Veija

Miss Independent

* in meinem Besitz seit 25.02.2020

Miss Independent
Veija, 25 Feb. 2020
Wolfszeit gefällt das.
    • Veija
      Ihr Leben bei fire and ice
      fire_and_ice, 03 October 2010
      Da ich nicht viel Zeit hatte, um mich um Miss zu kümmern, führte ich sie einfach schnell von der Weide runter und band sie am Zaun an. Dort putzte ich sie flüchtig. Sie sah aufgeregt aus, wahrscheinlich weil sie sich über meine Hektik wunderte. Ich trenste sie und ging mit ihr auf den Sandplatz. Dort longierte ich die Dtute eine halbe Stunde lang und führte sie dann ein paar Minuten Schritt um den Hof.
      Zum Schluss kratzte ich ihr die Hufe aus, fettete sie ein und fütterte meine Pferde. Zum Abschied bekam Miss noch einen Apfel.

      fire_and_ice, 05 April 2010
      Ich begrüßte Miss am frühen Morgen mit vielen Streicheleinheiten. Sie schien mir müde zu sein und trottete nur langsam hinter mir her. Ich putzte sie draußen auf dem Hof, während sie ein wenig Heu fraß. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang, bei dem sie die Gegend gar nicht interessierte. Ich fing an mir Sorgen zu machen. Normalerweise war sie fit wie ein Turnschuh und schaute neugierig in alle Richtungen. Ich beschloss umzudrehen und sie auf die Koppel zu lassen. Wenn es nicht besser werden würde, müsste ich einen Tierartzt rufen. Ich kontrollierte das Wasser und das Heu, es schien alles in Ordnung... Auch auf der Weide waren keine giftigen Pflanzen zu finden. Ich beobachtete Miss noch eine Weile und fuhr dann nach Hause. Später rief ich den Tierarzt an.

      fire_and_ice, 11 October 2009
      Es regnete wie verrückt. Zum reiten hatte ich nun absolut keine Lust, doch ich konnte Miss nicht einfach stehen lassen... Ich schwang mich aufs Fahrrad und fuhr durch den Regen zum Reiterhof. Miss begrüßte mich mit einem lauten Wiehern, als sie mich an ihrer Weide vorbei fahren sah. Ich nahm ein Strick und ging auf sie zu. Zur Begrüßung bekam sie von mir ein kleines Stück Brot. Dann trabten wir schnell durch den Regen zum Stall. Dort putzte ich sie gründlich, allerdings war sie klitschnass... Also beschloss ich etwas Bodenarbeit zu machen. Ich ließ sie in der Halle über eine blaue Plane gehen, zeigte ihr einen gelben Schaumstoffball, spannte einen Regenschirm auf, ließ sie rückwärts, seitwärts und vorwärts gehen und übte mit ihr das Kompliment. Nach einer Stunde hatten wir beide die Schnauze voll. Ich war vollkommen zufrieden mit ihr, also brachte ich sie zurück auf die Koppel. Inzwischen regnete es schon weniger, es dämmerte und ich beschloss ihr shcnell noch Heu auf die Weide zu schmeißen. Dann verabschiedete ich mich mit einem dicken Apfel von ihr.

      fire_and_ice, 27 May 2009
      'Hey Miss Independent, naaaa süße, wie gez dir?' sagte ich und ging auf die hübsche zu. Ich holte sie von der weide und band sie auf dem hof an. Dort kratzte ich ihr die hufe aus, kämmte die mähne, verlas den schweif und putzte sie gründlich. Als ich fertig war bandagierte ich ihre beine, machte sprungglocken um die hufe, sattelte und trenste sie. Dann gingen wir in die hale wo ich sie eine halbe stunde lang longierte und mich anschließend noch 10 minuten drauf setzte. Sie arbeitete gut mit, also beschloss ich für heute schluss zu machen und sie wieder auf die weide zu bringen. Ich schaute ihr noch ein weile zu wie sie fraß, sich wälzte und die anderen pferde über dne zaun hinweg beschnupperte. Dann verabschiedete ich mich mit einem apfel von ihr. 'Bis morgen süße' rief ich im weggehen und sie nickte mir zu.

      fire_and_ice, 08 March 2009
      Heute nahm ich mir viel Zeit für mein bestes Pferd im Stall. Ich holte sie von ihrer Weide, nachdem sie ihr Heu vertilgt hatte und putzte sie ausgiebig auf dem Hof. Die Sonne schien, es war warm und ihr Fell schimmerte in dem Licht Gold-braun. Miss genoss die Wärme und schnaubte desöfteren. Ich sprach viel mit ihr und als sie fertig war holte ich den Rennsattel aus der Sattelkammer. Als sie mich mit diesem Sattel kommen sah riss sie erfreut den Kopf hoch und wieherte einmal aus, denn sie wusste genau, dass dieser Sattel 'Rennen' für sie bedeutete. Als ich sie gesattelt und getrenst hatte legte ich ihr schnell noch Gamaschen an. Dann setzte ich meinen Reithelm auf den Kopf, saß auf und ritt ins Gelände mit Miss. Sie war ganz erstaunt, dass ich nicht zur Rennbahn ritt, doch ich wollte sie heute eine lange Strecke nur geradeaus reiten. Die Stute sah schon die lange gerade Strecke aus vielen Feldwegen und wollte loslegen, ich ritt sie erst einmal warm, dann schnallte ich meine Bügel kürzer. Ich trabte an, gab die Hilfe zum Galopp und trieb sie dann schneller. Miss flitzte den Feldweg runter als würde sie um ihr Leben laufen, mir liefen die Tränen über die Wange, da der Wind so kalt war. Miss atmete stark, zeigte jedoch nicht, dass sie nicht laufen wollte, im Gegenteil, mir fiel es schwer sie zurück zu nehmen und durch zu parieren in den Trab. Ich lobte sie ausgiebig. Dann sollte sie ein paar Minuten verschnaufen, bevor ich die ganze Strecke wieder zurück galoppierte. Vielleicht bildete ich mir das nur ein, doch ich hätte schwören können, dass sie auf dem Rückweg noch mehr Gas gab. Die Krähen flogen in die Höhe, als wir uns ihnen näherten und die Rehe auf dem Feld schauten verängstigt, weil sie die Situation nicht kannten. Ich nahm Miss bei den letzten beiden Feldwegen zurück und parierte wieder durch. Dann ließ ich sie wieder verschnaufen und schnallte mir die Bügel wieder länger.
      Als wir am Reiterhof ankamen, war sie noch immer klitschnass. Ich ritt weiter schritt und warf ihr eine Abschitzdecke über den Rücken. Dann stieg ich ab, brachte Sattel und Trense weg und stellte Miss Independent ins Solarium. Dort kratzte ich ihr die Hufe aus. Anschließend spritzte ich ihre Beine in der Schmiede mit kaltem Wasser ab.
      Ich brachte die Stute zurück auf ihre Weide, dort bekam sie noch ein wenig Silo, Äpfel, Möhren und ein wenig hartes Brot. Ich klopfte sie am Hals und verabschiedete mich von ihr.

      fire_and_ice, 28 January 2009
      'Hey Miss!' rief ich lauthals über die Weiden. Sofort sah ich wie meine Stute den Kopf hochriss und hörte daraufhin ein lautes Wirren. Sie schaute sich schnell um und kam dann an den Zaun getrabt. Ich strich ihr über die Stirn und gab ihr einen Apfel, dann holte ich sie von der Weide und band sie auf dem Hof an.
      Als nächstes holte ich das Putzzeug und fing an sie zu putzen... Der Schweif war schon wieder sehr lang, also beschloss ich ihn kürzer zu schneiden. Langsam fing es an zu regnen also holte ich Sattel und Trense um ein wenig Dressur in der Halle zu reiten.
      Nach einer Stunde trottete Miss erschöpft hinter mir, aus der Halle, her. Ich lobte sie mit Worten und klopfte sie am Hals. Dann sattelte und trenste ich sie ab, legte ihr eine Abschwitzdecke über den Rücken und krazte noch schnell die Hufe aus. Ich stellte sie wieder auf die Weide, wo sie noch etwas Futter bekam und ein paar Leckereien. Dann verabschiedete ich mich von ihr. 'Bis morgen!', rief ich und fuhr nach Hause.

      fire_and_ice, 09 October 2008
      'Hallo meine Hübsche' begrüßte ich Miss. Mit großen Augen sah sie mich mal wieder an und wühlte in meiner jackentasche nach Leckerlies. 'Später, erst wird was getan', lachte ich sie an. Ich halfterte sie auf und führte sie auf den Hof. Dort band ich sie an und putzte sie gründlich. Ich flocht ihr die Mähne in einem Bauernzopf zusammen. Als ich damit fertig war, holte ich Gamaschen und Sprungglocken. Aus der sattelkammer kam ich mit dem Springsattel und der Trense wieder. Ich sattelte und trenste meine Stute, danach saß ich auf. Nach 10 Minuten Schritt reiten fing ich an sie zu lösen.
      Endlich kam mein Reitlehrer und baute ein paar kleine Sprünge auf. Wir trabten ein paar mal über Stangen und nahmen dann ein kleines grün-gelbes Kreuz. Dies wiederholten wir 3 mal. Danach kam ein kleiner Steilsprung mit einer Planke hinzu. Miss schaute zuerst erschrocken, nahm den Sprung jedoch ohne Probleme.
      Nachdem wir uns gründlich aufgewärmt hatten, ritten wir einen ganzen Pacours mit 7 Sprüngen. Meine Stute hatte es heute sehr eilig. Trotzdem lobte ich sie ausgiebig. Bis die Sprünge höher gebaut waren ließ ich sie noch ein wenig verpusten. Dann ritt ich eine große Runde. Als Miss Independent auch diese Problemlos nahm, trabte ich sie am langen Zügel leicht und klopfte sie am Hals.
      Nach dem trockenreiten schmiss ich eine Abschwitzdecke auf ihren Rücken. Ich kratzte auf dem Hof die Hufe aus, sattelte sie ab und belohnte sie mit 3 dicken Möhren. 'Lass es dir schmecken Dicke', sagte ich zufrieden und strich ihr über den Hals.
      Ich brachte sie zurück zur Koppel, wo ich sie noch fütterte und mich dann von ihr veranschiedete.
    • Veija
      Ihr Leben bei Abajo 2011
      Januar 2011, by Abajo
      Ich konnte es nicht glauben. Vor wenigen Minuten hatte ich eine Stute Namens Miss Independent geschenkt bekommen. Da war mir noch nicht klar, wie erfolgreich dieses Pferd eigentlich ist! Ich wartete ungeduldig darauf, dass der Hänger kommen würde, doch er kam nicht. Ungeduldig lief ich auf und ab, bis ich ihn schließlich den Weg heraufrollen sah. Ich bedankte mich bei dem Fahrer und übernahm die Papiere von der Stute. "Na dann will ich mir die Hübsche mal anschauen." Vorsichtig öffnete ich die Hängertür und holte das Pferd am Strick heraus. Die STute benahm sich vorbildlich, sie war den Hänger auf Grund ihrer Turniere ja gewohnt. Ich hatte mich gleich in ihre Farbe verliebt, das helle Braun im Fell und das Schwarz im Langhaar. Ich war begeistert! Zur Eingewöhnung brachte ich die Hübsche erst mal in eine Box, wo ich ihr Heu gab. Miss wieherte, wobei sich ihre Nüstern aufgeregt weiteten. "Na, gefällt es dir hier?" Ich lief schnell nochmal zum Hänger, um ihr Zubehör zu holen. Darunter Sattel, Zaumzeug und eine Kiste. Ich trug alles in die Sattelkammer und öffnete dann die Kiste. Kurz darauf war ein "Woah.. das sind ja viele SChleifen" zu hören. Ich nahm die Kiste mit zu Misses Box und heftete jede Schleife an das SChild der Boxentür. Miss beobachtete mich interessiert und vergrub nach einigen Minuten die Nase im Heu, es schien ihr zu schmecken und sie wirkte gar nicht nervös. Ich beobachtete sie noch eine Weile, verließ dann aber den STall, damit die Stute etwas Ruhe hatte.

      Pflege für Pn's Firefly, Miss Independent und Calinka:
      Februar 2011, by Nigolasy
      Als ich heute zu Abajos/meinen Pferden kam ging ich als erstes zu Pns Firefly. Sie stand auf der Weide und tollte rum. Firefly!, rief ich und sie kam sofort angetrottet. Na? Wie geht es dir kleine Maus?, fragte ich sie worauf sie mit einem freudigem wiehern antwortete. Ich musste lachen. Ich zog ihr das Halfter an und führte sie auf den Putzplatz. Ich fing an sie zu putzen. Nach dem sie fertig war lies ich sie kurz stehen und holte Miss Independent und Putze auch sie. Als sie sauber war Sattelte ich sie und nahm sie und Pns Firefly und ging vom Putzplatz. Auf dem Hof stieg ich auf und Ritt los mit Fire als Handpferd. Ich ritt Richtung Wald da es heute ziemlich warm war. Fire trottete neben mir her. Nach gut 20 Minuten trabte ich an und trabte langsam den weg entlang. Fire Galoppierte neben uns her und lies ein Freudiges Wiehern erklingen als sie ein Eichhörnchen sah. Ich ging wieder Schritt und wurde ganzlangsam damit Fire auch mal Schritt laufen konnte. Nach gut 20 Minuten kam ich wieder auf dem Hof an. Ich sattelte ab und mischte noch Mash für beide zusammen. Als sie es auf gefressen hatten brachte ich beide wieder auf die Weiden und holte gleich Calinka runter und nahm sie mit auf den Putzplatz. Ich putzte sie gründlich und sattelte sie. Dann ging ich mit ihr auf die Gelände strecke. Ich stieg auf und ritt sie warm. Nach 10 Minuten gang Wechsel nahm ich das erste Hindernis. Ein Heckensprung, sie sprang elegant drüber und landete weich. Ich sprang noch über ein Wassergraben, ein Brettersprung und ein weiter Brettersprung die sie sehr gut meisterte. Ich stieg ab und ging zurück zum Putzplatz wo ich absattelte und auch ihr Mash gab. Nach dem sie auf gegessen hatte brachte ich sie zurück auf die Weide füllte dort noch Wasser auf und ging dann nach Hause.

      Februar 2011, by Abajo
      Heut hatte ich es endlich geschafft, früher aus der Arbeit zu kommen. Gleich stürmte ich in den Stall um die Pferde zu versorgen. Während ich zur Weide ging, überlegte ich, was ich mit wem machen sollte. Ich beschloss einfach spontan zu handeln.

      Zuerst schnappte ich mir Dream, sie war immer noch nicht ganz auf den einen, weshalb ich vor hatte, sie nur ein bisschen zu longieren. Zu aller erst musste sie allerdings von ihrem Schmutz befreit werden. Typisch Schimmel, da fällt so etwas immer sofort auf. Ich band die Hübsche am Putzplatz an und striegelte mich durch ihr Fell. Nachdem ich die Hufe ausgekratzt und das Langhaar verlesen hatte, legte ich ihr den Longiergurt und das Kappzaum um. Aufgeregt tänzelte sie herum, ihr war bewusst, dass sie sich nun endlich ein bisschen mehr bewegen durfte. Ich trainierte ganz gezielt an ihrem Muskelaufbau und ließ sie zum Schluss entspannend galoppieren. Als ich ihr die Ausrüstung abgenommen und ihr etwas Kraftfutter gegeben hatte, wirkte sie sehr erfrischt.

      Nachdem ich Dream zurück auf die Weide gebracht hatte, holte ich mir Misses Foxi und Miss Independent, meine 2 Prinzessinnen. Die beiden hatten sich gleich von Anfang an ins Herz geschlossen. Zuerst putzte ich beide ausgiebig, was sie ohne Eifersucht oder Zickereien genossen. Ich dachte es wäre am besten, mit den beiden einfach einen gedehnten Spaziergang zu unternehmen. Gesagt getan, ein paar Minuten später liefen wir gemütlich auf einem Feldweg entlang. Ich ließ sie immer wieder an den Grashalmen knabbern und ab und zu legten wir eine kleine Trabstrecke ein. Miss Independent war die bravere von beiden, doch mit ihr an meiner Seite verhielt sich auch Misses Foxi vorbildlich. Nach einer halben Stunde kehrten wir zum Stall zurück und ich gab beiden noch eine kleine Portion Futter.

      Calinca wieherte mir schon freudig entgegen, als ich sie von der Weide holte. Die kleine sah schon viel besser aus. Am Putzplatz angekommen striegelte ich ihr Fell, ich kratzte ihre Hufe aus und verleste das Langhaar. Beim Putzen merkte ich, dass sie am Rücken etwas verspannt war, weshalb ich eine Massage startete. Zuerst am Widerrist, dann die Wirbelsäule entlang bis zum Schweifansatz. Calinca ließ sich verwöhnen und schloss zufrieden die Augen. Nach einigen Minuten war ich fertig und gab ihr einen Apfel zu fressen. Typisch Calinca verschlang sie ihn sofort und blickte mich dann wie ein Dackel an. Ich hatte allerdings schon früh gelernt, mich auf solche Spiele nicht einzulassen und brachte sie nur lächelnd zurück auf die Weide. Empörend prustend galoppierte sie dann auch schon wieder davon.

      Das war es für heute, morgen würde ich mich dann um meine 4 Hengste kümmern.

      April 2011, by Abajo
      "Puuuh", gab ich genervt von mir, als ich an der Weide angekommen war und Miss Independent erblickte. Sie hatte sich schon wieder genüßlich im Dreck gewälzt und blickte mir unschuldig entgegen. "Jajaa... tu doch nicht so, ich weiß genau, dass du das mit Absicht machst!" Miss merkte sofort, dass sie mit mir nicht spaßen sollte heute und kam brav zu mir, um sich das Halfter anlegen zu lassen. Nachdem ich mit ihr zum Putzplatz gegangen war und sie angebunden hatte, machte ich mich an die Arbeit. Zuerst entfernte ich den eingetrockneten Schlamm aus den Fell und bürstete dann mit einer feineren Bürse nach. Mit der selben Bürste bearbeitete ich den Kopf und die Beine. Das Langhaar bedarf schon etwas mehr Aufwand, da dieses total verkrustet war. Heut war recht warmes, schönes Wetter, weshalb ich beschloss, Miss ein bisschen zu waschen. Ich holte Shampoo und nahm dann gleich den Wasserschlauch mit. Die Stute beobachtete mich etwas misstrauisch, sie schien zu merken, was ich vor hatte. Aber der Blick und selbst ein entrüstetes Schnauben, als das Wasser ihr Bein berührte, half nichts. Nach einigen Minuten hatte sie sich beruhigt und ich konnte entspannt ihre Beine waschen und dann ihr Langhaar einshamponieren. Mittlerweile hatte Miss die Augen aus Langeweile geschlossen und ich war pitschnass, da sie ihren Schweif gerne zur Verteidigung einsetzte. Zuletzt wusch ich das Shampoo heraus und säuberte die Hufe. Damit sie sich nicht gleich wieder auf der Weide wälzen konnte, beschloss ich mich zu einem Spaziergang mit ihr, um sie (und auch mich) trocknen zu lassen. Bei der Hitze dauerte es nicht lange, nach 15 Minuten hatten wir den Hof gemütlich umrundet und Miss Independent hatte sich den Bauch mit frischem Gras vollgeschlagen. Vollkommen zufrieden ließ ich sie schließlich wieder auf die WEide zu den anderen Stuten.

      Mai 2011, by Abajo
      "Hey Hübsche", begrüßte ich Miss leise, als ich zu ihr auf die Weide kam. "Heut hab ich leider nicht allzu viel Zeit" Ich legte der Stute das Halfter um und ging dann mit ihr spazieren. Auf den Feldwegen ließ ich sie grasen und wie legten ab und zu einen kleinen Trabweg ein. Miss benahm sich vorbildlich und zog nicht, sie verhielt sich eher wie ein gut ausgebildeter Hund. Weil sie so brav war, bekam sie auch etwas mehr Gras als sonst und dann gingen wir auch schon wieder zurück.

      Mai 2011, by Abajo
      "Miss, wo bist du denn?" Verzweifelt suchte ich den kompletten Hof ab, Misses Foxi blieb verschwunden. "Das gibts doch nicht... sie stand doch gestern noch in ihrer Box." Heute war leider auch keiner meiner Pfleger da, somit musst ich also alleine suchen. Nach einer Stunde panischem Suchen fand ich sie schließlich bei Miss Independent auf der Weide. "Nanu? Wie kommst du denn hier her?" Bis jetzt hatten sich die beiden Stuten nie sonderlich vertragen, aber heute standen sie beide nebeneinander auf der Weide und ließen sich die Sonne auf dem Rücken scheinen. "Ihr seid ja echt wahnsinnig." Kopfschüttelnd beobachtete ich die beiden und nahm sie mit zum Putzplatz. Plötzlich waren sie unzertrennlich und ich fragte mich, wie es wohl dazu gekommen war. Misses Foxi könnte unmöglich über den Zaun gesprungen sein. Einer meiner Pfleger wird wohl was verwechselt haben.
      Ich putzte beide ausgiebig und sattelte danach Miss Independent. "Heut gehen wir mal zu 3. ausreiten, na wie findet ihr das?" Ich zäumte beide auf, wobei sie sich vorbildlich benahmen und stieg dann auf Miss Independent. "Jetzt kann ich euch beide ja gar nicht mehr mit Miss abkürzen, sonst wisst ihr ja gar nicht mit wem ich rede", lachte ich leise vor mich hin. Misses Foxis Strick schlang ich um das Horn des Westernsattels und eine halbe Stunde später waren wir schon mitten im Wald. "Heut ist es wirklich sehr schön, na was sagt ihr?" Wie erwartet bekam ich keine Antwort, aber das war ich ja schon gewohnt. Nach weiteren 40 Minuten kamen wir wieder zurück zum Hof, wir waren zwar nur Schritt gegangen, aber die Sonne hatte uns alle zum Schwitzen gebracht.
      Nachdem ich beide Pferde versorgt und ihnen etwas Kraftfutter gegeben hatte, beschloss ich, die beiden ab heute gemeinsam auf die Koppel zu stellen. Die beiden dankten es mir, indem sie sich im Galopp ein Wettrennen lieferten. Wer von beiden gewinnen würde, stand allerdings noch in den Sternen, da ich schon auf dem Weg zum nächsten Pferd war.

      Tierarztbericht für Miss Independent
      Mai 2011, by NorwegeerStar
      Mein erster Auftrag in der neuen Tierklinik und schon am Tag der Eröffnung einen Auftrag - wenn das mal kein guter Anfang war!
      Nun stieg ich aus dem Auto, war grade eben bei Abajo untergekommen, die mich ihrer Stute wegen angerufen hatte. Nachdem sie mir kurz erklärte, was gemacht werden sollte, schnappte ich mir meine Tasche und ließ mir Miss Independent zeigen. Die Stute machte schon auf den ersten Blick einen munteren Eindruck und auch nachdem Abajo sie aus der Box geholt hatte, stellte ich fest, dass mein erster Eindruck richtig gewesen war. Zuerst hörte ich sie ob, ob Herz- und Lungenfunktion normal waren, sowie die Darmtätigkeit in Ordnung war - so weit, so gut. Anschließend tastete ich die Beine ab, sah der Stute in die Augen, Ohren und ins Maul. Auch hier war nichts auffälliges. "Kannst du sie mir einmal vorführen?" bat ich, um Miss Independent im Schritt und Trab laufen sehen zu können. Auch hier war alles okay.
      Als ich nun die Spritze aufzog, und die Stute gegen Herpes, Influenza, Tollwut, Tetanus, Pilz, Streptokokken und Fohlenlähme impfe, blieb sie ruhig stehen und lie sich auch anschließend die Wurmkur verpassen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. So eine angenehme Patientin! Nun verabschiedete ich mich von Abajo und Miss Independent, mit der Empfehlung die Wurmkur als auch die Impfungen regelmäßig zu wiederholen und in geraumer Zeit die Zähne abschleifen zu lassen.

      Hufschmiedbericht
      Mai 2011, by Hosie
      Meine nächste Station war Abajos Hof.Dort sollte mich eine 8 jährige Quarterstute erwarten.
      Guter Dinge führ ich durch die Stadt, um in einem Nachtbarort Abajos Stall aufzusuchen.
      Zehn Minuten früher als vereinbart errichte ich dann den idyllischen Hof und sah mich zuerst nach einem geeigneten Platz um. Auf einem großem Putzplatz hielt ich meinen Wagen an und wartete auf Miss Independent.
      Ein Stallhelfer brachte sie zu mir und betonte, dass Miss sehr gutes Hufhorn hat und daher keinen Beschlag benötigt.
      Ich begrüßte also die hübsche Stute und tätschelte ihr den Hals. Dann band ich mir meinen Beinschutz um und schnappte mir mein Hufmesser. Zuerst bearbeitete ich die Innenseite ihrer Hufe, anschließend nahm ich eine Zange und knipste die Überstehenden Seitenränder des Hufen ab.
      Miss Independents Hufe waren nun im Grobaufbau fertig. Für die Feinarbeit nahm ich mir meine Raspel und feilte die Hufen von außen glatt. Erst mit der Groben, dann mit der feinen Seite des Geräts. Der Stute gefiel es offensichtlich nicht so gut, mit einem Huf auf den Block gestützt stehen zu müssen und sie wackelte ein bisschen rum. Zum Glück hatte ich schon einiges an Erfahrung, so dass ich kaum mehr bemerke wenn ein Pferd nicht ganz stillhält.
      Nachdem ich die letzten Unebenheiten beglichen hatte bat ich den Stallhelfer von vorhin Miss Independent Vortraben zu lassen. Sie ging taktrein und fußte korrekt auf, was für mich hieß das ich mich nach dem einölen der Hufe mit einem Leckerli bei der Braunen Stute verabschieden konnte.

      SK Teilnahme
      Juni 2011, by Abajo
      Endlich hatten wir es geschafft! Miss Independent war nun zur Zucht zulgelassen. Sie selbst schien wenig von ihrem Glück zu merken, mich freute es dafür umso mehr.


      Meine Teilnahme mit Miss Independent

      Miss Independent scharrte aufgeregt, als wir schon einige Minuten auf unseren Aufruf warteten. Dann aber ertönte die Lautsprecherstimme: Jetzt kommt Abajo mit ihrer Stute Miss Independent!.
      Beim Eingang brachte ich Miss durch die richtigen Hilfen in einen flotten Trab und ritt mit ihr die Mittellinie entlang bis zu X. Dort angekommen ließ ich die Stute aus dem Trab heraus anhalten, worauf diese empört schnaubte, aber brav gehorchte und sogar geschlossen stand. Ich grüßte die Richter mit der linken Hand und einem Kopfnicken und als die Glocke ertönte, trabte ich Miss wieder an.
      Im starken, ausdrucksvollen Trab meiner Stute flogen wir den Hufschlag entlang durch die Halle. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich und Miss benahm sich fast schon wie ein Gewinner, denn die trug den Schweif imponierend hoch. Nach einer Runde wechselten wir diagonal durch die ganze Bahn, wobei Miss Independent automatisch ihre Schritte etwas verlängerte. In der darauf folgenden Ecke nahm ich sie etwas zurück, damit wir ohne Probleme durch die Schlangenlinie kamen. Die Stute ließ sich entspannt biegen und ich achtete darauf, die Linien sauber zu reiten.
      Bei A ritten wir auf den Zirkel und Miss Independent spitzte aufmerksam die Ohren, weil an so einer Stelle oft Galopp gefragt war. Da hatte sie diesmal sogar recht. Bei A legte ich den äußeren Schenkel verwahrend etwas zurück, um ihr mit dem Inneren Galopp zu signalisieren. Übermütig wie sie Heute war, waren die ersten 2 Schritte mehr Buckel als Galoppsprünge und der weiße Schaum aus ihrem Maul landete auf meiner Hose. Toll, dachte ich grinsend, schon wieder waschen, als Miss nun schön ruhig im Mittelgalopp lief.
      Nach einer ganzen Runde durch die Halle parierte ich sie bei A wieder zum Trab durch. Im normalen, gemütlichen Trabtempo meiner Stute meisterten wir schließlich noch die 3 Schlangenlinien. Bei C verlagerte ich mein Gewicht etwas nach hinten und parierte sie so zum Schritt durch. Bei der nächsten Gelegenheit wechselten wir durch die ganze Bahn um bei A wieder auf die Mittellinie zu gehen. Ich ließ Miss jetzt schon die Zügel etwas lockerer damit sie sich entspannen konnte.
      Bei X angekommen ließ ich die Stute wieder anhalten. In dem Moment, als ich gerade grüßen wollte, schüttelte Miss Independent ihren Kopf, bis hin zum Hals und dann den Körper entlang bis zu ihrem Schweif. Sie wirkte dabei wie ein nasser Hund, der versuchte trocken zu werden. Die Richter lächelten leicht, als sie meinen missglückten Abschiedsgruß bemerkten, denn ich musste mich mit der Hand in der Mähne festhalten. Auf der Tribüne lachten einige. Über die Situation grinsend und vollkommen zufrieden trabte ich mit Miss Independent schließlich aus der Halle.
      Sie verstand gar nicht, wieso sie heute alle auslachten und nicht wie üblich, applaudierten. So verdutzt wie sie war, machte ich draußen gleich noch ein Foto von ihr, um dieses super süßen verwirrten Gesichtsausdruck festzuhalten. Ein Leckerli durfte natürlich auch nicht fehlen.

      September 2011, by Raven
      Mein Besuch bei Miss Independent:

      Nervös fuhr ich meinen Wagen auf den unbekannten Hof. Als ich endlich einen Parkplatz fand, stellte ich das Auto ab und bahnte mir dann den Weg zu den Ställen. Der Hof war gepflegt und gefiel mir. Nichts desto trotz war ich eigentlich nicht hier um den Anblick zu genießen, sondern viel mehr um mich um Miss Independent zu kümmern. Allein bei dem Namen schlug mein Herz schneller. Für mich war die Stute eine Legende. Unzählige Tuniersiege hatte sie aufzuweisen. Und sie war natürlich die Mutter meiner geliebten Jade. Das machte auch nochmal was aus.
      Auf dem Weg zu Indi kam ich an all den Schleifen vorbei, die sie gewonnen hatte und musste mich ersthaft zusammenreißen, um nicht zu hyperventilieren. Dann stand ich plötzlich vor ihr. Das goldschimmernde Fell, die sanften dunkel Augen... Ich fuhr, als eine Hand vor meiner Nase schnipste. Eine Frau grinste mich an. Ich war wohl in eine Art Trance gefallen, denn ich hatte sie garnicht kommen hören. Sie stellte sich als eines der Stallmädchen vor und machte sich bald darauf wieder an ihre Arbeit. Nun war ich alleine mit Indi. Die Stute musterte mich neugierig. Mit gewinnendem Grinsen bot ich ihr eine halbe Möhre auf der flachen Hand dar und sie nahm sie. Möglicherweise steigerte ich mich da in was rein aber waren ihre Lippen nicht noch etwas zarter, als die der anderen Pferde? Als wir und einigermaßen vertraut gemacht hatten, führte ich Miss Independent aus ihrer Box zum Putzplatz. Dort striegelte ich die Stute ausführlich. Ich entfernte die alten Haare und groben Dreck, anschließend glättete ich das Fell mit der weicheren Bürste. Beim Hufeauskratzen war die Stute lieb und sogar das Gesicht lies sie sich waschen. Ich mistete auch den Stall der Stute gründlich aus, brachte Heu. Ans Reiten oder Füttern traute ich mich nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis der Besitzerin.
      Nachdem ich die Stute wieder sauber und zufrieden in ihre Box gebrachte hatte, verweilte ich noch eine Zeit lang dort, dann verabschiedete ich mich wehmütig von ihr. Ich gab ihr noch die andere Hälfte der Karotte, dann verlies ich den Stall zum Parkplatz hin.

      Oktober 2011, by Abajo
      Heute würde wohl ein langer Tag werden, da ich vor hatte, mich mit allen meiner Pferde zu beschäftigen. Dadurch, dass ich in letzter Zeit einige verkauft hatte, würde mein Vorhaben wohl einfacher werden als in der Vergangenheit.
      "Guten Morgen meine Hübschen.", säuselte ich den beiden Stuten zu, die gemeinsam auf der Koppel standen. Sahara ließ sich in der Sonne wärmen und schien mich gar nicht wirklich zu beachten. Miss Independent allerdings wieherte freudig und trabte zum Tor, da sie sich auf ein bisschen Beschäftigung freute. "Na dann wollen wir mal anfangen."
      Nachdem ich den beiden ein Halfter umgelegt hatte, führte ich sie zum Putzplatz und band sie dort an. Immer abwechselnd putzte ich die beiden und nachdem ich ihnen die Hufe ausgekratzt hatte, sattelte ich Miss Independent. "Heut machen wir einen kleinen Ausritt", erklärte ich den beiden und kurzerhand schwang ich mich auf Miss' Rücken. Mit den Zügeln in der linken und dem Strick von Sahara in der rechten Hand ritt ich vom Hof. Nach einer Stunde gemütlichem Schrittausritt kam ich wieder zurück und stellte die beiden auf ihre Koppel, um mich um die Hengste zu kümmern.
      "Ariabolo, Albus, Aquito und Abajo..." erstaunt stellte ich fest, dass alle 4 Hengste mit einem A anfingen und lächelte vor mich hin. Bis jetzt war mir das noch nie aufgefallen. Nach einigen Minuten überlegen, wie ich die 4 jetzt am besten beschäftigen könnte, entschied ich mich für einen Spaziergang mit Abajo und Ariabolo. Die beiden hatten sich immer gut verstanden und man konnte sie problemlos nebenbeinander führen. Also holte ich die beiden, putzte sie dürftig und machte einen ausgiebigen Spaziergang mit ihnen. Ab und zu legte ich ein paar Trabstrecken ein und nach einer halben Stunde kamen wir wieder zurück an den Hof.
      Bei Aquito und Albus würde das wohl schwieriger werden. Also entschloss ich mich dazu, die beiden einzeln zu bewegen.
      Es dauerte nicht lange da hatte ich Albus geputzt und gesattelt. Ein paar Minuten später waren wir schon auf dem Weg in den Wald und genossen da einige schöne Momente. Albus war anfangs zwar noch faul, als wir dann aber in den See schwimmen gingen, blühte er richtig auf und er war kaum noch zu halten. Deshalb ließ ich ihn noch ausgaloppieren und lief dann den langen Weg im Schritt nach Hause.
      Nachdem ich ihn zurück auf die Koppel gebracht hatte, holte ich Aquito und putzte ihn auch. Ich war erleichtert, endlich beim letzten meiner Pferde angekommen zu sein und kraulte ihn dann noch ein bisschen am Kopf. "Na kleiner Schmuser?.. Lust auf Springen?" Er drehte zwar sein Ohr zu mir, doch verstanden hatte er mich wohl nicht. Kurz darauf befanden wir uns auf dem Springplatz, ich wärmte ihn auf und ließ ihn einige HIndernisse springen. Zum ausgehen machten wir eine kleine Schrittrunde um den Hof.
    • Veija
      Ihr Leben bei Abajo 2012 - 2013
      Juli 2012, by Abajo
      Es dauerte nicht lange, da war ich im Stall angekommen und suchte meinen Weg zu Miss Independent. Nachdem ich die süße geputzt und gesattelt hatte, schwang ich mich sanft in den Sattel und ritt mit ihr eine große Runde durch den Wald. Danach spritzte ich ihr die Beine ab und gab ihr ein paar Leckerlies. "Braves Mädchen!"
      Zuletzt ging ich mit ihr zurück auf die Weide und sah ihr einige MInuten beim Grasen zu

      Oktober 2012, by Abajo
      „Hey meine Süße!!“, rief ich Miss Independent zu, als sie mich von der Weide aus entdecke und Ihren Kopf aufmerksam zu mir drehte. „Jaja, du denkst dir bestimmt, was die Alte schon wieder will…“ Munter begann ich drauf loszuplaudern und ihr ein Ohr abzuquatschen, während ich ihr das Halfter anlegte und zum Putzplatz führte. „Und dann hat der mir doch glatt gesagt, dass ich die Kutsche für die Hochzeit nicht bekomm… Kannst du dir das vorstellen?“ Obwohl ich einige Sekunden lang beim Putzen innehielt und auf eine Antwort wartete, blieb die Stute still und blickte nur verwirrt, weil ich das Putzen unterbrochen hatte. „Hachja… wenn Pferde nur reden könnten.“ Schon war ich wieder dabei, Miss sauber zu machen, was sich bei dem Wetter zur Zeit als nicht einfach herausstellte. „Wollen wir Albus dazuholen? Der Dicke steht ja voll auf dich…“
      Gesagt, getan. Den großen Grauen holte ich auch von der Weide und stellte ihn neben Miss Independent auf den Putzplatz. Während Albus versuchte Miss anzuknabbern, putzte ich auch ihn ausgiebig und sattelte dann Miss Independent. Wenige Minuten später saß ich auf Miss‘ Sattel, ihre Zügel in der linken und Albus‘ Führstrick in der rechten Hand. So trotteten wir langsam in den Wald und obwohl es an einigen Stellen recht matschig und rutschig war, kamen wir nach einer Stunde wieder heil am Stall an. Als Belohnung gab ich jedem noch einen Apfel und stellte sie zurück auf die Weide, wo sie sich bestimmt bald wieder dreckig wälzen würden. „Bis dann meine Hübschen!“

      März 2013, by Loulou
      Pflegebericht für Miss Independent
      Ich hatte Abajo zugesagt, dass ich mich um ihre Pferde kümmern würde und so befand ich mich jetzt auf dem Weg zu ihrem Stall. Es war das erste Mal, dass mein Weg mich dorthin führte, jedoch freute ich mich, die junge Stute Miss Independent kennen lernen zu dürfen. Schon bald kam ich auf ihrem Hof an. Während wir über das vom Regen nasse Pflaster gingen, erzählte sie mir bereits ein wenig über die Stute, sodass ich mich auf sie einstellen konnte. Und sie hatte nicht zu viel versprochen. Die schicke Quarterstute sah mit aufmerksam gespitzten Ohren über die Boxentür und reckte neugierig den Hals. Sie war wahrlich eine prächtige Falbstute und allein ihre vielen Turniererfolge und ihr vielversprechender Charakter ließen die Vorfreude darauf steigen, dass ich sie gleich in der Halle bewegen durfte. Nachdem Abajo mich mit ihr alleine gelassen hatte, holte ich ihren Putzkasten. So würden wir uns gleich ein wenig kennen lernen und ich war ihr nicht mehr ganz fremd, wenn ich sie reiten würde. Neugierig, aber keines Falles ängstlich verfolgte sie jede meiner Bewegungen und ließ sich willig aufhalftern. In der Stallgasse angebunden putzte ich Miss Independent und holte schließlich Sattel und Trense. Auch das ließ sie willig über sich ergehen und ich führte sie durch die nasskalte Luft vom Stall bis hin zur Reithalle. Dort klopfte ich ihr kurz den Hals, ehe ich aufsaß und die Zügel aufnahm. Nachdem ich sie kurz warm geritten hatte, ließ ich sie antraben und ritt mit ihr einige Bahnfiguren in allen drei Grundgangarten. Sie zeigte ihre raumgreifenden Gänge und die Übergänge waren flüssig. Es war angenehm ein Pferd zu reiten, welches weich im Maul war und Spaß an der Arbeit hatte. Nach einer guten Stunde ritt ich die nun nassgeschwitzte Stute wieder ab und brachte sie zurück in ihre Box. Dort sattelte ich sie ab und deckte sie ein. Noch einmal klopfte ich ihr den Hals und sie schnaubte wohlig, ehe ich mich daran machte, aufzuräumen. Auch dies war flott erledigt und so verabschiedete ich mich von Abajo und trat den Heimweg an.

      Hufschmiedbericht für Miss Independent
      Juni 2013, by Helly25
      Heute waren Miss Independent's Hufe an der Reihe, überprüft zu werden. Ich kam ein bisschen zu spät, denn mein Auto hatte den Geist aufgegeben. Miss Independent stand schon fertig angebunden da. Ich streichelte sie kurz, dann holte ich meine Werkzeuge. Sie beäugte mich neugierig, während ich an ihren Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihr gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nur sehr wenig ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das lose Sohlenhorn bei allen Hufen, was sich Miss Independent ebenfalls brav gefallen ließ. Danach raspelte ich noch ein wenig an den Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ sie probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren gut, so wie sie jetzt waren. Anschließend gab ich ihr noch ein Leckerli. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Miss Independent.

      Juni 2013, by Mondrian
      Ich fuhr aufgeregt in Richtung Stall. Dort würde mich meine RB Miss Independet erwarten. Als ich auf den Hof fuhr erblickte ich ein großes, ordentliches Stallgebäude. Es machte gleich einen guten Eindruck auf mich. Ich trat hinein und hielt Ausschau nach Missi´s Box. Ich entdeckte sie bald. Sie war so wie alle anderen Boxen sehr groß und mit einem Außenfenster ausgestattet. Ich rief leise ihren Namen und sie schaute mich sofort mit ihren großen, dunklen und sanften Augen an. Ich öffnete die Boxentüre und begrüßte sie mit einem Himbeerleckerli. Ich halfterte sie mit einem schönen Halfter auf und führte sie hinaus auf den Hof. Dann putzte ich sie mit sehr gepflegten Putzsachen und Missi genoß es sehr. Ich war sehr glücklich, dass ich eine so hübsche RB gefunden hatte. Ich sattelte sie auf und führte sie auf den Reitplatz. Ich führte sie erst einmal eine Runde im Schritt über den Platz, damit sie mich noch ein bisschen kennenlernen konnte. Dann stieg ich auf und ritt im Schritt los. Ich spürte gleich, dass Missi sehr gut eingeritten war. Sie gab sofort willig im Hals und im Rücken nach und man konnte toll mit ihr sogar schon im Schritt arbeiten. Obwohl sie mich erst kurz kannte, zeigte sie sich nicht unwillig, was ich sehr gut fand. Als ich antrabte hatte ich das Gefühl auf Wolken zu schweben. Ich ritt ein paar Tempounterschiede und Handwechsel und fing dann an zu galoppieren. Auch hier konnte man sehr gut sitzen. Als ich das Gefühl hatte sie war gut gelöst. Fing ich an Seitwärtsgänge zu üben. Als ich dann bei Traversalen im Trab war, war ich der Meinung, dass jetzt genug für heute war. Ich lobte sie kurz. Jetzt ritt sie noch ein paar Runden im Schritt trocken, obwohl sie fast nicht geschwitzt hatte. Dann stieg ich ab und führte sie in den Hof, um sie dort abzusatteln. Danach rieb ich sie noch trocken und gab ihr eine Karrotte. Als sie fertig gekaut hatte, führte ich sie in die Box und verabschiedete mich von ihr. Es war ein schöner Ritt gewesen und ich freute mich auf den nächsten.

      August 2013, by Abajo
      Heute war es etwas kühler als die Tage davor, weshalb ich die Pferde endlich wieder fordern konnte, ohne dass sie sich gleich zu Tode schwitzen. Es war nicht das Einfachste, 6 Pferde an einem Tag zu bewegen, deshalb entschloss ich mich dazu, beim Reiten etwas zu tricksen, indem ich mir das eine oder andere Handpferd mitnahm.
      Ariabolo und Albus
      Zuerst ging ich auf die Weide, beobachtete die Pferde eine Weile und nahm mir dann zwei Halfter und Stricke, um mir die ersten beiden zu schnappen, die mir entgegenkamen. Im heutigen Fall waren das Albus, der mir freudig entgegentrabte und Ariabolo, der wie immer nur kam, weil er auf ein Leckerli hoffte. Verfressenes Biest. Nachdem ich den beiden zwei Halfter umgelegt hatte, nahm ich sie mit zum Stall, wo ich die beiden Stricke schließlich in zwei Ringen an der Wand befestigte. „Ich wünschte, es würde bald wieder regnen. Auch wenn ihr dann wieder matschig seid. So aber staubt ihr mir entgegen und ich hab Angst, dass ihr euch wirklich noch in Staub und Dreck auflöst.“ Auf dem Weg zurück in den Stall steckte ich mir 2 Leckerlis in die Hose und holte die Putzkoffer, um die beiden Hengste zu pflegen. Albus bekam leicht Probleme mit dem Hufen unter seinem langen Behang, doch da es in letzter Zeit immerzu trocken war, schien er keine Probleme zu haben. Während ich ihm die Hufe auskratzte, schüttelte er heftig mit dem Kopf, um eine Bremse zu verscheuchen. „Ich hab gelesen, dass Zebrastreifen gegen Bremsen helfen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren…“, überlegte ich und setzte den letzten Fuß wieder auf den Boden. Nachdem ich auch Ariabolo, der ruhig vor sich hindöste ebenfalls die Hufe gesäubert hatte, nahm ich den Striegel und fing an, den Staub aus dem Fell zu lösen. Das war vielleicht eine staubige Angelegenheit. Mehr als einmal hustete ich und meine Augen tränten, als ich die beiden schließlich fertig geputzt betrachtete. Da Albus das letzte Mal als Handpferd unterwegs war, bekam er heute den Sattel auf den Rücken und Ariabolo würde ich am Strick mitführen. Eventuell, wenn den beiden bis dahin nicht zu heiß wurde, könnten wir ja zum Teich reiten um sie dort abzukühlen. Gedacht, getan. Nachdem ich mich auf Albus‘ Rücken geschwungen, ritt ich im Schritt los. In der linken Hand die Zügel von Albus und in der rechten den Strick von Ariabolo. Nach einer guten Stunde, einigen Trabeinlagen und einigen Minuten kühlem Wasser vom Teich, kamen wir auch schon wieder zu Hause an. Da die Sonne noch prall hinunterstrahlte, dauerte es nicht lange, da waren die Pferde auch schon einige Minuten nach dem Baden wieder trocken gewesen. Nach dem Absteigen gab ich jedem sein verdientes Leckerli, kontrollierte noch die Hufe und stellte die beiden zurück auf die Weide, wo Ariabolo sich gleich im Staub wälzte. Albus hingegen suchte sich einen schattigen Baum, unter dem er dösen konnte.
      King of Darkness und Aquito
      Nachdem ich die anderen Pferde in die “Freiheit” entlassen hatte, lief ich erst an das eine Ende der Weide um King zu holen und dann an das andere, um Aquito das Halfter ebenfalls anzulegen. „Na, habt ihr auch Lust auf Baden?“, fragte ich die beiden flötend und führte sie zurück zum Stall. Dort angekommen räumte ich die Putzkoffer von Ariabolo und Albus weg und holte dafür die Putzkoffer für King und Aquito. Da beide Rappen sind, dachte ich, würde das mit den Zebrastreifen wohl ganz gut funktionieren. Erst putzte ich die beiden gründlich, entwirrte eine Klette aus Aquitos Mähne und dann verschwand ich für einige Minuten in der Stallgasse, um etwas von dem Mehl-Wasser Gemisch zu mixen. Das war vielleicht eine Pamperei, doch meine Hoffnung an das „Wundermittel“ war groß. Mit einem Kübel lief ich zurück zu den beiden, stellte ihn zwischen sie und tunkte meine Fingerspitzen darin ein. „Na immerhin ist es einigermaßen kühl“, kicherte ich vor mich und verpasste beiden simultan Streifen auf ihrem Fell. King schien das alles wenig zu stören, im Gegenteil, er schien die kurzzeitige Kühlung auch toll zu finden. Aquito hingegen beäugte die Substanz misstrauisch, drehte den Kopf nach hinten und stupste seine Nase in seinen neuen Streifen. Als er kurz darauf den Kopf schüttelte, flogen die Mehltropfen auf King und nun hatte ich weniger ein Zebra sondern mehr einen Dalmatiner. Ich seufzte frustriert und beseitigte das Mehl von Aquito’s Schnauze mit einem Tuch. „Du machst ja Sachen…“ Als ich schließlich die beiden mit Streifen eingedeckt hatte, nickte ich zufrieden und machte ihre Stricke los. Da ich vorher schon geritten war und danach mit Miss Independent unbedingt noch springen wollte, hatte ich keine Lust, schon wieder in den Sattel zu steigen. Also gingen wir einfach spazieren, im Schneckentempo, weil King ständig fressen wollte, aber es war recht angenehm im Schatten des Waldes. Zurück im Stall grübelte ich, ob weniger Bremsen auf den Pferden waren als sonst. Aber so richtig beurteilen konnte ich es nicht. Ich denke schon... doch ich könnte mir das auch einbilden. Ich stellte sie so wie sie waren, mit ihren Zebrastreifen auf die Weide und gab ihnen abschließend noch ein Leckerli.
      Abajo
      Da ich mit Miss noch springen wollte, musste ich Abajo alleine von der Weide holen. Er war der einzige Hengst in der Runde, der noch nicht bewegt wurde. Nachdem ich ihm das Halfter umgelegt hatte, merkte ich schon, dass er etwas anders war als sonst. Normalerweise lief er im richtigen Tempo neben mir her, doch heute musste ich am Halfter ziehen und mit der Zunge schnalzen, um ihn zum Bewegen zu bringen. Im Stall angekommen band ich ihn an einen der Ringe an den Wänden und holte den Putzkoffer. Natürlich brachte ich die Koffer von Aquito und King wieder zurück an ihren Platz, den Ordnung stand bei mir an erster Stelle. Beim Putzen versuchte ich Abajo zu beobachten, ich versuchte herauszufinden, ob er sich anders verhielt als sonst. Doch feststellen konnte ich nichts, abgesehen davon, dass er etwas müder war als sonst. Vielleicht musste man ihn einfach etwas aufwecken. Als ich gerade sein linkes Vorderbein heben wollte, um den Huf auszukratzen, stellte ich fest, dass sein Fesselgelenk sehr heiß und etwas geschwollen war. Das erklärte zumindest, warum er so seltsam drauf war. Ich kratzte seine Hufe fertig aus und führte ihn dann ein Stück vom Stall weg, ließ ihn traben, wenden und dann wieder zurücktraben. Er weigerte sich anfangs, dann aber setzte er sich in Bewegung, weniger, weil er es von sich aus wollte sondern mehr, um mir einen Gefallen zu tun. Da er allerdings lahmte, band ich ihn wieder in der Stallgasse an und rief den Tierarzt. Ich erklärte ihm die Situation, dass Abajo’s Fesselgelenk geschwollen war und er lahmte. Der Tierarzt versprach mir, noch heute vorbeizukommen. Ich brachte Abajo erst mal nicht zurück auf der Weide, damit ich ihn später nicht nochmal holen müsste sondern stellte ihn in die Box, bis der Tierarzt kommen würde.
      Miss Independent
      Nachdem ich mit Abajo nun doch nicht arbeiten konnte, hatte ich etwas mehr Zeit für Miss Independent. Der Tierarzt würde nicht so schnell da sein, also konnte ich noch in Ruhe einen Parcours auf dem Springplatz aufbauen. Natürlich durften 3 kleine Hindernisse zum Aufbauen nicht fehlen. Ein Pfiff am Eingang der Weide reichte und Miss Independent kam, wenn auch im langsamsten Schritt, brav zu mir. Ich legte ihr das Halfter um und schon waren wir auf dem Weg zum Stall. Erst jetzt kam ich auf die Idee, dass es klüger wäre, erst die Putzboxen wegzuräumen und dann erst das Pferd zu holen. Ich nahm mir vor, das in Zukunft so zu machen, doch heute würde Miss die eine Minute wohl warten müssen. „Na Hübsche, Zeit für’s Training?“, fragte ich sie, während ihr sie putzte. Auf wundersame Weise war sie nicht mal halb so dreckig wie die Hengste, also hatte ich weniger zum putzten. Ich legte ihr dann den Springsattel auf den Rücken, verschloss den Sattelgurt und zäumte sie. „Bereit?“ Springen war, trotz Verlasspferd, eine riskante Sache, also verzichtete ich nicht auf meinen Reithelm und platzierte diesen auf meinem Kopf. Auf dem Springplatz stieg ich auf ihren Rücken und sofort begann Miss Independent unter mir zu tänzeln. Sie hatte die Hindernisse natürlich schon bemerkt und konnte es kaum erwarten. Bevor wir uns aber ans Springen machten, wärmte ich sie im Schritt auf, machte dann noch einige Trabübungen und dann ließ ich sie auf eines der kleineren Hindernisse zugaloppieren. Natürlich meisterte sie das Hindernis ohne Probleme, sie machte allerdings danach einen kleinen Sprung in die Luft, wie um mir zu sagen, dass sie es beleidigend fand, sie über solch kleine Stangen springen zu lassen. Dennoch ließ ich sie noch die zwei kleinen anderen Hindernisse springen, ehe ich sie auf den Parcours zusteuerte. Mit jedem Sprung schien sie kräftiger zu werden, höher zu springen und feuriger zu schauen. Obwohl Miss Independent noch genug Energie hatte den Parcours noch ein zweites Mal zu springen, beließ ich es bei der fehlerfreien Runde. Es war zu heiß und so hatte sie einen perfekten Erfolg und würde mit einem guten Gefühl auf der Weide stehen. Nachdem ich sie versorgt hatte, bekam sie noch einen Apfel und ich stellte sie zurück auf die Weide.

      September 2013, by Abajo
      Miss Independent's Teilnahme an der SdMW
      Anmut, Eleganz, Schönheit
      Abajo auf Miss Independent
      Ich rutschte meinen Hintern auf dem Westernsattel zurecht, öffnete und schloss meine Hände zur Lockerung und dann schnalzte ich mit der Zunge. Miss Independent, die sofort gehorchte kurz schnaubte, trabte entspannt an. So betraten wir die Halle, um uns den ‚bösen‘ Richtern zu stellen.
      Bei X angekommen hielt ich die Stute an und grüßte die Richter mit einem Kopfnicken und einem Tippen an meinen Westernhut. Dann trieb ich sie in den Schritt. Mit jedem Huf, der den Boden berührte, spürte ich die kritischen Blicke auf uns ruhen. Nachdem ich eine Runde geritten war, ließ ich mein Mädchen abermals antraben und sie hob ihre Beine die ersten Tritte recht hoch, um sich zu präsentieren. Danach galoppierte ich die Stute an und ließ sie eine Volte laufen. Den Kreis schafften wir fast perfekt, aber wer würde schon mit einem Zirkel nachmessen? Aus der Volte heraus wechselten wir die Hand wobei Miss Independent brav umsprang. Auf dieser Seite parierte ich nach einer Runde wieder zum Trab durch, zeigte auch hier ihren schwungvollen Gang und dann liefen wir die letzten Meter im Schritt. Bei X blieben wir wieder stehen, worauf die Richter uns neugieriger beobachteten. Sie erwarteten schon, dass jetzt etwas anderes kommen würde.
      Miss Independent’s Hufe wirbelten nach meiner gegebener Hilfe im Kreis herum, wobei immer mehr von dem Sand in alle Richtungen flog. Eine Runde. Zwei Runden. Drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, nein, zehn. Das war’s, wir hatten die magische Zehn erreicht und so gab ich meiner Stute das Signal, wieder stehen zu bleiben. Als sie ihre Beine wieder ruhig hatte, schnaubte sie und schüttelte den Kopf. Ein breites Grinsen zauberte sich auf mein Gesicht und ich trieb das Mädchen wieder in einen gemütlichen Galopp. Zum Glück hatte die Pause genügt, unser Gleichgewicht zurückzuerlangen. So galoppierte ich gemütlich eine Volte, dann zurück bis an die Bande und dann trieb ich sie zur Höchstleistung an. Rasend schnell flog das Publikum an mir vorbei und kurz vor den Richtern stemmten sich meine Füße in die Steigbügel, mein Gewicht verlagerte sich nach hinten und fast im selben Sekundenbruchteil presste die hübsche Quarter Horse Stute ebenfalls ihre Beine fest in den Sand, worauf der Sand abermals das Weite suchte und wir einen grandiosen Sliding Stop hinlegten.
      Während ich mich wieder aufrecht in den Sattel setzte und die Zügel auf dem Hals ablegte, um zu demonstrieren, dass Miss auch alleine stehen konnte, legte die Stute den Kopf schräg und flehmte in die Luft. Natürlich konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Miss Independent überzeugt in erster Linie durch ihr Talent, denn knapp fünfzig Schleifen zieren ihr Boxenschild. Natürlich vererbt sie diese Begabung durchgehend, auch ihr exzellentes Exterieur findet man in jedem ihrer Fohlen wieder.“ Nach meiner kurz gehaltenen Beschreibung verabschiedete ich mich, nahm die Zügel wieder auf und wendete meine Stute an der Stelle um 180 Grad, um dann die Halle mit einem glücklichen Lächeln zu verlassen.

      Hufschmiede 'Ferro Di Cavallo'
      November 2013, by Zaii
      Die Blätter raschelten unter meinen Füßen, als ich aus dem Kofferraum des Autos mein Werkzeug herausholte. Ich stellte meinen Koffer und den Hufbock ab, die Schürze legte ich oben drauf und machte mich dann erst einmal auf den Weg, um Abajo zu suchen. Abajo hatte mir den Auftrag gegeben, bei dreien ihrer Pferde nach den Hufen zu schauen. Lange musste ich nicht suchen, denn Abajo trat mir bereits aus dem Stall entgegen, als ich um das Auto herum lief. Wir begrüßten uns und sie bot sich an, mir beim Tragen des Werkzeugs zu helfen. Gesagt, getan. Abajo mit dem Hufbock in der Hand, ich mit Werkzeugkoffer und Schürze beladen machten wir uns auf den Weg zum Stall. Dort blickten uns bereits 7 hübsche Pferdeköpfe aus ihren Boxen entgegen, drei davon trugen ein Halfter. Während ich mich vor dem Stall herrichtete und die Schürze umband, brachte mir Abajo meine erste Kundin für den heutigen Tag. Miss Independent, wie die hübsche Stute mir vorgestellt wurde, war ein Traum von Pferd! Ich kannte die Falbfarbene, wer denn nicht? Sie hatte in ihrem jungen Leben bereits unzählige Turniere gewonnen, war zur Zucht zugelassen und hatte zudem bereits einige erfolgreiche Nachkommen geboren. Beinahe ehrfürchtig hielt ich der Stute meine Hand hin, in welche sie mir freundlich mit ihren weichen Nüstern prustete. Ich ließ mir von Abajo die Gänge der Stute vorführen, sie waren – was sollte man auch anderes erwarten? – klar und schwungvoll und so rechnete ich nicht mit größeren Komplikationen. Nachdem die Stute von ihrer Besitzerin angebunden worden war und ich ihr noch ein Leckerli zugesteckt hatte begann ich mit der Hufkontrolle. Ich säuberte die Hufe zunächst, dann kürzte ich die Hufwand etwas, dafür trieb ich die Klinge mit Hilfe eines Schlageisens durch. Miss Independent stand zufrieden da und ließ sich von Abajo den Mähnenkamm kraulen, während ich als nächstes das Zerfallshorn aus der Sohle schnitt und abschließend den Huf platt raspelte und kleine entstandene Ecken ausbesserte. Ich nahm den ersten Huf vom Hufbock, klopfte der Stute kurz den Hals und machte mich dann gleich an den zweiten Huf. Die Falbfarbene hatte feste Hufe, das Horn war hart und gesund. Weder bei einem der vorderen Hufe, noch bei den Hinterhufen, welche ich anschließend kontrollierte, machte Miss Independent Probleme. Beinahe gelangweilt stand die junge Stute da, drehte nur ab und zu den Kopf und führte zum Schluss auch ihre Gänge nochmal brav vor. Ich war zufrieden, zwar lief Miss Independent nicht ganz so fließend, wie vor der Behandlung, doch das war der Normalfall und würde sich nach ein bis zwei Tagen legen. Ich verabschiedete mich von dem Quarter Horse und wartete vor dem Stall bis Abajo wiederkam, diesmal mit einem stattlichen Hengst neben sich. Auch ihn begrüßte ich, wobei mich das Shire Horse um beinahe 20 cm überragte. Albus, wie der Grullo hieß, trat brav neben Abajo her, als diese mir seine Gänge zeigte. Ich war zufrieden, Schritt und Trab waren klar abgegrenzt und so konnte ich mit der Kontrolle beginnen. Abajo band den Riesen an und ich setzte den ersten Huf auf den Hufbock. Ich, die selbst nur wesentlich kleinere und leichtere Pferde besaß, war sehr froh an dem Hufbock, den der Huf hatte einiges an Gewicht. Abajo, an das Gewicht mehr gewöhnt als ich, musste sichtlich schmunzeln, doch auch ich musste lachen, wie ich mich da mit dem großen Huf abmühte. Albus ließ unsere Scherzereien geduldig über sich ergehen und stand brav, während ich auch bei ihm die Hufwand kürzte und das Zerfallshorn aus der Sohle schnitt. Auch das abschließende Hufwand begradigen verlief problemlos und Abajo lobte den jungen Hengst, während ich mit dem rechten Vorderhuf weitermachte. Auch hier zeigte sich Albus von seiner besten Seite und nachdem ich fertig war meinte Abajo, dass er wohl einen seiner guten Tage hatte. Anderenfalls wisse er sehr wohl um seine Kraft. Albus schien von seiner Besitzerin genau eingeschätzt werden zu können, doch kein Wunder, wie mir Abajo verriet, besaß sie den Hengst beinahe seit dem Jährlingsalter. So folgte auch sogleich ein energisches „Nein!“, als Albus beim letzten Huf, links hinten, begann, die Ohren anzulegen und den Huf unter den Bauch zu ziehen. Ich ließ ab und wir warteten, bis der Hengst den Huf wieder normal belastete. Dann versuchten wir das ganze erneut. Wir brauchten noch einen Versuch, dann ordnete sich Albus seiner Besitzerin unter und beließ es dabei, seinen Unwillen durch gelegentliches Schweifschlagen kund zu tun. Ich beendete meine Arbeit an dem fast tellergroßen Huf und lobte den Hengst. Er sollte den Hufschmied schließlich trotz der Auseinandersetzung in guter Erinnerung behalten. Das Leckerli, das ich dem Hengst nach dem Vorführen der Gänge darbot, bevor er zurück in seine Box gebracht wurde, nahm er bereits wieder mit gespitzten Ohren entgegen – etwas Bestechung hatte noch nie geschadet. Als letztes stellte mir Abajo Abbey Dawn vor, ein Red Roan dem die Gutmütigkeit ins Gesicht geschrieben stand. Die volle, zu einem Zopf geflochtene Mähne wippte im Takt, als ich auch ihre Gänge begutachtete. Obwohl sie der gleichen Rasse angehörte, wie mein vorheriger Kunde war sie doch um mehr als 15cm kleiner als Albus. Ich begrüßte die trotzdem noch große Stute mit einem Leckerli und während Abajo dem Roan die Stirn kraulte machte ich mich an die Arbeit. Vollkommen entspannt stand Abbey Dawn da und ließ sich nach und nach von mir jeden Huf ausschneiden, kürzen und wieder zu Recht feilen. Als ich den letzten Huf abgesetzt hatte gab die Vierjährige ein zufriedenes Brummeln von sich und nahm das Leckerli, das ich ihr anbot vorsichtig auf. Abajo machte die Stute mit der schicken Fellfarbe los und zeigte mir abschließend nochmal ihren Schritt und den Trab, wobei nichts Ungewöhnliches festzustellen war. Ich verabschiedete die Stute und begann bereits damit, mein Werkzeug zu verstauen, während Abajo Abbey Dawn zurück in ihre Box brachte und ihr dort das Halfter abnahm. Kaum aus dem Stall half mir meine Kundin sogleich wieder, meine Hilfsmittel zurück zum Auto zu bringen. Dort angekommen verstauten wir alles und nachdem Abajo und ich uns verabschiedet hatten, stieg ich ins Auto und rollte langsam vom Hof, während Abajo sich daran machte, das entfernte Horn vom Putzplatz zu fegen.

      Tierarztbericht
      November 2013, by Ravenna
      Also – nachdem ich ebenfalls eine Weile mit Amy gequatscht hatte – erhielt ich eine Nachricht von Abajo, setzte mich ins Auto und fuhr auf direktem Wege über die Landstraße zu meinem alten Heim. Ihre Stute Miss Independent war mir bereits durch einen Ausritt bekannt, doch den Rest ihrer Bande hatte ich noch nicht kennengelernt. Bei einem kurzen Gespräch erfuhr ich, das die Pferde sowohl die Impfung als auch eine Wurmkur gebrauchen könnten. „Okey, dann machen wir uns heute mal an den Impfmarathon – die Wurmkur lass ich dir einfach mal hier. Die kannst du in etwa einer Woche selber verabreichen.“ Mit Abajo in der Führung ging es ab in den Stall..wir teilten einander die Aufgaben, während ich dabei war die Pferde rein äußerlich zu untersuchen und schließlich zu impfen sollte sie die neuen Spritzten bereits aufziehen und das nächste Pferd vor der Box anbinden. Wir begannen mit der mir bereits bekannten Miss schien mir etwas gelangweilt entgegen zu blicken, als ich jedoch begann sie an einigen Körperstellen zu berühren begann blickte sie neugierig nach all meinen Bewegungen – im Grunde ließ sie sich alles Kommentarlos gefallen. Die Spritze stellte keine Probleme dar und ich konnte den nächsten Patienten abtasten. Ariabolo war ein außergewöhnlich brauner Lusitanohengst, ließ sich zunächst etwas bitten, denn die anwesende Stute ließ ihn ein wenig Nervös werden..Im Grund fuhr er einfach auf sie ab – wie Abajo mir versicherte. Ich lächelte etwas in mich hinein, verabreichte auch dem Hengst seine Dosis Impfstoff – stellte ihn wieder in die Box um zum nächsten lief. Aquito schien ein sehr gechillter Hengst zu sein, der mit einer Art Engelsgeduld alles nötige über sich ergehen ließ – ganz anders als sein Vorgänger Ariabolo der von einer Seite zur nächsten gelaufen war und mir die Arbeit erschwert hatte. Im nächsten Schritt war ein wahrer Riese an der Reihe und ein Blick in die Box daneben – oder eher das Pferd das Abajo gerade heraus führte war ebenso riesig. Unverkennbar beides Shire Horses – auf dem Halfter des jungen Hengstes stand „Albus“ – zumindest die Farbe seines Bartes, die Länge seiner Haare und sein Name passten zum alten Zauberer aus Harry Potter, doch das Alter stimmte nicht ganz. Einer der Pfleger hielt den Hengst am Halfter, denn manchmal schien er nicht der brave Riese zu sein den ich jetzt vermutet hätte. Aber Albus machte dem alten Zauberer reine Ehre, verhielt sich sehr ruhig und gelassen. Bei der Spritzte brabbelte er etwas unwillig vor sich her, stampfte mit dem Fuß ließ es danach jedoch bleiben. Seine riesenhafte Kumpanin Abbey ließ ebenso wie Aquito alles gelassen über sich ergehen – die Red Roan Stute wurde von mir noch etwas beknuddeln, denn irgendwie hatte ihre Farbe, ihre Art und natürlich der Gesamteindruck gefielen mir wirklich. Nun folgte ein weiterer Lusitanohengst - der zwar als er aus der Box geführt wurde stolz den Hals aufwölbte, leicht vor sich her brummelte, aber im Umgang mehr als grottenbrav blieb. Das Hufe heben um die Gelenke an den Beinen zu kontrollieren, der kurze Blick zwischen die Nüstern und die Augen stellten keinerlei Probleme dar. Die Spritzte wurde ohne weitere Reaktionen angenommen, sodass ich die nächste an die Reihe nehmen konnte. Die nächste Stute ließ ihrem Namen keine Zweifel offen – den ebenso wie ein Hermelin im Winter war auch Jaela Blüten weiß. Beinahe fasziniert strich ich über ihr weißes Fell – damit absolvierte ich ebenfalls gleich die Kontrolle ihrer äußeren Erscheinung. Auch Jaela war die Ruhe weg, ließ mich hantieren wie ich wollte und erleichterte mir die Arbeit dadurch. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es nun etwa 11 Uhr war – „Hey, wenn du magst können wir noch einen kleinen Kaffee trinken?“ fragte Abajo in diesem Moment. Ich sagte zu, machte jedoch gleich klar, dass ich nicht unbedingt allzu viel Zeit hatte.

      Künstliche Besamung von Miss Independence
      Dezember 2013, by Eowin
      „Neeeein!“, schrie ich meinen Computer an. Verdammte Technik! Jedes Mal, wenn man sich unerbittlich darauf verließ, stürzte dieses dumme Ding ab – und alles war weg. Dieses Mal mein Terminkalender der Tierarztpraxis.
      Ich seufzte tief und kramte meinen traditionellen Terminkalender wieder hervor, bevor ich anfing, wütend und wie irre darin herumzublättern. Vielleicht hatte ich ja Glück, vielleicht war der Termin ja noch eingetragen…
      Ich hatte Glück. Und der Termin war heute, genauer gesagt: JETZT.
      Rasch packte ich meinen Krempel zusammen und machte mich auf den Weg zu Abajo. Ihre Stute Miss Independent sollte erneut Mutter werden – da der Hengst jedoch in Australien stand, war eine künstliche Besamung unumgänglich. Und da kam ich ins Spiel.
      Ich freute mich sehr auf diesen Auftrag, zumal ich die Stute von vielen Turnieren schon kannte und sie wie eine kleine Berühmtheit war. Darüber hinaus war es genau diese Art Auftrag, wegen der ich mich für diesen Beruf entschieden hatte. Leben schenken war doch das schönste, was man im Beruf überhaupt erreichen konnte.
      Nach kurzer und halsbrecherischer Fahrt, weil ich sonst zu spät gekommen wäre, kam ich dennoch heile bei Abajo an. Und ich hatte festgestellt, dass das schwere Gepäck im Kofferraum des Combis seine Leistung nicht schmälerte – Mercedes hielt nun einmal, was die Marke versprach.
      Abajo kam mir bereits auf dem Hof entgegen. „Hallo Maren, schön, dass du da bist!“
      Ich begrüßte sie herzlich, dann ließ ich mich von ihr in den Stall führen. Die Falbstute stand bereits da und wartete auf mich. „Hallo Hübsche“, begrüßte ich sie und strich ihr begrüßend über den Hals. Sofort spitzte sie die Ohren und begann, an meinem Arm zu riechen. Ja, ich roch nach vielen, interessanten, fremden Pferden.
      „Zeigt sie eine offensichtliche Rosse?“, fragte ich, um direkt auf den Punkt zu kommen.
      „Ja, schon, aber nicht so, wie ich es von ihr kenne.“
      „Das kann auch was mit der Jahreszeit zu tun haben. Können wir sie mal abprobieren?“
      Abajo führte mich zu einem Junghengst und wir ließen ihn und Miss Independent aneinander schnuppern. Die Stute quietschte aufgeregt und schlug mit dem linken Vorderhuf nach dem Hengst, die Boxenwand treffend, stellte dann die Hinterbeine auseinander, zeigte aber weiter keine Anzeichen.
      „Also sie steht auf jeden Fall noch nicht, hab ich aber zu dieser Zeit auch schon schlimmer erlebt. Ich denke, ich packe einfach mal drauf“, schlug ich vor und holte sogleich das Ultraschallgerät, Gleitmittel und meine Handschuhe.
      Während ich letzteren über meinen Arm streifte, bat ich Abajo das teure Gerät zu halten. Dann gab ich etwas Gleitmittel auf die Sonde des Ultraschallgerätes und ließ Abajo den Schweif der Stute zur Seite halten.
      „Schlägt die?“, fragte ich vorsichtshalber.
      „Normalerweise nicht.“
      Normalerweise, nun gut, ich war ja schon so einiges gewohnt.
      Zunächst entfernte ich den Kot aus dem Enddarm, um das Ultraschallgerät einführen zu können. Dann bewegte ich die Sonde so, dass ich klaren Blick auf das innere der Gebärmutter hatte. Abajo schaute mir interessiert zu.
      „Habt ihr die eigentlich schon getupfert?“, fragte ich, während ich die Gebärmutter genau betrachtete.
      „Nein“, antwortete Abajo mir ehrlich.
      „Gut, dann mach ich das gleich vorsichtshalber mit. Aber ich denke, dass wir ruhig besamen können. Sieht sehr gut alles hier aus, keine Zysten oder Veränderungen.“
      Nun maß ich die Eiblase aus. Ich erkannte schon auf den ersten Blick, dass sie noch nicht so fürchterlich groß war.
      „Naja, die Eiblase ist vier Zentimeter groß. Zum Besamen reicht das, wenn du genug Samen da hast, sollten wir das aber teilen und morgen nochmal besamen.“
      Vorsichtig zog ich die Sonde wieder heraus und wischte sie mit einem Tuch ab, bevor ich das Ultraschallgerät wieder in meinem Auto verstaute.
      Dann holte ich alles nötige zum Besamen, während Abajo die Samen aus dem Kühlschrank holte. Eine kleine Probe nahm ich ab und legte sie unter das Mikroskop, für das ich mir kurzerhand Platz auf einem kleinen Tisch gemacht hatte. Das war nicht unbedingt üblich, dass ich die Qualität vorher beurteilte, aber nach einem so langen Weg durchaus sinnvoll.
      „Jo, das können wir in aller Ruhe teilen. Hier hat jemand saubere Arbeit geleistet und das Sperma gut verdünnt. Alles wunderbar beweglich und in 1A Zustand."
      Zuerst nahm ich den Tupfer, indem ich mit dem extra dafür vorgesehenen überdimensionalen Wattestäbchen – so sah es zumindest aus – durch den Muttermund von der Gebärmutter einen Abstrich nahm. Rasch verpackte ich den Abstrich luftundurchlässig in einem Röhrchen, damit die Probe nicht verfälscht wurde, und drückte sie Abajo mit der Bitte, sie festzuhalten, in die Hand.
      Dann nahm ich das „Rohr“, durch welches der Samen gespritzt wurde und den unpassenden Namen „Pipette“ trug, in die Hand und trat an die Stute heran. Wieder musste Abajo den Schweif festhalten, damit ich sah, was ich da tat. Vorsichtig schob ich das dünne Rohr voran – Miss Independent fand es offensichtlich alles andere als witzig, trat mit der Hinterhand unter und wölbte den Rücken unnatürlich auf. Leise redete ich auf sie ein, ich wusste, dass das nicht angenehm war. Zum Glück blieb sie artig stehen und ließ es, stöhnend, aber ruhig über sich ergehen.
      Vorsichtig, um der Stute nicht weh zu tun, schob ich das Plastik-Ding durch die Öffnung des Muttermundes. Sie war nicht in Hochrosse, sodass ich etwas pulen musste, was sie ebenfalls als nicht sonderlich nett empfand, es ging jedoch.
      Nun konnte ich die Spritze mit dem Sperma auf das Ende des Röhrchens setzen und spritzte so die halbe Menge direkt in die Gebärmutter. In dem durchsichtigen Rohr sah man, wie die trübe Flüssigkeit sich langsam seinen Weg bahnte. Noch einmal zuckte die Kleine aufgrund der plötzlichen Kälte merklich zusammen, Abajo klopfte ihr beruhigend die Kruppe.
      Dann war es fast geschafft. Sorgsam zog ich die Spritze ab, verschloss sie wieder und pustete vorsichtig in das Rohr, damit alles in die Stute hinein gelangte.
      Nun nur noch das Rohr heraus ziehen, dann hatte sie es für heute geschafft.
      Am nächsten Tag kam ich noch einmal zu Abajo und besamte Miss Independent vorsichtshalber noch einmal.
      Die Ultraschallkontrolle verriet mir, dass die Eiblase heute bereits auf 5cm gewachsen war, was ein idealer Wert war.
      Auch, wenngleich man merkte, dass die Falbdame mich langsam mit unangenehmen Gefühlen zu verbinden schien, war sie mir gegenüber sehr freundlich und ließ abermals das Besamen tretfrei über sich ergehen.
      Als es geschafft war, verabschiedete ich mich von Abajo und sagte zu ihr, dass die Trächtigkeit nach 17 Tagen per Ultraschall festzustellen sei. Wenn die nächste Rosse ausbliebe, war wahrscheinlich, dass eine Trächtigkeit vorlag; ich legte ihr jedoch ans Herz, dies nochmal per Ultraschall feststellen zu lassen, zum einen weil viele Stuten im Winter mit der Rosse aussetzten und zum anderen um eine Zwillingsträchtigkeit auszuschließen.
      Dann verabschiedete ich mich.
      Nach wenigen Tagen rief ich Abajo nochmals an, um ihr mitzuteilen, dass die Tupferprobe gut ausgefallen war und wir somit alles richtig gemacht hatten. Den Ausführlichen Befund würde ich ihr per Post zuschicken.
      Anschließend wünschte ich ihr viel Glück, dass die Stute aufgenommen hatte und bat sie, auf jeden Fall Fotos vom Fohlen in die Praxis zu senden.

      Dezember 2013, by Abajo
      Die künstliche Besamung war ein voller Erfolg! Nachdem man schon Wochen danach ein kleines Lebewesen auf dem Ultraschall erkennen konnte, sah man bald darauf auch schon den vermehrten Umfang von Miss Independent's Bauch. "Wenn wir Glück haben, wird es eine Stute. Aber auch ein kleines Hengstchen wäre in Ordnung. Egal, was es wird. Dieses Mal darf es hier bleiben. Wir haben genug Platz und ich freue mich sehr darauf, dein kleines Baby aufzuziehen. Gemeinsam mit dir natürlich.", erklärte ich Miss und strich ihr über die Stirn. Gemeinsam standen wir in der Box von Miss Independent, denn ab nun würde es langsam kritisch werden und da sie immer öfters die anderen Stuten anzickte, wollte ich sie lieber in der Box behalten, wo sie tagsüber ihre Ruhe hatte. In einigen Tagen würde sie dann in den kleineren Stall wechseln, wo ich ihr eine große Box zum abfohlen bereithielt. "Möglicherweise wird es ein Silvesterfohlen. Oder ein Neujahrsfohlen." Da wir sehr ländlich wohnen, war die Gefahr von lauten Silvesterknallern nicht besonders groß. Trotzdem wollte ich lieber dafür sorgen, um Mitternacht bei ihr zu sein. Nicht, dass sie sich sehr stresst und noch ein Unglück passiert. Miss Independent schnaubte leise, worauf ich sie zufrieden anlächelte. "Es wird ein wunderbares Fohlen, darauf würde ich den ganzen Hof verwetten! Und einen passenden Namen finden wir sicherlich auch. Einen, der viel Bedeutung hat und vor Stolz nur so protzt." Dann gab ich Miss Independent einen großen Apfel zwischen die Zähne und wartete mit dem Zurückziehen meiner Hand, bis sie diesen komplett aufgegessen hatte.
      Drei Tage später war es auch schon so weit und ich brachte meine Stute in die große Box im kleinen Extrastall. Anfangs schien ihr das alles hier nicht besonders zu gefallen. Fremde Gerüche, die anderen Pferde waren nicht hier und es war recht stillt. Doch als es zwei Wochen später anfing, war sie sehr froh, dass sie hier ihre Ruhe hatte und keines der anderen Pferde dabei war um sie zu beobachten.
      Zwei Wochen, nachdem ich sie in den anderen Stall und die viel größere Box gebracht hatte, sah ich Abends nochmal nach der Stute. Der heutige Tag, der 31.12., auch Silvester genannt, schien einiges für mich bereit zu halten. Ich hatte mich zwar extra noch erkundigt, ob Feuerwerke geplant waren, doch ein paar Jugendliche Nachmittags mit ihren Knallfröschen machten mir die Pferde scheu, weshalb ich sie lieber in den Stall brachte. Abgesehen von den paar Knallfröschen verlief der Abend ruhig und auch Feuerwerke würde es in der näheren Umgebung nicht geben. Als ich den kleinen Stall betrat sah ich gleich, dass Miss Independent nicht mehr stand. Sie lag auf dem Boden, doch sie blickte mich nur ruhig an, als ich über die Boxentür spähte. "Alles okay meine Süße?", fragte ich sie und sie wieherte kaum hörbar, als ob sie antworten würde. Ich blieb noch eine Weile und irgendwann stand Miss Independent auch auf, um sich von mir Kraulen zu lassen. Kein Anzeichen von Wehen. Es kam auch noch keine Milch aus ihren Zitzen und die Scheide sah aus wie immer. Also würde es wohl noch dauern. Nachdem ich ihren Zustand kontrolliert und ihr noch gute Nacht gewünscht hatte, verließ ich den Stall, um zu Hause noch einiges zu erledigen. Da wusste ich ja auch noch nicht, was mich Morgens erwarten würde.
    • Veija
      Ihr Leben bei Abajo 2014 - 2015
      Januar 2014, by Abajo
      Als ich am nächsten Morgen recht spät erwachte, dutschte ich noch gemütlich und zog mich dann warm an, um die Pferde im Stall zu füttern. Die Nacht über war alles ruhig gewesen, keine Böller und Raketen waren zu hören und so musste auch keines meiner Lieblinge eine schlaflose, unruhige Nacht verbringen. Bevor ich allerdings zum Hauptstall gehen würde, wollte ich noch Miss Independent besuchen, um zu schauen, ob es ihr gut geht in der großen, geräumigen Box. Im Stall angekommen hörte ich ein Geräusch, als würde etwas Hartes gegen Holz schaben. Sofort beschleunigte ich meine Schritte und blickte über die Boxentür. Miss Independent lag am Boden, schweiß gebadet und schabte mit ihrem linken Vorderbein gegen die Holzwand. Sie sah gar nicht gut aus. Die Fruchtblase war anscheinend schon geplatzt, denn der Muttermund war schon geöffnet und ich konnte das nasse Stroh unter ihr erkennen. "Alles okay Hübsche?", fragte ich unnötigerweise zu ihr hinein und sie hob den Kopf schwach in meine Richtung, um mich aus schmerzerfüllten Augen anzuschauen. Der Anblick brach mir das Herz. So hatte ich sie noch nie erlebt. Da sie bis jetzt schon mehrere Fohlen auf die Welt gebracht hatte, wusste ich, wie sie sich in einer normalen Geburt verhielt. Sofort lief ich zurück in das Haupthaus um einen Anruf zu tätigen.
      "Hallo?", fragte ich hektisch ins Telefon, als die Tierärztin am anderen Ende abhob. Dann erklärte ich schnell die Situation "Meine Stute bekommt ihr Fohlen und ich glaube, dass etwas nicht stimmt. Nein, es ist nicht ihr erstes Fohlen, es ist ihr Viertes. Sie benimmt sich anders als sonst und scheint sehr erschöpft zu sein. Ich weiß nicht, wie lange das schon geht, aber die Fruchtblase dürfte schon länger geplatzt sein, denn das Stroh ist schon wieder fast ganz trocken. Bitte kommen sie schnell!"
      Nach dem Anruf lief ich sofort zurück in den Stall, um Miss Independent gut zuzureden. "Alles wird gut Süße, alles wird gut.."

      Tierarztbesuch - Geburtshilfe
      Januar 2014, by Eddi
      Eigentlich war ich gerade auf den Weg zu Samartis Gestüt, als mein Handy klingelte. Flott lenkte ich das Auto an den Straßenrand und hielt an. „Hier ist Clinic Caen, was kann ich für Sie tun?“ meldete ich mich direkt und vernahm kurz darauf die aufgebrachte Stimme Abajos. „.."..., aber die Fruchtblase dürfte schon länger geplatzt sein, denn das Stroh ist schon wieder fast ganz trocken. Bitte kommen sie schnell!" erklärte sie gequält. Ich versuchte sie zu beruhigen und machte mich direkt auf den Weg, mein Navi half mir dabei, denn sich jetzt zu verfahren könnte das Todesurteil für das Fohlen sein. Zu meinem Glück hatte ich alle wichtigen Medikamente und Werkzeuge stets im Auto, so dass mich jetzt nichts aufhielt. Nach einer halben Ewigkeit erschien ich endlich auf dem kleinen Hof Ravenfeather. Abajo kam aus dem Stall gestürzt, um mich zu holen. Die Begrüßungsfloskeln übergangen wir, stattdessen schnappte ich mir meinen Koffer und lief ihr hinterher. Relativ am Ende der Stallgasse lag die Box der besagten Stute. Sofort erkannte ich Miss Independent, welche mit gequälten Gesichtsausdruck stöhnend im Stroh lag. „Was ist denn los, meine Süße?“ fragte ich beruhigend und strich ihr über den Hals, den Bauch und die Kruppe. Kurz analysierte ich die Lage, während ich zwanghaft überlegte, was denn nicht stimmen konnte. Die Kontraktionen des Bauches liefen natürlich ab, dort konnte das Problem nicht liegen. Ich zog meinen Handschuh an, schmierte ihn leicht mit Gleitgel ein und machte mich daran, die Lage des Fohlens zu kontrollieren. Abajo saß derweil vor ihrer Stute und hatte deren Kopf auf dem Schoß. Mit einem Kopfnicken dankte ich ihr, für die Unterstützung. „Okay, Kleines, wo bist du?“ murmelte ich und tastete mich vorsichtig zum Fohlen. Schon nach einer Sekunde erahnte ich das böse Schicksal des Fohlens. Das erste was ich nämlich erfühlte, waren nicht die Vorderhüfchen, denn das Fohlen lag quer. „Jetzt müssen wir schnell handeln.“ sagte ich nur zu Abajo und zog mich vorsichtig zurück. Während die Besitzerin bei der Stute blieb, bereitete ich die Allgemeinanästhesie vor. Den Gesundheitszustand der Stute hatte ich schon zuvor gecheckt und obwohl ein gewisses Risiko bestand, mussten wir dieses nun eingehen. Drei Spritzen würde Miss Independent über sich ergehen lassen müssen, die erste war nun schon gesetzt. Die zweite folgte mit kurzem zeitlichen Abstand, sowie die dritte. Als die Stute kaum noch etwas mitbekam, bereitete ich bereits den Dauertropf vor, welcher die Stute mit wichtigen Nährstoffen versorgen sollte. Nachdem alles gelegt war, mussten wir uns nun wirklich ranhalten. Wir mussten an die Gebärmutter gelangen und dies funktionierte nur über eine Laparotomie. Vorsichtig eröffnete ich die Bauchhöhle der Stute in der Mittellinie. Alles lief problemlos ab und so hatte ich schnell einen uneingeschränkten Blick auf das Fohlen. Da mir kein anderer Helfer zur Seite stand, holte ich Abajo mit ins Boot, denn alleine konnte man das Fohlen nicht holen. Mit viel Gefühl ahmten wir die Geburt nach und holten das Fohlen ans Licht der Welt. Das Fohlen übergab ich Abajo und bat sie, es mit den Handtüchern abzureiben. Denn bei dem Kleinen schien erst einmal alles in Ordnung, nur der Schnitt der Stute musste noch gründlich genäht werden. Mit möglichst ruhiger Hand machte ich mich an die Arbeit und kurze Zeit später hatte es Miss Independent geschafft. Doch fertig waren wir noch lange nicht. Der Nabelstumpf des Fohlens blutete noch leicht nach, so dass ich ihn mit einem Bindfaden abband, ehe ich ihn mit Jodtinktur verarztete. Der Schnitt der Stute bekam auch noch eine festigende Paste, damit wir sicher sein konnte, dass ihr nichts geschah. Als beide Tiere verarztet waren, baute ich den Tropf der Stute ab und machte mich direkt daran, den nächsten für das Fohlen aufzubauen. Denn dank des Kaiserschnitts war das Kleine verdammt schwach. Zu unserem Glück war die Box riesig, so dass Abajo sich mit dem Fohlen in die hintere Ecke zurückziehen sollte, als die Stute allmählich aus der Narkose erwachte. Vorsichtig hob ich ihren Kopf und half ihr bei der Orientierung, aber schneller als gedacht schien Miss Independent wieder bei uns zu sein. Zu unserem Glück kam sie auch ohne Probleme auf die Beine und die Naht blieb unangetastet. Auch das Fohlen hatte seine Infusion weg und versuchte mühsam aufzustehen. Ich beschloss, dass Abajo und ich uns lieber ein wenig zurückzogen und das Ganze von draußen beobachteten. Miss Independent kümmerte sich liebevoll um ihr Fohlen und schneller als gedacht kam dieses auch auf seine staksigen Beinchen. Als es dann auch begann zu trinken, atmete ich erleichtert aus. „Wir haben es geschafft!“ lächelte Abajo glücklich und ein Stein schien ihr vom Herzen zu fallen. Ich blieb noch etwa eine halbe Stunde mit im Stall, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es Stute und Fohlen gut ging. Bevor ich mich verabschiedete, versorgte ich Abajo mit einigen Medikamenten für die beiden, welche vor allem lebenswichtige Nährstoffe und Mineralien beinhalteten. „Sollte irgendetwas sein, ruf bitte direkt an.“ lächelte ich und verabschiedete mich, um mich nun auf den Weg zu Samarti zu machen.

      Januar 2014, by Abajo
      Nach den letzten anstrengenden Tagen und viel Sorge und Aufmerksamkeit für Miss Independent's Fohlen, konnte ich endlich ein wenig entspannen. Ich brachte die Mutter und das kleine Stutfohlen das erste mal auf die Weide. Der Weg dorthin erwies sich als einfacher, als gedacht. Zwar war Miss Independent sehr vorsichtig und achtete viel auf ihr Fohlen, doch genau so sehr achtete sie auch auf mich und gab ein super Vorbild für das Stutfohlen ab. Es lief direkt neben der Mama her, drängte sich fast schon ängstlich an sie und wich ihr nicht von der Seite. Vor der kleinen Extraweide nahm ich Miss Independent schließlich das Halfter ab und kramte meine Kamera aus der Tasche. "Jetzt gaaanz ruhig bleiben!", sagte ich zu den beiden und schon war das erste richtige Foto von dem Stutfohlen geschossen. Dann öffnete ich das Weidentor und Miss Independent lief hinein, mit dem Fohlen dicht auf den Fersen.
      "Wie nennen wir dich denn?", grübelte ich auf dem gesamten Weg zurück zum Haus nach.

      Januar 2014, by Abajo
      "Hallo meine Lieben.", begrüßte ich Miss Independent und ihr süßes Stutfohlen. "Wir haben endlich einen Namen. Picture of a Ghost. Aber keine Sorge, mein Kleines. Wir werden noch einen passenden Spitznamen finden." Dann betrat ich die Box von den beiden und legte Miss Independent das Halfter an um sie aus der Box zu bringen. Auf der Stallgasse machte ich den Strick an einem Ring fest und begann, Miss Independent's Fell mit dem Striegel zu bearbeiten. "Kannst dir ja schon mal abschauen, wie das alles funktioniert.", erklärte ich dem kleinen Stutfohlen, weil diese ganz neugierig zu uns hochblickte. Nach einigen Minuten schien ihr das ganze allerdings zu langweilig zu werden und sie lief einige Schritte von uns weg, kam dann zurück und dann scharrte sie am Boden. Geduld war wohl nicht ihre Stärke. Als sie ihre Schnauze in den Putzkasten steckte, machte ich mit meinem Mund ein zischendes Geräusch und sie riss den Kopf wieder hoch, um mich anzustarren. "Ja genau du bist gemeint. Benimm dich." Miss Independent schien derweil ihre Putzeinheit zu genießen und ließ ihre Unterlippe hängen. Trotz dösendem Blick schien eines ihrer Ohren immer auf Picture gerichtet zu sein. Als das Stutfohlen näher an mich rankam um mich zu beschnuppern, versuchte ich mich möglichst ruhig zu verhalten. Langsam hielt ich den Striegel in ihre Richtung, um sie das 'seltsame' Ding betrachten zu lassen. Als sie ihren Hals lang machte um den Striegel anzuknabbern, zog ich ihn wieder weg und legte ihn in die Putzbox. Dann kratzte ich noch die Hufe von Miss Independent aus und räumte die Putzbox zurück an ihren Platz. Mit Mutter und Fohlen lief ich dann nach draußen Richtung Weide. "Wir könnten dich sicherlich Pixel rufen. Das ist ein schöner passender und auch kurzer Name. Vor der Stutenweide angekommen blieb ich stehen und wartete erst mal ab. Heute würde ich die beiden das erste Mal zu Abbey lassen und da wollte ich nichts überstürzen. Abbey wieherte freudig, als sie uns von weitem erblickte und trabte zu uns hinüber. Erst auf wenigen Metern Entfernung schien sie schließlich das Fohlen zu bemerken und stoppte abrupt ab. Ihr Kopf senkte sich und mit lang gezogenem Hals ging sie nun langsam auf uns zu, um das Fohlen zu betrachten. Miss Independent legte die Ohren an, um ihr zu zeigen, dass sie sich besser fern halten sollte und das Fohlen selbst schien die andere Stute gar nicht zu betrachten. Sie war mit ihrem Blick beim Stall. Erst dann drehte sie sich zu Abbey und drängte sich näher an ihre Mutter. Abbey war ja nun wirklich groß genug um sie zu zertrampeln. Die Shire Horse Stute verstand die Drohung von Miss Independent und näherte sich nicht weiter. Statt dessen wartete sie einfach ab. Viel zu lange hatte sie ihre Freundin Miss nicht mehr auf ihrer Weide gehabt. Und nun schien ihr alles klar zu werden. Ich öffnete die Weidentür und nahm Miss Independent das Halfter ab. Diese ging langsam hinein und dann direkt an Abbey vorbei, ohne sie auch nur zu begrüßen oder zu beachten. "Arme Abbey.", sagte ich zu ihr und streichelte ihren kräftigen Hals. "Du wirst das irgendwann verstehen... deine Zeit wird auch noch kommen." Wir standen beide auf der Weide und beobachteten das Fohlen, das erst dicht gedrängt mit seiner Mutter mitgegangen und dann sich etwas weiter entfernte um die Kraft seiner Beine zu testen. Pixel würde sich wunderbar machen in ihrem Leben, das wusste ich.

      April 2014, by Abajo
      Heute strahlte die Sonne vom Himmel und die 20 Grad Marke wurde erreicht. Herrlicher Sonnenschein und noch dazu warm, aber nicht zu heiß. So wünscht man sich einen Tag im Stall. Langsam wurde es ernst, in ein paar Wochen würden wir nach Japan umziehen und ich wäre meinem Traum einen großen Schritt näher.
      An der Weide angekommen, sah ich Picture und Fate herumalbern. Fast wären sie gegen Miss Independent gekracht, worauf diese ein empörtes Schnauben abließ. Ich nahm mir ein Halfter und betrat die Weide, um Miss und die Fohlen zu einem Spaziergang abzuholen. Als ich der Stute das Halfter umgelegt hatte, wurden die Fohlen aufmerksam und kamen angetrabt. „Na ihr Hübschen?“, fragte ich in die Runde und kraulte jedem der Fohlen die Stirn. Dann ging ich mit Miss Independent Richtung Tor, worauf die beiden Fohlen brav folgten. Zusammen unternahmen wir schließlich einen Spaziergang, der etwa 30 Minuten dauerte und zum naheliegenden See führte. Fate, der ältere der beiden, trabte immer ein Stück voraus und kam dann aber wieder artig zurück. Picture hingegen war eher schüchtern und klebte an ihrer Mama. Zurück im Stall brachte ich die 3 in den Round Pen und ließ Miss Independent ein wenig Traben. Die Fohlen galoppierten erst mit, stellten dann aber fest, dass ihnen das ganze zu langweilig ist und fingen statt dessen an zu spielen. Nach 20 Minuten Arbeit brachte ich die 3 zurück auf die Weide, wo das altbekannte Spiel der beiden Fohlen gleich weiterging. Unermüdlich diese Fohlen. Echt unglaublich.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Aquito. Ich putzte und sattelte ihn und dann ging ich mit ihm ins Viereck, um Dressur zu üben. Aquito machte alles brav mit und zeigte sich recht gehorsam, auch wenn er einmal im Trab bockte, weil ich den Schenkel zu weit nach hinten wandern ließ. Aber da weiß man zumindest sofort, wenn der Sitzt nicht passt. Nach 30 Minuten intensivem Training ritt ich ihn noch eine Runde um den Hof und brachte ihn dann zurück auf die Weide, wo er sich erst mal genüsslich wälzte.
      Mit Ariabolo wollte ich heute ein wenig springen. Erst wärmte ich ihn im Viereck mit etwas Dressur auf und dann stellte ich 2 kleine Kreuze auf, über die ich ihn 4 mal galoppieren lies. Ariabolo arbeitete brav mit, obwohl Springen nicht ganz seine Stärke ist. Nachdem das gut funktionierte, stelle ich normale Hindernisse auf, über die er springen sollte. Natürlich nicht zu hoch, einfach nur, um das Training etwas aufzulockern. Ohne Probleme sprang er auch über diese und lebte dabei etwas auf. Das reichte aber für heute. Ich ritt ihn trocken, lobte ihn und brachte ihn dann zurück auf die Weide.
      Dann kam ich zu den Großen auf dem Hof. Albus und Abbey Dawn. Ich holte beide Riesen von der Weide, putzte sie gründlich und legte ihnen dann das Fahrgeschirr um. Wir waren schon länger nicht mehr mit der Kutsche unterwegs gewesen, aber heute war das perfekte Wetter dafür. Kurz darauf waren sie auch schon vor die Kutsche gespannt und ich schnalzte mit der Zunge, um sie vorwärts zu treiben. Ich führte sie erst im Schritt einige Zeit vom Hof weg, dann ließ ich sie gemütlich einen Feldweg entlangtraben. Die beiden machten ihre Sache sehr gut. Nach einiger Zeit kam ich an einem Feld an, das frisch gemäht war und sich für meine Fahrübungen gut eignete. Wir übten Wendungen, Slalom und galoppierten auch ein kurzes Stück. Danach führte ich sie gemütlich wieder nach Hause, um sie zu versorgen, zu loben und sie zurück auf die Weide zu bringen.
      Als letztes holte ich dann Lana und Morning Sun von der Weide. Die beiden hatten sich mittlerweile sehr gut eingelebt und Lana schnaubte beim Putzen sogar zufrieden. Ich überlegte eine Weile, wen von beiden ich Reiten und wen ich als Handpferd mitführen sollte. Ich entschied mich für beide! Ich sattelte beide Stuten und nahm dann noch einen Strick mit. Erst ritt ich Lana und führte Morning Sun am Strick mit. Ich ritt mit ihnen die große Ausreitrunde und bei der Hälfte wechselte ich die Pferde, sodass ich auf Morning ritt. Beide waren sehr umgänglich und ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Da haben sich die vielen Schreck-Trainings im Viereck echt bezahlt gemacht. Die beiden würden super als Ausreitpferde werden! Zu Hause lobte ich die beiden und brachte sie schließlich zurück auf die Weide.
      Nach einem langen, anstrengenden Tag war ich rundum zufrieden mit meinen Pferden. Nie würde ich bessere als diese finden.

      Oktober 2014, by Abajo
      „Hoppla!“, keuchte ich auf, als Miss Independent zu früh zum Sprung ansetzte und sie so eine der oberen Stangen mitnahm. Aufgebracht schnaubte sie nach dem Sprung und ich zügelte sie, um eine Volte zu reiten. Heute schien die Stute übermotiviert zu sein und so achtete sie weniger auf mich sondern mehr auf ihren Spaß. Nach 2 Volten parierte ich sie zum Trab durch und führte sie durch die Hindernisse quer über den Platz. „Wenn du so weitermachst, landen wir noch mitten im Sprung.“, murmelte ich und setzte mich tief in den Sattel, um die Stute zum Stehen zu bringen. Statt brav und geduldig stehen zu bleiben, tänzelte Miss Independent mit erhobenem Kopf am Stand und ich hatte Mühe, sie wieder zur Ruhe zu bringen. „Ist doch gut Süße, ist guuut.“, säuselte ich leise und kurz darauf stand Miss Independent still und wartete auf weitere Anweisungen. „Warum bist du Heute so aufgebracht?“, fragte ich sie und fasste schließlich einen Entschluss. Wenn sie so viel Energie hatte, dann war Training sinnlos und so führte ich sie im Schritt vom Platz, Richtung Wald. Nach einigen Minuten schien die Stute entspannt und ich trabte sie wieder an. Gemütlich legten wir so einige hunderte Meter zurück, bis wir auf ein Feld kamen, das ich gerne für solche ‚Aktionen‘ missbrauchte. Eben, lang und frei. Erst parierte ich die Stute am Waldrand zum Halten durch, dann ließ ich die Zügel locker, lehnte mich vor und schnalzte mit der Zunge. „Los geht’s!“, ermutigte ich Miss Independent und als sie auch noch meinen Schenkeldruck bemerkte, preschte sie los. Erst einige unkontrollierte Galoppsprünge, dann aber wurde die Stute immer flacher und schneller, bis wir nur so über das Feld flogen. Ich lachte glücklich, obwohl ich mir heute eigentlich was anderes vorgenommen hatte, aber so war es doch auch ganz gut. Nach einigen Minuten wurde Miss Independent langsamer, bis sie schließlich wieder trabte und dann ganz stehen blieb. Sie drehte ihren Kopf zu mir und blickte mich zufrieden und erwartungsvoll an. „Jaja, jetzt geht’s dir wieder besser?“, grinste ich und führte Miss Independent im Schritt zurück zum Stall. Dort absolvierten wir den Parcours nochmals, diesmal fehlerfrei und hochkonzentriert. Nach dem anstrengenden Ritt gönnte ich der Stute noch einen Kübel Kraftfutter und während sie diesen verdrückte, kontrollierte ich ihre Hufe. „Heute warst du echt anstrengend… aber dafür liebe ich dich ja so sehr.“, erzählte ich ihr und bürstete mit einem Striegel durch ihr Fell. Nachdem die Stute satt und sauber war, brachte ich sie zurück auf die Weide, wo auch die anderen Stuten standen.

      Januar 2015, by Nox
      Seit wenigen Tagen war ich zurück aus Dublin und vermisste Irland jetzt schon wieder. So, wie es jetzt aussah würde ich wohl in Zukunft ein Pendler sein. Das gefiel mir sehr.
      Heute hatte ich mir die wundervolle Miss auf den Plan gestellt. Zu lange hatte ich sie nur mal im Vorbeifahren gesehen, aber jetzt gehörte sie auch in mein BTT. (BeTüddelTeam)
      Für mich gab es bislang einfach keinen schöneren Job, als die Pflege dieser faszinierenden Tiere.
      Und Miss Independent genau solch eine Vertreterin. Eine besondere QuarterStute mit ganz hervorragenden Talenten. Ich freute mich sehr auf das Wiedersehen.
      Aus dem Kofferraum scharrte ich meine Stallschuhe hervor und machte mich dann frohen Mutes auf den Weg in die Stallungen. Natürlich wollte ich erst mal alle begrüßen und mich dann in aller Ruhe um die Maus kümmern.
      Immer schon war ich ein Vertreter derer, die ihren Putzkram und alles nötige bereits zum Putzplatz beförderten, bevor das jeweilige Pferd hinzu kam. Ich hatte meine Schützlinge immer lieber im Auge. So machte ich das auch dieses Mal und marschierte dann fröhlich zur Missis Box, um ihr das Halfter an zu legen.
      "Na Mausi?! Lange nicht gesehen. Aber gut schaust du aus. Lust auf n bissl Wellness?", murmelte ich ihr zu und führte sie lächelnd heraus.
      Genauso träge, wie ich mich heute fühlte, schlappte sie neben mir her. Fröhlich wippend, aber irgendwie müde. Das passte wie die Faust auf`s Auge.
      "Wir machen heute schön Piano, oder?", ich streichelte sachte ihr linkes Ohr und band sie dann an. In dem Moment schaute sie mich treudoof an und ich zog eine Grimasse.
      "Hör mal, auch wenn ich schon oft gehört habe, dass man dich nicht anbinden muss..Ich bin immer noch ein Fremder. Du kannst mir auch später noch imponieren, ja? Erst mal Kennen lernen, Fräulein.", schmunzelte ich die schlaue Stute an.
      Nachdem ich ihre lange, zarte Mähne gebürstet hatte begann ich mit dem Striegeln. Sie hatte ganz feines Fell, im Vergleich zu einem Tinker. Natürlich ein Stück weit puscheliger, als wahrscheinlich im Sommer, aber immer noch sehr damenhaft. Ein Mädchen eben.
      Miss stand derart ruhig, dass ich in aller Ruhe ihr Fell zeitgleich mit der einen Hand striegeln und gleich mit der anderen Hand ausbürsten konnte. Kein Gezeter, kein Gehampel.
      Das verkürzte die Dauer des Putzens natürlich enorm und bald war ich auch fertig mit dem Verlesen des langen Schweifes.
      Die Stute war wirklich bezaubernd und alles geschah wie durch Gedankenübertragung. Ganz für uns und in einer herrlich ruhigen Atmosphäre. Mit einer weichen Bürste strich ich sachte über ihre Stirn und siehe da, es schneite.
      "Hossa! Unterschätzt. Warte, das haben wir gleich.", zwinkerte ich Miss an und tauschte meine Bürste gegen den weichen Mini-Gummistriegel.
      "Schriischraaaschrubbel, hier sind gar keine Hubbel. Und das bisschen Dreck, das schrubbeln wir jetzt weg!", summte ich so vor mich her, während ich ihre Stirn von Haaren und Schmutz befreite.
      Danach durfte dann auch die Schmusebürste wieder her. Wie immer, der schönste Moment des Putzens.
      "Heeeeyey. Nicht einschlafen. Wir wollten doch noch spazieren gehen und ich kenn` mich hier nicht aus, CoPilot.", flüsterte ich ihr zu, während ich ihr Kinn kraulte und insgeheim ihre Zufriedenheit genoss.

      April 2015, by Eddi
      Auch diesen Urlaub sollte ich mal wieder so gut wie fast mit allen Vierbeinern von Abajo zu tun haben. Im Gegensatz zu meinem Stall war ihre Anzahl aber recht übersichtlich. Die letzten paar Tage war ich wieder fleißig auf Sightseeingtour gewesen und ich konnte mich an dem Land einfach nicht satt sehen. Abajo grinste immer über das ganze Gesicht, wenn ich abends beim gemeinsamen Essen nur so schwärmte. Ich fand es bewundernswert, dass sie so mutig gewesen war, hierher zu ziehen. Ich musste aber ehrlich sagen, dass ich mir nicht sicher war, ob ich mich hier auch so wohl gefühlt hätte, wenn ich hier 365 Tage im Jahr verbringen würde. So reichte mir mein jährlicher Urlaub auf der Ranch vollkommen. "Oh, ich muss dir unbedingt mal noch Picture of a Ghost vorstellen", erklärte Abajo und führte mich in den Stall. Dort durfte ich die kleine Rappscheckin kennenlernen. Sie war zuckersüß und bisher wirklich noch super lieb. Wir entschieden uns spontan für einen kleinen Spaziergang. Dabei durfte ich Pixel, wie der Jährling liebevoll gerufen wurde, putzen und führen, während Abajo sich ihre geliebte Miss Independent fertig machte. "Sie ist übrigens die Mama", meinte Abajo grinsend und mit einem leichten Hauch von Stolz in der Stimme und der war nur zurecht, denn beide Pferde waren wunderschön. Als wir wieder zurückkehrten, stand ich noch ein Weilchen vor Miss' Schleifenwand und staunte still vor mich hin. Diese Stute hatte so viele Schleifen gesammelt, es war einfach unglaublich und dabei war sie auch noch so vielseitig! Inzwischen war Miss neun Jahre, doch für ein so trainiertes Pferd war das kein Alter und sie würde Abajo noch lange erhalten bleiben.

      September 2015, by Abajo
      In letzter Zeit hatte ich meine Pferde etwas vernachlässigt, doch heute konnte ich meine Kleinen bei seiner Oma lassen und mich mal wieder voll um meine Vierbeiner kümmern. „Guten Morgen!“, rief ich fröhlich über den Hof und lief gleich zur Stutenweide. Miss Independent wieherte freudig und trabte gleich zu mir, auch Abbey hob den Kopf und blickte neugierig. Hinter Miss Independent trottete Picture of a Ghost hinterher, liebevoll „Pic“ genannt. „Na ihr 2? Lust auf einen Spaziergang?“ Ich legte Miss ein Halfter um und ging mit ihr von der Weide. Pic folgte ihr bereitwillig, auch wenn sie schon ein Jährling und etwas selbstständiger war. Sie hängte trotzdem noch an ihrer Mama. Gemeinsam gingen wir zum See hinunter und ich ließ die beiden ausgiebig im Wasser toben. Nach einer halben Stunde führte ich sie wieder zurück auf die Weide und holte River flows in you. Die Rappstute wurde in letzter Zeit von meiner Schwester bewegt, weshalb sie sich erst wieder an mich im Sattel gewöhnen musste. Ich ritt mit ihr im Viereck ein paar Übungen, erfreute mich an ihren starken Gängen und ließ sie auch noch über 2 Hindernisse springen. Für heute war das genug und ich lobte sie. Nachdem ich sie wieder abgesattelt und die Hufe ausgekratzt hatte, brachte ich sie zurück auf die Weide. Als nächstes wollte ich eine Ausfahrt mit der Kutsche machen. Ich holte meine beiden Riesen Albus und Abbey Dawn, putzte sie und spannte sie vor die Kutsche. „So ihr zwei, es ist etwas länger her, dass wir mit der Kutsche unterwegs waren. Ab heute wird aber wieder gearbeitet!“, bemerkte ich und trieb die beiden dann in einem gemütlichen Schritt vom Hof. Die beiden benahmen sich, als wären sie erst Gestern unterwegs gewesen und ich ließ sie auch im Trab vorwärtslaufen. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir zurück auf den Hof und ich versorgte die beiden Shire Horses, um mich dem nächsten Pferd zuwenden zu können. Aquito war leider ein Pferd, das sich ungern von Fremden reiten ließ, weshalb er in letzter Zeit nur longiert geworden war. Um ihn wieder etwas an mich zu gewöhnen, hielt ich an seinem Longier Trainingsplan fest und würde erst nächste Woche wieder in seinen Sattel steigen. Ich ließ ihn etliche Runden im Round Pen laufen, baute Richtungswechsel und Tempowechsel ein und nach einigen Minuten schien er sich wieder an mich gewöhnt zu haben. „Guter Junge!“ lobte ich ihn nach der letzten Runde Galopp und kraulte ihn hinter den Ohren. Nach einem Apfel als Nachspeise brachte ich ihn zurück auf die Koppel. Als letztes waren Elodin und Lana dran. Ich putzte die beiden, sattelte Elodin auf und nahm Lana als Handpferd mit auf einen Ausritt. In gemütlichem Tempo waren wir 50 Minuten unterwegs, ritten durch den Wald, am See vorbei und schließlich wieder zurück. Den beiden gab ich jeweils eine Apfelhälfte als Belohnung und nach dem Hufe Auskratzen brachte ich sie zu ihren Freunden auf die Weide. Nach diesem langen anstrengenden Tag tat mir der Hintern schon weh und ich war froh, als ich in Ruhe meinen Tee trinken konnte.
    • Veija
      Ihr Leben bei Abajo 2016 - 2020
      Januar 2016, by Canyon
      Was für ein Zufall es doch gewesen, war, dass ich zufällig in der Nähe unterwegs war, als Abajos Hilferuf zu mir durchdrang. Abajo brauchte mal wieder dringend Hilfe auf ihrem Gestüt, weil wegen der winterlichen Kälte ihr halbes Personal krank im Bett lag. Durch pures Glück war ich nur wenige Kilometer entfernt gewesen, um mir ein neues Pferd anzuschauen und hatte deswegen sofort zugesagt etwas zu helfen. Neue Höfe hatten mich schon immer interessiert, vorallem, weil ich immer etwas mitnahm, was ich bei meinem noch verbessern konnte. So wie ich das mitbekommen hatte, hatte Abajo sieben Pferde, welche ich heute mit versorgen sollte. Es gab also für uns beide reichlich zu tun. Ich hatte mir ein Taxi gerufen, welches mich zu der Adresse fuhr, die Abajo mir genannt hatte. Ich war gespannt, was mich erwarten würde und war positiv überrascht, als ich das Gestüt zum ersten Mal sah. Abajo erwartete mich bereits und half mir aus dem kleinen Wagen heraus. Bis jetzt kannten wir uns noch nicht, also nahmen wir uns kurz Zeit und stellten uns gegenseitig vor.
      »Hey, ich bin Mio!« begrüßte ich sie. »Ich hoffe, ich kann dir hier etwas helfen.«
      »Ich glaub schon. Jedes bisschen Hilfe kann ich heute brauchen.« antwortete sie mir und führte mich dann in Richtung Stall.
      Es war noch früh am Morgen, die Pferde standen also noch alle in ihren großzügigen Boxen und kauten zufrieden auf ihrem Heu. Zu erst zeigte sie mir ihre drei Hengste, bei welchen einer schöner war als der andere. Danach waren die vier Stuten dran, bei welchen mir vorallem eine Jungstute namens Picture of a Ghost gefiel.
      »Gefüttert sind sie schon. Sie müssen jetzt also nur raus auf die Koppeln und dann bräuchte ich etwas Hilfe beim Stall ausmisten.« erklärte mir Abajo. Ich nickte freudig und sogleich fingen wir an. Ich war ganz überrascht, als ich von Abajo den Shire Hengst Albus in die Hände gedrückt bekam, denn mit einer Größe von mehr als zwei Metern, war er eines der größten Pferde, die ich je gesehen hatte. Ich legte dem Riesen sein Halfter um, was mir viel Mühe abverlangte, und führte ihn dann aus seiner Box vor das Stallgebäude, wo mich bereits Abajo mit den anderen beiden erwartete. Das erste Pferd war eine mir noch unbekannte Rasse, ein Menorquiner, ein für mich Friesenähnliches Pferd, welches genau so rabenschwarz war. Abajo stellte ihn mir als Aquito vor und das Pferd zu ihrer Linken als Elodin. Auch Elodin gefiel mir auf Anhieb. Vorallem seine Mähne fiel mir gleich ins Auge, welche ein hübsches Zickzackmuster aufwies. Mit den drei Hengsten begaben wir uns zu einer nahe gelegenen Koppel, auf der wir die drei in die Freiheit entließen. Glücklich, endlich draußen zu sein, genossen sie die weitläufige und vom Regen nasse Koppel.
      Zurück im Stall stellte mir Abajo noch die vier Stuten vor. Eine davon schien sie besonders ins Herz geschlossen zu haben: Die braune Quarterstute Miss Independent. Stolz präsentierte sie mir auch ihr Fohlen, die Jungstute, welche mir vorhin schon so gefallen hatte. Natürlich lernte ich auch noch River Flows In You kennen, eine genauso schwarze Stute wie Aquito, denn sie gehörte der selben Rasse an wie er. Die letzte Stute hieß Abbey Down und war genauso wie Albus ein Shire Horse. Abbey war jedoch etwas kleiner, „nur“ 1,85 m groß und selbst das war für mich schon riesig! Auch diesmal nahm ich wieder den Shire und dazu noch River, welche zwar etwas kleiner war, aber trotzdem noch eine stattliche Größe hatte.
      Wir brachten die vier Stuten auf eine andere Weide, wo wir sie in die Freiheit entließen. Einen Augenblick schauten wir ihnen noch hinterher und genossen den Anblick von glücklichen Pferden, bevor wir uns dazu zwangen, zurück in den Stall zu gehen und mit der Stallarbeit anzufangen.
      Da wir zu zweit waren, ging das auch mehr als flott von dannen und innerhalb einer kurzen Zeit waren alle sieben Boxen mehr als sauber.
      Bevor ich mir ein Taxi rief, welches mich zum nächsten Flugplatz bringen würde, lud mich Abajo noch zu einem warmen Tee ein, welchen ich genüsslich im warmen schlürfen durfte. Aber auch ich musste meinen Flug zurück nach Hause schaffen und so rief ich mir, sobald die Zeit gekommen war, ein Taxi. Abajo verabschiedete sich bei mir und bedankte sich ausführlich für meine spontane Hilfe. Auch ich bedankte mich für den tollen Tag bei ihr und stieg dann in das müffelnde Taxi, welches mich in Richtung Flughafen bringen würde.


      Juli 2016, by Abajo
      Diesen Sommer erwartete mich wieder die entspannte Reise auf die Okinawa Sunshine Ranch. Es war immer wieder schön, meiner guten Freundin Abajo einen Besuch abzustatten. Bei ihr hatte sich derweil viel verändert, denn die Familie war größer geworden und so blieb doch immer etwas weniger Zeit für die Pferde. Aus diesem Grunde würde ich meinen Urlaub direkt in Form von Arbeit im Stall begleichen und das war mir eigentlich auch mehr als recht. Doch nun hieß es erst einmal ankommen und die neusten Neuigkeiten bequatschen. Für diesen Abend hatte Abajo ihren kleinen Zwerg dann auch in die Obhut ihres Mannes gegeben und lud mich zu einem gemeinsamen Ausritt ein. Dafür nahmen wir uns die beiden größten im Stall: Abbey Dawn und Albus. Es war immer wieder so schön entspannt mit den Shire Horses, welche einen seelenruhig durch die wunderschöne Landschaft trugen. Als wir wieder da war, entließ ich Abajo recht schnell zu ihrer Familie und versprach ihr, mich um die Abendfütterung zu kümmern. Dabei lernte ich auch Miss Independents Fohlen Picture of a Ghost kennen. Ein wirklich süßes und hübsches Stutfohlen, welches mich neugierig abschnupperte und sich ein paar Streicheleinheiten abholte. Dann war auch für mich der Tag schon zu Ende und der nächste stand bereits in den Startlöchern. Da ging es auch früh für mich los, denn ich kümmerte mich um Stall und Pferde. Ich durfte Abajos neusten Vierbeiner kennenlernen: Elodin. Ein wirklich schöner Hengst, der auch wirklich brav war. Das Longieren machte er auf jeden Fall mehr als gut und ich lobte ihn nach der Arbeit ausgiebig. Danach stand etwas Dressurarbeit mit River Flows in you an. Einem Menorquiner lief man nicht täglich über den Weg und jedes Mal aufs Neue bestaunte ich die Rasse bei Abajo. Nach der Stunde Reiten erwartete mich erst einmal ein liebevoll von Abajo hergerichtetes Mittagessen, während welchem ich auch vom Morgen berichtete. Ich kannte Abajos Pferde bereits sehr gut, weshalb ich sie auch alle gut alleine arbeiten konnte. Am Nachmittag stand noch eine Stunde Bodenarbeit mit Aquito an. Der Hengst war sehr begabt was hohe Lektionen an der Hand betraf und ihn packte auch gern der Ehrgeiz. Beenden tat ich den Tag dann mit einem entspannten Spaziergang mit Miss Independent, ehe für mich auch schon das Touristenprogramm anstand, was Abajo extra für mich ausgearbeitet hatte.


      Dezember 2016, by Abajo
      Voller Stolz und Zufriedenheit stand ich auf meinem Hof und überblickte diesen und den fleißigen Betrieb darauf. Einsteller eilten mit ihren Pferden herum, Reitschüler putzten die Pferde und die Stallarbeiter fuhren mit Schubkarren herum. Nun wollte ich aber endlich an die Arbeit gehen. Die Pferde waren schon geputzt - Reitschüler sind echt etwas wunderbares, vor allem wenn sie gerne extra Arbeit erledigen! - und gefüttert, weshalb ich sie nur noch bewegen musste. Einer fortgeschrittenen Reitschülerin erlaubte ich, mit Elodin auf einen Ausritt zu gehen und eine zweite und dritte Schülerin unterrichtete ich auf Miss Independent und Aquito, da sie demnächst auf ihnen eine Prüfung ablegen wollten. Da Elodin, Aquito und Miss somit schon bewegt wurden, musste ich mich nur noch um 5 andere Pferde kümmern. Mit Picture of a Ghost arbeitete ich vom Boden aus mit dem Führstrick und der Longe, um eine gewisse Vertrauensbasis zu schaffen. Die beiden großen Shire Horses Albus und Abbey Dawn spannte ich vor eine Kutsche, um einigen Touristen die schöne Gegend zu zeigen und als letzten Tagespunkt sattelte sie River flows in you, um mit ihr einige Dressurübungen am Platz zu machen. Nachdem alle meine Pferde versorgt waren, ging ich wieder in das Hauptgebäude, immerhin hatte ich noch viel Papierkram zu erledigen.


      Juni 2017, by Muemmi
      Zu Besuch bei Abajo - Luisa Goeke vom SPZ Naundorf
      Neben dem ganzen Chaos, das also die letzten Wochen auf meinem Hof herrschte, war ich froh, als mich ein Anruf einer alten Freundin erreichte. Abajo bat mich, sich um ihre Pferde zu kümmern. Sie selbst schaffte den Beritt nicht mehr, da sie mit ihrer Familie sehr eingespannt war und hatte ein schlechtes Gewissen, das sie ihren Lieblingen nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenken konnte, wie noch zu damaligen Turnierzeiten. Wir waren früher sehr oft gemeinsam auf Turnieren und Veranstaltungen und ich sagte ihr sofort zu. Als wir wieder vollständig waren auf dem Hof, übergab ich Tom die Leitung und reiste für vier Tage ab auf den Hof von Abajo. Ich freute mich wahnsinnig, als ich sie nach ewig langer Zeit mal wieder in die Arme schließen konnte und war ganz verzückt von ihrem kleinen Kilian, der uns beide in den Stall begleitete und mit kleinen Fingerchen auf die Pferde zeigte. Ihr Hof war so ganz anders als meiner, viel kleiner, ruhiger und gemütlicher. Ich vermisste die Zeit, als ich nur Aquentino hatte, um wieder in den reinen Turniersport einzusteigen. Mittlerweile hatte sich das mit dem Sportpferdezentrum etwas arg gewandelt. Die beiden zeigten mir, wo alles zu finden war. Ich war glücklich, dass ich ganze vier Tage hatte, um alle Pferde ordentlich fördern zu können und nahm mir für den ersten Tag vor, alle ein wenig kennen zu lernen und mich um sie zu kümmern. „Ich habe dir das Gästezimmer hergerichtet. Komm, wir zeigen es dir.“ Kilian lachte und rannte vor uns her, während wir hinterhergingen und uns gegenseitig erzählten, was die letzten Jahre alles bei uns passiert war.
      Nachdem ich mich im Gästezimmer eingerichtet und mir meine Reitsachen angezogen hatte, tranken wir zusammen noch eine Tasse Tee und aßen ein paar Kekse. „So, dann mach ich mich mal an die Arbeit, was?“ Ich grinste und zwinkerte Kilian zu, der sich schüchtern hinter seiner Mama versteckte und dann doch lächelte. „Der ist so niedlich!“ meinte ich, winkte ihnen und ging hinüber zum Stall.
      In dem kleinen Trakt standen insgesamt sieben Pferde, sechs Ausgewachsene und eine Zweijährige. Ganz begeistert war ich von den beiden Menorquinern River Flows In You und Aquito, da ich die Rasse das erste Mal live zu sehen bekam. Ihr dunkles Fell schimmerte schön, aber ihre Mähnen waren etwas verwirrt. Ich machte mich also an meinen Plan und machte mich mit den Pferden vertraut. Ich holte erst River aus der Box und bestach die sieben Jahre alte Stute mit Leckerchen und Streicheleinheiten. Langsam bürstete ich ihr Fell, kämmte ihre Mähne und kratzte ihr die Hufe aus. Sie war geduldig und döste sogar etwas vor sich hin, als ich mich auf dem Putzplatz im Schatten vor dem Stall um sie kümmerte. Sie machte einen guten Eindruck und war sehr aufmerksam. Brav gab sie die Hufe und ließ sich diese auch etwas ausschneiden. Da es sehr heiß war heute, stellte ich sie zurück in ihre Box und würde sie, wie die anderen Pferde, erst Abends auf die Weide lassen. Als nächstes nahm ich mir Aquito vor. Obwohl hier ein imposanter Hengst vor mir stand, war er wirklich ausgesprochen lieb. Ich hielt dann aber kurz die Luft an, als ich sah, aus welcher Linie der hübsche Hengst stammte. Tatsächlich war der Vollbruder von Primus Odin. Für seine 13 Jahre sah er aus wie ein sechsjähriger, der gerade ausgewachsen war. Besonders faszinierten mich die blauen Augen, die er schloss, als ich ihm vorsichtig über die Stirn streichelte und ihn kraulte. Er ließ sich noch leichter putzen und umsorgen, als River und weckte jetzt schon meine Neugierde, wie er sich unter dem Sattel machen würde. Neben den zwei schwarzen Menorquins stand auch noch ein Shire Horse Pärchen im Stall. Ihre großen Köpfe ragten über die Box, als ich Aquito zurück in seine führte. Ihre Naben waren Abbey Dawn und Albus. Abbey kannte ich noch als Fohlen, da ihre Mama meine Tigra war, die auf meiner großen Gnadenweide ihren Lebensabend verbringen durfte. Mittlerweile war Abbey auch schon acht Jahre alt und zu einer hübschen Red Roan herangewachsen. Ihr mächtiges Langhaar rief auch nach etwas Aufmerksamkeit, weswegen ich sie ebenfalls hinausführte und auf den Abspritzplatz stellte. Sie schwitzte etwas unter dem Fell, weswegen ich sie vorsichtig kühl abspritzte und Schweif, sowie Mähne mit einem milden Shampoo wusch. Mit einem Schweißmesser zog ich das grobe Wasser aus und kämmte vorsichtig Mähne und Schweif mit einem grobzinkigen Kamm. Dann stellte ich sie auf den kleinen Paddock, der nur mit Gummimatten ausgelegt war und gab ihr etwas Heu zu fressen. So konnte ihr Fell trocknen, während ich Albus holte und das selbe mit ihm machte. Er war auch ein sehr lieber Riese, merkte aber, dass ich nicht seine Besitzerin war. Doch mit meinen kleinen Tricks und einem strengen Auftreten merkte er gleich, dass er das testen sein lassen kann und widmete sich lieber den Leckerchen, die er für artiges Verhalten abstaubte. Auch ihn stellte ich danach auf den Paddock und ließ ihn trocknen. Während das Shire Paar also draußen die Sonne und den leichten Wind genoss, holte ich Elodin. Der Norweger hatte ein hübsches Muster in die Mähne rasiert und erinnerte mich an die Kurzhaarfrisur, die Aquentino hatte, als ich ihn damals gekauft hatte. Ich merkte sofort, dass ihm wahnsinnig langweilig war in der Box und hatte so meine Schwierigkeiten mit ihm. Er tänzelte hin und her und warf mit dem Kopf. „Du bist also der Rabauke hier… Also schön, dann spinn dich erstmal aus.“ meinte ich, brach ab und ließ ihn auf dem Reitplatz laufen. Buckelnd machte er sich Luft und wieherte den beiden Großen zu, die ihre Köpfe hoben und sich dann wieder ihrem Heu widmeten. „Also schön, dann eben erst Independent“ dachte ich mir, grinste aber und halfterte die hübsche Quarterhorse Stute auf. Sie folgte mir anfangs eher zögerlich, ließ sich dann aber auch wie Aquito und River von mir putzen, streicheln und lieb umsorgen. Mit ihr war ich schnell fertig, brachte auch sie danach zurück in die Box neben der zweijährigen Stute Picture of a Ghost, die schon sehr glücklich darüber zu sein schien. „Bist du niedlich!“ Ich streichelte ihr ein paar Minuten den Kopf, dann ging ich wieder hinaus und sah nach dem kleinen Spinner. Er hatte sich immer noch nicht ganz beruhigt, brauchte wohl noch. Also lief ich hinüber zu Abbey, deren Fell und Mähne fast, aber noch nicht ganz trocken war. „Dann kümmer ich mich erst noch um das Fohli, bevor ich mich nochmal an Elodin wage, dann seid ihr wieder dran, ihr zwei Hübschen.“ Und so machte ich es auch. Als ich fast fertig war mit der kleinen Scheckenstute kam Abajo herum und sah nach dem rechten. „Klappt alles?“ fragte sie und sah kurz zu Elodin hinüber. Der hatte sich langsam ausgesponnen und graste unter dem Zaun hindurch die letzten Halme ab. „Äh ja, alles wirklich superliebe Tierchen. Auch den krieg ich noch in Griff.“ lachte ich und Abajo grinste mich an. Sie gab zu, dass er gern mal auch nen Reiter absetzt. „Na das soll er mal versuchen!“ „Achja, weil Ghost hier grade steht…“ Sie bat mich ohne große Umschweife darum, die Stute bei mir aufzunehmen, da sie sie ungern so ungefördert und sie um meine Chancen auf dem Hof wisse. Ich war etwas baff, war aber von der Kleinen ganz verzaubert. Ich nahm Abajo also genauso fix das Versprechen ab, mich um sie zu kümmern und sie zu fördern. Zusammen führten wir sie in die Box, ich holte Elodin und konnte ihn jetzt auch endlich in Ruhe putzen und die Mähne bürsten. Als er in der Box war, fing Abajo an, die Pferde zu füttern, bevor wir sie später auf die Weide bringen sollten und ich machte mich daran, bei Abbey und Albus die Mähnen noch in einen Bauernzopf einzuflechten, damit sie unter diesen nicht mehr so stark schwitzen konnten. Dann durften auch diese ihre Abendmahlzeit verputzen, bevor wir sie gemeinsam auf die Weide brachten. „Ich mach dann mal Abendessen, du kommst einfach rum, wenn du fertig bist. Ich muss nur zurück zu Kilian!“ „Ok, machen wir so, bis später!“ Ich lief zurück in den nun leeren Stall, mistete aus, putze die Tränken und füllte die Heuraufen für den nächsten Morgen. Dann kehrte ich noch die Stallgasse und lief gegen frühen Abend hinüber. Nach einer kurzen Dusche setzte ich mich zu Abajo, Kilian schlief schon, aß und sprach mit ihr durch, was sie sich für die nächsten Tage für ihre Pferde wünschte. Hauptsächlich sollte ich Dressur reiten und die Pferde auch mal wieder im Gelände bewegen. Nur Elodin ließ ich auch ein wenig im Military springen, der Hengst war über die Aufgabe sehr glücklich und war nach nur zwei Tagen deutlich gelassener und ausgeglichener. Ghost fing ich an zu longieren und sie weiter auszubilden, die beiden Shires nahm ich als Paar mit ins Gelände und ritt eine größere Distanz. Mit Miss Independent hatte ich neben Aquito aber den meisten Spaß. Ich war länger nicht mehr Western geritten, lernte also sowohl von als auch mit ihr. Sie war eine top ausgebildete Stute und zeigte sich auch in der Dressur als auch im Military wirklich wunderbar. Als ich sie am letzten Tag vom Platz ritt, sie absattelte und abspritzte, stand Abajo daneben und unterhielt sich noch mit mir über Ghosts Abstammung, da Independet ihre Mutter war. Tom sollte mich am späten Nachmittag mit dem Hänger abholen, wir würden Ghost gleich mitnehmen. Am Abend vorher hatten wir auch schriftlich alles klargemacht und ihre Sachen hergerichtet. Kilian stand jetzt neben uns und ließ sich von seiner Mama hochheben, damit er Miss Hals streichelt konnte.
      Nachdem Tom angekommen war und wir noch kurz bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen, verlud ich erst meine eigenen Habseligkeiten im Jeep und dann die von Ghost. Die Stute ließ sich ungewöhnlich leicht auf den Hänger führen, wieherte dann aber doch herzzerreißend, als sie merkte, dass ihre Mama ihr nicht folgen würde. „Sowas find ich bei uns auch immer ganz schlimm, wenn ein Fohlen geht, das auf dem SPZ aufgewachsen ist.“ erwiderte ich gedrückt und umarmte Abajo zum Abschied. „Bei dir hat sie es bestimmt gut und wenn sie erstmal in der Fohlenherde ist, wird sie die Langeweile hier ganz sicher nicht vermissen“ Tom und ich winkten Abajo und Kilian, bis nicht mehr in Sichtweite waren und traten zum Beginn der neuen Woche unsere Heimreise an.


      Februar 2018, by Zaii
      "Hallo ihr Hübschen", begrüßte ich die Pferdeköpfe, die sich mir neugierig entgegenstreckten. Der schwarz-weiße Kopf eines Jungpferdes schob sich zwischen den anderen durch und schnupperte sanft mit der Lippe über meine dargebotene Hand. Schnell schlüpfte ich zwischen dem Zaun hindurch und war direkt von der kleinen Herde umringt. Ich kramte in meiner Jackentaschen nach den kleinen Stücken Möhre, die ich eingeschoben hatte und verteilte diese. "Nein, du hattest schon", ermahnte ich Picture of a Ghost. Die kleine Stute ließ sich von den älteren Herdenmitgliedern nicht beeindrucken, sondern beharrte auf ihren Platz direkt vor meinem Gesicht. Ihre Mutter, Miss Independent, hielt sich im Vergleich dazu mehr im Hintergrund und wartete geduldig, bis ich ihr ein Stück darbot. Voller Vorsicht nahm sie es dann auf und konnte es gerade noch so vor Abbey Dawn in Sicherheit bringen. Die große Stute überragte die anderen Damen deutlich, strahlte aber einfach nur unendliche Sanftheit aus und schien kaum aus der Ruhe zu bekommen zu sein. Auch ihr Warten belohnte ich mit einem Stück Möhre, genau so wie das von River Flows In You. Abajos Stuten schienen alle eine Engelsgeduld zu besitzen und dem war sich offensichtlich auch die Jüngste bewusst, denn diese schien sich noch immer im Fohlenschutz zu befinden und es machte den Eindruck, als könnte sie sich viel erlauben, bevor es den älteren zu viel wurde.
      Lachend schüttelte ich den Kopf, als Pixel ihre Lippen an meiner Seite entlang wandern ließ und schließlich bei meiner Tasche stoppte. "Ja, da ist noch mehr drin und nein, das ist nicht für dich", erklärte ich, ehe ich mich wieder durch den Zaun hindurch drückte, um einige Meter weiter zu gehen. Während mir Pixel und River noch folgten, schaute Miss mir nur hinterher und Abby hatte sich schon wieder dem dürren winterlichen Gras zugewandt.

      Auf der angrenzenden Weide wurde ich direkt mit einem leichten Schnauben von Aquito, einem schönen Rappen begrüßt. Während er mich genau beobachtete, kletterte ich auch hier zwischen dem Zaun hindurch, was auch Elodin auf uns aufmerksam machte. Beide Hengste nahmen meine dargebotenen Möhrenstücke sofort an, Aquito bekam daran anschließend direkt die angelegte Ohren des Fjords zu Gesicht, als er ihm zu nah kam. Während die beiden Hengste sich ein Duell zu liefern schienen, wer die Ohren weiter in der Mähne verstecken konnte und ich sicherheitshalber einige Meter Abstand nahm, näherte sich mir Albus. Ich musste den Kopf deutlich in den Nacken legen, den Alb war bestimmt das größte Pferd, das ich jemals gesehen hatte. Als er jedoch seinen Kopf senkte und sein Maul sanft in meiner Hand ablegte, erkannte man in ihm einen sanften Riesen, wie es auch schon bei Abby der Fall gewesen war. Schnell steckte ich ihm einige Stücke Möhre zu, ehe sich auch die anderen beiden Hengste wieder näherten. Ich verteilte in Windeseile meine restlichen Leckereien, dann brachte ich den Zaun wieder zwischen die Hengste und mich, denn offensichtlich hatte Alb entschieden, beim Duell der angelegten Ohren teilzunehmen. Dabei beließen die Hengste es aber auch und jeder verzog sich in eine andere Ecke, sodass ich guten Gewissens, an der Weide der Stuten vorbei, zurück zu meinem Auto gehen konnte.

      Juli 2018, by Veija
      Ich hatte es mir gar nicht zu träumen gewagt, dieses Pferd einmal in Natura zu sehen. Miss Independent. Diese Stute war die Mutter, Oma oder Urgroßmutter so vieler Westernpferde die ich gesehen und geritten hatte, dass ich eigentlich schon geglaubt hatte, dass sie uralt sei. Doch sie erfreute sich noch bester Gesundheit und schien wirklich so lieb und ruhig zu sein, wie ich gehört hatte.

      Bei ihr im Stall angekommen strich ich ihr kurz über die Nase, halfterte sie auf und brachte sie auf die Koppel, denn ich musste mich zu erst um ihre Box kümmern. Wieder drinnen angekommen suchte ich mir eine Schubkarre, eine Beulengabel und eine Schaufel, denn die Box war doch ziemlich verdreckt und ich hatte meine liebe Mühe, alles aus der Box raus zu bekommen. Irgendwann hatte ich es doch endlich geschafft und konnte neu einstreuen. Dann gab ich Miss noch Wasser und neues Heu sowie ihre Ration Kraftfutter. Fertig war ich hier allerdings noch nicht, denn ich holte sie mir wieder von der Koppel und putzte sie gründlich, ehe ich sie sattelte und eine gemütliche Runde ins Gelände ging. Wir ritten dort sehr viel Schritt und Trab, wagten uns auch an einen kurzen Galopp. Als wir wieder am Hof ankamen war es doch schon später, als ich erwartet hatte. Deshalb sattelte ich die Stute ab und legte ihr eine Abschwitzdecke auf, damit sie nicht krank wurde. Damit stellte ich sie zurück in ihre Box und sie stürzte sich sofort auf ihr Kraftfutter, welches sie sich sichtlich verdient hatte.


      Dezember 2018, by Abajo
      Erst kümmerte ich mich um Elodin. Er wurde geputzt und gesattelt und anschließend unternahm ich einen langen Ausritt mit ihm. Danach fütterte ich ihn und zuletzt gab es noch ein paar Streicheleinheiten.
      Danach ging es zu River, die ich heute nur verwöhnte. Sie wurde geputzt, bekam Leckerlies und dann brachte ich sie auf die Weide. Ich beobachtete sie noch eine Weile und ging dann zum nächsten Pferd.
      Abbey Dawn und Albus holte ich gleichzeitig von der Weide, da die beiden ein eingespieltes Team waren. Ich putzte sie nacheinander und dann sattelte ich Albus und stieg auf. Abbey Dawn nahm ich als Handpferd mit auf den Ausritt. Danach durften sie wieder auf die Weide.
      Auch um Auqito kümmerte ich mich und putzte ihn, um ihn anschließend zu satteln. Mit ihm ging ich auf den Springplatz. Erst wärmte ich ihn auf und dann übten wir uns im Springen. Danach versorgte ich ihn und brachte ihn auf die Weide.
      Zuletzt ging ich zu Miss Independent und kümmerte mich um eine Verletzung, die sie sich vor einiger Zeit zugezogen hatte. Ich nahm ihr den Verband vom Bein, schmierte es neu ein und bandagierte es wieder. Danach brachte ich sie zurück auf die Weide, nachdem sie einen Apfel bekommen hatte.


      Juni 2019, by Veija
      Erneut stattete ich Miss Independent einen Besuch ab. Die Stute schien sich wirklich zu freuen mich zu sehen. Ich kraulte ihren Hals. Dann nahm ich sie von der Koppel mit in den Stall, wo ich sie putzte. Nach dem Putzen sattelte ich sie und ritt mit ihr ein kleines Stück ins Gelände. Als wir wieder zurück kamen, sattelte ich sie ab. Dann putzte ich nochmals kurz über, ehe ich sie wieder auf die Koppel brachte. Dann fuhr ich wieder nach Hause.


      Schicksal
      Nachtrag für August 2019, by Ravenna & Veija
      Ylvi
      Die letzten Tage waren vergangen wie in einem unheimlichen Traum. Wir hatten versucht von Kanada aus die Klärung des Visums in Gang zu bringen. Leider war das nicht von Erfolg gekrönt. Mit meiner Beschäftigung auf der Ranch genügte es nicht um das Visum zu verlängern. Auch die nötigen Untersuchungen nach meiner OP waren nicht ausschlaggebend gewesen.
      Ich hatte bereits alles nötige mit meinen Eltern geklärt. Vorerst würde ich bei ihnen unterkommen bis ich wieder nach Kanada reisen durfte. Wie oft ich des Nachts wachgelegen hatte konnte ich gar nicht mehr zählen. Unzählige Tränen waren geflossen. Zu groß die Angst in meinem Inneren das ich vielleicht gar keine dauerhafte Genehmigung bekommen würde. Caleb hatte sich als stark an meiner Seite versucht...seine wirklichen Gedanken jedoch blieb mir momentan verborgen. Seine Arme um meine Hüfte des Nachts gaben mir jedoch den nötigen halt. Noch zwei Wochen reichte meine Genehmigung...dann musste ich Kanada auf ungewisse Zeit verlassen. Das machte mich völlig fertig.
      Einem Geist gleich lief ich seit Tagen über die Ranch. Ravn hatte mich vorgestern aus dem Sattel befördert - ich war nicht bei ihm gewesen. Dafür hatte ich mit einem blauen Fleck am Bauch den Preis gezahlt. Deutlich war der Abdruck des Horns zu erkennen. Deshalb waren Westernsättel eigentlich mal nicht meine Lieblinge gewesen.
      Was würde geschehen, wenn ich tatsächlich keine Genehmigung bekam? Nicht nur würde das meine...ja Beziehung zu Caleb auf eine harte Probe stellen oder das Ende bedeuten. Was würde aus den Pferden? Mittlerweile hatte ich 5 von ihnen. Inyan wäre versorgt...ich wusste das sowohl Tschetan als auch Louis den Wallach bewegen würden. Ich hatte doch erst vor einiger Zeit begonnen mit Gealach zu arbeiten. Lady Gweny...Ravn und Fylgia. Letztere würde ich natürlich nachholen. Doch sie erneut über Kontinente mit dem Flugzeug zu transportieren. Das würde ich ihnen ungern antun wollen. Das beste wäre sie auf der Ranch zu belassen. Es gab Leute die sich ihrer annehmen würden. Aber ich? Ohne Pferd? Schwer vorstellbar. Ich wollte nicht weg….hier war meine Heimat!
      Ich schluchzte erneut schwer auf. Spürte die sanften Nüstern eines Pferdes in meinem Gesicht. Inyans Punkte fielen mir sofort auf als ich die Augen wieder öffnete. Ich stand hier inmitten meiner Herde, gelehnt an den kräftigen Hals meines Valravn und weinte mir- mal wieder - die Augen aus dem Kopf. Verzweiflung war wohl das richtige Wort für meinen derzeitigen Zustand. Schritte in meinem Rücken. Kleine Füße, zögerliche die folgten. Meine Augen hielt ich geschlossen. Versuchte das laute schluchzen zu unterdrücken schaffte es ja doch nicht. Ich spürte eine raue Hand auf meiner Schulter. Eine ungleich zartere Bewegung an meiner Hüfte. Ich wusste das Kaya sich an mich lehnte. Ihre zarten Arme lagen um meine Hüfte. Ob das Mädchen verstand welch Kummer mich plagte oder ob sie einfach meine Tränen trocknen wollte wusste ich nicht. Es gab keine Worte. Nur ihre Umarmung. Die Hand auf meiner Schulter die sanften Druck ausübte. Ich holte keuchend Luft, die ich offenbar angehalten hatte. Blinzelte durch den Schleier der Tränen, drehte den Kopf und sah Louis. Wie kam es nur das ausgerechnet immer er da war? Sollte nicht Caleb an seiner Stelle sein? Zu meiner allgemeinen Verzweiflung hatte sich innerhalb der letzten Woche auch noch vollkommene Verwirrung gesellt. Letzteren sah ich nur nachts, wenn ich vor lauter Tränen erschöpft im Bett einschlief, nicht mehr in der Lage die Augen offen zu halten. Ich spürte förmlich wie sich Caleb mir entzog. Hatte was wir teilten noch eine Chance? Oder stand der Kuss mit Louis unausgesprochen zwischen uns?
      Wir standen alle stillschweigend im Unterstand zwischen den Pferden die sich hierher zurückzogen, wenn die Sonne zu sehr vom Himmel brannte. Nicht wie in Mexico...aber warm genug. Mir gelang es zwar immerhin meine Atmung und die Tränen in den griff zu bekommen, während wie so da standen. Meine Gedanken glichen aber eher einen Sturm. Ich entzog mich schließlich der Hand auf meiner Schulter, duckte mich um Kaya in den Arm zu schließen und hauchte ein “Danke” in ihr Ohr. Das Mädchen löste sich von mir, lächelte und huschte dann aus dem Gebäude. “Ich vermute mal du hattest keinen Erfolg mit dem neuen Antrag?” seufzte Louis. Ich schüttelte hoffnungslos den Kopf. “Ich habe am Morgen mit meiner Familie telefoniert damit ich vorerst bei ihnen unter komme. Bisher habe ich noch keinen Flug buchen können. Ich will nicht fort.”
      Im Reflex fand sich meine Hand in der von Louis wieder, ich starrte darauf, flackerte zu ihm hoch und er nahm seine Hand fort als habe er sich verbrannt. Wir hatten den Kuss nie wieder erwähnt. Aber er stand bei jeder Berührung der letzten Tage noch immer zwischen uns wie ein Damoklesschwert. “Sag wenn ich irgendetwas tun kann, ja?” ich hatte keine Kraft für eine Antwort nickte nur...und wand mich dann zwischen den Ponys davon aus dem Unterstand.



      Caleb
      >>Meine Aufenthaltsgenehmigung ist abgelaufen..ich muss Kanada verlassen bis die Visumsfrage geklärt ist.<<, immer wieder hallten diese Wort in meinem Kopf nach. Für uns alle war das ein Schock gewesen, insbesondere Ylvi und mich. Sie konnte die Ranch nicht einfach verlassen. Was würde aus den Pferden werden… was würde aus uns werden? Innerlich fluchte ich. Immer… und immer wieder. Hätte ich mich damals nicht auf sie eingelassen, würde mir ihr Abschied auch nicht so schwer fallen… Hätte ich mich nicht auf sie einlassen sollen? Doch. Natürlich. Unsere gemeinsame Zeit war zwar von Höhen und Tiefen geprägt gewesen… und was irgendwie als “Zeitvertreib” angefangen hatte, war ernster geworden. Eine Möglichkeit, wie sie auf jeden Fall hierbleiben konnte, konnte ich ihr bieten. Mit einem Ring. Aber wollte ich das? Caleb O’Dell verheiratet? Mit einer Deutschen? Nicht mit jemandem vom Rodeo, was sich wohl alle Welt denken würde. Ich verwarf den Gedanken wieder. Dazu war ich nicht bereit… aber wenn sie so bleiben durfte?
      Ich atmete einmal schwer durch und konzentrierte mich wieder auf meine Reitschüler. Ab und zu, wenn gerade wieder ein bisschen Luft auf der Ranch war, hatte ich angefangen, ein wenig Reitunterricht zu geben. Gerade waren Gipsy und Shorty auf dem Platz. Cayce hatte mir seinen Wallach für George geliehen. Der junge Mann hatte wirklich Talent! Auf Gipsy saß ein junges Mädchen, etwa so alt wie George. Lizzy. “Beine ran Liz.”, rief ich ihr rüber und schaute dann wieder zu George, der Shorty auf dem Zirkel galoppierte. Lizzy trabte den hellen Wallach gerade ganze Bahnen. “Das sieht schon gut aus!”, rief ich beiden rüber und winkte sie dann zu mir. “Wir gehen heute noch ein bisschen an die Manöver. Lizzy du wartest hier bei mir, Gipsy und George sind zuerst.”, erklärte ich und sie positionierte ihr Pferd an der Bande. “Du startest bei X, galoppierst zwei langsame und dann einen schnellen Zirkel. An X stellst du ihn gerade und lässt ihn wechseln. Dann einen schnellen und zwei langsame Zirkel. An X Stoppen. Dann geb ich weitere Anweisungen.”, sagte ich und schickte ihn los. Mir war gar nicht aufgefallen, dass sich Betsy, Tschetan und Kaya hinter mich an den Zaun geschlichen hatten, und zusahen, bis Betsy mir auf die Schulter tippte. “Hey Cowboy.”, sagte sie lachend und ich knuffte sie in die Seite. Die beiden anderen Kinder sahen mich argwöhnig an. Einen richtigen Draht fand ich nicht zu ihnen, es war aber vermutlich auch noch zu früh, zu urteilen. “Kannst du mir gleich auch noch Unterricht auf Blue geben?”, fragte mich die kleine und ich nickte. “Wenn du ihn dir jetzt fertig machen gehst und sofort her kommst, ja. Ich muss gleich zu den Rindern hoch. Könnt ihr mir Devil auch fertig machen?”, fragte ich die Kinder. Mir war aufgefallen, dass alle drei nach einer Aufgabe auf der Ranch suchten. Ja, sie waren Kinder. Ja, sie spielten viel… aber bevor sie anfingen allen möglichen Unsinn zu machen, gab ich ihnen lieber Aufgaben. “Tschetan und Kaya wenn ihr mitkommen wollt könnt ihr Sue und Face Down satteln.” Wider Erwarten nickten beide und verschwanden dann mit Betsy. Sollte ich Louis noch fragen, ob ich die beiden mitholen durfte? Ich schrieb ihm eine kurze WhatsApp und bekam nur ein OK zur Antwort. Ich glaube er war froh, wenn die beiden Beschäftigung bekamen. “Jetzt nochmal zu euch.”, sagte ich zu den beiden Reitern auf dem Platz. “George nochmal.” Ich schaute ihm zu und nickte. “Abreiten und wegbringen.”, erklärte ich ihm. “Lizzy willst du auch mal versuchen? Lass Shorty ruhig von sich aus umspringen, der ist in der Ausbildung schon weiter als du. Er macht vieles alleine. Lass die Zügel locker, leg dein äußeres Bein ran und er macht das.”, erklärte ich ihr und sah ihr bei ihren Zirkeln zu. “Prima. Reicht.”, sagte ich und schaute ihnen beim Abreiten zu. Nun kamen die Kinder mit den vier Pferden zurück. Blue brummelte die Stuten an und machte seinen Hals ganz schön rund. “Betsy ruck mal kräftig am Zügel, der hat sich zu benehmen, hier wird jetzt nicht gedeckt!”, rief ich ihr zu und sie machte, was ich von ihr verlangt hatte. Sofort hörte Blue auf und konzentrierte sich wieder auf das Mädchen. Ich nahm Devil entgegen und nach dem nachgurten schwangen wir vier uns in den Sattel. Der Ritt zu den Rindern war sehr schweigsam. Ab und zu erzählte Betsy etwas, ansonsten konzentrierten wir uns auf den Weg. Neben viel Schritt trabten wir auch eine kurze Strecke und galoppierten auch ein Stück. “Bei den Rindern bleibt ihr auf alle Fälle im Schritt.”, erklärte ich den Kindern. Ich ritt zwar das einzige Pferd mit Cow Sense, man konnte aber nie wissen. “Ich möchte auch nur kontrollieren, ob alles ok ist, mehr nicht.”, erklärte ich ihnen und öffnete den Zaun, damit sie alle durchreiten konnten. Nachdem ich selbst durchgeritten war, schloss ich ihn wieder und trabte auf sie zu. Die Rinder waren auch schon zu sehen. Gemütlich kamen wir immer näher. “Bleibt hier stehen.”, sagte ich und ritt alleine zwischen den Rindern durch. Ein Kalb machte mir ein bisschen Sorgen, so dass ich mir mein Lasso nahm und es einfing. “Whoaaa…”, sagte ich zu Devil, sprang ab legte das Kalb auf die Seite. Er hatte sich in ein wenig Stacheldraht verfangen. “Mist..”, fluchte ich. Das hieß eigentlich, dass der Zaun irgendwo defekt war. Ich entfernte den Stacheldraht und nahm aus der Satteltasche ein wenig Blauspray, was ich dem Kalb auf die Wunde sprühte. Dann ließ ich es wieder laufen, rollte mein Lasso auf und ritt zu den Kindern zurück. Ich zückte mein Handy und rief Cayce an. “Ja, Caleb hier. Komm mal mit dem Truck zu den Rindern, hier hatte sich ein Kalb im Zaun verfangen, ich bin mit den Kindern hier, wir reiten einmal rundherum und schauen ob etwas kaputt ist.” “Cayce kommt mit dem Truck her, wir teilen uns auf. Betsy kommst du mit mir links rum? Tschetan und Kaya könnt ihr rechts rum am Zaun vorbei reiten?”, fragte ich sie und sie nickten. “Betsy hast du die Walkie Talkies dabei?” Sie nickte und gab Tschetan ohne zu zögern eins davon. ”Wir treffen uns auf der anderen Seite. Wenn was ist…”, erklärte ich und zeigte auf das Walkie Talkie in Betsys Hand. Sie nickten und ritten zurück zum Zaun. Wir folgten ihnen und unsere Wege trennten sich.
      Tatsächlich fanden Betsy und ich nahe der Hütten ein Stück Zaun, der kaputt war. “Sagst du den beiden Bescheid? Sie sollen trotzdem weiter reiten und nachschauen.”, sagte ich zu Betsy und sie nickte. Auch Cayce sagte ich Bescheid, dass er schon mal hier hoch kam und den Zaun reparierte.
      Tschetan und Kaya fanden unten am Wald noch eine Stelle, die Betsy und ich uns anschauten. Auf dem Weg dorthin war uns Cayce mit dem Truck begegnet, so dass ich mir von ihm ein wenig Werkzeug mitgenommen hatte und den Zaun reparieren konnte. “Danke für eure Hilfe.”, sagte ich zu den dreien und steuerte Devil in Richtung Heimweg. Ich öffnete den Kids wieder den Zaun, schloss ihn und wir ritten zurück zur Ranch. Dort stand schon die Heulieferung auf dem Hof, die ich ganz vergessen hatte. Bellamy kam schon ziemlich genervt auf mich zugelaufen. “Wo sind denn die Papiere schon wieder?!”, fragte er und hielt Devil an. “Ich mach die fertig, kümmer du dich ums Heu.”
      Ich stieg ab, grüßte den Lieferanten kurz und lief dann ins Haus. Nach einer Weile hatte ich die verflixten Zettel und die Rechnung gefunden. Ich drückte ihm alles in die Hand und lief einmal quer über den Hof zum Traktor, um die Heuballen abladen zu können.
      Als ich eine Stunde später damit fertig war, aß ich in der gemeinsamen Küche schnell etwas und fiel ins Bett. Ylvi schlief bereits im Bett. Am nächsten Morgen war ich auch schon vor ihr wach und in der Stadt. Es gab dort noch einiges, was ich wegen der Umbauten regeln musste.

      Ylvi
      Calebs Seite des Bettes war kalt, leer. Wie so oft in letzter Zeit. Hatte ich anfangs noch einen Knoten im Hals verspürt, war es nun nur einem Seufzen gewichen. In den vergangenen Tagen, den Wochen seit den Brief hatte ich zu oft gemixte Signale von ihm erhalten. Oder hatte es bereits zuvor begonnen?
      Ein halbes Jahr war vergangen seitdem wir Weihnachten gemeinsam gefeiert hatten. 6 Monate in denen so viel passiert war.
      Ich warf die Decke von mir fort. Vor dem Haus fehlte der rote PickUp..er schien also auch gar nicht auf der Ranch zu sein. Ich zuckte die Schultern, zog mich fix an. Anschließend genehmigte ich mir ein fixes Frühstück in der Küche. Laurence kam herein, sah mich und lächelte. “Caleb schon wieder auf Wanderschaft?” “Aye” antwortete ich dem alten Mann knapp. Ich wollte jetzt eigentlich keine Konversation führen. “Habt ihr bereits miteinander geredet?” bohrte dieser allerdings weiter nach. Meine Hand die eine Tasse Kaffee Richtung Lippen bewegt hatte hielt inne. Verwirrt sah ich Laurence an. “Er könnte dich mit Leichtigkeit hier halten. Ich hab dem Trottel schon zweimal gesagt er soll dir einen Ring an den Finger stecken.” grummelte Laurence in seinen stoppeligen Bart. Ich schluckte. Das war nie zum Thema gekommen. Ich hatte sogar keinen Gedanken daran verschwendet. Niemals hatte ich mich verheiratet gesehen. Nichtmal mit Caleb hatte ich diese Gedanken gehabt. Natürlich...wir hatten einander viel gelehrt. Von emotional unbrauchbar hatten wir uns zumindest zu etwas wie einer Beziehung hinreißen lassen. Wie viel Bestand diese hatte zeigte sich nun sehr gut - keine. Waren wir am Ende einander nur Lehrmeister gewesen?
      Aber natürlich...mit einer Heirat würde ich bleiben können...ohne Probleme sogar. Ich würde nie wieder ein Visum beantragen müssen. “Pack ihn bei den Eiern und sprich es an. Du würdest fehlen hier auf der Ranch.” damit verließ Laurence die Küche. Aber ich wusste...ich würde Caleb darum niemals bitten. Ein Gefühl welches ich nicht zu beschreiben vermochte machte mir bewusst - eine Heirat mit Caleb würde niemals funktionieren.
      Ich verzog mich in den Offenstall meiner Pferde. In der morgendlichen Sonne machte ich deren Paddock sauber, schob die schwere Schubkarre vor mir her zum Misthaufen quer über den Hof der Ranch. Dort angekommen, keuchte ich bereits wie ein Maikäfer. Noch war ich nicht gänzlich an diese Arbeit gewohnt. Cayce begegnete mir mit einigen der Rinder. Mir fiel auch kurz der wieder aufgetauchte rote PickUp auf. Um Caleb möglichst nicht zu begegnen setzte ich mich ab. Ich schnappte mir eine der Trensen, war unschlüssig welches der Pferde ich nehmen wollte. Schlussendlich fiel die Wahl auf Valravn. Nur am Rande nahm ich wahr das Inyan nicht da war. Mit wenigen Handgriffen legte ich ihm die Trense an, schwang mich auf den Rücken und verschwand in Richtung der Hütte in den Hügeln. Dort oben gab es um die Koppeln der Jungpferde einige schöne Pfade. Wir tauchten gerade ein in das Dickicht des Waldes als ich Hufgetrappel hinter mir vernahm. Neugierig drehte ich mich um. Dort näherte sich Inyan. Auf seinem Rücken saß Louis. Sie waren noch weit entfernt. Konnte ich so tun als habe ich sie nicht gesehen? Ich hieß Ravn angaloppieren. Allerdings versagte mir der Hengst den Dienst. Zu hart waren meine Beine in seinen Bauch gepresst. Stattdessen bäumte er sich vorn auf. Darauf nicht vorbereitet rutschte ich mit meinen Shorts hilflos einfach seinen Rücken hinab. Sicher landete ich auf meinen Beinen. Dieser Fail entlockte mir ein leichtes Lächeln. “Hast du andere Pläne,ja?” flüsterte ich meinem Wallach zu. “Ich habe dein Pferd verzaubert.” kam es stattdessen von Louis der meine Worte gehört haben musste. “Ist das so?” wandte ich mich an ihn, zog die Augenbrauen hoch.Ich sah wie sich Louis gleichfalls von seinem Pony schwang, neben mir stehen blieb und grinsend lächelte. “Möchtest du lieber spazieren?” ich zuckte die Schultern. Louis klopfte meine Schulter, schob die Unterlippe vor und ging voran. Offenbar nahm er mir jetzt die Entscheidung ab.
      Wir liefen lange den Weg hinauf. Schweigend. Kaum Worte zwischen uns. “Caleb ist ein Narr….ich würde nicht zögern.” sprach Louis dann endlich die Worte mit denen er all die Schritte bis hier her gehadert hatte. Ich musste nicht fragen. Ich ahnte, nein wusste sogar, das er die kurze Konversation mit Laurence gehört haben musste. Da waren andere Schritte im Flur gewesen als Laurence aus dem Haus gegangen war. Ich hatte mich also nicht verhört. Louis war stehen geblieben, ich spürte plötzlich seine Hand an meinem Handgelenk. Nicht fest, beinahe bittend. Meine Nackenhaare stellten sich auf, ich sah auf seine Hand...dann huschte mein Blick zu ihm auf...ich spürte wie er die Hand von meinem Handgelenk nehmen wollte. “Wenn die Dinge anders wären.” hörte ich Worte...verstand dann das sie aus meinem Mund kamen, das mein Verstand sie produziert hatten. Ich wusste das es keine Lüge war. Schon eine ganze Weile waren da Gefühle für Louis gewesen...entfacht nicht erst durch seinen Kuss. Dieser Idiot hatte mir beinahe ebenso schnell mein Herz gestohlen wie Caleb. Das sich letzterer nun von mir entfernte...glich beinahe der Verdammnis. “Ich muss schon die ganze Zeit über diesen Impuls unterdrücken.” kam es gedrungen von Louis. Wieder mein Blick in seine Augen. Ich sah das funkeln in ihnen….wieder bedurfte es keiner Worte. Trotzdem glich Louis einem wartenden Schakal. “Dann tu es nicht.” Verräter! schrie es kurz in mir. Dann verlor ich mich in dem Kuss mit Louis. Weniger zaghaft als jener erste vor ein paar Wochen. Zudem mit dem Unterschied das ich mich von ihm einnehmen ließ. Kein Abstand mehr zwischen uns, seine Hand auf meiner Hüfte, in meinem Haar. Meine eigenen Hände um ihn geschlungen. Ich spürte mich wanken, von ihm gehalten stand ich jedoch sicher. Louis brach den Kuss, ich erschrak drehte mich plötzlich fort...die Hände gekrallt in Ravns Mähne. Was war das nur mit ihm? Ich musste schwer einatmen..mein Bauch spielte genauso verrückt wie meine Gedanken. Louis kam zu mir, sein Kopf legte sich auf meine Schulter. “Du kannst mich nicht belügen...auch ich bin in deinem Herzen...das weiß ich nun.” flüsterte er in einer tiefen Stimme. Dann war er fort. Ich nahm seine Schritte wahr. Dann die von Inyan. Als ich mich zu ihm drehte saß er bereits wieder auf dem Wallach. Sein Gesicht hatte beinahe etwas triumphierendes..”Du weißt wo du mich für deine Entscheidung findest.” er trieb dem Wallach die Füße in den Bauch, dieser preschte aus dem Stand im Galopp den Waldweg wieder hinab. Ravn wollte hinterher, kurz hatte ich zu tun, den manchmal widerspenstigen Wallach zu zähmen. Ich sah in die Richtung von Louis und Inyan die immer kleiner wurden. Oh ja...ich wusste wo ich ihn fand...und auch wenn er die Frage nicht ausgesprochen hatte. Ich kannte sie...wusste welches Angebot er mir soeben unterbreitet hatte.

      Caleb
      Ich saß hinterm Steuer meines Pick Ups und starrte ins Leere. Es regte mich auf, dass ich nichts tun konnte, nein es kotzte mich wirklich an, nichts tun zu können… oder tun zu wollen. Jeden Tag ging ich spät ins Bett, jeden Tag stand ich früh auf und es war wirklich so, dass ich Ylvi aus dem Weg zu gehen versuchte. Ich hatte heute morgen ein Treffen in Calgary vorgeschoben, um nicht mit ihr aufwachen zu müssen. Ich hatte ein Treffen gehabt, so war es nicht… nur war dieses schon seit ein paar Stunden vorbei. Als sich mein Blick wieder gefangen hatte und ich seufzend meine Augen schloss, klopfte es an der Scheibe. “Sir, sie stehen schon eine ganze Weile im Parkverbot, bitte fahren sie den Wagen weg.”, sagte mir einer der Polizisten, die neben meinem Auto standen. Der andere im Polizeiwagen schaute düster zu mir herüber. Ich nickte nur stumm, startete den Motor und fuhr zum Geschäft, um noch ein paar Leckerlis für die Pferde und ein wenig neues Putzzeug zu kaufen. “Hey Caleb.”, begrüßte mich die junge Frau an der Kasse. “Wie läuft es so auf der Ranch?”, fragte sie mich nett. “Viel Arbeit. Ist immer viel Arbeit.”, erklärte ich ihr und bezahlte meine Einkäufe, ehe ich alles auf die Ladefläche des Pick Ups warf und wieder zur Ranch fuhr. Als ich ausladen wollte, gesellte sich Laurence zu mir. Ich schaute zu ihm rüber und er hatte wieder dieses: ich erzähle dir jetzt eine Lebensweisheit und du kannst nichts dagegen tun, nur zuhören. "We accept the love we think we deserve: from Stephen Chbosky.”, sagte er ohne mich auch nur im Ansatz auf so ein Zitat vorzubereiten. “Und du mein Freund, bist gerade auf einem ganz falschen Weg. Warum behälst du sie nicht hier? Du weißt, dass du es kannst und du weißt auch, dass du jemanden wie sie verdient hast. Lass die Liebe zu und frag sie endlich, ob sie dich heiraten will!”, fügte er an und packte mich an der Schulter. Laurence packte für sein Alter wirklich, wirklich feste zu. “Nimm sie nachher mit auf einen Ausritt. Du brauchst keinen Ring, frag sie einfach. Frag sie bevor es zu spät ist.” “Bevor sie weg ist…”, korrigierte ich ihn doch er schüttelte nur den Kopf. “Bevor es zu spät ist, Caleb. Du warst in letzter Zeit nicht viel hier. Es gibt.. sie hat.. sie bekommt hier andere Chancen.”, stammelte er und schaute in mein fragendes Gesicht. Selbst nachdem er meine Schulter losgelassen hatte und gegangen war, stand ich noch immer stocksteif neben meinem Truck und dachte über seine Worte nach. Es gibt für sie hier andere Möglichkeiten, zu bleiben? Was meinte er damit? “Hey Caleb!”, rief mir Octavia zu, die gerade mit Raspberry an mir vorbei ritt. Da kam mir eine Idee. “Hey O warte, ich hol mir ein Pferd und komm mit dir mit!”, rief ich ihr zu und hatte im Handumdrehen Vulture gesattelt und zu ihr aufgeschlossen. “Dass du Zeit hast, mit mir auszureiten.”, lachte O und strich ihrer Stute kurz über den Hals. “Das hast du wohl Laurence zu verdanken.”, murmelte ich. “Wieso das?” “Er hat mir eben wieder eine seiner Weisheiten unter die Nase gebunden und gesagt, wenn ich will, dass Ylvi bleiben kann, soll ich um ihre Hand anhalten, bevor es dafür zu spät ist und sie eine andere Chance bekommt, hier zu bleiben. Weißt du, was er damit meinte?”, fragte ich sie ganz offen und ehrlich und hielt Vulture an, um ihre folgenden Worte besser verstehen zu könne. “Weißt du… Ylvi und Louis… sie sind sich glaube ich näher gekommen.”, erklärte sie mir. Ich schloss für eine Sekunde seufzend meine Augen, ehe ich sie wieder öffnete und meinen Hengst wieder antrieb. “Was weißt du darüber?”, fragte ich sie schließlich. “N..nichts weiter. Wirklich nicht.”, antwortete sie mir und lenkte ihre Stute auf den linken Pfad rüber. Wir ritten eine Weile schweigend nebeneinander her, ehe ich sie fragte: “Sollte ich denn? Soll ich sie fragen, ob sie mich heiraten möchte?” O lachte kurz auf. “Caleb das kann ich dir doch nicht beantworten.“


      Ylvi
      Wir sahen uns an. Was tat ich eigentlich hier? Wie auf Drogen hatte mich der Weg am Abend nicht zum Haupthaus gebracht. Stattdessen stand ich auf der Türschwelle von Louis. Meine Hände im Rücken verschränkt. Ich zog mir die Haut neben meinen Nägeln ab. Der leichten Feuchtigkeit zu urteilen die ich spürte musste ich bereits Bluten. Der Schmerz drang jedoch nicht zu mir durch. “Willst du rein kommen?” Nein “Ja” hauchte ich.

      Mir war als würde ich mein Herz in der Brust nicht länger schlagen hören. Mit betreten seines Flures fiel plötzlich all die Anspannung ab. In meinen Gedanken war kein Caleb mehr. Nur der Wille an diesem Ort zu bleiben blieb zurück. Louis fasste meine Schultern schob mich vom Flur leise in Richtung seines Schlafzimmers. “Die Kinder sind schon im Bett.” flüsterte er mir zu. Da das Gästehaus nicht über ein Wohnzimmer verfügte und die Küche in Richtung Haupthaus ging, schien das Schlafzimmer die beste Wahl um ungestört zu sprechen. Mir wurde bei dem Gedanken allerdings flau in der Magengegend. Dann schloss sich die Tür hinter uns. Zum ersten Mal seit der Türschwelle sah ich Louis wieder direkt in die Augen. Die Haltung seines Körpers, seine Augen..sie sprachen von gespielter Gefasstheit. Diese Beherrschung die ich auch bei Lilly gesehen hatte. Die typisch war für einige Natives. Trotzdem sah ich den lauernden Schakal in seinen Augen wieder. Louis stellte keine Frage. Wir sahen einander nur an. Er wartete geduldig bis ich endlich den Mut fand die Worte über meine Lippen zu bringen. Sekunden wurden zu Minuten. Dann begann er plötzlich zu Lachen, einfach so. Ich legte den Kopf schief. Die Anspannung löste sich und plötzlich lachte auch ich scheu. Louis überbrückte die Distanz zwischen uns...zog mich an seine Brust und wir lachten weiter. “Wann müssen wir uns um einen Termin in Calgary kümmern?” flüsterte er schließlich als ich noch scheu hüsteln musste. Hatte ich gedacht Caleb und ich agierten gut miteinander...so bedurfte es mit Louis keiner Worte. Er würde mich zur Frau nehmen. Ich hatte diese Entscheidung bereits getroffen und er wusste es auch ohne das ich es ausgesprochen hatte. Das ganze wirkte beinahe surreal. Wir würden das liebende Ehepaar spielen müssen, wenn die Auslandsbehörde die Ehe prüfte. Doch würde ich die liebende Ehefrau spielen müssen? Das ganze könnte viel zu einfach werden. Die Art mit der er mich ansah, berührte und beschütze machten es mir so unfassbar einfach. “So früh wie möglich.” hauchte ich - schließlich müsste ich in weniger als einer Woche verschwinden. Louis schob mich ein wenig fort von sich, hoch mein Kinn. “Das ist das verrückteste was ich jemals getan habe.” sprach er, wieder halb lachend. Ich konnte nicht umhin das Lachen zu erwidern. “Gewöhn dich schonmal dran. Das Leben mit mir kann aufregend werden.” “Aber nicht das du mir aus den Latschen kippst wie das letzte Mal.” “Dafür hab ich ja jetzt einen neuen Schrittmacher und regelmäßige Kontrollen.” ich dachte an jenen Tag auf dem Berg. Ich wäre dort oben gestorben. Louis hatte mich am Leben gehalten. Hatte mein Leben gerettet. Vielleicht hatte das Universum damals bereits einen Wink gegeben wem ich mit meinem Leben trauen konnte. Erinnerte mich auch an seine seltsamen Worte. “Was ist mit der Symbiose?” Louis schaute leicht verwirrt. “Damals..auf dem Berg. Bevor ich ausgenockt bin. Du meintest das Caleb ein Wolf sei, während du in mir einen Raben siehst. Du sprachst davon, dass diese beiden Geschöpfe in einer Symbiose lebten. Ist das jetzt hinfällig?” “Ah..jetzt erinnere ich mich. Dabei darfst du aber nicht vergessen. Raben binden sich fürs Leben. Es kommt der Tag an dem eine Symbiose nicht länger ausreicht.” Plötzlich kam mir etwas in den Sinn. “Du wolltest es schon damals,oder? Du...dich beschützt auch ein Rabe als Totem. Nicht wahr?” Wir standen noch immer in dieser Umarmung beieinander, er zog mich wieder an seine Brust. “Thečhíȟila.” Louis hauchte mir einen Kuss auf die Stirn. Seine Hände krallten sich in meinen Rücken, die Hüfte. Ich hörte das leichte Knurren von seinen Lippen. Kein ton der mich überraschte. Mochte ein Rabe ihn schützen, so blieb er für mich selbst doch der Schakal. Ich fand mich selbst dabei wie ich die Geste wiederholte, meine Fingernägel krallten sich in seinen Rücken, die Schulterblätter. Spürte seine Zähne an meinem Hals. Caleb so ähnlich und doch so anders. Ich bot ihm den Hals dar, legte das Gewicht auf meinen Hacken, gehalten von seinen Armen. Mein Körper war ein elender Verräter. Er war es schon bei Caleb gewesen. Bei Louis tat er keine Ausnahme. Nur mit dem Unterschied das sich hier auch mein Verstand nicht dagegen zu wehren versuchte. Ich biss die Zähne fest aufeinander als Louis Hand seinen Weg unter mein Shirt fand. Die letzten Wochen der Ungewissheit, des Alleinseins. Endlich nicht mehr allein sein. Er spielte und neckte mich. So leicht fand ich mich ein in dieses Spiel. Sanft wurde ich auf einer Decke aus Fell gebettet. Als er zu mir kam fand er mich offen vor sich. Ein Kuss auf meine Lippen, dann spürte ich ihn in mir. Diese Vertrautheit war überwältigend. Wir agierten wie Zahnräder die nahtlos ineinander griffen.
      Louis hielt mich danach im Arm, während sich unser Atem nur langsam beruhigte. Ich spürte sein Gewicht auf mir, meine Hand kratzte über seinen Rücken. Fühlten die Muskeln, die Wirbelsäule und den kleinen Film aus Schweiß über unseren Körpern. Worte lagen mir auf den Lippen die sie dennoch nicht verließen. Ineinander verschlungen schliefen wir ein. Im Halbschlaf merkte ich noch wie Louis die Felldecke über uns breitete. Das erste Mal in Monaten schlief ich völlig unbehelligt.

      Caleb
      Seit Wochen war ich immer dem selben Muster gefolgt. Spät ins Bett, früh wieder raus. Ich hatte das Gespräch mit Ylvi vermeiden wollen, denn sie hatte bis jetzt immer tief und fest geschlafen. Heute war dem nicht so, denn sie war nicht da, und ich konnte mir denken, wo sie sich aufhielt. Es war die unruhigste Nacht seit Langem und als am Morgen der Wecker klingelte, fühlte ich mich wie vom Zug überrollt.
      Das Frühstück mit den Arbeitern verlief größtenteils schweigend. Octavia warf mir ein paar mitfühlende Blicke zu, doch sagen tat niemand etwas zu mir. Meinen Kaffee füllte ich in einen Thermobecher, ehe ich meinen Hut von der Ablage auf meinen Kopf setzte und das Haus verließ. Noch immer waren weder Louis, noch Ylvi oder die Kinder zu sehen. Ich hatte einen anderen Weg einschlagen wollen, doch meine Füße führten mich zielsicher zum Offenstall von Ylvis Pferden. Als ich sie auch hier nicht sah, atmete ich hörbar erleichtert auf. War es wirklich Erleichterung, die sich von meinem Herz löste? Oder Gewissheit? Wo sollte sie sonst sein? Ich beschloss meine Gedanken in die hinterste Ecke meines Kopfes zu verbannen und mich auf die anstehende Arbeit zu konzentrieren. Auf einer Ranch war schließlich immer etwas zu tun und sei es nur das Herumfahren mit dem Truck, um den Anderen aus dem Weg zu gehen. Dazu sollte es allerdings nicht kommen. Ich war zurück ins Haus gegangen, um meine Schlüssel zu holen. Als ich wieder rauskam und zu meinem Auto gehen wollte, sah ich Louis und Ylvi auf dem Hof, die in Richtung des Haupthauses gingen. Ylvis Blick fiel von Louis auf meinen roten Pick Up, zurück zu Louis und schließlich zu mir. Als sich unsere Blicke trafen, blieb ich stocksteif stehen und… Ruckartig war Louis Hand von Ylvis Hüfte verschwunden. Besänftigend hob er seinen Arm und machte einen Schritt auf mich zu, ehe er erneut stehen blieb und auf meine geballten Fäuste starrte. Meinen Schlüssel hatte ich schon lange auf den Boden fallen lassen. “Es ist nicht das… wonach es aussieht.”, meinte er in einem ruhigen Ton. “Das ist es nie.”

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      Allein durch diesen Satz kochte die ganze angestaute Wut in dem blonden Mann hoch, die sich die letzten Wochen, ja sogar die letzten Monate angesammelt hatte. Caleb machte noch zwei, drei Schritte auf die Beiden zu, ehe er erneut stehen blieb und abwechselnd zwischen ihnen hin und her schaute. “Caleb… ich… wir…”, fing Ylvi an und machte einen kleinen Schritt auf Caleb zu. Louis, der die Augen nicht mehr von den Fäusten seines Gegenübers lassen konnte, stellte sich schützend vor sie. “Hast du Angst dass ich eine Frau schlage? Hältst du mich für so jemanden? Louis komm schon!”, schnaubte Caleb. Die Gedanken des Mannes bewegten sich in einer Abfolge von Bildern, Sätzen und Taten die ihm fast den Verstand zu nehmen drohten. Zwischen seiner unbezwingbaren Wut schwankte er in den Gefühlen für die Frau die dort neben seinem langjährigen Freund stand. Seine zur Faust geballten Finger, gruben sich in die Haut seiner Handfläche. Eine Art der Erinnerung wo er sich befand. Ylvi biss sich auf ihre Lippen, ihr Blick glich dem eines geschreckten Rehs. Der Indianer streckte die Schultern, sein Gesicht gab keine Regung seiner inneren Gefühle Preis. Caleb kannte ihn, kannte diese Regungslosigkeit. Louis beobachtete ihn ganz genau, würde blitzschnell reagieren können. Caleb war sich bewusst. Schlug er zu. Dann würde Louis nicht unbeteiligt bleiben. “Ich sah dich nie eine Frau schlagen. Dafür hast du zu viel Respekt.” Louis gab ein Seufzen von sich. “Ich frage mich nur wie viel Respekt in dir für mich noch übrig geblieben ist. Ich sprach falsch. Es ist genau wonach es aussah. Caleb...ich habe ihr gegeben, was du nicht gewillt warst zu tun. Wochenlang hattest du eine Wahl. Verurteilst du mich dafür ihr die Chance zu geben zu bleiben wohin es ihr Herz zieht? Und damit meine ich nicht mich Kola….sondern vielmehr diesen Ort.”

      Caleb lauschte den Worten seines Gegenübers, horchte in sich hinein und versuchte mit allen Mitteln seinen Körper und die Wut nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Ruhig zu bleiben, zuerst nachzudenken, bevor er handelte. Diese Beherrschung zu erlangen hatte ihn Jahre gekostet und er war sich in diesem Moment ganz und gar nicht sicher, ob nicht doch alles umsonst gewesen war. Nicht nur die Arbeit, seine unbändige, plötzlich ausbrechende Wut in den Griff zu bekommen, sondern auch sein Zulassen der Gefühle. Sich jemandem öffnen, ihn Platz in seinem Leben finden zu lassen nach dem Tod der Frau, die er so sehr geliebt hatte. Von emotional unbrauchbar bis hin zu jemanden, der wieder lieben konnte, ja Liebe zuließ. Doch nun stand er hier. Wurde von eben dieser Person betrogen...mit seinem besten Freund. Der Mensch, der ihm vor Jahren das Leben gerettet hatte und ihn schon lange begleitete. Genau dieser Mensch hatte die Nacht mit seiner Freundin verbracht. “Damit meinst du nicht dich,mein Freund?”, keifte der Cowboy den Indianer an. “Statt vorher mit mir zu reden hüpfst du einfach mit ihr ins Bett?”, setzte Caleb nach und machte noch einen Schritt auf Louis zu. Ylvi verschwand für kurze Zeit aus seinen Gedanken, mit ihr würde er später reden. “Caleb komm runter… wir können darüber reden.”, versuchte Louis die Situation zu retten, doch der Mann ging darauf nicht ein. Er war jetzt nah genug an ihm dran, um auszuholen und zuzuschlagen. Seine Hand zuckte, seine Faust wurde geballter, er atmete schwer… doch schlug noch nicht zu. “Ich warte.”, knurrte er. Louis sah dem alten Freund in die Augen, sah die Wut darin. Er wusste egal für welche Worte er sich entscheiden würde. Es wäre nicht genug. “Es tut mir Leid.” sprach er aus tiefster Seele.

      Der Indianer bemerkte die schnelle Bewegung, seine Ohren hörten den entsetzten Aufschrei von Ylvi. Im selben Augenblick reagierte jede Zelle seines Körpers mit Schmerz. Ein kräftiger Kinnhaken hatte ihn getroffen. Caleb hielt sich die Knöchel der rechten Hand, doch seine Augen funkelten zwischen den anderen beiden hin und her. Ein kalter Blick streifte sie beide. “Mir auch.”

      Pflegebericht für: Cielos, Whitetails Shortcut, Alan's Psychedelic Breakfast, Chapter 24, Genuine Lil Cut, Gun and Slide, Hollywoods Silver Dream, Nachtschwärmer, A Shining Chrome, Bittersweet Temptation, Chocolate Shades, Citizen Fang, General's Coming Home, GRH's Bella's Dun Gotta Gun, GRH's Funky's Wild Berry, GRH's Unbroken Soul of a Devil, Gunners Styled Gangster, PDS' Unclouded Summer Skies, Smart Lil Vulture, Whinney, Zues, Mirabelle, Golden Sugar, Above the Sky, An Affait to Remember, Cleavant 'Mad Eyes', Dakota, Nahimana, Absolute Bullet Proof, Ceara Isleen, Kunis, Silent Bay, Væna fra glæsileika eyjarinar, Tigres Eyes, Sparkled Wings, Tweekay, Skrúður, Chocolate Dream, Bree, Empire of Grace, Priamos Ruffia Kincsem, Blazing Flame, BR Prias Raveday, Drama Baby, Raspberry, I've got a blue soul, Prias Colourful Soul, Tasmania, Candlejack, Abe's Aelfric, Culain, Daryl Gone Mad, Peacful Redemption, PFS' Snap in Style, Seattle Slew, Sir Golden Mile, Stiffler, Wildfire xx, Baby Doll Melody, Bella Cielo, Colonels Smokin Gun, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, GRH's A Gun Colored Lena, Jade, Kristy Killings, Magnificient Crow, Raised from Hell, Verdine, Wimpys Little Devil, A Walking Honor, Black Sue Dun It, California Rose, Chou, Easy Going, Face Down, Ginger Rose, GRH's Aquila T Mistery, GRH's Unbroken Magic, Heretic Anthem, Honey's Aleshanee, Lady Blue Skip, My sweet little Secret, Only Known in Texas, Picture of a Ghost, Miss Independent, Snapper Little Lena, Stormborn, Striga, Tainted Whiz Gun, Dual Shaded Ace, BR Dress to Impress, BR Colonels Lil Joker, Jacks Inside Gunner, Colonels Blue Splash, BR Colonels Golden Gun, It's me, Amira!, Zoltaire, Zuckerschock, Thjalfe van de Jötunheimr, Náttdís van Ghosts, Firewalker, Magic Lanijos, Whiskey, Myrkvidr, Free Willy, Wolfs Bane, Pocahontas, Mystical Champion, Vin, Lajos, Ocarina of Time, Crimetime, Fenicio, Ghost's Phenomena, GRH's Princess Peppy Ann & BR Princess Peppy Gaia

      Ein Mädchen für alles - Ausschnitt aus dem HMJ Finale
      Februar 2020, by Veija
      Caleb
      "Caleb", "Mr. O'Dell", "O'Connell? Oder so?", "Cowboy", "Der Blonde mit dem Cowboyhut da hinten", "Na.. der da, der so grimmig drein schaut", "Caaaaaaleeeeeb", "Ey!", "Sir?" und vieles mehr. Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich meinen Namen in den letzten Tagen, ja sogar Wochen gehört hatte. Ich hatte mich freiwillig gemeldet. Ich hatte gesagt, ich würde bei dem Horse Makeover helfen, ein Pferd aufnehmen, trainieren und sogar meine Ranch für das Event zur Verfügung stellen. Dass Menschen so anstrengend sein konnten, wurde mir erst mittendrin klar.
      "Alle wissen was sie zu tun haben? Heute sollen, wenn alles gut geht, alle Eventpferde mit ihren Besitzern und ihren engsten Vertrauten zurückkommen. Jedes Pferd bezieht eine der Paddockboxen am Reitplatz, wahlweise auch im Stall, falls es einigen draußen zu kalt sein sollte, man weiß ja nie, Kanada hat ein anderes Klima.", erklärte ich meinen Mitarbeitern und genoss die Ruhe vor dem Sturm. Seid bitte alle hilfsbereit, bietet eure Hilfe auf jeden Fall dann an, wenn ihr seht, dass jemand sie nötig hat. Seid freundlich, sprecht mit den Teilnehmern. Aber vergesst bitte um Himmels Willen nicht eure Aufgaben hier auf dem Hof. Es ist alles eng getaktet, wenn morgens schon etwas schief läuft, wirkt sich das auf den ganzen restlichen Tag aus. Ein frohes Arbeiten!"
      Und dann ging es los... nach und nach reisten alle an, bezogen ihre Boxen und wuselten auf meiner Ranch herum. Immer wieder zwischendurch hörte ich meinen Namen, oder Anreden, um meine Aufmerksamkeit auf die Fragenden zu ziehen. "Natürlich haben wir koffeeinfreien Kaffe.", sagte ich zu einer jungen Frau und begleitete sie in die Küche des Haupthauses. "Sie können die Packung gerne mit in ihre derzeitige Wohnung holen, dann müssen sie nicht immer hier herüber kommen, und ihn sich hier machen.", erklärte ich ihr freundlich, schob sie aber mehr oder weniger bittend aus meinem Haus heraus. Dass ich ein sturköpfiger Eigenbrödler war, war nichts neues. Dementsprechend hatte ich es wohl am schwersten, mich an den ganzen Trubel hier zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz wollte ich mit dem Training meiner Pferde auch ein bisschen weiter kommen, so dass ich mich gegen Nachmittag auf dem kleineren Reitplatz befand und meinen Hengst Vulture warm ritt. Ich konzentrierte mich auf den Hengst und nahm das leise Räuspern am Zaun zu erst nicht wahr. Erst als es lauter wurde und eine junge Frau meinen Namen sagte, hellten sich meine Züge ein wenig auf. "Johanna!", sagte ich mit aufhellenden Zügen und trabte Vulture auf sie zu. "Ich hab gar nicht mitbekommen, dass du angekommen bist. Hast du Conti schon untergebracht? Wie macht sie sich?", fragte ich sie und klopfte Vulture gegens Vorderbein, damit er aufhörte, im Sand zu scharren. "Gut, gut. Sie hat sich sofort auf ihr Heu gestürzt. Aber wo hast du denn deine Witch? Ich hab sie noch gar nicht gesehen hier.", fragte sie mich, was mich kurz zum Auflachen brachte. "Witch steht hinten im letzten Stall in ihrer gewohnten Box. Hab sie schon eine Weile vom Trubel weggestellt, damit nicht alle auf die Idee kommen, sie sich sofort angucken zu gehen. Ich hab in den Ställen nichts zu verstecken, viele Pferde sind eh nicht im Stall. Aber ich mag es nicht so, wenn überall fremde Leute herumlaufen. Deshalb dachte ich, bis zum letzten Stall würden sich die wenigsten vorkämpfen. Dann hab ich auch später meine Ruhe, sie fertig zu machen.", erwiderte ich schulterzuckend. "Macht Sinn.", meinte Johanna und fragte, ob sie mir noch kurz zuschauen dürfte. Ich nickte und trabte meinen Hengst wieder an, ehe ich ihn auf dem Zirkel angaloppierte. Johanna blieb ein paar Runden, ging dann jedoch wieder ihrer Wege.
      Kurze Zeit später stand Cooper am Zaun und wollte einen Schwamm, ein Tuch und einen Eimer haben. Im Stall hätte sie keinen gefunden. "Ich komm mit und zeig es dir.", erklärte ich und ritt zusammen mit ihr zum Stall. "Kannst du ihn kurz halten?", fragte ich sie und ließ sie mit meinem Hengst draußen stehen. Den Stall hätte ich nie betreten sollen, denn sofort kam mir Octavia wild gestikulierend entgegen. Energisch zog sie mich am Arm hinter sich her auf die Toilette. "Bist du bescheuert? Sattelkammer vielleicht? Aber Toilette?!", fragte ich sie, nun auch mit den Armen fuchtelnd. "Die sind überall, nirgends ist man vor ihnen sicher!" "Wie war das mit dem freundlich sein?", fragte ich sie mit hochgezogener Augenbraue und klopfte ihr sachte auf die Schulter. "Du kannst jetzt das Mädchen für alles sein, ich verzieh mich!", quietschte sie, öffnete die Tür der Toilette und ließ mich mit einem verwirrten Blick zurück.
      Als ich aus der Toilette heraustrat, wusste ich genau, was sie gemeint hatte. Vor mir hatte sich ein kleiner Ball aus Menschen gebildet, alle sagten meinen Namen oder sprachen mich mit einer anderen Anrede an. "Einer... nach dem Anderen.", sagte ich, zog einmal scharf die Luft ein und setzte ein kleines, gequältes Lächeln auf. Ich hatte es so gewollt und ich hatte es gerne so gewollt.
      Pflegebericht für: Cruel Twist of Fate, Kholáya, Frosty Lagoon, Bittersweet Temptation, Lady Blue Skip, Only Known in Texas, Picture of a Ghost, Miss Independent, A Shining Chrome, Honey's Aleshanee, Striga, GRH's Unbroken Soul of a Magic, A Walking Honor, GRH's Aquila T Mistery, GRH's Unbroken Soul of a Devil, Snapper Little Lena, Stormborn, Zues, Jacks Inside Gunner, BR Colonels Golden Gun, BR Colonels Lil Joker, Sweet like Chocolate, Colonels Blue Splash, BR Dress to Impress, Special Luna Zip, Captains Blue Crystal, Gun Sophie, PFS' Unclouded Summer Skies, California Rose, Ginger Rose, Smart Lil Vulture, Chocolate Shades, GRH's Funky's Wild Berry, Abadon all Hope, Kisshimbye, Easy Going, Chou, My sweet little Secret, I'm a Playboy, Whitetails Shortcut, Whinney, Citizen Fang, Cielos, Silent Bay, Alan's Psychedelic Breakfast, Chapter 24, Chocolate Dream, General's Coming Home, GRH's Bellas Dun Gotta Gun, Gun and Slide, Gunners Styled Gangster, Hollywoods Silver Dream, Nachtschwärmer, Blue Fire Cat, Dual Shaded Ace, Bella Cielo, Black Sue Dun It, DunIts Smart Investment, Face Down, Ginny my Love, GRH's A Gun Colored Lena, Heretic Anthem, Jade, Kristy Killings, Magnificient Crow, Raised from Hell, Tainted Whiz Gun, Verdine, Wimpys Little Devil, Prias Colourful Soul, Leuchtfeuer di Royal Peerage, Cleavant 'Mad Eyes', Ceara Isleen, Tigres Eye, Priamos Ruffia Kincsem, Drama Baby, Raspberry, Candlejack, Culain, Peacful Redemption, Wildfire xx

      Februar 2020, by Abajo
      Heute ist es soweit. Es heißt Abschied nehmen vom Rest, der noch übrig ist. Zuerst gehe ich zu Elodin und unternehme einen letzten, langen Ausritt mit ihm. Danach kümmere ich mich um River, indem ich sie sorgfältig putze, bis sie blitzblank ist. Auch Aquito bekommt eine lange Putzeinheit und zusätzlich einen Apfel, die er so sehr liebt. Danach hole ich Miss Independent von der Weide und gehe mit ihr spazieren, um ganz viel mit ihr zu reden. Zuletzt gehe ich zu meinen beiden Dicken Albus und Abbey. Den beiden wünsche ich sehr, dass sie zusammenbleiben können und longiere sie gemeinsam im Roundpen, um ihre Stärke nochmal sehen zu können. Für jeden von ihnen werde ich einen guten neuen Besitzer finden. So lange sind sie schon hier bei mir und nun muss ich sie ziehen lassen, damit sie nochmal gefördert werden.
      Jedem gebe ich noch einen letzten Kuss auf die Nüstern.
    • Veija
      Einzug neuer Pferde & Mitarbeiter
      März 2020, by Veija
      Caleb
      So langsam kehrte wieder Ruhe auf der Bow River Ranch ein. Fast alle Verkaufspferde waren abgeholt worden, ein paar wenige standen noch eine Zeit lang auf der Koppel bei uns und genossen die Sonne, die nun auch wieder den Weg zu uns nach Kanada gefunden hatte. Nichtsdestotrotz hatten einige neue Pferde ihren Weg zu uns gefunden, und auch würde bald ein neuer Mitarbeiter bei uns einziehen. Mr. Arizona hieß der Mann, genauer gesagt Brian Arizona. Er brachte zudem seine 18 - jährige Tochter mit, Aimee. Aimee ritt schon seit sie klein war, ebenso ihr Vater. Auch wenn beide in komplett anderen Reitstilen unterwegs waren, verbanden sie dennoch stets die Pferde.
      Eben weil neue Pferde einzogen und wir noch Hilfe beim Training brauchen konnten, hatte ich mich auf die Suche nach neuen Mitarbeitern gegeben und Brian hatte mich sofort überzeugt, so dass ich gar nicht weiter gesucht hatte. Dass er seine Tochter Aimee mitbrachte, die mit Sicherheit eine riesen Hilfe für Octavia sein könnte, hatte ich natürlich auch berücksichtigt.
      Heute Morgen würden allerdings zunächst einmal die neuen Pferde ankommen. Octavia hatte Flashlight vor einiger Zeit in eine renommierte Zucht verkauft, die leider aus diversen Gründen wieder Pferde reduzieren musste, darunter auch ihre ehemalige Stute. Natürlich hatte O sich sofort gemeldet und das Pferd zurückgeholt. Wen wir auch gleich am Flughafen abholen würden waren Miss Independent, Lovin’ Out Loud, Till Death und I’m a Playboy. Playboy war ein Arztecahengst, den ich von Zion als Partner für Striga gekauft hatte. Vielleicht würden das irgendwann ein paar schöne Fohlen werden! Um Miss Independent hatten wir uns schon eine Weile nebenbei gekümmert, nun durfte sie offiziell zu uns. Der Hof wurde verkauft und die Pferde mussten alle ausziehen.
      Till und Lol waren schwierige Fälle. An Lol war sogar schon Verena dran gewesen, die Stute endlich übernehmen zu dürfen- damals noch erfolglos. Jetzt, ein paar Jahre später, war es mir endlich gelungen, die Pferde überschrieben zu bekommen. Die Beiden waren in keinem wirklich schlechten Zustand, sie waren lediglich kaum noch trainiert.
      Sobald sie angekommen wären, würden wir sie wieder antrainieren und in Form bringen. tc Mister’s Silvermoon Cody war leider auch ein Tierschutzfall, der vor ein paar Jahren schon einmal dort gelandet war, von seinem Vorbesitzer jedoch wieder aufgekauft worden war, nur um wieder dort zu landen.
      Nun hatte der Hengst ein Zuhause für immer gefunden, dem konnte er sich sicher sein.
      Völlig unerwartete hatte ich noch ein weiteres Pferd gekauft, einen schicken Rapphengst namens Chic N’ Shine. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen und so hatte ich ihn gekauft, auch wenn wir nicht wirklich neue Pferde brauchten. Es war sowieso im Plan, noch ein paar Westernpferde, die wir nicht unbedingt für die Ranch brauchten, zu verkaufen. Darunter auch einige der Zuchtstuten, die bald ihre Fohlen bekommen würden.
      Fohlenzeit. Darauf freute ich mich besonders. Auch Betsy fragte mich jeden Morgen als allererstes, ob schon eins da wäre. Bis jetzt musste ich immer verneinen, aber es konnte nicht mehr lange dauern.
      Ich schaute auf die Uhr und sah dann nach draußen, als ein schwarzer Pick Up auf dem Hof hielt. Ich lächelte, stand auf und ging nach draußen, um Brian und Aimee zu begrüßen. Ich zeigte ihnen den Hof und ihren Bungalow und gab ihnen den heutigen Tag, um anzukommen und sich ein bisschen einzuleben. Morgen würden wir das Geschäftliche besprechen.
    • Veija
      Einzug neuer Pferde & Mitarbeiter
      März 2020, by Veija
      Caleb
      So langsam kehrte wieder Ruhe auf der Bow River Ranch ein. Fast alle Verkaufspferde waren abgeholt worden, ein paar wenige standen noch eine Zeit lang auf der Koppel bei uns und genossen die Sonne, die nun auch wieder den Weg zu uns nach Kanada gefunden hatte. Nichtsdestotrotz hatten einige neue Pferde ihren Weg zu uns gefunden, und auch würde bald ein neuer Mitarbeiter bei uns einziehen. Mr. Arizona hieß der Mann, genauer gesagt Brian Arizona. Er brachte zudem seine 18 - jährige Tochter mit, Aimee. Aimee ritt schon seit sie klein war, ebenso ihr Vater. Auch wenn beide in komplett anderen Reitstilen unterwegs waren, verbanden sie dennoch stets die Pferde.
      Eben weil neue Pferde einzogen und wir noch Hilfe beim Training brauchen konnten, hatte ich mich auf die Suche nach neuen Mitarbeitern gegeben und Brian hatte mich sofort überzeugt, so dass ich gar nicht weiter gesucht hatte. Dass er seine Tochter Aimee mitbrachte, die mit Sicherheit eine riesen Hilfe für Octavia sein könnte, hatte ich natürlich auch berücksichtigt.
      Heute Morgen würden allerdings zunächst einmal die neuen Pferde ankommen. Octavia hatte Flashlight vor einiger Zeit in eine renommierte Zucht verkauft, die leider aus diversen Gründen wieder Pferde reduzieren musste, darunter auch ihre ehemalige Stute. Natürlich hatte O sich sofort gemeldet und das Pferd zurückgeholt. Wen wir auch gleich am Flughafen abholen würden waren Miss Independent, Lovin’ Out Loud, Till Death und I’m a Playboy. Playboy war ein Arztecahengst, den ich von Zion als Partner für Striga gekauft hatte. Vielleicht würden das irgendwann ein paar schöne Fohlen werden! Um Miss Independent hatten wir uns schon eine Weile nebenbei gekümmert, nun durfte sie offiziell zu uns. Der Hof wurde verkauft und die Pferde mussten alle ausziehen.
      Till und Lol waren schwierige Fälle. An Lol war sogar schon Verena dran gewesen, die Stute endlich übernehmen zu dürfen- damals noch erfolglos. Jetzt, ein paar Jahre später, war es mir endlich gelungen, die Pferde überschrieben zu bekommen. Die Beiden waren in keinem wirklich schlechten Zustand, sie waren lediglich kaum noch trainiert.
      Sobald sie angekommen wären, würden wir sie wieder antrainieren und in Form bringen. tc Mister’s Silvermoon Cody war leider auch ein Tierschutzfall, der vor ein paar Jahren schon einmal dort gelandet war, von seinem Vorbesitzer jedoch wieder aufgekauft worden war, nur um wieder dort zu landen.
      Nun hatte der Hengst ein Zuhause für immer gefunden, dem konnte er sich sicher sein.
      Völlig unerwartete hatte ich noch ein weiteres Pferd gekauft, einen schicken Rapphengst namens Chic N’ Shine. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen und so hatte ich ihn gekauft, auch wenn wir nicht wirklich neue Pferde brauchten. Es war sowieso im Plan, noch ein paar Westernpferde, die wir nicht unbedingt für die Ranch brauchten, zu verkaufen. Darunter auch einige der Zuchtstuten, die bald ihre Fohlen bekommen würden.
      Fohlenzeit. Darauf freute ich mich besonders. Auch Betsy fragte mich jeden Morgen als allererstes, ob schon eins da wäre. Bis jetzt musste ich immer verneinen, aber es konnte nicht mehr lange dauern.
      Ich schaute auf die Uhr und sah dann nach draußen, als ein schwarzer Pick Up auf dem Hof hielt. Ich lächelte, stand auf und ging nach draußen, um Brian und Aimee zu begrüßen. Ich zeigte ihnen den Hof und ihren Bungalow und gab ihnen den heutigen Tag, um anzukommen und sich ein bisschen einzuleben. Morgen würden wir das Geschäftliche besprechen.
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  • Album:
    BRR Hauptstall ♀ I
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    25 Feb. 2020
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  • Exterieur
    Name: Miss Independent
    Rufname: Miss
    Alter: 10.06.2004, 16 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,65m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Braunfalbe


    Stammbaum
    von: Eye of the Storm
    von: Eye of Douglas
    aus der: Lesly OX
    aus der: Rose Colored Gun
    von: Gunpower
    aus der: Alicia Rose

    Charakter & Geschichte:
    Miss Independent ist eine geduldige aber auch neugierige Stute, die gerne mal ihre Reiter austestet. Miss Independent ist eine sehr begabte Stute. Ihre wundervolle Art, das Reiten ebenso zu genießen wie ihre Reiter, erlaubt es nach einer gewissen Vertrauensbasis, auf höchstem Niveau zu trainieren. Sie ist immer voll bei der Sache, sollte sie aber doch mal unvorsichtig sein oder halbherzig mitmachen, weiß man sofort, dass etwas nicht stimmt. Auf Turnieren zeigt sie immer ihre eleganteste Seite, als ob sie den Zuschauern klar machen möchte, dass sie die Beste sein.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: ja
    [​IMG]
    [BSK 355]
    Nachkommen: Jade, Chou, Bleaze, Amarula van Helsing, Picture of a Ghost
    Besitzer: Veija (Caleb O'Dell)
    Vorbesitzer: Abajo
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Headless

    Kaufpreis: Geschenk ♥
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western


    Erfolge:
    [​IMG]

    1. Platz 54. Dressurturnier, 1. Platz 76. Dressurturnier, 1. Platz 237. Dressurturnier

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    2. Platz 131. Dressurturnier, 2. Platz 230. Dressurturnier

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    3. Platz 30. Dressurturnier, 3. Platz 38. Dressurturnier, 3. Platz 45. Dressurturnier, 3. Platz 56. Derssurturnier

    [​IMG]
    1. Platz 46. Springturnier, 1. Platz 52. Springturnier

    [​IMG]
    2. Platz 62. Springturnier

    [​IMG]
    3. Platz 114. Springturnier, 3. Platz 225. Springturnier

    [​IMG]
    1. Platz 67. Westernturnier, 1. Platz 116. Westernturnier

    [​IMG]
    2. Platz 35. Westernturnier, 2. Platz 63. Westernturnier, 2. Platz 102. Westernturnier


    [​IMG]
    3. Platz 71. Westernturnier

    [​IMG]
    1. Platz 12. Distanzturnier, 1. Platz 22. Distanzturnier, 1. Platz 29. Distanzturnier, 1. Platz 35. Distanzturnier, 1. Platz 43. Distanzturnier, 1. Platz 46. Distanzturnier

    [​IMG]
    1. Platz 139. Galopprennen, 1. Platz 140. Galopprennen

    [​IMG]
    2. Platz 41. Galopprennen, 2. Platz 78. Galopprennen, 2. Platz 136. Galopprennen, 2. Platz 137. Galopprennen, 2. Platz 144. Galopprennen

    [​IMG]
    1. Platz 37. Militaryturnier, 1. Platz 44. Militaryturnier

    [​IMG]
    2. Platz 32. Militaryturnier, 2. Platz 38. Militaryturnier, 2. Platz 51. Militaryturnier

    [​IMG]
    1. Platz 34. Fahrturnier, 1. Platz 36. Fahrturnier, 1. Platz 40. Fahrturnier

    [​IMG]
    2. Platz 182. Fahrturnier

    [​IMG][​IMG]
    Gewinner 50. Stute des Monats Wahl, Gewinner 53. Stute des Monats Wahl


    1. Platz Fahren Carente Silvesterturnier
    3. Platz Galopprennen Carente Silvesterturnier EHP Vielseitigkeits Derby
    3. Springderby von Heartland


    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag: