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Sammy

Mahira

Trakehner | Stute | gekrönt || F

Mahira
Sammy, 24 Aug. 2017
Möhrchen gefällt das.
    • Sammy
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      Berichte aus Mahira's Zeit bei Toffifee
      Toffifee sagte am 27 May 2011 - 09:26 PM:
      Wenn mich jemand sucht, ich bin in der Besenkammer und ess' kiloweise Schokolade.
      Leise knarrte das Leder, als ich mich im Sattel aufrichtete. Ein Blick nach vorne zeigte einen hellen Feuerball, Wärme kroch meine Arme hinauf. Ein zufriedenes Brummeln entfuhr Chalil, ehe er sich freudig in Bewegung setzte. Noch bevor irgendein Trubel losgehen konnte, wollte ich einen Morgenstundenausritt mit meinem Criollo machen.
      Am langen Zügel folgte mein Mr. Saufproblem dem Weg, prustete ab und ab leise, bis ich die Zügel einen Ticken aufnahm und ihn antraben ließ. Eine Weile trabte ich leicht, ehe ich im Sattel aussaß und die Landschaft genoss. Man konnte der Sonne beim Aufgehen zusehen, traumhaft. Perry unter mir wurde langsam munter, sein Trab verschnellte sich. „Heeey, Süßer, wir sind noch nicht auf der Galoppstrecke!“ lachte ich, nahm die Zügel leicht an und gönnte ihm eine ausgiebige Schrittpause. Wälder wechselten sich mit Feldern ab, ehe zu unserer Rechten eine riesige Wiese lag.
      Perry spitzte die Ohren, als ich ihn mit federleichtem Schenkeldruck auf das Gras lenkte und den äußeren Schenkel zurücklegte. Noch gab ich keinen Druck, ich wollte die Reaktion des Criollo abwarten. Seine Muskeln spannten sich an, doch er trabte immer noch locker vor sich hin. Erst, als ich beide Beine an den Pferdebauch drückte und laut in die Luft küsste – schließlich wollte ich mit Perry irgendwann auf Western umsteigen – machte er sich lang, streckte sich unter mir und legte dann los.
      Wind fuhr mir durch die Haare, kühlte mein Gesicht. Es fühlte sich wirklich an, als würde ich fliegen. Klar, das Gefühl war bekannt, doch bei Chalil durchfuhr mich diese bitzelnde Wärme immer wieder. Man merkte ihm seine Schnelle nicht an, so weich war sein Galopp.
      Das Ende der Wiese war viel zu schnell erreicht und ich nahm wieder ebenfalls nur leicht die Zügel an. Dafür saß ich mich tief in den Sattel, ließ die Hilfen weg und sagte in einem langen Atemzug: „Hooooo.“
      Wie eine Eins stand Perry da, den Kopf aufmerksam in die Höhe gereckt. Auf Schnalzkommando ging es dann wieder in Richtung Heimat.
      Kam hatte ich Perry auf die Weide gelassen, summte mein Handy. Eva, eine Bekannte, bei der ich vorgestern ein Welsh Pony gekauft hatte. Nur eine SMS, die bei mir gleich Bauchkribbeln auslöste.
      Du kannst Siana später abholen! :)
      Bevor ich zum nächsten Pferd ging, schnappte ich mir mein Do-it-yourself-Elektrozaun-Paket und steckte ein kleines Quadrat, passend für eine Ponystute, inmitten der Stutenweide ab. Baghira knabberte sanft an meiner Sweatjacke, bis ich mich grinsend zu ihr umdrehte. Mit ihren braunen Kulleraugen sah sie mich an, ehe sie den Kopf ins Gras senkte. „Jaja“ murmelte ich, lächelte und holte mir einen frischen Kübel Eimer. Wenn ich Siana – so hieß die schöne Welshstute – abholen würde, dann spätestens in eineinhalb Stunden. Danach würden die Straßen voll sein, und mit einer jungen Stute im Gepäck wollte ich nicht unbedingt in einen Stau kommen.
      Sianas Neuheim für die ersten Tage war fertig, also krallte ich mir Baghira. Ein bisschen Longenarbeit, bei Gelegenheit weiter an den Zirkustricks arbeiten. Baghi freute sich, als ich ihr nur den Kappzaum und den Longiergurt anlegte und sie anschließend zum Longierzirkel führte, sodass sie gleich ein paar Bocksprünge hinlegte, kaum dass die Longe ein paar Zentimeter länger war. Sie ließ sich aber sofort wieder beruhigen und die Arbeit konnte beginnen.
      Meine Hand an der Longe spiegelte die Reiterhand wieder; locker, annehmend und nachgebend, nicht zu weich und nicht zu hart. Baghira hob ihren Rücken sauber an, während sie ihre Beine weit unter treten ließ. „So ist’s fein, Baghira“ sagte ich laut, aber sanft, damit sie es als Lob verstand. Leckerli gab es unter der Arbeit nicht, wenn erst am Putzplatz.
      Als Belohnung für ihre tolle Mitarbeit ließ ich die Mixstute am Ende noch ein wenig frei galoppieren. Ohne Longe, ohne Ausbinder, ohne Longiergurt. Übermütig schlug sie ein paar Haken, ehe sie einen Vollstopp hinlegte und sich genüsslich wälzte.
      „So, jetzt ist gut“ unterbrach ich ihr Gescharre im Boden und legte ihr ein bequemes Knotenhalfter an. Die Touchierpeitsche lag ebenfalls bereit, doch noch waren wir bei dem Einfachsten der Zirkustricks; dem Ja-Sagen.
      Der Clicker lag ebenfalls bereit, genauso wie die erforderlichen Belohnungen, kleine Apfelstückchen. Ein kleiner Test folgte natürlich, damit ich wusste, was die Kleine behalten hatte.
      „Bist du ein liebes Pony?“
      Richtig überzeugend schwang Baghi ihren feinen Kopf nach oben, ließ ihn wieder nach unten fallen und immer so weiter, bis ich clickte und ihr ein Apfelstückchen hinhielt. Mit samtweichen Lippen nahm sie es auf, malmte – und guckte mich bettelnd an. „Erst, wenn du sie dir verdienst“ grinste ich und legte die Touchierpeitsche weg. Das nächste Mal konnten wir dann bestimmt schon mit dem Drehen weitermachen.
      Den Hals klopfend brachte ich Baghi zurück, putzte sie kurz über und brachte sie dann zurück. Auf dem Weg zum Auto aß ich mein Schokocroissant, mein Frühstück sozusagen. Der Weg zu Evas Hof war nicht lang, ich kaute immer noch, als ich in der Einfahrt parkte. Ein kleines Gespräch entstand, dann führte Eva mir eine wunderschöne Kohlfuchsstute vor. „Pass gut auf sie auf“ sagte sie leise, als ich die Hängerrampe hochstemmte und mich verabschiedete. Schließlich musste ich daheim noch mit etlichen Pferden etwas unternehmen. Die Fahrt verlief totenstill, wir begegneten kaum einem Auto. Zum Glück. Später würden die Straßen voll sein von Urlaubsreisenden, die zurückkamen, weil sie noch etwas zuhause erledigen mussten.
      Es wurde immer wärmer, meine Sweatjacke verabschiedete sich schon bald von mir. Während Siana ruhig an einem Grasstreifen stand und das frische Grün rupfte, räumte ich den Hänger auf und das Zubehör aus dem Auto. Dressursattel, Springsattel, 2 Schabracken, blaue Bandagen, eine Wassertrense und ein Schenkelgebiss, eine Abschwitzdecke und ein englisches Reithalfter. Fürs erste genug.
      Auf der Weide wurden Siana und ich mit leisem Brummeln begrüßt, Vanity stupste die Kohlfuchsstute sogar aufmunternd an. Verfolgt wurden wir von den meisten Ponys, während Dahiba, It’s the CSI Girl und Creepin Up The Backstairs ruhig weiter grasten. Siana steckte gleich wieder ihren Kopf ins Gras und ließ sich von den Ponys begutachten. Ochrasy, Tiffi und Vanity verließen aber mit mir die Weide und ließen sich am Putzplatz anbinden. Nessa war auch schnell angerufen, einer Kutschfahrt stand also nichts im Wege. Da es aber irgendwie blöd war, drei Pferde einzuspannen, putzte ich Daim ebenfalls und legte den vier Welsh A’s das Kutschgeschirr an. Nessa half mir beim Einspannen, dann setzten wir uns auf den Kutschbock und ließen die vier Ponys losgehen. Daim und Tiffi vornweg, da sie sich am besten verstanden und am längsten kannten, Vanity und Ochrasy hinten. Entspannt zuckelte das Gespann über den Feldweg.
      „Schon mal wieder was von Manu gehört?“ brach Nessa schließlich die Stille und grinste mich an. Ich konnte es nicht verhindern, dass ich feuerrot anlief. „Nein, nichts, aber alleine geht’s viel besser“ konterte ich. Allerlieblingsthema, oh ja. Vor allem von meiner besten Freundin.
      „Wirklich? Keinen neuen…’Pfleger’ in Sicht?“ Nessa kicherte wie ein Mädchen neben mir auf, ehe ich ihr meinen Ellenbogen in die Seite rammte. „Gehen wir lieber zurück, ehe du noch irgendwelche anderen Sachen sagst“ murmelte ich und ließ die Ponys umdrehen. Keine halbe Stute später standen die vier am Putzplatz und genossen das kühle Wasser an ihren Beinen. Nessa wollte noch den ganzen Tag bleiben, die Pferde konnten wir uns aufteilen. Aber erstmal ging es zu den Fohlen.
      „Alle drei sind ans Halfter gewöhnt, ich würde jetzt gern mit dem Longieren anfangen“ teilte ich Nessa mit, als wir Chloe gerade für die Arbeit fertig machten. Die fast Einjährige war schon an die Longe gewöhnt, Cabal an Love, Nessaja und Zauberflöte jedoch nicht. „Ich hol Kabel schon mal, wenn du auf dem Platz bist“ seufzte meine Freundin und überreichte mir die Longe. Chloe quietschte freudig und folgte mir dann zum Reitplatz. Erst, wenn sie älter war, ging es in den Longierzirkel.
      Die Euphorie, die das Stutfohlen umgab, war fast ansteckend. Brav hörte sie auf jedes Stimmkommando, galoppierte sogar richtig an. Ein Ohr war zu mir gedreht, das andere gespitzt nach vorne gerichtet. Ihre kleinen Hufe wirbelten ein wenig Sand auf, ehe ich sie mit einem lauten „Wooooooohoo“ wieder zum Schritt durchparierte. Danach wechselte ich die Hand und ließ Chloe nochmal ihre drei Gangarten vorzeigen, ehe sie zurück zum Putzplatz kam. Nessa putzte gerade den Zappelphilipp über und übernahm dann den Rappschimmel. „Viel Spaß, er sieht sehr motiviert aus“ seufzte sie.
      Es dauerte eine geschlagene dreiviertel Stunde, bis Cabal es langwierig gecheckt hatte, dass er in einen großen Zirkel um mich herum laufen sollte. Nessa half mir eine Zeit, bis sie dann mit Nessaja, ihrer Namensverwandten, zum Reitplatz stiefelte. Eine Weile arbeiteten die beiden miteinander, ehe ich und Zauberflöte ebenfalls den Platz betraten. Nessa wechselte gerade die Hand und bemerkte mich erst gar nicht. „Willst du nicht mit Zauberflöte weitermachen? Bei dir klappt das viel besser, ich bin eher fürs Einreiten geeignet“ bat ich grinsend. Meine Freundin zuckte zusammen, nickte dann jedoch. „Ja, von mir aus. Aber einreiten musst du alle alleine“ Sie lachte ebenfalls und beendete wenige Minuten später die Arbeit mit dem Rabicano-Stutfohlen. Nessaja hatte ordentlich geschwitzt, aber sie sah glücklich aus. Nessa und ich tauschten die Fohlen aus und ich brachte das kleine Fohlen zurück zum Putzplatz. Wasserfest war sie, also war das kurze Abspritzen kein Problem für Saja. Danach putzte ich sie über und brachte sie zurück in den Fohlenoffenstall, in dem Chloe und Cabal munter kabbelten. Das kleine Ponyfohlen nahmen sie sofort auf und jagten sich gegenseitig über das Grasstück.
      Es dauerte nicht lange, da brachte auch Nessa Zauberflöte zurück. Anscheinend konnte die kleine Scheckstute schon ziemlich viel und hatte bei Hedone eine gute Ausbildung genossen. Trotzdem, erstmal sollte sie alles von vorne lernen, damit sie perfekt auf meinen Hof passte.
      „Und jetzt?“ Nessa grinste. „Ausritt?“
      Mein Blick fiel auf die Weiden. „Okay, Ausritt. Wen nehmen wir?“
      „Ich reite Creepi“ entschloss sich meine Freundin, stiefelte los und nahm sich ein Halfter. Grinsend rannte ich hinterher, meine Entscheidung war auf Dahiba gefallen.
      Keine viertel Stunde später sattelten wir die beiden (Fast-)Schimmel und verließen den Hof in Richtung Wald. Inzwischen war es warm geworden, es ging auf Mittag zu. Dahiba und Creepi waren vollkommen locker geworden, vor wenigen Wochen waren beide noch total verkrampft und aufgeladen unterm Sattel gewesen. Auch im Trab konnten wir die Zügel lang lassen und die schließlich locker angaloppieren. Die beiden Stuten genossen es, über die Felder zu rasen und Creepi buckelte einmal übermütig. Nach fast eineinhalb Stunden kehrten wir zurück, machten Creepin Up The Backstairs und Dahiba fertig, brachten sie zurück und aßen erstmal was.
      Weitere eineinhalb Stunden beschlossen wir, Siana ein bisschen laufen zu lassen. Schließlich sollte sie sich mal richtig austoben, damit ich die nächsten Tage gleich ein bisschen mit ihr üben konnte. Putzen musste man den Kohlfuchs nicht, schließlich sollte sie dreckig werden, bzw. sich wälzen.
      Wir brachten sie in den großen Round Pen und ich nahm gerade rechtzeitig meine Kamera hoch und fokussierte. Siana schlug mit dem Kopf und fing an, wild zu buckeln. „Yeeaaah!“ rief Nessa und klatschte in die Hände. Wie von der Tarantel gestochen raste Siana über den Sand, machte eine Vollbremsung und machte kehrt. Fast eine viertel Stunde lang, ehe sie trabend auf uns zukam, einen Meter von meinen Füßen stoppte und sich genüsslich wälzte. Sie fühlte sich also wirklich wohl.
      „Ich hab Calina einen Ausritt versprochen. Wir müssen also noch einmal“ grinste ich, als wir Siana zurück brachten. Nessa seufzte. „Klar, wenn bis dahin noch ein Pferd frei ist? Aber bitte an irgendein Wasser, es ist unsäglich heiß“
      Ich nickte, entließ Siana auf ihren Paddock und legte dann ihr Halfter zu den anderen. „Soweit wie ich gerechnet habe, müssten noch 4 Ponys bewegt werden. Spirit fällt weg, mit dem gehen wir später noch grasen, da können wir Siana auch nochmal mitnehmen. Dann müssten wir noch Vanilla Twilight, Prejudice, Topar und Barquillero Mojito frei sein. Und eben noch Victim und Calina“
      Eine Weile überlegte meine Freundin. „Mit Victim und Barqui könnten wir mal wieder springen, außerdem hab ich grade Lust drauf. Und wolltest du Topar nicht mal tölten? Dann machen wir mit ihm und Prejudice ein bisschen Gymnastik-Dressur, Pedi ist ganz schön fett geworden“ Sie grinste und wich noch schnell aus, ehe ich sie wegstoßen konnte. „Und mit Calina und Twilight machen wir dann einen schönen, entspannten Ausritt“ schlussfolgerte ich. „Na, dann mal los!“
      Nessa nahm – welch große Überraschung – Victims Halfter und lief gut gelaunt auf den großen Rappen zu. Die beiden waren irgendwie schon ein Dreamteam, außerdem wollte ich im Moment lieber keinen anderen auf Barqui setzen, bis er wieder besser lief. Es ging bergauf, er buckelte nur noch selten, aber den unkontrollierten Galopp hatte er noch drauf.
      Zehn Minuten später führte ich Barqui hinter dem großen Rappen in die Reithalle, in der eine angenehm kühle Temperatur herrschte. Während Nessa bereits aufsaß und ihre Aufwärmrunden drehte, stellte ich den Grauen auf die Mittellinie und baute Cavalettis und Trabstangen auf, die richtigen Hindernisse kamen erst später. Barquillero blieb die ganze Zeit auf seinem Platz stehen und ging erst fleißig los, als ich auf ihm saß und die Schenkel anlegte. Ziemlich zügig wärmten wir die Pferde auf, ließen sie über die Trabstangen laufen und auch vereinzelt über die Cavalettis springen. Für Victim waren sie nichts, er galoppierte erst über sie, als zwei aufeinander standen. Barqui brauchte jedoch die Unterstützung der Hilfe, vor allem bei zweien. Aber irgendwann ging es flüssig und wir gönnten den beiden Hengsten eine kurze Pause. Zusammen bauten Nessa und ich erstmal kleine Hindernisse auf, nachdem die Trabstangen und ein paar Cavalettis aus der Bahn verschwunden waren. Sie waren hoch genug für den Anfang. Bei einem Oxer hatten wir zwei extra Stangen draufgelegt – für den Fall der Fälle.
      Da es gleichzeitig ein wenig blöd war, wechselten wir uns ab. Der andere konnte dann etwas Reitlehrer spielen. Nessa wollte anfangen, was mir ganz recht war.
      Sie lenkte Viccie auf den Zirkel, galoppierte ihn an und stellte ihn dann auf einen kleinen Steilsprung. Die Ohren des Hannoveraners zuckten augenblicklich nach vorne, seine Galoppsprünge wurden raumgreifender und in einem Zug sprang er über die blau-weißen Stangen. Sofort war der Blick auf das Nächste, ein kleines Kreuz, gerichtet. Ebenso schwungvoll nahm er es, ließ sich versammeln und für die Kombination vorbereiten. Ohne Probleme nahm er auch die zwei Hindernisse und fiel danach in den Trab und schließlich in den Schritt. Victim atmete heftig, aber er sah nicht müde aus. Nessa ließ die Zügel ein Stück länger, damit er sich ein wenig strecken konnte. „Na, sah das nicht toll aus?“
      Ich grinste. „Sehr toll. Wirklich, ich hab nichts zu meckern.“
      „Okay, dann seid ihr wohl dran. Ich verkleinere die Hindernisse schnell, du kannst ihn ja schon mal ein bisschen vorbereiten“
      Zehn Minuten später war Nessa dann endlich fertig. Barquillero hatte sich beim Vorbereiten anständig aufgeführt, war in schöner Anlehnung gegangen und hatte kaum gespackt. Wie Nessa vorhin ritt ich ihn auf den Zirkel, galoppierte an und steuerte das Kreuz, dass ich als erstes nehmen wollte, an. 5, 4, 3, 2, 1 – hopp, wir waren drüber.
      Beim Steilsprung und der anschließenden Kombination machte er sich richtig schön rund und galoppierte danach noch freiwillig eine Runde. Danach ritten wir noch trocken, ehe Victim und Barqui die Freiheit auf der Weide genossen.
      Gerade, als wir Calina und die wieder trächtige Vanilla Twilight von den Weiden führte, bekam ich zwei SMS. Eine von Ivonne, einer ziemlich bekannten Züchterin und Jacqueline. Bei beiden hatte ich für zwei Pferde – einem Holsteinerfohlen und einer Haflingerstute – geboten und anscheinend bekommen. Später, wenn Nessa gegangen war, würde ich Mahira und Little Baby abholen.
      Meine Freundin putze die Fuchsstute, bei der sich noch kein großer Babybauch zeigte und wollte sie später auch bewegen, während ich bei meinem Liebling war. Calina döste und ließ sich die Nachmittagssonne auf den Rücken scheinen, während ich über ihr reinweißes Fell strich. Nur ein kleiner Mistfleck an der Flanke war vorhanden, aber auch nur noch blass. „Feines Schimmelchen“ flüsterte ich und holte dann mit Nessa die Sättel und Trensen. Ein paar Minuten später waren wir auf dem Weg in den schattigen Wald.
      Erst, als der Weg richtig breit und eben war, trabten wir die beiden Stuten an und ließen die Zügel lang. Der Wald lichtete sich, führte zu den Wiesen und Felder um das Gestüt Sanssouci. Hibbelig wie Calina und Vanilla waren, tänzelten sie, bis wir sie endlich lospreschen ließen. Der langbeinige Warmblüter hing das Pony ab und wir mussten schließlich eine Weile warten, bis Nessa und Vanilla wieder da waren.
      Als wir zurückkamen, war es bereits kurz vor halb sechs. Nessa verabschiedete sich recht rasch, sie hatte ja auch eine Herde Pferde und Ponys bei sich stehen. Ich setzte mich ebenfalls ins Auto und machte mich auf den Weg zu Ivonne. Mahira hieß die kleine Trakehnerstute, die ich abholen wollte. Ich hatte mich sofort in sie verliebt, als ich sie entdeckt hatte. Eine kleine Fuchsscheckin mit einer atemberaubenden Aura eben.
      Nachdem wir das Fohlen verladen hatten, fuhr ich noch zu Jacqueline, um die Haflingerstute abzuholen. Sie war gekört und hatte eine wundervolle Fellzeichnung. Bei ihr hatte es den Haben-Blick gegeben und ich wusste, ich musste sie haben. Little Baby fand neben Mahira ihren Platz im Hänger, dann ging es nach Hause.

      Baby band ich für die ersten Minuten an der Stutenweide an, damit sie grasen und ein wenig runterkommen konnte. Mahira, die komplett halfterführig war, folgte mir zum Fohlenoffenstall. Chloe war die Sozialste aus der Gruppe, sie begrüßte die Neue sofort freundlich und verteidigte sie gegen Kabels Angriffe. „Demnächst fangen wir dann mit der Arbeit an, kleine Mira“ flüsterte ich, ehe ich das Tor hinter mir schloss und wieder zur Stutenweide ging. Baby sah mich unschuldig an, aber in ihren Augen blitzte keine Hinterfotzigkeit. Ein wunderschöner Haflinger mit astreinem Charakter. Ihre neue Box war bereits beziehbar, also kam sie als erstes rein, zwischen It’s The CSI Girl und Vanilla Twilight. Die Nächte waren noch zu lau, über Nacht kamen alle Pferde rein.
      Als ich fertig war und die Stalltür für heute schloss, zeigten sich bereits die ersten Sterne auf dem lila-blauen Nachthimmel.
    • Sammy
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      Mahira's Ankunft auf Hollybrook!
      14. Oktober 2011
      Ich unterdrückte einen leisen Aufschrei, als ich die Anzeigen in der Pferdezeitschrift, die ich gerade durchblätterte sah. Dalado verkaufte viele ihrer Pferde, darunter auch zwei meiner ehemaligen: die Lusitanostute Salwa und den Classic Ponyhengst Casino Royal. Für mich stand sofort fest, dass ich beide wieder zurückhaben musste, immerhin hatte ich sie ja nur weggegeben, weil ich damals meine Zucht aufgelöst hatte und sie nicht einfach bei mir im Stall vergammeln sollten. Als ich meinen Blick noch weiter nach unten schweifen ließ, brach ich beinahe in Tränen aus. Toffifee verkaufte nämlich die kleine Mahira, eine wunderhübsche Trakehnerscheckstute, die von Ivi.Kiwi gezüchtet worden war. Da ich lange Zeit weg gewesen war, hatte ich diese Versteigerung verpasst und mich danach grün und blau geärgert. Schnell fuhr ich meinen PC hoch und checkte meine Finanzen. Allzu viel war es nicht gerade, vor allem da ich ja für Salwa und Casino ihren damaligen Kaufpreis zahlen musste, wenn ich auf mein Vorkaufsrecht bestand, was ich definitiv vor hatte. Ich schrieb mir einen Zettel mit den Nummern von Dalado und Toffifee, damit ich die beiden gleich morgen früh anrufen konnte, dann ging ich zu den Ställen um meinen täglichen Nacht-Rundgang zu machen....

      ~*~

      "Hi, hier ist Sammy. Ich wollte dir nur sagen, dass ich Salwa und Casino gerne wieder zurücknehmen möchte", begrüßte ich Dalado am nächsten Morgen in einem Atemzug.
      "Ah. Hm aber für Salwa hätte ich auch einen anderen Verkäufer...."
      "Sorry, aber ich möchte sie unbedingt zurückhaben. Tut mir Leid."
      "Hm na gut. Wann kannst du sie holen?"
      Ich vereinbarte mit Dalado, dass ich erst noch bei Toffifee anrufen würde und ihr außerdem das Geld für Casino in Raten zahlte, da die beiden zusammen 185ts Joellen kosteten und ich so viel definitiv nicht hatte. Die 105ts für Salwa überwieß ich ihr sofort, dann griff ich wieder zum Höhrer und wählte Toffifees Nummer. Sie meldete sich bereits nach dem zweiten Klingeln.
      "Hallo, Toffifee am Apperat, wie kann ich ihnen helfen?"
      "Heey Toffi, hier ist Sammy. Ich hab deine Anzeige gelesen und wollte fragen, ob Mahira noch zu haben ist?"
      "Ja klar, du müsstest mir nur ein Angebot für sie machen, irgendwie haben sich für sie noch nicht so viele Interessenten gemeldet..."
      Ich überlegte. Mahira war ein wunderschönes, korrekt gebautes Stutfohlen, mit guter Abstammung und hatte große Chancen gekört zu werden. Allerdings war sie auf Grund ihres Alters natürlich noch völlig unausgebildet.
      "Hm...30ts?", schlug ich vor "Ich kann allerdings nur in Raten zahlen..."
      "Klar, das ist okay! Du kannst ja immer zahlen, wenn du was hast...Wann könntest du sie denn holen?"
      "Yeah dankeschön! Na eigentlich heute. Ich würde nur vorher noch zu Dalado fahren und da auch zwei Pferde abholen...dann komme ich auf dem Rückweg bei dir vorbei, ja?"
      "Klar, achso aber bevor ichs vergesse, du musst Ivi noch wegen Mahiras Vkr fragen, ja? Ich denke aber nicht dass das ein Problem ist, schreib mir dann einfach ne kurze Sms!"
      Wir verabschiedeten uns und ich legte auf, nur um sofort danach Ivi anzurufen. Wie erwartet war sie einverstanden, solange sie ihr Vkr behalten durfte. Natürlich sagte ich zu, aber ich hatte sowieso nicht vor, die kleine Stute so bald wieder wegzuschicken. Toffifee hatte ja schon ein schrecklich schlechtes Gewissen, da sie sie auch noch nicht lange besaß.
      Ich sah auf die Uhr, gab Dalado Bescheid, dass in ca drei Stunden da sein würde und hastete in den Stall, um die drei Boxen vorzubereiten. Anschließend hängte ich Heunetze in meinen Vierer-Hänger, kuppelte ihn an mein Auto und machte mich dann auf den Weg.
      Ca zwei Stunden später kam ich bei Dalado an. Wow, bin ich heute pünktlich, lobte ich mich selber, dann fuhr ich auf den Hof und stieg aus. Dalado kam schon aus dem Stall, ich überreichte ihr den Überweisungsbeleg für die 105ts und sie händigte mir dafür die Papiere von Salwa und Casino aus. Anschließend folgte ich ihr in den Stall und schnappte mir die schöne Lusitanostute.
      "Na meine SChönheit, wie gehts dir? Lange nicht mehr gesehen." Auch dem frechen Casino wuschelte ich einmal kurz durch den Schopf, dann führten wir sie nacheinander auf den Hänger. Ich ließ sie sich gegenüberstehen, damit erstens Casino mit seinen recht ausgeprägten Hengstmanieren nicht neben Salwa stand und ich zweitens Mahira neben die liebe Stute stellen konnte, ich war mir nicht sicher wie sehr das junge Fohlen Hängerfahren bereits gewohnt war.
      Anschließend verabschiedete ich mich von Dalado und fuhr mit meinen beiden neuen Pferdchen heimwärts. Nach ca einer Stunde erreichte ich Toffifees hof. Danach wären es noch ca eineinhalb Stunden und wir wären endlich daheim. Toffifee kam mir schon entgegen und führte die kleine, quirlige Fuchsstute neben sich her.
      "Ich muss gleich weg, deshalb habe ich sie schonmal fertig gemacht", sagte sie entschuldigend. ICh grinste "Kein Ding, die zwei da drinnen sind es langsam glaub ich eh Leid durch die Gegend zu fahren."
      Ich unterschrieb den Vertrag für die sechs Raten, die ersten vier hatte ich schon überwiesen. Dann führte ich Mahira, die mir brav folgte, auf den Hänger und band sie neben Salwa an. Danach winkte ich Toffifee zum Abschied und fuhr endlich nach Hause.
      Auf meinem Hof angekommen, fuhr ich ausnahmsweise direkt vor den Stall und machte mich dann daran Casino auszuladen. Der hübsche Schecke durfte noch ein Stündchen auf einen kleinen Paddock, da ich ja nicht mehr viel Weideland besaß. Salwa dagegen musste so leid es mir auch tat gleich in den Stall, doch die schöne Stute schien sich daran nicht zu stören. So jetzt nur noch Mahira. Ich band die Scheckin los und führte sie dann ebenfalls in den Stall. Ich hatte noch so viel zu tun, dass mir keine Zeit blieb, bei ihr zu bleiben und zu sehen, ob sie sich mit den anderen - älteren- Fohlen verstand, also musste sie die erste Nacht noch alleine verbringen. Ich wuschelte ihr liebevoll durch die feuerrote Mähne und ließ meine drei Neuankömmlinge dann fürs erste in Ruhe..
    • Sammy
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      Und schon wieder alles auf Anfang
      10. Januar 2012
      „Ciao meine Süßen. Es tut mir unglaublich Leid, dass ich euch hierlassen muss, aber glaubt mir, hier geht es euch besser. Es ist einfach das einzig richtige“, verabschiedete ich mich leise von einem Großteil meiner Pferde.
      Ich war gerade auf einem Gnadenhof in der Nähe meines alten Gestüts. Wenn man es denn noch so nennen konnte. Der blöde Bauer der mir nach und nach immer mehr meiner Weiden genommen und an Bauunternehmen verkauft hatte, hatte schließlich um mich komplett zu vertreiben giftigen Dünger auf eine meiner verbliebenen Weiden gestreut – was ich ihm natürlich nicht nachweisen konnte, da ich keine Beweise hatte. Aber wer sollte es denn sonst gewesen sein?
      Auf jeden Fall hatte ich einen Teil meiner Pferde, darunter auch Scaramouche, Yakima, Nymphomanic Fantasia und Wild Tempest einschläfern lassen müssen. Beim Gedanken an die Armen stiegen mir sofort wieder Tränen in die Augen. Und nun? Tja der Rest meiner Pferde wurde nun in Pensionsstallungen untergebracht, da ich mir zur Zeit kein neues Gestüt leisten konnte. Um die nicht gerade billigen Stallmieten zu bezahlen, arbeitete ich sowohl im Stall mit und gab außerdem Privatreitstunden für die Reitschüler bzw. Einstaller. Wenn alles gut lief, sollte ich auf zwei von drei Höfen auch die hofeigenen Pferde auf Turnieren vorstellen. Diese Dreiteilung meiner geliebten Vierbeiner war alles andere als meine Traumkonstellation, aber momentan ging es eben nicht anders. Pride’s Perfection wieherte laut, als ich mich abwendete um für immer zu gehen. Den Hengst hierzu lassen kam mir wie ein furchtbarer Verrat vor, doch ich war mir sicher dass die lange Reise ihm nur schaden würde. Er war sowieso auf Grund einer alten Rennverletzung gefährdet, da er sich so leicht aufregte. Hier auf dem Gnadenhof durfte er auf der Weide stehen und wurde von Kindern und Jugendlichen verhätschelt. Auch Lukas, Casino Royal, Cherish, Trianna und Co ließ ich hier. Sie alle waren entweder zu sensibel oder zu alt für eine solche Aktion und würden den freiwilligen Helfern sicher viel Spaß bereiten. Seufzend setzte ich mich ins Auto und fuhr zum Gestüt zurück, um meine restlichen Pferde zu verladen. Ojos Azules, Cuchara, Fatimah, Intolerable Life, Rafinesse, Sahira, Bittersweet, Levistino, Mahira, Angels Fall First, Black Soul, American Baby, Someone, Salwa, Dorina, Daemon, Kolibri und Hollywood Undead. Und natürlich meine Forrests Walk of Fame, Casanova, Classic Moment, Cheeky Jot, Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Naboo, Aimiliani, Fairylike Facility. Bei ihnen konnte ich nur hoffen, dass sie die Fahrt gut überstanden und bei Jojo, Life, Classic Moment, Sunny, Cheeky, Casanova, Fatimah, Mahira, Levistino, Magic, Aimiliani und Fairy war ich mir da auch ziehmlich sicher. Meine Sorgen galten eher Cookie, Sahira, Rafinesse, Naboo und vor allem Isola della Pirateria. Die fünf waren eigentlich nicht für so eine Reise gemacht, doch auf dem Gnadenhof konnte ich sie nicht lassen, dafür waren sie zu aufgedreht und wild. Und verkaufen konnte ich sie einfach nicht. Nicht wenn ich nicht in der Nähe sein und mich ab und zu vergewissern konnte, dass es ihnen gut ging.
      Nachdem ich auch das letzte Pferd eingeladen hatte, fuhr die kleine Hänger Kolonne los zu den Pesionsstallungen. Sie würde die nächsten Monate das Zu Hause meiner verbliebenen Pferde sein. Im Pensionsstall angekommen, lud ich alle Pferde aus und fütterte sie. Dann ging ich noch einmal zu jedem einzelnen in die Box, drückte ihm einen Kuss auf die weiche Nase und sagte leise: „Bis morgen meine Lieblinge, ihr werdet sehen, hier wird’s euch an nichts fehlen und morgen früh dürft ihr auf die rießigen Koppeln!
    • Sammy
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      Ärger auf ganzer Linie
      02. Juli 2012
      Schon als ich mit meinem Auto auf den Reiterhof einbog, indem meine Pferde untergestellt waren, hörte ich den selbst für einen Wochentag ungewöhnlichen Lärm. Alarmiert sprang ich aus dem Auto, knallte die Tür zu und lief zum Stall. Drinnen hatte sich eine Traube um eine Reitschülerin gebildet, die laut und herzzerreißend schluchzte. Ich runzelte die Stirn und schob mich dann durch die Mädchen. „Was ist denn passiert,hm?“ , fragte ich das weinende Mädchen freundlich. Die anderen, die bis dahin laut durcheinander geschwätzt hatte, verstummten augenblicklich. Das Mädchen bedachte mich mit einem bitterbösen Blick: „Dein dummes Pferd hat nach mir geschnappt und mir mein neues T-Shirt kaputt gemacht! Wenn meine Mutter das erfährt, bist du dran, das war nämlich richtig teuer!“ Ich verzog das Gesicht und überlegte kurz. Das einzige meiner Pferde das schnappte, war Sahira und die stand glücklich und zufrieden auf einer freien Koppel. „Red keinen Unsinn, Sahira ist doch überhaupt nicht…Moment mal – warst du etwa bei isola?“ Ich schaute sie streng an und das Mädchen reckte trotzig das Kinn. „Die anderen haben mir erzählt, dass das ein ganz armes, scheues Pferd ist und ich wollte eben nachsehen.“ Ich musste mich zusammenreißen, um sie nicht anzuschreien: „Okay. Dann würde ich sagen, bist du selber Schuld. An der Tür zu dem Gang hängt sogar ein Schild, dass vor Isolas Bissen und Tritten warnt. Und noch etwas: Ich gehe jetzt zu deinem Reitlehrer und berichte ihm davon. Isola steht dahinten, damit ihr sie in Ruhe lasst. Durch dein blödes Geschrei hast du sie wahrscheinlich wieder unglaublich aufgeregt!“, machte ich meinem Ärger nun doch Luft. Dann drehte ich mich auf dem Absatz um und suchte den Stallbesitzer auf, um ihm von dem Vorfall zu berichten. Dieser zuckte jedoch nur entschuldigend mit den Schultern: „Tut mir Leid…Die kleine Madame ist neu hier und ihre Eltern sind verdammt reich…Du weißt ja wie das ist…“ Ohne ihm eine Antwort zu geben, ging ich zur Koppel um mich etwas zu beruhigen. Ich hielt das hier einfach nicht mehr aus. Geld zählte mehr als die Tiere und jedes noch so zickige Mädchen durfte hier seinen Willen durchsetzen.
      Cheeky Jot kam langsam auf den Koppelzaun zu und stupste mich auffordernd an. Zum ersten Mal an diesem Tag huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Ich kletterte unter dem Zaun durch und umarmte meinen Lieblingshengst. „Ach wenn ich dich nicht hätte, Cheeky! Ich bin ja so froh dich wieder zu sehen!“, seufzte ich glücklich. Die letzten drei Wochen hatte ich in den USA verbracht, um meinen Umzug dorthin voranzutreiben. In dieser Zeit hatte sich meine gute Freundin Edfriend um meine Pferde gekümmert und ich war ihr unendlich dankbar dafür. Nur heute hatte der Stallbesitzer die Pferde zur Koppel gebracht, was auch der Grund dafür war, dass Isola im Stall stand. Die Schönheit ließ sich nämlich nicht von ihm berühren.
      Während ich Cheeky kraulte, dachte ich darüber nach, was ich alles geschafft hatte. Das Wohnhaus war bereits so weit renoviert, dass ich einziehen konnte und auch die Ställe waren endlich fertig. Auf den Koppel gab es keine einzige Giftpflanze mehr und zusammen mit meinen Freunden aus Amerika, hatte ich sämtliche Stacheldrahtzäune durch wunderschöne, weiß gestrichene Holzzäune ersetzt. Sogar die Sattelkammer hatte ihren Anstrich bereits erhalten und war mit Sattelständern und Spinden für jedes einzelne meiner Pferde ausgestattet. Zwei Tage vor meiner Heimreise waren dann auch die hübschen, halb offenen Boxentüren angekommen und wir hatten fast alle eingebaut. Die paar die nun noch fehlten, würden meine Freunde ohne mich schaffen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten auch Einstreu, Heu und Futter geliefert werden, womit wir eigentlich umziehen könnten. Daher hatte ich heute auch meine Kündigung für die Pensionsboxen und meine kleine Mietwohnung in der Tasche. In einem Monat ging der Flieger – samt ca 10 Pferden. Die anderen würden mit einer anderen Maschiene eine Woche später ankommen und ich hoffte Edfriend überreden zu können, mit diesen Pferden mitzufliegen und dann gleich eine oder zwei Wochen Urlaub bei mir zu machen.
      Cheeky stupste mich auffordernd an. „Jaja, ist ja gut, ich kümmere mich gleich um dich…Aber erst muss ich sehen, wie der Belegungsplan der Halle heute aussieht, damit ich überlegen kann, was ich mit euch Hübschen anstelle.
      Gerade als ich zum Stall zurückkehren wollte, trat der Stallbesitzer auf mich zu. „Du Sammy, ich bräuchte gleich mal deine Hilfe. Für heute ist ein längerer Geländeritt geplant und Angela lieg mit Grippe im Bett….“. Ich seufzte. Angela war seine Begleitreiterin und Aushilfe und alleine konnte er natürlich nicht mit acht teilweise unerfahrenen Kindern ausreiten gehen. Also nickte ich: „Also gut, ich komme mit..Welche Pferde willst du denn einteilen?“, fragte ich ihn. Während er mir die Schulpferde aufzählte, ging ich in Gedanken meine Pferde durch. Cheeky, sowie Sahira, Naboo und Isola fielen von vorneherein gleich weg, da zum einen Stuten mitgingen und sie zum anderen zu temperamentvoll waren. Vielleicht würde ich Branagorn nehmen. Der schöne Hengst hatte bisher kaum Hengstmanieren gezeigt und hatte sich auch sonst immer vorbildlich verhalten. Nachdem ich mir den Hallenplan angesehen hatte, ging ich in den Stall um Isola zu holen. An Arbeit mit ihr war heute nicht zu denken, da die Halle immer belegt war und ich auch auf dem Platz keine Ruhe haben würde – das wusste ich aus Erfahrung. Aber wenigstens auf die Weide wollte ich die kleine Wilde lassen. Als ich Isolas Box betrat, erschrak ich jedoch. Die Stute war schweißnass und rollte heftig mit den Augen als ich die Tür zum Stalltrakt mit den Abfohlboxen betrat. „Hey meine Maus, ist ja gut, ich bins doch nur“, redete ich leise auf sie ein. In Gedanken verwünschte ich das verfluchte kleine Gör, dass meine Isola so aufgeregt hatte. Was hatte die denn bitte getrieben?
      Vorsichtig betrat ich die Box und fasste Isola am Halfter. Dann strich ich ihr langsam über den Kopf und nach und nach ihren Körper entlang, allerdings nur an Stellen, wo sie es auch mochte. Schließlich beruhigte sie sich soweit, dass ich sie nach draußen und zur Koppel führen konnte. Nun hieß es die dreieinhalb Stunden, die mir bis zu dem Ausritt blieben noch sinnvoll zu nutzen. Also beeilte ich mich und longierte Cuchara und Ojos Azules und mit Fatimah und Intolerable Life machte ich Bodenarbeit. Das waren schonmal die vier Pferde, die sich überhaupt nicht am Lärm der Reitschüler störten, denn die kleinen verwöhnten Dinger schrieen sogar in der Halle – während dem Unterricht herum.
      Magical Moment, Aimiliani, Thousand Sunny, Naboo, Sahira, Isola und Fairylike Facility, sowei meine Fohlen Rafinesse, Casanova, San Salvador, Mahira, Classic Moment und Valentine hatten heute frei. Somit würde ich also mit Branagorn ausreiten gehen, womit nur noch Cheeky und Levistino blieben. Ich sah auf die Uhr und seufzte. Beide würde ich vor dem Ausritt unmöglich schaffen. Also sprintete ich zur Koppel, holte Levistino im Trab zum Putzplatz und machte ihn reitfertig. Im Stillen dankte ich dem schönen Trakehnerschimmel, dass er sich wirklich niemals schmutzig machte. Mehr als eine halbe Stunde Dressur war nicht mehr drin und selbst dann musste ich mich danach höllisch beeilen um rechtzeitig fertig zu werden. Ich wärmte Levistino also kurz auf und trabte den Hengst dann an. Seine silbergraue Mähne wehte mir entgegen und ich schloss kurz genüsslich die Augen, als ich spürte, wie weich und federnd die Tritte des Hengstes waren. Levistino war eines meiner Pferde, dass ich am liebsten Ritt. Er machte so gut wie nie Schwierigkeiten, sondern gab immer 100 Prozent ohne dabei langweilig zu werden. Als ich ihn schließlich angaloppierte, fühlte ich mich wie auf Wolke sieben. Da riss der Hengst mich mit einem Hüpfer zur Seite plötzlich aus meinen Schwärmereien. Doch ich lachte nur: „Tschuldigung Süßer, hab ich dir zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt? Das tut mir wirklich Leid“. Ich konzentrierte mich wieder mehr auf mein Pferd, ritt noch ein paar anspruchsvollere Figuren und parierte schließlich zum Schritt durch. Die halbe Stunde war fast vorrüber und ich musste ihn ja schließlich noch trocken reiten. Als ich fertig war, joggte ich zurück zum Stall – diesmal mit Branagorn im Schlepptau. Die Reitschülerinnen waren bereits dabei, ihre Pferde aufzutrensen und auch der Stallbesitzer war schon fertig. Er sah mich strafend an, sagte aber nichts. Ich wusste genau wie sehr er unpünktlichkeit hasste, aber noch war ich nicht unpünktlich. Ich putzte Branagorn kurz über, beeilte mich Mähne und Schweif einigermaßen zu verlesen und sattelte ihn dann in Rekordgeschwindigkeit auf. Kaum dass das letzte Mädchen im Sattel saß, schwang auch ich mich auf Branagorns Rücken. Die kleine Zicke, die Isola gestört hatte grinste und sagte altklug: „Na du hast aber Glück. Gerade noch so geschafft. Immanuel mag es überhaupt nicht, wenn man zu spät ist.“ Ich sah stirnrunzelnd zu hier hinüber, sagte aber nichts. Es wunderte mich nicht, dass sie auf dem wertvollsten der Schulpferde saß, und wenn sie wirklich so reich war, wie Immanuel behauptete, hoffte ich für sie dass sie auch gut reiten konnte. Raphael – der bildhübsche Fuchs, auf dem sie so hochnäsig saß, war nämlich nicht gerade einfach und sicherlich nichts für eine Anfängerin. Nur übersah Immanuel so etwas leicht mal, wenn reiche Eltern im Spiel waren.
      Ich seufzte und ritt Branagorn neben Immanuel. „Soll ich hinten reiten und aufpassen, dass uns niemand verloren geht?“, fragte ich ihn. Er nickte und sah dann zweifelnd auf meinen Hengst: „Du weißt aber schon, dass heute auch Stuten dabei sind oder?“ Ich nickte: „Natürlich. Aber Branagorn ist ziemlich gut erzogen und hat kaum Hengstmanieren. Du solltest doch eigentlich wissen, dass ich so etwas immer bedenke.“ Statt einer Antwort lächelte er nur und setzte sich dann an die Spitze der Gruppe. Die erste Stunde verlief dann ganz gemütlich im Schritt und gelegentlichem Traben durch den nahegelegenen Wald. Während ich aufpasste, dass auch jeder sein Pferd im Griff hatte, schweiften meine Gedanken ab und zu wieder in die USA und zu meinem baldigen Umzug. Ich freute mich schon so sehr darauf, dass ich bestimmt irgendetwas vergessen würde. Als auf einmal Raphaels Hintern immer näher kam, sah ich leicht verärgert hoch, bis ich merkte, dass die kleine Zicke ihr Pferd absichtlich zurückhielt. Also ließ ich Branagorn ein wenig mehr vorwärts gehen, um zu ihr aufzuschließen. „Was ist los, stimmt etwas nicht?“, fragte ich fürsorglich. Doch sie sah mich nur hochnäsig an: „Ich werde Immanuel sagen, dass ich das nächste Mal dein Pferd reiten will. Es ist unfair, dass er dir einen Hengst gibt und mir nicht. Ich hab das Anrecht auf das schönste Pferd.“ Ich zog die Augenbrauen zusammen und sah sie streng an: „Tja, tut mir Leid, aber das kannst du vergessen. Branagorn ist mein Pferd und ich lasse keine halbwüchsigen, zickigen Mädchen auf ihm reiten, die denken, nur weil ihre Eltern Geld haben, können sie sich alles erlauben.“ Damit hatte ich ihr wohl erst einmal den vorlauten Mund gestopft, denn sie schloss mit verzerrtem Gesicht wieder zu ihrer Mitreiterin auf. Bevor ich mich jedoch weiter über die unverschämte Göre aufregen konnte, gab Immanuel das Zeichen zum angaloppieren und sofort wechselte die ganze Gruppe in die schnellere Gangart. Auch ich gab Branagorn die Galopphilfen und der Hengst sprang brav in einen ruhigen, flüssigen Galopp. Ich lobte ihn unter seiner langen weißen Mähne und genoss den kühlen Wind, der mir entgegenbließ. Plötzlich hörte ich einen Aufschrei und sah wie Raphael vor mir unwillig den Kopf schüttelte und dann plötzlich außen an der Gruppe vorbeizog. Sofort gab Immanuel das Zeichen zum Durchparieren, damit das durchgehende Pferd nicht dachte, das hier wäre ein Rennen. Doch Raphael lief munter weiter. Ich ritt neben den Stallbesitzer und sah ihn fragend an. Raphael war nicht unbedingt einfach, aber durchgehen war eigentlich nicht so sein Ding. Immanuel schüttelte ratlos den Kopf. „Sie ist doch heute das erste Mal dabei, wenn er zuweit läuft, verirrt sie sich am Ende noch. Aber wenn wir ihr hinterherreiten, wird Raphael nur noch schneller.“ Ich nickte: „Bleib du mit der Gruppe hier, oder reitet im Schritt weiter, dann gehe ich auf den Waldpfad und sehe zu, dass ich ihr entgegenreiten kann.“ Als Immanuel lächelte wendete ich Branagorn auf den schmalen Pfad ab und galoppierte den Hengst wieder an. Trotz des schmalen Weges spornte ich Branagorn weiter an. Ich mochte die hochnäsige Göre zwar nicht, aber dennoch konnte ich natürlich nicht zulassen, dass ihr oder dem armen Raphael etwas passierte. Als wir schließlich den Hauptweg wieder erreichten, schwitzte Branagorn schon ganz schön. Ich wendete ihn in die Richtung aus der wir gekommen waren und trabte an. Weit konnte Raphael nun nicht mehr sein, außer natürlich er war durchs Unterholz gebrochen, doch das hoffte ich jetzt einfach mal nicht. Und tatsächlich sah ich kurz darauf den großrahmigen Fuchs auf mich zustürmen. Die kleine Göre hatte sich in die Zügel gekrallt und riss dem Pferd im Maul herum, während sie gleichzeitig mit ihren Beinen immer wieder abrutschte und ihn damit nur noch weiter antrieb. Ich stellte Branagorn so quer auf den Weg, dass Raphael auf beiden Seiten nur noch extrem wenig Platz blieb und tatsächlich hob der Wallach verwundert den Kopf und wurde langsamer. Kurz sah es so aus, als wollte er sich an Branagorn vorbeiquetschen, doch als hätte dieser seine Gedanken erraten, legte er drohend die Ohren an. Dies veranlasste Raphael dann doch, dicht neben uns zum Stehen zu kommen. Ich ließ mich aus dem Sattel gleiten und griff nach Raphaels Zügeln. Dann sah ich das in seinem Sattel hängende Mädchen an: „Und alles klar bei dir?“ „Ob alles klar ist? Das Mistvieh hätte mich fast umgebracht! Ich bleibe keine Sekunde länger hier oben!“, schimpfte sie. Ich hatte jetzt endgültig genug. Überschwänglichen Dank hatte ich zwar nicht erwartet, aber das war wirklich zu viel. „Na gut. Dann läufst du eben den Weg zurück und ich nehme Raphael als Handpferd.“ Mit diesen Worten stieg ich wieder in den Sattel und sah sie dann auffordernd an. „Was ist jetzt? Wir müssen zu den anderen zurück“. Damit wendete ich Branagorn und ließ ihn und Raphael im Schritt antreten. Die kleine stampfte mit dem Fuß auf und schrie: „Spinnst du? Lass mich gefälligst auf dein Pferd. Ich laufe sicher nicht!“ „Na gut, dann bleibst du eben hier. Aber sag mir jetzt Bescheid, weil ich will wieder zurück.“ Wiederwillig lief sie schließlich neben mir her, bis wir die anderen erreichten. Immanuel sah mich schockiert an, als ich ihm erklärte, dass ihr zwar nichts passiert war, sie sich aber weigerte in den Sattel zu steigen. Seufzend sah er sich um und beorderte dann die eigentliche Reitern von Raphael vom Pferd. „Natalie du kannst Pacco nehmen. Dann soll Rachel wieder auf Raphael reiten.“ Ich lächelte Rachel zufrieden zu. Das Mädchen war eine meiner liebsten Reitschülerinnen und sie kam wunderbar mit dem Fuchswallach zurecht. Natalie verzog zwar wütend den Mund, stieg aber ohne Widerworte auf das wesentlich ältere und ruhigere Schulpferd auf, sodass wir uns endlich wieder auf den Rückweg machen konnten.
      Nachdem ich Branagorn ausgiebig gelobt und versorgt hatte, holte ich Cheeky von der Koppel. Doch anstatt wie geplant eine ausgiebige Trainingsstunde mit dem schönen Hengst abzuhalten, ging ich nur ein wenig mit ihm spazieren. Cheeky war das egal, hauptsache es beschäftigte sich jemand mit ihm. Anschließend versorgte ich meine Pferde für die Nacht und suchte dann Immanuels Büro auf, um alles Weitere mit ihm abzusprechen.
    • Sammy
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      Planänderung
      13. Dezember 2012
      "Was soll das bitte heißen? Das kannst du nicht machen, was wird denn dann aus mir und vor allem den Pferden?!", schrie ich verzweifelt ins Telefon. In einer Woche stand mein Umzug nach Amerika an und mein Freund - oder sollte ich besser sagen Exfreund? - erklärte mir gerade, dass er sich in ein amerikanisches Model verliebt hatte und ihr bereits einen Antrag gemacht hatte. Sie wollten auf unserer wunderschönen renovierten Ranch bleiben und die Stallungen an wohlhabende Pferdebesitzer vermieten. Da er den Löwenanteil bezahlt hatte, überwies er mir lediglich mein Geld zurück, den Kaufvertrag hatte er alleine unterschrieben. Er entschuldigte sich zwar überschwänglich, aber ich war natürlich dennoch am Boden zerstört. Nun stand ich hier mit einem Haufen Pferde, die in einer Woche kein zu Hause mehr hatten. Wie zur Hölle sollte ich das bewerkstelligen? Als er schließlich mit den Worten auflegte, dass er mir meine Sachen natürlich umsonst nach Deutschland schicken würde, sank ich auf den Boden und weinte mir die Augen aus dem Kopf. Ich weiß nicht, wie lange ich so auf dem kalten Küchenboden unserer leergeräumten Wohnung saß, aber irgendwann raffte ich mich auf, stornierte mein Flugticket und die Pferdecontainer und rief meine beste Freundin Eddi an. Ich hatte absolut keine Ahnung was ich tun sollte, doch Trübsal blasen würde mir auch nicht weiter helfen.
    • Sammy
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      Sportpferdetraining
      01. Juni 2013
      ~ Mahira, Unannounced Pleasure & Reminiscent Inspiration ~
      Fröhlich vor mich hinsummend betrat ich den Stall meiner Hannoveraner und Trakehner. Meine Fohlen durften sich heute bei diesem schönen Wetter auf den Koppeln austoben und hatten somit nicht viel zu tun. Zuerst schnappte ich mir Mahira, putzte die bereits gekrönte Scheckstute gründlich und brachte sie dann auf die Fohlen- beziehungsweise Jungstutenweide, auf der schon Rafinesse und Darling standen. Rafinesse begrüßte ihre Freundin wie immer überschwänglich und dann lieferten sich meine beiden Schätze ein Rennen über die Koppel. Die zwei waren zusammen aufgewachsen, beinahe gleichzeitig gekrönt worden und würden nun bald zusammen eingeritten werden. Die drei anderen Stütchen hatten da noch einen weiteren Weg vor sich...
      Zurück im Stall schnappte ich mir mein neues Stütchen Unannounced Pleasure und meine zweite Hannoveranerstute Reminiscent Inspiration. Die zwei waren noch sehr jung und ich begann gerade mit dem Fohlen ABC. Sie waren seit ihrem ersten Tag hier bereits dickste Freundinnen und hingen immer zusammen, wenn dies möglich war. Ich putzte die Kleinen langsam und hob auch schon einmal ihre Hufe hoch, damit sie sich daran gewöhnen konnten. Dann brachte ich sie zu den anderen auf die Weide.

      ~ Levistino ~
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Erst vor kurzem hatte er im Springen die Klasse M erreicht und momentan wurde er von seiner Trainerin IceLandGirl auch in der Dressur gefördert. Nun wollte ich mal sehen, was mein Baby im Springen so alles gelernt hatte. Ich putzte das schimmernde Fell des Hengstes, sattelte ihn flott auf und führte ihn anschließend auf meinen Springplatz. Levistino spitzte seine feinen Ohren und legte ein bisschen zu. Der schöne Hengst sprang für sein Leben gerne und meist musste man ihn sogar etwas zurückhalten, damit er sich nicht übernahm. Ich gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Levi schlug mit dem Kopf, blieb aber an Ort und Stelle. Ich brachte allen meinen Pferden bei, dass es überhaupt nichts brachte, wenn sie beim Aufsteigen herumhampelten oder losliefen, bevor ich das Kommando dazu gab. Dies hatte auch der feurige Hengst mittlerweile begriffen. Ich wärmte Levi zuerst ordentlich im Schritt, Trab und schließlich auch im Galopp auf, bevor ich auf das erste Hindernis zusteuerte. Ich hatte absichtlich ein paar A, L und zwei M Sprünge aufgebaut, damit sich Levi ein bisschen einspringen konnte. Der Hengst nahm die Hindernisse wie gewohnt als wären sie Luft, doch was mir ganz stark auffiel, war dass er nicht mehr so heftig anzog, wenn es auf einen Sprung zu ging. Im Stillen dankte ich IceLandGirl für die tolle Arbeit, die sie mit dem Hengst geleistet hatte. Nach einer guten Dreiviertel Stunde, ritt ich Levi trocken und stieg mehr als zufrieden aus dem Sattel. Der junge Hengst hatte sich wirklich gemacht und ich war schon sehr gespannt auf seine Nachkommen.

      ~ Samiyah & Angels Fall First ~
      Meine beiden wunderschönen und gekrönten Stuten Samiyah und Angels Fall First hatten heute frei. Sami hatte erst vor kurzem ihre SK gewonnen und sich deshalb eine Pause verdient und Angel war längere Zeit verletzt gewesen. Ich holte die beiden Schönheiten nacheinander aus ihren Boxen, putzte ihr seidiges Fell und brachte sie anschließend auf die Koppel zu Cookie, Fatimah, Mizzi, Misery, History, Dorina und Benjilala. Sami bahnte sich sofort mit flach angelegten Ohren ihren Weg und stellte sich in die Mitte der Koppel. Angel als ihre neue beste Freundin gesellte sich etwas langsamer neben sie. Ich lächelte und ging zurück in den Stall, um mich um meine beiden Hannoveranerhengste zu kümmern.

      ~ Branagorn & Black Soul~
      Meine beiden gekörten Hannoveranerhengste hatten heute ebenfalls frei. Soul erholte sich von einer Sehnenverletzung und Branagorn von einer Erkältung. Ich nahm einen nach dem anderen aus der Box, putzte sie flott über, kratzte die Hufe aus und verlaß die Schweife. Branagorn durfte dann zu Ojos Azules, Intolerable Life und Fair Prince, während Black Soul auf einen kleinen Sandpaddock kam. Zum einen war er nämlich sehr hengstig und hätte die anderen wohl in ihre Einzelteile zerlegt, zum anderen sollte er aber auch noch nicht zu sehr toben. Ich sah meinem Hübschen noch ein Weilchen zu, dann ging ich ins Haus um mich um meine Bedürfnisse zu kümmern...
    • Sammy
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      Langsam wird es ernst meine Schöne!
      09. September 2013
      Fröstelnd betrat ich den Stall, in dem meine Trakehner und Hannoveraner untergebracht waren und ging zielstrebig zur Box meiner Jungstute Mahira. Das Trakehnerstütchen hatte bereits zwei Fohlenschauen gewonnen und war daher gekrönt. So langsam wurde es Zeit meine Kleine einzureiten und ich wollte dem qurligen Stütchen so viel Zeit geben, wie sie eben brauchte. Ich holte Mahira aus ihrer Box, führte sie zum Putzplatz und säuberte routiniert ihr beinahe rotes Fell. Dann legte ich ihr Gamaschen an und hakte mein vier Meter Seil in ihr Halfter. "So Süße, auf gehts!", sagte ich fröhlich, während ich mir meine Jacke bis zum Kragen zu machte. Anschließend führte ich Mahira zu meinem überdachten Longierzirkel. Dort hatte ich bereits Sattel, Decke und Trense auf der Bande bereit gelegt.
      Im Zirkel angekommen, machte ich das Seil los und ließ Mahira um mich herum gehen. Die Stute war sehr gut erzogen, da sie auch schon eine ganze Weile bei mir war und lief gleichmäßig um mich herum. Nachdem ich sie auch hatte abgaloppieren lassen, rief ich sie wieder zu mir und hakte das Seil ein. Danach holte ich den alten, leichten Vielseitigkeitssattel von der Bande und legte ihn in die Mitte des Longierzirkels. Mahira beachtete ihn nicht weiter - solche Dinger hatte sie ja auch schon oft genug auf ihren älteren Genossen liegen sehen. Trotzdem führte ich sie an den Sattel heran. Mahira ließ sich auch tatsächlich dazu herab, kurz an dem Sattel zu schnuppern, wandte sich jedoch schnell wieder ab und sah nach draußen.
      "Na gut, wenn dir so langweilig ist, können wir ja weiter machen!",lachte ich, bevor ich mir den Sattel schnappte und zu Mahira trug. Ich ließ die Stute nochmal daran riechen, dann legte ich ihn langsam und vorsichtig auf ihren Rücken. Sofort flogen Mahira's Ohren nach hinten und ihr Kopf ruckte in Alarmbereitschaft nach oben. Decken auf ihrem Rücken war sie ja bereits gewohnt, doch der Sattel war natürlich doch um einiges schwerer. Mahira drehte ihren feinen Kopf und starrte den Sattel an. Als der sich aber nicht bewegte und auch keine Anstalten machte, sie aufzufressen, beruhigte sie sich schnell wieder. Ich griff langsam unter ihrem Bauch hindurch und angelte mir den Sattelgurt. Dann verschnallte ich ihn schnell - gerade so fest, dass der Sattel nicht zur Seite rutschen konnte. Mahira legte die Ohren flach an den Kopf und sah sich nach dem störenden Ding um. Da ich meine Pferde meist frei laufen ließ, anstatt sie zu longieren, brauchte ich eben etwas länger, um sie an das ungewohnte Gefühl des Sattels zu gewöhnen. Mahira wartete noch eine Sekunde und galoppierte dann ungestüm los. Dabei legte sie ein paar ordentliche Bocksprünge hin und ich hatte alle Hände voll zu tun, die Longe von ihren wirbelnden Beinen fernzuhalten. Schließlich hielt sie verschwitzt an und drehte sich nach dem Sattel um. Als sie merkte, dass das Ding immer noch da war, legte sie erneut eine Galopprunde ein.
      "Mahira!", sagte ich irgendwann scharf. Die Stute schlitterte aus dem Galopp zum Halt und starrte mich an. Ich erhob meine Stimme nur äußerst selten und wenn, dann wussten meine Pferde genau, dass ich überhaupt nicht zufrieden war. Mahira hatte dieses Signal noch nicht oft zu hören bekommen und ich konnte fast sehen, wie es in ihrem Kopf ratterte. Ich nutzte die Gelegenheit und trat auf die Jungstute zu. Sanft strich ich ihr den roten Schopf aus dem Gesicht und klopfte ihr dann den Hals. Anschließend stellte ich mich vor sie und zupfte leicht am Seil. Mahira streckte zuerst ihren Hals so lang sie konnte, als ich einfach weiter ging, machte sie einen zögerlichen Schritt vorwärts.
      "Feines Mädchen!", lobte ich sie auf der Stelle. Nach weiteren sehr vorsichtigen Tritten begann Mahira schließlich wieder fleißiger zu laufen und nachdem wir auch auf der anderen Hand zwei Runden geschafft hatten, zog ich vorsichtig den Gurt noch enger. Zuerst quiekte Mahira und schlug aus - und dass obowohl ich sehr behutsam und langsam vorgegangen war, doch diesmal kriegte sie sich schneller wieder ein und trottete brav hinter mir her. Auch eine Trabrunde klappte super, sodass ich mich wieder in die Mitte stellte und Mahira angaloppieren ließ. Nachdem das Stütchen gemerkt hatte, dass sie mit diesem Ding auf dem Rücken völlig normal laufen konnte, kam allmählich ihre Ruhe zurück. Sie streckte sich nach unten und lief nicht mehr so verkrampft. Ich lobte sie und holte sie wieder zu mir in die Mitte. Nun war die Trense an der Reihe. Ich holte ein wenig Honig aus meiner Tasche und schmierte ihn großzügig auf das Gebiss. Mahira sah mir mit aufmerksam gespitzten Ohren zu und machte den Hals lang, um an dem Ding in meiner Hand zu schnuppern. Ich streifte ihr das Halfter über den Hals und schob ihr dann in einem Rutsch das Gebiss ins Maul. Gleichzeitig zog ich das Kopfstück über ihre Ohren und verschnallte den Kehlriemen, damit er nicht herunter baumelte und sie noch erschreckte. Mahira stand währenddessen ruhig da und versuchte das Gebiss abzulecken. Dank meiner warmen Hände und des Honigs schien sie es gar nicht mal so unangenehm zu finden und blieb auch ruhig, als der Honig weg war. Ich lobte meine Süße ausgiebig und führte sie dann eine Weile herum. Dabei achtete ich sehr darauf, dass Mahira mir am locker durchhängenden Zügel folgte, da ich ihr auf keinen Fall im Maul reißen und damit ein unangenehmes Gefühl bescheren wollte. Nach einer Weile führte ich Mahira zum Putzplatz, nahm ihr die Ausrüstung ab und brachte sie zu ihrer Freundin Rafinesse auf die Koppel. Dabei stellte ich mir vor, wie ich schon bald auf ihrem Rücken über bunte Hindernisse flog und schwierige Dressuraufgaben meisterte.
    • Sammy
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      Der erste Ritt!
      12. September 2013
      "Hallo Mädchen, na wie geht's euch?", fragte ich fröhlich meine beiden Jungstuten Mahira und Rafinesse. Ich war gerade dabei die zwei einzureiten und in ein paar Wochen durften sie zu den älteren Stuten Samiyah, Angels Fall First, Cuchara, Mizzi, History, Dorina, Fatimah, Misery und Benjilala. Lediglich meine New Forest und Araberstuten standen auf zwei getrennten Koppeln, da sie sowieso schon so viele waren. Ich war bereits sehr gespannt, wie sich Mahira und Rafinesse in die Herde einfügen würden, da vor allem Mahira recht herrschsüchtig sein konnte. Momentan stritten sich Cookie und Samiyah andauernd um den Posten der Leitstute.
      Ich klopfte Rafinesse den Hals und führte dann beide Stuten zusammen zu den Ställen. Es dämmerte bereits und ich wollte mit beiden noch kurz arbeiten. Rafinesse kam erst einmal in ihre Box, während ich Mahira auf dem Putzplatz fest band. In den letzten Wochen hatte ich ihr jeden Tag Sattel und Trense aufgelegt, war so mit ihr spazieren gegangen und hatte viel Bodenarbeit gemacht. Mahira hatte das komische Zeug mittlerweile auch akzeptiert und stand da wie ein Profi, während ich sie mit routinierten Bewegungen aufsattelte.
      "Na Süße? Heute wird es ein wenig anders werden, aber das packst du schon!", sagte ich gut gelaunt. Nach der ganzen Arbeit am Boden, unter anderem hatte ich Mahira die letzte Zeit mit Fahrleinen von hinten gelenkt - wollte ich mich heute das allererste Mal selbst in den Sattel schwingen. Zu diesem Zweck würde auch Eddi gleich auftauchen, um mir behilflich zu sein, wobei ich mir eigentlich keine Sorgen machte. In der Regel hatte ich meine Pferde so gut auf das Reiten vorbereitet, dass sie nur wenig anstellten, wenn es ernst wurde.
      Ich verschnallte noch den Kehlriemen, dann zog ich meine Schutzweste, Helm und Handschuhe an und ging mit Mahira in die Halle. Dort longierte ich sie erst noch gut 30 Minuten, damit die junge Stute noch ein wenig Energie loswerden konnte. Kurz bevor ich fertig war, tauchte Eddi schwer atmend auf.
      "Tut mir Leid, es war noch was auf dem Hof, deshalb hab ich länger gebraucht!", entschuldigte sie sich.
      "Ach was! Du kommst genau richtig, wie immer!", lachte ich und gab ihr Mahira's Zügel. Eddi stellte sich so, dass Mahira ungefähr sehen konnte, was ich machte. Ich ließ die Steigbügel herunter und belastete vorsichtig den linken Bügel. Das hatte ich bereits mit Mahira geübt, deshalb fand sie es auch nicht weiter spannend. Diesmal stellte ich allerdings mein gesamtes Gewicht in den Bügel und drückte mich langsam ab, bis ich an Mahira's Seite in der Luft stand. Die Stute zuckte kurz zusammen, da sie mich aber sehen konnte, schaute sie mich nur etwas verwundert an. Nun kam der kniffligste Teil. Ich bewegte langsam ein Bein über den Sattel und setzte mich dann so behutsam wie möglich hin. Auch jetzt konnte Mahira mich aus den Augenwinkeln sehen und blieb ruhig. Eddi musste nun allerdings ihren Kopf auf die andere Seite bringen, denn sonst würde sie trotzdem erschrecken, wenn sie mich praktisch mit ihrer anderen Gehirnhälfte nur verschwommen wahrnahm. Ich redete die ganze Zeit über leise auf das Stütchen ein und kraulte sie an ihrer Lieblingsstelle am Widerrist. Mahira's Ohren waren nach hinten gerichtet und lauschten meiner Stimme. Als sie mich auch von der anderen Seite gesehen hatte, bückte ich mich langsam hinunter und schob meinen Fuß in den zweiten Steigbügel. Dann nahm ich die Zügel auf und nickte Eddi zu. Die setzte sich daraufhin langsam in Bewegung, blieb jedoch wieder stehen, als sie merkte, dass Mahira nur den Hals lang machte, ohne sich von der Stelle zu bewegen.
      "Mahira auf geht's!", sagte ich bestimmt und drückte ihr behutsam die Beine in die Seiten. Als Eddi wieder losging folgte Mahira ihr zögerlich und wurde erst ein paar Runden später munter, als sie merkte, dass sie mit mir auf dem Rücken auch laufen konnte, ohne umzufallen. Ich lobte sie ausgiebig und bat Eddi, sie loszulassen, damit ich eine Runde alleine reiten konnte. Mahira's Schritt fühlte sich genauso toll an, wie er aussah und ich war rundum glücklich, als sie brav unter mir daherschritt. Ich versuchte einen Zirkel und auch dieser klappte problemlos. Traben und Galoppieren würde ich heute noch nicht, da ich wollte, dass Mahira erst einmal ihr Gleichgewicht unter mir fand und sich daran gewöhnte. Ich sagte: "Brr, Mädchen, Halt", nahm die Zügel an und siehe da: Mahira stand! Eddi übernahm sie wieder und ich ließ mich aus dem Sattel gleiten. Das war Mahira wohl doch nicht so ganz geheuer, denn plötzlich machte die Stute einen Satz zur Seite und ich landete etwas unsanft auf dem Boden.
      "Hey! Was soll denn das?", beschwerte ich mich bei ihr und hatte auch prompt ihr weiches Maul in meinem Gesicht und spürte ihren fragenden Blick auf mir ruhen. Ich lachte und rappelte mich auf, während Eddi schon die Tränen kamen.
      "Du hättest mal dein Gesicht sehen sollen!", kicherte sie. Ich stimmte ein und Mahira schaute nun erst Recht verwundert drein. Ich wuschelte ihr durch die Mähne und führte sie dann mit Eddi zum Putzplatz, um sie abzusatteln und sie zu ihrem wohlverdienten Abendessen in ihre Box zu bringen. Eddi würde mir nun auch gleich noch bei Rafinesse helfen und dann war bei den beiden endlich der Grundstein fürs Reiten gelegt.
    • Sammy
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      Arbeit mit den Turnierpferden
      27. September 2013
      Samiyah
      Fröstelnd zog ich die Schultern hoch, als ich den Stall meiner Trakehner und Hannoveraner betrat. Mich hatte wohl irgendeine böse Sommergrippe erwischt und zu allem Übel war der Himmel heute grau und wolkenverhangen. Ich wollte einfach noch nicht einsehen, dass der Herbst schon bald wieder da war! Im Stall angekommen, begrüßte ich meine neue Pflegerin, die gerade dabei war, die Boxen auszumisten. Ich klopfte Samiyah meiner gekrönten Trakehnerstute den Hals, während sie ihre weichen Nüstern unter meinen Arm steckte. "Anna, ich nehme Sami gleich mit, nur damit du dich nicht wunderst!", rief ich dem rothaarigen Mädchen zu und band meinen Schatz los. Dann führte ich Sami zum Putzplatz und machte sie flott reitfertig. Die junge Stute hatte ja bereits erfolgreich eine Körung bestritten, doch ich hatte vor sie auch vermehrt auf Turnieren und Schönheitswettbewerben vorzustellen - da musste sie natürlich top fit sein. Zudem ging Samiyah in Dressur nun bereits Klasse L und ich hatte vor zwei Tagen eine Trainerin damit beauftragt, sie auf die Klasse M zu trainieren. Immerhin wollte ich meine Zucht neu aufbauen und meinen zukünftigen Kunden nur die best ausgebildetsten und erfolgreichsten Pferde präsentieren.
      Ich klopfte Sami den samtweichen Hals und führte sie in meine Reithalle. Dort schloss ich erleichtert die Türe, stellte Sami auf der Mittellinie auf, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Mein Stütchen stand brav da und wartete auf mein nächstes Kommando. "Heute wollen wir ein bisschen springen mein Schatz! Dressurtraining bekommst du in letzter Zeit ja mehr als genug!", sagte ich liebevoll, während Sami neugierig die bunten Hindernisse um uns herum beäugte. Sie waren alle sehr niedrig, höchstens 70cm, doch ich wollte mich mit Sami ja auch nur langsam an das Springen herantasten, denn noch stand ihre Dressurausbildung im Vordergrund. Ich wärmte Samiyah ordentlich auf und galoppierte sie dann um die Hindernisse herum ab. Die Stute ging wie gewohnt eifrig vorwärts und war schön an meine Hilfen gestellt. Ich parierte sie wieder zum Trab durch und ließ sie ein paar Mal über Trabstangen und Cavaletti gehen, um sie zu gymnastizieren und auf die Sprünge vorzubereiten. Dann ritt ich das erste Hindernis an. Ich hatte in einigem Abstand davor eine Stange gelegt, damit Sami nicht zu heiß wurde. Es klappte hervorragend und mein goldenes Stütchen sprang wie ein Gummiball über die Hindernisse, als wären diese überhaupt nicht vorhanden. Als ich schließlich einmal den ganzen Parcours gesprungen war, parierte ich Sami durch, ritt sie trocken und versorgte sie anschließend liebevoll.

      Levistino
      Nun war mein gekörter Trakehnerhengst Levistino an der Reihe. Mit dem hübschen würde ich heute ein wenig Dressurtraining machen, da er - im Gegensatz zu Samiyah - in letzter Zeit im Springen ausgebildet worden war. Ich putzte Levistino nur kurz über, da er bereits sauber war, kratzte die Hufe aus und verlas seinen Schweif. Dann bandagierte ich ihn und legte ihm Sattel und Zaumzeug an. Levi schlug ungeduldig mit dem Kopf - er hatte es immer eilig los zu kommen. Ich beruhigte ihn und führte ihn dann zur Reithalle. Die Hindernisse hatte ich bereits zusammen mit einem meiner Pfleger abgebaut. Ich hatte das Gefühl, dass Levistino ein wenig enttäuscht war. Der imposante Hengst sprang für sein Leben gern, doch da Dressur erstens sehr wichtig und er zweitens auch noch sehr begabt war, musste er da eben ab und an durch.
      "Mach dir nichts draus. Die nächsten Trainingsstunden werden sich hauptsächlich um Dressurlektionen drehen mein Hübscher!", sagte ich lachend zu ihm, während ich mich in den Sattel schwang. Levistino schlug mit dem Kopf, bekam sich dann jedoch recht schnell wieder ein. Ich klopfte ihm den grauen Hals und würmte ihn ordentlich auf. Anschließend übte ich Schenkelweichen, Rückwärtsrichten und noch ein paar andere Lektionen, bevor ich den Hengst schließlich schon ziemlich geschafft trocken ritt und fertig machte.

      Reminiscent Inspiration & Unannounced Pleasure
      Als Levistino ruhig auf seiner saftigen Koppel stand, widmete ich mich den Stutfohlen Inspiration und Pleasure. Die beiden waren schon ein ganzes Stück gewachsen. Beide würden morgen an einer Fohlenschau teilnehmen, weshalb ich sie nur putzen und dann auf die Weide lassen würde. Ihre Kür hatten beide schon perfekt drauf, weshalb ich nicht noch einmal mit ihnen zu trainieren brauchte. Ich holte die aufgeweckten Stutfohlen aus ihren Boxen, putzte sie gemeinsam und brachte sie dann auf die Koppel, auf der schon Everybody's Darling graste. Die junge Fuchsstute hob nicht einmal den Kopf, als die beiden die Koppel betraten. Ab morgen wollte ich die kleine New Forest Stute in die große Herde eingliedern, vielleicht würde sie dort endlich einen Freund finden...

      Mahira, Angels Fall First, Black Soul & Branagorn
      Als letztes waren Black Soul, Branagorn, Angels Fall First und Mahira an der Reihe. Alle vier hatte ich die letzten Tage ausgiebig gearbeitet, weshalb sie heute frei hatten. Mahira machte schon sehr große Fortschritte beim reiten und ich war unglaublich stolz auf meine Süße. Angel, Soul und Branagorn dagegen wollte ich demnächst ebenfalls ins Training schicken und auch wieder aktiver mit ihnen an Turnieren teilnehmen. Immerhin hatte ich ja vor bald eine Elitezucht zu eröffnen und auch wenn ich wusste, dass meine Pferde durchaus das Potenzial dazu hatten, bedeutete das noch sehr viel Arbeit. Ich holte zuerst meine junge Fuchsscheckstute aus ihrer Box, putzte sie gründlich und ließ sie dann auf die Weide. Mahira lief vorsichtig auf die Gruppe Stuten zu, die bereits da standen. Bisher war die Stute ja nur mit Rafinesse und später noch mit Inspiration, Darling und Pleasure zusammen gestanden, doch ich hatte beschlossen, sie nun endlich in die Stutenherde einzugliedern. Dort standen nun Cuchara, History, Dorina, Fatimah, Misery, Benjilala, Mizzi, Samiyah und Rafinesse und starrten dem Neuankömmling entgegen. Schließlich stieß Rafinesse ein lautes Wiehern aus und trabte ihrer Freundin entgegen. Wenn meine beiden Hannoveranerfohlen ausgewachsen waren, würde ich die Gruppe wohl wieder aufteilen und musste dann schauen, was ich mit Mahira und Rafinesse anstellte, da die beiden sich so gut verstanden. Dann ertönte auch schon Samiyah's herausforderndes Wiehern und meine Schönheit kam im Galopp auf Mahira zu geprescht. Rafinesse machte sofort Platz, sie hatte die Eingliederung in die Herde schon hinter sich. Bisher war immer meine temperamentvolle Andalusierstute Cuchara die Chefin der Herde gewesen, doch die selbstbewusste Samiyah hatte ihr diesen Posten schnell streitig gemacht. Nun war ich etwas gespannt, wie Mahira reagieren würde. Sami giftete die neue Stute nun mit flach angelegten Ohren an. "Samiyah. Stell dich nicht so an. So siehst du überhaupt nicht mehr hübsch aus!", tadelte ich meine Cremello Stute. Die ließ sich davon jedoch ausnahmsweise nicht beeindrucken und spielte sich weiter vor Mahira auf. Die junge Scheckstute legte die Ohren zunächst ebenfalls flach an den Kopf und ich dachte schon, die beiden würden nun richtig anfangen zu streiten, da legte Mahira den Rückwärtsgang ein und bewegte sich von der Stute weg. Ich seufzte erleichtert, als Sami daraufhin ihr Gehabe etwas zurückfuhr und wieder an ihren Lieblingsplatz zum Grasen ging. Das war ja nochmal gut gegangen.
      Also holte ich als nächstes meine Hannoveranerstute Angels Fall First, Sami's neue Freundin. Die nun neunjährige Stute war die Einzige, die Sami in ihrer unmittelbaren Nähe duldete und so ging Angel auch geradewegs auf sie zu und stellte sich dicht neben die Cremellodame, um zu grasen. Ich schüttelte lachend den Kopf und machte mich daran, auch Black Soul und Branagorn hinaus zu lassen. Zuerst nahm ich den stürmischen Rapphengst, putzte ihn und brachte ihn anschließend auf seine Hengstkoppel. Branagorn hingegen durfte zu den verträglicheren Hengsten. Orfino, Jojo, Life und Prince begrüßten den Hengst mit einem freundlichen Brummeln.
    • Sammy
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      Ein Tag harter Arbeit - Tierarztbericht
      von Loulou
      22. Oktober 2013
      Schon früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zu meinem ersten Auftrag am heutigen Tag. Mein Weg führte mich zu Sammy's Zucht, in der einige Pferde auf mich warteten. Der heutige Tag hieß für mich 39 Pferde abzuhören, zu impfen und zu entwurmen. „Guten Morgen.“, begrüßte ich die junge Frau freundlich, die auf mich zukam, nachdem ich auf den Hof geparkt hatte. „Da haben wir ja heute eine Menge zu tun.“, schmunzelte ich, während wir zum Stall der New Forest Ponys gingen. „Vorausgesetzt, die Tiere sind nicht krank, impfe ich alle gegen Tetanus, Tollwut, Influenza und Herpes durch und gebe ihnen ihre Wurmkur.“, erklärte ich Sammy. Gesagt, getan. Ich betrat den angenehm warmen Stall, während sie sich daran machte, die restlichen Tiere in ihre Boxen zu bringen, wenn sie noch auf der Weide standen. Mit dem impfen würde ich beginnen, sobald sie wieder herein kam und wir zu zweit waren, doch bei 39 Tieren hatte ich noch genug vorzubereiten.
      Nach gut einer halben Stunde hatte ich in eine gelbe Plastikschale den fertigen Impfstoff in Einwegspritzen, auf deren Kanülen jedoch noch die Schutzkappen steckten gelegt und auch die Paste, die die Wurmkur mit Apfel Zimt Geschmack darstellte fertig. Just in diesem Moment schwang auch schon die Stalltür auf und die Sammy kam herein. „Gut, dann lass uns anfangen. Wenn es bei einem Pferd eine charakterliche Besonderheit gibt, die ich beachten muss, sag mir vorher bitte kurz Bescheid.“, gab ich ihr zu verstehen und lächelte leicht, ehe ich zu der ersten Box ging. Ein Pintaloosa Hengst blickte mich neugierig an und das Schild an der Boxentür verriet mir, dass es sich um Hollybrook's Cheeky Jot handelte. „Na du.“, begrüßte ich ihn und schlüpfte in die Box. Interessiert musterte das Tier mich und reckte mir vertrauensvoll den Hals entgegen, als würde er mich schon seit Ewigkeiten kennen. Ich streichelte ihm kurz den Hals, ehe ich das Stethoskop um meinem Hals nahm, um Herz und Lunge abzuhören. Er hatte weder Herzgeräusche, noch Husten oder ähnliches, so maß ich noch Fieber, um eine Infektion auszuschließen. Als alles kontrolliert war, bekam er die Spitze in den Hals, ehe ich die Hülse wieder auf die Kanüle steckte und sie in eine noch leere Box kam. „So großer, jetzt noch die Wurmkur und dann hast du es auch schon geschafft.“, murmelte ich, während ich den Hengst davon überzeugte, dich die große Plastikspritze ohne Kanüle ins Maul schieben zu lassen und den Inhalt runter zu schlucken. „So, damit hätten wir den ersten.“, murmelte ich, klopfte ihm den Hals und ging weiter zur nächsten Box, in welcher ein bildschönes Endmaßpony stand. Etwas ängstlich schien er mich zu betrachten, doch mit einer ruhigen Hand und etwas Geduld ließ er die Behandlung über sich ergehen und der Kasten mit den benutzten Einwegspritzen füllte sich um eine weitere. Ich achtete immer auf penible Sauberkeit und Genauigkeit, denn als Tierarzt durfte man sich keinen Fehler erlauben, wenn man weiterhin bestehen wollte. Der nächste Kandidat war Cardoc, welcher mich aus aufmerksamen Augen betrachtete. „Na komm Großer.“, murmelte ich und begann mit der Untersuchung. Auch er war gesund und ließ das Impfen über sich ergehen, doch als ich ihm die Spritze mit der Wurmkur in das Maul schieben wollte, legte er die Ohren an und riss den Kopf hoch. „Ganz ruhig.“, sagte ich tadelnd und umgriff seinen Nasenrücken, um seinen Kopf herab zu ziehen und mit ein bisschen Geschick war die Wurmkur in seinem Maul verschwunden. „Siehst du, ist doch gar nicht so schwer.“, grinste ich und klopfte ihm den Hals, um dann zur nächsten Box zu gehen. Sammy erleichterte mir meine Arbeit, in dem sie die Türen hinter mir wieder verschloss, die nächste öffnete und mir die Schalen mit den verschiedenen Sachen reichte. Nicht jeder Besitzer, bei dem ich war, so kooperativ und deshalb ging mir die Arbeit oft nur langsam von der Hand. Der nächste war Caspar, ein wunderschöner Scheckhengst. Doch er schien recht ängstlich zu sein, denn als ich die Box betrat und bei meiner Arbeit in einer wohl nach seinem Geschmack zu heftigen Bewegung die Hülle von der Kanüle löste, schrak er zusammen und kickte mit den Hinterhufen, wobei er scheppernd den Wassereimer traf. „Gaaaanz ruhig.“, murmelte ich und versuchte ihn gemeinsam mit Sammy zu beruhigen, was schließlich auch gelang und ich konnte meine Arbeit beenden. In der nächsten Box wartete Magical Moment nun auf mich. Eine bildhübsche Stute, welche vollkommen umgänglich die ganze Prozedur über sich ergehen ließ. Jedes von Sammys Pferden überraschte mich – sowohl im Interieur wie auch im Exterieur, doch die Stute in der nächsten Box toppte bisher alles. Thousand Sunny sah mir aus dunklen, großen Augen entgegen und begutachtete neugierig jede meiner Bewegungen. Nachdem sie grob durchgecheckt, geimpft und entwurmt war, klopfte ich ihr den Hals und widmete mich dem nächsten Pony. Naboo, wie die Stute hieß, schien ein wenig eigenwilliger zu sein und dies zeigte sie auch eindeutig. Es brauchte einiges an Geduld, bis auch sie fertig war und ich die Box verlassen konnte, doch waren mir willensstarke Pferde immer auf ihre eigene Art und Weise sehr sympathisch. Doch dieser Dickkopf sollte noch übertrumpft werden, als ich Isola della Piraterias Box betrat. Misstrauisch begutachtete mich die Stute, als ich begann, sie zu untersuchen. Grade klopfte ich ihr lobend des Hals, als sie eine überraschende und schnelle Bewegung machte und mich zwischen sich und der Wand der Box eingeklemmt hatte. „Wohaa.“, sagte ich mahnend und vertrieb sie energisch von mir. Seufzend klopfte ich mir den Schmutz von der Kleidung und noch ehe sie sich versah, hatte ich sie geimpft schaffte es auch, ihr die Wurmkur zu verabreichen. Mit angelegten Ohren verfolgte mich ihr Blick, als ich die Box verließ und zur nächsten ging. Mit leichtem Kopfschütteln, doch grinsend betrat ich Aimilianis Box und sie und auch Fairylike Facility in der nächsten waren deutlich umgänglicher und schnell geimpft und entwurmt. Nun verblieben noch drei Pferde in den Stallungn der New Forest Ponys. Die junge Stute mit der außergewöhnlichen Farbe – ein Silver Dapple Sooty Buckskin – Golden Flair war eines der zutraulichsten Tiere, die mir je begegnet waren und das obwohl ich vollkommen fremd für sie war. Sie schien die Aufmerksamkeit, die ihr zu Teil wurde, regelrecht zu genießen, ebenso wie Walk of Fame, die laut Sammy heute wohl einen guten Tag hatte. Nun war ich beim letzten Pony in diesem Stall angelangt: Precious Scream. Sie schien sich einen Spaß daraus zu machen, mich auf den Arm zu nehmen und auch wenn es anstrengend war, so war es doch recht amüsierend mit ihr. „So, fertig.“, lächelte ich zu Sammy. „In dem Stall sind alle wohl aus, geimpft und entwurmt. Dann würde ich sagen, kurze Pause und dann geht es bei den Vollblütern weiter.“, sagte ich und begann meine Sachen zusammen zu packen und in den nächsten Stall zu bringen, was mit Hilfe von Sammy recht schnell ging. Doch auch die Pause und das Käsesandwich, dass ich mir am Morgen geschmiert hatte, bekamen ihre Aufmerksamkeit und so war ich nach einer halben Stunde wieder im Stall bei den Arabern. „Dann wollen wir mal.“, seufzte ich und nahm die eintönige Arbeit wieder auf. Khamar al Sanaa, der erste Hengst, war ein unglaublich schickes Tier und man sah ihm seine Herkunft, von der Sammy berichtete durchaus an. Er arbeitete willig mit und so fand ich mich schnell bei Sahira wieder, eine schicke Mausfalbstute. „Na komm, meine Hübsche.“, sagte ich und begann bei ihr mit meiner Arbeit. Mit den Vollblütern war es doch etwas anderes, als mit den Dickköpfigen Ponys und einige Vorurteile trafen durchaus zu, wie ich schon mehrmals bei meiner Arbeit feststellen durfte. Ebenso schnell ging es bei Little Miss Sunshine und Bittersweet, nur Sharley schien ein wenig zu kränkeln. Doch gemeinsam mit Sammy, beschloss ich sie dennoch zu impfen, da es nicht weiter dramatisch zu sein schien, doch sollte sie sie die nächsten Tage ein wenig im Auge behalten. Recht schnell kamen wir in diesem Stall bei dem vorletzten Pferd Rose De Soleil
      an. Der recht dunkle Palominoschecke war definitiv eine gut zuhändelne Stute, nur Fallen Immortaliny fand Spaß daran, mir das Leben ein wenig schwerer zu gestalten. „So, dann wären wir hier auch durch.“, lächelte ich und blickte zu Sammy. „Als nächstes zu den Trakehnern und Hannoveranern, richtig?“ Sammy nickte und so machten wir uns auf den Weg in den nächsten Stall. Wow. Hier schienen wohl ihre Prachtstücke zu stehen, denn mir bot sich ein nicht zu verachtendes Bild an Pferden. Levistino war der erste, ein schicker Apfelschimmel mit ganz eigenem Kopf. Doch wusste ich nach jahrelanger Arbeit inzwischen ganz gut, wie ich mit solchen Pferden umzugehen hatte und ich hatte schon weitaus schlimmere Fälle unterbekommen, da war kein Tier aus diesem Stall nur annähernd schwierig. Auch Samiyah, die sich ganz nach ihrem Namen verhielt, war bald geimpft und entwurmt, sodass ich mich der schicken Stute Mahira widmen konnte. Die erst anderthalb Jahre Stute war jedoch sehr umgänglich, wie auch Branagorn, der Grey Spotted Leopard Hengst. Black Soul hingegen schien ein eher ängstliches Tier zu sein, was jedoch auch seinen Grund hatte, wie Sammy mir erzählte. Dennoch blieb er gerade wie eine Eins stehen, als ich ihn impfte und schließlich entwurmte. Nun kamen wir zur letzten Stute in diesem Stall, Angels Fall First. Ein interessanter Name, wie ich fand, doch war mir auch schon an Namen so einiges kreatives untergekommen. Wieder merkte ich, dass Sammy nicht nur auf Exterieur und Leistung züchtete, sondern all ihre Pferde auch sehr charakterstark waren. „Fertig.“, lächelte ich und streckte mich kurz. Wenn es schon so lang dauerte, alle Pferde durchzu checken und zu impfen beziehungsweise zu entwurmen, wie lange war Sammy wohl mit ihnen beschäftigt? Puh. Nun kamen wir zu den übriegen Ponys und Warmblütern und so langsam schwand meine Motivation. Cinnemont's History war die erste, eine sehr umgängliche Stute. Auch Ojos Azules war die Ruhe selbst, als ich meine Arbeit an ihm fortsetzte. Fair Prince, ein Isländer im Endmaß lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. Ich liebte isabellfarbende Pferde einfach und zudem war er noch sehr umgänglich, was die Arbeit doch etwas versüßte, ebenso wie die freundliche doch etwas schreckhafte Isländerstute Dark Misery. Noch zwei weitere Isländer - Intolerable Life und Fatimah – folgten, bis ich mit dieser Rasse durch war. Glücklicherweise war keines der Tiere krank oder anderweitig geschwächt, was einiges an Zeit sparte. Ich atmete tief durch und zwang mich zur Ruhe, damit sich meine langsam aufkeimende Nervosität nicht auf die Tiere übertrug. Nun war ich bei den Saddlebreds angelangt, drei an der Zahl. Die großen, schönen Tiere ließen die Prozedur willig über sich ergehen, der Hengst Someone, ebenso wie die beiden Stuten Paradises Rafinesse und Mizzi. „So, nur noch vier, dann sind wir durch.“, sagte ich zu Sammy und wir trugen die Kisten zur nächsten Box. Slaters Secret, ein schicker Barockpinto erwartete uns und rasch war er geimpft und entwurmt, ebenso wie die Barockpintostute Benjilala. Als vorletztes kamen wir zu dem Schabrackenfuchs Dorina. Sie war das perfekte Abbild eines Pferdes und es war schön, sie anzusehen, doch blieb dazu nicht allzu viel Zeit, denn draußen dämmerte es inzwischen. „So, du bist nun der letzte, Großer.“, sagte ich zu Daemon und begann damit, den Rapphengst zu untersuchen, um ihn daraufhin den Impfstoff zu spritzen und die Wurmkur zu verabreichen. Kurz klopfte ich ihm den Hals und seufzte zufrieden auf. „Fertig, Sammy.“, schmunzelte ich und verließ die letzte Box. Gemeinsam räumten wir den Geländewagen draußen auf dem Hof wieder ein, ich verabschiedete mich freundlich und schüttelte ihr die Hand. „Dann bis zum nächsten Mal.“, sagte ich, stieg in den Wagen und verließ den Hof, um mich auf dem Heimweg zu machen. Doch zu hause würde mich noch einiges an Aufräumarbeit und Papierkram erwarten.
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  • Album:
    Überflieger
    Hochgeladen von:
    Sammy
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    24 Aug. 2017
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    Mahira
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    Spitzname: Mia

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Fürstentraum
    V: Lanzelot
    M: Kobra
    Aus der: Marah
    V: Ying Yang
    M: Miami Blood Moon

    --------------------------------------------------

    Rasse: Trakehner
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 01. Mai 2012
    Stockmaß: 1.65 m
    Fellfarbe: Chestnut Frame Overo | Fuchsschecke
    Kopfabzeichen: Laterne
    Beinabzeichen: v.l.: hochweißer Fuß, v.r.: weiße Fessel, h.l.: hochweißer Fuß, h.r.: weiße Fessel

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    ~ Beschreibung & Charakter ~

    Mahira ist eine quirlige junge Stute mit viel Potenzial. Die große Scheckstute besitzt eine hervorragende Abstammung und ein korrektes Exterieur. Mit ihrer fast roten Fellfärbung und der schönen Zeichnung besticht sie bereits beim ersten Anblick. Abstammungsbedingt liegen Mahira's Stärken vor allem im Springen und Military, doch auf Grund ihrer jetzt schon schwebenden, leichten Gänge ist auch eine gewisse Veranlagung für die Dressur erkennbar.
    Mahira ist einerseits ausgesprochen anhänglich und verschmust- sie sucht sehr oft die Nähe zu Menschen mehr als zu den anderen Fohlen ihrer Herde. Gleichzeitig ist sie aber auch ein sehr aufgewecktes Fohlen, dass gefordert werden will. Mit konsequenter Erziehung und dem richtigen Training wird sich Mahira bestimmt zu einem tollen Sportpferd entwickeln!
    Die junge Trakehnerstute wurde durch zwei gewonnene Fohlenschauen gekrönt und konnte bereits einmal den zweiten Platz bei einer Stute des Monateswahl erreichen. Nun soll der Schwerpunkt ihrer Ausbildung auf Turnierteilnahmen liegen, bevor sie im nächsten Jahr hoffentlich ihr erstes Fohlen zur Welt bringen wird.
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Toffifee
    Ersteller: Ivi.Kiwi
    Vkr: Ivi.Kiwi

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    E
    Springen: A
    Military: E

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    ~ Schleifen ~

    Gewinnerin der [FS 208] Fohlen mit Kopfabzeichen
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    Gewinnerin der [FS 210] Trakehner & Isländer
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    Damit automatisch gekrönt
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    2. Platz bei der 52. Stute des Monatswahl
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    3. Platz beim 419. Springturnier
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    ~ Sonstiges ~

    Zuchtfähig: Ja​
    Nachkommen:///