1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Eddi

Mellow Billow

Gegangen im Juni 2016

Mellow Billow
Eddi, 24 Apr. 2016
Jackie gefällt das.
    • Eddi
      Alte Berichte:

      Pflegebericht
      - Oktober 2014
      In letzter Zeit waren allerhand bekannte Gesichter auf den Hof gezogen und das würde sich auch nicht so schnell ändern. Maren gab einige ihrer Pferde ab und nachdem es mit dem einen Warmblutfohlen nicht geklappt hatte, entschied ich mich für die hübsche Mellow Billow. Ich kannte die Kleine schon aus dem Stall von Janina, denn dort hatte sie damals die erste Zeit verbracht, nachdem sie von ihrer Züchterin verkauft worden war.
      Mellow Billow war ein sehr interessanter Mix, bei dem wohl keiner so wirklich wusste, ob es nun gewollt war oder nicht. Ich hatte mich aber sofort in die junge Stute verliebt! Sie war ein Isländer-Warmblut-Mix und hatte deshalb ein dichtes Langhaar, eine interessante Farbe, aber auch einen großrahmigen Körperbau. Eigentlich ein perfekter Mix für ein Sportpony. Momentan wuchs sie noch einmal kräftig und ich hoffte ja auf ein ordentliches Maß, immerhin war ihr Vater auch nicht so klein gewesen.
      Heute holte ich die Kleine ab, deshalb stand ich auch etwas früher auf, um mit den Arbeiten im Stall schneller fertig zu werden und das Einrichten der neuen Box noch zu schaffen. Dann machte ich mich auch schon los auf das Gestüt Federsee. Ich wurde schon von Maren und der jungen Mel erwartet. Lächelnd begrüßte ich sie und ohne große Umschwänge luden wir sie ein. Schnell war das Schriftliche auch geklärt und wir machten uns auf den Heimweg.
      Die ganze Fahrt über war Mel sehr aufgeregt gewesen und das hatte sich auch nicht wirklich bei uns zu Hause geändert. Sie tänzelte aufgeregt um mich her und schaute sich wiehernd um. Ich ließ sie kurz auf den Platz, damit sie sich austoben konnte, ehe ich sie dann in ihre neue Box brachte.


      Pflegebericht
      - März 2015
      Fohlenspielstunde?

      Gähnend streckte ich mich, ehe ich mich noch einmal in das warme Bett einkuschelte. Inzwischen war ich dankbar, dass ich Kats Rat angenommen und die neuen Möbel gekauft hatte. Es war so schön, mal wieder in einem ordentlichen Bett zu schlafen! Und meine Rückenschmerzen verschwanden auch allmählich!
      Müde blinzelnd schaute ich aus dem Fenster und war sofort hellwach! Alle vier Quadrate des Fensters strahlten in einem tiefen morgendlichen Blau und das konnte nur eins heißen: heute war perfektes Wetter! Lächelnd verließ ich das Bett und huschte ins Bad, um mich kurz zu waschen und dann in meine Stallsachen zu schlüpfen.
      Unten in der Küche war Kat schon unterwegs und freundete sich bereits mit der neuen Küchenzeile an: es gab Pancakes. Zufrieden nahm ich mir drei und futterte sie in Windeseile weg. Kat bekam ein Lob für ihre Kochkünste, aber den Rest mit dem Bett verschwieg ich, immerhin sollte sie ja keine Höhenflüge bekommen. Kurz schaute ich mich um und runzelte die Stirn: „Wo ist Ethan?“, fragte ich knapp und schaute Kat an, die nur die Schulter zuckte. Seufzend stand ich auf und meinte nur noch: „Er ist heute für die Hengste und Stuten verantwortlich“, ehe ich das Haus verließ und mir nicht mehr Kats Luftsprünge ansehen musste.
      Denn Kat wusste, was diese Aussage bedeutete, dass hieß, das die Jungpferde unter unserer Obhut standen und ich glaube es wurde auch langsam Zeit, jetzt zum Frühlingsbeginn, wieder ein wenig mehr mit ihnen zu arbeiten. Den Winter über hatte ich sie aus reinen Zeitmangel größtenteils in Ruhe gelassen und maximal die Grundkenntnisse des Fohlen ABCs durchgenommen, so dass sie sich aufhalftern, führen und putzen ließen. Nun sollten sie aber auch die Halle kennenlernen und der ein oder andere auch den Hänger.
      Meine ersten Kandidaten für heute waren Hollybrook’s Fairy Bluebird und Joyce. Die beiden dreijährigen (fast vier) Stuten gehörten nicht mehr wirklich zu den Fohlen, aber sie waren beide noch für ihr Alter sehr jung im Kopf und ich wollte sie keinesfalls überfordern, denn beide waren etwas ganz besonderes. Ich begann heute mit meinem blauen Vögelchen. Die kleine Stute stammte aus der damals bekannten Hollybrook Zucht und machte sich ausgezeichnet, ich liebte sie abgöttisch und würde nie vergessen, wie glücklich ich an dem Tag gewesen war, als ich sie ihrem ersten Besitzer endlich abkaufen konnte.
      Inzwischen hatte sie ein ordentliches Stockmaß, doch ihr fehlte es noch eindeutig an der Breite, ich war mir aber sicher, dass die schon bald kommen würde. Fairy war mit am weitesten von allen Fohlen und immer sehr motiviert bei der Sache. Auch heute kam sie auf mein Rufen sofort brav angetrottet, ließ sich aufhalftern und anschließend ohne Probleme putzen.
      Danach gingen wir gemeinsam in den Round-Pen, wo ich sie heute longieren wollte, denn langsam sollte es an den aktiven Muskelaufbau gehen. Doch erst einmal sollte Fairy lernen, wie sie sich selbst tragen konnte, denn das würde die Grundlage für alle späteren Ausbildungsschritte sein. Wir arbeiteten nur zwanzig Minuten, machten in der Zeit aber enorme Fortschritte, weshalb ich das Training dann auch zufrieden beendete.
      In der Zeit hatte Kat mir schon Joyce geputzt und stand mit ihr bereits vor dem Round Pen. Darum gebeten hatte ich sie nicht, aber ich glaube Kat konnte Gedanken lesen… Etwas verdutzt, aber dankend nahm ich ihr Joyce ab und gab ihr Fairy. Mit Joyce machte ich das gleiche Spiel, auch wenn die kräftige Dreijährige schon wesentlich geschulter war als ihre Vorgängerin. Joyce lernte atemberaubend schnell und so war sie nach der halben Stunde zwar verschwitzt, hatte aber definitiv die richtigen Muskeln benutzt.
      Ich führte die Scheckstute in aller Ruhe trocken, ehe sie wieder auf die Weide durfte. Dort holte ich mir Raunchy’s Limited und Kat durfte die kleine Tiny Girl betüddeln. Während wir die beiden Stut“fohlen“ putzten, erklärte ich Kat bereits, worauf sie bei unserem Spaziergang achten sollte, damit auch Tiny Girl ordentlichen Unterricht bekam. Spielerisch übten wir während des Spaziergangs die korrekte Führposition und die Stimmsignale und die beiden Stuten machten echt toll mit. Bisher lief der Tag wirklich super und das bei herrlichem Wetter!
      Quintesse of Xaras war in der Ausbildung schon verdammt weit. Inzwischen ließ sie sich mit Sattel und Zaum longieren und lief selbst da in einer wunderbaren Selbsthaltung, mehr hatten wir die letzten zwei Jahre auch nicht trainiert. Bisher hatte sie aber immer nur den leichten Trainingssattel auf dem Rücken gehabt, da mir die meisten Westernsättel für den Anfang einfach viel zu schwer waren! Auch kannte sie zwar das Gebiss und hatte es ohne negative Erfahrungen kennenlernen dürfen, aber ich wollte die Stute bevorzugt gebisslos reiten. Dementsprechend würde sie heute die neuen Ausrüstungsgegenstände kennenlernen dürfen. Als erstes sattelte ich sie mit einem richtigen Westernsattel, nur locker und auch nur für einige Runden, denn ich wollte sie keinesfalls überfordern. Dann nahm ich ihr das schwere Teil wieder ab und machte sie mit dem Sidepull vertraut. Quintesse reagierte schon jetzt darauf wesentlich feinfühliger, als auf das Gebiss und ich wusste, dass es eine gute Entscheidung war, sie gebisslos zuzureiten.
      Doch für heute sollte es das erst einmal gewesen sein und die Stute durfte zurück auf die Weide, um die neuen Erfahrungen zu verdauen. Nun waren meine beiden ältesten Warmbluthengstfohlen an der Reihe. Die beiden hatten in letzter Zeit viel Freizeit gehabt, aber so allmählich sollten sie dann doch erwachsen werden. Prazzy durfte heute zum ersten Mal den leichten Trainingssattel auf seinem Rücken spüren. Vorsichtig machte ich ihn damit bekannt: er durfte ihn beschnuppern, ablecken und sogar einmal reinbeißen. Als er sah, dass das Teil ungefährlich war, berührte ich ihn am ganzen Körper damit und ließ ihn dann vorsichtig auf seinen Rücken gleiten. Alles lief problemlos ab, aber als der Gurt fest war, musste Prazzy doch erst einmal den einen oder anderen Bocksprung hinlegen, ehe er den Sattel wirklich vollkommen akzeptierte. Bei Painted Blur lief alles noch problemloser ab, der Rappe war einfach ein wahrer Sonnenschein!
      Nun kam mein kleines „Sorgenkind“ an die Reihe: Destinys Horror. Also inzwischen hatte sich die Stute echt gemacht und seitdem sie 24 Stunden am Tag draußen stand, hatte ihre Schreckhaftigkeit wirklich stark abgenommen, aber neuen Dingen gegenüber war sie stets immer noch misstrauisch und unruhig. Seit einigen Wochen versuchte ich bereits, sie mit dem Sattel vertraut zu machen, doch wir kamen nur mäßig voran. Heute wollte ich es gemeinsam mit Kat versuchen. Die Einheit endete damit, dass Destiny den Sattel zumindest endlich einigermaßen akzeptierte und er auf ihren Rücken liegen bleiben durfte und das war für mich schon ein voller Erfolg!
      Als nächstes war Altyn an der Reihe, der Nachkomme meiner Tekken, welche inzwischen in den Ruhestand eingekehrt waren. Anfangs hatte er seinen Eltern alle Ehre gemacht, aber dann war er in die Flegelzeit gekommen und hatte uns so sehr genervt, dass ich kurz davor gewesen war, ihn die verkaufen. Aber das sah ich nicht ein, denn aufgeben gehörte nicht zu meinem Wortschatz. Tagtäglich hatte ich mit dem jungen Hengst trainiert und ihn nicht in Ruhe gelassen und inzwischen war der Vierjährige so weit, dass er fleißig mitarbeitete und wir im aktiven Muskelaufbau an der Longe standen. Heute gingen wir dafür in die Halle, wo wir auf größerer Fläche arbeiteten und ich ihn mehr fördern konnte. Alles klappte wunderbar und so entließ ich ihn zufrieden wieder auf die Weide.
      „Oar schau mal!“, quietschte Kat aufgeregt, als sie Schneeglöckchen auf der Weide entdeckte, oh ja, es wurde langsam Frühling und ich freute mich tierisch auf diese Zeit! Lächelnd sammelten wir Shawanée und Mon petit écrou ein. Die beiden hatten noch einiges an Zeit, ehe es für sie Ernst werden würde. Stattdessen übten wir heute mit den beiden die Grundlagen des Fohlen ABCs und nach genügend Input, durften sie auch wieder auf die Weide.
      Jetzt waren Fantasio und Ironic an der Reihe. Fantasio hatte sich inzwischen von dem letzten Jahr erholt, als gar nichts mit ihm gemacht worden war. Sein Fell war inzwischen wieder viel glänzender und kräftiger geworden und der Junghengst sah allgemein viel besser aus. Ironic hatte kürzlich eine Fohlenschau hinter sich und das Ganze ganz gut gemeistert, aber wir wussten auch, woran wir arbeiten mussten. Deshalb ging es mit den beiden heute in die Halle, wo wir das Führen mithilfe einer kleinen „Kür“ übten, es ging uns tatsächlich besser von der Hand als gedacht und zufrieden beendeten Kat und ich das Training mit den Hengsten.
      Nun waren zwei aufgeweckte Stuten an der Reihe, wobei ich dabei Kat lieber die kleine Mellow Billow übergab. Sie war zwar aufgeweckt, aber keineswegs so temperamentvoll wie Ruffians Daughter. Denn die Jährlingstute hatte wirklich Feuer unter dem Hintern. Mit den beiden Stuten übten wir immer noch die Grundlagen, damit der spätere Umgang wie von selbstverständlich von Statten gehen würde. Bis wir aber dort angelangt waren, würde es noch ein Weilchen dauern… Stillstehen mochten die beiden gar nicht und ordentlich neben einem herlaufen auch nicht, es war manchmal echt ein Kampf, aber man sah die Fortschritte und so gab ich nicht auf, sondern machte immer weiter.
      Mit Occani und Nessaja hatten wir wesentlich leichteres Spiel, beide Stutfohlen waren von Grund auf einfach Sonnenscheine und benahmen sich dementsprechend auch so. Auch Never look back und Dead Memories benahmen sich wunderbar, auch wenn es uns bei Memos vollem Namen immer schauderte. „Wer nennt ein Fohlen so?“, fragte Kat verständnislos und schmuste mit dem Rotfalben, mir war es auch unklar, aber was wollte man dagegen tun, er war nunmal so eingetragen… Als letztes betüddelten wir noch Cruel Twist of Fate. Der kleine Painthengst war erst seit einem knappen Monat bei uns und sollte uns beim Spielen erst einmal kennenlernen, Kat hatte ihn natürlich sofort ins Herz geschlossen!
      Nachdem alle Fohlen gepflegt waren, machten wir uns an die Arbeit, die Unterstände auszumisten und frisch einzustreuen und die beliebten Toilettenecken auf der Weide abzuäppeln. Danach füllten wir die Heunetze und – raufen neu auf und dann war der Tag auch schon beinahe wieder rum. Ich schaute noch bei den Stuten und Hengsten nach dem Rechten, aber Ethan hatte seine Arbeit vorbildlich erledigt, so dass auch die Großen versorgt waren. Müde kehrten wir also ins Haus zurück, wo wir alle erst einmal duschten, ehe Kat uns zu einem Filmabend mit Popcorn überredete und wir doch tatsächlich Spirit und Bärenbrüder schauten!


      Pflegebericht
      - Juni 2015
      Ein Neuankömmling

      Gähnend watschelte ich Richtung Bad, so müde wie heute war ich schon lange nicht mehr, aber wenn der Tag versprach heiß zu werden, lohnte es sich eben doch, etwas eher aufzustehen, gerade wenn man einen Neuankömmling erwartete.
      Kat sprang wie immer quietschvergnügt in der Küche herum und reichte mir direkt eine Tasse Kaffee. „Danke“, murmelte ich und setzte mich an den Tisch, um mein Getränk zu schlürfen. „Wer kommt heute?“, fragte Kat neugierig und ich erzählte ihr von Long Island Icetea. Ein Reitponyfohlen, was bereits schon einmal in meinem Besitz gewesen war und es nun bald wieder sein sollte.
      „Nessaja wird sich freuen, ihre alte Freundin wiederzutreffen“, meinte ich grinsend. Dann ging es nach dem Frühstück auch direkt nach draußen – die Pferde wollten gefüttert werden. Danach säuberte ich die Offenställe der Jungpferde, ehe ich mir Nessaja holte, sie putzte und ein wenig beschäftigte, bis Icetea kommen würde.
      Als es dann so weit war, brachte ich die beiden Jungstuten gemeinsam auf eine der kleineren Weiden, damit sie sich „kennenlernen“ konnten. Tatsächlich erkannten sie sich recht schnell und tobten gemeinsam über die Weide. Ich ließ sie den Vormittag noch extra und kümmerte mich um die älteren Jungpferde, denn dort ging langsam die Ausbildung los.
      Hollybrook’s Fairy Bluebird und Joyce wurden inzwischen regelmäßig longiert und sollten demnächst an Sattel und Trense gewöhnt werden. „Bald zieht ihr beiden um“, meinte ich lachend, nachdem ich beide Stuten aufgehalftert und von der Weide geführt hatte. Ich putzte sie gründlich und gab Joyce dann an Ethan ab, der mit ihr ein wenig Bodenarbeit auf dem Platz machte, während ich Fee longierte.
      Die Foreststute machte sich wunderbar und würde das perfekte Gegenstück zu Zarin sein, ich freute mich schon darauf, sollte ich die beiden irgendwann doch mal endlich gekört bekommen. Auch von Joyce hörte ich nur Gute. Der interessante Mix aus Criollo und Tinker machte sich sehr gut, eine Kreuzung die man eindeutig ausbauen könnte.
      Nach den beiden kümmerte ich mich um die kleine Tiny Girl. Inzwischen war sie für ihre Rasse schon groß, aber trotzdem der Zwerg auf der Weide, selbst Occani übertrumpfte mein AMH inzwischen. Aber an Arbeitsmotivation war die kleine Scheckung wiederum nicht zu schlagen und so machte sie auch heute bei der Bodenarbeit wieder gut mit. Mein Ziel war ja, sie bald anzufahren, damit wir in Zukunft in diese Richtung gehen würden.
      Raunchy’s Limited trat ich heute an Kat ab. Die liebte die kleine Reitponystute, welche auch immer mehr nach ihrem Vater kam, mir ging es nicht anders. Quintesse of Xaras arbeitete ich selber noch einmal, aber dann mussten auch erstmal die restlichen Offenställe gemacht werden. In der Zeit kümmerte sich Ethan um Prazzy’s Goldbell und Painted Blur. Kat putzte noch Destiny Horror, ehe sie das Mittagessen machte.
      Danach ging es auch direkt weiter. Ich gewöhnte Altyn allmählich an den Sattel, denn der Achal Tekkiner war auch allmählich für mehr als nur Bodenarbeit bereit. Shawnée hatte heute frei und wurde nur ein bisschen von Kat betüddelt, genauso wie Fantasio.
      Mon petit écrou hingegen wurde von Ethan beschäftigt und die beiden hatten auch sichtlich Spaß. Mit Outlaw Torn unternahm ich einen Spaziergang, ehe wir gemeinsam mit Ironic und Ruffian’s Daughter ein wenig Anti-Schrecktraining machten. Outlaw war total entspannt, Ironic erschrak sich ab und an, lernte aber schnell, aber bei Ruffian hatten wir echt noch allerhand zu tun.
      Mellow Billow ließ ich heute auf der Weide, sie hatte ich erst gestern longiert, da musste sie nicht schon wieder dran glauben. Nessaja hatte heute sowieso frei und wurde stattdessen gemeinsam mit Icetea wieder in die kleine Herde gebracht. Das Anfangstheater war groß und daran interessierte sich kaum noch jemand für den Neuankömmling. Alles lief nach Plan.
      Never look back und Dead Memories waren noch recht neu bei uns und so hatten sie immer noch etwas Schonfrist. Nicht anders verfuhr ich bei Paddington, der sowieso noch recht jung war und einfach das Fohlen-ABC lernen sollte.
      Als Abschluss gingen Kat und ich noch mit Caruso und Cruel Twist of Fate ein Ründchen spazieren und ließen die beiden auch im Wasser plantschen. Dann wurde es auch schon Zeit für die zweite Fütterung und das ein oder andere Pferd wollte auch noch geritten werden, ach hätte der Tag nur mehr Stunden.

      Pflegebericht
      - Juli 2015

      Momentan standen auf der Ranch allerhand Umplanungen an, viele zu Gunsten der Pferde, aber manche auch nicht. So entschied ich mich, einen Teil meiner Vierbeiner abzugeben, ich brauchte wieder ein bisschen mehr Übersicht, so würde ich das Ganze einfach nicht mehr schaffen. Dementsprechend hatte ich direkt meine geliebte Freundin Elisa angerufen und gefragt, ob sie nicht zufällig Interesse an zwei wundervollen Reitponyfohlen hatte. Da sagte sie natürlich nicht nein und schon wusste ich zwei Jungpferde in guten Händen. Einige weitere sollten auch gehen, aber bis dahin musste der Alltag trotzdem weiterlaufen. Dementsprechend begann auch mein heutiger Tag wieder kurz nach um fünf.
      Gähnend stand ich auf, machte mich im Bad fertig, um mir dann unten in der Küche flott eine Tasse Cappuccino einzuwerfen, ehe es auch schon raus zu den Pferden ging. Alle mussten gefüttert werden, die Tränken mussten kontrolliert werden und die Unterstände gemistet. Erst wenn das alles geschafft war, konnte ich mich den Vierbeinern selbst widmen. Heute wollte ich mich da vor allem mit unseren Jungpferden beschäftigen. Für einige wurde es auch allmählich Zeit, dass sie aus den Kinderschuhen wuchsen und in die Fußstapfen ihrer Eltern traten, doch diesen Monat wollte ich ihnen noch Zeit lassen.
      Joyce war zum Beispiel bereits letztes Jahr eingeritten worden, hatte jetzt aber noch einmal eine lange Pause haben dürfen und war in dieser auch noch einmal ordentlich gewachsen. Heute wollte ich sie zumindest mit Sattel longieren, damit sie sich wieder daran gewöhnte. Für Hollybrook’s Fairy Bluebird würde es heute das allererste Mal sein, dass sie einen Sattel und eine gebisslose Zäumung trug. Dafür machte sie das aber wirklich traumhaft und wir konnten das Training mit einen super positiven Ergebnis beenden.
      Tiny Girl und Raunchy’s Limited waren eigentlich auch allmählich an der Reihe, also zumindest Limited. Tiny wollte ich eventuell bald einfahren lassen, sobald sie ihren letzten Wachstumsschub ein Weilchen hinter sich hatte. Sie würde sich sicherlich gut vor der Kutsche machen! Limited longierte ich heute ordentlich, denn die Reitponystute sollte allmählich Muskeln aufbauen, damit wir bald mit dem Einreiten beginnen konnten.
      Bei Quintesse of Xaras wagte ich heute den Schritt: Das erste Mal auf ihren Rücken. Ethan unterstützte mich dabei und führte Quinnie. Das lief besser als gedacht! Aber die Criollostute war eigentlich sowieso dafür bekannt, dass sie alles brav mitmachte. Was für ein Erfolg! Bei meinem Pajero-Nachkommen war ich da leider noch nicht so weit. Prazzy’s Goldbell war nicht so motiviert wie die anderen Jungpferde und deshalb hingen wir auch noch etwas hinterher. Momentan erarbeiteten wir uns das Longieren mit dem Sattel und das Kennenlernen des Gebisses.
      Da war er aber zumindest gleichauf mit seinem besten Kumpel Painted Blur, der sehr motiviert mitmachte, aber auch ein Weilchen brauchte. Die beiden Warmbluthengste würden sich schon noch machen und dann würden alle staunen! Destiny Horror hatte sich inzwischen auch gemacht. Aus dem ängstlichen Fohlen war inzwischen eine doch recht selbstbewusste Stute geworden, die motiviert mitmachte und bereits schon einmal einen Reiter auf ihrem Rücken gehabt hatte.
      Altyn war der letzte in der Gruppe der Großen. Er sah inzwischen immer mehr wie sein Papa aus und ich freute mich riesig darüber, denn während Alazar bereits seinen Ruhestand genoss, sollte Altyn allmählich in seine Fußstapfen treten und bisher machte er seinem Papa auch alle Ehre. Seine Halbschwester Nüsschen (Mon petit ecrou) hatte da noch wesentlich mehr Zeit und genoss ihre Fohlenzeit in der ich sie nur ab und an mit dem Fohlen-ABC nervte.
      Dafür ging ich Shawnée wesentlich mehr auf den Geist. Mein hübsches Welshfohlen war sehr selbstbewusst und testete nur zu gerne, dementsprechend hatte ich mit ihr alle Hände voll zu tun. Angenehme Abwechslung brachte dann immer Outlaw Torn, der Hübsche, welcher stets geduldig war und gerne mitarbeitete. Er würde dieses Jahr auch drei werden und so langsam wurde aus dem Fohlen ein junger Hengst.
      Fantasio, Ironic und Ruffian’s Daughter würden uns demnächst verlassen. Es fiel mir zwar schwer, aber für die ersten beiden hatte ich schon wundervolle Zuhause gefunden. Ironic würde zu seiner Züchterin zurückkehren und dort als stolzer Nachkomme seines Vaters leben. Fantasio würde wahrscheinlich auf eine Ranch in Kanada ziehen, da war ich bisher auch sehr gespannt. Für Ruffian suchte ich hingegen noch, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
      Bei Mellow Billow hatte ich ein Weilchen überlegt, ob ich sie wirklich behalten wollte, aber auch heute, als ich die junge Stute von der Weide holte, wusste ich, dass ich mich von ihr nicht trennen könnte. Mellow war lieb, hübsch und immer motiviert, so etwas gab man einfach nicht gerne ab. Genauso wie Occani, die vergötterte ich auch und vielleicht wäre sie ja das passende Gegenstück für Heartbreaker.
      Sollte ich wiederum Never look back irgendwann abgeben wollen, hatte ich schon eine Interessentin die gefühlt auf heißen Kohlen saß: Elisa. Sie vergötterte die Buckskin-Stute schon jetzt und würde ich ihr auch nur annähernd die Chance geben, sie wäre sofort dabei. Aber bisher hatte ich mich selber in die Stute verguckt und wollte sie gerne als Gegenstück für Feuervogel. Stattdessen plante ich aber, Dead Memories wieder abzugeben. Der Rotfalbe hatte sich in der Zeit auf der Ranch echt gemacht, aber irgendwann trennten sich unsere Wege eben wieder.
      Wen ich niemals abgeben würde, war Paddington. Auch heute war der kleine Hengst wieder zauberhaft und es machte immer tierischen Spaß mit ihm spazieren zu gehen, zu spielen oder einfach nur Quatsch zu machen – herrlich! Sein bester Kumpel war übrigens Cruel Twist of Fate, hätte ja nicht gedacht, dass die beiden sich mal so gut verstehen würden, aber siehe da! Und der dritte im Bunde? Richtig: PFS‘ Caruso. Das NF machte sich wirklich gut und wir übten momentan fleißig das Fohlen-ABC. So war auch der heutige Tag wieder vollgepackt bis zum Geht nicht mehr und ich war echt froh, als ich es endlich geschafft hatte und mich in mein Bett fallen lassen konnte.

      Pflegebericht
      - August 2015

      Grübelnd saß ich gemeinsam mit Kat und Ethan am Frühstückstisch. Ich wusste gar nicht so recht wie ich beginnen sollte, aber vielleicht fing ich einfach an, das wäre wohl das einfachste. „Leute? Ich muss euch was sagen“, meinte ich und zog die Stirn ein wenig kraus. Ethan und Kat sahen mich neugierig an, sie schienen mit nichts Besonderem zu rechnen, maximal mit einem neuen Pferd, aber sonst. „Es ist nicht das was ihr denkt“, sagte ich genervt und haute es dann einfach raus: „Ich ziehe weg. Die Ranch steht schon zum Verkauf.“
      Tja, da waren meine beiden Mitbewohner erst einmal baff, aber es ging nicht anders. Ich hatte die Pause in Wyoming wirklich genossen, aber es war langsam Schluss damit. Ich sehnte mich wieder nach einem richtigen Gestüt und nach Mitarbeitern und genau das wollte ich umsetzen. Kat und Ethan schwiegen, sie schienen nicht so recht zu wissen, was sie sagen sollten. Auch sie hatten diese Pause genutzt, um aus ihrem alten Stress heraus zu kommen, aber beide waren eher Stadtmenschen und nicht für das Land geschaffen und das hatten sie auch schon oft zugegeben.
      Wir frühstückten relativ schweigend zu Ende und dann machte ich mich auch schon auf den Weg nach draußen, die Pferde mussten immerhin versorgt werden. „Ich übernehme die Hengste!“, erklärte sich Ethan bereit und stand mit auf. Schweigend warf ich vier Heubündel auf die Schubkarre und machte mich auf den Weg in Richtung Stutenweide. Die Heunetze wurden alle frisch aufgefüllt und der Rest kam in die Raufen. Dann mistete ich die Unterstände und machte mich auf den Weg zu den Fohlen.
      Im Stall traf ich wieder auf Ethan, der nun auch fertig war. Gemeinsam brachten wir die neueren Pferde auf die kleineren Weiden und misteten deren Boxen aus. Neu waren Fandango und Scheherazade, welche immer noch getrennt von den anderen standen, das war mir doch lieber. Doch schon bald sollten dann auch sie umgesiedelt werden, aber ein wenig Zeit hatten wir ja noch. Da nun die grundlegende Arbeit fertig war, konnte ich mit dem Training beginnen. Dabei standen an vorderster Spitze unsere momentanen Körungskandidaten und davon hatten wir mehr als genug.
      Dementsprechend holte ich Classic Gold und CH’s Sun is Shining von der Weide. Zweitere packte ich erst einmal auf den Paddock und erstere wurde geputzt und zum Longieren fertig gemacht. Den Probedurchlauf für die Krönung hatten Classic Gold und ich schon hinter uns, nun wurde es langsam ernst und ich hoffte, dass das bald mal von Statten gehen würde. Hier in Wyoming hatten sie es nicht so mit regelmäßigen Krönungen, die waren manchmal Monate lang offen.
      Classic Gold longierte ich heute nur locker vorwärts-abwärts. Sie sollte fit bleiben, aber gestern waren wir auf einem Turnier gewesen, deshalb machten wir heute nur muskelkater-vorbeugendes Training. Sunny musste stattdessen mehr dran glauben. Die Araberstute sattelte ich mir und ging mit ihr für ein Stündchen auf den Reitplatz, um die kommenden Aufgaben durchzureiten und unsere Fehler noch auszubessern.
      Danach waren Ice Coffee und Cual Maniaca an der Reihe. Ich schnappte mir Kat für einen kleinen Ausritt und setzte die Anfängerin auf die brave Westernstute. Manni wäre nichts für sie gewesen, sie war viel zu zickig dafür. Der Ausritt verlief aber ganz entspannt, auch wenn Kat nur grummelnde Töne von sich gab. Wieder auf der Ranch traf ich auf Laurel, welche die Reitbeteiligung von Lila Wolken und Hákur war, dementsprechend waren die beiden Isländer heute versorgt.
      „Wenn du fertig bist, können wir auch noch einen Ausritt mit Milka Luflee und Hyreygur machen!“, bot ich ihr an und Laurel schien sich nach einem anstrengenden Schultag sichtlich auf diese Abwechslung zu freuen. In der Zwischenzeit bewegte ich Allelujah und Feuervogel, meine beiden hübschen Palominos. Mit beiden Junghengsten hatte ich genug zu tun und war danach eigentlich auch echt k.o., aber der Tag war noch nicht einmal zur Hälfte rum! Auf mich wartete nun noch ein Dressurtraining mit Dr. Insektor und ein Geländeritt mit Hollybrook’s Zarin. Ethan wollte uns auf Schneeleopard begleiten und das Training beobachten, außerdem wollte ich ungern alleine im Gelände springen, wenn doch einmal etwas passierte, hatte ich keine Hilfe vor Ort.
      Ethan versorgte danach beide Hengste, damit ich in der Zeit erst Animby und dann Absinth longieren konnte. So viele Pferde alleine zu bewegen machte definitiv keinen Spaß. Umso dankbarer war ich dann, als die ersten Pferdemädchen eintrafen. Ich hatte zwei feste Gruppen je fünf Mädchen erstellt, welche zweimal die Woche kamen und Reitunterricht bekamen. Sie hatten auch jeder ein eigenes Pflegepferd und so standen einige Minuten später fünf Stuten am Putzplatz und wurden vorbildlich versorgt.
      Dabei handelte es sich um Apache’s Tomahawk, Caribic Sue, Freeway, Walking in the Air und das Kürbisvieh. Die Mädchen liebten ihre Pferde und gingen immer sehr umsichtig mit ihnen um. Dementsprechend verlief auch die heutige Stunde wieder sehr entspannt und lehrreich. Am Ende standen alle Pferde wieder zufrieden auf den Weiden und die erste Gruppe zog ab. Aber die zweite stand schon in den Startlöchern.
      Da diese aber jünger war, holte ich die Pferde selbst von der Weide. Aus dem Grund fing ich mir Naimibia, Herbsttraum, Occani, Deep Silent Complete und Come Whatever May ein und nahm sie mit zum Putzplatz. Dort wurden sie direkt umzingelt und liebevoll versorgt. Für die zweite Gruppe stand heute ein Spazierritt an und deshalb nahm ich die kleine Little Chocolate Chip als Handpferd für mich mit, während ich mir Chou fertig gemacht hatte.
      Nach dem Ausritt ging es wie immer noch einmal zu den Shetlandponys und diese wurden dann mit Streicheleinheiten und Leckerlis umsorgt. Werina und Mondscheinsonate liebten das besonders, aber auch Window holte sich gerne das ein oder andere Leckerli ab. Hoppla stand mit bei dem kleinen Shetty und bekam dementsprechend auch Streicheleinheiten.
      Danach war auch die zweite Gruppe weg und nun war es bereits später Nachmittag. Ich gönnte mir eine Pause, bei welcher ich bei Khiara El Assuad und Quintesse of Xaras vorbeischaute. Die beiden standen grasend am Koppelzaun und ließen sich gerne ein wenig kraulen. Dann ging es für mich auch schon in den Endspurt. Sika, Cover the Sun, Morning Sun und Raunchy’s Limited wollten noch bewegt werden, außerdem musste ich auch noch bei Joyce vorbeischauen. Danach war ich für heute fertig, die Pferde bekamen noch ihr Abendheu und dann ging es unter die Dusche und zum Abendbrot.
      Am nächsten Tag saßen wir erneut schweigend am Frühstückstisch, bis Kat damit rausplatzte, dass sie eh wieder zurück nach New York kehren wollte und Ethan sich auch dafür entschieden hatte. „Das ist gut. Ich habe nämlich auch schon Interessenten für die Ranch“, meinte ich lächelnd und schaute in zwei entsetzte Gesichter, damit hatten sie anscheinend nicht gerechnet. Tja, so war das Leben.
      Der Tag begann wie jeder andere mit Füttern und Abmisten und dann ging es los mit dem Training. Heute widmete ich das vor allem den Hengsten und Fohlen. Zu allererst waren Leitz und Vertigo an der Reihe. Beide ließ ich freispringen. Danach ging es direkt im fliegenden Wechsel weiter, denn Sikari musste noch longiert werden und mit Rosewell arbeitete ich weiter am Fohlen ABC, das saß nämlich noch nicht so richtig. Piccolo’s Blaze, Niyo und Caillou hatten momentan frei, deshalb hatte ich genug Zeit, mich um unsere Nachzuchten zu kümmern. Korah schmuste ich nur, aber mit Panta Rhei und Amadahy ging es schon in Richtung Bodenarbeit.
      Danach war Talya an der Reihe, die junge Stute machte sich momentan wunderbar, allerdings war sie noch längst nicht an der Reihe. Erst einmal würde Amazed Marlin an einer Krönung teilnehmen und hoffentlich so in die Fußstapfen von They call her Fiorina und Donatella treten. Ebenso war Elliot erst kürzlich gekört wurden und nun der neuste Zuchthengst im Stall. Calimero II musste stattdessen erst einmal lernen, dass man während des Putzens still stand, da hatte er viel mit Frozen Bubble und Nabiri gemein, denn alle drei Fohlen waren die Unruhe in Person.
      Deshalb brauchte ich dann erst einmal eine Fohlenpause und holte mir Pajero und Heartbreaker für einen Ausritt. Heartbreaker ging als Handpferd mit und wir genossen den Ausritt wirklich, er war mal wieder richtig schön entspannt. „Ausritt mit den Westernpferden?“, fragte ich Kat und Ethan und natürlich sagten diese nicht nein. Also machten wir uns gemeinsam mit Dissident Aggressor, Call me a Twist und Morrigan auf den Weg. Die Weidezäune kontrollierten wir nebenbei auch direkt und schlichteten einen heftigen Streit zwischen Golden Ebano und Pawaneeh. Die beiden Vollbluthengste konnten sich noch nie wirklich leiden und zankten sich selbst über den Zaun hinweg an.
      Wieder da stattete ich kurz Aristo und Thorondor einen Besuch ab. Die beiden hatten heute frei, genauso wie Bandit und die drei schienen damit sichtlich glücklich zu sein. Im Gegensatz zu Hugo Boss, der nämlich mit mir in die Springstunde musste, genauso wie Carachillo und Varulv. Denn drei der gestrigen Reitmädels waren schon etwas fortgeschrittener und sprangen für ihr Leben gerne.
      Nach dieser Stunde wurden die Hengste abgesattelt und abgewaschen. Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, dabei musste ich noch Albertino longieren, mit Altyn ins Gelände und mit meinem geliebten He’s called Trüffel wollte ich noch ein wenig Bodenarbeit machen. Denn der junge Hengst stand seit neusten mit bei den großen und wurde allmählich zum Reitpony ausgebildet. Also theoretisch war er schon eingeritten, aber manchmal war er noch etwas schreckhaft und die Kommandos saßen noch nicht, aber genau das wollte ich heute ein wenig erarbeiten, damit dann das Training unter dem Sattel einfacher von der Hand gehen würde. So wie ich Trüffel kannte, würde er sowieso einwandfrei mitmachen und wir würden auch heute wieder große Fortschritte erzielen. Ich erahnte bereits, dass ich das kaum schaffen würde, aber ich gab mir Mühe und siehe da! Am Ende des Tages waren alle Pferde versorgt.
      Der nächste Morgen war von Stress geprägt, denn Kat hatte ein plötzliches Vorstellungsgespräch in New York erhalten und musste deshalb schon eher los. Ich war eigentlich gerade dabei, nach potenziellen Höfen zu schauen, als Ethan ins Haus gestürmt kam und mir wild gestikulierend erklärte, dass der Zaun der Jungpferde ein Leck zu haben schien und die Hälfte davon im Nirgendwo war. Toll.
      Also schnell anziehen und los auf die Suche. Vorher machte ich aber eine Bestandsaufnahme von den Verbliebenen und sperrte das doch beachtlich große Loch im Zaun ab. Da waren noch circa 8 Fohlen. Ich konnte Sibiria entdecken, Caruso, Paddington, Outlaw Torn, Dead Memories, Hollybrook’s Tiny Girl, Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird. Also fehlten eindeutig noch genug.
      Als erstes entdeckte ich mitten im Wald Prazzys Goldbell. Der wollte sich natürlich gar nicht einfangen lassen und kam nur zu mir, weil Shawnée wiehernd und im Eiltempo auf mich zugetrabt kam. Ethan hatte auch Glück und erwischte Dead Memories und Never look back. „Puh. Wäre der was passiert, wäre ich dran gewesen!“, meinte ich lachend und musste an Elisa denken.
      Es fehlten noch Mellow Billow und Mon petit écrou. Die beiden Stuten waren aber gar nicht so weit gekommen wie gedacht und ich hatte auch beim Einfangen Glück. Auf dem Heimweg mit beiden lief uns noch Cruel Twist of Fate über den Weg. Und wieder an der Weide entdeckte ich Ethan mit Unitato und Abendprinz. Nun fehlten ja nur noch…ach ne!
      Da hatte ich noch einmal Glück gehabt, denn Herbstmond lief noch bei ihrer Mama mit und Acariya hatte ich auch mit zu den Welshponys gepackt. Um Sacre Fleur brauchte ich mir momentan keine Gedanken machen, die verweilte noch bei ihrer Mama bei kira, wobei sie auch langsam abgesetzt werden müsste…
      Ein letztes Mal zählte ich durch um zu kontrollieren, ob wirklich jeder da war, dann konnte ich mich zufrieden der Tagesordnung


      NEUANKÖMMLING - 28.08.2015
      © Libertatem

      Aufgeregt flog meine Rechte Hand über die Tastatur, die andere spielte mit meinem Helix. Gerade hatte ich die Anzeige einer hübschen Mix Stute ausfindig gemacht. Ihr äußeres Erscheinungsbild nahm mir den Atem und blendete mich so dass ich absichtlich übersah das sie ein Isländer Mix war, und somit nicht umbedingt für die Vielseitigkeit geeignet war. Aber ich hatte ja nach einer Herausforderung Ausschau gehalten. Ich begutachtete die ins Internet gestellten Bilder eine ganze Weile, ehe ich allen Mut zusammen fasste und ihre Besitzerin anschrieb. Trotz des Isländer Einschlages hatte die Stute eine ordentliche Größe, und hatte überhaupt nicht viel vom Isländer als das Babyface, die gut gewinkelte Hinterhand und das üppige Langhaar. Sonst stand sie eher im Warmblut Typ. Die Äppelung und die Abzeichen machten sie zu etwas ganz besonderem. Die nächsten Nächte konnte ich kaum schlafen, doch als die Besitzerin sich 2 Tage später endlich meldete, viel mir ein Stein vom Herzen. Mellow Billow war noch zu haben. Wir vereinbarten ein Probereiten am nächsten Tag.

      Die Rappin begegnete mir als sehr aufgeschlossen, Freundlich und gut gepflegt. Ihre Besitzerin, Eddi, war ebenso sympathisch. Ich ritt sie eine Weile, und stellte fest: Sie war ein Traum. Owy hatte mich vom Ersten Moment an in ihren Bann gezogen. Auch wenn die Stute erst seit kurzem unterm Sattel war meisterte sie alles schon außerordentlich Routiniert und war bereits gut ausbalanciert. Wir ließen sie zum Schluss noch etwas Freispringen wo sie mit einer sehr schönen Manier und Technik punktete. Noch am selben Tag unterschrieb ich den Vertrag, und der Kauf war versiegelt. Auf Wolke 7 schwebte ich Heim.

      Ich hatte vor einiger Zeit den Hof meiner Großeltern geerbt. Einst war hier eine kleine aber Feine Ponyzucht beherbergt. Ich hatte einiges Umbauen lassen müssen ehe der Hof für meine Zwecke besiedelbar war. So gehörten nun 10 Boxen dazu, 4 davon für meine Berittpferde, der Rest für meine eigenen Lieblinge. Ein kleiner Laufstall mit Koppel und Paddockanschluss wurde aus einem Alten Kuhstall gebaut und eine neue große und helle Reithalle war an meine 6 eigenen Boxen angebaut worden, und 1 Dressurplatz mit Ebbe u. Flut war nun auch vorhanden. Zu guter letzt hatte ich mit Panels noch einen Roundpen, bzw. Longierzirkel gebastelt. Nicht zu vergessen, unsere legendäre Geländestrecke, das Herz des Hofes. Die Umbauarbeiten hatten mich zwar einiges gekostet, doch als gut verdienede Reitlehrerin und Ausbilderin dessen Mann als Arzt tätig war, ließ sich dieses einigermaßen gut weg stecken.

      Heute war der Tag der Tage. Mein erstes Pferd erhielt Einzug. Eddi hatte mir angeboten Owy zu mir zu bringen, da ich noch keinen eigenen Hänger besaß. Ich hatte gerade den Laufstall für die Stute fertig eingestreut, als es vom Hof hupte. Lachend joggte ich an die Luft und winkte Eddi entgegen. Ich wies sie zum Parkplatz des Hofes. Dort stieg sie grinsend aus, und wir begrüßten uns erst einmal ausgiebig. Während Eddi mir von der Fahrt erzählte, luden wir Owy aus. Die Rappin stolperte hastig vom Hänger und sah sich mit Opossums Augen um. Sie wieherte Schrill und warf aufgeregt ihren trockenen Kopf hoch. "Sag mal, ist sie in den 3 Monaten gewachsen?" fragte ich schmunzelnd als ich die Rabenschwarze Schönheit betrachtete. "Mag sein!" zwinkerte Eddi und musterte sie Kritisch. Gemeinsam brachten wir sie zum Laufstall. Dort zog ich ihr das Halfter ab und schmiss ihr noch etwas Heulage hin. Dann öffnete ich die Laufstall Tür die zur Weide führte mit Eddi. Es dauerte 10 Sekunden ehe die Stute ihre neue Freiheit realisierte. Laut quietschend raste Owy an uns vorbei und drehte einige Ehrenrunden buckelnd und im vollen Galopp. Zufrieden gingen Eddi und ich ins Haus, wo sie mir noch den Equidenpass überreichte und einen Kaffee mit mir trank, ehe sie auch schon wieder los musste.

      Abends als es schon abgekühlt war, ging ich nochmals zu Owy. Ich holte sie aus dem Laufstall und band sie am Putzplatz an. Sie hatte sich schon zusehends beruhigt und präsentierte sich nun bereits gelassener. Ich putzte sie mit dem Nagel neuen Putzzeug und machte dann Gamaschen und Glocken drauf ehe ich den ebenfalls neuen Kappzaum holte. Geduldig ließ sie mich an ihr herumhantieren während ich das Kopfstück richtig an ihren Kopf anpasste was sich als etwas schwierig gestaltete. Dann harkte ich die Longe in den mittleren Ring ein und ging mit ihr in meinen Panel Roundpen. Ich begann mit ihr mit biege Übungen and der Hand und fragte sie nach Übertreten und Schulterherein. Dies verstand sie noch nicht ganz, machte aber trotzdem willig mit. Dann ließ ich sie ein wenig Vorwärts Abwärts traben und machte ein paar Volten um zu überprüfen wie sie auf Körpersprache reagierte. Nach einigen Runden auf beiden Händen begann ich mit dem Galopp. Hier war sie auf der Rechten Hand deutlich ausbalancierter als auf der Linken, aber dies besserte sich bestimmt mit der Zeit. Auch im Galopp bot Owy mir das Vorwärts Abwärts immer wieder an und ich beendete die Einheit zufrieden. Am Stall bekam sie noch eine schöne Kühle Dusche und ihr wohlverdientes Kraftfutter.

      GEWITTER SPAZIERGANG - 29.08.2015
      © Libertatem

      Voller Tatendrang wollte ich mich Heute um meine neue Stute kümmern. Doch als ich in die Küche kam und einen Blick aus dem Fenster warf, legte sich mein Enthusiasmus augenblicklich. Es goss wie aus Eimern und stürmte füchterlich. Seufzend ließ ich mich am Tisch fallen und aß mein Brot. Nach einem raschen Frühstück rüstete ich mich Wettertauglich aus und stürzte mich dann ins Sauwetter. Auf dem Weg zum Laufstall peitschte mir der Regen frontal ins Gesicht und der Wind riss mir mehrmals die Kapuze vom Gesicht. Heute würde der Laufstall zu bleiben, Owy würde mir sonst draußen die Grasnarbe versauen.

      Im Laufstall begrüßte ich die Rappin ausgiebig und gab ihr einen Apfel. Sie manschte interessiert darauf rum und beobachtete mich genau als ich mich ans Ausmisten des geräumigen Laufstalles machte. Zuvor hatte ich das Radio angemacht das dies sich als nicht so öde gestaltete. Nach 2 Schubkarren war der Laufstall wieder bewohnbar und ich kuschelte noch eine weile mit Owy. Willig hielt sie mir ihren Kopf hin und ich entdeckte ihre Lieblingsstelle unterm Bauch. Dort mutierte sie zum Nasenbär und steckte ihre Unterlippe bis zum Mond. Genüsslich schloss sie die Augen und reckte den Hals. Lachend beendete ich die Schmuseeinheit und ging in die Sattelkammer. Ich krallte mir Putzkasten, Cavecon, Longe und allerlei Beinschutz. Owy ließ sich brav aufhalftern und blieb ruhig stehen als ich sie mit Strick überm Hals putzte. Ich entdeckte eine kleine aber relativ Frische Macke am Sprungelenk. Schnell band ich die Rappin am Gitter an und holte ein wenig Blauspray um die Wunde zu versorgen. Als dies geschafft war putzte ich weiter. Als sie glänzte wie eine Speckschwarte legte ich ihr die Gamaschen an und machte ihr das nun passende Cavecon auf und harkte die Longe ein. Gemeinsam gingen wir zum Ausgang. Draußen erwartete mich eine Überraschung. Das Wetter hatte sich schlagartig gebessert und nun schien die Sonne. Also ging ich mit Owy Richtung Felder. Die nächsten schwarzen Wolken waren noch gut weit entfernt, und ich war mir sicher der Wind würde sie wegpusten.
      Nach den ersten 15 Minuten die wir unterwegs waren wurde die Rappin langsam hibbelig. Der Himmel hatte sich schon wieder zugezogen und die bedrohlichen schwarzen Wolken hingen direkt über uns. Fluchend drehte ich um und wir hasteten Nachhause. Nach einer Weile begann der Stark Regen. Irgendwie versuchte ich die nun fuchsteufelswilde Owy neben mir zu beruhigen. Sie warf den Kopf in die Luft, schnorchelte wie ein Drache und tänzelte neben mir her. Ein paar mal machte sie sogar Anstalten mir abzuhauen, doch mit einem kurzen Ruck an der Longe kehrte sie immer schnell in die Wirklichkeit zurück. Geschafft und durchnässt kam ich auf dem Hof an und hetzte in die Longierhalle. Die Stute sollte hier noch einmal ihre Aufregung rauslassen und sich etwas auslaufen. Ich machte Cavecon und Longe ab und augenblicklich schoss sie los. Buckelnd und quietschend tobte sie durch die Halle. Irgendwann kam sie geschafft aber zufrieden zu mir in die Mitte und wollte gestreichelt werden. Lächelnd baute ich ihr das Kopfstück wieder an und brachte sie in den Laufstall zurück. Sie hatte sich in der Halle trockengelaufen, deshalb bekam sie nun noch ihre Weinrote Regendecke drauf und ich machte die Paddocktür auf. Zum Schluss hing ich ihr noch ihren Eimer Kraftfutter hin und ging dann ins Warme, Trockene Haus.

      Abends ging ich nochmal beim Rechten schauen. Ich äppelte den Paddock ab ehe ich Owy in den Laufstall sperrte und dort nochmal überstreute und der Stute die Regendecke abnahm. Ich verstaute sie ordentlich in der Sattelkammer des Laufstalles und kuschelte noch ein wenig mit meiner Stute ehe sie ihr Betthupferl bekam und ich in meinen verdienten Feierabend ging.

      11. März 2016 - Samanta hilft aus
      14.727 Zeichen © Samanta


      Spoiler
      Gestern war ich in Kanada angekommen. Ich hatte Lou Fleming nämlich zugesagt, dass ich mich einen Tag um all ihre Pferde kümmern würde. Ein Tag voller Pflege stand heute an. Amy, deren Freund und Thomas würden mir dabei helfend zur Hand gehen. Früh hatte ich mich aus dem Bett gequält. Ich war Frühaufsteher, so war das nicht, aber letzte Nacht war dann doch etwas länger gewesen. Einmal kalt geduscht und ich fühlte mich fit, noch schnell einen Tee hinterher und der Morgen sah schon viel freundlicher aus. „Dann wollen wir mal“, murmelte ich und schickte ein Gähnen hinterher, grinste dabei über mich selbst. Diese Motivation war unbezahlbar. Ich schnappte mir meine Jacke und beschloss zuerst zum Nebenstall zu gehen. Ausmisten stand bei allen Pferden auf dem Plan, ein paar würde ich außerdem putzen. Wer das war hatte ich jetzt noch nicht festgelegt. Das würde sich nach dem Schmutzgrad der Pferde entscheiden. Bevor das aber passierte, mussten alle erst mal mit Futter versorgt werden. Unterwegs stießen Amy, Ty und Thomas zu mir und ich scheuchte sie zum Zuchstall sowie zur GreenBriar Ridge, damit sie dort die Pferde schon mal mit dem Futter versorgen konnten. Ich würde dann später zu ihnen stoßen, wenn ich im Nebenstall fertig war. Halb hüpfend, halb gehend legte ich den Weg zum Stall zurück, um die Motivation anzukurbeln. Ehrlich, ich war normalerweise nicht so schwer wach zu kriegen, aber heute musste ich wirklich alle Register ziehen. Am Stall angekommen krempelte ich meine Arme hoch und sagte zu mir selbst: „Auf geht’s.“ Das Füttern hatte ich relativ schnell erledigt. Trotzdem hatte es seine Zeit gebraucht, denn als ich beim letzten Pferd fertig war, war das erste Pferd beinahe schon wieder fertig mit seinem Futter. Langsam? Nein, das war ich wirklich nicht gewesen, aber ich hatte dann auch nochmal gründlich die Stallgasse gefegt und das hatte auch nochmal Zeit gekostet. Ich griff nach dem ersten Halfter und sah mich suchend im Stall um. Celsius brauchte dringend eine Putzeinheit. Ich wusste nicht wieso, aber Schimmel waren konsequent braun. Egal, wie oft man sie putzte. Die braunen Flecken gingen wirklich nur raus, wenn man sie wusch und sobald sie wieder im Stall oder auf der Koppel waren, fanden sie die dreckigste Stelle zielsicher. Ich holte Celsius aus der Box und band ihn an. „Ehrlich, wieso bist du nicht einfach zufrieden mit der Farbe, die du hast? Das Weiß sieht doch so schön aus.“ Grinsend begann ich damit den Hengst zu putzen und wich immer wieder geschickt seinen Versuchen aus, seinen Huf an einem meiner Körperteile zu platzieren. Wieso der Hengst so aggressiv war, konnte ich nicht sagen, aber ich sah es ihm nicht nach. Lou und Amy arbeiteten gerade daran, dass er dem Menschen mehr vertraute. Das Putzen schien ihn jedoch gnädig zu stimmen, denn irgendwann entspannte er sich und ich konnte ihn gründlich putzen, sodass er wenigstens ansatzweise wieder wie ein Schimmel aussah. Ich nutzte die Gelegenheit, dass er gerade so ruhig stand dafür, seine Box auch gleich mit auszumisten. Die Boxen hatten es definitiv alle nötig. Nachdem das erledigt war, konnte der Hengst auch schon wieder zurück in seine Box. Hätten wir das auch schon mal geschafft. Die nächste Kandidatin auf meiner Liste war The Dead Angle. Mit ihr hatte ich wieder zielstrebig einen Schimmel erwischt. Die Stute sah nicht ganz so schlimm aus, wie Celsius, aber es reichte, um definitiv einer Komplettreinigung gerecht zu werden. Heute hatte sie sich offenbar dazu entschieden ihre süße Seite zu zeigen. Ganz entspannt ließ sie sich von mir putzen und blieb auch artig stehen, während ich ihren Stall ausmistete. Es folgte Cindarella. Auch sie wollte ich definitiv putzen. Viele weiße und graue Stellen, ihr versteht? Die kleine Prinzessin machte ihrem Namen wirklich alle Ehre, genoss es sichtlich, dass sie gerade im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stand und ließ sich das Ganze in königlicher Würde gefallen. Schmunzelnd entwirrte ich Schweif und Mähne, kratzte die Hufe aus und putzte auch den Rest ihres Körpers ordentlich. Auch ihren Stall mistete ich aus und nachdem ich fertig war, brachte ich sie zurück in ihre Box. Kurze Pause. Währenddessen schaute ich aus, wie es so in den beiden anderen Ställen aussah. Ty und Amy besuchte ich zuerst. Sie hatten mittlerweile alle Pferde gefüttert und Everyday as it comes, Picola, HL Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein und Faster ausgemistet, sowie geputzt. „Ich bin stolz auf euch“, sagte ich grinsend, „weiter so. Ich komme nachher noch vorbei und dann helfe ich euch, wenn noch etwas zu tun ist.“ Sie nickten und grinsten mich an. „Ich lass euch ja schon alleine“, sagte ich und verschwand lachend zu Thomas, der sich um die Pferde in GreenBriar Ridge kümmerte. Er hatte bereits Rekja geputzt und ihren Stall ausgemistet, hatte Mellow Billow ebenfalls ausgemistet und war gerade dabei Darly gone Mad zu putzen. Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß." Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß.“ Grinsend machte ich mich auf den Weg zurück zum Nebenstall. Da es mir zu langsam ging mit den Pferden alle in ihren Boxen schmiss ich erst mal konsequent nach und nach alle Pferde auf ihre Koppel und begann dann systematisch alle Ställe zu misten. Nur Celsius, The Dead Angle und Cindarella blieben in ihrer Box, da ich die drei schon geputzt hatte. Bei den anderen würde ich dann später entscheiden, wen ich putzte und wen nicht. Es war gar nicht mal so einfach, wirklich alle Boxen auszumisten und nicht die Motivation zu verlieren, aber die Tatsache, dass es gemacht werden musste, machte die Sache doch etwas einfacher. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Geschafft“, murmelte ich und sah sich zufrieden in dem sauberen Stall um. Anschließend holte ich noch die letzten drei verbleibenden Pferden rein und überlegte mir, wen ich noch putzen sollte. Eigentlich alle, so wie die nach dem Weidegang aussahen. Ich beschloss nur die ganz harten Fälle wirklich gründlich zu putzen. Die anderen würde ich einfach nur ein bisschen überputzen, damit ich jedem Pferd ihre Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Zuerst nahm ich mir die ‚harten‘ Fälle vor. Darunter waren Luzifer, Prince of the Halfmoon, Valentine’s Cilion und Wikotikabesa. Ich begann mit Luzifer. Der Friese war wirklich wunderschön, aber gerade sah er aus, wie … Dafür gab es keine Worte. Ich ‚kratzte‘ den Dreck nur so runter, aber danach erstrahlte er wieder in gewohntem Glanz und war auch dem Leckerli, das ich ihm hinstreckte sicherlich nicht abgeneigt, ließ sich dafür auch brav von mir knuddeln. Was man für Leckerlis nicht alles tat. Ich grinste und brachte den Hengst zurück in seine Box. Es folgten die anderen, bereits genannten Pferde. Jedes bekam meine volle Aufmerksamkeit und dem einen gefiel es gut, dem anderen eher weniger. Das war nun mal einfach so. Nachdem ich kurz etwas getrunken und gegessen hatte, begann ich damit My Blue Gun, Double Diamonds, As War fades und Herbert über zu putzen. Diese vier waren relativ schnell abgehandelt, was nicht hieß, dass sie nicht ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit bekamen. Es wurde geknuddelt, geputzt und ermahnt, wenn einer nicht stehen blieb und ich hatte viel Spaß bei der ganzen Sache. Sicherlich mehr, als beim Ausmisten, wenn ich ehrlich war. Es folgte die Fohlenfront, namentlich: Maelis, HGT’s Dead Snow, Burnin‘ Castiel, Cabbalero, Par Dieux, Puppy und Findus II. Diese Süßen genossen jede Aufmerksamkeit, die sie kriegen konnten und man merkte bei ihnen einfach, dass sie noch voll Fohlen waren, denn sie hatten es faustdick hinter den Ohren. Keiner war frech, aber sie nutzten doch jede Gelegenheit um Schabernack mit mir zu treiben. Lachen blieb hierbei definitiv nicht aus. Neben den Dreckfinken gab es dann natürlich auch diejenigen, die ich gar nicht putzen brauchte, deren Ställe ich einfach nur ausgemistet hatte und die meine Aufmerksamkeit durch kurze Massagen, Putzen und Knuddeln erhielten. Dazu zählten Skywalker, Azzurro, Panino, I see you und Mon Chérie. „Ich liebe euch“, sagte ich grinsend, „ihr seid wirklich ganz artig.“ Mittlerweile hatte ich eine dünne Staubschicht auf Haaren, Gesicht und so ziemlich jedem anderen Körperteil, das nicht durch Klamotten geschützt war, aber das war der Preis der Freiheit und den zahlte ich für das Glück der Pferde natürlich gerne. Ein letztes Mal griff ich noch zum Putzzeug und widmete mich Lakritz und The Black Death. Auch die beiden waren einigermaßen sauber, sodass ich mich wirklich nur aus das nötigste beschränkte und lieber Zeit zum Kraulen mit ihnen hatte. Wie bei allen anderen auch, schaute ich die Hufe nach eventuellen Steinen ab und entfernte diese notfalls. Fertig. Zumindest mit diesem Stall und der GreenBriar Ridge. Nun musste ich noch schauen, wie weit Amy und Ty mittlerweile im Zuchtstall gekommen waren. Wenn sie nicht irgendwo knutschend lagen. Was sie natürlich nicht taten. Mittlerweile hatte sie alle Pferde ausgemistet und waren gerade dabei Pearl und Golden Girl zu putzen. Ich nahm mir also First von Rothen vor. Die Sache war schnell erledigt, denn der Hengst hatte sich wohl dazu entschieden, dass er heute besonders schön aussehen wollte, was mir natürlich zu Gute kam. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich nicht vermutet, dass er ein Anglo-Araber war, höchstens ein bisschen vom Temperament her, aber ansonsten hätte er auch gut einen Haflinger-Mix abgeben können. Also dann die nächsten Kandidaten, bitte. „Ich will Lana“, teilte ich den beiden mit. Die Stute war einigermaßen sauber. Ty übernahm Lady Äppel und Amy widmete sich HL L’ombre de la lune. Die drei waren auch relativ schnell geputzt, sodass ich noch eine Weile mit Lana schmuste. Schnell hatte sie raus, wie sie die Tasche meiner Jacke öffnen konnte und so bekam sie auch ein Leckerli. Ich musste einfach lachen, denn die Stute hatte es tatsächlich Faustdick hinter den Ohren. Niedlich fand ich das, konnte mir aber auch vorstellen, dass es anstrengend war. Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow und Amsterdam Girl mussten nicht geputzt werden, sodass wir die vier einfach nur ein bisschen betüddelten und immer mal wieder untereinander tauschten, bevor wir uns Bonito, Askan und HL Calla widmeten. Ich putzte Bonito. Ty und Amy nahmen sich der beiden anderen Pferde an. Bonito war wirklich ein Schönling. Der Hengst gefiel mir wirklich gut und es machte mir Spaß ihn zu putzen und seine lange Mähne zu entwiren und zu kämmen. Schnell wurde ich mit seiner Verschmustheit bekanntgemacht, in dem er sich an mich drückte und mich erst mal eine ganze Zeit nicht mehr gehen ließ. Ich lachte und sagte: „Ich schätze ihr zwei müsst ohne mich weitermachen, ich habe hier jemanden an der Backe.“ Amy grinste und meinte dann: „Das könnte dir so passen. Du hast uns das ganze hier doch erst eingebrockt, also hilfst du uns gefälligst.“ Ich verabschiedete mich bedauernd von Bonito und versprach ihm zum Schluss nochmal vorbeizukommen, bevor ich mich Nachtigall widmete. Ty und Amy hatten in der Zwischenzeit, während ich bei Bonito war, schon Small Joker, Samie, Nordstern, Money in a Bank und HL Nimué geputzt. Teilweise sehr gründlich, wenn die Pferde dreckig gewesen waren, teilweise aber auch einfach nur übergeputzt, damit auch sie Aufmerksamkeit bekommen hatten. Ja, ich gab es zu, ich war ziemlich lange bei Bonito gewesen. Nachtigall musste ich nicht sonderlich lange putzen, nur bei der Mähne und beim Schweif hatte ich einiges an Arbeit. Die Mähne war zwar nicht außergewöhnlich lang, aber dafür extrem dick, sodass sie sich leicht verknotete und intensiver Pflege bedurfte. Nachdem auch das erledigt war, kam bei mir Mrs. Pretty dran. Ty kümmerte sich um Little Baby und sagte grinsend zu Amy: „My little Baby, die bekommt natürlich die beste Behandlung.“ Amy ignorierte das gekonnt und kümmerte sich stattdessen um Meike. „Leute wir sind auf der Zielgeraden“, sagte ich nach einem Blick durch den Stall. Drei Pferde mussten noch intensiv geputzt werden und das waren Mirabella, Burberry und Abajo. Diesen drei widmeten wir uns noch einmal mit großer Geduld. Die anderen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Wir putzten oder knuddelten Golden Samurai, Sternsinger, L’ombre de la figaro, Suburb Lights und Jargo mit der gleichen Aufmerksamkeit, die die anderen bekommen hatten, nur manchmal etwas weniger zeitintensiv. Dafür würden sie dann bei den nächsten Malen sicher mehr Aufmerksamkeit bekommen. Wichtig war nur, dass wir uns um alle Pferde gekümmert hatten. Lou stieß zu uns, als wir uns gerade erschöpft den Schweiß von der Stirn wischten. „Ruf mich nie wieder an“, sagte ich grinsend und zwinkerte ihr zu. Amy und Ty stimmten mir zu. „Das war echt heftig.“ Das war es, aber es hatte auch Spaß gemacht. „Kommt mit rein, es gibt Kuchen.“ Es war mittlerweile schon dunkel draußen, aber Kuchen konnte ich immer essen und so nahm ich die Einladung an. Wir unterhielten uns noch lange alle zusammen und hatten wirklich viel Spaß zusammen, aber schließlich verabschiedete ich mich und sagte: „Ich muss jetzt wirklich ins Bett, sonst falle ich einfach um.“ Ich machte mich noch auf den Weg nach Hause. Gott sei Dank musste ich nicht selbst fahren, denn sonst wäre ich wohl einfach sang und klanglos irgendwo dagegen gefahren. Natürlich hätte ich auch bei Lou und Amy übernachten können, aber ich war die letzten Wochen so viel rumgereist, dass ich den Heimflug noch auf mich genommen hatte. Alan holte mich vom Flughafen ab und es dauerte keine zwei Sekunden, da war ich schon auf dem Beifahrersitz eingeschlafen. Anstatt mich zu Hause zu wecken, trug er mich einfach hoch in mein Bett und deckte mich zu. Die Klamotten hatte er mir vorher noch ausgezogen. Am nächsten Morgen würde er dafür etwas von mir zu hören bekommen, aber momentan war ich einfach nur froh, schlafen zu können. Ich würde Lou und Amy trotzdem jederzeit wieder helfen. Sie brauchten nur zu fragen und ich würde kommen und einspringen. Egal, was war. Dazu waren Freunde schließlich da und ich verstand mich definitiv als eine Freundin, hoffte auch, dass es umgekehrt ebenso war.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    24 Apr. 2016
    Klicks:
    409
    Kommentare:
    1

    EXIF Data

    File Size:
    149,2 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Name: Mellow Billow
    Geboren: 2010
    __________________


    Von: M&M
    Aus der: Blacky
    __________________


    Rasse: Isländer x Warmblut
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Glanzrappe
    Stockmaß: 152cm


    Beschreibung:
    Mellow Billow ist ein ganz wunderbarer Mix aus ihren beiden Eltern geworden. Zum einen sprüht sie förmlich vor Energie und Temperament, zum anderen strahlt sie aber auch eine unglaubliche Sanftmut aus. Milli ist sehr lernwillig und hat einen großen Bewegungsdrang, dennoch ist sie auch sehr verschmust.
    Doch auch bockig kann die kleine Milli sein und wenn sie nicht mehr will, dann will sie nicht mehr. Doch durch ihre verspielte Art und Weise zu lernen und zu arbeiten, zeigt sich schon jetzt, dass sie später ein wunderbares Pferd wird, mit welchen viele Menschen ihre Freude haben werden.

    Ersteller: Jackie
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Jackie

    [Noch nicht eingeritten.]


    __________________

    Gekört: nein

    Nachkommen:
    --
    __________________

    PNG 1 | PNG 2 | Fohlenversion