ihm her und gab das kOmmando zum Galopp. Der Hengst spitzte die Ohren, er hatte mich gehört und galoppierte zwie Sekunden später flüssig an. Er galoppierte schön gleichmässig udn in einem Tempo das es mir möglich machte noch mit zu rennen. Nach drei Runden auf dem Zirkel flolgte die nächste aufgabe. Ich parierte den Hengst zum Trab durch. Allerdings hatte diesem der Galopp durch die Halle sehr gut gefallen, da er im Mittelpunkt stand und alle Augen nur auf ihn gerichtet waren. Typisch Rennpferd, dachte ich und schaffte es dann da n doch meinen Befehl durch zu setzen. Wir gingen auf die mIttellinie Bei X hielten wir an. Wir grüssten die richter höflich und verliessen dann im Schritt die Halle. Allerdings tämzelte mOrengo mehr, als das er ruhig hinaus sChritt. Sein Kopf war hoch erhoben sein Schweif wehte im Wind, die nüstern gebläht die Augen aufmerksam und neugierig. Er war eben ein echter Star, der es liebte im Rampenlicht zu stehehn. Ich lächelte, es war besser gelaufen als ich gedacht hatte. Vielleicht würde es bald jede menge kleiner Champions vom meinem jetzt schon besten Rennpferd und wenn er nciht gewann warteten noch jede menge Rennen auf den Schimmel. So oder so ist er mein Lieblingspferd, dachte ich.

      Hufschmiedbesuch
      nicht datiert, von Helly25 | 5250 Zeichen
      Heute waren die Hufe von miimichelle's Pferden an der Reihe, überprüft, ausgeschnitten und beschlagen zu werden. Ich kam ein bisschen zu spät, denn mein Auto hatte vorzeitig den Geist aufgegeben. Das erste Pferd, Pharlap, stand schon fertig angebunden da. Ich streichelte ihn kurz, dann holte ich meine Werkzeuge. Pharlap beäugte mich neugierig, als ich an seinen Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihm gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nicht sehr viel ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das wenige lose Sohlenhorn bei allen Hufen, was sich Pharlap ebenfalls brav gefallen ließ. Danach raspelte ich noch ein wenig an den Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ ihn probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren jetzt wieder in Ordnung. Ich streichelte Pharlap noch einmal, dann bereitete ich die Hufeisen vor. Er beobachtete mich neugierig, während ich das Hufeisen, das ich vorher gründlich angepasst hatte, mit den Nägeln in seinen linken Vorderhuf schlug. Die Nagelenden, die dann auf der anderen Seite wieder herauskamen, verbog ich mit meinem Hammer, den ich aus meinem Koffer kramte. Diese Prozedur wiederholte ich auch noch mit den anderen 3 Hufen, dann benutzte ich den Knipser, um die noch aus dem Hufende herausragenden Nägel zu entfernen. Als wir alle Hufe beschlagen hatten, bekam Pharlap noch eine Möhre von mir, dann prüfte ich, ob die Hufeisen auch richtig saßen, indem ich daran zog und ihn kurz herumlaufen ließ. Alles saß perfekt. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Pharlap und wiederholte die Prozedur nach und nach mit den anderen Pferden. Saphira's Hufe waren noch so gut wie in Ordnung, ich musste nur noch ein wenig daran herumraspeln, das wenige lose Sohlenhorn entfernen und sie dann beschlagen. Bei Shihan sah das wiederum ganz anders aus, bei ihm musste ziemlich viel ausgeschnitten werden und ich musste eine ganze Weile auf den Hufeisen herumschlagen, um sie richtig anzupassen, bevor ich sie an seinen Hufen anbringen konnte. Morengo's Hufe waren ein wenig eingerissen, weil sie schon ungewöhnlich lang waren, aber das konnte ich korrigieren, indem ich einfach ein wenig daran raspelte und feilte. Außerdem musste nur sehr wenig loses Sohlenhorn entfernt werden und das Beschlagen lief auch ganz hervorragend. Bei Far Cry's Hufen war ziemlich viel loses Sohlenhorn vorhanden, aber viel verändern musste ich nicht mehr an ihren Hufen. Beim Beschlagen wurde sie ein wenig zickig, ich konnte sie aber mit einem Leckerli milde stimmen. Die Hufe von Race is Hope waren auch noch so gut wie in Ordnung, ich musste kaum daran herumraspeln, jedoch musste ich eine Menge loses Sohlenhorn entfernen. Das Beschlagen verlief schnell und unauffällig. Dann kam Efeu an die Reihe. Ihre Hufe sahen mehr oder weniger in Ordnung aus, aber daran herumraspeln und -feilen musste ich trotzdem, und das Entfernen des vielen losen Sohlenhorns blieb auch nicht aus. Beim Beschlagen der Hufe verhielt sie sich tadellos. Nach Efeu kam Angels Kiss an die Reihe. Ihre Hufe waren so weit in Ordnung, nur machte sie mir ziemliche Schwierigkeiten beim Aufnehmen der Hufe. Ich raspelte noch ein wenig an ihnen herum und entfernte das lose Sohlenhorn, dann beschlug ich ihre Hufe. Das nächste Pferd, Sterrenhof's Opium, hatte leicht eingerissene Hufenden, was ich mittels raspeln und wieder in Form bringen korrigierte. Das Entfernen des wenigen losen Sohlenhorns und das Beschlagen klappte hervorragend. Danach kam Fada Fid an die Reihe. Ihre Hufe waren noch verhältnismäßig in Ordnung, ich musste nur wenig an ihnen herumraspeln und es war auch nicht viel loses Sohlenhorn zum Entfernen da. Das Beschlagen klappte ohne große Probleme. Nach ihr kam Rubina an die Reihe. Ihre Hufe waren mehr oder weniger in Ordnung, ich musste verhältnismäßig wenig daran herumraspeln und nur wenig loses Sohlenhorn entfernen. Danach kam Beck's Experience an die Reihe. Seine niedlichen, kleinen Hufe waren noch beinahe in Ordnung, ich musste bloß eine Weile daran herumraspeln, und es musste verhältnismäßig viel loses Sohlenhorn entfernt werden. Auch das Beschlagen verlief ohne große Schwierigkeiten. Ihm folgte Eleanor, die 7 Jahre alte Holsteiner-Pinto-Mix Stute. Auch bei ihr musste eine Menge loses Sohlenhorn entfernt werden, und ich musste eine Weile an ihnen herunraspeln. Beim Beschlagen blieb sie ruhig und gelassen stehen. Danach war Requiem an der Reihe. Seine Hufe waren noch eingermaßen in Ordnung, und er ließ sich das Entfernen des losen Sohlenhorns und das Raspeln an seinen Hufen ruhig gefallen. Nur beim Beschlagen legte er ein wenig die Ohren an. Als letztes kam Nacromancer in the Dark an die Reihe. Er war ein wenig zickig und ließ sich nur schwer dazu überreden, still zu stehen. Seine Hufe brauchten nur wenig bearbeitet zu werden, es war nur wenig loses Sohlenhorn zum Entfernen vorhanden und es genügte eine kurze Raspelei um die Hufe wieder in die richtige Länge zu bringen. Das Beschlagen gefiel ihm gar nicht, aber er blieb verhältnismäßig ruhig stehen. Als ich alle Pferdehufe überprüft hatte, packte ich meine Sachen zusammen und fuhr vom Hof.
    • Samarti
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      Vergangenheit
      09/2013 - 05/2016 | 12 Berichte
      Sportpferde vom Rosenhof
      09/2013, von Pharlap | 2660 Zeichen
      "Rosenhof", murmelte ich nachdenklich und feierliche Stimmung machte sich in mir breit. Ja, das passte! Ich sass mit meiner Familie und dem Gestütsteam gemütlich bei einer Tasse Kaffee im Reiterstübbchen.
      Da wir in den nächsten Wochen unser Zuchtprogramm komplett umstellen würden, und auch der Hof einen neuen Anstrich bekamm, musste ein neuer Name her. So kamm es das unser Gestüt Rosenhof genannt wurde und unsere Zucht "Sportpferde vom Rosenhof" genannt wurde.
      Wir starteten einen Neuanfang und ich war hochmotiviert!

      Die Zucht wurde komplett über den Haufen geworfen. Von Eddie bekamm ich drei neue Zuchttiere Cazador, Chaira und Morrigan. Drei Westernpferde, die in der alten Zucht fehl am PLatz gewesen wären, aber perfekt zum Rosenhof passten. Vonn nun an wurden hie rnämlich für alle sparten des Pferdesports Pferde gezüchtet. As Zuchtziel waren Athleten für den Sport.
      Darunter kamen Vollblüter, Warmblüter, Halbblüter, Westernpferde und Sportponys.

      Aber nun genug geplant! Die Pferde mussten hineingeholt und gefüttert werden. Da es mittlerweile nachts schon etwas abkühlte, waren die Pferde Tagsüber von sechs Uhr Morgens bis sieben Uhr Abends auf den Weiden. Nachts kamen sie zurück in den Offenstall oder auf die Paddock Boxen. Ich und John, unser Stallbursche, schnappten uns je zwei Halfter und liefen zu den Wiesen. Zuerst holten wir die Zuchttiere herein. Wir gingen zuerts zur Hengstweide welche am nächsten zum Stall lag. Ich schnappte mir Cazador und Requiem. John halfterte Race is Hope und Morrigan. Becks, der Kleinste im Bunde trottete seinem neuen besten Freund Cazador hinterher. Wir brachten die fünf in ihre Boxen. Dann holte ich Pharlap und Shihan während John, die fünf Hengste schon mal fütterte. Pharlap und Shihan waren unzertrennlich. Pharlap, der unglaublich ruhig und gutmütig ist, ist für den ängstlichen und stets nervösen Shihan der Fels in der Brandung. "Na, meine zwei Schönen", berüsste ich die zwei. Pharlap liess sich sofort aufhalftern, Shihan dagegen kam nur zögerlich näher. Mit langsamen Bewegungen und behutsamen zureden zog ich ihm schliesslich das Halfter über die Ohren.
      Als die Hengste versorgt waren holten wir noch die Stuten (Far Cry, Saphira, Ciara, Elanor, Rubina und Angels Kiss). Diese erhielten in ihren Boxen ihr Heu und ihr Mineralfutter.

      Nun mussten noch die Sportler versorgt werden. Momentan waren das nur 8 Pferde, welche aber alle einzigartige Stärken und Talente aufwiesen. Morengo stand mit Opium, Dragon und Nacro auf der Wiese. Die Stuten (Moulan, Fada Fid, Vai Alida und Efeu) kamen in ihren kleinen Offenstall. Wir gaben ihnen Heu und Kraftfutter. Danach waren wir für Heute fertig.

      Adventszeit
      12/2013, von Pharlap | 2466 Zeichen
      Verschlafen betrat ich um 7 Uhr morgens die Küche. Es war Sonntag morgen doch an Ausschlafen war nicht zu denken. Die Pferde wollten versorgt werden. Ich machte mir eine heisse Schokolade und setzte mich an den Küchentisch. Plötzlich viel die Haustüre auf und mein Vater und John, unser Pferdepfleger betraten den Raum, begleitet von einen kalten Luftzug. Ich begrüsste die beiden, welche sich mit eine Tasse Kaffee an den Tisch sitzen. "So die Pferde sind schon mal gefüttert", sagte mein Vater. Ich nickte verstehend. "Nach dem Frühstück lassen wir sie auf die Paddocks und danach müssen wir noch ausmisten", fuhr er weiter.

      Gesagt getan, nach dem Frühstück machten wir uns daran die Pferde auf die Paddocks zu bringen und auszumisten.
      Nach der Arbeit lief ich zu den Padocks und holte mit John zusammen unsere beiden Youngster Vai Alida und Black Dragon. Beide wurden im Frühjahr drei Jahre alt und die beiden wurden vorbereitet für die kommende Rennsaison. Wir putzen die beiden in der Stallgasse und legten ihnen Nierendecken unter die Trainingssättel. Sicherheitshalber schraubten wir noch stollen in die Hufeisen. Dann ritten wir los. Da die Bahn hart gefroren war, drehten wir im Schritt und Trab eine Stunde im Gelände. Danach sattelten wir die zwei ab und brachten sie zurück auf die Paddocks.
      Da es erst um halb Eins Mittagessen war und wir noch eine Stunde Zeit hatten bis dahin, entschieden wir uns noch Fada Fid und Morengo zu longieren.
      Morengo war mittlerweile schon 6 Jahre alt und langsam am Ende seiner Karriere. Er würde nächstes Jahr nur noch wenige Rennen laufen und dann hoffentlich in die Zucht gehen. Fada Fid longierten wir nur locker, da die Ausbilderin Samartie momentan mit ihr arbeitete.
      Nach dem Mittag tauchte noch meine Freundin Maria und meine Mutter auf. Maria ritt täglich Requiem und Morrigan.
      Meine Mutter brachte Far Cry, Saphira, Rubina und Elanor in die Führanlage. Ich und John ritten am Nachmittag Opium und Efeu in der Reithalle des Reha Centers neben an.
      Dann holten wir Moulan und Race is Hope. Die beiden waren ebenfalls schon erfahrene Rennpferde. Moulan würde nächstes Jahr ihre letzte Saison laufen und auch Race is Hope würde warscheinlich nur noch zwei Jahre im Sport bleiben bevor er sich ganz der Zucht witmen wird.

      Am Nachmittag fuhr ich dann mit meiner Mutter in die Stadt zur örtlichen Schneiderin um unsere neue Turnierkollektion abzuholen.
      Die Abendfütterung würden dann John und mein Vater übernehmen.

      Frühlingszeit
      03/2014, von Pharlap | 2226 Zeichen
      Wie ich den Frühling liebte! Als ich heute Morgen um 7 Uhr das Haus verliess zwitscherten schon die Vögel und der Himmel war in hübsches Rosa getaucht. Ich lächelte und zog meine pinke Jacke an, auf deren Rücken Rosenhof stand. Mein Vater war schon im Stall und mistete die Boxen aus. Der Stall hatte 40 Boxen mit Paddocks davon waren aber nur gut die Hälfte besetzt. Er hatte bereits Moulans, Morengos und Efeus Box ausgemistet. „Ich hole das Müsli für die Pferde“, rief ich und machte mich auf zur Futterkammer. Die Pferde fingen unruhig an zu scharren in freudiger Erwartung auf das Frühstück. Ich gab jedem seine Portion bestehend aus Mineral- und Kraftfutter. Dann verteilte ich noch etwas Heu. Die grössere Portion würden die Pferde allerdings erst auf dem Paddock kriegen.
      Ich schaute auf meine Uhr und stellte fest dass ich mich beeilen musste, denn in einer knappen halben Stunde kam meine Trainerin. Ich hatte mit Opium Dressurtraining in der Halle. Ich sattelte den 10 Jahre alten Braunen und machte mich auf den Weg zur Halle. Ich wärmte ihn im Schritt und Trab auf. Dann kam auch schon meine Trainerin. Mit Opium befand ich mich momentan auf A Niveau aber wir wollten dieses Jahr endlich L starten.
      Nach dem Training sattelte ich Opium ab und brachte ihn auf seinen Paddock.
      Danach sattelte ich Efeu und ging mit ihr auf den Springplatz wir mussten trainieren für die anstehenden Vielseitigkeitsturniere. Vor dem Mittagessen ritt ich noch mit Vai Alida aus. John und Melissa zwei Jockeys, welche auch im Stall halfen hatten am Morgen mit Morengo, Moulan, Black Dragon und Vai Alida gearbeitet.
      Nach dem gemeinsamen Mittagessen holte ich Pharlap und Shihan von ihrem gemeinsamen Padock und ritt mit Shihan als Handpferd aus. Race is Hope durfte auf die Rennbahn und die Westernpferde Chaira, Morrigan und Cazador bekamen Besuch von unserer Westerntrainerin die, die drei zweimal pro Woche auf die Wettkämpfe vorbereitet. Saphira, Far Cry, Elanor und Angels Kiss durften heute den Tag auf der Weide geniessen. Als Zuchtstuten wurden sie nur noch leicht Dressurmässig gearbeitet oder ausgeritten.
      Am Abend holten wir zuerst alle Pferde herein, dann fütterten wir sie und am Schluss äppelten wir noch die Paddocks ab.

      Tierarztbesuch
      04/2014, von Pharlap | 3915 Zeichen
      Heute war ein besonderer Tag! Eigentlich hatte ich mit dem Gestüt schon genug zu tun, da ich aber ein abgeschlossenes Studium in Tiermedizin hatte und dieses Wissen nicht verlieren möchte, arbeite ich während drei Tagen je halbtags in der Tierklinik Rosenhof. Diese lag praktischerweise auf dem Hof. Am Montag, Mittwoch und Donnerstagmorgen war ich also als Tierärztin unterwegs. Diesmal waren aber nicht externe Patienten auf dem Programm, sondern meine eigenen Pferde. Ich packte 21 Wurmkuren und Impfungen in meine Arzt Tasche und machte mich auf den Weg zum Stall. Heute hatten John und mein Vater die Pferde absichtlich in ihren Boxen gelassen. Ich begann zuerst im Stallteil der Sportpferde. Zuerst war Moulan an der Reihe. Da ich meine Pferde täglich sah, ritt und putze wusste ich sehr gut um ihre Gesundheit, so das ich sie nicht durchchecken musste. Als nächstes Zeit bei einer Hengstkörung starten so das ich mir ihn genauer ansah. Er war fit, frass gut und verhielt sich normal. Beim impfen war er ganz brav und auch die Wurmkur nahm er ohne grosses Theater an. Ich klopfte ihm lobend den Hals und ging zu Efeu die in der benachbarten Box untergebracht war. Die junge, auffällige Stute war meine Hoffnung für den Busch. Ich hoffte mit ihr Platzierungen in der Vielseitigkeit sammeln zu können. Ich impfte und entwurmte sie und ging dann zum nächsten Pferd. Opium war heute etwas Nervös. Der Braune stampfte ungeduldig als ich seine Box betrat. Ich lächelte und hielt ihm um ihn abzulenken ein Leckerli hin. Dann war es auch schon vorbei. Ich schloss die Boxentür hinter mir, dann war Fada Fid an der Reihe. Auch sie war ruck zuck fertig, so das Vai Alida dran war. Die junge Stute mochte weder Spritzen noch Wurmkuren. Also band ich sie an und gab ihr zur Beschäftigung etwas Müsli. Als ich sie impfte schlug sie mit dem Schweif und schnappte in die Luft. Ich lobte sie und löste den Strick. Dann folgten noch Black Dragon und die kleine Noblesse.
      Als ich im ersten Stalltrakt fertig war, half ich Melissa die Pferde auf ihre Paddocks zu bringen. Anschliessend waren die Zuchtpferde an der Reihe.
      Als erstes kümmerte ich mich um Phar Lap. Der grosse Fuchswallach war einer meiner Lieblinge. Ich hatte ihn schon sehr lange. Wir waren ein echtes Team und hatten schon viel miteinander erreicht. Er liess die Prozedur brav über sich ergehen. Als nächstes war eine von Phar Laps Stuten an der Reihe. Saphira war eine meiner besten Zuchtstuten, auch sie war sehr umgänglich und liess sich impfen und entwurmen. Nun war Shihan an der Reihe. Der Schimmel war eines der schwierigsten Pferde auf dem Hof. Er liess sich nur von mir reiten und ich war die einzige der er komplett vertraute. Ich legte ihm das Halfter und gab ihm Äpfel und Möhren dann impfte ich ihn so schnell ich konnte. Er wich ängstlich zur Seite und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich redete beruhigend auf ihn ein und gab ihm noch mehr Leckereien dann gab ich ihm noch schnell die Wurmkur. Ich entschuldigte mich mit meinem Angsthasen und streichelte ihn. Ich hatte ziemlich viel Zeit mit Shihan verbracht so dass ich mich nun ein bisschen beeilen musste. Als nächstes impfte ich Far Cry, Angels Kiss und Race is Hope. Dann waren Rubina und Beck an der Reihe. Im Eiltempo impfte ich noch Elanor und Requiem. Requiem hatte ein ebensolches Schicksal wie Shihan erlitten. Irgendwie hatte ich ein Händchen für solche Pferde. Requiem war zudem Shihans Sohn. War so etwas Schicksal? Nun waren noch meine drei amerikaner an der Reihe. Die drei Westernpferde hatte ich von Edfriend erhalten. Ich mochte die drei auch wenn ich eigentlich mehr die Dressurreiterin war. Eddie hatte mir die drei geschenkt und als Gegenleistung würde ich sie nie mehr verkaufen.
      So, nun war es also wieder einmal für ein halbes Jahr geschaft. Ich half John noch die Zuchtpferde raus zu bringen dann machte ich mich noch schnell auf dem Weg zum nächsten Kunden.

      Große Pläne
      08/2014, von Pharlap | 4963 Zeichen
      Letzte Woche bekam ich von Eowin und Ravenna einen Anruf. Eowin war die Präsidentin von EC und Ravenna war ebenfalls sehr engagiert in der Reitsport Szene. Sie wollten alle Reitvereine unter einem Dachverband zusammen bringen. Ich war zuerst etwas misstrauisch liess mich dann aber mitreisen. Ich würde also wieder den Joelle Galopp auf die Beine stemmen und Ravenna würde mir dabei helfen. Zusätzlich beschloss ich den Fahrsport ebenfalls noch zu übernehmen und Ravenna würde sich um das Distanzreiten und Eowin um die Englische Reitweise kümmern.
      Ich ging also in mein Büro und setzte alle Hebel in Bewegung um dem Joelle Galopp in kürzester Zeit wieder zu altem Glanz zu verhelfen. In letzter Zeit hatte ich meine private Rennpferdezucht sowieso zurück geschraubt und war auch Turniermässig weniger aktiv gewesen. Nun wollte ich vermehrt meine Energie in das neue Projekt stecken.
      Nach einigen Anrufen und einiger interessanten Diskussionen war es auch schon Mittag. Ich verliess das Büro und ging zum Stall. Dort half ich John bei der Mittagsfütterung. „Reitest du am Nachmittag Black und Morengo auf der Bahn?“ fragte mich John. „Jap, ich denke ich werde sie heute einige Runden locker Traben und dann Intervallsprints machen um an der Geschwindigkeit zu arbeiten“, antwortete ich und streichelte meinen Liebling Morengo. Dann lief ich rüber zur Tafel und studierte das heutige Programm. „Du reitest in diesem Fall Black und Moulan und Melissa wird sich um Refren, Fada und Opium kümmern“, sagte ich und half dann John weiter mit dem verteilen des Heus. Da es seit Tagen regnete blieben die Pferden in ihren Paddockboxen. Das bedeutete mehr Arbeit für uns, war aber besser für die hügeligen Weiden und die Pferde die dort leicht ausrutschen und sich verletzen konnten.
      Ich beobachtete John bei der Arbeit . Er war arbeite zügig und sorgfältig. Die Pferde mochten ihn sehr und er hatte sich vom Stallburschen zu einem begnadeten Jockey hochgearbeitet. Er trug Jeans und ein T-Shirt. Sein Haar war kurz geschnitten und Dunkelbraun. Wieso war mir eigentlich nie aufgefallen wie gut er aussah? „Du, John, willst du nach dem Training mit mir ausreiten? Efeu braucht noch etwas Bewegung und du kannst einen der Hengste reiten“, fragte ich und sah ihn an.
      „Du willst bei dem Wetter ausreiten?! Du bist aber schon ein bischen verrückt?“, sagte er grinsend. Ich lächelte und nickte. „Gut, ich nehme dann aber Race“, sagte er. John mochte Herausforderungen und der dunkle Hengst war voller unkontrollierter Energie. Ich wusste das er fasziniert von dem Tier war und er wusste es mit Pferden wie Race umzugehen.
      Als wir mit dem Füttern fertig waren gingen wir ins Haus. Meine Mutter hatte für alle gekocht und rief uns zu wir sollen doch schon einmal Platz nehmen. Alle Angestellten des Gestüts Rosenhofs assen bei uns Zuhause. Kaum hatten wir uns hingesetzte kamen auch schon mein Vater und Melissa zu Tür herein spaziert. Mein Bruder folgte ihnen.
      Nach dem Essen ritten wir die uns zugeteilten Pferde. Mein Bruder wollte einen kaputten Zaum reparieren und mein Vater fuhr ins Dorf um Kraftfutter zu kaufen.
      Das Training der einzelnen Pferde lief gut und ich war zufrieden. Danach sattelte ich Efeu und John Race. "Ich habe mir überlegt alle Zuchtpferde auf Carente auszuschreiben", erzählte ich John als wir aufstiegen und im Schritt gemütlich los ritten. "Dann würden die Pferde mehr gesehen werden und das würde sicherlich zusätzliche Einnahmen bringen." John nichte und sagte dass, das sich gut anhören würde. "Aber nun lass uns auch mal über was nicht geschäftliches reden", schlug John grinsend vor. Ich musste ebenfalls grinsen. Er hatte rehct ich dachte ständig nur an den Stall und die Pferde. Aber sonst existierte auch kaum etwas in meinem Leben. "Gut, über was willst du sonst reden?" fragte ich neugierig. "Über dich ...", sagte John ernst lächelte dabei aber. Ich schluckte. Was sollte das jetzt wieder heissen? "ÄHM, okay?"
      "Willst du mir morgen abend ausgehen?" fragte John weiter und in seinem Blick lag etwas herrausforderndes. Ich sah ihn etwas überrascht an. Mit JOhn ausgehen? Meinte er das wirklich ernst? ich mochte John, aber er arbeite für meine Familie und ich hatte deswegen nie mehr als einen Freund ihn ihm gesehen. "Ist das ein Date?", fragte ich vorsichtig. "Kommt darauf an wie du es betrachtest. Nun sag schon Ja!"
      Also willigte ich ein. Nach unserem Gespräch galoppierten wir noch eine Runde durchs Gelände. Danach tratten wir den Heimweg an um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Wir sattelten Efeu und Race ab und stellten sie shconmal in ihre Boxen. Mein Vater hatte schon Requiem und Beck von der Hengstweide geholt. Ich half ihm anschliessend Pharlap und Shihan hinein zu holen. Johnund Melissa führten die stuten hinein. Anschliessend verteilte ich an alle ihr KraftFutter und die anderen verteilen das Heu. Dann fegte ich noch mit Melissa die Stallgassen und ich erzählte ihr von John. Ich hatte ein Date! Mann, war das aufregend.

      Gekonntes Einspringen
      03/2015, von Eddi | 3190 Zeichen
      Es war bereits nach 17 Uhr als mich plötzlich ein wichtiger Anruf ereilte. „Eddi? Oh Eddi! Gott sei Dank! Endlich erreiche ich jemanden!“, ertönte eine erleichterte Stimme. „Ich bins! Fiona! Du kannst dich nicht zufällig die kommenden drei Tage um meine Pferde kümmern? Ich hatte einen bösen Unfall und liege im Krankenhaus und Melissa schafft das nicht alleine!“, erzählte Fiona mir die Kurzfassung und natürlich sagte ich sofort zu! Nachdem ich aufgelegt hatte, scheuchte ich Ethan und Kat auf, damit sie sich um unsere Vierbeiner kümmern würden, während ich mich bereits warm einpackte und dann ins Auto stieg, um mich auf den Weg zum Rosenhof.
      Eine Stunde später war ich auch dort und fand eine definitiv gestresste Melissa. Na ja, eigentlich war sie mit den Nerven schon am Ende. „Ich schaffe das einfach nicht!“, stöhnte sie und schüttelte den Kopf. Ich munterte sie auf und gönnte ihr eine kurze Pause, ehe wir die letzten Boxen im Stall misteten und frisch einstreuten. Zu zweit ging das natürlich definitiv schneller von der Hand, aber mit den Pferden würden wir noch die Hände voll zu tun haben! „Also ich habe heute nicht annähernd alle geschafft. Alleine ist das fast unmöglich!“, erklärte sie mir und zählte dann, was sie geschafft hatte.
      Das Stutfohlen Perfect Noblesse hatte seine tägliche Portion Erziehung erhalten. Danach hatte sie Citation und Dahiba longiert, ehe sie noch Refren geritten war. „Ich dachte ja, ich schaffe alle…“, murmelte sie, während sie mir zwei Halfter zuwarf, doch dann schüttelte sie nur den Kopf. Draußen war es bereits fast dunkel, dabei mussten noch alle Pferde in den Stall. Die kamen dafür aber auch direkt freiwillig zu uns. Ich holte Black Dragon und Fada Fid von ihren Paddocks in den Stall, während Melissa die beiden Stuten Vai Alida und Moulan einfing. Dann waren noch Morengo, Efeu und Opium an der Reihe.
      Während wir zu den weiter entfernten Weiden liefen, erzählte Melissa weiter. „Ich bin dann mit Cazador ausgeritten und hatte Morrigan als Handpferd. Eigentlich wollte ich mit Chaira auch eine Runde drehen, aber die muss heute eine Auseinandersetzung mit Elanor gehabt haben, weil sie ein wenig lahmte“, das überprüften wir direkt, aber auf dem Weg zum Stall lief Chaira wieder viel klarer, trotzdem zickten sich die beiden Stuten weiterhin an. Ich führte Rubina und Angels Kiss und die beiden wollten sich dann tatsächlich auch noch zoffen! Umso froher war ich, als die dann in ihren Boxen standen. Melissa bereitete dann bereits das Abendbrot für die Pferde vor, während ich die Hengste Requiem und Race is Hope in den Stall holte.

      Auch Saphira und Far Cry folgten mir brav und ließen sich dann ihr Futter schmecken. Shihan hingegen machte ein riesiges Theater, weil er mich nicht kannte und lief mit mindestens einem Meter Abstand neben mir. Dafür begrüßte mich Pharlap mit einem Wiehern, der Hengst war einfach ein Engel! Plötzlich ertönte ein leises Wiehern und beinahe hätte ich die kleine Becks Experience vergessen! Als dann auch der Zwerg im Stall stand, half ich Melissa noch bei der restlichen Fütterung und dann hatten wir es geschafft. Nun machten wir uns an die Planung für den morgigen Tagesablauf und das Training.

      Vertretung
      12/2015, von Canyon | 10.140 Zeichen
      Und mal wieder wollte ich einer Freundin einen Besuch abstatten, welche dringend übers Wochenende Hilfe brauchte. Diesmal ging es auf den Rosenhof, was für mich bedeutete: Fliegen.
      Früher, dachte ich, als ich meinen Koffer die Treppen am Flughafen hinunter schliff, wollte ich immer fliegen. Dieser Wunsch war mir aber erst mit sechzehn erfüllt wurden und nun ist es gar nichts besonderes mehr. Eigentlich schade.
      Ich hatte mich mal wieder dazu bereit erklärt die Pferde zu versorgen, da die gesamte Mannschaft bei einem Turnier teilnehmen wollte.
      Klar, ich freute mich drauf, aber aufgeregt und vielleicht etwas ängstlich was mich erwarten würde, war ich schon.
      Wie immer fuhr ich vom Bahnhof mit dem Taxi zu dem Hof, zu dem Rosenhof, wie er genannt wurde. Mir wurde gesagt, dass er recht groß war und viele Boxen besaß, zum Glück musste ich mich nur um einen Teil der Pferde kümmern und das würde schon anstrengend genug werden!
      Während der Fahrt zum Hof drehte der Taxifahrer das Radio so laut auf, dass ich fast einen Ohrschaden bekam. Eigentlich hatte ich ja nichts gegen laute Musik, aber diese, die noch nicht mal eine Melodie besaß, konnte ich nicht ab.
      Ich startete also super in den Tag!
      Das einzige was ich wirklich genoss war die Kälte. Klar, das mochte jetzt komisch sein, aber ich lebte nun weit im Süden und die Adventszeit ohne Schnee, das passte einfach nicht.
      Schnee lag zwar auch hier noch nicht, aber jedenfalls war es weit unter 10° und das war Rekord für mich!
      Sobald das Taxi auf dem Parkplatz anhielt, bezahlte ich den Fahrer, sprang sofort aus dem Wagen und schnappte mir meinen Rucksack. Dann lief ich zur Stallanlage, wo mir schon ein freundlich lächelnder Mann entgegen kam.
      Im Gehen versuchte ich mir meine Winterjacke anzuziehen, allerdings war mir die wohl schon zu klein geworden, denn ich bekam sie vorne nicht mehr zu und die Ärmel gingen mir kaum noch bis zu den Handgelenken.
      Na super, dann durfte ich die nächsten Tage wohl frieren.
      Ich nahm es zurück, was ich gerade über die Kälte gesagt hatte. So toll war sie nun auch wieder nicht.
      Ich stellte meinen Koffer irgendwo in einer Ecke ab und folgte dem Mann dann in die Stallanlage, in welcher mich schon der gewohnte Duft nach Pferd, Schweiß und Stroh entgegen kam.
      Der Mann zeigte mir die Pferde, welche ich morgen alleine versorgen sollte und erklärte mir wo was war und wer was bekam.
      Dann versorgten wir zusammen diese Pferde, damit ich morgen alles richtig machte.
      Bereits hier fand ich ein paar besonders tolle, bei welchen ich mich gleich noch mehr auf Morgen freute.
      Da ich heute schon den ganzen Tag unterwegs gewesen war, ging ich heute recht früh ins Bett. Ich hatte ein kleines Gästezimmer mit Bett bekommen, in welchem ich das Wochenende wohnen dufte. Es war sehr gemütlich und nachdem ich mir eine Scheibe Toastbrot reingedrückt hatte, fiel ich in mein Bett und schlief, bis am nächsten Morgen der Wecker klingelte, durch.

      „Blöder Wecker!“, knurrte ich und ließ meine Hand auf den Nachttisch neben mir fallen. Unerwarteterweise war dort kein Nachtisch und erst nach einigen Sekunden klingelte es in meinem Kopf. Ich war ja gar nicht zu Hause und da stand der Wecker natürlich auch nicht an erwarteter Stelle.
      Noch etwas sehr träge und müde, schleppte ich mich aus dem Bett, zog mich an und kochte mir einen Kaffee, das Wichtigste bei mir am Morgen.
      Dann ging ich, mit drei Pullis, einem Schal, Mütze und Handschuhen, hinaus in die morgendliche Kälte, welche mir alles gefrieren ließ.
      Zum Glück war es im Stall wärmer und mir wurde gleich wieder etwas wohler.
      Alle Pferde schienen schon gefüttert wurden zu sein und so musste ich sie nur noch nach draußen bringen und dann die Boxen ausmisten.
      Meiner Gewohnheit nach, ging ich erstmal jede Box ab, schaute mir das Pferd genau an und entschied dann, mit wem ich anfangen würde.
      Das waren heute zwei Hengste. Pharlap und Shihan, ein Englisches Vollblut und ein Araber, welche unzertrennlich miteinander befreundet waren und so zusammen auf die Koppel kamen.
      Ich betrat zu erst die Box von Pharlap. Mir wurde gesagt, dass er ein bekanntes Rennpferd sei, obwohl ich zugeben musste, noch nie etwas von ihm gehört zu haben.
      Das lag aber wohl eher daran, dass ich in der Rennszene noch nie aktiv war und so auch keine Ahnung von guten oder bekannten Hengsten hatte.
      Ich legte dem hübschen Fuchs sein Halfter an und legte den Strick erstmal über seinen Rücken. Die Tür der Box ließ ich leicht angelehnt, als ich auch schnell seinen Freund Shihan fertig machte.
      Soweit ich wusste, war der Araber sehr schreckhaft und ängstlich und ich ließ mir extra viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen.
      Dann führte ich ihn aus der Box, schnappte mir Pharlap von nebenan und brachte die beiden über den frostigen Hof in Richtung ihrer Koppel.
      Dort entließ ich sie in die Freiheit und beide galoppierten glücklich ans andere Ende, wo sie dann zusammen stehen blieben.
      Die restlichen Hengste brachte ich nur auf ihre Paddocks.
      Ich fing mit Requiem an, einem Araber und Rappen. Er tänzelte auf dem Weg zum Paddock ungeduldig neben mir her und ich musste alle Mühe aufwenden, um ihn wohlbehalten zum Ziel zu bringen. Zu ihm stellte ich noch den kleinen Beck's Experience, welcher sich genauso wie sein Kollege über die frische Luft freute.
      Danach kam ein weiteres Vollblut. Ein hübscher Schimmel namens Morengo, welchen ich sofort ins Herz schloss.
      Bei ihm verlief alles viel ruhiger und ich konnte sogar etwas mit ihm arbeiten, auf der kurzen Strecke.
      Der dritte Hengst hieß Sterrenhof's Opium. Bei ihm brauchte ich mal wieder etwas länger, denn auf halber Strecke entschied er sich dafür, stehen zu bleiben, den Kopf nach unten zu reißen und das trockene Gras zu fressen, welches am Wegesrand wuchs. Ich brauchte meine ganze Überredungskunst, bis ich ihn wieder auf meiner Höhe hatte.
      Der nächste Hengst war Black Dragon. Er stand erst recht ruhig in seiner Box, wurde jedoch temperamentvoller, als es darum ging, ihn auf sein Paddock zu verfrachten. Er schien noch recht jung zu sein, sein Alter fand ich allerdings nirgends. Zu ihm stellte ich noch das Englische Vollblut Citation, welches auch noch nicht allzu alt zu sein schien.
      Ich beobachtete sie noch eine Weile, allerdings schienen sie sich gut zu vertragen.
      Nach all den Hengsten kamen noch die Stuten auf eine gemeinsame große Weide.
      Zu erst schnappte ich mir dir junge Perfect Noblesse, zusammen mit Vai Alida, welche mir beide brav zur Koppel folgten.
      Zum Schluss brachte ich noch die Stute Efeu und ihre Freundin Saphira zu den anderen beiden Stuten auf die Koppel, wo sie sich genüsslich ich im Schlamm wälzten. Efeu hatte es mir mit ihrer besonderen Zeichnung sehr angetan und ich beobachtete die vier noch einen Moment, bevor mich wieder auf den Weg zum Stall begab.
      Den restlichen Vormittag verbrachte ich damit, die Boxen übergründlich zu reinigen, um ja keinen Fehler einzugehen. Box für Box holte ich die Hinterlassenschaften der Pferd aus dem Stroh, brachte sie zum Misthaufen und streute neu ein. Die ganze Zeit über, hatte ich meine Kopfhörer im Ohr und zog mir winterliche Musik rein, denn immerhin war bald Weihnachten.
      Am Nachmittag entschloss ich mich dafür, mich nochmal ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen, denn die nächste Nacht würde wieder nicht sehr lang werden, da mein Flieger bereits in morgendlicher Frühe starten würde.

      Die Mittagspause tat mir sehr gut und ich merkte, wie ich mit neuer Kraft und Energie. am späteren Nachmittag wieder das Stallgebäude betrat. Da die Boxen ja bereits sauber waren, entschloss ich mich dafür die Stallgasse zu kehren.
      Also machte ich mich auf die Suche nach einem Besen, was tatsächlich zeitaufwändiger war als ich zu Anfang dachte!
      Irgendwo, weiß gar nicht mehr wo, fand ich eine Besenkammer und darin da war doch dann tatsächlich der lang gesuchte Besen.
      Die Gasse war fast schneller gekehrt als der Besen gefunden und so hatte ich immer noch Zeit, bis die Pferde wieder von der Koppel rein mussten.
      Zu erst entschied ich mich dafür, den Stuten einen Besuch abzustatten und die Koppel etwas abzuäppeln. Bei der Gelegenheit schnappte ich mir gleich noch meinen Fotoapparat. Man konnte ja nie wissen, ob sich nicht eine Gelegenheit ergab, ein schönes Bild zu schießen.
      Dies war leider nicht der Fall, da sich alle Stuten sehr dazu gezwungen sahen, mir ständig zu folgen und zu schauen, was ich hier denn so trieb.
      Als ich auch damit fertig war, holte ich die Stuten gleich mit rein.
      Ich fing wieder bei den beiden jüngsten an, dann kamen die älteren.
      Auch alle Hengste waren innerhalb einer halben Stunde wieder wohlbehalten zurück im Stall und stürzten sich auf das Futter, welches ich ihnen zubereitete.
      Ich verweilte noch eine ganze Zeit vor den Boxen der Pferde, bevor ich mich, wegen Kälte und Dunkelheit, wieder ins Haus begab.
      Dort setzte ich mich noch etwas vor meinen Laptop, bevor ich auch diesen schloss und mich in mein Bett verkrümelte.
      Schnell war ich eingeschlafen, schliff auch die Nacht mehr als ruhig durch und erwachte erst am nächsten Morgen, als mein Wecker, schon wieder dieser blöder Wecker, mich aus meinen Träumen riss.
      Wie immer noch vollkommen müde, zog ich mich an, kehrte mein Gastzimmer nochmal und rief mir dann ein Taxi.
      Als dieses, zehn Minuten später, auf den Hof einfuhr, schnappte ich mir meinen schweren Koffer, von dem Inhalt hatte ich nicht mehr als ein Zehntel gebraucht, und lief über den Hof zu dem kleinen Taxi.

      Als ich in den Flieger stieg und einen letzten Blick auf das Land warf, flog eine Schneeflocke gegen die Scheibe meines Fensters. Ich konnte es kaum fassen, es schneite wirklich!
      Immer mehr weiße Flocken glitten vom Himmel herab und ließe sich sanft überall nieder.
      Kindisch presste ich mein Gesicht gegen die Fensterscheibe und genoss jede Schneeflocke herab segelte.
      Als das Flugzeug startete, hatte sich schon eine leichte weiße Schicht auf den ganzen Flughafen gelegt und fast war ich traurig, dass mich der Flieger nach Südfrankreich bringen würde und nicht in verschneite Landschaften.
      Als das Flugzeug die dicke Wolkenschicht durchbrach, war über mir nur noch blauer Himmel und der Schnee schon längst Vergangenheit.

      Frühlingsgefühle
      04/2016, von Pharlap | 3485 Zeichen
      "Pharlap! Shihan!", rief ich und lief lachend zur Koppel. Die beiden Hengste waren seit Jahren unzertrennlich und waren immer zu zweit auf der Weide und Boxennachbarn. Beide kamen gemählich an den Zaun gelaufen und freuten sich über die Apfel die ich ihnen brachte. Die zwei waren meine Lieblingspferde. Pharlap war ein sehr erfolgreiches Rennpferd gewesen und nun der gutmütigste meiner Deckhengste. Shihan war für mich ein ganz aussergewöhnliches Pferd, zuerst wollte ihn niemand und er landete beim TSV, nun war er ein echtes Prachtexemplar. Der graue Hengst war sehr ängstlich und geriet schnell in Panik. Solange Pharlap da war, blieb er aber ruhig und war gut händelbar. "Geniesst das schöne Wetter!", sagte ich zu den beiden und lief weiter zu den Stallungen. Auch nachdem Pharlap kein aktives Rennpferd mehr war, ritt ich noch Rennen. Ich hatte ein paar Nachkommen von ihm und Race is Hope die ich nun trainierte. Citation war einer davon. Ihn ritt ich heute auf der Bahn und er entwickelte sich prächtig. Wir galoppierten einige Runden danach beendete ich das Training und er durfte auf die Weide. Anschliessend waren Vai Alida und Black Dragon an der Reihe. Mehr Rennpferde gab es im Moment leider nicht auf dem Rosenhof. Ich bin allerdings sehr stolz, das alle drei von meinen ehemaligen Rennpferden abstammen. Vai Alida konnte es kaum erwarten nach draussen zu kommen. Sie liebte es zu rennen. Black Dragon war noch stürmischer als die kleine Stute. John mein Pferdepfleger ritt ihn. Er war ein grossartiger Reiter und seit Jahren hier auf dem Rosenhof. Er hatte mir oft beigestanden und aus der Patsche geholfen. "Ich bin froh das du Dragon behalten hast und natürlich noch froher das du wieder zurück auf dem Hof bist", sagte John und lächelte. Ich hatte den Hof im Herbst verlassen und war durch ganz Europa gereist. Ich hatte alte Freunde besucht und viele verschiedene Pferde geritten. Ich war gegangen um neue Erfahrungen zu sammeln und um zu lernen. Nun war ich zurück und hatte wieder neue Pläne. Der Rosenhof sollte so erfolgreich werden wie damals Gestüt Galoppewunder. Im Moment hatten wir jede menge leerer Boxen, aber diese sollten sich bald wieder füllen. "Ich habe grosse Pläne", sagte ich zu John und tätschelte Alidas Hals. Wir erreichten die Galopprennbahn und begannen mit dem Training.

      Nach dem Morgentraining sattelten wir die beiden Pferde ab und fütterten sie. Die zwei würden erst nach dem sie ihren Hafer gefressen hatten, auf ihre Paddocks kommen. In der zwischen zeit brachten wir Efeu, Requiem, Opium und Morengo auf die Weide.

      "Das wird wohl Morengos letztes Jahr auf der Rennbahn", sagte ich und seufzte ich wehmütig. Der Hengst war immerhin schon sechs Jährig. "Es werden neue Rennpferde kommen die in seine Fussstapfen treten", sagte John. "Da hast du recht. Trotzdem werde ich es vermissen in fliegen zu sehen," sagte ich. John sah mich lächelnd an und schloss die letzte Boxentür. Wir waren fertig mit ausmisten. Es waren aber auch nur noch 11 Pferde. Er kam auf mich zu legte mir den Arm um die Schulter und meinte:" Ach Mimi, es gibt doch noch soo viele tolle Pferde!" Ich sah ihn an un musste lächeln. Was würde ich bloss ohne ihn tun?

      Im Verlauf des Nachmittags ritt ich noch Efeu und Opium auf dem Dressurplatz. Abends brachten wir alle Pferde in ihre Boxen und fütterten sie. Perfect Nobless das letzte Fohlen aus der Zucht entwickelte sich prächtig. Saphira war hochtragend von Pharlap und würde in den nächsten Wochen fohlen.

      Dressur E-A
      04/2016, von Samanta | 5229 Zeichen
      Es war selten, dass ich auf Gesuche reagierte, aber dieses Gesuch hatte mich sofort interessiert. Ein ehemaliges Rennpferd, das nun in einer anderen Sparte seine Erfolge erlangen sollte. Nur ein Telefonat und alles war geklärt. Ich würde zu Michelle auf den Rosenhof fahren. Ich freute mich schon darauf. In einem Tag würde es losgehen. Ich besprach alles mit meinem Team und versprach, so schnell wie möglich wieder zu kommen."Das könnte aber etwas länger dauern, als sonst. Morengo ist ein kleiner Wildfang und hat keinerlei Erfahrung in der Dressur. Das könnte interessant werden." Juan grinste und sagte dann:"Viel Spaß." Ich winkte zum Abschied und machte mich auf den Weg zum Rosenhof. Als ich dort ankam, reichte ich Michelle freundlich die Hand. "Freut mich dich kennen zu lernen",sagte ich.Sie lächelte ebenfalls und erwiderte:"Freut mich ebenfalls sehr." Ich schmunzelte und ließ mir von ihr mein Zimmer und anschließend Morengo zeigen."So, das ist also mein 'Patient'", sagte ich lachend und streckte dem Hengst meine Hand entgegen. Er schnupperte neugierig daran und schien schnell Gefallen daran gefunden zu haben. Ich lächelte und begann den Hengst dann gemeinsam mit Michelle zu putzen."Er ist also ein Rennpferd",fragte ich nach und Michelle nickte. "Ja, ein sehr gutes sogar, aber ich möchte, dass er auch in anderen Sparten trainiert ist." Ich nickte und sagte:"Das ist sicherlich nicht das schlechteste." Morengo ließ sich das Putzen gefallen. Nachdem er sauber war, ließ ich mir von Michelle Sattel und Trense zeigen und zog ihm beides an. "Dann wollen wir mal", sagte ich und führte den Hengst in die Halle. Ich gurtete nach und stieg dann auf. Sofort merkte man, dass ich hier auf einem Rennpferd saß, denn der Hengst schien immer in Erwartung auf den Start zu sein. Ich ritt ihn an. Von Dressur hatte er wirklich noch nicht viel gehört. Ich musste grinsen. Erst einmal wollte ich ihn kennen lernen. Erst ab morgen würde ich dann mit dem eigentlichen Training anfangen. "Das hier wird ein bisschen länger als üblich dauern", teilte ich Michelle mit, die nickte und meinte, dass sie sich das schon gedacht habe. Nach dem ersten Training hatten wir uns einander etwas vertraut gemacht. Der Hengst war im Galopp ziemlich schnell, aber immer kontrollierbar und das machte es natürlich einfacher. Wir würden das auf jeden Fall hinbekommen. Die nächsten drei Wochen verbrachte ich damit Morengo in Anlehnung zu reiten. Es war wirklich gar nicht so einfach, aber mit der Zeit wurde Morengo durchlässiger und begann langsam in Anlehnung zu gehen. Michelle kam immer mal wieder vorbei und war angetan vom Fortschritt ihres Hengstes. "Da ist natürlich noch viel Luft nach oben", sagte ich grinsend. Ich beendete das Training für heute und redete noch eine Weile mit Michelle. "Ich werde mindestens noch acht Wochen brauchen",teilte ich ihr mit. Sie nickte. Es dauerte sogar noch neun Wochen. Nach zwei weiteren Wochen ging Morengo in guter Anlehnung und konnte die E-Dressur-Lektionen. Auch vorher hatte er sie schon drauf, aber nach meinem Training waren sie viel besser geworden. Er raste auch nicht mehr einfach in den Galopp, sondern sprang ruhig an. Nun konnte ich wirklich mit der A-Dressur anfangen. Das gestaltete sich nochmal als wirklich schwierig und forderte sieben weitere Wochen. Zunächst beschäftigte ich mich mit Mitteltrab und Mittelgalopp, was ihm beides nicht gerade einfach fiel. Durch Verlängerung und Verkürzung der Tritte schaffte ich es aber, den Hengst immer mehr an die Gangarten heranzuführen und schließlich hatte er es soweit verstanden, dass Michelle es selbstständig weiter festigen konnte. Die Übergänge von Schritt in den Galopp und vom Galopp in den Schritt hingegen bereiteten ihm keinerlei Schwierigkeiten, wofür sicher auch sein Talent als Rennpferd verantwortlich war. Bei den anderen Lektionen brauchte ich unterschiedlich viel Zeit, aber es stellte sich heraus, dass Morengo definitiv Talent für die Dressur mitbrachte. Er war zwar immer noch teilweise sehr stürmisch, aber er lernte gerne und stellte sich gut an. Schließlich konnte ich das Training zufrieden abschließen. Michelle würde morgen den Hengst in einer A-Dressur-Aufgabe reiten, die ich ihr vorgeben würde und dann würden wir sehen, wie die beiden zusammen harmonierten. Am nächsten Tag war es dann soweit und ich klatschte begeistert Applaus, als die beiden fertig waren. "Hat ja super geklappt", sagte ich lachend und streckte beide Daumen in die Höhe. Michelle strahlte und sagte dann:"Ich bin beeindruckt, wie gut er das alles gelernt hat." Ich lächelte und sagte:"Das war auch dein Verdienst. Ich bin stolz auf euch." Wir versorgten den Hengst und schließlich verabschiedete ich mich von Michelle. "Wir werden uns in ein paar Wochen wiedersehen. Dann komme ich vorbei und erledige deinen anderen Auftrag." Ich grinste. Sie hatte mir noch während meinem Auftrag hier einen weiteren gegeben und den würde ich in einigen Wochen ausführen. Erstmal wollte ich aber nach Hause. Ich winkte zum Abschied und machte mich dann auf den Nachhauseweg. Dort wurde ich bereits von meinen Leuten erwartet und begrüßt und musste erstmal alles erzählen. Sie waren natürlich neugierig, wie es mir mit dem Rennpferd ergangen war.

      Tierarztbericht für Morengo
      04/2016, von Pharlap | 1426 Zeichen
      Nach dem ich von meinem letzten Kunden zurück auf den Rosenhof kam, ging ich noch einmal zurück zu den Stallungen. John hatte alle dreizehn Pferde hineingebracht und gefüttert. Nun war es ruhig, da alle mit fressen beschäftigt waren. Mir war aufgefallen das Morengos Influenza Impfung überfällig war. Turnierpferde mussten regelmässig geimpft werden. Ich beschloss also, da ich meine Arzttasche sowieso mit hatte, Morengo jetzt gleich zu impfen. Morengo stand in der ersten Box. Er frass genüsslich sein Heu. "Hallo mein Hübscher", begrüsste ich mein Pferd. Ich nahm sein Lederhalfter und legte es ihm an. Dann hielt ich ihm eine Karotte hin. Er freute sich sicher über den Leckerbissen. Als nächstes bereitete ich die Impfung vor. Morengo war brav wie immer und liess sich ohne Probleme impfen. Anschliessen entwurmte ich ihn noch. Dann holte ich einen Striegel und bürstete noch eine Weile sein weiches Fell. "Du bist so ein tolles Pferd Morengo", murmelte ich. Plötzlich hörte ich hinter mir jemand schmunzeln. Erschrocken drehte ich mich um und stellte fest das John an der Boxentüre lehnte. "Da ist also unsere Tierärztin", sagte er lächelnd. Ich lächelte ebenfalls. "Das Abendessen ist fertig. Wir haben dich schon gesucht und warten", sagte er. Auf dem Rosenhof assen alle Angestellten mit uns. "Ich komme sofort", sagte ich zu John und verabschiedete mich von meinem Schimmel. Dann ging ich zusammen mit John zum Haus.

      Springen E-A
      05/2016, von Samanta | 3999 Zeichen
      Als ich den Rosenhof verlassen hatte, hatte mich Michelle gebeten Morengo doch auch im Springen zu trainieren. Ich hatte zugestimmte und wir hatten auch direkt einen Termin ausgemacht, wann ich kommen würde. Heute war es soweit und ich freute mich schon, alle wiederzusehen. Vor allem auf das quirlige Rennpferd Morengo. Ich hatte den Hengst ins Herz geschlossen. Schließlich war ich da und wurde bereits von Michelle erwartet. Wie sich später herausgestellt hatte, war sie nur zufällig gerade am Tor gewesen, aber hey, wer wollte schon kleinlich sein? Grinsend umarmte ich sie und fragte:"Wie gehts denn unserem Wildfang?"Sie lachte und sagte:"Gut, er hat sich wirklich toll entwickelt, auch in der Dressur. Ich bin froh, dass es so gut geklappt hat."Ich nickte und nachdem ich mich häuslich eingerichtet hatte, ging ich sofort nach unten in den Stall. Dort begrüßte ich den Hengst, der sich vertrauensvoll in meine Hand schmiegte und sich die Streicheleinheiten gefallen ließ. Schmunzelnd begann ich ihn zu putzen und schließlich machte ich ihn fertig fürs Reiten. Michelle hatte bereits ein Cavaletti aufgestellt. Ich schmunzelte und sagte:"Firma dankt." Lachend begann ich den Hengst aufzuwärmen und trabte ihn schließlich an. Erstmal machte ich ein paar Versuche über das Cavaletti im Trab auf der niedrigsten Stufe und der Hengst trabte entspannt darüber hinweg, war völlig konzentriert. Ich bat Michelle das Cavaletti eine Stufe höher zu stellen und auch hier gelang es ihm im Trab darüber zu kommen ohne Probleme dabei zu haben. Es klappte auch auf der höchsten Stufe sehr gut, sodass ich es auch im Galopp probierte. Morengo hatte definitiv Talent dafür. Ich beendete das Training für heute und brachte den Hengst zurück in die Box, wo ich ihn versorgte. An diesem Abend ging ich relativ früh zu Bett, um früh wieder aufzustehen. Ich verbrachte die nächsten vier Tage damit, den Hengst über einige E-Sprünge zu springen. Der Hengst hatte merklich Spaß daran und ich war mir sicher, dass da noch einiges rauszuholen war insbesondere im Springen. Für die Dressur war er manchmal etwas zu hitzig, aber im Springen konnte er seine Schnelligkeit auf jeden Fall ausnutzen. Am nächsten Tag gönnte ich Morengo und mir nach dem Training enen kleinen Ausritt. Er genoss es wirklich sehr und ich hatte das Gefühl, dass es ihn entspannte. Am nächsten Tag konzentrierte ich mich dann wieder auf das Training und begann damit Kombinationen zu üben und mehrere Sprünge nacheinander zu nehmen, um ihn langsam an den ersten Pacours heranzuführen.Nach zwei Wochen sprang ich den ersten E-Pacours mit ihm und einige Tage später das erste A-Hindernis. Täglich übte ich mit dem Hengst und gönnte ihm zwischendurch natürlich auch Pausen, die er auf der Koppel oder im Stall verbringen konnte. Wir steigerten uns mit der Zeit und ich ließ mir viel Zeit, um ihn nicht sofort zu überfordern, aber schließlich war er bereit für einen A-Pacours. Ich baute ihn gemeinsam mit Michelle auf. "Dann wollen wir mal",sagte ich zu Morengo und wärmte ihn erstmal im Schritt auf,bevor ich Trab und Galopp dazu nahm. Schließlich kamen die Sprünge dazu. Zu Anfang immer nur einer, schließlich zwei aufeinanderfolgende und so steigerten wir uns, bis wir den Pacours einmal durchsprungen hatten. Es hatte wirklich gut geklappt. Ich lobte ihn und machte dann kurz Pause, bevor wir es noch einmal versuchten. Ich beendete das Training für heute und trainierte noch ein paar Tage mit ihm, bevor ich Michelle an den ersten Pacours ließ. Es harmonierte bei den beiden wirklich gut und ich konnte nichts weiter für die beiden tun. "Ihr werdet euren Weg auf jeden Fall finden. Hat mich gefreut euch wiederzusehen." Am nächsten Tag machte ich mich wieder auf den Heimweg und hoffte insgeheim, dass sie mich nochmal engagieren würde. Ich war gerne hier und hatte das Gefühl, dass sie mit meiner Arbeit zufrieden war. Zu Hause wurde ich bereits erwartet. Ich umarmte Alan und auch die anderen und sagte:"Freut mich, euch alle wiederzusehen."

      Schneller als der Wind
      05/2016, von Pharlap | 3546 Zeichen
      Schon um fünf Uhr morgen herrschte auf dem Rosenhof reger Betrieb. In einem Rennstall wurden die Rennpferde noch vor dem Frühstück trainiert. Ich trug bereits meinen Helm und meine Schutzweste, als ich auf der grossen Tafel am Eingang des Stalls mit Kreide das heutige Training plante. Ausserdem durfte ich nicht vergessen, das drei neue Pferde heute ankamen. Ich hatte die drei von einer alten Freundin geschenkt bekommen. Hidden-Flyer und Exciting Force waren schon als Fohlen bei mir gewesen und ich freute mich riesig die beiden wieder zu sehen. Horror Destiny kannte ich noch nicht, aber ihr Vater war Pharlap und deswegen hatte ich sie, ohne mir sie vorher anzusehen, auch genommen.
      Nachdem ich mit der Planung fertig war und John mitgeteilt hatte, das er heute Black Dragon, Citation und Race is Hope reiten würde, ging ich zu Vai Alidas Box. Die kleine Stute war hier geboren und ich war mächtig stolz auf sie. Ich würde heute sie und Morengo auf der Bahn reiten. Ausserdem würde ich am Nachmittag noch mit meinen beiden Warmblütern Efeu und Opium trainieren. Nachdem ich Alida gesattelt hatte, half mir John in den Sattelt. "Du hast einen echten Knackarsch", neckte er mich und grinste. "John, ich bin dein Boss", sagte ich gespielt empört und lächelte. Ich musste mir allmählich eingestehen das ich John ziemlich gern hatte. Wir hatten letztes Wochenende ein Date gehabt und es war einfach richtig toll gewesen. Nachdem er auch auf sein Pferd gestiegen war, er ritt als erstes Black Dragon, ritten wir zur Bahn.

      Beim heutigen Training war wirklich die Post abgegangen. Vai Alida und Dragon waren wahnsinnig schnell gewesen und beide hatten sich richtig angestrengt. Auch das Training mit Morengo und Race war super. Die zwei Hengste waren Schulter an Schulter über die Bahn geflogen. Beide waren zwar für den Rennsport nicht mehr die allerjüngsten, aber sie waren sehr erfahren und zeigten seit Jahren gute Leistungen. Ausserdem war Race noch im Deckeinsatz und Morengo wurde auf seine Körung vorbereitet.

      Zurück im Stall kriegten die vier Rennpferde von meinem Vater ihr Kraftfutter und Heu. Die Rennpferde wurden erst um elf Uhr auf ihre Paddocks und Weiden gebracht. Dafür durften sie aber dann länger draussen bleiben, als die Sport und Zuchtpferde die bereits um neun Uhr raus durften.

      Nachdem John mit Citation von der Rennbahn zurück waren. Frühstückten wir gemeinsam in der Sattelkammer. John war richtig gut drauf und erzählte mir von den grossen Galopprennbahnen dieser Welt. Er war schon überall Rennen geritten. In Dubai, Melbourne, Kentucky und noch an vielen anderen Orten war er Rennen geritten. Ich hörte ihm gerne zu und dachte mir wie glücklich wir uns schätzen konnten einen solchen brillianten Jockey zu haben.

      Nachdem Frühstück misteten wir zu dritt die Boxen aus und als wir um zehn Uhr fertig waren mit der Stallarbeit. Anschliessend erledigte den Bürokram. Nach dem Mittagessen ritt ich dann meine zwei Schätze Opium und Efeu. Die Zwei vielen auf zwischen all diesen Rennpferden, aber ich hatte nun mal eine Schwäche fürs Spring- und Dressurreiten.

      Um die Zuchtpferde Pharlap, Shihan, Saphira und Reqiuem kümmerte sich mein Vater. Nadeln in Dir hatte heute Frei und kam nur in die Führanlage.

      Am späten Abend als dann alle Pferde versorgt waren, fuhr endlich der LKW mit den Neuankömmlingen auf den Hof. Ich war so aufgeregt als die drei Prachtexemplare ausgeladen wurden und bedankte mich tausend mal bei Eddi. Diese drei Vollblüter waren Blitzschnell und würden mir viele Schleifen nach Hause bringen.
    • Samarti
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      Rückkehr ins Ungewisse
      01/2017 | 16.127 Zeichen
      Man mochte es kaum glauben, aber wir hatten inzwischen tatsächlich wieder Plusgrade zu Hause – zumindest vereinzelte. Ab und zu kam auch die Sonne mal raus und lugte hinter den tief hängenden Wolken hervor, aber das war momentan noch eher selten der Fall.
      Das doch relativ schöne Wetter, das zur Zeit hier herrschte, verlor aber jeglichen Reiz, als eines Tages eine Bekannte von damals anrief und mir mitteilte, Michelle wäre wie vom Erdboden verschluckt und das Gestüt wie leergefegt. Eigentlich klang das gar nicht nach meiner ehemaligen Zuchtpartnerin, mit der ich ziemlich viel Zeit verbracht hatte, und umso unglaubwürdiger klang das natürlich für mich. Vergewissern wollte ich mich dementsprechend definitiv, aber meine Anrufe verliefen ins Nichts. Auch weitere Möglichkeiten der Kontaktaufnahme verhießen keinen Erfolg. Seufzend ließ ich mein Handy sinken. Irgendetwas müsste ich mir einfallen lassen.

      „Matthew?“, grummelte ich schlecht gelaunt, als ich am nächsten Morgen die Küche betrat und den Wasserkocher anstellte. Er war schon vor einigen Stunden aufgestanden (ganz so, wie es sich für uns eigentlich gehörte), ich hingegen war erst seit wenigen Minuten auf den Beinen. Nicht einmal im Traum dachte ich daran, auch nur einen einzigen Blick auf die Uhr zu werfen.
      „Hm?“, erwiderte der Schwarzhaarige nur und lehnte sich dann gegen den Küchentresen, in Blickrichtung zu mir. Er nippte kurz an seinem Kaffee und stellte dann die, vermeintlich leere, Kaffeetasse beiseite.
      „Hast du schon eine Idee, wie wir Michelle erreichen können?“ Ich gähnte. Obwohl ich recht früh ins Bett gegangen war, war ich doch mitten in der Nacht mehrmals aufgewacht; Grippe sei Dank.
      Mein Gegenüber schüttelte nur verneinend den Kopf. „Ich werde später mal schauen, was sich machen lässt. Du solltest dich aber nochmal hinlegen, deine Augenringe hängen tiefer als deine Mundwinkel. Wenn das überhaupt möglich ist.“
      Ein gekünsteltes Grinsen zierte mein Gesicht. „Besser?“
      „Nein. Nimm dir deinen Tee und leg dich wieder hin. Ich sag dir Bescheid, sobald ich auch nur einen minimalen Schritt in die richtige Richtung mache. Nimm dir zur Not dein Tablet mit und versuch es selbst noch, aber ruh dich lieber erst einmal aus. Okay?“
      „Okay“, murmelte ich und gab mich somit geschlagen. Vielleicht müsste ich Matthew in diesem Punkt einfach mal vertrauen. Immerhin kannte auch er Michelle ein wenig und eventuell war es auch gar nicht mal so verkehrt, wenn ich mich vorerst aus der Sache raushalten würde.
      Rasch suchte ich mir meinen Salbei-Tee raus und ließ den Teebeutel in das heiße Wasser meiner Tasse sinken. Die nächste Herausforderung stand schon allzu bald hervor: Ich bekam den Honig nicht aus der Verpackung. Eigentlich sollte man meinen, man müsste nur fest genug drücken, aber je fester ich drückte, desto zittriger wurde ich. Als dann einmal kurz was aus der Tube kam, landete es überall – nur nicht in meinem Tee.
      „Lass mich mal“, unterbrach Matthew mich, nahm mir den Honig aus der Hand und füllte ein wenig davon in meine Teetasse. Dann stellte er ihn beiseite, drückte mir die Tasse in die Hand und mich in Richtung Schlafzimmer.
      „Danke“, meinte ich noch leise und wollte ihm gerade einen flüchtigen Kuss aufdrücken, da drehte er sein Gesicht weg und drohte mir mit dem Zeigefinger. „Erst, wenn du wieder gesund bist.“

      Ich hatte es nach nicht allzu langer Zeit schon wieder aufgegeben, irgendetwas herauszufinden. Klar, ich hatte die Adresse vom Gestüt Rosenhof, welches Michelle inzwischen leitete, aber alle angegebenen Telefonnummern trugen nicht zu einer Lösung des Problems bei. Möglicherweise lag es an meinem hohen Fieber, als ich kurzerhand zwei Last Minute Flugtickets erwarb, möglicherweise hätte ich es auch im gesunden Zustand getan. Immerhin war ich auch krank noch schlau genug, sowohl an Matthews Ticket, als auch an einen Rückflug zu denken.
      „Maaaaattheeeeeew!“, rief ich durchs Haus, erhielt jedoch keine Antwort. Mein zweiter Schrei (so konnte man es tatsächlich schon bezeichnen) war da dann schon erfolgreicher. Ein lautes Poltern näherte sich und ich vernahm, wie besagter Mann die Treppe hochstapfte. Kurze Zeit später stand er im Türrahmen und sah mich fragend an. Sein neugieriger Gesichtsausdruck wich aber ziemlich zügig einem „Was hast du da schon wieder getan?!“, als ich ihm frohlockend meine Botschaft mitteilte und ihn dabei entschlossen anstarrte.
      „Wir fliegen übermorgen nach Deutschland!“

      Es war bereits eine ganze Weile her, seit ich Michelle zum letzten Mal besucht hatte. Seitdem hatte sich in der Tat sehr viel verändert; besonders wohl die Atmosphäre auf dem Hof. Während es zum letzten Mal sehr lebendig und heimisch gewirkt hatte, kam ich mir diesmal vor wie in einem schlechten Film. Das Gestüt wirkte wie leergefegt, nur die Pferde auf den Weiden schenkten dem Ganzen einen kleinen Hauch von Lebendigkeit. Der Rest war eher durch Trostlosigkeit geprägt.
      Jeder einzelne der verbliebenen Vierbeiner war mindestens etwas zu mager, sonst hielten sie sich jedoch relativ gut. Ich hatte schon Schlimmeres gesehen, auch wenn es trotzdem – keine Frage – kein schöner Anblick war.
      Morengo war der Erste, den ich wiedererkannte. Der stolze Schimmelhengst, der inzwischen nun schon fast reinweiß war und nur noch leichte Dapples unter dem Dreck zu erkennen gab, bestach mich sofort wieder mit seinem liebevollen Blick. Es hatte für mich zumindest auch den Anschein, als würden alle Pferde draußen auf den Weiden stehen.
      Das Schnauben des Vierbeiners vor mir holte mich aus meinen Gedanken zurück und ich streckte langsam die Hand aus, um zu sehen, ob Morengo zurückweichen würde. Im Gegenteil: Er trat so nahe an den Zaun, wie es ihm nur möglich war und drückte sanft seine samtige Nase in meine Handfläche, merklich auf der Suche nach etwas Zuneigung. Der inzwischen fast siebenjährige Hengst war schon immer so gewesen, liebte die Nähe zum Menschen und ließ sich dies allem Anschein nach auch nicht durch unangenehmere Zeiten streitig machen. Dennoch zerriss es mir das Herz, ihn hier so zu sehen. Der Anblick versicherte mir aber umso mehr, dass irgendetwas Gravierendes passiert sein musste. Michelle noch nie die Art von Person gewesen, die ihre Pferde absichtlich oder guten Gewissens einfach so sich selbst überlassen würde.
      „Keine Sorge, mein Guter“, sprach ich ihm zu und tätschelte liebevoll seinen Hals. „Wir lassen uns da schon noch was einfallen.“ Morengo brummelte leise, als hätte er mich verstanden und stupste mich kurz an. Ich lächelte, dann sah ich mich nach Matthew um. Dieser kam just in dem Moment aus dem Hauptstall und nickte mir zu. Als er auf meiner Höhe war, fing er auch direkt an, mir seine Beobachtungen zu schildern.
      „Die gute oder die schlechte Nachricht zuerst?“
      „… Die gute, denke ich?“ Unruhig biss ich mir auf die Lippe und ermahnte mich selbst im nächsten Moment, damit aufzuhören.
      „Okay“, setzte er an, „sieht so aus, als würden alle Pferden auf den Weiden stehen. In den Boxen standen weder welche noch war sonst … irgendetwas zu sehen.“
      Ich nickte. „Und die schlechte?“
      „Keine Spur von irgendjemandem. Selbst das Namensschild an der Klingel ist mit Edding übermalt worden. Scheint so, als wäre hier schon eine ganze Weile niemand mehr gewesen.“

      Es verging eine ganze Weile. Matthew hatte es geschafft, Morengo tatsächlich zu uns zu holen. Er hatte es mir versprochen und selbst ich hatte mitbekommen, wie sehr er sich seine vier Buchstaben aufgerissen hatte, um es wirklich in die Tat umzusetzen, letztendlich waren all seine Versuche dann aber erfolgreich gewesen. Keine Ahnung, wie er das dann noch geschafft hatte, aber mich sollte es nicht stören.
      Wir hatten auch von einigen anderen Pferden von Michelle etwas mitbekommen, teilweise schienen verschiedene Pferdeforen, bei denen auch wir registriert waren, davon überschwemmt zu werden. Das Geschehene war natürlich wieder gefundenes Fressen für solche, die den Pferde- und besonders den Rennsport verachteten, aber glücklicherweise hielt sich dies noch in Grenzen und ich konnte geflissentlich einen großen Bogen darum machen.
      Besonders traurig machte es mich, als ich davon gehört hatte, dass auch Hidden Flyer betroffen gewesen war, nachdem Eddi ihn wieder an Michelle gegeben hatte. Mehrmals hatte ich Eddi dann aber einreden müssen, dass sie sich keinesfalls die Schuld daran geben sollte, auch wenn sie es mir wohl noch nicht so recht glauben wollte. Zumindest sah es ganz danach aus.
      Besonders glücklich machte es mich dann aber, als ich von einer Rettungsorganisation mit dem Namen „Rescue Horses“ Wind bekam und auf Bilder stieß, auf denen ich auf Hidden Flyer ausmachen konnte. Nach spontanem Kontakt mit der Organisation fand ich heraus, dass er nun bei Nancy Wizzad auf dem Echo Forest Stable stand und dort erst einmal aufgepäppelt werden sollte, bevor man sehen würde, wie es mit ihm weiterging.
      Echo Forest war mir kein unbekannter Name – es war zwar noch nicht ganz so alt wie manch andere, aber für kanadische Verhältnisse lag es ganz um die Ecke. Mindestens ein Tagestrip war es zwar, allerdings hatte ich da schon ganz andere Ausmaße erleben müssen. Dementsprechend hatte ich mich kurzerhand bei Nancy Wizzard gemeldet, um mich zu erkundigen, ob ich mal nach Hidden Flyer sehen dürfte: Persönlich hatte er mir zwar nie gehört, allerdings hatte ich Michelle damals noch mit ihm überrascht und ihn schon relativ früh lieben gelernt. Seither musste ich mit ansehen, wie er immer wieder den Besitzer wechselte. Als er dann irgendwann bei Eddi lebte und schließlich wieder bei Michelle ankam, hatte ich gehofft, das hätte endlich ein Ende.
      Nancy war sich erst nicht ganz sicher, weil Hidden nun noch nicht sehr lange bei ihr war und sich erst einmal eingewöhnen sollte, sagte mir aber zu, dass ich ihn in näherer Zukunft zumindest mal besuchen dürfte. Was dann daraus werden würde, würde sich mit der Zeit noch herausstellen. Aber auch das war schon eine wahnsinnig gute Nachricht für mich! Immerhin könnte ich das kleine, freche Fohlen von damals mal wiedersehen und mir selbst ein Bild davon machen, wie der inzwischen erwachsene Hengst sich so gemacht hatte.

      Matthew war genervt. Er war derjenige, der jetzt den Großteil der Fahrt am Steuer gesessen hatte und bei knapp dreißig Stunden Autofahrt (plus einiges an Pausen) häufte sich das natürlich ganz schön. Selbst schuld – ich hatte sogar angeboten, dass ich fahren könnte, aber obwohl meine Grippe inzwischen fast vollständig weg war und ich nur noch ab und an bei zu großer Anstrengung etwas am Husten war, musste ich mich laut ihm noch auskurieren und durfte keinesfalls Autofahren. Das wäre ja eine „Zumutung“ (um ihn mal zu zitieren).
      Auf dem Echo Forest Stable angekommen, stellten wir unseren Wagen ab und machten uns dann gemeinsam auf die Suche nach Nancy. Stattdessen trafen wir auf eine junge Frau, die sich als Biene vorstellte und uns dann zu der gesuchten brachte. Diese lief gerade durch eine Stallgasse, hielt aber, sobald Biene sie gerufen hatte, inne und kam lächelnd auf uns zugelaufen. Ihr Lächeln war so eines, welches einem direkt das Herz erwärmte, weil es ehrlich war.
      Während wir uns auf den Weg zu Hidden machten, erzählte mir Nancy, wie sie auf den Hengst gestoßen war. Wir tauschten aus, was wir über Michelles Verschwinden wussten, doch viel mehr als wir hatten auch sie nicht in Erfahrung bringen können. Ich erfuhr aber, dass sie kurz vor uns von dem Geschehenen erfahren hatte. Spaziergänger hatten die Rettungsorgansation wohl informiert und so war diese unter anderem auf Hidden aufmerksam geworden. Sie hatten ihn ebenfalls auf einer der Weiden gefunden, wie er schwach und etwas mager dastand und kaum verfolgte, was um ihn herum geschah. Weil sie schon vor uns dort gewesen waren, hatten wir das Vollblut auch nicht mehr gesehen, als wir selbst auf dem Gestüt angekommen waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon bei Nancy gestanden.
      Als wir auf dem Paddock angekommen waren, auf dem der Hengst stand, erzählte Nancy mir kopfschüttelnd, wie er an seinem ersten Tag direkt über den Zaun gesprungen war und dann lediglich auf der Koppel stand und nichts weiter getan hatte, außer vor Anstrengung zu zittern. Bei seinem Anblick konnte ich mir vorstellen, wie viel Kraft ihn allein der Sprung gekostet haben müsste. Gut sah der Hengst nicht aus. Seine Knochen stachen leicht unter dem Fell hervor und so ganz interessiert war er an uns nicht. Hie und da hatte er sich die Haut aufgeschürft, allerdings waren es keine offenen Wunden (mehr). Wahrscheinlich hatte er sich auf der Weide bei Michelle noch verletzt. Dem Augenschein nach wuchs das Fell aber hier auch schon wieder etwas nach, zumindest glaubte ich das aus der Entfernung erkennen zu können.
      Unruhig zuckte Hidden hin und wieder mit den Ohren oder schlug mit dem Schweif, zeigte uns aber erst nach einer Weile, dass er uns sehr wohl im Blick hatte. Ab und zu warf er uns einen misstrauischen Blick zu, beließ es aber dabei. Gestresst sah er momentan nicht aus; vielleicht hatte er sich schon daran gewöhnt, wieder öfter von Menschen umgeben zu sein. Dafür war er aber deutlich unterbemuskelt. Hier würde einem ein ganzes Stück Arbeit bevorstehen, ehe man mit dem Hengst wieder ins Training einsteigen könnte. Wieder bei Null anzufangen wäre keineswegs verkehrt.
      Ich stellte mich näher an den Koppelzaun und streckte langsam eine Hand aus, um Hidden auch zu zeigen, dass ich nichts Böses mit ihm vorhatte, praktisch ein Friedensangebot. Der Ausdruck war vielleicht nicht zu einhundert Prozent treffend, aber in gewisser Hinsicht war er auch nicht verkehrt.
      Der dunkle Schimmel ignorierte mich erst geflissentlich, ließ sich aber nach einiger Zeit dann doch drauf ein und wandte sich mir zu. Innerlich jubelte ich hier bereits vor Freude, ließ mir aber rein äußerlich nichts anmerken und sprach dem Engländer stattdessen weiterhin beruhigend zu. Seine Ohren spielten hin und zurück, den Großteil der Zeit schenkte er mir aber seine Aufmerksamkeit. So ganz auf mich einlassen wollte er sich dennoch nicht, was allerdings auch entschuldigt war.
      Mein Gefühl sagte mir, dass ich noch mindestens eine Viertelstunde geduldig dort gewartet hatte, bis Hidden die ersten, nervösen Schritte auf mich zu machte und schließlich nicht weit entfernt von mir stehen blieb. Er blickte mir direkt ins Gesicht und achtete misstrauisch auf jede meiner noch so kleinen Bewegungen, blieb aber stehen. Bis er sich von mir streicheln ließ, dauerte es noch mal etwas, schließlich durfte ich meine Hand aber auf seinen Hals legen – natürlich nur unter strengster Beobachtung seinerseits. Sanft strich ich ihm über das raue, aber für seine Verhältnisse doch recht dichte Fell; während des Winters ohne Decke war ihm nichts anderes übrig geblieben, als zumindest etwas Winterfell anzulegen. Auch, wenn es für kanadische Verhältnisse noch immer ein Witz war.
      Nachdem ich ihn eine ganze Weile streicheln durfte, entschied sich der Vierbeiner, dass es nun auch genug gewesen sei und wandte sich wieder von mir ab. Lächelnd sah ich ihm zu, wie er sich langsam wieder vom Zaun entfernte. Er ließ sich deutlich Zeit damit und überstürzte nichts; immerhin hatte er keine Angst vor uns. Er warf uns noch einmal einen kurzen Blick zu und in diesem Moment konnte ich auch sehen, dass der Hengst ein Kämpferherz hatte. Den Blick hatte mir schon Adona geschenkt, als sie nicht mehr hochgekommen war. Auch für sie wäre das Aufgeben niemals infrage gekommen.
      Für heute sollte es allerdings reichen. Ich bedankte mich herzlich bei Nancy, dass ich Hidden einen Besuch abstatten durfte und fragte noch gleich im selben Atemzug, ob ich ab und zu mal vorbeischneien dürfte. Fast kam ich mir ein wenig aufdringlich vor; atmete aber erleichtert auf, als sie bejahte und antwortete, dass sie es gerade vorschlagen wollte. Ich nickte. „Dann wollen wir mal dafür sorgen, dass es dem Guten bald wieder besser geht“, lächelte ich, sah ein weiteres Mal zu dem Schimmel und drückte Matthew dann meinen Ellbogen in die Seite. „Oder?“
      „Natürlich“, bestätigte er mich und verdrehte nur genervt die Augen, sodass selbst Nancy sich ein Grinsen verkneifen musste.
    • Samarti
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      Tierarztbesuch
      02/2017, von Eddi | 3508 Zeichen
      „Ulalala!“, kommentierte Elisa grinsend meinen neuen Firmenwagen und ich nickte nur wissend. „Dachte eine kleine Auffrischung schadet der Praxis und mir mal nicht“, lachte ich und präsentierte stolz das neue Logo. In der Pferdepraxis hatte sich einiges geändert, nachdem wir eine kleine Winterpause eingelegt hatten. Nun ging es frisch an den Start und dabei ging es auch sofort happig los, denn meine erste besondere Idee war die Rescue-Aktion gewesen.
      Eine kostenlose Grunduntersuchung für Pferde aus schlechten Verhältnissen. Das kam Elisa gerade recht, denn seit kurzem beherbergte sie einen, uns alt bekannten, englischen Vollblüter. Es handelte sich um Morengo und der Schimmel war an sich nicht einmal alleine gekommen. Nur dass sein fast weißer Kumpel sich momentan noch woanders befand. Dabei handelte es sich um Hidden Flyer, welchem ich bereits vor ein paar Wochen einen Besuch abgestattet hatte.
      Heute aber stand Morengo im Vordergrund und deshalb rafften wir uns auch direkt auf und liefen Richtung Stall. Noch hielt Elisa den Hengst ein wenig in Quarantäne und abseits der anderen, was wohl auch besser war, denn man wusste nie, was sie alles mitbrachten. Eventuell würde die heutige Untersuchung aber ohne Befund ablaufen und dann könnte Morengo bald integriert werden.
      Elisa begrüßte ihren Schimmel liebevoll und halfterte ihn dann auf. Vorbildlich folgte er ihr aus der Box und stand dann vor mir. Ich ließ ihn an meinen Händen schnuppern, ehe ich den beiden Platz machte. Als erstes wollte ich Morengo etwas ausgiebiger laufen sehen und ihn sowohl im Ruhezustand, als auch nach Anstrengung untersuchen.
      Deshalb nahm ich direkt das Stethoskop und hörte Herz und Lunge ab. Die Werte notierte ich mir, kontrollierte noch den Puls und dann gingen wir in die Halle. Dort nahm Elisa den Hengst an die Longe und sie zeigte mir auf beiden Händen alle drei Grundgangarten des Hengstes, nachdem er gründlich aufgewärmt worden war.
      Der Bewegungsablauf wirkte einwandfrei und auch die Beugeprobe bestand Morengo. Ebenso waren seine Werte auch nach der Bewegung im grünen Bereich. Natürlich hatte er noch nicht seine alte Kondition wieder, aber man sah, dass er schon immer im Hochleistungssport unterwegs gewesen war.
      Ich lobte ihn kurz und wir gingen zurück in den Stall. Dort tastete ich noch die Beine und die Wirbelsäule ab und schaute mir dann Morengos Kopf genauer an. Ohren, Augen, Nüstern und Zähne. Alles war in Ordnung, außer den Zähnen, da musste ich dringend mal ran. Fragend blickte ich zu Elisa, welche nur den Kopf schüttelte. „Der wird nichts machen“, beruhigte sie mich, also bekam Morengo die Maulsperre ohne Beruhigungsmittel eingesetzt und ich machte mich ans Werk, sein Gebiss wieder in Gang zu setzen.
      Das war schnell getan, vor allem bei einem so lieben Patienten wie Morengo. Ich lobte ihn ausgiebig und er schien auch direkt zufriedener die Karotte zu knabbern. Abschließend gab es für den Hengst noch alle anstehenden Impfungen. Das hieß Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut. Noch die Wurmkur und eine weitere Packung für Elisa, welche nach zwei Wochen nochmal gegeben werden sollte und schon war der Hengst fertig.
      „Ich denke aufbautechnisch sowohl bezüglich des Trainings als auch der Ernährung ist er ja bei euch in besten Händen – freue mich schon, ihn dann wieder im alten Zustand zu sehen!“, meinte ich lächelnd und tätschelte Morengo nochmal den Hals, ehe es für ihn zurück in die Box ging. Auch Elisa wirkte zufrieden und lud mich direkt noch auf ein Käffchen ein.
    • Samarti
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      Ein Neuanfang
      03/2017 | 5280 Zeichen
      „Guck mal, ich hab ein neues Halfter für Acco gefunden!“, freute sich Gwen, als sie über den Hof hüpfend auf mich zugelaufen kam. Ich war gerade am Boxen ausmisten, als sich dies ereignete, stellte aber die Mistgabel auf, stützte mich darauf und zog eine Augenbraue hoch.
      Acco?
      „Accomplishment!“ Schmollend schob meine Nachbarin die Unterlippe nach vorn und sah mich mit ihrem typischen Welpenblick an. „Nicht gut?“
      Ich hatte das Gefühl, dass sie gleich Wasserfälle heulen würde, wenn ich den Spitznamen für meine Scheckstute nicht akzeptierte, so, wie sie da gerade stand. Ein jämmerliches Häufchen Elend, das nur auf der Suche nach Bestätigung war.
      „Nein. Ganz und gar nicht gut.“

      Es stimmte aber. Accomplishment war inzwischen ziemlich erwachsen geworden und der Name war einfach unfassbar lang, als dass man ihn immer wieder aussprechen könnte. Bereits vor einer Weile hatte ich mich darüber beschwert, dass wir einfach noch nicht dazu gekommen waren, uns einen passenden einfallen zu lassen, und anscheinend hatte Gwen sich das als Anreiz genommen, um sich daheim mit Stift und Papier an den Tisch zu setzen und sich ihre eigenen Gedanken zu machen. Was dabei rauskam, hatte man ja gesehen … jetzt.
      Ich war von so viel Kreativität wirklich, äh, überwältigt.

      Das Halfter war jedenfalls ganz „schlicht“ in den Farben pink und weiß gehalten. Zuerst war ich skeptisch, aber als sowohl Gwen, als auch Elena und Zai bei der Vorführung dabei waren und ich deren Reaktionen beobachten konnte, fand ich es selbst doch ganz süß. Gwen quietschte direkt verliebt auf, während Elena damit begann, dass Acco/Lisha/Accomplishment dann später auch unbedingt ihr weiteres Zubehörzeug in diesen Farben bekommen sollte, dafür würde sie sich persönlich einsetzen und anderes sei auf gar keinen Fall akzeptiert.
      Und Zai? Die verdrehte erst die Augen, gab einen spöttischen Kommentar ab und ließ sich anschließend doch noch von der Begeisterung der Anderen mitziehen.
      Nach der Halfteranprobe für Accomplishment wurde die junge Stute wieder auf ihre Weide geführt (natürlich mit dem schicken, neuen Halfter, das aber selbstverständlich auf der Weide abgenommen wurde, bevor Elena meckern konnte) und ich machte mich mit Matthew auf den Weg zum Nebenstall. Dort standen momentan nur die beiden Vollbluthengste Morengo und Hidden Flyer, wovon letzterer erst vor wenigen Tagen angekommen war. Relativ schnell hatten die Zwei sich wiedererkannt und da sie auch bei Michelle zusammen aufgewachsen waren, durften sie sich auch eine Weide teilen. Inzwischen hatten beide ordentlich zugelegt und sahen auch schon wieder mehr nach Pferd aus. Wir hatten zwar noch immer einen sehr weiten Weg vor uns, doch das wären alles keine riesigen Hürden, wenn alle an einem Strang arbeiteten – und das würden wir wohl irgendwie schaffen.

      Charles war ganz begeistert von unseren Neuzugängen, die natürlich nicht die einzigen beiden Großpferde im Stall bleiben durften. Stattdessen plante ich nun, einige Vollblüter mehr zu uns zu holen; auch PFS‘ Empire of Irony würde sich hier ganz gut machen, sobald sie erst einmal ausgewachsen wäre. Die kleine Porzellanscheckstute hatte sich ebenfalls ordentlich gemacht und sah immer weniger nach einem Fohlen aus, auch das erste Weiß kam schon ein bisschen zum Vorschein.
      Und genau das war der Punkt: Drei von drei Pferden, die kein Deutsches Reitpony waren, waren Schimmel. In ferner Zukunft würde also mein ganzer Nebenstall komplett weiß sein, wenn ich nicht etwas Farbe reinbringen würde.

      Bei Morengo trafen wir auf Charles. Matthew grüßte ihn direkt, während ich nur ein wissendes Grinsen benötigte. Von Morengo bekam er momentan einfach nicht genug, aber wen wunderte das schon – mir ging es da ähnlich. Das englische Vollblut hatte es auch mir angetan, aber Charles aus einem ganz anderen Grund: Er sah in Morengo das Rennpferd, welches den Titel „Pferd des Jahres 2010“ als Hengst für sich hatte erobern können und sogar die Triple Crown gewonnen hatte. Endlich hatten sich die Rennpferde auf diesem Gestüt behaupten können, somit war ein kleiner Traum für den Rennpferdetrainer in Erfüllung gegangen.
      Genau deshalb beschäftigte er sich nur zu gern mit dem Training der Galopper, um beide wieder zu den Pferden zu machen, die sie einst waren; oder ihnen zumindest das zu bieten, was sie beide liebten: den Rennsport. Wahrscheinlich würden beide nun viel mehr im Vielseitigkeitssport unterwegs sein als auf der Rennbahn, aber die Freude daran dürfte man ihnen dennoch nicht nehmen.
      Hidden war sehr viel umgänglicher geworden, auch wenn er sein Misstrauen den Menschen gegenüber noch nicht vollends überwunden hatte. Wir arbeiteten jedoch genug daran und schritten immer weiter fort, und solange er sich mit dem Menschen schon angefreundet hatte, der gerade mit ihm arbeitete, machte er bei der Arbeit auch mit. Man bemerkte deutlich, dass ihm die Arbeit gefehlt hatte. Vor allem die Denkarbeit machte dem Rappschimmel sichtlich Spaß und hatte er sich erst einmal überwunden, konzentrierte er sich auch darauf. Noch immer war er sehr aufmerksam und vorsichtig, ließ sich schnell ablenken und achtete haargenau auf seine Umgebung, doch es waren eindeutige Fortschritte zu erkennen.
      Mal sehen, wie sich die beiden Rennpferde auf einem Reitponygestüt so machen würden.
      Zaii gefällt das.
    • Samarti
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      Die Flucht vor Verantwortung
      05/2017 | 1256 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Hall of Fame CU, Liluye, Liberté’s Nessaja, Ocean Water, Pina, Très Jolie
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Tenacious
      Weststall: Aponi, Flightless Bird, Pamuya, PFS‘ Empire of Irony
      Nebenstall: Morengo, Hidden Flyer

      „Ich will noch nicht aufstehen“, grummelte Matthew genervt und zog sich die Bettdecke wieder über den Kopf, als ich sie ihm gerade entreißen wollte.
      „Wir haben verschlafen“, klärte ich ihn gütiger Weise auf und strafte ihn mit einem vorwurfsvollen Blick. „Du hast noch viel zu tun heute, denk dran.“
      Plötzlich schlug der Mann die Bettdecke entrüstet ans Fußende. „Ich? ICH?! Das ist DEIN Hof, schon vergessen?“
      „Nö, aber mit dem Titel als Gestütsleiter kommen gewisse Verantwortungen auf dich zu, Matthew. Dem hättest du dir vorher bewusst sein sollen.“
      „Ich bin das eh nur, damit du einen Grund hast, meinen Nachnamen als Gestütsnamen zu nehmen.“
      Ich seufzte. Ja, vielleicht hatte er da Recht. Aus einem anderen Grund hätte ich Matthew niemals mehr Verantwortung überlassen. Als ich das Zimmer wenige Minuten später verließ, um mich fertig zu machen, hörte ich vom Bett aus schon wieder ein tiefes, gleichmäßiges Atmen.
      Wenigstens schnarchte er nicht.
    • Samarti
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      Reitponysammelstelle

      11/2017 | 711 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pina, Très Jolie
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Tenacious
      Weststall: Aponi, Flightless Bird, Pamuya
      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet

      Ein eigenes Gestüt zu führen war anstrengend.
      Noch anstrengender war es, wenn der Pferdebestand gefühlt täglich wuchs und man (mal wieder) zum absoluten Reitponymessi wurde. Immerhin hatte ich inzwischen ganze vier Pferde anderer Rassen bei mir stehen, sodass es wenigstens nicht mehr nur Deutsche Reitponys waren.
      Aber die Zahl stieg weiterhin.
      Es (ich) war schrecklich.
    • Samarti
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      Dumm, dümmer, Matthew
      05/2018 | 840 Zeichen
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Casey, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pamuya, Pina, Très Jolie, Yuki
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Sacramento, Sergeant Reckless, Sonic Syndicate, Tenacious, Burnin' Unbridled Dreams
      Weststall: Aponi, Flightless Bird
      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet

      Matthew war so nervig! Nie konnte man ihm irgendeine Aufgabe überlassen, für die er dann die Verantwortung übernahm. Heute war es die Weideeinteilung gewesen, die zwar seit Monaten feststand, Matthew aber mal wieder verpeilt hatte. Obwohl unsere Grüppchen bei den Hengsten immer dieselben waren, brachte meine rechte Hand es zustande, fast alles komplett durcheinander zu bringen. Ich konnte es kaum fassen, als ich morgens (um 12...) raus ging, um nach allen zu sehen, und Allelujah und Cardillac zusammen standen und sich rauften. Die beiden waren Paradebeispiele für Hengste, die sich einfach nicht ausstehen konnten, weil sie beide immer die Nummer 1 sein mussten.
      Nachdem ich mit Jolines Hilfe alles wieder richtig organisiert hatte, stampfte ich wütend ins Haus und direkt auf unser Büro zu.
      Der sollte sich auf was gefasst machen.
    • Samarti
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      Wow, wir haben keinen Bock auf diesen Knochenjob
      11/2018 | 1960 Zeichen
      Townsend Acres
      Hauptstall: Accomplishment, Ace of Clubs, Beverly, Casey, Devina, Kiss me Quick, Liluye, Liberté’s Nessaja, Liscalina, Ocean Water, Pamuya, Pina, Très Jolie, Yuki
      Südstall: Allelujah, Avanti, Cardillac, Chesmu, Intoxicated, Levi, Sacramento, Sergeant Reckless, Sonic Syndicate, Tenacious, Burnin' Unbridled Dreams
      Weststall: Aponi, Flightless Bird

      Nebenstall: Hidden Flyer, Morengo, PFS‘ Empire of Irony, Shrinking Violet


      Gut Sanssouci
      Hengste im Sport: Räuberfürst, Rockford, Paint it Black, Real Steel, Romerico, Liberté’s Cresant Moon
      Stuten im Sport: Noell, Räubertochter, Show me Heaven, Lichterloh, Dark Chocolate, Long Island Icetea
      Hengste in der Zucht: Dark Decission, Dark Intention, Cloud Nine, Burnin’ Diome, Flavor of the Weak, Flavor of the Month, Clouded Sky, Kalzifer, Csíny, Császári
      Stuten in der Zucht: Colored Belle, Dark Jewel, Minstrel, Alors on Chante, Ékes, Colour GH’s Baila Conmigo, Rockabella, Golden Lights, Jacarta, Dark Rubin, Tavasz, Poppysmic
      Nachwuchspferde: Crescent Jewel, Golden Cascade, Dajeen, Weltwunder, Couleur du Deuil, Éllovas

      Aufzuchtskoppel: Abendsonne, Flavored Coffee, Darkest Hour, Clouded Mind, Cover the Stars, MIllenium Falcon


      - POV: Matthew -
      Elena und Elisa saßen mal wieder mit Wein vorm Kamin. Getan hatten sie heute (wie immer) nichts. Nate, Collin und ich mussten die Pferde versorgen. Alle 46 plus 34 Pferde. Zitat Elena: „Sind das genau 100?“ – Es war also sehr viel Wein. Zu viel. Natürlich hatten wir unseren Job sehr gut gemacht, auch wenn die Turniersaison vorbei war. Aber wir wurden nicht fürs Rumstehen bezahlt. Das betonten die beiden sehr, sehr, SEHR oft. Während sie frauenverachtende Rap- … äh… -videos schauten, waren wir gerade fertig mit den letzten Pferden und freuten uns auf den Feierabend und ein kühles Bier ausnahmsweise, weil wir ja verantwortliche Erwachsene waren. Im Gegensatz zu den bescheuerten Deppen. Wie dem auch sei, alle waren versorgt. Gemistet, geritten und gepflegt.
      Ciao, euer Matthew!
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  • Album:
    2.4 - Nebenstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    5 März 2017
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    Kommentare:
    13

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    Rufname: --
    geboren: April 2010 | Alter: 7 Jahre


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    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Braunschimmel
    Stockmaß: 158 cm

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    Beschreibung:

    Morengo bleibt stets entspannt - auch vor Rennen. Er fürchtet sich vor nichts und hat Nerven wie Drahtseile. Er steckt einen mit seiner Ruhe vor dem Start regelrecht an. Doch sobald man die Startbox betritt, ist er hochkonzentriert. Er lässt sich auch bei einem Rennen kinderleicht lenken und zurücknehmen. Morengo hat einen starken Siegerwillen und weiß, was er will. Er fasst sehr schnell Vertrauen. Manchmal hat man bei ihm das Gefühl, dass er einem jeden Tag danken will, dass man sich um ihm kümmert und an ihn glaubt.

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    eingeritten [] | eingefahren []
    Reitstil: Englisch

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    Galopp S*** | Dressur A | Springen A

    Platzierungen
    167. Galopprennen
    190. Galopprennen
    331. Galopprennen
    243. Militaryturnier


    Joelle Galopp

    11/07/2010. 2. Platz Fliegerrennen (1000m)
    15/08/2010: 1. Platz Steherrennen (3000m)
    18/09/2010: 2. Platz Altersgewichtsrennen (1900m)
    02/10/2010: 1. Platz Herbstcup (2200m)
    17/10/2010: 2. Platz Altersgewichtsrennen (3100m)
    05/12/2010: 2. Platz Nikolausrennen (2200m)
    05/06/2011: 1. Platz Altergewichtsrennen höchste Klasse (2500m)

    Triple Crown-Rennen
    1. Platz 1. Mayflower Derby
    1. Platz 1. St. Leger
    1. Platz 1. The Two Thousand Guineas Stakes (1500m)
    Rennpferd des Jahres 2010 (Hengst)
    24/12/2013: 1. Platz 1. Wintercup Oldies


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    zur Zucht zugelassen []
    steht als Deckhengst zur Verfügung []
    Momentane Punktzahl: 14 (16)

    Gencode: Ee Aa Gg
    Carenté-Pferd [
    ]
    Decktaxe: n. v.

    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Samarti


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    gechippt []
    Letzte Kontrolle: 02/2017
    Letzte Impfung: 02/2017 | Letzte Wurmkur: 02/2017


    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: n. v.


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    Version 1 | Version 2 |
    Offizieller Hintergrund

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