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Sosox3

Meike

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Meike
Sosox3, 15 Sep. 2019
    • Sosox3
      März 2013 - Eine Stallhilfe
      4381 Zeichen © Itoe



      Jackie hatte mich angerufen, ich solle doch heute mal ihre zwei anderen Pferde Meike und Money pflegen, das mit Askan hätte ihr so gut gefallen, dass sie mich gleich nochmal beauftragte.
      Mich freute natürlich diese positive Rückmeldung und so machte ich mich auf den Weg zu Jackies Stall und ihren zwei Haflingerstuten, die heute dran waren. Jackie meinte, ich sollte es einfach mal selbst versuchen, falls etwas nicht klappte, würde sie in der Nähe sein.
      Angekommen beim Stall stieg ich erst einmal aus und zog mir meine Stiefel an, für das Fahren hatte ich heute meine normalen Straßenschuhe angezogen, aber da es etwas Schneeregen gegeben hatte, kamen mir die Stiefel etwas sinnvoller vor, diese zu tragen wenn ich am Stall war.
      Schließlich konnte ich losstiefeln zu dem Stall und ging die Boxen entlang, als erstes von ich die Box von Money und in der Nähe war auch die Box von Meike. Ich begrüßte erst mal beide mit einem freundlichen „Hallo ihr zwei“ und überlegte dann, mit wem ich starten sollte.
      Schlussendlich entschied ich mich einfach für Money weil gerade sie in dem Moment neugierig die Nase herausstreckte und die Ohren erwartungsvoll spitzte. „Du siehst aus, als möchtest du als erstes meinem Putzwahn zum Opfer fallen, also bist du auch dran!“, lachte ich und ging los ihre Sachen holen. Wie bei Askan zuvor stellte ich die Putzbox an den Putzplatz und ging dann mit Halfter und Strick zu Moneys Box. In dem Moment kam auch Jackie vorbei in voller Reitmontur.
      „Hallo Jackie!“, rief ich ihr zu und lächelte.
      Jackie drehte ihren Kopf und lächelte zurück:“Hallo zurück, wird Money zu erst umsorgt? Die lässt sich sicherlich gern mal verwöhnen!“
      „Okay, freut mich“, und schon war sie wieder weg. Sicherlich deshalb, weil hier auch einige Pferde standen und nun mal alle versorgt werden wollten.
      „So Money, jetzt wirst du geputzt“, die hübsche Stute mit der leicht welligen Mähne schnupperte erst neugierig an meinen Taschen,“nein, erst wird geputzt und dann wenn du artig warst bekommst du vielleicht etwas.“ Wie zu einer Antwort schnaubte das Pferd und lies sich bereitwillig auf halftern, etwas langsam folgte sie mir aus der Box, aber ich ließ ihr die Zeit. Hetzten musste man nicht, denn das bewirkte am Ende auch vielleicht einfach ein höheres Risiko für irgendwelche Unfälle.
      Am Putzplatz band ich sie schließlich an und begann sie zu putzen, was eine ziemliche Arbeit war, da sich in ihrer Mähne und ihrem Schweif ein wenig Stroh verfangen hatten, wahrscheinlich hatte sie noch bis vor kurzem in der Box gelegen. Nach einer sehr langen Zeit, Money hatte sich auch als sehr verschmust erwiesen und lies sich gerne mal mit der Bürste kräftig schubbern, war sie komplett sauber und die Mähne sowie der Schweif wieder ohne fremde Bestandteile. Ich hingegen sah etwas staubig aus, aber was solls, die Stute hatte es sichtlich genossen und döste jetzt immer noch. „Hey Money, Zeit zum aufwachen. Meike will auch noch geputzt und geschmust werden“, ich stupste die Stute an und sie öffnete ihre Augen verwundert. Schließlich band ich sie los und führte sie wieder in ihre Box. „Und weil du so niedlich warst“, steckte ich ihr eine halbe Möhre zu, die zufrieden gekaut wurde. Tja, Bestechung half gerne mal bei Haflingern, damit sie von einem auch ja gutes dachten.
      Da ich ja die Putzsachen und Halfter und Strick von Money wegbrachte, konnte ich von Meike gleich alles mitnehmen. Kaum war ich dabei die Box zu öffnen, schon versuchte diese etwas übermütig nach draußen zu stürmen. Ich drängte sie sanft zurück:“Zurück mit dir! So nicht, erst muss das Halfter drauf und dann geht es raus zum putzen.“
      Als sie wieder einigermaßen in der Box stand, halfterte ich die Stute auf, die schon etwas ungeduldig mit dem Schweif schlug. Als ich sie herausführte, hatte es Madame etwas eilig, weshalb ich sie in der Stallgasse noch etwas rückwärts richtete und sie auf den richtigen Platz, mit Kopf an meiner Schulter, verwies.
      Die Stute grummelte, fügte sich aber und lies sich dann am Putzplatz auch anbinden. Beim Putzen verhielt sie sich dann richtig passabel und genoss es mit der Bürste geschrubbt zu werden, erstaunlicherweise mochte sie es am liebsten an einer kleinen Stelle am Bauch, denn dann hing die Lippe herab und die Augen schlossen sich ganz langsam.
      Nach dem Putzen von Meike, führte ich sie zurück zur Box, was auch dieses Mal richtig funktionierte und sie bekam deshalb auch eine kleine Möhre zur Belohnung. Wie aufs Stichwort kam Jackie um die Ecke:“Und hat es geklappt?“
      „Ja so einigermaßen“, gab ich ehrlich zu,“ Meike scheint ein wenig Übermütig zu sein und hatte es heute eilig, aber es hat am Ende alles super geklappt!“
      „Freut mich, ist ja immerhin Frühling, da werden einige Pferde etwas kribbelig, das legt sich sicherlich wieder. Danke das du gekommen bist!“
      „Klar, kein Problem, ich denke, ich fahre dann auch nach Hause. Ich muss unbedingt Duschen, ich sehe aus wie ein Staubmonster und das fängt gerade etwas an zu jucken“, ich kicherte und Jackie musste lachen. Wir verabschiedeten uns mit einem „Bis dann“ und ich fuhr heim. Heute war ein schöner Tag gewesen, aber dennoch freute ich mich gerade am meisten darauf unter die Dusche zu kommen, da irgendwie der Staub in alle Öffnungen gekrochen war und es wirklich juckte.

      27. März 2013 - Eine Stallhilfe
      10.000 Zeichen © Flake



      Heute würde ich zu Jackie fahren und mich ein wenig mit ihren Pferden beschäftigen. Es würde wohl ein recht langer Tag werden, aber dennoch freute ich mich sehr auf ihn. Früh morgens klingelte bereits mein Wecker und riss mich aus dem Schlaf, als es grade erst begann zu dämmern. Also stand ich auf und zog mir meine schwarze Reithose, ein Shirt und eine Fleecejacke an, ehe ich hinunter ging, um zu frühstücken. Auch das war schnell erledigt und so schlüpfte ich in meine Stiefel, die im Flur standen und ging zu meinem Wagen.
      Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich schließlich die Auffahrt zu Jackies Hof herauf fuhr und den Motor abstellte, als ich ankam. Sie stand bereits auf dem Hof und schien mich zu erwarten. Nachdem ich sie kurz begrüßt hatte, 'überließ sie mir das Feld', um sich ihren Arbeiten zu widmen. Mein Weg führte mich in ihren Stall, in dem 26 Pferde darauf warteten, versorgt zu werden.
      Als ich die Tür aufschob, drang mir ein Schwall warmer Luft entgegen und der Duft von Heu und Pferden. Kaum verwunderlich. Mit einem Schmunzeln trat ich ein und einige Köpfe hoben sich und sahen über die Boxentür. Neugierige, braune Augen beobachteten mich und die Blicke folgten mir bis in die Futterkammer. Während ich die Eimer füllte, hörte ich hin und wieder ein Schnauben, oder das drängende Stampfen der Hufe, das aus dem Stall drang. Schnell war das Futter verteilt und die Tiere begannen zu fressen. In dieser Zeit machte ich mich daran kurz mit einem Besen durch die Stallgasse zu fegen, ebenso durch Futter- und Sattelkammer. Nachdem alles von gröberen Schmutz und Staub befreit war, kehrte ich es auf, um es in die Schubkarre zu legen, die ich zuvor geholt hatte. Doch bevor ich nun die Boxen grob abmisten würde, kämen die Pferde auf die Weide.
      Aus der Sattelkammer holte ich mir die Halfter von den beiden Haflingerfohlen und Prince of the half Moon. Zuerst halfterte ich die beiden Vollgeschwister Mirabella und Picola auf. Die beiden machten keinerlei Probleme, im Gegenteil. Willig folgten sie mir aus dem Stall und wussten scheinbar sogleich wohin es ging. Auch wenn es nicht grade warm war, in der Sonne, die sich heute von ihrer besten Seite zeigte, ließ es sich sehr gut aushalten und die beiden preschten sogleich los, als ich die Stricke aushakte. Wieder mit einem leichten Schmunzeln schloss ich das Tor der Weide, um Prince of the half Moon zu holen. Der junge Saddlebredhengst war doch weitaus lebhafter, als die beiden Haflinger, doch auch er machte keine Anstalten, mir das Leben schwer zu machen, sondern ließ sich aufalftern und folgte mir aus der Box. Ich entließ den kleinen zu den anderen beiden Fohlen und verschloss das Tor wieder sorgfältig, um am Abend keine Überraschung zu erleben.
      Auch die Stuten würden heute einen Tag auf der Weide genießen dürfen und so war ich erst einmal damit beschäftigt, die Pferde raus zu bringen. Als erstes ging ich mit zwei Halftern bewaffnet in Cindarellas Box. Die Scheckstute sah mir aus dunklen Augen entgegen, in denen man den Schalk förmlich aufblitzen sehen konnte, als ich die Box betrat. Mit einer altbewährten List -auch Apfel genannt- stellte es jedoch nicht im Geringsten ein Problem dar, ihr den Halfter über die Ohren zu ziehen. Kurz klopfte ich ihr den Hals, ehe ich sie provisorisch in der Stallgasse anband und in Piranhas Box schlüpfte. Sie war wohl eines der Shettys, auf das die Beschreibung 'klein aber oho' nicht unbedingt passte. Ohne jegliche Hektik und somit als Gegenstück zu Cindarella ließ sie sich aufhalftern und folgte mir aus der Box. Schnell fanden wir unseren Weg zu den anliegenden Koppeln, wo sie die Sonne genießen durften, solange sie sich noch zeigte. Diesen beiden folgten The Death Angel und Drag me to Hell, welchen man schnell anmerkte, dass sie ihren ganz eigenen Kopf hatten. Doch auch wir kamen recht gut miteinander aus und die beiden bildeten einen wahrhaftig schönen Anblick. Doch fertig war ich damit noch längst nicht. Als nächstes brachte ich die Isländerstute Zander auf die Koppel, wo die anderen einfach einmal ganz Pferd waren, zusammen mit dem hübschen Andalusier Corda Blanka. Nun würden noch die Haflinger aus Jackies Zucht folgen, die ich auf die Weide nördlich vom Hof gelegen bringen würde. Zuerst holte ich die beiden 'kleinen' Little Baby und Milchschnitte aus ihren Boxen. Die beiden waren jedoch so verscheiden, wie sie nur sein konnten. Man merkte, wie Little Baby versuchte mir selbst beim Führen alles recht zu machen, wohingegen Milchschnitte eher an allem interessiert war, außer an mir oder meinem Vorhaben. Nachdem ich das Tor jedoch erfolgreich hinter den beiden geschlossen hatte, ließ ich die hübsche Fuchsstute Nachtigall und den etwas außergewöhnlichen Lehmfuchs Meike folgen. Nachdem auch Nordstern und Money in a Bank zusammen mit mir ihren Weg in die 'Freiheit' gefunden hatten, holte ich nur noch Lana aus dem Stall. Damit waren alle Stuten auf der Weide und ich könnte mich nun den Hengsten aus Jackys Stall widmen.
      Da der Tag nun doch schon gegen Mittag fortgeschritten war, entschied ich mich, die Haflingerhengste aus ihrer Zucht ebenfalls an die frische Luft zu entlassen, auch wenn dies nicht meinem ursprünglichen 'Plan' entspräche. Small Joker und Pinocchio waren als erstes an der Reihe. Den beiden Hengsten folgten Suburb Lights und Sternensinger, ebenfalls zwei Haflinger. Als Askan, Lakritz, ein Isländerhengst, und Jackies neuster Zuwachs Bonito auch ihren Platz auf den angrenzenden Koppeln fanden, ging ich zurück in den Stall. Dieser hatte sich nun beträchtlich geleert und so schnappte ich mir Mistgabel und Schubkarre, um die leeren Boxen abzumisten. Im Stall war es doch recht warm und so kam ich langsam ins Schwitzen, als ich die oberste Schicht Stroh und die Pferdeäpfel absammelte. Doch auch diese Arbeit war irgendwann getan und wo es nötig war, füllte ich noch einmal Stroh nach. Auf dem Weg vom Stall zum Misthaufen ließ ich meinen Blick über die Koppeln schweifen, doch es war alles friedlich. Einige dösten in der Sonne, wohingegen der Großteil von Jackies Pferden nun mit Grasen beschäftigt war, auch wenn das spärliche Gras kaum etwas hergab.
      Zurück im Stall holte ich die Halfter von The Black Death und Jackies Liebling Luzifer aus der Sattelkammer und ging zu den Boxen der beiden großen Hengste. Neugierig sah mir der Friese entgegen, als ich ihm den Halfter über den Kopf streifte und ihm kurz den Hals klopfte. Das selbe tat ich mit dem Dunkelbraunen und führte die beiden aus der Box. Willig folgten sie mir aus dem Stall und über den Hof, in Richtung Reithalle. Ich wollte die beiden ein bisschen laufen lassen, so hatten sie etwas Bewegung und gleichzeitig ihren Spaß. In der Halle verschloss ich das Tor hinter mir, bevor ich den Strick aus dem Halfter klinkte. Zuerst von Luzifer, dann von Blacky. Sogleich preschten die beiden los, buckelten ein paar mal und kamen erst in der anderen Ecke der Halle wieder zum Stehen. Ich schmunzelte leicht und blieb etwas abseits von den beiden Hengsten, welche nun wieder zusammen durch die Halle trabten, als wären sie zwei kleine Kinder, die Fangen spielten. Eine ganze Weile blieb ich mit den beiden hier, ehe ich sie wieder irgendwie einfing, was sich mit meiner Bestechungsmethode als recht einfach erwies. Bevor ich sie jedoch zurück in jeweils ihre eigene Box stellte, band ich sie auf dem Putzplatz an, der nun zum Nachmittag hin in der angenehmen Sonne lag. Nachdem ich den Putzkasten aus der Sattelkammer geholt hatte, begann ich Luzifers Rappfell gründlich mit Kardätsche und Striegel zu bearbeiten und den Staub der Halle rauszubürsten. Er genoss die Aufmerksamkeit die ihm zu Teil wurde sichtlich und machte auch keine Anstalten, beim Langhaar und den Hufen. Auch Death putzte ich noch über, bevor ich die beiden Hengste wieder in ihre Boxen brachte.
      Zum Abschluss des Tages, würde ich jedoch mit L'ombre de la Figaro, Jackies kleinem Liebling, ein wenig auf dem Platz arbeiten. Der gekörte Haflinger war ein Traum von einem Pferd und er war wie das Sahnehäubchen auf diesem gelungenen Tag. Der ruhige Hengst ließ sich willig aufhalftern und folgte mir erwartungsvoll aus der Box. Unser erster Weg führte uns auf den Putzplatz, wo sein Sattel und die Trense bereits auf dem Holzbalken lagen. Nachdem ich sein Fell ausgiebig geputzt hatte und auch das Langhaar weitestgehend wieder frei von Knoten und Schmutz war, säuberte ich noch kurz den Putzplatz, ehe ich ihm vorsichtig den Sattel auf den Rücken legte. Er ließ das alles ruhig und mit Geduld über sich ergehen und auch das Gebiss ließ er sich ins Maul schieben. Noch einmal klopfte ich ihm den Hals, ehe ich ihn herüber zum Platz führte. Da es in der letzten Zeit nicht mehr gefroren hatte, war auch der Boden nicht zu hart und Regen hatte es ohnehin schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gegeben. „Na komm.“, murmelte ich, als ich ihn durch das Tor führte und es wieder hinter uns verschloss. Flink gurtete ich nach und stellte die Steigbügel auf meine Länge, ehe ich aufsaß. Mit einem unwillkürlichen Lächeln im Gesicht ritt ich den Haflinger warm, ehe ich ihn antraben ließ. Seine Gänge waren weich und trotz seiner geringen Größe nicht weniger raumgreifend. Wir ritten einige Bahnfiguren und es war ein Traum, diesen Hengst zu reiten. Er arbeitete gut mit und hatte scheinbar auch noch ein wenig Spaß an der Sache. Auch im Galopp war er gut zu sitzen und erst nach einer guten Stunde ritt ich ihn wieder trocken. Am langen Zügel ritten wir im Schritt auf dem Platz und er schnaubte zufrieden, als ich ihm den Hals klopfte. Nach einer Weile saß ich wieder ab und lobte ihn noch einmal ,ehe ich den Platz wieder verließ. Nachdem ich alles aufgeräumt hatte und auch der Hengst wieder in seiner Box stand, suchte ich Jackie auf, um mich zu verabschieden. Am Abend würde sie die Pferde noch von der Koppel holen.
      Alles in einem war es ein sehr schöner Tag gewesen, an den ich wohl gerne zurückdenken werde. Jedoch war ich etwas müde, als ich wieder nach Hause fuhr, zu meinem kleinen Hof.


      28. März 2013 - Hufschmiedbesuch
      4643 Zeichen © Sosox3



      Frisch und total gut aus geschlafen fuhr ich los zu meinem ersten Hufschmied Auftrag für mich. Ich wusste das es heute ein ganz besonders anstrengender Tag werden würde,
      da Jackie eine Menge lieber Pferdchen hatte, die heute mit ihren Hufen dran waren.
      Am Straßenrand hielt ich kurz an um meinen Navi rauszuholen.
      Ich kannte mich nämlich in dem Stadtteil wo Jackie wohnte nicht so gut aus,
      da ich hier noch nicht so oft war.
      Schnell holte ich den Zettel raus wo die Adresse drauf stand und gab das notwendige
      in meinen kleinen Navi. Froh drüber das ich ihn besaß sonst wäre ich bestimmt oft auf geschmissen. Ich schnallte mich wieder an und fuhr los in die Richtung so wie es der Navi mir sagte. Nach einer halben Stunde sah ich dann ihren Hof. Ich schaltete einen Gang runter um niemanden zu erschrecken.
      Meine Schmiede war nämlich sozusagen Mobil und da das Werkzeug des öfteren
      etwas klimperte fuhr ich extra langsam auf den Hof.
      Neben dem Stall war ein kleiner Parkplatz wo ich mein Auto,als ich ausgestiegen war wurde ich gleich herzlich empfangen von Jackie. Alles was ich brauchte nahm ich mit, ich packte es in einen großen Kasten. Damit es leichter war zu tragen.

      Mein erster Patient war heute Figaro, er stand schon geputzt und angebunden dort.
      Ich ging auf ihn zu ließ ihn an meiner Hand schnuppern und streichelte ihn dann am Kopf
      um ihn an mich zu gewöhnen. Nach einer kurzen Begrüßungseinheit, fuhr ich mit meiner Hand langsam an seinem Bein hinunter und nahm es vorsichtig hoch.
      Anfangs zappelte er etwas was sich jedoch gleich wieder legte und daher kein Problem machte. Ich setzte seinen Huf dann ab und griff nach meinen Ausschneidemesser.
      Erneuert hob ich sein Bein gefühlsvoll an und korriergte und schnitt das überstehen ab.
      Ich war wirklich beeindruckt wie gelassen er da stand und alles brav über sich ergehen ließ. Nachdem ich damit fertig war kürzte ich den Huf auch noch mit einer etwas härteren Raspel und feilte ihn schön rund. Danach setzte ich seinen Huf langsam ab.
      Dann machte ich das selbe bei allen anderen Hufen auch.
      Nachdem ich damit fertig war, erhitzte ich mein Brenneisen. Denn Figaro und die anderen
      Pferdchen sollten heute alle Beschlagen werden.


      Ich holte ein nagelneues Hufeisen, das für die Kutsche geeignet war.
      Als das Brenneisen heiß genug war konnte ich anfangen es perfekt auf Figaro anzupassen.
      Figaro wurde etwas nervös beim beschlagen, weshalb ich Jackie bat ihn etwas zu beruhigen
      damit er still steht. Es dampfte nämlich ganz schön doll. Ich nagelte alle Hufeisen gut an
      seine Hufe fest damit sie auch lange halten würden.
      Da er sehr lieb war gab ich ihm ein Leckerlie. Dann brachte Jackie ihn in die Box und brachte ihre nächsten Pferde
      Jetzt ging es alles ein bisschen rascher wo ich warm war.
      Es folgten weitere Pferde darunter Money in a Bank, Little Baby, Nachtigall, Askan,
      Meike, Small Joker, Lana, Nordstern, Milchschnitte, Sternensinger und Snuburb Lights.
      Die heute alle das gleiche Programm hatten wie Figaro.
      Ich korriegte bei allen die Hufe und schnitt natürlich überstehendes ab.
      Natürlich bekammen auch alle Figaro eine Spezielle Hufpflege für die Trocknen Hufe damit sie wieder glänzen. Danach brannte ich jedem Pferd perfekt passende Kutschhufeisen.
      Zum Schluss lobte ich jedes ihrer Pferde,da sie wirklich alle sehr gut erzogen waren.
      Als nächtes kamen meine letzten 3 Patienten. Diese brauchten nämlich einen Eisenbeschlag.
      Zu den 3 gehörten The Black Death, The Death Angel und Luzifer.
      Allen dreien schnitt ich auch die Hufe aus und korrigierte sie.
      Was mich diesmal etwas mehr anstrengung kostete da es größere Pferde.
      Die jedoch alle sehr gut erzogen waren. Für sie holte ich den Eisenbeschlag raus. Denn ich nur noch dann auf jedes einzelne anpassen musste und sie dann festnageln.
      Ein letztes mal für heute machte ich eine spezielle Hufpflege für die Hufe bei ihnen.
      Was sie wirklich ordentlich genossen und sich entspannten.
      Nachdem ich mit dem wunderschönen Friesen Luzifer fertig bin habe ich es für heute geschafft. Ich packe meine Sachen in mein Auto. Hole nur noch ein kleines Päckchen raus was ich Jackie zum Abschluss reiche. Dort in dem Päckchen finden sich die Stollen und ein
      Stollendreher.
      Diese Stollen sind für Figaro sage ich zu ihr, du kannst sie benutzen wenn du sie brauchst z.B
      auf Rasen-Turnieren, ansonsten brauchst du sie nicht, da sie ihn stören würden im normalen Alltag wäre wie auf Dauer Hackenschuhen.
      Jackie bedankte sich dann bei mir und wir verabschiedeten uns freundlich von einander.
      Glücklich jedoch sehr erschöpft setze ich mich in mein Auto schalte den Motor ein, danach den Navi und begebe mich wieder auf eine lange Rücktour.

      17. Mai 2013 - Hufschmiedbesuch
      762 Zeichen © Helly25



      Heute überprüfte ich Meike's Hufe. Ich war schon anwesend, denn ich hatte mich vorher schon um einige andere Pferde des Stalls gekümmert. Ich beobachtete, wie sie draußen angebunden wurde. Ich klopfte ihr kurz auf den Hals, bevor ich meine Werkzeuge holte. Zuerst machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nur wenig ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das wenige lose Sohlenhorn von allen Hufen. Danach raspelte ich noch ein wenig an ihren Hufen herum und ließ sie probeweise ein wenig traben und galoppierne. Die Hufe waren jetzt wieder in Ordnung. Schließlich fettete ich sie noch einmal kurz, danach waren wir komplett fertig. Ich streichelte Meike kurz und gab ihr eine Möhre. Kurz darauf verabschiedete ich mich auch von ihr.

      24. Mai 2013 - Ankunft der neuen Pferde
      9736 Zeichen © Jackie



      Heute war wieder eine der großen Pferdemessen bei uns in der Umgebung. Und natürlich musste ich die Chance ergreifen, mir die tollen Prachtexemplare einmal anzuschauen. Ich stieg wie auch beim letzten mal in meinen Jeep ein, an dem ein großer Hänger (Platz für 2 Pferde) befestigt war. Ich gehe mal nicht davon aus das ich nicht mehr als 2 Pferde kaufen werde, wenn überhaupt.

      Nach einer Stunde fahrt, hatte ich das gröbste schon überstanden. Ich stieg aus und sah mich um. Glücklicherweise war es nicht so voll wie auf der letzten Messe auf der ich war. Überall waren Stände an denen man Reitzubehör, oder Futter kaufen konnte. Es roch nach Pferd. Es roch stark nach Pferd. Hinten sah ich dann auch schon die ersten Pferde stehen. Nach und nach kamen einige Pferde dazu und auf den Außenplatz hinter dem Gebäude, gab es sogar eine Reitveranstaltung. Dressurreiter mit schicken Friesen traten hier auf. Deswegen war ich allerdings nicht hier. Ich wollte mir einen Überblick von den Pferden machen. Ging daher systematisch vor. Platz A2 standen nur Isländer. Verkäufer präsentierten sie und ließen sie nach einander vorreiten. Ein Isländer fiel mir dabei besonders auf. Sie sollte glaub ich... Zander heißen. War eine Stute, die mehr am tänzeln war als am laufen. Ich meldete mich zum Kauf an. Und holte schließlich die Papiere ab. Ich nahm Zander am Strick und lud sie mit ein paar Helfer“lingen“ in den Hänger ein. Es war nicht so sehr problematisch. Sie beschnupperte eher alles neugierig. Des weiteren fiel mir noch eine Andalusier Stute auf. „Corda Blanka“. Sie schaute scheu ins Publikum. War total verhalten und lies sich nur schwer führen. Als sie sich plötzlich aufbäumte und sich losriss. Die Menge war schockiert. Sie galoppierte aus dem Vorstellungsplatz. Sofort ging ich zu ihr, mit einem großen Bogen so das sie sich nicht noch mehr aufregte. Nach einer Weile schaffte ich es doch tatsächlich die Stute einzufangen (Wohl eher aufzufangen) und sofort nach draußen zu führen. Da wo weniger Menschen stehen. Sie sah mich skeptisch an. Hielt dabei so viel Abstand wie möglich. Ich allerdings ging gelassen weiter ohne ihr auch nur einen Blick zu gönnen. Sie beruhigte sich. Der Verkäufer rannte zu mir. Bedankte sich bei mir und musterte die Stute „Dankesehr, diese Stute ist nicht gerade auuf Menschen anzusprechen. Bitte entschuldigen sie mich.“ -“Schon in Ordnung. Wieviel macht das für sie?“. Er starrte mich an. Als würde ein Geist vor ihm stehen. Ich machte eine Geste, die mehr sagt als 1000 Wörter. „Sie wollen diese Stute wirklich kaufen ?“ -“Ja wieso nicht ? Sie hat ein potentielles Temperament“ . Er räusperte sich. Schluckte kurz und forderte den Preis auf. Ich schüttelte seine Hand und übergab ihm das Geld. Er bedankte sich und ging. Damit wäre mein Tag an der Equitos geklärt.

      Corda Blanka lies sich sowohl schlecht in den Hänger führen, als auch schlecht aus dem Hänger. „Das werden wir alles noch ändern meine Liebe“. Sie schnaubte nervös. Ich ließ sie in die Box bringen. Zander aber auch. Sie stellte sich wesentlich besser an als Corda. Ich überlegte während dessen ob ich meinem Trainer Bescheid geben sollte oder selber mich um die Stute kümmern sollte.

      Um ca. 15 Uhr schaute ich auf meinem Terminkalender. 4 weitere Haflinger sollten doch heute kommen. Einmal die Mutter vom Figaro. Mein „Ein und alles“ gegen 18 Uhr. „Askan und Meike“ gegen 15:30 Uhr und Money in a Bank gegen 16 Uhr. Sie war bereits eine gekrönte Stute die vorher meiner Freundin mKay gehörte. Ich beschloss schon einmal die Boxen auf hoch Glanz zu bringen und dementsprechend einzurichten, damit die Pferde schonmal ein fertiges zu Hause haben. Ich dachte kurz nach, jetzt wären Askan und Meike dran. Das heißt ich brauche 2 fertige Boxen. Gemistet waren sie Gott-sei-Dank bereits, ich müsste also nur noch das Heunetz auffüllen. Also fuhr ich mit der Schubkarre zur Futterkammer in der bereits mehrere Heuballen gestapelt waren. Ich nahm je 2 Rippen auf und schob diese mit der Schubkarre zur Box. Ich hörte schon den Jeep auf den Hof fahren. „Super“ dachte ich mir und lief langsam zur Einfahrt. Hier wartete bereits meine Freundin. Ich lächelte ihr entgegen und nahm ihr die Haflinger ab. Sie schien erleichtert und glücklich zu gleich. Askan kam neben Meike in die frische Box und siehe an, sie zupften bereits genüsslich an den Heunetzen rum.
      Als ich auch noch die anderen Boxen gemacht habe und den letzten Haflinger „Little Baby“ empfangen habe – war ich schon ein wenig K.O. Ich seufzte leise und lies mich im Esszimmer nieder. Was steht denn für morgen an ? Ich machte mir jeden Abend eine „Checkliste“ um immer für den nächsten Tag vorbereitet zu sein. Allerdings stand noch nichts genaueres fest. Dann dachte ich nach. Wenn ich mein Gestüt weiterhin halten will, brauche ich festes und zuverlässiges Personal. Denn mit 25 Pferden wurde ich alleine nicht fertig. Ich schaute erneut auf meine Liste. Doch wann war das nochmal ? Morgen oder übermorgen würde Zander ein neues zu Hause bekommen. Bei einer Bekannten , ihr Name war „Svartur“ . Ich hatte sie gerade heute gekauft... und joa.. so kann man investieren. Ich musste kichern, räusperte mich allerdings wieder als ich merkte wie erniedrigend es doch eigendlich von mir war. Den Rest des Tages verbrachte ich damit „Amy Flemings“ Therapien zu studieren. Ich hatte mir einige Informationsbücher darüber gekauft und bereits die verschiedensten Mixturen an Ölen und Kräuter bestellt. Ich war neugierig ob ihre Methoden wirklich zu super an Tieren anspringen wie sie sagte. Vielleicht würde ich dadurch die temperamentvollen Pferde zur Ruhe bekommen.

      Am nächsten Tag...

      Heute beschloss ich meinem alten Pflegepferd Findus einen Besuch abzustatten. Das letzte mal als ich ihn besucht habe war letztes Jahr. Ich bog auf den Hof ab und ging zu seiner altbekannten Box. Galadriel hatte mich heute Morgen schon empfangen. Ich schaute mir den Hengst an. Er ist viel größer geworden. Seine süßen Augen musterten mein Gesicht. Dann erkannte ich etwas was so aussah als würde er mich wieder erkennen. "Hey na" sagte ich leise. Er wieherte erfreut. Ich musste lächeln. "Was hälst du davon wenn ich dich etwas putze" er hielt es wahrscheinlich für eine großartige Idee, denn er streckte immer wieder den Hals nach mir. "Ja du bist mir ja ein süßer " kicherte ich und führte ihn aus der Box. Als nächstes holte ich die Putzbox und striegelte ihn ausführlich. Las sein Langhaar und kratzte seine Hufe aus. Ich sah den kleinen verliebt an. Er hatte immer das gewisse etwas, wofür ich ihn liebte. Dann kam ich zu einem Entschluss. Ich ging zu Galadriel und fragte sie ob er zu verkaufen wäre. Sie sagte „Wieviel würdest du denn bieten“ ich bot ihr 10.000 an und wir waren im Geschäft. Ein wenig überglücklich ging ich zum kleinen Hengst und führte ihn vom Hof. Wir verabschiedeten uns und wir machten einen entspannten Spaziergang. Findus stolzierte und hüpfte etwas neben mir her. Er schien ebenfalls überglücklich. Es vergingen einige wenige Minuten und wir waren schließlich angekommen. Manchmal frage ich mich „Wieso ist der Rückweg immer schneller als der Hinweg ?“. Ich führte klein Findus in seine neue Box. Er beschnupperte sie ausführlich und erkundete neugierig seine neue Ausstattung, wie die automatisierte Wassertränke. Ich dachte nach, wo soll ich mir nun feste Stallburschen besorgen ? Genau ich frag einfach mal in der ASP. ASP war die Abkürzung der „Arbeit Schwerpunkt Pferde“ Agentur. Und tatsächlich 2 Azubis standen mir momentan zur Verfügung. Eine jüngere Frau um die 26 Jahre alt. Sie hatte früher schon geritten. Und ein etwas jüngerer Junge 23 Jahre alt – ebenfalls gute Erfahrungen mit Pferden gemacht. Ich selber war 20 Jahre alt – noch so jung.

      Gegen Mittag kamen dann die 2 Azubis an. Ich erklärte ihnen „Wir gehen besonders vorsichtig und respektvoll mit unseren Pferden um. Wir wollen sie nicht zu etwas zwingen, wir wollen sie ermutigen und vertrauensvoll mit ihnen umgehen. Ich hoffe das ist euch in eurer Ausbildung bewusst.“ Stille... schließlich nickten sie. Ich fuhr fort „Super. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag brauche ich eure Hilfe. Samstag und Sonntag habt ihr euren freien Tag. Wenn ihr allerdings Überstunden nehmen wollt, halte ich euch nicht davon ab.“ Das Mädchen lachte leise. Ich lief rot an. „Ach so ein Mist, da bin ich so in meinen Gedanken versunken gewesen... das ich euch ganz vergessen habe nach euren Namen zu fragen. Ich bin Jackie“ jetzt mussten die zwei tatsächlich lachen. Der Junge stellte sich als erstes vor „Tyler.. kurz gesprochen Ty“ er lächelte und trat wieder einen Schritt zurück. Schließlich stellte sich die junge Frau vor. „Und ich bin Monique . Du kannst mich Moni nennen“ Ich lächelte ihr entgegen. Sie war eine blonde, recht dünne Frau. Keine Frage eine super Figur zum reiten. „Freut mich euch kennen zu lernen“ wir stellten uns einander erstmals vor. Tranken ein wenig Kaffee und tuschelten über unsere vergangenen Reitererlebnisse. Ty , ein Junge mit kurzen braunen Haaren lauschte aufmerksam. Er selber redete nicht viel, aber er hörte anscheinend gerne zu. Moni gefiel mir – sie fiel mir positiv auf. „Wenn es euch Recht ist, zeige ich euch eben eure Zimmer.“ Ich zwinkerte ihnen zu und ging aus dem Wohnhaus ins Gästehaus. „Welches der Zimmer ihr als eures bezeichnet könnt ihr ja untereinander ausmachen“ sagte ich grinsend und ging aus dem Türramen. „Und achja.. wäre super wenn gleich die Pferde putzt und auf die Weiden bringt. Ich kümmer mich in der Zeit um Luzifer und Figaro. Sie nickten und ich verschwand. Gegen Abend waren alle Pflichten erledigt. Ich war erleichtert, Moni und Ty anscheinend auch. Morgen würde ich wohl mehr tun müssen.


      10. August 2013 - Tierarztbesuch
      6696 Zeichen © Sheyla



      Nach meinem ersten, erfolgreichen Auftrag bekam ich direkt einen zweiten. Jackie war offensichtlich zufrieden mit meiner Arbeit und vertraute mir weitere Pferde an, die ich untersuchen und impfen sollte. Also packte ich meine Spritzen, Gummihandschuhe und meine anderen Dinge ein, die ich heute noch benötigte. Als ich alles beisammen hatte, fuhr ich mit meinem Jeep zu Jackies Reiterhof. Dort wurde ich schon von ihr erwartet. Ich stellte den Motor aus, packte meinen Koffer vom Beifahrer Sitz und stieg aus meinem Jeep. "Hey, Jackie", begrüsste ich sie freundlich. Auch sie begrüsste mich mit einem netten lächeln: "Hey, Sheyla. Du weißt ja bereits wo der Putzplatz ist." Ich nickte und lief zu dem Platz. Es waren zwei wunderschöne Haflinger angebunden. Ich beneidete Jackie schon lange wegen ihrer tollen Haflinger Zucht. "Also, das sind Money in a Bank und Nachtigall", sie deutete jeweils auf das entsprechende Pony. Ich ging zuerst auf Money in a Bank zu und liess mich neugierig von ihr beschnuppern. Aus meiner Jackentasche zauberte ich ein Pferdeleckerli her und Money in a Bank begann sofort es zu vernaschen. Ich klopfte ihren Hals und lächelte: "Braves Mädchen. Dann wollen wir mal anfangen." Ich begann ihre Gelenke abzutasten und diese gut zu begutachten. Ihre Gelenke schienen in Ordnung zu sein und sie schien auch keine Wunden an den Beinen zu haben. Dabei versuchte die Haflingerstute mehrmals meine Haare anzuknabbern, was ich natürlich nicht zuliess. Danach öffnete ich meinen Arztkoffer und kramte mein Stethoskop heraus um ihren Herzschlag zu kontrollieren. Auch da versuchte sie meine Haare anzuknabbern, worauf ich leicht schmunzeln musste. Ihr Herzschlag war ruhig und normal, sie schien nicht einmal nervös zu sein.
      [SIZE=10pt]"Ist bist jetzt alles okay?", Jackie sah mich an. Ich nickte und verstaute mein Stethoskop wieder in der Tasche und nahm meine Taschenlampe hervor. Nun hiess es: Augenreflexe kontrollieren. Natürlich war Money in a Bank nicht begeistert von der Taschenlampe und schnaubte. Ihre Augenreflexe funktionierten perfekt. Und zum Schluss sah ich mir noch ihre Ohren und ihre Nüstern an, sie waren frei. Die Stute war also Kerngesund, zum Glück. Jackie wollte noch, dass ich ihre Zähne kontrollierte, was ich dann auch tat. Ich schob meinen Daumen sanft in die Mundspalte und sie öffnete ihren Mund. Ihre Zähne waren etwas eckig, deshalb holte ich meine Feile aus der Tasche und begann ihre eckigen Zähne abzuschleifen. Als wir fertig waren, lobte ich sie und verstaute meine Feile. Als nächstes müsste die geimpft und gechippt werden. Ich zog mir meine Gummihandschuhe über und nahm die erste Spritze: die Spritze gegen Herpes. Sanft strich ich der Stute über den Hals und piekste die Nadel in einer Falte. Money in a Bank zuckte ein bisschen zusammen, aber beliess es auch nur bei dem. Auch die anderen Spritzen liess sie ohne Reaktion über sich gehen. Auch das Chippen ging bei ihr gut, zu erst dachte sie zwar, dass die Spritze ein Spielzeug sei. Aber schnell hatte sie gemerkt dass dem nicht so sei. Dann führte Jackie Money in a Bank zurück in den Stall und ich wand mich zu Nachtigall.
      [SIZE=10pt]"Du bist aber eine hübsche", ich zog aus meiner Jackentasche ein weiteres Leckerli und hielt es der hübschen Haflingerstute hin. Sofort nahm sie es an und kaute vor sich hin. Dann begann ich ihre Gelenke abzuchecken und fand an ihrem rechten Hinterbein eine kleine Wunde. Ich sah mir die Wunde genauer an und stelle fest, dass sie sich wohl irgendwo aufgeschürft hatte. Ich begann die Wunde zu desinfizieren und dann ein zu binden, man wusste ja nicht es sich entzünden können. Dann kam Jackie wieder aus dem Stall mit einem weiteren Haflinger und sah geschockt auf den Verband. "Was ist den passiert?", fragte sie sofort als die den Haflinger neben Nachtigall anband. "Sie hat sich vermutlich irgendwo aufgeschürft und deshalb hat sie eine kleine Wunde, ich würde dieses Bein ein bisschen schonen, ja?" Jackie nickte. Danach fuhr ich mit der Durchsuchung fort, alles andere war in Ordnung: Herzschlag, Augenreflexe, Zähne, Nüster und Ohren. Als ich die Spritzen hervor holte, war sie aber erst ein bisschen Misstrauisch und wich immer zurück. Ich gab ihr ein weiteres Leckerli und daraufhin hielt sie Still. Schnell aber sicher führte ich die Nadel ein und drückte ab. So schnell wie ich sie eingeführt hatte, zog ich sie auch wieder raus und lobte Nachtigall. Die anderen Spritzen verliefen etwas ruhiger, doch beim Chippen wieherte sie verrückt. Als es vorbei war, schnaubte sie nur noch wütend, worauf ich etwas schmunzeln musste. Dann brachte Jackie die Stute wieder zurück in den Stall und ich widmete mich dem nächsten Patienten, Askan. Ebenfalls ein Haflinger, natürlich. Ich strich ihm sanft über den Hals: "Hallo, ich bin Sheyla." Bei ihm verlief die Routineuntersuchung ganz ruhig, er liess sich ohne Probleme die Gelenke, Nüstern und Ohren ansehen. Bei ihm war auch alles in Ordnung. Auch die Spritzen und das Chippen schien Askan nichts auszumachen. Am Schluss bekam er noch ein Leckerli und wurde in den Stall geführt. Als nächstes war Meike dran, ebenfalls Haflinger mit toller Farbe! Ich sah sie freundlich an und bat ihr ein Leckerli an. Das Leckerli nahm sie zwar, blieb aber dennoch Misstrauisch. Also begann ich erstmal sie zu streicheln, aber sie blieb immer noch Misstrauisch. Ich seufzte und begann trotzdem ihre Gelenke abzutasten, das gefiel Meike gar nicht. Sie begann an zu schnauben und tänzelte umher. Trotzdem konnte ich ihre Gelenke abtasten, sie waren in Ordnung. Auch das Ohren, Nüstern, Augen und Zähne kontrollieren wollte sie sich nicht gefallen lassen. Jedoch konnte ich mich durchsetzten. Ihre Zähne waren ein bisschen eckig, deshalb wollte ich kein Risiko eingehen und feilte ihre Zähne in eine gute Form. Danach kamen die Spritzen. Als Meike die sah, legte sie ihre Ohren an. Ich begann ihren Hals zu streicheln und führte dann, als sie gerade nicht hinsah, die Spritze ein. Das musste ich bei nächsten sechs Spritzen auch machen, inklusive Chippen. Ich glaube, sie war froh als sie zurück in den Stall durfte und mich nicht mehr sehen musste. Das letzte Pony, welche sich untersuchen musste war Amsterdam Girl. Jackie beschrieb mir sie als zickig und temperamentvoll. Dies merkte man leider schon beim Gelenke kontrollieren. Auch beim Nüstern, Augen, Ohren und Zähne kontrollieren ragte ihr Charakter heraus. Sie versuchte oft nach mir zu schnappen und legte die Ohren an. Dies war leider kein Vorteil beim spritzen und Chippen. Trotzdem schafften ich es mit Hilfe von Jackie, betteln und vielen Leckerlis. Nun waren alle geimpft und gechippt. Deshalb verabschiedete ich mich von Jackie und gab ihr die Rechnung. "Wiedersehen!"

      09. September 2013 - Hufschmiedbesuch
      2058 Zeichen © Sosox3



      Am nächsten Tag fuhr ich erneut zu Jackie welche mir nun den 4.Auftrag in ihrem Stall bescherte. Dieses Mal sollte ein weiter Haflinger Hengst und eine Haflinger Stute an der Reihe. Nämlich Askan und Meike.
      Der Hengst stand schon angebunden vor seiner Box als ich auf der Heartland Farm ankam. Jackie stand daneben und begrüßte mich schon Freundlich. "Hey Jackie, die zwei sollen heute beschlagen werden?", fragte ich sie grinsend und sie nickte. Leider musste sie ihrer Arbeit nach, denn ich hätte gerne noch mit der Guten Freundin gequatscht. Ich begrüßte dann erst Mal Askan, denn der Hengst stampfte ungeduldig mit einem seiner Vorderhufe auf. "Ist ja gut", sagte ich und klopfte ihm die Schulter ehe ich seine Hufe einzelnd hoch nahm und die Alten Hufeisen mit einer Zange zu entfernen. Dann begann ich direkt mit dem Ausschneiden und stellte fest das ich nicht korrigieren musste sondern direkt mit dem raspeln anfangen konnte. Ich bearbeitete alle vier Hufe und erhitzte die Millitary-Eisen so, das ich sie formen konnte. Manchmal war er ein wenig unaufmerksam, ließ sich jedoch gut beschlagen. Ich brachte den Hengst in seine Box und nahm mir gleich im Anschluss die Dunkle Hafistute raus um sie zu beschlagen. Sie ging treu doof hinter mir her und ließ sich draußen anbinden. Meike gab ihre Hufe ganz brav und hielt sie sogar freiwillig hoch, doch ich nahm die Hufe und entfernte die alten Kutschhufeisen. Ihre Hufe waren ein wenig zu lang und so schnitt ich ein wenig mehr aus als bei Askan, da er kürzere Hufe hatte als die Stute. Ich korrigierte eine Fehlstellung im Linken Hinterhuf und raspelte noch an den Hufen herum. Als sie eine Gute Auflagefläche hatten, erhitzte ich auch die Millitary Hufeisen für Meike und formte sie, so dass sie gut auflagen. Ich hämmerte die Nägel in die Hufe damit sie hielten und auf der Weide nicht abfielen konnten. Dann knippste ich die Nägel kurz und Bog sie um. Ich lobte Meike und Askan indem ich ihnen jeweils einen Halben Apfel gab und sie reinbrachte. Jackie würde mir das Geld überweisen, das wusste ich.


      22. Oktober 2013 - Eine ziemliche Herausforderung
      10635 Zeichen © Jackie



      4. Kapitel - Eine ziemliche Herausforderung

      Amy stand bereits um 5 Uhr morgens auf. Sie stand in der Küche und schmierte sich ein Marmeladenbrot, dabei hörte man sie leise Fluchen. "Amy ruh dich aus, Amy leg dich hin, Amy tu dies, Amy tu das! Mal im Ernst, so schlecht geht es mir doch gar nicht!", doch in diesen Moment stolperte sie nach vorne. "MIST!" sie fing sich gerade noch am Tisch auf. Beinahe... aber nur beinahe... hätte ich wieder eine Woche im Rollstuhl verbringen können. Das rothaarige Mädchen schlang ihr Brot runter und schlüpfte in ihre Latzhose um mit der Stallarbeit zu beginnen. Ihr war es egal ob ihr was passierte, immerhin mussten die Pferde versorgt werden. Was steht heute denn überhaupt an ? Amy kramte einen Notizzettel aus ihrer Hosentasche und las laut vor "Black Bird wird verkauft, sie muss geputzt und gefüttert werden, gegen Nachmittag ihre Box ausmisten. Talitha 1 Pferd von Zaii wird zum ausbilden gebracht, bitte eine Box frei machen (ausmisten) und Futter auffüllen." Sie hob ihre Augenbrauen. Oh, wie wundervoll. Wahrscheinlich darf ich beim ausbilden mal wieder nur zusehen... Amy kam sich nutzlos vor. Sie sah wieder auf den Zettel "Abajo und Blettur wird heute angekommen, bitte zwei Boxen frisch machen. Lakritz trainieren (Gelassenheitsspaziergang) und Findus an sein Halfter gewöhnen. Außerdem soll Figaro, Nachtigall und Money decken." Amys Augen wurden größer "Heilige... das schaff ich niemals !! Ich werde Ty, Cayden und Sarah fragen müssen ! Vielleicht hat Lou auch Zeit."

      Es war halb 6 und die Pferde mussten gefüttert werden. Amy mischte Hafer, Kleie und einige wichtige Kräuter individuell für die Pferde an. Black Bird bekam Melissenblätter in ihr Futter, damit sie den Transport heute beruhigt entgegentreten konnte. Aus dem Stall vernahm man ein fröhliches brubbeln und schnauben. Amy streute frisches Heu in Prince, Cindarellas, Luzifers, Puppys, Lakritzs, Findus und Wikotikabesas Box. Die restlichen Pferde standen über Nacht auf der Weide. Moon und Figaro sowieso. Anschließend prüfte Amy die Wassertränken, diese funktionierten einwandsfrei. Ah! Was ist das ?! Etwas knabberte an Amys Schulter, sie drehte sich überrascht um und sah Puppy. "Huch! Wie kommst du denn hier hin ?" offensichtlich habe ich beim Heu auffüllen nicht aufgepasst... dachte sie sich. Sie nahm das Fohlen am Halfter und führte es zurück in die Box. "Du bist mir ja ein Schlawiener" Amy grinste und schloss die Boxentür. Dann strich sie sich mit ihren Handrücken über die Stirn. "Das wäre erstmal geschafft... jetzt muss noch der Zuchtstall gemacht werden... füttern, Tränken kontrollieren..." sie seufzte. Gerade als sie sich umdrehen wollte erschrak sie. "TY!" Ihr bester Freund und Stallbursche stand hinter ihr. "MENSCH! Du hast mich fast zu Tode erschreckt..." Ty lachte. "Nette Begrüßung. Brauchst du vielleicht Hilfe ?" ihr grinste auffordernd.Wahrscheinlich stand er die letzten Minuten schon hier... dann war es bestimmt Ty weshalb Puppy ausgebrochen ist. Sie reichte ihm den Futtereimer entgegen. "Zuchttrackt... füttern, Tränken kontrollieren. Ich mach die Bo... achja, ich kann ja nicht." sie deutete genervt auf ihre Krücken. "Ich werde die Weidenpferde putzen." Ty sah sie wehleidig an. "Scheint als hätten wir heute ganz schön viel zu tun."
      "Darauf kannst du wetten Ty!" Amy seufzte wieder. "Ich hoffe Cayden kommt pünktlich."

      Mit langsamen Strichen verwöhnte sie ihre Trakehnerstute Mon Chérie. Währenddessen sprach sie zu ihr. Amy sprach immer mit ihren Lieblingen wenn ihr was auf dem Herzen lag. "Ach Chérie, wir haben heute noch so viel zu tun... und ich fühle mich so eingeschränkt ! Nur wegen diesen doofen Unwetter musste ich ins Krankenhaus und darf jetzt erstmal eine Woche mit Krücken rumlaufen... dabei würde ich doch so gerne mit dir ausreiten..." Sie strich der Stute sanft über den Rücken und lehnte ihren Körper an ihren Bauch an, sie spürte die Wärme des Pferdekörpers. Mon Chérie schnaubte. "Ich weiß, du hast leider auch keinen Ratschlag für mich. Aber Süße ? Ist dir aufgefallen das Ty momentan etwas anders mir gegenüber ist ? Vielleicht bilde ich mir das auch einfach nur ein...". Amy putzte ihre Flanken als sie eine Stimme von hinten vernahm. "Bestimmt nicht Amy." Es war ihre Freundin Sarah. Es war bereits vormittag. "Kann ich helfen?" Amy sah nach hinten. "Leider ja, ich wünschte wir hätten nicht so viel Arbeit." Sarah lächelte sie an. "Vielleicht solltest du dir einen weiteren Stallburschen zulegen." Daran habe ich auch schon gedacht... Amy schmunzelte. Putzte währenddessen weiter. "Machst du Chéries Hufe ? Danach müssen 2 Stallboxen freigemacht werden, Futter auffüllen und Tränken prüfen. Immerhin kommt heute Abajo und Blettur an." Sarah lächelte. "Blettur..." flüsterte sie geistesabwesend. Blettur war Sarahs erstes Fohlen das sie mit Moonlight Shadow bekommen hat. Sie hatte ihn (Blettur) sofort gekauft als man ihn wieder verkaufen wollte. Nun wird er sein Leben auf Heartland verbringen. "Ich geh kurz rein und ess mir noch eine Kleinigkeit, vielleicht finde ich Cayden." Amy fiel es sofort auf als ihre Freundin auf den Namen errötete. "Nanana, habe ich da etwas verpasst?" fragte sie sie grinsend. Sarah schüttelte verschämt den Kopf. "Ich bring Chérie schon weg, kümmer du dich um dein Essen." Sarah zwinkerte ihr zu. Wie schön wenn man Freunde hat.

      "Hallo!" Cayden stieg gerade aus seinem Wagen als Amy aus der Türschwelle trat. "Gut das du kommst !!" in dem Moment kam auch Lou an. "Wieso?" fragte sie ihre Schwester. "Lou wir haben heute noch so viel zu tun! Cayden machst du bitte eine Box frisch ? Heute kommt ein auszubildenes Pferd. Und Lou ? Könntest du Lakritz spatzieren führen ? Aber arbeite mit ihm ! Er soll lernen gelassen am Strick zu gehen. Ich denke du schaffst das ohne mich". Sie lächelte ihre Schwester an. Lou sah allerdings alles andere als überzeugt aus. "Bist du dir sicher?" Amy nickte kräftig. "Cayden wenn du fertig bist, putz bitte Black Bird. Sie wird heute verkauft. Und wenn du auch damit fertig bist, müssen die Weidenpferde geputzt werden." Lou blickte zu Cayden und anschließend zu Amy. "Und die dreckigen Boxen?" Amy seufzte. "Die müssen auch noch ausgemistet werden." Lou schüttelte den Kopf. "So kann das nicht weitergehen! Bis das alles fertig ist, ist es schon spät am Abend. Amy wie hast du dir das vorgestellt ?! Wir brauchen Unterstützung." Amy verzog das Gesicht. "Wenn du jemanden findest..." Doch sie musste sich eingestehen das sie auf Lou vertrauen konnte. Sie war die Person die sich mit solchen Dingen auskannte.

      Ty war mit dem füttern fertig. Amy entdeckte ihn im Stall, er war gerade dabei Death und Angel zu putzen. "Hey, ich helfe dir!" rief Amy durch die Gasse. Ty lächelte verständnisvoll. "Das ist sehr lieb von dir. Ich muss nachher noch den Gang durchkehren, aber das erst wenn alle Pferde geputzt sind." Amy sah ihn dankbar an. "Was würden wir nur ohne dich machen! Ich bin so froh das du immer zu uns hälst. Selbst als dich Val Grant abwerben wollte." Ty musste lachen. "Zu DENEN wäre ich selbst in meinen schlimmsten Alpträumen nicht hingegangen!". Die beiden himmelten sich nahe zu an. "Als Amy Death Rücken striegelte spürte sie kurz Tys Hand an ihrer. Er striegelte den Hengst auf der anderen Seite. Eine beklemmte Röte stieg in ihr Gesicht welches sie süß wirken ließ. "Ty wie wäre es eigentlich mit einem Stallfest? Lou sucht außerdem noch Stallburschen, alleine schaffen wir das nicht mehr." Ty dachte nach. Stallfeste sind doch schön. "Ja wieso nicht. Ich mein vielleicht finden wir ja auch einen Stallburschen nach dem Stallfest." Amy war froh das Ty so dachte wie sie. "Ich bin froh dich zu haben!" sagte Amy verträumt. Ty sah ihr in die Augen. Sein Blick war gar fesselnd. "Was meinst du ?"
      "Na, ohne dich wäre es tot langweilig!" sie zog das tot in die Länge und zwinkerte ihm zu. Ty grinste. "Sowas hört man doch gerne!". "Wann decken wir die Stuten ? Nach dem Talitha angekommen ist ?" Ty nickte. "Und nachdem Svartur da war um Black Bird abzuholen." Amy nickte "Das wird wohl das Beste sein."

      Als Zaii mit Talitha auf dem Hof einfuhr, waren bereits alle Weidenpferde geputzt. Es war 2 Uhr und das gröbste an Arbeit war Gott sei Dank geschafft. Talitha sollte sich heute an ihre neue Box gewöhnen, weshalb erstmal nicht trainiert werden sollte. "Na da ist ja die Süße." scherzte Amy und umarmte Zaii. Zaii kam nicht zum ersten mal nach Heartland um ihre Pferde ausbilden zu lassen. "Freut mich dich wieder zu sehen!" begrüßte sie Amy. Ty stand neben ihr. Sarah war bereits im Gelände verschwunden, sie wollte ihr Pferd Moonlight Shadow reiten. Der Schwarzwald war eine traumhafte Landschaft für Ausritte. "Also nur longieren?" fragte Amy freundlich nach. "Ja, das wäre sehr lieb." Amy nickte. "Natürlich." Ty nahm ihr das Pferd ab und führte es in die Box. "Möchtest du noch auf einen Kaffee ins Haus kommen?", doch Zaii lehnte ab. "Ich habe noch so viel zu tun." das überraschte Amy nicht. "Ist bei uns leider genau das selbe." Die Mädchen lächelten sich noch ein letztes mal an, ehe Zaii vom Hof fuhr. Eine Stunde später kam Svartur an, um Black Bird zu holen. Ty war die Nacht zuvor nochmal mit Black Bird um den Hänger gegangen, damit sie heute keine zicken machte. Und es wirkte. Ty war nach Amy ein Speziallist wenn es um die Ausbildung von Pferden ging. Amy sah zu Ty als Svartur nach einer halben Stunde wieder fuhr. "Wirst du sie vermissen?" Amy legte ihren Kopf an seine Schulter. "Ja. Aber nun hat sie einen guten Besitzer gefunden."

      Amy und Ty standen am Zaun der Zuchtweide. Dort standen Figaro und Nachtigall. Es war nicht das erste mal das die 2 verpaart wurden. "Ich bin stolz auf ihn." flüsterte Amy ihren Freund ins Ohr. Ty sah zu Figaro. Dieser knabberte an Nachtigall und folgte ihr. "Er hat schon viele schöne Fohlen gezeugt, nicht wahr ?" - "Ja." sagte Amy verträumt. Das Tys Schulter so schön warm ist...Nachtigall wollte nicht so recht, aber Figaro schaffte es schließlich sie zu befruchten. Es dauerte zwar länger als geplant, aber es war endlich geschafft "So mein Lieber, spar dir noch etwas für die nächste Stute." Scherzte Amy während sie Nachtigall von der Weide führte. Ty holte Money. "Meinst du er packt das ohne Hilfe?"
      "Mal schauen." sagte Amy und setzte sich auf das Gatter. Ty stand hinter ihr und hielt sie fest. Cayden und Sarah gewöhnten währenddessen Findus an Halfter und Decke. Am Abend sollten sie von dem Spektakel erzählen, auch Lou die Lakritz spazieren führte. Gegen Nachmittag kamen auch Abajo und Blettur an, diese wurden von Großvater Jack empfangen.
      Im Ganzen, dieser Tag war für alle eine ziemliche Herausforderung.



      05. Dezember 2013 - Tierarztbesuch
      8783 Zeichen © Trostpferd



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      Mit einem warmen Lächeln auf den Lippen und meinem Köfferchen unter dem Arm stolzierte ich über den Hof von Amy Fleming. Hier auf Heartland war der Winter schon ausgebrochen und ich kämpfte mir meinen Weg zum Stallgebäude.
      Drinnen wurde ich schon von Amy erwartet, welche den jungen Lakritz schon auf der Stallgasse angebunden hatte. Der Isländer sah mir mit großen, freundlichen Augen entgegen und ich stellte mein Köfferchen ab.
      „Hallöchen Amy!“, begrüßte ich sie lächelnd und nahm sie in den Arm. „Wie geht es dir?“
      „Ganz gut soweit, danke. Und dir?“, fragte sie mich und wir ließen voneinander ab.
      „Schön. Mir geht es gut. Danke der Nachfrage. Also – ich soll mich ja heute ein Paar deiner Schätzchen zuwenden, nicht wahr? Und wie ich sehe kann Lakritz es schon gar nicht mehr abwarten bis ich mit ihm anfange.“, witzelte ich und trat zum Kopf des Kleines Hengstes.
      „Na Schnucki? Du siehst ja mal plüschig aus!“, sagte ich liebevoll und kraulte seinen Hals, während er begeistert an meiner Jacke schnupperte. Als er damit fertig war trat ich einige Schritte zurück um mit meiner Arbeit zu beginnen.
      „Dann wollen wir doch mal!“
      Als erstes beurteilte ich den ersten Eindruck des Pferdes:
      Lakritz sah kräftig und wohlgenährt aus. Sein Fell glänzte und seine Hufe sahen auch gut aus. Am linken Hinterlauf hatte er eine kleine Macke, auf welcher sich aber schon Schorf gebildet hatte.
      Sein Blick war wach und klar und seine Ohren zuckten aufmerksam hin und her. Kurz warf ich noch einen Blick auf die Macke und fühlte, um zu überprüfen ob die Stelle erwärmt war. Das war nicht der Fall und ich lächelte.
      „Auf den ersten Blick ist alles super!“, sagte ich kurz zu Amy und trat dann wieder zum Kopf des Isländers, um die Schleimhäute näher zu untersuchen. Lakritz ließ sich das Prozedere ohne Mucken gefallen und ich konnte die Schleimhäute der Augen und die Maulschleimhaut ansehen. Beide hatten eine rosa Farbe und auch die Kapillarfüllzeit am Zahnfleisch war zufriedenstellend.
      Nun holte ich mein Stethoskop aus meinem Köfferchen, um die Atmung und den Herzschlag des Ponys genauer unter die Lupe zu nehmen.
      Die Atmung war ganz ruhig und regelmäßig, genauso wie die Herzfunktion.
      „Amy – ich gratuliere dir zu einem rundum gesunden Pony.“, alberte ich herum und legte das Stethoskop zur Seite.
      Nun zog ich die Impfungen auf und bereitete die Einstichstelle vor, indem ich sie desinfizierte.
      „Und jetzt bitte einmal schön stillhalten.“, sagte ich leise und setzte die erste Spritze an. Lakritz zuckte kurz zusammen, blieb aber ruhig stehen. Nachdem die erste Impfdosis leer war, folgten noch eine Zweite und eine Dritte.
      „Jetzt fehlt nur noch der Chip.“
      Nun holte ich das Päckchen vom Chip aus meinem Köfferchen. In ihm waren die Spritze mit dem Transponder und einige Aufkleber mit einem Strichcode und der Nummer des Chips.
      Ich trat an die andere Seite von Lakritz und desinfizierte die Stelle, an der ich den Chip setzen wollte.
      Dann war es eine Sache von keinen zwei Sekunden und die dicke Nadel transportierte den Transponder unter die Haut der linken Halsseite. Ich überprüfte kurz, ob der Transponder richtig saß, indem ich mit dem Lesegerät über die Stelle fuhr und siehe da – ein Piepsen erklang.
      „Das war’s auch schon. Der Kleine ist fertig.“, sagte ich zufrieden und tätschelte liebevoll seinen Rücken. „Die Wurmkur gebe ich dir gleich – die solltest du ihm in fünf bis sechs Tagen geben. Genauso machen wir das auch mit den Anderen. Wenn die Mäuse die Paste nicht auf Anhieb fressen, kannst du die auch über Leckerchen verfüttern. Hauptsache das Zeug geht rein.“
      Kurze Zeit später stand an Stelle von Lakritz die Haflinger-Dame Money in a bank. Sie war ein wahrer Engel. Während ich den tadellosen, äußerlichen Zustand beurteilte und die Schleimhäute und die Kapillarfüllzeit überprüfte, stand sie seelenruhig da und schmuste mit ihrer Besitzerin.
      Auch als ich die Atmung und die Herzaktion abhorchte, benahm sie sich vorbildlich.
      „So Süße – jetzt gibt’s drei Piekser und dann kannst du schon wieder in deine warme Box. Okay?“, erzählte ich und zog die Impfdosen auf.
      Ich desinfizierte kurz die Einstichstelle und nur wenige Sekunden später war die erste Impfung bereits im Kreislauf des Pferdes. Die Zweite und Dritte Impfung folgte sofort und schon konnte die Stute wieder in ihre Box.
      „Auf zum nächsten Hü.“, sagte ich und lächelte.
      Nun war Samie an der Reihe. Der kleine Haflinger folgte Amy treu doof aus seiner Box und strahlte pure Ruhe und Entspannung aus.
      „Na Samie? Wie geht’s dir denn heute?“, fragte ich sanft und streichelte seine Schulter. Sofort fing er an mich nach Leckerchen zu durchsuchen und ich musste lachen.
      „Er ist so ein Goldbäckchen!“
      Zum allgemeinen Zustand von Samie konnte ich sagen, dass sein Fell glänzte und seine Hufe in gutem Zustand waren. Außerdem hatte er einen wachen und klaren Blick und seine Schleimhäute deuteten auch von einem guten Zustand. Zuletzt prüfte ich still die Kapillarfüllzeit und zog dann die Impfungen auf. Nachdem ich dann die Einstichstelle desinfiziert hatte, spritze ich dem Haflinger die Impfdosen und nahm dann die Chiptüte aus meinem Köfferchen.
      „So Schnucki – das wird jetzt unangenehm. So eine große Nadel ist echt fies.“, sagte ich mitfühlend und trat an seine linke Seite. Kurz desinfizierte ich die Einstichstelle und platzierte den Transponder dann unter der Haut. Schnell fuhr ich noch einmal mit dem Lesegerät über die Stelle und ein leises Piepsen ertönte.
      Wie schon die ganze Zeit über, benahm sich Samie klasse. Er stand während der ganzen Prozedur ruhig und beknabberte seine Besitzerin. Ab und zu schaute er sich um, aber mehr auch nicht.
      „Klasse Dicker! Fertig!“, sagte ich zufrieden und Amy brachte ihren Schatz wieder in seine Box.
      „Wer ist jetzt dran?“, fragte ich fröhlich und Amy verschwand kurz in einer Box, ehe sie mit Askan am Strick wieder zu mir kam.
      „Askan ist dran.“, sagte sie und lächelte, während sie ihn anband.
      „Dann wollen wir doch mal.“
      Als erstes beurteilte ich wieder die äußere Erscheinung des Pferdes. Askan sah auf den ersten Blick top aus. Sein Fell glänzte wie eine Speckschwarte und auch seine Hufe sahen gut aus. Außerdem schaute er interessiert in der Gegend herum und seine Augen glitzerten vor Lebensfreude.
      Nun schaute ich mir die Augen und die Schleimhäute näher an. Es war alles super. Auch die Kapillarfüllzeit war auch gut und ich hörte dann die Atmung und den Herzschlag ab.
      Askan war etwas aufgeregt und demensprechend waren beide Faktoren etwas erhöht, aber regelmäßig und kräftig.
      „So Süßer. Jetzt gibt’s drei Piesker.“, sagte ich und bereitete die Impfungen vor, welche nach dem Desinfizieren der Einstichstelle auch sofort zur Verwendung kamen. Askan stand zwar ruhig da, war aber angespannt.
      „Alles Gut, Mäuschen.“, sagte Amy beruhigend und strich über den Nasenrücken ihres Pferdes.
      „So – das waren die Impfungen. Jetzt noch Chippen und dann ist er fertig.“, sagte ich und nahm mir die Spritze mit dem Transponder.
      „So – jetzt einmal ganz feste Knuddeln.“, wies ich Amy freundlich an, desinfizierte die Stelle, an der linken Halsseite, und setzte dann den Transponder unter die Haut. Nun prüfte ich den Transponder wieder mit dem Lesegerät und ein leises Piepsen erklang.
      „Schau mal! Schon fertig!“, sagte ich und Amy brachte den Hengst wieder in seine Box.
      Nun war nur noch Meike dran. Die Haflingerstute war, genauso wie Askan, ein wenig aufgeregt, benahm sich aber trotzdem super.
      Auch sie war auf den ersten Blick in einem super Zustand und ich fand keine Mängel. Die Atmung und der Herzschlag waren etwas schnell, aber dies war auf die Aufregung zurückzuführen.
      Kurz bereitete ich die Impfungen vor, ehe ich die Einstichstelle desinfizierte und dann die Impfungen spritzte.
      „Klasse Mäuschen! Super! Schon fast geschafft.“, sagte ich liebevoll und holte die große Spritze.
      Damit bewaffnet trat ich an die linke Seite der Stute und desinfizierte noch schnell die Stelle, an der ich den Transponder setzen wollte.
      Nur wenige Sekunden später war der Chip unter der Haut des Pferdes und ich testete noch schnell mit dem Lesegerät, ob der Transponder richtig saß.
      „Fertig! Das war’s.“, sagte ich fröhlich und packte meine Sachen ein. Während Amy Meike wieder in ihre Box brachte, suchte ich die passenden Wurmkuren heraus und drückte sie Amy in die Hand, als sie wieder bei mir war.
      „Bitte – die sind für dich. Und wie ich vorhin schon gesagt hatte kannst du die Wurmkuren in fünf bis sechs Tagen anwenden. Versuch’s am besten erst einmal ohne Leckerchen. Wenn es gar nicht geht, kannst du die Paste in ein ausgehöhltes, trockenes Brötchen packen.“, erklärte ich und nahm sie dann noch einmal kurz in den Arm.
      „So, ich mach mich jetzt wieder auf den Weg. Wir sehen uns.“
      „Okay und danke nochmal. Komm gut nach Hause!“
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      17. Februar 2014 - Eine Stallhilfe
      6751 Zeichen © Nimaya



      Sehr früh weckte mich mein Wecker und ich schaltete ihn genervt aus. Heute sollte ich in den Stall zu Amy und mich um ihre Pferde kümmern, darauf freute ich mich schon sehr und sprang voller Übermut aus dem Bett und stolperte über meine eigenen Hausschuhe. 'Autsch.' Aus meinem Schrank nahm ich mir eine frische Reithose und einen dicken Wollpullover, damit machte ich mich dann auf den Weg in die Küche um mir dort ein Marmeladenbrot zu schmieren.
      Als das Brot verschlungen und das Glas Wasser ausgetrunken war, ging ich in den Flur, zog mir die Stiefel und Jacke an und setzte mich ins Auto und fuhr los zu Amy.
      Auf dem Hof war es sehr still als ich ankam, was mich jedoch nicht davon abhielt in den Stall zu huschen. Dort war es sehr warm und es duftete herrlich nach Heu und Pferden. Einige Köpfe mit braunen Kulleraugen schauten mir neugierig entgegen als ich den Weg zur Futterkammer entlang ging.
      Während ich die Eimer für die Pferde richtete, hörte ich einige Pferde ungeduldig schnaufen und andere scharten am Boden. Als ich den Pferden ihr Futter in die Tröge gab und sie zufrieden mampften, kehrte ich die Stallgasse, die Futterkammer und die Sattelkammer.
      Nachdem ich mich vergewissert habe, dass die Wasserspender der Pferde gingen und sie alles aufgegessen hatten, brachte ich die Fohlen Findus II, Puppy, Par Dieux und HGT's Dead Snow zusammen auf die Weide. Ich sah ihnen zu wie sie auf die Koppel preschten und hinterher miteinander wild spielten. Danach brachte ich noch die Haflingerfohlen Picola, L'Ombre de la Lune, Mirabella und Figaros Schattenfalter gemeinsam auf eine Koppel. Auch sie stürmten davon und spielten wild miteinander.
      Bevor ich mich um die anderen Pferde kümmern wollte, mistete ich die Boxen der Fohlen aus. Es beantspruchte sehr viel Zeit, obwohl ich nur das Nasse und die Pferdeäpfel rausmachte und frischen Stroh darüber warf. Auch bekamen sie frisches Heu in die Box gelegt. Nachdem die Boxen der Fohlen gesäubert waren, wollte ich eine kurze Pause einlegen und mich um ein paar der Pferde zu kümmern. Deshalb betrat ich Cinderellas Box mit ihrem Halfter in der Hand. Ich halfterte sie auf und band sie am Putzplatz an. Einen Putzkasten hatte ich mir schon bereit gestellt, den ich für alle Pferde benutzen würde. Mit der Kardätsche putzte ich sanft über ihr grau-geschecktes Fell und strich vom Hals zur Schulter hin. Sie schien es sehr zu genießen. Ich strich ihr mit der Wurzelbürste über die Beine und kratze ihr die Hufe aus. Hinterher führte ich sie ein bisschen auf dem Hof herum, ließ sie einen Graßbüschel abreißen und brachte sie wieder in ihre Box.
      Ich ging an Mon Chérie vorbei, die mir den Kopf entgegen streckte. Kurz hielt ich inne und sah die hübsche Trakehnerstute an. Sie wollte ich in der Box stehen lassen und gab ihr eine Möhre, ehe ich mich wieder an die Arbeit machte.
      Nachdem ich nun alle Boxen ordentlich gesäubert hatte und frisches Stroh darüber schmieß und Heu in eine Ecke legte, wollte ich mich noch um die anderen Pferde kümmern, also begab ich mich in Wikotikabesas Box, halfterte sie auf und brachte sie an den Putzplatz, wo ich mich um die Pflege ihres Fells und ihrer Hufe kümmerte. Da sie sehr temperamentvoll ist, wollte ich noch nichts mit ihr machen, deswegen ging ich auch mit ihr nur ein bisschen auf dem Hof spazieren und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich traute mich noch nicht so recht an alles Pferde. Ich wollte zunächst bei allen ein bisschen Vertrauen aufbauen, ehe ich mich auf den Rücken der wundervollen Tiere schwang. I See You wollte ich ein wenig auf dem Platz laufen lassen, damit er sich die Beine vertreten konnte. Ich putzte ihn zuerst und kratzte auch ihm die Hufe aus und ging dann mit ihm gemeinsam auf den Platz. Ich halfterte ihn erstmal nicht ab, aber löste den Strick. Er schaute neugierig und lief dann los. Ich nahm die Gerte, die hier rumlag und wollte ihn damit ein bisschen antreiben, deshalb stellte ich mich mitten auf den Platz und trieb ihn mit Stimme und Gerte so gut es ging an. Erst als ich das Gefühl hatte, jetzt ist genug, lockte ich ihn zu mir und befestigte den wieder den Strick am Halfter. Ich führte ihn zurück in seine Box und gab ihm eine Möhre.
      Lakritz, The Death Angel, Luzifer, Prince Of The Half Moon und The Black Death befreite ich nur gründlich vom Schmutz, kratzte die Hufe aus und lief mit ihnen nur kurz auf dem Hof spazieren. Auch putzte ich Hollywood Undead II gründlich, doch sie sattelte ich und ging mit ihr auf den Platz. Ziemlich nervös stieg ich auf, nachdem ich mit ihr kurz Laufen war um ihr dann den Sattelgurt ordentlich zuzuziehen. Ich konnte mich nicht immer davor drücken, die Pferde nicht zu reiten. Oben drauf, merkte ich nichts von ihren 1,60m und sie war sehr brav. Ich ritt sie im Schritt warm und trabte dann langsam an. Sie hatte einen wirklich schwungvollen Trab und ich war sehr gespannt auf ihren Galopp, denn ich gleich danach ausprobieren wollte. Hollywood Undead II war eine wirklich feine Dame und ich war mir sicher, dass sie sehr gut auf Tunieren reiten würde. Ich ging mit ihre ein paar Bahnfiguren im Trab und im Schritt. Nach einiger Zeit hielt ich sie an, stieg ab und legte ihr die Abschwitzdecke über. Ich lief noch eine Weile mit ihr auf dem Platz um sie Trocken zu bekommen und brachte sie dann wieder an den Putzplatz. Ich sattelte und trenste sie ab, kratzte die Hufen aus und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich gab Hollywood Undead II eine Möhre zur Belohnung und wollte mich dann noch um die Haflinger kümmern.
      Ich putzte L'ombre de la Figaro, Askan, Sternsinger, Lana und Jargo von Kopf bis Hufe, bewegte sie nur kurz auf dem Hof und brachte sie wieder in ihre Box zurück. Samie putzte ich ebenfalls, lief dann aber auch noch eine kleine Runde um den Stall, an einigen Feldern entlang und brachte ihn, nachdem seine Hufe von dem Schmutz befreit waren, zurück in seine Box. Mit Windsor und Abajo tat ich das selbe, ging aber mit beiden zur Rechter und zur Linken um den Stall herum, ließ sie hier und da einen Graßbuschel abfressen und brachte sie hinterher wieder in ihre Boxen.
      Es war schon sehr spät und ich wollte meinen Tag langsam beenden, deshalb brachte ich sie Fohlen wieder in ihre Boxen und gab jedem der Pferde eine Möhre.
      Little Baby, Money in a Bank, Nachtigall, Amsterdam Girl, Meike, Nordstern, Sunshine Shadow, Golden Diamond, Bonito und Mrs. Pretty bekamen von mir eine Möhre und ich versprach ihnen, dass ich mich beim nächsten Mal zuerst um sie alle kümmern würde. Wenige von ihnen schnaubten mir liebevoll hinterher und bei Suburb Lights blieb ich einen Moment stehen. Er bekam eine Möhre von mir und ich tätschelte ihn kurz am Hals und verschwand dann. Ich schloss die Tür vom Stall, stieg in mein Auto und fuhr entspannt nach Hause.
    • Sosox3
      • 06. April 2014 - Eine Stallhilfe
        4337 Zeichen © Vepr



        Tag der offnen Tür

        Bereits um 8 Uhr kamen die ersten Teilnehmer für das kleine Turnier. Vina beeilte sich um die Gäste zubegrüssen. Riley, ihr Schäferhund, tappelt schwanzwedelend hinterher. Occu und Amy bauen neben der Halle bereits die Paddocks auf. Die Hofbesitzerin grüsst sie. Nach einen kleinen Plausch, geht sie wieder rein und holt Unterlagen. Diese bringt sie in den Turm, die Tagesmeldestelle.
        Gegen 9 Uhr kommen auch Jenny und Alicia. Etwas später kommen auch Medy, Soso, Sarah und Wolfszeit. Nach 10:30 Uhr haben alle sich schon an der Meldestelle gemeldet. Noch ist das Turnier nicht. Doch jetzt beginnt die kleine Vorstellung in der Reithalle. Vina hat Þögn schon im Stall fertig gemacht und Fynja Skelfing. Die Musik ertönt, Casper mit Lilabalu. Im Schritt reiten sie ein. Jeweils biegt einen Links und die Andere Rechts ab. Bei E und B bremsen sie und senken die Köpfe. Als es anfängt mit „Light shine into my face.“ Tölten die beiden Frauen los und gehen erst eine Runde ganze Bahn. Vina reiten innen an Fynja vorbei. Anschliessend folgt ein Zirkel. Jeweils auf dem A und C, als sie sich bei X begegen Klatschen sie ein. Weitere Elemente sind Schlangenlinienen und Volten. Auch reiten sie mal nebeneinander her und hintereinander. Am Ende der Kür reiten sie Hand in Hand raus. Das Publikum applaudiert. Es sind ziemlich viele Da. Die Halle hat 350 Sitzplätze und 200 Stehplaätze. Ausserdem ist der VIP Lounge auch die Möglichkeit zu 10 zu sitzen, doch dort muss man zahlen um rein zukommen - auch Heute.
        Weiter im Programm geht es, das die Männer Thor und Fynn die auf dem Hof befindenen Nachzuchten vorzuführen. Darunter sind Tväifari, Sunna, Nökk und viele Mehr. Die Jungpferde sind in Topform und auch schon alle gebrannt. Die einen früher die anderen Später. Wärenddessen bereiten die Frauen schon die Reitplätze vor. Es fehlt nur noch etwas Deko. „Hey. Ich wollte schon lange mal auf euren Hof kommen, da hat sich der Tag der offnen Tür gut gemacht.“, begrüsst Sarah die Beiden. Sie umarmen sich und plaudern etwas. Von weiter hinten kommt auch Amy. Sie begrüsst Vina und Fynja ebenfalls. Nun reden die Frauen. Andere Gäste wollen was fragen, doch das kriegt Fynja und auch Vina nicht mit. Dann klingelt, aber auch schon der Wecker von Vina. Das Westernreiten beginnt in der Reithalle.
        Die ganzen Teilnehmer zeigen was sie können. Es wurden extra deutsche Richter eingefahren. Den ganzen Lärm hält wieder vom Stress her nicht aus und verschwindet erst mal in der Meldestelle, doch auch da ist es nicht ruhiger. Ein paar Menschen wollen Beratungen zu unserer Zucht und vieles mehr. Wenige Fragen werden beantwortet und dann geht es weiter. Fynja hat es auch nicht leichter. Sie steht auf dem Abreiteplatz und verteilt die Positionen. Gleichzeitig macht sie auch die Auswertung der Prüfungen.
        Nach dem Western kommen auch die Dressurprüfungen in dem Viereck. Die Zuschauer gucken sich alles gespannt an. Ab und zu gibt es Pannen, Reiter kommen zu Spät oder verreiten sich. Doch auch Nachnennung gibt es. Unsere helfende Hand,Hayley, ist auch nicht. Gerade jetzt muss sie auf Weltreise sein. Super. Leicht genervt hetzen die Hofbesitzer über das Gelände.
        Bei der Springprüfungen haben sie endlich zwei Helfer gefunden, Medy und Jual. Die beiden Frauen hatten nach gefragt ob sie was tuen können, da haben wir natürlich gleich zugeriffen. Jetzt läuft auch alles besser. Der Stress wurde etwas gelindert.
        Gegen 17 Uhr eröffnet auch das Abend Buffet. Der Sporthof hatte eine Cateringfirma angerniert. Es gibt viel Auswahl. Füre alle ist was bei, es gibt extra Veganer Essen aber auch Vegitaria. Also kann niemand meckert. Aber auch das ganze Essen ist Laktose frei. Viele Gäste sind schon gegangen, aber die Stimmung wird immer besser. Es fliesst der erste Alkohol und auch sonst ist die Menge in guter Stimmung. Es läuft typische Isländische Volksmusik.
        Es ist 19 Uhr und Fynja fällt ein, dass noch Siegerehrung ist. Also macht Fynn eine durchsage und die Truppe geht zur Reithalle. Alle Reiter kommen mit einem Lächeln im Gesicht raus. Jeder hat eine Schleife oder Pokal. Das ist doch tool. Es gab zwar nicht viele Reiter, aber trotzdem. Noch bis in den frühen Morgen wurde gefeiert. Die Teilnehmer und Hofleute wa

        30. April 2014 - Eine Stallhilfe
        2990 Zeichen © Ravenna



        Die Kür
        Jetzt ging es auch für Amy und Meike an die Wurst nachdem wir Nordstern versorgt hatten, brachte Ty die fertige Meike bereits in Richtung der Halle. Meike gehörte bereits zum älteren Kaliber, besaß hierbei eine Arschruhe, dennoch waren ihre Ohren gespitzt, ihre Augen aufmerksam leuchtend. In den Lautsprechern begann es zu rauschen, zu knacken und eine raue Männerstimme ertönte "Amy Flemming mit der Haflingerstute Meike!" Die Zügel etwas annehmen, ein letztes beruhigendes tätscheln des Mähnenkammes und schon befand Amy sich auf dem Weg in die Halle. Im schwungvollen Schritt brachte Meike sie dem Mittelpunkt der Halle immer näher. Dort angekommen bleiben beide stehen schön geschlossen – dies hatten wir einst gemeinsam auf Heartland lang mit ihr geübt. Vor der Kür die Richter gegrüßt und wieder auf das Pferd unter sich konzentriert, schien es als wäre Amy recht ruhig auch wenn ich es besser wusste. Von der Mittellinie bog sie nach rechts ab trabte in der folgenden Ecke an. Meike wurde anders als Nordstern nicht Western geritten, besaß jedoch auch diesen typischen Ponytrab, doch sie war – aus Erfahrung - leichter zu sitzen als meine Connemaras. Meike bog elegant den Hals, aus der Entfernung konnte ich sehen wie weit die Stute untertreten konnte. Ty's Augen hingen an dem paar unten in der Bahn. Amy befand sich derweil auf dem Zirkel, galoppierte die Stute auf diesem an. Meike und Amy vergrößerten jedes Mal den Zirkel, bis sie auf der ganzen Bahn angelangt waren. Nun wechselten die beiden durch die Bahn, vollführten einen einfachen Galoppwechsel um danach wieder anzugaloppierten. Meike war im gesamten schon erfahrener als Nordstern, zeigte mehr Schwung in ihren Bewegungen. Biegung und Stellung gingen ihr so leicht von der Hand wie fressen, oder das Stehen bleiben im Gelände. In den Ecken bauten sie wie ich zuvor bereits bei Nordstern, kleine Volten ein um ihr Tempo zu regulieren. Kurz danach parierte Amy zum Trab durch ein aus der Ecke kehrt, folgte um erneut die Hand zu wechseln. Somit hatten die Richter die Chance Pferd und Reiter von allen Seiten zu betrachten und bestgehend zu beurteilen. Im Trab und im starken Schritt präsentierte Amy die Stute auf beiden Bahnen. Zu guter letzt, trieb Amy die Stute auf die 5 Trabstangen zu. Anschließend taxierten sie den aufgebauten Kreuzsprung. Für Meike - kein Problem. Schließlich kehrten Amy und Meike wieder auf die Mittellinie zurück, wie bereits viele Male vorher blieben sie bei X stehen. Amy ließ sich die Zügel durch die Hand gleiten, Meike nahm den Kopf etwas nach vorn und schüttelte ihren mächtigen Körper einmal von hinten nach vorn. Die Richter wurden von Amy mit einem unverhohlenen Grinsen verabschiedet. Am langen Zügel trotteten sie dem Ausgang entgegen, Ty und ich nahmen die beiden dort schlussendlich in Empfang. „Na da würde ich mal sagen – eine rundum erfolgreiche Stutkrönung, auch wenn die Ergebnisse nicht stehen. Beide Stuten sind super gelaufen, dies ist's doch was wirklich zählt, oder?“

        21. Juni 2014 - Eine Stallhilfe
        9809 Zeichen © medy



        Bei den Haflinger
        © medy | 9809 Zeichen

        Gemütlich nippe ich an meine Kaffeetasse. Heute darf ich den Tag bei Amy und ihren vielen Pferden verbringen, ich freue mich schon, die grosse Haflingerzucht kennen zu lernen. Um zehn Uhr soll es dann losgehen, bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit. Nicht einmal das schlechte Wetter kann meine Stimmung ruinieren. Fröhlich räume ich das Geschirr ab und packe meine Sachen zusammen, gehe aus dem Haus und schon sitze ich im Auto, auf dem Weg zu Amy. Das Gestüt kenne ich schon, allerdings nicht so gut. Nach einigen langen Minuten komme ich endlich an, Amy und Ty warten schon auf mich. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht steige ich aus und begrüsse sie. „Tut mir leid, dass ich zu spät komme, es hatte wieder einmal Stau gegeben“, entschuldige ich mich für meine Unpünktlichkeit. „Ach, das macht doch nichts, wir haben ja genug Zeit“, winkt Amy ab. Dann erklärt mir Ty das Programm für Heute. „Ok, alles klar“, lächle ich die beiden an und hole meine Sachen aus dem Auto. Zuerst steht komplett Fütterung an; Amy und Ty haben schon alles vorbereitet, so dass ich nur noch das Futter in die Boxen tun muss, Gesagt – getan.

        „Komm, ich zeig dir mal den ganzen Hof“, meint Ty zu mir und schon marschieren wir zu den Weiden los. Zuerst zeigt er mir die Zuchtpferde, und ich komme gar nicht mehr aus dem Staunen heraus; die Haflinger haben es mir angetan. Ty schmunzelt und stellt mir dann die Pferde vor; „ Siehst du die Dunkle Stute, hinten im Ecken? Das ist Meike. Rechts neben ihr steht Nordstern, und links vonMeike, dass ist Jargo.“ Ich gebe mir Mühe, mir die Namen zu merken und schon fährt Ty fort. Bald schon habe ich Nachtigall, Amsterdam Girl, Askan, Golden Diamond, Windsor sowie auch Suburb Lights, Sunshine Shadow, Sternsinger und Mrs. Pretty kennengelernt, ehe ich Ty bitte, eine Pause einzulegen, um mir die Namen zu merken. „Dass wirst du nie und nimmer schaffen“, spottete Ty mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Wir werden ja sehen“, grinse ich. Dann wende ich mich wieder den Haflinger zu. Friedlich grasen sie nebeneinander, es sind wirklich schöne Pferde. „Ty? Wie heissen den die Pferde dort hinten rechts?“, frage ich ihn. „ Also, von links nach rechts, das sind Samie, Figaro, Little Baby, Money in a Bank, Bonito und Abajo. Und rate mal, welches Fohlen Picolaheisst.“, er zeigt zu den Fohlen. Ich begutachte die süssen Fohlen und entscheide mich dann für einen ganz hellen Haflinger. „Vielleicht die?“, frage ich Ty. „Nein, dass ist L’Ombre de la Lune, Picolaist das Stutfohlen neben Mirabella. Mirabella kennst du ja, nicht?“, antwortet er. Ich nicke und erinnere mich an die Fohlenschau, die ich gemeinsam mit Mirabella gemeistert habe. Die Kleine war ganz brav und folgte fantastisch. „Und hinter Mirabella, das ist Schattenfalter. So, dass wären dann mal die Haflinger“, reisst mich Ty nun aus meinen Gedanken. Dann schaut er nach oben in den Himmel und verzieht das Gesicht. Ich folge seinem Blick, es sieht so aus, als würde es bald anfangen zu regnen. „Also, machen wir uns an die Arbeit?“, frage ich Ty, denn wir sollten noch einige Boxen ausmisten. „Ja, gehen wir“, antwortet er. Ich werfe noch einen Blick auf die Haflinger, ehe wir zu den Stallungen gehen. „ Du kannst ansonsten die Boxen von den Haflinger Fohlen übernehmen, ok?“, lächelt mich Amy an, die mir eine Mistgabel in die Hand drückt. „Ja, alles klar“

        Nachdem ich alle vier Boxen der Fohlen ausgemistet habe, miste ich auch noch Lakritz’s undHollywood Undead’s Box aus. Lakritz ist ein brauner Isländerhengst und Hollywood ein Palomino – Trakehner. Plötzlich fängt es draussen zu donnern an. „Oh-Oh“, murmle ich. Dann geht es auch schon los, es prasselt wie aus dem Kessel Regen. Amy rennt hastig in die Sattelkammer, holt haufenweise Halfter und wirft mir einige zu: „ Wir müssen die Pferde in die Boxen tun“, erklärt sie. Dann eile ich auch schon los, Richtung Weide der `Nicht-Haflinger`. Schnell öffne ich das Gatter, gehe rein und streife Prince of the Half Moon und Wikotikabesa die Halfter über. Auch The death Angel und The Black Death bekommen von mir ein Halfter angelegt. Mit je zwei Stricke in der Hand gehe ich dann mit den Pferden zu den Boxen. Sobald sie in den Boxen sind, und das Wetter wird immer schlimmer, nun hagelt und blitzt es schon, hole ich die anderen Pferden auch noch von den Weiden. Luzifer, Lakritz, I see You, Hollywood Undead, Mon Chérie sind nun mit Hilfe von Ty sicher in ihren Boxen. Auch die Fohlen Findus, Puppy, Par Dieux, Dead Snow, Cabbalero und Valentines Cilion haben wir von den Weiden geholt. Um die Haflinger haben sich Amy und das andere Personal gekümmert.

        „Uff, geschafft“, seufze ich. „Ich wäre froh, wenn du noch Windsor, Abajo und Samie putzen würdest“, sagt Amy später zu mir. „Ok, dann putze ich die mal gründlich durch“, antworte ich ihr lächelnd. Also hole ich nun Windsor aus seiner Box und binde ihn an. „Jaa, jetzt wirst du wieder mal verwöhnt“, erkläre ich ihm, währendem ich sein dreckiges Fell begutachte. „Du hast es dringend nötig, geputzt zu werden!“, lache ich. Nun schlabbert er meine Hand auf, die ich aber schnell zurückziehe. „Ne ne du, zuerst die Arbeit“ Schnell ist sein Fell wieder ganz hell, und man sieht wieder seine Fellfarbe. Nachdem ich ihn noch ein bisschen verwöhnt habe, bringe ich ihn wieder zurück in die Box . „Machs gut, mein Hübscher!“, verabschiede ich mich von ihm, ehe ich zu Abajo’sBox gehe und mich mit Abajo bekannt mache. „Gefällt dir das Wetter? Mir nicht. Ich hoffe es lässt nacher ein wenig nach“, plaudere ich mit ihm. Auch ihn putze ich gründlich durch, bis sein Fell fast glänzt. „Jetzt bist du wieder ein ganz Hübscher!“ Und wieder bringe ich das Pferd zurück in die Box und hole Samie raus. Und wieder putze ich den hübschen Hengst gründlich durch. Ein paar mal versucht er, mir einige Pferdekekse zu klauen, jedoch ohne Erfolg, denn leider war meine Jacke zwischen seinem Maul und den Keksen. „Du bist ja ein Verfressener, ne? Aber ganz ein süsses Verfressener!“ Nachdem ich ihn auch wieder versorgt habe, suche ich Amy auf und frage sie, ob ich nun etwas mit Figaro unternehmen sollte. „ Wenn du magst, kannst du mit ihm in der Halle springen", antwortet sie mir. „ Liebend gerne!“, strahle ich sie an.

        Nachdem ich Figaro geputzt, gesattelt und gezäumt habe, schnappe ich mir eine Gerte und gehe mit ihm in die Halle. In der Halle waren schon Sprunghindernisse aufgestellt, verwundert schaue ich mich um und erblicke Ty, der mir zuwinkt: „Ich hab schon mal alles aufgestellt“ „Oh, danke das ist lieb!“, antworte ich. Nun steige ich in den Sattel, Figaro bleibt ruhig stehen. Ich gurte nochmals nach und verstelle die Steigbügel, damit alles passt. „So, dann wollen wir mal, mein Bursche“ Im Schritt und Trab lockere ich ihn auf, ehe ich nach einigen Runden das erste Hindernis in Visier nehme. Ich gebe Figaro Schenkelhilfen, und schon fällt er in einen ruhigen Galopp. Wie immer zähle ich in Gedanken die Galoppsprünge ab, ehe wir über das Hindernis schiessen. Wow, Figaro kann wirklich gut springen. Wir überspringen einige Hindernisse, ehe ich ihn wieder trocken reite. „Und, wie ist es so, Figaro zu reiten?“, fragt mich Amy, die in der Zwischenzeit auch in die Halle gekommen ist. „Er ist fantastisch! Du kannst wirklich stolz sein, ihn im Besitz zu haben“ Ich lobe Figaro und steige dann ab. „Das hast du ganz super gemacht!“, lobe ich ihn nochmals. Schnell sattle ich ihn ab und putze ihn, kratze im die Hufe aus und bringe ihn in seine Box. Nun gönne ich mir eine kleine Pause, in der ich Figaro betüddle.

        „Nun bist du an der Reihe, du kleiner Wildfang“, begrüsse ich Cabbalero, ein hübscher Fuchs. Cabbalero ist ein Trakehner Fohlen, der wie gesagt, nicht so ein Einfacher ist. Amy hat mir aber erklärt, dass er in letzter Zeit ruhiger geworden ist. Heute sollte ich mit ihm ein Join Up machen, zuerst putze ich ihn aber noch. Nachdem sein Fell wieder rot strahlt, kratze ich ihm seine kleine Hufe aus und lobe ihn. Zum Glück hat das Wetter nachgelassen, so dass wir im Roundpen unser Join Up machen können. Auf dem Weg zum Roundpen tänzelt Cabbalero nervös auf seinen langen Beine und schüttelt hin und wieder seine kurze Mähne. Im Roundpen ziehe ich ihm das Halfter ab und schicke ihn an dem Rand des Roundpen’s. Mit dem Seil in meiner rechten Hand fuchtle ich herum, mache mich gross und beänstigend, sofort prescht Cabbalero los. Schultern parallel zu seinen Schultern, Auge in Auge. Im Jagdgalopp rennt er und buckelt, bis ich ihn die Seite wechseln lasse. Wieder lasse ich ihn einige Runden rennen. Dann, endlich wird er langsamer, sein Inneres Ohr ist auf mich gerichtet und er senkt den Kopf. Ich warte noch einen Moment. Und siehe da, er fängt an zu Kauen. Das ist das Zeichen, auf dass ich gewartet habe. Ich stelle mich passiv, wende mich von Cabbalero ab und warte. Vorsichtig und zaghaft nähert er sich mir, bis er schliesslich seinen warmen Atem mir in den Nacken prustet. Langsam, sodass ich ihn nicht erschrecke, drehe ich mich um und kraule ihn, ohne ihm in die Augen zu schauen. „Braver Junge!“ Dann hat auch Cabbalero nun Feierabend. Zum Schluss füttertere ich Cillion, Castiel und Panino.

        „Ich muss sagen, ihr habt es hier wirklich schön“, sage ich zu Amy und Ty. Amy hat mir ein Kaffee angeboten, und ich habe eingewilligt. Doch nun muss ich bald heim. „ Also der Tag war anstrengend, aber schön“, setze ich fort. Amy antwortet: „ Ich denke ohne dich hätten wir das heute nicht geschafft“ „Ach was“, winke ich ab. „Also, dann begleiten wir dich noch zum Auto“, grinst Ty und wir erheben uns. Draussen werfe ich noch einen Blick auf die vielen hübschen Pferde. „Machts gut, ihr Hübschen“, flüstere ich ihnen zu. Bevor ich ins Auto steige, verabschiede ich mich von Amy und Ty. „Also, bis dann ein anderes Mal!“, rufe ich ihnen noch zu, bevor ich mit dem Auto wegfahre.

        03. Juli 2014 - Hufschmiedbesuch
        3176 Zeichen © Jackie



        Borden &. Co. GmbH
        "Amy, holst du bitte die Stuten aus dem Stall?" ich blickte meine Freundin bittend an. Ihr Blick verriet mir das sie heute mehr als nur im Stress war. "Kann das nicht eine Sekunde warten ? Ich muss noch die Schubkarre weg räumen, aber offenbar versteht der Herr nicht, das ich auch noch andere Dinge zu tun habe." Ich verdrehte die Augen. "Mit dieser Einstellung werden deine Tiere niemals fit für die Kür sein." Sie zuckte bloß die Schulter und verschwand Richtung Misthaufen. Dann mach ich es eben alleine... Gereizt griff ich nach dem Halfter welches an Meikes Box hing. "Ich muss noch die Schubkarre wegräumen", äffte ich genervt meiner Freundin nach. Meike spürte meine gereizte Laune. Sie schlug energisch mit dem Schweif auf und stampfte mit dem Huf. "Komm meine Süße!", mit einem schnalzen munterte ich sie auf auf mich zu zu kommen damit ich sie rum führen konnte. Meike sah gut aus, ihr Fell glänzte fast so stark wie ihre Hufe. Ihre Militaryeisen jedoch waren schon ziemlich abgenutzt. Eines der Eisen war sogar locker. Also führte ich sie vor die Schmiede. Amy kam auf mich zugelaufen. "Jetzt bin ich frei", mit einem erleichternden seufzen beendete sie den Satz. "Könntest du mir gleich die Sachen rüber reichen ?" - "Ja klar, ich bring Meike dann schon mal zur Anbindestange, dann kannst du in der Zeit alles vorbereiten." Das war meine Amy... trotzdem kleinen Streit im Stall, benahm sie sich so süß und freundlich wie sonst auch wenn sie gerade mal nichts zu tun hatte. Ich entfernte Meikes alte Eisen, schnitt ihre Hufe aus und raspelte sie auf ideale Länge. Danach erwärmte ich das neue Eisen um die Form anzupassen und es schließlich anzubringen. Stinkende Nebelwolken stiegen empor und ich musste einmal kurz aufhusten. "Ich habe mir den Geruch schon angewöhnt." murmelte ich meiner Freundin zu.
        "Bist du fertig ?" Ich sah mein Werk an und antwortete mit einem ja. "Du kannst jetzt Nordstern holen" Ich brachte Meike weg, Amy holte Nordstern zur Schmiede. Sie trug Stahleisen, welche ich zuerst abnahm um die Hufe dementsprechend zu bearbeiten. Nordstern war die ganze Prozedur schon gewöhnt. Gott sei Dank . "Magst du Slidingeisen nehmen ?" Amy wedelte mit den länglichen Eisen. "Ja." ich nahm es ihr dankbar ab und erwärmte es. In nur wenigen Minuten war auch die 2. Stute beschlagen. "Bring mir noch den Schattenfalter der kann eine Kontrolle gut gebrauchen." sagte ich spontan.
        10 Minuten später kam Amy wieder. Die alten Eisen hatte ich in der Zeit weggepackt. "Na mein süßer." ich sah das Fohlen liebevoll an. Schattenfalter schnaubte mir entgegen und blickte Richtung Weide, dort wo seine Freunde grasten. "Lass uns dich untersuchen, danach kannst du wieder zu deinen Kumpanen." Amy lächelte mich zärtlich an. "Ich liebe dich auch" formte ich mit meinen Lippen. Amy grinste breit, ich tastete die kleinen Hufe des Fohlens ab. "Anheben bitte." gegen das Anheben sträubte der kleine Mann sich jedoch. "Das klappt noch, warte es einfach nur ab." munterte Amy mich auf - "Ja... irgendwann." Nachdem ich alle 4 Hufe inspiziert habe, konnte Schattenfalter zurück auf die Weide. "Ihm geht es super, keine Beschwerden." sagte ich zu Amy.

        07. Juli 2014 - Einreiten
        4203 Zeichen © Cascar



        Der Meike, die Meike, das Meike. Ich fand den Namen dieses Pferdes auf Anhieb super. Überlegte, das zu übernehmen.. Nebenher hatte ich noch einige andere Gedanken, während mich Amy per Telefon über meine, beziehungsweise unsere Ziele im nächsten Monat aufklärte. Ich hatte lange nicht mehr gearbeitet und verabredete mich kurzerhand für den nächsten Tag, um Meike, übrigens eine Haflingerstute, einzureiten.

        Gesagt, getan - bei sonnigen dreiundzwanzig Grad trudelte ich bei Amy ein, verstaute Fahrrad und Rucksack und begab mich auf die Suche nach ihr. Im dritten Stall wurde ich fündig; wir begrüßten uns und die Hofbesitzerin führte mich optimistisch zu meiner Partnerin auf Zeit.
        Zugegeben, Meike sah mich auch so an wie "PartnerinAufZeit". Ich grinste ihr zu und die Stute schwenkte den Kopf einmal, mit leicht angelegten Ohren. Amy bestätigte mir prompt ihre Dominanz, danach entfernten wir uns vorerst Richtung Sattelkammer.
        Eine halbe Stunde später kratzte ich die Hufe des Hühs aus. Ich unterhielt mich mit meiner Auftraggeberin angeregt über Meikes momentanen Umgang mit Sattel und Trense; demnach konnte das Training glatt beginnen.
        Auf dem Platz blieben derartige Utensilien jedoch vorerst aus. Bewaffnet mit einem Stick stellte ich das Stütchen in die Mitte, nahm ihr den Strick ab und streichelte erstmal entspannt ihre Stirn. Nach zehn Minuten schielte sie mich immer noch misstrauisch an, worauf ich leise auf sie einredete. Dann strich ich mit meinem freundlichen Hilfsmittel Hals und Rücken ab, startete das FriendlyGame. Wie erwartet reagierte Meike positiv und entspannte sich mit einem Schaudern, als sie sich an die alten Zeiten bei ihrer Mutter erinnerte. Sie schloss die Augen und schien endlich zu merken, dass ich irgendwie nett war. Lächelnd beendete ich diesen Teil unserer Arbeit.
        Die folgende halbe Stunde gingen wir lächelnd und leichten Schrittes über den Sand; ich forderte ihr gesamtes Wissen über die menschliche Körpersprache, bekam sie sogar so aufmerksam, dass sie im Schritt und Trab willig an meiner Schulter lief. Ich achtete auf mein Lob und ihre Reaktion, aus der folgte, dass Meike ihren Spaß hatte. Bisher waren wir ja auch noch nicht zum Reiten gekommen.
        Apropos, da war ja noch was. Mein Lächeln erlosch kurzzeitig, als ich das Hotta an den Zaun Band und den Sattel auflegte. Meike zuckte merklich, als ich den Sattelgurt schloss, dafür hatte sie nichts gegen die Trense. Zudem hatte mich Amy gewarnt, was ihre mangelnde Longierfähigkeit betraf - insofern startete ich sofort mein Pausenspiel. In eine Ecke, stehen, Pause. Zur nächsten Ecke, stehen, Pause. Die Stute war fix im denken und begeisterte sich rasch für das Schema. Mehr zur Vorbereitung konnte ich kaum tun... Entschlossen und ohne groß zu zaudern, schwang ich mich auf ihren Rücken. Meike war still. Ihr Atem ging flach, ihre Schultern spannten sich immer mehr an, sie siegte sich vor und zurück, drehte die Ohren, schüttelte den Kopf. Sie dachte nach. Darüber, ob ich auf ihrem Rücken erwünscht war oder eben nicht.
        Ich war einfach still und saß möglichst leicht. Die Entscheidung konnte ihr niemand abnehmen und jetzt irgendetwas wie "treiben" zu versuchen, wäre schierer Selbstmord. So in Gedanken bemerkte ich die zaghafte Bewegung ihrer Ohren erst spät. Meike richtete sie nach hinten, hörte mir zu. Erklärte sich bereit, mit mir zu arbeiten.
        Ich lächelte wieder und nahm ganz langsam die Zügel und Steigbügel auf. Dann ging es vorwärts. Die Stute hatte entschieden und arbeitete entsprechend freundlich und aufmerksam unter mir. Schon ihr Schritt war erste Sahne, im eher ungewollt folgenden Trab konnte ich nur aussitzen. Es schien, als wollte das Pferd mir seine wunderbaren Gänge zeigen. Ich ließ sie gewähren, solange sie nicht im Renngalopp über den Platz rannte.

        Ein aufrecht getragener Schweif und diverses Getänzel ließ sich die Liebe dann doch nicht nehmen - nach insgesamt vier Stunden Training lobte ich mein Hüh ein letztes Mal und stieg ab. Amy kam mit einem breiten Grinsen auf mich zu und wir konnten nur noch darüber reden, wie geschmiert das funktioniert hatte. Für diesen Tag war alles geschafft, ich fuhr nach Hause und überließ Meike der Obhut ihrer Besitzerin.
        07. Juli 2014 - Longiertraining
        1706 Zeichen © Cascar



        So offiziell war meine Meike ja jetzt eingeritten. Abgesehen davon stand nun aber ein Longentraining an, da die Liebe in dem Sinne so ihre Schwächen hatte.
        Auch heute begrüßte ich Amy herzlichst und gemeinsam putzten wir das Hüh. Alles war ein wenig entspannter als am Vortag, vor allem da die Hafistute mich nun kannte. Zufrieden klopfte ich ihren Hals und nahm mir die Zeit, ihre Mähne einzuflechten. Sie sollte ja ausgerechnet heute nicht unnötig schwitzen...
        Jaja, die Longe. Es gab tatsächlich Menschen, die hier absolut auf dies und jenes achteten und. Ich gehörte nicht zu diesen Menschen. Meike wurde mit Stallhalfter und Stick longiert, basta. Somit konnte sie schon mal keine schlechten Erfahrungen sammeln. Mit dieser Einstellung ging ich an die Arbeit. Mit dem Stütchen neben mir ging es quer über den Platz und schließlich in den Zirkel. Anfangs lief ich stetig neben ihr her, bis ich mich unaufhaltsam in die Kreismitte zurückzog. Das Hüh registrierte meine wage Veränderung erst spät und begann zu begreifen, dass longieren so viel mehr Spaß machte, als irgendwie durch die Gegend zu gurken.

        Ich hielt Meike draußen; zum einen, um sie besser unter Kontrolle zu haben, zum anderen, um ihren Kopf zu mir holen zu können und so eine angemessene Biegung zu erzielen. Sie lief übrigens ausgesprochen schön, setzte die Hufe sorgfältig auf und achtete auf mich. Sie hatte das Prinzip verstanden, sodass sie nach einer Stunde fertig war. Ich konnte mir lebhaft vorstellen, dass sie nach zwei intensiven Arbeitstagen Muskelkater hatte, also ließ ich sie bei Amy zurück, die ihr etwas Erholung garantierte. Ich verabschiedete mich hastig, bevor meine beiden Freunde Richtung Putzplatz verschwanden.

        08. Juli 2014 - Schrecktraining
        3052 Zeichen © Cascar



        Am nun mehr dritten Trainingstag bei Amy stellte sich bereits eine Art Alltag ein. Meike erkannte mich schon von weitem und ließ sich, gut gelaunt, putzen und mit auf den Reitplatz nehmen. Meine liebe Auftraggeberin ließ uns heute nicht allein und darüber war ich froh, denn ich konnte mit Sicherheit sagen, dass die Stute ihr mehr vertraute als mir.
        So kam es, dass ich das Hüh führte und ein wenig im Bereich des FriendlyGames wandelte, während Amy so Sachen wie diverse Tonnen, Tüten und Flattertore beschaffte. Man konnte behaupten, dass Meike während des Aufbaus ruhig blieb.
        Ich beriet mich kurz mit meiner Freundin, sodass wir schließlich übereinkamen, die Aufgaben in Stationen zu gliedern.

        Station eins bestand aus einer Tonne, auf der Zeitungen und Plastiktüten lagen. Amy hielt Meike fest, mit ausreichend langem Strick, während ich zu hantieren begann. Das Stütchen beobachtete mich mit großen Augen und gewölbtem Hals und wiegte sich nachdenklich nach hinten. Amy führte sie dann zehn Meter weg, machte Pause und steckte dem Hotta Futter zu. Als sie wiederkam, ging ich mit der Tüte näher; wohl wissend, dass das Plasteteil nur harmlos fürs Pferd war, wenn auch ich angstfrei blieb.
        Nach fünfzehn Minuten hatten wir die erste Aufgabe geschafft - das Pferd ließ sich zahm von mir abstreichen; Station zwei war eine Plane. Hier zeigte Meike keine Angst; stattdessen massenhaft Neugierde, ich ließ sie gewähren und beobachtete so, wie die Stute langsam darauf ging und das Utensil mit der Lippe untersuchte.
        Ich lächelte und lobte die Hübsche und führte sie dann zu Station drei. Der Regenschirm. Ich kannte viele Pferde, die hierbei senkrecht in die Luft gingen. Nicht so Meike. Bei der Tüte hatte sie wohl beschlossen, dass man uns beiden vertrauen konnte. Ein Zusammenzucken und heftig gucken ließ sich im Endeffekt dann doch nicht vermeiden.

        Wir legten eine Pause ein, bevor wir weiter zum Flattertor gingen. Hierbei achtete ich darauf, dass Meike immer nur kurz mit dem unheimlichen Dings konfrontiert wurde und im Anschluss wieder weg und entspannen durfte. Trotzdem dauerte es eine Weile und forderte unheimliche Geduld, die Hafistute da durch zu bringen. Nachdem das vollbracht war, wurde sie mit Lob überschüttet.
        Station fünf war ein Besen. Meike fielen fast die Augen aus dem Kopf, vertraute Amy aber so sehr, dass sie praktisch eine Gratismassage bekam.
        Es folgten die bösen, bösen Sprühflaschen. Wieder etwas, woran wir Meike extrem schonend heranführen mussten. Jedoch lohnte sich die Arbeit - ihr Fell war zwar beinahe pitschnass, aber sie fand Gefallen an der Aktion.

        Die vorerst letzte Station war der Gartenschlauch. Ich rechnete eigentlich damit, dass das Hüh ruhig blieb, aber den Wasserstrahl fand Meike unheimlich - sie scheute und schien so allgemein die Nase voll zu haben. Spontan erklärte ich Amy meinen Plan, nämlich das Training am nächsten Tag fortzusetzen. Sie stimmte mir zu und so verabschiedeten wir uns - natürlich erst, nachdem Meike noch einen Apfel als Dankeschön für ihre Mitarbeit erhalten hatte.


        13. Juli 2014 - Schrecktraining (2)
        1847 Zeichen © Cascaar



        Schreck- und Longentraining die Zweite

        Wieder einmal war es draußen entsetzlich warm. Ich wusste, dass Gewitter an solchen Tagen nicht lange auf sich warten ließen, also beeilte ich mich, zu Amy zu kommen.
        Dort sputeten wir uns mit dem Putzen von Meike, noch schien die Sonne, aber wir verkrochen und mehr oder minder in der Reithalle. Hier machte ich der Stute noch einmal meine Regeln zum longieren klar und arbeitete an diesem Tag vor allem daran, dass sie einen sauberen Zirkel mit angebrachter Biegung lief und auf meine Körpersprache achtete. Dabei achtete ich auf ausreichend Pausen und Belohnungen, um die Hübsche nicht zu überfordern.
        Trotz allem schwitzte das Hüh erbärmlich; hinzu kam, dass die Luft immer schwüler wurde und unsere Ergänzung zum Schrecktraining am Vortag eigentlich perfekt ins Programm passte. Ich ließ mir von Amy den Gartenschlauch beschaffen, spritzte erstmal den Boden ab. Meike entwickelte schon bald Begeisterung und versuchte, "daraus" zu trinken. Ich grinste und füllte für sie einen Eimer mit Wasser, dann spritzte ich sie einfach ab. Dem Stütchen machte das gleich mal gar nichts aus. Das wiederum zeigte mir, dass ich sie am Vortag überlastet hatte. Nun tat mir das Leid, aber angesichts ihrer heutigen Begeisterung... Pünktlich um drei grollte der erste Donner. Meike spitzte die Ohren und wölbte in einer Mischung aus Misstrauen und Dominanz den Hals. Ich klopfte ihren Hals und marschierte dann mit ihr aus der Halle. Amy lief neben uns und öffnete mir alle Türen; unter anderem die der inzwischen gemisteten Box. Ich unterhielt mich mit meiner Auftraggeberin und Freundin über das Pferd, während wir Besagtes fütterten. Demnach sollte ich sie am folgenden Tag an Hindernisse gewöhnen. Das fand ich in Ordnung und verabschiedete mich schließlich, um noch vor dem ganz großen Sturm zu Hause anzukommen.

        13. Juli 2014 - Hindernisgewöhnung
        2106 Zeichen © Cascar



        Unglaublich, mittlerweile begann unsere zwischenzeitlich vorletzte Trainingseinheit. Amy wusste das, Meike klärte ich natürlich auch darüber auf. Ich war ehrlich erstaunt, wie ruhig und vertrauensvoll sie mit Amy und vor allem mit mir umging. Was hatte ich da falsch gemacht? Oder anders.
        Ich grübelte viel, als ich die Stute heute putzte und in die Halle führte. Das Ziel des ganzen Theaters war eine Stufenerhöhung, aber mein Pferd kannte keine Hindernisse... Heute waren wir die einzigen Trainierenden. Kein Wunder, Sonntag. Verstreut auf dem sandigen Boden lagen Stangen, an einem Zirkel gab es ein Kreuz. Die mega-harmlose-E-Höhe.
        Meike fand natürlich nichts von all dem harmlos. Obwohl - am Boden liegende Stangen schienen logisch und wurden schließlich bereitwillig akzeptiert. Sieh an, sieh an. Ich lächelte, lobte Meike und wanderte dann mit ihr zum Kreuz. Wie sollte ich das sagen? Sie scheute schonmal nicht. Zuversichtlich führte ich sie zum noch unbekannten Objekt und ließ es von ihr untersuchen, beschnüffeln. Im Anschluss ging es unschuldig auf den Zirkel, im Trab schließlich über ihren ersten Sprung.
        Ich holte sie flott zu mir, küsste ihren Mähnenansatz und schob ihr ein Stück Brot zu. Irgendwie war ich gerade unheimlich stolz. Vor allem, weil sie gesprungen war und das Hindernis ganz gelassen hatte.

        Wir wiederholten diese Vorübung, vor allem im Galopp, bevor wir dann für zehn Minuten verschwanden und mit Sattel und Trense wiederkamen.
        Amy hatte mit ihrer Stute reichlich gearbeitet, das merkte ich schon im Schritt. Meike machte den Hals rund und lief ordentlich, sicher. Im Trab flog ihre Mähne und ich konnte nicht aufhören zu lächeln. Nun ging es neben diversen Bahnfiguren auch über Trabstangen.
        Unser kleines Kreuz absolvierten wir nach insgesamt zwei Stunden Arbeit schwitzend und mit glänzenden Augen fehlerfrei im Galopp. Ich parierte sacht durch, lobte das Hüh einmal mehr ausgiebig und schwang mich wieder von ihrem Rücken. Wunderbar.
        Dieses eine Mal half ich Amy beim absatteln, putzen und füttern, worauf wir uns auf eine Stufenerhöhung am folgenden Tag einigten.


        13. Juli 2014 - Ab nach Asien - Ein außergewöhnliches Turnier
        7618 Zeichen © Jackie



        Ich war gerade dabei Meikes Mähne zu kämmen, damit Ty sie nachher einflechten konnte. Als er auf mich zu kam und mich wortlos in den Arm nahm. "Was ist denn los ?", fragte ich ihn während ich seine Umarmung erwiederte. Ty guckte mich starr an. "Asien ist weit weg. Wir werden uns eine Woche nicht wieder sehen und die Arbeit ist momentan unerträglich." Ich wusste was Ty meinte. Erst vor kurzem stand unser Gestüt in Flammen. Wir bekamen momentan Hilfe von allen Seiten. Occulta, eine gute Freundin von uns, stellte uns mehrere Boxen zur Verfügung, da unsere Ställe im bedrohlichen Bruchzustand waren. Dort konnte kein Tier mehr stehen. "Ach Ty", mir rinn eine Träne an der Wange hinab. "Du weißt doch, bei diesem Turnier gibt es ein hohes Gewinnergeld. Wenn wir Glück haben und das Turnier gewinnen... oder selbst wenn wir auch nur einen Teil gewinnen, dann können wir unseren Hof wieder auf Vordermann bringen. Oder wenigstens die Ställe renovieren". Mit zitternder Stimme fiel ich Ty erneut um den Hals. "Ach Ty. Ich werde dich so vermissen...". Plötzlich kam mir eine Idee im Sinne. Ja diese Idee war nicht gerade die beste, aber es war eine Idee. "Ty, wieso kommst du nicht einfach mit ? Du kannst dir ein Hotelzimmer mieten und mir beim Turnier zusehen!", meine Augen begannen zu strahlen, doch Ty sah nicht überzeugt aus. "Ich weiß nicht so recht. Wer kümmert sich denn dann um den Hof ? Um die Pferde, denkst du Lou und Grandpa sind in der Lage 41 Pferde zu versorgen?" Ty hatte Recht. 41 Pferde waren einfach zu viele. "Für mich wird es schon anstrengend genug sein.", sagte er leise. Ich verstand ihn, legte meine Hand auf seiner Schulter und sagte. "Lass uns für eine Woche 2 zusätzliche Stallburschen einstellen. Komm Ty, wann fliegst du schon nach Asien!?". Es passte gar nicht zu mir, den Jungen zu überreden. Zu mal ich wusste das sich Ty weniger für die Turniere interessierte und mehr für das Wohlergehen der Pferde. Ich schämte mich. Es war doch keine Gute Idee Ty zu fragen. "Tut mir Leid!", meine Zunge überschlug sich als ich mich entschuldigte und meine nasse Wange in seiner Schulter verbarg. "Ich weiß doch Ty, wie viel dir die Pferde bedeuten." Er küsste meinen Kopf. "Alles wird gut Amy, wir schaffen das.", doch mein Schluchzen übertönte seine Stimme. Sachte streichelte er meinen Kopf. "Amy hör mir zu. Wir besorgen uns einfach 2 Stallburschen. Dann komme ich mit dir." Meine Wangen glühten, mit roten Augen blickte ich zu ihm auf. "Würdest du das wirklich machen?", er nickte und küsste meine Lippen.
        "Tschüss Grandpa, Tschüss Lou." mit einer letzten Umarmung und einem Wangenkuss, verabschiedete ich mich von meiner Familie. Die, die mir noch geblieben ist. "Mum... du fehlst mir so sehr. Gerade jetzt.", murmelte ich unter Tränen. Ich stieg in den Jeep. Setzte mich auf den Beifahrersitz und beobachtete wie mir Jack und Lou zuwinken. Ty am Steuer, winkte zurück und fuhr von Heartland. "Ok, Amy bist du so gütig und gibst die Route zum Airport ein?". Ich nickte und betätigte das Navigationsgerät. Der Jeep holperte über den Schotterweg hinweg, durch einen Wald und schließlich auf die Straße. Über einer Schnellstraße fuhren wir schließlich zum Airport. "Ich liebe dich." flüsterte ich ihm zaghaft entgegen. Ty lächelte. Seine Augen richteten sich konzentriert auf die Straße. "Meinst du da werden bessere Pferde als Meike mit teilnehmen ?", aus Ty's Stimme konnte man Angst und Zweifel vernehmen. "Bestimmt Ty, aber denk daran. Der Reiter macht das Pferd aus", ich fühlte mich Stolz wegen meinem Spruch, anderseits bekam ich Schuldgefühle, weil ich nicht egoistisch wirken wollte.

        Wir saßen im Flugzeug. Meike war bereits im Transporter verfrachtet wurden um nach Asien exportiert zu werden. Unser nächstes Ziel war nun Turkmenistan. Arm in Arm saßen wir in der Airline. Mein Kopf an seiner Schulter. Sein Kopf an meinen gelehnt. Meine Augen wurden schwerer und ich schlief schließlich ein.
        "Aufwachen Schatz, wir sind da!", das war Ty's Stimme. Ich schüttelte mich schlaftrunken. "Wi--wi--wir sind da-a?", murmelte ich müde. "Ja!". Mühsam rappelte ich mich auf. Als die Airline landete und wir aussteigen konnten, suchte ich natürlich zuerst nach Meike. Als ich meine Stute gefunden hatte, lud ich sie aus. Mit T-Touch, Kräuteröl und Leckerlies wurde sie anschließend erneut ruhig gestellt. Uns würde echt noch fehlen wenn Meike unkonzentriert auf dem Turnier wäre. "Wohin jetzt ?", fragte Ty mich. "Um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher." überall waren Schilder, versehen mit einer Sprache, die ich in meinem Leben noch nicht kannte. "Warte kurz." Ich kramte einen Zettel aus meiner Hosentasche. Hier drauf war die Anschrift zum Gestüt. In der Nähe des Naturreservarts. "Lass uns einen Transporter mieten. Meike wird wohl schlecht zu Huf ankommen.", ich lächelte verlegen.

        Endlich waren wir angekommen. Der Transporter hielt vor einer großen Anlage. Wir wurden vom Personal abgefangen und von der Leiterin empfangen. Sie zeigte uns die Box die uns für die kommenden Tage zur Verfügung stehen würde und erklärte uns das für Futter bereits gesorgt wurde. Nur Kraftfutter sollte man selber mitnehmen. Nach dem ich Meike in die Box gebracht hatte, wurde mir das Gästezimmer gezeigt. Ty kam mit, er konnte leider kein Gästezimmer bekommen, dennoch war er neugierig wo genau ich schlief. Ich bekam ein Doppelzimmer. "Wer schläft denn mit mir in dem Zimmer ?", fragte ich die junge Frau die sich Kira nannte. "Occulta Smith", ich strahlte. "Echt ? Welch ein Zufall ! Ty hast du das gehört?!" er nickte amüsiert.
        Die erste Nacht ruhte ich mich aus, ein Pläusschen mit Occulta wurde dabei nicht ausgelassen.

        Nachdem ich am 2. Tag noch mal für das Turnier geübt hatte, war es nun so weit. Die Reiter standen am Start, jeder wartete darauf das sein Name fiel. Ich saß bereits auf Meike. Ty stand neben uns. "Schatz du schaffst das!", ich lächelte ihn nervös an. "Vielen Dank für deine Motivation." Und dann! Nachdem Cadence vom Platz trabte, waren wir an der Reihe. "Wir bitten Amy Fleming mit Meike auf den Platz. Ich drückte der Stute meine Fersen in den Bauch. Meike trabte an, geradewegs auf die Mitte zu. "Brr", sie stand und ich grüßte die Richter die vor uns standen. Nach dem OK trieb ich sie erneut, diesmal auf den Hufschlag. Von dort aus trabte ich eine ganze Runde im Arbeitstempo. Die Musik die im Hintergrund lief wirkte aufregend. Meikes Ohren wackelten hin und her. Ich tippte sie mit der Gerte an die Flanke. Die Stute machte einen Galoppsprung und galoppierte in einem angenehmen Tempo auf den Hufschlag. Ich zog mit der Linken Hand an den Zügeln um sie von der Bahn zu lenken. Durch die Bahn im Galopp wechselte ich den Hufschlag. Nach dem ich etwas an den Zügeln zog trabte ich auf die Länge der Bahn zu um eine Volte zu reiten. Nach der Volte folgte eine Traversale. Ich klopfte den bereits klammen Hals der Stute. Sie schnaubte und kaute konzentriert auf ihr Gebiss. Im fliegenden Wechsel galoppierten wir nun auf den linken Hufschlag. Meine Hände schwebten über den Sattel. Ihre Mähne wehte leicht, durch das kurze Langhaar flog wohl eher nur der Schweif und ihr Pony. Nun blieben uns nur noch wenige Optionen übrig bis unsere Zeit abgelaufen war. Also trieb ich sie in den versammelten Galopp um sie von der linken Seite zu präsentieren und durch die halbe Bahn zu wechseln. Nun ritt ich auf den rechten Hufschlag. Meike machte sich klasse. Zwar waren wir nicht die interessantesten Teilnehmer, aber dafür ein gutes Team! Als ich erneut in der Mitte hielt und mich verabschiedete, ertönte Applaus und ich konnte mir sicher sein das Ty stolz auf mich war.
        27 März 2018Melden
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    • Sosox3
      15. Juli 2014 - Springen E - A
      1975 Zeichen © Cascar
      Spoiler
      Stufenerhöhung Springen (E/A)
      Einziger Bericht | © Cascar
      Stufenerhöhungen waren was schönes, besonders heute, bei strahlendem Wetter, und mit genau diesem Pferd.
      Meike empfing mich heute auf der Koppel. Ich freute mich, sie zu sehen; sie schien frohen Mutes, sodass ich sie direkt mit mir nahm, in den Stall. Zum Putzen. Dort traf ich dann auch Amy, die mich herzlich umarmte und dann fleißig half.
      Die Prozedur dauerte nicht lange; wir sattelten und trensten auf, dann ging es auf den Platz. Amy longierte das Stütchen, während ich den Parcours aufbaute. Auf einer Seite des Platzes E, auf der anderen A. Schließlich betrachtete ich zufrieden mein Werk und gesellte mich wieder zu meinen Freunden.
      Das Warmreiten gestaltete sich als einfach und entspannt. Meike war schonmal alle überflüssige Energie nach der Longenarbeit los, sie hörte mir vorbildlich zu. Die E-Sprünge stellte sie ebenfalls nicht infrage, im Gegenteil. Das Springen schien ihr Spaß zu machen. Mir auch.
      Ich lobte sie, nachdem wir den ersten vollständigen Gymnastikparcours absolviert hatten. Das war also geklärt, die Grundlage war allemal da. Im nächsten Zug ritt ich einfach ein A-Hindernis an. Der Höhenunterschied war nicht allzu groß, trotzdem zögerte Meike, ließ sich aber von mir beeinflussen und sprang. Viel zu hoch. Und viel zu weit. Aber fehlerfrei. Ich klopfte ihren Hals und machte weiter. Nach einer Dreiviertelstunde hatte sie sich daran gewöhnt, erhöhte sogar das Tempo.
      Ich konnte den Qualifikationsparcours letztendlich ins Training einbauen. Meike bestand. Ich parierte durch und fiel der Stute um den Hals. Amy jubelte und lachte und gesellte sich zu uns. Besser hätte das hier nicht laufen können.
      Ich stieg ab und führte die Stute einige Runden, sie schnaubte und gab sich ganz ihrer Erschöpfung hin. Schließlich trafen wir im Stall ein und auch heute half ich der Hofbesitzerin beim absatteln, putzen und füttern der Hübschen. Nun verabschiedete ich mich endgültig. Aber wer weiß? Ganz vielleicht würde ich ja nochmal wiederkommen.

      16. Juli 2014 - Eine Stallhilfe
      3000 Zeichen © Ravenna



      Die Kür
      Jetzt ging es auch für Amy und Meike an die Wurst nachdem wir Sunshine Shadow versorgt hatten, brachte Ty die fertige Meike bereits in Richtung der Halle. Meike gehörte bereits zum älteren Kaliber, besaß hierbei eine Arschruhe, dennoch waren ihre Ohren gespitzt, ihre Augen aufmerksam leuchtend. In den Lautsprechern begann es zu rauschen, zu knacken und eine raue Männerstimme ertönte "Amy Flemming mit der Haflingerstute Meike!" Die Zügel etwas annehmen, ein letztes beruhigendes tätscheln des Mähnenkammes und schon befand Amy sich auf dem Weg in die Halle. Im schwungvollen Schritt brachte Meike sie dem Mittelpunkt der Halle immer näher. Dort angekommen bleiben beide stehen schön geschlossen – dies hatten wir einst gemeinsam auf Heartland lang mit ihr geübt. Vor der Kür die Richter gegrüßt und wieder auf das Pferd unter sich konzentriert, schien es als wäre Amy recht ruhig auch wenn ich es besser wusste. Von der Mittellinie bog sie nach rechts ab trabte in der folgenden Ecke an. Meike war ein absolutes Pferd für die Kutsche, sie besaß jedoch auch diesen typischen Ponytrab, doch sie war – aus Erfahrung - leichter zu sitzen als meine Connemaras. Nun bog sie elegant den Hals, aus der Entfernung konnte ich sehen, wie weit die Stute untertreten konnte. Ty's Augen hingen an dem paar unten in der Bahn. Amy befand sich derweil auf dem Zirkel, galoppierte die Stute auf diesem an. Meike und Amy vergrößerten jedes Mal den Zirkel, bis sie auf der ganzen Bahn angelangt waren. Nun wechselten die beiden durch die Bahn, vollführten einen einfachen Galoppwechsel um danach wieder anzugaloppierten. Meike war im gesamten schon erfahrener als Shadow, sie zeigte mehr Schwung in ihren Bewegungen. Biegung und Stellung gingen ihr so leicht von der Hand, wie fressen, oder das Stehen bleiben im Gelände. In den Ecken bauten sie wie ich zuvor bereits bei Shadow, kleine Volten ein um ihr Tempo zu regulieren. Kurz danach parierte Amy zum Trab durch ein aus der Ecke kehrt, folgte um erneut die Hand zu wechseln. Somit hatten die Richter die Chance Pferd und Reiter von allen Seiten zu betrachten und best gehend zu beurteilen. Im Trab und im starken Schritt präsentierte Amy die Stute auf beiden Bahnen. Zu guter letzt, trieb Amy die Stute auf die 5 Trabstangen zu. Anschließend taxierten sie den aufgebauten Kreuzsprung. Für Meike - kein Problem. Schließlich kehrten Amy und Meike wieder auf die Mittellinie zurück, wie bereits viele Male vorher blieben sie bei X stehen. Amy ließ sich die Zügel durch die Hand gleiten, Meike nahm den Kopf etwas nach vorn und schüttelte ihren mächtigen Körper einmal von hinten nach vorn. Die Richter wurden von Amy mit einem unverhohlenen Grinsen verabschiedet. Am langen Zügel trotteten sie dem Ausgang entgegen, Ty und ich nahmen die beiden dort schlussendlich in Empfang. „Na da würde ich mal sagen – eine rundum erfolgreiche Stutkrönung, auch wenn die Ergebnisse nicht stehen. Dennoch drücke ich euch fest die Daumen das sowohl Shadow, als auch Meike gewinnen"
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      22. Juli 2014 - Tierarztbesuch
      5641 Zeichen © Eddi



      „Da sage ich nicht nein.“ meinte ich lächelnd. Amy war auf der Suche nach Zuchtmitgliedern für ihre Haflingerzucht gewesen, damit sie allmählich wieder auf Touren kommen konnte. Als Tierärztin war ich im Team gerne gesehen und freute mich auch, mit dieser tollen Rasse arbeiten zu dürfen. Heute stand deshalb ein großer Besuch auf ihrem Gestüt an, es würden allerhand Patienten auf mich warten und der Tag würde lang werden.
      Amy nahm mich kurz nach neun herzlich in Empfang und wir machten uns direkt auf den Weg in den Stall. Dort wartete Ty bereits mit dem ersten Patienten. „Na dann wollen wir mal.“ meinte ich grinsend und begrüßte Amys liebsten Figaro. Misstrauisch hielt er still, während ich mit der Untersuchung begann. Zuerst warf ich einen Blick in Augen und Maul, um die Farbe der Schleimhäute zu kontrollieren. Danach hörte ich Herz, Lunge und Darm ab, ehe ich mich noch entlang der Wirbelsäule tastete, um eventuell Verspannungen zu entdecken. Zum Schluss kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und dann konnten wir impfen.
      Ein Blick in Figaros Impfpass reichte, um zu sehen, dass alle Impfungen mal wieder von Nöten waren. Es gab vier Spritzen, denn er musste gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft werden. Danach verabreichte ich ihm noch die Wurmkur und dann gab es noch die Augen- und Zahnkontrolle. Figaros Zähne sahen wunderbar gesund aus und auch seine Augen funktionieren einwandfrei.
      Direkt auf Figaro folgte Amys zweiter Zuchthengst Samy. Auch ihn untersuchte ich erst einmal grundlegend. Hörte und tastete ihn ab, ehe ich auch noch seine Körpertemperatur kontrollierte. „Wunderbar.“ meinte ich lächelnd zu Amy und schaute in den Impfpass. Für Samy standen nur Influenza und Herpes an, genauso wie die Wurmkur. Umso schneller waren wir mit ihm fertig.
      Die Zuchtstute Little Baby mochte mich von Anfang an nicht und ließ die Untersuchung nur ungern über sich ergehen. Nur musste ich ihr sogar die Maulsperre einsetzen, denn die Kleine litt an Zahnschmerzen. An diesem Tag würde sie wohl keinem Menschen mehr wohlgesonnen sein. Nachdem sie geimpft und entwurmt war, ging es direkt weiter. Ich durfte Money in a Bank begrüßen und machte mich direkt an die Arbeit. Auch sie wurde abgehört und abgetastet, wobei ich eine kleine Verspannung in ihrer Hüfte entdeckte, welche aber schnell eingerenkt werden konnte. Dann gab es noch die Impfungen und die Wurmkur und gut war.
      „Och, das ist ja eine Hübsche!“ meinte ich schwärmend, als Amy gerade mit Nachtigall um die Ecke kam. Diese Haflingerstute hatte es mir einfach angetan, sie war ein Träumchen! Auch bei der Untersuchung war sie wunderbar lieb und ließ sich ohne Probleme abhören und abtasten. Dann gab es noch zwei Spritzen und eine Wurmkur und fertig war die Kleine. Nun stand ein schöner Hengst vor mir, wie Amy meinte, war er aber leider noch nicht gekört, was ich wirklich schade fand, denn er war ein toller Kerl. Auch vom Charakter her ließ er sich wunderbar handeln und wir waren schnell mit ihm fertig.
      Amsterdam Girl, eine wirklich bezaubernde Stute, mochte mich aber leider nicht sonderlich. Die Untersuchung war ohne Probleme gelaufen, aber dann als wir impfen wollten, sprang sie von einer Seite zur anderen. Auch die Wurmkur nahm sie nur sehr ungern an. Meike war da geduldiger und ruhiger und hatte die unangenehme Prozedur schneller hinter sich als ihre Vorgängern. Nach dem Haufen Pferden brachte uns Amy erst einmal eine Tasse Kaffee und wir machten eine kleine Pause, damit wir kurz durchatmen konnten. Weiter ging es mit Nordstern und es war wirklich schade, dass diese Stute noch nicht gekrönt war. „Na das wird noch.“ meinte ich lächelnd. Trotz der vielen ungekörten, hatte Amy aber auch schon allerhand Zuchtstuten auf ihrem Gestüt.
      Danach war Surburb Lights an der Reihe. Ich untersuchte sie gründlich, hörte und tastete sie ab. Danach gab es die Spritzen und die Wurmkur und dann durfte die kleine Stute wieder gehen. Sternensinger war der nächste, der Kleine litt an einer Bindehautentzündung, weshalb ich ihn genauer unter die Lupe nahm. „Na, das sieht aber schon wieder viel besser aus.“ meinte ich lächelnd, denn das Auge war kaum noch gerötet. „In ein paar Tagen kann er wieder unter Fliegenmaske unterwegs sein.“ meinte ich lächelnd und stülpte ihm die Maske wieder über.
      Danach kam Sunshine Shadow, welcher an Nesselfieber erkrankt gewesen war. Ich konnte Amy grünes Licht geben, denn es sah alles wieder gut aus. Nun kamen erst einmal zwei Zwerge, welche Ty extra gemeinsam holte, damit sie ihren Tierarztbesuch besser überstanden. Mirabella hatte ein wenig Angst vor, hielt aber tapfer durch. Picola hingegen wollte mich sogar zwicken, die kleine freche Lady! Aber das half ihr auch nichts, die Impfungen gab es trotzdem. Die beiden nächsten, Golden Diamond und Bonito kannte ich schon lange. Damals hatten sie in der Zucht von Janina und mir gestanden, bis wir sie zu Amy geschickt hatten. Beide hielten die Untersuchung gut aus und schon waren wir fertig.
      Der Name der nächsten Patientin war ein wahrer Zungenbrecher: L'Ombre de la Lune. Die Kleine hielt tapfer still und so war sie ihrem Nachfolger Jargo einiges voraus, denn der machte während des Impfens wirklichen Stress. Umso dankbarer war ich dann über Abajo und Windsor, welche sich beide ohne Probleme impfen und entwurmen ließen. „Brave Jungs.“ meinte ich lächelnd, als auch der letzte im Bunde, Schattenfalter, sich ohne Probleme hatte impfen lassen. „So das wärs!“ meinte ich erleichtert zu Amy und sie nickte. „Oh ja.“ meinte sie lachend. Ich musste mich jetzt auf den Weg zu Riley machen, denn dort wollten noch zwei weitere Haflinger versorgt werden.

      31. Juli 2014 - Brand auf Heartland (Teil 1+2)
      13453 Zeichen © Jackie



      "Schatz, Sarah kommt heute zu besuch", meine Augen strahlten bei dem Gedanken meine beste Freundin wieder zu sehen. "Und was habt ihr geplant ?" fragte er neugierig. "Auf jeden Fall reiten. Sarah hatte gesagt sie hätte eine besondere Überraschung für mich. Irgend so ein Keltisches Ritual" - "Hört sich ja interessant an." Ty gab mir einen Kuss, ging in den Flur und zog sich seine Jacke an. "Ich bring mal die Pferde auf die Weide."

      Als es klingelte, stürmte ich aufgeregt zur Tür. Es war Sarah. "SARAH!" ich umarmte sie stürmisch und zog sie ins Haus. "Mensch es ist so toll dich zu sehen!", begrüßte sie mich und sah sich um. "Bei euch sieht es immer noch so schön rustikal aus.", bewundernd blickte sie Richtung Kamin. "Ja, ich mag es Rustikal. Aber sag mal Sarah, was ist denn deine Überraschung so genau ?" Sarah nahm meine Hand und blickte zur Decke, als wolle sie sich etwas vorstellen. "Du kennst doch sicherlich noch das letzte Fest - das Fruchtbarkeitsfest, auch genannt Imbolc". Ich nickte. Sarah drehte sich spontan auf mich zu und sagte aufgeregt: "Wie wäre es mit einem Fruchtbarkeitsfest auf Heartland?!". Tatsächlich blickte ich sie überrascht an. "Wie stellst du dir das vor ?" Sarah erklärte mir ihren Plan und ich stimmte ihr begeistert zu.

      Der Tag des Imbolcs

      Als wir alles vorbereitet hatten und die ersten Gäste ankamen, stieg mein Herzschlag in die Höhe. "Mensch das wird der Hammer", rief ich begeistert aus und umarmte Sarah. Ty stand neben mir und grinste bloß schief. "Ich hatte mich nie so für Rituale oder Keltische Feste interessiert." Sarah und ich sahen ihn böse an. "Hey guck mal, da ist ja diese blöde Kuh Ashley." grunzte ich abwägig und blickte in ihre Richtung. "Wer hat die denn eingeladen?" murmelte Sarah. "Also ich jedenfalls nicht." Ashley kam auf uns zu. "Na, ihr hockt ja wie die Hühner auf der Stange beieinander." ich verdrehte die Augen -"Wer hat dich denn eingeladen. Und jetzt erzähl mir nicht das du dich für Keltische Feste interessierst." Ashley lachte bloß. "Wieso auch nicht.", dann drehte sie uns den Rücken zu und ging in die Menschenmenge. "Unglaublich ! WAS denkt sie sich nur dabei!" schnauzte ich meinem Freund entgegen. "Einfach so aufzutauchen und uns das ganze Fest zu ruinieren! Unglaublich, so eine Tussi. Und hast du gehört was sie sagte, wir hocken wie die HÜHNER auf einer Stange!? Das ist doch wohl das lächerlichste was ich je gehört habe." Sarah seufzte. "Komm lass uns einfach Spaß haben." Ich nahm mir einen der selbst gebrauten Cocktails und trank ihn in einen Zug. Ty legte seine Hand auf meine Schulter. "Amy wehe du trinkst aus Frust wegen diesem Mädchen.", doch ich ignorierte ihn. "Lass uns doch zum Lagerfeuer gehen." seine warmen braunen Augen durchbohrten mich und ich gab schließlich nach. "Ja Ty, du hast Recht."

      Am Lagerfeuer angekommen traute ich meine Augen nicht. Ashley stand an den Boxen des Zuchtstalls. Dort wo seit wenigen Wochen unser Fohlen Calla, mit Mrs.Pretty hauste. "Na du.." Ashley's Hand glitt über das flauschige Fell des Haflinger-Fohlens. Ich biss meine Zähne zusammen. "Mach nur eine falsche Bewegung, und ich bringe dich um". Dachte ich voller Hass. Doch Ashley redete nur auf das kleine Wesen ein. "Amy, du musst dir keine Gedanken um sie machen. Sie ist einfach nur dumm." Sarah versuchte mich abzulenken. "Wahrscheinlich hast du recht." gab ich zu. Ty umarmte mich innig und gab mir einen Kuss nach dem anderen, erst auf die Wange, dann auf den Hals, und schließlich auf den Mund. Es war so romantisch mit seinen Mann der Träume vor einem Lagerfeuer zu sitzen und sich einfach nur zu lieben. Es gab nichts schöneres.

      Als das Fest der Fruchtbarkeit (Als guten Start für unsere Zucht) vorbei war, legte ich mich in mein Bett. Sarah schlief im Bett neben an. Um die Überreste der Feier wollte ich mich morgen kümmern. Ich schloss meine Augen... doch durch einen seltsamen Geruch wurde ich wach. Ich atmete tief ein, meine Nase arbeitete sich aus dem Bett. Bis mir plötzlich einfiel was das für ein Geruch war. Bissiger Rauch... FEUER! "FEUER!" panisch schrie ich durch die ganze Wohnung. Rannte in jedem Zimmer um Sarah, Grandpa, Lou und Ty zu warnen. "FEUUERR!", keine 10 Sekunden stürmten wir über den Hof, da man schon deutlich sehen konnte aus welcher Richtung das Feuer kam. "DER ZUCHTSTALL!!!" Mein Herz blieb stehen als ich an Calla dachte. "TY TY !! TY CALLA UND PRETTY!" meine Stimme bebte vor Angst. Ty und ich rannten zum Stall in denen man schon panisches wiehern hören konnte. Grandpa rief die Feuerwehr an und Lou holte etwas zum löschen. "Ty wir können sie nicht dem Feuer überlassen!" Tränen liefen von allen Seiten meiner Wange hinab...



      ... das Feuer breitete sich immer weiter aus, meine Gedanken schlugen Loopings. Was soll ich nur machen ? Meine schönen Pferde, meine armen Lieblinge, ich kann sie nicht dem Tod überlassen, bis die Feuerwehr da ist, ist doch alles schon verloren. In meinem Gedanken spielten sich Bilder ab. Bilder von Callas Geburt, von Little Baby, wie sie Figaro zur Welt brachte und wie ich mit Meike mehrere Turniere gewann. Aber auch wie in schlechten Zeiten, als das Unwetter aufkam und ich von Figaro fiel und schließlich im Krankenhaus aufwachte. Wie Sarah tagelang um mich gesorgt hat, bis ich wieder laufen konnte. Und wie ich mit Ty am See zusammen kam. Als er mich im Wasser umschlang, seine nassen Haare an die meine legte und wie er mir zuflüsterte das er mich liebte. Und so viel meine Entscheidung, ich hielt mir mein T-Shirt vor dem Mund und stürmte in den Stall. Auf meine Familie und meine Freunde, welche mir entgegen schrien achtete ich nicht. Die Welt war wie verstummt. Nur ich war da, ich, das Feuer und meine Pferde. Als ich das Scheunentor hektisch öffnete, spürte ich die Hitze in meinem ganzen Körper aufsteigen. Eine gewaltige Rauchwolke kam mir entgegen, doch darum kümmerte ich mich nicht. Ich stürzte mich auf jede Box die mir in die Augen kam um diese zu öffnen. Das glühendheiße Metall prägte sich auf meinen Fingern, ich musste husten, es tat so weh, es fühlte sich so an, als wolle der stechende Rauch meinen Hals wegätzen. Ich zog an den Halftern, mit der Hoffnung das die Pferde selber den Ausgang fanden. Als ich mich zur nächsten Box umdrehte, sah ich das ich nicht alleine war. Ty hielt ebenfalls sein T-Shirt vor dem Mund, ich sah das er kreidebleich war. Vor Angst, vor Sorge ?
      Plötzlich knarzte die Decke, als ich über mich blickte, war es zu spät. Ein brennender Balken fiel auf eines der Pferde hinab. Meine Augen weiteten sich panisch. "TY!! Bring die anderen Pferde nach draußen!" Wie in Zeitlupe versuchte sich Figaro vom brennenden Balken zu befreien, welcher sich geradewegs durch sein Fell brannte. Ich erblickte mein ein und alles, das Pferd welches mich durch mein ganzes Gestüts-Leben begleitet hat. Man hätte schon fast sagen können, das ich mit meinen Tränen das Feuer löschen konnte, aber als ich mit allen Mitteln versuchte das glühend heiße Holz zu entfernen, glaubte ich schon die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht würde es klappen wenn ich meine Hände frei habe. Ohne auf die Konsequenzen zu achten, ließ ich mein T-Shirt los und griff in das lodernde Feuer. Ich schrie vor Schmerz, so wie Trauer über dem was meinem armen Pferd passiert war. Aber auch Figaros Blick war voller Schmerz erfüllt. Ich spürte nasse Kälte an meinen Fingern, dann verlor ich das Bewusstsein (Wie schon das letzte mal).
      Die Feuerwehr kümmerte sich nun um den Rest. Löschen, löschen, löschen. Während Ty und Jack die Pferde in Sicherheit brachten. Allesamt voller Panik, ein Einsatzteam trug mich aus dem Stall und halfen Figaro aus seinem Elend. Als sie den Hengst aus dem Stall befördert bekamen, gaben sie ihm eine Betäubungsspritze, so das Figaro zu Boden fiel und seine Schmerzen vergessen konnte.

      "Schwesterherz", liebevoll beäugte mich Lou. Sie streichelte sanft meine Stirn. Ich blinzelte benommen, noch sah ich alles verschwommen. FIGARO! Ich zuckte zusammen, sah die letzte Nacht vor mir. Wie Figaro sich versuchte vom brennenden Balken zu retten, wie ich mich ins Feuer stürzte... Ty, ty, Ty, bring die anderen Pferde in Sicherheit. Ty, bitte, bitte Ty, rette dich und die Pferde - ich liebe dich! Lou drückte meinen Arm. "Alles wird gut, ich bin bei dir". Erneut schlug ich die Augen auf, diesmal erkannte ich ihr Gesicht, ihre dunklen Haare und ihre blauen Augen. Lou war so viel schöner als ich. "Wa.. Was ist passiert?" murmelnd sah ich Lou an. "Es ist alles gut"Alles ist gut ? Was ist mit Figaro ? Mit Ty ? Warum sagt sie denn nichts ? Bei Mum hat sie auch nicht gesagt! Also ist gar nicht alles gut. LOU sag mir verdammt noch mal was passiert ist. In meinen Gedanken spielte sich ein Dialog ab, selber brachte ich kaum ein Wort über die Lippen. "Lou, bitte sag.. mir", meine Augen zuckten aufgeregt, schließlich beugte sich Lou über mich:
      "Es ist alles gut, Figaro konnte befreit werden und befindet sich momentan im Aufwachraum von Clinic Cean. Er hat eine Betäubungsspritze bekommen, aber wir wissen nicht ob er schwere Schäden erlitten hat. Wir wissen auch nicht ob er durchkommen wird. Wäre Ty nicht mit dir gekommen, geschweige denn, wärst du nicht in den Stall gerannt, so wäre die Überlebenschance der Pferde gering, bis hin zu unmöglich. Amy du warst so mutig! Aber du solltest dich jetzt ausruhen, du sieht furchtbar aus.", stöhnend bestätigte ich das was meine Schwester sagte, ein Zeichen dafür - das ich ihr zugehört habe. Lou gab mir einen letzten Kuss auf die Wange und verabschiedete sich. Nun war ich alleine im Zimmer. Krankenhäuser, ich konnte Krankenhäuser nie leiden. Diese sterile Art, helle, kalte Farben, stinkende Betten, nervige Nachbarn und unangenehme Ärzte und Schwestern. Und dann diese Langweile, diese niemals endende Langeweile, bis man endlich nach Hause darf. Ich hob meine Hände, sie schmerzten unerträglich. Als ich sie sah, durchfuhr mich ein schauer. Brandnarben, bis über meinen Handrücken. Sie sahen furchtbar aus, waren aber auch die Bestätigung dafür, das ich unsere Pferde gerettet hatte. Niedergeschlagen ließ ich mich ins Bett fallen. Oh , was habe ich nur getan. war es das richtige, oder war es doch das falsche ?

      So vergingen Tage und Wochen, bis ich endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Hin und wieder besuchten mich meine Familie, aber auch mein Freund Ty. Sarah brachte mir ständig Blumen mit, und sagte mir, wie leid es doch täte. " Ach Sarah, Du musst dich nicht dafür entschuldigen, du kannst Du selber nichts dafür." als ich meinen Satz ausgesprochen hatte, musste ich selber darüber nachdenken. Wie es das Feuer eigentlich entstanden, wenn Sarah nichts dafür kann, der weiß dann. Dann fiel es mir wieder ein, das letzte Mal im Stall war doch dieser Ashley, sie schien mir von Anfang an so seltsam. Vielleicht war sie es die das Feuer im Stall gelegt hat. Schnell erzählte ich meiner Freundin Sarah, meine Vermutung. Sie sah mich mit großen Augen an. "Glaubst du echt das es Ashley war ? Ich mein ja sie war das letzte Mal im Stall, aber dass Ashley so etwas tun sollte das glaube ich weniger." - "Vielleicht magst du Recht haben, aber trotzdem die ganze Sache bereitet mir Sorgen. Ich mein in der letzten Nacht, wäre fast mein Pferd Figaro gestorben. vielleicht wollte Ashley das, damit ich keine Turniere mehr reiten kann." - "Ach Amy, du glaubst doch wohl nicht selbst dass Ashley so egoistisch ist, dass sie dein Pferd umbringen würde, nur damit du keine Turniere mehr reiten kannst." nachdenklich sah ich sie an. "Der ollen Kuh traue ich alles zu". Dann stand Sarah auf und ging zur Tür. "Ich hole Lou. Ich denk mal heute wird dein letzter Tag sein, dann kannst du wieder nachhause", lachend sah ich sie an: "Das will ich doch hoffen!"
      Und so dauerte es nicht mehr lange, bis ich zurück nachhause kehrte. Doch als ich sah was aus unserem Hof geworden ist, breitete sich erneut einen Gefühl aus Kummer und Trauer in mir auf. Schwarze verbrannte Scheunen, und teilweise zusammengebrochene Häuser, zierten unser Gestüt. Nur vom weitem konnte ich unsere Pferde auf den Wiesen grasen sehen. Ob sie wussten was in geschehen ist, dass sie fast gestorben wären. Ich blickte über die Wiesen, mit meiner Hand schirmte ich das Sonnenlicht ab. Ich erschrak als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte, es war Ty. "Mensch Amy, bin ich froh das du wieder da bist. Du weißt ja gar nicht was in den letzten Wochen passiert ist. Aber mach dir keine Sorgen, Figaro geht es gut". "Was hälst du davon, wenn wir erst einmal die Pferde füttern ? Die kleine Calla wartet schon ungeduldig auf ihr Frühstück." Ty küsste mich liebevoll. Ich lächelte verwirrt "Woher habt ihr das Heu genommen ?" - "Occulta Smith, hat uns eine ordentliche Spende rüber gereicht. Bei ihr stehen zur Zeit auch die Zuchtpferde, nur Calla nicht, die grast lieber bei den anderen Fohlen.", Ty und ich, nahmen nun das Heu aus einer Scheune (oder zumindest das, was noch davon übrig geblieben ist) und streuten es auf die Weiden aus. Gierig fraß die kleine Haflingerdame das Vitaminreiche Grünzeugs. "Amy ? Ich habe etwas für dich". Verwundert sah ich ihn an. "Wie meinst du das? Oder eher gesagt, was hast du für mich ?". Ty räusperte sich. "Ein anderes Mal Amy, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Vielen Dank Ty! Jetzt werde ich wohl vor Neugier nicht mehr schlafen können. Aber was will er mir denn schenken ? Und vor allem wieso nicht jetzt ? Was ist an diesem Zeitpunkt so schlimm ? Ich verstehe das nicht!


      03. September 2014 - Eine Stallhilfe
      7940 Zeichen © Keroseno



      Gähnend und mit einem "Coffee To Go" von der Tanke stieg ich wieder in meinen schwarzen Pickup. Mit einer Hand rangierte ich den Wagen aus der Parklücke und machte mein Navi an um mich auf den Weg nach Heartland zu machen. Nach gut 30 Minuten Fahrtzeit kam ich auf dem Großzügigen Gehöft von Amy und Ty an. Ich parkte meinen Wagen und hüpfte raus and die kühle Luft. Ich trank den letzten Schluck meines inzwischen kalten Kaffees aus und lief im Eilschritt den langen Weg zu den Haflingern hoch. Dort angekommen verschwand ich sofort in der Futterkammer und füllte den Futterwagen mit den nötigen Futtermitteln. Ich ging die Stallgasse hinunter und fing mit Figaro an. "Hallo mein Großer" lächelte ich und kraulte ihm die Stirn. Er grummelte mir zu als er merkte was ich vor mir herschob. Ich lachte und schüttete die auf der Stalltafel angegeben Menge an Futter in den Trog. Die anderen Pferde wurden zusehends unruhig, und ich beeilte mich auch Samie seine Morgenration zu verabreichen. Auch Little Baby spähte mir bereits gierig aus ihrer Box entgegen. Money in a Bank jedoch interessierte sich mehr für Streicheleinheiten als für ihr Futter und so tätschelte ich ihr den Hals und fuhr ihr durch den üppigen Schopf. Als ich mich zu Nachtigall wand, schnaufte Money empört und wandte sich schließlich auch ihrem Futter zu. Als nächstes war Askan an der Reihe. Der hübsche Lehmfuchs Hengst in den ich mich, zugegebener Maße ein wenig verliebt hatte. Er erntete Extra Streicheleinheiten und bekam dann auch seine zugeteilte Ration an Kraftfutter. Als ich Amsterdam Girl die Kelle mit Kraftfutter in den Trog kippte und ihre Nachbarin Meike neugierig zwischen den Boxenstäben hervorguckte quietschte Sie empört und legte die Ohren an. Lachend besänftigte ich sie und gab der verdutzten Meike ihr Futter. Die junge Stute Nordstern Stand in der hintersten Ecke der Box und blickte verunsichert drein als ich ihr Pellets in den Trog kippte. Ich ermutigte sie und hielt ihr meine Hand hin. Unsicher spielte sie mit den Ohren und machte einige Schritte auf mich zu. Hastig beschnüffelte sie meine Hand und stürzte sich dann auf ihr Futter. Surburb Lights Strecke mir Munter den Kopf entgegen und schubbelte sich kurz an meinem Rücken als ich mich zu dem Futterwagen drehte. Lachend kippte ich das Futter in den Trog doch sie schien empört das kein Apfel dabei war. Nun war ich bei einem relativ großen Hengst angelangt, der mir besonders gefiel. Sunshine Shadow. "Na hübscher?" Lächelte ich und gab ihm seinen Hafer. Von nebenan kam ein empörtes Grummeln von Sternsinger. Der kleine Hengst hatte wohl Angst vergessen zu werden. Schnell kraulte ich ihm die schmale Stirn und versorgte ihn. "Na plüschi?" Lachte ich als mir die Zweijährige Mirabella gierig den Kopf entgegenreckte. Ihre blauen Augen machten sie zu etwas besonderen und ich fragte mich ob da nicht doch noch unbekannte Gene drinsteckten. Nun war die Jährlingsstute Picola dran, die mich erst mal in einem unbeobachteten Moment in den Po kniff. Empört fuhr ich rum und schnipste ihr lachend gegen die kleine Schnute, ehe ich ihr ein paar Pellets gab und mich Jargo zuwand. Der Hengst starrte den Wagen wie hypnotisiert an und brummelte als ich ihm sein Frühstück gönnte.
      Nun war ich bei Abajo angelangt, ein großer, dunkler aber schon etwas älterer Herr. Er beachtete mich kaum und stürzte sich gierig auf sein Futter. Der nächste Kandidat
      Windsor klaute mir mein Schlüsselbund und so
      musste ich es erst wieder aus den Tiefen seiner Box bergen. Lachend widmete ich mich Schattenfalter der für seine zwei Jahre bereits sehr groß war. Der dunkle Hengst döste immer noch Seelenruhig als ich mit der Futterkarre bereits zum nächsten Pferd weiter rollte. Calla war eine sehr plüschige Jähelingsstute die ich besonders ins Herz geschlossen hatte, und so schmuste ich noch einige Zeit mit ihr ehe ich den Wagen wieder in die Futterkammer zurück brachte. Als ich aus dem Stall kam musste ich feststellen das es angefangen hatte zu regnen, und so zog ich mir schnell die Kapuze meines Parkers über den Kopf und joggte zum Haupstall. Wieder im trockenen rief ich ein Guten Morgen in die Runde ging die Gasse hoch in die Futterkammer. Ich fing mit Prince an. Der Palomino Hengst blickte mir freundlich entgegen und fraß sein Kraftfutter in aller Ruhe. Nun war Black Death an der Reihe. Mein heimlicher Liebling. Das Riesentier reckte mir den hübschen Kopf entgegen und seine Augen verzauberten mich auf der Stelle. Von nebenan kam ein hohes empörtes Wiehern. "Cindy." Lachte ich Kopfschüttelnd und tätschelte ihr den Hals. Ihre Nachbarin The Death Angel schlug mit dem Vorderbein bereits vor ihre Boxentür und ich gab ihr das Futter bevor sie sich noch verletzte. Nun war Luzifer an der Reihe. Der große Friese schlug unwillkürlich mit dem Kopf vor lauter Vorfreude. Lachend gönnte ich ihm sein Frühstück und gab auch Lackritz, der Flauschkugel nebenan sein Futter. Nun wollte Findus meine volle Aufmerksamkeit. Die wilde Mischung reckte mir mit großen Augen den Kopf entgegen und ich streichelte ihm über die Weichen Nüstern. Nun war Puppy an der Reihe. Wie es aussah war sie eine der jüngsten hier. Aber hübsch war sie bereits jetzt. So fütterte ich auch den Rest der Pferde. Anschließend brachte ich sie auf die Weide als erstes holte ich Mon Cherie, Wikotikabesa und die restlichen Stuten die keine Fohlen hatten und brachte sie auf die Weide. Als nächstes waren I See you, Panino und Azzurro an der Reihe ihre Freizeit auszuleben. Nun schnappte ich mir Par Dieux, Cabbalero, Valentines Cilion, Burnin' Castiel HGT's Dead Snow, die restlichen Fohlen und die Mutterstuten auf eine Weide. Jetzt waren die Boxen wieder frei und ich hatte die Gelegenheit die vom der Nacht dreckigen Boxen auszumisten und neu einzustreuen. Damit die Knochenarbeit schneller vonstatten ging, schaltete ich mir das Stallradio ein und hatte schon bald einen neuen Ohrwurm. Nach einer guten Stunde waren die Boxen wieder bezugsfähig und ich widmete mich den Hafis, welche ich auch auf die entsprechenden Weisen brachte und die Boxen wieder frisch machte. Nassgeschwitzt und um einige Schichten Klamotten erleichtert schob ich die letzte Schubkarre mit dreckigem Einstreu zum Mist und leerte sie. Jetzt überlegte ich mir wen ich reiten wollte. Ich entschied mich für den nicht ganz so einfachen Death und lief pfeifend zur Koppel um den Jungen Hengst wieder abzuholen. Zuerst zierte er sich aufhalten zu lassen, doch dies war nach einer kleinen Diskussion bereits passé. So latschten wir gemeinsam zum Stall und ich band ihn am Putzplatz an. Ich putzte ihn auf Hochglanz, legte ihm seine Gamaschen und Glocken am und sattelte ihn bevor ich mich in meine Stiefel quetschte und meinen Helm aufsetzte. Dann trennte ich Death und stieg auf. Am langen Zügel Ritt ich ihm zum Dressurplatz. Dort angekommen ritt ich ihn 10 Minuten am hingegeben Zügel warm und fing dann mit ein paar Schenkelweichen im Schritt am. Dann lies ich ihn fleißig vorwärts abwärts traben und galoppieren. Im Galopp musste ich ein paar mal deutlich regulieren, doch mit der Zeit wurde er auch dort immer gehorsamer. Als fing ich an mit Schenkelweichen im Trab und ließ ihn danach sofort angaloppieren und auf dem Zirkel galoppieren. Ich bemühte mich dem Hengst immer etwas anderes zu bieten damit ihm nicht langweilig wurde. Nach einer Dreiviertelstunde intensiver Dressurarbeit ritt ich ihn am langen Zügel trocken und legte ihm die Abschwitzdecke über die Kruppe die ich mitgenommen hatte da es etwas frisch und windig war. Ich fasste den Entschluss noch eine kleine Runde im Wald zu drehen, wo der Riese trotz dem anstrengenden Training noch immer voller Gehwille war. Als wir auf den Hof zurückkamen, sattelte ich ihn ab und stellte ihm in die Box. Ich holte auch all die anderen Pferde rein und machte die Abendrunde. Ich fütterte sie uns verteilte Heu ehe ich mich bei Amy und Ty verabschiedete und Hundemüde nachhause fuhr und ins Bett fiel.

      30. Januar 2015 - Eine Stallhilfe
      4955 Zeichen © SopherlMacaulay



      Noch ehe ich mir eines der Fohlen schnappen konnte, wurde ich heute von Picola und Mirabella fast überannt. Die beiden Stutenfohlen bestanden auf einer ausgiebigen Schmuseeinheit ehe ich mit ihnen das Hufe geben für den Tierarzt und den Hufschmied üben konnte. L´Ombre de la Lune hingegen konnte ich heute für gar nichts begeistern, deswegen ließ ich sie einfach auf der Koppel grasen. Mit Figaros Nachtschatten übte ich ein wenig das führen, auf dass er später mal ruhig und gelassen neben seinem Reiter laufen würde. Mit Calla übte ich spielerisch ein paar zirzinsische Lektionen, da die junge Stute lernwillig war und sich schnell für neues begeistern konnte.
      Danach ging ich weiter zu L´Ombre de la Figaro um mit ihm Springen zu trainieren. Er sollte fit für die nächste Turniersaison werden, vielleicht würden wir ein paar Turniere mit ihm gehen. Mit Samie machte ich heute Longentraining, da ich ihn zu nichts anderem begeistern konnte. Er lief langsam und zeigte mir deutlich, dass für ihn heute kein Arbeitstag war, eher ein Tag um seine Faulheit ganz und gar auszuleben. Mit Little Baby ging ich heute eine ins Gelände, eine Schrittrunde. Mit ihr hatte ich die letzten Tage exzessiv geübt und ich wollte einfach ein wenig Ruhe gönnen bevor ich wieder mit ihr ins Training ging. Money in a Bank gönnte ich heute eine ausgiebige Schmusestunde ehe ich auch mit ihr ins Gelände ging. Sie liebte die Ausritte und wer war ich ihr diese Freude zu verweigern? Ich würde die kommenden Wochen eh wieder mit ihr trainieren, so konnten wir uns jetzt ganz entspannt der schönen Natur widmen. Mit Nachtigall hatte ich heute im Training ein paar kleine Schwierigkeiten, da sie ihr Temperament voll ausspielte. Sie wollte um jeden Preis rennen, was sich an der langen Seite der Halle bemerkbar machte. Sie war auch aus dem Gallopp kaum in den Trab zu bekommen weswegen ich ihr das rennen auf der Koppel nach dem Training von Herzen gönnte. Hoffentlich tobte sie sich aus, dann war sie morgen bestimmt leichter zu reiten. Askan hingegen war heute arbeitswillig und sprang schon fast sobald er die Hindernisse beim Eintreten in die Halle entdeckte. Sobald ich ihn aufgewärmt hatte ging ich mit ihm geschmeidig über die Hindernisse und entspannte mich zusehends.
      Da Amsterdam Girl meinte, sie müsse heute einmal wieder zickig sein, longierte ich sie nur. An der Longe buckelte sie und weigerte sich auch manchmal vorwärts zu gehen und ich war froh sie nach dem Training wieder auf die Weide zu bringen. Mit Meike machte ich ein paar zirzinsische Lektionen bevor ich sie an die Longe nahm. Die lernwillige Stute freute sich sichtlich über das leichte Training. Mit Nordstern arbeitete ich etwas an ihrer Gelassenheit, da die Stute manchmal noch ein wenig schreckhaft war. Danach ließ ich auch sie über die Weide toben. Mit Suburb Lights machte ich ein wenig Dressurtraining, kam jedoch nicht weit, da sich der Hengst heute dachte, dass er keine Lust hatte. Träge zog er seine Bahnen und an die hohe Kunst war heute nicht zu denken. Dafür war er wieder einmal sehr verschmust und so verbrachte ich die Zeit lieber damit mit ihm zu kuscheln als wirklich mit ihm zu arbeiten. Dafür war Sunshine Shadow heute arbeitswillig und so trainierte ich im Gelände ein wenig seine Kondition für die anstehenden Distanzritte.
      Mit Sternsinger schmuste ich ausgiebig und machte ein wenig Gelassenheitstraining mit ihm, um ihn auf die Turniere vorzubereiten. Auch sein Vertrauen zu mir wollte ich ein wenig trainieren um ihm seine Ängstlichkeit zu nehmen. Mit Golden Diamond übte ich heute ein paar Zirkuslektionen um ihr ein wenig Abwechslung zu bieten. Dankbar nahm die lernwillige Stute das Angebot an. Mit Bonito hatte ich eigentlich vorgehabt ein wenig auf dem Platz zu arbeiten, aber der Sturkopf wollte lieber ins Gelände. Er stellte sich auf den Hof und war nicht zum Reitplatz zu bringen. Also gut, dann eben Gelände. Dort blühte er auf und ich konnte ein paar Übungen in den Ausritt mit einbauen. Mit Mrs Pretty übte ich Reining, was ihr nicht so ganz gefiel, doch ich blieb stur. Die Turniersaison stand vor der Tür und ich überlegte mir mit ihr zu Turnieren zu gehen. Dazu musste ich aber noch ein ganzes Stück mit ihr arbeiten. Um Jargo Abwechslung zum Alltag zu bieten versuchte ich heute einige Übungen aus dem Nature Horsmannship mit ihm. Begeistert nahm er die Übungen an und zeigte Arbeitseifer. Mit Abajo wollte ich dressur üben. Der Arbeitswillen überzeugte mich schon fast, sodass ich unachtsam wurde, was der schlaue Hengst dazu nutzte auszubrechen. Von da ab wurde es etwas schwieriger, allerdings schafften wir das Training doch noch ganz gut abzuschließen. Auch mit Windsor trainierte ich Dressur, nur um ihm die abtrainierten Kilos später wieder als Leckerlis während der nachfolgenden Schmuseeinheit wieder auf die Rippen zu füttern. Der Haflingerhengst war heute so niedlich und brav gewesen im Training, da hatte er sich die Leckerlis wahrlich verdient.

      19. März 2015 - Tierarztbesuch
      13425 Zeichen © SopherlMacaulay



      Also gut, ran an die Arbeit! Dachte ich mir als ich den Stall betrat. Verschlafen blinzelten mich die Tiere an denn heute hatte ich mich früh zu ihnen begeben. Die Routineuntersuchung stand an und ich hatte Jackie zugesichert, dass ich mich heute ihren Haflingern widmen würde.
      Das Fressen war schon verteilt worden, weswegen einige noch genüsslich malmten, andre sich jedoch schon wieder ins Stroh hatten zurückplumpsen lassen hatten. Ich fegte zuerst noch einmal die Stallgasse, bis sie meinen Sauberkeitsansprüchen genügte, stellte meine Arzttasche vor die erste Box und holte Figaro heraus. Der ruhige Hangst sah mich unter halb geschlossenen Lidern an und döste schon wieder als ich ihn abtastete. Vom Hals über den Rücken zu den Beinen – alles in Ordnung. Mit den Hufen tat ich mir heut etwas schwer, als ich diese anhob, lehnte er sich dösig an mich – so ein Haflinger war schwer wenn er einen als Stütze gebrauchte! Nichts desto trotz waren auch die Hufe schnell kontrolliert und waren genauso gesund wie die Augen, die Figaro nur ungern öffnete und die Zähne, die er sich heute schon eher kontrollieren ließ.
      Samie ließ sich nur unwillig von seiner Futterkrippe wegholen, er suchte sie gerade noch nach einem letzten Fitzelchen ab. Ärgerlich grummelte er, als ich ihn auf der Stallgasse anband. Dennoch ließ er sich untersuchen. Eigentlich war er ja ein total lieber Kerl, der mir auch keine Schwierigkeiten machte. Er war halt nur verfressen und hätte noch gern etwas länger nach etwas essbarem gesucht. Rücken, Beine und Hufe machten eine gute Figur, aus den Augen blitzte es neugierig heraus und die Zähne waren auch in Ordnung, auch wenn hier und da noch ein essesnrest hing. Ich streichelte ihn liebevoll und scherzte dass er sich keine Notration aufbewaren musste, er käme ja bald auf die Weide.
      Baby machte mir auch keinerlei Schwierigkeiten als ich sie endlich aus der Box draußen hatte. Die Stute hatte heute wohl beschlossen einen Schneckentag einzulegen, denn ich hatte das Gefühl im laufen einzuschlafen als ich sie aus der Box holte. Dafür war die verschmuste Stute eine liebe Patientin die alles mit sich machen ließ. Schnell war abgeklärt dass ihr nichts fehlte, auch wenn es etwas langwierig gewesen war ihren Mund aufzukriegen. Dafür belohnte sie mich in dem sie sich liebevoll ankuschelte – eines der schönsten Geschenke das sie einem machen konnte.
      Money hingegen hatte heute ihren zickigen Tag. So kam es mir zumindest vor. Sie blieb ruhig, grummelte jedoch und als ich ihren Körper und die Beine kontrolliert hatte, ließ sie sich nur widerwillig die Hufe kontrollieren. Augen gingen dann wieder, jedoch das Maul bekam ich nur mit Hilfe eines Leckerlis auf. Und doch waren alle in Ordnung. Ich brummelte Money an warum sie mir das denn nicht gleich hatte zeigen können, schnappte mir sie, Samie, Baby und Figaro und brachte die vier erstmal auf die Weide. Zurück im Stall fegte ich noch einmal die Gasse und schnappte mir dann Nachtigall.
      Die Stute wollte ihrem Namen heute alle Ehre machen und wieherte in den höchsten Tönen die sie herausbrachte. Ich untersuchte sie daher mit Argusaugen, ob sie irgendwas hatte, das kannte ich von ihr ja gar nicht. Am Rücken war nichts, an den Beinen erkannte ich jedoch das Problem. Sie musste sich irgendwo aufgeschrammt haben, am Bein war eine Blutkruste zu sehen und auch abwinkeln ließ sich das Bein nur schlecht. Ich vermutete eine Entzündung und spritzte schnell ein Schmerzmittel ein, damit ich die Wunde säubern konnte. Auch das war schnell getan, zum Abschluss noch eine antiseptische Salbe aufgetragen und das Bein bandagiert. Noch eine Antibiotikaspritze und das Bein war soweit versorgt. Noch die augen kontrolliert, die mich dankbar ansahen, es sah so aus als hätte ihr das Bein wohl die ganze Nacht Schmerzen bereitet. Die Zähne waren auch in Ordnung, Zeit die Stute in die Box zu bringen. Vorerst, beschloss ich, würde sie in der Box bleiben, ich würde das Bein morgen noch einmal kontrollieren.
      Askan scharrte praktisch schon mit den Hufen. Er hatte gesehn dass ich ein paar Pferde nach der Untersuchung auf die Koppel gebracht hatte und da wollte er wohl auch hin. Kaum hatte ich die Boxentür offen, trabte er auch schon heraus und stellte sich so hin, dass ich überall gut hinkam. Ich musste furchtbar lachen, band ihn an und untersuchte ihn. Er war in exzellenter Verfassung, keine Verspannung, Beine und Füße in gutem zustand, wache Augen und ein Paradebeispiel von Gebiss. Mal ganz abgesehn davon dass er super aussah und eine enorme Ausstrahlung hatte. Der temperamentvolle Hengst faszinierte mich.
      Temperamentvoll war er wirklich, denn als ich Amsterdam aus der Box holte, wieherte ungläubig, als könne er es nicht fassen, dass ich ihn nicht sofort auf die Weide brachte. Ich grinste und wandte mich der Stute zu, ein wenig musste Askan sich noch gedulden. Er machte zudem seine Nachbarin noch verrückt, sie war heute zickiger als sonst. Ich hatte sie schon kurz angebunden, jedoch keifte sie Askan an und stampfte mit ihren Hufen auf den Boden, was es mir nicht gerade leicht machte sie zu untersuchen. Doch schnell war auch ihr Gesundheitszustand als wunderbar eingetragen und ich ließ sie weiterzicken, denn es warteten noch mehr Hafis auf mich.
      Meike war zwar farbtechnisch mein Liebling, da sie so schön dunkel war, allerdings machte auch sie mir heute das Leben schwer. Sie wollte Amsterdam zurechtweisen, die sich von Askan provozieren ließ, welcher sie demonstrativ anwieherte. Wobei, ich war mir bei ihm nicht sicher ob er nicht nach der Weide schrie. Ich band Meike an und schnappte mir Askan um ihn wieder in die Box zurück zu bringen. Beleidigt sah er mich an, dann war aber wenigstens Ruhe. Und Meike ließ sich auch wunderbar untersuchen. Wobeis das bei ihr gar nicht gebraucht hätte. Auch sie war gesund und strotzte nur so vor Energie.
      Nordstern wollte nach dem Getöse erst gar nicht aus der Box. Nur zaghaft folgte sie mir und als sie endlich draußen stand, sah sie sich nervös um. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und untersuchte sie langsam wie gründlich, was ihr ein wenig Sicherheit gab. Bis auf ein paar nervöse Verspannungen, die sich bestimmt am Abend wieder gelegt hatten, hatte sie nichts. So, jetzt. Askan herausgeholt, Meike und Askan auf der einen und Amsterdam und Nordstern auf der andren ließ ich die vier zur Weide traben und war froh dass sie sich nun draußen anzickten und nicht mehr den ganzen Stall verrückt machten.
      Nach einer erneuten Kehrrunde weckte ich Bubi aus seinem Schlaf. Gemächlich folgte er mir und war wie immer mehr daran interessiert mit mir zu schmusen als sich untersuchen zu lassen. Nach dem Stress gerade kam mir eine kleine Schmuserunde grade recht, jedoch verlor ich das Ziel auch nicht aus den Augen und so wanderte mein Blick kurz darauf prüfend über Körper, Beine, Hufe, augen und Maul. Alles in Ordnung soweit mit ihm, ich konnte mich Sun widmen. Dem hatte der Stress von vorhin auch nichts ausgemacht und er folgte mir bereitwillig auf die Stallgasse. Auch er war schnell untersucht, ebenso gesund wie sein Nachbar.
      Sternsinger sah sich erst vorsichtig um ehe er mir auf die Stallgasse folgte. Der junge Hengst hatte noch nicht so richtig Vertrauen zu mir gefasst, daher ließ ich es ruhig angehn. Er sah sich nach links und rechts um während ich ihn abtastete und Augen und Mund kontrollierte. Bis auf seine Nervosität ging es ihm richtig gut und das nervöse würden wir auch noch hinbekommen.
      Golden Diamond hatte s sich auch zur Aufgabe gemacht mich zu trainieren. Die Stute folgte mir nur sehr widerwillig in die Stallgasse und lies sich genauso widerwillig untersuchen. Immer wieder drehte sich sich nach mir um, schlug mich mit dem Schweif und kniff Augen und Maul zusammen.
      Ich seufzte und war sehr froh als ich auch diese vier auf die Koppel gebracht und die Stallgasse gesäubert hatte.
      Bonito hingegen machte den ganzen Stress wieder wett. Er schmiegte sich an und wollte mich schon gar nicht mehr fort lassen. Er hob auch ganz brav alle Hufe von selber an und schob mir die zu untersuchenden Körperteile regelrecht hin, dass ich mich schon fast kaum bewegen musste. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht holte ich Mr Pretty aus der Box. Die Stute schob sich einmal mehr ins Rampenlicht in dem sie sich erstmal im Sonnenlicht platzierte, welches langsam immer heller den Stall durchflutete. Auch wollte sie zuerst gestreichelt werden und ein paar nette Worte bei der Untersuchung schadeten auch nicht. Für das Lob arbeitete sie aber auch gut mit, auch wenn sie den Kopf nicht gerne senkte, dazu genoss sie mit geschlossenen Augen und hochgerecktem Kopf zu sehr die Sonne die den Stall aufwärmte.
      Jargo drängte quasi aus der Box hinaus. Die Untersuchung wollte er nicht über sich ergehen lassen, er wollte sofort hinaus. Doch weit gefehlt, diesmal gelang es mir meinen Dickkopf durchzusetzen. Auch wenn er die Untersuchung nicht gebraucht hätte. Der Körper strotzte vor Kraft, die Hufe waren in tadellosem Zustand und die Zähne waren bereit das Gras zu zermahlen. Aus den Augen strahlte so eine Energie, dass ich mich beeilte Abajo aus der Box zu holen. Der erwies sich heute auch als Querulant und strebte wie Jargo dem Ausgang zu, dass ich mich mit beiden Füßen in den Boden stemmen musste um ihn aufzuhalten. Verärgert grummelte er als ich ihn anband und mit der Untersuchung begannt. Ich merkte deutlich wie er die Muskeln anspannte und auch die Beine waren schwierig zu untersuchen, da er die ganze Zeit auf dem Boden herum stampfte. Dass er mich nicht bei der Untersuchung des Mauls zwickte war alles denn langsam verwandelte sich der Ausdruck in seinen Augen von Unmut zu Wut.
      Als ich die vier zur Koppel brachte flog ich praktisch dahin. Jargo und Abajo hatten es so eilig dass sie wohl beschlossen hatten mir das fliegen beizubringen. Ich freute mich als ich das Tor hinter ihnen geschlossen hatte und mich ans kehren machte – nur noch 2 erwachsene Tiere und dann nur noch die Jährlinge. Die Kleinen würden zwar lebendig sein jedoch noch nicht so schwer zurück zu halten wie die Großen.
      Mit Freude holte ich Windsor aus der Box. Natürlich musste er mich erst mal wieder beknabbern bevor er sich den Gitterstäben und seinem Führstrick zuwandte. Wenigstens war er gut beschäftigt und ich konnte ihn in Ruhe untersuchen. Als ich mir seinen Mund ansah fand er meine Haare zwar spannender, aber auch den Mund hatte ich, dank seiner hervorragenden Gesundheit, schnell inspiziert. Ich überließ ihm seinem Knabberwahn und wandte mich Joker zu, den ich nur mit Überredungskünsten aus der Box bekam. Ein wenig scheu war er noch, aber nachdem ich mich schon im Vorfeld ein wenig mit ihm befasst hatte, ließ auch er sich brav von mir untersuchen. Beim Kopf musste ich ein wenig vorsichtig sein, jedoch war auch das schnell geschafft und ich konnte die beiden auch schnell nach draußen bringen.
      Nun noch die Jährlinge. Als erstes holte ich unsere Jüngste heraus, Calla. Die junge Stute, bei der wir erst vor kurzem begonnen hatten sie abzusetzten, blickte neugierig in der Gegend rum und wollte mich gar nicht loslassen. Meinen Arztkittel fand sie besonders toll und wurde zur Giraffe, als ich um sie herumwanderte, nur um den Kittel nicht loslassen zu müssen. Jedoch ging die Untersuchung schnell vonstatten, denn Calla war zwar neugierig aber total brav und bei bester Gesundheit.
      Figaros Schattenfalter folgte mir nur vorsichtig. Bei ihm ließ ich Vorsicht walten und ging alles langsam an, der Kleine war verwahrlost wieder zu uns zurückgekommen und brauchte erstmal Zeit bis er den Menschen wieder vertrauen konnte. Aber abgesehn von den seelischen Narben ging es ihm gut. Er hatte auch wieder zugenommen und sein Fell gewann auch langsam wieder an Glanz.
      Die wachen Augen sahen mir aufmerksam zu, als ich ihn abtastete und seine Hufe kontrollierte. Auch die Zähne waren in Ordnung und aus den Augen sprühte Lebensfreude. Zufrieden darüber, dass Amy ihn wieder auf die Beine bekommen hatte, wandte ich mich Lune zu. Die junge Stute war heute aufgeweckt und kaum zum Stillstehen zu bekommen. Abtasten ging grad noch, aber für die Beine und Hufe wünschte ich mir schon fast einen Schraubstock im Boden um den Huf einzuspannen. Wenigstens gab sie sich redlich Mühe mich nicht aus Versehen zu treffen.
      Dabei hätte sie sich gar nicht so anstellen brauchen, bei ihr war alles in bester Ordnung.
      Picola zeigte sich heute mal wieder temperamentvoll. Lauthals wieherte sie als sie aus der Box herauskam und das anbinden wurde eine Wissenschaft für sich. Jedoch konnte ich sie so platzieren, dass die Sonne sie wärmte, was sie sehr genoss. Das gab mir ein wenig ruhe für die Untersuchung, solang ich nicht die Sonne verdeckte. Als ich die Beine untersuchte, gab sie Unmutslaute von sich, schließlich kühlten ihre zarten Beinchen gerade ab! Auch ins Maul wollte sie sich nicht schauen lassen, das gelang mir nur unter lautstarkem Prozess. Mit einem leichten Klaps auf den Hintern verabschiedete ich mich von ihr um mich um Mirabella zu kümmern. Diese hatte heute ihren verschmusten Tag und brauchte viele Streicheleinheiten ehe sie der Untersuchung zustimmte. Auch musste ich immer wieder unterbrechen um sie zu streicheln. Das zog sich und Figaros Schattenfalte wieherte sie ungeduldig an, woraufhin Mirabella es sich nicht nehmen ließ zurückzuzicken.
      Ich war froh als ich die Jährlinge auf die Weide gebracht hatte und die Stallgasse ein letztes Mal fegte.

      24. März 2015 - Eine Stallhilfe
      4469 Zeichen © SopherlMacaulay



      Nachdem die Turniersaison schon fast begonnen hatte, übte ich vermehrt mit Figaro, der heute aber mal so gar keine Lust hatte. Dauernd versuchte er stehen zu bleiben und mir die Zügel aus der Hand zu reißen was mir das Training erschwerte, doch es half nichts, da mussten wir beide jetzt durch. Samie hingegen forderte mich heute, der neugierige Hengst musste auf unserem Spaziergang alles begutachten und es war schon eher ein Stop and Go. Aber Hauptsache er hatte seinen Spaß und der Ruhetag tat ihm gut. Little Baby meisterte das für sie vorgesehene Trainingsprogramm zur vollsten Zufriedenheit. Heute war führte ich sie an Hindernisse heran, oder versuchte es zumindest. Neugierig machte die Stute mit. Money hatte heute Hummeln im Hintern, sodass an ordentliches Training gar nicht zu denken war. Ständig rannte sie mir quer über den Reitplatz, was mich dazu veranlasste mit ihr ins Gelände zu gehen und sie sich auf den Rennstrecken austoben zu lassen.
      Nachtigall wurde zuerst von mir an den Hängern vorbeigeführt, schonmal vorbereitet für das spätere Hängertraining ehe ich mit ihr in die Halle ging und trainierte.
      Askan bereitete mir heute eine wahre Sternstunde. Mit Eifer flog er über die Hindernisse. Mit ihm hatte ich am Springtraining richtig Spaß. Amsterdam hatte es heute auf mich abgesehn. Ständig drängte sie an den Reitplatzrand oder buckelte was ihre Beine hergaben. Sie wollte mich unbedingt vom Rücken runter haben und sie schaffte es auch. Nicht mit mir dachte ich mir jedoch und saß wieder auf. Das überraschte sie derart, dass sie den Rest des Trainings brav war. Mit Meike legte ich heute ein Vertrauenstraining ein. Die Stute hatte mir die letzte Zeit gezeigt dass sie nicht viel von mir hielt, so ging ich im Gelände mit ihr spazieren und führte sie über enge Wege und Stege um ihr zu zeigen, dass sie sich auf mich verlassen konnte. Auch mit Nordstern konnte ich heute nicht auf den Platz, die junge Stute war heute etwas schreckhaft. So drehte ich eine kleine Runde zu Fuß mit ihr und ließ sie schnell wieder auf die Koppel. Bubi war heute Faulpelz in Person und ließ sich gerade mal zu ein paar Trabrunden auf dem Reitplatz überreden bevor er seine Füße in den Boden stemmte und nicht einen Schritt mehr weiter tat. Sunshine machte jedoch alles wieder wett. Ich hatte ein Ausdauertraining heute angesetzt, welches er mit Bravour meisterte. Sternsinger und ich waren heute für eine Springstunde eingetragen. Es war zwar nicht unbedingt leicht ihn über die Hindernisse zu bekommen, er hatte heute seinen ängstlichen Tag und scheute vor fast allem. Trotz alledem hatte er sich am Ende der Stunde ein Leckerli verdient. Diamond hatte ihren wilden Tag. Stillstehen war heute nicht wirklich etwas für sie, weswegen ich sie heute nur longierte. Nachdem ich ein paar Mal beinahe umgerannt worden wäre, war ich froh mit Bonito ins Gelände zu gehen. Ohne Sattel zockelten wir durchs Gelände und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Mit Mrs Pretty hatte ich heute Reining geplant, doch die Stute wollte es ruhig angehen lassen, weswegen ich auf ein Trailtraining umschwenkte. Mit Dickkopf Jargo war heute kein richtiges Training möglich, da es ihm mehr gefiel herumzustehn und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Also machte ich mit ihm nur ein wenig Bodenarbeit. Abajo hingegen war heute eifrig bei der Sache, weswegen ich mit ihm Dressur trainierte. Der Hengst folgte meiner Zügelführung willig und war ein echtes Traumpferd. Auch mit Windsor war ein Dressurtraining angesetzt und er machte wunderbar mit. Die Hufe flogen hoch und die Halswölbung war so perfekt dass ich mich kurz einmal zu den olympischen Spielen träumte. Joker holte mich von der Wolke sieben wieder zurück. Auch er war heute äußerst arbeitswillig, verzieh mir aber keine Unaufmerksamkeit ohne Unfug zu machen.
      Calla hatte die letzten Tage beim zirzensischen Training so wunderbar mit gemacht, dass ich ihr einen Ruhetag gönnte. Figaros Schattenfalter hatte heute Auslauf nötig, weswegen ich mit ihm einen Spaziergang machte und dabei gleich das führen trainierte. Bei Lune begann ich mit dem Fohlen ABC. So langsam wollte ich sie darauf einstimmen und die nächsten Tage daran noch weiter mit ihr arbeiten. Auch mit Picola fging ich ins Gelände, ein wenig ihre Gelassenheit schulen. Mit Mirabella ging ich ein wenig auf dem Springplatz umher und legte die ein oder andre Stange auf den Boden um das Jungtier schon einmal mit Hindernissen bekannt zu machen.
      03. August 2015 - Eine Stallhilfe
      5240 Zeichen © Veija



      Heute war ich auf dem Weg zur Heartland Farm- also zu Amy Fleming. Sie hatte im Internet eine Anzeige aufgegeben, bei der sie dringend um Hilfe bei der Pflege ihrer Pferde bat. Da ich schon ein paar ihrer Pferde geritten hatte meldete ich mich sofort und fuhr nun also mit dem Wagen auf ihren Hof. Dort angekommen begrüßte sie mich kurz, ehe sie wegen eines dringenden Termins vom Hof verschwand. Da ich mich schon ein wenig auskannte, ging ich sofort zu ihrem Haflingerstall und fing mit dem ersten Pferd an. Nimué war eine 2-Jährige Haflingerstute, die nur Flausen im Kopf hatte. Ich wollte sie aufhalftern, da hob sie den Kopf und knabberte einfach den Strick an. "Ey, lass das!", sagte ich zog ihn ihr aus dem Maul, ehe ich es dann doch schaffte das Halfter über ihren Kopf zu bekommen.Dann brachte ich sie raus auf die Koppel, ehe ich wieder in den Stall ging um das nächste Pferd raus zu bringen. Burberry war der nächste Kandidat, den ich auf eine andere Koppel stellte. Da ich mir nicht sicher war wo hin mit den Halftern, zog ich sie einfach den Pferden aus und hängte sie wieder an die Box. Schließlich musste ich die Pferde ja auch wieder reinbringen. Das nächste Pferd war Lady Äppel. Bei ihrem Namen musste ich leicht schmunzeln, da ich dabei sofort an das Gerät "Apple" dachte, ehe ich an Äpfel denken mussten und mein Bauch sich knurrend zu Wort meldete. Doch noch war die Arbeit nicht getan, schließlich wollten alle Pferde auf die Koppel!
      Das nächste Pferd war Small Joker. Ein westernmäßig gerittener, recht heller Haflinger. Ein wunderschönes Pferd. Doch als ich Calla sah, war es um mich geschehen. Ich liebkoste das wunderschöne Fohlen und wollte es gar nicht mehr gehen lassen, doch es drängte um auf die Koppel zu kommen. Das nächste Pferd war nun Figaros Schattenfalter, den ich recht schnell auf der Koppel hatte. Nun hatte ich noch 6 Pferde vor mir, ehe ich mein Frühstück auspacken würde. So brachte ich nacheinander Windsor, Abajo, Jargo, Mrs. Pretty, L'Ombre de la Lune und Bonito auf die Koppel. Bei Bonito musste ich schmunzeln. Ich hatte ihn für Amy auf einer Körung geritten und seit dem hatte er sich wirklich verändert! Er war wirklich kräftig geworden und ich hatte auch schon einige Fohlen von ihm gesehen- ein wunderschönes Pferd. Nun machte ich eine kurze Frühstückspause und aß meinen Apfel und ein Brot, ehe ich wieder an die Arbeit ging. Nun kamen Golden Diamond, Picola, Mirabella, Sternsinger, Sunshine Shadow und Suburb Lights auf die Koppel. Zu meinem Glück hatte Amy einen Koppelplan aufgehangen, damit ich wusste, welches Pferd auf welche Weide kam. Nun waren es noch 9 Haflinger, die ich auf die Koppel bringen musste. Nordstern, Meike, Amersterdam Girl, Askan, Nachtigall, Money in a Bank, Little Baby, Samie und L'ombre de la Figaro. Auf letzteren achtete ich besonders, da ich wusste, dass er einer von Amys Lieblingen war.
      Nun ging es zum anderen Stall, schließlich wollten die anderen Pferde auch auf die Koppel und nicht den ganzen Tag im Stall stehen!
      Das erste Pferd, welches ich auf die Koppel brachte, war Rékja. Eine wirklich schicke Isländerstute gefolgt von As War Fades, für den ich mal Interesse gezeigt hatte. Wenn nachher noch Zeit bleiben würde, würde ich ihn noch kurz reiten, doch jetzt war keine Zeit dazu. Nach War Fades kamen Herbert, Maelis, Skywalker, HGT's Dead Snow, auch ein wunderschönes Westernpferd, Azzurro, Panino und Burnin' Castiel auf die Koppeln.
      Es folgten Valentines Cilion, Cabbalero, der sich wirklich gut gemacht hatte, I see you und Wikotikabesa. An diese Stute konnte ich mich noch besonders erinnern, da Amy und ich uns beinaje gestritten hatten, wer denn nun ihr Besitzer sei. Wir hatten sie beide besucht und Probe geritten und wollten sie beide haben. Durch ein Missverständnis kamen wir beide am gleichen Tag mit Hängern an und wollten sie mitnehmen. Da sie aber an Amy verkauft war, ging ich leer aus. Umso mehr freute ich mich, ein paar Minuten mit der wunderschönen Stute verbringen zu können. Doch da die Arbeit nicht wartete, musste es weiter gehen. So brachte ich Par Dieux, Mon Chérie, Puppy, Findus II, Lakritz, Luzifer, The Death Angel, Cindarella, The Black Death und Prince of the half moon auf die Koppeln, ehe es ans ausmisten ging. Bei so vielen Pferden war ich natürlich den ganzen Tag beschäftigt, so dass ich erst abends um 10 Uhr alle Pferde wieder im Stall hatte. Jedes der Tiere hatte seine Ration Heu bekommen. Nach einem Plan, den Amy im Stall hängen hatte, hatte ich allen Pferde Kraftfutter rationiert und war schließlich an As War Fades' Box stehen geblieben. Schmunzelnd betrachtete ich den Hengst, ehe ich ihn doch nochmal aus der Box holte und mit ihm in die Halle ging. Ich longierte ihn eine Weile, ehe ich ein paar Trailübungen vom Boden aus machte. Der Hengst machte willig mit und ich lobte ihn zum Schluss, indem ich ihm den Hals klopfte. "Guter Junge", sagte ich und brachte ihn wieder in den Stall. Ich hatte ihn doch nicht mehr reiten wollen, da ich von Amy keine Erlaubnis bekommen hatte, eines der Tiere zu satteln. Wäre dann etwas passiert, hätte ich nicht so gut dagestanden. Vielleicht würde sich irgendwann anders die Gelegenheit ergeben, den Hengst und auch Amys Paint Stute Wikotikabesa zu reiten.


      4. August 2015 - Fahrtraining S-S*
      4639 Zeichen © Catalina


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      Hafis über Hafis

      Die Heartland Ranch in der Nähe von Occultas Gestüt, also in England, war bekannt für seine ausgereifte Haflingerzucht. Außerdem hatte die Ranch, wie ich gerade bemerkte, die Ausmaße einer amerikanischen Ranch, mit Stalungen, Hallen, Weiden und sogar einer Quarantänestation! Mir gingen wörtlich die Augen über bei der schieren Größe des Gestüts, und ich brauchte etwas Zeit um den Stutenstall zu finden. Die Boxen sowie die Stallgasse waren sehr großzügig und lichtdurchflutet. Einige Helfer eilten mit Stroh, einer Mistgabel samt Schubkarre oder mit einem Halfter durch die Gänge, einige nickten mir zu, andere sagten ein flüchtiges 'Hi', ehe sie dann wieder davon eilten. Der Grund meines Besuches war Meike. Die schon reifere Zuchtstute mit einigen Erfolgen sollte heute ihr Können vor der Kutsche beweisen. Die Stute stand in ihrer Box und blickte mich direkt an, als ich davor stehen blieb. Zaghaft kraulte ich ihr Maul, ehe ich sie dann aus der Box holte und auf dem Putzplatz fertig machte. Sie hatte ein Auge auf mich geworfen, als ich ihren Schweif flocht und mithilfe eines netten Helfers die Stute vorspannte. Recht entspannt führte ich Meike über den Weg erst zum Dressurplatz. Der Sulky war zwar schlank und wendig, keine Frage – aber der Platz war ein besserer Ort zum Aufwärmen als die Rennbahn. Die würden wir beim richtigen Training nutzen. Die Lehmfuchsstute hatte alles andere als eine ruhige Art, neben mir her im Schritt zu gehen, bevor ich mich auf den Sulky schwang und sie im Trab über den Platz schickte. Ich konnte von hier aus einen Blick auf zwei Weiden werfen. Hauptsächlich sah ich Haflinger, helle Ponys, aber auch einige Großpferde grasten friedlich. Als ich die Aufwärmphase für beendet empfand, trieb ich Meike vom Platz über den festgetrampelten Weg zur Rennbahn. Am Parkplatz lief ich Amy Fleming in die Arme. Sie war die Chefin der Ranch und grüßte erst ihr Pony, dann mich überaus freundlich. "Ich werde mit ihr nun auf der Bahn üben. Auch wenn diese eher für das Rennen gedacht ist, aber sie hat die richtige Länge für das Training mit Meike." Amy nickte nur, verabschiedete sich dann recht schnell und zog dann von dannen. Schnalzend beförderten wir nun die Kutsche zur Rennbahn. Es gab sogar Zuschauertribünen mit einer Sprechanlage, für hofeigene Turniere.

      Die ovale Bahn war leer. Wir trabten direkt über die gut 1,5 Kilometer Bahn, Runde um Runde. Dabei strahlten die Haflingerstereotypen der hübschen Ponystute nur so. Zielstrebig, aber folgsam umrundete sie die Kurven, blieb dabei auch auf der eingezeichneten Bahn, auch wenn ich mal nicht ordentlich lenkte, und strotzte nur so vor jugendlicher Energie. Nur musste ich sie gelegentlich antouchieren. Haflinger waren nicht unbedingt faul; als ursprüngliche 'Berg- und Waldponys' waren sie eher gemütlich, liefen lieber langsam, anstatt sich beim schnellen Laufen zu verletzen. Die Rasse hatte über die letzten 150 Jahre eine interessante Entwicklung durchgemacht. Aus den zumeist kräftigen Lasten- und Kutschponys wurden alltagstaugliche (und auch sportliche!) (Kinder-)Reitponys, die allgemein als Verlasspferd bekannt sind. So sinnierte ich weiterhin mit Blick auf das Geschehen vor mir auf dem Sulky, bis ich sie dann einmal dazu anspornte, eine ganze Runde im Galopp zu reiten. Der Bodenbelag wirbelte nur so herum. Eine weitere recht typische 'Eigenart', so könnte man meinen, ist das teilweise nicht ordentliche Aufsetzen der Hufe. Daher machte es besonders Spaß, mit Haflingern durch Gewässer zu reiten. So merkte ich gar nicht, dass der Sulky immer langsamer rollte und die Stute auffordernd wieherte und den Kopf schüttelte. Lächelnd drückte ich den Rücken durch. "Du willst auf die Weide, richtig?" Ich kannte die Antwort schon. Ich stieg ab, lockerte einige Gurte schon mal und führte sie dann zum Putzplatz. Ich schaffte es alleine, die Stute zu befreien, und schob den Sulky aus den Weg. Das Ding war alleine schon sperrig genug, da sollte sich jetzt keiner dran verletzen. Mit dem Gummistriegel massierte ich die Stellen, an denen die Stute mit dem Sulky verbunden war. Häufig bildeten sich dort bei häufigem Nutzen Wundstellen; die Pferde waren empfindlich. Eine einfache Massage half Wunder. Und tatsächlich – auch nach dem Hufe auskratzen und einer weiteren belohnenden Massageeinheit rieb die Stute ihren Kopf an meiner Schulter und freute sich besonders auf den Apfel, den ich ihr dann auf der Weide zusteckte. Dann drehte sie sich auch schon um, und trabte einige Meter weiter, ehe sie sich dann brummelnd hinlegte und wälzte. Ich schaute ihr noch eine Weile zu, denn später musste ich noch zu Lea fahren.
    • Sosox3
      15. August 2015 - Tierarztbericht
      2909 Zeichen © Sevannie


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      Heute besuchte ich eine altbekannte Freundin, Amy. Ich sollte mir ihre Haflingerstute Meike anschauen, impfen und entwurmen. Die Gute hatte mittlerweile ein stolzes Alter erreicht, 16 Jahre jung war die Lehmfuchsstute. Am Hof angekommen stieg ich aus und nahm mir mein Köfferchen zur Hand, ich lief Amy entgegen, welche gerade mit Meike aus dem Stall kam und sie am Putzplatz anband. ,,Guten Morgen.'',schmunzelte ich und Amy erwiderte es, ehe ich Meike kurz schmeichelte. ,,Naja wenn sie brav ist dann geht das alles heute ganz schnell.'',schmunzelte ich und Amy nickte. ,,Bestimmt ist sie das.'',meinte sie und ich begann dann damit Meike abzutasten. Erst die Beine, dann den Rücken, die Kruppe, den Bauch, einfach alles. Hier konnte ich jedoch keine Auffälligkeiten feststellen, so lobte ich sie kurz und schaute mir ihre Augen an, diese waren nicht trübe oder tränten. Als nächstes schaute ich ihr ins Maul, das Zahnfleisch hatte eine gesunde Farbe und sonst war auch alles top. Sanft lobte ich se erneut. ,,Na das sieht ja schon einmal vielversprechend aus.'',schmunzelte ich und nahm mir mein Stethoskop zur Hand. Ich hörte die Stute ab. Ihre Atemfrequenz und der Puls lagen im Normbereich, sie hatte nicht einmal einen erhöhten Puls weil ich an ihr herumwerkelte. Schmunzelnd lobte ich sie erneut, nahm dann das Thermometer zur Hand. Amy hielt die Stute am Kopf, am Halfter eher gesagt, fest und ich begann die Körpertemperatur zu messen als ich neben der Hinterhand stand. Meike quitschte nicht und machte aus sonst keine Faxen außer das sie kurz mit dem Kopf schnickte. Als das Piepen des Thermometers ertönte, blickte ich drauf und lobte Meike dabei. ,,38,7°C, also auch hier alles gut.'',schmunzelte ich und begann auch sogleich die Spritzen aufzuziehen. Tetanus, EHV-1 & EHV-4, Influenza und Tollwut. Somit war der kleine Cocktail wieder beisammen un dich nahm mir einen Tupfer zur Hand, welchen ich mit Desinfizierungsmittel tränkte. Ich tupfte auf die Stelle, an Meike's Hals, wo ich gleich die Spritze injizieren würde. Danach nahm ich mir noch einen trockenen Tupfer zur Hand. Ich injizierte die Spritze und auch hier machte Meike einfach rein gar nichts. Ich zog die Spritze heraus und hielt den trockenen Tupfer einige Sekunden auf die Einstichstelle. Sanft lobte ich Meike als sie dies alles hinter sich hatte. Die Wurmkur verabreichten wir ihr also ganz einfach, die Paste kam in einen Eimer wo schon Müsli drin war, wir vermengten das ganze und Meike fraß die Paste ganz einfach auf. Sanft lobte ich sie erneut und schmunzelte. ,,So liebe Meike du hast es geschafft.'',lächelte ich und blickte zu Amy. ,,Bitte schon sie die nächsten Tage und steigere das Training auch erst langsam. Also nicht 4 Tage warten und dann gleich volles Programm reiten.'',erklärte ich schmunzelnd und verabschiedete mich dann von Amy und Meike. Wieder einmal ein gelungener Vormittag mit so einem braven Pferd.

      [2909 Zeichen by Sevannie / Tierklinik Briar Cliff]

      28. August 2015 - Hufschmiedbericht
      1443 Zeichen © Elsaria


      Hufschmiede Ivanhoe
      Völlig vergessen hatte ich den Auftrag von Amy. Das war mir noch nie passiert und ich eilte deshalb sofort auf ihren Hof. Als ich ankam entschuldigte ich mich tausendmal. Ich holte alles raus was ich brauchte und zündete den Ofen an Amy holte zuerst die stute Meike. Bei ihr sollte ich die Hufen kontrollieren und die Eisen aufnageln. Ich hob den ersten Huf an und kontrollierte den Hufbestand, es war alles in Ordnung. Dann begann ich die Eisen in den Ofen zu schieben und bereitete alles vor. Nachdem das Eisen heiß war, holte ich es und legte sie auf den Vorderhuf und als alles passte, legte ich es in das Wasser damit ich es kalt beschlagen konnte. In der Zwischenzeit machte ich bei dem anderen Vorderbein genau das gleiche. Das erste Eisen war nun kalt und somit konnte ich beginnen es auf den Huf zu nageln. Pro Seite brauchte ich 3 nägel. Ich zwickte die Enden ab und drückte sie nach unten. Dann feilte ich den Rand rund und etwas vom Dreck weg. Anschließend konnte ich schon das zweite Eisen aus dem Wasser holen und arbeitete konzentriert weiter. Danach waren die Hinterhufe dran. Ich holte die Größe 4 um zu testen ob diese passen würden und siehe da, sie passten. Auch mit den Hinterhufen war es das gleiche Verfahren wie vorne. Keine 10 Minuten später hatte Meike ihre Schuhe an. Ich fettete diese noch ein und ließ sie mir vorlaufen. Ich konnte nichts erkennen was sie daran stören könnte, nun konnte der Nächste kommen

      24. Oktober 2015 - Lune wird eingeritten
      12.195 Zeichen © Jackie


      Voller Tatendrang stürzte ich mich in den Stall hinein. "Ok Ty, ich möchte dass du heute selbst ein Pferd einreitest !" - mein Freund blickte mich völlig erstaunt an. Dann kam ein leises "Ich ?" aus seinem Mund. Ich gab ihn einen flüchtigen Kuss. Ein Kopfnicken bestätigte seine Frage. "Lune ist noch nicht eingeritten, darum wirst du dich kümmern"

      "Aber ich habe doch gar keine Ahnung wie das geht"

      "Darum bin ich ja hier". Lächelnd reichte ich ihm den Strich und das Halfter. "Zieh es ihr über", anschließend führte er die junge Haflingerstute aus dem Stall. Brav und ahnungslos folgte sie dem Stallburschen. Ich holte in der Zwischenzeit einen Dummy, welcher die Stute an das Gewicht eines Reiters gewöhnen soll. Nachdem ich den Dummy zum Roundpen getragen hatte, eilte ich erneut in den Stall um Trense, Sattelpad und Westernsattel zu holen. Ich hätte zwar vor, Lune in Zunft ohne Gebiss zu reiten - doch sollte sie sich an das Gebiss gewöhnen, sollte ich es irgendwann mal benötigen. Ty wartete artig im Roundpen und verwöhnte in der Zwischenzeit die Stute mit sanften Fingerbewegungen. Ich rollte mit den Augen als ich den dösenden Blick der Stute sah. "Lass uns beginnen", Ty nahm den Strick auf "Ich werde Lune nun für dich halten. Als erstes werden wir sie mit dem Gewicht des Dummys vertraut machen. Drücke erstmal mit den Handflächen auf ihren Rücken, nicht all zu fest - aber es sollte Druck vorhanden sein." Ty befolgte meinen Anweisungen und verlagerte sein Gewicht in seine Handflächen. Lune zuckte kurz zusammen, anschließend beschnupperte sie Ty neugierig. Ich kraulte die Stute sanft, sodass Ty nun den Dummy auf den Rücken legen konnte. "Sei vorsichtig und lege ihn mit ruhigen Bewegungen drauf. Wir wollen die Stute nicht verängstigen". Als der Dummy ihren Rücken erreichte, wollte die Stute nach vorne los preschen. Doch ich hatte sie fest im Griff und beruhigte sie, indem ich ihre Stirn mit Kreisbewegungen kraulte. "So ist braaav", murmelte ich mit tiefer Stimme. "Das machst du gut Ty. Ich führe Lune nun eine Runde durch den Roundpen. Lune taumelte neben mir her, kämpfte immer noch mit dem 'Ding' auf ihren Rücken. Dennoch vertraute sie mir und versuchte nicht zu buckeln, oder los zu rennen. Nachdem ich wieder stehen blieb, sagte ich Ty, er solle den Dummy vom Pferd nehmen und das Westernpad auf den Rücken legen. Dieses akzeptierte Lune, es war schließlich leichter als der Dummy - außerdem war sie an Decken gewöhnt. "Und jetzt den Sattel" - Die Stute wollte immer wieder ausweichen, als sie das riesige Monster sah - doch dazu ließ ich ihr keine Wahl. Ehe sie in Panik geriert, rieb ich sie sanft mit Lavendelöl ein, das lenkte sie ein wenig ab. "So ist gut Ty, und jetzt drauf damit". Möglichst sanft, schwang er den Sattel über den Rücken. Nun trat Lune aus, machte einen kleinen Buckler und wollte erneut lospreschen. "Sie weicht jetzt nicht aus, will aber den Sattel von ihrem Rücken bekommen. Ist ja selbstverständlich wenn man sich in ihre Lage versetzt", erklärte ich Ty. Ich hielt sie auf, führte sie stattdessen noch mal eine Runde. Wir mussten aufpassen, dass der Sattel nicht vom Rücken fiel - immerhin war er noch nicht fest gegurtet. "Ty, den Gurt... mach ihn erstmal locker." Lune lehnte die die Ohren nach hinten, der Gurt war recht locker angezogen - dennoch so fest, dass der Sattel nicht runterfallen konnte. "Wir longieren sie erstmal. Dann regt sie sich ab." Wie auch beim Join-Up scheuchten wir die Stute durch den Zirkel. Sie richtete relativ schnell die Ohren nach innen und begann zu kauen. Es war immerhin nicht das erste mal das Lune ein Join-Up machte. Nachdem die Stute zu uns lief, fuhren wir mit dem Training fort. „Nun die Trense“, ich reichte dem Jungen die dunkelbraune Westerntrense und machte ihm Platz. „Halt am besten ein Leckerchen unter dem Gebiss“. Leckerchen ? Die Stute nahm die Trense nichts ahnend entgegen. Das war unser Vorteil ! Lune war an manchen Tagen echt verfressen. Mümmelnd genoss sie das Banenen-Apfel-Leckerchen und sabberte fröhlich auf den Sand. „Besser ging es nicht oder?“

      „Nein, besser hätte es gar nicht werden können“.

      Wir lachten und lobten die Stute. Ehe sie sich gegen die Trense wehrte, reichten wir ihr das nächste Leckerchen. Lune hatte richtig Spaß sich mit solchen Köstlichkeiten bedienen zu lassen. Ob sie die Trense überhaupt wahr nahm ? „Wir führen sie erstmal ok?“, Ty nickte, nahm die Zügel und führte die Stute durch den Roundpen. Sanft redeten wir auf sie ein, lobten sie und reichten hin und wieder die ein oder andere Köstlichkeit entgegen. Nun war die Stute entspannt genug, damit wir nachgurten konnten. Ty zog den Gurt an. Lune stöhnte etwas, das war sie einfach noch nicht gewohnt. „Ty, ich steig lieber zuerst auf, für den Fall der Fälle“

      „Ich kann das auch gerne machen“, bestand Ty. Also überließ ich ihm die Zügel und beobachtete ihn wie er mit einem Mal auf dem Pferd saß. Die Zügel blieben locker, ich fixierte Lune zur Sicherheit, sie sollte ja nicht gleich lospreschen. „Und jetzt lob sie kräftig“. Sie wurde nahezu verwöhnt. Während Ty sie streichelte, ihren Hals klatschte und sie lobte, versorgte ich sie mit Bananen Leckerchen. „Super Lune!“. „Und jetzt mach langsam Ty.“, er ritt im Schritt durch den Zirkel. Hielt zwischendurch mal an, wurde manchmal schneller. Die Zügel blieben locker.

      Nach einer guten Stunde, hatten wir es geschafft Lune in allen Gangarten zu reiten. Natürlich mussten wir die Übung mehrmals wiederholen, ansonsten könnte man nicht sicher gehen, dass sie wirklich reitbar ist.



      „Ty, kümmer du dich um Lune... Futter, Wasser, Striegeln, eindecken. Ich trainiere nämlich jetzt Windsor.“ Windsor war ein robuster Haflinger. Er hatte bereits ein Dressurturnier gewonnen und wurde mehrmals trainiert. Ich war stolz ihn im Stall stehen zu haben. Elsaria, eine nette Frau mit welcher ich vor Jahren mal Kontakt hatte – war die ehemalige Besitzerin von Windsor. Mit ihr hatte ich in früheren Zeiten mal über eine Haflingerzucht nachgedacht. Es ist traurig, dass wir Windsor nun eine so lange Zeit besaßen und er immer noch nicht gekört war. Aber das Leben war leider kein Ponyhof. Also trainierten wir ihn regelmäßig um ihn für die Kör, aber auch für die kommenden Turniere in Form zu halten. Windsor war für ein Haflinger recht erfahren was die Dressur angeht. Darum musste er heute für das S-Niveau vorbereitet werden. Diesen Monat müssten wir das halten aus der Passage, die Traversalverschiebung im Galopp, eine halbe und ganze Pirouette im versammelten Galopp, den fliegenden Galoppwechsel, die Schaukel, die Piaffe und die Passage üben. Aber auch einige neue Bahnfiguren würden auf uns zu kommen. Da ich mich die letzten Tage bereits mit Windsor beschäftigt hatte, lag es nun an mir die ganzen Lektionen zu wiederholen. Auf die Piaffe freute ich mich am meisten. Es war einfach das schönste, zu merken wie das Pferd unter dem Sattel eines der schwierigsten Anforderungen erfüllt. Ich ritt Windsor zunächst im Schritt warm, anschließend trabte ich im versammelten Trab auf den Hufschlag eine ganze Bahn. Windsor sollte im Takt kommen. Gott sei Dank war heute kein regnerischer Tag. Sonst hätte ich gar nicht üben können. Leider besaßen wir auf Heartland keine Reithalle, aber wir dachte alle ernsthaft darüber nach eine zuzulegen. Doch fehlte uns dafür noch ein wenig mehr Platz. Nach 10 Minuten kam Ty zu mir. Er beobachtete mich und Windsor gespannt. „Was tust du da?“, fragte er neugierig „Das hier ist eine Traversal. Ich werde ihn nun angaloppieren um die Traversalverschiebung zu üben“. Nach der Traversalverschiebung erfolgte der fliegende Galoppwechsel. Auf der linken Hand, ritt ich eine 10 Meter Volte im Galopp. Windsor arbeitete anständig mit. Ich ritt wieder auf den Zirkel, wechselte dann erneut im fliegendem Galopp und steuerte auf die ganze Bahn zu. Ich nahm die Zügel auf und bremste Windsor in den Trab ab. In der Ecke machte ich kehrt, anschließend führte ich eine Passage aus. Ich ritt in die Mitte des Platzes, zügelte ihn erneut und gab ihm eine Beinhilfe wodurch er die Piaffe ausübte. Mit hoch angehobenen Beinen stolzierte Windsor mittig des Platzes. Ty klatschte begeistert. „Mensch, der ist ja richtig gut geworden“. Ich zog meinen imaginären Zylinder ab und verbeugte mich vor ihm. Wir lachten zusammen „Klappt super!“ In einer Travers ritt ich zurück zum Hufschlag, zügelte Windsor in einen versammelten Schritt und ritt ihn anschließend zum Tor. „Ich würde sagen er ist fertig für das nächste Turnier!“, Ty blickte stolz auf mich „Der ist echt ein Naturtalent.“.

      Nachdem wir Windsor in den Stall gebracht hatten, übernahm Caleb und deckte den schwitzenden Haflinger ein. „Fütterst du ihn?“, fragte ich den Stallburschen. „Ja“, Caleb griff bereits zum Futtereimer und bewegte sich Richtung Futterkammer. „Caleb warte, ich komme mit!“ - rief ich noch schnell hinterher. Mir fiel nämlich ein, dass wir die restlichen Pferde auch noch füttern wollten. Das würde eine Ewigkeit dauern. Gut das Mellory und Ty uns zur Hand gehen wollten. „So gab es endlich eine Möglichkeit Mellory zu beschäftigen“, dachte ich amüsiert.



      Wir begannen im Zuchtstall. Mit mehreren Schubkarren voller Heu, begaben wir uns auf den Hof. „Lass uns zuerst zur Stuten und Fohlenweide gehen“. Die sogenannte Zuchtweide. Mellory folgte mir. Caleb und Ty fuhren mit einem Traktor zur Hengstweide. Da wir nur einen Traktor besaßen mussten wir eben die Schubkarren voll Heu schieben. Auf der Stutenweide angekommen, füllte ich mit Mellory die große Heuraufe. Lana, Figaros Schattenfalter, L'ombre de la Lune, Lady Äppel, Golden Diamond und Amsterdam Girl galoppierten gierig auf die Raufe zu. Genüsslich fraßen sie das frische Heu. „Ich sehe schon, das wird nicht ausreichen. Lass uns noch mal zurück gehen und die Schubkarren füllen.

      In der Zwischenzeit füllten Caleb und Ty die Heuraufe auf der Hengstweide auf. Windsor, Bonito, Sunshine Shadow, Askan, Samie, aber auch Small Joker stürmten zu dem frischen Futter. Waren Haflinger eigentlich immer so verfressen ? Jargo schlief unter dem Unterstand, neben ihm stand Burberry. „Ich glaube der Unterstand müsste auch mal wieder gemistet werden“, Ty seufzte. Da kam L'ombe de la Figaro auf die beiden zugetrabt. „Ja, du bist bestimmt gleicher Meinung was?“ er kraulte den Hengst. Suburb Lights kam schließlich auch zu der Herde galoppiert um vom Heu zu fressen. Golden Samurai döste in der Herbstsonne und Sternsinger schmuste mit Abajo. „Caleb lass und mal den Offenstall ausmisten“. Caleb stöhnte, gab aber dann nach.

      Mellory und ich erreichten wieder die Stutenweide, und wir begaben uns zur zweiten Raufe. Als wir diese aufgefüllt hatten, kamen schon die kleinen Fohlen Picola und Mirabella auf sie zu. Fröhlich knabberten die beiden an unseren Jacken. Mrs. Pretty und Little Baby trottelten entspannt zu der zweiten Raufe um sich schließlich auch etwas zu gönnen. Aber auch Calla und Nachtigall kamen nach. Nordstern und Meike schienen kein Interesse zu haben, sie blieben lieber mit Money in a Bank und Nimué zusammen am Fluss um zu trinken. Die Haflinger wären hiermit versorgt. „Lass uns nun zu der anderen Stutenweide gehen. Vorher müssen wir aber noch mal Heu auffüllen“ - Leider war der Alltag auf Heartland nicht immer amüsant. Darum mussten wir uns auch solchen monotonen Aufgaben widmen. Auf der anderen Stutenweide standen Rékja, Maelis, Wikotikabesa, Puppy, Mon Chérie, The Death Angel, Burnin Castiel, Valentines Cillion, Par Dieux, Cabbalero, Findus, HGT's Dead Snow und die kleine Cindarella. Während wir uns um die Heuraufen der Stuten kümmerten, waren Ty und Caleb mit dem ausmisten des Offenstalls fertig. Sie fuhren mit dem Trecker durch und schoben den Mist nach draußen. Als sie fertig waren begaben sie sich zur Hengstweide um auch die anderen Hengste zu versorgen. The Black Death, Prince of the Half Moon, Laktritz und Luzifer, Azzurro, Skywalker, Panino und Herbert, standen mit Celsius, As war Fades und I See you zusammen in einer Herde.



      Nun waren alle Pferde versorgt. Erleichtert und doch völlig ausgepowert verbrachten wir den Abend gemeinsam im Wohnzimmer. „Wir sollten echt mehr Stallburschen einstellen“. Sagte Lou zu uns. „Ihr seht ja völlig fertig aus!“.

      17. November 2015 - Tierarztbesuch
      10.117 Zeichen © Elsaria


      Heute war ein Großauftrag von Amy Flemming eingangen. Hatte sie plötzlich einen Geldsegen? Ich richtete gerade mein Auto her als mein Handy klingelte. „ Tierklinik van Helsing Adrianna?!“ sagte ich. „ Hey hier ist Amy ich wollte das weitere persönlich mit dir bereden , ich hab ja 10 Pferde in Auftrag gegeben kann man über den Preis verhandeln Zubehör Sets oder so?!“ fragte amy. Ich überlegte eigentlich bestand ich auf bares, aber ein neues zubehörset bräuchte ich auch dringend. Schließlich willigte ich ein. Ich machte mich nun auf dem weg zu Amy. Da ich sehr viel zu tun hatte kam ich auch recht früh auf dem Hof an. Ich fing mitNachtigall an. Ich ließ mir die Stute vor traben. Ihre Bewegungen waren in Ordnung leicht federnd und taktklar. Dann schaute ich mir die Zähne und Zahnfleisch an, auch diese waren vollkommen in Ordnung. Nüstern, Augen, Ohren waren auch gut zu guter letzt hörte ich Lunge, Herz und Darmgegend einmal in der Ruhephase ab und einmal nach leichter Arbeit. Auch dort war nichts festzustellen. Die Stute war vollkommen gesund. So konnte ich sie Impfen, Wurmkur verabreichen und zu guter letzt Chipen. Das war eine spritze was etwas weh tat. Nachtigall´s Chipnummer trug ich in ihr Pass ein. << DE34678894055868>>. So würde man sie überall wieder finden. Nachtigall war heute sehr brav. Ich lobte die Stute und bat nun den nächsten rauszuholen Small Joker der Haflingerhengst kann auch mal zickig werden sonst sei er aber anhänglich und verschmust und das stimmte alle mal. Ständig versuchte Joker seinen Kopf unter meinen Kittel zu bekommen. Ich ließ mich nicht beirren und ließ ihn mir vor traben. Schon n beim herausführen der Box viel mir auf das Joker vorne rechts lahmte. Trotzdem machte ich die beuge probe, und da sah man es gut. „ Joker lahmt. Ist er irgendwie was vorgefallen?!“ fragte ich Amy. Amy verneinte. „ Lahmen kann verschiedene gründe haben, z.b. unpassender Sattel, er hat es zu kalt, Steinchen im Huf oder er hat was an den sehnen und Knochen, das müssten wir dann per röntgen feststellen!“ sagte ich. Zahnfleisch und Zähne waren in Ordnung. Nüstern und Augen waren auch optimal und dann hörte ich ihn ab. Dann drückte ich ihn ab und merkte wie er im Rücken nachgab. „ Wann wurde sein Sattel angepasst? Wenn dieser nicht sein kann, leg ihm eine 150g Decke tags und nachts über auf, dann hat er es einfach zu kalt. Vielleicht kriegen wir so das lahmen dann in den Griff.! Wenns nicht besser geht musst du noch einen Termin zum röntgen machen!“ sagte ich zu amy. Wege des lahmens konnte ich trotzdem weiter fortführen. Ich impfte den Hengsten, drückte ihm eine Wurmkur rein, die er widerwillig schluckte und dann bekam auch er seinen Chip. „Na Joker vorerst hast du hinter dir!“ sagte ich lobend zum Hengsten und ließ mir nun Samie holen. Nun kam ein 9 Jähriger Haflingerhengst auf mich zu. Ich sah seinen Bewegungsablauf alles in Ordnung ist aber faul.Der etwas zurückhaltende Hengst musterte mich argwöhnisch an und ich kontrollierte erstmals Zahnfleisch und Zähne. Die Zähne müssten als nächstes gemacht werden, aber dies bespreche ich mit Amy zum Schluss alles nochmal sagen.. Samie war Patient Nummer 3 von 10. Augen und Ohren sowie Nüstern waren in Ordnung. Dann hörte ich Lunge Herz und Darmgegend ab und da zeigte der 9jährige keine Auffälligkeiten. Frech stupste mich der kleine Kerl an. „Hey gefalle ich dir etwa?!“ scherzte ich mit dem Hengsten und kraulte ihn ein wenig. Dann impfte ich ihn und gab ihm seine Wurmkur. Auch ihn musste ich ihn Chippen. Gekonnt setzte ich die Spritze und nun war ach Samie fertig. Nun kam Money

      Die hübsche Haflingerstute wartete bereits am Putzplatz auf mich. Zuerst ließ ich sie mir vorlaufen, und da entdeckte ich keinerlei Auffälligkeiten. Dann kontrollierte ich Maul Zähne und Zahnfleisch, auch diese waren in bester Form. Nun sah ich mir die Augen genauer an und auch diese waren gut. Ich tastete die Stute gründlich ab und hörte mir zum Schluss noch alles an auch da war alles in Ordnung so konnte ich money beruhigt impfen, ihren Chip verabreichen und eine Wurmkur eindrücken. Amy lud mich freundlicherweise zum Mittagessen ein, da ich noch einiges zu tun hatte. Zum Glück hatte ich nur Amy als Termin und so konnte ich mich voll und ganz auf ihre Schützlinge konzentrieren. Ich machte eine halbe Stunde mittags pause und genoss das leckere essen was wohl lou zubereitet hatte. Kesselfleisch, mit Sauerkraut war einfach der Hammer. Als nächstes kam Nimué mir wurde nimué vorgeführt und da zeigte sie mir schon deutliche Lahmheit an. So dass ich die Beugeprobe sein gelassen habe. Die Lahmheit hatte verschiedene Faktoren, vielleicht hat sie sich einfach nur vertreten und brauchte nur ein paar tage ruhe oder eine Entzündung an den Bändern. „Wenn das nicht besser wird müssen wir röntgen!!“ gab ich Bescheid und schaute mir die Stute nun weiter hin an. Zahnfleisch und Zähne waren in Ordnung Augen und Ohren auch dann Tastete ich die stute genau ab auch an den Beinen. Ich konnte leichte wärme an dem kranken Bein fühlen und hatte gute dinge das dies kein schwerer Fall von Lahmheit war. Nach dem ich sie abgetastet hatte hörte ich mir Lunge Herz und Darmgegend an als diese in Ordnung war, impfte ich die stute, und verabreichte ihren Chip und zu guter letzt noch die Wurmkur. Nimué ließ sich alles gut übergehen, und als nächstes kam Mrs. Pretty. „Sie hatte zuletzt Seelenmangel!“ sagte mir Amy. Jedoch zuerst ließ ich sie mir vorlaufen und dann fing ich mit meiner Arbeit an. Ich kontrollierte Maul Augen und Nüstern. Diese zeigten mir keine Auffälligkeiten beim abtasten passte ich nicht richtig auf und stolperte über meinen eigenen Arztkoffer und landete etwas unsanft auf der Stallgasse. „ Haben sie sich was getan?!“ erkundigte amy sich lachend. „ nein nein alles in Ordnung!“ sagte ich und stand auf und klopfte mir den Staub vom Kittel und setzte meine Arbeit fort. Nach dem abtasten hörte ich alles ab. Nun nahm ich Blutproben für das kontrollieren an selenmangel und schickte eine meine Mitarbeiterin sofort los in das befreundete englische Labor die dies schnell untersuchen konnten. Ich hoffte das ich die Ergebnisse bald auf dem Tisch hatte. Nun impfte ich sie und chippte sie und gab ihr noch die Wurmkur.

      Wie wäre mit einem Kaffee? Die 4 letzten brauchen ja nur noch durch gecheckt und geimpft und entwurmt werden und Kaffee geht immer!“ hörten wir lou rufen. „ Für eine Tasse kaffe bin ich immer zu haben! Lachte ich grinsend. Nach 15 Minuten gings weiter als nächstes kam Meike dran. Ich ließ sie vorlaufen und da war alles in Ordnung. Ich kontrollierte die Zähne und Zahnfleisch, diese waren im besten zustand. Nüstern und Augen sahen sehr gut aus. Dann tastete ich die Stute ab und achtete auf ihre Reaktionen als die stute ruhig blieb verriet es mir das es keine schmerzen empfand. Dann hörte ich noch Lunge Herz und Darmflora ab und als diese auch in Ordnung waren konnte ich Meike in ruhe impfen und ihre Wurmkur verabreichen. Nun kam Calla eine weitere Haflingerstute von Amy. Routiniert zeigte mir die Pflegerin die Stute, nach 7 Pferden sind wir ein eingespieltes Team. Meine Augen ruhten auf die Beine der stute, ihre Bewegungen waren leicht und federnd, taktklar und kraftvoll. Nun setzte ich meine Arbeit fort. Das gründliche Durch checken verlief ohne große Auffälligkeiten. Nach dem abhören impfte ich die Stute und gab ihr noch eine Wurmkur. Nun kam Bonito der Haflingerhengst zeigte mir sein können. Auch er war lahm frei und taktklar. Ein Blick ins Maul verriet mir jedoch das Bonito bald zum Zahnarzt müsste um diese zu schleifen. Aber sonst war alles in Ordnung. Nun schaute ich mir Augen an. „ Das rechte Auge beginnt leider schon den grauen Star zu entwickeln, was in seinem alter durchaus mal vorkommen kann.erklärte ich ihr. Dann tastete ich den Hengsten ab und hörte mir noch Darm Lunge und Herz an, diese waren in Ordnung und so konnte ich impfen und entwurmen. „ Das mit dem Auge ist nichts schlimmes, Bonito würde sich daran gewöhnen, sie müssen auf der rechten Seite nun schnelle Bewegungen so gut wie möglich vermeiden, auf dem Phantom oder Natursprung ist das für den Hengst keine Behinderung!“ fügte ich noch hinzu und nun kam Sunshine Shadow der letzte Patient heute. Man zeigte ihn mir, sein laufen war sehr gut, taktklar und fein säuberlich ausgeführt. Maul war in Ordnung Kopfpartei ebenso , dann tastete ich ihn ab auch da nichts auffällig dann hörte ich ihn ab Lunge Herz und Darm auch da sind die Geräusche vollkommen normal so das ich ihn impfen und entwurmen konnte. Nun klingelte mein Handy. „ Adria?!“ sagte ich. „ Oh hallo Mrs Pettison, kein Seelenmangel mehr? Das ist in Ordnung, danke für die schnelle Zusammenarbeit.!“ Sagte ich und legte auf. Dann schrieb ich Amy noch alles auf.



      Was bei einem neuen Termin gemacht werden müsste:

      Small Joker – aufgrund starkerlahmheit röntgen

      Samie- Zahnarzt

      Nimué – leichte jedoch deutlich zu sehende Lahmheit ( evtl. röntgen wenn diese nicht besser wird)

      Bonito – Zahnarzt



      Nachdem ich alles zusammengepackt hatte, trug ich meine Ergebnisse in die jeweiligen Pferdepässe ein und redete noch eine weile mit Amy. Im großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit den zuständen ihrer Pferde, oft möchte ich mir wünschen das es mehrere Züchter und Pferdehalter die so penibel auf das Wohl ihrer Pferde stehen und sich vor hohen Kosten nicht scheuen. Mann kann überall sparen, aber an gutem Zubehör und vor allem an der Gesundheit des Tieres jedoch nie! Gegen 20:30 stieg ich in mein PKW und machte mich noch auf die lange fahrt nachhause, den morgen müsste ich mir noch einige Pferde ansehen. Im Auto hoffte ich noch das amy Flemming mit mir zufrieden war, auch wenn der Termin recht lange dauerte, aber ich hatte es einfach lieber jedes einzelne Pferd genauer anzusehen als nur schnell schnell um möglichst viel zu schaffen wie einige meiner Kollegen leider so arbeiten. Mir liegt das Wohl meiner Patienten an erster Stelle.

      17. November 2015 - Zu Besuch bei Catalina Dixon
      24.411 Zeichen © Jackie


      Bevor ich mit Golden Samurai, Pearl und First von Rothen zu Catalina fuhr...

      "Ty würdest du mal bitte kommen ?", rief ich über meine Schulter hinweg - in der Hoffnung das Ty mich hören konnte. Ty, welcher sich in der Futterkammer befand, war mit seinen eigenen Kram beschäftigt und konnte mich somit nicht hören. Ich seufzte, drehte mich um, um schließlich nach Ty zu suchen. "Tyy!", rief ich durch den Stall - "Amy ? Was ist ?", er wirkte überrascht. "Hast du dich um die Boxen gekümmert ?", heute sollten drei Trainingspferde ankommen, welche für die nächste Kür fit gemacht werden sollten. "Ich habe die Boxen ausgemistet und war gerade dabei das Futter zu holen". Ich gab ihm einen Kuss, als Zeichen meiner Dankbarkeit. "Wir müssen echt mal jemanden finden der deine Arbeit übernimmt. Sonst bleibt uns ja niemals etwas Zeit für uns beide" er lächelte müde.

      Auf dem Hof hörte man bereits einen größeren Transporter einfahren. Es waren Jill K. Facer und Hunter Crowley. Als Hunter vor den Ställen anhielt, half er seiner Cousine aus dem Auto. Die knapp 30 jährige wunk mir zu, was mein Herz einen Satz höher schlugen ließ. Ich kannte die beiden noch nicht persönlich, bis jetzt hatten wir uns lediglich über emails ausgetauscht. Von daher war ich um so aufgeregter die Beiden endlich zu sehen. Jill war mir schon auf Anhieb sympathisch - sie war eine der wenigen, die trotz meines jungen Alters nicht an meiner Arbeit zweifelte. "Huhu Jiiill!" rief ich laut und strahlte über beide Ohren. Ich reichte ihr die Hand und stellte mich vor "Amy Fleming, am besten bringen wir erst einmal die Pferde unter, danach kann ich dich ja mal Rum führen. " - "na da sag ich doch nicht nein", antwortete Jill. Ty half Hunter und nahm Iceflower und Denila ab, während Hunter Princess Samsa führte. Schnell stellte sich heraus, welche von den drei Pferden am schwierigsten zu händeln sein würde. Princess hob den Kopf, blähte die Nüstern weit auf und gab schrilles Wiehern vom sich. Dabei weigerte sie sich abrupt nur einen Schritt weiter zu gehen. Ich wartete ab und beobachtete Hunter, in der Hoffnung zu sehen, wie man in einer solchen Situation mit Princess umgehen sollte. Hunter versetzte ihr einen klaps mit dem Strick und zuppelte in kurzen Abständen daran um die Stute aufzufordern weiterzugehen. Und tatsächlich, Princess machte einen großen Schritt nach vorn. Ich ging voraus und zeigte den Gästen die zukünftigen Boxen ihrer Pferde. "Wir besitzen einen eigenen Stall für Trainingspferde, die Boxen sind schon frisch zurecht gemacht. Die Weide für die Trainingspferde befindet sich auch hinter dem Stall." stolz deutete ich mit meiner Hand auf die geräumigen Holzboxen. "Sehr rustikal ", sagte Hunter schmunzelnd. "Aber nun gut", ich öffnete die Boxentür und beobachtete Hunter dabei, wie er Princess in die Box verfrachtete. Währenddessen führte Ty Iceflower und Denila in ihre eigenen Boxen. "Nun, die drei sollten sich für heute erst einmal ausruhen. Wenn ihr mich begleiten würdet", ich führte die beiden in unser kleines Farmhaus und machte ihnen am Esstisch platz. Lou reichte ihnen die Hand, ihre braunen Augen strahlten richtig vor Freude. "Wollt ihr Tee oder Kaffee trinken ?", fragte Lou durch den Raum. Ty meldete sich natürlich als erstes, "Ich nehm einen Kaffee, Jack möchte glaube ich auch.", grummelnd bestätigte Jack, dass Ty richtig lag. Schließlich meldete sich Hunter zu Wort. "Ich probiere heute mal einen Tee, Jill hätte auch gerne einen". Ich setzte mich zu ihnen am Tisch und ging den Trainingsvertrag durch. "Hier bitte einmal unterschreiben.... und dort bräuchte ich auch noch mal deine Unterschrift, danke !". Wenige Minuten später reichte uns Lou einen Rooibus-Tee. Meine Lieblingssorte. Gemütlich plauderten wir noch eine Weile, ehe Jill und Hunter wieder abreisten.
      "Macht es gut! Bis demnächst!", rief ich den beiden zu. "Siehst du Ty, hat doch zeitlich perfekt gepasst", sagte ich erleichtert. Kurz darauf traf auch schon Adriana van Helsing ein, sie war unsere Stammtierärztin und versorgte die Haflinger fast monatlich. Letztens hatte ich mit Adriana über Sir Outlaw gesprochen. Ein fuchsiger Trakehner Hengst. Adriana war am verzweifeln, weil er manchmal echt ein Sturkopf sein konnte, dabei musste er doch für die Zucht fertig gemacht werden. Also erklärte ich mich bereit ihn zu trainieren, gegen ein wenig Hilfe auf Heartland. Adriana willigte ein und war nun auf den Weg mit Sir Outlaw. Ich begrüßte die Tierärztin freudig, nahm ihr den Hengst ab und führte ihn - wenn auch mit Schwierigkeiten, in die frisch gemacht Box. Im Trainingstall blickte Iceflower ihn neugierig an, ein Hengst sieht man schließlich nicht alle Tage. Damit Adriana den weiten Weg nicht umsonst gefahren ist, kümmerte sie sich noch um Sunshine Shadow, Bonito, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Money in a Bank, Nimué, Meike und Mrs. Pretty. Leider mussten wir feststellen, dass Bonito bereits den grauen Star entwickelte, aber irgendwann musste es ja dazu kommen. Da wir heute noch zu Catalina fahren, bzw. teilweise fliegen wollten. Würde es eine lange Reise werden, weshalb wir wahrscheinlich erst morgen ankommen würden. Also machten wir uns jetzt schon auf den Weg und verabschiedeten uns von Adriana, welche noch ihren Sachen packte. Lou würde noch ein Weilchen mit ihr reden ehe sie sie gehen lassen würde.
      Ty verlud nur noch die drei Pferde in den großen Transporter und setzte sich schließlich an das Steuer.

      Nachdem wir bei Catalina waren....

      Nachdem ich mich von Catalina, Dani und Oscar verabschiedet hatte und mit Ty vom Hof fuhr, überkam mich glatt ein wenig 'Heimweh' - aber nicht nach Heartland, nein ganz im Gegenteil. Die letzten Tage waren wirklich aufregend und vor allem erholend. "Hast ja komische Freunde Amy", sagte Chase in einem scharfen Ton und grinste schelmisch, als hätte er gerade einen guten Witz gemacht. Soraya blickte ihn mit großen Augen an, aber auch ich drehte mich über den Beifahrersitz hinweg um ihn nahezu entgeistert anzublicken. "Sag mal, was ist dein Problem Chase !?", Ty der am Steuer saß versuchte sich zu konzentrieren. Chase blieb kühl und zog seine Brauen hoch, in einem völlig arroganten Ton sagte er bloß "Na, hast du gesehen wie unfreundlich die sind ? Und wirklich berühmt scheinen die ja jetzt auch nicht zu sein". Ich fauchte ihn wütend an "Du tickst wohl nicht richtig !! Catalina ist eine der besten Trainerinnen die ich kenne ! Wenn nicht sogar besser als ich! Hast du dich schon mal angesehen Chase ? Du bist ein egoistisches Arsc...", Soraya wirkte ein wenig aufgelöst, blickte mich flehend an und sprach mir ins Wort "Bitte regt euch ab!", ich konnte ihr Verhalten nachvollziehen, immerhin war Chase ihr Freund. Doch brachte ich es nicht über mein Herz, Soraya die Wahrheit über Chase zu erzählen. Triumphierend grinste Chase mich an, als hätte er gerade im Lotto gewonnen - Soraya zu liebe blieb ich jedoch ruhig. Ty wütete innerlich - seine Gedanken brodelten, was er doch alles am liebsten Chase angetan hätte. Als ich mich umdrehte um den Streit ein Ende zu mache... "VORSICHT REH!", entgeistert schrie ich Ty an, nun erkannten auch meine 'Freunde' auf der Rückbank, dass wir Ty vollkommen abgelenkt hatten.

      Quietschende Autoreifen, eine Vollbremsung, ich duckte mich blitzartig und spürte nur noch wie das gewaltige Tier auf die Kühlerhaube und schließlich in die Windschutzscheibe einschlug. Ich richtete mich in Zeitlupe auf, blinzelte immer noch erschrocken und tastete meinen Körper ab. "Seit ihr alle Ok ?", sagte ich kleinlaut - immer noch geschockt. Soraya schluchzte leise, wurde aber gleich schon von Chase beruhigt. Ty, welcher neben mir saß blutete am Kopf. "Ty ? TY !", das Reh ist durch die Windschutzscheibe geflogen, sodass der Kopf teilweise im Auto hing. Ty saß bewusstlos auf dem Fahrersitz. Ich schnallte ihn schnell ab und kletterte aus der Beifahrertür. Schnell hechtete ich zur Fahrerseite um ihn mir genauer anzusehen. Ich fasste seinen Kopf, suchte nach weiteren Verletzungen - konnte aber beruhigt feststellen, dass es nur eine Schnittwunde am Kopf war, welche durch eine Glasscherbe verursacht wurde. "Soraya ruf bitte einen Krankenwagen an !". Als wäre der Streit von eben vergessen, griff Soraya zu ihrem Handy und wählte die 112.

      Mein Handy klingelte. "Amy, oh Gott sei Dank ist euch nichts passiert !", es war Lou welche außer sich war. "Ich war gerade gelandet und wollte Golden Girl aus dem Hänger holen, als Jack mich anrief, dass ihr im Krankenhaus seit". Lous Stimme nach zu urteilen, hörte sie sich an, als hätte sie einen Marathon hinterlegt. "Alles gut Lou, Ty war nur bewusstlos. Gott sei Dank nichts schlimmes. Es geht ihm wieder besser. Fahr zu Catalina und geb ihr bescheid, dass wir noch mal zurück kommen", antwortete ich in knappen Sätzen, denn der Akku meines Handys schrumpfte auch immer mehr. "Hab dich lieb", sagte ich ihr noch schnell ehe ich auflegte. Ich griff nach meinem Handy, da es noch etwas wichtiges zu erledigen gab. In meiner Kontaktliste wählte ich Jack aus, meinen Großvater. Es dauerte eine Weile bis er dran ging. "Jack Bartlett von der Heartlandfarm" - "Jack ! Du weißt ja was passiert ist, heute schaffen wir es jedenfalls nicht nach Hause. Es ist wichtig, dass die Pferde und vor allem die Trainingspferde versorgt werden. Außerdem müssten Suburb Lights, Faster, Iceflower, Bear Totem's Denali und Princess Sansa trainiert werden. Hmm, ich weiß dass du das nicht kannst Jack... Lou ist auch nicht da... Mallory könnte sich um Suburb und Iceflower kümmern, Bubi habe ich letztens erst eingefahren - da sollte es keine Probleme geben, die Beiden müsste einige Runden an der Kutsche laufen." da kam mir ein Einfall, Dad war ja auf der Rennbahn beschäftigt, also konnte er sich um Faster und Denali kümmern. Schnell teilte ich meine Idee am Handy mit. Jack klang weniger begeistert, was aber daran lag, dass er Tim nicht leiden konnte. Das war mir jedoch egal. "Grandpa das ist wirklich wichtig ! Sag Caleb er soll sich um Princess kümmern, fahren... er ist am erfahrensten, Princess kann nämlich manchmal stur sein. Achja, da wäre noch was! Könntest du Ben anrufen, er sollte Sir Outlaw in Dressur und Amsterdam Girl in Springen trainieren ? Die Stute müsste noch für das nächste Turnier flott gemacht werden und Ben kommt einfach am besten mit sturen Pferden zurecht" - "Ja liebes, jetzt seh lieber zu, dass du eine Bleibe für heute Nacht findest."

      Als Ty einige Stunden später entlassen wurde, fuhren wir nach Cambridge zurück. Der Mietwagen mit dem wir den weiten Weg zurück fuhren, stellte sich als sehr teuer raus, was auch daran lag, dass er einen großen Transporter ziehen musste. Catalina staunte nicht schlecht als wir wieder ankamen, offenbar waren wir etwas schneller als Lou. "Was ist denn mit euch passiert ?", fragte sie lächelnd - "Wildunfall", entgegnete ich knapp. "Lou sollte gleich da sein, sie bringt Golden Girl mit". Nun kam auch Oscar an "Kommt, ich helfe euch beim verladen der Pferde... die müssen bestimmt hungrig und durstig sein....". Drinnen in Catalinas Wohnung saßen wir beisammen und aßen zu Abend, Chase blieb irgendwie außergewöhnlich ruhig. Woher der Sinneswandel ? Als ich gerade meine Nudel in den Mund stopfte, klingelte es an der Tür. "Das ist Lou!", sagte ich etwas lauter und stand auf, voller Freude meine Schwester wieder zu sehen. Ich umarmte sie nachdem ich die Tür öffnete: "Gott sei Dank ist euch nichts passiert", sagte sie noch mal - nach dem Autounfall meiner Mutter, war eben nichts mehr wie es früher einmal war.

      Währenddessen auf Heartland...

      Jack hatte Mallory bescheid gegeben, dass sie sich um Bubi und Iceflower kümmern sollte. Also striegelte sie die beiden Pferde, bevor sie sie an die kleine Kutsche spannte. Sowohl Bubi als auch Fleur waren erfahren genug um zu wissen was sie zu tun hatten. Jack half dem Mädchen beim aufspannen und schlug schließlich vor selber mit zu fahren. Das war wahrscheinlich gar nicht mal so eine schlechte Idee, da Mallory einfach viel (!) zu jung war. Sie hatte zwar Erfahrung im Springreiten, aber gefahren ist sie bis jetzt nicht oft. Jack setzte sich schließlich auf die Kutsche und drückte Mallory die Peitsche in die Hand. "Nun, es ist ganz einfach, du nimmst die Zügel auf und treibst die Pferde erst einmal an." Bubi bemerkte jedoch, neben wem er überhaupt stand. Der kleine Haflingerhengst stellte seine Ohren auf und versuchte die junge Stute zu beschnuppern. Jacks lautes Machtwort jedoch ermahnte ihn, sodass sich der Hengst wieder zu konzentrieren begann. Mallory schwang liebevoll die Peitsche, wodurch die Pferde einen Schritt nach vorne wagten. "Lass uns die gewöhnliche Waldstrecke entlang fahren. Das sollte für ein Pferd mit mittlerem Niveau ausreichen. Das junge Mädchen lenkte die Pferde an den Wegesrand, sollte jemand entgegen kommen. Nach 10 Minuten konnte sie nun rechts in den Wald abbiegen. "Wir sollten später an Tims Rindern vorbeikommen, wir reiten praktisch einen Rundweg". Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, trieb Mallory die Beiden ein wenig mehr an. Im Trab flogen sie über den Waldboden hinweg, Bubi und Fleur waren mit Schreckmomenten vertraut, weshalb der 'Ausritt' auch durch den Wald ging und nicht auf dem Reitplatz. Bubi schnaubte angestrengt, aber auch Flower hatte ordentlich zu kämpfen. "Mallory, das machst du sehr gut", Jack wusste wie man einen motivieren konnte, denn das Mädchen strahlte über beide Ohren hinweg. Sie ließ die Pferde einige Minuten lang traben, ehe sie wieder Schritt gehen durften. nach einer halben Stunde hielten sie schließlich an, um den Pferden eine Pause zu gönnen. Jack reichte Mallory ein Sandwich, welches er zuvor eingepackt hatte. Da konnte Mallory nicht nein sagen, sofort griff sie danach und verschlang es gierig. "Mensch Jack! Ich hatte vielleicht einen Hunger ! Du bist meine letzte Rettung", schwärmte sie begeistert. Die Pferde tranken währenddessen aus einem kleinen Bach um sich etwas zu kühlen. Nachdem sich alle ausgeruht hatten ging es schließlich weiter. Es dauerte nicht lange als Mallory an der Rinderwiese entlang fuhr. Bubi blickte die großen, gehörten Rinder mit großen Augen an, er wollte glatt einen Sprung zur Seite machen, doch blieb er stattdessen stehen. War auch gescheiter von ihm. Als er merkte das Iceflower völlig ungeniert nach vorne blickte, trottelte er schließlich weiter neben ihr her. Mallory musste nur noch an Feld und Weiden vorbei, bis sie auf der Heartlandfarm ankam. "Hat doch super geklappt!", lobte Jack sie und half ihr bei den beiden Pferden. Iceflower wurde eingedeckt und schließlich in die Box gestellt. "Morgen früh kann sie wieder auf die Weide".

      Ben, Lisas Neffe stand bereits im Stall und sattelte Sir Outlaw. Er hatte den Hengst absolut unter Kontrolle. Ben war ein sehr erfahrener Reiter, doch Amy war nicht immer mit ihm einer Meinung. Während Lisa mit Jack im Wohnzimmer saß, zu Mittag aß und einen Kaffee trank - ritt Ben den Hengst auf den Platz warm. Jack erzählte ihr von Mallorys ersten 'Fahrstunde' und wie er ihr dabei geholfen hätte. Schade das Amy nicht da war, um die Beiden zu sehen. Da Jack und Lisa sich nur am Wochenende sahen, war es immer etwas besonders. Nachdem Outlaw warm war, trabte Ben im starken Trab auf den Hufschlag. Outlaw jedoch war gar nicht in guter Stimmung, er war ja auch nicht zu Hause. Ben jedoch blieb ungeniert und trieb ihn weiter an, gab ihn einen kleinen Klaps mit der Gerte und blieb im Körper gestreckt. Nun trabte der Hengst in federnden Schritten über den Platz, ritt einen Zirkel, anschließend durch die halbe Bahn und eine kleine Volte. Ben trieb den Hengst energisch an, Outlaw riss den Kopf in die Höhe und schnaubte angestrengt. "Los Junge, stell dich nicht so an!", Ben war wirklich eiskalt wie ein Fisch. Aber sein Pferd Red bewies, dass es ihm trotz seiner Methoden voll und ganz vertraut. Gut es gab Momente wo Amy ihm weiterhelfen musste - aber im großen und ganzen gehorschte ihm Red auf's Wort. Outlaw kam gar nicht erst dazu sich zu wiedersetzen. Also senkte er den Kopf und galoppierte in einem weichen, ruhigen Galopp auf den Zirkel. Nachdem er sich gefangen hatte und Ben die Zügel lockerer lassen konnte, machte er durch die Ecke kehrt und parierte ihn in den Trab. "Eine Traversale kannst du bestimmt noch nicht oder ?", murmelnd testete er alle möglichen Hilfen für die Dressur, aber vergebens - Outlaw wusste echt nicht was Ben von ihm wollte. Also stieg er ab, nahm die Gerte und half dem Pferd. Ben übte die Bewegungen, die Outlaw auszuführen hatte wenn er im Sattel saß. Natürlich musste Outlaw ihn austricksen und wollte glatt ein Reißaus machen. Doch Ben griff schnell nach den Zügeln, trieb ihn zurück und brachte ihn auf seinen Ursprünglichen Platz. "Stell dich nicht so an!", mahnte er den Hengst und arbeitete anschließend an die Traversale weiter. Für das nächste mal sollte man es vom Sattel aus probieren.
      Nach einer halben Stunde Arbeit und einer halben Stunde Training, brachte er Outlaw zurück in die Box und griff sich anschließend Amsterdam Girl. Girly sollte im Springen trainiert werden, Amy hatte die Wochen zuvor mit ihr gearbeitet, also musste Ben nur noch die Hindernisse aufstellen und das machen was er am besten konnte. Wieder ritt er die Stute warm ehe er sie springen ließ. Anschließend taxierte er einfache Trabstangen und begann mit niedrigen Steilsprüngen. Als Girly nun warm genug war, probierte er es mit einem Oxer. Leider hatte sie zu viel Geschwindigkeit drauf, weshalb ihr eine Stange zu Boden fiel. Also sprang Ben erneut vom Pferd ab und hob die Stange wieder auf. Girly blieb brav stehen. Er versuchte es erneut. Diesmal zügelte er die Stute ein klein wenig, passte den Moment an und verlagerte sein Gewicht nach vorne. Mit einem Satz war der Haflinger über den Oxer hinweg, ohne auch nur die Stange zu berühren. Der Junge lobte die Dame und ritt den restlichen Parcours mehrmals ab.

      Tim jedoch hatte Faster und Denila bereits abgeholt. Er fuhr die beiden zur Rennstrecke in Alberta. "Hallo Janice", begrüßte er seine schlanke, wirklich attraktive Freundin. Janice Wayne war ein Jokey und wirklich sehr erfahren in ihrem Beruf. Leider war sie mehr auf Geld aus. "Wow, die sehen ja wirklich richtig gut aus!", Janice bewunderte Faster "Die hier hat schon viel Erfahrung gesammelt, kann das sein ?" - Tim nickte. "Amy hat vor sie mir zu verkaufen. Ich glaube mit ihr hier könnten wir einige Gewinne ernten. Aber das hier ist Denila, ein Trainingspferd. Sie sollte später auch auf Rennen starten. Könntest du die Beiden für mich flott machen ?". Janice nickte, küsste Tim schließlich innig und begab sich auf den Weg zum Rennstall. Tim gab ihr noch einen kleinen Klaps auf ihren Hintern, ehe er ihr folgte. Faster und Denila standen angebunden vor dem Rennstall, während Tim Denilas Fell seidig bürstete, begab sich Janice mit Faster auf die Rennbahn. In einer Übungsstartbox, wartete sie darauf bis man ihr die Tür öffnete... und dann mit einem Mal, schoss Faster aus der Box und preschte am Zaun entlang. Janice zügelte sie erst ein mal, sodass sie nicht ihre ganze Energie unnötig verpowerte. In einem angenehm schnellen Galopp stürmte Faster auf die Kurve hinzu. Janice zügelte sie ein klein wenig weiter, und gab nach der Kurve ordentlich nach. Nun zischte die Stute wie von der Tarantel gestochen über die Bahn hinweg, sie streckte ihren Körper und schnaufte begeistert. Als Janice die Zielgerade sehen konnte, trieb sie das Vollblut mit der Gerte ein klein wenig an, sodass es an Geschwindigkeit zunahm. Es war wirklich erstaunlich, dass sich die junge Frau auf das Pferd halten konnte. Völlig verschwitzt und außer Atmen kamen sie am Ziel an und wurden immer langsamer. Als Janice sie schließlich zum stehen brachte, fragte sie einen Mitarbeiter nach der Zeit. "68 Sekunden, Eine Minute und acht Sekunden". Janice hob erstaunt die Augenbrauen. "Diese Stute ist der Wahnsinn ! Die hat echt was drauf !!", begeistert berichtete sie Tim von der Zeit... Zukunftspläne eröffneten sich bereits den Beiden. Nun war jedoch Denila an der Reihe. Tim half Janice in den Sattel und führte sie zur Rennstrecke. Denila müsste eine kürzere Strecke laufen, sie war schließlich noch nicht so weit wie Faster. Nach dem Startsignal preschte auch sie über die Bahn. Deutlich langsamer als Faster, aber dazu war sie ja da - um trainiert zu werden. Janice gab ihr Zügel, damit sie sich schön strecken konnte und an Tempo zunahm. Im Gegensatz zu Faster musste Denila nicht so weit galoppieren, darum näherte sich die Zielgerade relativ schnell. Janice gab ihr die Gerte um schneller zu werden, die Stute arbeitete brav mit und begann ebenfalls zu schwitzen. Denilas Zeit betrug 84 Sekunden. Sie müsste daher noch sehr gefördert werden, ein Fortschritt war jedoch garantiert. Denila wurde nach einer weiteren Runde, welche sie diesmal mit 76.1 Sekunden abschloss eingedeckt. Das war immerhin eine Verbesserung von 7.9 Sekunden und somit schon ein Erfolg. Tim kümmerte sich um die Pferde, während Janice sich in ihrem Wohnwagen umzog. Er verabschiedete sich mit einem Kuss und fuhr Faster und Denila zurück zur Heartlandfarm. Unterwegs traf er auf Caleb an, welcher mit Princess zu kämpfen hatte.

      Caleb saß auf einen kleinen Sulky, an dem Princess Sansa gespannt war. Sansa war eine dickköpfige Prinzessin, die offenbar Freude daran empfindet, ihren Reiter das Leben zu erschweren. Als Tim - manchmal ein richtiger Dummkopf, auch noch begann zu hupen, preschte die Stute mitsamt des Sulkys an der Straße entlang. Beinahe war sie so schnell wie Tim mit dem Anhänger, indem sich Faster und Denila befanden. Caleb war glücklicherweise sehr erfahren, was Zicken angeht - Ashley, seine verlobte war ja wohl das beste Beispiel. "WHOO", er zog schnell an den Zügeln, redete beruhigend auf die Stute ein und ließ sie schließlich im Schritt die Straße entlang gehen. Sie wirkte sehr aufgescheucht, was man nicht gerade als positiv empfinden konnte. Prinzessin hatte ihn sowieso den ganzen Weg über ausgetrickst und verarscht. "Bin ich froh wenn Amy wieder da ist", murmelte er genervt und versuchte wenigstens etwas Kontrolle über die Stute zu bekommen. Er ließ sie antraben, sodass sie etwas Energie verlieren konnte. Dabei zuppelte er leicht an den Zügeln, damit sie ihren Kopf senkt - dies tat er sobald sie ihren Kopf in die Höhe riss um ihn zu ärgern. Nur noch wenige Meter und er erreichte die Farm. Caleb war wirklich aufgebracht, dass ausgerechnet er mit dieser Zicke arbeiten musste. Aber beim putzen war sie natürlich der Engel auf Erden! Er beschloss morgen erneut mit ihr zu arbeiten, damit das Training nicht völlig für die Katz war. Nachdem er die Stute abgedeckt in die Box gestellt hatte, kontrollierte er die Heunetze, ob sie auch gefüllt seien. Bis zum morgen sollten sie ausreichen, Caleb begab sich schließlich in die Futterkammer um etwas Mash anzurühren. Er mischte Baldiranwurzeln und Melissenblätter in Princess Eimer. Diese sollten gegen Nervösität wirken und die Stute ein wenig beruhigen. Caleb wusste die Wirkung der Heilkräuter nicht von alleine, denn Amy hatte einen kleinen Zettel an ihrer Box gehangen. "Sollte sie mal wieder bockig werden...", las er noch mal vom Zettel ab. Zu guter Letzt, kümmerte sich Caleb um die Haflingerfohlen Figaros Schattenfalter, Picola und Mirabella. Er brachte sie von der Weide in den Stall und deckte sie mit warmen Stalldecken ein. Da es nun immer kühler wurde, war es gerade für die Fohlen von Bedeutung, eine Decke zu tragen. Schnell durchwuschelte er Mirabellas lockige Mähne und zog den dreien die Halfter aus, welche er an der Boxentür aufhing. Nachdem er kurz die Stallgasse durchgekehrt hatte, schaltete er das Licht aus und verabschiedete sich von Jack. "Danke das du uns geholfen hast ! Nimm dir diese Woche einen Tag mal frei", sagte Jack voller Dankbarkeit. Caleb lächelte auf einmal putzmunter "Wow ! Dann kann ich was mit Ashley unternehmen", antwortete er begeistert und ging zu seinem Truck. Daraufhin fuhr er zu seinem Wohnwagen nach Hause, wo ihn Ashley bereits erwartete. "Du bist heute aber spät dran", sagte sie etwas kühl. Caleb ließ sich von ihrer Art nicht stören, gab ihr stattdessen einen warmen Kuss und entgegnete glücklich "Dafür hast du mich für diese Woche einen Tag lang nur für dich!". Dass sich Ashley über seine Aussage freuen würde, wurde sofort deutlich. Sie quietschte begeistert und fiel ihrem Verlobten um den Hals. "Ich liebe dich Caleb!"


      11. März 2016 - Samanta hilft aus
      14.727 Zeichen © Samanta


      Gestern war ich in Kanada angekommen. Ich hatte Lou Fleming nämlich zugesagt, dass ich mich einen Tag um all ihre Pferde kümmern würde. Ein Tag voller Pflege stand heute an. Amy, deren Freund und Thomas würden mir dabei helfend zur Hand gehen. Früh hatte ich mich aus dem Bett gequält. Ich war Frühaufsteher, so war das nicht, aber letzte Nacht war dann doch etwas länger gewesen. Einmal kalt geduscht und ich fühlte mich fit, noch schnell einen Tee hinterher und der Morgen sah schon viel freundlicher aus. „Dann wollen wir mal“, murmelte ich und schickte ein Gähnen hinterher, grinste dabei über mich selbst. Diese Motivation war unbezahlbar. Ich schnappte mir meine Jacke und beschloss zuerst zum Nebenstall zu gehen. Ausmisten stand bei allen Pferden auf dem Plan, ein paar würde ich außerdem putzen. Wer das war hatte ich jetzt noch nicht festgelegt. Das würde sich nach dem Schmutzgrad der Pferde entscheiden. Bevor das aber passierte, mussten alle erst mal mit Futter versorgt werden. Unterwegs stießen Amy, Ty und Thomas zu mir und ich scheuchte sie zum Zuchstall sowie zur GreenBriar Ridge, damit sie dort die Pferde schon mal mit dem Futter versorgen konnten. Ich würde dann später zu ihnen stoßen, wenn ich im Nebenstall fertig war. Halb hüpfend, halb gehend legte ich den Weg zum Stall zurück, um die Motivation anzukurbeln. Ehrlich, ich war normalerweise nicht so schwer wach zu kriegen, aber heute musste ich wirklich alle Register ziehen. Am Stall angekommen krempelte ich meine Arme hoch und sagte zu mir selbst: „Auf geht’s.“ Das Füttern hatte ich relativ schnell erledigt. Trotzdem hatte es seine Zeit gebraucht, denn als ich beim letzten Pferd fertig war, war das erste Pferd beinahe schon wieder fertig mit seinem Futter. Langsam? Nein, das war ich wirklich nicht gewesen, aber ich hatte dann auch nochmal gründlich die Stallgasse gefegt und das hatte auch nochmal Zeit gekostet. Ich griff nach dem ersten Halfter und sah mich suchend im Stall um. Celsius brauchte dringend eine Putzeinheit. Ich wusste nicht wieso, aber Schimmel waren konsequent braun. Egal, wie oft man sie putzte. Die braunen Flecken gingen wirklich nur raus, wenn man sie wusch und sobald sie wieder im Stall oder auf der Koppel waren, fanden sie die dreckigste Stelle zielsicher. Ich holte Celsius aus der Box und band ihn an. „Ehrlich, wieso bist du nicht einfach zufrieden mit der Farbe, die du hast? Das Weiß sieht doch so schön aus.“ Grinsend begann ich damit den Hengst zu putzen und wich immer wieder geschickt seinen Versuchen aus, seinen Huf an einem meiner Körperteile zu platzieren. Wieso der Hengst so aggressiv war, konnte ich nicht sagen, aber ich sah es ihm nicht nach. Lou und Amy arbeiteten gerade daran, dass er dem Menschen mehr vertraute. Das Putzen schien ihn jedoch gnädig zu stimmen, denn irgendwann entspannte er sich und ich konnte ihn gründlich putzen, sodass er wenigstens ansatzweise wieder wie ein Schimmel aussah. Ich nutzte die Gelegenheit, dass er gerade so ruhig stand dafür, seine Box auch gleich mit auszumisten. Die Boxen hatten es definitiv alle nötig. Nachdem das erledigt war, konnte der Hengst auch schon wieder zurück in seine Box. Hätten wir das auch schon mal geschafft. Die nächste Kandidatin auf meiner Liste war The Dead Angle. Mit ihr hatte ich wieder zielstrebig einen Schimmel erwischt. Die Stute sah nicht ganz so schlimm aus, wie Celsius, aber es reichte, um definitiv einer Komplettreinigung gerecht zu werden. Heute hatte sie sich offenbar dazu entschieden ihre süße Seite zu zeigen. Ganz entspannt ließ sie sich von mir putzen und blieb auch artig stehen, während ich ihren Stall ausmistete. Es folgte Cindarella. Auch sie wollte ich definitiv putzen. Viele weiße und graue Stellen, ihr versteht? Die kleine Prinzessin machte ihrem Namen wirklich alle Ehre, genoss es sichtlich, dass sie gerade im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit stand und ließ sich das Ganze in königlicher Würde gefallen. Schmunzelnd entwirrte ich Schweif und Mähne, kratzte die Hufe aus und putzte auch den Rest ihres Körpers ordentlich. Auch ihren Stall mistete ich aus und nachdem ich fertig war, brachte ich sie zurück in ihre Box. Kurze Pause. Währenddessen schaute ich aus, wie es so in den beiden anderen Ställen aussah. Ty und Amy besuchte ich zuerst. Sie hatten mittlerweile alle Pferde gefüttert und Everyday as it comes, Picola, HL Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein und Faster ausgemistet, sowie geputzt. „Ich bin stolz auf euch“, sagte ich grinsend, „weiter so. Ich komme nachher noch vorbei und dann helfe ich euch, wenn noch etwas zu tun ist.“ Sie nickten und grinsten mich an. „Ich lass euch ja schon alleine“, sagte ich und verschwand lachend zu Thomas, der sich um die Pferde in GreenBriar Ridge kümmerte. Er hatte bereits Rekja geputzt und ihren Stall ausgemistet, hatte Mellow Billow ebenfalls ausgemistet und war gerade dabei Darly gone Mad zu putzen. Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß." Ich beschloss ihn noch beim Stall ausmisten zu unterstützen, schnappte mir eine Mistgabel und eine Karre und begann die Box des Hengstes auszumisten. Nachdem ich fertig war, umarmte ich Thomas und sagte: „Ich danke dir für deine Hilfe. Ohne dich und die anderen beiden wäre ich echt aufgeschmissen.“ Er meinte, es sei selbstverständlich und er würde mir jederzeit wieder helfen. „Ich weiß.“ Grinsend machte ich mich auf den Weg zurück zum Nebenstall. Da es mir zu langsam ging mit den Pferden alle in ihren Boxen schmiss ich erst mal konsequent nach und nach alle Pferde auf ihre Koppel und begann dann systematisch alle Ställe zu misten. Nur Celsius, The Dead Angle und Cindarella blieben in ihrer Box, da ich die drei schon geputzt hatte. Bei den anderen würde ich dann später entscheiden, wen ich putzte und wen nicht. Es war gar nicht mal so einfach, wirklich alle Boxen auszumisten und nicht die Motivation zu verlieren, aber die Tatsache, dass es gemacht werden musste, machte die Sache doch etwas einfacher. Ich strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Geschafft“, murmelte ich und sah sich zufrieden in dem sauberen Stall um. Anschließend holte ich noch die letzten drei verbleibenden Pferden rein und überlegte mir, wen ich noch putzen sollte. Eigentlich alle, so wie die nach dem Weidegang aussahen. Ich beschloss nur die ganz harten Fälle wirklich gründlich zu putzen. Die anderen würde ich einfach nur ein bisschen überputzen, damit ich jedem Pferd ihre Aufmerksamkeit gewidmet hatte. Zuerst nahm ich mir die ‚harten‘ Fälle vor. Darunter waren Luzifer, Prince of the Halfmoon, Valentine’s Cilion und Wikotikabesa. Ich begann mit Luzifer. Der Friese war wirklich wunderschön, aber gerade sah er aus, wie … Dafür gab es keine Worte. Ich ‚kratzte‘ den Dreck nur so runter, aber danach erstrahlte er wieder in gewohntem Glanz und war auch dem Leckerli, das ich ihm hinstreckte sicherlich nicht abgeneigt, ließ sich dafür auch brav von mir knuddeln. Was man für Leckerlis nicht alles tat. Ich grinste und brachte den Hengst zurück in seine Box. Es folgten die anderen, bereits genannten Pferde. Jedes bekam meine volle Aufmerksamkeit und dem einen gefiel es gut, dem anderen eher weniger. Das war nun mal einfach so. Nachdem ich kurz etwas getrunken und gegessen hatte, begann ich damit My Blue Gun, Double Diamonds, As War fades und Herbert über zu putzen. Diese vier waren relativ schnell abgehandelt, was nicht hieß, dass sie nicht ebenfalls meine volle Aufmerksamkeit bekamen. Es wurde geknuddelt, geputzt und ermahnt, wenn einer nicht stehen blieb und ich hatte viel Spaß bei der ganzen Sache. Sicherlich mehr, als beim Ausmisten, wenn ich ehrlich war. Es folgte die Fohlenfront, namentlich: Maelis, HGT’s Dead Snow, Burnin‘ Castiel, Cabbalero, Par Dieux, Puppy und Findus II. Diese Süßen genossen jede Aufmerksamkeit, die sie kriegen konnten und man merkte bei ihnen einfach, dass sie noch voll Fohlen waren, denn sie hatten es faustdick hinter den Ohren. Keiner war frech, aber sie nutzten doch jede Gelegenheit um Schabernack mit mir zu treiben. Lachen blieb hierbei definitiv nicht aus. Neben den Dreckfinken gab es dann natürlich auch diejenigen, die ich gar nicht putzen brauchte, deren Ställe ich einfach nur ausgemistet hatte und die meine Aufmerksamkeit durch kurze Massagen, Putzen und Knuddeln erhielten. Dazu zählten Skywalker, Azzurro, Panino, I see you und Mon Chérie. „Ich liebe euch“, sagte ich grinsend, „ihr seid wirklich ganz artig.“ Mittlerweile hatte ich eine dünne Staubschicht auf Haaren, Gesicht und so ziemlich jedem anderen Körperteil, das nicht durch Klamotten geschützt war, aber das war der Preis der Freiheit und den zahlte ich für das Glück der Pferde natürlich gerne. Ein letztes Mal griff ich noch zum Putzzeug und widmete mich Lakritz und The Black Death. Auch die beiden waren einigermaßen sauber, sodass ich mich wirklich nur aus das nötigste beschränkte und lieber Zeit zum Kraulen mit ihnen hatte. Wie bei allen anderen auch, schaute ich die Hufe nach eventuellen Steinen ab und entfernte diese notfalls. Fertig. Zumindest mit diesem Stall und der GreenBriar Ridge. Nun musste ich noch schauen, wie weit Amy und Ty mittlerweile im Zuchtstall gekommen waren. Wenn sie nicht irgendwo knutschend lagen. Was sie natürlich nicht taten. Mittlerweile hatte sie alle Pferde ausgemistet und waren gerade dabei Pearl und Golden Girl zu putzen. Ich nahm mir also First von Rothen vor. Die Sache war schnell erledigt, denn der Hengst hatte sich wohl dazu entschieden, dass er heute besonders schön aussehen wollte, was mir natürlich zu Gute kam. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich nicht vermutet, dass er ein Anglo-Araber war, höchstens ein bisschen vom Temperament her, aber ansonsten hätte er auch gut einen Haflinger-Mix abgeben können. Also dann die nächsten Kandidaten, bitte. „Ich will Lana“, teilte ich den beiden mit. Die Stute war einigermaßen sauber. Ty übernahm Lady Äppel und Amy widmete sich HL L’ombre de la lune. Die drei waren auch relativ schnell geputzt, sodass ich noch eine Weile mit Lana schmuste. Schnell hatte sie raus, wie sie die Tasche meiner Jacke öffnen konnte und so bekam sie auch ein Leckerli. Ich musste einfach lachen, denn die Stute hatte es tatsächlich Faustdick hinter den Ohren. Niedlich fand ich das, konnte mir aber auch vorstellen, dass es anstrengend war. Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow und Amsterdam Girl mussten nicht geputzt werden, sodass wir die vier einfach nur ein bisschen betüddelten und immer mal wieder untereinander tauschten, bevor wir uns Bonito, Askan und HL Calla widmeten. Ich putzte Bonito. Ty und Amy nahmen sich der beiden anderen Pferde an. Bonito war wirklich ein Schönling. Der Hengst gefiel mir wirklich gut und es machte mir Spaß ihn zu putzen und seine lange Mähne zu entwiren und zu kämmen. Schnell wurde ich mit seiner Verschmustheit bekanntgemacht, in dem er sich an mich drückte und mich erst mal eine ganze Zeit nicht mehr gehen ließ. Ich lachte und sagte: „Ich schätze ihr zwei müsst ohne mich weitermachen, ich habe hier jemanden an der Backe.“ Amy grinste und meinte dann: „Das könnte dir so passen. Du hast uns das ganze hier doch erst eingebrockt, also hilfst du uns gefälligst.“ Ich verabschiedete mich bedauernd von Bonito und versprach ihm zum Schluss nochmal vorbeizukommen, bevor ich mich Nachtigall widmete. Ty und Amy hatten in der Zwischenzeit, während ich bei Bonito war, schon Small Joker, Samie, Nordstern, Money in a Bank und HL Nimué geputzt. Teilweise sehr gründlich, wenn die Pferde dreckig gewesen waren, teilweise aber auch einfach nur übergeputzt, damit auch sie Aufmerksamkeit bekommen hatten. Ja, ich gab es zu, ich war ziemlich lange bei Bonito gewesen. Nachtigall musste ich nicht sonderlich lange putzen, nur bei der Mähne und beim Schweif hatte ich einiges an Arbeit. Die Mähne war zwar nicht außergewöhnlich lang, aber dafür extrem dick, sodass sie sich leicht verknotete und intensiver Pflege bedurfte. Nachdem auch das erledigt war, kam bei mir Mrs. Pretty dran. Ty kümmerte sich um Little Baby und sagte grinsend zu Amy: „My little Baby, die bekommt natürlich die beste Behandlung.“ Amy ignorierte das gekonnt und kümmerte sich stattdessen um Meike. „Leute wir sind auf der Zielgeraden“, sagte ich nach einem Blick durch den Stall. Drei Pferde mussten noch intensiv geputzt werden und das waren Mirabella, Burberry und Abajo. Diesen drei widmeten wir uns noch einmal mit großer Geduld. Die anderen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Wir putzten oder knuddelten Golden Samurai, Sternsinger, L’ombre de la figaro, Suburb Lights und Jargo mit der gleichen Aufmerksamkeit, die die anderen bekommen hatten, nur manchmal etwas weniger zeitintensiv. Dafür würden sie dann bei den nächsten Malen sicher mehr Aufmerksamkeit bekommen. Wichtig war nur, dass wir uns um alle Pferde gekümmert hatten. Lou stieß zu uns, als wir uns gerade erschöpft den Schweiß von der Stirn wischten. „Ruf mich nie wieder an“, sagte ich grinsend und zwinkerte ihr zu. Amy und Ty stimmten mir zu. „Das war echt heftig.“ Das war es, aber es hatte auch Spaß gemacht. „Kommt mit rein, es gibt Kuchen.“ Es war mittlerweile schon dunkel draußen, aber Kuchen konnte ich immer essen und so nahm ich die Einladung an. Wir unterhielten uns noch lange alle zusammen und hatten wirklich viel Spaß zusammen, aber schließlich verabschiedete ich mich und sagte: „Ich muss jetzt wirklich ins Bett, sonst falle ich einfach um.“ Ich machte mich noch auf den Weg nach Hause. Gott sei Dank musste ich nicht selbst fahren, denn sonst wäre ich wohl einfach sang und klanglos irgendwo dagegen gefahren. Natürlich hätte ich auch bei Lou und Amy übernachten können, aber ich war die letzten Wochen so viel rumgereist, dass ich den Heimflug noch auf mich genommen hatte. Alan holte mich vom Flughafen ab und es dauerte keine zwei Sekunden, da war ich schon auf dem Beifahrersitz eingeschlafen. Anstatt mich zu Hause zu wecken, trug er mich einfach hoch in mein Bett und deckte mich zu. Die Klamotten hatte er mir vorher noch ausgezogen. Am nächsten Morgen würde er dafür etwas von mir zu hören bekommen, aber momentan war ich einfach nur froh, schlafen zu können. Ich würde Lou und Amy trotzdem jederzeit wieder helfen. Sie brauchten nur zu fragen und ich würde kommen und einspringen. Egal, was war. Dazu waren Freunde schließlich da und ich verstand mich definitiv als eine Freundin, hoffte auch, dass es umgekehrt ebenso war.
    • Sosox3
      24. Juli 2016 - Ray kommt zu Besuch!
      32.438 Zeichen © Canyon

      "Boar Stanley, hast du noch nen Bier in deinem Rucksack? Bei dieser Schweinehitze kratz ich ja voll ab."
      "Ian alter, kauf dir selbst nen Bier und halt endlich deine Fresse, sonst klebe ich sie dir mit Panzertape zu."
      Ich schlug meine Hand vors Gesicht und atmete tief durch. Alles wird gut, alles wird gut, sagte ich mir, bevor ich die Hand wieder vom Gesicht wegnahm und meinen Blick wieder Richtung Decke wandte. Eine einsame Spinne hatte sich dort in der Ecke ein Netz gesponnen und wartete nun vergebens darauf, dass eine Fliege den Weg dort hinein fand. Allerdings schienen auch die Fliegen der Sommerhitze in irgendeiner dunklen Ecke entkommen zu wollen und so wartete die Spinne vergebens.
      Nur noch knapp eine Stunde, sagte ich mir, dann wäre ich endlich am Ziel meiner Reise.
      Seit, ich blickte auf die Uhr, genau zwei Stunden und 43 Minuten saß ich nun schon in dem Abteil eines verrauchten, stinkenden Zuges, welcher stetig gen Westen fuhr, genau auf Alberta zu.
      Ich wusste selbst nicht, warum ich den Zug genommen hatte und nicht etwas Einfacheres und schnelleres, wie zum Beispiel ein Flugzeug, aber anscheinend hatte ich mir die Fahrt viel angenehmer vorgestellt, als sie im Endeffekt geworden war.
      Eine kleine Jungsbande, alle so um Anfang zwanzig, waren kurz nach mir eingestiegen, schimpften sich seit dem gegenseitig voll und hatten zusammen nun schon den zweiten Kasten Bier geleert. Ein dritter fehlte.
      Ich hatte sogar die Langeweile gehabt, mir die Namen aller zu merken und kannte nun nicht nur Stanley und Ian mit Vorname, sondern auch Frank, Kevin und Steven, welche zusammen so sehr stanken, wie ein ganzer Kühlschrank voll saurer Milch und ich wusste, wovon ich redete.
      Ich schloss meine Augen, versuchte die nervigen Stimmen der Jungs zu ignorieren und vielleicht noch etwas Schlaf zu finden, bevor ich in Millarville ankommen würde.
      Und tatsächlich. Als ich kurz darauf von einem nuschelnden Schaffner geweckt wurde, der so etwas Ähnliches murmelte wie: "Sir, sie müssen aussteigen, Millarville.", wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich geschlafen hatte.
      Meine unangenehme Begleitung schien mittlerweile auch ausgestiegen zu sein, oder zumindest konnte ich sie nirgends mehr entdecken. Solch schräge Menschen. Wenn ich überlegte, dass es auf der Welt davon so viele gab...
      Ich schnappte mir meinen Rucksack und meine Jacke vom Hacken und verließ dann eilig den Zug und fand mich, wie erwartet, auf dem Bahnhof von Millarville wieder.
      Noch etwas orientierungslos blickte ich mich um, wurde jedoch kurz darauf von einer jungen Frau begrüßt, welche mir ihre Hand hinhielt und meinte: "Lou Fleming. Sie müssen Ray Greenwald sein, nehme ich an?"
      Ich nickte. "Richtig, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen!"
      Ich hatte keine Ahnung, was mich dazu angetrieben hatte auf die Anzeige der Heartland Ranch zu klicken, welche für einige Wochen etwas Aushilfe suchte, allerdings hatte es mich gejuckt, wieder einmal ein neues Gestüt und neue Pferde kennenzulernen, seitdem die letzte Ranch, für welche ich gearbeitet hatte, den Bach herunter gegangen war. Nun würde ich den Sommer auf dem Zuchtgestüt für Haflinger arbeiten und hoffentlich einige nette Menschen kennenlernen.
      Lou brachte mich zu ihrem Auto, mit welchem wir dann den letzten Abschnitt meiner Reise hinter uns brachten. Während sie mich nun Richtung Heartland kutschierte, erzählte sie mir schon das Wichtigste vom Ablauf des Tages. So bekam ich mit, dass es außerdem dem Zuchtstall der Haflinger noch einen Nebenstall mit jeder Menge anderer Pferde gab. Lou teilte mich auch schon für die erste Zeit im Nebenstall ein, später würde ich dann auch wechseln, um auch die anderen Pferde kennenzulernen.
      Die Heartlandranch war ein riesiges Anwesen mit jeder Menge Weiden und vielen Möglichkeiten Pferde zu trainieren und zu reiten. Bereits auf den ersten Blick konnte ich einen Springplatz, Paddocks und ein großes Stallgebäude erkennen.
      Das Wohnhaus, in welchem ich die nächsten Wochen auch ein Zimmer haben würde, lag gleich auf der linken Seite und besaß nach hinten hin eine gigantische Aussicht auf einen See, welchen ich wohl auch die nächste Zeit genießen durfte.
      Nachdem wir den Wagen abgestellt hatten, zeigte mir Lou mein Zimmer und ließ mir etwas Zeit, mich einzurichten. Viel war es ja nicht: Etwas Arbeitskleidung und ein paar wichtige Dinge für den Alltag, mehr würde ich wahrscheinlich nicht brauchen.
      Eine halbe Stunde später trag ich Lou vor dem Wohnhaus, von wo aus sie mich als Erstes zum Stall führte.
      Ich schüttelte jede Menge Hände, hörte mir Namen an (Amy, Jack, Mallory, Ty und noch viele mehr) und durfte einen ersten Blick auf die Pferde werfen.
      Ich war kein wirklich guter Reiter, hatte mich nur mal hier und da aus Spaß auf ein Pferd gesetzt, und trotzdem mochte ich diese kraftvollen und eleganten Geschöpfe, weswegen ich mich auch dafür entschieden hatte, ein einfacher Stallbursche zu werden. Man lernte viele verschiedene Menschen kennen, hatte einen vollen Arbeitstag, jedoch ständig voller Abwechslung und man hatte immer mit Tieren zu tun.
      Die junge Mallory konnte es kaum abwarten, dass Lou zurück ins Haupthaus ging und mich den anderen überließ, denn kaum war sie weg, hatte ich eine kleine Fessel am Fuß, welche mir unbedingt das ganze Gestüt und die Pferde zeigen wollte.
      Es war gerade erst früher Nachmittag, doch ich war jetzt schon so geschafft vom Tag, dass ich meine Augen mit aller Kraft davon abhalten musste, zuzufallen. Die frühe und lange Zugfahrt und die unangenehme Begleitung hatten mich doch anscheinend ganz schön geschafft.
      Für heute war ich noch nicht in die Arbeit angebunden, morgen früh musste ich jedoch um sieben auf der Matte stehen und das am besten wach!
      Dank Mallory lernte ich einige der Mitarbeiter gut kennen und konnte mir schonmal einen ersten Eindruck verschaffen, allerdings bedankte ich mich irgendwann bei ihr und meinte, dass ich wohl heute zeitig ins Bett müsse. Sie schien etwas enttäuscht und zog eine kleine Schnute, jedoch versprach ich ihr, dass sie die nächsten Wochen noch genügend von mir haben könnte.
      Mein erster Tag auf der Ranch ging dann zum Glück doch noch ganz entspannend zu Ende, so dass ich am Abend früh und schnell einschlafen konnte.
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      Der nächste Tag begann tatsächlich recht früh, allerdings war ich dies ja auch schon von meinen anderen Arbeitsstellen gewöhnt. Vor allem im Sommer freute man sich dann, in der frühen Morgenkälte arbeiten zu dürfen, als in der Hitze des Mittags.
      Nach einem gemeinsamen Frühstück mit all denen, die auf der Ranch arbeiteten, begaben wir uns in den Stall.
      Jack Bartlett, der Besitzer der Ranch, wie mir Mallory mitgeteilt hatte, hatte sich netterweise dafür bereit erklärt, die ersten Tage mein "Aufpasser" zu sein, bevor ich wohl von selber wissen würde, was anstand.
      Obwohl Jack schon recht alt aussah, ich traute mich nicht ganz so zu schätzen, wer weiß, vielleicht war er auch noch gar nicht so alt, hatte er noch ganz schön viel Kraft in seinen Knochen. Mit seinen knorrigen Händen hob er noch jede Schubkarre und jeden Wassereimer, ohne auch nur zu stöhnen. Wie peinlich, das schaffte ja noch nicht mal ich!
      Jack und ich waren heute eingeteilt, uns um die Jungpferdefraktion zu kümmern. Das waren gar nicht allzu wenige und waren dazu noch die unterschiedlichsten Rassen. Ich konnte einige Trakehner ausfindig machen, aber auch Englische Vollblüter und einen Isländer. Eine interessante Mischung hier! Unterschiedlich alt waren sie auch noch alle.
      Zuerst stand das Füttern an der Reihe. Jeder bekam seine Portion Kraftfutter, sowie etwas Heu. In jeder Box kontrollierten wir dann auch noch das Wasser, bevor wir damit begonnen, die Youngster auf den Weiden zu verteilen.
      "Ray!" rief mich Jack durch den Stall. "Komm mal her."
      Ich kam aus einer der Boxen und schritt zu Jack, welcher im Gang stand und auf mich wartete. "Wir fangen mit den beiden Stuten an, die kommen auf eine andere Weide als die Hengste. Da du noch nicht weißt wohin, muss ich wohl mitkommen. Morgen machst du das aber alleine."
      Ich nickte und fühlte mich fast so wie in meiner Ausbildungszeit, der Mann hatte echt Selbstvertrauen.
      Die eine der kleinen Stuten hieß Maelis und war eine überaus hübsche Trakehnerstute, während die andere den verdammt niedlichen Namen Puppy trug. Natürlich bekam ich die kleine Isländerstute, während Jack Maelis das Halfter umlegte. Zum Glück waren die Weiden hier ja nicht allzu weit auseinander, sodass wir recht schnell wieder zurück im Stall waren, um auch die Hengste nach draußen zu bringen.
      Jack betrachtete mich im Stall eingehend, bevor er kurz seine Nasenflügel nach oben zog und mich dann fragte: "Meinst du, du schaffst drei Pferde auf einmal? Dann müssen wir nicht doppelt gehen und außerdem mögen diese kleinen Racker es sowieso nicht, wenn man sie von ihren Freunden trennte."
      Ich zuckte mit den Schultern. "Klaro, warum nicht!"
      Jack brummte kurz, bevor er mir meine Anweisungen gab. "Gut, dann schnappe dir mal Par Dieux, Findus und Dead Snow, wir treffen uns gleich vor dem Stall."
      Zugegeben, es war doch gar nicht so einfach, drei übermütige Hengste zusammen aus den Boxen zu holen und durch die enge Stallgasse nach draußen zu bringen, allerdings wollte ich Jack unbedingt zeigen, dass ich es voll drauf hatte. Bei diesem Gedanken musste sogar ich lachen.
      Jack war natürlich schneller gewesen und wartete draußen bereits mit Castiel, Cilion und Cabbalero, drei feurigen Jungpferden, welche, magischerweise, alle mit C begannen. Magic!
      Der Weg mit drei Pferden zu den Koppeln war definitiv weitaus anstrengender als mit einem. Ständig wechselte einer der drei die Seite, blieb plötzlich stehen oder drängelte sich an einem anderen vorbei.
      Jacks Rat war nur: "Zeig ihnen wo der Hacken hängt, die machen sonst nur Blödsinn mit dir"
      Er hatte ja leicht Reden, würde ich das bereits seit dreißig Jahren jeden Morgen machen, hätte ich das bestimmt auch drauf. Bestimmt...
      Als wir zurückkamen hatten die anderen Mitarbeiter bereits die anderen Pferde auf die Weiden gebracht, sodass nun natürlich die richtige Stallarbeit anstand. Boxen ausmisten, neues Stroh und Heu holen und Stallgasse fegen; Es war bereits Mittag, als auch diese Arbeit erledigt war.
      Nach einer Mittagspause ging die Arbeit weiter. Diesmal arbeiteten wir allerdings viel weitgefächerter und jeder ging seinem Job nach.
      Amy konnte ich immer wieder mit Pferden auf den Platz gehen sehen, andere äppelten die Weiden ab oder reparierten Zäune. Ich musste zugeben, zu diesem Zeitpunkt war ich etwas überfordert, hoffte jedoch, dass dies schnell jemand mitbekommen würde.
      Und tatsächlich: Der junge Ty schien dies zu bemerken und half mir, in dem er mir eine Schubkarre vor die Nase stellte. "Komm Ray, abäppeln!"
      Ich seufzte, diese Arbeit hatte ich schon immer geliebt!
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      Die nächsten Tage verliefen meist recht gleich. Ich war am Morgen weiterhin für die Jungpferde zuständig und ich musste sagen, dass ich mich jeden Tag verbesserte und die Fohlen auch besser kennenlernte. Auch am Nachmittag fand ich nun des Öfteren viel schneller einen Arbeitsplatz, je tiefer ich in der ganzen Rancharbeit drinnen steckte. Zum Abäppeln dazugekommen war jetzt auch, dass ich des Öfteren dabei half, die Pferde zum Training von der Weide zu holen und vorzubereiten, mit den Jungpferden spazieren zu gehen oder mit dem Traktor umherzufahren und Dinge von A nach B zu schleppen. Vor allem gefiel mir die freundliche Stimmung und die gute Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern, sodass ich die Ranch am liebsten gar nicht mehr verlassen wollte.
      Nach einigen Tagen sagte mir Jack dann, dass es für mich bei den Fohlen zu Ende war und ich zu den Großpferden gelassen wurde.
      Hier arbeitete ich meist zusammen mit Ty oder Lou, welche mich die ersten Tage immer gut begleiteten.
      Jeden Morgen und jeden Abend, brachte und holte ich die Pferde von den Weiden und dazwischen die Zeit verging wie im Flug.
      Die ersten Tage war ich wieder für die Stuten verantwortlich, wovon es doch erstaunlich wenige gab. Wikotikabesa, Mon Chérie, The Death Angel und Cindarella waren alle vier leicht zu händeln und ich liebte den Alltag mit den vier Stuten. Doch trotzdem hieß es auch irgendwann für mich, weiter gehts, denn natürlich wollte ich auch noch die unhaffigen Hengste kennenlernen, bevor es für mich zu den Zuchtpferden gehen würde.
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      Ich konnte mir gar nicht vorstellen, was die Heartlandranch so mit Hengsten hatte, denn davon gab es hier im Übermaß, was ich natürlich nicht schlimm fand. Es war nur - etwas mehr Arbeit.
      Um all die Hengste früh auf ihre Weiden zu bringen, benötigten wir dringend mehr Hände, die mit anpackten. So stießen zu mir, Amy und Ty auch noch Caleb und Chase, welche beide nicht ganz so mein Typ waren, allerdings musste ich ja nur mit ihnen zusammen arbeiten können.
      Damit keine Pferde verloren gehen würden, trafen wir uns jeden Morgen kurz zu einer Besprechung im Stall, welche meist von Amy oder Ty geführt wurde. Vor allem am ersten Morgen war ich noch etwas überfordert, da ich die meisten der Pferde noch nicht allzu gut kannte. Natürlich hatte ich den ein oder anderen schonmal geputzt oder für den Hufschmied festgehalten, aber das war es dann auch schon.
      "Da Ray ab heute für einige Tage hier mit helfen wird," meinte Ty am ersten Morgen zu den anderen, "Wird die Aufteilung etwas anders sein." Und dann teilte er zu. Es waren dreizehn Pferde und jeden Morgen etwa vier bis fünf Helfer im Stall. Es war daher mit Sicherheit so, dass wir nicht alle Pferde auf einmal verschiffen konnten.
      Ich würde zweimal laufen, einmal mit Jim Beam Bastian, einem hübschen Welsh C Hengst, und mit Celsius, einem Deutschen Reitpony. Das zweite Mal teilte mir Ty nur einen großen gepunkteten Hengst zu, an der Boxentür stand: Herbert. Innerlich musste ich laut auflachen. Allerdings schien der Name Herbert für alle schon so normal geworden zu sein, dass das außer mir kein anderer witzig fand.
      Jeden Morgen brachte ich nun diese drei auf die Weide, mistete auch ihre Boxen aus und holte sie am Abend wieder hinein. Ich verstand die anderen ja, dass hier Ordnung angesagt war, aber etwas langweilig war es schon.
      Da Ty wegen seines Jobs als Tierarzt nicht immer da sein konnte und auch der ein oder andere mal frei hatte, gab es dann auch Tage, an denen ich noch andere Pferde nach draußen bringen durfte.
      So war ich einmal ganz erstaunt, als ich zurück in den Stall kam und mir Caleb zwei große dunkle Hengste in die Hand drückte und meinte, dass ich die nach draußen bringen sollte. Ich war ganz erstaunt, tat aber wie mir geheißen.
      Die beiden kannte ich schon etwas, oder jedenfalls hatte ich mir ihre Namen von den Boxenschildern gemerkt. Der Friese besaß den anmutigen Namen Luzifer, die Farbe und der Name waren genau der gleiche wie von meiner alten Katze, und der Trakehner hieß The Black Death. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass es bei den Stuten eine gegeben hatte, die auch Trakehner gewesen war und so einen ähnlichen Namen getragen hatte.
      Zum Glück war es keine ganz so schwierige Aufgabe, die beiden auf die Weiden zu bringen, auch wenn Death etwas temperamentvoll und eigensinnig war, dafür behielt jedenfalls Luzifer die Ruhe, sodass beide dort landeten, wo sie hingehörten.
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      Einmal die Woche hatte ich frei. Immer an unterschiedlichen Tagen, was mich aber nicht störte. Mein nächster freier Tag fiel dieses Mal jedoch auf einen Samstag. Auch diesen nutzte ich wieder gründlich, um etwas schlaf nachzuholen und stand so erst kurz vor dem Mittag auf, um mir in der Küche etwas zum Frühstück zu machen.
      Wenig später traf ich im Stall mal wieder Mallory, welche sich natürlich riesig freute mich zu sehen. Sie faselte mich natürlich wieder mit den neuesten Geschichten zu und ich schaffte es, ihr jedenfalls mit einem halben Ohr zuzuhören.
      Mit dem anderen war ich in den Trubel im Stall vertieft. Ich genoss es, einfach mal die anderen entspannt zu beobachten.
      Ty brachte gerade ein großes hübsches Saddlebred, der Name war glaube ich Prince of the half moon oder so, nach draußen und kurz darauf kam Amy mit den beiden kleineren Lakritz und Skywalker hinterher. Auch sie verschwand durch einen Ausgang nach draußen, sodass ich nun Mallory auch meine andere Hälfte des Ohrs schenken musste.
      "Ray, was hältst du eigentlich von einem Ausritt? Ich bin mir sicher, dass Amy damit einverstanden wäre. Bist du bis jetzt eigentlich schonmal hier ausgeritten?"
      Ich brauchte etwas länger um ihren Worten folgen zu können, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Ich wusste nur noch nicht so ganz was ich sagen sollte, weswegen nur ein "Hä" oder so aus meinem Mund kam.
      "Jaja, ein Ausritt! Du hast doch heute frei oder? Bei diesem schönen Wetter MUSS man einfach das Gelände rund um Heartland kennenlernen, wirklich!"
      Ich zuckte mit den Schultern. "Ach Mal, ich weiß nicht, ich bin nicht gerade wirklich ein guter Reiter und ob man mir hier ein Pferd zutraut, bei den ganzen wertvollen Pferde..." versuchte ich mich herauszureden.
      "Ach Quatschradatsch, ich kläre das mit Amy und Ty sobald sie zurück sind, die werden bestimmt nichts dagegen haben!" meinte sie und rannte in Richtung Weiden.
      Ich seufzte. Ein Ausritt, wo ich beweisen konnte, dass ich es nicht konnte, war eigentlich das Letzte was ich jetzt wollte. Ich ließ mich vor dem Stall auf einer Bank nieder und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Die Temperaturen waren bereits die letzten Tage angenehm gewesen. Nicht zu warm, nicht zu kalt, ohne Regen, aber mit einer leichten Dauerbrise im Gesicht, welche einem die Mücken von den Armen wehte. Perfekt, vor allem bei einem Ausritt...
      Als Mallory mit Ty und Amy zurückkam, schien sie die Beiden schon davon überzeugt zu haben, einen Ausritt zu machen. Es war jetzt Mittagszeit, so dass die Zeit für alle da war.
      Wie es der Zufall so wollte, stieß auch Lou einige Minuten später noch zu uns. Auch sie schien sich auf einen Ausritt zu freuen.
      Der zweite Zufall war, dass noch fünf Pferde im Stall standen. Eins für jeden von uns. So langsam fingen meine Beine an zu zittern und meine Gedanken wirbelten umher wie die Gemüsesuppe in der Schulkantine, wenn die dicke Köchin wild mit dem Löffel in dieser herum rührte. Jedenfalls war das zu meiner Schulzeit so gewesen. Ich hasste Gemüsesuppe.
      Ich nahm mir kurz die Zeit um durchzuatmen, bevor mich auch schon Ty rief. "Ray? Komm, ich zeige dir dein Pferd!" schallte seine Stimme durch den Stall.
      Oh nein, oh nein, das würde mein Untergang sein! Lou und Amy würden mich vom Hof werfen und das bestimmt ohne Bezahlung, wenn sie sahen, was ich mit ihren armen Pferden anstellte. Ich war erledigt, ich würde mein restliches Leben von Harz IV leben müssen, ich... Plötzlich tauchte Mallory neben mir auf und zupfte mir am Ärmel. "Wo bleibst du denn Ray, wir müssen uns etwas beeilen!" Dann zog sie mich zu Ty, welcher vor einer Box mit einem mittelgroßen aber übermäßig hübsch gescheckten Hengst, an dessen Boxentür nur "I See You" stand. Na etwas gruselig war der Name ja schon!
      "Bittschön", meinte Ty und deutete auf die Box. "Ein überaus ruhiger und nervenstarker Hengst. Der wird dir bestimmt gefallen, wie ich dich kenne!" meinte Ty mit einem freundlichen Lachen. "Sage mir einfach Bescheid, sobald du Hilfe brauchst oder Satteln möchtest. Einer von uns wird dir bestimmt helfen."
      Ich nickte nur leicht eingeschüchtert und murmelte ein "Danke", mit welchem sich Ty aber zufriedengab und sich dann zu seinem eigenen Pferd begab.
      "Ray, du siehst ja fast so aus als hättest du Angst? Wie witzig!" Mallory lachte, bevor sie sich hüpfend zu einer Box, einige Meter neben meiner, aufmachte.
      Ok, sagte ich mir, Putzen ist doch kein Problem, das hatte ich jetzt schon oft gemacht, kein Problem. Sachte schob ich die Boxentür auf und hielt Isee (ich nannte den jetzt einfach so) meine Hand hin. "Na du?" flüsterte ich, "Du nimmst es mir doch bestimmt nicht übel, wenn ich vielleicht nicht so gut reiten kann, oder?"
      I See You blickte mich einfach mit dunklen Augen an, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich deutete das jetzt mal als "Ja".
      Putzen war zum Glück wirklich nicht so schwer, beim Satteln holte ich mir dann aber die Hilfe von Mallory, welche mir Isees Sattel zeigte und diesen dann auch mit mir zusammen auf den Rücken des Hengstes verfrachtete. So ein Westernsattel hatte doch schon ganz schön Gewicht! Die Trense hängte ich erstmal nur an das Horn (ach, was war ich stolz, dass mir dieser Begriff einfiel!) und half dann auch Mallory, ihr Pferd zu satteln. Gegenseitige Hilfe uns so... Das junge Mädchen durfte einen großen und kräftigen Knabstrupper Hengst namens Panino reiten, was bedeutete, dass der Sattel noch weiter hochgestemmt werden musste, als bei Isee. Ich hätte wohl doch ab und zu etwas Sport machen sollen, dachte ich bei mir.
      Als auch Panino fertig war, ging ich wieder zurück zu Isee, welcher nun nur noch getrenst werden musste. Nur noch, was für eine Ironie! Der Hengst schien es nicht einzusehen, dass Gebiss in den Mund zu nehmen und so peinlich es mir dann auch war, ich rief Mal ein weiteres mal um Hilfe an. Sie schaffte es innerhalb von Sekunden, was mich noch mehr verunsicherte, ob ich einem Ausritt gewachsen war, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.
      Als alle fünf mit ihren Pferden vor dem Stall standen, ging es ans Aufsteigen. Mallory hatte mit ihrem Knabbi als Jüngste tatsächlich das größte Pferd erwischt, während Lou mit dem Quarter Horse As War Fades das kleinste Pferd hatte. Ich lag dann irgendwo in der Mitte, was ich ganz praktisch fand.
      Die anderen beiden Pferde kannte ich noch nicht beim Namen, aber Mal half mir wie immer weiter. "Das Pferd bei Ty heißt My Blue Gun und Amy reitet Azzurro, den Barockpinto." erklärte sie mir auf meine Bitte hin.
      Ich war ganz geschickt, in dem ich die Bank, auf welcher ich mich vor kurzem noch gesonnt hatte, als Aufstiegshilfe nutzte und auch wenn mir dabei der schlecht sitzende Helm verrutschte, so kam ich trotzdem ganz gut rauf, wie ich fand.
      Im Endeffekt war der Ausritt dann doch gar nicht so schlimm gewesen; Ty, Amy und Lou hatten mir immer wieder Tipps, aber auch Lob gegeben und anscheinend waren sie doch gar nicht so verwundert darüber gewesen, dass ich kein Grand Prix Reiter war, zum Glück! Ich hatte mir also wohl unnötigerweise Gedanken gemacht.
      Im Schritt, wie aber auch im Galopp hatte ich mich gut im Sattel halten können, was mich besonders stolz machte. Isee war wirklich ruhig, auch wenn er ganz aufgeregt getänzelt hatte, als wir an der großen Rinderwiese vorbeigeritten sind. Das Cuttingblut steckte bei ihm wirklich im ganzen Körper!
      Auch wenn es nur ein gemütlicher Ausritt gewesen war, so hatte ich viel gelernt und die Ranch war mir noch ein Stückchen näher ans Herz gewachsen.
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      Nach der Hälfte meiner Zeit, traute man mir nun zu, mich um die Zuchtpferde zu kümmern. Das waren noch mehr, als die Nichtzuchtpferde aus dem Nebenstall und mein größtes Problem war, dass sie alle gleich aussahen.
      Selbst nach den ersten Tagen kannte ich nur ein paar markante Pferde, welche vielleicht eine dunklere Farbe besaßen oder dessen Mähne unnatürlich lang war.
      Vor allem war mir da natürlich Golden Samurai aufgefallen, ein überaus stattlicher und prächtiger Hengst, welcher sogar schon seine Körung hinter sich hatte. Figaros Schattenfalter war, im Gegenteil zu der hellen Masse der anderen, viel dunkler, fast schwarz und so wie mir Amy erklärte, nannte man seine Farbe Kohlfuchs.
      Außer den Haffis gab es dann noch fünf Pferde, welche zur Veredlung da waren, aber auch die hatten diesen Haflinger-Farbton. Faster das große Englische Vollblut und dann noch vier Araber. So wie ich das mit bekommen hatte, waren Golden Girl und Pearl Arabische Vollblüter, während First von Rothen ein Anglo-Araber war und Everyday As It Comes eine Shagya-Araber Stute. Also eine bunte Mischung.
      Der Rest der Pferde, ja wie sollte ich es ausdrücken, bei denen fiel es mir schwer sie mir wirklich zu merken.
      Bei den Stuten gab es da eine Picola und eine Lana und die freche Calla und dann hörte es mit Namen auf. Alle anderen kannten diese natürlich und machten sich regelmäßig, aber ohne böse auf mich zu sein, sich über mich lustig. Auch Mallory, welche nach der Schule oft ihre Freizeit auf dem Gestüt verbrachte, fragte mich eines Tages: "Also ehrlich Ray, wie hast du es nur bis jetzt geschafft durchs Leben zu kommen, wenn du dir noch nicht mal so ein paar einfache Dinge merken kannst?"
      Einfach, sie hatte gut reden, das war ein 20 Kilometer Lauf für mein Gehirn, wenn ich versuchen würde all die Namen dort zu speichern! Und trotzdem gab ich mir jeden Tag aufs neue Mühe und wiederholte den Namen jedes Pferdes fünfmal, bis ich fast alle konnte.
      Die grazile, recht große Stute hieß L'ombre de la Lune, oder einfach nur Lune genannt. Die, die man immer von der Koppel ziehen musste, weil sie mal wieder nicht aufhören wollte zu fressen, hieß Nimué und die mit der langen gelockten Mähne war Money in a Bank. So ging das weiter. Ich suchte bei jedem Haffi eine auffällige Eigenschaft und versuchte den Namen darum zu puzzeln. Nordsterns Mähne leuchtete zum Beispiel so hell wie ein Nordstern, die Farbe von Golden Diamond war sehr extrem und die lange Mähne von Mrs. Pretty hatte genau die gleiche Farbe wie ihr Fell.
      Die jüngste hieß Mirabella und war so ein Sonnenschein, dass ich mich am ersten Tag in sie verliebte. Verschmust und anhänglich, genau mein Geschmack!
      Ich konnte Ty und Amy nicht davon überzeugen, dass sie mich nicht mehr auf die armen Pferde setzen sollten, aber sie ließen gar nicht mit sich reden und gaben mir weiterhin Reitunterricht, was ich natürlich nicht bereute! Reiten war toll, nur war man als Junge in der Schule gleich Außenseiter gewesen, wenn man geritten ist und später hatte ich nie das Geld dazu gehabt. Beide waren außerdem davon überzeugt, dass das ganze nur auf einem Haflinger stattfinden sollte, wenn ich schon einmal auf der Heartland Ranch war.
      So saß ich den einen Nachmittag mal auf der alten Meike, sonntags dann auf Nachtigall und des Öfteren auf Little Baby, welche sich besonders gut reiten ließ, wie ich fand.
      Auf Amsterdam Girl saß ich nur einmal und das auch recht kurz, bevor sie beschlossen hatte, mich mit einem Hüpfer in den Sand zu versetzen und mir mein Bein dann leider so wehgetan hatte, dass ich es kein zweites Mal versuchen konnte. Aber das gehörte nunmal auch zum Reiten dazu, im Sand zu landen.
      Auf dem Rücken einer Stute fühlte ich mich wohl, weswegen man es mir auch nicht übel nahm, dass ich mich nicht mal auf einen der berühmten Heartlandhengste setzen wollte.
      Bei den Hengsten hatte ich nämlich leider auch das gleiche Problem wie bei den Stuten, die Namen wollten einfach nicht in meinen Kopf. Außer L'ombre de la Figaro, welchen ich von Turnieren und so kannte, waren es einfach alles Haffis für mich.
      Eines Abends nahm ich mir dann mal die Zeit und ging die Stallgasse entlang, während ich mir jeden Namen notierte und mit meiner nicht allzu guten Handykamera von jedem Pferd ein Bild machte. Bis Mitternacht saß ich dann in meinem kleinen Zimmer und sortierte die Namen den Pferden zu, um am nächsten Tag jeden mit meinem Wissen zu überraschen.
      Die Pferde mit S waren besonders schlimm. Samie, Small Joker, Sunshine Shadow, Surburb Lights und Sternsinger. Das schlimme war ja, dass sie dann auch noch alle gleich aussahen! Surburb Lights (oder einfach Bubis) Mähne war recht lang, die von Sunshine allerdings auch, weswegen es für mich immer schwer war auf die Anweisung von Ty hin ("Hole mal den und den von Weide" und so) auf Anhieb das richtige Pferd zu erkennen.
      Abajo, Bonito und Burberry waren noch leichter zu erkennen als Jargo, Windsor, Askan und Franzl von Falkenstein, DOCH irgendwann hatte ich es drauf. Aber so was von richtig. Früh, wenn alle auf die Weiden gebracht wurden, zwischendurch zum Reiten und zum Arbeiten und abends, als alle Pferde wieder zurück in den Stall kamen, ich wusste, wer Abajo war, wer Franzl und wer Sunshine. Mit viel Arbeit hatte ich das für mich unmögliche geschafft und jedem Pferd in meinem Kopf einen Platz gegeben, wo es hoffentlich noch lange bleiben würde.
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      Kurz bevor ich Heartland wieder verlassen würde, fragten mich Ty und Amy eines Samstagnachmittags, ob ich nicht morgen mit zu einem in der Nähe gelegenen Verkaufshof kommen wollte. Die beiden wollten nach Pferden Ausschau halten, welche vielleicht für ihre Zucht praktisch wären.
      Ich fuhr ohne jegliches Vorherwissen mit zu den Briar Ridge Stables, doch als ich bereits durch die Fensterscheibe des Wagens blickte, merkte ich, dass das nicht ganz so mein Geschmack war. Zu spießig, war mein erster Gedanke.
      Amy schien die Besitzer zu kennen und auch wenn sie das nicht sagte, so hatte sie doch anscheinend eine kleine Abneigung gegen diese.
      Wie mir mein erstes Gefühl bereits bestätigt hatte, fanden wir, oder besser gesagt Amy und Ty, hier keine passenden Pferde, auch wenn einige wirklich vielversprechend aussahen!
      Auf dem Green Briar Ridge gab es Pferde jeder Rasse, jedes Aussehens und jeder Größe und so war eine breite Auswahl an Interessenten damit abgedeckt. Und so stach mir vor allem eine junge Isländerstute namens Rékja in die Augen, aber auch ihre Nachbarin, ein interessant gepunktetes Warmblut namens Double Diamonds fiel mir sofort auf.
      Amy und Ty standen einige Zeit vor einer Box, in welcher ein Isländer stand, welcher vom Aussehen her viele Ähnlichkeiten mit einem Haffi hatte. Bjatur hieß dieser laut einem Schild an der Box.
      Eine Box daneben stand Acacia, allerdings schon verkauft, wie ein großes rotes Schild besagte und noch eine Box weiter stand ein Hengst namens Heros. Hübsch aber leider auch nicht mein Ding.
      Da der Besuch auf dem Gestüt nicht der gewünschte Erfolg gewesen war, entschieden wir uns einstimmig dafür, noch etwas anderes zu machen. Eis essen, da waren wir uns alle einig. Nachdem ich die letzten Wochen nur auf der Ranch verbracht hatte, tat es gut endlich mal wieder draußen zu sein und auch wenn Stadtluft nicht besonders gut roch, so hatte ich sie doch vermisst.
      Meine Zeit auf der Heartland Ranch war bald vorbei, besser gesagt nur noch zwei Tage, bis ich wieder in Millarville in den Zug steigen würde und mit diesem diesmal in die entgegengesetzte Richtung, nach Osten nämlich, fahren würde.
      Umso mehr genoss ich deswegen die letzten paar Stunden mit meinen neuen Freunden, wie ich sie hoffentlich nennen durfte.
      Amy und ich fanden auch eine neue Gemeinsamkeit: Wir beide waren ganz vernarrt in Stracciatella Eis. Ich liebte Stracciatella!
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      Zwei Tage später war es dann auch soweit: Ich hatte mein Zimmer gründlich geputzt, all meine Kleidung und Souvenirs eingesteckt, ein letztes Mal Reitunterricht bekommen und nochmal alle Mitarbeiter verabschiedet und alle Pferde gestreichelt, denn nun ging es für mich nach Hause. Nach Hause, das hörte sich fast komisch an, denn in den letzten Wochen war die Heartland Ranch zu meinem "Zuhause" geworden und es zerbrach mir fast das Herz, diese nun wieder verlassen zu müssen.
      Aber wer weiß, vielleicht würde meine Hilfe ja auch irgendwann mal wieder gefordert sein und dann würde ich zur Stelle sein!
      Als ich in Millarville in den Zug einstiegt und auf einem Platz am Fenster Platz nahm, störten mich noch nicht mal die lauten Geräusche der Jugendlichen, oder die Spinne in der Ecke oder die stickige Luft, ich hatte einfach nur ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, blickte entspannt in die Zukunft und winkte Lou, Ty und Amy ein letztes Mal, welche mich alle mit zum Bahnhof gebracht hatten.
      Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hatte, so hatte die Heartland Ranch mir gezeigt, was ich wirklich wollte und nun wusste ich, in welche Richtung ich laufen sollte, um meinen Weg zu finden.

      06. September 2016 - Zuchtvorbereitung
      5150 Zeichen © Jackie


      Zuchtvorbereitung und Fohlenuntersuchung

      Ty war gerade mit Cassandra unterwegs nach Heartland, als er einen Anruf von Verena O'Connor erhielt. "Hey Ty! Ich wollte dich nur daran erinnern, das eine Woche um ist und du dir das Fohlen ansehen kommen könntest" Cassandra blickte ein wenig nervös auf die Straße "Ty du kannst dich aber noch konzentrieren, während du das Handy in der Hand hälst ?" - "Jaja, lass mich jetzt fahren". Verena hakte nach "Wie war das ?" - "Ich habe mit Cassandra gesprochen", sagte Ty schnell ehe er Verena antwortete: "Kein Problem. Ich muss eben eine Tupferprobe bei Amys Stuten durchführen, dann komm ich eben rüber und schau mir das Fohlen an. Daryl könnte ich mir doch auch angucken wenn ich schon bei dir bin oder ?" - "Ja eine gute Idee!", sagte Verena - verabschiedete sich und legte anschließend auf. Ty legte das Handy weg und fuhr gelassen den Schotterweg zur Heartlandfarm entlang. Auf dem Hof hielt er an und stieg schließlich aus. "Hallo!", rief er über das Gelände. Amy hatte ihn gehört und stürmte gleich auf ihn zu. Ein Willkommenskuss und die Beiden konnten mit dem Termin beginnen. "Also, fangen wir mit Amsterdam Girl an ok ? Wann bekomme ich bescheid ob ich die Stuten decken lassen kann ?", Ty räusperte sich und dachte kurz nach "Ca. nach 4 Wochen. Ist ok oder ?", sie nickte und betrat den Stall. "Calla und Nimué habe ich ja gestern erst getupfert. Die müssen also nicht noch mal rausgeholt werden", sagte Ty ergänzend und guckte sich die Stute Amsterdam Girl, welche etwas aufgeregt in der Box stand, genauer an. Mit einem langen, sterilisierten Tupfer, führte er eine Probe am Hinterteil des Tieres durch. Amy hatte den Schweif der Stuten bereits verbunden. "So das wäre geschafft", Mrs. Pretty sollte die nächste sein. "In einer Woche kannst du übrigens noch mal rüber kommen. Dann müsste Meike in der Rosse sein. Merk dir das ja?", Amy führte Ty zur kleinen Stute Mrs. Pretty. "Ach und die Hengste musst du natürlich auch untersuchen. Das machen wir aber nach der künstlichen Besamung! Am besten auch nächste Woche wenn Meike an der Reihe ist". Ty nickte, zückte den nächsten sterilisierten Tupfer und sprach dabei zu Amy. "Hast du vor die Stuten künstlich befruchten zu lassen oder wieso die künstliche Besamung ?" - Amy überlegte eine Weile. "Ja.. ne.. ich weiß es nicht. Ein natürlicher Decksprung wäre mir lieber, aber ich habe gelesen, dass eine Tupferprobe beim Hengst erst nach dem er sexuell stimuliert ist gemacht werden kann." Ty schüttelte lachend den Kopf. "Du bist echt ein Trottel Amy. Es reicht wenn du ihm eine rossige Stute vorhälst", das Mädchen lief rot an. "Oh Hehe. Dann lass uns das in einer Woche machen, wenn Meike soweit ist. Sieht zwar komisch aus wenn alle Hengste nach der Reihe vor Meike stehen müssen, aber hey! So läuft das nun mal" die Beiden scherzten und Ty verließ die Box der Stute. "So ich sag dir dann einfach in 4 Wochen bescheid und komme nächste Woche wieder. Jetzt fahre ich erstmal zu Verena und guck mir das Fohlen an." Ty verabschiedete sich und packte die benutzten Tupfer vorsichtig weg. Diesmal sollte Cassandra zur Gips Reminder Ranch fahren. "Wenn du willst, kannst du sogar auch das Fohlen kontrollieren", Ty lehnte sich entspannt zurück und simste Verena, dass er unterwegs war.

      Auf der Gips Reminder Ranch angekommen, suchte Ty erstmal nach der Ranchbesitzerin. Verena empfing die Beiden lächelnd und führte Cassandra zum Fohlen. Eine Woche war nun vergangen als der American Paint Horse Hengst geboren wurde. Nun stolzierte er munter und voller Tatendrang neben seiner Mutter auf der Koppel. "Wie geht es Wimpy?", fragte Ty führsorglich nach, da die Geburt nicht gerade leicht gewesen war. "Ihr geht es immer noch gut. Scheint als hätte sie alles überstanden", der Tierarzt lächelte erleichtert und betrat mit Cassandra die Koppel. "Heute wird meine Collegin das Fohlen durchchecken", Verena nickte und sah zu wie Cassandra sich dem bunten Hengst näherte. "Wie man eben schon erkennen konnte, läut er flüssig, ich taste ihn jetzt ab". Cassandra lies den Hengst vorher an ihrer Hand schnuppern. Gut dass seine Mutter dabei war, sonst hätte sie schon schlechte Karten gehabt. Schnell tastete sie den Körper des Tieres ab, beugte jedes der dünnen, zaghaften Beine und überprüfte die Hufe. Anschließend leuchtete sie in das Maul (Unbroken Soul war damit nicht wirklich einverstanden), die Nüstern und kurz in die Augen. "Sieht alles gut aus", sagte sie schließlich und stülpte ihr Stethoskop in die Ohren um den Herzschlag zu kontrollieren. Als sie auch hier nicht finden konnte, nahm sie das kleine Thermometer um die Temperatur des Fohlens zu messen. "37.5°C, Verena? Deinem Fohlen fehlt nichts. Es ist wohlauf und vor allem bildhübsch geworden", die Tierarzt Assistentin kicherte vergnügt und räumte die Utensilien wieder weg. Unbroken Soul of a Devil konnte wieder in Ruhe mit seiner Mutter tollen, während Ty und Cassandra sich von Verena verabschiedeten. "Alles gut gegangen. Haben heute ein schönes Paint Horse Fohlen untersucht. Muss noch deine Stuten impfen, aber das kann warten. XOXO", Ty schickte die Nachricht noch an Amy ab, ehe er sich ans Steuer setzte um los zu fahren.

      08. Dezember 2016 - Tierarztbesuch (Tupferprobe)
      3346 Zeichen © Rinnaja


      Ich bekam einen Anruf von Amy Fleming, sie sagte ich sollte vorbeikommen um einem Hengst und einer Stute eine Tupferproben zu entnehmen und sie untersuchen zu lassen. Ich sagte "Kein Problem", machte mich auf den Weg und legte auf. Ich packte meine sieben Sachen zusammen und dann ging es auch schon los. Mein Weg führte mich diesmal zu einer Ranch namens Heartland in Kanada Alberta. Nach einer Stute ruhiger Fahrt wie ich empfand, kam ich auf den Hof an. Ich schaute mich um und machte mich auf die Suche nach einer der Flemings. Ich guckte zuerst im Stall, wo ich nur einen Stallburschen antraf, der mit sagte das Amy auf der Weide war um sich die Pferde anzusehen und um zu kontrollieren ob alles okay sei. Ich bedanke mich und machte mich auf den Weg zur Weide. Immer den Schotterweg entlang, wie es mir der Stallhelfer gesagt hatte und siehe da, ich fand Amy. Wir begrüßten uns herzlich und sie fragte auch gleich, mit wem wir anfangen wollten. Ich meinte zu ihr "Nehmen wir Beide am besten mit, so komme ich später am Hengst leichter ran". Ich nahm die Stute und sie den Hengst, bis später Ty den Hengst nahm um mit ihn wenig zu laufen während wir beschäftigt waren. Damit er nicht voll kommen durch drehte. Amy band für mich Meikes Schweif hoch, so konnte ich mir meine Sachen zu Recht legen und mir die Handschuhe anziehen. Amy meinte nach paar Sekunden, das sie fertig sei und ich bedanke mich und nahm ein Tupfer um ihr ein wenig Sekret abzunehmen für die anschließende Laboruntersuchung. Ich machte danach noch die Standard Untersuchung bevor ich Amy bat die Stute zur Seite zu stellen, damit wir noch von Schattenfalter Sekret nehmen konnten. Der Hengst spielte sich natürlich auf, aber Ty hatte ihn sehr gut unter Kontrolle. Ich holte neue Handschuhe und machte die ganze Prozedur auch bei Schattenfalter. Aber diesmal brauchte ich drei Tupfer. Ich entnahm ihn Sekret aus drei Stellen und packte die Proben ein. Auch ihn untersuchte ich kurz und streichelt ihn. "Du warst ein braver Kerl!", ich lobte ihn sagte, das ich fertig sei und die Pferde zurück auf die Weide könnten. Also packte ich auch die letzte Probe ein und räumte alles weg bis Amy wieder kam und ich ihr kurz und knapp alles erzählte. "Ich habe auch eine Probe von den anderen Hengsten entnommen, wie du es gesagt hast". Ich sagte auch, dass ich in drei Tagen mich noch mal melden würde, da dann die Testergebnisse da wären. Sie nickte mir freundlich zu und meinte kein Problem. Ich verabschiedete mich von Amy und Ty bevor ich ging.

      20. Dezember 2016 - Eine Stallhilfe
      1967 Zeichen © Iiona


      Ich hatte die Nacht über ziemlich gut geschlafen, aber heute war echt eine verdammt große mega Aufgabe. Heute war es bitterkalt auf dem Hof von Amy Fleming und heute wollte ich die 31 Haflinger putzen, es sind wirklich unglaublich viele. Vorgehen tat ich eigentlich genauso wie bei den Nebenstallungen, also putzen, kämen und waschen, jedoch holte ich immer 3 Pferde auf einmal aus dem Stall. Die ersten waren Mirabella, Wendy und Picola und ich hatte mit den dreien wirklich Glück außer, dass Mirabella hin und wieder einzuschlafen schien, waren alle samt super lieb. So holte ich Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein und Lana und auch diese drei hatte ich schnell abgearbeitet, denn ich hatte wirklich unglaublichen Zeitstress. Auch L´ombre de la Lune, Lady Äppel, Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito und Askan waren ein Geschenk des Himmels. Dann jedoch kam Calla, die heute ihren nervigen Tag hatte und somit probierte sie mich zu sabortieren wo es auch nur ging, weshalb sie mir eine Ewigkeit kostete. Ich atmete tief durch als ich Nachtigall, Small Jocker und Samie holte, doch die waren heute wohl wirklich gut gelaunt, denn sie ließen sich in Ruhe putzen und ich konnte so wenigstens einigermaßen weiter kommen. Dann bewiesen mir die Pferde, dass Amy ihre Pferde wirklich gut erzog, denn Nordstern, Money in a Bank, Nimué, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Jargo, Suburb Lights und Burberry waren unglaublich gut erzogen. Alle verloren nicht die Geduld sonder standen ruhig und warteten, was wirklich selten ist. Sternsinger hingegen war eher ängstlich,was mir leid tat, denn ich wollte ihm ja nichts tun. Ich probierte sein Vertrauen zu gewinnen, was auch einigermaßen gut klappte. Zu guter letzt waren L´ombre de la Figaro, Abajo, und Golden Samurai an der Reihe und nach diesen war ich auch wirklich erschöpft! Ich war müde, konnte gerade noch so das Abendessen herunterschlucken und wanderte dann direkt in mein Bett.
    • Sosox3
      30.04.2017, Wolfszeit
      Heute ging es zu Jackies Haflingern. Ich sollte die Pferd füttern, etwas bewegen und auf die Koppel stellen. Um den Rest würde sich jemand anderes kümmern. Zuerst ging ich in den Stall und machte das Futter für alle Pferde fertig um es dann zu füttern. Als alle Pferd glücklich Mampfen sorgte ich für dafür da allen Boxen genug Heu war und begann damit Wendy,Picola, Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana und L'ombre de la Lune nacheinander in die Führanlage zu bringen. Als alle Pferde darin waren schaltet ich die Anlage an. Während die vier Pferde liefen longierte ich Lady Apple. Als ich sie fertig longiert hatte tauschte ich die vier in der Führanlage gegen Windsor, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl und Bonito aus. Währenddessen ließ ich Askan im Round Pen laufen um danach erneut die Pferd in der Führanlage gegen Calla ,Nachtigall, Small Joker, Samie und Nordstern auszutauschen. Nun ließ ich Money in a Bank laufen und stellte nun Nimué, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby und Jargo in die Führanlage. Anschließen lief ich erst Suburb Lights, Burberry, L'ombre de la Figaro, Sternsinger, Abajo und anschließend Golden Samurai im Round Pen laufen. Mirabella ließ ich etwas in der Halle spielen und rennen bevor ich alle Pferde nacheinander auf die Koppel brachte. Als alle Pferde zufrieden grasten machte ich mich auf den nach Hause Weg.

      Pflegebericht für alle Pferde von Jackie
      06.09.2017 | (c) Muemmi
      Haflinger
      Abajo, Sternsinger, L´ombre de la Figaro, Golden Samurai, Mirabella, Nimué, Money in a Bank, Nordstern, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Burberry, Suburb Lights, Jargo, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Wendy, Picola, HL´ Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana, L´ombre da la Luna, Lady Äppel, Windsor

      Turner Valley Ranch
      Lütt Lorbas, Pünktchen, Jim Beam Bastian, Wookie (Highlandrind), Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus II, Cindarella, Prince of the half Moon, Puppy

      Verkaufspferde
      Bjatur, Double Diamonds, Rékja, Herbert, Lakritz, The Death Angel, The Black Death

      Vollblüter
      Burnin ´ Castiel, Valentines Cilion, Laheeb al Amara ox, ZM´s Sweety Candypie, PFS ´ Bring me to Life, Silberstern, Everyday As It Comes, Faster, Pearl, Golden Girl, First von Rothen

      Westernpferde
      Tainted Love Toffifee, Hollywoods Silver Dream, Kristy Killings, Changa, Black Sue Dun It, Tainted Whiz Gun, Sheza Bat Cat, Annie get your Gun, What Lies Ahead, HGT´s Enjoy Nature, Cherokee Rose, Abigail, Possibility, My Blue Gun, As War Fades, HGT´s Dead Snow, I See You, Wikotikabesa


      Die Steine knirschten unter den Reifen meines Geländewagens, als ich über dem Weg zu Jackies Hof fuhr. Ich hielt den Xtrail auf dem Parkplatz, stieg aus und hievte meine Tasche vom Rücksitz. Ich war schon früher auf Jackies Hof gewesen und kannte mich aus. Ich schlenderte durch die Stallungen, als ich meine Tasche im Haupthaus gebunkert hatte und sah mich nach den Pferden um. Jackie hatte mich vor einigen Wochen beauftragt, mich um ihre Pferde zu kümmern und sie gegebenenfalls Korrektur zu reiten. Da es sich mittlerweile um einige Pferde handelte, würden mich im Laufe des Tages Leo, Tom und Mia unterstützen, sobald sie auf unserem Hof mit den täglichen Aufgaben fertig wären. Ich fing an zu misten, füttern und die Haflinger auf die Weiden zu führen. Ich mochte die kleinen Lichtfüchse wie Abajo, Meike, Nordstern Sternsinger und Figaro. Mirabella kannte ich noch als Fohlen, Golden Samurai, Nimué, Money, Little Baby, Burberry, Suburb, Jargo, Diamond, Shadow, Amsterdam, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Joker, Samie, Wendy, Picola, Schattenfalter, Falkenstein, Lana, Luna, Lady Äppel und Windsor folgten. Ich brauchte fast eine halbe Stunde, um nur die Haflinger auf ihre Weide zu bringen. Da hörte ich auf dem Hof ein weiteres Auto ankommen. Ich winkte von weitem den Dreien und ging auf sie zu. Mia würde sich den Westernpferden annehmen und sich um die Hübschen kümmern. Sie war bezaubert von Tainted Whiz Gun, einer Tochter von Toffifee, der mittlerweile auch Jackie gehörte. Sie führte Silver Dream, Kristy, Changa und Black Sue hinaus auf die Weide, während Leo zu den Verkaufspferden ging. Bjatur, Diamond, Rékja, Herbert, Lakritz, Angel und Black Death waren schnell versorgt und ihre Boxen gemacht. Da ging Leo Mia zur Hand und mistete die Boxen der Westernpferde, während sie Bat Cat, Annie, Lies Ahead, Enjoy Nature, Rose, Abigail, Possibility, Blue Gun, War Fades, Dead Snow, I See You und Wikotikabesa ebenfalls hinaus auf die Weiden brachte und mit Leo zusammen die Boxen fertig mistete. Währenddessen machte sich Tom bei den Pferden der Turner Valley Ranch zu schaffen und kümmerte sich um die Lieblinge Lorbas, Pünktchen, Jim Beam, Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus, Cindarella, Prince of the half Moon und Puppy. Wir brauchten den ganzen Tag, um die Stallungen zu misten, die Gassen zu kehren, die Pferde zu putzen, striegeln und versorgen. Als ich bei den Haflingern fertig war, ging ich hinüber den zu Vollblütern, da mein Gebiet ja immer noch bei den schwierigen, übermütigen und jungen Pferden lag. Castiel, Cilion, Amara, Candypie, Bring me to Life, Silberstern, Everyday, Faster, Perl, Golden Girl und First von Rothen waren aber ganz zauberhafte Pferde und genossen die Aufmerksamkeit. Auch ihre Boxen mistete ich, kratze ihre Hufe aus, fütterte sie und brachte sie dann auf die Weide. „Und jetzt reiten wir noch eine Runde aus.“ beschloss Tom am Ende. Wir vier sahen uns grinsend an und jeder suchte sich aus den Schönheiten Jackies ein passendes Pferd aus zum Abschluss dieses arbeitsreichen Tages.
    • Sosox3
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      Anweiden:



      Endlich war es so weit der Frühling war da in Voller Pracht die wiesen waren grün und mittlerweile auch so hoch das die Pferde auf die Weide könnten, wenn da nicht das an weiden wäre – also war es heute und die nächsten Tage soweit das alle Pferde nach einander bzw. in kleinen Gruppen auf die Nahegelege Winterweide kommen .

      Zuerst würden die Hengste rauskommen

      Duke of Darkenss Shinig Sommer Dream und Tainy Afternoon machten die erste Runde alleo Bockten erst mal Herzhaft rum bis sie sich dem Saftigen Grün mit Goldenen Tupfern Löwenzahn hermachten.

      Danach folgten die 3 Hengst Fohlen Arias, Mytos, und der kleinen Mustag Kukuniwi sie intressierten sich noch nicht so stanrk für das Saftige Grün es wurde mehr rumgetobt als gefressen aber das war auch gut.

      Jetzt folgten Ginnies Casanova Apanco Jargo und Shaddow so wie Tiramisu der sich direkt auf das Grün stürzte und die anderen Bockenednen Ponys Ignorierte. Es dauerte etwas länger als ei den anderen mit dem einfachen vor allem Casanova war der Meinung das es viel zu gut schmeckt und das olle Heu im mal egal sein kann, aber auch ihn erwischten wir und er kam wieder zu den Fohlen auf den Paddock.



      Jetzt folgten die Stuten hier entschied ich mich alle zusammen rauszustellen

      Die Ganze Araber Schar Rubina Zanyah Shady, Cardiac – Gh´s Schenk mir dein Herz , Baraija Badryiah machten den Anfang und Bockten wild rum dann folgten Krity Killings La Petite und etwas gemütlicher da hoch tragend Meike. Valhalla folgte Cassidy etwas zögerlich aber sie ging mit was schon viel wert war.

      Baltic Wave führte die jungestuten Jora Jejota und zw´s Moschi an die Kaltblut stute stach deutlich aus der Masse raus und wurde langsnam aber sicher zu einen imposanten Stute may war so stolz auf sie.

      Meine Entscheidung kostet mich stunden zum Einfangen aber es war ein schöner Tag und wir hatten keine all so große eile weil auch hier mehr gespielt wurde als gefressen. Nach dem Ruhe eingekehrt war es auch schon für das Abend Müsli Zeit und alle standen schmatzend und zu Frieden in den Boxen – das war jetzt die Aufgabe für die nächsten Tage und immer etwas länger bis sie ab Juni auf die Sommer weiden könnten.

      In der Nächsten Woche sollten auch die ersten Feriengäste kommen somit war das super das wir jetzt schon an weiden konnten.
    • Sosox3
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      Pflege Berichte für Rubina, Zanyah, Sahdy, Cardiac – GH´s Schenk mir dein Herz, Barajia, Badriyah, La petite ,Valhalla Meike, Cassidy, Baltic Wave , Jora , Jejota, ZW´s Moschi , Duke of Darkness, ,Rainy Afternoon Ginnies Casanova,Tiramisu, Shining sommerdream, Kuckunniwi , Arias, Mytos,Apancho, Sunshin Shadow und Jargo

      Bade und Putz Tag.


      Heiß es war seit Tagen einfach nur heiß aber die Pferde müssen dennoch sauber gemacht werden und bewegt werden. Die weiden waren dürr und somit verbrachen die Vierbeiner ihren Sommer auf den Winterweiden und wurden jetzt schon mit Heu zu gefüttert und ich musst nach bestellen das es über den Winter reichen würde.


      Gut eingeschmiert mit Sonnencrem ging es los Ginnies Casanova war vor die kleine Kutsche gespannt und die Kinder gackerten aufgeregt Rainy Afternoon war an dieser angebunden und döste in der Sonne Apancho, Sunshin Shadow und Jargo standen gesattelt da und hatten auch schon jeweils ihren Reiter auf dem Rücken . Ich hatte mir Duke gesattel und schwang mich auf seinen Rücken und auf ging der Marsch durch dne kleinen wald zum Meer heute war baden angesagt mit allen die wollten.


      Nach guten 4 Stunden ging es auf den Rückweg und alle halfen felißig die Pferde fertig zu machen .


      Die Araber Rubina, Zanyah, Sahdy, Cardiac – GH´s Schenk mir dein Herz, Barajia, Badriyah, La petite und auch die anderen Stuten Valhalla Meike, Cassidy, Baltic Wave , Jora , Jejota, ZW´s Moschi Wurden nacheinander oder in kleinen Gruppen in der Halle laufen gelassen während dessen lief die Beregnungsanlage was ein Spaß für alle beteiligten.


      Danach kamen noch die restlichen Hengste in die Halle. Tiramisu, und Shining sommerdream kamen zusammen rein und schnoberten erst mal alles ab roch ja doch richtig gut nach Stute .


      Nach den beiden ältern kamen die Jungspunde Kuckunniwi , Arias, Mytos und die legten richtig los waren doch alle drei keinen Fohlen mehr sondern stattliche 3 järige die ziemliche viele Flausen im Kopf hatte.

      Um 17 Uhr waren wir dann fertig und ging zu den andern in den großen Swimming Pool und ließen den Nachmittag ausklingen. Ehe es dann am Abend großens Grillen gab und einen Nachritt.
    • Sosox3
      Pflege Bericht für : Duke of Darkenss, Zw´s Moschi, Jejota, Jora, Mytos , Arias, kukuniwi, Ginnies Casanova, Fraena v. Hulshóf, Valhalla, Jargo, Apancho, Maike, Jadyee,Barajia Rainiy Afternoon Sunshine Shadow.

      Früh aufstehen Stall Misten Pferde bewegen das war da Tägliche Brot von allen Beteiligenten auf dem Hof may kümmerte sic mit viel Gedult um Zw´s Moschi longierte sie täglich und würde auch bals ihre ersten Reitstunden auf ihr haben – jejota und auch Jora hatten schon ihre ersten erfahrungen gemacht unter dem Sattel und wären heute wieder dran trab mit Stangen und die ersten Galopp Sprünge.

      Sven hatte sich Mytos angenommen und auch aris machte gute Vortschritte.

      Die neuen Ferien Kinder waren mit Jargo, Apancho und Sunshine Shadow, Rainy Afternoon und dem Pony casanova beschäftigt entweder wurden sie geputzt oder auf dem Platz/ Halle geritten Ausritte wurde gemeinsam unternommen.

      Maike stand mit Valahlla und dem Pony Fraena v. Hulshóf und barajia auf der Stuten Koppel und schnoberten im ersten Schnee rum Maike war im schon Modus da sie das Letze mal tragend war.

      Jaydee unser jüngster würde heute mit Kukuniwi und Duke of Darkenss in der Halle etwas laufen dürfen und dann auf die verschneite Koppel können wo auch in der Mittagspause die andere Hengste ihre Pause machten.
    • Sosox3
      Pflege der Verkaufspferde
      WHC´s Jaydee/ Fraena v. Hulshóf / Baraija/ Arias/ Meike / Jargo/ Apancho/ Valhalla / Mythos/ Jejota / Jora/ Baltic Wave


      Ptutzen Bewegen Putzen

      Früh am Morgen brachte ich die Stuten Barajia, Fraena, Meike, Jejota , Jora , valhalla, Baltic Wave auf die Große Frühsommer Weide dort würden sie den Tag verbringen und abends wieder rein kommen . Nach dem alle auf der Koppel waren machte ich mich ans ausmisten und herrichten der Boxen.
      Danach kamen die Jungs dran eigentlich wollte ich es immer anders rum machen aber heute war ich etwas verpeilt wa ich gleich bereute dnn scheinbar war einen der Mädels Rossig zumidnest waren die heengste gleich etwas nervöser und zeigent das sie ware Kerle waren Arias udn Mytos leivernten sich schein Käpfe und Bockten im Paddock rum auch Jargo meinte er müsste auf sein " zartes " alter noch mal mit mischen zu müssen nur appancho schaute sich das nur ruhig an er macht mir etwas sorgen sein Atem ging schon seit Tagen etwas schwerer der Ta war da hatte ihm was zum aufbau gegeben aber so wirklich besser war es noch nicht ihn würde ich mit jadee lieber hier lassen auf der mageren Winterweide. Die anderne kamen wie die Mädels auf einen weiter weg gelegene Frühsommer Weide. Auch hier Putze ich die Boxen und streute neu ein.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Sosox3
    Datum:
    15 Sep. 2019
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    EXIF Data

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  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von Abajo
    Von unbekannt Aus der unbekannt
    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt



    Exterieur
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    Stute
    24.05.1999

    (18 Jahre gealtert)
    Rasse: Haflinger
    Stockmaß: 143cm
    Gewicht: 505kg
    Deckhaar: Lehmfuchs
    Abzeichen: Blesse



    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Neutral
    Verhalten auf der Weide: Aggressiv

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    Askan und Meike waren ein Geschenk einer Freundin an Amy. Sie verkaufte die beiden Haflinger zu einem Freundschaftspreis, bei dem Amy nicht nein sagen konnte. Also setzte Amy alles in Kraft um die beiden Pferde zuchttauglich zu machen. Mit Erfolg.

    Meike ist eine recht gutmütige Stute. Man sollte ihr Vertrauen nicht missbrauchen, denn sie wird es einem nicht so schnell verzeihen. Sie ist auf den Weg zur Weide oft übermütig und sehr dominant. Sie trägt nicht jeden und manchmal bleibt sie auf Ausritten einfach stehen und bewegt sich nicht vom Fleck. Es kann ziemlich frustrierend sein, denn mit den bloßen Beinen bekommt man Meike nicht einen Schritt weiter. Amy arbeitet deshalb mit ihr, jedoch hat sie weniger Schwierigkeiten mit Meike als Ty. Wenn man ihr Vertrauen erstmal gewonnen hat, geht sie mit einem durch dick und dünn.
    Weide: Stutweide
    Unterbringung: Box & Weide


    Einstreu: German Horse Pellets
    Futtersorte: 7kg Heu, 1kg Kraftfutter, 300g Weizenkleie
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:30 Uhr Kraftfutter


    Besitzer: Jackie (Ty Borden)
    VKR/Ersteller: Sweetvelvetrose


    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg ● Trainingsaufstieg ● Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S

    Springen E A L M
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M**

    Fahren E A L M S S* S** S***
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
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    2. Platz - 280 Springturnier
    1. Platz - 204 Fahrturnier
    1. Platz - 197 Fahrturnier
    2. Platz - 171 Fahrturnier
    1. Platz - 139 Fahrturnier
    1. Platz - 261 Dressurturnier
    3. Platz - 259 Dressurturnier

    Inoffiziell
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    2. Platz - V1 Dressurreiten
    2. Platz - V1 Fahren
    GHS Sommerturnier
    Zuchtverband

    -
    GHP - Prüfungen

    -
    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x



    Ausbildung und Zuchtdaten
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔
    Kutschpferdeausbildung (ab 3 Jahre)

    Einreiten ✔ | Einfahren ✔ | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining ✔

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren ● Antrainiert ✪ Prüfung Abgeschlossen
    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪


    Stangenarbeit: 3 2 1 ✪
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1 ✪



    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x
    Freiheitsdressur / Zirzensik

    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass
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    SK424 - Stuten mit Abzeichen

    Gencode: ee aat ff
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Heartlandfarm
    Züchter/Herkunft: unbekannt
    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 30 Tage): 15/6 - 20/6


    Nachkommen

    0/5

    1.
    2.
    3.
    4.
    5.

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: 06.09.2016
    Chipnummer: 124 3 80 187474839
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig
    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) überfällig

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 28.08.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 28.08.2015
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: Stahleisen
    Beschlag hinten: Stahleisen

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