Bracelet

Magic Attack* │ Englisches Vollblut │ Hengst

<3

Tags:
Magic Attack* │ Englisches Vollblut │ Hengst
Bracelet, 12 Sep. 2017
Flair gefällt das.
    • Bracelet
      Sadasha | Die Kür der Hengstkörung

      „Du hast ihn doch in letzter Zeit auf vielen Turnieren vorgestellt, dann kannst du das hier auch noch machen.“ Das waren die Worte meiner Mutter als ich ihr erzählte, dass ich ungerne einen 'fremden' Hengst auf einer Körung vorstellte. Es gab so oder so keinen Weg mehr zurück, wir waren gemeldet und standen auch schon am Veranstaltungsort. Wir warteten nur darauf aufgerufen zu werden. Der Fremde war Magic Attack ein gepunkteter Vollbluthengst, den ich freiwillig gefördert hatte um ihn für den ein oder anderen Decksprung nutzen zu können, sobald er zugelassen wurde. Auf den Turnieren hatte sich der große Bunte gut geschlagen. Rachel und ich sind mehr als zufrieden. Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht kam sie auch schon mit Magic auf uns zu. „Ich hab ihn fertig gemacht. Viel Erfolg.“ Sie reichte mir die weißen Zügel und damit wurden wir auch schon aufgerufen. Magic Attack war unruhig und hibbelig, die vielen Menschen hier waren nicht seins, das hatte ich schon auf den Turnieren festgestellt. In der Mitte des Platzes grüßte ich die Richter, die auch sogleich den Hengst inspizierten, der die drei Gestalten misstrauisch beäugte. Als einer der Richter um ihn herumging wollte sich Magic Attack eigentlich mit drehen um ihn im Auge behalten zu können. Als er merkte, dass das nicht ging, riss er mir fast die Zügel aus der Hand. „Okay, reich schon. Danke.“ meinte der Mann und hob entschuldigend die Hände. „Dann machen Sie weiter.“ Weiter hieß, dass wir nun die Grundgangarten vorstellen konnten. Das taten wir zuerst auf der linken Hand. Erst Schritt, dann Trab, dann Galopp. Nach einem Handwechsel ging es in umgekehrter Reihenfolge weiter, damit auch die andere Seite in allen drei Grundgangarten begutachtet werden konnte. Die Richter schrieben noch ihre Notizen zu Ende und wollten den gepunkteten Hengst, dann auch noch freilaufend sehen. Das ließ sich Magic Attack nicht zwei mal sagen. Sobald ich die Zügel ausgeklickt hatte rannte er vollkommen losgelöst über den Platz und machte spätestens jetzt alle mit einem lauten Wiehern auf sich aufmerksam. Nach einigen Runden im Galopp beruhigte er sich wieder und kam automatisch zurück zu mir. „Gut gemacht.“ lobte ich ihn und streichelte ihn kurz, bevor ich mich von den Richtern verabschiedete und dann den Platz für den den nächsten Teilnehmer räumte. Meine Mutter stand schon am Tor und war hellauf begeistert, was für ein tolles Pferd Magic Attack doch sei. „Bei meinen Pferden bist du nie so überschwänglich.“ bemerkte ich. „Deine Pferde haben auch keine so tollen Muster und so ein schickes Gebäude dabei!“ gab sie trocken zurück. Getroffen verzog ich mein Gesicht und übergab Magic Attack zurück an seine Besitzerin. „Meine Pferde sind auch toll!“ verteidigte ich meine Truppe schmollend.

      Flair | 27.08.2017 | Der alltägliche Wahnsinn

      Pflegebericht für Cosmic Dawn, Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona, Bijou, Shyvana, Magig Attack, Eskari & Kjarkur
      Aus der Sicht von Isabell Neyer

      "Marie, könntest du dir mit Dai nicht etwas mehr Mühe geben? So kompliziert ist sie jetzt auch nicht!" Ich stellte bei dem Anblick, die das Paar abgaben, genervt meine Tasse auf die Bande. "Nimm doch mal bitte die Zügel etwas mehr an und treib sie in den Zügel rein." Mit einem prüfendem Blick verfolgte ich die unglücklichen Versuche, die Marie im Sattel unternahm. Nachdem Daitona sich auf der Zirkellinie immer wieder heraushob und wie eine Giraffe durch die Bahn schlenderte, sah sie mich verzweifelt an. "Isa, das ist einfach nicht mein Pferd. Gib mir meine Macaruja oder meinen Nemax, die beiden sind meine Freunde." Ich sah sie vorwurfsvoll an. "Ich möchte aber, dass du dich auch mit Dai anfreundest." "Sie will sich aber nicht mit mir anfreunden, das ist ja wohl ganz offensichtlich", entgegnete Marie und hielt die Rappstute unelegant auf der Mittellinie an. "Bitte..." - "Wenn du willst, kannst du auch Cosmic reiten", entgegnete ich ihrem verzweifeltem Versuch, Gnade walten zu lassen. "Der hat bloß noch mehr Pfeffer im Arsch, und wenn beide Pferde auf Turnier gleichzeitig vorgestellt werden müssen, dann wirst du dich wohl mit Dai zufrieden geben müssen. Aber das wird schon, reite sie einfach so oft du kannst. Und wenn Philipp oder Janina Zeit haben, dann geh doch mit Dai zum Training." Marie seufzte und trieb die Stute wieder an. "...Lass sie nicht so sehr in deinen losen Zügel latschen, Mensch!" Marie nahm die Zügel auf, und trabte die Rappstute wieder an. Ich setzte mich noch eine Weile lautlos hinter die Bande und schlürfte meinen Cappuccino, während mein Blick auf Daitona und Marie ruhte. Insgesamt sah es eigentlich gar nicht schlecht aus. Marie hatte zwar alle Hände voll zu tun, aber wenn sie sich auf die Stute erst einmal eingefummelt hat, dann werden die beiden auch ein gutes Paar abgeben. Marie arbeitete mit vielen Volten und Biegungen, und so langsam aber sicher, stellte Dai sich ordentlich an den Zügel, kaute hin und wieder auch auf ihrem Gebiss. "Siehst du? geht doch!", sagte ich zu Marie, die mich daraufhin mit einem hochrotem Kopf angrinste.
      Ich Verließ die Reithalle und machte mich auf den Weg zum Stalltrakt, um Cosmic und Nemax fertig zu machen. Die beiden Hengste haben am nächsten morgen mehrere Prüfungen. Kjarkurs, Eskaris, Shyvanas und Bijous Boxen waren leer, die vier standen noch draußen auf der Wiese. Marie sollte sie später reinholen, ich darf nicht vergessen ihr das noch zu sagen. Macaruja grummelte mich freundlich an, und ich tätschelte ihr im Vorbeigehen den Hals. "Später hab ich etwas mehr Zeit für dich, meine Liebe", vertröstete ich sie. Waikiki knabberte an ihrem Heu und betrachtete mich argwöhnisch, als ich an ihrer Box vorbei ging. Cosmic freute sich abnormal, als ich ihn aus seiner Box holte. Vermutlich erwartete er, dass ich ihn zu den anderen rausstellte. Als ich ihn zum Waschplatz dirigierte, hielt sich seine anfängliche Freude dann doch eher in Maßen. Allerdings war die Waschplatte unumgänglich. Seine weißen Füße waren vom Springtraining noch voller Matsch, und auch der Schweif war mit einzelnen Erdbrocken verklumpt. Ich suchte vergeblich nach Shampoo, und fand letzten Endes eine Halb leere Packung in der Sattelkammer. "Mensch Philipp...", fluchte ich leise, als ich auf dem Weg zur Waschplatte war. "Hat man dir nicht beigebracht, die Dinge so zu hinterlassen, wie du sie vorgefunden hast?!" "Hm?", machte es hinter mir. Ich drehte mich um und sah dem Übeltäter direkt ins Gesicht. Er hatte Nemax im Schlepptau. Ich betrachtete ihn argwöhnisch, vermutlich genau so, wie Waikiki mich gerade eben noch angesehen hat. "Cosmic war beim Springen heute wirklich sehr nett", lenkte er gekonnt vom Thema ab. Er wusste, wie sehr ich es liebte, wenn man meine Pferdchen lobte und gut von ihnen Sprach. "Philipp du hättest den ruhig auch direkt danach mal abspritzen können..." murmelte ich über Cosmics Vorderbein gebeugt. "Der sieht ja fast auf wie ein Fall für den Tierschutzverein!", witzelte ich, allerdings schien er meinen ironischen Unterton nicht zur Kenntnis zu nehmen "Isa, du übertreibst maßlos! Ich hatte es eilig, ich hatte einen Termin. ich wollte Cosmics Pediküre ja gerade nachholen, aber da hattest du ihn ja schon rausgeholt." Wenigstens fühlte er sich schuldig, dachte ich gekränkt. Seine "Termine" waren wohl eher Verabredungen, und irgendwie ging es an mir nicht gerade spurlos vorbei, dass er mir diese Tatsache noch immer verheimlichte. "Ist schon in Ordnung, ich mache das jetzt eben. Muss ihn sowieso noch startklar für morgen machen." Phillip stand noch einen Augenblick da, ich konnte seine Blicke in meinem Nacken spüren, während ich mich krampfhaft darauf konzentrierte Cosmics Vorderbein wieder zum strahlen zu bringen. Er sagte nichts mehr und führte Nemax, der die Stille mit einem Schnauben unterbrach, an mir und dem großen Fuchshengst vorbei, um ihn am nächstgelegenen Putzplatz anzubinden und seine Mähne zu kleinen Zöpfchen zu flechten. Gebannt betrachtete ich die vier weißen Beine des Hengstes, und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nun begann auch ich, seine Mähne einzuteilen und flocht ihm einzelne kleine Zöpfchen. Seine Mähne war einfach einzuflechten. Sie war sehr schön gleichmäßig und hatte kaum Wirbel, allerdings war Cosmic vom langen Stehen mittlerweile genervt, und brachte dies auch schnell zum Ausdruck: Er begann, die Wände abzuschlecken, stampfte hin und wieder auf den Boden und erschreckte sich dann vor dem lauten Geräusch, welches durch den Aufschlag seiner Eisen auf dem Beton erzeugt wurde. Als ich in der Mitte seiner Haarpracht angelangt war, war ich genau so schweißgebadet wie Marie, die mit Daitona gerade aus der Halle kam. Sie strahlte mich an "Ist am Ende doch noch richtig gut gewesen. Janina kam zufällig vorbei, sie hatte ihr Handy im Stübchen liegen gelassen, sie konnte mir noch ein paar richtig gute Tipps geben!". "Das freut mich! Siehst du, ich sag doch, sie ist gar nicht so schwer, man muss sich bloß einmal darauf eingefummelt haben. Mach doch am besten noch ein paar Stunden mit Janina zusammen", schlug ich vor. "Auf jeden Fall. Dai hat auch wirklich gut mitgearbeitet, und wenn man sie einmal 'geknackt' hat, dann läuft sie ja auch echt traumhaft". Noch so ein wundervolles Lob! "Ja, das Pony habe ich mir ja auch nicht grundlos zugelegt, meine Liebe!", lachte ich. "Warte eben, ich mache dir Platz. Ich räume Cosmic eben woanders hin." Dankbar klopfte Marie Daitonas verschwitzen Hals. Als ich Cosmic an ihr vorbei führte, achtete ich akribisch darauf, dass sie mit ihrem Maul dort blieb, wo sie war. Dann hielt ich kurz inne: "Könntest du nachher noch die Pferde reinstellen? Das wäre super lieb. Ich habe hier noch wegen morgen einiges zu erledigen." Ich hielt die Tüte mit den Mähnengummis und das weiße Klebeband hoch. "Ja natürlich!", Marie willigte sofort ein. "Lass mich nur eben Daitona abspritzen und in den Stall stellen. Der große Fuchshengst war ganz aufgedreht und quietschte vergnügt, als er an Dai vorbeiging. Die Stute legte die Ohren an, verhielt sich ansonsten aber nett. Vermutlich war sie genau so fertig wie Marie.
      Trotz Cosmics Hampeleien konnte ich ihm innerhalb der nächsten Stunde eine halbwegs hübsche Frisur machen, mit der ich ihn in seine Box entließ. Marie war längst nach Hause gegangen, Nemax war ebenfalls wieder in seiner Box. Philipp ist demnach wohl auch schon zuhause. Ich schnappte mir noch Cosmics Sattel und sein Zaumzeug, verfrachtete es in das Reiterstübchen und suchte in der Sattelkammer vergeblich nach einer weißen Springschabracke ohne braune Flecken. Irgendwo hier musste diese eine mit der Schwarzen und der Goldenen Kordel und dem Schriftzug vom Gestüt liegen, das wusste ich genau. Es war wie zum verrückt werden. Letzten Endes nahm ich mir eine der dreckigen, eine, mit einer silbernen Kordel und kleiner Karosteppung und versuchte, den Fleck abzubürsten. Wo ist die gute Schabracke geblieben? Die hat doch wohl niemand mitgehen lassen? In Gedanken versunken ging ich mit der fleckigen Schabracke wieder ins Stübchen und begann damit, den Sattel mit Sattelseife zu reinigen und anschließend zu fetten. genau so ging ich mit der Trense und dem Vorderzeug vor. Als ich aufblickte, war es bereits halb neun. Schnell baute ich die Einzelteile wieder zusammen und befestigte die Schabracke unter dem Sattel, als Philipp durch die Tür kam. "Ach du bist noch hier?", fragte er mich verdutzt, "Ich dachte, deine Serie läuft schon." "Ja, seit fünfzehn Minuten", antwortete ich schnell, konnte meinen überraschten Gesichtsausdruck aber wohl nicht verbergen, "und du möchtest Überstunden machen, oder wie habe ich das zu verstehen..?" Auf diese Frage war er wohl vorbereitet. Er betrachtete die Schabracke mit den Flecken, an der ich Alibimäßig den Klettverschluss unter dem Sattelblatt noch einmal auf und zumachte. Mit einem schrägen Grinsen im Gesicht hielt er eine Tüte in die Luft. "Nein, auf keinen Fall! Ich wollte nur die Schabracke vorbei bringen. Die habe ich nach dem letzten Turnier gewaschen und dann unglücklicherweise vergessen. Ist mir gerade noch rechtzeitig eingefallen." Er legte die Tüte auf den Tisch. "Außerdem kannst du dein Pferd doch nicht damit vorzeigen", er deutete auf die hässliche Schabracke, an der ich noch immer herumfummelte. "Immerhin wäscht du die dreckigen Schabracken", witzelte ich. Sein Lächeln veränderte sich in eine ernstere Miene. "Ja", schweifte er ab, "Wir treffen uns dann morgen gegen halb 6 hier, Marie kommt auch mit, ich hatte sie gerade eben noch gefragt, bevor sie gefahren ist." "Gut", nickte ich, und machte mich daran, die alte Schabracke gegen die frisch gewaschene zu tauschen. Philipp verabschiedete sich mit einem kurzen Nicken nicht und machte sich auf den Weg nach draußen. Ich war innerhalb weniger Minuten ebenfalls fertig, machte alle Lichter aus und verschloss die Stalltür hinter mir. Eine warme Sommerbrise wehte über den Hof. Es war wirklich noch sehr schön draußen, aber ich beeilte mich trotzdem, denn meine Serie wollte ich nicht verpassen.
    • Bracelet
      Frischer Wind

      Viel früher als gewohnt ereilte uns nach dem kurzen, milden Sommer auch schon wieder die eisige Kälte, die uns der Nordwind gebracht zu haben schien. Die kurzen T-Shirts, die ich diesen Sommer doch so sehr lieben gelernt hatte, wurden bereits Anfang September durch Pullover und funktionelle, langärmlige Funktionsunterwäsche ausgetauscht. Die Jacken dicker den je für diesen Monat. Schweden hatte leider, wenn es den wunderschönen Schleier ablegte und damit das vermeintlich schöne Gesicht zum Vorschein kommen sollte, eine nicht all zu schöne Seite an sich. Die allgegenwärtige Kälte schien mir dieses Jahr gar nicht gut zu tun. Sie schlug mir mehr als merklich aufs Gemüt und schwächte mich körperlich mehr als je zu vor.
      Objektiv betrachtet hatte das Ganze jedoch schon seinen Reiz. Als ich kurz vor 10 Uhr die Trainingspläne für die kommende Woche fertiggestellt hatte und vor die Haustüre trat wirbelte der Wind gerade gelbe, orangene und rotbraune Blätter über den Asphalt. Die Sonne stand hoch am himmel und wärmte sanft meine eisigen Hände, dich ich dieser jedoch bald entzog und in wärmende Handschuhe einpackte.
      Auf dem Weg in den Stall kamen mir zwei meiner Stallburschen entgegen, die soeben Aiana, Bambina, Backfett und Vina in die entgegengesetzte Richtung, zu den Stutenkoppeln, führten. In der Stallgasse angekommen wartete auch schon Neuzugang Mihály fertig getrenst und aufgesattelt auf mich in seiner Box. Mit dem hübschen ungarischen Halbbluthengst hatte ich mir einen ganz großen Traum erfüllt. Schon lange hatte ich nach einem Pferd wie ihm gesucht. Einem Pferd, dem die Welt offen zu stehen scheint wie kaum einem anderen. Es gab keine Sparte des Reitsportes, in dem ich bei Mihály von Anfang an zu wissen schien, dass ich diese mit ihm nicht komplett episch gestalten würde. Und noch dazu war er ein ungarisches Halbblut; eine Rasse von der ich immer schon geträumt hatte. Umso glücklicher war ich jeden Tag wenn ich ihn reiten durfte. Heute gab es jedoch alles andere als Intensivtraining. Es war Sonntag. Ruhetag, wie er bei uns ganz klassisch praktiziert wurde. Ein kleiner Ausritt stellte jedoch sicher, dass der Hengst sich am heutigen Tage dennoch etwas bewegte. Da Mihály im Gelände absolut gelassen war drifteten meine Gedanken zur zukünftigen Gestütsplanung ab. Die Youngsters, die ich eigentlich im Frühling schon anreiten wollte, durften diesen Sommer noch wilder denn e und je auf der gebirgigsten Wiese meines Eigentums verbringen. Sie war riesig und relativ weit vom Stalltrubel weg. Der perfekte Ort für junge Hengste um sich noch einmal so richtig auszutoben. Natürlich hatten sie nun alle ihre Geschlechtsreife erreicht und Vina wurde bereits in die Stutenkoppel integriert und war nicht mit ins Geschehen involviert. Caddylack, Chestnut und VK Gunna Whiz jedoch verwilderten jedoch beinahe ein wenig. Natürlich verbrachten sie den Sommer nicht ohne Aufsicht meiner alten Hasen. Nunja; alt waren sie noch nicht wirklich. Dennoch bekam sie eine Sommerpause, da sie in ihren jungen Jahren ohnehin schon genug geleistet hatten und ich mich dieses Jahr vorwiegend auf die Nachwuchspferde des Gestüts konzentriert hatte. So fiel die Wahl damals unter anderem auf Wastl, der mittlerweile 16 Jahre alt war, was natürlich für heutige Verhältnisse noch lange nicht alt war. Dennoch wurde dieser von mir nur noch spaßhalber geritten. Natürlich durfte er noch seine Lektionen laufen und wurde hin und wieder gesprungen. Dennoch war dies nicht mehr so sehr auf Druck wie früher. Er war immerhin gekört und solange keine Vorstellungen mit ihm stattfanden musste ich ihn diesem Stress einfach nicht mehr aussetzen. Dasselbe galt für seinen zwölfjährigen Koppelkollegen Seattle's GT'aime, der zusammen mit ihm den Somer über die Junghengste etwas erziehen sollte. Die Zeit in den Bergen schien ihnen gut zu tun, weshalb ich sie, wie auch Chesi, Caddy und Nano wohl erst gegen Ende des Septembers herunter holen würde, wenn es dann auch langsam gefährlich werden würde über Stock und Stein zu huschen und ein schützender Stall von Vorteil war.
      Nachdem ich mit Mihály wieder zurück war machte ich mich daran ein paar Sprünge aufzubauen und seitlich ein Flatterband zu ziehen. Freispringen stand auf dem Programm. Zuvor ließ ich die Kandidaten sich aber in der Schrittmaschine warm laufen und sich in der Halle ein wenig austoben. Gerade die Pferde mit ohnehin schon zu viel Energie schabten mir in den letzten tagen endgültig über. Allen voran mein wunderschöner, brauner Deckhengst Master Of Gold. Dieser war zusammen mit seinem Kumpel N'oubliez Jamais als erstes an der Reihe. Bei den Beiden ließ ich mir die Freiheit die Stangen mit der Zeit ein wenig höher zu legen, da sie frei locker über die 160cm-Marke sprangen. Sie schienen ihren Spaß zu haben, weshalb ich ihnen relativ viel Zeit ließ, bis mich Ana dann schon mit den nächsten beiden Pferden dazu zwang ihr meine beiden Hengste wieder mitzugeben. Party Shaker, Batman's Rendezvous, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, HGT's Nightmare, Takada, Vintage Gold, Hummels Enterprise, Raffinessca, Take my Hand, Akira, Give me Chocolate und auch Herbstblüte folgten. Glücklich über die Masse springbegabter Pferde auf dem DVTS ging es für mich dann zum Essen, ehe ich Waldjunge eine halbe Stunde lang locker longierte, was ich dann auch mit Black Pearl machte. Anschließend ritt ich Dempsey auf dem Platz ein wenig vorwärts abwärts. In der Zwischenzeit war Anastasia ebenfalls schon am Reiten und drehte mit Romulus und Sir Donnerhall eine kleine Runde im Gelände.
      Für mich ging es daraufhin ebenfalls ins Gelände. Nachdem ich mit Hollywood King Gun und Golden Eye bloß jeweils eine halbe Stunde draußen Schritt gegangen war galoppierte ich meine beiden englischen Vollblüter Cotsworlds Eik und Last in Love ein ordentliches Stück auf der Galoppstrecke. Es war für die beiden zwar nicht sonderlich fordernd; dennoch erfüllte es den Zweck sie ihre Energie ausleben zu lassen.
      Davon wieder zurück berichtete mir Ana, dass sie Scarlet Sun und Only Known in Texas freilaufen gelassen hatte und Pinochio longiert hatte. Es war mittlerweile schon relativ spät, weshalb ich beschloss Sookie, Birdcatcher, I've got the moves like Jagger, Donella, Angels Kiss und Lead me Home, die ich heute noch für etwas Bewegung einspannen wollte, lediglich in die Schrittmaschine stellte.
      Damit neigte sich der Sonntag auch schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag trug ich noch in die Trainingstabelle des Hofes die ausstehenden Stunden ein, die ich mit Training mit Vaconda, Costa de la Bryére, It's Showtime und Roommate auffüllte. Anschließend erzählte mir Anastasia noch vom gestrigen, abendlichen Longieren mit Cornetto, Nephilim Son Of Angel & Devil, Traumfänger und Simple Little Melody.
      Weitaus spannender jedoch waren für mich meine Überlegungen was ich mit Dreammaker machen würde, der ja nun wieder zu mir zurück gekommen war. Obwohl ich den hübschen Holsteiner mit den auffällig gefärbten Abzeichen wirklich gerne hatte war ich mir mittlerweile relativ sicher, dass ich den Süßen bald wieder abgeben würde. Ob es nun aus einer Laune heraus zu sein schien oder deswegen, weil ich mit meinen anderen Pferden bereits genug zu tun hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Deswegen würde er vorerst wohl doch noch hier bleiben, ehe es dann Adieu hieß.
      Ein Pferd, für das es jedoch so bald nicht mehr Adieu heißen wird, kam Mitte September zu mir. Es war ein ganz besonderes Pferd, das ich schon seit Jahren im Auge hatte. Es handelte sich dabei um Magic Attack; einen wundervollen englischen Vollbluthengst, der abgesehen von seinem unfassbaren Talent zu laufen auch noch eines der schönsten Pferde war, die ich je zuvor gesehen hatte. Der prämierte Schönling wurde mir mit einem bekannten Transportunternehmen am Morgen des 12. Septembers auf den Hof gebracht, wo ich schon sehentlich auf ihn wartete. Bereits beim Entladen des Hengstes fielen mir seine guten Manieren auf. Er reagierte sehr fein auf meine Körpersprache und verzauberte mich damit ein weiteres Mal. Magic, wie ich den Schabrackenschecken ab nun liebevoll nannte, durfte nun erstmal eine Woche bloß auf der Koppel verbringen, ehe ich langsam wieder beginnen wollte ihn ein wenig locker zu arbeiten. Noch standen meine genauen Pläne für den Zehnjährigen in den Sternen. Dennoch hatte ich da schon meine Ideen für den Süßen - wenn sich diese auch teilweise nicht verwirklichen ließen, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Wenn meine Gebirgspferdchen nämlich wieder da waren wollte ich probieren den Hengst in die kleine Herde zu integrieren, was jedoch, wie ich später, kurz vor knapp, herausfand keine gute Idee gewesen wäre, da Magic ein Pferd war, dass sehr harmoniebedürftig zu sein schien und deswegen wohl nicht glücklich mit der Aufgabe gewesen wäre. Was ihn jedoch glücklich machte war es, mit seinen neuen Kumpel Eik jeden Schritt auf der Koppel zusammen zu gehen. Eik, der ja bekanntlich ein sehr dominantes Pferd war, hatte Magic, der sich, ohne je aufmüpfig zu sein, von Anfang an untergeordnet hatte sehr schnell ins Herz geschlossen. Er beschützte seinen neuen Freund vor all den anderen Pferden, wenn sich diese Magic anlegen wollten. Nicht etwa, dass der hübsche Schecke es notwendig gehabt hätte. Trotzdem war es für diesen wohl sehr bequem.
      Da sich mein Neuankömmling so gut einlebte konnte ich mich relativ intensiv meinen Nachwuchspferden widmen, für die die Sterne in ihren jungen Jahren noch ganz wo anders standen. Sie würden erst zeigen müssen was sie konnten und wie ihr zukünftiges Leben wohl aussehen sollte. DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Magic Attacks Sohn, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky und Capri wussten dies jedoch klarerweise noch nicht und wuchsen erst noch stresslos auf den schönen Koppeln des Gestüts auf, ehe der Ernst des Lebens wohl eher früher als später beginnen würde. Dennoch war ich bereits jetzt schon zuversichtlich, dass sie alle Hürden, die ihnen noch in den Weg gelegt werden würden, gut meisten würden.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Nebenstallungen ♥
    Hochgeladen von:
    Bracelet
    Datum:
    12 Sep. 2017
    Klicks:
    137
    Kommentare:
    2

    EXIF Data

    File Size:
    393,4 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst

    x.x.2007
    (10 Jahre)
    Rasse: Englisches Vollblut
    Stockmaß: 176cm
    Deckhaar: Black with blanket and Spots
    Abzeichen: Blesse, 1x Socke

    Interieur / Beschreibung

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam●●● Unaufmerksam
    Intelligent●● Unintelligent
    Sozial ●● Unsozial
    Begabt●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös
    Loyal●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Magic Attack ist ein Idealist. Er versucht sich aus jeder Streitsituation raus zuhalten und geht gerne Konflikten aus dem Weg. Lauter werdende Gespräche oder Rufe machen ihn nervös. Magic liebt es gebadet zu werden und freut sich so immer auf wärmere Tage. Im Stall sieht man ihn oft die Wände oder Gitterstäbe ablutschen, wenn ihm langweilig wird. Deshalb ist es wichtig, dass er seine Zeit draußen auf der Weide bekommt. Seine größte Angst zeigt er gegenüber Kaninchen, so kann ein langweiliger Ausritt ganz schnell turbulent werden. Allerdings kann er auch mal zu beißen wenn man ihm zu Nahe kommt. Aber dafür zeigt er sich in den Grundmanieren toll.


    Unterbringung: Weide von 8:00-21:00 / Box 21:01-7:59
    Futtersorte: Heu, Hafer & Pellets
    Weidepartner: andere Hengste

    Besitzer: Bracelet
    VKR/Ersteller: flair

    Qualifizierungen & Erfolge

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M

    Springen E A L

    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L

    Military E A L M
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750, 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m

    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]


    263. Springturnier, 3. Platz
    268. Schönheitswettbewerb
    287. Galopprennen, 2. Platz
    311. Galopprennen, 2. Platz
    314. Galopprennen, 1. Platz
    330. Galopprennen, 3. Platz
    358. Galopprennen, 3. Platz
    279. Militaryturnier,1. Platz
    390. Dressurturnier, 1. Platz
    281. Militaryturnier, 1. Platz
    286. Militaryturnier, 1. Platz

    Inoffiziell
    [​IMG]
    Tag der Offenen Tür, 2. Platz Springen

    Zuchtverband
    -

    Ausbildung und Zuchtdaten

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Fohlen ABC x | Eingeritten x | Eingefahren x


    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)

    Einreiten x | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Dressurpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    Rennpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten x | Hindernisgewöhnung x | Startboxgewöhnung x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten

    ● Angeboren Antrainiert Prüfung Abgeschlossen

    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪
    Verladefromm: 3 2 1 ✪
    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Schleife

    HK/SK

    Gencode: Ee aa Lplp PATN²patn²
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -

    Gesundheitszustand

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4 (alle 6 Monate) überfällig

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG | Puzzel PNG | JPG


    [​IMG]