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Mohikanerin

Minelli [14/20]

a.d. Unbekannt, v. Unbekannt

Minelli [14/20]
Mohikanerin, 25 Juli 2022
    • Mohikanerin
      Dressur E zu A | 12. August 2022

      Glimsy / Minelli / WHC' Humanoid Crashtest / Maxou / Drivblesa

      Die Ohren gespitzt und der Blick neugierig zu dem schwarzen Ding in meinen Armen, beäugte mich Crash ganz genau, was ich vorhatte. Das junge Pferd hatte die ersten Schritte zum Reitpferd hinter sich, kannte das Reitergewicht und auch schon die ersten Hilfen. Somit legten wir den Grundriss für die Dressur, die heute auf dem Plan stand. Zur Sicherheit kam Lars mit in die Reithalle. Glimsy, die Nour unbedingt wieder fahren wollte, sollte erst mal im Sattel antrainiert werden. Ihr bisheriges Programm, seitdem sie aus Visby hierherkamen, bestand aus lockeren Ausritten am langen Zügel, nur wenig förderlich für die Muskulatur.
      „Bist du so weit?“, fragte mein Kollege freundlich nach, als ich den Gurt ein Loch fester zurrte.
      „Jetzt“, erklärte ich und ließ das Sattelblatt los.
      Er hielt am Steigbügel gegen, dass ich mich langsam in den Sattel schwingen konnte. Die Stute zuckte einmal zusammen. Lobend strich ihren Hals und steckte ihr ein Leckerli zu, dass sie eilig hinunterschlang. Als auch Lars auf dem Rücken des Pferdes saß, folgte ich zunächst in der Abteilung. Aufmerksam musterte Crash die Reithalle, ohne dabei eilig zu werden oder kopflos. Stattdessen war ein Ohr bei mir. Das andere drehte sie wie ein Sehrohr im Seekrieg. Willkürlich kaute Crash auf dem Gebiss, eher als wollte sie feststellen, ob es immer noch da war. Wenn es nach mir ginge, würde sie Gebisslos reiten, aber gerade bei den jungen Tieren in der Gewöhnungsphase war es meinem Chef wichtig, dass sie zunächst klassisch gearbeiteten wurden.
      Nach einer ausgedehnten Schrittphase mit Zirkeln, einfachen Schlangenlinien und Stangen, trabten wir in der Abteilung an. Aufgeregt trat das Kaltblut vor uns voran, während Crash in voller Entspannung folgte. Der entstehende Abstand störte sie nicht, stattdessen hielt sie das geforderte Tempo. Ich trabte leicht. Mit leichtem Druck hinter dem Gurt und Gewichtsverlagerung lenkten wir auf den Zirkel, trennten damit die Abteilung vollständig auf. Crash blieb fleißig bis zum Schluss. Auch Lars konnte im Laufe der Einheit noch Glimsy zur Ruhe bringen mit den grundlegenden Elementen der Dressur. Die Stute kam an den Zügel heran und die Schritte wurden gleichmäßiger.
      „Langsam wird es“, sagte er in der Stallgasse und nahm ebenfalls die Trense meiner Stute mit zur Sattelkammer. Ich löste stattdessen die Sattelgurte, um diese schließlich zur Seite zu hängen. Noch weitere Pferde waren auf dem Plan.
      „Das passt so gut. Ich bin auch gerade fertig geworden“, lachte Nour.
      „Sehe ich.“ Ein zartes Lächeln legte sich auf meine Lippen.
      „Mal wieder schlechte Laune?“, musterte sie mich.
      „Weiß nicht“, zuckte ich mit den Schultern, „alles wie immer, schätze ich.“
      „Du bist wirklich nie zufrieden. Aber wird schon“, langsam nickt sie einmal und führte Minelli an mir vorbei. In den großen dunklen Augen des Pferdes konnte ich ebenfalls Vorwürfe spüren. Mir kam abermals das Gefühl, hier nicht mehr hinzugehören. Es schrie förmlich in meinem Kopf.
      Nachdem Crash endlich aufgefressen hatte, brachte ich die Stute zurück auf den Paddock, um mich schließlich meinem eigenen Pferd zu widmen. Maxou kam auf mich zu getrottet und steckte den Kopf durch die Öffnung der Box. Interessiert zuckten die Ohren. Dann schnappte das Krokodil nach mir, nur, um sich ein Leckerli zu erbetteln. Durch Erik hatte das intelligente Pony schnell gelernt, wie man an die Dickmacher kam und in möglichst kurzer Zeit, sehr viele bekam. Nur ich sträubte mich, dem hinzugeben. Stattdessen schob ich sie weg und legte das Halfter um. Sie folgte mir zum Putzplatz, ohne weitere Versuche zu starten, mir ein Leckerli abzuschwatzen. Weiterhin hing ihr Blick an jeder Bewegung. Lars, der Glimsy ihre Decke umlegt hatte, kam mit der Fuchsstute zurück, die seit einiger Zeit zum Fahren bei uns war. Es fehlte an dem Grundverständnis für Hilfen und Balance. Da ich mich weiterhin sträubte, eins der Kaltblüter zu bewegen, übernahm er das.
      „Wieder auf den Platz?“, fragte Lars und legte die Bürste zurück in den Putzkasten.
      „Natürlich“, lächelte ich zuversichtlich. Aus der Sattelkammer holte ich mein Pad und ihr gebissloses Zaum. Er zurrte den Sattel fest, als ich wieder kam und ihm gleich tat. Maxou legte kurz die Ohren an, aber spürte, dass es wie immer nur das Pad war. Einen passenden Sattel hatte ich bis heute nicht, aber sah auch einen Grund dafür. Mit dem Pad waren wir beide zufrieden und sie lief zuverlässig damit.
      Zusammen betraten wir die Reitbahn und während Lars bereits Aufstieg und am langen Zügel warm ritt, arbeitete ich zunächst mit dem Pony vom Boden aus. Runde für Runde wurde sie elastischer im Genick und gab nach. Den Blick hielt Maxou bei mir, obwohl Blessa öfter sehr nah kam und das Pony Artgenossen verschmähte. Stolz klopfte ich ihren Hals.
      Schließlich führte sie in die Mitte der Reitbahn und stieg auf. Im Trab und Galopp forderte ich einfache Bahnfiguren und Handwechsel, legte die komplette Einheit einzig auf Einsteiger und Anfängerlektionen aus. Ihre Ausdauer gab mehr her, doch ihr Geist war noch immer in einem Nebel gelegt, der sich nur langsam lüftete. Das Pony hatte Stress bei jeder einzelnen Einheit. Mit Vertrauen und Ruhe versuchte ich ihr die nötige Sicherheit zu bringen, aber sie verschloss sich schnell. So kam auch die Arbeitsverweigerung zurück. Die Zügel gab ich vollständig nach und stieg ab. Maxou schnaubte ab und kaute. Nun hatte sie sich ein Leckerli verdient, das sie gierig verschlang. Ihre dunklen Augen blickten friedfertig in meine Richtung. Auch Lars war fertig und stieg von der Fuchsstute ab.
      „Und, wie war das Rennpferd unter dem Sattel?“, hackte ich freundlich nach, als wir zurück zum Putzplatz liefen.
      „Für irgendwen wird sie später ein toller Freizeitpartner“, erklärte er zuversichtlich und strich über den Mähnenkamm.
      „Später? Sie ist doch schon Neun“, skeptisch warf ich einen Blick auf Blessa, die vollkommen verschwitzt nach trottete.
      „Schon, ja, aber noch bleibt sie Rennpferd. Zumindest für dieses Jahr.“

      © Mohikanerin // Vriska Isaac // 5980 Zeichen
      zeitliche Einordnung {April 2021}
    • Mohikanerin
      Dressur A zu L | 30. September 2022

      Helix/ Connerys Brownie/ Glimsy/ Just a Bear/ Minelli/ Maxou/ Monet/ Aares/ Curly Lure/ Don Carlo

      asziniert beobachte ich, wie Lars mit seinem weißen Hengst über den Sand flog. Soweit wolle ich mit Ivy auch einmal kommen. Obwohl er mit Bear heute nur leichte Lektionen machte wirkte es leicht und mühelos, doch auch Neele und ihr Pony machten keine schlechte Figur.
      “Wen bewunderst du, ihn oder das Pferd”, kam Sam schmunzeln, mit einem Schimmel am Zügel angelaufen.
      “Beide”, murmelte ich versonnen und konnte die Augen kaum von meinem Kollegen und dem Hengst lösen.
      “Ihr würdet hübsch zusammen aussehen, vor allem mit euren Pferden”, grinste sie, bevor sie mit Helix die Bahn betrat. Die Vorstellung, mit Lars und seinem majestätischen Hengst Seite an Seite zu reiten, faszinierte mich. Sams Worte hallten in meinen Gedanken wider, während ich weiterhin Lars und seinen Hengst beobachtete. Mit der Zeit wurde die Halle allmählich voller, als auch noch Vriska mit ihrem Pony dazu kam. Maxou wirkte zwar noch immer nervös, doch je länger sie hier war, desto ruhiger wurde sie. Es war inspirierend zu sehen, wie jeder Reiter in der Halle seine eigenen Ziele verfolgte und mit Leidenschaft an ihnen arbeitete. Jeder von uns hatte seine eigenen Herausforderungen und Ängste zu überwinden, aber wir waren auch füreinander da, um uns zu unterstützen und zu ermutigen. Die Halle war erfüllt von der rhythmischen Klangkulisse der Hufe und den konzentrierten Gesichtsausdrücken der Reiter. Jeder von ihnen arbeitete hart daran, die feinen Nuancen der Dressurlektionen zu meistern.
      Lars und Bear zeigten eine beeindruckende 8-Meter-Volte, bei der sie harmonisch und präzise um die Wendepunkte schwebten. Die Leichtigkeit, mit der sie diese anspruchsvolle Lektion ausführten, war bewundernswert. Es war offensichtlich, dass Lars zu seinem Pferd eine enge Verbindung hatten und sie sich blind aufeinander verlassen konnten.
      Neele demonstrierten mit Monet einen eleganten Außengalopp, bei dem sie in harmonischer Einheit durch die Bahn schwebten. Die Anmut und Geschmeidigkeit, mit der sie sich bewegten, zeugten von jahrelanger Hingabe und harter Arbeit. Nach einer Weile fand ein Wechsel der Pferde in der Halle statt, was auch für mich bedeute zurück an die Arbeit zu gehen.

      © Mohikanerin | 2.164 Zeichen
    • Mohikanerin
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      kapitel trettiofem | 16. Oktober 2022

      Moonwalker LDS / Maxou / Minelli / Global Vision / Henade / Osvominae / I’m a Playboy / Northumbria / Wunderkind

      Donnerstag, 12:21 Uhr
      Lindö Dalen Stuteri
      Vriska
      Müde, aber glücklich kämpfte ich mich von der Couch. Viel zu spät, wie ich bei einem kurzen Blick auf mein Handy feststellte. Unter der Uhrzeit einige Banner mit verschiedenen Nachrichten, wovon besonders eine mich mit ihrem Inhalt noch breiter strahlen ließ: „Noch einmal Danke für den schönen Abend gestern. Ich wünsche dir einen erfolgreichen Tag heute.“
      Ich legte mein Bettzeug zusammen und räumte es wie jeden Tag nach dem Aufstehen auf den Stuhl in das Schlafzimmer, nur eine Sache unterschied sich zum herkömmlichen Ritual – anstelle eines großen Kaffees reichte mir ein kleiner, für den Geschmack. Nach der lieben Nachricht von Basti war ich gestärkt genug und würde ohnehin heute nur wenig zu tun haben. Durch den Renntag Morgen hatten die Pferdepause und ich würde mich den anderen Tieren widmen.
      Im Stall stand Lars bei Walker, beschäftigt an seinen Hufen. Weit konnte Nour nicht sein, wenn ihr Schatzi gerade umsorgt wurde. Ihren Kontrollzwang übte sie bestimmt auch gegenüber ihrem Bruder aus. Je weiter ich in die Gasse hineintrat, umso sicherer wurde ich mir, dass Nour woanders steckte. Stattdessen saß Lina ihm gegenüber auf der Bank und stopfte ein Brötchen in sich hinein.
      „Oh, die Schlafmütze ist da“, scherzte Lars. Die Feile in seiner Hand steckte er gekonnt in den Latz und stützte sich an Walker ab, der ruhig in den Stricken hing.
      „Entschuldigung, ich war uns mal erst um drei Uhr zurück“, rollte ich mit den Augen.
      „Warum so spät erst? Erzähl“, forderte Lina freundlich und ihre Augen begannen neugierig zu funkeln. Womöglich hatte es keiner mitbekommen, dass ich um halb neun noch mit meinem Auto hinüber in die Stadt fuhr.
      „Etwas trinken mit ein paar Leuten“, hielt ich mich kurz.
      „Okay und wer waren diese Leute?“, hakte sie weiter nach. Natürlich war ihr Drang nach Neuigkeiten nicht so einfach zu stillen.
      „Männlich, weiß, Anfang bis Mitte dreißig. Vier an der Zahl“, lachte ich. Aber Lars, der sich wieder den Huf widmete, drehte sich um und kam auch ins Gespräch dazu.
      „Also bist du angetrunken nach Hause gefahren?“, seine Stimme klang verärgert, aber was wollte er tun? Niklas anrufen? Also nickte ich nur zusammen mit einem chaotischen Zucken der Schultern.
      „Gleich vier davon? Du legst aber ganz schön los“, scherzte Lina ungeachtet des Kommentars des Kerls.
      „Reiten war öfter das Thema, so falsch liegst du nicht“, feixte ich ebenfalls. Wieder drehte sich Lars zu mir um.
      „Hoffentlich nicht gleichzeitig“, murmelte er und bekam einen Klaps auf den Po. Kurz lachte er.
      „Klingt, als hättest du einen schönen Abend gehabt. Ich gehe recht in der Annahme, dass einer der Vieren wohl Basti war? “, lächelte die Kleinen fröhlich auf der Bank.
      „Möglich“, über beide Ohren strahlte ich, obwohl ich versuchte mein Glücksgefühl zu überspielen. „Aber ja, ich war mit bei Freunden von ihm, ziemlich spontan.“
      „Freut mich“, erwiderte sie aufrichtig, „dann warst du scheinbar noch in der Lage, mit ihm zu sprechen.“
      „Das eine ganz andere Sache“, seufzte ich, lief hinüber zu Maxou, die trommelnd in der Box stand und nach Aufmerksamkeit buhlte. Lina folgte mir engelsgleich.
      Ich strich der hellen Stute über den stoppeligen Hals. Der Hautpilz war durch die Behandlung mit der Salbe, Cortison-Spritzen und regelmäßigen Waschen wie weg. Nun wuchs langsam das Fell nach. Wenn der Auslauf geschlossen war, benötigte sie keine Decke mehr.
      „Wir saßen, wie zuvor erwähnt, bei seinen Freunden. Als ich ankam, waren zunächst alle überrascht, fragten mich ein paar persönliche Fragen und damit hatte sich das. Man reichte mir ein Bier. Dann ging sie wieder ihrer Beschäftigung nach und spielten FIFA. Ich saß neben Basti, mit dem ich vorher etwas geschrieben hatte. Zwischendurch sah er zu mir hinüber und legte seinen Arm um mich, aber gesprochen so wirklich wurde nicht. Dafür hatte ich zu viel Angst, etwas Falsches zu sagen. Aber ich fühlte mich wohl bei ihm“, erzählte ich vom Abend. Natürlich freute ich mich dennoch da gewesen zu sein.
      “Ich möchte nur ungern stören”, unterbrach Lars abermals unser Gespräch, “aber Ricarda fragte, ob du Minelli reiten könntest. Sie kommt erst nächste Woche wieder.“
      Die Rede war von einer Einstellerin, die ihre Kaltbluttraber Stute öfter bei uns im Beritt haben wollte. Bisher konnte ich mich immer gut aus der Affäre ziehen. Minelli gefiel mir nicht. Sie lief schwerfällig, unbalanciert und unwillig. Grundsätzlich hatte ich Spaß am Beritt, aber dem Pferd fühlte ich mich nicht gewachsen. Zu schnell verzweifelte ich bei Unwilligkeit.
      „Warum macht Nour das nicht?“, hakte ich nach.
      „Sie hat genug zu tun mit den Jungpferden und nachher noch Unterricht“, klärte er auf.
      „Longieren reicht nicht?“, versuchte ich weiter alles, um mich nicht auf das Pferd setzen zu müssen.
      „Vriska“, mahnte Lars mit eindringendem Blick, „hör auf zu diskutieren. Du überlebst es schon.“
      Mit den Worten lief er zurück zu Walker, somit er mein Augenrollen nicht, aber dafür Lina, die mich zuversichtlich angrinste.
      „Ich möchte nicht auf die Tonne“, murmelte ich in den Kragen.
      “Was findest du denn so schlimm an ihr, außer dass du offensichtlich ein pauschales Problem mit kräftigen Pferden hast?”, horchte sie nach. Mit ihren Freibergern lag ihr das natürlich fern.
      „Das pauschale Problem hängt damit zusammen, dass deren Sättel für mich groß sind, ich somit nicht richtig arbeiten und sitzen kann. Der Beritt besteht damit nur aus Selbstkontrolle, als mit dem Tier voranzukommen. Außerdem ist Minelli extrem faul“, legte ich ihr nah. Während ich wild gestikulierte, hatte Maxou ganz andere Ideen und fummelte mit ihren Lippen an meinem Zopf herum. Solange, bis sie schließlich den Haargummi zwischen den Zähnen hatte und herauszog. Kräftig zog sie daran, einige Strähnen verlor ich dabei und meine Löwenmähne fiel in mein Gesicht. Schnell konnte ich nicht darauf reagieren, denn da lief das Pony mit ihrer Trophäe bereits davon.
      “Also dein Sattelproblem kann gelöst werden. Entweder du schaffst dir einen eigenen Sattel an oder du machst es wie mit Happy. Auf dem reitest du schließlich auch nur mit deinem Pad”, entgegnet meine Kollegin ungeachtet dem, was das Pony trieb, “und na ja, wenn sie so faul ist, solltest du die Ursache dafür suchen. In aller Regel gibt es einen Grund, der sich beseitigen lässt.”
      “Ich kaufe doch nicht einen Sattel, der nur auf Kaltblüter passt, weil ich das Vieh einmal bewegen soll”, lachte ich auf. Ich blickte noch meinen Haargummi nach, der jedoch verloren schien. Eine Strähne nach der anderen versuchte ich hinter das Ohr zu streifen, doch die Haare waren zu dick und die Dreads zu schwer.
      “Dann kann dein Problem so groß wohl nicht sein”, zuckte Lina mit ihren Schultern, griff in ihre Jackentasche und zauberte ein Haargummi draus hervor, um es mir anzubieten. Als wäre eine Gabe Gottes nahm ich ihn an und knotete so gut ich konnte die Haare zusammen. Ohne Spiegel würde es nicht werden, aber wer sollte heute schon vorbeikommen und es interessieren.
      “Ich gehe mal den Panzer holen”, sagte ich nach kurzer Stille und verschwand zur Sattelkammer.
      Der riesige Schrank von mir quoll mittlerweile über. Mehr als zehn Halfter teilten sich den kleinen Haken in der Tür, Schabracken türmten sich und genauso viele lose Bandagen und Gamaschen. Ordnung wäre angebracht. Stattdessen nahm ich mir das grüne Nylon-Halfter heraus und drückte die Tür hinter mir wieder zu. Natürlich schloss diese nicht mehr, aber das Chaos versteckte sich zumindest.
      Auf dem Stutenpaddock holte ich die braune Stute, die auf der linken Seite ein blaues Auge hatte. Neugierig stellte sie die Ohren auf. Freundlich gesinnt strich ich über den Hals und streifte schließlich das Halfter über. Zusammen liefen wir zum Stall, dabei kam sie bereits ins Schleichen. Immer wieder trieb ich sie mit dem Strickende, aber Minelli interessierte das nicht die Bohne. Sie bremste noch mehr ab und kam zu stehen. In ihrem Interesse waren die Grashalme am Wegesrand, nach denen sie sich streckte. Auf meine Versuche, sie von dort wegzuziehen, reagierte sie nicht. Es schien, als wäre hinter der dicken Mähne ein Dickkopf versteckt. Das konnte noch was werden, dachte ich, insgeheim und diskutierte weiter mit dem Panzer.
      “Jetzt komm doch endlich”, nörgelte ich. Minelli reagierte nicht, sondern trat noch einen weiteren Schritt zur Seite ins Grün.
      “Mir scheint, als habe das Gras die überzeugenderen Argumente”, stelle Lina grinsend fest, die vom Stall her auftauchte.
      “Ich habe doch gesagt, die ist komisch”, rollte ich mit den Augen und zog ein weiteres Mal am Strick, aber die sechshundert Kilogramm bewegten sich nicht.
      “Ich würde es eher unerzogen und verfressen nennen”, entgegnete sie und stiefelte zu der Stute hin. Auch Lina wurde von dem braunen Koloss ignoriert, nicht mal die Ohren bewegten sich, als sie Minelli anstupste. “Darf ich mal?”, fragte sie prophylaktisch und nahm mir den Strick aus den Händen. Zart zupfte sie am Strick und natürlich bekam sie keine Reaktion. Statt weiter zuzuziehen, wand sie sich der Hinterhand der Stute zu, schickte diese von sich weg. Auch das ignorierte die Stute zeitweise, bis ihr das Ganze wohl doch zu doof wurde.
      “So ist gut”, lobte Lina, das Pferd steckte ihr ein Leckerli in die Schnauze und überreichte mir den Strick.
      “Vielleicht machst du mit ihr was”, schlug ich vor und schielte zu dem kauenden Pferd neben mir.
      “Ich hätte kein Problem damit, aber ich denke, Lars wäre nicht so erfreut, wenn du dich drückst”, lachte sie.
      „Das werden wir mal sehen“, sagte ich verzückt und zog die Stute hinter mir in den Stall. Teils irritiert, teils neugierig folgte mir Lina. Lars stand bei Vision und verpasste ihm neuen Beschlag.
      „Laaaars“, rief ich mit jämmerlichem Unterton.
      „Was willst du?“, drehte er sich um und stellte den Vorderhuf ab. Vision hob den Kopf, brummte leise die unbeeindruckte Stute an.
      „Du magst mich doch, oder?“, setzte ich ein breites Grinsen auf. Langsam lief ich näher an ihn heran, sodass ich seinen Atem in meinem Gesicht spüren konnte.
      „Da bin ich mir gerade unsicher“, scherzte er und strich mir durchs wirre Haar.
      „Man“, jammerte ich weiter.
      „Na sag‘ schon, was möchtest du schon wieder?“ Seine Hand wanderte vom Kopf abseits zum Hals, als würde er sonst etwas erwarten, weiterhin verführerisch grinsend.
      „Kann Lina nicht den Beritt machen? Ich bin doch immer so doof“, schmollend blickte ich hoch zu ihm, während meine Fingerspitzen sanft über seinen Oberkörper spielten. Er schluckte, aber versuchte, die Fassung zu wahren.
      „Ausnahmsweise, aber“, noch bevor er seinen Satz beenden konnte, löste ich mich von ihm und drückte Lina den Strick in die Hand.
      „Danke“, strahlte ich Lars an und gab ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Mit meiner Kollegin lief ich zur nächsten Putzbucht und befestigte die Stricke seitlich am Halfter.
      “Du weißt schon ziemlich genau, wie man bekommt, was man will, nicht?”, kicherte sie.
      “Man muss sich doch alles offenhalten”, flüsterte ich in ihr Ohr, schließlich sollte die Tratschtante nicht alles mitbekommen.
      “Klug”, nickte Lina und begann damit, das dunkle Fell der Stute vom Staub zu befreien. Im warmen Licht der indirekten Beleuchtung der Bucht tanzten die Körner in der Luft, beinah, als würden sie uns ein Zeichen geben wollen. Nur welches, konnte ich in dem Dreck nicht entnehmen. Stark versuchte ich ein Bild zu erkennen. Von außen wirkte ich wie ein Idiot, dem konnte ich mir zumindest sicher sein.
      “Und was mache ich jetzt?”, fragte ich in den Raum hinein, eher an Lina gerichtet, aber Lars wusste sofort eine: “Du könntest stattdessen was anderes reiten, wenn du dich schon vor der Dicken drückst.”
      Ich rollte mit den Augen. Als wäre ich nicht selbst auf die Idee gekommen.
      “Ich würde ja sagen, du kannst da Pferdchen nehmen, welches ich jetzt eigentlich bespaßen wollte, aber Hanni willst du sicherlich auch nicht”, trug meine Kollegin auch noch mit einer Antwort bei.
      “Neeeeeein, auf gar keinen Fall”, trat einen Schritt zurück, “außerdem ist das dein persönliches Berittpferd. Das mache ich nur kaputt.”
      “Mir leuchtet zwar nicht ein, wie du sie beschädigen solltest, aber dachte ich mir schon, dass diese Antwort kommt”, amüsierte sie sich.
      „Ich mache alles kaputt“, zuckte ich mit den Schultern.
      Aus der Jackentasche zog mein Handy hervor. All die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm schob ich zur Seite, bevor ich auf die Stallapp zu griff. Unentschlossen scrollte ich durch die Pferde. Einige hatten Pause, andere standen ohnehin auf der Weide und wieder andere waren, seit dem Mateo hier ist, schon bewegt. Meine Abwesenheit heute erschien mir somit nicht ganz schlüssig. Ich überlegte mir einen freien Tag einzutragen, von dem ich noch genügend hatte.
      „Du kannst auch was mit Osvo machen“, schlug Lars dann noch im richtigen Moment vor.
      „Klingt gut“, nickte ich und holte die Rappstute.
      Als ich zurückkehrte, mit ihr, führte Lina bereits das schwerfällige Pferd auf die Reitbahn. Nour gab parallel Unterricht auf dem barocken Quarter Horse, aber es gab genug Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. Ich befreite also den Traber vom Matsch am ganzen Körper. Immer mehr Dreck fiel auf den Boden, als Lars unerwartet mir stand. Vom Schrecken erholte ich mich nach einem kräftigen Atemzug. Erwartungsvoll blickte er zu mir hinunter, als hätte ich etwas Falsches gesagt.
      “Ist es nicht unhöflich, wenn du mich nicht ausreden lässt?”, fragte er mit leiser und ruhiger Stimme. Kurz dachte ich nach, dann fiel mir sein ‘aber’ wieder ein.
      “Als wäre es neu, dass ich dir nur halb zuhöre”, grinste ich.
      “So nicht, Madame”, scherzte er. Schelmisch legte sich ein breites Lächeln auf seine Lippen, an den Wangen bildeten sich kleine Falten und an den funkelnden Augen ebenfalls. Ich schaute ihn gern an. Sein Gesichtsausdruck war ehrlich und stets voller Gefühl. Wüsste ich nicht, wie er sich verhielt und worauf all seine Anstrengung abzielte, hätte ich nie Basti ins Auge geworfen. Natürlich gab dies seiner Anziehungskraft keinen Abbruch, aber ich sah meinen Kollegen als einen engen Freund.
      “Sonst?”, hakte ich provokant nach. Entschlossen legte er seine Hände hinter meinen Rücken ineinander, was mich für einen Moment irritierte, aber schließlich in Sicherheit wog.
      “Sonst brauchst du einige Erziehungsmaßnahmen, die wir allerdings in andere Räume verschieben sollten.”
      “Aha, verstehe. So ist das also”, nickte ich, “aber es scheint mir verschwendete Energie.”
      “Ich möchte, dass du heute Abend mal mehr kochst als Reis oder Pasta”, rückte er mit seiner Forderung heraus.
      “Kann gemacht werden, aber ist es dafür nötig, mir so nah zu kommen?”, skeptisch musterte ich seine Gesichtszüge, die weiterhin mit einem strahlenden Lächeln gezeichnet waren.
      “Sonst hörst du mir doch nicht zu. Außerdem hätte ich dich gern wieder bei mir”, rückte Lars mit dem wahren Grund heraus. Manchmal konnte er verklemmt sein, um seine Wünsche zu äußern.
      “Wir werden sehen”, murmelte ich.
      Schritte näherten sich vom großen Tor und im nächsten Moment löste sich mein Mitbewohner von mir, trat sogar einen Schritt zur Seite. Er verstand genauso gut wie ich, dass solche Situation in der Gerüchteküche kochte. Gerade rechtzeitig. Niklas kam in seiner dunklen Uniform den hallenden Gang entlang, am Auge mit einem Veilchen versehen, aber wirkte sonst außergewöhnlich freundlich gesinnt.
      “Hallo”, grüßte ich höflich und bekam sogar eine Antwort.
      “Hast du Lina gesehen?”, lächelte er. Meine Augen bewegten sich von einer Seite zur anderen. Dabei bemerkte ich natürlich, dass Lars eine Hand neben sich zur Faust ballte und die Arme verschränkte. Ich war es auch nicht mehr gewohnt, dass Niklas Dinge wie ein normaler Mensch sagen konnte.
      “Ähm”, stammelte ich deshalb, bis mein Sprachzentrum mit Blut versorgt wurde, “gleich nebenan auf dem Sand.”
      Niklas bedankte sich und lief an der Bande herum, die Tribüne hinauf.
      “Was denn heute mit dem los?”, wunderte sich auch Lars direkt.
      Ich zuckte nur mit den Schultern.
      “Aber ich werde Osvo nun satteln, nicht, dass du noch auf blöde Ideen kommst”, scherzte ich und folgte Niklas.

      Osvo trat mit großen und gleichmäßigen Schritten voran. Die Zügel lagen auf ihrem Hals und ich blickte auf mein Handy. In der Sattelkammer bekam ich das plötzliche Bedürfnis, Basti zu schreiben, der sogar antwortete. Vollkommen verträumt, bemerkte ich nicht, dass Lina im Trab mir entgegenkam, aber im letzten Moment noch auswich.
      “Tut mir leid”, rief ich ihr noch nach, bevor die Finger wieder über dem Display huschten.
      “Kein Handy am Steuer gilt auch in der Reitbahn”, lacht sie nur im Vorbeireiten und setzte mit dem Panzer weiter über den Sand. Gleichmäßig, wenn auch ein wenig langsam trommelten die Hufe und ließen den Boden erzittern. Osvo zuckte zusammen, aber lief dann im unveränderten Tempo weiter. Lobend strich ich ihr über den Hals.
      “Aber ist wichtig”, redete ich undeutlich vor mich hin, ohne den Blick zu heben. Doch nun bremste mein Pony ab, regte den Kopf über die Bande. Niklas tätschelte sie, als würde er Linas Aussage untermalen wollen. Leicht legte ich die Beine an den Bauch des Pferdes, das sich davon nicht beeindrucken ließ. Ich tippte die Nachricht an Basti zu Ende. Gerade, als ich es wegsteckte, meldete sich das Gerät zurück. Kurz warf ich noch einen Blick darauf, als mir der Mund offen stehen blieb. Etwas überfordert blickte ich von links nach rechts. Wieder rollte das Kettenfahrzeug auf uns zu. So gut ich konnte, drückte ich die Ferse an Osvo, aber Niklas hinderte sie daran, sich zu bewegen.
      “Die Jungs hätten dich gern wieder da. Hast du Zeit nachher?”, stand auf dem Bildschirm. Eigentlich hatte ich welche, wenn nicht Lars schon seinen Wunsch geäußert hätte.
      “Welches Gespenst ist auf deinem Bildschirm aufgetaucht?”, fragte Lina leicht irritiert, als sie die Stute gezwungenermaßen abbremste, da die Stute sich verweigerte erneut auszuweichen. Beinahe so als wüsste sie, dass sie einfach alles umwälzen konnte, was ihr in den Weg kam. Der Rappe legte seine Ohren an und schnappte in ihre Richtung wie eine Schlange.
      “Die Gespenster von gestern, wünschen meine Anwesenheit”, erklärte ich wahrheitsgemäß, aber geheimnisvoll genug, um Niklas aus dem Thema herauszuhalten. Ungefragt würde er sonst seine Meinung freigeben. Endlich reagierte Osvo auf meine Hilfe und zusammen ritten wir im Schritt an.
      “Oh, das ist doch schön. Dann hast du wohl einen guten Eindruck gemacht”, lächelte sie.
      “Aber er sagt, dass sie mich dahaben wollen, nicht er mich”, seufzte ich unentschlossen, schließlich wollte ich Lars nicht versetzen, erst recht, nachdem er mir so entgegengekommen war, dass Lina die Stute bewegen durfte. Außerdem meldete ich vor zwei Tagen auch seine Flamme wieder, die ihn von einem auf den anderen Tag versetzt hatte. Ich spürte, dass ihn das verletzt hatte, auch, wenn Lars sich nicht eingestehen wollte. Wieder kamen so viele Dinge aufeinander, die mich mit den Pferden fühlen ließ.
      “Ach Vriska, vielleicht ist das einfach seine Art sich auszudrücken. Manche sind nicht gut darin, offen zu kommunizieren, was sie wollen”, versuchte sie mich aufzumuntern.
      Ich stimmte ihrer Aussage zu. Die Zügel zog ich vorsichtig nach und begann mit Osvo zu arbeiten. An den kurzen Seiten nahm ich sie im Tempo deutlich zurück, setzte mich dabei auf den dritten Hufschlag, um Lina nicht noch mehr zu behindern. Fest in meinem Element drängten sich die Gedanken rund um das Abendprogramm in den Hintergrund. Stattdessen dachte ich an das Hofturnier, das Eskil erwähnt hatte. Bisher stand nur Happy auf dem Plan, aber Osvo könnte in einer Anfänger-Prüfung ein ebenso schönes Bild hergeben. Um mich darin zu bestärken, trabte ich den Rappen an und ritt verschiedene Bahnfiguren. In den Biegungen kam sie schön an den Zügel heran. Ihren Kopf trug Osvo in aktiver Haltung und trat unter den Schwerpunkt.
      So sehr vertieft in die Einheit, bemerkte ich nicht, dass Lina die Bahn verließ. Auch Niklas stand irgendwann nicht mehr am Rand. Zum Schluss galoppierte ich noch am lockeren Zügel mehrere Runden, bevor ich im Schritt draußen abritt.
      Ich zog mein Handy wieder heraus.
      „Es tut mir leid, aber heute Abend ist schlecht“, antwortete ich Basti. Sein Status wechselte sofort.
      „Schade. Bist du Freitag da?“, erkundigte er sich jedoch.
      „Ja“, tippte ich nur.
      „Ok“, kam es als Antwort, dann ging er offline.
      Von mir folgten noch weitere Nachrichten, die jedoch unbeantwortet blieben. War es falsch, das Treffen abzusagen?
      Enttäuscht von mir selbst, steckte ich das Handy zurück und versuchte bei der kleinen Runde um den Hof, wieder auf andere Gedanken zu kommen, aber im Vergleich zu vorher, schwebte nun Schuld und Reue in der Luft. Natürlich dachte man noch intensiver daran, wenn man versuchte, einen bestimmten Gedanken aus dem Kopf zu schieben. Als ich noch sah, dass Lina sich von Niklas am Auto verabschiedete, mit einem innigen und intimen Kuss, wurden meine Augen glasig. Mein Blick senkte ich auf den wippenden Mähnenkamm. Osvo kümmerte das alles nicht. Sie als Pferd kannte die Sorgen nicht, die mich tagtäglich beschäftigten, als diese Belastung auf den Schultern zu haben. Stattdessen musste sie mich tragen, meine Unfähigkeiten als selbstverständlich erachten.

      Eine Weile zog ich die Melancholie mit mir, die Augen immer wieder auf dem Sperrbildschirm. Keine Nachricht, kein Lebenszeichen. Es schien beinah, als hätte es unseren Kontakt zueinander nie gegeben. Osvo stand schon lange wieder auf dem Paddock. Die Sonne nährte sich dem Horizont und demnächst würde der kleine Lebensmittelladen ein Dorf weiter schließen, in dem ich noch einkaufen gehen wollte. Gefüttert hatte ich die Pferde und somit nun Feierabend. Lina lief gerade zur Hütte, als ich sie abfing. Mit wenigen Worten überzeugte ich sie mich zu begleiten.
      “Ich habe Basti abgesagt”, seufzte ich und öffnete ihr die Beifahrertür.
      “Weswegen das denn?”, wollte sie wissen, bevor sie hineinkletterte.
      “Lars hat sich gewünscht, dass ich heute richtig für ihn koche, und es fühlte sich nicht richtig an, ihn für einen Typen zu versetzen”, erklärte ich aufrichtig. Die Tür schloss ich leise hinter ihr und stieg selbst auf der anderen Seite ein. Ich drehte den Schlüssel. Der kleine rote Golf sprang zuverlässig an und setzte sich in Bewegung.
      “Okay, das ist nachvollziehbar”, äußerte sie nachdenklich, “gerade, weil das ja noch recht neu mit dir und Basti ist.”
      “Von Lars weiß ich wenigstens, dass er gut im Bett ist”, konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen, auch wenn mir schon bei dem Gedanken etwas warm ums Herz wurde.
      “Das ist auch eine wichtige Eigenschaft, die es nicht zu vernachlässigen gilt”, grinste sie.
      “Er weiß wirklich mit seinem Werkzeug umzugehen“, setzte ich eins obendrauf, „also, wenn er nur … etwas weniger Lars wäre. Ach, ich weiß auch nicht. Kennenlernen ist blöd.“
      “Aber um das Kennenlernen kommt man nun mal nicht herum, aber das wird schon noch mit Basti und dir”, sprach sie optimistisch.
      “Und dann wird es wie mit Erik“, stellte ich die bloße Behauptung auf und seufzte aus tiefen Herzen.
      “Es läuft doch nicht immer so unvorhersehbar schlecht”, versuchte sie mich aufzumuntern.
      Wir kamen im Nachbardorf an, gerade noch rechtzeitig, denn die ältere Dame war bereits am Aufräumen. Schnell huschten wir hinein.
      “Lina, möchtest du mit uns heute essen?”, rief quer durch den kleinen Laden, als ich die verschiedenen Gemüsearten in den Korb packte.
      “Ja, gerne”, erklang sogleich eine Antwort. Ich packte von allem das Doppelte ein und schon nach zehn Minuten waren wir bereit. Im Stoffbeutel befanden sich Obst und Gemüse für einen Salat und warmen Auflauf, nichts Besonderes, aber für uns alle ein guter Kompromiss.
      Zurück am Hof räumten wir unsere Sachen und liefen direkt zu mir. Lars saß auf der Couch, schaute ein Fußballspiel und fluchte unverständlich. Als er uns bemerkte, schaltete er sofort das Gerät aus und setzte sich an den Tisch.
      “Endlich, ich dachte, ich muss sterben vor Hunger”, scherzte Lars, dass wir noch einen Gast hatten, kritisierte er nicht. Stattdessen wirkte er froh, nicht mit mir allein zu sein. Ich räumte den Beutel auf der Platte aus, um die einzelnen Zutaten zu präsentieren.
      „Und Lina, wie hat die Minelli gefallen?“, fragte er schließlich.
      “Eigentlich ziemlich gut, nur an der Motivation lässt sich noch arbeiten”, erzählte sie ihr Fazit.
      “Da kenne ich noch jemanden”, schielte er zu mir.
      “Sei du mal ruhig”, quietschte ich angefressen und begann die Kartoffeln anzuschneiden in Fächerform. Sie bildeten die Grundlage des Auflaufs. Der Ofen heizte bereits vor.
      “So wenig macht sie doch gar nicht”, verteidigte Lina mich.
      “Das sagst du so”, schmunzelte Lars, wie mit sich selbst zufrieden, und hob ein wenig seinen Kopf, nickte, als bestätigte er selbst einen Gedanken. Manchmal konnte er der größte Arsch auf dieser Welt sein.
      „Ich gehe gleich zu Basti, wenn du so weitermachst“, fauchte ich vor Zorn und Verzweiflung. Dabei rutschte mir das Messer von der Kartoffel, geradewegs in den Finger. Leiste fluchte ich und hielt diesen unter kaltem Wasser, das im Becken eine rote Färbung annahm.
      “Brauchst du ein Pflaster oder so?”, fragte Lina fürsorglich und betrachtete die Situation argwöhnisch. Aber bevor ich überhaupt antworten konnte, erhob sich Lars aus dem Stuhl, lief ins Bad und brachte ein Pflaster. Die Wunde tupfte ich mit einem Küchentuch ab, das in greifbarer Nähe lag. In chirurgischer Genauigkeit legte er mir den Schutz auf, stand dafür dicht neben mir, dass sein neues Aftershave in der Nase kitzelte. Bereits im Stall war mir der neue Geruch nicht entgangen, obwohl ich versuchte jedem seiner Reize zu widerstehen. Doch wie ein verletztes Tier suchte, ich mich in Sicherheit, funkelte ihn mit weiten Augen an.
      „Das wird wieder“, sprach er absichtlich leise, um meine Sinne noch mehr zu fordern. Für Sekunden blickte ich tief in das Grün seiner Augen, bevor ich mich schnell abwendete und wieder zu den Kartoffeln lief. Das rege Klopfen in meiner Brust bemerkte ich natürlich.
      Die restlichen Zutaten schnitt ich ohne weitere Unfälle und schließlich war alles so weit vorbereitet, dass es in den Ofen konnte und das Dressing im Kühlschrank sich entfaltete. Lina und Lars hatten ein gemeinsames Thema gefunden – Pferdezucht, genauer gesagt, Farbzucht. Dabei drehte es sich um das Weiß, das ihre Tiere trugen. Meine Kollegin zeigte dabei deutlich mehr Fachwissen als er. So hing er förmlich an ihren Lippen und starrte sie an, als wäre Gott persönlich im Raum. In dem Moment wurde ich mir bewusst, dass unsere Verbindung überhaupt keine war, sondern seine Art im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Etwas enttäuscht ließ ich mich auf den Stuhl neben ihm fallen und holte zum wiederholten Mal das Smartphone heraus, das noch immer keine Nachricht von Basti empfangen hatte. Leer fixierte ich den Chat, als würde sie etwas ändern. Nichts passierte. Ich setzte zu einer Nachricht an, ob ich etwas Falsches geschrieben hätte, aber löschte sie direkt wieder. Es war nicht mein erster Versuch, bei ihm nachzuhaken, weshalb er mich ignorierte.
      „Was bewegt dich schon wieder, Basti?“, fragte die Kleine freundlich nach, bei der meine Stimmung nicht unbemerkt blieb.
      „Lina, ich kann dir sagen, egal was ist – Ihr Leben dreht sich nur noch um den“, antwortete Lars stattdessen mit einem Augenrollen. Er lehnte sich nach hinten in den Stuhl und verschränkte die Arme. „Lade ihn doch ein, bei Martin wird er ohnehin nur herumsitzen.“
      „Woher“, noch bevor ich die Frage beendete, beantwortete sich das von selbst. Mir fiel wieder ein, dass er mit der Truppe befreundet war oder wie auch immer man diese Zusammensetzung bezeichnete. Vermutlich fragte man ihn auch, ob er vorbeikommen wollte. „Nein, morgen ist Renntag.“
      „Ja, und?“, zuckte Lars mit den Schultern.
      „Ich möchte morgen fit sein“, erklärte ich.
      „Warum solltest du nicht? Denkst du etwa, er wird es die ganze Nacht mit dir treiben?“, zwischen den Zeilen hörte ich heraus, dass Lars eifersüchtig war oder etwas Ähnliches. Freundlich gesinnt kam seine Aussage nicht.
      „Nein, aber ich würde gerne schlafen und nicht ganze Nacht an ihn denken“, seufzte ich.
      „Deswegen kommst du auch heute zu mir unter die Decke“, schmunzelte er.
      „Okay“, zuckte ich mit den Schultern.
      „Na, ob das hilft … “, murmelte Lina vor sich hin. In der Art wie ihre Augen zwischen uns Hin und Her huschten, wurde deutlich, dass ihr nicht wirklich behagte dieser Diskussion beizuwohnen. Um ihr den faden Beigeschmack zu nehmen, lächelte ich sie an. So ganz zufrieden war sie jedoch nicht und ich entschied, mit ihr vor die Tür zu gehen. Vom Haken ergriff ich die erstbesten Jacken, die in ihrem Fall ein dicker Packer von Lars war. Damit würde sie wenigstens nicht erfrieren. Dog war bei meinem Bruder, somit bedarf es keiner abendlichen Runde durch die Dunkelheit.
      „Wann ist denn das Essen fertig?“, rief uns der Herr der Schöpfung noch nach. Ich streckte den Kopf durch die halb geöffnete Terrassentür.
      „Zehn Minuten, höchstens zwanzig“, erklärte ich.
      „Dann kann ich noch Duschen gehen?“
      Ich nickte und schloss die Tür.
      Lars‘ Schlappen standen noch auf der Fußmatte und ich schlüpfte in die kalten und feuchten Schuhe. Lina kämpfte währenddessen damit, den Reißverschluss bis zum Kinn zu bekommen. Bevor ich die Zigarette anzündete, half ich ihr kurzerhand.
      „Wir sind nur Freunde“, erklärte ich unbestimmt und klickt das Feuerzeug, die Hand schützend an der Flamme. Mittlerweile konnte selbst ich mir nicht mehr erklären, wieso ich Zeichen unklar sendete. Tage wie diese waren der Grund für mein Buch, mir klar zu werden, wieso ich etwas tat oder eben nicht. Es könnte so viel einfacher sein, wenn ich Lars’ Flirt-Versuche als jene belassen würde, die Schmeichelei ignorierte. Aber ich hatte Spaß dabei und war mit Basti auf keiner Ebene unterwegs, in der man es als Vertrauensbruch ansehen würde. Wieder seufzte ich, schielte durch die große Glasfront in den Wohnraum. Das Deckenlicht brannte, im Ofen kochte der Auflauf vor sich hin. Stillstanden Stühle um den Birkentisch herum und auf der Couch lag mein Laptop zusammengeklappt, auf einer blau karierten Decke. Es könnte schön sein, wenn ich in all der Zeit am Hof nicht ständig den Mitbewohner wechseln müsste. Mit Lars war es nett, aber eben nicht idyllisch.
      “Nur Freunde? Und deswegen wirkt Lars wie ein Löwe, dem man sein Revier streitig macht”, argwöhnte sie, “Ihr zwei seid verwirrend.”
      “Samu war auch nicht begeistert von Niklas”, erinnerte ich Lina.
      “Ich sage ja schon gar nicht mehr”, gab sie klein bei, “du wirst wissen, was du tust.”
      “Wie geht es mit dem jetzt eigentlich weiter? Das Hüttchen wirkt ziemlich einsam”, bemerkte ich beiläufig.
      “Ist es auch. Keine Ahnung, wo genau er aktuell steckt, aber langfristig sucht Niklas etwas in der Stadt”, seufzte sie, den Blick zum Boden gerichtet. Auch wenn ihre Finger in den langen Ärmeln versteckt lagen, war ich mir sicher, dass sie wie so häufig etwas Greifbarem suchten.
      “Eigentlich wünscht er auch, dass ich mitkomme … ”, deute die Zweifel ihrerseits an.
      „Aber? Ein Auto lässt sich doch kaufen, oder Fahrrad“, irritiert runzelte ich die Stirn, „du musst nicht am Hof wohnen, um hier zu arbeiten.“
      “Ja, ich weiß doch. Irgendwas daran … beängstige mich”, versuchte sie zu erklären. “Ach man, das klingt doch jetzt komplett dämlich. Ich wechsle von heute auf morgen das Land, trau mich aber nicht in die Stadt zu ziehen”, schob sie leicht jammenden hinterher.
      “Kalmar? Das ist doch kein Vergleich mit Stockholm”, scherzte ich und nahm den letzten Zug von der Zigarette, die schon am Filter kratzte. Mit einem Schritt stand ich bei dem Aschenbecher und drückte sie aus. In Linas Augen funkelte es bereits, der Gedanke, dass im Inneren nicht nur wärmer war, sondern auch das Essen wartete.
      “Das ist aber schon deutlich mehr als das nirgendwo”, beschwerte sie sich. Augenscheinlich konnte sie sich selbst, nicht mehr ernst nehmen, denn in ihren Mundwinkeln zuckte ein selbstironisches Schmunzeln.
      “Zwingt dich doch keiner zu Hause herumzusitzen”, lachte ich. Die Tür zog ich hinter uns zu und brachte die Jacken parallel zum Haken. Aus dem Bad tönte das Plätschern der Dusche, untermalt mit lieblichen männlichen Klängen, die ich so nicht erwartet hatte. Kurz stoppte ich, aber Linas Blick erinnerte mich an das Abendessen.
      “Sag’ ich doch, ich bin lächerlich”, grinste sie schief und ließ sich auf einen Stuhl nieder.
      “Nein, so ist das nicht. Du fühlst dich nur der Herausforderung nicht gewachsen, mit deinem Partner zusammenzuziehen, weil das bedrohlich endgültig sich anhört und fühlt”, gab ich mir Mühe, die Situation möglichst neutral zu betrachten.
      “Ja, genau das ist es, denke ich”, überlegte sie einige Sekunden und nickte schließlich bestätigend.
      Ich lief hinüber zum Ofen, stellte den Regler auf 0 und holte die heiße Auflaufform heraus. Um die Tischplatte zu schützen, platzierte Lina bereits ein Brettchen darauf. Im selben Moment kam Lars heraus, einzig ein Handtuch um die Hüfte und trocknete sich das Haar ab. Für einen wirklich kurzen Augenblick wurden die Knie weich. Aber als Sauerstoff durch meine Lungenflügel strömte, kam ich wieder zu Verstand.
      “Essen ist gerade fertig geworden”, berichtete ich fröhlich.
      “Perfekt, dann ziehe ich mir etwas über”, drehte er sich um.
      “Musst du nicht”, kam ein unbedachter Kommentar über Linas Lippen. Noch im selben Moment wie sie merkte, was sie da eigentlich sagte und vor allem zu wem, biss sie sich von Pein ergriffen auf die Lippe und ihre Gesichtsfarbe wechselte zu Tomatenrot. Er sah über Schulter hinweg zu mir, denn sie saß außerhalb seiner Sichtweite. Ich zuckte nur mit den Schultern. Augenblicklich drehte er um und kam zurück.
      “Ich dachte tatsächlich, es stört dich. Aber gut, dann kann ich trocknen”, grinste Lars und setzte sich ihr Gegenüber auf den freien Stuhl. Es fehlte nur noch der Salat auf dem Tisch, den ich umgehend dazu stellte. Damit konnten wir Essen.
      “Nein, alles gut”, murmelte sie noch immer peinlich berührt und schaufelte sich etwas von dem Grünzeug auf den Teller.
      Stunden saßen wir noch am Tisch, leerten schließlich nach dem ersten Bier noch eine Flasche Wein, die ich aus den Tiefen des Regals fand. Jahrgang 2017, also ein beinah edler Tropfen. Nicht nur meine Knie wurden weicher, sondern auch die Zunge lockerer. Ebenso konnte ich mein Chaos innerlich nicht mehr zurückhalten und saß mittlerweile auf Lars’ Schoß, eine Arme fest um mich geschlossen und sein Kopf schützte auf meiner Schulter. Währenddessen schaute ich immer wieder auf mein Handy, schließlich konnte man nie wissen, ob nicht doch noch, die ersehnte Nachricht eintrudeln würde. Jedes Mal, wenn ich den Bildschirm zurück auf die Tischplatte, löste sich ein leichtes Seufzten von meinen Lippen.
      “Er wird schon noch merken, was er verpasst”, flüsterte Lars mir ins Ohr und legte einen sanften Kuss auf meinem Hals. Kaum hörbar schlich sich ein Stöhnen nach draußen, das im Atem bebte und eher, wie ein Brummen klang. Natürlich befeuerte es ihn noch mehr, aber als Lina aufmerksam wurde, hörte er auf. Dass es ihm dennoch ernster wurde, spürte ich sofort.
      “Ich kann auch gehen, wenn ihr lieber allein wärt”, bot sie schmunzelnd an.
      Lars wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, aber bekam von mir den Ellenbogen an die Brust.
      “Nein, alles gut. Der Herr kann nur seine Hormone nicht zügeln”, sprach ich leicht zittrig. Mir schwebte der Gedanke vor dem inneren Auge, was passieren könnte, wenn sie nicht da wäre. Ich wollte das nicht, also schon, aber nein.
      “Na dann”, grinste sie und lenkte das Thema schließlich auf ein anderes Thema, “Mit wem fährst du morgen eigentlich?”
      “Zuerst mit Humbria und dann noch mit Wunder auf der Langstrecke”, erklärte ich. Schon wieder fast verdrängt, kam mir die Rennbahn in den Kopf, Basti. Hektisch drehte ich das Handy, keine Nachricht.
      “Oh, mit Pilzi, wie schön. Dann wünsche ich euch viel Erfolg morgen”, freute sich meine Kollegin. Obwohl sie kaum mit der dunklen Stute in Kontakt stand, fand sie diese unheimlich interessant. “Übrigens, ich glaube nicht, dass du eher eine Nachricht erhältst, nur weil du dein Handy regelmäßig anstarrst. Mach’ dich nicht verrückt, du siehst ihn morgen doch sicher”, lächelte sie aufmunternd.
      “Ich weiß nicht genau, schließlich fahren wir morgen nach Halmstad”, informierte ich sie.
      “Ach so ist das”, nahm sie die Information zur Kenntnis, “aber lässt sich das theoretisch nicht herausfinden?”
      “Bisher hatte ich Angst nachzuschauen, aber er fragte, ob ich Freitag da bin. Ich bin bisher von Halmstad ausgegangen, denn Romme und Bollnäs sind ziemlich weit weg, für ein paar Starts”, seufzte ich.
      “Warte, du bist noch tiefer in der Materie, als ich dachte”, sprach Lars fasziniert und strich weiter mit seinen Fingerspitzen über meinen Oberschenkel, “langsam tut es mir leid, dass er es nicht zu schätzen weiß. Selbst Papa würde dich seit Stunden zuquatschen.”
      “Dass er gefragt hat, kann man doch als gutes Zeichen sehen, wenn die anderen Orte so ungünstig gelegen sind, wie du sagst”, sprach Lina zuversichtlich.
      “Kommst du mit?”, fragte ich gähnend.
      “Ja, gerne. Ich muss nur mit Sam noch mal abklären, wann sie kommen wollte, morgen, weil sie meinte irgendwas von spät”, überdachte sie ihren Zeitplan.
      “Wir sollten gegen achtzehn Uhr zurück sein”, erläuterte Lars. Einen kurzen Augenblick tippte sie auf ihrem Handy umher, schien etwas nachzusehen und tippte kurz.
      “Das sollte passen”, sprach sie schließlich als der Bildschirm erlosch.
      „Nun“, wieder gähnte ich, allerdings länger als zu vor und steckte auch Lars damit an, „sofern du uns nicht Gesellschaft in der Nacht leisten möchtest, wäre Bettchenzeit.“
      Ich lehnte mich noch weiter zurück, sodass ich einen ziemlich bequemen Punkt an seiner Schulter fand. Dabei fiel mir die Uhrzeit ins Auge, die mich daran erinnerte, dass ich seit zwei Stunden schlafen wollte. Blöd gelaufen. Um sechs Uhr klingelte der Wecker, doch glücklicherweise war der Transporter, bis auf wenige Sachen, bereits vorbereitet.
      „Nein, danke. Ich gehe lieber in mein eigenes Bettchen“, lehnte sie ab und erhob sich gemächlich, „Also dann, Gute Nacht.“
      “Verstehe ich gar nicht“, grinste mich Lars an. Lina zog sich ihre Jacke an und ich erläuterte ihr nebenbei die Zeitplanung. Obwohl ich ihren Gesichtsausdruck nicht sehen konnte, schwebten förmlich ihre Zweifel zur Zusage in der Luft. Höflich, wie sie war, sprach sie diese nicht aus, sondern nahm schweigend die Tatsachen hin, ich brachte sie noch zur Tür, während Lars zum Bett torkelte. Eine Jacke zog ich mir nicht über, stand also zitternd im Freien, um noch eine zu rauchen und ihre Ankunft in den eigenen Vierwänden genau zu inspizieren. Als ihre Tür zu viel, konnte ich mir sicher sein, dass alles okay war.

      © Mohikanerin, Wolfszeit // 38.662 Zeichen
      zeitliche Einordnung {Mitte März 2021}
    • Mohikanerin
      Durchlässigkeit / Dressur L zu M | 30. Oktober 2022

      Minelli / Maxou / Satz des Pythagoras / Aares / Crly Lure / HMJ Divine / Sakura Bloomst

      Die Sonne brach über dem Gestüt "Solberg" in einem malerischen schwedischen Tal an einem frischen Frühlingsmorgen durch die Nebelschwaden. Björn, ein erfahrener Dressurtrainer, stand vor einer neuen Herausforderung. Er hatte eine Gruppe von talentierten Berittpferden übernommen, die er von der Dressurklasse L zur Dressurklasse M führen sollte. Solberg war ein renommiertes Gestüt, das für seine traditionelle Dressurausbildung bekannt war.
      Seine erste Aufgabe bestand darin, die Pferde kennenzulernen und ihre individuellen Stärken und Schwächen zu ermitteln. Unter ihnen befand sich eine pummelige Braune Stute namens Minelli, ein eleganter Freiberger namens Ivy und die ungeschickte Haflinger Stute Curly Lure.
      Minelli, die Braune Stute, war von Natur aus robust und kräftig. Sie hatte einen sanften Charakter, aber sie neigte dazu, etwas gemütlich zu sein. Ivy, der imposante Freiberger, war bekannt für seine Anmut und seine Fähigkeit, sich in den anspruchsvollsten Lektionen zu bewegen. Curly Lure, die Haflinger Stute, war voller Energie und Neugierde, aber ihr fehlte noch die Erfahrung und Präzision, die für die Dressurklasse M erforderlich waren.
      Die ersten Wochen des Trainings konzentrierten sich auf die Losgelassenheit und das Festigen des richtigen Takts und Rhythmus in allen Gangarten. Björn führte die Pferde durch sanfte Übungen, um ihre Muskulatur aufzubauen und die Anlehnung an den Zügel zu verbessern.
      Curly Lure, die Haflinger Stute, zeigte anfangs Widerstand. Ihr Temperament und ihre Ungeschicklichkeit waren bemerkenswert, aber sie mussten in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Björn war geduldig und konsequent, und nach und nach begann Curly Lure nachzugeben.
      Minelli, die Braune Stute, überraschte alle mit ihrer Bereitschaft, zu lernen. Sie zeigte rasch Fortschritte in der Losgelassenheit und im richtigen Takt, was Björn als vielversprechendes Zeichen sah.
      Die Anlehnung und der Kontakt waren der nächste Schritt. Björn arbeitete daran, dass die Pferde den Kopf und Hals in einer natürlichen Position trugen, ohne zu stark auf den Zügel zu drücken. Ivy, der Freiberger, reagierte besonders gut auf diese Übungen und zeigte eine beeindruckende Anlehnung.
      In der Reithalle des Gestüts hörte man das Klappern der Hufe und das gleichmäßige Atmen der Pferde, während sie sich langsam an den neuen Kontakt gewöhnten. Minelli, die Braune Stute, lernte, sich auf den Zügel zu verlassen, während Ivy, der Freiberger, seine Eleganz in der Anlehnung perfektionierte.
      Mit der Grundlagenarbeit abgeschlossen, war es an der Zeit, Schwung und Elastizität zu entwickeln. Die Pferde wurden aufgefordert, in einer aufwärts gerichteten Bewegung zu laufen und elastische Gelenke zu entwickeln. Dies bedeutete, dass sie flexibel und geschmeidig werden mussten.
      Minelli, die Braune Stute, war ein Naturtalent im Entwickeln von Schwung. Ihre Bewegungen wurden fließender, und sie begann, sich fast schwerelos zu bewegen. Ivy, der Freiberger, demonstrierte seine Grazie in jeder Bewegung und wurde zunehmend geschmeidiger.
      Die Arbeit an der Geraderichtung und Versammlung intensivierte sich. Björn stellte sicher, dass die Pferde gerade und ausbalanciert liefen, ohne sich zu verziehen oder zu schief zu gehen. Diese Fähigkeiten waren entscheidend für die Ausführung von Dressurlektionen auf M-Niveau.
      Die Gestütsreithalle war jetzt gefüllt mit der Anmut und Präzision der Pferde, die diese fortgeschrittenen Lektionen übten. Minelli, Ivy und Curly Lure zeigten erstaunliche Fortschritte in ihrer Geraderichtung und Versammlung.
      Der Tag des ersten Turniers der Saison war gekommen. Die Pferde waren vorbereitet, ihre Fähigkeiten auf dem M-Niveau der Dressur unter Beweis zu stellen. Die Sonne glänzte auf dem Turnierplatz, als Björn die Pferde sorgfältig vorbereitete.
      Minelli, Ivy und Curly Lure betraten die Arena mit einer beeindruckenden Anmut. Ihre Bewegungen waren eine harmonische Sinfonie aus Schwung, Versammlung und Präzision. Björn beobachtete mit Stolz, wie sie die anspruchsvollen Lektionen mit Leichtigkeit ausführten.

      © Mohikanerin // 4045 Zeichen
    • Mohikanerin
      Platzhalter
      Rennen E zu A
    • Mohikanerin
      Platzhalter
      Rennen A zu L
    • Mohikanerin
      Anfahren / Fahren E zu A | 30. April 2023

      Alfa Psycho / Minelli / HMJ Divine / Black Edition

      Die Sonne senkte sich langsam über den weitläufigen Reitplatz, als Trainerin Sophie sich auf eine neue Herausforderung vorbereitete. Vier Pferde warteten geduldig auf dem Platz, ihre Augen voller Neugierde, ihre Herzen bereit für das Abenteuer, das vor ihnen lag.
      Minelli, die Kaltbluttraber-Stute, zeichnete sich durch ihre imposante Erscheinung aus. Mit kräftigen Muskeln und einem ruhigen Temperament hatte sie das Potenzial, ein zuverlässiges Zugpferd zu werden. Ihre dunklen Augen spiegelten Entschlossenheit wider, und Sophie wusste, dass sie behutsam an die Kutsche gewöhnt werden musste.
      Psycho, eine temperamentvolle Stute, trug ihren Namen nicht ohne Grund. Ihr ungestümes Wesen und ihre lebhafte Persönlichkeit würden eine besondere Herausforderung darstellen. Aber Sophie sah in ihren funkelnden Augen eine unglaubliche Energie, die sie in die richtigen Bahnen lenken wollte.
      Edition, die dritte Stute im Bunde, strahlte eine gewisse Eleganz aus. Ihre grazile Erscheinung und ihre sanfte Ausstrahlung würden ihr bei der Arbeit an der Kutsche sicherlich zugutekommen. Doch auch sie benötigte eine gründliche Ausbildung, um ihre Fähigkeiten zu entfalten.
      Der Freiberger Hengst Ivy, mit seinem kräftigen Körperbau und seinem sanften Blick, würde eine wichtige Rolle als Mentor für die Stuten spielen. Seine Erfahrung im Fahren und sein ausgeglichenes Temperament würden dazu beitragen, die jungen Damen zu beruhigen und ihnen Selbstvertrauen zu schenken.
      Sophie war keine Unbekannte im Umgang mit Pferden. Ihr tiefes Wissen über die feine Kommunikation zwischen Mensch und Tier hatte sie zu einer angesehenen Trainerin gemacht. Sie wusste, dass Geduld und Verständnis die Schlüssel zum Erfolg waren.
      Die ersten Trainingseinheiten begannen mit der Gewöhnung an das Geschirr und die Kutsche. Sophie führte die Pferde behutsam an diese neuen Erfahrungen heran, ließ sie das Geschirr fühlen und die Kutsche erkunden. Sie sprach leise mit den Pferden, erklärte ihnen die neuen Geräusche und Sensationen, und ließ sie die Kutsche ziehen, während sie noch nicht befestigt war.
      Dann kam die Doppellonge ins Spiel. Sophie setzte diese Technik ein, um die Pferde an die Führung von beiden Seiten zu gewöhnen und ihr Gleichgewicht zu fördern. Die Doppellonge ermöglichte es den Pferden, die Zügelhilfen besser zu verstehen und sich auf die feinen Anweisungen ihres Fahrers einzustellen.
      Die Trainingsinhalte waren vielfältig. Es begann mit einfachen Bahnfiguren und dem Erlernen der Basisbewegungen im Fahren. Jedes Pferd wurde auf seinem individuellen Niveau gefordert und gefördert. Sophie achtete darauf, dass die Stuten - Minelli, Psycho und Edition - die Arbeit an der Kutsche mit Ruhe und Konzentration bewältigten, während Ivy als erfahrener Begleiter und Beispiel fungierte.
      Die Wochen vergingen, und Sophie konnte die Fortschritte in der Arbeit der Pferde erkennen. Minelli hatte gelernt, ruhig und zuverlässig vor der Kutsche zu laufen. Psycho kanalisierte ihre Energie in beeindruckende Leistungen, und Editions Eleganz führte zu harmonischen Bewegungen.
      Ivy, der Freiberger Hengst, erwies sich als geduldiger Lehrer und vermittelte den Stuten das Selbstvertrauen, das sie brauchten, um ihre Aufgaben zu bewältigen. Seine Anwesenheit wirkte beruhigend auf die anderen Pferde.

      © Mohikanerin // 3284 Zeichen
    • Mohikanerin
      Wendigkeit / Fahren A zu L | 31. Mai 2023

      Anthrax Survivor LDS / Financial Secret / Drivblesa / Minelli / Alfa Flamel / Trotaholic / Selva / Ardehel / Songbird

      Die frische schwedische Frühlingsluft umhüllte den Pferdehof, als ich gemeinsam mit meinen Arbeitskollegen die neun Pferde für das Training vorbereitete. Die Sonne schien golden auf die saftig grünen Weiden und die Knospen an den Bäumen begannen zu sprießen. Es war ein perfekter Tag, um mit den Pferden zu arbeiten und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
      Ich begann mit einer ersten Analyse des aktuellen Leistungsniveaus jedes Pferdes. Mit einem wachsamen Blick erkannte ich ihre Stärken und Schwächen in Bezug auf Versammlung, mittleres Tempo, Galopp und engere Wendungen. Einige konnten bereits gut den Hilfen folgen, zeigten dabei vielversprechende Versuche, den ungewohnten Anforderungen zu folgen.
      Klare Ziele wurden gesetzt, um den Weg des Trainings zu lenken. Ich definierte klare Meilensteine, die erreicht werden sollten. Einige Pferde benötigten eine verbesserte Versammlungsfähigkeit, während andere eine gleichmäßige Geschwindigkeit im mittleren Tempo erreichen sollten. Jedes Ziel wurde mit Bedacht gewählt, um das Training gezielt auszurichten.
      Mit einem progressiven Aufbau im Trainingsplan legte ich den Grundstein für den Erfolg. Wir begannen mit einfachen Übungen, um die Grundlagen zu festigen, und steigerte allmählich die Schwierigkeit und Komplexität der Lektionen. Das Vertrauen und die Fähigkeiten der Pferde entwickelten sich Schritt für Schritt.
      Die Versammlungsarbeit war ein Schlüsselaspekt des Trainings. Ich integrierte Übungen wie Übergänge innerhalb der Gangarten, Halten und Wiederantraben, Schulterherein und Travers, um die Versammlungsfähigkeit jedes Pferdes zu entwickeln. Es war wichtig, dass sie mehr Gewicht auf die Hinterhand verlagerten und eine bessere Durchlässigkeit erreichten. Vieles davon erarbeiteten wir an der Doppellonge, denn mit einer Kutsche oder dem Sulky würden diese neuen Maßstäbe deutlich schwieriger sein. Besonders für die Rennpferde reduzieren wir die Lektionen auf das Einfachste.
      Das Arbeiten im mittleren Tempo war eine weitere wichtige Komponente. Ich forderte die Pferde auf, eine gleichmäßige und kontrollierte Geschwindigkeit zu erreichen. Übergänge zwischen den Gangarten, geschmeidige Biegungen und Schlangenlinien wurden Teil ihres Trainings, um sie geschickt und reaktionsschnell zu machen.
      Der Galopp spielte eine entscheidende Rolle, und ich legte besonderen Fokus auf die Entwicklung eines ausbalancierten und kontrollierten Galopps. Die Pferde übten auf geraden Linien, Volten und gebogenen Linien. Übergänge zwischen Galopp und anderen Gangarten förderten ihre Durchlässigkeit und Geschmeidigkeit.
      Um die Wendigkeit und Geschmeidigkeit zu verbessern, konzentrierten wir uns auf engere Wendungen. Präzise Wendungen um Pylonen oder auf dem Hufschlag schärften ihre Flexibilität und ihr Gleichgewicht. Das Gefühl der Leichtigkeit, wenn sie sich um die Kurven bewegten, war ein Zeichen für ihren Fortschritt. Während des Trainings spürte ich die Energie der Rennpferde.
      Um die Motivation aufrechtzuerhalten und die Lernkurve zu steigern, variierte ich das Training regelmäßig. Wir arbeiteten an verschiedenen Übungen, nutzten unterschiedliche Bahnfiguren und stellten immer wieder neue Herausforderungen. Die Pferde wurden neugierig, aufmerksam und waren bereit, ihr Bestes zu geben.
      Während des mehrwöchigen Trainingsplans war es mir wichtig, Pausen und Regenerationszeiten einzuplanen. Physische und mentale Überlastung musste vermieden werden. Ich sorgte dafür, dass die Pferde genügend Zeit zur Erholung hatten und ihnen ausreichend Bewegung und Weidegang ermöglicht wurde.
      Der Pferdehof in Schweden war ein Ort des Fortschritts und der Zusammenarbeit. Meine Kollegen und ich teilten unsere Leidenschaft für Pferde und arbeiteten als Team zusammen, um das Beste aus jedem Pferd herauszuholen. Gemeinsam schufen wir eine Atmosphäre des Wachstums und der Unterstützung.
      Während der Frühlingstage in Schweden blühten nicht nur die Blumen, sondern auch die Fähigkeiten und Talente der Pferde. Jeder Tag brachte neue Erfahrungen und Fortschritte. Und ich fühlte mich dankbar und erfüllt, dass ich Teil dieser wunderbaren Reise war, die die Pferde zu ihrem Potenzial führte.

      © Mohikanerin // 4152 Zeichen
    • Mohikanerin
      Treue Begleiter / Rennen L zu M | 30. Juni 2023

      Friedenszahlung LDS / Nachtzug nach Stokkholm LDS / Minelli

      Die Sonne ging langsam hinter den grünen Hügeln unter, als ich mit den drei Stuten – Lulu, Stokki und Minelli – auf die weitläufige Rennbahn trat. Die letzten beiden Jahre waren geprägt von harter Arbeit, unerschütterlicher Hingabe und der stetigen Verbesserung unserer Fähigkeiten. Obwohl die Zeit verflogen war, fühlte es sich an, als hätten wir bereits eine Ewigkeit miteinander verbracht.
      Unser Training konzentrierte sich in diesen Wochen vor allem auf Tempo und Ausdauer, denn die bevorstehenden Rennen versprachen intensiv zu werden. Wir begannen mit einer gründlichen Aufwärmphase, um ihre Muskulatur zu lockern und ihre Gelenke zu schonen. Die Pferde tänzelten vor Vorfreude und waren bereit, ihre Energie freizusetzen. Auf das Signal hin, setzten wir uns in Bewegung. Der Wind strich durch meine Haare, als ich den Sulky mit den Zügeln fest in der Hand lenkte. Wir begannen in einem gemächlichen Trab, ließen die Stuten sich langsam warm laufen, um ihre Gelenke zu schonen und ihre Muskeln auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.
      Mit jedem Trainingstag steigerten wir das Tempo. Die Stuten waren voller Ehrgeiz und Freude dabei. Sie spürten die Herausforderung, und ich spürte ihre Entschlossenheit. Die Bahn flog unter uns dahin, und ich konnte das leichte Beben ihrer kräftigen Muskeln unter mir fühlen. In den Kurven forderte ich die Pferde auf, das Tempo zu halten und die Balance zu wahren. Stokki, die etwas zurückhaltender war, lernte schnell, sich dem Rhythmus der anderen anzupassen. »Gut gemacht«, lobte ich sie und strich sanft über ihren Po.
      Lulu hingegen war voller Energie und Lebensfreude. Sie schien Flügel zu haben, wenn sie in die Kurven flog, und ich konnte ihren Herzschlag in meinem eigenen spüren.
      Minelli, die älteste der Stuten, war eine wahre Kämpferin. Ihr ruhiger und ausgeglichener Charakter machte sie zu einer verlässlichen Partnerin. Sie rannte mit ruhiger Kraft, und ich wusste, dass sie niemals aufgeben würde..
      Nach den anstrengenden Trainingseinheiten ließ ich die Stuten sorgsam auslaufen und führte sie dann zum Wasser, um ihren Durst zu stillen. Ich konnte die Erschöpfung in ihren Augen sehen, aber auch die Zufriedenheit, die sie mit jedem gelungenen Trainingstag erfüllte. Unsere Bindung war in diesen Jahren noch stärker geworden. Wir vertrauten einander blind, und ich wusste, dass ich mich immer auf meine drei tapferen Stuten verlassen konnte. Sie waren nicht nur meine Schülerinnen, sondern auch meine Gefährtinnen, und ich fühlte mich geehrt, sie auf ihrem Weg zu begleiten.
      Die Tage vergingen wie im Flug, und ich spürte, dass wir bereit waren. Die Rennen standen bevor, und ich konnte die Aufregung in der Luft spüren. Ich wusste nicht, was in der Zukunft passiert. Aber ich wusste: Wir konnten zusammen alles erreichen. Die Stuten zeigten eine hohe Ausdauer, ein hohes Tempo und vor allem den Willen, alles zu tun. Gemeinsam waren wir ein unschlagbares Team, bereit, die Welt der Trabrennen zu erobern. Und egal, wie die Rennen auch ausgehen mögen, ich war stolz auf jeden einzelnen Schritt, den wir gegangen waren, und ich freute mich auf die unzähligen Schritte, die uns noch bevorstanden.

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    stall.
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    Mohikanerin
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    25 Juli 2022
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  • Minelli ist 16 Jahre alt.

    Aktueller Standort: Lindö Dalen Stuteri, Vadstenalund [SWE]
    Unterbringung: Stutenpaddock


    –––––––––––––– s t a m t a v l a

    Aus: Lome Kongen (NO) [skandinavischer Traber]
    MMM: Viri (NO) ––––– MM: Tröpila (NO) ––––– MMV: Pilmin (NO)
    MVM: Spikdona (NO)––––– MV: Spikeld (NO) ––––– MVV: Elding (NO)

    Von: Mina (SE) [skandinavischer Traber]
    VMM: Sekunda (SE) ––––– VM: Sjurmina (SE) ––––– VMV: Sjur Prinsen (NO)
    VVM: Borella (SE) ––––– VV: Lappello (SE) ––––– VVV: Lapp Nils (SE)


    –––––––––––––– h ä s t u p p g i f t e r

    Zuchtname: Minelli
    Rufname: -
    Farbe: Brauner Pangaré
    [Ee AA nPa]
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: April 2005
    Rasse: Skandinavischer Traber
    Stockmaß: 157 cm

    Charakter:
    unwillig; unbalanciert; desinteressiert; verfressen

    * Minelli lief Trabrennen [10/0/1]
    * 3-Gänger
    * Als Vorlage diente Torpa Nicklas.


    –––––––––––––– t ä v l i n g s r e s u l t a t

    [​IMG] [​IMG]

    Dressur M [L] – Springen E [L] – Military E [E] – Fahren L [M] – Rennen M [M] – Western E [E]

    August 2022 Training, Dressur E zu A
    September 2022 Training, Dressur A zu L
    Oktober 2022 Durchlässigkeit, Dressur L zu M
    April 2023 Anfahren, Fahren E zu A
    Mai 2023 Wendigkeit, Fahren A zu L
    Juni 2023 Treue Begleiter, Rennen L zu M

    Ebene: National

    Oktober 2023
    3. Platz, 701. Dressurturnier

    November 2023
    1. Platz, 603. Fahrturnier

    Dezember 2023
    1. Platz, 705. Dressurturnier
    2. Platz, 608. Fahrturnier

    Februar 2024
    1. Platz, 712. Dressurturnier
    2. Platz, 614. Fahrturnier
    1. Platz, 713. Dressurturnier

    April 2024
    3. Platz, 700. Westernturnier


    –––––––––––––– a v e l

    [​IMG]

    Gekört durch x im x 20x.

    Zugelassen für: Skandinavischer Traber
    Bedingung: Keine Inzucht
    DMRT3: -
    Lebensrekord: 1:26,1
    Decktaxe: Nicht gekört / Preis [Verleih auf Anfrage]

    Fohlenschau: 0,00
    Materialprüfung: 0,00

    Körung
    Exterieur: 0,00
    Gesamt: 0,00


    –––––––––––––– a v k o m m e r

    Minelli hat 0 Nachkommen.
    • 20xx Name (von: Name)


    –––––––––––––– h ä l s a

    Gesamteindruck: gesund, im Training, dicklich
    Krankheiten: keine
    Beschlag: Falzeisen [Stahl], Vorderhand


    –––––––––––––– s o n s t i g e s

    Eigentümer: Ricarda [100%]
    Pfleger: Nour
    Trainer: -
    Fahrer: -
    Züchter: Unbekannt [SWE]
    VKR / Ersteller: Mohikanerin

    Punkte: 14

    Abstammung [0] – Trainingsberichte [6] – Schleifen [8] – RS-Schleifen [0] – TA [0] – HS [0] – Zubehör [0]

    Spind – HintergrundVirtuelle Anpaarung

    Minelli existiert seit dem 25. Juli 2022.