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Mongofisch

Maira

[b]Maira[/b] Rasse: Tinker Alter: 1 Jahr Geburtstag: 2013 Geschlecht: Stute Stockmaß: wird ca. 1,50m Fellfarbe: Braunschecke Abzeichen: Mehlmaul Vater: / Mutter: / Maira zeigt sich als aufgewecktes, neugieriges Fohlen. Sie möchte alles Neue sofort untersuchen und schreckt selten vor etwas zurück. Mit anderen Pferden versteht sie sich bis jetzt sehr gut und genießt ihre Kindheit. Eingeritten: Nein Eingefahren: Nein Eignung: Stellt sich noch raus Galopprennen: Western: Springen: Military: Dressur: Distanz: Fahren: Hufe: Sehr gut Gesundheit: Sehr gut Gekört/Gekrönt: Nein Nachkommen: Keine Besitzer: Mongofisch Vorbesitzer: / Vkr/Ersteller: Cooper Offizieller Hintergrund [img]http://abload.de/img/offiziellerhg12sb7.jpg[/img]

Maira
Mongofisch, 26 Juli 2014
    • Mongofisch
      Pflegebericht 1 - 09.01.2014
      „Wie die Zeit vergeht“, sagte ich nachdenklich zu Kimi, der glücklicherweise den Hof nicht verlassen hatte.
      „Da hast du Recht“, nickte er. „Wann müssen wir los?“
      „Ich denke, wenn wir in einer Stunde aufbrechen, sollten wir es rechtzeitig schaffen“, sagte ich.
      Caletta war mittlerweile 6 Monate alt und die Zeit war gekommen, dass sie endlich von Cala weg sollte. Natürlich nicht alleine, eine Freundin musste her. Nach langem hin und her war es heute soweit, Maira, ein Tinkerfohlen, etwa im gleichen Alter wie meine Kleine, kam aus Kanada. Ich war gespannt, da ich sie ja bis jetzt nur von Fotos kannte, hatte sie aber direkt ins Herz geschlossen.
      „Ich bring eben die Stuten raus“, holte Kimi mich zurück aus meinen Gedanken. Ich nickte ihm nur kurz zu und brachte anschließend die vier Hengste auf ihre Weide.
      Dann lief ich an der Halle vorbei, ließ den Reitplatz hinter mir und stand vor dem neuen Offenstall, wo die beiden Fohlen zusammen stehen sollten. Der See musste weichen und auch einige Bäume hatten ihre Zeit beendet. Die Bauarbeiten gingen recht schnell, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte. Das Ergebnis konnte sich jedoch sehen lassen: Ein großer Paddock, umzäunt mit einem hellen Holz, bot den beiden Kleinen ausreichend Platz sich zu bewegen. Der Stall war in zwei Teile aufgeteilt, ein offener und ein geschlossener. Der geschlossene Teil hatte zwei Eingänge, die jeweils mit einem Lamellenvorhang ausgestattet waren, um die Kälte draußen zu halten. Eine Heuraufe im Unterstand konnte auch bei schlechtem Wetter genutzt werden.
      „Freust du dich“, erschrak Kimi mich plötzlich. Ich drehte mich um und überlegte kurz: „Hm, natürlich freu ich mich, aber es geht plötzlich alles so schnell. Es kommt mir so vor, als wäre Caletta gestern erst zur Welt gekommen und nun geht sie schon von ihrer Mama weg, bekommt eine neue Freundin, wird schon fast erwachsen.“
      Kimi legte den Kopf schief: „Sie wird doch noch nicht erwachsen, nur eben etwas älter und muss ihren eigenen Weg gehen.“
      „Aber es kommt mir so vor, weißt du?“
      Kimi nickte nur, nahm mich dann an der Hand und lief zum Haus. „Wir müssen gleich los, sonst verpassen wir noch die Ankunft.“
      „Ja, du hast recht, für Wehmut ist jetzt keine Zeit“, lächelte ich und packte alle wichtigen Papiere zusammen, damit wir Maira nachher auch mitnehmen durften.
      Zum Glück fuhr Kimi, ich fühlte mich dazu nicht in der Lage, ich war viel zu aufgeregt.
      Die Fahrt nach Helsinki war lang und kam mir heute noch viel länger vor. Alle fünf Minuten schaute ich auf die Uhr, ob wir es auch noch pünktlich schaffen würden.
      „Die werden das Fohlen wohl nicht einfach alleine stehen lassen wenn wir zu spät kommen“, lachte Kimi nach einiger Zeit.
      „Ich weiß, ich weiß, aber sie muss ja nicht noch unnötig warten, die Reise war sicher anstrengend genug für sie.“
      Etwa um 14 Uhr kamen wir am Flughafen an. Ich konnte es kaum erwarten und machte die Tür auf, als Kimi noch nicht mal den Motor ausgemacht hatte.
      „Komm schnell“, grinste ich, schnappte mir die Papiere und lief los.
      „Weißt du überhaupt wo wir hinmüssen“, rief Kimi und kam mir rasch hinterher.
      „Was denkst du?“ Sagte ich schnippisch. „Ich weiß schon wo mein kleines Fohli ankommt.“
      Still lief er mir nach und ich kämpfte mich durch den Schilderwald, bis ich endlich am richtigen Schlater angekommen war. Ich nannte der freundlichen Dame die Lebensnummer meines Pferdes und übergab ihr die Papiere, welche ich zuvor per Post bekommen hatte. Sie prüfte alles sorgfältig und forderte uns dann lächelnd auf, ihr zu folgen.
      „Ich bin so aufgeregt“, flüsterte ich Kimi zu und drückte seine Hand.
      Nach mehreren Türen und elendig langen Gängen roch es plötzlich nach Pferd, weit konnte es nicht mehr sein. Die Dame öffnete eine Tür und machte eine Handbewegung. Ich betrat den großen Raum, man konnte schon fast Stall sagen, und erkannte die kleine Maira sofort.
      „Hallo kleine Maus“, sagte ich liebevoll und streckte ihr meine Hand entgegen. Sie schien müde zu sein, schnupperte aber trotzdem vorsichtig an meiner Hand. „Du bist ja wirklich Zucker!“ Ich konnte es noch gar nicht glauben, dass sie jetzt da war, dass ich sie mit nach Hause nehmen konnte.
      Es mussten nur noch einige Papiere unterschrieben werden, dann war alles geschafft. Kimi und ein Angestellter des Flughafens holten das Auto, um Maira direkt hier zu verladen. Ich kümmerte mich derzeit um meine kleine Stute. Sie war sichtlich gestresst, freute sich aber über die Leckerlis, die ich ihr mitgebracht hatte. „Es ist nicht mehr weit, dann lernst du dein neues Zuhause kennen, wir haben es extra für dich und deine neue Freundin bauen lassen. Es wird dir gefallen“, erklärte ich ihr, während ich ihr liebevoll über den dünnen Hals strich, an welchem noch der Gurt vom Transport hing. „Das machen wir auch bald ab“, lächelte ich, dann war Kimi auch schon mit dem Auto da und öffnete den Anhänger. Behutsam legte ich der Kleinen das Halfter an und führte sie aus der Box. Sie schien wirklich nur noch ihre Ruhe haben zu wollen, ohne zu Murren folgte sie mir in den Anhänger und ließ sich brav anbinden.
      „So“, sagte ich, als Maira sicher im Hänger stand. „Auf geht’s nach Hause.“ Mit allen Papieren, dem Equidenpass und dem Fohlen im Gepäck ging es zurück zum Gestüt.
      Es war bereits stockdunkel, als wir den Hof erreichten. Die Uhr zeigte kurz vor Acht und die anderen Pferde standen schon erwartungsvoll am Tor.
      „Die wollen sicher langsam rein“, lachte ich, während Kimi vorsichtig über den Hof zum Stutenstall fuhr. „Wir stellen sie erstmal in die Box neben Cala und Caletta, morgen ziehen die beiden dann in ihren neuen Stall“, sagte ich, während wir ausstiegen und vorsichtig die Klappe des Anhängers öffneten. Ich schlüpfte durch die kleine Seitentür und band Maira ab. Sie war plötzlich hellwach und aufgeregt. „Alles gut“, beruhigte ich sie, führte sie behutsam rückwärts vom Hänger und brachte sie dann in den großen Stall.
      In der Zwischenzeit holte Kimi schon mal die Hengste von der Weide und fütterte sie, dann kam er zu mir: „Können wir die Stuten schon holen?“
      Ich nickte: „Ja, Maira steht erstmal sicher in der Box.“
      Wir holten rasch noch die restlichen Pferde von der Weide und beobachteten dann das neue Fohlen. Neugierig streckte sie ihren Hals, um in die Nachbarbox zu gucken. Cala war davon nicht begeistert, sie verteidigte noch immer mit allen Mitteln 'ihre' Caletta. Doch die Kleine war sehr interessiert an der Neuen. Sie lief auf den Paddock und wartete einen Moment, ob ihre Nachbarin auch raus kommen würde. Maira hatte den Wink verstanden und verließ ebenfalls die Box. Die beiden gleichaltrigen Fohlen beschnupperten sich neugierig über den Zaun und Caletta quietschte einmal kurz.
      „Ich glaube, die werden sich gut verstehen“, lächelte ich. „Komm, wir füttern hier noch schnell und verziehen uns dann auch.“
      Kimi stimmte mir zu, wir versorgten rasch die anderen Pferde, machten dann das Licht aus und gingen ins Haus.
      „Hast du Hunger“, fragte Kimi mich grinsend.
      „Nicht so richtig, du?“
      „Nein, ich nicht“, sagte er und machte sich einen Tee.
      „Machst du mir auch einen?“
      Kimi nickte und goß jedem eine Tasse ein. Anschließend setzten wir uns ins Wohnzimmer und schauten fernsehn.
      In den letzten Monaten hatte sich einiges getan. Kimi und ich hatten so etwas wie eine feste Beziehung, wir verstanden uns gut und ich mochte ihn wirklich sehr. Es gab mittlerweile sogar Wochen in denen er gar nicht nach Hause fuhr, sondern hier auf dem Hof blieb. Wer weiß, vielleicht würde er ja auch irgendwann seine Wohnung auflösen und für immer bei mir einziehen, aber wir wollen auch nichts überstürzen.
      Der Wecker klingelte heute schon früh, es war viel zu tun und ich drehte mich missmutig um. Das Bett neben mir war leer. Kimi schien wohl schon auf den Beinen zu sein und als ich mir die Augen rieb, hörte ich ihn unten in der Küche. „Ich will den Tag erleben, an dem er länger schläft als ich“, murmelte ich zu mir selbst und schälte mich aus dem Bett.
      Rasch sprang ich unter die Dusche, zog mich an und lief runter in die Küche.
      „Guten Morgen“, begrüßte Kimi mich und gab mir einen Kuss. Ich lächelte und setzte mich an den Tisch. „Hast du gut geschlafen?“
      Er nickte und stellte mir einen Tee hin: „Ich schlafe doch immer gut.“
      „Das stimmt“, grinste ich und trank einen Schluck. Komisch, wie ich vor einigen Monaten noch Tee zum Frühstück verabscheut hatte und nun trank ich jeden Morgen einen.
      „Ich möchte mich gar nicht lange aufhalten, ich kann es gar nicht erwarten Maira und Caletta zusammen in ihren neuen Stall zu bringen“, sagte ich zwischen zwei Schlücken Tee.
      „Also ich wäre auch so weit fertig“, grinste Kimi und stellte seine leere Tasse in die Spüle. Auch ich beeilte mich, meinen Tee auszutrinken und zog mir dann Jacke und Schuhe an.
      „Wollen wir zuerst die Hengste raus bringen, dann die Stuten und Cala als letztes?“, fragte Kimi, während wir über den Hof zum Hengststall liefen. „Ja, ich glaube das ist eine gute Idee. Ich hoffe Cala macht kein zu großes Theater, sie hängt ja immer noch sehr an der Kleinen.“
      „Das wird schon“, ermutigte Kimi mich, während wir den Hengsten ihr Frühstück gaben und anschließend zu den Stuten hinüber gingen. Auch hier verteilten wir die morgendliche Ration Futter und warteten, bis alle aufgefressen hatten, dann brachten wir zuerst Heat, Monster, Brave und Dave auf die Weide, dann kehrten wir in den Stall der Stuten zurück.
      „Gut“, sagte ich. „Du nimmst Hunter und ich nehme Grey und Summer.“
      Rasch standen die drei Pferde auf der Koppel und nun ging es daran, Cala von der Kleinen zu trennen. Ich dachte kurz nach und erklärte dann: „Ich denke, Caletta wird weniger ein Problem mit der Trennung haben, sie ist ja schon seit einiger Zeit nicht mehr so bezogen auf Cala. Von daher würde ich sagen, du nimmst die Kleine ans Halfter und bleibst mit ihr in der Box und ich nehme Cala und versuche sie alleine auf die Weide zu bringen.“
      Zwar nicht hunderprozentig überzeugt von meinem Plan nickte Kimi und halfterte Caletta auf. Ich tat es ihm gleich, zog Cala das Halfter über die Ohren und führte sie energisch aus der Box. Überrascht von diesem 'Angriff' folgte sie mir zunächst brav. Als wir den Stall verlassen hatten, merkte sie jedoch, dass 'ihr' Fohlen nicht dabei war und wurde unruhig. Schnaubend tänzelte sie neben mir her. „Alles gut“, beruhigte ich sie und tätschelte ihren Hals. „Deine kleine Maus muss ab jetzt alleine klar kommen und du musst das auch.“
      Sie schien von der Idee gar nicht begeistert zu sein. Ein durchdringendes Wiehern erschütterte die Stille. Aus dem Stall kam die Antwort: Caletta wieherte laut, wenn auch nicht so panisch wie Cala.
      „Komm, es wird alles gut“, murmelte ich und führte Cala weiter in Richtung Weide. Grey und Summer standen neugierig am Zaun und guckten, scheinbar interessiert an der Situation. „Schau, deine Freunde warten schon auf dich“, beruhigte ich die aufgeregte Stute und öffnete das Gatter der Weide. Bevor ich sie jedoch vom Strick ließ, schloss ich das Tor wieder, sicher ist sicher.
      Zu meinem Erstaunen dauerte es gar nicht so lange, bis Cala sich etwas beruhigt hatte und sich mit der Suche nach etwas Gras beschäftigte. „Hauptsache erstmal den sterbenden Schwan spielen“, lachte ich und kehrte zum Stall zurück.
      „Alles gut hier?“ Fragend schaute ich in die Box von Cala.
      Kimi grinste mich an: „Ja, sie hatte nur Augen für Maira.“
      Erleichtert atmete ich auf, wenigstens machte sie nicht so ein Theater. „Gut, dann nehm ich Maira und dann geht’s auf in den neuen Stall“, grinste ich und öffnete vorsichtig die letzte Box. Die dunkelbraune Stute schaute mich neugierig an, ich zog ihr das Halfter über die Ohren und führte sie raus. Kimi folgte mir mit Caletta und so spazierten wir zum Offenstall.
      Es dauerte nur einen kurzen Augenblick, da fingen die beiden Fohlen auch schon an zu spielen. Sie schienen sich gut zu verstehen und erkundeten gemeinsam ihr neues Heim.
      „Schön“, lächelte ich erleichtert über diese wirklich einfache Zusammenführung.
      „Ja, besser hätte es gar nicht laufen können“, stimmt Kimi mir zu und legte seinen Arm um mich.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 2 - 18.02.2014
      Ich verließ gerade den Flughafen, da sah ich Lisa auch schon. Durch die Fensterscheiben sah ich Mieke im Kindersitz auf der Rückbank. "Hallöchen ihr zwei hübschen!" begrüßte ich die zwei. "Schön dich zu sehen!" antwortete Lisa und wir umarmten uns so halbwegs. Heute war ich endlich in Finnland angekommen, ich hatte mich die letzten Tage so sehr darauf gefreut! Jace und kleinesMonster mussten jedoch zu Hause bleiben und auch Alpha konnte nicht mit. "Und wie läufst so mit der Zucht?" fragte mich meine Freundin. "Naja, es geht voran! kleinesMonster ist vor kurzem auf den Hof gezogen, mein Hengst Siraj al Lail ist gerade bei einer Hengstkörung und ich hab bei zwei Tunieren zum erstmal Schleifen gewonnen."ich grinste. "Nicht schlecht." meine Lisa. Ich drehte mich zu Mieke um "Und wie geht es dir?" fragte ich sie. Mieke sah mich großen Augen an, ja wir hatten uns das letzte mal ja auch auf der Party gesehen und da bemerkte ich die Latzhose. "Ah, sie hat meine Latzhose an!"stieß ich vor Freude hervor. Lisa musste lachen und auch ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten! Da kam plötzlich der Hof in Sicht, ich sah auf die Uhr, es waren schon zwei Stunden rum! "Die Zeit schient ja zu fliegen!" bemerkte ich und Lisa nickte Geistesabwesend. Sie holte Mieke von der Rückbank, dann wendete sie sich an mich "Wenn du willst kannst du deine Sache schon mal ins Haus bringen und dann zu den Pferden." Ich nickte, dann brachte ich die zwei Koffer und meine Tasche zum Haus. Ich konnte es gar nicht abwarten die Pferde zusehen, es war zwar Winter und es lag Schnee, aber ich war ja dick in meine Jacke eingepackt. Langsam schlenderte ich über den Hof, von überall hörte man Hufgetrappel, Pferde wiehern und das Wehen der Bäume im Wind. Ich nahm den Schnee in die Hand, er war wie erwartet kalt und fest. Ich ließ den Schnee schnell wieder fallen, da erblickte ich den Offenstall. So neugierig wie ich nun mal bin, schlendere ich auch dort hinein und treffe dort auf drei zuckersüße Tinkerfohlen. "Na, ihr kleinen, ihr müsste wohl Luisa, Caletta und Maira sein." Die Fohlen blinzeln mich an, sie stürmen sofort zum Tor und stecken die Köpfe hindurch um gestreichelt zu werden. Da fiel mir auch ein wieso ich überhaupt hier war, ich wollte Lisa ein bisschen auf dem Hof helfen. Sie hatte mir gesagt ich sollte heute schon mal Caletta und Maira leicht bürsten. Ich sah mich um, auf der Suche nach Putzkisten und sie standen sorgfältig an der Ecke. Ich öffnete erst den von Maira, dann den von Caletta. Aus beiden Boxen holte ich jeweils eine weiche Bürste heraus, Caletta's war blau und Maira's war grün. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich das Gatter und schlüpfte hindurch zu den Fohlen. Sofort war ich von ihnen umringt, Luisa drückte ihren kleinen Kopf gegen mich und ich strich ihr sanft über diesen. Ich beugte mich hinunter und fing an Caletta das gescheckte Fell zu bürsten. Erst schreckte sie zurück, dann sah sie sich das "borstige Ding" noch einmal genauer an und schnappte es sich. "Caletta, du kannst doch nicht..." und ob die süße konnte. Sie ließ die Bürste fallen und schob sie vor sich mit der Nase her. Ich ging zu ihr, Caletta blickte auf und sah mich so unschuldig an wie man nur unschuldig gucken kann. Ich lächelte und nahm die Bürste, sie war durch das herum Geschiebe kalt und etwas nass geworden. "Also, die muss jetzt erstmal trocken!" meinte ich und legte sie weg. Ich niete mich wieder in den kalten Schnee, wie erwartet kamen Luisa, Maira und Caletta wieder angelaufen. Diesmal zeigte ich Maira die Bürste, sie schnupperte daran und wich zurück. Doch die Neugierde siegte und sie berührte langsam das Dings. Luisa, die sich anscheinend vernachlässigt fühlte, tollte mit Caletta herum und rempelte mich an. " Lu, aufpassen." Sagte ich liebevoll. Wäre das Jace gewesen, hätte der jetzt eine Standpauke bekommen. Maira traute sich immer mehr, sie biss sogar einmal einfach in die Bürste, musste aber feststellen das diese nicht schmeckte! Ich konnte sie nach kurzer Zeit schon bürsten, sie blieb ganz lieb stehen. Ich fuhr erst über den als, dann zum Rücken und von dort zum Bauch. Maira gefiel das nicht so und sie trippelte herum, da ich etwas Angst hatte das sie ausrutschen könnte, machte ich ihre Beine sauber. Das schien sie zu beruhigen, doch sie sah froh aus als ich die Bürste weglegte. Dann schnappte ich mir die Bürste von Caletta, diese war trocken und einsatzfähig. "Caletta." rief ich und sofort kam die Stute an. Sie hatte kein Problem sich damit putzen zu lassen, doch sie sah die Bürste als Spielzeug an. Immer mal wieder schnappte sie nach ihr, als ich an den Beinen war, zog sie diese weg. Ich bürstete also am liebsten ihren Hals, weil wenn ich das machte schloss sie die Augen und stand nur so da. Als ich das letzte Bein gemacht hatte und gerade alles wegpackte, fing es an stärker zu schneien und Lisa kam angelaufen. "Atha, komm doch rein und trink einen Kaffee." "Gerne!" antwortete ich und folgte ihr. Wir tranken noch den ganzen Tag Kaffee, bis ich mich dann am Abend ins Bett legte und schlief.
      Atha
    • Mongofisch
      Pflegebericht 3 - 19.02.2014
      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um.
      „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab.
      „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte.
      Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof.
      „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging.
      Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte.
      Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“
      Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen.
      Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen!
      Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte.
      Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun.
      Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können.
      Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde.
      Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr!
      Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland!
      Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 1 - 26.02.2014


      Es war ein komisches Gefühl. Ich musste zu Lisa, da ich nach zwei ihrer Fohlen sehen sollte. Aber dieses Mal führte mein Weg nicht in den hohen Norden, sondern an die Ostsee. Ein beklemmendes Gefühl überkam mich, als ich daran dachte, wie ihr schönes Gestüt in Flammen aufgegangen war. Gänsehaut krabbelte mir den Körper hinauf.
      So verbrachte ich die ausnahmsweise nicht so sehr lange Fahrt nachdenklich und fern ab in Gedanken.
      Als ich auf dem Gestüt von Lina, wo Lisa und ihre Pferde derzeit beherbergt waren, erreichte, fand ich die beiden jungen Frauen schnell. Wie ein langjährig eingespieltes Team arbeiteten sie, als ich den Stall betrat. Sofort wurde ich herzlich begrüßt, dann holte Lisa das erste Fohlen, das heute auf meinem Terminkalender stand, aus ihrer Box. Es war Maira.
      Während ich den Allgemeinzustand der hübschen Stute untersuchte, erfuhr ich, dass sie gebürtig aus Kanada kam und somit in ihrem Leben schon eine Menge gesehen hatte.
      Ich schaute nach, ob die Schleimhäute in Ordnung waren, nach den Nüstern, den Augen, der Bemuskelung und den Hufen. Aufgrund des Brandes hörte ich sie auch ab und stellte fest, dass sie bei bester Gesundheit war.
      Nun konnte ich sie also impfen – sie bekam Tetanus und Influenza als Kombipräparat. Als ich mit der Nadel durch ihre Haut stach, zuckte sie leicht zusammen, war ansonsten aber absolut artig. Ich lobte sie kurz, dann gab ich ihr noch eine Wurmkur.
      „Das war’s schon, kleine!“, meinte ich zu ihr, während ich ihr die Mähne kraulte. Dann konnte Lisa sie wieder in ihre Box bringen und meinen nächsten Patienten holen.
      Eowin
    • Mongofisch
      Pflegebericht 4 - 15.03.2014
      "Hallo ihr Mäuse", begrüßte ich meine drei Fohlen in ihrem Stall.
      Sie waren in den letzten Wochen eine Menge gewachsen und machten sich wirklich gut. 9 Monate sind nun schon seit Calettas turbulentem Start ins Leben vergangen und sie entwickelte sich zu einer hübschen jungen Stute. Stolz war ich auch auf ihre Fohlenschau, die sie hervorragend meisterte und eine Schleife mit nach Hause brachte. Insgesamt war ich wirklich zufrieden mit der Entwicklung meiner drei Fohlen.
      Maira stupste mich zärtlich von der Seite an. "He", lachte ich. "So geht das aber nicht." Ich krauelte ihr die Stirn und holte ein paar Leckerlis aus meiner Tasche. Die drei konnten sich gar nicht entscheiden, wer zuerst eins bekommen sollte, blieben dabei aber trotzdem ruhig. Ich steckte jedem eine Möhre zu.
      "Na", erschrak Lina mich. "Alles gut bei den Kleinen?" Ich drehte mich um und sah meine Freundin mit Mieke auf dem Arm. "Ja, sie sehen toll aus. Aber sie werden auch viel zu schnell groß", sagte ich und schlüpfte aus der großen Box. "Da hast du recht, Mieke wird auch von Tag zu Tag schwerer", nickte Lina grinsend. Ich lachte und nahm ihr meine Tochter ab: "Hallo Prinzessin!" Lachend schaute die Kleine mich an und streckte ihre kurzen Ärmchen aus. "Wo ist denn Kimi? Ich dachte er passt auf sie auf, die Fohlen müssen immerhin noch auf den Paddock", fragte ich Lina, während wir zum Haus gingen. Sie zuckte mit den Schultern: "Ich habe keine Ahnung." Im Wohnzimmer wurden wir schließlich fündig: Kimi saß gemütlich vor dem Fernseher. "Hier", grinste ich und gab ihm Mieke. "Pass auf deine Tochter auf, wir müssen die Pferde raus bringen." Ohne eine Antwort abzuwarten, gingen Lina und ich erneut in den Stall und schnappten uns die Halfter der Fohlen. "Nimmst du Luisa? Ich nehme dann Caletta und Maira", sagte ich zu Lina. Sie nickte nur und wir brachten die drei jungen Stuten auf ihren Paddock, wo sich alle erst einmal ausgiebig wälzten. "Das werden mal wirklich prächtige Tinker", schwärmte ich, als wir am Zaun standen und die Fohlen beobachteten. "Werden sie", nickte Lina. Wir standen noch eine ganze Weile schweigend da und schauten den Damen beim Toben zu.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 5 - 18.04.2014
      Die Fohlen von Lisa standen alle zusammen in einer Paddockbox die wir notdürftig aus zwei Boxen gemacht hatten. Dazu hatten mein Vater und Kimi die Trennwand entfernt und den Paddock etwas vergrößert damit die Fohlen jeder Zeit, jede Menge Platz zum spielen hatten. Lisa und ich betraten den Stall und schnappten uns Caletta, Maira und Luisa. Wir banden sie in der Stallgasse an und putzen sie nach einander gründlich sauber. Caletta war die entspannteste von allen, sie kannte das ja schon. Nur beim Hufe geben zickte sie noch etwas rum. Maira und Luisa hingegen sträubten sich strikt dagegen auch nur an den Beinen berührt zu werden. Kam man ihnen zu nahe, musste man aufpassen nicht getreten zu werden. Mir kam eine Idee: „Warte kurz, ich hol schnell Karotten!“ rief ich Lisa zu und rannte an ihr vorbei ins Haus. Dort lagen diese schon in kleine, handliche Stücke zerhackt in einer Tüte. Ich schnappte sie und lief wieder zurück zum Stall. Dort angekommen hielt ich Maira ein Stück hin und Lisa schnappte sich einen Huf. Ich lenkte Maira weiterhin mit kleinen Möhrenstücken ab währen Lisa alle vier Hufe ohne Probleme auskratzen konnte. Bei Luisa wiederholten wir die Prozedur doch die hatte nach dem zweiten Huf unseren Plan durchschaut und weigerte sich den Huf anzuheben. Mit vereinten Kräften schaffte Lisa es aber doch und Luisa musste sich geschlagen geben. Dann gingen wir mit den dreien und einem großen Gymnastikball auf den Reitplatz. Erst hatten sie ein bissen Angst aber als Caletta todesmutig einen Tritt gegen den Ball wagte, brach das Eis und wir kickten lustig den Ball über den Platz. Luisa war wieder eine kleine Spielverderberin in dem sie sich auf den Ball legte und ihn nicht heraus rückte. Wir mussten sie ein paar mal am Halfter packen und wieder herunter holen, oder eines der beiden anderen Fohlen verscheuchte sie. Nachdem sich die drei halbwegs ausgetobt hatten, brachten wir Luisa und Maira wieder in den Stall. Mit Caletta drehten wir noch eine kleine Runde um den Hof. Sie machte super mit, lies sich gut führen und blieb brav stehen. Sie war ein wirklich unkompliziertes Fohlen und ich drückte die Daumen das es auch weiterhin so gut mit ihr lief.
      Loi
    • Mongofisch
      Pflegebericht 6 - 23.05.2014
      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben.
      Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann.
      Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte.
      Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten.
      Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde.
      Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
      Edfriend
    • Mongofisch
      Pflegebericht 7 - 22.08.2014
      Nachdem ich Moonlight sicher in ihre neue Box gebracht hatte, verließ ich den Stutenstall und lief zu den Fohlen rüber.
      "Na ihr Süßen", begrüßte ich die drei einjährigen Stuten. Sie schienen grade Mittagspause zu machen, Maira und Luisa lagen dösend im Stroh, Caletta hingegen kam freudig zu mir. "Du holst dir immer dein Leckerli ab, nicht wahr?", lachte ich und steckte dem Buckskin ein Möhrchen zu. Aber auch Maira und Luisa bekamen ihre Möhre, ehe ich das Putzzeug der Fohlen holte. Heute wollte ich erneut ein wenig mit ihnen üben. Bis auf das Hufegeben war das Putzen eigentlich gar kein Problem mehr, die drei genossen es immer mehr.
      Ich nahm mir den Hufkratzer und begann bei Caletta, da sie es bereits am besten machte. Langsam strich ich an ihrem Vorderbein runter: "Huf!" Ein kleiner Druck mit der Hand genügte und Caletta hob ihren Huf. Eilig, aber ordentlich säuberte ich den Huf und stellte ihn dann behutsam wieder ab. Ich lobte die Stute und fuhr mit den anderen Hufen fort.
      Auch mit Maira und Luisa klappte das Hufeauskratzen heute besonders gut. Ich war stolz auf meine kleinen Mädchen. "Ich schaue später noch einmal nach euch", verabschiedete ich mich, nachdem alle Fohlen sauber waren.
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 2 - 08.11.2014
      Heute kam ich wieder auf den Hof von Lisa, um mich um ihre Pferde zu kümmern.
      Mittlerweile kannte ich mich hier relativ gut aus, da ich bereits einige Male bei ihr gewesen war.
      Rückwärts parkte ich das Auto vor dem Stall. Das Licht war abgeschaltet und insgesamt war der Hof recht still.
      Langsam und mit zusammengezogenen Augenbraunen stieg ich aus und ging auf das Stallgebäude zu. An der Tür heftete ein Zettel.
      „Hallo Maren! Bin kurz weggefahren, komme in etwa einer Stunde (also ca. um 17 Uhr) wieder. Du weißt ja, wo alles steht, die Fohlen stehen schon auf der Gasse. Grüße, Lisa“
      Meine Augenbrauen schnellten in die Höhe. Das war mir vorher auch noch nicht passiert!
      Frohen Mutes ging ich nun also wieder zum Auto und holte den Kram, den ich für die Fohlen brauchte. Erstrangig also zunächst das Stethoskop. Welches Pferd welche Impfung und Wurmkur bekäme, müsste ich am Gesamtzustand sehen.
      Als ich also die Tür zum Stall aufstieß, wieherten mir vier kleine Damen direkt entgegen.
      Kurz begrüßte ich alle, dann begann ich mit der Arbeit und kontrollierte zunächst den Gesundheitszustand. Hier achtete ich besonders auf den äußeren Zustand, schaute nach, ob das Fell glänzte, ob die Hufe brüchig waren, ob die Augen und Nüstern frei von Ausfluss waren und wie die Bemuskelung aussah. Dann wollte ich abhören und grob abtasten.
      Ich begann mit der Jährlingsstute Caletta. Sie war wirklich in einem hervorragenden Zustand. Bei Luisa sah es ähnlich aus, nur hier fiel mir auf, dass die Vorderhufe etwas schief wuchsen. Hier sollte unbedingt zeitnah ein Hufschmied draufschauen. Keine dieser Sorgen machte die Scheckstute Maira, die nicht nur sehr glänzendes Fell hatte, sondern insgesamt von sehr guter Konstitution. Als letztes kam das Sorgenkind Smeara, welche aus schlechter Haltung zu Lisa gekommen war. Ihr Fell war noch etwas matt, ansonsten sah sie jedoch bereits viel besser aus als bei meinem letzten Besuch.
      Allen Stuten außer Smeara impfte ich Tetanus und Influenza. Dies klappte ziemlich gut, sodass ich rasch fertig war.
      Bei Smeara war eine Impfung erst wieder im Februar nächsten Jahres fällig.
      Anschließend bekamen die vier Stuten von mir eine Wurmkur, die auch gegen Dasseleier und Co half, sodass sie bestens für die anstehende Stallsaison gerüstet waren.
      Kurz schrieb ich einen Zettel mit den Dingen, die ich gemacht hatte, und den Befunden, die ich gefunden hatte. Diesen hinterlegte ich für Lisa und trug anschließend die Impfungen in die Pferdepässe, die sie im Stall für mich bereitgelegt hatte, ein.
      „So weit so gut“, summte ich, bevor ich auf meinen Terminkalender schaute, um nachzusehen, was als nächstes anstand.
      Eowin
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Mongofisch
    Datum:
    26 Juli 2014
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